Nr. 9 chweineftal Bei Pferde 1 Teil des udhte Streu es Standes en Höhe. beffert die Böden wer Beres Auf ht aus. neuer Be prechenden e höchst be Bei uns Miete, dort wegung ihr tschaftlichen rifaner und wir Deut um heraus: Risifo an eg zu Glüd e sind nicht Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Politische Rundschau. Das Reichskabinett beriet über das Sanierungsprogramm und Preisabbau. In Berliner parlamentarischen Kreisen verlautet, daß der er Auswahl Reichskanzler seine Besprechungen mit den Parteiführern bis Mittwoch abend zu Ende führen und das Ergebnis einem am Freitag oder Samstag zusammentretenden Kabinettsrat vor= legen will. d f. Eigen eußen, zeich zungen und jer vor drei he, daß ihm eachten Sie e und lassen schriften zu Rattpat, 118 Geiten. Stuttgart ist diejenige der berühm Generation en und aus remder Erd Sunge neben ind aufsteht, Rohr. Gine 0 RM. K. Das Schid en Mädchen Ding, das enjhen ent Es find eines Arz in einem s Milieu, Tharattere, nd sich auf end geschil Heft 11 der rt eine Be chenten von andwirtschaft e beigegeben gestaltete fid den meister richt tanni nnen ausge des lange en Rettungs m man, herangezogen erten Prefe Der Rettungs in Gießen. Unter r einen ormalen hert Z 7 voller - RM. .Blatt n orts tern ober Gen erbeten Gießen Der Schritt der deutschen Regierung in der Frage der pol: nischen Wahlgreuel gegen die deutschen Minderheiten in Oberschlesien wird in England stark beachtet. Man widmet ihm um so größere Aufmerksamkeit, als auch das englische Arbeiter: tabinett von seinem Botschafter in Polen noch einen Bericht über die polnischen Schreckenstaten in der Ukraine erwartet. Ueber die von den Unternehmern beantragte Verbindlichfeitserklärung des kürzlich ergangenen Ruhrschiedsspruches, der befonntlich eine Beibehaltung der verlängerten Arbeitszeit bis September nächsten Jahres vorsicht, wurde im Reichsarbeits: ministerium verhandelt. Eine Annäherung der Parteien konnte nicht erzielt werden. Die Entscheidung liegt jetzt beim Reichsarbeitsminister. Die Vorstände des Reichsverbandes des deutschen Handwerks und des deutschen Handwerks- u. Gewerbekammertages haben vor, in der Zeit vom 15. bis 22. März 1931 eine Werbewoche für das Handwerk unter der Bezeichnung Reichshandwerkswoche zu veranstalten. Der Kreistag des Saalekreises richtete mit Zustimmung der Linken an die preußische Regierung den Hilferuf, die Zahlungen für den Youngplan einzustellen, da es unmöglich sei, weiterhin die Soziallaften aufzubringen. Infolge der anhaltenden Regengüsse der letzten Tage ist in Schlesien erneut Hochwassergefahr eingetreten. Die Oder hat im Kreise Brieg bereits wieder weite Streden überschwemmt. Auch die Glazer Neisse führt wieder Hochwasser. Das gleiche gilt von den niederschlesischen Flüssen Kaybach und Bober. Im Gebirge wüten Schneestürme. Seit fast zwei Monaten fehlt jede Nachricht von den Teilnehmern der großen deutschen Expedition, die seit Frühjahr dieses Jahres auf dem grönländischen Inlandeis mit wissenschaftlichen Forschungen beschäftigt ist. Die achte internationale Eisenbahnkonferenz, auf der 19 curopäische Länder, darunter auch Deutschland, vertreten sind, wurde am Montag in Amsterdam eröffnet. ( Gießener Tageblatt) Die britische Luftfahrtbehörden haben den Antrag zum Bau von etwa 250 neuen Flugzeugen für die britischen Luftstreitträfte gegeben. Der Bau wird auf 500 000 Pfund Sterling, das find etwa 12 Mill. Mart, berechnet. In Lappo wurde der„ Reichstag" der Lappoleute eröffnet. Aus ganz Finnland waren etwa 1000 Teilnehmer zusammenge= strömt. In Mostou verlautet, daß Außenkommissar Litwinow nach feiner Rückkehr aus dem Ausland zum Vorsitzenden des Rats der Volkskommissare der Sowjet- Union ernannt werden wird, weil Rykow nach Ablaufs seines Urlaubs nicht mehr auf seinen Posten zurüdfehren wird. Der Monstre: und Schauprozeß gegen die Ingenieurgruppe Ramfin, Laritschew usw., dessen Beginn nunmehr endgültig auf gestern Nachmittag im Mostauer Gewerkschaftshause angesezt wurde, ist im größten Stil als ein Ereignis, welches die ganze Sowjetunion angeht, vorbereitet worden. Der japanische Heeresausschuß bewilligte 46 Million Yen für Ausgaben des japanischen Luftschutes. Korea und Formosa erhalten eigene Flughäfen der Kriegsflugzeuge sowie je ein Bombenflugzeuggeschwader. Insgesamt werden 480 Flugzeuge innerhalb dreier Jahre neu eingestellt. Ueber 100 Mill. Dollar sollen jährl. in U. S. A. von anerkann= ten Geschäftsunternehmen an die Unterwelt und andere Erpres= jer gezahlt werden. Diese Feststellung hat der Staatsanwalt Braine gemacht. Absage der Wirtschaftspartei an Brüning. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 26. November 1930 Berlin. Am Dienstag hat sich die allgemeine innerpolitische and parlamentarische Lage durch einen bedeutsamen Beschluß Der Wirtschaftspartei wesentlich verschärft. Die Wirtschaftspartei, deren Reichsparteiausschuß schon seit Montag in Berlin tagt, hat beschlossen, die weitere Unterstützung der Regierung Brüning abzulehnen. Die Ereignisse der letzten Zeit hatten, So wird in der parteiamtlichen Erklärung betont, bewiesen, daß die Regierung Brüning ihre Politik in Anlehnung an die Sozialdemokratie unter Preisabgabe lebenswichtiger Interessen des deutschen Volkes und der deutschen Wirtschaft durchzuführen versuche. Nach Ansicht der Wirtschaftspartei könnten auf diesem Wege die großen Lebensprobleme des deutschen Volkes in der Innenund Außenpolitik nicht gelöst werden. Infolgedessen lehne die Wirtschaftspartei die weitere Unterstützung des Kabinetts Brüning ab. Es wird dann in der parteiamtlichen Mitteilung ausdrücklich betont, daß dieser Beschluß im Einvernehmen mit dem Reichsjustizminister Dr. Bredt gefaßt sei, der augenblicklich in Marburg an der Lahn weilt und durch Krankheit verhindert ist, sofort nach Berlin zu kommen. Der Vorsitzende der Wirtschaftspartei, der Abg. Drewitz, hat sich dann in den Mittagsstunden sofort zum Reichskanzler begeben, um ihm von dem Beschluß des Reichsausschusses der Wirtschaftspartei Kenntnis zu geben und ihm gleichzeitig das Rücktrittsgesuch des Reichsjustizministers zu überreichen. Reparationen sind Erpressung. New York, 25. Nov. Der frühere Reichsbankpräsident Dr. Schacht beschloß seine Amerika tour Montag abend mit einer Ansprache im hiesigen Wirtschaftlichen Club, in der er nochmals in schärfster Weise gegen die Reparationszahlungen in ihrer augenblicklichen Form Stellung nahm. Dr. Schacht fündigte wieder die automatische Einstellung der Zahlungen durch Deutschland an, wenn Deutschland nicht durch eine internationale Aktion die Möglichkeit gegeben würde, aus seinem großen Export Ueberschüsse zu erzielen. Die augenblidlichen Methoden, aus Deutschland die Reparationszahlungen herauszuholen, charakterisierte Schacht als Erpressung. Deutschland stehe vor der schwierigen Aufgabe, die soziale Gesellschaftsordnung aufrechtzuerhalten und dies angesichts ständig wachsender innerer Schwierigkeiten. Die inneren Schwierigkeiten seien den dauernden Sorgen im Auslande, im Anwachsen des Nationalismus und den protektionistischen Tendenzen in allen Ländern sowie dem Verfahren der internationalen Repa rationsbank zuzuschreiben, der es nicht gelungen sei, den Weltmarkt stärker zu entwickeln und Deutschland den ihm zukommenden Anteil am Welthandel zu sichern. Dr. Schacht wiederholte dann seine bereits in früheren Reden geäußerte Ansicht, daß die Welt erst wieder zur Ruhe und zum Wohlstand kommen würde, wenn die Reparationszahlungen eingestellt würden. Die Alliierten hätten bereits 15 Milliarden Dollars in bar und Waren von Deutschland erpreßt. Urteil des Staatsgerichtshofs im Reichsbahnkonflikt. Leipzig, 25. November. In der Verfassungsrechts- Streitsache zwischen dem Reich und den Ländern Baden, Bayern, Sachsen und Württemberg um die Benennung von Verwaltungsratsmitgliedern für die Deutsche Reichsbahngesellschaft hat der Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich den Antrag des Reiches abgewiesen und dahin entschieden, daß auf Grund der zur Auslegung des Staatsvertrages über den Uebergang der Staatseisenbahnen auf das Reich vom 30. April 1920 abgegebenen Erklärungen die Ländern Bayern, Sachsen, Württemberg und Ba= den das Recht haben, je ein Mitglied des Verwaltungsrats der Reichsbahngesellschaft zu benennen. Auflösung von drei hessischen Kreisen. Darmstadt, 25. Nov. Zur beabsichtigten Aufhebung von Hessischen Kreisen wird von der Regierung nahestehender Seite bemerkt, daß die hessische Regierung beabsichtige, 3 Kreise aufzulösen, und zwar in jeder Provinz einen. Der Standpunkt der Regierung sei noch der, wie er bereits im Voranschlag für das Rechnungsjahr 1930 bekanntgegeben ist, nämlich, daß die Regierung dem Landtag nicht die Auflösung bestimmter Kreise vorschlagen, sondern um ein Ermächtigungsgesetz einkommen werde, um dann von sich aus die Maßnahmen durchzuführen, die sie im Interesse des hessischen Staatshaushaltes für notwendig hält. Reparationslasten. In allen Tonarten wird das hohe Lied des Preisabbaus gesungen. Ist man sich bewußt, was diese Politik für unsere Reparationsverpflichtungen bedeutet? Weiß man nicht, daß die Preisabbauparole als die Bereitschaft zu einer Erhöhung der Reparationen gewertet werden muß? Je billiger unsere Waren werden, umso mehr müssen hergegeben werden, um das Gold für die Reparation und andere internationale Schulden zu bekommen. Ein Preisabbau von 5 Prozent wäre eine Erhöhung unserer Reparationslasten um 5 Prozent. Und diese 5 Prozent entsprechen einem Betrag von 100 Millionen Mark bei einer abzuliefernden Summe von 2 Milliarden Mark im Jahre. Sind wir so reich, daß wir jährlich 100 Millionen Mark an unsere ehemaligen Feinde" verschenken können? Jm Dawesplan war eine Schuzklausel vorhanden, daß bei Veränderung des Goldpreises, d. h. bei sintenden oder steigenden Warenpreisen, eine Revision der Reparationsleistungen stattzufinden hatte. Diese Sicherung ist aber im Youngplan weggefallen. Täglich... Täglich werden in Deutschland rund 33 000 Wechsel prote12 000 jind davon ergebnislos stiert, täglich werden 90 000 Zahlungsbefehle erlassen, täglich erfolgen 35 000 Pfändungen und täglich werden 8000 bis 10.000 Offenbarungseide anhängig, - davon in Berlin allein 800. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabait. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 94 Die Spißenvertretungen des Handwerks zum Regierungsprogramm. Die Spißenvertretungen des deutschen Handwerks, der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag und der Reichsverband des deutschen Handwerks, haben in einer gemeinschaftlichen Vorstandssigung zu Hannover am 7. und 8. November zu dem Programm der Reichsregierung mit folgender Entschließung Stellung genommen: I. Der Wirtschafts- und Finanzplan der Reichsregierung wird anerkannt als ein Anfang der Maßnahmen, die zur Gesundung der öffentlichen Finanzen in Deutschland und zur Rettung der deutschen Wirtschaft vor weiterem Verfall notwendig sind. II. Mit Rücksicht darauf, daß dieser Plan der Reichsregierung nicht die Gesamtheit der volkswirtschaftlichen Notwendig feiten erschöpft, nehmen die vereinigten Vorstände im besonderen wie folgt Stellung: 1. Die wirtschaftliche und politische Lage des deutschen Volkes erfordert dringend eine endliche grundsägliche Wandlung der bisherigen Methoden der deutschen Finanz- und Sozialpolitik in ihrer Wirkung auf die deutsche Wirtschaft. Durch entschlossene und zielbewußte Zusammenfassung aller Kräfte muß die Steigerung der Produktivität der Gesamtwirtschaft erstrebt werden, die zur endgültigen Befreiung des deutschen Volkes durch Arbeit und Leistung unerläßlich ist. Dabei ist der Bedeutung der auf verantwortungsbewußten Persönlichkeiten beruhenden Wirtschaftsführung des gewerblichen Mittelstandes für die Gesamtwirtschaft und Volksgemeinschaft weit mehr als bisher Rechnung zu tragen. 2. Das Programm der Reichsregierung bringt auch für die Jahre 1930-31 und 1931-32 noch keine Steuerermäßi gungen. Es zeigt aber erstmals den ernsten Willen, vom nächsien Etatjahre ab einen echten Haushaltsausgleich auf der Ausgabenseite zu suchen und erscheint insofern als ein erster Schritt 311 einer Finanzpolitik, die der schweren Lage der deutschen Volkswirtschaft Rechnung zu tragen sucht. Die Ueberlastung der Wirtschaft mit Steuern und öffentlichen Abgaben erfor dert gebieterisch weitere Schritte in dieser Richtung, um bei einer tragbaren Höhe der öffentlichen Lasten zu einer wirklichen Sanierung unserer öffentlichen Finanzen zu kommen. Die auf einem Teilgebiet vorgesehene Steuerumlagerung Heranziehung von bislang zur Förderung des Wohnungs baues verwandten Hauszinssteuermitteln zur Senkung der Realsteuern erscheint finanzpolitisch problematisch, wirtschaftspolitisch bedenklich. Die Vorschläge der Reichsregierung für die spätere Zeit ( vom Jahre 1932 ab) sind noch zu wenig konkretisiert, als daß jetzt schon zu ihnen Stellung genommen werden könnte. In verschiedenen Punkten zeigen sie zudem Unklarheiten( z. B. werden nebeneinander vorgeschlagen: Einführung einer Einheitssteuer für Kleingewerbetreibende unter Einschluß der Gewerbesteuer, Senkung der Gewerbesteuer um 20 v. H. und Durchführung der Realsteuervereinheitlichung). Vollkommen undurchsichtig ist namentlich noch die Tendenz der zukünftigen Lastenverteilung, hinsichtlich deren das Handverk bei dem zu erwartenden Steuerumbau den Grundsatz der steuerlichen Gerechtigkeit vertritt. Angesichts der Ungerechtigkeit der bestehenden Lastenverteilung wird das Handwerk auf alle Fälle verlangen müssen, daß das Gesamt- Finanzprogramm der Reichsregierung im Rahmen des als Einheit zu betrachtenden Steuersystems von Reich, Ländern und Gemeinden keine Lastenverlagerung zu seinen Ungunsten bringt. 3. Soweit das Regierungsprogramm sich mit Maßnah men auf dem Gebiete der Sozialpolitik befaßt, sind die SpitzenFörperschaften des deutschen Handwerks einmütig der Auffas sung, daß die Vorschläge ungenügend sind und der tatsächlichen Lage der deutschen Wirtschaft nicht gerecht werden. Das Handwerk vermißt in erster Linie eine zielbewußte Abkehr von der Zwangsbewirtschaftung der Löhne. Das seit mehr als einem Jahrzehnt geübte Cystem der politischen Löhne" mit seinen Schiedssprüchen und Zwangstarifen hat in hohem Maße zur gegenwärtigen Wirtschaftskrise mit ihrer ungeheuren Arbeitslosigkeit beigetragen. Das Handwerk fordert alsbaldige Beseitigung dieser wirtschaftsfeindlichen Zwangs wirtschaft. Es fordert weiter die sofortige Vorlage eines Gesetzentwurfs seitens der Reichsregierung, in welchem das Recht der amtlichen Berufsvertretungen des Handwerks zur allgemeinverbindlichen Regelung des gesamten Lehrvertrages auf der Grundlage der berufsständischen Selbstverwaltung festgelegt wird. Der tatsächliche Zusammenbruch der Arbeitslosenversicherung hätte die Reichsregierung bestimmen müssen, unverzüglich mit einem grundlegendem Reformprogramm, noch für diesen Winter, hervorzutreten. Die anstelle eines solchen Reformprogramms einseitig verfügte Erhöhung der Beiträge um 2 Prozent ist für das Handwerk wie für die übrige Wirtschaft von größtem Schaden, sie stellt eine harte neue Steuererhöhung dar, gegen die unbedingter Einspruch erhoben wird. Das Handwerk ist bereit, an einer Reform der Arbeitslosenversicherung Mittwoch, den 26. November 1930. - ,, Gießener Zeitung" mitzuarbeiten, die sich zur Aufgabe macht, die Versicherung| soluten Verluste. Von legteren werden insbesondere die Beunter Beseitigung aller Mißbräuche auch in den eigenen auch in den eigenen Kleidungsgewerbe und die Baunebengewerbe betroffen. Reihen auf eigene Grundlage zu stellen. Dazu gehören: Herabsehung der Unterstügungssäge in den höheren Lohnklassen, Kürzung der Unterstüßungshöchstdauer, verstärkte Einführung der Bedürftigkeitsprüfung, strengste Sparmaßnahmen in der Verwaltung und endlich Herabsetzung der Beiträge auf ein wirtschaftlich erträgliches Maß. Dagegen muß das Handwerk eine schematische Herabsetzung der Arbeitszeit im Wege der Gesetzgebung ablehnen, weil sie mit seinen Produktionsbedingungen nicht vereinbar ist. Das Handwerk erwartet, weiter, daß in dem von der Reichsregierung angekündigten Entwurf eines Arbeitsschußgesetzes der technischen, sozialen und wirtschaftlichen Struktur des Handwerksbetriebes und den daraus sich ergebenden Lebensnotwendigkeiten des Handwerks in vollem Umfange Rechnung getragen und alles unterlassen wird, was geeignet ist, die Arbeitsfrendigkeit und die Selbstverantwortung des selbständigen Handwerkers zu schmälern oder gar zu unterbinden. Die Versuche zu einer schematischen Gleichstellung der Industriearbeit müssen auf das schärfste bekämpft und abgelehnt werden. Alle etwaigen Versuche, das selbständige Handwerk in die bestehende Kranken-, Invaliden- und Altersversicherung durch geseglichen Zwang einzubeziehen, müssen abgelehnt werden. Das selbständige Handwerk hat bewiesen, daß es in der Lage ist, durch eigene Versicherungsanstalten auf berufsständischer Grundlage die notwendigen Schußmaßnahmen zu treffen. Es erwartet, daß ihm auch die Möglichkeit der Altersfürsorge für selbständige Handwerker durch Selbstverwaltungsmaßnahmen seiner Berufsvertretungen baldigst freigegeben wird. Eine Deckung von derartigen Ausfällen durch den dem selbständigen Handwerker zustehenden Verdienstanteil ist unter den heutigen Verhältnissen einfach ausgeschlossen. Die übergroße Konkurrenz innerhalb und außerhalb des Handwerks, wie sie durch Warenhäuser, Konsumvereine, Werksverkaufsstellen, Beamten Vertriebsgesellschaften, Beamten Vertriebsgesellschaften, Hausierhandel, öffentliche Hand und Produktiv- Genossenschaften, gekennzeichnet wird, zwingt jeden Unternehmer von vornherein, sich mit dem bescheidensten Gewinn zu begnügen. 4. Zu der von der Reichsregierung vorgeschlagenen Neuregelung der Wohnungswirtschaft fordert das Handwerk im Einvernehmen mit seinen baugewerblichen Spizenverbänden und dem Zentralverband Deutscher Haus- und Grundbesizervereine mit allem Nachdruck, daß die im Regierungsprogramm angege= benen Fristen für den Abbau, bezw. Beseitigung der Wohnungszwangswirtschaft wesentlich verkürzt werden, derart, daß das Reichsmietengesetz und das Mieterschutzgesetz mit sofortiger Wirkung von allen durch die heutigen Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt überholten Bestimmungen bereinigt werden und daß die Aufhebung des Restes dieser Geseze in kürzester Zeit erfolgt. Wohnungsämter und Mieteinigungsämter sind im Interesse der Sparsamkeit ebenfalls weit früher aufzu= lösen als vorgesehen. Die Spißenkörperschaften des Handwerks schließen sich im übrigen der Kritik und den Aenderungsvorschlägen zum Baudie die baugewerblichen programm der Reichsregierung an, Spizenverbände in einer Eingabe an Regierung und Reichstag aufgestellt haben. Die Folge ist eine noch nicht dagewesene Verarmung im Handwerk und immer weitere Minderung der Substanz, soweit Diese sie nach der Inflation überhaupt noch vorhanden war. Substanz bestand in der Regel in Haus- und Grundbesitz, der letzten Endes durch ständig erhöhte Steuern und Zwangswirtschaft ebenfalls verloren zu gehen droht, nachdem vorhandenes Kapital meist schon verloren ist. Letzten Endes steht das deutsche Volk vor der Frage, ob es ein wichtiges Glied des Mittelstandes überhaupt noch als Der Handlebensfähig und existenzberechtigt anerkennen will. werker kann nicht zu Fabrikpreisen liefern, weil er keine Massenware liefert und keine Massenproduktion betreibt. Seine individuelle Tätigkeit und seine nur zeitweilige Inanspruchnahme durch die Bevölkerung, seine erhöhten Gestehungskosten, die auch durch höhere Löhne für seine Gesellen als für Industriearbeiter beeinflußt werden, bedingen eine andere Beurteilung, als sie zur Zeit wieder einmal üblich ist. 5. Mit ernster Besorgnis haben die beruflichen Vertretungen des Handwerks in den von den Regierungen des Reiches und der Länder angekündigten oder von den Vertretungen der Landwirtschaft geforderten Hilfsmaßnahmen auch solche Maßnahmen feststellen müssen, deren Durchführung einseitig zu Un aunsten des Handwerks sich auswirken müßte. Die beruflichen Vertretungen des Handwerks erkennen durchaus an, daß die Wirtschaftskrise, in der sich gegenwärtig die deutsche Landwirtschaft befindet, durchgreifende Unterstüßung und dauernde Hebung der Landwirtschaft verlangt. Bei der als notwendig Bei der als notwendig anerkannten Hilfsaktion darf aber nicht schematisch verfahren, muß vielmehr die Wirkung der für die Landwirtschaft durchzu führenden Hilfsaktion auf die gesamte Wirtschaft beachtet werden. Die beruflichen Vertretungen des Handwerks erheben die Forderung, daß bei den Hilfsmaßnahmen für die Landwirtschaft nicht nur die landwirtschaftlichen Vertretungen gutachtlich ge= hört werden, sondern daß die Wirkung dieser Hilfsmaßnahmen auf die gesamte Wirtschaft unter Anhörung der beteiligten Berufsvertretungen gutachtlich geprüft werde. 6. Bei der Beurteilung der Preiswirtschaft im Handwerk darf nicht vergessen werden, daß unter I 350 000 Betrieben eine große Anzahl Klein- oder Alleinbetriebe sind. Diese Be= Erzwingen läßt sich eine Preissenkung aus den angeführten Gründen überhaupt nicht, sondern sie kann nur aus dem guten Willen aller Beteiligten hervorgehen. Dieser gute Wille ist beim Handwerk unbedingt vorhanden. Man soll aber nicht die Tatsache verkennen, daß die neuzeitlichen Verhältnisse den Handwerker in eine Zwangslage versetzt haben, die nicht überall richtig erkannt und beurteilt wird. Voraussetzung für einen fühlbaren Preisabbau ist daher die Beseitigung jeglicher Zwangswirtschaft. 7. Die beruflichen Vertretungen des Handwerks verlangen einen schleunigen Abbau der Regiebetriebe des Reichs, der Länder und der Gemeinden, die in ihrem bisherigen Bestande unter Verlegung des Artikels 164 der Reichsverfassung zu einer allmählichen Aufsaugung der Handwerkswirtschaft führen müssen. Sie verlangen weiter die Vergebung öffentlicher Arbeiten und Lieferungen unter tatsächlicher Befolgung des Inhaltes und des Sinnes der Reichsverdingungsordnung bei den Behörden des Reichs, der Länder und Gemeinden unter angemessener Beteiligung des Handwerks. Angestellte statt Beamte. - Nr. 94 Mainz. Im Einverständnis mit dem Hessischen Städtetag hat sich die städtische Verwaltung dahin geeinigt, daß in Mainz in den übrigen hessischen Städten werden die gleichen Beschlüsse gefaßt werden die Zahl der Beamtenstellen für die Folge wesentlich herabgesetzt wird, die Anstellung als Beamter aufs Lebenszeit fünftig zu beschränken ist, und zwar auf die führenden, leitenden und selbständig arbeitenden Kräfte, auf die mit der Ausübung, obrigkeitlicher oder polizeilicher Befugnis betrauten Kräfte und die Lehrpersonen an rein städtischen Unterrichtsanstalten, sowie auf solche Personen, bei denen die Beamtenqualität aus disziplinären oder sonstigen wichtigen Gründen für angezeigt zu erachten sind. Alle anderen Bediensteten sollten für die Folge nur im Angestelltenverhältnis oder je nach Lage der Verhältnisse im Arbeitsverhältnis beschäftigt werden. 8. Zur Gefundung der innerdeutschen Verhältnisse kann eine durchgreifende Verwaltungs- und Verfassungsreform nicht entbehrt werden. Sie ist von entscheidender Bedeutung und muß mit allem Nachdruck durchgeführt werden. 9. Ganz allgemein ist in der Gesetzgebung des Reichs und der Länder auf die Lebensbedingungen des gewerblichen Mittelstandes weit mehr als bisher Rücksicht zu nehmen. Die übermäßige Einschätzung der kapitalistischen und gewerkschaftlichen Kräfte läßt eine angemeffene Berücksichtigung des Mittelstandes in der Gesetzgebung des Reichs und der Länder troß des Artikels 164 der Verfassung seit deren Bestehen vermissen. Deshalb verlangen die beruflichen Vertretungen des Handwerks auf das entschiedenste, daß die künftige Gesetzgebung des Reichs nicht in der bisher üblichen schematischen Form weitergeführt wird, sondern daß in ausreichender Vorbereitung der zu erlassenden Geseze deren Wirkung auf die einzelnen Kreise der deutschen Wirtschaft vorher geprüft und jeweils ein gerechter. Ausgleich unter den verschiedenen Interessen herbeigeführt wird. IO. Lokales. Die nächste Stadtratsjißung Mittwoch, de Die Bezirk und hat am 23. helfen Kaffelmußte, durchge Sonntag, Serm Plakverein ein Spruchtammer gegen Helfen S berechtigten G beffenstand zur Verein SB- K. Marbu Boruffia Fulda beffen- Hersfeld Sport Raffel Odershausen bermannia Ka B.f.B. Gezen findet am Freitag, den 28. November 1930, 16½ Uhr,( 4% Uhr), im Stadthaus Bergstraße( Sigungssaal) mit folgender Tagesordnung statt: Die Spitzenvertretungen des Handwerks haben von Anfang an darauf hingewiesen, daß die Belastung aus dem Young- Plan die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft übersteigt und insbesondere auch die Leistungsfähigkeit des dentschen Handwerks, das durch die wirtschaftliche Entwicklung seit Kriegsende in immer mehr wachsende Not geraten ist. Die Vorstände des Kammertages und Reichsverbandes weisen erneut darauf hin, daß die Reparationslasten angesichts der inzwischen eingetretenen Entwicklung völlig untragbar geworden sind. Deshalb ist eine durchgreifende Revision der außenpolititriebe rechtfertigen ihre Existenz durch geringeren Verdienst anteil und längere Arbeitszeit. Wie die Finanzämter bestätigen können, wird der Verdienst eines voll beschäftigten Geset- schen Bindungen Deutschlands so bald wie möglich einzuleiten len von derartigen Betriebsinhabern selten erreicht. Die Leute bezahlen also ihre Selbständigkeit sehr teuer. Hinsichtlich der größeren Betriebe darf festgestellt werden, daß mit dem Wachsen der Beschäftigtenzahl sich auch die Unkosten vermehren, so daß hinsichtlich der Produktionskosten im Handwerk keine großen Unterschiede bestehen. Erkundigungen bei den Sparkassen und den Genossenschaftsbanken werden ferner ergeben, wie groß die Kapitalnot heute im Handwerk ist. Segenannte ,, Substanz" ist nur noch ausnahmsweise vorhanDas Zusammenholen der Löhne nimmt bei der passiven Haltung der Kundschaft immer mehr sonst produktiv zu verwendende Arbeitszeit in Anspruch. Arbeitszeit in Anspruch. Eine Ausnahme hiervon machen lediglich die Lebensmittelgewerbe, dafür haben sie aber entsprechend höhere Verkaufsspesen. - - Für die Preisbildung im Handwerk sind Materialkosten, Löhne und Geschäftsunkosten die hauptsächlichsten Faktoren. Auf die Preise für Rohstoffe und Halbfabrikate hat das Handwerk keinen Einfluß. Selbst wenn die Weltmarktpreise gesunken sind, muß es wohl oder übel abwarten, bis die vorhergehenden, mehr oder weniger kartellierten oder syndizierten Lieferanten für den innerdeutschen Markt einen entsprechend billigeren Bezug ermöglichen. Ebenso ist das Handwerk nicht unabhängig in der Lohnbildung. Soweit Forderungen der Arbeitnehmer als übertrieben bezeichnet werden müssen, fehlt es den betroffenen Gewerben meist an der Möglichkeit, sich dagegen durchzusetzen, teils wegen der pekuniären Folgen, teils wegen der staatlichen Schlichtungspolitik. Umsomehr hat das Handwerk die Verpflichtung, die Geschäftsunkosten möglichst niedrig zu halten. Aber auch hier stößt es überall auf gebundene Verhältnisse. Die Zinsen für Anlage und Betriebskapital sind nach wie vor hoch, das Gleiche gilt von den sozialen Lasten und den Realsteuern. Das Borgunwesen nimmt unerträglich zu, ebenso die Höhe der abund durchzuführen. 1. Krediterweiterungen für den Voranschlag 1930 sowie Bereit stellung der erforderlichen Dedungsmittel. 2. Festsetzung der Gemeindehundesteuer für die Stadt Gießen für das Kalenderjahr 1931. 3. Aenderung der Ortssagung über die Erhebung einer Bier: steuer in der Stadt Gießen. 4. Ortssagung über die Rechte und Pflichten der städtischen Beamten. 5. Instandhaltung des Schulgebäudes des Realgymnasiums. 6. Baugesuch zur Errichtung eines Nebengebäudes Bergstr. 3 Ernst Wagner. 7. Aenderung der Baufluchtlinie in der Straße Am Steg. 8. Wasserversorgung der Gemeinde Klein- Linden. 9. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen: Germania Ful Spielverein Sta Vereine 6.6.03 Staffe F. C. Großalm 6.605 ötti Hessen Kassel Aurheffen Kaff S. V. 05 Einb 6. Bgg. Göttin F. C. Grone Allgemein gruppe gehalt differenz zwijd jes Verhältnis der eine und a) Vergebung von Betonarbeiten im Marktlaubengebäude. b) Beschaffung eines dritten Müllwagens. c) Errichtung einer Kuttelei am Schlachthof; hier: Ber: gebung der Eisenbetonarbeit zur Errichtung eines Maj sivdaches. d) Befestigung der Fahrbahn und des nördlichen Bürger steigs in der Licherstraße zwischen dem alten Steinbacher: weg und der Straße An der Kaserne; hier: Vergebung der Pflasterarbeiten. e) Errichtung eines Marktlaubengebäudes; hier: Vergebung der Arbeiten. 10. Kreditbewilligungen: Tendenzbericht über die Unfallgefahr im Ruhrbergbau. Der Verein für die bergbaulichen Interessen in Essen übermittelt uns eine Erklärung zu der in einem Bericht des WTB. über die Reichskonferenz des Alten Bergarbeiterverbandes enthaltenen Mitteilung, daß allein im Ruhrbergbau seit Kriegsende rund 10 000 Bergarbeiter tödlich verunglückt und über 700 000 verletzt worden seien. Mit solchen, dem Uneingeweihten hoch erscheinenden Zahlen würden in der Oeffentlichkeit übertriebene Vorstellungen über die Unfallgefahr im Bergbau erweckt. Wenn man die Unfälle eines längeren Zeitraumes zusammenzähle, tomme man bei allen statistischen Feststellungen auf hche Zahlen. Der bergbauliche Verein weist darauf hin, daß beispielsweise in Berlin allein im Jahre 1928 1694 Personen tödlich verunglüdt seien, das ergebe auf einen Zeitraum von 11 Jahren berechnet, wie es der Alte Verband tue, mehr als 19 000 tödliche Unfälle, also fast das Doppelte der Zahl der im Ruhrbergbau tödlich Verunglückten. Mit derselben Berechnungsmethode komme man im Deutschen Reiche insgesamt auf rund 290 000 tödliche Unfälle, 97 000 tödliche Verkehrsunfälle, 176 000 Selbstmorde auf jeden Tag entfallen 44 Selbstmorde und 40 000 Todesfälle durch Ertrinken, darunter 12 100 Rinder. Von amtlicher Stelle sei bereits in einem Bericht über die Entwicklung der Unfälle im Ruhrbergbau im Jahre 1929 darauf hingewiesen, daß in diesem Jahre eine so günstige Verhältniszahl seit Bestehen der reichsgesetzlichen Unfallversicherung noch nicht erzielt worden sei. In den drei ersten Jahresvierteln 1930 habe sich diese günstige Entwicklung weiter fortgesetzt. Die Verhältnisziffer zeige, auf 1000 Beschäftigte berechnet, einen Rückgang von 0,573 in dem Zeitraum 1901 bis 1910 auf 0,427 im 3. Vierteljahr 1930. Die Unfallziffern im Bergbau lägen auch nicht höher als in manchen anderen Gewerbebetrieben. - a) Erhöhung des Titel 6 Einnahmen und des Titel 8 Boj. 27 Ausgaben im Voranschlag des Gaswerts Rj. 1930. b) Erneuerung des Feuerversicherungsbuches der Stadt Gies Ben. c) Straßenbeleuchtung in der Stadt Gießen. d) Krediterweiterung für die Anschaffung eines Ajag- Wagens( Straßenbaumaschine). 11. Winterbeihilfe 1930-31 an die Fürsorgeempfänger des Wohl. fahrtsamtes und andere Bedürftige. 12. Gesuche um Erlaubnis zum Schantwirtschaftsbetrieb. 13. Mitteilung der Stadtverwaltung. * Gießener Einwohnerzahl. Nach der Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober ds. Js. beläuft sich die Gesamtbevölke rungsziffer der Stadt auf 37 141 Personen bei 8990 Haushal tungen. * Vom Stadthaus. Die Stadtverwaltung hat den Gehaltstarif für alle Angestellten im Büro- oder technischen Dienst der Stadt zum nächsten zulässigen Termin gekündigt. * Von der Universität. In diesem Wintersemester hat die Universität 1905 Studierende, die höchste bisher erreichte Zahl Aus dem Stadttheater. Die Einlösung des dritten Ab schnitis der Abonnements für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat in den nächsten Tagen zu erfolgen. Heute, Mittwoch Abend, wird Schillers Trauerspiel„ Kabale und Liebe" gegeben. * * Brennendes Auto. Am Montag nachmittag verbrannte infolge Vergaserbrandes auf der Straße nach Hausen ein de Firma Hanstein von hier gehörendes Personenauto, das sich auf einer Werkstättenfahrt befand. * Rindermarkt. Zum gestrigen Rindermarkt waren 143! Stüd Großvieh und 191 Kälber aufgetrieben, von denen nur ei geringer Ueberstand verblieb. Für Kälber wurde das Pfund Lebendgewicht bis 65 Pfg. gezahlt. Albin Klein Giessen Vom einfachen Handzettel bis zu den umfangreichsten Katalogen werden alle Drucksachen in Qualitätsausführung schnellstens und preiswert geliefert. Buch- und Zeitungs- Druckerei Fernruf Nr. 2525 und 2526 ift abzuwarten burg erwiesen Führung beha innehat. Bor von ihr erho schaft nun bes die Gruppen ich als ein st aber auch au Kampftraft d den Kasseler fänglicher Gd haben; mit i geht es dem auch nicht in fellschaftsspi attion ein, haltende Ur unzeitiges bar ist Ode Nimbus de Spiel( ge hat; jeder fichern. G ( iehe obe eigener S Ganz au man voo hatte; ob Am 3 Seit fich die bindunge prüfung lein zu de in der pr grüßten zeichneten auf Anive rat beran laftungsm dere habe funditat e geftellt. preise hat einen sehr Organisat befanntlid der Rent Betriebe i am Leben Gelbittofte betriebe t Standpun weniger b wird in d Broduktio Die Nebe auf dem biete weri zen der in der B Der einze feine Bre Inappes behaupter Anspruch in den K Breisbin gewahrt, werbsloje Bujamme Biel man fentung mäßiger nicht ber Die Aus Beiten D ble aus Joslaten Relgern. Nr. 94 2. Nr.9 en Städtet ab in Ma gleichen Cellen für b als Beamte war auf Kräfte, a her Befug tischen Unte enen die B htigen Gri Bedieniten Ctnis oder j is beschäftig 0 Mittwoch, den 26. November 1930. „ Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Wie stehen die Spiele im Bezirk? Die Bezirksliga begann mit ihren Spielen am 31. August und hat am 23. November die Vorrunde bis auf das Spiel Kurhessen Kassel SV. 05 Einbeck, das zweimal verlegt werden mußte, durchgeführt. Das letzte Treffen am vergangenen - Sonntag, Hermannia Kassel gegen Sport Kassel, brachte dem Platzverein einen Sieg von 2: 1 ein. Unter Berücksichtigung der Spruchbammer- Entscheidung, daß das Spiel Germania Fulda gegen Hessen Hersfeld 2: 1 wegen Mitwirkung eines nicht spielberechtigten Spielers für Fulda verloren sei, stellt sich der Tabessenstand zurzeit so dar: Verein VfB- K. Marburg Spiele gew, unent. verl. Tore Punkte 1 29:13 14: 2 18: 6 11: 5 10: 6 8: 8 6:10 1422200 1554 ة Hermannia Kassel Germania Fulda Spielverein Kassel Vereine F. C. Großalmerode S. E. 05 Göttingen Hessen Kassel Spiele gew. unent verl. Tore Puukte 777667. 42 2200202 Wie man sieht, sind die Vereine der Spitzengruppe im Gefecht; von dem Ausgang fann daher der Stand der Tabelle schon start beeinflußt werden, so daß alle Beteiligten energisch um Sieg und Punkte ringen werden. Eine Voraussage ist daher schwierig und am besten zu unterlassen. - In der Nordgruppe dominiert der vorjährige Bezirksmeister SC. 03 Kassel; er wird sich wohl auch den Vorrang nicht ablaufen lassen. Um die nächsten Plätze dürften sich wohl Kurhessen Kassel und SC. 05 Göttingen streiten, wenn auch Großalmerode und die Kasseler Hessen sich allerdings start abgefallenen nicht so leicht verdrängen lassen wollen. Der FC. Grone hat bisher das Recht seiner Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse nicht unter Beweis stellen können. Von der Göttinger Spielpereinigung ist man enttäuscht, dagegen darf man Einbed noch lange nicht ausschalten; vielleicht entpuppt sie sich als Ueberraschungsmannschaft. Spiele am 30. November: SC. 05 Göttingen- SC. 03 Kassel Großalmerode Hessen 09 Katell, Kurhessen Kassel Spielogg. Göttingen, Einbed Grone. - ㄓ Die 1. Bezirksklasse spielt bekanntlich in vier Gruppen: Lahn, Kassel, Südhannover und Fulda. Die Lahngruppe weist am Schluß der Vorrunde folgenden Stand auf: Verein Spiele gew. unent. veil. Tore Punkte VfB. Wizenhausen 8 0 2 26:14 12: 4 VfB. Northeim 7 5 1 1 24: 5 11: 3 SV. Bad Lauterberg 8 4 1 3 15:12 9: 7 Germ. Osterode 8 4 0 4 15:12 8: 8 Bol. Holzminden 7 3 1 3 15:15 7: 7 Spusp. Northeim 8 1 4 14:21 7: 9 Blau- Weiß Göttingen 8 B 1 4 13:24 7: 9 8 2 2 4 11:18, 6:10 8 1 6 8:20 3:13 Syr. Einbeck SC. Weende Die Gruppe Fulda ist seit Anfang November schon in die Nachrunde eingetreten; leider fehlen verschiedene Resultate der letzten Spiele, so daß nur die Ausstellung einer Tabelle bis Schluß der Vorrunde möglich ist: Viktoria Elm S. V. Alsfeld F. V. Horas S. V. Neuhof VfL. Lauterbach F. V. Bebra F. V Schlüchtern Germania Sterbfritz 2288 3 20:14 8: 6 Spiele gem. unent. verl. Tore Punkte 7 5 1 1 19:10 11: 3 7 4 1 2 24:15 9: 5 7 4 1 18:11 9: 5 7 0 B 1 3 19:13 7: 7 7 3 1 3 16:16 7: 7 7 2 1 4 9:21 5: 0 7 0 0 7 7:32 0:14 777777 Inzwischen haben sich aber in der Spitzengruppe die Verhältnisse derart geändert, daß Neuhof an zweiter Stelle steht, so daß man überhaupt noch nicht weiß, wer das Rennen machen wird, da mehrere Vereine gleich oder nahe beieinander liegen. 2. Bezirksklasse. 8 7 0 Borussia Fulda 85 2 Hessen- Hersfeld 8 3 1 11: 7 Sport Kassel 3 B 18 14 Odershausen 2 4 11:13 4 18:23 6:10 V. f. B. Geizen 3 12:21 6:10 r,( 4% Uhr 8 3 10 21 6:10 ender Tages 8 2 1 12:21 5:11 jowie Bereit S. E. 03 Kassel 52 0 30:13 12: 2 7 16:13 10: 4 7 4 3 27:10 8: 6 Stadt Gie 7 4 3 16:16 8: 6 Kurhessen Kassel 2 2 16:11 g einer Bier S. V. 05 Einbeck 6 3 13:12 6: 6 6: 6 S. Vgg. Göttingen 7 1 F. C. Grone 7 4 10:22 007 7:38 4:10 Verein Spiele gew. unent. verl. 0:14 Der städtijde Germania Marburg Wallau 6 5 1 0 6 3 3 0 Tore Punkte 22: 4 11: 1 17:10 9: 3 6 3 0 3 13:17 6: 6 6 2 1 3 11:12 5: 7 6 2 0 4 11:15 4: 8 6 2 0 4 13:20 4: 8 Dillenbung 7 6 1 0 36: 8 13: 1 61 1 4 8:17 3: 9 Burg 7 5 1 1 20: 8 11: 3 Sechshelden 7 4 1 2 25:13 9: 5 Niederscheld 7 4 0 3 19:21 8: 6 Manderbach 7 3 0 4 17:21 6: 8 Merkenbach 7 2 0 5 10:20 4:10 7 1 1 5 14:26 3:11 7 1 0. 6 16:40 2:12 In der 2. Bezirksklasse hat nur der Gau Dill die Vorrunde erledigt. Hier sehen wir Dillenburg ungeschlagen an der Spitze, dicht gefolgt von Burg. In die Spitzengruppe gehört weiter Sechshelden und Niederscheld, die wohl auch in der Nachrunde ihre Plätze behalten dürften. Wir tippen auf Dillenburg, Burg, Sechshelden als Tabellenspitze. Am wenigsten in den Liga- Betrieb hat sich Offdilln gefunden. Verein Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Igymnasiums Des Bergstr. 1 Am Steg. aubengebäude ; hier: Be g eines Mai ichen Bürge Steinbad er: Bergebu er: Bergebun Titel 8 Boj. Ri. 1930. Der Stabt Gie wes jag- Wa r des Wohl etrieb. nenstandsa Sejamtbevoll 3990 Haush den Gehalt hen Dienst 1. emester hat erreichte 3 es dritten ch und Frei Rittwoch be gegeben. tag verbran Saujen ein to, das sich ft waren 7denen nur rde das P ssen 2526 Buch- und Zeitungs- Druckerei 14 Allgemein wird die Südgruppe für stärker als die Nordgruppe gehalten, was auch schon aus der geringeren Punttedifferenz zwischen den einzelnen Vereinen hervorgeht. Ob dieses Verhältnis so bleibt, oder ob sich im Laufe der Nachrunde der eine und andere Verein mehr aus der Masse herausschält, ist abzuwarten. Am beständigsten hat sich bisher BfB.-K. Mar burg erwiesen; wenn er so weiter macht, wird er zweifellos die Führung behalten, die er jetzt schon mit drei Punkten Vorsprung innehat. Borussia Fulda konnte bisher die Leistungen, die man Don ihr erhoffte, nicht aufbringen; vielleicht wird die Mannschaft nun beständiger, so daß sie noch ernstlich in den Kampf um die Gruppenmeisterschaft eingreifen kann. Hersfeld entpuppte sich als ein starker Gegner, der besonders zuhause gefährlich ist, aber auch auswärts gute Erfolge zu erzielen versteht und seiner Rampftraft den dritten Plaz mit Recht verdankt. Von den Kasseler Vereinen scheinen Sport und Hermannia nach anfänglicher Schwächeperiode nun den aufsteigenden Ast betreten zu haben; mit ihnen ist sicherlich noch sehr zu rechnen. Umgekehrt geht es dem BfB. Gießen; sein Start war vielversprechend, wenn auch nicht immer überzeugend, wie man es von den letzten Gesellschaftsspielen her erwarten durfte; dann aber trat eine Reaftion ein, die ihn stark zurüdwarf; sollte hieran nicht die anhaltende Umstellung und Neubesetzung der Mannschaft, also ein unzeitiges Ausprobieren die Hauptschuld tragen? Unberechenbar ist Odershausen, dessen, nach den ersten Spielen entstandener Nimbus der Unbesiegbarkeit auf eigenem Plage durch das letzte Spiel( gegen Germania Fulda 1: 3) viel an Glanz verloren hat; jedenfalls dürfte sich diese Elf einen guten Mittelplat fichern. Germania Fulda ist durch den Verlust der beiden Punkte ( siehe oben) start zurüdgefallen, hat aber das Zeug in sich, aus eigener Kraft eine höhere Stufe der Tabellenreiter zu erreichen. Ganz aus der Rolle gefallen ist bisher Spielverein Kassel, den man vorher als Favorit für die Gruppenmeisterschaft betrachtet hatte; ob es ihm gelingt, von dem Schwanzende wegzukommen? Am 30. November beginnt die Nachrunde mit drei Spielen: Sport Kassel BiB.-K. Marburg, BiB. Gießen Hessen Hersfeld, Borussia Fulda Hermannia Kassel. - - Kartelle und Arbeitsmarkt. Seit dem Erlasse der Kartellverordnung bemüht sich die Regierung eifrig, die unwirtschaftlichen Preisbindungen durch die Kartelle einer eingehenden Nachprüfung zu unterziehen, um auf diese Weise ihr Scherflein zu dem von ihr selbst verschiedentlich und besonders in der programmatischen Erklärung vom 13. Juni begrüßten und als das Haupterfordernis des Tages bezeichneten Breisabbau beizutragen. Bisher haben die auf Anweisung der Regierung vom Reichswirtschaftsrat beranlaßten Untersuchungen nicht das mindeste Belastungsmaterial gegen die Kartelle ergeben: insbesondere haben sich die gegen das ostelbische Braunkohlensyndikat erhobenen Vorwürfe als gegenstandslos herausgestellt. Bei der ganzen Diskussion über die Kartellpreise hat man nun aber von Seiten der Regierung einen sehr wichtigen Punkt völlig übersehen Die straffe Organisation zahlreicher Produzenten oder Händler soll bekanntlich dazu dienen, auch die noch an der Grenze der Rentabilität stehenden, am teuersten arbeitenden Betriebe durch Sicherung eines angemessenen Gewinnes am Leben zu erhalten. Vom Standpunkt der reinen Selbstkostenprüfung wird die Preisbildung dieser Grenzbetriebe taum zu beanstanden sein, während sie vom Standpunkte einer rationellen Volkswirtschaftspolitik weniger verteidigungswert sein mag. Eine Preissenkung wird in diesen Fällen meistens möglich sein, wenn die Produktion auf die besten Betriebe konzentriert wird. Die Nebenwirkung einer solchen Maßregel liegt jedoch auf dem Gebiete des Arbeitsmarktes. Die Grenzgebiete werden ausgeschaltet und damit zahlreiche Eristenzen der Arbeitslosigkeit überantwortet. Aehnlich wie in der Produktion liegt es natürlich auch beim Handel. Der einzelne Händler wird leicht beweisen können, daß seine Preise bei den gegenwärtigen Selbstkosten nur ein Inappes Auskommen ermöglichen. Niemand aber wird behaupten wollen, daß der gesamte Handelsapparat den Anspruch rationellster Gestaltung erheben kann. Sowohl in den Kartellen der Produktion wie auch in dem durch Breisbindungen geschütten Handel werden Funktionen gewahrt, die man vielleicht mit der produktiven Erwerbslosenfürsorge vergleichen kann. Angesichts dieser Zusammenhänge muß man sich nun entscheiden, welches Biel man im Augenblick verfolgen will Steht die Preisfenkung im Vordergrund, so ist die Auflösung fartellAuflugter mäßiger Breisbindungen folgerichtig, wenngleich man nicht vergessen darf, daß die Kapitalverluste, die durch die Ausschaltung der Grenzbetriebe entstehen, gerade in Beiten der Depression bedenklich sind und daß ferner die aus dem Stillschweigen sich ergebenden vermehrten Sozialen Lasten die Selbstlosten aller übrigen Betriebe Steigern. Will man bagagen in einer Periode der größ1900 Gießen Wiesenbach Sp. V. Wetzlar Breidenbach Frohnhausen Auffallend ist hier das gute Abschneiden der Vereine aus dem Marburger Hinterland, von denen besonders Wallau sich hervortut; sie werden den städtischen Vereinen gewiß auch weiterhin die Trauben ziemlich hoch hängen. Gerade dadurch ist es ganz unmöglich, ein Bild der Zukunft zu entwerfen, das den fommenden Tatsachen entsprechen würde. Schon der erste Spieltag der Nachrunde( 30. November) bringt drei wichtige BegegGermania Marburg FC. Wiesenbach, Weglarer SpB.FB. Wallau, nungen: - FV. Breidenbach- Spielvgg. 1900 Gießen. Wie sie ausgehen werden, wissen wir erst am Sonntagabend. Die Gruppe Kassel mit 10 Vereinen beendet ihre Vorrunde erst Mitte Dezember. Zurzeit zeigt sie diese Reihenfolge: Verein Spiele gew. unent, verl. 75 FV. Melsungen Tura Kassel B. V. 06 Kassel 6 8 42 Sportfreunde Warburg 7 Sportfr. Kassel 188877 Hessen- Preußen- Kassel Sptogg.Niederzwehren 6 S. B. Corbach S V. Fritzlar V. f. R. Kassel -7 6 44553200 3. 1222221040 102236 Offenbach Offdiln Im Gau Marburg stehen noch einige Spiele in der Vorrunde aus. Die Spigengruppe liegt aber schon fest vor. Der alte Ligaverein Gladenbach hat bisher das Rennen gemacht, allerdings dicht gefolgt von ernsten Konkurrenten. Diese Gruppe ist überhaupt allgemein sehr spielstart. Wer zum Schluß Tabellenerster wird, wissen die Götter. Spiele gew. unent. verl. Verein S. C. Gladenbach Wommelshausen 9 7 1 1 Tore Punkte 35:20 15: 3. 9 2 1 26:15 14: 4 Tore Punkte S. V. Feudingen 41:20 13: 5 Sp. u. Sp. Bottenhorn 9 27:17 12: 6 16: 9 11: 3 FB. Marbach 9 42 3 22:23 10: 8 13: 4 10: 2 Heffen" Frankenberg 8 3 2 25:24 8: 8 18:12 10: 6 8 2 0 6 9:19 4:12 VfB. Wetter 7 4 Biedenkopf 7. 7 14:28 19:35 10:27 2:14 4:10 2:14 19:17 8: 6 13:13 8: 8 12:12 8: 8 14: 6 7: 5 13:17 4:10 11:19 4:10 5:25 0:12 In der Gruppe Südhannover steht noch eine amtliche Entscheidung zu dem Spiel Polizei Holzminden VfB. Northeim aus; im übrigen ist die Vorrunde beendet. Sie hat folgende Resultate herausgebracht: ten Arbeitslosigkeit jede Maßnahme vermeiden, die den Arbeitsmarkt noch weiter verschlechtert, so ist natürlich größte Vorsicht bei der Behandlung von Preisbindungen geboten. Es ist eben ein innerer Widerspruch, wenn man vom Staate gleichzeitig scharfe Maßnahmen gegen die Kartelle und eine Zurüddrängung der Arbeitslosigfeit verlangt, etwa gar mit Arbeitsbeschaffungspro grammen Seltsamerweise scheinen die Gewerkschaften, die die hohe gegenwärtige Arbeitslosigkeit mit Vorliebe auf den seinerzeit gerade von ihnen selbst gewünschten Rationalisierungsprozeß der letzten Jahre zurückzuführen, sich nicht zu vergegenwärtigen, daß die von ihnen geforderte Auflösung der Kartelle und die daraus folgende Ausschaltung der Grenzbetriebe in Industrie und Handel durchaus nichts anderes ist, als die von ihnen jett bekämpfte Rationalisierung. Man kann diesen Prozeß wünschen und beschleunigen, wie man auch die technische Rationalisierung begrüßt hatte, aber man fann nicht die Rationalisierung unter dem Vorzeichen der Kartellbekämpfung fortsehen und die Folgen dann wicder auf andere Leute abschieben. Arbeitszeitverkürzung und Arbeitslosigkeit. Nach der Entschließung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion und des Bundesausschusses des ADGB. scheint man in diesen Kreisen davon auszugehen, daß eine Belebung der deutschen Wirtschaft und eine Einordnung jezt brachliegender Arbeitskräfte am besten erreicht werden kann, durch eine allgemeine gesegliche Verkürzung der Arbeitszeit. Dieser nicht neue Vorschlag scheint auf den ersten Blid bestechend. läßt sich nicht verkennen, daß eine allgemeine Verfürzung der Arbeitszeit zu einer Neueinstellung von Arbeitskräften in einem gewissen, allerdings sehr beschränkten Umfange führen würde. Leider erweist sich dieser Weg aber bei näherer Prüfung als nicht geeignet zur Lösung des Arbeitslosenproblems. Selbst wenn die jetzt noch beschäftigte Arbeiterschaft das schwere Opfer einer Arbeitszeitverkürzung von 48 auf 40 WochenStunden ohne Lohnausgleich auf sich nehmen würde, so würde dadurch lediglich eine Verschiebung zwischen der Kauffraft der bisher noch beschäftigt gebliebenen Arbeitnehmer zugunsten der bisher arbeitslos geweſenen und nun neu eingestellten Kräfte, nicht aber eine Erböhung der Gesamtkaufkraft erreicht. Die bisher in Arbeit Stehenden würden ein volles Sechstel ihrer Kaufkraft verlieren, und der dadurch freiwerdende Lohn fände zur Bezahlung der nun in die Betriebe eintretenden Arbeiter Verwendung. Anders Täge es nur, wenn man den Unternehmungen die Zahlung eines Lohnausgleichs zumuten tönnte. Daß das unter den Eintracht Allendorf F. C. Laasphe -88 1666432111 1210220200 277 Gleiche harte Kämpfe einander gleichwertiger Mannschaften sehen wir im Gau Gießen- Wetzlar. In der Klasse spielen zum ersten Male Löhnberg. Großen- Bused, Weilburg und Laubach. Die Tabelle führt z. 3t. Löhnberg. Ob die Mannschaft sich aber gegen die alten Kämpen Niedergirmes und Butzbach halten wird, ist fraglich. Auch Ehringshausen tönnte bei Gestaltung der Spikengruppe noch ein sehr ernstes Wörtchen mitreden GroßenBused hat bisher auch gut abgeschnitten und darf zufrieden sein. führen heutigen Verhältnissen ausgeschlossen ist, darüber besteht allgemeine Einigkeit. Zu dem kommt noch, daß das Anwendungsgebiet der Arbeitszeitverkürzung an sich überaus beschränkt ist. Das typische Beispiel, daß Arbeitszeitverkürzung zur Anlegung neuer Arbeiter tann, war bisher die Umwandlung bes Zweischichten in das Dreischichtensystem. Sie bedeutete allerdings eine starke finanzielle Belastung der Eisenindustrie, die durch die Nationalisierung aufgeholt werden mußte und nur durch sie erträglich war. Heute schaltet von vornherein jeder Plan aus, der die Lohnund überhaupt die Betriebskosten für die Wirtschaft vermehrt. Ferner schalten alle die Betriebsfälle aus, in denen technische Anlagen die Produktion erzeugen und eine Verkürzung der Arbeitszeit also ohne weiteres die Produktion verringert, während eine Vermehrung der die Anlagen bedienenden Belegschaften unmöglich ist, da die über den alten Bestand eingestellten Arbeitsfräfte nicht verwandt werden können. Was nütt es beispielsweise einem Walzwerk, die Arbeitszeit zu verringern und dafür mehr Arbeiter an die Walzen zu stellen? Sie sind dort unnük, die Walzen aber produzieren weniger Zum dritten schalten alle Betriebsfälle aus, in denen bereits Kurzarbeit eingetreten ist, und deren Zahl ist nicht gering. Schon dieser kurze Ueberschlag beweist also, daß für eine Behebung der Arbeitslosigkeit durch Verkürzung der Arbeitszeit nur ein sehr schmaler Diskussionsraum übrig bleibt. Mit allgemeiner Berkürzung der Arbeitszeit ist also eine Hilfe nicht zu erzielen. Diese kann nur gebracht werden durch eine allmähliche Senfung unseres Preisniveaus, und diese ist wiederum in vielen Wirtschaftszweigen nicht möglich, wenn an dem Lohnniveau festgehalten wird, wie es sich in den Jahren der aufsteigenden Konjunktur unter dem Einfluß ausländischer Kapitalzuflüsse herausgebildet hat. Der in verständigem Rahmen durchzuführende Lohnabbau ist die Voraussetzung für die Hebung der Kaufkraft des gesamten Boltes und für eine Minderung unserer gesamten wirtschaftlichen Not. Das gilt natürlich nur unter der Vorausseßung, daß der Lohnabbau von einem Preisabbau begleitet ist. Lohn- und Preisabbau vereint würden die Gesamtkaufkraft des Volfes steigern, insbesondere aller der Volksschichten, die am Lohnabbau nicht beteiligt sind, wie die Millionen der Arbeitslosen, Kleinrentner, Sozialrentner, Kriegshinterbliebenen, also aller derer, die heute von der so spärlichen Sonne des deutschen Lebens ausgeschlossen sind. Bei dem allen handelt es sich nicht darum, die Löhne schematisch abzubauen, sondern nur die Löhne zu fenten, deren Höhe mit unserer allgemeinen wirtschaftlichen Entwidlung nicht überall im Einklang steht. Mittwoch, den 26. November 1930. Aus Nah und Fern. Großen- Linden. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde der Erhebung einer Gemeinde- Biersteuer zugestimmt. Stockheim( Kr. Büdingen). Der hiesige Gemeinderat hat beschlossen, eine neue Straße zu bauen, um die hier zahlreichen Arbeitslosen zu beschäftigen. Vilbel. In der vergangenen Nacht wurde im Amtsgerichtsgebäude von Einbrechern der große eiserne Geldschrank mit Schweißapparaten gesprengt und dann seines Inhaltes beraubt. Es wurden namentlich größere Mengen dort niedergelegter Wertpapiere, dann Stempelmarken und große Posten hessischer Gerichtskostenmarken gestohlen. Rüsselsheim. Am Totensonntag wurde hier ein Ehrenmal zum Gedächtnis der im Weltkriege Gefallenen feierlich enthüllt. Geh.- Rat Dr. h. c. Wilhelm v. Opel, der zusammen mit seinem Bruder Frizz Opel die Errichtung des Mals ermöglicht hat, leitete die Enthüllung mit einer Ansprache ein. Nieder- Olm. Hier wurde am Sonntag abend ein gjähriges Mädchen von einem Personenauto erfaßt und überfahren; bei seiner Einlieferung in das Krankenhaus war jedoch bereits der Tod des schwerverletzten Kindes eingetreten. Herborn. Orkanartige Stürme tobten in kurzen Unterbrechungen im Westerwald und richteten großen Schaden an. Frankfurt a. M. Bei Station Langen- Seelbold fuhr ein Zug in eine Schafherde; 25 Tiere wurden getötet. Raubüberfall in Kassel. Kassel. Ein frecher Raubüberfall wurde am Dienstagnachmittag in dem Hause der Kasseler Kreditbank in der Spohrstraße verübt. Ein Kasseler Bauunternehmer hatte sich 8000 Mt. Lohngelder in kleinen Scheinen von der Kreditanſtalt geben lassen und das Geld in seine Aktentasche gesteckt. Diesen Vorgang muß ein junger Mann beobachtet haben, der dem Bauunternehmer unauffällig aus dem Schalterraum der Bank folgte, ihn im Hausflur der Bank niederschlug und dem Bewußlojen das Geld raubte. Die Kriminalpolizei hat bisher noch keine Spur von dem Täter. Goslar. In der Nacht zum Montag drangen unbekannte Diebe in die Räume der Goslarer Stationskasse ein. Sie erbrachen die Kasse und raubten den Barbetrag von über 400 Mt. Unfall beim Bau einer Förderbrücke. Lauchhammer, 25. 11. Jn Kleinleipisch sind bei der Montage einer Förderbrücke durch die Mitteldeutschen Stahlwerke infolge des Abstürzens eines Brüdenteiles sieben Monteure tödlich verunglückt, sechs Arbeiter wurden schwer verletzt. Auf die Speicher geflüchtet. Köln, 25. November. In Köln ist noch ein ganz geringes Ansteigen des Wassers zu verzeichnen. Die größte Gefahr dürfte jedoch vorüber sein. Immerhin sind durch das Hochwasser große Strecken der Userstraßen unter Wasser gesetzt. Die Altstadt stand zum Teil straßenweit unter Wasser. Die Bewohner hatten sich auf die Speicher geflüchtet und Kartoffeln, Brennmaterialien und Lebensmittel auf die Speicher geschafft. Verwegene Raubüberfälle in Rumänien. Bukarest, 25. Nov. In den letzten Tagen fanden wieder einige verwegene Raubüberfälle statt. Bei Falticeni wurden neun Automobile und elf andere Wagen von Banditen abge= fangen und die Insassen ausgeraubt. Bei Targoviste plünderten Straßenräuber eine lange Wagenkolonne aus. Zehn Tote bei einer Grubenexplosion. Johannesburg, 25. Nov. Bei einer Grubenexplosion im südlichen Randgebiet von Transvaal wurden ein Europäer und neun Eingeborene getötet und drei Eingeborene schwer verletzt. Newyork, 25. November. Der frühere österreichische Erzherzog Leopold, der wegen des Verkaufs des berühmten Diamantenhalsbandes der Erzherzogin Maria Theresia der Unterschlagung und Untreue beschuldigt war, wurde von einem Newyorker Schwurgericht freigesprochen. Gegen den Betrieb nach Feierabend. Nachdem in jüngster Vergangenheit Baden und Bayern sich in erfreulicher Weise gegen das Leberhandnehmen der Schwarzarbeit gewandt haben, ist nunmehr auch der Hessischen Handwerkskammer Darmstadt gelungen, nachstehenden Erlaß des Hessischen Ministers für Arbeit und Wirtschaft vom 18. September ds. Js., betreffend Bekämpfung der Schwarz arbeit, an die Hessischen Kreisämter zu erreichen: ,, Trotz des Runderlasses des Landes- Arbeits- und WirtKeine Fingerabdrücke mehr! Loba Mobet Politur For Mobel v Leder glinzt wundervoll, g Schute underhalf Jine Gegenstände Die neue Loba- Politur reinigt und poliert Holz- und Ledergegenstände, überzieht die Oberfläche mit einer harten, widerstandsfähigen, gegen Fingerabdrücke unempfindlichen Schutzschicht, sodaß sich kein Staub in Fugen und Poren ansetzen kann. Gibt wundervollen warmen Glanz und verlängert die Lebensdauer der behandelten Gegenstände. Sie macht 1. blitzsauber, 2. blitzblank. Preis mit Auftragtuch RM. 1.VEREINIGTE WACHSWARENFABRIKEN A- G DITZINGEN BEI STUTTGART Union Zigarrenhaus Jos. Chambré; F Eifert; ader); Staatl. Lotterie Einnahme Hier bei: E. Reuter( früh BuchFlimm; S. Loeb; Fris. Lot; „ Gießener Zeitang" schaftsamtes vom 8. November 1921 zu Nr. L. A. u. W. 16378 lassen die Klagen über die zunehmende Schwarzarbeit nicht nach. Mit Recht wehrt sich das geordnete, den steuerlichen Verpflichtungen genügende Gewerbe, insbesondere das Handwerk gegen die schwere Schädigung, die ihm durch den mit ungleichen und oft gesetzwidrigen Mitteln geführten Wettbewerb der Schwarzarbeit fortdauernd bereitet wird. Diesem Mißstand muß mit allen zu Gebote stehenden Mitteln entgegengetreten und alle bekannt werdenden Fälle von Schwarzarbeit sorgfältig darauf geprüft werden, ob nicht Merkmale anzeigepflichtiger gewerbsmäßiger Nebenarbeit vorliegen. Cofern begründeter Verdacht der Verletzung der Anzeigepflicht besteht, ist die strafrechtliche Verfolgung einzuleiten, sowie dafür Sorge zu tragen, daß die Unternehmer solcher NebenEs gewerbe ihren steuerlichen Verpflichtungen nachkommen. mag sein, daß das behördliche Vorgehen bis jetzt deshalb zu keinem erheblichen Erfolg geführt hat, weil die beteiligten örtlichen Polizei- und Steuerbehörden vielfach auf die Schwarzarbeiterbetriebe nicht aufmerksam werden. Es ist daher erforderlich, daß sich Maßnahmen nicht nur auf die Verfolgung der den Behörden bekannt gewordenen Fälle der Verlegung der Anzeigepflicht beschränken, sondern sich auf die Ausfindigmachung der Schwarzarbeiterbetriebe überhaupt erstrecken. Hierzu empfiehlt sich, insbesondere für die Ortspolizeibehörde eine fortgesetzte enge Fühlungnahme und ein planmäßiges Zusammenarbeiten mit den beteiligten örtlichen Gewerbekreisen, denen die Schwarzarbeitsbetriebe am ehesten bekannt sind und die zweifelsohne in der Lage und bereit sind, den Behörden das Material in die Hand zu geben, auf dessen Grundlage ein Einschreiten möglich ist. Soweit aber der Anzeigepflicht(§ 14 GD.) von Personen, die sich in einem Arbeitsverhältnis befinden, genügt wird, sollten diese von den Bürgermeistereien auf die wirtschaftlichen Nachteile der Schwarzarbeit für die Allgemeinheit hingewiesen werden, geht doch durch diese Schwarz- oder Ueberarbeit auch in ganz erheblichem Umfange Arbeits- und Verdienstgelegenheit für zahlreiche Arbeitslose verloren. Ich empfehle, die Bürger meistereien hierauf hinzuweisen und sie zu beauftragen, keinesfalls Gewerbescheine mit dem Zusaß für den Betrieb nach Feierabend" oder als Nebenarbeit" auszustellen, um jeden Anschein zu vermeiden, als ob behördlicherseits gegen diese Art In Vertretung Arbeit nichts eingewendet werde. gez. Dr. Karcher." Es bleibt nur zu hoffen. daß nunmehr auch die Länder, die bislang keine Schritte gegen die Nebenarbeit unternehmen, diesem Beispiel folgen. Je größer die Arbeitslosigkeit, um so größer leider auch die Beeinträchtigung des selbständigen Handwerks durch Uebernahme von Schwarzarbeit, die noch nie im gesamten Handwerk so drückend empfunden werden mußte, wie gerade im Zeitpunkt der gegenwärtigen Wirtschaftskrisis. Schnellmast von Schweinen mit eingesäuerten Kartoffeln. Von Landwirtschaftslehrer und Tierzuchtinsp. Dr. P. Lieb. Ein kluger Mann verehrt das Schwein, Er denkt an dessen Zweck. Von außen ist es ja nicht sein, Doch drinnen sitt der Speck. Kein anderer als der große deutsche Dichter und Philosoph Wilhelm Busch hat unter dem Titel:„ Innerer Wert" diese Zeilen geschrieben. Das Schwein, seine Schinken, seine Braten und Würste waren zu allen Zeiten beliebt. So sehr die Schweineaufzucht und-mast lohnend für den Landwirt in den letzten zwei Jahren war, so sehr viel Kopfver= brechen macht sie ihm heute. Wir haben gegenwärtig ein Ueberangebot von Schweinen, nach den neuesten Zählungen sind es bereits über 25 Millionen. Dabei sinken die Schweinepreise Schweinepreisvon Woche zu Woche in erschreckendem Maße tatastrophe 1931! - Es heißt jetzt, Nerven bewahren und endlich handeln! Das Fettschwein von mehr als 100 Kg. Gewicht muß rasch vom Markte verschwinden, nur das Fleischschwein von 80-100 Kg. kann die drogende Katastrophe abwenden. Durch das Ueberangebot von Kartoffeln auf dem Kartoffelmarkte weisen diese 3. Zt. einen recht geringen Preis auf, der oft unter den Gestehungskosten liegt. Der Landwirt als Erzeuger ist deshalb mehr oder weniger gezwungen, seine Kartoffeln zu verfüttern und zwar vornehmlich an Schweine. Um größeren Verlusten an Kartoffelmasse, sei es durch Schwund, ( Veraimung) oder Faulen, vorzubeugen, müssen die Kartoffeln igetrocknet oder eingesäuert werden. Für den Landwirt selbst Jeder hessische Bürger kauft hessische Krüppelfürsorgelose Ziehung 3. Dezember 1930 5086 Geldgewinne und 1 Prämie Höchst- und Hauptgewinne M M 35000 15000. 10000M Fürsorgelose Hess. Krüppel- 1 Mark. Porto und Glückstaschen mit 5 Losen franko Liste 30 Pfg. mit Liste nur 5 Mark. J. Schweickert, Stuttgart, MarktPostscheckkonto Stuttgart 2055 Telephon 24090 sowie alle Verkaufsstellen H. Lublinsky; W. Semmler; W. Weber; Konr. Emmerich; L. Joost; Herin. Kuhl. Heízí Kein Rauch, kein Ruß keine Schlacken Union Nr. 94 kommt besonders lettere Maßnahme in Betracht. Die Kartoffeln werden zweckmäßig nicht täglich, sondern gleich in größeren Mengen gewaschen, gedämpft und eingesäuert. Am besten bewährt haben sich wasserundurchlässige Gruben( 2 mal 2 Meter: Grundfläche bei 2,5 Meter Höhe) aus Beton oder Mauerwerk.. Bei Verwendung von Erdgruben verringern sich zwar die Kosten, aber es entstehen Verluste an organischer Substanz bis zu 15%. Die Aufstellung der Schweine zur Mast erfolgt mit ca. 20 Kg. Anfangsgewicht, Endgewicht ca. 80-100 Kg. in etwa 18 Wochen. Bei dieser Kartoffelmast erhalten die Tiere Kartoffeln bis zur vollen Sättigung, außerdem von Beginn bis Ende der Mast je Tier und Tag: ½ kg. Schweinemischfutter der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, ½ kg. Getreideschrot( z. B. reines Roggen- oder reines Gerstenschrot oder ½ Roggen, ½ Gerstenschrot oder ½ Gersten, ½ Maisschrot). Zur Erzeugung von 90 Kg. Lebendgewicht werden erfahrungsgemäß verbraucht: ca. 70 Kg. Getreideschrot, 70 Kg. Schweinemischfutter der D. L. G. und 800 Kg. Kartoffeln. Durch diese, nach dem Rezept von Prof. Dr. Lehmann erprobten Schweineschnellmast, kann die Schweinehaltung auch bei sinkenden Preise mit Hilfe eingesäuerter Kartoffeln doch noch rentabel gestaltet werden, wenn die Kartoffelerträge hoch sind, eine Tatsache, die durch einwandfreies Saatgut und vor allem durch systematische Düngung insbesondere mit Stic stoss zum Allgemeingut unserer ostdeutschen Landwirtschaft werden muß. Neue Bücher. ,, Der Türmer Deutsche Menatshefte". Monatlich ein Heft im Umfange von über 100 Seiten mit ca. 60 prächtigen. 3. T. farbigen Bildern. Preis nur 1,50 RM. Verlag Heinrich Beenten in Berlin SW. 19. Die neue glückliche Form bewährt sich auch im Novemberheft vortrefflich, und heute schon, mit dem zweiten Heft, steht diese billige und reichhaltige Bilderzeitschrift mit den andern Unternehmungen ähnlicher Art in erster Reihe. Insbesondere ist die starke und lebendige Verbindung mit der Zeit und ihren brennenden Fragen auf das freudigste 311 begrüßen. Gegen Ersatz der Portokosten von 30 Pfg. erhal ten unsere Leser ein Probeheft von Verlag des„, Türmer". ,, Die Psychologie des Schenkens" heißt ein in Anbetracht des nahen Weihnachtsfestes recht zeitgemäßer interessanter Artikel in der soeben erschienenen neuen Nummer der„, Eleganten Welt", der mehr gibt als nur einige Anregungen für Weihnachtsgeschenke. Ein ,, Klondyke" in Mitteldeutschland. Man beabsichtigt, den Goldbergbau am Eisenberg bei Korbach( Waldeck) wieder auf= zunehmen. Die Glanzzeit des Goldbergbaues war um 1559, er ist aber durch den 30jährigen Krieg vollkommen in Vergessenheit geraten. Lesen Sie den Aufsatz darüber in der„ Woche" in Heft 48. Muschloten. Erlebnisse eines Frontsoldaten von Karl Kleemann, brosch. 4, Mt., in Ganzleinen eleg. geb. 6, Mt. Phönix- Verlag Carl Siwinna, Berlin, SW 11. Das vorlie gende Buch schildert die durchaus nicht ungewöhnlichen, aber eben deshalb allen ehemaligen Frontkämpfern gemeinsamen alltäglichen Erlebnisse eines Muschkoten" von der Zeit seiner Es zeigt zugleich das Ausbildung bis zum Friedenschlich dem unkomplizierten Gewahre Antlitz des s Krieges, und hirn des Frontsoldaten einprägte. Eben deshalb wirk es erschütterne, eben deshalb besitzt es dokumentarischen Wert. Infolge seiner guten Ausstattung ist dieses Kriegsbuch für jedermann" auch als wertvolles Festgeschenk für Kriegsteilnehmer und Daheimgebliebenen sehr geeignet. Verbrechenverhütende Tätigkeit der Polizei. Es besteht vielfach Unkenntnis der im täglichen Leben drohenden Gefahren sowie der meist einfachen und billigen Schutzmaßnahmen. Die hier notwendige, in allerweiteste Kreise dringende Aufklärung zu schaffen, ist ein vom Verlag ,, Schadenverhütung" Verlags gesellschaft m. b. H., Berlin- Tempelhof, Albionstraße 12-23, herausgegebenes ,, Büchlein zur Schadenverhütung" in vorzüg licher Weise geeignet. Die in leicht faßlicher und einprägsamer Form geschriebene, mit zahlreichen den Tert veranschaulichenden Abbildungen versehene Broschüre von 64 Seiten kostet nur 15 RPf. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Große Verdienstmöglichkeit bietet sich durch Vertretung( gegebenenfalls auch im Nebenberuf) einer eisten amerikanischen Bersicherungs- Gesellschaft für die Branchen: Garantie, Kaution, Veruntreuung. Gefl. Bewerbungen unier G. 3 2734 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung. Bis 100 RM. Wochenverdienst durch Heimarbeit etc. Prospekt gratis. Max Kramer Günzburg a. D. 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