De. 911.7 Dr. P. Lieb. Das Getreide unter den gs recht gut, lo bag ber em Durdihnitt tehene Erwartungen feinesis ide lagerte. Diele dwirt dadurch, daß ichine, fondern mit der Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. ( Gießener Tageblatt) richlechtert außerdem de Roattionsschluß früh 8 Uhr. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. fentlich. in verschiedene Uriadn 30 enbearbeitung, farte - Für Aufbewahrung oder RüdDung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Pflanzen find hier Jahrg. licher Faltor, der d es das ganze Pflanzes noch so startem Lau machen, daß der Ran nen normalen Pflan cen Felde läßt fidh Log chen Untersuchungen un ahre steht fest, dak er zu trogen vermöge der Boldüngung Dabei ist noch befonders fich um so starter Pflanzenwachstum durh Schon vor dem Kring or Dr. Kraus Münder gte Gerstenhalme eine Dermögen als Halme -n. Mit Rali gedung und schwere Regens eight lagern. Eine G mitroftopischen Unte fts Rammer Raffel, die in festeres Gefüge haber uf den besseren Böden üngefalz je ha bewährt; Ten Stelle 6 bis 9 da Diefer Dünger mij ettig vor der Befellung r gut mit dem Boden istian Klein, Gin eleit, Gießen. deutiche War ger ck 10 ck 12 0.75 , 20% d. 42 und 19 nur 80 utscheines rhalten Sie a gratis att! Be Politische Rundschau. In sein 85. Lebensjahr trat gestern unser Reichspräsident von Sindenburg. Was er in seinem langen arbeitsreichen Leben für Des deutsche Volf geleistet, steht mit ehernen Lettern im Buch der Bechichte verzeichnet. Mit dem Gefühl tiefer Dankbarkeit und ehrfürchtiger Liebe gedenkt seiner an diesem Tage das deutsche Belt. Der Vorstand der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung und Arbeitsvermittlung hat am Donnerstag beschlossen, die Untutügungsdauer von 26 auf 20 Wochen herabzusetzen, bei Saisonarbeitern auf 16 Wochen. Diese Maßnahme erfolgte bei einer Amahme eines Höchstsages an Arbeitslosen von 6½ Millionen. Die Neuregelung tritt am 5. Oftober in Kraft. In den beiden letzten Wochen zeigte der Reichsbankausweis einen Devisenverlust von 100 Mill, RM. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im September 1931 durch den„ Reichsanzeiger" 1341 neue Konkurse whne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konuseröffnung und 743 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgeben. Der Parteivorstand der SPD. hat den Reichstagsabgeord: atten Andreas Portune, der den Wahlkreis Hessen- Nassau tritt, aus der Sozialdemokratischen Partei ausgeschlossen. Der Vorstand der SPD. hat den Bezirksvorstand der SozialDemokratischen Partei Mittelschlesiens ermächtigt, Dr. Edstein und Ziegler mit sofortiger Wirkung aus der Partei auszujälleen. In einer von etwa 3000 Personen besuchten Kundgebung in Breslau wurde gestern abend nach Referaten der aus der S.P.D. ausgeschlossenen Reichstagsabgeordneten Ziegler und Seydewit Die ,, Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands" gegründet. Die lommunistische Streitbewegung im Ruhrgebiet hat sich auch Freitag nicht weiter ausdehnen können. Hauptsächlich hält e sich noch in den Revieren Hamm und Krefeld, während die Bezirle Essen und Duisburg schon wieder beinahe streitfrei sind. Ein schwerer fommunistischer Feuerüberfall auf Nationallojialisten, bei dem ein Nationalsozialist durch einen Schuß schwer Delegt wurde, hat sich in der Nacht zum Donnerstag auf der Straße von Geltow nach Werder bei Berlin zugetragen. In der Berliner Metall- Industrie und im Berliner Einzelhandel find Mittwoch rund 2000 Angestellte gekündigt worden. Der Verband Thüringischer Metallindustrieller hat am Mittwoch das Lohnablommen gemäß Schiedsspruch vom 18. De sember 1930 zum 31. Oftober 1931 gekündigt. Von dieser KünDigung werden über 20 000 Arbeitnehmer betroffen. In der Deutschen Lufthansa ist man jetzt gezwungen, infolge De Wirtschaftskrise zu starken Betriebseinschränkungen übergehen. Allein 134 Flugfapitänen und Piloten ist gekündigt den, Der Außenpolitiker des„ Echo de Paris", Pertinag, fündigt einem aus Berlin datierten Aufsatz an, daß in den nächsten Bochen zwischen Paris und Berlin wichtige Verhandlungen über De Abrüstung geführt werden sollen. Dem Reichstag in Kopenhagen wurde der Abschluß des Etatshaushaltes für das Rechnungsjahr 1930-31 vorgelegt, woThe fich ein Ueberschuß von 25, 6 Millionen Kronen ergab. Vielfach will man aus den Kursentwicklungen der letzten ben Tage schließen, daß der Pfund- Sterling- Kurs jetzt eine Bis erreicht hat, auf der er für eine Zeitlang ziemlich fest und 11.Derändert beharren wird. Die Kollektivverträge einer der wichtigsten schwedischen dustrieen sind von Arbeitgeberseite gekündigt worden. Ueber 0000 Arbeiter find davon betroffen, darunter die Hütten- und ! Werkstattarbeiter. Admiral Byrd hat eine neue Südpolexpedition angekündigt, hit etwa 1% Jahre dauern soll. Der Zeitpunkt für den bruch steht noch nicht fest. Auf ihrem Flug in den wärmen Süden sind Tausende von Edwalben in der Umgebung von Wien von einem Kälteeinbruch berrascht worden. Der Wiener Tierschutzverein hat die erschöpften Ere im Flugzeug nach Venedig bringen lassen. China ist von einer neuen Ueberschwemmungskatastrophe imgesucht worden, die 25 000 Todesopfer gefordert hat. Erneute Verschärfung der Devisenvorschriften. Die Entwicklung der Devisenlage, die sowohl in der starken Banspruchung der Reichsbank durch die Ausführung des Stillpleabkommens als auch in dauernden erheblichen Ansprüchen Aus der Wirtschaft bei unzureichendem Rückfluß von ExportDisen ihren Grund hat, macht eine Verschärfung der Devisenepirtschaftung erforderlich. Die Verschärfung wird nach drei Rotungen vorgenommen: Erneute Anmeldung aller Devisenbestände und m Anschluß daran fortlaufende Erfassung der Exportdevisen; berabsetzung der Freigrenze und Kontrolle des innerhalb der Freigrenze erfolgenden Devisenerwerbs; summenmäßige und eitliche Beschränkung der allgemeinen Genehmigungen zum Berkehr mit Devisen. In einer sechsten Durchführungsverordnung zur DevisenverDrud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 3. Oktober 1931 - ordnung werden erneut alle Devisenbestände, und zwar soweit sie insgesamt bei einem Pflichtigen 200 RM. übersteigen, zur Anbietung und zum Verkauf an die Reichsbank aufgerufen. Stichtag für die Aufrufung ist der 2. Oktober. Die Anmelde= pflicht ist bis zum 10. Oktober zu erfüllen. Die Verpflichtung besteht auch für diejenigen Personen, die ihren Verpflichtungen nach dem ersten oder zweiten Aufruf nachgekommen sind. Die in der Amnestieverordnung angeordnete Fristerstreckung bis zum 15. Oktober für die Personen, welche ihre Verpflichtungen aus dem ersten oder zweiten Aufruf nicht erfüllt haben, bleibt bestehen. Die Anmeldung fann außer bei den Reichsbankanstalten wie bisher bei einer Devisenbank erfolgen, doch liegt die Entscheidung über Ankauf oder Freigabe ausschließlich bei der Reichsbank. Vom 2. Oktober ab sind fortlaufend alle neuanfallenden Devisen, soweit sie nicht auf Grund besonderer Genehmigung der Devisenbewirtschaftungsstellen erworben wurden, insbesondere also die Exportdevisen, ohne Rücksicht auf ihre Höhe, binnen drei Tagen der Reichsbank zum Verkauf anzumelden. Die Freigrenze, die bisher 1000 RM. für eine Person innerhalb eines Monats betrug, wird auf 200 RM. herabgesetzt. Gold wird neu in die Devisenbewirtschaftung einbezogen und der Erwerb, die Versendung und die Verfügung über Gold ( außer Kurs gesetzte Goldmünzen, Feingold, legiertes Gold, roh oder als Halbfabrikat) einer Genehmigungspflicht unterworfen. Die Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung gestatten den Verkehr mit Gold nur noch zu gewerblichen Zwecken. Die Bestimmungen der Richtlinien über die Erteilung allgemeiner Genehmigungen zum Verkehr mit Devisen, für Einfuhr, Ausfuhr und eine Reihe anderer Geschäfte werden wesentlich verschärft. Thüringen löst alle unrentablen Betriebe der Kreise und Gemeinden auf. Weimar, 2. Oft. Das Thüringische Staatsministerium hat eine Verfügung erlassen, wonach alle werbenden Betriebe der Kreise und Gemeinden, die unrentabel sind, aufgelöst werden müssen. Mit Rücksicht darauf, daß die Betriebe der Kreise und Gemeinden in der Vergangenheit nicht immer wirtschaftlich eingerichtet und verwaltet worden seien, habe man die Errichtung neuer und die Erweiterung bestehender werbender Betriebe genehmigungspflichtig gemacht. Der damit zum Ausdrud gekommene Grundgedanke, daß Betriebe von Kreisen und Gemeinden nur dann eine Daseinsberechtigung haben, wenn ihre Wirtschaftlichkeit gewährleistet ist, müsse auf die vorhandenen Betriebe Anwendung finden. Alle Betriebe, bei denen diese Hauptvoraussetzungen nicht gegeben seien und auch durch Umstellungsmaßnahmen ohne Inanspruchnahme von Steuermitteln nicht in aller Kürze erreicht werden könne, die also feinen Gewinn abwerfen, seien alsbald zu schließen. Von dieser Anordnung werden vor allem die rein gewerblichen oder vorwiegend gewerblichen Betriebe aller Art betroffen; ausgenommen sind solche Betriebe, Anlagen und Einrichtungen, die die Kreise und Gemeinden im öffentlichen Interesse zu unterhalten verpflichtet sind. Revisionsbewegung in Amerika. Washington, 2. Oft. Ein verstärkter Drud zugunsten einer Revision der Kriegsschulden und Reparationen wird, wie die amerikanischen Blätter berichten, zurzeit von führenden internationalen Finanz- und Geschäftsleuten auf die amerikanische Regierung ausgeübt. Präsident Hoover habe es aber bisher abgelehnt, irgendeine Mitteilung über seinen Standpuntt in dieser Frage zu machen. Nach halbamtlichen Informationen rechnet man damit, daß internationale Besprechungen über die Revision der Kriegsschulden und Reparationen spätestens im Frühjahr stattfinden werden. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 79 Die wirtschaftliche Notwendigkeit Der Deutsche Städtetag fordert... Die Zukunft des Wohnungsbaues. Jahre hindurch verhallten die Warnungen und Mabnungen der Führer des Hausbesiges ungehört, wurden sie in der Deffentlichkeit mit einer abfälligen Handbewegung abgetan, abs ,, Interessentengeheul" gewertet. Die schwere Krise der Gegenwart hat aber offenbart, wie recht die Führer des Hausbesitzes hatten, wie schädlich es ist, den Haus- und Grundbesitz Jahre hindurch unter ein Sonderrecht und unter eine Sonderbesteue rung zu stellen. Langsam erkennt man, daß die Beseitigung von Zwangswirtschaft und Hauszinssteuer eine unerläßliche Voraussetzung ist nicht nur für die Gesundung der Wohnungswirtschaft, sondern der Gesamtwirtschaft. Langsam wird man sich klar, daß dem wirtschaftlichen Verfall des Hausbesiges Einhalt geboten werden muß. Zahlreiche Vorschläge sind in den letzten Wochen der Deffentlichkeit übergeben worden, die die Grundstückswirtschaft auf eine feste Grundlage zu stellen zum Ziele haben. Einer jagt den anderen! Der von sämtlichen führenden Wirtschaftsverbänden getragene Plan des Präsidenten des Zentralverbandes Deutscher Haus- und Grundbesitzer, Stadtrats Josef Humar- München, weist den Weg ins Freie. Doch die Mehrzahl der zur Erörterung stehenden Projekte löst nur Teilprobleme, verkennt, daß Hauszinssteuer und Wohnungszwangswirtschaft gleichzeitig verschwinden müssen. Man zögert! Man mißgönnt! Man glaubt, dem Hausbesitz etwas zu schenken, wenn man ihn restlos von seinen Fesseln befreit, wenn man die Hauszinssteuer restlos beseitigt. Deshalb ist es gut, daß das kürzlich von der Josef HumarStiftung herausgegebene, in Carl Heymanns Verlag erschie nene Werk Dr. Curt Nawragkis über ,, Bevölkerungsaufbau, Wohnungspolitik und Wirtschaft" offen darlegt, daß die steuerliche Belastung des Hausbesitzes von 500 Millionen Mark in der Vorkriegszeit auf nicht weniger als 3,8 Milliarden Reichsmark gestiegen ist, daß sie sich fast verachtfacht hat, daß der Hausbesitz auch nach Beseitigung der Hauszinssteuer mit Steuern im Uebermaß belastet bleibt. Was dem Hausbesit not tut, ist eine steuerliche Entlastung! Darüber darf und kann kein Zweifel mehr bestehen! Das sollte auch der Deutsche Städtetag, die Spitzenorganisation der großen Kommunen, nicht verkennen, der erst vor kurzem erklärt hat, daß dem Drängen des Hausbesizes auf eine überstürzte Aenderung nachzugeben, kein Anlaß vorliege. In seiner an den Reichskanzler gerichteten Eingabe weist er darauf hin, daß, wenn an den Grundpfeilern der Hauszinssteuer gerüttelt werde, auch die Frage der Aufwertung erneut aufgerollt würde, eine Wirkung, die sowohl in wirtschaftlicher wie staatspolitischer Beziehung durch die in das Wirtschaftsleben getragene erneute Unsicherheit überaus bedauerlich sein würde. Die vom Hausbesig in Aussicht gestellten Vorteile für Reich, Länder und Gemeinden, durch die mit der Beseitigung und Umformung der Hauszinssteuer eintretende allgemeine Wirtschaftsbelebung und die mit ihr Hand in Hand gehende Steigerung der Steuererträge stellten zum erheblichen Teil vage Hoffnungen dar, auf denen der öffentliche Haushalt nicht aufgebaut werden könne. Es müßten wenigstens die Grundlagen erhalten bleiben, auf denen ein sozialer Kleinstwohnungsbau später gefördert werden könne. Außerdem müßten in den allernächsten Jahren die Beträge abgedeckt werden, die von den Gemeinden im Vorgreifen auf die Hauszinssteuer und auf langfristige Wohnungsbauanleihen ausgegeben und durch kurzfristige Verschuldung aufgebracht worden seien. Auch müßten Mittel für auf Jahre hinaus zugesagte Zinszuschläge der Gemeinden gesichert bleiben. Der Deutsche Städtetag vertritt also nach wie vor die Erneute Berhandlungen des Handwerks irrige Auffassung, daß der Wohnungsbau noch auf Jahre, im Reichswirtschaftsministerium. Die wachsende Notlage im Handwerk. Der stellvertretende Reichswirtschaftsminister, Staatssekretär Dr. Trendelenburg, empfing am 30. September in Gegenwart des Reichskommissars für das Handwerk und das Kleingewerbe Vertreter des Reichsverbandes des deutschen Handwerks zu einer Aussprache. Als besonders vordringlich behandelt wurde die Frage der Schaffung eines einheitlichen Zentralkreditinstituts für die gewerblichen Genossenschaften. Unter Hinweis auf die Beschlüsse, die kürzlich der Wirtschaftspolitische Ausschuß im Reichsverband des deutschen Handwerks zu dieser Frage gefaßt hat, und unter Vorlage von Material aus dem Reichsgebiet wurde die Notwendigkeit einer alsbaldigen Entscheidung der Reichsregierung in dieser Frage stark betont. In Zusam menhang damit wurde von den Vertretern des Reichsverbandes über die ständig wachsende Notlage des Handwerks berichtet und auch hierbei die Notwendigkeit einer organisch gesunden und vor allem in den Zinssätzen tragbaren Kreditorganisation hervorge hoben. Der Staatssekretär Dr. Trendelenburg erkannte die Berechtigung der Sorgen des Handwerks an und erklärte sich bereit, auf eine baldige Entscheidung der Reichsregierung hinzuwirken. vielleicht auf Jahrzehnte hinaus der öffentlichen Subventionierung bedarf, obwohl doch in Wirklichkeit die zukünftige Wohnraumerstellung ruhig der privaten Initiative und dem freien Kapitalmarkt überlassen werden kann. Der Wohnungsfehlbedarf, der durch das Stocken der Bautätigkeit im Kriege und in den Inflationsjahren entstanden war, kann doch als ab= gedeckt betrachtet werden. Der Wohnungsmarkt ist schon übersättigt! Altbau und Neubauwohnungen gibt es auch zu relativ niedrigen Mietpreisen bereits in Hülle und Fülle. Diese Feststellung macht auch das Institut für Konjunkturforschung in den von ihm herausgegebenen ,, Vierteljahrsheften zur Konjunkturforschung"( 6. Jahrgang 1931, Heft 2, Teil B). Dieses halbamtliche Institut weist darauf hin, daß in den ersten Jahren nach der Währungsstabilisierung in fast allen Teilen Deutschlands ohne die Gefahr einer den Bedarf übersteigenden Wohnungserstellung gebaut werden konnte, da der große Ausfall der Bautätigkeit im Kriege und in der Inflationszeit das ganze Reich nahezu gleichmäßig betroffen hatte. Gegenwärtig bestehe jedoch ein tatsächlicher Wohnungsmangel nur noch in beschränktem Maß. Das Wohnungsangebot entspreche, im ganzen gesehen, mengenmäßig bereits ungefähr dem objektiven Bedarf. Der künftige Samstag, den 3. Oktober 1931. Wohnungsbedarf konzentriere sich nur noch auf wenige Gebiete, „ Gießener Zeitung" Nr. 79. Samstag, den 3. die infolge Auflösung der Kraftverkehrs- Gesellschaft„ Hessen" auf Sentel, stattfindende während in anderen bereits ein Wohnungsüberschuß zu verzeich senkung von über 12 Prozent möglich werde, wird die Zukunft die Deutsche Reichspost übergegangen sind. Einzelheiten gehen reffant durch einen nen sei. So dürfte sich, nach der Bevölkerungsbewegung( Eheschließungen, Binnenwanderungen) zu urteilen, in den kommenden Jahren Wohnungsbedarf vorwiegend noch zeigen in Berlin, in Teilgebieten des Freistaats Sachsen und auch Süddeutschlands. In vielen Teilen Deutschlands, so in fast ganz Ostpreußen, in Teilen Schlesiens, Nord- und auch Süddeutsch lands, sei fast kein Zuwachsbedarf mehr vorhanden. In Teilen der Grenzmark, Oberschlesiens, West- und Süddeutschlands bilde sich bereits deutlich die heraus. Tendenz eines Wohnungsüberschusses Die subjektive Nachfrage bleibe im ganzen schon jetzt hin ter dem Angebot zurück: Die beträchtliche Einkommensminde rung lasse einen wesentlichen Teil des Wohnungsbedarfs nicht zur Wirklichkeit gelangen. Im Hinblick auf die voraussichtliche weitere Einkommensschmälerung sei eine Senkung des Mietzinses Voraussetzung für eine Neu- und Weitervermietung von Wohnungen. Nachdem schon gegen Ende des vorigen Jahres die Mieten leerstehender Neuwohnungen bis zu rund 10 Prozent gewichen waren, zwinge die Schrumpfung des Einkom mens immer stärker zu einem allgemeinen Abbau der Mieten, vor allem bei den Neubauwohnungen. Dabei seien Verluste bei den Wohnungen, besonders in die unter hohen Baukosten und Kapitalzinsen den Jahren 1928 und 1929 erstellt wurden, unvermeidlich. Neben der Mietzinsgestaltung und der Abschreibungsfrage bei den Neubauwohnungen beanspruche die Entwertung eines großen Teils des Altwohnraums, vornehmlich der ehemaligen Luxuswohnungen, besondere Beachtung. Die Ausstattung dieser Wohnungen wie auch ihre Größe und Lage entsprächen vielfach nicht mehr den gegenwärtigen Lebensbedürfnissen. Zudem sei eine Verwertung des Altwohnraums meist dadurch erschwert daß die Teilung der Großwohnungen entweder technisch nicht befriedigend zu lösen sei oder die Kosten zu hoch seien. Auch durch öffentliche Beihilfen könnten diese Kosten nicht immer in ausreichendem Maß ausgeglichen werden. Die Wertminde rung eines großen Teils des Altwohnraums in Verbindung mit der Einkommensschrumpfung werde auf die Dauer auch für die Altwohnungen eine Mietzinssenkung unumgänglich machen Die zu erwartende Rückbildung des Mietzinses in Altund Neubauwohnungen werde, wenn die gegenwärtige Steuerbelastung des Hausbesizes aufrechterhalten bleibt, die Häuserrente schmälern und den Zinsendienst für die Kredite auf den Hausbesitz erschweren. Die Folge müßte ein Anwachsen der Zwangsversteigerungen sein, bei denen nur so niedrige Gebote zu erzielen wären, daß auch der verringerte Mietertrag für den neuen Besitzer noch eine Rente abwirft. müsse. Ob seine Meinung richtig ist, daß hiermit eine Mietlehren, nämlich dann, wenn die Wohnungszwangswirtschaft restlos aufgehoben, der Wohnungsmarkt in die Freiheit übergeführt ist und sich auf dem freien Wohnungsmarkt nach Angebot und Nachfrage die Mietpreise bilden können. Abwegig ist aber durchaus der Gedanke, die Beseitigung der Hauszinssteuer mit der Schaffung des Damaschke'schen„ ,, Wohnheimstättengesetzes" zu verkoppeln, wie ihn das Organ der christlichen Gewerkschaften aus den bei allen Postanstalten und den Eisenbahnstationen aushängenden Fahrplänen der Kraftposten hervor. * Zur Unterstügung der Bevölkerung in der Versorgung mit Einloch- und Winterobst hat die Reichsbahn mit sofortiger Gül tigkeit einen bis zum 30. November d. J. befristeten Ausnahme u Marine- Berein, Monatsverfammlung Ueber da Wenn im Herbst tarif für frische Aepfel, Birnen, Pflaumen, Zwetschen bei Aus as Wachstum der T allen Bahnhöfen nach allen Bahnhöfen der Deutschen Reichs: ftoftes mehr oder we bahn eingeführt. Die Ermäßigung beträgt für Sendungen er haltbarkeit recht kleineren Gewichts rund 30 Prozent. Nähere Auskunft erteilen alb angebracht, bei die Güterabfertigungen. feber abzunehmen un in Nachreifen der T ,, Der Deutsche"( Nr. 189) propagiert. Eine Zumutung! Mit der Zustimmung zu dem seit Jahr und Tag mit Fug und Recht bekämpften Damaschke'schen Wohnheimstättengeset" soll sich der Hausbesik die Beseitigung der Hauszinssteuer erkaufen! Eine Unmöglichkeit! Ein Gedanke, der vom Haus* Einkommensteuer für freie Berufe. Für freie Berufe gel lachreifens felbft ma besig nie und nimmer ernsthaft diskutiert werden kann; denn die Zustimmung zum Damaschke'schen Wohnheimstättengeset" ten Durchschnittssätze, durch die die Werbungskosten abgegolten Seim gewöhnlichen L wäre für ihn die Selbstaufgabe, die Aufgabe seiner wirtschaft hältnisse. Bei anormalen Verhältnissen ist das Finanzamt be- sängen ganzer Pflanze sind. Diese Durchschnittssätze gelten aber nur für normale Vetben viele Früchte lichen Freiheit für alle Ewigkeit. rechtigt und verpflichtet, das tatsächliche Einkommen zu ermitteln en Erfahrungen mei * Steuerpflichtige, Vorsicht! Bevollmächtigten mitbringen! sidrig und tonjervie Der Steuerpflichtige hat das Recht, in allen Fällen, wo sein per mugungsfähigkeit, wod sönliches Erscheinen angeordnet ist, mit seinem Bevollmächtigten at wie unterbunden zu erscheinen. Viele Finanzämter verhindern im Steuerstraf on statten. Die vielf verfahren das Miterscheinen des Bevollmächtigten und hierdurch benötigt wird, ist nicht wurde vielfach das„ Unterwerfungsverfahren" sofort eingeleitet iber Nepfel und Birn und gleichzeitig abgeschlossen, ohne daß es dem Steuerpflichtigen Gonne", nadhreifen. 2 zum Bewußtsein kam, daß er sich dadurch zu einem strafrechtlich Torfmull recht bewäh ,, Vorbestraften" machte. Nur die bedingungslose Befreiung des Hausbesizes von den seit mehr als einem Jahrzehnt auf ihm lastenden Ketten kann retten! Für die Ueberwindung der schweren Krise der Gegenwart ist sie eine unbedingte Notwendigkeit, eine unerläß liche Voraussetzung für die Gesundung der Wohnungs- und der Gesamtwirtschaft. Ri. mit uns. Lokales. Sonntagsgedanken. Das waren wunderschöne Wandertage, wo wir mit Ränzel und Stab hinauszogen in Gottes herrliche Sommerwelt. Vom ewig blauen Himmel lachte die Sonne und die Freude ging Wir wanderten über Höhen und Täler, durch hohe Buchenhallen und dunklen Tannenwald, sahen Dörflein und Städte und trafen manchen lieben Menschen. Auf meinem Tisch leuchten noch die Blumen, die wir gepflückt haben und das Eichen- und Tannengrün, und Farnkräuter sprechen von Träumen und Schweigen des deutschen Waldes. Es Das schönste Andenken jedoch kann man nicht sehen. bleibt, wenn auch Stubenluft und Großstadtrauch die sonnengebräunte Haut wieder gebleicht haben. Das ist das Andenken von Waldesstille und Alleinsein mit dem Geist, der im grünen Dome atmet und webt.... Wenn nach einem Wandertage dein Körper auch müde geworden ist, so wurde dafür deine Seele stärker. Kleines hast du vergessen und was dir nicht gefiel, löst sich nun auf in dem ganzen Geschehen, das nun dir gehört. Mein Wandern ging nur durch deutsche Lande und ich hörte feine welschen Klänge an meinem Ohr. Und gerade das bringe Heimat steht wie das Kind mit der Mutter, nur wer mit seiner Heimat Zwiesprache halten kann, der kann von Herzen das sein, was wir jetzt alle sein sollten, stärker und treuer denn je: ein Deutscher. Das sagt das Institut für Konjunkturforschung, eine halbamtliche Einrichtung. Zu ähnlichen Feststellungen gelangt ich mit von meiner Sommerwanderung: nur wer mit seiner auch Dr. Curt Nawraski in seinem von der Josef- HumarStiftung herausgegebenen Werk. Es kann kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß aus der Frage der Erstellung ausreichenden Wohnraums ein Problem der Erhaltung des Althausbesizes geworden ist. Das erkennt erfreulicherweise die Reichsregierung auch an. Aeußerungen des Reichskanzlers Dr. Brüning und des Reichsfinanzministers Dietrich bezeugen das. Die Reichsregierung ist sich auch im klaren darüber, daß dem Hausbesiß, wenn er wirtschaftlich nicht zugrunde gehen soll, eine steuerliche Entlastung zuteil werden muß. Wie Reichsfinanzminister Dietrich in seiner auf einer Berliner Kundgebung der Staatspartei gehaltenen Rede feststellte, ist sie zur Zeit mit der Frage des Umbaus bezw. Abbaus der Hauszinssteuer beschäftigt. Auch der preußische Handelsminister Dr Schreiber hat in seinem kürzlich in einer staatsparteilichen Versammlung in Frankfurt a. M. gehaltenen Vortrag mit allem Nachdruck darauf hingewiesen, daß die bereits weit verbreitete Erkenntnis der Unmöglichkeit, die Hauszinssteuer in der bisherigen Form aufrecht zu erhalten, zu einem wirtschaftsbelebenden Abbau dieser Steuer führen Die Reise. Von Walter Riffler. Langsam setzte sich der Zug in Bewegung und rollte aus der fleinen Bahnhofshalle. In einem der letzten Abteile war einer der wenigen Passagiere, die der Zug gewöhnlich an dieser Stelle aufzunehmen pflegte, eingestiegen, bescheiden und mit einem freundlichen Gruß war er eingetreten und hatte sich auf dem ersten freien Platz neben dem Fenster niedergelassen. Er sah den Bahnsteig mit den wenigen Menschen langsam an sich vorübergleiten, dann, wie die Maschine schneller anzog, glitten seine Blicke über das verästelte Gewirr des Schienenstranges, der sich bald enger zusammenzog und in wenigen Paaren hinauslief auf die freie Strecke. Bald traten die großen, eng aneinander geschmiegten Häuser zurüd, um kleineren Plaz zu machen, zwischen Die vereinzelte Wiesen und Baumgruppen eingestreut waren, und dann folgte dem Lauf des Schienenstranges bald nichts mehr als eine breite Chaussee, an der ab und zu noch vereinzelte Häusergruppen standen. Die Blicke des Reisenden stachen scharf in die Ebene. Jeht, so dachte er bei sich, muß der Kanal fommen -und bald öffnete sich auch die bogige Eisenkonstruktion der Kanalbrücke, über die der Zug polternd hette, jedoch nicht schnell genug, daß man nicht einen Burzen Ausblid gehabt hätte über die träge gleitende Fläche des oferfarbigen Wassers, auf dem sich gerade ein Schleppzug bewegte. Er hatte gewußt, daß er hier einen dieser Schleppzüge sehen würde, deren schwere, schwarzglänzende Pracht er genau fannte. Das also war der Abschied. Wie ein letzter Gruß der Heimat, so war das Bild dieses KohlenSchleppzuges an ihm vorübergezogen, es war, als ob jene kleine Flagge am Mast ihm hätte einen Gruß zuwinken wollen von dem kleinen Verladehafen hinter der Kokerei, an dem ihn sonst sein täglicher Arbeitsweg vorbeiführte. Nun lag das alles hinter ihm und jede Minute, in der der Zug weiter hineingriff in die Ferne, riß die Lüde weiter, die ihn von allen vertrauten Dingen feines Lebens entfernte. Er horchte, mehr instinktiv als sich selbst bewußt, angestrengt, ob ihm nicht durch das gleichmäßige Rattern des Zuges ein Laut aus der Heimat nacheile, vielleicht der Klang einer Kirchenglode oder das grelle Pfeifen der Gires nen, die den Schichtwechsel ankündigten. Wie schwer war es ihm doch geworden, sich zu dieser Reise zu entschließen! Immer wieder hatte er sie hinausgezögert, unter diesem oder jenem Vorwand, aber doch eigentlich recht nur, weil er sich nicht wegtraute aus dem Städtchen, wo feine Heimat war, weil ihm die lärmende Welt da draußen gleichgültig war, ja Nur wer die schöne deutsche Heimat tennt, wer vertraut ist mit ihr, der kann und weiß erst zu schätzen, was das heißt: das deutsche Vaterland. Der Sonntagsschreiber. Kraftpost- Fahrplan- Aenderung. und zu versteuern. * In den Ruhestand verseht. Der Gerichtsvollzieher Bal thasar Dern beim hiesigen Amtsgericht tritt auf Grund des Altersgrenzegesetzes am 1. November 1931 in den Ruhestand. Satfache längst erkannt 3. Südameri Das Luftschiff„ G * Rundfunk und Welttierschutztag. Anläßlich des Welt uber die 3. Südameri tierschutztages am 4. Oktober 1931 wird im Auftrag des Heiht durchgeführten Fa sischen Tierschutzvereins Universitäts- Professor Dr. H. Kraemer, inem Monat erfolgter Gießen, im Rundfunk des Frankfurter Senders um 13 Uhr regelmäßigen Poſt- und einen Vortrag über die Bedeutung des Welttierschutztages nach Südamerika durd halten. fahrt nimmt das Posto * Eingestellte Luftpostlinie. Die Deutsche Lufthansa hat förderung an. Für die den Betrieb auf der Luftpostlinie 45, Gießen- Frankfurt- Darm- nägige Postdienst nach stadt- Mannheim- Karlsruhe- Baden- Baden- Freiburg- Konstanz ein gestellt. Mit Mannheim besteht auch fünftig noch eine Luftpostverbindung über die Linie 43, ab Frankfurt a. M. 13 Uhr, während die übrigen Orte vorerst feine unmittelbare Luftpoſtverbindung mehr haben. Fundsachen im Monat September 1931. Das Verzeichnis über die im Monat September 1931 gefundenen bezw. abge lieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philipp- Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigen werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro, während der Dienststunden, geltend zu machen. * Vom hessischen Roten Kreuz. Am Sonnabend nachmit tag fand unter dem Vorsitz des Präsidenten von Hahn- Darmstadt im Sitzungsfaal des Regierungsgebäudes dahier eine aus ganz Oberhessen gut besuchte Vertreterversammlung der Zweig vereine des Roten Kreuzes und der Alicefrauenvereine statt, die sich mit der Durchführung der Winterhilfe" beschäftigte. * Bom Stadttheater. Die Winterspielzeit begann am ge England", von Ferdinand Bruckner. Am morgigen Sonntag gelangt als erste Fremdenvorstellung in Wiederholung Der Garten Eden", von Desterreicher und Bernauer, zur Vorführung. Schaff für b Der Oftober galt fer Herbstmonat. De sänger merklich zu sei des Monats teils heite rats schon sehr fühl, nor Beginn der 2. De schläge, windig fühl, der 3. Defade Besseru irtlich Regenschauer. härtere Erwärmung veränderlich, windig. Sefahr. Steuerfal mitgeteilt von Mit dem Beginn des Winterdienstes bei der Deutschen strigen Freitag mit dem historischen Schauspiel Elisabeth von Treuhand- Vereinigun Reichsbahn am 4. Oftober treten auch neue Fahrpläne für die Kraftposten im Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt in Kraft. Gegenüber dem Sommer- Fahrplan weist der neue Fahrplan infolge des durch die allgemeine ungünstige Wirtschaftslage verursachten Verkehrsrückganges Fahrplaneinschränkungen auf. Die Oberpostdirektion ist aber bestrebt gewesen, die Verkehrseinrichbungen auch unter den ungünstigen Verhältnissen, soweit als möglich, aufrecht zu erhalten. Neu hinzugetreten sind u. a. die Kraftpostlinien Gießen Wiesed- Altenbused, Gießen Steinbach- Albach, Steinbach- Birklar- Lich, nicht nur gleichgültig, sondern fremd und feindlich erschien. Aber es hatte ihn auch immer gequält, wenn ihm sein Kind, das er aus seiner ersten Ehe hatte und das ihm nach dem Tode der Mutter erst recht ans Herz gewachsen war, geschrieben hatte, daß der Vater sie doch endlich einmal besuchen möchte. Immer wieder hatte er es sich vorgenommen, und dann doch gewartet, gewartet und schließlich auf das nächste Jahr verschoben. So waren es nun sechs Jahre her, daß er sie zum letzten Male gesehen hatte, es war ihr Hochzeitstag gewesen, und heute noch wußte er nicht, welches Gefühl in ihm an diesem Tage stärker gewesen war: die Freude, sein Kind glücklich zu sehen mit ihrem jungen Gatten, oder das bittere Gefühl, gerade sein liebstes Kind weggeben zu müssen aus dem väterlichen Hause und es für immer in einer fernen, fremden Stadt zu wissen. Aber auch das ging vorüber. Mancher Brief hatte ihn die Trennung vergessen lassen. Aber als dann eines Tages die Nachricht fam, daß er nun Großvater geworden sei, und dazu die Bitte, nun doch auch sein Entellind besuchen zu kommen, da hatte er sich fest vorgenommen, zu fahren. Und doch war nichts daraus geworden, trotz aller guten Vorsätze. Nun war endlich der große Tag gekommen. Wenn er es heute recht bedachte, er hatte sich selten so glücklich gefühlt wie auf dieser Reise, wo er in froher Erwartung dem Ziele der Fahrt zustrebte und an nichts anderes mehr dachte als an die Freude, fein Kind wiederzusehen. Sicher war in der großen Stadt eine feine Dame aus ihr geworden, denn sein Schwiegersohn war ein tüchtiger und angesehener Kaufmann geworden. Langsam gingen die Stunden. In unendlicher Weite lag vor ihm unter dem tiefen Himmel die Ebene, deren Bild sich taum änderte. Niedrige furzstämmige Weiden zogen sich in dünner Kette an schmalen Rinnfalen entlang. Aufmerksam, aber ohne große Anteilnahme, sah er hin auf das Spiel der bewegten Flächen, die sich wie treisende Scheiben zu drehen schienen, aber schließlich glitt sein Blid träge darüber hinweg, und in einer feisen, angenehmen Müdigkeit zerflossen alle diese Eindrücke. Das Ende der Fahrt war gekommen. Da stand er nun mitten auf dem Bahnsteig, und die Augen seiner Tochter leuch teten in den seinen wieder. Ach Bater, was für eine Freude, daß du da bist!" Und wirklich, wie er sie so vor sich sah und in der ersten Ueberraschung des Wiedersehens faum eine Träne der Freude zurückhalten fonnte, erfüllte ihn ein Gefühl des Glückes und des Stolzes. Ja, das war sie, seine Grete, und scheu huschten seine Blicke über ihre elegante Kleidung, über ihre leichte Gestalt. Warum sollte er auch nicht stolz sein auf solch ein Prachtmädel, die heute eine vornehme Frau war. Wohl schoß ihm für einen Augenblid der Gedanke durch den Kopf, daß er, ein schlichter, einfacher Mann, wohl faum zu einer solchen Frau * Geflügel- und Vogelzuchtverein Gießen und Umgegend 1897 e. V. Die heute, Samstag, den 3. Oktober, bei Gastwirt Ich will nicht versäumen Gegen üblen Mundgeruch Sonen Wittellung au moder daß ich seit dem Gebrau Ihrer Zahnpaste Chlorodont" nicht nur reine, weiße Zähne befize, sondern aud ben bei mir sonst üblichen Mundgeruch verloren habe. Ich werde Ihr Chlorodon aufs beste empfehlen." gez. E. G., Mainz.- Man verlange nur bie echte Chloro bont- Babnpalte. Tube 54 Bf. und 90 Bf., und weise jeden Ersatz dafür zurild passe, aber sie hing sich an seinen Arm, lachend und voller ungeduldiger Fragen zog sie ihn mit sich, dem Ausgang zu. Später saßen sie zusammen in ,, ihrem" Zimmr, wie sie es 5. Lobnabzug für d Dom 1.- 30. bis zum 15.9 nicht überstiege Krifenlohnsteue verfahren einzu 6.: Einreichung der 2 19.: für solche Unte für den Devise Börjenumfassteue Vierteljahresab Schließlich wurde a jammen. Run schien irem Thema zu Ende nannte, in dem einige Möbel aus dem elterlichen Hause standen h einmal etwas erzä Er hatte von daheim erzählen müssen, von den Geschwistern und Geschäftsfreund. " von tausend anderen Dingen. Aber plötzlich lief sie wie erschrechts dieser Menschen. aus dem Zimmer, holte ihr Bübchen und setzte es dem Groß abei tupfte er sich mit valer auf die Knie. Ganz behutsam nahm er da den kleinen ,, Er ist ganz wie du." Der Kleine aber, der unruhig auf dem Es passiert ja go men Freude macht, m zu sich, fah ihm lange ins Gesicht und sagte dann langsam conie. Außerdem bir Schoß hin- und herrutschte, wurde still, haschte nach der Uhrkette alen". Er wußte m und nahm ein fleines Anhängsel in die Hand. Es war ein dieses Hauses silbergetriebenes Schmudſtüd, ein über einen Hammer gekreuzter as weiter Ferne, er b Schlegel, den das Kind mit verwunderten Augen betrachtete und nit, ganz mühelos un langsam zwischen den Fingern bewegte. Das Licht fiel in dünnen 15 jein Leben und fei einem unsichtbaren Mechanismus getrieben, gegeneinander zuen. Da stand vor i bewegen schienen. Mit gesenkten Lidern sahen die beiden Erem, als er zu alt gewo wachsenen dem Spiel des Kindes zu, das in seinen Händen die auf folgte, und das Streifen über die feinen silbernen Hämmerchen, die sich, wie von blinkenden Hämmerchen drehte Tie ein Buch, wo die ben Pünktlichkeit ab Von dem freundlichen Tisch leuchteten Blumen über ein fetjener Echicht. Dam liches Gedeck. Also bleibt's dabei", sagte der junge Kaufmann rter und schwerer g zu seinem Geschäftsfreund ,,, du nimmst an der Ehrentafel füt beit, als es noch feir den alten Herrn teil. Bis der Abendzug abgeht, sind es ja doch noch fast zwei Stunden. Ah, da seid ihr ja!", sagte er und ging der Tür entgegen, wo neben der eleganten Hausfrau ihr Vater eintrat. Nach einer freundlichen Begrüßung setzte man sich zu Tisch, und nach einem„ Profit, alter Herr, auf dein Wohl!" begann eine Unterhaltung, die jedoch mehr und mehr verebbte Schließlich waren es nur die beiden Geschäftsfreunde, die lebhaft miteinander sprachen. Die Hausfrau hatte genug zu tun, um aud in der Küche ein wenig nach dem Rechten zu sehen, und während sie selbst ihrem Vater den Teller füllte, sah er steif vor sich hin aß und trant mit lintischen Bewegungen und wurde ein Gefühl des Unbehagens nicht los. Euer Leben, dachte er, ist nicht das meine, und was ihr da redet, geht mich nichts an. Ueberhaupt, was das hier für ein Auswand ist, und das für einen Bergmann! Beinahe hätte er laut gelacht. Wenn ich das meinen Kumpels erzähle, glauben sie es einfach nicht. Und dann die Grete wer hätte das gedacht! Eine richtige Dame ist das geworden, aber sie hat doch ein gutes Herz. Und auch der Junge da, wirklich ein netter Kerl! Er schüttelte ganz leise den Kopf und jah zu feinem Schwiegerjohn hinüber. Der aber fniff die Augen zusam men und sprach mit einem scharfen Blid über das Tischtuch zu seinem Geschäftsfreund, sprach über Dinge, von denen der alte Herr nichts verstand. wierigkeiten der För mgangen Betrieb, den des Berges, die tage. In den Jahren, etgwert, hatte ich vi n Reuerungen, beschri ngs- Anlagen, die Tr allebem aber verga reumben, feinen Kum lebt hatten, und mit an mande heiteren gelen hatte. Als der Geschäftsfre n Weilchen zusammen Sort nagm: a, nun i uns Der jah ihn freut, wire on the a 9ipure jo an allem, m rander auslomant und Sorte freuten den Sin To gut bei uns ge Torielag machen. Ku nicht ganz zu uns b Nr. Gesellschaft Selen find. Einzelheiten g den Eisenbahnstation Often hervor. ng in der Versorgung bahn mit fofortiger 6 J. befristeten Ausnah men, Zwetschen bei im Geltungsbereich Samstag, den 3. Oktober 1931. Sentel, stattfindende Monatsversammlung wird besonders interessant durch einen Vortrag über Kanarienzucht und VogelSchutz". * Marine- Berein. Heute, Samstag, abend im Bootshaus Monatsversammlung mit wichtiger Tagesordnung. Ueber das Nachreifen der Tomaten. Wenn im Herbst die ersten Fröste einsetzen, hört nicht nur das Wachstum der Tomaten selbst auf, sondern auch die noch halb oder unreisen Früchte werden je nach der Stärke des en der Deutschen Reid Frostes mehr oder weniger start geschädigt, was sich bezüglich beträgt für Sendung der Haltbarkeit recht unliebsam bemerkbar macht. Es ist des Nähere Auskunft erteil halb angebracht, bei Frostgefahr die noch nicht reifen Früchte e. Für freie Berufe& Nachreifens selbst macht die Hausfrau oft noch viele Fehler! Berbungstoften abgegol Beim gewöhnlichen Lagern auf dem Fensterbrett in der Sonne er nur für normale e gehen viele Früchte bald in Fäulnis über. Auch das Aufn ist das Finanzamt hängen ganzer Pflanzen mit Früchten bringt nach meinen eige lieber abzunehmen und nachreifen zu lassen. Gelegentlich des Einfommen zu ermitte - nen Erfahrungen meist Enttäuschungen. Bewährt hat sich ein Nachreifen der Tomaten in Torjmull; dieses ist fäulnisollmächtigten mitbringe widrig und konservierend, hat außerdem eine enorme Aufallen Fällen, wo sein p jaugungsfähigkeit, wodurch eine Anstedung gesunder Früchte so jeinem Bevollmächtig gut wie unterbunden wird. fahren“ sofort eingelen es dem Steuerpflichtig rch zu einem strofrecht Das Nachreifen geht recht gut daß zum Nachreifen Sonne ,, Gießener Zeitung" Nr. 79. 10.: Einkommensteuervorauszahlung für das 3. Vierteljahr| präsidium Redlinghausen mitteilt, haben am Freitag früh gegen 1931( außer Landwirtschaft) It. letztem Bescheid. 10.: Krisensteuervorauszahlung der Veranlagten It. besonderem Vorauszahlungsbescheid. 10.: 3. 10.: Körperschaftssteuervorauszahlung für das Vierteljahr 1931 It. letztem Bescheid. Umsatzsteuervorauszahlung und Voranmeldung für das 3. Vierteljahr 1931( Schonfrist bis 15. 10. 31). Ablauf der Frist für die Abgabe der Vermögensteuererklärungen, der Anmeldung von ausländischen Familienstiftungen und Beteiligungen, der Ausnutzung der Steueramnestie. 15. 20.: Lohnabzug für die Zeit vom 1.- 15. 31 für das Markenverfahren oder wenn im Leberweisungsverfahren die einbehaltenen Lohnsteuerbeträge RM. 200.- überstiegen haben. Dazu ist Ledigen- und Krisenlohnsteuer abzuführen. Hessen 26. 4. Ziel der Kommunalsteuern( Grund-, Sondergebäudeund Gewerbstener) nach dem neuen Bescheid 1931/32 ( Schonfrist bis 5. 11.) Aus Nah und Fern. Imächtigten und hierdu: benötigt wird, ist nicht stichhaltig, jedermann weiß, daß winters über Aepfel und Birnen im dunkelsten Keller, und zwar ohne Sonne", nachreisen. Auch zum Versand dieser Früchte hat sich verwaltung teilt mit, daß bis zum 1. Ottober 1931 der GesamtTorfmull recht bewährt; die überseeischen Länder haben diese er Gerichtsvollzieher cht tritt auf Grund 1931 in den Ruhestan Anläglich des M ird im Auftrag des Srofessor Dr. H. Kraem ter Senders um 13 des Welttierschuzio Deutsche Lufthansa& Gießen- Frankfurt- Dan En- Freiburg- Konstanz ei fünftig noch eine Frankfurt a. M. 13 U te unmittelbare Luftpo Er 1931. Das Verzei gefundenen bezw. ab schlagtafel im Flur de eingesehen werden. S rdert, ihre etwaige Fundbüro, während Am Sonnabend nachmi identen von Hahn- Darn ebäudes habis in da Derjammlung der 3 Alicefrauenvereine Winterhilfe" beschäftigt ripielzeit begann am Schauspiel Elisabeth Am morgigen Sonni in Wiederholung Bernauer, zur Vorführun Gießen und Umgege 3. Oftober, bei Gaft chwill night verf Ihnen Mittellung zu ma daß to sett dem Gebr weiße Zähne befize, fondern habe. 3 werde 3hr Chlorode Ran verlange nur ble echte Chin weije jeden Erfah bafil jur Arm, lachend und vol ich, dem Ausgang zu hrem" Zimmt, wie fie Tatsache längst erkannt. Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer. * 3. Südameritafahrt des„ Graf Zeppelin". Das Luftschiff ,, Graf Zeppelin" wird am 16. bezw. 17. Oftober die 3. Südamerikafahrt in diesem Jahre antreten. Die bis jetzt durchgeführten Fahrten, welche in regelmäßigen Abstand von einem Monat erfolgten, dienten hauptsächlich dem Zwede, einen regelmäßigen Poſt- und Frachtverkehr nebst Personenbeförderung nach Südamerika durchzuführen. Auch für die 3. Südamerikafahrt nimmt das Postamt Friedrichshafen wieder Post zur Beförderung an. Für die deutsche Exportindustrie ist dieser regelmäßige Postdienst nach Südamerika von allergrößter Bedeutung. Schafflers Wettervorhersage für den Monat Oftober 1931. Der Oktober galt seit Jahren als schöner, wenn nicht schönster Herbstmonat. Der diesjährige wird sich gegen seine Vorgänger merklich zu seinen Ungunsten unterscheiden. Zu Beginn des Monats teils heiteres, teils trübes, tagsüber mildes Wetter, nachts schon sehr fühl, stellenweise Reisbildung, Frühnebel. Knapp vor Beginn der 2. Defade ungünstiges Wetter, reichlich Niederschläge, windig kühl, in höheren Lagen Schneefall. Vor Beginn der 3. Dekade Besserung, heiteres, tagsüber mildes Herbstwetter, örtlich Regenschauer. Zwischen 23. und 27. Oftober voraussichtlich stärkere Erwärmung durch Zufluß südlicher Luftmassen. Hierauf Deränderlich, windig. Monatsende regnerisch, fühl, Nachtfrostgefahr. Steuerfalender für Oktober 1931. mitgeteilt von der Südwestdeutschen Revisions- und Treuhand Vereinigung Weise& Co. Kom.- Ges., Frankfurt- M. Reich 5. Lohnabzug für die Zeit vom 16.- 30. 9. 31. Für die Zeit vom 1.- 30. 9. 31, falls im Leberweisungsverfahren die bis zum 15. 9. 31 einbehaltenen Beträge RM. 200.nicht überstiegen haben. Gleichzeitig ist Ledigen- und Krisenlohnsteuer abzuführen, soweit sie im Steuerabzugsverfahren einzubehalten sind. 6.: Einreichung der Aufstellungen über die Devisenverwendung für solche Unternehmen, die die generelle Genehmigung für den Devisenerwerb erhalten haben. 10.: Börsenumsatzsteuer für September nebst Anmeldung; bei Vierteljahresabrechnung für das 3. Vierteljahr. Schließlich wurde abgeräumt, und man setzte sich gemütlich usammen. Nun schienen auch die beiden jüngeren Leute mit ihrem Thema zu Ende zu sein und baten den Aelteren, er möge der Geschäftsfreund. Man weiß so wenig von dem schweren Dabei tupfte er sich mit dem Taschentuch auf die Stirne. Es passiert ja garnichts!", sagte der Gefragte mit leiser elterlichen Haufe ftande doch einmal etwas erzählen. ,, Aus dem Bergmannsleben", sagte öhlich lief fie wie erford Los dieser Menschen. Und überhaupt, was da alles passiert!" von den Geschwistern und setzte es dem Gr nahm er da den kleine die Hand. Es war und sagte dann langjun Stonie. Außerdem bin ich ein schlechter Erzähler, aber wenn es ber, der unruhig auf dehnen Freude macht, will ich versuchen, einige Kleinigkeiten zu hajchte nach der Uhte erzählen". Er wußte nicht: war es der Wein oder die Behaglich einen Hammer getreueus weiter Ferne, er brauchte nicht nach Worten zu suchen wie ten Augen betradytete jonit, ganz mühelos und flar sprach er vor sich hin, er sah plötzDas Licht fiel in dümlich sein Leben und seine Arbeit vor sich liegen, aufgeschlagen trieben, gegeneinander lassen. Da stand vor ihm seine Jugendzeit, der eigene Vater, ern sahen die beiden dem, als er zu alt geworden war, der Sohn in den Bergmannsdas in seinen Händen beruf folgte, und das ganze Leben zu Hause, das sich mit der= leit dieses Hauses plötzlich hörte er sich selbst sprechen wie nmerchen, die sich, wie n Die ein Buch, wo die Worte deutlich und einfach sich ablesen klben Pünktlichkeit abwidelte, wie der Wechsel zwischen dieser Ind jener Schicht. Damals war das Bergmannsleben allerdings färter und schwerer gewesen als heute. Untertage die harte Irbeit, als es noch feine Breßlufthammer gab, die unendlichen Schwierigkeiten der Förderung, und überhaupt die Mängel in dem ganzen Betrieb, das primitive Handwerkszeug, und die Tüden des Berges, die man noch nicht so genau fannte wie heut utage. In den Jahren, in denen er nun schon heimisch war im Sergwert, hatte sich vieles geändert. Und er erzählte von all den Neuerungen, beschrieb Maschinen, Entlüftungs- und BerieseIngs- Anlagen, die Transportwege und die Fördermaschinen, bei alledem aber vergaß er nicht, hier und da etwas von seinen Freunden, seinen Kumpels, zu erzählen, was sie gemeinsam lebt hatten, und mit lebhafter Eindringlichkeit erinnerte er ich an manche heiteren Ereignisse, die er beinahe schon selbst bergessen hatte. eten Blumen über ein jagte der junge Kaufman it an der Ghrentajel zug abgeht, find es ja d hr ja!", fagte er und gi anten Hausfrau ihr Va grüßung fehte man fid r Herr, auf dein Wa mehr und mehr vereb eschäftsfreunde, die le atte genug zu tun, um ten zu fehen, und wäbre gen und wurde ein Ge en, dachte er, ist nicht ich nichts an. Ueberba te, fah er steif vor fi das für einen Bergmant ich das meinen Rump Und dann die Grete e Dame ist das gemor auch der Junge da, wi leife den Kopf und jab ber fniff die Augen j Blid über das Tifind Dinge, von denen der Als der Geschäftsfreund gegangen war, saßen die drei noch in Weilchen zusammen, und es war der Hausherr, der das Bort nahm: Na, nun sag einmal, alter Herr, wie gefällt es dir bei uns Der fah ihn freundlich an: Ich habe mich darüber gefreut, wie schön thr alles habt, und, was die Hauptsache ist, spüre so an allem, was hier vor sich geht, daß ihr beide mitEnander auskommt und euch gegenseitig versteht!" Die lobenden Borte freuten den Jüngeren, doch er fuhr fort:„ Na, wenn es ir jo gut bei uns gefällt, dann möchte ich dir" einmal einen Forschlag machen. Kurz und gut ich möchte dich fragen, ob du nicht ganz zu uns übersiedeln willst! Ich möchte dich wirklich Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Hess. Bade- und Kurbesuch 29 085 Gäste betrug, darunter 5181 Ausländer. Anwesend waren am 1. Oftober 1931 1960 Gäste. Rebgeshain( Kr. Schotten). Die Einweihung des Ehrenmals für die im Weltkrieg gefallenen und durch Verwundungen gestorbenen Söhne der Gemeinde findet am morgigen Sonntag statt. Vilbel. In Vilbel und allen Nachbarorten haben die Wirte den Preis für Aepfelwein erheblich herabgesetzt. Der Schoppen ,, Alter" kostet 15 Psg., der ,, Neue" 12 Pfg. Damit haben sich die Preissätze denen der Vorkriegszeit stark genähert. Mainzer Sängertag verlegt! Einem Antrage des Sächsischen Sängerbundes zu Folge ist der außerordentliche Sängertag des DSB., der am 3. und 4. Oktober in Mainz stattfinden sollte, verlegt. Der neue Termin ist noch nicht bekannt. Die vorgesehene Sitzung des Hauptund Gesamtausschusses findet bestimmt statt. Eine Einheitsfront der Nichtbieter". Holzheim( Unterlahn). Die Nassauische Landesbank wollte hier einem Landwirt eine gepfändete Kuh versteigern lassen. Es hatte sich zwar zahlreiches Publikum eingefunden, doch wurde feinerlei Gebot abgegeben. Selbst ein erschienener Händler hielt sich zurück, nachdem er diese„ ,, Einheitsfront der Nichtbieter" feſt= stellen mußte. Fragen des Fremdenverkehrs an der Lahn. Limburg. Der Verkehrsverband für die untere Lahn hielt am Donnerstag eine Vorstandssitung hier ab. Dem Bericht über die Finanzlage war zu entnehmen, daß die ungünstigen Wirtschaftsverhältnisse den Verband zu starken Sparmaßnahmen gezwungen haben. Zu der Frage der Arbeitsgemeinschaft mit den Städten an der oberen Lahn ist der Vorstand nach wie vor bereit, eine gemeine Werbearbeit durchzuführen. Hoteldiebe, die im gestohlenen Auto reisen. Frankfurt a. M. Eine Diebesbande, die aus zwei bis drei Mann zu bestehen scheint, macht seit einiger Zeit die Umgebung von Frankfurt a. M. unsicher. In den letzten Tagen hat sie in Neuenahr eine ganze Anzahl Zimmer durchwühlt und große Beute gemacht. Die Diebe sind auch in Nauheim aufgetreten, von wo sie flüchteten. Es handelt sich um ganz raffinierte Diebe. Sie fahren einen Personenwagen Marke Nash mit dem Polizeikennzeichen III 27865. Dieser Wagen ist natürlich auch gestohlen. Dynamitanschlag auf eine Zechenbahn in Westfalen. Recklinghausen, 2. Oktob. Wie die Pressestelle beim Polizeivon Herzen bitten, zu uns zu kommen, nicht als Freund oder als Gast, sondern wie ein Vater zu seinen Kindern!" Und dann, als der Vater mit einer Antwort zögerte, war es die Stimme seiner Tochter, die leise und von verhaltener Erregung getragen, in sein Ohr flang:„ Ach Bater", sagte sie, ,, das wäre die größte Freude, die du uns machen könntest. Wie Tange haben wir uns nicht gesehen, und jetzt, wo du hier bist, tut es mir weh, dich nach wenigen Tagen wieder weggehen zu sehen, Gott weiß auf wieviel Jahre! Das solltest du nicht tun, immer fort sein von deinen Kindern, die sich um dich sorgen". So sprach sie weiter auf den Vater ein, der aber die Worte garnicht mehr hörte. Er hörte nur auf den eigenartigen, zwischen Schmeicheln und Bitten wechselnden Tonfall ihrer Stimme, und eine alte Erinnerung wurde jäh in ihm wach. Er sah sie wieder vor sich stehen, in jener verzweifelten Nacht: die Luft erscholl von dem Heulen der Sirenen, der Berg war in Gefahr! Er stand in Der Haustür, Regen und Wind schlugen in seinen Rüden, aber um seinen Hals flammerte sich die Frau, ihr linker Arm lag wie ein stählerner Reif um ihn und in dem rechten hielt sie das Kind, das sie in der Verzweiflung aus dem Bett gerissen hatte und das weinte. Ihre Augen sahen ihn an wie der Blid eines Sterbenden Tieres und ihr Mund schrie ihm wilde Worte entgegen. Da hatte er sich losgerissen, hatte den stählernen Reif um seinen Hals gebrochen, weil sie ihn riefen, zu denen er in der Gefahr gehörte, seine Stumpels, die eingeschlossen im Gestein auf Rettung warteten. Und nach einer harten Nacht, nach übermenschlichem Ringen, waren sie alle, alle gerettet! Bald darauf aber sentte man sie, die sich immer um ihn gesorgt hatte, in die Erde. Als er, aus seinen Gedanken aufwachend, zu den beiden an deren herübersah, wußten sie, daß sein Entschluß fest stand. Ich bleibe", sagte er ,,, wo ich immer und was ich immer gewesen bin!" Und da die Tochter, um sich ihre Niederlage leicht zu machen, mit schmerzlichem Spott fragte: Dann find dir also der Berg und deine Kumpels lieber als dein eigen Fleisch und Blut?" ,, Nein!", und er lächelte ganz zärtlich, wem mein Herz gehört, das weiß meine große Tochter ganz genau, aber sie weiß auch, wohin ich gehöre. Mein Plaz ist bei meinen Kumpels, und der da broben" und er hob die Hand, als wolle er zum Himmel weisen ,, weiß auch, warum er mich dahin gestellt hat!" Schnarrend hob die Wanduhr an und legte zehn volle Schläge in den Raum. Da erhob er sich: Ich bin nun müde, wir wollen schlafen gehen!" Er tastete seine Uhrbette entlang und drehte ein tleines zierliches Anhängsel, einen über einen Hammer gekreuzten Schlegel, spielend zwischen den Fingern. 4.45 Uhr unbekannte Täter die Zechenbahn des Schachtes Brassert" zwischen Berg und Sidingmühle an zwei Stellen mit Dynamit gesprengt. Die Gleise sind auf einer Länge von 85 bezw. 25 cm zerstört worden. Die Explosion war weithin hörbar. Nennenswerter Sachschaden ist nicht entstanden. Straßenreinigung wieder mit Schaufel und Besen. Gera. Aus Sparsamteitsgründen hat sich die Stadtverwal tung jetzt veranlaßt gesehen, Kehrmaschinen und die elektrischen Automüllfarren aus dem Straßendienst zu ziehen und die Stra= Benreinigung wieder auf reine Handarbeit umzustellen. Sie spart durch die Einstellung des maschinellen Betriebs Gelder zugunsten der Lohnzahlungen ein und vermeidet auf diese Weise Ent lassungen. Neue Bücher. Illustrierter Hessenkalender 1932. Der Hessische Verkehrsverband bringt zum fünftenmal einen sehr gut ausgestatteten Hessenkalender heraus. Diese 104 Ansichten aus dem ganzen Lande beweisen, wie schön es im Hessenlande ist; daher eignet sich der Kalender ganz besonders als Geschenk für außer dem Lande wohnende Verwandte und Freunde. Wir empfehlen auch deshalb dieses für die Förderung des Fremdenverkehrs so vornehme Propagandawerk, weil dadurch die volkswirtschaftlichen Bestrebungen des Hessischen Verkehrsverbandes tatkräftig unterstützt werden. Die gute Ausstattung rechtfertigt den Preis von 1,50 Mt. Faust in Monbijou von Walter Bloem, Roman aus der Goethezeit. Leipzig 1931. K. F. Koehler Verlag. Brosch. 3.30 M. Ganzleinenband 4.80 M. Das Goethejahr 1932 wirft seine Schatten voraus. Walter Bloem leitet es mit einer reizvollen Ueberraschung ein, mit einem fesselnden Roman, der um die bisher nur wenigen bekannte wirkliche Uraufführung von Goethes Faust" gestaltet wurde. Schon 1819, also 10 Jahre vor der ersten öffentlichen Aufführung in Braunschweig hat Fürst Anton Radziwill, vom Kronprinzen, späteren König Friedrich Wilhelm IV., angeregt, im Berliner Rofofoschlößchen Monbijou vor der Hofgesellschaft die wichtigsten Szenen, unterstützt durch eigene Kompositionen, zur Ausführung gebracht. In der ihm eigenen fesselnden Darstellungskunst gestaltet Bloem diese literaturgeschichtlich wichtige Begebenheit zu einem lebensvollen, farbensprühenden Gemälde Alt- Berlins, besonders des damaligen preußischen Königshofes. Alles in allem ist dieser Roman ein literarisches und kulturgeschichtliches Kabinettſtüd. " In Grün will ich mich fleiden, mein Schatz hat's Grün so gern." Die ,, Woche" beleuchtet den Charakter der neuen Herbstmode und weiß über die historischen Hintergründe der neuen Richtung amüsant zu plaudern. Das neue Heft bringt außerdem die Fortsetzung der Artikelreihe„ Als deutscher Ingenieur bei den Sowjets". Noch niemals hat man bisher Authentisches aus den Kreisen um Al Capone gehört. In der neuesten Nummer der ,, Mün= chener Jllustrierten"( Nr. 40) schreibt ein Gangster, ein Mitglied der sagenhaften Verbrecherorganisation Al Capones, des Königs der Unterwelt, seine Erinnerungen als Leibgardist Capones. Geschäftliches. Die außerordentliche wirtschaftliche Not hat mit unerbittlicher Härte wohl jeden Stand und jeden Beruf getroffen. Alle sind gezwungen, ihre Ausgaben, wo immer nur möglich, zu beschränken. Wie erreiche ich am besten eine vorteilhafte Wirtschaftsführung? Diese Frage hat heute größte Bedeutung erlangt. Wir weisen einen Weg! Verbillige Deinen Haushalt oder Deinen Betrieb durch den Einkauf von Union- Brifetts, Niedriger Preis, Wirtschaftlichkeit im Verbrauch und stets gleichbleibende, gute Qualität sind die anerkannten Vorzüge diefes Brennstoffes. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Das Licht fiel in dünnen Streifen über die feinen silbernen Hämmerchen, die sich, wie von einem unsichtbaren Mechanismus getrieben, gegeneinander zu bewegen schienen. Da legte die Frau zum Gute- Nachtgruß die Hand auf seine Schulter und sagte nichts als„ lieber Bater!" Doch der lächelte, indem er zu ihr brat und die Hand des Schwigersohnes griff: ,, Wir wollen an seinem Bettchen vorbeigehen und nachsehen, ob er auch gut schläft. Und später, wenn er einmal groß wird, soll er von seinem Großvater ein schönes Andenken haben!" Lebenszelle oder Parasit, Triebkraft oder Ballast? Von J. Haußner, Worms. Jedem deutschen Mann und jeder deutschen Frau sei hiermit die Frage gestellt: Willst du Lebenszelle oder Parasit, willst du Triebkraft oder Ballast sein?" Jeder, an den diese Frage herantritt, hat sich zu entscheiden. Willst du Lebenszelle sein dann reinige dich im Bade des Evangeliums, schöpfe aus dem Born der Geschichte die Erkenntnis, was das Heil deines Voltes und damit dein Heil ist, entsage, werde start und diene Entsage den abstumpfenden Genüsien und Annehmlichkeiten und werde start am inwendigen Menschen. Losse dir nicht dienen, sondern diene. Soll das deutsche Volt, soll Deutschland nicht untergehen, dann muß das Volt innerlich stark und stahlhart werden; es muß zu höchsten Opfern bereit sein. Bist du das, dann bist du Lebenszelle, Triebfraft. Sind wir es in großer Zahl, dann ist nichts verloren an wirklichen Worten. Salz der Erde zu sein, ist uns verheißen. Diese Verheißung wird sich, muß sich erfüllen, wenn wir es wollen. Wollen wir, dann will Gott. Vertrittst du dagegen den unfittlichen, tierischen„ Erit- komm ich- Standpuntt" bist du in erster Linie, ohne Rücksicht auf das Ganze, nur auf das Deine bedacht, dann bist du Parasit, Schmaroger am franten Boltstörper und fördert den Untergang des Deutschtums. Machst du dir gar, um periönlicher Vorteile willen, die Rot des Voltes zu nuke, dann bist du eine Hyäne, ein Aasgeier, ein Lump. Läßt dich das Schidial deines Volkes gleichgültig, stehst du ihm verständnis und teilnahmslos gegenüber, vertrödelst oder verspielst du deine Zeit, dann bist du lästiger Ballast. Wähle! Gamstag, den 3. Oktober 1931. Vom 29. 9. bis 3. 10. 31 Und diesmal ,, Gießener Zeitung" ganz besondere Schlager Sied- Eier frische große Eier Extra große, frische. Stück 10 Stück 12 Feinste Molkerei- Butter Pfd. 0.75 Limburger Stangen- Käse, 20% im Ausschnitt, Pfd. 11 in ganzen Stangen, Pfd. 42 Japan- Reis, glac.. Rollmops Bismarck- Heringe ( 2 Pfd. 37), Pfund 19 1- Liter- Dose nur 80 Gutschein! 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Dieselbe Stelle mit einem sauberen Tuch trocken gesch kann dann sofort mit den neuen Punkt Ergebnissen des betreffenden Verains beschrieben werden .C.Suom FC. Factoria 12: 8 Concordia 14: 9 Blau- Teif 8: 1 Favorit C. Teutonia 5:15 Stolp.28 F. f. B. Union 2:48 NUR MARK 4 Steigt ein Verein in der Tabelle auf, bzza Bild 13- k fallt ein anderer Verein in der Tabelle zu nick, dann werden die Markierungs Strifen den Punkle- Ergebnissen entsprechend in den Kästchen ausgervechselt 3544 -Vig Pres Map Pressia Se a KönigsbergiR messia Samland berg .Spurt- Veg Asca R. 27 Konigsberge Serie 2 Liga Nord .27 Bud S- Vlashrburg... .Spiela 2. Inst... York, Insterbur SC......... Tilsl.......... ... Serie 2 LübeckKUR HARK Mecklenburg 17 .... 7 becker- V Phonix VFR Stric S Groß- Hamburg Lübecker& K Rostocker S- C95 ( A.FC. 18937 Allonaer FC 93 Wir ver: künden KFR. 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Infolge der ungün msgische Regierung du plungen für Beamte, Raten zu gleichen Teil trielgen, nochmals weit Im hessischen Landi nd Eberle( Radikalder alsbald mit dem frühe langen über eine Revi langsvertrages zuguns Der Gejeggebungs hiedete das Naturichu dh mit der Rellame i Ind Beibehaltung von Der Hamburger E bejamtheit zurüdzutre u ersuchen, die Verbe tuleiten zu wollen. Es wurde festgeste aernen eine absolute Das österreichische ine Stimme des Heim Franzöfifche Finanz us aller Wiener Gr Bremierminister Mo enpalait in Audienz en Fonarchen dem Berneh dion zur Auflösung d Rawahlen zu unterjerti Das Geich gegen di hen Unterhaus in zwe Bei der B.3.3. in Bhalteablommen gebi Das Generaljekretar aes chinejijches Kablo When Belegung der M rlei Anzeichen eines Fulden und Kirin. Rach Mitteilungen bie Mobilmachung d es in vollem Gange. 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