Nr. 32. dung Die die BinReichsbes Ende des ründung die Hin es Realwerden, erheben. im Hin gsgejekes ht vorge von aus Ende 1929 ht einge f( Drud bung der Reichsweiteres eichstages Schweiz. en Jahre Schwei Ausfuhr dere sind iz wieder Sent aller Bagen die Sp Bahlspruch, Herverein e 17. Ge Js.) auf= er Azoren rechtigung ös ausge g- Amerika burg aus: Madeira, und Isle schaftsrei nd für die bürgt der Prospekte Tin W 30, eine ganz Anregung 25 Bobach Preis 1,20 auch alle neue Gar: gende Heft ngen jeder ng fäuflic 7 wiederum und Mäd ben haben, shefte Nr. Ben Mufter . 142: Für nufterbogen. leinigkeiten und Papier Gießen. en ten flüssigen xem Seifen erwachs ar als TE ikel an Gros Krankenhäuse fes, Arzte us forderlich, weil g der Aufträge Niedernfabriken Gaulstrasse 10 sintung hwarenfabr talt 6.m.6. 1) die Union Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Politische Rundschau. Der hessische Landtag tritt Dienstag, den 29. April, zusammen. Im Landtagsgebäude herrscht bereits reges Leben. Botschafter von Dircksen ist über die Osterfeiertage nach Berlin gekommen und hat bei dieser Gelegenheit mit den zuständigen Stellen über die deutsch- russischen Beziehungen ge sprochen. Diese Besprechungen werden voraussichtlich noch bis in die nächste Woche hinein andauern, worauf der Botschafter wieder nach Moskau zurückkehren wird. Die Polizeidirektion München hat die von der KPD. für den 1. Mai geplanten Kundgebungen verboten. Die Belegschaft des Leunawerkes hat es abgelehnt, am 1. Mai zu feiern. 44 v. H. der Belegschaft stimmten für, 46 v. H. gegen die Arbeitsruhe. 10 v. H. haben nicht abgestimmt. Reichskanzler Dr. Brüning hat seine angekündigte Rede in Breslau auf den 9. Mai verschoben. In der Berliner Metallindustrie ist jetzt von der Arbeitnehmer- Organisation der Rahmentarif gekündigt worden, der im wesentlichen Fragen der Arbeitszeit, der Ueberstundenbezahlung und des Urlaubs enthält. Am Freitag ist der neue Berliner Nuntius, Monsignore Cejare Orsenigo, am Anhalter Bahnhof in Berlin eingetroffen. In Lemberg wurde neuerdings eine ukrainische Kampforganisation aufgedeckt, die verschiedene Sprengstoffanschläge vor: bereitet hatte. Die Polizei verhaftete in Lemberg zwölf Personen, bei denen Handgranaten, Sprengstoffe und verbotene Drudschriften beschlagnahmt wurden. Eine Verschwörung in Peru wurde aufgedeckt. Ueber verschiedene Departements hat die Regierung den Ausnahmezustand verhängt. General Jen- Si- Schan, der Ministerpräsident der chinesischen Nordregierung, hat Marschall Feng zum Oberbefehlshaber jämt= licher Nordstreitkräfte ernannt. Weltrevolution 1932. Die lettische Polizei nahm in den letzten Tagen in Riga, Libau und anderen Städten Lettlands zahlreiche Verhaftungen von Kommunisten vor. Aus den beschlagnahmten Schriftstüden geht hervor, daß die kommunistische Internationale einen " Fünf- Jahr- Plan zur Borbereitung der Weltrevolution“ nach dem Vorbild des russischen Wirtschaftsplans aufgestellt hat, bis 1932 durchgeführt werden soll. Agenten mit den gleichen Aufträgen sollen nach allen Ländern entsandt worden sein. Der Diten danft. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 26. April 1930 Englands Faust über Indien. Bombay, 25. April. In den Goldbergwerken von Doregaum im Staate Mysore, wo der Streik der Bergarbeiter be= reits wiederholt zu blutigen Zusammenstößen geführt hat, tam es erneut zu Unruhen, bei denen 20 indische Bergarbeiter ge= tötet oder schwer verletzt wurden. Die Menge war in das zur Balaghatgrube gehörige Terrain eingedrungen und bewarf die Polizisten, die sich ihr entgegenstellten, mit Steinen. Als der Aufforderung der Polizei, auseinanderzugehen, nicht Folge ge= leistet wurde, befahl der Kommandant, Feuer zu geben. Die Menge stob dann auseinander, 20 Tote und Verletzte auf dem Plazze lassend. Jm ganzen Bezirk sind die Läden aus Furcht vor Plünderungen geschlossen, und eingeborene Soldaten patrouillieren in den Straßen. Einer Hungerkatastrophe gehen die Einwohner der chinesischen Provinz Schansi entgegen. Nach alarmierenden Nachrichten sind bereits zwei Millionen Menschen in der Gegend von Sianfu verhungert. Auf den Straßen liegen ungezählt Tote. Alle Verkehrsmittel sind lahmgelegt. Frauen und Mädchen wurden in großer Zahl nach anderen Gebieten verkauft und zahlreiche Fälle von Kannibalismus werden gemeldet. Menschenhandel in Desterreich. Wien, 25. 4. Die österreichische Regierung hat, wie die ,, Neue Freie Presse" meldet, mit dem französischen Auswandererkomitee ein Abkommen getroffen, wonach 15 000 österreichische Erdarbeiter vermittelt werden sollen. Für die Auswanderung kommen nur Männer in Betracht, die Mitnahme von Frauen ist ausge= schlossen. Der goldene Federhalter von Locarno verschwunden. Paris, 24. April. Der goldene Federhalter, mit dem der Vertrag von Locarno unterzeichnet wurde, der die Form eines Gänsekiels hatte, und den der Gemeinderat von Locarno leihweise der Stadt Haag für ihre Friedensausstellung überlassen hatte, ist dort spurlos verschwunden. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 33 Kommunalisierung des Bodens? Der Referentenentwurf eines ,, Baulandgesetzes". Das Reichsarbeitsministerium hat in Nr. 5 des„ Reichsarbeitsblatts"( Jahrgang 1930) einen vorläufen unverbindlichen Referentenentwurf für ein Gesetz über die Erschließung und Beschaffung von Baugelände( Baulandgesetz) veröffentlicht. Dieser Referentenentwurf ist letzten Endes nichts anderes als ein erster amtlicher Versuch, die Wünsche des Bun des Deutscher Bodenreformer in die Wirklichkeit umzusetzen. Es wirkt geradezu grotest, daß ein Gesetz gegen die privatkapitalistische Terrainspekulation in einer Zeit geschaffen werden soll, in der es private Bodenspekulanten so gut wie überhaupt nicht mehr gibt. Schon seit Jahren ist die privatkapitalistische Bodenspekulation von der kommunalen verdrängt. Ein Beispiel dafür liefern die zahlreichen und großen Grundstüdstransaktionen der Stadt Berlin in der Aera Böß- Busch. Die kommunale Terrainspekulation noch durch gesetzliche Maßnahmen zu unterstützen, war das Ziel des vom bodenrefor merischen ,, Ständigen Beirat für Heimstättenwesen beim Reichsarbeitsministerium" ausgearbeiteten ,, Wohnheimstättengesetzentwurfs". Seine Bestimmungen bedeuten eine für die gesamte deutsche Wirtschaft untragbare Begünstigung der Kommunen und eine gen Himmel schreiende Entrechtung der Privateigentümer von Grund und Boden. Angesichts dieser Tatsachen braucht es wahrhaftig nicht wunderzunehmen, daß unentwegte Kommunalsozialisten à la Oberbürgermeister Dr. Belian den Entwurf des„ Ständigen Beirats für Heimstättenwesen beim Reichsarbeitsministerium" als hervorragend bezeichnen. Gottseidank gibt es aber in Deutschland auch noch Kommunalpolitiker, die den Erfordernissen der Wirtschaft Verständnis ent= gegenbringen. Oberbürgermeister Dr. Jarres( Duisbug) und Oberbürgermeister Bracht( Essen) haben gerade das„ Meisterwerk" des Dr. H. c. Damaschke als äußerst gefährlich bezeichnet. Daß auch die Reichsregierung den„ Wohnheimstättengesetzentwurf" der Privatinstitution des Herrn Damaschte, des ,, Ständigen Beirats für Heimstättenwesen beim Reichsarbeitsministe= rium", für nicht geeignet hält, ihn zum Gesetz zu erheben, geht Deutsche Reparationslieferung an Frankreich. aus der Tatsache hervor, daß das Reichsarbeitsministerium Paris, 25. 4. Ein Schwimmbod von 42 000 Tonnen, das von Deutschland auf Reparationskonto geliefert worden ist, traf am Donnerstag in Rouen ein. Verhaftung des Stuttgarter Attentäters. Der Händler Karl Staengle, der einen tätlichen Angriff auf den württembergischen Justizminister Dr. Beyerle begangen hat, konnte von der Kriminalpolizei in Ulm a. d. D. verhaftet werden. Die Präsidenten der Landwirtschaftskammern von Dit Licht und Schatten der Erwerbslosenfürsorge. preußen, Grenzmark Posen, Westpreußen, Niederschlesien, Pommern und Brandenburg haben an den Reichsernährungsminister Schiele ein Schreiben gerichtet, indem sie diesem, dem ge= samten Rabiett und dem Reichspräsidenten von Hindenburg ihren Dank für die Maßnahmen aussprechen, die zur Hilfeleistung der Landwirtschaft der östlichen Gebiete ergriffen worben And. Hugenbergs erwarteter„ Sieg“. Berlin, 25. 4. Nach fast neunstündigen Verhandlungen nahm heute in später Abendstunde der Parteivorstand der Deutschnationalen Volkspartei mit mehr als Vierfünftelmehrheit eine Entschließung an, in der u. a. erklärt wird: Der Parteivorstand spricht dem Parteivorsitzenden Hugenberg und dem Vorsitzenden der Reichstagsfraktion, Dr. Oberfohren, seinen Dank für ihr unbeirrtes Festhalten an den auf dem Kasseler Parteitag und in der Vorstandssitzung vom 8. April ausgestellten Zielen und Richtlinien aus. Er hält es für selbstverständlich, daß sie die Führung von Partei und Frattion feinesfalls vor Ablauf der Wahlzeit aufgeben. In der Entschließung wird weiter noch einmal die oppositionelle Stellung der Partei zum gegenwärtigen Kabinett betont. Die Streifende überfallen Arbeitswillige. Am Donnerstagabend kam es in Jie hoe zu schweren Ausschreitungen streikender Arbeiter gegen Arbeitswillige. Belegschaft der Pumpwerke Siemens und Hinsch in Jhehoe befindet sich im Streit. Als eine Anzahl Arbeitswilliger einen in der Umgebung von Jhehoe wohnenden Kollegen über das freie Feld nach Hause begleiten wollte, fielen etwa 25 Streikende, die ihnen aufgelauert hatten, mit dicen Knüppeln und Steinen über sie her. Von der Fabrik wurde der Ueberfall bemerkt, und weitere Arbeitswillige eilten den bedrängten Kameraden zu Hilfe. Auch sie wurden jedoch mit blutigen Köpfen abgeschlagen. Im ganzen sind sieben der überfallenen Arbeiter schwer verletzt worden. Gegen die Streikenden, die zum Teil erkannt worden sind, ist Strafantrag wegen Landfriedensbruch gestellt worden. Aus dem Ruhrgebiet wird uns geschrieben: Es ist zweifellos als ein Fortschritt zu werten, daß durch Unterstützung Erwerbsloser versucht wird, allzu große Härten im Wettbewerb um die Verdienstmöglichkeiten zu vermeiden. Aber es erscheint selbstverständlich, daß man dabei nicht soweit gehen darf, den gesunden Wettbewerb auszuschalten, der sich normalerweise in einer Steigerung der Leistungsfähigkeit aus= wirft. Denn je höher die Leistungen der Erwerbslosenfürsorge sind, um so eher wird der Arbeitsunlustige, der im freien Wett bewerb zur Arbeit gezwungen wäre, auf die Arbeit verzichten. Daß solche Ueberlegungen nicht nur Therorie sind, sondern durch die tatsächliche Entwicklung immer wieder bestätigt werden, zeigen zwei Vorkommnisse auf einer Zeche unseres Reviers. Als dort wegen Absatzmangels einem Hauer zum 1. März er wurde ausgewählt, weil er sich gekündigt werden sollte als wenig leistungsfähig herausgestellt hatte protestierte dieser zunächst gegen die Kündigung, weil er sieben Kinder zu versorgen habe. Als man ihm daraufhin anbot, die Kündigung zurückzunehmen, erklärte er sich nicht etwa freiwillig damit einverstanden, sondern bat um einige Tage Bedentzeit, um die Angelegenheit erst mit seiner Frau zu beraten. Trotzdem nahm ble Zechenverwaltung die Kündigung zurüd. - - Daß das Unterstützungssystem ohne Arbeitszwang nicht nur zu einer Verminderung des Verantwortungsgefühls des einzelnen gegenüber sich selbst und seiner Familie, sondern auch zur ausgesprochenen Verantwortungslosigkeit führen kann, beweist folgendes Vorkommnis auf derselben Zeche. Ein Gedingeschlepper bat, daß man ihn an Stelle eines an= deren, zum 1. April gekündigten Arbeiters, entlassen möge, da seine Alimentationsverpflichtungen den größten Teil seines Lohnes in Anspruch nähmen. Er wollte sich also auf diese Weise nicht nur seinen Verpflichtungen entziehen, sondern sie den öffentlichen Wohlfahrtseinrichtungen zuschieben. Es wurde ihm empfohlen, freiwillig seine Arbeitsstelle aufzugeben, was er ablehnte, weil er dann keine Unterstützung bekäme. Diese negative Seite der Arbeitslosenunterstützung sollte um so mehr zu denken geben, als die Höhe der Beiträge für die Arbeitnehmer und die gesamte Wirtschaft eine faum tragbare Last darstellt. einen Referentenentwurf ausgearbeitet hat, der nunmehr als ein vorläufiger und unverbindlicher veröffentlicht ist. Dieser Referentenentwurf wird nicht nur der privaten Wirtschaft, sondern auch den Kommunen keine Freude machen. Er zerfällt in sechs Abschnitte: 3wed des Gesetzes, Geländeerschließung, Anliegerleistungen, Bodenbeschaffung, Entschädigung, Schlußbestimmungen, und umfaßt nicht weniger als 72 Paragraphen. Nach dem Entwurf haben die Gemeinden die Bodenbenutzung und Besiedlung ihres Gebiets zwedentspre chend zu regeln und den für die Zwede der Wohnungswirtschaft benötigten Grund und Boden zu beschaffen. Diese Bestimmung des Baulandgesezentwurfes ist tautschutartig, und es wird dringend notwendig sein, die Aufgaben der Kommunen auf Grund des Baulandgesezes scharf zu umgrenzen. Dies dürfte nicht nur im Interesse der privaten Wirtschaft lie= gen, sondern zugleich auch in dem der Kommunen, und insbesondere würde dadurch etwaige Leerlaufarbeit von vornherein vermieden werden. Auf Grund des Baulandgesehentwurfes fönnen Nugungspläne der Gemeinden, welche die für das Wohnen, den Verkehr, die Industrie und das Kleingewerbe, die Land- und Forstwirtschaft und den Kleingartenbetrieb, den Bergbau und die Erholung erforderlichen Flächen ausweisen( Wirtschaftspläne, Flächenaufteilungspläne), bei Vorliegen eines Bedürfnisses ganz oder teilweise nach näherer Vorschrift der Landesgesetze rechtsverbindlich in der Weise festgelegt werden, daß die von der Festlegung betroffenen Grundstücke nur dem Plane gemäß benutzt oder bebaut werden dürfen. Die Freiheit über das Grundstück soll dadurch eine wesentliche Einschränkung erfahren, daß die Gemeinden bei Beabsichtigung einer Planung über das Planungsgebiet oder Teile desselben mit Zustimmung der obersten Landesbehörde die Bausperre für Neu-, Um- und Ausbauten bis zu drei Jahren verhängen können. Für die sich aus der kommunaler Flächenaufteilung ergebenden Beschränkungen des Eigentums soll fein Anspruch auf Entschädigung begründet werden. Eine Milderung dieser untragbaren Bestimmung soll nur dann Platz greifen, wenn ein nach dem Infraftreten des Baulandgesetzes rechtsverbindlich festgelegter Flächenaufteilungsplan abgeändert wird, und wenn derjenige, der zur Zeit der Abänderung Eigentümer eines von der Planänderung betroffenen Grundstüdes oder an diesem dinglich berechtigt ist, durch die Aenderung des Planes in seinen Rechten beeinträchtigt wird. Ein infolge der Abänderung entgangener Gewinn soll jedoch hierbei nicht als Schaden gelten. Die Ueber: nahme des Grundstücks durch die Gemeinde kann der Eigentümer dann verlangen, wenn das Grundstück infolge von Beschränkungen durch den Plan nicht mehr zweckmäßig bebaut oder seiner bisherigen wirtschaftlichen Bestimmungen gemäß benutzt werden fann. Aus Gründen der Gerechtigkeit muß nachdrücklich gefordert werden, daß auch für die sich aus der gemeindlichen Flä Nr. 33. Gamstag, Samstag, den 26. April 1930. chenaufteilung ergebenden Beschränkungen des Eigentums in allen Fällen eine angemessene Entschädigung gewährt wird. Neben Vorschriften über die Planung enthält der Entwurf auch Bestimmungen über ein Umlegungsverfahren, das in der Regel nur für unbebaute Grundstücke in Anwendung kommen wird. Flächen, für die ein Nutzungs- oder Bebauungsplan festgelegt ist, können nach näherer Vorschrift der Landesgesetze durch Zusammenlegung und Abgrenzung der Grundstücke( Umlegung) neu eingestellt werden, wenn die zweckmäßige Bebauung der Fläche durch Lage, Gestalt oder Flächeninhalt der Grundstücke außerordentlich sehr erschwert wird. Die Umlegung und Grenzberichtigung kann auch bei vorwiegend überbauten Flächen im Falle des Vorliegens eines dringenden öffentlichen Bedürfnisses, insbesondere für Besserung der Wohnverhältnisse in gesundheitlicher Hinsicht, zur Trennung von Wohn- und Industriegebieten und zur Schaffung neuer oder Aenderung bc= stehender Verkehrswege erfolgen, sofern dies nicht zweckmäßiger durch Enteignung der in Betracht kommenden Grundstücke vorgenommen werden kann. Der Entwurf schreibt jedoch ausdrücklich vor, daß das Umlegungsverfahren nach Möglichkeit auf die nichtüberbauten Grundstücke zu beschränken ist. Als nichtüberbaut gilt aber ein Grundstück auch dann, wenn es mit Bauwerken von geringerem Wert, wie Schuppen, besetzt ist. In welchem Maße auch der Referentenentwurf des Reichsarbeitsministeriums bodenreformerischen Wünschen zu entspre= chen sucht, beweistt die Bestimmung über Anliegerleistungen, wonach der Grundstückseigentümer, wenn erforderlich, bis zu 40 Prozent des Grundstücks ohne Entschädigung für die Anlage einer Straße oder eines Plages abtreten soll. Darüber hinaus soll er noch zu den Anliegerkosten in voller Höhe herangezogen werden können. Schluß folgt. ,, Gießener Zettang" Lokales. Eine interessante Entscheidung über die Beleuchtung des Fahrrades. Bekanntlichy muß jedes Fahrrad bei Dunkelheit oder starkem Nebel mit einer hellbrennenden Laterne versehen sein, welche den Lichtschein nach vorne auf die Fahrbahn wirft. Viele Radfahrer tragen nun eine Laterne oder bringen sie an ihren Kleidern an, anstatt das Fahrrad selbst damit auszurüsten. Wie das Thür. Oberlandesgericht jetzt entschieden hat, ge= nügt es nicht, wenn die Laterne getragen wird, sondern die Laterne muß am Rade angebracht sein. Da vorgeschrieben sei, daß die Laterne den Lichtschein nach vorn auf die Fahrbahn werfen muß, genüge es nicht, wenn der Radfahrer selbst die Laterne trage, da ja beim Umwenden oder Absteigen nicht die Gewähr dafür besteht, daß die Latern den Lichtschein nach vorne auf die Fahrbahn werfe. Probeabstimmung über die Prohibition. Newyork. Die Abstimmung über die Prohibition, die von der Zeitschrift ,, Lisserary Digest" veranstaltet wird, hat bis zum Endes der siebenten Abstimmungswoche folgendes Ergebnis gezeitigt: 1507 314 Stimmen oder 40,67 Prozent für die Aufhebung, 1 105 683 oder 29,84 Prozent für die Abänderung und 1 092 745 oder 29,49 Prozent für die Beibehaltung und Verschärfung der Prohibition. Nur in drei Staaten, nämlich Kansas, Arkansas und Wyoming sind die„ Trockenen" in der Mehrheit. 479 000 Dollar für einen Siz an der Newyorker Börse. Newyork, 25. 4. Ein Sitz an der Newyorker Wertpapierbörse hat gestern zum Preise von 479 000 Dollar den Inhaber gewechselt Es kann daher allen Radfahrern nur dringend empfohlen werden, ihr Fahrrad mit einer guten Laterne auszurüſten, damit sie allen derartigen Schwierigkeiten aus dem Wege gehen. * Ernennung. Dr. jur. honoris causa Otto Liebmann, ein geborener Mainzer, wurde anläßlich seines 65. Geburtstages von der philosophischen Fakultät der Hessischen Landesuniversität zum Dr. rer. pol. honoris causa ernannt. Verhaftung der Rebellen von Chittagong? Rangoon, 25. 4. Im Zusammenhang mit den Unruhen in Chittagong, wo Rebellen die Munitionsdepots in Brand setzten und mehrere Personen erschossen, sind hier 18 Verhaftungen vorgenommen worden. * Sachbeschädigung. Verschiedene Schaufensterscheiben wurden in letzter Zeit dadurch beschädigt, daß sie mit scharfen Gegenständen angeschnitten worden sind. * Versteigerung von Fundgegenständen. Am Freitag, den 2. Mai 1930, 14 Uhr, werden auf dem Polizeiamt, LandgrafPhilipps- Platz 1, beim Polizeiamt abgelieferte und noch nicht abgeholte Fundgegenstände öffentlich gegen Barzahlung versteigert. * Der 1. Mai und die Schule. In sämtlichen Schulen des Volksstaates ist den Schülern und Schülerinnen, deren Eltern bei den Lehrern darum nachsuchen, am 1. Mai schulfrei zu geben, ebenso für diesen Tag um Urlaub nachsuchenden Lehrpersonen. Beginn des neuen Schuljahrs. In sämtlichen öffentlichen Schulen Hessens beginnt das neue Schuljahr am nächsten Montag mit den Klassenversetzungen und der Aufnahme der schulpflichtigen Kinder. Der Vollunterricht nimmt am nächsten Dienstag seinen Anfang. * Vorsicht mit dem Gebrauch von Benzin. Ein Lehrling probierte mit einem Benzinfeuerzeug, ob das einige Zeit vorher in einem Kanalabflußschacht geschüttete Benzin noch brennen würde. Es handelte sich um etwa ½ Liter Benzin, das, da es verunreinigt war, in den etwa 3 Meter tiefen Schacht gegossen und zur Sicherheit noch zweimal mit Wasser nachgespült worden war. Das noch vorhandene Benzin entzündete sich aber trotzdem, wodurch der Lehrling im Gesicht nicht unerheblich verbrannt wurde. * Dienststunden des Polizeiamts. Dienststunden des Polizeiamts für den Publikumsverkehr ab 1. Mai ds. Js. sind von 7½ Uhr vormittags bis 12 Uhr mittags und von 15 bis 17 Uhr nachmittags. Samstags von 7½ bis 12 Uhr mittags. Für Samstag- Nachmittags ist in der Zeit von 16% bis 17 Uhr ein Eildienst eingeführt, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar sind, erledigt werden können. * Der Hessische Geschichtsverein tagt in Schlüchtern zu seiner Hauptversammlung am 29. und 31. August. * Aus der Deutschen Turnerschaft. Das Kreisjugendtreffen der D. T. vom Mittelrheinkreis findet am 24. Mai in dem schönen Weilburg statt. Es wird mit einer tausendköpfigen Jugend, Knaben und Mädchen, gerechnet. * Diebstähle. Entwendet wurden, in der Nacht zum 6. ds. Mts. aus einem im Schiffenbergertal gelegenen Aufenthaltsraum einer Gärtnerei ein Dreiröhren- Radioapparat mit Lautsprecher,( der Lautsprecher war vieredig mit gelbem Stoffbezug), in der Nacht zum 15. ds. Mts. aus einem am Heegstrauch( Schiffenbergertal) gelegenen Gartenhaus, das gewaltsam geöffnet wurde, eine braune Herrenstrickweste. Personen, die zu den vorgenannten Straftaten über die Täterschaft Angaben machen können, werden gebeten, bei der Kriminalpolizei, Zimmer 24, vorzusprechen. Von den Geschädigten ist eine Belohnung ausge= setzt. * Ein Maitäferflugjahr ist 1930 wahrscheinlich. Es ist deshalb für die Vernichtung der Käfer zu Beginn der Flugzeit vor der Eierablage zu sorgen. * Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Der Vorsitzende der Darmstäder Ortsgruppe, Reftor German, sprach in Alsfeld, Lampertheim und in unserer Stadt über die Aufgaben, die sich der genannte Bund gestellt sowie über die Arbeiten, die er seither in den fremden Ländern geleistet hat. Die Ausführungen wurden durch Lichtbilder unterstützt. Der Redner, sowie der Geschäftsführer des Landesverbandes Hessen, Verwaltungsinspektor Heist- Darmstadt, gab anschließend noch eingehend Auskunft in Kriegsgräberangelegenheiten. Allendorf Don Rapalifa edertrage, vo tehr gesperrt. Offenbach Deffen Pferde leudert und Gunden späte Ber Die Veru Berteidiger be Tegen. Der des Landgeric Darmstad polizei, der * Reichspräsident von Hindenburg- Ehrenmünze( 19251930). Fünf Jahre hat der Reichspräsident von Hindenburg in treuer Pflichterfüllung sein Amt verwaltet. Sein Leitmotiv: ,, Das Vaterland über alles" ist Wegweiser seines Handelns geblieben. Zu Ehren des Mannes, der sein Volk in den harten Jahren des großen Krieges führte, der es in den bitteren Tagen des Rückmarsches in die Heimat zurückbrachte, und es auch in seiner Not und im Ringen um den Wiederaufbau nicht verlassen hat, wird in der Staatlichen Münze Berlin eine Gedenkmünze nach dem Entwurf des Bildhauers Oskar Gloeckler geprägt. Während die Vorderseite das gutgelungene Profilbildnis des Reichspräsidenten zeigt, trägt die Rückseite eine symbolische Darstellung der Treue zum deutschen Vaterland( Eiche mit Hindenburgschild) und die Umschriftung: Das Vaterland über alles 26. April 1925. Die Preise der Medaille sind wie folgt festgesetzt: in Fünfmarkstückgröße in Bronze Rmt. 3,-, in Silber 900 f. Rmt. 6,-, Gold 900 f. Rmt. 100,-, in 3wanzigmarkstückgröße 18 far. Gold Rmf. 25,-. Der Versand erfolgt durch die Zentralwerbeſtelle Deutscher Gedenkmünzen, Berlin NW 7, Unter den Linden 39. schnapsbrennerei. Und immer wieder hörte man die Begründung: ,, Das habe wir von dene Deutsche gelernt". Eindrücke von einem kurzen Besuch im Elſaß.| anlagen verwendet worden. So ist eine allerdings höchſt anſehn: und fänden reißenden Abſaz. Das gleiche gelte für die FruchtSo nahe der alten lieben Heimat, konnte ich mir den sehnsuchtsvollen Wunsch nicht versagen, ihr einen Besuch abzustatten. Voraus sei gesagt, daß die Erlangung der Einreiseerlaubnis weder Mühe noch nennenswerte Kosten verursacht. Man gibt( oder für Auswärtige sendet ein) seinen Paß - liche neue Stadtfront entstanden. Es sei das Werk eines unterdessen verstorbenen sénateurs Lazar Weiler. Dieser sei, so erzählte man mir, als blutarmer Judenjunge in Schlettstadt von Almosen aufgewachsen, habe dann in Frankreich Ingenieurfach studiert und sei durch eine Erfindung auf dem Gebiete des Telephons zu unermeßlichem Reichtum gekommen. Nach 1918 im Verkehrsbüro von Wertheim, Berlin, Leipzigerstraße, ab und kann ihn schon nach zwei Tagen mit dem geforderten Visum für Frankreich( nicht Elsaß) gegen Entrichtung von 2 Rmk. Gebühren wieder abholen. Diese einfache Methode ist dem umständlichen Weg über Behörden unbedingt vorzuziehen. Die Aufenthaltserlaubnis gilt für einen Monat. Von Freiburg aus geht ein passender Zug 6,40 Uhr vormittags, ab, aber nur bis Alt- Breisach. Nach Neubreisach ist französischer Pendelverkehr, jedoch mit ganz schlechten Anschlüssen eingerichtet. Es empfiehlt sich daher, um nicht viel Zeit einzubüßen, über die Rheinbrücke zu gehen und zur Weiterfahrt in der auf französischer Seite gelegenen Wirtschaft Vonarb( alter 5. GardeRegimenter) einen Kraftwagen zu nehmen, den dieser Mann gegen billige Tage bereit hält. Bei der Gepäckkontrolle durch den Douanier hatte ich keinerlei Schwierigkeiten. So fuhr ich bereits 8,30 Uhr im P.K.W. durch Neubreisach, in dem viel französische Infanterie zu sehen war, und über Wolfganzen durch den Kastenwald, Sundhofen, F. H. Neuland, Darbühl über den Hohlandsbergwall zum Bahnhof Colmar, wo ich bald nach 9 Uhr eintraf. Die städtischen gärtnerischen Anlagen waren, noch immer von dem bekannten Gartendirektor Ehlinger gepflegt, wundervoll. Im allgemeinen hat das Straßenbild, insbesondere am Bahnhof und in dem großen gegenüberliegenden stark von Franzosen besuchten Hotel, auch im Kopfhaus, einen sehr französischen Charakter angenommen. Die französischen Käppis und die französische Straßenreinigung geben den neuen Ton an. Die Kasernen sind zum größten Teil unbelegt und sollen später die abgezogenen Besagungstruppen aufnehmen. Im Kasinogarten in der Winzenheimerstraße( ehemals Jäger 4 und 10, dann Regiment 171) reichen die Zierbäume mit ihren Kronen bis in den 2. Stock der Kaserne hinauf, diese ganz verdeckend. Alle Anlagen dieser Art, die wir früher so sorgsam hüteten, lassen jetzt jegliche Pflege vermissen. In auffallend gutem Zustand befinden sich die Eisenbahnabteile, nicht nur auf der Hauptstrecke, sondern auch auf Nebenstrecken wie der Markircher Bahn. Der ehemalige Schießstand der 1. Kompagnie am Gießen ist einer Schlettstädter Schüßengilde zu regelmäßigen Schießübungen mit gelieferten Dienstgewehren( Leiter Vizefeldwebel Desfonet der 1. Komp.) überlassen. Ich erhielt bereitwilligst Erlaubnis, den Stand zu betreten. Auch die Jägerwache hatte Die Akazien auf den Wällen nichts dagegen einzuwenden. Darmstadt a handels beze in großen M den. Darmitad Plan, im Kn Johannes Ne sind derart in die Höhe geschossen, daß man von weitem meint, einen ausgedehnten Hochwald vor sich zu haben. Kein Sonnenstrahl kann mehr die Baummassen durchbrechen, und nun erst recht sind die Stände die Heimat von ungemessenen Schnakenflügen geworden, die in der Luft summten wie schwärmende Bienen. Die Stände selbst sind kaum wiederzuerkennen. Nur einige kümmerliche Buchsbaumstauden zeugen schwächlich von der Liebe und Sorgfalt, mit der wir ehedem unsere Stände gepflegt haben. Bensheim, Philologenver ansprache des hin, die die L dingen, auf In der Bevölkerung habe ich sehr freundliche Aufnahme gefunden und bin nur langsam durch die Straßen vorgedrungen, da ich immer wieder angesprochen wurde. Von ganz alten Leuten, welche die 80 überschritten haben, suchte ich unter anderen auf den alten Buckel, ehemals Hohkönigsburg- Hotel, unsere langjährige Wildhändlerin Kenck und den Fabrikanten Aimé Bobériett. Von regelmäßigen Vermietern an aktive und ReserveOffiziere haben mir Frau Immhoff nebst Töchtern und Fräulein Fanny Doutre am Grünen Markt 3 allen Bekannten beste Grüße aufgetragen. nach Schlettstadt zurückgekehrt, habe er dort alles, was nur möglich war, aufgekauft, unter anderem auch unseren Exerzier plaz. Lazar scheint sich also auch noch auf mancherlei anderes verstanden zu haben als nur das Ingenieurfach, und der Ruhm, den ihm seine Schlettstädter Mitbürger als Geschäftsmann zollten und welchen Lohn sie ihm für die Ewigkeit nachwünschten, hörte sich drastisch an. Auf dem Ererzierplatz waren von ihm zunächst Golf- und Sportpläße angelegt, auch dazu gehörige Häuser errichtet. Auf meine bezügliche Frage, wo denn nun die Garnison exerziere, wurde mir gesagt, daß ihr hierfür der Platz vor der Kaserne und die Landstraßen schlechthin genügten. Außerdem ginge sie für 2-3 Monate auf die großen Truppenübungspläge. Das Offizierkorps sete sich fast ausschließlich aus ehemaligen Unteroffizieren zusammen. Sie seien fast alle verheiratet und hätten je Familie 2-3 Zimmer in der Kaserne zugewiesen erhalten. Durch Konsum- und Kantineneinrichtungen würde ihnen die Lebenshaltung wesentlich erleichtert. In der Stadt sähe man sie und auch die Mannschaften sehr wenig. Infolgedessen klagten auch die Geschäftsleute durchgehend über schlechten Geschäftsgang. Im Gegensatz hierzu hat sich die Lage der Beamten, Pensionäre, Rentiers, besonders jedoch der Gärtner, Landwirte, Rebleute und Handwerker sichtlich gehoben. Mit scheinbar sehr günstig gewährten Staatszuschüssen hat sich eine rege Bautätigkeit entfaltet. Längs des Kestenholz- Kanals, hinter der Kaserne, ist eine ansehnliche neue Straße( rue de la pair) mit sehr hübschen Villen entstanden, auch der anschließende ausgedehnte ,, Sand" ist eine zusammenhängende schöne Villenvorstadt geworden. Auf dem bereits angekauften Gartengrund: stück Caspar am Scherweiler Weg werden die Franziskaner, die jetzt mein ehemaliges Haus bewohnen, wie mir der Supérieur mitteilte, alsbald mit dem Bau einer Franziskaner- Kirche beginnen. Die früher ganz unansehnlichen Reb- und Feldstücke gegen Kestenholz und Scherweiler hin sind in Gärtnereien modernster Art umgewandelt und gar nicht wieder zu erkennen. Ueberall ist künstliche Berieselung eingerichtet und dadurch die Fruchtbarkeit und Ergiebigkeit des Bodens wesentlich gehoben. Man sagte mir, daß ein zweiter Wasserturm projektiert sei, um auf diesem Wege fortzuschreiten. Bei dieser Pflege hing in diesem Jahre an der Rebe ein glänzender Herbst. Schlettstadt hat sich zur ersten Gartenstadt des Elsaß aufgeschwungen u. führt jetzt seine Erzeugnisse in Kraftwagen nach allen großen Städten und bis tief hinein nach Frankreich aus. Der Aufschwung sei allerdings auch dem Umstande zu verdanken, daß Landwirte, Gärtner pp. fast keine Steuer zu entrichten brauchen. Auch die Weinbauern und Weinsticher waren sehr zufrieden. Ihre Weißweine fehlten wegen ihrer guten Blume in keinem besseren Restaurant Frankreichs auf der Weinkarte In der kleinen Stadt Schlettstadt hat sich das Aussehen sehr wenig geändert und jedermann spricht deutsch. Allerdings hat sich der gärtnerische Stadtschmuck, besonders um den Wasserturm herum, am Gymnasium und um das neue Lehrerinnen- Seminar wesentlich gehoben. Gegen das Mühlbächle hin ist eine geschlossene, höchst unschöne Radfahrerbahn entstanden, daneben liegen Schrebergärten. An der Nordfront sind das Haus, in dem Exzellenz von Uechtriz wohnte, und die hinten nach dem Stadtinnern zu gelegenen Bauerngehöfte abgerissen, hierdurch die alten monumentalen Patrizierhäuser freige legt und die freigewordenen Flächen zu sehr hübschen Blumendie jüngsten liegen, daß d Pflicht der Kommunen erhöhung). arbeit erschm professor Dr. Mainz, 25 legten Tagen und fand den jähriger Auto Besonders kam es mir auch darauf an, festzustellen, wie sich die jagdlichen Verhältnisse gestaltet hätten. Aus den Jagdpachtergebnissen im letzten Jahre( 1928) war mir bereits be kannt, daß, abgesehen von den meisten Gebirgsjagden, ganz er hebliche Pachtsummen zum Teil erheblich höher als bei uns, jest erlegt werden. Tatsächlich geschieht für Erhaltung und Hebung des Wildstandes aus Jägerkreisen mit Unterstützung der Behörden fortlaufend erhebliches. Hierher gehört zunächst, daß die Elsässer für sich, abgesondert von Frankreich, die Beibehaltung der deutschen Jagdgeseze durchgedrückt haben. Dies wiederum scheint bei den übrigen französischen Jägern Schule gemacht zu haben, denn es hat sich, vom Elsaß ausgehend, eine Jägervereinigung Fédération gebildet, welche den Allgemeinen Deutschen Jagdschutzverein zum getreuen Muster hat, und die in enger Fühlung mit dem Landwirtschaftsministerium steht. Diese Fédération ist über das ganze Land in JagdRegionen eingeteilt. Elsaß- Lothringen bildet die 7. Region. Diese und die 4. Region( ganz Nordfrankreich) also die wildreichsten Striche des Landes, haben unlängst der Generalver sammlung folgende Anträge zur Annahme und Verwirklichung bei der Regierung unterbreitet: - 1. daß Wilddieberei künftig als Diebstahl behandelt und be straft werden soll; ф пас 2. daß Unfall- und Haftpflichtversicherung der Jäger obligatorisch wird, und daß der Jagdschein das Lichtbild des Inhabers aufweisen muß; 119 C Borste Zahnpa nur ed 3. daß A Wied 4. daß dieber 5. daß Redh den Jag Ga In weitere S halb der auf und die Mitgl Jagdbestin zeiten, gan Wild, Ve Franzöfif früher und fet, daß der unferer Ze Gesellschaf madhte mi fter Doerr mir den g Jagden mit gepadyteten würde. Da Gebirgsjage mann( alter ter ihm ha verändert birge der gewordenen Gaarbad, der ja auch Felde wieder Don Herzen im Illwald. trennte Gefel rebiere. Da audy mit Ve jeder örtlich fann, jo geht dem Vorpa übrigens di Pachtjahre durch gesche herum, noch haben sich d Hauptfache lung ein, als vollständig r. 33. en wur fen Ge tag, den andgraf nicht ab Derſtei: Lehrling it vorher brennen Cs, da es gegossen worden trotzdem, erbrannt zu jei: ndtreffen in dem dföpfigen s ist des gzeit vor V. Der rman, über die über die istet hat. kt. Der es Hessen, Bend noch ( 1925nburg in Leitmotiv: ths ges en harten en Tagen auch in nicht ver e Gedenkvedler ge Brofilbild eine sym nd( Eiche Vaterland aille find Rmt. 8,- in Zwan ersand er nzen, Ber Die Fr Begrün Gießen ist ießübun ebel Def illight Gr ache barte Wällen tem meint, n Connen 6 nun erf Schnaken wärmen nen. N achlich o ere Stände Aufnahme rgedrungen Salten Leu ter anderen unfere lang Aimé Be nd Referve und Frau Bekannten iellen, den berei be en, ganz als bei un altung Interflugum ört zunäch ch, die Be aben. Dies gern Gaul sgebend, eir che den 2 Mufter ba 379 sminifteri no in Sag 7. Regin alfo die wil Generalver erwirklichun nbelt und be chi 119 Sager obliga Lichtbilo des Samstag, den 26. April 1930. Aus Rab und Fern. Allendorf a. d. Lda.( Kreis Gießen). Wegen Ausführung von Kanalisationsarbeiten wird die Provinzialdurchfahrt, Nordederstraße, vom 28. April bis 1. Mai ds. Js. für jeglichen Vertehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt durch die Schulstraße. Offenbach a. M. Ein Fuhrmann der Brauerei Henninger, dessen Pferde durchgegangen waren, wurde vom Wagen geschleudert und überfahren und so schwer verletzt, daß er einige Stunden später starb. Berufung im Wormser Unruheprozeß. Die Verurteilten im Wormser Unruheprozeß haben ihre Verteidiger beauftragt, das Rechtsmittel der Berufung einzulegen. Der Prozeß wird daher vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Darmstadt nochmals aufgerollt werden. Darmstadt. In einem Bericht der französischen Kriminalpolizei, der sich mit dem Rauschgisthandel beschäftigt, wird Darmstadt als der Ausgangspunkt eines großen Rauschgifthandels bezeichnet. Insbesondere Kokain und Heroin sollen in großen Mengen von hier aus über die Grenze gebracht werden. Gedenkstein für Nehring. Darmstadt, 25. 4. Jn Erfelden beschäftigt man sich mit dem Plan, im Knoblochsauwald an der Absturzstelle des Piloten Johannes Nehring einen Gedenkstein zu errichten. Tagung der hessischen Philologen. Bensheim, 25. 4. Die 45. Hauptversammlung des Hess. Philologenvereins nahm hier ihren Anfang. Die Begrüßungsansprache des Vorsitzenden wies auf die wesentlichen Punkte hin, die die Lage des höheren Schulwesens in Hessen heute bedingen, auf die erneute Belastung der höheren Schulen durch die jüngsten Sparmaßnahmen, auf die Gefahren, die darin liegen, daß der Staat in zunehmendem Maße die ihm obliegende Pflicht der Unterhaltung der höheren Schulen abwälze auf die Kommunen( Kostenregelung) und auf die Eltern( Schulgelderhöhung). Er wandte sich weiter gegen die jede Erziehungsarbeit erschwerende Ueberfüllung der Klassen. Universitätsprofessor Dr. Bruno Bauch, Jena, hielt den Festvortrag. Flucht aus dem Leben. Mainz, 25. 4. Eine förmliche Selbstmordmanie hat in den letzten Tagen hier eingesetzt. Ein 55jähriger Prokurist suchte und fand den Tod im Rhein. Gestern erhängte sich ein 55jähriger Autovermieter in seiner Wohnung und heute vergif,, Gießener Zeitung" tete sich ein 62jähriger Wirt mit Gas. Die Ursache der Selbstmorde ist in der schlechten wirtschaftlichen Lage der heutigen Zeit zu suchen. Die Vorgänge im Dill- Kreistag. Dillenburg, 25. 4. Aus Anlaß des Zwischenfalles im Dillenburger Kreistage haben die Abgeordneten der Deutschnat. Volkspartei, Dtsch. Volkspartei, Mittelstands, Demokrat. Partei und der Abg. der Nationalsoz. Partei eine Erklärung an den Regierungspräsidenten in Wiesbaden gerichtet, in der schärfster Einspruch gegen die geschäftliche Behandlung des Kreishaushalts in der Kreistagssigung erhoben und die ungültigkeitser klärung der gefaßten Beschlüsse beantragt wird. Professor Ernst Küster †. Marburg. Der Nestor der deutschen Chirurgenschaft und frühere langjährige Direktor der Marburger chirurgischen Universitätsklinik, Geheimrat, Medizinalrat Professor Dr. Ernst Küster ist in Berlin gestorben. Marburg. Die Privatdozentin der deutschen Philologie an der hiesigen Universität, Dr. Luise Berthold, ist zum außerordentlichen Professor ernannt worden. Frankfurt a. M. Der Polizistenmörder Hoyer soll auch die 40 000 Mark in der Wermelskirchener Sparkasse geraubt haben. Homburg v. d. H. Am 3. und 4. Mai findet hier die diesjährige Frauentagung für die Provinz Hessen Nassau statt. Hofheim. Das Pfarrdorf Kerbfeld wurde von einem Großfeuer heimgesucht. Sechs Scheunen und Nebengebäude wurden ein Raub der Flammen. Flörsheim. Der Genossenschaftsbankkrach hat ungeahnte Ausmaße. Die Gläubigerversammlung bezeichnete die Situation als katastrophal und die Aussichten für Sparer wie Mitglieder als trostlos. Braunlage. Einem Motorradfahrer lief ein Hirsch ins Rad, das infolgedessen umstürzte. Der Fahrer wurde schwer verlegt, die Begleiterin war sofort tot. Internationales Jubiläums- Automobil- Turnier. Baden- Baden. Der Badische- und Rheinische AutomobilClub( A. v. D.) veranstalten in der Zeit vom 25. bis 29. Juni das internationale 10. Baden- Badener Automobil- Turnier. Ford baut. Köln. Auf dem Fordgelände am Niehler Hafen wird zur Zeit die Baustelle eingerichtet, auf der das Ford'sche Unternehmen erstehen soll. Übler Mundgeruch Als er an den Himmel schrieb Nr. 33. ist ein Flieger mit seinem Reklamehimmelsschriftflugzeug unweit Hannover abgestürzt. Während das Flugzeug fast vollständig verbannte, lam der Flieger mit leichten Verletzungen davon. Vollkommen ausverkauft sind die Bayreuther Festspiele wie auch die Oberammergauer Passionsspiele für die Monate Juli und August. In Oberammergau erwartet man 320 000 Besucher, darunter ein Großteil Ausländer. Verschollene französische Flieger. Paris, 25. April. Am 22. ds. Mis. verließ ein Flugzeug, in dem außer dem Flieger Goulette zwei Mechaniker Platz genommen hatten, den Ort Gao am Niger in Algerien, um quer über die Sahara ins äußerste Süd- Algerien zu fliegen. Seither sind die Flieger verschollen. Reisender Kaufmann und Wirtschaft. Gelegentlich seiner fürzlich in Berlin abgehaltenen Frühjahrssitzung beschäftigte sich der Volkswirtschaftliche Ausschuß des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands wiederum mit einer Reihe besonders aktueller Wirtschaftsfragen. U. a. wandte er sich gegen die zunehmende Betätigung der öffentlichen Hand auf Gebieten, die weit über die normale Betätigungsnotwendigkeit des Reiches, der Länder und Gemeinden hinausgehen, und forderte mit aller Dringlichkeit die Beschränkung dieser Betätigung auf die lebensnotwendigen Betriebe. In gleicher Weise forderte er die uneingeschränkte steuerliche Gleichstellung aller Selbstversorgerunternehmungen auf genossenschaftlicher Besas mit den Betrieben der freien Wirtschaft, sowie die Unterlassung jeglicher materiellen oder moralischen Unterstützungen derselben. Weiterhin wurde beschlossen, eine gesetzliche Regelung der Entschädigungsfrage für Handelsvertreter zu verlangen, die infolge von Konzernierungen und Monopolisierungen ihre Existenzgrundlage verlieren. Die Richtlinien für Normalspesensäge für angestellte Reisende wurden trotz der gegenwärtig besonders hohen Reisekosten mit Rücksicht auf die allgemeine wirtschaftliche Depression auf der alten Höhe belassen. In Bezug auf die Gewerbesteuer in Preußen wurde eine Gleichstellung der Handelsvertreter mit den Angehörigen der freien Berufe in der Weise gefordert, daß auch für Handelsvertreter die für die freien Berufe vorgesehene Freigrenze von Rmt. 6000,- zur Anwendung gelangt. wirkt abstoßend. Häßlich gefärbte Zähne entstellen das schönste Antlitz. Beide Schönheitsfehler werden oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischenden Zahnpaste Chlorodont beseitigt. Die Zähne erhalten schon nach kurzem Gebrauch einen wundervollen Elfenbeinglanz auch an den Seitenflächen, bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens konstruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem -Chlorodont: Borstenschnitt. Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt. Zu haben in allen Chlorodont- Verkaufsstellen. Man verlange Zahnpaste, Mundwasser, Zahnbürsten Einheitspreis 1 Mark bei höchster Qualität. nur echt Chlorodont in blau- weiß grüner Originalpackung und weise jeden Ersatz dafür zurück. 3. daß Anzeigen betr. das Umherlaufenlassen der Hunde im Wiederholungsfalle der Strafkammer überwiesen werden; 4. daß strenge Maßnahmen zur Unterdrückung der Wilddieberei ergriffen werden; 5. daß in jedem Departement nur eine Fédération als zu Recht bestehend behördlich anerkannt wird mit weitgehenden Aufsichtsrechten über die zur Beaufsichtigung der Jagden und zur Verhütung der Wilddieberei gebildeten Gardes mobiles". 11 In lokaler Hinsicht hat die elsässische Fédération noch weitere Hegemaßnahmen durchgeführt. Die Mitglieder innerhalb der einzelnen Vereine pachten en bloc alle besseren Jagden auf und verteilen sie dann nach einer Durchschnittssumme an die Mitglieder, aber nur, wenn sie sich den festgesetzten scharfen Jagdbestimmungen unterwerfen, als da sind, verlängerte Schonzeiten, gänzliche Schonung weiblichen Wildes, Aussehen von Wild, Verbot von Suchjagden pp. Man könnte füglich sagen: ,, Französischer Weidmann, wie hast Du Dir verändert gegen früher und wie hast Du von uns gelernt!!". Es wird behauptet, daß der Wildstand wieder auf der gleichen Höhe sei, wie zu unserer Zeit. Eine zufällig von der Hühnerjagd heimkehrende Gesellschaft von vier Jägern mit einer Beute von 84 Hühnern machte mir diese Angabe glaubhaft. Auch unsere alten För ster Doerr, Diet I und II, Gaechner, Collens etc. bestätigen mir den guten Wildstand und die pflegliche Behandlung der Jagden mit Ausnahme einiger durch Holzhändler pp. frei anbetrieben gepachteten Gebirgsjagden, in benen tolle Masjägerei bet würde. Dagegen sei unsere alte Scherrweiler und Dambacher Gebirgsjagd mann( ofer in febr guten Händen beim Weinſticher GoettelGardejäger) aus der Traube zu Scherrweiler. Unter ihm hat sich auch unser Jägerheim auf dem Bernstein unverändert erhalten. Sehr stark, ſagen die Förster, ſei im Gebirge der Wildstand an Sauen. Die in der Kriegszeit altgewordenen Hirsche im H.K.B.- Revier hat sich Förster Diez, Saarbach, erweidwerkt, darunter etliche Sechzehnender. Ihm, der ja auch unser Schneeschuh- Champion war und der sich im Felde wiederum glänzend bewährte, wird ſie jeder alte 8. Jäger von Herzen gönnen. Weniger gut liegen die Jagdverhältnisse im Illwald. Er ist für eine gewaltige Summe an drei ge= trennte Gesellschaften verpachtet, ohne die umliegenden Schonreviere. Da aber das Wild durch den austritt und auch mit Vorliebe auf die umliegenden vielen auswechselt, jeder örtlich Jagdberechtigte schießt, was er etwa bekommen kann, so geht das natürlich auf Kosten des Wildreichtums. Mit dem Vorpächter, Fabrikant Burrus, St. Kreuz, prozessiert übrigens die Stadt wegen zu starken Abschusses in lezten Pachtjahre auf Veranlassung der neuen Pächter, die sich hierdurch geschädigt fühlen. Auch die Förster( um Schlettstadt herum, noch fast alle aus unserer Zeit und Schule stammend) haben sich die Beibehaltung des deutschen Regalatios in der Hauptsache erkämpft und nehmen daher eine ganz andere Stellung ein, als ihre Kollegen im inneren Frankreich. Es fehle an ausgebildetem Nachwuchs, daß sie selbst und so vollständig - - - in ihre Söhne gute Laufbahn machten. Die Oberförster Schlettstadt z. B. ein versorgter Offizier seien reine Verwaltungsbeamte, so daß sich für die Förster selbst als technisch allein Sachverständige angenehme dienstliche Verhältnisse entwickelt hätten. Neuerdings sind Försterschulen mit einjähriger | Ausbildungszeit für den Nachwuchs eingerichtet. Auf der H.K.B. ist garnichts verändert und alles wird pietätvoller bewahrt, als man das in gleicher Hinsicht bei uns zu Lande hat gewöhnt werden müssen. Die Führer, noch die gleichen wie früher, jedenfalls alte gediente Soldaten, müssen allerdings ihre Vorträge in französischer Sprache halten, denn der sehr starke Besuch kommt fast ausschließlich aus dem Innern Frankreichs. Ueberhaupt ist der Fremdenverkehr in die Vogesen jezt vielleicht noch stärker als früher und rekrutiert sich zumeist aus Frankreich; aber auch deutsche Touristen und Sommerfrischler haben sich in das schöne Land mit seinen billigen Lebensbedingungen zahlreich wieder herangefunden. Zu empfehlen ist eine neu eingerichtete Pension bei Alphons Goettelmann in Kinsheim, zu widerraten Franz auf der Wanzel. In Schlettstadt selbst soll man im Hotel Hanser absteigen. Die Inhaber = 2,65 Rmf. Woehrle, sind gediegene Leute, die Preise 16 Fs. pro Tag für Zimmer und Frühstück und entsprechend für tadel lose Küche, sehr zivil. Vor dem Besuch bei Bleger( Mirior) bin ich wiederholt direkt gewarnt worden. F.K."! Die Hotels Buckel H.K.B. und Schaenzel haben ihre Besitzer gewechselt. Ri und Lebensbedingungen zufrieden. Vom Hotel Hanser aus sind ständig Autos abzurufen. Sie fahren billig und es kann ihre Benugung nur jedermann empfohlen werden, der in kurzer Zeit viel sehen und hören will. Ich habe mich ihrer täglich bedient, auch am 3.( letten) Tage zur Heimfahrt nach Breisach. Eine dienstliche Reise nach Chemniß zum Polizeimeisterschaftsschießen mit meinen Potsdamer Gendarmen beschränkte meinen Besuch im Elsaß leider auf die Zeit vom 9. früh bis 11. nachmittags. So fuhr ich durchs lachende Ried, den Illwald, Schnellenbühl, Heidelsheim, Dhnenheim, Kuhnheim, Biesheim nach Breisach zurück, aufs höchste befriedigt von meinem kurzen Ausflug ins Elsaß, den nachzuahmen ich nur jedem empfehlen kann, aber dann für einige Tage länger. Franz Lehar 1912 den 30. zum 60. Geburtstag am Mittwoch, den 30. April. Unter den zahlreichen Operettenkomponisten der Gegenwart und Anerkennung, erfreut wie Franz Lehár. Und dies mit Recht. Wenn man die moderne Operettenproduktion tennt und sich in jeder Saison die serien und fabrikmäßig hergestellte Duzendware anhören muß, so stehen die Lehárschen Operetten himmelhoch über dem wohl recht betrüblichen allgemeinen Operetten- Niveau. Damit ist nicht gesagt, daß alle Werke Lehárs gleichwertig sind. Bei der außerordentlich großen Zahl der Lehárschen Operetten und bei der Schnelligkeit, mit der sie größtenteils entstehen, sind Unterschiede in der musikalischen Erfindung und in der fünſtle= rischen Qualität nur zu begreiflich. Immerhin: Wenn Lehár er verdiente auch nur ,, Die lustige Witwe" geschrieben hätte es, zusammen mit den großen Meistern der Klassischen Wiener Operette genannt zu werden. ist keiner, der sich allgemein solcher Beliebtheit macht. Es soll auch hier besonders des gastlichen Hauses unseres alten Garnisonspfarrers Weiß dankend gedacht werden, an dem niemand vorbei gehen sollte, der Schlettstadt besucht. Des gleichen sollte jeder den Lehrer im Ruhestand Schleber aufsu chen, der ja auch ständig aktive und Reserve- Offiziere von uns in Logis gehabt hat. Er hat mir bei zweistündigem Besuch sehr viel Interessantes aus den zehn leztverflossenen Jahren erzählt. Wenn man sich ein Bild über Sinn und Absicht der autonomistischen Bewegung machen will, so ist dieselbe als ein Kampf um die Beibehaltung guter, bewährter deutscher Einrichtungen und Geſche aufzufaſſen. Und hierin hat die fran- das nötige technische Fundament erhielt, 1888 kam Lehár dann zösische Regierung Klugerweise nachgegeben. Darüber hinaus ein besonderes Bekenntnis für Deutschland zur Schau zu tragen, wird begreiflicherweise nicht geduldet. Die Weise, sowohl sich bei den Elsässern beliebt zu machen, als Franzosen bieten jetzt auch alles auf, und zwar in gewandter auch die Französierung durchzusehen. So erhalten die Kinder in der Schule pro Woche nur zwei Stunden deutschen Unterricht und sind nach Abschluß desselben, wenn nicht mit Privatstunden nachgeholfen wird, nicht imstande, einen deutschen Brief zu schreiben. Auch für die Erwachsenen sind die verschieden ften wissenschaftlichen Vereine in gleichem Sinne eifrig tätig. Hauptsächlich wird für die Pflege französischer, geschichtlicher und militärischer Tradition in stark unterstützten, militärischen Vereinen gesorgt. Hauptsächlich aber wird für das gute Vorwärtskommen jedes Schaffensfreudigen Gorge getragen. So ist das elsässische Volk in seiner breiten Masse mit Lebensweise Franz Lehár wurde im Jahre 1870 zu Romorn in Ungarn als Sohn des gleichnamigen Militär- Kapellmeisters geboren. Erstaunlich früh machte sich starke musikalische Begabung bemertbar, die durch strengen Unterricht im Prager Konservatorium als Konzertmeister nach Barmen- Elberfeld, später als MarineKapellmeister nach Pola, dann als Militärkapellmeister nach Triest, Ofenpest und schließlich nach Wien. Verschiedene Opernversuche stammen aus dieser Zeit, denen aber der Erfolg versagt blieb. Durch Zufall erhielt dann Lehár eines Tages das Libretto zu einer Operette. Damit war er auf die Bahn gewiesen, die ihm zu seinen großen Welterfolgen verhelfen sollte. Es entstanden in rascher Folge die Operettn: Wiener Frauen, Der Göttergatte, Die Jurheirat. Am 30. Dezember 1905 endlich wurde ,, Die lustige Witwe" uraufgeführt. Es folgten weiter: Der Graf von Luxemburg, Zigeunerliebe, Die ideale Gattin ( als Umarbeitung des Göttergatten), Die Tangofönigin, Der Frühling, Paganini, Friedericke, Das Land des Lächelns u. a. Am Mittwoch veranstaltet der Frankfurter Sender ein besonderes Lehár- Konzert. Nr. 33. Samstag, den 26. April 1930. Feuersgefahr im Wohnhaus und ihre Verhütung. Von Dipl.- Ing. Foth, Oberbaurat, Berlin. Gießener Zeitung dann leicht mit den heißen Eisenteilen des Dfens in BerühDer Kohlenkasten in rung kommen und anbrennen können. der Küche steht vielfach unmittelbar unter dem Aschenloch der Herdfeuerung, so daß jeder herausfallende Funke zwischen die Kohlen oder in den Kohlenstaub fällt und ihn zur Entzündung bringt. Um nicht den schweren Ascheimer in der Wohnung herumtragen zu müssen, wird nur zu häufig noch mit Glut vermischte Asche in Holzkisten oder gar Pappkartons gefüllt und in irgend eine Ecke abgestellt, um dann gelegentlich in den Ascheimer entleert zu werden; inzwischen hat dann die im Innern befindliche Glut aber schon den Kasten und wahrscheinlich auch den darunter befindlichen Fußboden in Brand gesezt, so daß der unachtsamen Hausfrau neben dem materiellen Schaden auch noch ein Prozeß wegen fahrlässiger Brandstiftung Gar manche Hausfrau begeht immer wieder einmal droht. den Fehler, ein schlecht brennendes Feuer im Ofen oder Herd durch Petroleum anzufachen! Zu oft kommt es dabei vor, daß die Flamme zurückschlägt und den Inhalt des ganzen Petroleumbehälters in Brand sett. In der Aufregung wird dann der Behälter auf den Boden geworfen, das brennende Petroleum fließt aus, und im Augenblick steht der ganze Raum in Flammen. Man gieße daher niemals brennende Flüssig keiten ins Feuer, ein Stückchen Feueranzünder ist nicht teuer und tut die gleichen Dienste, ohne Gefahren mit sich zu bringen. Die Hauptgefahrenquelle für einen Brandausbruch in unseren Wohnhäusern bilden die Heiz- und Kochanlagen, da in ihnen schon betriebsmäßig Feuer gebrannt wird. Brände, die mit diesen Anlagen in Verbindung stehen, haben manchmal in der baulichen Anlage, meistens aber in unsachgemäßer Bedienung und Wartung ihren Ursprung. Nicht umsonst verlangt die Baupolizei, daß die Fußböden unter den Defen und Feuerstätten und vor ihren Heiz- und Aschenöffnungen gegen Feuersgefahr gesichert sein sollen, daß Defen und Rauchrohre mit genügendem Abstand von verpuztem oder gar freiliegendem Holzwerk aufgestellt werden müssen. Und doch, wie häufig kann man beobachten, daß ein nach der Bauabnahme aufgestellter eiserner Dfen ohne jede Sicherung unmittelbar auf dem hölzernen Fußboden steht, daß vor der Heizöffnung das Dfenblech fehlt. Häufiger noch wird man finden, daß brennbare Möbelstücke unmittelbar neben den Dfen gestellt werden. Bei scharfem Heizen ist es dann unvermeidlich, daß die in der Nähe stehenden Gegenstände schon durch die strahlende Wärme der heißen Dfenwände in Brand geraten. Fehlt vor dem Dfen das Dfenblech oder der Dfenvorseter, so kann jedes aus der Feuerung fallende glühende Kohlenteilchen den Fußboden in Brand seßen. In älteren Häusern sind vielfach erst in späterer Zeit Badezimmer eingerichtet. Hierbei ist dann der fehlende Raum dadurch geschaffen, daß das Mädchenzimmer, Klosett oder die Speisekammer durch eine Bretterwand oder einen Hängeboden unterteilt wurden. Das Rauchrohr des Badeofens wird dann häufig direkt an der Bretterwand hochgeführt oder durch den Hängeboden ohne Schußmantel hindurchgeleitet. Bei starkem Heizen des Dfens wird das Rauchrohr außerordentlich heiß, ja es kann sogar glühend werden. In diesem Zustand seßt es aber alles in der Nähe befindliche Holz, also auch die Bretterwand oder den Hängeboden, sowie sonst leicht brennbares Material in Brand. Kann man aus Raummangel keinen genügenden Abstand 50 cm verlangt die Baupolizei von dem freien Holzwerk innehalten, so kann man sich dadurch helfen, daß man das Holz mit Asbest bekleidet und das Rauchrohr an der Deckedurchführung mit einem darübergeschobenen weiten Tonrohr sichert. Vielfach hat auch schon die Entfernung derartiger Feuerstätten, so widersinnig es klingt, Brandgefahren im Gefolge gehabt, dann nämlich, wenn aus Vergeßlichkeit oder unangebrachter Sparsamkeit die Anschlußöffnung für das eiserne Rauchrohr in der Schornsteinwange nicht wieder zugemauert wird, sondern entweder ganz offen bleibt und nur mit Tapete überklebt wird oder, was noch schlimmer ist, gar mit Lumpen oder Papier verstopft wird. Gerät dann durch einen unglücklichen Zufall einmal der Ruß im Schornstein in Brand, ist die Uebertragung des Feuers durch das Loch in der Wand unvermeidlich. In gleicher Weise gefährlich ist es aber auch, wenn die Reinigungsöffnung des Schornsteins nicht, wie es die Vorschrift verlangt, durch eine unverbrennliche Tür oder Klappe verschlossen ist. Eine ungleich größere Gefahrenquelle, als sie die eben geschilderten baulichen Mängel darstellen, liegt in dem häufig zu beobachtenden sorglosen Verhalten der Hausfrauen selber. Nasse Wäsche wird zum Trocknen so über dem Kochherd aufgehängt, daß sie herabfallen und sich an der heißen Herdplatte entzünden kann oder von den Flammen des darunter brennenden Gasherdes erfaßt wird. Betten werden über Stuhllehnen gelegt und zum Anwärmen an den geheizten Dfen gestellt, wobei sie SteuerErsparnis bringt das Reichssteuer Kassebuch RIECK ReichssteuerKassebuch D.R.G.M. mit Spezialeindruck für jedes Gewerbe, für jedes Geschäft, für freie Berufe, Agenturen, für Vereine, Verbände etc. Zu beziehen vom Herausgeber: ALBIN KLEIN GIESSEN • Fernsprecher Nr.2525, Súdanlage 21 Man beachte die billigen Sommerpreise! Die weit verbreitete Gewohnheit, den Gaskocher durch einen Gummischlauch mit der Gasleitung zu verbinden, hat schon manchen Küchenbrand im Gefolge gehabt. Wie häufig kommt es doch vor, daß die Gasflamme zurückschlägt, ohne daß dies sogleich von der Hausfrau bemerkt wird. Die zurück geschlagene Flamme ist nun keineswegs erloschen, das Gas brennt vielmehr jetzt nicht mehr im Kocher, sondern an der Zuführungsstelle zum Kocher und erhitzt diese Stelle ganz außerordentlich. Da sich hier nun auch der Schlauchanschluß befindet, wird dieser ebenfalls miterhigt; dadurch schmilzt der Gummischlauch und fällt vom Kocher ab, während die Gasflamme nunmehr aus dem Schlauch herausbrennt. Natürlich wird dann alles in ihrem Higebereich liegende brennbare Material mit in Brand gesezt. Den sichersten Schuß hiergegen bietet ein fester Rohranschluß des Gaskochers an die Gasleitung. Da der Kocher in der Küche nicht herumgetragen zu werden braucht, sollte er entweder auf der Herdplatte oder besser noch auf einem an der Wand befestigten eisernen Konsol seinen ständigen Plaz haben und durch eiserne Rohre mit der Gasleitung direkt in Verbindung stehen. Fast täglich berichtet uns die Brandchronik von einem Brande, der durch elektrisch geheizte Bügeleisen verursacht wurde. Vergißt nämlich die Hausfrau nach beendetem Plätten das Bügeleisen auszuschalten, wird ihm dauernd Strom zufließen; es wird infolgedessen, da es seine Wärme nicht, wie beim Plätten an die feuchte Wäsche usw. abgeben kann, im Laufe der Zeit immer heißer und heißer, bis es schließlich glüht und in diesem Zustande dann seine Unterlage, falls sie verbrennlich ist, in Brand setzt. Es sollte daher jeder Hausfrau feststehende Regel sein, einmal das Plätteisen nur auf einer die Wärme schlecht leitenden Unterlage, z. B. Asbestplatte, Steingutteller abzustellen und ferner, bei jedem auch noch so kurzen Verlassen des Plätteisens den Strom auszuschalten. Brennt in einer Wohnung die Sicherung der elektrischen Leitung mehrmals nacheinander durch, ohne daß die Ursache kenntlich ist, lasse man sich nicht verleiten, die schadhafte Siche rung etwa durch einen starken Draht zu ersetzen, der dem erhöhten Stromdurchgang Widerstand leistet. In solchen Fällen ist die durchgebrannte Sicherung das Alarmsignal dafür, daß in der elektrischen Anlage irgendeine schadhafte Stelle ist, die die Ursache eines Brandes werden kann. Wenn man Birken Haar Hersteller: E. J. Schöttler& Co., Bützow/ M. Generalvertreter wird nachgewiesen Wir errichten in Giessen eine Geschäftsstelle. Zur selbständigen Leitung derselben für eigene Rechnung erbitt. wir Angebote von kaufm. versierten u. organisatorisch durchaus erfahrenen Herren, die über Büro u. Telefon, sowie einigen tausend Mark in bar verfügen, da es sich um eine Vertrauensstellung allerersten Ranges handelt, die mit größerem Incasso verbunden ist. Tadellos. Ruf u. Vergangenh. Veding., hohes Jahreseinkomm, wird durch besteh. Geschäftsst. nachgewies. Kein Warengesch., keine Versicherung, feine Reklame! Angeb. unt. G. 3. 2535 an die Geschäftsst.d.Bl. den Fehler nicht selbst beheben kann, wende man sich umgehend an seinen Installateur oder an das stromliefernde Elektrizitätswerk. Gar mancher Unglücksfall tritt beim Reinigen mit Benzin ein, wenn dies in einem Raume vorgenommen wird, in dem sich ein offen brennendes Feuer, z. B. ein Gaskocher, eiserner Dfen oder Kochherd befindet. Wie bekannt, verdunstet Benzin sehr schnell, namentlich wenn es wie beim Reinigen zwischen Stoffen gerieben wird. Die Benzindämpfe, die schwerer als Luft sind, sinken zu Boden und werden durch die Zugwirkung brennenden Feuers nach diesem hingezogen; in Berührung mit der Flamme entzünden sie sich sehr leicht und können bei einem bestimmten Mischungsverhältnis mit Luft sehr leicht schwere Explosionen auslösen! Wer Zündhölzer so aufbewahrt, daß sie seinen Kindern als willkommenes Spielzeug greifbar sind, darf sich nicht wundern, wenn sein Hausrat eines Tages in Flammen aufgeht. Wer da glaubt, vor dem Einschlafen unbedingt noch eine Zigarette rauchen zu müssen, soll dies wenigstens nicht im Bett tun. Nur zu häufig schon ist der Fall eingetreten, daß der Raucher darüber einschlief, daß die glimmende Zigarette seiner Hand entfiel und nach einiger Zeit sein Bett in Brand setzte. Der Unvorsichtige selbst konnte froh sein, wenn er neben dem materiellen Schaden mit einigen leichten Brandwunden davonfam. Wer auf seinem Boden und im Keller kein elektrisches Licht und dort gelegentlich auch im Dunkeln zu tun hat, sollte sich für diesen Zweck eine geschlossene Laterne, besser noch eine elektrische Taschenlampe beschaffen, auf keinen Fall aber, auch wenn sein Aufenthalt nur kurze Zeit dauert, ein Zündholz zur Beleuchtung benußen. Nur zu leicht wird ein solches nach der Benutzung sorglos fortgeworfen, ohne daß man sich davon über zeugt, ob es auch schon erloschen und wohin es gefallen ist. Neue Bücher. Der Frühling ist da, die Zeit zum Wandern und zum Singen. 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