er. Nr. 87. Bon Lita zu Put pzig. 1931. J. Gan 1, der sich in diesen& atin vor uns auftut. Gi , diese Edle Herrin a wie in Künstlerfreien eimatlichen Scholle gebe abwechslungsreich anz sruhe oder im märkis Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. ob Fürsten des Geistes Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdTie mit einigen wenigen endung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. eben, dem Lejer ein ein or Augen zu führen. e 1. Leipzig 1931 Ko44 191844 Jahrg. leinen 4.50 M. -Ein unge nun achtzigjährig tiche Dichtung zu feinen in dem Funken sprübe Dachte und Gesagte no tähdenken und niedern in Denker ist, beweist e Aufgabe für einen Den man vom flirrenden Do g Otto Jante Leipzig D.- Frech, übermütig dessen Leftüre man alle rdfüchtigen Daseins ve Politische Rundschau. Der Haushaltsausschuß des Reichstags ist zum 19. Novem ler einberufen worden. Die Tagesordnung ist sehr umfangreich. sie enthält nicht weniger als 50 Einzelpunkte. Die Erledigung les Beratungsstoffes wird meherere Wochen in Anspruch neh= nen. U. a. werden die Anträge auf Einführung einer Benfonshöchstgrenze und auf Abänderung der letzten Notverordrung behandelt werden. Der Reichspräsident empfing die Abgeordneten Mollath ind Hermann von der Fraktionsleitung der Wirtschaftspartei, Delche ihm über die Auffassung ihrer Fraktion und Partei zur e, die Tempo und Schmiegenwärtigen Lage Vortrag hielten. swach, fcharmant, fluffig quälte und belastete 3 rendes, modernites Leber an von Emilio Sal M. Phönix- Verlag Ca agische Geschid der J h, durch eine an Betru rottungspolitik zur Be jamen Kriegen zur We sie der zahlenmäßign mit ihrer Feinde nie der düstere Hintergrun -Abenteuerromans aufregenden Geschehnissen , wie alle feine Vorgan das Einzelschichal einige Der Prärie wohl verita Je sind sich über die Be Wirbelsturm jahrten in fünf Erdteilen", di erzählt von der größten Elt in ihrer mufen aus . 44) ein ganz neuartiges gehören diese Hände? ingewöhnlich interessante ozeß in Lübed. n klein in Gießen. wirtschaften! Die in der Reichshauptstadt aus Paris vorliegenden Mel: bungen lassen deutlich die Absicht Lavals erkennen, die Behandlung der Tributfrage nur auf der Grundlage des Youngplans juzulassen. Bei der am Sonntag in Medlenburg- Schwerin abgehalteren Amtsvertreterwahl tam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten, die zwei Todes: opfer forderten. Die Kassenlage in Berlin ist derart angespannt, daß es in diesem Monat nicht möglich sein wird, die zweite Hälfte der Gehälter wie bisher am 10.. des Monats auszuzahlen. Die am 2. November tagende Sigung der Bezirksleitungen der KPD. Sachsens hat gemeinsam mit Vertretern der sächsischen Landtagsfraktion einstimmig beschlossen, beim sächsischen Innenministerium den Antrag auf Einleitung eines Volksbegehtens zur Auflösung des Sächsischen Landtages einzureichen. John Pierpont Morgan, der Beherrscher des mächtigsten Bankkonzerns der Welt, der sich augenblicklich auf einer Europareise befindet, wird in der nächsten Zeit auch Berlin besuchen. Der österreichische Vizekanzler Schober hat gegen den Bundesführer der Heimwehren, Fürst Starhemberg, wegen beleidigender Aeußerungen in Versammlungen eine Ehrenbeleidigungsflage eingebracht. In Zusammenhang mit der Eröffnung des neugewählten lettländischen Parlaments hat die Regierung Ulmanis ihren Rüdtritt erklärt. Nach britischen Meldungen sind am Freitag bei einem Zujammenstoß zwischen Aufständischen und Regierungstruppen in Cypern 15 Personen getötet und 50 Personen mehr oder weniger chwer verletzt worden. Die amerikanische Regierung hat das Flottenbau- Feierjahr am heutigen Montag in Kraft gesetzt. Es werden lediglich noch fünf seit längerer Zeit bestellte Zerstörer gebaut. Die deutschnationale Reichstagsfraktion tritt am 9. November in Darmstadt zusammen. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 4. November 1931 daß kein sozialdemokratischer Amtshauptmann mehr in Medlenburg bestimmt. Ueberall ist der Marxismus gebrochen. In Stadt und Land haben insbesondere die Nationalsozialisten das Feld nicht nur behauptet, sie haben besonders in ländlichen Gebieten gegenüber der letzten Reichstagswahl Zuwachs von 100 Prozent zu verbuchen. Es gab außerordentlich zahlreiche Landgemeinden, die überhaupt keine andere Liste, als die der N.S. D.A.P., gewählt haben. Neben den Nationalsozialisten haben auch die Kommunisten einen Stimmenzuwachs aufzuweisen. Die Sozialdemokraten haben überall ganz erheblich verloren. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 88 Vor dem Ende des Kapitalismus? - Von Dr. rer. pol. Friedrich Bachfeld, Offenbach- M. In neuester Zeit mehren sich wieder die Stimmen, die unter dem Hinweis auf die ungewöhnlich schwere Krise der Weltwirtschaft mit ihren besonders heftigen Auswirkungen in den hochindustrialisierten Ländern das unmittelbar bevorstehende Ende der sog. kapitalistischen Wirtschaft verkünden. Selbstverständlich sind diese Stimmen nur in Deutschland vernehm lich, selbstverständlich kommen sie ausschließlich aus dem Lager der Sozialisten. Wer als überzeugter Sozialist das kapitalistische System beseitigt sehen will, wird naturgemäß geneigt sein, an den baldigen und endgültigen Tod eines Systems zu glauben, dem Bebel und andere Marristen schon in den 80er Jahren das Weiterleben nach der Jahrhundertwende abgesprochen hatten. Alles scheint nach der marristischen Theorie vorzüglich zu Dritte hessische Notverordnung. Darmstadt. In einer dritten Verordnung hat die hessische Regierung weitere Maßnahmen zur Erzielung von Ersparnissen getroffen. Gleichzeitig wird aber vom 1. Dezember 1931 ab eine Bestimmung der ersten hessischen Notverordnung rüdgängig gemacht, nämlich die einjährige Aufrüdungssperre im Gehalt. ,, stimmen": Da das Reich, wie erwartet werden mußte, gleiche Maßnahmen sie wie Preußen nicht getroffen hat und andere Länder wieder rüdgängig gemacht haben, hätte sich diese Bestimmung in Hessen als besondere Härte ausgewirkt. Aus der großen Anzahl von Sparmaßnahmen seien die wesentlicheren im folgenden mit= geteilt. Durch eine Vereinfachung des Geschäftsganges in allen Verwaltungen soll eine wesentliche Verminderung der Stellenzahl herbeigeführt werden. Versetzungen von Beamten sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Die Regierung glaubt, in Durchführung ihrer Sparmaßnahmen auch die Anzahl der Ministerien vermindern zu sollen. Zur Einschränkung von Doppelverdiensten bei Beamten sollen bei solchen Ehegatten, die entweder beide ein Beamteneinkommen haben oder von denen der Ehegatte des Beamten ein größeres sonstiges Arbeitseinkommen hat, die Dienstbezüge weiter gekürzt werden können. Auf dem Gebiete der Rechtspflege bringt die Verordnung unter anderem eine weitere Erhöhung des Staatsanteils an den Notariatsgebühren. Die Amtsgerichte Darmstadt I und Darmstadt II werden mit Wirkung vom 1. Januar 1932 zusammengelegt. An den Schulen kann die Wochenstundenzahl der Schüler herabgesetzt werden, außerdem ist die Zusammenlegung schwach belegter Klassen vorgesehen. Wie andere Länder sieht sich auch Hessen genötigt, die Studiengebühren an den Hochschulen zu erhöhen, und zwar von 70 auf 85 RM. Der Anteil der Professoren an den Kolleggeldern, der bisher fünf Sechstel betrug, wird auf vier Sechstel herabgesetzt. Die unglaublich große Arbeitslosigkeit, das Verschwinden des Mittelstandes, die riesige Vertruftung und Konzernbildung, die Hilflosigkeit der politischen Leiter, das Schwinden des Vertrauens und die Zunahme des Pessimismus. Das System wird, um in der Anschauung und Sprache marristischer Scholastik zu bleiben ,,, unfähig, seine Lohnfklaven zu erhalten". Von solchen Gesichtspunkten aus betrachtet, ist es ja auch ganz natürlich, wenn eine sozialistisch eingestellte Politik hie und da etwas nachhilft, um den erwarteten Gang der Dinge zu beschleunigen, indem man mit Tarifverträgen, vor allem mit der Schiedsämtern, Zwangswirtschaft und sozialen Belastung und Steuerpolitik eine Erholung der Privatwirtschaft zu verhindern sucht. Da wir nun tatsächlich an einem kritischen Punkt erster Ordnung stehen der kommende Winter wird der schwerste von allen Nachkriegswintern werden und die Regierung hat den Sommer über nichts erreicht als den abschlägigen Bescheid auf einige Anleiheversuche, sogar der Hooverplan entstand wesentlich ohne ihr Zutun, so sei kurz auf die Frage eingegangen, ob bisher wirklich die kapitalistische Wirtschaftstheorie fehlging oder nicht vielleicht die sozialistische? Was hat denn den Sozialismus, der den Kapitalismus angeblich ablösen soll, bis jetzt verhindert, in die durch den Schrumpfungsprozeß der Privatwirtschaft entstandenen Lücken einzutreten? Wo sind denn die planwirtschaftlichen Großtaten der Männer, die künftig die ganze Wirtschaftstätigkeit eines Die Wirtschaftspartei zu den hessischen Wahlen Großßtaates von einem Punkte aus regeln wollen? Warum nicht zugelassen. rträge Dauerfißung des Stillhalteausschusses. tag zuſammen, um über die Zulaſſung der eingereichten Wahl. ackvorführungen en 4. November und 5. November, jedes hr und abends 8 Uhr eib Walltorstr. 36. rne Küchenherd and rennenden heb: und Holz, Kohlen, Gas, billiger überraschende Beigt. ! en und Bügeln! Kuchenbaden! Ipparat! gratis als Kostproben sung! Sorträge wird ein b gratis verloft. hrungen und an der und unverbindlich. Dern besonders für die sehr interessant und onsverlag gegebenen ver werfstammer und in den en werden. uchführungsfenntniffe ni illiger Buchabschluß dans essen. Gudanlage Nr. 21 Während in Paris der französische Ministerrat den Bericht Lavals über seine Washingtoner Verhandlungen mit Hoover entgegennimmt, tagte am Dienstag nachmittag der StillhalteausSchuß des Wirtschaftsbeirates in Berlin. Der Bericht des deutschen Botschafters von Hoesch, der im Anschluß an die Sizung des französischen Kabinetts von Laval empfangen wird, liegt zur Stunde in der Wilhelmstraße noch nicht vor. Das Telegramm des deutschen Botschafters, das wichtige Informationen und die Beantwortung der von der deutschen Regierung gestellten Fragen bringen soll, erwartet man erst in den späteren Abendstunden. Infolgedessen wird sich die Sitzung des Stillhalteausschusses bis spät in die Nacht hinein ausdehnen. Inzwischen ist am Dienstag vormittag um 11 Uhr unter dem Vorsitz des Reichskanzlers im Ländersizungssaal der Reichstanzlei der deutsche Zweig des deutsch- französischen Wirtschaftsausschusses zusammengetreten. Der Ausschuß beschäftigte sich mit der Bildung der Unterausschüsse. Es ist an vier besondere Kommissionen gedacht: 1. Ausbau des deutsch- französischen Handelsvertrages; 2. Kartellfragen; 3. gemeinsame Entwicklung von wirtschaftlich zurückgebliebenen Staaten( Südosteuropa und Kolonialland); 4. Regelung der internationalen Verkehrsfragen. Am 10. November ist in Paris eine Sitzung vorgesehen, zu der zunächst nur die Leiter der verschiedenen Ausschüsse er= scheinen werden. Unter dem Vorsitz des Reichskanzlers hat nun am Dienstag Dormittag eine Besprechung mit denjenigen Beamten des Auswärtigen Amtes und des Reichswirtschaftsministeriums stattgefunden, die voraussichtlich in der nächsten Woche sich nach Baris begeben werden. Die deutsche Abordnung ist in vier Unterausschüsse eingeteilt, deren erster über die Ausgestaltung des deutsch- französischen Handelsvertrages verhandeln wird. Die drei anderen Ausschüsse werden sich mit Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Vereinbarungen im See- und Luftverkehr und mit der Frage gemeinsamer deutsch- französischer Unternehmungen in dritten Ländern befassen. Darmstadt. Der hessische Landeswahlausschuß trat am Monvorschläge zu entscheiden. Die bereits genannten Listen wurden genehmigt mit Ausnahme derjenigen der Wirtschaftspartei. Bei Beratung der letzteren Liste gab es ein komisches, für die Betroffenen freilich recht peinliches Zwischenspiel. Es war nämlich außer dem offiziellen Wahlvorschlag des hessischen Landesverbandes der Wirtschaftspartei ein besonderer der Wirtschaftspartei der Provinz Starkenburg eingereicht. Doch waren bei letzterem weder die Einreichungsfrist gewahrt, noch die notwendigen Unterschriften beigebracht. Auch war der mit der Einreichung zu erlegende Unkostenbeitrag von 350 Marf nicht bezahlt worden. Bei der Verteidigung seiner Liste richtete der anwesende Spitzenkandidat Gastwirt Meier- Mühlheim heftige Angriffe gegen den ebenfalls anwesenden Wahlkreisvorsitzenden der Wirtschaftspartei, Rechtsanwalt Ludwig- Ingelheim, dem Mandatsjägerei vorwarf. Ludwig gab den Vorwurf zurück. Dann ergab sich schließlich noch, daß auch der offizielle Wahlvorschlag der Wirtschaftspartei so erhebliche Mängel aufwies, daß er nicht zugelassen werden konnte. Die Wirtschaftspartei wird also nicht kandidieren. Zugehörigkeit zur NSDAP. er Der Disziplinarsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt hatte unter Vorsitz vom Oberlandesgerichts- Präsidenten am Montag darüber zu entscheiden, ob sich Justizobersekretär Karl Lange, nationalsozialister Stadtverordneter und Fraktionsführer, durch seine politische Tätigkeit eines Dienstvergehens schuldig gemacht habe. Nach längeren Ausführungen des Verteidigers, des bekannten Völkerrechtslehrers Prof. Dr. Heyland, sprach der Senat Lange des Dienstvergehens schuldig und erkannte auf 100 Mark Geldstrafe. Bis zum Ausschluß von Hauptmann Stennes durch Hitler sei die NSDAP. eine staatsfeindliche Partei ge= wesen, Zugehörigkeit zu ihr bis zu diesem Zeitpunkt, Frühjahr 1931, stelle für einen Beamten ausnahmslos ein Dienstvergehen vor. Demgegenüber sieht das Gericht von diesem Zeitpunkt an die NSDAP, nicht mehr als staatsfeindlich an. Evangelischer Bund und Partei. Vom Hessischen Hauptverein des Evangelischen Bundes geht uns folgende Erklärung zu: Wir werden aus Stadt und Land gefragt, ob der Evangelische Bund hinter der Partei ChristlichAmtsvertreterwahlen in Mecklenburg. Sozialer Boltsdienst( Evangeliſche Bewegung) stehe. Wir erAm Sonntag fanden in Mecklenburg- Schwerin die Amtsvertreterwahlen statt. Als Ergebnis ist besonders hervorzuheben, flären hiermit, daß dies nicht der Fall ist. Der Evangelische Bund hat keinerlei parteipolitische Bindung. haben sie nicht in den Zeiten der Milliardendefizite ein paar Dußend Millionen aus den öffentlichen Mitteln genommen sie waren doch sonst nicht so zaghaft und anstatt Stadien, Bäder, Parks und Siedlungen zur Abwechslung einmal Fabriken gebaut und den Arbeitslosen auskömmlichen Verdienst, den vielgerühmten ,, vollen Arbeitsertrag" ohne jeglichen Abzug ,, Mehrwert" gegeben? Man hätte dann doch einmal einen Anfang gesehen und ein Vergleich mit den Leistungen der Privatwirtschaft hätte vor jedermanns Augen gelegen. von Zwar kennen wir eine monopolistisch aufgezogene öffentliche Bewirtschaftung solcher Gebiete, wo infolge der Gleichartigkeit des Bedarfs die Aufgaben der Technik und Verwalcung die wirtschaftlich- kaufmännischen weit überwiegen und wo infolge des vorhandenen Massenbedarfs einerseits und der Monopolstellung der Betriebe andererseits die Gorge um die Kostendeckung den Betriebsleitern weitgehend abgenommen ist: Post, Eisenbahn, Kraft-, Gas- und Wasserwerke unter öffentlicher Während aber der Bewirtschaftung sind uns nichts neues. private Kapitalismus zu alledem die Anfänge und die technischen Voraussetzungen schuf man erinnere sich der Privatpost der Fürsten von Thurn und Taris, der englischen Gasund seine Befähigung zu gesellschaften, Privatbahnen usw. rentabler Produktion auch auf diesen Gebieten tros mancher behördlichen Schikane erweisen konnte, ist der Sozialismus den Nachweis, es in freier Konkurrenz mit der Privatwirtschaft auf irgend einem Gebiete der Sachgüterproduktion aufnehmen zu können, bis heute schuldig geblieben: während eines Jahrhunderts marristischer Lehre. Alles, was wir an sozialisierten Betrieben in den Gemeinden, in den Ländern und im Reich haben, ist nur lebensfähig kraft eines verliehenen und gefeßlich geschützten Monopols mit stenerähnlichen Hoheitsrechten auf Zwangsbeiträge, welche die privaten Erwerbswirtschaften und Haushalte zu entrichten haben. Daß man diese Zwangsbeiträge Gebühren nennt und in ihnen einen freiwilligen Entgelt der Benutzung öffentlicher Einrichtungen sehen will, ändert an ihrem Zwangscharakter nichts. Diese Gebühren sind längst zu indirekten Steuern geworden, wie etwa die Zölle. Mit Recht vertritt die Sozialdemokratie die These, daß jeder Inländer, also auch der Arbeiter, die Fleisch und Getreidezölle bei seinem Fleisch und Brotkonsum mitbezahlen muß; in gleicher Weise muß Pripatwirtschaft die Gebühren für Gas, Wasser und Elektrizität sowie für die monopolisierten Verkehrsmittel mitbezahlen. Immerhin leisten diese öffentlichen Betriebe auch der privaten Produktion wichtige Dienste und haben somit produktiven Charakter, wenn auch ihre Rentabilität durch die Ueberhöhung der Gebühren zu Lasten der Privatwirtschaft künstlich gestützt wird. Mittwoch den 5. November 1931. Viel gefährlicher für die Wirtschaft ist die Aufblähung desjenigen Teils öffentlicher Verwaltung, der einem erhöhten allgemeinen Konsum dient und sich die Anlage und den Betrieb kostspieliger Erholungs- und Vergnügungsstätten und Plätze, Stadien, Bäder, Parks, Spielwiesen usw. zur Aufgabe macht, Einrichtungen, zu denen auch teilweise solche zu rechnen sind, die einem gesunden sozialpolitischen Gedanken entsprungen waren. Dieser Teil der öffentlichen Wirtschaft lebt ausschließlich auf und von der Privatwirtschaft und kommt dazu größtenteils nur gewissen willkürlich bevorzugten Kreisen zugute. Wir haben also gar keinen echten Sozialismus, der die Privatwirtschaft zu ersehen fähig wäre, sondern ein auf der Privatwirtschaft wucherndes schmaroßendes Gebilde, das der Privatwirtschaft, die ihr zum Leben und zur Entwicklung nötige Luft, nämlich die Wirtschaftsfreiheit, in zunehmendem Maße entzogen hat. Dahin hat uns der Mißbrauch des staatlichen Hoheitsrechtes auf Zwangsbeiträge der Untertanen geführt, daß wir heute in Deutschland zwar einen kranken Kapitalismus, aber keinen Ansatz zu einem irgendwie selbständig lebensfähigen Sozialismus haben. Gerade während der Krise und dem Rückgang der Privatwirtschaft hätte der Sozialismus die beste Gelegenheit gehabt, die dem kapitalistischen System vorgeworfe nen Mängel zu beseitigen und etwas Besseres an seine Stelle zu setzen. Im Bewußtsein seiner Schwäche hat er das nicht gewagt, sondern sich mit politischen Mitteln auf die Ausbeutung der Privatwirtschaft beschränkt. Aus eigener Kraft hat noch kein sozialisierter Betrieb auch nur einen Nagel mit Deckung der eigenen Kosten herstellen können. Nicht vor dem Ende des Kapitalismus stehen wir, sondern vor dem Ende sozia listischer Weisheit, die ihren Bankerott nur durch Aufrechterhaltung eines schmarogerhaft aufgeblähten Verwaltungsbetriebes verschleiern will. Es ist ein Wunder, daß die deutsche Privatwirtschaft den Verwaltungskünften der Nachkriegszeit noch nicht gänzlich erlegen ist. Damit ist der Beweis erbracht, daß gerade die Privatwirtschaft ein ungeheuer zähes Leben hat, und sie würde trotz der gebrachten großen Opfer verhältnismäßig rasch gesunden, wenn man sie von dem Alpdruck der allzu großen Steuer- und Zwangswirtschaft befreien wollte. Wie schrieb die amerikanische Zeitschrift ,, Iron Age" kürzlich? ,, Seine( d. h. Deutschlands. D. Red.) gegen wärtige Verlegenheit ist die Rückwirkung einer verschwenderischen Lebenshaltung, eines Kreditmißbrauchs und politischen Unfugs". ,, Deutschland ist den sozialistischen Weg ge wandelt und hat viele seiner öffentlichen Dienste durch die Regierung betreiben lassen, was immer verheerend gewesen ist.". ,, Das Schicksal Deutschlands besteht in Arbeit, in der es vollendete Glückseligkeit finden kann, aber es muß ein gut Teil seines Sozialismus los werden."( S. ,, Köln. 3tg." vom 9. August 1931.) Alles dies ist richtig, wenn man unter Sozialismus die gewaltsame Ausdehnung der öffentlichen Haushalte auf Kosten der Privatwirtschaft versteht. Einen selbständig lebensfähigen Sozialismus auf dem Gebiete der Warenproduktion hat es in Deutschland überhaupt noch nicht gegeben, und alle Anzeichen, daß auch nur ein Ansatz zum echten Sozialismus in absehbarer Zeit gefunden werden kann, fehlen gänzlich. In allen Industrieländern, in denen die sozialistischen Parteien zur politischen Macht gelangten, sehen wir als kennzeichnendes Merkmal zerrüttete Finanzen, so in Australien, England, Desterreich und im Deutschen Reich als Folge einer gewaltsamen und unwirtschaftlichen Bevorzugung der Gegenwart vor der Zukunft. Das ist die Hauptleistung und das geschichtliche Kennzeichen des modernen Industriesozialismus. Wenn der ehemals stolze Forst der deutschen Privatwirt: schaft, in dem so mancher kräftige Stamm bereits verdorrt ist, neu ausschlagen und grünen soll, dann müssen die gefährlichen Schlingpflanzen des öffentlichen Apparates stark zurückgeschnit Feuerschuß im Hause. Von Branddirektor a. D. Düwer Berlin. Unsummen wertvollen Volksvermögens und zahlreiche Menschenleben gehen jährlich in Deutschland durch Schadenfeuer zugrunde. Obgleich diese Brandschäden und Menschen verluste unendliches Elend und Trauer im Gefolge haben und trotzdem der zu einer Wissenschaft ausgebaute Feuerschutz infolgedessen mit allen Mitteln gefördert wird, gelingt es nicht, die Zahl der Schadenfeuer und der damit zusammenhängenden Verluste in dem für das Gemeinwohl erforderlichen Umfange einzudämmen. Diese Tatsache und die Notwendigkeit der Erhaltung des Restes unseres zusammengeschmolzenen Volksvermögens zwingt dazu, immer wieder breiteste Volkskreise für den Gedanken des Feuerschutzes zu interessieren und auf Abhilfe maßnahmen aufmerksam zu machen. Die uns zur Verfügung stehenden Hilfsmittel, die den Ausbruch von Bränden tunlichst verhindern und trotzdem ent= stehende Brände auf ein möglichst geringes Maß beschränken sollen, fassen wir unter dem Begriff des vorbeugenden und ab wehrenden Feuerschutzes oder mit anderen Worten, der Feuer verhütung und Feuerbekämpfung zusammen. Zum vorbengenden Fenerschutz rechnet man alle die vorsorglich im Hause zu treffenden Maßnahmen, die geeignet sind, die Brandentstehung von vornherein zu verhindern und vor allem rechnet man dazu die Aufklärung über die am meisten vorkom menden Brandmöglichkeiten und Brandursachen, denn die meisten Feuer entstehen durch Fahrlässigkeit. Dahin gehört z. B. das achtlose Wegwerfen von brennenden Streichhölzern, sowie von noch glimmenden Zigarren- und Zigarettenresten. Ueberhaupt ist beim Rauchen Vorsicht am Plaze. Unbedingt zu vermeiden ist das Rauchen in feuergefähr lichen oder in Räumen mit leicht brennbarem Inhalt, 3. B. auf Böden, in Kellern, in Garagen und dergl., auch in solchen Räumen, in denen sich Gasmesser oder Gasanlagen befinden, sowie im Bett. Besonders zu warnen ist vor dem fahrlässigen Umgehen mit Licht und Feuer beim Umfüllen oder bei der Verwendung brennbarer und feuergefährlicher Flüssigkeiten. So ist es ein großer Leichtsinn und mit Lebensgefahr verbunden, wenn Petroleum und Spiritus in brennende Lampen und Kocher ein gefüllt werden Ebenfalls anscheinend nicht auszurotten ist der leicht. „ Gießener Zeitung" ten und das Unkraut der Rechtsunsicherheit u. Korruption ausgerottet werden; aber auch die ausländischen Ausbeuter müssen ihm die nötige Erholung gönnen, ehe sie wieder einen Schnitt an ihm machen. Der technisch vollkommene Produktionsapparat, über den Deutschland nach ,, Iron Age" immer noch verfügt, verbürgt an sich noch keine Wirtschaftsblüte, wenn die Möglichkeit zu seiner wirtschaftlichen Ausnutzung mit Ueberschüssen und Reservenbildung, mit einem Worte die Möglich keit der Rentabilität fehlt. Das sollte sich auch ,, Iron Age" und mit ihm ganz Amerika und alle Gläubigerstaaten gesagt sein lassen. - Lokales. Kinder, die schlecht essen. Es hat wenig Zweck, schlecht essende Kinder zum Essen zu zwingen, und wenn man es nicht aus erzieherischen Gründen tun muß, sollte eine Mutter es erst gar nicht versuchen. Dem Kinde bekommt das aufgezwungene Essen meistens schlecht und seine Unlust zu essen wird durch den Zwang nur noch vergröBert. Appetitlosigkeit ist meist ein Zeichen, daß mit dem Kinde etwas nicht stimmt. Deshalb ist zuerst der Arzt zu befragen. Viel Bewegung und viel Aufenthalt im Freien fördern bei gesunden Kindern den Appetit, darum muß dafür reichlich gesorgt werden. Gut ist es, wenn die Mutter mit dem Kinde vor den Mahlzeiten Freiübungen als Spiel macht, noch besser sind Spiele im Freien. Das Kind muß aber vor zu großer Ermüdung bewahrt werden, weil sich sonst erst recht kein Appetit einstellt. Jede Näscherei zwischen den Mahlzeiten ist schädlich, ein Stück gute Schokolade oder eine andere bevorzugte Süßigkeit kann nach der Mahlzeit als Belohnung gereicht werden. Wird von den Kindern Honig gern genommen, dann soll er vor allen Süßigkeiten den Vorzug haben, denn er ist sehr nahrhaft und fördert Gesundheit und Wachstum des Kindes. Kaffee und Tee sind keine Getränke für ein Kind, ein schlecht essendes darf sie niemals bekommen. Dagegen gebe man, so oft das Kind trinken will, Teeaufgüsse von Lindenblüte, Fenchel, Anis, Pfef= ferminze, Kamille und einen leichten Tee von Waldmeiſter. Auch Mischungen von diesen Kräutern sind sehr schmackhaft, man kann dem Kinde viel Abwechslung bieten. Wo auch Milch nicht gern genommen wird, kann man halb Milch, halb Kräutertee versuchen, am besten mit reinem Honig gesüßt. Kommt das Kind durch das schlechte Essen in seinem Ernährungszustand herunter, dann kann man oft mit Nährgetränken helfen. Man brüht einen fräftigen Tee von einem oder mehreren der oben erwähnten Kräuter auf und läßt ihn fünf Minuten ziehen. In einen Topf kommt ein frisches Eigelb, ein Löffel Malzertrakt, ein paar Tropfen Zitrone, ein gehäufter Löffel Sonig, ein Löffel dicke Sahne oder gezuderte kondensierte Milch und ein Glas voll Tee. Nun wird das Ganze gequirlt oder mit dem Schneebesen geschlagen, bis es eine schaumige Emulsion ist. Jetzt gießt man den schönen Nährtrank in ein hohes Glas. Von dem Eiweiß setzt man ein Schaumhütchen auf, das noch mit etwas geriebener Schokolade geziert wird. Gibt man dem Kinde nun noch einen Strohhalm zum Trinken, dann wird auch der unwilligste kleine Esser begeistert sein. Die sorgliche Mutter muß die Nährgetränke recht abwechslungsreich gestalten. Das Ei kann auch einmal fortfallen und statt dessen Fruchtgelee genommen werden. Einige süße, geriebene Mandeln geben wieder einen anderen Geschmack. Auch Schokolade ist zu gebrauchen. Das Getränk schmeckt kalt und warm gleich gut. Nr. 88 Mittwoch den 5 * Gekündigtes Arbeitsabkommen. Der Arbeitgeberverband für Lahngau und Oberhessen hat den drei tarifbeteiligten Ge werkschaften der Metallindustrie Lahngau und Oberhessen des Kollektivabkommen über die allgemeinen Arbeitsbedingungen Arbeitszeit, Akkordregelung, Urlaub usw.) zum 31. Dezember gekündigt. Der Verhandlungstermin über ein neues Abkommen steht noch nicht fest. * Abänderung des hessischen Ausführungsgesetzes zur land wirtschaftlichen Unfallversicherung. Die Genossenschaft kann mi Zustimmung des Kreisamts künftighin die Beiträge unmittel bar von den Pflichtigen anfordern. In diesem Falle ist der Beitrag innerhalb vier Wochen kostenfrei an die Genossenschaft einzusenden. Im Falle des Verzugs kann Beitreibung auf dem beamten der Finanzämter übertragen werden. Ergeb Kurheffen R Boruffia Ful Germania D VfB. Gießen Verein Boruffia Fulda 8. G. 03 Staffel Verwaltungswege erfolgen, solche auch auf die Vollziehungs Germania Marburg * Evangelisch- kirchliche Dienstnachrichten. Durch die Kir dessen 09 Kassel chenregierung wurde Pfarrer Hoffmann zu Westhofen zum De SBR. Marburg Germania Fulda Surheffen Staffel fan des Dekanats Worms sowie Pfarrer Repp zu Nieder- Flörs heim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Worms die 8. j. B. Gießen Bestätigung erteilt. Ferner wurde dem Pfarrer Jllert zu horas Groß- Gerau die evangelische Pfarrstelle zu Heuchelheim, Deka Cdershausen nat Gießen, übertragen. * Justizpersonalie. Der Justizsekretär Karl Möll beim hiesigen Amtsgericht wurde mit Wirkung ab 1. November zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitz in Gießen ernannt. Hermannia Helfen Hersf FC. Grone Sport Rajjel Butzbach Frohnhausen Bottenhorn Verein * Das Säuglingsheim wird stillgelegt. Das seit 23 Jah ren hier bestehende, von dem Verein für Säuglingsfürsorge un terhaltene Säuglingsheim, das alljährlich einer großen Anzahl Ballau von Säuglingen, die kein Elternhaus hatten, während des Betlar ersten Lebensjahres ein Heim bot und dadurch außerordentlich Bottenhorn segensreich wirkte, muß jetzt infolge der Wirtschaftsnot geschlof: 1900 Gießen sen werden. Die Organisation des Vereins für Säuglingsfür: Frohnhausen sorge wird aufrechterhalten, da man hofft, nach Ueberwindung der Wirtschaftskrise das segensreiche Institut wieder aufleben zu lassen. * Wahlversammlung. Ueber das Thema„, Reichs- und Lan: despolitik" sprachen am Freitag abend im Café Leib in einer Versammlung der Deutschen Staatspartei Reichstagsabgeord neter Prof. Dr. Heuß, Landtagsabgeordneter Dannenberg und Frau Grein- Offenbach. * Aus dem Stadttheater. Als 5. Vorstellung im Mittwoch Abonnement wird bei gewöhnlichen Preisen heute abend ,, Liebe und Film", ein Lustspiel in vier Bildern von Francis de Croisset gegeben. * Ehem. Reichswehr- und Freikorpsangehörige. In Witten ( Ruhr) wurde der„ Reichsbund" ehem. Reichswehr- und Freiforpsangehöriger" mit dem gleichzeitigen Sitz daselbst gegründet. Seine vornehmste Aufgabe erblickt der Bund in der Pflege der im neuen wie im alten Heere so müstergültig getätigten Kameradschaft. Die Geschäftsstelle des Bundes ist in WittenRuhr, Neue Bahnhofsstraße 1. * Peter Bothmann, Altona a. d. Elbe, Königstraße 225, ver sucht Geldbeträge in Gestalt von Interesseneinlagen und Kautio nen dadurch zu erlangen, daß er den Geldgebern verspricht, sie an einem von ihm angeblich gegründeten oder noch zu gründen. den Transportunternehmen zu beteiligen oder ihnen Anstellung, zum Beispiel als Beifahrer, zu gewähren. Obwohl er den Geld: gebern stets verspricht, die erhaltenen Summen sicherzustellen, verbraucht er die Gelder nachgewiesenermaßen stets für sich selbst. Irgendwelche ernst zu nehmenden Unternehmungen hatte er nie inne, bei den 11 von ihm bisher ins Leben gerufenen Gründun gen handelt es sich stets um Scheinfirmen. Vor Verbindungen mit Bothmann muß dringend gewarnt werden. liefert billigst Auch bei Krankheiten, die das Kind sehr herunterbringen, Druckarbeiten Albin Klein, Giessen. helfen diese Nährgetränke die Körperkräfte heben. sinnige Gebrauch von Petroleum, Spiritus oder gar Benzin zum Feueranmachen. Dadurch können schwere Explosionen entstehen, wobei die Stichflammen vielfach die Kleider in Brand setzen und den Tod oder schwere Verbrennungen verursachen. Groß ist auch die Gefahr, wenn offene Petroleum- und Benzingefäße, nicht geschlossene Spiritusflaschen und dergl. in der Nähe von Feuer oder Flammen stehen. Dann können die sich aus der Flüssigkeit entwickelnden Gase leicht in Brand geraten und ebenfalls Stichflammen und Explosionen verursachen. Auch das Waschen mit Benzin, Spiritus, Terpentin und dergl. in geschlossenen Räumen ist wegen der Explosions gefahr außerordentlich gefährlich, denn die sich bildenden brennbaren Gase haben die Eigenschaft, sich auf ziemliche Entfernung zu verbreiten. Diese Arbeiten sind deshalb nur zulässig im Freien und auch dort nicht in der Nähe von Feuerstätten. Das Spielen der Kinder mit Streichhölzern, sowie an brennenden Defen, Spirituskochern usw. ist mit allen Mitteln zu verhindern. Eine häufige Brandursache ist weiter das unvorsichtige Umgehen mit Streichhölzern und unverwahrtem Feuer und Licht. Dadurch entstehen leicht Brände aller Art, z. B. Gardinenbrände Auch Weihnachtsbaumbrände, besonders wenu der Baum trocken ist, können großen Schaden anrichten. Andere Brandursachen sind überhitte Defen, Unachtsamkeit beim Löten und Auftauen eingefrorener Wasserleitungen durch Klempner, unvorsichtiges Hantieren mit unverwahrtem Licht und Fener in Boden und Kellerräumen, Unvorsichtigkeit beim Ausschwefeln von Räumen usw. Petroleum und Gaslampen dürfen nicht zu nahe unter oder neben brennbare Gegenstände gestellt oder gehängt werden. Der Abstand muß nach oben mindestens 1 Meter und seitlich mindestens 25 cm betragen. Blühende Kohlen sollen nicht zum Feueranmachen benutzt werden, weil beim Tragen von einem zum anderen Dfen leicht ein Brand entstehen kann. Brennende Fette, Mineralöle und dergl. sind besonders gefährlich, weil sie nicht mit Wasser gelöscht werden können, da sie darauf schwimmen und den Brand weiter verbreiten; zweckmäßig löscht man durch Zudecken mit einem Deckel, nassem Tuch, Sand und dergl. oder durch Conderlöscher Es ist darauf zu achten, daß Defen, Herde und Schorn steine, einscht. Reinigungstürchen, keine Risse und Fugen haben, aus denen Flammen und Funken nach außen ringen können - und daß sie genügenden Abstand von Holz und brennbaren Gegenstände haben seitlich etwa 50 cm und nach oben mindestens 1 Meter sowie daß die Rauchrohre dicht sind und daß Vorlegbleche in ausreichender Größe vor den ene rungstürchen auf dem Boden befestigt sind, damit herausfallende glühende Kohlen oder Ascheteile nicht zünden können. An oder in zu großer Nähe von Defen, Herden u. Heizungen zum Trocknen oder sonstigen Zwecken aufgehängte oder aufbewahrte brennbare Gegenstände können ebenfalls leicht zur Entzündung gelangen Als Kohlenkästen und zum Hinaustragen von Asche sind nur unverbrennliche, am besten eiserne Gefäße wegen der Brandgefahr zu verwenden. Gerümpel und brennbare Gegenstände sollen nicht unter Treppen un auch nicht in größerem Umfange auf dem Boden und im Keller aufbewahrt werden, weil dadurch ein Brand ge fördert wird und bei Feuer unter der Treppe der Fluchtweg ob geschnitten werden kann. Breidenbach Butzbach Dillenburg Biesenbach Niedergirmes 59 G Lö Ağlar Steindorf Bissenberg Biskirchen Löhnberg 2. Nauborn ViB. Gießen Daubringen Großen- Bused Verein Steinberg Lollar Leihgestern Butzbach II. Daubringen Gr. Bujed Barbenieich Steinbach Quedborn Merenberg 1 Niedershauje Grävened Elfershausen Holzhausen Ulm-Bra Biskirchen 2. Tiefenbach Berein Allendorf Biekirchen 2. Holzhausen 2. Braunfels 2. Ziefenbach Ulm Niederbiel Stodhausen 2. Schwalbach 2. Waldgirmes Wiejed- Vf Niederweijel Der Mittel Ein Fußb Die vierzehn Spi ting in Rodborough elno mit Dauerlauf Einem großen E e Spannung vorau tung auf die jüngerer iht verfehlte. Trok info völlig anderer Ten neuen Hut fau ajmertjamen und ta en fie allen Befehler en Uhr zu Bett. In dieser Zeit blidt ihrem Vater. Es Lande, welche dem M bollywood ihrem Ben Fahrer, genoß er über feit eines jeden Mi lage waren gerade hon früher, dabeigew Ereignis, dem Cupfin Did Marr fag zwi tiam den Worten Besondere Vorsicht ist im Umgang mit Gasbeleuchtung, Gasöfen und Gaskochapparaten nötig, da Gasausströmungen Explosionen und Gasvergiftungen zur Folge haben können. Gasschläuche sollen möglichst durch eiserne Rohrleitungen ersetzt, mindestens aber gut befestigt werden. Bei Leuchtgasgeruch sind die Fenster zu öffnen und die Ursache festzustellen, aber auf keinen Fall durch Ableuchten der Rohrleitungen mit Streichholz oder Licht, sondern durch Bestreichen mit Seifenwasser, wodurch Blasen an den undichten Stellen erscheinen, denn die Entzündungsgefahr ist so groß, daß selbst durch Betätigung elektrischer Schalter infolge der Funkenbildung eine Explosion ausgelöst werden kann. Auch die elektrischen Einrichtungen können zu Bränden Anlaß geben, wenn sie nicht fachmännisch angelegt und unsach gemäß benugt werden. Kleinere schadhafte Teile, vor allem auch Sicherungen, dürfen nicht geflickt, sondern müssen sofort ausgewechselt werden. Erforderliche Ausbesserungen an elektrischen Geräten lasse man nur vom Fachmann ausführen. Man schalte die Apparate nach Gebrauch aus und stelle Apparate, die dei der Verwendung heiß werden, wie Plätteisen, Kocher usw. auf unverbrennliche, z. B. eiserne Unterlagen mit Asbestauflage, weil schon sehr viele Brände dadurch entstanden sind, daß z. B. vergessen wurde, ein elektrisches Plätteisen auszuschalten, so daß das Eisen durch eine hölzerne Unterlage durchbrannte und einen erheblichen Brand verursachte. ( Schluß folgt.) en er auch, warum onte. Es war dieje en, immer lächelnden Temals eine Niederla uend und scheinbar Orfordstudent war sto garbeiter ihn Fren hr müßt euch i e befiere Mannschaf Er gewinnen müßt. 2 et ihr feit daran glau ditterlid an euren e abe im Cupfinale s bei irgendeiner and ali nervös; das i Eros ist, wird todfid Aber vergeet ei nicht erit jagen, w erzielen! Die meisten Zeitu iner Differenz von zu Nr. 1. Der Arbeitgeberverb en drei tarifbeteiligten hngau und Oberheijen meinen Arbeitsbedingun 5 usw.) zum 31. Dezem über ein neues Abkomm sführungsgejeges zur lon Die Genossenschaft fann m hin die Beiträge unmit In diesem Falle ist b enfrei an die Genoffenida tann Beitreibung auf de auch auf die Vollziehung n werden. chrichten. Durch die Ki nn zu Westhofen zum D rer Repp zu Nieder- Flite des Dekanats Worms dem Pfarrer Jllert Mittwoch den 5. November 1931. Fußball. „ Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Kurhessen Kassel SC. 03 Kassel 4: 1( 3: 0) Borussia Fulda Germania Fulda 2: 0( 2: 0) Germania Marburg Horas 6: 2( 2: 0) VfB. Gießen Odershausen 4: 2( 1: 1) Verein Spiele gew. 1.nent. verf. Tore Punkte Boruffia Fulda Germania Marburg 8 7 0 1 42:11 12: 2 8 6 1 1 26:16 13: 3 0 29:15 10: 6 1 23:12 9: 5 1 1 3 0 1 16:19 9: 7 17: 9 16:18 11:37 10:30 3:11 7: 7 7: 7 4:12 0 0 9:32 0:16 Göttingen 05 0: 7( 0: 1) S. C. 03 Kassel Sessen 09 Kassel BfBK.- Marburg Germania Fulda Kurhessen Stassel V. f. B. Gießen Horas elle zu Heuchelheim, Del Ockershausen jetretär Karl Möll be tung ab 1. Rovember in Gießen ernannt. gelegt. Das feit 23 J für Säuglingsfürsorge hrlich einer großen An aus hatten, während nd dadurch außerordent der Wirtschaftsnot gesch Vereins für Säuglingsfi hofft, nach Ueberwind Institut wieder aufleb Thema„ Reichs- und L nd im Café Leib in ein Spartei Reichstagsabgeo ordneter Dannenberg Vorstellung im Mittm Breisen heute abend„ Li Dern von Francis de C psangehörige. In Witt m. Reichswehr und Fr igen Sitz daselbst gegri ft der Bund in der Pfle o müstergültig getätigte Hermannia Kassel 87877878 54432210 Hessen Hersfeld Tura Kassel 4: 0 FC. Grone SC. Großalmerode 1: 0 Sport Kassel Northeim 2: 1( 2: 1) Butzbach 1900 Gießen 4: 5 Frohnhausen Bottenhorn Verein Wallau Weylar Bottenhorn 32322658 Sp. V. Wetzlar 5: 5( 3: 4) Wiesenbach 4: 1( 3: 0) 6 Spiele gem. unent. 8 7 1 4 4 verl. Tore Punkte 0 27:12 15: 1 0 25:18 12: 4 1 29:15 11: 5 2 2 20:14 1 3 9 21 01 W.- Niedergirmes Wiesenbach 72 0 1 10: 6 14:14 9: 3 16:18 5:11 15:38 5:13 10:13 4:12 12:18 4:10 11:19 3:13 * 1900 Gießen Frohnhausen Breidenbach Butzbach Dillenburg Aẞlar Steindorf Bissenberg Biskirchen 54412221 888881878 122146656 Gau Gießen- Weglar. Löhnberg Kampflos f. A. gewonnen Burgfolms 4: 3( 2: 0) Weilburg 5: 1( 3: 1) Hirschhausen 8: 0( 5: 0) Löhnberg 2. Holzhausen 4: 2( 2: 1) Nauborn Oberbiel 1: 4( 1: 1) ViB. Gießen 2. Ehringshausen 2. 4: 4( 2: 2) Daubringen Steinbach 2: 0( 1: 0) Großen- Bused- Leihgestern 2: 1( 2: 1) 101220 Verein Spiele gew. unentsch. Steinberg 5 4 Lollar 6 4 Leihgestern 6 3 es Bundes ist in Witte Butzbach II. 6 2 Daubringen 6 2 2 Gr. Bused 3 2 0 Garbenteich 5 1 0 5 0 0 Quedborn Laubach 2: 7( 1: 2) Merenberg 1. Obershausen 4: 0( 2: 0) Elbe, Königstraße 225, De reffeneinlagen und Kauti Geldgebern verspricht, ten oder noch grinder gen oder ihnen Anstellung Sren. Obwohl er den Geb en Summen ficherzustelle ermaßen ftets für sich fel ternehmungen hatte er i Leben gerufenen Gründ irmen. Vor Verbindung it werden. Steinbach verloren 0 Punkte 9: 1 8: 4 7: 5 6: 6 6: 6 4: 2 2: 8 0:10 O2222145 Niedershausen 2. Allendorf 1: 0 abgebrochen Grävened- Laubuseschbach 5: 1( 2: 1) Essershausen Weinbach 1: 2( 0: 1) Holzhausen 2. Niederbiel 1: 0( 0: 0) Ulm Braunfels 2. 6: 1( 2: 0) Biskirchen 2. Allendorf 2: 3( 2: 2) Tiefenbach Stockhausen 2. St. n. angetr. Verein Spiele Tore Allendorf 7 35:10 Punkte 12: 2 Biskirchen 2. 8 28:17 11: 5 Holzhausen 2. 7 21:14 8: 6 Braunfels 2. 7 25:29 8: 6 7 12:19 7: 7 6 19:15 6: 6 8 17:29 4:12 8 5:29 2:14 Din Klein, Giesse fenbad on Holz und brennbare a 50 cm und nach the die Rauchrohre dicht der Größe vor den tigt sind, damit bera eteile nicht zünden fonn 1, Herden u. Heizungen gehängte oder aufbewahr alls leicht zur Entzünd Hinaustragen von A eiferne Gefäße wegen enstände sollen nicht uni Umfange auf dem B peil dadurch ein Brand Treppe der Fluchtweg gang mit Gasbeleucht ig, da Gasansströmung r Folge haben Fons erne Rohrleitungen erfe Bei Leuchtgasgeruch be festzustellen, aber au rleitungen mit Streichbel en mit Geifenwaffer, Tiefenbach Ulm Niederbiel Stockhausen 2. Schwalbach 2. Weylar 3. 2: 6( 0: 4) Waldgirmes Werdorf 3: 5( 1: 3) Wiesed VfB. Gießen 3. 7: 4( 3: 3) Niederweisel Lich 4: 2 abgebrochen Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 27. Fortsetzung. Die vierzehn Spieler waren gerade von ihrem Spezialtraining in Rodborough zurückgekehrt, wo sie Ballpraxis abwechjelnd mit Dauerlauf und Springen geübt hatten. Einem großen Ereignis geht immer eine hochgradige nervoje Spannung voraus, und man konnte merken, daß die Spannung auf die jüngeren Mitglieder der Mannschaft ihre Wirkung nicht verfehlte. Trotzdem fonnte sich Sam Hollister welcher ein so völlig anderer Mensch geworden war, daß er sich sogar einen neuen Hut kaufte über sie nicht beklagen. Unter der aufmerksamen und taktvollen Obhut Ben Warriners gehorchten sie allen Befehlen und gingen jeden Abend pünktlich um jehn Uhr zu Bett. In dieser Zeit blickten sie zu Ben Warriner empor wie Kinder ihrem Vater. Es gab feine Fußballmannschaft im ganzen Pande, welche dem Manne, der sie führte, so viel verdankte wie hollywood ihrem Ben Warriner. Auf dem Felde ein genialer führer, genoß er überdies die persönliche Achtung und Freundaft eines jeden Mitgliedes jeiner Mannschaft. Seine Ratläge waren gerade jetzt von besonderem Wert, denn Ben war hon früher ,, dabeigewesen" bei dem nervenerschütternden großen Ereignis, dem Cupfinale. Did Marr saß zwischen den anderen Spielern und hörte aufmerksam den Worten des alten Internationalen zu. Jetzt verland er auch, warum Hollywood das Unglaubliche vollbringen onnte. Es war dieser kleine, vierschrötige Mann mit dem volen, immer lächelnden Gesicht, der sie so weit gebracht hatte, der iemals eine Niederlage zugegeben hätte, wenn sie auch noch so rauend und scheinbar unvermeidlich war. Der junge, fultivierte Orfordstudent war stolz darauf, daß dieser ehemalige Kohlenlergarbeiter ihn Freund nannte. tellen erscheinen, denn felbft durch Betätigun fenbildung eine Explo ngen Fönnen zu Branda nisch angelegt und unjab adhafte Teile vor allem dt, sondern muffen fofect Ausbefferungen an elett chmann ausführen. M aus und ftelle Apparat n, wie Plätteifen, oder ne Unterlagen mit be me dadurch entstanden fin trisches Platteifen aus hölzerne Unterlage dur verurfachte. t.) Ihr müßt euch immer und immer wieder sagen, daß ihr ie bessere Mannschaft seid," wiederholte Warriner, und daß r gewinnen müßt. Wenn ihr euch das unaufhörlich sagt, weret ihr fest daran glauben, und ich will, daß ihr fest und unerhütterlich an euren Sieg glaubt. Vertrauen zu sich selbst hat erade im Cupfinale mehr und ausschlaggebendere Bedeutung s bei irgendeiner anderen Gelegenheit. Beide Seiten sind naürlich nervös; das ist selbstverständlich nicht anders zu erwar en. Aber vergesset eins nicht: die Mannschaft, welche weniger tervös ist, wird todsicher das erste Tor schießen. Und ich muß ad nicht erst sagen, was es bedeutet, im Finale das erste Tor erzielen! Die meisten Zeitungen tippen Kensington als Sieger mit ener Differenz von zwei Toren. Laßt euch davon nicht beeinDaubringen 2. Lollar 2. 2: 4( 2: 2) Flensungen Ulrichstein 0: 4( 0: 2) Bobenhausen Ruppertsburg 1: 0( 1: 0) Lollar 1.1900 Gießen 4. 7: 3( 4: 0)( 6.) 1900 Gießen 5. Großen- Bused 2. 2: 1( 6.) Weyl. Sp.V. 5.- Garbenheim 2. 1: 0( 6.) Albshausen Burgsolms 2. 2: 2( 6.) Jugend: Butzbach 3: 1( 2: 0) Leihgestern 1. 3: 1( 2: 1) 2 1900 Gießen 2. 2: 2( 1: 1) Sp.V. Wetzlar 2. 1: 9( 1: 4) Bissenberg 1. 1: 1 Leun 1. 9: 1 Hochweisel 1. 3: 2 1900 Gießen 1. Garbenteich 1. BfB.-K. Marburg 1900 Gießen 3. Weilburg 2. Allendorf 1. Buzzbach 2. Wiesed 1. Sch. Leihgestern Sch. Sp.. Wetzlar 2. Butzbach Sch.- Wiesed 2. Sch VfB. Gießen 1. Sch. 1: 1 Wetzlar 1. Sch. 0: 2 Sch. 1900 Gießen 2. Sch. 1: 1 Klein- Linden Ech. 3: 0 Große 1- Bused 1. Sch. 1: 9 Lich Sch.. Garbenteich Sch. 2: 1 Handball: TV. Niedergirmes TV. 1846 Gießen VfL. Wetzlar 2.- Tuspo. Butzbach 2. TV. Wezlar 1. Jgd. Tuspo. Butzbach Jgd. Tuspo. Butzbach Sch. Secbach 1: 1 Tusp. Butzbach 4: 3 TV. Wezlar 2. 8: 3 TV. Pohlgöns 1. 4: 6( 2: 3) Heuchelheim Jgd. 11: 4 TV. Niederweisel Jgd. 7: 2( 2: 2) TV. Niederweisel Sch. 4: 0 Aus Gießen und Umgegend. VfB. Gießen Liga Odershausen Liga 4: 2( 1: 1) Der Tabellenlette, Odershausen, fonnte auch in Gießen feine Lorbeeren ernten und mußte wohl oder übel die Punkte den VfBern abliefern. In den Spiel selbst fielen nur einige wenige Einzelleistungen aus dem sonst recht klassearmen Niveau heraus. Buzzbach Liga 1900 Gießen Liga 4: 5 Die beiden Mannschaften lieferten sich einen überaus fairen Kampf, der, wenn auch nicht überragende Leistungen, so doch außerordentlich spannend verlief. Erst mit dem Schlußpfiff stand der Sieger fest. Aus Wieseck. Wiesed 1. VfB. Gießen 3, 7: 4( 3: 3). Zum Verbandsspiel in der Nachrunde trafen sich obige Mannschaften. Im Vorspiel gewann VfB. 7: 2. Das Spiel war offen und sehr schnell, Es bot eine Fülle schöner Momente und Situationen vor beiden Toren. Die VfB.er gehen durch Elf- Meter überraschend in Füh rung und erhöhen sogar auf 2: 0. Wiesed gelingt es dann, ein Tor vorzulegen, um bald darauf die Partie remis zu stellen. Wiederum gehen die Grün- Weißen in Front, doch kann der Plazbesizer bis zur Pause gleichziehen. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte ergibt sich dasselbe Bild. VfB. geht erneut in Führung. Jedoch wird dann ein Fernschuß vom Gäste- Hüter schlecht abgewehrt und langsam aber sicher rollt das Leder wiederum zum Ausgleich ein. Die Einheimischen nüßen eine Schwäche- Periode aus und können das Schluß- Resultat herstellen und 2 wertvolle Punkte gewinnen. Der Schiedsrichter gefiel nicht immer. W.- Steinberg 1.— Dutenhofen 1. 6: 4( 3: 1). Am vergangenen Sonntag lieferten sich beide Mannschaften unter der guten Leitung des Schiri Bernhard von Wiesed ein Gesellschaftsspiel. Obwohl der Boden sehr schlecht war, fonnte man doch Steinberg immer überlegen sehen. Während die Gäste mit aller Macht fämpften, nahmen die Platbesitzer das Spiel viel zu leicht und es fonnte nicht vermieden werden durch die folossale Umstellung der Steinberger, daß die Dutenhofener die Hintermannschaft der Plagelf 4 mal schlugen. Daubringen 1. Steinbach 1. 2: 0( 1: 0). Daubringen 2. Lollar 2. 2: 4( 2: 2). Daubringen hatte zum Verbandsspiel Steinbach als Gegner. Im Spiel war Daubringen ständig leicht überlegen, ohne jedoch Tore machen zu können. Nach Beginn der 2. Halbzeit hoffte man auf Torsegen, aber die Hintermannschaft der Steinbacher hatte einen guten Tag und wehrte alle Angriffe ab. Ein Weitschuß des linken Läufers führte dann zum 2. Treffer für Daubringen. Im allgemeinen war das Spiel schnell, jedoch beiderseitig systemlos. Steinbach hinterließ hierselbst einen guten Eindrud. Vorher spielten die 2. Mannschaften von Daubringen und Lollar. Das Treffen wurde in der ersten Halbzeit offen gehalten, jedoch flussen! Hat man uns nicht vor jedem Spiel in diesem Cup eine sichere Niederlage prophezeit? Und haben wir nicht trotzdem immer gewonnen? Die Mannschaft ohne Anhang' nannten sie uns, aber sie werden die Augen aufreizen! Der ganze Norden und ein guter Teil der Midlands wird uns zum Finale begleiten. Sie werden unser gutes altes Rot und Weiß tragen und uns zujubeln vergesset das nicht, ihr Burschen! Die Elf ohne Anhang' daß ich nicht lache! London wird Samstagmorgen aufwachen und die Straßen von ihnen gedrängt voll finden! Nicht viele von euch wissen etwas über Kensington, außer daß sie an dritter Stelle in der ersten Liga stehen; so will ich euch über jeden einzelnen Mann etwas sagen. Millington ist ein guter Tormann, nichts mehr. Er hat die Gewohnheit, aus dem Tor zu laufen das ist ein Tip für dich, Dick. Harvey und Bennisson sind zwei sehr tüchtige Verteidiger, aber nicht zu vergleichen mit George Bennett und Len Tranfield. Beide arbeiten stark mit ihrem Gewicht, aber wenn man sehr nahe an sie herankommt, sind sie unsicher beim Schießen. Spielt euch nahe heran an sie, ihr Stürmer, das ist der Tip, den ich euch gebe. Mc. Nair, Lee und Hulme sind gute Läufer! Sie sind groß und stark wie die Verteidiger, und jie verstehen das Angehen. Kensington hat immer eine Vorliebe für große, starke Leute gehabt, und wenn die beiden Mannschaften aufmarschieren, wird Hollywood aussehen wie eine Mannschaft von Kindern, die gegen die Väter spielt. Das soll uns aber nicht bange machen," scherzte der Mittelläufer, der einmal selbst vor Jahren die drei besten Stürmer, welche je das Wahrzeichen Schottlands, die Distel, an der Brust trugen, vollkommen lahmgelegt hatte, trotzdem er seinen Gegnern faum bis zu den Schultern reichte. Die Gefahr droht von Dell, dem Mittelstürmer Kensingtons, und von dem linken Flügelpaar Crosby und Mc. Kie. Das wird aber Billy Wrenlods und meine Sache sein. Nicht wahr, Billy?" Wrenlod, ein ehemaliger Soldat, der im Armeefußball so Erstaunliches geleistet hatte, daß Sam Hollister ihn aus dem Heeresdienst herausgekauft hatte, grinste statt jeder anderen Antwort. Billy war niemals ein großer Redner gewesen, aber so manche Flügelberühmtheit wurde an ihm zuschanden. Wenn Kensington in der heute in den Zeitungen veröffentlichten Aufstellung antritt es ist übrigens die beste Aufso müssen wir nach rechts spielen. stellung, die sie haben-, Mc. Nair sowohl als Harven sind schwächer als Hulme und Bennison. Bill Lennie, du weißt, was du zu tun hast. Zuerst hinüber zu Walter und dann Did, mein Junge, einen tühlen Kopf behalten. Vergiß nicht, daß Millington gern aus dem Tor läuft, um Flantenbälle wegzufausten. Das ist alles, Jungens! Auf Wiedersehen bei der Abfahrt!" Nr. 88. konnte Lollar durch körperliche Ueberlegenheit in der zweiten Halbzeit mit 4: 2 Treffer den Sieg sicher stellen. 1900 Gießen 1. Jgd.- VIR. Butzbach 3: 1( 2: 0). Die törperlich bedeutend stärkeren Gäste versuchten, fehlende Technik durch Wucht und Härte zu ersehen, die gar zu oft die Grenze des Erlaubten überschritten. Daß es aber soweit fam, ist nur Schuld des Schiedsrichters, der sich scheute, von vorneherein streng durchzugreifen. Gerade bei Jugendspielen soll man hier im Interesse der Erziehung zu anständigen und fairen Sportsleuten feine Nachsicht üben. Sehr unsportlich mutete es noch an, als nach Schluß des Spieles die Gäste ohne Ausbringen des Sportrufes den Plaz verließen. Gute Sportler müssen auch ehrenvoll unterliegen fönnen. 1900 hatte so während des ganzen Spieles einen recht schweren Stand und konnte sich da= her nicht recht entwideln. Die Mannschaft hat aber auf Grund ihrer besseren Spielweise verdient gewonnen. V. Aus Weklar und Umgegend. Die Liga des Sp.V. war in Frohnhausen( Bericht darüber an anderer Stelle). Die 2. Elf war spielfrei, die 3. gewann in Schwalbach gegen deren 2. Elf sicher mit 6: 2 Toren. Die bis jetzt ungeschlagene 5. Elizia"-Mannschaft gewann auch das Rückspiel gegen Garbenheims 2. M. durch einen verwandelten Elfmeter Hertstein K. Die Tisch- Tennis- Abteilung brachte die große Ueberraschung fertig, in ihrem ersten Turnier den VfL.W. im Lokaltreffen 10: 6 zu schlagen. Von den 12 Einzel- Spielen für Herren gewann der Sportverein 8 durch seine bessere Durchschnittsstärke und der VFL. 4 durch seine besseren Spitzenspieler. Von den 4 Herrendoppel gewann jeder Verein 2, so daß das Endergebnis 10: 6 für den Sportverein lautete. Der Saal im ,, Grünen Laub" war bis auf den letzten Play von Zuschauern besetzt, welche begeistert den spannenden Kämpfen folgten und reichlich Beifall bei guten W.Z.W. Leistungen spendeten. Bissenberg Weilburg 5: 1( 3: 1). Mit großer Spannung sah man am vergangenen Sonntag der Spielentscheidung Bissenberg Weilburg entgegen. Bissenberg, durch Ersatz geschwächt, mußte Weilburg nach schnellem Spiel in Führung gehen lassen. Kurz darauf glich der M.St. Wolf der Platzmannschaft nach guter Rombination aus. Weilburg fämpfte, doch erfolglos. Die Bissenberger Hintermannschaft zeigte gute Abwehr und ihr schneller Sturm fonnte bis zur Halbzeit nach schönen Vorlagen von Bingel und Wolf durch den R.A. das Resultat auf 3: 1 für sich erhöhen. Nach der Pause wurde schneller und wuchtiger gekämpft. Beide Mannschaften zeigten gute Leistungen. Die schnelleren Bissenberger konnten durch ihren R.A. ein weiteres Tor für sich erzielen, dem ein sicherer Elfmeterstoß von R. Anschütz folgte, der das Ergebnis sicherstellte. Die seither ungeschlagenen Weilburger mußten somit ihre erste und hohe Niederlage hinnehmen. Biskirchen 1. Hirschhausen 1. 9: 0( 6: 0) Am Sonntag tamen zwei wichtige Verbandsspiele zum Austrag: Galt es für die zweite Mannschaft die Spitze zu vertetdigen, so galt es für die erste, dieselbe zu erobern. Doch nur der Letzteren gelang ihr Vorhaben. Die zweite Mannschaft, die gegen ihren stärksten Gegner, die erste Mannschaft von Allendorf, spielte, mußte auf zwei ihrer besten Leute verzichten. Trotzdem die Mannschaft die ersten 20 Minuten drängte und auch 2 Tore vorlegen fonnten, machte sich doch das Fehlen der beiden Leute bemerkbar. Biskirchen spielt zerfahren und Allendorf wird merklich besser. So kommt es, daß Allendorf bis zur Pause ausgleichen kann. Die zweite Hälfte beginnt mit leichtem Drängen der Gäste, in deren Verlauf sie ihr Führungstor erzielen können. Biskirchen dreht nun noch einmal mächtig auf, aber Allendorf verteidigt mit allen Mannen sein Heiligtum und läßt es zu feinem Erfolge mehr kommen. Endresultat: 3: 2 für die Gäste. Sodann betreten die ersten Mannschaften von Biskirchen und Hirschhausen den Platz. Sofort nach Anstoß übernimmt Biskirchen das Kommando und kann schon in der zweiten Minute das Führungstor erzielen, dem bis zum Halbzeitspfiff weitere 5 Tore folgen. Nach Wechsel dasselbe Bild. Biskirchens Sturm tadellos in Fahrt zwingt den Gästetormann noch fünfmal hinter sich zu greifen, wovon aber ein Tor wegen Abseitsstellung nicht gewertet wird. Endresultat: 9: 0 für Biskirchen. Da Holzhausen in Löhnberg verloren hat, führt Bistirchen nun in der A- Klasse mit 1 Punkt Vorsprung. Die Schiri beider Mannschaften leiteten einwandfrei. O. H. Rund um Ulm herum. Die Verbandsspiele der ersten Serie in der B.- klasse, Gruppe 3, sind bis auf drei Spiele beendet. Am Sonntag standen die ersten Rückspiele auf dem Programm. Sämtliche acht MannErst als der Morgen graute, schlief Marr ein. Im Traum verwandelte sich ihm das Cupfinale aus einem Fußballwettspiel zu einer Schlacht bewaffneter Männer. Trompeten und Hörner bliesen, Trommeln ertönten dumpf und riefen zur Attade Er setzte sich im Bett auf und rieb sich verwundert die Augen. Er wußte, er mußte geträumt haben, aber woher um Himmels willen kam dieser infernalische Lärm? Er eilte zum Fenster, nachdem er durch einen Blick auf die Uhr festgestellt hatte, daß es sechs Uhr war. Richtig, da unten war eine Armee, aber es war eine Armee begeisterter Enthusiasten, die gekommen waren, das größte Fußballwettspiel des Jahres zu sehen. Alle trugen sie rotweiße Abzeichen, beinahe alle waren sie mit Kindertrompeten bewaffnet, auf denen sie ihre steinerweichenden Melodien bliesen, welche in der stillen Londoner Straße widerhallten und die Dienstmädchen verdugt und ver ängstigt zu den Fenstern riefen. Es war schlimm genug, um jedem eine Gänsehaut über den Rüden jagen zu lassen, doch Marr konnte ihnen nicht böse sein. Das waren die Leute, welche Hollywood in wenigen Stunden zujubeln würden! Der am Fenster stehende Mittelstürmer wurde bald entdeckt und erkannt. ,, Hoch, Dick Marr!" ertönte es. Auf Wiedersehen beim Finale!" Beim Frühstück, das Did gemeinsam mit seinen Kameraden einnahm, betam er einen weiteren Beweis von der entschlojsenen Art, mit welcher die Massen aus dem Norden und den Midlands von der Metropole Besiz ergriffen hatten. Obgleich Hollister das Wavertree- Hotel gewählt hatte, weil es in einem abseits gelegenen stillen Stadtviertel lag, zog doch eine unabsehbare Prozession von Autos, Kutschen und anderen Vehikeln vorbei, voll beladen mit Leuten, die das rotweiße Abzeichen Hollywoods trugen. ,, Wenn es hier schon so zugeht," fragte der Manager ,,, wie mag es dann erst im Strand und den anderen Hauptstraßen aussehen?" Die Frage wurde von einem Londoner Zeitungsmann beantwortet, der, geleitet von Jimmy Dunster, auf den Manager zufam. Alle möglichen Reforde werden heute gebrochen werden, Mr. Hollister," bemerkte der Journalist. Ihre Mannschaft hat die Phantasie des Südens gefangen; auch fonnten Sie feinen besseren Gegner als Kensington finden, um die Massen anzuziehen. Interessant ist, daß Kensington in dieser Saison schon einige Ligawettspiele auf dem Spielplatz von Stamford Bridge gespielt hat..." ( Fortsetzung folgt.) Mittwoch den 5. November 1931. schaften waren aktiv tätig. Das wichtigste Spiel fam in Bistirchen zum Austrag. Hier standen die beiden Tabellenersten, Biskirchen 2. und Allendorf 1. im Kampfe.( Sh. Bericht aus Biskirchen.) Der Tabellendritte, Braunfels, war in Ulm. Die Ulmer Mannschaft befindet sich 3. 3t. wieder in guter Form. Einem 5: 3- Sieg in Niederbiel folgte ein 2: 0- Sieg in Stockhausen und am Sonntag triumphierte die Mannschaft hoch mit 6: 1 Toren über Braunfels. Das Spiel war äußerst fair und ruhig. Halbzeit 2: 0 für Ulm. Ca. 100 Zuschauer. Gauobmann Klier- Weklar leitete das Spiel zur Zufriedenheit beider Mannschaften. Holzhausen 2. und Niederbiel 1. freuzten in Holzhausen die Klingen. Im Vorspiel in Niederbiel trennten sich beide Mannschaften Unentschieden 3: 3. Diesmal blieben die Platzbejizzer fnapp mit 1: 0 Toren über die äußerst fairen und sympathischen Niederbieler Sieger. Tiefenbach 1. gegen Stockhausen 2. Kampflos gewannen die Tiefenbacher das Vorspiel, denn eigenmächtig hatten die Stodhäuser das Spiel wegen spielunfähigen Plazes abgejagt, während der Schiedsrichter anders berichtete. Die Stodhäuser überließen auch diesmal den Tiefenbachern kampilos die Punkte. Grävened 1. Laubuseschbach 1. 5: 1( 2: 1). Am Sonntag trafen sich obige Mannschaften zum fälligen Rüdspiel in Grävened. Grävened hat Anstoß und spielt zuerst mit dem Winde und der Sonne im Rüden. Es legte mächtig los und konnte ungefähr in der 15. Minute zum ersten Tor einsenden. Laubuseschbach spielte nun mächtig auf Ausgleich, wel cher den Gästen auch furze Zeit darauf gelang. Grävened schoß aber noch vor der Pause das 2. Tor. Mit 2: 1 ging es in die Pause. Nach der Halbzeit drängte Laubuseschbach mächtig auf Sieg und Punkte. Aber die Hintermannschaft und besonders der Tormann von Grävened ließen sich nicht mehr schlagen. In regelmäßigen Abständen erzielte vielmehr Grävened noch weitere 3 Tore, darunter ein Elfmeter. Laubuseschbach hatte bei diesem Spiel viel Pech. Soviel Tore schlechter waren sie nicht. Bei der Playmanschaft waren der Tormann und der rechte Verteidiger sehr gut. Schiri Presber- Stodhausen ausgezeichnet. Leichtathletik. Sch. Zwei- Stundenlaufen der Spielogg. 1900 Gießen. ,, Gießener Zeitung" Acht Jahre von der Mutter gefangen gehalten. Darmstadt. Einen unmenschlichen Grausamkeitsaft hat die Kriminalpolizei in dem kleinen Ort Stodstadt am Rhein entdeckt. Dort war seit einigen Jahren die Schwester eines Friseurs vermißt. Nachforschungen blieben erfolglos, bis sich erst jetzt die Kriminalpolizei der Sache annahm. Eine überraschende Haussuchung in der Wohnung des Friseurs brachte das jetzt vierundzwanzig Jahre alte Mädchen zutage. Sie lag in völlig verwahrlostem Zustand und bis zum Sfelett abgemagert im Bett. Das Mädchen war von seiner Mutter seit seinem sechzehnten Lebensjahr in einer kleinen Kammer gefangen gehalten worden, wo es infolge der schlechten Behandlung und Verpflegung geisteskrant geworden ist. Das unglüdliche Geschöpf wurde sofort einem Krankenhaus zugeführt. Etwas spät und etwas über Bausch und Bogen hatte die Spielvereinigung 1900 noch ein Zwei- Stundenbahnlaufen ausgeschrieben. Die Veranstaltung tam am Sonntag auf dem Universitätssportplak auf dem 1900er- Sportplay waren die Windverhältnisse etwas ungünstig zur Abwidlung. Es katte sich ein fleines, aber auserlesenes Feld eingefunden. Gerhardt1900, der Favorit, setzte sich sofort an die Spitze, wurde aber bis furz nach 10 Km. dicht von Siegel( Postsporto. Frankfurt) und seinem Clubkameraden Schaaf gefolgt. Die übrigen Läufer, Jädel- Saarbrüden, dem der Kaschauer Marathonlauf noch in den Gliedern lag, und die beiden Kasseler Jäger Hermann und Reinhardt waren schon zurüdgefallen. Zwischen 15 und 20 Km. ging Gerhardt seinen Gegnern auf und davon und lag auch bei 25 Km. noch derartig günstig, daß bei gleichmäßigem Weiterlaufen der deutsche Rekord wahrscheinlich unterboten worden wäre. Da tam nach dem 25. Km. ein plötzlicher Schwächeanfall, der vom Magen auszugehen schien, der den 1900er zwang, zu gehen und so seinen über 4 Minuten betragenden Vorsprung aufzugeben. Tragisch! Siegel lief gleichmäßig weiter und konnte dadurch noch an Gerhardt, der gerade noch vor dem ebenfalls ansprechend laufenden Divisionsmeister Herrmann den 2. Platz halten konnte, vorbeigehen. Auch Schaaf hielt sich tapfer. Das Rennen verlief jederzeit spannend. Nachstehend die Ergebnisse: Siegel, Postsportverein Frankfurt a. M. 30 515,95 m Zwischenzeiten: 5 Km. 17: 36,1, 10 Km. 36: 03,5, 20 Km. 1: 13,53, 30 Km. 1: 57,42. Gerhardt, Spielvereinigung 1900 Gießen. 29,717,40 m Zwischenzeiten: 5 Km. 17:36, 10 Km. 36:03, 15 m. 54: 29,4, 20 Km. 1: 12: 17,2, 25 Km. 1:32:05. Herrmann, Jägerbatl. Kassel, Sportabtlg. Schaaf, Spielogg. 1900 Gießen Jäckel, SC. Saar 05 Saarbrüden 29 615,45 m 28 440,05 m 27 297 Aus Nah und Fern. m Evangelisches Lehrerstudentenheim. Mainz. Jn Mainz wurde das evangelische Melanchthonheim eingeweiht. Der Vorsitzende des Hessischen Melanchthonvereins und des Kuratoriums des neuen Heimes, Landeskirchenrat D. Wait schilderte Entstehung und Bedeutung des neuen Heimes. Das Heim hat Raum für 30 Lehrerstudenten. Herborn. In der Nacht zum Montag verübten jugendliche Mitglieder der KPD. schwere Ausschreitungen. Zahlreiche Fensterscheiben wurden zertrümmert und Drohungen ausgestoßen. Buzzbach. Um das Amt des Bürgermeisters in Butzbach, das am 15. November d. Js. durch den Weggang des jetzigen Bürgermeisters Dr. Jansen frei wird, haben sich insgesamt 122 Personen beworben. Großfeuer auf einer Domäne. Herborn. Auf der Domäne Hof Krempel im Westerwald brach am Dienstagmorgen gegen 4 Uhr ein Großfeuer aus. Die Flammen tamen in dem großen Oekonomiegebäude auf, das mit der ganzen Ernte dieses Jahres bis auf die Grundmauern niederbrannte. Nidda. In der Stadt Nidda mögen rund 600 Haushaltungen geführt werden. Etwa 60 davon, also rund ein Zehntel, behaupten, ihre Miete nicht mehr aufbringen zu können und beantragen Unterstützung aus öffentlichen Mitteln. Westerburg. Zum tommissarischen Landrat des Kreises Westerburg ist Regierungsrat Schüling vom Polizeipräsidium in Berlin ernannt worden. Fulda. Der Bahnassistent Mann hat bei der Bahnmeisterei Flieden Unterschlagungen von rund 20 000 Mark begangen. Steuereintreibung zwei Tote. In die Drogerie des Josef Finze in Mittellangenau bei Hohenelbe kam ein Steuerbeamter aus Hohenelbe, um die Zwangseintreibung einer größeren Steuerschuld vorzunehmen. Noch bevor die Amtshandlung beginnen konnte, zog der 38 Jahre alte Drogist plötzlich einen Revolver und schoß seine fassungslos weinende Frau von rückwärts nieder. Dann eilte er in den Laden und jagte sich vor den Augen des Steuereretutors eine Kugel durch das Herz. Beide waren sofort tot. Bensheim. Die Vertretertagung des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen in der Kriegerfameradschaft ,, Sassia" begann am Samstag, zu der sich zahl= reiche Vertreter eingefunden hatten. Am Sonntagvormittag wurden die Hauptreferate erstattet. Ein zweistündiges Referat über ,, Arbeitslosenversicherung" hielt der Vorsitzende des Arbeitsamtes Gießen, Regierungsrat Dr. Bues. Vom Deutschen Reichskriegerbund„ Kyffhäuſer", Berlin, referierte Dr. Ebert über den Stand der Versorgung nach dem Reichsversorgungsgesetz. Briefmarkensammlung nur größeres Objekt gegen Barzahlung zu kaufen gesucht. Besichtigung und Übernahme am Wohnort des Besitzers, Angebote von kleinen oder Schülersammlungen zwecklos. Willi Tichauer, Berlin- Charlottenburg 2, Niebuhrstr.2. Großes Sprengstofflager ausgeplündert. Nr. 88. Einkünfte der Kassenärzte, die jetzt schon sehr hoch ist und die nicht nur bleiben, sondern noch steigen wird, die Einnahmen der Aerzte aus ihrer Tätigkeit für die Träger der Sozialversicherung und der Fürsorge von der Gewerbesteuer befreit werden. Die Aerzteschaft nimmt mit den jezigen Zugeständnissen die letzt nochmöglichen Entbehrungen auf sich, die ihr im öffentlichen Interesse zugemutet werden können. Kommunismus und Religion. Bekanntlich ist der religiös- sozialistische Pfarrer Edert in Mannheim zur kommunistischen Partei übergetreten und hat seine Studienreise nach Rußland unternommen. Nach seiner Rückkehr soll er als Werber für die KPD. verwandt werden. Nun erklärt der Vertreter der Bezirksleitung der KPD. in Baden, Karl Fischer, wie die sozialistische Mannheimer Volks stimme mitteilt:„ Wir stehen der Kirche hemmungslos feindlich gegenüber. Nur wer auf der Grundlage unseres Programms und unserer bolschewistischen Prinzipien zu kämpfen bereit ist, der ist uns willkommen. Wie Eckert die Spannung zwischen religiöser Ueberzeugung und politischem Bekenntnis in sich überwindet, ist ein nur ihn persönlich angehendes Problem. Versucht er, für seine religiösen Anschauungen in der Partei zu werben, wird er ausgeschlossen." Wir vermuten, daß Edert, wenn er wirklich noch religiöser Sozialist ist, sich seine Stellung in der KPD. anders gedacht hat. In dem ehemaligen Heeresmunitionsschuppen in Cosel waren seit langem etwa 300 Kilo Sprengstoff und Schwarzpulver untergebracht, die dem Wasserbauamt für Eissprengungen zur Verfügung standen. Seit einiger Zeit trugen sich die Behörden mit dem Gedanken, den Sprengstoff aus dem Munitionsschuppen herauszuschaffen und an einer sicheren Stelle unterzubringen. Eine Kommission, die am Montag eine Nachprüfung der Bestände vornehmen wollte, mußte die überraschende Feststellung machen, daß die drei eisernen Türen des Schuppens erbrochen worden sind und das ganze Lager ausgeräumt worden ist. An einer der Türen stand mit Kreide geschrieben:„ Heil Mostau!" Die Aerzte nehmen das Abkommen mit den Krankenkassen an. Standard- Dreißigtagefahrt auf dem Nürburgring. Wohl noch nie stand bei einer Kraftwagenveranstaltung der Gedanke der Wirtschaftlichkeit so im Vordergrund aller Ueberlegungen wie jetzt bei der Standard- Dreißigtagefahrt auf dem Nürburgring! Schon die Auswahl einer Reihe der meist ge= fahrenen Kraftwagen durch eine neutrale Kommission des ADAC. und AvD. aus den Händlerlägern bezw. Fabrikniederlassungen gibt der Oeffentlichkeit die Garantie, daß es sich hier um völlig normale Serienfahrzeuge handelt, wie sie jeder Kraftwagenliebhaber beim Händler heute kaufen kann. Zur Stellungnahme und Abstimmung über die Grundsätze, die die Beziehungen zwischen den Kassenärzten und den Krankenfassen neu regeln sollen, hatte der Verband der Aerzte Deutschlands( Hartmannbund) am vergangenen Sonntag eine außerordentliche Hauptversammlung nach Leipzig einberufen. Der Bedeutung der Entscheidung dieser für die Aerzteschaft so schicksalsschweren Frage entsprach die außerordentliche Beteiligung aus allen Teilen des Reiches. Da die Annahme der bei den Berliner Verhandlungen aufgestellten Grundsätze die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Aerzte aufs Aeußerste belastet, kamen im Verlauf einer vielstündigen Debatte starke Strömungen auch gegen eine Annahme des Vertragswerks zum Ausdruck. G Ericheint Bezugspreis 2,4 Medallionsschluß früh endung nicht verlan 44 Jahrg. Molitifa Der deutsche Botic mittag jeine zweite U Sedankenaustausches u beratende Sonderaussch Interfuchung der deuti Der neue Reichst eine Tätigkeit aufgen lan, für dessen Durch gung gestellt werden Den deutschen Kre Borauslegungen eine Dihrt werden. Die nächste Sonde wegen des mandichurij Da 16. November nad Der amerikanische Times" zufolge i ris gejezt, daß die Be Balferbundsrefolution Einer der ersten und wichtigsten Punkte, die von maßgebender und ausschlaggebender Bedeutung für Wirtschaftlichkeit und Lebensdauer eines Kraftwagens sind, ist das sorgfältige Einfahren des Wagens. Durch tägliche Leistungs- und Verbrauchsprüfungen auf dem Standard- Prüfstand konnte der Gang des Einlaufens, die Steigerung der Motorleistung usw. genau festgestellt werden. Mit Beendigung des Einfahrens fielen die festgesetzten Geschwindigkeits- Beschränkungen fort. Jetzt laufen die meisten Wagen in dem schwierigen Gelände des Nürburgrings bereits über 15 000 Kilometer und befinden sich, trotz der schweren Prüfbedingungen, noch in ausgezeichneter Verfassung und auf der vollen Höhe ihrer Leistungsfähigkeit. Es kann also schon aus den bisherigen Ergebnissen der Dreißigtagefahrt für alle Kraftfahrer die Nuhanwendung gezogen werden, daß das deutsche Kraftfahrzeug, so wie es der Konsument erhält, ein zu= verlässiges und betriebssicheres Beförderungsmittel ist und daß Reparaturen auf ein Minimum beschränkt werden, wenn das Einfahren mit der notwendigen Sorgfalt geschieht: mäßiges Tempo, Wagenpflege und gute Betriebsstoffe! Die Hauptversammlung stimmte schließlich den Grundsätzen zu, weil sie in dem Zustandekommen der Regelung einen Weg zu verständnisvoller Zusammenarbeit zwischen Aerzteschaft und Krankenkassen erblickt, die vor allem den Interessen der Versicherten, aber auch denen der Vertragsschließenden dient. Mit Recht erwartet jedoch die deutsche Aerzteschaft, daß angesichts der durch das Abkommen bedingten Verminderung der Gelegenheitskauf! Die Freude jeder Hausfrau 60 ff. Neue Delikatesalzheringe Dose m. ff. Rollmops u. ff. Bism. u. Filetheringe. Seeaal u. ff. Seringssalat, 2 Dosen ff. Delsardin., 1 Dose Brather., 1 Kiste Bükling u. noch Mattj.Neue Bücher. Winke für diese Notzeiten! Unabhängige, rückhaltlose Kurzberichte über alles aktuelle, geschäftliche, wirtschaftliche, steuerliche und rechtliche Wissen, Werden und Vorsorgen gibt uns die neue Halbmonatszeitschrift ,, Notwinke" des Verlags für Wirtschaft und Verkehr in Stuttgart, Pfizerstraße 20. ,, Es war einmal..." Unsere Volksmärchen! Wer kennt sie noch?„ Die Woche" veranstaltet in ihrem neuesten Heft ( Nr. 45) ein großes Märchen- Preisausschreiben, das mit hohen Geldpreisen ausgestattet ist. Die Woche" hat aus 10 deutschen Volksmärchen kleine Textstellen abgedruckt, danach sind die Titel der Märchen zu erraten. Wer enträtselt den Zauberring? Der Schicksalsring des Grafen von Veltheim zu Harble wird urkundlich bis ins 12. Jahrhundert nachgewiesen. Besondere Bedingungen, welche mit dem Besitz des Ringes verbunden sind, sichern der Familie stän= diges Glück. Der geheimnisvolle Ring trägt eine Inschrift, um deren Entzifferung man sich bisher vergeblich bemühte. In der jetzt erschienenen illustrierten Zeitschrift ,, Neue 3. 3." ist der Ring sowie die Inschrift veröffentlicht. Vielleicht gelingt es einem Leser, das Geheimnis zu enträtseln. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Das ewige Streichholz Erlkönig Der mandschurische der Flüchtlinge, die Kugland vertrieben w Unterlommen gefunde Die Kämpfe an Ariegsministerium wi pen ausdrüdlichen V Ingegriffen worden si Der bereits anget der Handel mit den 3ader, Salz, Petroleu wird, ist vom Parlam Der italienische Washington zum Bei antreten. Die Ausschreitung perjilat in Warschau fam es auch außerh teilen wiederholt zu wischen Studenten Ueber die Einfüh Dem Gesamtverband Sewerkschaftsverbände gefunden, die Aussicht In einem Teil de Die Arbeit. Insgejam Entgegen andersl hren wir, daß in d Beratungen über eine Berlin nicht stattgefu beraumt sind. Das Koalitio Der Reichsausschu Connerstag im Plena Der Borsitzende der P Ebarje gegen die Koa jungiter Zeit von S entlichkeit erörtert wo Zentrumsfrattion ner Rechtsregierung ibern. Der Kernpu ringen des Reichstan Erining steht den Bar Dis vorherige. Ich w latorische Maßnahme Deathe Bolt noch vo Lungen stellen. Umjo mägige Verteilung u. Lachshering. 12 ersetzt garantiert 20000 Stück Streichhölzer Feder Verbands- u. Vereins- Vorsißender teil. 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