Nr. 50. en it es te buth Be ange idung. ie feines edmagig für fro Die Klei als das hinunter Ber einge tommen, Ee entspre uß anders verlang Der Klei Fejttract daß aud arf feines ne Würde Cännerwelt für hygie denn Rod tragen? dtchen der ev vorzüg mit dem Bindung Wolfstrad nd besteht Der Eisen Trachten und fern Trachten tigen Fa em Wechsel Dr. Nie genen Tas Schlitz, des und de Voltstum bot jobam On aus der und Volls Finem unge tabend men liej Wirft 804 Preis ge cuts un affer fun Chemis Verarbei mpositions waren. Zum Aussichter erwartende rüßte Gro ausgegebe 1. Eine un trachter en berauschen ießen. rer OUSder ten der ift e vom Lage prik! estehend aus M. 18.5 fabrik ik ch No. 158 Glebe Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. Der Aeltestenrat des Reichstages hielt am Mittwochmittag eine Sigung ab, in der der Arbeitsplan des Reichstages für die nächste Zeit festgesetzt wurde. Mit dem Beginn der Sommerpause ist nicht vor Ende Juli zu rechnen. Die Sigung des Zentralvorstandes der Deutschen Volks: partei, die für den 4. Juli nach Mainz einberufen worden war, ift auf den 13. Juli nach Berlin verlegt worden. In Warschau beginnen die deutsch- polnischen Verhandlungen über die Verlängerung des am 30. Juni ablaufenden deutsch- polnischen Roggenablommens. Der preußische Haushalt wurde in namentlicher Abstimmung mit 230 Stimmen der Regierungsparteien gegen 8 Stimmen angenommen, die von den Deutsch- Hannoveranern, der Boltsrechtpartei und dem Christlich- Sozialen Volksdienst abgegeben wurden. Die übrigen Parteien hatten sich an der Abstimmung nicht beteiligt. Die Klageschrift Thüringens an den Staatsgerichtshof wegen Streichung der Reichszuschüsse für die thüringische Polizei ist abgegangen. Der Preußische Landtag genehmigte die Strafverfolgung von zwölf kommunistischen Abgeordneten wegen versuchten Hochverrats oder wegen Beleidigung. Die den Rheinischen Stahlwerken gehörige Zeche Schacht Ahrenberg hat beim Demobilmachungskommissar angezeigt, daß fie 750 Arbeitern und 20 Angestellten gekündigt hat. Die Kündigungen treten am 16. Juli in Kraft. Die freie Ministerialdirektorstelle im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft ist mit dem bisherigen Ministerialdirigenten im Reichsfinanzministerium, Dr. Wachs: mann, besetzt worden. General Kriebel, der hervorragendste deutsche Ratgeber deer chinesischen Nanking- Regierung ist zurückgetreten. Man nimmt an, daß diesem Schritt weitere Rücktritte deutscher Offiziere, die in Diensten der Ranting- Regierung stehen, folgen werden. Auf Grund von Besprechungen wird Major Papst eine zeitweise Aufenthaltsbewilligung für Tirol zum Zwecke der Ordnung seiner persönlichen Angelegenheiten erhalten. 21 Die englische Marineleitung wird im Jahre 1931 Schiffe in Auftrag geben, die sämtlich zur Ersetzung veralteter Schiffe dienen sollen In San Franzisko ist eine japanische Luftverkehrsgesellschaft gebildet worden, die vom Herbst 1931 ab einen regelmäßigen Zeppelinverkehr zwischen San Franzisko und Tokio plant. Dr. Dietrich Reichsfinanzminister. Berlin. Der Reichspräsident hat nach dem Vortrag des Reichskanzlers in Neuded den Reichsminister Dietrich unter Entbindung vom Amte des Reichswirtschaftsministeriums zum Reichsminister der Finanzen ernannt und den Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium, Dr. Trendelenburg, bis auf weiteres mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Reichswirtschaftsministers beauftragt. Das Steuerprogramm. Nachdem der Reichskanzler am Freitag früh in Begleitung des Staatssekretärs Meißner von seinem Besuch beim Reichspräsidenten in Neuded wieder nach Berlin zurückgekehrt ist, hat nunmehr die entscheidende Kabinettssitzung am Freitag 16 Uhr begonnen. Bei dieser Gelegenheit hat der Finanzminister Dietrich in längeren Ausführungen den Ministern sein Programm unterbreitet. Kurz nach ½ 18 Uhr ist die Kabinettsfihung beendet. Ueber den Verlauf der Nachmittagssitzung wurde kurz nach 18 Uhr folgende( amtliche) Mitteilung herausgegeben: Der Reichskanzler Dr. Brüning ist am Freitagvormittag mach Berlin zurückgekehrt und berichtete in der Sitzung des Reichskabinetts am Freitag zunächst über seinen am Donnerstag dem Herrn Reichspräsidenten erstatteten Vortrag. Das Kabinett verabschiedete dann sodann die inzwischen fertiggestellten Texte der dem Reichsrat und dem Reichstag vorzuLegenden Vorlagen. Bereits am Sonnabendvormittag 10 Uhr wird die Reichsregierung durch den Mund des Reichskanzlers und des neuen Reichsministers für die Finanzen in öffentlicher Sihung des Meichsrats den Staats- und Ministerpräsidenten der deutschen Länder die Vorlage unterbreiten und auf deren schleunigste Erledigung dringen, um sie möglichst noch im Laufe der nächstten Woche dem Reichstag zur Entscheidung zuleiten zu können. Die Deckungsvorschläge sehen folgendes vor: 1. Ein Notopfer in Höhe von 2½ Prozent des Nettoeinkommens für sämtliche Festbesoldeten mit einem Einkommnen von 8400 Mark jährlich. Für die Beamten des Reiches, dier Länder und der Gemeinden wird aber die Mindestgrenze ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 28. Juni 1930 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Dank für Treue und Opfermut. Darmstadt. Die gestrige Sitzung des Hessischen Landtags wurde abgeschlossen mit der Verlesung der nachstehenden Entschließung, die der Franktionsvorsitzende des Zentrums für alle Fraktionen einbrachte: ,, Wenn zur Mitternachtsstunde des letzten Junitages in allen Dörfern und Städten unseres besetzten Gebietes die Glocken die endliche Befreiung einläuten, dann löst sich ein schwerer Druck von der deutschen Seele und alle Herzen schlagen höher in gemeinsamer Freude. Mehr als elf Jahre haben unsere Brüder und Schwestern im besetzten Gebiet Unsagbares ertragen müssen. Fremdes Militär hat in unserem Lande geherrscht mit Nachrichtenzensur, Verkehrssperre, Spionagesystem, maßlosen Presseschikanen, erdrückenden Quartierlasten, Eingriffen in die deutsche Gesetzgebung und Verwaltung, grausamen Urteilen der Militärgerichte, Massenausweisungen und Freiheitsberaubungen in efelerregenden Gefängnissen, scheußlichen Ueberfällen einer schwarzen Soldateska auf deutsche Frauen und Mädchen. Passiver Widerstand und Separatismus rufen Bilder voll Elend und Trübsal in Erinnerung zurück: Verödete Bahnhöfe und Haufen verrosteter Eisenbahnschienen' und stillgelegte Fabriken, mit französischem Gelde bestochene Vaterlandsverräter. Aber all das hat nicht vermocht, die Treuegesinnung der Bevölkerung ins Wanken zu bringen, ihren Helden und Leidensmut zu erschüttern und das enge Band zwischen links- und rechtsrheinischer Bevölkerung zu lockern. Deshalb gilt in dieser Stunde zuerst der Dank der Bevölkerung des besetzten Gebietes. Ihrer Treue und ihrem Opfermut ist es zu verdanken, daß die französische Rheinpolitik gescheitert ist. Der Rhein ist auch fünftig Deutschlands Strom und nicht Deutschlands Grenze. Der Dank gilt weiterhin all den Staatsmännern, durch deren kluge und zähe Verſtändigungspolitik diese große Stunde der Befreiung heraufgeführt wurde. Auch durch die Unversöhnlichkeit unserer ehemaligen Gegner haben sie sich nicht von dem Weg der Befriedung Europas abdrängen lassen. Die Räumung des besetzten Gebietes bedeutet einen großen Schritt vorwärts in der Liquidierung des Krieges und sie soll uns ein Unterpfand sein, daß wir auf die= sem Wege weiterschreiten, und daß unser Vaterland seine volle Selbständigkeit und nationale Ehre zurückgewinnt. Noch wartet das Saargebiet der Rückkehr zum Reich. Wir erleben diese hehre Stunde in einer Zeit größter wirtschaftlicher Not. Das wird die laute Freude dämpfen, aber dafür sie verinnerlichen und sie vertiefen und zugleich die Mahnung in uns wecken, den Frieden, den wir mit unseren ehemaligen Gegnern erstreben, vor allem durch den Frieden im eigenen Volk vorzubereiten, die Mahnung zur Selbstbesinnung und Einigkeit." Zeppelin und ,, D. 2000" bei den Befreiungsfeiern. Wiesbaden. Anläßlich des Rheinlandbefreiungsfluges, zu welchem 88 Flugzeuge von Köln mit bestimmter Aufgabenstellung nach Wiesbaden, Mainz, Worms, Neustadt a. d. H. und Kaiserslautern starten werden, werden auch das Luftschiff ,, Graf Zeppelin" und das Junkers- Großflugzeug ,, D. 2000" über den Flughäfen der Städte Mainz und Wiesbaden er= scheinen. des jährlichen Einkommens, das dem Notopfer unterliegt, auf 2000 Mart festgesetzt. 2. Erhöhung der Schankverzehrsteuer, wobei die Ueberf nachtungssteuer den Städten vorbehalten bleibt. 3. Erhöhung des Versicherungsbeitrages für die Arbeitslosenversicherung sowohl für die Unternehmer als auch für die Versicherungspflichtigen um 1 Prozent. In diesem Vorschlag kündigt die Regierung außerdem an, daß sie zu einem noch festzusetzenden Zeitpunkt die Streichung des§ 163 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes beantragen werde, der die Zuschußpflicht des Reiches an die Arbeitslosenversicherung enthält. 4. Einführung einer Ledigensteuer in Höhe von 10 Prozent der Einkommensteuer. 5. Abstriche im Ausgabenetat für 1930 in Höhe von 130 Millionen Mark. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die Deutsche Volkspartei in der Parteiführerbesprechung durch Dr. Scholz das Finanzprogramm entschieden ablehnen wird. Daß die demofratische Fraktion diesem Programm ebenfalls recht skeptisch gegenübersteht, ist ebenfalls bekannt. Die Wirtschaftspartei Die Wirtschaftspartei hat bereits Einspruch gegen die Erhöhung der Schankverzehrsteuer erhoben. Curtius bleibt auf jeden Fall Außenminister. Das in manchen Blättern verzeichnete Gerücht, wonach ein Rücktritt des Außenministers Curtius bevorstehe, trifft, wie von unterrichteter Seite versichert wird, in keiner Weise zu. Curtius wird Außenminister bleiben, auch wenn es dem Reichskanzler nicht gelingen sollte, die Zustimmung der Volks= partei für sein Finanzprogramm zu erhalten. In Regierungsfreisen beurteilt wan übrigens die Aussichten für das ProNummer 51 Die Rheinpfalz frei! Landau. Die letzten französischen Truppen haben am Donnerstag abend Landau verlassen. Unter großem militärischem Pomp wurde die letzte Trikolore in der Pfalz von der Villa des Generals Mangin eingezogen. Der General, der am Vormittag dem Regierungspräsidenten einen Abschiedsbesuch abgestattet hatte, nahm sodann die letzte Parade der Truppen ab, die sofort in einem Sonderzug über Weißenburg nach Frankreich abiransportiert wurden. Domit ist die Pfalz von seiner Bejagung nach fast zwölf Jahren endgültig frei. Räumung von Mainz am 30. Juni 13,40 Uhr. Mainz. Es jicht nunmehr fest, daß der Rest der Besatzung am 30. Juni um 13,40 Uhr mit einem Sonderzug Mainz verlassen wird. General Guillaumont, der noch einmal nach Mainz zurückgekehrt ist, wird gleichfalls diesen Zug benutzen. Wenn auch die französische Räumungsamnestie bisher amtlich noch nicht erlassen ist, so ist doch mit Sicherheit darauf zu schließen, daß die in französischen Gefängnissen befindlichen deutschen Gefange= nen im Laufe des Sonntags und Montags freigelassen werden, während die Gefangenen französischer Nationalität am Donners: tag nach Frankreich abtransportiert wurden. Die Feier in Mainz. Nachdem die letzten französischen Truppen im Laufe des 30. Juni die Stadt Mainz verlassen haben, wird um 17 Uhr pünktlich die deutsche Reichsfahne auf den Gebäuden wie Zitadelle, Schloß, Zeughaus, Gouvernement usw. gehißt. Gleichzeitig legt die Stadt allgemein Fahnenschmuck an. Zu dem selben Zeitpunkt rückt, von Mainz- Kastel kommend, die Schutzpolizei mit Musik in Mainz ein. 19½ Uhr Festvorstellung Fidelio“ im Mainzer Stadttheater. Hieran anschließend Jlluminierung der Stadt. 24 Uhr große Befreiungs fundgebung Vortragsfolge: unter freiem Himmel auf dem Halleplay. Glockengeläute von sämtlichen Kirchen von Groß- Mainz, gemeinschaftliches Lied Großer Gott, wie loben dich", ,, Deutsch der Rhein" von Hansen, gesungen von den vereinigten Sängern von Groß- Mainz, Ansprache des Herrn Oberbürgermeisters Dr. Külb, Hochziehen der deutschen Reichsflagge auf dem Stadthalleplay, Deutschlandlied, 10 Ansprache des Herrn Staatspräsidenten Dr. Adelung, Ansprache des Herrn Reichsministers Dr. Wirth, „ Frühling am Rhein" von Breu, gesungen von den vereinigten Sängern von Groß- Mainz, ,, Largo" von Händel, gespielt von den vereinigten MusiBern von Groß- Mainz. Deutschlandlied, 3. Strophe, gemeinschaftlich gesungen mit Musikbegleitung, Böllerschießen. Während dieser Kundgebung findet eine Rheinuferbeleuchtung, sowie der Straßenbrüde statt., Die Befreiungslundgebung wird durch den Rundfunk auf die Sender Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Königsberg, Leipzig übertragen gramm Dietrichs günstig, trotzdem nicht weniger als vier hinter der Regierung stehende Parteien sich gegen Einzelheiten des Finanzprogramms ausgesprochen haben; nämlich außer Demofraten, Wirtschaftspartei und Volkspartei auch die ChristlichNationalen Bauern. An der Sonnabendsitzung des Reichstates, in der das Finanzprogramm der Regierung beraten wird, werden auf besonderen Wunsch der Reichsregierung die Ministerpräsidenten sämtlicher deutschen Länder teilnehmen. Verkehrssteigerung bei der Reichspost. Berlin. Der Arbeitsausschuß des Verwaltungsrates der Deutschen Reichspost trat gestern zusammen. Bei dieser Gelegenheit stellte Reichspostminister Dr. Schäzel fest, daß Verkehr und Einnahmen in fast allen Betriebszweigen der Deutschen Reichspost im Mai gegenüber dem Vormonat erfreuliche Steigerungen erfahren haben. Der Reichspostminister sprach die Hoffnung aus, daß die Aufwärtsbewegung des Postverkehrs anhalten und sich als günstiges Anzeichen für die allgemeine deutsche Konjunkturentwidlung erweisen werde. Flaggen und Läufen am 1. Juli. Berlin, 27. Juni. Aus Anlaß der Befreiung der rhei: nischen Lande flaggen am 1. Juli im ganzen Reiche alle Behör: den und Steilen des Reiches, der Länder und der Gemeinden. Außerdem werden von 12 bis 13 Uhr die Kirchen aller Konfessionen ein feierliches Geläute anstimmen.( Es ist selbstverständlich, daß die Bevölkerung Gießens ganz allgemein auch flaggen wird. Samstag, den 28. Juni 1930. Deutschlands Recht auf allgemeine Abrüstung. London. In einer Rede vor den Delegierten des Allgemeinen Rates der Völkerbundsunion erklärte Außenminister Henderson zur Abrüstungsfrage:„ Ein allgemeiner Abrüstungsvertrag zur Beschränkung und Verminderung der Rüstungen jeder Art kann und muß abgeschlossen werden. Es sind jetzt fast auf den Tag 11 Jahre, seit dem man dem deutschen Volke das Versprechen gab, auf seine Abrüstung werde die Abrüstung der siegreichen Mächte folgen. Die Zeit ist reif zu einer Tat, die wenigstens einen ersten Schritt zur Erfüllung dieses Versprechens darstellt. Wir sind entschlossen, mit Geduld, aber auch beharrlich unsere Politik weiter zu verfolgen." Dr. Curtius darf keine Aussagen vor dem Volksbegehren- Untersuchungsausschuß machen. ,, Gießener Zeitung" Rechtsanwalt Dr. Rohde, M. d. L., Frankfurt a. M., behandelte das aktuelle Thema: ,, Staat und Wirtschaft". Er beleuchtete eingehend den Staatsgedanken und stellte die bedauerliche Abwandlung vom Drönungsstaat zum Versorgungsstaat fest. Nur durch ein ganz entschiedenes Abrücken von den gefährlichen staatssozialistischen Tendenzen der Gegenwart und durch ein offenes Bekenntnis zum Individualprinzip könne eine gesunde Wirtschaft wieder geschaffen werden. Der Generaldirektor der Edeka Zentralorganisationen, Fritz BornemannM. d. R., Berlin, behandelte in seinem Referat die praktische Seite, indem er den Appell an die selbständigen Lebensmittelkaufleute richtete, durch Selbsthilfe in wirtschaftlicher und wirtschaftspolitischer Beziehung unter Mobilmachung aller Kräfte dem Neuaufbau und der Förderung der mittelständischen Individualwirtschaft zu dienen. Er forderte insbesondere zur Errichtung von Spar- und Arbeitsgemeinschaften für Jungkauflente auf, Institutionen, die in engem Anschluß an die EdekaDrganisation dem kaufmännischen Nachwuchs den Weg zur geistigen und wirtschaftlichen Ertüchtigung mit dem Ziel der Schaffung einer selbständigen Existenz ebnen sollen. Der Untersuchungsausschuß des Preußischen Landtages, der Amtsmißbräuche von Beamten beim Volksbegehren untersuchen soll, beschloß, auch den Reichsaußenminister Dr. Curtius zu vernehmen, und zwar über seine Aeußerung, daß die Staatsregierung bei ihrem Eingreifen anläßlich des Volksbegehrens über das zulässige Maß hinausgegangen wäre. Dr Curtius sollte nun als Zeuge burkunden, welche Tatsachen ihm als über das zulässige Maß hinausgehend" bekannt seien. Wie mitgeteilt wird, ist dem Reichsaußenminister Dr. Curtius die Genehmigung zur Aussage vom Reichskabinett versagt worden. Einnahme- Ausfall bei der Reichsbiersteuer. Jm Monat Mai ds. Js. hatten die Brauereien einen starken Konsum- Rückgang( 35 bis 45 Prozent), der aus mancherlei Gründen veranlaßt war, zu verzeichnen. In der Hauptsache ist derselbe jedoch der am 1. Mai ds. Js. in Kraft getretenen Reichsbiersteuererhöhung, welche die seitherigen Steuersätze nahezu verdoppelte, in Verbindung mit der an vielen Orten erhöhten Gemeindebiersteuer, zuzuschreiben. Allein die Steuererhöhung rief Absazausfälle von schäzungsweise 30 Prozent hervor. Vorstehendes hat u. a. zur Folge, daß von den erwarteten höheren Biersteuern mehrere Millionen Mark weniger vereinnamt werden und zeigt gleichzeitig, daß übersteigerte Konsum= steuern in Zeiten rückläufiger Konjunktur die erwarteten steuerlichen Mehreinnahmen nicht zu bringen vermögen. In einer einstimmig angenommenen Entschließung fanden die Grundforderungen der Verbände an Stand und Staat ihren Niederschlag. Nr. 51. bindermeister Johannes Claus, dessen Sohn bekanntlich den Vater des Angeklagten erschossen hat, in Niedermöllrich ermordet zu haben, wurde der Angeklagte wegen Totschlags zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Der Atlantik- Flug Kingsford Smiths geglückt. Newyork. Der Ozeanslug des australischen Hauptmanns Kingsford Smith mit dem Flugzeug Südliches Kreuz" in OstWest- Richiung ist geglückt. Das Flugzeug landete Mittwoch vormittag 11 Uhr 47 ME3. wohlbehalten in Harbour Grace auf Neufundland, wo es Brennstoff an Bord nimmt, um den Flug nach Newyork fortzusetzen. Etwa um 7 Uhr MEZ. überflog das ,, Südliche Kreuz" Kap Race und hatte damit den amerikanischen Kontinent erreicht. Kommunisten stehlen Sprengstoffe. Castrop- Rougel. Durch einen Zufall ist die hiesige Kriminalpolizei einem größeren Sprengstoffdiebstahl auf die Spur gekommen und konnte auch die Täter, drei Arbeiter, die sämtlich der Kommunistischen Partei angehören, auch festnehmen. Die Kriminalpolizei beschlagnahmte im ganzen einhundertachtund fünfzig Sprengkapseln und vierundsiebzig Pakete Ammonit. 100 Millionen Steuererhöhungen für Berlin? Berlin. Der Haushaltsplan der Stadt Berlin, für den sich keine Mehrheit findet, weist bisjetzt einen Fehlbetrag von 55 Millionen RM auf. Man nimmt daher an, daß der Oberpräsident, als Aussichtsbehörde, zur Ausgleichung des Etats sofort 100 Millionen RM neue Steuern ausschreiben wird. Der Berliner Stadttämmerer will den Dienst quittieren. Berlin. Der Berliner Stadtkämmerer Dr. Lange, der vom Disziplinargericht von der Anklage der Pflichtverletzungen freigesprochen wurde, hat dem Magistrat sein Pensionierungsgesuch eingereicht. Preissertungen im Mansfelder Gebiet. In Anbetracht der augenblicklichen wirtschaftlichen Notlage im Mansfelder Streikgebiet beschlossen die Bäckermeister in Leimbach, den Brotpreis von 70 auf 55 Pfg. herabzusetzen. In ähnlicher Weise haben in verschiedenen Orten des Streikbezirks die Fleischermeister ihre Preise ermäßigt. Zurüd zum Staate des Individualismus. Unter diesem Leitmotiv stand die große Kundgebung der fei, die am 22. Juni 1930 in Karlsruhe i. B. unter zahlreicher Beteiligung stattfand. Das Steingewerbe in Beuern. Von Wilhelm Arnold V., Beuern. 3. Fortsetzung. Der 45. Todesfall in Lübeck. Mussolini fordert zunächst Revision der Friedensverträge London, 23. 6. ,, Evening Standard" veröffentlicht heute einen Artikel Mussolinis, in dem dieser die Absichten des Briandschen Planes einer europäischen Staatenvereinigung einer fritischen Prüfung unterzieht. Mussolini kommt zu dem Ergebnis, daß die unerläßliche Vorbedingung für den Zusammenschluß der europäischen Staaten die Revision der bestehenden Friedensver: träge sei. Lübeck. In der Nacht zum Freitag ist wieder einer der mit Tuberkulosepräparat gefütterten Säuglinge gestorben, so daß sich damit die Zahl der Todesfälle auf 45 erhöht hat, krank sind noch 68, gebessert 75, gesund 64 Säuglinge. Gamstag, d einer wurden in der forgevereins fü nach Entwürfe gültig genehmi daß mit dem Mittel hofft m Lande im Ga Berfäume niem durch ermöglich die Minderung zeitig wurde au Helfen in der Landesvereins vereins für Kr gedeihlicher 3 Fürforgeverein Gebiete der He einjoulung Be des Anitaltsfür ( Univerfitätskli Lehrwertstätten find, während in feiner Ani erzieherische A tätigt. So m Bum Besten Die Ausweisung von Pabst noch nicht erledigt? Berlin. Bundeskanzler Schober hat der Heimwehrleitung das Material vorgelegt, das gegen Major Pabst bei der Regierung vorhanden ist. Die Bundesleitung der Heimwehr hat jetzt erklärt, daß sie die volle Verantwortung für die Handlungen Pabsts und für das angeblich Pabst so schwer belastende Material übernimmt. Die Regierung befindet sich jetzt in einer recht unangenehmen Lage. Hält sie das Material für so schwerwiegend, daß die Ausweisung Pabsts notwendig war, dann muß sie auch gegen die Leitung der Heimwehr ein Verfahren beantragen, oder sie muß den Ausweisungsbefehl gegen Pabst zurückziehen. Hoyer zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Frankfurt a. M. Hoyer wurde wegen Totschlags, begangen an Polizeioberwachtmeister Kern, zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust, Georg wegen Begünstigung zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Sängerbund- Prozeß. Berlin. Das Schöffengericht Charlottenbung verurteilte den früheren Bundesschahmeister des deutschen Sängerbundes, Gerichtsassessor a D. Johannes Redlin, zu einem Jahr und neun Monaten Gefängnis wegen Untreue und Unterschlagung. Der Blutracheprozeß. Etwa 20 Jahre später schloß in einem benachbarten Städtchen eine rheinische Firma, die Quarzit suchte, mit einer Reihe von Landwirten derartig spitfindige Verträge ab, daß viele Streitig keiten entstanden, die stets zu Ungunsten der Ackerbesitzer ausfielen. Da begab sich folgendes: Zu Darmstadt im Ministerium wollte der Firmeninhaber mit dem Fiskus und einem ,,, fetten" Bauern Verträge abschließen. Letzterer hatte selbst einen gerissenen Vertrag ausgearbeitet. Alles war erstaunt, als dieser verlesen wurde. Wie kommen Sie denn dazu, einen solch spitfindigen Vertrag abschließen zu wollen?" fragte da der Geheimrat unseren Bauern.„ Das," erwiderte dieser ,,, habe ich von der Firma und Ihrem Herrn Vertreter gelernt!" Kassel. In dem aufsehenerregenden Blutracheprozeß gegen den ehemaligen Schutzpolizeibeamten Wilhelm Wille aus Frankfurt a. M., der beschuldigt wird, am 9. Januar 1930 den Weißliche Gesellschaft kehrte wieder nach dem verlassenen Beuern zurück und trat dort wieder in geschäftliche Beziehungen. Revolution in Bolivien. Buenos Aires, 27. Juni. Der Aufstand in Bolivien hat Nach mit einem vollen Siege der Revolutionären geendet. einem Bericht aus Chile sind der bolivianische Präsident Siles, der zurückgetreten ist, und der Generalstabschef der bolivianischen Regienung, der ehemals deutsche General Kundt, von den Revolutionären gefangen genommen und an die argentinische Grenze transportiert worden Man nimmt an, daß beide sich von dort aus mit der Eisenbahn nach Buenos Aires begeben werden. 60 Geistliche erschossen. Ein lettischer Flüchtling berichtet, daß während seines Aufenthaltes im Gefängnis auf Salowki( nördl. Eismeer) in drei Monaten sechzig orthodoxe Geistliche erschossen worden sind. Der Grund war gegenrevolutionäre Gesinnung und Verharren bei der Betreuung der Gemeinde, trotz Amisentsetzung seitens der Sowjetregierung. den Lehrstuhl Den Herrn Mi Dr. Peter Pi it 45 Jahre a der orthopädi zahlreichen A iche Unterjud hervorgehobe experimenten Verwadjunge Felsen zum Vorschein, der noch obendrein sehr leicht zu ge= winnen war. Aehnlich erging es in einem angrenzenden Bruche, der früher mehrfach als ausbeuteunwürdig verlassen worden war. Hier ist sogar einer der riesigsten und wertvollsten Felsblöcke aufgeschlossen worden, die je im gesamten Betriebsfelde Beuerns gefunden wurden. Er hatte eine Ausdehnung bis zu vier Meter in jeder Richtung und ertrug einen Reinerlös von 1500 Mark. Leider ereigneten sich gerade in diesem Bruche zwei schwere Unglücksfälle, beide mit tödlichem Ausgange. Der erste betraf den von Bensrod gebürtigen und nach Beuern verheirateten Taglöhner Peter Strack, Vater von fünf Kindern. Beim Abbau auf einer kaum zwei Meter hohen Felsplatte beschäftigt, stürzte er ab und brach das Genid, so daß er auf der Stelle tot blieb. Er war ein stiller, schlichter und braver Mensch und nicht unbegabt. Er hatte eine geb. Faulstich zur Frau und bewohnte auch das Stammhaus der= selben in der Mezzengasse. Das 2. Opfer seines Berufes war der Maurer Joh. Sommerlad, ein Neffe des vorgenannten Steinbruch besitzers Phil. Sommerlad, ebenfalls ein tüchtiger Arbeiter und besorgter Familienvater, der auch die zwei Feldzüge von 1866 und 1870-71 mitgemacht hatte. Er verunglückte dadurch, daß ein eben gespaltenes Felsstück plötzlich umfiel und ihn an den Oberschenkeln so zerdrückte, zerquetschte, daß er unter den gräßlichsten Schmerzen alsbald den Geist aufgab. Er hinterließ eine Witwe mit 3 Töchtern. Jm März 1899 hatte nämlich die Baptistengemeinde Hassenhausen, der, wie erwähnt, der Sommerlad'sche Bruch am roten Holzberge durch Vermächtnis zugefallen war, denselben an einen gewissen Bieker, Maurermeister in Cölbe bei Marburg und Erbauer der hiesigen 2. Schule, verpachtet. An seine Stelle traten im folgenden Jahre die Bauunternehmer Aber> mann& Kling in Gießen( 1900-1909). Während dieser Zeit erreichte das gewerbliche Leben am roten Holzberge wieder einen lange nicht beobachteten Höhepunkt. In den Jahren 1905 oder 1906 war der stärkste Betrieb und wurden den Winter über 60 Mann beschäftigt, an Arbeitslöhnen 22 000 Mt. ausbezahlt, u. a. 3000 Mt. Bahnfracht entrichtet, im ganzen ein Umsatz von 40 000 Mt. erreicht. Der Mangel einer Bahnverbindung machie sich damals besonders fühlbar. Damm, dem es als Bruchmeister und Mitteilhaber bei den verschiedenen Unternehmenn in den ehemaligen Sommerlad'schen Brüchen, ein besonderes Anliegen sein mußte, hat zur Erlangung einer solchen alles möglich aufgeboten, die Angelegenheit ist aber bis jetzt aussichtslos geblieben. Nachdem der einzig günstige Anschluß an die Strecke Gießen- Fulda Ende der 60er Jahre versäumt worden und nunmehr auch das benachbarte Lumdatal von einer Bahnlinie durchzogen ist, ist unser Ort rundum umgangen, und es wird einer erfindungsreicheren Zukunft vorbehalten bleiben, wie sie uns mit der Verkehrswelt unmittelbar verbinden will. Bis dahin sind wir aber der bahrgesegmeten Nachbarschaft gegenüber im Nachteil. Es ist eine unbegreifliche Tücke des Schicksals, aber auch gleichzeitig ein 3Zeugnis der Blindheit sowohl der Bahnbedürftigen, wie der Bahnbauenden, daß ein gewerblich so entwickelter und vielversprechender Ort, wie unser Beuern von jeher war, abseits liegen gelassen wurde.( Hoffentlich füllen die Autokraftwagen die Lücken aus. Die Red.) Mit einer geringen Mannschaft wurde das Unternehmen begonnen und ein Einschnitt oberhalb der Brücke gemacht. Die daran geknüpften Hoffnungen haben sich aber nie erfüllt. Es fand sich wohl ein zusammenhängender Felsen vor, aber einesteils erwies sich die Masse als zu hart, und was noch mehr ins Gewicht fiel, sie war häufig zersplittert und wenig brauchbar. Die vulkanischen Gluten müssen hier überstark gewesen sein, das zeigte die ganze Beschaffenheit des Felsens. Herr Dominic war sehr enttäuscht, das Traumgebilde einer schönen Zukunft hier zerrann zusehens. Er hat die äußersten Anstrengungen gemacht, das immer schwankende Gleichgewicht im geschäftlichen Betrieb wieder herzustellen. Trotz meiner Warnung versuchte er auch noch an anderen Abhängen unserer Gemarkung zu landen, an Stellen, die der Geologe als aussichtslos für solche Zwede längst erkannt hatte. Der Burghain und der Steinerberg führen ebenfalls einen sogen. verbrannten Fels, ähnlich dem in der Lorsbach, aber an eine geschäftliche Ausbeute ist hier nirgends zu denken. Immerhin kam Herr Dominick noch mit seinen Versuchen in Betreff des Kostenpunktes gelind davon. Nur am Steinerberg war 1895 für erworbenes Gelände aufzukommen ( Gemeinde 100, Philipp Belloff 600 und J. Funk 300 Mt.). Bindegewebe den in Betra In den letzte men der me Röntgenbild feffor Piger benswürdig bindet, där jer Land Pigen hat bis zur tommend Klinit in feit Jahren richtung der das Werk r Arzt zu se Im Jahre 1908 ging das gesamte Sommerlad'sche Besitztum am voten Holzberge für 3000 Mt. durch Kauf in die Hände des mehrmals erwähnten Phil. Damm über. Jm Winter auf 1909 trat eine Unterbrechung der gewerblichen Tätigkeit ein, welche erst im April des letzteren Jahres wieder aufgenommen wurde. Damit erschien auch jene Gesellschaft hier wieder auf dem Plan, von der oben die Rede war und mit welcher Damm geschäftliche Beziehungen angeknüpft hatte. Dieselben waren allerdings sehr verwickelt, wie sich später zeigte. Den Betrieb selbst übernahm die Gesellschaft, Damm trat als Teilhaber am Geschäft ein und erhielt die Stelle eines Bruchmeisters und Werkführers 7. Für das auszunuzende Gelände war eine ge wisse Pachtsumme vereinbart. Der Geschäftsgang war bald wieder ein flotter, es wurden an 26 Steinhauer und 30 Tag löhner beschäftigt. Auf der Rabenau hatte die Gesellschaft da mals ebenfalls einen regen Betrieb( u. a. standen dort unge fähr 80 Steinhauer). Eine großartige Ausbeute lieferte in jener Zeit der erwähnte Bruch in der Brodbach, während die Gewinnung in den übrigen Brüchen wegen des allzuhohen Abraums immer schwieriger wurde. Leider trat im Jahre 1910 eine empfindliche geschäftliche Verslauung ein, infolge derer eine Anzahl der beschäftigten Leuie entlassen werden mußte( hier 8, auf der Rabenau gar 30 Mann). ( Fortsetzung folgt.) Es ist mit der Ergiebigkeit eines Lungsteinbruches ein eige nes Ding, wie schon durch verschiedene Beispiele erläutert worden ist(. Ziegelberg und Brodbach auf der Rabenau) EntHerrn Dominid leuchtete bei allen seinen Unternehmungen gegen der regelmäßigen Felsbildung in Sandstein- und anderen kein Glücksstern. Nach Verlauf von 5 Jahren zog er, um Hoff- Gebirgen, ist dieselbe hier sehr wechselnd und von sogen. faulen nungen ärmer, aus dem Weichbilde unseres Ortes. Auf der be- Wänden durchzogen. Infolgedessen kann es vorkommen, daß nachbarten Rabenau hatte seine Gesellschaft schon 1895 Verträge nach längerem Umherwühlen ein Unternehmer eine Stelle aufabgeschlossen, aber die Verhältnisse verschlechterten sich auch hier, gibt und als hoffnungslos betrachtet, an der ein anderer mit so daß er schließlich infolge Erkrankung austreten mußte. Bes= bestem Erfolg wieder einsetzt. So war f. 3. auch der alte Somser gelang es aber seinem Nachfolger, einem gewissen Herrn merlad in dem hintersten, östlichen seiner Brüche davongegangen Schmiedeknecht aus Thüringen, Boden zu gewinnen. An einer in der Annahme, daß hier nichts mehr zu schöpfen sei. Auc Stelle, z. B. in der Brodbach, oberhalb Londorf, die Dominick nach ihm hatten seine beiden Schwager ganz in der Nähe sich wegen völliger Unergiebigkeit aufgegeben hatte, setzte er etwas jahrelang redlich abgemüht, ohne etwas besonderes zu erreichen. höher ein und entdeckte ein außerordentlich wertvolles Gebierge. Nun setzte Damm( für Abermann& Kling) an der fraglichen Ja, es währte merkwürdigerweise nicht sehr lange und die frag| Stelle wieder ein, und siehe da, es kam wieder ein prächtiger Deuti Alljäh einem der derttausen Dörfern um dort i mejjen, d Go ist es diesen Ta all gehen vor die T Der J Ende N land unter Die Schred Flugzeugge Straßen Fern lag des deutsch Der R deutschen S Standgehalt Hochebenen Der Mojel Drei Tüdten die Reidsgren waren. 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Versäume niemand, sein Scherflein beizutragen, denn die dadurch ermöglichte entsprechende Ausbildung der Aerzte bedeutet die Minderung des Krüppelelends in unserem Lande. Gleichzeitig wurde auch eine Abgrenzung der Tätigkeit der beiden in Hessen in der Krüppelfürsorge tätigen Verbände, des Hessischen Landesvereins für Innere Mission und des Hessischen Fürsorgevereins für Krüppel, durch eine Vereinbarung mit dem Zweck gedeihlicher Zusammenarbeit erreicht. Während der Hessische Fürsorgeverein für Krüppel seine seitherige Tätigkeit auf dem Gebiete der Heilsürsorge und der nicht anstaltsmäßigen Berufseinschulung Verkrüppelter beibehält, wird er auf dem Gebiete des Anstaltsfürsorge die klinische Arbeit in dem neuen Institut ( Universitätsklinik) in Gießen übernehmen und dort nur solche Lehrwerkstätten schaffen, die für den klinischen Betrieb nötig sind, während der Hessische Landesverein für Innere Mission in seiner Anstalt in Nieder- Ramstadt in der Hauptsache die erzieherische Arbeit und die anstaltsmäßige Berufseinschulung tätigt. So wird durch gegenseitige Unteritüsurg die Arbeit zum Besten der leidenden Menschheit gefördert werden. Auf den Lehrstuhl für Orthopädie in Gießen wurde inzwischen durch den Herrn Minister für Kultus und Bildungswesen, Herr Prof. Dr. Peter Bitzen aus München berufen. Herr Professor Pitzen ist 45 Jahre ait und 8 Jahre lang als Assistent und Oberarzt an der orthopädischen Klinik in München tätig gewesen. Von seinen zahlreichen Arbeiten sei zunächst eine sehr sorgfältige anatomische Untersuchung über die Entwicklung des oberen Femurendes hervorgehoben. Eine andere Arbeit, die auf zahlreichen Tierexperimenten beruht, beschäftigt sich mit der Verhütung von Verwachjungen und mit der künstlichen Erzeugung von straffen Bindegeweben, soweit es für die Behandlung orthopädischer Leiden in Betracht kommt. Beide Arbeiten gelten für grundlegend. In den letzten Jahren hat sich Professor Pizzen viel mit Proble= men der mechanischen Orthopädie und mit dem Studium der Röntgenbilder in der Orthopädie beschäftigt. Da sich bei Professor Pizen hervorragende wissenschaftliche Tüchtigkeit mit liebenswürdigem, den Kvanten gegenüber freundlichem Wesen verbindet, dürfte die Berufung für unsere Universität und für unser Land einen bedeutenden Gewinn darstellen. Herr Professor Pizzen hat inzwischen seine Tätigkeit aufgenommen und behandelt bis zur Fertigstellung der Klinik durch freundliches Entgegenkommen des Herrn Professor Dr. Poppert in der chirurgischen Klinik in Gießen. Der Hessische Krüppelfürsorgeverein, der sich seit Jahren um die Schaffung des Lehrstuhls und um die Errichtung der Universitätsklinik bemüht und nun die Freude hat, das Werk reifen zu sehen, hat den hervorragenden Gelehrten und Arzt zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Deutscher Jugendtag in Gießen am 29. Juni. Alljährlich hat die Jugend des DFB. und der DSB. an einem der letzten Sonntage des Juni ihr eigenes Fest. Zu Hunderttausenden ziehen die Sportjungen aus allen Städten und Dörfern des Reiches hinaus auf die Spiel- und Sportpläge, um dort im frohen und ritterlichen Kampf die jungen Kräfte zu messen, die jungen Leiber zu stählen im Kampf um den Sieg. So ist es auch Sonntag wieder. Ueberall kämpfen u. spielen in diesen Tagen auf allen Plätzen die deutschen Jungen. Ueberall gehen die Kampfrufe über die Scharen, die in hellem Schritt vor die Tore eilen. Der Jugendtag ist der Tag, an dem einmal alle zusammenZwölf Jahre Rheinlandnot. Ein Rückblick. Von Dr. Erich Stock. Ende November 1918. Vor ein paar Tagen hatte sich Deutschland unter das harte Joch des Waffenstillstandes beugen müssen. Die Schredknisse des Krieges tannte das Rheinland. Feindliche Flugzeuggeschwader, endlose Lazarettzüge, Verstümmelte auf den Straßen alltägliche Eindrücke in den vergangenen Jahren. Fern lag aber immer der Kriegsschauplatz. Der eiserne Ring des deutschen Feldheeres schützte die Weſtgrenze. Der Ring zerbrach. Ueber die Reichsgrenzen fluteten die deutschen Heere, die in dem übermächtigen Ansturm so lange standgehalten hatten. In leidlicher Ordnung ging es über die Hochebenen der Eifel und des Hunsrücks, durch die Flußtäler der Mosel und der Nahe. Ueber den Rhein. Drei Wochen nach dem Waffenstillstand, am 1. Dezember, rückten die Vorhuten der Foch'schen 50 Divisionen über die Reichsgrenze, die für die Besetzung des Rheinlands bestimmt waren. Eine mehr als zehnjährige Leidenszeit begann. Von Anfang an ließen die Franzosen feinen Zweifel, daß sie einen unabhängigen Rheinstaat in Anlehnung an die Westmächte aufrichten wollten. In einem Zeitalter, das von dem Selbstbestimmungsrecht der Völker schwärmte, fonnte man nicht gut mit einem Federstrich den Willen der Bevölkerung beugen. Clemenceau und seine militärischen Helfer versuchten daher feinere Methoden, um zum Ziel zu gelangen. Sie inszenierten am 1. Juni 1919 in Speyer den ersten Separatistenputsch. In Wiesbaden rief gleichzeitig Dr. Dorten unter dem Schutz der französischen Bajonette die ,, Rheinische Republik" aus, von der kein Rheinländer etwas wissen wollte. Als die Abtrennungsversuche mit Hilfe des Militärs schei= terten, griff man zu anderen Methoden. Am 1. Januar 1920 übernahm der Zivilist Paul Tirard das Präsidium der Interalliierten Rheinlandkommission. Mit Hilfe seines Ordonnanzsystems, durch die Sureté und durch die offenkundige Bevorzugung der Separatisten suchte er die deutsche Verwaltung im be etzten Gebiet langsam zu unterhöhlen. Gegen den Zerstörungswillen Tirards schlossen sich die politischen Parteien im Rheinland fester als je zusammen. In Königswinter verpflichteten fie ich im Jahre 1920, an die staatsrechtliche Stellung des Rheinlandes nicht zu rühren, so lange noch ein fremder Soldat am Rhein stünde. ,, Gießener Zettang treten, an dem einmal alle spüren, daß sie Kameraden sind, daß ihre Sportgegnerschaft eine wahrhaft ritterliche ist und daß sie im Grunde alle zueinander gehören. Der Jugendtag schlägt Brücken von Mannschaft zu Mannschaft, von Verein zu Verein. Er ist kein Kampftag im üblichen Sinn, sondern ein Fest! Ja, ein Fest, das Freude und Jubel, Frohsinn und Kraft atmen soll! So wechseln, je nach den örtlichen Verhältnissen verschieden, auch Spiele und Kämpfe in bunter Folge. Fußball, Handball, Leichtathletik, Gymnastik, und wo es besonders gut geht, findet ein Festspiel statt. An vielen Orten wird der Jugendtag mit Wanderfahrten verbunden nach schönen Orten, vielfach treffen sich verschiedene Vereine oder die Vereine eines Gaues oder Bezirkes an größeren Plätzen zu größerer Feier. Alles das hebt den Jugendtag heraus aus der Ebene bloßen Kampfes um des Sieges willen oder gar der Tore. Er soll ein wahr haftes Fest des deutschen Jungvoltes sein und werden, ein Fest in Freiheit und Sonne, in Wald und Wiese und auf den Kampfbahnen unserer Sportplätze. Er soll ein Fest sein, auf dem es nicht so sehr auf den unbedingten Erfolg ankommt, sondern darauf, daß ehrbar gekämpft werde. Es soll froh hergehen statt verbissen, und über allem soll eine heitere Lust liegen. Go kommt es nicht auf die Höchstleistungen an, nicht auf Rekorde und Meisterschaften, sondern auf ein frohes und gelöstes Spielen, auf ein zwedfreies Kämpfen, das sich einmal mehr des Kampfes selber freuen will, statt immer nur an den Sieg zu denken. Ueber den Köpfen der jungen Kämpfer wehen die Wimpel flatternd an den Speeren. In diesem Jahre erhält jeder teilnehmende Verein einen grün- weißen Jugendtagswimpel. Möge er mit den anderen Wimpeln vor den Jungen herflattern in die Kämpfe zu immer neuen Siegen; zu kämpfen, aus denen neue Kraft wächst, in denen die jungen Leiber sich stählen und härten zu männlicher Kraft und Größe! Möge er aber auch führen zu einem wahrhaft ritterlichen jungen Leben, denn das ist eines der Dinge, die das Deutschland von heute und das von morgen am nötigsten hat! Das sei unser Wunsch zum Tag der deutschen Sportjugend! Sonntagsgedanken. Die Wanderlust hat mich heute hinausgetrieben, hinaus in Gottes schöne Welt. Feierstunden in der Natur sollten es sein und doch sah ich überall Arbeit. Wohin ich auch blickte, ihr begegnete ich ihr. Sprossende Saat, reifende Ernte Sinnbilder der Arbeit. Ich sehe die Furche, die der blinkende Pflug gezogen und denke an die vielen Tropfen Schweiß, mit denen der Landmann die Erde düngte. Und das junge Gräslein schon mußte drängen und schaffen, bis es die schwere Scholle durchbrochen und sich der ewigen, gütigen Sonne freuen darf. Und dort drüben im Walde erzählt ein Baumriese seine Lebensgeschichte und nebenan stand ich staunend vor dem gewaltigen Bau der kleinen Ameisen Wie können doch Menschen glauben, daß die Arbeit ein Fluch sei! Wie kann der Geist noch zweifeln, daß des Lebens Zwed Arbeit sei! Doch diese Sonntagswanderung hat mich noch mehr gelehrt. Aus den brotgebährenden Furchen der Aecker erhebt sich ein zwitscherndes Stimmchen, schwillt an, immer lauter und jubelnder. Eine Lerche eigt aufwärts zum Sonnenlicht, um höher, immer jubelnder wird ihr Singen. Dann geht auch sie zur Arbeit. Mit frohem Lied hat sie ihr Tagewerf begonnen. Mein Sonntagswandern war wieder einmal ein Schultag des Lebens. Der Sonntagsschreiber. * Der neue Rektor. Für das Amtsjahr 1930-31 wurde der ordentliche Prosessor Dr. jur. Otto Eger zum Rektor der Landesuniversität Gießen gewählt. * Der 1. Juli schulfrei. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen hat angeordnet, daß aus Anlaß der am 30. Juni erfolgenden vollständigen Räumung des besetzten Gebietes in sämtlichen öffentlichen Schulen Hessens der Unterricht ausfallen und an seiner Stelle eine der historischen Bedeutung des Tages entsprechende Schulfeier zu veranstalten ist. Große Erwartungen knüpften die Franzosen an ihre Santtionspolitik. 1921 schritten sie sogar zur vorübergehenden Besetzung von Frankfurt und zur dauernden von Düsseldorf und Duisburg. Die Sanktionsfreunde in Frankreich erlangten erst recht das Uebergewicht, als Anfang 1922 Poincaré wieder die Ministerpräsidentschaft übernahm. Um Pfänder zu holen", rückten am 11. Januar 1923 französische Ingenieure mit den erforderlichen Truppen unter General Degoutte in das Ruhrgebiet ein. Einmütig weigerte sich die Bevölkerung, für die fremde Soldateska irgend etwas zu tun. Mit Ingrimm sahen die Franzofen die Wirkungen des ,, passiven Widerstandes". Man wendet Gewalt an, wirft zu Hunderien unschuldige Männer und Frauen ins Gefängnis. Hunderttausende weist man aus, als die Gefangnisse die Abgeurteilten gar nicht mehr fassen tönnen. Man unterbindet mit den schärfsten Maßnahmen den Verkehr mit dem Mutterland, nimmt die Bahnen in eigene Regie und beschlagnahmt die Geldtransporte, die Berlin für die Arbeitslosen schickt. Der größte Teil aller Arbeitnehmer im Westen lebt im Sommer 1923 von Reichsmitteln. Es ist flar: lange fann das Reich diesen Zustand nicht ertragen. Schrecklich wütet im Lande die Inflation. Die Folgen im Rheinland: Verzweiflung und Mutlosigkeit. Man raunt da und dort: Das Reich hat uns im Stich gelassen. Gestützt auf die Unzufriedenen, bereiteten die Separatisten einen großen Schlag vor. Nach einem blutigen Vorspiel in Düsseldorf besetzten in der Morgenfrühe des 21. Oktober Separatistenscharen in Aachen alle öffentlichen Gebäude. Im Kaisersaal des Rathauses ruft Leo Deders die Rheinische Republik" aus. Der Aachener Separtistensturm gibt für das ganze besetzte Gebiet das Signal zum Losschlagen. Jn Bonn, in Koblenz, in Wiesbaden, überall flackert die Flamme des Separatistenaufruhrs, von Franzosen und Belgiern geschürt. In Koblenz bilden Dr. Dorten und Matthes die„ provisorische Regierung", und in der Pfalz verkündet man die ,, autonome Republik". 33 In einmütiger Empörung erhob sich im Augenblick der höchsten Gefahr das rheinische Volk. Deutsche Schuhwehren, Männer ohne Unterschied der Parteien, vertrieben in wenigen Wochen die fremden Horden. Anfang 1924 war die Separatistenherrschaft überall, zuletzt in der Pfalz, endgültig gebrochen. Wenn das Rheinland nach elfjähriger Besetzung- vier frei wird, so Jahre eher, als der Friedensvertrag vorsieht verdankt es das in erster Linie der unermüdlichen Arbeit der verantwortlichen deutschen Staatsmänner. Es ist kein Zufall, Nr. 51. * Straftammer. Ein Chauffeur war wegen fahrlässiger Körperverletzung in angetrunkenem Zustand vom Amtsgericht zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Die Straflammer erhöhte in der Berufungsverhandlung die Strafe auf vier Wochen. * Strafkammer. Zwei junge, vorbestrafte Hausierer aus Hanau verübten einen Diebstahl. Sie wurden zu 12 bezw. 6 Monaten Gefängnis bestraft. * Luftpostverkehr. Vom 1. Mai ab ist unsere Stadt an den unmittelbaren Luftpostverkehr wieder angeschlossen wor den. Mit dem um 8.20 Uhr hier ankommenden( Richtung Richtung Frankfurt a. M.) und um 8.30 Uhr hier abgehenden ( Richtung Hannover), sowie mit dem um 18.25 Uhr hier ankommenden( Richtung Hannover) und um 18.35 Uhr( Richtung Frankfurt am Main) und um 8.30 Uhr hier abgehenden sendungen( gewöhnliche und eingeschrieben Briefe, Postanweijungen und Pakete mit der Bezeichnung ,, Luftpost") weiterbefördert. * Sängerkundgebung. Auf der morgen früh auf dem Landgraf- Philipp- Platz stattfindenden Kundgebung der vereinigten Gießener Männergesangvereine für das deutsche Lied werden Chöre unter Leitung von Chormeister Otto Görlach und Musikvorträge des Orchestervereins zu Gehör gebracht. * Der Oberhessische Posaunenchorverband hält morgen in unserer Stadt ein großes Posaunenfest ab, das mit einem Missionsgottesdienst auf der Waldbühne abschließt. * Volfsvortrag aus der deutschen Geschichte. Archivdirektor Prof. Dr. Dietrich hält morgen in Obersteinberg an der „ Deutschen Wacht" einen Vortrag: Gleiberg Gießen- Schif fenberg. Bei schlechtem Wetter findet der Vortrag in der Kirchenhalle des Schiffenbergs statt. - * Die 118er treffen sich erstmalig nach dem Kriege zu einer großen Wiedersehensfeier am 12. und 13. Juli im freien Worms. * Schafflers Wettervorhersage für Juli 1930. Jm Juli und August wird das Azorenhoch zeitweise einen breiten Strom subtropischer Warmluftströmung über ganz Mitteleuropa hervorrufen, hoch nach Norden hinauf. Sehr heiße Schönwetterperioden von glücklicherweise nicht langer Dauer werden die Folge sein. Nach Unwettern tritt anfangs Juli allmählich Es wird heiter, Aufheiterung und Temperaturanstieg ein. sommerlich warm und trocken. Am 8. Juli besonderer Schlechtwettertag wahrscheinlich. Kurz vor Monatsmitte lebhafte Gewittertätigkeit. Von Nordwest vordringende kühle Luftmassen bringen Temperaturfall und Regen. Beginn der zweiten Julihälfte veränderlich, dann erneut warm und trocken. In der letzten Juliwoche stehen nach großer Hitze wieder Unwetter in Aussicht. Etwa vom 30. Juli an Wiedereintritt sommerlichen ( Josef Schaffler, Oberwölz, Stmt.) Wetters. Aus Rab und Fern. Hungen. Die Erben des hier vor kurzem verstorbenen Bergwerksdirektor Schiffmann haben die reichhaltigen, erotischen Sammlungen des Verstorbenen der hiesigen Volksschule als Anschauungsmaterial vermacht. Hungen. Am Sonntag, den 6. Jult, feiert der Gesangverein ,, Liederkranz" das Fest seiner 2. Fahnenweihe verbunden mit dem Bundesfest des Horloff- Wettertalsängerbundes. Königstein i. T. Am 13. Juli gelangi hier das Freilichtspiel ,, Der Freiheitsbaum" zur Aufführung, für das die Vorbereitungen durch den Arbeitsausschuß in vollem Gange sind. Lindenfels i. Odw. Am 12., 13. und 14. Juli findet das Lindenfelser Burgfest statt. Es will der Erhaltung und Belebung des Odenwälder Volkstums dienen. Das von mir entworfene Universal- Vereinskaffebuch erleichtert den Verbands- und Vereinsrechnern die Eintragungen der Einnahmen und Ausgaben außerordentlich. Albin Plein in Gießen. | daß dem toten Stresemann in der Stunde der Rheinlandbefreiung in Mainz ein Ehrenmal gesetzt wird. Keiner hat sich so leidenschaftlich wie er für die Befreiung des Rheinlands eingejetzt. Seiner muß man gedenken, wenn heute auf den Gebäuden die schwarz- rot- goldenen Reichsfahnen wieder hochgezogen werden. Seine Befreiung verdankt aber das Rheinland nicht zuletzt auch sich selber. Jm Rheinländer ist trotz allem Ungemach kein Haß gegen die Feinde zurückgeblieben. Er hat, als es darauf antam, allen gezeigt, daß er für immer Deutscher bleiben will. Es fann fein Zweifel sein: Auf die Fremden hat diese Treue der Rheinländer zum Reich Eindrud gemacht. Es wäre lächerlich gewesen, dem Lande einen fremden Willen aufzuwingen, das so überzeugende Beweise seiner Reichsanhänglichkeit gebracht hatte. Aus der Not von gestern ist dem Rheinland eine neue, tief verpflichtende Aufgabe für morgen erwachsen: Mittler zu sein zwischen den Gegnern von ehemals, Wegbereiter einer echten Verständigung, die allein den Erdball von neuem, schweren Leid bewahren kann. Kampfruf! Von Ernst Fuhry. Hört ihr der Kolonnen Schritt? All ihr Jungen, schreitet mit! Zieht mit uns auf grünen Plan, Rampf und harter Streit hebt an! Laßt zurück der Mauern Grau, Zieht mit uns im Morgentau, In den Kampf mit hellem Lied: All ihr Jungen, kämpfet mit! Schlanker Leib spannt seine Kraft Federnd wie des Speeres Schaft, Flatternd winkt ein Siegesband, Kämpfend greift es uns're Hand! Reiner sei ein feiger Wicht Der nicht tämpft und redlich ficht! Jeder baue feine Kraft Auf zu junger Meisterschaft! Schwenkt in die Kolonne ein: Jeder muß ein Streiter sein! Helles Lied und fester Schritt, Kommt, ihr Jungen, ziehet mit! Mittwoch, den 25. Juni 1930. Eich. Ein Paddelboot, das mit einem Paar aus Darmstadt besetzt war, kippte um. Der Herr konnte sich retten, die Dame rief um Hilfe. Straßenwärter Rösch aus Eich rettete sie vom Tode des Ertrinkens. Als Dank erhielt er eine 3igarette! - Ingelheim. In der Nacht zum Donnerstag überfuhr ein 3- Zug an dem beschrankten Bahnübergang zwischen Gau- Algesheim und Ingelheim ein Lastauto. Zwei Beifahrer wurden so schwer verletzt, daß sie wenige Stunden später starben. Der Chauffeur kam mit leichten Verletzungen davon. Der Schranfenwärter wurde verhaftet. Lampertheim. Gastwirt Gölz fuhr mit einem leichten Wagen heim. Das Pferd scheute vor einem nicht abgeblendeten Auto und warf den Wagen um. Der Gastwirt erlitt schwere innere Verletzungen. Fast zur gleichen Stunde verunglückte seine Schwester tödlich bei einer Autofahrt, die sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn unternahm. Die Frau erlitt einen tödlichen Schädelbruch; auch die beiden anderen Insassen wurden schwer verletzt. Dieburg. Heute und morgen findet in Dieburg die 48. Hauptversammlung des Odenwaldklubs statt. Neben Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten sind gesellige Veranstaltungen, ein Festzug usw. vorgesehen. Kürzung der Beamtengehälter im Bejagungsgebiet. Mainz. Die Verordnungen über die Neuregelung der Be amtengehälter für die Beamten des besetzten Gebiets sollen schon ab 1. Juli in Kraft treten. Offenbach a. M. Das hessische Gesamtministerium hat burch Verordnung vom 21. Juni die gesetzliche Miete in der Stadt Offenbach auf 124 Prozent der Friedensmiete festgesetzt, und zwar mit rückwirkender Kraft vom 1. April d. J. ab. Worms. Ein Oberpostschaffner wurde wegen Ber ubung von Auslandsbriefen zu einem Jahr Zuchthaus und 150 Mart Geldstrafe verurteilt. Fulda. Die diesjährige deutsche Bischofskonferenz finde: vom 5. bis 7. August in Fulda statt. Herborn. An ihrem 40. Geburtstag wurde Frau Gumbert, Mutter von fünf Kindern, vom Blitz erschlagen Kassel. Ein Arbeiter, der nach dem Genuß von Erdbeeren Bier getrunken hat, erkrankte unter schweren Vergiftungserscheinungen. 24. Deutscher Luftfahrertag in Kassel. Der 24. Deutsche Luftfahrer- und Flieger- Wiedersehenstag in Kassel war von über dreihundert ehemaligen deutschen Kampffliegern und zahlreichen Vertretern der Jugend- und Segelflugbewegung, des Motorfluges und des Freiballonsports besucht. Staatsminister a. D. Dominicus- Berlin hob hervor, daß man auf dem besten Wege sei, den Verband volkstümlich zu gestalten. Er zähle jetzt über 48 000 Mitglieder und verfüge über 90 Motorflugzeuge, 700 Gleit- und Segelflugzeuge und 61 Freiballone. Reichspräsident von Hindenburg entbot dem Luftfahrertag seine besten Grüße, die mit stürmischem Beifall aufgenommen wurden. Nur für Gießener Zeitung Frankfurt a. M. Am Maintais überfuhr ein Lastkraftwa-! gen ein Motorrad. Dabei wurde der Motorradführer überfahren. Er erlitt einen Schädelbruch, an dessen Folgen er kurz darauf verstarb. Berlin. Generalleutnant 3. D. Ludwig v. Wildenbruch, der Pruder des Dichters Ernst v. Wildenbruch, ist, 84jährig, seinen schweren Verletzungen, die er sich bei einem Straßenbahnunfall zugezogen hatte, erlegen. Lübeck. Der Oberstaatsanwalt beim Lübecker Landgericht hat auf Grund des vorliegenden Untersuchungsmaterials in der Calmette- Angelegenheit gegen die Professoren Dende und Klotz, gegen Dr. Altstaedt, sowie gegen die Laboratoriumsschwester des Professors Deyde wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung die Voruntersuchung beantragt. Nojjavischer Bauernicg 1930. Am Vorabend der Räumungsfeier, am 28. Juni, beginnt in Frankfurt- Höchst- Unierliederbach der diesjährige Nassauische Bauerntag. Die Teilnehmerzahl wird in die Zehntausende gehen. Aus allen Teilen Hessens und Hessen- Nassaus werden die Angehörigen der Bauernschaft zu dieser Tagung, die bis Montag daneri. erscheinen. Schmeling tommt heim Mar Schmeling der heute mit der„ Bremen" nach DeutschLand zurückfährt und am 4. Juli in Bremerhaven eintrifft, heabsichtigt, im August wieder nach, Amerika zu kommen, um für seinen Revancherampf gegen Sharkey zu trainieren. Dieser Revanchekampf soll Ende September in Newyork stattfinden. Gegen üblen Mundgeruch, nach längerer Mundruhe und nach dem Rauchen benutze man zum Desodorieren und Aromatisieren des Atems eine Spülung mit dem herrlich erfrischenden Chlorodont- Mundwasser. Flasche 1.- Mt. „ Vernunft“. Unter der Schlagzeile„ Vernunft" veröffentlicht die„ Leipziger Abendpost" einen Artikel, den wir wörtlich wiedergeben: „ Die Vernunft sieht so aus: In Hannover( Linden) wird ein Grundbesitzer seine erst im Jahre 1910 erbaute schloßartige Villa niederreißen und an ihrer Stelle ein neues Wohnhaus für sich und seine Familie setzen. Grund: die Hauszinssteuer. Die hier mitgeteilte Meldung hört sich zwar unvernünftig an, ist aber verbürgt und die letzte Konsequenz der neuzeitlichen Steuergesetzgebung. Es verlohnt sich, um den Irrwahn der Hauszinssteuergesetzgebung in ihrem wesentlichen Kern kennenzulernen, dieses Beispiel näher zu beleuchten. Dieser Mann hat, wie alle älteren Besitzer, kein Barvermögen mehr, sondern nur Grundbesitz, vor allem unbebautes Land. Da die Pachten für diese Ländereien nicht so viel aufNr. 50. bringen, daß er die auf seinem großen Einfamilienhause ruhende Hauszinssteuer davon bezahlen kann, wird er das Haus abbrechen, nachdem es nur 19 Jahre seinem Zweck gedient hat. Die Rechnung ist aber diese: Will der Mann sein Haus halten, so müßte er von Zeit zu Zeit von seinem Grundbesitz, wie er es auch bisher getan, einen Teil veräußern. Verkauft er aber auf einmal soviel Grundbesitz, wie er in den kommenden acht Jahren an den Steuerfisfus losgeworden wäre, kann er sich für etwa 40 000 Mark auf seinem schuldenfreien Grund und Boden ein neues, hauszinssteuerfreies Haus bauen. Im neunten Jahre wohnte er somit wieder, wie früher, zinsfrei in seinem Hause. Wohlgemerkt, er könnte sich das neue Haus auf seinem weitläufigen Grundstück an einer anderen Stelle bauen. Um aber den geschilderten Vorteil zu erhalten, muß er das alte Haus wegreißen, denn für den Hauszinssteuerbetrag bekommt er keinen neuen Mieter. Im allgemeinen sagt man gern, die Hausbesitzer seien von drei Vierteln ihrer Schulden befreit worden. Das ist bekanntlich nicht ganz richtig, der Gläubiger hat nur seinen Platz ge: wechselt, das Reich zieht die Zinsen ein. Und was sagt die Vernunft? Da kenne ich nun wieder einen Mann, der hat in einem Vorort ein kleines Haus mit einem etwas größeren Garten. Das alles hat einmal 45 000 Mark gekostet, und darauf ruhten einstmals 24 000 Mark Hypothekenschulden, heute sind es nur 6000 Mark Aufwertungshypothek. Er zahlt gegenwärtig 840 Mark Steuern und 300 Mark Zinsen. Gewiß, er wohnt nicht teuer, aber er will ebenso bequem und dabei noch billiger wohnen. Was tat er da? Seine Vernunft war die: Er fand einen Käufer und zu dem sagte er: „ Ich verkaufe dir mein Grundstück zu 45 000 Mark. Ich schreibe dir aber die 18 000 Mark, die ich angeblich durch die Inflation von meinen Schulden losgeworden bin, ab, du übernimmst ferner die 6000 Mark Aufwertungshypothek und zahlst mir nur 21 000 Mark heraus" Sie wurden handelseinig. Der Verkäufer aber ging hin und mietete sich für die Zinsen der erhaltenen Kaufsumme eine Wohnung für 1680 Mark. Er wohnte fortan umsonst, während er in seinem eigenen Hause 1140 Mark aufbringen mußte und war zufrieden. Finden Sie nicht, daß sich wirklich die Vernunft zum Verstande verhält wie das Kochbuch zur Pastete?" Die Ausführungen in dem Leipziger Blatt stellen einen weiteren Beitrag für die Unmöglichkeit der Aufrechterhaltung der Hauszinssteuer dar. Zweifellos wird die hohe Hauszinssteuer noch manches Haus neröden. Sie bildet auch insofern eine Gefahr, als viele Eigentümer auf dem Lande und in kleinen Städten sich danach sehnen, daß ihnen der rote Hahn aufs Dach gesetzt wird; der Erfolg wäre einfach großartig, sie erhalten nach dem Brande von der Versicherung die Wiederaufbausumme, bauen ein neues, schönes Haus und sind von der drückenden Hauszinssteuer befreit. Verantwortlich: J. V.: G. Burgeleit, Gießen. Peter's Union Motorrad- u. Fahrrad- Reifen Rundfunkhörer Steuer die es noch nicht wissen: Das ausführlichste Rundfunk- Programm der Welt und den weiteren interessanten reichillustrierten Inhalt finden Sie in der ältesten deutschen Funkzeitschrift Der Deutsche Rundfunk Einzelheft 50 Pf., monatlich RM 2.-. Eine Postkarte an den Verlag Berlin N24 genügt und Sie erhalten kostenlos ein Probeheft Eilangebot! BETT Direkt vom Lager und Fabrik! 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