r. 33. ngehend Erizitäts it Ben in dem ciferner Benzin zwifchen erer als wirkung ung mit ei einem Schwere Kindern ht wun aufgeht. eine Bi im Bett daß der Ete feiner no fezte. ben dem n davon ektrisches t, sollte och eine Der, audy dholz zur nach der Don über ist. zum Ginlein ein, ehrt, vorolt( Wil n enthält tudenten-, dünnes, Es tostet die rich verspricht. en: ,, Gibt vegen des swert. Es Fortschritt Jin. Lobe Tam- Te = der 7, di das menböden net. Lo Reinigen und forg Gießen. de ire echi infung warenfabril alt 6.m.b.5. ank plofe Hunger n., fagt jed. un Rüdertftr.17 alp hion Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Politische Rundschau. Die hessische demokratische Landtagsfraktion hat an die Reichstagsfrattion in Berlin das dringende Ersuchen gerichtet, gegen den Bau des Panzerkreuzers B zu stimmen. ( Gießener Tageblatt) Zu den Meldungen über französische Transporte von Refruten in das besetzte Gebiet wird von unterrichteter Seite mitgeteilt, daß es sich bei diesen Transporten nur um den Austausch mit alten Mannschaften handelt, die in die Heimat zurüdgelehrt sind. Reichstagsabgeordneter Tangen hat seinen Austritt aus der Deutschen Demokratischen Partei erklärt und sein Reichstagsmanbat niedergelegt. In Athen wurden in einer Bersammlung zur Borbereitung der Maifeier 122 Kommunisten verhaftet. Wie aus Buenos Aires gemeldet wird, gelang es der politischen Polizei, in der Provinz Mendoza eine Verschwörung gegen das Leben des Staatspräsidenten Jrigoyen aufzudecken. * " Der Flottenchef mit den Linienschiffen Schleswig- Holstein“ und„ Hessen" ist am 28. April mittags in Palermo eingelaufen. Am Sonntag wurde das Oberammergauer Passionstheater durch Kardinal Faulhaber feierlich eröffnet. * Die anhaltische Staatsregierung hat in allen anhaltischen Schulen Unterricht im Berkehrswesen als Pflichtfach eingeführt. Kein Eintritt des Landbundes in die hessische Regierung. Zwischen den Koalitionsparteien des hessischen Landtags und dem Hessischen Landbund haben in der letzten Zeit Berhandlungen stattgefunden. Sie bezweckten durch den Eintritt des Landbundes in die Regierung eine Verbreiterung der Koalition herbeizuführen. Der Landbund wäre bereit gewesen, und er hat diese Bereitwilligkeit auch ausgesprochen, einen Vertreter in die hessische Regierung zu entsenden, wenn man ihm das Finanzministerium zugebilligt hätte. Dabei war sich der Landbund der Verantwortung voll bewußt, die er mit diesem Schritte auf sich zu nehmen hatte. Er glaubte aber diese Verantwortung im Interesse des Landvolks übernehmen zu müssen, wenn ihm durch Uebernahme des Finanzministeriums oder auf anderem Wege in Verbindung mit der Erfüllung einer Reihe sachlicher Bedingungen maßgeblicher Einfluß zugestanden worden wäre. Da die Regierungsparteien auf diese Forderungen nicht eingehen zu können glaubten, sind die Verhandlungen zwischen den Koalitionsparteien und dem Landbund nunmehr abgebrochen worden. Keine Belastung des Reich Haushalt planes durch das Ostprogramm. Der im Reichsfinanzministerium ausgearbeitete Referentenentwurf eines Osthilfegesetzes ist nunmehr dem Reichskabinett zur Vorbereitung einer entsprechenden Gesetzesvorlage zugeleitet worden. Das Reichskabinett wird sich am Donnerstag mit dem Problem beschäftigen. Es wird voraussichtlich nicht zu abschließenden Ergebnissen kommen, sondern lediglich bestim= men, welche Fragen in das Osthilfeprogramm hereingenommen werden sollen, wie weit der Kreis der der Regierung vom Reichstag zu gebenden Ermächtigungen zu ziehen ist und in welcher gesetzgeberischen Form das Osthilfeprogramm dem Reichsrat und Reichstag vorzulegen ist. Das Reichsfinanzministerium erklärt hierzu, daß die notwendigen Mittel sich durchaus im Rahmen des Etats halten und eine Sonderbelastung nicht darstellen. Offenbar ist man bei dem Plan geblieben, die Mittel für die Osthilfe aus dem Verkauf des Reichseigentums zu gewinnen, das im besetzten Gebiet nach der Räumung frei wird und 400 Millionen Mark wert sein soll. Die Franzosen räumen. Wiesbaden, 29. 4. Die Besatzung hat in Mainz, Kreuznach, Trier, Neustadt( Haardt), Haßloch und Speyer verschiedene zu militärischen Zweden seither in Anspruch genommene Baulichfeiten und Liegenschaften an die deutsche Verwaltung zurückgegeben. Kommunistischer Aufruf zum 1. Mai. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat die Kommunistische Gewerkschaftsinternationale am Montag einen Aufruf an das Weltproletariat veröffentlicht, in dem alle Arbeiter aufgeforDrud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 30. April 1930 dert werden, am 1. Mai die Arbeit niederzulegen und trotz der behördlichen Verbote zu demonstrieren. Die Arbeiterklasse müsse dem Bürgertum ihre Macht zeigen und beweisen, daß sie dem Kampf gegen die kapitalistische Herrschaft gewachsen sei. Die Parole der Gewerkschaftsinternationale sei der Kampf gegen das Bürgertum zum Schutze der Sowjetunion und der Kampf für die Idee der Weltrevolution. Rußland fordert von Polen.. Kowno, 29. April. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat die russische Regierung im Zusammenhang mit der Auffindung der Höllenmaschine im russischen Gesandtschaftsgebäude in Warschau folgende Forderungen an Polen gerichtet: 1. Auflösung sämtlicher russischer, weißrussischer und ukraini scher Organisationen, die das Sowjetregime bekämpfen, 2. Ausweisung verschiedener Führer der russischen Emigranten aus Polen, 3. strenge Bestrafung der Bombenanschläge, 4. Einstellung der Hezze der polnischen Presse gegenüber Rußland. Die polnische Luftspionage. Allenstein, 29. April. Wie die Flugzeugüberwachungsstelle Allenstein mitteilt, überflogen heute vormittag 9.50 Uhr drei polnische Flugzeuge, aus der Richtung Roggen tommend, den Kreis Neidenburg und die Ortschaft Baranowen. Von Baranowen aus nahmen die Flugzeuge die Richtung auf Framberg im Kreise Ortelsburg. Von hier bogen sie an der deutsch- polnischen Zollstraße nach Warschau ab. Es hat den Anschein, daß alle Vorstellungen von amtlicher deutscher Seite feinen Erfolg haben und daß man sich in Ostpreußen mit diesem polnischen Spionagesystem nun einmal abfinden muß. Demokratischer Parteitag gefordert. Berlin, 29. 4. Ein Austritt des Reichstagsabgeordneten Tanzen aus der Demokratischen Partei hat den letzten Anstoß gegeben, daß man in demokratischen Kreisen auf eine flare Stellungnahme der Partei zur politischen Lage und auf eine Erörterung über die Zukunft der Partei selbst drängt. Man verlangt: Die höchste Parteiinstanz, einen außerordentlichen Parteitag. Riesenschmuggel gestohlener amerikanischer Automobile. Berlin, 29. 4. Die Berliner Kriminalpolizei ist mit aufsehenerregenden Ermittelungen beschäftigt, die sich nach Hamburg, Bremen, dann nach Italien, Frankreich und der Schweiz erstrecken. Es handelt sich um die Aufdeckung eines Riesenschwindels mit wertvollen Automobilen, die in Amerika gestohlen und durch eine internationale Diebesbande unter Zuhilfenahme von falschen Papieren nach Europa geschmuggelt wurden. Der Anführer der Bande, die zweifellos in Newyork ihren Hauptsitz hat, ist ein Italiener, nach dem bisher erfolglos gefahndet wurde. Die Art des Transports der Wagen nach Europa läßt darauf schließen, daß eine Transportgesellschaft oder einer ihrer Angestellten in die Angelegenheit verwidelt ist. 1000 Personen in einer chinesischen Stadt getötet. Shanghai, 29. 4. Ueber 1000 Einwohner und alle Beamte der Stadt Kingsuchen im Norden der Provinz Kiangsu sind nach hier eingelaufenen Nachrichten von einer 500 Mann starten Räuberbande niedergemezelt worden. 200 Menschen finden den Tod in den Wellen. Kalkutta, 29. April. Furchtbare Szenen haben sich bei dem Kentern des Passagierdampfers„ Condor" abgespielt, der auf dem Fluß Jamuna in Ostbengalen durch ein Zyklon überrascht wurde. 200 Passagiere fanden den Tod in den Wellen und nur 18 konnten gerettet werden. Der Aufruhr in Columbus zusammengebrochen. Columbus( Ohio), 29. April. Ein von den Gefangenen des hiesigen Zuchthauses gestern abend unternommener Ausbruchs versuch ist vollkommen zusammengebrochen. Die Wärter haben die Gewalt über das Zuchthaus fest in der Hand. Ausdehnung der Favag- Voruntersuchung. Wie die„ Frankfurter Zeitung" meldet, hat der Untersuchungsrichter die Voruntersuchung in der Favag- Angelegenheit auch auf Generaldirektor Mädje von der Vereinigten Berlinischen und Preußischen Lebensversicherungs- A.- G. in Berlin, die bis zum Zusammenbruch der Favag zu deren Konzern gehörte, ausgedehnt. Das Verfahren ist eröffnet worden. Es wird geführt u. a. wegen Beihilfe zur Untreue und zum Be trug der Vorstandsmitglieder der Favag. 70 Jahre im Handwerk. Andernach. Der Sattlermeister Valentin ist seit dem Jahre 1860 in seinem Handwerk tätig. Trog seiner 85 Jahre arbeitet der betagte Meister noch heute von morgens bis abends in der Werkstätte. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 34 Zur Reichsfinanzreform. Der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag und der Reichsverband des deutschen Handwerks haben unterm 7. April an die dem Steuerausschuß des Reichstags angehörenden Abgeordneten eine ausführlich begründete Eingabe gerichtet, die sie auf Grund des Finanzprogramms der Reichsregierung vom 12. Dezember 1929 dem Reichsfinanzministerium zuge stellt hatten. Wenn auch dieses Finanzprogramm durch neuere Vorlagen zu einem Teil wiederholt ist, so behalten die Ausführungen der Eingabe doch ihre grundsägliche Bedeutung, da sie die konkreten Wünsche des Handwerkers zusammenfassen und außerdem ein ausführliches Beweismaterial über die steuerliche Leistungsfähigkeit des Handwerks beibringen. Die in der Eingabe entwickelten Forderungen lassen sich wie folgt in Kürze wiedergeben: Bei der Einkommensteuer ist das steuerliche Unrecht der wirtschaftlich wie sozial unbegründeten unterschiedlichen Regelung der Familienermäßigungen für Lohnsteuerpflichtige und veranlagte Einkommensteuerpflichtige, insbesondere bei kleineren Einkommen, durch entsprechende Erhöhung der Abzüge der veranlagten Pflichtigen zu beseitigen. Für diejenigen älteren Steuerpflichtigen, für deren Altersversorgung weder durch Gesetz, noch durch das Vorhandensein eines gewissen Vermögens gesorgt ist, ist die Einkommensteuer in Wegfall zu bringen, bezw. zu ermäßigen. Dem Handwerk sind für mitarbeitende volljährige Familienangehörige dieselben Abzüge wie der Landwirtschaft zu gewähren. Die steuerliche Schonung der ihm erhebliche Konkurrenz bereitenden Schwarzarbeit ist aufzn= heben. Bei Senkung des Tarifs ist die anerkanntermaßen unverhältnismäßig stark und jäh ansteigende Belastung der mittleren Einkommen vordringlich zu mildern. * Die starke Ueberspannung der Gewerbesteuer in den letzten Jahren hat dazu geführt, daß die ihrer Begründung als Aequivalent für besondere Lasten entsprechende Gestaltung in der Gesetzgebung mehr und mehr verwischt worden ist, indem die Steuer in steigendem Maße an den Ertrag und nicht mehr an Besteuerungsgrundlagen angeknüpft worden ist, die im Zusammenhang mit den abzugeltenden Lasten stehen. Dadurch sind insbesondere die Betriebe des gewerblichen Mittelstandes benachteiligt worden, die die durch die Gewerbesteuer abzugeltenden Lasten nicht in dem Maße verursachen, wie sie durch die Verwischung des Aequivalenzcharakters zu dieser Steuer herangezogen werden. Diese Entwicklung hat in Verbindung mit der ungünstigen wirtschaftlichen Lage den Betrieben des gewerblichen Mittelstandes die bestimmungsgemäße Abwälzung der Gerverbesteuer unmöglich gemacht und hier die Wirkung einer steuerlich wie wirtschaftlich und sozial völlig unbegründeten zusäglichen Einkommenbesteuerung hervorgerufen. Bei der Senkung der Gewerbesteuer ist in erster Linie der gewerbliche Mittelstand zu entlasten, insbesondere ist die Ertragsbesteuerung abzubauen. Als besonderes Mittel hierzu wird die Ausschei dung des persönlichen Arbeitsverdienstes des Betriebsinhabers aus dem besteuerungsfähigen Ertrage empfohlen. Diese Freistellung soll sich auf Erträge von 10 000 Rmk. beziehen. Ausländer als Hansbesiker. In der Zeit der Inflation gingen bekanntlich, namentlich in den Großstädten, viele Häuser in ausländischen Besitz über. Die Preise, die gezahlt wurden, entsprachen selbstverständlich nicht dem Wert der Grundstücke. Für 100 Dollar wurden Häuser im Tarwert von 200 000 Rmt. fortgegeben, denn der Dollar wurde derart überschätzt, daß sich jeder mit 100 Dollar in der Tasche wie ein Krösus vorkam. Die Einsicht kam freilich dann, als es zu spät war. 3war gelang es in vielen Fällen, Nachzahlungen und Auswertungen zu erreichen, aber in den meisten Fällen blieben die Ausländer Besitzer deutscher Häuser, aus denen sie jetzt recht gute Einnahmen beziehen. Es ist festgestellt, daß sie nichts für die Erhaltung dieser Häuser tun, die, langsam dem Verfall entgegengehen, so auch einen Ueberschuß herauswirtschaften. Der deutsche Grundbesitz kämpft seit geraumer Zeit gegen den ausländischen Hausbesitzer, ohne aber bisher einen Erfolg zu erreichen, denn die ausländischen Hausbesitzer, einerlei, ob sie in Warschau, Pragoder oder Newyork wohnen, müssen nach dem Gesetz behandelt werden, das sie auch nicht zu höheren Abgaben heranziehen kann. Wie wir hören. wird jetzt nieuer der Vorschlag gemacht, aus den reisen des deutschen Hausbesites, der sich wahrscheinlich zu einem Antrag rer: dichten dürfte und der die Herabsetzung der Hauszinssteuer für den deutschen Grundbesitz, dagegen eine verzehnfachte Steigerung dieser Steuer für den ausländischen Hausbesig anregt. Mit dieser Anregung werden noch die Forderungen verbunden, daß den Ausländern das Abwälzen der erhöhten Steuern auf die Mieter verboten werden soll und zwangsweise festzulegen ist, daß der frühere deutsche Besitzer das Verkaufsrecht zu einem richtigen Taywert auf sein ehemaliges Eigentum haben soll. Diese Vorschläge gehen von der Voraussetzung aus, daß der deutsche Grundbesitz in ausländischen Händen nicht dazu benutzt werden soll, eine Rente abzuwerfen, die ins Ausland fließt. Nr. 34. Mittwoch, d Mittwoch, den 30. April 1930. Lokales. Es brennt der Wald! Nur noch kurze Zeit und des Voltes Scharen ziehen wieder in der Wälder Dome ein. Die Schönheit und Ruhe des Waldes hat noch jede Generation erfaßt. Der Wald ist der Jungbrunnen für das Volk, seine köstlichen Gaben erwecken neues Leben. Darum: Achtet und schont den Wald! Der größte Feind des Waldes ist das Feuer. Jetzt, im Frühjahr, ist der Waldboden in der Regel pulverdürr. Das welke Waldgras und das ausgetrocknete Unterholz bieten günstige Gelegenheit für rasche Entzündung. Ein Funke kann genügen, um den Wald in ein Feuermeer zu verwandeln. In rasender Geschwindigkeit lecken die Flammen an Strauch und Stamm, alles versengend, alles vernichtend. Darum hütet den Funken! Das Rauchen von Zigarren, Zigaretten, aus offenen Tabakspfeifen usw. ist im Walde zu unterlassen. Abfallende Asche oder Funken können, besonders bei Wind, unermeßlichen Schaden anrichten. Glimmende Streichhölzer oder Stummel dürfen nicht gedankenlos weggeworfen werden, sondern sind mit dem Fuße sorgfältig auszutreten und zu ersticken. Ganz verwerflich ist das Anmachen von Feuer im Walde. Solches Unterfangen heißt das Schicksal herausfordern. Die Feuerbereitung in Waldgründen ist daher grundsätzlich verboten und wird empfindlich geahndet. Dieses Verbot muß von jedermann restlos befolgt werden. Hier kann keine Ausnahme gemacht Sofern Biwaks usw. ein Lagerfeuer benötigen, so werden. fann hierzu nur freies, ungefährliches Feld oder eine außerhalb des Gefahrengebietes liegende Kiesgrube, niemals aber der Wald ausersehen sein. Diese Mahnung ist insbesondere an unsere Jugend und Wandervögel gerichtet. Wo es zum Waldbrand tommt, lösche man durch Ausstreuen, Ausschlagen mit Zweigen, Aufwerfen von Sand usw. Niemals feige davonLaufen und die brennende Stelle ihrem Schicksal überlassen! Nimmt der Waldbrand größeren Umfang an, dann muß im nächsten Forsthaus oder Dorf Alarm geschlagen werden. Radler oder Autler haben sich in den Dienst der Sache zu stellen. Eile tut in solchen Fällen not. Jedes Jahr gehen viele tausende Hektar herrlichsten Waldes durch leichtsinnige Brandstiftung zu Grunde. Das ist unerträglich, denn der deutsche Wald ist für unser Volk und unsere Wirtschaft eine der wichtigsten Geldquellen. Folglich ist es bübisch, den Wald durch fahrlässige Handlungen zu schädigen. Hier erziehe einer den anderen! Es gilt, riesige Werte zu retten und unser Volksvermögen vor großem Schaden zu bewahren. Darum: Verhütet Waldbrände! * * Biernachsteuer. Durch die Erhöhung der Biersteuer ab 1. Mai ds. Js. unterliegt Bier, das sich an diesem Tage außer= halb der Erzeugungsstätte im Besitze von Bierhändlern oder Wirten usw. befindet, der Nachsteuer. Biervorräte über 2 hr Find bis zum 6. Mai bei der zuständigen Zollstelle zur Nachsteuer anzumelden. ,, Gießener Zettang - * Kriegsbeschädigte. Alle deutschen hiruverbetten Krieger mit Kopfschuß werden gebeten, ihre Adresse an die Geschäftsstelle des Hirnverletztenheims Frankfurt a. M., Gärtnerweg 50, zu senden. ab werden nur noch die um 13.06 Uhr in Hochelheim und die um 19 Uhr in Gießen beginnenden Fahrten über Groß- und Klein- Rechtenbach geführt. Außerdem fährt die werktäglich verkehrende erste Kraftpost nach Gießen fünftig bereits um * An die hessische Lehrerschaft und Schuljugend! Die Hes6 Uhr statt wie bisher 6.40 Uhr- in Hochelheim ab. * Goldenes Jubiläum. Herr Kreisfeuerwehrinspektorsische Wanderausstellung für Gesundheitspflege und soziale Fürsorge hat in Verbindung mit dem Ministerium für Kultus Didoré kann morgen auf eine 50jährige Zugehörigkeit zur und Bildungswesen einen Schülerzeichenwettbewerb ausgeschrieFreiwilligen Feuerwehr zurückblicken. Der Siebzigjährige verben zur Erlangung von Entwürfen für ein Diplom. An diesieht seinen verantwortungsvollen Dienst als Kreisfeuerwehrsem Wettbewerb fönnen sich alle Schüler und Schülerinnen der inspektor bereits seit 13 Jahren und hat es verstanden, das hessischen Schulen beteiligen. Der Schlußtermin für die EinFeuerlöschwesen des Kreises Gießen in ständiger, Arbeit zu reichung ist auf den 1. Juni 1930 festgelegt. Nähere Bedingunmodernisieren und schlagkräftig zu gestalten. Wir sind sicher, gen für diesen Wettbewerb werden von Direktoren der Höhe, daß morgen diesem„ Pionier der Nächstenliebe" aus allen Kreiren- und Fachschulen, sowie von den Kreis- und Stadtschulsen unserer Stadt, des Landkreises und darüber hinaus aus ämtern ausgehändigt oder man wende sich direkt an die Hesganz Hessen mancher ehrende Glückwunsch übermittelt werden. sische Wanderausstellung für Gesundheitspflege und soziale Fürwird. sorge, Darmstadt, Stiftsstraße 45. 52 * Freigrenze bei der staatlichen Grundsteuer. Nach dem Ausführungsgesetz zum Finanzausgleich ist auf Antrag eine Befreiung von der staatlichen Grundsteuer möglich, wenn das Grundvermögen nach dem gemeinen Vorkriegswert den Betrag von 3000 Rmt. nicht übersteigt. Unter dieser * Die Fortbildungsschulpflicht in Hessen. Ueberschrift läuft z. 3t. durch die Tageszeitungen eine Notiz, nach der ,, das Kultusministerium jetzt durch eine Ausführungsbestimmung zum hessischen Volksschulgesetz die Fortbildungsschulpflicht generell geregelt" habe. Die Meldung entspricht nicht den Tatsachen. Abgesehen davon, daß die Fortbildungsschulpflicht bereits im Jahre 1922 durch das Volksschulgesetz und die dazu erlassenen Ausführungsbestimmungen geregelt worden ist, enthält die erwähnte Mitteilung eine Unrichtig= keit, die geeignet ist, Verwirrung anzurichten. Die Besucher einer Lehranstalt mit Vollunterricht, die nach dem zehnten Schuljahre die Anstalt verlassen, sind nicht, wie behauptet wird, noch ein Jahr zum Besuche der Berufsschule( Fortbildungsschule) wie bisher verpflichtet, sie sind vielmehr auch weiterhin vom Besuche der Fortbildungsschule oder Berufsschule befreit. - * Feuerschuhwoche. Anläßlich der Feuerschuhwoche traten am Montag abend um 8 Uhr die beiden Freiw. Feuerwehren, die Städt. und Gail'sche, mit der Berufsfeuerwehr und der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz unter Mitnahme all ihrer GeVon dort räte und Fahrzeuge auf dem Oswaldsgarien an. aus zogen die Wehren unter Pfeifen- und Trommelflang durch die Stadt. Die zahlreichen und teilweise modernsten Feuerlöschgeräte überzeugten die Bürgerschaft davon, daß unsere verantwortlichen Organe dem Feuerschatz die gebührende Aufmerksamkeit zukommen lassen.. * Die Städt. Feuerwehr wurde in der Zeit vom 1. Apri 1929 bis 1. April 1930 in 156 Fällen zur Hilfe gerufen und zwar bei 10 Kellerbränden, 5 Zimmerbränden, 1 Dachstuhl= brand, 9 Kaminbrände, 23 sonstige Brände, 1 Wald- und Rasenbrand, 1 Großfeuer, 3 auswärtige Brände. 47 mal wurde die Wache zu anderweitiger Hilfe herangezogen, unnötig und aus Unfug wurde die Wache 56 mal alarmiert. * Muttertag. Wie in den Vorjahren wird auch in die= sem Jahre wieder ein Muttertag abgehalten werden und zwar am 11. Mai. * Das erste Gewitter. Den ersten Blitz und Donner dieses Jahres bescherte uns ein heftiges Gewitter am letzten Sonn * Vertretertag des Hessischen Landgemeindetags findet im Lauterbach am Mittwoch, den 28. Mai statt. * Achtung! Achtung! Das Polizeiamt weist auf folgendes hin: Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit werden, wie alljährlich, Blumenstöde und Blumenkästen auf die äußeren FenNach ſterbänke aufgestellt, ohne diese gehörig zu befestigende tagnachmittag. Irgendwelchen Schaden hat es nicht angerichtet. § 366 3iff. 8 des Reichsstrafgesetzbuches und nach Art. 292 des Hess. Pol.- Strafgesetzbuches ist derjenige strafbar, der an einer öffentlichen Straße oder Wasserstraße oder nach Orten hinaus, wo Menschen zu verkehren pflegen, Sachen, durch deren Um Stürzen oder Herabfallen jemand beschädigt werden kann, ohne gehörige Befestigung aufstellt oder aufhängt. Die Polizeibeamten sind angewiesen, Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen. * Straßensperre. Am 28. April hai das städtische Gasund Wasserwerk in der Rodheimerstraße mit der Verlegung der Wasserleitung nach Heuchelheim begonnen. Es muß hierbei die Schützenstraße und Krofdorferstraße durchquert werden. Eine Sperrung der genannten Straßen ist nicht zu umgehen. Vom 28. April 1930 ab auf etwa 4 Tage ist für Fahrzeuge aller Art die Schützenstraße und nach Beendigung der Arbeiten in der Schützenstraße die Krofdorferstraße gesperrt. Während der Sper> rung der Krofdorferstraße erfolgt Umleitung durch die SchützenStraße. * Protestversammlung des Mittelstandes. Die Ortsgruppe Gießen der Wirtschaftspartei ladet alle Kreise des Mittelstandes zu einer öffentlichen Protestversammlung auf heute abend, 8% Uhr, in das Café Leib. Es spricht R.-A. Dr. Rhode( M. d. L.) aus Frankfurt über:„ Steuerbelastung und Existenzkampf des deutschen Mittelstandes". * Schluß der Stadttheater- Saison. Das Stadttheater schließt Heute abend mit einer Wiederholung der Operette„ In der Johannisnacht"( als Gast Auguste Prasch- Grevenberg) die Abonnementsvorstellungen der Saison 1929-30 ab. * Von der Universität. Die Medizinische Fakultät der Universität veranstaltet vom 6. Otober bis einschließlich 11. Oktober einen allgemeinen Fortbildungskurs mit seminaristischen Uebungen und praktischen Demonstrationen für praktische Aerzte. Bor tragende sind die klinischen Fachvertreter sowie die Fachvertreter für Physiologie und physiologische Chemie. Anfragen und An * Autobusverkehr Gießen- Hochelheim. Auf der Kraftpostlinie Gießen Hochelheim( Kreis Wetzlar) tritt der Sommers| meldungen sind an Prof. Georg Herzog, Pathologisches Institut, zu richten. fahrplan bereits am 1. Mai in Kraft. Vom genannten Tage Unser Hauptmann. In unserer schnellebigen Zeit, die so arm an Idealen ist und Taten hoher Seelengröße, ist es doppelte Pflicht, das aus großer Zeit miterlebte unserer Nachwelt zu überliefern. Wir hatten in unserer Kompagnie einen Hauptmann, einen Mann von solch seltenem Pflichtgefühl und Pflichttreue, wie ich ihn bis dahin noch nicht hatte kennen gelernt. Es war um die Augusttage des Jahres 1914. die Tage der Mobilmachung, als ich seiner Kompagnie zugeteilt wurde. Mit inniger Wärme und Anteilnahme empfing er die ihm zugeteilten Leute im Bewußtsein ihr Führer in dem Auftakt der beginnenden Ereignisse zu sein. Während der aufreibenden Zeit, vom Empfang der Aus= rüstungsgegenstände und Waffen, bis zum ersten Appell hatten wir wenig mit ihm zu tun. Schon da zeigte die Fürsorge, mit der er sich jedem Einzelnen widmete, jein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl, das ihm innewohnte. Tatsächlich bis zum letzten Hosenknopf fümmerte er sich um jede Einzelheit in seiner Kompagnie. Anderntags nahm er nochmals seine Kompagnie zusammen und rückte zum Gefechtsererzieren nach dem Exerzierplay, u. ermahnte im Anschluß nochmals auf Pflicht und Gewissen und auf die Ehre der bevorstehenden großen Aufgabe und die ruhmreiche Tradition des Truppenteils. Dann nahm er Unteroffiziere und Gruppenführer zusammen und hielt folgende kurze Ansprache, deren Worte mir heute noch im Gedächtnis sind. In seiner kurzen, präzisen Art erklärte er:„ Sie sind Führer Ihrer Leute, und was das heißt, das liegt im Worte, und wenn Sie Ihre Leute falsch oder irre führen, dann sind Sie Irreführer. Dus fönnen Sie vor Gott und Ihrem Gewissen nicht verantwor= ten." Das waren Worte zur Pflichterfüllung für jeden Unterführer, die tiefen Eindruck machten und mir heute noch in Erinnerung sind. Als wir zum Ausmarsch fertig abends im Kasernenhofe standen, als Fahnenkompagnie, da riti er vor die Front und hielt wiederum eine seiner markanten und kernigen Ansprachen, und auch hiervon sind mir die Worte heute noch in Erinnerung, * Vom Frankfurter Rundfunt. In der„ Stunde der Arbeit" sprechen am Samstag, 10. Mai, Dr. Heinrich, Scharp und Herr de Kort über das außerordentlich wichtige Thema der Stellung des Arbeiters zur Zeitung. denn im Begeisterungsrausch der Mobilmachung hatten viele ausrückenden Truppenformationen sich mit Blumen als Abschiedsgaben der Zivilbevölkerung geschmückt. In seiner treffenden Art erklärte er: Gedächtnisfeier zu Schillers 125. Todestag im Rundfunt. Am 9. Mai begeht Deutschland als offizielle Feier das Gedenken an Schillers Todestag. Es versteht sich von selbst, daß des Dichters schwäbische Heimat, repräsentiert durch den„, Schiller- Verein", für diesen Tag eine besondere Veranstaltung festgesetzt hat, an der auch die Rundfunkhörer teilnehmen. Am Tage darauf bringt Stuttgart eine Dramatisierung aus Walter v. Molos„ Schiller- Roman", zwei Tage vorher Frankfurt den Vortrag zweier Dichtungen von Schiller durch einen der besten deutschen Sprecher, Otto Bernstein. Ich verbiete hiermit in meiner Kompagnie, daß sich irgend einer mit Blumen schmückt oder sonst etwas irgend welcher Art. Bis jetzt haben wir noch keine Lorbeeren errungen, wenn wir siegreich nach Hause kehren, dann könnt Ihr Euch schmücken." Das machte auf jeden tiefen Eindruck und leuchtete jedem ein. Der Mann, der dies sprach, wußte was er wollte. Aus Nah und Fern. Bom Blizz getroffen. Lang- Göns( Kr. Gießen). Beim Aufenthalt mit seinem Fuhrwerk auf dem Felde während eines schweren Gewitters wurde der Landwirt Otto Wagner von hier vom Blitz getroffen. Der bedauernswerte Mann lag längere Zeit bewußtlos neben seinem Fuhrwerk auf dem Felde, bis man ihn auffand und nach Hause brachte. Er mußte in die Gießener Klinik überführt werden, da ihm beide Arme gelähmt sind. Als wir nach langer Bahnfahrt auf einer kleinen Station vor Trier, in Konz, ausgeladen waren, ließ er seine Kompagnie auf der Straße scharf rechts herantreten. Sein erstes Kommandowort war: Patronentaschen auf! Laden und sichern!" ,, So, Leute," sagte er, jetzt wirds ernst." Jeder wurde sich des Ernstes der Lage bewußt und ein Schatten dieses Ernstes legte sich auf alle Gesichter. Um die In Gladbec: -Mart) Soln: Spiel derrhein) 5 Schalle ift dis folcher mit am die Deutsch Sieg den britte der Troftrunde Deutschen Meif In Krefeld: P bach( Rhei Am 4. Ma Ben Krefeld in ger der Trostr Spielogg. 07 G Tagung der Post- und Telegraphenbeamten. Butzbach. Am 3. und 4. Mai findet in Butzbach( Hessen), Hotel„ Deutsches Haus", der Bezirkstag des Reichsverbandes Deutscher Post- und Telegraphenbeamten, Bezirksverein Darmstadt, statt. Annähernd 100 Vertreter aus ganz Hessen sowie Gäste aus Berlin, Kassel, Koblenz, Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart, Saargebiet, Würzburg usw. werden an der Tagung teilnehmen. Unser Friedberg, 28. April. Gestern fuhr in einer Kurve bei Jl= Benstadt der Motorradfahrer Grimm aus Groß- Karben gegen einen Baum. Der junge Mann erlitt bei dem Amprall so schwere Verletzungen, daß er im hiesigen Krankenhaus bald nach seiner Einlieferung verstarb. Ein Mitfahrer fam mit leichteren Verlegungen davon. Midda. Die diesjährige Religionslehrerfonferenz. des Defanats Nidda findet am Donnerstag, den 8. Mai, dahier statt. In der Konferenz spricht Herr Schulrat D. Eberhard- Berlin über„ Gegenwartsaufgaben des evangelischen Religionsunter sichts." Als wir am 22. August um die Mittagszeit angriffsbereit in einem Birkenwäldchen bei Anlon- Messain standen, zum Empfang unserer ersten Feuertaufe, da war auch unser Hauptmann vor seiner Kompagnie. Wir standen gedeckt gegen feindliche Sicht, und die Kugeln schlugen in allen Eden schon ein. Die Kompagnie in Zugkolonne, der erste Zug vorn. Hauptmann befahl mit ruhiger Stimme dem Zugführer des 1. Zuges:„ Herr Leutnant Werle, greifen Sie an." Darauf der Zugführer:„ Der erste Zug mit 20 Schritt Zwischenraum in der Richtung geradeaus schwärmen!" Das Ausschwärmen ging nun nicht in der Weise vonstatten, wie es unser Hauptmann wünschte, denn das Herunterbringen der Gewehre von den Schultern war nicht gar so sauber, und schon im Auseinanderstieben rief er dem Zugführer zu: Nehmen Sie ihre Leute nochmals zusammen!" Als der Zug wiederum angetreten war, redete er folgendes an seine Leute: Nein, nein, Leute, das machen wir denn doch nicht, wenn das Kommando ,, Schwärmen!" kommt, greift mir gefälligst jeder scharf in die Knarre herein!" Als neuerdings der Zug ausschwärmte und es zu seiner Zufriedenheit geschah, rief er seinen Leuten nach:„ So Leute will ich's sehen, jetzt in Gottes Namen!" Der Voranschlag des Kreises Schotten für 1930. Schotten. Der Kreisdirektor des Kreises Schotten hat den Mitgliedern des Schottener Kreistags in den letzten Tagen den Voranschlag des Kreises Schotten für 1930 zugehen lassen. Der Voranschlag schließt mit 259 590,26 Rmf. gegen 228 295,74 Rmt. im Vorjahre ab. Wimpfen. In Anwesenheit des Hessischen Innenministers fand am Sonntag die Einweihung des Neuen Kurhauses in Verbindung mit der Jahrhundertfeier Wimpfens als Solbad statt. Bei dieser Gelegenheit teilte Innenmin. Leuschner mit, daß in einer Kabinettsizung einstimmig beschlossen wurde, einem ent sprechenden Antrag stattzugeben, wonach Wimpfen von heute ab den Namen ,, Bad Wimpfen" führen werde. Mancher Fernstehende, der hiervon nichts versteht, wird sagen, das sind Mätzchen, unnötiges Aufsspielsetzen von Men schenleben. ( 0.0 Wer die Dinge tiefer sieht und mit Augen des Kenners, ist anderer Meinung. Das machte einen tiefen Eindruck auf die Kompagnie. Jeder Einzelne sagte sich: Der hat die Ruhe. Der ist wahrhaf tiger Führer und dem vertrauen wir uns an. Als wir nach schnellem Siegeslaufe am Rhein- Marne Kanal anlangten, fing der Krieg erst an, hart auf hart zu wer Den. Es war am 7. September 1914. Die Division lag in Feuergefecht vor Sermeize. Der erste Zug unserer Kompagnie lag in Reserve, bei uns unser Hauptmann, mehrere hunder Meter hinter der Feuerlinie, ohne Deckung, nur gegen Sich im Walde. Da kam der Divisionsbefehl: 2 Uhr 5 Min. trit die Division zum Sturme an. Der Reservezug greift an un nimmt im Vorgehen die vorderen Linien mit auf. Ein Hall zug Leibkompagnie bleibt als Fahnenwache zur Bedeckung de Fahnen." Unser Bataillonskommandeur, unser unvergeßlicher Majo Schwitz, gab seinerseits den Zusatzbefehl für die ihm unter stellte Kompagnie:„ Herr Hauptmann, Sie bleiben bei de Fahnen." Durch den großen Führerausfall wollte er offenba dedurch unnötigen Ausfall verhindern, denn dieselbe Kompagni hat bis zum 4. Oftober 1914 8 Kompagnieführer verbraucht. Da baute sich unser Hauptmann, in seiner kurzen militär schen Art, mit der Hand am Helme, vor seinem Bataillons- Kom mandeur auf, und so sehe ich ihn heute noch stehen, und ga ihm folgende Antwort:„ Nein, Herr Major, ich gehe mit meine Kompagnie!" Ein Mann, der nie gewohnt war, als Solda gegen gegebenen Befehl zu handeln, hier tat er es zum erstenmal Und er ging mit seiner Kompagnie und war mitten unte uns. 300 Meter weiter ereilte ihn der Tod- bei seiner Kom pagnie. So starb unser Hauptmann, der Hauptmann po Derzen, der Chef und Führer der 8 Kompagnie des Leib Garde- Regiments Nr. 115! Erg Bezirksliga un BfB. Gi VfB.-K. Herman Hessen VfB. Dillen Breide BfB. Löhnbe GC. 03 Kurhes Spielog SV. 05 SC. W Hellas VFB. N Gan Gießen VfB. 6 Dillenb Heuchell Niederg Steinb 1900 Dahlh Grün Braun Sirih Oberbi Donsb Ball Obe Si Gt Bi Off Jugend: 190 Ni 19 281 Lo Lö Ho Gri Gib Ste Obe Sto Nie Gau Mar Bie We Ma Gar Coll Dam Brei Mün Ober Obe Bu Bu Ge Bu Aller Die Al am Sonnta wiefen sie, Oberliga- T den Verhäl in Marbu wannen d fen Leistu in Marbu aus sich h alle Spiel tionen flü Ballbehan Schnelles C Derlichen Nr. 34. Krieger Geschäfts merweg 50, Die Hej ziale Für ir Kultus usgeschrie An die vinnen der die Ein Bedingun der Höhe Stadtschuldie Hej Oziale Für De der Ar Scharp und Thema der stag er das Ge felbst, daß Den Schil Itung fest men. Am aus Wal Frankfurt einen der n. mit seinem Gewithers Blitz getrof bewußtlos ihn auffand Klinit über en. ach( Hessen), chsverbandes erein Darm Seffen sowie Karlsruhe der Tagun Curve bei J arben geg Anproll jo enbaus bald Terlam mit nz des De Dahier statt. thard- Berlin ligionsunter 1930. otten hat ber legten Tage ugehen lasser gen 228 295,7 Innenminifter Kurhauses i s als Golbe fchner mit, de nde, einem en n von heute e versteht, wir ehen von Mer 100 des Kenners e Kompo Der ist Rhein- Ma auf hart zu Divifion lag i erer Kompag mehrere hund nur gegen Gi Uhr 5 Min. tr g greift an u auf. Ein Sa ir Bededung rgeßlicher Ma r die ihm unt bleiben bei pollte er offen eselbe Rompag rer verbraud furzen militi Bataillons- R stehen, und gehe mit mei war, als Gol es zum eritenn war mitten un bei feiner R ptmann D mpagnie des Le Mittwoch, den 30. April 1930. Fußball. Gießener Zettung Turnen, Sport Um die Westdeutsche Meisterschaft. In Gladbeck: FC. 04 Schalke( Ruhr) gisch- Mark) 1: 0( 0: 0). In Köln: Spielogg. 07 Sülz( Rhein) derrhein) 5: 1( 3: 0). - VfL. Benrath( BerHomberger SV.( NieSchalke ist damit Verbandsmeister geworden und nimmt als solcher mit Benrath, dem Tabellenzweiten, an den Spielen um die Deutsche Meisterschaft teil. Sülz hat sich durch seinen Sieg den dritten Platz erobert, muß aber noch mit dem Sieger der Trostrunde um die Ehre der Teilnahme bei den Spielen der Deutschen Meisterschaft kämpfen. Trostrunde der Zweiten: SC. M.- Gladbach( Rhein) nach Verlängerung 3: 2( 2: 2, 2: 2). In Krefeld: Preußen Krefeld( Niederrhein) Am 4. Mai treten sich nun Fortuna Düsseldorf und PreuBen Krefeld in Düsseldorf gegenüber und ermitteln den Sieger der Trostrunde. Dieser spielt dann am 11. Mai gegen Spielogg. 07 Sülz. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga und Bezirksklassen: VfB. Gießen Alemannia Worms 1: 4( 1: 1) Sa. VfB.-K. Marburg Alemannia Worms 4: 3( 2: 2) Hermannia Kassel Germania Marburg 4: 1( 1: 1) Hessen 09 Kassel FC. Ockershausen 5: 0( 0: 0) Weklarer SpV. 2: 6( 0: 2) Wallau 3: 2( 0: 1) VFB. Aßlar Dillenburg Breidenbach VfB. Wetter Löhnberg - - Laasphe 4: 1 SV. Corbach 2: 1 Ehringshausen 4: 2 - SC. 03 Kassel- VfL. Neu- Isenburg 0: 5( 0: 1) Kurhessen Kassel Sport Kassel 2: 3( 1: 1) Spielogg. Göttingen Spielverein Kassel 2: 3( 2: 3) SV. 05 Einbed BV. 06 Kassel 1: 1( 1: 1) SC. Weende FC. Großalmerode 1: 4( 0: 0) Hellas Münden Spusp. Northeim 7: 4( 3: 3) Sportfreunde Einbeck 6: 1( 4: 0) - VfB. Northeim Gau Gießen Weglar: VfB. Gießen 2. Dillenburg 2. Heuchelheim 2. Niedergirmes 2. Steinbach 1. 1900 Gießen 3. Dahlheim- Wehl. Grünberg 1. Braunfels 1. Hirschhausen 1. --Oberbiel 1. Donsbach 1. - - - - Weilburg 1. 5: 0 Wallau 2. 4: 0( 3: 0) 1900 Gießen 4. 1: 2( 1: 1) Hermannstein 1. 1: 5( 0: 1) VfB. Gießen 3. 0: 0 abgebr. Weilburg 2. 9: 1 Biskirchen 1. 6: 3( 2: 2) Se Lich 1. 3: 2( 2: 0) - - 1 Löhnberg 2. 3: 1( 1: 1) Tiefenbach 1. 5: 2 Leun 1. 2: 1 abgebr. Manderbach 1. 4: 2 eBallersbach 1. Endbach 1. 4: 1( 2: 1) Oberbiel 2. Oberndorf 1. 3: 1 Hirschhausen 2. Tiefenbach 2. 2: 2 - Stodhausen 1. Niederbiel 1, 5: 0 - Bieber 1. Offenbach 2. Jugend: - Offenbach 1. 0: 2 Günterod 3: 3 1900 Gießen 1. Niedergirmes 1. 1900 Gießen 2. Butzbach 1. - Kurh. Marburg 1. 2: 3 Wetzl. SpV. 1. 0: 0 VfB. Gießen 2. 3: 0 Garbenteich 1. 4: 2 - Lollar 1. Aẞlar 1. 4: 0( 2: 0) Löhnberg 1. - - Braunfels 1. 1: 0 Holzhausen 1. ſen 1. – Großen- Buſed 1. 1: 1( 1: 0) Grünberg 1. Lich 1. 0: 1( 0: 0) Eibelshausen 1. Steinbach 1. - - Frohnhausen 1. 0: 0 1900 Gießen 3. 0: 3 Oberbiel 1. Leun 1. 5: 0 Stockhausen 1. Niederbiel 1, 1: 1 Niederbiel Schüler Oberbiel Schüler 1: 5 Gau Marburg: Biedenkopf 1. Gladenbach 1. 4: 2( 1: 2) Wehrda 1. Germania Marburg 2. 2: 2 Marbach A. H. Germ. Marburg A. H. 1: 1 Sarnau 1. Buchenau 1. 1: 3( 0: 0) Cölbe 1. Bürgeln 1. 4: 1 Damm 1. Wehrda 2. 6: 0 Breidenstein 1. - - Sterzhausen 1. 4: 2( 1: 2) Münchhausen Wetter 2. 1: 1 Obereisenhausen 1. Obereisenhausen 2. Buchenau 2. - - 1 - Frechenhausen 1. 3: 7( 0: 2) - Frechenhausen 2. 3: 4( 0: 2) Sterzhausen 2. 4: 0 Buchenau 1. Germ. Marburg 1. 1: 2( 0: 2) Laasphe 1. 6: 1 Niederwalgern Sch. 2: 0 Sterzhausen 1. 1: 1 Breidenbach 1. Germ. Marburg 3. Buchenau 2. - Alemannia Worms im Lahnkreis. Die Alemannen spielten am Samstagabend in Gießen und am Sonntagnachmittag in Marburg. Bei beiden Spielen bewiesen sie, daß sie den guten Mittelplatz in ihrer süddeutschen Oberliga- Tabelle mit Recht innehaben. Beide Spiele waren den Verhältnissen entsprechend( in Gießen ein Abendspiel, und in Marburg drohendes Unwetter!) gut besucht. Die Gäste gewannen die Sympathien der Zuschauer schnell durch ihre famosen Leistungen und ihre anständige Spielweise; wenn sie auch in Marburg, als ihnen eine Niederlage drohte, körperlich mehr aus sich herausgingen. Die Mannschaft ist auffallend einheitlich, alle Spieler sind auf Gegenseitigkeit eingestellt, sodaß alle Aktionen flüssig und wohldurchdacht durchgeführt werden. Exakte Ballbehandlung, raffiniertes Kopfspiel, ausgeprägtes Freistellen, schnelles Starten, gutes Laufvermögen, große Ausdauer usw. verliehen der Elf spieltulturell ein flares Plus über beide Lahnund freisgegner. Was man aber vermißte, das war die Treffsicher= heit bei einer im allgemeinen sehr beachtlichen Schußfreudigkeit. BfB. Gießen, Alemannia" Worms 1: 4( 1: 1) Die erstmals in Gießen spielende Alemannia Worms lieferte am Samstag auf dem Waldsportplatz ein Spiel, wie es in gleicher Vollendung lange nicht mehr in Gießen gezeigt wurde. Wenn es der VfB-Mannschaft trotzdem gelang, sich mit 1: 4 rechi ehrenvoll aus der Affäre zu ziehen, so bewies das Spiel doch wieder einmal recht deutlich, daß noch ein deutlicher Unterschied besteht zwischen dem Können guter süddeutscher Mannschaften und dem der Hiesigen. Die Gäste verrieten eine in jeder Beziehung gute Schulung, sei es in Körperbeherrschung, Kombination, Laufvermögen oder in taktischer Beziehung. Be sonders in der zweiten Hälfte demonstrierten die Wormser besten süddeutschen Kombinationsfußball und machten hiermit den recht zahlreich erschienenen Zuschauern das Spiel zu einem imposanten Erlebnis. Es war vorauszusehen, daß die VfBer, das in der ersten Hälfte vorgelegte Tempo nicht ganz durchhalten würden. Die Mannschaft zeigte tatsächlich gegen Mitte der zweiten Hälfte ein starkes Nachlassen der Kräfte, erfreulich war jedoch, daß sie gegen Schluß nach einer gute vorgenommenen Umstellung sich nochmals zusammenriß, und den Gegner zurüddrängte, wobei nur durch Pech der eine oder andere naheliegende Erfolg ausblieb. Erwähnt sei hier ein saftiger Lattenschuß von Kreß 1 und ein schöner Durchbruch von Haupt, der stark bedrängt, nicht placieren konnte. Unter der objektiven Leitung von Schiri Köhler- 1900 stellten sich die Mannschaften in folgender Aufstellung: Worms: Baumgärtner, Wandersleben, Thalmeyer, Wolf, Dörrsam, Zintel, Enders, Zimmermann, Enders, Kargus und Stittgen. Gießen: Vöckler, Bingel, Kreß 1, Leuthäuser, Henrichs, Post, Fehling, Kuhl, Haupt, Lehrmund und Eisfeller. Worms mit Ersatz für Kienel, Gießen ohne den vom Verein aus disziplinarischen Gründen gesperrten Wilhelmi, dafür erstmals mit Ruhl auf Halbrechs, der ein ganz ansprechendes Debut gab, wenn er auch hinsichtlich der Ausnutzung sich bietender Torchancen mehr leisten muß, um sich einen Platz in der Mannschaft zu sichern. Der Spielverlauf sah die eifrige VfB.- Mannschaft zu Beginn recht stark im Angriff und nach Ablauf einer Viertelstunde guter Kombination mit 1: 0 im Vorteil. Es dauerte recht lange, bis Worms zum Ausgleich kam, da Läuferreihe und Verteidigung noch recht frisch und erfolgreich zerstörten. Eine Reihe von Schüssen wurden von den beiden guten Torwächtern unschädlich gemacht. Ein schöner Moment verdient hierbei hervorgehoben zu werden: Der Wormser Rechtsaußen kommt nach schnellem Lauf gut durch, seine präzise Flanke nimmt der Mittelstürmer der Gäste aus der Luft und nur ganz knapp flitzt die Bombe am Tor vorbei. Erwähnenswert ist ferner ein DreiMeter- Schuß von Haupt, den Baumgärtner im Wormser Tor geistesgegenwärtig meistert. Der bis Halbzeit erzielte Stand von 1: 1 ist für Gießen zwar schmeichelhaft, war jedoch durch die bis dahin zweifellos recht guten Leistungen der Einheimischen unbedingt verdient. Die Wormser traten nach Wiederbeginn mit einem neuen Mittelläufer an und zeigten erst jetzt richtig, das in ihnen steckende hervorragende Können. Infolge der bereits erwähnten Schwächen in den hinteren Reihen des VFB. konnte sich ihre Kombination jetzt besser entfalten und es dauerte nicht lange und Worms führte 2: 1. Die im weiteren Verlauf des Spieles erzielten beiden Treffer waren zwar verdient, allerdings konnten beide verhindert werden. Das erste entstand durch Mißverständnis zwischen 1. Läufer und r. Verteidiger, während bei dem anderen Erfolg mehrere Spieler an ihre Brust klopfen dürfen. Es war mehr als leichtsinnig, diesen Ball ungehindert am Tor vorbeistreichen zu lassen und damii dem Gästelinksaußen eine billige Chance zu geben. Einige Zeit vor Schluß ließ man Kreß mit Henrichs tauschen, womit wieder mehr Zusammenhalt in die VfB.- Mannschaft bam. Ob nun Kreß weniger ermüdet war als Henrichs, oder ob er es verstand, sich besser auf den Kombinationsstil der Gäste einzustel= len, jedenfalls zeigte die Mannschaft jetzt wieder mehr System und Angriffsgeist. Hiermit kommen wir zur Kritik der Akteure. Die Wormser Mannschaft war ziemlich einheitlich besetzt und zeigte, abgesehen von dem Linksaußen, kaum Schwächen. Hervorragend war das Verständnis zwischen Mittelläufer und Innensturm, glänzend die Wendigkeit des Rechtsaußen, der infolge seiner überragenden Schnelligkeit immer wieder durchkommen konnte und genau flankte. Die Außenläufer und Verteidiger verstanden sich ebenfalls sehr gut und waren insbesondere im Kopfspiel vortrefflich. Bliebe noch der Hüne Baumgärtner im Tor, der schnell und entschlossen klärte und bei hohen und flechen Bällen große Sicherheit bewies. Die Kritik der VfB.- Mannschaft muß leider ungünstiger ausfallen. Die Elf bewies zwar in der ersten Hälfte genügend Eifer und Zusammenhalt, jedoch zeigten sich später viele schwache Stellen. Vöckler im Tor war einer der besten. Die Mitschuld an dem einen Tor machte er durch gute Abwehr vieler Scharfschüsse wieder wett. Doch schon bei der Verteidigung zeigten sich Mängel, insbesondere im Abschlag. Auch muß das Verständnis mit den Außenläufern noch besser werden. Die Läuferreihe insgesamt lieferte fein großes Spiel, gegen Hanau 93 wurde bestimmt mehr gezeigt. Der Sturm war nur in der ersten halben Stunde und gegen Schluß zu größeren Taten aufgelegt. Das Verständnis im Innensturm war zeitweise ganz gut, was fehlt, sind Steilvorlagen und entschlossene Schüsse. Die Außenstürmer waren beide nicht voll befriedigend. Fehling hatte in der ersten Hälfte viel schwache Momente, wurde allerdings später besser. Eisfeller muß, um erfolgreich zu sein, unbedingt früher flanken. Auf seine Mätchen fällt ein erfahrener Läufer nur einmal herein. Erfreulich war, daß die Mannschaft gegen Schluß noch zu einem kräftigen Endspurt fähig war. Zusammenfassend bliebe noch zu sagen, daß das Spiel beiderseits in anständiger Weise ausgetragen wurde und zweifellos die Besucher in jeder Weise.befriedigt hat. Spiel. BfB.- Kurhessen Marburg Nr. 34. Alemannia Worms 4: 3( 2: 2.) Zu diesem Spiel hatten die Wormser drei frische Spieler Lintsaußen, Mittelläufer und Außenläufer eingestellt. Von einem„ Kampf" war zunächst nichts zu merken. So fam es, daß die Wormser schließlich mühelos eine Flantenvorlage einschiden tonnten, nachdem der Ball von drei Abwehrleuten verpaßt worden war. Kurz darauf folgte Nr. 2 aus einem Gedränge vor dem Marburger Tor. Nun wachten die Schimmelreiter auf und stießen immer wieder in schönem Zusammenspiel gegen das Wormser Heiligtum vor. Bald fiel der erste Erfolg: Winkler als Mittelstürmer ging mit einer guten Vorlage allein durch und schoß ein. Etwa 5 Minuten später spielten sich Winkler und Fischer durch Läuferreihe und Verteidigung hindurch und landete Fischers Schuß unhaltbar im Netz. Die Partie stand 2: 2 und blieb auch so bis zur Halbzeit. Dann nahmen die Marburger eine Umstellung vor. Die zweite Hälfte des Spieles verlief, nachdem schon zu Ende der ersten mehr Schwung hineingekommen war, sehr temperamentvoll und spannend. Nach einer längeren Periode wechselnder Angriffe, deren Abschlüsse meistens durch die Kunst der Torwächter getätigt wurden, gelang es Winkler, eine Flanke von links zum 3. Tor einzuſchikfen. Kurze Zeit später hatte Marburg Einwurf in Höhe der Strafraumgrenze; der Ball kommt zum Halbrechten Friebel, und schon hängt unverhofft Nummer 4 im Netz. Die Gäste wollten doch nicht verlieren, und gingen nun noch stärker aus sich heraus, als bisher. Die Marburger setzten ihnen aber nicht nur den nötigen Widerstand entgegen, sondern verstanden es, sich für jeden. Angriff auf ihr Heiligtum zu revanchieren, sodaß der Kampf ständig hin und her wogte und die Wormser erst furz vor Schluß durch einen scharfen Flachschuß ein Tor aufholen konnten. Winkler hatte nach dem 4. Erfolg seiner Elf wegen Verlegung ausscheiden müssen, wodurch wieder eine Umstellung bedingt worden war.- Marburg gewann das Spiel ( in der 2. Halbzeit) durch die Tatkraft seiner Stürmerreihe, die wirkungsvoll von der sehr beweglichen Läuferreihe unterſtützt wurde. Das Rückspiel in Worms findet bereits am 11. Mai statt. Grünberg 1. Grünberg 1. Jgd. VfR. Lich 1. 3: 2( 2: 0). VfR. Lich 1. Jgd. 0: 1( 0: 0). Es gelang dem Platzverein, der s. 3t. in Lich ein sehr hohes Resultat zu seinen Gunsten erzielt hatte, bis Halbzeit mit zwei Treffern im Vorsprung zu liegen. Nach Seitenwechsel erhöhte Grünberg auf 3: 0, obwohl die Gäste leicht überlegen spielben. Ein Selbsttor der Grünb. Verteidigung schaffte dem VFR. den ersten Erfolg. Bis Schluß waren die Gäste nochmals die glüdlichen Schützen. Vorher trafen sich die beiden Jugendmannschaften. Erst furz vor Schluß tamen die Rasenspieler zu dem einzigen Erfolg des Tages. Beide Spiele leitete Herr Kreiling- VfB. Gießen sehr forreft. Bieber 1. Offenbach 1. 0: 2. Offenbachs Mannschaft konnte schon nach 1 Minute in Führung gehen, welche dann auch durch einen gut getretenen Strafstoß das Verhältnis auf 2: 0 gestalten fonnte. Vorschau für Gießen. Bereits am Mittwoch abend trägt der VfB. mit einer aus Liga und Reserve zusammengestellten Mannschaft ein Spiel gegen die Fußballmannschaft des ersten Bataillons des InfanBei der Miterie- Regiments 15 auf dem Waldsportplatz aus. litärmannschaft wirken eine ganze Reihe hiesiger und auswärtiger Ligaspieler mit, sodaß auch diese Begegnung sehr spannend zu werden verspricht. BfB. Gießen gegen Union Niederrad am Samstag, den 3. Mai. Wiederum am Samstag abend empfängt der VfB. Gießen eine gute süddeutsche Mannschaft. Die Niederräder Mannschaft ist durch ihre großen Erfolge in den Verbandsspielen der mainischen Bezirksliga bekannt. Die VfB.er werden wohl wieder nicht um eine Niederlage herumkommen, was an sich für sie feine Schande bedeutet. Hoffentlich lernt die Mannschaft von thren süddeutschen Gegnern, dann dürfte sich die Verpflichtung dieser Mannschaften auch für sie als Vorteil in den Vrebandsspielen des kommenden Herbstes erweisen. Die Leitung von Union Niederrad hat versichert, daß die Mannschaft in stärkster Aufstellung in Gießen antreten wird, sodaß die Zuschauer wieder ein gutes Spiel sehen werden. Leichtathletik. Berg und Mittelstredenlaufen des VfB. Gießen. Die mit FV. Weilburg, VfL. Weylar und Weklarer Sportverein vereinbarten Clubkämpfe erhielten insofern eine Einschränkung, als Weilburg nicht antrat und der Weglarer Sportverein nur durch den Waldlaufsieger Heberling vertreten war. Der 5000- Meter- Lauf war das spannendste Rennen. Schon nach der 4. Runde konnte man ersehen, daß das Rennen sich zwischen Heise und Heberling entscheiden würde. Heise zeigte einen glänzenden Endspurt und gewann hierdurch den Lauf. Die Zeit von 16,29 Minuten ist als eine gute Leistung anzusehen. Ergebnisse: 1000 Meter Jugend A: 1. Cullmann- VfL. Weylar 2,57 Min., 2. Steuerwald- VFB. 08 Gießen, 3. Metezti- VB. 08 Gießen. 1000 Meter Jugend B: 1. W. Paulus- VfB. 08 Gießen 3,12 Min., 2. Simon- VfB. 08 Gießen, 3. Ludwig- VfL. Wetzlar. 800 Meter Frauen: 1. Pfaff- VfL. Wezlar 2,55 Min., 2. BaumVB. 08 Gießen 2,56 min., 3. Fr. Müller, VfB. 08 Gießen. 5000 Meter attiv: 1. Heise- VfB. 08 Gießen 16,29 Min., 2. Heberling Weglarer Sportverein, 3. Schneider- VfB. Gießen. 3 mal 1000 Meter- Staffel: 1. VfB. 08 Gießen 9,45 Min., 2. VFL. Weylar 9,47 Minuten. Frauen- Wettkämpfe des VfB. 08 Gießen. Am 4. Mai auf dem Waldsportplag. Die Veranstaltung am fommenden Sonntag hat mit den 3wed, dem Frauensport neue Kräfte und Freunde zuzuführen. Das Interesse für diese Frauenwettkämpfe ist sehr groß, was sich aus den bis jetzt vorliegenden Meldungen ergibt. Mittwoch, den 30. April 1930. Aus Nah und Fern. 3. Süddeutsche Gastwirtsmesse in Mainz. Die von den Gastwirieverbänden von Bayern, Württemberg, Hessen und Baden veranstaltete 3. Süddeutsche Gastwirtsmesse findet in den Tagen vom 3. bis 12. Mai in Mainz statt. Umfangreiche Vorbereitungen sind bereits für dieses, wirtschaft= lich so wichtige Unternehmen getroffen worden, das Fachwelt und Laienpublikum in gleicher Weise interessiert und alles das umfaßt, was die moderne Gaststätten- und Hotelindustrie und die vielgestaltigen Gewerbszweige, die sie beschäftigt, angeht. Die 3. Süddeutsche Gastwirtsmesse bietet eine lückenlose Uebersicht über das weite Gebiet der Gastronomie. Angeglie dert sind der Messe vier eindrucksvolle Sonderausstellungen, und zwar eine große gastronomische Schau, sowie Fachausstel lungen des Küfergewerbes, der Bäder und Konditoren und der Vereinigten Brauereien von Mainz. Jena, 29. April. Das Schöffengericht Jena verurteilte den früheren Kassierer der Krankenkasse in Dornburg, Karl Krehhan, der beschuldigt wurde, in den Jahren 1926 bis 1929 etwa 4500 Rmt. veruntreut zu haben, zu zwei Jahren Gefängnis. Der Angeklagte war etwa 25 Jahre lang Vorstandsmitglied der Kasse. Heidelberg. Fräulein Emma Willareth, Tochter des Professors Lic. Dr. Willareth, ist zum 1. Mai an die Providenzfirche berufen worden. Zehnprozentige Ausgabensperre in Kassel. Kassel, 29. 4. Um zu vermeiden, daß das Rechnungsjahr 1930 mit einem Fehlbetrag abschließt, hat der Oberbürgermeister sofort nach Feststellung des Haushaltsplanes an sämtliche städtischen Dienststellen eine Verfügung erlassen, nach der im ersten Vierteljahr 25 Prozent, im zweiten 25 Prozent, im dritten 20 Prozent und im vierten ebenfalls nur 20 Prozent der Etatsmittel zur Verwendung freigegeben werden. Die restlichen 10 Prozent werden vorläufig gesperrt. Erst wenn im Januar 1931 nachgewiesen werden kann, daß bei Verwendung der restlichen Echten Bienenhonig Seibe versende ich infolge reicher Ernte, solange Vorrat reicht, zu folgenden Preisen: 10 Pfd. Pofteimer 5- Pfd. Pofteimer Rmf. 13.80, Rmk. 8.-. Nachn. frei Haus. Bei Nichtgefallen wir Ware zurückgenommen. O. Ellmaurer. Tuttlingen- Duttental 717 Württemb. ,, Gießener Zeitung" 10 Prozent ein neuer Fehlbetrag nicht eintritt, werden sie zur Verwendung freigegeben. Kassel. Am 3. Mai wird der neue Oberpräsident Haas in sein Amt eingeführt. Westerhold. Bei dem Sparkassenverein in Westerhold( Westfalen) wurden Unterschlagungen eines 24jährigen Kassengehilfen in Höhe von 62 000 Mart aufgedeckt. Die darauf angesetzte Revision ergab, daß außerdem der Rendant Terlunen durch verfehlte Spekulationen die Kasse um 215 000 Rmt. geschädigt Hat. Köln. Bei der ersten feierlichen Immatrikulation am Freitag, den 25. April, begrüßte der Rektor der Universität Köln, Professor Dr. Planit, die zahlreich erschienenen neuen Studierenden und hielt dann eine Ansprache über: ,, Das erste Semester". ist Gold! ,, Büro, Vertrieb und Werbung". Fachausstellung in Köln. Der anerkannte Erfolg der im Herbst 1929 in Köln veranstalteten Fachausstellung„ Das moderne Büro" hat damals schon bei Ausstellern und Besuchern den Wunsch nach einer Wiederholung auf erweiterter Grundlage laut werden lassen. Wiederholung verpflichtet zu einer Steigerung der Werbewirfung. Daher soll der Leitgedante der Kölner Herbstveranstaltung 1930 ,,, Büro, Vertrieb und Werbung"( 14. bis 21. September), den Interessenten den Wert der Hilfsmittel moderner Bürotechnik innerhalb neuer Organisationsformen zu zeigen und das Verständnis für dieses Gebiet in Wirtschafts- und Verwaltungskreisen durch Kurse und Vorträge zu vertiefen, um fassender verwirklicht und durch verwandte Fachgebiete ergänzt werden. Durch Seidenraupenzucht können in zwölf Wochen 1000 Mt. und mehr verdient werden. Einfache, leichte Zucht für alle. Proip., AnLohn- Verzinkung leitung foftent. Rüdp. führt billigst aus erbet. Meißen( Sa.) Schließfach 81, Beratungsstelle für deutLauterbacher Blechwarenfabrik schen Seidenbau. u. Berzinkungsanstalt G.m.b.s. Lauterbach( Hessen) Wir suchen für den Vertrieb unserer bekannten flüssigen Toilettenseife nebst praktischem Seifenspender und flüssigem Bohnerwachs arbeitsfreudigen Herrn als VERTRETER der diese Riesenkonsumsartikel an Grossverbraucher, wie Behörden, Krankenhäuser, Büros, Hotels, Restaurants, Cafes, Arzte usw. verkauft. Kapital ist nicht erforderlich, weil Provision sofort nach Eingang der Aufträge gezahlt wird. Verkaufsstelle Niedersächsischer Seifenfabriken Hermann Graetz, Hannover, Gaußstrasse 10 Handwerker, Gewerbetreibende treibt selbst Buchführung nach der neuen, einfachst. u. übersichtlichst. Methode ein. alten Praktikers. Ihr schützt Euch vor übersteuerung u. 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Die Bürgermeister von Salzburg, Linz, Klagenfurt, Eisenstadt usw. werden bei der großen Anschlußkundgebung unter Vorsitz des Reichstagspräsidenten Löbe Ansprachen halten. 1 Wissen Sie schon? daß in Bad Ems fünf vorzügliche Plätze mit einem vertiesten Meisterschaftsplatz angelegt wurden, die Pfingsten durch ein Turnier der Tennislehrer um die Westdeutsche Meisterschaft eingeweiht werden, daß in Bad Kreuznach die regelmäßigen Kurkonzerte durch das Rhein- Westfäl. Sinfonieorchester unter Leitung des Operndirektors Schneider am 1. Mai beginnen, daß am 14. Juni in Bad Kreuznach im Anschluß an das monumentale Kurhaus Palasthotel ein neues Kurhaus mit Kursaal, Lese, Konversations- und Konferenzräumen nach den Plänen des Professor Roth, Darmstadt, eröffnet wird, daß am 6. und 7. Juni 1930 der Schlesische Städtetag in Bad Landed stattfindet? . Neue Bücher. ,, Sadebeils J. 3." Nr. 18 ist interessant. Sie enthält u. a.: Wie schützt sich Amerika gegen Zuchthausrevolten? 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