Nr. 42. Wort Det ng einer ge Reflame in ungsmitteln Vor allen Tetlame noch chen für den ten - wer halten. Man ergibt ganz, edeutung er uns jagen. de über den ter den Kuernichtend ist Feinde, als wurde, planhaben. Die Revolution, so furchtbar war. Unter gart, aus der in Buch er rheiten jagt. langweilten wie sie selbst temburg ein Berhöhnung Revolutions onen sei imes eigentlich iffe man die n, ob sie die dächtnis hät Ohne weiteres ür uns Deut lejen. Das weben erschie inhaltlich be Es werden in id kulturellen es Interesses dieses Thema Die Zeitschrift g- Frauenfür die Frau Roman, jon tamt und das, das im neuen Den im antifen Aeschylos aus gigkeit aufge en bringt I für 20 heute einer hierfür sind ürger haben zu erzielen. Durch billigen ffes follte fich , welches das rial für Küche n nur für die Warum? Weil er Anschaffung irfung unüber in Gießen. on 1 言 jezt zu eiträgen, und Ver Veran die Endoben. ge 21 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. Der Reichsminister der Finanzen hat bestimmt, daß Anmeldungen zur Ausfuhr von Weizenmehl mit dem Anspruch auf Erteilung von Einfuhrscheinen mit Wirkung vom 5. 6. 1930 an nicht mehr zulässig sind. Die fünf bisher in Mainz und Bingen stationierten Kanonenboote der Rheinland- Flottille haben diesen Hafen verlas= fen und sind nach Straßburg beordert, das in Zukunft ihr Heimathafen sein soll. Jm Reichsrat wurde der Handelsvertrag mit Polen mit 40 gegen 25 Stimmen bei einer Enthaltung Mecklenburg- Schwe= rins angenommen. Das Zündwarenmonopolgesetz wird mit dem 1. Juni in Kraft gesezt. Die bolivianische Gesandtschaft in Washington teilt mit, daß Präsident Siles von seinem Posten zurüdgetreten ist. Ein Wolkenkratzer von 309 Meter Höhe ist in Newyork eingeweiht worden. Damit hat der Eiffelturm aufgehört, das höchste Beuwerk der Welt zu sein. Eine neue Rede Moldenhauers über die Finanzreform. Wittenberg( Elbe), 29. Mai. Reichsfinanzminister Dr. Moldenhauer sprach in Wittenberg über die Finanzreform. Er führte aus, daß die indirekten Steuern für die deutsche Wirtschaft eher tragbar seien als direkte Steuern. Im gegenwärtigen Augenblid drohten viele neue Gefahren. Bei der Aufstellung des jetzigen Haushaltes sei man von der Annahme ausgegangen, daß auch im Jahre 1930 mit durchschnittlich 1,2 Millionen Arbeitslosen zu rechnen sei. Statt dessen habe man nach den neueren Berechnungen mit 700 000 Arbeitslosen mehr zu rechnen. Infolgedessen sei ein ( Gießener Tageblatt) Mehraufwand von 450 Millionen Mark notwendig. In dieser Woche noch werde es voraussichtlich zu einer Verständigung über die Mobilisierungsanleihe kommen. Dadurch würden etwa 400 Millionen Mark zur Verfügung stehen, die für werbende Anlagen verwendet werden könnten. Von der Kreuger- Anleihe würden etwa 300 Millionen Mark für innere Kredite Verwendung finden können. Dadurch werde der gesamte innere Geldmarkt an Flüssigkeit gewinnen. Moldenhauer lehnte ein Arbeitsbeschaffungsprogramm ab, das nur durch die Hereinnahme ausländischer Gelder durchgeführt werden könne. Verstärkte Mittel würden dem Baugewerbe zugeführt werden. Bis zur Durchführung der Reichsreform seien Mittel und Wege zu finden, um Einfluß auf die Finanzgebarung der Gemeinden zu nehmen. Eine Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sei nicht zu umgehen, es müsse aber in anderer Weise ein Ausgleich für die Wirtschaft gefunden werden. Auch eine Reform der Krankenkassenversicherung solle erfolgen. Lakehurst auf den Empfang des..Graf Zeppelin" vorbereitet. Lakehurst, 29. Mai. Die letzten Vorbereitungen für den Empfang des„ Graf Zeppelin" sind getroffen. Hundert Marinesoldaten sind von Philadelphia hierher beordert worden um die hiesige ständige Bodenmannschaft, die 300 Köpfe zählt. zu ergänzen. Obwohl die Bodenmannschaft infolge der Benutzung des neuen beweglichen Landungsmastes nicht mehr so stark zu sein braucht wie früher, wird das gesamte Personal des Flugplazes doch bei der Landung des Luftschiffes Dienst haben. ,, Graf Zeppelin" wird von einem Empfangskomitee der Marine und dem Präsidenten der Goodyear Zeppelin- Gesellschaft, Litchfield, empfangen werden. Während des etwa 48stündigen Aufenthaltes des Luftschiffes in Lakehurst wird ein Sonderzug für seine Passagiere zum Besuch Newyorks bereitgestellt wer den. Am Sonnabend voraussichtlich über Kuba. Newyork, 29. Mai. Wie aus Habanna gemeldet wird, wird ,, Graf Zeppelin" hier voraussichtl. gutes Wetter antreffen. Regenfälle sind wenig wahrscheinlich. Man nimmt an, daß das Luftschiff in der Nacht zum Sonnabend oder am Sonnabendvormittag Kuba erreichen wird. Das Mißtrauensvotum gegen die englische Regierung abgelehnt. London, 29. Mai. Am Spätabend des Mittwoch wurde der fonservative Mißtrauensantrag gegen die englische Regierung im Unterhaus mit 270 gegen 241 Stimmen abgelehnt. Von den Sozialisten enthielten sich diesmal fünf radikale Abgeordnete der Stimme. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 31. Mai 1930 Vorfeier zur Befreiung der Pfalz. Heidelberg. Laut Beschluß der Vertreter von Bürgermeisterämtern, Verkehrsvereinen, Winzervereinen usw. aus der Pfalz und Vertreter von Heidelberg wurde beschlossen, am 22. Juni beginnend, im Schloßhof zu Heidelberg eine Vorfeier zur Befreiung der Pfalz abzuhalten. Kraftwagen vom D- Zug überfahren. Münster. In der Nacht zum Donnerstag fuhr der D- Zug 137 an dem beschränkten Wegübergang am Ostende des Bahnhofs Bruchmühlen auf einen mit sechs Personen besetzten Kraftwagen der Firma Kurdelmeyer in Osnabrück. Von den Insassen war der Bäder Frizz Arning sofort tot. Der Milchhändler Stagge, sowie das Gastwirtsehepaar Rosenbaum wurden schwer, der Führer des Kraftwagens, der Fahrlehrer Biel und der Schlosser Bergjohann leicht verletzt. Der Kraftwagen wurde völlig zerstört, die Lokomotive leicht beschädigt. Die Schranke war bereits für den gemeldeten D- Zug geschlossen. Durch wiederholtes heftiges Rufen der Insassen des vor der Schranke haltenden Kraftwagens hatte sich der Schrankenwärter verleiten lassen, die Schranke wieder zu öffnen, um den Kraftwagen noch vor dem D- Zug durchzulassen. Flüchtiger Bankdirektor. Stuttgart. Nach Veruntreuung und Unterschlagung von 130 000 RM. ist seit gestern aus Stuttgart der Bankdirektor Wilhelm Kicherer flüchtig, der am 12. Dezember 1882 in Heidenheim geboren ist. Kicherer ist im Besitz von Auslands= pässen und wird vermutlich versuchen, über Berlin eine Hafenstadt zu erreichen. Unterschlagung. Berlin. Die Kriminalpolizei hat in Hamburg beim Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband eine große Unterschla gung aufgedeckt. Der seit einigen Jahren bei dem Verband tätige Kassierer Arthur Rulf ist nach Unterschlagungen von 107 000 RM geflüchtet. Verhaftung russischer Eisenbahner. ' Don Mostau, 29. Mai. Der Volkskommissar für Verkehrswesen, Rudzutak, gibt die Verhaftung von einer großen Anzah Eisenbahnern wegen grober Fahrlässigkeit bekannt. Die Leute werden für den Brand eines Eisenbahnpersonenwagens in der Nähe von Moskau am 16. April verantwortlich gemacht, bei dem 45 Personen eines grausigen Flammentodes starben und 23 Personen verletzt wurden. Die Mitfahrenden konnten aus den Wagen nicht heraus. Der Brand entstand durch achtloses Fortwerfen eines brennenden Streichholzes auf den Boden, auf dem Alkohol ausgegossen worden war. Anfurbelung der Wirtschaft. Alles schreit nach Ankurbelung der Wirtschaft. Die Kurbel hat man, es fehlt nur der Apparat, den man anfurbeln will. Genau so wie beim Stein der Weisen. Den Stein hat man schon längst, allein die Weisen fehlen. Trotz allen billigen Geldes bemerkt man nirgends eine Ankurbelung, vielmehr eine Abnahme der Steueraufkommen, ein Versiegen der vorhandenen Steuerquellen. Da sind nun behufs gründlicher Abhilfemaßnahmen die Sozialdemokraten rasch bei der Hand: die Festbesoldeten sollen monatlich einen Teil ihres Einkommens für die Arbeitslosen hergeben. Warum, so fragt man sich, bringen nicht die Sozialisten aus eigener Kraft und aus reiner Menschenliebe das Opfer auf. Die Nichtsozialisten sollen die Kosten tragen; wer spart und arbeitet, wird also bestraft. Das solcher Unsinn zum Untergang führt, wissen auch die intelligenteren Soziali= sten, aber es gilt für sie die sozialdemokratischen Massen bei der Stange zu halten. Deshalb machen sie jetzt dieselben folgendes weiß: Wir brauchen keine Kapitalbildung. Kapital hat die Privatwirtschaft genug(!). Was not tut, ist die richtige Kapitalverwendung(!). Zu dem Zweck soll Geld aus dem Ausland geholt werden und zwar ganz allein für den Staat und die Städte, d. h. die öffentliche Hand. Denen soll man fein Hindernis in den Weg legen, möglichst viel Geld, also Schulden aufzunehmen. Mit diesem geborgten Geld bauen dann die staatlichen und kommunalen Behörden alle möglichen Betriebe aus. Die öffentliche Versorgungswirtschaft wird vergrößert, Volfshallen, Volksbäder, Kranken- und Fürsorgeanstalten für das Volk werden planmäßig verteilt und in stattlicher Zahl aufgeführt. Solcherweise kommt Geld in die Massen, so hebt sich der Massenkonsum von selbst, so wird angefurbelt. Ganz einfach, man nimmt eben ein Loch, wickelt Blech drum und hat eine Trompete. Das Wahnsinnige solcher sozialistischen Maßnahmen sehen aber mit der Zeit selbst die dummsten Wähler ein. Der Heiligenschein des Sozialismus ist in ständigem Verblassen, überfüllte Volksversammlungen, z. B. eine solche in der großen Volfshalle in Gießen, bringen die Genossen nicht mehr zusammen. Jetzt rächt sich die verkehrte Wirtschaft des Marxismus bitter. Bald ist die Arbeitszeit ganz abgeschafft, bald hat man die ersehnte fünftägige Arbeitswoche. Das deutsche Vaterland aber, das ist das traurige, muß die sozialistischen Wahnideen mit seinem wirtschaftlichen Untergang bezahlen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 43 Baulandgesek oder Wohnheimstättengesek. Nach dem 33. Bundestag deutscher Bodenreformer. Adolf Damaschte hat wieder einmal„ große" Tage hinter sich! Ihm, der alles Elend und alle Not auf Gottes Erden beseitigen und ebenso wie die Helden von 1918 das Volk herrlichen Zeiten" entgegenführen will, wurde durch die trationelle Wiederwahl zum Vorsitzenden des Bundes Deutscher Bodenre: former, auf dem Ende April dieses Jahres in Würzburg stattge= fundenen 33. Bundestag von seinen Freunden das volle Ver= trauen ausgesprochen. Sein Aüheilmittel, der vom„, Ständigen Beirat für Heimstättenwesen beim Reichsarbeitsministerium" ausgearbeitete ,, Wohnheimstättengesezentwurf", wurde für einzig richtig und wahr befunden. Kein Zweifel: für den„ Volksbeglücker" Adolf Damaschte ein erhebender Augenblick. Ein Augenblick, wo die Demagogie Orgien feierte. Damaschte ist um keine Antwort verlegen! Auch der Berliner Grundstüdshandel mußte zum Beweise der Notwendigkeit der Boden-( besig-) reform herhalten. Schrieb er doch kurz vor dem Bundestage in verschiedenen Tageszeitungen, zu denen selbstverständlich auch die„ Vossische Zeitung" zählt;„ Und noch eins: Stadtrat Busch, der Berliner Grundstücksdezernent, berichtete in seiner letzten Denkschrift, daß die Stadt am 1. Juli 1929 rund 60 000 Hektar Land besaß, dessen Wert nach Abzug des Wertes aller Baulichkeiten auf 933 Millionen geschätzt werden müsse. Eine Bodenvorratswirtschaft in solchem Umfange muß bei den heutigen Zinssätzen natürlich ernste Bedenken wecken. Wäre das Wohnheimstättengeset" in Kraft und könnte die Stadt nach ihm zu jeder Zeit zum ,, gerechten" Preis Boden für notwendige Zwecke erwerben, so wäre eine derartige Bodenvorratswirtschaft natürlich unnötig". Man muß wahrlich die Verdrehungskünste von Herrn Damaschte bewundern. Wie schreibt er noch: ,, Wäre das ,, Wohnheimstättengeset" in Kraft,... so wäre eine derartige Bodenvorratswirtschaft natürlich unnötig." Er tut ja beinahe so, als wäre er nicht der Vater des Gedankens der kommunalen Bodenvorratswirtschaft. Fordert denn nicht ſein Wohnheimſtättengesetz", auf das er sich immer wieder beruft und dessen Annahme durch den Reichstag in einer langen Entschließung auf dem Würzburger Bodenreformtag gefordert wurde, die kommunale Bodenvorratswirtschaft á la Stadtrat Busch? Magistratsrat Dr. von Bremen( Potsdam) beschwert sich gerade in seinem lesenswerten Aufsatze über„ Wohnheimstättengesetz und Gemeinden" in Nr. 2 von 1930 des„ Deutschen Städtetages" darüber, daß die Gemeinden durch das Damaschkesche ,, Wohnheimstättengesetz" reichsgesetzlich verpflichtet werden sollen, Bodenvorratswirtschaft zu treiben. Dieser Kommunalbeamte, der in seinen Ausführungen keinen Hehl daraus macht, daß er Anhänger der freiwilligen Bodenvorratswirtschaft der Gemeinden ist, schreibt nach einem Hinweis auf die Tatsache, daß die Gemeinden bereits sehr viel Grund und Boden erworben haben, u. a. wörtlich( Hervorhebungen von uns. Die Schriftleit.): ,, Wenn man sich die Tatsachen vor Augen hält, erscheint es um so verwunderlicher, mit welchem Mißtrauen das Wohnheimstättengesez den Städten entgegentritt. Der Entwurf sieht vor, daß die Gemeinden zur Durchführung des Art. 155 RV.( ,, Jedem Deutschen eine gesunde Wohnung") verpflichtet werden, in dem Umfange Bodenvorratswirtschaft zu treiben, als die Landbeschaffung für Wohnheimstätten, Kleingärten, Turn-, Spiel- und Sportplätze, Verkehrs- und andere öffentliche Anlagen, sowie sonstige Zwecke der Wohnungswirtschaft aller Art es erfordert. Nach dem Entwurf sind die Gemeinden verpflichtet, für ihr Gebiet, gegebenenfalls bei Bestehen eines einheitlichen Siedlungs- und Planungsbedürfnisses der weitere Gemeinde- oder Siedlungsverband, Nutzungspläne auszustellen. Man sollte meinen, daß dieser Hinweis auf die selbstverständlichen Pflichten der Selbstverwaltung genügen dürfte. Doch gefehlt! Der Gesetzentwurf sieht vielmehr von(§ 7), daß die Aufsichtsbehörde eine geeignete Stelle ermächtigen kann, diese Aufgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände zu erfüllen, wenn nach Meinung der Aufsichtsbehörde die Gemeinde dieser Aufgabe nicht genügend nachkommt. Ich glaube, daß selten ein so schwerer Eingriff in die Selbstverwaltung vorgeschlagen worden ist wie in diesem Entwurf. Dieser sagt zwar in seiner Begründung, daß ,, nur dort, wo kleine, aber mächtige Interessengruppen eine genügende Bodenvorratswirtschaft verhindern, die Pflicht auferlegt und die Möglichkeit eröffnet werden, das verfassungsmäßige Recht der Bürger zu befriedigen." Diese Begründung zeigt sehr klar, daß hier in völlig einseitiger Weise der Bodenreformerartikel der Reichsverfassung ohne Rücksicht auf die Belange der gesamten Bürgerschaft zur Durchführung kommen soll." Ohne Rücksicht auf die Belange der gesamten Bürgerschaft sollen die Gemeinden nach dem Vorschlage des Herrn Damaschte Bodenvorratswirtschaft treiben. Wenn er in dem oben zitierten Zeitungsartikel behauptet, daß die Bodenvorratswirtschaft natürlich unnötig wäre, wenn das Wohnheimstättengesetz" in Kraft wäre, so ist das wissentliche Unwahrheit, Demagogie! Zu dem Vorschlag Damaschkes, die zwangsmäßige kommunale Bodenvorratswirtschaft, die im Wohnheimstättengeset" veranfert werden soll, aus den Aufkommen der Wertzuwachssteuer und der Hauszinssteuer sowie aus Gewinnen aus Bodenpreissteigerungen zu finanzieren, schreibt Magistratsrat Dr. von Bremen: Gamstag Samstag, den 31. Mai 1930. ,, Absicht des Gesetzes scheint es gar nicht zu sein, eine besondere Sentung der Bodenpreise herbeizuführen. Vielmehr soll nur Bodenspekulation verhindert werden.( Haha! Und die Grundstücksspekulation der Stadt Berlin? Die Schreiftleitung.). Das geht daraus hervor, daß der Entwurf ja die Ziehung von Gewinnen aus Bodenpreissteigerungen durch die Gemeinden vorsieht, Gewinnen, die wiederum der Bodenvorratswirtschaft zugeführt werden sollen. Auch die im§ 24 genannte Zuwachssteuer wirkt bekanntermaßen bodenpreisversteuernd. Das Ergebnis des Gesetzes in finanzieller Hinsicht wäre also, daß Bodenvorratswirtschaft zur Schaffung von Wohnheimstätten getrieben würde mit ,, Gießener Zeitung" recht, die da sagen: Bodenreform ist schlimmer als Sozialdemo fratie". Einen Beweis für diese Worte hat auch der 33. Bundes= tag Deutscher Bodenreformer geliefert! Den unter Leitung des inzwischen abgetretenen sozialdemokratischen Reichsarbeitsministers Dr. H. c. Wissel ausgearbeiteten Entwurf eines„ Baulandgesetzes", der den Wünschen der Bodenreformer weitestgehend entgegenkomme, haben die Bodenreformer abgelehnt. Ihnen genügt das Werk des Sozialdemokraten Wissel nicht! Das Damaschkesche ,, Wohnheimstättengesetz" soll zum Gesetz erhoben werden. Nr. 43. waren 88,95 Prozent der vorhandenen Wohngebäude Kleinhäuser( mit 1-4 Wohnungen), 0,07 Prozent Großhäuser ( mit 11 und mehr Wohnungen). Die Gesamtzahl der bewohnten Wohnungen in Gießen belief sich auf 8160, darunter 860 Neuwohnungen( 10,5 Prozent). Von 100 Wohnungen waren 21,4% Kleinwohnungen mit 1-3 Wohnräumen, 60,3 Prozent entfielen auf Mittelwohnungen mit 4-6 Räumen, die restlichen 18,3 v. H. auf Großwohnungen mit 7 und mehr Wohnräumen. Mitteln, die schon jekt der Förderung und Berbilligung des Wie wohnt die Bevölkerung von Gießen? veranschaulicht werden, daß man feſtſtellt, wieviel Personen Wohnungsbaues dienen. Wenn man sich diese Tatsache vor Augen hält, dürfte die Frage berechtigt sein, ob das die richtige Verwendung für die doch nur in beschränktem Umfange zur Verfügung stehenden Wohnungsbaumittel ist. Die Ausführun gen zeigen, daß die zwangsmäßige Bodenvorratswirtschaft der finanziellen Grundlage entbehrt. Die Folge würde nur sein, daß Mittel dem Wohnungsbau entzogen werden, ohne daß in ausreichendem Maße dafür an anderer Stelle Ersatz geschaffen wird. Zum mindesten würde aber die Rechnung plus minus null aufgehen.“ - Diese Worte eines erfahrenen Kommunalfachmannes sagen also, daß das Damaschtesche Wohnheimstättengeset" auf den Ruin der Gemeinden hinstenert. Ueber zwei Jahre hat es gewährt, bis die Maschinerie der amtlichen Statistik in die gewaltigen Zahlenberge der Reichswohnungszählung des Jahres 1927*) Drdnung gebracht hat. Ihre Hauptarbeit ist nun getan, und in systemvollem Aufbau marschieren soeben die Zahlenreihen der großen Wohnungsinventur des deutschen Reiches auf. Zweck der Erhebung war, die im Zeichen des Wohnungsmangels stehenden Wohnverhältnisse der Bevölkerung zahlenmäßig festzustellen und damit Unterlagen für die Wohnungspolitik von Reich, Ländern und Gemeinden zu liefern. Dämmert es auch bei Herrn Damaschte, daß er auf falscher Fährte ist? Wertvoll ist gewiß sein Geständnis, daß eine Bodenvorratswirtschaft in solchem Umfange, wie sie Berlin betrieben hat, bei den heutigen Zinssägen natürlich ernste Bedenten wetten müsse. Etwas anderes konnte wahrhaftig auch kein eingefleischter Bodenreformgegner konstatieren. Aber Damaschte ist nicht tonsequent. Er will es nicht sein, um seines Lebenswerkes, seiner Bewegung willen. Sonst müßte er die Tatsache eingestehen, die auch sein Vorgänger in der Führung des Bundes Deutscher Bodenreformer, Dr. Heinrich Freese, in dem Buche ,, Nationale Bodenreform" geschrieben hat: ,, Der Gedanke, daß es ein Recht gibt, das jeden Mißbrauch ausschließt, ist leider nicht weniger utopistisch als das Verlangen nach einer Wirtschaftsform, die alle Not beseitigt, nach einer Gesundheitslehre, die jede Erkrankung verhindert, oder nach einer Erziehungsmethode, die uns zu vollkommenen Menschen macht". - Wied in ein fer vereint ü fen und gen die G eine Stun Und wiede Don colem Drud und Der den den Gieg d Brüden geb Menich zu lebt und di gehen. Da deutscher G der zugejub wurde an Sieg deuti mit die 3 über unser Die Wohndichte kann zunächst in roher Weise dadurch auf eine Wohnung entfallen. In Gießen ergaben sich dabei 3,98 Bewohner je Wohnung. Ein genaueres Bild gibt erst die Berechnung der auf je einen Wohnraum entfallenden Zahl von Personen. Diese ist für Gießen mit 0.81 festgestellt. Die Stadt steht mit dieser Ziffer unter den erfaßten 6 Gemeinden der Provinz Oberhessen an 3. Stelle und entspricht damit dem Durchschnitt der Provinz. Zum Vergleich seien die Ziffern der Wohndichte je Wohnraum für einige Nachbarstädte angegeben: Friedberg 0,82, Bad Nauheim 0,75, Vilbel 0,96, Buzbach 0,79, Alsfeld 0,84, Darmstadt 0,78, Dffenbach 0,91. Die Zählung erstreckte sich auf alle Gemeinden mit über 5 000 Einwohnern. Das summarische Ergebnis ist, daß zur Zeit der Erhebung in den erfaßten Gemeinden 2 391 391 Wohngebäude mit 8 709 751 Wohnungen vorhanden waren. Auf eine Wohnung entfielen danach im Reichsdurchschnitt 3,81, auf einen Wohnraum 0,98 Personen. Je nach der Bevölkerungsstruktur ist die Wohndichte jedoch regional sehr verschieden. Während z. B. im Lande Braunschweig im Durchschnitt nur 0,76 Personen auf einen Wohnraum tref fen, sind es in Oberschlesien doppelt so viel( 1,54). Im Staate Hessen entfielen auf einen Wohnraum durchschnittlich 0,90 Personen. Von 100 Wohnungen waren in den Kleinstädten des Reiches 6,4, in den Mittelstädten 6,2 und in den Großstädten 5,0 überfüllt, d. h. mit über zwei Personen je Wohnraum belegt. Zu einem solchen offenen Geständnis wird Damaschte in seinem Leben nicht mehr zu bewegen sein, denn es würde doch nichts anderes bedeuten, als die Feststellung, daß er mit seinem Latein zu Ende ist. Vielleicht einst von dem utopistischen Glauben beseelt, daß man ein Paradies auf Erden schaffen könne, hat er sich schon lange zu denen gesellt, die von der Demagogie zehren. Er paktiert mit denen, die die Unverletzlichkeit des Privateigentums nicht anerkennen. Mit Recht sagte einst der verstorbene General Hoffmann: ,, Enteignen, immer enteignen! Vielleicht haben die Leute doch Verdun 1916*. Im Vordergrund des Interesses steht naturgemäß die Wohnungsüberfüllung, deren Gestaltung übrigens auch für die sonstigen Belegungsverhältnisse mehr oder weniger typisch und die zur Beurteilung des Wohnungsbedarfs unter sozialen und sozialhygienischen Gesichtspunkten am bedeutsamsten ist. In der Stadt Gießen waren nach den Feststellungen der Reichswohnungszählung zur Zeit der Erhebung 2760 Wohngebäude vorhanden. Im Durchschnitt entfielen auf ein Wohngebäude 2,9 Wohnungen, gegenüber 2,3 im Durchschnitt der Provinz Oberhessen. Im allgemeinen läßt sich feststellen, daß mit zunehmender Gemeindegröße die durchschnittliche Zahl der auf ein Wohngebäude entfallend. Wohnungen steigt. In Gießen Am 1. Juni lag wieder lebhaftes feindliches Artilleriefeuer auf der Stellung und auf den Anmarschwegen, ganz besonders start auf der vorderen Linie. Nachmittags Steigerung bis zum Trommelfeuer. In den französischen Gräben wurden gegen Abend starke Ansammlungen bemerkt, worauf deutscherseits Sperrfeuer angefordert wurde. Dieses setzte wiederum recht spät ein, es lag dann aber auch sehr gut, so daß der Feind feine Infanterietätigkeit mehr entwickelte. Auch in dem östlichen und westlichen Nachbarabschnitt wurde Sperrfeuer verlangt. Nach dem Ergebnis der Reichswohnungszählung waren in Gießen 164 Wohnungen als überfüllt(?)( mit über zwei Personen je Wohnraum) anzusehen, in denen: 1252 Personen untergebracht waren. Die Zahl der überfüllten Wohnungen entspricht 2,0 Prozent der überhaupt vorhandenen Wohnungen. Demgegenüber ist zu erwähnen, daß 24,2 Prozent der Wohnungen in Gießen je Wohnraum nur mit bis ½ Personen belegt waren und 53,2 Prozent mit ½- 1 Personen. *) Anmerkung der Redaktion: Nach der erfolgten Feststellung der Volkszählung 1927 sind in Gießen noch einige 100 Wohnungen erbaut worden, von denen heute noch eine Anzahl leer steht. Seit 1914 hat Gießen aber nicht viel über 1000 Personen(!) zugenommen, während dem gegenüber mindestens ebensoviel Wohnungen(!) errichtet worden sind. Hinzu kommt noch, daß am 1. Juli 1914 auch noch 251 Wohnungen leer standen. Nun frage sich ein Jeder: Wo kommt die Wohnungsnot her? Da die 7./118 sehr starke Verluste hatte und durch das zweimalige Trommelfeuer moralisch stark erschöpft war, wurde sie in der Nacht durch 8./118 abgelöst. Das beiderseitige Artilleriefeuer ließ erst nach Mitternacht nach, setzte aber am anderen Morgen wieder ein. Im Laufe des Tages beruhigte es sich dann wieder. Die vorderen Kompagnien erhielten Be fehl, vor der besetzten Linie eine neue Stellung festzulegen, die vorläufig durch Schützenschleier besetzt werden sollte. Am rechten Flügel lag etwa 200 Meter vor der Linie ein Zug der 5./118. Dieser Zug hing links vollkommen in der Luft; er war daher ständig in Gefahr, umfaßt zu werden. Nur nachts wurde die linke Flante durch eine Patrouille notdürftig gesichert; die mit dem Schützenschleier in der Linie 371-380 Verbindung aufrecht erhielt. Am rechten Flügel bestand Anschluß an F.R. 35. Dessen Graben war bis zum 31. 5. zweite Linie gewesen. Als dann aber die Franzosen erfolgreich angegriffen hatten, war die vordere Linie zurückverlegt und durch einen Schüßenschleier in der Linie 720-729 gesichert worden. Dieser war aber sehr dünn, etwa alle 20 Meter fam ein Doppelposten. Die Entfernung des Schüßenschleiers bis zum Feinde betrug etwa 200 m. Ein halbverschütteter alter französischer Laufgraben war von uns etwa 15 Meter vor unserem Graben abgedämmt. Die Wohndichte wird ausschlaggebend durch die Aufnahme von Untermietern beeinflußt. Die wirtschaftliche Not auf der einen Seite und die relativ hohen Mieten in NeubauWohnungen, sodann vor allem die starke Verknappung am Wohnungsmarkt selbst haben allenthalben zu einer umfangreichen Ausdehnung der sogenannten Untervermietung geführt. Nicht weniger als 625 Wohnungen wurden in Gießen gezählt, in denen Unterfamilien oder Haushaltungen aufgenommen waren, und 1089 Wohnungen mit aufgenommenen Einzelpersonen. Prozentual bedeutet das 7,7 bezi. 13,3 v. H. aller Wohnungen. Demgegenüber und in gewissem Widerspruch zu der allgemeinen Wohnungsnot steht die Tatsache, daß 620 Wohnungen 1 7,6 v. H. sämtlicher Wohnungen in Gießen sich im Besiz von Einzelpersonen befinden. Freilich sind diese Wohnungen zumeist Kleinwohnungen. Außerdem haben namentlich in Mittel- und Großwohnungen die Einzelinhaber der Wohnungen zahlreiche Untervermietungen vorgenommen. - wundete. Mein Unterstand zitterte ständig unter den Einschlägen. Unser Talglicht mußte immer wieder von neuem angezün det werden. Ueber zehn Mal war im Laufe des Tages der Eingang verschüttet. Auch unsere Hauptlinie und das rückwärtige Gelände lagen unter starkem Feuer. Ich hatte von vornherein das Gefühl, daß die Franzosen Angriffsabfichten trugen. Gegen Abend konzentrierte sich die Tätigkeit beider Artillerien auf die Höhe 304, die sich um 9 Uhr zum Trommelfeuer stärkster Art auswuchs. Von dem Gelände Höhe 304 über Toten Mann" bis zur Caurettes- Höhe war buchstäblich vor Bulverdampf nichts zu erken= nen. Erst als nach 10 Uhr die Dunkelheit einsetzte, flaute das Feuer allmählich ab. Jeht konnten wir auch aus unseren Löchern heraustriechen. Ich ordnete zunächst die Zurückschaffung der Verwundeten an, die Toten wurden bestattet. Gleich der erste Tag hatte mich ein Viertel meiner Leute gekostet. Dann gingen wir daran, den Graben wieder in Ordnung zu bringen und weiter auszubauen. Es war aber sehr schwierig, da der steinige Boden sehr hart war. Gegen Mitternacht besuchte mich mein Kompagnieführer, Lt. d. R. Gérard, um sich über seinen Kompagnieabschnitt auch an dieser exponierten Stelle zu orientieren. Der Ta Wald vor de len bejcheine und dort rol den leer, de etwas abjeit Auf einem Patrouillengang in der gleichen Nacht konnte ich wichtige Feststellungen machen: 5./118 war ebenfalls inzwischen eingetroffen. So wurde dann der Marsch angetreten. Südlich des früheren Regimentsgefechtsstandes( Punkt 91a) gingen wir durch ein etwa 200 Meter langes Stüd Laufgraben, das einigermaßen in Ordnung war. Hier schickte uns der Franzmann seinen ersten Gruß: fünf SalDen mittleren Kalibers, die ausgezeichnet lagen. Zwei Schüsse gingen mitten in den Graben hinein, trotzdem b es nur zwei Verwundete, weil sich alles hingeworfen hatte. Dann ging es weiter. Die feindlichen Batterien streuten unablässig das ganze Gelände ab. Hin und wieder fanden wir halb verschüttete Grabenstücke vor, die aber immer noch etwas Schutz boten. Meistens gingen wir aber über offenes Gelände. In der sogenannten„ Leichenschlucht" sah es einfach grauenhaft aus. Einstmals gut ausgebaute Gräben waren nur noch 30-35 3tm. tief. Ich sah keinen Unterstand, der nicht eingedrückt war. Leichen lagen in Massen unbeerdigt umher oder waren bis auf einzelne Körperteile verschüttet. Auch hier mußten wir uns mehrere Male zum Schutz gegen Granatsplitter hinwerfen. Dann ging es wieder vorwärts, unbehelligt bis zu unserer vorderen Hauptlinie. Hier war der Graben, wo ich ihn treuzte, etwa 1½ Meter tief, als Unterschlüpfe waren nur Karnickellöcher" da. Ich orientierte mich kurz über seinen Verlauf und stieg wieder hinaus, um endlich in den Schüßenschleier zu gelangen. Ich wußte bereits, daß sein linter Flügel in der Luft hing, und war daher stets bestrebt, an das rechte Ende zu kommen. Zur Orientierung hatte ich außer dem Führer, der ein tüchtiger und schneidiger Soldat war, den Weg aber auch erst zweimal gegangen war, noch den Sternhimmel. Nach etwa 20 Meter Weges trepierte 200 Meter rechts von mir eine Granate schwersten Kalibers und bald darauf hörte ich in der Luft etwas heransausen. Ehe ich mich hinwerfen konnte, erhielt ich einen mächtigen Schlag in den Rücken und verlor die Besinnung. Nach etwa 2 Minuten tam ich wieder zu mir und fand mich auf dem Erdboden liegen, um mich besorgt meine beiden treuen Gefechtsmelder. Ich hielt mich für erledigt, glücklicherweise ohne Grund. Ein etwa 30 cm langes und 3 cm breites Eisenstück hatte mich zwar getroffen, aber nur flach. So hatte ich ein lahmes Kreuz, aber die Knochen waren ganz geblieben. Ich ruhte mich noch etwas aus, dann ging es langsam weiter. Wir tamen richtig am rechten Flügel an. Ich ließ mich zum Zugführer bringen, der in dem sogenannten„ Blockhaus", einem früheren französischen Unterstande mit einem Ausgang, lag. Dieses Blockhaus fannte na= türlich die französische Artillerie ganz genau und bepflasterte es täglich mit mehreren hundert Granaten. Glücklicherweise hielt der Unterstand es aus, aber der Eingang wurde alle Tage so und so oft zugeschossen. Dies war auch etwa 5 Minuten vordem der Fall gewesen, ehe ich zu meinem Freund und Landsmann ,, Tante" Boß tam. So konnte ich ihn noch befreien helfen. Ich troch auf allen Vieren durch ein etwa 3 Meter langes und Meter breites Loch hinein und ließ mir zunächst drinnen, später auch draußen, die eigene und feindliche Stellung erklären. Außer dem sogenannten ,, Blockhaus", das etwa 2 Meter Erde über sich hatte und mit startem Grubenholz abgesteift war, gab es in dem Zugabschnitt nur ungefähr 8-10,, Karnickellöcher". Ein Teil der Besatzung mußte sich also in offene Granattrichter legen. Alle diese Löcher waren notdürftig verbunden durch einen 100 Meter langen Graben, der an den meisten Stellen 50-70 cm, nur an wenigen Stellen etwa 1,20 Meter tief Eine Bewegung bei Tage war unmöglich, da die Stellung von der Höhe 310 vollkommen eingesehen wurde. Dieses vorgeschobene Grabenstück sollte nun links über 371 hinaus verlängert u. bis zum Nachbarregiment durchgeführt werden. Es ergaben sich aber große Schwierigkeiten im Suchen der Anschlußlinie, da das Festlegen nur bei Nacht gemacht werden konnte und das start zerschossene und aufgewühlte Gelände kaum einen Anhaltspunkt bot. Es gelang noch nicht, die Flügel und den sicheren Anschluß festzulegen. Es wurde aber, soweit der Verlauf klargelegt war, bereits mit Schanzarbeiten begonnen. Den 3. Juni bennzeichnete wiederum ein zeitweises Artille= riefeuer schwerster Kaliber, das aber abnahm, als am Nachmit tag Regen einsetzte. In der Nacht vom 3. auf 4. Juni erfolgte die zweite Ablösung innerhalb des Regiments. III./118 wurde Kampfbataillon, und zwar 11. links, 12. rechts in erster Linie, 9. und 10. in zweiter und dritter Linie. Das 1./118 setzte als Bereitschaftsbataillon 2. und 4./118 in die alte deutsche Stellung und Lb. und 3./118 am ,, T- Wäldchen" ein; Stab ebenfalls dort. II./118 ging als Ruhebataillon ins Waldlager III. An dieser Stelle soll nun die am weitesten vorgeschobene Postenlinie südlich des Toten Mannes" einmal etwas näher geschildert werden. Lt. d. R. Schröder( Johannes) 12./118, der hier vom 4. bis 7. 6. mit seinem Zuge saß, schreibt darüber folgendermaßen: „ Ich saß bis zum 3. 6. in dem„ T- Wäldchen". Meine Wohnung" bestand hier aus einem etwa 2 Rubikmeter großem Erdloch, das oben mit einer Zeltbahn überspannt war. Nachmittags hatte es geregnet, was die beiderseitigen Artillerien zu einer bis dahin ungewohnten Zurüdhaltung veranlaßt hatte. Mit Einbruch der Dunkelheit aber hellte sich der Himmel auf, und so sette ein mörderisches Artillerieduell ein. Die französi= schen ,, Liebestoffer" segelten glücklicherweise meistens über uns hinweg in den Forges- Wald oder auf die Anmarschwege in ihrer ganzen Ausdehnung. Zu uns fam nur hin und wieder mal eine Granate, sodaß wir uns ziemlich ungestört für den Marsch in die vordere Linie vorbereiten konnten. Etwa gegen 10,30 Uhr nachmittags war die Bereitschaftsablösung da: ein Führer der. *) Entnommen aus dem Werk:„ Das Infanterie- Regiment Prinz Karl( 4. Großh. Hess.) Nr. 118 im Weltkriege" Verlag Phil. L. Fint, Groß- Gerau( Hess.) Preis in Leinen gebunden RM 6,80. war. lehnt müde gemacht un digkeit! Da fonnte ein Leben die Gaben ein Leben Austomme sein und b wären, wen los fein fön im tiefsten man's doch richtige Sinn fame auf un Eine f Der Feind befestigte den rechten Teil seines Abschnittes durch Drahthindernisse. Das zeugte dafür, daß er im Augenblick an dieser Stelle keine Angriffsabfichten trug. Anders aber sah es vor unserem rechten Flügel aus. Hier erkannte ich, daß der frühere französische Laufgraben, der jezt zwischen beiden Linien lag, durch starte Arbeitstrupps vertieft wurde. Das konnte nur den Zwed haben, einer in ihr vorgehenden Angriffstruppe besseren Schutz zu gewähren. Hier drohte uns also eine Gefahr, die dadurch besonders ernst wurde, daß der Graben in dem sehr schwach besetzten Abschnitt des Nachbarregiments mündete. Un ser Zug schien unter den gegebenen Verhältnissen einem überraschenden feindlichen Angriff aus der rechten Flanke gegen= über geradezu als unrettbar verloren. Ich wies in meiner Meldung mit aller Deutlichkeit auf die Gefahr hin, und bat das Bataillon, höheren Orts zu erwirken, daß der Schüßenschleier beim F. R. 35 erheblich verstärkt würde. Auch in den nächsten Nächten arbeitete der Feind eifrig an der Verlängerung und Vertiefung des Laufgrabens. In allen meinen Meldungen unterstrich ich immer aufs neue die uns drohende große Gefahr, aber von oben her erfolgte nichts, um ihr zu begegnen. Anscheinend hatte das rechte Nachbarregiment, das weitgehende Sicherungsmaßnahmen hätte anordnen müssen, eine andere Auffassung über die Absichten des Feindes. Es entbehrt nicht einer gewissen Tragif, daß ausgerechnet an der bedrohtesten Stelle des ganzen Divisionsabschnittes die Naht zweier Regimenter lag". Die erste Nacht verlief verhältnismäßig ruhig. Aber der nächste Tag sollte uns zeigen, in welche Hölle wir geraten waren. Am Frühmorgen war das Wetter noch diesig, sodaß wir die dadurch bedingte Ruhe zu einem mehrstündigen Schlaf ausnutzen fonnten. Gegen 9 Uhr klärte sich der Himmel auf und es setzte eine sehr rege Flieger- und Ballontätigkeit ein. Dann dauerte es auch nicht mehr lange, bis die Batterien ihr Frühfonzert anstimmten. Eine längere Reihe von ,, Ratsch- Bum" Salven, so genannt, weil der Ratsch- Klang der Detonation eher zu hören war, als das Bum des Abschusses, galt uns. Die Schüsse, von der Höhe 310 aus verhältnismäßiger geringer Entfernung unter guter Beobachtung abgegeben, lagen in oder dicht neben unserem„ Graben". Es gab gleich Tote und Verder Sofama weißen Sad ohne Unter damit nicht wird gebra auch nicht Wohlfahrt Die Dämmer Pause haben. fin blidt auf heute darum jein Geburts Da fonnte dann die he dann war Ja, das ist Den 5. Juni kennzeichnete eine heftige gegenseitige Artilleriebeschießung. Allerdings wurden auch die Infanterieſtellungen nicht ganz verschont. Ein Bild von der Inanspruch nahme und Abnutzung der Geschütze gibt die Tatsache, daß ein Geschoß der mittleren eigenen Artillerie im Forgesbach- Tal niederfiel, also 3 Kilometer hinter der Front. Das Geschehnis wurde, wie auch später noch so oft, zweifelsfrei festgestellt Abends wurde 11./118 in vorderer Linie durch 9./118 abgelöst. Der frühe Morgen des 6. Juni verlief verhältnismäßig ruhig. Um 9 Uhr vormittags äußerst heftige Beschiehung der ganzen vorderen Linie vom„ Toten Mann" bis Cumières. Ein um 9,30 Uhr erfolgter feindlicher Angriff in diesem Abschnitt erstickte bereits im Sperrfeuer unserer Artillerie, das sofort nach Anfordern einsetzte. Der Gegner wollte anscheinend die herrschende trübe Witterung, die eine Beobachtung durch Fesselballone u. Flieger unmöglich machte, ausnutzen Auffallend war die kurze Artillerie- Vorbereitung und die alleinige Beschießung der vorderen Linie. Erst als der Infanterieangriff einsetzte, wurde das Artilleriefeuer nach hinten verlegt. Ein starter Sperrfeuergürtel( Granatbrennzünder) zog sich über die ganze Länge des Forgesbach- Tales. Im westlich der Division anschließenden Nachbargebiet( Höhe 304) fiel während des Angriffes kaum ein Schuß. einem doch * Bom ds. Mts. fe jahr 1930, e Elettrizitäts bades, der G und der Mas haus, Zimmer * Einheit Einheitspreis fernung, mit e plak, in Kraft * Schwein und Schiffenbe henzählung f In den 1 gung fich bem fogenannte einem Sport Jahren tein zur Kraft tun will. U zu Rad und geht über d Verfolg eine es ist ein Fe Wege der Eife herrlichung de Mit dem Camping" Simmel, verbi Bidnid" no Wandervogeln cher Abtochen ichon vor Br nannte„ Camp fich oft begegn Wanderfakultä ich verständigt ichen den Reit Rüden des St Bandern zu R mee von Anhän Mr. 43. gebäude Klein nt Großhiujer ngen in Gi gen( 10,5 Pr leinwohnunge en auf Mittel v. 5. au 8,3 Weise dadurch ieviel Personen aben fidy dabei Bild gibt erst fallenden Babl festgestellt. Die 16 Gemeinden richt damit dem ien die Ziffern barstädte ange Vilbel 0,96, Offenbach 0,91. maturgemäß die ns auch für die ger typisch und ter fozialen und ten ist. zählung waren ( mit über zwei 252 Personen Wohnungen Wohnungen. gent der Woh Personen be onen. Durch die Auf schaftliche Not Een in Neubau erfnappung am einer umfang: ietung geführt. in Gießen ge gen aufgenom nommenen Ein D. 13,3 v. H. uch zu der all aß 620 Woh in Gießen sich ilich sind diese dem haben na ie Einzelinhaber vorgenommen er den Einschl neuem ange des Tages Je Gelände la in das Gefühl, en Abend ton die Höhe 304, rt auswuchs. bis zur Cau chts zu erken ste, flaute das s unseren Lö Zurückschaffung tet. Gleich der getoftet. der in Ordnung er fehr schwierig, Mitternacht be Gérard, um sich efer exponierten en Nacht tonnte bschnittes durch Augenblick an rs aber sah es e ich, daß der Jen beiden Li De. Das tonnte Angriffstruppe To eine Gefahr, ben in dem sehr s mündete. Un jen einem über Flante gegen vies in meiner hin, und bat S der Schüten Auch in den r Verlängerung inen Meldungen de große Gejab begegnen. Das weitgehende eine andere Auf tbehrt nicht einer Deier Regimenter drohtesten Stelle gegenseitige Ar e Infanterieftel ber Inanspru Tatsache, daß ein Forgesbach Ta Das Geschehnis ei festgestellt 9./118 abgelöjt Beschiehung de hältnismäßig bis Cumières ff in diefem Ab Artillerie, dos wollte anscheinend mugen Auffallend Infanterieangriff Beobachtung dur Die alleinige Be en verlegt. Ein og fich über die lich der Divifion während des An Samstag, den 31. Mai 1930. Lokales. Sonntagsgedanken. Wieder zog ein deutscher Luftsegler über das große Meer in ein fernes Land und mit ihm der deutsche Geist. Sie flogen vereint über Berge und Täler, Länder und Reiche, durch Wolfen und Rebel, über Flüsse und Meere. Wundersam hell schlugen die Gloden der alten Türme, als wollten sie wieder einmal eine Stunde fünden, wo deutscher Geist sich über die Erde breitet. Und wieder zeigt eine Stunde der Welt, daß wir Deutsche noch von edlem Metall und fähig sind, hellen Klang zu geben, trot Drud und Drang der schweren Zeit. Der deutsche Luftsegler hat neuerdings wieder in die Welt den Sieg des deutschen Schaffens und Könnens gebracht, hat Brüden gebaut von Land zu Land, von Volk zu Volk und von Mensch zu Mensch. Hat der Welt erzählt, daß Deutschland noch lebt und die Hände rührt. Ein solches Volf tann nicht untergehen. Darum lasset uns Mut schöpfen an dem neuen Blatt deutscher Geschichte. Die ganze Welt hat dem Luftriesen wieder zugejubelt und damit dem Deutschland, das wieder reicher wurde an einer Herkulesarbeit. Und so führe uns der neue Sieg deutscher Kraft und deutschen Könnens wieder höher, damit die Zeit sich bald erfülle, da Sonne und Freiheit wieder über unserem Vaterlande leuchten. Der Sonntagsschreiber. In Gedanken. Der Tag will sich leise in den Abend wandeln. Der große Wald vor der Stadt läßt sich von ein paar letzten Sonnenstrahlen bescheinen, aber sie haben keine rechte Leuchtkraft mehr. Da und dort rollen die Kinderwagen nach Hause. Die Bänke werden leer, denn ein fühler Hauch gehet durch die Luft nur eine etwas abseits stehende Bank ist noch besetzt. Ein älterer Mann lehnt müde den Kopf zurück. Er hat einen langen Spaziergang gemacht und nun muß er ein wenig ausruhen. Ja, diese Müdigkeit! Früher war das anders. Früher ach ja, früher! Da konnte man noch. Da hoffte man noch. Da malte man sich ein Leben aus mit schaffensfroher Kraft. Ein Leben, in dem die Gaben und Neigungen den richtigen Beruf finden würden, ein Leben voll Sonne und Glüd... Und jetzt? Man hat sein Auskommen, man hat seine Häuslichkeit, man muß zufrieden sein und bedenken, daß in dieser schweren Zeit Tausende froh wären, wenn sie nur einigermaßen die Sorge ums tägliche Brot Los sein könnten. Und doch wie eine Drehorgel leiert's da im tiefsten Seelenwinkel immer dieselbe Melodie. Ach wenn man's doch erreicht hätte! Wenn doch dem Leben die volle richtige Sinngebung geworden wäre! Fröstelnd steht der Einsame auf und eilt der Stadt zu. - Eine kleinbürgerliche Wohnstube. Alles blizsauber. An der Sofawand alte Familienbilder. Die Frau mit dem schneeweißen Haar am Nähtisch läßt die Nadel gehen, schnell und ohne Unterbrechung. Sie stict für ein Geschäft. Schätze sind damit nicht zu erwerben. Aber eine Zubuße ist's doch. Und die wird gebraucht. Denn mit dem Zimmervermieten allein ist's auch nicht geschafft, was man so braucht. Und die öffentliche Wohlfahrt in Anspruch nehmen, ach, das möchte man doch nicht. Die Dämmerstunde stellt sich ein. Die alten Augen müssen eine Pause haben. Die emsigen Hände ruhen eine Weile. Die Greifin blickt auf das Bild mit dem schmalen grünen Kranz, den sie heute darum gelegt hat. Ihr verstorbener Mann und heute sein Geburtstag. Ja damals! Da waren feine Geldsorgen. Da konnte man sich jedes Jahr eine schöne Reise leisten. Und dann die heimtüdische Krankheit und der plötzliche Tod. Und dann war nichts da, nur Schulden kamen zum Vorschein. Ja, das ist nun längst überwunden, und manchmal kommen einem doch noch Gedanken, so allerlei Gedanken. - - * Vom Stadthaus. Der in der Stadtratssitzung vom 20. ds. Mts. festgestellte Voranschlag der Stadt für das Rechnungsjahr 1930, ebenso die Voranschläge für das Wohlfahrtsamt, der Elektrizitätswerke, des Gaswerks, des Wasserwerks, des Volksbades, der Straßenbahn, der Studienanstalt, der Gewerbeschule und der Maschinenbauschule liegen bis zum 6. Juni im Stadthaus, Zimmer 17, zur Einsicht offen. * Einheitliche Straßenbahnpreise. Ab 1. Juni tritt ein Einheitspreis von 20 Pfg., ohne Rücksicht auf die Streckenentfernung, mit einmaliger Umsteigeberechtigung auf dem Marktplay, in Kraft. * Schweinezwischenzählung. In den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg findet am 2. Juni ds. Js. eine Schweinezwischenzählung statt. Weekend. In den letzten Jahren macht in Deutschland eine Bewegung sich bemerkbar, die einem englischen Beispiel folgend, das sogenannte ,, Wochenende" einführen will. In England ist die einem Sport entsprungene Flucht aus der Stadt seit langen Jahren kein Sport mehr, sondern ein Schritt auf dem Wege zur Kraft und Gesundheit, den man nun auch in Deutschland tun will. Wohl kennen wir seit langen Jahren das Wandern zu Rad und zu Fuß, aber das, was die Engländer uns lehren, geht über den Rahmen unseres Wanderns hinaus. Es ist in Verfolg eines Wortes Rousseaus die Rückkehr zur Natur", es ist ein Feierabend fernab vom Getöse der Stadt, fernab vom Wege der Eisenbahn, es ist ein Jubelruf der Freiheit, eine Verherrlichung der Unabhängigkeit von Zeit und Raum. Mit dem Wochenende ist in England das sogenannie Camping" verbunden, das ist das Campieren unter freiem Simmel, verbunden mit dem, was der vornehme Engländer ,, Gießener Zeitung * Vom Postamt. Am 1. Juni wird die neu hergerichtete Schalterhalle des Hauptpostamts( Bahnhofsstraße) für den Brief, Geld-, Telegramm- und Fernsprechverkehr in Betrieb genommen. * Wichtig für Versender von Expreßgut. Vom 1. Juni 1930 ab werden die bestehenden Expreßguttarife geändert. Die Expreßgutfrachtsätze werden in den unteren Entfernungen um 10 Pfg, in den höchsten Entfernungen um 20 Pfg. erhöht. Die Frachtgebühren für die mittleren Entfernungen bleiben unverändert. Die Mindestfracht für gewöhnliches Expreßgut beträgt Fünftig 50 Pfg.( bisher 40 Pig.), für sperriges Expreßgut, wie Fahrzeuge, Federn, Hüte, Körbe, Sessel und Stühle, bei deren Aufgabe die Frachtberechnung für das doppelte wirkliche Gewicht erfolgt, 1 RM.( bisher 80 Pfg.) und für ermäßigtes Expreßgut( frische Beeren, frisches Obst und frisches Gemüse aller Art), was zu den halben Expreßgutsätzen befördert wird, 50 Pfg.( bisher 40 Pfg.). * Motorrad- Unfälle. In der Frankfurterstraße fuhr gestern mittag ein Biedenkopfer Motorradfahrer, der gerade einen Bekannten aus der Klinik abgeholt hatte, um diesen nach Hause zu bringen, mit dem Auto eines bekannten Gießener Professors zusammen und mußten beide, nicht unerheblich verletzt, in die Klinik gebracht werden. An der Ecke Wieseckerweg- Marbur gerstraße fuhr ein Motorradfahrer aus Weilburg in ein Auto des Reichswehr- Kommandos Kassel. Der Motorrader erlitt schwere Verletzungen und wurde der Klinik zugeführt. Das Motorrad wurde vollständig zertrümmert. * Rotkreuztag. Der morgige Sonntag steht auch in unserer Stadt im Zeichen des Rotkreuztages. * Matthäusgemeinde. Im Philosophenwald findet Sonntag, den 1. Juni, nachmittags 3.30 Uhr, ein Familientag statt. * Hausbesigerverein e. V. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich jetzt in der Alicestraße Nr. 22, Tel. Nr. 3453. * Südwest- Afrika- Film. Als Früh- Vorstellung läuft morgen Sonntag, den 1. Juni, 11.15 Uhr, ein Film über ,, Süd- WestAfrika einst und jetzt" im Lichtspielhaus in der Bahnhofstraße. Hierzu spricht H. D. von Trotha, der 19 Jahre Farmer in SüdWest- Afrika war. * Verbandstagung. Der Edeta- Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften e. V. hält in den Tagen vom 21. bis 30. Juni ds. Js. seinen 22. Verbandstag in Karlsruhe ab. Auf der Tagung des Verbandes, welcher mehr als 400 Genossenschaften des kaufmännischen Mittelstandes mit etwa 30 000 Mitgliedern umfaßt, wird Herr Reichsminister Dietrich ein Referat halten. * Gautagung des Verbandes deutscher Apotheker. Am 31. 5. und 1. 6. hält der Verband deutscher Apotheker, Reichsfachgruppe im GDA., eine Tagung des Gaues Hessen und HessenNassau in Frankfurt a. M. ab. Samstag, den 31. 5., findet abends 8 Uhr, im Klubsaal Gr.- Frankfurt ein Begrüßungsabend statt. Sonntag vormittag spricht der erste Verbandsvorsitzende, Herr Apotheker Peiser, Berlin, über„ Die fachpolitische Lage". * VHC. Am Sonntag, den 1. Juni, Ausflug nach Bieber über Friedelhausen, Alteberg, Waldhaus, Dünsberg. Abfahrt 8.22 Uhr nach Friedelhausen. * Der Tonika- D- Bund E. V.( Verein für musikalische Erziehung) veranstaltet in den Pfingstferien Lehrerkurse in Mannheim und Dresden. Der Arbeitsplan mit allen Angaben ist fostenlos zu beziehen durch die Geschäftsstellen des TDB., Berlin W. 57, Pallasstraße 12. * Etwas von der Hygiene! Hygiene treiben heißt, den Bestand unseres Volkes erhalten. Es ist zu begrüßen, daß sich dessen auch der einzelne immer mehr bewußt wird und durch entsprechende Einrichtung seiner Wohn- und Wirkungsstätten den hygienischen Forderungen Rechnung zu tragen sucht. Volltommenheit fann er hierin jedoch nur erreichen, wenn er in allen Dingen des täglichen Lebens dieselbe Sorgfalt walten läßt. So ist es unbedingt notwendig, auch für die Raumbeheizung wie für gewerbliche Zwecke den richtigen Brennstoff zu wählen. Das rheinische Braufohlenbriketts Union" ist als der Brennstoff anzusprechen, der allen hygienischen Ansprüchen genügt. Ganz abgesehen von der billigen Anschaffung und der größten Sparsamkeit im Gebrauch liegen die besonderen Vorzüge des rheinischen Braunkohlenbriketts ,, Union" darin, daß sie rauch-, ruß- und geruchlos verbrennen.„ Union- Briketts" dienen somit der Gesundheit. Nr. 43. Aus Nab und Fern. Solmser Heimatfest. Braunfels. Vom 12. bis 14. Juli ds. Js. findet der zweite, nur alle 5 Jahre wiederkehrende Braunfelsertag, das Heimatfest des Solmser Landes statt. Es ist dies ein urwüchsiges Volksfest ohne lauten Jahrmarkttrubel. Ein historischer Festzug wird die Solmser und Stadtgeschichte um 1500 vorführen. Ge plant ist eine Beleuchtung des reizvollen Schlosses. Feuer im Frankfurter Osthafen. Frankfurt a. M. Im Osthafenviertel geriet am Freitag gegen 14 Uhr der Lagerschuppen der Firma Ferdinand Klein A.-G. Delfabrik in Brand. Es gelang der Feuerwehr, den Brand auf seinen Ausgangsort zu beschränken, so daß nur Sachschaden entstand. Frankfurt a. M., 30. 5. Zahlreiche falsche Fünfmarkstücke sind hier im Verkehr. Falschmünzer, die sich mit der Herstellung von Zweimarkstüden befaßten, wurden vorgestern verhaftet. Frankfurt a. M. Die Frankfurter Kriminalpolizei verhaftete den Schwerverbrecher Albert Weinberg aus Metz, dem es an den Osterfeiertagen bekanntlich gelang, aus der Strafanstalt Plötzensee bei Berlin zu entfliehen. Automobil- Schönheits- Wettbewerb und Pferderennen Frankfurt a. M. Neben den ausgezeichneten Besetzungen, die die Pferderennen in Frankfurt a. M. immer haben, ist es eine erfreuliche Tatsache, daß auch der erste Nennungsschluß für stattliche Zahl von ca. 100 Fahrzeugen ergeben hat. den Automobil- Schönheits- Wettbewerb am 1. Juni 1930 die Rüdesheim. In unmittelbarer Nähe des Niederwaldes hat sich ein 17jähriger Schüler, nachdem er seine Geliebte schwer verletzt hatte, erschossen. Beide stammen aus Mainz. Säuglingserkrankungen in Lübed. Lübeck, 29. Mai. Wie das Gesundheitsamt heute mitteilt, find gestern und heute teine Todesfälle bei den nach dem Calmette- Verfahren behandelten Säuglingen eingetreten. Dagegen erhöhte sich die Zahl der erkrankten Säuglinge um zwei, so daß zur Zeit 100 frank sind. In 15 Krankheitsfällen ist eine Besserung eingetreten. Jn ärztlicher Beobachtung befinden sich 106 Säuglinge. Ohne nähere Angabe ist man über den Gesundheitszustand von zwei Säuglingen. Entseglicher Irrtum. Paris, 30. 5. Ein verhängnisvoller Jrrium ist in einer Geburtsklinik in Ars bei Meh vorgekommen. Neugeborenen Kindern wurden mit einer Silbernitratlösung, die aus noch nicht geklärter Ursache 8 Prozent Silbernitrat anstatt 1 Pozent, wie vorgeschrieben, enthielt, die Augen ausgewaschen. Mehrere Kinder sind ganz oder teilweise erblindet. Zwei Amerikanerinnen in Italien tödlich verunglückt. Rom. In der Nähe von Florenz stießen in einer Kurve zwei Automobile zusammen. Der eine Wagen, der von einer Dame gesteuert wurde, stürzte einen 80 Meter tiefen Abhang hinunter und überschlug sich. Aus den Papieren konnte festgestellt werden, daß die beiden Insassen, die bei dem Unglück den Tod fanden, zwei junge Amerikanerinnen waren. 440 Häuser eingeäschert. Mostau, 29. Mai. Durch eine Riesenfeuersbrunst in dem Dorfe Zaplavnone bei Stalingrad wurden 440 Häuser ein Raub der Flammen. Ueber 2000 Dorfbewohner sind obdachlos gewor den. Die Zahl der Verletzten steht noch nicht fest. Riesenbrand auf dem Armee- Flugplay Mitchell- Field. Newyork, 29. Mai. Auf dem Militärflugplatz MitchellField brach aus bisher unbekannter Ursache ein Großfeuer aus, dem 25 Automobile zum Opfer fielen. Der Sachschaden beträgt etwa 100 000 Dollar. Schöne weiße Zähne. ,, Auch ich möchte nicht verfehlen, Ihnen meine größte Anerkennung und vollste Zufriedenheit über die Chlorodont- Zahnpaste" zu übermitteln. Ich gebrauche Chlorodont" schon seit Jahren und ich werde ob meiner schönen weißen Zähne oft beneidet, die ich letzten Endes nur durch den täglichen Gebrauch Ihrer Chlorodont- Zahnpaste" erreicht habe." C. Reichelt, Schwerz, Amt Niemberg, Saalfreis. Chlorodont: Zahnpaste, Zahnbürsten, Mundwasser Einheitspreis 1 Mt. bei höchster Qualität. In allen Chlorodont Verkaufsstellen zu haben. zieht“ zu hart, weil die zum Radwandern übergehenden ehe-| raden von Motors Gnaden zuvorkommen. Hat man in frimaligen Fußwanderer ihrer alten Liebe nicht untreu werden. Es gibt nämlich beim Radwandern viele Gelegenheiten, in denen man zum Fußwandern zurückkehren muß, und so haben in den letzten Jahren die Radwanderer eine Kombination zwischen dem Wanderer zu Rad und dem Wandern zu Fuß vorgenommen. Der Fußwanderer empfindet es oft als beschwerlich, das für das„ Camping" erforderliche Gerät mitzunehmen, während der Radwanderer Kochtöpse, Eßgeschirr, Bekleidungsstücke, Schlafsäcke, das Zelt, Regenmantel, Kamera und Guitarre an seinem Rade leichter unterbringen kann. Hat der Radfahrer in seinem Rade einen Packesel, so muß der Fußwanderer alles selbst tragen, und diese Last fällt namentlich älteren Wochenendschwärmern schwer. Der Radfahrer ist Herr über Raum und Materie. Er kann alles Gepäck mit sich führen, ohne seinen Körper zu belasten und die Lungen durch einen schweren Rudsad in ihrer Tätigkeit zu behindern. Er kann weiter kommen, Bidnid" nennt. Wir haben dieses Campieren bei unseren als der Fußwanderer, und er kann sein Wochenende in gottesWandervögeln gesehen, nur daß sie das„, Picknic" etwas prosai- gewollter Einsamkeit verleben, wenn er das Radwandern mit scher ,, Abkochen“ nennen, und auch unsere Wanderradler haben dem Fußwandern verbindet. Man findet heute in jedem Gastschon vor Propagierung des Wochenendgedankens das soge- hof einen Raum, wo man sein Fahrzeug diebessicher verwahren nannte ,, Camping" geübt. Wanderer zu Fuß und zu Rade sind lassen kann, um als Fußwanderer an Orte zu gelangen, zu desich oft begegnet und preisend mit viel schönen Reden hat jede nen man auf dem Rade nicht zu gelangen vermag. Man kann Wanderfakultät die Vorzüge ihres Sports gelobt. Man hat querfeldein wandern, durch den Wald sich pürschen und sich frei sich verständigt, und man darf sagen, daß die Freundschaft zwi- ergehen, ohne auf sein Rad achten zu müssen, man kann sein schen den Reitern auf Schusters Rappen und denen auf dem Wochenende froh verleben und körperlich und geistig erfrischt Rüden des Stahlrosses herzlich sich gestaltet hat, obwohl das nach Hause zurückkehren, sofern man seine Fahrt frühmorgens, Wandern zu Rade dem Wandern zu Fuß alljährlich eine Ar- wenn die Hähne frähen, beginnt. Das Wandern auf verstaubm: ee von Anhängern entzieht. Vielleicht ist der Ausdruck ,, ent-| ten Straßen macht kein Vergnügen, und so muß man den Kamescher Morgenluft sein Radlerziel erreicht und den Ritt auf Schusters Rappen begonnen, wird das Wochenende zu dem erhofften Genuß werden. Der Kampf für das Wochenende wird behördlicherseits unterstützt, und an alle, die Gottes freie Natur lieben, ergeht der Aufruf, das uns frei und frisch machende Wochenenende zu einem Bestandteil unseres Lebens zu gestalten. Zu unserem Artikel ,, Der Postraub in der Subach" wird uns von einer 91jährigen Frau mitgeteilt, daß die Enthauptung der Täter 1822 auf dem Marktplatz zu Gießen daselbst die letzte gewesen sei. Die Menge der Zuschauer, die von weither gekommen waren, um dem Schauspiel beizuwohnen, habe sich derart beängstigend gestaut gehabt, daß viele derselben auf den Schultern anderer gestanden hätten. Von da ab fanden die Hinrichtungen auf dem Trieb auf einem umzäunten Plazze statt. 1835 ward der Dienstknecht Johannes Heß aus Nieder- Ohmen, der bei Langsdorf einen Raubmord an der Kath. Steeg aus Raftädten begangen hatte, mit dem Schwert hingerichtet. 1843 fand zu Gießen im Bezirksstrafgefängnis gegenüber der Anatomie, jezt Zollamt, die erste Hinrichtung mittels des Fallbeils statt. 1845 bestiegen die zwei Mörder des Joh. Fehl aus Freiensteinau dieses Blutgerüst, 1859 als letter da oben der Mörder des Försters Petri aus Lich. Postillion Müller übrigens, der 1822 das Postwägelchen von Gladenbach gefahren hatte, war später lange Jahre im Männerbad zu Gießen beschäftigt. 90 mm 00 Samstag, den 31. Mai 1930. Voitsdeutsche Heerschau in Salzburg. Pfingsttagung und 50jähriges Jubiläum des B. D. A. Die diesjährige Hauptversammlung des Vereins für das Deutschtum im Ausland, die wie immer zu Pfingsten stattfindet, und deren Abhaltung bereits eine Ueberlieferung des deutschen Kulturwillens in aller Welt geworden ist, steht in diesem Jahre im Zeichen der 50- Jahrfeier der deutschen Schuharbeit. Die Tagung findet vom 6. bis 10. Juni in der schönen österreichischen Grenzstadt Salzburg statt. Im Zeichen des 50- Jahre- Jubiläums werden die Veranstaltungen stehen. Die führenden Persönlichkeiten des Grenz- und Auslandsdeutschtums, sowie zahl= reiche hervorragende Führer der Schutzvereinsarbeit haben ihre Beteiligung bereits zugesagt. Die deutsche Jugend aus dem Reiche, Desterreich und verschiedenen Außengebieten wird nach den bisherigen Anmeldungen in einer Anzahl von 20 000 vertreten sein. Die Veranstaltungen nehmen ihren Anfang am Freitag, den 6. Juni. Der Sonnabend bringt am Vormittag die wichtige Hauptausschußsitzung. Höhepunkte des Tages werden die Jubiläums- Hauptversammlung am Nachmittag und die Feier des 50jährigen Jubiläums der Schuharbeit am Abend sein. Am ersten Pfingsttag sind vormittags zunächst Gottesdienste der verschiedenen Konfessionen, anschließend finden die Hauptversammlung des Deutschen Schulvereins Südmark und die Jubiläumstagung der Studenten- und Jugendgruppen statt. Am Der Nachmittag bringt den Festzug aller Teilnehmer. Abend halten die Landesverbände ihre Abendfeiern ab, in deren Mittelpunkt Vorträge von Auslandsdeutschen aus den jeweiligen Betreuungsgebieten stehen werden. Die Morgenfeier findet am Pfingstmontag auf der Wiese am Schartentor statt. Am Nachmittag findet im Festspielhaus das Jubiläumstreffen der V. D. A.- und auslandsdeutschen Jugend statt, gleichzeitig beginnt im Mozarteum die Frauentagung und die Vertretertagung der akademischen Ortsgruppen. Am Abend schließt ein Fackelaufmarsch der gesamten Jugend die Tagung ab. Auch die hessische Jugend wird stark in Salzburg vertreten sein. Ueber 700 Jungen und Mädels werden am Freitag, Juni, im hessischen Sonderzug unter Leitung von Direktor Hüthwohl Grünberg die Fahrt nach dem Süden an> treten, begleitet von einigen Hundert Erwachsenen. Alle sind heute schon voll froher Erwartung auf iiefgehende Erlebnisse. Verschärfung der Vorschriften über den Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen. Gießener Zeitung des 1. Bandes der amtlichen Entscheidungen aus der Erinnerung entschwunden zu sein scheint. Der Fall ist folgender: Ein Kläger hat vor seiner Einziehung niemals etwas von einem Leiden gemerkt, ist stets voll arbeitsfähig gewesen. Nach seiner Entlassung wird eine Dienstbeschädigung festgestellt aber- wie nur im Sinne einer der Bescheid ausdrücklich hervorhebt Verschlimmerung. Dem Kläger konnte es damals gleichgültig sein, ob sein Leiden als D. B. im Sinne einer Verursachung oder nur einer Verschlimmerung anerkannt wurde; denn das R.V.Ger. hatte in dem oben angeführten Grundsatz ausgesprochen: Wer bei Einstellung in den Militärdienst durch ein bereits vorhandenes Leiden um weniger als 10 v. 5. in der Erwerbsfähig= beit beschränkt ist, gilt als erwerbsfähig im Sinne des MV.Gesetzes. Steigt in einem solchen Falle der Grad der Erwerbs= unfähigkeit infolge einer D. B. auf 10 v. 5. oder darüber, so ist der Versorgungsanspruch aus§ 1 Abs. 1 a. a. D. entsprechend der Höhe des nunmehr bestehenden Grades der Erwerbsunfähigkeit begründet." Das Gesetz über den unlauteren Wettbwerb stellt u. a. auch den Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen durch Arbeitnehmer unter Strafe. So wird mit Strafe bedroht ,,, wer als Angestellter, Arbeiter oder Lehrling eines Geschäftsbetrie= bes Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse, die ihm vermöge des Dienstverhältnisses anvertraut oder sonst zugänglich gemacht worden sind, während der Geltungsdauer des Dienstverhält= nisses unbefugt an andere zu Zwecken des Wettbewerbs oder in der Absicht, dem Inhaber des Geschäftsbetriebes Schaden zu= zufügen, mitteilt". Ein im Reichstag gestellter deutschnationaler Antrag will diese Vorschriften nunmehr wesentlich verschärfen, und die bisherige Strafbemessung weit hinaufschrauben. Außerdem soll die Geltung der Strasbestimmungen auch auf Verstöße ausgedehnt werden, die nach Beendigung des Dienstverhältnisses, aber innerhalb einer vereinbarten Geheimhaltungsfrist began gen werden, und das Gerichtsverfassungsgesetz dahin geänderi werden, daß bei Verhandlungen die Oeffentlichkeit auch dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Gefährdung eines Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisses zu besorgen ist. Der Kläger wurde also in vollem Umfange entschädigt, so, als ob seine D. B. durch den Krieg verursacht worden wäre. Nun hat sich das Leiden im Laufe der Jahre verschlimmert. Der Fiskus wendet ober gegenüber Anträgen auf Erhöhung der Versorgung wegen Verschlimmerung ein, diese neue Verschlimmerung sei keine Folge von D. B. mehr. Nur ganz wenige Senate weisen diesen Einwand zurück, anerkennen diese Verschlimmerung als Folge von D. B. und le= gen die ganze nunmehr bestehende Erwerbsminderung der Berechnung der Rente zugrunde. Alle anderen Senate lehnen die Verschlimmerung als Folge von D. B. ab, so daß der Kläger auf seiner ursprünglichen kleinen Rente sitzen bleibt oder, falls Wie finden er abgefunden war, überhaupt nichts bekommt. sich eigentlich die abweisenden Senate mit der Entscheidung im In den Gründen der Urteile ist dar1. Bande Seite 111 ab? auf niemals Bezug genommen. Das ist um so verwunderlicher, als der erwähnte Grundsah noch durch einen weiteren in demselben Bande( Seite 194 Nr. 93) unterstützt wird. Dort heißt es nämlich:„ Wenn ein vor der Einstellung in das Heer vor= handen gewesenes Leiden durch den Militärdienst verschlimmert worden ist, so ist nicht die Gesamteinwirkung des Leidens auf die Erwerbsfähigkeit, sondern nur die durch die Verschlimmerung herbeigeführte Steigerung des Grades der Erwerbsunfähigkeit der Versorgung zugrunde zulegen. Doch muß einwandfrei fest: stehen, daß die Erwerbsfähigkeit schon bei der Einstellung um mindestens 10 v. H. gemindert war." Das heißt doch wohl mit anderen Worten, daß die im letzten Sage genannten Kriegsbe schädigten für immer in vollem Umfange entschädigt werden sollen. Bei ihnen ist eben ,, Verschlimmerung" gleich„ Verursachung".- Es ist selbstverständlich, daß bei Kriegsbeschädigten, deren Erwerbsfähigkeit schon vor dem Kriege um mehr als 10 v. H. herabgesetzt war, im Sinne des ersten Absatzes der letterwähnten Entscheidung stets zu prüfen sein wird, ob es sich um eine wirkliche Verschlimmerung des alten Leidens handelt oder um die Auslösung neuer Krankheitserscheinungen. Aber wie gesagt, das ist ein ganz anderer Fall. Jedenfalls ist zu wünschen, daß der Grundsah im Band 1 Seite 111 Nr. 54 wieder aus der Vergessenheit gehoben und von den Senaten angewandt wird. Wenn aber ein Senat durchaus anderer Ansicht ist, so muß er doch wohl an den Großen Senat gehen. Bei der bisherigen Duplizität der Rechtsprechung kann es nicht gut bleiben. Bolle Entschädigung bei Dienstbeschädigung im Sinne der Verschlimmerung. Wir müssen immer wieder feststellen, daß einer ganzen Reihe von Senaten des R.V.Ger. der Grundsatz N. 54 auf Seite 111 * Union Neue Bücher. Nr. 43. frau, ein Kanarienvogel, ihr früheres Dienstmädchen, eine Schäferhündin, eine Akrobatin, eine Füchsin, ihr erster Geliebter Bor, eine Häsin, eine Verkäuferin, ein Rennpferd, die Frau eines kleinen Buchmacheragenten. Sie ist nackt, sie ist ein Tanzgirl, ein Fassan, sie ist in den Schützengräben, sie ist ihr eige= ner Gatte, sie ist eine Bettlerin. Alle diese Episoden sind in ihrer Form spannend und erschütternd. Kennen Sie zeileis? In der neuen„ Woche" ist er abgebildet, samt seinen„ Gläubigen" und seinem Dorf, das schneller wächst als eine amerikanische Stadt. Kraftwagen- Fahrplan für Hessen, Hessen- Nassau und angrenzende Gebiete. Herausgegeben vom Südwestdeutschen Verkehrsbund Frankfurt a. M., in Verbindung mit der Reichspost, Reichsbahn, und den beteiligten Unternehmungen. Preis 30 Pfg. Verlag Carl Ritter G. m. b. H., Frankfurt a. M.- Süd. ,, Geschichte und Kunst im Harz und Kyffhäuser" betitelt sich ein soeben erschienener Prospekt. In diesem 16seitigen Heft zeigt Dr. Den efe in furzen Aufsätzen über ,, Der Harz in der deutschen Geschichte“,„ Gebräuche, Sitten und Theater im Harz", ,, Die Kunst im Harz" und„ Der Harz in der Literatur". Die kleine Schrift, die mehr als 50 wenig bekannte Bilder enthält, ist kostenlos zu beziehen durch den Harzer Verkehrsverband e. V., Geschäftsstelle Wernigerode, Postfach. Möchten Sie Boda sein? Von Con O'Leary. ,, Möchten Sie Boda sein? Neunzehn Verwandlungen in einer Nacht" ist das vielbemerkte Werk des jungen Jren Con O'Leary/ Autorisierte deutsche Uebertragung. Ein reizender Band, geb. 6,50 RM., geh. 4,50 RM. Verlag Died& Co., Stuttgart. Es beruht auf einem originellen Einfall, der gut durchgeführt iſt. Im ersten, kurzen Teil lernen wir Boda kennen, eine hübsche, mondäne junge Dame der Gesellschaft, mit Mann und Liebhaber, Rennstall und Dienstboten; schön, reich, leichtfertig, gedankenlos, sensationswütig. Aus Snobismus, weil es etwas ganz Neues ist, verschluckt sie ein( vom Verfasser erfundenes) in Südamerika bei Indianerstämmen verwandtes Mittel, das in einen Schlaf verfallen läßt, in dem man zu all denen wird, denen man Unrecht zugefügt hat. Der zweite, längere Teil, schildert Bodas Traumerlebnisse. Neunzehn Metamorphosen macht sie durch, bis sie schließlich erwacht und verzweifelt nach ihrem Mann rust, um zu versuchen, ein neues Leben zu beginnen.- Sie hört ihre Freundinnen und Freunde, ihr Personal über sich skandalieren. Sie ist eine Maus, eine irische BächtersHeizi Kein Rauch kein Ruß keine Schlacken Hausfrauen! Achtung! Seit kurzem ist ausländisches Siedesalz im Handel. Die Herkunft des Salzes wird der Verbraucherschaft verschwiegen, auch hat diese keinen preislich. Vorteil Deshalb: Hausfrauen! Verlangt beim Einkauf ausdrücklich deutsches Siedesalz das Euch Gewähr für gute Qualität bietet. * Union M Marburger Festspiele vom 8. Juni bis 6. Juli Jedermann" Kaufmann von Venedig" Götz von Berlichingen" Prospekte durch Stadtverkehrsamt Wegweiser und Hotelführer„ Württemberg und Hohenzol lern". Der Schwarzwald, das Neckarland, Hohenlohe- Franken, der Schwäbische Wald, die Schwäbische Alb und Oberschwaben bis zum Bodensee und Allgäu sind in diesem handlichen Führer übersichtlich behandelt und ist( einschließlich Karte) bei den Reise und Verkehrsbüros, sowie vom Verkehrsverband Württemberg- Hohenzollern Stuttgart- Hauptbahnhof erhältlich. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. SteuerErsparnis bringt das Reichssteuer Kassebuch Bezuge Redaktionsjah fendung nicht 43. Jal Die Einl Saager Abfor ausgleich zu leiftet worden Im Hinbl die in diesem cine fogenann bunden werde Das Reid Bollendung mittelt. Der Re tifnachtrags RIECK Reichsbinne bis zum 30. ReichssteuerKassebuch D.R.G.M. mit Spezialeindruck für jedes Gewerbe, für jedes Geschäft, für freie Berufe, Agenturen, für Vereine, Verbände etc. Zu beziehen vom Herausgeber: ALBIN KLEIN GIESSEN Fernsprecher Nr.2525, Südanlage 21 Billigster und bequemster Brennstoff Briketts Grossverlag sucht tüchtigen Abonnentenwerber Gefl. Angebote unter F. M. 653 an Ala, Haasenstein& Vogler, Frankfurt a. M. H EIMARBEIT schriftl.HansaVerlag, Halle a. S. Seide ift Gold! Durch Seidenraupenzucht können in zwölf Wochen 1000 Mt. und mehr verdient werden. Einfache, leichte Zucht für alle. Prosp., Anleitung kostenl. Rückp. erbet. Meißen( Sa.) Schließfach 81, Beratungsstelle für deutschen Seidenbau. Union Waschen Sie so wie Wissenschaft u. Praxis es als richtig erkannt haben: Mit Dr. Thompson's Seifenpulver wer anders. wäscht, macht es falsch. Peters Union Motorrad- u. Fahrrad- Reifen R THOMPSON'S 2 SCHUTZ MARK SEIFEN PULVER WASO UNION UNIONCORDELERFEERS UNION Für die lin hat der übernommen. mitglieder we In dem des Reichspro gegen das Ur gegen den F Die für Sportler", bleiben foll den verschie vom thüring tradht tommt, Nach Mit Mai 1930 106 abgelehnten nete Bergle Beim L Jahr 1924 die das Am Das id mehe forme darauf eine Mit A6 Arbeitslojen beträgt die Anläglich densvertrages dem Budapest cine ungeure aliejung ang denen Revisio Ein Die Führer Besprechun Das R Besprechung Sanierung rigkeit der Kabinettsji den noch die gefüllt werd Daß ein Brie Vor wenigen Reichsverband faden worden Sigung mit am Dienstag fanden, che Das Kabinet tag unter an befaßt, die m Derungen ins augenblidlich follen die Ve dürften die d