971.0 en und en Verile tliche Rüd üffen. Aus dem Bray ihm dieje er, der jede Steuerme ngen, deren ann. neuen Ra Rörpermaßer Or nur dan Teilen Dem der Menja aschine" ent ẞt. em Kunden tiprechende des Fahrers anhaftenda er Radfahre spannt, wo Kraft ent d da unsere s Kind das Oler nicht in Shreden für hoch oder p gen, oder e er zugemutet De gelieferten findliche G En. Durch die Itenen Lent Enge läßt fig ndrücken oder Orderrad zwi rch drehende dreht man ß der Lenter an mit schie orradfabrikes, enden. Dieje - an dem die durch einen muß man die En zu können. m Expander f, fodas zwei liche Weise. enrohr) and Streben fidh 5 Alemmitid Lentitange Will man an der rech I genau wie en, nur mit en die Beine nfen bei den teht er gene Mutter wi d Lenker tüße und bei einer ellung wied in Gießen Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Nolitische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Der Reichsrat stimmte am Donnerstag den Durchführungsbestimmungen für die Erhebung der durch die Notverordnung des Reichspräsidenten geschaffenen Gemeindebiersteuer, Ge: meindegetränkesteuer und Bürgersteuer zu. Mit Rücksicht auf die gegenwärtige allgemeine Lage ist der geplante Besuch des Landes Hessen durch den Reichsrat verschoben worden. Spitzenkandidat der Nationalsozialisten in Hessen sind Pfarrer Münchmeyer- Düsseldorf, Lehrer Ringshausen- Offenbach, Arzt Dr. Daum- Oppenheim, Dekorateur Abt- Darmstadt, Prof. Dr. Werner- Buzzbach, Landwirt Dich:-Gau- Odernheim. In einer Rede in Dresden bezeichnete Reichsfinanzminister Dr. Dietrich als die wichtigste Frage der deutschen Innenpolitik die Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald sprach sich in Breslau gegen die Durchführung sozialistischer Steuer- und Sozialpolitik Qus. Dem Völlerbund sind vom Juni 1929 bis Ende Mai 1930 weit über tausend Schreiben und Beschwerden von Minderheitsangehörigen zugegangen. Die Gerüchte, daß eine Erhöhung der Posttarife, insbesondeze des Stadtportos, beabsichtigt sei, entbehren jeder Grundlage. Jr Postministerium sind, wie aus Berlin mitgeteilt wird, teinerlei Erörterungen über eine derartige Maßnahme gepflogen worden, die auch in der Tat bei der gegenwärtigen Wirtschaftslage völlig unerträglich sein würde. Die argentinische Hauptstadt starrt von Waffen. Die Regierung ist gerüstet, jeder etwaigen revolutionären Situation, die sich aus dem gegenwärtigen Telephon- und Telegraphenangestelltenstreit ergeben könnte, Herr zu werden. Ein Weltkongreß der Auskunfteien findet vom 14. bis 18. Dezember 1930 in Wien statt. Der Oberstadthauptmann von Budapest hat die Abhaltung ein er Arbeitslosendemostration am 1. September verboten. Der japanische Flieger Yoshiharo, der am 20. August von Berlin abflog, ist in Osaka eingetroffen. Man nimmt an, daß cr am Sonnabend in Tokio ankommen wird. Yoshihara benutte zu dieser Reise den Junkers Junior, der damit wirklich eine glänzende Probe seiner Leistungsfähigkeit abgelegt hat. Die russische Regierung hat den ehemaligen Volkskommissar des Auswärtigen, Tschitscherin, eine monatliche Pension von 350 Rubel bewilligt. Das ist die höchste Pension die die russische Regierung ihren Beamten gewährt. Das hejjijche Arbeitsbeschaffungsprogramm. Für 7500 Ausgesteuerte ein halbes Jahr Arbeit. Darmstadt, 29. 8. 30. Die Maßnahmen des hessischen Landtags zur Belebung der hessischen Wirtschaft und zur Beschäftigung von Wohlfahrtserwerbslosen hat in manchen Kreisen, nicht zuletzt auch in Kreisen der Wirtschaft, eine ablehnende Beurteilung erfahren. Insgesamt werden im Rahmen des hessischen Programms Arbeiten im Gesamtbetrag von etwa 12½ Millionen Rmf. mit eimer Zinsverbilligung ausgestattet, wovon 7% Millionen Rmt. auf 3 Prozent verbilligt werden. Von diesen 12% Millionen Rmk. entfallen etwa 6½ Millionen Rmf. auf Materialkosten und etwa 6 Millionen Rmf. auf unmittelbare Arbeitslöhne. Wenn man nun einen durchschnittlichen Stundenlohn von 1 Rmk. zugrunde legt und den Arbeitsmonat zu 25 Tagen rechnet, können tatsächlich 5000 Wohlfahrtserwerbslose 6 Monate lang beschäftigt wer= den. Es stecken aber in den 6½ Millionen Rmt. Materialkosten auch etwa die Hälfte mittelbare Arbeitslöhne, die auf die Hertellung der Materialien, wie Schotter für den Straßenbau, Runststeine, Zementrohre, Formstücke usw. für Kanal- und Entwässerungsanlagen entfallen. So wird durch das Arbeitsbe= haffungsprogramm unmittelbar für 5000 und für weitere 2500 Hrbeiter mittelbare Arbeitsgelegenheit für mindestens ein halbes Jahr geschaffen. Dabei darf nicht übersehen werden, daß durch den zusätzlichen Schlichtwohnungsbau für weitere 3½ Millionen Rmf. Arbeiten ausgeführt werden und noch ein zusätzliches Straßenbauprogramm der Reichsregierung aussteht, von dem auf helen schähungsweise etwa 3% Millionen bis 4 Millionen Rmt. eni fallen dürften. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Die Durchführung des hessischen Arbeitsbeschaffungsprogramms, durch welche der hessischen Wirtschaft einschließlich der Reichsmaßnahmen in diesem Jahre etwa 20 Millionen Rmt. zugeführt werden, bedeutet eine starke Belebung der Wirtschaft, handel, Handwerk und Gewerbe. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 30. August 1930 nehmen. Weiterhin empfiehlt er, nicht nur bei vorkommenden Neueinstellungen hiernach zu verfahren, sondern auch zu prüfen, ob der Frage der Doppelverdiener und der Nebenbeschäftigung von Beamten gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Klagen über Doppelverdiener und Nebenbeschäftigung von Beamten werden immer und immer wieder vorgebracht. Es ist ohne weiteres einzusehen, daß bei der großen Erwerbslosigkeit derariige Zustände laum tragbar sind und es wird von den Erwerbs= losen selbst als eine bittere Härte empfunden, wenn ihnen durch die Doppelverdiener oder von Beamten, die in festen Gehaltsverhältnissen stehen, die Verdienstmöglichkeit hinweggenommen wird. Es scheint aber auch vom Standpunkt der allgemeinen Wirtschaft aus gesehen notwendig zu sein, auf eine bessere Verteilung der freien Arbeitsplätze bedacht zu sein, um so die finanzielle Notlage des Reiches, der Länder und der Gemeiden durch die große Zahl der Erwerbslosen und Ausgesteuerten nicht noch mehr zu verschärfen. Ein Ausschreiben des hessischen Finanzministers gegen die Doppelverdiener unter den Beamten. Darmstad, 29. 8. 30. Unter Bezugnahme auf das Ausschreiben bom 6. September 1927 weist der Finanzminister erneut an, bei Deatung etwaigen Personalbedarfs, soweit dieser nicht ohne weiteres den gesetzlich oder tariflich bestimmten Personengruppen zu at nehmen ist, grundsätzlich die Arbeitsnachweise in Anspruch zu Verbotene kommunistische Veranstaltungen in Bayreuth. Der Leiter der Polizei der Stadt Bayreuth hat durch eine Verfügung alle aus Anlaß des 16. Internationalen Jugendtages in Bayreuth am 6. und 7.September 1930 und der Internationalen Jugendwoche vom 31. August bis 7. September 1930 in Bayreuth von der Kommunistischen Jugendvereinigung geplanten Kundgebungen und Veranstaltungen jeder Art in geschlosse= nen Räumen und unter freiem Himmel verboten. Das Verbot schließt auch die Abhaltung jeder etwa geplanten Ersatzveranstaltung in sich. Die Polizei ist angewiesen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln das Verbot durchzuführen. Hunderttausend RM. bei der Berliner Zentral- Schulddeputation unterschlagen. Berlin. Am Donnerstagnachmittag wurde der bei der Berliner Zentral- Schuldeputation seit vielen Jahren beschäftigte 51 Jahre alte Stadtsekretär Hans Wolf von der Kriminalpolizei verhaftet. Wolf soll Fälschungen und Unterschlagungen begangen haben, die die Höhe von etwa 100 000 RM. erreichen. Riesenschmuggel nach Danzig. Danzig, 29. 8. Durch das Danziger Zollamt wurden riesige Schmuggeleien aufgedeckt, die seit 1927 von Danziger und ostpreußischen Postbeamten im Verein mit Danziger Textilfirmen inszeniert worden sind. Der Schaden der Danziger Zollbehörde beträgt hunderttausende Danziger Gulden. Neue Verschärfung der indischen Krise. Bombay, 29. August. Sämtliche Mitglieder des Arbeitsausschusses des Allindischen Kongresses sind zu je sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die indischen Nationalisten haben diese Strafe mit einem großen Streif und Protestdemonstratio= nen beantwortet. Hindus und Mohammedaner haben in diesem Augenblick ihre alte Feindschaft vergessen und sich in gemeinsamen Aktionen zusammengefunden. Den nationalistischen Freiwilligen gelang es, fünfzig Betriebe ſtillzulegen. ,, Europa" sieben Stunden Vorsprung vor ,, Mauretania". Newyork, 29. August. Das sogenannte ,, Wettrennen" zwischen dem deutschen Ozeanriesen„ ,, Europa" und dem englischen ,, Mauretania", der eine Viertelstunde früher als die„ Europa" Cherbourg verlassen hatte, hat mit dem Sieg der ,, Europa" ge= endet. Die ,, Mauretania" lief erst sieben Stunden hinter der ,, Europa" im Newyorker Hafen ein. Gedenke, daß du ein deutscher bist! Vom Deutschen Ausland- Institut wird folgende Mahnung verbreitet: ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 69 Der Ruhrbergbau im Zeichen des Preisabbaues. Die Tarifverhandlungen zwischen Zechenverband und Gewerkschaften sind am Montag, wie vorauszusehen war, ergebnislos verlaufen. Einigermaßen überraschend ist die Festsetzung des neuen Verhandlungstermins noch vor den Reichstagswahlen. Wie in dem Bericht über die Verhandlungen mitgeteilt wird, wollen die Parteien für die neuen Verhandlungen weiteres statistisches Material beibringen, um ihre Forderungen zu begründen. Damit entfällt die Wahrscheinlichkeit, daß die Tarise kurzfristig verlängert werden. Der Schlichter wird Bedenken getragen haben, den auf der Grundlage der Lohnsenkung vorgesehenen Preisabbau über die Winterversorgung hinaus zu verschieben. Innere Auseinandersetzungen sind nötig und nicht zu vermeiden, solange sich gesunde politische Kräfte im Widerspiel mes= sen. So wird es auch in den kommenden Wochen des Wahlkampfes sein. Aber so hart auch die Meinungen aufeinandertreffen, so sehr auch um die Persönlichkeiten gerungen wird, die unser Volk führen sollen: wir dürfen niemais vergessen, daß uns Aufgaben gestellt sind, die nur unter Mitarbeit aller Teile des Volkes zu lösen sind. An erster Stelle steht da die Sorge um 30 Millionen Menschen unseres Volkstums, die jenseits der Reichsgrenzen wohnen und denen der Zusammenhalt mit dem Mutterland den Lebensinhalt gibt, für den sie tagaus, tagein schwere Opfer bringen. Vergeßt sie auch in diesen Tagen nicht! Benutzt die Gelegenheit der Wahlversammlung, um auch ihrer zu gedenken und unseren Landsleuten daheim die Notwendigkeit des inneren Zusammenhaltens mit ihnen eindringlich vor Augen zu stellen! In erfreulichem Maße haben alle Parteien in den letzten Jahren diese Notwendigkeit erkannt und sich der Brüder draußen angenommen; schon lange ist das Ergehen der Volksgenossen draußen eine Frage, mit der sich unsere auswärtige Politik ernst und eingehend beschäftigt. Darum gehört mit Fug und Recht eine Erwähnung dieser Dinge in den Wahlreden und Diskussionen, zumal sie auch im heftigsten Meinungsstreit die Möglichkeit geben, das uns allen Gemeinsame zu betonen. Die Gewerkschaften haben den Forderungen der Arbeitgeber, einen Anspruch auf Lohnerhöhung um 50 Pfg. pro Schicht, d. s. etwa 5 Prozent, gegenübergestellt. Man darf annehmen, daß dies aus taktischen Motiven geschehen ist, um die Gründe des Zechenverbandes für seine Wünsche abzuschwächen. Im Ernst werden auch die Gewerkschaften nicht daran glauben, daß angesichts einer nicht zu verkennenden Preisabbaubewegung anstatt einer Lohnsenkung eine Lohnerhöhung eintreten kann. Der Ausgang der Verhandlungen am Montag scheint auch die Möglichkeit auszuschließen, daß zum Schluß die Forderungen des Zechenverbandes und der Gewerkschaften gegeneinander aufgewogen werden, wie es bisher der Fall war. Die Lohnsenkung verliert die ihr anhaftende Härte, wenn sie durch Steigerung der Kaufkraft ausgeglichen wird. Nach einer Veröffentlichung des Statistischen Reichsamtes sind die Preise für Fleischwaren und andere wichtige Lebensmittel in Essen um 10 Prozent und mehr niedriger als im Vorjahre. Es muß da Aufgabe der Regierung sein, diese Preissenkung auch auf die anderen Gegenstände des täglichen Bedarfs auszudehnen. Selbst wenn eine derartige Aktion nicht auf allen Gebieten zum Ziele führen würde, wird der Bergarbeiter auch so durch einen 10prozentigen Lohnabbau nicht schlechter gestellt, vor allem dann nicht, wenn durch die Produktionskostensenfung eine Verringerung der Feierschichten erzielt wird. Allerdings werden auch durch den Lohnabbau die Halden nicht verschwinden, doch darf man annehmen, daß die Preissenkung eine Belebung des Absatzes herbeiführt, die zugleich mit der Winterbedarfsdeckung die Halden wieder zusammenschrumpfen läßt. Wenn dies auch nicht von heute auf morgen eintritt, wird doch der 10prozentige Verdienstausfall schnell durch eine entsprechende Vermehrung der Schichtzahl wettgemacht. Die Gewerkschaften haben gelegentlich darauf hingewiesen ,. daß die Senkung der Kohlenpreise für die Unternehmer nur ein problematisches Opfer bedeute, dagegen der Lohnverzicht für die Arbeiter eine durchaus reale Grundlage habe, da die Kohlenpreise infolge der ausländischen Konkurrenz schon ge= fallen seien, die Senkung des amtlichen Preises also hinter den Tatsachen her hinke, d. h. mit anderen Worten, daß die Zechen das Opfer schon seit längerer Zeit haben bringen müssen, ohne die Selbstkosten verringern zu können. Wenn sie also jetzt Angleichung des Lohnes verlangen, so ist das nur ein naturnotwendiges Zugeständnis an die Absatzbedingungen, nachdem die Unternehmer jahrelang auf einen Gewinn verzichtet oder sich mit einem geringen Gewinn begnügen mußten. Dazu kommt der erhebliche Verlust, den die Lagerung der Kohle durch die wiederholte Ladetätigkeit, den Zinsverlust, und nicht zuletzt die Wertminderung verursacht. Selbst wenn also diese Lagerbestände dem Markte zugeführt werden, erbringen sie bei weitem nicht mehr die Gestehungskosten. Rechnet man dazu die Erhöhung der anteiligen fixen Kosten infolge des Abfahrückganges, so ist unschwer einzusehen, daß die Unternehmer eine Preissenfung nicht aus eigenen Mitteln durchführen können. Man hat den Zechen vorgeworfen, daß sie jede Absatzschwierigkeit durch Einlegung von Feierschichten auf die Arbeiter abgewälzt hätten. Es ist ganz klar, daß bei rückgängigem Absatz die Förderung nicht in gleichem Maße aufrechterhalten werden kann, wenn nicht das ganze Revier von Halden überschwemmt werden soll. Wenn nun die Zechen zur Einschränkung der Förderung nur soweit unbedingt notwendig zu dem oft harten, für die Unternehmer aber billigeren Mittel der Entlassungen greifen und im übrigen Feierschichten einlegen, so geschicht das doch nur im Interesse der Arbeiter. Die Selbstkosten erfahren durch die Fördereinschränkung im heutigen Umfange eine Steigerung um etwa 2 RM. je Tonne. Der Inhalt des Arbeitskampfes, den der Bergbau heute führt, nicht gegen die Arbeiterschaft oder gegen die Gewerkschaften, sondern um die Erhaltung der Betriebe, ist legten Endes auch das Interesse der Bergleute. Denn der Absazrückgang ist nicht nur eine Konjunkturerscheinung, sondern auch eine Folge des verschärften Konkurrenzkampfes der englischen und holländischen Kohle, sowie des Ausfalls der italienischen Reparationslieferungen. So ging z. B. die Ausfuhr nach Italien von 433 000 To. im Juli 1929 auf 276 000 To. im Juli 1930 zurück. Es entsteht also hier allein ein Verlust von monatlich etwa 160 000 To. Wenn diese Absatzmärkte wieder erobert werden sollen, geht das nur auf dem Wege der Kohlen Samstag, den 30. August 1930. preissenkung und diese wiederum bedingt Produktionskostenminderung. Nur so ist es möglich, daß die Feierschichten verschwin den und auch die arbeitslos gewordenen Bergleute wieder aufgenommen werden können. Kommunisten als Arbeitgeber. Theorie und Praxis. Es ist das Charakteristikum der Kommunisten, möglichst viel und sei es auch das offensichtlich Unmögliche!- von den andern zu fordern, wohlgemerkt, von den andern, sei es der Staat, die Kommune oder der Arbeitgeber. Aber wehe, wenn die Herren selbst das gewähren sollen, was sie von den andern fordern. Dann ändert sich das Bild. Der Kommunist als Arbeitgeber ist eine so abschreckende Erscheinung, wie sie in der gesamten„, kapitalistischen" Welt nicht schlimmer gedacht werden kann. „ Gießener Zeitung" Gewerkschaft, den Verband der Buchdrucker, mit einer Schadenersazklage vor ,, bürgerlichen" Gerichten zu belangen. Man sieht, Theorie und Praxis ist sehr verschieden bei den Schwärmern für die Sowjetrepubliken, und es dürfte sich empfehlen, ihnen das im Wahlkampf möglichst oft vorzuhalten; vielleicht, daß sie dann etwas bescheidener werden. Gerade jetzt vor den Wahlen dürfte es nicht unangebracht sein, sich einige der Haupttaten der Kommunisten als Arbeitgeber ins Gedächtnis zurückzurufen. Es ist erst einige Wochen her, daß es in der Druckerei des Stuttgarter Kommunistenblattes beinahe zu Streif und Stillegung des Betriebes gekommen wäre. Dort hatte angeblich der Betriebsrat ohne Genehmigung der Leitung eine einige Minuten dauernde Sigung abgehalten, wofür drei Betriebsratsmitglieder mit fristloser Entlassung bestraft wurden. Tatsächlich war die Sigung dem 2. Geschäftsführer gemeldet worden; aber die drei Entlassenen paßten den fommunistischen Leitern nicht und darum wollte man sie entfernen. Der drohende Streik der Buchdrucker, ote sich mit den Entlassenen solidarisch erklärten, mußte durch die sonst so sehr bekämpften Gewerkschaften beigelegt werden. Arbeitsgerichtlicher Mißbrauch der Arbeitslosenversicherung. Von einem angesehenen Schraubenfabrikanten des Industriereviers erhält die ,, Deutsche Bergwerkszeitung" folgende Zuschrift. Sie beweist, daß auch heute noch ein Mißbrauch der Arbeitslosenversicherung möglich ist, ja, daß dieser Mißbrauch sogar von amtlichen Stellen gefördert wird. Hier ist scharfes Durchgreifen dringend erforderlich. Die Schriftleitung. Schränkt den Noggenanbau ein! Von Landwirtschaftslehrer Dr. P. Lieb. Nr. 69. Der Mahnruf: ,, Eßt mehr Roggenbrot!" ist zum geflügelten Wort geworden. Der Verbrauch an Roggenmehl ist dadurch zwar etwas gestiegen, aber das ganze ,, Roggenproblem", das nicht nur den Landwirt, sondern auch den Städter interessiert, ist durch diese Maßnahme keinesfalls als gelöst zu betrachten. In Deutschland brauchen wir je Kopf und Woche 1105 g Roggenmehl und 1100 g Weizenmehl. Unsere Ernte liefert 1360 g Roggenmehl und nur 700 g Weizenmehl. Diese Zahlen zeigen uns deutlich den Ueberschuß an Roggen und den Mangel an Weizen. Von mir wurde seit etwa vier Wochen ein Invalide als Scherenarbeiter beschäftigt. Mein Werkmeister beanstandet, daß das von diesem Arbeiter geschnittene Material nicht in dem dazu bestimmten Behälter, sondern auf der Erde herumlag und verlangte, daß der Arbeiter das Material ordnungsgemäß in den Behälter brachte. Diese Arbeit auszuführen, wurde von dem Arbeiter trotz mehrmaliger Aufforderung des Werkmeisters abgeTehnt mit dem Bemerken, das gehöre nicht zu seinen Obliegenheiten. Wer erinnert sich nicht noch mit einer stillen Heiterkeit an die Gewaltakte im Düsseldorfer kommunistischen Beuvagbetrieb im Frühjahr des Jahres, die die gesamte Buchdruckerschaft Düsseldorfs gegen den Terror in diesem kommunistischen„ Musterbetrieb" aufbrachten. Zwei Maschinenseher, die in der Nacht zum Montag noch gearbeitet hatten und am Rosenmontag mittags eine Stunde zu spät kamen, wurden trotz sofortiger Entschuldigung fristlos entlassen, und wenige Stunden später war bereits Ersatz aus Solingen da. Die fristlose Entlassung wurde zwar am nächsten Tage unter dem Druck der ungeheuer erregten Kollegenschaft in eine ordnungsmäßige Kündigung umgewandelt; aber der ganze Groll der Buchdrucker kam in einer Versammlung zum Ausdruck, wo klargestellt wurde, daß gerade die gewerkschaftlich besten Kollegen am meisten unter dem kom= munistischen Pascha regiment zu leiden hatten und wo dem kommunistischen Faktor Krüger vorgeworfen wurde, daß gerade er, der für den Siebenstundentag überall agitierte, täglich 12 bis 14 Stunden im tommunistischen Betrieb tätig sei. Da nach den Bestimmungen der Tarifverträge im Grunde auch andere Arbeiten ausgeführt werden müssen, als die, für welche der Arbeiter eingestellt ist, und darüber hinaus die auszuführende Arbeit innerhalb des Bereiches des Arbeitsplatzes lag, kündigte der Werkmeister dem Arbeiter ordnungsmäßig wegen Arbeitsverweigerung. Die Kündigungsfrist wurde von dem Arbeiter nicht eingehalten und er verlangte seine Papiere. - Gamstag, den a Wie viel schön Hader und Zwietr immer leichter zu Sonnenlicht umle güte ist die größte Aber nicht in schö in einer tiefen Güt fat. Kalte Höflich Ganjimut und Lieb beherrschen und in ichen, weil fie ftets Da ist es vor a Tidligen, harten G bittert auch in Ged folgt die Güte zu Mandhen mit Wun aus Sag und Zwie 30m reizen zum Es ist ein großer wirtschaftlicher Fehler, wenn der deutsche Landwirt immer noch vielfach der Meinung ist, daß sich der Verbraucher in der Stadt nach ihm richten muß, d. h. diejenigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die ihm der Bauer anbietet, auch kaufen soll. Der Produzent hat sich stets nach dem Konsumenten zu richten, schließlich regeln ,, Angebot und Nachfrage die Preise!" Jetzt vor der Herbstsaat ist es ein Gebot der Stunde, daß der Landwirt zur„ Selſtbhilfe" schreitet, den Roggenanbau einschränkt, denn sonst hat er auch im kommenden Jahr wieder mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Wie wir sehen, fehlt es an Weizen und diesen zu beschaffen, ist Aufgabe des Landwirts! Der Weizen muß in der Fruchtfolge öfters wiederkehren, vor allem aber muß man schwere" Böden und die sogenannten ,, Mittelböden", also sandige Lehm- und lehmige Sandböden, mehr zum Weizenbau heranziehen, wobei aber betont werden muß, daß die sogenannten Roggenböden selbst für diese Getreideart beibehalten werden müssen. Wichtig dabei ist, daß beim Weizenbau der Boden im Untergrund feine wasserundurchlässige Schicht hat, vor allem aber„ Kalk". Schweren untätigen Böden gebe man Branntkalk( 4-5 dz je ¼ ha), dadurch werden sie frümeliger, es entsteht die Bodengare, der Boden wird lockerer und erwärmt sich dann durch die gesteigerte Luftzufuhr leichter. Für leichte Böden verwendet man Kalkmergel oder gemahlenen Rafstein( 5-6 dz je ¼ ha). Wo wir es mit Bodensäure zu tun haben, empfiehlt sich ein Ausstreuen des Kalkes auf die Stoppeln, leicht unterschälen und dann tief pflügen. Die dem Arbeitsamt vorzulegende Arbeitsbescheinigung wurde ordnungsmäßig mit dem Entlassungsgrund ,, wegen Arbeitsverweigerung entlassen" ausgefüllt. Nachdem die Arbeitsbescheinigung schon bei der Krankenkasse vorgelegen hatte, also schon den Charakter einer Urkunde trug, kam der Arbeiter zur Werksleitung und forderte eine neue Bescheinigung, weil er auf Grund dieser Bescheinigung keine Erwerbslosenunterstützung erhielt. Es wurde demselben jedoch klar gemacht, daß eine Befugnis der Werksleitung hierzu nicht zustehe und daß die Erfüllung des Wunsches Urkundenfälschung bedeuten würde. Man stellte ihm jedoch anheim, sich bei dem Werkmeister zu entschuldigen und die Arbeit wieder aufzunehmen. Dieses aber lehnte der Arbeiter mit dem Bemerken ab, er habe keine Interesse daran, weiterzuarbeiten, er wünsche nur eine andere Bescheinigung, damit er Erwerbslosenunterstützung erhalte. Denken wir weiter an die kommunistische„ Bergische Arbeiterstimme" in Solingen, wo es zu einem scharfen Konflikt der dortigen Buchdrucker mit der Geschäftsleitung fam. Man sucht, wie es in einer Erklärung der Solinger Buchdrucker hieß, die Mitglieder der Organisation durch schikanöseste Maßnahmen zum äußersten zu treiben... Nirgendwo in Rheinland und Westfalen ist ein solches Monstrum von Arbeitskontrolle eingeführt... Aeltere Kollegen sucht man aus dem Betrieb aus: zumerzen und durch jüngere K. P. D. fromme Parteigänger zu ersetzen... Als die Ausstellung einer neuen Bescheinigung wiederholt verweigert wurde, drohte derselbe mit dem Arbeitsgericht und brachte auch entsprechend Klage ein. In der Klagebegründung betonte er seibst, daß er sich geweigert habe, die ihm aufgetragene Arbeit auszuführen. Bei der Verhandlung vor dem Arbeitsgericht wurde auf Veranlassung des Richters ein Vergleich geschlossen, nach welchem dem Arbeiter eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt wird und derselbe nunmehr in den Genuß der Erwerbslosenunterstützung gelangt. Die beste Vorfrucht zu Weizen ist Klee oder Luzerne, dann folgen Rüben, Erbsenmenge und Frühkartoffel. Direkte Stalldüngung vermeide man, gebe diesen der Vorfrucht. Weizen ist sehr dankbar für Kunstdüngergaben. ,, Dünn säen, stark düngen!" Klee, Luzerne und Erbsenmenge als Vorfrucht benötigen im Herbst keinen Stickstoff, im zeitigen Frühjahre gebe man eine Kaliphosphatdüngung, am besten in Form von Nitrophoska ( 50-60 Pjund je ¼ ha). Haben wir Rüben oder Kartoffel als Vorfrucht, gebe man von diesen Dünger( 40-50 Pfund) im Herbst zur Saat, 50-60 Pfund im zeitigen Frühjahr als Kopfdüngung. Weizen ist sehr dankbar für Hacken oder Eggen im Frühjahr. Auf besseren Böden haben sich die Dickkopfweizen gut bewährt, für leichtere Böden und Böden in rauhen Lagen Krafft's Siegerländer und Criewener 104, in Zweifelsfällen mache man einen Anbauversuch! Besonders traß erscheint dieser Fall dadurch, daß ein Arbeiter, der an sich eine nicht unbeträchtliche Invalidenrente bezieht, nunmehr auf völlig unberechtigte Art und Weise für ein halbes Jahr in den Genuß der Erwerbslosenunterstützung kommt und darüber hinaus evtl. für ein weiteres halbes Jahr die KriAuch die Streifvorgänge im Essener Ruhrecho- Verlage liegen noch nicht so lange zurück, daß man sich ihrer nicht mehr erinnern müßte. Es sollten damals die Lohn- und Arbeitsverhältnisse im Essener Peuvag- Verlag wesentlich verschlechtert werden; man scheute sich nicht, das„ Ruhrecho" durch Streitbrecher herstellen zu lassen und man versuchte sogar, eine freie| senunterstützung erhält. Hausfrauen an die Front! - Bann auch heute noch zu genau denselben Preisen Schuhwaren kaufen wie vor dem Kriege. Aber während vor dem Kriege acht Gruppen mit je zwei Weiten genügten, muß der Schuhwarenhändler heute 13 Gruppen mit je drei Weiten zur Verfügung halten. Diese übermäßigen Ansprüche des Publikums sind ohne Frage mit Schuld daran, daß dem Schuhwarenhandel durch übermäßig große Lagerhaltung die Existenz erschwert und eine so besonders starke Kapitalanspannung aufgenötigt wird. Mauern des Trok Steine weich, aber oft das Eis. Wer ei der weiß, daß es Liebe fich Liebe zu mehr wir geben, d Wenn ein Me hinein vom Sonne durchdringen laffe Menidhen entgegen gegnen. Güte und herzen hell und h glüdende eines wortes gefühlt ha Sader und Zwiej würde das Leben Zwangsetat für Wiesbaden. Wiesbaden. Wiesbaden bekommt einen Zwangsetat. Im Bezirksausschuß der kommunalen Aufsichtsbehörden wurde be= schlossen, die Grundvermögenssteuer auf 420 Prozent zu erhöhen, die Gewerbesteuer auf 600 Prozent festzusetzen und eine Million Reichsmart Einsparungen vorzunehmen. Wiesbaden hat als Bad bereits wieder einen Aufschwung genommen; hingegen machen sich die Folgen der langen Besetzung für die Stadtver= waltung erst jetzt bemerkbar. Wiesbaden hat durch die Besetzung seine besten Steuerzahler verloren. Duzende vornehm eingerichteter Villen stehen unbewohnt und werden zum Verkauf ange= boten. Hier liegen in der Tat wohl die wichtigsten Hemmungen einer weiteren Entwicklung des Preisabbaues. Nichts mehr ist bei uns wie früher, als wir noch ein reiches Volk waren, auf einfache und sachliche Zwedmäßigkeit abgestellt, sondern wir huldigen, mäßigen Hochzüchtung der Qualitätsdifferenzierung, die in Wirklichkeit unverantwortlich ist. Die blendende Eleganz der Schaufenster von heute, die den Komfort der Vorkriegszeit tausendfach übertrifft, die luxuriöse innere Ausstattung auch der Geschäfte, die Artikel des täglichen Bedarfs verkaufen, die pompösen, künstlerisch bemalten Packungen etwa der Schokoladen und Pralinen- das alles sind die Dinge, die einen wirklichen Preisabbau verhindern, denn natürlich muß der Kunde all diesen überflüssigen Lurus der äußeren Aufmachung mitbezahlen. Solange wir nicht zu den einfachen Gewohnheiten der Friedenszeit zurückkehren, wird an einen Preisabbau, der eine wirklich fühlbare Entlastung der Bevölkerung darstellt, kaum zu denken sein. So unwahrscheinlich es klingt der Preisabbau, der ohne Frage im Gange ist, den wir, erstaunt und verwundert, vor uns sehen, findet in seiner weiteren Entwicklung ein ernstes Hindernis, über das sich wohl die wenigsten klar sind. Das Hindernis besteht darin, daß wir uns selber viel zu wenig für ihn interessieren, daß wir ihm lau und gleichgültig gegenüberstehen und unsererseits kaum etwas dazu tun, um ihn zu fördern. Auf der soeben abgehaltenen Tagung des Einzelhandels in Düsseldorf ist diese Tatsache von berufener Seite, nämlich von den Vertretern des Einzelhandels, mit allen Einzelheiten in sehr interessanter Weise beleuchtet worden. Schon vor der Düsseldorfer Tagung hatte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandels, Dr. Tiburtius, in einem allgemein beachteten Artikel in der Kölnischen Zeitung darauf hingewiesen, daß die Eigenart der Kalfulationsmethode des Einzelhandels, seine Preise nach der Kaufkraft des legten Verbrauchers zu orientieren, in ihren praktisch- sozialen Auswirkungen gehemmt werden durch die eben erwähnte Eigenart der Kundschaft, die nicht mehr mit der gleichen Empfindlichkeit auf Preisnachlässe reagiert wie früher, sondern vor allem Gewicht auf Bequemlichkeit des Einkaufs, Eleganz der Ausstattung, Verpackung, Sendung ins Haus und ähnliche, jeder Kostensenkung überaus hinderliche Dinge legt. Niemand will mehr eine halbe Stunde Wegs zurücklegen, um in einem entfernteren Laden billiger zu faufen: er wünscht, den Laden um die Ecke zu haben. Das führt natürlich dazu, daß überall Läden entstehen, die ihres geringeren Umsages halber mit erhöhten Kosten arbeiten müssen, es führt weiter dazu, daß die Ladeninhaber ganz unverhältnismäßig hohe Summen für Ausstattung, Beleuchtung, Dekoration, Miete usw. abgeben müssen. Auf der Tagung selbst unterstrich Dr. Tiburtius diese sehr bemerkenswerten Feststellungen nochmals und ihm schlossen sich die Vertreter der Lebensmittel und der Schuhwarenbranche an, die aus ihren Erfahrungen heraus genau das gleiche bekundeten. In der Lebensmittelbranche sind die Waren zweiter Sorte, die vor dem Kriege den Markt beherrschten, völlig außer Gebrauch gekommen, das gleiche gilt von der Schuhwarenbranche. Vor dem Kriege waren die Schuhwarenartikel auf zweckmäßigkeit abgestellte Bedarfsartikel heute werden diese Waren aber als nicht mehr zeitgemäß abgelehnt. Wer keine höheren Ansprüche auf Qualität und Aufmachung stellt als vor dem Kriege, bare Lasten auferlegt und dadurch die Preise steigert, der Preisabbau nun tatsächlich durchgeführt werden tann. Einiges über Rohkost. Die moderne Zeit mit ihrem rasenden Tempo, die umstürzlerisch noch gestern gültige Werte heute zum alten Eisen legt, hat auch vor der Ernährung nicht halt gemacht. Die Entdeckung der Vitamine und Mineral stoffe, kurz der Lebensstoffe, die jede vollwertige Nahrung enthalten muß, ist neuesten Datums. Der Umstand, daß diese Lebensstoffe vornehmlich in Gemüsen und Früchten vorkommen und durch Kochen teilweise zerstört werden, hat täglich wachsende Kreise dazu bewogen, ihre Nahrung vollkommen auf den Genuß roher pflanz licher Nahrung einzustellen. Der deutschen Hausfrau ist hier eine Aufgabe von ausschlaggebender Bedeutung zugewiesen. An ihr, die im wesentlichen die Verwalterin des deutschen Volkseinkommens ist, wird es in erster Linie liegen, diesen Lurusbedürfnissen der heutigen Generation gegenüber bremsend zu wirken. Die deutsche Hausfrau ist von Hause aus sparsam und genau: sie hat in den furchtbaren Zeiten des Krieges und der Inflation an Tapferkeit, Geduld und Ausdauer Außerordentliches geleistet, und heute kann sie es mehr als je. Manche Voraussetzungen sind für die Gesundung unserer Volkswirtschaft und die Verbilligung unserer Lebenshaltung tatsächlich schon gegeben, insbesondere der verbilligte Bezug einzelner Rohstoffe und Senkungen des Zinsfußes: die Hauptsache Einschränkung öffentlicher- Ausgaben und Herabsetzung der Steuern steht freilich noch aus, aber in letter Linie hängt doch alles davon ab, daß der Bedarf wieder richtig reguliert und nach Abbau des falschen Lurusgepränges, das dem Einzelhandel untragau Am Donners der Straße Gieß Menichenleben z 500 Meter hinte der Unfallstelle wert in Richtu Der Motorradf aus Großen- Bu Ludwig Grä Es besteht wohl kein Zweifel, daß unsere rasch em porblühende Lebensmittelindustrie mit der Konservie rung und Sterilisierung von Nahrungsmitteln aller Art über das nüzliche Ziel hinausgeschossen ist. Die Neaktion mußte folgen. Ob aber das scharfe Gegenteil, nur Rohkost auf pflanzlicher Basis, das Richtige ist, muß in Frage gestellt werden. Vorteile der Rohkost sind nach Prof. Friedberger das bessere Kauen, die Er haltung der Mineralstoffe der Nahrung in ihrer ur sprünglichen Form, Entbehrlichkeit des Kochsalzes und Wegfallen der Notwendigkeit zum Trinken beim Essen, Erhaltung der Vitamine, Erreichung des Sättigung gefühls mit kleineren Mengen als bei der gekochten Nahrung, Seltenheit der Verstopfung. Gießen und nen Erntewa jährige Kraf mit dem Wa lar den Wag Ben in Höhe erlitten Vater Derlegungen, Stelle eintrat. Wagens, drei Als unbedingter Nachteil ist der geringe Eiweißund Fettgehalt des Rohkostspeisezettels anzusprechen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kann infolgedessen die Behauptung aufgestellt werdeners schöpfende Versuche liegen nicht vor- daß reine Rohfost zur Unterernährung und damit zu schweren Schäs den des Organismus führen muß. Es steht außer Zweis fel, daß in der Rohkost ein guter Kern stedt. Es ist kein Geheimnis mehr, daß Rohkostkuren mit Erfolg bei gewissen Krankheitszuständen angewandt werden. Wenn auch mit Sicherheit feststeht, daß frisches Obst und frisches Gemüse ohne Schädigungen für den Orga nismus nicht in der täglichen Nahrung fehlen dürfen, so empfiehlt sich doch für die reine Haushaltpraris reine Rohkost nicht. Brot und Butter, Milch, Käse und Eier, als Träger von Fett und besonders von Eiweiß, müssen zum mindesten den Rohkostküchenzettel vervollständigen. ter der zertrüm tur find. Die geleitet. Flurnam V Es ist nid tigkeit und Be Geschichtsquell Zeit hat das ehemals mei nur auf gew man nunmeh melt, zujam zahl von N men Dertli men. Das hat sich sei noch viele jajung zu ü Formeln zu oder auch z modelt beta ihm mundger marfung Beu Form und Sa Mügelfeld gen Großen- Bused wurde zur Mo entfehlich und fümmelungen ten Führern Danten haben. man z. B. di eine Pantratiu oder Kirchenvo Bie das Bolt nennt, jo nan Sangertsgajje fein, bei Fel artige Berichl Hier spielen Rolle. Zur 2 Erfolge erziel Renntnis vo Wissenschafter Durch letztere Boden feiner he, Sagen u ein! 5. n geflügelto δαδιτά γεν das nicht nu ert, it bu In Deu genmehl genmehl deutlich m. 1 der deuts sich der Be h. diejenige anbietet, cu Konjument e die Preise Stunde, b enanbau ein hr wieder m fehlt es es Landwin erfehren, jogenann e Sandbode betont werde Diese Getrei t, daß bei undurchlä ätigen Bo Ich werden wird loden ufuhr leicht er gemahlen njäure zu auf die St Luzerne, d Dirette St ht. 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Herzensgüte ist die größte Erdenmacht; denn sie kann alles bezwingen. Aber nicht in schönen leeren Worten darf sie bestehen, sondern in einer tiefen Güte, die auch im Handeln und Opfern sich offenbart. Kalte Höflichkeit ist nicht Güte; denn ihr fehlt die Milde, Sanftmut und Liebe. Güte muß das ganze Wesen eines Menschen beherrschen und in magnetischer Kraft die Herzen anderer anziehen, weil sie stets andere zu beglücken sucht. Da ist es vor allem Güte im Denken, indem wir alle rachsüchtigen, harten Gedanken niederkämpfen. Zank und Streit verbittert auch in Gedanken das Gemüt. Aus gutem Denken heraus folgt die Güte zum Reden. Ein gutes Wort hat schon so Manchen mit Wunderkraft vom Jrrweg auf geraden geführt und aus Haß und Zwietracht Frieden und Glück gemacht. Strenge und Zorn reizen zum Trotz auf; Güte und Milde aber reißen die Mauern des Troyes ein. Nicht mit rauher Gewalt machen wir Steine weich, aber mit einem Blick der Güte und Milde schmilzt oft das Eis. Wer einmal die ganze Macht solcher Güte empfunden, der weiß, daß es keine höhere Freude geben kann, als durch Liebe sich Liebe zu erwerben. Wo wir geben, empfangen wir, je mehr wir geben, desto mehr empfangen wir. Wenn ein Menschenherz sich einmal ganz bis in die Tiefen hinein vom Sonnenlichte wahrer, warmer Liebe hat erfassen und durchdringen lassen, dann strahlt es Güte aus und lächelt den Menschen entgegen, wo immer sie ihm auf dem Lebenswege begegnen. Güte und Milde sind sanftes Sonnenlicht, das Menschenherzen hell und heiß, glücklich und froh macht, weil sie das Beglückende eines Menschenauges und eines milden Menschenwortes gefühlt haben. Ja, es ist nur wahr: wenn nicht so viel Hader und Zwiespalt in dieser Gotieswelt wäre, wieviel schöner würde das Leben sein. Der Sonntagsschreiber. * Schwerer Verkehrsunfall auf der Straße Gießen Lollar. Am Donnerstag mittag, furz nach 12 Uhr, ereignete sich auf der Straße Gießen- Lollar ein folgenschwerer Unfall, dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Der Unfall spielte sich etwa 500 Meter hinter dem Ortsausgang Lollar- Gießen ab. An der Unfallstelle hielt ein mit Frucht( Hafer) beladenes Fuhrwert in Richtung Lollar scharf an der rechten Straßenseite. Der Motorradfahrer, der 24jährige Pflasterer Ludwig Gräf aus Großen- Bused, fuhr mit seinem Vater, dem Pflastermeister Ludwig Gräf als Beisitzer, von Lollar kommend, Richtung Gießen und wollte an der Unfallstelle den haltenden belade= men Erntewagen kreuzen, während zu gleicher Zeit der 30jährige Kraftwagenführer Karl Herrmann aus Daubringen mit dem Wagen der Firma Scheidhauer& Gissing in Mainzlar den Wagen überholen wollte. Beide Kraftfahrzeuge stiezen in Höhe des Erntewagens zusammen. Durch den Anprall erlitten Vater und Sohn derart schwere Verlegungen( Schädelverlegungen, Arm- und Beinbrüche), daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Kraftwagenführer und die Insassen des Wagens, drei Kinder, erlitten Gesichtsverletzungen durch Splitter der zertrümmerten Windschuhscheibe, die aber leichter Natur sind. Die Ermittlungen bezl. der Schuldfrade sind eingeleitet. Flurnamen der Gemarkung Beuern. Von Wilhelm Arnold- Beuern. = Es ist nicht erst das Verdienst unserer Tage, auf die Wichtigkeit und Bedeutung unserer Flurnamen als Sprachdenkmale, Geschichtsquellen usw. hingewiesen zu haben. Auch eine frühere Zeit hat das schon erkannt. Während aber die Namenforschung ehemals meistens nur Sache einzelner Forscher war und sich nur auf gewisse Gebiete und Dertlichkeiten beschränkte, geht man nunmehr allgemeiner, zielbewußter vor. Indem man ſammelt, zusammenstellt und vergleicht, findet man, daß eine Anzahl von Namen, die, wie man früher annahm, nur an einzelmen Dertlichkeiten hafteten, vielfach auch anderwärts vorkommen. Das erleichtert und ermöglicht deren Deutung, und so hat sich seither manches Dunkel gelichtet. Immerhin werden noch viele Schwierigkeiten auf dem Gebiet der Flurnamenforschung zu überwinden sein, da man es zum Teil mit uralten Formeln zu tun hat, die sonst der Sprache verloren gegangen oder auch zur Unkenntlichkeit entstellt sind. Das Volk selbst modelt bekanntlich an vielen Namensgestalten herum, bis sie ihm mundgerecht werden. So ist z. B. aus Lüzelfeld in der Gemarkung Beuern, das amtlich noch um 1820 in ursprünglicher Form und Schreibweise geführt wird, allmählich das bequemere Nügelfeld geworden. Aus Girmezestrauch in der Gemarkung Großen- Bused wurde Kirmessestrauch, Marschalle( Markhalde) wurde zur Morgenhölle. Viel schlimmer aber noch oder geradezu entsetzlich und nicht entschuldbar sind die Entstellungen und Vertümmelungen so mancher Namensgestalten, die wir den gebilde= ten Führern der Grundbuchs- und Vermessungsämtern zu verdanken haben. Man sollte es kaum für möglich halten, daß man z. B. die altehrwürdige Bangertsgasse zu Darmstadt in eine Pankratiusstraße umbenennen konnte. Mit einem Heiligen oder Kirchenvater hatte doch die Straße wahrlich nichts zu tun. Wie das Volk den Baumgarten beim Schiffenberg ,, Bangerte“ nennt, so nannte es auch die Baumgartengasse zu Darmstadt Bangertsgasse. Mindestens sollte es doch Aufgabe der Zukunft sein, bei Feldbereinigungen und anderen Gelegenheiten, derartige Versehlungen zu vermeiden und alte wieder gut zu machen. Hier spielen freilich gewisse Voraussetzungen eine wesentliche Rolle. Zur Ausrüstung eines Flurnamenforschers, der wirkliche Erfolge erzielen will, gehören nicht sowohl die unumgängliche Kenntnis von Sprachen, Geschichte und sonstigen einschlägigen Wissenschaften, als auch eine gewisse Findigkeit, ja Spürsinn. Durch letzteres ist mancher gewöhnliche Mann, der Grund und Boden seiner Heimstätte u. deren Umgebung, sowie Sitten Bräuche, Sagen und Ueberlieferungen ihrer Bewohner jedenfalls ,, Gießener Zeitung" * Aufklärung einer Anzahl hier verübter Wirtschafts- und sonstiger Einbrüche. Auf Grund einer Zeitungsnotiz, wonach in Marburg zwei Einbrecher festgenommen wurden, gelang es der hiesigen Kriminalpolizei, einen der beiden Täter, Otto Hager, geb. am 10. 4. 1906 zu Rußheim, auch für die beiden Einbrüche in der Pulvermühle, desgleichen in der Wirtschaft Dippel und in den Verkaufsstand in der Bahnhofsstraße zu überführen. Desgleichen konnte der Komplize an Hand der Beschreibung gestern nachmittag in einer hiesigen Wirtschaft ermittelt und festgenommen werden. Es handelt sich um den Schlosser Otto Bruno Lippert, geb. 11. 7. 1890 zu Netschkau, der aber bis zur Stunde hartnädig leugnet. Hager und Lippert sind allem Anschein nach schwere Jungen, die in der näheren Umgebung von Marburg, Gießen und Friedberg Einbrüche ausgeführt haben. In der Nacht zum 27. 8. 30 wurde in dem Burggasthof in Münzenberg ein Einbruch verübt. Der Landeskriminalpolizeistelle gelang es in Verbindung mit der Kriminalpolizei Friedberg, einen der beiden Täter in Friedberg festzunehmen. Dem Mittäter ist man auf der Spur. * Falsche Fünfmarkstücke. Es kommen Stüde in Frage mit dem Münzzeichen ,, G 1929". Die Stücke haben einen dumpferen Klang im Gegensatz zu den echten, der heller ist, und den man mit dem sogenannten Silberklang bezeichnet. Die Oberflächen sind porös. Die Prägung ist infolge der nachträglichen Versilberung nicht so scharf wie bei den echten. Das markanteste Erkennungsmerkmal ist der links oben in der Baumkrone befindliche dürre Ast in Form einer 5. Dieser sieht bei den falschen Stücken kleiner aus und liegt näher an dem linken Blatt. * Gießener Gaswoche. Jm Café Leib findet zur Zeit eine Gaswerbewoche statt, die auf Grund ihrer reichhaltigen Ausgestaltung stärkstes Interesse verdient. Die Ausstellung erfreute sich bis jetzt guten Besuches. * Vom Stadttheater. Heute nachmittag findet auf der Waldbühne eine Schülervorstellung von Shakespeares Lustspiel ,, Liebes Leid und Lust" statt. Die letzte Aufführung dieses Stückes findet Sonntag nachmittag statt. * Städt. Volksbad. Die Schwimmhalle ist seit gestern wieder eröffnet. * V. D. A. Heute abend findet in der Turnhalle am Oswaldsgarten ein Vortragsabend der Kärtner Volkskunstgruppe statt, die zuletzt in Bad Nauheim mit viel Erfolg gastierte. * Prüfung für Musiklehrer und Musiklehrerinnen findet an der Musikhochschule und dem Konservatorium der Stadt Mainz am 27. Oktober 1930 statt. * Schweinezwischenzählung. Am 1. September ds. Js. findet in Hessen eine Schweinezwischenzählung, die dritte in diesem Jahre, statt. Die Zählung erstreckt sich auch auf die nicht beschaupflichtigen Hausschlachtungen und unterscheidet sich von den seitherigen Zählungen auch sonst nicht. Die Tierbesitzer sind verpflichtet, die gewünschte Auskunft den Zählpersonen zu ers teilen. * Regimentsappell des ehem. Infanterie- Regiments Nr. 368 ( hervorgegangen aus den Brigade- Ersatz- Bataillonen Nr. 37, 38, 39 und 40 der 37. gemischten Infanterie- Brigade, X. ErsatzDivision). Die 3. Wiedersehensfeier aller ehemaligen Angehörigen des Regiments findet am 11. und 12. Oktober d. J. in Hannover statt. Anmeldungen und Anfragen an H. Pröve, Hannover, Lemförderstraße 2. Büdo Salonwachs das altbekannte genauer kennt, als Stubengelehrte, imstande, zu wichtigen Aufschlüssen auf dem Gebiet der Namenforschung zu gelangen und eine nicht zu unterschätzende Mitarbeit zu leisten. Bei der großen Masse der Bevölkerung allerdings, die jener Eigenschaften ermangelt und ein gründlicheres Wissen und Urteilsvermögen nicht besitzt, begegnet man häufig sehr wertlosen und verschrobenen Ausstellungen und wunderlichen Deuteleien, die höchstens aus volkstümlichen Gründen des Aufzeichnens wert sind. Unsere Vorfahren, denen wir die Benennung unserer Dertlichkeiten und unseres Geländes verdanken, haben sich dieselben nicht aus gelehrten Werken geholt. Die äußere Erscheinung und Eigenart des Geländes, sowie Zweck und Bestimmung desselben, veranlaßten meistens die Entstehung und Bildung der Urnamen, deren es anfangs nur wenige gab, wie ,, auf der Stirn, oder auf der Platt, in der Grube, auf der Höhe, auf der schwarzen Erde, im Niederfeld, in der Markhalde"( fälschlich Morgenhölle") usw. Im Laufe der Zeit gesellten sich zu diesen Urnamen, zu welchen auch die Namen der Wasserläufe: Hagenbach, Michelbach, Borsbach, Gilbach, Krebsbach, Grunbach, Hohebach zu rechnen sind, da ihre Benennung sich auf die umgebenden Flurren übertragen hat, eine große Anzahl von engeren Unterbenennungen. Nach der Aufteilung der Allmende oder des ursprünglichen Gemeinbesitzes und der Gliederung desselben in geschlossene Feld- und Waldbestände entstanden: ,, vor dem Bersröder Wald",„ vor dem Wilshäuserwald“,„ an der Buseckerwaldecke“,„, hinter der Struth", in der Buchwaldsecke" usw., ferner durch Rodungen: Sennerod, Wonnerod, auch ,, unter den Siöden". ,, Stöckenfeld" führt auf die Urbarmachung eines früher bewaldeten oder mit Gesträuch bewachsenen Geländes zurüd. Die Tätigkeit des Wassers brachte Benennungen, wie„ langer Bruch" ,,, hoher Bruch“,„ Bruchgarten". Nach zum Teil noch jetzt vorhandenen Quellen heißt es: ,, im falten Brunnen" ,,, am großen Born", am Knechtsborn" usw. Groß ist die Zahl von Zwedbenennungen, insbesondere von Weide und Hutplätzen, da die Viehhut in alter Zeit von großer Bedeutung war: Azenwiese, Azenstrauch, Schweiging, wahrscheinlich auch Ziegenberg. Auch einzelne Bäume genügten zur Bildung von Flurnamen: ,, am scheelen Kirschbaum“,„ am Mönchbaum“. Die Dreifelderwirtschaft brachte:„ Lüzelfeld"( das kleine Feld),„ Platzfeld" 37 1 Teutlich zeigt sich das bei dem aus der Niederung des Siegers" steil aussteigenden Abhang, der einem großen, dahinter sich, bis in die Gemarkung Großen Bused ausdehnenden, Gemarkungsteil den Namen gab. Aus ursprünglich Hengel oder Hängel ist Hinkil geworden. Hinkelshöhe in Gemarkung Londorf, Hängill auf Island( nach einer Reisebeschreibung des Dr. Vigelius.) Nr. 69. Aus Nah und Fern. Bad Salzschlirf. Die techn. Arbeitsgemeinschaft Fulda der Rhön- und Rositten- Gesellschaft hatte vor einiger Zeit der Kurdirektion Bad Salzschlirf angeboten, ein neu erbautes Segelflugzeug mit dem Namen des Bades zu benennen. Kürzlich fand nun die feierliche„ Taufe" auf dem Kurplatz unter großer Bea teiligung des Kurpublikums statt. Büdingen. Das Postamt Büdingen wird gleichfalls einem Umbau unterzogen. Bad Nauheim. Die Frage der Errichtung eines Schlachthofes für Bad Nauheim und Friedberg ist seit langem aktuell. Nach einem gemeinsamen Communique, das die Bürgermeister beider Städte jetzt der Presse übermittelten, stehen die Bürgermeister auf dem Standpunkt, daß für beide Städte nur ein gemeinsamer Schlachthof in Frage kommen kann, der selbstverständlich für die Metzger beider Städte günstig liegen und der veterinärpolizeilichen Vorschriften wegen Gleisanschluß haben muß. Ueber die Platfrage wird mitgeteilt, daß sich auch hier die Dinge günstig zu entwickeln scheinen. Bad Nauheim. Die Kurabgabe ist für die Gäste, die vom 1. September ab eintreffen, ermäßigt. Eine besondere Anziehungskraft übt in dieser Zeit auch die Traubentur aus, als ein ausgezeichnetes Entlastungs- und Erneuerungsmittel. Darmstadt. Der kürzlich verhaftete Georg Konrad aus Erbach im Odenw., der seither stets leugnete, seine Geliebte zwischen Michelstadt und Erbach ermordet zu haben, hat jetzt ein volles Geständnis abgelegt. Darmstadt. Von den auf die Zeppelin- Erinnerungshefte anläßlich der Darmstädter Zeppelinlandungen ausgelosten Freiflügen der Lufthansa hat sich nur eine Gewinnerin gemeldet. Die Lufthansa Darmstadt teilt mit, daß die Meldefrist auf den 30. September begrenzt sei. Nach diesem Tage verfallen die Gewinne. Großfeuer in Marburg. Marburg. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag brach in der Möbelfabrik Christian Bang, Jnhaber Paul Friedrich Schäfer, ein Großfeuer aus. Innerhalb zwei Stunden war die gesamte Fabrik den Flammen zum Opfer gefallen. Der Schaden wird einen Millionenbetrag erreichen. Frankfurt a. M., 29. 8. Als betrügerischer Nuznießer der Nachkriegszeit wurde der Kaufmann Seitz vom Schöffengericht zu 2½ Jahren Gefängnis verurteilt. S. hat zahlreiche kleine Leute um ihre Habe betrogen. Frankfurt- M. Auf dem Güterbahnhof entstand Mittwoch mittag in einem Waggon, der etwa 290 000 holländische Eier enthielt, Feuer. Die Waggonladung wurde fast vollständig vernichtet. Fulda. 29. 8. Bei einem Wohnungsumzug fam es zwischen dem neuen und alten Mieter wegen einer Badewanne zu einem blutigen Streit, bei dem 3 Personen schwer verletzt wurden. Bad Ems. Die Kurverwaltung Bad Ems veranstaltet im September ein Musikfest, das in diesem Sommer der Rheinlandbefreiung das Volkstümlichste der klassischen deutschen Musik bieten soll. Wiesbaden. Wenn See und Gebirge die Feriengäste entlassen, kommt der Aufenthalt in Wiesbaden wieder mehr zur Geltung. Das günstige Wiesbadener Klima verlängert bekanntlich die Sommerzeit um ein Beträchtliches, und die Luftkur kann als wertvolle Ergänzung der Bade- und Trinkkur mit herangezogen werden. ( das große Feld) und„ Hegfeld". Ferner übertrug man die Namen der Besitzer einzelner größerer Grundstücke auf die nähere Umgebung, so entstanden:„ in der Balserswiese" ,,, in der Scheffelswiese" ,,, die Bechtolsgarten"( fälschlich im Beckersg.), ,, am Jörgader". Die beiden letzten Namen bewahren das Gedächtnis an Stifter für die hiesige Pfarrei. Der folgenden Abhandlung liegt die Absicht zu Grunde, in gemeinverständlicher Weise und nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung bei einem Rundgang durch die Gemarkung Beuern weitere Ausschlüsse über die Entstehung und Bedeutung der Flurnamen, auch über Bodenverhältnisse und sonstiges Wissenswerte darzubieten. Am westlichen Ausgang aus dem Ort rechts, heißt es mundartlich: im Kriäwe. Darunter ist eine Umhegung für das Vieh: hier wahrscheinlich für Schweine, zu verstehen, die sich chemals hier befand. Zu Ulfa früher gebräuchlich: Saukriäwe, ein offener Bretterverschlag, in welchem die Schweine zur Mastzeit während der Nacht im Walde gehalten wurden. Krebe wird auch ein Verschlag zum Aufbewahren des Futters oder des Brotes( Brotkrebe, Gräwel) genannt, mittelhochdeutsch Krebe, Korb aus Weidengeflecht.( Nach Crecelius u. a.) Fortsetzung folgt. Nach den Ferien mit Volldampf voraus! ,, Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen", sagt Goethe und Dickens spricht von dem ,, ungewissen Gefühl der Zerknirschung, das die Ferien am Tage nachher in einem erweden" und glücklich zu preisen sind diejenigen, die so etwas nie gefühlt haben. Natürlich sind Ferien wohltuend und bekömmlich. Sie stimulieren, sie inspirieren, sie verbessern den Gesundheitszustand und reparieren die angegriffenen und überspannten Nerven. Trotzdem ist nicht zu leugnen, daß es lästig und höchst unangenehm ist, wieder mit der Arbeit anzufangen, selbst, wenn es Arbeit ist, die ,, einem liegt". Die Stunden werden zu Ewigkeiten, die Rädchen des Gehirns wollen nicht ineinandergreifen und unser Gewissen macht uns noch dazu die heftigsten Vorwürfe über unseren Mangel an Energie. Das beste Mittel gegen diese automatisch einsehende Trägheit ist dies, nachdem man sich wieder an das alte, neue Milieu ge= wöhnt hat, entschlossen an die Arbeit dennoch, dennoch heranzugehen und zunächst einmal die unangenehmste Arbeit, die auf einen wartet, zu erledigen. Dann kehrt der Eifer ganz von selber wieder und dann begreift man auch, wie recht Carlyle hatte, als er predigte:„ Jede wirkliche Arbeit ist heilig. In jeder Arbeit und sei sie nur Handarbeit, ist etwas Göttliches. Die Arbeit, so weit wie die Erde, hat ihren Gipfel im Himmel. Samstag, den 30. August 1930. Bad Orb. Dem Gastwirt Däsch aus dem Kreisorte Villbach ( ehem. Truppenübungsplatz Bad Orb) lief, als er an einem der letzten Abende mit seinem Kraftrad nach Lettgenbrunn fahren wollte, an einer unübersichtlichen Kurve eine Wildsau in das Rad hinein. Er stürzte und zog sich verschiedene Verletzungen zu; das Rad wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Köln. 60 000 Zigaretten und ein Geldbetrag von 954 Rmt. fiel Dieben in die Hände die in der Mittagspause einem Zigarettenlager einen Besuch abstatteten. Fürchterliche Folgen des Urteils gegen Schalke 04. Der vorjährige Finanzobmann von Schalke 04, Wilhelm Nier, der durch Urteil auf die Schwarze Liste des WSV. gesetzt worden ist, hat in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag aus Kummer über den Zusammenbruch seines Vereins dadurch Selbstmord begangen, daß er in den Rhein- Herne- Kanal Sprang. Ein Auto fährt in eine Schülerschar. Soest( Westfalen). Der Kraftwagen eines Kaufmannes aus Soest fuhr auf einer Chaussee bei Soest in eine Gruppe Essener Kinder, die unter Führung von zwei Lehrern einen Spaziergang machten. Zwei Kinder wurden von dem Wagen erfaßt. Einem. Knaben wurde ein Bein fast vollständig abgerissen, wäh rend ein anderer Knie- und Kopfsverletzungen erlitt. Der schwerverletzte Knabe ist im Laufe des Nachmittags seinen Verletzungen erlegen. Fenne( Saargebiet). Jm Jähzorn hat ein Gastwirt seine Frau erschossen. Der 15jährige Sohn verhinderte den Täter am Selbstmord. Feuer im Güstrower Landgerichtsgebäude. Schwerin. Von einem Großfeuer wurde in der vorletzten Nacht das Güstrower Landgerichtsgebäude heimgesucht. Als die Feuerwehr eintraf, hatte der Brand bereits den ganzen Dachstuhl des Gebäudes erfaßt. Der linke Flügel, in dem sich auch der Schwurgerichtssaal befand, ist zum größten Teile von dem Feuer vernichtet worden. Auch sämtliche Bureauräume des Amts- und Landgerichts haben durch das Wasser und durch den Rauch so schwer gelitten, daß sie völlig unbenutzbar geworden sind. Zwanzig Häuser abgebrannt. Innsbrud. Jm Dorfe Pfunders, südlich des Brenners, ist in der Nacht Feuer ausgebrochen. Von den 120 Häusern des weitausgedehnten Ortes sind zwanzig durch den Brand zerstört worden. 25 Familien haben kein Obdach mehr. Wissen Sie schon? daß am 27. September die offizielle deutsche Tanzmeisterschaft im Kurhaus zu Wiesbaden ausgetragen wird? Mercedes- Benz in St. Morig. ,, Gießener Zeitung" Tag des Kaufes erfolgen. Irgendeine Haftung für weitere Lagerung übernimmt die Gesellschaft nicht. Die Kosten des Transportes vom Lager ab muß der Käufer übernehmen. Beanstandungen von Mängel sind ausgeschlossen. Unverbindlich kann mitgeteilt werden, daß die Preise sich bewegen für Schlafzimmer( bestehend aus 2 Betten, 2 Nachttischen, 1 Waschtisch, 2 Stühlen) zwischen 220 bis 300 RM., für einbettige Schlafzimmereinrichtungen 140 bis 160 RM. in Eiche, Waschkommode mit Spiegel und Aufsatz 60 bis 100 RM., Speisezimmer( Büfett. Kredenz, Auszugstisch, 6 Stühlen) in Eiche 200 bis 280 RM., Kücheneinrichtungen( Büfett, Tisch, 2 Stühle) 60 bis 70 RM., Flurgarderoben etwa 15 RM., Liegesofas 20 bis 40 RM., Polstersessel 36 bis 50 RM., Betten, Tische, Decken usw. je nach Zustand verschieden. Die große internationale Schönheitskonkurrenz in St. Morih, die am 23. August abgehalten wurde, brachte der deutschen Weltmarke Mercedes- Benz wieder große Erfolge. Von 19 gezeigten Wagen wurden 18 prämiiert. Die große Zahl der an MercedesBenz verliehenen Preise brachte aufs neue den Beweis, daß die Serienfarosserien von Mercedes- Benz auch bei dem Vergleich mit teuren Luxus- Spezialaufbauten ausgezeichnet bestehen und alle Ansprüche des verwöhnten Geschmacks zu erfüllen vermögen. Erwerb von Gegenständen aus dem geräumten Besakungsgebiet. - Nach eingezogenen Erkundigungen ist mit dem Verkauf der Möbel vor dem 15. August 1930 nicht zu rechnen. Unsere Provinzialgeschäftsstellen sind bereit, weitere Auskunft zu geben. Es empfiehlt sich vorausgesetzt, daß die Bedingungen für den Kauf erfüllt sind unseren Geschäftsstellen mitzuteilen, welche Gegenstände zu kaufen beabsichtigt werden. Die Geschäftsstellen werden Listen an die Reichsvermögensstelle einsenden, die ihrerseits die Kauflustigen zur Besichtigung rechtzeitig einladen. Bezüglich Erwirkung eines Vorschusses zum Kauf der Gegenstände dürfte es sich empfehlen, rechtzeitig mit den amtlichen Fürsorgestellen sich in Verbindung zu setzen. Die Dienststelle zum Verkauf der Möbel in Mainz befindet sich Hintere Bleiche 44, Reichsvermögensamt, Abteilung Möbelverkauf. Durch den Abzug der französischen Besatzung sind in dem besezten Gebiet große Bestände an Wohnungseinrichtungen freigeworden, die zu geringen Preisen an Wohlfahrtseinrichtungen. Schwerkriegsbeschädigte, Kriegerhinterbliebene, Kriegereltern pp. gegen Barzahlung abgegeben werden können. Zum Kauf ist die Vorlage eines Kaufberechtigungsscheines für obengenannte notwendig. In demselben muß bescheinigt werden, auf Grund sorgfältiger Prüfung der Rentenunterlagen, ob der Kauflustige als schwerkriegsbeschädigt pp. anerkannt ist. Diese Bestätigung kann erfolgen durch unsere Geschäftsstellen, oder den Vereinsvorstand unter Beidrückung des Vereinssiegels. Wir machen unsere schwerbeschädigten Kameraden, Witwen und Waisen pp. auf diese Möglichkeit, sich fehlende Einrichtungen zu beschaffen, schon jetzt aufmerksam. Die Gegenstände sind teilweise gut erhalten. Sie haben eine Benuzung von etwa 8 Jahren hinter sich. Braktische Winke. 1. Die Frage, ob gegen ein Urteil des Versorgungsgerichts Returs eingelegt werden kann, ist verfahrensgesehlich geregelt. Ob Rekurs zulässig ist, hängt also nicht von der Ansicht des Versorgungsgerichts ab. Wenn in dem Urteil irrtümlich zum Aus= drud kommt, daß Rekurs nicht zulässig sei, so kann das Urteil dennoch jederzeit angefochten werden. 2. Rekursfähig ist ein Urteil des Versorgungsgerichts auch dann, wenn Versorgungsamt und Versorgungsgericht eine sachliche Prüfung des Antrages abgelehnt haben mit der Behauptung, der Kläger habe die geltend gemachte Verschlimmerung nicht glaubhaft nachgewiesen(§ 80 Verf.Ges.). 3. Unsere Anhaltspunkte zu§ 104 Verfahrensgesetz(„ Heſ= sischer Kamerad" Nr. 8 v. 14. 4. 1930) werden vielfach insofern nicht beachtet, als die Kläger selbst ohne Anhörung ihrer Vertretung unmittelbar beim Gericht Anträge stellen, die sehr oft völlig zwecklos sind und den Klägern nur unnötige Kosten verursachen. Nach der neuesten Rechtsprechung können vom Reichsversorgungsgericht Anträge gemäß§ 104 abgelehnt werden, wenn schon ein Gutachten gemäß§ 104 in der Berufungsinstanz beigezogen worden ist. Bei streitigen D. B.- Fragen empfiehlt sich, die Beiziehung eines Gutachtens gemäß§ 104 Verf.Ges. erst in der Retursinstanz zu beantragen. In Sonderfällen können auch berücksichtigt werden Leichtfriegsbeschädigte, Private und Beamte( ohne Bevorzugung der Letteren). Zum Kauf ist hier die Vorlage einer Bedürfnisteitsbescheinigung notwendig, in welcher die besondere Bedürftigkeit durch die Polizei oder die amtlichen Fürsorgestellen bestätgt werden muß. Obengenannte Bescheinigungsformulare sind erhältlich in unseren Provinzialgeschäftsstellen. Bezüglich der Gegenstände, die zum Verkauf gelangen, handelt es sich in der Hauptsache um Küchen-, Speisezimmer, Schlafzimmereinrichtungen( ein- und zweibettig), Einzelmöbel, wie Flurgarderoben, Polstersessel, Liegesofas usw., sowie um Betten, Matratzen, Bettwäsche, Steppdecken, Wolldecken, Fußbodenteppiche pp. Die Abgabe erfolgt in der Hauptsache an Schwerbeschädigte, Witwen und Waisen und zwar nur für deren eigenen Gebrauch. Eine Weiterveräußerung darf unter keinen Umständen erfolgen. Der Käufer muß dieserhalb einen Revers unterschreiben, indem eine Konventionalstrafe von 100 Prozent des Wertes des gekauften Gegenstandes vorgeschrieben ist. Die Bezahlung hat in bar zu erfolgen. Die Abnahme der gekauften Gegenstände muß an dem Damast- Bett4. Wird ein Fistusrekurs als unbegründet zurückgewiesen oder unzulässig verworfen, so ist damit das Urteil des Versorgungsgerichts in vollem Umfange bestätigt, falls nichts Gegen teiliges in dem Urteil des Reichsversorgungsgerichts gesagt wird. Das Versorgungsamt hat also von dem im Urteil des Versorgungsgerichts genannten Tage an die Rente und die vom Versorgungsgericht zuerkannten außergerichtlichen Kosten zu zahlen. Die vom Reichsversorgungsgericht zuerkannten außergericht: lichen Kosten sind in solchen Fällen nur für die Vertretung in der Rekursinstanz bestimmt. Nr. 69. voraus Sorge getragen worden. Also zieht der Mieter fröhlich aus. Mag der Vermieter zusehen, wie er seine Miete erlangt. Als sehr segensreich im Kampf um die Tilgung des Mietrüdstandes hat sich jedoch in solchen Fällen eine Klausel des MietVertrages erwiesen, die folgenden Inhalt hat:„ Außer dem gesetzlichen Pfandrecht räumen die Mieter dem Vermieter ein Zurüdbehaltungsrecht an sämtlichen eingebrachten Sachen ohne Ausnahme ein, und zwar so lange, bis alle Forderungen aus dem Mietverhältnis beglichen sind." Zwar darf auf Grund einer solchen Klausel der Vermieter nicht etwa zur Veräußerung der dem Mieter zurückbehaltenen unentbehrlichen Ge= brauchsgegenstände greifen: Dem Pfandrecht des Vermieters unterfallen die unentbehrlichen Gegenstände trotz dieser Klausel nicht. Wohl aber kann der Vermieter den ausziehenden Mieter daran hindern, daß er bei seinem Fortzuge auch diese unentbehrlichen Gegenstände mit sich nimmt. Muß aber der Mieter deshalb für einige Zeit die Küche oder gar das Bett entbehren, so wird er sich regelmäßig doch entschließen, in die Tasche zu greifen und dem Vermieter das zu geben, worauf er Anspruch hat. 5. Ist in einem Rekurs die Frage der Gewährung der Pflegezulage streitig und tritt im Laufe des Retursverfahrens eine weitere Verschlimmerung ein, so empfiehlt sich, das Returs= verfahren aussehen zu lassen und beim Versorgungsamt erneuten Antrag auf Gewährung der Pflegezulage oder erhöhten Pflegezulage zu stellen. Dabei müßte die Verschlimmerung glaubhaft nachgewiesen werden. Das Reichsversorgungsgericht prüft im allgemeinen nur die Frage, ob 3. 3t. der Verkündung des Urteils des Versorgungsgerichts die Voraussetzungen für Gewährung der Pflegezulage erfüllt waren; spätere Verschlimmerungen läßt es unberücksichtigt. Garnitur, kompl., a. prima Damast- Qualität ( neueste Muster) bestehend aus 2 Bezüge 130 200 cm( Daman- Muster) 4 Riffen 80 80 cm( Damaſt- Muster) 2 Bettücher 130 225 cm( glatt) zusammen nur Rmf. 26.Ein gültiges 3ürückbehaltungsrecht auch an unentbehrlichen Gegenständen des Mieters. direkt ab Fabrikation. Alfred A. Sandner, Falkenstein( Vogtland), Schliessfach 158. Druckarbeiten Albin Klein, Giessen, Union liefert billigst Daß eine solche Klausel, wie man sie in vielen Mietver: trägen findet und wie sie zweckmäßig in jeden Mietvertrag aufgenommen wird, rechtsgültig ist, das hat das Amtsgericht Düsseldorf in einem Urteil vom 14. März 1930 15 G. 157/30, in überzeugender Weise dargetan. Dem Urteil entnehmen wir folgendes: ,, Nach dem von den Antragsgegnern vorgelegten, von dem Antragsteller und seiner Ehefrau unterschriebenen Mietvertrage kann es keinem Zweifel unterliegen, daß der Antragsteller den Vermietern neben dem kraft Gesetzes bestehenden Pfandrecht noch ein Zurückbehaltungsrecht eingeräumt hat, das sich auf sämtliche eingebrachten Sachen ohne Ausnahme beziehen sollte. In Frage steht deshalb nur die Zulässigkeit und Gültigkeit einer solchen Vereinbarung. Die Prüfung dieser Frage ist mehrfach Gegenstand der Rechtsprechung des Reichsgerichts gewesen, so in RG. St. 35, 151, 37, 119. Das Reichsgericht hat hier die Frage der Zulässigkeit und Gültigkeit der Einräumung eines vertraglichen Zurüdbehaltungsrechtes auch hinsichtlich der gemäß§ 811 der Zivilprozeßordnung unpfändbaren Sachen bejaht. Der Hinweis des Antragstellers, daß eine solche Vereinbarung gegen die guten Sitten verstoße, greift nicht durch. Wie das Reichsgericht in der Entscheidung in Strafsachen Band 85, Seite 156, ausführt, läßt sich allgemein ein Prinzip ,,, daß eine Maßnahme oder Handlung, welche dem zahlungsfähigen. Schuldner die unentbehrlichsten Sachen entziehe, gegen die guten Sitten verstoße", nicht aufstellen. Dieser Ansicht schließt sich das erkennende Gericht in vollem Umfange an. Mehr als diese allgemeine Behauptung, daß die Einräumung des vertraglichen Zurückbehaltungsrechtes gegen die guten Sitten verstoße, hat aber auch der Antragsteller nicht geltend gemacht. Daß hier im Einzelfalle noch etwa die besonderen Voraussetzungen des § 138 Absatz II des Bürgerlichen Gesetzbuches( Ausbeutung der Notlage des Mieters usw.) vorliegen, hat der Antragsteller selbst ernstlich nicht behauptet und auch nicht glaubhaft gemacht." Forderungen hereinzuholen ist heute eine Kunst. Das werden die Hausbesizer, zumal, wenn sie es mit einer Reihe von Mietparteien zu tun haben, allerseits bestätigen. Stünde nicht das Druckmittel der Räumungsklage wegen Mietrückstandes zur Verfügung, so würden zahlreiche Mieter überhaupt keinen Pfennig Miete entrichten. Nur wohnungsrechtlich kann man ihnen auf dem Wege über§ 3 des Mieterschutzgesetzes beikommen, indem man die Räumungsklage androht und auch anhängig macht, auf zivilrechtlichem Wege dagegen ist in zahllosen Fällen deshalb nichts zu erreichen, weil der Mieter längst den Offenbarungseid geleistet hat. Fällt aber auch das wohnungsrechtliche Druckmittel fort, das heißt, ist der Mieter schon zur Räumung verurteilt, und schuldet er dann noch Mietbeträge, dann ist es geradezu zu einer Unmöglichkeit geworden, diese Mietrückstände beizutreiben. Mehr als einen unentbehrlichen Haushalt be= sitzt der Mieter zumeist nicht, an sein Einkommen kommt niemand heran, dafür ist durch Abtretungen und Verpfändungen im Heízí Süddeutsche Konservenfabrik sucht per 1. Oktober 1930 Kommissions- Vertreter für Giessen, Marburg, Bad Nauheim Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Offerte unter Chiffre PFL 681 befördert Rud. Mosse, 94, rue St. Lazare, Paris 9° Einsichtnahme in gerichtliche Akten. Die zunehmenden Streitigkeiten in Arbeitsrechtssachen: stellen handwerkerliche Organisationen und auch selbst einzelne Meister sehr oft vor die Notwendigkeit, zu einem im Auszug bekannten Urteil Akteneinsicht vorzunehmen. Nach einer dem Reichsverband des deutschen Handwerks zugegangenen Benachrichtigung des Präsidenten des Landgerichts I Berlin entschei det über Anträge dritter am Rechtsstreit nicht beteiligter Personen auf Gestattung der Akteneinsicht oder Erteilung von Abschriften aus den Akten der Behördenvorstand. Hiernach find solche Anträge, sofern sie Akten des Landesarbeitsgerichts betreffen, nicht an einen der Vorsitzenden des Landesarbeitsgerichts, sondern an den zuständigen Präsidenten des Landge richts zu richten. Neue Bücher. Erichei Bezugspreis 2 Rebellionsfchluß frü fenbung nicht verla 43. Jahrg Voliti Die thüringische über die den neunte Bürgerabga Einelt teine Ginigur Im Zusammenh aubewegung der w tandemitglieder der 4. Juli cuf 10 v. 5. Der Verband nabendabend den i merischaften den ji tarif gekündigt. Di gesprochen und erit 1140 000 Arbeitern Aberglaube und Wissenschaft. Es ist eine oft bewiesene Behauptung, daß jeder Aberglaube ein Körnchen Wahrheit enthält. Auf keinem anderen Gebiet hat menschliche Erfindungsgabe, vermengt mit ernsthafter Beobachtung, so groteske Ergeb nisse gezeitigt, wie auf dem der primitiren Naturwissenschaft vergangener Jahrhunderte. Lesen Sie es nach in der„ Woche". Sozialer Kampf und ethisches Bewußtsein im Leben der Frau. In diesem Aufsatz beleuchtet Dr. Gerh. Wagner in der neuen Nummer der Zeitschrift„ Das Heft" die Umwandlungen der gesellschaftlichen Anschauungen in bezug auf das Berufsleben der Frau.„ Das Heft" wird jedem, der es in die Hand nimmt, Freude machen! 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