Nr. 51 hinweg. Vor allem ten Kinder gar nicht tert werden im Win berer an Tieren und et vollbringt, verschie e großen Erhalter der Verschwender und Ver der Mensch im Son Erhalter von Energien worden, daß der Frei hein empfängt, als der tiger ist: wer draußen aviolette Sirahlen, als herben fikt. Blute eines Kindes fi man das Kind tägli nnenlicht aussetzt. Die gehalt des Blutes und ist auch die Jodabson Go tommen also viele dpunkt des Wachstums nicht das geringste un ng. En Herr, für die Mart." e Marf erkannt? J t bloß für eine Stunde rennen anzusehen. Ich her. Von Kreisschulrat M. ann. Verzugsgaus Wolf neuartige Rechenbach, Eg für Gesundheitspflege der wohlgelungene Verienst der Gesundheit z Eltern von gleicher Be - Mittel zum Zwed auf ndheitslehre entnommen. sieben Forderungen zur gefaßt: Einatmen guter ende und rein gehaltene ern, Sport und richtige De zwedmäßige Kleidung! Er Verdauung! Enthal bat. Vorbeugungsmaß ten in Krankheitsfällen. t von Abenteurer Träu ühne Feldzüge und Entlustig weiß die Woche zu erzählen. Sener Illufirierte Bresse darin bestand, aus Bilherauszufinden, welche esucht hatte. Als Preise Norddeutschen Lloyd aus ist jetzt gefallen, und die entlicht in ihrer neuesten gen und die Namen der e Welt antreten werden. eleit, Gießen. RIECK Steuer buch M jedes Gewerbe, rfreie Berufe, Verbände etc. rausgeber: GIESSEN Súdanlage 21 ur deutiche War Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 14. Jahrg. Politische Rundschau. Der frühere deutsche Botschafter in London, Dr. Sthamer, in der Nacht zum Dienstag einem Herzschlag erlegen. In der historischen Paulskirche zu Frankfurt a. M. fand aus Anlaß der hundertsten Wiederkehr des Todestages des Freiherrn Dom und zum Stein eine Gedächtnisfeier statt, auf der u. a. die Minister Severing und Dr. Wirth sprachen. Am 12. Jahrestag der Unterzeichnung des Versailler Diktates Deranstaltete der Arbeitsausschuß Deutscher Verbände im che= naligen Herrenhaus eine Kundgebung gegen die Kriegsschuldlüge und für die Revision des Versailler Diktates. Gegenüber französischen Versuchen, Deutschland in die franöfifch- amerikanische Aussprache einzubeziehen, wird in Berliner politischen Kreisen nach wie vor betont, daß das keineswegs in der Absicht der deutschen Politik liegt. In englischen diplomatischen Kreisen verlautet über die weitere Entwidlung der Schulden- und Reparationsfrage, daß jezt schon ernstlich mit der Einberufung einer Sachverständigentonferenz gerechnet würde, sobald Hoovers Plan angenommen sei. In Pariser politischen Kreisen rechnet man damit, daß der Bejuch Brünings und Curtius in Paris nicht vor Ende Juli attfindet. Finanzminister Flandin erklärte, er würde es am Vorabend des Besuches des Reichskanzlers begrüßen, wenn Deutschland von fich aus die Erklärungen abgeben würde, daß es den ungeschützten Teil der Reparationen weiter bezahlen wolle. In Washington erklärte Unterstaatssekretär Castle, daß Amerika auf keinen Fall für eine Doppeljahreszahlung Deutschlands nach dem Moratoriumsjahr zu haben sei. Wie aus Washington berichtet wird, erklärte der stellv. Staatssekretär Mills, daß die Vereinigten Staaten gegen eine Dicimächte- Konferenz Amerika, Deutschland und Frankreich zur Besprechung der Moratorienfrage seien. Amerika lasse sich nicht in eine derartige Konferenz hineinmanövrieren. Die amerikanische Antwort auf die französische Stellungrahme zum Hoover- Plan ist trotz der Anerkennung der herzlichen Form zurüdhaltend. Die belgische Regierung hat in ihrer Antwort an Hoover dem Borschlag grundsäglich zugestimmt, jedoch besondere Verhandlun= gen hinsichtlich der Lage Belgiens in Aussicht gestellt. Der Korrespondent des Arbeiterblattes„ Daily Herald" in Rom meldet, Italien werde wahrscheinlich auf der Abrüstungstonferenz Vorschläge so weitgehender Art unterbreiten, daß selbst die überzeugtesten Anhänger der Friedensbewegung erstaunt sein würden. Jm englischen Unterhaus fand eine große Abrüstungsdebatte itatt, bei der Macdonald und andere führende Parteipersönlichleiten das Wort ergriffen. Auf das Schreiben der sozialdemokratischen Reichstagsfrat: tion an den Reichskanzler zweds Einleitung von Verhandlungen über die Abänderung der Notverordnung ist eine amtliche Antwort erfolgt, aus der hervorgeht, daß sich das Reichskabinett mit der Angelegenheit bereits befaßt. Das deutsch- polnische Roggenabkommen, das mit dem 30. Juni 1931 abläuft, und über dessen Zweckmäßigkeit in dem Unterjuchungsausschuß des Reichstags lebhaft diskutiert worden ist, wird nicht verlängert werden. Reichsminister Dietrich sprach auf der Reichsverbandstagung des Deutschen Schlosser- und Maschinenbauhandwerks in Eisenach über ,, Reparationen und Notverordnung". Im Preußischen Landtag ersucht die Deutschnationale Frattion in einem Urantrag das Staatsministerium, die Aufhebung des Verbotes der Spartakiade unverzüglich rüdgängig zu machen und den Polizeipräsidenten von Berlin seines Amtes zu entheben. Nachdem Geheimrat Duisberg angekündigt hat, auf der Septembertagung des Reichsverbandes der deutschen Industrie sein Amt als Präsident niederzulegen, darf mit der Wahl des Auffichtsratsvorsitzenden der Friedrich Krupp A.-G. Dr. Krupp von Bohlen und Halbach zum Präsidenten bestimmt gerechnet werden. Das kommunistische Volksbegehren in Braunschweig auf Auflösung des braunschweigischen Landtags ist erfolgreich ge= wesen. Die von der Hamburger Studentenschaft für Dienstag beabfichtigte Anti- Versailles- Kundgebung vor der Universität, ist von der Universitätsbehörde mit der Begründung untersagt wor ben, daß Versammlungen auf dem Vorhof der Universität grundfiglich nicht gestattet würden. In studentischen Kreisen herrscht hierüber große Erregung. Der volksparteiliche Reichstagsabgeordnete Dr. Bollmann ( Wahlkreis Chemnitz) hat sein Mandat niedergelegt, als sein Rachfolger tritt wahrscheinlich Studiendirektor Dr. Draeger in den Reichstag ein. Der Propellertriebwagen des Dipl.- Ing. Krudenberg trat am Sonntag seine Rückfahrt von Düsseldorf über DuisburgEssen- Dortmund nach Hannover an. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 1. Juli 1931 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 52 Die Verhandlungen in Paris stocken. Die deutschen Städte tagen in Mainz. Paris. Nachdem Montag morgen eine mehrstündige Besprechung zwischen Mellon und der französischen Regierung und am Spätnachmittag ein Ministerrat stattgefunden hatte, traten die Unterhändler am Abend erneut zu einer eineinhalbstündigen Sitzung zusammen. Nach Schluß der Nachtsitzung wurde ein furzes Kommuniqué veröffentlicht, in dem es heißt: Die amerikanischen Unterhändler Mellon und Edge würden sich mit Washington in Verbindung setzen, um die amerikanische Regierung von dem Stand der Verhandlungen zu unterrichten. Eine neue ZuMinisammenkunft sei für den Mittwoch morgen vorgesehen. sterpräsident Laval weigerte sich, den Pressevertretern eine Mitteilung zu machen. Auf den Hinweis eines Journalisten, daß man mit der Vertagung der Besprechungen bis Mittwoch über das in den Vorschlägen des Präsidenten Hoover festgesetzte Datum des 1. Juli hinausgehe, erwiderte der Ministerpräsident achselzuckend, daß man diesen Termin überschreiten müsse. Unterstaatssekretär François Poncet erklärte, beide Parteien hielten hartnädig an ihren Standpunkten fest. Man verzichte jedoch nicht auf die Hoffnung, zu einer Einigung zu gelangen. Nach Bekanntwerden des französischen Standpunktes berief Hoover sofort eine Konferenz der Staatssekretäre zusammen und gab die positive Erklärung ab, daß Amerika feinen Vorschlag annehmen werde, der nicht dem Sinn und dem Zweck des Hooverplanes vollkommen entspreche. In den Nachtstunden zum Dienstag trat der französische Ministerrat zusammen, um zu Hoovers Erklärungen Stellung zu nehmen. Der Ministerrat beschloß, den Wünschen Amerikas insoweit entgegenzukommen, als Frankreich die Frist der von Deutschland nachzuzahlenden Annuität 1931-32 auf fünf Jahre verlängert. Präsident Hoover wird im Laufe des heutigen Tages zu diesem Angebot Stellung nehmen. Diese Erklärung, zu der sich Hoover nach seinem Funkgespräch mit Mellon veranlaßt sah, macht die französische Regierung für die Verschleppung der erstrebten Einigung verantwortlich. Hoover ruft die Weltmeinung gegen Frankreich auf. Washington. In den Abendstunden des Montag gab Unterstaatssekretär Castle nach einer längeren Besprechung mit dem Präsidenten Hoover und dem stellvertretenden Staatssekretär für die Finanzen, Mills, folgende Erklärung ab: Alle Regierungen, mit Ausnahme der französischen, haben nunmehr dem Plan des Präsidenten Hoover grundsätzlich zugestimmt. Die französische Regierung ist die einzige, die sich nicht einmal prinzipiell mit dem Plan Hoovers einverstanden erklärt hat. Castle sagt wörtlich: ,, Soweit wir unterrichtet sind, haben jetzt sämtliche Regierungen im Prinzip dem Plane des Präsidenten Hoover zugestimmt, mit Ausnahme der französischen Regierung. Es haben sich einige Schwierigkeiten ergeben, den französischen Standpunkt mit dem Geist des Vorschlages des Präsidenten in Uebereinstimmung zu bringen. Zwischen dem Botschafter Edge und dem Schazkanzler Mellon sowie den französischen Ministern finden noch Erörterungen statt." Deutschland foll schuld sein. Der ,, Petit Parisien" weist darauf hin, daß die Verpflich tung, die Ministerpräsident Laval von der Kammer übernom men habe, ihn nicht ermächtige, noch weiter zu gehen. Das ,, Journal" wälzt die Schuld auf die Haltung der Reichsregierung ab. Die Rolle, die Deutschland bei den Verhandlungen hätte spielen können, wäre bedeutend leichter gewesen, wenn sie zum Abschluß einer deutsch- französischen Verständigung geführt hätte, die die amerikanischen Argumente entkräftet haben würde. Sauerwein macht im, Matin" ebenfalls Deutschland verantwortlich. Deutschland könne den Abschluß einer französischamerikanischen Verständigung wesentlich beschleunigen, wenn es erklären würde, daß es sich angesichts des Systems der Reparationen mit den französischen Gegenvorschlägen einverstanden erfläre. Kanzlerbesuch auch in Rom. Der Juli wird im Zeichen einer ganzen Reihe von wichtigen diplomatischen Besprechungen stehen. Mitte des Monats tommen die Engländer nach Berlin, im Anschluß daran wird der amerikanische Staatssekretär des Auswärtigen, Stimson, der Reichsregierung seine Aufwartung machen. Zwischendurch findet dann wahrscheinlich auch ein Besuch des Kanzlers und des Außenministers in Paris statt, doch läßt sich im Augenblick noch nicht sagen, ob die Reise tatsächlich in der ersten Juli- Hälfte vor sich gehen wird. Die diplomatischen Unterhaltungen darüber werden noch geführt. Jedenfalls findet die Pariser Reise erst nach dem Abschluß der Hoover- Aktion statt. In Rom ist Herr v. Schubert zum Wochenende in das Außenministerium gebeten worden und im Anschluß an seine Unterhaltung mit Grandi begab sich der Botschafter zu Mussolini. Beide einigten sich darauf, an die Berliner Regierung den Wunsch weiterzuleiten, den Reichskanzler und den Außenminister in Rom als Gäste begrüßen zu dürfen. Mainz. Aus Sparsamkeitsgründen hat der Reichsstädtebund auch in diesem Jahre nur seinen Hauptausschuß an Stelle Etwa 300 einer Mitgliederversammlung zusammengerufen. Städievertreter und Ehrengäste nahmen am Sonntag an der Tagung teil. In seiner Begrüßungsansprache wies der Bun despräsident, Oberbürgermeister D. Belian, darauf hin, daß auf tommunalem Gebiet nicht mehr allzu viel Selbstverwaltung festzustellen sei. Der größere Teil der kommunalen Ausgaben Die Stadtverordnetenversammsei zwangsläufig gegeben. lungen weigerten sich häufig, den Haushaltsplänen zuzustim= men, so daß der Staatskommissar in die Erscheinung treten müsse. Alle diese unerfreulichen Erscheinungen wären noch in Kauf zu nehmen, wenn die Städte mit den von ihnen aufzu= bringenden Steuern nur Ausgaben zu decken hätten, für die sie nach dem bisherigen kommunalen Recht zuständig wären. Sehr viele Städte seien aber nur deshalb nicht in der Lage ihre Etats auszugleichen, weil sie mit den Kosten der Erwerbslosen= fürsorge belastet wären, zu deren Tragung das Reich verpflichtet sei. Dr. Belian begrüßte die Vertreter des Reiches, PreuBens, Hessens und der Stadt Mainz, sowie die Vertreter der übrigen kommunalen Spitzenverbände, die zahlreich erschienenen Parlamentarier, Pressevertreter und die große Zahl der übrigen Ehrengäste. Viel bemerkt wurde die Mitteilung, daß 76 württembergische Städte dem Reichsstädtebund beigetreten seien, in dem nun sämtliche deutschen Länder durch ihre Ge meinden vertreten seien. Für die Reichsregierung sprach Ministerialdirektor Dr. Menzel, der darauf hinwies, daß die Reichsregierung im großen Zuge mit ihren Maßnahmen recht getan hätte. Aufgabe der Städte sei es, nicht nur zu verneinen, sondern aufbauende Kritik zu üben. Für das hessische Staatsministerium sprach Staatsrat Karcher, während Ministerialdirektor Dr. v. Leyden die Versammlung für den verhinderten preußischen Innenminister Severing begrüßte. Er wies eindringlich auf die schicksalhafte Verbundenheit von Reich, Staat und Gemeinden hin. Oberbürgermeister Dr. EhrhardMainz, der gleichzeitig den Deutschen Städtetag vertrat, be= tonte, daß es in dieser schweren Zeit besonders notwendig sei, in gemeinsamer Arbeit eine Lösung der schwierigen Probleme zu finden. Wenn die Städte ihre Interessen vertreten, so seien das keine Sonderinteressen, sondern Belange des ganzen Volkes. Die Geschichte der Stadt Mainz sei das beste Beispiel dafür, daß die Not des Reiches immer auch die Not der Städte gewesen sei und daß es den Städten immer dann wieder besser ginge, wenn es auch dem Reiche gelang, sich emporzuarbeiten. Die Geschichte beweise, daß der unerschütterliche Glaube an die Zukunft unendlich viel vermöge. Käme in der Selbstverwaltung zu diesem Glauben an die Zukunft auch der Geist der Freude zur Verantwortung und des Pflichtgefühls dem Ganzen gegenüber, so würde es auch mit den deutschen Städten wieder bergauf gehen. An die mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Begrüßungsansprachen schloß sich eine schlichte und eindrucksvolle Trauerfundgebung für den verstorbenen Gründer des Reichsstädtebundes, Bürgermeister a. D. Saalmann, und dem plötzlich verstorbenen Vorsitzenden des Unterverbandes Hannover des Reichsstädtebundes, Bürgermeister Meyer zum Gottesberge. Die Gedenkrede auf den Reichsfreiherrn vom Stein hielt der Präsident des Preußischen Oberverwaltungsgerichts, Staatsminister a. D. Dr. Drews. Dr. Drews wies darauf hin, daß wohl feine Stelle mehr Grund habe, das Gedenken an den 29. Juni, dem 100jährigen Todestag des Freiherrn vom Stein, feierlichst zu begehen, als der Reichsstädtebund. Beruht doch die Organisation, das innere Leben und die äußere Stellung der deutschen Städte auf Steins unsterblichem Werke, der Städteordnung von 1808. Dr. Drews schilderte dann den Werdegang des großen Reformators, dessen Arbeit von einem unerschütterlichen, auf sittlicher Weltanschauung beruhenden eisernen Willen und geistiger Unabhängigkeit getragen war. 14 Monate nur leitete er die Geschide des preußischen Staates, bis er vor dem Aechtungsbefehl Napoleons in die Verbannung gehen mußte. Was er in diesen 14 Monaten geschaffen hat, steht einzig in der Geschichte da. Gein Ziel war, aus dem preußischen Volk eine Nation zu machen. Eine wirkliche Nation fonnte aber erst dann entstehen, wenn die Staatsbürger selbst zu Mitträgern des Staates wurden, wenn sie an der Verwaltung der öffentlichen Angelegenheiten selbst teilhatten, sodaß sie den Staat nicht als eine ihnen gegenüberstehende fremde Die Macht, sondern als einen Teil ihrer selbst empfanden. Regierten mußten in den Regierungsprozeß eingeschaltet wer den. Stein hat in der kurzen Zeit seines Amtes seine Grundsäge nur für die Städte durchführen können. Er begründete aber in seiner Städteordnung das Prinzip der Selbstverwaltung so fest und so klar, daß es in Zukunft für die Entwicklung aller anderen Gemeinden und Gemeindeverbände der Drehund Angelpunkt geworden ist. Selbstverwaltung im Steinschen Sinne bedeutet, daß ein Teil der öffentlichen Angelegenheiten, die bisher alle vom Staat beeinflußt und geleitet worden waren, von den Staatsangelegenheiten abgetrennt und den Nr. 52 Mittwoch, den Mittwoch, den 1. Juli 1931. ,, Gießener Zeitung" Prag und Warschau stimmen dem Hoover- Plan zu. Washington. Das Staatsdepartement hat von der amerikanischen Botschaft in Prag die Nachricht erhalten, daß die Tschecho= slowakei den Hooverschen Plan annehme und in den nächsten Tagen darauf antworten werde.- Der polnische Geschäftsträger hat dem Staatsdepartement die Erklärung abgegeben, daß seine Regierung den Plan Hoovers ebenfalls annehmen werde. Die spanischen Wahlen. Paris. Die republikanisch- sozialistische Koalition haben bei den Wahlen zu den spanischen Cortes den Sieg davongetragen. Sämtliche Minister der provisorischen Regierung sind gewählt worden. Außenminister Lerroux wurde in nicht weniger als sieben Wahlbezirken gewählt. Als bedeutungsvoll und folgenschwer wird der Sieg der Anhänger Macias in Katalonien( Separatisten), der Jaimisten( Carlisten) in Navarra und der autonomistischen Nationalisten in San Sebastian angesehen. Gemeinden zur völlig selbständigen Verwaltung nach ihrem Willen vorbehalten waren. Damit aber die Gemeinden nicht durch ausschließliche Beschäftigung mit diesen ihren Selbstverwaltungsangelegenheiten in die Gefahr tamen, sich als Selbstzweck gegenüber den höheren Verbänden und gegenüber dem Staate zu fühlen, übertrug Stein ihnen zugleich auch grundsätzlich die Exekutive in den staatlichen Angelegenheiten, die in ihrem Bezirk zu erledigen waren, vor allem die örtliche Polizei und die örtlichen Geschäfte der allgemeinen Landesverwaltung. Gerade diese Verbindung von Selbstverwaltungsangelegenheiten und Auftragsangelegenheiten, wie wir es heute nennen, ist ein wesentlicher Punkt der Stein'schen Staatsidee, der als solcher im allgemeinen viel zu wenig beachtet wird. Durch die Städteordnung wurde der Grundstein für die Beteiligung der Bevölkerung an der Verwaltung so fest und unverrückbar gelegt, daß die ganze spätere Entwicklung darauf aufgebaut ist. Ein besonderer Wesenszug Stein's war sein starkes Deutschtum. Ihm schwebte ein großes Deutschland mit starker Zentralgewalt als Ideal vor. In der territorialen Zersplitterung erblickte Stein richtig den Grund für das nationale Elend der deutschen Nation während eines Jahrtausends. Wir wissen, daß der alte Wider= streit der Territorial- Souveränitätsansprüche der Länder gegen die einheitliche Souveränität des Reichs auch heute noch nicht aufgehört hat. Er bildet den schwierigsten und zugleich ent-. scheidenden Punkt bei der Reichsreform, die überall in Deutschland heutzutage für nötig empfunden wird, wenn anders wir als starke einheitliche Nation auf die Dauer sicher bestehen wollen. Gerade in dieser höchsten Lebensfrage kann und muß die Stein'sche Staatsidee uns Führer und Leitstern sein. Ihre Lösung wird nur möglich sein, wenn das deutsche Volk einhellig mit Stein sagt:„ Ich kenne nur ein Vaterland und das ist das ganze Deutschland, nicht nur ein Teil davon", und die Verwirklichung dieses Ausspruchs durch die Tat wird die höchste Ehrung sein, die das deutsche Volk seinem großen, nun 100 Jahre dahingeschiedenen Toten, darbringen kann. ( Fortsetzung folgt.) Ferien für die Polizei in Hessen. lage und Betriebskapitale 24 Pfennig Umlagebetrag an die Hessische Handwerkskammer zu entrichten. Die Beiträge zur Hand werkskammer sind von den Städten und Gemeinden zu tragen, die berechtigt sind, sie auf die ortsansässigen Handwerksbetriebe umzulegen. * Ausstellung. Vom 28. Juni bis 5. Juli findet im Studentenheim eine Ausstellung von Schlachtenpanoramen statt. Ge zeigt werden: 1. Die Tantschlacht bei Cambrai( 17. Nov. 1917); 2. Die Schlacht bei Leuthen( 5. Dez. 1757); 3. Die Erstürmung der Ferme Champenois durch das 1. Bataillon 2. Hess. Inf- Regt. ( spät. Nr. 116); 4. Eine Episode aus der Schlacht von Gravelotte. Selbstmordversuch der rumänischen Königin. Bularest. In rumänischen Hoffreisen herrscht tiefe Bestürzung über das Schicksal der Königin Helene, der ehemaligen Gattin König Carols, die an einer schweren Veronalvergiftung erkrankt sein soll. Wenn auch amtlich von einem Versehen der Königin bei der Wahl ihres Schlafmittels gesprochen wird, so ist doch nicht die Möglichkeit von der Hand zu weisen, daß Königin Helene einen Selbstmordversuch unternommen hat. Es ist be= kannt, daß König Carol mit seiner Gattin vollständig zerfallen ist. Helene hätte in den nächsten Tagen Rumänien verlassen müssen. Der König lehnte es entschieden ab, die Aufenthaltsgenehmigung für seine ehemalige Gattin in Rumänien zu be= willigen. Carol hatte für Helene eine jährliche Apanage von 160 000 Mark unter der Bedingung ausgesetzt, daß sie sofort das Land verlasse und nur mit seiner eigenen Erlaubnis wieder zurückkehre. Diese Erlaubnis kann nur dreimal während eines Jahres erteilt werden. Man wollte der Königin wenigstens die Möglichkeit geben, einige Male im Jahre ihren Sohn wiederzusehen. Was auch immer mit der Königin Helene geschehen wird, König Carol wird es jetzt nicht ganz leicht haben, die Sympathien des Volkes für sich zu gewinnen. Fünfwöchiges Versammlungsverbot. Infolge der starken Anstrengung der Polizeiorgane in der letzten Zeit und der weiter infolge der herannahenden Wahlen für die Polizei sicher zu erwartenden vermehrten Tätigkeit ist der Innenminister zu dem Ergebnis gekommen, daß der Zustand unerträglich ist und hat angeordnet, daß in der Zeit vom 6. Juli bis 9. August einschließlich die politische Versammlungstätigkeit einzuschränken ist und der Polizei eine Zeitlag Ferien von dieser besonderen Anspannung zu geben. In diesen fünf Wochen sollen keinerlei öffentliche politische Versammlungen im geschlos= senen Raum und unter freiem Himmel, Aufmärsche, Aufzüge, Kundgebungen usw. stattfinden. In der Mitteilung heißt es weiter: Man darf annehmen, daß dieser Burgfrieden von der Mehrheit der Bevölkerung sympathisch aufgenommen wird, denn in der Tat bedürfen Polizei und Bevölkerung dringend der Ausspannung und auch den Parteien dürfte eine Atempause durch eine vorübergehende Einschränkung der öffentlichen Versammlungstätigkeit nicht ganz unerwünscht sein. Hessischer Landtag. Aus der Arbeit der Ausschüsse. Darmstadt. Im 3. Ausschuß wurde ein Zentrumsantrag mit 5: 2 Stimmen angenommen, auf reichs- und landesrechtlichem Wege eine Reform und verschärfte Zensur des Lichtspielwesens besonders zum Schutze der Jugend und der religiösen und sittlichen Werte einzuleiten. Mit 4: 3 Stimmen bei Enthaltung der Volkspartei wurde ein Zentrumsantrag gebilligt, der sich gegen Auswüchse beim Badebetrieb im Freien wendet und deren Beseitigung durch die Regierung fordert. Lokales. Go Die leichtathl zur Durchführung dem Waldsportpl widlung einen id vertreten. VfB. Gießen. Die beid Teilnehmer, und 3weikampf der b mit 14 eriten, 113 7 ersten, 9 zweiter nem zweiten und dritten Siegen he nachmittags den Endlämpfen. Die ftungen etwas, es gab es spannende und VfB. 08 Gi zeigten Rod 2., 1 und Luh, VB. 08 * Zusammenschluß der Berussmusiker. Aus der großen Notlage im deutschen Musikergewerbe heraus, in dem 80 Prozent der Berufsangehörigen erwerbslos sind, wurde vor einiger Zeit der Fachverband deutscher Berufsmusiker( Fa- De- Be) gegründet. Seine Aufgabe ist es, zur Erhaltung der Existenz des Berufs standes den Kampf zu führen gegen Schmutz- Konkurrenz durch Nebenberufler und Doppelverdiener. Er nimmt nur gelernte Berufsmusiker auf und erwartet den Anschluß aller noch abseits stehenden Berufsmusiker, um erfolgreich den schweren wirtschaftlichen Existenzkampf durchführen zu können. Der Fachverband deutscher Berufsmusiker, der parteipolitisch und konfessionell neutral ist, hat sich als Spitzenorganisation dem freiheitlich- nationalen Gewerkschaftsring deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenverbände angeschlossen, der damit eine neue Stärkung erfahren hat. * Konsularnachrichten. Aus Darmstadt wird gemeldet: Der zum fönigl. italienischen Generalkonsul in Frankfurt a. M. ernannte Dr. Giovanni Pascal, dem namens des Reichs die Erequator erteilt worden ist, ist anerkannt, und zur Ausübung fonsularischer Verrichtungen im Volksstaat Hessen zugelassen worden. Zur Ausführung des Gesetzes über den Waffenmißbrauch erläßt der Minister d. J. eine Verordnung, nach der zum Führen von Hieb- oder Stoßwaffen durch die Polizei oder das Kreisamt eine Ermächtigung erteilt wird, die mit einer Stempelmarke versehen sein muß. * Warum keine Arbeiter- Wochenkarten für Angestellte? Der Gewerkschaftsbund der Angestellten hat sich schon seit langem nachdrücklich für die Ausgabe von billigen Arbeiter- Wochenkarten der Reichsbahn auch an Angestellte eingesetzt. Auf eine neuer liche Eingabe an die Reichsbahn hat sich diese in ihrer Antwort wiederum auf den Standpunkt gestellt, daß Voraussetzung dafür eine Aenderung des Beförderungssteuer- Gesetzes in dem Sinne sei, daß der Arbeiterbegriff durch den Arbeitnehmerbegriff ersekt wird. Der Gewerkschaftsbund der Angestellten hat daraufhin sofort eine wohlbegründete Eingabe an das Reichsfinanzministe rium geleitet, die um Aenderung des Wortes ,, Arbeiter" im § 3, Abs. 1, Ziff. I des Beförderungssteuer- Gesetzes in ,, Arbeit nehmer" ersucht. Hoffen wir, daß der Eingabe Erfolg beschieden ist, damit der Berufsstand der Angestellten, der wirtschaftlich nachgewiesenermaßen feineswegs besser dasteht, als die Arbeiter schaft, und der längst in allen Zweigen des sozialen Schuhes gleichartiger Behandlung unterliegt, nicht länger infolge eines zu eng ausgelegten Wortes im Beförderungssteuer- Gesetz ungerechter Weise von der Ausgabe billiger Wochenkarten ausge schlossen bleibt! * Geldüberweisungen nach Italien. Am 1. Juli wird der Postüberweisungsverkehr mit den italienischen Postschecämtern aufgenommen. Der Betrag für die Ueberweisungen ist in beiden Richtungen unbeschränkt. Die Gebühr nach Italien beträgt 5 Pfennig für je 100 Mart, mindestens 20 Pfg. Bei den deutschen Postscheckämtern kann das Verzeichnis der italienischen Postscheckkunden bestellt werden. * Von der Reichswehr. Gestern morgen wurde unser Ba= taillon zum Truppenübungsplatz Sennelager geschickt. Es bleibt dort bis zum 29. Juli. * Die Ausbringung der Kosten der Hessischen Handwerkskammer. Der hessische Minister für Arbeit und Wirtschaft hat der hessischen Handwerkskammer für das Jahr 1931 die Erhebung einer Umlage von 366 000 Mart genehmigt. Als Stammbeitrag ist ein Satz von jährlich sechs Mark festgesetzt. Weiterhin sind als Umlagebedarf für je 100 Mark Steuerwert der gewerblichen Anim Distuswurf mi der Jugend- Klaffe 1900 Gießen. Den die reibungslose u Die Ergeb 100 Meter: 1 R VB. 08 Gieße 12,2 Get 200 Meter: 1. R Gießen, 25,3 G * Vom Gießener Verein für Luftfahrt. Der Verein für Luftfahrt feierte Ende letzter Woche im Saal des Flughafengebäudes sein 20jähr. Bestehen. Der Vorsitzende, Bankdirektor Grießbauer, hielt einen Lichtbildervortrag über die Geschichte und das Wirken des Vereins. Danach berichtete stud. med. G. Schmidt über die Segelfliegerei der Jungfliegergruppe des Vereins. Zu erwähnen ist, daß der Verein bei seiner Gründung 59 Mitglieder zählte heute dagegen insgesamt 130 Mitglieder. 800 Meter: 1. B 1900 Gießen, 2:19 Min. Hochsprung: 1. G Gießen, 1,50 VfB. Azlar, Weitsprung: 1. 1900 Gießen, 5,04 Meter. * Nationale Zusammenarbeit. In einer gemeinsamen Sitzung beschlossen der Vorstand des Landjugendbundes in Oberhessen und der Gau Hessen- Nord des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten, angesichts der immer bedrohlicher werdenden innen und außen politischen Lage unseres Vaterlandes, in Zukunft enge Zusam menarbeit in allen vaterländischen Fragen zu halten. Die Führer schaft beider Verbände hat deshalb eine Arbeitsgemeinschaft abgeschlossen. * Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil Club E. V.( A.v.D.), Gießen. Die Provinzialstraße LindheimDüdelsheim im Zuge der Straße Vilbel- Büdingen ist ab 29. Juni 1931 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Stod heim Büches oder Hainchen- Simbach- Eckartshausen- Calbach -Büches und umgekehrt. 2 Ratschläge für die Schönheitspflege auf der 1. Zur natürlichen Bräunung der Haut fette man vor und nach der Besonnung die Haut, insbesondere Gesicht und Hände, mit Creme Leodor gründlich ein; man erzielt dann ohne schmerzhafte Rötung eine gesunde, sonnengebräunte Hautfärbung. Creme Leodor- fettfrei, rote Padung, fetthaltig, blaue Padung Tube 60 Vf. und 1 Mart, Leodor- Edel- Seife 50 Pf. In allen Chlorodont- Berkaufsstellen zu haben. Bäterliche Erziehung. Von P. H. Das Kind braucht die Erziehung beider Eltern. Gewiß braucht uns um die Entwicklung und das Schicksal des Kindes noch nicht bange zu sein, wenn es auch nur die Mutter erzieht. wofern sie nur das Herz auf dem rechten Fled hat. Aber der wünschenswerte Zustand ist es nicht. Gerade in der väterlichen Erziehung liegen besondere Vorzüge, um die kein Kind kommen sollte, in der mütterlichen trotz allem auch Gefahren, die ausgeglichen werden müssen. Vor allem ist die Mutter, ihrem weicheren Wesen entsprechend, auch zu leicht zur Nachsicht dem Kinde gegenüber geneigt, sie verweichlicht es oft. Zum anderen fehlt mancher Mutter der flare Blid fürs wirkliche Weltbild, der feste Sinn, die Stetigkeit. Daher die Not mancher Mutter mit ihren Kindern, daher Zweifel und Aengste, was sie mit ihren Kindern machen soll. Viele Mütter fühlen auch bedrückt die eigne Unzulänglichkeit; sie gestehen es ein: ja, es fehlt meinem Kinde halt der Vater! Reise 2. Zur Erlangung schöner weißer Zähne pute man früh und abends die Zähne mit de herrlich erfrischenden Zahnpaste Chlorodont, die auch an den Seitenflächen mit Hilfe der Chlorodont Zahnbürste einen elfenbeinartigen Glanz erzeugt. Chlorodont Zahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pfi, Chlorodont- Zahnbürste 1 Mart, Chlorodont- Kinderbürste 60 Pf., Chlorodont- Mundwasser 1 Marl flare Vernunft einen Weg gewiesen hat, während die Mutter öfter als gut geneigt scheint, bereits gefaßte Entschlüsse umzu stoßen, besonders wenn Widerstände in Erscheinung treten. Obgleich beide Eltern die Erziehung mit gleichem Ernst anfas sen, tritt doch noch ein wichtiger Teil, vielleicht der augenfälligste Unterschied zutage: der Vater erscheint, nein, ist auch in der Tai härter als die Mutter. Diese mag es noch so gut mit ihrem Kinde meinen, eins macht sie doch oft recht unglücklich, es leiden zu sehen, ihm wehe zu tun. In der Erziehung aber geht es ohne einen zeitweiligen Zwang, ohne Strenge nicht ab, es ereignen sich oft die bittersten Kämpfe zwischen Eltern und Kindern, die nur gewonnen werden, weil der Vater fest, vielleicht auch hart blieb. Seine Festigkeit hat nicht selten den Anschein der Grausamkeit und Ungerechtigkeit, und sie hat schon manchmal nicht nur Vater und Kind, sondern auch Mann und Frau entzweit. Es mag auch sein, daß der Vater, der ein Ziel allzu starr im Auge behält, die Grenzen berechtigter Strenge überschreitet, im großen und ganzen aber wird seine vernünftige Festigkeit doch ein wohltätiges Gegengewicht gegen die manchmal verhängnisvolle Weichheit der Mutter sein. Seine eigenartige Erziehung tritt besonders in zwei Punkten hervor. Sie wurzelt im gegensätzlichen Wesen der Geschlechter. Der Mann ist im Gegensatz zum mehr gefühlsbetonten Weibe Verstandsmensch, er bewahrt im Gegenteil zur leichter bewegten, mehr mit dem Gemüt erlebenden Frau den fühleren Kopj, er überblidt auch manchmal klarer die Folgen. So läßt er auch in der Erziehung den Verstand da reden, wo das mütterliche Gefühl leicht zu hohe Wellen schlägt und in der Erregung Jrrwege einschlägt. Sein Verstand trägt einen gewissen Zug von Festigkeit, Entschiedenheit in die Erziehung. Das mütterliche Gefühl sucht noch immer bekümmert um den besten Weg, wenn der Mann schon unabänderliche Beschlüsse gefast hat. Väterliche Eigenart ist Stetigkeit, um so mehr, wenn die Von den Am Sonntag deutschlands die schaften, die Bezir lonner, wie Jona Shnaderh nicht men, gab es faj gebnisse. Diese ten ganz ausgez Spizentonnern nädige Rämpfe anhänger Hessen wertige Kämpfe fterschaften in S Meisterschaften Ruhrbezirk: Meter: Finte51,6 Gef.; 800 Meter: Shent 16: 02,1 Min.; iprung: Borr chum 1,75 Me ter; Weitsp Heiberg- Eisen Effen 44.1 Ge 4 mal 1500 M Rheinbezir Meter: Hendr 51,7 Get.; 800 ter: Wierth- M Siegers- Eichwei 13,18 Meter; ter; Hochsprun wurf: Wolf- K 6,68 Meter; D 100 Meter: Köl 2: 07,5 Min. Westfalen: 1 200 Meter: Kle Meter: Rose- Han Schmit- Borussia fter 08 4: 19,5 Stabhochsprung: Sprung: Stedmej mann- Büdeburg Meter; 110 M 4 mal 100 Meter 1500 Meter: Har Berg- Märt, 200 Meter: Fisd jeldorf 99 52 Get 2: 01,2 Min.; 15 Meter: Koch- Dü Duffeldorf 99 12 Düsseldorf 3 Met 1.67 Meter; G Weitsprung: Ha DEC. 39,35 Met ter; 110 Meter 100 Meter: Deut 400 Meter: Düffe 112 Get.; 200 Meter: Bergman Duisburg 99 2:05 wesen. In der Frau bleibt das Empfinden immer besonders stark. Schon daher sind sich Kind und Mutter verwandt. Vor allem findet das Kind bei der Mutter leicht Mitleid, Hilfe und Recht, manchmal auch dann, wenn das Kind im Unrecht ist. Zwischen Vater und Kind besteht immer eine größere Entfer nung. Unzählige Male mag sich das Beispiel von Goethes Gl tern wiederholen: der ernste, strenge, unnahbare Vater, die hei tere, fabulierende, mit den Kindern alles durchlebende Mutter. Sie ist dem Kinde vielfach Genossin, Gespielin, Liebe und Freude, der Vater dagegen Ernst und Würde. In den Ne ten flieht das Kind zur Mutter; vom Vater erwartet es Klar heit, Auskunft, Hilfe in den verworrenen Zuständen des äuße ren Lebens; er hat Achtung vor seinem Wissen, Respekt ro seinem Können, es fühlt seine Ueberlegenheit. Wo der Vater in seiner Verantwortung ,, den Apfel neben die Rute" zu legen weiß, wird das Kind trotzdem den Pulsschlag der Liebe heraus fühlen, aber es fommt auch vor, daß übergroße Härte des Kin des Herz entfremdet. Hier dürfte eine wichtige Aufgabe der Mutter darin bestehen, den Vater nicht nur als ein Schrec gespenst hinzustellen, ihn zum Büttel zu entwürdigen, jonder das Kind den Vater, diesen aber auch das Kind verstehen lehren. In der Erziehung muß an einem Strange gezogen werden. Erziehung ist mit Vorbereitung fürs Leben. Der Mann kennt das in der Regel besser, weil er selber erwerbend und fämpfend drin steht. Darum ist er auch besser als die Mutter imstande, seine Kinder in die äußeren Verhältnisse einzuführen, ihnen die späteren Lebensziele aufzudecken, sie dafür zu beget= stern, sie vor Gefahren zu warnen, sie tapfer fämpfen zu lehren. Er kann die Zukunft der Kinder besser überwachen; er hilft bei der Berufswahl mit seiner Erfahrung, er führt den heranwachsenden Sohn, die Tochter ins Leben, lenkt ihr Schidjal noch fern vom Vaterhause. So löst er Aufgaben, denen sich eine Mutter oft hilf- und ratlos, höchst verzweifelt gegenüber sieht. Natürlich ist das Verhältnis des Vaters zum Kinde anders als das der Mutter. In der Jugend ist der Mensch mehr GefühlsRiederrhein4: 08,8 Min.; 50 Rugel: Goitich- P bodhiprung: Kilg bodhiprung: Stid Hendrils- Sichteln Heute meint man oft, dem Kinde müsse recht viel Freiheit und Nachsicht gestattet werden. Gerade manche Mutter find a sich dadurch leicht getröstet und läßt die Zügel erst recht m Boden schleifen. Die Folge sind verwöhnte Muttersöhnchen, die dem Leben nicht gewachsen sind. Demgegenüber verlangen i mehr heilsame und liebevolle Zucht. Und wenn die väterlie Erziehung heute so oft ausgeschaltet ist, erhöht sich die Aufgabe der Mutter. Sie mag immerhin der Weichheit ihres Herzens folgen, sich dabei aber auch zur nötigen Festigkeit zwingen und dem Lichte der Vernunft folgen. burg 99 6,75 Me born 40,40 Mete Samborn 31,50 burg 99 15,8 Set. Deuti Die internat Conning im Oly Wetter in Gege wurde, brachte de aftliche Erfolge. tanbe, und zwar auf dellen Bujam imoblas man b an jeine bisherig Begener eine gro Don 4,12 Meter deutichen Retord nig Umlagebetrag an en. Die Beiträge zur Hom und Gemeinden zu trage jajjigen Handwerksbetrie 55. Juli findet im Stude dhtenpanoramen statt. G Cambrai( 17. Nov. 191 1757); 3. Die Eritürm Bataillon 2. Heji. Inje us der Salacht von Gr iter. Aus der großen aus, in dem 80 Prozent wurde vor einiger Zeit ( Fa- De- Be) gegründet der Existenz des Ben Schmutz- Konkurrenz du Er nimmt nur gelem Anschluß aller noch abje eich den schweren wirijde fönnen. Der Fachperbe litisch und fonfessionell ne tion dem freiheitlich- nan Irbeiter, Angestellten damit eine neue Stärt tarten für Angestellte? 2 hat sich schon seit lange igen Arbeiter- Wochentari ingejezt. Auf eine neu sich diese in ihrer Antw Ilt, daß Voraussetzung daf euer- Gesetzes in dem Gim Arbeitnehmerbegriff eri ngestellten hat daraufhin an das Reichsfinanzmini des Wortes ,, Arbeiter gssteuer- Gesezes in Arbe er Eingabe Erfolg befchiede gestellten, der wirtschaft er dasteht, als die Arbeitn eigen des sozialen Schu , nicht länger infolge eins Förderungssteuer- Gefet ung illiger Wochenkarten ausg jahrt, Der Verein für Lu aal des Flughafengebäudes Bankdirektor Grießbaue Geschichte und das Witten med. G. Schmidt über di Des Vereins. Zu erwähne ung 59 Mitglieder zähl eder. einer gemeinsamen Gig endbundes in Oberheen un ms, Bund der Frontsoldater Derdenden innen- und aus es, in Zukunft enge Zufa Tagen zu halten. Die Führe eine Arbeitsgemeinschaft om Oberhessischen Automob Provinzialstraße Lindhein Vilbel- Büdingen ist ab perrt. Umleitung über Et bach Edartshausen- Calb er Reise abends die Zähne mit te chen mit Hilfe der Chlorodon paste, Tube 54 Pf. und 90% Chlorodont- Mundwasser 1 Wa Empfinden immer besonde und Mutter verwandi. S utter leicht Mitleid, Silfe n das Kind im Unrecht immer eine größere Enti Das Beispiel von Goethes& ge, unnahbare Vater, die b n alles durchlebende Mut Lossin, Gespielin, Liebe und Würde. In den vom Vater erwartet es Al Dorrenen Zuständen des a feinem Wissen, Respett eberlegenheit. Wo der B pfel neben die Rute" zu le Pulsschlag der Liebe hero daß übergroße Härte des te eine wichtige Aufgabe er nicht nur als ein Gr üttel zu entwürdigen, jond r auch das Kind verstehen 3 an einem Strange gep Rinde müffe recht viel Frei Gerade manche Mutter fi läßt die Zügel ert ret verwöhnte Mutterföhnchen, Demgegenüber verlangen acht. Und wenn die väter Itet ist, erhöht sich die u n der Weichheit ihres Se nötigen Feftigkeit zwingen Mittwoch, den 1. Juli 1931. ,, Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Gau- Jugendwettkämpfe des Gaues Gießen Weßlar in Gießen. Die Teichtathletischen Wettkämpfe, die dem VfB. 08 Gießen zur Durchführung übertragen waren, nahmen am Sonntag auf dem Waldsportplatz bei zahlericher Beteiligung und glatter Abwidlung einen schönen Verlauf. Leider waren nur vier Vereine vertreten. BfB. Ahlar, ViL. Weylar, Gießen 1900 und VfB. 08 Gießen. Die beiden letztgenannten Vereine stellten das Gros der Teilnehmer, und so wurden die Kämpfe auch mehr zu einem Zweikampf der beiden Gießener Vereine, aus dem 1900 Gießen mit 14 ersten, 11 zweiten u 12 dritten Siegen, VfB.08 Gießen mit 7 ersten, 9 zweiten u. 6 dritten Siegen, der VfL. Wetzlar mit einem zweiten und einem dritten Sieg u. der VB. Azlar mit zwei dritten Siegen hervorgingen. Ca. 100 Teilnehmer stellten sich nachmittags den Kampfrichtern zu den Vorentscheidungen und Endkämpfen. Die glühende Sonnenhitze beeinträchtigte die Lei=" stungen eiwas, es wurde aber trotzdem guter Sport geboten. Auch gab es spannende Kämpfe, die sich durchweg zwischen Gießen 1900 und VfB. 08 Gießen abspielten. Die besten Tagesleistungen zeigten Koch 2., 1900 Gießen, im 100- Meter- Lauf in 11,9 Get., und Luh, VB. 08 Gießen, im Kugelstoßen mit 13,22 Meter, und im Distuswurf mit 38,10 Meter. Bei den Wurstonkurrenzen in der Jugend- Klasse A vermiste man den talentierten Gräf von 1900 Gießen. Den Kampfrichtern ist Anerkennung zu zollen für die reibungslose und schnelle Abwidlung der Kämpfe. Die Ergebnisse: Jugend Klasse A: 100 Meter: 1. Rod) 2., 1900 Gießen, 11,9 Sef.; 2. Kirchheimer, VfB. 08 Gießen, 12,1 Gef.; 3. W. Paulus, ViB. 08 Gießen, 12,2 Gef. 200 Meter: 1. Roch 2., 1900 Gießen, 24,1 Sef.; 2. Paul, 1900 Gießen, 25,3 Set.; 3. W. Paulus, VFB. 08 Gießen, 25,8 Set. 800 Meter: 1. Baumstieger, 1900 Gießen, 2: 13,1 Min.; 2. Mootz, 1900 Gießen, 2:17 Min.; 3. Wörenkämpfer, 1900 Gießen, 2:19 Min. Hochsprung: 1. Schlarb, 1900 Gießen, 1,50 Meter; 2. Auer, 1900 Gießen, 1,50 Meter( durch Stechen entschieden); 3. Keul, VfB. Aẞlar, 1,48 Meter. Weitsprung: 1. Lippert, 1900 Gießen, 5,73 Meter; 2. Koch 2., 1900 Gießen, 537 Meter; 3. Kirchheimer, VfB. 08 Gießen, 5,04 Meter. Von den Bezirksmeisterschaften im WSV. Am Sonntag fanden in den fünf größten Bezirken Westdeutschlands die Generalproben für die Westdeutschen Meisterschaften, die Bezirkskämpfe, statt. Obwohl ein Teil der Spitzentonner, wie Jonath, Borchmeier, Noeller, Mölle, Kremer, Esser, Schnaderz nicht an den Meisterschaften ihrer Bezirke teilnahmen, gab es fast in allen Konkurrenzen beachtenswerte Ergebnisse. Diese beweisen, daß außer der Spitzenklasse im Wejten ganz ausgezeichnete neue Talente vorhanden sind, die den Spizzentonnern auf den Westdeutschen Meisterschaften hartnädige Kämpfe um die Meistertitel liefern werden. Die Sportanhänger Hessen- Hannovers werden am 11. und 12. Juli hochwertige Kämpfe und erstklassige Leistungen anläßlich der Meisterschaften in Kassel bewundern können. Die Ergebnisse der Meisterschaften in den fünf Bezirken waren: Ruhrbezirk: 100 Meter: Dreibholz- Essen 10,7 Gef.; 200 Meter: Finte- Schalte 22,6 Set.; 400 Meter: Wiepert- Schalke 51,6 Gef.; 800 Meter: Glagowski- Hörde 2: 01,5 Min.; 1500 Meter: Schent- Schalte 4: 17,6 Min.; 5000 Meter: Verbed- Essen 16: 02,1 Min.; Kugel: Born- Bochum 12,05 Meter; Stabhochsprung: Born- Bochum 3,64 Meter; Hochsprung: Plieth- Bochum 1,75 Meter; Speerwerfen: Metzdorf- Dortmund 55,05 Meter; Distus: Weitsprung: Gotthard- Dortmund 6,52 Meter; Heiberg- Essen 40,60 Meter; 4 mal 100 Meter: Schwarz- WeißEssen 44,1 Set.; 4 mal 400 Meter: VFL. Hörde 3: 33,3 Min.; 4 mal 1500 Meter: Schwarz- Weiß Essen 17,48 Min. Rheinbezirk: 100 Meter: Hendriks- Aachen 11 Sef.; 200 Meter: Hendriks- Aachen 23 Sef.; 400 Meter: Hoke- Köln 51,7 Gef.; 800 Meter: Nottbrod Köln 2: 01,4 Min.; 1500 Meter: Wierth- Marienburger SC 4: 15,1 Min.; 5000 Meter: Siegers- Eschweiler 16: 09,6 Min; Kugel: Debos- ASV. Köln 13,18 Meter; Stabhochsprung: Busch- Vittoria Köln 3,30 Meter; Hochsprung: Busch- Vittoria Köln 1,75 Meter; Speerwurf: Wolf- KBC. 53,12 Meter; Weitsprung: Raffi- Köln 6,68 Meter; Distus: Debos- ASV. Köln 38,06 Meter; 4 mal 100 Meter: Köln 99 45,1 Gef.; Schwedenstaffel: ASV. Köln 2: 07,5 Min. Westfalen: 100 Meter: Pfeiffer- Polizei- Münster 11,1 Sef.; 200 Meter: Kleinebrachte- Preußen Münster 23,3 Gef.; 400 Meter: Rose- Hammer Spielvereinigung 52,3 Gef.; 800 Meter: Schmit- Borussia Leine 2,02 Min.; 1500 Meter: Remy- Münster 08 4: 19,5 Min.; Kugel: Werring- Gronau 13,57 Meter; Stabhochsprung: de Lambry- Polizei- Münster 3,25 Meter; Hoch sprung: Stechmesser: Schüttorf 1,75 Meter; Weitsprung: Lehmann- Bückeburg 7 Meter; Diskus: Hoffmeister- Münster 41,41 Meter; 110 Meter Hürden: Corbach- Münster 08 16,7 Sef.; 4 mal 100 Meter: Hammer Spielvereinigung 3,33 Min.; 4 mal 1500 Meter: Hammer Spielvereinigung 18:45 Min. Berg- Märt. Bezirk: 100 Meter: Voß- Düsseldorf 99 11 Sek.; 200 Meter: Fischer- Turu 23,3 Set.; 400 Meter: Kisters- Düs= seldorf 99 52 Set ,; 800 Meter: Jächers- Sp. und Sp. Elberfeld 2: 01,2 Min.; 1500 Meter: Dreesen- DSC. 4: 09,8 Min.; 5000 Meter: Koch- Düsseldorf 99 16: 12,4 Min.; Kugel: WiegandDüsseldorf 99 12,43 Meter; Stabhochsprung: Cremer- Turu Düsseldorf 3 Meter; Hochsprung: Küppel- Polizei Berg. Land 1,67 Meter; Speerwurf: Voß- Düsseldorf 99 52,02 Meter; Weitsprung: Halfmann- DSC. 6,85 Meter; Distus: KullaDSC. 39,35 Meter; Hammerwerfen: Stiehl- DEC. 26,94 Meter; 110 Meter Hürden: Pollmann- Düsseldorf 99; 4 mal 100 Meter: Deutscher Sportclub Düsseldorf 45,4 Gef.; 4 mal 400 Meter: Düsseldorf 99 3,36 Min. Niederrhein- Bezirk: 100 Meter: Butepieper- Duisburg 99 11,2 Gef.; 200 Meter: Esser- Preußen Krefeld 22,9 Sek.; 400 Meter: Bergmann- Duisburg 99 53,4 Gef.; 800 Meter: GerollDuisburg 99 2:03 Min.; 1500 Meter: Schaumburg- Oberhausen 4: 08,8 Min.; 5000 Meter: Mölleder- Dinslaken 16: 39,3 Min.; Kugel: Goitsch- Polizei Duisburg- Hamborn 12,40 Meter; Stabhochsprung: Kilgeshof- Polizei Duisburg Hamborn 3,10 Meter; Hochsprung: Stichelbrod- Duisburg 99 1,65 Meter; Speerwurf: Hendriks- Sichteln 50,50 Meter; Weitsprung: Krings- Duisburg 99 6,75 Meter; Diskus: Goitsch- Polizei Duisburg- Ham born 40,40 Meter; Hammerwerfen: Goitsch- Polizei DuisburgHamborn 31,50 Meter; 110 Meter Hürden: Wienece- Duisburg 99 15,8 Set.; 4 mal 100 Meter: Duisburg 99 3: 36,8 Min. Deutsche Athletiksiege in Amsterdam. am Die internationale Leichtathletikveranstaltung, die Sonntag im Olympischen Stadion in Amsterdam bei schönem Wetter in Gegenwart von 10 000 Zuschauern durchgeführt wurde, brachte den deutschen Vertretern verschiedene sehr beachtliche Erfolge. Auch ein neuer deutscher Reford kam zustande, und zwar durch unseren Stabhochsprungmeister Wegener, auf dessen Zusammentreffen mit dem schwedischen Rekordmann Lindblad man besonders gespannt war. Während Lindblad an seine bisherige Bestleistung von 4,10 nicht herankam, zeigte Wegener eine großartige Form und überbot mit Schlußleistung Don 4,12 Meter seinen im Vorjahr in Breslau aufgestellten deutschen Rekord von 4,055 Meter nicht unerheblich. Kugelstoßen: 1. Lub, VfB. Gießen, 13,22 Meter; 2. Schlarb, 1900 Gießen, 10,86 Meter; 3. Keul, ViB. Azlar, 9.99 Meter. Distuswerfen: 1. Luh, VfB. 08 Gießen, 38.10 Meter; 2. Paul, 1900 Gießen, 28,89 Meter; 3. Schlarb, 1900 Gießen, 26,55 M. Speerwerfen: 1. Lippert, 1900 Gießen, 45,30 Meter; 2. Auer, 1900 Gießen, 44,30 Meter; 3. Wittich, 1900 Gießen, 27,50 M. 4X100- Meter- Staffel: 1. 1900 Gießen 1. 48,2 Set.; 2. VfB. 08, 50, 1 Get.; 3. 1900 Gießen 2. 52,3 Sef. Jugend Klasse B: 100 Meter: 1. Wagner, VB. 08 Gießen, 12,7 Set.; 2. Hermann, 1900 Gießen, 12,8 Gef.; 3. Goldschmidt, VB. 08 Gießen, 13,6. 800 Meter: 1. Goldschmidt, VfB. 08 Gießen, 2: 25,1 Min.; 2. K. Simon, VFB. 08 Gießen, 2: 28,2 Min.; 3. Salzberg, 1900 Gießen, 2: 32,5 Min. Hochsprung: 1. Hermann, 1900 Gießen, 1,50 Meter; 2. Radon, VfB. 08 Gießen, 1,45 Meter; 3. Weimer, VfL. Wetzlar, 1,40. Kugelstoßen: 1. Laudon, VfB. 08 Gießen, 10,47 Meter; 2. Weimer, VfL. Weglar, 9,92 Mtr.; 3. Schemel, 1900 Gießen, 9,11. Distuswerfen: 1. Laudon, VfB. 08 Gießen, 29 Meter; 2. K. Simon, VfB. 08 Gießen, 24,94 Meter; 3. Goldschmidt, VfB. 08 Gießen, 22,10 Meter. 4X100- Meter- Staffel: 1. VfB. 08 Gießen 52,5 Gef.; 2. 1900 Gießen 55,1 Ser. Jugend Klasse C: 50 Meter: 1. Volf, 1900 Gießen, 7,4 Gef.; 2. Schmitz, 1900 GieBen, 8 Gef.; 3. Hörder, VB. 08 Gießen, 8,1 Get. Weitsprung: 1. Volt, 1900 Gießen, 4,25 Meter; 2. Hörder, ViB. 08 Gießen, 4,15 Meter; 3. Schmitz, 1900 Gießen, 3,75 Meter. Kugelstoßen: 1. Volt, 1900 Gießen, 6,85 Meter; 2. Baum, VfB. 08 Gießen, 6,18 Meter; 3. Schmitz, 1900 Gießen, 5,46 Meter. 4X50- Meter- Staffel: 1. 1900 Gießen 1. 30,2 Set.; 2. 1900 GieBen 2. 30,8 Set.; 3. 1900 Gießen 3. 34,5 Gef. Dreikampf( 50 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen): 1. Volf, 1900 Gießen, 1622 Pkte.; 2. Hörder, VfB. 08 Gießen, 1347 Pkte.; 3. Schmitz, 1900 Gießen, 1285 Pfte. Jugend Klasse D: Dreikampf( 50 Meter, Weitsprung a. d. Stand u. Ballweitwurf): 1. Goß, 1900 Gießen, 1360 Pite.; 2. Baum, VfV. 08 Gießen, 1280 Pfte.; 3. Schreier, 1900 Gießen, 1255 Ptte. Der westdeutsche Sprinter Jonath war ebenfalls in glänzender Verfassung. Er hielt über 100, 200 Meter den holländischen Meister Berger jedesmal sicher in 10,7 und 21,5, während sich die übrigen Deutschen mit undantbaren Plätzen begnügen mußten. Körnig fehlte am Start. In der 4 mal 100- MeterStaffel errang die aus Jonath, Borchmeyer, Krämer und dem Holländer Boot bestehende Mannschaft den Sieg in 42,4 vor Harlem mit 42,5. Der Sportclub Charlottenburg belegte mit Maier- Liersch- Große und Schlößke den dritten Platz. Ergebnisse: 100 Meter: 1. Jonath- Bochum 10,7; 2. Berger- Holland 10,7, Brustbreite; 3. Krämer- Köln; 4. Liersch- Berlin; 5. Großer Berlin; 6. Borchmeyer- Bochum. 200 Meter: 1. Jonath- Bochum 21,5; 2. Berger- Holland 21,9; Borchmeyer- Bochum 22; 4. van den Berghe- Holland; 5. Schlößke- Berlin. 400 Meter: 1. von Machenfeldt- Schweden 49,6; 2. PrinzenBelgien 50,2; 3. Sierhues- Holland. 800 Meter: 1. Johannsson- Norwegen 1: 56,4; 2. Danz- Berlin 1: 56,7; 3. Lyflander- Holland. 1500 Meter: 1. Pettiewicz- Polen 4: 08,3; 2. Wichmann- Berlin 4: 10,4; 3. Dehrn- Schweden 4:11; 4. Geraerts- Belgien; 5. Hobus- Hannover. 5000 Meter: 1. Petri- Hannover 15:15; 2. Karlsson- Schweden 15: 41,8; 3. 3eegers- Holland 5: 47,2. 4 mal 100 Meter: 1. Gemischte Staffel( Jonath, Borchmeyer, Krämer, Boot 42,2; 2. Harlem 42,5( holländischer Rekord); 3. SC. Charlottenburg 43,1. 100 Meter Damen: 1. Schürmann- Holland 12,2; 2. WittmannBerlin 12,6; 3. du Mee- Holland 12,6; 4. Becker- Berlin. 4 mal 100 Meter Damen: 1. Holland 49,8( holländischer Reford); 2. kombinierte Staffel 51,5. Stabhochsprung: 1. Wegener- Halle 4,12 Meter( deutscher Reford); 3. von der 2. Lindblad- Schweden 4,02 Meter; Zee- Holland 3,60 Meter. 2. Sunde- NorSpeerwerfen: 1. Penttilä- Finnland 69,05; wegen 62,15; 3. Hermanns- Belgien 55,30. Westdeutsche Leichtathletik- Meisterschaften in Kasse!. Die Vorarbeiten für die Westdeutschen Meisterschaften am 11. und 12. Juli erstrecken sich nicht nur auf die festliche Ausgestaltung der Meisterschaftstage, sondern auch in rein organi satorischer Hinsicht unternimmt der Rasensportverband Kassel alle notwendigen Schritte, um auch in dieser Hinsicht die Meisterschaft zu einer vorbildlichen Veranstaltung auszugestalten. Straffe, mustergültige Organisation, eine gute Lautsprecheranlage und ein geschulter Sprecher sind die Voraussetzungen für eine schnelle, interessante Abwidlung einer Leichtathletikveranstaltung; dies zu erreichen ist das Ziel der organisatorischen Vorarbeiten. Erfreulicherweise haben sich außer alten, bewährten Athletitführern und alten aktiven Kämpfern auch die Fußball- und Handballschiedsrichter, gewöhnt an Disziplin und Pflichterfüllung, in den Dienst der Sache gestellt. In besonderen Besprechungen werden die Kampfrichter und Ordner auf ihre Aufgaben an den Tagen der Meisterschaften vorbereitet werden, am Tage der Bezirksfrauenwettkämpfe am nächsten Sonntag, 8 Tage vor den Meisterschaften, treten sie bereits praktisch in Tätigkeit, so daß aller Voraussicht nach die Organisation und die Abwicklung sich reibungslos gestalten wird. Leichtathletik- Länderkampf der Frauen. Der erste Leichtathletik- Länderkampf zwischen Deutschland und Frankreich ging Sonntag im Pariser Pershing- Stadion bei schönstem Wetter und gutem Besuch vor sich. Wie nicht anders zu erwarten war, trugen die deutschen Vertreterinnen einen leichten Sieg davon. Die Sensation des Treffens war der neue Weltrekord im Kugelstoßen von Frl. Heublein mit 12,88, wobei sie ihre bisherige Beſtleiſtung um drei Zentimeter über80 Meter: 1. Radideau Frankr. 10,4; 2. Erfling- Deutschland 1 Meter zurüd. traf. Ergebnisse: 200 Meter: 1. Lorenz- D. 26,2; 2. Erfling- D. 2 Meter zurüd. 1000 Meter: 1. Battu- Fr. 3: 112,6; 2. Leuvier- Fr. 7 Meter zur. 80 Meter Hürden: 1. Cubun- Fr. 12,8( Reford); 2. Haur- D. Brustbreite zurüd. Hochsprung: 1. Horchler- D. und Landre- Fr. je 1,46 Meter. 2. Horchler- D. 4,90 Meter. Weitsprung: 1. Schlarp- D. 5,26; Disfus: 1. Heublein- D. 35,17; 2. Krewett- D. 33,12. Speerwerfen: 1. Wirmie- Fr. 34,03; 2. Link- D. 32,89. Kugelstoßen: 1. Heublein- D. 12,88( Weltrekord); 2. Lint- D. 10,69 Meter. 4 mal 100 Meter: 1. Deutschland 50,2; 2. Frankreich 5 Meter zurüd. Nr. 52 Was ist der Deutsche Fußballbund? Dazu schreiben die Leipziger Neuesten Nachrichten": Diese Frage kann im ersten Augenblid etwas merkwürdig anmuten. Und doch ist sie vollauf berechtigt. Ist der Deutsche Fußballbund die oberste Behörde des deutschen Fußballsportes, oder ist er nur eine lose Zusammenfassung der einzelnen Ver bände und Vereine dieses Sportes? Anscheinend ist dieser Bund tatsächlich nur eine Attrappe der sieben Landesverbände im deutschen Fußballsport, in dem in erster Linie Verbände bestimmen, und hier auch die großen Verbände. Der Bund als solcher besitzt lediglich dekorative Wirkung. Das ist eine wenig bedeutsame Feststellung, aber die hat den Vorteil, daß sie stimmt. Und das ist das Wesentliche. Es ist geradezu eine Hörigkeit, in der sich der Deutsche Fußballbund seinen Verbänden gegenüber befindet, von denen jeder nach seinem Belieben handelt. So hat man beispielsweise auf dem letzten Bundestag in Dresden einen Beschluß herbeigeführt, alle Verbände gemeinsam, daß nach Beendigung der jeweiligen Spielzeit eine sechswöchige Ruhepause eintritt. Also ein ausgesprochener Beschluß des gesamten Bundes. Jetzt aber, wo dieser Beschluß in Kraft treten soll, zeigt sich eine völlig auseinanderstrebende Auslegung. Dabei erwedt es den Anschein, als ob der Bund überhaupt nicht existiere, die Verbände kommen. den Extrawünschen der Vereine unter den merkwürdigsten Begründungen entgegen, und die so sehr notwendige Ruhepause ist zum Teufel. Am schlimmsten ist es in Süddeutschland, das schon immer ein einziger Unruheherd im deutschen Fußballsport war. Wie wenig aber auch andere Verbände sich an gefaßte Beschlüsse halten, zeigt Berlin, das trotz der Spielsperre und im Gegensatz zum Deutschen Fußballbund, Hertha BSC. Spielerlaubnis zu einem Spiel in Fankfurt a. M. erteilte. Und damit ge= meinsam mit dem süddeutschen Verband die auf dem Bundestag festgelegte Ruhepause zu einer Farce herabdrückte. Der Bund aber steht abseits, ohne jegliche Exekutive, um hier eingreifen zu können. Die von Süddeutschland und Berlin geschaffenen Präzedenzfälle werden bestimmt auch andere Vereine auf den Plan rufen, die sechswöchige Spielsperre wird lediglich auf dem Papier stehen, um wahrscheinlich auf dem nächsten Bundestag ganz und gar zu verschwinden. Und das nennt man dann weitsichtige und kluge Fußballpolitik! Fußball- Lehrkurs für Lehrer, Vereinsführer und Sportleiter. Der Deutsche Fußball- Bund veranstaltet in diesem Jahre wieder einen Fußballturs für Lehrer aller Schulen des Reichs. Zugehörigkeit zu einem Fußballverein des Bundes ist nicht Bedingung, es kann also jeder deutsche Lehrer teilnehmen. Außerdem können sich auch Vereins- und Sportleiter aus dem ganzen Bundesgebiet beteiligen. Der Kurs findet in den groBen Ferien vom 20. 7. bis 1. 8. 1931 im Deutschen Stadion zu Berlin statt. Zu den Kosten des Kurses gewährt das Preußische Volkswohlfahrts- Ministerium jedem preußischen Kursteilnehmer einen Zuschuß von 4 Pfg. für den Reisekilometer und von 2,50 Mt. für den Kurstag. Umgehende Anmeldungen werden noch von der DFB.- Geschäftsstelle, Berlin NW. 40, Alt- Moabit 119, angenommen. Länderspiele. Der Desterreichische und der Deutsche Fußball- Bund haben vereinbart, daß das als Einweihungsspiel zur Eröffnung des Wiener Stadions vorgesehene nächste Länderspiel der beiden Nationalmannschaften am 13. September dieses Jahres in Wien stattfindet. Für das Deutschland bestimmt worden. am 27. September stattfindende Länderspiel Dänemark ist Hannover als Austragungsort DFB.- Bundestag. Der diesjährige Bundestag des Deutschen Fußballbundes findet am 10. und 11. Oktober in Bonn a, Rh. statt. Eintracht in Retordform. Bei den Meisterschaftskämpfen von Main- Hessen in Frankfurt a. M. erzielte Metzner( Eintracht) mit- 48,8 über 400 Meter die Jahresbestzeit. Die 100 Meter gewann Welscher( Eintracht) in 10,8 Set., während über 200 Meter der frühere Turnermeister Mährlein( Eintracht) in 22 Set. zum Siege tam. Eintracht Frankfurt holte sich auch die 4 mal 100- Meter- Staffel in 42,2. Hirschfeld wirft den Distus 46 Meter. Bei den in Königsberg ausgetragenen Bezirksmeisterschajten von Ostpreußen stellte sich Weltrekordmann Hirschfeld- Ailenstein mit einem Diskuswurf von 46 Meter an die Spitze der deutschen Diskuswerfer und erzielte auch die beste Leistung in diesem Jahre. Aus Gießen und Umgegend. FC. Teutonia 1. M. Schirivereinigung Gießen 3: 1( 1: 1). Der vergangene Sonntag war der Werbung für die Fußballbewegung gewidmet und dürfte manchen neuen Gönner diesem edlen Sport gewonnen haben. Die Erwartungen, welche man in die Mannschaft der Schirivereinigung gestellt hatte, haben sich reichlich erfüllt. Die Mannschaft ist eine technisch seine und schußfreudige Elf und lieferte einen äußerst schnellen, aber doch fairen Kampf. Das Spiel war schon von Anfang sehr flott. Ein gut eingebrachter Edball des Rechtsaußen Grünewald wurde vom Mittelstürmer Bötticher direkt unhaltbar zum Führungstreffer verwandelt. Steinbergs Elf wurde nun etwas überlegen, doch ließ der reichlich zerfahren spielende Sturm, manche totsichere Torchancen aus. Erst eine schöne Einzelleistung des Mittelstürmers brachte den Ausgleich. Mit 1: 1 wechselte man die Seiten. Die zweite Halbzeit sah zwei gleichwertige Gegner. Kurz vor Schluß gelang es den Playbesitzern durch zwei blizschnelle Starts den Sieg an ihr Banner zu heften. Schiri Böcher war dem Spiel ein gerechter Leiter. Vor dem Spiele wurde im Gasthaus zur ,, Krone" von Herrn Schiedsrichterjachbearbeiter Grünewald ein zweistündiger Belehrungsvortrag abgehalten. Es hatten sich über 100 Zuhörer eingefunden, welche den sehr guten lehrreichen Ausführungen mit größtem Interesse folgten. Quer durch die Fußballregeln des D.F.B., Erläuterungen der Satzungen des W.S.. usw. bildeten den Vortragsstoff und dürften manchem Spieler und vor allem die Zuschauer mit den Regeln befannt gemacht, und manchen Gegner in das Fußball- Lager gebracht haben. Einige gemütliche Stunden im Kreise der Vereinsmitglieder brachten den Abschluß der gut gelungenen Werbetätigkeit. Universal- Vereinskassebuch erleichtert den Verbands und Vereinsrechnern die Eintragungen der Einnahmen und Ausgaben außerordentlich. Für jeden Verein geeignet. Gesamtpuntteverhältnis: Deutschland 54% Punkte, Frant Albin Klein in Gießen reich 43% Punkte. Fernspr. 2525 und 2526. Südanlage 21. Mittwoch, den 1. Juli 1931. Aus Nah und Fern. Lich. Am Sonntag abend ereignete sich auf der Landstraße Eberstadt Lich ein schwerer Motorradunfall, bei dem 4 Personen schwer verletzt wurden. Der Metzger Karl Kaus aus Burkhardsfelden, der seine Braut Anna Gundel aus Lich auf dem Soziussiz hatte, fuhr beim Ueberholen die Radfahrer Marie Fuchs und Emil Schultheis, beide aus Göbelnrod, an und alle Vier stürzten. Kaus und Frl. Gundel erlitten Schädelbrüche, Frl. Fuchs Kopfverlegungen und Schultheis einen dreifachen Beinbruch. Die Verunglückten wurden nach der Chirurgischen Klinik in Gießen überführt. Karl Kaus ist inzwischen seinen schweren Verletzungen erlegen. Lich. Die älteste Tochter des Fürsten Reinhardt zu SolmsHohensolms- Lich, Prinzessin Rosi, vermählte sich mit dem Fürsten Viktor Adolf zu Bentheim und Steinfurt. Bad Nauheim. Am Sonntag, dem 5. Juli, treffen sich hier die Kameraden des ehem. Landsturm- Infanterie- Bataillons Friedberg( VIII./10). Friedberg. Durch die Kirchenregierung wurde der durch den Dekanatstag Friedberg für den Rest der laufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des Pfarrers Philipp Möbus zu Ostheim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanates Friedberg die Bestätigung erteilt. ,, Gießener Zeitung" Nach der Aufhebung der Wohnungszwangswirtschaft viel zu viel Wohnungen vorhanden! Viele tausend Wohnungen stehen leer! Die Miete um 30 Prozent gesunken! Klagen des italienischen Hausbesizes. Nr. 52 Nachdem nunmehr bald ein Jahr verflossen ist,| bemittelten Kreise der Bevölkerung gedacht und erbaut seit am 1. Juli 1930 die Zwangsbewirtschaftung der worden waren, von verheirateten und unverheirateten Wohnungen in Italien endgültig aufgehoben wurde, Kavalieren der Stadt als Absteigequartiere gemietet läßt sich bereits zahlenmäßig feststellen, wie sich die Frei- worden waren. Anders waren sie nicht anzubringen gabe der Wohnungswirtschaft im Hausbesitz ausgewirit gewesen! Die Zahl der leerstehenden Wohnungen hat. Der Reichsverband der italienischen Hausbesitzer nimmt in ganz Italien start zu, seitdem die Wohnungsstellt in einer soeben erscheinenden Veröffentlichung zwangswirtschaft aufgehoben worden ist. fest, daß die Freigabe folgende Wirkungen ausgelöst habe: 1. Die Bautätigkeit hat sich fühlbar zusammengezogen. Dies sei einmal auf die allgemeine Wirtschaftskrise zurückzuführen, zweitens jedoch auch darauf, daß im Zeichen der Wohnungszwangswirtschaft weit über den wirklichen Bedarf hinaus Wohnungen gebaut wurden. Der Wohnungsbedarf sei von den Behörden wesentlich überschätzt worden. Die Freigabe der Wohnungswirtschaft hätte schon viel früher erfolgen können, ohne daß der Wohnungsmarkt dadurch gefährdet gewesen wäre. Unter der Wirkung der Aufhebung der Zwangswirtschaft ging die Zahl der Bauerlaubnisse in Mailand, um nur ein Beispiel zu nennen, 1930 auf 34 168 zurüd, gegen 56 414 1929, 39 976 1928 und 15 845 1927. Aehnlich stark war der Rückgang in sämtlichen übrigen Teilen des Landes, ausgenommen trinkenden wieder ans User zu bringen. Wiederbelebungsversuche Rom, wo die Bautätigkeit durch die gewaltigen Pläne des Duce eine weitere Erhöhung erfahren hat. Dafür ist dort aber auch fast ein Viertel der inneren Stadt abgerissen worden! Alsfeld. Am Montag, dem 13. Juli, findet hier die 3. Zuchtviehversteigerung des Landwirtschaftskammer- Ausschusses für Oberhessen statt. Zahlreiche Anmeldungen von Bullen und Ebern sind bereits erfolgt; man glaubt, daß die Versteigerung mit guter Qualität beschickt wird. Nidda. Ein junger Mann verschwand beim Baden plötzlich in den Fluten. Seinem Schulfameraden gelang es, den Erwaren von Erfolg. Groß- Eichen. Feuer brach am Montag gegen 5.30 Uhr morgens in dem Anwesen von Sch. Schombert aus. Wohnhaus und Scheuer sind vollständig niedergebrannt und aller Hausrat vernichtet. Das Vieh dagegen wurde gerettet. Man vermutet als Ursache des Brandes Kurzschluß. Worms. Hier hielt der hessische Hebammenverein am Samstag seinen 17. Verbandstag ab. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Nauborn. Hier entstand in der Scheune des Landwirts Watz ein Brand. Jm Nu stand das Anwesen in Flammen. Das Feuer vernichtete die Scheuer und den Heuboden der angrenzenden Ställe. Auch das Wohnhaus des Nachbars Schneider und ein anliegender Holzstall wurden schwer beschädigt. Marburg. Eine nicht jeden Tag vorkommende firchliche Trauung fand in der Kapelle des hiesigen Amtsgerichtsgefängnisses statt. Der zu drei Jahren Zuchthaus verurteilte Arbeiter Dietrich K. und Margarete R. haben vor dem Standesbeamten die Ehe geschlossen. Nachmittags fand in der Gefängniskapelle die kirchliche Trauung, die erste im hiesigen Amtsgerichtsge= fängnis, statt, * Kassel. Großes Aufsehen erregt der Freitod zweier in Kassel recht bekannter Lehrerinnen. Sie wurden am Montag mittag in ihren Wohnungen, die getrennt voneinander liegen, tot aufgefunden. In beiden Fällen ist der Tod durch Vergiftung mit Leuchtgas eingetreten. Ob eine Verabredung zu dieser Dop= peltragödie vorliegt, konnte von der Kriminalpolizei noch nicht festgestellt werden. Kassel. Bei Hoheneiche stürzte ein Lastkraftwagen mit Anhänger, der mit sieben Tonnen beladen war, bei dem Versuch, auf der schmalen Brücke einem Milchwagen auszuweichen, über das steinerne Geländer der Brücke. Wagenführer und Beifahrer trugen lebensgefährliche Verlegungen davon. Riesenbrand auf der Pariser Kolonialausstellung. Die gesamte holländische Abteilung ein Schutthaufen. Paris. Im holländischen Pavillon der Kolonialausstellung brach Sonntag in den frühen Morgenstunden im Schalterraum ein Feuer aus, das sich in wenigen Minuten auf das ganze Gebäude ausdehnte und schließlich auch auf zwei kleinere gegenüberliegende Gebäude übergriff. Trotz größter Bemühungen gelang es nicht, das Prachtgebäude mit seinen vielen kleinen Türmen zu retten, das stets der Anziehungspunkt für viele Tausende von Zuschauern war. Der holländische Architekt versicherte, daß mehr als 25 Jahre ernster Arbeit notwendig gewesen seien, um alle die seltenen Gegenstände in den holländischen Kolonien zusammenzusuchen, die im Innern des Gebäudes aufgestellt waren. Von der holländischen Abteilung ist jedoch nichts als ein einziger Schutthausen übriggeblieben. Nur ein ganz unwesentliches Wohngebäude fonnte gerettet werden. Der Sachschaden soll sich auf 10 Millionen Gulden belaufen. Die Ursache des Brandes liegt nach Ansicht der Ingenieure in einem Kurzschluß, der im Schalterraum entstanden ist. 2. Infolge der Freigabe der Wohnungswirtschaft hat sich trotz der verringerten Bautätigkeit die Zahl der leerstehenden Wohnungen von Monat zu Monat gesteigert. In Mailand standen im 3. Quartal 1930 bereits 8163 Wohnungen leer, gegen 2403 am Ende des 2. Quartals. Interessant ist auch, was der„ Corriere della Sera" von der Volkszählung berichtete, die am 21. April in Italien stattfand. Bei dieser Gelegenheit fand man in den Außenbezirken Mailands Tausende von Wohnungen, die vermietet(!) waren, aber in denen feine Mieter zu erblicken waren. Die Nachforschungen der Polizei, die man mit der rätselhaften Angelegenheit betraute, ergaben dann, daß diese Wohnungen, die ursprünglich doch wohl als Wohnungen für die minderHygiene auf Reisen. Von Dr. Kurt Kayser, Berlin- Wilmersdorf. In den nächsten Tagen bringt die Eisenbahn ungezählte Tausende zur Erholung aufs Land, ins Gebirge oder an die Fee. Der Zwed der Reise ist bei allen Erhaltung und Kräftigung der Gesundheit, aber alle guten Lehren der Gesundheitspflege, deren Kenntnisse sich auch in Deutschland mehr und mehr auszubreiten beginnen, sind meist mit dem Augenblic vergessen, in dem der Zug sich in Bewegung setzt. Kaum ist die Bahnhofshalle verlassen, da wird der Rudsack oder die Handtasche geöffnet, und das Essen beginnt, gleichviel, zu welcher Tageszeit, gleichviel ob man Hunger hat oder nicht. Für viele Menschen ist eben jede Eisenbahnfahrt gleichbedeutend mit reichlichem Essen und Trinken. Ganz besonders werden in größere und kleinere Kinder während der Eisenbahnfahrt oft ungeheure Mengen Brot, Wurst, Obst, Süßigkeiten und sonstige schöne Sachen hineingestopst, bis sich schließlich in dem einen oder anderen Falle der Magen das einfach nicht mehr gefallen läßt. Nur zu leicht ist man dann geneigt, nicht bei sich selbst oder seiner Unvernunft die Ursache zu suchen, sondern behauptet vielfach ,,, das Kind verträgt das Fahren schlecht." Was vom Essen gilt, gilt häufig auch vom Trinken. Wahllos wird mitgebrachter falter Kaffee, warm oder schlecht ge= wordene Milch u. a. m. getrunken. Beim Wasser fragt man auch nicht lange nach seiner Herkunft, kurz, die Sünden wider die Gesundheit sind auf Reisen ganz besonders groß. Da darf man sich nicht wundern, wenn gleich nach der Ankunft am Reiseziel Erkrankungen des Magens oder des Darms sich mel= den und einem mindestens die ersten Ferientage schon verder= ben. Deshalb mache man sich zur Regel, auch auf Reisen nicht anders zu leben, als zu Hause. Man halte die Stunden der Mahlzeit möglichst so inne, wie daheim. Man esse nicht mehr, als man zu den häuslichen Mahlzeiten zu essen gewohnt Müssen Sie etwas drucken lassen sei es für Familie, Beruf, Stand, Amt, Geschäft oder Organisation dann wenden Sie sich bitte an die Verlagsdruckerei Albin Klein in Giessen Fernsprecher 2525. vorm. Wilhelm Keller, gegr. 1783 Südanlage 21. Setzmaschinen-, Stereotypie- und Rotationsbetrieb, eigene Buchbinderei. Spezialität: Druck, Verlag und Einführung von Verbandszeitschriften. Über 1000 verschiedene Formulare für Behörden. Geschäfte, Verbände und Vereine ständig am Lager. 3. Die Aufhebung der Wohnungszwangswirtschaft hat feineswegs zu einem Steigen der Mietpreise ge= führt, wie es die Gegner der Freigabe auch in Italien immer behauptet hatten, daß es der Fall sein werde. Im Gegenteil, seitdem die Wohnungen nicht mehr der Zwangsbewirtschaftung unterstehen, ist der Mietpreis rasch und unaufhaltsam gesunken! Beweise: In der Innenstadt von Mailand kostete der Wohnraum am 1. Juli( Datum der Aufhebung der Zwangsbewirtschaftung) 154 Lire. In der Zeit vom Juli bis August sank der Preis auf 130 Lire, vom September bis Oktober auf 122 Lire und vom November bis Dezember auf 118 Lire. In den äußeren Bezirken der Stadt sank der Mietpreis je Wohnraum in der gleichen Zeit von 140 Lire am 1. Juli auf 109 Ende Oktober und 104 Anfang 1931. Mit anderen Worten: seit Aufhebung der Zwangswirtschaft ist der Mietpreis in Mailand im Zentrum der Stadt um 30 Prozent und in den Außenbezirken sogar um 35 Prozent gesunken! Die Zahlen von Mailand werden nun nicht des= wegen gebracht, weil sie besonders günstig sind. Im Gegenteil, Mailand ist die teuerste Wohnstadt trotz der Mietpreissenkung geblieben. Während der Durchschnittspreis je Wohnraum in ganz Jtalien Ende 1930 auf 71,82 Lire( 17 RM.) zurückgegangen war, lag der Mietpreis in Mailand noch bei 118, in Rom bei 115, in Catania und Messina bei 90, in Florenz bei 79 und in Palermo bei 78. In allen übrigen Städten des Landes lag der Wohnraumpreis unter dem Durchschnitt. Die Aufhebung der Zwangswirtschaft hatte also zur Folge: Senkung der Mieten und der Bauvorhaben und Steigerung der leerstehenden Wohnungen. Den Vor: teil davon haben die Mieter, nicht der Hausbesitz. Ericheint Bezugspreis 2,4 Redaktionsschluß früh endung nicht verlang H. Jahrg. Politifo Der Präsident de ihtshofes hat die Be de Zollablommen auf Die Finanzlage de insparung nach wie 100 Millionen R.- M as in der Notverordn Brogramm ichweben n Der Reichstanzler ege geftattet, auf Ar Erholungsurlaub anzu Am Freitagvorm Bhamer auf dem Oh Aus diesem Anlaß ha burger Staatsgebiet i flaggt. ist. Man unterhalte Kinder nicht durch Essen und Trinken, sondern gebe ihnen lieber ein Bilderbuch oder Papier und. Bleistift zum Malen und dergl. mehr. Man genieße Trinkwasser nur dort, wo es wirklich als solches gekennzeichnet und von einwandfreier Herkunft ist. Man achte besonders bei Kindern darauf, daß sie nicht alles anfassen und ihre Hände mit Schmutz und Krankheitsteimen beladen. Man vergesse vor allem nicht, soweit die Möglichkeit dazu besteht, sich auf Reisen recht oft die Hände zu waschen. Wer die einfachsten Grundregeln der Gesundheitspflege bei Antritt der Sommerreise nicht zu Hause vergißt, sondern sich ihrer auf Schritt und Tritt auch auf Reisen erinnert, der wird vor üblen Zufällen bewahrt bleiben und eine durch Krankheit ungetrübte Erholung erwar ten dürfen. Neue Bücher. ,, Hesserland", Monatszeitschrift für Landes- und Volkskunde, Kunst und Literatur Hessens in Verbindung mit Fachberatern, herausgegeben von Dr. C. Hizeroth, Verlag N. G. Elwert in Marburg, Heft 6, 1931.- Ein besonders vollslundlich interessan tes Heft! Zolldirektor i. R. Woringer, als Kenner hessischer Kriegsgeschichte geschätzt, geht der Herkunft des Volksliedes:„ Es zogen drei Regimenter wohl über den Rhein" nach; von dem fast zum Volksliede gewordenen Lied Franz Dingelstedts:„ Hier hab ich so manches liebe Mal" und seiner Entstehung erzählt uns R. Börner. Reime und Sprüche aus dem Breidenbacher Grund im ,, Hinterland" hat H. Lauber gesammelt. W. Schoof berichtet von Dingelstedts berühmten Roman:„ Die neuen Argonauten", der jetzt neu aufgelegt ist. Museum direktor Dr. Kippenberger von den Einrichtungsarbeiten im Marburger Museum, dessen Wesensart spezifisch hessisch ist. Kleinere Beiträge sind noch dazwischen gestreut. Verantwortlich: G. Burgeleit, Gießen. FLECHTEN! Herr E. H. Schöpplisdorf schreibt uns: , Unterzeichneter bezeugt, dass ich durch Sehr billig Sie von den lästigen Flechten, an wel- Aus bej. Gründen chen ich 10 Jahre gelitten habe, in 8 Tagen geheilt worden bin." Auskunft kostenlos und vertraulich! Schreiben Sie uns sofort! Sanitas- Vertrieb, Zirndorf C( Bayern). Liefere frei Haus natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure verstärkt, die große Einheitsflasche nur 16 Pig., Flasche ca. 16 Pianos 3. 2. eri kl. Weltmar fen neu u. gebraucht z. günst. Bed. z. verkauf. Eiloff unt. F. U. 422 od. Adresse a. d. Zeitungsjulle abgeben. Strümple Tpd. 12 Pig., Probeflasche gratis. Großabnehmer Mako m. Seide Stand 895 billiger. 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