Nr. 88. sehr hoch ist und die , die Einnahmen der Der Sozialversicherung uer befreit werden. geständnissen die letzt rim öffentlichen Ins igion. che Pfarrer Edert übergetreten und hat ommen. Nach seiner D. verwandt werden. eitung der KPD. in Mannheimer Bolts hemmungslos feind ndlage unjeres Pro inzipien zu kämpfen Edert die Spannung tischem Bekenntnis in angehendes Problem. ngen in der Partei zu vermuten, daß Edert, ist, sich seine Stellung em Nürburgring. Dagenveranstaltung der dergrund aller Ueberiẞigtagefahrt auf dem Reihe der meist ge Cale Kommission des En bezw. Fabrikniederantie, daß es sich hier -It, wie sie jeder kraft en fann. kte, die von maßgeben Wirtschaftlichkeit und das sorgfältige Ein ungs- und Verbrauchs fonnte der Gang des stung usw. genau feit fahrens fielen die fest fort. Jetzt laufen die nde des Nürburgrings n sich, trotz der schweren r Verfassung und auf Es kann also schon ißigtagefahrt für alle n werden, daß das nfument erhält, ein zu ungsmittel ist und daß nft werden, wenn das It gefchieht: mägiges ojje! er. ngige, rüdhaliloje Kurz , wirtschaftliche, steuer Vorsorgen gibt uns die des Verlags für Wirts ritraße 20. Itsmärchen! Wer kennt in ihrem neuesten Heft chreiben, das mit hohen e" hat aus 10 deutschen druckt, danach sind die Der Schidjalsring des urkundlich bis ins 12 Bedingungen, welche mit sichern der Familie stän ig trägt eine Inschrift, Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44 Jahrg. - Politische Rundschau. Der deutsche Botschafter von Hoesch hatte am Freitagnachmittag seine zweite Unterredung mit Laval. Gegenstand des Gedankenaustausches war hauptsächlich die Vollmacht, die der beratende Sonderausschuß bei seiner im Youngplan vorgesehenen Untersuchung der deutschen Zahlungsfähigkeit erhalten soll. Der neue Reichskommissar für Erwerbslosensiedlung hat jeine Tätigkeit aufgenommen. Vorgesehen ist ein Sechsmonats= plan, für dessen Durchführung monatlich 8 Millionen zur Ver fügung gestellt werden sollen. Den deutschen Kreditgenossenschaften wird unter bestimmten Boraussetzungen eine Reichshilfe durch Garantieübernahme ge= währt werden. Die nächste Sondertagung des Völkerbunds rates in Genf wegen des mandschurischen Konflikts ist auf Wunsch Briands auf den 16. November nach Paris einberufen worden. Der amerikanische Botschafter in Tokio hat einer Meldung der„ Times" zufolge den japanischen Außenminister in Kennt nis gesetzt, daß die Vereinigten Staaten sich auf den Boden der Böllerbundsresolution über den mandschurischen Konflikt stellen. Der mandschurische Konflikt bedroht mehrere tausend deutscher Flüchtlinge, die durch die russische Kollektivisierung aus Rußland vertrieben worden waren und in der Mandschurei ein Unterkommen gefunden hatten. Die Kämpfe an Nonni- Fluß dauern an. Vom japanischen Kriegsministerium wird verbreitet, daß die japanischen Truppen ausdrücklichen Versprechungen zuwider von den Chinesen angegriffen worden sind. Der bereits angekündigte Gesegentwurf in Estland, durch den der Handel mit den wichtigsten Einfuhrartikeln, wie Getreide, Zuder, Salz, Petroleum, Steinkohle, zum Staatsmonopol erklärt wird, ist vom Parlament endgültig angenommen worden. Der italienische Außenminister Grandi wird seine Reise nach Washington zum Besuch des Präsidenten Hoover am Samstag antreten. Die Ausschreitungen gegen die jüdischen Hörer an der Universität in Warschau dauern an. Im Laufe des gestrigen Tages lam es auch außerhalb der Universität in den jüdischen Stadtteilen wiederholt zu ernsten Zusammenstößen und Prügeleien zwischen Studenten und Juden. Ueber die Einführung der 40- Stunden- Woche haben zwischen dem Gesamtverband Deutscher Metallindustrieller und den drei Gewerkschaftsverbänden der Metallindustrie Verhandlungen stattgefunden, die Aussicht auf eine Verständigung eröffnet haben. In einem Teil der Kölner Metallindustrie ruht seit gestern die Arbeit. Insgesamt sind 4000 Arbeiter im Streit. Entgegen anderslautenden Darstellungen in der Presse erjahren wir, daß in den letzten Tagen irgendwelche offiziellen Beratungen über eine eventuelle Erhöhung des Brotpreises in Berlin nicht stattgefunden haben, noch für die nächsten Tage anberaumt sind. Das Zentrum will feine Koalition mit der Rechten. Der Reichsausschuß der Deutschen Zentrumspartei trat Der Vorsitzende der Partei, Abg. Kaas vergeblich bemühte. Jn Donnerstag im Plenarsizungssaal des Reichstages zusammen. en Zeitschrift„ Neue wandte sich mit großer veröffentlicht. Vielleicht Schärfe gegen die Koalitionsgerüchte, die, wie er sich ausdrückte, s zu enträffeln. n Klein in Gießen. hholz önig reichhölzer vollständig geruchlos in jüngster Zeit von Kreisen außerhalb der Partei in der Def= fentlichkeit erörtert worden seien, an dem seinerzeitigen Beschluß Der Zentrumsfraktion des Reichstages, in der jede Tolerierung einer Rechtsregierung abgelehnt wurde, irgend etwas abzuändern. Der Kernpunkt der Tagung waren längere Ausführungen des Reichskanzlers Brüning. Das jezige Kabinett Brüning steht den Parteiwünschen noch objektiver gegenüber als das vorherige. Ich werde mich bis zum äußersten gegen jede inflatorische Maßnahme stemmen. Die kommende Zeit wird das deutsche Volk noch vor weitere schwere Opfer und Einschrän fungen stellen. Umso mehr muß das Volk unbedingte und getechtmäßige Verteilung der Lasten haben. Die Selbstkosten der deutschen Wirtschaft müssen gesenkt werden, um sie konkurrenzfähig zu erhalten. Dieses Problem ist aber nicht zu lösen lediglich durch einseitige Lohnsenkung, denn das würde letzten Endes hights weiter zur Folge haben als eine weitere Einschränkung Der Kaufkraft, und damit würde die Wirtschaft selbst geschädigt. nträchtigung und ohn Es muß endlich möglich sein, daß die einzelnen Berufsgruppen anismus, Ohne Benzin ich friedlich verständigen, und das wird gelingen bei gegenseiti ch gegen Feuchtigke tob. Es ist bruchsich mm schwer. zugspreis, gültig bis gem aufrichtigen Verständigungswillen. Die Etatlage des Jahres 1932 wird eine sehr schwierige sein. Die Hauptaufgabe wird es sein müssen, schnellstens zu soliden Geschäftsprinzipien und Maximen der Vorkriegszeit zu kommen. Weiter wird es die Aufgabe sein, daß in den jetzt beginnenden Verhandlungen eine Lösung des Reparationsproblems gefunden wird, die für Stück 1,65 RM zuzu das deutsche Volk und die ganze Welt das Vertrauen wieder Stück 10 of Rabatt Europa: Saale Mühlweg herstellt, ohne welches die Weltwirtschaft für lange Zeit zertört bleiben würde. Zugleich muß eine Regelung der kurzfristigen Kredite erfolgen. Die Welt muß sicher sein, daß in Deutschland keine politischen Experimente gemacht werden. Gerade diefer Winter wird dem deutschen Volke die schwerste Nerventrise auferlegen. Ursprünglich hatte man der Tagung des Parteiausschusses Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschettonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 7. November 1931 des Zentrums angesichts der vorgeschrittenen Erörterung über die Möglichkeiten eines taktischen Zusammengehens zwischen Zentrum und Nationalsozialisten mit großem Interesse entgegengesehen. Nachdem jedoch die Nationalsozialisten nach ihrem großen Wahlsieg in Mecklenburg zum Ausdrud gebracht hatten, daß sie sich von einer Fortführung dieser Aussprache gegenwärtig nichts versprechen, und nachdem auch das Zentrum durch die ,, Germania" daraufhin wissen ließ, daß es die„ Mittlerrolle zwischen rechts und links" nicht aufzugeben gedenke, hat die Sigung des Zentrums an Aktualität eingebüßt. Sie brachte dann auch nur eine Bestätigung des bisherigen Kurses der Partei. Genau wie Kaas lehnt also auch der Reichskanzler eine Wendung des Kabinetts nach rechts ab. Wir bezweifeln, ob diese Ablehnung ein fluger Schritt gewesen ist, denn ganz naturgemäß wird er eine erhöhte und verschärfte Kampffreudigkeit bei der nationalen Opposition auslösen und dazu beitragen, daß deren Reihen sich wieder fester schließen. Bürgerkrieg Vorbereitungen der sächsischen Kommunisten. Dresden. Gelegentlich einer polizeilichen Durchsuchung bei einem kommunistischen Funktionär wurde ein Rundschreiben ,, Pressedienst Oktober- November 1931" gefunden. Unter dem Titel befindet sich der Vermerk: ,, Material für die Redakteure der Betriebs-, Orts- und Häuser bloc- Zeitungen, für die Arbeiterforrespondenten und die Agiprop- Leiter der Ortsgruppen und Zellen." Das Rundschreiben enthält unter der Ueberschrift ,, November- Rundgebungen zum 14. Jahrestag der russischen Oktober= Revolution" organisatorische Anweisungen zur Durchführung der ,, Kampagne". Sie soll unter der Losung ,, Kampf für das sozialistische Rätedeutschland" erfolgen. Weiter werden im Rundschreiben besondere Anweisungen für die Programmzusammenstellung, Agitation und Propaganda für die geplanten November- Rundgebungen erteilt. Danach soll bei ihnen ,, klar herausgearbeitet werden, daß ein roter Oktober in Deutschland nur möglich sei, durch Sturz des Kapitalismus und Diktatur des Proletariats; daß dieses Ziel nur erreicht werden könne durch die bewaffnete Niederschlagung der Bourgeoisie und des Faschismus und daß der Weg zum roten Oktober fonkret aufgezeichnet werden solle." Sodann wird ausgeführt, daß die Arbeiter in der Sowjetunion bewaffnet seien und dazu aufgefordert, dem Beispiel des russischen Proletariats zu folgen. Die Anweisung schließt mit den Worten:„ Wir feiern den russischen roten Oktober im Zeichen der Rüstung für den deutschen Oktober!" Der Inhalt des Rundschreibens rechtfertigt die Annahme, daß die geplanten November- Kundgebungen der KPD. zum 14. Jahrestag der russischen Revolution dazu dienen sollen, den gewaltsamen Umsturz in Deutschland vorzubereiten. Die größe= ren öffentlichen Kundgebungen sind daher von den Polizeibehörden im Einverständnis mit dem Ministerium des Innern auf Grund von§ 1, Absatz 1, der Reichspräsidentenverordnung zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. März 1931 verboten worden. Waffenrazzia in einem kommunistischen Lokal in Berlin. In einem kommunistischen Verkehrslokal in Berlin- Moabit nahm die Politische Polizei in der Nacht zum Freitag eine Waffenrazzia vor. Die Beamten fanden nach der Durchsuchung der Anwesenden Trommelrevolver, Gummifnüppel und Seitengewehre. Die Waffen waren anscheinend von den Besitzern beim Erscheinen der Polizei fortgeworfen. Zweds näherer Feststellung wurden alle anwesenden Personen, 48 an der Zahl, der Abteilung IA des Berliner Polizeipräsidiums zugeführt. Ein Fünftel der deutschen Arbeitskräfte erwerbslos. Berlin. Wie in dem neuesten Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung ausgeführt wird, ist seit Juli dieses Jahres die konjunkturelle Arbeitslosigkeit, die vordem die ersten Ansätze zu einer leichten Besserung zeigte, erneut stark gestiegen. Die deutsche Wirtschaft verfügt über einen Bestand von etwa 21 Millionen Arbeitskräften( Arbeiter und Angestellte), die für den Arbeitsmarkt in Frage kommen. Von diesem Bestand stehen gegenwärtig nur noch 16 bis 17 Millionen in Arbeit. Mehr als der fünfte Teil ist vom Produktionsprozeß und damit vom Bezug ursprünglichen Einkommens ausgeschlossen. Die Schrumpfung der Beschäftigung, die seit Juli eingetreten ist, hat so gut wie feinen Wirtschaftszweig verschont. Kabinett Macdonald II. London. König Georg V. hat auf Vorschlag des Ministerpräsidenten seine Zustimmung zu folgender Kabinettsliste ge= geben: Ministerpräsident: Macdonald( Nationale Arbeiterpartei), Lordpräsident des Staatsrates: Baldwin( Kons.), Schatzkanzler: Neville Chamberlain( Kons.), Innenminister: Sir Herbert Samuel( Nat. Liberaler), Lordkanzler: Lord Sankey( Nat. Arb.), Kriegsminister: Lord Hailsham( Kons.), Außenminister: Sir John Simon( Lib. Nationalist). ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 89 Reparationswende? Ein neuer Abschnitt der Reparationspolitik beginnt. Das diplomatische Vorspiel hat bereits eingesetzt; Beratungen zwischen Deutschland und Frankreich insbesondere sind eingeleitet. In der Presse des In- und Auslandes bemüht man sich, den kommenden Verhandlungen das Horoskop zu stellen. Werden sie unter dem Zeichen wirtschaftlicher Vernunft stehen? Wird mit dem bisherigen System der Zwangszahlungen, das sich als verhängnisvoll für unser notleidendes Volt, als schädlich für die gesamte Weltwirtschaft erwiesen hat, endgültig gebrochen werden? Zweifellos sind in der Welt die moralischen Kräfte gewachsen, die im Sinne wirtschaftlicher Einsicht wirken und Verständnis für Deutschlands wirkliche Lage zeigen. Wird das System der Reparationen von einem Teil seiner Nutznießer leichten Kaufs preisgegeben werden? Zähen Ringens, immer erneuter Hinweise auf die Wirtschaftswidrigkeit der Reparationen und des politischen Schuldensystems wird es vielmehr bedürfen, um zu einer vernunftgemäßen Liquidierung der finanziellen Kriegsfolgen zu gelangen. Wie auch das Verfahren im einzelnen aussehen mag, daß man zur Aufrollung der Reparationsfrage einzuschlagen beabsichtigt ob zunächst auf die„ Maschinerie" des Youngplanes zurückgegriffen wird oder ob man bereits rechtzeitig beginnt, einen anderen Weg zu beschreiten in feinem Falle wird die Gegenseite auf die Mitarbeit von Sachverständigen verzichten wollen. Kein Sachverständigenausschuß aber wird an zwei un= umstößlichen Tatsachen vorbeigehen können: an der völlig erschöpften Leistungskraft Deutschlands und an den schweren weltwirtschaftlichen Schäden, die das System der politischen Zahlungen verursacht. Es ist ja auch nicht Neuland, das das fommende Sachverständigenkomité zu betreten hat. Wissenschaftler und Wirtschaftspraktiker haben zur Reparationsfrage in schlüssiger Weise das Wort genommen. Und was in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung ist: im Sommer dieses Jahres hatte sich bereits ein internationaler Sachverständigenausschuß unter dem Vorsitz des Amerikaners Wiggins zu dem Thema geäußert. Auf Veranlassung der Londoner Konferenz wurde dieser Ausschuß von der Bank für Jn= ternationalen Zahlungsausgleich eingesetzt, um die Kreditverhältnisse Deutschlands zu prüfen. In diesem Zusammenhange hat er vor aller Welt dargetan, daß eine Besserung der Weltwirtschaftslage eine Konsolidierung Deutschlands voraussetzt, daß Deutschlands Gesundung aber nicht möglich ist, solange man auf seine privaten Schulden ungeheure politische Lasten häuft,„ ,, den Pelion auf den Ossa türmt". Und schließlich rückt eine Frage mehr und mehr in den Brennpunkt der Diskussion: wie kann heute über Reparationen gesprochen werden, bevor das drängende Problem der privaten Verschuldung der deutschen Wirtschaft geklärt ist? Deutschland hat bekanntlich Milliardenbeträge an furzfristigen Auslands= krediten aufgenommen, sein Kreditsystem ist also überaus labil. Vor dem Abzug dieser Auslandsgelder schützt uns heute noch das Stillhalteabkommen, das im September mit den Gläubigern abgeschlossen wurde. Ende Februar nächsten Jahres läuft dieses Stillhalteabkommen jedoch ab. Eine neue Regelung wird Platz greifen müssen, die den elementaren deutschen Lebensbedürfnissen Rechnung trägt. Wie sie auch im einzelnen aussehen mag: die Auslandskredite müssen verzinst und früher oder später getilgt werden. Von Deutschland etwa die Rückzahlung dieser Kredite, gleichzeitig aber auch Reparationen erwarten zu wollen, hieße wiederum nichts anderes, als Bergeslasten aufeinander türmen, über mühsam errungene wirtschaftliche Erkenntnisse hinwegzugehen, eine weltwirtschaftliche Katastrophe ungeheuren Ausmaßes heraufzubeschwören. Die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Oktober 1931. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Die bereits seit langem anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten haben sich für die große Masse der Handwerksbetriebe im Monat Dktober erheblich weiter verschärft. Die außerordentliche Unsicherheit in der Beurteilung der Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse trug hierzu offensichtlich bei. Industrie, Handel, Landwirtschaft und Hausbesitz hielten mit der Auftragserteilung in einem Umfange zurück, der zweifellos häufig über die durch die Krise geforderte Notwendigkeit hinausgeht. Aehnlich verhält es sich auch bei der Masse der Einzelverbraucher, so daß die Gewerbe, die jetzt normalerweise ihre Saison haben sollten, nur über ganz unzureichende Belebungen berichten können. Dies gilt vor allem für das Herrenund Damenschneidereihandwerk, das Elektroinstallateurhandwerk, das Tapezierhandwerk und das Buchbinder- und Buchdruckerhandwerk. Verhältnismäßig gute Beschäftigung meldet lediglich das Puhmacherinnenhandwerk, das unter dem Einfluß des Wandels in der Hutmode ein ziemlich lebhaftes Verkaufsgeschäft aufzuweisen hatte. Der schärfste Druck der allgemeinen wirtschaftlichen Depression lastete auf dem Baugewerbe, das fast keine Beschäftigung mehr aufzuweisen hatte. Auch die Baunebengewerbe, die sonst im Oktober mit der Fertigstellung von Samstag, den 7. November 1931. Neubauten sowie mit Reparatu arbeiten in größerem Umfange als gewöhnlich gut beschäftigt sind, liegen ziemlich still. In den ländlichen Gebieten lagen die Verhältnisse nicht günstiger als in den Städten. Mit Beendigung der Ernte ist auch das Repara turgeschäft für Stellmacher, Schmiede, Schlosser und Sattler beinahe völlig zum Stillstand gekommen. Selbst die Nahrungsmittelhandwerke bekommen immer schärfer die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu fühlen, da immer größere Kreise der Bevölkerung sich in ihrer Lebenshaltung einschränken müssen. Eine besondere Belastung der Betriebe tritt noch durch die Hilfsaktionen ein, durch die die bedürftigen Bevölkerungskreise mit verbil ligten Lebensmitteln versorgt werden. Auch die im normalen Geschäftsverkehr zu erzielenden Preise sind infolge der schwierigen allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse in vielen Fällen völlig unzureichend. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes für Handwerksgesellen war sehr ungünstig. In fast allen Handwerksberufen mußten Gesellen entlassen werden; in zahlreichen Fällen konnten nicht einmal die Lehrlinge mehr beschäftigt werden. Die Schwarzarbeit der erwerbslosen Gesellen hat sich infolgedessen stark vergrößert. Auch machen sich in auffallendem Maße erwerbslose Gesellen selbständig, die durch niedrigste Preise ins Geschäft zu kommen suchen und dadurch die Lage für die übrigen Betriebe erschweren. Der Kampf um die Nonni- Brücke. Mutden, 6. November. Nach einem Bericht des japanischen Hauptquartiers wird im ganzen Gebiet des Nonni- Flusses noch immer heftig gekämpft. Die gestrigen Aktionen an der Brüde über den Nonnifluß dehnten sich bis in die ersten Morgenstunden Ueber den Ausgang der Kämpfe und über die Verluste schweigt der japanische Bericht. aus. Hier laufen dauernd Berichte über die Ankunft weiterer japanischer Verstärkungen aus Korea ein. Der unerwartet heftige Widerstand der Generale, die Marschall Tschang- Hsue- Liang treu geblieben sind, macht nach japanischer Auffassung eine umfangreiche militärische Aktion in dem Gebiet bei Tsitsiar absolut notwendig. Es sei unmöglich, die von den Chinesen zerstörte Eisenbahnbrücke in Ruhe wieder aufzubauen. Wieder ein Sprengstofflager geplündert. Kassel. Die Landeskriminalpolizei in Kassel hat einen sehr umfangreichen Diebstahl eines Sprengstofflagers des Johannesberg- Steinbruches bei Witzenhausen ermittelt. Das Sprengstofflager dieses großen Steinbruches wurde völlig ausgeplündert. Es sind 27% Kilo Gelatine- Dynamit, ein äußerst gefährliches Sprengmittel, das nur mit Hilfe von Sprengkapseln zur Entzündung gebracht werden kann, gestohlen worden. Deutsche Arbeitslose in Newyork. ,, Gießener Zeitung" neu aufzunehmenden Tschechen und nur 30 Prozent Deutsche. Bei den staatlichen Kohlenschächten ist das Verhältnis der Tschechen zu den Deutschen 1:10. Ueber die geradezu empörenden Verhältnisse bei der Eisenbahn hat der deutsche sozialdemokratische Abgeordnete Pohl folgende Zahlen bekanntgegeben: Von 600 Oberbeamten im Eisenbahnministerium sind zwei Deutsche, unter 109 Oberbeamten in den Staatsbahndirektionen befindet sich kein Deutscher. Von 37 Abteilungsvorständen sind drei Deutsche, von 411 Gruppenleitern 18 Deutsche, von den 122 Vorständen der Bahnerhaltungssektionen ist kein einziger ein Deutscher, von 111 stellvertretenden Vorständen sind 17 Deutsche, unter 37 Heizhausvorstände ist kein Deutscher, pon 1375 Stationsvorständen sind nur 48 Deutsche, während die Zahl der Deutschen unter 72 Kassenrevisoren vier beträgt. Nach einer Mitteilung der„ Newyorker Volkszeitung" ist in Newyork ein ,, Bund der deutschsprechenden Arbeitslosen" ge= gründet worden. Es handelt sich nach den ortigen Angaben um eine beitragsfreie, politisch und religiös unabhängige Vereinigung, die vermeiden will, daß arbeitslose Deutsche der öffentlichen Wohlfahrt zu Last fallen. Geplant ist zunächst ein umfassender Zusammenschluß aller Arbeitslosen, dann ein Aufruf der deutschen Presse an alle Deutschsprechende zur Sicherung ihrer Mithilfe, um das Los der weniger glücklichen deutschen LandsIeute im kommenden Winter lindern zu helfen. Selbständige Sparkassen. Die ungünstige Entwicklung, die die Finanzen einiger Gemeinden infolge der Arbeitslosigkeit genommen haben, hatte auch in Sparerkreisen teilweise Beunruhigung hervorgerufen. Man fürchtete vielfach, durch die finanzielle Notlage einer Kommune fönnte auch das Vermögen der zu ihrem Bezirk gehörenden Sparkasse beeinträchtigt werden. Diese Befürchtung war grundlos. Sparkassenvermögen war stets vom Vermögen der Gemeinde laut gesetzlicher und Satungsvorschriften vollkommen getrennt. Ein eigenmächtiger Eingriff einer Finanzverwaltung in das Vermögen der Sparkasse ist ausgeschlossen. Um die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Sparkassen von den Gemeinden noch zu unterstreichen und zu erweitern, hat die Notverordnung vom 6. Oktober eine Reihe von weiteren Sicherungsbestimmungen gebracht. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Verleihung der eigenen Rechtspersönlichkeit an die Sparkassen. Bisher waren die Sparkassen unselbständige Einrichtungen der Gemeinden; nunmehr werden sie zu Anstalten mit eigener Rechtspersönlichkeit umgestaltet, wie dies schon seit langem im Freistaat Baden und Hessen( bezüglich der Bezirkssparkassen) der Fall ist. Damit ändert sich nichts an der Haftung der Gemeinden für die Sparkassen, die weiter bestehen bleibt; die Sparkassen erhalten lediglich im Rahmen der kommunalen Verwaltung eine größere Selbständigkeit, wie sie die wirtschaftliche Eigenart ihrer Einrichtung erfordert. Noch schärfer als bisher wird das Vermögen der Sparkasse von dem kommunalen Vermögen getrennt. Um eine stärkere Beteiligung auch der örtlichen Wirtschaft an der Verwaltung der Sparkassen zu ermöglichen, werden sachkundige Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsleben in den Vorstand berufen. Ferner ist die Kreditgewährung an die Kommunen stark begrenzt worden, so daß auch in dieser Richtung kein Anlaß zu Bedenken oder Kritik vorliegt. Die Ausschließung der Sudetendeutschen aus den staatlichen Aemtern der Tschechoslowakei. Auf dem letzten Reichsparteitag der Deutschen christlichfozialen Volkspartei in Prag wurden Zahlen beispiele dafür angeführt, die deutlich beweisen, daß die Sudetendeutschen in den staatlichen Aemtern kein Unterkommen mehr finden. Im Postdienst sind rund 10 Prozent Deutsche und 90 Prozent Tschechen angestellt. Bei der Tabakregie werden in tschechischen Städten mit Tabakfabriken überhaupt nur Tschechen angestellt, dagegen sind in deutschen Städten mit Tabatfabriken 70 Prozent aller Unangenehme Folgen weiblichen Starrjinns.*) Die folgende merkwürdige Begebenheit hat sich vor einigen Jahren, ungefähr im März, zugetragen Ich erzähle sie nach dem Bericht Ben- Alibas: Da lebte in Enzisweiler, etwa eine halbe Stunde vom Bodensee, der wirkliche Oberlandgendarm 2. Klasse Gottlieb Bamberger, verehelicht mit Klara, geborenen Menhardt, Schreinerstochter aus Reit. Dieser Oberlandgendarm Bamberger hatte eine fast frankhajte Vorliebe für Sardellenbutter. Um seiner Vorliebe wieder einmal zu frönen, gab er eines Morgens seiner Frau den Auftrag, Sardellenbutter für 15 Pfennig einzuholen. Frau Bamberger unterzog sich dem Auftrag nur widerwillig, da sie überhaupt streitsüchtig and besonders dem Buttergenuß des Mannes abhold war. Jedoch will sie beim Einkaufen ihrer hauswirtschaftlichen Bedürfnisse vom Krämer ausdrücklich auch Sardellenbutter für 15 Pfennig gefordert haben. Gestaltung der Realsteuersenkung im Rechnungsjahr 1931| 32. Nr. 89. scheidungen( Bekanntmachung vom 20. August 1931, RGBI. I S. 463), der zu§ 7 des Realstenersenkungsgesetzes mit meiner Zustimmung ergangenen Entscheidungen des Landes wird sich die Senkung der Realsteuern und der Gebäudeentschuldungssteuer in den deutschen Ländern im Rechnungsjahre 1931 in der aus der nachfolgenden Zusammenstellung ersichtlichen Weise gestalten. Zusammenstellung über die Gestaltung In der ,, Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen" vom 1. Dezember 1930 ist be kanntlich angeordnet, daß die Realsteuern und Hauszinssteuern der Länder und Gemeinden mit Wirkung vom 1. April 1931 ab, also für das Rechnungsjahr 1931/32, nicht über die Steuersäge, welche am 31. Dezember 1930 festgelegt waren, erhöht werden dürfen. Des weiteren schreibt die Dezember- Notverordnung vor, daß für das Rechnungsjahr 1931/32 unter bestimmten Voraussetzungen die Grundsteuer um je 10 Prozent und die Gewerbesteuer um je 20 Prozent und für den nicht landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen oder gärtnerischen Grundbesitz an Stelle der Grundsteuersenkung die Gebäudeentschuldungssteuer( Hauszinsstener) entsprechend zu ferken ist. Der Neichsminister der Finanzen gibt nunmehr im Deutschen Reichsanzeiger" Nr. 203 die Gestaltung der Realsteuersenkung im Rechnungsjahre 1931/32 bekannt. Der Krämer überhörte entweder das Verlangen, oder es passierte ihm eine Verwechslung furz: Frau Bamberger brachte, als sie heimkam, nebst ihren anderen Päckchen statt der Sardellenbutter für fünfzehn Pfennig Hefe mit. Als Bamberger jein Brot damit beschmierte und den ersten Bissen versuchte, merfte er als Butterkenner sofort, daß dieses keine Sardellenbutter war. Doch kaum hatte er sein Bedenten geäußert, da fiel die Frau über ihn her: er wäre ein Tepp und vernaschter Bod es sei die feinste Sardellenbutter, was überhaupt existiert und wenn ihm die Speise nicht passe, sollte er halt die Schnauze davon halten sie, Frav Bamberger, werde die Sardellenbutter mit Vergnügen genießen.- Trotz den begründeten Abmahnungen des Mannes, in ihrer blinden Wut verschlang Frau Bamberger die vermeintliche Sardellenbutter. *) Aus ,, Eines Ejels Kinnbaden", von Roda Roda. Verlag Paul Steegemann, Hannover. Auf Grund des Realsteuersenkungsgesetzes, der Durchfüh rungsbestimmungen zur Realsteuersenkung im Rj. 1931 vom 20. Dezember 1930( RGBI. 1656), der zu§ 6 Abs. 2, § 8 Abs. 1,§ 9 des Realsteuersenkungsgesetzes ergangenen Entder Realsteuersentung im Rechnungsjahr 1931. Ausmaß(%) der Senfung Land bei der Grund Gewerbe steuer Steuer 1 2 3 10 20 Preußen. Der Oberlandgendarm zuckte die Achseln, gürtelte die beihabende Seitenwaffe um und ging in den Patrouillendienst. Frau Bamberger aber, erschöpft von ihrem Zornausbruch und durch eine leichte innere Unruhe etwas ernüchtert, setzte sich an den Ofen. Bayern Sachsen Württemberg Baden Thüringen Grade unter dem begünstigenden Einfluß der Ofenwärme be= gann die Hefe rasch aufzugehen Frau Bamberger besah sich erschrocken und mußte merken, daß sie fast zusehends wuchs. Als Bamberger um elf Uhr heimkam, blieb er schon zwischen Tür und Angel stehen und fragte: „ Ja, was war denn jetzt dös?" Frau Bamberger saß, die Augen waren ihr entsetzt hervor gequollen, schweißgebadet im Lehnstuhl und antwortete: " I woaß net. Frag mi 1 woaß nct. Um a achte war i wie- r- a junges Madl, was noch von gar nix woaß. Und schau mi jetz an!" ,, Ja, was hast denn toan?" Hessen 10 20 08080 90010 5 10 12 29 6 MedlenburgSchwerin. 10 10 Oldenburg 0 0 ,, Nix. Gar nig. Bein Ofen bin i gsessen toan hab i nig." ,, Woher käms denn aber nachher?" " I woaß nit. I woaß nit," rief Frau Bamberger bedrückt und verzweifelt. 120 20 Braunschweig 10 Anhalt 20 10 20 Hierauf holte Bamberger eine intelligente Nachbarin. Sie untersuchte Frau Bamberger, sagte aber: von so was fönne hier gar keine Rede sein Hingegen meinte Doftor Furtwängler den man auf Anraten der intelligenten Nachbarin zugezogen hatte: Ja, meinte er, Fälle einer solchen fast plötzlich auftretenden graviditas, der sogenannten graviditas acuta, wären hie und da, wenn auch selten, vorgekommen, aber trotz ihrer Seltenheit dem Auge der medizinischen Wissenschaft keineswegs entgangen. Bettruhe und die weitere Entwicklung abwarten, das wäre hier das einzige. Lippe MedlenburgStrelig SchaumburgLippe Hamburg Als der Zustand der Patientin nach einwöchiger Bettruhe stationär blieb, brachte Doktor Furtwängler seinen Kollegen Doktor Schmiles mit, um ihm den Fall zu demonstrieren. Sie untersuchten Frau Bamberger aufs neue, fanden jedoch Puls und Körpertemperatur normal und da nach Aussage der intelligenten Nachbarin eine graviditas ausgeschlossen war- пил, so einigte man sich auf die Diagnose peripheritis elephantica 00 0 10 20 90 0 5 10 Bremen Lübeck 0 10 - 00 Bemerkungen 4 Samstag, den baus. Mit banger entgegen. Not un feln der Großstädt Wie schön ist Tagen im ganzer baftig, es ist feir den vielen Ermah den Herzen derer, dann gäbe es a teine Frierenden aussehen sollte u wollten. Weil di Grund vieler zu Kriegsartitel, fo bens. Nicht nach nach diesem Prog Die heutige nicht Kirchgang 3 empfinden mit de Hungernden und denen die Not de dem äußeren Sch Die aus Sp 2, 3 ersichtliche Sen fung findet nur insoweit statt, als der Realsteuersatz der Gemeinde über den Landesdurchschnitt der Realsteuersätze oom 31. 12. 1930 hinausgeht Für den nicht landwirtschaftlich. forstwirtschaftlichen und gärtnerischen Grundbesiz tritt nach§ 4 Abs. 2 des Realsteuersentungsgesetzes an die Stelle der Grundsteuersenfung eine Sentung der Gebäudeentschuldungs- Steuer ( Hauszinssteuer) um 3 Prozent. Die Sentung der Grundsteuer um 5% erfolgt nach Maßgabe des§ 15 des Realsteverjenfungsgesetzes; die Bestimmungen zur Durchführung der Senkung werden getroffen, wenn die für die Grundsteuerver anlagung maßgebenden Einheitswerte auf den 1. 1. 1931 festgestellt find. Die Vorauszahlungen sind um 10% gejenft. Nach vorheriger bis 200prozentiger Erhöhung. Das Land hat die Grundsteuerjenkung freiwillig von 5 auf 10% erhöht. Die Unterlassung der Senkung in Oldenburg beruht darauf, daß dort ein Dedungsbetrag( Wohnungs bauanteil der Gebäudeentschuldungssteuer) nicht vorhanden ist. Die aus Sp 3 ersichtliche Senfung findet nur insoweit statt, als der Realsteuersatz der Gemeinde über den Landesdurchschnitt der Realsteuersäge vom 31. 12. 1930 hinaus. geht. Die Grundsteuersenkung erfolgt von dem Lande freiwillig. Für den nicht landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und gärtneri schen Grundbesitz tritt nach§ 4 Abs. 2 des Realsteuersenkungsge setzes an die Stelle der Grundsteuersenkung eine Senfung der Gebäudeentschuldungssteuer( Haus, zinssteuer) um 3%. Die nach§ 6 Abs. 2 Satz 5 getrof jene Bestimmung der an die Stelle des Landesdurchschnitts tretenden Steuersätze bat für das ganze Staatsgebiet eine Senfung der Grundsteuer( nicht auch: Gebäudeentschuldungssteuer) um 5% und der Gewerbesteuer um 10% zur Die Folge. Grundsteuersenkung erfolgt von dem Lande freiwillig. im deln, wie es die Wie heißt d Ewigen bindet, g Du sollst Dei Und Nächsten Gerade in de Dann werden die aus dem unsere eine an sich unbedenkliche Vergrößerung des Leibumfanges, deren Ursachen noch nicht ganz erforscht sind Frau Bamberger ver langte stürmisch, aufzustehen und ihren Hausarbeiten nachzugehen was man ihr denn auch ohne weiteres bewilligte. Nun war es interessant, Frau Bamberger in ihrem täg lichen Leben zu beobachten. Trotz ihren enormen Dimensionen hatte ihr Körpergewicht nicht im geringsten zugenomenen Gegenteil, es ließ sich ein kleiner Auftrieb konstatieren. Frau Bamberger bewegte sich nicht nur leicht, in der Art schlanker Leute, sie war auch imstande, ähnlich wie ein Gummiball, ziem lich hoch in die Luft zu springen und kam dann erst mit wiederholten kleinen Sätzen völlig zur Ruhe. Wenn sie, in der ersten Zeit, ihres vergrößerten Durchmessers ungewohnt, zu fällig mal an die Wand prallte, flog sie im Bogen zurüd. Nur das Gehen bei Wind war ihr äußerst beschwerlich. Der Zustand dauerte einige Monate. Schon hatte Bam berger namens seiner Frau. einen Vertrag mit einem Berliner Künstlerkabarett geschlossen. Da tam plötzlich der Umschwung. Am Morgen vor ihrer Abreise ins Engagement nach Berlin, Glock sechs, begann Frau Bamberger leichthin eine Melodie ihres neuen Repertoires zu trällern. Trällerte ihr Tanzliedchen, spitzte den Mund und pfiff: ,, Und beim Kramer Sitt a Lahmer, Hat die Hagen ausgestrect. Und dös g'freut den Architekt." - Pfiff pfiffhervorgequollen. Sabni Unter dem G mund eine große Erscheinungen zu und hörte nicht auf. Die Augen waren ihr Sie pfiff einen einzigen, langgezogenen Ton von sechs Uhr morgen bis sieben, bis acht Uhr bis Mittag bis Abend. Und nahm immer mehr ab. - licher Untersuchu Leiden zurüdführ matische Krankhe Um halb neun abend verstummte sie Und war schlank wie je. Nur etwas verschrumpft uno altbaden. Der Vertrag mit dem Künstlerkabarett mußte gelöst werden, da ja Frau Bamberger in diesem Zustand auf das Interesse des Berliner kunstsinnigen Publikums doch nicht mehr zu rechnen hatte. chrieben. Merfu mehr Interesse eigentlich viel wi auch recht häufig zen habe ich nu Bevor wir h wir uns zunäch Ertranfungen o fönnen. Wir ne natürlich noch d tenntlich jind. Zahnnerv, richti fleinsten Blutge Zahne Ernährun fette an einem der Bakterien die sich meistens falt) fenntlich m fangen, fönnen di en auslösen, die hinzichen und je vorerst ohne sad ündung des Zah Von Br Fast alle di Aufmerksamkeit im Hause, so ist tigkeit, darüber fich zum Löschen Co fönnen Brände bei einige ufw. ausgedrückt ichnelles Ausgieß Waffer zum Gr Wasser ist nendem Benzin, lichen Delen und jedoch, soweit es fi werfen von Ded auch bei Bränden tichtungen benutt vermeiden ist D Branden von Ma er Lager haben. Branden ist, zunä 3wed mäßiger mittel ist die Ver jedem Hause o bewohner unterrid apparate zum Löfd is von Nugen, n Branden verfchied Stoffe, brennbare lettrijchen Appare Als erstes A fchen fester Körp ofchern auch die K gut zu verwenden Zur Ablösch Gaje haben sich Fohlenstofflofcher 11 Zur Bekäm Nr. 8 August 1931, RGB enfungsgefeßes mit mein en des Landes wird sich Sebäudeentschuldungsfle ngsjahre 1931 in der a fichtlichen Weise gestalte die Gestaltung echnungsjahr 1931. Bemerkungen 4 Sp 2, 3 ersichtliche Ge Det nur insoweit statt, a aliteuerjag der Gemein n Landesdurchschnitt de erjäge oom 31. 12. 19 eht. Für den nicht lan forstwirtschaftli tli tnerischen Grundbesig ti 4 Abs. 2 des Realsteue Sgejeges an die Stelle be euerfenfung eine Sentu bäudeentschuldungs- Ste inssteuer) um 3 Prozent fung der Grundsteuer u lgt nach Maßgabe des§ steverjenfungsgejeges; ungen zur Durchführun ntung werden getroffe e für die Grundsteueron g maßgebenden Einheits uf den 1. 1. 1931 jejtgestel ie Vorauszahlungen fi um 10% gejenit. heriger bis 200prozentig Erhöhung. nd hat die Grundsteue freiwillig von 5 auf 10% erhöht. terlassung der Senfung rg beruht darauf, daß de dungsbetrag( Wohnung il der Gebäudeentic uer) nicht vorhanden i 6 3 ersichtliche Gentun ur insoweit statt, als de ersatz der Gemeinde übe desdurchschnitt der Real e vom 31. 12. 1930 hinaus ie Grundsteuerjentung on dem Lande freiwillig nicht landwide, schaftlichen und gartneri rundbesitz tritt nach§ des Realsteuerjentungsg n die Stelle der Grun fung eine Senfung de entschuldungssteuer( Haus insiteuer) um 3%. § 6 Abs. 2 Sat 5 getre timmung der an die Stel desdurdichnitts tretende She bat für das gan ebiet eine Sentung euer( nicht auch: Gebäu dungsiteuer) um 5% werbesteuer um 10% Folge. Srundsteuerfenfung erfolg dem Lande freiwillig g des Leibumfanges, dere d Frau Bamberger De Sren Hausarbeiten nad e weiteres bewilligte. Bamberger in ihrem ti hren enormen Dimenfiona ingiten zugenomenen-in uftrieb tonstatieren. Fr Leicht, in der Art scplante wie ein Gummiball, ziem it fam dann erst mit wi Ruhe. Wenn fie, in de fie im Bogen zurüd. beschwerlich. rdhmessers ungewohnt, P onate. Schon hatte Bam Bertrag mit einem Berlin 15 Engagement nach Berlin leichthin eine Melodie ign te den Mund und pfiff: edt chitekt." auf. Die Augen waren bis Abe jogenen Ton von feds bis Mittag fie Und war schlank wie tbaden. barett mußte gelöst werde stand auf das Intereffe d doch nicht mehr zu ren Samstag, den 7. November 1931. Lokales. Sonntagsgedanken. Mit banger Sorge gehen wir den kommenden Monaten entgegen. Not und Elend schreien aus allen Gassen und Winfeln der Großstädte, Not und Elend aus jedem deutschen Bauernhaus. Wie schön ist es doch und edel und christlich, daß in diesen Tagen im ganzen Lande aufgerufen wird, zu helfen. Wahrhaftig, es ist kein Mangel an guten Worten. Und wenn von den vielen Ermahnungen nur ein Bruchteil an gutem Willen in den Herzen derer, an die zur Christentat appelliert wird, wäre, dann gäbe es auch in diesem Winter feine Hungernden und leine Frierenden. Jeder trägt wohl ein Bild in sich, wie es aussehen sollte und könnte, wenn er und wenn die anderen wollten. Weil die anderen nicht entgegenkommen, so ist das der Grund vieler zum eigenen Versagen. Wie der Soldat seine Kriegsartikel, so kennen wir die Grundsätze des christlichen Le bens. Nicht nach den anderen sollen wir uns richten, sondern nach diesem Programm. Die heutige Zeit erfordert Christen der Tat. Es genügt nicht Kirchgang zur Heiligung des Sonntags. Wir müssen mitempfinden mit den Notleidenden, mit den Arbeitslosen, mit den Hungernden und Frierenden. Und in die Häuser gehen, aus denen die Not der Tage schreit. Wir dürfen nicht spielen mit dem äußeren Schein, denn wir müssen leben, denken und handeln, wie es die guten Worte wollen. Wie heißt das Gebot, das jenem ersten, das uns an den Ewigen bindet, gleich ist? Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst! Und Nächstenliebe ist Christentum der Tat. Gerade in der heutigen Zeit müssen wir Tatchristen sein. Dann werden die Sonntagsworte zum göttlichen Samen werden, aus dem unsere ewigen Werke wachsen werden. Der Sonntagsschreiber. Zahnschmerz durch Erkältung? Unter dem Sammelbegriff„ Erkältung" faßt der Volksmund eine große Zahl von angeblichen Erkrankungen oder deren Erscheinungen zusammen, die sich allerdings bei exakter ärztlicher Untersuchung meistens auf mehr oder minder harmlose Leiden zurückführen lassen. Nasen-, Magen-, Darm- und rheumatische Krankheiten werden oft allein der Erkältung zuge= schrieben. Merkwürdigerweise hat der Einzelne zunächst viel mehr Interesse für das„ Woher" der Krankheit als für die eigentlich viel wichtigere richtige Diagnose. Und so hören wir auch recht häufig von unseren Patienten:„ Meine Zahnschmerzen habe ich nur durch Erkältung bekommen". Bevor wir hierzu kritisch Stellung nehmen können, müssen wir uns zunächst einmal über die an den Zähnen möglichen Erkrankungen orientieren, die mit Schmerzen verbunden sein können. Wir nehmen zwei große Sammelbegriffe heraus, die natürlich noch durch viele Abarten dem erfahrenen Praktiker fenntlich sind. Allgemein bekannt und gefürchtet ist ja der Zahnnerv, richtiger Zahnmark genannt, eine Vereinigung von kleinsten Blutgefäßen und Nervenfasern, die dem einzelnen Zahne Ernährung und Empfindung vermitteln. Größere Defefte an einem Zahn können natürlich leicht durch Fortleitung der Bakterien zur sogenannten Zahnmarkentzündung führen, die sich meistens durch Schmerzen bei Temperaturen( warm oder falt) fenntlich macht. Auch Speisereste, die sich in den Höhlen fangen, können durch weitergeleiteten Druck beim Essen Schmerzen auslösen, die sich manchmal bis über das Ohr in die Schläfe hinzichen und jede Arbeitsfreude erstiden. In vielen Fällen, vorerst ohne sachgemäße Behandlung bleiben, geht die Entzündung des Zahnmarks auf die Wurzelhaut über, die die VerFeuerschuß im Hause. Von Branddirektor a. D. Düwer Berlin. ( Schluß) Fast alle diese Gefahren lassen sich durch Vorsicht und Aufmerksamkeit vermeiden. Entsteht aber trotzdem ein Feuer im Hause, so ist es für alle Hausbewohner von größter Wich tigkeit, darüber unterrichtet zu sein, welche Löschmaßnahmen sich zum Löschen verschiedener brennbarer Materialien eignen. So können gewöhnliche, im Entstehen begriffene kleine Brände bei einiger Geschicklichkeit mit Kleidungsstücken, Decken usw. ausgedrückt oder ausgeschlagen werden; vielfach führt auch schnelles Ausgießen mit einem Eimer oder einer Kanne mit Wasser zum Erfolg. Wasser ist aber völlig ungeeignet zum Löschen von brennendem Benzin, Benzol, Petroleum und sonstigen feuergefährlichen Delen und brennenden Fetten. Solche Brände können jedoch, soweit es sich um kleinere Mengen handelt, durch Ueberwerfen von Decken oder auch mit Sand erstickt werden, der auch bei Bränden von und an elektrischen Apparaten und Einrichtungen benutzt werden kann, bei denen Wasser ebenfalls zu vermeiden ist Dagegen kann die Verwendung von Sand bei Bränden von Maschinen schädliche Folgen durch Verschmutzen der Lager haben. Das erste Erfordernis bei allen elektrischen Bränden ist, zunächst den Strom auszuschalten. Zweckmäßiger als die Anwendung der genannten Löschmittel ist die Verwendung der bekannten Handfenerlöscher, die in jedem Hause vorhanden und in deren Gebrauch die Hausbewohner unterrichtet sein sollten. Dabei ist, da es Universalapparate zum Löschen aller Brände nicht gibt, auch die Erkenntnis von Nugen, welche Handfeuerlöscher sich zur Löschung von Bränden verschiedener Art eignen, z. B. für Brände fester Stoffe, brennbarer Flüssigkeiten und Gase, sowie an und in elektrischen Apparaten und Einrichtungen. Als erstes Angriffsgerät bei Entstehungsbränden zum Ablöschen fester Körper und Stoffe sind außer den Naßhandfeuerlöschern auch die Kohlensäuretrockenlöscher und die Schaumlöscher gut zu verwenden. Zur Ablöschung von Bränden brennbarer Flüssigkeiten und Gase haben sich Trockenfeuerlöscher, Schaumlöscher, Tetrachlorfohlenstofflöscher und Kohlensäureschneelöscher bewährt. Zur Bekämpfung von Bränden an und in elektrischen ,, Gießener Zeitung" bindung des Zahnes mit dem Kieferknochen darstellt. Damit ist auch gleichzeitig eine Knochenhautenzündung in die Wege geleitet, die sich durch oft recht heftige Schmerzen des Zahnes beim Essen und sogar manchmal bei jeder Berührung mit der Zunge fundgibt. Gar nicht selten werden die betreffenden Gesichtsweichteile durch mehr oder weniger starke Schwellungen entſtellt, die zugehörigen Lymphdrüsen sind ebenfalls angeschwollen. Inwieweit kann nun eine sogenannte„ Erkältung" auf den Beginn oder Ablauf einer dieser Krankheiten maßgeblichen Einfluß nehmen? Zunächst müssen wir davon ausgehen, daß eine Disposition zur Erfrantung selbst vorliegen muß, also eine große Zahnhöhle oder Wurzelreste. Durch die Umstimmung des Organismus bei irgendeiner Unpäßlichkeit erliegt der Körper an den Stellen verminderter Widerstandsfähigkeit viel leichter Reizen, die ihn sonst nicht weiter berühren würden. Auf den Anfang oder den Verlauf einer Zahnerkrankung kann also eine Erkältung sehr wohl unangenehmen Einfluß nehmen, vorousgesetzt, daß überhaupt schlechte Zähne vorhanden sind. Zahnschmerzen an einem sonst intakten Gebiß lassen sich allerdings durch Erkältung" nicht hervorzaubern. Es liegt daher im ganz besonderen Interesse jedes einzelnen, rechtzeitig für entsprechende Pflege und Instandsetzung seines Mundes Sorge zu tragen, um auch in Zeiten geschwächter Widerstandsfähigkeit allen Angriffen auf seine Zahngesundheit gewappnet zu sein. * * Für die Winternothilfe. Morgen nachmittag veranstalten auf dem Flughafen Gießen die Südwestdeutsche Sportfliegervereinigung und die Luftverkehrs- A.- G. Oberhessen- Lahngau einen Flugtag mit Luftspielen und Fallschirmabsprüngen. Die eingenommenen Eintrittsgelder werden restlos der Winternothilfe der Stadt Gießen überwiesen. * Weihnachtspakete nach überseeischen Ländern. Es emp fiehlt sich, Weihnachtspakete nach überseeischen Ländern schon jetzt zu Anfang November bei der Post einzuliefern, damit die rechtzeitige Aushändigung an die Empfänger gesichert ist. * Einbruch. In vergangener Nacht drangen Einbrecher in die Keller des Hauses Wilhelmstraße 12 ein. Den Dieben fielen Flaschenwein, Obst und ein Damenfahrrad in die Hände. Sachdienliche Mitteilung erbittet die Kriminalpolizei. * Vom Polizeiamt. Am Abend des 2. ds. Mts. wurde das bisher in Laubach bedienstet gewesene Hausmädchen Minna Winn aus Rötghes in bedenklich erkranktem Zustande in das Krankenhaus in Laubach eingeliefert. Das Mädchen liegt an den Folgen eines bei ihm vorgenommenen Eingriffs an einer schweren Bauchfellentzündung danieder. Die hiesige Landeskrim.Pol.- Stelle nahm im Auftrage der Staatsanwaltschaft die er= forderlichen Ermittlungen in Laubach und der dortigen Umgebung vor. Außer dem Haupttäter, dem Seifenhändler Otto Konrad, aus Rainrod, wurden noch ein in Laubach wohnhafter Dentist und eine dort wohnhafte Schweinehändlerin, bei der die Winn bedienstet war, in Haft genommen. Der Dentist befindet sich, da Verdunkelungsgefahr nicht mehr besteht, wieder auf freiem Fuß. Konrad wurde inzwischen in das Landgerichtsgefängnis Gießen überführt u. in Untersuchungshaft genommen. * Gefundene Gegenstände. Das Verzeichnis über die im Monat Oktober 1931 gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände fann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, LandgrafPhilipp- Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. * Lehrauftrag. Dem Studienrat an der hiesigen Oberrealschule Dr. Kiefer ist ein Lehrauftrag für deutsche Stillehre an der Universität erteilt. * Hitler in Gießen. Am kommenden Montag wird Adolf Hitler, der Gründer und Führer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter- Partei, in der Voltshalle sprechen. Wie wir hören, sind die Einlaßkarten zu dieser Versammlung bereits vergriffen. Maschinen, Apparaten und Leitungen eignen sich in erster Linie Trockenlöscher, Kohlensäureschneelöscher und Tetralöscher. Wasser und also auch Naßlöscher sind zum Löschen dieser Brände ungeeignet, weil Dele auf dem Wasser schwimmen, brennend fortgetragen werden und das Feuer weiter verbreiten können, während bei elektrischen Bränden durch Wasser Kurzschluß entstehen kann. Voraussetzung für die Brauchbarkeit aller Feuerlöscher ist, daß sie regelmäßig nachgesehen und in Ordnung gehalten werden, damit man sich bei einer Brandgefahr auf sie verlassen kann. Auch sonst ist es nötig, rechtzeitig Vorsorge zu treffen und sich zu überlegen, welche Maßnahmen man in einem Brandfall zuerst ergreifen muß. Vorsorglich wird man einen Hinweis auf die nächste Feuermeldestelle oder den nächsten Feuermelder neben der Haustür, gegebenenfalls die Fernsprechnummer der Feuerwehr neben dem Fernsprechapparat angebracht haben. Beim Ausbruch eines Brandes alarmiere man zuerst die Feuerwehr durch Fenermelder und Telefon. Beim Telefonieren melde man deutlich Straße und Hansnumminer, damit die Feuerwehr nicht falsch fährt Bleibt nach Alarmierung der Feuerwehr noch Zeit und Möglichkeit, so versuche man das Feuer mit Wasser aus einem Eimer oder Waschgefäß, mit einem Handfeuerlöscher, nassen Lappen, Sand oder dergl. zu löschen, was bei einem im Entstehen begriffenen Brande erfolgversprechend ist. Bei Gefahr im Verzuge wecke man durch lautes Rufen ,, Feuer" die Aufmerksamkeit der Hausbewohner, schließe die Türen des brennenden Raumes, wenn möglich auch die Fenster, bringe möglichst viel Räume mit geschlossenen Türen zwischen sich und die Brandstelle und mache sich durch Rufen aus den Fenstern eines entfernteren Raumes bemerkbar, bis die Feuerwehr kommt, die alle Arten Rettungsgeräte mit fich führt. Man vertraue auf sie und gehorche ihren Anordnungen. Bei Verqualmung der Räume bewege man sich kriechend zum Ausgang oder Fenster, da auf dem Fußboden am längsten gute Luft bleibt, weil der Rauch nach oben zieht, und halte ein nasses Tuch oder Schwamm vor Mund und Nase. Gerät die Kleidung in Brand, so laufe man nicht fort, sondern werfe sich hin und wälze sich, damit das Feuer erstickt wird Ebenso mache man es bei anderen Personen und versuche durch Ueberwerfen und Andrücken einer Decke oder dergl. das Feuer zu ersticken. Ist ein höher gelegener Raum, in dem man sich befindet, Nr. 89. * Straßenbahn- Umleitung. Aus Anlaß der größeren politischen Versammlungen in der Volkshalle am 7., 9., 13. und 14. November 1931 fahren die elektrischen Straßenbahnwagen Don 18.30 Uhr bis Schluß der Versammlungen durch die Marktstraße und Bahnhofstraße. * Wahlversammlung. Heute abend spricht in einer öffentlichen Kundgebung in der Volkshalle der Führer der Deutschnationalen, Hugenberg. * Kennen Sie einen oberhessischen Blinden? Wenn ja, dann verweisen Sie ihn bitte an den ,, Landesverband der Hess. Blinden e. V.", Darmstadt, Alexanderstraße 4, denn mit doppelter Schwere lastet die Erwerbslosigkeit mit ihren wirtschaftlichen und besonders auch mit ihren seelischen Folgen auf den Blinden. Auch sie drückt nicht nur der Alltagskampf um Brot und nützliche Betätigung, sondern auch die ganze Schwere der Blindheit. In welchem Maße die Not der Blinden, die in aller Stille ihr Los oft heldenmütig tragen, bereits fortgeschritten ist, davon hat der Landesverband gerade in letzter Zeit Kenntnis erhalten und ist nun bemüht, dieser Not nach Kräften zu steuern. Er bittet daher die Leser dieser Zeilen um Angabe von Adressen blinder Personen bezw. um Hinweis derselben auf den Blindenverband. Es sollen in erster Linie oberhessische Blinde berücksichtigt werden, für die z. 3. eine amtlich genehmigte Haussammlung erhoben wird, auf die auch an dieser Stelle empfehlend hingewiesen sei. Die Gründung einer oberhessischen Bezirksgruppe innerhalb des Landesverbandes der Hess. Blinden zum 3wede persönlicher Fühlungnahme mit den einzelnen Blinden steht in Kürze bevor. Bildung der Schöffen- und Schwurgerichte für das Jahr 1932. 1. Hauptgeschworene für das Schwurgericht: 1. Karl Kolb, Installationsmeister, Gießen, Ludwigstr. 40; 2. Georg Bedmann, Kr.- Kassenangest., Gießen, Hinter den Schießgärten 10; 3. Peter Schäfer, Wertmeister, Gießen, Hillebrandstr. 14; 4. Frau Marianne Hüter, geb. Weber, Gießen, Steinstr. 90; 5. Karl Beil, Schreinermeister, Gießen, Büdingstr. 1; 6. Georg Waldschmidt III., Landwirt, Leihgestern; 7. Heinrich Steinmüller, Meurer, Alten- Bused; 8. Heinrich Karl Römer, Vorschlosser, Wiesed; 9. Karl Konrad Nern, Käsefabrikant, Langgöns; 10. Heinrich Lang, Arbeiter, Steinbach. II. Hilfsgeschworene für das Schwurgericht: 1. Georg Schwan, Wagnermeister, Gießen, Neustadt 55; 2. Franz Diener, Geschäftsführer, Gießen, Schanzenstr. 16; 3. Anton Wickert, Hausmeister, Gießen, Liebigstr. 20; 4. Karl Plant, Kaufmann, Gießen, Schottstr. 19; 5. Adolf Magenheimer, Gewerbsch.- Angeſt., Gießen, Friedensstr. 43; 6. Georg Erhard, Bäckermeister, Gießen, Marburgerstr. 34; 7. Heinrich Baum, Glasermeister, Gießen, Bleichstr. 2; 8. Josef Freithof, Weißbinder, Gießen, Crednerstr. 23; 9. Frizz Flimm, Kaufmann, Gießen, Marburgerstr. 10; 10. Theodor Judt, Kassendiener, Gießen, Bleichstr. 15; 11. Gustav Koch, Landwirt, Hausen; 12. Heinrich Weiß IV., Schuhmacher, Allendorf a. Lumda; 13. Stephan Boßhammer, Former, Lollar, Hauptstraße 197; 14. Ernst Jung, Schaffner a. D. und Weißbind., Wagenb.- Steinberg; 15. Wilhelm Kissel I., Landwirt, Garbenteich; 16. Wilhelm Gaub, Landw. und Gemeinderechner, Oppenrod; 17. Wilhelm Bingel, Landwirt, Grüningen; 18. Karl Wilhelm Weigand, Bahnarbeiter, Großen- Linden; Immer weiße Zähne möchte Ihnen mitteilen, baß wir schon über 15 Jahre die Zahnpaste Chlorodont be nußen. Noch nie hat sie uns enttäuscht! Wir hatten immer weiße Rähne und einen angenehmen Geschmad im Munde, umsomehr, da wir schon längere Zeit das Chlorodont- Mundwasser benutzen. Auch benußt die ganze Familie nur Chlorodont- Zahnbürsten". gez. C. Chudoba, Fr.... Man verlange nur die echte Chlorodont- Zahnpaste, Tube 54 Pf. u. 90 Pf., u. weise jeden Erfaz dafür zurüd. selbst vom Feuer bedroht und der Rückweg nach außen über die Treppen abgeschnitten, so gieße man sich Wasser über Kopf, Arme und Kleidung und mache sich am Fenster bemerkbar. Kommt keine Hilfe, so kann man sich im Notfall vielleicht an einer an einem Fenster gut befestigten Wäscheleine herunterlassen. In der allergrößten Gefahr bleibt nur als letztes, aber lebensgefährliches Mittel übrig, Betten, Matraßen, Kleider usw. nach unten zu werfen und aus dem Fenster hinaus darauf zu springen. Bricht ein Feuer in Theatern, öffentlichen Versammlungsräumen, Konzertsälen, Hotels, Schulen und sonstigen Räumen aus, in denen sich viele Menschen befinden, so beruhige man die Anwesenden, besonders Frauen und Kinder durch Zurufe und verhindere durch sein Beispiel den Ausbruch einer Panik, indem man zum ruhigen Verlassen der Räume auffordert. Kopfloser Flucht und dem Drängen der Menschen nach den Ausgängen wirke man mit aller Energie entgegen; denn durch Panik entsteht immer erst das größte Unglück. Besonnenheit und ruhiges Gehen nach den Ausgängen ist die beste Rettungemöglichkeit Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die Gefahr eines Brandansbruches und damit die Bedrohung von Leben und Gut verhindert oder mindestens vermindert werden kann durch vorbeugende Feuerschutzmaßnahmen, in erster Linie durch Umsicht im Umgange mit Licht und Feuer, und daß ein trotzdem entstandener Brand sich in den ersten Anfängen durch geeignete Feuerlöschmaßnahmen mit Leichtigkeit löschen läßt, denn bei allen Sicherheitsvorkehrungen gegen Feuersgefahr muß man sich ständig vor Augen halten, daß jedes noch so ausgedehnte Schadenfeuer anfänglich nur ein ganz kleiner Brand gewesen ist. Der vorbeugende und abwehrende Feuerschuß muß deshalb weit mehr als bisher Gemeingut des ganzen Volkes werden. Diese Erkenntnis in möglichst weite Volkskreise zu tragen, ist der Zweck dieser Zeilen Gelingt es durch Aufklärung und Mitarbeit aller Volksschichten dem aufflackernoen Flämmchen die Möglichkeit zur Ausdehnung und Entwicklung zu nehmen und es im Keim zu ersticken, dann haben die Feuerverhütungs- und Feuerbekämpfungsmaßnahmen ihr Ziel erreicht: Rettung von Menschenleben, Erhaltung von Volksvermögen und Förderung des Wohlstandes. Samstag, den 7. November 1931. 19. Heinrich Binz IV., Schuhmacher, Allendorf a. Lahn; 20. Heinrich Rinn XVI., Schneidermeister, Heuchelheim. III. Hauptschöffen für das Landgericht: 1. Gustav Krausch, Eisendreher, Gießen, Hammstr.; 2. Gustav Petri, Kaufmann, Gießen, Bleichstr. 34; 3. Mathias Michels, Verw.- Oberass., Gießen, Wilhelmstr. 82; 4. Willi Dolle, Gewerkschaftssekretär, Gießen, Aulweg 34; 5. Christian Weeg, Schuhmacher, Gießen, Neuenweg 11; 6. Wilhelm Gutermuth, Kaufmann, Großen- Linden; 7. Karl Schäfer 14., Werkmeister und Optiker, Wieseck; 8. Christian Möbus I., Weißbindermeister, Reiskirchen. IV. Hilfsschöffen für das Landgericht: 1. Christoph Croon, Färbereibesitzer, Gießen, Marburgerstraße 40; 2. Heinrich Babel, Eisendreher, Gießen, Am Riegelpfad 88; 3. Wilhelm Moritz Werner, Schreiner, Gießen, Aulweg 36; 4. Karl Beder, Kaufmann, Gießen, Ebelstr. 34; 5. Karl Uhl, Landwirt, Gießen, Ebelstr. 28; 6. Karl Krebs, Hausverwalter, Gießen, Gaffkystr. 9; 7. Friedrich Weigel II., Glaser, Klein- Linden; 8. Johannes Blank, Zimmermann, Wagenborn- Steinberg; 9. Melchior Wißner, Landwirt, Climbach; 10. Heinrich Wilhelm Rau, Bürgermeister, Trohe; 11. Wilhelm Hahn II., Landwirt, Annerod; 12. Ludwig Muhl, Maurer, Beuern. V. Hauptschöffen für das Schöffengericht: 1. Hugo Lucas, Postinspektor, Gießen, Frankfurterstr. 59; 2. Andreas Götz, Eisendreher, Gießen, Friedensstr. 9; 3. Eduard Schneider, Krankenpfleger, Gießen, Friedensstr. 31; 4. Johann Horst, Schreiner, Gießen, Weserstr. 15; 5. Georg Löwer, Kaufmann, Gießen, Moltkestr. 10; 6. Wilhelm Räther, Dreher, Gießen, Bahnhofstr. 27; 7. Johannes Heß XXIV., Bürgermeister, Leihgestern; 8. Friedrich Stumpf VI., Maurer, Burkhardsfelden; 9. Heinrich Ezelmüller, Maurer, Rödgen; 10. Ludwig Klös, Arbeiter, Treis a. d. Lda.; 11. Louis Deibel III., Zimmermann, Staufenberg; 12. Ludwig Stumpf, Pflasterer, Albach. VI. Silfsschöffen für das Schöffengericht: 1. Friedrich Jung, Kaufmann, Gießen, Walltorstr. 10; 2. Theodor Rühl, Krankenkassenangest., Gießen, Am Kugelberg 10; 3. Theodor Sturm, Kraftfahrer, Gießen, Neustadt 57; 4. Friedrich Nachtigall, Schlossermeister, Gießen, Gnauthstraße 4; 5. Albert Benner, Geschäftsführer, Gießen, Friedensstraße 30; 6. Johannes Hinterkircher, Unterfeldwebel, Gießen, Neue Kaserne; 7. Sophie Maier, geb. Vogt, Gießen, Licherstr. 105; 8. Georg Mohr, Oberbauinspektor, Gießen, Bergstr. 1; 9. Christoph Stephan IX., Maurer, GroßenBused; 10. Karl Keßler, Töpfer, Wiesed, Möserstr.; 11. Wilhelm Bingel, Landwirt, Mainzlar; 12. Heinrich Walther V., Bahnarbeiter, Daubringen; 13. Friedr. Karl Döring, Maurer, Bersrod; 14. Heinrich Burger V., Bahnarbeiter, Wazenborn- Steinberg; 15. Ludwig Scheld V., Sattler, Großen- Busec; 16. Ludwig Rösser, Bahnarbeiter, Wieseck. Bildung des Jugendgerichts für das Jahr 1932. I. Hauptschöffen für das Große Jugendgericht: 1. Dr. Wilhelm Flörke, Gießen, Ludwigstr. 14; 2. Frau Christine Ottilie, Stadtverordnete, Gießen, Schanzenstraße; 3. Frizz Otterbein, Lehrer, Gießen, Ludwigstr. 52; 4. Ernst Schäfer, Apotheker, Gießen, Kugelberg 9; 5. Johannes Weller, Zimmermeister, Leihgestern. II. Hilfsschöffen für das Große Jugendgericht: 1. Lehrerin Anna Albrecht, Gießen, Alicestr. 27; 2. Frau Emma Adolph, Gießen, Frankfurterstr. 10; 3. Studienrat Adolf Cloz, Gießen, Wiesenstraße 2; 4. Frau Frieda Schecker Witwe, Gießen, Lahnstraße 13; 5. Elise Schmahlbach, Kindergart.- Leit., Gießen, Gartenstr. 30; 6. Wilhelm Volkmann, Beamter, Gießen, Asterweg 57. III. Hauptschöffen für das Kleine Jugendgericht: 1. Wilhelm Muhl II., Alten- Bused; 2. Ferdinand Gans II., Bürgermeister, Großen- Bused; 3. Ludwig Seth I., Reichsbahnassistent i. R., Großen- Linden; 4. Ludwig Schepp, Schreinermeister, Hausen; 5. Frau Tilli Wacker, Hausfrau, Wiesed; 6. Albert Hartmann, Handlungsgeh., Heuchelheim; 7. Frau Studienrat Gebhardt, Gießen, Welderstr. 14; 8. Frau Christine Noll Witwe, Geschäftsf., Gießen, Bahnhofstr. 14; 9. Frau Karl Rehbod, Gießen, Bismarckstraße 5; 10. Carl Schaub, Kaufmann, Gießen, Asterweg 57; 11. Wilhelm Volkmann, Beamter, Gießen, Asterweg 57; 12. Emmi Weller, Gießen, Marktplatz 14. IV. Hilfsschöffen für das Kleine Jugendgericht: 1. Heinrich Frank, Lehrer, Gießen, Schillerschule; 2. Frau Helene Hammerschlag, Gießen, Alicestr. 12; 3. Heinrich Deeg, Kupferschmied, Gießen, Asterweg 53. Jeder Kriegsteilnehmer Gelegenheitskauf! fordere Beitrittserklärung und Die Freude jeder Hausfrau Antragbogen f. Verleihung des Kriegsehrenkreuz., Satzungen usw.gg. 45 Pfg. in Marken beim Ehrenbund Deutscher Welt: friegsteilnehmer, München, Ungererstr.30 Ir.- Sterbegeld 400.- RW.Wohlfahrtseinrichtungen( Erholungsheime, Unterstützungskassen) usw. B. M. W. Limousine, neuwertig zu verkaufen. Näheres durch Neils& Kraft, Gießen, Marburgerstraße 68. **** „ Gießener Zeitung" Aus Nah und Fern. Lich. Hier hat man erst jetzt den städtischen Voranschlag für 1931 verabschiedet. Er weist einen Fehlbetrag von 15 500 Reichsmart auf. Bad Nauheim. Die Bad- und Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 5. November 1931 der Gesamtbesuch 30 440 Gäste betrug, darunter waren 5284 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 898 Gäste. Ulrichstein( Vogelsberg). Auf der Landstraße unmittelbar vor dem Dorfeingang des Ortes Bobenhausen II wurde nachmittags das fünf Jahre alte Söhnchen des Landwirts Philippi von einem Auto überfahren und so schwer verletzt, daß es auf der Stelle tot war. Alsfeld. Der städtische Haushalt weist einen Fehlbetrag von 30 000 RM. auf. Darmstadt. Das Amtsgericht Darmstadt I hat nunmehr das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses über das Vermögen der Darmstädter Volksbank eröffnet. Als Vertrauensperson ist Dr. Schiff ernannt. Termin zur Abstimmung über den Vergleichsvorschlag ist auf Freitag, den 4. Dezember, 9 Uhr, anberaumt. Bensheim. Fast sämtliche Bensheimer Geschäftsleute führen zur Zeit einen Lichtstreik durch. Der Lichtstreik richtet sich gegen die Preise des Elektrizitätswerkes. Marburg, 6. 11. Ein riesiger Trauerzug, wie ihn wohl das kleine südwestlich Marburgs gelegene Dörfchen Wölfershausen noch nie gesehen, gab gestern mittag dem nach kurzer Krankheit verstorbenen Landwirt und Kommunallandtagsabgeordneten Joh. Mink das letzte Geleit. Gelnhausen. Wie der Ausschuß der Winterhilfe im Kreise Gelnhausen in öffentlichem Dant bekanntgibt, haben eine Anzahl Vogelsberggemeinden zugunsten der bedürftigen Bevölke= rung der Stadt Gelnhausen eine freiwillige Spende von 420 Zentner Kartoffeln gesammelt. Frankfurt a. M. Einen guten Griff machte die Polizei mit der Festnahme des 29jährigen Konditors Nonnenmacher. Dieser hat nicht weniger als 80 Einbrüche und drei Raubüberfälle auf dem Kerbholz. Auch sieben seiner Hehler konnten festgenommen werden. Frankfurt a. M. Im Oktober ereigneten sich in Frankfurt 226 Verkehrsunfälle. Dabei wurden 101 Personen verletzt. Eine Person wurde getötet. Um die Krankenhilfe an jugendliche Erwerbslose unter 21 Jahren. In der Notverordnung vom 6. Oft. 1931 ist eine Neufassung des§ 87, Abs. 2 des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung angeordnet worden. Diese Bestimmung besagt, daß Arbeitslose, die das 21. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, nur Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung haben, soweit der erforderliche Lebensunterhalt nicht durch einen familienrechtlichen Unterhaltungsanspruch gewährleistet ist. 60 ff. Neue Delikatessalzheringe Dose m. ff. Rollmops u. ff. Bism. u. Filetheringe. Seeaal u. ff. Seringssalat, 2 Dosen ff. Delsardin., 1 Dose Brather., 1 Kiste Bütling u. noch Mattj.u. Lachshering. 12Wie uns geschrieben wird, bedeutet diese Neubestimmung eine Verbesserung gegenüber der Notverordnung vom Juni, vorausgesetzt, daß ihre Durchführung unter wohlwollender Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse erfolgt. Trotzdem mutet auch die Neuregelung den Eltern oftmals große Opfer zu, umsomehr, als der eigene Verdienst infolge der herabgesetzten Löhne und Gehälter stark geschmälert ist. Unerträglich aber wird die Belastung dann, wenn der Jugendliche frank wird. Wenn der Jugendliche keine Unterstützung erhält, besteht auch kein Anspruch auf freie ärztliche Behandlung und Gewährung von Arzneien usw. Dadurch wird meist eine ordnungsgemäße Behandlung und Ausheilung in Frage gestellt, weil die verarmenden Eltern den steigenden Verpflichtungen nicht mehr nachzukommen vermögen. Der Gewerkschaftsring fordert daher in einer Eingabe an den Reichsarbeitsminister Bereitstellung der Krankenkassen- Beiträge für die Jugendlichen aus den Mitteln der Arbeitslosenversicherung und Betreuung der erkrankten Jugendlichen, selbst wenn für diese familienrechtlicher Unterhaltungsanspruch gewährleistet ist, seitens der Krankenkassen durch Gewährung von ärztlicher Behandlung und von Medizin, bzw. Heilmitteln auf Kosten der Arbeitslosenversicherung. Neue Bücher. Gedanken über auswärtige Politik. Schiedsgericht und Friedenspolitik. Von Dr. jur. Gjelsvik. Autorisierte Uebersetzung vom Herausgeber. RM. 2.-.( Deffentl.- rechtl. Vorträge teil. Sort. 6 M. frko. Tischtennis? Feinkostfabrik Farberstr. 34 Swinemünde 89. Einwickelpapier! Wegen Umbau- Räumung meines Zeitungslagers habe ich größere Mengen gutes Zeitungspapier, abzugeben. Nein! Kl. Billard? Ja! kompl. M 16.50. Vollw. Spiel m.oll.Schifanen Verl. Sie Prosp. von Bernh.Süß, Gießen Stephanstraße 17. Geld für alle Zwecke von 5% 6.6% ab einschließt. Amortisation, Leihdauer 35 Jahre, durch E Perthel, Vertrauensmann, Gießen. Kaiseralle 97. Nr. 89. und Schriften. Herausgeg. von Universitätsprofessor Dr. Ernst Wolgast, Rostod i, M.) Gräfe u. Unzer Verlag Königsberg Pr. Eine pazifistische Schrift, freilich nicht in dem jetzt gewöhn lichen Sinn, in dem z. B. bisher vom Völkerbund Friedenspolitik durch Propagierung der sog. generellen Schiedsgerichtsbar keit betrieben worden ist. Generelle Schiedsgerichtsverträge hält Gjelsvik für bloße Schaubrote", die im Ernstfall nichts nützen. Wie Mussolini erachtet er sie eher für gefährlich, weil sie die Völker in falsche Sicherheit wiegen. Echte Friedenspolitik muß die Konfliktstoffe beseitigen, meint er. Den Schleier herunter! Die bevorstehende Abrüstungs- Konferenz gibt allen Deutschen Veranlassung, sich mit der Rüstungsfrage und dem jammervollen Wehrzustand Deutschlands gegen= über den riesenhaften Rüstungen der Nachbarn zu befassen. Zu rechter Zeit erscheint als Mahn- und Wedruf in dieser Frage ein Buch des bekannten Militär- Schriftstellers, Oberst a. D. Immanuel„ Der große Zukunftskrieg Keine Phantasie". ( Verlag„ Offene Worte", Berlin W. 10, Preis 4.- RM.) Eindringlich wird nachgewiesen, daß so, wie die Rüstungslage in Europa zur Zeit ist, die große Auseinandersetzung trotz allen Versöhnungs- und Ausgleichs- Versuchen einfach nicht vermeidbar sein wird. Das Werk mahnt uns Deutsche, unser Vaterland wieder einig, start und wehrfähig zu machen, damit es nicht untergehe. ,, Durch die technische Welt", ein großes, neues Buch! Ein schöner, soeben im Verlage Died& C., Stuttgart, erschienener Band, von Jng. Ed. A. Pfeiffer. Großer, starker Lexikonband mit 267 Bildern auf 120 Tafeln und im Text. In Leinen gebunden nur 6,50 RM. Hier ist wirklich für einen äußerst mäßigen Preis etwas Erstaunliches geleistet, schon die Fülle des Bildmaterials, vor allem der vielen großen Demonstrations: tafeln, die jedem alles verständlich machen, macht Freude. Hier sieht man, daß technische Dinge etwas sehr Fesselndes sind, man muß sie nur richtig vortragen. Also keine trockene Abhandlung. Der Leser besucht die Hauptstädten der technischen Welt und sieht alles an Ort und Stelle. Er fährt mit Straßenbahn und Eisenbahn, er macht eine Grubenfahrt und sieht die unterirdischen Bahnhöfe, die Arbeit über und unter Tag, er besichtigt die Kotsbatterien und Gastürme, die Eisenhütten, er wandert durch Stahl- und Walzwerke, er fährt durch einen großen Hafen und sieht auf den Werften die Dampfer werden und ablaufen, er kommt zu dem Strom, der ein neues Bett erhält, staunt über die Organisation der großen Wasserkraftwerke und steigt trockenen Fußes 10 Meter unter den Wasserspiegel, fährt mit Fluggigan= ten über Land und Wasser, hört und sieht tausend andere interessante Dinge. Also ein vorzügliches Buch für jeden, der gern etwas Informatorisches liest. Ein feines Geschenk auch für unsere jungen Leute. Land im Schatten. Von Friede H. Kraze. 10. AufIage. 400 S. Preis geb. 5,80 RM. Man fühlt beim Lesen: hier schrieb eine Dichterin mit heißem Herzen und in heißem Weh Schicksale nieder, die sie selbst sah. Ringen ist es um Hei ligstes: um Glauben und Vaterland; und es wird ein Durchdringen zur Erkenntnis: auch dies schwere Schichal ist von Gott gegeben. Denn immer wieder taucht in diesen gehezten und ge= quälten Menschen die Frage auf: warum muß uns dies alles treffen? Und sie finden die Lösung im Glauben: durch Leiden führt der Weg aufwärts. Diese tiefe, innere Religiosität hebt das Buch über andere Schicksalsbücher unserer Ostmark. Die Freiheit des Kolja Jwanow. Von Friede H. Kraze. 10. Taus. 368 S. Preis geb. 5,50 RM. Ein psychologischer Roman aus der Zeit russischer Leibeigenschaft. Das Buch läßt uns einen Blid tun in eine Welt, die jeder zu schauen begehrt. Wir steigen in die Abgründe menschlicher Leidenschaften und werden emporgehoben in Höhen, wo zartester Duft uns umweht. Vieles wird uns geoffenbart, und doch wird uns die Freude eigenen Entdedens nie geschmälert. Alles bewegt sich hier jen= seits der verstandesmäßigen, oft widerwillig zugegebenen Erkenntnis in der Sphäre der unmittelbaren Gewißheit. Ge= spannt von Anfang bis zu Ende, verfolgen wir das Leben von Menschen, die nicht da sind, um glücklich zu sein, sondern um zu schaffen. Tote Zechen, tote Hütten, das Bild der Not im Ruhrgebiet. Ueber dieses Thema bringt die neueste Nummer( Nr. 45) der ,, Münchener Illustrierten Presse" einen aufschlußreichen Bildartikel, der wie kein anderer die Schwere dieser Zeit und die Not des arbeitenden Volkes zeigt. In den größten Korruptionsprozeß der Nachkriegszeit führen uns die Bilder zu dem Fall Sklaret und Genossen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Erschein Bezugspreis 2 Redaktionsfchluß früh endung nicht verlan 14 Jahrg. Rolitif Am Dienstagvor eirates für die Beh md der Preissenfung Brüning zujammenge er Ausschuh für die Dem Thüringische r. Den einen habe Kommunisten eingebr Kommunisten ist Saumwollspinnerei in Streit zu veranlassen, In der Dienstagr Szenen, wie sie bis richt vorgefallen find. Borjizende nicht gebungen zu unterbin Rach dreitägiger 11 Uhr der Stlaretpro Der König von ker üblichen feierliche Der erbitterte A Silbao zu schweren nationalsozialistischen Das ewige Streichholz Erlkönig ersetzt garantiert 20000 Stück Streichhölzer Die deutiche London, 10. Nov les Unterhauses erfl Jurg, daß im Jahr nacht hätte, der keir len, so sagte er, der großen Kriege aufbü bentiche Bolt nicht n sallar aus den jetzt ner, die den Krieg u Wäre es für die Re lenten an den Krieg nachungen und Repo värden? Unsere franke d iner niederdrückender am Feiern gezwunge Statistik. Db es im Derden, ist ein müßig art einem jeden zur Die Not des Ei icherung zu lind Annahme einer 600 000 Mensch Jauerarbeitslosigkeit ang bei einem solchen mo bei steigenden La derung in ihrer geg halten sein. Auch ingangen und zunehm hüsse mehr leisten ahmen und die Stei ebensdauer eines je rab. Eine Anpassun erficherung an die g icht länger mehr hin hne an die Arbeitsl erhängnisvoll wirken. In diesem Zufa 3. Notverordnung Wirtschaft und Finan nach der Vorstand In Arbeitslofenverfic fenunterstützung all Tages in Cachleistung Die Vorsitzenden der eitungen zu erfolgen Versorgung mit 2 m. Das Handwerk mit gerade mit befom Pen allmächtigen Bür mal ein großer Ver Es ruẞt nicht, ist vollständig geruchlos, ohne Geschmackbeeinträchtigung und ohne irgendwelchen Mechanismus. Ohne Benzin! Kein Feuerstein. Es ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit, Hitze, Druck und Stoß. Es ist bruchsicher und nur ca. 14 Gramm schwer. Als einmaliger Vorzugspreis, gültig bis 1. Dezember d. J., 1 Stück 1,65 RM zuzügl. Portospesen, bei 5 Stück 10 o/ Rabatt. Alleinhersteller für Europa: Druckerei Albin Klein, Gießen. Eini- Abitur Ernst Erler, Halle( Saale) Institut Boltz- Ilmenau, Thür. 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