Nr.67 h die hat i ähnlin Beobachtun Dürre nid n fich dam Erklärung und in de nterirdische terung mu es tommen Großvater Der Land beiten, font -Gofort 1- wenig regel: Dn gar noch ge Man fähn die Reihen Trichtung e Kanälchen en fann, un irft wie ein den untere austrodne Daarröhrche nd jetzt, ise s durch de er wird aud Wasserhaus speriode de Te Bestellung Richtige. D immer dur Soweit nid rühfartoffel t meist Wi Caubte Bode Bei Böden rden, genüg Hjalpeter p och, die auf eman Nite atisch ungün pro Morgen West- Deutsc its im Herb der Herb end gekräftigt jetzten Boden, ens erit 2 bis Soni besteht nad jeder denn, pie merpauje dazu ufen hart ge Taften feiner wie er h indermädchen Hansdampi i aller Grote ihn zu finde s in die Han Mittel geg Der Münd 5, erzählt in Gießen n Dorlen en zur Gr Sindlichen Vergütung bazu hohe 30 Mart Nel r find mit n. Sanno wiffenfchaftli Philofoph ehritudium ovember. 5 11. Novem n Univerfit 15 Rpf. Por x 40 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rückjendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. Reichsfinanzminister Dr. Dietrich erklärte in einer Wahlrede in Berlin, an der Spize aller Regierungsmaßnahmen müsse die Belämpfung der Arbeitslosigkeit und die Wiederbelebung der Wirtschaft stehen. Die durch den Erlaz des Reichspräsidenten vom 14. August 1930 errichtete Oststelle hat ihre Tätigkeit aufgenommen. In einer Sigung des Reichsausschusses der Wirtschaftspartei sprach sich Reichsjustizminister Dr. Bredt gegen die vom Reichsinnenministerium geplante Wahlreform aus. Reichsarbeitsminister Stegerwald hat die Anfrage des englischen Arbeitsministeriums, ob er geneigt sei, zu einer Besprechung über die Regelung der Arbeitszeit im Bergwerk im September nach London zu kommen, in zustimmendem Sinne beantwortet. Die am Mentag begonnenen Verhandlungen im Ruhrbergbau über den Preis- und Lohnabbau sind ergebnislos geblieben. Die Münchener kommunistische ,, Neue Zeitung", die erst vor wenigen Tagen von der Münchener Polizeidirektion auf drei Tage verbeten worden war, ist nunmehr auch in ihrer Nummer 191 wegen Aufforderung zum Hochverrat beschlagnahmt worden. In Berlin kam es am Sonntag zu zahlreichen Schlägereien von Anhängern radikaler Parteien mit der Polizei. Die Deutschen des Memellandes haben gegen die neuerliche Bergewaltigung ihres Deutschtums durch den litauischen Gouver neur eine Beschwerde an den Völkerbund gerichtet. Die englische Admiralität beabsichtigt, die Luftwaffe der Marine erheblich zu verstärken. Der erste Lord der Admiralität, Alexander, gegenwärtig auf einem Besuch der Mittelmeerstationen, wird hierbei besonders die Verhältnisse der Marine- Luftstreitkräfte studieren. Seit einigen Tagen finden an der französisch- italienischen Grenze unter der Leitung des Generals Carence großze franjösische Manöver statt. Die persische Regierung hat gegen die Verlegung der petsischen Hoheitsrechte auf den Bahrein- Inseln durch England Protest erhoben und den Völkerbund davon in Kenntnis gesetzt. Bis jekt zwanzig Wahlvorschläge. Am 31. August läuft der Termin ab, bis zu dem die Parteien ihre Reichswahlvorschläge beim Ministerium des Innern bezw. beim Reichswahlleiter in Berlin einreichen können. Am 1. oder 2. September wird dann voraussichtlich der Reichswahlausschuß über die Zulassung dieser Reichswahlvorschläge beraten und endgültig entscheiden, welche Parteien auf der Reichslifte zu den Reichstagswahlen am 15. September zugelassen find. Noch ist also die Liste nicht endgültig zusammengestellt. Die großen Parteien bringen erfahrungsgemäß ihre Vorschläge erst in den letzten Tagen vor dem Endtermin zur Kenntnis. Um so eifriger aber sind die kleinen politischen Gruppen am Werk. Wer auf Grund der diesmal besonders laut und eindringlich erhobenen Mahnung zur bürgerlichen Sammlung geglaubt hat, daß daraufhin die kleinen Parteien verschwinden würden, wird enttäuscht sein. Bei der letzten Reichstagswahl im Mai 1928 überstieg die Zahl der Parteilisten die 30. Ein leiner Fortschritt zur Besserung ist immerhin zu vernehmen. Soweit sich bisher übersehen läßt, wird die Reichswahlliste zwanzig Parteien aufweisen. Die genaue Reihenfolge ist amtlich noch nicht festgesetzt. Sie wird voraussichtlich aber nicht mehr erheblich von der Auftellung abweichen, die wir nachstehend veröffentlichen. Es ist mithin mit folgenden Parteien zu rechnen: 1. Sozialdemokratische Partei Deutschlands. 2. Deutschnationale Volkspartei( Hugenberg). 3. Zentrum. 4. Kommunistische Partei. 5. Deutsche Volkspartei. 6. Deutsche Staatspartei. 7. Reichspartei des Deutschen Mittelstandes( Wirtschaftspartei). 8. Bayerische Volkspartei. 9. Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei( Sittler). 10. Landvolk- Partei( Schiele- bestehend aus früheren Christlichnationalen Bauern und Landvolkpartei und dem Landbund). 11. Volksrechtpartei( Reichspartei für Volksrecht und Aufwertung). 12. Deutsche Bauernpartei( Hepp). 13. Deutsch- Hannoversche Partei. 13. Sächsisches Landvolk( noch ungewiß). 15. Konservative Volkspartei. 16. Christlichsozialer Volksdienst( Mumm). 17. Nationale Minderheiten. 18. Unabhängige Sozialdemokraten. ( Gießener Tageblatt) Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 27. August 1930 19. Freier Bund für Handwerk, Kleinhandel und Gewerbe. 20. Partei für wahre Volkswirtschaft. Es folgen noch Kriegsbeschädigtenorganisationen, Kriegerhinterbliebene, Invaliden usw. Es wird Aufgabe des Reichswahlausschusses sein, bei seiner entscheidenden Sitzung in den ersten Septembertagen mit aller Enischiedenheit alle Wahlvorschläge zu streichen, die nicht den für die Einreichung eigener Wahlvorschläge notwendigen Voraussehungen entsprechen. Fort mit dem Versailler Vertrag. Was der Amerikaner Hearst sagt: Der bekannte amerikanische Zeitungsverleger Williams Randolph Hearst, der in Bad Nauheim zur Kur weilt, veröffentlicht einen Artikel, in dem er seine Ansichten über die politischen Verhältnisse in Europa darlegt. U. a. erklärt er darin folgendes: Um es Amerika begreiflich zu machen, was das heißt, z. B. daß Deutschland im Westen einen Teil seines Gebietes an Belgien und einen anderen an Frankreich und im Osten einen Teil an Litauen abgetreten habe, sowie daß ein Stück Land aus Deutschland herausgeschnitten und an Polen abgegeben worden sei, müsse man dem amerikanischen Volk erklären, daß dieser Zustand ungefähr dasselbe wäre, als ob Amerika Arizona und Kalifornien an Mexiko, den Staat Washington an BritischColumbien und Florida an Spanien zurückgegeben hätte und ein Stück Land von den großen Seen durch den Staat Neuyork nach dem Meer herausgeschnitten und dieser Ausschnitt, der Neu- England von den übrigen Vereinigten Staaten trennen würde, an Kanada gegeben worden sei. Wenn der Krieg anders ausgegangen wäre, und eine solche Einteilung Amerilas dem Kriege gefolgt wäre, könne das amerikanische Volk klar verstehen, daß man nicht sehr glücklich darüber und ge= willt wäre, eine solche Gewalttätigkeit lange zu ertragen, und daß Amerika eines Tages Mittel gefunden hätte, diese Ungerechtigkeit entweder durch friedliche Maßnahmen oder durch Krieg zu beseitigen. So könne das amerikanische Volk es verstehen, wie ungerecht und wie unfriedlich die augenblickliche Einrichtung Europas sei. Es würde verstehen, was es für eine aussichtslose Sache sei, was die siegreichen Nationen in Versailles vollbracht hätten und welcher Verrat es an seiner eigenen Politik gewesen sei, dem Präsident Wilso zugestimmt zu haben. Erste Baneuropafonferenz in Genf. Zirkularnote an die Mächte. Berlin. Die französische Regierung hat an sämtliche europäischen Mächte eine Zirkularnote gerichtet und sie gebeten, ihre Delegierten rechtzeitig am 8. September in Genf zur Stelle zu haben, damit die Besprechungen über den Paneuropo- Plan sofort beginnen könnten. Was geschieht mit dem Saargebiet? Saarbrücken. Im Herbst sollten die deutsch- französischen Verhandlungen über die Rückgliederung der Saar beginnen. Die Franzosen glauben immer noch, daß es ihnen gelingen wird, auch beim Saargebiet einen Phantasiepreis herauszuschlagen. Die Saarbevölkerung hat sich dagegen gewehrt, daß Deutschland einen Ueberpreis zahlen solle, und die deutsche Regierung hat in Paris keinen Zweifel darüber gelassen, daß ein Hinausgehen über das Zugeständnis, das wir im Frühjahr zu geben bereit waren, eine Unmöglichkeit ist. Denkmal für Langemark. Brüssel. Die Abordnung der deutschen Studentenschaft, die die Internationale Studententagung in Brüssel verließ, begab sich vor ihrer Rückkehr nach Deutschland nach Langemark, wo sie der Grundsteinlegung des Heldendenkmals der Langemark- Stiftung zur Erinnerung an die in Flandern gefallenen Studenten beiwohnten. Die deutschen Minderheiten in Serbien. Berlin. Der südslawische Ministerrat hat eine Rechtsordnung beschlossen, die den Wünschen der Deutschen in Südslawien entgegenkommt; so wird u. a. der„, Deutsche Kulturbund" gestattet. Ferner wird die Forderung der deutschen Minderheit auf eine private Lehrerbildungsanstalt, die alle Rechte einer öffentlichen Bildungsanstalt hat, erfüllt werden. Als Ausnahmebestimmung der Jugoslawischen Schulgesetze werden deutsche Kindergärten zugelassen. Der Weklarer Oberbürgermeister vom Amte suspendiert. Wetzlar. Oberbürgermeister Dr. Kühn, ein Vetter des früheren Oberbürgermeisters Böß, und Stadtbaurat Hepp wurden durch Verfügung des Regierungspräsidenten von Koblenz von ihren Aemtern in Weylar suspendiert. Gegen beide wurde das sörmliche Disziplinarverfahren von der Regierung beantragt. Kühn und Hepp haben sich bis zur ihrer Vernehmung in Wetzlar aufzuhalten, dürfen aber die Verwaltungsgebäude nicht betreten. Die beiden Beamten werden beschuldigt, bei der Verwendung städtischer Gelder Unregelmäßigkeiten begangen zu haben. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 68 Das Aufwertungsschlußgeseh. Von Otto Colosser, M. d. R. - Nach umfangreicher Arbeit und langwierigen Verhandlungen, fern von dem die mehr in der Stille geleistet worden sind tosenden Lärm um die Deckungsvorlage im Reichstage- ist eine für die deutsche Wirtschaft ungemein wichtige gesetzgeberische Arbeit beendet worden, bei welcher der beste Sachkenner der Wirtschaftspartei, Dr. Jörissen, leider wegen Krankheit gefehlt hat. Am 1. Januar 1932 läuft bekanntlich die Frist ab für die aufgewerteten Hypotheken, d. h. zum 1. Januar 1932 werden diese alle fällig, womit etwa acht Milliarden bisher festangelegten Kapitals in Bewegung geraten würden, eine Tatsache, welche auf dem Kapitalmarkt eine Deroute herbeiführen müßte. Mit besonderer Sorge sahen die Schuldner diesem Tage entgegen. Natürlich konnte die Regierung einer solchen Gefahr nicht mit Gewehr bei Fuß entgegengehen, und so hat unser Minister Bredt mit Sachkunde und Energie das Problem nicht nur an= gepact, sondern auch glücklich durch alle parlamentarischen Fährnisse hindurchgesteuert, und die waren reichlich groß. - Nicht allein die Sozialdemokraten und die Kommunisten nahmen einen Standpunkt ein, der nur gläubigerfreundlich war, sondern auch die Vertreter der Bayerischen Volkspartei und der Demokraten nahmen, man kann nicht anders sagen, einseitig die Interessen der Gläubiger wahr, und so bedurfte es härtester Arbeit, um den Gesetzentwurf nicht allzu sehr zu erschüttern. Seine Haupttendenz ist die, daß ein begrenztes Moratorium also ein Uebergangsstadium in die völlig freie Wirtschaft von drei Jahren unter bestimmten Voraussetzungen eingeführt wird. In dieser Zeit hofft man, die Dinge in Gleis bringen zu können, d.h. man hofft, daß zu normalen Bedingungen des Hypothekenmarktes sich die Aufwertungshypotheken in den Beharrungszustand begeben werden zu normalen Bedingungen! D. h. also, man sucht durch das Gesetz den Anreiz zu schaffen, daß bei Gewährung eines marktgängigen Hypothekenzinssatzes die überwiegende Mehrzahl der Gläubiger, insbesondere die Institute, also die großen Gläubiger,-sich dazu bereit finden lassen werden, ihre Gelder stehen zu lassen, so daß sich der Kreis der= jenigen, die ihr Geld haben wollen, möglichst so verkleinert, daß der schmale deutsche Kapitalmarkt ihn aufsaugen kann. In diesem Sinne ergab sich erfreulicherweise eine breite Front bis zu den Sozialdemokraten, die sich auf den Standpunkt stellte, daß der Zinssah möglichst hoch gestellt werden müsse. Im allgemeinen ergab sich Uebereinstimmung dahingehend, daß er bei etwa 8 v. H. liegen müsse. Die endgültige Bestimmung darüber hat das Ministerium, und da das Gesetz am 1. Okto= ber 1930 in Kraft tritt, dürfte die Bekanntgabe des Zinssatzes bald erfolgen. Und das ist auch nötig, denn am 1. Januar 1931 muß zum 1. Januar 1932 gekündigt werden, d. h. im Herbst wird die große Umschuldungsaktion einsehen. Der Schuldner dürfte mit dieser Lösung zufrieden sein, es erhebt sich aber bei ihm die zweite Frage, woher er die Deckung für die erhöhten Zinsen nehmen solle. Die Deckungspflicht ist gegeben durch das Gesetz über den Geldentwertungsausgleich aus dem Jahre 1926, nach welchem erhöhte Zinsen in Miete oder Hauszinssteuer umgelegt werden müssen! Erhöhte Miete wäre aber, namentlich angesichts der deutschen Wirtschaftskrise, für den Hausbesitz ein katastrophaler Begriff, denn es handelt sich ja um eine Erhöhung von etwa 15 v. H., was eine Erbitterung allergrößten Umfangs hervorrufen müßte. Der Hausbesitz hat aber durch seine Zentralorganisation immer schon erklärt, daß er zwar ein gesetzliches Recht habe, die Deckung für die erhöhten Zinsen zu verlangen, daß er aber wünsche, daß dies auf dem natürlichen Wege zu geschehen habe, d. h., daß man die Deckung aus der Hauszinssteuer suchen solle. Durch die Hauszinssteuer hat man dem rechtmäßigen Besitzer dieser Beträge, dem Hypothekengläubiger, von Staats wegen sein Geld genommen( in der Bibel heißt es: ,, gestohlen"). Wenn man ihm heute die marktüblichen Zinsen bewilligt, dann fehrt man wenigstens teilweise zu Recht und Moral zurüd, indem man die etwa 8 v. 5. in Gestalt der Senkung der Hauszinssteuer freimacht. Erfreulicherweise ergab sich auch hier eine allgemeine Einheitsfront der Parteien, und so wurde zu dem Gesetz eine entsprechende Entschließung angenommen. Das die Hauptgedanken der Gesetzgebung! Jm einzelnen ist es der Wirtschaftpartei weder im Ausschuß noch im Plenum gelungen, eine etwas günstigere Fassung des§ 6 durchzudrücken, nach welcher der Schuldner nicht drei, sondern sechs Monate Frist haben sollte, die Aufwertungsstelle cnzurufen. Wird also einem Schuldner gekündigt, dann hat er nicht allzu viel Zeit nur drei Monate! zum Ueberlegen. Er muß umgehend die Aufwertungsstelle anrufen. Der 7 erhielt durch die Front der Linken, der Demokraten und der Bayerischen Volkspartei eine verschlechterte Fassung Verschlechterungen durch dieselbe Front in§§ 8 und 26 fonnten im letzten Augenblick vereitelt werden. In seinen Kerngedanken ist der Entwurf, der auch vom Zentralverband des deutschen Hausbesizes stark unterstützt wurd erhalten geblieben und wird somit hoffentlich dazu beitragen die großen Corgen und Befürchtungen der Schuldner zu bannen. Hundertprozentig befriedigt wird natürlich niemand sein. Das ist bei den widerstreitenden Interessen und der Vielheit der Parteien auch kaum zu erwarten gewesen. Mittwoch, den 27. August 1930. Besonders unzufrieden ist Herr Reichsgerichtsrat Dr. Sontag, der ja in Aufwertungsfragen immer absolut einseitig auf dem Standpunkt der Gläubiger gestanden hat. Wenn es nach ihm gegangen wäre, dann wären die Schuldner längst zugrunde gegangen, als ob diese schuld an der Gesetzgebung der Nachkriegszeit gewesen seien! Er nennt das Gesetz im ,, Magazin der Wirtschaft" ein Gesetz, das sich„ einseitig" auf den Standpunkt der Schuldner stelle; das ,, Gießener Zeitung" ist reichlich durch die Parteibrille gesehen. Dem widerspricht schon die Tatsache, daß es selbst die Sozialdemokraten mitgemacht haben. Zugegeben darf aber werden, daß es ein anderes Gesicht gehabt hätte, wenn Herr Dr. Sontag die Klinke der Gesetzgebung in der Hand gehabt hätte. Das Schicksal hat nun aber im entscheidenden Augenblick Prof. Bredt auf den Stuhl des Justizministers gesetzt- wofür wir dem Schicksal nur dankbar sein können. Werden heute noch deutsche Kriegsgefangene zurückgehalten. Immer wieder laufen durch die Tageszeitungen Mittei-| lungen, daß Kriegsgefangene aus den feindlichen Ländern zurückgekehrt sind oder daß Nachricht gekommen sei, solche würden noch zurückgehalten. Viele Familien, die Vermißte betrauern, hoffen dann immer, daß der Vater oder Sohn vielleicht noch in Gefangenschaft sei und gewaltsam zurückgehalten wird. Kürzlich berichteten die Darmstädter Tageszeitungen von dem erfolg= reichen Bemühen" einer Kriegsbeschädigten- Organisation, die einen deutschen Kriegsgefangenen aus Rußland seiner Familie wieder zuführen konnte. Der Name wurde genannt, der Betreffende ist tatsächlich in Darmstadt eingetroffen und hat sogar auf der Geschäftsstelle unseres Verbandes vorgesprochen. Wir halten es daher für unsere Pflicht, einmal offen auszusprechen, was wir von all diesen Meldungen halten. Um sich ein Bild aus den widersprechenden Nachrichten schaffen zu können ist es notwendig, die Beweggründe derjenigen zu studieren, die deutsche Kriegsgefangene zu bewachen hatten. Da die Klage über England, Italien, Japan usw. heute verstummt sind, genügt es, wenn die beiden nur noch in Frage tommenden Staaten Frankreich und Rußland erwähnt werden. fangene in Straflagern, Gefängnissen und Zuchthäusern zurückgehalten. Nach vieler Mühe ist es der deutschen Regierung gelungen mit der Freilassung dieser Gefangenen auch eine Erklärung der französischen Regierung zu erwirken, daß sich kein deutscher Kriegsgefangener mehr innerhalb des französischen Machtbereichs befinde. Rußland. Im russischen Kaiserreich lag gar kein Grund vor, die Kriegsgefangenen von staatswegen schlecht zu behandeln. Das russische Volk wurde gegen Deutschland aufgehezt soweit es nur irgend möglich war, um im Kriege durchzuhalten. Niemals aber ist von den höchsten Stellen irgendwie ein Befehl ergangen, daß wehrlose Kriegsgefangene besonders schlecht zu behandeln seien. Die Kriegsgefangenen störten durch ihr Dasein, man schob sie deshalb dahin ab, wo man am wenigsten Last mit ihnen hatte. Daß hierbei manche Transporte vor Hunger oder Kälte umkamen, ist mehr der russischen Hilfslosigkeit in allen organisatorischen Fragen zuzuschreiben als bewußter Absicht der maßgebenden Stellen. Damit soll keineswegs bestritten werden, daß unsere gefangenen Soldaten oft der persönlichen Rohheit mittlerer und unterer Organe preisgegeben waren. Das faiserliche Rußland hatte keinen Grund, über die Zahl und die Unterbringung seiner Kriegsgefangenen etwas zu verheimlichen. Mit der bolschewistischen Revolution wurden alle Kriegsgefangene für frei erklärt, womit aber nicht gesagt ist, daß die Regierung ordnungsgemäße Anstalten traf, die Gefangenen in ihre Heimat zurückzutransportieren. Nun kommen in den letzten Jahren immer wieder Nachrichten, daß heute noch Deutsche in den französischen Straffolonien insonderheit auf der Teufelsinsel zurückgehalten werden. Wir stehen nicht an zu erklären, daß wirklich Deutsche dort sind aber keine ehemaligen Kriegsgefangenen! Nr. 1.8. auf dem Grundstück Hebbelstraße 19 wie auf dem andern Gelände Bauarbeiten durchführen, fanden aber für die von der Stadt erhaltenen zwei Millionen Mark anderweitige Verwendung und bezahlten die Lieferanten, Handwerker und Arbeiter nicht, so daß jetzt von den Geschädigten Strafanzeige erstattet wurde. Lokales. Dahlien. Das sind des Sommers letzte Tage, wenn in den Gärten die Dahlien glühn. Dann ziehen über weite Stoppelfelder die silbernen Fäden und künden den Herbst. Glühende Dahlien, in curen Farben grüßt uns noch einmal der Sommer in den Wundern seines Werdens und dem Zauber seiner Pracht. Seid uns darum willkommen als bunte Zier unserer Zimmer, als Schmuck unserer Feste, ihr letzten Grüße des scheidenden Sommers, ihr glühenden Dahlien! Laßt eurer Zaubersterne Pracht lange, lange noch in unsere Herzen leuchten, denn der Herbst ist nah und die Natur schickt sich zum großen Sterben an. In der Symphonie eurer Farben gipfelt des Sommers Lied von bunter, sonniger Sommerseligkeit, beginnt mit machtvollen Afforden die wehmutsvolle Weise vom Herbst. So laßt ihr uns den Abschied vom Sommer leichter werden, indem eure jubelnden Farben uns aus hellen Sommertagen in die Schatten des Herbstes geleiten. Seid uns darum willkommen bis eure letzte Blüte vergilbt, glühende Dahlien aus sommermüden Gärten! Man muß die Frage stellen, ob die französische Regierung irgendwelchen Zwed haben kann, Kriegsgefangene zurückzuhalten und zweitens, ob sie dazu überhaupt in der Lage ist. Die erste Frage muß wenigstens was die höchsten Stellen der Regierung anbelangi- verneint werden. In der ganzen Welt beginnt doch allmählich die Verlogenheit der französischen Kriegspropaganda richtig erkannt zu werden. Frankreich, das wirtschaftlich von zu vielen anderen Staaten abhängig ist, kann sich die Freude des Haßgesanges nur noch in beschränktem Maße Icisten. Es gibt sehr große Kreise in Frankreich, die den Haß gegen Deutschland auf das schärfste mißbilligen. Dies geschieht nicht etwa aus Freundschaftsgefühlen für Deutschland oder aus dem pazifistischen Wahn der Völkerverbrüderung heraus( daran glaubt außer der deutschen Sozialdemokratie heute niemand in der Welt), sondern sie halten die ewige Kriegs- und Hetzpropaganda für unpratiisa). Frankreich kann jetzt ebensowenig wie Deutschland einen Krieg vertragen. Niemand würde ihm hierzu Geld leihen, also stellt man die Politik auf Frieden und wirtschaftlichen Ausgleich um. Die französischen Sozialdemokraten ebenso wie die Angehörigen der englischen Arbeiterpartei sind zuerst einmal hundertprozentige Franzosen, resp. hundertprozentige Engländer. Gerade aus diesem Grunde würden sie es als nationalempfindende Menschen niemals billigen, daß Deutschland Gelegenheit gegeben wird, gegen Frankreich wegen roher Behandlung rechtlos zurückgehaltener Kriegsgefangener Propaganda zu machen. Es wäre ihnen nicht entgangen, wenn noch Deuische in französischen Gefängnissen wären. Sie hätten verlangt, daß die Regierung ihr Wort einlöst. Anders liegen die Verhältnisse in den französischen Kolonien. Hier könnte wohl von französischen Unterorganen manches geschehen, was die Welt nicht weiß. Eine Verheimlichung läßt sich aber trotzdem nicht durchführen, weil die französische Verwaltung es meisterhaft verstanden hat, sich bei fast allen Eingeborenen verhaßt zu machen. Wohl ist der Franzosen wegen seiner Macht gefürchtet, wohl achtet man auch gewisse Leistungen der Kolonisationsarbeit. Der Schreiber dieser Zeilen, der nach dem Kriege mehrfach in den französischen Kolonien war, hat aber außer einigen in französischem Solde stehenden Eingeborenen noch keinen einzigen gefunden, der nicht voll des Hasses gegen die französischen Machthaber gewesen wäre. Selbst Beamte haben dem Deutschen gegenüber oft dasselbe zum Ausdruck gebracht. Im Zeichen des Verkehrs ist es auch in den französischen Kolonien nicht mehr möglich, daß ein deutscher Kriegsgefangener zurückgehalten würde, ohne daß die Eingeborenen die Nachricht hiervon nach außen bringen könnten. Jeder Einzelne war auf sich selbst angewiesen und mußte sehen, wie er den Weg aus dem Innern Sibiriens nach DeutschLand zurückfand. Nicht immer war es möglich sich durch Arbeit die nötigen Lebensmittel zu verschaffen. Als der Bolschewis' mus als Weltgefahr erkannt wurde, schlossen sich viele den sogenannten weißen russischen Truppen an, weil sie dort ein Unterkommen fanden und hoffen durften, durch eine nichtbolsche: wistische Regierung ordnungsgemäß nach Deutschland zurückbefördert zu werden. Die Sowjet- Regierung hat schon damals jeden Gegner, dessen sie habhaft werden konnte, hingerichtet. Daher wurden in den ersten Revolutionsjahren auch sehr viele Deutsche erschossen. Dies galt aber nicht dem Kriegsgefangenen, sondern dem Mitglied einer antibolschewistischen Truppe. Gefängnis und Zuchthausstrafen sind in Rußland nicht üblich. Wer also nicht erschossen wurde, der konnte sehen wie er nach Hause kommt. Mag es nun die Not des Alltags oder wirkliches Sympathisieren mit dem bolschemistischen Gedanken gewesen sein viele unserer deutschen Kriegsgefangenen haben sich in Rußland niedergelassen, weil sie glaubten, daß es ihnen zum Vorteil gereiche. Daß unsere deutschen Landsleute, die sich mit Fleiß und Kenntnissen etwas erarbeitet hatten, ebenso behandelt wurden, wie die russischen Bürger( ,, Eigentum ist Diebstahl") ist zur Genüge bekannt. Von diesen Leuten kehren jetzt immer noch welche in die Heimat zurück. Man kann aber nicht behaupten, daß das wehrlose Kriegsgefangene sind, die zurückgehalten wur den und kein Lebenszeichen von sich geben durften. Trotz aller politischen Briefzensur ist jeder Mensch in Rußland in der Lage der ganzen Welt zu erzählen, daß er lebt, und wenn er sagt, daß es ihm in Rußland gut gehe, werden seine Briefe auf Staatskosten sicher und schnell befördert. Es kann also mit Bestimmtheit gesagt werden, daß kein deutscher Kriegsgefangener mehr unfreiwillig in Rußland lebt. Diejenigen, die sich dort noch aufhalten, sind Kommunisten ge= worden. Wenn diesen Leuten dann die Segnungen der kommu= nistischen Freiheit überdrüssig geworden sind, lassen sie sich durch die Deutsche Botschaft mit Kleidern und Reisegeld versorgen. Durch die deutschen Zeitungen läuft dann die Nachricht, daß man einen Kriegsgefangenen dem Schoße seiner Familie zurückgegeben habe. Die allgemeine Rührung über diese Neuigkeit läßt leider die Untersuchung in den Hintergrund treten, ob es sich wirklich um einen ehemaligen Kriegsgefangenen oder um einen fahnenflüchtigen Ueberläufer handelt. Es ist zu hoffen, daß unsere Polizei ein wachsames Auge hat, weil troz aller rührseligen Leidensgeschichten die Gefahr der kommunistischen Agitation nicht von der Hand zu weisen ist. Straßensperrung, Gießen. mitgeteilt vom Oberhessischen Automobilclub e. V.( A. v. D.), Aus Anlaß des Hessischen Preishütens des Vereins für deutsche Schäferhunde ist am Sonntag, dem 31. August 1930, die Straße von Hungen in Richtung Grünberg bis Nonnenroth von 8-10 und 12-17 Uhr polizeilich gesperrt. Umleitung über Villingen. Die Strede Nösberts Grebenhain wird ab 1. Sept. 1930 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Weid- Moos. Mittwoch, den * Die Medizinische Fakultät der Universität Gießen ver anstaltet vom 6. Oktober bis einschließlich 11. Oktober einen allgemeinen Fortbildungskurs mit seminaristischen Uebungen und praktischen Demonstrationen für praktische Aerzte. * Der hessische Handwerker- und Gewerbetag findet am 4. und 5. Oktober in Alsfeld statt. Erge Sport, Sp 7: 1( 5 Boruffia Seffen 09 Sport Raff GC. 03 Ra Hermannia Spielverein FC. Grone VfB.-K. M Wehl. Sp Wallau Großen- Bu Biddentopf Niedergirm Heuchelheim Boruffia& f Laasphe Gladenbad Aplar- M Holzhausen Bermbach 1 SC. Weend BV. 06 Ka SC. Wilhe Blauweiß C Gau Gießen- Wez Laubach 1. Niederweife Bijenberg Aplar 2. Niedershau Holzhausen Oberndorf Grünberg 1900 Gieße Biblingsh Bublingsh Wegi. Sp Niedergir Jugend: Ağlar 1. Steinberg Lich- G Weilburg Holzhause Garbentei Grünberg Steindor Burgjoln Bübling 1900 G Naubor Gau Marbur German Marbad Biedento Ertsdorf Edelshau Sterbar Garnau Wehrda Garnau Biedent Mehrda Colbe Jugend: VfB- K Marba Biedent Edelsho Garnau BfB- K * Ueber den Handelsverkehr mit den Vereinigten Staaten hält der Sachbearbeiter für Wirtschaftsfragen beim Deutschen Generalkonsulat in Newyork, Dr. Becker, Samstag, den 6. September, bei der Außenhandelsstelle für das Rhein- Maingebiet, Frankfurt am Main, Sprechstunden für die Firmen ab, die am Handelsverkehr mit den Vereinigten Staaten von Amerike beteiligt sind. Es bleibt also nur die Teufelsinsel, die durch Maschinengewehre und Haifische von der übrigen Welt abgeschlossen ist. Daß dort Deutsche sind, ist erwiesen. Daß es sich aber nicht um Kriegsgefangene handeln kann, ist nach dem oben Gesagten auch verständlich. Man darf nicht vergessen, daß dauernd Tausende von Menschen deutscher Sprache in der französischen Fremdenlegion Dienst tun. Der Fremdenlegionär kann wegen der geringsten Bergehen zu den allerschwersten Strafen verurteilt werden. Fünfzehn Jahre Zwangsarbeit oder lebenslängliche Deportation sind Urteile, die den französischen Kriegsgerichten sehr geläufig sind. Der Fremdenlegionär ist französischer Soldat, er hat sich freiwillig in die französische Armee gemeldet.( Jm Lager Griesheim konnten die Franzosen den Ansturm der Freiwilligen gar nicht abwehren.) Der Schreiber dieser Zeilen hat diese Transporte wiederholt in Marsaille und in verschiedenen nordafrikanischen Häfen gesehen. Er hat niemals bei den Deutschsprechenden den Eindruck gehabt, daß es sich um arme Ueberrumpelte handelt, die darauf warten, zu enifliehen. Unbewacht bewegten sich die deutschsprechenden Rekruten in Zivilkleidung in Marseille am Hafen und sahen mit Spannung ihrer abenteuerlichen Zukunft entgegen. Wenn einer dieser Leute nachher das Unglück hat, in übertrieben roher Weise wegen eines Vergehens verurteilt zu werden, so ist das wohl sehr be= dauerlich. Es ist aber strafbar, wenn solche Tatsachen dazu benugt werden, immer noch von zurückgehaltenen deutschen Kriegsgefangenen zu sprechen. Frankreich. Im Gegensatz zu Rußland und den andern Staaten hatte die französische Regierung ein Interesse daran, die Kriegsgefangenen schlecht zu behandeln. Sie mußte dem von ihr geschürten Volkshaß Rechnung tragen und mußte dem unter dem Kriege wirklich leidenden französischen Volke tagtäglich vor Augen führen, daß alle Deutsche ohne Ausnahme Verbrecher waren, die man als solche behandeln mußte. Die Behandlung der Kriegsgefangenen war ein Mittel zur Aufpeitschung des Hasses, damit das französische Volk während des Krieges durchhielt. Ueberall hin wurden die Kriegsgefangenen verteilt, besonders in die Kolonien, damit den dortigen Völkern die Allmacht Frankreichs vor Augen geführt werden konnte. Das planmäßige förperliche und seeliche Quälen der wehrlosen Deutschen sollten bei den Farbigen den Eindruck von Frankreichs Macht vertiefen. Wenn wir vor den französischen Frontkämpfern, die ihr Vaterland verteidigten, Achtung haben müssen, so können wir nur tiefste Verachtung haben, vor den großen Heldentaten, die die französische Armee nach Abschluß des Waffenstillstandes im Auftrage ihrer Regierung noch zu vollbringen hatte. Was während des wirklichen Kampfes der beiden Gegner nicht ge= glüdt war, mußte in der Zeit des Waffenstillstandes nachge= holt werden: man sammelte Gefangene, die sich auf Grund der Waffenstillstandsbedingungen nicht mehr wehren durften, wo man sie bekam. Besonders große Heldentaten wurden in Südrußland und im Balkan verrichtet. Sogar einen deutschen Feldmarschall, der als letzter seiner Armee seine Truppen nach Hause führte, benutzten sie zur Verbesserung ihrer Statistit der Kriegstaten. Abgeordneten- Notopfer. * Der Versand von Waren durch die Post ins Ausland ist neuerdings wesentlich erweitert worden, insbesondere durch die Einführung der Päckchen. Mit der Briefpost können jetzt Waren auch als Drucksachen oder Mischsendungen verschickt werden. Drucksachen dürfen nach dem neuen Weltpostvertrag nach jedem Lande bis zum Höchstgewicht von 2 Kilogramm, bei unteilbaren Büchern 3 Kilogramm ohne Rücksicht darauf versandt werden, ob sie zollpflichtig sind oder nicht, auch wenn das Bestimmungsland andere Arten zollpflichtiger Briefsendungen nicht zuläßt. Sie können eingeschrieben und mit Nachnahme belastet werden, wenn das Bestimmungsland Nachnahme auf eingeschriebene Briefsendungen zuläßt. Sind die Drucksachen zollpflichtig, müssen sie mit grünem Zollzettel und u. U. mit Zollinhaltserklärung versehen werden. Mischsendungen können nur dann nach einem Lande versandt werden, wenn die Warenprobe, die außer der Drucksache in der Sendung enthalten ist, den Bedingungen des Bestimmungslandes über die Einfuhr von Warenproben entspricht. Die Probe darf keinen oder nur geringen Handelswert haben und keinen zollpflichtigen Gegenstand enthalten, wenn das Bestimmungsland die Einfuhr zollpflichtiger Gegenstände und solcher mit Handelswert in Form von Warenproben nicht gestattet. Berlin. Im Zusammenhang mit der Verordnung über das Notopfer der Beamten haben die Demokraten im Preußischen Landtag einen Antrag eingebracht, der verlangt, daß für die Dauer des durch die Verordnung der Reichsregierung bestimmten Notopfers der Beamtenschaft die Aufwandsentschädigung der Landtagsabgeordneten um 10 Prozent gekürzt werde. Gegen jedes Völkerrecht wurden die Kriegsgefangenen jahrelang zurückgehalten. Was französische Perversität nur er= sinnen konnte, um Wehrlose zu quälen, ist geschehen. Nach Abschluß des Versailler Vertrages wurde man der Gefangenen überdrüssig und man entließ sie. Unter dem Vorwande Verbrechen sühnen zu müssen( denn Frankreich hat ja diesen Krieg nur im Interesse der Menschheit geführt!) wurden deutsche Ge* Nationalsozialistische Kandidatur führt zur Dienstentiassung. Berlin. Amtlich wird gemeldet: Der Regierungsinspektor Hasse in Stade, der trotz des Verbots des Staatsministeriums sich für die NDAP. betätigt hatte, ist vom Disziplinargericht der Regierung in Stade mit Dienstentlassung bestraft worden. Hasse kandidiert an zweiter Stelle für die NDAP. im Wahlkreis Hannover- Ost. Neuer Skandal im roten Berlin. * Aus dem Eisenbahnzug darf man nicht photographieren! So lautet eine Verordnung der Reichsbahn. Zuwiderhandlung wird mit Geldstrafe geahndet. Fast unglaublich klingende Vorgänge, die die finanzielle Mizwirtschaft des roten Berlin erneut grell beleuchten, werden jetzt auf Grund einer bei der Staatsanwaltschaft eingegangenen Strafanzeige bekannt. In der Strafanzeige wird behauptet, daß die Stadt Berlin den jezigen Besitzern eines durch seine Baufälligkeit wertlosen Grundstücks, das diese bei der Zwangsversteigerung für 70 000 Rmf. erworben haben, bisher zu Renovierungszwecken mehr als eine halbe Million Mark zur Verfügung gestellt habe, und daß weiter dieselben Leute zur Bebauung eines anderen, für 170 000 Rmt. angekauften Charlottenburger Geländes aus öffentlichen Mitteln 1 500 000 Rmt. zugeschanzt erhalten haben. Die beiden Eigentümer ließen dann auch sowohl Das 2. Hajjia Verbandsschießen in Gießen, verbunden mit dem 1. Deutschen Vergleichsschießen und einem vielseitigen Preisschießen der Kleinkaliber- Schießabteilung des Kriegervereins Gießen hat am 17. August bereits begonnen und dauert bis zum 7. September. Geschossen wird auf den schönen Schießständen des Schützenverein Gießen. Meldungen liegen nicht allein aus Hessen und Hessen- Nassau, sondern auch aus Baden, Bayern und Württemberg vor. Weit über 100 Preise im Gesamtwert von rund 2500 RM. sind dafür ausgesetzt. Der Hauptpreis, ein sehr schönes Vereinsbanner, ist zugleich Wanderpreis. Die Geschäftsstelle dieses Vergleichs-, Preis- und Verbandsschießens befindet sich in Gießen, Südanlage 21, die auf Wunsch die Schießbedingungen usw. gern zusendet. Die Festmünze( versilbert) zeigt die alte Zeughaus kaserne mit dem 116er- Denkmal. Den Schützen, die in Gießen den bunten Rock getragen haben, und auch allen anderen ehemaligen Soldaten wird diese schöne Festmünze ein dauerndes Andenken bleiben. Für die beste Schütengruppe beim Vergleichsschießen ist ein wertvolles Vanner als Wanderpreis gestiftet. Büdo Salonwachs das altbekannte Gau Dill: Udersdo B.1.2 Hellen C waren, jagte ab. Schon gehen sollte die ein Spi ankündigten dingt etwas dauer, denn Recht unange Fall unterbl überzeugen, d durch feinesm nötige Energi tellung vorge Führungstreffe In furzen Ab jomit das Reju Der Spielverla und infolge ei Hielten sie das furz darauf glid burg muß nun Lintsaufen we Das Spiel fieh Jest icheint in Derwandelt eine Siegen lagt nu en das Resulta Dei weiteren hirer infolge Schiedsrich Die 1. M. beachtliches Re Spiel zeichnete lide Angriffe friedlider We Gießener, mit Gajte gabeni an fid zu brin und den Ausg B. mit nur 10 Gajte noch 3 m m andern& I Die Don eitige Ber und Arbe zeige erita Den Gärten Oppelfelder ende Dabli ommer in r Pracht. G 3immer, eidenden Go ersterne But enn der He terben an.) mers Lieb nachtvollen laßt ihr ndem eure j die Schat men bis sommermu V.( A. v.2 s Vereins i ugust 1930, onnenroth nleitung i 61. Sept. 18 Weid- Moos. it Gießen D Oftober ein hen Uebung Herzte. findet am nigten Staate beim Deution mg, den 6. 6 in- Maingebi ten ab, die On Amerite b ns Ausland it dere but die n jetzt on chidt werden ag nad jam Dei unteilbaren rlandt werden, Bestimmungs En night zuläßt Selajtet werden eingeschrieben pflichtig, mi mhaltserfläm ann nach ein Se, die a n Bedingung Warenpr ingen Han and enthal lichtiger G n Warenpu hotographies uwiderhand In Gick eßen und ein egabteilung s begonnen auf den f eldungen li ndern aug über 100 ausgefest t zugleich 5, Preis danlage 21, zujendet alte Zeugh 1, die in Gi en anderen ein dauer gleichsjik preis geflif nwachs tbekannte Mittwoch, den 27. August 1930. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Sport, SpV., Hermannia Kassel komb.- Akad. SC. Prag 7: 1( 5: 1) Ga. Borussia Fulda Hessen 09 Kassel - Atad. SC. Prag 7: 4 Teutonia Lippstadt 2: 2( 1: 0) Sport Kassel- Göttingen 05 1: 4( 1: 0) GC. 03 Kassel Hermannia Kassel Kurhessen Kassel 1: 4( 1: 0) Niederzwehren 7: 1( 3: 1) Spielverein Göttingen Spogg. 06-07 Bielefeld 3: 3 FC. Grone VfB. Northeim 1: 4 VfB.-K. Marburg 1900 Gießen 5: 1( 1: 1) Weyl. SpV. Germania Marburg 4: 5( 1: 2) Wallau Wiesenbach 4: 3( 1: 2) - - Großen- Bused 1. VfB. Gießen 1. 3: 6( 3: 1) Biedenkopf 1. Herborn 1. 5: 0( 5. abgebr.) Niedergirmes Eintracht Ffm. Pofaíelf 8: 0 Marbach 1. 1: 9( 1: 4) Heuchelheim 1. Borussia Ffm. Wetter 1. 4: 3 Laasphe Hilchenbach 5: 4( 4: 1) Gladenbach Bottenhorn 6: 0 Azlar Weyl. SpV. 2. 5: 0 - Holzhausen Bermbach 1. SC. Weende BV. 06 Kassel - Löhnberg 1: 3 Weilburg 1. 0: 3 Hellas Hann. Münden 8: 3 Melsungen 1: 2 SC. Wilhelmshöhe Blauweiß Göttingen Gau Gießen- Wezlar: Laubach 1. Niederweisel - - Hessen Preußen Kassel 2: 0( 0: 0) SC. Heiligenstadt 5: 0. * Grünberg 1. 6: 1( 3: 0) Ettingshausen 1: 5( 1: 4) Bissenberg Biskirchen 5: 1( 2: 0) Aßlar 2. Steindorf 0: 2 Niedershausen 1.- Weilburg 2. 6: 1 Holzhausen- Braunfels 4: 1 Oberndorf - - Hermannstein 2: 3 Grünberg 2. Harbach 1. 6: 2( 2: 1) 1900 Gießen 3. Garbenteich 1. 0: 0 Büblingshausen Schwalbach 5: 1 Büblingshausen 2. Dutenhofen 1. 0: 4 Weyl. SpV. 3. Buzzbach 2. 4: 1. - Niedergirmes A. H.- VfB. Gießen A. H. 7: 5 Jugend: Azlar 1. Wetzl. Spr. 1. 1: 0 VfB. Gießen 1. 2: 1 Steinberg - Lich Großen- Bused 1: 2( 1: 0) Weilburg Holzhausen - - Bissenberg 2: 0 Braunfels 2: 0 Garbenteich 1. VfB. Gießen 2. 5: 1 Grünberg Ettingshausen 1: 2 Steindorf 1. Weyl. SpV. 2. 1: 0 Burgsolms 2. Büblingshausen 1900 Gießen Sch. Nauborn Sch. Sau Marburg: - Berghausen 2: 2 Dutenhofen 2: 0 Weyl. SpV. Sch. 1: 0 Steindorf Sch. 6: 1 Germania Marburg 2. Breidenstein 1. 4: 2 Marbach 2. Germania Marburg 3. 6: 4 Biedenkopf 2. Herborn 2. 5: 2 - Erksdorf Langenstein 0: 3 Edelshausen - Cappel 7: 0 Sterzhausen 1. Michelbach 1. 3: 1 Sarnau 1. Wehrda 1. - Sarnau 3. Biedenkopf 3. Wehrda 2. - Schönstadt 1. 2: 1 Betziesdorf 1. 1: 2( B. abgebr.) Unterrosphe 1. 3: 3 Herborn 3. 0: 0 Betiesdorf 2. 2: 2 Cölbe 2. Caldern 1. 3: 6. Jugend: - VfB.-K. Marburg 1. Odershausen 1. 2: 2 Marbach 1. Germania Marburg 1. 3: 2 Biedenkopf- Herborn 5: 0 Edelshausen Sarnau 1. - Cappel 1: 4 Germania Marburg 2. 4: 0 VfB.-K. Marburg 3. Germania Marburg 3. 2: 0 Gau Dill: Udersdorf - Medenbach 1: 2( 1: 0). - V. f. B. Kurhessen 1. 1900 Gießen 1. 5: 1( 1: 1) Hessen 09 Kassel, die zu dem letzten Sonntag verpflichtet waren, sagten dem V. f. B. Kurhessen anfangs der Woche wieder ab. Schon dachte man, daß der Sonntag ohne Spiel vorüber gehen sollte. Jedoch am Sonnabend kamen noch Plakate heraus die ein Spiel gegen den alten Lahnkreisvertreter ,, 1900 Gießen" ankündigten. Die Gießener stellten eine Mannschaft, die unbedingt etwas kann; nur fehlt derselben noch die nötige AusDauer, denn die letzten 20 Minuten spielte dieselbe ziemlich lasch. Recht unangenehm fiel das viele Reklamieren auf, was auf jeden Fall unterbleiben muß. Auch ließ sich der Schiedsrichter hierdurch keineswegs beirren. Die Playleute konnten nicht restlos überzeugen, da es im Sturm noch gehörig hapert. Es fehlt die nötige Energie. Auch wurde in der zweiten Hälfte eine Umstellung vorgenommen, die sich auch gut bewährte. Und als der Führungstreffer erzielt war, bam die Mannschaft in Schwung. In kurzen Abständen schoß das Innentrio 3 Tore und stellte somit das Resultat auf 5: 1. Der Sieg ist vollauf verdient. Kurz Der Spielverlauf: Anfangs klappte es bei den Gästen recht gut und infolge eines Schnizers der Marburger Verteidigung erzielten sie das Führungstor. Aber nicht lange blieb es so, denn turz darauf glich Fischer aus. So blieb es bis zum Wechsel. Marburg muß nun einige Zeit mit nur 10 Mann spielen, da der Linksaußen wegen einer alten Verletzung ausscheiden muß. Das Spiel sieht beide Tore oft in Gefahr. Fischer erzielt Nr. 2. Jetzt scheint in die Mannschaft neues Leben zu kommen. Adorf Derwandelt eine Flanke von Fischer direkt. Nr. 3 sitzt im Neh. Gießen läßt nun erheblich nach; die Einheimischen dagegen woilen das Resultat noch höher stellen. Höber und Fischer sind die wei weiteren Schützen. Kurz vor Schluß muß der Gießener Süter infolge eines Zusammenpralles ausscheiden. Schiedsrichter Weber- Germania Marburg leitete korrekt. Aus Großen- Buseck. Die 1. M. holte gegen die Liga des V. f. B. Gießen ein sehr beachtliches Resultat heraus, indem sie mit nur 6: 3 unterlag. Das Spiel zeichnete sich in der 1. Hälfte durch schöne, sehr gefährliche Angriffe der jungen Buseder- Stürmerreihe aus. Es war ein friedlicher Wettkampf, wobei nach anfänglicher Führung der Gießener, mit 3: 1 für Gr.-B. die Seiten gewechselt wurden. Die Gäste gaben in der 2. Hälfte alles her, um den Sieg doch noch aun sich zu bringen. V. f. B. hatte auch bald ein Tor aufgeholt and den Ausgleich durch Handelfmeter erzwungen. Danach spielte 25. mit nur 10 Mann und konnte es nicht verhindern, daß die Gäste noch 3 mal erfolgreich waren. Laubach 1. Grünberg 1. 6: 1( 3: 0). Ein Spiel, reich an Strafstößen und Abseitsentscheidungen für Laubach. Für Grünberg...!? Schiedsrichter habe keine Bange vor irgend etwas, sondern greife von Anfang an richtig durch. Grünberg 2. Harbach 1. 6: 2( 2: 1). Der Neuling im WSV., Sportverein 1927 Harbach, weilte in Grünberg zu Gast und zeigte ein nicht gerade schönes Spiel. Den Harbachern fehlt Regelfenninis und werden sie, falls sie an den kommenden Verbandsspielen teilnehmen, noch manche Enttäuschung erleben. Der Sturm des Platzvereins war besonders in der 2. Halbzeit sehr schußfreudig. Aus Ettingshausen. Einen beachtenswerten Erfolg errang die 1. Mannschaft des Sportvereins 1921 am vergangenen Sonntag in Nieder- Weisel gegen die dortige 1. Mannschaft mit 5: 1( Halbzeit 4: 1). Viel zu oft mußte der Schiedsrichter Strafstöße gegen Nd.- Weisel verhängen. Bei dem Stande von 5: 1 sah er sich sogar genötigt, 2 Spieler Nieder- Weisels wegen groben Spielens und einen weiteren wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platze zu verweisen. Als zum Schlusse das Publiiitum glaubte eingreifen zu müssen, wurde das Spiel vorzeitig abgebrochen. Weklar- Weilburger Brief. Von E. K. Der dritte Spielsonntag der neuen Saison hatte ein reichhaltiges Spielprogramm zu verzeichnen. Prächtiges Sports wetter und die eigenartig zwingenden Reize in dem Kampfspiel „ Fußball", das alt und jung in seinem Bann hält, brachte wiederum viele Besucher auf die Spielplätze. Leider jedoch mußte man von einigen Treffen hören, daß dieselben mit reichlich hartem Spiel endeten; aber erfreulicherweise wird von den meisten Spielen berichtet, daß sie in echt kameradschaftlicher Weise ausgetragen wurden. Um dem Renomee des Fußballs nicht zu schaden, eine kurze Mahnung an aile: ,, Gerade im Kampf die Selbstbeherrschung zu behalten, sich sportlich, d. h. anständig zu benehmen, ist eins der wichtigsten Erziehungsmomente jedes Sports. Es ist ein gröBerer Erfolg, ein Spiel anständig zu verlieren, als grob Nr. 68. Ball direkt verwandelt wird. Noch ist. M. mit 10 Spielern, wodurch W. überlegen wird, aber Eustergerling i. d. M. Vertei digung ist immer der rettende Engel. W. drängt weiter, erzielt mehrere Eden, im Anschluß an eine ist der Ausgleich hergestellt. W. Hintermannschaft drückt nach vorne, doch der Sturm fann sich nicht durchsetzen. Die W. Verteidigung ist weit ausgerüdt, Benner II fällt, wird überlaufen, M. Linksaußen kurvi nach innen, sein scharfer Schuß bringt M. erneut in Führung. Kurz darauf ist Halbzeit. M. hatte sich inzwischen vervollständigt und drückt mit Wiederbeginn. Ein Mißverständnis in W. Verteidigung bringt den Marburgern den 3. Erfolg. M. ist jetzt weiter überlegen, erhöht auf 4: 1. Noch sind 20 Min. zu spielen, W. will das, dem Spielverlauf nach ungerechte Torverhältnis bessern, spielt wieder überlegen. Angriff auf Angriff werden vor das M. Tor getragen. Emmerich wird im Alleingang frei ror dem Tor regelwidrig am Schuß gehindert, den Elfmeter verwandelt dieser vorbildlich. Im schnellen Durchbruch tommt M. zu einem weiteren Erfolg. W. erzielt mehrere Eden hintereinander, das Verhältnis steht jetzt 9: 2 Eden für Wetzlar. Eine Flanke von links sendet Hofmann direkt ein 5: 3 für Marburg. Bei weiteren Angriffen sezt Waldschmidt einen Schuß nach, der M. Hüter klatscht ab, Waldschmidt schießt im Nachschuß aus furzer Entfernung ein. 5: 4 für Marburg. Noch einmal kommt eine große Chance für Wetzlar, Emmerich verschießt aus furzer Entfernung frei vorm Tor die Flanke von links, dann ist ein schöner, fairer Kampf zu Ende, der die Marburger als knappe Sieger sah. Schiri Grünewald leitete einwandfrei. Weylar 3. Butzbach 2. 4: 1 Die Wetzlarer Elf besteht vorwiegend aus den alten Herren, das gab auch den Stempel für das ganze Spiel: nur mit der Ruhe ,,, langsam aber sicher". Gelaufen wurde so wenig wie möglich, aber genau zugespielt, immer flach von Mann zu Mann und das war es, was die Butzbacher Mannschaft ,, fertig" machte. Sie fonnte erst 1: 0 in Führung gehen, hatte aber bald ihr Pulver durch ihr ungestümes Draufgehen verschossen. Nach der Pause hatten dann die W. wenig Mühe auf 4: 1 zu erhöhen. Das Spiel war äußerst fair, wodurch Kauf als Schiri wenig einzugreifen brauchte. Wir wünschen uns mehr solche Spiele und WZW. Gegner, die mehr spielen als sie kämpfen. Die ganze Ligamannschaft von gewinnen. Spieler benehmt euch, denn Sportgeiſt iſt Fuß Schalke 04 zu Berufsspielern erklärt!! ball- Vorschrift. Spieler legt mehr Wert auf das Spiel und die Körperertüchtigung, als auf Gewinn, Punkte und Tore." Auf dem Sportplay an der Naubornerstraße in Wezlar trafen sich zwei gute Bekannte, Germania Marburg- Wetzlarer Sportverein. Ein flottes, faires Spiel bringt die Marburger in der 1. Hälfte mit 2: 1 in Führung. Nach kurzer Feldüberlegenheit für Marburg in der zweiten Halbzeit erhöhen die Gäste auf 4: 1. In der letzten Hälfte der zweiten Halbzeit beherrschen die Weglarer das Feld. Mit 5: 4 blieben die Marburger Sieger. VfB. Azlar hatte die 2. des Weklarer Sportvereins auf Besuch. Die Stürmerreihe zeigte diesmal wieder etwas Schießtunst; auch die Hintermannschaft war in guter Form, denn die nicht schlechten Gäste aus Weylar wurden glatt mit 5: 0 Toren besiegt. Niedergirmes präsentierte sich diesmal seinen Anhängern von der besten Seite und machte ihre Schlappe vom Vorsonntage wieder gut. Die Mannschaft hatte in Niedergirmes eine Sondermannschaft des süddeutschen Meisters Eintracht Ffm. Mit einer haushohen 8: 0- Niederlage nußten die Frankfurter ihre Heimreise antreten. Ehringshausen gönnte seinen Mannen Ruhe. Löhnberg machte eine kleine Reise nach Holzhausen. Die Mannschaft befand sich wiederum in Hochform und schlug Holzhausen in einem interessanten Treffen verdient mit 3: 1 Toren. Weilburgs 1. Garnitur war in Bermbach. Ein wahres Propagandaspiel führten die Weilburger ror, wobei sich Das der B.- klasse- Vertreter recht tapfer und eifrig schlag. bessere Können brachte den Weilburgern einen sicheren 3: 0- Sieg. Von den A- Klassenspielen interessierten besonders die Begegnungen Bissenberg Biskirchen in Leun und Aßlar 2. gegen Steindorf 1. Die Auslosung der Vorschlußrundenspiele brachte die beiden Rivalen Bissenberg- Biskirchen, welche sich erst vor acht Tagen in der Zwischenrunde mit 3: 3 trennten, zusammen. Alles andere als ein schönes Spiel lieferten sich die beiden Mannschaften auf dem neutralen Platz in Leun. Es regnete Strafstöße. Die Bissenberger erzielen in der ersten Hälfte durch ihren Mittelstürmer zwei Tore. Nach der Pause verbessern der Mittelläufer, Halblinke und Linksaußen auf 5: 0 für Bissenberg. Von zwei Elfmetern fann Biskirchen den verdienten Ehrentreffer buchen. In Aßlar trafen sich Aßlars 2. und Steindorfs 1. Auch hier stellten die Steindorfer ihre derzeitige gute Form erneut unter Beweis, indem sie den 3: 2- Sieger über Burgsolms mit 2: 0 Toren aus dem Rennen warfen und ihren legten Siegen Ehringshausen 2. 1: 0, Nauborn 3: 2 diesmal einen weiteren Sieg anreihten. Steindorf und Bissenberg haben sich somit für das Endspiel qualifiziert, welches wahrscheinlich erst am 7. 9. ausgetragen wird, da Bissenberg am 31. 8. Sportplayeinweihung hat und Weilburg bereits als Gegner verpflichtet hat Niedershausen ist wieder im Kommen. Die Mannschaft, welche im Vorspiel gegen Weilburg 2. mit 3: 1 verlor, nahm diesmal in Niedershausen deutlich mit 6: 1 Revanche. Holzhausen hatte im Rückspiel auf eigenem Gelände die 1. Garnitur von Braunfels. Wie im Vorspiel, 3: 2 in Braunfels, so blieben auch diesmal die Holzhäuser Sieger. Die Braunfelser mißiielen durch dauerndes Nörgeln und Reklamieren. Holzhausen siegte verdient mit 4: 1 Toren. - Schwal Oberndorf Hermannstein, Büblingshausen bach waren die Zugnummern der B.- Klasse. Man war gespannt, wie sich die beiden Neulinge Schwalbach und Oberndorf gegen die beiden Besten der B- Klasse schlagen würden, außerdem, ob Hermannstein- Büblingshausen wirklich das Endspiel aus= tragen würden, denn bei Pokalspielen sind Ueberraschungen an der Tagesordnung, zumal die Neulinge, besonders Schwalbach, schöne Erfolge zu verzeichnen hatte. Hermannstein sowie BübBüblingshausen lingshausen setten ihren Siegeszug fort. reihten ihren Erfolgen Tiefenbach 1: 0, DJK. Wehlar 3: 2 einen Die Schwalbacher lieferten ein äußerst 5: 1- Sieg diesmal an. faires Spiel und konnten sehr gut imponieren. Hermannstein setzte an seine letzten Erfolge Braunfels 5: 0, Garbenheim 6: 5, Diesmal einen Sieg mit 8: 2 Toren über Oberndorf. Hermannstein und Büblingshausen Endspielgegner. Der Neuling Dutenhofen war in Büblingshausen und zeigte gegen die 2. von Büblingshausen wirkliche B- Klassenleistungen. Mit 4: 0 wurde die spielstarke 2. von Büblingshausen besiegt. Niedergirmes A. H. hatte einen schönen Erfolg zu verzeich neit. Die Mannschaft schlug die sieggewohnten A. H. vom VfB. Gichen mit 7: 3 Toren. Wezi. SpV. 3. Buzzbach 2., welche fich kommenden Sonntag in Butzbach im Verbandsspiel treffen, standen sich im Freundschaftsspiel in Wetzlar gegenüber. Mit 4: 1 Toren blieben die Weglarer Sieger. Aus Wetzlar. Wetzlar 1. Marburg Germania 1. 4: 5( 1: 2). Mit dem. Anpfiff geht W. durch, der rechte Flügel kommt zum Schuß, der Marburger Hüter steht richtig. Die M., die erste Zeit nur mit 10 Mann spielend, erzielen im Gegenangriff in den ersten Minuten das Führungstor. Ihr Rechtsaußen schießt nicht, wie vorher der W., sondern gibt zur Mitte, von wo der Die Internationalen Kuzorra und Czepan dabei... Der Westdeutsche Spielverband, der erst vor wenigen Tagen über Borussia München- Gladbach ein großes Strafgericht verhängte, wobei neben einigen Vorstandsmitglieder der größte Teil der ersten Mannschaft daran glauben mußte, hat bei seiner energischen Säuberungsaktion auch vor dem zweimaligen westdeutschen Meister, Schalke 04, nicht Halt gemacht. Aehnlich wie im Falle Borussia München- Gladbach wurde nun auch die gesamte Vereinsleitung von Schalke 04 wegen Verstoßes gegen die Amateurbestimmungen aus dem Verband ausgeschlossen und die gesamte erste Mannschaft zu Berufsspielern erklärt. Dazu gehören auch die internationalen Spieler Kuzorra und Czepan, die Deutschland in vielen Länderspielen vertreten haben.( Schalke hat bekanntlich am Sonntag den Dresdener SC. und am Montag in Chemnitz den Ballspielklub geschlagen u. hatten eine sehr große Form gezeigt.) Was gedenkt der Deutsche Fußball- Bund zu tun? Will er den Dingen weiter freien Lauf lassen, tatenlos zusehen, wie in dem einen Landesverband Dinge ganz öffentlich diskutiert und mit Selbstverständlichkeit geduldet werden, die Amaentsprechend den immer noch in Kraft befindlichen!!- teurgesehen in einem anderen Landesverband mit den schwersten Strafen belegt werden? Treibt die seit Jahren latente Krise im deutschen Fußballsport jetzt ihrem dramat. Höhepunkt zu?! Leichtathletik. - Gerhard beim Internationalen Championat in Berlin. Das, wenn auch nur von 12 Läufern besetzte 25 KilometerStreckenlaufen hatte dafür nur allerbestes Material am Start und lieferten sich die Teilnehmer die hartnäckigsten Kämpfe. Es gelang dem Polizisten Brauch vom SC. Charlottenburg einen neuen deutschen Reford aufzustellen mit 1: 25: 59,8 Std. Unter den Endkämpfern lag auch der jetzige 1900er Gerhard( früher Weilburg) mit 1: 32: 02,5 und konnte den vierten Plaz vor BoßBewag, Schneider- Hirschberg und Wanderer- Berlin belegen, 1. Leichtathl. nat. Jugendwettkämpfe des BfB. Gießen. Wie uns mitgeteilt wird, hielt der VfB. Gießen am Sonntag seine 1. leichtathl. nat. Jugendwettkämpfe ab. Die Veranstaltung soll gute Beteiligung und flotte Abwicklung gefunden haben. Mehr darüber zu berichten, ist uns leider unmöglich, da man uns, im Gegensatz zur örtlichen Tagespresse, vergessen hatte, einzuladen. - Klasse A: 100 Meter Lauf: 1. Krüd, VfB.-K. Marburg 11,8 Gef., 2. Knappe, Hess- Pr., Kassel 11,9 Gef.; 3. Schickedanz, 1900 Gießen 12 Sef. 400 Meter Lauf: 1. Emde, SpV. Corbach 55,2 Gef. 800 Meter Lauf: 1. Moog, 1900 Gießen 2,15,4 Min.; 2. Rößler, Eintracht Frankfurt 2,15,5 Min.- Schwedenstaffel: 1. 1900 Gießen 2,12 Min.; 2. J.-G. SpV. Frantf. 2,12,1 Min. Distuswerfen: 1. Kilo, VfL. Wezlar 40,62 Met.; 2. Luh, VfB.08 Gießen; 3. Rodriquez, 1900 Gießen. Kugelstoßen: 1. Kilo, VIL. Wetzlar 14,72 Meter(!); 2. Luh, VfB. 08 Gießen. Speerwerfen: 1. Wigel, Eintracht Frankfurt 45,55 Meter; 2. Gräf, 1900 Gießen; 3. Luh, VfB. 08 Gießen. Weitsprung: 1. Knappe, Hess- Pr. Kassel 6,16 Meter; 2. Heymann, 1900 Gießen, 6,12 Meter; 3. Krüd, VfB.-K. Marturg - 2. v. Karben, FSV. Ffm., 6,4 Set.( Handbreite), 3. Schäfer, VFB. 08 Gießen, 100 m Lauf: 1. v. Karben, FSV. Ffm., 12,2 Gef., 2. Lepper, Hessen- Preußen Kassel, 3. Schäfer, VfB. 08 Gießen. 200 m Lauf: 1. Höhn, FB. Weilburg, 24,8 800 m Lauf: 1. Baumstieger, 1900 Gießen, 2: 14,8 4 mal 100 m Staffel: Set., 3. Ketter, FV. Weilburg. Gef. - - 1. Hessen- Preußen Kassel 49 Sef., 2. 3.-G. Sporto. Fim., 3. VfB. 08 Gießen. Kugelstoßen: 1. Wasser, J.- G.- Sportv. Hochsprung: 1. Kaufmann, Gießen 1900, Ffm., 12,25 m. 1,50 m. Klasse C.: 50 m Lauf: 1. Liepold, Eintracht Ffm., 7 Sef., 2. Al100 tenkirch, FV. Weilburg, 3. Höhler, FV. Weilburg. m Lauf: 1. Höhler, FR. Weilburg, 13,2 Set., 2. Altenkirch, FV. Weilburg. 4 mal 50 m Staffel: 1. 1900 Gießen 1. 30 Set., 2. VfB. 08 Gießen 30 Set( Sandbreite), 3. 1900 Gießen 2. Rugelstoßen: 1. Altenkirch, FV. Weilburg, 8,71 m. Weitsprung: 1. Liepold, Eintracht Ffm. 4,86 m, 2. Höhler, FV. Weilburg, 3. Happ, VfB. 08 Gießen. Die Auswertung der Ergebnisse ergibt( 1. Sieg 3 Punkte, 2. Sieg 2 Punkte, 3. Sieg 1 Punkt): 1. SpVgg. 1900 Gießen 22 Punkte; 2. Hessen- Preußen Kassel 18 Punkte; 3. FV. Weilburg und Eintracht Frankfurt je 17 Punkte; 4. VfB. 08 Gießen 11 Bunfte; 5. J.-G. SpV. Frankfurt 9 Punkte. Klasse B.: 50 m Lauf 1. Lepper, Hessen- Preußen Kassel, 6,4 Set., Mittwoch, den 27. August 1930. Aus Nah und Fern. Hausen. Am Anneröder Berg, 10 Minuten von dort, ist vom Gemeinderat im Austausch mit der Landeskirche ein Sportplatz geschaffen worden. Stockhausen. Sein 25jähriges Bestehen wird am 7. September der hiesige Posaunenchor feiern. Festprediger ist Pfarrer Lenz von Gießen, der Gründer des Vereins. Daubringen. Am Sonntag verlor ein Motorradfahrer in einer Straßenkurve die Herrschaft über das Rad, stürzte und zog sich ernstliche Verletzungen an Händen, Füßen und am Kopf zu. Friedberg. Bei einer stattgefundenen Schlägerei trug der Melker Hermann Schmidt so schwere Verletzungen davon, daß er bei seiner Einlieferung in das hiesige Krankenhaus verstarb. Weickartshain. Auf der Gewerkschaft Louise wurde am Montag der Bergarbeiter Görnert fast gänzlich verschüttet. Der Verunglückte wurde sofort befreit, er hat einen Beinbruch und innere Verletzungen davongetragen. Alsfeld. Lebensgefährliche Verlegungen erlitt im nahen Breitenbach der 18 Jahre alte Arbeiter Eidt. Er war mit Abladen eines Bretterstapels beschäftigt. Plötzlich stürzten die Bretter um und fielen auf den Arbeiter, der mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde. ,, Gießener Zeitung" Ein Landesarbeitamt zahlt 45000 Mark Miete! Landtagsabgeordneter Carl Ladendorff richtete an den Preußischen Landtag folgende Kleine Anfrage: Wie aus Pressemeldungen hervorgeht, hat die Siedlungs: gesellschaft Brandenburg m. b. H., gemeinnützige Wohnungsfürsorgegesellschaft, ein Grundstück in einer durch besonders hohe Grund- und Bodenpreise ausgezeichneten Gegend Berlins( Roonstraße 9) für ihre Bürozwecke zum Preise von 885 000 RM. erworben. Da es sich hier um eine gemeinnützige Siedlungsgesellschaft handelt, die mit Hilfe finanzieller Staatsbeteiligung ins Leben gerufen worden ist, so ist dieser Erwerb nicht möglich gewesen, ohne daß das zuständige Preußische Wohlfahrtsministe= rium rechtzeitig von dieser Absicht der Siedlungsgesellschaft Brandenburg m. b. H. in Kenntnis gesetzt worden ist und seine Zustimmung zum endgültigen Kauf erteilt hat. Der Kauf ist gerade in einer Zeit erfolgt, in der die parlamentarischen Vertretungen von Reich, Ländern und Kommunen fast hilflos der Frage gegenüberstehen: wie durch die größtmöglichen Sparmaßnahmen und durch neue Steuerlasten die finanziellen Schwierigkeiten, die sich schon zur Katastrophe ausgewachsen haben, wenigstens gemildert werden können. Wenn schon weiter noch in den obenzitierten Pressemeldungen bekanntgemacht wird, daß überdies das Landesarbeitsamt Brandenburg für die Erledigung Bad Salzschlirf. Bis zum 26. August waren hier 4042 Kur- seiner Arbeiten in der Erwerbslosenversicherung sich Bürogäste gemeldet. Mainz. Ein kameradschaftliches Treffen der Krieger- und Soldatenvereine Hessens, zusammengeschlossen in der Kriegerkameradschaft ,, Hassia", findet unter dem Präsidium Exz. Generalleutnants v. Didmans in Mainz, der ehemaligen Garnison und Festung, in den Tagen des 30. und 31. August statt. Mainz. Am 30. August ist in Mainz die diesjährige Tagung des Reichsverbandes deutscher Handelsvertreter für Wein und Spirituosen. Mainz. Die Hindenburgbrüde ist endgültig für den Fahrverkehr geschlossen worden und dient nur noch als Eisenbahnbrücke. Oberaula. Auf dem hiesigen Basaltwerk der Firma Krüger, Hagemann u. Co., Kassel- Niederzwehren, ereignete sich ein tödlicher Unglücksfall. Der 22jährige Arbeiter Johannes Dippel aus Frielingen wurde von plöglich herabstürzenden Basaltmassen begraben. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Fulda.( Eine unglückselige Tat.) Ein 16jähriger Schüler einer hiesigen höheren Lehranstalt hat Dienstag nachmittag eine gleichaltrige Lyzeistin am Rauschenberg zu erschießen versucht. Dann hat er sich selbst eine Kugel in den Kopf geschossen. Die beiden jungen Leute wurden noch lebend aufgefunden und ins Krankenhaus gebracht. Während der junge Mann bald nach der Einlieferung starb, ist das Mädchen bislang am Leben erhalten worden, obwohl auch hier eine schwere Schußverletzung am Kopf vorliegt. Es schwebt in Lebensgefahr. Das 70. Todesopfer in Lübeck. Lübeck. Das Säuglingssterben nimmt unverändert seinen Fortgang. In der vergangenen Nacht sind weitere zwei Säuglinge, die nach dem Calmetteverfahren behandelt worden waren, gestorben, womit sich die Zahl der Todesopfer auf 70 erhöht hat. Es ist aber zu erwarten, daß diese Zahl noch eine beträchtliche Steigerung erfährt, denn es sind immer noch 50 Säuglinge erfrankt. Wer beim Magistrat wohnt, braucht Miete nicht zu zahlen. Eine Folge der Wohnungszwangswirtschaft. Trotz des Wohnungsamtes, oder vielmehr gerade deswegen stehen auch in Berlin- Neukölln beschlagnahmte Wohnungen viele Wochen lang leer, weil die vom Wohnungsamt zugewiesenen Mieter die Annahme der Wohnungen verweigern. Auf eine dahingehende Anfrage machte der zuständige Dezernent, Stadtrat Radtke, die lehrreiche Bemerkung, daß in den städtischen Häusern viele Mieter keine Miete zahlen, obgleich sie es sehr wohl könnten; sie sagen:„ Wenn wir beim Magistrat wohnen, brauchen wir keine Miete zu zahlen." Wann wird endlich mit dem System der Zwangswirtschaft im Wohnungswesen gebrochen? räume in diesem Luxusgebäude zu einem jährlichen Mietpreis von 45 000 RM. gesichert hat, so müssen naturnotwendig diese Nachrichten die größte Erbitterung bei der Masse der Bevölkerung auslösen, die sich jetzt selbst durch das Ergebnis der Steuerverhandlungen im Reichstag gezwungen sieht, durch Einschränkung und Sparsamkeit in der Lebenshaltung des einzelnen Staatsbürgers die Staatsschulden durch erhöhte Steuerleistungen abzudecken. Ich frage deshalb: ,, Was gedenkt das Staatsministerium angesichts eines so bekundeten Mangels an Verständnis für die Zeit der Not zu tun, um die ihm unmittelbar oder durch Aufsichtsratsrechts unterstellten Behörden und Körperschaften zu zwingen: sich die gleichen Einschränkungen in ihren Verwaltungskosten auszuerlegen, zu denen jeder Privatmann allein schon durch den ständig wachsenden Steuerdruck gezwungen ist, der doch gerade durch die ins Ungemessene gestiegenen Ausgaben unseres überzüchteten Verwaltungsapparates entstanden ist?" Noch einmal„ Kampf gegen Alkoholmißbrauch und Arbeitslosigkeit". Der= In Nr. 66 der ,, Gießener Zeitung" ist unter diesem Titel ein Artikel erschienen, in dem Behauptungen aufgestellt sind, die einer kritischen Betrachtung nicht Stand halten. Zunächst ist richtig zu stellen, daß nicht 70 000, sondern nach der Aufstellung der Brauerei- und Mälzerei- Berufsgenossenschaft 90 761 sicherte Personen in Brauereien beschäftigt sind, dazu kommen dann noch zirka 20 000 Beamte und Angestellte der Brauereien; wir gelangen damit zu einer Beschäftigungsziffer von rund 110 000. Ferner sind hier mit einzurechnen die in den Nebenindustrien( Fabriken für Brauereimaschinen und-Artikel, Böttchereien, Flaschenfabriken usw.) Beschäftigten, deren Zahl auf mindestens 400 000 zu beziffern ist. Dazu gesellen sich die im Schankgewerbe beschäftigten Personen, die nach der letzten Gewerbezählung annährend eine Viertelmillionen betragen. Wir gelangen damit zu einer Gesamtziffer von rund drei Viertelmillionen. Es ist hiernach ersichtlich, daß durch eine Einschränkung der Biererzeugung vielmehr Arbeiter und Angestellte in Mitleidenschaft gezogen werden, als dies bei einer oberflächlichen Schätzung der Fall ist. Weiter sind auch die Erzeuger der für die Herstellung der Rohstoffe, der Gerste und des Hopfens, in der Landwirtschaft beschäftigten Personen in Rechnung zu setzen. Man kann sich ungefähr eine Vorstellung von dem Beschäftigungsgrad in der Landwirtschaft machen, wenn man bedenkt, daß im Jahre 1929 bei einer Anbaufläche von 1 371 000 Heftar ein Ertrag von 27 998 000 Doppelzentner Braugerste erzielt wurden. Die Anbaufläche des Hopfens betrug 15 224 bei einem Ertrag von 136 415 Doppelzentnern. Wer einigermaßen volkswirtschaftlich denkt, dem wird es einleuchten, daß mit dem Rückgang der Bierproduktion nicht Nr. 68. ausschließlich das Braugewerbe und seine Angestellten und Arbeiter betroffen werden, sondern bei der vielfachen Verflechtung der verschiedenen Industriegruppen wirtschaftliche Rückschläge von unberechenbarer Tragweite erfolgen müssen. Auch dem Steuerfiskus, dem rund 600 Millionen Rmf. aus dem Braugewerbe zufließen, hat ein Interesse daran, daß ihm diese Steuerquelle nicht versiegt. Ebenso der Steuerzahler, der jede Mindereinnahme aus der Biersteuer durch ein Steuermehr decken müßte. Das sind ebenfalls Schlußfolgerungen, deren Richtigkeit sich wohl schwerlich jemand entziehen kann. Ratschläge für Radler. Das Einstellen von Sattel und Lenter. Vielen neuen Radfahrern und noch mehr den neuen Radfahrerinnen wird das Radeln durch eine ihren Körpermaßen nicht angepaẞte Maschine verleidet. Wie ein Motor nur dann seine volle Kraft entfalten kann, wenn er in allen Teilen dem von ihm zu treibenden Werk angepaẞt ist, so vermag der Mensch nur dann seine volle Arbeitskraft als„ Antriebsmaschine" entfalten, wenn er drastisch gesagt, in die Maschine paßt. Die meisten Fahrradhändler bemühen sich, dem Kunden Sattel und Lenker richtig einzustellen, ihnen die entsprechenden Kurbeln zu geben und die Uebersetzung der Kraft des Fahrers angemessen zuzuteilen, aber die jedem Radfahrer anhaftenden Eigenheiten stellen sich beim Fahren heraus, und der Radfahrer fühlt bald am eigenen Körper, wo es drückt, wo es spannt, wo etwas unbequem ist und ob die Uebersetzung seiner Kraft entspricht, zu hoch oder zu niedrig ist. Das Probieren ist besser als Studieren, und da unsere Markenräder so einfach konstruiert sind, daß jedes Kind das Einstellen vornehmen kann, so hat das vom Händler nicht in allen Punkten passende Fahrrad durchaus keine Schrecken für den Neuling. Nehmen wir an, der Lenker ist zu hoch oder zu tief. Der Fahrer möchte sich mehr nach vorn beugen, oder er möchte noch aufrechter sitzen, als ihm der Händler zugemutet hatte, dann ist es nur nötig, mit dem zu jedem Rade gelieferten Schraubenschlüssel die oben auf der Lenkstange befindliche Expandermutter zu lösen, d. h. nach links herumdrehen. Durch die Drehung löst sich der am unteren Ende im gespaltenen Lenkstangenschaft befindliche Expander, und die Lenkstange läßt sich nach rechts oder links bewegen. Um sie tiefer hineindrücken oder höher herausziehen zu können, nimmt man das Vorderrad zwischen die Beine und hebt oder senkt den Lenker durch drehende Bewegungen. Hat man die richtige Stellung, dann dreht man die Expandermutter wieder fest. Zu beachten ist, daß der Lenker rechtwinkelig zum oberen Rahmenrohr steht, da man mit schiefstehenden Lenkstangen schlecht fährt. Es gibt Fahrradfabriken, die für ihre Maschine noch den Klemmkopf verwenden. Dieser Klemmkopf sitzt unmittelbar über dem Steuerkopf, an dem die Fabrikmarke sich befindet, ist gespalten und wird durch einen Bolzen zusammengezogen. Bei dieser Konstruktion muß man die Mutter des Bolzens lösen, um den Lenker verstellen zu können. Das Verstellen erfolgt auf gleiche Weise wie beim Expander. Manche Fabriken haben Expander und Klemmkopf, sodaß zwei Muttern zu lösen sind. - Die Verstellung des Sattels erfolgt auf ähnliche Weise. An dem Winkel, in dem Scheitelrohr( oberes Rahmenrohr) und Sattelstützrohr und die zur Hinterradachse gehenden Streben sich treffen, befindet sich das Sattelklemmstück. – Dieses Klemmſtüd ist gespalten und wird, wie der Klemmkopf für die Lenkstange durch einen Bolzen zusammengezogen bezw. geöffnet. Will man den Sattel höher oder niedriger stellen, löst man die an der rechten Seite befindliche Mutter und verstellt den Sattel genau wie beim Lenker geschehen, durch drehende Bewegungen, nur mit dem Unterschiede, daß man das Hinterrad zwischen die Beine nimmt, um die Maschine am Hin- und Herschwanken bei den Drehungen zu hindern. Hat der Sattel die richtige Höhenstellung, und steht er genau in einer Linie mit dem Scheitelrohr, zieht man die Mutter wieder an, und die Arbeit ist erledigt. Hat man die richtige Stellung von Sattel und Lenker gefunden, macht man sich ein Zeichen an der Sattelstütze und am Lenkerschaft( Pfeilstrich oder kleiner Kraker) um bei einer Demontage des Rades ohne Versuche die richtige Stellung wieder: zufinden. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Eriche Bezugspreis Realtionsschluß fr endang nicht verl 43. Jahrg Moliti Der Reichsrat betimmungen für tes Reichspräsiden minbegeträntefteue Mit Rüdicht a geplante Bejuch des worden. 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Keine vollständige Verdauung ohne gründliches Kauen. Kein gründliches- Kauen ohne gute Zähne. Keine guten Zähne ohne Odol ARNPASTA den. Es steden Nach dem heutigen Stande der Wissenschaft ist Odol nachweislich das beste Mittel zur Pflege der Zahne und des Mundes LINGNER- WERKE A. G. DRESDEN ODOL ZAHNPASTA auch etwa die ftellung der M Runititeine, Zem maerungsanlag affungsprogra Arbeiter mittelb bes Jahr geschaf Durch den zujahlia fionen Rmt. Arbe Straßenbauprogra bellen jhagungsm enifallen dürften. Die Durchfü mms, durch w smaßnahmen Beführt werden, bandel, Handwer Ein Ausschreit die Dop Darmstad, 29 bom 6. Septemb Dedung etwaiger Teres ben gejekli intnehmen ist, g