Nr. 10 te.- Dem zweifann man einen fleiner Bruchteil uses überschritten, Dungen fallen, die es im Wallot- Bau entaufnahmen. sgegeben von Dr. Weinmann. Geh. C1.- Die unge tliche und geistige ihre Propagandiedurch einen Teil maßnahme die vor en der Gegner der ejammelt, jind. Das glänzend be enthält eine leichte Sprache erschließt. es der Engländer rmeisten an. Um m Buch lernt man em die notwendige en des Englischen. erlin, Leipzig, erngssägen RM. 4.20. Antwort, mit der tehr und 38 Ver: Witten. 4. Aufl. rlag Martin Salz nappster Form alle durch die Behörde technischen Fragen Verordnungen eindas mit UnterFür alle Kraftfahrer licher Weise bringt, Monatlich ein Hejt 50 prächtigen, zum Verlag Heinrich hrift schreitet von ■ und großen AufOhres verfolgt er ufgewühlten GegenBildschmud beglei eftes. 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Offer ten an die Gefchafts telle diefes Blaues unter 6. 2. 2802 Adressenschreiben vergibt noch M.A. John, Eriort 841 L Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Politische Rundschau. Der Reichspräsident empfing am Freitagvormittag die Führer der drei Bergarbeiterverbände. Die Bergarbeiterführer erstatteten dem Reichspräsidenten einen Bericht über die gegenwärtige Notlage der Bergarbeiter. Die nationalsozialistische Reichstagsfraktion hat folgenden Antrag eingebracht:„ Die Regierung Dr. Brüning besitzt nicht das Vertrauen des Reichstages". Jm Reichstag ist in interfraktionellen Besprechungen der hinter der Regierung stehenden Parteien beschlossen worden, alle Anträge auf Einstellung von Strafverfahren gegen Abgeordnete an einem der nächsten Tage im Plenum zu verhandeln. Der Haushaltsausschuß des Reichstages genehmigte nach längerer Aussprache den Haushalt des Rechnungshofes und des Reichspartommissars. Der von der Reichsregierung eingesetzte Ausschuß zur Prüsung der Arbeitslosenfrage ist unter Vorsitz des Reichsministers a. D. Dr. Brauns zusammengetreten. Für den verstorbenen volksparteilichen Abgeordneten Haury tommt als Nachfolger der Regierungsrat a. D. Richard Henne in den hessischen Landtag. Der Reichslandbund teilte mit, daß er das vom Stahlhelm eingeleitete Boltsbegehren zur Auflösung des Preußischen Landtages unterstützen werde. Der Preußische Landtag vertagte sich am Freitag bis zum 23. Februar. Am Donnerstag wurden in Kaiserslautern und Schiffer: stadt durch die Polizeibehörden unter dem dringenden Verdacht der Vorbereitung des politischen Hochverrats mehrere Separa: listen festgenommen. Die Berliner Stadtverordnetenversammlung ist am Don nerstagabend unter einer allgemeinen Prügelei aufgeflogen. Während eines Handgemenges zwischen Kommunisten und Natio= nalsozialisten mußte der Vorsteher Haß die Sigung als beendet erklären. In der Nacht zum Freitag sind in Viersen bei Zusammenstößen mit Kommunisten drei Nationalsozialisten durch Schüsse erheblich verlegt worden. Anwärter auf den Posten des Oberbürgermeisters von Wuppertal dies ist der neue Name der vereinigten Städte Elberfeld und Barmen ist der frühere Reichsjustizminister Prof. Dr. Bredt. Der Franzose, Graf Wladimir d'Ormesson veröffentlicht in der„ Europa Nouvelle" einen Artikel, in dem er einen Nachlaß der deutschen Reparationsschulden um 50 Prozent verlangt. Der bei Wollstein auf polnischem Boden notgelandete Schneidemühler Flieger Gruse ist wieder freigelassen worden. Jm polnischen Sejm gab im Rahmen der Haushaltsberatung der deutsche Abgeordnete Franz im Namen der Deutschen Frattion eine Erklärung ab, in der er die Terror- Methoden der pol= nischen Regierung scharf geißelte. Die argentinische Regierung hat durch eine neue Verordnung die Bestimmungen über den Belagerungszustand verschärft; auf Attentate gegen die Regierung, die öffentliche Ordnung, die Behörden und die Transportmittel steht die Todesstrafe. Außerdem wird in der Verordnung eine hohe Strafe für Teilnahme an Streit, Boylott und Ueberfall festgesetzt. Zahlreiche brasilianische Ehren- und Vizekonsulate werden aufgehoben, darunter in Deutschland, Desterreich, Frankreich, England, Holland, den skandinavischen Ländern und in der Schweiz. Großes Aussehen erregte in Warschau die Nachricht, daß am Donnerstag drei Mitglieder des Regierungsblodes, die Univer sitätsprofessoren Krzyzanowski, Lichnici und Nowad, ihre Abgeordnetenmandate niedergelegt haben. Nach den von dem französischen Delegierten beim Internationalen Arbeitsamt ermittelten Ziffern, die vom„ Intranfigeant" wiedergegeben werden, belief sich die Zahl der Arbeitslesen in Frankreich am 31. Januar auf 350 000. Dazu kommen rund eine Million Kurzarbeiter. Sämtliche spanischen Universitäten sind laut föniglichem Dekret für die Dauer von 30 Tagen geschlossen worden. An der griechisch- bulgarischen Grenze tam es zu einem mehrstündigen Feuergefecht zwischen den Grenzposten, bei dem ein griechischer Grenzer getötet wurde. 12 von den 13 lubanischen Gewerkschaften haben beschlossen, den Generalstreit zum Protest gegen die Diktatur des Präsidenten Machado auszurufen. Die Bombayer Polizei hat den Präsidenten und drei Mitglieder des Bombayer Nationalisten- Kongresses sowie vier Gandhi freiwillige wegen Boykotts des englischen Salzmonopols verhaftet. Die neuseeländische Regierung hat den nächsten Sonntag zum Nationaltrauertag für die Opfer des Erdbebens erklärt. Der Polizeipräsident Grzesinski hat, dem„ Berl. Lok.- Anz." zufolge, jede Propaganda für die bevorstehenden Wahlen zur Allgemeinen Studentenschaft verboten. Die Regierung Südafrikas hat beschlossen, im Hinblick auf ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 7. Februar 1931 den Preissturz landwirtschaftlicher Erzeugnisse den Landwirten größere Kredite einzuräumen. Ganz Indien ist durch den Tod Pandit Motilat Nehrus, des früheren Kongreßpräsidenten, in tiefe Trauer versetzt. Die Schulen, Geschäfte und Bureaus wurden zum Zeichen der Trauer in den meisten Städten geschlossen. In einem Gebäude der Reichsbahndirektion in Berlin wurde am Freitagmittag von einem Mann namens Freese ein Anschlag verübt. Er drang in das Zimmer des Reichsbahndirektors Zander ein und gab mehrere Schüsse ab, die den Beamten schwer veriegten. Der Täter tötete sich dann selbst durch einen Kopfschuß. In Paris fand die Wahl der Schönheitstönigin von Europa unter den Schönheitsköniginnen der verschiedenen europäischen Länder statt. Die Wahl fiel auf ,, Miß France". Ein schweres Erdbeben suchte gestern die Insel Zakynthos ( Zante) heim. Das Erdbeben hat großen Sachschaden angerichtet, jedoch keine Todesopfer gefordert. Abstimmung über die Mißtrauensanträge. erst Sonnabend. Der Aeltestenrat des Reichstages hat, wie aus Berlin gemeldet wird, beschlossen, die Abstimmungen über die zum Haushalt des Reichskanzlers vorliegenden Anträge, den nationalsozialistischen Antrag auf Auflösung des Reichstages und die von den radikalen Flügelparteien eingebrachten Mißtrauensanträge, erst zu Beginn der Sonnabend- Sizung vorzunehmen, die bereits um 12 Uhr beginnen soll. Ferner ist für die Sonnabend- Sitzung die Beratung der Anträge zur Reform der Geschäftsordnung vorgesehen. Die außenpolitische Aussprache im Reichstag wird da= her möglicherweise schon in der Montagssitzung beginnen. Die Nationalsozialisten haben inzwischen den bereits im Auswärti= gen Ausschuß eingebrachten Antrag auf Vorbereitung des Austritts aus dem Völkerbund jetzt auch im Reichstag eingebracht. Ferner ersucht die Landvolkfraktion in einem Antrag die Regierung, beim Völkerbundsrat die sofortige Revision des Deutsch land auferlegten Abrüstungsplans mit der Begründung zu fordern, daß Artikel 8 der Völkerbundsjagung ausdrücklich bestimmt, daß Pläne für die Abrüstung mindestens alle zehn Jahre neu zu prüfen und, soweit erforderlich, zu ändern sind. Seit dem im Versailler Vertrag für Deutschland festgelegten Rüstungsplan seien jedoch bereits mehr als zehn Jahre verflossen. Die Einbürgerungen vor dem Reichsrat. Der Reichsrat beschäftigte sich am Donnerstag mit einer weiteren Liste von Einbürgerungsanträgen. Der Ausschußberichterstatter teilte mit, daß nur die thüringische Regierung gegen eine Reihe solcher Anträge Einwendungen erhoben habe mit der Begründung, daß durch die Einbürgerung dieser Fremdrassigen das Wohl des Reiches gefährdet werde. 362 dieser Anträge betreffen Preußen, 21 Fälle Mecklenburg- Strelitz, ferner Hessen, Anhalt und Bremen. Die Mehrheit der Ausschüsse sprach sich gegen eine summarische Behandlung aus. sicht auf die große Gefahr für das Deutschtum schien der Mehrheit ein strengerer Standpunkt als bisher geboten, zumal bei der bisher erforderlichen Mindestaufenthaltsdauer von nur zehn Jahren die Frist für diejenigen abläuft, die über die damals noch ungeschützten Grenzen nach Deutschland unkontrolliert hereingeflüchtet sind. Mit RüdDie Mehrheit beschloß daher, eine Mindestaufenthaltsdauer von 25 Jahren festzusehen. Die grundsätzliche Frage der Einbürgerungspolitik überhaupt bleibt offen. Sie wurde einer Vereinbarung der Länder vorbehalten. Die Verhaftungen in der Pfalz. München. Zu den Aussehen erregenden Verhaftungen von Separatisten in der Pfalz erfahren wir, daß die polizeilichen Er mittelungen ergaben, daß die Verhafteten in Verbindung mit amtlichen französischen Stellen das alte Ziel Frankreichs, einer Loslösung des Rheinlandes und der Pfalz vom Reich, weiter betrieben haben. Zur Frage der Staatskommissare. Bei Beratung des Gesetzes zur Sicherung der Haushaltsführung der Gemeinden hat die Deutsche Volkspartei in Hessen im Landtag gefordert, daß die zu ernennenden Staatskommissare verpflichtet wären, vor jeder Einnahme- Erhöhung alle nicht unbedingt notwendigen Ausgaben der Gemeinden zu streichen. Wenn auch die von der Deutschen Volkspartei vorgeschlagene Formulierung abgelehnt wurde, so ist die Regierung der Auffassung der D.V.P. grundsätzlich beigetreten. Die Tätigkeit einzelner inzwischen ernannter Staatskommissare, die Einnahmen defretierten, ohne Ausgaben zu streichen, ja ohne überhaupt Zeit zur Prüfung des Haushalts der Gemeinde gehabt zu haben, ent= spricht weder den gesetzlichen Bestimmungen noch den früheren Zusagen der Regierung. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 11 Lebensmitteleinfuhr: 3 Milliarden Reichsmart. Das deutsche Volk hat im Jahre 1930 schon weniger für den Einkauf ausländischer Lebens- und Genußmittel ausgegeben, als 1929: 3 Milliarden RM. gegenüber 38 Milliarden RM. Zieht man davon ab, was Deutschland seinerseits an Waren dieser Art ans Ausland geliefert hat, so ergeben sich reine Einfuhrüberschüsse in Höhe von 2,5 bezw. 3,1 Milliarden RM. Diese großen Beträge, umgelegt auf die gesamte Einwohnerzahl Deutschlands, bedeuten: jeder Deutsche kaufte 1930 für 39 RM., 1929 hingegen für 49 RM., ausländische Lebens- und Genußmittel. Nun bietet allerdings der Vergleich dieser beiden Ziffern noch fein eindeutiges Bild. Der Rückgang der Einfuhrwerte ist nämlich zu einem wesentlichen Teil eine Folge der Preissenkung auf den internationalen Märkten. Schaltet man, rein rech= nerisch diese Verbilligungen aus, dann ergibt sich nur ein Rückgang des Lebensmittelimports gegenüber dem Jahre 1929 in Höhe von 8,6 Prozent. In dieser Abnahme wirkt sich neben agrarpolitischen Maßnahmen auch die gesunkene Massenkaufkraft im Inlande aus. * 2½ Milliarden RM. Einfuhrüberschuß im Außenhandel mit Lebensmitteln, das ist für das verarmte, reparationsbelastete Deutschland eine gewaltige Summe. Zwar sind Zufuhren an Nahrungsmitteln heute noch im Interesse der ausreichenden Versorgung des Volkes unvermeidlich. Umfang und Zusammensetzung dieses Einfuhrüberschusses geben jedoch, in Anbetracht der schwierigen Lage unserer, von der Krise hart betroffenen Volkswirtschaft, zu denken. Besonders ins Gewicht fallen in diesem Milliardenposten die Erzeugnisse des Gartenbaus und der Viehwirtschaft, von Produktionszweigen also, die bei uns oft sehr große Mühe haben, ihre Produkte unterzubringen. Eine Uebersicht über einige wichtige Einfuhrposten mag das veranschaulichen: Einfuhrüberschüsse ( Einfuhr abzüglich Ausfuhr) in Millionen RM. 1929 1930 Gemüse und Obst 342 305 Südfrüchte 243 254 Fleisch, Speck, Würste Milch, Butter, Käse Eier 150 111 570 465 280 228 Diese Warengruppen umfassen 1929 sowohl wie 1930 die Hälfte der Gesamteinfuhr an Lebens- und Genußmitteln. Abgesehen von den Südfrüchen- Genußfrüchten handelt es sich hier im wesentlichen um Produkte, die zum gleichen Preise und in gleicher Güte auch im Inland in ausreichender Menge erzeugt werden könnten. Hinter diesen nüchternen Einfuhrziffern verbirgt sich also ein Problem von größter Tragweite. Es gilt, die Arbeiten landwirtschaftlicher ,, Standardisierung" in beschleunigtem Tempo weiterzuführen. Es gilt, durch Hebung der Qualität und durch Erzeugung von Markenartikeln( Markenbutter, Markenkäse, deutsches Frischei usw.) den Inlandsmarkt für die Produkte heimischer Landwirtschaft wiederzuerobern. Zum Gelingen dieses Werkes wird auch die deutsche Verbrau cherschaft beizutragen haben. Ihre Aufgabe wird es sein, den heimischen Markenprodukten mehr Bedeutung zu schenken als bisher und sich bei der Wahl zwischen fremden und deutschen Erzeugnissen für das heimische Produkt zu scheiden. Gießener Studentenschaft und Finanzausschuß. entDarmstadt, 6. Febr. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtages setzte heute seine Beratungen bei Kapitel 62 a( gewerb= liche und kaufmännische Unterrichtsanstalten) fort. In der Abstimmung wird der Antrag des Landbundes auf Entstaatlichung des gewerblichen Schulwesens mit 9: 3 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt. Ein Antrag der Sozialdemokraten, für Büdingen auch künftig Zuschüsse zu gewähren und die bisherige Ausbildung an der Gewerbeschule zu ermöglichen, wird angenommen. Ein weiterer sozialdemokratischer Antrag, in dem die Regierung ersucht wird, bis zum Jahe 1932 zu prüfen und Vorlage zu machen, wie das Gewerbeschulwesen vereinfacht und mit dem gewerblichen Berufsschulwesen organisch verbunden werden könne, wird angenommen. Das Kapitel selbst wird gegen zwei Stimmen angenommen. Vor Eintritt in die Beratung des Kapitels 67 und 68( Landesuniversität und Technische Hochschule) wird auf Antrag der Sozialdemokraten beschlossen, den demokratischen Antrag zu behandeln, in dem die Regierung ersucht wird, den Studentenausschuß an der Universität Gießen aufzulösen.. Im Anschluß an einen Erlaß des Kultusministeriums wegen Die DV.P. fragt daher an: Ist der Herr Minister des In- Einführung eines ,, numerus clausus" für Philosophie hatte die nern bereit, die Staatskommissare anzuweisen, 1. die dem Gesetz widersprechenden bereits erlassenen Anordnungen zurückzunehmen, 2. ihre Tätigkeit in Zukunft streng im Rahmen des Gesetzes auszuüben? Universität Gießen mit 20: 2 Stimmen einen nationalsozialistischen Antrag der nationalsozialistischen Gruppe Asta angenommen:„ Die Studentenschaft der Universität Gießen lehnt den ,, numerus clausus"-Erlaß für Philosophie des hessischen Kultusministeriums ab, da, abgesehen von sozialen Ungerechtigkeiten Samstag, den 7. Februar 1931. durch ein falsches System der Auslese, dem deutschen Volk viel wertvolle Kräfte entzogen würden. Die Studentenschaft der Universität Gießen fordert dagegen, angesichts der Ueberfüllung der akademischen Berufe und der Zurückdrängung des deutschen Volkstums zugunsten des Judentums an sämtlichen deutschen Hochschulen, die Einführung des ,, numerus clausus" für Studierende der jüdischen Rasse." Der Beschluß der Gießener Asta wurde verworfen. Der Kultusminister stellt mit Genugtuung die Mißbilligung und Ablehnung der Gießener Vorgänge durch den Ausschuß fest. Auch die Regierung müsse erklären, daß die zutage getretenen Bestrebungen nicht geduldet werden können. Die Regierung habe das ernste Bestreben, die Selbstverwaltung zu pflegen und zu erhalten. Es müsse untersucht werden, ob die Selbstverwaltung noch aufrecht erhalten werden könne. Der zulässige Rahmen sei überschritten. Der Ausschuß faßte einstimmig folgenden Beschluß: Auf Grund eingehender Verhandlungen im Finanzausschuß hat sich die Regierung bereit erklärt, die Vorgänge im Gießener Asta weiter zu untersuchen und,' im Falle sich eine Ueberschreitung seiner Befugnisse ergibt, die gebotenen Maßnahmen zu ergreifen. Die Regierung wird nach Abschluß der Untersuchung dem Landtag berichten. Der Ausschuß erklärt damit den Antrag Reiber, der die Auflösung der Gießener Studentenschaft gefordert hat, für erledigt. Landtagsabgeordneter Haury †. Darmstadt. Die Deutsche Volkspartei in Hessen hat einen schweren Verlust erlitten: In der Nacht auf Donnerstag starb plötzlich an einem Herzschlag der Landtagsabgeordnete Zimmermeister Konrad Haury in Darmstadt. Mit ihm verliert die Partei wieder einen Kämpfer, der 18 Jahre lang in der Darmstädter Stadtverordneten- Versammlung und 7 Jahre im Hessischen Landtag war. Haury war auch Landesvorsitzender des Hessischen Hausbesitzerverbandes, Mitglied der Handwerkskammer, Obermeister der Zimmererinnung und stellte in vielen anderen Ehrenämtern seine Kraft zur Verfügung. ,, Gießener Zeitung" Attentat auf Mussolini vereitelt. Rom, 6. Februar. Der verhaftete Anarchist Schirro, bet dem man fertige Höllenmaschinen gefunden hat, hat nach Mitteilungen der römischen Polizei in der Nacht zum Freitag eingestanden, daß er ein Attentat auf den Diktator Mussolini plane. Der Täter kam aus Paris nach Rom. Hier ließ man Schirro zunächst einige Tage beobachten, um dadurch etwaige Helfers= helfer ausfindig zu machen. Inzwischen wurden verschiedene Verhaftungen vorgenommen, darunter diejenige eines Mannes, der vor einigen Tagen aus Mailand eintraf. Man entdeckte bei ihm antifaszistische Flugblätter. Der Ruhrtohlen- Absatz weiter rückgängig. Der Absatz des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats hat sich im Januar weiter verschlechtert. Er stellte sich nach den vorläufigen Ergebnissen auf arbeitstäglich 224 000 Tonnen, gegenüber 237 000 Tonnen im Vormonat und 260 000 Tonnen im Ja nuar 1930. Kommunistenüberfall auf ein Versammlungslokal der NSDAP. Am Mittwoch abend wurde von einem etwa 40 bis 50 Mann starken tommunistischen Trupp in Köln- Sülz das Wirtshaus ,, Euskirchener Hof" überfallen, in dem gerade eine nationalsozia= listische Versammlung stattfand. Die Kommunisten warfen Eisenstücke in die Fensterscheiben und gaben von der Straße aus scharfe Schüsse in das Lokal ab. Das sofort alarmierte Ueberfallkommando verhaftete drei Personen, von denen eine noch die Pistole in der Hand hielt. Zuchthaus für Lebensmittelschieber in Rußland. Massenverurteilungen wegen Lebensmittelspekulationen im Rätestaat. Frankreichs Goldjchak. Unter dem Titel„ Die Rohstoffkrise in der Welt" veröffentlicht Dr. J. W. Reichert im Februarheft der Deutschen Rundschau" einen be= deutsamen Aufsay, in dessen Schlußteil er den Zu= sammenhang zwischen Rohstoff- und Geldkrise einerseits und den Tributzahlungen Deutschlands an dererseits darstellt: Viel zu wenig ist bisher in der Welt beachtet worden, daß die Tribute, welche die Stärkung Frankreichs herbeiführen, nicht bloß ein Schwächung Deutschlands, sondern auch eine Schwächung anderer Länder zur Folge haben. Am deutlichsten tritt dies vielleicht bei England in Erscheinung. Die hohen Tribute erlauben Frankreich, riesige Goldbestände an sich zu bringen. In den Jahren 1929 und 1930 sind die Goldvorräte Frankreichs um nahezu 3,4 Milliarden Mark gestiegen. Dieser Betrag entspricht etwa der Welterzeugung an Gold im gleichen Zeitraum. Ja, Frankreich ist bereits vor langer Zeit soweit gekommen, daß es die Goldpolitik der Bank von England stört und durch fortwährende Wegnahme hoher Goldbeträge der englischen Wirtschaft großen Schaden zufügt. Moskau, 6. Februar. Das Gericht in Tagejewka in Südrußland verurteilte vier Beamte zu 6 Jahren Zuchthaus, drei zu 5½ Jahren Zuchthaus und die übrigen drei Beamten zu zwei Jahren Zuchthaus wegen der Spekulation mit Lebensmitteln. Das Gericht hat nur deshalb nicht auf Todesstrafe erkannt, weil die Verurteilten aus bäuerlichen und Arbeiterfamilien stammen und Mitglieder der Kommunistischen Partei waren. Wieder Erdstöße auf Neuseeland. In einer Zeit also, in der England und Deutschland sich um die Erhaltung ihres Goldbestandes große Mühe geben müssen, ist es Frankreich spielend leicht geworden, seinen Goldschatz auf eine Höhe zu bringen, die selbst den amerikanischen Goldbestand, auf den Kopf der Einwohner berechnet, überragt, von Frankreichs großen Schätzen an Devisen ganz zu schweigen. Audland( Neuseeland), 6. Februar. Weitere Erdstöße, die sich im Laufe des heutigen Vormittags ereigneten, haben den Meeresboden weiter gehoben. Der kleine Kreuzer ,, Veronica" liegt nunmehr troden. Die Räumung Napiers dauert fort. Sind wir ein sterbend Volk. Von J. Haußner, Worms. Lokales. Sonntagsgedanken. Nr. 11 3um heutigen Sonntag will ich eine sinnige Legende erzählen. Sie paẞt so recht in unsere Zeit, wo fast jeder ein Kreuz, schwerer oder leichter, zu tragen hat. Gamstag National auf die G ( i. V. 4) Trug 80 2 1. Vorige Semester Sift den Univ 3entgr den Gehe der Hiftor Gel fonnte der pathologije jeffor für Olt jeinen nicht nur dern ist a Tiermalere * Amts Dienjtitelle tenstraße, fchen Tief Mittwochs Vor uns steht ein großer, hagerer Mann, dessen furchige Gesichtszüge die Sprache von der Arbeit und von Sorge reden. Sein Auge ist trüb und matt. Sein ganzes Aussehen zeigt von verborgenen Leiden, von Tagen der Trübsal und von Zeiten der Not. Schon manchen erbitterten Kampf mag dieser Mann stumm und ohne Lärm geführt und bestanden haben. Da plötzlich bäumt sich sein Trotz auf gegen das Schicksal, das er hart und ungerecht nennt. Seine Hand ballt sich zur Faust und er droht damit dem anscheinend ungerechten Verteiler von Glüc und Unglück. Hinter den Kulissen dieses Schauplates lauert der böse Geist, während der gute den fluchenden Mann in eine große Halle führt, wo unzählige Kreuze stehen, groß und klein, leicht und schwer. Und er führt ihn durch die mächtigen Gäulenhallen an Hunderten und Tausenden von Kreuzen vorbei und immer wieder spricht er zu ihm: Wähle! Endlich hat er es gefunden das Kleinste. ,, Du hast gut gewählt," sprach sein Führer, denn es war dein Kreuz, das du schon immer ge= tragen hast." Und der hagere Mann nahm es wieder auf sich und ging beschämt, aber zufrieden von dannen. Der Sonntagsschreiber. Der Goldzufluß, der einseitig Amerika und Frankreich be= günstigt, ist die Folge der Nachkriegspolitik, insbesondere der Kriegsschuldenregelung und Tributbelastung. Auf der einen Seite werden Deutschland Jahr für Jahr ungefähr zwei Milliarden Goldmark abgezapft und ohne jede Gegenleistung den früheren Kriegsgegnern, in erster Linie den beiden genannten Ländern, zugeführt. Auf der andern Seite ergibt sich eine ungeheure Hortung von Goldbeträgen, für die von Frankreich feine wirtschaftliche Verwendung gesucht wird. Die riesigen Kapitalien bleiben dort unfruchtbar, während in einem Lande wie Deutschland viele fruchtbringende Wirtschaftsmöglichkeiten damit geweckt und genährt werden könnten. Motto:„ Das Wichtigste bedenkt man nie genug." Goethe. Nie ist einem Kranten gedient, wenn der Arzt nicht die zutreffende Diagnose stellt. Ein Volk ist sein eigener Arzt, fein anderer fann ihm helfen; es muß sich selbst helfen. Kennt es seine Krankheiten nicht, dann lann es sie auch nicht bekämpfen und muß verderben. Es ist daher sinnlos, an bestehenden Schäden vorbei zu gehen, sie zu verheimlichen aus Furcht vor der bedrückenden Wirkung. Einige wesentliche Symptome mögen hier genannt sein Die Sportrelordsucht Nach Lage der Dinge muß unter den großen Kapital- und Goldfehlleitungen der internationale Warenaustausch wie der Rohstoffverbrauch aufs empfindlichste leiden. Genug, die von der Tributpolitik diktierten Kapitalbewegungen und die damit verbundenen Goldverlagerungen vergrößern die weltwirtschaftlichen Spannungen, anstatt sie zu beseitigen. ist schon vielfach von Kennern der Völkergeschichte als ein untrügliches Zeichen des Niedergangs bezeichnet worden. Die Geschichte liefert hierzu allerdings Beweise. Oberflächlichen Betrachtern schien es eine Zeitlang möglich zu sein, durch eine Gegeneinfuhr von Auslandskapital die Wunden Deutschlands zu heilen, die diesem Lande von den Tributen Die von zahlreichen Ländern, namentlich geschlagen werden. * Diesmal nicht! Die offiziellen Karnevalfeiern werden in diesem Jahr manchen Einschränkungen unterliegen, einzelne werden ganz ausfal len, so bekanntlich der Rosenmontag in Köln. Es ist gesagt worden, daß der Vergnügungsbetrieb, der in Deutschland in den letzten Jahren etwas in Mode gekommen ist, uns außenpolitisch schädigt. Sollen die Beobachter der fremden Mächte am Aschermittwoch ihren Auftraggebern melden können, daß ,, man" in Deutschland wieder einmal in tausend Formen Mum= menschanz getrieben, gut gelebt habe und darum auch weiterhin zahlen könne? Sollten wieder die Arbeitslosen und Lebensmüden zusehen müssen, wie ein verschwindend kleiner Teil unseres Volkes keine andere Sorgen fennt als die Beschaffung eines aparten Fastnachtslostüms? Vielleicht sich selbst vorredend, es müsse Karneval sein wie immer, damit das Geld für die Hun gernden und Frierenden im Kasten flingt? Unwiederbringliche innere Werte, Vertrauen, Zusammengehörigkeitsgefühl, Heimatliebe drohen in einer wilden Lohe von Neid, Haß und Verneinung unterzugehen. Nichts, kein Wort soll gesagt werden gegen Recht und Notwendigkeit der Freude, auch des Schönen, des Festlichen, vieler Freude, wenn es sein kann, für unser vielgeprüftes Volt. Aber aufdringlicher Luxus und wilde Ausgelassenheit sind am Karneval 1931 man mag sagen, was man will in unserem Vaterlande nirgends am Plazze! von Amerika, geborgte Kauffraft Deutschands ist hier aber ebenso zusammengebrochen, wie die in Amerika durch Ausbau des Abzahlungssystems für Automobile und andere Bedarfs= gegenstände im größten Stile gepflegte Konsumfinanzierung. Deutschland kann nicht, wie in der Zeitspanne von 1924 bis 1930, immer wieder in gleichem Maße Kapitalbeträge in Höhe von zwei Dutzend Milliarden Goldmart hereinnehmen und hiermit seine Außenverpflichtungen abdecken und seine Kapitalnot mildern. Kurz, die Tributlasten Deutschlands stellen einen dauernd wirkenden Krisenfaktor von unberechenbarer Größe dar. Leibesübungen sind zweckmäßig, wenn sie nicht um ihrer selbst willen betrieben werden. Die Rekordsucht aber ist nicht Mittel zum Zweck, sondern Selbstzwed. Oft wird nicht einmal der immer wieder hervorgehobene Zweck, die Ertüchtigung des Leibes, erreicht, dagegen häufig eine Schädigung der Gesundheit durch Ueberanstrengung herbeigeführt. Weit schlimmer jedoch ist der Verlust an geistigen und seelischen Werten und die nicht selten wahrzunehmende Verrohung bei völliger, dämonischer Hingabe an den Sport. Die Sportrekordsucht wirkt also vernach= lässigend, ja zerstörend auf die besten und für ein Volt wertvollsten Eigenschaften des Menschen. Sie ist somit eine Krankheit, die zwar zu heilen ist, wenn die Führer sich von der Ueberzeugung durchdringen lassen, daß Sport niemals Selbstzwed, sondern nur Mittel zum 3wed jein darf. Ob wir dazu kommen? Die Bevölkerungsbewegung. Geburtenrückgang zu verzeichnen hat und dies ist beim deutschen Volk seit einigen Jahren in einem Ausmaß der Fall, wie - muß schließlich zahlenmäßig bei keinem zweiten Volk der Erde zurückgehen und es sich gefallen lassen, daß es von einem anderen was bei dem erwähnten Mangel Volk unterdrückt wird, Kraft und Willen, sich zu behaupten, nicht schwer fällt. an Im Geburtenrüdgang haben wir es mit einer Volkstrantheit zu tun, die nur teilweise und insoweit geheilt werden kann, als ihre Ursache wirtschaftlicher Art oder die Folge von Uebervölkerung ist. Der weit schlimmere, auf Erschlaffung zurückzuführende Teil aber ist kaum heilbar. Wir haben also in dem sich steigernden Geburtenrüdgang eine höchst bedenkliche Krankheitserscheinung zu erblicken, die allein schon zum Sterben eines Volkes führen kann. Die Geburtenziffer ist ein Maßstab für den sittlichen Stand eines Volkes und seine innere Kraft. Wohl wirken sich wirtschaftliche Verhältnisse in der Zahl der Geburten aus; man übersehe dabei aber nicht, daß die Ablehnung der Zeugung gerade in der Oberschicht auch in Zeiten wirtschaftlichen Hochstandes schon häufig anzutreffen war und sich nur mehr und mehr verallgemeinert hat, und daß von der Unterschicht heute noch mehr Kinder gezeugt werden. Es handelt sich hier also weniger um eine wirtschaftliche, als um eine zivilisatorische Frage. Es ist entweder innere Kraftlosigkeit, welche die Mög lichkeit der Ernährung von Kindern verneint, oder die Furcht vor der Preisgabe liebgewordener Lebensannehmlichkeiten und -Freuden. Ein Volk aber, das einen ständig sich mehrenden 1 Schnee! Jetzt gab es Schnee so einen hatten wir in diesem Jahre noch nicht. Der tam still und leis herab, die ganze Nacht ging dieses Schneien, und als der Morgen graute, lag so viel, daß es genug sein fonnie. Ein paar steuerlose Wirtshausgänger blieben gar bald stecken; etliche Schulknäblein fehrten weise um, bevor sie die verhaßte Penne zu Gesicht bekommen hatten- sie erzählten in der Heimat Räubermärchen von Schneegebirgen, unüberwindlichen Lawinenbahnen und von anderen gräßlichen Noturerscheinungen. Inzwischen aber fuhren Lastkraftwagen durch die Stadt, man machte einige Plätze und Straßenteile schneefrei. Dem Schnee aber war solches gleich: es schneite heiter weiter. Es ist daher falsch, dem Raummangel durch Verminderung der Geburten begegnen zu wollen. Ein Volk, dem der Raum fehlt, muß sich ihn schaffen und darf, wenn nicht anders möglich, jelbst vor gewaltsamer Expansion nicht zurückschreden, sonst stirbt es. Die Urbanisierung und die Agglomeration. Die Wahlen zur Asta. Die Wahlen zum Allgemeinen Studentenausschuß( Asta) hatten folgendes Ergebnis: Von 1357 abgegebenen Stimmen entfielen 745( i. V. 403), das sind 14 Sitze( i. V. 9), auf die Wir hätten hiernach allen Anlaß, den Zug vom Lande zur Stadt zu behindern, geben uns aber alle erdenkliche Mühe, um ihn zu fördern. Freitags u Stadtaffe * Schu werdenden Dormittags chen am D in der Sch Bor Dezember Roften be * Gen Das Poliz mag Dien 1899, die Beluftigun gen betreff pflichtig i Die Agglomeration, dieses Zusammenballen von Menschenmit der damit verbundenen massen auf beschränktem Raum Loslösung von Scholle und Natur, ist eine Folge der Urbanisierung. Das bißchen Unterricht in Naturgeschichte und Naturlehre reicht bei weitem nicht aus, die ausgleichend und harmonisierend wirkende Kenntnis der Natur und die Verbundenheit mit ihr für das ganze Leben zu schaffen. Das Wissen der Stadtmenschen ist ein unvollkommenes und einseitiges und daher häufig zu verderblichen Extremen neigendes. Was weiß oft der Stadtmensch von der Schönheit, den Wundern der Schöpfung, was weiß er von dem Schweiß, der geflossen ist und von dem Hoffen und Bangen, das Menschenbrust erfüllte, bis das der Erde an vertraute Samenforn zum Brot geworden, das er täglich ohne jegliche Ueberlegung und ohne jedes Gefühl der Dankbarkeit genießt. Nie ist er eingedrungen in das wunderbare große Gesetz vom Walten der Naturkräfte, nie hat er das in der Schule über die Natur Erlernte mit Vorteil praktisch angewendet. Er maßt sich aber mit seinem beschränkten Wissen, Können und Fühlen, mit seinem mangelhaften Verständnis das Privileg an, zum Erziehen, Lehren, ja zum Regieren Solche Erzieher wer den nicht die Waffen schmieden, die geeignet sind, den Kampi dieses Lebens erfolgreich zu bestehen; solche Lehrer werden nicht Menschen mit umfassendem Verständnis für alle Dinge dieser Erde und mit dem Willen zur guten Tat und zur Duldung schaffen, und solche Regierende werden Völker nicht so leiten, wie es das Gesamtwohl des Volkes erfordert. Vor wenigen Tagen brachte eine hiesige Zeitung die sehr pessimistischen Aeußerungen des Geheimrats Prof. Dr. Falke, Reitor der Universität Leipzig, über„ Die Landslucht, ihre Ur= sachen und Wirkung". Geheimrat Falte bezeichnet als die eigentliche Ursache der Landflucht die mangelhafte Rentabilität des Ackerbaues. Ich kann mir diesen Standpunkt nicht ganz zu eigen machen, denn es steht unbedingt fest, daß Landflucht in Deutschland schon seit 50 Jahren besteht, wenn auch nicht in dem Maße wie heute. Sie bestand also schon zur Zeit der Rentabilität der Landwirtschaft und es muß daher die ursprüngliche Ursache dieser Urbanisierung, dieses Zuges vom Lande zur Stadt, und zwar vom Osten nach dem Westen, wohl eine andere gewesen sein. Es ist die lodende Stadt", die Stadt mit ihren Palästen, jauberen Straßen, ihrer Kunst und ihrem Wissen, ihren geputzten Menschen und ihren reichen Gelegenheiten zur Befriedigung von Bedürfnissen mannigfachster Art, threm scheinbar viel bequemeren Leben, mit ihren Annehmlichkeiten und Genüssen. Städte sind aber nicht nur Stätten der Kunst, des Wissens und der Fortbildung, sondern auch der Sitz des Verbre= chens, des Lasters, der Verderbnis und der Degeneration. Flösse den Städten nicht immer wieder gesundes Blut vom Lande zu, sie wären längst verkommen. Die Verderbnis in den Städten bleibt leider nicht lokalisiert, sie strahlt aus infolge der heute lebhaften Verbindungen zwischen Stadt und Land, sie frißt weiter wie ein Krebsgeschwulst, treibt ihr Zerstörungswerk auch auf dem Lande und erfaßt schließlich ein ganzes Volk Beispiel: Geschlechtstrankheiten, Vergnügungssucht, Geburtenrüdgang auch auf dem Lande usw. neues, Wir kennen die Wohnungs- und Sittennot in den Städten, wir kennen die Verdrehtheit der Weltanschauung und die soziale Einstellung vieler Stadtbewohner und wir begreifen in Betrach tung dieser Erscheinungen wohl das, was Prof. Dr. Rudolf Eberstadt einmal sagte, daß alle Kulturstaaten der Vergangen heit an ihren großen Städten zugrunde gegangen seien. Ist der Klasenhaz mit all seinen oft unerklärlich grotesken Aeußerun gen nicht gleich den Phantastereien eines Fieberkranken? Landflucht und VerUrbanisierung und Agglomeration städterung sind eine bösartige Krankheit, die nach Proj Eberstadt immer tödlichen Ausgang hatte. Kann sie geheilt werden? Wieviele Stadtbewohner streben nach dem Lande zurüd? Hat man keinen Erwerb, nun, dann gibt es ja eine Unterstützung, und ist sie auch nicht groß, so kann man doch mit allerlei möglichen Ausbesserungen schimpfend und frakcelend zur Not damit durchkommen, ohne arbeiten zu müssen. Und damit komme ich zu den Auswirkungen der sozialen Fürsorge. d. h. förm einigungen Studenten ten, dann als öffent anweisung feitgestellt Verbindun abgehalten Stempel be Polizeiam mert auf stellten Zu Erb Feieraber fich die den Wirt zur Veria Genehmig bei dem P der hierfü entrichtet folgt auße nen Urtu Nr. 35, V * Kra Gießenbruar, ab Fahrt ab Sie fo allen Bele die Wohli Don den m gemeindlic ganz felbi jorgeeinric Schaden Gdon mu Ein in größter Herzen an Scham un förper. Gittlic nimmt, al Lage ist, und tut es nad jeine Bienentor allen Stä Berjonen man nicht Die G eine Min eine Meb ajozialen den Bolt Gefur behaupten ist trant. Willen zu will. Ma Kreifen de Die Zeritor Opferirend Mitmeniche falls beden heute reich Wie m find, bem Idylags, ci Don Der Gdhaifung wären, ab Die j . en. Nr. 11 ine finnige Legende t , wo jajt jeder ein kre Samstag, den 7. Februar 1931. Nationalsozialisten; 461( i. V. 520), das sind 8( i. V. 12) Sitze, 136( i. V. 168), das sind 3 auf die Großdeutsche Liste und ( i. V. 4) Size, auf die Republikaner. Die Wahlbeteiligung betrug 80 Prozent gegenüber 60,40 Prozent im Vorjahre. Zum 1. Vorsitzenden der Gießener Studentenschaft für das SommerSemester wurde Student Fritz aus Wetzlar gewählt. * * Historische Kommission. Die hessische Staatsregierung hat den Universitätsprofessor Dr. Mayer- Gießen, Oberkirchenrat 3entgraf Mainz, Regierungsrat Schäfer- Darmstadt und den Geheimen Justizrat Roem held- Nidda zu Mitgliedern der Historischen Kommission für den Volksstaat Hessen ernannt. r Mann, dessen furdhig it und von Gorge reben anzes Aussehen zeigt Don Trübsal und von Zeilen ampf mag dieser Man standen haben. Da plo ms Schidial, das er hon llt sich zur Fauft und chten Verteiler von Gfüt es Schauplatzes lauert de nden Mann in eine gro en, groß und flein, leid e mächtigen Säulenhallen euzen vorbei und imme Endlich hat er es gefunden ut gewählt," sprach jein das du schon immer ge e Mann nahm es wieder Den von dannen. Der Sonntagsschreiber. t! den in diesem Jahr man elne werden ganz ausfal in Köln. Es ist gejagt , der in Deutschland in gefommen ist, uns außer hter der fremden Mäd ern melden können, dej n tausend Formen Mum nd darum auch weiterhin Irbeitslosen und Lebens indend kleiner Teil unje als die Beschaffung eines sich selbst vorredend, s t das Geld für die Hun flingt? Unwiederbring ammengehörigkeitsgefühl Lohe von Neid, Haß und tein Wort soll gejagt feit der Freude, auch des e, wenn es fein fann, jür nglicher Lupus und wilde 931- man mag jagen, de nirgends am Blake! hatten wir in diesem sherab, die ganze Nacht Orgen graute, lag jo viel, euerloje Wirtshausgänger näblein fehrten weise um. befommen hatten- fie hen von Schneegebirgen, von anderen gräßlichen fuhren Lastkraftwagen Plätze und Straßenteile gleich: es schneite heiter Asta. Studentenausschuß( Afta) 357 abgegebenen Stimmer Size( i. V. 9), auf die , den Zug vom Lande alle erdenkliche Mühe, an mmenballen von Menj t der damit verbunden t eine Folge der Urbani turgeschichte und Naturleh leichend und harmonifieren die Verbundenheit mit Das Wissen der Stadtme cinjeitiges und daher här 5. Was weiß oft der Sta ndern der Schöpfung, en ist und von dem Hoff üllte, bis das der Erde worden, das er täglich Gefühl der Dankbarteit Das wunderbare große G hat er das in der E I praktisch angewendet en Wissen, Können und erständnis das Privileg ieren Goldje Erzieher ie geeignet sind, den Kam ; solche Lehrer werden ni dnis für alle Dinge di den Tat und zur Duld erden Völker nicht jo leit erfordert. and Sittennot in den Städ Beltanschauung und die fo Das, was Prof. Dr. Ru Kulturstaaten der Vergange runde gegangen jeien. und wir begreifen in Bett rtlärlich grotesten Neußen n eines Fiebertranten? tion Landflucht und Krankheit, die nach ng hatte. Kann fie geb er streben nach dem L Tb, nun, dann gibt es ja it groß, jo tann man dob schimpfend und fratcelend beiten zu müssen. Auswirkungen der Fürforge, * Geheimrat Prof. Dr. Olt 65 Jahre alt. Dieser Tage fonnte der Geheime Medizinalrat, der Direktor des Veterinärpathologisch- anatomischen Instituts der Universität und o. Professor für Pathologische Anatomie Dr. phil. et med. vet. Adam Olt seinen 65. Geburtstag begehen. Geheimrat Olt erfreut sich nicht nur eines hervorragenden Rufes als Wissenschaftler, sondern ist auch eine in den deutschen Jägerkreisen durch seine Tiermalerei bekannte und geschätzte Persönlichkeit. * Amtstage bei der Stadt. Für das Publikum sind die Dienststellen im Stadthaus in der Bergstraße und in der Gartenstraße, bei dem städtischen Hochbauamt und bei dem städtischen Tiefbauamt Montags und Dienstags von 8 bis 12 Uhr, Mittwochs von 8 bis 12 Uhr und von 4 bis 6 Uhr, Donnerstags, Freitags und Samstags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Für die Stadlasse verbleibt es bei den bisherigen Kassenstunden. * Schul- Anmeldungen. Die Anmeldung der schulpflichtig werdenden Kinder hat für Knaben am Montag, dem 9. Februar, vormittags 9 bis 11 Uhr, in der Pestalozzischule und für Mäd chen am Dienstag, dem 10. Februar, vormittags 9 bis 11 Uhr, in der Schillerschule zu erfolgen. * Bom Elektrizitätswert. Stromgelder für den Monat Dezember 1930 tönnen noch bis zum 15. Februar ds. Js. ohne Kosten bezahlt werden. * Genehmigung zur Veranstaltung von Tanzbelustigungen. Das Polizeiamt hat Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß ge= mäß Dienstanweisung zu der Verordnung vom 19. Dezember 1899, die Stempelabgaben von öffentlichen Darstellungen und Belustigungen, musikalische Produktionen und Tanzbelustigungen betreffend, die Abhaltung von öffentlichen Tänzen stempelpflichtig ist. Auch wenn sogenannte geschlossene Gesellschaften, d. H. förmliche für die Dauer gegründete gesellschaftliche Vereinigungen, wozu insbesondere auch die eigene Häuser besitzenden Studenten- Verbindungen gehören, Tanzbelustigungen veranstal ten, dann gelten diese, sobald sie bei bezahlter Musik stattfinden, als öffentliche Tänze und sind ebenfalls gemäß obiger Dienstanweisung stempelpflichtig. In letzter Zeit wurde wiederholt festgestellt, daß von Vereinen, insbesondere auch von StudentenVerbindungen, Tanzbelustigungen, die stempelpflichtig waren, abgehalten wurden, ohne vorher den hierfür fälligen Urkundenstempel bei dem Polizeiamt, Zimmer 40, gelöst zu haben. Das Polizeiamt hat seine Beamten angewiesen, ein scharfes Augenmerk auf derartige Veranstaltungen zu richten und bei festge= stellten Zuwiderhandlungen Anzeige zu erheben. * Erhebung des Urkundenstempels für Verlängerung der Feierabendstunde. Das Polizeiamt teilt folgendes mit: Es hat sich die Notwendigkeit ergeben, darauf hinzuweisen, daß die von den Wirten, Vereinen und Gesellschaften zu stellenden Anträge zur Verlängerung der Feierabendstunde nur dann Aussicht auf Genehmigung haben, wenn sie spätestens bis 18 Uhr nachmittags bei dem Polizeiamt, Zimmer 40, oder dessen Bezirke gestellt und der hierfür vorgesehene Urkundenstempel in Höhe von 12 RM. entrichtet worden ist. Bei festgestellter Zuwiderhandlung erfolgt außer Anzeigeerhebung auch Nacherhebung des hinterzoge= nen Urkundenstempels gemäß hessischen Urkundenstempeltarifs Nr. 35, V., Pos. 11, in Höhe von 12 RM. * Kraftpost. Bei den Kraftpostlinien Gießen- Krosdorf und Gießen Wißmar- Krosdorf treten vom Sonntag, dem 8. Februar, ab folgende Fahrplanänderungen ein: Die werktägliche Fahrt ab Krosdorf 5.55 Uhr und die tägliche Fahrt ab Krofdorf Sie soll eine Wohltätigkeit sein. Wird sie als solche von allen Beteiligten noch gewertet? Fragen wir die Krankenkassen, die Wohlfahrts- und Arbeitsämter. Die Antwort lautet: Nein, von den meisten nicht. Die meisten betrachten die staatliche und gemeindliche Fürsorge als etwas, wofür Staat und Gemeinde ganz selbstverständlich zu sorgen haben. Häufig werden Fürforgeeinrichtungen sogar gröblich mißbraucht, und zwar zum Schaden und Nachteil der Mißbraucher und ihrer Mitmenschen. Schon muß das Reich an Verminderung der Leistungen denken. Ein Mensch von guten Sitten nimmt die Unterstützung nur in größter Not, mit dem Gefühl der Scham und mit dankbarem Herzen an. Die amtliche Fürsorge ertötet dieses Gefühl der Scham und der Dankbarkeit, sie züchtet Parasiten am Staatsförper. Gittlich handelt der, der nicht mehr für sich in Anspruch nimmt, als ihm fraft seiner Leistungen zukommt. Wer in der Lage ist, sich und die Seinen mit eigener Kraft durchzubringen und tut es nicht, wer mehr für sich in Anspruch nimmt, als ihm nady seiner persönlichen Leistung zukommt, ist eine Drohne im Bienenforb. Solche Drohnen gibt es heute in Masse und in allen Ständen. Wie oft schon habe ich auch von hochgestellten Personen das widerliche Wort vernommen:..Dem Staat darf man nichts schenken". Die Enthebung von der Sorge um sich selbst hat aber auch eine Minderung des Willens zur Selbstbehauptung, dagegen eine Mehrung des Materialismus und eine Förderung der asozialen Einstellung im Gefolge, alles üble Erscheinungen, eine den Volkskörper schädigende Krankheit. Gesund ist der, der die Kraft und den Willen hat, sich zu behaupten. Ein Volk mit Mangel an Kampfeswillen ist trank. Ohne friegerisch gesinnt zu sein, muß ein Volk den Willen zur Selbstbehauptung haben, wenn es nicht verderben will. Mangel an Kampfeswillen können wir heute in weiten Kreisen des deutschen Volkes beobachten. Materialismus und Kapitalismus, die Zerstörer der Zufriedenheit und des Bürgerfriedens, der Opferfreudigkeit und des Gefühls der Verantwortung für seinen Mitmenschen, die Förderer der asozialen Einstellung, sind gleichalls bedenkliche Volkskrankheiten, die am deutschen Volkskörper cute reichlich wahrzunehmen sind. Wie weit diese Dinge in deutschen Landen bereits gediehen ind, beweist die Behandlung des fürzlich eingebrachten Vorchlags, ein Notopfer zu leisten Es gibt wohl nicht viele, die Don der Notwendigkeit eines solchen besonderen Opfers zur Schaffung erträglicher Verhältnisse im Reichshaushalt überzeugt wären, aber feiner will es bringen. Die starle Anhäufung von Geld und Gut an wenigen Stel,, Gießener Zeitung" 7.00 Uhr werden aufgehoben. Neu eingerichtet wird eine werktägliche Fahrt ab Krofdorf 6.15 Uhr, die am Bahnhof Gießen um 6.31 Uhr ankommt. Die bisherige Werktagsfahrt ab Gießen= Bhf. 6.20 Uhr verkehrt fünftig 20 Minuten später. Die beiden Fahrten ab Gießen- Bhf. 12.30 Uhr nach Launsbach- Wißmar und von Gießen- Bhf. nach Krosdorf werden an den Werktagen außer Samstags zu einer Rundfahrt Gießen- LaunsbachWißmar- Krofdorf- Gießen zusammengelegt. Die bisherige Kraftpost ab Krofdorf 12.55 Uhr nach Gießen fährt fünftig erst um 13.10 Uhr ab. * Fundsachen im Monat Januar 1931. Das Verzeichnis über die im Monat Januar 1931 gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philipps- Platz 1, eingesehen werden. Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. Die * Ausstellung. Im Liebig- Museum ist von Sonntag, dem 22. Februar, die Sammlung des Herrn Geheimrats Sommer ,, Ueber den Thüringer Rennsteig und den großen Hörselberg mit Venus und Tannhäuserhöhle"( zur Topographie, Gerologie und Kulturgeschichte) zu sehen. * Reichsturzschriftgesellschaft e. V. Vereinsabend am Sams= tag, dem 7. Februar, abends 8.30 Uhr, in der Stadt Lich", verbunden mit der Ausgabe der Ehrenurkunden vom Groß- Lindener Wettschreiben und vom Vereinswettschreiben. * Dentmalseinweihung des 1. Nass. Inf. Regt. Nr. 87, sowie der Ersatz- und Kriegsformationen Res- Regt. 87, Landw. Regt. 87, Inf. Regt. 186, 223, 253, 349, 365, 468. Das Denkmal tommt nach Mainz auf den Windmühlenberg. Die Einweihung und Wiedersehensfeier findet am 9. und 10. Mai 1931 dort statt. Kameraden! meldet Euch schon jetzt bei Kamerad Eduard Feldmann, Frankfurt a. M., Rat- Beilstr. 15, an. Aus Nah und Fern. Londorf. Der Gemeinderat beschloß in seiner letzten Sitzung die Einführung der Biersteuer. Tagungen von Dorftirchenvorstehern in Oberhessen. In Stockheim in Oberhessen finden am 29. Februar, in Echzell am 23. Februar, in Nieder- Wöllstadt am 9. März Tagungen von Dorstirchenvorstehern statt. Predigen wird Prälat D. Dr. Diehl oder Oberkirchenrat D. Wagner. Den Vortrag wird jedesmal Professor Lic. Gerstenmaier- Friedberg halten über: ,, Dorf und Bibel". Eine Stadt, die verzichten kann. Alle Vereine der Stadt Homberg in Oberhessen haben in einer gemeinsamen Versammlung der Vereinsvorstände beschlos= sen, von jetzt ab bis Ostern auf alle festlichen Veranstaltungen im Hinblick auf die schwere Wirtschaftsnot zu verzichten. Schotten. Zur Beratung über die Durchführung der Winterhilfe im Kreise Schotten hatten sich die Vertreter der vier Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege eingefunden. Die Innere Mission, das Rote Kreuz, der Caritas- Verband und die jüdische Wohlfahrtspflege, die beschlossen, unverzüglich die Orga nisation und Durchführung der Winterhilfe in Angriff zu nehmen und demnächst an die Kreisbevölkerung mit einem Aufruf heranzutreten. Asta- Wahlen in Darmstadt. Darmstadt. Bei den am Donnerstag stattgefundenen AstaWahlen erhielten Freie Studenten 6( 10), Studenten am Pädagogischen Institut Mainz 2( 0), Arbeitsgemeinschaft( d. i. ein Teil der Korporationen) 11( 22), Freiheitliche Studenten 3( 0), Nationalsozialisten 18( 7). Von 2823 Wahlberechtigten haben 2204( 78 Prozent) von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Zu den Weglarer Verfehlungen. Weglar. Vor dem Weglarer Einzelrichter wurde am Donnerstag ein Beleidigungsprozeß verhandelt, der auch auf die len wirkt verderblich. Geld ist eine Macht, die aber häufig, man tann fast sagen in der Regel nicht im Dienste des Guten, sondern vielmehr im Dienste der Macht-, Herrsch- und Genußsucht steht. Dagegen strömt vom in bescheidenen Grenzen gehal tenen Bejiz Segen für ein Volt in reichem Maße aus. Mäßiger Besiz macht zufrieden, duldsam, glücklich, bodenständig, sparsam, haushälterisd, erfordert Heimat- und Vaterlandsliebe, Ordnungs- und Schönheitssinn. August Bebel sagte einmal:„ Es muß dahin kommen, daß jeder Arbeiter am Sonntag sein Huhn im Topje hat". Ich gehe weiter und sage:„ Es müßte dahin kommen, daß auch jeder deutsche Arbeiter sein eigen Heim auf eigener Scholle, wenn auch in noch so beschränktem Ausmaß. hat Die heim- und halmlose Masse ist ein Unglück, eine Gefahr für ein Volt, die bei unserer wirtschaftlichen Entwidlung wohl faum behoben werden kann. Der Parlamentarismus ist eine fortschrittliche Einrichtung. Er darf wohl auch als die Auswirkung einer natürlichen Entwicklung bezeichnet werden. Wie jeder einzelne Mensch nach Freiheit und Selbstbestimmung strebt, so streben auch ganze Völker nach Souveränität. Aber Selbstbestimmung sollte nur der genießen dürfen, der sie ohne Schaden für seinen Mitmenschen zu gebrauchen versteht und das Recht, ein Volksvertreter zu sein, hat nur der, dessen Wirken und Streben im Dienste des Volksganzen steht. Wie sieht nun unser Parlamentarismus, wie sehen unsere Parlamentarier aus? Ach, die oft end- und zwecklosen Verhandlungen, die unwürdigen Radauszenen in den Parlamenten und Ausschüssen, in Stadt- und Gemeinderäten, das widerliche Gefeilsche um die Wahrung von Sonderinteressen, die charakterlose Unterwerjung unter die Parteidisziplin, die Zahl der Parteien und die Parteihezze, sie geben hiervon beredtes Zeugnis. Die vom Volk Gewählten sind häufig nicht Volts-, sondern Interessenvertreter, Vertreter der Interessen von Parteien, Organi jationen, Gruppen und Grüppchen und nicht zuletzt der eigenen Interessen. Sie stehen im Dienste nicht des Volkes, sondern einer Organisation, deren Sonderwünsche sie zu vertreten und zu versechten haben, und wehe ihnen, wenn sie davon abweichen. Krasseste, zerstörend und schädigend wirkende Jchsucht, trassester Mangel an Gemeinsinn allerwegen. Das deutsche Volk ist noch weit davon entfernt, reif zu sein zur Souveränität. Der miẞbrauchte Parlamentarismus aber ist allemal ein schwerer Schaden für ein Volk. Aehnlich verhält es sich mit dem Partitularismus. Jeder vernünftige Deutsche weiß, daß uns in unseren finanziellen und politischen Nöten Einheit und Einigkeit, einheitliche sparsame Verwaltung bitter nötig wäre. Und doch bestehen in Deutschland heute noch 17 Staaten und Stätchen( einschließlich Nr. 11 Verfehlungen bei der Stadtverwaltung ein bezeichnendes Licht wirft. Wie Dr. Leitz vor dem Gericht angab, hat eine städtische Untersuchungskommission jetzt bei Ueberprüfung nur einiger Jahre festgestellt, daß in diesem Zeitraum allein 62 000 Mark von Dr. Kühn veruntreut und für eigene Zwede verbraucht wor= den sind. Das Material ist noch längst nicht gesichtet und die veruntreute Summe dürfte sich aller Voraussicht nach noch erheblich erhöhen. Von Interesse ist noch, daß das Verfahren wegen der Verfehlungen bei der Wetzlarer Stadtverwaltung Ende Mai zur Durchführung gelangen wird. Rodelnde Kinder vom Auto überfahren. Haiger. Auf einer von Schulkindern angelegten Rodelbahn in der Ortschaft Wiederstein, die in eine verkehrsreiche Straßenfreuzung mündet, juhr ein mit vier Kindern besetzter Schlitten in einen Personenkraftwagen. Hierbei wurde der achtjährige Sohn des Arbeiters Artur Schmidt aus Wiederstein überfahren und auf der Stelle getötet. Zwei weitere Kinder erlitten leichte Verlegungen, während das vierte Kind sich durch Abspringen rettete. Die polizeilichen Ermittlungen haben ergeben, daß den Autofahrer keine Schuld trifft. Marburg. Die Stadtverordneten genehmigten in ihrer letzten Sitzung die Aufnahme einer Anleihe von 93 000 Mark zur Erneuerung der Wasserkraftanlage des Städtischen Elektrizitätswertes am Rudolphsplay. Frankfurt a. M. Die Brüde von Fechenheim nach Offenbach wird aus sicherheitspolizeilichen Gründen für Fahrzeuge über neun Tonnen Gesamtgewicht bis auf weiteres gesperrt. Frankfurt a. M. Der Höchster Pfandhausbesitzer Dillmann wurde wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu der gesetzlichen Mindeststrafe von einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Das Frankfurter Goethehaus baulich gefährdet. Eine Untersuchung der Frankfurter Baupolizei hat ergeben, daß das Geburishaus Goethes am Großen Hirschgraben in seiner Stabilität bedroht ist. Das Haus ist teilweise alter Fachwerkbau; die Balken, die Treppenhaus und Stockwerk tragen, haben für die heutige Inanspruchnahme eine zu große Spannweite. Man ist daher gezwungen, in die Wände vom Keller aus aufwärts ein verdecktes Eisengerüst einzubauen, durch das die Innenwände und die Ballenlagen abgestützt werden. Da das Baupolizeiamt diesen Eingriff für unbedingt notwendig und dringend erklärt, und die Arbeiten, die über einen Monat beanspruchen werden, auch nicht in der Zeit des Reiseverkehrs vorgenommen werden können, mußte die Verwaltung mit dem Umbau sofort beginnen, so daß das Haus leider gerade während der Festwoche anläßlich des 200. Geburtstages der Frau Rat geschlossen sein wird. Langenselbold b. Hanau. Der Delegiertentag zu dem gro Ben Nationalen Gesangswettstreit des hiesigen Gesangvereins ,, Eintracht" findet am 15. Februar statt. Kassel. Anläßlich des Gustav- Adolf- Jubiläums im Jahre 1932 beabsichtigt das Hessische Landesmuseum in Kassel eine große Gustav- Adolf- Ausstellung zu veranstalten. Das Landesmuseum besitzt zahlreiche Erinnerungsstüde aus der Zeit der hessisch schwedischen Beziehungen, die schon während des 30jährigen Krieges bestanden und später durch die Krönung eines hessi= schen Landgrafen zum König von Schweden noch vertieft wurden. Eisenbahnunfall. Heilbronn, 6. Febr. Im Heilbronner Hauptbahnhof ist eine Lokomotive auf einen zur Abfahrt bereitstehenden Personenzug aufgestoßen. Dabei sind 22 Reisende verletzt worden. Der Bahnbau Hüttenrode Rübeland beendet. Blantenburg( Harz). Der Neubau der Eisenbahnstrecke Hüttenrode Rübeland der Halberstadt- Blankenburger Eisenbahngesellschaft ist beendet worden. Nicht ganz ein Jahr war für die Bauarbeiten, die erhebliche technische Aufgaben stellten, nötig. Am 12. Februar wird die neue Strecke feierlich eröffnet werden. der drei freien Reichsstädte) und ebensoviel Regierungen und Parlamente. Daß dieser schwerfällige und kostspielige Verwal tungsapparat nicht von Vorteil ist für ein Bolt, fann wohl faum bestritten werden. Woran liegt es, daß damit nicht schon längst aufgeräumt ist? Am Volte nicht, Bayern vielleicht aus genommen; aber auch dort würde vernünftige Belehrung dur die Presse rasche Wandlung bringen. Es gibt aber Leute, die ein materielles Interesse an dem Fortbestehen dieses längst überlebten Zustandes haben. Jedes Auseinanderstreben, auf welchem Gebiet es auch sein mag, wirkt zersehend, zerstörend, entfremdend. Wir haben es hier mit einer Volkskrankheit zu tun, die beim deutschen Volk chronisch ist und einen recht ernsten Charakter hat. Die Zahl der Volksgenossen, die da glauben, daß ein Volf nicht nur ohne Religion austommen fönne, sondern sogar besser jahre, hat sich in letzter Zeit beträchtlich vermehrt. Es ist richtig, daß Glaubenssachen nicht mit dem Verstand erfaßt werden können. Jrrig wäre aber, anzunehmen, daß Nachdenken bei der Masse zur Ablehnung geführt habe. Ganz im Gegenteil, Feuerbach's sind die Masse der Atheisten nicht. Der Atheismus entspringt allermeist dem gänzlich unüberlegten Hang an wertlosen Dingen dieser Welt und dem Mangel an Willen, sich den Schranten auferlegenden göttlichen Dingen einund unterzuordnen. Wer wirklich denkt, muß zu dem Resultat kommen, daß eben einfach nichts Besseres an Stelle der Religion zu setzen ist. Der einzelne mag ohne Religion austommen, wie, bleibe dahingestellt, aber Völker werden es nicht können, sie müssen ohne Religion verderben. Krankheiten genug, um das Bangen vor dem schlimmen Ende berechtigt erscheinen zu lassen; dabei sind es noch nicht alle Krankheiten, die hier aufgezählt sind. Der deutsche Baum ist frank. Sein ehemals fräftiger Nährboden ist zerstampft, verſteint und ausgelaugt. Kräftigende Nahrung ist dringend notwendig. Keiner will sie ihm geben, immer soll es der andere sein. Die Standsicherheit wird durch Maulwurfsarbeit gefährdet. An den Wurzeln nagen Ratten und Mäuse. Der Stamm ist zerschunden. Ungehindert treiben das Fruchtholz schädigende Wasserschossen, niemand hat den Mut, sie zu entfernen. An Aesten, Zweigen und Blättern saugen ungestört ungezählte Parajiten und nimmersatte böse Buben prügeln schonungslos die kaum entwidelte dürftige Frucht vom Zweige, schlagen verständnislos das Fruchtholz ab und bohren noch dazu Löcher in den Stamm, den Lebenssajt abzuzapfen. Sind wir ein sterbend Volf? Wo ist der Arzt, der uns zur Genesung führt?.. Camstag, den 7. Gebruar 1931. Ein„ rheinisches Mädchen" wird 103 Jahre alt. Vor 103 Jahren wurde Sofie Gaß in Unkel am Rhein geboren. Vergnügt und rüstig lebt sie mit ihren 103 Jahren noch jetzt im Riehler Wohndistrikt in Köln. Hier will Frau Gaß ihren Lebensabend verbringen. Sie lebt mit ihrer jüngsten" Tochter zusammen, die ,, erst" 75 Jahre alt ist. Frau Gaz ist weder frank gewesen, noch hat sie vor, es zu werden. Sie fümmert sich noch gern um den Haushalt. Ihr ganzes Interesse gilt der Politik. Sie ist eifrige Zeitungsleserin und eine treue Rundfunkhörerin. Eine Spigenorganisation der Verbände deutscher Heimatmuseen. Ein Ring der Verbände deutscher Heimatmuseen ist als Spitzenorganisation in Leipzig begründet worden. Die Gründung erfolgte in Anwesenheit der Verbandsvertreter von Brandenburg, Hessen, Mitteldeutschland, Niedersachsen, Pommern, Rheinland, Schleswig- Holstein, Schwaben, Provinz Sachsen, Westfalen und eines Vertreters des Bundesdenkmalamtes von Deutsch- Desterreich. Die Tagung brachte ein einhelliges Befenntnis zur Lebendigkeit und Bedeutung des Heimatmuseums als des wichtigsten Faktors der Heimatpflege. Das Ende des Münchener ,, Goldmacher"-Prozesses. München. Jm Tausend- Prozeß wurde am Donnerstag das Urteil verkündet. Hiernach wird der Angeklagte wegen fünf Vergehen des vollendeten Betrugs und eines Vergehens des versuchten Betrugs zu drei Jahren acht Monaten Gefängnis verurteilt. Von der Anklage eines Vergehens des versuchten Betruges wurde er freigesprochen. Auf die Strafe wird ein Jahr acht Monate Untersuchungshaft angerechnet. Der Schmelztiegel, sowie die Materialien, mit denen die Versuche vorgenommen wurden, werden eingezogen. Todesopfer eines Studentenstreichs. Greifswald, 6. Febr. Ein beliebter Studentenstreich, ist es hier, dem Friedensengel des auf dem Markte stehenden Kriegerdenkmals ein weißes Tuch um den Hals zu binden. Bei einem solchen Kletterversuch stürzte der Student der Zahnheilkunde, Paul Ferie aus Ahaus i. W., so unglücklich ab, daß er sich schwere innere Verletzungen zuzog, denen er noch in der Nacht erlag. Ein Riesenflugboot stürzt ab zwei Offiziere und 8 Mana tot. Ein Riesenflugboot der„ Jris- III"-Klasse der englischen Luftmarine ist am Mittwoch in der Bucht von Plymouth einer fürch terlichen Katastrophe zum Opfer gefallen. Zwei Offiziere und acht Mann der Besayung haben dabei den Tod gefunden. Weitere drei Mann konnten unmittelbar nach dem Unglück auf Booten gerettet werden, darunter zwei Offiziere, die sehr schwer verwundet sind. Die Explosion auf dem englischen U- Boot. London, 6. Febr. Die Explosion auf dem englischen Unterseebot ,, 11" war weit ernster, als anfangs zugegeben wurde. Insgesamt sind 12 Mann schwer verletzt worden. Erfinderlos. Jm Besitz von 270 Patenten ist der englische Erfinder Frederic Marten Hale zu Torquay im Alter von 70 Jahren im größten Elend gestorben. Man erinnert sich jetzt wieder der großen Verdienste, die er auf dem Gebiet der Technik besaß. Die meisten seiner Erfindungen beziehen sich auf alle Arten von Maschinen. Die englische Regierung, die seine Erfindungen aus= nuzte, hatte ihm eine Abfindungssumme von 440 000 Mark zugesprochen, aber erst nach einem langwierigen Prozeß, dessen Führung Hale 280 000 Marf kostete. Von dem Geld, das ihm übrig blieb, mußte er Schulden bezahlen. Und so war er bald mittellos und geriet ins Elend, von dem ihn jetzt der Tod er= löst hat. NWK WoLe 1741 Sternwolle in unübertroffen Haltbarkeit Jn allen * NWK Preislagen Shreib- und PackArbeit vergibt J. Bosch, Rudolfzell- Bodensee, Schließfach 5. Union 必 „ Gießener Zeitung" Ein vierfacher Raubmord. Bukarest, 6. Februar. Auf der Landstraße Orhe- Branica hat sich am Mittwoch ein vierfacher Raubmord ereignet. Der Fuhrmann Sopronean brachte vier jüdische Kaufleute nach Branica. Plötzlich sprangen bewaffnete Banditen aus dem Gebüsch hervor, schossen drei Kaufleute und den Fuhrmann nieder und verletzten den vierten Kaufmann schwer. Ein Schuhmann, der Millionär ist. Paris, 6. Febr. Paris hat unter seinen Schutzleuten einen vielfachen Millionär. Er denkt gar nicht daran, den Abschied zu nehmen. Es ist der Beamte Jean Massat, Nr. 7782, der vor kurzem Erbe eines großen Vermögens wurde. ,, Geld fließt schneller als guter Rotwein," meinte Massat, als man ihn fragte, ob er nun nicht privatisieren wolle. In zwei Jahren werde ich meine 15 Jahre abgedient haben und dann mit 100 Mark monatlich in Pension gehen. Deren bin ich vielleicht noch einmal frol" Jm übrigen erfreut sich der Millionär- Schuhmann seines Reichstums, soweit es sein Beruf gestattet. Er verbrachte mit seiner jungen Frau seinen letzten Urlaub gleich anderen reichen Leuten in dem eleganten Deauville, und macht an dienstfreien Tagen gerne Ausflüge mit seinem großen, neuen Kraftwagen. Kinder und Milch. Von Mary Heller. Kinder und Milch das sind zwei Begriffe, die eigentlich ganz eng verknüpft sein sollten, denn soweit man auch zurückdenkt, ist doch die Milch immer das wichtigste Produkt zum Aufbau des kindlichen Organismus gewesen und muß und soll es auch heute mehr denn je sein. Aber wie stehen die Kinder selbst in ihren oft merkwürdigen Geschmadsrichtungen zu diesem so überaus wichtigen Nahrungsmittel? Ich habe nicht nur bei meinen eigenen Kindern vielfach die Beobachtung gemacht, daß gerade auf dem Lande, also gewissermaßen direkt zwischen den Kuhställen, die kleine Gesellschaft oft einen unbegreiflichen Widerwillen gegen den Genuß der reinen Miich hat. Oft klagen andere Landfrauen: Ich könnte meinen Kindern nun in Hülle und Fülle Milch geben, und sie sind weder im Guten noch im Bösen zum Milchtrinken zu bewegen.", Wie manches arme Stadtkind würde sich freuen," sagt wieder eine andere ,,, wenn es alle die Milch be= tommen könnte, die meine Kinder verschmähen." Wie ist diesem Uebelstand abzuhelfen, um den Anti- Milchkindern doch die notwendige Menge dieses kostbaren Produktes unserer Landwirtschaft zukommen zu lassen? Es ist wohl gar tein sehr origineller Rat, aber viele Mütter sind mir dafür schon dankbar gewesen: die Milch einfach in ein anderes Gewand kleiden! Es gibt ja so unendlich viele Verkleidungen dafür, daß man sie gar nicht alle aufzählen kann. Morgens beginnt die so gut gemeinte Verwandlung gleich mit dem Milch- Kakao. Daß | dann beim findlichen Frühstück Butter und wenn angängig auch Käse die Hauptrolle einnimmt, ergibt sich im allgemeinen schon daraus, daß die meisten Kinder anderen Belag oft verschmähen. Aber die reichhaltigste Milch verwendung bietet das Mittagessen. Man denke an die vielen Gemüsearten, die so ungemein schmadhaft mit einer Milch- Mehl- Schwitze gemacht werden können: Blumen- und Wirsingkohl, Kohlrabi, Spinat, grüne und Wachsbohnen usw., dann der meist sehr beliebte Kartoffelbrei( zur Abwechselung etwas pikanter durch feingewiegte Petersilie). Und der Nachtisch, der wohl sast überall bei den Kleinen und Klein-. sten Jubelstürme hervorrust! Es weiß ja jeder, mit oder ohne Kochbuch, daß in allen Variationen von Süßspeisen nebst der dazu gehörigen Tunke Milch, natürlich auch Eier, das Wesentlichste ist. Steuer Ersparnis bringt das Reichssteuer Kassebuch RIECK ReichssteuerKassebuch D.R.G.M. mit Spezialeindruck für jedes Gewerbe, für jedes Geschäft, für freie Berufe, Agenturen, für Vereine, Verbände etc. Zu beziehen vom Herausgeber: ALBIN KLEIN GIESSEN • Fernsprecher Nr.2525, Súdanlage 21 Heizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Hier bei: Joi, Chambré; F Eifert; S. Loeb; Fris. Lotz; ader); Staatl. Votte ie Einnahme Flimm; Zigarrenhaus E.Reuter( früh.Buch Nr. 11 Es ist mit dieser Anregung wohl ähnlich, wie mit dem Ei des Columbus... natürlich, es ist ja so einfach, man muß das Ding nur beherzt anfassen und so handeln, wie es zum Wohl eines neuen starten Geschlechts notwendig ist. Rundfunk auf dem Lande. Es ist nicht zu viel gesagt, wenn man feststellt, daß der Rundfunk für den ländlichen Hörer vielleicht eine noch größere Bedeutung hat als für den in der Stadt. In den Städten tann man Konzerte besuchen, ins Theater gehen. In den Städien gibt es Vorträge und Volkshochschulen. Man kann in politische Versammlungen gehen und ins Kino. Auf dem Lande ist das alles anders. Wer am Abend überhaupt noch Lust und Kraft verspürt, sich weiter zu bilden oder sich unterhalten zu lassen, ist meistens auf sich selbst angewiesen. Bestenfalls, daß man in eine Kneipe gehen kann oder vielleicht am Sonntag in die Kirche. Sonst ist es einsam auf dem Dorfe. Es fehlt an Anregungen äußerer Art. Hier hat der Rundfunk eine wichtige Aufgabe. Er kann auch den ländlichen Hörer an den Ereignissen der großen Welt teilnehmen lassen. Bedauerlich bleibt, da die deutschen Sender von sich aus bisher nur wenig auf die besonderen Wünsche des ländlichen Publikums Rüdsicht genommen haben. Abgesehen von Wetter- und Marktnachrichten und einer gelegentlichen Stunde des Landes" oder„ Stunde für die Landhausfrau". Die ländlichen Hörer müssen den Sendeleitungen sagen, welche Darbietungen sie für sich am wertvollsten halten. Literarisches. Geheimrat Leo Frobenius, bekannt durch seine aussehenerregenden Forschungen in Afrika, der Schöpfer des ersten fulturmorphologischen Forschungsinstituts, übernimmt die Leitung der Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde„ Der Erdball" ( Hugo Bermühler Verlag, Berlin- Lichterfelde). Der Schuß in den Weltfrieden. Die Wahrheit über Serajcwo. Unier diesem Titel gibt Bruno Adler im bekannten Verlage Died& Co., Stuttgart, ein außerordentlich lesenswertes Buch heraus( geh. 3,50 RM., in Ganzleinen 4,90 RM.). Wie wenig wußten wir bisher von den dramatischen Vorgängen, die am 28. Juni 1914 den Frieden der Welt zerstörten! Und noch weniger von den Triebkräften dieses welthistorischen Attentats, von den Drahtziehern und Brandstiftern, die den Planeten in Flammen setzten.„ Der Schuß in den Weltfrieden" heißt der Bericht, der die Wahrheit meldet. Mit historischer Genauigkeit, frei von jeder politischen Tendenz, geht er den seltsamen, unheimlichen, taum glaubhaften Dingen auf den Grund. Was er bringt, sind nicht einfache Akten und Protokolle, es ist Fälle lebendigen Geschehens! Ein Historiker mit Einfühlungskraft, ein Erzähler mit wissenschaftlicher Gründlichkeit hat hier das gesamte Dokumentenmaterial und neue Forschungsergebnisse zu einem eindrucksstarken Buch verarbeitet. Nur die Ereignisse sprechen und die Menschen: Fürsten und Anarchisten, Minister und Schüler, Offiziere, Geheimbündler, lebensvoll wie die Gestalten eines spannenden Romans, jeder ein Name, welcher der Geschichte angehört. Die ,, Deutsche Rundschau"( Berlin W. 30) veröffentlicht im Februarheft einen interessanten„ Briefwechsel über die Judenfrage"; einen wichtigen Beitrag zum Reparationsproblem ,,, Die Rohstoffkrise in der Welt". Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Garantiert 14. Februar Hess. KrüppelfürsorgeGeldofterie 5086 Geldgewinne und Prämie Mark Höchstgewing Mark 35000 15000 Porto und Liste Lose zu M. 1.-. 30 Pig mehr J. Schweickert, Stuttgart Marktstr Fernap 24090 Postschk to Stuttgart 2055 Hier in allen Verkaulsstellen E H. Lublinsky; W. Semmler; W. Weber; Konr. Emmerich; L. Joost; Herm. Kuhl. In 3 Tagen Nichtraucher Auskunft kostenlos! Sanitas- Depot, Halle a. S. 383 S. Möchte gegen aute Sicherheit bis Mf. 60 000.hypothekarisch anleg. Bermittler verbeten. Off. v. G. 3. 2745 an de Geschäns. d. Zgt. Verlangt beim Einkauf nur deutsche Waren! RADIO Für d. Vertrieb uns. bek. Erzeugn. such. wir geeign. und rührigen BEZIRKSVERTRETER == f. d. Platz Giessen u. Umgeb. Zuschr m. 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