Nr. 9 Asphaltstraßen nach tungen gemacht, die mit Gesteinssplitt Jedrüdt wurde. Die einfache und billige den verkehrsstillen adhiten Morgen jahon Asphaltstraßen be lich wiederholt wer stosten entstehen, die en fönnen. Es steht noch rauhe Straßenig eines Weltallajjes ndet man heute einen elen Familien. Das a Westermann einen cphischer Beziehung standteil ihrer Zeit sgibt. Viele unjerer ische Ereignisse, Seple wichtigen Gescheh tsheft- Atlasjes verfol teil, daß sie auf diese änzen. Die Beilage Westermann, die ihr edankt wird. Die bis e neu hinzutretenden noch erhalten, ebenppe, die den Wert des ie die Zeitschrift noch in früheres Probehejt n dem Verlag Georg ajjen den Sorgen und dem olung und Ablenkung atsschrift ,, Die Kunst" ünchen nicht täuschen. Erfe, Räume, Möbel, Porzellanfunft, ter el in der joeben er "", die Zeitschrift der Generationen" wird nkt der älteren Gene u. a. zahlreiche But um Migen im Hause Elle der altuellen Bild onalisierung der Land1- Heim" ,,, 250 000 VS. nnt. In diesem Hefte Spionage- Roman Der find schon gelegentlich emals gelang es bisar berühmten Bacca tern der Münchner in dem ext.usivsten der Diese sieht man in der llverhütungsbild 6. m. fsgenossenschaften, Berten Male gibt die Unender heraus, der stets teilt wurde. Das Heftante Beispiele aus der Klein in Gießen. RIECK euer buch I. des Gewerbe, Freie Berufe, erbände etc. ausgeber: GIESSEN anlage 21 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Politische Rundschau. Die nationalsozialistische Reichstagsfraktion hat im Reichs: tag einen Antrag eingebracht, der den Reichspräsidenten ersucht, den Reichstag gemäß Art. 25 RV. sofort aufzulösen. Jm amerikanischen Senat erklärte der demokratische Senator Caraway, der Vertreter des Staates Arkansas, ungefähr 1000 Bersonen stürben täglich Hungers in den Vereinigten Staaten. Das Erscheinen des Bölkischen Beobachters", des Organs der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, wurde durch Beschluß der Polizeidirektion München vom 31. Januar bis 7. Februar 1931 einschließlich verboten. Die Verhandlungen zwischen den Vertretern der deutschen und tschechoslowakischen Luftfahrtbehörden wurden am 30. Januar 1931 im Reichsverkehrsministerium abgeschlossen. Ueber das von den Luftverkehrsgesellschaften beider Staaten in den tommenden Jahren zu befliegende Luftverkehrsnetz wurde Ueberein: timmung erzielt. Vergangenen Samstag fand in Frankfurt a. M. eine Tagung des Landesfrauenausschusses der Deutschen Staatspartei in Hes= jen statt, in der außer der politischen Grundhaltung die Möglichfeiten einer strafferen Organisation der Frauengruppe erörtert wurden Wie ,, Daily Mail" aus Belgrad meldet, sind über 50 Offiziere des aktiven Heeres zur Disposition gestellt worden. Die Bewegung gegen die Regierung umfaßt etwa ein Drittel des Heeres und hat die Wiederherstellung der Verfassung zum Ziele. Das Kriegsgericht von Angora hat in dem Prozeß gegen die Berschwörer von Menemen 32 Angeklagte zum Tode verurteilt. In dem nordbrasilianischen Staat Piauhy ist es zu einer Erhebung gegen die ven der provisorischen Bundesregierung eingesetzten Staatsregierung gelommen. Wie der„ Krakauer Jllestrierte Kurier" aus Lodz berichtet, haben die polnischen Sicherheitsbehörden am Montag 350 Mitglieder des Kongresses der polnischen linksradikalen Sozialisten unter dem Verdacht tommunistischer Werbetätigkeit verhaftet. Jm englischen Unterhaus machte der Regierungsvertreter die interessante Mitteilung, daß in der Zeit vom Juni 1929 bis September 1930 Munition und Waffen sowie Heeres- und Ma880 000 Mart rineousrüstungsgegenstände im Werte von England nach Rußland ausgeführt wurden. von Einer Meldung der ,, Morning Post" zufolge hat ein Teil der deutschen Bauern, die seinerzeit durch die Landesgesetze der Sowjets von ihrem ererbten Boden vertrieben wurden, nach unendlichen Mühsalen chinesisches Gebiet erreicht. Es handelt sich um ungefähr 600 Menoniten. Der Arbeitgeberverband für das deutsche Schneidergewerbe hat den mit dem Verband der Schneider und Schneiderinnen Deutschlands abgeschlossenen Lohntarif für das gesamte Deutsche Reich zum 28. Februar gekündigt. In dem Prozeß gegen die Mörder des Uhrmachers Ulbrich wurden die Plädoyers der Verteidiger beendet. Die Angeklagten werden heute das Schlußwort erhalten. Das Urteil wird ebenfalls heute in den frühen Nachmittagsstunden erwartet. Die Arbeiterorganisationen in Havanna( Kuba) haben beschlossen, mit dem Dienstag, um 6 Uhr abends, in den Generalstreit zu treten. Ein heftiges Erdbeben hat am Dienstag einen großen Teil der Nordinsel Neuseelands heimgesucht. Die Stadt Napier hat schweren Schaden erlitten. Man befürchtet starte Verluste an Menschenleben. Der bekannte amerikanische Polarforscher Lincoln Ellsworth wird sich an der von Willins geplanten Unterseeboot- Expedition nach dem Nordpool, die am 1. Mai beginnen soll, finanziell be: teiligen. Die deutsche Afrika- Fliegerin Elly Beinhorn traf in Bolama ( Portugiesisch Guinea) ein und hat damit ihr vorgenommenes Ziel erreicht. Bis 28. März soll gefagt werden. Am Dienstag ist der Reichstag zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahre zusammengetreten. Die Sigung ist ruhig verlaufen. Vor dem Zusammentritt der Vollversammlung beriet am Dienstagvormittag der Aeltestenrat des Reichstags in zweistündiger Sitzung den Arbeitsplan des Reichstags für die nächsten Wochen. Es wurde beschlossen, daß das Plenum bis zum 28. März ohne größere Pause durchtagen soll. Die eigentliche Haushaltberatung soll am Donnerstag beginnen, und zwar mit dem Etat der Reichskanzlei. Man erwartet daher für Donners= tag eine große Rede der Reichskanzlers Dr. Brüning über die politische Gesamtlage. Dr. Brüning wird bei dieser Gelegenheit wiederholt darauf hinweisen, daß er stärkstes Gewicht auf eine ordnungsgemäße Verabschiedung des Etats durch das Parlament legt, und er wird seiner Befriedigung darüber Ausdruck geben, daß der Reichstag von sich aus durch Aenderung der Geschäftsordnung eine sachliche Arbeit zu ermöglichen sucht. Im Anschluß an diese Eröffnungsrede des Kanzlers findet die politische Aussprache statt. Am Sonnabend wird das Plenum sich voraussichtlich mit ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 4. Februar 1931 der geplanten Geschäftsordnungsreform befassen. Wie verlautet, ist im Aeltestenrat ein Uebereinstimmung über Beschlüsse bis zur Stunde noch nicht erzielt worden. Es sind daher noch weitere Verhandlungen zwischen den Parteien und namentlich innerhalb der Fraktionen notwendig. Die große außenpolitische Debatte wird am Dienstag der kommenden Woche beginnen und mit einer Rede des Reichsaußenministers Dr. Curtius über die cußenpolitische Konstellation und die letzten Genfer Verhand Iungen eröffnet werden. Der Aeltestenrat hat ferner den Streit entschieden, der im Rechtsausschuß um die Person des Vorsitzenden, des nationalDie jozialistischen Abgeordneten Dr. Frank II entstanden war. Entscheidung lautet grundsätzlich dahin, daß die Mehrheit des Ausschusses das Recht hat, den Vorsitzenden zu wählen und abzuberufen. Es wurde ferner beschlossen, neue, nicht ständige Ausschüsse einzusetzen, einen für Leibesübungen, ferner einen jür Kommunalpolitik und einen für Liquidationsschäden Konferenz im hessischen Staatsministerium. Eine Konferenz, in der Vertretern der hessischen Selbstverwaltungskörper, der Landtagsfraktionen, der Wirtschaft und der Ministerien Gelegenheit gegeben war, mit hessischen Reichstags= abgeordneten über dringliche wirtschaftliche und finanzielle Fragen des Landes zu sprechen, fand unter dem Vorsitz des Staatspräsidenten und in Anwesenheit des Gesamtkabinetts im Staatsministerium statt. Es Zunächst wurde die Frage der Reichswesthilfe erörtert. Die fünf Millionen Mark, die hierfür im Reichsvoranschlag 1931 stehen, wurden von allen Seiten als völlig unzureichend bezeichnet, zumal Hessen nicht an den Grenzfonds beteiligt war. tam allgemein das dringende Verlangen zum Ausdrud, im Reichstag auf eine Erhöhung des Etatsansatzes der Westhilfe nachdrücklich hinzuwirken, um eine begreifliche Enttäuschung des ehemalig besetzten Gebietes zu vermeiden. Gegenüber der ebenso berechtigten großzügigen Osthilfe tommt der deutsche Westen zweifellos zu schlecht weg. Ferner wurde bemängelt, daß das Reich die Einzelverwendung der überwiesenen Westhilfemittel zu sehr festgelegt habe und damit dem Ermessen der Länder zu wenig Spielraum gelassen werde. Das Hauptthema der Aussprache bildete die schwierige Finanzlage, in der sich heute die Gemeinden infolge des Anschwellens der Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen befinden. Von den Vertretern des hessischen Städtetages, Landgemeindetags und des Verbands der hessischen Landkreise und Provinzen wurde eingehend der Ernst der Situation geschildert. In manchen hessischen Gemeinden ist die Belastung mit Ausgaben für die Wohlfahrtserwerbslosen wesentlich höher als der Reichsdurchschnitt beträgt. Für diese Gemeinden wurde eine sofortige Hilfe des Reichs für unerläßlich erachtet. Mehrfach wurde auf die große Gefahr hingewiesen, daß der Antrag einer Partei, den Reichsvoranschlag um weitere 300 Millionen Mark zu senten, etwa auf Kosten der Länder und Gemeinden verwirklicht werden könnte. Angesichts der augenblicklichen Situation wurde ein solcher Weg als völlig unmöglich bezeichnet. wurden in der Konferenz ferner die Fragen der Winzerkredite, der Hilfsmaßnahmen für die Glashausbesitzer, der Hafraba und der im Reichsetat vorgesehenen Kürzung der Mittel zur Erforschung und Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. Durch diese Kürzung droht dem Gießener Viehmarkt, dem größten in Deutschland, eine empfindliche Schädigung. Berührt Die anwesenden Reichstagsabgeordneten erkannten die Berechtigung der vorgebrachten Wünsche an und sagten zu, für die Interessen der Bevölkerung des Landes umso mehr eintreten zu wollen, als Hessen mehr als andere deutsche Gebiete unter der Not der Nachkriegszeit noch immer zu leiden hat. Schwerer Zusammenstoß bei Neuwied. Zu schweren Zusammenstößen zwischen Reichsbannerleuten und Ortsbewohnern, die rechtsgerichteten Organisationen angehören, tam es in dem Dorfe Melsbach bei Neuwied. Die deutschen Landkreise beim Reichsfinanzminister. Bei 4,7 Millionen Arbeitslosen 1 Mill. Wohlfahrtserwerbslose. Am Mittwoch empfing der Reichsfinanzminister Vertreter der deutschen Landkreise aus allen Teilen Deutschlands. Die Abordnung wies darauf hin, daß die Zahl der Wohlfahrtsermerbslosen in den Landkreisen in erschreckendem Maße steige. Dieses Anwachsen, das im letzten Halbjahr 67 Prozent betrug, gefährde die Kreisfinanzen in bedrohlichem Maße. Die Landfreise seien gerne bereit, an der zweckmäßigen Umgestaltung der Arbeitslosenversicherung mitzuarbeiten. Bis zu dem Zeitpunkt jedoch, wo dieses Reformwert in Kraft treten fönne, müsse auf dem Wege über Sonderdotationen eine Ueberbrückung der Schwierigkeiten Platz greifen. Die Landkreise, die 70 Prozent der Fürsorgelasten tragen, seien in Zukunft nur dann in der Lage, ihre Aufgaben aus der Fürsorgepflichtverordnung richtig zu erfüllen, wenn den Ausgaben eine entsprechende Einnahme gegenüber stehe. Könne das nicht bewirkt werden, so könnten die Landkreise ihren Fürsorgeaufgaben nicht mehr gerecht werden. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Rellame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 10 Deutsche Bauern im Kampf. Der 10. Reichs- Landbund- Tag in Berlin. Zehn Jahre Reichs- Landbund zehn Jahre agrar- und nationalpolitischer Kamps! Aus den ursprünglich örtlichen Selbsthilfeorganisationen der Bauernschaften, Landbünde, Landwirtschaftsverbände hat sich in mächtiger Bewegung ein politisches Kraftzentrum gebildet, an dem keine politische Macht der Gegenwart vorübergehen kann. Trotzdem war der zehnte ReichsLandbund- Tag am 2. Februar zu Berlin fein Fest selbstgenügsamer Rückschau. Die Not der Zeit verlangt neuen Einsatz aller Kraft. Ihre Einsatzbereitschaft für sich und die von ihnen Geführten zu befunden, hatten sich mehrere tausend deutsche Bauern im Zirkus Busch zusammengefunden. Schon lange vor Beginn der Kundgebung war die weite Zirkushalle überfüllt. Ein einmütiger Aufruf waren die Reden der drei Landbund präsidenten. Die Eröffnungsansprache hielt Bürgermeister Lind. Mit fnappen Worten fennzeichnet er das Versagen der Reichsführung auf wirtschaftspolitischem Gebiete in der Nachkriegszeit. Er ruft zu entschlossenem Handeln auf in Einigkeit von der deutschen Ostgrenze bis zur Westgrenze. Seine Worte finden in der Versammlung stürmischen Widerhall. Danach spricht der Hauptredner des Tages, Graf von Kaldreuth. Er erinnert an die Märzbotschaft des Reichspräsidenten, an seinen Aufirag an die Reichsregierung, für eine durchgreifende Hilfsaktion für die Landwirtschaft und den bedrohten deutschen Osten. Seitdem sind zehn Monate vergangen. Das Fazit, das er zieht, ist trotz der Teilerfolge auf einzelnen Gebieten eine ernste Anklage gegen das Versagen der Reichsregierung. Vier große Aufgaben müssen sofort der Lösung entgegengeführt werden: 1. Befreiung der deutschen Wirtschaft von den Fesseln des Young- Planes. 2. Rettung der Landwirtschaft: Lösung dieser Aufgabe bedeutet Wiedereinschaltung von Millionen deutscher Arbeitsloser. 3. Abbau der Ausgaben der öffentlichen Hand, die die Hälfte des Arbeitsverdienstes verzehren. 4. Umstellung der sozialen Fürsorge in ihrer heutigen Form. Auf keinem Gebiete sind nennenswerte Erfolge erzielt. Die bisherige Arbeitsmethode der Regierung Brüning läßt solche Erfolge faum noch erwarten. Sie hat es bisher nicht verstanden, sich aus parteipolitischen Fesseln zu lösen, obwohl die Form ihrer Berufung durch den Reichspräsidenten ihr die Handhabe dazu bot. Sie hat es nicht verstanden, die nationale Bewegung für ihre Aufgaben dienstbar zu machen. So ist das Kabinett in steigendem Maße abhängig geworden von denjenigen parlamentarischen Kräften, die an eine zielflare Lösung der großen Aufgaben gar nicht herangehen können, weil sie nur zu lösen sind unter einem völligen Bruch mit der nachrevolutionären Jllusionspolitik. Der Reichs- Landbund wird seinen Kampf um die Rettung der Landwirtschaft und damit die Rettung des deutschen Volkes ohne Bindung an Parteien durchführen; er wird die Mitkämpfer in seinem Kampfe für die heimische Scholle überall da suchen, wo er den entschlossenen Willen zur Tat und flare Erkenntnis der Notwendigkeit der Erhaltung der deutschen Landwirtschaft findet. Darum muß der einzelne Landwirt sich heute privatwirtschaftlich so einstellen, daß Erhaltung seines Betriebes oberstes Ziel ist. Vernichtung der landwirtschaftlichen Produktionskraft bedeutet den Tod des Volkes. Daher ist der landwirtschaftliche Kampf Schicksalstamps des ganzen Volkes. Zur Bekräftigung dieses Appells erhob sich die Versammlung und sang das Deutschland- Lied. Bauernhofbesitzer Bethge faßte in seinem Schlußwort das. Ergebnis des zehnten Reichs- Landbund- Tages noch einmal kurz zusammen. Auch in Frankreich für Schuldennachlaß. Paris. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats des Credit foncier de France, Lucien Petit, bereitete seinen Zuhörern in einer Rede die Ueberraschung, daß er an der Haltbarkeit der Reparationsverträge, zugleich aber auch der alliierten Schuldenverträge mit Amerika, zweifle. Es sei, sagte er, eine wirtschaftliche Unmöglichkeit, zu glauben, die Schulden- und Reparationsverträge unverändert bleiben. Sie tönnten bis zum Verfalltag 1987 müßten unbedingt revidiert werden. Das Schicksal der Hütte Duisburg- Meiderich besiegelt. Die Verhandlung über das Schicksal der Hütte DuisburgMeiderich war nur von kurzer Dauer. Die Gewerkschaften aller Richtungen, sprachen sich gegen den Vorschlag der Vereinigten Stahlwerke auf eine 20prozentige Lohn- und Gehaltssenkung aus. Der Angestelltenrat hatte sich für Annahme, der Arbeiterrat für Ablehnung ausgesprochen. Die Urabstimmung der ge= samten Belegschaft ist aber noch nicht erfolgt. Sie wird am Mittwoch durchgeführt werden. Der Bevollmächtigte der Vereinigten Stahlwerke erklärte darauf, daß nach diesen Erklärungen alle Verhandlungsmöglichkeiten erschöpft seien und damit leider der Vermittlungsvorschlag des Oberbürgermeisters Dr. Jarres ohne Erfolg geblieben sei. Die Vereinigten Stahlwerke würden jetzt sofort alle Maßnahmen zur völligen Stillegung der Hütte treffen. Von der Stillegung werden etwa 7000 Arbeiter und Angestellte betroffen. Nr. 10 Mittwo Mittwoch, den 4. Februar 1930. Lofales. Nocturno. Die Nacht liegt schwer auf der schwarzen Erde. Der Lärm des Verkehrs verebbt. Manchmal brandet noch eine Lärmwelle von einer der Hauptstraßen herüber. Die Hälfte der Straßenlaternen ist längst erloschen. Die andere Hälfte verbreitet ein ungewisses Licht. Vor einem Hause steht eine Gruppe von Menschen. Stumm. Das Haus ist ein Krankenhaus. Aus drei gerieften, ungeschützten Fenstern fällt das Licht auf die Straße. Eine umhüllte Bogenlampe schüttet weißes Licht in Bündeln auf einen Tisch. Den Tisch es ist der Operationstisch sieht man nicht, man ahnt ihn nur. Drei Krankenschwestern stehen um den Tisch. Ihre Gesichter sind weiß verhüllt wie die der Nonnen, aber von unten bis zur Nase. Von oben bis zu den Augen. Wachsbleich erscheinen ihre Züge, soweit man sie sieht. Der Arzt, ein älterer Herr mit grauem Vollbart, tritt an den Tisch. In seinen Händen, die in Gummihandschuhen steden, hält er blitzende Instrumente. Zwei Schwestern beugen sich über den Tisch. Niemand in der Menschengruppe auf der Straße rührt sich. Eine so späte Operation, das heißt: Kampf mit dem Tode, Kampf für das Leben. Es ist, als schütte sich das Licht immer stärker über den Tisch aus. Zuweilen geht eine der weißverhüllten Schwestern zu dem Instrumentenschrank. Ein Windstoß fegt durch die Straße. Treibt ein entfaltetes Papier vor sich her. Dann ist wieder alles still. * Zu öffentlichen Versammlungen. Das Polizeiamt weist auf folgendes hin: ,, Gießener Zeitung" Lehrlinge angeleitet werden dürfen, sondern nur dort, wo der Inhaber oder sonst jemand im Betrieb die Meisterprüfung abgelegt hat, oder ihm auf Grund der Uebergangsbestimmungen zur Abänderung der Gewerbeordnung vom 30. Mai 1908 die Anleitungsbefugnis ausweislich einer Urkunde des zuständigen Kreisamts verliehen worden ist. * Selbstmord. Gestern früh ließ sich auf der Main- Weserbahn, Strecke Gießen- Marburg, zwischen den Stationen Lollar und Friedelhausen der 16 Jahre alte Bürolehrling Friz Müller von hier von einem Zug überfahren. Der junge Mensch, der schon seit gestern mittag vermißt wurde, fand unter den Rädern des Zuges einen schrecklichen Tod. Die Leiche war völlig zerstückelt. Was ihn zu der Tat bewogen hat, ist nicht bekannt. * Stenographenprüfung. Die Geschäftsstenographenprüfung ist auf Sonntag, den 15. März, vormittags 9 Uhr, in der Mittelschule 2, zu Darmstadt, festgesetzt worden. Die Prüfung kann nur in Einheitskurzschrift, und zwar in den Geschwindigkeitsstufen von 120 Silben ah, abgelegt werden. * Wohltätigkeits- Konzert. Am Donnerstag, dem 5. Februar, abends 8 Uhr, findet im Café Leib zum Besten der Winterhilfe 1930/31 ein großes Militär- Streichkonzert des Musikforps des hiesigen Bataillons unter Leitung von Obermusikmeister Löber statt. * Aus dem Stadttheater. Heute abend, 8 Uhr, wird als 17. Mittwoch- Abonnements- Vorstellung ,, Marius ahoi!"( 3um goldenen Anker"), eine Komödie von Marcel Pagnol, in vier Akten, gegeben. * Volkshochschule. Eine Mozartfeier, zu Mozarts 175. Ge= burtstag, wird am Samstag, dem 7. Februar, nachmittags 8 Uhr, im Singsaal des Realgymnasiums, veranstaltet. * Goethe- Bund. Einen Lichtbilder- Vortrag über ,, Deutsche cator" hält am Sonntag, dem 8. Februar, vormittags 11.15 Uhr, im Stadttheater, Herr Dr. Stahl aus München. Aus Nah und Fern. Leihgestern. In der vor einigen Tagen stattgefundenen Generalversammlung wurde beschlossen, den Landwirtschaftlichen Cojumverein e. G. m. u. H., in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umzuwandeln. In letzter Zeit ist wiederholt beobachtet worden, daß Teil-- Scenenkunst von den Meiningern bis zu Reinhardt und Pisnehmer einer öffentlichen Versammlung Spazierstöcke mit sich führten. Wir verweisen auf den§ 11 des Reichsvereinsgejezzes vom 19. April 1908, wonach niemand in einer öffentlichen Versammlung oder in einem Aufzug, der auf öffentlichen Straßen oder Plätzen stattfindet, bewaffnet erscheinen darf. Gemäß Verfügung des Herrn Ministers des Innern vom 19. Juli 1927 zu Nr. M. d. J. 26 782 gelten als Waffen im Sinne des§ 11 des Vereinsgesetzes alle Gegenstände, die nach ihrer Bestimmung zu eigener Zufügung gefährlicher Verletzungen beim Angriff oder der Verteidigung gebraucht werden. Demnach sind Stöcke, Krüppel, Gummifnüppel, Schlagringe, Stahlruten, Spiralfedern und Spaten als Waffen im Sinne des§ 11 des Vereinsgesetzes anzusehen. Wir haben unsere Beamten angewiesen, auf die angeführten Bestimmungen genau zu achten. * Für Ladeninhaber und Gast- und Schankwirte. Bom Polizeiamt wird uns geschrieben: Es ist festgestellt, daß immer noch ein Teil der Gewerbetreibenden den Bestimmungen des nachstehend abgedruckten§ 15 a G.O. trotz wiederholter Aufforderung noch nicht nachgekommen ist. An die in Frage kommenden Gewerbetreibenden ergeht des= halb nochmals die Aufforderung, die vorschriftsmäßigen Aufschriften bis spätestens 20. Februar 1931 anbringen zu lassen, widrigenfalls unnachsichtlich Anzeige gegen die Säumigen erhoben wird. Weiter wird darauf hingewiesen, daß der Vorname ausge schrieben werden muß, und zwar bei mehreren Vornamen der Rufname. § 15 a. oder * Aus dem Lumdatal. Das häufige Vorkommen des Kropfes fonnte im Lumdatal festgestellt werden. Durchschnittlich 14 bis 15 Prozent der Schulkinder, in Treis- Lumda sogar 30 Prozent, haben Anlage zur Kropfbildung. Ferner zeigt eine hohe Befallsziffer Allendorf, Steinbach und Burkhardsfelden. Die Kinder bekommen als Heilmittel Jodropon- Struma- Tabletien. Offenbach. Der Kreisdirektor hat alle öffentlichen Umzüge, Durchmärsche und Versammlungen unter freiem Himmel für alle Parteien ausnahmslos verboten. Das Ge= Gefängnis für den Bürgermeister von Michelstadt. Darmstadt. In einer zum Teil heftigen und erregten Ge richtssigung hatten sich am Montag sieben Michelstädter, unter ihnen Bürgermeister Neff, vor dem hiesigen Bezirksschöffengericht wegen Landfriedensbruchs zu verantworten. richt verkündete folgendes Urteil: Zwei Angeklagte erhalten wegen Landesfriedensbruch sechs Monate Gefängnis, da als erwiesen angesehen werden müsse, daß sie tätlich vorgegangen seien. Bürgermeister Neff erhält wegen Teilnahme am Landesfriedensbruch drei Monate Gefängnis. Zwei Angeklagte werden freigesprochen. Die Heilkraft der Zwiebel. Die Zwiebel ist ein vorzüglich wirkendes Mittel für die Nieren, dem angestrengten Hirn gibt sie Ruhe und Nahrung und ist dabei ein gutes und harmloses Schlafmittel. Schon die alten Griechen, von denen wir wissen, daß sie das älteste Volk sind und die Aerzte hatten, rühmten die Kraft der rohen Zwiebel und ihre günstige Anregung auf das Blut, auf Magen und Leber. Sie verleiht reinen Teint und frische Gesichtsfarbe und durch ihren Reichtum an Kohlenstoff und Schwefel schafft sie dem Blut mehr Wärme- Energie als irgend ein anderes Nahrungsmittel. Sie macht den Organismus widerstandsfähig und zerstört alle Keime und Bazillen des Katarrhs und der Grippe. In der Volksmedizin dient Zwiebelsaft mit Zucker verkocht als Hustenlösungsmittel, der reine Saft dagegen zum Einreiben der Kopfhaut gegen Haarausfall. Es ist deshalb ratsam, den verschiedensten Gerichten und Salaten Zwiebel reichlich beizumengen. Gewerbetreibende, die einen offenen Laden haben Gast- oder Schankwirtschaft betreiben, sind verpflichtet, ihren Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen an der Außenseite oder am Eingange des Ladens oder der Wirtschaft in deutlich lesbarer Schrift anzubringen. Kaufleute, die eine Handelsfirma führen, haben zugleich die Firma in der bezeichneten Weise an dem Laden oder der Wirtschaft anzubringen; ist aus der Firma der Familienname des Geschäftsinhabers mit dem ausgeschriebenen Vornamen zu er sehen, so genügt die Anbringung der Firma. Auf offene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien finden diese Vorschriften mit der Maßgabe Anwendung, daß für die Namen der persönlich haftenden Gesellschafter gilt, was in betreff der Namen der Gewerbetreibenden bestimmt ist. Verwendung alter Arzneien. Eine Gemeinde ändert ihren Namen. Nach einer Entschließung des hessischen Gesamtministeriums ist der Name des rund 400 Seelen zählenden Ortes Eich I och ( Kreis Oppenheim) fünftig amtlich mit ,, Rommersheim" zu benennen. Darmstadt. Die kirchliche Trauung des Erbgroßherzogs Georg Donatus mit der Prinzessin Cäcilie von Griechenland, die bereits am 23. Januar standesamtlich getraut worden waren, wurde am Montag vormittag im neuen Palais nach griechischem Ritus vollzogen, anschließend erfolgte in der Kirche des alten Schlosses die evangelische Trauung. Die Braut, eine Nichte des Königs Konstantin von Griechenland, ist erst 20, der Erbgroßherzog 25 Jahre alt. Die Menschenmassen begrüßten das Brautpaar bei der Fahrt zur firchlichen Trauung. Bensheim. Der Kreisdirektor hat sämtliche Demonstrationen unter freiem Himmel verboten. Weylar. Auf dem Bahnhof Burgsolms wurden bei einer unvermuteten Revision der Stationskasse Unregelmäßigkeiten festgestellt, und zwar fehlte ein Betrag von über 700 Mark. Der betreffende Beamte wurde einstweilen seines Dienstes enthoben. Es gibt wohl kaum einen Haushalt, in dem sich nicht im Lauf der Zeit eine Hausapotheke angesammelt hat. Besonders in kinderreichen Familien, wo häufig Pflaster, Salben, Kräuter gebraucht werden, werden vielfach Reste von Arzneien aufbewahrt, um sie später wieder zu verwenden. Soweit es sich um aus Apotheken bezogene Hausmittel, wie Heilkräuter oder Salben-- Borsalbe, Vaselin u. a.- handelt, wird bei zweckmäßi ger Aufbewahrung in der Regel eine spätere Weiterverwendung ohne Bedenken möglich sein. Man sei aber stets vorsichtig und gebrauche insbesondere alte Heilkräuter nicht wieder, ohne den Apotheker um Rat gefragt zu haben, ob die Kräuter noch gut sind. Besondere Vorsicht ist aber bei vom Arzt verordneten Arzneien geboten. Auch hier hat sich, besonders bei Arzneitabletten, die Gewohnheit eingebürgert, sie im Familien- oder Bekanntenkreis weiterzugeben. Hierdurch ist schon viel Schaden angerichtet worden. Auch harmlose Arzneien können, alt geworden, zersetzt sein und dann sehr schaden. Der Laie sieht einer Arznei, sei sie flüssig oder in Tablettenform, nicht an, ob sie verdorben ist. Man vermeide daher, insbesondere ärztlich verordnete Arzneien, die längere Zeit aufbewahrt wurden, wieder zu verwenden, ohne sie vorher dem sachkundigen Apotheker gezeigt, oder den Arzt konsultiert zu haben. Sind mehr als zwei Beteiligte vorhanden, deren Namen hiernach in der Aufschrift anzugeben wäre, so genügt es, wenn die Namen von zweien mit einem das Vorhandensein weiterer Beteiligter andeutenden Zusatz aufgenommen werden. Die Polizeibehörde kann im einzelnen Falle die Angabe der Namen aller Beteiligten anordnen. * Hütet Arzneien vor Kinderhänden. Lebensversicherungsaufwertung. P Herborn, 1. Febr. In der Nacht zum Sonntag hatte ein 25 Jahre alter Elektrotechniker aus Burg seinen Freund auf seinem Motorrad nach dessen Wohnung nach Herborn- Seelbach gefahren. Auf der Rückfahrt versuchte dieser eine scharfe Kurve zwischen Herborn- Seelbach und Burg mit größerer Geschwindigkeit zu schneiden. Hierbei fuhr er gegen einen Baum und stürzte derart unglücklich, daß durch Schädelbruch der Tod auf der Stelle eintrat. Dillenburg. Auf der Landstraße zwischen Herbornseelbach und Burg ereignete sich am Montag ein tödlicher Motorradunfall. Ein junger Mann stürzte mit einer ihm anscheinend nicht vertrauten Maschine an abschüssiger Stelle und blieb tot liegen. Frankfurt a. M. Die Stadt Frankfurt legt ihren HausDer Etat bringt einen haltsplan für das Jahr 1931-32 vor. Einnahme- Ausfall von rund 30 Millionen, die größtenteils durch Abstriche wieder ausgeglichen werden. Die vom Staatstommissar angeordneten Steuersätze sollen unverändert bestehen bleiben. Die Bürgersteuer wird auf 10,80 RM. pro Kopf und Jahr festgesetzt. Damit ist der Etat ausgeglichen. Frankfurt a. M. Am Montagmorgen wurde die Metzgers= frau Luise Eggerth in einem Treppenhaus von einer männlichen Person überfallen und ihr die Aktentasche mit Banknoten in Höhe von 9000 Mark geraubt. Nach dem von der Aufsichtsbehörde genehmigten Teilungsplan für die aufzuwertenden Markversicherungen des deutschen Versicherungsbestandes der Lebensversicherungs Gesellschaft Phönix" in Wien gelangt auf den 14. 2. 24 eine Quote von 10 Proz. des Goldmarkwertes der einzelnen Versicherung zur Ausschüttung. Ansprüche aus auszuwertenden Versicherungen, die vor dem 14. 2. 24 durch Rückauf, Ablauf oder Tod erloschen sind, werden zuzüglich 4 Proz. Zins und Zinseszins in bar weggefertigt. Die gleiche Regelung tritt ein, wenn es sich um Versicherungen handelt, die sich zwar am 14. 2. 24 noch in Kraft befanden, aber einen Auswertungsanteil von weniger als RM. 100.- ergeben. Ferner sind Ansprüche aus aufgewerteten Rentenversicherungen durch einmalige Barauszahlung abzulösen, wenn die neue Jahresrente unter RM. 25. bleiben würde. Bei den übrigen Versicherungen werden die Aufwertungsansprüche als einmalige Nettoprämien zur Bildung neuer, beitragsfreier, nicht gewinnberechtigter Policen verwendet. Die ursprüngliche Versicherungsart wird beibehalten. Die prämienfreien Versicherungen beginnen am 14. 2. 24. Erlebensfallleistungen werden jeweils an dem 14. Februar fällig, welcher dem ursprünglich vereinbarten Termin am nächsten liegt. Einer franken Frau waren zur Beruhigung starkwirkende Tropfen vom Arzt verordnet. Eines Nachmittags will sie von den Tropfen nehmen, zählt die vorgeschriebene Anzahl in ein Glas mit Wasser und wird dann plötzlich abberufen. Sie stellt das Glas mit der Arzneiflasche auf den Tisch. Das spielende Kindchen hat gesehen, wie die Mutter die Tropfen gezählt hat, flettert nun auf den Stuhl und machts der Mutter nach, zählt immer mehr Tropfen ins Glas und spielt dann weiter. Die ahnungslose Mutter kommt zurück, trinkt das Glas aus und stirbt, weil sie nun das Gifi in zu starker Dosierung einnahm. Dieser Fall hat sich vor wenigen Wochen in einer Stadt Schles= wig- Holsteins ereignet. Er zeigt aufs neue, wie notwendig es ist, Arzneien stets vorsichtig aufzubewahren, so daß Kinderhände nicht damit spielen können. Man glaube auch nicht, daß durch jog harmlose Arzneimittel Unglücksfälle nicht passieren können. Arzneimittel jeglicher Art sollen stets sorgfältig unter Verschluß gehalten werden. Wie oft ist es nicht schon vorgekommen, daß Kinder mit herumliegenden Arzneitabletten oder Kräutern ge= spielt, davon genascht haben und dann bedenklich erkrankt sind. Man frage lieber den Apotheker, wenn man im Zweifel ist. Bezirk: Sport S BB- A. Boruffia Heffen- S Hermann B.j. B. Germani Spielver Odersh ค 19 Br Kassel. Der 28jährige Schreinergeselle Karl Engelhardt aus Bründersen im Kreis Wolfshagen schoß im Hausflur seiner Schwiegereltern aus allernächster Nähe seine Braut Sofie Jakob nieder; er fuhr dann nach Kassel und stellte sich freiwillig der Polizei. Bisher nicht veröffentlicht und genehmigt wurden die Teilungspläne der„ Iduna" zu Halle und der„ Victoria" zu Berlin. Interessenten erhalten auf Wunsch gegen Einsendung des Doppelten Briefportos vom Schutzverband der Lebens- und Feuerversicherten e. V., München 13, Neureutherstr. 13, fostenlos ein Druckstück, das nähere Einzelheiten über die Lebensversicherungsaufwertung enthält. Zur Arbeitslage in der Schweiz. Hagen. In der Nähe von Gleidorf im Kreise Meschede suhr ein mit vier Kindern besetzter Rodelschlitten einem mit Wintersportlern besetzten Lieferwagen in die Flanke. Zwei Kinder wurden getötet. Von den beiden anderen Kindern erlitt das eine einen schweren Schädelbruch, das andere eine Gehirnerschütterung. Die Lage des schweizerischen Arbeitsmarktes ist zurzeit auch äußerst gespannt. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß jeder Stellenantritt in der Schweiz ohne ausdrückliche Bewilli= gung durch die schweizerische Fremdenpolizeibehörde verboten ist, und wird dringend davor gewarnt, ohne Bewilligung einzureisen. Interessenten wollen sich vor der Einreise mit ihrem zu* Lehrstellensuche im Handwerk. Viele der an Ostern aus der Schule kommenden jungen Leute beabsichtigen, ein Handwerk zu erlernen und suchen nach einer passenden Lehrstelle. Eltern und Vormündern seien dabei zur Vermeidung von Nachteilen darauf hingewiesen, daß nicht in jedem beliebigen Handwerksbetriebständigen schweizerischen Konsulat in Verbindung setzen. Zur Tariffündigung in der Samtindustrie. Wie wir hören, hat der Arbeitgeberverband der deutschen Samtindustrie den Gewerkschaften folgende Vorschläge für den Neuabschluß eines Lohntarifes überreicht: 1. Abbau des Lohntarifes um 12 Prozent. 2. Wegfall der tariflichen Regelung der Abfordlöhne. 3. Grundlegende Aenderung der Vergütungen für Schichtarbeiter. Ein- und Ausfuhr 1930. In den ersten Monaten des Jahres 1930 ging die deutsche Gesamteinfuhr der Menge nach gegenüber derselben Zeit des Vorjahres um etwa 9 Proz. und dem Werte nach um etwa Germani 1900 Gie Wallau Breiden Sp. V. 20 Proz. zurück. In der Differenz von 9 und 20 kommt die Ver billigung der wichtigsten Rohstoffe zum Ausdruck. Im einzelnen ist die Fertigwareneinfuhr der Menge nach um 15 Proz., die Halbfertigwaren- und Rohstoffeinsuhr um 8 Proz. und die Lebensmitteleinjuhr um 6 Proz. zurückgegangen. Wiefenb Frohnha Die Ausfuhr unter Einbeziehung der Reparationslieferungen ist in den ersten neun Monaten 1930 wertmäßig um 9 Proz.. mengenmäßig um 3,6 Proz. zurüdgegangen. Der Preisrüdgang zeigt sich also auch bei der deutschen Ausfuhr. Jm einzelnen beträgt bei der Rohstoff- und Halbfertigwarenfabrikation der Mengencüdgang 5 Proz. und der Wertrüdgang 14 Proz. Bei der Fertigwarenausfuhr beträgt der Wertrüdgang 6 Proz. und der Mengenrückgang 3 Proz., bei der Ausfuhr von Lebensmit teln und Getränken beträgt der Wertrüdgang 30 Proz. und der mengenmäßige Rückgang 14 Proz. B L A1 B 19 DEGREES Biffenbe Weyl. Steindo Burgfol Holzhau Bistird Raubor Nieders Oberbie V Allie Rei Armen ein einh und inf Bilicht, men zu map, 3 Berge anderer wie ein oder G einem Pilege feiner vermeid zialifiers werden gleid ge die Gef im froh übung, gänzung arbeit besübu Das be Haupti danebe lid) ijt jäm Leistung Jeder fr zungsar wirtjam Täufer, joll nich dern Kr wo der iportart Wechiel Wedjel Winter des, Bo Nein, merlid Dämon Jeb Nr. 10 Fern. Cagen stattgefundenen Landwirtschaftlichen schaft mit beschränkter Orkommen des Kropfes Durchschnittlich 14 bis mda sogar 30 Prozent, zeigt eine hohe Be hardsfelden. Die Kin Struma- Tabletien. e öffentlichen Umzüge, reiem Himmel für alle von Michelstadt. gen und erregten Ge n Michelstädter, unter esigen Bezirksschöffen Cantworten. Das Ge Angeklagte erhalten Gefängnis, da als er e tätlich vorgegangen Teilnahme am Landes wei Angeklagte werden n Ramen, en Gesamtministeriums nden Ortes Eichloch ,, Rommersheim" des Erbgroßherzogs Mittwoch, den 4. Februar 1930. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Große Heberraschungen Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirk: VfB. Gießen Hermannia Kassel Odershausen 5: 2( 2: 1) Borussia Fulda Verein Sport Kassel Kurhessen Kassel Großalmerode 4: 0( 1: 0) Biedenkopf 3: 2 Garbenteich 1.- Garbenteich 2. 10: 1( 4: 1) Hermannstein 2.- Braunfels 2., B. nicht angetr. Niederohmen Bobenhausen 2: 0( 2: 0) Niederbiel Burgsolms 2. 0: 5( 0: 3) Stodhausen Merenberg 1. 9: 1( 3: 1) Stodhausen 2. Merenberg 2. 1: 0( 1: 0) Flensungen-Stangenrod 2: 0 Jugend: In Großen Bused: Großen- Bused Lollar 0: 3( 0: 0) Lollar 1900 Gießen 1. 0: 5( 0: 2) Lich, VfB. Gießen, Heuchelheim nicht erschienen In Niederweisel: Butzbach, VfB. Gießen, Niederweisel nicht erschienen; 1900 Gießen 2. ohne Gegner In Stockhausen: Stodhausen Löhnberg 1: 3 Stockhausen Braunfels 1: 0 3 Vereine nicht angetreten In Büblingshausen: Steindorf Ehringshausen 1: 2 Hermannstein Sch. 1900 Gießen Sch. 1: 2 Gau Marburg. Nr. 10 Streife durch den Bezirk. Infolge von Gesuchen um Freigabe gewisser Sonntage( meist zur Abhaltung von Mastenbällen oder Winterfesten) haben die Terminlisten verschiedene Aenderungen erfahren. Wir bringen daher hier zunächst eine Zusammenstellung der letzten Spiele, soweit sie unseren Leserkreis interessieren, Bezirksliga, Gruppe Süd: 8. 2.: BfB.- Kurhessen Marburg Kreienjen), Hermannia Kassel( Trost, Hessen Hersfeld Spielverein Kassel( darf wegen Plaksperre nicht in Hersfeld ausgetragen werden), ( Schönhütte- Grone). 15. 2.: BfB. Gießen Borussia Fulda, FV. Odershausen Hessen Hersfeld, Sport Kassel Hermannia Kassel, Spielverein Kassel 22. 2.: Borussia Fulda 1. 3.: FB. Odershausen Hermannia Kassel. Germania Fulda. Hermannia Kassel. Borussia Fulda, Spielverein Kassel. 8. 3.: FB. Odershausen BiB. Gießen( Petri- Wetzlar). 1. Bezirksklasse, Gruppe Lahn: Gießen). 15. 2.: Wetzlarer EV. Germania Marburg - ( Speckhardt, FV. Wiesenbach( Henkel, Oranien Frohnhausen. 22. 2.: Germania Marburg feld- Fulda), FV. Wiesenbach Spielvgg. 1900 Gießen( WingenWetzlarer SB.( Böcher- Gießen). 1. 3. Spielogg. 1900 Gießen Weglarer SV. Spielverein Kajjel 3: 2( 3: 1) Germania Fulda 4: 1( 4: 0) Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte 15 9 3 3 43:22 21: 9 BfB- K. Marburg 15 10 1 4 44:34 21: 9 Borussia Fulda 13 8 1 4 27:13 17: 9 Hessen- Hersfeld 14 4 5 5 20:20 13:15 Hermannia Kassel 12 5 2 5 31:31 12:12 V. f. B. Gießen 14 5 2 7 24:34 12:16 Germania Fulda 15 5 1 9 18:30 11:19 Spielverein Kassel 13 4 1 8 30:34 9:17 Odershausen 13 2 2 9 17:35 6:20 Hessen 09 Kassel 05 Göttingen 2: 2( 1: 0) Spielogg. Göttingen Einbed 3: 0 1900 Gießen Wallau 4: 0( 3: 0) In Hermannstein: 8. 2.: Weglarer SB. Breidenbach Frohnhausen 4: 3( 3: 0) Wiesenbach Wetzlarer Sportverein 3: 1( 1: 1) Friedberg 1. Jgd. Butzbach 1. Jgd. 1: 1( 1: 0)( Priv.) * Oranien Frohnhausen Wetlar). Verein Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Germania Marburg 10 7 2 1 27:10 16: 4 1900 Gießen 10 6 0 4 Wallau 12 5 6 1 23:22 e von Griechenland, die Breidenbach 12 6 1 5 35:33 27:24 12: 8 16: 8 13:11 Verein Sarnau Kirchhain 12 9 1 10 8 1 getraut worden waren, Sp. V. Wetzlar 9 3 0 6 13:21 6:12 Erksdorf 11 4 5 Wiesenbach 12 4 2 31:27 6 10:14 Speckswinkel 9 3 3 Frohnhausen 11 1 1 9 12:31 3:19 Bürgeln 11 3 3 Butzbach Weilburg 6: 0 Buchenau 12 4 1 Löhnberg Azlar 2: 1( 1: 1) Langenstein 9 3 2 Allendorf Wommelshausen 1: 2 V. f. B. K. II. 10 2 4 Marbach Gladenbach 3: 3( 2: 1) Odershausen II. 10 1 0 Spiele gew. unent. verf. Tore Punkte 35:21 19: 5 1 38:18 17: 3 21:23 13: 9 3 11:14 9: 9 25:28 9:13 25:34 9:15 16:19 8:10 8:12 2:18 2 2 5 7 4 4 26:24 9 13:27 Bottenhorn Sarnau 1. Odershausen 2. 5: 2( 4: 0) Merkenbach Hartenrod Germ. Marburg 2. 5: 5 Cappel 1. Marbach 2. 18: 2( 5: 1) Dreihausen Endbach 12: 1( 6: 0) Wallau 2. Verein 10 9 1 Wehrda I. 9 7 1 1 41:13 Schönstadt 10 6 0 4 31:14 Frankenberg II. 7 3 1 2 13:17 Wetter II 8 3 0 13:24 Noda 10 2 1 23:30 Löhnberg 2. Steinberg Daubringen( 6.) 5: 2( 1: 1) Oberrosphe 10 2 0 Mellnau 9 1 2 9:50 12:53 Holzhausen 3: 1( 1: 0)( 6.) Cölbe 1. Wetter 2. 10: 2( 5: 1) Verb.- Spiel, für beide verloren Oberrosphe Schönstadt 1:13 Steindorf 1. Verein Spiele Tore Punkte Günterod Hartenrod 2. 9: 3( 3: 1) Bissenberg 13 46:17 21: 5 Cappel 2. Neustadt Wetzl. Sp- Verein II. 11 28:15 17: 5 Steindorf 13 29:25 18: 8 Cölbe 2. Burgsolms 11 31:24 11:11 Niederwalgern 2.- Holzhausen 12 26:32 11:13 10 12:16 7:13 11 24:34 7:15 Niedershausen 11 16:27 5:17 Sinn 1. Oberbiel 1! 16:36 7:21 Eisemroth Medenbach 3: 0 Leihgestern 1900 Gießen 3. 3: 1( v. Sch. abgebr.) Allendorf ViB. 3.1900 4. 8: 3( 2: 3) Oberroßbach 4: 3 asche mit Banknoten in VB. Gießen 4. Steinberg 2. 0: 2 Würgendorf Fleisbach Offenbach 4: 1 Melsungen 1: 2( 1: 0) 1900 Gießen 2. * Breidenstein 1.- Edelshausen 1. 1: 4( 0: 1) Balais nach griechischem n der Kirche des alten Braut, eine Nichte des erst 20, der Erbgroß begrüßten das Braut g. imtliche Demonstratio ms wurden bei einer e Unregelmäßigkeiten n über 700 Mark. Der nes Dienstes enthoben. Sonntag hatte ein seinen Freund auf nach Herborn- Seelbach ser eine scharfe Kurve größerer Geschwindig einen Baum und stürzte der Tod auf der Stelle wischen Herbornfeelbach ein tödlicher Motorrad einer ihm anscheinend r Stelle und blieb tot furt legt ihren Haus: Der Etat bringt einen onen, die größtenteils den. Die vom Staats: unverändert bestehen , 80 RM. pro Kopf und sgeglichen. en wurde die Mekgers us von einer männlichen Herborn Dillenburg 2: 3 Burg Sechshelden 5: 1 Niederzwehren VFR. Kassel 10: 0( 4: 0) Corbach Hessen Preußen Kassel 2: 1( 1: 0) Warburg Frizlar BV. 06 Kassel 2: 2( 1: 1) Lauterbach Bebra 1: 1 Gau Gießen- Wezlar. Großen- Bused 1. 3: 2( 0: 2) VfB. Gießen 2. Wiesed 1. 2: 4( 1: 3) Butzbach 2.Bissenberg Oberbiel Biskirchen Nauborn Weilburg 2. 4: 1( 3: 0) Aẞlar 2. 5: 2( 1: 1) Nauborn 6: 1 Cölbe I. elle Karl Engelhardt aus oß im Hausflur seiner feine Braut Sofie Jakob stellte sich freiwillig der im Kreise Meschede juh litten einem mit Winter Flante. Zwei Kinder wur Kindern erlitt das eine dere eine Gehirnerschüt Samtindustrie. Serverband der deutschen nde Vorschläge für den ht: zent. Der Abfordlöhne. Sergütungen für Sicht 1930. es 1930 ging die deuts nüber derselben Zeit bes n Werte nach um et 79 und 20 tommt die Ver m Ausdrud. Jm einzelne Je nach um 15 Pro, di um 8 Proz. und di tgegangen. der Reparationslieferu 930 wertmäßig um 9 Pro angen. Der Preisrüdgan Ausfuhr. Im einzelne ertigwarenfabrikation ertrüdgang 14 Proj. Wertrüdgang 6 Proj. Ausfuhr von Lebensmi trüdgang 30 Proz. und d Weylarer Sp. 2. 5: 0 Biedenkopf 2. 5: 0( 3: 0) piele gew. unent. verl. Tore Punkte 0 61:13 19: 1 15: 3 12: 8 7: 5 6:10 Frechenhausen Steinperf 4: 5( 6.) 5786 Leidenhofen 1. 1: 3( 1: 2) Schweinsberg 4: 6. Unterrosphe Buchenau 2. 1: 3 Sarnau 2. 2: 4( 1: 3) Dreihausen 2. 1: 1 Gau Dill. Straßebersbach Wissenbach 1: 4( 0: 2) Hörbach Herbornseelbach 4: 0 Donsbach 4: 4 Breitscheid, B. nicht angetr. Altenkirchen 2: 2 5:15 4:16 4:14 Allseitigkeit in der Leibesertüchtigung! feit, it der Mensch, der alle Lagen des Lebens, alle Verhältnisse Keine Einseitigkeit! Unser Körper besteht nicht bloß aus Armen und Beinen, aus Organen, aus Muskeln, sondern bildet ein einheitliches Ganzes, dessen einzelne Teile gleich wichtig sind und infolgedessen auch gleicher Pflege bedürfen. Darum ist es Pflicht, dem ganzen Körper Ausbildung und Kräftigung zufommen zu lassen, nicht einzelne Teile, vielleicht sogar im Uebermaß, zu pflegen und zu stählen. Was nützt es, wenn einer Berge von Muskeln heranzüchtet, oder wenn er mehr als ein anderer die Lunge voll Luft pumpen fann, oder wenn er schnell wie ein Windhund dahinläuft, während die übrigen Organe oder Gliedmaßen darüber vernachlässigt werden und oft in einem geradezu unverständlichen Gegensatz der mangelnden Pflege und Ausbildung stehen. Wer es daher ernst meint mit seiner Leibesertüchtigung, mit seiner Rüstigkeit, Gesundheit, der vermeide jegliche einseitige Leibesübung, der vermeide die Spezialisierung, der treibe allseitige Leibesübung! Nur dadurch werden Schädigungen vermieden, daß immer wieder ein Ausgleich geschaffen wird. Dieser Weg führt auch, weil er selten in die Gefahr der Uebertreibung gerät, zu Erholung und Freude im frohen Körperspiel. Es gibt zahlreiche Zweige der Leibes= übung, die sich gegenseitig ergänzen, ja, die sogar auf solche Ergänzung angewiesen sind. Das ist der Sinn der Ergänzungsarbeit und der Wechselleistung, daß jeder, der eine Art der Leibesübung treibt, daneben noch eine andere pflegt, die gerade das bewirkt, was die erstere vernachlässigt. Wer in seiner Hauptübung besonders die Kraft zur Entfaltung bringt, möge daneben noch Ausdauer und Schnelligkeit pflegen. Jämmer lich ist der fraftbeladene Schwerathlet, dem die Luft ausgeht", jämmerlich auch der Dauerläufer, der Zähigkeit in seiner Leistung über Kilometer hinweg zu beweisen vermag, den aber jeder kraftvolle Zugriff schon zum Weichen bringt; seine Ergän= zungsarbeit jei daher eine schwerathletische. Faustkampf ist eine wirksame Ergänzung und ein Ausgleich für den Langstreckenläufer, daneben die Uebung auf Schnelligkeit. Der Sprinter soll nicht bloß die kurze Strecke laufen oder Weitspringen, sondern Kraft und Ausdauer besonders üben. Und es gibt Zeiten, wo der Körper überhaupt ein gänzliches Ablassen von der Hauptsportart verlangt. Nicht völlige Ruhe ist da am Platz, sondern Wechselsport". Schon der Wechsel der Jahreszeiten gibt einen Wechsel an: Wer im Sommer läuft, wirft, springt, möge im Winter Skifahren, Eislaufen, usw. Verkehrt wäre es, bestünde des, Volkssportlers" Winterarbeit in einer 3wedgymnastik. Nein, gänzlich ablassen soll der Volkssportler von seinen sommerlichen Uebungen und anderes treiben. Niemand soll den Dämon ,, Leistung" an sich anbeten. : Jedenfalls Ergänzung und Abwechslung in der Leibesübung! Oberste Forderung einer Körpertüchtigkeit ist Allseitigder Umwelt meistert, sein Spiel damit treibt. Ungeahnte Schätze liegen in jeglicher Natur. Natürlich muß man, wie überall, mit Vernunft und Ueberlegung an die Wahl der einzelnen Uebungen Herangehen. Nicht ein Vielerlei, nicht ein planloses Durcheinander, nicht dieses und jenes halb betreiben, sondern sinnvolle Zusammenarbeit. Olympischer Amateur. 1. Tausend Mark für einen Hallenstart! Ein bekannter französischer Läufer hatte für ein in Deutschland stattfindendes Hallensportfest seine Meldung abgegeben, verlangte jedoch neben Schlafwagen erster Klasse und Luxushotel die Kleinigkeit" von 1000 RM.( nicht Franken) als Taschengeld. Pro Meter eine Mart. Zu der von den Veranstaltern des letzten Frankfurter Hallensportfestes gemachten Mitteilung, daß der bekannte französische Weltrekordläufer Ladoumègue für einen Start in Frankfurt die Kleinigkeit von: Schlafwagen 1. Klasse in Frankreich, Schlafwagen 2. Klasse in Deutschland, Unterbringung in einem erstklassigen Hotel, freie Verpflegung und 1000 RM.( 6000 Franfen) in bar verlangt habe, veröffentlicht soeben in der Pariser Sportzeitung L'Auto" ein Herr Vitau, der sich als Manager von Ladoumègue bezeichnet, eine Erklärung. Vitau teilt mit, daß er im Namen Ladoumègues tatsächlich eine Zusatz- Entschädigung von 1000 RM. verlangt habe. Dieser Betrag wäre aber nicht für Ladoumègue bestimmt gewesen, sondern dadurch sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, auch eine Staffelmannschaft nach Frankfurt a. M. zu entsenden. Vi tau begründet sein eigentümliches Vorgehen damit, daß der Frankfurter Veranstalter für die vier Staffelmitglieder sehr wahrscheinlich eine Entschädigung abgelehnt hätte, doch hofft er, mit einem Zuschlag für Ladoumègue die Gesamtexpedition finanzieren zu können. Diese Erklärung" ist so windschief, daß man sie mit beißen der Jronie ablehnt und mit Nachdruck eine Untersuchung durch den französischen Verband fordert. Auf jeden Fall hat Herr Vitau seinem in der ganzen Welt bekannten Landsmann einen schlechten Dienst getan, das schnellgefundene Schlagwort pro Meter eine Mart" dürfte Ladoumègue noch lange auf seinem Wege begleiten. Die Spiele um die Westdeutsche Meisterschaft sollen bereits am 8. März beginnen.( Ob bis zu diesem Termin der Bezirksmeister von Hessen- Hannover schon ermittelt ist, wenn in der Südgruppe vielleicht zwei oder sogar drei Vereine punktegleich an der Spitze stehen und daher erst unter sich noch um die Ent scheidung spielen müssen?) Die acht Bezirksmeister werden wieder zunächst in zwei Gruppen geteilt; in jeder Gruppe spielt jeder Verein einmal gegen jeden andern nach Punktewertung. Die zwei Besten jeder Gruppe werden sodann zu einer Gruppe zusammengestellt und spielen nach demselben System die drei Besten des Verbandes aus; der Dritte muß dann allerdings noch mit dem Meister der Trostrunde um die Ehre der Vertretung fämpfen. Die Trostrunde wird inzwischen von den acht Tabellenzweiten bestritten, und zwar nach dem Pokalsystem, d. h. der Unterliegende scheidet jedesmal aus. Es sind also normalerweise sieben Spiele nötig; dazu kommt das Entscheidungsspiel des Meisters mit dem dritten Vertreter der Bezirksmeisterrunde, Die letztere erfordert normalerweise dreimal sechs oder achtzehn Spiele, von denen aber die Spiele der Gruppen 1 und 2( Vorrunde) an den gleichen Tagen ausgetragen werden können, jo daß im ganzen sechs Spieltage nötig sind. Auf die Runde der Zweiten sind mindestens drei Spieltage zu verwenden; dazu ein Entscheidungsspiel. Im besten Falle fönnen also die drei definitiven Vertreter des Verbandes nach sieben Spieltagen ermittelt sein. Der W.S.V. hat daher auch diese Zahl vorgesehen, nämlich den 8., 15. und 22. März, 12., 19. und 26. April und 3. Mai. Auf den 10. Mai ist vom D.F.B. bereits die Vorrunde der Deutschen Meisterschaft angesetzt; Endspiel am 14. Juni, Zwischenrunden am 17. und 31. Mai. Ob alle diese Termine eingehalten werden können, ist fraglich; erstens sind vielleicht noch nicht alle Bezirksmeister rechtzeitig ermittelt, zweitens fehlt wahrscheinlich von einzelnen Verbänden rechtzeitig die Angabe der vorgeschrie= benen zwei oder drei Vertreter, und drittens fallen verschiedene Termine mit andern Veranstaltungen zusammen, z. B. am Deutschland, am 26. April: 15. März: Länderspiel Frankreich Länderspiel Holland WestDeutschland und Luxemburg deutschland, am 14. Juni Schweden Deutschland. Die ganze Kalkulation steht also noch auf sehr schwachen Füßen. Ebenso wie um die Tabellenführung geht in der Südgruppe der Kampf um den Verbleib in der Bezirksliga oder um den Abſtieg falls ein solcher überhaupt schon in dem vom Bezirksfußball- Sachbearbeiter durch die Tagespresse verbreiteten Maße eintreten soll mit unverminderter Heftigkeit weiter. Dieses Hin- und Herschwanken der Aussichten( lies Chancen!) bei den Inhabern der obersten und untersten Tabellenpläge hat in den beteiligten Kreisen eine gewisse, leicht erklärliche Nervosität her3. Der Fall geklärt?! Mit erfreuliche Energie haben sich die französischen Sporführer des Falles Ladoumègue angenommen. Die Angelegen heit ist bereits vollkommen geklärt. Der Trainer Vitau, der das Engagement des Weltrekordläufers nach Frankfurt a. M. vermittelte, hat zugegeben, die Forderung von 1000 RM. gestelli zu haben, behauptet allerdings, dies nur deshalb getan zu haben, um noch einige andere französische Athleten mit nach Frankfurt zu nehmen; er erklärte ferner, daß Ladoumègue von seinen Verhandlungen nichts gewußt habe(!). Daher wurde von dem Vorsitzenden des Pariser Vereins, des Club athlétique des sports généraux, der Trainer Vitau aufgefordert, seinen Aus= tritt zu erklären. Ein Warnungssignal! Vor dem Aachener Schwurgericht fand eine Verhandlung gegen ein Mitglied des Westdeutschen Spielverbandes mit einem Urteilsspruch auf Grund des§ 226 vorsätzliche Körperverlegung mit Todeserfolg mit einer Strafe von 6 Monaten Gefängnis ihren Abschluß. Bei einem Spiel zweier kleinerer Vereine hatte ein Spieler einem Gegner nach dem Abpfiff des Schiedsrichters noch einen Stoß in die Brustseite versetzt, der bei der krankhaften Konstitution des betroffenen Spielers einen Rippenbruch, Blutaustretungen und einen sog.„ Schocktod" herbeiführte. Das Gericht vernahm 35 3eugen, die widersprechende Aussagen machten und hörte den Rheinbezirksvorsitzenden Zündorf( Köln) als Sachverständigen. Das Urteil stützte sich auf die Aussage des Schiedsrichters und kam zu einer Verurteilung wegen vorsätzlicher Körperverlegung, doch wurden dem Angeklagten mildernde Umstände zugesprochen. Der Staatsanwalt betonte, daß der Angeklagte die Folgen zweifellos nicht gewollt habe, aber das könne ihn nicht por Strafe schützen. In der Urteilsbegründung des Gerichts sagt der Vorsitzende in seinem Schlußwort, es sei zu berücksichtigen gewesen, daß ein Spiel, das der Volksertüchtigung dient, niemals ausarten dürfe. Ueber den lokalen Rahmen hinaus kommt diesem Vorfall und dem Urteilsspruch eine folgenschwere, grundsätzliche Bedeutung zu. Es ist ein Warnungssignal für den Fußballsport und muß allen Sportinstanzen Veranlassung geben, gegen unfaires Spiel und gegen alle Rüpeleien der sogenannten Fußballrowdys mit äußerster Strenge vorzugehen. Nur die schwersten Strafen und die Ausmerzung von solchen Elementen, die wiederholt oder sogar vorsätzlich gegen die Spielregeln und Sport= geseze verstoßen, kann den Fußballsport vor schweren Schädigungen bewahren. Strengste Kontrolle der Disziplin auf dem 1 Spielfeld ist heute mehr denn je erforderlich! Mittwoch, den 4. Februar 1930. vorgerufen, die sich natürlich auch auf die Spieler überträgt; dafür hatten wir am letzten Sonntag ein inpisches Beispiel bei dem Spiel VB. Gießen Spielverein Kassel. Während wir aber jetzt schon sagen können, daß für die Gruppenmeisterschaft wahrscheinlich zwei oder höchstens drei Vereine in Frage tommen, ist es noch ganz untlar, welche Vereine die drei letzten Plätze der Tabelle einnehmen werden, für deren Inhaber der schwere Schlag des Absteigens vorgesehen ist. Die Spiele vom 1. Februar haben in diesem Punkte die Lage noch keinen Schritt weiter gebracht. Die Entscheidung wird, wie bei der Spigen gruppe, wahrscheinlich erst mit den letzten Spielen fallen. Auch in der 1. Bezirksklasse, Gruppe Lahn, ist die Bewegung durch das Aufwärtsstreben der Spielogg. 1900 Gießen in ein solches Stadium getreten, daß man mit allerlei Möglichkeiten rechnen muß und feinem der bisherigen Meisterschaftskandidaten billige Lorbeeren einräumen tann; auch hier hängt die Entscheidung ganz von den Spielen der nächsten Sonntage ab. Vielleicht gibt es auch hier noch Entscheidungsspiele( die das Interesse des Publifums jedenfalls mehr in Anspruch nehmen als eine einfache Runde von Privatspielen, wie es geplant ist). Im übrigen tonzentriert sich die Erwartung der Sportsfreunde auf den Be scheid des Verbandsvorstandes in dem Projekt„ Bezirk Lahn". Je nachdem dieser ausfällt, wird die Lösung der Spielfrage für das nächste Jahr sehr einfach oder sehr kompliziert sein. Mit Rücksicht auf dieses schwebende Problem fann man über das Schicksal der andern Vereine- 2. Bezirksklasse und Gautlasse zurzeit überhaupt nichts jagen. Auf alle Fälle ist es angebracht, wenn diese sich in punkto Aufstieg teinen allzu großen Hoffnun gen hingeben. Die Ausstellung der Ligaklassen ist in den letzten Jahren in einem solchen Maße vor sich gegangen, daß der Höhe: punkt nicht nur erreicht, sondern bereits überschritten ist, so daß unbedingt ein Abbau eintreten muß. Auch wenn die Neubildung eines, Bezirkes Lahn" erfolgen sollte, werden die Instanzen nicht umhin können, der allgemeinen Lage Rechnung zu tragen und die Zahl der Ligavereine zu beschränken. Für die Bezirksliga fämen aus dem Lahnkreis sieben, höchstens acht Vereine in Frage, dazu vielleicht noch einer aus dem Teil des Gaues Fulda, der abgetreten werden könnte. Dementsprechend dürfte die 1. Bezirksklasse kaum über die Zahl zehn hinausgehen. Ein solcher geringer Bestand liegt im Interesse der Hebung der Spielstärke; wer das Zeug dazu in sich hat, wird sich dann den Aufstieg in höhere Klassen selbst erkämpfen. Aus Gießen und Umgegend. Spielverein Kassel verliert gegen VfB. Gießen 3: 2( 3: 1). Der Kasseler Spielverein gehört zu den führenden Mannschaften in Hessen- Hannover. Dem Namen nach aber auch am Können gemessen. Ein guter Besuch- etwa 700 Zuschauer war der Beweis der Anteilnahme des Gießener Publikums. Es war eine Begegnung, wie man sie auf dem Waldsportplatz lange nicht zu sehen bekam und der VfB.- Mannschaft alle Ehre machte. Wohl ist nicht zu bestreiten, daß die Spielvereinsleute im groBen ganzen den Ton angaben, aber sie hatten vielleicht auch den Gießener Gegner unterschätzt! Dem Unparteiischen Spurt von Butzbach stellten sich folgene Mannschaften: BjB.: Bingel Leutheuser Krep Lehrmund Mattern Ritter Balser Henrichs Haupt Heinzenröder Guthof Brössel Bernhardt Merten E. Bener Müller Fehling Schneider Jakob W. Beyer „ Gießener Zeitang" 1900 Gießen Liga- Wallau Liga 4: 0( 3: 0) war Die Gießener 1900er fonnten am Sonntag wiederum ihre derzeitige technisch reife Form unter Beweis stellen und den bisher aus elf Verbandsspielen unbesiegt hervorgegangenen Gast in seinem letzten Spiel empfindlich schlagen. Die 1900er stellten unbedingt die technisch bessere Mannschaft. Selbst der ungeheure Eifer der Gäste fonnte dieses Plus der Einheimischen nicht wettmachen. Während die Hintermannschaft der Gäste reichlich ungenau arbeitete besonders der rechte Verteidiger ihre Stürmerreihe nicht in der Lage, vorne Tore zu schießen der R.-A. verdarb z. B. zwei ganz sichere Chancen. Bei den 1900ern war unbedingt der beste Spieler, wie überhaupt auf dem Playze, Zeiler, der als rechter Verteidiger zum Heini Weber" des Lahnbezirkes wird. Vor allem seine eminent schnelle und sichere Zerstörungsarbeit, sein weiter und präziser Abschlag werden, nicht nur wie am Sonntag den Wallauern, auch zufünftigen Gegnern noch schwer zu schaffen machen. Neben ihm verdient das Dreied Glitsch, Heilmann, Langsdorf ein Lob. Bei ihnen gefiel vor allem das fein- durchdachte Aufbauspiel und die besonders bei Glitsch ausgeprägte famose Fußballtechnik und Körperbeherrschung. Die Flügelstürmer und der rechte Läufer fielen dagegen ab. Arnold war wie üblich der entschlossene Torschütze. Heuferoth Spielverein: Fernschild Die Ausbeute der ersten Halbzeit waren vier Tore. Schon nach einer Minute Spielzeit erreichte der VFB. seine erste Ede, die von Fehling gut vors Tor gegeben wurde, dann aber nach einem kleinen Gedränge ins Aus ging. Dann bedrängte Kassel das gegnerische Tor und in der fünften Minute wurde den Gästen der erste Elfmeter zugesprochen, der von Guthof verwandelt wurde. Obwohl schon eine Minute später die Grün- Weißen eine Ausgleichsmöglichkeit hatten, verschoß Mattern, allein vorm Tor, auch diese. Die achte Minute brachte VfB. einen Elfmeter, der zum Ausgleich führte. Wieder drückten die Heimischen start, man vergaß aber das Schießen, bis es in der 13. Minute einen weiteren Elfmeter gab, der dem VfB. die Führung einbrachte. 2: 1. Die Plazelf ging bis zum Schluß der ersten Hälfte noch energisch aus sich heraus, dies brachte ihr in der 19. Minute eine weitere Ede und in der 42. Minute durch Schneider ein drittes Tor. Kassel erzielte kurz vor der Pause eine Ecke, der im Anschluß an diese die zweite folgte. So tam es. wie die Gießener insgesamt es faum gehofft hatten, zu einem überraschend hohen, aber verdienten Sieg der Einheimischen, die durch die zwei Pluspunkte sich nunmehr ernstlich in die Spitzengruppe der 1. Bezirksklasse, Gruppe Lahn, hineindrängen( siehe Tabelle). Das Spiel, welches in Schiri Grünewald Alsfeld einen ausgezeichneten Leiter fand, begann reichlich nervös. Im schnellen Tempo wechselte der Ball von Seite zu Seite, ohne daß zunächst System ins Ganze fam. Ein zweifelhafter Handelfmeter brachte dann die 1900er in Führung. Adelberger setzte den Ball direkt auf den Tormann, dieser konnte aber den halbhohen Ball nicht halten. In der sechsten Spielminute hieß es schon 1: 0 für Gießen. Wallau fämpfte unentwegt im schnellsten Tempo weiter. Die zehnte Minute brachte Wallau die erste Ede ohne Erfolg. Nur vier Minuten später konnte Arnold für die Blau- Weißen auf 2: 0 erhöhen. Aus dem Gedränge vor dem Tor holte sich den Ball heraus und schoß aus sechs Meter Entfernung unhaltbar ein. Erbittert. aber fair, wurde weiter gefämpft; die Wallauer Hintermannschaft nahm sich jetzt ein wenig zusammen. Eine Reihe Eden, eine für 1900, zwei für Wallau, folgten in der 30. bis 35. Spielminute. Bis eine Minute vor der Halbzeit Arnold wieder den Ball aus wenig Meter Entfernung vor des Gegners Tor zum 3: 0 für 1900 einsandte. Heilmann hatte ihm aus dem Gedränge diesen Ball sauber vor die Füße gelegt. Ein gigantisches Ringen gab es in der zweiten Spielhälfte. In einem Höllentempo wurde über diese Distanz gekämpft. Da aber jetzt die Platzverteidigung besser auf der Hut war, gelang den Gästen der Ausgleich nicht, obwohl er sehr oft nahe war. Der Spielverein ging jetzt plötzlich mit aller Forsche vor und belagerte fast die ganze Hälfte über Baljers Heiligtum und zwang die VB.er zur verstärkten Abwehr. Die 60. Minute brachte ihnen die dritte Ecke und in der 72. Minute holten sie durch Heinzenröder ein Tor auf. Trok weiterem Drängen ge= lang den Gästen der Ausgleich nicht. Verschiedentliche Dru brüche der VfB.er brachten noch manche gute Torgelegenheit, aber Mattern, der auf Rechtsaußen gegangen wur, war zu er schöpft, um eine Flante ins Mittelfeld zu bringen. Vergleicht man die gebotenen Leistungen, so wird man festzustellen haben, daß Sperverein besser gespielt hat. Doch zeigte auch die VB.- Elf, daß sie in recht guter Form ist. Ausgezeich net war he den Kasselanern der gesamte Angriff. Die Sturmführung von Gießen ließ manchen Wunsch offen. So erfreulich der Sieg des VB. ist, so wenig fann er aus dem Grunde be= friedigen, weil es ein ausgesprochener Sieg der Hintermannschaft gewesen ist. Besonders hervorzuheben ist Balser im VfB.- Tor, der einen ganz großen Tag hatte. Schreib- und PackArbeit vergibt J. Bosch, Rudolfzell- Bodenfee, Schließfach 5. Hier bei: acer); Staatl. Lotte ie Einnahme Flimm; Zigarrenhaus E.Reuter( früh.Buch Jos. Chambré; F. Eifert; S. Loeb; Fris. Lotz;& Garantiert 14. Februar Hess. KrüppelfürsorgeGeld- lotterie 5086 Geldgewinne und 1 Pramie Mark 35000 Höchstgewinn Mark er Nach der Pause ging's im selben Tempo weiter. Wallau ließ noch nicht im Tempo nach. Zunächst Arnold wurde wieder einmal nicht abgedeckt fischte sich dieser in der 50. Spielminute das Leder aus dem Gewühl und erhöhte auf 4: 0. Bei diesem Torergebnis blieb es. Einige Torchancen für beide Parteien wurden nicht mit Erfolg ausgewertet. Fünf Edbälle wurden noch getreten, drei von 1900, zwei von Wallau. Das Tempo ließ nach, das flüssige Spiel blieb, die Blau- Weißen wetteiferten in schönster Technik. Ein Ehrentor wäre den Gästen aber doch zu wünschen gewesen, als verdiente Anerkennung für ihren un= ermüdlichen Kampfeseifer und ihre große Fairnis. t. Turnverein Wiesed 1. 2: 4( 1: 3). VfB. Gießen 2.Am Sonntag lieferten sich obige Mannschaften ein Freundschaftsspiel. Wiesed enttäuschte nach der angenehmen Seite und lag bis Halbzeit mit 3: 1 in Führung. In der zweiten Spielhälfte tam VfB. mehr auf und brachte dies auch durch einen Treffer zur Geltung. Die technische Ueberlegenheit der Gäste wurde durch größeren Eifer der Plazelf ausgeglichen. Nach weiterem wechselvollen Verlauf erzielte Wieseck infolge schlechter Abwehr der VB.er ein weiteres Tor. Das Spiel war fair, und der Schiedsrichter leitete gut. Neue Bücher. uns die gewaltigste Leistung der Dornier- Werke. 0 Nr. 10 Dem zweiten Schaubuch ,,, Der Reichstag tritt zusammen", fann man einen Massenerfolg prophezeien. Denn nur ein sehr kleiner Bruchteil des deutschen Volles hat die Schwelle jenes Hauses überschritten, in dem Beschlüsse gefaßt werden und Entscheidungen fallen, die legten Endes jeden einzelnen angehen. Wie es im Wallot- Bau aussieht und zugeht, zeigen 72 treuliche Momentaufnahmen. Hundert Autoren gegen Einstein. Herausgegeben von Dr. Hans Jfrael, Dr. Erich Rudhaber, Dr. Rudolf Weinmann. Geh. 2,40 RM. R. Voigtländers Verlag, Leipzig C 1. 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