Nr. 62 mpfung des Ungeziefers Gießener Zeitung - und zwar gegen Blut löjung. Die Blattläuje ung von 1½ prozentigen lebende Reste nach der ist die Sprigung nach Ituren, wie Gemüse, Blu Bäume mit Wasser ab mer Schaden beim Genug I alsbald nach dem Laub de und Bespritzen der rbolineum und 5 Prozent ers vorzubeugen. Auch jeden Monat einmal zu ftigung der Bäume ist ( 5 Gramm auf 1 Liter e 3-4 Wochen zu wieder her. 5. K. K. Lammenett. Ver 5 RM. Das vorliegende te, aber auch Handwerker, damit diese sich ihrer en. Es enthält nicht das ehr wird nur dasjenige, rd, behandelt. Reubearbeitet von Dipl Stollfuß, Bonn. Preis der Sammlung ,, Silf dir bestimmt. Das Bändchen Sel wissenswert ist. nstein. Verlag Wilh. hat in sehr übersichtlicher verschiedenen Wechselarten Erbetreibenden sowie deren ndwerker, können aus dem elwesen erweitern. Ein Sanierungsplan für cchrezepten und Kochpor Breis 1,- Mt.( Verleg M.) Dies fleine Bug che Selbsthilfe die schwere kann. Es sagt der Haus ch mit einem Mindestein= gibt in feinen Speise einen notwendigen Weche It dar, wie das deutsche nn. ift eine eindeutige des Deutschen Flot äitirchstraße 13, auf Deutsame Frage des Pan unerhörten Forderungen sstreit gezogen worden ist in dem neuen Heft auch zahlreichen guten Bildern Heft 1: Wandern, Turnen; Seft 2: Torheiten im täg nn.- Heft 3: Gesundheit Schilf. Heft 4: Die Prof. Dr. Liepmann. Schüß.- Heft 6: Kamp Möllers. Verlagsgesells ., Berlin- Charlottenburg 1, je Stüd. In dieser neuen Autoren in volkstümlicher erherstellung und Erhaltung an Klein in Gießen. NWK WoLe NWK 141 Ternwolle unübertroffen Haltbarkeit allen Preislagen enaufenthalt anatorium Dr. Rohr, Wilhelms el. Ermaß. Pauidhalpreis f.28 Arzt Mt. 150,- bis 8 Lebensi 80.- barüber) plus 10%. affel 30536. Profp. frei. nur deutiche Waren ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. - Politische Rundschau. Die Verordnungen der Reichsregierung zur Erntefinanzierung werden voraussichtlich am Samstag veröffentlicht werden. Am Mittwoch wurde im Haager Friedenspalast das öffentliche Verfahren im Rechtsstreit um die Grundlagen der deutschösterreichischen Zollunion beendet. Die Verhandlungen über eine zeitweilige Fortführung der deutschen Sachlieferungen auf Reparationskonto werden am 11. August in London wieder aufgenommen. In den nächsten Tagen werden ausführliche Durchführungsbestimmungen zur Steueramnestie veröffentlicht werden. Der Hauptausschuß der führenden amerikanischen Bankiers erklärte sich einstimmig mit den ihm vom Unterausschuß unterbreiteten Empfehlungen einverstanden. Die Federal Reservebank von Newyork hat am Donnerstag beschlossen, den amerikanischen Anteil an dem 100- MillionenDollar- Reichstredit der Reichsbank für drei Monate zu verlängern. Die französischen Banken haben dem Vorschlag der Unterlommission zugestimmt, der eine Verlängerung der französischen Krebite in Deutschland um drei Monate vorsicht. Der erste Tag des normalen Zahlungsverkehrs brachte fast durchweg wieder den üblichen normalen Bankenverkehr, Fast burchweg haben die Einzahlungen die Abhebungen überwogen. Um einer Beunruhigung der Oeffentlichkeit vorzubeugen, wird vom Reichsfinanzministerium ausdrücklich darauf hinge: wiesen, daß die Gelder für die am 10. August fällige zweite Rate der Beamtengehälter dem Reichsfinanzministerium restlos zar Verfügung stehen. Der Vorstand des Deutschen und des Preußischen Städtetages hat beschlossen, angesichts der schweren Finanzlage der Städte die diesjährige Hauptversammlung ausfallen zu lassen. Das Wochenblatt„ Reichslandbund", Organ der gleichnamigen Organisation, ist von der preußischen Staatsregierung auf drei Wochen verboten worden. Die Ernennung des Unterstaatssekretärs François Poncet zum französischen Botschafter in Berlin wird offiziell nach Schluß des nächsten Ministerrates, der um den 20. August herum stattfindet, bekanntgegeben werden. Das amerikanische Marinebauprogramm für das Rechnungsjahr 1933 sicht Ausgaben für Neubauten im Betrage von 130 Millionen vor. Nach einer Meldung aus Algeciras ist dort plötzlich der Generalstreit ausgebrochen. In Cadiz sind die Bäder in den Streit getreten. Die beiden amerikanischen Flieger Herndon und Pangborn find am Mittwoch in Tokio gelandet. Das Berliner Polizeipräsidium hat die für Samstag, den 8. August, abends angemeldete Stahlhelm- Kundgebung für den Boltsentscheid im Berliner Lustgarten verboten. Wahldemagogie des Preußenfabinettes. Die preußische Staatsregierung hat am Donnerstag durch die zuständigen Regierungsstellen den preußischen Zeitungen eine Rundgebung gegen den Volksentscheid in Preußen zugestellt, deren Veröffentlichung den preußischen Zeitungen auf Grund der Notverordnung vom 17. Juli auf der ersten Seite, an erster Stelle und in Fettdrud, in der nächsten Nummer zur Pflicht ge= macht wird. Hier liegt ein ganz grober Mißbrauch der Notverordnung vor, ein Mißbrauch zu Zwecken des Wahlkampfes der noch dadurch verschärft wird, daß die Preußenregierung in ihrem Aufrufe nichts unterlassen und nichts vergessen hat, was die ohnehin mit Zündstoff geladene innerpolitische Atmosphäre noch weiter mit Zündstoff laden könnte. Die Kundgebung der Preubenregierung ist ein demagogischer Mißgriff der gefährlichsten Art. Schon heute muß feierlich und in aller Form festgestellt werden: die letzte Verantwortung für die jedes Maß überschreitende Zuspigung der politischen Spannungen in Preußen trägt das Preußenkabinett. Ein Aufruf der NSDAP. zum Bolfsentscheid. München. Die Pressestelle bei der Reichsleitung der NS. DAP. veröffentlicht zum Volksentscheid in Preußen einen Aufruf, in dem es u. a. heißt: Entscheidung in Preußen ist Entscheidung für das Reich. Preußische Nationalsozialisten, mit unbegrenztem Vertrauen schaut das nationale und schaffende Deutschland auf euch. Treibt die Säumigen, rüttelt die Müden auf, gebt den Hoffnungslosen wieder den Glauben an den Sieg. Mögen sie euch das geschriebene Wort verbieten, den Geist können sie nicht zwingen. Mit euch ist der Lebenswille und das Recht der Nation. Mit euch ist Deutschland. Nehmt eure heilige Pflicht, unermüdlich Stunde für Stunde für eure Ueberzeugung zu kämpfen und zu werben, nicht als Bürde, sondern als eine ehrenvolle Aufgabe. Denkt und fühlt in diesen Tagen nichts anderes als das, was euer deutsches Gewissen und die Verantwortung vor der Nation euch vorschreiben. Stellt euer ganzes Sein und eure ganze Kraft in den Dienst der großen Sache. Tragt den preußischen Adler zum Siege, damit Deutschland aufersteht. Der Glaube versetzt Berge; aber der Wille zerbricht Ketten. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 8. August 1931 Der Stahlhelm an Preußens Wähler und Wählerinnen! Die am Volksentscheid beteiligten Bünde, Parteien und Organisationen veröffentlichen folgende Erklärung und bitten die Zeitungen aus Gründen der Loyalität, ihr ebenso wie der Kundgebung der preußischen Regierung Raum zu geben: ,, Sämtliche Zeitungen, 2500 an der Zahl, sind unter Berufung auf die Pressenotverordnung des Reichspräsidenten vom 17. Juli gezwungen worden, eine Rundgebung der preußischen Regierung an Preußens Wähler und Wählerinnen gegen den Volksentscheid zu veröffentlichen. Es gibt kein verfassungsmäßigeres und demokratischeres Mittel des politischen Kampfes als die Befragung des Volkes in einer politischen Angelegenheit von Bedeutung. Um dieses verfassungsmäßige Mittel zu bekämpfen und eine dem Volkswillen nicht mehr entsprechende Regierung zu schützen, wird die Pressefreiheit, dieses höchste Gut eines freiheitlichen Staates, vernichtet. Ein besserer Beweis für die Notwen= digkeit dieses Volksentscheides fonnte nicht erbracht werden. Eine sachliche Erwiderung auf die von parteipolitischen Erwägungen diftierte Kundgebung der preußischen Regierung erübrigt sich in diesem Augenblick der Entscheidung. Wir sind überzeugt davon, daß nicht nur unsere bisherigen Anhänger in Stadt und Land, die durch derartige parteipolitische Kundgebungen nicht schwankend gemacht werden können, sondern daß darüber hinaus alle wirklich freiheitlich denkenden Männer und Frauen auf diese Vergewaltigung der Meinungsfreiheit die einzig mögliche würdige Antwort geben: Ja! Der Preußische Landtag ist aufzulösen." Genfer Ratstagung. Genf. Die Tagesordnung der am 1. September beginnenden 64. Tagung des Völkerbundsrats ist vom Völkerbundssekre= tariat amtlich veröffentlicht worden. Der Präsident der Tagung ist der polnische Außenminister Lerroux. Auf der Tagesordnung steht in erster Linie das deutsch- österreichische Zollabkommen. Die Tagesordnung weist darauf hin, daß das Gutachten des Haager Gerichtshofes, das Ende August erwartet wird, unverzüglich dem Rat unterbreitet würde. Sodann wird von neuem die große politische Beschwerde der Reichsregierung gegen Polen wegen der Lage in Oberschlesien behandelt werden. Hierbei werden alle oberschlesischen Fragen und die deutsch- polnischen Beziehungen von neuem aufgerollt werden. 2,75 Millionen Arbeitslose in England. Die Arbeitslosigkeit in England hat in den letzten Wochen weiter zugenommen. Nach der neuesten Statistik ist die Arbeitslosigkeit bereits auf 2,75 Millionen Personen angewachsen. Die Zunahme in den letzten zwei Monaten macht allein eine Viertelmillion aus. Die Arbeitslosigkeit umfaßt gegenwärtig 22,6 Prozent, also mehr als ein Fünftel aller versicherten Arbeiter Englands. Gutscheine für Wohlfahrts- und Rentenempfänger. Jzehoe. Wie der Jhehoer Magistrat am Freitag mitteilte, sieht sich die Stadt wegen Mangels an Zahlungsmitteln gezwungen, an die Wohlfahrts- und Rentenempfänger zunächst Gutscheine auszugeben. Kinderschicksal in Rußland. Von gewisser Seite wird stets behauptet, daß in Rußland von Staats wegen ungeheuer viel für die heranwachsende Jugend getan werde. Man pocht auf den Ausbau des Mütterund Kinderschutzes, des Schulwesens, der Hygiene. Wie sieht es aber in Wirklichkeit aus? Das gesamte russische Schulwesen hat seit dem Vorjahr eine grundlegende Aenderung erfahren, die auf eine Einspan= nung des Kindes in die Fabrikarbeit hinzielt. Nach den amtlichen Richtlinien haben die Kinder vom 8. Lebensjahr an in Fabriken zu arbeiten, an die die Schulen angeschlossen sein müssen. Angeblich sollen die Kinder am laufenden Band ausgebildet werden. Tatsächlich aber geht der russische Staat in steigendem Maße zur Ausbeutung der Kinderarbeit über. In vielen Betrieben gibt es richtige Kinderbelegschaften, vor allem in den staatlichen Textilfabriken. Auch zum Sammeln von Abfällen und Industrierohstoffen, zur Feldarbeit werden die Kinder herangezogen. Viel schlimmer noch als diesen Kindern, um die der Staat sich fümmert, geht es denjenigen, die nicht von der Staatsaufsicht erfaßt werden. Es gibt in Rußland etwa 2000 Kindergärten, von denen sich neun Zehntel in den Städten befinden. Rund 20 Millionen Kinder unter 8 Jahren find den Eltern überlassen und müssen in ihren elenden Ernähr ungs- und Wohnverhältnissen leben. Da die Schulen nicht ausreichen, werden nur privilegierte Kinder aufgenommen: Kinder von Gewerkschaftlern, Parteimitgliedern, Sowjetangestellten und kollektivierten Bauern. Die anderen wachsen ohne Schulbildung auf. Aus dem Heer dieser Kinder haben sich Horden gebildet, die bettelnd und stehlend das Land durchziehen. Nach der Statistik sind es etwa 300 000, nach der Angabe der Witwe Lenins, Not, Elend und Frau Krupskaja, dreis bis viermal soviel. Hunger treiben sie auf die Verbrecherbahn. Wie wird es da um Rußlands Zukunft bestellt sein? ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfglokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Plaz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 63 Wirtschaftskrise und Hausbesik. Es hagelt Notverordnungen! Seit dem 13. Juli 1931, dem Tage, an welchem eine der größten deutschen Banken, die Darmstädter und Nationalbank, ihre Schalter schloß, trifft die Reichsregierung fast Tag für Tag gesetzgeberische Maßnahmen, um die Geldkrise zu überwinden, um das deutsche Kreditsystem aufrechtzuerhalten, um den Zusammenbruch der deutschen Wirt schaft abzuwenden und um das deutsche Volk in allen seinen Schichten vor neuem Elend und neuer Not zu bewahren. Ohne Zweifel find all die scharfen Maßnahmen, die aus der schwersten Krise, welche die deutsche Wirtschaft und das deutsche Volk jemals zu überwinden hatten, heraus geboren sind, nicht frei von Unzulänglichkeiten und Härten, die aber jeder verantwortungsbewußte deutsche Staatsbürger vorübergehend gern mit in Kauf nimmt, wenn es nur gelingt, die Krise der Gegenwart erfolgreich zu überwinden. Aufgabe der führenden Spitzenverbände ist es aber, an der Lösung der schwierigen Probleme, die jetzt jeder Tag mit sich bringt, mitzuarbeiten und der Reichsregierung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Denn das eine ist doch sicher, daß wir nur dann wieder aus der Tiefe empor gelangen können, wenn wir alle während dieser Krise Ruhe und Nerven behalten. Wenn jemals das Wort: ,, Ruhe ist die erste Bürgerpflicht" galt, so dürfte es in der Gegenwart sein. Die Reichsregierung hat aber ihrerseits die Pflicht, begründete Vorschläge zur Abänderung ihrer Notmaßnahmen zu prüfen und nach Möglichfeit zu berücksichtigen. Auch der Zentralverband Deutscher Hausund Grundbesitzervereine hat bereits verschiedene Abänderungsvorschläge gemacht, hat sich in verschiedenen Eingaben an die Reichsregierung gewandt, um Milderungen der Härten, die sich aus den letzten Notverordnungen für den Hausbesit ergeben, zu erwirken. Unbilligkeiten für den Hausbesitz ergeben sich ohne Zweifel aus der Durchführungsverordnung zur Verordnung des Reichspräsidenten vom 18. Juli 1931, welche die Auszahlung von Dienstbezügen in zwei Raten regelt und in ihrem§ 7 bestimmt, daß die Rechtsfolgen, die wegen der Nichtzahlung oder nicht rechtzeitigen Zahlung nach Gesetz oder Vertrag eintreten, als nicht eingetreten gelten, sofern ein Schuldner durch die auf Grund der Notverordnung veränderte Zahlungsweise ohne sein Verschulden verhindert wird, eine fällige Mietzahlung zu lei sten. Diese einseitige Regelung für nicht pünktlich geleistete Mietzahlungen zugunsten der Mieter ist unzulänglich. Es ist nur ein Gebot der Gerechtigkeit, wenn der Hausbesit gleichfalls gegen die Rechtsfolgen nicht rechtzeitig gezahlter Hypothekenzinsen, Steuern, Betriebskosten usw. gegenüber dem Schutz nicht rechtzeitig geleisteter Mietzinszahlungen geschützt wird. Ein solcher Schuß ist um so erforderlicher, als auf Grund der neuen notverordneten Steuereintreibungsvorschriften bei nicht pünktlicher Abführung der Steuern Verzugszuschläge bis zu 120 Prozent bezahlt werden müssen. Der Zentralverband hat die Reichsregierung deshalb in einer Eingabe gebeten, entsprechend dem§ 7 der Durchführungsbestimmungen zur Verordnung des Reichspräsi denten über die Auszahlung von Dienstbezügen unverzüglich eine dahingehende Regelung zu treffen, daß ein Schuldner, der durch die veränderte Zahlungsweise gehindert wird, fällige Hypothekenzinsen und Steuerzahlungen rechtzeitig zu leisten, von den Rechtsfolgen der Nichtzahlungen oder nicht rechtzeitigen Zahlungen befreit wird. Da aber auch die große Gefahr besteht, daß die Mieter bei der ersten Auszahlung ihrer Dienstbezüge die Miete nicht bezahlen und daß sie nach der zweiten Auszahlung nicht mehr über die dazu erforderlichen Mittel verfügen, hat der Zentralverband, nicht zuletzt im Interesse der Mieter selbst bei der Reichsregierung beantragt, zu bestimmen, daß die Empfänger von Dienstbezügen die Miete entsprechend der erhaltenen Bezüge zahlen müssen. Auch auf dem Gebiete der Zwangsversteigerung von Grundstücken sind infolge der jetzigen Krisenlage und der Maßnahmen der Notverordnung über den Zahlungsverkehr Verhältnisse entstanden, die zu einer großen Unsicherheit bei den Interessenten wie bei den Gerichten geführt haben. Der Forderung, wegen der allgemeinen Zahlungssperre und wegen des Mangels an Zahlungsmitteln die Grundstücksversteigerungstermine auszusehen, haben nämlich die Zwangsversteigerungsgerichte nicht entsprechen zu können geglaubt. Die Folge davon ist nun, daß die Interessenten, die infolge der Notverordnung die für die Abgabe eines Gebotes meist erforderlichen Sicherheitsleistungen nicht haben beschaffen können, teilweise überhaupt nicht zu den Terminen erschienen sind. Dadurch können aber außerordentlich schwere wirtschaftliche Schädigungen entstehen. Die Reichs regierung ist sich dessen bewußt. Aber die in der Dritten Ver ordnung über die Wiederaufnahme des Zahlungsverkehrs nach den Bankfeiertagen vom 18. Juli 1931 im Art. HI.§ 2 getroffene Anordnung reicht zur Beseitigung der Rechtsunsicherheit und zur Vermeidung wirtschaftlicher Schädigungen für Gläubiger und Schuldner nicht aus. Nach wie vor droht die Gefahr, daß durch das Fernbleiben der Nächstinteressierten von den Zwangs versteigerungsterminen große Vermögenswerte verschlendert werden. Um für die Zeit der augenblicklich schweren Wirtschaftskrise den Verlust von Vermögenswerten zu vermeiden, hat der Zentralverband in einer weiteren Eingabe die Reichsregierung gebeten, im Wege der Notverordnung unverzüglich anzuordnen, daß alle Zwangsversteigerungen von Grundstücken bis auf weiteres eingestellt werden. Das Recht des Schuldners, während dieser Auszahlungsfrist die Zwangsverwaltung zu beantragen, soll durch eine solche Maßnahme unberührt bleiben. Im In Samstag, den 8. August 1931 teresse der gesamten Immobilienwirtschaft ist dringend zu hoffen, daß die Reichsregierung diesen berechtigten Wünschen des orga nisierten Hausbesizes voll entspricht und im Wege der Notverordnung die erforderlichen Anordnungen unverzüglich trifft. Darüber hinaus ist aber ein neuer gesetzgeberischer Eingriff auf dem Gebiete der Fälligkeit der Aufwertungshypotheken infolge der außerordentlich schwierigen Lage am Realkreditmarkt anumgänglich geworden. Der Zentralverband hat deshalb in einer an die Reichsregierung gerichteten Eingabe beantragt, die Entscheidung über die von den Aufwertungshypothekenschuldnern gestellten Anträge auf Gewährung einer Zahlungsfrist auszu seßen oder unter Berücksichtigung der Kapitalsperre Zahlungsfristen grundsätzlich zu gewähren. Des weiteren hat der Zentralverband gebeten, den§ 6 des Aufwertungsschlußgesezes dahingehend abzuändern, daß die nachträgliche Stellung von Zahlungsfristanträgen zugelassen wird. Die Hypothekenschuldner, die bereits Zahlungsfristanträge gestellt haben, werden deshalb gut tun, in den anstehenden Terminen und Vergleichsverhandlungen unverzüglich den Antrag zu stellen, bis auf weiteres sämt liche Sachen zu vertagen, bis eine neue Regelung seitens der Reichsregierung erfolgt ist, oder aber zu beantragen, allen Zahlungsfristanträgen mit Rücksicht auf die gegenwärtige Finanzkrise grundsäglich stattzugeben. Es scheint nämlich nicht mehr zweifelhaft, daß die Reichsregierung auch auf dem Gebiete der Fälligkeit der Aufwertungshypotheken eine neue Regelung tref= fen wird. In enger, zielbewußter Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft und ihren Drganisationen wird die Reichsregierung ohne Zweifel auch die gegenwärtige Krise zu meistern verstehen, aber nur dann, wenn der Regierung Vertrauen entgegengebracht und jene Mahnung allseitig befolgt wird: ,, Ruhe ist die erste Bürgerpflicht." Zum Voltsbegehren in Preußen. Kapitalverwüstung durch Tribut-, Wohnungs-, Hauszinssteuer- und Baupolitik! Ri. Im Preußischen Landtag ist vom Abg. Howe und den übrigen Mitgliedern der Fraktion der deutschnationalen Volkspartei folgende Klarheit bringende Anfrage eingebracht: Rund 22 Milliarden RM. für den Neubau von Wohnungen sind in der Nachkriegszeit aufgewendet worden und ,, Gießener Zeitung" a) daß durch die Tributpolitik nach Feststellungen des Nationalökonomen Professor Dr. Lujo Brentano- München ( ohne die wirtschaftlichen Werte der abgetretenen Gebiete) der deutschen Wirtschaft 65 Milliarden Goldmark entzogen worden sind, b) daß durch die Wohnungspolitik der Nachkriegszeit ca. 110 bis 115 Milliarden RM. zum Erliegen gebracht sind, und c) daß durch die Wohnungsbaupolitik der Nachkriegszeit ca. 22 Milliarden R. eingefroren sind, fragen wir: 1. hinsichtlich der Tributpolitik auf die Reichsregierung einzuwirken, bei den bevorstehenden Verhandlungen klar und deutlich zum Ausdruck zu bringen, daß Deutschland bereits weit mehr Tribute bezahlt hat, als ihm nach Recht und Billigkeit abverlangt werden können? Nr. 63 letzten Konsequenzen sind noch nicht klar zu übersehen. Jedenfalls hat man aber jetzt die begründete Hoffnung, daß unsere Währung gesichert bleibt und daß die in Deutschland noch untergebrachten furzfristigen Auslandskredite vorläufig nicht abge= rufen werden. Es ist i eit eine Sicherung gegeben, durch die eine überſtürzte Entwid ng der Dinge, die zu einem fatastrophalen Ende führen könnte, vermieden wird. Samstag, den 8. Wieder ist die wer in die Scheun päten Herbst oder i plegt, bis es aus frugt. Es war of hoffnung und schwe b sehe die vielen Gente heimzubringe wrüber, reich bela die Natur hinau mit etwas zu jagen em das Unkraut w hnt, die Sichel anzu Jahr für den, der Von nicht zu unterschätzender Bedeutung für die Beantwor tung unserer Frage sind aber die Ergebnisse der Saisonausver kaufe, die fast überall zu befriedigenden Umsätzen geführt haben. So ist festgestellt worden, daß es in vielen Fällen gelungen ist. Ist das Preußische Staatsministerium, auf dessen Bereich fast alle alten Lagerbestände dem Konsum zuzuführen und die ca. zwei Drittel der Beträge entfallen, bereit, Lager soweit zu räumen, daß wieder Platz für Neuheiten geschaffen ist. Erfreulicherweise konnte beobachtet werden, daß die Geschäftsinhaber die letzten Saisonausverkäufe in sehr sorgfältiger Weise vorbereitet haben. Der Erfolg hat die Mühe ge= lohnt. Mit Rücksicht auf die gesunkene Kaufkraft sind die Preise, soweit es nur irgend möglich war, soweit herabgesetzt worden, daß die Schicht der für solche Artikel in Frage kommenden Käufer ganz erheblich größer wurde als sie es bei dem vor den Ausverkäufen festgesetzten Preisstande war. Daneben hat man mit allen Mitteln der modernen Werbetechnik versucht, die Aufmerksamkeit des Konsumenten auf das Angebot zu lenken. Die starke Nachfrage und der Umsatz haben gezeigt, daß, entgegen den Erwartungen, die Kauflust noch nicht auf Null ge= sunken ist, u. daß sich das Publikum auch heute noch zu Einkäufen über den dringend notwendigen täglichen Bedarf hinaus entschließt, wenn man sein Interesse durch zeitgemäße Preisge staltung und durch umfassende und geschmackvolle Werbung ermedt. 3. hinsichtlich der Wohnungspolitik im Einvernehmen mit dem Reich die Hauszinssteuer und Zwangswirtschaft schnellmöglichst abzubauen, um die im städtischen Hausbesitz schlummernden Milliardenwerte zu neuem Leben zu erwecken und damit die so dringend notwendigen Betriebskapitalien für die Belebung der Wirtschaft zu schaffen? hinsichtlich der Wohnungsbaupolitik den Wohnungsbau endlich wieder dem privaten Baugewerbe zu überlassen und damit die Verwirtschaftung öffentlicher Gelder durch sogen. ,, gemeinnüßige" Gesellschaften endlich zu unterbinden? Berlin, 18. Juli 1931. * Rund 200 Milliarden RM., d. h. die Hälfte des gesamten deutschen Nationalvermögens, sind bereits durch die ,, Tributpolitik" und die ,, Sozialisierung" der Wohnungs- und Bauwirtschaft verschlungen. Diese Kapitalverwüstung ist der Urquell des heutigen Elends, der untragbaren Steuern und sozialen Lasten, der Not der Wirtschaft in Stadt und Land und damit auch der furchtbaren Erwerbslosigkeit. Nur ein völliger Systemwechsel", eine Abkehr vom Marxismus und seinen Handlangern kann Abhilfe schaffen! heute eingefroren.( Rund 2,2 Millionen Neubauwohnungen Wird das Herbst- und Wintergeschäft besser? zu je rund 10 000 RM.) Der Wert des Althausbesizes, der vor dem Kriege ca. 100 Milliarden Goldmark betrug und nach dem heutigen Inder ca. 140 Milliarden betragen müßte, ist in der Nachkriegszeit durch die Hauszinssteuer und Zwangswirtschaft auf ca. 35 Milliarden heruntergewirtschaftet worden. Durch die 2. Notverordnung mit der Verweigerung der Abgeltung der Mehrzinsen für vermeintlich günstig verzinsliche Häuser wird der Wert des Althausbesizes um ,, weitere" 5 bis 10 Milliarden RM. auf ca. 25 bis 30 Milliarden RM. heruntergedrückt. Ca. 110 bis 115 Milliarden RM. Werte des Althausbesitzes sind durch die Nachkriegspolitik zum Erliegen gebracht! Das Ergebnis der Wohnungs- und Baupolitik der Nachkriegszeit ist: a) Ca. 2,2 Millionen Neubauwohnungen( für ca. 12 Prozent der Mieter) haben der deutschen Volkswirtschaft rund 22 Milliarden RM. gekostet. b) Ca. 16 Millionen Altwohnungen( für ca. 88 Prozent der Mieter) haben heute nur noch einen Wert von ca. 25 bis 30 Milliarden RM. c) Die Kosten einer Neubauwohnung betragen somit ca. 10 000 RM. pro Wohnung, der Wert einer Altwohwohnung hingegen beträgt heute nur noch ca. 1.938 RM. pro Wohnung. Da die heutige Finanzkatastraphe im wesentlichen darauf zurückzuführen ist, Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 18. Fortsetzung. ,, Der Hollywood- Klub ist zum Aussterben verurteilt, weil tch mich geweigert habe, den Mann, der ihn bis nun finanziert hat, zu heiraten! Dieser Mann, wie ihr seht, ist Mr. Fairfax Stopford." 1 ,, Das ist eine Lüge!" schäumte Stopford, dessen Stimme kaum den wilden Lärm, der jetzt losbrach, übertönte. ,, Es ist die Wahrheit die Wahrheit!" antwortete bas Mädchen auf dem Balkon. ,, Und weil es die Wahrheit ist, habe ich den Mut gefunden, hier aufzustehen. Mr Stopford verriet mir, nachdem ich seine Werbung abgewiesen hatte, daß er dem Klub nur deshalb all sein Geld geliehen hatte, weil ich an dem Klub, für den mein Bruder, wenn er in Hollywood war, oft spielte, großes Interesse nahm. Mr. Stopford hat sein Geld aus purer Rachsucht zurüdgezogen, obgleich es sein gutes Recht ist. Dagegen fann niemand etwas haben, aber ich protestiere gegen jeden Versuch, auch andere Leute zu beeinflussen. Wie der Herr Vorsitzende schon vorhin gesagt hat," fuhr die kultivierte, lartönende Stimme des jungen unerschrockenen Mädchens fort ,,, diese Stadt ist berühmt ob ihrer Sporttradition Wir wollen uns dieser Tradition würdig erweisen! Es macht mich stolz, als erste aufzustehen und die geforderten hundert Pfund Garantie anzubieten, wenn der Vorsitzende sie akzeptieren will." ,, Meine geehrte junge Dame, wir wissen Ihr Angebot ge= bührend zu schätzen und akzeptieren es mit Freude und Genugtuung." David Gerrity war in seinem ganzen Leben nicht so überrascht gewesen wie jetzt, aber er behielt die Fassung. Wir geben im Nachstehenden einer Zuschrift Raum, die uns beachtlich erscheint, weil sie ein Gegengewicht gegen das immer wieder auftauchende Katastrophengerede enthält. Daß solche Zuschrif= ten aus Kreisen der Wirtschaft eingehen, scheint uns doch ein außerordentlich wesentliches Symptom dafür, daß in der deutschen Wirtschaft auch noch seelische Kräfte vorhanden sind, die die Schwierig feiten der Gegenwart mit der nötigen Dosis Selbstvertrauen bekämpfen wollen. Jeder Geschäftsinhaber stellt sich heute immer wieder die Frage, wann die Umsätze sich wieder so heben, daß das Geschäft auf die Dauer wieder rentabel wird. Diese Frage ist nur zu berechtigt und ihre Dringlichkeit muß unbedingt anerkannt werden. Mehr als je interessiert uns heute die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in der nächsten Zukunft, denn von ihr hängt sehr vieles ab, was für den Bestand eines Unternehmens von Bedeutung ist. Wenn man diese Frage noch vor einigen Wochen nur mit Vermutungen beantworten konnte, so haben wir heute schon, obwohl sich die wirtschaftlichen Ereig= nisse fast überstürzen, einige positive Anhaltspunkte, die uns Gewähr für eine einigermaßen sichere Beantwortung unserer Frage geben. Kurz gestreift seien hier nur die politischen Ereignisse, deren Auswirkungen auf die Wirtschaft trotz aller Schwierigkeiten doch längst nicht in so einem so tatastrophalen Einsturz aller geleisteten Aufbauarbeit aufgetreten sind, wie dies von den gewohnheitsmäßigen Pessimisten und Krisenmachern vorher gesagt worden war. Ebenso soll auf die Verhandlungen in Paris und London nur kurz hingewiesen werden, denn ihre Begeistertes Beifallstlatschen und Hochrufe durchbrausten den weiten Raum. Vereinzelte schüchterne Oppositionsversuche wurden im Keime erstickt und die Uebeltäter unsanft an die Luft befördert. ,, Ein dreifaches Hurra für..." donnerte ein Mann, der auf einen Stuhl gesprungen war, und blickte hinauf auf den Balkon, wo Margery mit vor Aufregung blassen Wangen, aber triumphierenden Blickes dastand. für alle diejenigen, die meinem Beispiel folgen und gleich mir unserem Klub helfen wollen," vollendete das Mädchen Sen Satz mit leidenschaftlicher Begeisterung, so daß der Beifall orfanariig anschwoll. ,, Hände hoch, Sportsmänner von Hollywood!" rief sie herausfordernd. Ein Wald von Armen stredte sich ihr entgegen. Oben auf der Plattform faß ein Mann, der stumm und zitternd in das aufgeregte Gewühl vor sich starrte. Es war Mr. Samuel Hollister. ,, Mein Gott," flüsterte er ,,, der Klub ist gerettet!" Und er fonnte es nicht verhindern, daß ihm Tränen aus den Augen traten und die verwitterten Wangen benetzten. 3 weiter Teil Triumph. Eine unerfreuliche Auslosung. Das Zimmer war unordentlich, der Staub und Schmuh von Jahren lag überall und bedeckte auch die Scheiben der kleinen Fenster, die auf den Hof hinausgingen, so daß fein Sonnenstrahl in den Raum dringen Bennte. In den Kreisen der Fabrikation hat man diese Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Dienst für die Allgemeinheit... Die Zeiten sind schwer. Die Gemeinden leiden bittere Not. Oft müssen sie an Staat und Reich mehr geben, als sie durch Steuern von ihren Einwohnern hereinholen können. Sparen und noch einmal sparen heißt es da. Ueber eine eigene Sparmethode wird uns berichtet: Auf die beiden Männer machte der Zustand des Zimmers teinen Eindruck. Die Bewohnheit hatte sie abgestumpft, denn der eine verbrachte seinen ganzen Arbeitstag in dem Raum, und der andere war hier ein häufiger Besucher. Außerdem muß noch erwähnt werden, daß beide im Augenblic viel zu aufgeregt waren, um ihrer Umgebung Aufmerksamkeit zu schenken. Beide waren über einen Tisch gebeugt, auf dem ein Telephon stand. Jimmy Dunster, der junge Sportredakteur der Hollywood Evening Times", hatte den Hörer am Ohr und lauschte. Seine Augen glänzten hinter den dicken- Brillengläsern, und sein ganzer Körper zitterte vor Erwartung. In dem Westerwalddorfe Eppenrod hat der Gemeinderat den frei gewordenen Polizeidienerposten dem Mindest: bietenden zugesprochen. Es hatte sich ein Heer von Bewerbern gemeldet. Ein Mann übernahm das Amt für 9,50 Mark pro Jahr, das sind 2,6 Pfg. pro Tag! Wer sich mit 9,50 Mark im Jahre begnügt, den beseelt nicht der Drang nach einer wohldotierten Stellung. Dieser Dienst am Gemeinwohl soll nicht in den Rahmen einer Besoldungsordnung gezwängt werden, hat wahrscheinlich der neue Gemeindediener von Eppenrod gedacht. Er stellt nur die Stiefelsohlen, die er bei der Erfüllung seiner Pflichten abläuft, in Rechnung. Wenn er nun durch seine Gemeinde geht und kund und zu wissen gibt, daß die Not eine neue Steuer verordnet habe, da kann er mit einigem Stolz von sich behaupten, daß er nicht dazu beiträgt, den Steuerdrud immer mehr zu verstärken. Wie eine andere Gemeinde den Weg des Sparens ging, zeigt folgende Meldung: ,, London kommt!" flüsterte er plötzlich heiser, denn die Stimme versagte ihm vor Aufregung. Ein Stöhnen tam aus des anderen Brust, als wenn ein Walroß nach Luft schnappen wollte. Mr. Samuel Hollister rückte näher an den Jour nalisten, und in seinem Gesicht malten sich deutlich die Qualen der Erwartung, ,, Kommen Sie auf die andere Seite, ich tann ja sonst nicht schreiben!" fnurrte Dunster unwirsch. tellte. Er hat verge Ind daneben ein A ih die vollen Aehr hande, die die Saat i wieder gemeinjan alle zu beseelen und Freude an der gefeg auf einem fleinen 2 hatte dog fein Feld aug er feinen Ernte weiß uns etwas zu Erntelog Der Gemeinde Hochemmingen bei Villingen in Baden fehlen die Mittel zum Ausbau eines großen Weges. Die Einwohnerschaft fand folgenden Ausweg: Sie beschloß, daß jeder Bürger unentgeltlich zwei Tage der Woche an diesem neuen Wege arbeiten müsse, bis er fertig ist. Was hier in Hochemmingen geleistet wird, ist Notstandsarbeit im wahrsten Sinne des Wortes. Der Weg, aus der Schaffenstraft der Bürger, durch ihrer eigenen Hände Arbeit erstanden, wird ein Denkmal des Gemeinsinns werden. Wenn uns einmal wieder bessere Zeiten fommen, fönnen Väter vielleicht mit Stolz ihren Söhnen sagen:„ Dieser Weg entstand in der Gemeinde größter Not; ohne an einen Lohn zu denken, ging man ans Wert, und es wurde geschafft." Ob nun alle Bürger Hochemmingens mit großer Lust zwei Tage in der Woche schaufeln werden? ! schmutzigen Hand langte er nach den Blättern, die der Journa list ihm hinstreďte. Während ihm die Schweißtropfen von der Stirn perlten, schrieb er nieder, was ihm der Draht aus London zutrug: Milchester United gegen Roughton; Rangers gegen Birltown; Clayton Athletic gegen Wilsbrough; Girnslen gegen... Plötzlich ging ein Rud durch seinen Körper, und der Ellbogen seines linken Armes bohrte sich mit Wucht in die Magengrube des Stehenden, als er... Hollywood niederschrieb. Hollister wantte zu einem Stuhl und ließ sich schwer nieder. Er sah aus wie ein Mann, den soeben der Schlag gerührt hat. Mühsam wischte er sich mit einem Taschentuch den Schweiß von der Stirn, dann holte er mechanisch die Pfeife, seinen bewähr ten Tröster im Unglüd, hervor, füllte sie aus einem stark abgenützten Tabaksbeutel und blies mit einem Stöhnen der Verzweiflung eine Rauchwolke von sich. Dunster beendete seine Notizen, las sie seinem unsichtbaren Gewährsmann am anderen Ende des Telephons noch einmal zur Kontrolle vor und brüllte dann: ,, Grimes!" Der schmierigste Junge, der je auf diesem Planeten ge wandelt war, erschien in der Tür. Mit seiner unglaublich „ Sofort Mr. Ringer geben! Wenn du dich unterwegs nur eine Setunde aufhältst, schlage ich dich tot! Sage Mr. Ringer, daß er eine halbe Spalte Kommentar in zehn Minuten nachgeliefert bekommt." Als das seltsame Geschöpf draußen war, drehte sich Dunster um und betrachtete das düstere Gesicht des Fußballmanagers. ,, Nun," sagte er heiser, was halten Sie davon?" Girnsley!" Hollister ließ den Kopf verzweifelt auf die Brust sinken. 1 ,, Nun" der Reporter räusperte sich mit Anstrengung, als wenn ihm etwas in der Kehle steden würde es ist zwar schlimm genug, wir dürfen aber den Kopf nicht verlieren. Unsere Jungens dürfen nicht merken, daß wir niedergeschlagen find; Sie, Sam, dürfen es sich jedenfalls nicht merken lassen!" ,, Sie sind ein Prachtterl, Jimmy. Ein bißchen komisch und verdreht, aber einer, der das Herz auf dem rechten Fled hat; Sie glauben an unseren Klub, als wenn Sie zehn Millionen Pfund dari investiert hätten, statt. " Wenn dir das 2 Milterlein, dann ie Augen, wo es bau auf ihre Här e man nicht füßt efer Greis war Ritterlein ein jug de, wenn vielleid agten fo das Sad Jel ihres Dajeins. fich, der aus den Seele, die mit en werden dann statt der Hundert Pfund, die ich mir ausborgen mußte!" vollendete de: Journalist. Ja, ich bin schon ein verrüdtes Luder, vermute ich," fuhr Dunster fort. 3eitungsleute sind ge wöhnlich zynisch, besonders was ihr eigenes Geschreibsel betrifft. Ich bin eine Ausnahme davon. Ich bin genau so fußballnärrisch wie die leinen Jungen auf der Straße. Verdammt noch ein mal! Ich sage Ihnen, daß mir der Fußballsport mehr gibt als alles andere im Leben!" Deshalb schreiben Sie auch so gut darüber. Ich hörte je mand sagen, daß Sie ein Angebot von der Athletic World' er halten haben, in die Redaktion einzutreten. Gratuliere Ihnen, Jimmy!" Ich nehme es nicht an, diese Saison noch nicht. Ich bleibe bei Hollywood, bis die Jungens durch den Cup durch sind Unsere Burschen, Sam, sind wirkliche Kämpfer, deshalb glaube ich auch, daß sie gewinnen oder unentschieden gegen Girnsley spielen werden. Aber ich vertrödle hier meine Zeit, statt etwas darüber zu schreiben." ,, Schreiben Sie, daß sie gewinnen werden- daß sie gewin nen werden, trotzdem sie bei der ersten Auslosung Pech gehabt haben! Ich wollte, ich hätte recht. Jimmy," vollendete Hollister Teise. ,, 3um Teufel! Sie erschöpfen meine Geduld, Sam!" ant wortete der Reporter und griff nach dem Hörer des Telephons, das eben klingelte. Hallo wer ist dort?- Warriner? Kopf hoch, Ben eine feine Ueberraschung!- Girnsley! Am Girnsley- Play!-- Was sagtest du? Kleinigkeit für uns? Bravo, Alter! Hollister tommt jetzt zu euch hinaus, um Schluß!" 11. Au Das Polizeian com 20. Juni 192 lennter Feiertag Reichsverfassung u Bosschriften ist. Das Landesti thliche Feier d enau wie in der für den 11. Aug läute angeordne örtlichen Entsch daß bei Verans ständen auf die wird. Ein besonder Battfindende Flu Ritglied des Ve zogen Motorflug 26 wird unte bungsstelle, Herr „ Ich wollte, ifter und öffne Ich wollte, id its wie ein W lunte? Grimes Did Marr wa Times". Da Berlammlung exi Der noch sehr frit Beju bei den Spielern auf Nach jeler einzelne in mit der Hoffnung Dood im Cupwe admittag im Cation in London Aber, um im Den die Welt fenn mag eine Mannid and Bertrauen zu Am eigenen Gebet, welches B Klubmanager, an jer tannie bie Stä baft aus der An es im Rampf un atte und doch fei Ein folcher B deutet, Angeeif gt eine Man endeinen Beru eigenen Plat wie ein Tor Warriner, de ft, bebrüdte be auf einem hatte ein U bag die Ma Dielen Toten Berenden Publi ahrlich, das g Girnsley wa Bit. Die Mann s Shidial gege ribaftstämpfen ben aufregen en und die Unt fait dichterten mannichait Icon Den Des Girnsle Nr. 63 Car zu übersehen. Jeden te Hoffnung, daß unfere n Deutschland noch unter te vorläufig nicht abge herung gegeben, durch die e, die zu einem fatastro n wird. eutung für die Beantwor Samstag, den 8. August 1931 Lokales. Sonntagsgedanken. Wieder ist die Zeit der Ernte gekommen. Was jetzt segen schwer in die Scheunen getragen wird, das hat der Sämann im späten Herbst oder im jungen Lenz als Samentorn in die Erde gelegt, bis es aus Blüten und Knospen heranwuchs zur reifen ebnisse der Saisonausver rucht. Es war oft heiße Arbeit und Mühe dabei, sehnende n Umfäßen geführt haben Hoffnung und schweres Bangen. Ich stehe an einem Aderrain Dielen Fällen gelungen ift onfum zuzuführen und die Platz für Neuheiten ge meobachtet werden, daß bie und sehe die vielen fleißigen Hände, die sich da rühren, um die Ernte heimzubringen. Wagen um Wagen schwanken an mir vorüber, reich beladen mit herrlicher Gottesfrucht. Ich lausche in die Natur hinaus, ob auch der Sommer und die Erntezeit fehr forgfäl mir etwas zu sagen haben. Da sehe ich noch einen Ader, auf Sverläufe Erfolg hat die Mühe ge ntene Kauffraft find bie dem das Unkraut wuchert und auf dem es sich kaum der Mühe lohnt, die Sichel anzulegen. Dieser Ader bedeutet ein verlorenes war, soweit herabgefeht Jahr für den, der einst zum Beginn desselben die Saat be. Artitel in Frage fommen de als sie es bei dem Dor tande war. Daneben hat Werbetechnik verjuht, die stellte. Er hat vergessen, zur rechten Zeit das Unkraut zu jäten. Und daneben ein Ader mit reicher, föstlicher Ernte. Es biegen fich die vollen Aehren auf langen Halmen und die fleißigen Hände, die die Saat ausstreuten und dann auch pflegten, rühren das Angebot zu lenken. ich wieder gemeinsam, um nun zu ernten. Ein Geist scheint sie haben gezeigt, daß, ent t noch nicht auf Null ge alle zu beseelen und ein Wille die Arbeit zu lenten. Es ist die Freude an der gesegneten Ernte. Dort drüben arbeitet einsam h heute noch zu Einkäufen auf einem kleinen Ader ein Mann. Er hatte feine Hilfe und Cichen Bedarf hinaus ent urch zeitgemäße Preisge geschmadvolle Werbung at man diese Entwidlung meinheit. 444 meinden leiden bittere Rot mehr geben, als sie dur einholen fönnen. Sparen Ueber eine eigene Spat enrod hat der Gemeinde Dienerposten dem Minde sich ein Heer von Bemer nahm das Amt für 950 pro Tag! hre begnügt, den beseelt Fierten Stellung. Diefer en Rahmen einer Befol wahrscheinlich der neue Er stellt nur die Stiefel r Pflichten abläuft, in emeinde geht und fund neue Steuer verordnet msich behaupten, daß er mer mehr zu verstärk Weg des Sparens g bei Villingen in Baden eines großen Weges. Die Ausweg: Sie beschloß, daß Tage der Woche an diesem er fertig ist. eiftet wird, ist Notstands tes. Der Weg, aus der er eigenen Hände Arbeit neinfinns werden. Menn men, fönnen Väter til : ,, Dieser Weg entfian an einen Lohn zu bente geschafft." Ob nun alle it zwei Tage in der Woche Blättern, die der Journa enn du dich unterwegs nut ich tot! Sage Mr. Ringer tar in zehn Minuten nach zen war, drehte fich Dunster ficht des Fußballmanagers Salten Sie davon?" Ropf verzweifelt auf die te fich mit Anstrengung, als den würde es ist wat n Kopf nicht verlieren. Un , daß wir niedergefchlagen enfalls nicht merten lafen!" Ein bißchen tomilch und auf dem rechten Fled bat wenn Sie zehn Millionen " bin schon ein verrüdies hatte doch sein Feld recht bestellt. In stiller Zufriedenheit fährt auch er seinen Erntewagen in die Scheune. Auch die Erntezeit weiß uns etwas zu sagen. Denn für jeden kommt einmal sein Erntetag. Wenn dir das Alter begegnet, ein Greis oder ein gebeugtes Mütterlein, dann schau nicht auf deren Gewand, sondern in ihre Augen, wo es fein geschrieben steht, wie ihre Ernte ist und hau auf ihre Hände, die Runzeln der harten Arbeit zeigen, die man nicht füßt, die aber das Recht haben zu segnen. Auch dieser Greis war einst einmal ein froher Bursch, und dieses Mütterlein ein jugendfrisches Mägdelein. Sie gingen aber getabe, wenn vielleicht auch steinige Wege durch dieses Leben und brachten fo das Saatforn in ihren Seelen als reiche Frucht zum Ziel ihres Daseins. Sie tragen jenen geheimnisvollen Reichtum in sich, der aus den Augen leuchtet und aus dem stillen Glüd der Seele, die mit der Welt fertig geworden ist. Solche Menschen werden dann aud fein Unkraut auf dem Gottesader. Der Sonntagsschreiber. 11. August gefeßlicher Feiertag. Das Polizeiamt weist darauf hin, daß nach dem Gesetz vom 20. Juni 1929 in Hessen der 11. August staatlich anerfannter Feiertag und Festtag im Sinne des Artikels 139 der Reichsverfassung und der sonstigen reichs- und landesrechtlichen Borschriften ist. Kirche und Verfassungstag. Das Landeskirchenamt erläßt ein Anschreiben, nach dem die Airchliche Feier des Verfassungstages auch in diesem Jahre Benau wie in den früheren gehandhabt werden soll. Daher ist für den 11. August von 12 bis 12.15 Uhr ein allgemeines Geläute angeordnet. Die Abhaltung von Gottesdiensten wird den örtlichen Entschließungen überlassen. Voraussetzung hierfür ist, daß bei Veranstaltungen von weltlichen Feiern unter allen Umständen auf die kirchliche Veranstaltung Rücksicht genommen wird. Flugtag. Ein besonderes Ereignis wird der am morgigen Sonntag tattfindende Flugtag sein, da an diesem Tage erstmalig ein Mitglied des Vereins für Luftfahrt E. V. Gießen zu einem großen Motorflugwettbewerb startet. Das Schulflugzeug Klemm 2. 26 wird unter Führung des Leiters der hiesigen Flugübungsstelle, Herrn Fluglehrer Ludwig Maier, nachmittags zum Ich wollte, ich hätte Ihren Kampfgeist, Jimmy," sagte Hollister und öffnete die Tür. Ich wollte, ich hätte Ihre Stellung!" stöhnte Dunster, der bereits wie ein Wahnsinniger schrieb. Wo. zum Henker, ist der Salunke? Grimes! Grimes!!!" Did Marr wartete zusammen mit den übrigen HollywoodSpielern auf Nachrichten aus dem Redaktionsbureau der Evening Times". Dank Margery Kirkbys fühnem Appell bei der Versammlung eristierte der Klub noch immer. Aber seine Lage war noch sehr fritisch, noch immer sehr bedroht. Zwar hatte der Besuch bei den lokalen Wettspielen start zugenommen, aber jeder einzelne in der Mannschaft wußte, daß die Direktoren mit der Hoffnung der Verzweiflung damit rechneten, daß Hollywood im Cupwettbewerb dessen erste Runde an demselben Nachmittag im Zentralbureau der Englischen Football Association in London ausgelost wurde, gut abschneiden würde. Aber, um im aufregendsten und größten Sportwettbewerb, den die Welt kennt, um im englischen Cup erfolgreich zu sein, muß eine Mannschaft nicht nur viel Talent, viel Spielstärte und Vertrauen zu sich, sondern auch sehr viel Glück haben. Am eigenen Platz spielen zu fönnen, das war das innige Gebet, welches Ben Warriner zusammen mit Hollister, dem Klubmanager, an die Sportgötter richtete. Der erfahrene Kämp fer tannte die Stärke und das Spielvertrauen, das eine Mannchaft aus der Anwesenheit ihrer Anhängerschaft schöpft, beson ders im Kampf um den Zaubertitel, der so wenig inneren Wert hatte und doch seinem Eroberer so viel einbrachte. Ein solcher Vorteil im Kampfe hatte oft und oft den Sieg bedeutet. Angeeifert durch die Zurufe ihrer Anhänger, voll bringt eine Mannschaft oft das scheinbar Unmögliche. Fragt irgendeinen Berufsspieler, wie er den Wert des Spieles auf Dem eigenen Platz einschätzt, und er wird euch antworten: ,, So gut wie ein Tor Vorgabe!" e ich mir ausborgen mußte!" ort. Zeitungsleute find ge eigenes Geschreibfel betrifft bin genau fo fußballnärrisch Straße. Verdammt noch ein Fußballsport mehr gibt als gut darüber. Ich hörte je Don der Athletic World' e zutreten. Gratuliere Shnen Saifon noch night. Jah bleibe durch den Cup durch find he Kämpfer, deshalb glaube anentschieden gegen Giemslen hier meine Zeit, ftatt etwas ten werden- daß fie gemin rften Auslojung Bed gehab Jimmy," vollendete Hollister meine Geduld, Sam!" and dem Hörer des Telephons rift dort?- Warriner? rajdung!- Girnsley! ?- Kleinigkeit für uns? ht zu euch hinaus, um Warriner, den Führer, Freund und Berater seiner Mannhaft, bedrückte die Nachricht, daß seine Mannschaft die erste Runde auf einem fremden Platz spielen sollte. Und in diesem Falle hatte ein Unglüd das andere nach sich gezogen. Nicht genug, daß die Mannschaft vor einem fremden den Gegner favo risierenden Publikum spielen sollte, fie sollte auch gegen Girnslen, diesen Totengräber so vieler Fußballhoffnungen, antreten. Wahrlich, das grausamste Zusammentreffen von Zufällen, die das Schicksal gegen Hollywood erfinden konnte. Girnsley war ein Name, gehaßt und gefürchtet zu gleicher Zeit. Die Mannschaft strengte sich nicht sonderlich in den Meisterschaftstämpfen an und sparte ihre Kräfte jahraus, jahrein für den aufregenderen Potalwettkampf. Strupellose Spielmethoden und die Unterstützung einer beinahe zügellosen Anhängerschaft schüchterten in der Regel eine gegnerische Durchschnittsmannschaft schon ein, bevor diese den schlechten, holperigen Boden des Girnslen- Spielfeldes betrat. ,, Gießener Zeitung" Deutschlandflug 1931 nach Berlin starten. Unsere einheimischen Piloten werden des weiteren die modernsten Arten des Kunstfluges zeigen und wird hier der Hilfsfluglehrer Moog auf dem Flugzeug Thea Rasche's seine Sensations- und Rüdenflüge ausführen. Das Universitäts- Reitinstitut Schömbs veranstaltet ein Hürdenrennen. Die Hürdenrennen find so aufgebaut, daß sich dieses Rennen direkt vor den Zuschauerplätzen abwidelt. Bekannte Gießener Sportvereine haben ihre Nennung zur ge mischten Staffette abgegeben, so daß auch hier guter Sport ge boten wird. Zum Fallschirmabsprung hat sich der bekannte Flieger Wiegmener- Braunfels( Lahn) verpflichtet, so daß auch in diesem Wettbewerb ein Vertreter der hiesigen Gegend teilnimmt. Jn nächster Nähe des Publikums wird ein Zielabwurf auf eine Haus- Attrappe ausgeführt. Ernennung. Der Oberregierungsrat Heinrich Lin denstruth wurde zum Landesfinanzamtsdirektor und Leiter der Abteilung für Besiz- und Verkehrssteuern bei dem Landesfinanzamt Darmstadt ernannt. Ein neuer Direktor des Schlachthofes. In einer gestrigen nichtöffentlichen Sttdtratssitzung wurde zum Direktor des GieBener Schlachthofes Dr. Hugo Keller in Offenbach a. M., der dort Vorsitzender des Fleischbeschaueramtes und der Trichinenschau in Neu- Isenburg ist, ernannt. Don * Reichsbahn- Dienstjubiläum. Am Donnerstag fonnte der Reichsbahnladeschaffner Wilhelm Klingeberger hier auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Reichsbahn zurückblicken. * Postdienst am 11. Auguft. Da der Verfassungstag in Sessen als staatlich anerkannter Feiertag gilt, wird bei den Postämtern in unserer Stadt der Dienst wie folgt geregelt: Die Schalter werden wie an Sonntagen geöffnet. Außer der einmaligen Briefzustellung, die um 8.45 Uhr beginnt, wird eine Geld- und Landzustellung ausgeführt. Die Briefkasten werden wie an Werktagen geleert. Die Kraftposten verkehren wie an Sonntagen. * Verkaufsstelle für Postwertzeichen. Eine amtliche Vertaufsstelle für Postwertzeichen ist bei Herrn Karl Scheuerlein in Gießen, Kaiser- Allee 20, eingerichtet worden. * Vorauszahlung auf die Ausbringungsumlage 1931. Das Reichsfinanzministerium teilt mit: Am 15. August 1931 wird die erste Rate der Aufbringungsumlage für das Rechnungs jahr 1931 fällig. Da bis dahin die Einheitswerte nach dem Stande vom 1. Januar 1931 noch nicht festgestellt sind, ist bis zum 15. August 1931 eine Vorauszahlung in Höhe des Betra ges zu entrichten, den der Aufbringungspflichtige am 15. Februar 1931 als zweiten Teilbetrag der Aufbringungsumlage für das Rechnungsjahr 1930 zu leisten hatte. Den Aufbringungspflichtigen wird ein entsprechender Bescheid in diesen Tagen zugehen. * Der Kraftfahrzeugbestand in Hessen betrug nach den Feststellungen des landesstatistischen Amtes am 1. Juli 1931 10 723 Personenkraftwagen, 3278 Lasttraftwagen und 15 147 Krafträder. Gegenüber dem Vorjahre haben vor allem die Krafträder und besonders die Kleinkrafträder an Zahl zugenommen. Bei den Kraftwagen hat sich die Zahl gegenüber den Vorjahren wesentlich verringert. Besonders hoch ist der Kraftfahrzeugbestand im Kreise Groß- Gerau und Darmstadt. Entfällt hier doch schon auf 31 bezw. 38 Einwohner ein Kraftfahrzeug. Zur Gesichts- Bräunung aber auch zur Bräunung des ganzen Rörpers bel Sonnenbädern verwenbe man die reizmildernde und fühlende Leodor- Fett- Creme. Tube 60 Pf. und 1 WIL Wirljam unterflüßt durch Leodor- Edelfeife Stüd 50 Pf. 3u haben in allen Chlorobont Berlaufsstellen. * Preußischer Boltsentscheid! Abstimmungsberechtigte preuBische Staatsangehörige, die sich in unserer Stadt aufhalten, wollen am morgigen Sonntag ihre Wahlpflicht im nächsten preubischen Wahllokal nicht vergessen. Selbst Marr, der neueste Rekrut Hollywoods, hatte von den Girnsley- Methoden gehört, während sie den übrigen schon un angenehm zu Bewußtsein gelommen waren. Die Hollywood. Spieler jahen einander mit bezeichnenden Bliden an, und manchem von ihnen entschlüpfte ein derber Fluch. ,, Lacht doch, Kinder, lacht!" rief Ben Warriner, als er die langen Gesichter seiner Mannschaft sah. Mr. Hollister wird gleich hier sein, und ihr wollt doch nicht aussehen wie Kinder, die sich vor einer Tracht Prügel fürchten, nicht? Da kommt er schon; los, macht, als wenn ihr euch gemütlich unterhalten würdet!" Ein genauer Beobachter fonnte jedoch bemerken, daß der Manager selbst sein Bestes versuchte, um gleichgültig zu scheinen. In Erinnerung an Dunsters Rat versuchte er jetzt, eine heitere Miene aufzusetzen. ,, Nun, Jungens, Girnsley am Girnsley- Plat! Wahrschein lich die schlechteste Auslosung, die wir haben konnten. Selbst verständlich tommen wir durch. Ihr dürft nur nicht den Kopf verlieren und euch von dem Publifum nebenbei gesagt, das schlimmste im ganzen Lande- nicht einschüchtern lassen. Spielt, wie ihr zu spielen gewöhnt seid. Girnsley ist zwar in der ersten Liga, aber es ist tein Vergleich zwischen euch und den Girnsley Leuten. Allerdings, man gewinnt den Pokal nicht immer durch anständiges Fußballspielen. Es muß für euch alle eine Ehrenangelegenheit sein, euch in bester Kondition zu erhalten nichts trinken und so wenig als möglich rauchen. Der Klub ist noch immer nicht aus dem Wasser; nur ein gutes Abschneiden im Cup sichert uns das große Publikum. Und wenn wir es einmal für uns haben, dann behalten wir es auch, aber zuerst müssen wir es eben haben! Erfolg im Cup ist der sicherste Weg dazu Jungens," vollendete der Manager, während er seinen steifen Hut aus der Stirn rüdte, eine charakteristische Bewegung von ihm, wenn er sehr erregt war ,,, wir müssen um jeden Preis in Girnsley gewinnen oder mindestens unentschieden spielen; wenn wir verlieren, fönnen wir ebensogut gleich die Bude zumachen!" Er verließ den Raum, um seine Kanzlei aufzusuchen, und ließ eine Atmosphäre hinter sich, in welcher die Verzagtheit einen erbitterten Kampf mit der Entschlossenheit führte und unterlag. Die Gefühle und Gedanken der Hollywood- Spieler wurden am besten zum Ausdrud gebracht, als Tormann Artur Wallis seine Kappe mit Wucht auf den Boden schleuderte und leidenschaftlich ausrief: Wenn ein Ball durchgeht, der zu halten ist, dann dürft ihr mir so lange die Visage bogen, bis sie wie ein Fußball aussieht. Und je stärker ihr hinhaut, desto mehr wird es mich freuen!" Mit jedem Tag, der nun folgte, wurde die Entschlossenheit I der Hollywood- Spieler, die schwere Prüfung, die ihrer harrte. - Vir. * Straßensperrungsnachrichten, mitgeteilt vom Oberbef schen Automobil- Club E. V.( A. v. D.), Gießen. Die Sperre der Ortsdurchfahrt Schlig ist wieder aufgehoben. Die Spets rung der Straßenede Rendel- Niederdorfelden bis zur AbzweiDie gung nach Büdesheim wird ab 11. August aufgehoben. Straße Rodheim v. d. Höhe- Betterweil wird ab 10. August gesperrt. Umleitung über Holzhausen v. d. Höhe- Oberlenbach oder Niederwöllstadt- Okarben. Die Straße Rendel- Büdess heim vom Abzweig nach Niederdorfelden wird ab 10. August gesperrt. Umleitung über Groß- Karben- Heldenbergen und umgekehrt. . - Verband chem. 116er. Die Verbandstagung des Verban des ehemaliger Angehöriger des Infanterie- Regiments 116 findet am 5. und 6. September in Mainz statt. * Radfahr- Saalsportfeft. Der Lahngau im Bund Deutscher Radfahrer( B.D.R.) hat am Sonntag, 9. August, im Café Leib sein Gau- Jugend- Saalsportfest, das vom Radclub Germania 1899 Gießen ausgerichtet wird. Die Vorwettbewerbe im Kunstund Reigenfahren, wie auch in den Radballspielen beginnen voTmittags 10 Uhr. Die Entscheidungen nehmen um 2 Uhr nachmit tags ihren Anfang. Mit dem Start und Ziel„ Schützenhaus" werden noch ein 2er Manschaftsrennen über 80 Kilometer und eine Jugend- Zuverlässigkeitsfahrt über 17 Kilometer für die Jugend am Vormittag gefahren.( 1. Start: 7 Uhr.) * Bogelsberger Höhen- Klub. Am Sonntag, den 9. August, Familien- Wanderung Aßlar- Hohe Warte-Heide nach Bieber. Abfahrt um 6.46 Uhr. * Turnverein 1846. Eine Wanderung nach dem Frofdorfer Forst und dem Salzbödetal, mit einer Lagerung am Waldbad Kirchpers, wird Sonntag, den 9. August, gemacht. Abfahrt nach Lollar morgens 6.42 Uhr. Der Wanderflug der Zugvögel beginnt. Noch ist der Sommer nicht zur Hälfte vorüber und schon rüsten die ersten Zugvögel sich wieder zur Südlandreise. Die Mauer- oder Turmschwalbe nimmt anfangs August schon wieder von uns Abschied. ,, Sämann Deutschland". Die anläßlich der Verfassungsfeier der deutschen Reichsregierung am 11. August im Reichstagsgebäude zur Aufführung gelangende Hymne Sämann Deutschland", von Hans F. Schaub( Dichtung von Erich Kühn), wird unter Prof. Hugo Rüdels Leitung vom Berliner Staatsund Domchor vorgetragen. Hans F. Schaub ist ein geborener Frankfurter und ist heute in Hamburg 1. Musikkritiker des ,, Hamburgischen Correspondenten" und Lehrer am Vogtschen Konservatorium und am Wilhelm- Gymnasium. Kriegsgräberfürsorge und Notverordnung. Auf Grund der Durchführungsbestimmungen zur Verord nung des Reichspräsidenten über die Erhebung einer Gebühr für Auslandsreisen vom 21. 7. 1931 müssen auch Reisende, die Kriegsgräber ihrer Angehörigen im Auslande besuchen wollen, eine Gebühr von 100,- R.- Mark zahlen. Diese Gebühr erhöht sich auf 150,- R.- Mart, wenn sie nicht vorher an die zuständige Ein Paßstelle, sondern erst bei Grenzübertritt gezahlt wird. Gesuch des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge an das Reichsfinanzministerium, Angehörige, welche den Nachweis er bringen, daß sie nur zum Besuch des Kriegsgrabes eines Verwandten ins Ausland fahren, von der Gebühr zu befreien, ist abgelehnt worden. Ob eine Loderung dieser Verfügung vorgenommen wird, ist noch nicht zu übersehen. Da die Verordnung des Reichspräsidenten über den Berfehr mit ausländischen Zahlungsmitteln vom 15. 7. 1931 die Beschaffung von Devisen nur in besonderen Ausnahmefällen zuläßt, ist es dem Volksbund zurzeit nicht möglich, Aufträge der Angehörigen für ein einzelnes Kriegsgrab im Auslande, und zwar u. a. Errichtung von Grabzeichen, Kranzniederlegungen, Bepflanzungen und Beschaffung von Lichtbildaufnahmen, auszuführen. Der Volksbund hat jedoch einen Antrag gestellt, um für diesen Zwed die Genehmigung zum Ankauf von Devisen zu erhalten. mit Erfolg zu bestehen, größer. Das Interesse der Stadt wurde Don Jimmy Dunster allabendlich aufgepeitscht und wachgehalten, der in der Evening Times" jeden Abend detaillierte Berichte über das Training und den einzelnen Spieler brachte, ohne dabei viel zu verraten. Und jeden Tag erklärte er in seiner Zeitung aufs neue, daß er von den Trainingsmethoden des Mannschaftsmanagers begeistert sei und daß große Ueberraschungen bevorstünden. Jn jenen schwern Tagen, die dem grimmigen Gefecht vorausgingen, zeigte Samuel Hollister erst sein großes Talent als Manager eines großen Fußballtlubs. Mit Kanonier Sage und Ben Warriner als Adjutanten entwarf er einen Schlachtplan, ― in der- fo erklärte er seiner hart trainierten Mannschaft dem bevorstehenden Kampf seine Wirkung nicht verfehlen konnte. Fortsetzung folgt. Arbeitslos...! ( Nachdrud verboten.) Es gibt ein Wort in heutiger Zeit, Ein kleines Wörtlein bloß, Und schließt doch so viel Jammer ein, Das eine Wortlein Arbeitslos". Wer Arbeit fucht und findet sie nicht, Wie mag dem zumute sein? Wer fühlt ihm nach, was ihr bewegt? Wer sieht ihm wohl ins Herz hinein? Zwei starke Arme, ein williger Sinn Für rechtschaff'nes ehrliches Tun, Und zwingt ihn doch die Not der Zeit, Am hellen Werkeltag zu ruhn. Sein Aug' wird bald glanzlos, die Wange fahl, Und verschlissen sein ärmliches Kleid, Und im Herzen drin regt sich Neid und Groll, Und Haß und Bitterfeit. Wann kommt die Zeit, da die fleißige Hand Nicht braucht ruhen gezwungen im Schoß? Sondern emsig schafft für das tägliche Brot Und nicht länger ist„ arbeitslos"? Rosa Benettt. g, den 8. At 1931 Die Einnahmen der Aerzte aus der Kassenpraxis. Ueber die Teilung der kassenärztlichen Honorare an die Rassenärzte im Jahre 1930 gibt eine vom Hauptverband der Krantentassen aufgestellte Uebersicht lehrreichen Aufschluß. Es erhielten danach 2000 RM. jährl. 11 605 Aerzte bis = 42,2% von 2000 RM. 6 000 8118 " " " " = 28% 6 000 " 12 000 5 973 " " カラ ” " = 20% 12 000 " 25.000 " 5777 " " " " = 9% " 25.000 " 35 000 190 " " " " 0,8% " 35 000 55 000 " 50 " " " " 9 0,8% 55 000 9 75 000 " " 9 " " " = 0,8% 75 000 " 100 000 " " 4 " " 0,8% " Der Kassenhauptverband, also einer der wichtigsten und mächtigsten Gegenspieler der Kassenärzte, liefert damit selbst den Beweis für die immer wieder von den Aerzten aufgestellte Behauptung, daß die Mehrzahl aller Kassenärzte weit davon entfernt ist, glänzende oder gar Rieseneinnahmen aus der Kassenpratis zu beziehen. Man sieht aus dieser Zusammenstellung, daß nur 9,8 Prozent( also noch nicht einmal ein Zehntel der Kassenärzte) mehr als 12 000 RM. an Honorar erhalten haben. Mit Einnahmen bis zu 2000 RM. mußten sich 42,8 Prozent der Kassenärzte begnügen, weitere 28 Prozent hatten zwar mehr als 2000 RM., aber nicht mehr als 6000 RM. Einnahmen. Die tatsächlichen Einnahmen der einzelnen Aerzte weichen daher recht erheblich, und zwar überwiegend nach unten, von den ge wöhnlich angegebenen Durchschnittswerten des kassenärztlichen Einkommens ab. Aus Nah und Fern. Lich. Die Verkraftung der Landpost schreitet auch in hiesiger Gegen fort. Ab 17. August wird die neue Verbindung von hier aus eröffnet und berührt 20 Ortschaften und Posthilfstellen. Die Landorte erhalten alsdann täglich zweimal Post. Butzbach. In der Zeit vom 23. bis 29. August veranstaltet der Hessische Landesverein für innere Mission hier eine Freizeit für Arbeiter und Arbeitslose. Bad Nauheim. Bis zum 6. August 1931 betrug der Gesamtbesuch 22 637 Gäste. Darunter 4157 Ausländer. Anwesend waren am 6. August 1931 4194 Gäste. Nieder- Florstadt. Am Sonntag, den 9. August, werden in Nieder- Florstadt die Meisterschaften des Südwestdeutschen Turnverbandes im Allgemeinen Deutschen Turnerbund ausgetragen. Die Meldungen zu den einzelnen Kämpfen sind trotz der schwe= ren Zeit wider Erwarten sehr gut, sodaß man auf spannende Kämpfe hoffen darf. Unter den Gemeldeten findet man auch sehr bekannte Namen, wie den Internationalen Schneider, Opel- Rüsselsheim, den bekannten Stabhochspringer Reeg, Rüsselsheim. Die Kämpfe des ATV. sind gerade in den letzten Jahren auf einem Niveau angelangt, das die gesamte Sportwelt aufhorchen läßt. Ulrichstein. Das Postauto Ulrichstein- Müde stand zur Abfahrt bereit, als sich plötzlich die Bremse löste. Der bereits besetzte Wagen fuhr auf der abschüssigen Ortsstraße hinunter und rannte gegen den Viehstall eines Landwirts; die Wand wurde eingedrückt, und an der Krippe blieb der Wagen stehen. Zum Glüd war kein Vieh im Stall. Die Fahrgäste verließen zum Teil im Viehstall den nur leicht beschädigten Wagen. Auch gab es sonst keine ernsten Verlegungen. Flugtag 9. August, 15.30 Uhr Flughafen Giessen Staffelflüge, Kunstflüge, Rückenflüge, Luftrennen, Geschicklichkeitswettbew. Stafette.( Flugzeuge, Autos, Motorräder, Läufer, Reiter). Fallschirmabsprungwettbewerb. Hürdenrennen d. Universitätsreitinstituts Schömbs, usw. Eintrittspreise: Erwachsene 50 Pfg., Kinder 30 Pfg., Startplatz 1 RM Autoverbindung ( Kraftverk. Hessen) z. Flughafen ab Ludwigspl. 2 Uhr. Leistungsfähige Spizendeckenfabrik „ Gießener Zeitung" 100 000 Mart unterschlagen. Darmstadt. Bei einer unvermuteten Revision der Kasse des Raiffeisenvereins in Groß- 3immern wurde ein Fehlbetrag von etwa 100 000 Mart festgestellt. Der Täter ist der Bankbuchhalter Geo Schmidt von Groß- 3immern. Worms. Am Mittwoch ist es der Wormser Kriminalpolizei gelungen, den seit 1925 von zahlreichen Staatsanwaltschaften gesuchten Schwindler Jacobi, der alle größeren Städte unsicher machte, nach einer erneuten Schwindelei zu fassen. Wezlar. Ein Groß- Feuerwerk veranstaltet heute abend 9 Uhr, der Weglarer Verkehrsverein für Stadt und Land im Stadion( Spilburg). Komunisten sprengen eine nationalsozialistische Versammlung. Herborn. Im Anschluß an eine am Dienstag abend im ,, Nassauer Hof" stattgefundene Versammlung der Nationalsozialisten kam es zu schweren Ausschreitungen. Das Referat des Landtagsabgeordneten Dauser- München über den Volksentscheid, sowie die Diskussion einiger kommunistischer und sozialdemokra= tischer Redner verliefen in Ruhe. Doch danach entwickelte sich eine schwere Schlägerei zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten, wobei Stühle und Biergläser als Waffe dienten. Ein starkes Aufgebot von Landjägern ging dann mit dem Gummiknüppel gegen die Streitenden vor und räumte den Saal. Auf der Straße wurden die Polizisten mit Steinen und Zaunlatten bombardiert, wobei einige Beamte verletzt wurden. Als schließlich aus der Menge scharfe Schüsse fielen, machte auch die Polizei von der Schußwaffe Gebrauch und gab eine Anzahl Schreckschüsse ab. Die Ruhestörer ergriffen hierauf die Flucht und die Polizei konnte nach einer Stunde die Ruhe wiederherstellen. Im Laufe der Nacht gelang es, einige der Hauptäter festzunenmen. Der Sachschaden im Versammlungslokal ist sehr bedeutend; u. a. sind einige hundert Stühle und eine Anzahl Tische total zertrümmeret worden. Marburg. Der Gastwirteverein Marburg und Umgegend hat beschlossen, daß infolge der schwierigen Wirtschaftslage den Gästen nur noch gegen bar Getränke und Speisen verabreicht werden können. Kassel. Jm Regierungsbezirk Kassel wird erwogen, in einzelnen mehr ländlichen Kreisen die Zahlung von rückständigen Steuern und insbesondere die Zahlung von Gemeindesteuern und Kreissteuern in Form von Naturallieferungen abzugelten, zumal sich seit einiger Zeit der Notstand herausgebildet hat, daß Brotgetreide infolge des starken Preisabschlages seit der Einstellung der Notierungen für Brotgetreide am 13. Juli nicht mehr in dem gewohnten Ausmaß zu verkaufen ist. Auch in Köln werden Bauarbeiten eingestellt. Köln. Bei der Beratung des Etats 1931 brachte Oberbürgermeister Dr. Adenauer seine feste Absicht zum Ausdrud, die bestehenden Fehlbeträge aus den Jahren 1929, 1930 und 1931 in drei Jahresraten zu tilgen, um im Jahre 1934 eine Aktivbilanz vorlegen zu können. Der Oberbürgermeister hat zur vorläufigen Einsparung von Barmitteln verfügt, daß alle Bauarbeiten sofort einzustellen sind, soweit sie nicht zu den laufenden Unterhaltungsarbeiten gehören. Ausgedehnter Schaden am Mittelrhein. Köln. Soweit sich bis jetzt übersehen läßt, hat das Unwetter, das am Mittwoch am Mittelrhein tobte, ungeheuren Schaden angerichtet. Einzelne Orte am Mittelrhein waren durch das Unwetter längere Zeit von der Außenwelt abgeschnitten. Auf zahlreichen Bauerngehöften konnte das Vieh nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden und ging zugrunde. Die Universität Köln Winter Semester 1931| 32 Wirtschafts- u. Sozialwissenschaftliche, Rechtswissenschaftliche, Medizinische( auch vorklinische Semester) und Philosophische Fakultät. Kaufmännisches- u.Handelslehrerstudium. Vorlesungsbeginn: Montag, den 2. November. Die Einschreibefrist läuft vom 15. Oft. bis 11. Nov. einschl. Das Vorlesungsverzeichnis fann vom Universitäts- Sekretariat gegen Einsendg. v. 85 Rpfg.( dazu 15 Rpfg. Porto) bezogen werden. Bruchleidende Eine Erlösung von dauernder Qual ist das berühmte Spranzband ( ges. gesch.) | 8| 40 Opel Limusine 6 Bylinder in erstklass. Zustande innen u. auß. 28 000 km gefahren. RM 1800.- zu verf. 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Zwei Hüttenbeamte, die Lohngelder in Höhe von 41 000 Franken nach der Auszahlstelle bringen wollten, wurden von einem Mann und einer Frau in Männerkleidung überfallen. Während der Mann den Beamten den Revolver auf die Brust setzte, raubte die Frau das Geld. Später wurde die Männer kleidung der Frau im Walde gefunden. Die Räuber entkamen. München. In München stürzte am Donnerstag nachmittag der Turm der Neuhauser Kirche anläßlich eines starten Sturmes während eines über München niedergehenden Gewitters ein Es wurde niemand verletzt. Die Bergung des Wracks des„, St. Philbert". Paris. Das Wrad des französischen Vergnügungsdampfers ,, St. Philbert" ist von den Hamburger Bergungsdampfern „ Kraft“ und„, Wille" fast vollständig gehoben worden. In den verschiedenen Teilen des Schiffes, die von einer dicken Schlammschicht bedeckt sind, wurden bisher sechs Leichen entdeckt. Mercedes- Benz Sieger im Avus- Rennen. Zu einem ungeheuren Triumph für Mercedes- Benz gestal tete sich das Avus- Rennen tm vergangenen Sonntag, das mit Fug und Recht als die schwerste Zerreiß- Probe des Jahres an gesprochen werden kann. R. Caracciola durchfuhr die 300 Kilometer auf seinem serienmäßigen Mercedes- Benz ESK. Sportwagen mit einem Stundenmittel von 186 Kilometer und ging mit großem Vorsprung als umjubelter Sieger durch das Ziel. Er legte auch die schnellste Runde mit 195 Kilometer Durchschnitt zurüd. Auf den 10 Kilometer langen Geraden wur den die Maschinen bei dem mörderischen Tempo in einem Ausmaß beansprucht, wie es selbst nicht beim„ Großen Preis" auf dem Nürburgring und beim Bergreford Freiburg, die beide ebenfalls von Caracciola mit demselben Wagen gewonnen wurden, der Fall war. Auch der Dritte war ein SSK.- Wagen, von M. v. Brauchitsch gesteuert. Im Kampf gegen schwerste internationale Konkurrenz, gegen modernste Spezial Rennmaschinen und beste europäische Fahrer hat die führende Weltmarke Mercedes- Benz mit ihren serienmäßigen Sport wagen erneut den klaren Beweis ihrer Ueberlegenheit erbracht. Neue Bücher. Es geht um die Existenz! Auch ein Zeichen der Zeit find die vielen kleinen und großen Prozesse, die während der Wirt schaftskrise die Gerichte überfluten. Die neue ,, Woche" erzählt davon. Sie hat sich auch sonst wieder für Sie in der Welt umgesehen und bringt außerdem noch recht viel Inter essantes. Die große Vergangenheit der alten preußischen Königsstadt Potsdam spiegelt sich heute noch in ihren Straßen, Häusern, Abzeichen und Firmen, vor allem aber auch in Haltung und Ausdrud ihrer Bewohner. Der Bildberichterstatter der ,, Münch ner Jllustrierten Presse" hat Ausschnitte aus dem Leben Botsdams aufgefangen und in der neuesten Nummer( Nr. 32) wiedergegeben. Die Blut- Sette in Zentral- Australien, einen Bildbericht über bisher völlig unbekannte Sitten der Paganstämme und Bilder vom modernsten Krankenhaus St. Georgen in Berlin, und unsere neue Preisfrage ,, Was ist das", sowie noch manches andere finden Sie in der neuen ,, Hadebeils J. 3." Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Albin Klein Giessen Vom einfachen Handzettel bis zu den umfangreichsten Katalogen werden alle Drucksachen in Qualitätsausführung schnellstens und preiswert geliefert. Fernruf Nr. 2525 und 2526 Generalvertreter abgebaute Beamte, für neuartigen und leichtverkäuflichen Bersicherungsvertr. Elektrobesen und Staubsauger, übernahme unserer deutsches Fabrikat, höchster Ratenpreis unt. RM 100, unübertroffene VerdienstHypothefen. chancen sofort gesucht. - Buch- und Zeitungs- Druckerei Wer verfauit sein Haus evtl. mit Geschäft oder sonstig. Anwesen hier oder Umgebung? Nuc Angebote direkt vom Befizer unt. 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