Nr. it 3: 5( 1: 2) aus dem Fel folgender: 1 0 0 1 0 0 0 0 4: 0 21 5: 3 21 2 3: 9 01 so definitiv aus dem We esetzung des zweiten Plat ich Fortuna Düsseldorf ts inne hat, wird nun de emannia Aachen und Spor Woche in Hagen stattfinde der Bezirke tragen am 12 die beiden Spiele der 3 über: und Borujjig Rheine, ein und Spielogg. Stertrade 2: 0( 1: 0) Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Sedaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rückandung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Bolitische Rundschau. Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten Wochen stärker zuridgegangen, als erwartet wurde. Die neuen Ziffern liegen par im Augenblid noch nicht vor, jedoch verlautet, daß etwa 200 000 bisher Arbeitslose Beschäftigung gefunden haben. Sen den Fußballverbänden dam Karfreitag in Gaa hdem hier nur zweite oder Ferbände im Kampf standen Dem Play im Ludwigspar lich nicht auf ihre Kosten n der beiden Mannschafter Süddeutschen ist dem Spiel Der Süden hatte zwar in erlegenheit, dafür drängte e stärker. dem sie mehr Vereinen als einheitlicher, und sie zeigte reifere Stellungsspiel. Das deutschen sehr zu wünschen war das Abwehririo. war die Abwehr der bei uch die Läuferreihe, die in Fiel als die süddeutsche Hall itsche Sturm, der schlecht zu Toduktiv arbeitete. eigte der Süden eine an aus dem besseren Zusam Viertelstunde waren aller nervös. Der Süden fan der 25. Minute das Fü tball föpfte Hörnle unhal gut in Fahrt, er scheiterte en um einen Torerfolg gr. och die Überlegenheit der einander drei Eden, Dan allmählich ergab sich sogar Rheinländer, die jetzt mi e Düsseldorfer Stürmer t - Dagegen fam der Güde inem Erfolg. Der Rest de deutschen. ten Zeit. bedacht, seine Aussaaten bekommen. Wenn man enflor im Sommer baben en im März und in de Man hüte fidy aber, Samen geben schlech an einige Tage, bis bie -Mühe machen, die Gaat end weniger Verlufte durd ften und oft genug Saat geht auch erfahrungs Eelt sich besser als ungebete alle ucht ist, dann muß auch de delt werden. die im Handel sind, erfülle nau an die Gebrauchsanne dann frage man den Dr ücher. 5. A. Nach dem Frankfurter G htstarte. Vorwort von Pr . Verlag Ludwig Ravenit rte im Maßstab 1: 20000 e heutige politische Zerri in 12 Reichsländer nach Serkehrs- und Kulturgebiets end auf dem ewigen Recht istik gliedert die Reichslände rschiedenartigen Länderteile ferung und der Bevölkerung tand der Erhebungen. : G. Burgeleit, Gießen. hre Prach wie meine Möbel jetzt glänze Das macht die neue Loba- P Iltur. Ein weiches Auftragt wird dazu geliefert, das, mit fo litur getränkt und in ein Bou wolltuch gehüllt, die Gege stande reinigt und mit einer hauchdünnen Oberzug versie Hierauf wird mit weichem Lapp nachgerieben, wobei ein wunde voller warmer Glanz zutage Sie macht 1. blitzsauber, 2. blitzblank. Preis mit Auftragtuch RM 1- TE WACHSWARENFABRIKENA INGEN BEI STUTTGART Einnahmequellen für Jen Herren in allen Glab en und Bezirken. Näbe durch in Klein, Gießen, Güdanlage 21. Der Reichsrat wird seine Arbeiten in der übernächsten Woche aufnehmen. Die nächste Bollsigung ist für Donnerstag, den 30. April anberaumt worden. Die Filmprüfstelle im Reichsministerium des Innern hat einen deutschnationalen Werbefilm zum Stahlhelm voltsbegehten verboten. Als erste deutsche Großstadt hat die Stadt Leipzig eine kürzung der Wohlfahrts- und Krisenfürsorgeunterstützung um 110 Prozent beschlossen, die der Stadt eine monatliche Ersparnis von 400 000 Mart einbringt. Der Ministerialrat des Reichswirtschaftsministeriums, Bo: gatsch, ist zum Präsidenten des Reichswirtschaftsgerichts und zum Sorsigenden des Kartellgerichts ernannt worden. ( Gießener Tageblatt) Dem Antrage auf Zulassung des Voltsbegehrens über Auflösung des Anhaltischen Landtages, der von der Deutschen Boltspartei, der Wirtschaftspartei und der Haus- und Grundbesigerpartei gestellt wurde, wurde vom anhaltischen Staats: ministerium stattgegeben. Reichstagspräsident Löbe ist mit einigen anderen Abgeord neten des Deutschen Reichstags zur Teilnahme an einer Sigung des Verwaltungsrats der interparlamentarischen Union in Senf eingetroffen. Der Berliner Stadtverordneten- Ausschuß hat beschlossen, der Stadtverordnetenversammlung für die Stelle des Oberbürgermeisters Dr. Sahm- Danzig vorzuschlagen. Am Sonntag findet im Weimarer Nationaltheater bei Anwejenheit von Hitler eine thüringische Führertagung der Nafionalsozialisten statt. Um störende Bauwerke in der Umgebung des künftigen Reichschrenmals bei Bad Berla unmöglich zu machen, hat das Weimarer Landratsamt eine Bausperre verfügt, in die auch die Teile der Landstraßen einbezogen sind, von denen das ganze Gelände eingeschlossen ist. Der König von Spanien hat den deutschen Konteradmiral Richard Förster durch Verleihung des Großkreuzes des Marineverdienstordens ausgezeichnet. Der Flieger Udet ist am Donnerstag von seinem Afrikaflug in München eingetroffen. Er tam von Alexandrien über Brindiji Athen- Venedig. Im Auftrage des französischen Außenministeriums ist in den Staaten der Kleinen Entente ein Feldzug gegen Deutschland und Desterreich eingeleitet, um eine einheitliche Front für die Genfer Erörterungen des Zollabkommens zu schaffen. Der franz. Präsident Doumergue hielt in Nizza eine Rede, in der Deutschland des Friedensbruchs wegen der Zollunion anklagte, und die außenpolitische These vom Versailler Vertrag aufrecht trhielt. In Norwegen hat gestern der große Arbeitskampf mit der Hussperrung von 43 000 Arbeitern begonnen. Bis zum 15. April werden mindestens 82 000 Mann von der Aussperrung letroffen sein. Die Arbeitgeber der französischen Textilindustrie haben den Gewerkschaften mitgeteilt, daß sie infolge der Wirtschaftskrise gezwungen seien, eine beträchtliche Lohnherabsehung vorzunehmen, Nach Meldungen aus Madeira sind die portugiesischen Truppen, die zur Bekämpfung des Aufstandes entsandt wurden, zu den Aufständischen übergegangen. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 11. April 1931 Der Absatz über die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch Beseitigung des Doppelverdienens enthält die interessante Feststellung, daß nach der Berichtszählung von 1925 von insgesamt 12,7 Millionen verheirateter Frauen 3 645 000, gleich 28,7 v. H., hauptberuflich erwerbstätig waren, ein Beweis für die große Not, die gegenwärtig in Deutschland herrscht. Gegen die Anwendung jeder als Zwang auftretenden Maßnahme wird eine Reihe von Bedenken geltend gemacht. Als grundsätzliches Bedenken wird in erster Linie die Unmöglichkeit genannt, das Recht auf die Arbeit zu beschränken. Bis auf die verheirateten Beamtinnen, denen gegenüber auf Bereitstellung von Absindungen als Anreiz zu freiwilligem Ausscheiden erkannt wurde, wurde Einigkeit dahin erzielt, daß Eingriffe auf gesetzlichem Wege nicht verlangt werden sollen. Der Reichstag bleibt daheim. Berlin. Der Aeltestenrat des Reichstags hat sich Mittwoch gegen eine frühere Einberufung des Reichstages entschieden. Für die Anträge auf sofortige Wiedereinberufung stimmten le= diglich die Antragsteller, also die Nationalsozialisten, die Deutschnationalen und die Kommunisten. Hinter ihnen stehen nur 228 Mitglieder des Reichstages, während die übrigen Parteien 349 Mitglieder vertreten. Der Englandbefuch verschoben. Berlin. Nach vielem Hin und Her, dessen letzte Zusammenhänge noch nicht klar zutage liegen, ist im Laufe des Mittwoch die Entscheidung über den Termin für die Abhaltung der deutschenglischen Besprechungen in Chequers endlich gefallen. Reichstanzler Dr. Brüning und Reichsaußenminister Dr. Curtius werden erst in den Tagen vom 5. bis 9. Juni Gäste der englischen Regierung sein. Frankreich ist pitiert. London. Ganz außerordentlich scharf wendet sich der der englischen Regierung nahestehende„ Daily Herald" gegen die französischen Kommentare zu dem bevorstehenden Besuch des deutschen Außenministers in London. Sie seien taktlos und zeugten von schlechten Manieren. Es gehe wirklich zu weit, wenn Frankreich die Einladung Hendersons an die deutschen Staatsmänner als unpassend bezeichne und wenn sie von einem Recht Frankreichs sprächen, sich durch den Besuch der deutschen Herren beleidigt zu fühlen. Henderson will Abrüstung. London. Staatssekretär Henderson hielt in einem Londoner Vorort eine Rede über die auswärtige Politik.„ Wir richteten unsere Bemühungen darauf", sagte der Staatssekretär, ,, einen ständigen Beitrag zur Festigung des Weltfriedens zu leisten. Wir befolgten die Völkerbundspolitik und sind entschlos= sen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, durch ein Abkommen zwischen den Nationen Abrüstung herbeizuführen. Heute sind wir dem Erfolg näher als je. Die Konferenz, die im Februar nächsten Jahres eröffnet wird, wird die größte Konferenz der Weltgeschichte sein. Frankreichs Gegenmine. Berlin. Nachdem man sich in Paris offenbar davon hat überzeugen müssen, daß mit der juristischen Anfechtung des Wiener Vorvertrages nichts zu erreichen ist, sucht man die Regierung in Berlin und Wien jetzt mit der Drohung zu schreden, daß als Gegenstück zur deutsch- österreichischen Zollunion nun ein Mitteleuropäischer Agrarblod unter tschechischer Führung geschaffen werden soll. Mit anderen Worten: Man will Berlin und Wien isolieren. In der Wilhelmstraße faßt man diesen Plan Briands, der in seinen Einzelheiten erst noch ausgearbeitet werden soll, als einen Einschüchterungsversuch auf. Man wird deutung zu unterschätzen, keineswegs aus der Ruhe bringen las= sen, und in Wien dürfte man der gleichen Auffassung sein. das Gutachten zur Arbeitslosenfrage. fich durch dieses Manöver, ohne seine namentlich taktische Be Berlin. Der erste Teil des Gutachtens zur Arbeitslosenfrage der unter dem Vorsitz des früheren Reichsarbeitsministers Dr. Brauns tagenden Gutachterkommission ist gestern im ,, Reichsrbeitsblatt" erschienen. In der Einleitung wird über den Umfang der Arbeitslosig= keit ausgeführt, daß Ende Februar 1931 von der in den GeDerkschaften organisierten Arbeiterschaft 34,5 v. H. arbeitslos Daten, 19,5 v. H. verkürzt arbeiteten und nur 46 v. H. volle Seschäftigung hatten. Bei dem Vorschlag auf Verkürzung der Arbeitszeit wird cusdrücklich darauf hingewiesen, daß nicht angenommen werden Bönne, daß die Arbeitsstunden, die bei einer Herabsetzung der jzigen Arbeitszeit von den bisher beschäftigten Arbeitern nicht nehr geleistet werden würden, in gleicher Höhe von neueinzu= fellenden Arbeitern zu übernehmen wären. Trotzdem sei nicht bezweifeln, daß auf diesem Wege das Heer der Arbeitslosen richt unbeträchtlich vermindert werden könne. Es bedürfe die rage ernstlicher Prüfung, ob zur Erreichung des Zieles gesetzliche Vorschriften angezeigt seien. Den Gedanken, daß alle Anehörigen der höheren Altersklassen, etwa vom 60. Jahre an, on der Beschäftigung als Arbeitnehmer ausgeschlossen werden brine sich die Kommission nicht zu eigen machen. Wer wird Präsident von Frankreich? Paris.„ Echo de Paris" will von Briand die Erklärung er halten haben, daß er am 13. Mai zu der Präsidentenwahl nicht fandidieren werde. Von den Kandidaten stünden in erster Reihe die Senatoren Lebrun, Bérard und der Senatspräsident Paul Doumer. Ein anderer Mitarbeiter des Blattes will wissen, Poincaré werde in erster Linie die Kandidatur von Lebrun unterstützen. Die D. V. P. in Thüringen lehnt ab. Weimar. Die Deutsche Volkspartei lehnte in fortgesetzten Verhandlungen über die Regierungsumbildung in Thüringen den Vorschlag der Nationalsozialisten, mit ihnen gemeinsam wieder eine Regierung auf der Grundlage der alten Koalition mit der D. V. P., Wirtschaftspartei, Landvolkpartei, Deutschnationale und NSDAP. zu bilden, ab. Es wird nun in neuen Verhandlungen die Frage zu klären sein, ob eine Minderheitsregierung der DVP., der Wirtschaftspartei und des Landbundes gebildet werden soll. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 29 Senfung der Leistungen der Sozialversicherung. Von Reichsminister a. D. Dr.- Ing. Gothein. Der Reichstag hat sich zum 14. Oktober vertagt. Ueber ein halbes Jahr lann sich die Regierung ungestört der Vorbereitung von Gesetzentwürfen, den Ausführungsverordnungen zu den neu erlassenen Gesetzen, der eigentlichen Verwaltungsarbeit, der Durchführung der Sparattion widmen. Auf all diesen Gebieten liegt ihr ein so ungeheures Arbeitspensum ob, daß sie alle Kräfte anstrengen muß, um es einigermaßen zu bewältigen. von Daß der Etat rechtzeitig verabschiedet worden ist, genügt nicht, so verdienstlich das auch ist. Die Sorge bleibt, daß die Einnahmenvoranschläge infolge der Wirtschaftskrise nicht erreicht werden. Steuererhöhungen erweisen sich als unmöglich; es bleibt nur der so oft geforderte und vorgezeichnete Weg, die Ausgaben zu drosseln. Die Wirtschaft zu beleben, ist nur durch Senfung der Selbstkosten möglich. In ihnen spielen neben Steuern und Löhnen die Soziallasten eine Hauptrolle. In dem„ Jrrgarten der Kauffrafttheorie", in dem wir uns um das Wort des Reichsarbeitsministers Stegerwald zu gebrauchen 1927-1929 bewegt haben, sind die Sozialbeiträge und die Reichszuschüsse in einer für die Versicherungsträger, die Reichsfinanzen und die Wirtschaft untragbaren Weise gestiegen. Nachdem bei der Krankenkassenversicherung ein Abbau der Leistungen und Beiträge stattgefunden hat, wird es nunmehr notwendig, einen solchen auch bei den anderen Versicherungen vornehmlich der Arbeitslosen- und der Invaliden- und Altersversorgung- zunehmen. Ist doch die eine wie die andere außerstande, die Ausgaben aus eigenen Mitteln zu bestreiten; sie alle nehmen in steigendem Maße Reichsmittel dafür in Anspruch. - vor= Betrug bei der Invalidenversicherung z. B. 1913 der Reichszuschuß 58,5 Mill. RM., 1926 bereits 184,5 mill. RM., so 1930 nicht weniger als 404 Mill. RM., wozu aus der Lohnsteuer noch 21 Mill. RM, und aus Zöllen 20 Mill. RM. tamen, insgesamt 455 Mill. RM., also nahezu das Sechsfache des letzten Vorkriegsjahres. Mit Arbeitslosigkeit und Rüdgang der Löhne gehen weuerdings auch die Einnahmen aus den Beiträgen zurüd. Hatten sie 1913 290 Mill. RM. ergeben, so waren sie 1926 bereits auf 660 Mill. RM. gestiegen, hatten 1929 ihren Höhepunkt mit 1092 Mill. RM. erreicht, waren aber 1930 um 104 Mill. RM. niedriger, die Ausgaben dagegen um 166 Mill. RM. höher. Von 243 Mill. RM. in 1913 sind sie auf 1482 Mill. RM. in 1930 gestiegen, haben sich also mehr wie versechsfacht. Noch ist wenn auch stark das Vermögen der Versicherungsanstalt in vermindertem Wachsen; freilich bleibt es hinter der Höhe der Vorkriegszeit von 2105 Mill. RM. noch um 470 Mill, RM. zurüd eine Folge der Kapitalentwertung durch die Inflation. In wenigen Jahren wird es selbst bei dem jetzigen hohen Reichszuschuß angegriffen werden müssen, wenn es nicht gelingt, die Ausgaben gründlich zu drosseln. Die Zahl der Rentenempfänger ist im raschen Steigen. Die der Invaliden-, Kranken- und Altersrentner ist von 1756 600 am Jahresende 1926 auf 2 190 700 am 1. Oftober 1930, in vier Jahren also um etwa 450 000, die der Witwenrentner von 280 300 gleichzeitig auf 621 000 gestiegen. Die Zahl der letzteren hat sich also weit mehr als verdoppelt; nur die der Waisenrentner ist entsprechend der rückgängigen Geburtenziffer von 516 800 auf 448 300 zurückgegangen. Die aber belasten die Versicherung verhältnismäßig am wenigsten. Jedenfalls steigt die Zahl der Rentenempfänger Jahr für Jahr um 12-16 v. H., während die der Beiträge Zahlenden bestenfalls stagniert. 1929 und 1930 dürften etwa je 18,5 Millionen Versicherte vorhanden gewesen sein, davon etwa 11 Millionen Männer und 7,4 Millionen Frauen, unter beiden ca. 1,7 Millionen freiwillig Versicherte. Die Wochenbeiträge haben sich von durchschnittlich 35,7 Pf. vor dem Kriege auf 142,3 Pf. in 1929 erhöht, also rund vervierfacht. 1930 waren sie um 1-3 Pf. niedriger als im Jahre zuvor. Es ist bei der ganzen Wirtschaftslage nicht angängig, sie weiter zu erhöhen. Um Einnahmen und Ausgaben in Einklang zu bringen, bleibt also nur die Senfung der letzteren z. B. der Renten übrig. Im Durchschnitt des Jahres 1926 betrugen die monatlichen Invalidenrenten RM. 24,92, im Durchschnitt des 2. Vierteljahres 1930 RM. 36,40, waren also in diesen wenigen Jahren um 46 v. H. gestiegen, die Witwenrenten wiesen gleichzeitig eine durchschnittliche Steigerung von 14,27 auf 22,44 RM., d. i. um 57 v. H. und die Waisenrenten eine solche von 10,02 auf 14,48 RM., also um 48 v. H. auf. Der Lebenshaltungsindex stand im Durchschnitt 1926 auf 141,2, im März 1931 dagegen auf 137,7, also um 2,5 v. H. niedriger. Die Realrentenbezüge der Invaliden und Waisen haben sich also gegen 1926 um die Hälfte, die der Witwen um drei Fünftel erhöht. Die vorstehend aufgeführten Durchschnittsrenten erscheinen auf den ersten Blid nicht hoch. Es ist aber zu erwägen, daß es 3. T. Altersrenten, 3. T. Renten an feineswegs voll Erwerbsunfähige sind, was ganz besonders von der großen Mehrzahl der Witwen gilt. Jedenfalls fann das so furchtbar verarmte deutsche Volk, das zudem derart steuerlich überlastet ist, es sich nicht leisten, die Realrenten der Invaliden, Witwen und Waisen so zu steigern, wie das in den letzten Jahren geschehen ist. Es wäre durchaus zu verantworten, die Renten um durchschnittlich 30 Samstag, den 11. April 1931. v. H. zu senken und die dadurch herbeigeführte Einsparung zur Hälfte auf die Beiträge, zur Hälfte auf den Reichszuschuß zu verteilen. Der durchschnittliche Wochenbeitrag würde damit von 142 auf 100 Pf., der Reichszuschuß von 455 auf 250 Mill. RM. zurückgehen. Ihn noch nicht ganz zu beseitigen, hat insofern eine gewisse Berechtigung, als das Vermögen der Reichsversicherungsanstalt vor dem Krieg überwiegend in mündelsicheren Papieren angelegt war, die durch die Inflation aufs stärkste entwertet worden sind. Immerhin haben die Reichszuschüsse in den Jahren 1926 bis 1930 rund das Dreifache dessen betragen, was Anfang 1913 das ganze Effektenvermögen der Versicherungsanstalt betrug. Auch die freiwilligen Leistungen der Invalidenversicherung sind von 29,9 Millionen in 1913 auf 100 Mill, in 1930 gestiegen, ebenso die Verwaltungskosten von 24,4 auf 57 Mill. RM. An beiden Posten muß gespart werden. Weit wichtiger als die besten damit geschaffenen Einrichtungen ist es, die Reichsver: sicherungsanstalt solvent zu erhalten. Wird so weiter gewirtschaftet, wie bisher, ist der Zusammenbruch nicht aufzuhalten; denn auf die Hilfe des Reiches rechnen, ist der Ruin jeder gesunden Wirtschaft. Daher muß man den Mut aufbringen, ihre Leistungen im Rahmen des Möglichen zu halten. Auch Sozialpolitik ist die Kunst des Möglichen, nicht die des Wünschenswerten. Einberufung des hessischen Landtags. Darmstadt. Das Plenum des hessischen Landtages ist für Dienstag, den 14. April, einberufen worden. Die Tagesord nung sieht zur Beratung die Regierungsvorlage, den Staasvoranschlag für 1931 in Verbindung mit den dazu eingegangenen Anträgen und Eingaben vor. Als zweiter Punkt steht der Entwurf des Finanzgesetzes für 1931 zur Beratung. Grzesinski verbietet das Stahlhelm- Organ. Wegen eines Artikels des Bundeskanzlers des Stahlhelms ,, Außenpolitik und Preußenvolksbegehren" in der Osternummer des ,, Stahlhelms" vom 5. April hat der Berliner Polizeipräsident das Bundesorgan des Stahlhelms auf Grund des Republik schutzgesetzes und der Notverordnung vom 28. März für drei Monate verboten. Das Verbot umfaßt auch die in demselben Verlag erscheinenden Kopfblätter der Zeitung sowie jede angeblich neue Drudschrift, die sich sachlich als die alte darstellt, oder als ihr Ersatz anzusehen ist. Gegen das Verbot ist binnen zwei Wochen vom Tage der Zustellung ab die Beschwerde zulässig. Sie hat keine aufschiebende Wirkung. ..Graf Zeppelin" nach Aegypten. Friedrichshafen. Unter Führung von Dr. Edener. der am Dienstag von seiner Amerikareise zurückkehrte, ist ,, Graf Zeppelin" Donnerstag früh zu der angekündigten Aegyptenfahrt aufgestiegen. An Bord befinden sich 25 Passagiere, u. a. Graf von Brandenstein- Zeppelin und Kapitän R. Booth, der Führer des englischen Luftschiffes R. 100. Heute, am Samstag, wird das Luftschiff in Kairo eintref= fen. Nach Auswechselung der Passagiere wird ,, Graf Zeppelin" sofort zu einer Rundfahrt über Aegypten und Palästina wieder aufsteigen. Morgen erfolgt von Kairo aus der Start nach Friedrichshafen, wo das Luftschiff im Laufe des Montags wieder erwartet wird. Der Ausschluß Deutschlands zurückgenommen. Berlin. Auf der hier stattfindenden 55. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie wurde bekanntgegeben, daß die Société internationale de Chirurgie den 1920 erklärten Ausschluß Deutschlands, Desterreichs und Ungarns in aller Form mit dem Ausdruck des Bedauerns zurückgenommen habe. Braunschweig und der 1. Mai. Braunschweig. Jm Rechtsausschuß des braunschweigischen Landtags ist von den Vertretern der Regierungsparteien beschlossen worden, den 1. Mai aus der Liste der gesetzlichen Feiertage zu streichen. Das Plenum des Landtags wird diesen Beschluß zweifellos bestätigen. Eine Aequatortaufe. Der deutsche Dampfer ,, Walküre" befand sich auf der Fahrt von Georgetown nach Pernambuko. Tropenhitze lag zitternd über dem Atlantik. Durchsichtig wie blaues Glas liefen langgestreckte Wogen in der Kursrichtung. Thunfische toboldsten ihren munteren Reigen. Die Passagiere lustwandelten auf dem Promenadendeck. Auf der hohen Kommandobrüde der Kapitän; er blinzelte in die flimmernde Weite Im Südost plötzlich eine tiefhängende blau- graue Wolke. ,, Wird wohl ein recht ungemütlicher Mittag werden!", wandte er sich an seinen Ersten, der neben ihm stand. Dieser nahm das Glas:„ Glaub's auch! Die schnell heranflitzenden Wolken sehen nicht danach aus, als wenn sie uns ein Schlumerlied singen wollten". ,, Was meinen Sie,-wenn uns der Wirbelsturm padt?!" ,, Dann können wir uns auf etwas gefaßt machen, und der Herrgott mag bei uns am Ruder stehen!" ,, Stimmt. Veranlassen Sie, bitte, daß sich alle Passagiere recht bald unter Deck begeben. Lassen Sie alle Luken schließen fest und dicht, wie sich es gehört". ,, Soll geschehen, Kap'tän". Zwei Stunden später tanzte der Dampfer in einem weißen und zischenden Herenkessel.. In dickstem Delzeug steckend, hatten sich der Kapitän und sein erster Offizier oben auf der Kommandobrüde festgeschnallt. Die Passagiere ahnten, daß es draußen recht ungemütlich hergehen müsse, denn der Dampfer schlingerte und stampfte wie in einem gigantischen Wellenbade Ein Wolkenbruch umtoste jäh das Fahrzeug! Die Meereswogen nahmen von Minute zu Minute zu. Die See spie Schaumfontänen in die Höhe. Da fuhr der erste Brecher mit unheimlicher Gewalt über Bord! Das Schiff ächzte und zitterte am ganzen Leibe. Immer schwerer wurde die See. ,, Gießener Zeitung" Zwangsläufigkeiten? Lokales. Sonntagsgedanken. Nr. 29 Seit dem Bestehen der Welt besteht das Gesetz des Kampfes. Und seitdem führt der Menschenweg über Dornen und Steine und jede Wegstrede tann nur im Kampfe erzwungen werden. Wenn alle Völker sich einmal versöhnt haben werden und niemand mehr zum Schwerte greift, auch dann noch wird das Gesetz des Kampfes bestehen bleiben und an Stelle der Faust wird die Waffe des Geistes treten. Aber Kampf wird bleiben. Denn die Gesetze des Schöpfers sind ewig. Ein finanzwirtschaftlicher Unsinn ist es, mit Befriedigung auf eine ,, Sanierung" der Etats des Reiches und der Reichsanstalt infolge gewisser Umstellungen in der Arbeitslosenversicherung hinzuweisen, gleichzeitig aber die Etats der Kommunen infolge der durch diese Umstellung hervorgerufenen Belastungen der kommunalen Wohlfahrtspflge zu gefährden. Diese und ähnliche Tatsachen sollten aber nicht an der Erkenntnis hindern, daß die Gemeinden selbst an ihrem Finanzzusammenbruch, der bei vielen unmittelbar bevorsteht, einen großen Teil der Schuld tragen. Schon für das Etatsjahr 1928/29 wurde die Erhöhung des Zuschußbedarfs der Gemeinden und Gemeindeverbände um 460 Millionen Mk. gegen das Vorjahr Hauptsächlich durch die Zunahme der Ausgaben für Wohlfahrts: pflege verursacht, deren Steigerung unschwer voraussehbar war. Trotzdem haben die Gemeinden ihre Ausgabenpolitik fortgesetzt; Kampf; es rast des Sturmes Fittich, es zuden die Blitze und allein in den Jahren 1924 bis 1929 haben sich die Gemeinden um 7561,4 Millionen Mk. neu verschuldet; die kurzfristige Verschuldung beläuft sich jetzt auf rund 2000 Millionen Mk. Diese Neuverschuldung ist in den fünf wichtigsten Positionen für folgende Zwecke angelegt worden: Wohnungswesen 26,8 Mill. Mk. v. H. 2030,5 1678,2 649,0 Verkehrswesen 22,2 Grundvermögen Versorgungsbetriebe 997,5 8,6 13,2 Kassenreserve, Deckung von 533,8 7,1 Fehlbeträgen usw. Die neu aufgenommenen Anleihen sind also für eigentlich zwangsläufige Ausgaben nur zum geringsten Teil verwandt worden, der größte Teil wurde vielmehr zu Lasten der eigenen Steuerzahler für die ebenso kostspielige wie überflüssige Betätigung der Kommunen verausgabt. Die Unrichtigkeit der Behauptung von der Zwangsläufigkeit der kommunalen Ausgaben kann man auch erkennen an den außerordentlich starken Schwankungen dieser Ausgaben, die doch ziemlich gleich hoch sein müßten, wenn die Behauptung von der Zwangsläufigkeit zuträfe. Während z. B. für Städte von mehr als 200 000 Einwohnern die Ausgaben je Kopf der Bevölkerung im Reichsdurchschnitt auf 177,76 m. sich belaufen, haben Städte wie Köln, Frankfurt a. M. usw. 220 bezw. 258 Mtk. ausgegeben, Städte mit mindestens derselben Beanspruchung wie Gelsenkirchen dagegen nur 117 Mk.; für Städte von 100 000 bis 200 000 Einwohnern beträgt der Reichsdurchschnitt der Ausgaben 152,90 Mk.; Oberhausen, Hamborn, Krefeld usw. bleiben mit 101 bis 119 Mk. weit unter diesem Durchschnitt; Städte wie Aachen, Wiesbaden, Kassel usw. liegen mit 181 bis 220 Mk. eben soviel darüber. Für die Städte mit 50 000 bis 100 000 Einwohnern ist der Reichsdurchschnitt der Ausgaben je Kopf 140,03 Mk.; Wattenscheid, Castrop- Rauxel usw. geben nur 97 bis 99 ME. aus, Bonn, Bielefeld, Koblenz usw. dagegen 174 bis 205 Mk.( Gießen ca. 220 Mk.) Aus diesen Ziffern ergibt sich nicht nur der weite Spielraum, den die einzelnen Kommunen in ihrer Ausgabenwirtschaft besigen, sondern vor allem auch die Tatsache, daß eine Stadt um so teurer verwaltet wird, je größer sie ist. Nach einer Berechnung des Kämmerers der Stadt Frankfurt a. M. wird der effektive Fehlbetrag der deutschen Kommunen zum 31. März 1931 rund 600-800 Mill. Mk. betragen; für das Haushaltsjahr 1931/32 fagt er mindestens einen Fehlbetrag von 700-750 Millionen Mk. voraus. Daß angesichts dieser Situation die Forderungen nach Abstoßung überflüssigen Kommunalvermögens und nach verstärkter Staatsaufsicht immer stärker werden, ist verständlich. Die Gemeindefinanzen sind nicht eher zu sanieren, als bis nicht eine Kontrollund Revisionsstelle geschaffen wird, die von den Gemeinden unabhängig ist, und als bis nicht eine Beaufsichtigung des kommunalen Anleihewesens durchgeführt wird, mit deren Hilfe es den Gemeinden künftig unmöglich gemacht wird, spätere Steueraufkommen durch Anleihen, die letzten Endes doch nur auf den Kredit des Deutschen Reiches gehen, vorweg in Anspruch zu nehmen. Auch eine noch stärkere als die bisherige Verkoppelung der Bürgersteuer mit der Realsteuerhöhe wird unver meidlich sein. Eine hohe Welle peitschte ihren Gischt bis zur Kommandobrücke hinauf. Wie ein Rodelschlitten schoß der Dampfer in das nachfolgende, tiefe Wellental. Ein Wirbel erfaßte das Beinahe dunkel Fahrzeug. Das Ruder gehorchte kaum. wurde es Fast eine Stunde dauerte schon der Tanz. Plötzlich tauchte aus dem ringsum tosenden Wasser eine furchtbare Wassersäule auf. Bald senkrecht stand sie in dem Wogengebirge. Der Ozean wirbelte zischte und brüllte. Eine riesighohe Woge erfaßte das Schiff steuerbordseits. Sie warf das Schiff steuerbordseits. Sie schleuderte den Dampfer in ein brodelndes Tal. Da stürzte ein Teil der Wassersäule über das hinabgleitende Schiff und drückte es unter den Meeresspiegel... Jm Maschinenraum schafften todesmutig Ingenieure und Maschinisten. Eine gelblich- dickflüssige Masse schoß plötzlich aus den Feuerungslöchern. Seewasser war es, das durch die Schornsteine eingedrungen... Der kernfeste Dampfer kam aber, da alle Luken gut abgedichtet, wieder an die Oberfläche. Die beiden Männer auf der Kommandobrücke schüttelten sich wie naßgewordene Pudel. ., Das war eine Aequatortaufe, wie ich sie mir besser nicht wünschen konnte!" meinte der Kapitän. Sein erster Offizier schwieg. Er deutete mit der Hand nach Osten. Sonnenstrahlen lagen dort. Sonnenstrahlen weit voraus. Die See beruhigte sich auffallend rasch. Zwei Stunden später fuhr der Dampfer„ ,, Walküre", im hellen Sonnenschein liegend, durch sanft anrollende Wogen. Die Passagiere promenierten auf dem blankgescheuerten Deck. Thunfische koboldsten ihren munteren Reigen ,, Na, Herr Kap'tan, es war wohl ein hartes Stüd Arbeit, das Schiff durch den Ortan zu bringen?!", meinte beim Abendessen einer der Passagiere. Wo wir hinschauen ist Kampf. Jm Frieden des Waldes kämpfen die Bäume um Licht und Sonne, im Tierreich streiten sie um den Futterplatz. Ehe sich der Regenbogen über Berg und Tal spannt, kämpfen Naturgewalten einen schauerlichen rollen die Donner und dann erst scheint die Sonne. Und schauen wir zurüd ins Werden der Welt: mit wilder Gewalt wühlten einst die Gluten auf unserem Planeten. Nun sind sie erloschen und die Erde schmückte sich mit Flur und Wald. Jedem Frühling geht alljährlich des Winters Nacht voran. Ohne Kampf zieht kein Lenz ins Land.. Im Kampf und im Schweiße seines Angesichtes muß auch der Mensch sein Brot verdienen. Wenn er es ehrlich tut und auch seinem Nächsten den Platz an der Sonne gönnt und wenn er gar seine Hilfe dem Hilfesuchenden leiht, dann hat er einst am Ende seiner Tage den Kampf ums Leben ehrlich bestanden. Trage geduldig deine Last und deine Fesseln. Denn es steht geschrieben: Es muß auf Erden gerungen sein. Der Sonntagsschreiber. Das * Verordnung über den Lastkraftfahrzeugverkehr. Kreisamt teilt uns dazu mit: Durch die Ueberlastung von Lastkraftfahrzeugen werden die mit hohen Kosten hergestellten Landstraßen unverhältnismäßig stark beansprucht und beschädigt. Die zulässigen Höchstgewichte für zweiachsige Lastkraftwagen be tragen 10,8 To., für zweiachsige Kippwagen mit Kippvorrichtung, die nicht durch Menschenkraft betrieben werden, 11,8 To., für dreiachsige Kraftwagen 16 To. Zweiachsige Anhänger dürfen höchstens 10 To., und wenn sie nicht luftbereift sind, nur 7,5 To. Gesamtgewicht haben. Neben der Schädigung der Straßen ist auch die Schädigung der Häuser und die erhebliche Störung der Bewohner von Häusern an Durchgangsstraßen eine Folge der Ueberschreitung der Gewichts- und Geschwindigkeitspor schriften für den Lastkraftwagenverkehr. Die Halter und Führer von Lastkraftwagen haben daher bei Nichtbeachtung der gesetzlichen Vorschriften folgende Maßnahmen zu gewärtigen: Nach § 35a der Kraftfahrzeugverordnung kann der kontrollierende Polizeibeamte bei Feststellung der Ueberladung eine dem Uebergewicht entsprechende Entladung fordern, für die der Halter die Kosten trägt. Ferner kann die Bestrafung des Halters und des Führers erfolgen und endlich werden Ausnahmebewilligun gen hinsichtlich der Bereifung von Lastkraftwagen sofort widerrufen werden, wenn eine Ueberschreitung des zulässigen sou gewichts festgestellt wird. Die Besitzer von Lastkraftwagen werden in ihrem eigenen Interesse darauf aufmerksam gemacht, daß mit einer verschärften Ueberwachung des Lastkraftwagenverkehrs zu rechnen ist. * Vom Fundamt. Das Verzeichnis über die im Monat März 1931 gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philipp- Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. * Bekämpfung der Schnakenplage. Das Polizeiamt Gießen teilt mit: Die Grundstüdseigentümer sind verpflichtet, im Zur Blutreinigung im Frühling nehmen Sie morgens und abends 2 Herber Kerne. Dieses Blut- und Säfte auffrischende Mittel erhalten Sie in Apotheken ( 1,75 RM.). ,, Nicht der Rede wert, Herr! Hatten nur einen Augenblic gut zehn Fuß Wasser über den Schornsteinen stehen". Der Fragesteller erblaßte. Da wären wir wohl bald mit Mann und Maus ertrunken?!" ,, Kann bei mir nicht vorkommen. War ja sonst alles in bester Ordnung, wie es sich auf einem deutschen Dampfer ge hört. Ein Grund zur Beunruhigung war auch keineswegs vorhanden". tuch. Und er reichte seinem Offizier die Hand über das TafelHumor. Zum Schaden den Spott. ,, Wenn Sie mich nicht erhören, Fräulein Rosa, verliere ich noch den Verstand!" ,, Tun Sie das lieber nicht. Gerade Geringfügigkeiten fin den sich schwer wieder!" Auch ein Grund. ,, Verzeihen Sie, meine Damen, wenn wir Ihnen folgen, aber bei der schlechten Straßenbeleuchtung müssen wir uns an Ihre blendenden Erscheinungen halten." Schwierige Frage. Samstag, den 11 April eines jeden Schnafen zur Brut faffer, Baffins, Wa mit einem zur Vert Petroleum ufw.) zu gemäß§ 3 der Po Der Schnafenplage ㄓ Straßensperru meje( von Sonntag 19. April 1931) w Websteingaffe täglic perfehr polizeilich g Selbstmord. wird seit dem 23. F den Goldaten erhäng mord vor. * Schlägerei. es Donnerstag aben zu Tätlichkeiten. D facher mit Salzsäur Menderung d Launsbach- Wigma Wegen Erneuerung in der Nähe des 4 13. ab die Straße, bach abzweigt, durd Wochen nicht befah Launsbach und Wiz Ben- Migmar über Zeiten wie bisher au Brüde muß von der werden, weil die B dem Gewicht des 31 belastet werden dar * Autoomnibus dem Schiffenberg i Stadttheater. ㄓ erfolgreichen Posse gaftiert Curt Goez Tante und andere * Tagung. Die hält morgen hier i ab. * Lukasgemein hält am Montag fasjaale ab. * Frühjahrsme die Frühjahrsmesse fehenem manches N bis zum 19. April * Kulturfilm. mgen früh im B Wander des Amazo Berein für abend im Café C Fü Ren Am Radiport nach dem ein Lotge sport wurde totgeja einem Zirtusreiter halsbrecherische Hoch die oberen Zehnta fich abwandten, als und als das Krafti walten zum Trok Boltsiport ohneglei anerkannt worden Attive und Millio Fana Der Schlüssel z Radsport trok der Fortbewegungsmitte teils in der Freude Kraft, andernteils jein. Das Geheimn feitigkeit des Fahr Benutzer in allen S Sportgerät und Be fundheitsförderer, u So hohe Bielseitigkei Radsports im Rahm behandeln. Das Fahrrad gi Shnelligkeit und G Rennbahn lösen im Shnelligkeit, Kraft fahren stellt den allen Fällen ist der ziehungstraft auf d Den alten Sportman Die vielseitige gerät hat eine Vi 3ogen. Karl ist zum ersten Male bei dem Onkel auf dem Lande. Er geht mit seinem Vater auf die Weide und sieht dort eine richtige lebende Kuh und erfährt auch, daß die komischen Dinger auf dem Kopfe Hörner sind. Plötzlich brummt die Kuh. Darauf Karl: ,, Mit welchem Horn hat die Kuh nun geblasen. Papa?" zu, wenn sie singt?" Mitleid. ,, Warum macht denn Fräulein Lisa bloß immer die Augen ,, Sie hat ein weiches Herz und kann keinen Menschen leis den sehen." Wir unter Dauerlonturrenzen bahn streiten die F Fliegerrennen), un Bweifiker oder M Auf der Landstraß Gireden von 50-50 Kunitjahren und R Die Bahnwettbe Marte( Malfahren) gungsrennen, Aus fahren. Bei einem Startband, bei ein ts. Danten. teht das Gesetz des Kamp ag über Dornen und St Kampfe erzwungen wet öhnt haben werden und uch dann noch wird das und an Stelle der F Aber Kampf wird bleib nd ewig. Im Frieden des Wa Sonne, im Tierreich stre der Regenbogen über S Gewalten einen schauerli ich, es zuden die Blize eint die Sonne. Und scha mit wilder Gewalt wüh eten. Nun sind sie erloj ur und Wald. Jedem F Nacht voran. Ohne Kam seines Angesichtes muß au Wenn er es ehrlich tutu der Sonne gönnt und we den leiht, dann hat er ei ums Leben ehrlich bestand e Fesseln. 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April, bis einschl. Sonntag, dem 19. April 1931) wird die Kirchstraße zwischen Neustadt und Wetzsteingasse täglich von 11 Uhr ab für den gesamten Fahrverfehr polizeilich gesperrt. * Selbstmord. Ein Musiker der hiesigen Bataillonskapelle wird seit dem 23. Februar vermißt. Am Donnerstag fand man den Soldaten erhängt im Gießener Stadtwald. Es liegt Selbstmord vor. * Schlägerei. Im Verlauf einer heftigen Streiterei fam es Donnerstag abend in den Notwohnungen an der Kaiserallee zu Tätlichkeiten. Dabei verletzte eine Frau drei ihrer Widerjacher mit Salzsäure. Die Polizei mußte energisch einschreiten. * Aenderung des Kraftpoftfahrplanes der Linie GießenLaunsbach- Wißmar infolge Straßensperrung vom 13. April ab. Wegen Erneuerung der im Zuge der Straße Gießen- Launsbach in der Nähe des Umspannwerkes liegenden Brücke kann vom 13. ab die Straße, die von der Krofdorfer Straße nach Launs= bach abzweigt, durch die Kraftpost für voraussichtlich einige Wochen nicht befahren werden. Der Verkehr mit den Orten Launsbach und Wißmar wird unter Benutzung der Straße GieBen Wißmar über die Wißmarer Lahnbrüde fast zu denselben Zeiten wie bisher aufrecht erhalten. Der Weg über die Wißmarer Brüde muß von den Fahrgästen allerdings zu Fuß zurückgelegt werden, weil die Brücke nach einer Polizeiverordnung nur mit dem Gewicht des zur Verwendung kommenden leeren Wagens belastet werden darf. * Autoomnibusverkehr. Die regelmäßige Verbindung mit dem Schiffenberg ist wieder aufgenommen. * Stadttheater. Morgen findet die letzte Aufführung der erfolgreichen Posse Robert und Bertram" statt. Am Montag gastiert Curt Goez- Berlin mit seinem Ensemble in ,, Die tote Tante und andere Begebenheiten". * Tagung. Die Vereinigung südwestdeutscher Kinderärzte hält morgen hier im Physiologischen Institut eine Fachtagung ab. * Lukasgemeinde. Der Gemeindeverein unserer Gemeinde hält am Montag abend seine Jahreshauptversammlung im Lufassaale ab. * Frühjahrsmesse. Auf dem Oswaldsgarten beginnt morgen die Frühjahrsmesse, auf der neben Altbekanntem und Gerngesehenem manches Neue geboten werden wird. Die Messe dauert bis zum 19. April einschließlich. * Kulturfilm. Nach Südamerika führt uns ein Kulturfilm morgen früh im Bahnhofstraße- Lichtspielhaus. Er heißt ,, Die Wunder des Amazonenstromes". * Berein für Bewegungsspiele 08. Der Verein hält heute abend im Café Ebel seine Jahres- Hauptversammlung ab. 19 TOOT ,, Gießener Zeitung" * Bürgervereinigung„ Sachsenhäuser". Heute abend findet im Fischerhof" die ordentliche Jahresversammlung der Ver= einigung statt. * Erweiterung der Zuständigkeit der Amtsgerichte ab 1. April. Gemäß der Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 1. 12. 1930 ist ab 1. April 1931 die Wertgrenze für die Zuständigkeit der Amtsgerichte in Streitigkeiten über vermögensrechtliche Ansprüche von 500 auf 800 Mark erhöht worden. Weiter bestimmt die Verordnung, daß der in§ 7 des Gerichtsfostengesetzes festgelegte Mindestbetrag einer Gebühr in Streitsachen, insbesondere für das Mahn- und das Güteverfahren, auf 1 Mark erhöht wird. Beschränkung der Tabakanbaufläche in Hessen. Der Minister für Arbeit und Wirtschaft hat nunmehr die Tabakanbaufläche für das Jahr 1931 festgesetzt. Die Verteilung der Anbauflächen auf die einzelnen Pflanzer erfolgt durch einen Pflanzerausschuß. Bei der Verteilung sollen grundsätzlich nur solche Tabakpflanzer berücksichtigt werden, die in den Jahren 1927, 1928 oder 1929 Tabak angebaut haben. * Gültige Zahlungsmittel. Trotz verschiedener Hinweise kommt es immer wieder vor, daß Geschäftsleute oder Privatpersonen die Annahme der alten Goldmünzen zu 10 und 20 Mark als vollgültiges Zahlungsmittel verweigern. Es sei hiermit nochmals darauf hingewiesen, daß die alten Geldmünzen zu 10 und 20 Mark in Gold als vollwertige Zahlungsmittel von allen Banken angenommen werden. Dasselbe gilt auch für alte Kupfermünzen zu 1 und 2 Pfg. aus der Vorkriegszeit. * Neue Münzen. Die Münzstätten des Reiches haben im März nur Fünfmarkstücke, Nickelmünzen zu 50 Pfg. und Einpfennigmünzen geprägt. 220 000 neue Fünfmarkstüde gab es, zusammen jetzt 66,25 Millionen. Münzen zu 50 Pfg. wurden 591 996 neue geprägt, so daß deren Vorrat damit auf etwas über 140 Millionen Stüd angewachsen ist. Alle Münzstätten außer Hamburg fertigten wieder Einpfennigstüde, zusammen 13,3 Millionen neue, die den Bestand auf 501,4 Millionen Stüd brachten. - * Bekanntlich werden zahlreiche Fahrräder gestohlen. Merkwürdig ist, daß die meisten Radfahrer trotzdem ihre Räder sorglos überall stehen lassen ohne daran zu denken, daß 100 Mk. und mehr im Nu verloren sein können. Denn auch ein altes Rad hat Wert für seinen Besitzer, der es vielleicht täglich be= nützen muß, damit Geld erspart und verdient. Ein gutes, neues Rad fostet immer über 100 Mt. wer hat heute soviel Geld übrig? Jeder Radfahrer müßte deshalb sofort alles daran setzen, um sich vor dem Verlust seines Rades sicher zu schützen. Jeder Radfahrer kann es. Denn als Mitglied bei dem bekannten Rafadi- Schutz( Radversicherung- Radschuh- A.G., München 8, Rosenheimerstraße 34- Rafadi- Haus) braucht er nur ca. 1½ Pfg. pro Tag also ca. RM. 5.- pro Jahr aufzuwenden, und erhält im Falle eines Diebstahls ein fabrikneues Rad. Diese starke Schutzorganisation ist amtlich in ganz Deutschland zugelassen, steht unter ständiger amtlicher Kontrolle und hat die größte Mitgliederzahl, die sich aus allen Berufsgruppen zusammensetzt. Tausende von fabrikneuen Ersatzrädern wurden an Mitglieder bereits zu deren vollster Zufriedenheit geliefert, was durch ebenfalls Tausende von freiwillig übersandten Danksagungen bewiesen wird. Für Kinder nur Chlorodont Der Radsport. A Rennen, Reigen, Wanderfahren. Am Radsport hat der alte Aberglaube sich bewahrheitet, nach dem ein Totgesagter ein langes Leben habe. Der Radsport wurde totgesagt, als der Erfinder des Fahrrades von einem Zirkusreiter in die Gosse gebort worden war, als das halsbrecherische Hochrad von der Menge abgelehnt wurde, als die oberen Zehntausend vom luftreifenbewährten Niederrade fich abwandten, als das Sportwerkzeug Verkehrsmittel wurde, und als das Kraftfahrzeug in die Erscheinung trat. Allen Gewalten zum Troy hat der Radsport sich erhalten. Er ist der Boltssport ohne gleichen geblieben, er ist als olympischer Sport anerkannt worden und zieht Hunderttausende junger Leute als Attive und Millionen von Menschen als Zuschauer in seinen Fana Der Schlüssel zu dem Geheimnis, aus welchem Grunde der Radsport trotz der technischen Fortschritte auf dem Gebiet der Fortbewegungsmittel sich hat behaupten können, liegt einesfeils in der Freude des Menschen an der Anwendung eigener Kraft, andernteils in der Freude, von der Scholle gelöst zu jein. Das Geheimnis selbst beruht auf der beispiellosen Vieljeitigkeit des Fahrrades. Es gibt fein Gerät, das seinem Benutzer in allen Lebenslagen dienlich ist. Das Fahrrad iſt Sportgerät und Verkehrsmittel, es ist Berufshelfer und Gejundheitsförderer, und in allen diesen Eigenschaften zeigt es o hohe Vielseitigkeit, daß es nicht leicht ist, das Gebiet des Radsports im Rahmen eines Aufsatzes zu umgrenzen und zu behandeln. Das Fahrrad gibt seinem Reiter Gelegenheit, Kraft, Mut, Schnelligkeit und Geschicklichkeit zu zeigen. Landstraße und Rennbahn lösen im Kampf Mann gegen Mann, Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und Geistesgegenwart aus, und das Saalfahren stellt den Fahrer auf die Geschicklichkeitsprobe. In allen Fällen ist der Radsport ein Kampfsport, der seine Aniehungskraft auf die Jugend nie verfehlt hat, und der auch Den alten Sportmann in Bann hält. Die vielseitige Verwendbarkeit des Fahrrades als Sportgerät hat eine Vielseitigkeit der Wettbewerbe nach sich gejorgen. Wir unterscheiden Schnelligkeitswettbewerbe, AusDauerkonkurrenzen und Geschicklichkeitskämpfe. Auf der Rennbahn streiten die Fahrer im Rennen über 1000-5000 Meter Fliegerrennen), und in Wettbewerben hinter Schrittmachern 3weisiger oder Motore) über 10-100 Km.( Dauerrennen). Auf der Landstraße führen die Zuverlässigkeitsfahrten über Streden von 50-5000 km., und im Saale werden Reigen, Runstfahren und Radballspiele gezeigt. Die Bahnwettbewerbe zergliedern sich in Rennen von einer Marke( Malfahren), in Vorgabefahren, Prämienfahren, Verfol ungsrennen, Ausscheidungsfahren, Punktefahren und Zeitahren. Bei einem Malfahren fahren alle Fahrer zugleich vom Startband, bei einem Vorgabefahren( Handicap) werden die Aus Rah und Fern. Nr. 29 Alten- Bused. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Georg Friedrich Naumann zu Melbach die hiesige evange= lische Pfarrstelle, Dekanat Gießen, übertragen. Launsbach. Jn der Scheune abgestürzt ist der 41 Jahre alte Landwirt W. Mandler. Er erlitt einen schweren Schädelbruch. Bad Nauheim. Auf Einladung der hiesigen Bade- und Kurverwaltung weilte dieser Tage eine Gesellschaft englischer Aerzte hier, die die technischen Anlagen des Bades, das Medizinische Institut und das seiner Vollendung entgegengehende Kerchoff- Institut besichtigten. Bad Nauheim. Das Kerckhoff- Institut geht seiner innenbaulichen Vollendung entgegen. Der südliche Flügel mit der 600 Personen fassenden Kerckhoff- Vorlesungshalle ist im wesentlichen hergestellt. Gegenwärtig wird noch an der Inneneinrichtung des Nordflügels gearbeitet; in drei bis vier Wochen dürften diese Arbeiten beendet sein. Die offizielle Einweihung findet erst im Laufe des Sommers statt. Friedberg. Auf der Landstraße zwischen Nieder- und OberWöllstadt wurde der elfjährige Sohn eines Eisenbahners aus Ober- Wöllstadt von einem Lieferwagen aus Vilbel überfahren und schwer verletzt. Er wurde in das hiesige Bürgerhospital eingeliefert, wo er seinen schweren inneren Verletzungen erlag. Schotten. Der Bund hessischer Heimatschulfreunde wird voraussichtlich vom 24. bis 26. Juli in Schotten eine größere Tagung veranstalten. Für 25. Juli ist eine Kundgebung für die Förderung und den Ausbau der Landschule geplant. Lauterbach. Am 22. April findet in Lauterbach die zweite große Bullenversteigerung des Landwirtschaftskammer- Ausschusses für Oberhessen in diesem Jahre statt. Zur Versteigerung tommen 50 Bullen des hessischen Fleckviehs, darunter 15 Leistungsbullen. Offenbach. Ein Einwohner aus Bürgel, sprang in selbstmörderischer Absicht von der Mainbrüde in den Main. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Offenbach. Am Dienstag nachmittag wurde auf der Landstraße Bieber- Obertshausen in der Nähe des Gutshofes Waldhof der sechs Jahre alte Knabe Heinrich Lufas aus Bieber von einem Frankfurter Personenkraftwagen überfahren und getötet. Offenbach. Als Nachfolger des verstorbenen Regierungsrats Goebel vom Kreisamt Offenbach wurde der Regierungsrat Dr. Walther, bisher im Kreisamt Mainz, bestimmt. Offenbach. In der Nacht zum Donnerstag wurde in der Frankfurter Straße ein Polizeibeamter von einem Motorradfahrer, der ohne Licht suhr, angefahren. Der Beamte wurde zu Boden geschleudert und erlitt eine Gehirnerschütterung. Als Täter kommt ein Metzgergeselle in Frage, der auf den Beamten losgefahren ist, um sich einem Strafmandat zu entziehen. Darmstadt. Donnerstag früh ließ sich ein 20jähriger lediger Arbeiter aus Eberstadt auf der Bahnstrecke DarmstadtHeidelberg vom Zug überfahren. Der Tod trat sofort ein. Das Motiv für die Tat dürfte Liebeskummer sein. Darmstadt. Die Betriebsratswahlen bei der Chemischen Fabrik Merd ergaben für den Angestelltenrat: 9 Vertreter des Jung gewohnt ist alt getan! So heißt's im Sprichwort und so bin ich auch mit Ihrer Chlorodont- Zahnpaste gefahren. Als Knabe kaufte mir die Mutter schon immer obige Paste und ich weiß mich kaum jemals zu erinnern, eine andere gebraucht zu haben. Tube 54 Pf. und 90 Pf., Zahnbürsten 1 Mk., für Kinder 60 Pf. Fahrer nach Leistungsfähigkeit mit Vorgaben bedacht, und bei einem Prämienfahren werden außer den Preisen an Schluß des Rennens Prämien nach bestimmten Rundenzahlen ausgesetzt. Bei Verfolgungsrennen starten Fahrer oder Mannschafien von mehreren Fahrern mit dem Abstand von einer halben Runde. Sieger ist, wer in einer bestimmten Anzahl von Runden oder in unbegrenzter Zeit Boden gewinnt oder den Gegner einholt. Bei Ausscheidungsfahren scheidet in jeder Runde der letzte Fahrer des Feldes aus, bis drei oder vier Fahrer übrig bleiben, die um die Endpreise streiten. Bei Punktefahren erhalten die Fahrer nach einer bestimmten Anzahl von Runden Punkte. 3. B. der Erste in der fünften Runde 6, der Zweite 3, der Dritte 2 Punkte, der Vierte 1 Punkt. Nach 10, 20, 25 und 30 Runden erfolgt die gleiche Punktverteilung. Der Fahrer mit der Höchstzahl an Punkten ist Sieger. Bei einem Zeitfahren startet jeder Fahrer allein über eine bestimmte Strede. Die Zeit wird mit einem Chronometer auf die Zehntelsekunde genau gemessen. Die gleichen Wettbewerbe gibt es auch für den Zweisitzer. Eine aus den Sechstage- Rennen auf die Fliegerrennen übernommene Rennart ist das Mannschaftsrennen, bei dem zwei Fahrer eine Manschaft bilden. Die Fahrer dürfen sich beliebig oft ablösen; nur die Gesamtleistung beider wird gewertet. Diese Rennen führen von 50 Km. bis zu sechs Tagen. Bei den Dauerrennen werden durch Menschenkraft bewegte Zweisiger und kleine oder große Motoren verwendet. Das bedeutendste Rennen hinter Zweisitzern ist das Vierundzwanzigstunden- Rennen um den Boldior, das seit mehr als dreißig Jahren alljährlich in Paris zum Austrag gelangt. Rennen hinter kleinen Motoren, d. h. hinter Motorrädern, wie wir fie auf der Straße sehen, werden nur auf kleineren Rennbahnen abgehalten. Auf großen Rennbahnen herrscht der mit zwanzig und mehr Pferdekräften ausgestattete große Motor, der den Rennfahrern die Möglichkeit gegeben hat, mehr als 100 Km. in einer Stunde zurüdzulegen. Für den Bau und die Ausrüstung der Schrittmachermaschinen, für die Schrittmacherbekleidung und die Rennmaschinen gelten strenge Regeln, sodaß alle Fahrer unter den gleichen Bedingungen starten. Auf guten Rennbahnen beträgt der Stundendurchschnitt rund siebzig Kilometer, jedoch wurden auf der Autorennbahn von Montlery Geschwindigkeiten über 120 Rm. erzielt. Die Radrennbahnen werden teils aus Holz, teils aus 3ement gebaut. Die Länge der Bahnen schwankt zwischen 250 und 666% Meter. Die besten Rennbahnen der Welt für Fliegerrennen und Dauerrennen besitzt Deutschland. Auf der nicht mehr in Betrieb befindlichen Rennbahn von München- Mitbertshofen fuhr der Franzose Guignard am 15. September 1909 den noch heute unerreichten Weltrekord von 101,623 Km. in einer Stunde. Die Radrennbahnen in geschlossenen Räumen sind 160 bis 250 Meter lang und aus Holz gebaut. Die meisten und die besten Winterbahnen besitzt gleichfalls Deutschland. Auf der Landstraße werden von Amateuren und Berufs= fahrern Fahrten bestritten, die sowohl die Zuverlässigkeit des Fahrers, als auch die Zuverlässigkeit des Materials erweisen sollen. Straßenrennen werden bei jedem Wetter ausgefahren, führen durch ebene und bergige Gegenden und stellen den Fahrer vollkommen auf sich selbst. Die Annahme fremder Hilfe, die Annahme von Nahrungsmitteln außerhalb der Verpflegungskontrollen ist verboten. Die Straßenwettbewerbe führen Der in Deutschland über Streden von 50-1000 Kilometer. längste Straßenwettbewerb der Welt ist die in Etappen aus= gefahrene Rundfahrt durch Frankreich über fast 6000 km. Auch auf der Landstraße gibt es Mannschaftswettbewerbe. In diesen Wettbewerben bilden sechs Mann eines Vereins eine Mannschaft. Die Mannschaft fährt 50 oder 100 Km. nach Zeit. Die Zeit des vierten Fahrers wird gewertet. Der Radsport im Saale umfaßt Kunstfahren, Reigenfahren und Radballspiele. Beim Kunstfahren gibt es Einerwett bewerbe und Duette. Ausführung und Schwierigteit wird gewertet. In den Reigen starten Mannschaften von 6-48 Fahrern. Die Meisterschaften werden für Sechser- und Achterreigen ausgefahren. Auch beim Reigen werden Schwierigkeitsgrad und Ausführung der vorgeschriebenen Uebungen gewertet. Das Radballspiel ist ein Kampfspiel nach den Regeln des Fußballspiels. Der Ball wird nicht mit dem Fuß, sondern mit dem Vorderrade geschlagen. Es gibt Radballspiele für Zweierund für Dreiermannschaften. Der einzige Zweig des Radsports, der kein reiner KampfSport, aber dennoch der weitverbreitetste ist, ist das Wanderfahren. Auch auf diesem Gebiet gibt es Wettbewerbe( Weltpreise, Sternfahrten), aber der größte Teil der Wanderfahrer übt seinen Sport aus Freude an der Natur, aus Freiheitsdrang und Heimatsliebe aus. Das Wanderfahren ist das A und das O des Radfahrers. Die Jugend nimmt den Radsport mit dem Wanderfahren auf und nach den Sturm- und Drangjahren des Rennsports kehrt der Radfahrer zur alten Liebe zurüd. Es gibt in Deutschland Wanderfahrer, die das biblische Alter längst überschritten haben, ein eigenes Auto besigen und alle Be quemlichkeiten des Lebens sich gewähren können und dennoch auf das Fahrrad steigen, um ihrer alten Liebe zu huldigen. Für die Wettbewerbe auf Bahn und Straße unterscheiden wir Geldpreisfahrer und Amateure. Außer den Rennen hinter Motoren sind den Amateuren alle Bahnrennen offen, jedoch ist der Start von Amateuren gegen Berufsfahrer nicht gestattet. Auf der Landstraße starten Berufsfahrer und Amateure gleichfalls in verschiedenen Gruppen. Jm Saalradsport gibt es teine Geldpreisfahrer. Die auf Theaterbühnen auftretenden Kunstfahrer werden zu den Artisten gezählt. Den Geldpreisfahrern ist die Annahme jeder geldlichen Unterstügung gestattet, den Amateuren ist sie versagt, soweit sie nicht durch die Bestimmungen der Verbände geregelt ist. Die Annahme von Geldpreisen durch Amateure hat die Entziehung der Lizenz zur Folge. Samstag, den 11. April 1931. D.H. V. und 3 Vertreter des Afa- Bundes. Für den Arbeiterrat erhielten die freien Gewerkschaften 9( seither 10), die R.G.O. ( Kommunisten) 2( 2) und die Nationalsozialisten 1( 0) Gizze. Darmstadt. Aus Anlaß der im September 1931 in Darmstadt stattfindenden Jahrestagung des Reichsverbandes bildender Künstler Deutschlands wird vom 2, August bis Ende September eine Kunstausstellung der hessischen Künstlerverbände in Darmstadt stattfinden. Mainz. Eine jugendliche Einbrecherbande von vier Burschen wurde hier hinter Schloß und Riegel gebracht. Die Bande hat in Frankfurt, Mainz und Wiesbaden und Worms eine erhebliche Anzahl nächtlicher Schaufenstereinbrüche verübt. Frankfurt a. M. Der 20 Jahre alte Kaufmann Hans Lösch von hier gab im Hausgang des Café Hanselmann am Opernplatz zwei Schüsse auf die Ehefrau H. ab. Die Schüsse drangen der Frau in die Brust. Die Stieftochter der Verletzten hat seit ungefähr drei Jahren mit dem Täter ein Liebesverhältnis. Die Mutter war gegen das Verhältnis. Frankfurt- Höchst. In einem epileptischen Anfall ertrank in der Badeanstalt der J. G. Farben eine Kontoristin. Mosbach. Auf der Landstraße nach Michelbach sauste mit über 80 Kilometer Geschwindigkeit ein Motorradfahrer daher. Als er einen Radfahrer überholen wollte, geriet das Motorrad ins Schleudern und überschlug sich. Der auf dem Sozius sitzende Mitfahrer wurde gegen einen Baum geworfen und getötet. Der Fahrer selbst verschied nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus. Wiesbaden. Der Polizeibeamte Eisenbach aus Winkel hantierte mit Waffen und Munition. Plötzlich trachte ein Schuß und das Geschoß traf eine der anwesenden Töchter in den Rücken. Schwerverletzt wurde das Mädchen in das Krankenhaus überführt, wo es verstarb. Wegen fahrlässiger Tötung wurde Eisenbach zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Wiesbaden. Auf der Strecke zwischen Georgenborn und Schlangenbad stürzten zwei Polizeibeamte auf einer Dienstreise mit dem Motorrad. Sie trugen schwere Verletzungen davon. Marburg. In der Nähe von Marburg ist auf dem Wege zur Arbeitsstätte der Arbeiter Jakob Hesse aus Sontra mit seinem Motorrad so unglücklich gestürzt, daß er an den erlittenen schweren inneren Verletzungen gestorben ist. Hersfeld. Ein 21jähriger Bankbeamter raste mit seinem Motorrad gegen einen Telegraphenmast. Er erlitt einen Schädelbruch und verstarb an den Folgen. Wachsende Holzzäune. und so Es ist ein langgehegter Wunsch vieler Gartenbesitzer, an den Kosten zu sparen, die der Zaun in seiner Herstellung und Unterhaltung verursacht, denn nur zu schnell kommen Fäulnis und Rost, um ihre zerstörende Wirkung auszuüben. ,, Denn die Elemente hassen das Gebild von Menschenhand" entstehen immer neue Kosten. Damit bringt Schiller aber auch gleichzeitig zum Ausdruck, daß die Elemente einem Naturgebilde, das den gleichen Zweck erfüllt, weniger Haß entgegen bringen. Und tatsächlich sehen wir, daß im Obstgarten und im Walde große Massen Holz als Naturgebilde entstehen, die nicht verfaulen wie die Zaunpfähle. Nehme man also die Natur zum Baumeister und man wird wachsende Holzzäune für so geringes Geld erhalten, wie es bei keiner andern Zaunart möglich ist. Diese Möglichkeit wird durch ein modernes Naturbau- Verfahren gegeben. Danach entstehen wachsende Holzzäune, indem man die Stämme junger Bäumchen so zum Zusammenwachsen bringt, daß sie mehr oder weniger große Maschen bilden. Das Zusammenwachsen der Allgemeine Hessische Sport- Zeitung jungen Stämmchen erfolgt mit Hilfe eines patentierten Verfahrens, das keinerlei Schwierigkeiten verursacht, oder Fachfenntnisse erfordert. Nähere Auskunft darüber erteilt der Naturbau Ingenieur Wiechula in Berlin- Friedenau, Rembrandtstraße 1, kostenlos. To ist heute jeder in der Lage, sich auf billigstem Wege sein Grundstück einzäunen zu können. Eine solche Einzäunung hat vor allen andern den Vorteil, daß sie immer stärker wird, während alle andern immer schwächer werden. Das kommt daher, daß die zusammengewachsenen Stämme in derselben Weise dicker werden wie andere Baumstämme und da= mit werden die anfangs gebildeten Maschen immer kleiner und der Zaun immer dicker. Der wachsende Holzzaun ist nicht etwa mit einer Hecke zu verwechseln, die ja im wesentlichen nur aus einem Gewirr kleiner Zweige zusammengesett ist, während der wachsende Holzzaun die Eigenschaften einer dicken Holzwand bekommt, die an beiden Seiten mit wasserdichter und wetterfester Rinde organisch überzogen ist, und dadurch gegen Fäulnis geschützt wird. Die Billigkeit des wachsenden Holzzaunes ergibt sich also daraus, daß die Natur den eigentlichen Baustoff an Ort und Stelle erzeugt und ihn gleich in der Weise verarbeitet, daß die Holzfasern überkreuz wachsen und damit die feste Struktur erhalten, die man in der modernen Baukunst nur noch beim Sperr holz findet. Wie man den Fußboden richtig streicht. Einen Tag vor dem Streichen wird der Boden gründlich gesäubert, damit er Zeit zum Trocknen hat. Kurz vor dem Reinigen darf er nur gefegt oder mit einem sauberen trockenen Tuch abgewischt werden. Mit der größten Sorgfalt sind die Vorarbeiten zu beginnen. Alle Unreinheiten machen den neuen Anstrich unansehnlich und vermindern seine Haltbarkeit. Nach der Reinigung muß man jede Fuge und Rise sorgsam zukitten. Man streicht, Diele für Diele, sogenannten Fußbodenspachtelfitt mit einem Spachtel, der für wenige Pfennige beim Liefe ranten der Farbe zu haben ist, in die Rißen, auch an den Scheuerleisten entlang.( Bild 1.) Nun werden erst die sehr Bild 1 Bild 2 abgetretenen Stellen, an denen das rohe Holz sichtbar ist, mit Farbe vorgestrichen. Am nächsten Tag ist der Voranstrich vollkommen trocken und nun erst kann das eigentliche Streichen erfolgen. Die Farbe wird mit einem Holzstab bis auf den Grund der Büchse gewissenhaft umgerührt. Der Stab bleibt gleich in der Farbe drin, denn sie muß hin und wieder nochmals umgerührt werden und gleichzeitig dient das Holz zum Abstreichen des Pinsels, um ein Zuviel an Farbe zu vermeiden ( Bild 2). Nun wird der reine Pinsel bis an den Borstenrand in die Farbe gesteckt und einige Male drehend an dem Holz abgestrichen, bis er ganz mit Farbe getränkt ist. Dann beginnt das Streichen. Das ganze Kunststück ist, die Farbe recht Das gleichmäßig und recht dünn auf die Dielen zu verteilen. gelingt immer, wenn man nicht mit zu vollem Pinsel arbeitet wenn er gar keine und ihn erst wieder in die Büchse taucht, Farbe mehr hergibt. Man tupft den Pinsel erst auf dem Holz Als für lange Zeit gut verzinsliche Kapitalanlage empfehlen wir 7% Goldkommunalobligationen Serie 9 Ausgabekurs 93%% freibleibend Rückzahlungskurs 100% Für die Sicherstellung dies. Schuldverschreibungen haften: 1. Das gesamte Vermögen und die Rücklagen der Nassauischen Landesbank. 2. Die unbeschränkte Garantie des Bezirksverbandes des Regierungsbezirks Wiesbaden, der mit seinem Vermögen und seiner Steuerkraft einschließlich der Steuerkraft aller Städte, Kreise und Landgemeinden des Regierungsbezirks für Verzinsung und Einlösung der Schuldverschreibungen hafiet. 3. Die Darlehen selbst, welche an Gemeinden und öffentliche Kör: perschaften im Regierungsbezirk Wiesbaden gegeben worden sind. Infolge des Fortfalls der Kapitalertragssteuer fließt der gesamte Zinsertrag dem Inhaber der Schuldverschreibung ohne Abzug zu. Die Kündigung der Schuldverschreibungen ist frühestens zum 30. September 1937 möglich. Infolgedessen haben die Erwerber 61/2 Jahre lang eine hohe Nettoverzinsung. Die Schuldverschreibungen der Nassauischen Landesbank sind an der Berliner und Frankfurter Börse jederzeit veräußerlich und reichsbanklombardfähig. Sie sind zur Anlegung von Mündelgeld in ganz Deutschland zugelaffen. Gleichzeitig empfehlen wir unsere bekannten 7. Gold- Pfandbriefe Ausgaben 12 u. 13 Ausgabekurs: 97% freibleibend. Rückzahlungskurs: 100%, gedeckt durch erststellige mündelsichere Goldhypotheken und mit den glei ben Garantien ausgestattet wie die Kommunalobligationen( siehe oben 1 und 2). Die Schuldverschreibungen werden in Stücken von 100, 200, 500, 1000 und 2000 Goldmark ausgegeben. Die Stücke der Serie 9 und Ausgabe 12 sind sofort, die der Ausgabe 13 in Kürze lieferbar und können durch sämtliche Banken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften, sowie durch alle Niederlassungen der Landesbank bezogen werden. Wiesbaden * Union Direktion der Rajjauischen Landesbank. Heizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Hauptvertreter gesucht. Erfahrener Acquisiteur, der mit 2-3 zuverlässigen Leuten planmäßig in Stadt und Umgebung für unsere konkurrenzlose, gute, vielgefragte Spezialfache arbeitet, erzielt laufend hoh. Barverdienst. Angebote mit Erfolg- Unterlagen an RAFADIE, MÜNCHEN 8. Liefere frei Haus natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure verstärkt, die große Einheitsflasche nur 16 Pig., Flasche Nr. 29 aus( Bild 3). Dann streicht man zunächst quer zur Holzfaser und danach erst längs der Holzfaser. Dabei hält man Bild 3 Bild 4 den Pinsel senkrecht und dreht ihn von Zeit zu Zeit etwas ( Bild 4). Man muß sich zu der Arbeit etwas Zeit nehmen, um die Farbe recht gleichmäßig und dünn zu verteilen. Wenn der Boden richtig gestrichen ist, dann ist er nach 24 Stunden überall gleichmäßig trocken und kann, wenn nötig, noch einen zweiten Anstrich erhalten. Ist auch dieser trocken, dann wird recht kalt aufgewischt und sorgsam getrocknet. Er soll aber noch mindestens acht Tage schonend behandelt werden. Danach wird der Boden auf die übliche Weise gebohnert. Durch das Bohnern bekommt der Anstrich eine bedeutend län gere Lebensdauer. Ein tadelloser Fußboden ist eine Zierde der Wohnung und ist leicht rein zu halten. Die Ausgabe ist gering und die Mühe klein; darum sollte man keinen häßlichen abgetretenen Fußboden in seiner Wohnung dulden. Neue Bücher. Mehr verdienen durch Postversand. Anweisungen zur erfolgreichen Führung von Versandgeschäften und Versandabteilun= gen, Edwin Groß, 2000 Seiten, 55 Abbildungen, Mt. 6,30. Verlag Organisator A.-G., Zürich). Das vorliegende Buch wendet sich hauptsächlich an Kaufleute und will sie anleiten, ihrem Geschäft eine Versand- Abteilung anzugliedern und damit ,, mehr zu verdienen". Das Buch behandelt in 17 Kapiteln die Reflame, Organisation und die ganze Einrichtung eines solchen Die Einrichtung einer Versandabteilung ist ein Geschäftes. Erfordernis moderner Geschäftsführung, mit der das Geschäft seinen Kundenkreis erweitern und so in Zeiten der Depression besser rentieren kann. Sie dient aber auch manchem tüchtigen Kaufmann dazu, sich in seiner Branche selbständig zu machen. Ein neuer Staat wird aufgebaut. Seit etwas mehr als zwei Jahren, seit dem Abschluß des Lateran- Vertrages, gibt es wieder einen souveränen Kirchenstaat, ist der Papst wieder weltlicher Herr über ein Landgebiet. Die Città del Vaticano wird jetzt aufgebaut. Von diesen Bauarbeiten bringt die neueste Nummer der Münchener Illustrierten Presse( Nr. 15) einen interessanten Bildbericht. ,, Frau und Buch, ein Nachwort zum Tag des Buches 1931", lautet der Titel eines Aufsatzes in der neuesten Nummer der Zeitschrift der Frau, Das Heft". Diese Nummer hat auch im übrigen wieder einen abwechslungsreichen, unterhaltenden und gediegenen Inhalt. Verheiratete leben länger. Das ist nun einmal statistisch erwiesen und der ausführliche Artikel darüber in der neuen Woche" sollte neben der Ledigen- Steuer den Junggesellen zu denken geben. Eine Fülle anderer Bilder, Artikel und Novellen erzählen Ihnen noch mehr Dinge, die Sie wissen müssen und die Ihnen neue Ueberblicke und Einblide vermitteln. 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