Nr. 18 eitsichädlich amen wird schon seit underts geübt, und eren schädliche Nebenhre Entstehung und us ökonomischen oder nem Gold, Porzellan noch mit einer sehr In der Frage der mehreren Jahren die gsergebnisse des sehr große Beunruhigung Itungen, der Zahnbe Sogar die Kranten pjeramalgams von der auch hochwertige Edel en und Trägern folder nur einigermaßen nicht ers wurden sofort die ache verdächtigt. Sehr Fachmann das Ersuchen zu legen, auch da, wo bereits vorhandene zu gen des Herrn Dr. P. ituts im Hauptgefund itarbeiter folgende, alle hen ergeben, die der= ersuchten Personen, die gekommen sind, haben ber ausgeschieden. leinste Mengen Quedendstel bis zehn Taudarf als normaler Be eine Quecksilberschädi t. Taunus( 1: 100 000). Rechtzeitig vor 13. Auflage( 105. bis jert, die Amtliche Karte ge im öftlichen Taunus Ims- Weylar- Grünineben vom Gesamt- TauDer Verkaufserlös fließt klubs zu. ines guten Buches für it unbedingt erforder me des Wertes Rich olgreichen Seidenbau" ben und Aufzucht des Text, einer Landkarte, e, welches soeben in erschienen ist, beweisen Irteile der Fach- und Dessau. eleit, Gießen. RIECK teuer puch T. des Gewerbe, freie Berufe, Verbände etc. usgeber: GIESSEN danlage 21 Gieller Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Für Aufbewahrung oder RüdMedaktionsschluß früh 8 Uhr. fendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Politische Rundschau. Der Herr Reichspräsident empfing Freitag vormittag im Beisein des Ostkommissars, Reichsminister Treviranus, eine Mbordnung ostpreußischer Landfrauen zu einer eingehenden Ausprache über die Notlage der Landwirtschaft Ostpreußens und die Durchführung der Osthilfe. Auf die Tagesordnung der Sonnabend- Sigung des Reichs: rates ist auch die Beschlußfassung über den vom Reichstag verabschiedeten Gefrierfleisch- Gesezentwurf gesetzt worden. Der Sozialpolitische Ausschuß des Reichstages genehmigte en Bertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Republik Desterreich über Sozialversicherung. Der Vertrag, der an die Stelle des Uebereinkommens vom Januar 1926 tritt, regelt die Beziehungen zwischen der deutschen und der österreichischen Eczialversicherung, um die doppelte Versicherung in beiden Staaten zu vermeiden. Auf den vom Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, gestell: ten Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens zweds Auffung des Preußischen Landtages hat der preußische Innenminister Severing mitgeteilt, daß er die Auslegung von Ein tagslisten für ein Volksbegehren„ Landtags- Auflösung" bei den Behörden zugelassen hat. Die Eintragungsfrist für das Boltsbegehren beginnt mit dem 8. April und endet mit dem 21. April 1931. Der Gesezentwurf zur Aenderung des Gesetzes über Pfandbriefe und verwandte Schuldverschreibungen öffentlich- rechtlicher Kreditanstalten wurde endgültig im Reichstag angenommen, ebenso der Gesezentwurf über die Eintragung von Hypotheken und Schiffspfandrechten in ausländischer Währung. Gegen die geplante Enteignung der deutschen Domkirche in Riga haben die Führer der Kirchengemeinschaften aller Nationalitäten und Bekenntnisse ihre Stimmen erhoben. Der französische Senat hat die schon vorher mit großer Mehrheit von der Kammer angenommenen Gesezentwürfe bezüglich des Beitritts Frankreichs zur allgemeinen Schiedsgerichtsbarkeit angenommen. Der Gesundheitszustand Poincarés hat sich in den letzten Cagen wieder wesentlich verschlechtert. Sein Arzt teilt aller dings mit, daß dieser Zustand auch jetzt zu unmittelbaren Be jorgnissen feinen Anlaß gebe. Der Handelsvertrag zwischen der Tschechoslowakei und Südlawien, über den seit einigen Wochen in Prag verhandelt wird, teht vor dem Abschluß. Die politische Staatspolizei hat in Charkow insgesamt 70 Bersonen verhaftet, die mit Lebensmittel spekuliert haben sollen. Alle Berhafteten wurden nach Sibirien verbannt und dürfen nicht mehr nach Mittel- oder Südrußland zurückkehren. Die türkische Regierung hat die Nationalversammlung aufgelöst und Neuwahlen ausgeschrieben. Das japanische Parlament nahm ein Gesetz an, wonach den Frauen das Wahlrecht verliehen wird, und zwar vom 25. Lebens: jahr ab. Der Staatssekretär für Indien, Wedgewoob Benn, gab im Waterhaus eine genaue Darstellung der Einzelheiten des zwischen Gandhi und dem indischen Vizekönig, Lord Jrwin, zustande getammenen Friedensschlusses. Es handelt sich um ein Kompromiß, bei dem beide Teile Zugeständnisse der folgenschwersten Art machen. Der Präsident der Senatskommission, Smoot, hat erklärt, doch das Budgetdefizit für das gegenwärtige Finanzjahr vorarvefichtlich 500 Millionen Dollar betragen wird. In der geseggebenden Versammlung von Neusüdwales wurde ein Gesetz eingebracht, das die Verweigerung der Zinszahlungen amf ausländische Anleihen ermöglicht und den Zinssatz der inneren Anleihen herabsetzt. Durch diese Maßnahme soll die Politit des Ministerpräsidenten von Neusüdwales sanktioniert werden, der die Zinszahlungen auf ausländische Schulden so lange verweigern will, bis eine bessere Regelung getroffen worden ist. In Peru ist nach Berichten aus Lima durch einen Handreich die vorläufige Junta gestürzt und Sanchez Cerro wieder jam Präsidenten erklärt worden. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 7. März 1931 Angelegenheit erledigt wird. Wir haben nicht gegen die Unterlassung der Information an das zuständige Ministerium protestiert, sondern gegen den Inhalt des Vertrages. Wir nehmen allerdings an, daß die Information ausblieb, weil die Reichsbahn fürchtete, daß das Ministerium den Inhalt des Vertrages nicht billigen könne. Wir halten es für unsere Pflicht, in der Deffentlichkeit darauf hinzuweisen, daß Erklärungen bezüglich der formalen Fragen für die bedrohten Wirtschaftskreise wenig Interesse haben, solange der Herr Reichsverkehrsminister nicht eindeutig zu dem Inhalt des Vertrages und seinen wirtschaftlichen Folgen Stellung nimmt." Sechs Reichsbannerleute zu Gefängnis verurteilt. Das Schöffengericht Bernburg verurteilte sechs Reichsban nerangehörige, die Ende Januar ein nationalsozialistisches Trommlerforps in Bernburg überfallen und aus dem Hinterhalte mit Steinen beworfen hatten, zu je drei Monaten Gefängnis. Die Reichsbannerleute hatten die Nationalsozialisten durch ein fingiertes Telephongespräch in den Hinterhalt gelockt und sie dann überfallen. Moskau an der Arbeit. Berlin. In der Nacht zum Freitag wurden an zwei verschiedenen Stellen Berlins kommunistische Mal- und Klebefolonnen festgenommen. Eine Streife der Schutzpolizei überraschte drei Kommunister, die im Begriff waren, den Bürgersteig mit politischen Parolen zu bemalen. Gegen ihre Festnahme leisteten die drei heftigen Widerstand, so daß die Polizei mit dem Gummiknüppel gegen sie vorgehen mußte. Bei zwei der Festgenommenen wurden geladene Pistolen gefunden. Die Sistierten wurden der politischen Polizei zugeführt. Zwei an= geblich parteilose Arbeiter wurden an einer anderen Stelle beim Aufkleben von Plakaten der KPD. angetroffen. Auch sie wurden festgenommen und der politischen Polizei eingeliefert. Bericht über die wirtschaftliche Lage des Handwerks im Monat Februar 1931. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Ein Rückblick auf die wirtschaftliche Lage des Handwerks im Monat Februar zeigt, daß die Wirtschaftskrise im Handwerk noch lange nicht überstanden ist. Gehört der Berichtsmonat auch an sich zu den Zeiten, in denen die Geschäftslage des Handwerks am meisten darniederliegt, so ist doch in diesem Jahr entsprechend der allgemein andauernden Wirtschaftskrise, die durch ein erhebliches Ansteigen der Arbeitslosenzahlen sichtbar wird, ein ungewöhnlicher Tiefstand erreicht. Arbeitsmangel und geringer Absatz kennzeichnen die Lage. Die enorme Zahl der Arbeitslosen beeinträchtigte die Kaufkraft für die Produkte des Handwerks. Selbst die wenigen Handwerkszweige, für die der Berichtsmonat für gewöhnlich lebhaftere Beschäftigung bringt, berichten, daß das Geschäft unverändert still geblieben ist. Auch die belebende Wirkung des Faschings fehlte in diesem Jahre fast völlig, weil infolge der allgemeinen Notlage Zahl und Umfang der Faschingsfestlichkeiten auf das äußerste eingeschränkt wurden. Die Inventur- und die übrigen Sonderausverkäufe übten ebenfalls überwiegend einen ungünstigen Einfluß auf den Absatz des Handwerks aus. Die Bautätigkeit ruhte nahezu völlig. Bedingt war diese weitergehende Verschlechterung zum Teil durch die ungünstige Witterung, durch die die noch im Gang befindlichen Bauarbeiten stillgelegt wurden, zum Teil auch durch das beinahe völlige Fehlen von Neubauaufträgen. Da die früher begonnenen Bauten ziemlich fertiggestellt sind, tritt bereits jetzt Arbeitsmangel ein. Die Aussichten für das neue Baujahr werden infolge der Schwierigkeiten, die erforderlichen Baugelder zu beschaffen, überhaupt sehr trübe beurteilt. Industrie und Landwirtschaft hielten sich infolge der Schwierigkeiten, mit denen sie selbst zu kämp= fen haben, in der Auftragserteilung sehr zurück. Man hofft jedoch, daß die Aufnahme der Bestellungsarbeiten in der Landwirtschaft in den nächsten Wochen zu einer vermehrten Auftragserteilung wenigstens für Reparaturarbeiten führen wird. Der Arbeitsmarkt für Handwerksgehilfen hat sich entWas wird aus dem Schenfervertrag? sprechend der schlechten Auftragserteilung verschlechtert. Die Der Hansa- Bund für Gewerbe, Handel und Industrie teilt Is mit: Unmittelbar nach Bekanntwerden des Schenkervertrages dar Deutschen Reichsbahngesellschaft haben die bedrohten Wirtdaftstreise energisch Protest erhoben. Wir haben in einem Celegramm an die zuständigen Ministerien auf die Gefahren das Schenkervertrages für das freie Speditionsgewerbe und die Geschäftswelt hingewiesen und, sofern das Reichsbahngeseh keine ausreichenden Sicherungen gegen die Inkraftsetzung des Verfrages bietet, die Anwendung der Kartellverordnung gefordert. Dasselbe ist im deuischen Reichstag geschehen. Die Erklärungen, die neuerdings seitens des Herrn Reichsverkehrsministers der Deffentlichkeit übergeben werden, lassen die Gefahr erkennen, daß die Diskussion des Schenkervertrages auf die Frage der Informationspflicht der Reichsbahnhauptverwaltung gegenüber dem Reichsverkehrsministerium abgedrängt und als formale Mehrzahl der Handwerksberufe meldet, daß weitere Gehilfenentlassungen vorgenommen werden mußten, daß sogar die Stammarbeiterschaft vielfach nicht mehr voll beschäftigt werden konnte. Auf Grund von Schiedssprüchen sind zum Teil Herabsetzungen der Löhne erfolgt. Verschiedentlich kam es, da die Gehilfen sich hiermit nicht einverstanden erklären wollten, zu wilden Streiks. Für einzelne Materialien werden weitere Rückgänge gemeldet, die entsprechende bezw. darüber hinausgehende Preissenkungen für die Arbeiten und Erzeugnisse des Handwerks nach sich ziehen. Die Preisbildung für Handwerkserzeugnisse liegt unter dem Druck der Verhältnisse unter dem normalen. Es wird immer häufiger gemeldet, daß Aufträge ohne Verdienst hereingenommen werden, um Betriebsstillegungen zu vermeiden. Sehr zu beklagen ist es auch, daß die Kundschaft vielfach den Handwerker unverantwortlich lange auf die Bezahlung seiner Rechnungen warten läßt. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 19 Reparationstransfer aus volkswirtschafttlichen Aberschüssen? Es ist eine all bekannte, unbestrittene Wahrheit: Reparatio= nen können auf die Dauer nur aus volkswirtschaftlichen Ueberschüssen geleistet werden. Erst dann kann man von einer wirklichen Abtragung der Kriegstribute sprechen. Bezeichnend für die Entwicklung der Reparationsfrage ist es jedoch, daß bisher seit 1924 in feinem Jahre die geforderten Raten lediglich aus echten Ueberschüssen gezahlt werden konnten. Deutschland hat sich vielmehr die zur Uebertragung der Kriegstribute notwendigen Devisen im wesentlichen durch Auslandskredite beschafft. Mit andern Worten: Wir haben die Reparationsschuld mit geborgten Devisen bezahlt, präziser ausgedrückt: mangels echter Ueberschüsse bezahlen müssen. Es hat also kein ,, echter" Transfer stattgefunden, sondern ein ,, unechter" mit Hilfe geliehener Mittel. Hier liegt offenbar ein Angelpunkt des ganzen Reparationssystems. Kann es gelingen, Ueberschüsse in erforderlicher Höhe zu erzielen, um die jährlichen Reparationsraten aus eigener Kraft abzudecken? So wie die Dinge für Deutschland nun einmal liegen, gibt es nur zwei Wege, um Devisen zu verdienen: die Ausfuhr und den sog. Dienstleistungsverkehr, d. H. den Transport- und Reiseverkehr, Versicherungseinnahmen u. a. m. Dem Export kommt dabei die entscheidende Bedeutung zu. Er reichte jedoch in der Mehrzahl der Jahre. wenn man die Zeitspanne seit 1924 überblickt nicht einmal zur Deckung der Einfuhr aus. Im Jahre 1930 hingegen wurde ein Ausfuhrüberschuß erzielt, und zwar in Höhe von insgesamt 1,8 Milliarden RM. Selbst wenn man zu dieser Summe noch einen Einnahmeposten von etwa 200 bis 300 Millionen RM. aus dem Dienstleistungsverkehr hinzurechnet, kann der Gesamtbetrag dieser Ueberschüsse bei weitem noch nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten Deutschlands 1,8 Milliarden RM. Reparationen und mindestens 1 Milliarde RM. Zinsendienst für private Auslandskredite abzudecken. Welche Aussichten bestehen nun für die Zukunft? Der Zinsendisten für die privaten Auslandskredite wird sich zum mindesten nicht verringern. Und was die Reparationsraten auf Grund des Youngplanes betrifft, so würden sie sich von diesem Jahre ab langsam erhöhen, im Jahre 1935-36 die 2- Milliardengrenze überschreiten, im Jahre 1939-40 rund 2,1 Milliarden be= tragen. Sollen diese Passivposten gedeckt werden, dann müßten aus dem Außenhandel und dem Dienstleistungsverkehr insgesamt mehr als 3 Milliarden RM. an Ueberschüssen herausgewirtschaftet werden. Ist das ganz abgesehen von dem unerträglich harten Drud, der von der gewaltigen Reparationsbelastung auf das gesamte Erwerbsleben im Inland ausgeübt wird in absehbarer Zeit überhaupt möglich? Darüber hat fürzlich das Institut für Konjunkturforschung eine bemerkenswerte Prognose gestellt. Es geht in seiner Schätzung nicht vom Stand des Jahres 1930 aus, das, was den Außenhandel betrifft, eine Ausnahmestellung einnimmt. Angeknüpft wird vielmehr an die Einfuhr- und Ausfuhrergebnisse des Jahres 1928, einer Zeit also, in der Deutschlands Produktionsapparat in verhältnisDer Export betrug in mäßig hohem Grad ausgenutzt war. diesem Jahre etwa 12 Milliarden RM. Er kann in den nächsten zehn Jahren schätzungsweise um etwa 6 Milliarden auf 18 Milliarden RM. steigen. Dieser Zunahme der Ausfuhr wird auf der anderen Seite eine Steigerung der Einfuhr gegenüberstehen. Unvermeidbar ist eine beträchtliche Zunahme des Imports von Rohstoffen und Halbwaren. Man kann sie bis 1940 auf etwa 34 Milliarden RM. beziffern. - Ziehen wir die Bilanz: Jm günstigsten Falle wäre nach dieser Schätzung in zehn Jahren mit einem Ausfuhrüberschuß von 1 Milliarde RM. zu rechnen. Selbst wenn man optimistisch eine mehr als hundertprozentige Steigerung der Ueberschüsse aus dem Dienstleistungsverkehr in Rechnung stellt, etwa auf 800 Millionen RM. eine Deckung der beiden genannten Passivposten wäre nicht erzielt. Offen bleibt dabei die Frage, ob das Ausland einen verstärkten Ausfuhrdrud Deutschlands ohne zollpolitische Abwehrmaßnahmen hinnehmen würde. Selbst die Reparationsgläubiger haben bisher dem bindenden Grundsatz des Youngplans, daß die Lösung des Reparationsproblems eine Zusammenarbeit aller beteiligten Länder verlange, in ihrer Zollpolitik keine Rechnung getragen. Schon aus diesen Erwägungen wird in absehbarer Zeit eine Revision des Youngplans un= vermeidbar werden. Der Reichspräsident Ehrenmeister einer Danziger Innung. Danzig. Aus Anlaß des 475jährigen Bestehens der Freien Schneider- Innung wurde der Reichspräsident v. Hindenburg um die Annahme der Ehrenmeisterschaft der Innung gebeten. Der Reichspräsident hat in einem persönlich unterzeichneten Antwort= schreiben die Ehrenmeisterschaft angenommen und erwartet eine Abordnung der Innung zweds Entgegennahme der EhrenmeisterUrkunde während der Reichs- Handwerks- Woche im März d. J. Organisationstagung der oberhess. Staatspartei. Am Mittwoch, dem 18. März, findet in Friedberg( Oberhessen) eine Tagung der Kreisvereine, Ortsgruppen und Vertrauensleute der Deutschen Staatspartei in Oberhessen statt, auf der der Vorsitzende der Reichstagsfrattion, Dr. Weber- Berlin, M. d. R., zur politischen Lage sprechen wird. Nr. 19 Samstag, Samstag, den 7. März 1931. Aus dem hessischen Landtag. Darmstadt, 6. März. Der Finanzausschuß des Landtages verhandelte in seinen beiden letzten Gigungen das Kapitel ,, Polizei und Gendarmerie", wobei alle im Ausschuß vertretenen Fraktionen der hessischen Polizei ihre Anerkennung aussprachen und betonten, daß im Interesse der Staatsautorität wesentliche Abstriche am Polizeietat nicht zu verantworten wären. Landbund und Nationalsozialisten wünschen, daß die Polizeikosten wieder von den Städten aufgebracht würden. Bei dem Kapitel„ Heil- und Pflegeanstalten" wurde ein Antrag angenommen, der sich dagegen wendet, daß in diesen Anstalten auch Personen, die untergeordnete Funktionen ausüben, Beamte werden. Beim Kapitel ,, Volksgesundheitspflege" wurden 15 000 RM. verlangt als Zuschuß für die in Gießen neu errichtete Heilstätte zur Bekämpfung der Tuberkulose der oberen Luftwege. Die Entscheidung ist bis zur zweiten Lesung zurückgestellt. Im Gesetzgebungsausschuß wurde die Jmmunität des sozialdemokratischen Abgeordneten Steffan aus Oppenheim aufgehoben, um gegen ihn die Durchführung eines Verfahrens wegen Körperverletzung zu ermöglichen. Demonstrationsverbot in Plauen. „ Gießener Zeitung" im vorherigen Wintersemester. Unter den 877 Ausländern befinden sich nur 64 Reichsdeutsche und 28 Desterreicher, dagegen 424 polnische Staatsbürger. Bon den Studierenden bekannten fich 3728 zur deutschen Nationalität. Die Filmstatistik des tschechoslowakischen Innenministeriums gibt für das Jahr 1930 im ganzen 2147 zenfurierte Filme an, von denen 68 verboten wurden. Von den verbotenen Filmen waren die meisten, nämlich 29, reichsdeutscher Herkunft. Als Demonstration gegen das am Mittwoch in Plauen ge= fällte freisprechende Schwurgerichtsurteil gegen die Nationalsozialisten Spengler und Schneider, die wegen Totschlags von zwei Arbeitersportlern angeklagt waren, fanden am Mittwoch und Donnerstag kommunistische Massenversammlungen und Umzüge in der Stadt statt, die wiederholt zu Zusammenstößen mit der Polizei führten. Auf Grund dieser Vorkommnisse hat die Polizeidirektion Plauen ein Demonstrationsverbot erlassen, das am heutigen Tage( 6. März) in Wirksamkeit tritt und bis einschließlich 15. April andauert. In dieser Zeit sind alle Versammlungen und Umzüge unter freiem Himmel im Stadtbezirk Plauen verboten. Auch in Frankfurt a. M. Nach Angaben des Prager Schulministeriums befanden sich bei den Einschreibungen zu Beginn des Schuljahres 1930-31 unter insgesamt 97 291 Mittelschülern 21 717, die in deutschen Schulanstalten eingeschrieben wurden. Das Landesamt in Prag hat der deutschböhmischen Stadtgemeinde Aussig den Auftrag erteilt, die unzulässige Bezeich= nung ,, Rosegger- Park" zu beseitigen. Die Stadt Preßburg hat auf Grund von Zeitungsmeldun gen nach der letzten Volkszählung 123 821 Einwohner, das be= deutet gegenüber dem Jahre 1921 einen Zuwachs von 30 640 Personen. Die Zahl der Deutschen in Preßburg stieg von 25 831 auf 35 793, also nach dem Hundertsak von 29,40 Prozent auf über 30 Prozent. Der für Samstag und Sonntag vorgesehene Gautag der Nationalsozialisten in der Frankfurter Festhalle, bei dem General a. D. Litzmann, Dr. Goebbels und Hauptmann a. D. Goehring sprechen sollen, hat die politische Gegnerschaft auf den Plan ge= rufen. Das Reichsbanner hat einen großen Alarm angeordnet und die Kommunisten fündigen ,, Massenkundgebungen" an. Infolgedessen hat sich der Polizeipräsident veranlaßt gesehen, alle Umzüge, Demonstrationen und Versammlungen unter freiem Himmel für den Ortspolizeibezirk Frankfurt bis auf weiteres zu verbieten. Deutsch reden verboten! Im Jahre 1930 war Marienbad von insgesamt 41 092 Kurgästen besucht, unter denen die Reichsdeutschen mit 23 485 bei weitem an der Spitze stehen; an vierter Stelle stehen die Desterreicher mit 2093 Personen. Wie in allen Aemtern in Südtirol, so ist es auch bei Gericht( bei Verhandlungen, Eingaben usw.) verboten, sich der deutschen Sprache zu bedienen. Die italienischen Behörden sind aber mit der Verdrängung der deutschen Sprache aus den Aemtern immer noch nicht zufrieden. Kann der Deutsche überhaupt noch auswandern? Lokales. Jagdkalender für März in Hessen, mitgeteilt vom Hessischen Jagdklub, Darmstadt. Ein je Festnahme d Heinrich Se itählen nod in den legte und zwar jo germeister Firma Trib anlage, Caf trieb, Nord Grieb, Ne Schmüder, Pötz ein Gr beschlagnahm einsbaufes a apparat, der macht worder Tabatwaren Stunde dieje Menge herbe 6 Herrenmän Der März ist ein Monat der Hege, nur ganz wenige Felder des Jagdscheins zeigen Schußzeiten. Da ist erstens für Fasanenhähne, die dort, wo die Hahnenzahl überwiegt, noch weggenommen werden können, dann für Waldschnepfen, Sumpfschnepfen, Brachnögel und Trappen. Aber auch hier sollte mit dem Abschuß nicht zu früh begonnen werden, damit das Fortpflanzungsgeschäft nicht unmöglich wird. Such- oder Treibjagd auf Schnepfen im Frühling ist streng zu vermeiden. Der Besuch des abendlichen Anstandes mit seiner hohen Poesie und seinen relativ geringen Resultaten wird dem Jäger niemand neiden. Hoffen wir, daß der Winter mit Eis, Schnee und Feuchtigkeit bald zu Ende ist, damit die Aussichten auf eine weitere Besserung unserer Niederwildbestände, die im vergangenen Jahre zu konstatieren war, auch weiterhin anhalten. Gegen Ende des Monats ist es schon angängig, die Feldstücke mit dem Hund abzusuchen, in denen die Brut der Hühner wegen der frühen Mahd gefährdet wäre. Dem Schalenwild wird der März leicht gefährlich, wenn es nämlich allzu viel von der jungen Saat aufnimmt. Des halb ist gerade jetzt die künstliche Fütterung von Trodenfutter, also Eicheln oder Kastanien, besonders zu empfehlen, um den Ausgleich herzustellen. Selbstverständlich tommt auch der Geweih- und Gehörnbildung diese Fütterung und vor allen Dingen auch die Salzbeigaben durch reichliches Auslegen von Salzpfannensteinen sehr zu statten. Wie ein immer enger sich schließendes Gitter legen sich die verschärften Einreisebestimmungen europäischer und überseeischer Länder heute um Deutschland. Die Vereinigten Staaten, die bisher noch 77 Prozent unserer deutschen Auswanderer aufnahmen, haben das Ausstellen von Visen so gut wie eingestellt. Die westlichen Provinzen Kanadas, Manitoba, Saskatchewan und Alberta, die in den letzten Jahren Tausende von deutschen Einwanderern anzogen, geben neuerdings kein freies Regierungsland mehr ab. Brasilien fordert von seinen Einwanderern persönliche oder geldliche Sicherungen, damit sie nicht die hohe Zahl der Arbeitslosen vermehren. Argentinien suchte sich durch eine elffache Erhöhung seiner Paßvisatosten vor mittellosen Einwanderern zu schützen. Peru schloß sich so gut wie ganz gegen jede Einwanderung ab. In Afrika hat nur der deutsche Einwanderer mit beträchtlichem Kapital Aussicht auf eine selbständige Existenz. Asien ist schon seit langem fein deutsches Einwanderungsland mehr. Auch Australien und Neuseeland melden unter dem Drud ihrer katastrophalen Wirtschaftslage eine stärkere Abwanderung und warnen vor fremder Einwanderung. Das europäische Ausland stellt fast unerfüllbare Bedingungen für dauernde Zulassung und Uebernahme von Arbeit. Von überall her scheint dem auswande= rungswilligen Deutschen ein ablehnendes ,, Nein, bleibe wo du bist!" entgegen zu klingen. Unter dem 31. Januar 1931 ist nämlich an alle Advokaten ein Erlaß des Präsidenten des Kreisgerichts Bozen ergangen, in dem es diesen unter dem Hinweis auf ihren Berufseid zur Pflicht gemacht wird ,,, sich in den Gerichtsräumen ausschließlich nur der italienischen Sprache zu bedienen, auch dann, wenn sie sich untereinander im Gespräche befinden". Dieser neue Zwang zur Ausschaltung der deutschen Sprache erfolgt übrigens nicht nur unter Berufung auf den Eid, sondern auch darauf ,,, daß es die heiligste Pflicht jedes guten Bürgers ist, nicht nur Italiener zu sein, sondern sich auch als solcher zu fühlen und zu bezeugen". Man sieht also: die Jtaliener wollen nicht den geringsten Unterschied zwischen Staatsbürger und Volksbürger machen. Deutsche aus der Tschechoslowakei. Nach einer Statistik des Deutschen Bühnenvereins entfallen von den zur Zeit in Europa vorhandenen 207 deutschen Bühnen 23 auf Bühnen- und Theatergesellschaften in der Tschechoslowakei, die in deutscher Sprache spielen. An der Deutschen Universität Prag studieren im Wintersemester 1930-31 4927 Studierende gegenüber 4714 Studierenden Frühling. Es will nun wieder Frühling werden Ganz leise flüstert es mein Blut. Wie träume ich doch jetzt so gerne Von Plätzchen, wo ich einst geruht. Wohl schmilzt der Schnee von allen Dächern Und manches Reis wird wach und blüht, Indes die warme Sonne scheinet Und mich so fragend weich umglüht. Ich seh die Mädchen stehn und warten Im Park, gelehnt an einem Baum, Es liegt in ihrem bleichen Lächeln Der erste ungeahnte Traum. Die Kinder lassen Drachen steigen Und bauen Schlösser in den Sand, Die Fenster stehen weit geöffnet Hinein ins weite Sonnenland. Der Gärtner überstreicht die Bänke, Ein Beitler prüft die Krüden aus, Die Spatzen schrein aus allen Nestern, Die Welt ist wie ein Bienenhaus. In diesen wehverlor'nen Tagen Fiel in mein Herz ein welfer Gruß, Weil ich an allem Wunderbaren So abseits still vorüber muß. Josef M. Bernegger. Kunst und Photographie. Die Rothirsche werfen ab, später der Damhirsch. Die Rehböcke schieben noch und entwideln ihr Baſtgehörn. Der erste, für das ganze Jahr ausschlaggebende Hasensaz fällt. Gegen Ende des Monats beginnt die Balz des Auer, Birk- und Haselwildes, sowie des Fasans. Dieser Monat eignet sich am besten zum Aussetzen von Hühnern und Fasanen, zur Ergänzung des vorhandenen Bestandes bezw. zur Blutauffrischung. Die Reihzeit der Wildenten geht zu Ende. Von Schwarzwild ist infolge des Abspürens durch den letzten Schnee noch manches Stüd ge= fallen. Man sollte jetzt Bachen, die vor dem Frischen stehen, unbedingt Ruhe gönnen und führende Bachen selbstverständlich schonen, wenn auch der Abschuß eines Keilers oder Ueberläufers, wo diese zu Schaden gehen, erlaubt ist. Dennoch ließ sich auch in neuester Zeit schon für manchen arbeitswilligen Deutschen noch ein oder das andere Auswan= derungsventil öffnen. Solche Auswanderungsmöglichkeiten wol= len nur in jedem einzelnen Fall mit Sorgfalt und Liebe her= ausgearbeitet sein. Ist auch freies Regierungsland vielfach nicht mehr zu haben, so gab es doch selten so preiswert eingerichtete Farmen und Kolonien zu kaufen, wie heute. Für den einwandernden Siedler und Kolonisten läßt sich meist eine er= hebliche Verbilligung erhöhter Visakosten erreichen. Kanada läßt neuerdings auch die bisher ausgeschlossenen Bräute eingewandter Deutscher wieder ins Land. Brasilien läßt unter Umständen die feste Anschrift und Anstellungsbereitschaft bezw. Einreiseempfehlung eines Angehörigen oder Bekannten im Land als Ersatz für fehlende Mittel gelten. Man achte darauf, daß das Wild jetzt größte Ruhe hat. Wildernde Hunde und Katzen, deren Schaden gerade in diesen Tagen besonders ernst werden kann, sind mit allen Mitteln vom Revier fern zu halten. Alles in allem: Wo ernste Auswanderungsabsichten be stehen und die wichtigsten Voraussetzungen nicht fehlen, lassen sich bei einigen Bemühungen auch Wege finden. In jedem Fall empfiehlt es sich stets, sich persönlich mit der nächst erreichbaren Auswandererberatungsstelle, wie sie z. B. in dem Deuts schen Ausland- Institut in Stuttgart gegeben ist, in Verbindung zu setzen. Ein vertrauensvolles Durchsprechen der mehr oder weniger brennenden Auswanderungsfrage hat hier schon manchem einen gangbaren Weg gezeigt, der zu einer befriedigenden Arbeit und selbständigen Existenz verhalf. Der bekannte Kunsthistoriker Kurt Karl Eberlein gibt im Märzheft der Deutschen Rundschau"( Berlin W. 30) folgenden interessanten Ueberblid: * Fundsachen im Monat Februar 1931. Das Verzeichnis über die im Monat Februar 1931 gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände tann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf Philipps- Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte inner halb zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. 3 Paar Spo ftrümpfe, 29 ichlupfhosen, 6 komplette waren. Die Ueberführung Stundenlange feit anzuneh das Konto de werden fortge Strom Licht und K Schlag für Stadt * Auszahlung von Frankreichguthaben ehemaliger Kriegsgefangener. Einer Mitteilung zufolge werden auf Grund einer Entscheidung des Reichsfinanzministers die seit einigen Jahren in den Händen des Reichsfinanzministeriums befindlichen Guthaben ehemaliger Kriegsgefangener aus französischer Kriegsge= fangenschaft nunmehr zur Auszahlung gelangen, insoweit sie den Betrag von RM. 10. übersteigen. * Eine Fahrplankonferenz. Nach einer Mitteilung des Verfehrsbundes Oberhessen wird am 24. März in Gießen auf Einladung der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. eine Fahrplankonferenz stattfinden, bei der unter dem Vorsitz des Oberbahnrats Pietz von der Reichsbahndirektion Frankfurt die Fahrplanwünsche der Provinz Oberhessen und der anschließenden Streden zur Beratung fommen werden. Die Wünsche an die Reichsbahnverwaltung sind in ausführlichen Eingaben der hessischen Ver fehrsverbände und Behörden niedergelegt. schon die Frühzeit betont, zumal man ja längst als Künstler die camera obscura benüßte. Man betonte die Nützlichkeit der Photographie als Hilfsmittel für die Kunst, man verglich sie der Graphik, sprach von ,, the pencil of nature", von ,, photogenic drawing" und hielt irrtümlicherweise die Photographie für eine bildende Kunst. Die Maler, die ihre besten Vertreter waren, denn der Bildnismaler wurde oft zum Bildnisphotographen, lehnten sie auch als erste ab, und doch hat sie einen verhängnisvollen Einfluß auf die Malerei bis zur Wende des Jahrhunderts, und es soll heute noch Maler geben, die wie Lenbach nach und mit Photographien malen. Ich bin sest überzeugt, daß der Kunstgeschichte noch einige Ueberraschungen bevorstehen, wenn man diesen Zusammenhängen einmal nachgehend bis in unsere Tage nachforschen wird, und der kluge Lichtwark hat mit Recht immer wieder auf die Tragweite dieser Untersuchung hingewiesen. Noch immer ist das Problem Kunst und Photographie un gelöst. Ich meine damit nicht die Photographie in der Kunst, die Darstellung des Photographen durch die Kunst, z. B. durch die Karikatur, sondern ich meine die große Bedeutung der Photographie für die bildende Kunst. Diese Bedeutung hatte Meines Erachtens gibt es zwei große Entdeckungen und Erscheinungen für die Malerei des 19. Jahrhunderts, das Panorama und die Photographie, und beide hängen nicht zufällig zusammen, denn in beiden bricht das neue Freilicht mit allen Folgen der Schattenwirkung und des neuen optischen Realismus in die alte Kunstlehre der Akademie. * Schöffengericht. Zu vier Wochen Gefängnis wurde der Vorsitzende einer Ortsgruppe des Reichsbundes der Kriegsbee schädigten und Kriegerhinterbliebenen einer Nachbarstadt vers urteilt, der für die Vertretung von Rentenangelegenheiten Vorschüsse verlangte und diese für sich verbrauchte. Die neue mechanische Organprojektion oder Fixierprothese des Menschen denn was ist der Photographenapparat anderes! ist dem Künstlerauge wie der Kunstform gefährlich geworden. In der Frühzeit der Photographie sieht man noch überall das Künstlerauge herrschen. Aber die Kunst der Del malerei und Miniaturmalerei, die Reproduktionskunst der Lithographie hatten damit einen bedenklichen Ersatz, eine Synthese lünstlerisch- technischer Arbeit erhalten, und mit der Verbreitung dieser schnellen Naturfizierung änderte sich auch das bürgerliche Auge der ,, wirklichkeitsfordernden Calibane" des Publikum. Was der Wissenschaft zugute kam, ist doch der Kunst Abtrag, und die ewige Verwechslung von Kunst und Photographie, die man heute wieder findet, hat gleichermaßen der Kunst wie der Photographie geschadet. Aber nicht nur für die Kunstgeschichte ist der Einfluß der Photographie schidsalig", auch für die Kunstgeschichte, die bis dahin ganz auf das eigene Augenerlebnis und auf die künst lerische Reproduktion angewiesen war. Schon Hill begann damit, Gemälde, Bildwerke und Stiche zu photographieren, und für die Formen- und Stillehre war diese Photographiewiedergabe gewiß erwünscht. Dem Kunsterlebnis und der Kunstästhetik hat sie aber schwer geschadet, und man wird später einmal die Kunstästhetik darauf untersuchen, ob sie eine Lichtbildästhetik ist oder nicht. abend stattfi derbannes" f Majita zu einer Pa Orgelvorträg defter und trag. * Bauer Jahrzehnten Kunstgenuß Gefangverein den Dienst Wir haben es miterlebt, wie der Film, die Großaufnahme und die Achsendrehung des Beschauerstandpunkts auch der Photographie geschadet haben, wie die seit der Frühzeit gültige Hierarchie der Bildstoffe oder Bildwerte, d. h. des Photographierbaren, Photographierenswerten endgültig zerstört ist. Wir wissen, wie heute die Nasenlöcher zu Tunnels, die Hosenknöpfe zu Elefanten, die Streichhölzer zu Balken und die Menschen zu Fleischhäusern photographiert werden, und daß diese sog. Sachlichkeit ebenso bejubelt wird wie der abstrafte„ Surrealismus" jonnambuler Spiegelbilder oder Lichteffekte. Gulliver kommt heute als Photograph abwechselnd zu den Zwergen oder zu den Riesen und endet als Photomonteur für Plakat und Buchein band.„ Wirtschaft, Horatio, Wirtschaft!" Das ist die Rüdlehr zu den Daguerreotypien, Kalotypien und Photographien der Frühzeit eine nötige und erfrischende Heimkehr, und deshalb soll hier ausdrücklich auf diese Frühzeit der Photographie, auf ihre Meister und Meisterwerke hingewiesen sein, denn: ,, Wer des Feuers bedarf, sucht's unter der Asche!" wittten erst Attiven des Gänger wa Bauern" m Stadt Gieße gerade diese Stadt und und dieser D 1. bie R Jucht. Ein nachmittag * Aus finder in d der Schüleri und Kinderp ㄓ Aftrol ftitut der Un abend ein Aftrologie it M. T nach Dutenh Steuert mitgeteilt vo 10. Anmeldu bruar. 20. Lohrabz 1-15. 3 jahren Steuerbe Am 3 trages d Grundsch Grundbu nicht geit 25. März: 3 Sonderge It. Bejah Die Pa Das stimmt, daß anderen nicht genen aufge fomie Renten budy gelöscht Gintragang Goldmark be nur die Wi Rechtes diefer bein Aufmer Antrag fann bei dem zuflar nur von Gla oder von jede Intereffe ba boben. Nr. 19 Hessen, b, Darmstadt. r ganz wenige Felder ift erstens für Faja überwiegt, noch weg Baldichnepfen, Sumpi er auch hier sollte mit den, damit das Fort Such oder Treibjago vermeiden. Der Be mer hohen Poesie und dem Jäger niemand Gis, Schnee und Feuch chten auf eine weitere die im vergangenen chin anhalten. Gegen die Feldstüde mit dem er Hühner wegen der leicht gefährlich, wenn Saat aufnimmt. Des Cung von Trodenfutter, zu empfehlen, um den tommt auch der Ge ng und vor allen Din es Auslegen von Salz Damhirsch. Die Reh Bastgehörn. Der erste, Sajenfaz fällt. Gegen Auer, Birk und Hajel at eignet sich am besten en, zur Ergänzung des uffrischung. Die Reih Schwarzwild ist infolge noch manches Stüd ge r dem Frischen stehen, Bachen selbstverständlic lers oder Ueberläufers, jetzt größte Ruhe hat. aden gerade in diejen d mit allen Mitteln Das Verzeichnis über n bezw. abgelieferten Flur des Polizeiamts, rden. Die Empfangs paigen Rechte inner nd der Dienstſtunden chemaliger Kriegs rden auf Grund einer ie seit einigen Jahren ums befindlichen Gut französischer Kriegsge angen, insoweit sie den er Mitteilung des Verrz in Gießen auf Ein a. M. eine Fahrplan Vorsitz des Oberbahn Frankfurt die Fahrplan anschließenden Streden sche an die Reichsbahn ben der hessischen Ver gt. ■ Gefängnis wurde der sbundes der Kriegsbe einer Nachbarstadt ver tenangelegenheiten Vor: brauchte. ion oder Fixierprotheje otographenapparat ande Kunstform gefährlich ge graphie sieht man noch lber die Kunst der Del Reproduktionskunft der tlichen Erjah, eine Syn lten, und mit der Ver änderte sich auch das dernden Calibane" des tam, ist doch der Kunit von Kunst und Photo hat gleichermaßen der Film, die Großaufnahme dpunkts auch der Photo der Frühzeit gültige te, d. h. des Photogra dgültig zerstört ist. Wir unnels, die Hojentnöpfe en und die Menschen zu nd daß dieje jog. Gad bftrafte„ Surrealismus" fette. Gulliver fomm n Zwergen oder zu den r Plakat und Buchein " Das ist die Rüdleb und Photographien det Heimlehr, und deshalb der Photographie, auf iesen sein, denn:„ Wet che!" Samstag, den 7. März 1931. * Ein sehr guter Fang. Durch die am 3. März 1931 erfolgte Festnahme des Schuhmachers Pötz und der Gebrüder Jakob und Heinrich Herjans fonnten außer den bereits gemeldeten Diebstählen noch eine größere Anzahl von Einbruchsdiebstählen, die in den letzten Monaten ausgeführt wurden, aufgeklärt werden, und zwar solche bei dem Metzgermeister Krug, Marktplatz, Metz germeister Dörr, Nordanlage, Firma Inderthal, Neuenbäue, Firma Tribus& Sundheim, Westanlage, Firma Klingspor, Nordanlage, Café Ebel, Burggraben, Firma Jasconja, Zigarettenvertrieb, Nordanlage, Metzgermeister Rausch, Neustadt, Molkerei Grieb, Neustadt, Gießener Rudergesellschaft 1877, Kaufhaus Schmücker, Marktstraße. Außerdem wurde in der Wohnung des Pötz ein Grammophonapparat mit einer großen Anzahl Platten beschlagnahmt, der von dem Inhaber des kaufmännischen Vereinshauses als sein Eigentum anerkannt wurde. Dieser Spielapparat, der durch verschiedene Veränderungen unkenntlich gemacht worden war, wurde im Dezember 1930 mit einer Anzahl Tabafwaren entwendet. Der jetzige Besitzer leugnet bis zur Stunde diese Tat. Von dem Diebesgut fonnte noch eine größere Menge herbeigeschafft werden, und zwar: etwa 8000 3igaretten, 6 Herrenmäntel, 7 Herrenanzüge, 2 Knabenanzüge, 2 Sporthosen, 3 Paar Sportstrümpfe, 3 Paar Herrensocken, 6 Paar Damenstrümpfe, 2 Sportmützen, 3 Pullover, 2 Damenkleider, 4 Damenschlupfhosen, 3 Prinzeßröde, 7 Damenhemden, 13 Herrenhemden, 6 komplette Silberbestede, 19 Flaschen Wein, Fleisch und Wurstwaren. Die Täter waren schwer zugänglich und verstodt. Die Ueberführung zu den einzelnen. Straftaten erfolgte erst nach stundenlangen Vernehmungen. Es ist mit großer Wahrscheinlich feit anzunehmen, daß noch weitere unaufgeklärte Straftaten auf das Konto der drei Festgenommenen fommen. Die Ermittlungen werden fortgesetzt. * Stromgebühren. Die fälligen Gebühren für elektrischen Licht und Kraftstrom tönnen noch bis zum 15. März ohne Aufschlag für verspätete Zahlung bezahlt werden. * Stadttheater. Wir verweisen nochmals auf die morgen abend stattfindende letzte Aufführung von Zudmayers„ Schin derhannes" unter der Regie des Intendanten. * Musikalische Passionsfeier. Die Matthäusgemeinde lader zu einer Passionsfeier morgen abend in die Stadtkirche ein. Orgelvorträge, Passionsgesänge für Sopran und Alt mit Orchester und Orgel, Violinsoli mit Begleitung kommen zum Vortrag. * Bauer'scher Gesangverein. Wie oft seit vielen, vielen Jahrzehnten hat die Gießener Bürgerschaft Freude und hahen Kunstgenuß gehabt an den Liedern und Gesängen des Bauer'schen Gesangvereins. Gern und recht oft haben sich die ,, Bauern" in den Dienst der Deffentlichkeit gestellt; große Massengesänge wirkten erst in ihrer Klangschönen Wuchtigkeit, wenn auch die Aktiven des Bauer'schen Gesangvereins inmitten der anderen Sänger waren. Zahlreiche Vereinsfestlichkeiten haben die ,, Bauern" mit zu verschönern helfen und, wenn es galt, die Stadt Gießen gesanglich nach außen zu vertreten, dann hat gerade dieser gutgeschulte Verein diese Aufgabe bestens erfüllt. Stadt und Bürgerschaft schuldet darum diesen Sängern Dank und dieser Dant fann am besten abgestattet werden, indem man 3. B. die Konzerte des Bauer'schen Gesangvereins zahlreich be= sucht: Ein solches Konzert findet morgen Sonntag, den 8. März, nachmittags 4 Uhr, in der neuen Universitäts- Aula statt. * Ausstellung im Fröbelseminar. Von heute bis Montag findet in den Räumen des Fröbelseminars eine Ausstellung der Schülerinnen- Arbeiten der abgehenden Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen statt. * Astrologischer Vortrag. Jm Kunstwissenschaftlichen Institut der Universität in der Ludwigsstraße findet am Montag abend ein öffentlicher Lichtbilder- Experimentalvortrag über Astrologie statt. * M. T. V. Die Mitglieder werden zu einem Turngang nach Dutenhofen für morgen nachmittag bestellt. Steuerterminkalender für März 1931. mitgeteilt von der Südwestd. Revis. u. Treuh- Vertret. Ffm. Reich. 10. Anmeldung und Zahlung der Börsenumsatzsteuer für Februar. 20. Lohnabzug( einschließl. Ledigensteuer) für die Zeit vom 1.- 15. 3. beim Markenverfahren. Jm Ueberweisungsverjahren nur, falls die bis zum 15. 3. einbehaltenen Lohnsteuerbeträge 200 RM. überstiegen haben. Am 31. März läuft die Frist für die Stellung des Antrages auf Eintragung der Aufwertung von Hypotheken, Grundschulden, Rentenschulden und Reallasten in das Grundbuch ab. Wird der Antrag bis zu diesem Datum nicht gestellt, so erlischt die aufgewertete Hypothek. Hessen. 25. März: Ziel der Kommunalsteuern( Grund-, Gewerbe- und Sondergebäudesteuer für Gemeinde, Kreis und Provinz) It. Bescheid( 3. T. andere Termine). Die papiermark- Eintragungen im Grundbuch. Letzter Termin: 31. März 1931. Das ,, Gesetz über die Bereinigung der Grundbücher" bestimmt, daß die im Grundbuch noch in Papiermark oder einer anderen nicht mehr geltenden Währung( z. B. Taler) eingetragenen aufgewerteten Hypotheken, Grundschulden, Reallasten sowie Rentenschulden erlöschen und von Amts wegen im Grundbuch gelöscht werden, sofern nicht bis zum 31. März 1931 die Eintragang des Aufwertungsbetrages in Reichsmark oder in Goldmark beantragt wird. Bis zu diesem Termin kann auch nur die Wiedereintragung eines gelöschten oder abgetretenen Rechtes dieser Art, die unter gewissen Voraussetzungen nach dem Aufwertungsgesetz zulässig ist, beantragt werden. Antrag kann schriftlich oder zu Protokoll des Grundbuchamts bei dem zuständigen Amtsgericht gestellt werden, und zwar nicht nur von Gläubigern, sondern auch vom Grundstückseigentümer oder von jedem Dritten, der an der Eintragung ein rechtliches Interesse hat. Für die Eintragung werden Kosten nicht, er hoben. Der ,, Gießener Zeitung" Auch Eltern minderjähriger Kinder und Vormünder oder Pfleger von minderjährigen oder entmündigten Personen müssen sorgfältig prüfen, ob zu dem ihrer Verwaltung unterliegengen Vermögen noch in nicht mehr geltender Währung eingetragene Grundbuchrechte gehören und ob die Hypotheken überhaupt noch nicht aufgewertet sind. Gegegebenenfalls müssen fie bis zum 31. März 1931 den Antrag auf Eintragung oder auf Wiedereintragung der aufgewerteten Hypothek usw. beantragen, sofern sie sich aus schuldhafter Unterlassung des Antrages wegen etwaig erwachsenden Schadens nicht schadenserfaßpflichtig machen wollen. Mit dem 31. Dezember 1931 wird ein auf Papiermark oder auf eine andere nicht mehr geltende Währung lautender Hypothekenbrief kraftlos. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß die durch die Hypothek gesicherte persönuche Forderung durch die Löschung der Hypothek im Grundbuch und durch das Kraftloswerden des Hypothekenbriefes nicht berührt wird. Aus Nah und Fern. Butzbach. Die Stadt Butzbach war von der Provinz Oberhessen beim Landgericht verklagt worden, weil sie einem Spruch eines Schiedsgerichts, das die Stadt verurteilte, für Lieferung elektrischer Kraft die Preise zu bezahlen, die die Provinz einseitig festsetzte, die Anerkennung versagte. Nach diesem Schiedsspruch sollte die Stadt rückwirkend von 1929 ab pro Jahr 14 000 RM. mehr bezahlen als seither. Das Landgericht hat der Klage der Stadt Butzbach stattgegeben. Es sprach sich dahin aus, daß der zugunsten der Provinz gefällte Schiedsspruch als unzuläsfig aufzuheben sei. Für ein etwaiges Berufungsverfahren der Provinz ist das Reichsgericht zuständig. Friedberg. Der Reichsverkehrsminister hat in Anerkennung der Pionierarbeit der Fliegergruppe des hiesigen Polytechnikums für den Segelflugsport der Gruppe ein Klemm- Daimler- Motorflugzeug zur Verfügung gestellt. Infolge des fehlenden Geländes bei Friedberg wird die Ausbildung zunächst in Gießen vorge= nommen, wo auch das Flugzeug untergebracht wird. Friedberg. Eine Kundgebung des Reichsverbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine findet am Himmelfahrtstage hier statt. Die Kundgebung ist auf dem geräumigen Burghof geplant. Vilbel. Anfang März 1915 geriet in den Karpathen ein hiesiger Einwohner in russische Gefangenschaft. Nach Friedens schluß und Beendigung seiner Gefangenschaft blieb der Vilbeler freiwillig in Rußland, und zwar in Orloff im mittleren Asien, wo er sich auch verheiratete. Nach 16jähriger Abwesenheit fehrte er jetzt zurück in seine alte Heimat, wo er dieser Tage eintraf. Schotten. Der Vogelsberger Höhen- Club begeht in diesem Jahre die Feier seines 50jährigen Bestehens; das gleiche Jubiläum kann der Schottener Zweigverein des Clubs feiern, der die Vorarbeiten für die voraussichtlich acht Tage nach Pfingsten stattfindende, mit der Jahreshauptversammlung verbundene Tagung übernommen hat. Büdingen. Am 1. März d. J. waren es 50 Jahre, daß die Büdinger Freiw. Feuerwehr ins Leben gerufen wurde. Das Jubiläum soll gelegentlich des diesjährigen Kreisfeuerwehrtages am 6. und 7. Juni begangen werden. Büdingen. Zwischen Büdingen und Gelnhausen fuhr ein Mühlen Nr. 19 Personenauto, in dem nur der Chauffeur faß, in voller Fahrt gegen einen Baum. Der Chauffeur wurde bei dem starken Anprall gegen die Rückwand des Kraftwagens geworfen und dort in den zertrümmerten Teilen des Wagens eingeklemmt. Zu allem Unglüd explodierte der Benzinbehälter und setzte den Wagen, in dem der Chauffeur hilflos stedte, in Brand. Glücklicherweise passierte bald darauf ein Lastauto die Unfallstelle, dessen Lenker den Verunglückten bewußtlos aus den brennenden Trümmern herausholen konnte. Lauterbach. Der hiesige Verkehrsausschuß plant zur Eröff nung der Verkehrswerbung 1931 die Abhaltung eines Flugtages. Als Flugtag ist der 29. März in Aussicht genommen. Darmstädter Etat- Defizit. Darmstadt, 6. März. Das voranschlagsmäßige Defizit hauptsächlich infolge der Wohlfahrtserwerbslosenkosten beträgt 1,7 Millionen Mark unter Berücksichtigung der Erhöhung der Biersteuer und Bürgersteuer. Der Verlust des Pädagogischen Institutes bedeute für die Darmstädter Geschäftswelt einen Ausfall von etwa 200 000 RM. Darmstadt. Jm Hofe der Gewerbeschule nedten sich junge Burschen. Dabei erhielt ein 16jähriger Schlosserlehrling mit einem harten Gegenstand einen Schlag auf den Kopf, so daß er sich eine schwere Verlegung zuzog. Frühling an der Bergstraße! In Deutschland hält der Frühling zuerst seinen Einzug an der Bergstraße, jenem gesegneten Landstriche, der sich von Darmstadt bis Heidelberg an den Abhängen des Odenwaldes ent= langzieht. Mit Recht trägt dieses von der Natur so verschwenderisch ausgestattete Gebiet den Namen„ Die deutsche Riviera". Ende Februar beginnen hier die Mandelbäume zu blühen und zur Osterzeit stehen alle Obstbäume und Gartenanlagen in einem unendlichen Meer von Blumen und Blüten, in das die malerischen Ortschaften mit ihren weißen Häusern und roten Dächern wie in weiche Kissen eingebettet liegen. Die Geschichte dieses Landes ist getränkt mit Erinnerungen an früheste und mittelalterliche Zeiten. Hiervon legen die vielen romantischen Burgruinen, mit denen die Gipfel der Berge gefrönt sind, Zeugnis ab. Das größte Ueberbleibsel einer solchen alten Befestigung ist das Auerbacher Schloß, das von Karl dem Großen gegründet worden sein soll. Unweit dieser Burgruine liegt das Fürstenlager, das einst ein Lieblingsaufenthalt der hessischen Fürsten war. Mainz. Oberbürgermeister Dr. Külb, der am 30. Juni d. J. in den Ruhestand tritt und sich große Verdienste für das Wohl der Stadt Mainz erworben hatte, wurde zum Ehrenbür ger von Mainz ernannt. Dillenburg. Der Direktor der staatlichen Berginspektion der Preußischen Bergbau- und Hütten A.-G.( Preußag) zu Dillenburg, Oberbergrat Wolf, ist in gleicher Eigenschaft an die Berginspektion Clausthal versetzt worden. Oberbahnhofsinspektor Wahl ist als Reichsbahnamtmann an den Bahnhof Bebra versetzt. Hachenburg. Beim Zusammenschluß der Industrie- und Handelskammern Dillenburg und Siegen hatte sich der Oberwesterwaldkreis, der bisher zur Dillenburger Kammer gehörte, den Anschluß an einen anderen Kammerverband vorbehalten. In einer Besprechung der hiesigen Industrie- und Geschäftswelt Hausfrauen Euer gutes Geld verwendet Ihr sparsamer, wenn Ihr stets die echte Franck- Kaffeewürze kauft. Ihr erhaltet sie fortan unter dem neuen gesetzlich geschützten Markennamen Franck Mühlen Franck. 圆 Die gute Kaffeewürze Mühlen Franck ist verfeinerter Aecht Franck. Mühlen Franck würzt, kräftigt, verbilligt jedes Kaffeegetränk. Samstag, den 7. März 1931. wurde jedoch der einstimmige Beschluß gefaßt, daß der Oberwesterwaldkreis bei der Kammer Dillenburg verbleiben soll, zu der er seit über 65 Jahren gehört. Bad Ems. Das Genesungsheim für Gelehrte und Künstler wird auch in diesem Jahr am 1. April sein schönes, im Kurpark gelegenes Heim für minderbemittelte oder in wirtschaftliche Not geratene Akademiker, Schriftsteller, Journalisten, Sänger, Schauspieler, Musiker, Maler, Bildhauer usw. eröffnen. Anmeldungen sind an den Vorstand zu richten. Heidelberg. Als Tag der offiziellen Weihe des SchurmannHauses der Universität ist der 9. Juni in Aussicht genommen. Köln. Das Sommer- Semester 1931 der Universität Köln beginnt am 1. April. Der Vorlesungsbeginn ist am Mittwoch, dem 15. April. Das Vorlesungsverzeichnis fann vom UniversitätsSefretariat gegen Einsendung von 50 Rpfg. und 15 Rpfg. Porto bezogen werden. Raubüberfall im Barmer Hauptbahnhof. Ein aufsehenerregender Vorfall spielte sich Mittwoch beim Einlaufen eines Berliner D- 3uges auf dem Barmer Hauptbahnhof ab. Ein Postbeamter hatte die Postsäcke gerade in Empfang genommen, als ein unbekannter Mann auf ihn zustürzte und ihn mit vorgehaltenem Revolver zu zwingen versuchte, ihm die Säde herauszugeben. Der Beamte weigerte sich. Als andere hinzueilten, entriß der Täter dem Postbeamten einen Sad und flüchteten. Seine Verfolger hielt er sich mit der Waffe vom Leibe. Infolge der Dunkelheit entfam er. Die Postverwal tung vermißt nur einen fleinen Beutel mit gewöhnlicher Brief= poſt. Ein fetter Konkurs ein Prozent. Augsburg, 6. März. Der Käsehändler Anton Grab aus Eisenberg bei Memmingen besaß die Stirn, seinen Gläubigern eine Konkursquote von einem Prozent anzubieten. Das Memminger Schöffengericht verurteilte den Angeklagten wegen betrügerischen Bankerotts und siebenfachen Betrüges zu drei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrenrechtsverlust. Grab betrieb im vorigen Sommer einen umfangreichen Käsehandel. Die Lieferanten bezahlte er nicht und führte einen flotten Lebenswandel. Raubüberfall auf einen Bankboten. Altona, 6. März. Am Freitag mittag wurde in der Schillerstraße ein außerordentlich frecher Raubüberfall auf einen Bankboten ausgeführt. Aus einem mit vier Personen besetzten Kraftwagen stiegen plötzlich zwei Männer aus und sprangen auf den Bankboten zu. Während einer von ihnen den Ueberfallenen mit einem Revolver bedrohte, entriß der andere ihm eine Attentasche mit 20 000 RM. Inhalt. Die beiden Räuber flüchteten dann wieder in dem Kraftwagen, der in schneller Fahrt davon fuhr. Hauspuk im menschlichen Körper. Von Dr. Curt Kayser. Seit altersher fühlt die Menschheit mit dem Einzug des Frühjahrs das Bedürfnis, nicht nur in Haus und Hof, sondern auch im eigenen Körper ein Großreinemachen zu veranstalten. Gleich unserer Wohnung tut dies unserem Körper aber auch meist sehr nötig. Wie haben wir ihn doch im Winter, teils aus eigenem Verschulden, teils aus zwingender Notwendigkeit, mißhandelt! Wie wenige nur haben Wintersport getrieben, wie viele aber träge in der Stube am warmen Ofen gehodt! Dieser und jener hat auch bei festlicher Gelegenheit vielleicht seinem Magen Außergewöhnliches zugemutet. Viele Hausfrauen haben aus Mangel an Obst und frischem Gemüse zu übermäßiger Fleischkost ihre Zuflucht genommen und so die Ernährung der ihr anvertrauten Familie mehr oder minder einseitig gestaltet. ,, Gießener Zeitung" Diese findet seit vielen Jahrhunderten ihren Ausdruck in den sogenannten Frühjahrsturen". Man ließ zur Ader, man setzte Schröpftöpfe, man ver= abreichte Mittel zur Blutreinigung. Wer kennt sie nicht, die unzähligen Blutreinigungstees, die noch heute in allen Zeitungen angepriesen werden! Schade nur, daß die ganze Vorstellung vom | ,, unreinen" Blut, mindestens in diesem Sinne, völlig falsch ist. Es gibt kein ,, unreines Blut", also tann es auch nicht gereinigt werden. Trotzdem aber haben die verschiedenen Kuren auch ihr Gutes. Sie bewirken nämlich fast stets eine gewisse Anregung des Stoffwechsels und vor allem der Darmtätigkeit. Kein Wunder, wenn sich jetzt das alles rächt und wenn wir Kopfdaher zur Frühjahrszeit von allerlei Unbehagen, von schmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit usw. geplagt werden. Darum haben wir mit Recht den Wunsch, zur Frühjahrszeit all die Schlacken, die unzweckmäßige Ernährung im Körper aufgehäuft hat, los zu werden, und all die Schäden, die vernunftwidrige Lebensweise verursacht hat, auszubessern, mit einem Wort: auch unser Körper verlangt nach einer gründlichen Reinigung. NWK* WoLe 1541 Sternwolle unübertroffen Haltbarkeit NWK Jn allen Preislagen 交 Union Wichtiger als alle diese Mittel und Mittelchen ist dagegen die Umstellung unserer Ernährung, die das Wesen der eigentlichen Frühjahrsfur ausmacht. Darum sollte eine vernünftige Frühjahrstur vor allem darin bestehen, der täglichen Kost so bald und soviel als möglich frisches Gemüse und frisches Obst zuzuführen und den Genuß von Fleisch und Fleischprodukten, aber auch den von Alkohol und Tabak, möglichst einzuschränken. Sobald es das Wetter irgend gestattet, suche man durch Spaziergänge und Wanderungen den Körper zu erfrischen und Licht, Luft und Sonne überall Zutritt zu gewähren. Eine in diesem Sinne geleitete Frühjahrstur wird dem Ziele einer Ertüchtigung unseres Körpers und einer Heilung von den Schäden des Winters weit eher nahe kommen, als die Verwendung künstlicher Mittel und Medikamente. Winke für die Frühjahrsbestellung. Von Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer u. Wirtschaftsberater. Das vergangene Erntejahr brachte uns viel Lagergetreide. Die Gründe dafür liegen insbesondere in der Tatsache, daß der Vorsommer zu naß war; eine weitere Ursache war vielerorts die einseitige Stidstoffdüngung, die der Landwirt insbesondere seinen Halmfrüchten zukommen ließ. An den Fehlern aber müssen wir lernen! Das Getreide muß vor der Aussaat auf seine Keimfähigkeit geprüft und danach mit einem vom Deutschen Pflanzenschutz" amtlich geprüften Beizmittel gegen die bekannten Pflanzenkrankheiten gebeizt werden. Diese Punkte zu vernachlässigen, wäre ein für den Landwirt großer betriebswirtschaftlicher Fehler. Abgesehen von den Hadfrüchten, denen ein frischgepflügtes und mit Stallmist gedüngtes Land sets am meisten zusagt, ist es für die Halmfrüchte keineswegs zweddienlich, wenn der Boden im Frühjahr zu stark gerührt, besonders aber gewendet wird, da sonst zu viel Unkrautsamen an die Oberfläche gebracht werden. Kultivator Eggen verschiedenster Schwere, Ackerschleife, Extirpator fönnen mit Erfolg angewendet werden. und Wo es sich im Frühjahr irgendwie einrichten läßt, muß dem ,, Weizenanbau" Tür und Tor geöffnet werden! Der deutsche Landwirt erstickt in seinem wenig marktgängigen Roggen, während das Reich infolge des geringen Angebotes an Weizen diese Fruchtart in nicht unerheblichem Maße vom Auslande einführen muß. Auch der Rübenanbau soll in diesem Jahre aus wirtschaftlichen Gründen zurücktreten. Auf dem Gebiete des Kartoffelanbaues und des Anbaues der Halmfrüchte sind nach Möglichkeit nur erprobte Sorten anzuwenden. Neben einer sachgemäßen Vorbereitung des Ackerfeldes und des Saatgutes ist einer zwedentsprechenden Pflanzenernährung das größte Augenmerk zu schenken: Stickstoff für die Masse, d. h. für die Menge des Strohertrages, außerdem für den Eiweißgehalt, Phosphorsäure für die Blüten- und Fruchtbildung, Kali für die Lagerfestigkeit des Getreides und für die Bildung von Stärke und Zuder bei den Hackfrüchten. Alle drei Nährstoffe gibt der Landwirt den Pflanzen als Am- Sup- Ka ( Ammoniaf- Superphosphat- Kali) Volldünger in seinen den einzelnen Früchten verschiedenst angepaßten Formen: zu Zuder= und Futterrüben Am- Sup Ka 7+ 8+ 12; zu Kartoffeln 5+ 8+ 12:; zu Weizen 7+ 7+ 10 und zu Hafer 8+ 8+ 8. Gerade in diesem Frühjahr mit seinen vielerorts starken Niederschlägen ist es betriebswirtschaftlich richtig, sämtliche Maßnahmen, die eine Vereinfachung der Betriebsführung gewährleisten, zu ergreifen, damit der Landwirt mit wenig hohem Arbeitsaufwand möglichst hohe Roh-, vor allem aber Reinerträge in seinem Betriebe erzielt. Verlangt beim Einkauf nur deutsche Waren! Wer verkauft Ohne Diät sein Haus evtl. mit Geschäft oder sonstig. Anwesen hier oder Umgebung? Nur Angebote direkt vom Besitzer unt. V.74a. d. Berlag d.„ Vermiet u. Verk. Zentrale", Frankfurt a. M. Goetheplatz 22. i): raugen Warzen, Hornballen werden auch in den hartnädigsten Fällen totficher unter Garan ite in 5-6 Tagen i estlos beseitigt durch Hühneraugen- Rapid Erhältlich nur: Löwen Drogerie, W.Kilbinger Nachf. Seltersweg- 79a bin ich in kurzer Zeit. 20 Pfd leichter geworden durch ein eint Mittel, welches ich jeden gern kostenlos mitfalle Frau Karla Mast. Breme 11G Oeffentlicher Dank! 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Heizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Radler Regeln. Nr. 19 Komm' dem Rade zart entgegen, dann trägt es dich von Ort zu Ort, Doch trittst du wütend und verwegen, wirft's dich herunter, auf mein Wort. Im Freilauf stelle das Pedal Horizontal. Denn ich kann dir bestätigen, Du kannst bei deinem Freund von Stahl Mit senkrecht stehendem Pedal Den Rücktritt nicht betät'gen. Es ziehen jeden Radlersmann, Der noch nicht richtig radeln kann, Die Steine, Bäume, Gräben an. Drum wehre dich dagegen, Dich neben sie zu legen. Faß nicht mit frampshaft jester Hand In deines Lenkers Bügel, Der Lenker soll fein Rammbod jein, Er sei des Rades Zügel. Laß' dir durch einen Mißerfolg die Laune nicht verderben, Bedenk, du stammst vom Affen ab, mußt sein Talent drum erben. Und was ein alter Affe kann, Kann auch ein neuer Radlersmann. Neue Bücher. Ein Ludner- Buch für 2,75 RM. Graf Luckner, der deutsche Seeheld, weilt noch immer in den Vereinigten Staaten. In Deutschland vermißt man seine von unverwüstlicher Zuversicht getragenen Vorträge. Der Verlag Koehler& Amelang in Leipzig bringt deshalb in einer Reihe billiger, anerkannt guter Werke eine ungekürzte, unveränderte Volksausgabe seines jüngsten Buches„ Seeteufel erobert Amerika", zum Preis von nur 2,75 RM. heraus und gibt somit, der Not der Zeit Rechnung tragend, jedem Gelegenheit, sich an den Worten und Taten des ,, Seeteufels" zu begeistern. Eine fesselnde Geschichte aller Nordpolfahrten von den alten Griechen bis auf unsere Tage erscheint zu dem billigen Preis von 2,85 RM., Koehler& Amelang, Verlag, Leipzig, unter dem Titel ,, Der Ruf des Nordens", von H. H. Houben. Als eines der spannendsten Bücher der Weltliteratur, eine fesselnden Schilderung unerhörter menschlicher Tatkraft im fast zweitausend= jährigen Kampfe um den Pol. Der neuen Auflage sind die neuesten Berichte über Andrees Ballonfahrt und den Untergang der Franklin- Expedition beigefügt. Er Bezugspr Redaktionsjahlu fendung nicht 44. Jahe Voli Der Haushal die Einzelbe ag her Antrag au Burde abgelehnt wehrministers ei and der Marine Erbeiter verwen Die nächste 17 Uhr, vorgefe Die Beschlußfajfu Gefrierfleisch- Gef Reichsaußen und dem Reichs reichischen Regi Das Plenu Ju einer zweit auf jedhs Woche voranichlages zu Der legte fo Sirich in Stein nenminifterium wurde ein Dijzi Der Kaffele mittag in aller 97 Argetlagten jum größten Te Die vom bayerischen Gr verhängte Aus betrifft, wie ge Der Schlich Schiedspruch b bruar 1931 bet Manteltarij, fi ,, Arbeit für Alle durch Heimatdienst". Allgemeine Arbeitsdienstpflicht und Freiwilliger Arbeitsdienst. Grundsätze und Richtlinien, festgestellt vom Arbeitsausschuß der Reichsarbeitsgemeinschaft für Deutsche Arbeitsdienstpflicht( Rada). Preis 50 Pfg. Verlegt von der Reichsarbeitsgemeinschaft für Deutsche Arbeitsdienstpflicht, Berlin NW. 7, Friedrichstraße 100. Die Broschüre, die das Interesse jedes Deutschen erregen muß, der sich mit der deutschen Arbeitsnot beschäftigt, findet zum ersten Male den Weg aus der Theorie zur Praxis. Sie tlärt nicht nur die bisher vielumstrittenen Grundfragen über die Arbeitsdienstpflicht, sondern bringt vor allem einen genauen, fachmännisch sorgfältig aufgestellten Finanzierungsplan der Allgemeinen Arbeitsdienstpflicht. Deutschlands lustige bunte Volkstrachten sind das schönste Zeichen einer tief wurzelnden Heimatkultur. Die große bunte Trachtenkarte des deutschen Volkes ist der schönste Schmud des neuen ,, Woche"-Heftes. Im vergangenen Herbst fand in München eine Ausstellung über ein originelles Projekt statt, auf Grund dessen das Mittelmeer vom Atlantischen Ozean durch einen Siaudamım bei Gibraltar getrennt werden soll. Der Urheber dieses Projektes ist Hermann Sörgel. Ueber dieses interessante Panropa- Projekt veröffentlicht die Münchener Illustrierte Presse in ihrer neue sten Nummer( Nr. 10) einen reichbebilderten Aufsatz von Hermann Sörgel. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Albin Klein Giessen alle Vom einfachen Handzettel bis zu den umfangreichsten Katalogen werden Drucksachen in Qualitätsausführung schnellstens und preiswert geliefert. Fernruf Nr. 2525 und 2526 Union Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketts Buch- und Zeitungs- Druckerei erflärt. Am 22. M lehr der Bolt jeier in Beut Der belg Don Arbeitsm von 60 Millio hälter gleichmä In der fra ger als 182 B Zollerhöhungen erzeugniffe abz Der franz wieder unterb Don Coimbra Im Barije hat der Staat fängnis beantr Unter dem fanden in ganz berten die jofo die Erklärung Jm Mosta zu fünf Jahren getlagte zu ze Das türti Jungen im G den. Darin n Barteien die hat, wenn fie veritärken. Die Regie Jur Teilnahme treidekonferenz Auf einer Bräfident Uri die als Anfür wird. 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