Nr. 26 Gießener Zeitung Cen Walzen zu bear genug sein. Die zu aßenräumer, Bezitts aßenerneuerung über pläge, so ist auch die ehandeln, ebenso be nggruben einer ver für Hoch- und Stab fähig für die Nagelam erfolgreichsten vor en, Laufbahnen lohnt Die Grünflächen find Pflanzenreste, Untat Handrechen hat den ird, was später ihrer Sprunggruben erfor n ihrer ganzen Tiefe Luft auszutrodnen. immer wieder einen dem Sägeipäne und muben zu verhindern. rlohe immer noch das Tite Niedersprungitelle. endig erweisen, wo die ig wird die Schönheit ün der weiten Flächen als oberste Lajur ijt Det man Porphyrmehi. esitzer in den Kohlenbrot mit Vorteil ver werden, daß sich die Benutzern empfehlen, er Leibesübungen eindaß die Uebungsstätten es bedeuten. Auch bei erbereitschaft der Mitllen ein entsprechender Reiten Oswaldsgarten hier in ne aus der Wetterau, ■ und vom Vogelsberg eßen. valdsgarten gemeinsam Seiten Pferde prämiiert nan das Interesse für völkerung mehr weden. er. Eine Reise durch die und Afrikas. 382 S. mk. Volksverband der 5., Berlin- Charlotten lesen. Die aus unmit brüde, Beobachtungen, dedungen des Autors Südamerikas, Südeu und überaus kontrast gefahren und gewal nd Lebensanschauun Zenschentallen dieler rle die unüberbrüd Texotischen Welt so ten Unterschiede her: Jeder, der sich mit ein neues Eigenheim richten will, findet in chöne Heim" mit vielen chkundige Anregungen. heit und Wirkung guter Möbel und Räume. Jubiläumsausgabe, das her Bühnenangehörigen, ift ,, Der neue Weg", die rscheint, bringt wieder die Bühnenangehörigen. Zeitschriften zur 60- JahrIch großes Interesse man ehat. in der Stadt Lügde in werden zwischen den Speitroh wird entzündet und einer Anhöhe ins Tal rbrauch veröffentlicht die trierten Presse( Nr. 14) n Klein in Gießen. tlicher Dank! ich gern briefl, jedem, der smus, Gicht, Ischias, Neren leid. mit, wie ich v.mein. rzen d. e. garant, unschädl Arznei) befreit wurde. Nur e schreckl. Schmerz. selbst rd begreifen, wenn ich dies tgebe. Krankenschwester Reichenhall 456( Bayern) Hexen 30% chnell, sanft und lange. aul Aug. Weck, Erfurt T KÖLN er 1931 Tiche, Rechtswissenschaft u.Handelslehrerftudium. he Semester) und Philo Den 15. April. Die Ein 8. April einschl. Das Bor erfitäts- Sefretariat gegen 7. Porto) bezogen werden Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. - Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. 44. Jahrg. Rolitische Rundichau. Jm Reichstag sind nunmehr auch Anträge der Deutschnatio= nalen und der Nationalsozialisten auf Einberufung des Reichs= tags eingegangen. Die Anträge werden in der für den 8. April anberaumten Sigung des Aeltestenrates erledigt werden, in der auch der gleiche Antrag der Kommunisten zur Entscheidung steht. Der Reichspräsident hat den Botschaftsrat bei der Botschaft in Paris Dr. Rieth zum Gesandten 1. Klasse in Wien ernannt. Der Konflikt in der Nationalsozialistischen Deutschen Ar-. beiterpartei hat sich am Donnerstag weiter verschärft. Man tann nunmehr von einer offenen Revolte der SA- Führer Ost deutschlands sprechen. Nachdem am Mittwoch von Hitler die Absegung des Osaf( Oberster Sturm- Abteilungs- Führer Ost), Hauptmann Stennes, verfügt worden war und am gleichen Abend von Berliner SA.- Leuten eine außerordentlich scharfe Entschließung gefaßt worden ist, die gegen Hitler die allerschwersten Vorwürfe enthält, haben Bestrebungen eingesezt, die Berliner SA.- Front durch Hinzuzichung der SA.- Führer Ostdeutschlands zu verbreitern. Wie die Reichsleitung der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei mitteilt, ist der seitherige Gruppenführer Ost der S.-A., Hauptmann a. D. Stennes, mit sofortiger Wirkung aus der Partei ausgeschlossen worden. Nach seinem vollzogenen Rücktritt ist Minister Dr. Frid am 1. April nach München gereist. Im Thüringer Landtag ist ein Antrag der KPD. angenommen worden, der die Haftentlassung des Schriftleiters Gäbler fordert. Gäbler, der als Listennachfolger für einen aus: geschiedenen kommunistischen Abgeordneten in Frage kommt, verbüßt gegenwärtige eine Freiheitsstrafe wegen Hochverrats. Der Senat der Freien Stadt Danzig hat das danzig- polnische Abkommen über das Anlegerecht polnischer Kriegsschiffe im Danziger Hafen gekündigt, da er auf dem Standpunkt steht, daß Danzig feinerlei Flottenbasis sein darf und überdies der Gdinger Hafen nunmehr genügend ausgebaut ist, um als Stations- und Winterhafen für die polnischen Kriegsschiffe zu Dienen. Im Hinblick auf die gespannte Finanzlage des Staates Bre: men sind der Senat und die Fraktionen der Regierungskoalition übereingekommen, die Verminderung der Zahl der Senatoren won 14 auf 10 durchzuführen. In einer Gastwirtschaft in Kattowitz tam es zwischen Gästen zu Streitigkeiten, weil der Justizanwärter Hupka aus Beuthen polenfeindliche Bemerkungen gemacht und erklärt haben soll, daß Oberschlesien in kurzer Zeit wieder an Deutschland abgetreten übergeführt. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 4. April 1931 wird durch einen entsprechenden Druckvermerk auf den einzelnen Plakaten oder Flugblättern fenntlich gemacht." Als politischen Beamten des Staates, die nach der Verordnung gegen Beschimpfung oder böswillige Verächtlichmachung besonders geschützt sind, werden genannt der Staatspräsident, die Minister, die Vorstände der Provinzialdirektion, der Kreisämter, der Polizeiämter des Landeskriminalpolizeiamtes und der Polizeiverwaltungen. Um das Pädagogische Institut. Wie wir erfahren, hat das Ministerium für Kultus und Bildungswesen verfügt, daß die Neuaufnahme von Lehrerstudenten für das Sommer- Somester 1931 nur im Pädagogischen Institut Mainz zu erfolgen hat. In Darmstadt werden demnach nur Kurse für diejenigen Studenten weitergeführt, die hier seither schon gewesen sind. Praktisch bedeutet diese Verfügung die langsame Ueberleitung des Institutes von Darmstadt nach Mainz. Immer wieder kommunistische Zerseßungsarbeit bei der Reichswehr. Vor einigen Tagen hatten Mannschaften des Reiterregiments Nr. 9 in Fürstenwalde ihrem Vorgesetzten Meldung darüber erstattet, daß eine verstärkte kommunistische Propaganda an Angehörige des Reiterregiments herangetragen werde. Die im Einvernehmen mit der Polizei eingeleiteten Erhebungen haben am Mittwoch zur Verhaftung mehrerer Kommunisten geführt. Gleichzeitig wurden auch sieben Angehörige des Reiterregiments Nr. 9, darunter mehrere Unteroffiziere, festgenommen. Bei der Durchsuchung in der Kaserne wurden mehrere Exemplare der kommunistischen Zersehungsschrift„ Der Rote Reiter" gefunden. Regelmäßiger Zeppelinverkehr mit Amerika. Newyork, 1. 4. Dr. Edener erklärte furz vor seiner Abfahrt nach Europa, daß endgültige Maßnahmen zur Einleitung des regelmäßigen Zeppelindienstes zwischen Amerita und Deutschland für den Sommer 1933 getroffen worden seien. Der Preis für die einfache Fahrt werde 900 Dollar betragen. Newyork und Friedrichshafen würden die beiden Endstationen sein. Die Zeppelinluftschiffe sollen unter deutscher Flagge stehen und mit Deutschen bemannt sein. Die Reisedauer werde 2½ Tage für die Strecke Friedrichshafen- Newyork und zwei Tage in umgefehrter Richtung betragen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 27 Mehr Zuversicht! Vertrauen in die wirtschaftliche und politische Entwicklung des deutschen Volkes daran hat es leider vielfach gemangelt, sowohl diesseits wie jenseits unserer Grenzpfähle. Man hat die allgemeine Vertrauenskrisis namentlich im Herbst vorigen Jahres mit in erster Reihe für die Verschärfung unserer Wirtschaftsnot verantwortlich gemacht. Und das mit Recht! Ohne Vertrauen können Handel und Wandel nicht gedeihen, gerät das gesamte volkswirtschaftliche Getriebe mehr und mehr ins Stoden, muß jeder Keim einer Wirtschaftsgesundung verdorren. Besonders lähmend hat sich der Mangel an Vertrauen auf den überaus empfindlichen Geld- und Kapitalverkehr, gleichsam das Nervensystem des Wirtschaftsorganismus ausgewirkt. Inlandskapitalien wanderten ins Ausland ein Vorgang, der als Kapitalflucht aufs schärfste zu verurteilen iſt. Das Ausland wiederum scheute vor einer Gewährung langfristi= gen Kredits an Deutschland zurück. Das Ergebnis: verschärfte Kapitalknappheit mit all ihren verhängnisvollen Rüdwirkungen auf Produktion und Arbeitsmarkt. Und heute? Vor aller Welt liegt klar zu Tage, daß ein Mißtrauen in die Zukunft des deutschen Volkes sachlich unbegründet gewesen ist und sein wird. Die politische Stabilität Deutschlands steht unbezweifelbar fest. Das haben die letzten Wochen und Monate unzweideutig erwiesen. Wirtschafts- und finanzpolitische Gesundungsmaßnahmen werden erfolgversprechend durchgeführt. In Deutschland regt sich wieder Vertrauen in die eigene Wirtschaftskraft; der Glaube an die Zukunft unseres Volkes erstarkt. Und was besonders bedeutungsvoll ist: auch im Ausland wendet sich das Blatt; die Vertrauenskrise flaut auch dort ab. Dafür gibt es untrügliche Zeichen. Besonders schlüssig ist die Kursentwicklung der deutschen Auslandsanleihen, über die soeben das Institut für Konjunkturforschung berichtet hat. Nach dem tiefen Sturz der Kurse deutscher Anleihen an allen großen Auslandsbörsen, wie er im Herbst vorigen Jahres zu verzeich nen war, hat seit Januar 1931 eine beschleunigte Kurserholung eingesetzt. Die Kurse der deutschen Auslandsanleihen sind sogar und das ist besonders bezeichnend für das Abflauen der Vertrauenskrise wesentlich stärker gestiegen als die entspre= chenden Kurse einheimischer Werte an den einzelnen Auslandsbörsen. An der Newyorker Börse z. B., an der von 121 deutschen Dollaranleihen, die überhaupt an amerikanischen Börsen gehandelt werden, etwa die Hälfte zugelassen sind, hat sich das Kursniveau der deutschen Anleihen von Anfang dieses Jahres bis Mitte März durchschnittlich um 10 bis 15 Prozent gehoben. Einzelne Papiere haben sogar Kursgewinne von 26 Prozent, 28 Prozent und mehr zu verzeichnen. Auch an sind die Kurse der deutschen Anleihen gestiegen. Trotz der er heblichen Kurserholungen ist jedoch der Kursstand, den die deutschen Auslandsanleihen vor der Vertrauensfrise innehatten, noch nicht ganz wieder erreicht. Immerhin sind die bisherigen Kurssteigerungen weithin sichtbares Symptom für das wiedererstarkende Vertrauen auf den ausländischen Kapitalmärkten. Für Deutschland, das, wie die Dinge nun einmal liegen, bei seiner Kapitalknappheit vorerst noch nicht die Krücken ausländischer Kredithilfe entbehren kann, bedeutet diese Entwidlung einen wesentlichen Fortschritt. würde. Hupka wurde daraufhin verhaftet und nach kattowis Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen der Amsterdamer Börse, ebenso wie an den Schweizer Börsen Wie aus Kowno gemeldet wird, hat der Geschäftsträger der deutschen Gesandtschaft in Kowno bei der litauischen Regierung wegen der Deutschenausweisungen aus dem Memelgebiet einen Schritt unternommen. Das englische Auswärtige Amt gibt bekannt, daß bei der Kollision zwischen dem Flugzeugträger„ Glorious" und dem französischen Auswandererdampfer Florida" ein Passagier der Florida" getötet und 23 Passagiere und Mannschaften vermizt werden, die man für ertrunken hält. Zwei Passagiere und ein Mann der Besatzung der„ Florida" wurden schwer und 13 leicht verlegt. Nach maßgebenden Schägungen sind bei der Erdbebenkatatrophe von Managua 1150 Menschen ums Leben gekommen, die Zahl der Verlegten beträgt 3000. In den deutschen Landkreisen wurden am 28. Februar 1931 342 000 laufend unterstützte Wohlfahrtserwerbslose festgestellt. Gegenüber dem Stande vom 31. Januar 1931( 325 000) bedeutet das eine Steigerung um 5,2 Prozent. In der Osterwoche vom 8. bis 10. April findet in Bad Harzburg die Bertretertagung des Evangelischen Reichselternbundes ( Reichsverband evangelischer Eltern und Voltsbünde) statt. Das Versorgungsamt Wiesbaden ist mit dem 31. März d. J. aufgelöst worden. Sein Geschäftsbereich ist dem Versorgungsamt Mainz zugeteilt worden. Zur Durchführung der Notverordnung in Hessen. Darmstadt, 2. 4. Das hessische Gesamtministerium erläßt heute Ausführungsbestimmungen zu der Notverordnung, aus denen folgendes mitgeteilt sei: Die Anmeldung der öffentlichen politischen Versammlungen und der Lastwagenfahrten zu politischen Zweden, sowie Aufzüge unter freiem Himmel haben bei den Polizeiämtern und Polizeiverwaltungen zu erfolgen. In denjenigen Gemeinden, die keine Polizeiverwaltungen haben, bat die Anmeldung bei den Kreisämtern zu erfolgen. Die Vorlage von Plakaten und Flugblättern politischen Inhaltes hat 24 Stunden vor ihrer Veröffentlichung in gleicher Weise zu erfolgen. Zur Erleichterung ist folgende Bestimmung getroffen worden:„ Sollen Plakate und Flugblätter politischen Inhaltes in einem größeren Bezirk Hessens der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden, dann können sie auch dem Landeskriminalpolieiamt zur Kenntnisnahme vorgelegt werden. Diese Vorlage Handwerks im Monat März 1931. Während in normalen Zeiten der Monat März bereits eine deutliche Aufwärtsentwicklung zu bringen pflegt, hat in diesem Jahr die winterliche Geschäftsstille noch ziemlich unverändert angehalten. Zugenommen hat die Beschäftigung bei äußerst gedrückten Preisen nur im Maler, Tapezierer- und Herren und Damenschneidereihandwerk. Doch blieb die Belebung so gering, daß das Ostergeschäft eine große Enttäuschung für die betroffenen Gewerbe geworden ist. Im Schuhmacherhandwerk ist die erwartete saisonmäßige Belebung bislang so gut wie völlig ausgeblieben. Auch die Betriebe des Schmiedeund Schlosser sowie des Sattlerhandwerks in ländlichen Gegenden, haben bis zum Schluß des Monats kaum Aufträge für Instandsetzungsarbeiten für die Frühjahrsbestellung zu verzeichnen, da das Frostwetter das Einseßen der Bestellungsarbeiten erheblich verzögerte und die Landwirtschaft zur Untätigkeit ge= zwungen war. Die Tätigkeit des Baugewerbes wurde in den ersten Wochen des Monats ebenfalls durch das Frostwetter nachteilig beeinflußt. Daß dieses Wetter aber nicht die Hauptursache der geschäftlichen Stagnation war, geht daraus hervor, daß die erwarteten Aufträge auch nach Eintritt der wärmeren Witterung ausblieben. Die Neubautätigkeit ruhte vielmehr bis zum Schluß des Monats nahezu vollkommen; vor allem die private Bautätigkeit hatte unter den Schwierigkeiten in der Gesamtfinanzierung der Bauten stark zu leiden. In den Berufen des Baunebengewerbes, die in der Regel im März größere Aufträge für Reparaturen und Instandsetzungen aufzuweisen haben, gestaltete sich die Lage auch nicht viel freundlicher. Wohl hatte das Malerhandwerk vermehrte Aufträge zu verzeichnen; auch im Töpfer- und Dfenseßerhandwerk fielen durch die Frostperiode sowie durch die beginnende Zeit des Frühjahrsgroßreinemachens in größerem Maße Instandsegungsarbeiten an, dagegen berichten das Dachdecker-, Glaser, Klempner, Elektroinstallateur, Bautischler etc. Handwerk, daß eher von einer Verminderung der Aufträge als von einer Vermehrung gesprochen werden könnte. Die Vehältnisse auf dem Arbeitsmarkt blieben weiter unverändert angespannt. Neueinstellungen von Arbeitskräften wurden nur in wenigen Fällen erforderlich. Die Lohnabbaubewegung ging weiter. In den Materialpreisen haben sich, abgesehen von geringfügiger Abschwächung in einigen wenigen Berufen, keine besonderen Abänderungen ergeben. Die Roggen- und Weizenmehlpreise sind auf Grund der vorgenommenen Zollerhöhungen beträchtlich gesteigert. Die Kirchenverfolgung in Rußland. ( Verhaftung deutsch- evangel. Pfarrer im Wolgagebiet.) Nach neuesten zuverlässigen Nachrichten sind im Wolgagebiet von den dortigen deutschen lutherischen Pfarrern in der letzten Zeit weiter acht verhaftet worden. Mit den bereits früher aus dem Amte entfernten Pfarrern sind jetzt zehn deutsche Pfarrer des Wolgagebietes ihres Amtes entsetzt. Vom Auslandsdeutschtum. Während über das Auslandsdeutschtum ziemlich genaue Zahlen bekant sind, herrscht über seine konfessionelle Gliederung und seine kirchliche Versorgung recht verschwommene Vorstellung. Außer den 1500 deutschsprachigen Gemeinden der Schweiz, gibt. es in den Vereinigten Staaten 717, in Polen 367, in Siebenbürgen 354, in Elsaß- Lothringen und Kanada je etwa 300, in Brasilien 151, in Rußland 131, in Desterreich 114 deutsche evangelische Gemeinden. Dazu kommen noch in der übrigen Welt 726, so daß das evangelische Auslandsdeutschtum insgesamt 4660 Gemeinden zählt. Rußland sucht Ingenieure! Die Beschäftigung deutscher Spezialkräfte in der Sowjetunion hat im vergangenen Jahr stark zugenommen. Es ist damit zu rechnen, daß in diesem Jahre die sowjetrussischen Stellen in noch größerem Umfange deutsche Ingenieure und Techniker verpflichten werden, zumal vor kurzem Millionenaufträge an die deutsche Industrie erteilt wurden. Die zur Anforde= rung kommenden Kräfte dürfen hauptsächlich für die Einrichtung von Fabriken benötigt werden. Da Rußland eine von den übrigen Staaten völlig abweichende Wirtschaftsordnung besitzt, ist es deutschen Spezialisten zu empfehlen, sich vor dem Abschluß eines Anstellungsvertrages eingehend unterrichten zu lassen. Nr. 27 Gamstag, den Samstag, den 4. April 1931. Frankfurts Grundbesitz. Nach einer Mitteilung der Frankfurter MagistratsPressestelle besitzen die Stadt und Stiftungen zusammen ein Gebiet, das mehr als halb so groß ist wie das gesamte Frankfurter Stadtgebiet, von dem allerdings ein erheblicher Teil außerhalb der städtischen Grenzen gelegen ist. Immerhin gehören der Stadt allein im Stadtgebiet 37,6 v. H. aller Grundstücke. Bei der Beurteilung dieser Zahl muß man berücksichtigen, daß innerhalb der Altstadt etwa 20 v. H., in den neuen Stadtgebieten sogar bis 40 v. H. des Gesamtgeländes für Straßen, Pläge, Grünflächen usw. abgehen. Der Besitz der Stadt an Baugelände beträgt 1929 10,38 v. H. des Stadtgebietes. lleber Gebäudeankäufe und Geländeverwertung der Stadt unterrichtet folgende Zusammenstellung: Ankäufe: 104,15 ha für 4,4 Millionen RM. 1928 1929 1930 47,8 11 " 9,21 " 1 " 1 1928 1929 1930 " " 1,7 0,6 161,16 ha für 6,7 Millionen RM. Verkäufe: 42,5 ha für 5,85 Millionen RM. 26,2 " " 27,8 " 1 2,7 " 3,3 " " " 96,5 ha für 11,85 Millionen RM. Man sieht aus diesen Zahlen, daß die Bodenspekulation für die Kommunen ganz gewinnbringend zu sein scheint. Der Wohnungsbestand im Reich und in Hessen. Nach Feststellungen des Statistischen Reichsamtes sind im Reichsdurchschnitt 13,8 v. H. aller Wohnungen Neuwohnungen, d. h. nach dem 1. Juli 1918 errichtet. In Hessen ist dieser Anteil höher, ganz besonders in der Provinz Starkenburg. Ueber Einzelheiten unterrichtet folgende Tabelle: Gebiete Reich Hessen Prov. Starkenburg Prov. Oberhessen Prov. Rheinhessen Zahl der Woh mungen Darunter Neuwohnungen Zahl 15 829 000 339 000 163 000 78 000 98 000 2 179 000 54 000 29 000 II 000 14 000 - v. H. 13,8 16,0 18,0 14,1 14,2 wie Seltsam berührt es bei diesen für Hessen sehr schmeichelhaften Zahlen, daß kein Land so rückständig in der Lockerung und endgültigen Aufhebung der Zwangswirtschaft ist gerade Hessen, in dem fast der 6. Teil aller Wohnungen neu ist. Sie sind aber ein Beweis dafür, daß leider nicht wirtschaftliche Einsicht, sondern politisches Prestige den Ausschlag. geben. Frauen im Dienst. ,, Gießener Zeitung" Mehr Qualitätsware auf dem Obstmarkt. Ichmad, der sich mit dem verführerischen Aeußern der gekauften Von Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer u. Wirtschaftsberater. Deutschlands jährliche Einfuhr an Obst betrug im Durch schnitt der letzten Jahre über 200 Millionen Goldmark nach dem Auslande. Durch die letzte schlechte Obsternte wurden diese Ausgaben noch erheblich gesteigert, so daß man wirtschaftlich bald von einer gelben Gefahr sprechen kann. Im Herbst vergangenen Jahres war die Einfuhr an Aepfeln dem Vorjahre gegenüber um 50 Prozent größer, und dies alles in einer Zeit des wirtschaft: lichen Niederganges! Die Anzahl der tragfähigen Obstbäume in Deutschland beträgt 153,7 Millionen Stück; auf den Kopf der Bevölkerung tommen also über zwei Bäume. Gerade jetzt zur Frühjahrszeit sehnt sich der menschliche Körper nach frischem Obst und Gemüse. Die rotbädigen Auslandsäpfel, die uns augenblicklich fast nur zur Verfügung stehen, loden in den Schaufenstern der Obstläden gar zu sehr. Schweren Herzens ersteht man diese teure Auslandsware, ist aber bald über den rübenartigen GeInnerhalb der jetzigen Reichsgrenzen liegen 66 evangelische Diakonissenmutterhäuser mit 24 839 Schwestern. Das älteste wurde 1836 in Kaiserswerth von Fliedner gegründet, ist also bald 100 Jahre alt. Die größten Mutterhäuser in Süddeutsch land sind die Diakonissenanstalten in Stuttgart mit 1431 und Neuendettelsau mit 1134 Schwestern. Auf eine Schwester fommen im Reichsdurchschnitt 1589 Evangelische. Die größten Diatonissenanstalten sind die von Bethel mit 1811 Schwestern und Kaiserswerth mit 1764 Schwestern. Nahezu zwei Drittel aller Diakonissen sind in der Gemeinde-, Kranken- und Siechenpflege tätig. Sie arbeiten weiter in 170 Sanatorien, 15 Herbergen, 24 Hospizen und 28 Heimen für Arbeiterinnen und Angestellte. Gin Sechstel wirkt in der Kinder- und Jugendpflege. Ein weiteres wichtiges Arbeitsgebiet ist der Kampf gegen die sittlichen Volksschäden, die Trinkerinnen-, Polizei- und Gefangenenfürsorge. Die Diakonissenhäuser haben 105 Erholungsheime, die nicht bloß den Schwestern, sondern zum Teil auch andern offenstehen. Gegen üblen Mundgeruch, nach längerer Mundruhe und nach dem Rauchen benutze man zum Desodorieren und Aromatisieren des Atems eine Spülung mit dem herrlich erfrischenden Chlorodont- Mundwaffer. Flasche 1.- Mr. Osterlied. Von Adolf Böttger. Die Glocken läuten das Dstern ein in allen Enden und Landen und fromme Herzen jubeln darein: der Lenz ist wieder erstanden. Es atmet der Wald, die Erde treibt und kleidet sich lachend mit Moose und aus den schönen Augen reibt den Schlaf sich, erwachend, die Nose. Das schaffende Licht, es flammt und kreist und sprengt die fesselnde Hülle und über den Wassern schwebt der Geist unendlicher Liebesfülle. Berlobung mit dem Osterhasen. Humoreske von Ludwig Waldau. Ein frohes Osterfest allen unseren Lesern! Früchte keineswegs verträgt, dermaßen enttäuscht, daß man den angebiffenen Apfel am liebsten wütend und fluchend in eine Ede werfen möchte! So ergeht es den meisten der Konsumenten! Der deutsche Landwirt und Kleingartenbesitzer findet auf diesem Gebiete ein noch recht dankbares und rentables Feld seiner Arbeit. Deutsche Qualitätsware auf den Obstmarkt zu werfen, ist hier eiserne Pflicht und nicht nur eine privatwirts schaftliche, sondern vor allen Dingen volkswirtschaftliche Not wendigkeit. Das ganze Geheimnis liegt, vorausgesetzt natürlich, daß Boden und klimatische Verhältnisse sich dem Obstbau an passen, an einer richtigen Sortenwahl, einer sachgemäßen Anpflanzung, Pflege und vor allem zweddienlichen, praktisch durchs von seinem dachten Düngung. Jedem Gärtnerlehrling wird Meister als einer der ersten theoretischen Kenntnisse eingetrichtert, daß die Blüten- und Fruchtbildung in erster Linie abhängt von einer ebenso reichlichen wie rechtzeitig gegebenen Phosphor säuredüngung. Wichtig ist, gerade jetzt im Frühjahr, die leichte Löslichkeit dieses Pflanzennährstoffes; wasserlöslich allein ist das Superphosphat. Größeren und älteren Hochstämmen gebe man 1,5 bis 2 Kilo, einem jüngeren Hochstamm oder Zwergbaum verabreiche man 0,3 bis 0,7 Kilo genannten Rährstoffes. Es ist bekannt, daß gerade die Phosphorsäuse hier qualitätssteigernd wirft; nach dem Gesetz des Minimums dürfen bei der Düngung natürlich die anderen Pflanzennährstoffe, wie Stichstoff, Kali und Kalt, nicht außer acht gelassen werden. Eine kaum glaubliche Grund- und Hauszinssteuergeschichte aus Wiesbaden. In den Jahren 1894-97 ließ sich Baron Krauskopf in dem idyllisch gelegenen Georgenborn unmittelbar bei Wiesbaden unter Aufwendung von vielen Millionen durch den Wies= badener Architekten Schellenberg das Schloß Hohenbuchau errichten, das ob seines gediegenen Prunks bald weit bekannt wurde. Allein schon die Errichtung des eigenen Wasser und Elektrizi tätswerkes war mit großen Kosten verbunden. Für die Unterhaltung des großes Parkes wandte der Besitzer jährlich 40 bis 50 000 Mark auf. Doch es kam der Krieg mit seinen Folgeerscheinungen, und die Zeitverhältnisse machten den Baron, der ein rechter Wohltäter für Georgenborn gewesen war, zu einem armen Manne, dem die Bolschewiken sein in Rußland investiertes Hauptvermögen beschlagnahmten. 1921 verkaufte er seinen Besiz an einen russischen Großkanfmann zum Preise von 10 130 englische Pfund, nach dem damaligen Stand etwa 203 000 Reichsmark. Heute gehört das Schloß Hohenbuchau der Gattin des Käufers, die ihren Wohnsiz in Paris hat. Und nun soll es dem Erdboden gleichgemacht werden, weil eben die neudeutsche Steuerpolitik jeden Besitzer des Anwesens, und sei es Krösus selbst, auf die Dauer zu einem armen Hiob machen wird. Im Vorjahre verlangten die Steuerbehörden pro Jahr 18 000.- Mt. Hanszinsstener und 20 000 R. Mt. Grundstener. Inzwischen ist durch Erhöhung der Stener, namentlich der Grundstener für Stadt und Gemeinde, der Gesamtbetrag der jährlich aufzubringenden Steuern auf 60 000 R.-Mr. gestiegen. In einer Eingabe an den Prenßischen Landtag wegen Niederschlagung der Hanszinssteuer macht der Rechtsvertreter der Besitzerin darauf aufmerksam, daß die Besitzerin den Betrag von 60 000 Reichsmark im Jahre nicht mehr aufbringen kann, und sie daher, wenn die Steuerbehörden. keine Einsicht für die tatsächliche Lage der Dinge hätten, das Schloß zum Abbruch veräußern oder selbst niederlegen lassen will. Es ist unverständlich, warum die Steuerbehörde in diesem Falle den§ 9 Abs. 3 der Preußischen Hauszinssteuerverordnung, der lautet: Die Steuer ist niederzuschlagen, wenn Mieträume ohne Verschulden des Eigentümers leerstehen, nicht gelten lassen will. Unbestritten ist, daß die seit langem zum Vermieten herausgestellten Räume seit Abzug der französischen Besagung ohne Verschulden der Eigentümerin leerstehen. In einem ausführlichen Gutachten hebt der beeidigte Sachverständige in Grundstückssachen, H. Glücklich- Wiesbaden, hervor, daß die Tatsache, daß in das Schloß Hohenbuchau Millionen investiert wurden und die damit geschaffenen Werte heute in Wirklichkeit zum Teil wertlos sind, immer wieder Veranlassung gebe, auf die Unsinnigkeit der Steuereinschätzung des Besitzes hinzuweisen. Die Steuerbehörde schätze einfach so ab, als ob es weder Krieg, Inflation oder Besatzung gegeben hätte; Wenn er an seinem Schreibtisch saß, konnte er den ganzen Garten übersehen, der sich an das angrenzende Haus des Herrn Kanzleirats Richter anschloß. Und er hatte oft, sehr oft sogar, an seinem Schreibtisch gesessen der junge Herr Doktor der Zahnheilkunde, Fritz Larsen. Seine Pragis ließ ihm ja auch vorläufig noch genügend Zeit dazu. Leider! Oder vielmehr: Gott sei Dank; denn es lohnte sich schon, am Fenster zu sitzen und die Blicke hinüberschweifen zu lassen nach des Nachbars Garten. Dort tauchte nämlich täglich einige Male ein weibdie Steuerbehörde berufe sich auf die gesetzlichen Bestimmungen, die bei der Bewertung eines Grundstückes auf den Friedenswert oder den Wehrbeitragswert zurückgehen. Bei Schloß Hohen buchau nimmt die Steuerbehörde einen Friedenswerr von 2 590 Tausend, einen Wehrbeitrag von 1 900 000 und einen Stener einheitswert von 1 197 000 Mark an. Formal ist wohl die Behörde im Recht, aber es kann nicht ihre Aufgabe sein, offen sichtliches Unrecht bestehen zu lassen, sondern sie muß das Recht ſuchen. Das eigentliche Schloß mit dem dazugehörigen wunderschönen Park umfaßt 14 Hektar, 67 Ar. Dazir kommen noch die außerhalb der Einfriedigung liegenden Wiesen und Aecker in einer Gesamtgröße von ungefähr 3 Hektar und 72% Ar. Entgegen der Einschätzung der Steuerbehörde kömmt der Sachverständige nach genauester Prüfung zu dem Ergebnis, den heutigen Gesamtwert des Besizes auf 423 000 Mark anzugeben. Es muß als eine Ungerechtigkeit bezeichnet werden, daß trotz des unverschuldeten Leerstehens der Haupt- und Neben räume die Hauszinssteuer in der erschreckenden Höhe von 18 000 Mark zur Erhebung gelangt. Die Hanszinssteuer soll doch eigentlich nur von dem Mietertrag eines Hauses ge nommen werden und bei Schloß Hohenbuchau beträgt der jährliche Mietertrag ganze 960 Mark. Unter Hinzurechnung der bereits gezahlten Steuern in dem letzten sechs Jahren wäre die Eigentümerin bei einer Zahlung von 60 000 Mark pro Jahr, wie sie jetzt verlangt wird, inner halb weniger Jahre vollkommen enteignet. Auf Eingaben mer den von der Steuerbehörde keine Antworten mehr erteilt! Macht die Besitzerin ihre Absicht wahr, und daran ist nach unseren Informationen nicht mehr zu zweifeln, und sie läßt die Gebände niederreißen, so gehen mindestens 95 Prozent der jetzt ge forderten Stenersummen verloren. liches Wesen auf, das wohl geeignet war, männliche Blicke besonders zu fesseln: Kanzleirats Ursel. Lachende Augen, blau und tief wie ein Bergsee, goldschimmernde Flechten ums zierliche Köpfchen, und wie ein Reh die schlanke, mit tadellosen Beinen versehene Gestalt! Um Frizz Larsen wars jedenfalls schon geschehen, als er Ursel das erste Mal erblickte, damals, als er furz nach Eröffnung seiner Pragis in der„ Liedertafel" zu Gaste war. Leider hatte er dort nur drei Tänze von ihr ergattern können. Aber wenige Tage später war sie als Patien= tin bei ihm erschienen, geplagt von bösen Zahnschmerzen. Ach, wie weh hatte es ihm doch getan, ihr weh tun zu müssen beim Plombieren! Aber herrlich war es gewesen, sie als Arzt immer und immer wieder und noch einmal zur Sprechstunde bestellen zu dürfen. Doch als er sie ihr Beißerchen waren längst in Ordnung! das vierzehnte Mal bestellen wollte, lief sie in holder Verwirrung stumm aus dem Sprechzimmer und kam nicht wieder! Sie hatte ihn durchschaut! Wohl hatte sie nachher sein Grüßen erwidert, wenn er am Fenster saß und sie drüben im Garten den Futterplatz ihrer gefederten Freunde versorgte und Harras, der Schäferhund, sie umtollte; aber weiter war leider noch nichts geschehen. Das Nachsehen hat dann die Steuerbehörde, Wir haben de grüßen dich, da du Ringen fich deine Rotfchreie diefer f erwachen! Wie Land, in unfere 5 Zuversicht und Fre Die ganze Na wendet, hält ihr Bende Leben zertr Winter gefchloffen, verfagt fein? Nei Wie die Welt dem Menschen geg nen und sich imm Bild deffen, der d besiegte durch das von den Toten a nem Namen nen folgen. Dem großen aber noch immer wälzt uns den G men Frauen aufw fommen waren, Aber taum hatten tan, als fie gewal wohl er sehr schm Willens und unje schwinden zu lajj Ziele unmöglich Wie tausendfo erstehungstatfache deutsches Volk feir fönnen. Auch heu Schmiedeten, an de Zutunft. Darum jeden von uns d Nur die raftloje uns zu Persönlic licher Arbeit er so sagt es die gedanken in den dieses Stirb un dunklen Erde". die auch hier den Bogen überspannte. Selbst, wenn die Besizerin keinen Käufer für den Abbruch findet, und sie der Abbruch selbst 20 000 Mark foften sollte, so spart sie dann immer noch in einem einzigen Jahr die Steuer in Höhe von 40 000 Mark und sichert sich sicher vor dem un ausbleiblichen wirtschaftlichen Ruin. Der nach dem Abbruch verbleibende unbebaute Grundbesig, der gärtnerisch und land wirtschaftlich genutzt werden kann, kostet an Steuern höchstens 3000 Mark anstatt der jetzt geforderten 60 000 Mark. Wie es heißt, ist die Eigentümerin bereit, 10 000 Mark Steuern zu entrichten, wenn die Steuerbehörde bereit sei zu einer ver nunftmäßigen Regelung. Es bleibt nun den Steuerbehörden die Wahl, entweder sich Vernunftgründen zugänglichy zu zeigen und dadurch 10 000 Mark Steuern aus einem vorerst under: mietbaren und unverkäuflichen Besitztum einzunehmen oder aber auf ihrem in diesem Falle für jedermann unerfüllbaren Begehren zu verharren, die Besitzerin dadurch zum Abbruch des Schlosses zu zwingen und anstatt 10 000 Mark Steuern nur 3000 Mark einzunehmen. Doch morgen war Ostern! Ostersonntag! Programm: Energischer Vorstoß ins„ feindliche Lager"! Wenn sie früh, wie immer, mit Harras zum Futterhäuschen tommten sollte. würde sie dort ein riesiges Osterei vorfinden! Der Osterhase, d. h. Herr Dr. Fritz Larsen, wollte sich schon am frühen Mor gen über die Grenzmauer schwingen und das Osterei höchst selbst ins Futterhäusl ,, legen"! Jm Ei natürlich, inmitten der süßen Füllung, sollte sich eine fleine, zarte, poetische Widmung befinden! Noch hatten von den bunten Krokusblüten nur wenige ihre Kelche geöffnet, und Tau glitzerte im schüchtern: sprossenden Rasen. Die ersten Sonnenstrahlen schossen am Firmameni hoch. Da stand Fritz Larsen schon im Richter'schen Garten und baute mit bebenden Händen sein Osterei auf grad' unter das Dach des Futterhäusels. Verwundert äugte ein Fink auf sein Tun vom Baum herunter. Da, eben, als Larsen zwei Schritte zurüdtrat, um sein heim liches Werk wohlgefällig zu prüfen, flog die Hintertür des Hauses auf und- Harras stürmte hevaus! Biel zeitiger als an jedem anderen Morgen! und jetzt, jetzt hatte er auch den „ Osterhasen" entdeckt! Ein Satz und mit wütendem Gebell hatte er den Eindringling gestellt; teinen Schritt fonnte Larsen mehr tun, weder vor noch rüdwärts. Auf einmal Larsen fühlte sich erblassen. Ein helle Stimme rief: Harras, hierher!" und an der Tür stand Ursel, herrlich umflossen vom rosigen Frühlicht, selber ein Sonnenstrahl! So, nun fom eine Art von Wo mehe gingen, un häften ging es Cauff: Differeler, vor den Betann fchon ausgeschri ten ihrer Teilu * Neue Bef arbeitsministeriu einer Elternrente auf Grund des befreit sind, da dürftigkeit gewäh ㄓ Borsicht! fahr der Entstehu gemacht und jeg Rähe, sowie das Bigarren und 3 verboten. * Nachsendun mitgeteilt: 3u find möglicht die Poftichaltern und halten werden. gewährleistet die her im Vorteil Von den ma ten, die sich an allerdings der m zum Opfer gefall Die meisten Bräu erftehungsnacht d Zukunft zu tun. und andere Brä Christliche An mit heidnischen v Oftergänge alles iter angelodt werd nen fliegen nad der Kartage, in Auf diesen A Landleute, die Bä Kirde das Glori denn dadurch wer Grundstüd vertri dlejer Sitte noch Ein anderer idhwindet, ist das Hügeln wurde am jeuer entzündet, ber, über die der in dem laufenden Dody immer heionischer Zeit i Aberglaubens dod ganz Deutschland Und dann stand sie vor ihm, den Hund am Halsband, und hörte seine Beichte. Immer tiefer wurde das Rot ihrer Wangen. Und immer tiefer sentte sie das Köpfchen. Denn aus Larsens Beichte wurde ein Geständnis! Auch Harras wunderte sich nicht wenig, als dann plötzlich der Fremde seine beste Freun din in die Arme nahm und beide fich füßten, als wäre die Welt um sie versunken Ein halbes Stündchen später suchte der Herr Kanzleirat seine Gattin in der Küche auf und meldete verschmitzt:„ Nu rate mal, mit wem sich eben uns're Ursel verlobt hat?! Und als er von der völlig Sprachlosen teine Antwort erhielt, schmet terte er luftig: ,, Mit dem Osterhasen!" Jag mitget Der Monat Waldichnepfe, die Nr. 27 Heufern der getauften enttäuscht, daß man den und fluchend in eine meisten der Konjumenten! gartenbefizer findet au Ces und rentables Fe me auf den Obstmartt icht nur eine privatwin volkswirtschaftliche Rot gt, vorausgefeht natürli Sie sich dem Obstbau an 1, einer sachgemäßen An dienlichen, praktisch durch rling wird von seinem Kenntnisse eingetrichtert, erster Linie abhängt Don itig gegebenen Phosphor st im Frühjahr, die leichte -; wasserlöslich allein it älteren Hochstämmen gebe Hochstamm oder Zwerg lo genannten Nährstoffes sphorsäure hier qualitäts Minimums dürfen bei der Sennährstoffe, wie Stiftoff, Eassen werden, us Wiesbaden. Sen. Bei Schloß Hohen Friedenswert von 2 590 00 000 und einen Stener an. Formal ist wohl die t ihre Aufgabe fein, offen sondern sie muß das Recht em dazugehörigen wunder 67 Ar. Dazir kommer g liegenden Wiesen un gefähr 3 Hektar und 72% Steuerbehörde kömmt der üfung zu dem Ergebnis, ses auf 423 000 Mar! chtigkeit bezeichnet werden, s der Haupt- und Neben erschreckenden Höhe ver gt. Die Hanszinssteuer etertrag eines Hauses ge -r jährliche Mietertrag rk. zahlten Steuern in den merin bei einer Zahlung est verlangt wird, inner t. Auf Eingaben m ten mehr erteilt! Mad daran ist nach unferen , und sie läßt die Ge 95 Prozent der jetzt ge e Steuerbehörde, überspannte. Käufer für den Abbru 0000 Mark foften foll n einzigen Jahr die Stener hert sich sicher vor dem u Der nach dem Abbra der gärtnerisch und lan Foftet an Steuern höchften erten 60 000 Mark. 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Wir haben deiner geharrt mit verlangendem Herzen und grüßen dich, da du gekommen bist, aus der Tiefe unserer Seele. Ringen sich deiner Gloden Töne auch nur mühsam durch die Rotschreie dieser schweren Zeit, künden sie uns doch Frühlingserwachen! Wie Triumphgefänge hallen sie durch Stadt und Land, in unsere Häuser und in unsere Herzen, erfüllen uns mit Zuversicht und Freude am Leben. Die ganze Natur, wohin immer der staunende Blick sich wendet, hält ihr Auferstehungsfest. Das knospende und sprieBende Leben zertrümmert überall die Bande, die der eisige Winter geschlossen, und nur dem Menschen sollte der Ostertag versagt sein? Nein, und tausendmal nein! Wie die Welt sich mit jedem Lenze verjüngt, so ist es auch dem Menschen gegeben, sich zu erneuern und zu vervollkomninen und sich immer fester und tiefer hineinzugestalten in das Bild dessen, der die Fesseln des Grabes sprengte und den Tod besiegte durch das Leben, der an jenem ersten Ostermorgen von den Toten auferstanden ist und der alle, die sich nach seinem Namen nennen, aufgefordert hat, seinem Beispiele zu folgen. Dem großen Mysterium der Auferstehung gegenüber ist aber noch immer die bange Zweifelsfrage laut geworden: ,, Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?", den jene frommen Frauen aufwarfen, als sie an dem ersten Ostermorgen ge= fommen waren, um den Leichnam des Gekreuzigten zu salben. Aber kaum hatten sie diese Frage mit inbrünstiger Seele ge= tan, als sie gewahr wurden, daß der Stein abgewälzt war, obwohl er sehr schwer gewesen. Es bedarf nur unseres ernsten Willens und unserer ganzen Kraft, um die Schwierigkeiten verschwinden zu lassen, die uns scheinbar die Erreichung unserer Ziele unmöglich machen wollen. Wie tausendfach hat sich in der Welt diese ewigwahre Auferstehungstatsache bewährt! Mehrfach, so z. B. 1813 hat unser deutsches Volk sein Ostern gehabt und seine Auferstehung feiern fönnen. Auch heute hängen uns Ketten, die uns unsere Feinde schmiedeten, an den Füßen! Aber wir haben doch den Trost der Zukunft. Darum ergeht immer wieder und wieder an einen jeden von uns der Ruf, Ostern zu halten und aufzuerstehen. Nur die rastlose Erneuerungsarbeit an unserem Menschen kann uns zu Persönlichkeiten stempeln. Der alte Adam muß in täg= licher Arbeit ertötet werden, damit der neue Mensch erstehe, so sagt es die Bibel. Und Goethe drückt den Auferstehungsgedanken in den Worten aus: ,, Denn so lang du das nicht hast, dieses Stirb und Werde, bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde". Ostern nahe! So, nun fommen wieder Feiertage. Schon gestern war so eine Art von Wochenende, die Straßen waren voll von Leuten, welche gingen, um sich der Arbeitsledigkeit zu freuen. Den Geschäften ging es auch teils besser, denn überall wurde groß gelauft: Ostereier, neue Kleider, damit man sich so richtig stolz vor den Bekannten zeigen fonnte. Ja, die Wohnung war auch schon ausgeschrubbt, die Fenster waren blant, die Kuchen harrten ihrer Teilung, na, dann kann es ja beginnen. * Neue Befreiungen von der Bürgersteuer. Das Reichsarbeitsministerium hat angeordnet, daß sowohl die Empfänger einer Elternrente, wie auch die Empfänger einer Elternbeihilfe auf Grund des Reichsversorgungsgesetzes von der Bürgersteuer befreit sind, da die Elternbeihilfe auch nur im Falle der Bedürftigkeit gewährt wird. * Vorsicht! Auf die bei trockener Witterung bestehende Gefahr der Entstehung von Waldbränden sei besonders aufmerksam gemacht und jegliches Feueranzünden im Walde und in dessen Nähe, sowie das Wegwerfen von glimmenden Streichhölzern, Zigarren und Zigarettenresten ist sehr gefährlich und streng verboten. * Nachsendung von Postsendungen. Vom Postamt wird uns mitgeteilt: 3u Anträgen auf Nachsendung von Postsendungen sind möglichst die amtlichen Vordrucke zu benutzen, die an den Postschaltern und von den Postzustellern zur Abgabe bereitgehalten werden. Die Verwendung dieser amtlichen Vordrucke gewährleistet die pünktliche Nachsendung der Post und liegt daher im Vorteil der Empfänger. Alte Osterbräuche. Von den mancherlei volkstümlichen Gebräuchen und Sitten, die sich an den Ostersonnabend knüpfen, sind die meisten allerdings der modernen Neuzeit und ihrem Materialismus zum Opfer gefallen. Nur wenige haben sich noch erhalten. Die meisten Bräuche lehnen sich an den Glauben, daß die Auferstehungsnacht die geeignetste Zeit sei, einen Blid in die Zukunft zu tun. Die Ostergänge zum Holen des Osterwassers und andere Bräuche beruhen auf diesem Aberglauben. Christliche Anschauungen haben sich in diesen Sitten vielfach mit heidnischen vermischt. So ist zum Beispiel während der Ostergänge alles Sprechen streng untersagt, weil sonst die Geister angelodt werden würden; denn die Geister der Verstorbenen fliegen nach dem Voltsglauben während der stillen Woche, der Kartage, in den Lüften umher. Auf diesen Aberglauben bezieht sich auch die Sitte der Landleute, die Bäume des Gartens zu schütteln, während in der Kirche das Gloria zum erstenmal wieder angestimmt wird; denn dadurch werden die bösen Geister von dem betreffenden Grundstück vertrieben. Besonders in Böhmen begegnen wir dieser Sitte noch häufig. Ein anderer Osterbrauch, der immer mehr und mehr verschwindet, ist das Anzünden des Osterfeuers, das früher in ganz Deutschland Sitte war. Auf Bergen und hochragenden Hügeln wurde am Abend vor dem Osterfest ein großes Stroh feuer entzündet, wobei der Aberglaube herrschte, daß die Felder, über die der Hauch hinzöge, por jeglichem Wetterschaden in dem laufenden Jahre geschüßt seien. Doch immer mehr tommen, wie schon erwähnt, diese aus heidnischer Zeit stammenden Volksbräuche ab, denen trotz des Aberglaubens doch manch sinniger poetischer Zug zugrunde liegt. Jagd in Hessen im April mitgeteilt vom Hess. Jagdklub, Darmstadt. Der Monat April steht im Zeichen des Vogelzugs. Die Waldschnepfe, die bis zum 15. des Monats( einschl.) Schußzeit ,, Gießener Zeitung" * Militär- Konzert. Am 1. Osterfeiertag nachmittag findet auf der Liebigshöhe" ein großes Militär- Streichtonzert vom Musikkorps II/ 15 unter Leitung von Obermusikmeister Löber statt. * Theater- Vereinigung( gegr. 1926). Am Montag, dem 6. April( 2. Osterfeiertag) gelangt„ Die Zahnlüce", Kommödie in 3 Akten, zur Aufführung. Bindet die Handgepäckstüde fester. Handgepäckstücke, die den Handgepäc- Aufbewahrungsstellen übergeben werden, werden, wie aus Anlaß eines Sonderfalls hervorgehoben werden mag, nur dann als ein Gepäckstüd an= gesehen, wenn sie fest miteinander verbunden sind. Auf eine Eingabe der Reichsvereinigung der Reisenden und Vertreter im GDA. hat die Deutsche Reichsbahn- Gesellschaft mitgeteilt, daß Gegenstände, die nur lose miteinander verbunden sind, als mehrere Stüde gelten. Maßgebend für diese Regelung war, daß der Erstattungsanspruch des Aufgebers, dessen Aufbewahrungsschein nur auf ein Stüd lautet, erheblich geschmälert wird, wenn die Gepäckstüde nur lose miteinander verbunden sind. Das Risiko, das der Aufgeber damit übernehme, stehe in keinem Verhältnis zu der geringen Aufbewahrungsgebühr. Die jetzige Regelung der Ansprüche des Aufgebers sichere ihm umfassenden Ersatz. Eine Aufhebung würde nach Meinung der Reichsbahn nicht im Interesse der Aufgeber liegen. Es emp fehle sich deshalb nicht, dies zu ändern. Steuerkalender für April 1931. mitgeteilt von der Südwestdeutschen Revisions- und TreuhandVereinigung Frankfurt a. M. Hessen: 7.: Lohnabzug für die Zeit vom 16. bis 31. 3. 1931. Für die Zeit vom 1. bis 31. 3. 31, falls im Ueberweisungsverfahren die bis zum 15. 3. einbehaltenen Beträge M. 200 nicht überstiegen haben. Gleichzetig ist Ledigensteuer der Lohnempfänger abzuführen. 10..: Einkommensteuervorauszahlung für das 1. Vierteljahr 1931( außer Landwirtschaft.) It. leztem Bescheid. 10.: Körperschaftssteuervorauszahlung für das 1. Vierteljahr 1931 It. leztem Bescheid. 10.: Börsenumsatzsteuer für März 1931 nebst Anmeldung. Bei Vierteljahresabrechnung für das 1. Vierteljahr. 10.: Umsatzsteuervorauszahlung und Voranmeldung für das 1. Vierteljahr( Schonfrist bis 15. April 1931). 20.: Lohnabzug( einschl. Ledigenstener) für die Zeit vom 1. bis 15. 4. 1931 beim Markenverfahren oder wenn im Ueberweisungsverfahren die einbehaltenen Lohnsteuerbeträge M. 200.- überstiegen haben. Reich: 25.: 1. Ziel der staatlichen Grundsteuer, Sondergebäudesteuer und Gerverbesteuer 1931/32 in Höhe des alten Bescheides 1930/31, falls der neue Bescheid noch nicht zugestellt ist ( Schonfrist bis 5. Mai 1931). Aus Nah und Fern. Lich. markt Der Licher Ostermarkt Schweine und Krämerist am Dienstag, dem 7. April. Der Kreis Schotten sentt seine Umlage. Schotten. Der Kreistag genehmigte den Haushaltungsvoranschlag für 1931 ohne Aenderungen und konnte auf Grund der von der Hessischen Regierung angeordneten Herabsetzung der Gewerbesteuer um 12 und der Grundsteuer um 6 v. H. die Kreisumlagen von 97 300 im Vorjahre um 5100 RM. auf 92 200 RM. senten. Die Festlegung der Steuerausschlagssätze bleibt dem Kreisausschuß vorbehalten. Ein Antrag des Kreistagsmitgliedes F. W. Stein- Stumpertenrod( Hess. Landbund), die Hessische Regierung zu bitten, sich bei den Straßenverbreiterungsarbeiten Schotten- Rudingshain im Interesse des regen Durchgangsverkehrs mit drei Achtel der Kosten zu beteiligen, fand einstimmige Annahme. Offenbach a. M. Für Neu- Isenburg, Klein- Auheim und Zellhausen hat das hiesige Kreisamt angeordnet, daß die BierSteuer auch für das Rechnungsjahr 1931 zu erheben ist. Auf Beschluß des Gemeinderats, also freiwillig, wird diese Steuer in Froschhausen, Gözenhain, Groß- Steinheim, Klein- Steinheim, hat, lockt den Jäger allabendlich zum Strich hinaus. Die Balz des großen Hahnes beginnt. Man vermeide allzu frühen Abschuß, ehe die Hennen getreten sind. Noch ist im Laufe des Momats Gelegenheit, überflüssige Fasanen- Hähne abzuschießen. Sumpfschnepfen, Trappen, Brachvögel und Kiebitze haben Schußzeit bis zum 15. 4. Der Besuch der Krähenhütte ist im April besonders lohnend, und mancher Raubvogel, den man sonst taum zu Schuß bekommt, wird dabei erlegt. Streng achte man auf die Bäume, die Krähenhorste tragen, denn eben wird dem schwarzen Gesindel, das bei uns besonderen Schaden verursacht, am leich testen Abbruch getan. Es empfiehlt sich dringend, in der ruhigen Jagdzeit die Büchsen und Flinten vom Fachmanne prüfen und abschießen zu lassen. Wo es noch nicht geschehen ist, sind Salzlecken anzuzegen, durch Salzpfannensteine. Der Aufbau der Gehörne und Geweihe wird dadurch außerordentlich gefördert, die Gefahr des Eingehens von Reh- und Rotwild durch Aufnehmen des jungen Grüns wird durch das Salz verringert. Dauernde Beaufsichti gung des Reviers nach streunenden Hunden und Katzen ist mehr wie je geboten, weil die Tierwelt sich zur Fortpflanzung rüstet. Jedem Hundebesitzer, der glaubt, daß sein ,, Liebling" nichts anstellt, wenn er ihn draußen in Wald und Feld frei umherlaufen läßt, sei an dieser Stelle eindringlichst zugerufen: ,, Hunde an die Leine", denn die Erfahrung lehrt, daß jeder Hund, und wenn er sonst noch so brav und gut erzogen ist, Raubtiergelüfte bekommt, sobald er Wild in der Nähe wittert. Da hilft in den meisten Fällen fein Zuruf und kein Pfeifen mehr. Welch unsagbare Qualen das Jungwild auszuhalten hat, wenn es von Hunden zu Tode gehetzt und gerissen wird, und wie groß der Schmerz des Muttertieres ist, wenn es sich seiner Jungen beraubt sieht, kann nur der ermessen, der solches einmal zugesehen hat, und der mit den Geschöpfen unserer Natur fühlt. | Nr. 27 Mainflingen, Lämmerspiel, Obertshausen, Rembrüden und Steinbach erhoben. Die Erhebung ist unbefristet, läuft also nicht mit dem Rechnungsjahr 193 ab. 3insfußerhö hung. Um das Abziehen größerer Einlagenbeträge zu unterbinden, erhöht die Städtische Sparkasse den Zinsfuß für Spareinlagen, und zwar für Einlagen bis zu 5000 RM. um ½, für höhere Beträge um ¼ v. H. Rüsselsheim. Mit Wirkung vom 1. April wird in unserer Stadt für den Gasverbrauch ein neuer ermäßigter Tarif eingeführt werden. Es sind zu zahlen bei einem monatlichen Berbrauch bis zu 50 Rubikmeter pro Rubikmeter 22 Pfg., 51 bis. 150 Rubikmeter 20 Pfg., 151 bis 250 Kubikmeter 18 Pfg., 251 bis 500 Rubikmeter 16 Pfg., darüber hinaus 14 Pfg. Groß- Auheim. Vier elfjährige Schuljungen stedten die Ra-senfläche des ehemaligen Ererzierhofes in Brand. Das Feuer griff rasch um sich und vernichtete noch 2 Aarflächen. Darmstadt. Aus Anlaß der im September in Darmstadt stattfindenden Jahrestagung des Reichsverbands bildender Künstler Deutschlands wird unter Leitung der Neuen Hess. Arbeitsgemeinschaft für bildende Kunst vom 2. August bis Ende September eine Kunstausstellung der Heff. Künstlerverbände auf der Mathildenhöhe zu Darmstadt stattfinden. Furchtbares Familiendrama. Aschaffenburg( Main). Die von ihrem Mann getrennt lebende Bankbeamtenfrau Therese Möhn erschoß am Donnerstag früh ihre drei Kinder und ihre Schwester und stürzte sich dann aus dem 4. Stockwerk auf die Straße. Die Frau starb auf dem Transport nach dem Krankenhaus. Die entsetzliche Tat ist auf Familienzwistigkeiten zurückzuführen. Siegen. In einem abseits des Bahnhofes Krombach stehen. den Schuppen wurde von der Polizei eine Falschmünzerwerkstatt ausgehoben und die beiden Geldmacher, der Müller Gottfried Belitz und sein Sohn Paul, dem Gefängnis in Siegen zugeführt. Es wurden Fünfmarkstücke hengestellt. Der Sohn fuhr nach jedem gelungenen Guß den Vater in einem Auto in die benachbarten Kreise Wittgenstein. Biedenkopf und Dillenburg, wo er in abgelegenen Ortschaften in kleinen Geschäften die Falschstücke an den Mann brachte. Unglüd auf der Zeche„ Sachsen". Samm( Westf.). Am Donnerstag morgen erfolgte im Untertagebetrieb der Zeche Sachsen" ein Gebirgsschlag. Das Staat. liche Bergrevier gibt darüber eine Mitteilung heraus, in der es heißt: Auf Zeche ,, Sachsen" hat sich heute morgen furz vor 5 Uhr ein Gebirgsschlag in Flöz 16( Präsident) ereignet. Zwei Mann wurden durch Kohle verschüttet, elf Mann leicht verletzt. Neue Bücher. Wie schreibe ich meine Briefe? Neubearbeitet von Erich Stollfuß. Verlag Wilh. Stollfuß, Bonn. Preis RM. 1.25. Das vorliegende vollständig neubearbeitete Bändchen aus der Sammlung„ Hilf dir selbst" will allen denen, die bisher keine Gelegenheit hatten, sich eingehender mit dem Briefwechsel zu befassen, die Möglichkeit geben, dieses zu erlernen. Klare zu= verlässige Anleitungen. Handbuch für Kreuzwort- Rätselfreunde. Von R. Walter. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. Preis RM. 1.25. Das Kreuzworträtsel ist auf seinem Siegeszuge allgemein bei den bildungsbeslissenen Kreisen leidenschaftlicher Aufnahme begegnet. In schlagfertiger Form ist in diesem Bändchen der Sammlung ,, Hilf dir selbst" für die Kreuzwort- Rätselfreunde eine Samma lung aller zweibuchstabigen Wörter, Namen und Wortfürzungen, Sich erfolgreich bewerben! lautet der Titel einer weiteren Schrift der Sammlung ,, Hilf dir selbst", von F. H. Hoffmann. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. Preis RM. 1. Das vor= liegende Buch behandelt das Stellensuchen nicht nur nach dem ,, Wie" des Bewerbens, sondern vielmehr, um was man sich bewerben soll. Viele schätzen die gebratenen Papageien, Aristoteles da gegen zog Kamelfleisch allem anderen vor, die alten Römer schwelgten in Flamingo- Hirnen.- Das ahnten Sie nicht?! Der Artikel über diese seltsamen Braten ist nur eins von den vielen bunten, interessanten Ostereiern, welche die Osterfestnummer der ,, Woche" in ihren Seiten versteckt hat. Verantwortlich: Pay Shriftian Klein in Gießen. Vor 15 Jahren. 8. 3. April. Die türkische Flotte bringt bei Odessa zwei russische Schiffe zum Sinten; dabei läuft der türkische Kreuzer ,, Mediidie" auf eine Mine und sinkt. 5. Gesamtergebnis der 4. Kriegsanleihe: 10 712 Millionen Mart. Verhaftung Liebfnechts. Friedensforderung Bethmann- Hollwegs. Bethincourt wird genommen. 17. Die Russen besehen Trapaount. 18. Tod des Generalfeldmarschalls v. d. Golz. 25. Luftschiffangriff auf London, Colchester und Ramsgate. Casement, der irische Freiheitskämpfer, wird gefangen genom28. Vorstog am Narocz- See, 5 656 Gefangene. Besetzung von Kut el Amara; 13 000 Gefangene. men. Humor. Vorsichtig. 26. 29. Kellnerin: Jesses, Herr Wirt, tommen's schnell' rauf! Im Tanzsaal droben san schon zwoa über'n Haufen g'stochen wor'n!" Wirt:„ Na, jan denn fei' andern mehr heroben, daß i ' grad der dritte san soll?" Boshaft. Schauspieler( als Richard III. auf einer Provinzbühne): ,, Ein Pferd! Ein Königreich für ein Pferd!" Stimme von der Galerie:„ Tut's ein Esel nicht auch?" Schauspieler: Ja, fommen Sie nur' runter!" Folgerung. Herr: ,, Ach wenn die Frauen erst mit der Vernunft anfangen " Dame: ,, Aber, bitte, die Vernunft ist doch weiblich!" Herr: ,, Na ja, deshalb hält sie es auch mit den Männern!" Treffliche Antwort. A.:,,Du bist wirklich nicht so dumm, wie du aussiehst" B: ,, Eben darin unterscheiden wir uns voneinander." Str. 27 Samstag, den 4. April 1931. MAN SCHREIBT HEUTE AUF OLYMPIAI Industrie, Handel und Behörden kennen und schätzen die Vorzüge unserer Olympia SCHREIBMASCHINEN und BUCHUNGSMASCHINEN mit ,, SALDOMAT" Erleichterte Zahlungsbedingen Schreibmaschinen mietweise Europa Schreibmaschinen A. G. FRANKFURT a. M. Friedensstr. 2 Tel. Hansa 27326 12 Ffm. Vertreterbesuch unverbindlich XXXXXXX00 Liefere frei Haus natürliches Gießener Zeitung" Das Nachschlagebuch tiber alles- für alle! Der Kleine Herder ist ein Lexikon in einem Bande: das vollkonimenste und brauchbarste. Cber 50000 Artikel. 4000 Bilder und Karten. Gründlich. Praktisch Handlich. 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Die in der Ausl beveritchenden Besud feinerlei Bestätigung. In dem zwischen flitt wegen des Totio teter hat die Son gelegt Das Kollegium Gijenbahnbeamte Tum Tode verurteilt politredt. Der Rat der Bolt rach der fich alle Fahr Flugzeugen und Damp nit tausend Rubel ge beträgt pro Reise ein Kraft. Der Allindische einen einzigen Bert u ernennen, Die revolutionä nehr um sich und hat jagt. Der Führer indigt der Regierung Der belgische G mit einer Aussprache erteidigung abgeschlo Alichung des Partein ig für eine allmähli Mit dem geitrige um criten Mal in Un Das Bildnis des Pap Die fünfte Straf it das Hauptverjahr Eröffnungsbeschl Bages, ber schweren Den des Kontursverb Deutich Kopenhagen, B Reubauten Bolens, Kriegsfalle eine start Ten, auf die ruffifchen Flugzeuggeschwader, c and freibt dann in an den Ufern der Dit lands Intereffe für Lonferenz in Genf im Neubauten zweifellos fung des Paragrap terjeeboot: und Flu führt werden.