Str. 27 en ck 135 URL Franck zt. tigt. Iligt es etränk AT KÖLN fter 1931 aftliche, Rechtswissenschaft nische Semester) und Philo es- u.Bandelslehrerftudium. den 15. April. Die Ein 628. April einschl. Das Vor iversitäts- Selretariat gegen pig. Porto) bezogen werden. stoff Union Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdSendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. - Bolitische Rundschau. Reichspräsident von Hindenburg konnte gestern den Tag jeines 65jährigen Militärjubiläums feiern. Aus diesem Anlaß sind ihm zahlreiche Glückwünsche zugegangen. Zum deutschen Gesandten in Wien hat der Reichspräsident den Botschafter an der Botschaft in Paris Dr. Rich als Nachfolger des nach Brüssel versetzten Grafen Lerchenfeld ernannt. Reichsverkehrsminister von Guerard ist vom Papst in halbstündiger Privataudienz empfangen worden. Hierauf stellte der Reichsverkehrsminister seine beiden Begleiter, Ministerialdirigent Brandenburg und Direktor Wronski, vor. Zwischen dem Ministerpräsidenten Mironescu und dem deutschen Geschäftsträger wurden die Ratifikationsurkungen zum deutsch- rumänischen Handelsprovisorium ausgetauscht. Nach einer amtlichen Moskauer Mitteilung wird der che= malige Vorsigende der russischen Staatsbant, Bjatokow, in den nächsten Tagen in Berlin eintreffen, um mit den zuständigen deutschen Steilen über die Durchführung des deutsch- russischen Bestellungs- und Kreditablommens zu verhandeln. Kommenden Donnerstag werden unter den Parteien des jezigen Rumpfkabinetts in Thüringen die Verhandlungen um die Ergänzung der Thüringer Regierung beginnen. In den Osterfeiertagen ist es trotz des Verbots des Polizeipräsidiums in Berlin zu kommunistischen Demonstrationsverjuchen gekommen, die jedoch von der Polizei mühelos unter: drüdt werden konnten. Das anhaltische Staatsministerium hat auf Grund der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 28. März 1931 den Nationalsozialisten in Anhalt das Tragen einheitlicher Klei= bung, sowie das Tragen von Abzeichen verboten. Die Preußische Zentrumspartei veröffentlicht eine Erklärung, die sich gegen das Vollsbegehren des Stahlhelms zur Auflösung des Preußischen Landtags sowie gegen einen Volksentscheid wendet. Die Pariser Presse zeigt sich über die durch die Vertagung der Flettenberatungen mit Italien entstandenen Stockungen äußerst beunruhigt. Die Unstimmigkeiten sollen sehr groß sein. Die in der Auslandspresse aufgetauchte Meldung über einen bevorstehenden Besuch Mussolinis in London findet in Rom teinerlei Bestätigung. In dem zwischen Rußland und Japan ausgebrochenen Konlift wegen des Tokioter Anschlages auf den russischen Handelsvertreter hat die Sowjetregierung erneut scharfen Protest eingelegt. Das Kollegium der GPU. in Riasan gibt bekannt, daß sechs Eisenbahnbeamte wegen Sabotage und Kontrerevolution zum Tode verurteilt wurden. Das Urteil wurde Ostersonntag vollstreckt. Der Rat der Volkskommissare hat eine Verordnung erlassen, nach der sich alle Fahrgäste auf den sowjetrussischen Eisenbahnen, Flugzeugen und Dampfern bei Lösung der Fahrkarte gleichzeitig mit tausend Rubel gegen Unfall versichern müssen. Die Prämie beträgt pro Reise ein Rubel. Die Verordnung tritt sofort in Kraft. Der Allindische Kongreß faßte den Beschluß, Gandhi als jeinen einzigen Vertreter auf der nächsten Rundtisch- Konferenz zu ernennen. Die revolutionäre Bewegung in Venezuela greift immer mehr um sich und hat bereits den ganzen Südwesten des Staates erfaßt. Der Führer des Aufstandes, General Aravelo Cedeno, lündigt der Regierung Caracas den ,, Kampf bis aufs Messer" an. Der belgische Sozialistentongreß wurde am Ostersonntag mit einer Aussprache über die Abrüstungsfrage und die Landesverteidigung abgeschlossen. Mit großer Mehrheit wurde die Enthließung des Parteivorstandes angenommen, in der die Partei ich für eine allmähliche Abrüstung ausspricht. Mit dem gestrigen Dienstag ist das neue vatikanische Geld jum ersten Mal in Umlauf gesetzt worden. Die Münzen tragen Das Bildnis des Papstes. Die fünfte Straflammer des Berliner Landgerichts 1 hat jezt das Hauptverfahren gegen die drei Brüder Sklaret eröffnet. Der Eröffnungsbeschluß nimmt außer dem Tatverdacht des Betrages, der schweren Urkundenfälschung und der Bestechung auch den des Konkursverbrechens und vergehens an. Deutschlands Wehrlosigkeit. Kopenhagen. ,, Berlingske Tidende" verweist auf die großen Reubauten Polens, auf Frankreichs Versprechen, Polen im Kriegsfalle eine starte Schlachtschifflotte zur Verfügung zu stellen, auf die russischen Neubauten, auf die vielen U- Boote und Flugzeuggeschwader, auf Schwedens und Finnlands Neubauten, und schreibt dann in bezug auf Deutschland: Es wird also viel in den Ufern der Ostsee gebaut und man versteht daher Deutschlands Interesse für die Verhältnisse. Wenn die Abrüstungsfonferenz in Genf im Jahre 1932 zusammentritt, werden diese Reubauten zweifellos von Deutschland als Stütze für die Streihung des Paragraphen des Versailler Vertrages, der die Unleaseeboot- und Flugzeugwaffe Deutschland verbietet, angeführt werden. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 8. April 1931 Deutscher Brief an den Völkerbund. Genf. Das Völkerbundssekretariat hat gestern einen Brief der deutschen Regierung veröffentlicht, der sich mit der Offenlegung des Rüstungsstandes für die Abrüstungskonferenz be= schäftigt, daß diese Frage auf die Tagesordnung der nächsten Ratstagung gesetzt wird, damit Vorsorge getroffen wird, daß die Rüstungsangaben der einzelnen Regierungen nach einem einheitlichen Muster erfolgen. Nur so sei es, heißt es in dem Brief der deutschen Regierung, möglich, die Uebersichten der verschiedenen Länder miteinander zu vergleichen und den Verschiedenheiten, die sich aus diesem Vergleich ergeben, auf der Abrüstungskonferenz Rechnung zu tragen. London. Deutsche Staatsmänner nach England eingeladen. ,, Times" melden, die britische Regierung habe vor einigen Wochen durch Vermittlung der deutschen Botschaft in London an Reichskanzler Brüning und Reichsaußenminister Dr. Curfius die Einladung ergehen lassen, im April in London ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 28 Parlamentarisches aus Hessen. Die parlamentarische Arbeit in Hessen wird gleich nach den Feiertagen wieder fortgesetzt. Am 9. und 10. April wird der Gesetzgebungsausschuß zusammentreten, um mit der Beratung des zweiten Teiles des Entwurfes der neuen Gemeindeordnung fortzufahren; der Petitionsausschuß wird am Freitag, dem 10. April, zusammentreten, um eine Reihe von Anträgen und Eingaben zu beraten. Uniformverbot im Rheinland. Koblenz. Der Oberpräsident der Rheinprovinz hat folgendes Verbot erlassen:„ Auf Grund des§ 8 der Notverordnung in Verbindung mit der hierzu erlassenen Ausführungsverordnung des preußischen Innenministers verbiete ich hiermit für die Rheinprovinz bis auf weiteres das Tragen einheitlicher, insbesondere militärähnlicher Parteiuniformen oder Bundeskleidung der NSDAP., ihrer Unter-, Hilfs- und Nebenorganisationen, insbesondere der Sturmabteilungen( S.A.), der Schutzstaffeln und der Hitler- Jugend". einen privaten, freundschaftlichen Besuch abzustatten. Der Zeit Kommt eine evangelische Reichsfirche? punkt habe indessen Schwierigkeiten gemacht, da die Zeit des Kanzlers und des Reichsaußenministers im April sehr stark beansprucht ist. Es verlautet, daß die Einladung grundsätzlich für Mai angenommen wurde. Die Regierung hoffe, daß Briand ebenfalls an der Zusammenkunft teilnehmen werde. Englischer Flottenbesuch geplant. Berlin, 7. 4. Der ,, Matin" meldet aus London, daß die friedensmäßigen Beziehungen zwischen der englischen und deutschen Flotte wieder aufgenommen werden sollen. Die Flotten der beiden Länder würden dies durch gegenseitige Besuche zum Ausdruck bringen. Von unterrichteter Stelle erfahren wir, daß in dieser Frage in der Tat London und Berlin in einen Gedankenaustausch eingetreten sind. Deutscherseits würde man einen Besuch der englischen Flotte in deutschen Gewässern durchaus begrüßen. Beschlüsse sind aber bisher noch auf keiner Seite gefaßt worden. Flottenabkommen in Gefahr. Die Londoner Schlußverhandlungen über das französischitalienische Flottenabkommen sind bis zum 15. April vertagt worden, da grundsätzliche Schwierigkeiten aufgetaucht sind. Frankreich hat sich plötzlich auf den Standpunkt gestellt, daß das Flottenabkommen kein Hindernis bilde, um bereits im Jahre 1934 wieder nach Belieben Kriegsschiffe auf Kiel zu legen. England und Italien stehen demgegenüber auf dem vereinbarten Rüstungsstillstand bis 1936. Jn politischen Kreisen glaubt man, daß die einzige Möglichkeit, aus der Sackgasse herauszukommen, darin bestehe, die persönlichen Besprechungen der Minister der drei Länder wieder aufzunehmen. Vorstoß Beneschs gegen die deutsch- österreichische Zollunion. Prag. Minister des Aeußeren Dr. Benesch befaßte sich auf dem Osterkongreß der tschechoslowakischen Nationalsozialistischen Partei in sehr abfälliger Art mit den deutsch- österreichischen Zollvereinbarungen, wobei er u. a. behauptete, der deutschösterreichische Vertrag sei wie eine Bombe in die Besprechungen um ein vereinigtes Europa hineingeplatzt. Aus sachlichen und formalen Gründen müsse die Tschechoslowakei gegen diesen Plan Stellung nehmen. Eine Dollarmillion zur Förderung der deutsch- amerkanischen Beziehungen. Berlin. Der Deutschamerikaner Gustav Oberländer, der, 20jährig, im Jahre 1888 aus dem Rheinland nach Amerika ausgewandert ist, hat eine Stiftung von einer Million Dollar für die Förderung der deutschamerikanischen Freundschaft ausgesetzt. Es soll dadurch Amerikanern zu Studienzweden der Aufenthalt in Deutschland ermöglicht werden. Danzig fündigt den Polen. Am 8. Oktober 1921 wurde auf Veranlassung des Völkerbundes ein Abkommen zwischen Danzig und Polen, betreffend die Benutzung des Hafens von Danzig durch polnische Kriegsfahrzeuge, geschlossen. Eine besondere Vereinbarung sieht vor, daß dieses Abkommen zum 1. Juli 1931 mit dreimonatiger Frist, d. h. ab 1. April 1931, gekündigt werden kann. Der Senat hat jetzt von seinem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht und die Kündigung des Abkommens am 1. April 1931 ausgesprochen. Der polnische Hafen Gdingen ist genügend ausgebaut; es liegt also fein Anlaß mehr vor, polnischen Kriegsschiffen in Danzig besondere Vorteile einzuräumen. j. . Die Frage einer Zusammenfassung der verschiedenen Kirchenregierungen in eine evangelische Reichskirche taucht von Zeit zu Zeit immer wieder auf und wird auch jetzt wieder diskutiert. Wie wir von der zuständigen Kirchenbehörde dazu erfahren, ist man auch in firchlichen Kreisen der Meinung, daß eine Zusammenfassung der 28 verschiedenen Kirchenregierungen in Deutschland Vorteile mit sich bringen würde, daß jedoch einer solchen Zusammenfassung, abgesehen von rein firchlichen Momenten, auch solche gegenüberstehen, die in der Eigenart der verschiedenartigen deutschen Stämme beruhen, und die deswegen vorläufig noch nicht opportun erscheint. Einige Zusammenschlüsse benachbarter Gebiete werden aber trotzdem erörtert und vielleicht in absehbarer Zeit verwirklicht werden, so die Kirchen Hessen- Nassaus, Hessen- Kassels, Frankfurts und Waldecks. Das Vorgehen der Sowjets gegen die Kirche. Warschau. Nach einer Meldung des ,, Dobry Wieckor" aus Moskau sollen die Sowjets am Karsamstag die Schließung einer großen Azahl von Kirchen verfügt und den übrigen Kirchen das Glockenläuten untersagt haben. Durch eine besondere Verfügung sei der katholischen Geistlichkeit die Abhaltung von Gebeten verboten worden. Gleichzeitig sei, wie das Blatt weiter berichtet, ein Plan veröffentlicht worden, demzufolge im Laufe dieses Jahres etwa 70 Prozent aller noch nicht geschlossenen Gotteshäuser ihre Pforten schließen müssen. Revolution auf Madeira. Lissabon. In Funchal auf Madeira sind der Oberkommijsar und der Zivilgouverneur der Insel von den lokalen Truppen abgesetzt und gefangen genommen worden. Die Rebellen haben die Regierungsgebäude, das Gebäude der Bank von Portugal und das Finanzamt besetzt. Den Konsuln der ausländischen Mächte ist die Versicherung gegeben worden, daß Leben und Eigentum der Ausländer geschützt werde. Zum Militärgouverneur wurde General Dias ernannt. Die neue Militärverwaltung will von der portugiesischen Regierung nur die Befehle ausführen, die verfassungsmäßig sind. Die portugiesische Regierung hat beschlossen, sofort zwei Kriegsschiffe und 500 Mann Truppen nach Funchal zu schicken. Erdölquellen in Thüringen. Die Gewerkschaft Elwerath hat gemeinsam mit der Winters= hall A.-G. in Kassel und einem dritten, sehr leistungsfähigen Konzern sehr bedeutende Flächen in Mitteldeutschland zur Ausübung von Erdölgewinnungsrechten erworben. Es handelt sich zunächst um 40 000 preußische Morgen im Landkreise Mühlhausen i. Th., die sich als durchweg erdölhaltig erwiesen haben. Die auf den erworbenen Flächen im Landkreise Mühlhausen in aller Stille durchgeführten Bohrungen auf Erdöl haben überall ergeben, daß sich in Tiefen von mehr als 700 Meter start erdölführende Schichten unter den Steinsalz- und Kalifalzstücken vorfinden. Sie verheißen große Erdölausbeuten. Auf jeden Fall aber wird auf Grund der bisherigen Bohrergebnisse in Fachfreisen angenommen, daß die mitteldeutsche Erdölindustrie in bezug auf die deutsche Gesamtrohölversorgung in Zukunft noch eine sehr bedeutende Rolle spielen wird. Biedenkopf. Eine Kreistagsfizung mit verkürzter Ladefrist befaßte sich mit den Unstimmigkeiten bei der Kreiskommunalkasse. Es wurde festgestellt, daß die Unterschlagungen sich nach den bisherigen Ermittlungen auf 8400 Mark belaufen. Die veruntreuten Gelder verteilen sich in der Hauptsache auf zwei Beamte, von denen einer durch Selbstmord geendet hat, während der andere vom Dienst suspendiert wurde. Stuttgart. Sieben Feuerwehrleute wurden am Ostermontag beim Versuch, ein brennendes Auto zu löschen, durch Erplosion des Benzintanks schwer verletzt. Sie mußten sämtlich ins Krankenhaus übergeführt werden. Der Wagen war plöglich auf offener Straße in Brand geraten. Mittwoch, den 8. April 1931. Lokales. Ruhige Ostertage. Das herrliche Frühlingswetter der Tage vor dem Fest hatte alle Welt mit Mißtrauen erfüllt gegenüber den Voraussagen der Wetterpropheten, so daß noch am Karfreitag eifrig die Pläne für den Osterspaziergang gemacht wurden. Aber die Voraussagen erwiesen sich doch als richtig, denn am Festsonnabend öffneten sich die Schleusen des Himmels und so etwas wie Bindfadenregen verwässerte alle Feiertagsabsichten. Der zweifelhafte Himmelssegen hielt die Nacht über an und der Ostersonntag begann mit verhängtem Himmel. Es war zwar trocken, aber für weitreichende Pläne doch nicht zusagend. Man entschloß sich daher zu anderen Dispositionen, so daß der Verfehr innerhalb der Stadt und ihrer nächsten Umgebung recht start war. Auch am zweiten Festtag blieb das Wetter beständig, war aber wieder wenig einladend zu größeren Ausflügen. So blieb man auch am zweiten Feiertag in der Stadt und ihrer nächsten Umgebung, sofern man nicht den Aufenthalt in den eigenen vier Wänden vorzog. Die Gaststättengeschäfte in der Stadt haben einen verhältnismäßig günstigen Abschluß gemacht, hingegen sind die Besitzer der Ausflugslokale leider nicht auf ihre Kosten gekommen. Der Reiseverkehr wies in diesem Jahre feinen besonders starken Umfang auf. Die Vorsorge der Reichsbahn hinsichtlich der Verstärkung von Zügen und Einlegung von Vorzügen usw. war wiederum ausgezeichnet, war aber größer als die Anforderungen des Verkehrs. Im übrigen ist das Osterfest in Gießen ruhig verlaufen; daher ist die Chronik der außerordentlichen Vorfälle recht gering. Der auswärtige Kraftwagenverkehr brachte einiges Leben in die Straßen der Stadt, aber alles hat sich ruhig abgewidelt. Auch in der Politik hatte es„ Urlaub" gegeben, so daß man keinen der sonst üblichen Sonntagsumzüge sah. Alles in allem: ein ruhiges Fest. Die Reisesparkasse. ,, Gießener Zeitung" zu verbinden. Und darauf gerade kommt es an, daß man das Entsagen gar nicht richtig gewahr geworden ist, wenn man dann nach Jahresfrist das gesicherte Reiseglück aus der Sparkasse heraustollern läßt. * Ehrung Dr. Fuhrs Bad Nauheim. Zu seinem 70. Geburtstag am Ostersonntag gingen Amtsgerichtsdirektor i. R. Fuhr zahlreiche Glückwünsche zu, ein Beweis dafür, welch großer Beliebtheit und Wertschätzung der Jubilar, der vor seiner Bad Nauheimer Tätigkeit etwa 20 Jahre in Gießen wirkte, sich allgemein erfreut. U. a. traf auch ein Glückwunschtelegramm von Oberbürgermeister Dr. Keller ein. Dr. Keller machte davon Mitteilung, daß aus Anlaß des 70. Geburtstags ein Bild Dr. Fuhrs im Gießener Volksbad, um dessen Schaffung sich der Jubilar sehr verdient gemacht hat, angebracht werden soll. Wer zur Erfüllung geldlicher Ansprüche des Lebens, zur Befriedigung irgendeines geldkostenden Sonderbedürfnisses je= weils nur einen Schein auszufüllen und aus dem Schedbuch zu reißen braucht, der kennt nicht die Sorgen, aber auch nicht die Freude, die das langsame Erringen irgendeines Lebensgenusses demjenigen bereitet, der von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, oder doch von Monat zu Monat mit Wenigem rechnen muß. Der Mensch, dessen Einkommen mit den Ansprüchen des täglichen Lebens man gerade so Schritt hält, muß eine besondere Anstrengung machen, wenn er einmal darüber hinaus etwas vom Leben haben will. Irgendeine Entsagung ist daher die Voraussetzung, ist die Bedingung, unter der allein ihm etwas über den Tag hinaus Wertvolles zuteil werden kann. Und weil solche Bedingungen schwer sind, solange man sie als Last empfinden müßte, so löst man sich das Entsagen in ein Spiel auf, bei dem alle Familienmitglieder wetteifern, das Ihre zu dem allgemein gewünschten Erfolg beizutragen. * Einbruch. In der Nacht von Samstag auf Ostersonntag brach ein Dieb in das Gastzimmer der Wellersburg ein und stahl Zigaretten und Spirituosen. Die Kriminalpolizei ist mit den erforderlichen Ermittelungen beschäftigt. * Nachdem das Schöffengericht und als Berufungsinstanz die Große Straftammer sich in zweimaligen wochenlangen Sigungen mit den Darlehensbetrügereien des Kaufmanns Albert Wacker von Wiesed beschäftigt und den Angeklagten in der Berufungsinstanz zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt hatten( während in der ersten Instanz nur auf drei Jahre Gefängnis erkannt worden war), wird sich nun auch das Reichsgericht mit dieser leidigen Angelegenheit zu beschäftigen haben, da Wacker Revision an das Reichsgericht eingereicht hat. * Vor dem Schnellrichter. Nach Schluß einer nationalsozialistischen Versammlung wurde auf dem Wege nach seiner Wohnung ein junger Nationalsozialist von dem 25jährigen Arbeiter Wilhelm Hedderich, der anscheinend der K.P.D. nahesteht, verfolgt und mißhandelt. Hedderich wurde in polizeilichen Gewahrsam genommen, und dann dem Schnellrichter vorgeführt. Das Gericht stellte fest, daß Hedderich ohne Grund den Nationalsozialisten angefallen hatte und verurteilte ihn zu vier Wochen Gefängnis, deren Verbüßung er sofort antreten mußte. Das schönste Ziel solcher Entsagungskünste ist die Sommerreise. Für sie opfert man gern allerlei Kleinigkeiten das ganze Jahr in die Reisesparkasse. Mit den Fünfern, die die ersten Der Flecke auf dem neuen Tischtuch kosten, fängt man an. Hausherr steuert seine durch Selbstrasieren gesparten Zwanziger bei; seine ungetrunkenen Abendschoppen, seine ungerauchten Zigarren verwandeln sich unvermerkt in ein paar Aufenthaltstage in den Bergen, an er See. Die neuen Stiefel, die durch eine noch und nochmalige Reparatur der alten gespart werden, die selbstgarnierten Hüte der Mädchen, versagte Sahnenbaisers, ge= laufene statt gefahrene Streden: es ist unerschöpflich, was alles auf einmal aus der Reisesparkasse herauskommt, wenn zur großen Reisezeit die Ausschüttung der Masse erfolgt. * Briefposten für Kreuzer„ Emden". Die Briefposten für den Kreuzer ,, Emden" werden im Monat April an folgenden Tagen vom Marinepostbüro, Berlin C 2, abgesandt werden: am 10. April nach Schanghai( China), am 11., 14. 17., 18., 21., 24., 25. und 28. April nach Nagasaki( Japan). Vor Jahrzehnten spielten die winzigen silbernen 20- Pfg.Stüde eine große Rolle bei diesen Zwed- Sparmethoden. Heute tut einer vielleicht die Münzen, die anläßlich der Jahrtausendfeier der Rheinlande geprägt worden sind, in die Sparbüchse. Außer ihnen gibt es heute kaum Münzen, die den Spartrieb anregen; immer gleich zwei oder drei Mark beiseitezulegen, ist ja gar nicht so leicht, wie es sein müßte, um den Erfolg der Reisesparkasse mit der Unempfindlichkeit seines Zustandekommens Werden Staat und Reich Nr. 28 Aus Nah und Fern. Lich. Passanten, die am Montag abend zwischen 10 und 11 Uhr von Lich nach Nieder- Bessingen gingen, fanden etwa 500 Meter vor Nieder- Bessingen zwei junge Leute in ihrem Blute liegen. Unweit davon lag ein beschädigtes Motorrad. Der eine der verunglückten, der 22jährige Maurer Karl Steng Ier, war tot, während sein Begleiter, der 25jährige Arbeiter Heinrich Ludwig, noch Lebenszeichen von sich gab. Die Ver unglückten wurden nach ihrem Heimatorte Lich gebracht, wo Ludwig auch nach kurzer Zeit starb. Wen die Schuld an dem Unglüd trifft, fonnte noch nicht festgestellt werden. * Stadttheater. Heute( im Mittwoch- Abonnement) und morgen( im Dienstag- Abonnement) gelangt als Gastspiel der Vereinigten Operettentheater Bochum- Hamborn die Operette ,, Viktoria und ihr Husar" zur Aufführung. Grünberg. Der Bergmann Karl Nau aus Weitershain wurde Ostersamstag nachmittag in der Eisensteingrube bei Azenhain von niederstürzenden Erdmassen verschüttet. Der Verunglückte trug Bein- und Rippenbrüche, ferner einen Schlüsselbeinbruch und innere Verletzungen davon. In schwer verletztem Zustand mußte er nach der Chirurgischen Klinik nad Gießen gebracht werden. * Die ehemalige Feldartillerie in Kassel am 9. und 10. Mai 1931. Die Vorbereitungsarbeiten für die festlichen Veranstaltungen, für die Unterbringung, Werbung, Verkehrsregelung usw. schreiten gut voran. Berechtigte Hoffnungen auf Vor große Beteiligung hat man trotz der schlechten Zeiten. allem zählt man auf die alten Kameraden im Hessenland und auf die hessische Bevölkerung. Nachmeldungen bis zum 9. Mai werden bei den Vereinen oder der Auskunftsstelle des Waffentages( Stadtobersekretär Siebrecht, Kassel- W., Wilhelmshöher Alle 178) entgegengenommen. Schotten. Hier findet vom 15. bis 18. Mai der diesjährige Vertretertag des Hessischen Beamtenbundes statt, an dem einige hundert Delegierten der Beamtenschaft Hessens teilnehmen. Bad Nauheim. Zur Kur hier eingetroffen ist der ehemalige König Friedrich August von Sachsen. Friedberg. Reichspräsident von Hindenburg hat den Feuer wehrmann Ferdinand Hohmann für über 50jährige aktive Zugehörigkeit zur hiesigen Freiwilligen Feuerwehr mit einem persönlichen Anerkennungsschreiben ausgezeichnet. Büdingen. Der Arbeiter Konrad Maul aus Bindsachsen wollte auf seinem Motorrad seine Schwiegermutter nach Hause bringen. An einer unebenen Stelle der Straße stürzte die Frau vom Rade. Sie erlitt so schwere Kopfverletzungen, das der Tod auf der Stelle eintrat. Rüsselsheim. Zwischen Rüsselsheim und Königstädten wurde die Leiche des 25jährigen Bäders Göz aus Rüsselsheim auf gefunden. Das Motorrad des Getöteten lag in der Straßen mitte. Es ist anzunehmen, daß der Verunglückte aus nicht be tannter Ursache die Herrschaft über die Maschine verloren hatte. * Warnung. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge schreibt: Seit einiger Zeit häufen sich die Fälle, daß Bücher und ähnliche Werke mit der Behauptung angeboten werden, ein Teil des Reingewinns würde für die Kriegsgräberfürsorge verwandt. Einige Vertreter gehen sogar soweit, daß sie bei Nichtabsatz des Buches ohne jede Berechtigung eine Spende für den Volfsbund erbitten und in dessen Namen quittieren. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gibt daher bekannt, daß er grundsätzlich jede Beteiligung an Erwerbsunternehmungen ab= lehnt und daher mit keiner Firma eine Abmachung getroffen hat, Bücher oder sonst irgend einen Artikel zu Gunsten der Kriegsgräberfürsorge zu vertreiben. Der Volfsbund warnt nachdrücklich, anderslautenden Angaben Glauben zu schenken und bittet, vorkommendenfalls sofort die Kriminalpolizei zu verständigen und womöglich auch die Bundesgeschäftsstelle, Berlin W. 15, Brandenburgischestr. 27, zur weiteren Verfolgung der Angelegenheit zu unterrichten. Darmstadt. Am ersten Osterfeiertag stürzte sich eine 38jäh rige geschiedene Frau, aus Frankfurt stammend, vont Turm der Ludwigshöhe. Der Tod trat sogleich ein. Wegfall der Beihilfen zu erhalten; die Mitgliederbeiträge gingen bedenklich zurück, umgekehrt fielen den Vereinen neue Aufgaben in der Betreuung der Erwerbslosen zu; auch müsse bei der Hilfe für die Jugend versagen? sich das schlechte Beiſpiel von Reich und Staat verheerend bei Im allgemeinen Trieb zum Sparen sind in den Haushaltsplänen vom Reich und von den Staaten bei den Posten für Turnen, Sport und Wandern Abstriche in einer Höhe vorge nommen worden, die allgemeine Beunruhigung hervorrufen. Diese Mittel werden überhaupt erst seit einigen Jahren bewilligt. Unverantwortlich lange hatte man eben gezögert, bis man an eine planmäßige Förderung der Körperpflege heranging. So hatten diese Posten unter den fortwährenden Bemühungen der beteiligten Spitzenverbände erst eine bescheidene Höhe erreicht. Der Haushaltsposten in Preußen für Turnen, Sport und Wandern betrug 1929: 1 Million. 1930: setzte das Finanzministerium, in Erkenntnis der Wichtigkeit dieses Tuns, den Betrag auf 1% Million herauf. Die Erhöhung wurde aber nachher wieder gestrichen. Für 1931 hat man den Posten sogar auf 500 000 RM. gekürzt. Also um die Hälfte, während sonst nur Abstriche von 5-10, ausnahmsweise 20-25 v. H. in Frage tommen. Außerdem sollen noch bei den Jugendpflege= beihilfen die bisherigen Darlehnsmittel von 900 000 RM. völlig in Wegfall tommen. Das Reich gab für diese Dinge 1928: 1 Million, während seit Jahren 5 Millionen beantragt wur den. Im neuen Haushalt sind nur 750 000 RM. vorgesehen, aljo ebenfalls ein Rüdgang auf die Hälfte. Hiergegen wehren sich die Spitzenverbände mit Nachdruck. An den Reichstag wie an den Preuß. Landtag richteten sie mehrere wohl begründete Eingaben. Der Preußische Wohlfahrtsminister Dr. Hirtsiefer erklärte den Vertretern der drei Verbände in einer Unterredung, daß er sich zu ihrer Auffassung bekenne. Mit erfreulicher Deutlichkeit hat er dem auch im Landtag Ausdruck gegeben. Er betonte, daß es sich hierbei um feine Lurusausgaben handle, sondern um wirkliche Sparmaßnahmen. Dem schlossen sich auch in den Verhandlungen des Hauptausschusses die Redner der meisten Frattionen an, so daß die Aufhebung der Kürzung beschlossen wurde. Gleich wie vorher vor dem Preuß. Landtags= ausschuß für Leibesübungen, hatten nun fürzlich die Vertreter der Verbände Gelegenheit, ihre Wünsche vor dem Reichstags= ausschuß für Leibesübungen vorzubringen. Gie wiefen ein dringlich auf die Notlage der meisten Vereine und auf die große Schwierigkeit hin, auch nur das schon Geschaffene bei Darmstadt. Ein 23jähriger Arbeiter von Bensheim geriet mit einem Mädchen, mit dem er früher ein Verhältnis gehabt hatte, in eine Auseinandersetzung, in deren Verlauf er mehrere Schüsse auf das Mädchen abgab. Die Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus verbracht. den Gemeinden auswirken. Die Mitglieder dieser Ausschüsse im Reichs- und Landtag haben Sinn für die Bedeutung des Vorbeugens, wissen, was für die deutsche Volksgesundheit und Arbeitskraft auf dem Spiele steht. An ihrer Hilfe wird es nicht fehlen. Das Sparen um jeden Preis, d. h. das schematische Kürzen der Haushaltsposten ohne Rücksicht auf ihr inneres Gewicht, wird sich bitter rächen. Eine große Tageszeitung schreibt: Birkenfeld. Ein schweres Autounglüd ereignete sich am ersten Ostertag. Ein Berliner Auto mit zwei Insassen fuhr gegen einen Baum und eine Telegraphenstange, die glatt umDie beiden Insassen gerissen wurde, und stürzte dann um. mußten mit lebensgefährlichen Verlegungen in das hiesige Krankenhaus gebracht werden. Mittwoch, den 8 Ergeb Karfreitag Halle Stadtn SV. Weklar Großalmerod 1. Ostertag. BB. Gießen Germania M Wallau 1. Germania 03 VFR. Buzbad Boruffia Fult TV. Horas Niederswehre Sportfr. War Meljungen Blau- Weiß G Marburg. Am Ostermontag um 2 Uhr brach in einem Seitenflügel des Marburger Straßenbahndepots Feuer aus, das rasch um sich griff. Die gesamte Feuerwehr wurde alarmier die in zweistündiger Arbeit Herr des Brandes wurde und in der Hauptsache sich darauf beschränkte, das Warenlager der Straßenbahn zu sichern. Der Dachstuhl brannte vollständig ab. Personen kamen nicht zu schaden. Kassel. In der Ochshäuserstraße wurde ein 27jähriger Händler, der mit mehreren zurzeit sich in der Nähe des Forstes niedergelassenen Zigeunern über den Kauf eines Pferdes verhandelt hatie, aus Aerger darüber, daß der Handel nicht zustande gekommen war, mit einer Eisenstange niedergeschlagen und et heblich verletzt. Ginbed 05 VIB. Northei 2. Ditertag. Hagen. Der Direktor der Hagener Straßenbahn wurde seines Amtes enthoben, da er durch falsche Kapitalanleihen dez Gesellschaft 3 Millionen Mark Verluste zufügte. ,, Die letzten Jahre haben ein immer stärkeres Ueberwuchern der wirtschaftlichen Sonderinteressen der verschiedensten Gruppen gebracht. Alles drängt zum Staat und fordert finanzielle Unterstützung. Wenn politische Interessen auf dem Spiel stehen, tommt es auf einige Millionen mehr oder weniger nicht an. Ungezählte Summen werden in Deutschland dem Kampf um politische Anschauungen geopfert. Mit leeren Taschen steht die Jugend am Wege. Wieviel nötiger wäre, einer armen und verfümmerten Großstadtjugend Licht und Luft, Spielplätze und Bäder zu schaf fen. Man war im Lager der deutschen Turner und Sportler bisher wirklich zu bescheiden, man verstand die Zeichen der Zeit zu wenig und wird endlich einmal dazu übergehen müssen, den berechtigten Wünschen die Gestalt bindender Forderungen zu geben. Heute tann nur Macht imponieren! Gut, wähle man den gleichen Weg, den die politischen Parteien anwenden, und schreite man zu einer machtvollen Massenkundgebung und Demonstration. Nicht nur bitten und verhandeln, sondern zeigen, was die Spiel- und Sportbewegung heute bedeutet und im Namen dieser Millionen fordern, das ist die Aufgabe, die der baldigsten Lösung harrt." Im ständigen Gegeneinander in Politik und Wirtschaft, im Ringen um mehr oder weniger selbstische Belange überläßt man die Jugend sich selbst, läßt man die deutsche Volkskraft verfümmern mit der abgedroschenen Redensart, es feien-trok 10 000 Millionen Gesamthaushalt nicht ein paar Millionen dafür Entfettungs- Kuren im Frühling sind sehr empfehlenswert, weil der Körper gerade jetzt eine be sondere Neigung zur Stoffausscheidung besitzt. Nehmen Sie früh mittags und abends 2-3 Toluba Kerne, die Sie in Apotheken erhalten. frei zu madjen. Man sieht nicht oder will nicht sehen, daß mit verschlapptem Volkskörper weder ein wirtschaftlicher noch ein geistiger Aufschwung möglich ist und daß trotz Gasbomben und Flugzeugen gefunde und starte Menschen die erste Voraussetzung für die Landesverteidigung sind. Freude an der Kraft. CC. 03 Rajje VB. Gießen Olympia Lor Breidenbach 1 Spielverein K FC. Grone Sp. u. Sp. M Blau- Weiß G Heiligenstadt Karfreitag. 15 Meglar Sp.B Weglar Sp. 1. Offertag. Gibt es etwas schöneres, als so recht von Herzen seine Krat erproben und austoben zu können? Laufen und Springe Boxen und Ringen, Schwimmen und Rudern, Eislauf u Stilauf und dann wundervoll müde, im Schlaf neue Kräf sammeln. Wenn die Jugend um die Wette läuft und miteina der ringt, dann treibt sie zunächst die Freude, die eigene Kre zu fühlen, zu erproben und durch sie zu siegen. Aus dick Idee, aus diesem Kraftbewußtsein ist der Sport erwachje Aber Kraft und Sportgeist muß man hegen und pflegen, dam sie nicht verkümmern, nicht entarten. Kraft ist nicht die A bildung einzelner Muskelgruppen, sondern die Erfassung u Durchbildung des ganzen Körpers, Sportgeist ist nicht ehrgeizig Streben nach Wettkampf und Sieg, sondern Freude an Wel tämpfen und Siegen. Alles, was im Leben dazu dient, Leistungen hervorzubri gen oder zu steigern, wurzelt in der Kraft; sie ist Urquell u Ursprung jeder freudigen Befriedigung an Leistungen Vollsmund versteht man gemeinhin unter Kraft die Körper fraft, und Körperkraft ist der Nährboden für alle ande Kräfte. Darum heißt es, dafür sorgen, daß die Körperfrät zur vollen Entwidlung gelangen, denn erst so schofft sich jes den festen Untergrund für seine Leistungsfähigkeit im Leb und Beruf. Das Geheimnis, in den Vollbesitz seiner Körperkräfte gelangen, hat der Mensch längst gelöst, aber erst in den let Jahren ist die Erkenntnis davon in weitere Kreise gedrung Die Natur jelbit zeigt uns den Weg und erweist. daß die nati lichsten Uebungen und Bewegungen gleichzeitig die wirkun vollsten sind. Laufen und Springen, Werfen und Ring Schwimmen und Wandern sind und bleiben die natürlichs Methoden, zu Kraft und Leistungsfähigkeit zu gelangen. Bindeglied, das sie alle harmonisch miteinander verknüpft, die methodische Gymnastit. Sie bringt alle Teile des Körp im einzelnen und in Verbindung miteinander zu methodis Arbeit, zur Kräftigung und zu kraftvollem Zusammenwirk Auf ihr bauen sich Turnen und Spezialsportzweige erſt auf, fern man Turnen als eng gefaßten Begriff des Geräteturns Das Spiel ist die natürliche und notwendigste gänzung der Gymnastit, ist zusammen mit ihr der Weg Freude an der Kraft. nimmt Weilburg Leibgestern 1 Daubringen Lollar 1. Hermannstein Biffenberg Bistirchen 1. Stodhausen Tiefenbach Garbenteich Flenjungen 1 BiB. Gießen Weilburg 2. Garbenheim Steinbed Waldernbach Schwalbach Ulm- Beil 1900 Gießen 1900 Gießen Wekl. Sp. Werdorf 1. Lollar Jgd. Flenjungen Baldernbach 2. Certag. Löhnberg 1. Hermanniteir Oberbiel 1. Leihgejtern Oberndorf Steindorf Allendorf Wiejed 1. Ulrichstein Bieber 1. Holzhausen Schwalbach Allendorf 2. Ulm Ro Wiesed 2. Ettingshause Wetzl. SpV. Großen- Bufed Butzbach Jgd VFB. Gießen Sandball: TV. Niederg TV. Niederg Lieber Wir alle, die u Freiheitsgefühle Wir wissen, wie e rad in Gottes fr Straßenverkehr au rade fühlen kann. der Mensch mit de Erziehung vergift, fo oft vom Radfa uns, den guten T alle auf Rädern d benutzer zu der Ue Freiheit die Bilicht auf Freiheit im B Um zu dieser Wegebenutzer von Straße zu sein. D Rat fahrer und für berrichgelüft betäm ondern auch den o madhen, durch Vo Wenn wir vo jahrer nur ein auf die Verkehrserzieh nicht diefes verteu Der jungen Radfa unüberlegten Tate der Radfahrer geg eine leichte und we jeine zwei Beine a fälligteit unterwo biejes Gefühl der barum wird tein haben, einen zu Schreden zu verje und Fern ontag abend zwischen 10 Feijingen gingen, janden zwei junge Leute in i ag ein beschädigtes Motor jährige Maurer Karl Sten gleiter, der 25jährige Arbe eichen von fich gab. Die& Heimatorte Lich gebracht, arb. Wen die Schuld an festgestellt werden. Karl Nau aus Weiterste in der Eisensteingrube Erdmassen verschüttet. Rippenbrüche, ferner ein erlegungen davon. In der Chirurgischen Klinif 5. bis 18. Mai der diesjäh tenbundes statt, an dem ein nschaft Hessens teilnehmen eingetroffen ist der ehemal chsen. on Hindenburg hat den Feu nn für über 50jährige at willigen Feuerwehr mit ein en ausgezeichnet. Onrad Maul aus Bindfat e Schwiegermutter nach ha Stelle der Straße stürzte schwere Kopfverlegungen, b sheim und Königstädten w Göz aus Rüsselsheim a Setöteten lag in der Stra Der Verunglüdte aus nigti er die Maschine verloren b Feiertag stürzte sich eine 38 Furt stammend, vont Turm) eich ein. Arbeiter von Bensheim ge früher ein Verhältnis ge in deren Verlauf er me Die Schwerverletzte m Tutounglüd ereignete fich Auto mit zwei Insassen f egraphenstange, die glatt mum. Die beiden Inj Verlegungen in das hi um 2 Uhr brach in eine enbahndepots Feuer aus, Feuerwehr wurde afarmie Des Brandes wurde infte, das Warenlag de Stuhl brannte vollständig traße wurde ein 27jäh sich in der Nähe des Fo en Kauf eines Pferdes verh daß der Handel nicht zu stange niedergeschlagen und Hagener Straßenbahn urch falsche Kapitalanleihen Verluste zufügte. en im Frühling Der Körper gerade jetzt eine eidung besitzt. Nehmen Sie oluba Kerne, die Ei der Kraft. s so recht von Herzen seine Snnen? Laufen und Sprin nen und Rudern, Eislauf oll müde, im Schlaf neue Mittwoch, den 8. April 1931. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Karfreitag. Halle Stadtmannschaft- Kassel Stadtmansch. 3: 2( 1: 2) SV. Wezlar Union Niederrad 2: 6( 24) Großalmerode Spielvgg. Göttingen 2: 2( 1: 1) 1. Ostertag. VFB. Gießen Linienschiff„ Sessen" 4: 1( 1: 1) Germania Marburg SpV. Wetzlar 4: 1( 2: 0) Breidenbach 1. 5: 2( 3: 1) Wallau 1.- Germania 03 Pfungstadt Spvgg. 1900 Gießen 6: 1( 2: 1) VFR. Butzbach VfB. Friedberg 2: 1 Borussia Fulda Germania Bieber 1: 4( 0: 2) TV. Horas Blau- Weiß Bürgel 4: 6( 4: 2) Niederzwehren Hessen- Preußen Kassel 7: 1( 4: 0) Sportfr. Warburg Tura Kassel 1: 2( 1: 1) Melsungen VFR. Kassel 7: 0( 4: 0) SC. 05 Göttingen 1: 6 Sportfreunde Einbed 2: 0( 0: 0) Werder Hannover 3: 5 Blau- Weiß Göttingen Einbed 05VfB. Northeim 2. Ostertag. CC. 03 Kassel VIB. Gießen Olympia Lorsch FV. Neuendorf 5: 3( 2: 1) Linienschiff„ Hessen" 1: 2 Spogg. 1900 Gießen 7: 0( 5: 0) Breidenbach 1. Wallau 1. 3: 1 Spielverein Kassel Hessen 09 Kassel 8: 1( 2: 1) FC. Grone FC. Niederzwehren 2: 1( 2: 0) Sp. u. Sp. Northeim Großalmerode 1: 2( 1: 0) Werder Hannover 4: 4( 1: 3) Blau- Weiß Göttingen Heiligenstadt Sportfr. Kassel 0: 2( 0: 1) Gau Gießen- Wehlar. Wetzlar Sp.V. 2. Hermannstein 1. 3: 2( 2: 2) Weylar Sp.V. 3. Butzbach 2. 5: 2( 0: 1) Karfreitag. 1. Ostertag. Weilburg Fußballsportv. Ffm. 2. 0:11 Leihgestern 1. Großen- Bused 1. 1: 6 Daubringen SC. Wetzlar 4: 1( 1: 1) Lollar 1. Butzbach komb. 4: 0 Hermannstein 1. Marbach 1. 2: 4( 0: 1) Bissenberg Weinbach 14: 3 Biskirchen 1. Stockhausen Tiefenbach Garbenteich Oberndorf 1. 1: 1 Steindorf 2: 5 Nauborn 3: 5 Steinberg 0: 1 Flensungen 1.— Ettingshausen 1. 3: 2( 1: 1) BfB. Gießen 3. Dutenhofen 1. 3: 4 Weilburg 2. Wetzl. Sp. 3. 4: 0( 0: 0) Garbenheim 1900 Gießen 4. 3: 2( 1: 1) Steinbed Wiesed 4: 4( 4: 0) Waldernbach Holzhausen 0: 2 Schwalbach Burgsolms 2. 7: 0 Ulm Beilstein 3: 3 1900 Gießen tomb. Jgd. Wiesbaden Jgd. 0: 0 1900 Gießen fomb. Jgd. Heuchelheim Jgd. 4: 0( 1: 0) Wetzl. SpV. 1. Jgd. Rüdesheim 0: 8 Werdorf 1. Jgd. VfB. Gießen 2. Jgd. 2: 1( 2: 0) Lollar Jgd. Bruchenbrücken Jgd. 3: 4 Flensungen Jgd. Ettingshausen Jgd. 2: 1( 2: 0) Waldernbach Jgd.- Holzhausen Jgd. 3: 1 2. Ostertag. Löhnberg 1. Fußballsportv. Ffm. 2. 1:10 Hermannstein 1. VfB. Wetter 1. 2: 3 Marbach 1. 5: 0 Germania Marburg 2. 4: 2 Oberndorf Wetzl. SpV. 2. 1: 3 Oberbiel 1. Leihgestern 1. Steindorf Allendorf 1. Wiesed 1. Ulrichstein Bieber 1. Holzhausen Stodhausen 5: 0 Obershausen 6: 0 1900 Gießen 3. 1: 3( 1: 0) Bobenhausen 7: 1 Lollar 2. 0: 3 Waldernbach 5: 1 Schwalbach Nauborn 2. 5: 2 Allendorf 2. Obershausen 2. 2: 0 Ulm- Rodenroth 1: 1 Wiesed 2. 1900 Gießen 4. 1: 7 Ettingshausen 2.- Wetzl. SpV. 1. Jgd. Großen- Bused Jgd. Hungen 1. 4: 1( 2: 1) Oberlahnstein Jgd. 1: 9 Wiesbaden Jgd. 7: 0( 3: 0) Butzbach Jgd. Lollar Jgd. 0: 2 VfB. Gießen 2. Jgd. Sandball: TV. Niedergirmes 1. IV. Niedergirmes 2. Klein- Linden Jgd. 4: 4 1900 Gießen 1. 10: 8 1900 Gießen 2. 0: 5 Lieber Radler hör mich an! Wir alle, die wir auf das Rad geflochten sind, wissen, welche Freiheitsgefühle das Radfahren in jedem Menschen auslöst. Wir wissen, wie erhaben man sich fühlt auf blitzblankem Zweirad in Gottes freier Natur, und wie überlegen man sich im Straßenverkehr auf dem kleinen, flinken, schmiegsamen Fahrrade fühlen kann. Wir wollen es aber nicht wahr haben, daß der Mensch mit dem Besteigen des Fahrrades Kinderstube und Erziehung vergißt, wie man in bedauerlicher Verallgemeinerung so oft vom Radfahrer behauptet. Diese Behauptung zwingt uns, den guten Ton in allen Lebenslagen zu bewahren und alle auf Rädern die Wellen des Verkehrs schneidenden Wegebenutzer zu der Ueberzeugung zu erziehen, daß das Recht auf Freiheit die Pflicht mit sich bringt, auch das Recht der anderen auf Freiheit im Verkehr anzuerkennen. m die Wette läuft und mite chst die Freude, die eigene durch sie zu fiegen. Aus stsein ist der Sport erwat B man hegen und pflegen, tarten. Kraft ist nicht die! pen, sondern die Erfaffung ts, Sportgeist ist nicht ehrge Sieg, sondern Freude an adient, Leistungen hervorzu in der Kraft; sie ist Urquell friedigung an Leiftungen meinhin unter Kraft die Ki er Nährboden für alle an für sorgen, daß die Körper Um zu dieser Ueberzeugung zu gelangen, muß sich jeder Wegebenutzer von dem Gefühl frei machen, ein Beherrscher der Straße zu sein. Dies gilt sowohl für Fußgänger als auch für Rat fahrer und für Kraftfahrzeuglenker, und man wird jcoes Herrschgelüst bekämpfen, wenn man danach strebt, nicht nur sich, sondern auch den anderen das Leben im Verkehr angenehm zu machen, durch Vorsicht, Einsicht und Rücksicht. gen, denn erit jo fchofft fid eine Leistungsfähigteit im Vollbesitz seiner Körpertr git gelöjt, aber erit in den Don in weitere Kreije geb n Weg und erweist, daß die gungen gleichzeitig die wich Springen, Werfen und ind und bleiben die natür iftungsfähigteit zu gelangen monijch miteinander verini Sie bringt alle Teile des bung miteinander zu meth zu fraftvollem Jujammen und Spezialsportzweige erft gefaßten Begriff des Geräte zufammen mit ihr der e natürliche und notwendig Wenn wir von der Behauptung ausgehen, daß ein Radfahrer nur ein auf Rädern dahingleitender Fußgänger ist, müßte Sie wäre es auch, wenn die Verkehrserziehung leicht sein. nicht dieses verteufelte Freiheitsgefühl namentlich im Herzen der jungen Radfahrer lebte und in Uebermut sich äußernd zu unüberlegten Taten verleiten würde. Im gewissen Sinne ist der Radfahrer gegenüber dem Fußgänger der Stärkere. Er hat eine leichte und wendige Maschine, während der Fußgänger auf jeine zwei Beine angewiesen, im Verkehr einer gewissen Schwerfälligkeit unterworfen ist. Wir alten Radfahrer wissen, daß dieses Gefühl der geringeren Beweglichkeit nervös macht, und darum wird fein pflichtbewußter Radfahrer eine Freude daran haben, einen zu Fuß gehenden Mitmenschen in Angst und Schreden zu versetzen. Zur Auslösung dieses Schreckens gehört 1. Fußballmannschaft des Linienschiffs„ Hessen“ Kiel als Gäste des BfB. 08 Gießen. Für die Osterfeiertage hatte der VfB., die hier nicht unbekannte erste Fußballmannschaft des Linienschiffes„ Hessen" als Gast. Bereits am Ostersonntag gegen Mitternacht versammelte sich am Bahnhof eine stattliche Zahl Anhänger des VFB. und des Marinevereins um den blauen Jungens ein herzliches Willfommen zuzurufen. Nach Begrüßungsansprachen begaben sich die Hessenleute in ihre Privatquartiere, um sich nach ihrem 2: 1- Siege gegen Viktoria Neuwied der wohlverdienten Ruhe hinzugeben. Am 1. Osterfeiertag begann nach Ueberreichung von Ehrengaben das Spiel der beiden Mannschaften, dessen Anstoß ein 5jähriger VfB.er als blauer Hessenjunge vollzog. Es war vom Anstoß an zu merken, daß die Hessenmannschaft seit ihren früheren Besuchen viel hinzugelernt hat und daß sie schließlich mit 4: 1 Toren unterlag, ist wohl mit auf die Anstrengungen der vorangegangenen Rheinreise zurückzuführen. Bis furz vor Schluß hielt sich die Mannschaft recht tapfer, mußte jedoch in den letzten Minuten den routinierten VfB.ern das Kommando überlassen. In der Halbzeit legte der Begleiter der Mannschaft, Herr Leutnant 3. See Wittich, an dem Gefallenengedentstein im Beisein der beiden Mannschaften zur Ehrung der Gefallenen des VfB. einen Kranz nieder. Am Abend fand eine Familienzusammenkunft im Café Ebel statt, an der ebenfalls die Hessenleute, der Marineverein und der VfB. teilnahmen. Schon frühzeitig war der Saal überfüllt und bald kehrte beste Stimmung ein, die die Versammelten lange zusammenhielt. Das für den 2. Osterfeiertag angesetzte Rüdspiel konnten die Seffenleute" nach durchweg besserer und aufopferungsvollerer Spielweise mit 2: 1 Toren für sich entscheiden. Ein wohlverdienter Sieg, der, wenn das Schußpech nicht allzu groß gewesen wäre, noch höher hätte lauten können. Für den Abend war eine Zusammenkunft im Heim des Marinevereins vorgesehen, die ebenfalls, wie alle Veranstaltungen, besten Besuch aufzuweisen hatte. Die sportliche Tätigkeit war nun vorüber und konnten sich die blauen Jungens nun mehr dem Vergnügen widmen. Bis in die frühen Morgenstunden blieb mant vergnügt beisammen. Am 3. Feiertag fand die Besichtigung der Schaffstaedtschen Fabrik für gesundheitstechnische Anlagen statt. Am Nachmittag folgte ein Ausflug nach Annerod, bei dem es wieder sehr fidel zuging und bei dem auch einige der blauen Jungens eine Probe ihrer Reitkunst( Quadrille usw.) ablegten. Nur allzu früh mußten die Teilnehmer von dem guten Apfelwein Abschied nehmen, dem als Abschluß der Veranstaltung ein sehr interessanter Vortrag von Leutnant z. See Wittich über die Mittelmeerreise des Linienschiffes„ Hessen" im Café Ebel folgte. Alle Zuhörer folgten mit Spannung der Reise in das MittelDie Tren meer, die durch Lichtbilder noch verschönt wurde. nung auch an diesem Abend wollte kein Ende nehmen. Und als die blauen Jungs heute früh den D- Zug nach Kiel bestiegen, waren wieder viele Anhänger versammelt, die ihnen ein frohes Wiedersehen in Gießen zuriefen. Die Bande zwischen dem Linienschiff„ Hessen", dem Patenlande Hessen, dem VfB. Gießen und dem Marineverein Gießen sind durch dieses Hiersein wieder enger geworden, jedem Teilnehmer aber bleiben die schönen Stunden unvergeßlich. Germania 03 Pfungstadt 1900 Gießen 6: 1( 2: 1). Mit ziemlich zusammengewürfelter Mannschaft war die Spielervereinigung 1900 auf Reisen gegangen und stand am er= ſten Feiertag den Pfungstädter Germanen gegenüber. Das Resultat gibt den Spielverlauf nicht richtig wieder. Die 1900er waren ihrem Gegner im Feldspiel fast mehr wie gleichwertig, der Sturm war aber vorm Tor direkt hilflos und konnte trotz mancher Chancen nichts zur Verbesserung des Resultates beitragen. Brambach stand im Tor. Zeiler in der Verteidigung bot eine ungewohnt schwache Leistung. Die Läuferreihe war gut. Im Sturm wollte es nicht flappen. Heilmann litt noch unter seiner Fußverletzung und hielt sich sehr zurüd. Aus Pfungstadt wird zu dem Spiel geschrieben: Das Ergebnis dieses am 1. Osterfeiertag in Pfungstadt ausgetragenen Spieles fönnte hinsichtlich der Spielstärke beider Mannschaften täuschen. Die Gießener waren absolut nicht so schlecht, wie es das Ergebnis glauben läßt. Die Gäste- Mannschaft hatte nur das Pech, auf einen vor allem im Schießen ganz hervorragend aufgelegten Gegner zu treffen, der sich darin auch feinen 3wang antat. Vor allem Böttiger war hier wieder einmal in großer Fahrt und setzte einige Bälle ins Neh, die man sozusagen nur alle Jubeljahre einmal sieht. Da sich die Pfungstädter Elf auch als routinierter, härter, und in der Durchführung ihres Systems fonsequenter erwies, so kam dieser hohe Sieg zustande. Das Spiel bot durchweg spannende Momente und wurde fair durch geführt. das plötzliche, heftige Klingeln, das fuhrmannsgleiche Rufen und das Dichtvorbeifahren der Radler an einem Fußgänger. Diese Taten sind Verkehrsflegeleien, deren sich die anständigen Radfahrer schämen. Es solle nicht bestritten werden, daß der Radfahrer von dem mit Motorkraft dahinbrausenden Weggenos= sen oft recht schlecht behandelt wird, aber die Entladung seines Zornes über den an diesen Zuständen unschuldigen Fußgänger ist feig. Wir wissen auch, daß viele Fußgänger sich gegen die Anerkennung der Verkehrsregeln stemmen und dadurch Verfehrsschwierigkeiten und Lebensgefahr für sich und ihre Mitmenschen hervorrufen. Aber der Radfahrer muß sich von einer Verallgemeinerung ebenso fernhalten, wie er eine Verallgemeinerung für seine Zunftgenossen ablehnt. Es ist besser, mit gutem Beispiel voranzugehen, als aus einem unwilligen Gefüh! heraus Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Der Radfahrer muß davon überzeugt sein, daß im Herzen des Fußgängers genau die gleichen Gefühle leben als in seinem Herzen. So wie er froh ist, friedlich und gefahrlos feines Weges ziehen zu fönnen, ist es auch der Fußgänger. Der Radfahrer soll nicht bei jeder falschen Bewegung des Fußgängers im Verkehr eine Böswilligkeit erblicken, sondern eine durch die allgemeine Vertehrsnervosität hervorgerufene oft unbewußte Handlung. Namentlich bei den jungen Radfahrern, in deren Herzen der Geschwindigkeitsteufel besonders lebhaft sein Spiel treibt, tann man beobachten, welche Ehre sie in das Dichtvorbeifahren und Erschrecken der Fußgänger setzen. Die organisierten Radfahrer betrachten es als vornehmste Pflicht, dieses Ueberlegenheitsgefühl in den jungen Radfahrern zu bekämpfen, aber leider nicht alle Radfahrer sind organisiert, und darum muß die Erziehung zum Verkehr auch außerhalb der Organisation vorgenommen werden. Kein pflichtbewußter Radfahrer bestreitet das Vorhandensein von Verkehrsrüpeln und er erblickt in der Bekämpfung dieser Schädlinge eine Aufgabe, in der ihn alle Wegebenutzer unterstützen müssen. Kein gerechtdenkender Wegebenutzer wird die Gefahr verkennen, in der sich auch der auf schwankem Rade bewegende Fahrer im Strom des Verkehrs befindet, ebenso Olympia Lorsch 1900 Gießen 7: 0( 5: 0) Nr. 28 Zu diesem Spiel stand Müller im Tor und Zeiler wirkte nicht mit. Zu dem Spiel berichtet die Wormer Presse u. a.: Trotz strömenden Regens hatten sich immerhin etwa 150 3uschauer eingefunden. Und diese Leute hatten Glück. Daß der Sieg so hoch ausfallen sollte, daran mögen wohl nur sehr wenige geglaubt haben. Gießen stellte eine sehr junge Mannschaft, die zwar sehr eifrig war, aber eigentlich nie gefährlich werden konnte. Der Tormann war oft sehr unsicher, wenn er auch an den Toren selbst wohl keine Schuld hat, denn diese dürften wohl faum zu halten gewesen sein. Die Verteidigung ging an, doch vermißte man schon hier das Zuspiel. Der beste Mannschaftsteil wird wohl die Läuferreihe gewesen sein, be sonders Glitsch arbeitete hier unermüdlich. Der schwächste Teil der Elf war der Sturm. An sich waren die Leute sehr flink und eifrig, aber von vernünftigem Zusammenspiel oder von einem Spielsystem hatten sie so gut wie keine Ahnung. Der Ball wurde in die Richtung des gegnerischen Tores getreten, dann versucht, ihn vielleicht noch vor dem Gegner zu erreichen. Daß man mit einem solchen System gegen Lorsch nicht antommen fonnte, ist flar. Der beste Mann war hier der Rechtsaußen, der wenigstens ab und zu eine saubere Flanke schlug. In der ersten Halbzeit kam Lorsch in ziemlich regelmäßigen Abständen zu fünf Toren. Die beiden ersten wurden von Karl Lorbacher und Metz erzielt. Schmitt schoß Nummer drei und stellte dann das Halbzeitergebnis von 5: 0 her. Nach der Pause gab sich Lorsch gar keine Mühe mehr, man gab sich zufrieden. Gießen kam dadurch etwas auf, fonnte jedoch nie gefährlich werden. Erst gegen Schluß griff Olympia noch einmal an und sah seine Bemühungen noch durch zwei Tore belohnt. Friedel Lorbacher und Diehl waren die beiden Schützen. Leihgestern 1. Großen- Bused 1. 1: 6( 0: 3). Großen- Bused Jgd. ,, Nassau" Wiesbaden Jgd. 7: 0( 3: 0). wurde. Am 1. Ostertag weilte die 1. Mannschaft des FC. GroßenBused bei der SpVgg. Leihgestern, um dort ein Freundschaftsspiel zu liefern. Die Gäste mußten zu diesem Spiel mit Erfah antreten, trotzdem wurde von ihnen ein vor allem technisch gutes Spiel vorgeführt, das nur in der 2. Hälfte etwas abflaute. In der 1. Halbzeit zeigte Gr.-B. ein Kombinationsspiel, wie man es lange nicht mehr gesehen hatte. Der Ball wanderte flach von Mann zu Mann, um so die gut arbeitende L. Hintermannschaft vor feine leichte Aufgabe zu stellen. In dieser Hälfte Das Spiel war ein Klassenunterschied unbedingt bemerkbar. begann mit einem Angriff L., der jedoch sofort unterbunden Es entstanden ununterbrochen gefährliche Momente vor 2. Tor, welche bald zu einem unhaltbaren Treffer des Gr. B. H.-L. führten. L. überrascht, wird immer mehr in seine Hälfte gedrängt. Gr.-B. Hintermannschaft hat faum etwas zu tun, einzelne Gegenangriffe werden mit Leichtigkeit unterbun den, während L. Verteidigung schwer zu kämpfen hat. Bei einem Gedränge vor dem Tor versucht man das in der Luft hängende Tor mit der Hand zu verhüten. Der gegebene Elfmeter wird sicher zum 2. Tor verwandelt. Weitere schöne Angriffe der Gr.-B. wurden noch mit einem 3. Tor belohnt. Halb zeit 0: 3. 2. glaubte nach Halbzeit, mit dem Wind als Bundesgenossen, den Spieß herumdrehen zu können. Es kam jedoch anders. Nicht lange und das 4. Tor für Gr.-B. war gefallen Vorerst bleiben die Gäste, die durch Herausstellung eines Spies lers nur noch 10 Mann auf dem Felde haben, im Angriff. Eine Zurückgabe an den M.-L. ergibt aus ca. 23 Meter Entfernung das 5. Tor. Jetzt rafft sich L. auf und wird auch längere Zeit überlegen. Während dieser Zeit erzielt L. sein verdientes Ehrentor. Dann kommt Gr.-B. wieder auf und erzielt noch ein 6. Tor. Niemand hatte mit einem solchen Resultat gerechnet, doch ist der Sieg in dieser Höhe vollauf verdient. Am 2. Ostertag hatte die Jugend„ Nassau" Wiesbaden zum Gegner. Die Gäste hatten am Ostersonntag gegen 1900 Gießen 2. Jugend ein 0: 0 erzielen können. In Gr.- Bused mußten sie eine 7: 0- Niederlage hinnehmen. Das Resultat ist jedoch dem Spielverlauf nach zu hoch ausgefallen; ein Ehrentor wäre zumindest verdient gewesen. Die hohe Niederlage ist auf große Schußfreudigkeit der Gr.-B. Stürmer und den schwachen Tormann der Gäste zurückzuführen. Das Spiel war trotzdem sehr schön, vor allem ruhig. Bewunderswert war die bei den Gästen herrschende Disziplin, die manchem Spieler zum Vorbild dienen sollte. Zum Andenken an die Gäste wurde den Einheimischen ein schöner Wimpel überreicht. Aus Daubringen. Am 1. Osterfeiertage weilte die erste Mannschaft WetzlarNiedergirmes als Gast bei dem Sportklub 1921 Daubringen. Um 3.30 Uhr pfiff Schiri Schulz- Butzbach das Gesellschaftsspiel an. Daubringen, infolge Verspätung der Gäste, tritt mit 10 Mann an, vervollständigt jedoch nach 10 Minuten Spieldauer wenig, wie ein pflichtbewußter Radfahrer die Schwierigkeiten des Fußgängers und auch des Kraftfahrzeuglenkers verkennt. Darum muß jeder zu einem guten Verhältnis aller beitragen, und da es sich hier um die Radfahrer handelt, so möch= ten wir ihnen einige Richtlinien auf den Weg mitgeben: Benutze die Fahrradglode nicht als Alarminstrument, sondern zur Warnung. Strebe nicht danach, für einen Kunstfahrer gehalten zu werden, weil du haarscharf am Fußgänger vorbeizufahren vermagst. Habe Respekt vor Alten und Unbeholfenen, die zur Ueberschreitung des Fahrdammes gezwungen sind. Fahre rechts, überhole links. ein. Schränke deine Geschwindigkeit an unübersichtlichen Stellen Fahre mit deinen radelnden Weggenossen nicht nebeneinander., sondern hintereinander. Hänge dich nicht an Fahrzeuge an. Gefährde nicht dich und die anderen durch Loslassen des Lenkers. Nimm teine Personen oder Gegenstände mit, beachte die Regeln des Verkehrs und strebe mit dem pflichtbewußten Radfahrer danach, ein brauchbares Mitglied ihrer Gilde zu werden, zum Heile des Verkehrs und zur Erhöhung des Ansehens deiner radelnden Weggenossen in der Allgemeinheit. Humor. Recht schmeichelhaft. ,, Männchen. wenn ich dir täglich solch Mittagessen kochte, was friegte ich da?" ,, Meine Lebensversicherung ausgezahlt." Druckfehler. Answers. ( Aus einem Festbericht.) Die hier versammelten Vegetarier wurden von den Sängern mit dem schönen Lied begrüßt: Wem bring' ich wohl das erste Gras!" Nr. 28 Mittwoch, den 8. April 1931. seine Mannschaft. Infolge des starten Windes kommt das Spiel nur sehr schwer in Gang. W.- Niedergirmes hat den Wind als Bundesgenossen und kann öfter das D. Tor bedrohen, jedoch flärt der Tormann die brenzlichsten Sachen. Durch verwandelten Elfmeter geht D. in Führung. Doch bald fällt für Niedergirmes das Ausgleichstor. Halbzeit 1: 1. Nach Halbzeit verändert sich das Bild. Daubringen geht, begünstigt durch den Wind, zum Angriff über und kann weitere 3 Treffer erzielen. Zwei vom Schiri gegebene Elfmeter wurden verschossen. Das Spiel litt unter ungünstiger Witterung. Nach dem Spiel vereinten beide Mannschaften frohe und heitere Stunden, so daß den Gästen der Abschied recht schwer fiel. Es war ein echtes rechtes Freundschaftstreffen nach den schweren Verbandsspielen. Aus Lollar. Lollar 1. Lollar Jgd. Bieber 1. Butzbach 2. 4: 0. Bruchenbrüden Jgd. 3: 4. Lollar 2, 0: 3. Butzbach Jgd. Lollar Jgd. 0: 2. Sehr rege war der Spielbetrieb der Lollarer Mannschaften an Ostern. In vier Spielen wurden drei schöne Siege errungen und eine ehrenvolle Niederlage eingesteckt. Am 1. Feiertag trat die Jgd.- Mannschaft einer sehr starten Elf von Bruchenbrüden gegenüber und schlug sich äußerst tapfer. Durch Eigentor fonnten die Gäste einen Sieg buchen. Dann standen sich eine tomb. Elf Butzbachs und Lollars 1. Mannschaft gegenüber. Der Spielverlauf war leider wenig interessant, da beide Mannschaften schwache Leistungen zeigten. Mit einem 4: 0- Siege der Einheimischen trennten sich beide Parteien. Am 2. Feiertag schidte man zwei Mannschaften auf die Reise. Die zweite Elf überraschte dadurch, daß sie in Bieber gegen die dortige Erste 3: 0 gewann. Sehr gut schnitt die Jgd.Mannschaft in Butzbach ab. Mit 2: 0 Treffern blieb sie über die dortige Jugend siegreich. Flensungen 1. Flensungen Jgd. Ettingshausen 1. 3: 2( 1: 0). Ettingshausen Jgd. 2: 1( 2: 0). Die beiden ersten Mannschaften lieferten sich am 1. Feiertag auf dem kleinen Flensunger Sportplay einen spannenden Kampf, bei welchem bald die eine und bald die andere Partei im Vorteil lag. Während Flensungen fomplett antrat, mußten die Gäste die gesamte Hintermannschaft, sowie den Mittel- und linken Läufer ersetzen. Das Spiel an sich war schr fair, litt aber unter der ungenügenden Leitung des Schiedsrichters. Vor dem aktiven Spiele trafen sich die beiden Jugendmannschaften. Dieses Treffen gewannen die Gäste sicher, denn sie stellten die spielerisch bessere Mannschaft. Die gute Leistung des Tormanns der Platzbesitzer verhinderte eine höhere Niederlage. Ettingshausen 2. Sungen 1. 4: 1( 2: 1). Am 2. Osterfeiertage hatte sich die aktive Mannschaft des. vor einigen Wochen gegründeten Sportvereins Hungen zu einem Gesellschaftsspiele bei der 2. Garnitur des Sp.B. Ettingshausen eingefunden. Die Gäste, welche den Anschluß an den W.S.V. erstreben, zeigten recht ansehnliche Leistungen. Bei beiden Mannschaften war die Hintermannschaft der beste Mannschaftsteil. In der 12. Minute ging Sungen durch Verwandlung eines Edballes in Führung. Ausgleich und Führungstreffer konnte die Platzmannschaft noch kurz vor Halbzeit erzielen. Erst gegen Schluß, als der Eifer der Gäste erlahmte, konnten die Platzbesitzer noch 2 weitere Tore erzielen. Mit dem Schiri Naumann- Laubach waren beide Mannschaften sehr zufrieden. Streife durch den Bezirk. SC. 03 Kassel FB. Neuendorf 5: 3( 2: 1). ,, Gießener Zeitung" selbst zu schädigen. Lieber in Ehren und mit Anstand verlieren, als unrühmlich gewinnen! Blikturnier? Fußballturniere sind schon lange eine beliebte Einrichtung im Sport des grünen Rasens. Sie erstreden sich entsprechend der Spieldauer gewöhnlich über zwei Tage. Besonderes Interesse erweckten diese Veranstaltungen mit internationalem Einschlag.( Eine solche fand z. B. jetzt an Ostern in Wien statt zwischen Rapid Wien, Austria Wien, Hungaria Budapest und Spielvereinigung Fürth, wobei unser deutscher Vertreter leider sehr schlecht abschnitt.) Meistens sind es vier Vereine, welche gegeneinander spielen, zuerst in einer Vorrunde, z. B. A gegen B und C gegen D, und dann in einer Nachrunde die Sieger, etwa A und C, um den ersten und zweiten und die Unterlegenen, etwa B und D, um den dritten und vierten Platz. Als Spieldauer gilt die übliche Zeit von zweimal 45 Minuten; nur bei internen Veranstaltungen oder bei größerer Teilnehmerzahl pflegt sie um 10 bis 30 Minuten abgekürzt zu werden. Neuerdings hat sich daneben eine andere Art von Turnieren eingebürgert: das sogenannte„ Blizturnier". Der Name stammt daher, daß in kurzer Zeit von einer Anzahl Mannschaften die Spielrunden hintereinander ausgetragen werden. Dieser Charakter bedingt natürlich, daß die Spieldauer stark herabgesetzt wird; in der Regel beträgt sie zweimal 10 Minuten; ist dann der Stand unentschieden, so gibt es eine Verlängerung von entweder einmal 5 oder zweimal 5 Minuten; wenn dann immer noch fein Sieger ermittelt ist, wird derselbe durch das Los entschieden. Bei der Kürze der Zeit muß jede Partei bemüht sein, möglichst schnell einen Erfolg zu erringen, was auf der Gegenseite selbstverständlich zum Zwang führt, dieses zu verhindern, so daß beide Mannschaften zur Hergabe ihres ganzen Könnens genötigt sind; das gerade macht die Spiele interessant und lodt das Publikum an. Dieses Wiederholungsspiel, das zuerst nach Gießen angesezt war, brachte den Zuschauern am Ostermontag auf dem Plaz des VfB.- Kurhessen in Marburg im großen ganzen eine starte Enttäuschung. Ob nun die beiden Mannschaften abgekämpft waren( Neuendorf hatte am Gründonnerstag in Bonn gegen Alemannia Aachen spielen müssen und der SC. 03 am Ostersonntag an dem Blitzturnier in Kassel teilgenommen) oder ob das momentane Unvermögen, mehr begeisterungsfähige Energie und Elan aufzubringen, gegenseitig ansteckend und entkräftigend wirkte, mag dahingestellt sein; jedenfalls fonnte das Publikum bei dem Spiel nicht warm werden, so daß es mit seinem Urteil sehr kargte, sich nicht für die eine oder die andere Partei einsetzte und den Beifall über den Sieg lediglich den Schlachtenbummlern aus Kassel überließ. Dazu kam noch, daß einige Spieler unseres Bezirksmeisters sich in der zweiten Spielhälfte allerlei Regelwidrigkeiten und Unsportlichkeiten erlaubten, so daß der Schiedsrichter fortwährend gegen sie strafend und verwarnend einschreiten mußte; andererseits verdarb der Neuendorfer Torhüter durch sein oft leichtsinniges Spiel( das dem Gegner auch drei Tore einbrachte!) sich und seinen Mannen die Sympathie des Publikums, die es der Elf entgegenzubringen geneigt war, weil deren technische und taktische Darbietungen immerhin auf eine gute Veranlagung und gesunde Unterlage schließen ließen und denen des Hessenmeisters nichts nachstan den, so daß die Mißerfolge ein gewisses Mitgefühl erweckten ( das ja bekanntlich in solchen Fällen sich Auswärtigen gegenüber oft einstellt). Die verschiedenen widrigen Faktoren zusam= men haben es also bewirkt, daß dieses dem Lahnkreis überwiesene Spiel um die Westdeutsche Meisterschaft( es wird wohl die einzige Zuwendung dieser Art bleiben?) die Zuschauer nicht befriedigen konnte und daß man unserm Bezirksmeister für sein legtes Spiel gegen Alemannia Aachen keine Gewinnchancen einräumen kann, es müßte denn sein, daß er sich zu ganz an= deren Leistungen aufrafft; verlangen muß man aber wenigstens, daß alle Spieler der Mannschaft sich stets eines fairen und sportlichen Benehmens auf dem Spielfeld befleißigen und nicht zu Entgleisungen oder Ausschreitungen hinreißen lassen, welche ge= eignet sind, die Spielkultur unserer hessisch- hannoverschen Ver treter in ein schlechtes Licht zu setzen und dadurch den Bezirk Am Ostersonntag trugen in Rassel die sechs Bezirksligavereine unter sich ein solches Blikturnier aus, das folgendermaßen verlief( um die Durchführung eines solchen gleich an einem Beispiel zu zeigen): Vorrunde: Spielverein Kurhes sen 1: 0( 0: 0), Elfmeter; Hessen 09 Sport 1: 0( 0: 0), Elfmeter; Hermannia Sportklub 03 1: 1( 0: 0) nach Verlängerung, Hermannia Sieger durchs Loos; 3wischenrunde: Spielverein gegen Hessen 09 2: 2( 1: 1, 2: 2) nach Verlängerung, Spielverein Sieger durchs Los; Endspiel: Spielverein Hermannia( Freilos in der Zwischenrunde) 1: 0( 1: 0), so daß also Spielverein der Turnierjieger wurde. Die Durchführung der Spiele erforderte zweimal 25 Minuten und dreimal 20 Minuten, also zusammen 110 Minuten, die ganze Veranstaltung nicht mehr als 150 Mimuten oder 2% Stunden, die den Zuschauern infolge des fort: währenden Wechsels der Szenerie( Mannschaften und Spielbilder) wie im Fluge vergingen.( An manchen Sonntagen steht man übrigens zweimal oder dreimal 90 Minuien oder noch länger auf dem Sportplatz. um sich Spiele anzusehen, welche weniger spannend und befriedigend verlaufen!) Was in der Großstadt möglich, sollte auch an anderen Städten unseres Bezirkes durchführbar sein. Wir denken dabei im Lahnkreis zunächst an Gießen und Marburg. evtl. noch an Wetzler, deren Vereine ja dauernd einen Spielverkehr pflegen, der aber gerade durch die Wiederholungen derselben Wettkämpfe an Reiz und Anziehungskraft verliert. Vor längerer Zeit war jogar angeregt worden, daß die größeren Lahnkreisvereine nach Schluß der Verbandsspiele eine Runde als Pflichtspiele unter sich austragen sollten; der Vorschlag entsprang nicht zuletzt dem Wunsche oder der Hoffnung, auf diese Weise die Vereine von der Notwendigkeit oder Gewohnheit, fostspielige auswärtige Spielabschlüsse zu tätigen, zu befreien und sie finanziell zu entlasten; die Ausführung scheiterte aber daran, daß sich einige Vereine nicht auf diese Weise binden wollten, besonders weil sie nicht davon überzeugt waren, daß der zu erstrebende Zwed durch die Veranstaltung erreicht würde. Wie wäre es denn, wenn an Stelle dieses geplanten, aber ins Wasser gefallenen Unternehmens die Einführung des neuen ,, Blizzturniers" träte? Als Teilnehmer tönnten in Frage kommen die drei Vereine aus Marburg, die zwei Vereine aus Gießen und der Wetzlarer Sportvereine, so daß sechs Konkurrenten zusammen wären; als Ort müßten nacheinander Marburg, Gießen und Wetzlar ge= wählt werden. Vielleicht greift man diese Anregung einmal bei den maßgebenden Stellen der genannten Vereine auf und setzt sich zweds einer Aussprache schriftlich oder mündlich in Verbindung. Besonders erwähnt soll noch sein, daß man in Marburg gerade in den Kreisen, welche sich für die Pflichtrunde" nicht begeistern konnten, der Veranstaltung von ,, Blizturnieren" sehr sympathisch gegenübersteht und deren Verwirklichung nach Kräften unterstützen wird, sobald der Gedanke einmal Hand und Fuß bekommt. Also bitte Stellung zu dem Projekt nehmen! Westdeutsche Fußball- Meisterschaft. In der Gruppe 1 brachte das letzte Spiel am Ostermontag die Entscheidung um den 2. Platz: in Gelsenkirchen unterlag SV. Union Gelsenkirchen dem Meidericher Spielverein mit 0: 2 ( 0: 1), so daß nun dieser Tabellenstand hergestellt ist: Bielefeld Meiderich Gelsenkirchen Hüsten 3 3 2 1 1 1 1 3 1 3 10 0 2 2 0 9: 4 5: 1 4: 3 3: 3 3: 6 2: 4 3: 6 2: 4 Der VfB. Bielefeld und der Meidericher Spielverein wer= den also in der Gruppe 3 an den Endspielen teilnehmen. auch von dem Sportklub 03 Kassel mit 3: 5( 1: 2) aus dem Felde geschlagen. Der Stand ist also jetzt folgender: 0 0 4: 0 2: 0 00 Aachen Kassel Neuendorf 1 1 1 1 2 0 0 5: 3 2: 0 2 3: 9 0: 4 Der FV. Neuendorf scheidet also definitiv aus dem Wettbewerb aus; maßgebend für die Besetzung des zweiten Platzes der Gruppe 2, in welcher bekanntlich Fortuna Düsseldorf mit 6: 0 Punkten den ersten Platz bereits inne hat, wird nun der Ausgang der Begegnung zwischen Alemannia Aachen und Sportflub 03 sein; sie sie soll Ende dieser Woche in Hagen stattfinden. Von den acht Tabellenzweiten der Bezirke tragen am 12. April die vier Sieger der Vorrunde die beiden Spiele der Zwi schenrunde aus; es treten sich gegenüber: Von den 4 Vereinen der Gruppe 2 waren am Schluß der ersten Runde drei Vereine mit 2: 4 punttgleich gewesen; dadurch wurde eine Wiederholung der Spiele zwischen diesen drei Konkurrenten um den 2. Platz nötig. Das erste Treffen stieg am 3. April( Gründonnerstag) in Bonn; Gegner war Alemannia Aachen und FV. Koblenz- Neuendorf; diesmal revanchierten sich die Alemannen für die beim ersten Spiel in Koblenz erlittene 1: 3- Niederlage und schlugen die Neuendörfer mit 4: 0( 2: 0). Am 6. April( Ostermontag) wurden die letzteren in Marburg Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN liefert immer schnell, gut und preiswert für Familien, Vereine und Behörden wie STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN GIESSEN * in Elberfeld: Schwarz- Weiß Barmen und Borussig Rheine, in M.- Gladbach: Rheydter Spielverein und Spielogg. Sterkrade. Süd gegen West 2: 0( 1: 0) Das Freundschaftstreffen zwischen den Fußballverbänden von Süd- und Westdeutschland fand am Karfreitag in Saarbrücken das erwartete Interesse; trotzdem hier nur zweite oder gar dritte Garnituren der beiden Verbände im Kampf ſtanden, tamen doch 15 000 Zuschauer auf dem Platz im Ludwigspart zusammen. Leider kamen sie sportlich nicht auf ihre Kosten, denn das Spiel und die Leistungen der beiden Mannschaften enttäuschten start. Der Sieg der Süddeutschen ist dem Spielverlauf nach nicht einmal verdient. Der Süden hatte zwar in der ersten Halbzeit eine leichte Ueberlegenheit, dafür drängten aber die Rheinländer nach der Pause stärker. Die süddeutsche Elf wirkte, trotzdem sie mehr Vereinen als die westdeutsche entnommen war, einheitlicher, und sie zeigte auch die bessere Ballbehandlung, das reifere Stellungsspiel. Das 3uspiel ließ aber auch bei den Süddeutschen sehr zu wünschen übrig. Der beste Mannschaftsteil war das Abwehrtrio. Auch bei der westdeutschen Elf war die Abwehr der beste Mannschaftsteil. Gefallen fonnte auch die Läuferreihe, die in der Gesamtheit noch etwas besser gefiel als die süddeutsche Halbreihe. Sehr schwach war der westdeutsche Sturm, der schlecht zusammenspielte und vollkommen unproduktiv arbeitete. Das Spiel Während der ersten Halbzeit zeigte der Süden eine an= haltende leichte Ueberlegenheit, die aus dem besseren Zusam menspiel resultierte. In der ersten Viertelstunde waren allerdings beide Mannschaften reichlich nervös. Der Süden fand sich zuerst und erreichte auch schon in der 25. Minute das Füh rungstor. Im Anschluß an einen Edball köpfte Hörnle unhaltbar ein. Der Süden fam jetzt recht gut in Fahrt, er scheiterte aber mit seinen weiteren Bemühungen um einen Torerfolg an der recht guten westdeutschen Abwehr. Nach der Pause hielt zunächst noch die Überlegenheit der Süddeutschen an, sie erzielten hintereinander drei Ecken. Dann wurde das Spiel ausgeglichener und allmählich ergab sich sogar cine wachsende Ueberlegenheit der Rheinländer, die jetzt mit großem Eiser spielten. Aber auch die Düsseldorfer Stürmer erreichten wichts mehr als einige Eden. Dagegen kam der Süden in der 20. Minute noch einmal zu einem Erfolg. Der Rest der Spielzeit gehörte fast ganz den Westdeutschen. Säen zur rechten Zeit. Erscheint Bezugspreis 2,4 Fedallionsschluß früh dung nicht verlang 44. Jahrg. Politic Die Arbeitslojigte ridgegangen, als erw war im Augenblid n 200 000 bisher Arbeit Der Reichsrat wi Woche aufnehmen. Di Dm 30. April anberau Die Filmprüftelle einen deutschnationale te verboten, Jeder Gartenbesitzer ist natürlich bedacht, seine Aussaaten so frisch wie möglich ins Land zu bekommen. Wenn man einen recht frühen und langen Blumenflor im Sommer haben will, dann müssen die meisten Aussaaten im März und in den ersten Apriltagen gemacht werden. Man hüte sich aber, in nasses Erdreich zu säen, denn die Samen gehen schlecht und ungleichmäßig auf. Lieber wartet man einige Tage, bis die Erde abgetrocknet ist. Man sollte sich immer die kleine Mühe machen, die Saat zu beizen, denn dann hat man bedeutend weniger Verluste durch Krankheiten, die dem Samen anhaften und oft genug alle Hoffnungen vernichten. Gebeizte Saat geht auch erfahrungsgemäß viel schneller auf und entwickelt sich besser als ungebeizte. Wenn der Gartenboden verseucht ist, dann muß auch der Boden mit dem Beizmittel behandelt werden. Die verschiedenen Beizmittel, die im Handel sind, erfüllen alle ihren Zweck, wenn man sich genau an die Gebrauchsanwei sung hält. Ist man im Zweifel, dann frage man den Drogiften. H. K. Neue Bücher. Deutschlands Neugliederung. Nach dem„ Frankfurter Entwurf" von A. Weitzel. Uebersichtskarte. Vorwort von Prof. Dr. H. Schrepfer. Preis RM. 3. Verlag Ludwig Ravenstein A. G. Frankfurt a. M. Die Karte im Maßstab 1: 2 000 000 zeigt in vielfarbigem Steindrud die heutige politische Zerrissen heit neben der neuen Gliederung in 12 Reichsländer nach zu sammengehörigen Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturgebieten gleichartiger Struttur, sich aufbauend auf dem ewigen Recht der natürlichen Landschaft. Die Statistik gliedert die Reichsländer in Kreise, geordnet nach den verschiedenartigen Länderteilen. Die Zahlen der Fläche, der Bevölkerung und der Bevölkerungsdichte entsprechen dem neuesten Stand der Erhebungen. Schriftleitung: J. V.: G. Burgeleit, Gießen. Hühneraugen Warzen, Hornballen werden auch in den hartnädigsten Fällen totficher unter Garantie in 5-6 Tagen restlos beseitigt durch Hühneraugen- Rapid Erhältlich nur: Löwen Drogerie W.Kilbinger Nachf. Seltersweg. 79a Einj.- Abitur Institut Boltz- Ilmenau, ThürZur Absatzvergrößer. such. a. hies. Platz tücht. Mitarbeiter bei gar. 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Un störende Ba Reibehrenmals bei Weimarer Landrats Teile der Landstraß lände eingefchloffen Der König von Richard Förster durd verdienstordens ausge Der Flieger Udet in München eingetrof -Athen- Benedig Im Auftrage de B Staaten der Kle ad und Desterreich de Genfer Erörterung Der franz. Präsident Deutschland des Fri and die außenpolitisch chielt, In Norwegen hat Tusipertung von 43 April werden minde Metroffen fein. Die Arbeitgeber Gewerkschaften mitge wungen seien, ei ehmen, Nach Meldungen Truppen, die zur Bet den Aufständischen Das Gutacht Berlin. Der er age der unter dem Dr. Brauns tagenden beitsblatt" erschiend In der Einleitun eit ausgeführt, daß Vertichaften organifi Daten, 19,5 v. 5. v Bhäftigung hatten Bei dem Vorsch usbrüdlich darauf h nne, daß die Arbe yigen Arbeitszeit v mehr geleistet werde Kellenden Arbeitern bezweifeln, daß a richt unbeträchtlich rage ernstlicher Bri Tiche Borjchriften an gehörigen der höher Don der Beschäftigun Lonnie fich die Komm 150 RM Gehalt. 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