Nr. 79. Du sparst an Schuhen Geldu Sorgen kauf heut Erdal wart nicht bis morgen lal Coffrosch 509 lal chuhe! Köln 3132 Rechtswissenschaft Eemeiter) und Philo andelslehreritudium. November. Die Ein 00. cinicht. Das Vor Sefretariat gegen rio) bezogen werden. Existenz? f Gießener Zeitung e einen tüchtigen lipizen, Hemden ailliften in Stadt Garantien geboten werden. Angebote diefer Jen a Königsberg L onix ed ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44 Jahrg. Politische Rundschau. Unmittelbar nach Bekanntgabe seines Rüdtrittsgesuches be: gab fich Dr. Curtius zum Reichspräsidenten, um ihm den abhließenden Bortrag über die außenpolitische Lage zu halten. Bei dieser Gelegenheit nahm der Reichspräsident auch den Bunsch des Außenministers, aus dem Kabinett auszuscheiden, mtgegen. Der Reichspräsident ließ anläßlich seines Geburtstages durch tie Hindenburgspende 2500 Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Beteranen insgesamt 425 000 RM. auszahlen. Außer dem Reichsaußenminister werden noch Reichsverlehrsminister von Guérhard und Reichsinnenminister Dr. Wirth heiden, beide übrigens auf Wunsch des Zentrums, also der tigenen Partei. S.K.Eindradd Pe Die neue Rotverordnung, die am Montagabend vom Reichslabinett im wesentlichen verabschiedet worden ist, und die am Mittwoch veröffentlicht werden soll, wird an Umfang nicht hinter der Verordnung vom 1. Dezember 1930 zurüdstehen. Auf der jetzt festgestellten Tagesordnung der ersten Sigung des Reichstages nach der Parlamentspause am 13. Oktober steht als einziger Punkt die Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung. Polizei, Lübeck Infolge der ungünstigen Kassenlage in Preußen hat die preußische Regierung durch Runderlaß verfügt, daß die Gehaltspahlungen für Beamte, die, wie erinnerlich, ohnedies in zwei Katen zu gleichen Teilen jeweils am 1. und 10. des Monats erfolgen, nochmals weiter aufgeteilt werden. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Im hessischen Landtag beantragten die Abgeordneten Reiber and Eberle( Radikaldemokratische Partei), die Regierung möge alsbald mit dem früheren Großherzog von Hessen in Berhandlungen über eine Revision des mit ihm abgeschlossenen Abfinhungsvertrages zugunsten des hessischen Staates eintreten. Mittwoch, den 7. Oktober 1931 um die Kabinettsumbildung vorwärts fommt. Auch der Rüdtritt des Reichsaußenministers wird in diese Gesamtdemission ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Damals Nummer 80 hineingenommen. An maßgebender Stelle wird auf die Feit gab es auch keine Gewerkschaftssekretäre! stellung Wert gelegt, daß die politische Basis des zweiten Ka= binetts Brüning dieselbe sein wird, wie die des bisherigen Reichskabinetts. Der Gesetzgebungsausschuß des hessischen Landtags verabhiedete das Naturschutzgesetz bis auf die Artikel 21 und 22, die ich mit der Reklame im Landschaftsbild und der Anbringung und Beibehaltung von Heden und Gebüsch befassen. Der Hamburger Senat hat einstimmig beschlossen, in seiner Gesamtheit zurückzutreten und den Präsidenten der Bürgerschaft juersuchen, die Vorbereitung für die Wahl eines neuen Senats einleiten zu wollen. Die Harzburger Tagung der nationalen Opposition. Berlin, 6. Oktober. Die Deutschnationale Pressestelle teilt einiges über das Programm der Harzburger Tagung der nationalen Opposion mit. Danach handelt es sich um eine geschloß sene Rundgebung im Kurhaus in Harzburg am 11. Oktober, wobei Dr. Hugenberg, Adolf Hitler, die Stahlhelm bundesführer Seldte und Düsterberg, der Präsident des Reichslandbundes Graf Kaldreuth, der Reichsbankpräsident a. D. Dr. Schacht, Justizrat Claß, der Führer des Alldeutschen Verbandes, sowie Graf v. d. Goltz, der Vorsitzende der Vereinigten Vaterländischen Verbände, das Wort nehmen werden. Es wurde festgestellt, daß sich in den Hamburger Schupohjernen eine absolute nationalsozialistische Mehrheit befindet. Das österreichische Sanierungsgesetz wurde mit allen gegen tine Stimme des Heimatblods vom Bundesrat verabschiedet. Französische Finanzgruppen beabsichtigen, den Zusammenhluß aller Wiener Großbanten anzuregen. Premierminister Macdonald wurde vom König im Buding= hampalast in Audienz empfangen. Der Premierminister hat dem Ronarchen dem Vernehmen nach den Rat erteilt, eine Proflanation zur Auflösung des Parlaments und zur Ansetzung von Neuwahlen zu unterfertigen. Das Gesetz gegen die Inflationsgewinnler wurde vom englichen Unterhaus in zweiter Lesung angenommen. Wieder ein Nationalsozialist erschossen. Essen, 6. Oktober. In Essen- West übersielen furz vor Mitternacht etwa 20 bis 25 Kommunisten zwei Nationalsozialisten, Angehörige der Schutz- Staffel. Die Kommunisten schleuderten Steine gegen die beiden Leute und gaben schließlich vier bis fünf Schüsse auf die Flüchenden ab. Der 33 Jahre alte Schutz- Staffel- Führer Erich Gathe wurde so schwer verletzt, daß er kurze Zeit darauf starb. Die Täter sind unerkannt entkommen. Die deutschen Landgemeinden Bei der B.J.3. in Basel ist der Schiedsausschuß für das Stillhalteablommen gebildet worden. Das Generalsekretariat des Bölkerbundes veröffentlicht ein neues chinesisches Kablogramm in der Angelegenheit der japanischen Besetzung der Mandschurei. Nach diesem bestehen noch leinerlei Anzeichen eines Rüdzuges der japanischen Truppen aus Mulden und Kirin. Nach Mitteilungen ausländischer Beobachter in Chengschew die Mobilmachung der chinesischen Garnisonen des Vangtseteles in vollem Gange. zu den Maßnahmen der Reichsregierung. Der Gesamtvorstand des Deutschen Landgemeindetags vertritt die Auffassung, daß vom Standpunkt der deutschen Sparkassen und Gemeinden kein Anlaß zu so weitgehenden und grundstürzenden Aenderungen besteht, wie sie von der Reichsregierung geplant sind. Er warnt dringendst vor Maßnahmen, die stark in die kommunale Selbstverwaltung eingreifen, auf eine Zentralisierung der Gelder in Berlin hinauslaufen und damit Sparfassen ihrem eigentlichen Zwed des Hypothekar- und Mittelstandskredites 3. T. entfremden. Heute ist es am schönsten in unserem deutschen Wald, wenn man ihn, fern von dem Lärmen und Hasten der Stadt, auf stillen, einsamen Pfaden durchstreift. Da weitet sich die Brust und man atmet wenigstens für ein paar Stunden freier als drüben in der schwülen Atmosphäre, die auf dem deutschen Alltag lastet. Neulich war ich wieder einmal draußen im tiefen Forst, mitten zwischen wunderlich geformten Knüppelbuchen, schlanken Birken, majestätischen Tannen und zierlichen, taubestreuten Farnträutern, als plötzlich aus dem Gebüsch ein Unbekannter, der augen= scheinlich die Sechzig schon überschritten hatte, auf mich zutrat und mich nach dem Wege fragte, den er verloren hatte. Wir gingen eine Strede zusammen und famen miteinander ins Ge spräch, das bald auch die Nöte der Gegenwart berührte. Jch gab meiner Ueberzeugung Ausdrud, daß das deutsche Volk die Kraft und die Fähigkeit zu neuem Aufstieg besize, und wies darauf hin, daß es sich doch auch nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder hochgearbeitet habe. ,, Da haben Sie recht", stimmte mein Weggenosse zu, das waren damals schreckliche Zeiten, wohl noch schlimmer als die jetzigen, und Deutschland hat sie doch überwunden". Hier stodte er plötzlich und fuhr dann nachdenklich fort:„ Aber damals gab es auch noch keine Gewerkschaftssetretäre!" Vor diesem Einwand verstummte ich; ich fühlte, daß er ins Schwarze getroffen. Ein Krähenschwarm flog über unsere Häupter und verscheuchte heiser frächzend den Waldesfrieden Die Stellungnahme des Deutschen Landgemeindetages Ich bin durchaus fein prinzipieller Gegner der Gewerkschaftsbewegung, bin vielmehr der Ansicht, daß sie sehr segensreich wirfen könnte, wenn sie sich in den Grenzen ihrer Aufgaben halten und dabei von der Erkenntnis geleitet würde, daß diese Aufgaben nur durch Einordnung in das Ganze erfüllt werden kön= nen. Aber von dieser richtigen Bahn hat sie sich je länger, je weiter entfernt und ist so zu einer schweren Gefahr für Staat, Volk und Wirtschaft geworden. Die Tendenz dieser Entwicklung hat schon 1906 Paul Liman in seinem gedantenreichen Buche ,, Die Revolution" gut gekennzeichnet, wenn er von den Bestrebungen spricht ,,, durch den Ausbau des gewerkschaftlichen Lebens den vierten Stand in eine Macht umzuwandeln, die, toujours en vedette, das ganze gesellschaftliche Dasein unter den Gesichtspunkt des bewaffneten Friedens stellt". Wenn Liman hieran den Satz anfügte:„ Sier wird(!) die Not der Lage die Arbeitgeber dazu zwingen, sich gleichfalls mehr und mehr in gewerkschaftsähnlichen Korporationen zusammenzufassen", so beleuchtet das gegenüber den Vertuschungsversuchen der Gewerkschaften scharf die Frage, wen die Verantwortung für diese Entwicklung trifft. Inzwischen hat der Krieg und die Revolution das Machtstreben der Gewerkschaften außerordentlich begünstigt und ihren Einfluß in ungeahntem Maß erweitert. Wenn es in dem Organ des A.D.GB. ,, Der freie Gewerkschaftler"( München, 1928, Nr. 7) heißt:„ Die Gewertschaften werden sein der Staat im Staate wahrer(?) politischer und gewerkschaftlicher(!) Freiheit und Gleichheit", so muß man gestehen, daß dieses Ziel schon erreicht ist. Wir haben längst diesen ,, Staat im Staate", er hat sich immer mehr den eigentlichen Staat unterworfen und seinen Sonderzweden dienstbar gemacht. Auf dem Gewerkschaftstongreß in Hamburg 1928 tonnte Severing, der sich dort als Gewerkschaftler auf Lebenszeit bekannte, mit Fug und Recht erklären: ,, Der Staat, das sind wir!" In diesem Staat herrscht in der Tat ,, gewerkschaftliche Freiheit", d. h. alles muß nach der Pfeife der Gewerkschaften tanzen; zumal die Arbeitgeber große und ₤ leine sind ganz an die Wand gedrüdt, völlig einflußlos und haben nur die Freiheit", zu parieren und Taft zu halten. Es gibt kaum noch ein Gebiet, auf dem die Gewerkschaften nicht entscheidenden Einfluß beanspruchen und ausüben; ohne ihre Zulassung fällt sozusagen tein Haar mehr in Deutschland zu Boden. In Hamburg durfte Ministerialrat Grieser feststellen;„ Es ist schon heute so, daß niemand in ein Amt kommen kann, der nicht von den Gewerkschaften vorgeschlagen ist." zu der bevorstehenden Sparkassennotverordnung. Bei seiner Tagung in München nahm der Gesamtvorstand des Deutschen Landgemeindetages zu den Notverordnungen des Reichs und der Länder, sowie zu der Frage der Arbeitslosenfürsorge im kommenden Winter Stellung. Der Gesamtvorstand des Deutschen Landgemeindetages vertrat einmütig die Auffassung, daß zur Ueberwindung der ungeheuren Wirtschafts-, Finanz- und Fürsorgekrisis die von den kleineren Gemeinden seit jeher geübte Sparsamteit endlich auch in allen übrigen Verwaltungen durchgeführt werden muß. Hierbei sind einschneidende und scharfe Maßnahmen nicht zu vermeiden. Die Reichsregierung hat bedauerlicherweise die einmütig von den tommunalen Spitzenverbänden schon vor Monaten geforderte Vereinigung der Krisen- und Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge in einer Reichsarbeitslosenfürsorge nicht durchgeführt. Wenn augenblicklich nach Auffassung der Reichsregierung die Möglichfeit für eine derartige Reichsarbeitslosenfürsorge nicht mehr ge= geben ist, wenn ferner die Reichsregierung die Einführung der Bedürftigkeitsprüfung in der Arbeitslosenversicherung noch weiterhin ablehnt, so bleibt angesichts des trotz und wegen der Verkürzung der Unterstützungsdauer in der Arbeitslosenversiche= rung kommenden Zusammenbruchs der Versicherung und der gemeindlichen Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge, angesichts der ständig wachsenden, überaus ernsten Finanznot des Reiches, der Länder und Gemeinden für die kommenden Wintermonate nur der Weg übrig, daß die Arbeitslosenversicherung vorübergehend aufgehoben und die bisherige ungerechte Dreiteilung der Arbeitslosen in Versicherte, Krisenunterstützte und Wohlfahrtsempfänger beseitigt wird. Zur Ueberwindung der Fürsorgekrisis muß daher nach Ansicht des Gesamtvorstandes des Deutschen Landgemeindtags vorübergehend der Zustand wieder eingeführt werden, der vor dem Inkrafttreten des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, also vor dem 1. Oftober 1927, bestanden hat. Eine derartige Maßnahme ist umso dringender geboten, als nur hierdurch gewährleistet er= scheint, daß die wirklich bedürftigen Arbeitslosen im kommenden Winter die notwendige Unterstützung erhalten. Unter entsprechender Einschränkung der Kreisämter sind die Gemeinden, denen die Prüfung der Bedürftigkeit restlos zu übertragen ist, im Verwaltungswege mehr als bisher bei dieser Erwerbslosenfürsorge einzuschalten. Die bisherigen Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu der Arbeitslosenversicherung sind in ge= senktem Umfange in der Form einer Art Krisensteuer weiter zu erheben. An den hierdurch verminderten Gesamtkosten der Erwerbslosenhilfe sind das Reich, die Länder und Gemeinden nach Maßgabe ihrer Finanz- und Steuerkraft zu beteiligen. Außer in der Form von Unterstützungen ist den Erwerbslosen auf Grund eines umfassenden Programmes durchgreifend und dauernd im Wege der Arbeitsbeschaffung zu helfen. Unbeschadet dieser generellen Forderungen müssen die Reichsmittel für die notleidenden Gemeinden wesentlich erhöht werden. Diese neuen zusätzlichen Mittel sind den unter zwangsläufigen Wohlfahrtslasten besonders leidenden Gemeinden unmittelbar zuzuteilen. Die japanische Regierung hat Befehl erteilt, die in den Flottenstützpunkten Kure und Sasebo liegenden Kriegsschiffe und Marinetruppen zu mobilisieren. Diese Maßnahme steht mit der Lage in China im Zusammenhang. Der Fehlbetrag für die Vereinigten Staaten beträgt nach Kiner Mitteilung des Amerikanischen Schazamtes für das erste Drittel des Haushaltsjahres rund 380 Millionen Dollar. Man hnet für das laufende Haushaltsjahr mit einem Fehlbetrag en ungefähr 1,5 Milliarden Dollar. Die gesamte griechische Morgenpresse bringt eine Meldung as Saloniki über einen geplanten Bombenanschlag auf den Emplon- Expreß in Chevgheli an der serbisch- griechischen Grenze. de Höllenmaschine konnte eine Viertelstunde vor Durchfahrt des Emplon- Expreß unschädlich gemacht werden. Die Löwen, Spaten-, Paulaner, Thomas- und PschorrBrauerei in München werden vom November bis einschließlich bruar täglich 2000 vom Stadtrat bestimmten bedürftigen PerTonen auf ihre Kosten in einer Anzahl von Münchner Gaststätten ein Mittagessen verabreichen lassen. Rücktritt der Reichsregierung. Berlin, 6. Oktober. Wie wir erfahren, wird das Reichsabinett morgen vormittag zu einer Sitzung zusammentreten, Die die letzte sein dürfte, die es in seiner jezigen Zusammeneung abhält. Das Kabinett wird die Gesamtdemission be= fidließen. Die offizielle Bekanntgabe dieses Beschlusses dürfte devon abhängen, wie schnell der Kanzler mit seinen Bemühungen - Der ,, Segen", den dieser Staat der ,, gewerkschaftlichen Freiheit" dem deutschen Volte gebracht hat, läßt sich nicht treffender und fürzer charakterisieren als durch das Urteil der Amerikaner, die, wie die KV. in Nr. 327 vom 14. Juli erzählt, in Deutschland das beſteingerichtete Armenhaus der Welt sehen. Wir wissen heute, nachdem die Ereignisse der letzten Monate grausam den Schleier zerrissen haben, daß dieses Urteil buchstäblich stimmt und daß der Ton auf dem Armenhaus liegt, da die ,, beste Einrichtung" mit der rapide fortschreitenden Verarmung immer brüchiger und armseliger wird. Daß es so tommen würde, haben solche Ausländer, die einen tieferen Blid in die deutschen Verhältnisse getan haben, schon lange erwartet. So brachte die Baseler Nationalzeitung am 16. Februar 1929 von prominenter Schweizer Seite die folgenden bemerkenswerten Ausführungen: ,, Es kann nicht bestritten werden, daß die deutsche Wirtschaftsordnung ausschließlich von den Gewerkschaften bestimmt wird, und daß die Reichsregierung den ungestümen Lohnforderungen der Gewerkschaften auf dem Wege über das Schlichtungswesen ständig in einer Weise nachgibt,... daß dieser für die Wirtschaft wichtigste Kostenjaktor, verbunden mit den untragbar hohen Steuern die deutsche Wirtschaft außerordentlich bedrängt Hier liegt die wahre Wunde der deutschen Wirtschaftsmisere. Ob Hunderte von Fabriken zum Erliegen kommen, kann die deut Nr. 80. Mittwoch, den 7. Mittwoch, den 7. Oftober 1931. schen Behörden nicht rühren. In diesem tiefsten Kern liegt auch die Ursache für die Arbeitslosigkeit in Deutschland. Bei dieser Wirtschaftsordnung schwindet das Vertrauen nicht nur des ausländischen, sondern auch des inländischen Kapitals. Das Kapital läßt sich eben nicht betten." Noch schärfer hat der frühere französische Handelsattaché in Berlin, Paul Maquenne, in einem Vortrage, den er im Oktober 1929 in der Société d'économie politique gehalten hat, die Wirtschaftspolitik gebrandmarkt, die bei uns unter dem Druck der Gewerkschaften getrieben worden ist; er sprach von ,, einer wissenschaftlich organsiierten Ausplünderung aller kapitalistischen Kräfte"; die Finanzen und die Wirtschaft seien ,, einer Bande von Räubern" überantwortet, denen gegenüber die Regierung nichts als Rüchsichtnahme kenne. ,, Nur auf die Arbeiterpartei", so heißt es weiter ,,, nimmt man heute in Deutschland Rücksicht; diese Partei braucht nur den kleinen Finger zu rühren und gleich wird pariert." Maquenne stellte auch fest, daß ,, der ganze Nutzen der Rationalisierung für die Produzenten gleich null war; alles ging für die Löhne drauf"; die Folge dieser Wirtschaftspolitik sei die progressive Verarmung der Unternehmer und Kapitalseigner. In erster Linie sind es natürlich die freien Gewerkschaften, die die Verantwortung für diese unheilvolle Entwicklung trifft, deren Tempo und Takt sie schon infolge ihres gewaltigen zahlenmäßigen Uebergewichts bestimmt haben. Aber von da aus ist der Krankheitsstoff mehr oder weniger auch in die anderen Ge= werkschaften eingedrungen, sehr zum Leidwesen wirklich verantwortungsbewußter Führer, die Blick für die Größe der Gefahr haben. In der K3.( 137 vom 21. Februar 1927) flagte Verbandssekretär Emil Kandzia von den christlichen Gewerkschaften über die unerfreulichen Folgen der Monopolstellung: Man denkt zentral, gewerkschaftlich und fast behördlich(!), aber faum noch betrieblich. Man erwartet alles von oben und frankt unten. Man hat den Kopf in der Sonne und steht mit den Füßen im Sumpf. Das sagen zu müssen, ist bitter." Durch die Bürokratisierung der Gewerkschaftsfunktionäre ist ein neuer Stand entstanden, ein besonderer Berufs- und Erwerbszweig mit eigenen Standesinteressen, vor denen die wirklichen Interessen der offiziell von den Gewerkschaften vertretenen Arbeitnehmer nur zu oft zurücktreten müssen. Die Funktionäre sind großenteils, wie Kandzia richtig gefühlt hat, betriebsfremd geworden; sie leben in einer Atmosphäre für sich, die aufs stärkste bewegt wird durch die Sorge um die Erhaltung und Stärkung der eigenen Stellung und ihrer finanziellen Basis und durch den Ehrgeiz, Karriere zu machen, den die Eröffnung staatlicher und kommunaler Aufstiegsmöglichkeiten großgezüchtet hat. Man hat sich daran gewöhnt, das ganze Leben, Wirtschaft und Politik, einseitig unter dem Gesichtspunkt des gewerkschaftlichen Prestiges anzusehen. In der Verteidigung dieses Prestiges sind sich alle Richtungen einig, so sehr sie sich sonst auch bekämpfen mögen. Sie alle sind beslissen, sich die Monopolstellung zu erhalten, die ihnen die Beherrschung der Massen erleichtert und ihnen damit die materielle Existenzgrundlage sichert. Alle diesem Zweck dienenden Institutionen sind ihnen ebenso ,, heilig", wie den Franzosen der Vertrag von Versailles. So hat sich die Gewerkschaftsbürokratie fest zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber eingeklemmt; ihr Berufsegoismus bildet das stärkste Hindernis des gegenseitigen Verständnisses und des sozialen Friedens, ohne den wir nie wieder hochkommen werden. An dieser Tatsache sind auch alle ehrlichen Versuche ideal denkender Gewerkschaftsführer zur Herbeiführung einer Arbeitsgemeinschaft gescheitert. Das Gewerkschaftsmilieu ist überhaupt wahren Führernaturen nicht günstig; sie kommen zu schwer gegen die egoistischen Instinkte der verknöcherten und durch und durch reaktionären Gewerbschaftsbürofratie auf. Wir sehen es ja in England, wo einem Staatsmann wie Macdonald seine eigenen Gewerkschaften schmählich in den Rücken gefallen sind. Und erleben wir nicht auch in Deutschland Aehnliches? 1923 hat im ,, Arbeitgeber"( Nr. 3) Prof. Herkner die Folgen der von den Gewerkschaften getragenen Politik vorausgesagt: „ Gießener Zeitung" nicht mehr im Verhältnis stehen zur Leistungsfähigkeit der Wirtschaft, die nach ehernen Gesetzen arbeitet, die beachtet werden müssen; mit weltanschaulichen Grundsägen lassen sich die Dinge nicht meistern. Die in der Nachmittagssigung vorgenommene Kandidatenaufstellung bringt auf den ersten Plätzen folgende Namen: 1. Oberamtsrichter Abg. Schreiber- Vilbel, 2. Maurermeister Gemünden- Ober- Ingelheim, 3. Hausfrau Clara Grein- Offenbach, 4. Rechnungsdirektor Koch- Darmstadt, 5. Schulrat Fischer- Gießen, 6. faufm. Angestellter Frener- Mainz. In den geschäftsführenden Vorstand der Landespartei wurden ge= wählt: 1. Vorsitzender Oberstudiendirektor Dr. Weiner- Offenbach, 2. Vorsitzender Amtmann Gosenheimer- Darmstadt, 3. Vorsitzende Frl. Dr. Sonnenberger- Sprendlingen. ,, Wir hüllen uns in eine so schwere, erdrückende sozial- und wirtschaftspolitische Rüstung, daß wir schließlich nicht mehr imstande sind, uns zu regen und auch nur den dringendsten Bedarf unseres Volkes und Staates zu decken." Landesparteitag der Radikaldemokraten. Der Landesverband Hessen der Radikaldemokratischen Partei hielt am Sonntag in Offenbach seinen ersten Landesparteitag ab. Dr. Neumann- Berlin vom Reichsorganisationsausschuß der RDP. gab einen Bericht über den Stand der radikaldemokratischen Bewegung in Deutschland. Der Landesparteivorsitzende, Rektor Reiber- Darmstadt, M.d.L., berichtete über die Vorschläge des Ausschusses zur Kandidatenaufstellung. Nach längeren Beratungen nahm die Versammlung die vorgeschlagene Kandidatenliste an, die 22 Namen trägt. An der Spitze der Liste steht der seitherige Landtagsabg. Reiber. Ihm folgen Studienrat BalzerOber- Ingelheim, Landtagsabg. Eberle, ferner Dr. HammerDarmstadt, Frau Nies- Sichenhausen, Schäfer- Darmstadt und Strauß- Bad- Nauheim. Sind wir nicht heute wirklich so weit? Damais schon prägte Prof. Herkner, ein Mann, der sich immer aufs wärmste der Arbeiterinteressen angenommen hat, das bittere Wort von den ,, machttrunkenen Gewerkschaftlern, die glauben, Vernunft und Wissenschaft verachten zu dürfen". Hat sich dies Wort nicht wieder in vollem Umfang bei dem jüngsten Kongreß der freien Gewerkschaften in Frankfurt bestätigt? Stand er nicht ganz unter der Devise ,, Nichts gelernt"? Aber immer weiteren Kreisen des deutschen Volkes sind mittlerweile die Augen aufgegangen. Sie wissen genau, weshalb es heute dem deutschen Volke so unendlich viel schwerer fällt, der Not Herr zu werden, als früher:„ Ja, da= mals gab es auch noch keine Gewerkschaftssekretäre!" Spitama in der Deutschen Bergwerkszeitung" Nr. 228 vom 29. 9. 1931. Zwangsversteigerungen in Hessen. Im ersten Vierteljahr 1931 wurden in Hessen 409 Zwangs= versteigerungsverfahren über landwirtschaftliche Betriebe mit einer Gesamtfläche von 660,6 Hektar eröffnet, während die Zahl in der gleichen Zeit des Vorjahres mit 280,95 Hektar 286 be= trug. Jm 3. Vierteljahr 1931 ist diese Zahl auf 459 mit 524,14 Hektar angestiegen, das bedeutet eine Zunahme der Fälle um rund 12 Prozent. Durchgeführt und abgeschlossen wurden im 1. Vierteljahr rd. 13,61 Heftar. 67 Versteigerungen über 63,03 Hektar gegen 48 Fälle mit 60,5 Hektar im Vorjahre. Im zweiten Vierteljahr wuchs die Zahl auf 84 mit 92,47 Hektar Fläche, gegen 67 Fälle mit 57,03 Heftar im Vorjahre. Die Tatsache, daß die Zahl der Zwangsversteigerungen seit 1930 sich stetig steigert, spricht deutlich von der Not der Landwirtschaft. In England laufen die Räder. In Deutschland ein starres Festhalten an der Deflationspolitik der Reichsbank, eine Heiligsprechung des toten Goldklumpens bei gleichzeitigem Dahinjiechen der Wirtschaft. In England eine geschlossene Abkehr vom Goldstandart und die Räder laufen. In der Wollindustrie, in der Eisen- und Stah!- industrie, in der Seifenindustrie hageln 3. 3t. die Aufträge. Die Arbeiter werden telegraphisch in die Fabriken geholt. Warum: die Geldmassen laufen. Einsichtige Menschen in Deutschland fordern deshalb mit Recht: Loslösung vom Gold, bei gleichzeitiger Stabilisierung der Kaufkraft und gleichzeitigem Antrieb des Geldes. Landesparteitag der hessischen Staatspartei. Die staatsparteilichen Kandidaten für die Landtagswahl. Der am Sonntag, den 4. Oktober, in Offenbach abgehaltene Landesparteitag der hessischen Staatspartei stand unter dem Zeichen der bevorstehenden Landtagswahlen. Landesvorsitzender Abg. Schreiber beschäftigte sich mit der gegenwärtigen politischen Situation in Hessen. Im Anschluß an dieses Referat führte Reichstagsabgeordneter Dr. H. Fischer u. a. aus: Die in Hessen bevorstehenden Landtagswahlen sind zu führen unter Vermeidung alles Kleinlichen und müssen abgestellt sein auf die Gesichtspunkte der großen Schicksalsfrage des deutschen Volkes. Als Staatsbürgerpartei müssen wir bereit sein, der Regierung diejenigen Rechte an die Hand zu geben, die sie in den Stand unter Benutzung setzen, einer Synthese der einander widerstreitenden Interessen rücksichtslos all die Maßnahmen zu treffen, die eine Rettung des Ganzen gewährleisten; wir müssen den Männern dankbar sein, die sich der entsagungsvoller Aufgabe unterziehen, eine 10jährige, zum großen Teil falsche Finanz- und Wirtschaftspolitik wieder gut zu machen. Weltfrise gewiß: Aber wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt, zuerst der Staat und dann auch jeder Einzelne. Ein Volt muß zugrunde gehen, wenn die Ansprüche des Staates Das Handwerk fordert! Aufhebung von Zwangswirtschaft und Hauszinssteuer. Der Präsident des Nordwestdeutschen Handwerkerbundes E. V., Zimmerobermeister Franz Freidel, M. d. R., hat in der ,, Nordwestdeutschen Handwerkerzeitung" einen Appell an den Reichskanzler gerichtet, in welchem es u. a. heißt: Lokales. Jahrestagung des Landesverbandes hessischer Obst- und Gartenbauvereine. Unter der Leitung des Verbandsvorsitzenden Exz. v. Hahn. Darmstadt hielt der Landesverband für Obst- und Gartenbauvereine in Hessen am Sonntag hier seine Jahrestagung ab, die aus allen Teilen Hessens gut besucht war. Nach einer Wür digung der gleichzeitig mit der Tagung veranstalteten großen Obst- und Gartenbauausstellung erstattete Exz. v. Hahn den Jahresbericht, womit er einen Rückblick auf die Arbeit des Verbandes in den verflossenen 25 Jahren gab und in diesem Zusammenhang über eine fruchtbare Tätigkeit zur Förderung des heimischen Obstbaues berichten konnte. Ein Antrag des Obst- und Gartenbauvereins Darmstadt auf Ermäßigung der Verbandsbeiträge wurde vertagt. Hierauf hielt Bedel- Kassel einen Vortrag über ,, Lehren und Nutzanwendung aus dem Obst absatz der letzten Jahre". Zum Schluß wurde einer Entschlie Bung zugestimmt, in der die Reichsregierung aufgefordert wird, dem ständig steigenden Druck der Obsteinfuhr aus dem Ausland wirksam zu begegnen. Im Rahmen der„ Gießener Oktober- Werbetage" wurde in den Räumen der ,, Liebigshöhe" die Obst-, Gartenbau- und Jagdausstellung in Anwesenheit der Spitzen der Behörden eröffnet. Die Ausstellung bietet eine Auslese bester heimischer Obstsorten, die dem ausländischen Obst weit überlegen sind. Neben dem Aufbau oberhessischer Sorten hat der Gartenbauverein herbst liche Flora zur Schau gestellt, die durch eine Gartenbaukunst abteilung ergänzt wird. Die Abteilung für Schädlingsfunde und bekämpfung, deren Ziel die Bekämpfung der Pflanzen frankheiten ist, füllt einen ganzen Raum aus. In Hessen allein wird durch diese Krankheiten ein jährlicher Schaden von 33 Millionen Goldmark verursacht. Einen prachtvollen Anblid bietet * die Jubiläums- Jagdausstellung des Vereins„ Hubertus". Falsche 20- Mart- Scheine. Der hessische Finanzminister gibt eine Mitteilung der Reichsbank bekannt, wonach eine neue Fäl schung von 20- Reichsmart- Scheinen mit dem Datum vom 11. Of tober 1924 festgestellt worden ist. Die falschen Scheine sind im Papier weicher und gering dicker als die echten; die Pflanzen fasern sind durch Braunstriche vorgetäuscht. Das Wasserzeichen ist auf der Vorderseite fälschlich durch Ausdruck ,, Reichsmart" an Stelle von Reichsbank" nachgeahmt. Das Handwerk war immer bereit, mitzuarbeiten und mit zuhelfen, die schwersten Stunden des Vaterlandes zu über winden. Als der Krieg die waffenfähigen Männer Deutsch: lands zu den Waffen rief, eilten die Handwerksmeister, die Betriebe verlassend, zu den Fahnen; die deutsche Handwerksfrau hat nach bestem Können in jener schweren Zeit zur Aufrecht erhaltung des Wirtschaftslebens beigetragen. Das Handwerk in der Inflation seiner Barmittel und Substanzen beraubt, hat sich mit festem Willen an die Wiederaufbauarbeit begeben und ist in harter Arbeit bis heute diesem Aufbauwillen treu ge blieben. Ein großer Teil der Notverordnungsmaßnahmen im letzten Jahre erschüttern aber diesen im Handwerk gepflegten Arbeitswillen auf das schwerste. Das deutsche Handwerk er wartet daher in kürzester Zeit, wenn äußere und innere Zablungsschwierigkeiten des Reiches behoben sind, allerschnellste Hilfe von seiten der Reichsregierung. Diese erblickt das deutsche Handwerk vor allem in der Herabsetzung der steuerlichen und sozialen Belastungen auf ein erträgliches Maß und in der Beseitigung des noch im deutschen Wirtschaftsleben vorhandenen Fremdkörpers: der Wohnungszwangswirtschaft und der damit zusammenhängenden Hauszinssteuer. Der Herr Vizekanzler und Reichsfinanzminister Dietrich hat auf der Reichstagung der deutschen Schlossermeister in Eisenach darauf hingewiesen, daß Deutschland nur wieder gesunden könne, wenn der deutsche Die Voraussetzung Mittelstand zur Kapitalbildung kame. hierfür ist die Beseitigung der Zwangswirtschaft und die Be freiung des Hausbesitzes von der Hauszinssteuer. Der Herr Reichskanzler hat bereits die Wege gewiesen, die zu gehen sind um den Kommunen die bei Abbau der Hanszinssteuer in Fortfall kommenden Mittel sicherzustellen. Der Weg ist gangbar. Nur dann, wenn die Realwerte in Deutschland wieder die Höhe der Vorkriegszeit erreichen das ist nur möglich durch Aufhebung der Zwangswirtschaft ist eine Gesundung der Wirt schaft denkbar. Aus diesem Grunde erwartet das deutsche Handwerk, daß das Reichskabinett folgende Forderungen des Handwerks in allerkürzester Zeit durch Notverordnung erfüllt: I Die Beseitigung der Wohnungszwangswirtschaft und mit ihr der Hanszinsstener: 2. die Beseitigung der Regiebetriebe und an deren Stelle Einsetzung der Betätigung der freien Wirtschaft: 3. die Bekämpfung der Schwarzarbeit durch Androhuna von Gefängnisstrafe für Auftraggeber und Arbeitnehmer, so wie die sofortige Beseitigung des Doppelverdienertums." W Die Reichsregierung wird an diesen drei durchaus berech tigten Forderungen des deutschen Handwerks nicht achtlos vor übergehen können. * Aenderung der Trichinenschaugebühren. Nach einer Be kanntmachung des hessischen Ministers des Innern werden an Gebühren für die Ausführung der Trichinenschau mit Wirkung vom 10. d. M. erhoben: für das Fleisch eines ganzen oder halben Tieres 0,80 RM., für einzelne Fleischstücke( Schinken, Speditüde usw.) 0,40 RM. * Ein Verbandskasten für jedes Auto. Jeder bei einer Be rufsgenossenschaft reichsgesetzlich gegen Unfall versicherte Arbeit geber, der Kraftwagen in seinem Betrieb benutzt, wird demnächst verpflichtet sein, in seinem Last- oder Personenwagen einen Ver bandskasten unterzubringen und mitzuführen. Die entsprechenden Vorschriften sowie die Normen für Einrichtung und Ausgesta tung der Automobil- Verbandskästen sind von den zuständigen berufsgenossenschaftlichen Stellen bereits fertig ausgearbeitet und werden nach Genehmigung durch das Reichsversicherungsamt in absehbarer Zeit in Kraft treten. Ergebn Breidenbach Wallau- M BottenhornWiesenbach Dillenburg Germania M Kurh. Kajjel Boruffia Fuld SC. 03 Rajje FC. Grone Helen Hersie SV. KaffelSpujp. Northe 6 Biffenberg Chringshauser Hirschhausen Holzhausen Stodhaujen Azlar 2. Hermannstein Oberbiel-G SV. Weklar Steinberg Leihgestern Garbenteich Ettingshausen Geilshausen Allendorf Merenberg 2. Wirbelau Hirschhausen Holzhausen 2 Bistirchen 2. Tiefenbach AlbshausenNauborn 2. Oberbiel 2.Burgjolms 3. Waldgirmes Garbenheim Büblingshause Schwalbach Dutenhofen Lich- VfB. Heuchelheim Leihgestern 2. 1900 Gießen Ulrichstein Bobenhausen Weyl. SpV. * Ein renitenter Bettler. Am vergangenen Samstag um die Mittagszeit tam der 24jährige Fuhrmann Albert Gath aus Wetzlar in die Westanlage in die Wohnung eines 70 Jahre alten Mannes, der allein zu Hause war, und hielt um ein Mittag essen an. Als der Angesprochene, der selbst in dürftigen Ver hältnissen lebt, dem Bettler erklärte, daß er für sich nichts habe, faßte ihn der Bettler mit der einen Hand an der Brust und schlug ihm mit der anderen, in der er einen festen Gegenstand, vermutlich geschlossenes Taschenmesser, hatte, mehrmals auf den Kopf und in das Gesicht, daß der alte Mann blutüberström! zusammenbrach. Nach dieser Tat verließ der Rohling die Woh nung des Mannes und ging, als sei nichts vorgefallen, nach der Frankfurterstraße nach der Wieseckbrücke zu. Ein Nachbar des verletzten Mannes, der auf die Hilferufe den Bettler aus dessen Hause kommen sah, verfolgte diesen unauffällig. An der Wiesed brücke kamen zufällig zwei Polizeibeamte, die von dem Ver folger auf den Rohling, der inzwischen in die Alicestraße nad dem Essiggäßchen eingebogen war, aufmerksam gemacht wurden Die beiden Beamten nahmen nun die Verfolgung auf und stell ten an dem Essiggäßchen den Täter. Dieser leistete nun aud den Beamten den heftigsten Widerstand, so daß seine Inhaftie rung mittels Kraftwagens notwendig wurde. Gath wurde am folgenden Tage dem Amtsgericht zugeführt und kam in Unter suchungshaft. entwendet. * Diebstähle. In letzter Zeit wurden in unserer Stad mehrere Stallhasen, darunter mehrere sehr wertvolle Zuchttiere Auf einem Am Kugelberg gelegenen Garten grundstück wurden fünf Tischmesser mit Nickelgriff gefunden, di vermutlich aus einem Diebstahl herrühren. Auf der Messer flinge steht die Firmenbezeichnung ,, Edgar Borrmann Gießen" Personen, die sachdienliche Angaben machen und Eigentums anspruch erheben können, werden gebeten, der Kriminalabtei lung, Zimmer 24, Nachricht zu geben. Handball: ViL. Weklar ViL. Wetzlar Fechenheim Kesselstadt Jugend: TV. Garben T. 11. Spp. Weyl. SpV. Wehl. Spr. Wehl. Spr. Weyl. SpV. Allendorf 1. Leihgestern 1 BfB. Gießen Dutenhojen VFB. Gießen 1900 Gießen Holzhausen S Donsbach Langenaubach Oberroßbach Rittershausen Dillenburg 2. Weidelbach Udersdorf Ranzenbach Lükeln- All Würgendorf Flammersbach Haiger 3.Riederscheld 2. Der Mitte Ein Fuß Hollywood Swifts Diefe fchreiender Delche Jimmy Dun neine Aufmertiamte Delche das gesteigerte lub mit fich brachte, Evening Times". Imgebung schien Du Den heutigen Ar erjagt hatte, die der Gefühlen entiprach, Allerdings muß ifel ein journalistijd alift schwelgt in bed Dar in diesem Falle tur begeistert nach He Swifts auserleje * Preisabbau im Speisewagen. Die Direktion der Mitrop hat mit Beginn des Winterfahrplans, d. h. vom 4. d. M. ab, dir Preise in den Speisewagen der D- Züge erheblich herabgesetzt. Det Preis für das gemeinsame Mittagessen, der bisher 3.30 Mar war, ist auf 3.00 Mart ermäßigt worden. Daneben wird auf der meisten Kursen noch ein kleines Mittagessen für 2.00 Mark ge reicht. Der Preis des gemeinjanen Abendessens ist von 3.30 au 2.50 Mark herabgesetzt worden. Auch die Preise für Weine Bier, Mineralwasser und Kaffee sind ermäßigt worden. Es wurde schon ichen Botals um d Hollywood ausge ejagt worden, daß di deganten Spiel ver Es ist jedoch not mmer eine geachtete Sieg eilten. Der 1ationaler Spieler, Inendlicher Mühe un einer Mannschaft je beizubringen getrach Seine mühevoll * Oeffentliche Versammlung. Der Führer des Stahlhelm in Rheinhessen, Landtagsabgeordneter Staatsanwalt Dr. Wolf Mainz, spricht am kommenden Sonntag in einer Versammlung der Deutschnat. Volkspartei über ,, Nach Hamburg- Hessen" it der Turnhalle am Oswaldsgarten. * Tanzturnier. Der Tanzklub ,, Rot- Weiß" e. V. bringt an Samstag, den 10. Oftober, abends 8 Uhr, im Klub( Sonnen straße) seine Klubmeisterschaft 1931 zum Austrag. Die Veran staltung wird bereichert durch Tanzeinlagen des bekannter Meisterschafts- Tänzerpaares Anni und Ewald Bäulke. nen hatten, in dieje Erfolg. Die Swifts nannichaften noch a 3. Nr. 8 Desverbandes enbauvereine. rjizenden Erz. v. Hah ir Obst und Gartenb ine Jahrestagung ab, war. Nach einer ng veranstalteten gr ttete Egz. v. Hahn blid auf die Arbeit hren gab und in di Tätigkeit zur Förder Fonnte. Ein Antrag adt auf Ermäßigung auf hielt Bedel- ke nwendung aus dem D i wurde einer Ent ierung aufgefordert einfuhr aus dem Ausl ber- Werbetage" wurde it, Gartenbau- und J en der Behörden erö ester heimischer Obstfor erlegen sind. Neben b Gartenbauverein bet urch eine Gartenbaul ung für Schädlingst efämpfung der Pflan um aus. In Hessen all licher Schaden von 33 prachtvollen Anblid bie Vereins„ Hubertus". essische Finanzminister nt, wonach eine neue dem Datum vom 11,0 = falschen Scheine sindi die echten; die Pilame scht. Das Wasserzeichen luforud ,, Reichsmart ebühren. Nach einer des Innern werden chinenschau mit Wirkun eines ganzen oder halber de( Schinten, Speditü uto. Jeder bei einer S Unfall versicherte Arh eb benutzt, wird demni Personenwagen einen S Führen. Die entspretend inrichtung und find von den zuständi reits fertig ausgearbe Das Reichsversicherungs gangenen Gamstag un mann Albert Gath Onung eines 70 Jahre che und hielt um ein Mitte er selbst in dürftigen Be daß er für sich nichts hab n Hand an der Brust un er einen festen Gegensta , hatte, mehrmals auf alte Mann blutübertr ließ der Rohling die nichts vorgefallen, nad üde zu. Ein Nachbarl ufe den Bettler aus de auffällig. An der Wi eamte, die von dem Jen in die Alicejtrage ufmerfiam gemacht wat e Verfolgung auf und . Dieser leistete nun and, so daß seine Inbo ig wurde. Gath wurde geführt und fam in Un wurden in unserer re sehr wertvolle Zutti ugelberg gelegenen Ga nit Nidelgriff gefunden errühren. Auf der M Edgar Borrmann Gie en machen und Eigentu gebeten, der Kriminala 211. Die Direktion der Mit cs, d. h. vom 4. d. M. ch ige erheblich herabgeje essen, der bisher 3.30 rden. Daneben wird auf ittagessen für 2.00 Mad Abendessens ist von 3.3 Auch die Preise für nd ermäßigt worden. Der Führer des Stabl ter Staatsanwalt Dr. antag in einer Berjam Nach Hamburg- Sele Rot- Weiß" e. V. bring 8 Uhr, im Klub( Gam zum Austrag. Die anzeinlagen des befo und Ewald Bäulfe Mittwoch, den 7. Oftober 1931. Fußball. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Breidenbach 1900 Gießen 1: 1( 1: 1) Wallau Bottenhorn Wiesenbach Wetzl. SpV. 3: 3( 1: 1) Niedergirmes 2: 0( 0: 0) Butzbach 5: 2( 2: 0) Dillenburg Frohnhausen 3: 0 Germania Marburg VfB.- Kurh. Marburg 1: 3( 1: 1) Kurh. Kassel-Germania Fulda 1: 1( 1: 0) Borussia Fulda- FC. Odershausen 8: 1( 6: 0) SC. 03 Kassel FV. Horas 9: 1( 3: 1) FC. Grone Sport Kassel 0: 2( 0: 0) Hessen Hersfeld Hermania Kassel 1: 1( 1: 1) ŠV. Kassel Spvgg. Göttingen 5: 0( 2: 0) Spusp. Northeim Göttingen 05 0: 1( 0: 0) Gau Gießen- Wehlar. Bissenberg Aplar 2: 1 Ehringshausen Weilburg 3: 3( 2: 2) Hirschhausen Holzhausen Stockhausen Löhnberg 2. 4: 1 Bistirchen 4: 1( 1: 1) Braunfels 0: 2( 0: 0) Aẞlar 2. Nauborn 2: 2( 2: 2) Hermannstein Burgsolms 2. 5: 4( 3: 2) Oberbiel SC. Wetzlar 2. 1: 2( 0: 0) abgebr. SV. Wetzlar 2.- Ehringshausen 2. 5: 1( 2: 0) Steinberg Lollar 2: 1( 1: 0) Leihgestern Garbenteich Daubringen 4: 2( 2: 1) Steinbach 3: 2( 1: 2) Ettingshausen Laubach 2: 4( 0: 2) Geilshausen Quedborn 4: 1( 1: 1) Allendorf Odersbach 2: 0( 1: 0) Merenberg 2. Waldhausen 1: 1( 0: 0) Wirbelau Essershausen 4: 4( 4: 2) Hirschhausen 2. Bistirchen 2. Grävened 1: 3( 0: 0) Holzhausen 2. Allendorf 5: 1( 1: 1) Braunfels 2. 8: 2( 3: 0) Ulm 3: 2 Tiefenbach Albshausen Nauborn 2. Oberbiel 2. Wetzlar 4. 4: 0( 4: 0) Oberndorf 1: 4( 1: 2) Schwalbach 5: 5( 2: 2) Burgsolms 3. Waldgirmes Garbenheim Bonbaden 3: 5( 1: 3) Hermannstein 2. 3: 0( 1: 0) Wetzlar 3. 2: 1 Büblingshausen Werdorf 1: 2( 1: 1) Schwalbach Berghausen 2: 0 Dutenhofen 1900 Gießen 3. 1: 2( 1: 1) Lich VfB. Gießen 3. 2: 2( 1: 0) Bieber 3: 2( 2: 0) Heuchelheim Leihgestern 2. 1900 Gießen 4. Ulrichstein Bobenhausen Wetzl. SpV. 5. Handball: VfL. Wetzlar VFL. Wetzlar 2. Fechenheim Steinbach 2. 2: 1( 1: 0) Lollar 2. 2: 0( 0: 0) Wetterfeld 2: 3( 0: 1) Grünberg 1. 1: 2( 1: 1) Oberndorf 2: 0( 6.) 1900 Gießen 5: 5( 4: 1) TV. Wetzlar 2. 4: 5( 2: 3) TV. Wetzlar 5: 3( 2: 2) Kesselstadt TV. Niedergirmes 3: 2( 3: 0) TV. Garbenheim-TV. Launsbach 1: 4 T. u. Spv. Butzbach Sch.- TV. Pohl- Göns Sch. 4: 5 Jugend: Wetzl. SpV. 1.- VfB. Gießen 1. 1: 4 Wetzl. SpV. 1. Sch. Klein- Linden Sch. 6: 0 Wetzl. SpV. 2.- Oberndorf 2. O. n. angetr. Wetzl. SpV. 2. Sch. Steinbach Sch., St. nicht angetr. Allendorf 1. Bissenberg 1. 0: 2 Leihgestern 1.- Lich 1. 3: 3 VfB. Gießen Sch. Leihgestern Sch. 0: 3 Dutenhofen 1.1900 Gießen 2. 1: 1 VfB. Gießen 2. 1900 Gießen 3. 5: 0 1900 Gießen 2. Sch.- Lich Sch. 1: 2( 0: 2) Holzhausen Sch. Allendorf Sch. 3: 0( 0: 0) Gau Dill. Donsbach Offenbach 0: 1 Langenaubach Oberroßbach Rittershausen Sechshelden 2: 0 Manderbach 5: 2 Wissenbach 5: 1 Dillenburg 2. Holzhausen 1. 1: 0 Weidelbach Frohnhausen 2. 3: 3 Udersdorf Nanzenbach Lützeln Ballersbach 1: 0 Straßebersbach 1: 3 Allendorf 2. 0: 2 Würgendorf Sechshelden 2. 6: 0 Flammersbach Straßebersbach 2. 5: 3 Haiger 3.- Dillenburg 3. 2: 3 Niederscheld 2. Breitscheid 2: 1 Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 21. Fortsetzung. 5. In Höchstform. Hollywood schlägt große Bestechung aus! Swifts vergebliches Angebot! Diese schreienden Ueberschriften in den größten Lettern, welche Jimmy Dunster zur Verfügung hatte, erregten allgemeine Aufmerksamkeit. Seltsamerweise war eine der Folgen, welche das gesteigerte Interesse Hollywoods an seinem Fußballtlub mit sich brachte, ein Hinaufschnellen der Auflageziffer der Evening Times". Jedermann in der Stadt und in der nächsten Umgebung schien Dunsters Sportrubrik zu lesen. Den heutigen Artikel, den er mit Schwung und Begeisterung verfaßt hatte, die der Wichtigkeit der Angelegenheit und seinen Gefühlen entsprach, las alles mit atemloser Spannung. Allerdings muß gesagt werden, daß Dunster mit diesem Artifel ein journalistisches Meisterstück geleistet hatte.. Ein Jour nalist schwelgt in bedeutsamen Ereignissen, und der Gegenstand war in diesem Falle sensationell genug, um jeden Sportredakteur begeistert nach seiner Füllfeder greifen zu lassen. Es wurde schon berichtet, daß das Schicksal Hollywood und die Swifts auserlesen hatte, in der zweiten Runde des eng lischen Pokals um den Sieg zu streiten, und daß der Kampf in Hollywood ausgefochten werden sollte. Es ist auch schon gejagt worden, daß die Swifts ihren Ruhm ihrem unvergleichlich eleganten Spiel verdankten. Es ist jedoch notwendig, hinzuzufügen, daß die Swifts, die immer eine geachtete Stellung im englischen Fußball eingenommen hatten, in diesem Jahre mit unerhörtem Elan von Sieg zu Sieg eilten. Der Manager des Klubs war ein alter internationaler Spieler, dessen Ruhm noch unverblaßt war; mit unendlicher Mühe und Geduld hatte er jedem einzelnen Mann jeiner Mannschaft seine eigene Kunst bis zur Vollkommenheit beizubringen getrachtet. Seine mühevolle und rastlose Arbeit erntete auch vollen Erfolg. Die Swifts erinnerten unter den modernen Fußballmannschaften noch am meisten an die alten klassischen MannSinn 2. Arborn 1. 0: 5 Hohenjolms Bischoffen Biden 1. Jugend: Haiger 1. Altenkirchen 2: 4 Offenbach 2. 4: 1 Erda 1. 5: 0 Donsbach 1. 1: 0 Biden 6: 1 Hirzenhain 1.— Fronhausen 1. 0: 0 Burg 1. Offenbach Herbornseelbach 1. Eisemroth 1. 1: 3 Erda 1. 7: 0 Dillenburg 1. Sechshelden 1., S. n. angetr. Dreihausen Gladenbach Gau Marburg. Marbach 0: 3 Garnau 12: 1 Frechenhausen Breidenstein 2: 1( 1: 0) Wommelshausen Erdhausen 1: 1 Gemünden Langenstein 3: 1( 1: 1) Caldern- Edelshausen 1: 1( 0: 0) Biedenkopf 2. Buchenau 1. 0: 3 VfB.-K. 2. Cölbe 1: 3 Bürgeln Wehrda 1: 1 - Marbach 2. Cappel 1. 0:11( 0: 6) Germania 2. Niederwalgern 1. 4: 1 Wommelshausen 2. 1: 2 Dautphe 5: 2( 0: 2) Holzhausen 4: 3 Unterrosphe 1. 7: 3 Friedensdorf 2. Cölbe 2. Michelbach 4: 1 Hartenrod Mornshausen Schönstadt Cappel 2. Schönstadt 2. 7: 0 Elnhausen Germania 3. 2: 4 Bürgeln 2. Odershausen 3. 2: 5 Dreihausen 2. Leidenhofen 1. 3: 2 Haddamshausen Weipoltshausen 2: 2 Ebsdorf 1.- Bortshausen 2: 0( 1: 0) Runzhausen Frohnhausen 6: 4 Mornshausen Holzhausen 2. 7: 0 Weidenhausen 1. Weidenhausen 2. 6: 1 Hartenrod 2.- Steinperf 2. 4: 7( 1: 2) Schweinsberg Neustadt 4: 1 Roda Mellnau 1: 1( 1: 1) Willersdorf Münchhausen Jugend: Weidenhausen 1. Sterzhausen 1. Marbach 1.- Odershausen 1. Dreihausen 1. Oberrosphe 3: 5 Wetter 2. 2: 2( 2: 1)( 6.) Gladenbach 1. 3: 1( 0: 1) Sarnau 1., Ga. n. angetr. Cappel 1. 3: 0( 1: 0) VfB. Kurh. 1. 1: 4 Holzhausen 4: 0 Aus Gießen und Umgegend. Wagenborn- Steinberg 1. Lollar 1. 2: 1( 1: 0). Am letzten Sonntag weilte Lollar zum fälligen Verbandsspiel in Watzenborn- Steinberg. Das Spiel wurde mit gutem Tempo begonnen, doch dauerte es einige Zeit, bis der erste Treffer erzielt wurde. In der 30. Minute verwandelte die Platzmannschaft die zweite Ecke durch einen schönen Kopfball ihres Mittelstürmers zum ersten Treffer. Die Gäste tämpften mit aller Energie um den Ausgleich zu erzielen. Steinbergs Hintermannschaft und Läuferreihe befanden sich jedoch in einer ganz ausgezeichneten Verfassung, sie ließen die Gästestürmer faum zur Entwidelung fommen. Nach Seitenwechsel setzte wieder scharfes Tempo ein. In der Mitte der zweiten Halbzeit gelang es den Plazzbesitzern durch ihren Rechtsaußen das Resultat auf 2: 0 zu erhöhen. Kurze Zeit darauf verwandelte Lollar einen Strafstoß zum ersten und einzigen Tor. Das von zahlreichen Zuschauern besuchte Spiel wurde fair durchgeführt und von Schiedsrichter Scharf- Biskirchen gut geleitet. F. Ettingshausen 1. Laubach 1. 2: 4( 0: 2) Ein ausgeglichener, harter Kampf! Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an. Während die Gäste in der ersten Halbzeit etwas mehr vom Spiel hatten, gelang es Ettingshausen in der zweiten Halbzeit das Spiel überlegen zu gestalten. Laubach verdankt in erster Linie seinen Sieg der Schußunsicherheit der Platzvereinsstürmer und der von Spiel zu Spiel schlechter wer denden Leistung des Torhüters der Plazzelf. Dem Spielverlauf nach, wäre ein Unentschieden am Platze gewesen. Die zahlreichen, in zwei Lager gespaltenen Zuschauer, hielten sich im Rahmen des sportlichen Anstandes. Schiri Böcher, Gießen, leitete recht gut. Geilshausen 1.- Quedborn 1, 4: 1( 1: 1). Am letzten Sonntag trat Quedborn zum Verbandsspiel in G. an. Geilshausen setzte seinen Siegeszug fort. Der Platzbesitzer spielte dauernd überlegen und gemann das Spiel sicher 4: 1. Schiri Jog leitete gut. Nächsten Sonntag bestreitet die 1. Elf des Sp.V. 28 Geilshausen ihr letztes Spiel der Vorrunde in Laubach. Laubach, das letztes Jahr noch Liga spielte, wird H. sich wohl Sieg und Punkte nicht nehmen lassen. schaften von früher. Jeder Mann dieser Elf war ein Künstler, die Flügelmänner, der Mittel- und der linke Außenläufer waren Uebermenschen. Das Direktorium der Swifts amüsierte sich, als das Resultat der Auslosung bekannt wurde. Hollywood", sagten sie und lächelten. Nachdem sie genug gelächelt hatten, spannten sie einen Briefbogen in die Schreibmaschine das heißt, der Sekretär war es, der also tat; und er schrieb folgendes: ,, Wir bieten Ihnen 1500 Pfund, wenn Sie einverstanden sind, daß das Wettspiel in Turningham gespielt wird, anstatt in Hollywood. Wir müssen Ihnen nicht erst sagen, daß das ein überaus günstiges Angebot und sehr zu Ihrem Vorteil ist. Unsere Einnahmen bei dem Wettspiel dürften ungefähr 3 500 Pfund betragen. Wir wissen nicht, wie groß die Einnahme in Hollywood sein würde, aber wir hören, daß Sie niemals mehr als 5 000 Zuschauer bei Ihren Spielen haben. Antworten Gie uns, bitte, postwendend." Als Sam Hollister diesen Brief empfing, biß er jo fest in das Mundstück seiner Pfeife, daß er es beinahe abgebissen hätte. Dann langte er nach dem, Telephonhörer. Jimmy Dunster fam hurtig und aufgeregt gelauf. Als er die herablassende Epistel des Sekretärs der Swifts zu Ende gehört hatte, fluchte er mörderisch, weil er keine Möglichkeit mehr hatte, sie noch am selben Abend zu verwerten. Alle Fußballnachrichten waren interessant, besonders während des Pokalwettbewerbes, aber das hier war eine richtige Sensation. Werden Sie annehmen?" fragte er und versuchte, seine Aufregung zu verbergen. Den Teufel werde ich!" brüllte Hollister.„ Für was halten Sie mich, Jimmy?" Für einen ausgezeichneten Fußballmanager", antwortete Dunster lächelnd. Unter den Umständen würden viele das Angebot annehmen, und sich freuen, daß sie die Gelegenheit dazu haben. 1500 Pfund fix und ein Anteil an einer Einnahme von 3000 bis 4000 Pfund wäre wert, in Erwägung gezogen zu werden, besonders von einem Klub, der nicht weiß, wo er das notwendige Geld zu seiner Existenz hernehmen soll. „ Das ist der eine Standpunkt," fuhr der Journalist rasch fort, bevor ihn Hollister unterbrechen fonnte. Es gibt aber noch einen anderen. Hören Sie! Wenn Sie das Angebot der Swifts annehmen, wird es Ihnen die Stadt niemals verzeihen. Holzhausen 1. Holzhausen 2. Holzhausen Sch. Biskirchen 1. 4: 1( 1: 1). Allendorf 1. 5: 1( 1: 1). Allendorf Sch. 3: 0( 0: 0). Nr. 80. Lokaltreffen und Kampf um den ersten Tabellenplatz gaben den Spielen ihren Reiz. Als erste lieferten sich Holzhausen 2. und Allendorf 1. den Kampf um die Puntte. Allendorf enttäuschte, man hatte von der Mannschaft nach ihren letzten Siegen mehr erwartet. Als glatter und verdienter Sieger fonnte Holzhausen den Platz verlassen. Holzhausen 1. und Biskirchen 1. lieferten sich von Anfang an ein flottes Spiel bei dem Holzhausen nach und nach langsam überlegen spielte und einen einwandfreien Sieg errang. Holzhausen setzte sich damit an die Spitze der Tabelle. Beide Schiedsrichter Schäfer- Ehringshausen u. Noll- Gießen leiteten gut. W. Aus dem Hinterland. FV. Wallau SpB. Weglar 3: 3( 1: 1). Noch waren ungefähr 2 Minuten zu spielen, Wallau lag fnapp 3: 2 in Führung, da unternimmt Wetzlar nochmal einen Generalangriff, der Linksaußen flanft schön nach innen, Wallaus rechter Verteidiger und Tormann verstehen sich nicht und ver fehlen den Ball und schon ist der Ausgleich unter großer Anteilnahme der Weglarer Anhänger geschaffen! Noch ein verzweifelter Angriff der Wallauer, doch zu spät, der Schlußpfiff ertönt. Wallau hat seinen ersten Punkt verloren. Das Ergebnis entspricht ungefähr dem Spielverlauf, trotzdem Wallau leicht bei etwas mehr Verständigung in den hinteren Reihen einen fnappen Sieg hätte landen können. Wetzlar stellt eine Mannschaft, die an Spielstärte entgegen dem Vorjahr stark zugenommen hat. Neben großer Ausdauer und Schnelligkeit versteht die Elf hart zu fämpfen. Wallau ging stets in Führung, doch mit zäher Energie fonnte immer wieder der Ausgleich geschaffen werden. Die Gäste hatten im Sturm ihre beste Waffe. Bei Wallau flappte es vorne auch ganz gut, während die Hintermannschaft den knappen Vorsprung halten mußte. Hervorragend war der Verteidiger Bonader 3. Es gab vor beiden Toren eine Menge figlicher Momente, die zu schildern zuviel Raum einnehmen würde. Oftmals hingen Treffer in der Luft, doch wenn man den Ball am sichersten im Tor glaubte, wurde er wieder wegbefördert. Breidenbach 1900 Gießen 1: 1. Breidenbach setzt etwas spät mit dem Punktesammeln ein. Das Spiel zeigte wieder recht deutlich, daß sich die Elf in aufsteigender Form befindet. Bei etwas mehr Glüd hätte auch ein Sieg fommen können. Auf beiden Seiten war jeweilig die Hintermannschaft in ausgezeichneter Form. Wiesenbach Butzbach 5: 2( 2: 0) Wiesenbach holte sich erstmals Sieg und Punkte. Diesmal flappte es von vorneherein recht gut, die Gäste konnten niemals ernstlich gefährlich werden. Die Läuferreihe war wieder sehr im Bilde und wenn die Stürmer manchmal noch plazierter geschossen hätten, wären noch mehr Treffer gefallen. Frechenhausen Breidenstein 2: 1( 1: 0) Der Sieg ist recht glücklich ausgefallen. Die Mannschaften ,, oh" waren sich gleichwertig. Aus Ebsdorf. Zum Verbandsspiel standen sich die ersten Mannschaften von Ebsdorf und Bortshausen gegenüber. Gleich von Anfang an merkte man, daß Ebsdorf überlegen spielte. Die Stürmerreihe von Bortshausen leitete manche schönen Angriffe auf das Ebs= dorfer Tor, die aber von der Ebsdorfer Hintermannschaft zu nichte gemacht wurden. Der Ball wanderte hin und her. Bis dann der Rechtsaußen von Ebsdorf eine schöne Flanke vor das Gästetor geben konnte, die der Halblinke einsandte. 1: 0 für E. Nach Beginn der zweiten Halbzeit dasselbe Bild. Ebsdorf in Führung. Es schien aber als ob es keine Tore mehr geben sollte. Endlich machte der Linksaußen einen Durchbruch, schoß, und schon stand es 2: 0 für Ebsdorf. Bortshausen drängte jetzt. Der Mittelstürmer stand frei vor dem Tore und schoß über die Latte. Noch einige Minuten und das faire Spiel fand unter Leitung des guten Schiris Goßmann sein Ende. Bei diesem Spiel fonnte man sehen, was Fußball für ein schöner Sport ist. Runzhausen Frohnhausen 6: 4 Am letzten Sonntag trafen sich beide Mannschaften am Auwäldchen in guter Aufstellung. Der schon vor Beginn siegessichere Gast Frohnhausen wurde bis zur ersten Halbzeit zu einer großen Enttäuschung gebracht, und mußte sich am Schlusse mit 6: 4 Toren geschlagen bekennen. Schiri Kirch Sinfershausen hatte das Spiel bis zu Ende in guter Hand. Hartenrod 2. Steinperf 2. 4: 7( 1: 2). Steinperf 2. weilte am letzten Sonntag zum letzten fälligen Vorrundenspiel in Hartenrod und vermochte das Treffen für sich sicher zu gewinnen. Ein Schiedsrichter war nicht zur Stelle, so daß sich beide Parteien auf einen Herrn von Hartenrod einigten. Steinpers spielte, obwohl sich der kleine Platz für die Gäste sehr Sie werden 3000 Pfund gewinnen, aber Ihr Klub ist erledigt! Hier liegt nun Ihre große Chance. Jedermann weiß, was für eine glänzende Mannschaft die Swifts sind, und wenn die Stadt hört, daß Sie dieses Angebot ausgeschlagen haben, ein Angebot, von dem jeder in seinem Innersten überzeugt ist, daß Sie es hätten annehmen müssen werden sie alle in hellen Haufen angerüdt kommen. Wieviel Zuschauer faß der Play?" ,, Vierzigtausend. Wir haben aber niemals mehr als siebentausend gehabt. Das war gelegentlich des Spiels mit den Wanderers, als Did Marr zum erstenmal angetreten ist." ,, Nun, ich bin bereit, zu wetten, daß nach der Lektion der ,, Evening Times" mehr als dreißigtausend Leute zuschauen werden, wie die Swifts vermöbelt werden!" ,, Mach', was du willst, Jimmy; immerhin ich hätte dieses Angebot niemals angenommen, Mir gefällt der Ton des Briefes nicht." Aber mehr noch als der Brief mißfiel Sam Hollister das Telegramm, das er am selben Tage bekam, als die Evening Times" die Nachricht brachte, daß das Wettspiel in Hollywood ausgetragen werden sollte. Das Telegramm trug die Unterschrift, Sekretariat Swifts" und lautete: Ihr müßt ja am besten wissen, was ihr zu tun habt. Werden das Spiel in gewohnter Manier erledigen." Hollister tobte, und er fühlte sich erst glücklich erleichtert, als er am nächsten Morgen die Mitglieder seiner Mannschaft versammelt und instruiert hatte. Vor Wut auf und ab tanzend, beschwor er sie bei allem, was ihnen gemeinsam und Mann für Mann separat heilig war, dieses Spiel zu gewinnen. Respektvoll wartete Walter Bell, bis Hollister mit seiner Rede zu Ende war, und sprach dann: Sorgen Sie sich nicht, Chef! Wir werden schon siegen! Ich hab's gestern nacht geträumt. Die Swifts werden das erste Tor schießen, und dann kommen wir dran. Zwei zu eins wird das Resultat sein; ganz bestimmt, Chef!" ,, Was ist los?" schnappte Lennie. Der große Bill litt schon die ganze Woche an einem Herenschuß und war sehr nervös. Er blidte gereizt im Ankleidezimmer umher. Das sind die Zuschauer, Bill!" sagte Kanonier Sage, der ins Zimmer gestürzt war. ,, Ein Million Menschen warten Draußen! Mir ist ganz schwach geworden, wie ich sie gesehen habe." Fortsetzung folgt. Minwoch, den 7. Oktober 1931. ungünstig auswirkte, in der ganzen Spielzeit leicht überlegen. Während Hartenrod dem großen Eifer und Energie entgegensetzte. Bis zum Spielende hin fanden sich die Schwarzweißen immer besser und erzielten in den letzten Spielminuten noch 3 weitere Tore, Hartenrod nahm die Niederlage würdig hin. Hartenrod 2.- Steinperf 4: 7 für Steinperf, Halbzeit 1: 2. Schiri: Schid- Reichel. Sportliches Allerlei. Kunstturn Wettkampf um den Wanderpreis des hessischen Staatspräsidenten. Die Gaue Rheinhessen, Main- Rhein( Starkenburg) und Hessen( Oberhessen) der Deutschen Turnerschaft kämpften am Sonntag in der Voltshalle in Gießen um den Wanderpreis des Staatspräsidenten im Kunstturnen. Die Veranstaltung, die unter der Gesamtleitung des verdienten Gauoberturnwart Will= Gießen stand, widelte sich traditionsgemäß reibungslos ab. Der Besuch allerdings aus Gießen selbst hätte besser sein können. Der Werbetag mit der Offenhaltung der Läden und Geschäfte dürfte hieran nicht ganz schuldlos sein. Nach Musikvorträgen begrüßte Herr Beigeordneter Justizrat Dr. Rosenberg die Turner im Namen der Stadt, für die Turner sprach Kreisvertreter A. Pfeifer- Wetzlar Worte des Dankes. Im turnerischen Wettkampf zeigte sich sodann sehr bald, daß die Entscheidung nur zwischen Rheinhessen und Oberhessen fallen würde, die Starkenburger fielen stark ab. Die Spannung stieg gegen den Schluß des Wettkampfes aufs äußerste. Die Zuschauer fanden sich dabei einige Male nur sehr schwer mit ihrer Meinung nach unrichtigen Bewertungen ab, die besonders die Oberhessen trafen. Der Weittamps endete mit dem Ergebnis: 1. Rheinhessen. 2. Oberhessen 3. Starkenburg - 891 Punkte 885 Punkte 775 Punkte Oberhessen und Rheinhessen waren durchaus gleichwertig und man darf die Rheinhessen ruhig als glüdliche Sieger bezeichnen. Die gezeigten Leistungen bewegten sich im übrigen auf höchster Stufe. Die besten Einzelsieger in dem Wettkampf waren: Jakob Genz( Turngesellschaft Mainz- Kastel) mit 113½ Punkten, Richard Seth( Turnverein Großen- Linden b. Gießen) mit 110 P., Alfred Eckardt( Turnverein 1860 Bad Nauheim) mit 108% P., u. W. Sinnwell( Turnverein 1860 Bad Nauheim) mit 107½ P. * Championat der Streckenläufer. Gerhardt 1900 Gießen Zweiter. Das vom SC. Komet auf dem Platz des Berlin SC. an der Avus ausgetragene traditionelle 25- Kilometer- Laufen brachte dem vorjährigen Sieger und Favoriten Brauch eine Niederlage. 14 Teilnehmer stellten sich dem Starter; Brauch übernahm bald die Führung und vergrößerte seinen Vorsprung ständig. 10 Kilometer legte Brauch in 33: 33,4 zurüd. Für 15 Kilometer wurden für ihn 50: 53,4 gezeitet. In einer Stunde legte Brauch 17,545 Kilometer zurüd. An zweiter Stelle lag Braesecke, an dritter Gerhardt- 1900 Gießen, an 4. Schneider- Hirschberg. Auch bei 20 Kilometer lag Brauch nach 1: 09: 12,6 immer noch mit 300 Meter Vorsprung an der Spitze vor Braesede, weitere 350 Meter zurüd folgte Gerhardt. Brauch hatte sich aber mit seinem flotten Tempo vorzeitig verausgabt und ließ mehr und mehr nach. 1600 Meter vor dem Ziel überholte Braesede Brauch, und auch Gerhardt folgte später seinem Beispiel. Gerhardt war in der Schlußphase der schnellste Läufer, er konnte aber den führenden Braesede nicht mehr erreichen und blieb mit 30 Meter geschlagen. Ergebnisse: 1. Braesede( Bewag Berlin) 1: 29: 36,2. 2. Gerhardt( Gießen) 1: 29: 44,6. 3. Brauch( SCC.) 1: 31: 03,8. 4. Schneider( Hirschberg) 1: 31: 21,4. 5. Geißler( SCC.) 1: 31: 23,6. 6. Boß( Osram Berlin) 1:33:09. Sportwerbetag der Spielvereinigung 1900 Gießen. Am kommenden Sonntag widelt die Spielvereinigung 1900 einen Sportwerbetag ab, der größte Beachtung verdient. Das genaue Programm ist aus der Anzeige in dieser Nummer ersichtlich. Besondere Erwähnung verdient, daß die besten Leichtathleten Gießens antreten werden. Spielvereinigung 1900: Gerhard, Schaaf, Müller, Weil, Bepperling, Peters, Hopfenmüller etc.; Bat.- Inf.- Regt. 15: Mohl, Steines, Guggel, Günther, Heise etc. Im Rahmen der Nachmittagsveranstaltungen während welcher die Reichswehrfapelle fonzertiert, trägt der Gießener Radfahrerverein 1885 mit seiner Mannschaft: Keßler, Von Eiff, Wißner, Deibel, Rieger und Haud ein 6er- Rasenradballspiel gegen die bestens bekannte Weltmeistermannschaft des R.-CI. 1895 Frankfurt- Oberrad in der Besetzung: Walther, Grebe, Schwab, Panthe, Hamburger und Reinhardt aus. Ein Besuch dieser reichhaltigen Veranstaltung ist mithin nur zai empfehlen. Union ,, Gießener Zeitung" Aus Rab und Fern. Nah Ein ganzes Dorf arbeitslos. Unsere Nachbargemeinde Trohe beſteht zu neun Zehntel aus Arbeitern und Beamten. Diese sind bis auf 22 männliche Arbeitskräfte arbeitslos, eine weitere Anzahl befinden sich in Kurzarbeit. Da die Gemeinde keinen Wald und auch keine größeren Länderen besitzt, so steht sie am Ende ihrer Kräfte und weiß nicht, wo die weiteren Beträge für die Ausgesteuerten und Erwerbslosen hergenommen werden sollen. Ober- Ohmen. Nachdem der hiesige Gemeindeschäfer, der heute wegen Aufgabe der Gemeindeschäferei ohne Beschäftigung ist, schon vor Jahren in der Engelstruth" aus einer Schuttabladestelle zirka einen halben Morgen gutes Aderland melioriert hat, ist ihm von seiten der Gemeinde anschließend ein weiteres Stüd Dedland zu dem gleichen Zwede überlassen worden. Wenn die begonnenen Rodearbeiten beendet sind, ist an dieser Stelle aus bisher unbeachtetem Boden ein ganzer Morgen bestes Ackerland erstellt worden, das der Mann für seine Mühe bebauen kann. Ohne Zweifel könnte auch in anderen Gemeinden auf diese Weise manches Stüd Dedland in landwirtschaftlich nutzbares Kulturland verwandelt werden. Schotten. In Ulfa begingen am 6. Oftober der Maurer Georg Schmidt und Frau im 83. bezw. 86. Lebensjahre das Fest der Diamantenen Hochzeit. Schotten. Vor etwa 14 Tagen hatte ein aus Süddeutschland zugereister Einbrecher ein bei Schotten belegenes, einsames Wohnhaus beehrt und war dabei festgenommen worden. Man hatte ihn in das Amtsgerichtsgefängnis gebracht, wo er aber durch den Schornstein auf das Dach flüchtete. Aus Bettuch und Kolter hatte er sich einen Strid verfertigt, an dem er sich in den Gefängnishof herabließ. Von hier aus gewann er durch Ueberklettern der Mauer die unverdiente Freiheit. Bier und Bürgersteuer in Büdingen. Büdingen. Das Kreisamt Büdingen als staatliche Aussichtsbehörde hat nunmehr verfügt, daß zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen der Stadt Büdingen ab 1. Oktober Bier- und Bürgersteuer erhoben werden müssen. Die Bürgersteuer wird für das Rechnungsjahr 1931 in der Höhe des anderthalbfachen Landessages erhoben. Gefängnis für einen Stationsvorsteher. Wetzlar, 5. Okt. Bei der Stationskasse Kinzenbach wurden anläßlich einer Revision im Januar d. J. Fehlbeträge von rund 700 Mt. aufgedeckt. Das Geld hatte der Stationsvorsteher veruntreut, um Schulden zu bezahlen, die er während der langen Krankheitsdauer seiner Frau gemacht hatte. Das Erweiterte Schöffengericht verurteilte den Beamten jetzt unter Zubilligung mildernder Umstände zu sechs Monaten Gefängnis und erkannte ihm die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf drei Jahre ab. Die Strafvollstredung wird durch eine Bewährungsfrist ausgesetzt, wenn inzwischen der Schaden ersetzt wird. Zahlungseinstellung der Bornheimer Bank e. G. m. b. H. Infolge der seit Wiederingangsetzung des normalen Zahlungsverkehrs erfolgten andauernden Abhebungen von Einlagen durch die Kundschaft, sieht sich die Bornheimer Bank genötigt, ihre Schalter zu schließen, nachdem ihre Bemühungen, weitere flüssige Mittel zur Aufrechterhaltung des Betriebes zu beschaffen, erfolglos geblieben sind. Mit der Aufstellung des Status der Bank per 6. Oktober d. J. ist sofort begonnen worden. Erst nach Fertigstellung des Status wird sich ergeben, ob eine Fortführung der Bank möglich erscheint. Der falsche Freiherr als Heiratsschwindler. Frankfurt a. M. Unter dem hochklingenden Namen ,, Rittmeister Freiherr von Weidenfels" hat es der Berliner Grobschmied August Schmidt lange Monate hindurch verstanden, eine ganze Reihe weiblicher Personen auf dem Gebiet der Heiratsschwindelei zur Strede zu bringen. Jetzt wurde Schmidt, wenn er wirklich so heißt in einem Frankfurter Hotel festgenommen. Bei der Vernehmung stellte sich heraus, daß Schmidt bereits in Dresden, Magdeburg, Hamburg, Hannover, Limburg, auch in Gießen und anderen Städten seine Schwindeleien getrieben hatte. Schmidt dürfte auch für andere Straftaten, so für Grundstüdsschwindeleien in Frage kommen. Halberstadt. Der Kassenrendant der hiesigen Ortskrankenkasse, der 36jährige J., der größtes Vertrauen genoß, hat sich Unterschlagungen in Höhe von etwa 10.000 Mark zuschulden fommen lassen. Heizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Sportwerbetag in Giessen auf dem Platze der Spielvgg. 1900 Vormittags: 1 Uhr: 2 Uhr: 3 Uhr: Jugendklubkampf Wetzlarer Sportverein 1900 - 1900 I. Handball- Mannschaft Tusp.- Verein Butzbach Nr. 80. Auch Abtransport von Schwalben im Flugzeug aus Prag. Prag, 6. Oft. Durch das schöne Beispiel des Wiener Tierschutzvereins angeregt, hat nunmehr auch der Prager Tierschutzverein den Beschluß gefaßt, die in Prag und dem übrigen Böh= men zurückgebliebenen zahlreichen Schwalben mittels Flugzeuges nach dem Süden zu transportieren. Eine entsprechende Bitte des Prager Vereins an die Wiener zuständigen Stellen um Unterstützung, wurde bereits günstig erledigt. 191 Soldatenleichen im Gebiet von Arras aufgefunden. Paris, 6. Okt. Im Gebiete von Arras werden in der letzten Zeit neuerlich Nachforschungen nach Soldatenleichen angestellt. In der Zeit vom 7. September bis 3. Oktober wurden 191 Leichen, darunter sechs Deutsche, deren Namen festgestellt werden konnten, und 44 deutsche Unbekannte, sowie 37 Franzosen, deren Erscheint Bezugspreis 2,40 baltionsschluß früh 8 edung nicht verlang Identität bekannt ist und 104 unbekannte granzosen auſgefunden. 14 Jahrg. 600 Kisten mit alkoholischen Getränken auf dem Landsitz des amerikanischen Marineministers beschlagnahmt. Newyork, 6. Oft. Auf dem Landsiz des amerikanischen Marineministers Adams in der Nähe von Boston beschlagnahmte die Polizei 600 Kisten mit alkoholischen Getränken im Werte von über 200 000 Mart. Drei Mann, die sich in der Garage des Marineministers aufhielten, wurden verhaftet. Nolitifa Die Tagesordnung 3 Selfischen Landtages nittags 10 Uhr umfaßt age wird lediglich das Der Aeltestenrat de 19 amerikanische Banken an einem Tage geschlossen. Newyork, 6. Oktober. Die Franklin Trust Compagny in Philadelphia, die vier Zweigstellen unterhält und über Ein- inberufen worden, lagen in Höhe von 22 Millionen Dollar verfügt, hat ihre Schalter geschlossen. 18 andere Banten, die Mehrzahl davon in Pennsylvanien und Westvirginien, und die anderen in Mittelwesten, haben die gleiche Maßnahme getroffen. Ein Schallplatten- Volksverband! Der Schallplatten- Volksverband, nach den Richtlinien des Volksverbandes der Bücherfreunde vor kurzem gegründet, be ginnt seine Arbeit. Seine soeben erschienene 32- seitige Drudschrift mit dem Clangor- Schallplatten- Eröffnungsprogramm von 242 Aufnahmen genießender Künstler und Kapellen verrät neben trefflichem, musikalischem Geschmad eine sehr zielbewußte organisatorische Aufbauarbeit. 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Am Donnerstag w fleine Kreuzer lellt, Die Gejamtverschu 35. um 195 auf 115 alein 170 Mill, RM, aufgebracht. Eine vor Reichstanzlei und 2 Wehrministerium u Verwaltung des Finanzen: Dietrich Wirtschaft: Warm Arbeit: Stegerwal Ernährung: Schie Boft: Schäzel; Justiz: Joel; Ohne Portefeuille: Für das Berkehrs nicht gefunden w Bammenhang der Na Bellschaft, Dorpmüller, Wegen des Innenm Bn noch nicht abgeschlo Laufe des Freitag nady geben habe, in bas übernehmen. Hindenbu Berlin. Von amt gewisse Mitteilun der Reichspräsident Fationaljozialistischen pingen werde. Nac menti rein formale Es steht nämlich Balers bei Hindenburg 2oten zurüdliegendes priönlichen Aussprache Die Bedeutung des On Tagung der natio nicht zu vertennen, und af wenige Minuten be Et vielmehr den Wun jung über die politi At Hindenburg ichon alijten empfangen, bentenpalais jein.