97r. 71. elfriedhöfe überfügt e neue Lage Erlun ngen. teilt, ist das von ihm befannten Vertriebs tänden mittels Preis schwerdestelle bestätig bezieht sich in gle Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. ( Gießener Tageblatt) & Co., Hannover, daltionsschluß früh 8 Uhr. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. - Für Aufbewahrung oder Rüdn alleiniger Inhaber mbung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. in neues Preisrätjel der Firmierung. Jahrg. Taße 74, für das D gund eine Reihe an difus zeichnet. Selb Ser größte Borsicht an 44. Politische Rundschau. Wie eine Berliner Korrespondenz meldet, sollen die LandDagswahlen in Hessen am 15. oder 22. November stattfinden. -Gemeinschaften. Die Reichsregierung hat unter dem 28. August dem Geneder Schwindelfirmer alle fretariat des Völferbundes in Genf eine Note zugehen lajmerksam, daß sich der Hen, die die ausgefüllten Rüstungstabellen enthält, wie sie Besten Blinder une inerzeit auf der Vorbereitenden Abrüstungskonferenz ausgelichkeit reine Erwerb arbeitet worden sind. nicht immer ausschli <-30 Die Völkerbundsversammlung beschloß nach kurzer Ausfällt. So wünschensprache einstimmig die Aufnahme Meritos in den Völkerbund. iegsbeschädigter iß doch empfohlen me mer jozialer Einris rdigkeit zu erkundige Das Reichskabinett hat am Montag abend eine mehrstündige Bijung abgehalten, deren größter Teil der Besprechung eines Blanes gewidmet war, auf Grund dessen im Rahmen des Winterregramms der Reichsregierung Kleinsiedlungen für Unterbrinjung von 100 000 Erwerbslosen geschaffen werden sollen. Als Reichskommissar für die geplante Erwerbslosensiedlung ist Reichsminister Treviranus in Aussicht genommen. irchenallee 43. njeraten die Lieferun Die Verhandlungen über die Einfuhr amerikanischen Weinaché), schneeweiß, mens nach Deutschland, die eine Art deutscher Gegenleistung des Tischtücher" zum Precover- Planes darstellen soll, sind jetzt abgeschlossen. jedoch nach Einsendun Dr. Curtius empfing Vertreter des Saargebietes, mit denen einere Papierſtüde, et sich eingehend über die allgemeine Lage im Saargebiet unterthalten. Abgesehen de hielt. Das deutsche Mitglied der Regierungskommission des r Wert dieses Papiers Baargebiets, Minister Coßmann, ist gleichfalls in Genf eingewiesen werden, daß di treffen, wo er Besprechungen mit Dr. Curtius hatte. als Verstoß gegen das Die preußische Staatsregierung wird am Mittwoch erneut ufgefaßt werden meiner Sigung zusammentreten, um nunmehr ihr sogenannuß dringend gewartes Sparprogramm endgültig zu verabschieden. zur Bekämpfung de t. Blätter des Deut bringen Mitteilungen eichsteform. W em es sich in ether iffes zwischen Reich des Deutschlandbundes Das finanzielle Ergebnis der von der preußischen Staatsregierung für Preußen und die preußischen Gemeinden in Auslight genommenen Sparmaßnahmen wird auf 150-200 Millionen Mark beziffert. Das badische Staatsministerium hat beschlossen, die badische jandtschaft bei Preußen mit dem Abschluß des laufenden Gehäftsjahres aufzuheben. Der Regierungskommissar der Salzburger Landesregierung, Paul Stodhammer, der seinen Urlaub in Südtirol verBringt, geriet in der Nacht mit Faschisten in einen Streit. Er murde verhaftet und muß vor Gericht erscheinen. Mit 308 gegen 250 Stimmen sprach das englische Unterhaus Tein Vertrauen für die neue englische Regierung aus. Ergebnis wurde mit großem Beifall aufgenommen. Das Beitschrift des Deutsche 16, bringt wieder ein Der englische König hat sich entschlossen, für die Dauer der lotten und die Krie perschenden wirtschaftlichen Notlage auf den Betrag von einer rener Fachleute auf deillion Reichsmark aus seiner Zivilliste zu verzichten. aus volkstümlichen De Ministerpräsident Macdonald erklärte, daß er in eine Kürung seines Gehalts um 1000 Pfund eingewilligt habe, um sein gnet jind, das Beritan res Vaterlandes zu nöglichstes dazu beitragen, einen Zusammenbruch der englischen Bährung mit all seinen katastrophalen Wirkungen zu verüter. Gandhi ist am Montag auf der Fahrt nach London in Port Baid eingetroffen, wo er von indischen Abordnungen feierlich ( 50 Pfg.) antwortet mpfangen wurde. Energische Maßnahmen zur Leistungssteigerung in der russiWird es in Zukunft Woche" richtet jetzt reg an Persönlichkeiten oßer Bilderauffat inhen Eisenindustrie hat der oberste russische Volkswirtschaftsrat trierten Presse( Nr.geordnet, um die unbefriedigenden Fortschritte dieses nbrüde aus unserer Industriezweiges im Rahmen des Fünfjahresplanes wettzuIt. 7. Die Forschungs machen. Die chilenische Regierung hat nach aus Santiago eintres zum Teil bisher und Tenden Berichten den letzten Widerstand der Rebellen gebrochen. Ter Art. Welch ungehe die Meuterer haben sich der Regierung auf Gnade und Unrden, um dieses Mater made ergeben. Forschung und der Na Wie aus Buenos Aires berichtet wird, kam es an der boli: öffentlicht in diefer Wanisch- paraguanischen Chaco- Grenze zu Truppenzusammen: Ser. n Klein in Gießen urteilte ebuch Jahr ist jetzt zu tgliedsbeiträgen, Bundes- und Ver ngen, für Veran 10. gezählt, die Endgen. enthoben. sanlage 21 Flögen. Der amerikanische Zeitungsverleger Hearst hat die weitere inanzielle Durchhaltung des Wilkings- Nordpolunternehmens utüdgezogen. Der gegenwärtige Flottenches, Vizeadmiral Oldekopp, tritt nah Beendigung der Herbstflottenmanöver von seinem Posten utud. Sein Nachfolger wird vermutlich Konteradmiral Glaich werden. Der Polizeidirektion Gotha war bekannt geworden, daß ine kommunistische Abteilung in Waltershausen Gelände65 Perlebungen in der Flur von Waltershausen abhielt. jonen wurden in der Nähe der Schießstandanlage des Arbeiter: Edüzenvereins Waltershausen zwangsgestellt. Aufmarsch zur Reichstagseröffnung. Die neue Bewegung, die durch alle Lager der Innenpolitik ebt, hat, wie aus Berlin gemeldet wird, am Dienstag in gröfretem Umfange zu Beratungen der parlamentarischen Vertreungen der Parteien geführt. Bereits am Vormittag trat die sozialdemokratische Reichs: agsfraktion im Reichstag zusammen, um zu den Verhandlungen her Vertreter mit dem Reichskanzler Stellung zu nehmen. Nach dem Besuch sozialdemokratischer Führer in der ReichsFatzlei, dessen Ergebnisse bereits am Montagabend von dem Futtionsvorstand ,, gebilligt" worden waren, kann man damit zehnen, daß wenigstens im gegenwärtigen Augenblick die Sosieldemokraten der Regierung Brüning ihre Gefolgschaft nicht Duftündigen werden. Der Einfluß der Sozialdemokratie auf das Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 9. September 1931 Kabinett wird erst seine sichtbaren Auswirkungen finden, wenn das große Winterprogramm der Regierung veröffentlicht wird. Auch die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei ist auf zwei Tage zu Beratungen zusammengetreten und hat sich hierfür Potsdam auserwählt. Auf der Tagesordnung steht ein Referat des Parteiführers Dingelden über die politische Lage und ferner Referate über die Etatslage, währungspolitische Fragen, die Hauszinssteuer und die Aufloderung des Tarifwesens. Auch wird man über die außenpolitische Ereignisse der jüngsten Zeit sprechen. Am Dienstag ist weiter die Reichstagsfraktion des Deutschen Landvolkes in Berlin zusammengetreten, um über die dieser Fraktion nächstliegenden Fragen landwirtschaftlicher Natur zu beraten. Man wird sich Rechenschaft über die im wesentlichen ausgebliebenen Erfolge der jüngsten agrarpolitischen Maßnahmen des Reiches geben und versuchen, noch jetzt, in letzter Stunde, auf das Notprogramm der Regierung Einfluß zugunsten der Landwirtschaft zu gewinnen. Schließlich fanden am Dienstag auch die Besprechungen der Wirtschaftspartei ihre Fortsetzung, zunächst in einer Tagung ihres preußischen Landesausschusses, der am Nachmittag die Sitzung des Reichsausschusses folgte. Im Vordergrunde der Beratungen der Wirtschaftspartei stand die noch immer ungeklärte Führerfrage, die man nach Möglichkeit noch vor Zusammentritt des Reichstages endgültig zu lösen hofft. Nach den Plänen der Reichsregierung soll der Reichstag, der am 13. Oktober programmäßig zusammentritt, bereits nach wenigen Tagen bis in den Januar hinein vertagt werden, um dann erst den Reichshaushalt für 1932 zu beraten. Nach Lage der Dinge aber erscheint es in höchstem Grade zweifelhaft, ob sich diese Pläne der Reichsregierung verwirklichen lassen werden. Man rechnet bereits mit einer längeren und an politischen Stürmen außerordentlich reichen Sitzungsperiode. Italien will Abrüstung. Genf, 8. Sept. Der italienische Außenminister Grandi hat am Dienstag in einer großen politischen Rede vor der Vollversammlung des Völkerbundes, mit der er die Generalaussprache eröffnete, im Auftrage der italienischen Regierung folgenden Vorschlag an sämtliche Mächte gerichtet: Die italienische Regeirung schlägt vor, daß man bereits jetzt und unverzüglich einen wirksamen und wahrhaften Stillstand der ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Plagvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 72 Rüstungen wenigstens während der Dauer der AbrüstungsKonferenz beschließt. Die Mächte müssen gegenwärtig die Frage prüfen, ob nicht während des Zeitraumes der Vorberei= tung der Abrüstungskonferenz diejenigen Staaten, die sich endgültig verpflichtet haben, an der Konferenz teilzunehmen, be= reits vorbereitende Maßnahmen ergreifen fönnen. Im Geiste dieser Empfehlung scheint es daher erforderlich zu sein, sofortige und praktische Maßnahmen zu ergreifen. Der Verzicht auf Gewalt und die Herabsetzung der militärischen Streitkräfte auf ein Mindestmaß sind die dringendsten Erfordernisse der Gegenwart. Tatsächlich besteht überhaupt keine von der Abrüstung und der Schiedsgerichtsbarkeit unabhängige Sicherheit. Wenn in den internationalen Beziehungen die Möglichkeit von Gewaltlösungen nicht mehr existiert, so hat damit auch das Problem der Sicherheit aufgehört zu bestehen. Das Problem der Sicherheit besteht nur so lange, als die Möglichkeit für ein fortgesetztes Wettrüsten offengelassen wird. Im engen Zusammenhang mit dem Problem der Abrüstung steht das Reparationsproblem. Unleugbar besteht zwischen der Abrüstung und der internationalen Schulden- und Reparationsfrage wenn auch nicht ein diplomatisches, so doch ein tatsächliches enges Band. Die großen finanziellen Opfer, die man heute in allen Staaten den Völkern auferlegt, dürfen unter keinen Umständen zu einer neuen Erhöhung der Rüstungen führen. Ein weiteres großes Problem ist der fortgesetzte Zollkrieg. Die Aufgabe ist heute, Europa Ruhe zu verschaffen. Die mächtigen Staaten müssen den weniger mächtigen Staaten das Empfinden der allgemeinen Sicherheit geben. Die wirtschaftlichen Abschließungen werden dann von selbst verschwinden. Wenn erſt die militärischen Rüstungen verschwunden sind, wird auch der Wirtschaftskrieg aufhören. Die italienische Regierung vertritt die Auffassung, daß die Abrüstung der Ausgangspunkt für viele Lösungen ist, für ein allgemeines System, für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Staaten und für die Wiederherstellung der allge= meinen wirtschaftlichen Grundsätze. Das ist das dringendste Programm des Völkerbundes. In Völkerbundskreisen hat die Rede Grandis größtes Aufsehen erregt, da Grandi die italienische Forderung auf Rüstungsstillegung in flarer und eindeutiger Form abgegeben hat. ' Politijierung des Lohnes als Programm des Sozialismus. Es wird uns geschrieben: Von gewerkschaftlicher Seite ist in letzter Zeit immer wieder bestritten worden, daß politische Gründe die Lohnfestsetzung im Schlichtungsverfahren beeinflußt hätten. Demgegenüber sei darauf hingewiesen, daß nicht nur die Sozialdemokratie offen den politischen Lohn als Programmpunkt gefordert hat, sondern daß auch die den freien und christlichen Gewerkschaften nahestehende demokratische und Zentrums- Presse bei verschiedenen Gelegenhei ten mit Bedauern festgestellt hat, daß für die Lohnfestsetzung nicht die Gerechtigkeit, sondern die Politik entscheidend gewesen sei. Zwei besonders klassische Beispiele für den politischen Charafter der Schiedssprüche seien aus der jüngsten Geschichte des Ruhrbergbaues herausgegriffen, der ganz besonders unter dem System der politischen Löhne in den letzten Jahren hat leiden müssen. Das erste Beispiel eines politischen Schiedsspruchs be= trifft die vom Schlichter, Regierungsrat Brisch im April 1928 bewilligte Lohnerhöhung. Der Reichsarbeitsminister Stegerwald dürfte dieses Beispiel im Sinn gehabt haben, als er am 30. September 1930 vor einer Berliner Pressekonferenz ausführte: ,, Wären wir nicht drei Jahre lang in einem Jrrgarten herum= gewandert, dann ständen die deutschen Arbeitnehmer auch ohne neue Lohnerhöhungen in den Jahren 1928 und 1929 in ihrer realen Kaustraft bestimmt nicht schlechter da, als es gegenwärtig der Fall ist". Die Lohnerhöhung wurde bewilligt, obwohl sie sowohl nach dem Gutachten der Schmalenbach- Kommission, wie nach dem Gegengutachten des sozialdemokratischen Ministerialdirektors Baade ohne Kohlenpreiserhöhung vom Bergbau nicht getragen werden fonnte. Trotzdem wurde der Schiedsspruch vom Reichsarbeitsminister für verbindlich erklärt, und zwar im öffentlichen Interesse". Welches andere als das politische Interesse könnte da gemeint gewesen sein? Selbst die ,, Frankfurter Zeitung" betonte damals( Nr. 306) den rein politischen Charakter der Entscheidung, indem sie ausführte: ,, Der Arbeitsminister aber fällt, in diesem Falle noch viel mehr als sonst, eine politische Entscheidung! Denn wir stehen vor den Wahlen. Und der Zentrumsminister kennt die ohnehin schon tiefgehende politische Gärung in den christlichen Gewerkschaften: er fürchtet wohl, sie gegenüber den freien Gewerfschaften zu schwächen oder sie direkt in Frontstellung gegen das Zentrum zu bringen, wenn er den Spruch des Schlichters nicht erfüllt. Er fürchtet wohl eine schwere Radikalisierung, ein Anwachsen der Kommunisten usw." Die„ Kölnische Volkszeitung" äußerte sich in Nr. 309 in ähnlicher Weise, indem sie ihrem Bedauern darüber Ausdruc gab, daß nach der Erklärung der Regierung im öffentlichen Interesse" die Lohnerhöhung habe erfolgen müssen. Man habe gewünscht, daß die Lohnerhöhung auf dem Prinzip der Gerechtigfeit gegründet wäre. Das ,, Berliner Tageblatt" fam zu dem Ergebnis, daß die Arbeitnehmerschaft sich auf eine Lohntheorie versteift habe, die allzu sehr auf die Forderung einer Erhöhung der Nominallöhne eingestellt sei. Damit wolle sie die Arbeitgeberschaft unter den Zwang einer möglichst weitgehenden und schnellen Rationalisierung setzen, ohne dabei die Konsequenzen für die Arbeiterschaft selber bis zum Ende durchzusetzen, Konsequenzen, die entweder in einer forcierten Konzentrations- und Stillegungsbewegung mit Freisetzung erheblicher Teile der Arbeiterschaft oder aber in einer Gestaltung der Dinge liegen, die die nominale Lohnerhöhung durch Steigerung des Preisniveaus und Einschränkung der Beschäftigung wieder zunichte mache. ... Der politische Charakter des Spruchs von 1928 fann nach dem Gesagten nicht gut bestritten werden. Nicht anders ist der Schiedsspruch vom Januar 1931 zu bewerten, der auf Grund einer Notverordnung von einer„ unparteiischen Schlichtungskommission" unter dem Vorsitz von Prof. Brahn gefällt wurde und im Ruhrbergbau eine Lohnherabsetzung um 6 gegenüber den von Arbeitgeberseite als Mindestjazz geforderten Prozent brachte. Die in diesem Fall unverdächtige Frankfurter Zeitung" sagte zu diesem Spruch: ,, Daß die Reichsregierung durch ihr ausführendes Organ, den Schlichter, von Anfang an auf 6 Prozent ausging, hatte in der Hauptsache wohl politische Gründe. Nach der Dezembersihung des Reichstags wurde allgemein bei den Schiedssprüchen als Standardkürzung der Satz von 6 Prozent eingeführt, während vorher meistens, dem Beispiel des Schiedsspruchs für die Berliner Metallindustrie folgend, 8 Prozent als üblich angenommen worden waren. Man vermutet wohl nicht mit Unrecht, daß die Reduzierung auch ein Kompromiß zwischen Regierung und sozialdemokratischer Partei ist. Es gilt für die S.P.D., ihren großen Ruhrbergarbeiterverband möglichst zu schonen, um der immer stärker werdenden fommunistischen Opposition möglichst wenig Angriffsflächen zu bieten. Dem Zentrum tam dieser Wunsch durchaus entgegen, da ja der Christliche Bergarbeiterverband das Gros seines Mitgliederbestandes im Ruhrgebiet hat und auch an einer möglichst niedrigen Lohnkürzung interessiert sein mußte". In einer Erklärung des Reichsarbeitsministers wurde ausdrücklich erklärt ,,, daß das Reichswirtschaftsministerium auch heute noch aus wirtschaftlichen Gründen eine Lohnfürzung von 8 Prozent im Kohlenbergbau für notwendig halte", daß aber die Gesamtregierung das Ganze sehen und daher die wirtschaftlichen und politischen Realitäten und Möglichkeiten auf einen Nenner zu bringen suchen müsse".„ Aus politischen Gründen", so führte der demokratische Berliner- Börsen- Courier" dazu aus ,,, ist die wirtschaftlich richtige Entscheidung nicht gefunden worden. Die sozialpolitischen und wirtschaftlichen Ergebnisse dieses Spruches sind die gleichen: Die beschäftigte Arbeiterschaft hat zwar einen höheren Lohnsah durchgesetzt, aber das darf in den nächsten Mittwoch, den 9. September 1931. Monaten nicht vergessen werden auf Kosten derjenigen Kollegen, deren Beschäftigungsmöglichkeiten zerschlagen werden". Der politische Charakter dieses Schiedsspruchs ist durch das Reichsarbeitsministerium selbst unterstrichen worden, so daß sich jedes weitere Wort erübrigt. Im ganzen genommen, erscheint es überhaupt durchaus abwegig, wenn die Politisierung des Lohnes durch das Schlich tungsverfahren von gewerkschaftlicher Seite bestritten wird, nachdem ein wirtschaftlicher Führer des Sozialismus, Herr Dr. Hilferding, auf dem sozialdemokratischen Parteitag in Kiel die Politisierung des Lohnes geradezu als Programm des Sozialismus verkündet hat, indem er nach einem Bericht des„ Vorwärts" vom 6. Oftober 1928 ausführte: Es müsse in jedes Arbeiterhirn eingehämmert werden, daß der Wochenlohn ein politischer Lohn ist, daß es von der Stärke der parlamentarischen Vertretung der Arbeiterklasse, von der Stärke ihrer Organisation und den sozialen Machtverhältnissen außerhalb des Parlaments abhängt, wie der Lohn am Ende der Woche sich gestaltet. Das Schlichtungswesen ist, so fügt der„ Vorwätts" hinzu, einer jener politischen Faktoren, die den Lohn mitbestimmen. Lokales. Die Jagd im September in Hessen. ( Mitgeteilt vom Hess. Jagdklub, Darmstadt.) An Aegidi( 1. September) tritt der Rothirsch in die Brunft so sagt eine alte Jägerregel. Bei uns befindet er sich noch in der Feiste, und erst gegen Ende des Monats beginnt der Brunfttrieb sich zu regen. Dann ist für den hirschgerechten Jäger die schönste Zeit des Jahres gekommen. Das Damwild wird viel später brunftig. Rehwild, Rotwild und Damwild beginnen im Laufe des Monats zu verfärben. Der Rehbock ist nach überstandener Blattzeit schlecht im Wildpret; auf ihn sollte nicht mehr gejagt werden. Die Hasen setzen noch, und bei einigermaßen leidlichem Herbstwetter kommt auch dieser Satz noch durch. Die Hühnerjagd, die dieses Jahr am 24. August aufging, hat nicht gehalten, was man von ihr erwartete. Nach zahlreichen Mitteilungen aus allen drei Provinzen des Landes werden fast nur alte Hühner erlegt. So praktisch auch der Abschuß der alten Hähne ist, so sehr ist die Schonung der Hennen dringend notwendig, sonst ist auch für das nächste Jahre mit Hühnerbesatz nicht zu rechnen. Zahlreiche Revierbesitzer haben deshalb die Hühnerjagd für dieses Jahr vollständig eingestellt, ihr Vorbild sollte für alle Jäger maßgebend sein. Bekanntlich hat auch die Entenjagd stark enttäuscht. Die Erpel beginnen im September zu mausern und sind so leichter zu unterscheiden. Wer irgend in der Lage ist, sollte nur Erpel schießen. 99 Jahre deutsche evangelische Volkstumsarbeit. Von Frizz Heinz Reimes ch- Berlin. REIMESCH Evangelische Kirche is in Bozen- Gries, Südtirol. Im Hintergrund der Rosengarten. Unsere Zeit ist reich an Gedenktagen, an denen wir schwerer und freudiger Ereignisse in früheren Jahrhunderten und Jahrzehnten gedenken. So bringt das Jahr 1931 uns auch jenen Herbst vor zwei Jahrhunderten in Erinnerung, da Erzbischof Firmian die 30 000 Salzburger Protestanten seines Fürstentums ächtete und außer Landes trieb. Die Erkenntnistreue dieser aufrechten Alpendeutschen, die lieber die Heimat, ja selbst ihre Kinder verlieren wollten, nur um ihren Glauben zu retten, hat vor zweihundert Jahren überall in Deutschland ebenso die Herzen entzündet wie vor 120 Jahre vor dem Auszug der sogenannten böhmischen Erulanten. Wir leben heute in einer glücklicheren Zeit, oder doch scheinbar; denn in Europa mit Ausnahme Rußlands wird niemand mehr wegen seines religiösen BeBenntnisses verfolgt und ausgetrieben. Ist aber deshalb die Seelenqual in der Menschheit von Hunderttausenden geringer geworden? Hören wir nicht fast alle Tage davon, daß Menschen um eines andern Bekenntnisses willen, nämlich wegen ihres nationalen bedrückt, geschunden und verfolgt werden? Es ist das alte Leid, nur in einem andern Gewande. Vor 99 Jahren war es, daß der Leipziger Superintendent Großmann von sudetendeutschen Protestanten gebeten wurde, sich ihrer bedrängten Lage anzunehmen. Und wuchs in ihm, der die Liebestätigkeit seiner Heimat, die von seinen Landsleuten an den böhmischen und salzburgischen Epulanten geübt worden war, bannte, der Gedanke auf, einen Verein ins Leben zu rufen, der die Aufgabe haben sollte, in planmäßiger Arbeit milde Gaben zur Unterstützung hilfsbedürftiger Glaubensgenossen zu sammeln. Es war das Jahr 1832, als die große deutsche Oeffentlichkeit des heldenhaften und glaubensstarken Nordlandstönigs gedachte, und so erhielt der Verein, der damals entstand, den Namen Gustav: „ Gießener Zeitung" Schon jetzt sei darauf hingewiesen, daß die Jagd auf weibliches Rehwild und Rehlike( männliche und weibliche) am 1. Oktober aufgeht und die Schußzeit auf Hasen, Fasanenhähne und-hennen am 16. Oftober beginnt. Der Vogelzug steht vor der Türe, und der Besuch der Auf- Hütte wird Erfolg bringen. Die Vorbereitungen für die Winterfütterungen sind zu treffen: Salzlecken von den sich vorzüglich bewährten, vom Heſſ. Jagdklub erhältlichen Salzpfannensteinen, in genügender Menge auslegen, Futterstellen herrichten und diese vorerst mäßig beschicken! Die Ueberwachung des Reviers muß damit erst recht Hand in Hand gehen. * Personal- Aenderungen. In Hessen treten am 1. Oktober in der Kreis- und Provinzialverwaltung einige Aenderungen ein. An die Stelle des Kreisdirektors Werner in Offenbach a. M., der in den Ruhestand tritt, kommt Kreisdirektor Dr. Merd, bisher in Groß- Gerau, Kreisdirektor von Groß- Gerau wird der seitherige Polizeidirektor in Darmstadt, Dr. Usinger. Dessen Stelle nimmt der seitherige Polizeidirektor von Offenbach, Dittmar, ein, während der Polizeidirektorposten in Offenbach mit dem bisher bei dem Polizeiamt Darmstadt tätigen Regierungsrat Bach besetzt wird. * Stadt- Postamt. Beim Stadt- Postamt ist jetzt in der Zeit von 12 bis 14 Uhr ein Schalter für Verkauf von Wertzeichen, Annahme von Einschreib- und Wertbriefen, Aufgeben von Telegrammen und Anmelden von Gesprächen offen. Einzahlungen können in der Zeit nicht gemacht werden. * Die Kunst, Päckchen ins Ausland zu senden. Päckchen dürfen nach einigen fremden Ländern unter Beachtung besonde rer Bestimmungen gesandt werden. Da viele Aenderungen eingetreten sind, hat die Reichspost eine neue Uebersicht aufgestellt. Sie gibt die Länder an, wieviel Zollinhaltserklärungen und in welcher Sprache beigefügt werden müssen, ob Gebührenzettel zulässig, und die besonderen Zustellgebühren. * Ueberreichung der Meisterbriefe. Die Abschlußfeier der Jungmeisterinnen und Jungmeister der Provinz Oberhessen 1931 fand am vergangenen Sonntag bei sehr guter Beteiligung im Saale des Café Leib statt. Von 264, die sich zur Meisterprüfung gemeldet hatten, konnten 218 den Meisterbrief erhalten. Regimentstag ehemaliger 116er. Vom 5. bis 7. September fand in Mainz der Regimentstag der ehemaligen 116er statt. Er begann am Samstag mit einer Verbandstagung, der sich abends eine Begrüßung mit Fahnenweihe anschloß. Bei der Gefallenenehrung am Sonntag am Ehrenmal auf dem Friedhof sprach Pfarrer Sattler. Der Abend vereinte die Kameraden im Großen Saale der Stadthalle zu einem Rheinischen Abend. Den Abschluß der Veranstaltung bildete eine Rheinfahrt nach Caub am Montag. Am Nationaldenkmal wurde eine Zwischenlandung vorgenommen. * Gute Heu- und Grummeternte in Hessen. Die große Bedeutung, die dem Ausfall der Heu- und Grummeternte für die Adolf- Stiftung. Seither sind 3 Menschenalter vergangen, und wer heute die Leistungen dieses Vereins, der im gesamten deutschen Sprachgebiet mehr als vierzig Zweigniederlassungen hat, überblickt, der weiß, daß in diesen 99 Jahren unermeßlich viel Gutes, und zwar nicht nur durch Geldaufwand, sondern vor allem durch Schaffung geistiger Beziehungen geleistet wurde. Ein ganzes Buch wäre erforderlich, wollte man die Leistungen des Vereins ausführlich aufzählen, es sei nur ein Beispiel für viele angeführt. In meiner siebenbürgischen Heimat, deren Geschichte ein ständiger Kampf um Volfstum und Glauben ist, bedeutet der Gustav- Adolf- Verein noch mehr als dem in der Geschlossenheit der evangelischen Glaubensgemeinschaft lebenden Reichsdeutschen. Es gibt wohl kaum eine Gemeinde in Siebenbürgen, in der nicht wenigstens einmal im Jahr der großen Hilfsarbeit gedacht würde, die der Gustav- Adolf- Verein so unermüdlich leistet; es gibt wohl faum einen Siebenbürger Sachsen, der nicht die Verpflichtung fühlte, in irgend einer Weise auch sein Scherflein dazu beizutragen; denn vom Bischof und Abgeordneten herab bis zu der ärmsten Witwe sind sich alle diese in der Zerstreuung fern vom Mutterlande lebenden Deutschen bewußt, daß der Gustav- Adolf- Verein den bedrohten Brüdern nicht nur materielle Hilfe bedeutet, sondern auch das seelische Band darstellt, von dem das evangelische Deutschtum im Karpathenlande verknüpft wird. Jeder weiß: dieses Band ermöglicht es, daß immer neue Kräfte des Glaubens und des Volkstums in die ferne Abgeschiedenheit kommen. Allein um dieses einen Beispiels willen wäre es wert, daß der Gustav- Adolf- Verein besteht. Es sind aber nicht die 235 000 Siebenbürger Sachsen allein, die seine Hilfe in Anspruch nehmen. 7 Millionen deutscher evangelischer Menschen leben in der Zerstreuung. Allein 2 Millionen wurden durch den Versailler Vertrag vom Mutterlande abgerissen. Zu Hunderttausenden leben Ungarn, Südslawien und in Uebersee. Und wenn auch alle beNr. 72 Mittwoch, den 9. fünftige Milchversorgung zukommt, hat das Hessische Landesstatistische Amt veranlaßt, zum ersten Mal in diesem Jahr eine Schätzung der Heuernte und eine Vorschätzung der Grummeternte durch die Saatenstandsberichterstatter schon nach dem Stand von Anfang September vornehmen zu lassen. Die Schätzung der 1931er Heuernte( erster Schnitt) ergab für Hessen einen Ertrag von 3,47 Millionen Doppelzentnern Wiesenheu, wobei die grü verfütterten wie die abgeweideten Mengen, und zwar auf Her umgerechnet, einbezogen sind. Die Vorschätzung der Grummet ernte( zweiter und evtl. auch dritter Schnitt) ergab für Hessen 1,8 Millionen Doppelzentner, so daß an Heu und Grummet zu sammengenommen für 1931 mit einer gesamten Wiesenheuernte von etwa 5,25 Millionen Doppelzentner zu rechnen ist. Im Jahre 1930 war die gesamte Wiesenheuernte auf 4,66 Millionen Dop pelzentner geschätzt worden. Ergebni Germania Marb Horas Fulda Ruthejjen Kaffe Sport Raffel Spielverein Raj SpVgg. Götting FC. 05 Ginbed Hellen Hersfeld Verein Güd * Mitrophenbericht vom Fußball- Länderkampf Deutschland Germania Marburg G. 03 Staffel been 09 Raffel i. 3. Gegen Boruffia Fulda gegen Oesterreich. Am Sonntag, den 13. September, treffen si die Auswahlmannschaften beider Länder in Wien. Zwar be steht auch bei diesem 9. Spiel, das Deutschland gegen Oesterreiġ liefert, wenig Aussicht auf einen deutschen Sieg. Immerhin er wartet man aber ein knappes Ergebnis. Zur Uebertragung gearheffen Kasset langt diesmal nur die 2. Halbzeit. BBK. Marourg Germania Fulda Dfershausen Mallau Breidenbach Bottenhorn Wiejenbach- G 1900 Gau * ,, Amerita als Vorbild und Warnung". Ueber dieses bras interessante Thema spricht heute, Mittwoch, abends 8 Uhr, in der Stadtkirche Missionsdirektor Pfarrer Devaranne Berlin nach eigenen Beobachtungen. Der Vortrag wird dur eine große Zahl von Lichtbildern bereichert. * Vogelsberger Höhen- Club. Für die am kommenden Sonntag, den 13. September, stattfindende Wanderung ist bei genügender Beteiligung eine Autofahrt beabsichtigt. Anmel dungen wolle man möglichst heute noch bei Mitglied Faber, Markiplay, machen. Zweite Südamerikafahrt des„ Graf Zeppelin". Die zweite Südamerikafahrt des Luftschiffes„ Graf Zeppe lin" bietet Sammlern die Möglichkeit, einen sehr interessanten Brief zu erhalten, der mit deutschen Marken frankiert nach Bra silien geflogen ist und mit brasilianischen Marken frankiert, wieder zurückkommt, also beide Frankaturen auf ein und dem selben Poststück. Solche Briefe und Karten zeigen, wie schnell die Post nach Südamerika und wieder zurück durch das Luftschiff befördert wird. Diese Poststücke können durch Vermittlung des Luftschiffbaus Zeppelin in Friedrichshafen aufgegeben werden. Anschrift ist: Fa. Stoltz& Cia. Pernambuco( Brasilien), auf der Rückseite die Adresse des Absenders bezw. derjenigen Per son, welche den Brief zurückerhalten soll. Zu frankieren sind diese Stücke auf der Vorderseite: Karten mit 2 RM. und Briefe mit 4 RM. und dann an den Luftschiffbau Zeppelin, Abtlg. S. A., Friedrichshafen( Bodensee), einzusenden und gleichzeitig für das brasilianische Rückporto 2 RM. für eine Karte und 4 RM. für einen Brief extra beizufügen. Die Sendungen müssen bis spätestens 15 September in Friedrichshafen sein. müht sind, den Mittelpunkt ihres religiösen und völkischen- Le bens, Gotteshaus, Schule und Pfarrhaus aus eigenen Kräften zu erhalten, so müssen doch diese in der Zerstreuung Lebenden immer wieder sich Hilfe suchend an das Mutterland wenden. Bevor es noch das Bismard- Reich gab, also noch in den Zeiten deutscher Kleinstaaterei, haben die Männer, die das Gustav- Adolf- Wert aufrichteten, eine geistige Zusammengehörig keit aller Deutschen in der Welt geschen und den Weg gewiesen, auf dem das ersehnte Großdeutschland wenigstens im geistigen Sinne erreicht werden kann. Eine Einschränkung hat natürlich dieses Werk: es trägt fonfessionellen Charakter. Doch man ist sich heute darüber auch in vielen katholischen Kreisen einig, daß Gustav Adolf Vereinsarbeit allgemeindeut sche Bedeutung besitzt. Bewußt wird auch in der katholi schen Diaspora- Arbeit Volkstum und Glauben mit einander ge stärkt, und auf dem Boden der Volkstumsarbeit haben sich die beiden Konfessionen glüdlich zusammengefunden, auch schon des halb, weil es heute um mehr geht, als um die Konfession und um das Volkstum, weil es heute gilt, den Christenglauben über haupt zu stärken. Es gibt keine deutsche Vereinigung, die seit so langer Zeit und mit solchem Zielbewußtsein evangelisches Christentum gepflegt hat, wie der Gustav- Adolf- Verein. Ueberall in den vielen hundert Gemeinden in der Zerstreuung, in denen er Kirchen gebaut hat, Schulen unterstützt, Pfarrern und Lehrern ihr Amt ermöglicht, überall dort hat er diesem Glauben ein Bollwerk errichtet. Und überall versteht er es auch, die Ver 1. Chringshausen Hirschhausen 1. Holzhausen 1. Weilburg 2.Hermannstein 1. Oberbiel 1. Nauborn 1.Butzbach 2. Steinberg 1.Quedborn 1. Villingen 1. Allendorf 1. Waldhausen 1.Eijershausen Weinbach 1. Niederbiel 1. Allendorf 1.Stodhaujen 2.Albshausen 1. Nauborn 2.9 Oberndorf 1. Waldgirmes 1. SV. Wetzlar 3. Niederweisel 1. Wiejed 1.19 Heuchelheim 1. Steinberg 2.Bobenhausen 1. Flenjungen 1. Wetterfeld 1.S La Aglar 1. Aglar 2. La Steinbach 2. Garbenteich A.- S Jugend: Aglar 1.- B 1900 Gießen 1. Butzbach Vi 1900 Gießen 2. Wiesed 1. Sch. VIB. Gießen 1. 1900 Gießen 2. Großen- Bujed S Garbenteich Jgd. Colbe Wehrd Wetter- Sarno Erdhausen 1.Biedenkopf 2.Buchenau 1.- 1 BiB. Wetter 2. Marbach 2.- G Der Mitteliti Ein Fußball Du bist ein ganz als angefangen hinan einer jchweren Verletzu g die Einwohnerschaft teidiger dieses Bollwerks zu fräftigen und zu begeistern. Daß am den Cupjieger m er im Laufe der Zeit gegen hundert Millionen aufgebracht hat, um seine praktisch kirchlichen und völkischen Ziele zur Tat umzusetzen, ist viel, sehr viel. Daß er aber mit seinen seelischen Kräf christlich und deutsch zu bleiben, ist mehr! In diesem Sinne Manch wahres Wo auch jetzt. Kaum m jojort von Hunderte Bravo, Jungens!" ten deutschen Menschen in der Zerstreuung die Kraft gegeben hat, hh Hollywood!" So wollen wir Mitte September( 12. bis 15.) die große Jahresverste Situation, und a berraschten Hollywoodraunen erholen. Bal sie in Kongreßpolen, Rußland, der Tschechoslowakei, Desterreich, sammlung des Centralvereins der Gustav- Adolf- Stiftung im riamph auf den Schul altehrwürdigen Osnabrück begehen. REIMESH Die deutsche Stadt Käsmart in der Zips. agen, formben die and Ari Leibgarde. Marr war noch jung ejeine größte Freude dangte, fiel fein Auge rif, der auf dem Tisch embar durch Boten be Sein Herz flopfte hör er das Blatt in Sa tiger Junge!" Die Hollywood- Spiel Margery on fich eifrig ihrer g , die darin bestand, d denschrift Athletic 20 eers, zu diskutieren. Jeder Mann hatte fei en brängten fich die mei uitomiter, der einige stägigen Klubfampi Da hör zu, Did, wo disinnen, ais Matr Mart, der neue Mitt , und ich itimme mit Journalist vor Begi ommen überein. Am wierigkeiten arbeiten 3 et jämtliche Eigen elitürmer haben mu rigene Heimat ablehn Sir. t das Sefiische La Mittwoch, den 9. September 1931. Ral in diesem Jahr igung der Grummele on nach dem Star jen. Die Schahung für Hessen einen En iefenheu, wobei die ngen, und zwar auf richöhung der Grum Schnitt) ergab für he Heu und Grummet gesamten Wiesenheue zu rechnen ist. Im J auf 4,66 Millionen 2 Turnen, Ergebnisse aus dem Bezirk. Germania Marburg-03 Kassel 2: 1( 1: 0) Horas Fulda Kurhessen Marburg 0: 2( 0: 0) Kurhessen Kassel 09 Kassel 0: 5( 0: 1) Sport Kassel Großalmerode 7: 3( 5: 2) Spielverein Kassel SpVgg. Göttingen FC. 05 Einbed Hessen Hersfeld Verein Bänderkampf Deutjal Germania Marburg 3. September, treffen er in Wien. 3wat h Borussia Fulda 6. E. 03 Staffel sessen 09 Kassel tichland gegen Defter.. B. Geizen hen Sieg. Immerhin SiB- K. Marburg 5. Zur Uebertragung Tura Kassel 5: 1( 0: 1) Hermannia Kassel 2: 3( 0: 1) GC. 05 Göttingen 3: 4( 2: 2) Grone 5: 0( 2: 0) 222 ,, Gießener Zeitung" Sport und Spiel. Odershausen 2. Dernbach 1.Breidenbach 2. Bottenhorn 2. Cappel 1. 2: 3( 2: 1) Hartenrod 1. 6: 3( 2: 3) Gönnern 1. 5: 1 Steinperf 1. 3: 3 Wallau 2. Banfe 1. 3: 2 Hommertshausen 1. Wolfgruben 1. 4: 2 Holzhausen 2.- Kombach 1. 6: 1 Mornshausen a. D. Edelshausen 2. 5: 2( 3: 0) Schönstadt 1.— Garnau 2. 4: 3 Sterzhausen 1. 1: 1 Michelbach 1. 0: 4( 0: 1) Bürgeln 2. 2: 3 Leidenhofen 2. 9: 0 Holzhausen 1.— Rüddingshausen 1. 3: 4( 2: 3) Dreihausen 2. Bortshausen 1. 5: 1 Roth- Wallau 3. 8: 2 Damm 1. Altenvers 1. 5: 4 Weidenhausen 2. Steinperf 2. 1: 2( 1: 0) Günterod 1. Hartenrod 2. 8: 3 Unterrosphe 1. Goßfelden 1. Südgruppe der Bezirksliga. Cappel 2.- Elnhausen 1. 6: 0 Spiele gew, 1.nent. verf. Tore Punkte Odershausen 3. VfB.-K. 3. 4: 3 Wehrda 2. 3 3 0 0 10: 6 6: 0 2 2 0 0 16: 2 Ebsdorf 1. 4: 0 2 1 0 1 9: 2 2: 2 1 0 1 9: 5 2: 2 1 0 1 4: 8 2: 2 1 0 1 3: 9 2: 2 Germania Fulda 1 0 0 1 1.3 0: 2 Surhessen Kassel 1 0 0 1 0: 5 0: 2 Barnung". Ueber die D.fershausen 1 0 0 1 0: 8 0: 2 horas 2 0 0 2 1: 5 0: 4 Wallau 1900 Gießen 3: 1( 1: 1) Breidenbach Wetzlar 1: 4( 1: 2) Bottenhorn Wiesenbach Gau Gießen- Wetzlar: rt beabsichtigt. An och bei Mitglied Fe Ehringshausen Hirschhausen 1. Holzhausen 1. Weilburg 2. Niedershausen 1. 2: 5 twoch, abends 8 Uhr, farrer Devarann Der Vortrag wird du ichert. ür die am fommen ende Wanderung ist „ Graf Zeppelin". Luftschiffes, Graf 3 einen sehr interessan arten frantiert nach ischen Marken franti turen auf ein und de Carten zeigen, wie j Surüd durch das Luft n durch Vermittlung d afen aufgegeben werde ambuco( Brasilien), s bezw. derjenigen oll. Zu frantieren 1 mit 2 RM. und Bri iffbau Zeppelin, Ab inzusenden und gled 2 RM. für eine Ro ügen. Die Sendung riedrichshafen fein. ösen und voltijden us aus cigena Krain Er Zerstreuung Lo Mutterland wenden gab, also noch in de die Männer, die ijtige Zusammengehör und den Weg gewie wenigstens im geistig schränkung hat natürli Charakter. Doch man jchen Kreisen einig, di t allgemeinde wird auch in der fath Slauben mit einander umsarbeit haben sich gefunden, auch schon de sum die Konfession en Christenglauben üh he Vereinigung, die i bewußtsein evangelie v- Adolf- Verein. Ueber er Zerstreuung, in den VFR. Buzzbach 13: 0( 4: 0) SC. Niedergirmes 1: 2 Löhnberg 4: 2 von L. abgebrochen. P. Biskirchen 1. 3: 6( 2: 3) Löhnberg 2. 8: 2( 4: 0) Hermannstein 1.- 1900 Gießen 2. 0: 1( 0: 1) SV. Wetzlar 2. 2: 3( 1: 2) Oberbiel 1. Nauborn 1. Buzzbach 2. Steinberg 1, Quedborn 1. Villingen 1. Allendorf 1. Waldhausen 1. Essershausen 1. Weinbach 1. Niederbiel 1. Allendorf 1.- Stockhausen 2. SC. Wetzlar 2. 4: 0( 2: 0) Daubringen 1. 1: 1 Leihgestern 1. 2: 0 abgebr. wegen Regen Grünberg 1. 2: 2 Geilshausen 1. 0: 7( 0: 3) Hasselbach 1. 8: 3( 4: 0) Odersbach 1. 2: 5( 1: 4) Grävened 1. 0: 8 Wirbelau 1. 2: 2( 1: 1) Holzhausen 2. 3: 3 Biskirchen 2. 5: 0( 2: 0) Tiefenbach ausgef. Platz nicht spielf. Burgjolms 3. 10: 1( 4: 0) Oberbiel 2. O. nicht angetreten. Schwalbach 1. 4: 1( 2: 1) Albshausen 1. Nauborn 2. Oberndorf 1. Waldgirmes 1. SV. Wetzlar 3. Niederweisel 1.- Wiesed 1.1900 Heuchelheim 1.— Schwalbach 2. 5: 2( 3: 1) Werdorf 1. 4: 2( 2: 1) Bieber 1. 5: 0( 3: 0) Gießen 3. 1: 1( 1: 0) VfB. Gießen 3. 1: 5( 1: 1) Steinberg 2. Leihgestern 2. 5: 3( 2: 1) Bobenhausen 1. Flensungen 1. Wetterfeld 1. Aẞlar 1. Ağlar 2. Ulrichstein 1. 1: 4( 0: 1) Ruppertsburg 1. 4: 2( 2: 2) Grünberg 2. 2: 0( 1: 0) Laubach 1. 7: 1( 6: 0) Laubach 2. 5: 3( 2: 2) - G. Steinbach 2. 1900 Gießen 4. 4: 3( 2: 2) G. Garbenteich A.-H.-Nidda A.-H. 5: 0( 2: 0) Jugend: Aẞlar 1. Berghausen 1. 4: 0( 3: 0) 1900 Gießen 1. Lollar 1. 2: 0( 0: 0) Butzbach VfB. Gießen 1. 5: 1 1900 Gießen 2.- Sp. Wetzlar 2. 2: 0( 2: 0) Wieseck 1. Sch. 1900 Gießen 1. Sch. 0: 1 VfB. Gießen 1. Sch.- SpB. Wetzlar 1. Sch. 0: 7 1900 Gießen 2. Sch. Wiesed 2. Sch. 2: 0( 1: 0) Klein- Linden Sch. 1: 0 Großen- Bused Sch. Garbenteich Jgd. Nidda Jgd. 1: 1( 1: 1) Cölbe - Gau Marburg. Wehrda 3: 1( Pokalsp.) Wetter Sarnau 5: 0 Erdhausen 1. Biedenkopf 1. 3: 2( 2: 1) Biedenkopf 2. Buchenau 1. VfB. Wetter 2. Marbach 2. Edelshausen 1. 1: 6 Friedensdorf 1. 2: 1( 1: 0) Bürgeln 1. 2: 1 Germania 2. 5: 3100 Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 19. Fortsetzung. „ Du bist ein ganz guter Verteidiger, Trammy, aber vom st, Pfarrern und Lehr als angefangen hinauf aus Holz!" scherzte Nixon, der trotz er diesem Glauben einer schweren Verletzung sehr glücklich schien. ,, Siehst du nicht, -ht er es auch, die Daß die Einwohnerschaft in Pyjamas und Nachtjacken ausgerückt und zu begeistern. 2, um den Cupsieger willkommen zu heißen?" Tillionen aufgebracht h chen Ziele zur Tat um Te sofort von Hunderten umringt und begrüßt. nit seinen seelischen K Manch wahres Wort wird im Scherz gesprochen. So war vs auch jetzt. Kaum waren die Spieler ausgestiegen, wurden Bravo, Jungens!" ,, Wer hat die Tore geschossen?" iberraschten Sollywood- Spieler fonnten sich faum von ihrem ng die Kraft gegeben hoch Hollywood!" So flang es von allen Seiten, und die nehr! In diesem Gi Ortaunen erholen. Bald aber fanden sie sich in die so unge5.) die große Jahres Dohnte Situation, und als die Menge darauf bestand, Marr im ustav- Adolf- Stiftung" riumph auf den Schultern zu den wartenden Autotagen zu TH Hragen, formben die anderen Spieler auf beiden Seiten eine Leibgarde. Marr war noch jung genug, um diese Episode zu genießen, ober seine größte Freude sollte noch kommen. Als er zu Hause onlangte, fiel fein Auge sofort auf einen an ihn adressierten Brief, der auf dem Tische lag. Er war ohne Briefmarken, also heinbar durch Boten befördert worden. Sein Herz klopfte hörbar, als er die Schrift erkannte. Dann Felt er das Blatt in Händen und las die drei Worte:„ Mein Frächtiger Junge!" 4. Margery erzählt eine Neuigkeit. Die Hollywood- Spieler saßen in ihrem Ankleideraum und aben sich eifrig ihrer gewohnten Montagmorgenbeschäftigung n die darin bestand, den Inhalt der ausgezeichneten Sportmohenschrift Athletic World", die Bibel jedes Berufsfußballpielers, zu diskutieren. Jeder Mann hatte sein eigenes Exemplar der Zeitung, trotzbem drängten sich die meisten um Pat Finnegan, den anerkannten lubkomiker, der einige Stellen aus dem Bericht über den jomstägigen Klubkampf vorlas. Da hör' zu, Did, was der Mann über dich sagt!" rief der Festsinnen, als Marr den Raum betrat. ,, Marr, der neue Mittelstürmer der Siegermannschaft, gefällt rit und ich stimme mit den Lobeshymnen, die mir ein Holly-Journalist vor Beginn des Spiels ins Ohr gesungen hat, lommen überein. Am Samstag mußte er unter den größten Spierigkeiten arbeiten; trotzdem gelang es ihm, zu zeigen, er jämtliche Eigenschaften besißt, welche ein erstklassiger telstürmer haben muß. Hollywood, die Mannschaft, welche de eigene Heimat ablehnt, obwohl sie in dieser Saison so guten Niederofleiden 1. Homberg 1. 2: 1 Momberg 1. Schweinsberg 1. 7: 1 Neustadt 2.- Erksdorf 2. 2: 4 Münchhausen 1.- Frankenberg 2. 1: 1 Dautphe 1.- Buchenau 2., B. n. angetr. Jugend: VFB.-K. Marburg Germania Marburg Germania Marburg 2. Cappel 1. 10: 2 Gladenbach 1. 4: 1 Odershausen 1. 1: 3 VfB.-K. Marburg 2. Cölbe 1. 0: 2 Holzhausen 1.- Dreihausen 1. 0: 2 Gau Dill. Rittershausen Straßebersbach 1: 2 P. Holzhausen Wissenbach 2: 1 P. Haiger Langenaubach 0: 0 abgebr. schl. Wetter. P. Fleisbach Sechshelden 0:10 P. Manderbach 1.- Donsbach 1. 3: 1 Offenbach 1.- Ginn 1. 3: 3 Niederscheld 1. Weidelbach 1. Frohnhausen 2. Herbornseelbach 1. 1: 0 abgebr. w. W. Oberroßbach 1. 0: 4 Hirzenhain 1. 7: 0 Eisemroth 1.— Ballersbach 1. 0: 1 Haiger 2. Nanzenbach 1. ausgefallen. Rittershausen 2. Eibelshausen 1. 3: 2 Allendorf 2. Sechshelden 2. 1: 1 Haiger 3. Straßebersbach 2. 2: 3 Steinbach 1. Dillenburg 8. 12: 1 Burg 2. Breitscheid 1. 4: 2 Sinn 2. Beilstein 1. 1: 5( 1: 1) Herbornseelbach 2. Altenkirchen 1. 3: 5 Offenbach 2. Biden 1. Dillenburg 1. Erda 1. 6: 0 Hohensolms 1. 4: 0 Dillenburg 2. Dillenburg Jgd. Holzhausen Jgd. Burg Jgd. Lauterbach 1. Schlitz 1. Leusel 1. Lauterbach 3. Landenhausen Alsfeld Jgd. Laasphe 1. 4: 4 G. Laasphe 2. 5: 0 G. Niederscheld Jgd. 6: 0 Donsbach Jgd. 0: 0 Herbornseelbach Jgd. 5: 1 Gau Fulda Alsfeld 1. 2: 3( 2: 2) Lauterbach 2. 1: 1( 1: 0) Altenburg 1. 1: 4 Schlitz 2. 1: 1 abgebrochen von Schl. Hopfgarten L. nicht angetreten. Schlitz Jgd. 6: 0 Aus dem Hinterland. FV. Wallau SpVg. 1900 Gießen 3: 1( 1: 1). Es war ein heroischer Kampf zweier gleichwertiger Mannschaften, der erst in den letzten 15 Minuten entschieden wurde. In Punkto Ballbehandlung und Taktik waren die Gießener wohl ihrem Gastgeber gleichwertig, aber was Schnelligkeit anbelangt, da konnten die Gäste nicht mehr mit. Die Wallauer waren meist um den bekannten Bruchteil einer Sekunde eher am Ball. Das Spiel beginnt mit glänzenden Flachkombinationen der Gießener. Das fann ja gut werden, denken die Wallauer Anhänger, denn die Einheimischen finden sich erst etwas später zurecht. Und nun bekommt man ein Spiel zu sehen, wie man es zu sehen wünscht. Troß dem glatten Boden wogte der Kampf Fußball gespielt hat, ist zu dieser Erwerbung zu beglückwünschen. Marr sollte seinen Weg machen." ,, Sehr gut!" tommentierte der Mittelstürmer, als Finnegan geendet hatte. Du solltest dir darauf etwas einbilden, daß du neben einem solchen Genie spielst! Aber wie ist das Verdikt über die Mannschaft als Ganzes? Das ist doch wichtiger!" ,, Hollywood wird möglicherweise im Cup noch ziemlich weit Bommen," summte Pat Finnegan, indem er weiber aus dem Blatte vorías. Es wird ganz davon abhängen, ob der Klub in den fünftigen Auslosungen Glüd haben wird. Wir warnen jedenfalls alle davor, diese Elf nicht ernst zu nehmen. Ihr Ligareford flößt Respekt ein, und ihr Spiel gegen Girnsley am Samstag hat allgemeine Bewunderung gefunden." ,, Hol's der Teufel! Der Kerl versteht etwas vom Fußball!" rief Artur Wallis, der Tormann. Auch wenn er vergessen hat, zu bemerken, daß ich der genialste Tormann in England bin!" ,, Laß dich nicht auslachen!" meinte Billy Wrenlod freundschaftlich. Was kannst du schon ausrichten gegen eine Stürmerreihe wie die Swifts?" ,, Reinhalten fann ich das Tor, wenn ich genau wüßte, daß du den linken Flügel halten kannst!" antwortete der Torhüter mit herausforderndem Lächeln. " Seid ihr Kerle noch immer nicht angezogen?" grollte eine Stimme an der Tür. Hallo, Sage, was glaubst du eigentlich, ist das eine Fußballmannschaft oder eine Kaffee= gesellschaft?" Es war der alte Sam Hollister und doch nicht derselbe. Der Manager schien um Jahre verjüngt, und obwohl seine Stimme barsch klang, so lag doch ein Lächeln um den grimmigen Mund. ,, Wir haben eben davon gesprochen, was wir tun wollten, wenn wir jetzt gegen die Swifts ausgelost würden," sagte Wrenlod, während er seinen Kasten öffnete. ,, Diese Elf wird sich noch höllisch anstrengen müssen, bevor sie von den Swifts reden darf!" antwortete der Manager. Aber der Gott des Zufalls waltete anders, denn als am selben Nachmittag die Namen der Klubs, die die erste Runde bestanden hatten, aus der Auslosung heraustamen, da waren die Swifts für die nächste Runde mit Hollywood gekoppelt! Nicht nur die Hollywood- Mannschaft, sondern die halbe Stadt sprach von nun an von nichts anderem, als von dem bevorstehenden Kampf der zweiten Runde, der die Mannschaft, von der man behauptete, daß fie den elegantesten Fußball im Lande spiele, nach Hollywood bringen sollte. Marr konnte seine Gedanken nicht auf das Wettspiel fonzentrieren; ihn bedrückte eine schwere Sorge. Die Krankheit Margery Kirtons dauerte noch immer an. Außer einer burzen schriftlichen Mitteilung, daß sie einen Rückfall gehabt habe und ihn sofort verständigen würde, sobald sie in der Lage sei, ihn Nr. 72. schnell hin und her. Ein Schuß von dem Gäste- Linksverbinder scheint den ersten Erfolg zu bringen, doch das Leder rollt an den Pfosten und der hinzueilende Bonader 1 befördert den Ball ins Aus. Edball! Schön getreten überhaupt die Gießener sind im Edentreten Spezialisten, ein Wallauer Verteidiger lenkt den Ball ab, und wie der Bliz ist Gießens Mittelstürmer zur Stelle und schießt scharf ein. Die Wallauer werden angespornt und spielen für die Folge teilweise überlegen. Doch die Stürmer scheinen Pech zu haben. Zweimal steht der ErsatzHalbrechte frei, ebenso der Halblinke, doch auf dem weichen Boden gelingt ihnen kein Treffer. Da macht plötzlich Zeiler flar Hand und der Elfmeter führt zum Ausgleich. Weiter wogt der Kampf hin und her, noch vor der Pause erwartet man allgemein den Wallauer Siegestreffer. Aber die Gießener Hintermannschaft ist sehr auf dem Posten. Nach dem Seitenwechsel wird gleich ein gefährlicher Angriff der Einheimischen nach vorne getragen, doch die vorzügliche Gäſteverteidigung klärt. Noch sind 15 Minuten zu spielen. Der Kampf wird furchtbar aufgeregt. Auffallen muß das ständige Reklamieren auf beiden Seiten. Der Gießener Hüter nimmt es mit Schiri VockenrothMarburg auch mal nicht so genau und schon muß er das Spielfeld wegen Beleidigung verlassen. Nun drängt Wallau, Jäckel hütet das Gießener Tor u. er scheint ein ebenso guter Vertreter dieses Faches zu sein, wie er es auch als Verteidiger ist. Da ist das Tor mal leer, ein Schuß! Doch der Pfosten rettet, der Ball läuft nach rechts, der schnelle Rechtsaußen flankt schön und ein schöner Köpfer des Lintsaußens bringt den vielbejubelten Siegestreffer. Kurz danach legt der Linksaußen uneigennützig das Leder dem schußgewaltigen Rechtsverbinder Schneider vor und das schönste Tor des Tages ist fertig. Die BlauWeißen kommen nicht mehr aus ihrer Hälfte heraus, sie geben sich resignierend geschlagen, nehmen die Niederlage aber anstän= dig hin. Breidenbach SpV. Weglar 1: 4( 1: 2). Das war eine saftige Ueberraschung! Unsere Vertreter aus Breidenbach fertigten bisher die Weklarer immer hoch ab. Daß es diesmal nicht so tam, haben die Einheimischen viel ihren schwachen Stürmerleistungen zu verdanken. Andererseits stellten aber auch die Gäste eine ganz andere Elf wie im Vorjahre. Die Breidenbacher Elf spielte teilweise sehr zerfahren. Weylar behält bis zur Pause 2: 1 die Oberhand. Noch zwei schöne Tref= fer besiegeln das Schicksal der Breidenbacher. Wiesenbach Spc. Weglar- Niedergirmes 1: 2. Der Neuling fonnte sich überraschend die ersten Punkte sichern, auf einem Gelände, wo man ihm das nicht zugetraut hatte. Wiesenbach nahm die Partie von Anfang an etwas zu sehr auf die leichte Schulter. Die Gäste waren schnell und mit großem Eifer bei der Sache und ehe es sich Wiesenbach verjah, lag es im Hintertreffen. Die Gäste verteidigten mit Erfolg ihren knappen Vorsprung, wobei ihnen aber auch das Glück zur Seite stand. Aus Gießen und Umgegend. Aus Wagenborn- Steinberg. ,, oh" Troh schlechtem Wetter hatten sich zu dem fälligen Verbandsspiel zwischen der 1. Mannschaft des FC. Teutonia und der gleichen aus Leihgestern sehr zahlreiche Zuschauer eingefunden. Sie wurden auch nicht enttäuscht, denn beide Mannschaften lieferten ein äußerst spannendes Spiel. Nach beiderseitigen schönen Leistungen gelang es Steinberg, den ersten Treffer einzuschießen. Jetzt drehten die Gäste mächtig auf, um gleichzuziehen. Alle Angriffe scheiterten jedoch an der sicheren Abwehrarbeit der Platzbesizer. Kurz darauf erzielte Steinberg das zweite Tor. Durch den anhaltenden Regen mußte das Spiel bei Halbzeit abgebrochen werden. Schiedsrichter Willer- Wezlar leitete einwandfrei. Vor diesem Spiel sicherte sich die 2. Mannschaft die ersten zwei Punkte. Sie lieferte ein sehr schönes Spiel und hat dadurch mit den besten Aussichten die Verbandsspiele begonnen. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Schiri Tränkner- Gießen leitete gut. Unsere Schüler spielten mit nur 10 Mann in Großen- Bused und mußten sich mit dem Ergebnis 1: 0 begnügen. Ruppertsburg 1. 4: 2( 2: 2). Flensungen 1. Es regnete während des ganzen Spieles. Der Platz war dadurch sehr aufgeweicht, aber da keiner der Spielführer rekla mierte, wurde das Spiel durchgeführt. Flensungen ging durch Elfmeter und Strafstoß in Führung, doch bis Halbzeit konnte Ruppertsburg das Ergebnis auf 2: 2 stellen. Es wurde nun um den Sieg gefämpft. Flenjungen fand sich besser, konnte noch zu sehen, hatte er keinerlei Nachricht von ihr. Tag um Tag verging in fruchtlosem, bangem Warten, und der Gedanke an das Mädchen, das er liebte, verdrängte alles andere, was ihn sonst bewegt hätte. Eines Morgens endlich fand Marr auf seinem Frühstückstisch einen Brief von Margery, in welchem ihm das Mädchen kurz mitteilte, daß ihr der Arzt einen längeren Aufenthalt in dem benachbarten Seebad Rodborough zur vollständigen Erholung verordnet hatte. Da sie ihn vor ihrer Abreise nicht mehr sehen könne, so müsse er so lieb sein und fie recht bald in Rodborough besuchen. Als Marr sich nach dem Frühstück auf dem Spielplatz zum Morgentraining meldete, hörte er zu seiner Ueberraschung und grenzenlosen Freude, daß Sam Hollister noch am selben Lage seine Pokal- Elf auf kurze Zeit zur Erholung nach Rodborough führen wollte. Am Abend desselben Tages saßen Richard Marr und Margery Kirkby in der Halle des Sanatoriums. Sie saßen in einem Winkel einem versteckten Winkel. Also die Swifts?" fragte das Mädchen. Das müßte ein prächtiges Spiel werden! Die Stadt wird nie wieder eine bessere Gelegenheit haben, für ihren Klub Feuer zu fangen!" Ich habe mich danach gesehnt, Sie wiederzusehen," antwor tete Marr, dessen Gedanken scheinbar nicht beim Fußballspiel waren. Jah kann Ihnen gar nicht sagen, Margery, wie ich Sie entbehrt habe!" Margery Kirkby feufzte. Dann legte sie, wie von einer unsichtbaren Macht getrieben, plötzlich ihre Hand auf die des Fußballers. „ Ich habe Ihre Gegenwart auch sehr entbehrt, Did," sagte sie. Ich hatte es nicht leicht " Ihre Tante hat Sie sehr gequält, nicht wahr?" fragte Marr rasch. ,, Nun quälen ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Aber sie hat mir zu verstehen gegeben, daß sie es nach meiner Zurüdweisung der Werbungen eines Mannes wie Stopford für zwecklos hält, sich um mein Wohl und Wehe zu fümmern. Oh!" fügte das junge Mädchen mit einem plötzlich harten Ausdruc in dem schönen Gesicht fort, sie hat sich so gemein gegen mich benommen!" Fortsetzung folgt. Immer weiße Zähne möte Ihnen mitteilen, daß wir schon über 15 Jahre die Zahnpaste Chlorodont be nußen. Noch nie hat sie uns enttäuscht! Wir hatten immer weiße Zähne und einen angenehmen Geschmad im Munde, umsomehr, da wir schon längere Zeit das Chlorodont- Mundwasser benußen. Auch benußt die ganze Familie nur Chlorodont- Zahnbürsten". gez. C. Chudoba, Fr.... Man verlange nur die echte Chlorodont Zahnpaste, Tube 54 Pf. u. 90 Pf., u. weise jeden Erfaß dafür zurüd. Mittwoch, den 9. September 1931. 2 Tore vorlegen und damit Sieg und Punkte erringen. Beide Mannschaften waren gleichwertig. Schiri No11- Gießen lei= tete sehr gut. Aus Aẞlar. Die 1. Jugend eröffnete den Reigen mit ihrem ersten Pflicht= spiel gegen Berghausen. Leider trat sie nur mit 10 Mann an. Trotzdem konnte sie nach schönem, beiderseits anständigem Spiel mit 3: 0 gewinnen. Die 2. Mannschaft konnte ihr Gesellschaftsspiel gegen Laubach 2. Knapp, aber verdient mit 5: 3 gewinnen. Auf beiden Seiten wurden gute Einzelleistungen geboten. Die Besten waren die beiden Torhüter. Beide Spiele wurden von Schiri VeltenOberbiel zur beiderseitigen Zufriedenheit geleitet. Das Hauptspiel Aẞlar 1.- Laubach 1., übrigens das erste Spiel der Aßlarer Liga nach der Sperre, sah A. vom Anstoß an flar in Front. Die neue Aufstellung bewährte sich in allen Teilen. Nachdem das Spiel bei Halbzeit bereits 6: 0 für Aßlar stand, lautete das Endergebnis 7: 1, das Spiel mußte übrigens furz nach Halbzeit wegen dem strömenden Regen abgebrochen werden. Bei Aßlar waren alle Spieler gut; lediglich der Mittelläufer sowie der junge Rechtsaußen schienen nicht ihren besten Tag zu haben. Man sieht jedoch den kommenden Verbandsspielen mit Ruhe entgegen. Bei Laubach waren die Verteidigung sowie Linksaußen und Mittelstürmer die besten. Schiri Kömpel- Gießen leitete ausgezeichnet. 283- SV. Hermannstein 1. 1900 Gießen 2. 0: 1( 0: 1). 1900 mußte in seinem ersten Verbandsspiel ersatzgeschwächt und mit nur 10 Mann antreten und hat es trotzdem fertiggebracht, gegen eine der spielstärksten Mannschaften zu gewinnen. 8 Minuten vor der Pause fonnte der Torhüter der Plazherren eine Rückgabe seines Verteidigers nicht bekommen und das einzige Tor des Tages war gefallen. 1900 hatte bis dahin mehr vom Spiel und war das Lor daher verdient. In der 2. Hälfte wurde das Tempo noch schärfer und H. versuchte mit Hilfe des Windes eine Wendung herbeizuführen, doch die Hintermannschaft, und hier insbesondere der Torhüter, retteten die 2 Punkte. Das Spiel war hart aber fair.( Edenverhältnis 12: 5 f. 1900.) Schiri 3utt Biskirchen leitete ausgezeichnet. Notverordnung und Jugendwandern. jh. Die Notverordnung des Reichspräsidenten zur Bekämp fung politischer Ausschreitungen vom 28. 3. 1931( RGB1. I G. 79) veranlaßte einzelne Behörden, die durch die Notverordnung vorgeschriebene Anmeldepflicht auch auf Wanderungen auszudehnen. Das führte zu bedauerlichen Schwierigkeiten und Mißverständnissen, die bereits Verurteilungen zur Folge hatten. Jetzt ist erfreulicherweise Klarheit geschaffen durch folgende Erflärungen: Das Reichsministerium des Innern teilte am 11. 6.( IA. 3204/29. 5.) mit: ,, Der Vorschrift des§ 1 der Verordnung des Reichspräsi= denten zur Betämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. März 1931 unterliegen alle Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel, gleichviel, ob sie politisch oder unpolitisch sind. Indessen ist nicht jedes Zusammentreffen mehrerer Perfonen in der Deffentlichkeit als eine Versammlung oder ein Aufzug anzusehen. Eine Versammlung liegt nur vor bei einer Zusammenkunft oder einem Beisammensein einer größeren Zahl von Personen, die zu dem Zweck geistiger Rundgebung erfolgt, sei es zur Beratung gemeinsamer Angelegenheiten, sei es zum Zwed gemeinsamer Kundgabe von Meinungen oder Gesinnungen gegenüber der Außenwelt. Rein gesellige oder Sportliche Zusammenfünfte fallen daher nicht unter den Begriff der Versammlung. Zum Begriff des Aufzugs gehört, daß eine zu einem bestimmten 3wed vereinigte Menschenmenge sich in einer Weise über öffentliche Straßen und Plätze bewegt, welche die Aufmerksamkeit des Publifums zu erregen oder den Verkehr zu gefährden geeignet ist. Fehlen diese Voraussetzungen, so liegt ein Umzug im Sinne der vereinsrechtlichen Bestimmungen nicht vor. Sportliche Ausmärsche stellen daher in der Regel falls sie nicht Demonstrationszweden dienen keine Umzüge oder Aufzüge im Sinne der Notverordnung dar. Die Bestimmung des§ 8 der Verordnung gilt, wie Sie zutreffend bemerkten, nur für politische Vereinigungen; sie bezieht sich also nicht auf Mitglieder jugendpflegerischer Verbände, die den allgemeinen Bundesgebräuchen folgend einheitliche Kleidung oder Trachten tragen. Auch die Vorschrift des§ 10 der Verordnung wird in der Regel auf jugendpflegerische Verbände feine Anwendung zu finden haben. Abschrift dieses Schreibens habe ich den Landesregierungen zur Kenntnis und mit der Bitte übersandt, die in Be= tracht kommenden Dienststellen entsprechend zu verständigen. ( gez.) Dr. Wirth. Das Preußische Ministerium des Innern nahm unterm 23. April folgendermaßen dazu Stellung: ,, Der Vorschrift des§ 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. März 1931 unterliegen, wie Sie zutreffend bemerken, alle Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel, gleich viel, ob sie politisch oder unpolitisch sind. Indessen ist nicht jedes Zusammentreffen mehrerer Personen in der Oeffentlich feit als eine Versammlung oder ein Aufzug anzusehen. Eine Beamter sucht zum 1. Ziehung garantiert morgen! 4 Zimmerwohnung Hier bei: Zigarrenhaus E. Reuter( früher R.Buchader) Staatl. Lotterie- Einnahme Flimm; Jos. Chambré; F. Eifert; S. Loeb Ziehung 10. September Mainz- Wormser DombauGeld- lotterie 2833 Geldgewinne und Prämie Mark 16000 Höchstgewinn Mark 6000 Dombau- Lose M. 1. Porto und Liste 30 Pfg. mehr Stuttgart J. Schweickert, Marktstr. 6 Fernspr. 240 90. Postachk to. Stuttgart 2055 Hler in allen Verkaufsstellen Friseur Lotz; H. Lublinsky; W. Semmler; W. Weeber; Konr.Emmerich; L.Joost; Herm.Kubl. Verlangt beim Einkauf nur deutsche Waren! Union 3-4 m. Bad, Küche u. Zubehör 1. Etage bevorz. Ang.erbet.u.G.3.2947 an d. Geschaftsst. d. Bl. Eini.- Abitur Institut Boltz- Ilmenau, Thur. Wir suchen Verkäufl. Häuser ,, Gießener Zeitung" Versammlung liegt nur vor bei einer Zusammenfunft oder einem Beisammensein einer größeren Zahl von Personen, die zu dem Zweck erfolgt, diese Personen über irgendwelche bestimmten Angelegenheiten durch Redner unterrichten zu lassen oder solche mit ihnen zu beraten oder zu erörtern. Gesellige oder sportliche Zusammenkünfte fallen daher nicht unter den Begriff der Versammlung. Zum Begriff des Umzuges gehört die Absicht der Teilnehmer, die Aufmerksamkeit des Publifums zu erregen; fehlt eine solche Absicht, so liegt ein Umzug im Sinne der vereinsrechtlichen Bestimmungen nicht vor. Sportliche Ausmärsche stellen daher in der Regel falls sie nicht zu Demonstrationszwecken dienen feine Umzüge im Sinne der Notverordnung dar." jed. Art zwecks Unterbreitung ankausinteresfenten. Nur Angebote von Selbsteigentümern erw. an die „ Vermietungs- und Verkaufs- Zentrale" Köln a. Rh. Hansahaus. - Sollten an irgendeiner Stelle Schwierigkeiten auftauchen, dann empfiehlt es sich, sich mit uns zweds Abhilfe ins Benehmen zu setzen. Aus Nah und Fern. Klagelied des Hof Sängers. - Darmstadt, 8. Sept. Die„ Sof"-Sänger verstehen das Mitleid auf ihre Art zu wecken. So brachte ein fahrender Sänger den Hörern an den Küchenfenstern folgende wohl selbst ge= dichtete- Strophen in jammernden( besonders zu unterstreichenden) Tönen zu Gehör: Waldeslust Owie einsam schlägt die Brust Arbeit gibt es nicht| Stehlen darf ich nicht und sterben mag ich nicht, bin noch so jung. Waldeslust- wie einsam schlägt die Brust Mein Vater fiel im Feld/ Meine Mutter hat kein Geld Und ich muß betteln gehn auf dieser Welt. Wer könnte einem solchen Klagegejang widerstehen? Es gab Tränen an den Fenstern und für den Sänger viel Kupfer. Auf der Flucht erschossen. Darmstadt. In der Montag- Nacht wurde auf dem Güterbahnhof der 26jährige Arbeitslose Ludwig Krahn aus Darmstadt von einem Streisbediensteten der Reichsbahn beim Diebstahl von Gütern überrascht und verfolgt. Den wiederholten Aufforderungen, stehen zu bleiben, wurde nicht Folge geleistet. Trotz Abgabe von Schreckschüssen setzte der Dieb seine Flucht fort. Der Streifbedienstete war deshalb genötigt, von seiner Schußwaffe Gebrauch zu machen, und verwundete ihn födlich. Bingen a. Rh. Am Sonntag tagte in Bingen der Südwestdeutsche Esperanto- Verband mit dem Sitz in Wiesbaden. Der Verbandsvorsitzende, Lehrer Schönrich- Wiesbaden, betonte bei der Eröffnung, daß man aus besonderen Gründen den Tagungsort nach Bingen gelegt habe, weil Hessen als fortschrittlich gelten könne und auf Anlaß des Hessischen Volksbildungsministeriums mehrere Kurse zur Ausbildung von Lehrern abgehalten werden konnten. Jn Michelstadt, Darmstadt und Worms sei Esperanto außerdem versuchsweise in Schulen eingeführt worden. Braunfels( Kr. Wetzlar). Hier wird am Donnerstag, den 10. September, ein neues Selbstanschlußamt in Betrieb genommen. Herborn. Die Kreisbauernschaft des Dillkreises veranstal= tete im Anschluß an eine gut beschickte Kreistierschau in Herborn eine öffentliche Kundgebung, in der ausdrücklich die Not des Bauernstandes zur Geltung gebracht wurde. Unterschlagungen bei der Kreis- u. Forstkasse Dillenburg Dillenburg, 8. September. Bei der hiesigen staatlichen Kreis und Forstkasse wurden umfangreiche Unterschlagungen aufgedeckt. Der Oberrentmeister 3anziger, ein angesehener Bürger und früherer Kreistagsabgeordneter, sowie der ebenfalls in die Angelegenheit verwickelte Verwaltungsassessor Berg= häuser wurden verhaftet und in das Gerichtsgefängnis in Wetzlar eingeliefert. Die im Laufe mehrerer Jahre veruntreute Summe soll sich auf 40 000 Mark belaufen. Der 50jährige Oberrentmeister ist geständig. Niederreifenberg, 8. September. Die Limburger Chaussee, welche auf der Strede von Königstein bis kurz unterhalb der Billtalhöhe wegen Ausführung von Straßenbauarbeiten seit dem 13. Juli gesperrt war, wird ab Mittwoch, den 9. September, gleichzeitig mit der Eröffnung der jetzt fertiggestellten neuen Autostraße auf den Großen Feldberg wieder für den Verkehr freigegeben. Heizi Nr. 72. Frankfurt a. M. In der vergangenen Nacht ist in der Neuen Mainzer Straße ein Waffendiebstahl ausgeführt worden. Bisher unbekannte Diebe durchbrachen die Decke zu einem großen Waffengeschäft und fanden dadurch Eingang in den Laden. Sie stahlen einige Dutzend Pistolen und Dolche und konnten unerkannt entkommen. Gelnhausen, 8. September. Als am Dienstag morgen das Personal der Ortskrankenkasse deren Geschäftsräume betrat, mußte es die Entdeckung machen, daß Einbrecher die Kasse heimgesucht hatten, indem sie mittels Nachschlüssel in das Haus eingedrungen und in die Geschäftsräume gelangt waren, wo sie mittels eines Meisels den Kassenschrank öffneten. Sämtliches Bargeld, etwa 400 Mark entwendet. Unterschlagung von 50 000 Mart. Erscheint Bezugspreis 2,40 Redaktionsschluß früh 8 endung nicht verlangt Berlin. Am Montag wurden ein 38jähriger, beim Poſtamt 44. Jahrg. W. 8 beschäftigter Postbeamte und seine Frau von der Kriminalpolizei verhaftet, der beschuldigt wird, eine größere Zahl von Wertsendungen unterschlagen und beraubt zu haben. Die gestohlenen Gelder sollen eine Summe von 50 000 Marf ausmachen. Prof. Schmidlin von der franz. Behörde verhaftet. Basel, 8. September. Der an der Theologischen Fakultät der Universität Münster in Westfalen amtierende katholische Geistliche und Professor Schmidlin, der sich zu einem Besuche seines Bruders Pfarrer Schmidlin nach Niederhagenthal im Elsaß begeben hatte, ist von den französischen Behörden verhaftet worden. Prof. Schmidlin war in den bekannten Autonomistenprozeß verwickelt und wurde im Abwesenheitsverfahren zu zehn Jahren Haft und 20 Jahren Aufenthaltsverbot verurteilt. ,, Nautilus" wieder in Spitzbergen. Adventbucht( Spitzbergen), 8. September. Das PolarUnterseeboot ,, Nautilus" ist heute mittag 13 Uhr hier eingetroffen. Es ist schwer beschädigt. Wilkins ist durchaus zufrie den mit seiner Fahrt und behauptet, die Probefahrt beweise, daß eine Polarfahrt unter Eis gelingen könne. Neue Bücher. Die Vermögensteuererklärung 1931 und Steueramnestie. Frist zur Abgabe der Vermögensteuererklärung 1931 ist bis zum Ablauf des 16. September 1931 verlängert worden und gleich zeitig eine Steueramnestie erlassen worden. Diese Verordnung Deshalb sieht Strafen bis zu zehn Jahren Zuchthaus vor. empfiehlt es sich, die ,, Verordnung des Reichspräsidenten über steuerliche Erfassung bisher nicht versteuerter Werte und über Steueramnestie( Steueramnestieverordnung) vom 23. August 1931 sowie die Durchführungsbestimmungen zur Steueramnestieverordnung vom 24. August 1931 nebst Runderlaß des Reichsministers der Finanzen vom 24. August 1931" zu lesen. Dieser Sonderdruck wird abgegeben durch Reichs- Steuer- Tabellen- Verlag 6. m. b. H., Berlin SD. 36, Dresdener Str. 2. Die Kleingewerbetreibenden wehren sich. Die zahlreichen Versammlungen erregter Handwerker und Kleingewerbetreibender, die in letzter Zeit stattfanden, haben zur Gründung einer ,, Kampfgemeinschaft der Kleingewerbetreibenden und freien Berufe" geführt, deren neue Zeitung ,, Das Kleingewerbe" jetzt vorliegt. Diese enthält u. a. das Aktionsprogramm der Kampfgemeinschaft. Probenummern versendet die BEK, Berlin S. 42, kostenlos. Testament, Erbrecht und Erbvertrag, von Landgerichtsrat Pies. Verlag Wilh. Stollfuß, Bonn. Preis 1,- RM. Was jedermann wissen muß oder doch wissen sollte über die gesetzliche Erbfolge und die letztwillige Verfügung wird in diesem Heft leicht und verständlich geschildert. Unser Hausarzt. Monatsschrift für Gesundheitspflege, Diät- und Wasserheilkunde. Herausgeber Dr. med Fehlauer. 37. Jahrg. Halbjährlich postfrei 2,20 RM. Hausarzt- Verlag H. Stoß. Berlin- Steglitz, Postfach 21. Das Septemberheft hat wieder einen recht lesenswerten Inhalt. Hojenrod 1932. Einheitskleider oder Mode? Immer wie der hat diese Frage ernste Männer und Frauen beschäftigt. Jm neuesten Heft der Woche"( Nr. 37) wird ein Reformvorschlag der Frauenkleidung zur Diskussion gestellt. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Müssen Sie etwas drucken lassen sei es für Familie, Beruf, Stand, Amt, Geschäft oder Organisation dann wenden Sie sich bitte an die Verlagsdruckerei Albin Klein in Giessen Fernsprecher 2525. Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken vorm. Wilhelm Keller, gegr. 1783 Südanlage 21. Setzmaschinen-, Stereotypie- und Rotationsbetrieb, eigene Buchbinderei. Spezialität: Druck, Verlag und Einführung von Verbandszeitschriften. Über 1000 verschiedene Formulare für Behörden, Geschäfte, Verbände und Vereine ständig am Lager. Union Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketts Velitild Die Außenminister holland und der Schwei bauend, in der Bollves Riftungstillstand gefor In Anwesenheit vo lanzler die Landwirtjch Berden die Einzelbera gelegt. Es sollen in den pre jes Jahres 7000 Lehrer ten Schulen will man 3 derung der Pflichtstunde ahl der Schüler. Zum Reichsmildge mit den Ausführungsb preußische Entwurf der Gegen die Einstellu Führer der Wirtschaftsp loer Beschwerde beim G ingelegt. Zu der Meldung ein Rinchener S. von Hitl der Reichsleitung der N fang bis zum Ende erlo Wie der Vollzugsan gemeinschaft Deutschlan Otto Strasser und Haup Wendt übernimmt die gemeinschaft. 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