Str. 5 • Biele verfolgt und vie die deutide Snnen un teorologie unb Rebijin e megang in ein entidelber e bisherige Distrebitierung bie aftrologice Bemegung nommen. Stad jorgfältige 2 Stillionen feiten und Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. ngern biejer Bewegung daftionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfumbe hat Sie aftrologiide folg zu vergifnen, als ein - endung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. io Romplem.ahrg. alberausgebragt hat, mit turben Holger Stenjon- Rade us aller Welt Bolitische Rundschau. Das Oberlandesgericht Hamburg hat das Uniformverbot ba, bie Billa San Marina egen die Nationalsozialisten für ungültig erklärt. ben morden und foll ein Der Oberpräsident der Rheinprovinz hat für das Gebiet dem Rheinprovinz das Tragen der Spartakiade- Abzeichen vertampi fand im Sabre 400 to ten. jugend Auf dem Flughafen Tempelhof traf der chilenische Luftartminister Merino ein. Sein Aufenthalt in Deutschland gilt dem Studium der deutschen Luftfahrteinrichtungen. frühmorgens get Am 2. Juli ist von der dänischen nach der deutschen Küste b, ma tobe, rappelin neues Geetabel gelegt worden, das die Hauptstrede einer wieder mal 6 Uhr, oni htigen, dem zwischenstaatlichen Fernsprech- und Telegraphen no finuten liegen erkehr dienenden Kabelverbindung zwischen den Verstärker intern Rostor und Nytjöbing auf Falster bildet. oh mide; aber dann, wenn hilft alles nights, man mu In Berlin haben 7 Personen Selbstmord verübt. ell wirb fidh angezogen, gelejache ist völlige Mittellosigkeit. Bimmer, 1 Tafe Raffee und Die Der Vorsitzende der Handelstammer Duisburg, Syndikus en Mantel an, die Schüler D. Armin Buderus, hat sich wirtschaftlicher Nöte halber in jei: zum Bahnhof, wo der bener Wohnung erschossen. De einläuft. Halt, da ist der Das Schöffengericht in Bremen hat den dortigen argenStammfupee allo schnellimischen Konsul zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Dem Umgeklagten wurde zur Last gelegt, bei dem Konkurs eines ihm be freundeten Kaufmanns von diesem 70 000 Mart übernommen zu haben, die so den Gläubigern entzogen wurden. er Ede hat beide Hände Die schwedische Presse stellt in der Behandlung der Pariser Berhandlungen u. a. fest, daß„ Versailles keinen Bestand haben lamn". Staatssekretär Stimson ist Montagmittag in Palermo eingetroffen. Er wird am Mittwoch nach Rom fahren, wo er von Muffolini empfangen werden wird. Dem ,, Paris Midi" zufolge hat Senator de Monzie den Batschafterposten in Mostau abgelehnt, der ihm von der franDas Blatt will ichen Regierung angeboten worden war. visen, daß nunmehr der bisherige Botschafter im Haag, Kant merer, zum Nachfolger Herbettes in Moskau ausersehen sei, und daß seine Ernennung unmittelbar bevorstehe. In Madrid kam es am Sonntag zu heftigen Ausschreitun= gen wegen der Freilassung des ehemaligen Polizeipräsidenten General Mola. Die Regierung sah sich schließlich gezwungen, auf dem Schoß, und in das den General erneut zu verhaften, worauf sich die Gemüter einigt ihre helle Stimme, nurmaßen beruhigten. In dem Dorfe Villa del Rio Cordova stedKrönungGroße ten Streifende eine Kirche in Brand. Freundin präpariert Mathe oldenen Bändchen beidhäftig az Totenftille herright, alles ücher, Geschichte wie Hory werden auch wieder ange Con etwa 20 Minuten trift de gerade mit bellem Ring S steuer buch G.M. für jedes Gewerbe, für freie Berufe, eine, Verbände etc. Herausgeber N GIESSEN W 525, Stidanlage uf nur beutiche Wa Das Petit Journal" meldet aus Madrid: Die Unruhe: Meldungen aus Spanisch- Marokko werden immer zahlreicher. Jacht werde zugegeben, daß Melilla von den Aufständischen belargert sei. Wie die brasilianische Botschaft in Paris mitteilt, hat der bajilianische Außenminister Franco in einer Erklärung den jezt von der Republik Chile ausgehenden Vorschlag für die Bildung eine füdamerikanischen Zollunion mit warmen Worten begrüßt. Bolivien hat dem Völkerbund den Abbruch seiner diplomatischen Beziehungen zu Paraguay mitgeteilt. Es wird angenommen, daß der Grund hierzu in den Streitigkeiten um deen Gran Chaco zu suchen ist. Der Hoover Plan tritt in Kraft. Washington. Präsident Hoover erklärte in einer Botschaft, daß nunmehr der Plan sofort in Kraft treten werde und daß Deutschland während der Dauer eines Jahres keine Reparationen zahlen werde. Paris. Aus dem Text der Einigungsgrundlagen geben mir folgende Grundlinien wieder: Nach dem Meinungsaustausch stellt die französische Regerung fest, daß sie mit der amerikanischen Regierung über Die hauptsächlichsten Grundlagen des Hooverschen Angebotes i den folgenden Teilen einig geht: 1. Die Zahlung der interalliierten Schulden wird vom Juli 1931 bis 30. Juni 1932 ausgesetzt. Deutschland zahlt doch die unausschiebbare Annuität weiter. 2. Die französische Regierung willigt ein, daß die auf diese Weise geleisteten Zahlungen Deutschlands von der Internatiomalen Zahlungsbant in garantierten Bonds der deutschen Reichseisenbahn placiert werden. 3. Alle unterbrochenen Zahlungen werden verzinst nach den on der amerikanischen Regierung aufgestellten Bedingungen. Sie werden in 10jährigen Raten amortisiert werden, die mit em 1. Juli 1933 beginnen. 4. Die gleichen Bedingungen gelten für die von der ReichsBahn auszugebenden Bonds. Ueber drei Punkte, die die amerikanische Regierung nichts angehen, gibt die französische Regierung folgende Erklärung ab: a) Eine gemeinsame Aktion der hauptsächlichsten Zentralmotenbanken wird unternommen, die besonders durch die Ausegung der Zahlungen betroffen werden. b) Eine vorherige Verständigung wird zwischen Frankreich und der Internationalen Zahlungsbank erzielt werden müssen, Damit Frankreich dem im Falle eines Youngplan- Moratoriums Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 8. Juli 1931 vorgesehenen Garantiefonds nur durch Monatsraten ergänze. c) Die Frage der Sachlieferungen und die verschiedenen durch die Anwendung des amerikanischen Vorschlages und das vorliegende Abkommen notwendig werdenden technischen Bestimmungen werden von einem Sachverständigen- Ausschuß ge= prüft werden, zu dem die interessierten Mächte Delegierte entsenden. ruf: Aufruf der Reichsregierung. Berlin, 7. 7. Die Reichsregierung erläßt folgenden Auf,, Die weitschauende und staatsmännische Initiative des Präsidenten Hoover wurde von Erfolg gekrönt. Die seelische Entlastung und die Hoffnung auf Wirtschaftsbesserung, die dieses Ergebnis mit sich bringt, lösen allerseits freundschaftliche und freudige Gefühle aus. Der Entschluß zu raschem und durchgreifendem Handeln eröffnet weitere Möglichkeiten zu einer Wiedergesundung der Welt. Das deutsche Volk ist sich darüber klar, daß die endgültige Durchführung des Hoover- Planes ihm als dem schwerstbelasteten die verhältnismäßig stärkste Erleichterung bringen wird. Die Einigung über das Feierjahr konnte nur durch verständnisvolle Mitwirkung aller Beteiligten erreicht werden, von denen einige Staaten eine Vergrößerung eigener Schwierigkeiten und erhebliche Unbequemlichkeiten im Interesse der Gesamtlösung auf sich nehmen mußten. Der hochherzige Verzicht des amerikanischen Volkes hat jedoch ein begrüßenswertes Echo ausgelöst. Wir erkennen dankbar an, daß in der Stunde schwerster wirtschaftlicher Gefahr Deutschland dieses Verständnis für seine Lage gefunden hat. Deutschland ist auch nach Eintritt des Feierjahres keineswegs seiner wirtschaftlichen und finanziellen Nöte überhoben. Es kann die ihm verbleibenden Mittel nicht benutzen, um die Opfer, die die Regierung der Bevölkerung hat zumuten müssen, bei aller Milderung gewisser Härten herabzusetzen. Es darf nicht in seinen äußersten Anstrengungen, zu sparen, nachlassen. Die gesamten Erleichterungen, die der Hoover- Plan Deutschland bringen wird, werden zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen restlos benötigt und verwendet werden; die hierdurch eintretende Erleichterung des Geld- und Kreditmarktes muß der deutschen Wirtschaft zugute kommen. Eine Erhöhung irgendwelcher Ausgaben des Reiches, auf welchem Gebiete auch immer, ist während des Feierjahres nicht möglich. Darüber hat der Herr Reichskanzler der amerikanischen Regierung eindeutige Erklärungen abgegeben. Das Hoover- Jahr soll der Wiederherstellung der deutschen Wirtschaft und darüber hinaus der wirtschaftlichen Erholung der Welt dienen. Soll sich die Hoffnung verwirklichen, daß in der gesetzten Zeit dieses Ziel erreicht wird, so ist eine enge Zusammenarbeit der Völker erforderlich. Die nächsten Monate werden Gelegenheit zu einer solchen Zusammenarbeit bieten. Die Heilung der Wunden dieser Krise und die Vorsorge gegen den Wiedereintritt ähnlicher Weltkatastrophen muß das gemeinsame Ziel sein, von dem sich die Staatsmänner und die Völker bei der Lösung der noch größeren Aufgaben des kommenden Jahres leiten lassen." Hindenburg dankt Hoover. Neuded. Der Herr Reichspräsident hat nachstehendes Telegramm an den Präsidenten der Vereinigten Staaten gerichtet: ,, Nachdem die Pariser Verhandlungen nunmehr zum Abschluß gelangt sind und das von Ihnen vorgeschlagene Feierjahr begonnen hat, möchte ich Ihnen und dem amerikanischen Volke den Dank des deutschen Volkes zum Ausdrud bringen. Dank Ihrer Initiative möge die ganze Welt einer neuen Aera friedlicher und vertrauensvoller Zusammenarbeit entgegengeführt werden. Dies ist mein aufrichtigster Wunsch.( gez.) v. Hindenburg." Die erste Konferenz in London. Paris. Die französische Regierung hat die Anregung der englischen Regierung angenommen, in der nächsten Woche eine Zusammenkunft des Kommitees der Schahzamtssachverständigen in London einzuberufen. Dieses soll im einzelnen die Durch führung des Deutschland bewilligten Moratoriums regeln. Amerifa macht mit. Washington. Im Außenamt wurde auf eine Infrage erklärt, die Regierung der Vereinigten Staaten werde sich gerne an internationalen Konferenzen beteiligen, die mit dem H00ver- Plan zusammenhängen, und zwar sowohl an einer Konferenz der Außenminister der in Frage kommenden Staaten, wie an einer Konferenz der Finanzexperten. Ende des Monats Gläubigerfonferenz? Paris. In gut unterrichteten französischen Kreisen rechnet man mit dem Zusammentritt des Sachverständigenausschusses bereits gegen Ende dieser Woche. Die in Erwägung gezogene Gläubigerfonferenz, an der auch Deutschland teilnehmen wird, wird nach Ansicht französischer Kreise nicht vor Ende dieses Monats stattfinden. Auf alle Fälle soll ihr Zusammentritt nicht vor Beendigung der Arbeiten des Sachverständigenaus: schusses erfolgen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Nummer 54 Die Pariser Kolonialausstellung und der Fichte- Bund. Der Pariser ,, Figaro" meldet: ,, Am letzten Freitag ist ein Flugblatt in Massen auf der Kolonialausstellung verbreitet wor den. Das Flugblatt muß in Millionen von Exemplaren und in mehreren Weltsprachen herausgegeben worden sein. Daß Deutschland sich beklagt, seine Kolonien verloren zu haben, ist ganz in Ordnung, aber daß es in unserer Kolonialausstellung Propaganda zur Wiedererlangung seiner Kolonien macht, ist wahrhaftig die Höhe. Man liest in dem verbreiteten Blattfranzösische Ausgabe Nr. 125. Herausgegeben vom Deutschen FichteBund, Sitz Hamburg, Colonnaden 47: ,, Kamerun ist wirtschaftlich zurückgegangen. Die Deutschen haben mit ihrem gründlichen System der Pflanzungen tüchtige Arbeit geleistet, das Land ist durch ihre Wegschaffung ärmer geworden." ,, Welche Methoden Frankreich anwendet, die Eingeborenen für den Heeresdienst zu gewinnen, tann man ahnen, wenn man an die Methoden denkt, die es angewandt hat, um seine Kolonien wirtschaftlich auszupressen." Aehnlich der belgischen, enthält auch die französische Kolonialgeschichte Beweise von entsetzlicher Grausamkeit gegenüber den Eingeborenen." ,, Deutschland sind die furchtbarsten Tributlasten auferlegt, seine Grenzen sind beschnitten, seine Menschen auf engsten Raum zusammengedrängt. Es braucht ein Auswanderungsland für seinen Volkszuwachs. Es braucht die Kolonien, um die Tributlasten tragen zu können." ,, Sechzig Millionen deutsche Menschen fordern die Erfüllung des feierlichen Versprechens Wilsons, die kolonialen Ansprüche weitherzig und unbedingt unparteiisch zu schlichten. Ohne seine Kolonien fann Deutschland die ihm auferlegten Verpflichtungen nicht erfüllen. Daher fordert es Rückgabe seines gesamten folonialen Eigentums." Der„ Figaro" bezeichnet das Flugblatt als lügenhaft und unehrlich. Er verschweigt aber, daß das erstaufgeführte Zitat, wie in dem Flugblatt ausdrüdlich angegeben, aus der englischen Zeitung ,, Morningpost" stammt, die wahrhaftig nicht verdächtig ist, deutschfreundlich zu sein. Wie der„ Figaro" meldet, habe sich ein Parlamentarier bereit erklärt, in offener Kammersizung wegen dieses Vorfalls das Wort zu ergreifen. Angesichts der Tatsache, daß die deutsche Regierung es entgegen dem Verlangen der überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes ängstlich vermeidet, über die Kriegsschuld- und Koloniallüge zu sprechen, fann man es nur mit Genugtuung begrüßen, daß die Pariser Freunde des Hamburger Fichte- Bundes auf der Kolonialausstel lung, die von zahlreichen Nationen beschickt wurde, einen Vorstoß gegen die Koloniallüge unternommen haben. Ein Brief Brünings an Hoover. Washington. Das amerikanische Staatsdepartement veröffentlicht einen Brief, der vom Reichskanzler Dr. Brüning der amerikanischen Regierung übermittelt wurde. Brüning versichert, daß das Geld, welches durch das Freijahr für Deutschland sichergestellt werden wird, nicht für Rüstungszwede be= nutzt werden wird, im Gegenteil, das Geld würde dazu benutzt werden, um die Steuerausfälle auszugleichen. Die Vereinigten Staaten für energische Abrüstung. Washington. Die amerikanische Regierung beabsichtigt, in nächster Zeit einen energischen Vorstoß zugunsten internationaler Abrüstungsmaßnahmen zu unternehmen. Es soll nichts unterlassen werden, um der nächstjährigen Genfer Abrüstungskonferenz einen großen Erfolg zu sichern. Eine der Hauptaufgaben der Europareise des Staatssekretärs Stimson soll es sein, die europäischen Regierungen auf den in Washington be= absichtigten Schritt vorzubereiten. Das Zentrum für Reichsreform? Trier. In einer Zentrumsversammlung in Trier wurde nach einer Rede des Prälaten Kaas die Absendung eines Telegramms an den Reichskanzler beschlossen, in dem darauf hingewiesen wird, daß es gerade mit Rüdsicht auf die Härten der neuen Notverordnung nicht länger angängig fei, die Jnangriffnahme der Reichsreform hinauszuschieben. Es seien alle Mittel anzuwenden, um eine Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung herbeizuführen. Hessischer Landtag. Darmstadt. Der Landtag trat gestern zu seiner voraussichtlich letzten Sitzungsperiode zusammen. Er begann mit der Beratung des Gesetzentwurfs zur Aenderung des Landtagswahlgesetzes und der dazu vorliegenden Anträge auf Herabsetzung der Abgeordnetenzahl. Die Abstimmung wurde jedoch auf Mittwoch vertagt. In der Aussprache entspann sich ein Wettlauf zwischen den Abgg. Reiber( Staatspartei), Dr. Werner( Natsoz.) und Abg. Böhm( Dntl.), die für die Herabsetzung der Abgeordnetenziffer auf 56 ,, 35 bezw. 25 Abgeordnete eintraten. Mittwoch, den 8. Juli 1931. Neuer 50- Millionen- Dollar- Kredit. Newyort. Eine Anzahl in Wallstreet führender Bankiers führte gestern längere Besprechungen über die deutsche Kreditlage. Gerüchtweise verlautet, daß prominente Banken einen neuen Kredit in Höhe von 50 Millionen Dollar für die Reichs= bant in Erwägung gezogen haben. ,, Gießener Zeitung" in den Unterarm verletzt. Die polizeilichen Ermittlungen über diesen Vorfall sind noch im Gange. * Polizeilich gesperrt wird anläßlich der am 11. und 12. Juli 1931 stattfindenden Jubiläumsregatta des Lahn- RegattaVerbandes die Bootshausstraße von dem Bootshaus der Gießener Rudergesellschaft bis an den Durchgang nach der Ederstraße ( Bahnüberführung) am 11. und 12. Juli 1931 von 14 bis 19 Uhr für den Durchgangsverkehr. Sprengstoffdiebstähle und Sabotageakte. Gelsenkirchen. Verschiedene Vorkommnisse der letzten Zeit, vor allem auch die in der Presse mehrfach gemeldeten Fälle von Sprengstoffdiebstählen und mißbräuchlicher Verwendung der Sprengstoffe lassen darauf schließen, daß politisch verhetzte oder verbrecherische Elemente darauf ausgehen, durch Sabotageafte Beunruhigung in die Bevölkerung zu bringen und dadurch die wirtschaftliche Not noch zu vergrößern. Dieser Tage hat sich auf der Schachtanlage Rheinelbe III der Vereinigten Stahlwerte folgender Vorfall zugetragen: Abends gegen 11 Uhr fielen plötzlich die Schalter der Leitungskabel nach der Zeche Bonifacius heraus. Im gleichen Augenblick löste der Schalter für den Krafttransformator 5000/500 Volt, an den der Kesselhausbetrieb vorübergehend angeschlossen war, aus. Infolge der Störung war das Kesselhaus etwa 10 Minuten außer Betrieb. Die sofort vorgenommenen Nachprüfungen ergaben, daß das Kabel dicht an der Kabelmuffe mit einem Beil durchgeschla= gen war. Das von den Tätern benutzte Beil wurde vorgefunden. Einige Minuten, nachdem sich der Vorfall ereignet hatte, wurde auf der Feuerwache Rheinelbe ein schwerverletzter junger Mann von einer zweiten Person, die sofort unerkannt wieder verschwand, durch die Tür der Verbandsstube geschoben. Der Verletzte hatte schwere Brandwunden an den Händen und im Gesicht. Es handelte sich dabei um einen Erwerbslosen namens Häusler, der jede Auskunft über die Ursache seiner Verletzungen verweigerte. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde er in das Krankenhaus eingeliefert. Bei der am folgenden Tage durch die Bergpolizei vorgenommene Untersuchung hat H. eingestanden, das Kabel mit dem Beil durchgeschlagen und hierbei die Verlegungen erlitten zu haben. Als Mittäter hat H. drei weitere Personen angegeben. Der Vorfall wurde bei der Amtsanwaltschaft in Gelsenkirchen zur Anzeige gebracht. Lokales. * Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( A. v. D.) Gießen. Während der Ausführung der Pflasterarbeiten auf der Strede Gießen Marburg, in der sogen. Serpentine südlich von Wolfshausen, Km. 101,600 bis 101,000 wird der normale Verkehr auf dem alten Straßenstück zwischen Km. 99,915 und 101,200 und der schwerere Verkehr über Niederweimar- Frohnhausen- Bellnhausen und umgekehrt umgeleitet werden. Die Provinzialstraße Heuchelheim- Allendorf wird wegen Erneuerungsarbeiten an der Brücke über die Lahn vom 13. bis 22. Juli für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Gießen oder Dorlar. * Weiter katastrophaler Absahrüdgang in Mineralwässern. Troz günstiger Witterung ist im Juni ds. Js. gegenüber Juni 1930 der Absatz in künstlichen Mineralwässern( Selterwasser) und Brauselimonaden um 50 Prozent, in natürlichen Mineralwässern um 35 Prozent zurückgegangen. Dieser Vergleich gibt ein deutliches Bild über die verheerende Auswirkung der Mineralwasser und Schankverzehrsteuer, die die so belasteten Getränke in einer Weise verteuern, daß deren Anschaffung weite= sten Kreisen unmöglich geworden ist. Bei dem angegebenen Konsumrückgang ist noch zu berücksichtigen, daß die Mineralwassersteuer bereits im Juni 1930 bestanden hat, und daß der Absatz schon damals gegenüber 1929 wesentlich niedriger gewesen ist. * Die Bedeutung des heimischen Baugewerbes. Das Baugewerbe umfaßt in Deutschland ein Achtel aller in Industrie und Handwerk tätigen Personen und setzt nach einer neueren Erhebung jährlich etwa 6 Milliarden Reichsmark um, das ist etwa ein Zwölftel des gesamten industriellen Umsatzes. Auch in den hessischen Gebieten kommt dem Baugewerbe eine große Bedeutung zu; sein Umsatz erreicht fast eine halbe Milliarde und fast 8 Prozent sämtlicher Umsätze. Während im Reichsdurchschnitt auf einen Einwohner ein Umsatzanteil des Baugewerbes von 94 RM. fommt, sind es in Hessen und HessenNassau 121 RM., ein Betrag, der nur von wenigen Gebieten erreicht bezw. überschritten wird. Es ist klar, daß die gegen wärtige ungünstige Lage des hessischen Baugewerbes gerade wegen seiner hohen Arbeiterzahl und seines hohen Anteils an der heimischen Produktion die Konjunktur in den hessischen Gebieten besonders einschneidend beeinflußt. Nr. 54 angemeldet. Die Kriegervereine des Hassiabezirks Grünberg haben Lebensmittel und Geldbeträge gesammelt, um besonders die arbeitslose Jugend zu unterstützen. Auch der Präsident der Kriegerkameradschaft Hassia, General von Oidtman- Darmstadt, wird zum Jugendlager eintreffen. Die Jugendabteilungen wetden neben sportlicher Betätigung Schillers ,, Wilhelm Tell" aufführen. * Handelsverkehr mit Ecuador. Der deutsche Gesandte in Quito, Dr. Mudra, hält am Dienstag, dem 14. Juli, bei der Außenhandelsstelle für das Rhein- Maingebiet in Frankfurt am Main, Börse, Sprechstunden über die wirtschaftlichen Verhältnisse in Ecuador ab. Firmen, die an den Sprechstunden teilnehmen wollen, werden gebeten, dies der Außenhandelsstelle für das Rhein- Maingebiet, Frankfurt a. M., Börse, bis zum 9. Juli d. Js. mitzuteilen, damit eine Verteilung der Besucher auf die zur Verfügung stehende Zeit stattfinden kann. * Ueberfälle auf politische Gegner. In der Montagnacht kam es verschiedentlich zu Zusammenstößen politischer Gegner. So wurde in der Kaiserallee ein kleiner Trupp Nationalsozia= listen von Kommunisten verfolgt. Passanten machten die Nationalsozialisten auf die ihnen folgenden Kommunisten aufmerlsam. Hierüber erbost, fielen die Kommunisten über einen Studenten her und mißhandelten ihn, bis er von Kriminal= beamten befreit werden konnte. Einige Zeit später versuchten etwa 25 Kommunisten in das Verkehrslokal der Nationalsozialisten einzudringen. Es kam zu einer heftigen Prügelei, in deren Verlauf zwei Kommunisten erheblich verletzt wurden, so daß sie der Chirurgischen Klinik zugeführt werden mußten. Ein in der Wirtschaft anwesender Arzt wurde durch einen Stich Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 13. Fortsetzung. ,, Auf jeden Fall", antwortete Stopford, nachdem Marr geendigt hatte, zweifle ich, ob Sie in Ihrer Wahl sehr glücklich waren, Mr. Marr. * Ferienkursus an der Universität. Der von der Universität für die Zeit vom 20. Juli bis 1. August 1931 geplante Ferienkursus fällt aus. Mittwoch, den Der Deutsche auf dem letzten B 7 Verbände gutge ift, in diesem Jah Gebietes für den perre angeordnet In dieser Zeit, di perlängert( aber ball- und Handba Wettkämpfen hab Darauf hingewiefe Büdingen. Die„ Oberhessischen Obstwerte" Büdingen, die vor zwei Jahren mit einem Verlust von 137 000 RM. in Liquidation gingen, sind in den letzten Tagen aus dem Besitz der Hessischen Landgenossenschaftsbank verkauft worden. Die Fabrikation soll in aller Kürze wieder aufgenommen werden. Michelstadt. Vor Monaten waren Nationalsozialisten in Michelstadt unter Führung des dortigen Bürgermeisters überfallen worden. * Verleihung der Liebig- Medaille. Am Sonntag, dem 19. Juli, findet die Einweihung des Pharmazeutischen Lavoratoriums" im Liebig- Museum, das unter Obhut der Gesellschaft Liebig- Museum steht, statt. In der vorhergehenden Mitgliederversammlung findet die Verleihung der Liebig- MuseumsMedaille an Universitätsprofessor Dr. K. Brand- Marburg statt. Zur Feier werden Verwandte von Justus von Liebig erscheinen. Mit der Festveranstaltung ist eine Ausstellung über die Beziehung von J. von Liebig zu dem Professor der Chemie und Pharmazie Wurzer- Marburg verbunden. Die Bemerkung flang wie eine versteckte Drohung und ver= anlaßte die drei Zuhörer, erstaunt aufzubliden; Mrs. Horrell mit dem spöttisch- überlegenen Lächeln, das sie seit Stopfords Anfunft zur Schau trug; Margery Kirkby mit einem Ausdruck von Verwirrung und Schrecken in dem hübschen Gesicht, und Marr mit herausforderndem Blid, als er antwortete: ,, Das will ich dahingestellt sein lassen; ich konnte mich bis jetzt noch über nichts bellagen." ,, Hoffentlich werden die Erwartungen, die Sie an Ihre Karriere als Berufsfußballspieler knüpfen, nicht enttäuscht," sagte der andere mit einer plötzlichen gefünstelten Freundschaft, die Marr noch abstoßender fand als seine frühere unhöflich- feindliche Art. ,, Leider ist es ja auch nicht der vornehmste Beruf." Ende voriger Woche fällte die große Straj lehrungsspiele" ito fammer in Darmstadt das mit Spannung erwartete Urteil in dieser Sache. Vier Angeklagte( Michelstädter Einwohner) wer= den wegen Landfriedensbruch in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu je sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Bürgermeister Neff erhält wegen Landfriedensbruch in Tateinheit mit Aufforderung zu Gewalttätigkeiten ebenfalls sechs Monate Gefängnis. Ein Angeklagter wird freigesprochen und der letzte Angeklagte erhält wegen einfachen Landfriedens: bruches vier Monate Gefängnis. In der Begründung führte das Gericht aus, daß Landfriedensbruch heute so etwas All: tägliches sei, daß das Gericht von einer Berwährungsfrist ab sehen müsse, weil eine Bestrafung sonst überhaupt feinen 3wed mehr habe. * V. D. A. Einen schönen Verlauf nahm der am Sams tag im Café Leib abgehaltene„ Deutsche Abend". Ein ab wechselungsreiches Programm umrahmte die Ansprachen des Vorsitzenden der hiesigen Ortsgruppe des V. D. A., Herrn Studienvat Dr. König, und des Festredners, des Pfarrer Pelz- Kassel. Tatkräftig unterstützt wurden die hiesigen Schulgruppen des V. D. A. bei der Durchführung des Programms durch die Mitwirkung der Jugendgruppe des Ost- Bundes aus Frankfurt am Main. ,, Er ist eben das, was man daraus macht, Mr. Stopford!" flang es hell und scharf zurück. Die zwei prächtigsten Menschen, die ich in meinem Leben getroffen habe, waren Berufsfußballspieler und, statt sich ihres Berufs zu schämen, waren sie stolz darauf." Er stand auf und rückte seine Krawatte zurecht. „ Ich muß jetzt gehen," sagte er. Ich bin jetzt im Training und darf am Abend nicht zu lange aufbleiben. Gute Nacht, Mrs. Horrel! Er verbeugte sich leicht und wandte sich an den großen, fetten Mann, der das geräumige Gemach mit seiner groben, ungeschlachten Körperlichkeit ganz zu füllen schien. Aus Nah und Fern. als Wettspiele fin umgehen; deshalb harje Ueberwachu den. Wenn man piele" dauernd a Schlupfolgerung to Kontroll- Aufgabe Sperre fogar Wet jhiedener Verbänd unleugbares Zeich Denigitens feinen führung der von i tönnte vielleicht 3 und den D.FB. a 17. und 20. Juni Norwegen austrage Länderspiele" zw land gegen Italien raum eines Jahres lefen der„ Fifa" Beranstaltungen feine Konkurrenz mei Wettkämpfe jolche nicht einleg will( fiche Progra wie möglich etwa jagt: quod licet, Broblem übertrag hordend tung i nachahmen! Mit d um beachtet und brochen oder umga gegen fündigen, fo Oppofition zum D gung ihrer Politi der letzten Zeit de braucht man wohl auf dem Laufende Krofdorf. Das älteste Zwillingspaar Deutschlands dürften Philipp Pfeiffer und seine Schwester Elisabeth Pfeiffer zu Krof dorf sein, beide feiern heute ihren 87. Geburtstag. Beide Jubi lare sind körperlich und geistig noch sehr vüstig. Philipp Pfeiffer ist Altveteran aus den Feldzügen 1866 und 1870-71. Marburg. Die Marburger Studentengruppe der National sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei hatte für Dienstag eine Protestkundgebung gegen den Versailler Friedensvertrag unter freiem Himmel geplant, die aber in Verfolg eines Regierungserlasses von der Stadtverwaltung nicht genehmigt wurde. Die Gruppe beraumte daraufhin gegen dieses Verbot eine Protestfundgebung in den„ Stadtsälen" an. Während der Kundgebung ertönten Schmähruse gegen die Reichsregierung sowie den Oberbürgermeister der Stadt, die sich auch wiederholten, als die im Saale anwesende Polizei zur Ordnung mahnte. Daraufhin wurde die Versammlung polizeilich aufgehoben. Auf der Straße rotteten sich dann die nationalsozialistischen Studenten zusammen und zogen unter dem Gesang von Kampfliedern zu der Wohnung des Oberbürgermeisters. Ein starkes Polizeikommando suchte die Zusammenrottungen zu zerstreuen, was ihm jedoch erst nach Anwendung des Gummifnüppels gelang. Als sich die Zusammenrottungen vor der Universität wiederholten, griff auch hier die Polizei ein. Die Namen zahlreicher Ruhestörer wurden festgestellt. Grünberg. Das Hassia- Jugendlager, das vom 4. bis 26. Juli in Reinhardshain stattfindet, erfreut sich eines guten Besuches. Jugendabteilungen aus allen Teilen Hessens haben sich ,, Können Sie nicht noch ein Weilchen bleiben?" bat Margern. Ich wollte Sie in meinem Wagen nach Hause bringen." Bevor noch die Witwe die Bemerkung machen konnte, welche sie nach Dicks Ueberzeugung auf der Zunge hatte, antwortete Marr rasch: Das kann ich nicht annehmen, Miß Kirkby; trotz dem vielen Dank für Ihre Freundlichkeit. Uebrigens muß ich mir das Autofahren so rasch als möglich abgewöhnen. Gute Nacht, Mr. Stopford!" ,, Das muß ich heute noch Stanley schreiben, daß ich Sie getroffen habe," sagte Margern, als sie den Gast hinausbegleitete. Draußen wechselte ihr Benehmen plötzlich, und ihre großen dunkTen Augen blidten Marr ernst und bittend an. , Wer spricht da meinen Namen müßig aus?" fragte eine Stimme. In der Türöffnung zu dem Zimmer, welches Marr und das Mädchen eben verlassen hatten, stand die unförmige Gestalt Fairfax Stopfords. ,, Es tut mir so unendlich leid, daß ich Sie so ungastlichem Benehmen ausgesetzt habe," sagte sie. Die Tante ist ja immer unausstehlich ich wußte aber nicht, daß Mr. Stopford auch..." ,, Ich wollte unserem Gast noch einmal Adieu sagen und ihm ein paar gute Ratschläge mit auf den Weg geben," fuhr die Stimme fort. Marr fand noch Zeit, des Mädchens Hand zu schütteln und ihr zuzuflüstern: Sie sehen, wie unmöglich es für mich war, länger zu bleiben." Das Mädchen nidte und antwortete:„ Auf baldiges Wiedersehen!" und ging zurück in das Haus. In Marrs Faujt zudte es, er glaubte, er müsse dem Manne, der jetzt an seiner Seite stand. in das fette, aufgedunsene Gesicht schlagen, dem Manne, von dem er überzeugt war, daß er nur Margery Kirkbys Feind sein konnte. Nur mit übermenschlicher Anstrengung hielt er an sich, und während er die geballte Faust langsam öffnete, sprach Stopford wieder: Frankfurt. Die Wahlen zum Allgemeinen Studenten- Aus schuß der Frankfurter Universität, abgehalten am Montag und Dienstag, hatten folgendes Ergebnis: Großdeutscher Studenten ring 454 Stimmen, 5 Mandate; Nationalsozialisten 662 Stim men, 7 Mandate; Revolutionäre Nationalsozialisten 56 Stimmen, 1 Mandat. Insgesamt wurden 1219 GStimmen abgegeben, immatrikuliert sind 4680 Studenten, so daß die Wahlbeteiligung also 26 Prozent betrug. ,, Die meisten jungen Leute brauchen gute Ratschläge, Sie aber scheinen es notwendiger zu haben als die anderen. Sie machen auf mich einen vorlauten und selbstgefälligen Eindruck. Sie haben sich zweifellos an die geänderten Verhältnisse in Ihrem Leben noch nicht gewöhnen können. Lassen Sie sich von mir darüber aufklären, daß in Hollywood ebenso wie anderwärts ein Berufsfußballspieler keine gesellschaftlichen Aspirationen hat, und daß er sich, wenn er flug ist, auf seinen eigenen Kreis beschränkt. Sie haben mich sicher verstanden." Kassel. Das vor kurzem durch ein schweres Unwetter verwüstete Gebiet im Werratal wurde Montag erneut von zwei schweren Gewittern heimgesucht. In breiten Strömen floß das Wasser zu Tal und verschlammte die nach dem letzten Unwetter neu bestellten Aeder. Wälder und Gärten wurden verwüstet, desgleichen die erst zum Teil ausgebesserten Straßen. Viele Bäume wurden entwurzelt. Das Obst ist restlos abgeschlagen. Zahlreiche neue Böschungsrutsche sind eingetreten. Von vielen Dächern wurden die Ziegel herabgerissen. Die Bewohner sind der Verzweiflung nahe. Durch diese letzte Katastrophe ist die Not ins Ungemessene gestiegen. ,, Sicher. Es gehört nicht viel dazu, um Sie zu verstehen, Mr. Stopford. Es ist beinahe unmöglich, Sie mißzuverstehen!" Marrs knappe Antwort flang wie ein Peitschenhieb. Eine mächtige, fette Hand legte sich schwer auf die Schulter des Fußballers. ,, Was wollen Sie damit sagen, eh?" brüllte eine dicke Stimme. Soll ich Ihnen Lediglich in Ihrem eigenen Interesse würde ich Ihnen raten, daß Sie nichts zu tun versuchen, woran Sie vielleicht jetzt denken mögen," sagte Marr mit eiserner Ruhe. Wollen Sie gefälligit Ihre etelhafte Pranke von meiner Schulter nehmen, oder soll ich das selbst besorgen?" Der Griff auf seiner Schulter löste sich. Mit einem unterdrückten Fluch drehte sich Fairfax Stopford um und trat mit schwerem Tritt in das Haus zurüd. 7 Stopfords erster Schachzug. ,, Was, zum Teufel, soll das bedeuten he?!" Mr. Samuel Hollisters ständig verstimmter Magen schien heute besonders schlecht gelaunt zu sein. Der alte Herr blidte den jungen Fußballer, der in dem kleinen, fahlen Klubbureau vor ihm stand, so wütend an, als wenn ihm dieser ein tödliches Unrecht zugefügt hätte. Was meinen Sie eigentlich, Mr. Hollister?" fragte Dif Marr, der nur zu gut wußte, was nun fommen würde. J ,, Was ich meine?" brauste der Klubmanager auf. werde dir gleich zeigen, was ich meine! Da freut man sich, daß man endlich einen Mittelstürmer gefunden hat, der was taugt, und kaum ist er eine Woche da, macht er schon die dümmsten Streiche!" Hollister rieb mit einem wilden Schwung ein Streich holz über den Tisch, entzündete das turze Pfeifchen, und während er wütend paffte, knurrte er:„ Ich hab' wohl noch nicht genug Sorgen, was? Muß mir von euch Kerls das Leben noch beson ders sauer machen lassen?" Was habe ich getan?" fragte Marr. Ich gebe Ihnen die Versicherung. Mr. Hollister, daß ich wissentlich nichts getan habe, um Ihnen Ungelegenheiten und Sorgen zu machen. Im Gegen teil, ich würde alles Menschenmögliche tun, um sie Ihnen zu er sparen, wenn ich dazu Gelegenheit hätte." ja nicht. Alles, was ich weiß, ist, daß du die Dummheit be Wozu fragst du mich, was du getan hast? Ich weiß es gangen hast, dich mit dem mächtigsten Manne dieser Stadt 3 verfeinden. Mit dem Manne, dem dieser Klub beinahe gehört! Ich habe heute einen Brief von ihm erhalten mit der Weisung. dich aus dem Klub hinauszuwerfen!" - Die Fußballf hon lange einge talen ausgedehnt Anlaß und Zwed Die Augen des jungen Fußballers blikten vor Entrüstung doch er fragte ganz ruhig:" Haben Sie die Absicht, dieser Weisung zu folgen?" auf den Tisch, daß die Funken nach allen Richtungen stoben. Hollister warf seine brennende Pfeife mit solcher Gewalt Spieljahr mit jei und für die Spiel Wenn die Meiste Don einem ,, leb tilen über die no Bräditat, Som Ja, zum Teufel, siehst du denn nicht, in welcher Zwid mühle ich bin?" brüllte er. Wenn du die Form, die du am Sonnabend gezeigt hast, beibehältst und wenn der Rest der Mannschaft zusammenbleibt, dann traue ich mich, uns den Po fal zu holen. Du weißt ja, daß eine Mannschaft, die im Cup Wettbewerb gut abschneidet, immer ihre Gefolgschaft hat, und selbst diese lokale Stadt würde mehr Interesse zeigen, wenn wir glücklich durch die erste Runde kommen. Jetzt habe ich mi schon die schönsten Hoffnungen gemacht trach! da fomm dieser Brief. Ich kann diesen Stopford genau so gut leiden wie den Teufel, aber es läßt sich an der Tatsache nichts ändern, daß er den Klub zusammenhält. Der Himmel mag wissen, warum, jedenfalls tut er es. Er hat natürlich mehr Einflus als sämtliche Direktoren und kann uns, wenn er will, morgen tätigen alfo die gelegt werden m Dag das Bublit Sportpläge be Sperre belegt, Wanderungen jucht die Rude usw. usw. Aud gänzungssportzu nur in dem Ma ift. Daneben ta Fußball und Ha 2 R 1. Zur nati Gesicht und S gefunde, sonner Lube 60 Vf. u begraben lassen; du dich verfeindet Jawohl, Mr Da ich nichts da einmal getroffen. im Haufe einer meinen besten F on meiner Anwei fatte, daß ich Be Durde er provozier batte, ging er mi Der Schuller faßte. die er zweifellos aber der Mann bedauere das Aha! Jeht Stopjord ist hinte das gehört, daß Klub hineinstedt -und natürli teigt. Aber so ei Manager jchleuder inger weit von fi Direttoriums, weiß jedenfall Did Marr ma erflucht unangene Du hinaustommit, iht nur feine e ondern auch eine d He erite Gelegenh abite er die ge Es ist nicht agte er, als er fei ade, daß ich die dente in eriter and abjurd erschein Detteben, ohne es lafen will, Stopfo wird es zu einem meine" Ein Ausdrud Fit des Hollywood Nach deinem en es niemals 34 unjete Direttoren Stopjord die Zähne es Saffiabezirts Gründe e gesammelt, um bejon en. Auch der Präsident I von Didiman- Darmi Die Jugendabteilungen hillers ,, Wilhelm Tell Obstwerte" Büdingen, von 137 000 RM. in Li gen aus dem Besitz der uft worden. Die Fabritai men werden. Mittwoch, den 8. Juli 1931. „ Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Fußballsperre. Der Deutsche Fußballbund hat gemäß einem Vorschlag, der auf dem letzten Bundestag in Dresden von den Vertretern aller 7 Verbände gutgeheißen und zu einem Beschluß erhoben worden ist, in diesem Jahre zum ersten Male allgemein im Bereich seines Gebietes für den Fußball- und den Handballsport eine Spielsperre angeordnet, die von Mitte Juni bis Ende Juli reicht. In dieser Zeit, die übrigens von den einzelnen Verbänden noch verlängert( aber nicht verkürzt) werden kann, dürfen also Fußball- und Handballspiele, welche den Charakter von sportlichen Wettkämpfen haben, nicht ausgetragen werden; ausdrücklich ist darauf hingewiesen, daß viele Spiele unter dem Namen Be lehrungsspiele" stattfinden, in Wirklichkeit aber nichts anderes als Wettspiele sind und unter jener Maste nur das Spielverbot umgehen; deshalb soll von den Gau- und Bezirksbehörden eine scharfe Ueberwachung solcher Veranstaltungen durchgeführt wer den. Wenn man aber sieht und liest, wie solche Belehrungsspiele" dauernd abgehalten werden, dann muß man zu der Schlußfolgerung kommen, daß die Verbandsbeamten es mit ihrer Kontroll- Aufgabe nicht ernst nehmen, und wenn während der Sperre sogar Wettkämpfe zwischen prominenten Vereinen verschiedener Verbände ausgefochten werden, dann ist das doch ein unleugbares Zeichen dafür, daß manche Verbände keinen oder wenigstens feinen großen Wert legen auf die praktische Durchführung der von ihnen selbst geschaffenen Bestimmungen. Man tönnte vielleicht zur Entschuldigung sagen: exempla docent" und den D.F.B. als den ersten Uebeltäter hinstellen, da er am 17. und 20. Juni die beiden Länderspiele gegen Schweden und Norwegen austragen ließ. Hier liegt aber der Fall ganz anders, ,, Länderspiele" zwischen verschiedenen Ländern( z. B. Deutschland gegen Italien, Schweden usw.) werden gleich für den Zeitraum eines Jahres festgelegt und müssen, soweit die betr. Parteten der Fifa" angehören, dieser gemeldet werden, damit die Veranstaltungen möglichst verteilt werden und sich gegenseitig feine Konkurrenz machen. So fam es, daß die oben genannten zwei Wettkämpfe in die Sperre fielen, denn die ,, Fija" fann eine solche nicht einlegen, wenn sie mit den Terminen auskommen will( siehe Programm für 1931); natürlich berücksichtigt sie soweit wie möglich etwaige Wünsche der Antragsteller. Der Lateiner jagt: quod licet, jovi, non licet bovi, d. h. auf das vorliegende der Not ge= Problem übertragen: was der D.F.B. tui oder horchend tun muß, darf der einzelne Verein noch lange nicht nachahmen! Mit andern Worten: das Spielverbot ist eingeführt, um beachtet und befolgt, aber nicht, um mißachtet und durchbrochen oder umgangen zu werden. Wenn gewisse Verbände hiergegen fündigen, so fann man getrost sagen: sie tun es nur aus Opposition zum DF.B., als Fortsetzung oder praktische Betätigung ihrer Politik, die sie schon seit Jahren, besonders aber in der letzten Zeit dem D.F.B. gegenüber getrieben haben. Namen braucht man wohl nicht zu nennen; wer sich in der Sportgeschichte auf dem Laufenden hält, weiß ohne weiteres Bescheid. aren Nationalsozialisten tigen Bürgermeisters üb he fällte die große St annung erwartete Urteil chelstädter Einwohner) Tateinheit mit gefährli aten Gefängnis verurte andfriedensbruch in Tate ttätigkeiten ebenfalls je ter wird freigesprochen en einfachen Landfrieden In der Begründung fü bruch heute jo etwas einer Berwährungsfrist onft überhaupt feinen 3 spaar Deutschlands dürft Elisabeth Pfeiffer zu K 7. Geburtstag. Beide Ja Jehr rustig. Philipp Pfeif 1866 und 1870-71. identengruppe der Nations tei hatte für Dienstag ei iller Friedensvertrag un 1 Verfolg eines Regierung nicht genehmigt wurde. dieses Verbot eine Prote Während der Kundgeb hsregierung sowie den Dh ich wiederholten, als die in dnung mahnte. Darauf aufgehoben. Auf der Stre Estischen Studenten zujamma mpfliedern zu der Wohnun Polizeikommando fuchte di as ihm jedoch erst nach Als sich die Zusamme holten, griff auch hier di Ruhejtörer wurden jejt Igemeinen Studenten- Au Ogehalten am Montag un Großdeutscher Student ationalsozialisten 662 Stim Nationalsozialisten 56 Stim En 1219 Stimmen abgegeben so daß die Wahlbeteiligun ein schweres Unwetter ne Montag erneut von 3 n breiten Strömen flog de e nach dem letzten Unwett Gärten wurden verwüt gebesserten Straßen. Vi Obst ist restlos abgeschlage nd eingetreten. Von viel erijsen. Die Bewohner ji se letzte Katastrophe ift Die Fußballsperre( die vom Westdeutschen Spielverband ichon lange eingeführt und hier sogar öfters bis zu zwei Monaten ausgedehnt worden ist) hat natürlich ihren besonderen Anlaß und Zwed: sie soll den Uebergang von einem zum andern Spieljahr mit seinen anstrengenden Meisterschaftsspielen bilden und für die Spieler eine Erholungs- und Kräftigungspause sein! Wenn die Meisterschaftsspiele vorüber sind, spricht man überall von einem ,, Ueberspieltsein" aller Beteiligten, und in den Kritifen über die nachfolgenden Gesellschaftsspiele kehrt das schlechte Prädikat ,, Sommerfußball" immer wieder. Beide Faktoren bestätigen also die Behauptung, daß ein längeres Spielverbot eingelegt werden muß, zur Genüge; dazu kommt noch die Tatsache, daß das Publifum, welches während der Meisterschaftsspiele die Sportplätze bevölkert, gerade in den Wochen, die man mit der Sperre belegt, sein Interesse anderweitig hinwendet: es macht Wanderungen oder Reisen, widmet sich dem Schwimmsport, besucht die Ruderregatten und leichtathletischen Veranstaltungen usw. usw. Auch die Spieler sollen die Sperrzeit zu solchen ,, Ergänzungssportzweigen" ausnutzen, natürlich ohne Uebertreibung, nur in dem Maße, wie es der Erholung und Kräftigung dienlich ist. Daneben kann selbstverständlich auch hier und da mal in Fußball und Handball ,, trainiert" werden, um nicht ganz aus der Uebung zu kommen. Das alles ist ja den Spielern und Vereinen schon oft genug gepredigt worden, aber meistenteils trifft es nur auf taube Ohren; solange die Vereine selbst nicht für ihre Mitglieder, die sich sonst irgendwie attiv betätigen, auch ein vernunftmäßiges Betätigungsprogramm während der„ fußballlosen" Zeit anordnen und auch stritte zur Durchführung bringen, wird die Sperre- leider!- eine Einrichtung bleiben, die von den Spielern nur als unnütz und langweilig betrachtet, bezeich net und behandelt wird! Nr. 54 der bemerkensmert hohen Punktzahl von 4257,30 an sich brachte. und dabei das Kugelstoßen, den Weitsprung und das Diskus werfen gewann. Die Schweden tamen nur in der 400- MeterStrede durch den früheren SCC.- Mann Kugelberg zu einem Erfolge. Ergebnisse: 100 Meter: 1. Körnig, SCC., 10,4.200 Meter: 1. Körnig, SCC., 23,4.400 Meter: i. Kugelberg( Schweden) 52,7. 10 000 meter: 1. Diedmann, Hannover, 35: 30.4 mal 100Meter- Staffel: 1. Bar Kochba Berlin 44,7.4 mal 800- MeterStaffel: 1. Zehlendorf 8:22.- Weitsprung: 1. Sievert, Hamter. Kugelstoßen: 1. Sieveri, Hamburg, 14,63 Meter. Diskuswerfen: 1. Sievert, Hamburg, 43,56 Meter. Frauen- Bezirksmeisterschaften von Hessen- Hannover burg, 6,92 Wieter. Hochsprung: 1. Hümpel, Lübeck, 1,86 Mein Kajjel. Am Sonntag tamen auf der Hessenkampfbahn die leichtathletischen Bezirksmeisterschaften für Frauen zum Austrag. Die Beteiligung beschränkte sich auf Kurhessen Kassel, VfL. Wetzlar und Gießen 1900. Letzterer Verein war mit 9 ersten, 10 zweiten und 7 dritten am erfolgreichsten. Die Leistungen standen im allgemeinen auf recht gutem Niveau. Der für die westdeutschen Meisterschaften gemachte Probegalopp des Kampfgerichts dürfte wohl nicht in allen Teilen geklappt haben. Nachstehend die Ergebnisse: Frauen: 100 Meter: 1. Hüder( Kurh.) 14,8 Sef. 2. Nickel( Gießen 1900) 15,0. 3. Brede( Kurh.) 15,0. 200 Meter: 1. Schlüter( Kurh.) 30,8 Sef. 2. Sublitz( Gießen 1900) 30,8. 3. Haster- Pfaff( Wetzlar) 32,6. 800 Meter: 1. Strey( Kurh.) und Haster- Pfaff( Wetzlar) 2: 49,4 Minuten. 4X100- Meter- Staffel: 1. Gießen 1900 56,6 Set. 2. Kurhessen 58,5 Gef. Hochsprung: 1. Abbée( VfL. Wetzlar) 1,33 Meter. 2. Richtberg Gießen 1900) 1,28 Meter. 3. Hüder( Kurh.) 1,28 Meter. Weitsprung: 1. Drews( Gießen 1900) 4,76 Meter. 2. Hücker ( Kurh.) 4,34 Meter. 3. Griesing( Kurh.) 4,30 Meter. Kugel: 1. Drews( Gießen 1900) 8,40 Meter. 2. Abée( Wetzlar) 7,71 Meter. 3. Griesing( Kurh.) 7,21 Meter. Speer: 1. Hüder( Kurh.) 21.85 Meter. 2. Holstein( Gießen 1900) 20,56 Meter. 3. Nickel( Gießen 1900) 19,35 Meter. Diskus: 1. Drews( Gießen 1900) 27,97 Meter. 2. Abée( WetzTar) 26,35 Meter. 3. Griesing( Kurh.) 20,59 Meter. Dreifamps: 1. Abée( Wetzlar 92 Ptt. 2. Hüder( Kurh.) 91 P. 3X800- Meter- Staffel: 1. Kurh. 8: 26,5 Min. 2. Gießen 1900) 8: 49,2 Min. Mädchen Jahrgang 13/14. 100 Meter: 1. Dotting( Kurh.) 14,1 S. 2. Reich( Kurh.) 15,1. 3. Kuhn( Weylar) 15,2 S. Weitsprung: 1. Kuhn( Wetzlar) 4,64 Meter. 2. Richtberg 2. ( Gießen 1900) 3.86 Meter. 3. Reich( Kurh.) 3,84 Meter. Kugelstoßen: 1. Kuhn( Wetzlar) 8,44 Meter. 2. Heiser( Kurh.) 6,61 Meter. 3. Dotting( Kurh.) 6,56 Meter. Ballweit: 1. Kuhn( Wetzlar) 54,60 Meter. 2. Dotting( Kurh.) 43,50 Meter. 3. Heiser( Kurh.) 37,50 Meter. Dreikampf: 1. Kuhn( Wetzlar) 91 Pft. 2. Dotting( Kurh.) 60 P. 3. Richtberg 2.( Gießen 1900) 33 P. Mädchen 15/ jünger. 75 Meter: 1. Diehl 11,2 Sef. 2. Guth 11,6 Sef. 3. Ockel 11,8 Set.( sämtl. Gießen 1900). Ballweit: 1. Lippert 42 Meter. 2. Odel 36,50 Meter. 3. Guth 28 Meter( sämtl. Gießen 1900). Weitsprung: 1. Guth 4,07 Meter. 2. Diehl 3,94 Meter. 3. Lippert 3,85 Meter( sämtl. Gießen 1900). Dreifamps: 1. Diehl 86 P. 2. Guth 79 P. 3. Odel 72 P. sämtliche Gießen 1900). 4X75- Meter- Staffel: 1. Gießen 1900 44,2 Gef. Körnig siegt in Rostock. Bei dem von 3000 Zuschauern besuchten internationalen Leichtathletiksportfest in Rostock wurden zum Teil recht gute Leistungen geboten. Für Körnig wurden über 100 Meter wieder einmal 10,4 Set, gestoppt. Die 200 Meter Holte sich der Charlottenburger ebenfalls überlegen. In ausgezeichneter Form befand sich Sievert, Hamburg, der den Fünftampf mit Westdeutsche Leichtathletiksiege in Rotterdam. Schöne Erfolge waren westdeutschen Leichtathleten bei dem internationalen Sportfest in Rotterdam beschieden, an denen neben den besten einheimischen Athleten einige aus Stamford Bridge zurückkehrende Italiener und Norweger teilnahmen. Duisburg 99 holte sich beide Staffeln, und zwar die über 4 mal 100 Meter in 43,7 Set., jowie die Olympische Staffel in 3:43 Min. Im 100- Meter- Hürdenlaufen fam der berühmte Italiener Fracelli an der 6. Hürde zu Fall, so daß der Duisburger Wieneder in 15,5 Set. einen sicheren Sieg herausholte. Die 800 Meter gewann Lefébre- Düsseldorf in 1: 59,4 Min. fnapp Ueber 1500 gegen den Holländer Besiander in 1: 59,7 Min. Meter war Gerö- Duisburg in 4: 15,9 Min. jiegreich vor ZeegertHolland in 4: 16,8 Min. und einen sechsten deutschen Erfolg brachte das 400- Meter- Laufen, das der Duisburger Bergmann in 50,7 Sef. gegen den Italiener Carlini an sich brachte. Englische Leichtathletikmeisterschaften. Deutschlands Vertreter ohne Erfolg. Die Kämpfe um die englischen Leichtathletikmeisterschaften wurden letzten Sonnabend im Stadion von Stamford Bridge zum Abschluß gebracht. Das kleine Fähnlein, das Deutschlands Leichtathletik vertrat, konnte, was nicht sonderlich zu überraschen vermochte, feine Erfolge erzielen. Dr. Peltzer qualifi zierte sich zwar für die Entscheidungen über 440 und 880 Yards, hatte mit dem Ausgang dann aber nichts mehr zu tun. Ueber 880 Yards, die ihm einst den englischen Meistertitel eintrugen, wurde er Dritter hinter dem hochtalentierten Engländer Hampson, dieser benötigte 1: 54,8 Dr. Pelzer, der 2 Yards hinter Townend( 1: 56,4) eintam, hatte aber insofern Pech, als er sich einen Nagel durch seinen Rennschuh trat, so daß er den Lauf nur unter großen Schmerzen zu Ende führen konnte. Das wirfte sich später natürlich auch noch bei der Entscheidung der 440 Yards aus, die er als Vierter hinter Rampling, der in 48,6 gewann, dem Ungarn Barsi und dem Wiener Rinner beendete. Der Kölner Möller war in diesem Rennen bereits im Zwischenlauf ausgeschieden. Für Mölle reichte es beim Weitsprung auch nur zum vierten Platz bei einer Leistung von 6,87 Meter. Der Holländer Debver tam hier mit 7,21 Meter zu Meisterehren. Der Olympiasieger Lord Burghley fonnte seine beiden Meisterschaften im Hürdenlaufen nicht wiedergewinnen. Nur über 120 Yards setzte er sich in 14,8 Sef. gegen den Norweger Albrechtsen ganz knapp durch. Ueber 440 Yards wurde Lord Burghley von dem Italiener Facelli nach überaus spannendem Rennen von der letzten Hürde ab zurückgelassen. Zwischen ihn und den in 54,4 siegenden Italiener schob sich zum Schluß noch der Schwede Arestoug. Glänzende Leistungen gab es im Ku gelstoßen, das der Ungar Darany mit 15,22 Meter vor dem Tschechen Douda mit 15,16 Meter gewann. Auch im Diskus werfen siegte mit Madarasz ein Ungar. Olympiaprobe in U. S. A. Wertvolle Ausschlüsse über den derzeitigen Stand der amerifanischen Leichtathletik geben die Resultate der nationalen Meisterschaften, die in Lincoln( Nebraska) ihren Anfang nahmen. Viele neue Namen taudyten auf. Die alte, in Europa bekannte 2 Ratschläge für die Schönheitspflege auf der Reise 1. Zur natürlichen Bräunung der Haut fette man vor und nach der Besonnung die Haut, insbesondere Gesicht und Hände, mit Creme Leodor gründlich ein; man erzielt dann ohne schmerzhafte Rötung eine gesunde, sonnengebräunte Hautfärbung. Creme Leodor- feftfrei, rote Badung, fetthaltig, blaue Badung Lube 60 Bf. und 1 Mart, Leodor- Edel- Seife 50 Pf. In allen Chlorodont- Verlaufsstellen zu haben. begraben lassen; und ausgerechnet das ist der Mann, mit dem du dich verfeindet hast! Schöne Geschichte das, nicht wahr?" ,, Jawohl, Mr. Hollister. Aber Sie müssen mir glauben, daß ich nichts dafür tann. Ich habe diesen Mr. Stopford nur einmal getroffen. Es war am Sonnabend nach dem Wettspiel, im Hause einer jungen Dame, deren Bruder vor Jahren zu meinen besten Freunden zählte. Mr. Stopford schien Anstoß an meiner Anwesenheit zu nehmen, und als ich ihm erzählt hatte, daß ich Berufsfußballer bin und für Hollywood spiele, wurde er provozierend unhöflich. Nachdem ich mich verabschiedet hatte, ging er mir nach und bedrohte mich, wobei er mich an der Schulter faßte. Ich ließ ihn merken, daß ich Ausschreitungen, die er zweifellos vorhatte, nicht dulden würde. Das war alles, aber der Mann will mich scheinbar aus dem Wege räumen. Ich bedauere das Vorkommnis Jhretwegen, Mr. Hollister." ,, Aha! Jetzt rieche ich den Braten!" zischte der Manager. ,, Stopford ist hinter dem Mädel her, vermute ich; ich hab' so etwas gehört, daß der Grund, warum er so viel Geld in den Klub hineinstedt ein Frauenzimmer ist in das er verliebt verstimmter Magen fi sein. Der alte Herr blit fleinen, fahlen Klubbure Denn ihm diefer ein tödlibe Mr. Hollister?" fragte D nun fommen würde er Klubmanager auf eine! Da freut man fich, gefunden hat, der was tong macht er schon die dümmit wilden Schwung ein Strei burze Pfeifchen, und währen hab' wohl noch nicht gen Kerls das Leben noch bejon Marr. Ich gebe Ihnen wijfentlich nichts getan hab Orgen zu machen. Im Gegen dhe tun, um sie Ihnen zu hätte." u getan hajt? Jch weiß e daß du die Dummheit ften Manne dieser Stadt dieser Klub beinahe gehör m erhalten mit der Weijun en!" llers blikten vor Enirüftung aben Sie die Absicht, diefe e Pfeife mit solcher Gewal dh allen Richtungen stoben. enn nicht, in welcher 3wi nn du die Form, die du o Ist und wenn der Reit fraue ich mich, uns den ine Mannschaft, die im C er ihre Gefolgschaft hat, mehr Intereffe zeigen, Da tom tommen. Jetzt habe i nacht- trach! topford genau so gut leide n der Tatsache nichts ande Der Himmel mag hat natürlich mehr Gini 7 uns, wenn er will, mor ist - und natürlich paßt es ihm nicht, daß du ihm ins Kraut pfui Teufel!" Der steigst. Aber so einen Brief zu schreiben Manager schleuderte das Schriftstüd mit Daumen und Zeigefinger weit von sich und fügte hinzu: ,, Nun, es ist die Sache des Direktoriums, zu beschließen, was jetzt getan werden soll. Ich weiß jedenfalls, was ich ihnen rafen werde. Mach', daß du hinauskommst, Junge!" Did Marr machte, daß er hinaustam. Die Situation war verflucht unangenehm für ihn. Er hatte, ohne es zu wollen, nicht nur seine eigene Stellung im Klub in Frage gestellt, sondern auch eine allgemeine Krise heraufbeschworen. Er ergriff die erste Gelegenheit, um Ben Warriner aufzusuchen, und ihm erzählte er die ganze Geschichte. ,, Es ist nicht meine Person, an die ich jetzt denke, Ben," jagte er, als er feinen Bericht beendigt hatte. Natürlich ist es schade, daß ich die Mannschaft so bald schon verlassen soll, aber ich denke in erster Linie an unsere Jungens. Es mag anmaßend und absurd erscheinen, aber ich glaube, Hollister gab mir zu perstehen, ohne es direkt zu sagen, daß er die Direktoren veran lassen will, Stopfords Befehl zu ignorieren. In diesem Fall wird es zu einem bösen Konflikt kommen. Du weißt ja, was ich meine." Ein Ausdruck der Verachtung huschte über das braune Gesicht des Hollywood- Spielführers. ,, Nach deinem Verhalten am Sonnabend würden die Burschen es niemals zulassen, daß du weggeschickt wirst, selbst wenn unsere Direktoren nicht so viel Mut aufbrächten, um diesem Stopford die Zähne zu zeigen," sagte er.„ Die Direktoren wer2. Zur Erlangung schöner weißer Zähne pute man früh und abends die Zähne mit der herrlich erfrischenden Zahnpaste Chlorodont, die auch an den Seitenflächen mit Hilfe der Chlorodont Zahnbürste einen elfenbeinartigen Glanz erzeugt. Chlorodont- Zahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pf, Chlorodont- Zahnbürste 1 Mart, Chlorodont- Kinderbürste 60 Pf., Chlorodont- Mundwasser 1 Mart den auch sicher meine Meinung einholen, und ich werde Hollisters Standpunkt unterstützen. Ein Stinkvich, wie dieser Stopford, müßte geteert und gefedert werden. Sorg' dich nicht weiter, Dick, du wirst die ganze Mannschaft geschlossen hinter dir haben!" Trotz der aufmunternden Worte seines Spielführers konnte Marr die tiefe Depression, die sich seiner bemächtigt hatte, nicht abschütteln. Er vergaß ganz sein eigenes Schidsal, als er an seine Kameraden dachte und- auch daran, daß Margery durch die Aufmerksamkeiten dieses gemeinen Schurken, der gerade das Gegenteil von einem Sportsmann war, belästigt und beleidigt wurde. Er hatte den Nachmittag für sich, aber er fonnte nicht zu Hause bleiben. Er fühlte: mit dieser Zentnerlast auf seiner Seele untätig zu sein, würde ihn wahnsinnig machen. Er nahm einen diden Stock und verließ das Haus, um einen langen Spaziergang zu machen. Er wanderte stundenlang durch Felder, Wiesen und Dörfer, bis er ganz erschöpft war. Viel hätte er darum gegeben, Margery Kirkby zu sehen; aber er mußte sich sagen, daß ein Besuch bei ihr falsch gedeutet werden fonnte, und so unterdrückte er die Versuchung, bei ihrem Hause haltzumachen. Es war sehr spät am Abend, als er in die Stadt zurückkam zu spät, um Ben Warriner noch aufzusuchen und nach Neuigfeiten zu fragen. Die scharfe Landluft hatte ihn müde gemacht, und als er nach dem Nachtmahl zu Bett ging, schlief er sofort ein. Er träumte von Fairfax Stopford, dessen Kopf sich in einen Fußball verwandelt hatte; den fidte er nach Herzenslust auf dem Felde umher, wobei der Fußball jedesmal mit dider Stimme fluchte und feuchte. Für den nächsten Tag um zehn Uhr morgens war Training angesetzt, doch die Ungeduld, zu erfahren, welche Entwidlung die Angelegenheit genommen hatte, trieb Marr bereits um neun Uhr aus dem Hause. Als er sich dem Spielplatz näherte, hörte er das warnende Signal einer Motorhupe hinter sich. Er drehte sich um, und zu seiner unaussprechlichen Freude erblidte er Margery Kirkby in ihrem kleinen Wagen. Mit einem Sake war er an ihrer Seite. Er bemerkte, daß das Gesicht des jungen Mädchens blaß war; aber ihre Augen leuchteten. Dasselbe seltsame Gefühl, welches er am Tage ihrer ersten Begegnung empfunden hatte, tam mit verstärkter Intensität wieder. Sie fam ihm überirdisch schön vor. Stumm und verzückt blidte er sie an, aber sein Blid verriet, was in seinem Inneren vorging. Die blassen Wangen des jungen Mädchens färbten sich unter diesem Blid. ,, Oh, ich freue mich ja so sehr, Mr. Marr!" rief sie rasch und erregt. Ich muß Ihnen etwas erzählen! Wo kann ich mit Ihnen sprechen? Wollen Sie einsteigen und eine kurze Spazierfahrt mit mir machen, oder sind Sie in Eile?" Die Worte tamen rasch und überstürzt heraus und zeugten von einer ungewöhnlichen Nervosität und Ueberreiztheit, die gar nicht im Einklang mit dem sonstigen Wesen des jungen Mädchens stand. Der junge Fußballer gab sich den Anschein, als ob er auf die Uhr sehen wollie, obwohl er auf feinen Fall der Versuchung hätte widerstehen können, die Einladung anzunehmen. „ Ich habe eine halbe Stunde Zeit, Miß Kirkby," sagte er und schwang sich in den Wagen. Gleich hinter dem Fußballplatz des Hollywood- Klubs begann schon das offene Land, und wenige Minuten später rollte der Wagen langsam eine menschenleere Landstraße entlang. ,, Einer meiner Gründe, warum ich Ihnen Vertrauen schenke, ist der, daß Sie, als Stanleys Freund..." Das Mädchen zuckte plöglich zusammen und schwieg. Marr wandte sich mit einem Rud zu ihr. ,, Es würde mir die größte Ehre bedeuten, die mir widerjahren tönnte, wenn Sie mich Ihren Freund nennen würden!" jagte er. Wenn ich Ihnen jetzt oder irgendwann helfen kann, verfügen Sie über mich. Versprechen Sie mir das!" Ja, und ich dante Ihnen. Was ich Ihnen jetzt erzählen muß, wird Ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellen. Etwas Furchtbares hat sich ereignet, und ich bin indirett schuld daran!" ,, Erzählen Sie mir doch," sagte Marr; ,, vielleicht kann ich helfen." Das ist ja das Schredliche. niemand kann heljen! Oh, ich hätte niemals geglaubt, daß dieser Mensch so schlecht sein tann!" Ihre Augen juntelten zornig. ,, Sie sprechen von Mr. Stopford," bemerkte der Fußballer, als wenn er Gedanken lesen tönnte. Was hat er denn getan?" Er will den Hollywood- Klub zum Bankrott zwingen! Das bedeutet nichts anderes, als daß die Stadt ihre Mannschaft verlieren wird! Und Sie...!" Sorgen Sie sich nicht um mich, Mig Kirkby, ich bin ja erit seit ein paar Tagen bei der Mannschaft; aber es gibt so viele andere, die dadurch hart getroffen werden. Und wenn der Klub wirklich untergeht, dann bin ich daran schuld!" Wie meinen Sie das?" fragte Margery Kirkby. Mit wenigen Worten erzählte ihr Marr von Stopfords Brief an den Klub und der allgemeinen Bestürzung, die unter den Klubfunktionäären herrschte. Das Mädchen hörte schweigend zu, bis der Fußballer geendet hatte, und rief dann entrüstet aus:, Wie durfte ein solcher Mensch von mir erwarten, daß ich ihn heirate?" Fortsetzung folgt. Nr. 54 Mittwoch, den 8. Juli 1931. Garde ist zum größten Teil schon überflügelt. Unter den verschiedenen neuen Refords ist besonders der des Zehntämpfers Mortensen hervorzuheben, der mit 8177,463 Punkten nur 78 Punkte hinter dem Weltrekord des Finnen A. Järvinen zurüdblieb, aber die Amsterdamer Olympialeistung des Finnen Yrjöla um rund 125 Punkte übertraf. Im 100- Yards- Laufen erreichte der Sieger Frank Wykoff die Weltrekordzeit von 9,5 Gef. Der Neger Tolan holte sich die 220 Yards in 21 Sef. und Eddie Genung aus Washington siegte über die halbe Meile in der großartigen Zeit von 1: 52,6 Min. Im 120- Yards- Hürdenlaufen stellte der Newyorker Perry Beard mit der kaum glaublichen Zeit von 14,2 Gef. einen neuen Weltrekord auf. Das 220- Yards- Hürdenlaufen über niedrige Hürden gewann Marwell in 23,5 Gef. Großartige Leistungen gab es auch bei den Sprüngen. A. Bates sprang 7,49 Meter weit, A. Burg 1,996 Meter hoch und und im Stabhochsprung brachte es Jack Wood, ebenfalls ein neuer Mann, auf 4,175 Meter. Englische Fußballregel- Aenderungen. Auf der kürzlich in London abgehaltenen Jahresversamm lung der englischen„ Football- Association"( die aber zurzeit nicht der Federation Internationale de Football- Association" ange= hört) wurden zwei Regeländerungen beschlossen, die zunächst allerdings nur für die Verbände bezw. Vereine Geltung haben tönnen, welche der genannten Association angeschlossen sind. Da aber bekanntlich die internationalen Fußballregeln und auch die denselben angepaßten Regeln der einzelnen Länder aus den englischen Regeln hervorgegangen sind und auch heute noch mei,, Gießener Zeitung" stens mit diesen in Einklang gebracht werden, dürfte es wohl nicht lange dauern, bis die Äenderungen auch anderwärts, d. h. bei uns, eingeführt werden. Die erste betrifft den Torwart. Er durfte nach den bisherigen Bestimmungen nicht mehr als zwei Schritte machen, während er den Ball hält oder auf der Hand tanzen läßt." Nun sollen ihm statt dessen vier Schritte gestattet werden. Die zweite Aenderung bezieht sich auf den Einwurf. Bei falscher Ausführung eines Einwurfes wurde bisher der gegneri schen Partei ein( indirekter) Freistoß zugesprochen. Von jetzt ab wird statt dessen dem Gegner ein Einwurf zuerkannt. Rund um Schotten. Als dritter Lauf um die deutsche Meisterschaft für Motorradfahrer findet das Motorradrennen Rund um Schotten" zum 7. Male am 19. Juli 1931 statt. Seit 1925 wird das Rennen alljährlich auf der 17,6 Kilometer langen, bekannt schwierigen Rundstrecke im Vogelsberg mit ihren zahlreichen Kurven und einem Höhenunterschied von 330 Meter ausgetragen. Aus kleinen Anfängen hat es sich zu der weitaus führenden motorsportlichen Veranstaltung im Gebiet des rhein- mainischen Städtetranzes entwidelt. Das Meisterschaftsrennen wird in allen Klassen von 250 bis 100 ccm ausgefahren. Das Rennen geht über 12 Runden( 211,2 Kilometer). Das Seitenwagenrennen über 3 Runden( 52,8 Kilometer). Der Vogelsberglauf für Ausweisfahrer, bei dem wieder alle Klassen vertreten sind, geht über 2 Runden( 35,2 Kilometer). Das Rennen wird veranstaltet von der Landesgruppe Hessen und Hessen- Nassau des DMV., mit der Ausrichtung wurde wieder der Vogelsberger Automobil- und Motorradclub in Schotten beauftragt. Schmeling Weltmeister. Der deutsche Schwergewichtsmeister der Welt, Max Schme= ling, schlug Freitag in einem über die ganze Distanz geführten Kampf in der 15. Runde seinen amerikanischen Gegner Young Stribling durch technischen f. o., behauptete damit die höchste Würde des Boxsports und gewann sie zum zweiten Male für Deutschland. Schmeling ist als einwandfreier, ganz überlegener Sieger aus dem Kampf hervorgegangen und hat damit in den Augen der Welt bewiesen, daß er der Krone des Boxsportes würdig ist. Sein nächster Gegner wird der amerikanische Schwergewichtler Tommy Loughran sein. Der Schiedsrichter stoppte den Kampf in der 15. Runde, um den völlig wehrlosen Amerikaner vor der ersten f. 0.- Niederlage seines Lebens zu retten. Schmeling führte während des ganzen Kampfes, zwang dem Amerikaner sein Tempo auf und blieb dauernd im Angriff. Der Amerikaner versuchte sich fast in jeder Runde durch dauern des Clinchen vor der sicheren Niederlage zu retten, doch konnte er diese nicht abwehren. Von Runde zu Runde wurde Stribling, dessen linkes Auge bereits in der 7. Runde aufgeschlagen war und heftig blutete, matter, so daß dessen eigenen Landsleute Schmeling zuriefen, so schnell wie möglich Schluß zu machen. Der Deutsche war am Ende des Kampfes völlig unverbraucht, während der Amerikaner von dem Ringrichter vor seiner ersten t. o.- Niederlage bewahrt wurde. Von der 10. Runde an vermochte Stribling überhaupt nicht mehr zu treffen. Er schlug wild um sich, traf aber nicht hart und gefährdete den Deutschen in keinem Augenblic. Schmeling zermürbte seinen Gegner systematisch. Er hätte ihn bestimmt vor dem Schluß des Kampfes geschlagen, wenn Stribling sich nicht dauernd durch Clinchen gerettet hätte. Vater Stribling, der Manager seines Sohnes, meinte, daß der Unparteiische zu hastig bei dem Abbruch des Kampfes war. Ich weiß", erklärte er, daß mein Sohn geschlagen war, aber niemals hätte er in den vierzehn Sekunden noch f. o. werden können." Die amerikanischen Borsportfachleute sind über den Ausgang des Kampfes grenzenlos enttäuscht, weil sie Stribling mehr Härte zugetraut hatten. Ohne Zweifel hat sich Schmeling in Amerika durch den einwandfreien, überlegen geführten Kampf alle Sympathien, die er vielleicht inzwischen verloren hatte, im Triumph wiedergeholt. Nach der 10. Runde wartete man nur darauf, bis Schmeling seinen Gegner fertig machen würde. Stribling taumelte bereits im Ring umher, war über und über mit Blut bededt und beschmierte auch das weiße Hemd des Ringrichters, daß es ganz fledig aussah. Schmeling am 12. Juli in Deutschland. In seinem Ankleideraum Neue Bücher. Wichtig für jeden kaufmännischen Betrieb! Zum letzten Mal bietet sich heute Gelegenheit, auf das vorzügliche Werk ,, Die Handelshochschule" hinzuweisen, von dem soeben die 2 letzten Lieferungen( Heft 98 und 99) erschienen sind. Da nun das Werk mit dem letzten Hest ein ganz ausführliches Sachregister erhielt, mit dessen Hilfe in Augenblicken jedes behandelte Thema aufzu= finden ist, ist die„ Handelshochschule" gleichzeitig auch ein Nachschlagewerk geworden. Gegen Erstattung der Portokosten von 30 Pfennig stellt der Industrieverlag Spaeth u. Linde, Berlin W 10, Genthinerstraße 42, den ausführlichen Prospekt„ Cr 3" und eine interessante Probesendung kostenlos und unverbindlich zur Verfügung. sagte der unterlegene Stribling: ,, Schmeling hat ganz ehrlich gesiegt, aber ich sah die Notwendigfeit nicht ein, den Kampf zu stoppen, wo nur noch ein paar Sekunden übrig waren. Ich fonnte nicht ganz den Kampf liefern, den ich erwartete. Ich konnte keinen Dampf in meine Punchs bringen. Ich war nicht übertrainiert, aber die lange Tretmühle des Trainings hat mir zugesetzt. Ich glaubte nicht, daß Schmeling alle Möglichkeiten, die sich ihm in der zehnten Runde boten, ausgenutzt hat. Es sah unsicher aus, was er als Nächstes tun würde. Ich bin sicher, ich hätte mich noch weiter vierzehn Sekunden auf den Beinen halten können." Mit dem Beifallsgetöse der amerikanischen Borfreunde, seiner Borkollegen und der Fachschriftsteller in den Ohren schickt sich Max Schmeling an, baldigit in die Heimat zurückzukehren. Er wird die Ueberfahrt am Montag, dem 6. Juli, auf der ,, Europa", die am 12. Juli in Bremerhaven landet, antreten. Schmeling erhielt 445 000 Mart. Arbeitslosigkeit und Wirtschaftspolitit. Einen Beitrag zu diesen Problemen veröffentlicht soeben bei J. Schweitzer, Verlag in München, ein bekannter westfälischer Industrieller Nr. Fr. Meyer zu Schwabedissen( Preis RM. 1.50). Aus einer übersichtlichen Darstellung unserer bisherigen wirtschaftlichen Entwicklung, wird die Schlußfolgerung gezogen, daß allein eine planmäßige Wirtschaftspolitik dei allgemeine wirtschaftliche Not beseitigen kann. Der Verfasser entscheidet sich im Gegensatz zu Rußland für die kapitalistische Planwirtschaft. In großen Umrissen werden dafür leitende Ideen aufgestellt, unter denen die Forderung der Reagrarisierung die wichtigste ist. Beim Weltmeisterschaftskampf beliefen sich die Gesamteinnahmen genau auf 349 414 Dollar oder 1 667 539 Marf. Von dieser Summe gingen an staatlichen und städtischen Steuern 75 704 Dollar( 317 957 Mark) ab, so daß noch 273 710 Dollar ( 1 149 582 Mark) zur Verteilung übrig blieben. Den Löwenanteil von dieser Summe erhielt natürlich Schmeling, der 106 138 Dollar oder 445 780 Mart in Empfang nehmen konnte. Ihm persönlich dürfte kaum die Hälfte übrigbleiben, denn sein sehr ge= schäftstüchtiger Manager Joe Jacobs wird ihm, abgesehen von seinem prozentualen Gewinnanteil, noch eine hübsche Spesenrechnung für Trainingskosten und ähnliche Dinge überreichen. Außerdem muß Schmeling natürlich seine Gage in Amerika auch versteuern. Der Unterlegene Young Stribling mußte sich mit 33 168 Dollar oder 139 305 Mark begnügen. Den Veranstaltern bleibt also ein Restbetrag von 134 404 Dollar( 564 497 Mark), von dem alle entstandenen Unkosten für die Riesenreklame und das übrige Kampsprogramm gedeckt werden sollen. Da diese aber auf mindestens 200 000 Dollar zu veranschlagen sind, bleibt ein Defizit von etwa 65-70 000 Dollar. Der Sportredakteur des ,, Daily Mirror" betont, Max Schme= ling habe von seinem Wappenschild den Fleck, ein Foul- Cham= pion" zu sein, abgewischt. Der mächtige Schlag, der den Kampf beendet habe, habe wieder bewiesen, daß Schmeling einer der gefährlichsten Puncher im Ring und in der letzten Runde ebenso gefährlich wie in der ersten Runde sei. Schmeling habe am Freitag einen unendlich viel besseren Kampf geliefert, als vor einem Jahre gegen Sharkey. Der frühere Champion, Jim Corbett, der vor dem Kampf auf Stribling getippt hatte, er= flärte, Schmeling habe sich als großer Ringmann erwiesen und sei zu noch stolzerer Höhe beſtimmt. Er habe bewiesen, daß er mit einem Schlage seinen Mann erledigen könne. Der Schlag, der Stribling wie eine Keule traf, tann noch zu weiteren Konsequenzen für den Verlierer führen. Der Manager Schmelings, Joe Jacobs, erklärte:„ Ich glaube, Max focht den besten Kampf seiner Laufbahn gegen einen guten Mann, der sich in tadelloser Konstitution befand. Sein Sieg hat bewiesen, daß er ein großer Fechter ist.“ Die Weltmeisterschaft im Rundfunk. Erschein Bezugspreis 2 Redaktionsschluß früf endung nicht verla Zu den Monatsschriften von Rang gehört die„ Deutsche Rundschau"( Verlag Berlin W. 30); ihr soeben erschienenes Juliheft zeigt dies wiederum. Der Leitaufsatz stammt von dem bekannien Heidelberger Musikschriftsteller Richard Benz, er entwickelt das Bild einer zukünftigen ,, plastischen Kultur". Verwandt in der geistigen Grundhaltung sind die folgenden Aufsätze: Carmen Kahn- Wallerstein Aufstand der Jugend für Goethe", Werner Deubel ,, Dyonisos in Frankreich", Karl Schneider ,, Neue Naturphilosophie". Zwei weitere ausgezeichnete Aufsätze beschäftigen sich mit Sowjetrußland, ein Beitrag von Ernst Wendler, dem neuerdings viel genannten Gründer des freiwilligen Volksdienstes, gibt Einblid in die Tätigkeit der Reutlinger Arbeitsdienst Kameradschaft. Hans Friedrich = H. Jahrg Politif Für die Besuche Faris ist noch fein Dh darauf hingewie Elimjons in Be In Londoner C Deulichen Banten ein Marl gegeben werden Botschafter von S die Botschaft Brüning Bei der bevoriteh wird es fich darum Fereinbarungen noch gierungskonferenz zu nerftändigenkonferenz Zu der deutscher meritanijche Banti ung Ausdrud, daß aleihe werde erhal Selitit schärffter Kr en fich zu eigen m Arije erfolgreich ang Die Regierung jell belanntgegeben, em 1. Juli in Kraf Der Präsident cinem Telegramm ciner aufrichtigen Blund ist mit kulturkritischen Betrachtungen zur Lage Deutschlands und Englands vertreten. Ferner bringt das Heft Beiträge von Conrad Wandrey, Karl Haushofer, Franz Thierfelder, Edzard H. Schaper( dem jungen Epiker), Gerhardt Giese usw. Notverordnung und Photosport ist der Leitaufsatz des neucsten Heftes der bekannten Monatsschrift für Photographie und Kinematographie ,, Die Linse" benannt. Die Abhandlung er, mutigt alle Liebhaberphotographen und gibt Ratschläge, wie man den Photosport auch unter den schwersten Zeitverhältnissen durchführen kann. Das Heft kostet 60 Pfg. Aeltere Probehefte von der Geschäftsstelle Berlin- Lankwitz, Derflingerstraße 23, gegen 15 Pfg. Portoersatz. Das war eine Nacht, geradezu ein Nächtchen! Von 1 Uhr an in allerhöchster Alarmbereitschaft vor dem Lautsprecher zu sitzen, die Minuten schleichend verrinnen zu sehen, Musit, Hörspiel, Zwiegespräche, Mutmaßungen über den Ausgang des Kampfes in bunter Folge zu genießen und immer mit der peinlichen Angst, ob es nachher" auch wirklich klappen wird. Böse Erfahrungen man denke an das Pariser Fußball- Länderspiel ließen Schlimmes vermuten. Aber schließlich klappte es doch. Sogar ganz ausgezeichnet. Trotzdem einige Kilometer uns von dem Platz trennten, an dem Schmeling seinen bisher weitaus größten und besten Kampf lieferte, war die Verständigung vorzüglich, entging nur gelegentlich das eine oder andere. Kurt Prenzel, Deutschlands unvergessener Ex- Mittelgewichtsmeister, machte sich als Kampfreporter vorzüglich. Seine phrasenfreie Wiedergabe des Kampfverlaufes hielt jedenfalls den Fachmann bestens auf dem laufenden und wer vorher vom Boxen nichts verstanden haben sollte, wird nach Ablauf der fünfzehn Runden Borexperie gewesen sein. Zumindest was den Clinch betrifft, denn in dem fühlte sich Stribling von der Mitte des Kampfes ab offenbar am wohlsten. Soweit es allerdings sein Zustand überhaupt zu= ließ, sich wohlzufühlen... Das von vielen Vereins- und Verbands- Rechnern als ganz vorzüglich beurteilte Universal- Verbands- und Vereinskassebuch von mir ausgearbeitet wird in jeder gewünschten Stärke geliefert. Die Anschaffung für das kommende Jahr ist jetzt zu empfehlen. 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In Südwestafrika meldete der Hauptmann V. wieder einmal den Verpflegungsbedarf an. Rüdfrage der Intendantur: Zur Meldung, wieviel Bestände noch vorhanden. Antwort des Hauptmanns V.: Brot und Fleisch nicht mehr vorhanden seit 14 Tagen, Gewürznelken und Muskatnuß noch für 200 Jahre. Verantwortlich: G. Burgeleit, Gießen. Wer verkauft Für ein Spezialgeschäft Wohn- od. Geschäftshaus, Villa, Landwirtschaft, Gasthof, Fabrik, od. sonst. Betrieb, auch Bauterrain. Sof. Angeb. an Fritz Schmitt, Köln a. Rh., Heinrichstr. 31 Albin Klein, Gießen Verdienst durch Verk.v.Geburtsfags oder Pfingstposttarten. 100 Std. 2 RM Verlaufswer: 5-7 RM Nachnahmeoder Vorfasse. Buka Versand 76 Leipzig S3, Poſts. 34. wird zum 1. IX. in verkehrsreich. Strasse ein Ladenlokal bevorzugt mit einem Schaufenster, von bedeutendem Grossunternehmen gesucht. 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