Nr. 58. tehen in Gib a ntag mit zwei über Belgien, rg. Dereins brachte 5. 1877 brachte Vierer mit der ann; St.: Loh, it der Mann Schneider, Köh Bierer- Preis G- Mannschaft Sieg überlaffen. te großes Pech eim- Ingelheim en konnte. 3 offensichtlich It?", wurde er Vertreter des Des?". Panbes”. It....?" im Erzgebirge elten tragischen us. Abermals Rampfstätte ab g Minuten vor war die beste Sallfampjes in chaft in Nürn te Nürnberger Durch die Stadt. = historische Ge t die Burg te aus seinen ,, Bei mir ent wächter. Wenn ihn aber .?" fragte der der Gefragte rudmann Schrift würdi es das, was in Kunst gehört dem Augusthet en Kunstausstel roße Ausstellung zu nennen. andelt ein inter Schienenen neue ekten Neuheite dertanzturniera. ich und vielseitig der Welt. D wernleitungen f wurde jetzt e n eine Wedhje für Forschungs Es steht in de ist und was Pig in in Gießen örer SOUSmm der ssanten in der chrift nt Eine úgt eft ch- Meister ibmaschinen I und Miete phon Nr. 3715 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Politische Rundschau. Namens des deutsch- polnischen Komitees hat dessen Vorsitzender, Professor Julius Wolf, an den Reichskanzler, den Bizelanzler und den Reichaußenminister telegraphisch den Antrag gerichtet, den deutsch- polnischen Handelsvertrag durch ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 26. Juli 1930 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 59 Abhänge der Benitianer Alpen betroffen worden sind. In zur Arbeitslosenversicherungs- Reform. dieser Zahl sind fünf Verletzte enthalten, die im Laufe der Nacht gestorben sind. Der Sachschaden ist sehr groß. Neben der Zerstörung ihrer Häuser haben die Betroffenen auch den Verlust ihres ganzen Viehs zu beklagen. Der Reichsarbeitsminister hat unterm 25. Juni ds. Is. dem Reichstag den Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung mit Begründung und Anlagen nach Zustimmung des Reichsrats zur Beschlußfassung vorgelegt. Dieser Entwurf bemüht Netverordnung deutscherseits zu ratifizieren, weil er zur Be Mindestens 3000 Tote in Süditalien., itere Ginſparungen ſicherzustellen. lebung der Wirtschaft im Osten unerläßlich sei. Der Reichspräsident hat für die Hinterbliebenen der Koblenzer Opfer zunächst eine Summe von 10 000 Mark zur Verfügung gestellt. Unter Leitung des Chefs der Heeresleitung finden in der Zeit vom 15. bis 19. September die diesjährigen Reichswehrmanöver in Oberfranken und Thüringen statt, und zwar nehmen daran teil die fünfte Division, die dritte Kavalleriedivision, sowie eine Anzahl technischer Truppenteile der übrigen Wehrfreise. Am Schluß der Uebung ist eine Parade vor dem Reichs: präsidenten vorgesehen. Der Bundesvorstand des Stahlhelms hat beschlossen, den 11. Reichsfrontsoldatentag, am 4. und 5. Oktober, am Rhein, und zwar im Raume von Koblenz bis Bingen stattfinden zu lassen. Mit Rücksicht auf die am 14. September stattfindenden Reichstagswahlen ist der Deutsche Juristentag, der vom 10. bis 13. September 1930, also unmittelbar vor den Reichstagswahlen, in Lübeck stattfinden sollte, abgesagt worden. Er wird statt dessen mit unveränderter Tagesordnung im September 1931 in Lübeck stattfinden. Der Aeltestenrat des Braunschweigischen Landtages hat am Donnerstag beschlossen, den Landtag auf Donnerstag, den 31. Juli einzuberufen. In dieser Sigung soll über die Auflösung des Landtags zum 13. September Beschluß gefaßt werden. In Straßburg wurde der bekannte Autonomist Karl Baumann wegen Beleidigung französischer Behörden zu 50 Franken Geltstrafe verurteilt. Nach der Urteilsverkündung rief er aus: ,, Es gibt in Frankreich keine Gerechtigkeit!" Er wurde dafür mit einer Ordnungsstrafe von vier Monaten Gefängnis belegt. Der ehemalige deutsche Schlachtkreuzer„ Hindenburg", der in der Bucht von Scapa Flow gehoben worden war, ist beim Abschleppen unweit der Bucht bei der Insel Hoy auf Grund ge= tarten. Die Verhandlungen über eine Erneuerung der Kollektiv: verträge in den graphischen Gewerben Desterreichs sind endgültig gescheitert. Der Hauptverband der Buchdruckereibesitzer Desterreichs teilt daraufhin jezt mit, die Unternehmerschaft des graphischen Gewerbes sei gezwungen, mit der Aussperrung des gesamten Personals vorzugehen. Es liege lediglich an der Arbeiterschaft, die Möglichkeit zu bieten, um die endgültigen Felgen dieser Maßnahme aufzuheben. In Paris, Metz und im Norden Frankreichs hat die Polizei geheime drahtlose Telegraphenstationen entdeckt, die nach den bisherigen Mitteilungen dazu dienten, mit Umgehung der Post Privatnachrichten zu verbreiten. Wic aus Lissabon gemeldet wird, ist es der portugiesischen Belizei gelungen, eine neue Verschwörung gegen die Regierung aufzudecken. Ein bedeutendes Waffenlager und zahlreiche Bomben wurden beschlagnahmt. Die Nantingregierung berichtet über militärische Erfolge über die Nordarmee, bei denen die letztere schwere Verluste erlitten habe. Berordnung gegen Waffenmißbrauch in Kraft geseßt. Infolge der Auflösung des Reichstages konnte das in Vorbereitung befindliche Gesetz gegen Waffenmißbrauch nicht mehr eingebracht werden. Da das bewaffnete Auftreten von Organisationen radikaler Parteien in letzter Zeit eher zugenommen hat und zu befürchten ist, daß dadurch der friedliche Verlauf der Wahlen bedroht sein könnte, so hat der Reichsprästdent auf Vorschlag der Reichsregierung den Gesezentwurf auf Grund von Artikel 48 der Reichsverfassung als Verordnung in Kraft gesetzt. Die Verordnung ist bis zum 1. April 1931 befrüstet und soll nach erfolgter Neuwahl unverzüglich dem Reichslag als Gesetzentwurf vorgelegt werden. Wirbelwindkatastrophe in Venetien 27 Tote in Oberitalien. Rom, 25. Juli. Ein furchtbarer Wirbelsturm hat die Gegend von Montello und Montebelluna am Fuße der Venetiamer Alpen heimgesucht und ungeheuere Verwüstungen ange richtet. Bisher sind mehr als 20 Tote und mehrere hundert Berlegte festgestellt. Mindest 1000 Gebäude, meist Bauernhäuser, sind entweder völlig zerstört oder unbewohnbar geworden. Innerhalb von zehn Minuten hatte der Wirbelturm sein Zerstörungswerk beendet und war weitergezogen, LTD diese zehn Minuten hatten genügt, um blühende Ortaften in Schutt- und Trümmerhaufen zu verwandeln. Treviso, 25. Juli. Bis Freitag mittag hat man 27 Todes opofer des Wirbelsturms festgestellt, durch den die südlichen Benevento, 25. Juli. Die letzten Angaben der Behörden, lauten dahin, daß allein in der Provinz Avellina schätzungsweise 2000 Tote und in den Provinzen Benevento und Neapel etwa 1000 Tote zu verzeichnen seien. Dabei steht noch dahin, ob es bei diesen fürchterlichen Zahlen bleibt, denn die Schreckensnachrichten wollen noch immer nicht aufhören, und man erfährt erst jetzt, daß zwei weitere Ortschaften, nämlich Lacedonia und Aquilonia, ebenfalls so gut wie völlig zerstört worden sind und durch Militär geräumt werden mußien. In Lacedonia hat es etwa 300, in Aquilonia etwa 400 Tote gegeben. Die überlebenden Einwohner sind obdachlos, da die wenigen noch stehenden Gebäude jeden Augenblick einzustürzen drohen. Geradezu entsetzliche Szenen ereigneten sich in Montecalvo, das einen einzigen Trümmerhaufen bildet. - Die Bergungsarbeiten in Koblenz Koblenz, 25. Juli. Die Bergungsarbeiten; im Lützeler Weitere Hafen wurden heute vormittag emsig fortgesetzt. Leichen sind aber nicht gefunden worden. Bei den zuständigen Stellen ist man nunmehr der Ansicht, daß nach dem Ergebnis der Nachforschungen kaum mehr als die 37 Opfer, die bebereits geborgen wurden, zu beklagen sind. Die Reichsbehörden flaggen halbmast. Die Beisegung der Opfer der Koblenzer Brückeneinsturzfatastrophe findet am Samstag, dem 26. Juli, nachmittags, statt. Die Reichsbehörden in Preußen setzen ebenso wie die preußischen Behörden aus diesem Anlaß die Flaggen auf Halbmast. Amerikas neues Flottenprogramm. Washington. Die zuständige Abteilungen im Marinedepar tement haben sofort nach der Unterzeichnung des Flottenpaktes mit der Prüfung eines ausführlichen, über 6 Jahre sich erstret: kenden Flottenprogrammes begonnen, dessen Durchführung nahezu eine Milliarde Dollar kosten würde. Die Flottenvorlage will für den Fall, daß die noch anzustellenden Versuche zufrieden= stellend ausfallen, den Bau eines neuen Schiffstyps empfehlen, und zwar eins mit sechszölligen Geschützen bestückten Kreuzers, der 75 Flugzeuge an Bord führen könnte. Gecinte südwestdeutsche Landeskirchen. Die evangelisch- lutherische Konferenz für Oberhessen beschäftigte sich dieser Tage mit den Einheitsbestrebungen der evangelischen Kirchen im Gebiet Rhein- Main- Lahn und Fulda und sprach sich in einer Entschließung einstimmig für den geplanten Zusammenschluß der Landeskirchen Hessen, Frankfurt, Kassel, Waldeck und Nassau aus. Wie in der Sigung weiter mitgeteilt wurde, wird Frankfurt voraussichtlich der Sitz der fünftigen neuen Kirchenbehörde. Das Gebiet der neuen Landestirche wird ungefähr das hessische Kirchengebiet aus der Reformationszeit umschließen. Kommunistischer Terror erzwingt Stillegung der Bomag in Plauen. Plauen, 25. Juli. Die Vogtländische Maschinenfabrik A.-G. legt am Freitag mit Schluß der Schicht ihren Betrieb vollständig still, weil sie den Arbeitswilligen, die in beträchtlicher Zahl vorhanden sind, nicht mehr zumuten kann, unter dem täglich wachsenden Terror und nach den häufig erfolgten schweren Mißhandlungen weiterzuarbeiten. Es kommt eine Belegschaft von 1600 bis 1700 Mann ohne die Angestellten in Betracht. § 74 wird dahin geändert, daß versicherungsfrei ist, wer das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Diese Bestim mung gewinnt für das Handwerk erhöhte Bedeutung, da damit die seitherige Vorschrift aufgehoben wird, wonach versicherungsfrei die Beschäftigung auf Grund eines schriftlichen Lehrvertrages von mindestens zweijähriger Dauer war. Ebenso gerät auch§74 b in Fortfall, der bestimmte, daß Arbeitnehmer, die noch vollschulpflichtig sind, der Versicherungspflicht nicht unterliegen. Nach der neuen Vorlage wird auch der Begriff der Diese bleibt vergeringfügigen Beschäftigung erweitert. sicherungsfrei, wenn sie sich auf weniger als 30 Arbeitsstunden in einer Kalenderwoche beschränkt oder wenn für sie kein höheres wöchentliches Arbeitsentgelt als 10 RM. oder kein höheres monatliches Arbeitsentgelt als 45 RM. vereinbart oder orts. üblich ist. Versicherungsfrei bleibt ferner die Beschäftigung eines Hilfsbedürftigen, die im Rahmen der Arbeitsfürsorge für einen Träger der öffentlichen Fürsorge oder auf dessen Veranlassung für einen Dritten ausgeübt wird, jedoch nicht, wenn die wöchentliche Arbeitszeit 32 Stunden oder, falls durch Tarifvertrag eine kürzere, regelmäßige Arbeitszeit vereinbart ist, mindestens die vereinbarte Stundenzahl beträgt und dem Beschäftigten der tarifliche oder, soweit ein solcher nicht besteht, der im Beruf ortsübliche Lohn gezahlt wird. Über die Frage, unter welchen Voraussetzungen anzunehmen ist, daß jemand den erforderlichen Lebensunterhalt durch selbständige Arbeit erwirbt oder erwerben kann oder im Betriebe eines Angehörigen miterwirbt oder miterwerben kann, hat der Verwaltungsausschuß des Landesarbeitsamts oder mit seiner Zustimmung der Verwaltungsausschuß des Arbeitsamts Richtlinien aufzustellen. Für den Fall, daß ein Arbeitsloser Krisenunterstützung bezieht, mindert sich die Höchstdauer seiner versicherungsmäßigen Unterstügung um die Zahl der Tage, für die er die Krisenunterstützung bezogen hat, sofern die Anwartschaftszeit, auf Grund deren er die Krisenunterstützung bezogen hat, für die Anwartschaft auf die versicherungsmäßige Unterstüßung ganz oder teilweise benötigt wird. Sehr bedeutsam bleibt der neu einzufügende§ 105 a, der im Wortlaut bestimmt: Arbeitslose der Lohnklassen 7 bis 11 erhalten die Unterstüßungssäge ihrer Klasse nur, wenn sie in den letzten 18 Monaten vor der ersten Arbeitslosmeldung, die auf den Erwerb der Anwartschaft folgt, mindestens 52 Wochen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung gestanden haben, ohne daß ihnen zwischen Beginn und Ende ihrer Beschäftigungszeit ArbeitsAndernfalls erhalten losenunterstügung gewährt worden ist. fie die Hauptunterstüßung statt nach den Säßen der Klasse 7 nach der Klasse 6, statt nach den Säßen der Klassen 8 und 9 nach der Klasse 7, statt nach den Säßen der Klassen 10 und 11 nach der Klasse 8. Die Familienzuschläge sind jedoch auch dann nach der Lohnklasse des§ 105 zu gewähren. Diese Neuregelung will dem Grundsatz Rechnung tragen, daß für die Höhe der Arbeitslosenunterstügung auch die Dauer der versicherungspflichtigen Beschäftigung und damit die Dauer der geleisteten Beiträge maßgebend sein soll. Dadurch wird die Frage der berufsüblichen Arbeitslosigkeit berührt und die hier bislang in vielen Fällen anfallenden hohen Unterstützungen bei nur kurzer Dauer der Beitragsleistung erheblich herabgemindert. Die Ersparnisse hierdurch werden für die Zeit vom 1. Juli 1930 bis zum 31. März 1931 mit 53 Millionen RM. angegeben. Eine weitere Ersparung wird auch durch die Regelung erwartet, wonach in den Fällen, in denen zwei Hauptunterstützungen von Ehegatten zusammentreffen und kein Familienzuschlag oder nur ein Familienzuschlag gewährt wird, sich die Unterstüßung, und zwar bei verschiedener Höhe der Unwieder! terstützungen die niedrigere, um die Hälfte mindert. Nach dem vorliegenden Entwurf beträgt die Wartezeit regelmäßig Arbeitslosigkeit wächst schon wieder! Mitte Juli über 2% Mill. Arbeitslose. Nach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 1. bis 15. Juli 1930 hat sich die Besorgnis, daß die sommerliche Entlastung des Arbeitsmarktes bis auf weiteres bereits beendet sei, bestätigt. Zum ersten Male seit dem Höchststande des Winters hat die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung keine Abnahme erfahren, und das Anwachsen der Zahl der verfügbaren Arbeitssuchenden hat sich in ver= stärktem Maße fortgesetzt. Schließlich ist auch die Zahl der Krisenunterstützten weiter gewachsen. Es wurden am 15. Juli nach den vorläufigen Meldungen der Arbeitsämter 1 470 000 Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung, 380 698 in der Krisenunterstützung gezählt. Damit sind beide Unterstügungseinrichtungen zusammen mehr als doppelt so start belastet als zur gleichen Zeit des Vorjahres, nachdem die Ueberlagerung über den damaligen Stand( 912 000) auf rund 938 000 angewachsen ist. Die Zahl der verfügbaren Arbeitssuchenden belief sich nach den Zählungen der Arbeitsämter am 15. Juli auf rund 2770 000. 1. 14 Tage bei Arbeitslosen ohne zuschlagsberechtigte Angehörige, 2. 7 Tage bei Arbeitslosen mit einem, zwei oder drei zuschlagsberechtigten Angehörigen, 3. 3 Tage bei Arbeitslosen mit vier oder mehr zuschlagsberechtigten Angehörigen. Sie wird damit für alle Ledigen auf 14 Tage ausgedehnt. Ferner ist gemäß dem neuaufzunehmenden§ 112b auf die Unterstügung eines verheirateten Arbeitslosen das Einkommen feines Ehegatten anzurechnen, soweit es 35 RM. in der Kalenderwoche übersteigt. Die Unrechnung unterbleibt, wenn dem Arbeitslosen Familienzuschläge für zwei oder mehr Angehörige gewährt werden. Für Betriebe oder Betriebsgruppen, für deren Angehörige die Arbeitslosenversicherung erheblich stärker als der Durchschnitt in Anspruch genommen wird, kann der Vorstand der Reichsanstalt die Arbeitgeber zu höheren Beiträgen heranziehen. Die Anordnung kann höchstens für die Dauer eines Jahres getroffen werden; sie kann wiederholt werden. Der Reichsarbeitsminister kann nach Anordnung des Ver Nr. 59. Samstag, den 26 Samstag, den 26. Juli 1930. ,, Gießener Zeitung" waltungsrats der Reichsanstalt Richtlinien über Voraus-| Für jeden Erkrankten hat die Kasse eine Krankenkarte auszusetzungen und Höhe der Zusaßbeiträge aufstellen. Um den trotz der verschiedentlich vorgenommenen Einsparungen noch notwendig werdenden Ansprüchen gerecht zu werden, wird als Beitrag zur Reichsanstalt für das Reichsgebiete einheitlich 4½ v. H. des maßgebenden Arbeitsentgeltes festgesetzt. Der Zuschuß des Reichs beträgt für das Rechnungs jahr 1930 184 Millionen RM. Die in ihren wesentlichen Teilen besprochenen Aenderungen sollen zum 1. Juli ds. Is. in Kraft treten. Die vorgesehene Neuregelung im§ 105 a wird bis zum 31. März 1931 befristet, sofern die Reichsregierung nicht bis zum 28. Februar 1931 etwas anderes bestimmt. Die Gesamtreform der Arbeitslosenversicherung bringt der Wirtschaft durch Erhöhung der Beiträge eine nene, nur schwer zu ertragende Belastung, und das in einer Zeit, wo allgemein ein Abbau der Preise erwartet wird. Die Reichsregierung legt ihren Plänen eine durchschnittliche Zahl von 1,6 bis 1,7 Mil lionen Hauptunterstützungsempfängern zugrunde. Leider sprechen die Anzeichen dafür, daß diese Durchschnittszahl zu niedrig gegriffen ist. Das Institut für Konjunkturforschung rechnet bereits mit einem Jahresdurchschnitt von 2 Millionen Haupt unterstützungsempfängern. Ein etwa sich wieder zeigendes Defizit kann dann beim besten Willen nicht mehr durch weitere Beitragserhöhung seinen Ausgleich finden. Geht die Wirt: schaftsentwicklung so weiter, dann wird sich auch für die Arbeitslosenversicherung die zwingende und von den Arbeitgebern schon jetzt betonte Notwendigkeit durchseßen müssen, nur durch die Angleichung der Leistungen an die Tragfähigkeit der Aufbringungsverpflichteten dem immer weiteren Hinabgleiten in eine Schuldenwirtschaft ein Ende zu bereiten. Reform der Krankenversicherung. stellen, in der Art der Krankheit und Dauer der Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werden. Die Kassen sind ferner verpflichtet, die Bescheinigung des behandelnden Arztes über die Arbeitsunfähigkeit und seine Anordnungen, soweit sie ärztliche Sachleistungen betreffen, in erforderlichen Fällen durch einen Vertrauensarzt rechtzeitig nachprüfen zu lassen. Ueberschreitet die Zahl der Aerzte bei einer Kasse das Bedürfnis, so kann das Oberverſicherungsamt anordnen, daß weitere Aerzte bei der Kasse nicht mehr zugelassen werden. Vom Reichsarbeitsminister ist dieser Tage der bereits seit langem angekündigte Entwurf eines Gesetzes über Aenderungen in der Krankenversicherung eingegangen. Das Hauptziel des Gesetzentwurfes soll die Senkung der in den letzten Jahren stark angewachsenen Ausgaben in der Krankenversicherung sein. Der Entwurf bringt, soweit bislang durch die Presse bekannt gewor den ist, Beschränkungen für die Versicherten, für die Aerzte wie auch für die Krankenkassen. Der Entwurf sieht im einzelnen folgende Bestimmungen vor: Preußische Sparsamkeit!? Das ,, Amtsblatt der Stadt Berlin" vom 13. Juli bringt die überraschende Nachricht, daß der Magistrat in seiner Sigung am 2. Juli ,, den mit dem Preußischen Staate gepflogenen Verhandlungen über die Errichtung einer Pädagogischen Akademie in Cöpenick... zugestimmt hat." Aus der gleichen Verlautbarung ist zu ersehen, daß diese Akademie für„ Mitglieder aller Konfessionen" gedacht ist und der Ausbildung von Lehrern an evangelischen, katholischen, jüdischen und Sammelschulen dienen soll. Endlich einmal eine vernünftige Handlung, dem simultanen Leben der Groß- und Weltstadt adäquat, wird der geneigte Leser urteilen. Und da jeder in der unsagbaren Not der Zeit auch wirtschaftlich und sparsam hauszuhalten gelernt hat, ist er hocherfreut, daß hier die Preußische Regierung durch die Errichtung einer großen simultanen Pädagogischen Akademie den ernsten Willen zur Sparsamkeit bekunden will. Doch nein, diese Freude wäre verfrüht, zu einer sparsamen Tat am rechten Ori findet auch die Preußische Staatsregierung nicht den Mut; denn Berlin soll eine zweite- katholische Akademie in Spandau erhalten. Was tuts, daß das zwar nicht wenig Geld mehr kosten wird denn die gleichen Einrichtungen müssen ja in demselben Ort an zwei verschiedenen Stellen geschaffen werden, das in Preußen allmächtige Zentrum verlangt diese Extrawurst gebraten. Und die Preußische Staatsregierung beugt sich willig und läßt sichs etwas kosten. Durch den Gesezentwurf werden auch die Innungskrankenkassen außerordentlich berührt. Es bestehen starke Bedenken von seiten des Handwerks dagegen, daß in diesem Entwurf, der vorwiegend eine Senkung der Krankenkassenbeiträge bezweckt, die Frage der Innungskrankenkassen überhaupt behandelt wird. Die vorgesehenen Bestimmungen, Errichtung von Jnnungskrankenkassen nach Zustimmung der Versicherten und von Handwerkerinnungen, deren Mitglieder in die Handwerksrolle eingetragen sind, sind geeignet, die Entwicklung der Innungskrankenkassen auf das schwerste zu schädigen. Die Handwerksvertretungen sind damit einverstanden, daß durch Vorschriften Vorsorge getroffen wird, daß nur noch Handwerkerinnungen Innungskrankenkassen errichten dürfen, doch darf die Kassenerrichtung den Innungen nicht unmöglich gemacht werden, denen auch vereinzelt andere Personen, z. B. Fabrikanten, gemäß§ 100 g Abs. 2 GD. angehören. Auch mit der Zustimmung des Gesellenausschusses( nicht der Versicherten wie vorgesehen), könnte sich das Handwerk einverstanden erklären, wenn die Gewähr gegeben ist, daß bei Verweigerung der Zustimmung aus politischen Gründen diese Zustimmung durch eine nentrale Instanz, etwa das Oberversicherungsamt, ersetzt werden kann. Den vorgesehenen Bestimmungen über die Mindest mitgliederzahl von 150 kann zugestimmt werden, da auch das Handwerk kein Interesse an Zwergkassen hat, doch muß angestrebt werden, daß in Zukunft von vornherein mehrere Innungen eine Innungskrankenkasse gründen können. - Die Es gibt tatsächli effen von der Furdyt die Stunden, die ihn um un fintt, fo empfinden fie ein Ferientag vorbei nicht zur Erholung Sie den Augenblick, der einer Zukunft, die Goldhe Menschen b en Verfassung. G genießen. Sie schleppe Jufunft. Sie lieben dem ersten Falle ist ih alter ist nicht für mü fie geben die ewigroll Falle follten fie fich Stelle und auf dem fa fen und herausfinden und zu dem Nuken i möchten. Sie sollten jatteln, als ewig auf leisten und sich selbst Wenn sie so weit Tretmühle, sondern al Den den Augenblick g erholen, und sie wer einem neuen Ziele zuz Zujammenlegung vorgeſehen), könnte sich das Handwerk einverstanden erklären, Der Verfassungstag in Heisen. Der Grundlohn, der nach wie vor für den Kalendertag, statt wie von Arbeitgeberseite gewünscht wurde, für den Arbeitstag berechnet wird, wird auf 9 RM. als Höchstbetrag gesenkt. Bei einem Beitrag von mehr als 6 Prozent des Grundlohns ( bisher 7½ Prozent) ist die Zustimmung der Arbeitgebervertreter in der Krankenkasse erforderlich. Bei mehr als 7½ Prozent( bisher 10 Prozent) ist die Zustimmung des Oberversicherungsamts erforderlich. Das Krankengeld, das nur noch bei Das Krankengeld, das nur noch bei objektiv nachweisbarer Arbeitsunfähigkeit, sowie bei Fortfall der Lohnzahlung während dieser Zeit gezahlt werden soll, beträgt 50 Prozent des Grundlohns; jedoch sind Familienzuschläge zulässig und zwar bis zu 10 Prozent für die Ehefrau und 5 Prozent für jedes Kind, aber nicht mehr als 75 Prozent zusammen. Um die Bagatellfälle einzuschränken, ist eine Beteiligung des Kranken an den Kosten für ärztliche Halfe, sowie für Heilmittel vorgesehen und zwar muß die Kasse für jeden Krankenschein eine Gebühr von durchschnittlich 1 RM. einziehen, die in den unteren Lohnklassen bis zu 50 Pfg. ermäßigt, in den oberen Lohnklassen bis zu 1,50 RM. erhöht werden kann. Für jedes Rezept hat ferner der Kranke in der Apotheke 50 Pfg. zu bezahlen, jedoch nicht mehr, als die Kosten des Rezepts betragen. Die Familienkrankenhilfe wird nach einer Wartezeit von dret Monaten zur Pflichtleistung. Da der Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause vom Reichstag verabschiedet werden soll, ist damit zu rechnen, daß in den nächsten Tagen die Verhandlungen im Reichstag einsetzen werden. Falls es nicht gelingen wird, die Regelung der Innungskrankenkassenfrage auf einen späteren Zeitraum zu verschieben, wird der Reichsverband bemüht sein, eine Gestaltung der Bestimmungen zu erreichen, die den Interessen des HandDie Beziehungen zwischen Krankenkassen und Aerzten werden neu geregelt; es wird vorgeschrieben, daß der Arzt den Kranken ausreichend und zweckmäßig behandeln soll, daß er aber das Maß des Notwendigen hierbei nicht überschreiten darf. werks gerecht wird. Der Verfassungstag wird in diesem Jahre zum ersten Male in Hessen als gesetzlicher Feiertag in Erscheinung treten. Im Vorjahre war der 11. August auf einen Sonntag gefallen, in diesem Jahre wird der 11. August, ein Montag, wie gesetzliche Sonn- und Festtage zu behandeln sein. Nach dem hessischen Gesetz vom 20. Juni 1929( Reg.-Bl. S. 145) sind am Verfassungsbeilaggen. Wenn staatliche Behörden Gebäude, die tag alle öffentlichen Gebäude in den Reichsfarben zu nicht staatseigen sind, innehaben. so ist für deren Be flaggung zu jorgen. Zur Sentung des allgemeinen Zinsniveaus. Zwischen den Spißenverbänden der Banken, Sparkassen und Genossenschaften fand am 21. Juni ds. Is. eine erneute Besprechung statt, in deren Mittelpunkt die gemeinsamen Be strebungen des Kreditgewerbes standen, im Interesse der För derung der Produktion in Industrie, Gewerbe und Landwirtderung der Produktion in Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft eine Senkung des allgemeinen Zinsniveaus zu erreichen. Es bestand Einigkeit darüber, daß zu diesem Zwecke alles getan werden soll, um die Kapitalbildung zu fördern, und es wurde in diesem Zusammenhang lebhaft bedauert, daß durch Nichtberücksichtigung des wiederholten Verlangens der beteiligten Verbände auf Wiederherstellung des Bankgeheimnisses der Kapitalflucht weiterer Vorschub geleistet worden ist. Man war sich des ferneren darüber einig, daß eine Senkung des Sollzinses eine Senkung des Habenzinses im kurzfristigen wie im langfristigen Einlagegeschäft zur wesentlichen Voraussetzung hat. Die Verbände streben deshalb eine Ergänzung des zwischen ihnen bestehenden Wettbewerbsabkommens an, wodurch wirksamer als bisher einer gegenseitigen Ueberbietung in der Zinsreklame entgegengewirkt werden kann, über deren zinsverteuernde Wirkung alle Anwesenden einig waren. Durch Zusammenarbeit der örtlichen Verbände der beteiligten Gruppen soll in einer den örtlichen Verhältnissen angepaßten Weise auf die Verwirklichung dieses Zieles hingewirkt werden. Die Wirtschaftsdepression in der Welt. Seit mehr als drei Jahren befindet sich die deutsche Wirtschaft in einem Zustande der Stagnation. Die Verhältnisse haben sich in den letzten Monaten derartig zugespitzt, daß die Regierung einzugreifen versucht hat und daß daneben Unternehmer und Gewerkschaften in der nordwestlichen Eisenindustrie begonnen haben, das Brinzip der starren Breise und der starren Löhne, das eine der wichtigsten Ursachen unseres Wirtschaftsverfalls gebildet hat, zu durchbrechen. Ob diese Aktion den gewünschten Erfolg für die deutsche Gesamtwirtschaft haben und zu einer Aufloderung der Stagnation führen wird, steht noch dahin. Bei dem allem darf man jedoch nicht vergessen, daß die deutsche Wirtschaftsnot nur einen Teil der allgemeinen Weltnot bildet. Wo liegen die Gründe? Bestehen Aussichten, daß diese Depression der Weltwirtschaft behoben werden kann? Die Ansichten über die Gründe sind sehr verschieden. Manche Wissenschaftler führen die weltwirtschaftliche Absazloderung in erster Linie darauf zurück, daß die großen Ueberseeländer, die Rohstoffe oder Kolonialwaren produzieren, an Raufkraft eingebüßt haben, hauptsächlich deshalb, weil die Preislage der von ihnen importierten Erzeugnisse Europas gegenüber der Vorfriegszeit dauernd zu hoch gewesen ist. Der Grund dieser Verteuerung der industriellen Erzeugung liegt im wesentlichen darin, daß die Arbeitszeit in allen Industriebetrieben Europas seit dem Kriege gesunken, der Lohn dagegen gestiegen ist. So zeigt sich als Universalsymptom der Weltwirtschaft: Absatzstodung und Preisver schlechterung. Der schwedische Wirtschaftler A. Loveday ist in dem Monatsbericht des„ Svenska Handelskasten" der Ansicht, daß die Weltwirtschaft schon seit geraumer Zeit durch das Mißverhältnis des Bedarfes zum Stapelerzeugnis einerseits und Lurusartikeln andererseits leidet. Daraus folgt nach seiner Meinung, daß die Produzenten zur Herstellung feinerer Arten Lebensmittel, Textilwaren usw. übergehen und die ursprünglichen Erzeugungsmittel vieler Industrien brachgelegt werden müßten. Eine weitere Ursache der Depressionserscheinungen der europäischen Staaten ist auch die Industrialisierung bisher rüdständiger Länder. In jedem Falle zeigen die Außenhandelsziffern der Hauptsächlichsten Industriestaaten einen ganz erheblichen Nüdgang. Bisher scheinen nur die nordeuropäischen Länder von der Wirtschaftsdepression verschont geblieben zu sein. s gr macht darauf aufmerksam, daß die diesjährigen VerEin Ausschreiben des hessischen Gesamtministeriums fassungsfeiern im Zeichen der Befreiung der besetzten Gebiete von schwerem Besatzungsdruck stehen. Dieses Ereignisses, das für unser Land von besonderer Bedeutung ist, wird bei den Feiern unter voller Wahrung ihres Charakters als Verfassungsfeier zu gedenken sein. In einem Ausschreiben an die Provinzial- und Kreisdirektoren weist der hessische Innenminister darauf hin, daß es in diesem Jahre möglich sein werde, in sämtlichen Gemeinden des Landes den örtlichen Verhältnissen angepaßte Verfassungsfeiern zu veranstalten. Durch Reichsverordnung sind Veranstaltungen, die am 11. August aus Anlaß und zu Ehren des Verfassungstags unternommen werden, von der Vergnügungssteuer befreit. Jm gleichen Umfange, wie diese Freistellung von der Vergnügungssteuer eintritt, werden durch Verfügung des hessischen Innenministers vom 24. Juli 1929 gewisse Veranstaltungen für stempelfrei erklärt. Es handelt sich dabei vor allem um musikalische Darbietungen und Tanzveranstaltungen. * Die Polizeistunde in Gast- und Schankwirtschaften wird abweichend von der allgemeinen Regelung für die Nacht vom 11. auf 12. August für alle Gemeinden des Landes einheitlich auf 5 Uhr festgesetzt. Obwohl die Frage nach den Ursachen dieser allgemeinen Depression überaus schwierig ist, da es sich hier um das Zusammenwirken sehr verschiedenartiger Fattoren handelt, wird man wohl in der Annahme nicht fehlgehen, daß das Schwergewicht auf der Verteuerung der europäischen Erzeugung liegt und daß daher der Ausweg aus den vorhandenen Schwierigkeiten vor al lem in der Nichtung gesucht werden muß, neuen Bedarf durch Verbilligung anzuregen. Es darf als ein Verdienst der deutschen Eisenindustrie gelten, die Notwendigkeit dieses Weges zuerst erkannt und ihn mit der Senkung der Eisenpreise auf der Grundlage eines hinter dieser erheblich zurückbleibenden Lohnabbaues entschlos= sen betreten zu haben. Lohnabbau wird nun einmal die Parole des industriellen Europas und namentlich Deutschlands sein müssen, das eine stärkere Aktivität seiner Handelsbilanz schon zur Einhaltung seiner Zahlungsverpflichtungen herauswirtschaften muß, wenn es bei der Wiederankurbelung der Weltwirtschaft nicht ganz ins Hintertreffen gedrängt werden will. Besonders in England werden diese Zusammenhänge sehr klar er= kannt, und die gesamte englische Bresse betont angesichts der deutschen Eisenpreissenkung, daß Deutschland, das durch eine zu schnelle Steigerung seines Lohnnibeaus seit dem Kriege sich immer mehr vom Weltmarkte hat verdrängen lassen, jetzt mit aller Energie wieder als Konkurrent auftrete. Eine allgemeine Verbilligung des europäischen Preisniveaus und eine völlige Sanierung der Weltwirtschaft wird freilich nur möglich sein, wenn die von Grund auf verfahrenen politischen Verhältnisse Europas mit seinen unsinnigen Grenzziehungen und der Zerreißung zusammengehöriger Wirtschaftsgebiete wieder vernünftig geregelt werden. Bitamine stärken die Widerstandsfähigkeit des Körpers. Aeskulap. diesem Frühjahr aufgetreten sind. Wo sie aber vor. tamen, waren ste meist gutartig und führten rasch zur Heilung. In erster Linie ist diese Tatsache den unge wöhnlich günstigen Wärme- und Feuchtigkeitsverhält nissen zuzuschreiben. Sie bilden ja die Grundlage für das Gedeihen aller Lebewesen. Bon ihnen sind die Lebensbedingungen der Pflanzen ebenso abhängig, wie die der Menschen. Hinzu kommt ferner, daß die ausge zeichnete Versorgung Berlins mit Obst und Gemüse einen wesentlichen Anteil an dem besseren Gesundheitszustand der Bevölkerung hat. Wir wissen ja: je mehr frische Nahrungsmittel desto mehr Vitamine und desto bessere Gesundheit. Wie bei einem großangelegten Experiment gibt uns das Frühjahr 1930 im Vergleich zum Frühjahr 1929 Gelegenheit, den Einfluß von Witterung und Ernährung auf den Körper des Menschen zu beobachten. Jeder Arat, jedes Krankenhaus und besonders die Fabrikanten von Hustenbonbons und Inhalationsapparaten, alle haben bemerkt, wie wenig alute Infekte, d. h. Erkältungsfrankhetten im weitesten Sinne des Wortes, in - und Die Ausschußmitg laffen befaßten sich in men Dienstag mit de u einer einheitlichen tung. Der kommiffa Land, Georges, m bob als Folgerung de einigung der Kassen sparnis darstellen wi dem die AOK. Gieß wünschte, gab Bürge jhuß der AOK. Gieß geber grundfählich n den augenblicklichen Arbeitnehmer waren mit sind die Zusam betrachten. Ein gesunder Stoffwechsel ist immer die Grundlage für die Widerstandsfähigkeit gegen den Infekt. Das sieht man in jedem Lebensalter. Ein falsch ernährter Säugling unterliegt bei erster Gelegenheit einer geringfügigen Erkältung. Ein Erwachsener, der zuckerkrank, fettsüchtig oder gichtig ist, hat immer viel geringere Heilungsaussichten, als ein Mensch, dessen Stoffwechsel einwandfrei funktioniert. Leider ist es uns nicht immer möglich, die Widerstandsfähigkeit eines Menschen mit Sicherheit zu beurteilen. Die leichten Grade des gestörten Stoffwechsels sind noch ohne er tennbare Erscheinungen. Erst die plöglich einsetzende Infektion zeigt die Minderwertigkeit der Abwehrkräfte oder ihre Leistungsfähigkeit. So haben wir im ver gangenen Jahre eine große Zahl äußerlich gesunder, fräftiger junger Menschen einer Grippe rasch erliegen sehen. Es bleibt dafür keine andere Erklärung als die einer mangelnder Abwehrkraft durch unzweckmäßige, vitaminarme Ernährung. Es sind längst Tiererperi mente in dieser Hinsicht unternommen worden. Sie haben stets bewiesen, daß eine richtige Ernährung von größter Wichtigkeit ist. Welche von den modernen Ernährungsformen die richtige ist, darüber gehen die Meis nungen noch stark auseinander. Aber alle, die sich überhaupt mit diesen Fragen befaßt haben, sind darin etnig, daß fein künstlich hergestelltes Nährmittel die für die Stärkung der Abwehrtraft im Menschen not wendigen Stoffe( Vitamine, Salze usw.) in so ge eigneter Berteilung enthält, wie Früchte und Bflanzen. * Der Verfass Artikel 1 des heffi fajfungstag( 11. Au Festtag im Sinne Diejem Tag darf ein * Sonntagsjah tag( 11. August) Sonntagsrüdfahr Das Goethi Wenn für gr im Philinentypus weisheit austrame Gewebe von Trug hohlen Phrafen ein Um dem zu beg Diefer Fauft- Goethe mögliche Wissen hin ihm natürlich für als wollte er alles raufhin, alles zu u D. h. dem Gegentei Er will hinter G Boden der Wirtlid Vergegenwärtig jeine Gretchenberü Starten Schlaftrunt Gretchen selbst fällt wegen Kindesmord Mutter auf ewig Faustlünite. Auch d mit Hilfe des Teufel ist auf diese Weise Des Teufelsgenossen enfeitig allzu vertro Diefer Ueberwiffe ordentlich erzogener machen muß. Dieser punft des Ptolemäus bat feinen Wurm, C Tat eine nette Bejd gen großen Fortsch Softem. Dabei fancy weiten Teil Fauft weitläufig ein. Wie it langit bargetan. Jetzt haben wir ein gar leichtfertiges Name Werthers. N ling von etwa fünf matischen Fach zu Elifabeth Herdt ten Derlieben, daß teine Fascination freimad Tight Schon verheira glich des Weibes 971.50 13. Juli bring in feiner Sigu gepflogenen S gischen Mladen leichen Berla Mitglieder alle von Lehrern melschulen diene ung, dem fim wird der geneig en Not der 3 elernt hat, ist durch die Erri tademie den en Doch nein, di am rechten D t den Mut; den mie in Spanda Geld mehr fofte ja in demselbe erden, das i Extramurit g beugt sich will Heijen Jahre zu eiertag in G 11. Auguft au re wird de onn- und Fe Sen Gesetz von Verfassungs Ceichsfarben Gebäude, d für deren tministerium jährigen Ver der besetzter ehen. Diele nderer Bede ller Wahrun gedenken sein al- und Kreis er darauf hin rde, in säm Lichen Verhält veranstalten taltungen, die hren des der Bergni istellung durch 24. Juli erklärt s alische Dubie antwirtschaften gelung für di Gemeinden des fie aber boo Srten raidh ache den ung Grundlage f tigkeitsverh hnen find abhängig, daß die au t und Gemi en Gefundhei en ja: je me Vitamine un er die Grun en den Jnje Ein falsch er Gelegenh rwachsener, b hat immer bi Mensch, def Ceider ist es u fähigkeit ein 7. Die leicht noch ohne Blich einfege er Abwehrkrä n wir im b erlich gefund flärung als e rasch erlieg unzwedmagig gft Tiererpe nworben. E Ernährung ba modernen G geben bie Mei le, die fich über en, Find barin Rahrmittel Menfchen na .) in fo ge und Pflanzen Samstag, den 26. Juli 1930. Lokales. Die Furcht vor dem Ende. Es gibt tatsächlich Leute, die in den Urlaub fahren, besessen von der Furcht vor dem Ende. Sie zählen die Tage und die Stunden, die ihnen vergönnt siind, und wenn die Sonne sinkt, so empfinden sie ein Unbehagen darüber, daß schon wieder ein Ferientag vorbei ist. Sie kommen nicht zur Entspannung, nicht zur Erholung und nicht zum Genuß des Augenblicks, weil sie den Augenblick, der ihnen sonnig erscheint, festhalten möchten, um einer Zukunft, die das Licht vermissen läßt, zu entgehen. Solche Menschen befinden sich in einer beklagenswerten, seelischen Verfassung. Sie sind nicht imstande, die Gegenwart zu genießen. Sie schleppen die Ketten der Vergangenheit und der Zukunft. Sie lieben ferner die Arbeit überhaupt nicht. In dem ersten Falle ist ihnen nicht zu helfen. Dieses eiserne Zeitalter ist nicht für müßiggehende Gentlemen geschaffen. Ueber sie gehen die ewigrollenden Räder des Schicksals. Im zweiten Falle sollten sie sich darauf besinnen, daß sie an der falschen Stelle und auf dem falschen Posten stehen. Sie sollten sich prüfen und herausfinden, an welche Stelle sie zu eigener Freude und zu dem Nugen ihrer Mitmenschen Arbeit zu leisten vermöchten. Sie sollten sich sagen, daß es besser ist, spät umzujatteln, als ewig auf verlorenem Posten zu stehen, nichts zu leisten und sich selbst zu zermürben. Wenn sie so weit sind, wird ihnen die Zukunft nicht als Tretmühle, sondern als sonniges Ackerland erscheinen. Sie werden den Augenblick genießen, sie werden sich entspannen und erholen, und sie werden gestärkt zurückkehren, um ihr Steuer einem neuen Ziele zuzudrehen. Zusammenlegung der Ortskrankenkassen Gießen- Stadt und Gießen- Land gescheitert. Die Ausschußmitglieder der beiden Gießener Ortskrankentassen befaßten sich in einer gemeinsamen Sitzung am vergange nen Dienstag mit der Verschmelzung der beiden Krankenkassen zu einer einheitlichen Geschäftsführung und sparsamer Verwaltung. Der kommissarische Geschäftsführer der AOK. GießenLand, Georges, machte dementsprechende Ausführungen und hob als Folgerung der bestehenden Gemeinschaftsarbeit die Vereinigung der Kassen hervor, die gleichzeitig eine wesentliche Ersparnis darstellen würde. Nach längerer Beratung, und nachdem die AOK. Gießen- Stadt einstimmig den Zusammenschluß wünschte, gab Bürgermeister Fendt Hungen für den Ausschuß der AOK. Gießen- Land die Erklärung ab, daß die Arbeitgeber grundsätzlich nicht gegen den Zusammenschluß sind, jedoch ben augenblicklichen Zeitpunkt nicht für geeignet halten. Die Arbeitnehmer waren für eine Verschmelzung der Kassen. Somit sind die Zusammenlegungsverhandlungen als gescheitert zu betrachten. * Der Verfassungstag. Das Polizeiamt teilt mit: Nach Artikel 1 des hessischen Gesetzes vom 20. Juni 1929 ist der Verfassungstag( 11. August) ein staatlich anerkannter Feiertag und Festtag im Sinne des Artikels 139 der Reichsverfassung. An diesem Tag darf ein Geschäftsverkehr nicht stattfinden. * Sonntagsfahrkarten am Verfassungstag. Am Verfassungstag( 11. August) werden von den Bahnhöfen in Hessen u. Baden Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben. Da jedoch in diesem Jahre ,, Gießener Zeitung" Wir gestatten uns, hierdurch zur Kenntnis zu bringen, dass wir die Vertretung für unsere Personenwagen-, Last-, Nutzfahrzeuge und Omnibusse der Firma DR. E. SCHIRMER, GIESSEN Bahnhofstrasse 90-92, Fernruf 41 4100 übertragen haben. Die Firma steht zu Auskünften, Angeboten und Probefahrten jederzeit zur Verfügung. Alle Werkstättenarbeiten werden weiterhin von der Firma Neils& Kraft, Giessen, Marburgerstrasse 68, ausgeführt. Wir bitten höflichst, die Dienste beider Firmen bei Bedarf in Anspruch zu nehmen. Daimler- Benz Aktiengellschaft Stuttgart- Untertürkheim der 11. August auf einen Montag fällt, so gelten die in Baden und Hessen ausgegebenen Sonntagsrückfahrkarten zur Hinfahrt: am Samstag, den 9. August, von 12 Uhr an, am Sonntag, den 10. August, und am Montag, den 11. August; zur Rückfahrt: am Sonntag, den 10. August, am Monntag, den 11. August, und am Dienstag, den 12. August, bis 9 Uhr. In Preußen und Bayern ist der Verfassungstag fein gesetzlicher Feiertag; die in Preußen und Bayern gelegenen Bahnhöfe dürfen daher zum Verfassungstag auch keine Sonntagsrüdfahrkarten ausgeben. * Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen- Land. Die für den Monat Juni noch ausstehenden Krankenkassen- und Arbeitslosenversicherungs- Beiträge können bis zum 1. August ohne Kosten gezahlt werden. * Deff entlicher Vortrag. Herr Prof. Otfried Praetorius: Darmstadt spricht am Samstag vormittag, 11,15 Uhr, im LiebigMuseum auf Einladung der Gesellschaft Liebig- Museum über , Vorfahren, Nachkommen u. Sippschaft von Justus von Liebig". Anschließend findet eine Mitgliederversammlung der Gesellschaft statt. * Lahnregatta. Der Wassersportverein„ Hellas" bringt am morgigen Sonntag die Lahn- Herbstregatta des Süddeutschen Ruderverbandes zur Durchführung. Die Rennstrecke befindet sich vom Wehr bis zum Felsen( oberhalb Rübsamen). * Vogelsberger Höhen- Club. Sonntag, den 27. Juli, Rimbergfeier. Abfahrt nach Marburg 6,42 Uhr. * Männer- Turnverein. Turngang nach Bad Salzhausen am kommenden Sonntag, den 27. Juli. Abfahrt 8,21 Uhr nach Nidda. Eine außerordentliche Generalver* Cp. gg. 1900 d. 3. Nr. 59. * Milch auch in der Reisezeit. Ein Glas Milch, je nach der Jahreszeit balt oder warm, erfrischt jeden, der durstig danach greift, und gibt ihm neue Spannkraft. Die Zeiten, in denen man das Milchtrinken den Kinder und Schwachen überließ, sind vorüber. Heute hat sich die Erkenntnis vom Wert und Wohlgeschmack der Milch bereits in allen Volks- und Altersschichten durchgesetzt, und täglich wächst die Zahl derer, die regelmäßig Milch genießen. Eine wirksame Förderung des Verbrauches von Milch ist zu erwarten, wenn vermehrte Gelegenheit zum Genuß geschaffen wird. Die Errichtung von Milchstuben oder Milchhäuschen in ansprechender Form an Ausflugsorten, Schulen, Sportplätzen und Fabriken tragen diesem Gedanken Rechnung. Von besonderer Bedeutung ist, auch dem reisenden Publikum Gelegenheit zum Genuß von Milch zu geben. Diese wichtige Aufgabe fällt gerade den fahrbaren Milchwagen zu. Die leichte Beweglichkeit dieser Wagen, die ein Aufstellen überall dort gestatten, wo zu bestimmten Zeiten, wie bei gröBeren sportlichen Veranstaltungen usw., erhöhte Nachfrage nach Trinkmilch besteht, läßt erhoffen, daß auch die Indienststellung von fahrbaren Milchwagen zur Hebung des Absatzes der Milch beitragen möge. Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( A. v. D.), Die Straßensperre auf der Strecke Echzell bis Straße Berstadt- Wölfersheim wird ab 28. Juli 1930 aufgehoben. Die Straßensperre auf der Strecke Großen- Linden- Langgöns wird ab 29. Juli 1930 aufgehoben. fammlung findet heute abend um 9 Uhr in der Gastwirtschaft Universal- Reichssteuer- Kassebücher Boller statt. Das Goethische Nichts- und Anti- Wissen. müssen. So aber war für Werther nicht die geringste Aussicht Von Eugen Dühring. Wenn für groß geltende Dichter, die aber eigentlich nur im Philinentypus zu Hause sind, ihre verbrecherische Fancyweisheit austramen, dann beirrt und stört dieses unheilvolle Gewebe von Trug leicht den einfachen Sinn, der sich durch die hohlen Phrasen einnehmen läßt. Um dem zu begegnen, muß man gleich im Anfang einsetzen. Dieser Faust- Goethe spreizt sich im Lehnstuhl, als wenn er alles mögliche Wissen hinter sich hätte. Er schmäht die Logik, die ihm natürlich für sein Gebahren unbequem ist. Er tut so, als wollte er alles ergründen, arbeitet aber im Gegenteil daraufhin, alles zu umdunkeln. Er hat sich der Magie ergeben, d. h. dem Gegenteil von allem deutlichen und klaren Wissen. Er will hinter Geheimnisse kommen und verliert dabei den Boden der Wirklichkeit. Vergegenwärtigen wir uns, so widerwärtig es auch ist, seine Gretchenberückung. Da bekommt die Mutter einen so starten Schlaftrunk, daß sie nie wieder erwacht. Aber auch Gretchen selbst fällt dem teuflischen Schicksal anheim. Sie wird wegen Kindesmord hingerichtet, und so ist die Tochter wie die Mutter auf ewig dahin und ein Opfer der niederträchtigen Faustbünste. Auch der Bruder ist im Zweikampf, und zwar nur mit Hilfe des Teufels, erstochen. Die ganze Familie Gretchens ist auf diese Weise durch Faust gemordet. Das ist der Dank des Teufelsgenossen für alles Gute und Liebe, was ihm gretgenseitig allzu vertrauensvoll zuteil geworden. Dieser Ueberwisserich Faust hat noch nicht gelernt, was ein ordentlich erzogener Junge schon in der Schule sich zueigen machen muß. Dieser Goethe steht vielmehr noch auf dem Standpunkt des Ptolemäus und sagt demgemäß:„ Ein jeder Mann hat seinen Wurm, Copernicus den seinen." Das ist in der Tat eine nette Bescherung, diese Absage Goethes an den einigen großen Fortschritt des Wissens, an das Copernicanische System. Dabei fancyt Goethe lustig darauf los und brodt einen zweiten Teil ,, Faust" mit feiner Einsicht, aber viel Behagen, weitläufig ein. Wie er sich dabei auch gegen Byron vergeht, ist längst dargetan. Jetzt haben wir nur noch die Wertherei zu beleuchten, die eim gar leichtfertiges Stückchen ist. Jerusalem ist der wahre Name Werthers. Nebenbei bemerkt ist er ein blonder Jünglimg von etwa fünfundzwanzig Jahren, von Beruf im diplomatischen Fach zu Wetzlar tätig. Er hat das Unglück, die Elisabeth Herdt kennen zu lernen und sich in sie derartig zu Derlieben, daß keine Auswege, die er einschlägt, ihn von der Fascination freimachen. Wäre das Weib neutral gewesen und nicht schon verheiratet, so hätten Werther und Herdt sich bezüglich des Weibes einigen oder um sie miteinander fämpfen am vorhanden, zu seinem Ziel zu gelangen. Diese Art individuell fixierten Geschlechtsreizes, der sich nicht mehr losreißen kann, ist ein Armutszeugnis für den menschlichen Verstand, der dabei in die Brüche geht. Die Macht des Gemüts und des bloßen Gefühls ist dabei das Herrschende und nimmt dem Menschen sozusagen das Leben. Häßlich, daß auch noch die Bemühung um Pistolen ein erkünstelter Akt ist. Der Selbstmord ist unter diesen Umständen nichts Ueberraschendes; aber Goethe hat noch anderthalb Jahr gewartet, ehe er sein Fancymachwerk, Wertherschrift, herausgab. Dann sollten sich in Weimar die Herren, die das Wertherspiel mitmachten, denen aber der Wertherfrack als zu teuer über ihre Mittel ging, aus Staatsgeldern helfen lassen. So kam der allgemeine Wertherrummel zu Stande. Diesem leichtfertigen Goethe kam es allein darauf an, mit seiner Wertherschrift recht großes Aufsehen zu machen, bis zu den Chinesen hin. Das hat er erreicht, und sogar der alte Napoleon ist von der Wertherschrift gewissermaßen beirrt worden, indem er sie fast für bare Münze nahm, obwohl er daran Wesentliches auszusehen hatte. Das Schlimmste bei Goethe war und blieb seine föhlergläubige Auflehnung gegen die Wissenschaft. Er ist der antiwissenschaftliche Dichter par excellence und gegen alle Freiheit und Aufklärung verschworen. Darum hat man sich vor allem zu hüten, was von ihm direkt oder indirekt ausgegangen. Zu der Teufelsgenossenschaft wäre es nie gekommen, hätte sie nicht im eigensten Goethischen Charakter selbst gelegen. Antimoral und Antiwissen vertragen und verkuppeln sich nur zu leicht. Solcher Dichtergebahrung wie der Goethischen gegenüber muß man vor beidem stets auf der Hut bleiben. Das gestörte natürliche Menschenrecht will gegen dichtelnde Ungebühr ausdrüdlich gewahrt sein, und darum haben wir den Philinen- Goethe als das gezeigt, was er ist- als einen Fälscher von Wissen und Leben, einen sittenwidrigen Charaktermenschen. Gesunde Ferientage! Prof. Dr. Erich Leschke- Berlin. Tief in der menschlichen Persönlichkeit verankert ist der Reise- und Wandertrieb. Aber wie jede Triebbefriedigung Gefahren in sich birgt, so auch das Wandern und Reisen. Die erste Gefahr droht schon in der falschen Einstellung zu dem, was man mit der Reise erreichen will. Man soll sein Reiseziel und dessen Erfüllung nicht allein seinen finanziellen, sondern seinen körperlichen und geistigen Kräften anpassen. Der Ruhe und Erholungsbedürftige soll nicht anstrengende Wanderungen und Bergtouren unternehmen, der vom Lärm der Großstadt Ermüdete nicht geräuschvolle Badeorte aufsuchen oder jeine Erholungszeit lediglich zur Befriedigung seines Bildungshungers mit Städtereisen ausfüllen. Albin Klein, Giessen, Südanlage 21. liefert billigst Oberstes Ziel und Gesetz des Reisens seien Ferien vom Ich, d. h. Ausspannung vom Beruf, neue Umgebung, ausgleichende, aber schonende Uebung vernachlässigter Kräfte des seelischen Erlebens und der körperlichen Betätigung. Nie vergesse man, daß der Klimawechsel ebenso gesundheitsfördend wie auch anstrengend ist, anstrengend so lange, bis der Körper sich gewöhnt, sich afklimatisiert hat. Die Unterschiede des Luftdruces, die stärkere Wirkung nicht nur der sichtbaren Sonnenstrahlen, sondern auch der unsichtbaren ultravioletten und ultraroten Strahlen des Sonnenlichts, die eben erst erforschte Höhenstrahlung, der Reiz der bewegten Luft, der Salzund Feuchtigkeitsgehalt der Meeresluft und noch andere Fattoren mehr bedeuten für den Körper Reize, die ihm heilsam sind, an die er sich aber erst gewöhnen muß und die bei Ueberdosierung schaden können. Viele merken diese Wirkung daran, daß sie sich in den ersten Tagen in ihrer Sommerfrische abgespannt und müde fühlen, oder daß sie reizbarer sind und schlechter schlafen. Nichts würde pertehrter und schädlicher sein, als diese Warnung zu überhöret und in falschem Heldentum seinem Körper sofort alle möglichen Anstrengungen zuzumuten. m Meere Eine zu starke Besonnung, sei es am Meere oder in den Bergen, führt nicht allein zu Hautverbrennungen, sondern kann auch schlummernde Infektionen zum Aufflammen bringen. Das gleiche gilt für den Reiz der bewegten Luft. Menschen, die ihr Leben im Zimmer verbringen, sind nicht so abgehärtet, wie der Bauer, der Forstmann, der Seemann oder der Gebirgs: bewohner. Es würde törichter Ehrgeiz sein, es vom ersten Tage an diesen gleichtun zu wollen. Auch hierzu muß der Körper erst langsam gewöhnt werden. Gerade hierbei spielt die Bekleidungsfrage eine wichtige Rolle, die vielfach unterschätzt wird. Es ist kein Zufall, daß viele Menschen sich im Sommer leichter erkälten, als im Winter, weil der Körper auf geringe Temperaturunterschiede schwächer reagiert und sich darum auch schwächer gegen sie wehrt, als gegen starke und brüske. Die abendlichen Abkühlungen erfordern darum ebenso wie die Witterungsumschläge gerade im Sommer eine wärmere Beklei= dung, die man nicht zu Hause lassen darf in der falschen Hoffnung auf unverändert schönes und warmes Wetter. nicht - Die Unterschiede des Luftdrucks stellen gleichfalls nur für ältere Menschen und solche mit erhöhtem Blutdrud einen Faktor dar, an den man sich erst gewöhnen muß. Es empfiehlt sich daher die Reise in höhere Gebingslagen zweds langfamer Gewöhnung an die dünnere Luft der Berge, möglichst in zwei Etappen zu machen, und dort angekommen, sich in den ersten Tagen ruhig zu verhalten. Junge Leute fündigen gerade hierin leicht und schädigen ihr Herz in unabsehbarer Weise, indem sie nicht schnell genug nach der Ankunft die schwierigsten Gipfel zu stürmen versuchen. Samstag, den 26. Juli 1930. Aus Nah und Fern. Wiesed bei Gießen. Der Gemeindevoranschlag für das Rechnungsjahr 1930 liegt bis zum 31. Juli ds. Js. auf der hiesigen Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Londorf( Kr. Gießen). Bei Londorf findet am fommenden Sonntag und Montag das 4. Reit- und Fahr turnier des Ländlichen Reit- und Fahr- Vereins Rabenau statt, das eine zahlreiche Beteiligung der Reit- und Fahrvereine von Oberhessen und von dem Marburger Gebiet, sowie von verschiedenen Reichswehrtruppenteilen hat. Kampf um die Mieten. Offenbach. Die Rechtsgültigkeit der von dem Staatsministerium ausgesprochenen Erhöhung der gesetzlichen Miete in der Stadt Offenbach auf 122 Prozent der Friedensmiete mit Rüdwirkung vom 1. April 1929 ab ist durch eine Klage des Mieterschutzvereins gegen die Stadt Ofenbach angefochten worden. Nach Mitteilung der Vertreter der Stadt, hat das Landgericht Darmstadt am 22. Juli 1930 die Klage des Mieterschutzvereins abgewiesen. Das 600jährige Darmstadt. Darmstadt. Die Stadt Darmstadt feierte am Mittwoch ihr 600jähriges Stadtjubiläum. In Anbetracht der schwierigen Zeitverhältnisse hatte man von größeren Feierlichkeiten abgesehen. Mittags fand in dem einfach mit Blumen und Grün geschmückten Saal des Rathauses die Festsitzung des Stadtrates statt. In seiner Festansprache gab Oberbürgermeister Müller ein Bild der Entwicklung der Stadt Darmstadt. Nach dem Festakt gedachte Minister Korell in mitfühlenden Worten der Opfer des Koblenzer Unglücks. Unter den auswärtigen Besuchern befinden sich etwa 600 hessische Amerikaner, die ihre alte Heimatstadt aufsuchten und ihre Glückwünsche überbracht haben. Der Reichspräsident hat aus dem festlichen Anlaß an Oberbürgermeister Müller ein Glüdwunschtelegramm gesandt. ,, Gießener Zeitung" Kassenschrank heraus. Es fielen ihnen etwa 800 Mark Bargeld in die Hände. Weiter ließen sie mitgehen einen Verrechnungsscheck Nr. 004014 über 2400 Mark, einen Barscheck Nr. 641, einen weiteren Barscheck über 25 Mark. Als am frühen Morgen ein Kriminalbeamter von Straßenpassanten auf drei Wanderburschen als die vermeintlichen Täter aufmerksam gemacht wurde, rief er diese an und machte von der Schußwaffe Gebrauch, als sie fliehen wollten. Limburg. Durch einen Messerstich erheblich verletzt wurde nachts ein junger Kaufmann von hier. Der Verletzte mußte ins nommen. Frankfurt a. M. Ein festlicher Empfang ist für die Mitglieder der Steuben- Gesellschaft vorgesehen. Die New Yorker Goethe- Loge trifft am 5. August hier ein. Hanau a. M. Hanau steht schon voll und ganz im Zeichen des 34. Mittelrheinischen Kreisturnfestes als dessen Auftakt am heutigen Samstag, 26. Juli, das Gauturnfest des Gaues MainOffenbach- Hanau beginnt. Im herrlich gelegenen Kurort Wilhelmsbad ist ein ideales Festgelände geschaffen, auf dem bereits am Samstag nachmittag das Fechten und das Vereinswetturnen beginnt. Auf dem Altstädter Marktplatz in Hanau wird dann abends 7 Uhr das Gaufest feierlich eröffnet. Der Sonntag vormittag gehört den Wettkämpfen. Nachmittags findet ein Ausmarsch sämtlicher aktiven Turner und Turnerinnen aus Hanau über Kesselstadt nach Wilhelmsbad statt, um dort mit großen Massendarbietungen eine gewaltige turnerische Kundgebung zu erzielen. Autostraße auf den Kreuzberg. Bischofsheim( Rhön). Im Anschluß an die Erschließung der Rhön durch landwirtschaftliche Kulturwege wird seit einigen Jahren auch die Erbauung einer Auto- und Verkehrsstraße von Bischofsheim zum Kreuzberg verfochten, die jetzt greifbare Gestalt annimmt. Das Projekt ist auf 200 000 Mark veranschlagt. Da die Kosten anteilig auf die interessierten Gemeinden unter Beteiligung des Staates umgelegt werden sollen, war die ZuMainz. Gesperrt wird die Hindenburgbrücke ab 1. Auguſt ſtimmung der verschiedenen Interessenten notwendig. Diese ist für den Verkehr mit Landfuhrwerken. Wetzlar. Der Kampf um das neue Schlachthaus in Wetzlat hat zu einem heftigen Konflikt zwischen Stadtverwaltung und Metzger Jnnung geführt. Um die hohen Abgaben zu umgehen, beziehen die Metzger Fleisch- und Wurstwaren von auswärts. Das von auswärts bezogene Fleisch verkaufen die Wetzbarer Metzger um 20 Pfg. das Pfund billiger als das Fleisch von in Wetzlar geschlachteten Tieren. Goldfelder im Westerwald? - Herborn. Nicht weit von Herborn liegt der Ort Schönbach, und man spricht von Goldvorkommen in der Schönbacher Gemarkung. Dort lebt ein alter Steiger, der seit Jahren das Gelände bei Schönbach geschürft hat und wertvolle Erze fand, auch goldhaltige Erze. Er hat diese Erze einem staatlichen Institut in Hambung eingesandt, welches eine Analyse gemacht hat. Das Resultat derselben soll ein sehr gutes gewesen sein; auf 10 Tonnen käme so verlautet ein Goldgehalt im Werte von 1650 Mart. Das„ Goldfeld" ist das Terrain der sogenannten Hitschwiese. Drei Proben sind in einem Abstand von 500 Metern dem Boden entnommen worden und diese haben bei der Analyse das vorgenannte Ergebnis gebracht. Es soll sich auch bereits ein Konsortium gebildet haben, mit welchem wegen der Ausbeutung Verhandlungen im Gange sind. Etwa 800 000 Mark wären erforderlich, um die Goldförderung im Gang zu bringen. Der Kopf des Grubenfeldes ist ein Lavabasaltbruch. Einbruch in einen Güterbahnhof. Dillenburg. In der Nacht zum Mittwoch drangen Einbrecher in die Diensträume der Güterabfertigung ein. Im Kassenraum durchwühlten sie sämtliche Schränke und versuchten mit Schwarzpulver und Zündschnur den Kassenschrank sowie einen Wandtresor zu sprengen. Zuvor statteten die Einbrecher einem Goldwarengeschäft einen Besuch ab. Von den Tätern fehlt jede Spur. Ein verwegener Einbruch. Marburg, 25.7. Ein verwegener Einbruch wurde hier in der vergangenen Nacht in die Kasse des Kreisbahnhofs ausgeführt. Die Täter holten einen etwa 4 Zentner schweren jetzt erfolgt. Hunderte Weinstöcke durch einen abstürzenden Felsblock zerstört. Traben- Trarbach( Bez. Koblenz). Bei Rißbach löste sich von einer Bergfuppe ein etwa 100 Zentner schwerer Felsblock, rollte durch die Weinberge und zersprang auf der Straße, so daß der Verkehr bis zur Beseitigung des Hindernisses auf längere Zeit eingestellt werden mußte. Der Weg, den der Block in den Weinberg genommen hatte, ist deutlich erkennbar durch Hunderte zerstörter und zerbrochener Weinstöcke. Holle. Verhaftet wurde der Stadtbankdirektor Berger, der nach Veruntreuungen von 7 Millionen Reichsmark nach Glogau Krankenhaus gebracht werden. Der Messerheld wurde festge= geflohen war. Das 62. Todesopfer in Lübeck. Lübec, 25. 7. Die Zahl der Todesopfer hat sich auf 62 erhöht. 67 Säuglinge sind noch krank. 1 000 Jahre Scholle. Bozen. In Kardaun bei Bozen ist der Bauer Zelger, dessen Hof seit dem Jahre 920 in ununterbrochener Reihenfolge im Besitz der gleichen Familie war, gestorben. Mercedes- Benz- Sieg im„ Großen Kreis von Irland". Das Rennen um den„ Großen Preis von Irland", das am 18. und 19. Juli d. J. auf einer 6,9 km langen Rundstrecke bei Dublin zum Austrag gelangte, hat der Marke Mercedes- Benz einen neuen großen Erfolg gebracht. Caracciola- Berlin wurde mit seinem ,, SS"-Wagen gegen stärkste internationale Konturrenz überlegener Sieger und beendete das über 482 km führende Rennen in neuer Rekordzeit mit einem Stundendurchschnitt von 136,7 km. An dem Rennen nahmen noch zwei weitere MercedesBenz- Wagen teil, die gleichfalls ausgezeichnet abschneiden konnten: Earl Howe belegte mit seinem„ SS"-Wagen den dritten Platz, während der bekannte Weltrekordfahrer Capt. Campbell auf ,, SG" als Fünfter durchs Ziel ging. Das Rennen wurde als Handicap ausgetragen, wobei die MercedesBenz- Wagen den übrigen Konkurrenten Vorgaben bis zu 3% iges Geld Olympia für Eigenheim und Hypothekenablösung erhalten Sie nach angemessener Warte99 zeit von der Wirtschaftshilfe" A.-G. für Verwaltung und Finanzierung, Frankfurt a. M., Weserstr. 22. Fordern Sie Drucksachen gegen Einsendung von RM 0.50. SCHREIBMASCHINE Europa Schreibmaschinen A. G. Nr. 59. 124 km zu leisten hatten. Caracciola gelang es jedoch, im Laufe des Rennens alle andern zu überholen und auch die schnellste Runde mit einem Durchschnitt von 141,5 Std./km zu fahren. Da sämtliche Mercedes- Benz- Fahrer sich unter den Siegern placieren konnten, gewann Mercedes- Benz außerdem den Mannschaftspreis als höchste Auszeichnung für Zuverlässigkeit und Qualität. Dieser neue Mercedes- Benz- Erfolg hat vor allem in England in Erinnerung an den Sieg Caracciolas bei der letztjährigen Tourist Trophy achtung gefunden. - außerordentliche BeSchafflers Wettervorhersage für den Monat August 1930. Im großen und ganzen normaler Sommermonat, wenig ge= witterreich. In der ersten Hälfte anfänglich ment heiter, angenehm, nicht übermäßig heiß. Um den 9. August vorübergehend Temperaturfall, dann starkes Ansteigen der Temperatur. Höchsttemperaturen des Monats zwischen dem 11. und 14. August. Um die Mitte des Monais engbegrenzte Gewitterherde. Die zweite Hälfte des Monats ebenfalls sommerlich, im ganzen jedoch etwas kühler wie in der ersten Monatshälfte, mäßiger Niederschlag. Erst in den letzten Monatstagen ist mit einer Zunahme der Regenfälle zu rechen. Für den Monat September 1930. Erste Hälfte vielfach trüb, veränderlich, feucht, dann Besserung, Schönwetter, trocken und warm. In der 4. Woche Verschlechterung, doch nicht von langer Dauer. Zwische 26. und 28. Schönwetterlage. Um den 29. September Gewitter, wahrscheinlich Sturm, mit starkem Temperatursturz. * Frischmilch im Sommer. Von Privatdozent Dr. Bischoff, Rostock. Ein Spaziergang am Strand unseres größten und modernsten medlenburgischen Ostseebades während der jetzigen Hochsaison läßt den aufmerksamen Beobachter bald eine interessante Feststellung machen. Als Erfrischung trinken die Badegäste in ihren Strandkörben Milch, die dort verkauft wird. Tun sie recht daran? Wie kommen sie zu dieser Einstellung? Die Kurgäste handeln durchaus richtig. Die Milch ist gerade im Sommer eines der erfrischendsten Getränke. Ihr angenehmer Geschmack macht sie nicht nur bei der Kinderwelt, sondern auch bei Erwachsenen zu einer beliebten Erfrischung. Den Wettbewerb mit anderen Getränken kann sie voll aufnehmen. Sehr wesentlich ist der Umstand, daß auch bei einem Genuß von größeren Mengen, wie ihn das Durstgefühl bei der großen Sommerhitze oft erfordert, nicht jenes schwere Müdigkeitsgefühl auftriit, das wir z. B. nach Genuß von manchen anderen Getränken beobachten. Auch die lästige schweißtreibende Wirkung fällt beim Genuß selbst größerer Milchmengen fort. Es ist nicht richtig, daß der Genuß von Milch etwa Völlegefühl hinterläßt, selbst Menschen, die an Sodbrennen leiden, vertragen meist Milch erstaunlich gut. Stellt also Milch ein brauchbares und geschätztes Getränk im Sommer dar, so kann sie andererseits auch zu einem wichtigen Ergänzungsnahrungsmittel werden. Ein zweites Frühstück wird in dieser Jahreszeit zumeist aus Butterbrot mit etwas Obst bestehen. Der Genuß von ½ bis ½ Liter Milch erhöht den Nährwert dieser Zwischenmahlzeit ganz wesentlich, ohne aber die Verdauungsorgane merkbar zu be= lasten. Berlin, Breslau, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt a. M., Hamburg. Hannover, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, München, Nürnberg. Stuttgart Direkt vom Lager Gewürzmühle Tüchtige Vertreter überall gesucht! Eilangebot! BETT Nur solche Persönlichkeiten wollen sich melden, die sich durch zähes Arbeiten eine Dauerstellung verschaffen wollen. und Fabrik! Garnitur komplett aus einer prima Qualität, bestehend aus: 2 Bezüge 130/200 cm 4 Kissen 80/80 cm 2 Bettücher 130/225 cm zusammen nur RM. direkt ab Fabrikation sucht tüchtigen, eingef. 18.50 Bertreter Aufgabe Stickerei u. Wäschefabrik Berücksichtigt unsere Inserenten!! Falkenstein im Vogtland Postfach No. 158 Union Heízí Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Bestehen irgendwelche Bedenken gegen den Milchgenuß, wie wir ihn dort am Strande sehen? Durchaus nicht! Die Milch wird dort, nachdem sie unter Verwendung der modernsten Hilfsmittel gewonnen und verarbeitet ist, in Flaschen, olso in hygienisch einwandfreiester Form abgegeben. Neue Bücher. Der freie Rhein. Wenn Sie nach vielen Jahren Ihren Enkelkindern von der Begeisterung und dem millionenfachen Jubel des Jahres 1930 erzählen werden, dann wird die heutige Nummer der„ Hadebeils J. 3." als wertvolle Urkunde von der wiedergewonnenen Freiheit am Rhein zeugen. Die J. 3." für 20 Pfg. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Rechnungs- Vordrucke Verlobungsanzeigen Vermählungskarien Einladungskarten Geburtsanzeigen Besuchsanzeigen Mitgliedskarten Mitgliederlisten Briefumschläge Arbeitszettel Mitteilungen Programme Postkarten Briefbogen Plakate USW. Rafa di der führende deutsche Fahrradschutz, sucht einen Bezirksleiter Es wollen sich gewandte, tüchtige Akquisiteure melden, welche die Radbesitzer zu bearbeiten verstehen. Höchste Provisionen Barauszahlung. $ Ericheint M Bezugspreis 2,40 Rebattionsschluß früh 81 fendung nicht verlangter 43. Jahrg. Molitiich Der Reichpräsident em Chilfe in das Reichsminis jda berufenen Min Batrag. Ferner empfing dejter in Washington, Das Zentralfomitee die Einführung der all Beginn des Rechnungsja and 10 Jahren, und a Mußerdem soll im Rechn hrige Schulpflicht für führt werden, die die No Die Parlamentswa partei, den Liberalen, Renjervativen bereits Rafadi München 8 Rafadihaus Billiges Wohnhaus! Wohnhaus in Gießen, Licherstr. 7, mit 12 3i. Einfahrt, Jahresmiete 1550 RM., Vermögenssteuerwert 27 500 RM., massiv liefert schnell u. billig gebaut, für d. Spottpreis von 12 500 RM., d. Sto onial- u. Fein: au verkaufen. foftbranche an. Bro. Albinklein, Gießen aufwertung, bei c. 7000 RM. fotbrande gg. Brov. Stoblenz- Neuendor. J. Hartkorn& Sohn Südanlage Nr. 21 J. P. Koch, Saarbrücken 3. Union Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketts haben. Die Pariser Polize mer Beratung eines Pr raische Regierung überr Die Lage in Aegr britischen Oberkommiss samtlich nun mit 279 v verwundeten Zivilisten In Westchina isto bisher unter Führung belegt. Die Steigerung des ter je kilogramm auf hat in weiten Kreisen gerufen und den ra anlagt, eine Interpel Kommersession anzuf Der 3700 Tonne Gustav Adolf" ist in Brand geraten und Britischen Dampfer Preuß Berlin, 29. Ju tag der erweiterte Borsiz des Prälat Montag eine vorbe lat Kaas hielt der Lage und den bev preußischen Zentrum eingehend das Verhä Ginen mit großem dann Reichstanzler in den frühen Nachmi fand eine vertraulich statt. Die nächste Part vorgesehen. Auf dieje besondere für den Re Die Rede des Pr 3entrumspartei, vor trums am Dienstag Zentrums für den jeiner Rede auch die legten Tagen vollzoge des Parteiwejens, gla jollen, da man erst die Dr. Hej, der Füh tlärte u. a., daß es f Landtag unmöglich fei ter zufammenzuarbeiter und insbesondere dem wenn mit diesen Kan Schluß gemacht werde nicht möglich jei, jo fo Arüd. Reichstanzler Br esten Jahre ein und Artikels 48 teine bitte ein Mittel zur Erzieh idem Denten darstelle Gemeinjame un Der Parteivorito mittag bejchlossen, gemeiniame Reichsli Dolt"( Christlich- nat tellen. Wie die Minister Schiele