Nr. 23. nahme und g der Aus memöglich cheben. ,, Rund um e Majern pie in vet n auf dem ndung hin Daß Staats ag als Ab Ceignete fid Cempo faufte Denes Fuhrrer Walter chte sich ein ttet werden. lausschusses ftor Alapp Der Leitung teil wurde hoben. An er Polizeite des Po e des 300s wesenheit ist tut für fultehrt. dem Fenster ich nicht gei d geschrieen ttung schnell Salon. lon in Genf, Senden deut e Weltmarke ihrer neue Seim", einem s viersiziges Türburg", der und elegan zu sein. Aus Fabrikations: chster Quali n bewährten in Gießen. oladenTäffigen ER rovisionsfäßen. und vor allen Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. nd, werden um en gebeten unt. Magdeburg 43. Jahrg. - Rolitische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Der volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichstages setzte am Dienstag die Beratung des Brotgesezes fort. Die Vorschriften über den Deklarationszwang für Brot wurden genehmigt mit der Abänderung, daß das Roggenbrot aus 95 v. H. Roggenmehl und das Weizenbrot aus 95 v. H. Weizenmehl bestehen soll. Nach der Regierungsvorlage waren 97 v. H. vorgesehen. Auf Antrag verschiedener Parteien wurde darüber hinaus auch der Deklarationszwang für Mehl beschlossen. * Der Geschäftsordnungsausschuß des Reichstages genehmigte am Dienstag die Strafverfolgung der nationalsozialistischen Abgeordneten Dr. Goebbels, Feder- Sachsen, Wagner und Strasser, sowie des tommunistischen Abgeordneten Blenkle wegen Beleidi gung. Newyork. * Der Hauptausschuß des Repräsentantenhauses verabschiedete das deutsch- amerikanische Reparationsabkommen. Am Donnerstag findet eine Zusammenkunft der Flottenabordnungsführer statt. ein, Giessen te auf die e.Union * Die Zollfriedenskonferenz ist gestern mit dem feierlichen Schlußunterzeichnungsakt abgeschlossen worden. Um die Ausdehnung der Gewerbesteuer auf die freien Be= rufe, über die der Preußische Landtag in den nächsten Tagen Beschluß fassen soll, zu vermeiden und zugleich die Möglichkeit für neue Steuereinnahmen zu schaffen, schlägt der Deutsche Anwaltsverein eine allgemeine Berufssteuer für Preußen vor. * Unter den Begleitern Gandhis ist eine ansteckende Krankheit ausgebrochen, so daß bereits 19 Erkrankte auf Tragbahren mitgeführt werden. Der Wiederaufbau der 1923 zu Siebenzehntel durch ein Erdbeben vernichteten japanischen Hauptstadt Tokio mit einem Kostenaufwand von 1,6 Milliarden Mart, ist zum größten Teil vollendet. * ,, Humanité" meldet von abermaligen Gehorsamsverweigerungen in der Garnison Lyon. Die Ursache seien drakonische StrafDrud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. maßnahmen in der 4. Kompagnie des 2. Infanterie- Regiments. Die„ Europa" bricht den Reford der Bremen". 4 Tage 17 Stunden 6 Minuten. - - Mittwoch, den 26. März 1930 Teilnahme Hindenburgs an der Mainzer Besagungsfeier Auf die Einladung der Stadt Mainz an den Reichspräsidenten von Hindenburg, an der Mainzer Besatzungsfeier teilzunehmen, hat der Reichspräsident geantwortet: Bremen, 25. März. Nach Mitteilung von Bord der„, Europa" des Norddeutschen Lloyd hat der Dampfer die Strecke Cherbourg -Newyork( Ambrose- Feuerschiff) in 4 Tagen, 17 Stunden und 6 Minuten zurückgelegt und damit die Reisedauer des Schnelldampfers ,, Bremen" um 36 Minuten abgekürzt. Die Durch schnittsgeschwindigkeit des Dampfers„ Europa" betrug 27,91 Seemeilen je Stunde gegen 27,72 Seemeilen Durchschnittsge= schwindigkeit des Dampfers ,, Bremen" auf seiner ersten Reise. * Triumph der deutschen Technit. ,, Sehr verehrter Herr Oberbürgermeister! Ihnen und der Stadt Mainz danke ich für die freundliche Einladung zur Teilnahme an der Besatzungsfeier. Ich nehme diese Einladung an, muß mir aber noch den Tag meines Besuches vorbehalten. Mit Genugtuung nehme ich davon Kenntnis, daß Sie die Absicht haben, die Feier in einem Rahmen abzuhalten, der dem Ernst der Zeit und der in unserem Volke so vielfach vorhandenen Not entspricht." Der rote Hahn in Bayern. München. Die Brandstiftungen nahmen in Bayern in der letzten Zeit einen derartigen Umfang an, daß sich das Ministerium jetzt veranlaßt sieht, einen Aufruf an die Oeffentlichkeit zu erlassen, an der Unschädlichmachung dieser gewissenlosen Elemente sich zu beteiligen. Um weiteste Kreise zum Kampf gegen die Brandstifter heranzuziehen, gewährt die Landesbrandversicherungsanstalt nunmehr erhöhte Belohnungen bis zu 5000 Rmf. Newyork, 25. März. Das neue Schiff hat diese gewaltige Leistung vollbracht, trotzdem sein Kurs 70 Meilen weiter war als der der ,, Bremen". Die Aufstellung des neuen Refordes wird in ganz Amerika als eine Sensation begrüßt und in ge= waltigen Ueberschriften der Zeitungen verkündet. In ganz Amerika wird größte Anerkennung für diese neue Großtat deutscher Technik ausgesprochen. Hapag- Lloyd, die drittgrößte Schiffahrtsgesellschaft der Welt. Gefährlicher Leichtsinn. Wie Grubenbrände entstehen können. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Essen. Auf Zeche Friedrich Ernestine wurde unter einer Rutsche ein glimmendes Häuschen Kohlenklein festgestellt, das glücklicherweise rechtzeitig mit Gesteinsstaub gelöscht werden konnte. Nach den Betriebsverhältnissen ist eine Entstehung des Brandes durch Reibung vollkommen ausgeschlossen. Auch eine andere Ursache konnte nicht festgestellt werden. Da nach Aussage der betr. Kameradschaft kurz vorher in der benachbarten Richtstrecke eine 3igarette e gefunden wurde, so bestätigt dies die Vermutung, daß jemand geraucht und den Stummel in das Häufchen Kohlenklein geworfen hat, der dann nach und nach weitergeglommen hat. Die Folgen hätten unübersehbar sein können, wenn dieses nicht bemerkt und der folgende Tag ein Sonntag oder eine Feierschicht gewesen wäre. Zur Warnung muß auf solche Vorkommnisse immer wieder hingewiesen werden, zumal noch in den letzten Jahren mehrfach Grubenbrände vorgekommen sind, denen auch Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Hamburg, 25. 3. Nach dem engeren Zusammenschluß rückten Hapag und Lloyd unter die größten Schiffahrtsgesellschaften. Eie rangieren nach der englischen P.- und O.- Linie mit 2,5 Millionen und nach der Royal Mail Linie mit 2,4 Millionen Bruttoregistertonnen. Hapag- Lloyd verfügen über rund 2 Millionen. Amerikas Zollpanzer. Washington, 25. März. Unter einem wahren Trommelfener von Lob u Tadel hat der Senat mit 53 gr 31 Summen die Zollvorlage der Regierung angenommen, die darauf hinausläuft, die höchsten Zollschranken um Industrie und Landwirtschaft, welche die amerikanische Wirtschaftsgeschichte je gekannt hat, aufzurichten. Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen Handwerks im Monat Februar 1930. Eine Ecknergründung in Amerika. Newyork. Auf einem Festessen im Heuse des Präsidenten der National City Bank, Clarence Mitchell, gab Dr. Edener die Gründung einer Gesellschaft zur Förderung des transatlantischen Zeppelinverkehrs bekannt. Der Gesellschaft haben sich angeschlossen die National City Bank von Newyork, die Aluminium Company und die American Carbide Conipany. Die Kombina tion verfügt über mehrere Milliarden Dollar Kapital. Nummer 24 Die Not der Bauwirtschaft und ihre Behebung. Von Dr. Paul Ruprecht, Syndikus der Dresdner Kaufmannschaft. Das Baugewerbe hat für jede Volkswirtschaft eine ganz besondere Bedeutung, denn mit ihm hängen so viele Gewerbe zusammen, daß man ihm mit Recht einen geradezu konjunkturbestimmenden Einfluß zuschreibt. Deshalb ist es besonders bedenklich, daß der deutsche Baumarkt augenblicklich in einer Lage ist, die die Zeitungen berechtigt, von seinem ,, Verfall" zu sprechen. Dieser kommt darin zum Ausdruck, daß in dieser Saison trotz der günstigen Herbstwitterung die Arbeitslosigkeit bei den Bauarbeitern schon lange vor der am 9. Dezember einsetzenden Periode der Saisonarbeiterunterstützung einen unverhältnismäßig starken Umfang angenommen hat. So betrug der Durchschnitt der Erwerbslosigkeit bei den Arbeitern der vom Baumarkt abhängigen Gewerbe Ende September 12,8 Prozent, Ende Oktober 17,7 Prozent und Ende November 28,6 Prozent, während die entsprechenden Zahlen in der sonstigen Wirtschaft waren 8,9 Prozent, 9,2 Prozent und 19,2 Prozent. Die in diesen Zahlen zum Ausdruck kommende Entwicklung ist um so bedenklicher, als die Bauwirtschaft der Zahl der für sie tätigen Arbeiter nach, die etwa 3 Millionen Werktätige umfaßt, in der deutschen Gütererzeugung an zweiter Stelle steht. Es erscheint daher durchaus glaublich, daß der gesamte Herstellungswert an Hoch-, Tief- und Straßenbauten im vergangenen Jahre auf 8 bis 9 Milliarden Rmk. veranschlagt wird. Bei dieser Sachlage ist es begreiflich, daß nicht nur die Wirtschaftsvertretungen der Unternehmer, sondern auch die Gewerkschaften in der Deffentlichkeit für eine Belebung des Baumarktes durch Staat und Gemeinden eintreten und auf die Gefahren seiner Vernachlässigung hinweisen. Für die Unternehmer hat sich vor allem die Fachgruppe Bauindustrie beim Reichsverband der deutschen Industrie eingesetzt und zwar durch eine an die Reichsregierung gerichtete Eingabe in der im Namen aller baugewerblichen Zentralverbände, die dringende Bitte an Reich, Länder und Stadtverwaltungen um Vergebung von Bauarbeiten gerichtet wird. In der gleichen Richtung bewegen sich die Bemühungen der Bauarbeitergewerkschaften. Da sich der allgemeine Konjunkturrückgang der Wirtschaft fortgesetzt hat, hat auch die Lage des Handwerks im Monat Februar keine Besserung erfahren, eher ist eine Verschlechterung eingetreten. Im Baugewerbe, das bei günstigen Witterungsverhältnissen, wie sie in diesem Jahre vorhanden waren, bereits im Februar Anzeichen von Belebung aufzuweisen pflegt, hielt dieses Jahr die Geschäftsstille unvermindert an. Die strengen Sparmaßnahmen der Behörden, die Unsicherheit über die Verteilung der Hauszinssteuermittel, sowie die Kapitalknappheit der privaten Bauunternehmer hinderten den an sich möglichen Beginn der Bautätigkeit. Die Bekleidungs- und Nahrungsmittelhandwerke hatten in starkem Maße unter der großen Arbeitslosigkeit zu leiden. Die hervorgerufene Minderung der Kaufkraft größerer Bevölkerungskreise führte zu einer verminderten Nachfrage nach den Erzeugnissen dieser Handwerksberufe. Ungünstig wirkte sich für die Beschäftigung namentlich der Bekleidungshandwerke sowie des Tapeziererhandwerks auch der außergewöhnlich späte Termin des Dsterfestes aus, weil mit Rücksicht hierauf Aufträge für Garderobe sowie Instand: segung von Wohnungen noch hinausgeschoben wurden. Von der sonst belebenden Wirkung des Faschings auf einzelne Handwerksberufe wird in diesem Jahr nichts berichtet. Nicht einmal im Friseurhandwerk vermochten die Faschings- und sonstigen Festveranstaltungen eine größere Belebung hervorzurufen. Durch die zahlreichen Konkurse und Vergleichsverfahren sowie Zwangsvollstreckungen, die in sehr vielen Fällen zu einem frucht losen Ergebnis führen, wurde das Handwerk ebenfalls stark betroffen. Dazu kommt, daß das Borgunwesen unter dem Druck der allgemeinen Not immer weiter um sich greift und ausstehende Forderungen immer schwerer einzuziehen sind. Die Konkurrenz der Schwarzarbeit hat ebenfalls infolge der großen Arbeitslosigkeit in bislang noch nicht beobachtetem Maße zugenommen und schädigt das Handwerk schwer. Daß unter diesen Verhältnissen die Preise für Handwerksarbeiten weiterhin außerordentlich gedrückt waren, kann nicht wundernehmen. Diese Wünsche beider Parteien, so verständlich sie an sich sind, stoßen, worüber sie sich wohl klar sind, auf eine Notlage ihrer heutigen Auftraggeber. Während aber die Arbeitgebervertretungen diese insofern anerkennen, als sie sich damit begnügen ,,, die höchsten Behörden des Reiches, der Länder und der deutschen Städte zu bitten, sobald als möglich Abhilfe zu schaffen", fordern die Gewerkschaften die Bereitstellung der dafür erforderlichen Mittel ohne Rücksicht auf die Lage und die Erfordernisse der übrigen Wirtschaft. Wenn z. B. verlangt wird, daß die Sparkasseneinlagen und die Reserven der Angestelltenversicherung, die heute sicherlich anderweitig zinstragend angelegt sind, künftig dem Baumarkt zugewendet werden sollen, dann bedeutet dies eine Kreditverknappung und damit eine Einschränkung des sonstigen Arbeitsmarktes. Für die Arbeitsmarktlage ist also dieses Mittel nichts anderes, wie den Teufel mit Beelzebub austreiben. Dasselbe gilt von dem Vorschlag des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes, zur Behebung der Arbeitslosigkeit, die z. 3t. gefeßlich erschwerte Aufnahme von Auslandsarbeiten freizugeben, denn deren Verzinsung entzieht der deutschen Wirtschaft laufend Kapital und beeinträchtigt dadurch die Kapitalbildung, deren Fehlen letzten Endes für die Nöte des Baumarktes verantwortlich ist. Schwierigkeiten in der Beschaffung von Rohstoffen und sonstigen Hilfsmaterialien werden nicht gemeldet. Die Preise für einzelne Materialien, wie beispielsweise Glas, haben zum Teil etwas angezogen. Die Zahl der arbeitslosen Gesellen erfuhr eine erhebliche Zunahme. Sowohl bei den Holz-, Metall als auch Nahrungsmittelhandwerken wurden Arbeiterent: lassungen erforderlich, während aus keinem Handwerksberuf berichtet wird, daß Arbeitereinstellungen erfolgt sind. Im Schnei: der- und Elektroinstallateurhandwerk sind sowohl die Mantelals auch die Lohntarifverträge gekündigt. Die Verhandlungen über den Nenabschluß haben noch zu keinem Ergebnis geführt. Das Angebot an Lehrlingen ist außerordentlich groß und kann bei weitem nicht von der Nachfrage aufgenommen werden. Während also die Wünsche der Unternehmer an die Geldknappheit der öffentlichen Hand von selbst scheitern, steht den Vorschlägen der Gewerkschaften die schlechte Wirtschaftslage entgegen. Wenn aber die Behauptung des Reichsverbandes der deutschen Industrie, daß ,, das Baugewerbe in Zeiten wirtschaftlicher Depressionen von jeher berufen gewesen ist, die zum Stillstand gekommenen Räder der Wirtschaft wieder in Gang zu bringen", noch heute richtig ist, dann müßte aus diesem Dilemma ein Ausweg gefunden werden, selbst wenn damit wirtschaftliche Nachteile verbunden wären. Denn schließlich muß man doch berücksichtigen, daß eine Erleichterung des Arbeitsmarktes, die mit einer Belebung des Baumarktes einhergehen würde, der Wirtschaft an anderer Stelle Ausgaben erspart und ihr dadurch einen Ausgleich schafft. Es erhebt sich also in diesem Zusammenhange die Frage, ob die deutsche Bauwirtschaft auch unter den heutigen Verhältnissen noch in dem Umfange wie früher als das Schlüsselgewerbe für viele andere Industrien anzusehen ist. Leider muß hierauf eine verneinende Antwort gegeben werden, und zwar weil die günstige Lage, deren sich die Bauwirtschaft bis jetzt durch die öffentliche Ausgabenwirtschaft erfreut hat, mit groBen Nachteilen für andere Gewerbe erkauft worden ist. So hat z. B. die Betätigung der öffentlichen Hand als Bauherr dem Baugewerbe zwar große Aufträge verschafft, mit deren Finanzierung jedoch die Entwicklung der übrigen Wirtschaft und deren Kapitalbildung gehemmt. Besonders deutlich macht dies die Lage des Hausbesizers, dem mit Hilfe der Mietzinssteuer die Mittel genommen werden, seinen Besiz so instandzuhalten, wie das eine geordnete Verwaltung verlangt, um dadurch der öffent Mittwoch, de Mittwoch, den 26. März 1930. lichen Hand Einnahmen zu verschaffen, mit deren Hilfe sie Milliardenaufträge im Jahre vergibt. Darin aber liegt der Unterschied in der jetzigen Bedeutung des Baumarktes für die übrige Wirtschaft gegenüber derjenigen in der Vorkriegszeit. Während damals sein Gedeihen mit einer guten Allgemeinkonjunktur, von der es dahingestellt bleibt, ob sie Ursache oder Folge davon gewesen ist, einhergegangen ist, erfolgt es heute auf Kosten der übrigen Wirtschaft oder wichtiger Teile von ihr. Daß dies aber so ist, liegt fast ausschließlich daran, daß der heutige Baumarkt weit weniger vom Privatkapital wie von der öffentlichen Hand befruchtet wird, die auf die wirtschaftliche Lage, insbesondere die Zinsentwicklung keine Rücksicht genommen und dadurch den Baukostenindeg auf über 180 Prozent ge= steigert hat, während der Lebenshaltungsindex kaum 155 Prozent beträgt. Eine private Bauwirtschaft hätte dieser Entwicklung sicherlich nicht tatenlos zugesehen, sondern ihre Bautätigkeit eingeschränkt, um Kapital anzusammeln, bis der Zinsfuß sich dadurch gesenkt hätte. So wie er heute ist, kann aber der Privatkapitalist keinen Reiz darin finden, Häuser zu bauen, da deren Rentabilität nicht sicher ist, zumal die Löhne im Baugewerbe durch die Ausschaltung des privaten Unternehmertums überhöht sind und nach deren unvermeidlichen Abbau mit niedrigen Baukosten zu rechnen ist.(? D. Red.) " Die heutige Bauwirtschaft hat also in eine Sackgasse ge= führt, weil unsere Wirtschaftspolitik nicht hat erkennen wollen, wie Dr. Gustav Stolper sagt, daß ,, Lohn, Soziallast, Zins und Steuer eine unauflösbare Einheit bilden, in der ein Element sich vermindern muß, wenn ein anderes sich vergrößert." Es ist eben in der Volkswirtschaft wie beim Kriegsschiffbau, wo jeder neue Typ immer nur ein anderer Kompromiß zwischen Panzerung, Bestückung und Geschwindigkeit sein kann. Daß man dies mißachtet und eine Wirtschafts-, insbesondere eine Lohn- und Sozialpolitik getrieben hat, die die anderen Daten der Wirtschaft, vor allem die Einnahmen, nicht in Betracht gezogen hat, ist schuld an dem bestehenden Kapitalmangel, an der Krise der öffentlichen Kassen und damit an der in wachsender Arbeitslosigkeit zum Ausdruck kommenden Massennot. Daß sie kommen würde, haben die Kundigen vorausge= sehen und voraussehen können, ebenso daß die Bauwirtschaft davon keine Ausnahme bilden würde. Ja, man kann sogar sagen, daß sie mit einem besonders starken Rückschlag hat rechnen müssen, weil sie sich durch die Bautätigkeit der öffentlichen Hand einer künstlich auf Kosten der übrigen Wirtschaft emporgeschraubten Konjunktur erfreut. Daß dieser Rückschlag bei den Bauarbeitern eine so starke Arbeitslosigkeit hervorgerufen hat, ist eine höchst unerwünschte Erscheinung, die jedoch vom deutschen Volke als grausame Strafe für die verfehlte Finanzpolitik seiner berufenen Führer hinge nommen werden muß, weil es kein anderes Mittel dagegen gibt, wie eine Abkehr von der bisherigen Wirtschaftspolitik, die in der Erfüllung folgender Forderungen zum Ausdruck kommen muß: ,, Gießener Zeltang" Lokales. Gartenbau und Volkswirtschaft. Deutsche, eßt deutsches Obst und Gemüse! Auf der kürzlich stattgehabten Jahresversammlung des Landesverbands Berlin- Brandenburg im Reichsverband des deutschen Gartenbaues e. V. hielt Herr R. Sievert einen Vortrag über das Thema:„ Der deutsche Gartenbau in der Wirtschaftspolitik der Gegenwart", der auch über den engeren Berufsstand hinaus in allen Bevölkerungskreisen weiteste Beachtung verdient, zumal er die Schicksalsverbundenheit aller Berufsgruppen klar in den Vordergrund stellt. Das bedeutet um so mehr, als hier nicht die Ansicht eines Privatmannes, sondern die des Vertreters einer großen Berufsorganisation zum Ausdruck kam. Der Referent stellte zu Beginn seines Vortrages fest, daß es nicht allein genüge, die Produktion zu steigern, sondern daß es auch darauf ankäme, kaufkräftige Abnehmer zu haben. Er führte dann weiter aus, daß der deutsche Gartenbau - seinen Aufschwung in der Hauptsache der Bevölkerungszunahme und der glänzenden industriellen Entwicklung in der Vorkriegszeit verdanke. Heute sei diese Industrie zum großen Teil vom Weltmarkt verdrängt und in der Hauptsache auf den Absatz ihrer Erzeugnisse auf dem Binnenmarkt angewiesen und damit auch auf den Landbau im weitesten Sinne. Wir Deutschen sollten uns aber noch zu den jungen Völkern rechnen, die heutige Notlage nicht stumpf hinnehmen, sondern mit allen Mitteln gemeinsam am Wiederaufbau unserer Kraft und Wirtschaft arbeiten. Der Gartenbau werde in seiner wirtschaftlichen Bedeutung oft unterschätzt, und doch habe er in unserm übervölferten Land eine große Bedeutung, da im Vergleich zur Landwirtschaft auf gleicher Fläche sechsmal mehr Menschen sich ernähren könnten. Nach den letzten Erhebungen seien im Gartenbau 206 000 Menschen tätig, davon sind 50 000 selbständig und 36 000 Angehörige. Wenig bekannt sei auch in der Oeffentlichkeit der Wert der deutschen Obst- und Gemüseerzeugung. Es betrage dieser rund 1300 Millionen und der Wert der Blumenund Pflanzenproduktion 700 Millionen, zusammen also etwa 2 Milliarden Reichsmark, was ungefähr den Wert der gesamten deutschen Kohlenförderung ausmacht. Zunächst muß sich die öffentliche Hand allmählich vom Baumarkt, soweit er dem schärfer kalkulierenden und daher billiger arbeitenden Privatkapital zukommt, zurückziehen und zwar auch auf die Gefahr hin, daß dieses den Zeitpunkt, sich hier zu betätigen, noch nicht gekommen sieht. Um seine Herbeiführung zu beschleunigen, sind gesetzliche Bestimmungen zu treffen, die den deutschen Kapitalisten, die ihre Gelder, um sie nicht der uferlosen Ausgabenwirtschaft der Parteien auszuliefern, ins Ausland verbracht haben, deren Rückführung ermöglicht. Abgesehen davon, muß ihnen aber auch ein Anreiz gegeben werden und zwar durch eine zu einer wirklichen Steuersenkung führende und eine geordnete Finanzwirtschaft verbürgende Finanzreform, die endlich die schon längst in Aussicht gestellte Senkung der Realsteuern, besonders in den Gemeinden bringt. Die Höhe dieser Ausgaben ist nämlich nicht zum wenigsten daran schuld, daß sich das Privatkapital so stark vom Grundstücks- und Baumarkt fernhält. Zu dieser Haltung trägt auch viel der Umstand bei, daß immer wieder durch die Presse Meldungen gehen, wonach im Reichstag und in den Landtagen zur Durchführung der sogenannten Bodenreform Geseze in Vorbereitung sein sollen, die auf eine entschädigungslose Enteignung von Bauland hinauslaufen. Aus dem Dorf Beuern bei Gießen. ( Zeitbetrachtungen, Heimische Erwerbsarten). ( Eigentumsrecht vorbehalten). Von Wilh. Arnold 5. zu Beuern. 2. Fortsetzung. In Auch in der deutschen Handelsbilanz wird die große Bedeutung des Gartenbaues sichtbar. Im Jahre 1928 betrug die Einfuhr fremder Gartenbauerzeugnisse allein 650 Mill. Reichsmark. Im Jahre 1929 sei sie noch höher. Bei der gewaltigen Belastung Deutschlands sei es klar, daß diese Zahlen mit aller Macht herabgedrückt werden müßten. Darum sei es nötig, den deutschen Gartenbau in Zukunft mehr vor der ausländischen Einfuhr zu sichern. Dazu gehören aber in erster Linie mit, daß auch der deutsche Verbraucher bei Händlern immer und immer wieder heimische Erzeugnisse den ausländischen vorziehe. Nur so unterstütze er am besten die deutsche Volkswirtschaft und sich selbst. Beschwerlich und mühevoll ist der Anfang gewesen. geringen Mengen holte man im nahen Marburg, das dort seit alter Zeit gefertigte Töpfergeschirr und setzte es daheim und in den Nachbarorten ab. Waren es vorerst nur einzelne Personen, insbesondere Frauen, die damit ihren Unterhalt erwarben, so befaßten sich bald ganze Familien mit dem Vertrieb und dehnten denselben immer weiter aus. Mit Pferd und Wagen fuhr man jetzt hinaus und unternahm, für die damalige Zeit recht beträchtliche Reisen. So ist der alte Kaspar Ranft bis nach Königsberg, Danzig und Memel, auch nach SchleswigHolstein usw. gekommen. Die Waren wurden in Sachsen hergestellt und immer nachgeschoben. Später bildete der Westen Deutschlands das hauptsächlichste Absatzgebiet. Köln, Aachen, Trier, Wesel und Emmerich wurden besucht, aber auch Straßburg und die süddeutschen Städte wie Mannheim, LudwigsHafen, ferner Luxemburg usw. Außer der Familie Ranft waren es noch die Familien Weimar, Walther, Becker und Wagner, die regen Anteil an dem stetig emporblühenden Handel nahmen. Man staunt, daß die Leute das südliche Frankreich durchzogen und Lyon und gar Marseille erreicht haben. * * Tagungen. Am nächsten Samstag hält der Provinzialverband Oberhessen des Vereins hessischer Justizamtmänner hier seine diesjährige Provinzialversammlung ab. Ferner wird der Hessische Kaffeehausbesitzerverband am 2. April hier seinen diesjährigen Verbandstag abhalten. Der letzte der Geschirrhändler, der draußen seine Waren nach alter Weise mit Pferd und Wagen umherfuhr und auf Messen und Märkten in den größeren Städten, aber auch auf dem platten Lande zum Verkauf brachte, war der aus GroßenBused stammende Joh. Pfeiffer. Es war im Anfang der 1870er Jahre. Während der Beschießung von Straßburg wurden seine dort gelagerten Warenbestände der Zerstörung preisgegeben. Gegenwärtig ist der einst so blühende Töpferhandel sehr * Ein neues Kreistagsmitglied. An Stelle des verstorbenen Mitglieds des Kreistages, Landwirt Heinrich Schön von Lollar tritt Fabrikant Herrmann Schieferstein von Lich. Nr. 24. übt und Lebensmittel, wie Eier, eingemachte Früchte pp. ge= stohlen. Am Sonntagabend in der Zeit zwischen 20 und 20% Uhr wurden in der Büding- und Marburgerstraße drei Einbrüche in Parterrewohnungen verübt. Nur in einem Falle fonnten die Täter etwa 50 Rmt. Bargeld entwenden. In den beiden anderen Fällen wurden sie gestört. In der Nacht vom 25. zum 26. 3. 1930 wurde in das Lager und den Verkaufsraum eines Zigarrengeschäftes in der Frankfurterstraße eingebrochen und außer etwas Wechselgeld etwa 40 Mill Zigaretten nachstehender Marken entwendet: Ova, Overstolz, Ravenklau, Löwenbrüd, Kurmark, Gildenring, Senussi, Mercedes und Eckstein. Außerdem eine große Anzahl Holzpfeifen. * Betrunken und verletzt. In einer hiesigen Wirtschaft sah man sich in einer der letzten Nächte veranlaßt, einen älteren Schlosser, der dort gezecht hatte, an die frische Luft zu befördern. Der Mann wurde mit allzu großer Wucht auf das Pflaster ge= setzt. Mit erheblichen Verlegungen kam der Unglückliche dann in die Chirurgische Klinik. * Sichergestellt. Wem gehört die Autouhr. Eine Autouhr mit schwarzem Zifferblatt, die angeblich von einem Personenauto, das vor dem Café Ernst Ludwig aufgestellt war, gestohlen wurde, ist hier sichergestellt. Derjenige, der Eigentumsrechte geltend machen kann, wird ersucht bei der Kriminalabteilung vorzusprechen. * Einbrüche. In der Nacht zum Samstag wurde in einem Hause in der Georg- Philipp- Gailstraße ein Kellereinbruch ver- * Festnahmen. Festgenommen wurde der Landwirt Wilhelm Liermann aus Köslin, der sich als Danziger Burschenschaftler in hiesigen Studentenkreisen ausgab und Geldbeträge erschwindelte. Lierman ist auch in ähnlicher Weise angeblich in Münster t. W. und Marburg aufgetreten. Er kam in Untersuchungshaft. Heute vormittag wurden drei jugendliche Personen festgenommen, die in der Fürsorgeanstalt Warburg entwichen sind. Zwei der Ausreißer haben in Marburg zum schnelleren Wegkommen Fahrräder entwendet. Sie wurden dem Amtsgericht zugeführt. Wegen Diebstahls wurde ein Arbeiter aus Trohe, der Arbeiter Peter Seul aus Oberbeisig auf Grund eines Ausschreibens und zwei aus dem Westendheim bei Frankfurt entwichene Fürsorgezöglinge festgenommen. zurückgegangen und es sind nur noch wenige Familien, die sich damit befassen. Erwähnenswert ist, daß eine derselben, die Familie Arnold, trotz der Ungunst der Zeiten und großer Schwierigkeiten ihren Betrieb mit Erfolg über die Grenze, in die Schweiz hinein, ausgedehnt hat und Basel, Zürich, Luzern usw. besuchte. * Viehmarkt. Auf dem Rindermarkt am Dienstag standen 1087 Stüd Groß- und Jungvieh sowie 212 Kälber zum Verkauf. Nach anfangs lebhaftem, später aber abflauenden Handel verblieb Ueberstand. * Probefahrt der Kreismotorsprite. Die für komenden Freitag geplante Probefahrt findet bereits am morgigen Donnerstag statt. * Aus dem Stadttheater. Als 25. Mittwoch- Abonnements: vorstellung kommt die Komödie ,, Die Sache, die sich Liebe nennt", a drei Akten, von Edwin Burke zur Aufführung Anfang 8 Uhr. * Lichtbildervortrag über den Schnelldampfer Bremen. Der Kaufmännische und Ortsgewerbeverein bringt als 6. Vortrag eine Wanderung durch den Schnelldampfer Bremen am Samstag, den 29. März, abends 8 Uhr, in der neuen Aula. * Volkskonzert. Die Volkshochschule veranstaltet als 4. Volkskunstabend am Donnerstag, den 27. März, abends 8 Uhr, in der Aula der Universität ein Volkskonzert. * Goethebund. Am Donnerstag, den 27. März, abends 8 Uhr, hält Herr Prof. Dr. Viätor im Kunstwissenschaftlichen Institut einen dramaturgischen Vortrag über Georg Büchner. * Aus dem Gerichtssaal. Vor dem hiesigen Schwurgericht hatte sich der 21 Jahre alte Dienstknecht Kurt Mädel, zuletzt in Nidda in Stellung, wegen Mordversuches zu verantworten. Mädel hatte mit einer Dienstmagd ein Liebesverhältnis, das nicht ohne Folgen blieb. Da er keine Lust hatte, Vater zu spieIen, wollte er sich des Mädchens entledigen. Er lud es eines Abends zu einem Spaziergang ein, und als sie am Ufer der Nidda entlang gingen, stieß er plötzlich das Mädchen in den Fluß. Dem Mädchen war es gelungen, sich an einem überhängenden Zweig festzuhalten, und es wurde von Bewohnern einer nahen Mühle aus dem eisig talten Wasser herausgezogen. Die Verhandlung ergab, daß der Angeklagte eine harte Jugend ge= habt hat. Sein Vater war Trinker und eine kleine Schwester wurde ermordet. Bisher hatte sich aber der Angeklagte gut geführt, weshalb der Staatsanwalt die Anklage auf Mordver= such fallen ließ und nur 3½ Jahre Gefängnis wegen versuchten Totschlags beantragte. Das Gericht schloß sich diesem Antrage an. Wie in anderen Städten, so hat man auch hier oft über Unfug an den Feuermeldern zu klagen. In der Nacht zum 15. Dezember gelang es der Polizei, einen solchen Unfugstifter in der Person eines jungen stellenlosen Kaufmanes auf frischer Tat zu erwischen und festzunehmen. Er hatte sich vor dem hiesigen Amtsgericht zu verantworten, das mit Rücksicht auf die Gemeingefährlichkeit des Vergehens die exemplarische Strafe von einem Monat Gefängnis aussprach. Hoffentlich lassen sich andere unermüdliche Nachtschwärmer dieses Urteil zur Warnung dienen. Zu den mancherlei Schätzen, die die heimatliche Erde Beuerns birgt, gehört auch die Braunkohle. Bis jetzt hat aber deren Ausbeute nur vorübergehend in geringem Maße Arbeitsund Verdienstgelegenheit für die heimische Bevölkerung verschafft. Schon in den 1850er und 60er Jahren versuchte man das Vorkommen der Kohle und ihre Bauwürdigkeit an verschiedenen Stellen der Gemarkung festzustellen. Da das Wasser im Tale unüberwindliche Schwierigkeiten bei der Schürfung bot, begab man sich auf höhere Stellen. Noch heute heißt eine Stelle auf der Platte ,, beim Berghäuschen", wo man, durch die Basaltlavamassen hindurch, sich den Weg in die Tiefe bahnen wollte. Vielleicht ist die Sache dort auch etwas langweilig geworden, auch scheint die Betriebsweise unter dem damaligen Steiger ziemlich nachlässig und locker gewesen zu sein. Man vertrieb sich die Zeit mit Schnapstrinken und Kartenspiel, bis in einer Nacht das Häuschen in Brand geriet und die Herrlichfeit ein Ende hatte. Auch spätere Unternehmungen durch den Weißbindermeister Petri in Gießen führten trotz umfangreicher Schürfungen zu keinem Ergebnis. Erschlossen wurde das Kohlenlager im Pfarrwäldchen und in der Michelbach, woselbst man aber sehr mit dem Wasser zu kämpfen hatte. Erst unseren Tagen ( 1920) wird es vorbehalten sein, ob an cinen lohnenden Abbau der Braunkohle in unserer Gemarkung gedacht werden kann. Eine Frankfurter Gesellschaft hat es unternommen, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln unser Kohlenfeld aufzuschließen. Die allgemeine Brennstoffnot unserer Zeit kann wohl als günstig in Betracht gezogen werden. Günstig sollen auch die Feststellun( gen durch die Wünschelrute oder ein ähnliches Werkzeug ge= wesen sein.( Leider haben sich die Erwartungen nicht erfüllt. Anmerk. der Red.). Nach der Ueberlieferung wurde die Brauntohle beim Ausgraben von Brunnen entdeckt. Als solche wurden vornehmlich genannt der im Keller oder vielmehr im Brennhause des Jost Belloff( später Stein und Haberkorn) und der Lindenbrunnen bei der Schule. Um In Elberfeld: G Sulz( Rhein) Jn Roblenz: F ( Bergisch Ma In Münster: For Rheine( We Ergel Um die Meisterf Spielvereinig Gefellihaftsspiele BB. Gieße BiB Weid VB.-K. M Germania Boruffia& Seffen Her Kurheffen Kurheijen Spielverei Preußen Sportfreu BV. 06 SC. Nie SV. Als Gau Gießen- W Ehrings Heuchel Azlar Ballers Weklar VFB. G Holzhau Mertenb Aglar 2. Oberbiel Nauborn Hermann Büblings Lich 1. Wiffenbo Löhnber Naubor Leun 1. Würger Bieber Steinb Jugend: 1900( Heuche VfB. Wehl. Buk bad Wiffent Ballers Steind 1900 G Oberb Naubo Gau Marbur Laaspi Womm Gum. Röpfe tagein Polizeibeamt Großstädte di Signale und tehr zu dressi die Welle des chen und alle eine vollzoge des Automob staltet, als di night Schritt den schier u werte, Stra gordischen K In diefe des Leidende mitteln unzu fein Verfuch Signale ab mittel Zeit überbliden Benskind d DieSchmerzens Polizei ben Merkwürdiger ist, wie man dem Vorkommen von Manganerzen in der Appenspeck auf die Spur gekommen ist. Ein hiesiger Einwohner, Sommerlad, gewöhnlich der alte Holländer genannt, fand einſt in genanntem Gemarkungsteil ein Gesteinsstück, das thm durch seine Schwere und sein Aussehen auffiel. Seine bei: den Jungen waren Musikanten, die auf den Kirchweihen umher aufspielten. Sie zeigten das Fundstück einem mitwirkenden Bergmann, der sofort den Wert desselben erkannte und mit der Lahntalhüttengesellschaft in Gießen in Beziehung trat. selbe stellte durch umfassende Vorarbeiten die Abbauwürdigkeit und Güte des Erzes fest und der Betrieb wurde eröffnet, der regen Verkehr und reichlichen Verdienst brachte. Wahrscheinlich hatte der Bergmann ein gutes Geschäft gemacht und der sonst sehr spekulativ gerichtete alte Holländer hatte das Nachsehen, er soll im ganzen 50 Rmt. erhalten haben. Die Verhüttung der Erze erfolgte auf der Margarethenhütte zu Gießen. Die reich lichen Verdienstgelegenheiten in jenen Zeiten verlockten leider besonders die jugendlichen Arbeiter zur Völlerei und Liederlich feit. Es war die Zeit der Gründerjahre. Industrielle Unternehmungen wuchsen wie Pilze aus der Erde, um nach kurzer Zeit wieder zu verkrachen. Wie das erwähnte Steinbruchsunternehmen der Düsseldorfer Firma Heinjes am roten Holzberg, so war auch der Betrieb der Grube„ Edelstein" in der Appenspec nicht von sehr langer Dauer. Das Vorkommen des sonst sehr vorzüglichen Erzes wurde immer spärlicher, andere Ursachen kamen hinzu und nach etwa dreijährigem Bestehen wurde die Förderung eingestellt. ( Fortsetzung folgt.) die Welle althergebra Ben, auf. Vertehrspar nahe, aber auch dem modernen Nr. 24. ichte pp. ge 20 und 20% Be drei Ein einem Falle Den. In den er Nacht vom Berkaufsraum eingebrochen etten nachste flau, Löwen und Edstein. wirt Wilhelm richenschaftler äge erschwin lich in Mün Interfuchungs che Personen rg entwichen m schnelleren dem Amtsge Arbeiter aus g auf Grund m bei Frank stag standen Zum Verkauf. Handel ver omenden Frei gen Donners Abonnements: Liebe nennt", 9 Anfang 8 Bremen. Der Is 6. Vortrag en am Sams Tula. staltet als 4. abends 8 Uhr, ärz, abends 8 chaftlichen InBüchner. Schwurgericht Mädel, zuletzt verantworten. Derhältnis, das Vater zu spie lub es eines am Ufer der idchen in den nem überhän wohnern einer usgezogen. Die rte Jugend ge Meine Schwester Angeklagte gut auf Mordver egen versuchten diesem Antrage ch hier oft über Nacht zum 15. Unfugitifter es auf frischer ch vor dem hie üdficht auf die plarische Strafe ntlich lassen sich il zur Warnung en nicht erfüllt urde die Braun Is solche wurden mehr im Brenn erkorn) und der von Mangan ist. Ein hiefiget länder genannt esteinsstück, d Fiel. Seine be rchweihen umh m mitwirkender inte und mit der Jung trat. Die Abbauwürdigkeit arde eröffnet, der Wahrscheinlich cht und der fonft Das Nachsehen, et eßen. Die reid verlodten leider Berhüttung der i und Liederlich dustrielle Unter um nach furzer Steinbruchsunter Coten Holzberg, fo in der Appeniped en des sonst sehr andere Ursachen eftehen wurde die Mittwoch, den 26. März 1930. Fußball. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport Um die Westdeutsche Meisterschaft. Runde der Bezirksmeister. Gruppe 2. In Elberfeld: SC. 03 Kassel( Hessen- Hannover) Sülz( Rhein) 1: 2( 1: 2) In Koblenz: FV. Neuendorf( Mittelrhein) ( Bergisch- Mart) 2: 4( 0: 4) Runde der Zweiten. - Spogg. 07 - VFL. Benrath Borussia In Münster: Fortuna Düsseldorf( Bergisch- Mark) Rheine( Westfalen) 4: 1( 3: 0). Ergebnisse aus dem Bezirk. Um die Meisterschaft der Gruppe Südhannover, 1. Bezirksklasse ( 3. Spiel): Spielvereinigung Göttingen Gesellschaftsspiele: - FV. 05 Einbed 0: 0. VB. Gießen Sport Kassel 2: 2( 0: 1) VB. Weidenau VFB.-K. Marburg Germania Marburg Borussia Fulda Hessen Hersfeld Kurhessen Kassel Kurhessen Kassel 2. Spielverein Kassel Preußen Nordhausen Sportfreunde Kassel SpVgg. 1900 Gießen 3: 2( 2: 1) FV. Würzburg 2: 3( 1: 1) Germania Fulda 4: 1( 1: 1) Union Niederrad 2: 1( 0: 1) FC. Großalmerode 3: 2( 1: 2) Hermannia Kassel 1: 0( 1: 0) VFR. Kassel 1. 0: 3 GC. 05 Göttingen 2: 2( 1: 1) Hessen 09 Kassel 6: 4 SV. Corbach 1: 1( 0: 1) BV. 06 Kassel Schupo Kassel 3: 4( 1: 2) SC. Niedergirmes FV. Odershausen 0: 1 SV. Alsfeld- Weglarer SpV. 4: 1. Gau Gießen- Wezlar: Ehringshausen 1. 1900 Gießen 2. 5: 2( 0: 1) Heuchelheim 1.— Großen- Bused 1. 6: 1( 6: 0) Azlar 1. Weilburg 1. 1: 2( 1: 0) Burg 1. 5: 2( 2: 1) Ballersbach 1. Wetzlarer SpV. 2. VFB. Gießen 2. Biskirchen 1. 1: 2( 0: 0) Nidda 1. 1: 0 Holzhausen 1. Bissenberg 1. 3: 1( 1: 0) Merkenbach 1. Offdilln 1.( V.) 4: 0( 2: 0) Aßlar 2. Weilburg 2. 3: 4 Oberbiel 1.- Niedershausen 1. 1: 5( 1: 2) Nauborn 1. Garbenteich 1. 5: 0 Hermannstein 1. Löhnberg 1. 3: 6( 1: 4) Büblingshausen 1. Steindorf 1. 2: 4( 1: 1) Lich 1. Grünberg 1. 1: 8( 0: 6) Wissenbach 1. Straßebersbach 1. 3: 1 Löhnberg 2. Hirschhausen 1. 8: 2( 6: 0) Nauborn 2. Garbenteich 2. 4: 4 Leun 1. Wehl. SpV. 3. 2. gem. Würgendorf 1.— Allendorf 1. 3: 1( 0: 0) Bieber 1. 1900 Gießen 3. 2: 0( 2: 0) Steinbach 2. 1900 Gießen 4. 4: 3 Jugend: 1900 Gießen 1. Heuchelheim 1. VfB. Gießen 2. Wetzl. SpV. 2. Butzbach 1. Wissenbach 1. Ballersbach 1. Steindorf 1. 1900 Gießen 3. Oberbiel 1. Nauborn Sch. Gau Marburg: - Niedergirmes 1. 1: 1( 0: 0) Großen- Bused 1. 2: 2 1900 Gießen 2. 0: 2( 0: 1) Niedergirmes 2. 2: 1 Lich 1. 1: 1 Straßebersbach 2. 3: 0 Burg 1. 0: 7( 0: 4) Braunfels 1. 4: 0 Steinbach 1. 4: 0( 2: 0) Weilburg 1. 2: 2 Garbenteich Sch. 4: 2 Laasphe 1. Dillenburg 1. 0: 9( 0: 4) Wommelshausen 1. Gladenbach 1. 4: 1 - Der Verkehr, das Fahrrad und die Schule. Gum. Die Lösung des Verkehrsproblems beschäftigt viele Köpfe tagein und tagaus. Man schickt Verkehrstechniker und Polizeibeamte in ferne Länder, studiert im Verkehr der eigenen Großstädte die Wirkungen akustischer und optischer Warnungssignale und versucht es, die Fußgänger auf den modernen Verkehr zu dressieren. Die Lösung der Fragen wäre leichter, wenn die Welle des modernen Verkehrs nicht über uns hereingebrochen und alles, was da fährt und treucht, nicht urplötzlich vor eine vollzogene Tatsache gestellt worden wäre. Die Zunahme des Automobilverkehrs hat das Problem umso schwieriger ge staltet, als die Schaffung geeigneter Wege mit der Entwicklung nicht Schritt zu halten vermochte, und die Schwierigkeiten wurden schier unlöslich, als das Verkehrschaos durch Pferdefuhrwerke, Straßenbahnen, Handkarren und Fahrräder zu einem gordischen Knoten sich schürzte. In diesem Tohuwabohu spielte der Fußgänger die Rolle des Leidenden. Seine, im Vergleich mit modernen Verkehrsmitteln unzulängliche ,, Schnelligkeit", sein langsames ,, Tempo", sein Versuch, mit natürlichen Hilfsmitteln akustische und optische Signale abzugeben, und sein Ehrgeiz, ohne mechanische Hilfs= mittel Zeit und Raum zu meistern und die Welle des Verkehrs überblicken und überhören zu können, machten ihn zum Schmerzenskind der Straße, bei dem er im Gegensatz zu anderen Sport und und Spiel. - Ockershausen 2. Dreihausen 1.( V.) 4: 3 Germ. Marburg 2. Cölbe 1. 5: 0 Laasphe 2. Dillenburg 2. 0: 7( 0: 4) Biedenkopf 1. Lirfeld 1. Sarnau 1. 6: 3( 5: 2) Dernbach 1.( V.) 2: 7 Friedensdorf 1. - Biedenkopf 2. 4: 1( 3: 0) Buchenau 1. Breidenstein 1. 3: 1 VfB.-K. Marburg 3. Sintershausen 1.( V.) 3: 3 Erdhausen 1. Damm 1. 4: 1 Sterzhausen 1. Sterzhausen 2. 1 Germ. Marburg 3. Spedswinkel 1. 0: 2 Spedswinkel 2. 3: 3 Cölbe 2. 2: 3 Niederwalgern 1. Schönstadt 1. 4: 1 Wommelshausen 2. Gladenbach 2. 3: 2 Bürgeln 1. Begiesdorf 1. 1: 2 Bürgeln 2.- Begiesdorf 2. 0: 1 Roda 1. - VFB. Wetter 2. 1: 5 - Hassenhausen 1. Bortshausen/ Beltershausen 2: 2 Weipoltshausen 1. Rodenhausen 3: 0 Weipoltshausen 2. Frankenbach 6: 0 Oberwalgern Jugend: - Fronhausen b. Gladenb. 2: 1 VfB.-K. Marburg 2. Germ. Marburg 2. 0: 1 Biedenkopf 1. Sarnau 1. 3: 0 Laasphe 1. Dillenburg 1. 0: 6( 0: 1) Cappel 1. Dreihausen 1. 2: 4 VfB- K. Marburg 3. Germ. Marb. 3. 6: 0 Bürgeln 1. Frankenberg 1. 5: 0 Buchenau 1. Breidenstein 1. 3: 1 - Friedensdorf 1. - Biedenkopf 2. 0: 0 BfB. Gießen Sport Kassel 2: 2( 1: 0). Vorausgeschickt muß werden: die Kasseler Gäste mußten sehr zufrieden sein mit dem Unentschieden, denn die VfB er spielten in den letzten 20 Minuten einen Fußball, der die Kasseler nur vereinzelt durchkommen ließ. Gießen lag weit mehr im Angriff und hatte auch die zahlreicheren Torgelegenheiten. In der ersten Spielhälfte glänzte die Gästemannschaft durch technische Reife, aber die VfB.er brachten dafür nach der Pause einen glänzenden Kampfgeist und einen unbeugsamen Siegeswillen auf, zwei Faktoren, die man bei der Mannschaft in der letzten Zeit sehr oft vermißte, und die den Ausschlag gaben. Der Kasseler Mittelstürmer brachte seine Mannschaft durch einen gut placierten Schuß in der 35. Minute in Führung. Nach der Pause erhöhte der Gäste- Halbrechte auf 2: 0. Darnach war es mit der Kasseler Durchschlagskraft vorbei und Gießen blagerte das Kasseler Tor und es dauerte lange, bis Fehling ein Tor aufholte. Der Kasseler Hüter hatte viel Glück dabei. Dann fiel aus einer Kombination Henrichs- Eisfeller- Haupt- Eisfeller der Ausgleichstreffer. Etwa 500 Zuschauer wohnten dem Spiel bei. Die Kasseler Mannschaft war technisch nicht schlecht, scheiberte aber an der besseren Hintermannschaft der Platzbesitzer. Vor allem hatte sie einen guten Sturm zur Stelle. Bei VFB. war die linke Seite die bessere. Die Läuferreihe wurde sehr gut von der Verteidigung unterstützt. Vöckler hielt ausgezeichnet, war aber am ersten Tor nicht ganz schuldlos. Der Sturm weist noch einige Schächen auf und man verläßt sich allzusehr auf Haupt, der es allein auch nicht schaffen kann. Haupt ist der beste Techniker der Mannschaft, aber kein Torschütze. Der jr. Schiedsrichter konnte nicht restlos gefallen. * VfB. Weidenau Bez.Liga 1900 Gießen 1 Bezkl. 3: 2 ( 2: 1). Die Blau- Weißen fuhren am Sonntag nach Weidenau mit dem Gefühl, eine sichere Niederlage heimzubringen. Es ist ja Ein solches Einfügen war bei den Erwachsenen schwer. Bei ihnen mußte der Selbsterhaltungstrieb den nötigen Nachdruck in das Tempo beim Ueberschreiten eines Fahrdamms setzen, während man die Kinder durch Vorstellung der ihnen auf den Fahrdamm drohenden Gefahren in den Verkehr einzuspannen suchte. Man verlangte Verkehrsunterricht in den Schulen, ja sogar die Einführung einer ,, Verkehrsstunde“. Vielen mag diese Forderung sonderbar erscheinen, aber der Beobachter des modernen Verkehrs weiß, wie nötig es ist, die Kinder an den Verfehr zu gewöhnen. Bei dieser Gewöhnung kommt es umso mehr auf die Erziehung zur Selbständigkeit an, als nicht hinter einem jeden Kind ein Schuhmann stehen kann. Selbständig zu han deln muß das Kind gelehrt werden, und in dieser Beziehung hat man bei radfahrenden Kindern bemerkenswerte Beobachtungen gemacht. Durch das Fahrrad werden die Kinder mit dem Fahrdamm vertraut gemacht. Während die Eltern nichtradelnder Kinder den Knaben und Mädchen den Fahrdamm als eine Hölle schildern, lernt das radelnde Kind den Fahrdamm von einer anderen Seite kennen. Es bemerkt, daß auf dem Fahrdamm Ordnung herrscht, Es fühlt, daß es durch die Verkehrsgesetze geschützt wird und nicht zu Schaden kommen kann, wenn es sich nach diesen Gesezen richtet. Wagen und Pferde verlieren den Schrecken, den nichtradelnde Kinder vor ihnen empfinden, und aus diesen Erfahrungen wächst eine Selbständigkeit sonders gleichen. Hinzu kommt eine Sicherheit in der Bewegung. Wie oft sieht man gehende Kinder unschlüssig auf dem Fahrdamm Nr. 24. wohl auch so gekommen, nur daß man bei diesem Resultat von einem glücklichen Sieg der Weidenauer sprechen muß. 1900 hatte endlich Mohr aus der Mannschaft herausgelassen, für Adelberger war Best eingesprungen. Das Spiel war hart und der Schiedsrichter sehr weitherzig, kennzeichnend war für den Kampf das Tempo. 1900 spielte in der 1. Halbzeit gegen den Wind leicht überlegen. Jeder tat sein Bestes. Glück hatten die Gastgeber, daß drei Prachtschüsse durch die Torlatte gehalten wurden. Weidenau ging nach 25 Minuten durch seinen guten L. A. in Führung. 10 Minuten später fonnte der Mittelstürmer durch Drehball Sad zum zweiten Male schlagen. 1900 holte dann kurz vor der Pause in tadelloser Kombinationsarbeit durch Heilmann mit Kopfball ein Tor wieder auf. In der zweiten Halbzeit forcierte Weidenau das Spiel und drückte 10 Minuten lang. Erfolg das 3. siegbringende Tor durch den H. L. Weidenaus aus dem Gedränge heraus. Dann fiel Weidenau ab, 1900 spielte überlegen weiter und holte in der 70. Spielminute durch Zeiler mit schönem flachen Schrägschuß wieder ein Tor auf. Weidenau fämpfte hart, um den Vorsprung von einem Tor nicht einzu büßen und war sichtlich froh, als der Schiri das Spiel abpfiff. Die 1900er fonnten gefallen. Die Mannschaft zeigte ausgeglichene und technisch gute Leistungen. Weidenau stellte gleichfalls eine ausgeglichene Mannschaft, aus der besonders der brilliante Torhüter hervorragte. Mit Interesse erwartet man das Rückspiel in Gießen. * Niedergirmes 1 Odershausen 10: 1. Odershausen hat Anstoß, und es entwickelt sich sofort ein lebhaftes Tempo. Heifle Situationen entstehen vor beiden Toren, aber die guten Hintermannschaften lassen keine Erfolge zu. Da naht das Verhängnis in Gestalt eines Elfmeters. Hand des Niedergirmeser Mittelläufers er wird verschossen war zu gut gemeint. er Niedergirmes fand sich nun besser und wurde etwas überlegen, aber die Stürmer waren zu nervös. Diefenbach, welcher halbrechts spielte, konnte sich nicht so richtig entfalten, denn von Schneidmüller wurde er gut bewacht. Kurz vor Halbzeit fiel das einzige Tor des Tages. Wieder Elfmeter für OckersHausen durch Handspiel des rechten Verteidigers, er wird verwandelt. Nach der Halbzeit nimmt Odershausen eine zeitlang das Heft in die Hand, aber Scheer im Tor war in sehr guter Form und hielt alles. Dann vafft sich Niedergirmes wieder auf, und der Ausgleich war oft nah, aber vergebens. Die Stürmer waren zu unentschlossen. Zum Schluß des Kampfes ließ das Tempo merklich nach, man hatte sich am Anfang etwas zu viel ausgegeben. Zwei Minuten vor Schluß war noch einmal eine Ein Edball sehr günstige Gelegenheit zum Ausgleichstor. fommt gut vors Odersh. Tor, doch der Linksaußen verpaßt eine der besten Torgelegenheiten. Schlußpfiff. Die Mannschaften: Odershausen ist den Wetzlarer Vorstädtern immer ein gern ge sehener Gast. Die Gästemannschaft spielte einen schönen und vor allem einen fairen Fußball. Niedergirmes spielte wie aus einem Guß. Man hatte wieder einmal seine Freude an der M. D. Elf. * Ehringshausen 1. 1900 Gießen 2. 5: 2( 0: 1). Die Gäste überzeugten durch ihr schnelles Spiel u. geben von der ersten Spielminute ab das Tempo an. Dagegen findet auch manchesmal das Verlangen, anderen etwas zu zeigen, bei den Entschlüssen maßgebend sein, und mögen mutwillige Knaben auch manchesmal die Gefahr suchen, um sie besiegen zu können, so ist das radelnde Kind doch viel selbstbewußter und selbständiger bei plötzlich auftretenden Verkehrshindernissen als das gehende Kind. Eine Erklärung findet diese Selbständigkeit nicht nur in der Lösung von der Elternhand, sondern in dem Bewußtsein, ein selbständiges Glied eines von den meisten als Gefahrenquelle betrachteten Gebildes, des Verkehrs, zu sein: Hinzu kommt die Freude an der Geschwindigkeit, das Gefühl der Ueberlegenheit gegenüber den nichtradelnden Knaben und Mädchen und nicht zuletzt in dem Schlüssel zur Natur, den jedes Fahrrad mitbringt. Bei Einführung der von der„ Verkehrswacht" geforderten Verkehrsstunde wird man die vorstehend erwähnte erzieherische Wirkung des Radfahrens bald fühlen. Das radelnde Kind fennt die Zeichen der Autolenter ebenso gut wie der Verkehrsschutzmann. Es reagiert auf die Winke der Verkehrsschutzleute schneller als der Fußgänger, der weder eine Bremse noch eine Glocke zu seiner Verfügung hat, um andere vor sich zu warnen und sich vor anderen zu schützen. Das radelnde Kind weiß nicht nur, daß rechts gefahren und links überholt wird, es handelt auch danach, und wer sonst etwas über die Vehrkehrsvorschriften wissen will, soll sich an radelnde Kinder wenden. Sie wissen alles, und wenn man in der Verkehrsschule Kräfte braucht, dann soll man sich diese aus den Kreisen der Radfahrer und Schmerzenskindern den Schmerz selbst zu tragen hatte. hin und herlaufen. Sie machen sich und alle anderen unsicher Radfahrerinnen holen. Sie haben alles am eigenen Leibe ver Die Polizei bemühte sich, den Fußgängern gerecht zu werden, aber die Welle des Verkehrs hob alle Versuche, den Fußgänger in althergebrachter Weise durch den Strudel des Verkehrs zu schleußen, auf. Man begann, auch die Fußgänger in das Joch von Verkehrsparagraphen zu spannen und wähnte sich der Lösung nahe, aber alle Versuche mußten solange scheitern, als nicht auch dem Fußgänger die Möglichkeit eines Einpassens in den modernen Verkehr geboten wurde. und richten Unheil gerade dadurch an, wodurch sie es verhüten wollen. Das radelnde Kind hat alles zur Orientierung frei: Gehör und Gesicht. Seine Bewegungen auf dem Rade erfolgen unbewußt. Es lenkt unbewußt, es tritt unbewußt. Seine volle Aufmerksamkeit ist auf die Geschehnisse auf dem Fahrdamm gerichtet, und mit seinem wendigen, schnellen Gefährt vermag es der schwierigsten Situation Herr zu werden. Mag spürt, sie kennen die Schliche und Kniffe auf dem Fahrdamm, sie wissen, wie man mit Fußgängern und Schuhleuten umzugehen hat, und was man von Kraftfahrern erwarten darf. Wir wollen nicht sagen, daß ein radelndes Kind nicht mehr in die ,, Verkehrsschule" zu gehen braucht, aber in eine höhere Klasse sollte man es angesichts seiner praktischen Erfahrungen im modernen Verkehr einschulen. Peters Union Motorrad- u. Fahrrad- Reifen PETERS UNIONCORD PETERS UNION WK30 F Mittwoch, den 26. März 1930. sich die Platzmannschaft nicht zusammen, nur das Schlußdreieck ist wohl auf dem Posten. Die Gäste nuken in der 21. Minute ihre Ueberlegenheit mit einem Führungstreffer. Ehringsh. versäumt den Ausgleich, indem es einen Elfmeter verschießt. Ehringshausen kommt auf und kann bis zur Pause das Spiel im Feld ausgleichen. Einige Gelegenheiten verpaßt der unentschlossene Sturm oder der Gästehüter vereitelt in glänzender Manier. Gießen führt bis zur Pause 1: 0. Nach der Pause erscheint G. mit veränderter Aufstellung, welche sich vorteilhaft bemerkbar macht, und kommt allmählich zu einer kleinen Feldüberlegenheit. Ein Handelfmeter bringt an Gießen den zweiten Erfolg. Dann erreicht das Spiel den Höhepunkt. Ehringsh. geht zum Generalangriff über. Jeder Spieler kämpft, um das Resultat zu verbessern und mit Erfolg. In glänzendem Spiel des Sturm werden innerhalb fünf Minuten durch den L. A., M. St. und wieder L. A. drei Tore und damit die Führung erzielt. Diese Erfolge führen mun zu einer klaren Ueberlegenheit des Gastgebers, und Gießen fann es nur seinem vorzüglichen Hüter verdanken, daß es nicht zu einer höheren Niederlage tam. Gießen kommt noch einmal auf, aber Ehringsh. bessere Hintermannschaft ist nicht mehr zu schlagen, dazu steht Ehringshausen das Glück zur Seite. In der 84. und 87. Minute verbessert der Halbrechte auf 5: 2 und stellt das Endergebnis her. Schiri Geller, der für den ausgebliebenen Herrn leitete war gut. Lich 1. Grünberg 1. 1: 8( 0: 6). Lich hatte Anstoß und drängte in den ersten Minuten, je= doch zu einem Erfolge langte es nicht. Nach und nach fanden sich die Gäste zu einer einheitlichen Elf zusammen und schossen in fast gleichmäßigen Abständen 6 Tore. Halbzeit. Es wurde nichts Interessantes mehr geboten. Grünberg erzielte den 7. Treffer. Dann tamen die Rasenspieler zu dem verdienten Ehrenfor. Kurz vor Schluß sandten die Schwarz- Weißen den 8. Ball ins Nez. Bieber 11900 3. 2: 0( 2: 0). Bieber konnte von Beginn an das Spiel für sich leicht überlegen gestalten. In der 23. Minute erzielte der Halbrechte das erste Tor. Dann wurden gute Torchancen auf beiden Seiten nicht ausgenutzt, bis kurz vor Halbzeit wiederum der Halbrechte eine Flanke vom Linksaußen zum zweiten Treffer verwandelte. Nach der Pause war das Spiel ausgeglichen. Die Gäste versuchten mit größtem Eifer eine Verbesserung des Resultats, aber alle Angriffe scheiterten an der guten Hintermannschaft der Platzbesitzer. Der Schiedsrichter leitete zufriedenstellend. Aus Nah und Fern. Rödgen( Kreis Gießen). Die Feldbereinigungsakten liegen auf dem Amtszimmer der hiesigen Bürgermeisterei bis zum 28. März auf. Trohe( Kreis Gießen). In der Zeit vom 22. bis 28. März liegen auf der Bürgermeisterei die Akten zur Feldbereinigung zur Einsicht offen. Bau des Kerckhoff- Instituts. Bad Nauheim. Nachdem die Vorarbeiten für den Bau des Kerchoff- Instituts, die große Stühmauer und die Zufahrtsbrücke über die Usa, zu Ende geführt sind, wurde mit den Arbeiten am eigentlichen Institutsbau begonnen. Gießener Zeitung Seit 15 Jahren vermißt. Bingen. Der Sohn der hiesigen Familie Haas war in den Karpathentämpfen des Weltkrieges als vermißt gemeldet worden. 1920 erhielt Frau Haas die Urkunde, in der ihr Sohn für tot erklärt wurde, da die Nachforschungen nach dem Vermißten ergebnislos waren. Jetzt nach 15 Jahren, ist von dem Totgeglaubten ein Brief aus Sibirien eingetroffen. Damit teilt er mit, daß er in Sibirien verheiratet sei und daß es ihm dort gut ginge. Aus dem Brief geht hervor, daß er wiederholt nach hier geschrieben hat, ohne jedoch Antwort zu erhalten. Schotten. Auf der Straße nach Nidda geriet infolge eines Vergaserbrandes ein Lieferauto aus Büdingen in Flammen und brannte vollständig aus. Lauterbach. Mit der Errichtung eines Heimatmuseums und der Gründung eines Vereins für Heimatgeschichte und Kunst für Stadt und Kreis Lauterbach befaßte sich eine Versammlung unter Leitung von Baurat Pfeiffer. Nach längerer Aussprache wurde der Verein gegründet und der Vorstand bestimmt. Worms. Der Haushalt weist einen Fehlbetrag von einer halben Million auf. Darmstadt, 25. März, Das Bergstraßenbahn- Projekt stößt in letzter Stunde auf Schwierigkeiten. Die Reichsbahn erhebt Einspruch. Worms. Die kürzlich verstorbene Freifrau von Heyl hat der Stadt Worms ihre gesamten Bücherschätze über 2000 Bände vermacht. Freiendiez, 25. März. Hier ist die Maul- und Klauenseuche so stark, daß innerhalb weniger Tage 34 Stück Vieh verendeten. Schlüchtern. Die Ermittlungen der Behörden zur Aufklärung des Postraubes bei Schlüchtern haben zu einer weiteren Verhaftung geführt. Der Wagenführer Karl Blum wurde jetzt von der Polizei ebenfalls festgenommen. Noch weitere 20 Straftaten zugegeben. Frankfurt. Bei der polizeilichen Vernehmung haben nunmehr die beiden wegen der Tötung des Polizeioberwachtmeisters Kern festgenommenen Hoyer und Schulle noch weitere 20 Straftaten zugegeben, die sie teils allein, teils gemeinschaftlich begangen haben. Darmstadt. Aus Anlaß der im August hier stattfindenden Olympiade der Studenten wird zur Begrüßung der Wettkämpfer aus 17 Ländern auch das Luftschiff„ Graf Zeppelin" nach Darmstadt kommen. Gräberfunde bei Rüsselsheim. Absturz eines englischen Flugzeuges im Spessart. Die Maschine total zertrümmert. Aschaffenburg. Das englische Flugzeug G. A. A. K. S. stürzte am Montag nachmittag 12,35 Uhr, unweit von Hessenthal im Spessartwald ab. Die beiden Insassen. zwei englische Stu denten aus London, der 23jährige William Thomson Taylor und der 21 Jahre alte Albert Jessel, blieben wie durch ein Wunder unverletzt. In der sogenannten Seetanne bei Rüsselsheim wurde drei römische Brandgräber aufgedeckt, deren Inhalt zum Teil noch gut erhalten war. Loba Beire Heidelberg. Am Faßbau des Heidelberger Schlosses wird jetzt das Dach abgenommen, um es durch eine Terrasse zu ersetzen. 7 Todesopfer der Trichinose- Epidemie. Stuttgart. Als siebtes Opfer der Trichinose- Epidemie ist in einem Stuttgarer Krankenhaus der Edelsteinhändler Bretzler gestorben. Großfeuer in den Lederwerken Rheindahlen A.-G. Gladbach- Rheydt, 25. März. Die Betriebsanlagen der Lederwerke Rheindahlen A.-G. wurden in der Nacht zum Dienstag von einem Großfeuer heimgesucht, das fast die gesamten Werkgebäude einäscherte. Unerhörter Blutterror. München. Während der letzten Wochen haben die Nationalsozialisten bei ihrer Versammlungstätigkeit nicht weniger als 30 Schwerverletzte zu beklagen. Meistens wurden sie hinterrücks überfallen und niedergeschlagen. Die Art der Verletzungen ist immer dieselbe, wie Lungenstiche, Schlagwunden am Hinterkopfe, Gehirnerschütterungen. Selbst das traurige Ereignis der Beerdigung des von Kommunisten ermordeten Wessel konnte diese nicht abhalten und wehrlose Leute bei der Beerdigung zu überfallen. Bis 800 Mark Monats- Verdienst macht Ihren Fussboden tadellos! LOBA HO 80 Stück Vieh verbrannt. Schwerin, 25. März. In der Nacht zum Dienstag wurde die von dem Gutspächter Murswit bewirtschaftete vorpommersche Domäne Segebadehaus bei Grimmen von einem verheerenden Großfeuer heimgesucht. 80 Stück Jungvieh kamen in den Flammen um. Die Heu und Getreidevorräte des Gutes sind fast restlos mit verbrannt. Helft Feuer verhüten! Nr. 24. Die durch Unkenntnis und Fahrlässigkeit entstehenden Feuerschäden vermehren sich in erschreckender Weise von Jahr zu Jahr. Kostbare Menschenleben und ungeheure Sachwerte gehen hierdurch verloren. 1400 Menschen büßen jährlich in Deutschland durch Feuer ihr Leben ein. Fast ½ Milliarde Reichsmark wird jährlich an Sachwerten vernichtet, 1½ Millionen Reichswark gehen täglich gewissermaßen in Rauch und Flammen auf. Leichtsinniges Spiel mit dem Feuer ließ innerhalb der letzten 10 Jahre über 46 000 Brände durch Kinder entstehen. Unsagbares Elend, Kummer und Schmerz sind hiermit verbunden gewesen. Deutschland ist heute weniger denn je se gestellt, daß es diese ungeheueren Verluste an menschlicher Arbeitskraft und an Volksvermögen auf die Dauer ertragen kann.% aller Brände sind allein auf menschliche Fehler wie Sorglosigkeit, Fahrlässigkeit und Unkenntnis zurückzuführen. Diese Zahlen sollten jedermann zu denken Anlaß geben. Angesichts dieser Tatsachen haben die in der Arbeits- und Interessengemeinschaft deutscher Feuerwehrorgane zusammengeschlossenen Spitzenverbände der Feuerwehren Deutschlands eine Das Riesenfeuer in Hoboken. Newyort, 25. März. Das Riesenfeuer im Hafen von Hoboken hat 300 Kraftwagen, die zur Verladung bereitstanden, vernichtet. Explosion auf einem Kreuzer. Rio de Janeiro. Jm Hafen von Santos ereignete sich auf dem Schlachtkreuzer Minas Geraes" eine schwere Explosion, bei der drei Mann der Besatzung sofort getötet und zwölf durch Verbrühungen lebensgefährilch verletzt wurden. Es werd. eine Anzahl tücht. Personen gef., gleich welchen Berufes od. Geschlechtes. Sehr ginst.Gelegenh.f. solch. d. sich selbständ.machen woll. Auch als Hauptoder Nebenverdienst. Tauernde u. angenehme Betätig. Kein Reis. Offerte unter Beilage eines mit der genauen Adresse versehenen Briefumschl.( frankieren wird freigest.) an Chemische Fabrik Stierli, Haltingen ( Amt Lörrach). Mitteldeutsche leistungsfähige Schokoladenfabrit sucht einen rührigen, zuverlässigen VERTRETER für den Bezirk Gießen bei günstigen Provisionssätzen. Herren, die bei der einschlägigen Kundschaft und vor allen Dingen bei Detailgeschäften gut eingeführt sind, werden um ausführliche schriftliche Angabe von Referenzen gebeten unt. B. C 174 an die Ala Haasenstein& Vogler, Magdeburg * So leben sie! Jm ,, Mainzer Anzeiger" war jüngst zu lesen:„ Offenbach, Stadtverordnetensizung. Der Oberbürgermeister betonte, daß er keinen Anlaß habe, sich als Sozialist schlechter bezahlen zu lassen als die Oberbürgermeister anderer Städte." Ja, natürlich im Gegenteil! Aber warum betont er das so besonders? Es wissens ja doch schon alle!? Druckarbeiten Feuerschuß- Woche beschlossen, die erstmalig in der Zeit vom 27. April bis 4. Mai 1930 stattfinden soll. Durch Wort und Bild, durch Vortrag und Belehrung, durch Verbreitung der von der Arbeits- und Interessengemeinschaft deutscher Feuerwehrorgane herausgegebenen Schrift ,, Feuerverhütung! Das Büchlein für alle", die in jedermanns Hände gelangen wird, soll der Gedanke in alle Kreise unseres deutschen Volkes hineingetragen, der Nußen und Wert vor Augen geführt und für alle Zeit eingehämmert werden. Die Behörden des Reiches und der Länder, Presse, Verbände, Vereine und Schulen haben weitgehendste Unterstüßung dieser Veranstaltung zugesagt. Die 30 000 Feuerwehren des deutschen Reiches, deren Tätigkeit nicht allein auf dem Gebiet des Feuerlöschens, sondern vorzugsweise auf dem der Feuerverhütung liegt, haben sich in den Dienst dieser großen Sache ge= stellt, deren nachhaltiger Erfolg nicht ausbleiben wird. Pflicht jedes einzelnen muß es sein, an seinem Platz zu dem Gelingen dieser Veranstaltung beizutragen. Für 30 Mill. Rmk. Tomaten. Die Einfuhr von Tomaten ist im Verlauf der letzten Jahre mengenmäßig gestiegen, während die Einfuhrwerte den großen Preisschwankungen ausgesetzt waren, durch die sich der Tomatenmarkt auszeichnet. Es wurden eingeführt: 1925: 439000 Dz. im Werte von 21,0 Mill. Rmf., 1926: 564000 Dz. für 18,6 Mill. Rmk., 1927: 642000 Dz. für 21,0 Mill. Rmk., 1928: 760000 Dz. für 27,0 Mill. Rmk., 1929: 921000 Dz. für 30,5 Mill. Rmk. Der Konsum von Auslandstomaten hat sich also, wenn man die Einfuhrmengen zu Grunde legt, in dem Zeitraum von 1925 bis 1929 mehr als verdoppelt. Verschiebung des Mineralgehaltes im menschl. Körper. Die Bedeutung der Mineralien bezw. der Salze für den menschlichen Körper und seine Funktionen ist durch die wissenschaftlichen Forschungen der letzten Jahre immer mehr ertannt worden. Dabei hat man gesehen, daß es nicht so sehr auf die Menge der Salze an sich ankommt, als auf ihr Verhältnis zueinander. Ueberschuß einer Mineralgruppe und geringeres Vorhandensein einer anderen kann weitgehende Folgen für die Gesundheit haben. So erklärt sich durch die Zufuhr gewisser Mineralien auf dem Wege von Mineralquellen deren heilkräftige Wirkung. Dabei spielt besonders der Gehalt der Quellen an Natrium, an Kalk, Magnesium, Kalium usw. eine besondere Rolle. Neue Bücher. Erich Bezugspreis Redaktionsfluß f fendung nicht ver 43. Jahr Molit Die Abgeordn Oberjohren haben in der ein Morato Die deutsch- fra Zeit etwas ins St Abordnungen habe fchloffen, die Berho fortzuführen. Im Haushalt Die Beratung der politische Lage ve Die Banerija programm abzule Die jachch April aufgehobe Ein unheimlicher Roman aus dem großen Kriege. Eine wirklich gute Geschichte erscheint soeben im Verlage Died& Co., Stuttgart: Major W. F. Morris ,, G. B. Khati oder Feld= grau".( Deutsche autorisierte Uebersetzung von Baron und Ba= ronin Werkmann, Preis geb. Rmt. 6,50, geh. Rmt. 4,50). Hier haben wir einen Roman, der das äußerst aufregende Erlebnis einer doppelten Persönlichkeit, die spannungsgeladene Geschichte eines Mannes, der nacheinander infolge eigenartigen Schicksals auf englischer und deutscher Seite fämpft. Humorvoll, spannend, einzigartig in den Schilderungen des Erlebens an der beiderseitigen Front und im Hinterland. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. aller Art für Behörden, Geschäftsleute u. Private fertige ich in jeder gewünschten Ausführung in Schrwaz- und Buntdruck bei äußerster Berechnung an. Verlangen Sie Angebote von der Verlagsdruckerei Albin Klein, Gießen Das von vielen Vereins- und Verbands- Rechnern als ganz vorzüglich beurteilte Universal- Verbands- und Vereinskassebuch von mir ausgearbeitet wird in jeder gewünschten Stärke geliefert. Die Anschaffung für das kommende Jahr ist jetzt zu empfehlen. 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