Nr. 11 ch, wie mit dem Ei nfach, man muß das wie es zum Wohl it. nde. an feststellt, daß der cht eine noch größere t. In den Städten Eer gehen. In den ulen. Man tann in Kino. Auf dem bend überhaupt noch Iden oder sich unterangewiesen. Bejten n oder vielleicht am m auf dem Dorje. Es Aufgabe. Er fann en der großen Welt die deutschen Sender onderen Wünsche des haben. Abgesehen einer gelegentlichen Landhausfrau". Die en jagen, welche Dar Cent. 3. durch seine aufsehen höpfer des ersten ful: mernimmt die Leitung rtunde, Der Erdball" elde). Wahrheit über Sera Idler im bekannten Ordentlich lesenswertes ten 4,90 RM.). Wie ischen Vorgängen, die zerstörten! Und noch Sistorischen Attentats, die den Planeten in Seltfrieden" heißt der storischer Genauigkeit, er den jeltjamen, unden Grund. Was er otokolle, es ist Fälle mit Einfühlungskraft, lichkeit hat hier das orschungsergebnisse zu Nur die Ereignisse Anarchisten, Minister ensvoll wie die Ge n Name, welcher der 30) veröffentlicht im hsel über die Judenarationsproblem ,,, Die Klein in Gießen. DIO rtrieb uns. gn. such. wir d rührigen VERTRETER z Giessen u. chr m. Angas. VerhältReferenz. an O G. M. B. H, eurbüro, Turt a. M. rauenhof. khörer en: Das ausProgramm der interessanten en Sie in der zeitschrift mdfunt 12- Eine 24 genügt Probeheft H 必 Union Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdSendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Bolitische Rundschau. In der Reichstagssigung am Dienstag hielt Reichsaußenminister Dr. Curtius die angekündigte große Rede über die deutsche Außenpolitit. Im Haushaltsausschuß des Reichstages wurde die Beratung des Haushalts des Reichsfinanzministeriums fortgesetzt. Gegenüber dem Redner der Bayerischen Bollspartei erklärte Reichs: finanzminister Dietrich, das Steuervereinheitlichungsgesetz greife feineswegs in die Zuständigkeit der Länder ein. Das Gesetz über die Ausübung des bedingten Strajaufschubs in Hessen, das den Hessischen Landtag am 10. Dezember beschaf tigte, ist am 3. Februar in Kraft getreten. Im Rahmen einer Tagung der südwestdeutschen Arbeitsge: meinschaft der Deutschen Volkspartei sprach Parteiführer Dingelden in Ludwigshafen über die großen Fragen der deutschen Politit. In Montpellier wurde gestern der 63jährige Schuldirektor Angoustures zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, weil er angeblich Spionage zugunsten Deutschlands getrieben und während des Krieges mit dem deutschen Spionagechef Rolland, sowic mit dem deutschen Konsul in Barcelona in Verbindung gestanden habe. Der Freiheitlich- Nationale Gewerkschaftsring hat dem Reichstag den Entwurf eines Arbeitszeitnotgeseges zur Entlastung des Arbeitsmarktes zugehen lassen, wonach der Reichsarbeitsminister die Arbeitszeit auf eine fürzere Zeit als 8 Stun= den täglich begrenzen soll. Die Moskauer Sowjetwahlen gingen bei einer Wahlbeteili gung von 95 Prozent gegen 70 Prozent im Jahre 1929 vor sich. Es wurden 2542 Mitglieder und Ersagmitglieder der Moskauer Sowjets gewählt, davon 66 Prozent Kommunisten und 34 Prozent Parteilose. Nach den Schägungen von Panait Istrati, einem rumäni: schen tommunistischen Schriftsteller von Rang, hat Sowjetrußland 15 bis 25 Millionen Arbeitslose. In Shanghai fand die Hinrichtung von elf Kommunisten statt. Unter den Erschossenen befinden sich auch mehrere Frauen. Das Marineamt Newyork hat das triegsgerichtliche Verjahren gegen Generalmajor Butler niedergeschlagen. teilte Generalmajor Butler nur einen Verweis. Es erIn den letzten Tagen ist es auf der Insel Madeira zu Zusammenstößen zwischen Regierungsorganen und der Bevölkerung gekommen. Die portugiesische Regierung hatte eine neue Verfügung über den Verkauf von Brot und Mehl erlassen, der sich die Bevölkerung widersetzte. Bei der Insel Hogland im Finnischen Meerbusen liegen 25 Schiffe verschiedener Flaggen in schweren Eisverhältnissen jest. Im Schwarzen Meer sind durch das Orkanwetter fünf grö ßere Schiffe mit zusammen neunundachtzig Mann Besatzung un= tergegangen. Das Linienschiff„ Preußen“ ist von der Marinewerft Wilhelmshaven zum Verkauf gestellt worden unter der Bedingung, daß das Schiff im Inland abgewradt und verschrottet wird. Als Ersatz für dieses Schiff soll das Panzerschiff„ A“ eingestelli werden. ( Gießener Tageblatt) Im Lahn- Dill- Gebiet, und in Oberhessen sollen zu Ende des Monats weitere sechs Gruben stillgelegt werden. Reichsparlament! Berlin, 10. Februar. Die Feder sträubt sich immer und immer wieder, über Auftritte aus diesem Reichstag berichten zu müssen, die zum größten Teil dem Volksempfinden fremd sind und fremd bleiben werden. Immer wieder Standalszenen. Wieder war das Haus und die Tribünen bis zum letzten Platz besetzt, und als der Präsident Löbe um 15 Uhr die Glocke geschwungen hatte, erteilte er dem nationalsozialistischen Abgeord neten Stöhr das Wort zur Abgabe einer Erklärung und 107 Abgeordnete erhoben sich feierlich von ihren Sitzen, während Stöhr vom Blatt ablas. Links Gebrüll und Hohngeschrei. Herrn Stöhrs Worte besagten flipp und klar: Wir wandern aus, denn wir vermögen in diesem Parlament nicht mehr mitzumachen. Eine Möglichkeit der Rückkehr läßt sich der Redner offen: Man will wieder eingreifen in das parlamentarische Getriebe, wenn sich Gelegenheit bietet, die für die Gegnerschaft besonders ge jährlich, für die Nationalsozialisten aber günstig ist. Unter tumultartigen Lärmszenen verlassen die National: sozialisten den Saal. Die Lawine rollt weiter. Die Deutschnationalen schließen sich durch den Mund ihres Redners von Freytagh- Loringhoven an. Herrn von Freytagh- Loringhoven tann man nicht verstehen, da die Kommunisten und Sozialdemotraen seine Worte mit taltmäßigem Geschrei zudecken. Auch die Deutschnationalen gehen hinaus, und als Dritter im Bund schließt sich ein Teil des Deutschen Landvolkes an, für den der Abgeordnete Wendhausen die betreffende Erklärung abgab. Der Lärm und die Unruhe legen sich. Gähnend leer stehen in fast unheimlicher Starrheit mehr als 150 Stühle. Gleichzeitig hört man, daß die Nationalsozialisten beabsichtigen, auch ihre Mitglieder aus dem Reichstagspräsidium, dem Reichstagsbureau und den Reichstagsausschüssen zurückzuziehen. Die Anträge sollen bereits gestellt sein. Unter diesen Umständen ist Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 11. Februar 1931 es für den Kommunisten Stöder leicht, mit gewaltigem Stimm aufwand für seine Leute zu erklären, daß es ihm gar nicht einfalle, sich der Taktik der Rechten etwa anzuschließen. Warum auch? In diesem verstümmelten Reichstag müssen sich die Kommunisten ganz besonders als Hecht im Karpfenteich fühlen. Dem ganzen Verlauf der vorher geschilderten Vorgänge, begleitet von Spektakelszenen, die den Reichstagspräsidenten veranlassen, unausgesetzt einzugreifen und Ordnungsstrafen zu erteilen, sicht das gesamte Kabinett, an der Spitze Herr Brüning, mit ,, Staunen und Grauen“ zu. Er Sodann spricht Reichsaußenminister Dr. Curtius. liest seine Rede ab. Dieser Brauch greift leider mehr und mehr um sich und drückt das rednerische Niveau. Im übrigen kann Herr Curtius froh sein, daß er nicht die Rechte mit ihren Zwischenrufen und temperamentvollen Vorstößen auf dem Halse hat, sondern seine Ausführungen ruhig vorlesen kann. So wirkt das Ganze als saubere Ausarbeitung. Wehe aber, wenn der Text von stürmischen Kundgebungen zerrissen worden wäre. Das Haus hört still zu. Hier und da an besonders geeigneten Stellen ertönt Beifall. Selbst die Kommunisten- Fraktion hüllt sich in völliges Schweigen! Die Verschuldung der Landwirtschaft. In der Hauptversammlung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft ging Geheimrat Kißler auf die Verschuldung der Landwirtschaft ein, die mit etwa 13 bis 14 Milliarden Reichsmark ungefähr der Vorkriegsverschuldung entspreche, aber infolge des bedeutend höheren Zinsendienstes und eines geringeren Sparguthabens die Landwirtschaft ungleich höher belasten. Kulturtagung der Deutschen Volkspartei. Die 7. Kulturtagung der Deutschen Volkspartei fand in Berlin am Sonntag mit Vorträgen der preußischen Landtags= abgeordneten Frau Oberschulrätin Thöne und des Reichstagsabgeordneten Dr. Hugo über das Thema„ Wirtschaft und Schule" ihren Abschluß. Nach mehrstündiger angeregter Aussprache sand eine Entschließung Annahme, in der von den Regierungen und den Parlamenten ein Schutz der deutschen Kultur und Sicherung der auf dem Boden des Voltstums erwachsenen Güter, sowie schärfste Abwehr der Tätigkeit des Bundes der Gottlosen und ähnlicher religionsfeindlicher und kulturzerstörender Organisationen verlangt wird. Weiter wird gefordert, daß der Reichs tag endlich durch ein Reichsschulgesetz eine klare Rechtslage auf dem Gebiete des Schulwesens schafft und daß Preußen nach dem erfolgten Abschluß des Konkordats mit der katholischen Kirche den Kirchenvertrag mit der evangelischen Kirche unverzüglich abschließt. Wirtschaftsfreiheit gegen Wirtschaftsnot. Dr. Hermann Fischer, M. d. R., Präsident des Hansa- Bundes für Gewerbe, Handel und Induſtrie. Die schwere Wirtschaftskrise, die auf unserem deutschen Vaterlande lastet, ist zum mindesten in ihrer Wucht und in ihrer so unerträglichen Langfristigkeit entscheidend dadurch bestimmt, daß die freie privatwirtschaftliche Entwicklung ständig in größtem Ausmaß durch politische Belastungen und Zwangseingriffe gestört wurde und wird. Weltwirtschaftlich gesehen fann es feinem Zweifel mehr unterliegen, daß die unter einseitig politischen Gesichtspunkten erfolgte Regelung der Kriegsschulden und insbesondere der deutschen Reparationen sich als ein mächti= ger Krisenfaktor einseitig entpuppt. In unserer eigenen Volkswirtschaft aber sehe ich den Hauptfehler darin, daß man durch Jahre hindurch sich an der unlösbaren Aufgabe versucht hat, eine Synthese zwischen Sozialismus und freier Privatwirtschaft herzustellen. Damit hat man der Privatwirtschaft Fesseln angelegt, die sie hindern, von sich aus kraftvoll den konjunkturellen Schwierigkeiten zu begegnen, ohne auf der anderen Seite irgendeinen ideellen oder wirtschaftlichen Vorteil geringsten Ausmaßes erreicht zu haben. Die Wirtschaftskrise kann mit wirklichem Erfolg nur bekämpft, fann nur überwunden werden, wenn sich international die Erkenntnis durchsetzt, daß die gegenwärtige Regelung der Reparationsfrage eine weltwirtschaftliche Unmög= lichkeit ist. Aber mindestens ebenso sehr ist dafür Voraussetzung, daß wir uns in Deutschland selbst darüber klar werden, daß wir der Schwierigkeiten nur auf dem Boden einer klaren, wirkungsfähigen, freien kapitalistischen Wirtschaftsordnung Herr werden können. Infolgedessen müssen wir unsere ganze Arbeit darauf richten, unsere Wirtschaft von sozialistischen Einflüssen und staatlichen Zwangseingriffen frei zu machen, ganz gleich, ob dabei das ,, marxistische" oder„, nationalistische" Vorzeichen dem Glauben an die fürsorgende Staatsallmacht" vorangetragen wird. Die Befreiung der Wirtschaft von den politischen Belastungen und Störungen muß und wird erreicht werden in ruhigem, aber energischem Kampfe, wenn nur alle Verantwortungsbewußten aus den Fehlern der jüngsten Vergangenheit lernen und bereit sind, sich in einem einheitlichen, individualistischen, wirtschaftspolitischen Wollen zusammenzufinden. Die staatsbürgerlichen Kräfte, die zu solchem Wollen bereit sind, sind überaus zahlreich. Zusammengefaßt zu einheitlicher Front, können sie den weiteren Lauf der wirtschaftspolitischen Entwicklung bestim mend beherrschen. Es ist das Gebot der Stunde, dieser Zusam= menfassung zu dienen. Gelingt sie, brauchen wir an der Zukunft von Staat und Wirtschaft nicht zu verzweifeln. Vorwärts an die Arbeit für Wirtschaftsfreiheit gegen Wirtschaftsnot! | ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 12 Weitere Locferung der WohnungsZwangswirtschaft in Hessen. Die unglückselige Wohnungszwangswirtschaft, die den ganzen deutschen Althausbesit noch immer entrechtet und ihn zu Staatsbürgern zweiter Klasse macht, will nur langsam weichen. Nach Reichsrecht(§ 22 R. M. G. und§ 52 M. Sch. G.) ist es Aufgabe der Landesregierungen, Lockerungen der bestehenden Wohnungszwangsgesetze durchzuführen. Es läßt sich darüber streiten, ob der Hausbesitz in dieser Bestimmung, die die Initiative zu diesen Lockerungen in die Hände der einzelnen Landesregierungen legte, anstatt sie jeweils zentral für das ganze Reich durch die Reichsregierung durchzuführen, einen Vorteil sehen darf. In einer Reihe von Ländern dürfte letzteres ohne weiteres der Fall sein, für Hessen trifft es leider nicht zu. Den Beweis dafür erbringt folgende Aufstellung, wonach die ersten Erleichterungen in der Wohnungszwangswirtschaft eintraten in: Anhalt Baden Bayern Braunschweig Bremen Hamburg Hessen Lippe Lübeck 27. November 1926 13. Juli 1926 29. März 1928 18. Februar 1927 31. März 1927 3. Januar 1927 27. Mai 1929 3. Mai 1927 31. August 1929 Mecklenburg- Schwerin 19. November 1929 Mecklenburg- Strelit 13. Januar 1928 Oldenburg Preußen Sachsen Schaumburg- Lippe Thüringen Württemberg - 24. Dezember 1926 11. November 1926 6. April 1927 25. Februar 1927 20. Juli 1926 13. April 1924. Diese Aufstellung läßt erkennen, daß Hessen neben Mecklenburg- Schwerin und Lübeck alle drei sind im Reich nicht gerade tonangebend den traurigen ,, Ruhm" für sich in Anspruch nehmen kann, am längsten mit irgend einer Lockerung der bestehenden Wohnungszwangswirtschaft gewartet zu haben. Erst als alle Vogel- Strauß- Politik nichts mehr half, als die Verhältnisse nach einer Erleichterung schrieen, hat man sich in Hes sen bereit gefunden, dem stürmischen Drängen aller Wirtschaftskreise durch Erlaß einer Verordnung zur Lockerung der Zwangswirtschaft ,, entgegenzukommen". Am 27. Mai 1929 erließ also die hessische Regierung ihre erste Lockerungsverordnung. Cie entsprach ihrer damaligen und auch noch heutigen politischen Zusammensetzung und hatte mit einer Lockerung nichts als den Namen gemeinsam. Man vergleiche in diesem Zusammenhang die Lockerung des Wohnungsmangelgesezes in Preußen vom II. II. 1926: frei von den Bestimmungen des W. M. G.( mit Ausnahme der§§ 2, 8 und§ 17, 1) sind alle Wohnungen mit 1800 RM Friedensmiete in Berlin in den übr. Drten der Sonderklasse in den Drten der Drtsklasse A 11 " 1400 RM 1000 RM " " " 700 RM 11 B " " " " " 500 RM " 1 " 1 " 1 " " 11 300 RM " " C D " 1 " 1 " " in Hessen vom 27. Mai 1929: mit 2000 RM Friedensmiete in der Stadt Mainz in den Drten der Ortsklasse A " 1800 RM 1200 RM " 11 " 1 " " " 800 RM C " " " " " " " " 500 RM D " " 11 " Weiter, als sogenannte tenere Wohnungen, für die das Mieterschutzgesetz( M. Sch. G.) 3. T. aufgehoben ist, bezeichnet z. B. Thüringen schon seit dem 20. Juli 1926 Wohnungen, die in den einzelnen Ortsklassen eine höhere Jahresfriedensmiete haben wie 1400 bis 360 RM., in Hessen gibt es den Begriff ,, tenere Wohnungen" überhaupt erst seit dem 27. Mai 1929 und dann trifft es nur für Wohnungen mit einer Jahresfrie densmiete von 2000 RM. bis 500 RM. zu mit der weite= ren Einschränkung, sofern die betreffende Wohnung nach deni 31. Mai 1929 frei geworden ist oder frei wird und über sie ein Mietvertrag auf mehr als 2 Jahre abgeschlossen wird. Diese Beispiele mögen genügen, um zu zeigen, wie ,, ent gegenkommend" die erste Verordnung zur Lockerung der WohSie mußten vorweg nungszwangswirtschaft in Hessen war. gesagt werden, um die neueste, die zweite Verfügung der hessischen Regierung zur Lockerung der Wohnungszwangsgeseze gebührend beurteilen zu können. Diese Verordnung, datiert vom 14. Januar 1931 mit Wirkung vom 1. Februar 1931, hat folgenden Wortlaut: Es sind von der bestehenden Wohnungszwangswirtschaft befreit: Artikel 1. A. Auf dem Gebiete des Wohnungsmangels: I. Alle Wohnungen mit einer Jahresfriedensmiete von über 1000 RM. in Ortsklasse A, 800 RM. in Ortsklasse B, 500 RM. in Ortsklasse C, 300 RM. in Ortsklasse D. Mittwoch Mittwoch, den 11. Februar 1931. II. Untermietverhältnisse, soweit es sich nicht ausschließlich um Wohnräume handelt, in denen der Untermieter eine eigene Wirtschaft oder Haushaltung führt. III. Gewerbliche Räume jeglicher Art. „ Gießener Zeitung" Nieder- und Ober- Ramstadt, Pfungstadt, Sprendlingen, Weiterstadt, Wimpfen und Wörrstadt. II. Wird durch den Tod des Inhabers in einem Drte der Drtsklasse A eine Wohnung frei, die 1000 RM. Jahresfriedensmiete kostet, so kann diese Wohnung wohl frei vermietet werden, für sie gelten aber weiter das M. Sch. G. und das R. M. G. Erst wenn die Friedensmiete über 1500 RM. betrug, tritt außer der Befreiung vom W. M. G. auch die vom . M. G. und M. Sch. G. in Kraft. Eine solche WohAuf die unter I- III bezeichneten Räume finden die Vorschriften des Reichswohnungsmangelgesetzes mit Ausnahme der§§ 2, 8 und 17 Nr. 1, sowie der hessischen Wohnungsmangelverordnung vom 1. Oktober 1924 mit Ausnahme der Artikel 2, 20 und 30 keine Anwendung; jedoch ist im Falle des§ 8 des Reichswohnungsmangel- nung unterliegt also nicht mehr: gesetzes( Artikel 20 der hessischen Wohnungsmangelverordnung) die Genehmigung der Gemeindebehörden nicht erforderlich. B. Auf dem Gebiete des Mieterschuh: 1. Alle Wohnungen mit einer Jahresfriedensmiete von über 1500 RM. in Ortsklasse A, 1000 RM. in Ortsflasse B, 600 RM. in Ortsklasse C, 400 RM. in Ortsklasse D. II. Untermietverhältnisse, soweit es sich nicht ausschließlich um Wohnräume handelt, in denen der Untermieter eine eigene Wirtschaft oder Haushaltung führt. III. Alle Geschäftsräume mit einer Jahresfriedensmiete von über 3600 RM. in Ortsklasse A, 2400 RM. in Ortsklasse B, 1800 RM. in Ortsklasse C, 1200 RM. in Ortsklasse D. Geschäftsräume, die Teile einer Wohnung bilden oder wegen ihres räumlichen oder wirtschaftlichen Zusammenhangs mit Wohnräumen zugleich vermietet sind, fallen nicht unter die Befreiung. Auf die unter I- III bezeichneten Räume finden die Vorschriften der§§ 1-36 des Mieterschutzgesetzes keine Anwendung. C. Auf dem Gebiete des Reichsmietengesetes: I. Alle Wohnungen mit einer Jahresfriedensmiete von über 1500 RM. in Ortsklasse A, 1000 RM. in Ortsklasse B, 600 RM. in Ortsklasse C, 400 RM. in Ortstlasse D, soweit nicht bereits eine Befreiung auf Grund des§ 1 Absatz 1 Satz 4 des Reichsmietengesetzes eintritt. II. Untermietverhältnisse, soweit es sich nicht ausschließlich um Wohnräume handelt, in denen der Untermieter eine eigene Wirtschaft oder Haushaltung führt. III. Geschäftsräume jeglicher Art, soweit sie nicht Teile einer Wohnung bilden, oder wegen ihres räumlichen oder wirtschaftlichen Zusammenhangs mit Wohnräumen zugleich mit diesen vermietet sind. Artikel 2. a) der Verfügung der Wohnungsämter, es sei denn, daß die §§ 2, 8 und 17, 1 des W. M. G. zutreffen: b) bei Neuvermietung( Vertrag auf mindestens 2 Jahre) dem Mieterschutzgesetz mit seinen vielen Beschränkungen, vor allem des Kündigungsrechtes.( Die Bestimmungen über Mietwucher und die Uebergangsbestimmungen gelten auch für diese Wohnungen weiter.); Die Vorschriften des Artikels 1 B Ziffer I und III, sowie C Ziffer I und III beziehen sich, soweit nicht durch § 1 Absatz 1 Sat 4 des Reichsmietengesetzes etwas anderes bestimmt ist, nur auf solche Räume, die nach dem 31. Januar 1931 freigeworden sind oder frei werden. c) dem Reichsmietengesetz mit seinen Vorschriften über die gesetzliche Miete. Diese braucht also nicht innegehalten zu werden, sondern die Miete wird wieder frei vereinbart. Bisher waren vom R. M. G. schon befreit Wohnungen mit Mietverträgen, Räume werden im Sinne des Absatzes 1 nur dann frei, wenn dies durch den Tod des Inhabers, Aufgabe der Wohnung, oder auf ähnliche Weise geschieht, oder wenn das Mietverhältnis auf dem Wege der Bestim mungen des Mieterschutzgesetzes gelöst wird, nicht aber im Falle des Tausches, wenn die Mieter in die beiderseitigen Mietverträge eintreten. Artikel 3. die über frei gewordene oder frei werdende Räume nach dem 31. März 1928 auf mehr als zwei Jahre neu abgeschlossen werden und sich entweder ausschließlich auf Geschäftsräume oder auf solche Wohnungen beziehen, die, abgesehen von Küche, Nebengelaß, Mädchenkammer mindestens sechs Wohnräume mit mindestens hundert Quadratmeter Wohnfläche haben; dies gilt nicht im Falle des Tausches wenn die Mieter in die beiderseitigen Mietver: träge eintreten.(§ 1 Abs. 1 Sat 4 R. M. G.). I Nr. 12 fabriken, sie alle wurden absolut auf einige Modetöne gestimmt. Nun aber machen sich die ersten Anzeichen bemerkbar, als werde man dieser Eintönigkeit in der Erscheinung der Frau müde, als griffe man gern zu belebender Mehrfarbigkeit. Die kurze, flotte Jade, abstechend in Material und Farbe, wird sich selbständig machen und wird ihres Erfolges sicher sein dürfen. Denn sie sind wirklich hübsch, diese geradlinigen oder glodigen Jacken, mit denen man die Frühjahrs- und Sommerkleider ergänzen wird. Samt ist vielfach ihr schönes Material, und man kann sich leicht denken, wie sehr die Wirkung eines schottischen(!) Rodes, eines schlichten oder eleganten Sommerkleides durch solch ein kurzes oder halblanges Jädchen aus Seidensamt gehoben wird. Die Aermel sind nur teilweise schlicht, teilweise sehr phantasievoll in Schnitt und Verarbeitung, manchmal nur halblang, so daß der Kleider resp. Blusenärmel sichtbar wird. Es ist also auf alle Fälle darauf zu achten, daß die Lockerung im W. M. G. schon bei wesentlich niedrigeren Jahresfriedensmieten einsetzt wie für das M. Sch. G. und R. M. G. Einer Klage, mit der die Herausgabe eines nach Artikel 1 B von den Vorschriften der§§ 1-36 des Mieterschutzgesetzes befreiten Raumes verlangt wird, hat ein Schiedsverfahren vor dem Mieteinigungsamt nach der Verordnung des Ministers für Arbeit und Wirtschaft vom 28. Mai 1929 vorauszugehen. Zum besseren Verständnis dieser Verordnung sei folgendes angeführt: I. In die Drtsklasse A gehören: Lokales. Die Mode zwischen den Jahreszeiten. Gewiß wird diese mehrfarbige Moderichtung weniger fostspielig sein, als die einfarbige, denn man wird mit einem einzigen Jädchen mehrere Kleider resp., Blusenanzüge ergänzen und doch stets gut angezogen sein. Zunächst sind die Jäckchen noch meist schwarz, aber man spricht davon, daß das Schwarz durch Marineblau ersetzt werden soll. Es ist klar, daß es der Wechsel der Jahreszeiten ist, der den Rhythmus der Mode und des Modeschaffens bedingt. Aber es wäre falsch, anzunehmen, daß erst kurz vor Beginn einer neuen Saison an die Herstellung des Bedarfs für sie herangegangen würde. Es liegt stets bei dem Einsetzen des neuen Vierteljahrs, sagen wir des Frühlings, eine solche Fülle neuer Modelle und neuen Materials vor, daß es ganz selbstverständlich ist, daß schon während vieler Winterwochen für die Verwirklichung der neuen Jdeen gearbeitet werden mußte. Während vieler Winterwochen Bad Nauheim, Bingen, Darmstadt, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms. In die Ortsklasse B gehören u. a.: Alsfeld, Arheilgen, Bensheim, Butzbach, Eberstadt, Grbach, Groß- Gerau, Heppenheim, Mühlheim, Neu- Isen burg, Osthofen, Rüsselsheim und Vilbel. In die Drtsklasse C u. a.: Dieburg, Gernsheim, Groß- und Klein- Steinheim, Heusenstamm, Höchst i. Dow., Klein- Auheim, Lollar, Wozu Jugendherbergen? Des weiteren sind wieder die sog. englischen Mäntel in Vorbereitung, oft mit breiten gefälligen Revers, die an die Directoire- Mode erinnern, oft seitlich leicht geschweift. Das Material ist Manteltweed in seinen verschiedenen Spielarten, vielfach diagonal genoppt, Herren- Kammgarnstoff mit Noppeneffekten und schottisch karierte Phantasiestoffe. soweit diese Formulierung auch zu greifen scheint, sie faßt noch nicht weit genug zurück. Denn, dauert die Ausarbeitung neuer Kleidermodelle schon Wochen, so mußte die Schaffung neuer Stoffkollektionen weitere Monate vorher in Angriff ge= nommen werden. Nun aber das Grundmaterial für die Stoffe? Die Seide, Kunstseide, Wolle? Deren Neumusterungen, d. h. das Ausprobieren neuer Zwirnungen, neuer maschinentechnischer Kombinationen liegt natürlich noch weiter zurück, lag also mindestens in den Spätsommer- und Herbstmonaten. Die Krogen, natürlich flacher werdend, behalten nichts mehr von der Einförmigkeit unserer Wintermäntelkragen, sind interessant und vielfach mit Samt besetzt, der sich immer irgendwie an den Aermeln wiederholt, als schräge Blende in der Ellbogengegend, am unteren Rande oder als großer betonter, revers artiger Ausschlag, der es vermag, dem ganzen Mantel einen bestimmten Stil zu geben. Es ist auch bei dem diesmaligen Modenwechsel wieder so: Das Einzelne ist's, das den Charakter des Ganzen bestimmt! F. G. Kalt und klar! Kurhe Sellen Be Sport Saf Boruffia BiB.K. Ma Hermannia 8.1. B. Ge Spielverein Seffen- Hers Germania Odershaufe Hessen Einbed Von der Güte dieses Schnees sind wir nun überzeugt; der lag auch gestern noch, er lag schön talt. Das ganze Wiesecker Tal war mit diesem guten Schnee versehen und auf dem großen Trieb, dem Gießener Stigelände, tat er seine besten Dienste: dort rutschen die„ Plattenhäuser", die„ Sachsenhausener" und die Langlauf- Meister der anderen Kolonien freuz und quer, traten sich auf ihre hölzernen Zehen und führten Fachgespräche über Bindungen, Schwenkmanöver und ob man seine Bretter mit abgelegten Weihnachtskerzen wachsen dürfe. Rodelschlitten zogen am Eulenkopf vorbei, Kuhschellen läuteten daran und auf der nahen Eisbahn an der Moltkestraße rasten die Herren Pennäler in Gewitterhosen, welche man auch Nickerbodes nennt, rund um die auserforene Dame, bis sie gestattete, daß der emsige Flirtaner ihr von seinem letzten Groschen einen Rotweinpunsch nein, auch dieser neue Männernachwuchs ist nicht heller, als wir alten Knaben. Macht man sich diesen komplizierten, unsagbar weit sich verzweigenden Werdegang einmal flar, so gewinnt man einen Einblick in die ungeheure Wichtigkeit, die die Mode, d. h. der stete Wechsel in Material und Form unserer Kleidung, für die Gesamtwirtschaft hat. Das Modeschaffen gibt Millionen Menschen Brot und Arbeit, und es ist natürlich ganz falsch und kurzsichtig, heute etwa das Diktat auszugeben, die Mode einzuschränken",„ den Modewechsel zu unterbinden". Es handelt sich um weit mehr und um etwas ganz anderes, als um Fragen der Eitelkeit und Veränderungssucht der Frauen, wenn nun bald wieder, zu Beginn des Frühjahrs, die neuen Kleider, Mäntel, Kostüme, Blusen und Röcke zur Wahl stehen und gewählt werden. Die geradezu ungeheure wirtschaftliche Bedeutung der mode= schaffenden Industriezweige wäre die Rechtfertigung der Mode, wenn sie einer solchen überhaupt bedürfte. Aber sie bedarf wahrlich keiner Verteidigung, sie ist ihr eigener Anwalt. Die jetzt dominierende, auf die Spitze getriebene einheitliche | Wirkung des weiblichen Anzuges wurde nach und nach nur möglich durch ein restloses Aufeinander- Abgestimmtsein der einzelnen Mode- Industrien: Es wurde eine bestimmte Farbe, ein diffiziler Farbton, als herrschend ausgerufen und er herrschte wirklich! Die Schuh- und Handtaschen, die Kleiderstoff- und Strumpf* Aus dem Stadttheater. Als 18. Mittwochs- AbonnementsVorstellung wird heute die Komödie ,, Volpare" von Ben Jachon, in 3 Atten, gegeben. Anfang 8 Uhr abends. * Oberhessischer Geschichtsverein. Am Donnerstag, dem 12. Februar, abends 8.15 Uhr, im Hörsaal 33 des Vorlesungsgebäudes, Vortrag des Herrn H. Büttner über„, Burgen im alten Hessen und ihre Bedeutung für die Besiedelung". * Deutscher und Desterreichischer Alpenverein, Sektion Oberhessen. Herr Studienrat W. Seiler Darmstadt hält am Mittwoch, dem 11. Februar, abends 8.15 Uhr, im Singsaal des Realgymnasiums einen Lichtbildervortrag über„ Neapel und seine Umgebung". FC. 6 Berein GC. 03 Sta Großalmero GG. 05 Göt Surheffen- St Geffen 09 S SV. 05 Ein Spogg. Göt FC. Grone Wekl. * Marine- Verein. Im Bootshaus am Mittwoch ab 3 Uhr nachmittags Kreppel- Kaffee. Körperschafts- und Umsatzsteuer- Erklärung 1930. Der Reichsfinanzminister hat in einem Erlaß vom 20. Januar 1931 wichtige neue Bestimmungen über die Einkommen, Körperschafts- und Umsatzsteuer- Erklärung 1930 herausgegeben. Diese wichtigen Bestimmungen hat der Hansa- Bund zusammen mit den noch maßgebenden früheren ministeriellen Anweisungen und den wichtigsten Erfahrungen und Grundsätzen der Rechtsprechung der letzten Jahre zu einem Merkblatt zusammenge= faßt. Dieses Merkblatt steht den Mitgliedern und Freunden des Hansa- Bundes gegen Einsendung eines Freibriefumschlages an die Geschäftsstelle, Berlin NW. 7, Dorotheenstr. 36, tostenlos zur Verfügung. Mensch zu sein. der zu seiner frohen Stimmung keinen Alkohol und feine Zigaretten braucht. Glaubst du nicht auch, daß man sich immer wieder aufs neue in diesen sauberen und billigen Herbergen wohlfühlen wird, wenn einen die Lust am Wandern und die Freude an der Natur und die Sehnsucht nach Bewegung und Sonne und Luft hinaustreibt? Und bist du nicht auch der Ansicht, daß den jungen Menschen, die darin die schönste und beste Ausnutzung ihrer freien Tage sehen, geholfen werden muß, den Tag auch so froh und zuversichtlich abzuschließen, wie sie ihn angefangen haben? Muß ich dir nun noch sagen, wozu wir Jugendherbergen brauchen? Dann kannst du nicht die Freude des Wanderns kennen, die Sehnsucht nach Einfachheit. wie sie die Jugend kennt, die Jahr für Jahr zu Hunderttausenden in die Jugendherbergen tommt. Und weißt du auch, daß trotzdem nicht immer alle unterkommen fönnen? Daß wir fast die doppelte Zahl von Jugendherbergen brauchen könnten, um alle, die um Uebernachtung nachsuchen, aufnehmen zu können? Wollen wir da nicht lieber statt der Frage Wozu Jugendherbergen?" die Frage stellen Wie schaffen wir noch mehr Jugendherbergen und damit Raum für alle, die auf ihren Wanderungen zu uns fommen?". Und diese Frage wird ihre rechte Antwort erhalten, wenn alle Volksgenossen, die in einer gesunden, frischen, Einfachheit und freiwillige Disziplin gewöhnten Jugend ihre Freude haben, und die in einer solchen Jugend die beste Gewähr für die innere Gesundung unseres Volkes sehen, wenn alle die zum Jugendherbergswert stoßen und damit an einer Stelle des Ausbaues helfen, wo noch viel zu helfen ist. Wann wirst du dich bei der nächsten Ortsgruppe des Jugendherbergsverbandes an= melden? Von Schulrat Heinrich Hassinger, Darmstadt. Darüber fönnte man ein dickes Buch schreiben. Das soll hier nicht geschehen. Aber hast du schon einmal etwas von jener Bewegung der Jugend gehört, die so um die Jahrhundertwende spontan entstand und aufs engste mit dem Namen Wandervogel" verknüpft ist? Auf ihre Art revoltierte damals ein großer Teil der Jugend gegen den Zwang der Städte und der städtischen Gesellschaft und Mode und suchte ihren eigenen Weg zur Natur und zur Natürlichkeit. Diese Jugend hat das Wandern nicht erfunden, aber sie hat es für ihre Anhänger und für viele, viele, die ihnen nachfolgten, zu einem Bedürfnis gemacht. Aber das weißt du doch, daß alle Jugendbünde heute noch und gerade heute auf der Grundlage des Wanderns beruhen. Aber weil sie sich auflehnte gegen den Zwang überalterter Formen der Gesellschaft ihrer Zeit, deshalb lehnte sie auch vieles der herkömmlichen Formen des Wanderns ab. Was sollte sie, die am nächsten Morgen frisch und gestärkt weiterziehen wollte. und die von ihren paar Groschen leben mußte, in den Gasthäusern und Hotels, was sollte sie mit Alkohol und Nikotin, die den Kopf schwer machten? Sie schlief bei den Bauern im Heu, sie schlief in Zelten am windgeschäßten Waldrand, sie schlief, wenn es nicht anders sein konnte, am Tag in der warmen Sonne und wanderte bei Nacht. Das ging, solange es ging, solange es ihrer nicht allzu viele waren, solange sich die Bauern nicht weigerten wegen allzu häufiger Belästigung. Aber das Wandern der Jugend nahm ja im Gegenteil immer mehr zu. Aus einigen Hunderten, die es damals waren, sind heute Hunderttausende geworden; nahezu vier Millionen Uebernachtungen verzeichnet im vergangenen Jahre der Jugendherbergsverband in seinen Jugendherbergen. Die stehen nun zu zweitausend Stüd über ganz Deutschland verteilt. Jetzt braucht es das nicht mehr zu geben, daß die jungen Wanderer gegen Abend den Kopf hängen lassen, weil sie nicht wissen, wo sie die Nacht über bleiben sollen. Und viel, viel billiger als die Gasthäuser und Hotels sind diese Herbergen; ein paar Pfennige die Uebernachtung. Und fein 3wang zum Kaufen und Verzehren, nur der Zwang, ein anständiger, frischer Ein Leben für den Sport. Paavo Nurmis Sportlaufbahn. an Am 13. Juni 1897 erblickte Paavo J. Nurmi in Abo das Licht der Welt als zweites Kind des Zimmermannes Nurmi und seiner Frau Taga. Schon als Kind zeigte er Interesse am Sport, doch als in seinem 12. Lebensjahr der Vater starb, hatte er seiner Mutter bei der Erwerbung des Lebensunterhaltes zu Frohnb Ver Germania Ballau 1900 Gießen Breidenbad Sp. V. Wet Wiejenbach Frohnhauser Meljun Hessenhelfen und war drei Jahre lang als Laufbursche tätig, wobei er die täglichen Botengänge meist laufend zurücklegte. Nurmi trat dann als Lehrling in eine mechanische Werkstatt, wo lange und schwere tägliche Arbeit ihn erwartete. Um diese Zeit ging Paavo zum Vegetarismus über, rauchte und trank nicht, ging früh schlafen und trat erst zwei Jahre später dem Turun Urheiloliitto, einem Aboer Sportverein. bei. Hier setzte nun regelmäßiges Training nach eigener Methode ein, und er ging über Streden von 2 bis 6 Kilometer. Vom Vege= tarismus wandte er sich wieder ab und ließ von seinem 18. Lebensjahre ab eine Trainingsnerschärfung eintreten. Zu Majsagen reichte es ihm infolge Geldmangels damals nicht; sie wurden durch falte Abreibungen ersetzt. 1919 diente er 1½ Jahr in der Armee, und hier gab er erstmalig Proben seines Könnens auf Militär- und Mittelstredenläufen ab, die er jämtlich gewann. Seine Schrittlänge vergrößerte er auf 2.30 bei Mittel- und 2,15 m bei Langstrecken. So wurde er für die Olympischen Spiele 1920 in Antwerpen bestimmt. Tura Ehrings Löhnbe Glader Weiter Feudin Nieder Offdill Löhn Ehrin Burg Niede Sol Ber Biffenberg Weyl. Sp Steindorf Burgjolms Biskirchen Holzhausen Nauborn Niedershau Oberbiel Brau Stein Wieje Bober Biebe Villi VfB. Stein 1900 Daub Wekl Stod Lich Wek Heud lage gegen ten Olympi gewann un Teife griff und stellte Unter dem Training von Hannes Kolehmainen und Koivistoinen steigerte Nurmi in zwei Jahren seine Leistungsfähig feit gewaltig. 1921 lief er Weltrekorde über 10 km in 30: 40.2 und über 5 km in 14: 35,2. Gein fabelhafter Aufstieg setzte ein. 1923 brach er im Kampf mit Wide den 1500- m- Rekord sowie den Meilenweltreford mit 3:53 und 4: 10,4, denen tags darauf der Drei- Meilen- Rekord sowie der über sechs Meilen mit 29:41 folgte. 1924, das olympische Jahr, sah Nurmi auf der Höhe seines Ruhmes. Er verbesserte seine Rekorde über 1500 und 5000 m auf 3: 52,6 bezw. 14: 28,2 innerhalb zwei Stunden! Vier goldene Olympiamedaillen errang er in Paris und stellte den 10- km- Reford auf 30: 06,2. In Amerika folgten 1925 weitere Rekordsiege. Elfmal trug Nurmi sich in die Liste der Rekorde ein. Sein günstiger Eindruck verhalf Finnland zu einer ameritanischen Staatsanleihe in Höhe von 20 Millionen Dollar! 1926 gab es wenige Starts; 8: 20,4 bildeten über 3000 Meter neuen Rekord. Ueberraschend kam die 1500- Meter- Niedernoch die M chend. 192 innen, 10. Olympi Sieger wo Sportli tur. Ihm einem Spo ihm ein nung, aber Leben jür Sportsman Vorbild di Es gib an Alfred Und da g dem langi Meisterklub Der le Der befann aus und de auf jußball eine Fülle Lann fi Verhältni die alten wohlgejinn wijfen wol unternehm Nr. 12 Mittwoch, den 11. Februar 1931. Modetöne gestimmt. bemerkbar, als werde der Frau müde, als eit. Die furze, flotte wird sich selbständig dürfen. Denn fie find glodigen Jaden, mit Eleider ergänzen wird. d man kann sich leicht chen(!) Rodes, eines Durch solch ein turzes gehoben wird. Die sehr phantasievoll in halblang, so daß der richtung weniger foftwird mit einem ein Blujenanzüge ergänzen chit sind die Jädchen on, daß das Schwarz englischen Mäntel in en Revers, die an die leicht geschweift. Das schiedenen Spielarten, Jarnstoff mit Noppen offe. Fußball. „ Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga und Bezirksklassen. Kurhessen Marburg- Hermannia Kassel 2: 2( 2: 1) Hessen Hersfeld Spielv. Kassel 1:11( 0: 6) Verein Sport Kassel FC. Grone Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte SC. 03 Kassel 2: 7( 1: 2) Niederweisel 1. Jgd. VB. Gießen 2. Jgd. ausgef. 1900 Gießen Sch. Weyl. SpV. Sch. 4: 0 Gau Marburg. Marbach 2. Erdhausen 0: 5 Niederwalgern Germania Marb. 2. 4: 2 VfB. Kurh. Marburg 2. Erksdorf 2: 1 Bürgeln- Spedswinkel 4: 1 Wallau 2.- Niederlaasphe 1. 2: 2( 1: 2) Niedereisenhausen- Frechenhausen 5: 2( 2: 0) Bürgeln 2.- VfB. Kurh. Marb. 3. 0: 4 Germania Marb. 3. Cölbe 2.( C. nicht angetreten) Sarnau 2. Unterrosphe 7: 1 Michelbach 1. 6: 2 Frankenberg 2. Mellnau Wetter 2. Schweinsberg Elnhausen 7: 0( 5: 0) Goßfelden 7: 0( 2: 0) Friedensdorf 0: 1( 0: 0) Cölbe 1. 2: 9 Wehrda 6: 5 Schönstadt 1: 0 Gemünden Kirchhain 2. Dreihausen 2. Niederofleiden 4: 2 Niederofleiden 2.( N. nicht angetreten). Neustadt 5: 2 Ebsdorf 1. 12: 1( 5: 0) Hestem Bortshausen 4: 0 Leidenhofen Niederwalgern 2.( N. nicht angetreten). Wommelshausen 2. Hartenrod 2. 14: 4 Laasphe 2. Feudingen 2. 5: 4 Frechenhausen 2. Niederdieten 1. 3:10 Gau Dill. 15 9 3 3 43:22 21: 9 Borussia Fulda 13 8 1 4 27:13 17: 9 VfB- K. Marburg 16 10 2 4 46:36 22:10 Caldern 1. Hermannia Kassel 13 5 3 5 33:33 13:13 Sterzhausen V. f. B. Gezen 14 5 2 7 24:34 12:16 Mornshausen Spielverein Kassel 14 5 1 8 41:35 11:17 Wolfgruben Hessen- Hersfeld 15 4 5 6 21:31 13:17 Germania Fulda Ockershausen 15 5 1 9 18.30 11:19 13 2 2 9 17:35 6:20 Hessen 09 Kassel Einbed 05 Kurh. Kassel 6: 5( 2: 0) Göttingen 05 2: 5( 0: 2) Berein Spiele gew. unent. verl. Tore Punkie SE. 03 Kassel 12 9 2 1 61:21 20: 4 Großalmerode 14 7 4 3 24:26 18:10 ntelfragen, find inter , behalten nichts mehr SG. 05 Göttingen 13 7 2 4 51:20 16:10 Kurhessen- Kassel 12 7 2 3 42:21 16: 8 Offdilln 2. Hessen 09 Kassel 13 6 1 6 32:34 13 13 Ballersbach SV. 05 Einbed 14 4 1 9 23:48 9:19 Bischoffen Spvgg. Göttingen 11 3 2 6 22:37 8:14 Breitscheid FC. Grone 13 0 2 11 16:65 2:24 Wetzl. Sp.V. Frohnhausen Verein Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Dillenburg Jgd. Germania Marburg 11 7 3 1 29:12 17: 5 Wallau 12 5 6 1 33:22 16: 8 ir nun überzeugt; der 1900 Gießen 10 6 0 4 27:24 12: 8 Breidenbach 12 6 1 5 35:33 13:11 Sp. V. Weylar 10 3 1 6 15:23 7:13 Wiesenbach 12 3 2 7 31:27 8:16 Frohnhausen 11 2 1 8 12:31 5:17 Meljungen 08 Sportfr. Warburg 2: 2( 1: 1) Hessen- Preußen Kassel. Fritzlar 1: 1( 1: 0) Tura Kassel Corbach 6: 1( 3: 1) sich immer irgendwie lende in der Ellbogen oßer betonter, revers zen Mantel einen be= odenwechsel wieder so: Sanzen bestimmt! F. 6. Das ganze Wiejeder und auf dem großen ne besten Dienste: dort enhausener" und die reuz und quer, traten en Fachgespräche über an seine Bretter mit Rodelschlitten zogen en daran und auf der n die Herren Pennäler bodes nennt, rund um ß der emsige Flirtaner otweinpunschnein, icht heller, als wir twochs- Abonnementsre" von Ben Jachon, Ends. Im Donnerstag, dem örjaal 33 des VorBüttner über„, Burgen ie Besiedelung". verein, Sektion Ober: -Darmstadt hält am Uhr, im Singsaal des ng über ,, Neapel und m Mittwoch ab 3 Uhr Erklärung 1930. em Erlaz vom 20. Ja über die Einkommen, g 1930 herausgegeben. Sanja- Bund zusammen steriellen Anweisungen Grundsätzen der Rechterkblatt zusammenge Dern und Freunden des Freibriefumschlages an theenstr. 36, tostenlos Laufbursche tätig, eist laufend zurüdlegte. e mechanische Werkstatt, in erwartete. Um diese Liber, rauchte und tranf zwei Jahre später dem Sportverein, bei. Sier eigener Methode ein, Kilometer. Vom Vege ließ von seinem 18. Leg eintreten. Zu Maj gels damals nicht; sie 1919 diente er 1½ erstmalig Proben seines läufen ab, die er jämt rößerte er auf 2.30 bei bestimmi. So wurde er für die Kolehmainen und Rois en seine Leistungsfähig über 10 km in 30: 40.2 after Aufstieg sette ein en 1500- m- Reford sowie 10,4, denen tags darauf fechs Meilen mit 29:41 Nurmi auf der Höhe Reforde über 1500 und alb zwei Stunden! Vier Paris und stellte den a folgten 1925 weitere n die Liste der Reforde and zu einer amerifa 20 Millionen Dollar! bildeten über 3000 Me die 1500- Meter Nieder Germania Marburg 2: 2( 2: 1) Wiesenbach( W, nicht angetreten) Ehringshausen- Butzbach 6: 2( 2: 2) Löhnberg Gr.- Buseck( Gr.-B. nicht angetreten) Gladenbach - Wetter Feudingen Niederscheld Offdilln Wommelshausen 0: 4( 0: 0) Bottenhorn 1: 3 Marbach ausgefallen Herborn 4: 5 Merkenbach( M. nicht angetreten). Gau Gießen- Wezlar. Löhnberg Merenberg 5: 2( 6.) Ehringshausen 2. Butzbach 2. 7: 3( 3: 2) Burgsolms Steindorf 1: 1 Niedershausen Oberbiel, O. n. angetr. Holzhausen Biskirchen 1: 2 Verein Spiele Tore Punkte Bissenberg 13 46:17 21: 5 Wetzl. Sp- Verein II. 11 28:15 17: 5 Steindorf 14 30:26 19: 9 12 32:25 12:12 11 14:17 9:13 13 27:34 11:15 11 24:34 7:15 12 16:27 7:17 12 16:36 3:21 SC. Wetzlar 2. 11: 0( 3: 0) Burgsolms Biskirchen Holzhausen Nauborn Niedershausen Oberbiel Braunfels 1. Steinberg 1. Wiesed 1. Steinbach 1. 5: 0( 4: 0) Daubringen 1. 2: 5( 2: 3)( 6.) Bobenhausen Ulrichstein 1: 2( 0: 2) Bieber- Garbenteich 2., G. nicht angetr. Villingen Harbach, H. nicht angetr. VfB. Gießen fomb. Sassenhausen 5: 0( 2: 0) Steinberg 2. Steinbach 2. 1: 3( 1: 1) 1900 Gießen 3. 1900 Gießen 4. verlegt Daubringen 2. Leihgestern 1. 0: 5( 0: 2) Weyl. SpV. 3. Burgsolms 2. 0: 6 Stockhausen Leun 1: 5( 0: 5) Lich 1. Jgd.-1900 Wetzl. SpV. 1. Jgd. Heuchelheim 1. Jgd. Gießen 1. Jgd. 6: 1( 4: 0) Werdorf 1. Jgd. 3: 2 VsB. Gießen 1. Jgd. ausgef. lage gegen Peltzer und Wide. Nach einer Ruhepause 1927 folg ten Olympiaerfolge in Amsterdam, wo Nurmi die 10 Kilometer gewann und zwei zweite Plätze belegte. Auf einer Europareise griff Nurmi die Stundenrekorde Bouins erfolgreich an und stellte ihn auf 19,210 Kilometer, als Zwischenzeiten auch noch die Weltrekorde über 15 Kilometer und 10 Meilen bre= hend. 1929 und 1930 hörte man wenig von dem berühmten Finnen. Man weiß nur, daß er sich auf den Marathonlauf der 10. Olympiade 1932 in Los Angeles vorbereitet, womit der Sieger wohl jetzt schon feststehen dürfte. Sportlich wie menschlich ist Nurmi eine ungewöhnliche Natur. Ihm wurden unerhörte Ehrungen zuteil, wie sie selten einem Sportler geboten wurden. Seine Vaterstadt errichtete ihm ein Denkmal, der Staat verlieh ihm die höchste Auszeichnung, aber immer blieb Nurmi der bescheidene, zurückhaltende Sportsmann, den man vielfach als Sonderling ansah, dessen Leben für den Sport aber für einen jeden Sportsmann zum Vorbild dienen kann. man denke Der König der Fußball- Manager. Es gibt im Sport nicht nur Fußball- Könige an Alfred Schaffer sondern auch solche des Managerberufes. Und da gebührt in allererster Linie Herbert Capman, dem langjährigen Manager des voraussichtlichen englischen Meisterklubs ,, The Arsenal", Landon, unbedingt die Krone. Man Der kleine, rundliche Mann sieht eigentlich gar nicht wie der bekannte Typ des smarten, englischen Fußball- Managers aus und dennoch ist er der der erste Fachmann seines Landes auf fußballsportlichem Gebiet, der dem englischen Fußballsport eine Fülle neuer Reformen und Anregungen brachte. Jann sich wohl unter Berücksichtigung der streng konservativen Verhältnisse des englischen Sportes sehr wohl vorstellen, daß die alten Herren des Verbandes Chapman nicht sonderlich wohlgesinnt sind und von seinen zahlreichen Reformen nichts wissen wollen. Das alles nüht ihnen jedoch wenig, weil der unternehmungslustige Chapman genau weiß, wie er die Sache Merkenbach 2.( M. nicht angetreten) Eisemroth( E. nicht angetreten) Uckersdorf 5: 2 Straßebersbach 2: 3 Lüzeln Holzhausen 3: 3 Wissenbach Würgendorf( Wü. nicht angetreten) Herbornseelbach Haiger 0: 8( 6.) Herbornseelbach 2. Saiger 2. 5: 3( 6.) Burg Jgd. 6: 3( 6.).' Westdeutschland. Berg. Märt. Bezirk: VfL. Benrath Turu Düsseldorf 8: 1; Düsseldorf 04 Fortuna 1: 4; Ratingen 04 Gerresheim 08 SSB. Obertassel 1: 2; Sol.- Grafrath 3: 0; Vittoria Düsseldorf SSV. Elberfeld 3: 4; FC. Schwelm Germania Elberfeld 2: 3; Schwarz- Weiß Barmen Solingen 95 4: 2; SC. Sonnborn - SSV. Barmen 1: 3. Rheinbezirk: Spvg. Gülz 07 Wickrath 3: 2; VfR. Köln Berg.- Gladbach Borussia M.- Gladbach 6: 3; SC. Düren 03- Alemannia Aachen 0: 3; Mülheimer 6: 1; Odenkirchen 05-07 SV. Spog. Waldhausen 5: 4. Niederrheinbezirk: VfB. Speldorf Union Krefeld 1: 0; SV. Mörs- Duisburg 08 2: 2. Um die Bezirks- Meisterschaft: Meidericher SV. SpVg. Sterkrade 5: 1. Ruhrbezirk: Schalke 04- MVV. Linden 5: 2; Germ. Bochum Schalke 96 2: 1; TuS. Werne Union Gelsenkirchen 4: 0; Germania Herne Gelsenkirchen 07 2: 1; Castrop 02 TuS. Bochum 4: 0; Schwarz- Weiß Essen BV. Altenessen 2: 1. Westfalenbezirk: Bielefeld 06-07 Teut. Lippstadt 3: 1; Union Herford Ar= VfB. Bielefeld 0: 4; Hammer SpVg. minia Bielefeld 1: 0; VfJ. Paderborn SC. 08 Unna 0: 3; SpVg. Herten--Viktoria Recklinghausen 4: 1; Preußen Münster VIL. Osnabrüd 3: 0; Bor. Rheine SC. 08 Münster 7: 0. Südwestfalenbezirk: Hüsten 09 Jahn Werdohl 7: 1. Süddeutsche Fußballmeisterschaft. Runde der Meister. Fürth: Spiel- Vgg. Fürth 4: 1( 2: 1). München: Bayern München Pirmasens: FC. Pirmasens Worms: Wormatia Worms SpV. Mannheim- Waldhof Union Böckingen 5: 1( 3: 0). Karlsruher FV. 1: 2( 0: 2). Eintr. Frankfurt 2: 3( 1: 2). und Runde der Zweiten und Dritten. Gruppe Südost: VfR. Fürth Schwaben Augsburg 3: 8 ( 2: 5); 1. FC. Pforzheim 1860 München 4: 9( 2: 4); FB. Rastatt 1. FC. Nürnberg 0: 4( 0: 3); Phönix Karlsruhe- Stuttgarter Riders 0: 8( 0: 3). SpV. Wies Gruppe Nordwest: Phönix Ludwigshafen baden 3: 2( 1: 1); Rot- Weiß Frankfurt Union Niederrad 4: 3 ( 3: 0); FV. Saarbrücken VFL. Neu- senburg 1: 2( 0: 1); 1. FC. Jdar VfL. Nedarau 5: 5( 2: 3). Privatspiele. FSPV. Frankfurt Gymnastica Esgrima de La Plata 1: 1; 1. FC. Freiburg VB. Karlsruhe 1: 1; Jahn Regensburg ―04 Würzburg 4: 0; VfR. Heilbronn ASV. Nürnberg 2: 3. Racing Club Paris in Westdeutschland, Die Fußballmannschaft des Racing Clubs Paris lieferte am Sonntag ein Spiel gegen den SC. M.- Gladbach. Dem interessanten Kampfe wohnten 9000 Zuschauer bei. Bereits nach vier Minuten gingen die Franzosen durch ihren Halbrechten in Füh rung. Wenige Minuten vor dem Seitenwechsel erzielten die Einheimischen durch Lohmann den Ausgleich. Bei dem Stande von 1: 1 blieb es dann bis zum Schluß. | anzupacken hat, um sie zu einem Erfolge für sich und seinen Sport zu aeſtalten. Als Chapman 1925 Sitz und Stimme bei Arsenal erhielt, hatte der Verein wohl eine ganz nette Mannschaft, ohne jedoch eine besondere Rolle zu spielen. Bald darauf stand Arsenal jedoch im Cupfinal und errang die hohe Trophäe erstmalig im vorigen Jahre, nachdem sie im erſterwähnten Match von Cardiff pechös geschlagen war. Heute steht Arsenal nach fabelhaften Erfolgen und nur zwei Niederlagen in 22 Spielen an erster Stelle der Liga. Chapmann war ursprünglich Grubeningenieur, ging aber aus besonderer Neigung zum Fußballsport über, wo er bei Leeds und Huddersfield Town wirkte. Er verstand es, die Spieler individuell zu entwideln und Stars aus ihnen zu machen. Systematisches, individuelles Training unter Chapmanns Leitung schuf Arsenal seine heutige Starmannschaft, von der nur zwei Spieler hohe Transfersummen kosteten. Chap mann hat den Fußball seines Vereins nicht nur zu einem hochInfrativen Geschäft entwickelt, sondern läßt auch seine Spieler etwas verdienen. Er hat für sie eine Sparkasse eingerichtet, die Einlagen mit 6 Prozent verzinst. Arsenals Spieler bedienen sich eifrig dieser Sparmöglichkeit und haben bereits eine hohe Summe eingezahlt. Chapmans Sorge um die Spieler erstreckt sich auch auf ihre Beschäftigung während der toten Saison und gewährt ihnen hier Sommerruhe, ohne ihre Kräfte durch Auslandsreisen zu erschöpfen. Mit anderen Worten: Er ist der Typ des modernen und gewissenhaften Sportmanagers, wie ihn sich Vereine wie Spieler nicht besser wünschen können. Aus alten Zeiten. Wie Hanns Braun beinahe geschlagen wurde. Es war zur Zeit der unvergeßlichen Palmengarten- Sportfeste in Frankfurt. Alljährlich traf sich hier beim internationalen Sportfest die Elite der deutschen und ausländischen Läufertlasse in interessanten Begegnungen, und manch hervorragende Leistung wurde auf dem Fußweg, der das große Oval der heute noch vorhandenen Tennisplätze umschloß, in hartem Kampf be= Zehn Jahre Geschichte der Lahnkreis- Ligavereine. Nr. 12 Jm Spieljahr 1920-21 gab es eine Lahnkreis- Liga von 7 Vereinen, die am Schluß folgende Reihenfolge in der Tabelle hatten: VfB. Marburg 20: 4 Punkte, VFR 1900 Gießen 16: 8, VFB. Gießen 12:12, T. i. SV. Marburg 11:13, FC. Wehlar 9:15, Germania Marburg 9:15 und BC. Weylar 7:17. 1921-22 gehörten VfB. Marburg und SC. 1900 Gießen zur Gauliga, die 8 Vereine umfaßte. Marburg belegte mit 19: 9 Punkten den dritten und Gießen mit 9:19 den sechsten Platz. die Lahnkreisliga bestand aus 8 Vereinen: FC. Wetzlar 24: 4. T. u. SV. 1860 Marburg 22: 6, Germania Marburg 19: 9, VfB. Gießen 19: 9, BC. Wetzlar 14:14, FV. Breidenbach 6:22, Spusp. Dillenburg 6:22 und Spielogg. 1904 Gießen 2:26. In den Spieljahren 1922-23 und 1923-24 gab es keine Gauliga, sondern nur Kreisliga, in denen alle Ligavereine eines jeden Kreises vereinigt waren( ,, Einheitsliga"); im ersten Jahre fanden die Vorspiele und im zweiten Jahre die Rückspiele statt. Der Lahnkreis stellte 9 Vertreter; die Reihenfolge war Ende 1922-23: FC. Wetzlar 14: 2, VfB. Gießen 10: 6, T. u. SV. 1860 Marburg 10: 6, SC. 1900 Gießen 10: 6, BC. Wetzlar 7: 9, VfB. Marburg 6:10, Spielogg. 1904 Gießen 6:10, Germania Marburg 6:10 und Spusp. Dillenburg 1:15; am Schluß des Jahres 1923-24 jah die Reihenfolge so aus: FC. Wezlar 14: 2, VfB. Marburg 12: 4, T. u. SV. 1860 Marburg 9: 7, SC. 1900 Gießen 9: 7, Spielngg. 1904 Gießen 8: 8, VB. Gießen 7: 9, BC. Wetzlar 7: 9, Spuſp. Dillenburg 3:13 und Germania Marburg 3:13. Für 1924-25 und 1925-26 wurde das zweijährige Spielsystem beibehalten, aber wieder eine Trennung in Gauliga und Kreisliga vorgenommen. Aus dem Lahnkreis stiegen die vier Besten der Tabelle vor vorangegangenen Jahre auf; unter 14 Konkurrenten erzielten diese folgende Plätze: 9. VfB.- Kurhessen Marburg( 26:26 Punkte), 10. FC. Wehlar( 20:32), 12. Kurhessen Marburg( 11:41) und 13. SC. 1900 Gießen( 10:42). Die Fußball- Abtlg. des T. u. SV. 1860 Marburg hatte sich von diesem getrennt, zunächst unter dem Namen SV. Kurhessen" selbständig gemacht, bald aber mit dem VfB. vereinigt; für den Abstieg 3 Vereine, drunter SC. 1900 Gießen zählte Kurhessen aber noch mit. Zur Lahnkreisliga gehörten in diesen Jahren: VfB. Gießen 21: 3, Germania Marburg 20: 4, VfR. Buzzbach 12:12, BC. Wetzlar 11:13, Hessen" Frankenberg 10:14. Spielogg. 1904 Gießen 8:16, Spusp. Dillenburg 2:22 und FV. Breidenbach( nach dreimaligem Nichtantreten ausgeschlossen), also zusammen 8 bezw. 7 Vereine. Infolge der Umänderung der Bezeichnungen ,, Gau" und ,, Bezirk" in ,, Bezirk“ und„ Gau" und nach Wegfall der Bezeichnung Kreis" erhielt 1926-27 die oberste Ligaklasse den Namen ,, Bezirksklasse 1" und die andere Ligaklasse den Namen ,.Bezirksklasse 2". Erstere wurde in die Südgruppe mit 7 und die Nordgruppe mit 8 Vereinen geteilt. In der Südgruppe hatten die beiden Lahnkreisvertreter nachdem der FC. Wetzlar zum Schluß folschon nach dem ersten Spiel verzichtet hatte gende Plätze: 3. VfB. Gießen 11: 9 und 6. VB. Kurhessen Marburg 1:19. Die 2. Bezirksklasse wies einen starken Bestand, nämlich 11 Vereine auf, die sich schließlich so gruppiert hatten: Germania Marburg 30:10, Spielogg. 1900 Gießen( nach Zusammenschluß von SC. 1900 und Spielogg. 1904) 30:10, V. Odershausen 28:12, FC. Wezlar 21:19, BC. Wezlar 20:20, SV. Herborn 20:20, VfR. Butzbach 19:21, Hessen Frankenberg 19:21, SC. Niedergirmes 12:28, Sportvgg. Dillenburg 11:29 und SC. Gladenbach 10:30. 1927-28 blieb dieselbe Klasseneinteilung. In der Südgruppe der 1. Bezirksklasse errang Germania Marburg mit 5:18 den fünften und VfB. Gießen mit 3:17 den sechsten( letzten) Plazz. Zur 2. Bezirksklasse gehörten 9 Vereine: VfB.- Kurhessen Marburg 27: 5, Spielogg. 1900 Gießen 22:10, Weklarer SV( nach Vereinigung von FC. und BC.) 20:12, FB. Ockershausen 18:14, VfB. Kirchhain 15:17, Oranien Frohnhausen 14:18, Hessen Frankenberg 11:21, VFR. Butzbach 9:23 und SV. Herborn 8:24. Auch 1928-29 wurde an der Zahl der Spielklassen nichts geändert. Die Südgruppe der 1. Bezirksklasse umfaßte 6 Vereine, von denen VB.- Kurhessen Marburg mit 8:12 den dritten und Germania Marburg mit 5:15 den fünften Platz belegten. Die Gebiete der Bezirksklassen 2 richteten sich aber jeht nicht mehr nach den ehemaligen 3,, Kreisen", sondern nach den Gauen; nur in Südhannover blieb es beim alten System. So tam es, daß im ehemaligen Lahnkreis 18 Vereine der 2. Klasse angehörten, nämlich je 9 im Gau Gießen- Wetzlar und im Gau Marburg; dort: VfB. Gießen 31: 1, Wetzlarer Sport verein 20:12, Spielpgg. 1900 Gießen 20:12, SV. Herborn 19:13, Oranien Frohnhausen 14:18, Spusp. Burg 12:20, Sportogg. Dillenburg 12:20, SC. Niedergirmes 10:22 und VfR. Butzbach 6:26; hier: FV. Odershausen 28: 4, FV. Breidenbach 22:10, FV. Wallau 21:11, VfB. Kirchhain 20:12, Eintracht Allendorf 16:16. F. Wiesenbach 11:21, Hessen- Frankenberg 5:27 und SC. Gladenbach 5:27. Der Abstieg fiel fort; ein allgemeiner Aufstieg auf Grund des ,, Neufo- Systems" setzte ein. 1929-30 wurde als höchste Ligaklasse die ,, Bezirksliga" eingerichtet; sie umfaßte 8 Vereine, darunter VfB.- Kurhessen währter Kräfte erzielt. Man denke in diesem Zusammenhang nur an den lange Jahre vor dem Kriege an dieser Stelle von Hanns Braun München aufgestellten deutschen 400- m- Reford von 49 Sef., den er selbst 1912 bei den Olympischen Spielen in Stodholm auf 48,3 Gef. verbesserte, und der erst vor wenigen Jahren von Büchner unterboten wurde. Und Hanns Braun startete mit besonderer Vorliebe auf der Frankfurter Bahn, wo er genau so beliebt war wie überall, wo er am Start erschien. Nun besaß die seinerzeit in der Leichtathletik führende Frankfurter Hermannia" in Willy Spreng einen talentierten und aufstrebenden Sprinter, dessen ganzer Ehrgeiz dahin ging, einmal auf Frankfurter Boden dem berühmten Hanns Braun eine Niederlage beizubringen. Sein Trainer, der auch heute noch unter dem Namen der schmale Mann" in Frankfurt gut bekannt Lippsch, hatte denn auch seinen Schützling auf den Tag fit gemacht, und das Duell mit Braun fonnte beginnen. Voller Spannung postierte sich unser Lippsch mit dem unvermeidlichen Regenschirn unterm Arm in der Höhe der Zielfurve und hatte die Freude, seinen Mann hier auf der Außenbahn furz vor Braun in Führung zu sehen. Die Aufregung war jedoch für Lippsch allzu groß. Begeistert beugte er sich vor und feuerte Spreng mit lauten Rufen an. Leider hatte er dabei vergessen, seinen Regenschirm festzuhalten. Dieser fiel ausgerechnet auf die Laufbahn und Spreng vor die Füße, so daß dieser ins Stolpern geriet, aus dem Takt kam und Hanns Braun vorbeilassen mußte. Mit dem Sieg war es also wieder nichts. Sicherem Vernehmen nach soll der übereifrige Manager Mühe gehabt haben, sich den zornentbrannten Klubkameraden durch schleunige Flucht zu entziehen. Für den Spott brauchte er ebenfalls nicht zu sorgen, denn der hing ihm noch jahrelang nach. Und Willy Spreng ist später noch manchesmal gegen Hanns Braun gelaufen, doch hat es zu einem„ Beinahe- Sieg" nie wieder gereicht. Nichtsdestoweniger ist er zweifellos heute noch der stillen Ueberzeugung, Hanns Braun damals bestimmt geschlagen zu haben, wenn nicht das erwähnte Mißgeschick mit dem Regenschirm eingetreten wäre Mittwoch, den 11. Februar 1931. Marburg, der sich am Schluß des Vorjahres unter den vier besten Vereinen der Tabelle in der Südgruppe der 1. Bezirksflasse befunden hatte; diesmal erzielte er nur den 6. Platz mit 10:18 Punkten. Die 1. Bezirksklasse bestand aus 4 Gruppen: Lahn, Kassel, Fulda und Südhannover. Die Gruppe Lahn vereinigte wieder 8 Vertreter des ehemaligen Lahnkreises: FB. Odershausen 20: 8, VfB. Gießen 20: 8, SpVg. 1900 Gießen 19: 9, Germania Marburg 17:11, Weglarer SB. 13:15, FV. Breidenbach 8:20, S. Herborn 8:20 und FV. Wallau 7:21. Die 2. Bezirksklasse paßte sich nun ganz den 6 Gauen des Bezirkes an. Im Gau Gießen- Wetzlar gehörten ihr 9 und im Gau Marburg ebenfalls 9 Vereine, nämlich einerseits Oranien Frohnhausen 22:10, SC. Niedergirmes 19:13, Spuip. Ehringshausen 18:14, Spusp. Burg 16:16, Sportogg. Dillenburg 16:16, VfB. Aplar 15:15, SB. Heuchelheim 15:17, VfR. Butzbach 14:18 und Alemannia Sechshelden 9:23; andererseits( alphabetisch geordnet, da die endgültigen Punktegewinne nicht bekannt wurden) Eintracht Allendorf, Spusp.„ Auf der Heide" Bottenhorn, SV. Feudingen, Hessen Frankenberg, SC. Gladenbach, FC. Laasphe, FV. Marbach, VfB. Wetter und FV. Wiesenbach. Frohnhausen und Wiesenbach stiegen zur 1. Bezirksklasse auf; diese gab ihrerseits im ganzen Bezirk 9, von der Gruppe Lahn 2 Vereine an die Bezirksliga ab, so daß lettere im Jahre 1930-31 in zwei Gruppen, Süd und Nord, geteilt werden mußte. Die Südgruppe hat 9 Vereine, darunter VfB.- Kurhessen Marburg, VfB. Gießen und FV. Odershausen. In der Gruppe Lahn der 1. Bezirksklasse spielen 3. 3t. noch 7 Vereine, nachdem VfB. Kirchhain( der im Vorjahre in der Gruppe Kassel hatte mit spielen müssen) und SV. Herborn verzichtet haben. Durch die Bildung des Gaues Dill" hat der ehemalige Lahnkreis jetzt drei Gaue, also auch drei Gruppen 2. Bezirksklasse, und zwar Gau Marburg mit 10, Gau Gießen- Wetzlar mit 8 und Gau Dill mit 8 Vereinen. Im ganzen beherbergt also das Gebiet des Lahnkreises die respektable Zahl von 36 Ligavereinen! Ob diese Quantität im richtigen Verhältnis zur Qualität steht, ist eine andere Frage; jedenfalls kann man mit Recht seufzen: ,, NeufoSystem, höre auf mit deinem Segen!" Aus Gießen und Umgegend. Wieseck 1. Daubringen 1. 2: 5( 2: 3). Beide Mannschaften standen sich in einem Freundschaftsspiel gegenüber. Daubringen ging gleich mächtig aus sich heraus und lag bald mit 3: 2 in Führung. Nach dem Seitenwechsel ließ Wiesed merklich nach und mußte sich noch weitere zwei Tore gefallen lassen. Die Playzelf gab sich die größte Mühe, das Resultat noch zu verbessern, doch vergebens. Bei besserer Leistung des Ersatz- Torhüters hätte manches Tor verhütet werden können. Daubringen 2. Leihgestern 1. 0: 5( 0: 2). Hier wartete man vergebens auf den angesetzten Schiri. Ein Schiedsrichter des Plazvereins leitete das Spiel zur Zufriedenheit beider Parteien. an. Aus Steinberg. Steinberg 1. Steinbach 1. 5: 0( 4: 0). Steinberg 2. Steinbach 2. 1: 3( 1: 1). Die beiden ersten Mannschaften lieferten sich von Anfang an einen fairen Kampf. Steinbach trat in alter Aufstellung In den ersten 10 Minuten war das Spiel verteilt aber dann übernahm Steinberg die Führung und schoß in der ersten Halbzeit in regelmäßigen Abständen 4 Tore. In der zweiten Halbzeit gelang Steinberg nur noch ein Elfmeter, denn Steinbach verteidigte recht gut, wenn auch manchmal zahlreich. Auch die beiden zweiten Mannschaften lieferten sich einen harten Kampf, der bis zur Halbzeit 1: 1 stand. In der zweiten Halbzeit konnte Steinbach noch zwei weitere Tore erzielen. Die Schiris bei beiden Spielen leiteten gut. Bobenhausen Ulrichstein 1: 2( 0: 2). Der pünktliche Anpfiff des Schiedsrichters KreuderGrünberg schien teilweise eine ungewohnte Sache zu sein, denn als er das Leder um 1% Uhr freigab, war der Platzverein noch nicht vollzählig zur Stelle. Nachdem sich die Plazzelf vervollständigt hatte, entwickelte sich ein recht flottes Spiel, bei dem man auf beiden Seiten recht hart, wie in einem Lokal- Derby üblich, kämpfte. Ulrichstein übernahm bald nach Anstoß die Führung und erhöhte bis Halbzeit durch Elfmeter auf 2: 0. Einig Edbälle konnten auf keiner Seite verwandelt werden. Durch einen schönen Schuß erzielte der Platzverein das Ehrentor. Lich 1. Jgd. 1900 Gießen 1. Jgd. 1: 6( 0: 4). Am Sonntag standen sich obige Jugendmannschaften im Pflichtspiel gegenüber. Die 1900er traten mit Ersatz an, der sich aber ausgezeichnet in der Mannschaft bewährte. Als die Besseren entschieden die 1900er das Spiel für sich. Die Licher Jugend leistete aber den erdenklich größten Widerstand. In den ersten 15 Minuten konnten die Einheimischen das Spiel sogar völlig offenhalten, bis sich die Gäste mehr und mehr gefunden hatten und als Abschluß eines schönen KombinationsSpieles in turzen Zeitabständen bis zur Halbzeit vier prachtvolle Tore einsandten. Nach der Pause wurde das Spiel härter, doch der Schiedsrichter Schott Butzbach sorgte dafür, daß das Spiel keine allzu harten Formen annahm. Ein schneller Vorstoß der Plazmannschaft überrumpelte die Gießener Hintermannschaft und brachte den Einheimischen den verdienten Ehrentreffer. Die technische Ueberlegenheit der 1900er führte noch zu zwei weiteren Toren, an denen selbst der ausgezeichnete Torhüber der Licher nichts ändern konnte. Die Licher kamen dann wieder mehr auf, brachten es aber nicht fertig, die gute Hintermannschaft der Gäste zu überwinden. Ehringshausen 1. Buzbach 1. 6: 2( 2: 2). Vor ungefähr 350 Zuschauern begann 3.15 Uhr das inter„ Gießener Zeitung" essante Treffen. Als Schiedsrichier mußte Herr Böche r- Gießen noch in letter Stunde für den zu einem höheren Spiele bestimmten Schr. Kunze fungieren. Darüber großes Murren in beiden Lagern. VjR. Butzbach hatte nämlich auch einen großen Anhang mitgebracht. Das Treffen war für Butzbach insofern von großer Bedeutung, als sie bei diesem Spiel zur Erlangung der Meisterwürde nur noch einen Punkt benötigten. Doch es fam anders. Anfangs ging Buzzbach sehr aus sich heraus und fonnte innerhalb 16 Minuten mit 2: 0 führen. Da trat ein fleiner Zwischenfall ein. Ein Ehringhauser Spieler wurde vom Schr. verwarnt. Daraufhin drang ein Fanatiker von E. aufs Spielfeld. Jm Augenblid begaben sich zirka 20 Zuschauer beider Parteien auf das Spielfeld. Das Spiel mußte infolgedessen für vier Minuten unterbrochen werden. Nachdem sich alles aufge= flärt hatte und die Zuschauer durch die tadellos funktionierende Plazordnung beruhigt waren, konnte der Schr. das Spiel bis zum Schluß ohne jeden Anstoß durchführen. Es entwidelte sich gleich auf beiden Seiten ein sehr lebhaftes Spiel. Bis zur Pause konnte E. ausholen und beim Seitenwechsel stand die Partie 2: 2. Nach der Pause ließ B. merklichy nach, sie hatten sich in der 1. Hälfte offensichtlich zu sehr verausgabt. Ehringsh. fonnte in regelmäßigen Abständen noch vier weitere Tore erzielen. Das Spiel stand beim Schlußpfiff 6: 2 für E. Des= Der Platz war mit einer leichten Schneeschicht bedeckt. halb piiff der Schr. auch schließlich bei jeder Kleinigkeit, sicher, weil er die ihm anvertrauten Spieler in Gefahr glaubte. Seine Leitung im allgemeinen war forrekt und einwandfrei. Handball. Kurhessen Kassel wieder Handball- Bezirksmeister. Sportklub 03 Kassel 7: 3( 2: 1). Kurhessen Kassel Mit der Ermittlung des Bezirksmeisters ist wieder eine Spielzeit um, die auch dieses Jahr wieder im Endspiel ihren Höhepunkt erreichte. Kurhessen und Sportklub 03 waren die übriggebliebenen Gegner und zweifellos auch die beiden besten Mannschaften des Bezirks. Abermals hat Kurhessen den Meistertitel errungen und damit die Aufgabe, Hessen- Hannover in den Endspielen um die Westdeutsche Meisterschaft zu vertreten. In dem Schlußspiel stand den Kurhessen eine gute Portion Glüd zur Seite, denn einmal mußte 03 ohne den ausgezeichneten Torhüter Engelhardt antreten und zum anderen waren die 03er im Felde unbedingt die bessere Elf. die den Kampf mit größe: rem Eifer und besserer Taktik bestritt. Noch in der Mitte der zweiten Halbzeit beim Stande von 3: 3 glaubte man an eine Verlängerung, als plötzlich eine Wendung eintrat. Die Kurhessen tamen mehr auf, und als sie ihren linken Flügel besser bedienten, gelangen von dieser Seite noch einige Tore, die den Sieg sicherstellten. Hinzu kam, daß Georges im 03er- Tor bei einer Abwehr sich an der Hand verletzte und nun sehr unsicher wurde. Die Kurhessen ervangen Sieg und Titel mit folgender Mannschaft: Amling Müller, Thomas Hegler II, Höschen, Vogt Thiel, Hegler I, Benscher, Orthen, Wassermann. In Westdeutschland muß die Elf unbedingt mehr zeigen, wenn sie unseren Bezirk würdig vertreten soll. Sportliches Allerlei. Folgen der Amateurkrise. Der bekannte ehemalige Ligaspieler Dr. Steinlein ist aus dem Vorstand des 1. FC. Nürnberg ausgeschieden. Dr. Steinlein hat sich auf dem grünen Rasen und in der Verwaltung des„ Klubs" mit großem Erfolg betätigt. Sein Ausscheiden erfolgte, weil er für die gegenwärtigen Kompromisse in der Amateurfrage nicht zu haben ist, sondern flare Verhältnisse wollte und daher die Einführung eines Berufsspielertums befürwortete. Die deutsche Stimeisterschaft gewann Gustl Müller zum Britten Male; Rednagel siegte im Sprunglauf. Aus Nah und Fern. Beuern, 10. Februar. Bei Gastwirt Sommerlad fand eine gutbesuchte Handwerkerversammlung statt. Nach einem Vortrag des Syndikus der Handwerkskammer- Nebenstelle Gießen, Röhr, über ,, Die Notwendigkeit und Bedeutung der Organisation des Handwerks", sowie einem Referat des Geschäftsführers, Herrn Herm. Kirchner Gießen, über die Beratungsstelle des Bezirksverbandes der Gewerbevereine wurde ein Gewerbeverein gegründet, dem sofort 21 Mitglieder beitraten. Die Vorstandswahl hatte folgendes Resultat: Friedrich Karl Nebeling, Malermeister, 1. Vorsitzender, August Ranft, Glasermeister, 2. Vorsitzender, Wilh. Fuhr, Steinhauermeister, Schriftführer und Wilh. Volf, Schuhmachermeister, Rechner. Lich. Die jüngste Tochter des Fürstenpaares von SolmsHohensolms- Lich, Prinzessin Maria Anna, hat sich mit dem Burggrafen und Grafen Christoph zu Dohna- Schlobitten verlobt. Hungen. Beim Holzfällen wurde ein Arbeiter von cincm stürzenden Baum getroffen und auf der Stelle getötet. Bad Nauheim. Bis zum 5. Februar 1931 betrug der Gesamtbesuch 827 Gäste. Anwesend waren am 5. Februar 544 Gäste. Schlitz. Bei einer abgehaltenen Polizeijagd auf Schwarzwild wurden im Schutzbezirk Sassen zwei Sauen erlegt. Nur für Brauchen Sie billiges unkindbares Geld? zum Hausbau- Kauf oder zur HYPOTHEKENABLÖSUNG so wenden Sie sich an die 99 Baudag" Gemeinnützige Bausparkasse Aktiengesellschaft, Sitz Aachen. Auf Wunsch kostenlos u, unverbindlich Prospekt od. Vertreterbesuch durch die Geschäftsstelle i. Weilmünster: H. Lütcherath, Oberingenieur, Weilmünster/ Oberlahnkreis, Weilstr. 4 Rundfunkhörer die es noch nicht wissen: Das ausführlichste Rundfunk- Programm der Welt und den weiteren interessanten reichillustrierten Inhalt finden Sie in der ältesten deutschen Funkzeitschrift Der Deutsche Rundfunk Einzelheft 50 Pf., monatlich RM 2.-. Eine Postkarte an den Verlag Berlin N24 genügt und Sie erhalten kostenlos ein Probeheft Hier bei: Zigarrenhaus E.Reuter ader); Staatl. Lotte: ie Einnahme Flimm; os. Chambré; F. Eifert; S. Loeb; Fris. Lot; ( früh.Buch Nr. 12 Büdingen. Die Meggerzwangsinnung für den Kreis Büdingen mußte in ihrer Jnnungskasse Veruntreuungen feststellen, die sich auf rund 2300 Reichsmart belaufen. Wichtige neue ministerielle Bestimmungen für die Einkommen, Büdingen. Infolge Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche auf Hof Rinderbügen kann der auf den 17. Februar d. J. festgesetzte Rindvieh- und Schweinemarkt nicht stattfinden. Der Pferde und Krämermarkt bleibt in dem angekündigten Um= fange bestehen. Erschließung von Tonlagern im Vogelsberg. Wüstwillenroth. Die gegenwärtig im Bau befindliche ,, Vogelsberger Südbahn"( Verlängerung der Wächtersbach- Birsteiner Kleinbahn nach Norden bis Hartmannshain) ermöglicht es endlich, die ausgedehnten Tonlager der Gemeinde Wüstwillroth zu erschließen; im kommenden Frühjahr soll bereits mit der Herstellung von Feldbrandsteinen begonnen werden. Darmstadt, Gegen den ,, Dadderich" wurde wegen Beleidigung des Ministers für Arbeit und Wirtschaft, Korell, Klage erhoben. Darmstadt. In der vergangenen Nacht wurde ein Pelzgeschäft in der Wilhelminenstraße ausgeplündert. Die Einbrecher raubten 25-30 Pelzmäntel im Werte von ungefähr 6000 RM. Darmstadt. Am 10. Februar konnte der langjährige verdienstvolle Vorsitzende des Hessischen Verkehrsverbandes, Kaufmann Theodor Stemmer in Darmstadt, seinen 70. Geburtstag begehen. Wetzlar. Die Leitz- Werke widmeten die 50 000. 2cicaKamera dem verdienten Asienforscher Dr. Filchner. Dillenburg. Auf den Höhen des Westerwalds macht sich in letzter Zeit eine große Wildschweinplage bemerkbar. Durch die Kälte werden die Tiere aus ihrem Versted hervorgelockt und können leicht abgeschossen werden. Dillenburg. Einer Anregung des Gemeindevorstandes entsprechend, haben sich in Mandeln sämtliche Krisenunterstützungsempfänger entschlossen, in jeder Woche einen Tag für die Gemeinde zu arbeiten. Marburg. Eine exemplarische Strafe erhielt ein junger Mann, der aus Uebermut einen Feuermelder einschlug. Er wurde zu 500 RM. Geldstrafe verurteilt. Biedenkopf. Bei der hiesigen Kreiskommunaltasse ist in Fehlbetrag von 1000 Mark festgestellt worden. Der vera it vortliche Beamte ist vom Dienst suspendiert worden. 15 Kinder beim Rodeln verlegt. Grebenstein. Beim Rodeln schlug ein mit 15 Kindern besetzter Schlitten in einer Kurve um. Sämtliche Kinder erlitten Verletzungen, davon zwei Geschwister so schwere, daß sie ins Kasseler Krankenhaus eingeliefert werden mußten. Entgleisung von zwei Wagen eines D- Zuges. Frankfurt a. M., 10. Februar. Heute nacht entgleiste von dem Schlafwagen- D- 3ug D 4 Frankfurt- Main- Basel bei der Durchfahrt des Bahnhofes Gernsheim der Packwagen und der nachfolgende Schlafwagen. Personen wurden nicht verletzt. D 4 erlitt eine Verspätung von 150 Minuten. Die Ursache der Entgleisung ist noch nicht geflärt. Paris. In Paris wurden zwei Bankiers verhaftet, die zum Schaden ihrer Kunden 14 Millionen Franc unterschlagen hatten. Das betreffende Bankhaus hatte in der Provinz 150 3weigstellen. In den Kassen befanden sich insgesamt 500 Franc. Fünf Millionen Drachmen gesucht! Flüchtig nach Unterschlagung von fünf Millionen Drachmen zum Schaden der griechischen Nationalbank ist ein Konstas. Auszeichnung eines Deutschen in Rußland. Moskau. Bez Redaktions fendung n 44. 80 Der Fi fich sehr au gogijchen Der R timmungen Bung anger baldmöglich plans mit d politijden find. Der R ernannten feines Beg Reichsmini Reichs Bertretung Reigst Führern de wird damit Bordringlich Serbit verte In eine Rede über jcharje Krit einen energ Bei de nifteriums Erklärunge Anläg am Donner aus ftaatlic Orsenigo. Denburg, R die Botjchaj Ministerprä Reichs cinen tur bringen w Abgeor jchen Landt Mittwoch p Andre des Reichst Wie de Buch Gotti fertiggedru anitandeten Generalitaa Der Dem deutschen Bergwerksingenieur Liebhardt, der im Donezbeden beschäftigt ist, wurde von der Sowjetregierung der Lewin- Orden verliehen. Zugleich erhielt Liebhendt eine Prämie von 5000 Rubel. Die Auszeichnung erfolgte für eine Erfindung des Ingenieurs, die eine Art Kohlenförderung am laufenden Band gestattet. Die Kohlenwagen können entladen werden, ohne auseinandergekuppelt zu werden. Neue Bücher. So sehen uns die Japaner. Köstlich sind diese bunten Bilder= bogen bildchen eines alten japanischen Holzschnittmeisters, auf denen er seinen Landsleuten die merkwürdigen Sitten und Gebräuche der Europäer darstellte. Das neue Heft der ,, Woche" bringt zu einem aufschlußreichen kleinen Aufsatz viele dieser Bilder in farbiger Reproduktion. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen Garantiert 14. Februar Hess. KrüppelfürsorgeGeld- lotterie 5086 Geldgewinne und 1 Prämie Mark 35000 Höchstgewinn Mars 15000 30 Pfg mehr Stuttgart Lose zu M. 1.- Porto and Liste J. Schweickert, Marktstr Fernapi 24090 Postschk to Stuttgart 2055 Hier in allen Verkaufsstellen R H. Lublinsky; W. Semmler; W. Weber; Konr. Emmerich; L. Joost; Herm. Kuhl. RADIO == Für d. Vertrieb uns. bek. 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