97r. 80 Flugzeug aus Brag eispiel des Wiener Ties der Prager Tierid und dem übrigen Sb alben mittels Flugge e entsprechende Bitte b Digen Stellen um Unte Arras aufgefunde ras werden in der let Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Für Aufbewahrung oder Rüddung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Soldatenleichen angefteldoktionsschluß früh 8 Uhr. Oftober wurden 191 26 amen festgestellt wette wie 37 Franzosen, dem Franzofen aufgefahrg. Sinten auf dem Lan misters befchlagnah dfitz des amerikanije on Boston beschlagnah en Getränken im Wes ie fich in der Garage rhaftet. - Bolitische Rundschau. Die Tagesordnung zur 122. Sigung der letzten Sitzung des ( Hessischen Landtages auf Dienstag, den 13. Oktober, vorttags 10 Uhr umfaßt 26 Punkte. Als größte Regierungsvor: em Tage geſchloſſen. are wird lediglich bas Naturschutzgesetz verabschiedet werden. Der Aeltestenrat des Reichstages ist für Montag 17 Uhr in Trust Compagny nterhält und über Einberufen worden. verfügt, hat ihre G die Mehrzahl davon i die anderen in Mit etroffen. sverband! ach den Richtlinien s furzem gegründet, hienene 32- seitige Dr ten- Eröffnungsprogram ler und Kapellen ven nd eine sehr zielbewus den direkten Bezug Elektrisch aufgenommen Clangor- Schallplatten toftet 1,70 RM., zuzüglich Porto.) t mit Gutschein für e jendet der Schallplattes , Berliner Straße 414 Jer. Der Reichsrat stimmte am Donnerstag den drei internatiolen Abkommen zur Vereinheitlichung des Wechselrechtes zu. In der Donnerstag- Sigung des Hauptausschusses des Deuten Industrie- und Handelstages sprach Reichshankpräsident 2. Luther über Reichsreform und Wirtschaft, wobei er ein ernutes nachdrückliches Bekenntnis zur stabilen Währung ablegte. Die österreichische Bundesversammlung hat den bisherigen Andespräsidenten Mitlas mit 109 von 203 abgegebenen Stimmen abermals für vier Jahre zum Bundespräsidenten gewählt. der Heimatblock war der Wahlhandlung ferngeblieben. Während des Besuches Lavals in Washington wird außer der Reparations- und Schuldenfrage auch die Sicherheitsfrage pischen Hoover und dem französischen Ministerpräsidenten berochen werden. Meldungen aus Tokio zufolge nahm das japanische Aus= nirtige Amt zu den Vorgängen in der Mandschurei in einer Reise Stellung, die Anlaß zu ernstesten Besorgnissen gibt. Die japanische Flottenleitung hat 19 Kriegsschiffen Befehl ateilt, nach chinesischen Häfen in See zu gehen, und zwar fünf Kriegsschiffe nach Schanghai, 2 Kriegsschiffe nach Hankau und je eins nach Nanting, Port Arthur und verschiedenen anderen Küstenstädten. In Schanghai und Nanking ließen die japanfeindlichen Bontottausschüsse die Kaufleute, die japanische Waren feil: „ Mord und Totschlag hielten, in großen hölzernen Käfigen durch die Stadt fahren, rt Elwenspoet. Giro daß das japanische Geschäftsleben völlig lahmgelegt ist. mit einem Bilderanhang geheftet 3,50 KM, in wir ein Bug je außerordentlich inter Rriminalpolizei heute g chen, chemischen, pinhole Buch an Hand unzählige , hier spricht das Leba lich auf amtlichem To chendem Maße von de twurde. Er selbst bring Regisseur. Er weiß ge auf seine Kosten, de manns Monatsheften it. Es ist interesant ftrierte Monatsschrift geblieben ist, ihrem unst und Kultur, Lites erlag Georg Westerman njeren Lefern gegen G ten startes Heft mit viel Ter Menge von ein ibersenden, um ihnen G erte Monatsschrift tenn rgünstigung recht reig n Klein in Gießen off * Union.** CCCCCCC In einer vom Einheitskomitee sozialdemokratischer und ommunistischer Arbeiter einberufenen stark besuchten Versammeng in Mannheim vollzog Mittwoch abend der aus der Sozialdemokratischen Partei ausgeschlossene Mannheimer Stadtpfarrer Edert seinen Uebertritt zur Kommunistischen Partei. Bei Haussuchungen in Bad Salzungen wurden drei kom= munistische Funktionäre festgenommen. Pressemeldungen zufolge steht die Verhaftung des Diensthechtes Kurt Bartels im Zusammenhang mit dem Eisenbahnanschlag bei Jüterbog. Bartels bestreitet jedoch jede Verbindung. eins Boriikente und übersichtlich ie Ausgaben lifiert bill, rein notwendig ort das instaffebud sgeber n Gießen Am Donnerstag wurde das neueste Schiff der Reichsmarine, kleine Kreuzer ,, Leipzig", in Wilhelmshaven in Dienst ge= kellt. Die Gesamtverschuldung des Reiches ist im zweiten Quartal s. um 195 auf 11 537,2 Mill. RM. gestiegen. Davon wurden lein 170 Mill. RM. durch unverzinsliche Schahzanweisungen afgebracht. Eine vorläufige Ministerliste. Reichskanzlei und Auswärtiges Amt: Dr. Brüning; Wehrministerium unter gleichzeitiger Verwaltung des Innenministeriums: Groener; Finanzen: Dietrich; Wirtschaft: Warmbold; Arbeit: Stegerwald; Ernährung: Schiele; Post: Schäßel; Justiz: Joel; Ohne Portefeuille: Treviranus. Für das Verkehrsministerium ist eine endgültige Besetzung ich nicht gefunden worden. Gesprächsweise tauchte in diesem 3jammenhang der Name des Generaldirektors der Reichsbahnjellschaft, Dorpmüller, auf. Wegen des Innenministeriums sind die letzten Verhandlun n noch nicht abgeschlossen. Es wird behauptet, daß Geßler im Rufe des Freitag nachmittag eine gewisse Neigung zu erkennen geben habe, in das Kabinett einzutreten und dieses Ressort übernehmen. Hindenburg empfängt Hitler. Berlin. Von amtlicher Stelle wurden am Freitagmittag gewisse Mitteilungen dementiert, die davon berichteten, der Reichspräsident in den nächsten Tagen den Führer der Sationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, Adolf Hitler, pjangen werde. Nach unserer Kenntnis der Dinge hat dieses Dementi rein formale Bedeutung. Es steht nämlich fest, daß für Sonnabend eine Audienz tlers bei Hindenburg angesetzt worden ist, die auf ein mehrere Nochen zurückliegendes Gesuch Hitlers um die Gewährung einer jönlichen Aussprache zurückgeht. Die Bedeutung des Empfanges angesichts der bevorstehen= in Tagung der nationalen Opposition in Bad Harzburg ist mht zu verkennen, und zweifellos wird der Empfang nicht nur wenige Minuten beschränkt sein. Der Reichspräsident selbst vielmehr den Wunsch, sich von Hitler eingehend dessen Aufjjung über die politische Situation darlegen zu lassen. 3war Hindenburg schon bei früheren Gelegenheiten Nationalgialisten empfangen, Hitler aber wird zum erstenmal im Prä fuentenpalais sein. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 10. Oktober 1931 Laval zur Erörterung der Schuldenfrage bedingungsweise bereit. Newyork. Das Staatsdepartement ist von dem Pariser amerikanischen Botschafter unterrichtet worden, daß Laval bereit sei, die Schuldenfrage zu besprechen. Die Franzosen würden jedoch keiner Schuldenstundungsverlängerung zustimmen, ohne gleichzeitig festzulegen, was den weiteren Stundungsjahren zu folgen habe. Die ,, Newyork Times" erklärten, Hoover sei nach wie vor gegen eine beträchtliche Schuldenminderung oder gar völlige Streichung. Kandidatenliste des Christlich- sozialen Volksdienstes. Der Christlich- soziale Volksdienst( Evangelische Bewegung) hat zur Landtagswahl am 15. November folgende Spitzen- Kandidaten nominiert: 1. Greb, Lehrer, Mainz Weisenau, 2. Schmitz, Geschäftsführer, Gießen, 3. Laufer, evang. Arbeitersekretär, Darmstadt, 4. zur Nieden, Jugendpfarrer, Offenbach a. M., 5. Schneider, Studienassessor, Grünberg. Sozialistische Ruhmestaten! Die sozialdemokratische Zeitschrift„ Die Gemeinde" bringt folgenden Stoßseufzer:„ Bescheidenheit oder? Für einen guten deutschen Spießbürger mit der einzig wahren General- AnzeigerGesinnung ist alles Schlechte( also vor allem Steuern ,,, Korruptionen", Zugverspätungen und überfüllte Omnibusse) Sym bol des neuen Staates, Symbol der neuen Kommune. Alles aber, was mit großen Schwierigkeiten geschaffen wurde, wird als selbstverständlich in Gnade hingenommen. Er sieht nicht das urbar gemachte Land, die Dämme und Deiche, die Brücken und Straßen, weiß nichts von den neuen Schulen, Sportplätzen, Krankenhäusern und Volksbädern, den Jugend- und Altersheimen. Er sieht zwar die neuen Siedlungen in Stadt und Land und all die neuen Wohnblods; niemals aber denkt er daran, daß dieses Aufbauarbeit des neuen Staates und weitsichtiger Kommunen ist. Gas, Wasser, Elektrizität, Kanalisation und Müllbeseitigung, die Abwicklung des Verkehrs, alles ist ihm Selbstverständlichkeit geworden. Was weiß er von der Aufbauarbeit Preußens oder den Kulturtaten der letzten, sozialdemokratisch beeinflußten Braunschweiger Regierung? Er weiß nichts von all dem, was sozialistisch beeinflußte Regierungen und Gemeinden geleistet haben und noch immer leisten. Aber es ist nicht schlechter Wille, Nicht- sehen- wollen oder -können, sondern schuld ist vor allem unsere allzu große Bescheidenheit. Es genügt nicht nur aufzubauen, wenn nicht alle, die es angeht, sich dieser Aufbauarbeit bewußt werden. Daß jemand gern Steuern zahlt, kann nicht erreicht werden, daß aber jedem bewußt wird, was von diesen Steuern bezahlt wird, daß jeder den Zwed und die Notwendigkeit einfieht, das tann erreicht werden. Erbaut von der Gemeinde aus Mitteln der Hauszinssteuer des Jahres 19.." oder„ Erbaut mit Hilfe des preußischen Staates aus Mitteln der Autosteuer und Etatsmitteln des Jahres 19..". Diese und ähnliche Sätze müssen schon bei Beginn des Baues auf Plakaten so angebracht werden, daß sie jedem in die Augen fallen. Einweihungen lassen sich zu Volksfesten ausbauen, Photos und Filme u. a. in den Dienst der Propaganda gestellt, können Tausenden die Augen öffnen. Keine große Mittel sind notwendig, nur ein wenig Schmiß und Talent für moderne„ Propaganda". ,, Auch dieses Eingesandt frankt," so bemerken dazu die ,, Kommunalen Nachrichten", Redlinghausen ,,, wieder an allzu großer SPD.- Bescheidenheit, Dämme, Deiche, Brüden, Straßen, Krankenhäuser, Altersheime, Gas, Wasser, Elektrizität, Kanalisation, Müllbeseitigung, Verkehr usw., alles haben wir den Sozis zu verdanten. Vor 1919 hat's in Deutschland ausgesehen wie in Zentralasien! Es fehlt nur noch der Hinweis, daß seit der Revolution 1642 mal, unter roter Oberleitung natürlich, ,, die Sonne geschienen" hat. Daß Berlin vor 10 Jahren ein Kafferntraal war, daß die deutschen Wäldern von 1918 nur aus verfrüppelten Bäumen bestanden hätten. Von den roten Braunschweiger Kulturtaten haben wir allerdings wenig gehört, wohl aber von den finanziellen Zuständen Warum sollen nur dortselbst. Warum aber so bescheiden? Pappschilder an Bauzäune genagelt werden? Wir schlagen vor, solide, bronzene oder marmorne Gedenktafeln anzubringen. Zum Beispiel:„ Dieser Ausstellungspalast wurde errichtet in Deutschlands schwerster Zeit, zur Freude des Reparationsagenten!" Für diesen Grüngürtel mußten 148 Bauern zwangsweise von der Scholle vertrieben werden!"" An dieser Siedlung verdiente Genosse X. 2 Millionen und gingen 48 Handwerker pleite!" Für dieses Stadion mußten 240 Steuerzahler ausgepfändet werden.“„ Diese Bürgermeistervilla ließ sich der proletarische Führer J. standesgemäß erbauen und einrichten!"" In diesem Sigungssaal tagten 10 Jahre lang 105 Genossen mit je 15 000 bis 60 000 Mart Jahreseinkommen als Vertreter des deutschen Proletariats."„ In diesem Hause wohnte 1931 der letzte Gewerbesteuerzahler der Stadt."„ Diese Siedlung wurde von der Bauhütte„ Rotes Bolt" errichtet. Betreten nur auf eigenes Risilo!" Nur nicht bescheiden, denn das Sprichwort ,, Nur Lumpen sind bescheiden!" ist nicht schön. Unter alle Tafeln müssen natürlich ,, die Namen der Bewilliger in Goldschrift gesetzt werden!" ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: Die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Rellame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 81 Ein Notruf! Gemeinsame Erklärung deutscher Wirtschaftsverbände. I. Das deutsche Volk steht vor der Erschöpfung seiner wirtschaftlichen Kräfte. Wenn es nicht gelingt, noch im letzten Augenblick durch ein entschlossenes Eingreifen eine neue Steigerung der Arbeitslosigkeit zu verhüten und die Grundlage für ihre dauernde Verminderung zu schaffen, drohen unserem Vaterlande die schwersten Gefahren für alle materiellen, ideellen und kulturellen Werte der Nation. Der Zustand der deutschen Wirtschaft ist so bitter ernst, die Kapitalzerstörung und die innere Anshöhlung der wirtschaftlichen Substanz ist so weit fortge= schritten, daß ein Ausweg nur noch möglich erscheint, wenn die Reichsregierung in kraftvoller Entschlossenheit und in voller Unabhängigkeit von Interessenten und Parteipolitik den Weg zu sofortigem Handeln findet. II. Die unterzeichneten Verbände der deutschen Wirtschaft haben sich seit 1925 in zahlreichen Erklärungen und Ermahnungen bemüht, die Regierungen und die Parlamente davon zu überzeugen, daß die bisherige Politik nicht nur wirtschafts-, sondern auch volksschädlich gewirkt hat. Ihre Ratschläge sind immer wieder mißachtet worden. Wenn sie in diesen, für das Schicksal deutscher Gegenwart und Zukunft entscheidenden Tagen nochmals einheitlich ihre Stimme vor dem deutschen Volk, der Reichsregierung und den Parteien erheben, so fordern sie Beachtung und Gehör als Sprecher des staatsbürgerlichen Willens von Millionen deutscher Bürger. Es sind nationales Verantwortungsgefühl und tiefe menschliche Sorge um das seelische und wirtschaftliche Sein der unter den gegenwärtigen Notständen besonders schwer leidenden Arbeitslosenmassen, die sie zu dieser Erklärung veranlassen. III. Die Verblendung der Politiker hat die Welt und hat Deutschland in die schwerste Not gestürzt. Die deutsche Wirtschaft ist durch die gewaltpolitischen äußeren Eingriffe eines großen Teiles ihrer notwendigen Grundlagen beraubt worden. Die unheilvollen Wirkungen dieser Eingriffe sind durch die Weltwirtschaftskrise noch verschärft worden. Darüber hinaus ist die Privatwirtschaft durch zahllose, ihre nationale und soziale Leistungsfähigkeit zerstörenden gesetzgebenden Maßnahmen im Innern in ihrer freien Beweglichkeit gehemmt worden. Es beruht auf einer völligen Verkennung der Zusammenhänge, wenn die Privatwirtschaft für die gegenwärtigen Zustände verantwortlich gemacht wird. Gewiß sind Fehler und Mißgriffe vorgekommen, die der verantwortungsbewußte Teil der deutschen Wirtschaft verurteilt und bedauert. Es ist aber Verleumdung, einzelne Verfehlungen in hegerischer Verallgemeinerung dem gesamten deutschen Unternehmertum zur Last zu legen. Ferner ist ein großer Teil der Maßnahmen, die zu Fehldispositionen und zu Verlusten in der Wirtschaft selbst geführt haben, erst verursacht worden durch das selbstverständliche Bestreben, dem ungeheuren Druck der ir den letzten Jahren in Erscheinung getretenen staatlichen Belastungen und Zwangseingriffe auszuweichen. Man darf nicht einen Kapitalismus schmähen, den man eines großen Teilee seiner Wesensart entkleidet hat. Wohl aber ist schärfste Kritik am Plaze gegenüber einem politisch diktierten Wirtschaftssystem, welches zwischen Kapitalismus und Sozialismus hin und her schwankt und zur Folge hat, daß dem Kapitalismus die Fehler des Sozialismus zur Last gelegt werden. Die deutsche Politik muß erkennen, daß es zwischen sozialistischen und kapitalistischen Wirtschaftsmethoden kein Kompromiß gibt. Sie muß sich offen und rückhaltlos zu einem Weg ganz bekennen. Daß jede verantwortungsbewußte Entscheidung nur zugunsten des individualistischen Wirtschaftssystems fallen kann, ist uns angesichts der erwiesenen schöpferischen Lebenskraft der freien Wirtschaft und des völligen sozialen und wirtschaftlichen Versagens aller kollektivistischen Versuche unzweifelhaft. IV. Die Wirtschaft muß ihrerseits alles daran segen, Handlungen im eigenen Lager zu vermeiden, die im Widerspruch zum individualistischen Wirtschaftssystem stehen. Ebenso wie jeder neue Staatseingriff in die Wirtschaft grundsäßlich abgelehnt werden muß, muß auch jede Fehlleitung wirtschaftlicher Kräfte durch Subventionen unterbleiben Darüber hinaus hat die Wirtschaft die Pflicht, alle Wege zu beschreiten, oie eine Auflockerung des Preisniveaus herbeizuführen geeignet sind. Damit steht aber in unlösbarem Zusammenhang, daß die Regierung sofort und umfassend die wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Maßnahmen durchführt, ohne die die notwendige Kostensenkung und Kostenauflockerung unmöglich ist. V. Die wirtschaftspolitische Entwicklung der Nachkriegszeit ist gekennzeichnet durch das Bestreben, den Anewirkungen der außenund innenwirtschaftlichen Belastungen durch eine staatliche Zwangslohnpolitik, durch eine übertriebene Ausweitung der Cozialversicherung und durch eine Ueberspennung des Fürsorgeprinzips zu entgehen. Die aus diesen Tendenzen entstandenen Eingriffe haben die bestehende Not der wirtschaftlich Schwachen wesentlich mitverschuldet und die Zahl der Arbeitslosen gesteigert. Parallel damit hat der Aufwand der gesamten öffentlichen Hand Samstag, den 10. Oftober 1931. einen Umfang angenommen, der eine ausreichende innerdeutsche Kapitalbildung unmöglich gemacht, die Rentabilität der meisten Unternehmungen vernichtet und insbesondere die Existenzgrundlagen der mittleren und kleineren Betriebe völlig erschüttert hat. Während im Jahre 1913 der reine Finenzbedarf des Reiches, der Länder und Gemeinden 16,2 Prozent des damaligen Volks einkommens( 7,2 von 44,5 Milliarden Mark) ausmachte, stand im Jahre 1928/29 nach amtlichen Berechnungen einem Volkseinkommen von 69 Milliarden ein teiner Finanzbedarf von 20,8 ,, Gießener Zeitung" alle zukünftigen Akte der Gesetzgebung und Schritte der Verwaltung aufgebaut sein auf dem Grundsatz der Sicherung des Privateigentums und der Rechtssicherheit. Ferner ist es eine grundlegende Notwendigkeit, die Währung gesund zu erhalten und die Gefahren, die ihr von der Beibehaltung einer falschen Finanz- und Wirtschaftspolitik drohen, rechtzeitig zu beseitigen. Wir halten zwar für die Privatwirtschaft eine Ausweitung des Kreditvolumens für dringend erforderlich, aber wir lehnen ganz entschieden jedes Währungsexperiment ab. In der Milliarden= 30,1 Prozent gegenüber Der steuerliche Zu- Handelspolitik muß eine Linie verfolgt werden, die der Aufschußbedarf in Reich, Ländern und Gemeinden erreichte 1930/31 ein Ausmaß von über 17 Milliarden Mark gegen 5,4 Milliarden Mark 1913. In diesen wenigen Ziffern wie in cer Tatsache, daß die Gesamtzahl der Arbeitslosen von 841 000 Mitte 1927 auf fast 5 Millionen Ende Februar dieses Jahres gestiegen ist und auch jetzt schon wieder die 4- Millionen- Grenze überschritten hat, prägt sich die unheilvolle Entwicklungslinie der deutschen Wirtschaft aus. Diese Entwicklung hat die volkswirtschaftlichen Grundlagen zerrüttet, eine ausreichende Kapitalbildung verhindert, die Kapitalflucht verstärkt, das Zinsniveau unwirtschaftlich in die Höhe getrieben und dazu geführt, daß die Ergiebigkeit der Steuerquellen in einem Tempo und Ausmaß zurückgeht, hinter dem alle bisherigen Ausgabensenkungen weit zurückbleiben. Dieser Zustand ist nur dadurch zu beseitigen, daß an die Stelle kapitalzerstörender Eingriffe solche Maßnahmen gesetzt werden, die nach jeder Richtung die Kapitalbildung zu fördern und das inländische und ausländische Vertrauen wieder herzustellen geeignet sind. Dies ist gerade jetzt um so notwendiger, als die Vorgänge in England neue schwere Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft mit sich bringen. VI. Die unterzeichneten Verbände der deutschen Wirtschaft stehen auf dem Standpunkt, daß zur Verhütung eines völligen Zusammenbruchs der deutschen Wirtschaft, zur durchgreifenden Verringerung der Arbeitslosigkeit und zur Erhaltung der Betriebsstätten die Wirtschaft selbst alle Mittel der Selbsthilfe ausschöpfen muß. Die Selbsthilfemaßnahmen können aber nur dann einen Erfolg haben, wenn zu gleicher Zeit für unsere innere Wirtschaftsführung folgende oberste Erfordernisse umfassend und schnell verwirklicht werden: 1. Ein weiterer umfangreicher Aufgaben- und Ausgabenabbau in der gesamten öffentlichen Hand, damit sich die Repara tionsentlastung sofort in einer Senkung der die wirtschaft lichen Gestehungskosten besonders belastenden Steuern auswirken kann: erforderlich ist ferner, auch zur Erhaltung der Grundlagen unserer Kreditwirtschaft, eine Befreiung des bebanten Grundbesitzes von der Hauszinssteuer. 2. Eine Anpassung der Löhne und Gehälter an die gegebenen Wettbewerbsverhältnisse Die Hauptvoraussetzung für eine individuellere Lohngestaltung ist eine Reform des Tarif und Schlichtungswesens, durch die die Institution der Verbindlichkeitserklärung beseitigt und die eigene Verantwortung der Parteien wieder hergestellt wird. 3. Anpassung der weit überhöhten Belastungen an das wirtschaftlich Mögliche und durchgreifende Verwaltungsvereinfachungen auf allen Gebieten der Sozialversicherungen, einschließlich der Arbeitslosenversicherung. Gerade weil wir die Sozialversicherung erhalten wollen, halten wir cs für unumgänglich notwendig, daß sie unverzüglich mit den wirtschaftlichen Kräften unseres Volkes in Einklang gebracht wird. 4. Senkung der Tarife der Reichsbahn, der Reichswost und der gemeindlichen Versorgungsbetriebe, mindestens ent sprechend den seit 1929 eingetretenen erheblichen Preissenkungen. rechterhaltung und Erweiterung der deutschen Ausfuhr ebenso Rechnung trägt wie der Aufrechterhaltung und Erweiterung des Binnenmarktes. VII. Der wirtschaftliche Erfolg der vorgeschlagenen Maßnahmen hängt davon ab, in welchem Tempo und Umfang sie durchgeführt werden. Ganz gleich, ob die Reichsregierung ein einheitliches Programm verkündet oder nicht, das Entscheidende ist, daß die einzelnen Sofortmaßnahmen der gekennzeichneten wirtschaftspolitischen Linie entsprechen und sich ihr organisch einreihen. Es wäre falsch und bedauerlich, wenn die Reichsregierung ihre Kräfte durch unorganische Einzelmaßnahmen verzettelte. In den großen Zusammenhang der dargestellten Linie gehört auch die Aufgabe der Reichsreform, die nicht etwa deswegen zurückgestellt werden darf, weil im Augenblick andere Aufgaben zu erledigen seien. Auch in diesem Punkte ist ein entschlossenes Vorgehen zu verlangen. Wenn die Regierung in der gekennzeichneten Richtung schnell handelt, dann, aber auch nur dann, kann sie der Gefolgschaft aller verantwortungsbewußten, an die Zukunft des deutschen Vaterlandes glaubenden deutschen Staatsbürger sicher sein. 5. Befreiung des deutschen Geldmarktes vom Druck der öffentlichen schiebenden Schulden durch eine unter Wahrung der Gläubigerrechte erfolgende Konsolidierung dieser Schulden. 6. Endgültige Beseitigung aller Reste der Zwangswirtschaft, insbesondere auch der Zwangswirtschaft im Wohnungswesen. Zusammen mit der Erfüllung dieser Forderungen müssen Was bringt das Winter Programm des Südwestfunks? Nach der Auffassung der unterzeichneten Wirtschaftsverbände hängt die ganze staatliche, wirtschaftliche und kulturelle Zukunft Deutschlands von folgenden beiden höchsten Grundsägen ab, denen sich in dieser Stunde alle Berufszweige, Volksschichten und Parteien unterordnen müssen: Die Programmgemeinschaft mit Stuttgart ist beibehalten worden, eine engere Zusammenarbeit, besonders zur Orchesterentlastung auch mit Köln eingeleitet worden. Die Programm= zusammenarbeit der deutschen Rundfunkgesellschaften kommt durch sogenannte ,, Reichssendungen" stärker zum Ausdrud, die vorwie gend dazu dienen, den landschaftlichen Charakter der einzelnen Sendegebiete der Gesamtheit der deutschen Rundfunkhörer näher zu bringen. dem freiheitlichen Grundsat der von den schöpferischen Kräften der Einzelpersönlichkeit des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers getragenen Privatwirtschaft und dem bindenden Grundsaß der nationalen Idee und der nationalpolitischen Verantwortung. Berlin, den 29. September 1931. Centralverband des Deutschen Bank- u. Bankiergewerbes. Deutscher Handwerks- und Gewerbekammertag. Deutscher Industrie- und Handelstag Hanja- Bund für Gewerbe, Handel und Industrie. Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels. Reichsgrundbesitzerverband. Reichsverband der Deutschen Industrie. Reichsverband der Privatversicherung. Reichsverband des Deutschen Groß- u. Ueberseehandels. Reichsverband des Deutschen Handwerks. Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Jm Stadtgebiet von Frankfurt a. M. wird im Laufe des nächsten Jahres ein neuer Groß- Sender von etwa 25 Kilowatt Stärke errichtet werden, ebenso ein Zwischensender in Trier, der das Programm des Südwestdeutschen Rundfunks im westlichen Teil des Sendebezirkes verbreitet. Die Errichtung des GroßSenders ist besonders für die minderbemittelten Schichten der Bevölkerung erforderlich, da ein einwandfreier Empfang des jetzigen Frankfurter Senders mit einfachen Geräten zur Zeit faum mehr über die nächste Nähe von Frankfurt a. M. hinaus möglich ist. Eine Verwarnung der hessischen Nationalsozialisten durch den Innenminister. Nr. 81 Samstag, den 10. Durchführung des vom Reichsgericht bestätigten Uniformver botes zu tun. Es ist den nationalistischen Führern daher eröffnet worden, daß im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung der Innenminister genötig sei, schärfere Maßnahmen zu ergreifen, wenn das Uniformverbo durch die Angehörigen der Nationalsozialistischen Partei weiter hin durchbrochen werden sollte." 1200 Arbeitslose weniger. 60 Es waren noch war die Sonne im D Simmel, und der jung leid angelegt. Aber In der zweiten Septemberhälfte ist die Zahl der Arbeiten im Westen auf u 1200 auf 271 665 zurückgegangen. Es scheint jedoch noch den und ein Wind kam u Berichten der Arbeitsämter zweifellos, daß die Entspannung ichten die Vögel un auf dem Arbeitsmarkt nicht von längerer Dauer sein wird. Jeder zweite Einwohner arbeitslos. Baume rauschten und ied. Ein Aechzen, als Hauptinduſtrie besitzt, ist durch die Stillegungen mehrere eiter derben Hand Der Industrieort Wirges, der eine große Glasindustrie and der Sturm spra Werke stark in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt veröffentlicht die em Boden und es wa Gemeindeverwaltung eine Bekanntmachung, nach der von 3761 Einwohnern 1645 aus der öffentlichen Fürsorge unterstützt wes Elemente aus der Na ar, als wenn der G den. Fast jeder zweite Einwohner wird also aus öffentlichen worsch und schwach un ,, Entgegen dem Verbot des Tragens einheitlicher Kleidung haben in wiederholten Fällen Angehörige der Nationalsozialistischen Partei sich nicht nur vereinzelt in einheitlicher Bundeskleidung gezeigt, sondern dergestalt auch an Veranstaltungen ihrer Partei zum Teil in geschlossenen Gruppen teilgenommen. Unter anderem bei dem SA.- Aufmarsch in Westhofen, bei einer Kundgebung in Alsfeld und in wiederholten Fällen auch in Darmstadt( Kranichstein), wobei das geschlossene und einheitliche Auftreten in Uniform wiederum zu schweren Ausschreitungen und tätlichen Angriffen auf die Polizei geführt hat. Auf Grund dieser Vorkommnisse ist der SA.- und SS.- Leitung durch das Landeskriminalpolizeiamt im Auftrage des hessischen Ministers des Innern einem förmliche Verwarnung erteilt worden. Die Fälle müssen den Eindruck erwecken, als sei die SA.- und SS.- Leitung nicht gesonnen, das Erforderliche für eine strikte Im musikalischen Programm ist die Uebertragung der zehn öffentlichen Montagskonzerte des Rundfunk- Sinfonie- Orchesters sowie zweier öffentlicher Sonderkonzerte vorgesehen. Die sechs öffentlichen Kammermusik- Konzerte des Amar- Quartetts des Südwestfunks, die teilweise übertragen werden, bringen u. a. Kompositionen von Hindemith, Debussy, Strawinsky und Alban Berg. Die Konzerte des Haydn- Jahres werden Symphonie- und Kammermusikwerke, Vokalkompositionen, ein Singspiel, ein Oratorium( Die Schöpfung) und Vorträge im Programm haben. Auch auf das Goethe- Jahr wird das musikalische Programm mit mehreren Konzerten Bezug nehmen. Auch mindestens eine szenische Aufführung von Kammeropern mit gleichzeitiger Uebertragung wird durchgeführt werden. Diese zweite Aufführung wird in planmäßiger Zusammenarbeit mit einer Opernbühne des Sendebezirkes erfolgen. Daneben werden nach wie vor zum Zwede des Hinweises gelegentlich Opern übertragen. Mitteln unterstützt. Die wöchentliche Wohlfahrtsunterstützung von 171 Familien erfordert einen Aufwand von 2000 RM. Wichtig für Kriegsbeschädigte! Versorgung und Neue Notverordnung. Die Kriegerkameradschaft„ Hassia", Verband der Kriegs beschädigten und Kriegerhinterbliebenen, Provinzialgeschäfts stelle Oberhessen, Gießen, Bergstr. 9, bittet uns, nachstehendes bekannt zu geben: Ihr denkt Euch w Sonntag von diesem her nachdachte, waru les Sturmes gegen Leben umber und wir Säume stand, die gef if im Erdreich fasser ben fethielten. An teine Macht über sie. Die neue Notverordnung vom 6. 10. 1931 hat mit Wirkung vom 1. Oktober 1931 auch die umstrittenen Bestimmungen über hätte die Kräftigen die Anrechnung des Einkommens auf die Versorgungsrenten der Ganzen. Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen abgeändert Auch im Leben Ueber die Neuregelung entnehmen wir einer Zusammenstellung tüfungen, denen nu des Kyffhäuserverbandes der Kriegsbeschädigten und Kriege ele gefund ist, die außen in der Natur gen, die Sonne schie Erfen wird dann ih Zum Zwecke einer Neuordnung des Chorgesanges im Südwestdeutschen Rundfunk hat die musikalische Abteilung Richtlinien herausgegeben. Darnach unterliegt das Programm der Begutachtung und Genehmigung durch den Rundfunk. Es kön nen nur Chöre zugelassen werden, deren Leistungsfähigkeit der musikalischen Leitung des Rundfunks bekannt ist oder von der sie sich bei Proben oder Konzerten überzeugen konnte. hinterbliebenen folgendes: Bei der Anrechnung des Einkommens aus öffentlichen Mit teln ist im Wege einer Abänderung des Reichsversorgungsgesetzes die Freigrenze von 210 RM. auf 190 RM. herabgesetzt worden. Dafür wird aber das jetzige Einkommen, nicht wie bisher das Einkommen vor den stattgefundenen Gehaltstürzungen, bei der Anrechnung zugrunde gelegt. Uebersteigt das Brutto- Einlommen aus öffentlichen Mitteln diese Freigrenze, so werden die Versor gungsbezüge um die Hälfte des überschießenden Betrages ge fürzt. Dem Rentenempfänger verbleiben aber wenigstens drei Zehntel der Versorgungsbezüge ausschließlich der etwa zuständi gen Frauen und Kinderzulage. Als Opern vor dem Mikrophon sind geplant ,, Carmen", ,, Templer und Jüdin“,„ Pelleas",„ Gianni Schichi" und eine altitalienische Oper. Das Collegium musicum und die Laienmusik werden fortgesetzt. Das kommende Programm legt in steigendem Maße Wert auf eine lebendige Beziehung zur Hörerschaft, es bemüht sich um eine Methode, die zwar nicht dialektisch sein will, die man Wehrpi Von Schulrat S Ein harter Winter zeitige und seelische N oders hart diejenige ind. Schon haben R der Hilfe aufgerufe eller Richtungen den Für Schwerbeschädigte, die eine Rente von 50 v. 5. und mehr beziehen, ist eine Milderung in der Weise vorgesehen, daß ihnen ein Betrag von wenigstens vier Zehnteln ihrer Renter bezüge, und zwar hier einschließlich der etwa zuständigen Frauen und Kinderzulage, verbleibt, vorausgesetzt, daß ihr Einkommen aus öffentlichen Mitteln 590 RM. im Monat nicht übersteigt. Ist ihr Einkommen höher als dieser Betrag, so erfolgt die nen, nun wollen auch Kürzung der Renten auf drei Zehntel ihrer Bezüge. Not wissen, in die R Wie bisher bleiben die Empfänger einer Pflegezulage nach Seziehung darbende dem Reichsversorgungsgeseh überhaupt von der Anwendung der lassen. Darum heran Ruhensvorschrift befreit, während für die Empfänger einer Boll rente die früheren Vorschriften mit einer Einkommensgrenze and Gemeinschaft g von 329 RM. nebst einer gestaffelten Rentenfürzung um je ein pflegen. Ein Dienst Zehntel der Rente für jede 56,40 RM., um welche die Einkom allgemeine Wehrpflic mensgrenze überschritten wird, in Kraft bleiben. | Als ich im vorige Der Hilfe gegen die Völlig neu im Versorgungsrecht ist die Anrechnung auch des freien Arbeitseinkommens auf die Versorgungsrenten, was be reits das nicht zur Verabschiedung gelangte Pensionstürzungs gehen ließ, hat wei gesetz vorgesehen hatte. Die neue Notverordnung übernimmt in ſhaftlichkeit eingeset einem Kapitel Pensionstürzung" Teile des früheren Entwurfs. Aufgaben, darf das a wobei für die Versorgungsberechtigten nunmehr folgende Rege lung gilt: Bezieht ein Rentenempfänger ein Arbeitseinkommen ersuch. Heute gilt von mehr als 6000 RM. jährlich, so wird die Rente um die vollen die Pioniere Hälfte des Unterschiedsbetrages zwischen dem Einkommen und ln unter voller Hing 6000 RM. gekürzt. Eine Kürzung tritt aber nur ein, soweit de Einkommen und Rente den Betrag von 9000 RM. übersteigen. Als Einkommen gelten hier Einfünfte aus dem Betriebe von Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gärtnerei, aus Gewerbebetrieb aus sonstiger selbständiger Berufstätigkeit und Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit. Es ist eine besondere Armeldepflic der Rentenempfänger für die von ihnen erzielten Anrechnungs einkommen vorgesehen. Endlich ist noch zu erwähnen, daß von der Anrechnung vom Brüden zu schlage rn überbrüden sollen Wehrpflichtig ist 3u planvoller Br en muß sie berei Sorbereitungen mi e aber darf sich ni die Scheuen, die Get Renten und Beihilfen nach dem Reichsversorgungsgesetz, die Bes eigenen Bundes, ji schädigten und Hinterbliebenen auf Grund einer RC, morat beschädigung gewährt werden, ein Betrag bis zu 25 RM. lich( bisher 15 RM.) auf die Arbeitslosenunterstützung ausge nommen ist. Huldreich Zwingli. ( 3u seinem 400. Todestage am 11. Oktober.) Der Protestantismus in Hessen hat seit Beginn seiner Ge schichte neben dem lutherischen Einfluß einen wichtigen refo mierten Einschlag gehabt. Dem tapferen Reformator der Stat Zürich, Huldreich Zwingli, erschlossen sich bald nicht nur di reichen deutschen Städte im Süden, am Bodensee, am Rhein, an der Donau. Konstanz, Straßburg und die andern, sondern ganz Süddeutschland tert Leht der Nester, Heime Zil haben, follen empfi unferem Ringe der Wehrpflichtig sind d Shortler und Wanderer Der Mittelit Ein Fußball Red' leinen Blödj durch jahrzehntelange Kämpfe erschüt at schon jemand gehö sucht bald Anschluß, geistigen und politischen, bei den Att mit dir um eine 3 find! Au!" Stöhnte hoffnungsvoll umgestalteten und evangelisch erneuerten Eirjen anziehen wollte. genossen. Und allen voran der klarblickendste unter den Fürsten, hend, Dreißig, jag' Philipp der Großmütige von Hessen, erkannte die Bedeutung des Schweizers, suchte Bündnis mit den Eidgenossen Des Trainers ausg ten fich zu einem her Segt euch, Jungen und dachte mit Zwingli an einen Bund aller Evangelischen vol ill Lennie wettet mi den Alpen bis zum Meer. Das Marburger Religionsgespraig 3uschauer sind. 1529 sollte das Bündnis zwischen der süddeutschen und der nor Plan. An Luthers Haltung scheiterte die religiöse Einigun euch um ein Pfund iigtausend Leute wa Du bist zwar ein aber am besten mit dem alten und soviel geschändeten Begriff deutschen Reformation herstellen. So war es Philipps flugt die Wette an?" aber auch die politische. Die norddeutschen Protestanten trieben, aber ich tann al burg 1530 wußte der Kaiser ganz von Zwingli abzudrängeet. Wehe dir aber der Aufklärung treffen kann. Neben dem genannten Willen zur Aufklärung hat die Absicht, bedeutende Werke und Zeiten nationalen Charakters stark zu berücksichtigen, die Programmarbeit für die kommende Zeit beeinflußt. Fortgesetzt wird auch die Stunde des Buches und die Stunde des Films. Die Beschäftigung mit dem Hörspiel wird vor allem der Suche nach Lehrstücken und Volksstücken gewidmet fein. Daneben werden auch gelegentlich Theaterstücke für den Rundfunk bearbeitet werden. Die Länderquerschnitte werden mit Frankreich, England und Italien forgesetzt, ebenso die ,, Zeitberichte". Die Programmtätigkeit für die Jugend- Stunde und Schulfunk wiro in gleicher Richtung wie bisher weiterarbeiten. Die aktuelle Abteilung setzt neben ihren Sportberichten auch die sozialen Berichte fort. Im Vortragsteil sind verschiedene Reihen in sich abgeschlossener Vorträge vorgesehen. Fortgesetzt werden auch die Zeitfragen und die kurze Erklärung aktueller Begriffe und Ereignisse. ihre eigene unsichere Politik und seit dem Reichstag von Augs heimatlos herum hier auch! Hier a Und als die ich bei lebendigem Auch in der Schweiz entstanden Spaltungen. katholischen Urkantone gegen die schlecht gerüsteten Züricher unde ihre Anhänger vorgingen in erbittertem Kampje, da stan Scherz!" spottete de Und die Hollywoodogt hatten: der weit Zwingli als Feldprediger mitten unter seinen Landsleuter of an Kopf dicht gedr um ihnen Mut zu machen im Ringen um die evangelische Fre heit. In der Schlacht bei Kappel am 11. Oktober 1531 starb et durch einen Stein getroffen: Jm Sterben noch wurde er vo den Feinden gequält, er solle beichten und die Mutter Gotte unerhört und doch n So überrascht waren henblieben vor Angit, inden, wenn fie fich Als der braujende Hollywood hatte nid anrufen. Da flüsterte er: ,, Den Leib fönnen sie töten, aber dien und Tribünen emp Seele nicht!" Die Leiche wurde von den Feinden gevierteilt un verbrannt, so daß man heute nicht das Grab des großen un tapferen Mannes schmüden kann. Aber die dankbare Schwei hat ihm im 400. Jahre seines Heldentodes ein wertvolles Dennet, der rechte Bert mal geschaffen. Nichts hervorgeholt, gleichzeitig ihren Str Mir cheint, wir f Os Ben, lag uns das Warriner fandte den Kenbe Knaben ihollen Nr. ht bestätigten Uniform alistischen Führern b der Aufrechterhaltung der Innenminifter gen , wenn das Uniformbes ozialistischen Partei we weniger. te ist die Zahl der Ar beitsamtes Helfen um Es scheint jedoch no los, daß die Entipen Singerer Dauer fein wird ner arbeitslos. Samstag, den 10. Oftober 1931. Lokales. Sonntagsgedanken. Es waren noch die ersten schönen Sommertage. Golden war die Sonne im Osten aufgegangen, fein Wölkchen stand am Himmel, und der junge Morgen hatte sein schönstes Sonntags= fleid angelegt. Aber ehe der Abend fam, zogen schwarze Wollen im Westen auf und schoben sich vor die Sonne. Und ein dumpfes Grollen begann in den Woltenbergen, und ein Blizen, und ein Wind kam und hinter ihm her der Sturm. Aengstlich huschten die Vögel unter das Blätterdach, Gräser zitterten und Bäume rauschten und der Wald fang ein gar trauriges Sturmlieb. Ein Aechzen, Krachen, ein Heulen und Toben begann Er eine große Glasin und der Sturm sprang durch das Geäst der Bäume, rig mit die Stillegungen me en. Jetzt veröffentli achung, nach der von en Fürsorge unterstüt seiner derben Hand Schwächlinge von ihnen wie Halme aus dem Boden und es war, als führte der Sturm alle zerstörenden Elemente aus der Natur zum Kampfe gegen das Leben. Es war, als wenn der Schlachtruf hieße: Nieder mit allem, was wird also aus öffent morsch und schwach und krank ist! che Wohlfahrtsunterstüt ufwand von 2000 R sbeschädigte! otverordnung. jia", Verband der benen, Provinzialge , bittet uns, nadjite 10. 1931 hat mit With ittenen Bestimmungen i die Versorgungsrente nterbliebenen abgean Dir einer Zusammenstel sbejchädigten und Krie mens aus öffentlichen es Reichsversorgungsge ORM, herabgejekt wo men, nicht wie bisber Gehaltstürzungen, bei igt das Brutto- Einlomm enze, so werden die Berja rschießenden Betrages ben aber wenigstens ließlich der etwa zu Rente von 50 v. 5. der Weise vorgesehen, er Zehnteln ihrer Reni etwa zuständigen Frau efekt, daß ihr Einkomm n Monat nicht überfte Betrag, so erfolgt ihrer Bezüge. Er einer Pflegezulagen t von der Anwendung die Empfänger einer R einer Einkommensgre Rentenfürzung um je n, um welche die Ginto it bleiben. it die Anrechnung na bes Jerforgungsrenten, was be gelangte Pensionsfärane otverordnung übernimmt eile des früheren Entwur en nunmehr folgende Rep nger ein Arbeitseinfomme so wird die Rente um ischen dem Einkommen un trilt aber nur ein, sow Don 9000 RM übersteige nfte aus dem Betriebe po tnerei, aus Gewerbebetrie ätigkeit und Einfünfte ne besondere Anmeldep hnen erzielten Anrechnu aß von der Anrechnung chsversorgungsgejet, die 5 Grund einer Kriegsdi etrag bis zu 25 RM. itslojemunterstützung as ingli. am 11. Oftober.) hat seit Beginn seiner fluß einen wichtigen n jeren Reformator der E en sich bald nicht mit , am Bodensee, am g und die andern, fo zehntelange Kämpfe en und politischen, b evangelisch erneuerten Ihr denkt Euch wohl, Ihr Leser, warum ich denn heute zum Sonntag von diesem Erlebnis erzähle! Weil ich damals darüber nachdachte, warum denn das so sein mußte, dieser Kampf des Sturmes gegen alles Ungesunde. Schauen wir nur im Leben umher und wir sehen das gleiche. Im Walde hielten die Bäume ſtand, die gesund waren und sich mit ihren Wurzeln tief im Erdreich fassen konnten und sich nicht nur oberflächlich oben festhielten. An den Starten tobte er vorbei und hatte teine Macht über sie. Der gleiche Sturm, der hier zerstörte, stärkte die Kräftigen und Gesunden, die Tiefgründigen und Ganzen. Auch im Leben der Menschen sind Stürme die großen Brüfungen, denen nur der standhalten kann, der in seiner Seele gesund ist, die ihm dann Kraft verleiht. Und wie es draußen in der Natur, so ist es auch hier: der Sturm wird sich legen, die Sonne schiebt wieder die Wolken weg, und über die Starken wird dann ihr verklärendes Licht leuchten. Der Sonntagsschreiber. Wehrpflicht gegen die Not. Von Schulrat Heinrich Hassinger- Darmstadt. Ein harter Winter steht bevor; er wird die wirtschaftliche, geistige und seelische Not in unserem Volfe steigern; er wird bejonders hart diejenigen anfallen, die arbeits- und erwerbslos find. Schon haben Reich, Staat und Gemeinden zu wirtschaft= licher Hilfe aufgerufen, schon haben die Wohlfahrtsverbände aller Richtungen den Kampf gegen die leibliche Not aufgenommen, nun wollen auch wir, die wir um die geistige und seelische Not wissen, in die Reihen einspringen und viele auch in dieser Beziehung darbende Volksgenossen nicht hilflos draußen stehen lassen. Darum heran alle, die in Bund und Verein, in Gruppe and Gemeinschaft geistige und seelische Güter bewahren und pflegen. Ein Dienstzwang sei für sie alle ausgeschrieben, eine allgemeine Wehrpflicht gegen die Not! Als ich im vorigen Jahre den Ruf zu einem ,, Miteinander" der Hilfe gegen die seelischen Gefahren der Arbeitslosigkeit ergehen ließ, hat weithin ein edler Wettbewerb der Kameradschaftlichkeit eingesetzt. Gemessen an der Größe der heutigen Aufgaben, darf das aber nur als Vorbereitung gelten, als erster Versuch. Heute gilt es den Angriff auf breitester Front! Wir vollen die Pioniere sein, die wetteifern miteinander. Wir wollen unter voller Hingabe bereit sein, selbstlos und uneigennützig die Brücken zu schlagen, die das Schlimmste an Not und Gefahren überbrücken sollen! Wehrpflichtig ist die Jugend aller Bünde und Vereine! 3u planvoller Bruderhilfe an ihren arbeitslosen Jugendgenossen muß sie bereit sein. Es ist keine Zeit zu verlieren, die Vorbereitungen müssen schon heute getroffen werden. Die hilfe aber darf sich nicht nur erstrecken auf die Nayestehenden des eigenen Bundes, sie muß heranreichen auch an die Fernen, in die Scheuen, die Gedrückten und Einsamen. An Wärme und Licht der Nester, Heime und Jugendherbergen sollen sie ihren feil haben, sollen empfinden das Geheimnis der tragenden Kraft in unserem Ringe der Hilfe. Wehrpflichtig sind die Vereine der Turner und Sänger, der Sportler und Wanderer, die großen und kleinen Verbände! der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 22. Fortsetzung. Red' feinen Blödsinn, Kanonier!" knurrte der Linksinnen. bat schon jemand gehört, daß zu uns Zuschauer kommen? Ich Dett mit dir um eine Zigarre, daß nicht mehr als dreißig drauen sind! Au!" stöhnte der Stürmer vor Schmerz, als er seinen Jerjen anziehen wollte. Dreißig!" wiederholte er stöhnend und lidendste unter den Fiachend. Dreißig, sag' ich!" on Hessen, erfannte ündnis mit den Eidgen Des Trainers ausgesprochen verkniffene Gesichtszüge milDerten sich zu einem herzlichen Grinsen. Setzt euch, Jungens, damit ihr nicht umfallt," sagte er. reißig Zuschauer sind. Nun gut! Ich bin bereit, init jedem en euch um ein Pfund zu wetten, daß da draußen mehr als und aller Evangelischen Sill Lennie wettet mit mir, daß da draußen nicht mehr als Marburger Religionsge er füddeutschen und der reißigtausend Leute warten, um das Wettspiel zu sehen! Wer Go war es Philipps nimmt die Wette an?" erte die religiöfe Einip Du bist zwar ein sehr guter Freund von mir," grinste Fund Heimatlos herumstreicht. Die Wette steht, Kanonier!" Hier auch! Hier auch!" riefen ein halbes Dutzend andere eutschen Proteftanten iron ,,, aber ich kann als guter Schotte nicht zugeben, daß ein von Zwingli abzuieler. Wehe dir aber, wenn das ein Scherz ist, dann graben it dem Reichstag von Spaltungen. Und als lecht gerüsteten Züricher ttertem Kampie, da unter seinen Landsle en um die evangelische am 11. Oftober 1531 ftat Er dich bei lebendigem Leibe unter einem der Tore ein!" Scherz!" spottete der Trainer. Ihr werdet ja sehen!" Und die Hollywood- Spieler sahen, was sie nie zu träumen pagt hatten: der weite Platz war mit Menschen vollgepfropst. pf an Kopf dicht gedrängt, Zehntausende. Es war unglaubib, unerhört und doch wahr! Go überrascht waren die Spieler, daß sie an der Außenlinie genblieben vor Angst, der Zauber könnte plötzlich wieder verSterben noch wurde er vinden, wenn sie sich bewegten. ten und die Mutter 6 ib fönnen fie töten, aber den Feinden gevierteilt das Grab des großen auf gleichzeitig ihren Kriegsruf, ihr Feldgeschrei mitgebracht! Aber die dankbare G entodes ein wertvolles De Als der brausende Jubelruf ertönte, der sie von den Stehokken und Tribünen empfing, sahen sich die Spieler verwundert an Hollywood hatte nicht nur eine ungeheure Gefolgschaft aus wen Nichts hervorgeholt, sondern diese Gefolgschaft hatte sich Mir scheint, wir sind doch eine Fußballmannschaft," rief Bennet, der rechte Verteidiger, mit jeltjam rauher Stimme. s Ben, laß uns das Leder versuchen!" Warriner sandte den Ball hoch in die Luft. Wie herumtolende Knaben schossen die anderen Spieler dahinter her. ,, Gießener Zeitung" Sie werden das Werk fortsetzen und ausbauen, das im Vorjahre begonnen wurde. Ihr Wirken wird über den Verein hinauswachsen, wird Arbeit und Dienst am Volte sein. Der Gedanke an den eigenen arbeitslosen Bundesbruder, an die Not in Millionen deutschen Familien wird allen Veranstaltungen, der Arbeit und den festlich bewegten Stunden das Zeichen der Würde und der Hilfsbereitschaft aufdrücken. - Wehrpflichtig sind alle Träger der Volksbildungsarbeit! Die Weltanschauungs- und die Berufsgruppen werden ihre ge= selligen und fortbildenden Zusammenfünfte, ihre Freizeiten, Treffen und Kurse unter steter Bezugnahme auf die Erwerbs= losenhilfe einstellen. Eine besondere Aufgabe erwächst den Volkshochschulen und Volksbüchereien. Für alle Arbeiten aber, soweit sie nicht in die Hand von Erwerbslosen selbst gelegt werden, bedarf es der Hilfskräfte! Darum Freiwillige vor! Niemand darf sich seiner Pflicht entziehen. Kraft und Liebe jedes einzelnen müssen vervielfacht werden! Die Front ist breit, die Kampfgruppen sind verschiedenartig genug, um jedem die Möglichkeit des Einsatzes zu geben. Diese Dienst- und Wehrpflicht gilt für Stadt und Land in gleichem Maße und in gleicher Dringlichkeit. Halte ein jeder sich bereit, wenn der Ruf seiner Gruppe an ihn ergeht. Die gemeinsame Noi soll uns gemeinsam im Kampfe finden. Ein Volk, ein Wille und jeder ein Kämpfer! Wenn wir durch den Winter hindurch sind, wird gefragt werden, was getan wurde. Scham dann über jeden, der sich in diesem entscheidenden Kampfe gedrückt hat! Devisen anmelden! Heute Fristablauf. Bis zum 10. Oktober ds. Js. müssen alle ausländischen Zahlungsmittel, Forderungen in ausländischer Währung, nach dem 12. Juli 1931 erworbene ausländische und von inländischen Wusstellern ausgegebene, auf fremde Währung laufenden Wertpapiere, außer Kurs gesetzte Goldmünzen, ferner Feingold und legiertes Gold, der örtlich zuständigen Reichsbankanstalt oder einem Kreditinstitut, dem die Reichsbank die Befugnis zum Depisenhandel verliehen hat, von jedem angemeldet werden, dessen Bestand an derartigen Werten am 2. Oftober d. J. 200 RM. überstieg. Die Anbietungspflicht besteht auch dann, wenn der Anzeigepflichtige seine Verpflichtungen aus dem 1. und 2. Devisenaufruf erfüllt hat, und zwar auch, wenn die Werte nach § 16 der Devisenverordnung von der Reichsbank oder einer Devisenbank freigegeben worden sind. Ferner besteht die Verpflichtung, alle fünftigen Deviseneingänge der genannten Art binnen drei Tagen anzuzeigen. * * Achtung! Einlösung alten Geldes. Die Reichsbank erinnert jetzt daran, daß die Frist zur Einlösung und Umwechslung der außer Kurs gesetzten Fünfzig- Renten- und Reichspfennigstücke aus Aluminiumbronze mit dem 30. November endet. * Ermäßigung der Steuervorauszahlungen. Ermäßigung und unter Umständen Erlaß der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftssteuer muß durch das Finanzamt gewährt werden, wenn das Einkommen um mindestens ein Fünftel, aber wenigstens um 1000 RM. geringer ist als im gleichen Abschnitt des Vorjahres. Zum Nachweis ist möglichst eine Zwischenbilanz vorzulegen. Falls dies nicht möglich ist, begnügt sich das Finanzamt vielfach auch mit dem Nachweis eines erheblichen Umsatzrüdganges. Gegebenenfalls ist sofort Antrag bei dem Finanzamt einzureichen. Ergibt sich auf Grund der jetzt abgegebenen Vermögenssteuererklärung eine Verminderung des Vermögens, so empfehlen wir, sofort einen Antrag auf Stundung eines entsprechenden Teilbetrages der Vermögenssteuer- Vorauszahlung zu stellen. * Naturalleistungen in der öffentlichen Wohlfahrtspflege. In den Landgemeinden ist man jetzt in der öffentlichen Wohlfahrtspflege zu Naturalleistungen übergegangen. Die Unterstützungsempfänger erhalten etwa ein Drittel ihrer Bezüge in Kartoffeln, Kohlen und anderen Bedarfsgegenständen des täglichen Lebens. * Verbilligte Glüdwunsch- Telegramme. Wie wir erfahren, beabsichtigt die Post, ebenso wie in den letzten Jahren, auch während des diesjährigen Weihnachts- und Neujahrsfestes verbilligte Glückwunschtelegramme einzuführen. Die Einrichtung wird nach Art und Umfang der vorjährigen gleichen. * Schluß der Herbstferien. Die zweiwöchigen Herbstferien der öffentlichen Schulen schließen am heutigen Samstag. Der Unterricht beginnt am nächsten Montag, vormittags 8 Uhr. Als drei Minuten später Hollywood der anerkannt begabtesten Mannschaft im Lande gegenüberstand, fühlte jeder Mann, von Artur Wallis, dem Tormann, bis zu Walter Bell, dem Lintsaußen, eine neue Begeisterung. Der unerwartete Anblid der Riesenmassen, die gekommen waren, um sie siegen zu sehen, feuerte ihren Kampfgeist an wie nichts zuvor. Sie gingen in den Kampf mit einer Begeisterung und einer Entschlossenheit sondergleichen. Zwar sandten die Gäste zuerst ein( es war ein glücklich geratener Eckball), aber von diesem Augenblick an spielte zum Erstaunen und zur Begeisterung der Menge eigentlich nur eine Elf Fußball, und diese Elf waren nicht die Swifts! Fußballmannschaften haben genau so wie einzelne Menschen ihre Augenblicke der Größe, ihre Momente, wo sie nicht fehlgehen können. So war es auch bei Hollywood an diesem Tage. Während die einheimischen Außenläufer die flinken Swiftstürmer wie an Ketten festhielten, tanzte der eigene Sturm, geführt von Marr, wie Schuljungen, die Ferien haben, einher. Weder Bell noch Tommy Dean fonnten gehalten werden. Jhre Läufe elektrisierten die Menge. Als Abschluß eines Vorstoßes von Dean, wobei dieser seinen Weg zidzad wie ein menschlicher Korfzieher durch die Verteidigung der Swifts bohrte, fam der Ausgleich, der schon längst in der Luft lag. Ein wunderbarer Flankenball, den Marr mit dem Kopf aus der Luft holte und sicher gegen das Tor föpfte, wurde zwar die Beute des Swift- Tormannes Thomson, aber bedrängt von zu viel roten Feinden, konnte er nichts Besseres tun, als ihn wegfausten. Ziemlich außerhalb des Gedränges stand der große Bill Lennie und lauerte. Als der Ball aus dem fämpfenden Menschenfnäuel herausfam, fiel er gerade vor Lennie zu Boden, der ungehindert schoß. Der Ball begann seine Reise an Lennies Fuß und endete im Netz. Der große Bill war der Stoifer der Hollywood- Mannschaft. Man hatte ihn noch nie begeistert im Siege oder verzweifelt bei einer Niederlage gesehen. Diesmal jedoch, als die dreißigtausend Zuschauer einen brausenden, begeisterten Gang anstimmten, vollführte Lennie das erstemal in seiner Fußballkarriere einen Kriegstanz bis in die Feldmitte. Er vollführte diesen begeisterten Tanz mit drei Stürmern und zwei Läufern, die ihm am Halse hingen, was sowohl von seiner Körpertraft als auch von seiner guten Laune zeugte. Er schien seinen Herenschuß vergessen zu haben, jedenfalls sprach er nicht davon. Nr. 81. * Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( AvD.). Die Provinzialstraße Büches Büdingen wird ab 13. Oktober ds. Js. für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Orleshausen. * Militärkonzert. Unter Leitung des Obermusikmeisters Krauße spielt am Sonntag, den 11. Oktober, das gesamte Musikkorps des hiesigen Bataillons in der Volkshalle. * Vogelsberger Höhen- Club. Am morgigen Sonntag Wanderung Rodheim- Dide Eiche- Naunheim- Niedergirmes Wetzlar. Abfahrt vormittags 8.20 Uhr mit der Biebertalbahn. Putativ- Notwehr. Wer in der Notwehr einen Menschen verletzt, kann dafür bekanntlich nicht bestraft werden. Notwehr ist dabei diejenige Verteidigung, welche erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden. Aber auch die Ueberschreitung der Notwehr ist nicht strafbar, wenn der Täter in Bestürzung, Furcht oder Schrecken über die Grenze der Verteidigung hinausgegangen ist. In solchen Fällen spricht man von sogenannter Putativ- Notwehr. Eine solche vermeintliche Notwehr ist keine Notwehr, sondern die irrige Vorstellung des Täters über das Vorhandensein einer Notwehrlage. Dabei ist im Einzelfalle stets zu prüfen, ob der irrige Glaube unverschuldet ist, und ob er- der irrige Glaube infolgedessen Vorsatz und Fahrlässigkeit ausschließt, oder ob die durch Fahrlässigkeit verschuldete Unkenntnis der Tatumstände für die Annahme einer fahrlässig begangenen strafbaren Handlung Raum läßt. Die Jagd im Oktober in Hessen. ( Mitgeteilt vom Hess. Jagdklub, Darmstadt.) Der Monat Oktober bringt dem Jäger Freuden mancherlei Art. Noch ist die Hirschbrunft im Gange und die Brunft des Damwildes steht nahe bevor. Die Jagd auf männliches Rehwild ist zwar noch auf, aber in den meisten Revieren wird der Jahresabschuß erfüllt sein und das Weidwerk wird mehr dem Ausgleich der Geschlechter in den Rehbeständen gelten, sodaß jetzt die überzähligen weiblichen Stücke am besten mit der Büchse auf Birsch und Ansitz zur Strecke kommen. Namentlich das Wegnehmen geringer weiblicher Stücke, besonders geringer Kizze, muß jetzt be= werkstelligt werden, denn im Oktober ist es noch möglich, das Wild beim Austritt auf die Felder genau zu unterscheiden. Von großen Rehschlachten, wo wahllos alles Rehwild mit Schrot ab= geschossen wird, sollte sich ein gerechter Weidmann fern halten. Nicht verstanden darunter sind kleine Drüdjagden mit wenigen, aber geübten Schützen, die sich dann auch, wenn die Dertlichkeit den Abschuß mit der Kugel nicht ermöglicht, der Schrotflinte auf furze Entfernungen bedienen können. Dies ist der Standpunkt der hessischen Staatsforstverwaltung. Die Hühnerjagd wird namentlich anfangs Oktober bei schönem Wetter dort wo wirklich Hühner sind, noch gute Resultate liefern, und die OktoberHühner sind ja ganz besonders geschätzt wegen ihrer Größe. Nachdem die Regenperiode zu Ende ist und überall die Wasser zurüdgegangen sind, kann nun auch erfolgreicher auf die Wildente geweidwerkt werden. Wo immer es angängig ist, sollte man die Erpel, die stets in großer Zahl vorhanden sind, vor allem wegnehmen. Das erhöht den Reiz der Jagd und gibt für die Nachzucht bessere Aussichten. Und was bei den Fasanen möglich ist, muß sich auch bei der Ente durchführen lassen. Am 15. Oktober endigt die Schonzeit für Hasen und Fasanen. Erstere werden ja vorläufig noch Ruhe haben bis die Witterung tälter geworden ist, zumal man sich bei den Hühnerjagden überzeugen konnte, daß noch viele geringe Löffelmänner vorhanden sind, die sich in zwei Monaten zur vollen Reife entwickeln werden. Bei Fasanen sollten vor allem die Hähne, die stets überschüssig sind, abgeschossen werden, denn bei den schwankenden Erträgnissen, die die Hühnerjagd liefert, bildet der Fasan dem Jäger einen Ersatz von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Offen ist die Jagd im Oktober weiter für den Dachs, die Schnepfe, die Bekassinen und alles übrige Wild, das in Hessen und dessen nächster Umgebung nicht setzt oder nistet. Der Jäger wird weiter sein Augenmerk der Erneuerung der Salzlecen und der Herrichtung der Futterstellen für den Winter schenken. Ganz besondere Sorgfalt aber muß jetzt allen ungebetenen Gästen des Reviers gewidmet werden. Die Notwendigkeit des Jagdschutzbeamten wird sich ganz besonders in diesem Winter erweisen. Es war überhaupt Lennies Wettspiel. Das einzige weitere Tor des Tages in der zweiten Spielhälfte hatte ebenfalls ihn zum Erzeuger. Er, Bell und Marr hatten eine Aktion übernommen, die von Warriner durch einen langen Paßball zu seinem Mittelstürmer vorbereitet und von Marr sofort weitergeleitet wurde. Ein higköpfigerer oder egoistischerer Stürmer, als es Did Marr war, hätte den Schuß vielleicht selbst gewagt, er aber schob das Leder zu Lennie hinüber, der noch besser placiert war, und der gigantische Linksinnen schoß, ohne eine Sekunde zu zögern, das entscheidende Tor mit einer Gewalt, die dem Tormann alle Finger gekostet hätte, wenn er imitande gewesen wäre, das blitzschnell an ihm vorbeisausende Leder auch nur zu parieren. Verzweifelt strengten die Gäfte sich an, um den Ausgleich zu erzielen, aber die weltberühmten Stürmer hatten bereits den Mut verloren. Wrenlod deckte den blutjungen Simmins, den neunzehnjährigen, unter dem Namen der Knabeninternationale" bekannten Swiftsstürmer, vollständig ab, während am anderen Flügel Nixon mit zäher schottischer Beharrlichkeit Milden, den Wundermann, den Flügelstürmer, der mit dem Fußball jonglieren konnte wie ein Kartenkünstler mit Spielfarten, in Schach hielt. So endete das Spiel für die Swifts mit einer größeren Go Niederlage, als es das Resultat zum Ausdrud brachte. dachten wenigstens die Massen, denn als der Schlußpiff des Schiedsrichters ertönte, überfluteten sie unter jubelndem Beifall das Feld. Unzählige flopften die Spieler auf den Rüden, fremde Leute nannten sie mit Rosenamen, von denen sie nichts gewußt hatten da kam es den Hollywood- Spielern plöglich zum Bewußtsein, daß ihnen aus dem großen Nichts eine Anhängerschaft erstanden war, die sie nun ehrte. In der Klubkanzlei jaß ein junger Mann mit dider Hornbrille und schrieb mit zitternden Fingern einige Ziffern nieder. ,, Einnahmen 3 680,10,6 Pfund," wiederholte er, während er schrieb. Nun, Sam, was denken Sie davon?" Aber Sam Hollister schien in diesem Augenblid gar nichts zu denken. Er saß in seinem Stuhl zurüdgelehnt; jeine Pfeife zog diesmal ganz gut, und auf seinem sonst so grimmigen Gesicht lag ein glüdstrahlendes Lächeln. Er sah aus, als wenn er in seinem ganzen Leben niemals Magenschmerzen gehabt hätte. Fortsetzung folgt. Samstag, den 10. Oftober 1931. Aus Rab und Fern. Nah Hungen. Dem Urheber des Jnheidener Wasserwerkes, dem im vorigen Jahre in Schotten verstorbenen Staatsrat Dr. Karl Weber, soll auf dem Gelände des Jnheidener Werkes ein würdiges Gedenkzeichen errichtet werden. Die Wiege Staatsrats Webers stand auf dem Gelände des Werkes, in der Neumühle. Bürgermeister Dr. Jansen verläßt Buzzbach. Butzbach. Bürgermeister Dr. Jansen ist unter 123 Bewerbern einstimmig zum Bürgermeister der Stadt Gronau in Westfalen gewählt worden. Bad Nauheim. Das schöne Herbstwetter brachte Bad Nauheim noch eine ansehnliche Zahl Kurgäste. Der Kurbetrieb wird auch während des Winters durchgeführt. Das Kurhaus mit seinen Gesellschafts- und Restaurationssälen bleibt geöffnet. Täglich konzertiert dort ein kleines Orchester. Die Jahresversammlung der Kinderheilanstalt Elisabethhaus Bad Nauheim fand im Elisabethhaus statt. Der Vorsitzende, Pfarrer Knodt, erstattete den Jahresbericht, aus dem hervorging, daß die Anstalt in 1930 mit 1217 Kindern aus ganz Deutschland in vier Sommerturen und drei Winterfuren mit zusammen über 51 000 Verpflegungstagen voll belegt war. Um das Elisabethhaus für besonders einer Kur bedürftige Kinder im Winter offenzuhalten und der Notlage der Eltern und Entsendestellen Rechmung zu tragen, wurde aufgrund von hierzu gemachten Stif tungen beschlossen, die Wintertur von 6 Wochen in diesem Notwinter ausnahmsweise für 100 Mark, die Winterkur von 4 Wochen für 75 Mark zu berechnen. Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Hessischen Bad- und Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 8. Oktober ds. Js. der Gesamtbesuch 29 439 Gäste betrug; darunter 5214 Ausländer. Anwesend war an diesem Tage 1587 Gäste. Assenheim. Hier stürzte vor einigen Tagen der 75jährige Landwirt Philipp Klee beim Obstpflücken von einem Baum und zog sich dabei Verletzungen zu, die jetzt den Tod zur Folge hatten. Der alte Herr starb an dem Tag, an dem er mit seiner Gattin das goldene Hochzeitsfest hätte feiern können. Brand eines Glodenturms. Mainz. In der Nacht zum Mittwoch war in Wallertheim der mehr als 500 Jahre alte unter Denkmalsschutz stehende Glockenturm der evangelischen Kirche in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte die Gefahr beseitigen und das Feuer löschen. Es stellte sich heraus, daß ein Motor des elektrisch betriebenen Läutewerkes in Brand geraten war und das Feuer auf die Stützbalken übergegriffen hatte. Späte Wirtshausbesucher hatten das Feuer bemerkt und die Wehr alarmiert. Marburg. Unter dem Motto ,, Deutsche, fauft deutsche Waren!" veranstaltet der Reichsverband deutscher Hausfrauenvereine in diesen Tagen in den Stadtsälen eine Ausstellung, die am Freitag vormittag eröffnet worden ist. Dillenburg. Ein schauerlicher Fund wurde am Donnerstag beim Entleeren des städtischen Müllabfuhrwagens gemacht. Als man ein fest verschnürtes Paket öffnete, fand man darin die Leiche eines neugeborenen Kindes, das nach den bisherigen Feststellungen nach der Geburt gelebt hat. Die Kindesmutter tonnte noch nicht ermittelt werden. Siegen. Der Leiter eines großen Kaufhauses hatte den Auftrag erhalten, sämtlichen Angestellten des Hauses zu fündigen. Er war darüber so seelisch erschüttert, daß er sich mit Veronal vergiftete. Mannheim, 9. Oktober. In der Nacht zum Freitag wurde in die Gemäldegalerie im Mannheimer Schloß eingebrochen. Die Täter haben mit großer Sachkenntnis zwölf Holländer aus dem 17. Jahrhundert ausgewählt. Unterschlagene Gelder verjubelt. Augsburg. Im Frühjahr dieses Jahres wurde der 51jährige, unbeschränktes Vertrauen genießende Direktor der städtischen Sparkasse Landsberg am Lech, Ballenberger, mit einer jungen Kellnerin flüchtig. Er konnte in Köln verhaftet werden. Ballenberg hatte rund 150 000 Mark unterschlagen. Dieser Betrag ging zum großen Teil in Damengesellschaft, zum kleinen Teil zur Dedung von Fehlspekulationen auf. Das Schöffengericht Landsberg am Lech verurteilte Ballenberg, der noch vor wenigen Wochen die Stadt Landsberg auf Weiterbezahlung seines Gehalts verklagt hatte, zu 4 Jahren 5 Monaten Zuchthaus. Druckarbeiten Sofort gesucht Wer sucht Geld? In Gießen ein Laden ,, Gießener Zeitung" Brandstiftungen am Chiemsee. Traunstein. Die ganze Oberlandgegend um den Chiemsee wird seit einiger Zeit durch eine Brandbrieffolge in größten Schreden gesetzt. Fast alle großen Bauernhöfe erhielten Schreiben, in denen unter Erpressungen in furzer Zeit der rote Hahn angekündigt wurde. Auffallend ist nun, daß in Zusammenhang damit seit drei Wochen kein Tag vergeht, an dem nicht ein alter, großer Besitz in Flammen ausgeht. So wurden innerhalb acht Tagen in der Wasserburger Gegend fünf Bauernhöfe durch Brandstiftung eingeäschert, und nunmehr ist die Gegend um Prien drangekommen, in der innerhalb zehn Tagen sechs Höfe ein Raub der Flammen wurden. Während sich der Besitzer mit seinem Personal auf dem Felde befand, ging am Mittwoch wieder einer der größten Bauernhöfe„ Zum Wörndl" mit allen Vorräten, Maschinen und der ganzen Ernte in Flammen auf. Es ist so gut wie keine Deckung vorhanden, da die Bergbauern die Versicherungssummen nicht mehr aufbringen können. Die Polizei fahndet fieberhaft nach der Brandstifterbande. in guter Lage evtl. 1., 2.Hypoth. Betriebs- mit Wohnung Bersonen i. Standes geld in furz. Zeit durch für Herren- u. Da3. Uebernahme einer Otto Gräf, Wetzlar L. menmodengeschäft ge= Maschinenstrickereiiedergirmeserweg 16 sucht. Angebote unt. Keine Vermittl. Ausf. R. K, W. an die Exp. auch nebenberuflich. fostenl. Anfr. Rückport. dieses Blattes. Garantiert dauerndes Einkommen, denn wir Hamburger Kaffee- importhaus Explosionstatastrophe bei Gdingen. Gdingen, 9. Oktober. Durch die gestern abend erfolgte Erplosion eines größeren Gasbehälters im Wohnhäuserblock des Verbandes für Geistesarbeiter stürzte ein Teil des 200 WohNr. 81. Ziecheltee( in Hochasien); Salzbarren( in Abessinien); alte chinesische Porzelanvasen( in Indonesien); alte Kanonenrohre ( auf Borneo) und schließlich als Schatzgeld Menschenschädel( bei den Bajaken auf Borneo). Schöne Erfolge der deutschen Seidenzucht. Erscheint Bezugspreis 2,40 Auch in diesem Jahre war die deutsche Seidenzucht sehr erfolgreich und wurden prachtvolle Kotonernten erzielt. Sogar von Anfangszüchtern, die zum ersten Male Seidenraupen ge= füttert haben, wurden seidenreiche Kofons geerntet, wovon eine tostbare Seide gewonnen werden kann, wie dies nirgends in Europa besser möglich ist. Die Beisenzucht ist ganz einfach und die Seidenraupen füttern. Als Zuchtraum eignet sich jedes Zimmer, jede Kammer oder Diele, jeder Flur, Dachboden oder anderer Nebenraum. Auch ein warmer, heller, luftiger Keller läßt sich verwenden. Bei der Durchführung von 6-7 Staffelzuchten jährlich, von je etwa 20 000 Raupen, können also über 120 000 Raupen gezüchtet werden, vorausgesezt, daß genügend Maulbeerlaub vorhanden ist.- Wir haben in Deutschland für die Seidenzucht das beste klima. Aus einem Gramm Seidenspinner- Eier, das nur einen geringen Pfennigbetrag kostet, kann mann etwa 1 kg Rofons erzielen, wofür in abgetötetem und gut getrocknetem Zustande bis 16 und 20 RM., zum Teil sogar bis 25 RM. je nach Rasse, Zuchtergebnis und Sortierung bezahlt werden. Eine sechswöchentliche Normalzucht kann 15 bis 20 kg Rotons sein, die einen Wert bis 500 Mark darmacht keine besonderen Schwierigkeiten. Ein Schuljunge fann gettionsschluß früh 8 nungen umfassenden Gebäudeblocks ein. 14 Wohnungen sind stellen. Bei Staffelzuchten sind noch viel höhere Beträge her: gänzlich zerstört. Die ganze Nacht wurde gearbeitet, um die Verschütteten zu retten. Bisher fonnten neun Tote und sieben Verletzte geborgen werden. Unter den Trümmern befinden sich vermutlich noch sieben Personen. Der deutsche Dom in Riga geraubt! Ein heftiger Kampf tobt seit über Jahresfrist in ganz Lettland um den Besitz des Domes in Riga. Er gehörte der deutschen evangelischen Gemeinde und galt darüber hinaus als Sinnbild des Deutschtums. Es entspann sich eine rücksichtslose Agitation mit dem Ziele der Enteignung. Im Parlament wurde ein Enteignungsantrag gestellt, der abgelehnt wurde. Es kam sogar zu einer Volksabstimmung am 5. September dieses Jahres über die Enteignungsfrage, die mit einer überwältigenden Niederlage der Antragsteller endete. Nunmehr hat der Ministerrat Lettlands auf dem Wege der Notverordnung ein Gesetz erlassen, durch das die Domkirche zur Kathedrale erklärt und damit der deutschen evangelischen Kirche einfach gegen alles Recht geraubt wird. König Alfons läßt sich in der Tschechoslowakei nieder. Wien, 9. Oktober. König Alfons von Spanien hat das Schloß Blublau in der Tschechoslowakei erworben und wird dort seinen Wohnsitz nehmen. Das Schloß liegt in den Karpathen, wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Wirtschaftsnot und Auswanderung. In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts bis zur Zeit der Reichsgründung erlebte man in Deutschland ähnliche Zeiten wie heute. Allgemeine Wirtschaftsnot rückte stoßweise das Problem der Uebervölkerung und Auswanderung in den Vordergrund des Interesses. Nicht nur private Auslands= fenner, sondern auch Industriefirmen des europäischen Auslandes und Kaushäuser mit Ueberseebeziehungen boten dem Volk und Staate ihre Hilfe an, um der Not der Uebervölkerung zu steuern. Auswanderungsvereine und Genossenschaften traten mit phantastischen Plänen einer organisierten Auswanderung hervor und bestürmten die Regierungen der einzelnen Länder des Deutschen Bundes mit Anträgen auf gesetzliche Erleichterung der Auswanderung und eine tatkräftige finanzielle Hilfe zur Durchführung einer aktiven Auswanderungspolitik. Was alles Geld ist. Geld gibt es nicht nur in Form unseres Metall- und Papiergeldes, sondern auch in vielen anderen Arten, z. B. Kaurischnecken, an Schnüren aufgereiht( in Siam und Innerafrika); Diwarra, ebenfalls aufgereihte kleine Schneckenschalen, zu dicken Ringen zusammengeschnürt( in der Südsee verbreitet); Hundeedzähne( auf Neu- Guinea zum Frauenkauf gebräuchlich); Eberhauer( im gleichen Gebiet); Perlen( besonders in Afrika); Federn, aneinander gereihte rote Spechtköpfe( bei den Kohrocki in Kalifornien); Steine bis mühlsteingroße( auf den Karolinen); Pelze( im alten Rußland und Nordamerika); Rindenstoff( in der Südsee); Baumwollstoff( im Sudan und in Guinea); ge= trocknete Fische( im alten Island); Datteln( bei den Somalinegern); Käse( bei den Lappen); Kakaobohnen( in Mexiko); aller Art für Behörden, Geschäftsleute u. Private fertige ich in jeder gewünschten Ausführung in Schwarz- und Buntdruck bei äußerster Berechnung an. Verlangen Sie Angebote von der Verlagsdruckerei verkaufen die fertige bietet eine hohe Provision und festes Gehalt Arbeit. 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Das ist die Frage, die das neue Oktoberheft der„, Se e", Zeitschrift des Deutschen Flot tenvereins, Berlin, Matthäikirchstraße, an leitender Stelle be handelt und unter Anführung von eindrucksvollem Zahlen material dahin beantwortet, daß Frankreich mit allen Mittein versucht, seinen hohen Rüstungsstand vor allem auch bei der Marine zu halten und auszubauen. Der in Phönig- Kalender für die deutsche Jugend 1932/33. Führer durch das Schuljahr für Schüler und Schülerinnen. Neu bearbeitet von Dr. Karl Hellwig, reich illustriert, 380 S. mit 2 Preisausschreiben und 1 Preisrätsel, in Ganzleinen geb. Mr. 1,60. Pöhnir- Verlag Carl Siwinna, Berlin SW 11. Phönix- Kalender, der der Vorkriegsgeneration als zuverlässiger Freund und Berater in den Nöten und Fährnissen des täglichen Schullebens in guter Erinnerung geblieben ist, präsentiert sich zum ersten Male wieder seit dem Ende des Weltkrieges neuem, schönen Gewande. Aber auch sein Inhalt hat sich den veränderten Verhältnissen und Bedürfnissen der heutigen Jugend angepaßt. So bringt er denn neben den unentbehrlichen Ratschlägen und Hilfen für das Schulleben des Alltags, neben prak tischen Plänen und Tabellen, neben Auskünften über„ Allerlei Wissenswertes" für die Schule, Haus, Natur, Technik, Sport und praktisches Leben, neben Plaudereien über technische Pro bleme und Erfindungen eine besonders starke Berücksichtigung des sportlichen Interesses der heutigen Jugend. Unser Hausarzt. Monatsschrift für Gesundheitspflege, Diätu. Wasserheilkunde. Herausgeber Dr. Fehlauer. 37. Jahrg. Halb jährlich 2 RM. 20 Pf. Hausarzt- Verlag H. Stoß, Berlin- Steg litz, Postf. 21. Aus dem Inhalt des Oktoberheftes: Traubensaft als diätetisches Heilmittel. Venenentzündung und Krampfadern. Wie schützen wir uns vor Verbrechern? Immer wieder lesen wir: Einbruch! Mord! Ueberfall! Die Flut von Verbrechen schwillt mit der Wirtschaftsnot stärker als je. Leichtsinn und Unwissenheit weiter Kreise aber unterstützen diese gefährliche Entwicklung. Die ,, Wo che" greift dieses Zeitproblem auf. So eben erscheint die große ,, Woche"-Sondernummer ,, Feinde der Gesellschaft". Mit packenden Bildern und einer Fülle ausschluß reicher Aufsätze beleuchtet sie alle Einzelheiten dieser Frage. Was der Fremde in Berlin sicht und was er nicht sicht, dieses ist der Inhalt eines großen Bilderartikels der neuesten abung nicht verlang 44 Jahrg. Politifd Der Hauptausschus Fontag bei Stimmenth Eimmen der Rechten e das Staatsministeri wirken, die sofortige die Einstellung jed canlassen, Der preußische Fir izem Schreiben an de er ertranften preuzijd ipäten Abend des Der Thüringer Lar pause wieder zuja men an der Sigung Der italienische Au pier nach Berlin begel blinis den Bejuchs Bri In ganz Schleswig abgebungen stattgefur Smeritreiks Abstand ge j alle Betriebsinhabe hlen, ohne ten ererbto ihre Zahlungsunfähigke Zwei Mitglieder hausen wurden wegen 5: heimbündelei von d Die letzten Meldu play lassen erkennen, d hre Truppen fonzentr In der Provinz S Bezirke bisher 4000 M Der Sllaref- Proze at eigenartigerweise gefunden, das man an Brazenes hätte erwarte Kabinett Brü Der Reichstag tra tung zusammen. Die diozialisten und der oten unbejezt. Präsident Löbe er ruf für die Abgeor ationalsozialiſt), wä Verstorbenen von i malien ergriff Reid einer Erklärung das Es ist mir ein in Nummer der Münchener Illustrierten Presse" karen Miniſtern Dr. ( Nr. 41). Nur allzu leicht fällt nämlich der Fremde, der die en Dank der Reichsregi des Vergnügens besucht, ein schiefes oder falsches Urteil über ergänzt durch einen b eleganten Reſtaurants, die Muſeen, die Theater und die Stätter inte für Reich und diese modernste Großstadt des europäischen Kontinents. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Albin Klein, Gießen Jeder Geschäftsmann etc., verlange die von der Hessischen Handwerkskammer zu Darmstadt entworfenen und mir in Kommissionsverlag gegebenen praktischen Haupt- und Kassenbücher mit den leichtverständlichen Erläuterungsformularen. etung des Wehr- und einigt. Mehr als je 22 zu einer einheitl dimittel, namentlich eten erlassenen beson bungen und Störung Sicherung der Auto Geitigung des Vert politischen und wir tiven Kräfte mitarb nht wird ihre bisheri agen. Das Justizmini egt, der feit einem M Bit besonders treu und Außenministeriums Außenpolitik im Geist allem der jüngsten Diese Bücher werden zur Zeit in ganz Hessen in zahlreichen Buchführungskursen der Handwerkskammer und in den Gewerbeschulen Hessens als Lehrbücher angewendet. Sie können in allen Stärken von mir bezogen werden. An Hand der Erläuterungsformulare fann jeder ältere Handwerker usw., der gründliche Buchführungskenntnisse nicht besitzt, seine Eintragen derart geordnet ausführen, daß dieselben dem Gesetz entsprechen und ein gültiger Buchabschluß dann möglich ist. Geschäftsbücherverlag Albin Klein, Giessen. Fernsprecher 2525 und 2526 Heizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken ( vorm. Keller, gegr. 1783) Südanlage Nr. 21 Union. 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