Nr. 89. ätsprofessor Dr. Ernit Ferlag Königsberg Br. in dem jetzt gewöhn Böllerbund Friedens Men Schiedsgerichtsbar sgerichtsverträge hält Ernitfall nichts nügen. efährlich, weil sie die e Friedenspolitit muß ende Abrüstungs- Kon sich mit der Rüstungs Deutschlands gegen hbarn zu befassen. Zu Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. edruf in dieser Frage 44 Jahrg. stellers, Oberst a. D. - Keine Phantasie". 0, Preis 4.- RM.) ie die Rüstungslage in ndersehung trotz allen infach nicht vermeidbar tiche, unser Vaterland machen, damit es nicht Bes, neues Buch! Ein Stuttgart, erschienener roßer, starter Leritond im Text. In Leinen tlich für einen äußerst eistet, schon die Fülle roßen Demonstrations: n, macht Freude. Hier or Fesselndes sind, man e trodene Abhandlung. hnischen Welt und sieht Straßenbahn und Eisen ieht die unterirdischen er besichtigt die Koks: en, er wandert durch men großen Hafen und den und ablaufen, er ett erhält, staunt über erke und steigt trockenen fährt mit Fluggigan t tausend andere inter ch für jeden, der gern Geschenk auch für un Politische Rundschau. Am Dienstagvormittag ist der Ausschuß des Wirtschaftsbeirates für die Behandlung der Frage der Gestehungskosten und der Preissentung unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Dr. Brüning zusammengetreten. Am Nachmittag versammelte sich der Ausschuß für die Zinsenfrage. Dem Thüringischen Landtag liegen zwei Auflösungsanträge Dor. Den einen haben die Nationalsozialisten, den anderen die Kommunisten eingebracht. Kommunisten ist es gelungen, die Belegschaft der Leipziger Baumwollspinnerei in Stärke von 1500 Mann am Montag zum Streit zu veranlassen. Der Betrieb liegt vorläufig still. In der Dienstagverhandlung des Calmetteprozesses kam es ju Szenen, wie sie bisher in einem deutschen Gerichtssaal wohl nicht vorgefallen sind. Die Elternschaft empörte sich derart, daß der Vorsitzende nicht in der Lage war, die lärmenden Kundgebungen zu unterbinden und die Sigung unterbrechen mußte. Rach dreitägiger Pause nahm am Dienstagvormittag um 11 Uhr der Sflarefprozeß wieder seinen Fortgang. Der König von England eröffnete am Dienstagmittag in der üblichen feierlichen Weise das Parlament. Der erbitterte Kampf um die Kirche in Spanien hat in Bilbao zu schweren Kämpfen zwischen Polizei und katholischnationalsozialistischen Demonstranten geführt. Die deutsche Kriegsschuld ist eine Lüge. London, 10. November. In der heutigen Eröffnungssigung des Unterhauses erklärte der Führer der Opposition, Lans= bury, daß im Jahre 1918 das Parlament einen Frieden gemacht hätte, der kein Frieden gewesen sei. Es war ein Frieden, so sagte er, der dem deutschen Volke die Schuld an dem großen Kriege aufbürdete. Wie aber jedermann wußte, ist das deutsche Bolt nicht mehr verantwortlich als jeder andere, was ja klar aus den jetzt erschlossenen Tagebüchern der Staatsmänner, die den Krieg und den Frieden gemacht haben, hervorgeht. Wäre es für die Regierung jetzt nicht an der Zeit, jedes Andenken an den Krieg dadurch auszulöschen, daß alle Wiedergutmachungen und Reparationen in der ganzen Welt ausgestrichen würden? ■. Kraze. 10. AufCan fühlt beim Lesen: Herzen und in heißem Ringen ist es um Hei= nd es wird ein Durch e Schichal ist von Gott iefen gehegren und ges m muß uns dies alles Glauben: durch Leiden nnere Religiosität hebt njerer Ostmart. Bon Friede H. Kraze. M. Ein psychologischer nschaft. Das Buch läßt eder zu schauen begehrt. cher Leidenschaften und efter Duft uns umweht wird uns die Freude es bewegt sich hier jen willig zugegebenen Er ren Gewißheit. Ge gen wir das Leben von zu sein, sondern um zu der Not im Ruhrgebiet. Nummer( Nr. 45) der 7 aufschlußreichen Bild were dieser Zeit und die In den größten Korrup uns die Bilder zu dem Klein in Gießen. hholz önig reichhölzer vollständig geruchlos trächtigung und ohne mismus. Ohne Benzin! m schwer. gegen Feuchtigke B. Es ist bruchsicher ugspreis, gültig bis tück 1,65 RM zuzüg tück 10 o/ º Rabatt uropa: Saale) Mühlweg Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 11. November 1931 138000 Arbeitslose mehr. Berlin, 10. 11. Die vorläufigen Meldungen der Arbeitsämter ergeben für den 31. Oktober eine Arbeitslosenzahl von rund 4 622 000. Seit dem Stande vom 15. Oft., der sich nach den endgültigen Meldungen auf rund 4 484 000 Arbeitslose belief, ist somit eine Zunahme um rund 138 000 eingetreten. Stadtverordnetenwahlen. Bremerhaven. Bei den Stadtverordnetenwahlen am Sonntag in Bremerhaven erhielten: Sozialdemokraten 3799 Stimmen, 11 Sitze( bisher 15 Size), Staatspartei 509 Stimmen, 1 Sitz ( 4), Zentrum 327 Stimmen, 1 Sitz( 1), Wirtschaftspartei 649 Stimmen, 3 Size( 6), Nationalsozialisten 3068 Stimmen, 9 Size ( 0), Deutschnationale 1275 Stimmen, 4 Site( 1928 in der bürgerlichen Vereinigung), Kommunisten 1847 Stimmen, 5 Gitze ( 2), bürgerliche Vereinigung 549 Stimmen, 2 Size( 8). In der thüringischen Spielwarenstadt Sonneberg fanden am Sonntag Kommunalwahlen statt, die folgendes Ergebnis brach ten: Nationalsozialisten 10 Size( bisher 5), Bürgerliche Liste 2( 6), Sozialdemokraten 5( 7), Kommunisten 4( 3). In Bremen ein SA.- Mann erstochen. Nationalsozialisten hatten am Montag abend eine Totengedenkfeier veranstaltet, die in voller Ruhe verlief. Auf dem Nachhauseweg kam es zu Zusammenstößen zwischen Reichsbannerleuten und Nationalsozialisten. Dabei wurde ein SA.- Mann durch einen Herzstich getötet. Acht weitere Nationalsozialisten konnten bisher festgestellt werden, die zum Teil schwere Verlegungen erlitten hatten. Unter den Verletzten befinden sich zwei über 60 Jahre alte Männer. Eutin, 10. 11. Im Anschluß an einen Umzug des Reichsbanners tam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Nationalsozialisten und Reichsbannerleuten. Ein Nationalsozialist wurde getötet, zwei Nationalsozialisten wurden schwer, drei Reichsbannerleute leicht verletzt. Landwirt erschießt Gerichtsvollzieher. Offenburg in Baden, 10. November. Ein Gerichtsvollzieher aus Offenburg wurde heute vormittag von einem Landwirt im Weiler Neuhausen bei Zell a. H., zu dem er gekommen war, um ein gepfändetes Kalb zur Versteigerung abzuholen, erschossen. Das Problem der Arbeitslosigkeit. Unsere kranke deutsche Wirtschaft schleppt die schwere Last einer niederdrückenden Arbeitslosigkeit. Millionen sind es, die zum Feiern gezwungen sind. Ueber 4 Millionen registriert die Statistik. Ob es im kommenden Winter 6, 7 oder 8 Millionen werden, ist ein müßiger Streit. Der gegenwärtige Stand offen bart einem jeden zur Genüge die verhängnisvolle Lage. Die Not des Einzelnen sucht die Arbeitslosenversicherung zu lindern. Bei ihrer Errichtung ging man von der Annahme einer vorübergehenden Arbeitslosigkeit von 500 bis 600 000 Menschen aus. Niemand dachte damals an eine Dauerarbeitslosigkeit von Millionen. Das Versicherungssystem muß bei einem solchen Umfang versagen. Bei sinkenden Löhnen und bei steigenden Lasten wird eines Tagee die Arbeitslosenverficherung in ihrer gegenwärtigen Gestaltung einfach nicht mehr zu halten sein. Auch das Reich wird bei verminderten Steuereingängen und zunehmender weiterer Verschlechterung keine Zuschüsse mehr leisten können. Der Rückgang steuerlicher Einnahmen und die Steigerung sozialer Ausgaben setzt sowieso die Lebensdauer eines jeden Haushaltsplans auf ein Minimum berab. Eine Anpassung der Unterstüßungssäße der Arbeitslosenversicherung an die gesteigerte Kaufkraft des Geldes läßt sich nicht länger mehr hinausschieben. Die Gefahr, daß abgebaute Löhne an die Arbeitslosenunterstützung heranreichen, könnte nur verhängnisvoll wirken. In diesem Zusammenhang gewinnt die Bestimmung aus der 3. Notverordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 6. Dktober 1931 an Bedeutung, wonach der Vorstand der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung anordnen kann, daß die Arbeitslofenunterstützung allgemein bis zu einem Drittel ihres Betrages in Cachleistungen bestiminter Art gewährt werden kann. Die Vorsitzenden der Arbeitsämter bestimmen in endgültiger Entscheidung, mit welchem Geldbetrag die Bewertung der Sachleistungen zu erfolgen hat In erster Linie dürfte hier wohl an die Versorgung mit Brot, Kartoffeln, Holz und Kohlen gedacht fein. Das Handwerk in seiner Gesamtheit steht diesen Plänen nicht gerade mit besonderer Freude gegenüber. Bei der herrschen den allmächtigen Bürokratie steht zu befürchten, daß wieder einmal ein großer Verwaltungsapparat geschaffen wird, dessen Rühmlichkeit diejenige der Kriegsgesellschaften noch übertrifft und der etwa erzielte Ersparnisse einfach aufzehrt. Sollen Sachleistungen an Erwerbslose geliefert werden, so kann dieses nur in Zusammenarbeit mit der Privatwirt: chaft in Handel und Handwerk geschehen. Diese bermeidet Fehlleitungen und erspart Unkosten. An sich ist ohne allen Zweifel das Handwerk bereit, nach Kräften beizutragen, um das harte Los der Arbeitslosen zu erleichtern. So hat sich | insbesondere das Bäckerhandwerk zur Mitwirkung bereit erklärt. Aber auch das Bäckerhandwerk warnt dringend vor einer zentralen Regelung, die bezirkliche Unterschiede nicht berücksichtigen kann. Nur die Aufstellung einheitlicher Richtlinien wird emp fohlen. Daß alle etwaigen Sachleistungen nur im Rahmen der gesetzlichen Unterstützung gewährt werden können, bedarf wohl keiner näheren Begründung, denn zusätzliche Leistungen sind einer Erhöhung der Unterstützung gleichzustellen, die die allgemeine wirtschaftliche Lage aber zwingend verbietet. Die Milderung der Folgen der Arbeitslosigkeit beseitigt nicht die Arbeitslosigkeit selbst. Einen Generalplan zur Behebung der Notlage gibt es nicht. Man wird schon versuchen müssen, die guten Gedanken, wo immer sie sich zeigen, in die Tat umzusetzen. Leider gibt es aber nur zu viele Pläne, deren Verwirklichung keine Lösung der Frage bedeutet. So muß einmal offen ausgesprochen werden, daß der Ruf nach Sparsamkeit mit einer Ankurbelung der Wirtschaft und mit einer Erleichte rung des Arbeitsmarktes nicht das geringste zu tun hat. Schon recht, unsere Lage zwingt uns zur Einschränkung. Wir werden manche Pläne auf eine bessere Zeit zurückstellen, ja vieles auch wieder rückgängig machen müssen, was wir in den letzten 1½ Jahrzehnten eingerichtet haben. Und wenn Sparen eine Wohltat ist, so darf doch diese Wohltat nicht zur Plage werden. Ein Uebermaß am Sparen im einzelnen führt zum Geiz und im Großen macht es die Wirtschaft reif für den Liquidator. Auch die ,, Vereinfachung des Verbrauch s" Wirtschaftsleben aus den Fugen treiben. Was soll man dazu sagen, wenn z. B. Professor Schmalenbach, Köln, in einer Versammlung des Vereins deutscher Eisengießereien ausführt, daß als dringender Bedarf nur ein aus dauerhaften Stoffen her gestellter konfektionierter Anzug anzusehen sei; jede andere männ liche Bekleidung müsse mit einer besonderen Aufwandsstener belegt werden. Das heißt denn doch des Guten zu viel tun. Mit solchen Methoden heilen wir keine Arbeitslosigkeit. zum kann das Auch der Weg, durch Arbeitszeitverkürzung den Harrenden die Tore Werk zu öffnen, führt nicht zum Ziel. Wäre die Frage der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit so zu lösen, dann wäre das ganze Problem eine einfache mathematische Formel und morgen regten sich wieder alle Hände. Allein für Saisongewerbe kommt eine Arbeitszeitverkürzung überhaupt nicht in Frage. Auch betriebstechnische Gründe verbieten in vielen Betrieben ihre Anwendung. Jede Verkürzung der Arbeitszeit muß dazu zwangsläufig zu einer Erhöhung der Preise führen und damit wieder neue Arbeitslosigkeit schaffen. Dem Handwerk wird sie dazu noch durch die vermehrt auftretende Schwarzarbeit einen besonderen Schaden zufügen. Fortsetzung folgt. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz. vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. = Nummer 90 Landtagswahl. Am 15. November d. J. schreiten die Wahlberechtigten Hessens zur Urne, um das Hessenparlament neu zu wählen. Fast auf den Tag sind vier Jahre verflossen, seitdem letztmalig Wahlen für den hessischen Landtag stattgefunden haben. Am 13. November 1927 wurde durch die Abstimmung der Wähler die Mehrheit geschaffen, die der Politik des Hessenlandes vier Jahre den Stempel ihrer Weltanschauung aufgeprägt hat. Es waren vier Jahre Herrschaft jener Mehrheit zu ertragen. Die Wahlperiode unserer Volksvertretung beträgt gemeinhin drei Jahre, aber aus eigner Machtvollkommenheit hatte sich das Parlament noch ein Jahr weiteres Leben ,, geschenkt", einen Verzweiflungskampf kämpfend um eine Position, die längst überholt schon damals war, als es unter üblen Wehen geboren wurde. Die Wahl am 13. November 1927 ging, dessen wollen wir uns bei dieser Gelegenheit wohl erinnern, unter Wahlbeschränkungen vonstatten. Gewisse Parteien wurden zur Wahl nicht zugelassen. Diese zogen nach vollzogener Wahl vor den Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich. Der Gerichtshof erklärte die Wahlbeschränkungen für verfassungswidrig, genau wie die in Sachsen stattgefundenen, bei denen die gleichen Beanstandungen vorlagen. Die Sachsen lösten darauf ihren Landtag auf und wähl ten ihn neu, nicht so die Hessen. Bei uns hat der Staatsgerichtshof für Hessen, dem man aus Zweckmäßigkeitsgründen mehr Parlamentsmitglieder als Berufsjuristen zu Richtern gegeben hat, trotz der festgestellten Verfassungswidrigkeit die Wahl für gültig erklärt. So wurde die Regierungskoalition, die aus Cozialdemokraten, Zentrum und Demokraten bestand, und über 42 von 70 Sigen des Landtags verfügte, gerettet, und diese Rettung hat ihr so gut gefallen, daß sie sich selbst im Jahre 1930, als ihr Stundenglas am Ablaufen war, ein Jahr weiteres Leben einblies, um angeblich dringende Aufgaben, die der Erledigung harrten, noch den staunenden Volksgenossen als erledigt vorzeigen zu können. Nun ist auch diese Prüfung an uns vorübergegangen, sie war hart zu ertragen. War schon die Wahl unter, gelinde gesagt, merkwürdigen Umständen zusammengekommen, eben durch die Ausschließung immerhin beachtlicher Parteien, so brachte das Jahr 1930 dann die Reichstagswahlen am 14. September und eine Verschiebung der Stimmverhältnisse in einem so nachhaltigen Maß, daß die Unsinnigkeit der Verlängerung des Landtages und damit der Mehrheitsverhältnisse in ihm, auch dem harmlosesten politischen Gemüt klar war. Hätte das hessische Volk nämlich mit der Reichstagswahl zugleich die Wahlen für das Landesparlament vollzogen, so hätten die drei Regierungsparteien nicht mehr jene Mehrheit von 1927 gehabt, gerade noch 35 Site wären ihnen verblieben, und damit wäre ihre Aktionsfähigkeit lahmgelegt gewesen. Die Koalition zieht von hinnen, unwiderruflich ist ihr Geschick besiegelt, gerichtet ist sie um ihrer Taten willen. Vielen Hessen ist ein Alp von der Brust genommen, denn nun wird der Weg frei für eine Regierung, die, so wollen wir hoffen, mehr Verständnis für die große allgemeine Not hat, als die bisherige Mehrheit. Die krasseste Leistung der nun Abgegangenen wollen wir besonders feststellen, es ist die im Dezember verwichenen Jahres erfolgte Erhöhung der Grund- und Sondergebäudesteuer, jener Ungeheuerlichkeit, die dem hessischen Hausbesitz die Erhaltung seines Besizes fast unmöglich gemacht hat. Mancher Hausbesitzer wird in den Tagen, da er den neuen Steuerzettel bekam, die Fäuste in ohnmächtigem Zora geballt haben, ob dieser Behandlung, die ihm den Rest seines Eigentumsertrages wegnahm, um Dinge zu finanzieren, über deren Nüglichkeit man sehr im Zweifel sein kann. Nun gilt nur ein Ruf: die Augen auf, laßt euch nicht erneut einfangen von Parteien, die wohl in diesen Tagen alles versprechen, die auf einmal auch für den Besitz schwärmen, die aber ihr Versprechen dieser Klasse von Bürgern gegenüber kalt= lächelnd vergessen, wenn sie einmal wieder ins hohe Haus zu Darmstadt eingezogen sind. Glaabt den Anreißern nicht, die in diesen Tagen landauf, landab ziehen, um Gimpel zu fangen. Was sie auch immer sagen mögen, es ist Schaumschlägerei. Wie sollen die, die alle Welt auf einmal beglücken wollen, dies anfangen, wer gibt, muß nehmen. Daß das Stündlein der Koalition geschlagen hat, wissen deren Herren wohl, tränenfeuchten Auges wird mancher von der Stätte Abschied genommen haben, wo es so schön war zu regieren und den Geist staatsmännischer Weisheit über Gläubige und Ungläubige auszugießen. Nicht die Besitzenden allein weinen den nun Abgegangenen keine Träne nach. Ein befreiendes Aufatmen geht durch die Reihen von Handel und Wandel, von Handwerk und Gewerbe, auch der schwer bedrückte Bauernstand ist froh und fühlt neue Hoffnung. Nun kommen die Neuen, und die wollen wir uns genau ansehen, wollen von ihnen hören, was sie uns zu sagen haben, wollen dann auf Grund bisheriger Erfahrung die Wahrheit ihrer Versicherungen prüfen. Wir wollen auch diejenigen Wähler und Wählerinnen ermuntern, die sich aus ihrem Trott jahrelanger Weltanschauung schlecht lösen können. Es mag manchem noch so schwer fallen, das aufzugeben, was ihm teuer war Jahre hindurch, er muß erkennen, daß hinter der Weltanschauung heute nicht mehr der Mittwoch, den 11 Mittwoch, den 11. November 1931. Idealismus steht, der früher jedem das Seine in heißer Be mühung zu geben versuchte, daß vielmehr heute Weltanschauun gen oft genützt werden, um als Tarnkappe für üble Interessen wirtschaft zu dienen, die unserem Wohlergehen so wenig dient, wie das Wasser dem Feuer. In unserem Hessenland bleibt für uns viel, um das wir zu kämpfen haben, kurzsichtige Politik hat die tatsächlichen Ver hältnisse auf dem hessischen Markt bisher ignoriert. Der Aufmarsch der Parteien hat begonnen, vollendet ist er noch nicht. Jeder aber frage sich bei den Sirenenklängen, die ihn nun in Flugblättern, Zeitungen und Wahlversammlungen umschweben werden: Was haben die, denen ich meine Stimme geben soll, bisher für mich getan? Lokales. Adolf Hitler spricht in Gießen. „ Gießener Zeitung" Nr. 90. Aus dem Stadttheater. Als 6. Mittwoch- Abonnements vorstellung wird heute abend, Anfang 7.30 Uhr, die Schwank operette Frauen haben das gern...!" von F. Arnold und E. Bach, gegeben. Die Musik ist von Walter Kollo und die Gesangsterte sind von Rideamus. | sich im Schiffenbergerweg an der neben dem Abermannschen| sammlung der Deutschen Staatspartei Finanzminister Höpfer Lagerplatz gelegenen Müllabfuhrstelle ein schwerer Verkehrsun- Aschoff und Oberamtsrichter Schreiber. fall. Der Schuhmachermeister Ferdinand Pauly von hier kam mit seinem Motorrad, auf dem seine 25jährige Tochter Anna als Beifahrerin saß, aus der Richtung Hausen. An der Unfallstelle wollte Pauly ein gerade vom Müllabladeplay herauskommendes Müllauto auf der rechten Seite überholen, kam aber dabei der Baumreihe zu nahe und streifte einen Baum. Dadurch kam die Maschine ins Schleudern und wurde gleichzeitig von dem rechten vorderen Kotflügel des Müllautos erfaßt. Die Tochter des Pauly, die durch den Anprall von dem Soziussit herunterflog, erlitt schwere Verletzungen, die die Ueberführung in die Klinik notwendig machten. In der vergangenen Nacht ist Fräulein Pauly ihren schweren Verletzungen erlegen. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Den Hessenwahlen am kommenden Sonntag widmen alle Parteien besondere Aufmerksamkeit. Eine jede sendet ihre prominentesten Führer in unser Ländchen und läßt die Werbetrommel rühren. Mehr oder weniger begeistert folgt ihnen die Bevölkerung. Ein Symptom dessen, wie diese Wahlen ausgehen werden, war unzweifelhaft die Hitler- Versammlung am Montag in der Volfshalle. Schon am frühen Nachmittag strömten begeisterte Scharen in die Voltshalle, die bereits furz nach 7 Uhr polizeilich gesperrt wurde. Tausende mußten wieder umfehren. Mehr wie 8000 Menschen harrten geduldig stundenlang aus, um den Mann, von dem heute in Deutschland und auf der ganzen Welt gesprochen wird, Adolf Hitler, den Führer der Nationalsozialisten, zu sehen und sprechen zu hören. Nicht enden wollte der stürmische Beifall, als Hitler und sein Stab auf der Bühne erschien. Zunächst sprach Gauleiter Lenz- Darmstadt einige Worte der Begrüßung, um dann das Wort an Hitler weiterzugeben, der in fast 2½stündiger Rede die 8000 Zuhörer in den Bann seiner Persönlichkeit und seines Geistes schlug. Es würde zu weit führen, an dieser Stelle ausführlich über das, was Hitler sprach, zu referieren. Er entwickelte die Grundgedanfen des Nationalsozialismus. Er betonte, daß das Schicksal des Volkes vom Lebensraum abhängig ist. Eine These, in der der Nationalsozialismus sich vom Marrismus unterscheide. Die Rettung des Volkes erfolge auch nicht durch die Rettung eines einzelnen Standes, sondern durch das Kraftbewußtsein des Volkes selbst. Und zu diesem erforderlichen Kraftbewußtsein müsse das Volk wieder erzogen werden. Daß die Nationalsozialisten im übrigen die Nation führen können, haben sie dadurch bewiesen, daß sie trotz größter Unterdrückung die Bewegung aufbauten, die einmal Deutschland verkörpern werde. Die Ausführungen Hitlers wurden verschiedentlich durch brausenden Beifall unterbrochen, der sich am Schluß seiner Worte ins Ungeheuerliche steigerte. Ein kurzes Schlußwort des Gauleiters und das Horst- Wessel- Lied beschlossen die reibungslos verlaufene Versammlung, die der nationalsozialistischen Bewegung manchen neuen Freund zugeführt haben wird. - * Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Gestern ereignete Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 27. Fortsetzung. Mit einem Fußball und einem Schiedsrichter, der sein Geschäft versteht, können meine Jungens überall Fußball spielen!" antwortete der Hollywood- Manager. Also man interessiert sich hier unten für uns, he?" Interessieren?! Für jeden Fußballanhänger hat Hollywood etwas unwiderstehlich Romantisches an sich. Eine Mannschaft, die von der eigenen Heimatstadt nicht beachtet worden ist, im Cupfinale! Es flingt wie ein Roman!" ,, Es ist auch wie ein Roman," antwortete Hollister und lächelte grimmig. Was wollten Sie mich aber fragen? Was ich von unseren Chancen halte?" „ Ja, das ist der Zwed meines Kommens." " Wir werden den Cup gewinnen, mein Junge! Wenn ich überhaupt wetten würde, würde ich mein letztes Hemd auf Hollywood setzen, und ich sage das nicht, weil ich Manager dieses Klubs bin. Wir haben schon die ganze Saison hervorragenden Fußball gespielt, aber das Publikum ist erst jetzt darauf ge= fommen!" Marr, der in diesem unerschütterlichen Vertrauen des Managers ein gutes Omen erblidte, ging aus dem Zimmer, da ihm mitgeteilt worden war, daß eine Dame ihn zu sprechen wünsche. Vor dem Hoteleingang saß in einem großen Auto Margery mit ihren unzertrennlichen Freunden, Mr. und Mrs. Anthony Armitage. „ Ich muß dich noch einmal sehen, Dick, um dir Glück zu wünschen," sagte Margery mit vor Erregung blizenden Augen. Sich hinauslehnend, fügte sie hinzu:„ Nach dem Wettspiel habe ich eine wunderbare Neuigkeit für dich!" ,, Diese wunderbaren Neuigkeiten werden dir zur Gewohnheit," scherzte der Fußballer. Du hast mir dasselbe vor dem Semifinale gesagt, aber verraten wolltest du mir weiter nichts!" Weil ich etwas zu früh gesprochen habe, Liebster," war die Antwort. ,, Aber jetzt ist alles schon in Ordnung, nicht wahr, Mrs. Armitage?" Vollkommen in Ordnung," antwortete. die letztere und lächelte Did freundlich zu. ,, Kommen Sie nach dem Wettspiel zu uns, und wir wollen Ihnen mehr verraten! Adieu und recht viel Glück!" den In den prächtig eingerichteten Ankleideräumen besten, die sie je gesehen hatten bereiteten sich die Hollywood- Spieler für den gewaltigsten Kampf ihrer Karriere. Vor zwanzig Minuten noch waren sie über den wundervollen Rasen der Arena geschritten und hatten lächelnd die gewaltigen Massen beobachtet, die zu ihren Pläzen drängten und die vielen possierlichen Mascots, die zu sehen waren. Jetzt war ihnen das Lächeln vergangen; sie sahen nervös und ängstlich aus. Ihre Körper zitterten vor verhaltener Erregung. In ihren Augen lag ein Blick, wie er Menschen eigentümlich ist, die vor einem großen Abenteuer stehen. Aber als sie angezogen waren, präsentierte sich eine prächtige Gruppe von Athleten in funkelnagelneuem rotem Dreß, matel los weißen Hosen und rotgestülpten Strümpfen. * Rückstrahler an Fahrrädern. In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen Personen wegen Nichtanbringung von Leuchtzeichen an Fahrrädern( sog. Katzenaugen) zur Anzeige gelangten und dadurch empfindliche Strafe in Kauf nehmen mußten. Es sei aber an dieser Stelle wiederholt darauf hingewiesen, daß nach den Vorschriften der Verordnung über die hinteren Leuchtzeichen der zweirädrigen Kraft- und Kleinkrafträder sowie der Fahrräder vom 27. April 1929 jedes Rad bei Dunkelheit mit einem hinteren Leuchtzeichen von gelbroter Farbe versehen sein muß. Das Leuchtzeichen, dessen wirksamer Durchmesser nicht größer als fünf Zentimeter sein darf, muß an der Rückseite des Rades angebracht und darf niemals verdeckt sein. Zuwiderhand lungen gegen diese Verordnung werden hinsichtlich der Fahrräder nach§ 366 Nr. 10 des Reichsstrafgesetzbuchs mit Geldstrafe bis zu 150 RM. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. ,, Ihr seid ja hübsche Jungens," grinste Kanonier Sage. ,, Jhr macht mich wirklich neidisch!" Ein stattlicher Mann mit einer schwarzen Kappe kam zur Tür und winkte Ben Warriner mit gefrümmtem Finger. Der Hollywood- Spielführer folgte dem Wink und ging hinaus. Wer ist das?" fragte Walter Bell. " Der Schiedsrichter Horton. Der beste im ganzen Lande. Gott sei gelobt, wir haben heute einen guten Schiedsrichter. * Wichtig für Lungenkranke. Die Sprechstunden der Fürsorgestelle für Lungenkranke in der Medizinischen Poliklinik finden für die Besucher aus den Landgemeinden des Kreises Gießen jeden Montagnachmittag von 4 bis 5 Uhr statt. Lungenfranke und Krankheitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes in die Lungenfürsorgestelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten. * Die Bezugsgrenze der„ Schüler" monatskarten für Lehrlinge. Schüler und Studierende erhalten die sogenannten Schülermonatskarten zur Hälfte des Preises für ordentliche Monatskarten ohne Beachtung ihres Alters. Lehrlinge genießen diese Vergünstigung aber nur bis zum 20. Lebensjahr. Die Altersgrenze für Lehrlinge hat den Nachteil, daß die von den höheren Schulen kommenden Lehrlinge nach Vollendung des 20. Lebensjahres den vollen Monatsfartenpreis entrichten müssen. * Neuer und verbilligter Gepädtarif für Geschäftsreisende. Die Einführung eines ermäßigten Gepädtarifs für Musterloffer und Warenproben ist jetzt von der zuständigen Tarifkommission der Deutschen Reichsbahn beschlossen worden. * Wahlversammlungen. Heute abend um 8 Uhr sprechen in der Turnhalle am Oswaldsgarten in einer Versammlung der Deutschen Volkspartei Reichstagsabgeordneter Dr. Hugo und Landtagsabgeordneter Dr. Keller über das Thema ,, Reichs- und Landespolitik". In einer Versammlung der Deutschnationalen spricht am Donnerstag abend Reichstagsabgeordneter SchmidtHannover über ,, Durch Kampf zum Sieg" im Café Leib. In der Turnhalle spricht am Donnerstag abend in einer WahlverWas wollte er von dir, Ben?" fragte Tranfield den eben wieder eintretenden Spielführer. ,, Er hat Crosby zusammen mit mir herausgerufen, um uns zu sagen, daß er unsere Unterstützung braucht, um das Spiel fair zu halten. Ich habe ihm gleich gesagt, daß unsere Jungens nie anders spielen. Er hat darauf gegrinst und gemeint, das wüßte er zwar, aber wenn Leute einmal nervös sind, vergessen sie sich oft. Also, Jungens," fuhr der Hollywood- Spielführer fort,., in zwei Minuten stehen wir dort draußen. Bis ich anders entscheide, spielt ihr Walter Bell zu. Er hat den schwächeren Teil der Verteidigung gegen sich. Hast du verstanden, Tommy," wandte er sich an Dean, und auch du, Pat?" Was du sagst, sigt, Ben!" antwortete der Rechtsinnen. ,, Kühlen Kopf bewahren, denkt immer daran, daß ihr die bessere Mannschaft ſeid," ſagte der Spielführer und zupfte noch einmal seinen Jersen zurecht.„ Wir sind fertig, Sir!" Mit dem Trainingball in den Händen führte Warriner seine Mannschaft hinaus, wo sofort Hunderte von Kameras und Filmapparate auf ihn gerichtet wurden. Er war vierzig Jahre alt, aber er sah aus wie ein Jüngling. Warriner! Braver, prächtiger Warriner! 10. Das Finale. Erregt und ungeduldig harrte die riesige Menge, wohl an die 150 000 Menschen, auf das Erscheinen der beiden Mannschaften. Die meisten hatten unzählige Qualen zu überstehen gehabt, um überhaupt dabeisein zu können, aber zusammenge pfercht, daß sie kaum atmen konnten, waren sie jetzt glücklich und zufrieden. Denn es war ihnen vergönnt, das größte Er eignis des Sportjahres, den klassischen Kampf um den engli= schen Pokal, vor ihren Augen abrollen zu sehen. Hollywood erschien zuerst auf dem Felde, und als der rotweiße Dreß sichtbar wurde, rollte ein brausends Begrüßungsgebrüll aus den Kehlen der nordischen Gäste über das Feld. Zwei Minuten später schlenderte Kensington, der Stolz der Metropole wie überhaupt des ganzen Südens, in das Feld. Es waren große, untersetzte Burschen in blauen Jerseys mit den Initialen K. F.C. in weißer Seide auf der linken Brust. Wie ein Orkan fegte der Gruß der Menge über das Feld, als sie stolz und nachlässig die Arena betraten. So geladen war die Atmosphäre mit Spannung, daß nicht die kleinste Einzelheit, die sich begab, unbemerkt blieb. Mit atemloser Aufmertsamteit folgten hunderttausend Augenpaare der athletischen Gestalt des Schiedsrichters, als er mit der Geschwindigkeit eines Knaben in die Feldmitte lief und dabei mit dem naiven Entzücken eines spielenden Kindes den Spielball vor sich herrollte. * Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein. Heute, Mittwoch, abends 8 Uhr, findet in der Neuen Aula der zweite Vortrag ,, Zwei Stunden im Wunderland der modernen Physit statt. Ein scharfer Pfiff, und wieder rollte der Beifall über die Arena, als die beiden Spielführer zur Feldmitte eilten, wo sie vom Schiedsrichter herzlich begrüßt wurden. Ben Warriner schien die besondere Wertschätzung des Schiedsrichters zu genießen, denn dieser umarmte den kleinen Mann im rotweißen Dreß mit dramatischer Geste und flopfte ihm liebevoll auf den Rüden. Die fleine Episode fand brausenden Beifall, und die Zehntausende, die Hollywoods rotweiße Abzeichen trugen, jubelten: Surra, Benny!" Dann trat Totenstille ein. Bei dem etwas heftigen Wind, der herrschte, hing viel davon ab, wie das Los fiel. Der Führer Kensingtons fonnte seine Freude über die günstige Auslosung nicht verbergen und rannte mit dem Ungestüm eines ungebärdigen Schuljungen zu seinen Gefährten zurüd. Im Hollywood- Lager zeigte sich aber nicht die leiseste Spur * Die Hessische Landes- Geflügelschau, verbunden mit einer Junggeflügelschau, findet in diesem Jahre vom 4. bis 6. De zember in Mainz statt. Zum erstenmal dürfen bei dieser Aus stellung nur solche Geflügelzüchter ausstellen, die einem hessi schen Geflügelzüchterverein als Mitglied angehören. Für die Hausfrau. Pikante Soßen. Wir entnehmen die folgenden Anleitungen zur Bereicherung des Küchenzettels der Hausfrau, dem neuen Heft der ,, Gartenlaube". Soße mit Wildgeruch. Rohe Abfälle von Wildgeflügel brät man mit feingewiegten Wurzeln und gewiegten Zwiebeln an, gibt zwei Glas Madera darüber und kocht es ganz ein, gießt dann Fleischbrühe hinzu und kocht die Abfälle damit auf, legt ein Sträußchen Petersilie und ein Lorbeerblatt dazu und kocht es noch dreißig Minuten unter Zufügen von einem Löffel Mehl, das in kalter Fleischbrühe verquirlt wurde. Man versäume aber nicht das mehrmalige Einkochen, wie oben beschrieben, da durch wird die Soße klar und von delikatem Geschmack. Cherbourgsoße. Man bereitet eine holländische Soße, gibt Krebsbutter und eine Handvoll Krebsschwänze hinein, die man der Länge nach entzweigeschnitten hat, und schmeckt es noch mit Tomatenmark ab. Ergeb Germani Ma Germania Fu Seffen 09 Ka Spielverein S Berein Germania Marburg Boruffia Fulda Beffen 09 Raffel Villeronsoße. Zwei Löffel Mehl werden mit reichlich But ter hellgelb geschmort, mit Kalbsbrühe verrührt und unter fleißigem Rühren bis zum Kochen gebracht. Man gibt gewiegte Petersilie, ein halbes Lorbeerblatt, eine Handvoll Champignons hinzu und läßt es 35 Minuten ziehen. Dann wird es nochmals zum Kochen gebracht und nach und nach ein halbes Liter dide Sahne hinzugegeben, vom Feuer genommen und mit Eigelb ab gezogen. Man kann in diese Soße auch Tomatenmark, Trüffel oder Champignonbrei geben. Sauce suprème. Diese Soße erreicht die höchste Delikatesse. Flügel, Hälse, Schenkel und Knochenabfälle von zwei frischen Hühnern, ein Gänseklein sowie einige Kalbfleischabfälle werden mit einer in Stücke geschnittenen Karotte, einem Petersiliensträußchen, einem halben Lorbeerblatt in eine Kasserolle gelegt, in der man ein Viertelpfund Butter heiß werden ließ, und zehn Minuten unter öfterem Schwenken gebraten, mit zwei Löffel Mehl bestreut, umgerührt und mit Kalbfleischbrühe begossen, bis man eine leichte Soße erzielt hat. Dann tocht man diese auf, schäumt sie ab, kocht sie nochmals ein und gibt eine Hand voll gewiegter Champignons und zwei Trüffeln hinzu, läßt es nochmals fochen und tut drei Löffel dice Sahne dazu, seiht sie sorgfältig durch und stellt sie bis zum Gebrauch ins Wasserbad. von Niedergeschlagenheit. Jeder einzelne Mann nahm ruhig seinen Platz ein, und man hatte den Eindrud von einer ziel bewußten Mannschaft, welche auf effekthaschende Gesten voll ständig verzichtete. Nach ihrem Benuhmen zu schließen, hätten sie ebensogut zu einem gewöhnlichen Ligaspiel antreten können. ,, Nicht den Kopf verlieren und immer daran denken, daß ihr die bessere Mannschaft seid," hatte Ben Warriner gesagt. In diesen ersten schicksalsschweren Minuten, als die Nerven zum Reißen gespannt waren und die Füße der dirigierenden Arbeit des Gehirns noch entbehrten, bewies Hollywood, wie sehr sie ihres Führers Rat sich zu Herzen genommen hatten. Gleich vom Abstoß weg zog Bill Lennie unter dem Anschein, den Ball seinem Flügelmann zuzuspielen, die Verteidigung auf sich. Eingeengt von drei Männern, schoß er jedoch das Leder hinüber zu Walter Bell, der ein ziemliches Stüd vom rechten Kensington- Läufer entfernt stand. Wie ein Meteor zischte der kleine Flügelmann die Außen linie entlang. Bedroht von Harvey, dem rechten Verteidiger, gelang es ihm aber nicht, zu flanken, er lief daher, seinem Gegner, der groß genug war, um ihn aufessen zu können, geschicht umspielend, weiter. Oh!!!! Ein vielstimmiger Schrei der Angst ging durch die Menge, denn es schien, als ob Bell den Ball zu hart getroffen hätte, so daß er ins Aus zu gehen drohte. Genau auf der Linie jedoch schwang Walter Bell den linken Fuß. Es war ein wunderbarer Flankenball, obwohl der Links außen in seinem verzweifelten Bemühen zu stark geschossen hatte. Aber der Ball war wuchtig und präzise, wie aus einer Kanone, an der Toröffnung vorbeigeschossen und landete am Fuße Tommy Deans, welcher ihn sofort seinem Nachbar zuspielte Pat Finnegan, der sofort wuchtig angegangen wurde, rollte das Leder zu Marr. 5.6.03 Staffel Germania Fulda Aurheffen Staffel SfBK.- Marburg 8. f. B. Gießen Schweres Atmen hinter seinem Rüden verriet dem Mittel stürmer, daß der große Bill Lennie in unmittelbarer Nähe war, Marr fonnte nicht selber schießen, da ihm der Kensington Mittelläufer wie ein Schatten am Leibe hing. Als der Ball zu ihm gelangte, hob er den Fuß, als ob er ihn aufhalten wollte, aber er berührte das Leder überhaupt nicht. Das kleine Manöver täuschte seinen Gegner so voll tommen, daß er sich sofort nach rechts wandte, um dem Schuß der jetzt zu kommen schien, zu begegnen. Der Trid gelang, der feindliche Mittelläufer konnte nicht schnell genug zurück, um dem Linksinnen zu begegnen, welcher, die Lücke zwischen dem Kensington- Tormann und der entfern teren Torstange erspähend, eine seiner beliebten Bomben hin einschmetterte. Es war vollendete Schießkunst. Das Leder streifte die In nenseite der Torstange und sprang in das Netz, während der Tormann hilflos danebenstand. Delirium brach aus. Die Kohorten Hollywoods stimmter einen jubelnden Triumphchorus an, und aus mehr als 50 000 nordischen Kehlen brauste es empor: Set' em alight, Set' em alight, Set' em alight, The Robins! Mitten in diesem Pandämonium lachten einige Leute, und plötzlich widerhallte das Gelächter am ganzen Platz. Walter Bell, der winzige Flügelmann, war seinem Partner auf den Rüden gesprungen und ritt so zurüd zur Mittellinie. Boras Odershaujen VfB. Gießen FC. GroneGroßalmerode Wallau- Fr 1900 Gießen Dillenburg Wetzl. Sp.V.Das erste Tor im Cupfinale ist ein Defizit für die ander Seite, das sofort ausgeglichen werden muß, sonst hängt es drohend wie ein dunkler Schatten über der ersten Mannschaft und lähmt ihr Vertrauen. Sein moralischer Wert ist unschäzbar ( Fortsetzung folgt.) Ballau Beglar Verein Bottenhorn 1900 Gießen Frohnhausen Breidenbach Dillenburg Butzbach Niedergirmes Biesenbach 6 Bissenberg Weilburg Ehringshauser Hirschhausen Holzhausen 1900 Gießen 2 Burgfolms 2. Ehringshausen Hermannstein Lollar Ste Leihgestern Villingen Hasselbach Hirschhausen Grävened Holzhausen 2. Tiefenbach Stothaujen 2 Burgjolms 3. Oberbiel 2. Schwalbach Schwalbach 2 Büblingshaus Werdori VfB. Gießen 1900 Gießen Ulrichstein Ruppertsburg Grünberg Ruppertsburg Büblingshause Bonbaden Lollar 2. Jugend. Leihgestern 1. Weyl. Sp.V. Weyl. Sp.V. C Braunfels 1. BB. Gießen 1 VB. Gießen 2 Bijenberg Lidh 1.- 1900 jandball: VfL. Wetzlar Tu.F.Kl. Fim. ViL. Wetzlar 2 Manderbach 1. Sechshelden 1. Oberroßbach 1. Offenbach 1.Holzhausen 1. Weidelbach 1. Dillenburg 2. Hirzenhain 1. Altenkirchen 1. Fleisbach 1. Eijemroth 1. Straßebersbach Saiger 2.Würgendorf 1. Steinbach 1. Straßebersbach Sechshelden 2. Arborn 1.Biden 1.- Bi Jugend: Bischoffen 2. Herbornfeelbach Oberndorf 1.Beilstein Holzhausen Dillenburg 2. Frohnhausen Offenbach- S Erda- Biden Eisemroth Ed Aus 1900 Gieße Ueberraschend un inen Buntt aus Gie ferit schnell und Balbehandlung noch ge entgingen die G Formannes. Bei 190 97r. i Finanzminister Sop Mittwoch- Abonnemen 7.30 Uhr, die Schw ..!" von F. Arnold n Walter Kollo und rtsgewerbeverein. He er Neuen Aula der 3 and der modernen Pho hau, verbunden mit eine Jahre vom 4. bis 6. S al dürfen bei diejer sitellen, die einem he ied angehören. frau. en. olgenden Anleitungen zettels der Hausfrau, de enlaube" Sille von Wildgeflügel br gewiegten Zwiebeln a tocht es ganz ein, gi e Abfälle damit auf, le orbeerblatt dazu und fo en von einem Löffel Me wurde. Man verjäun wie oben beschrieben, b Mitatem Geschmad. Mittwoch, den 11. November 1931. Fußball. ,, Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Germani Marburg Germania Fulda Hessen 09 Kassel Spielverein Kassel Verein Germania Marburg Borussia Fulda Hessen 09 Kassel S. E. 03 Stassel Germania Fulda Kurhessen Kassel - Borussia Fulda 4: 2( 2: 2) SC. 03 Kassel 5: 3( 2: 1) Horas 4: 1( 3: 1) 5543 Sport Rassel 3: 1( 1: 1) Spiele gew. L.nent. verl. 9 7 1 1 9 7 0 2 8 5 1 2 Tore Puntte 30:18 15: 3 44:15 14: 4 27:13 11: 5 9 0 4 8 1 3 32:20 10: 8 21:22 9: 7 8 3 3 2 16:18 9: 7 BfBK.- Marburg 8 4 1 3 16:18 9: 7 V. f. B. Gießen 9 2 0 7 Horas 8 1 1 6 Odershausen 8 0 0 8 11:36 4:14 11:34 3:13 9:32 0:16 VfB. Gießen Einbed 05 2: 1( 1: 1) Frohnhausen 1: 2( 1: 1) Bottenhorn 2: 2( 1: 1) Breidenbach 3: 3 Wetzl. Sp. V. Wallau FC. Grone 1. Batl. J.R. 15 3: 0( 1: 0) Großalmerode Mühlhausen 99 3: 0( 2: 0) Wallau 1900 Gießen Dillenburg Verein SC. W.- Niedergirmes 3: 0( 1: 0) Spiele gew. unent. verl. 9 7 1 1 Wetzlar 9 5 4 ne holländische Soße, gi Bottenhorn 9 5 2 2 sschwänze hinein, die m 1900 Gießen 9 4 3 2 , und schmedt es noch Frohnhausen 7 5 1 1 16:15 Breidenbach 9 1 4 4 19:21 9 2 1 6 Tore Punkte 28:14 15: 3 29:20 0 14: 4 31:17 12: 6 22:16 11: 7 11: 3 6:12 13:16 5:13 9 2 1 6 15:38 5:13 8 2 0 6 8 1 1 6 14:22 4:12 11:19 3:13 werden mit reichlich S ühe verrührt und unte racht. Man gibt gewieg me Handvoll Champigno Dann wird es nochma ach ein halbes Liter did Ommen und mit Eigelb c uch Tomatenmart, Trüff zicht die höchste Delitate nabfälle von zwei frijde = Kalbfleischabfälle werde arotte, einem Peterjilin in eine Kasserolle geleg heiß werden ließ, und ze gebraten, mit zwei Löff Kalbfleischbrühe begoffe at. Dann tocht man die ein und gibt eine and sei Trüffeln hinzu, läst s dide Sahne dazu, seiht n Gebrauch ins Wasserba nzelne Mann nahm ru n Eindrud von einer zi effetthaichende Geften vol uhmen zu schließen, hätte Ligaspiel antreten tonne immer daran denken, d atte Ben Warriner geja nuten, als die Nerven ju ze der dirigierenden Arbe es Hollywood, wie sehr nommen hatten. Lennie unter dem Anfeit ielen, die Verteidigung schoß er jedoch das Lebe emliches Stüd vom reta ne Flügelmann die Aufe , dem rechten Verteidiga fen, er lief daher, seinen ihn aufessen su tönne ei der Angst ging durch d den Ball zu hart getroffe en drohte, Genau auf de Den linten Fuß. fenball, obwohl der Links emühen zu start gescho und präzise, wie aus eine igeschossen und landete ort seinem Nachbar zufpiel g angegangen wurde, roll Rüden verriet dem Mitt In unmittelbarer Nähe m da ihm der Kensington Reibe hing. hob er den Fuß, als ob a te feinen Gegner jo rol hts wandte, um dem Sch ührte das Leder überhaup gnen. e Mittelläufer fonnte ni innen zu begegnen, welde Tormann und der entfer ner beliebten Bomben hi Das Leder streifte die in das Neh, während porten Hollywoods ftimmi und aus mehr als 500 ht, ht, hl, ins! m lachten einige Leute, am ganzen Blah. Walt ar feinem Partner auf d zur Mittellinie. t ein Defizit für die ande erden muß, sonst hängt über der ersten Manni ralischer Wert ist unschä ( Fortsetzung folgt) Dillenburg Butzbach W.- Niedergirmes Wiesenbach Gau Gießen- Wetzlar. Bissenberg- Löhnberg 5: 2( 3: 0) Weilburg Azlar 6: 1( 1: 1) Ehringshausen Steindorf 4: 6( 2: 0) Hirschhausen Stockhausen 2: 2( 2: 0) Holzhausen Braunfels 2: 1( 1: 0) 1 1900 Gießen 2. ViB. Gießen 2. 5: 0( 2: 0) Burgfolms 2. Weylarer SV. 2. 2: 3( 2: 2) Ehringshausen 2. Aẞlar 2. 5: 2( 2: 1) Hermannstein- Oberbiel 3: 1( 2: 0) Lollar Steinbach 4: 2( 2: 0) Leihgestern Steinberg 4: 5( 3: 2) Villingen Quedborn 3: 1( 1: 1) Hasselbach Allendorf 3: 5( 0: 3) Hirschhausen 2.- Essershausen 3: 1( 2: 1) Grävened Weinbach 3: 0( 1: 0) Holzhausen 2. Braunfels 2. 3: 3( 2: 2) Tiefenbach Biskirchen 2. 3: 1( 2: 1) Stodhausen 2. Niederbiel 2: 2( 1: 0) Burgsolms 3. Albshausen 1: 5( 0: 5) Oberbiel 2. Nauborn 2. 4: 3( 1: 1) Schwalbach Oberndorf 1: 4( 0: 2) Schwalbach 2. Waldgirmes 2: 2( 1: 1) Büblingshausen Berghausen 2: 2( 1: 1) Werdorf Wetzlar 3. 4: 0( 2: 0) VB. Gießen 3.- Dutenhofen 0: 3( 0: 2) Lollar 2.- Steinbach 2. 5: 0( 2: 0) 1900 Gießen 4. Steinberg 2. St. n. angetr. Ulrichstein Bobenhausen 2: 2( 1: 1) Ruppertsburg Flensungen 1: 3 Grünberg Wetterfeld 4: 1( 1: 1) Ruppertsburg 2. Flensungen 2. 1: 2 Büblingshausen 2.- Wetzlarer Sp.V. 4 3: 3 Bonbaden Oberndorf 2. 10: 1 Jugend. - Leihgestern 1. Wehl. Sp.V. 1. VB. Gießen 2. 2: 0( 6.) Burgsolms 1. 3: 1 Weyl. Sp.V. Sch.- Burgsolms Sch. 3: 0 Braunfels 1. Bonbaden 1. 2: 3 VB. Gießen 1. Hermannstein 1. 5: 0 VB. Gießen 2. Sch. 1900 Gießen 2. Sch. 0: 0 Bissenberg Allendorf 1. 2: 1 Lich 1.- 1900 Gießen 1. 1: 2 Handball: . - VfL. Wetzlar Tu.F.Kl. Ffm.VFL. Wetzlar 2. Manderbach 1. Sechshelden 1. Oberroßbach 1. Offenbach 1. Holzhausen 1. Weidelbach 1. Dillenburg 2. Hirzenhain 1. Altenkirchen 1. Fleisbach 1. Eisemroth 1. Tuspo. Butzbach 5: 4 TV. Niedergirmes 6: 5 1900 Gießen 2. 4: 4 Gau Dill - Offdilln 1. 3: 2 Langenaubach 1. 0: 0 Haiger 1. 4: 3 Burg 1. 1: 1( 6.) Allendorf 1. 7: 1( 1: 0) Rittershausen 1. 3: 1( 1: 0) Wissenbach 1. 1: 1 Frohnhausen 2. 8: 0 Burg 2. 6: 1( 3: 1) Merkenbach 1. 3: 3 Hörbach 1. 4: 4 Straßebersbach 1.- Nanzenbach 1. 2: 0 Haiger 2.Weidelbach 2. 4: 1 Würgendorf 1. Lüzeln 1. L. n. angetr. Steinbach 1. Flammersbach 1, 4: 2( 4: 0) Straßebersbach 2. Haiger 3. H. n. angetr. Sechshelden 2. Allendorf 2. A. n. angetr. Arborn 1.- Breitscheid 1. 4: 1 Biden 1. Bischoffen 1. 1: 5( 1: 1) Bischoffen 2. Offenbach 2. 2: 8 Herbornseelbach 2. Erda 1. 5: 0 Oberndorf 1. Hohensolms 1. 3: 3 Jugend: Beilstein Edingen 2: 2( 1: 1) Holzhausen Dillenburg 0: 1 Dillenburg 2. Wissenbach 5: 0 Frohnhausen Rittershausen 5: 0 Offenbach Herbornseelbach 0: 1 Erda Biden 1: 4 Eisemroth Burg 0: 1 Aus Gießen und Umgegend. 1900 Gießen Bottenhorn 2: 2( 1: 1). - Ueberraschend und nicht ganz verdient fonnte Bottenhorn inen Punkt aus Gießen mit heimnehmen. Die Gäste waren iußerst schnell und zwar bis zum Schluß, allerdings läßt ihre Ballbehandlung noch viel zu wünschen übrig. Der Niederage entgingen die Gäste nur durch die vorzügliche Arbeit ihres Lormannes. Bei 1900 flappte es eigentlich in feinem Mannschaftsteile, wenn man auch im ganzen zufrieden sein könnte. Das Spiel selbst bot manche schöne Momente. Vom Anstoß an drängt 1900 start. Der Gegner war reichlich nervös und kam zunächst nicht mit. Trotzdem ging er zuerst in Führung. Lippert verpaßte einen ihm zugeschobenen Ball, der schnelle R. A. der Gäste nahm ihn auf und stürmt vor, die 1900er- Verteidigung war zu weit aufgerüdt und kam nicht schnell genug zurüd. 1: 0 für Bottenhorn. Zehn Minuten später hatten die 1900er durch Wilhelmi ausgeglichen. Eine weitere Chance durch einen Elfmeter setzte Henrich direkt auf den Mann und verschenkte sie. Nach der Bause wurde das Spiel erbitterter. Die Kräfte waren nun gleichmäßig verteilt. Unter dem Beifall der Zuschauer fonnte Zeiler dann einen unvermuteten Fernschuß, auf den feiner gefaßt war, zum 2: 1 einsenden. Wiederum verschenkte 1900 einen Elfmeter, den Wilhelmi daneben sette. Der Kampf wurde reichlich hart. Von jeder Partei mußte ein Spieler vom Play. Wenige Minuten vor Schluß verschuldete Schneider- 1900 noch einen Foul- Elfmeter, den die Gäste zum Ausgleich einsandten. Der Ball war schwach getreten und hätte von Schmidt im 1900er- Tor unbedingt gehalten werden müssen. Damit war das Ergebnis für dieses Verbandsspiel hergestellt. Etwas sei zum Schluß noch gerügt: die vielen ,, Ausbälle" der Gäste. Fast 50 Stüd hatten sie in diesem Spiel verschuldet und zwar reicylich oft mit voller Absicht. Die Instanzen sollten die Schiedsrichter anweisen, dieses in Zukunft als grobe Unsportlichkeit zunächst zu verwarnen und gegebenenfalls auch zu bestrafen. VfB. Liga 1. Batl. JR. 15 3: 0( 1: 0). Auf dem Waldsportplatz trugen die obigen Mannschaften ein Gesellschaftsspiel aus, das in äußerst schneller und fairer Weise durchgeführt wurde. Die VB.er waren zwar während des ganzen Spieles leicht im Vorteil, die Soldaten leisteten jedoch den erwarteten starken Widerstand. Die Angriffe wurden durch Bevorzugung der Flügel schnell vorgetragen und so ergab das Spiel eine Menge fesselnder Momente. Gleich zu Beginn mußte Balser im VfB.- Tor eine Bombe von Böttiger zur Ecke ablenken. Fehling schoß in der Mitte der 1. Halbzeit das Füh= rungstor. Balser fonnte einige gefährliche Sachen des Soldatensturms mit Glüd meistern. Zu Beginn der 2. Halbzeit legte sich das Militär mächtig ins Zeug, insbesondere der linke Flügel wurde von Böttiger immer wieder auf die Reise geschickt, aber der Ausgleich gelang nicht; er wäre verdient gewesen. VfB. kam dann wieder auf und Bärenfänger schoß noch 2 Tore. Das Spiel hinterließ einen guten Eindruck. BfB. 2. M. 1900 2. M. 5: 0( 2: 0). Die Ligareserven der Lokalgegner standen sich im Punktspiel gegenüber. VfB. stellte die bessere Mannschaft und gewann verdient. Beim Stand von 2: 0 schied der tüchtige Mittelläufer Post infolge Verlegung aus. Trotzdem auch noch Preiß längere Zeit pausieren mußte, zeigte VfB. das bessere Zusammenspiel. Insbesondere der Sturm lieferte eine glänzende Partie. 1900 N. spielte zerfahren und wenig systemvoll. Aus Lollar. Die Sportabteilung des Turnvereins Lollar hatte bei gutem Wetter und Besuch die 2. und 1. Mannschaft Steinbachs als Verbandsspielgäste auf dem Platz. Die 2. Mannschaft gewann 5: 0 in guter Form, obwohl ein Lollarer Spieler gleich zu Beginn aus persönlichen" Gründen ausschied( Wohl bekomm's!) Vor Spielbeginn der 1. Mannschaft überreichte Herr A. Klein, der mit Familie erschienen war, mit furzen, treffenden Worten den vom Verlag der A. H. G. 3." für verstärkten Zeitungsbezug( statt 6 jett 48 Gremplare) gestifteten Fußball. Für Herrn Klein sen. auch ein kleines Jubiläum, da er vor( etwa) 30 Jahren das erste Turnfest in Lollar mitmachte. Die Sportabteilung dankte Herrn A. Klein nebst Familie für Erscheinen und Stif tung. Das folgende Verbandsspiel war insofern eine Ueberraschung, als sich Steinbachs 1. Mannschaft sehr tapfer schlug. Bei Halbzeit 2: 0 für Lollar, sah es in der 2. Hälfte beim Stande von 3: 2 für Lollar verfligt nach Ausgleich aus. Bange Minuten, bis der Halblinke Lollars das Resultat 4: 2 stellte. Das Spiel war scharf, aber ohne Auswüchse. Schiri Scharf- Biskirchen leitete ohne Fehl und Tadel. Zuschauer: anfeuernd, aber im Rahmen der Sportlichkeit. Die Plazeinfriedigung, von der Gemeinde Lollar anerkennenswert gut und dankverpflichtend erstellt, bewährt sich voll und ganz. Leihgestern 1.- Wagenborn- Steinberg 1. 4: 5( 3: 2) Leihgestern Jgd. BfB. Gießen 2. Jgd. 2: 0( 6.) Zirka 1000 Zuschauer sahen einen durchweg spannenden Kampf zweier gleichwertiger Mannschaften. Das Spiel war rassig und schnell. Durch unglüdliche Abwehr des linken Verteidigers und später des linken Läufers, welche zwei Selbsttore erzielten, kam Steinberg zu sehr billigen Erfolgen. Steinberg gewann mit viel Glüd. Schiedsrichter Sped hard- Gießen leitete den harten Kampf einwandfrei. Villingen 1. Quedborn 1. 3: 1( 1: 1). R. Beide Mannschaften traten mit Ersaz an. Villingen spielte anfangs überlegen. Im Anschluß an die vierte Ede machte Quedborn Hand im Strafraum. Elfmeter. Tor für V. Weitere sechs Eden waren ergebnislos. In der 44. Minute fiel das Ausgleichstor für Quedborn. Nach der Pause verteiltes Spiel. V. spielte manchmal reichlich schwach. In der 25. Min. entstand ein Gedränge vorm Tor von Quedborn. Hand. Elfmeter. Tor. 40. Minute Tor für V. Das schönste Tor des Tages. Beide Mannschaften ohne Versager. Hervorzuheben sind beide Torwächter, Villingens Halblinker und Mittelstürmer als ElfmeterP. 1. schütze. Erdhausen 1. Hartenrod 2. 2: 2( 0: 2) Hartenrods zweite Mannschaft konnte auf Erdhausens Play der spielstarken Playmannschaft ein ehrenvolles Unentschieden abgewinnen. Teilnahme der Gesangsabteilung des Sportvereins ,, Adler" Hartenrod an einem Werbeabend des„ Voltsbundes für Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V." Wie ein Sportverein neben Leibesübungen auch fulturelle Aufgaben erfüllen kann, zeigt die seit etwa einem Jahr unter Leitung des Hauptlehrers Meinhardt stehende Gesangsabteilung des Hartenroder Sportvereins. Wöchentlich versammeln fich 38 junge Sportfreunde zur Pflege des Volksliedes. Am Sonntag Abend trug diese Gesangsabteilung durch zwei gut vorgetragene Lieder zur Weihestimmung der Feier der Deutschen Kriegsgräberfürsorge bei und erntete bei der Bevölkerung lebhaften Beifall. Cr. Schiedsrichter Jubiläum. Vor 10 Jahren wurde die Schiedsrichter- Vereinigung Gießen ins Leben gerufen. Wessen Erinnerung noch in die Jahre der Vorkriegszeit zurückreicht, der weiß, in welch primitiven Formen fich das Schiedsrichterwesen früher bewegte. Dit wurde ein Spielleiter aus den Reihen der Zuschauer herbeigeholt; manchmal übernahm ein überzähliger Spieler das Amt des Unparteiischen; In der Regel flappte es aber ganz gut, ging es ohne die heutigen unschönen Beigaben aus. Damals gab es eben noch nicht so viele Vereine und so große Zuschauermassen wie heute; damals tannte man noch nicht den Begriff Existenzkamps", der heute den meisten Vereinen ihr Verhalten diftiert. Damals herrschte noch echter Jdealismus auf den Spielfeldern, und die Wettfämpfe waren von edlem Kameradschaftssinn getragen. Und heute? Gerade die Schiedsrichter können ein Lied singen von Nr. 90. dem unsportlichen Geist, der die ganze Sportbewegung durch giftet, von dem einfachen Regelverstoß angefangen bis zu den gröbsten Exzessen des Fanatismus, stehen die Auswüchse in den Berichten der Spielleiter und im Strafregister der VollstreckungsInstanzen verzeichnet. Man darf sich daher eigentlich nicht wundern, wenn manche Sportsleute, welche Lust und Liebe zum Schiedsrichtern haben und auch alle Vorbedingungen für eine gute Ausübung dieser Tätigkeit erfüllen, sich der Sache doch fern halten, und wenn die von den Vereinen zwangsweise Ge meldeten oft nicht die Qualifikation besitzen; umsomehr aber muß man es anerkennen, daß sie ausharren und unermüdlich selbst an ihrer Vollendung weiterarbeiten. Die Gruppe Gießen steht in dieser Beziehung sehr gut da. Die kleinen Anfänge, die vor 10 Jahren gemacht wurden, haben sich seitdem immer mehr zu einer großen Organisation entwickelt, die heute allen Anforde rungen gerecht werden kann und dank der tatkräftigen Leitung und dem festen Willen eines jeden Einzelnen die Gewähr gibt, daß die Arbeit an dem Werke nicht still stehen, sondern rüstig fortgesetzt wird, dann können und werden weitere Erfolge nicht ausbleiben. Mit diesem Grundsatz also mutig hinein ins zweite Dezennium! Die Feier des 10. Geburtstages am letzten Sonnabend in den festlich geschmüdten Räumen des Café Ebel in Gießen nahm unter starker Beteiligung einen äußerst harmonischen Verlauf. Nicht nur Schiedsrichter mit ihren Frauen hatten sich zahlreich eingefunden, sondern auch die Vereinsvertreter und Verbandsbehörden. Nach einem vom Töchterchen des Gau- Fußballsachbearbeiters Henkel gesprochenen Prolog: Prolog zum Stiftungsfest im Jahre 1931 der Schiedsrichter- Vereinigung Gießen. Was erschafft mit großen Mühen, Stehet heut vollendet da, Drum soll Eintracht euch vereinen Alt und Jung im Jubeljahr. Euer Ziel, das Ihr erstrebet, Fordert Männer fest und start, Daß der deutsche Sport gesunde Tief bis in das Mark. Deutsche Jugend zu erziehen, Zu des Vaterlandes Wehr, Dazu seid Jhr all' berufen, Das ist eure Schiri- ,, Ehr". Deutsche Jugend, die heut ringet Um des Lebens Unterhalt Durch den Sport Jhr weiter bringet, Wenn Ihr fest zusammenhalt't. Drum muß heut' am Jubelfeste Euer höchster Grundsaß sein: ,, Einigkeit und Kameradschaft, Soll der Bewegung Grundstein sein." Karl Tehner. nahm Gau- Schiedsrichtersachbearbeiter und Ortsgruppenleiter Grünewald das Wort; er führte aus: men. Hochverehrte Damen und Gäste, liebe Sportsfreunde und Schiri- Kollegen! Im Auftrage der Schiri- Vereinigung Gießen heiße ich Sie herzlichst willkommen. Durch Ihr zahlreiches Erscheinen haben Sie gezeigt, daß Sie unsere Jubelfeier verschönern helfen wollen, wofür ich Ihnen allen danke. Besonderen Dank spreche ich den Herren des Verbandes, des Bezirkes und der Gaue aus. Thre Anwesenheit berechtigt mich wohl zu der Feststellung, daß zwischen Instanzen und der Schiri- Vereinigung Gießen das beste Einvernehmen besteht. Mein weiterer Willkommensgruß dient den Herrn Vereinsvertretern und den alten Schiri- Kollegen, die nicht mehr aftio in unseren Reihen stehn. Auch den Vertretern der Presse, die für die Schiri- Bewegung schon manche Lanze gebrochen haben, gilt mein Gruß. Wir haben uns bemüht, Ihnen allen, werte Anwesenden, einen fröhlichen Abend zu bereiten. Dem Gebot der Stunde, Einfachheit und Sparsamkeit, die ja dem gesamten deutschen Volke auferlegt sind, haben wir auch unser Programm angepaßt. Schlicht und unaufdringlich wie die Schiri auf dem Felde ihres Amtes walten, wollen Sie auch heute abend die Feier Ihres 10jährigen Bestehens der Schiri- Bgg. Gießen begehen. Was wir Schiri erstreben und als höchstes Ziel betrachten, haben Sie aus dem Prolog aus Kindesmund vernomEs ist die Mitarbeit an der Erziehung der deutschen Sportjugend zu deutschen Männern, zu zielbewußten, charakterfesten Trägern der Gegenwart und Zukunft Diese Aufgabe iſt zwar nicht leicht, nein, sie wird gar oft schwer gemacht, aber Ausdauer und fester Wille führt doch zu einem guten Ende. In den verflossenen 10 Jahren ist schon vieles auf dem Gebiet des Schiri- Wesens geleistet worden. Eine treffliche Kritik aus der Feder des Gauvorsitzenden Herrn Klier und ein Bild der Entwidlung von mir fonnten Sie anfangs der Woche in unserem Heimatssportblatt lesen. Es erübrigt sich deshalb, hier nochmals einen geschichtlichen Ueberblick zu entwerfen. Nur noch eins möchte ich Ihnen sagen: Das Werk, das die Kollegen vor 10 Jahren und schon früher begonnen haben, wollen wir getreu unseren Leitsägen fortführen, mit der Zuversicht einer glüdlichen Vollendung. Das ist das Mahnwort, das ich heute abend allen Kollegen ans Herz lege. Es ist aber auch zugleich ein Versprechen, das ich Ihnen allen, meine Herren Verbandsvertreter und Sportfreunde, im Namen meiner Schiritollegen gebe. Deutsche Jugend zu erziehen, zu des Vaterlandes Wehr( das ist Schiedsrichter- Ehr'), dazu seid Jhr alle berufen. In diesem Sinne, meine verehrten Anwesenden, fordere ich Sie auf, sich von Ihren Plätzen zu erheben und mit mir einzustimmen in den Ruf: Dem deutschen Vaterland, der deutschen Jugend, dem W. S.V. ein dreifaches fräftiges Hipp, Hipp Hurra! Gesang und Musik schlossen sich an. Die Reihe der Gratulationsredner eröffnete Herr Bezirksvorsitzender Happ- Gießen, ihm folgten Gauvorsitzender Klier- Weglar, Dr. Guyot- 1900 Giehen, Overbed- VfB. Gießen, Bezirksschiri- Referent WingenfeldFulda, Kreuder- D.- G. Grünberg, Willer- O.- G. Weklar, GauSchiri- Sachbearbeiter H. Engelter- Marburg, Schindler- Sp.V. Wetlar, Presber- O.G. Oberlahn, Gauschiedsrichter- Sachbearbeiter Habicht- Dillenburg und Gau- Jugendleiter Busch- Niederweisel. In allen Reden wurde die Bedeutung und die geleistete Arbeit der Schiri- Vereinigung gebührend anerkannt und das Beste für die Zukunft gewünscht. Fröhliche Geselligkeit hielt dann die Festversammlung noch bis zum neuen Tag zusammen. Plakiperre. Nach den Sagungen des Westdeutschen Spielverbandes werden für alle Ausschreitungen, die gelegentlich eines Spieles vorkommen, die Plagvereine zur Rechenschaft gezogen. Ausschreitungen können sich von Spielern oder einer Mannschaft oder Zuschauern gegen den Schiedsrichter oder gegen die andere Mannschaft oder von Anhängern der einen Partei gegen die Anhänger der andern Partei richten usw. Als Strafe jieht die Sagung zeitlichen oder( bei Wiederholung) dauernden Ausschluß aus dem Verband vor. Bei zeitlichem Ausschluß wird dem Verein das Recht der Teilnahme an den Verbandsspielen auf gewisse Zeit entzogen; auch die Austragung von Gesellschaftsspielen ist untersagt. An Stelle dieser Strafe tann auch BlahSperre" verhängt werden, d. h. der betr. Verein darf für die Dauer derselben feine( Verbands-) Spiele auf dem eigenen Plaze austragen, sondern muß dies auf fremden Plägen, d. h. auswärts tun. Damit wird bezweckt, daß die Mannschaft nicht Mittwoch, den 11. November 1931. „ Gießener Zeitung" Nachtschnellzug Prag- Brünn entgleiste, wobei die Lokomotive umstürzte. Es wurden elf Personen verletzt, einige erlitten einen Nervenchock. Die Ursache der Entgleisung steht noch nicht fest. Wer ist berechtigt, die eigene Anhängerschaft als Rüdendedung hinter sich hat,| sich bei der Stadt Grügau in Mähren ein Zugunglück. Der nicht ihre eigenen Plagordner stellt( weil diese versagt haben) ujw. Gleichzeitig wird der Verein finanziell schwer getroffen, ein Umstand, der bei den heutigen wirtschaftlichen Verhälntissen start ins Gwicht fällt. Der 3wed der Platzsperre würde also nicht erreicht, wenn der betr. Verein nun seine Spiele( als Platzverein) etwa auf einem anderen Plage desselben Ortes austragen würde; auch Spielplätze eines Vorortes oder eines eingemeindeten Stadtteiles fommen nicht in Frage, 3. B. Wetzlar und Niedergirmes, Marburg und Odershausen usw. Andererseits gibt es aber auch feine Bestimmung, nach welcher der betr. Verein auf dem Platze des jeweiligen Gegners die Spiele, die er sonst als Platzverein zuhause hätte austragen fönnen, austragen muß; lediglich ein neutraler Ort ist zur Austragung zu bestimmen; das ist der Sinn und 3wed einer Platzsperre". Brillenträger als Schiedsrichter? Der Westdeutsche Spielverband ist neuerdings von verschiedenen Seiten ersucht worden, einmal grundsäglich die Frage zu tlären, ob Personen mit Brillen als Schiedsrichter zuzulassen sind oder nicht.( Ein Wizbold hat diese Frage allerdings schon längst dahin entschieden, daß alle Spielleiter besonders angefertigte Schiedsrichterbrillen" gestellt bekommen müßten, damit sie nichts übersehen und alles richtig sehen könnten!) Der WSB. erließ nun ein Rundschreiben an die anderen Verbände des DFB., um festzustellen, wie man dort die Dinge handhabe, und erhielt die Mitteilung, daß man überall gegen die Zulas sung von Brillenträgern keine Bedenken hätte; er stellt dementsprechend die Entscheidung den Schiedsrichtervereinigungen anheim. Nun ist es deshalb aber nicht nötig, daß sich jetzt gleich alle Schiedsrichter mit Brillen bewaffnen oder daß sich Brillenträger in Massen zum Schiedsrichtern melden. Das Tragen von Augengläsern( das für Spieler manchmal gefährlich werden fann) ist für Spielleiter sehr oft ein Hindernis zur Ausübung ihres Amtes, 3. B. bei Regen oder Schnee, wenn das Wasser sich an dem Glas festsetzt und die Sicht verdirbt oder ganz entzieht. Brillenträger, die schon als Schiedsrichter tätig sind, sollten bei solchem Wetter die Gläser mindestens gegen das Beschlagen schützen; es gibt dafür ja verschiedene Einreibemittel. Aus Nah und Fern. Tödlicher Unglüdsfall. Butzbach, 10. 11. Heute vormittag ist zwischen den Bahnhöfen Butzbach und Ostheim, zwischen dem Hauptgleis liegend, ein Reisender aus Niederweisel mit abgefahrenen Beinen tot aufgefunden worden. Es wurde festgestellt, daß der Reisende um 6 Uhr in Ostheim einen Personenzug bestiegen hat, um nachy Gießen zu fahren. Wie er überfahren worden ist, steht noch nicht fest. Winterturzeit in Bad Nauheim. Bad Nauheim ist während des ganzen Jahres geöffnet. Es können Bade-, Trink- und Inhalationskuren durchgeführt wer= den. Im Kurhaus mit seinen angenehmen Gesellschafts- und Restaurationsräumen fonzertiert ein kleines Orchester. Außerdem finden Theateraufführungen, Vorträge usw. dort statt. Die Kurabgabe beträgt bis Ende Februar 15 RM., Beifarten 8 RM. Aufhebung der Aufbauschulen in Hessen. Darmstadt. Wie das Organ des hessischen Landeslehrervereins meldet, beabsichtigt die hessische Regierung die Aufhebung der Aufbauschulen in Alzey, Bensheim, Friedberg und Darmstadt, also der Anstalten, die begabten Volksschülern die Möglichkeit des Maturiums geben sollten. Diese Anstalten erforderten bislang einen Staatszuschuß von 800 000 Mart. Die Regierung will als Ersatzmaßnahme einen Betrag von 100 000 Marf bereitstellen, der den in Frage kommenden Schülern die Möglichkeit geben soll, auf den übrigen bestehenden höheren Schulen zur Reifeprüfung zu kommen. Oberursel. Auf Anordnung der Aufsichtsbehörde wird hier die dreisache Bürgersteuer eingeführt. Fünf Personen im Steinbruch erschlagen. Pirmasens. Ein furchtbares Unglüd ereignete sich am Montagnachmittag in einem nahe bei Hauenstein gelegenen Steinbruch. Dort wurden Felssprengungen vorgenommen. Einer der Sprengschüsse ging nicht los. Als sich Arbeiter der Sprengstelle näherten, löste sich plötzlich der Felsen und begrub die Leute unter sich. Es sind fünf Tote und mehrere Verletzte zu verzeichnen. Eine Landsparkasse um 300 000 Mark geschädigt. Siegen. Bei einer unvermuteten Revision der Sparkasse des Amtes Keppel in Dahlbruch( Kreis Siegen) wurden Unregelmäßigkeiten von bedeutendem Umfange festgestellt. Nach einer amtlichen Darstellung betragen die satzungswidrigen Kreditge= schäfte des Sparlassenleiters 300 000 Mart. Der Nachtschnellzug Prag- Brünn entgleist. Prag, 10. November. In der Nacht auf Dienstag ereignete Gelegenheitslauf! Hamburger Kaffee Importhaus Die Freude jeder bietet eine hohe Provision und festes Gehalt bei Bewährung rührigen Personen jeden Standes f. übernahme v. Verteilungsstellen Julius F. C. Martens, Hamburg, Ros uitraße 11. Tischtennis? Nein! Geld Kl. Billard? Ja! für alle Zwede von 50% fompl. M 16.50. Vollw. 6.6% ab einschließl. Spiel m.all.Schifanen Amortisation, Leih Verl. Sie Prosp. von dauer 35 Jahre, durch Bernh.Süß, Gießen E. Perthel, Vertrauensmann, Stephanstraße 17. Gießen, Kaiseralle 97. die Miete ratenweise zu entrichten. Auf Grund einer Notverordnung des Reichspräsidenten über die Auszahlung von Dienstbezügen vom 18. Juli 1931 hat der Reichsminister der Finanzen am gleichen Tage eine Durchführungsverordnung erlassen, inhaltlich der die Dienstbezüge der Reichsbeamten, die Versorgungsbezüge der Wartegeld und Ruhegeldempfänger( Pensionisten des Reichs), die laufenden Dienstbezüge der Angestellten der Reichspost: und Reichsfinanzverwaltung vorübergehend in der Weise auszube zahlen sind, daß die Hälfte des Monatsbezugs am bisherigen Auszahlungstage, der Rest 10 Tage später ausbezahlt wird. Gleichzeitig wurden die Länder und Gemeinden ermächtigt, für ihre Beamten und Angestellten, soweit veranlaßt, gleiche Anordnungen zu treffen. Ferner wurde in§ 6 der Durchführungsverordnung angeordnet, daß Bezüge für Dienstleistungen im Privatdienst, die für mindestens einen Monat gewährt werden, vorübergehend von den Zahlungspflichtigen an anderen als den bisherigen Auszahlungstagen ausbezahlt werden, jedoch mit der Maßgabe, daß bei Monatsbezügen mindestens die Hälfte am bisherigen Fälligkeitstage, der Rest 10 Tage später auszuzahlen ist. Im Zusammenhang mit diesen Anordnungen ist in§ 7 der ersten Durchführungsverordnung bestimmt, daß ein Schuldner, der durch die veränderte Zahlungsweise ohne sein Verschul den gehindert ist, eine fällige Mietzinszahlung zu leisten, den Rechtsfolgen, die wegen Nichtzahlung oder nicht rechtzeitiger Zahlung nach Gesetz oder Vertrag vorgesehen sind, nicht ausgesetzt ist. Auf Grund dieser Anordnung hat sich bei den Mietern nun seit August schon die Gewohnheit eingebürgert, die Miete nicht mehr am Fälligkeitstag, sondern erst gegen den 10. des Monats zu bezahlen. Bei Beamten des Reichs, der Länder und Gemeinden, sowie Soldaten der Wehrmacht, ferner den Wartegeld- und Ruhegeldempfängern des Reichs, der Länder und Gemeinden, den Hinterbliebenen von Reichsbeamten und Soldaten der alten und neuen Wehrmacht, den Beamten und Angestellten der Deutschen Reichsbahngesellschaft, der Reichspost und der Reichsbahn muß eine derartige Zahlungsweise auch 3. Zt. noch bei Entrichtung der Miete hingenommen werden. Dagegen können sich Mieter, die im Privatdienst stehen, nicht mehr auf die Verordnung des Reichspräsidenten über die Auszahlung von Dienstbezügen vom 18. Juli 1931 und die dazu ergangene Durchführungsverordnung berufen, denn durch eine 2. Durchführungsverordnung zur Verordnung des Reichspräsidenten über die Auszahlung von Dienstbezügen v. 18. Juli 1931 ist der§ 6 der 1. Durchführungsverordnung gestrichen worden. Bezüge für Dienstleistungen im Privatdienst müssen nun wieder am Fälligkeitstag voll ausbezahlt werden. Mieter, die im Privatdienst stehen, können daher bei verspäteter Mietzinszahlung nicht mehr den Schutz des§ 7 der 1. Durchfüh rungsverordnung für sich in Anspruch nehmen. Sie sind wieder verpflichtet, die Miete am Fälligkeitstage pünktlich zu bezahlen und können sich dieser Verpflichtung nicht mehr, wie es leider sehr häufig geschah, mit der Behauptung entziehen, daß ihnen ihre Dienstbezüge am Fälligkeitstage nicht ganz ausbezahlt worden seien. Hausfrau 60 ff. Neue Delikatessalzheringe Dose m. ff. Rollmops u. ff. Bism. u. Filetheringe. Seeaal u. ff. Heringssalat, 2 Dosen ff. Delsardin., 1 Dose Brather., 1 Kiste Bükling u. noch Mattj.u. Lachshering. 12teil. Sort. 6 M. frko. Feinkostfabrik Farberstr. 34 Swinemünde 89. Briefmarkensammlung nur größeres Objekt gegen Barzahlung zu kaufen gesucht. Besichtigung und Übernahme am Wohnort des Besitzers. Angebote von kleinen oder Schülersammlungen zwecklos. Willi Tichauer, Berlin- Charlottenburg 2, Niebuhrstr.2. Zwecksparkasse. In den letzten Wochen und Monaten sind zahlreiche Unternehmungen ins Leben gerufen worden, die in der Art der Bausparkassen die Hingabe von Darlehen anbieten, mit deren Hilfe Möbel, Motorräder, Automobile und andere bewegliche Dinge angeschafft werden sollen. Es handelt sich um sogenannte 3wedsparkassen, die, obwohl sie in der Anwendung ihres Systems sehr große Aehnlichkeit mit den Bausparkassen haben, doch nicht unter die seit dem 1. Oktober dieses Jahres bestehende Aussicht des Reichsaufsichtsamts für private Versicherung fallen. Der Verein Pro honore e. V. hat daher in Gemeinschaft mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Schwindelfirmen die nach stehende Eingabe an den Herrn Reichswirtschaftsminister ge= richtet: ,, Jm§ 112 Absatz 2 des Gesetzes über die Beaufsichtigung der privaten Versicherungsunternehmungen und Bausparkassen Nr. 90. eine große Zahl von Zwedsparkassen angewandt werden sollte, die gegründet sind, um im Wege des Z3wedsparens den angeschlossenen Sparern Darlehen zu sonstigen Zweden, beson ders zum Erwerb beweglicher Sachen, zu verschaffen. Wie wir in letzter Zeit feststellen konnten, sind neuerdings recht zahlreiche Unternehmungen, meistens in der Form von Genossenschaften, gegründet worden, welche die Anschaffung von Möbeln, Motorrädern, Automobilen und anderen beweg lichen Sachen durch Darlehensgewährung ermöglichen wollen. Der Unterschied zu den Bausparkassen besteht also lediglich im Ericheint M Bezugspreis 2,40 Spar 3 wed. Gleich ist indessen der Gedanke des Zwediparens tionsschluß früh 8 geblieben. Auch sonst sind von diesen Zwedsparkassen viele ung nicht verlangter Grundgedanken der Bausparkassen übernommen worden, allerdings regelmäßig unter Mißachtung etwaiger hemmender im Bausparkassengesetz enthaltener Vorschriften. Hierin liegt aber u. E. eine der kreditbedürftigen Bevölkerung drohende weitere Gefahr, die derjenigen zweifelhafter Bausparkassen wenig nach steht. Daß diese Unternehmungen außerdem häufig in der Form von Zwedsparkassen nur gegründet sein dürften, um sich der den Darlehensvermittlern obliegenden polizeilichen An meldepflicht(§ 35 Gewerbeordnung) zu entziehen, sei nut nebenbei bemerkt. Johrg. be ift lein Zweifel de rigen Deutschen Reich u Wir haben in letzter Zeit Material über sieben derartige anten Aufmertjamte Zwedsparkassen erhalten, das wir auf Wunsch gerne zur Einhen Preffe unverhoh sichtnahme zur Verfügung stellen. nicht nur mit der mit der Reichspoli November als entschei Bei verschiedenen dieser Zwedsparkassen konnten wir belehrt, sondern brin reits feststellen, daß gegen das von ihnen angewandte System ebenso wie gegen die Art der Geschäftsführung oder gegen die leitenden Personen Bedenken berechtig sind. Es wird be fürchtet, daß manche dieser Unternehmungen nur gegründet sind, um den Gründern persönliche Vorteile zu verschaffen. Um also erneute der Oeffentlichkeit aus diesen Zwecksparkassen drohende Gefahren rechtzeitig abzuwenden, halten wir es für dringend erforderlich, das Gesetz über die Bausparkassen auf diese Unternehmungen auszudehnen. Wir beantragen daher, in Gemäßheit des§ 112 Absatz 2 des Gesetzes über die Beaufsichtigung der privaten Versiche rungsunternehmungen und Bausparkassen vom 6. Juni 1931 auch solche sogenannte 3wedsparkassen den Vorschriften des Gesetzes zu unterstellen, die im Wege des Zwecksparens den angeschlossenen Sparern Darlehen zum Erwerb beweglicher Sachen verschaffen wollen." Meinung betrachtet. Son dem Ausfall de finitigen Regierung lionenbeträge aus den gen erster Ordnung au Bolitisch Unter Führung des wird eine Abordnu egiments Stuhlweißenb espräsidenten die 3 και Die Reichsregierung In seiner Antwort teilte das Reichswirtschaftsministerium mit, daß es von dem Inhalt der Eingabe mit lebhaftem Interdnung zur Rotveror esse Kenntnis genommen habe, daß es aber im Augenblid aus Die deutsche Regier technischen Gründen nicht in der Lage sei, neben den inzwischen dienstag der komme auf 400 angewachsenen Bausparkassen auch noch sonstige Zweckenschusses der B. J. sparkassen unter Aussicht zu stellen. Die Angelegenheit solle aber nations: und Schuld weiter im Auge behalten werden. vom 6. Juni 1931 ist vorgeſehen, daß der Reichswirtschaftsminister im Einvernehmen mit dem Reichsarbeitsminister und mit Zustimmung des Reichsrats Geschäftsbetriebe, die wirtschaftlich dieselben oder ähnliche Zwede wie Bausparkassen verfolgen, den sür diese geltenden Vorschriften unterstellen kann. Wir sind der Ansicht, daß diese Bestimmung schon heute auf Lob der privaten Bauwirtschaft aus sozialistischem Munde. Auf der Länderkonf he, zu der fich die Bdin versammeln werd wendigen Maßnahme tärter um sich g n haben wird. er amtlichen Mi für Produktionst formulierung von Der DesterreichischDie sozialdemokratische ,, Gemeinde", Nr. 13, 1931, be richtet über die Forschungssiedlung Haselhorst, wo die vom Reich und Preußen getragene Wohnungsbau- A.- G. Groß- Berlin kleine Wohnungen Wohnküche und ein Zimmer mit Bad, 3s und Kredits de 36 qm Wohnfläche zum Preise von 32 bis 35 RM. her he zu Ende geführ gestellt hat, und bemerkt dazu: ,, Dieser Mietzins liegt um etwa 20 RM. unter den für gleiche Wohnungen sonst gefordertensprogramms vorbe Preisen. Der Kubikmeter umbauter Raum kostet 24 RM. Die Verbilligung der Mieten wurde letzten Endes dadurch erreicht, ihenden des Auswä daß mit dem bisherigen Prinzip der Auftragserteilung an ein gten Staaten von Generalunternehmen gebrochen wurde. Man hatte sich sofort anet, in dem aus Anl die einzelnen Unternehmer direkt gewandt". Die einzelnen Unt wird, daß im ternehmer bauen also ganz erheblich billiger als die Generalversammlung den unternehmer der ,, sozialen Baubetriebe" mit ihren schmucklosen Bestandteil der Deu Serien- und Typenbauten. Ein wertvolles Eingeständnis aus so zialistischem Munde. Neue Bücher. Unser Hausarzt. Monatsschrift für Gesundheitspflege, Diät und Wasserheilkunde. Herausgeber Dr. med Fehlauer. 37. Jahrg. Halbjährlich postfrei 2,20 Pfg. Hausarzt- Verlag 5. Stoß, Berlin- Stegliz, Postfach 21. Aus dem Novemberheft: Traubensaft als diätetisches Heilmittel. Das warme, schwei treibende Halbbad. Müde Kinder. Die deutsch- franzöfi wärtig dadurch aus handlunglungen eing Beg des Berfahrens pihung der franzöfifd Auf der für nächste Solterbundsrates 3 ihen Konflilts wir Mutius vertreten Im Lohnstreit der Ehlichterkammer ei Indien und wir. Die ganze Welt verfolgt mit gespannten mit Wirkung v nen- Volfes im Osten.„ Die Woche", die immer wieder große fündbar zum 31. Zeitfragen in Sondernummern erschöpfend behandelt, widmet ihr neues Heft Nr. 46 diesen Thema. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN liefert immer schnell, gut und preiswert für Familien, Vereine und Behörden wie STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN GIESSEN Die ursprünglich f Pienverhandlungen weitgruppe find auf Die zuständigen pro Industrieobligatione ms vorgesehene Gen verzinslichen Schuld Millionen Reichsma In der Nacht zum F nig Rationalfoziali ten, aus Revolvern b gia auch gegen die Be fini durch Schiffe ve muniften, die in de holen worden sind. Die Wochenbilanz de Rovember weist di trei auf. Der Go en Franten auf 67 Der Bertreter Chin Ferbandsrats, Briand en Regierung vo riven Saltung Ja ei zu befürchten jei Bujammenhang tie finnische Regier Betriebe, die itaatlichen en umzuwandeln. 4 Burtt gebracht werden.