Nr. 101 westst. Hier wollen ch eine Brüde chst das Hejt große Kinder Sitzuarbeitendes 3: 1.20 Marf), Objekte für das On Mädchen, 20 Mark). Zwei e vervollständi Biebhaberkünfte es e Vorlagen für mit Stoffmal schen Gebrauch ef- und Lasur ue Anregungen chkeiten. Dieje ung erhältlich. Itur und Mode dem soeben er: s in Form und en Nächten zum es, als verlore agen werden da 51 der Woche" rift eines Auf die Zeitschrift chen Ueberblid ibt. se ist die Weih flösung des gro och von wann? Ceil dieses Heftes mberg. Drei in es, welche mit zwald, das Pla tt. Allgäu. Eine den Reisebüros Tzollern in Stutt bt hierüber Aus Dejonderer Berüd ft, Bedeutung und remdwörter. Von luflage, bearbeitet Leipzig 1931, See bunden 2,85 Rmt ein in Gießen. en den wie GEN GEN RTEN EN Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Politische Rundschau. Reichspräsident von Hindenburg hat am Dienstagvormit tag den preußischen Ministerpräsidenten Braun zum Vortrag " empfangen. Im Mittelpunkt der Januartagung des Völkerbundsrates -am 19. Januar 1931 stehen die deutschen Beschwerden gegen Polen. - Die Zahl der Arbeitslosen belief sich am 15. Dezember auf 3977 000 Personen. Die entsprechende Zahl des Vorjahres war 2362 000. Die Reichstagsfraktion der Deutschnationalen Volkspartei hat im Reichstag ein Gesez zur Entschuldung der Landwirtschaft eingebracht. Die Hauptziele dieses Gesezentwurfes sind: 1. ein Vollstreckungsschutz für verschuldete Betriebe; 2. die Durchführung des Entschuldungsverfahrens, und 3. die Regelung der Rechtsverhältnisse der Entschuldungsbetriebe. der Zur Unterstützung der Preissenkungsbestrebungen Reichsregierung hat die Deutsche Reichsbahngesellschaft eine Frachtermäßigung für die im Nottarif genannten Lebensmittel und Lebenmittelsrohstoffe im Wagenladungsverkehr zugesagt. Die Beendigung des Polizeikonflikts zwischen dem Reich und Thüringen durch die Annahme des Vergleiches wird in Weimar und in ganz Thüringen mit großer Genugtuung aufgenommen. Für die Zeit vom 22. Dezember 1930 bis 15. Januar 1931 einschließlich hat der Polizeipräsident von Erfurt alle Umzüge und Versammlungen unter freiem Himmel auf Grund des Artilels 123 Absatz II der Reichsverfassung verboten. Auch die Polizeipräsidenten von Kiel und Königsberg i. Pr. haben demonstrationsverbote für die Weihnachtstage erlassen. Ein Zellkrieg ist zwischen der Tschechoslowakei und Ungarn in aller Schärfe ausgebrochen. Die soeben beendete gemeinsame Tagung des 3. K. und des K. K., das heißt des Zentralkomitees und Zentralkontrolllomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, hat politische und wirtschaftspolitische Beschlüsse gefaßt. Der Tod des Führers der rumänischen Liberalen, Vintila Bratianu, der Dienstag Nacht in Bukarest bekannt wurde, hat einen großen Eindruck hinterlassen. Das neue griechische Kabinett ist von Venizelos gebildet worden. Venizelos ist Ministerpräsident ohne Portefeuille. Es handelt sich bei der Umbildung um innere Parteiangelegenheiten. Der türkische Finanzminister Saradschoglu Sstükri Bely ist wegen schwerer Erkrankung zurückgetreten. Der ehemalige russische Volkskommissar Trogki ist plöglich schwer erkrankt. Wie aus Lahore gemeldet wird, wurde auf den Gouverneur des Punjab- Gebietes ein erfolgreicher Anschlag verübt. Blättermeldungen zufolge soll im Südwesten von Venezuela cine revolutionäre Bewegung ausgebrochen sein. Chinesische nationalistische Truppen eroberten nach viertägigem Kampfe den stark befestigten tommunistischen Schlupfwinkel Tungku in der Provinz Kiangsi. Die Verhandlungen im Lohnkonflikt in der hannoverschen Retallindustrie haben zu einer Einigung geführt. Zwischen den Parteien ist vereinbart worden, daß die Tarifmindestlöhne um 3½ Prozent, die Löhne von Arbeitern, die Zulagen erhalten, um 5 Prozent gesenkt werden. Bei den Akkordarbeitern betragen die Kürzungen 7½ Prozent. Unter dem Vorsitz des Sonderschlichters Prof. Dr. Brahn jand am Montag in Gleiwit die Schlichtungsverhandlung über die Streitigkeiten im oberschlesischen Bergbau statt, die zu dem Ergebnis führte, den gegenwärtigen Manteltarif und das Arbeitszeitabkommen bis zum 15. Januar 1931 zu verlängern. Der preußische Minister des Jnnern hat der Stadt Koblenz aus der preußischen Westhilfe 300 000 RM. zur Verfügung ge tellt, damit die Stadt das im laufenden Haushaltsjahr enthaitene Defizit weiter ermäßigen kann. Das Flugschiff„ Do X" wird nach Beendigung der Flügelteparatur am 15. Januar 1931 wieder flugklar sein. Sämtliche Flugzeuge des italienischen Geschwaders, das auf dem Transozeanflug nach Brasien unterwegs ist, sind in Kenitra( Französisch- Maroffo), der zweiten Etappe, eingetroffen. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 24. Dezember 1930 zu verhängen. Dem Antrag wurde stattgegeben. In der Begründung wurde darauf hingewiesen, daß die Stadt Braunschweig einen Fehlbetrag von 1,5 Millionen Mark habe. Das sei eine schlechte Sicherheit. Man könne nicht sagen, daß die Stadtverordnetenversammlung ihre Pflicht erfüllt und für Deckung des Fehlbetrages gesorgt habe. Die Bier- und Bürgersteuervorlagen waren zweimal abgelehnt worden. Der Kasseler Waffendiebstahl politischer Natur? Kassel. Der Waffendiebstahl in der Kasseler Polizeiunterkunft, aus der 47 Mauserpistolen 9 mm Kaliber und 6000 Schuß Munition spurlos verschwunden sind, zieht weite Kreise. Man befürchtet, daß die Waffen einer Organisation in die Hände gespielt worden sind. Das preußische Innenministerium hat eine Untersuchungskommission nach Kassel entsandt. Ein Waffen meister, der früher im Dienste der Schutzpolizei gewesen ist, soll die Waffen gestohlen und verwertet haben. Zur Arbeitsdienstpflicht. Die Wirtschaftspartei hat im Deutschen Reichstag den Entwurf eines Gesetzes zur Durchführung der Arbeitsdienstpflicht vorgelegt. In dem hierzu gestellten Antrag wird die Arbeitsdienstpflicht als ein Ehrendienst an Volk und Reich bezeichnet. Sie soll der Erziehung der deutschen Jugend zu freiwilliger Unterordnung gegenüber dem Wohl der Allgemeinheit dienen und zu geregelter Arbeit und Pflichterfüllung anhalten. Die Wirtschaftspartei erhofft mit der Durchführung der Arbeitsdienstpflicht eine Erleichterung auf dem Arbeitsmarkt und damit eine Herabminderung der großen Arbeitslosigkeit. Nach dem vorgelegten Entwurf foll jeder männliche Deutsche von Vollendung des 17. Lebensjahres bis zum Ende des Kalenderjahres, in dem er das 25. Lebensjahr vollendet, arbeitsdienstpflichtig sein. Er kann sich in Ausübung dieser Pflicht nicht vertreten lassen. In Erfüllung der Arbeitsdienstpflicht haben die Arbeitsdienstpflichtigen auf die Dauer eines vollen Jahres Arbeit zu leisten. Die Zustellung des Einberufungsschreibens muß vier Monate vor dem Einziehungstermin in Händen der Arbeitsdienstpflichtigen sein. Die Arbeitsdienstpflicht kann auf Antrag in zwei Abschnitten zu je sechs Monaten abgeleistet werden. Von der Arbeitsdienstpflicht sind befreit: a) Angehörige der Reichswehr, der Polizei der Länder und Gemeinden und des Reichswasserschußes; b) Personen, die wegen schwerer geistiger oder körperlicher Gebrechen zur Erfüllung der Arbeitsdienstpflicht nach amtsärztlichem Zeugnis dauernd untauglich sind. Von der Einberufung sollen vorübergehend auf Antrag zurückgestellt werden, d. h. solange der Behinderungsgrund andauert: a) Personen unter 23 Jahren, die nachweisbar noch in der Ausbildung für einen Beruf begriffen sind; b) Personen, die infolge von Krankheit oder körperlicher Gebrechen an der Arbeitsleistung behindert sind; c) Personen, die die einzigen Ernährer von durch Krankheit oder Alter hilf loser Eltern oder Großeltern sind. Das Führerpersonal des ,, Deutschen Arbeitsdienstes" soll zunächst aus solchen Wartestandsbeamten des Reiches, der Länder und Gemeinden gebildet werden, die sich für diese Aufgaben eignen. Heeresangehörige, die nach einer einwandfreier Ableistung ihrer Dienstzeit entlassen sind, werden hierbei bevorzugt. Nach Ablauf von zwei Jahren soll das Führerpersonal, soweit geeignete Bewerber vorhanden, den Reihen der Arbeitsdienstpflichtigen entnommen werden. Die Arbeitsdienstpflichtigen erhalten während der Zeit ihrer Arbeitsdienstleistung Unterkunft, Verpflegung, Kleidung, Schuhwerk und Arbeitsgerät in Krankheitsfällen freie Heilbehandlung sowie eine Löhnung, die nach Maßgabe der wirtschaftlichen Lage des ,, Deutschen Arbeitsdienstes" von Jahr zu Jahr durch den Reichsarbeitsminister festgesezt wird, jedoch nicht mehr als 0,50 RM. täglich. Die Arbeiten des ,, Deutschen Arbeitsdienstes" sollen die freie Wirtschaft und den freien Arbeitsmarkt nicht beeinträchtigen. Sie haben sich vorzugsweise zu erstrecken auf: a) Erdarbeiten aller Art, die im öffentlichen Interesse liegen, wie Wegebau, Meliorations, Kanalbauten und ähnliche; b) Kanzleiarbeiten im Hilfsdienst bei öffentlichen Behörden und bei den Arbeitsdienststellen; c) Notstandsarbeiten jeder Art zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Betriebe. Die Leitung des Deutschen Arbeitsdienstes" kann mit Zustimmung der Reichsregierung und des Reichsrats weitere - Der 18. Januar wird festlich begangen. Arten von Arbeitsleiſtungen schlechthin oder unter besonderen Wie aus Berlin gemeldet wird, hat die Reichsregierung die Absicht, den 18. Januar 1931 in großem Stil feierlich zu begehen. Die 60. Wiederkehr des Tages der Reichsgründung soll Gelegenheit geben, alle Teile der Bevölkerung zu würdigen Feiern zu vereinigen. Es ist geplant, daß die Ausgestaltung dieser Feiern den örtlichen Behörden überlassen bleiben soll. Die Reichsregierung wird voraussichtlich im Reichstag ähnlich wie am 1. August eine eigene Feier abhalten. Die Reichswehr wird Platzkonzerte veranstalten.( Sparmaßnahmen?!) Die Stadt Braunscheig bekommt einen Staatsfommissar. Braunschweig. Die Braunschweigische Gemeindekammer verhandelte über den Antrag des braunschweigischen Innenminifters, über die Stadt Braunschweig die staatliche Zwangsaufsicht 11 Bedingungen für zulässig erklären. Die Finanzierung des Deutschen Arbeitsdienstes" erfolgt grundsäßlich durch Bezah Darüber lung der vom Arbeitsdienst geleisteten Arbeiten. hinaus werden die zur Durchführung des Gesezes erforderlichen Mittel zur Hälfte von der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, zur anderen Hälfte durch eine Besteuerung der Betriebe der öffentlichen Hand aufgebracht. Die Frage, ob die Durchführung der Arbeitsdienstpflicht in dem besprochenen Sinne geeignet ist, eine Herabsehung der Arbeitslosigkeit mit sich zu bringen, bedarf ernster Prüfung. Bei der Behandlung dieser Frage wird zu leicht übersehen, daß einmal die Bereitstellung geeigneter Arbeit starke Kapitalien beansprucht und daß zum andern Ernährung, Unterbringung, Bekleidung und Verwaltung der in Betracht kommenden Urbeitskolonnen mit beträchtlichen Unkosten verbunden ist, so daß zu befürchten steht, daß die Unkosten die Vorteile einer solchen Arbeitsdienstpflicht bei weitem übersteigen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabait. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 102 Weihnachtsgruß an Hessens dugend. Jhr lieben jungen Freunde! - Weihnachten! Das Fest der Versöhnung, der Freude steht vor der wie Jahr für Jahr in dieser Zeit nicht ohne Gruß an euch vorübergehen. Wir haben im abgelaufenen Jahre so manchesmal zusammengestanden, wir haben trotz aller Not auch erfolgreich zusammen gearbeitet wer von euch dächte da nicht mit Freude und Befriedigung an so manches, was wir im Auf- und Ausbau des Jugendherbergswertes zum Beispiel erreicht haben?- und so denke ich, wir wollen das Jahr nicht zu Ende gehen lassen, ohne uns noch einmal die Hände gereicht zu haben und ohne noch einmal so Hand in Hand und Aug' in Aug' zu überschauen, welche dringenden Aufgaben unser Aller noch warten. Es weihnachtet wieder in deutschen Landen. Stärker als sonst im Jahre gehen die Gedanken nach Frieden, nach Freude, nach Liebe und Geborgenheit. Aber stärker auch, als es selbst unser so schwer geprüftes Volf gewohnt ist, klopfen Not und Sorge an die Türen. Wie sollen unter ihrem Ansturm Friede und Freude gedeihen? Wie sollen sich die geborgen fühlen, denen Arbeit und Verdienst genommen, die von Arbeitseinstellung und Abbau bedroht sind? Und wie sollen selbst die, die einigermaßen geborgen sind, in Ruhe und Freude einem Fest entgegengehen, das Millionen ihrer Volksgenossen im härtesten Existenzkampfe, in schwerster leiblicher und seelischer Bedrohung sieht? Wir wären nicht wert, uns deutsches Volk zu nennen, wenn nicht die Sorgen und Nöte unserer Volksgenos sen auch unsere Sorgen wären. Und so möchte ich euch, ihr jungen Freunde, in diesen härtesten Tagen besonders ans Herz legen: Verschließt euch nicht der Not, verschließt euch nicht denen, die mit euch jung sein möchten, stehet fester zusammen, reichet eure Hand den Bedrückten und Schwankenden unter euch, euer Verstehen und eure Liebe wird manchen über das Schwerste hinwegführen und wieder aufrichten können. Helfet, so weit ihr es könnt und vermöget, wo unter euch einer oder eine eure Hilfe braucht. Und derer gibt es leider übergenug. Ich weiß, daß ihr zum allergrößten Teile nicht mit Gütern gesegnet seid, aber ich weiß auch, daß in euch allen der Wille lebt, das Gute anzustreben. Ich weiß, daß ihr vielleicht stärfer und reiner noch als wir Erwachsene sozial denkt und die Gerechtigkeit sucht. Ich weiß, daß euch ein Verzichten, um geben zu können, wirklich seliger ist als Nehmen. Denn ich habe euch in den vielen Jahren unserer gemeinsamen Arbeit und unseres gemeinsamen Kampfes fennen gelernt. Und deshalb weiß ich auch, daß ihr helfen werdet, wo einer oder eine eurer Hilfe bedarf. Ich glaube daran, daß ihr, gerade ihr Jungen, unserem Volfe am besten helfen könnt und daß ihr ihm helfen werdet, wenn ihr zusammensteht. Was sind ein paar Ansichten, die den einen vom andern trennen? Haben wir nicht gemeinsame Not, tragen wir nicht alle das gleiche Schicksal, sind wir nicht, wenn wir uns vertrauensvoll aussprechen, zu neunzig vom Hundert des einen Willens, der gemeinsamen Not zu begegnen, unser Volk wieder voranzuführen und die sorgenbeladenen Volksgenossen wieder aufzurichten durch unsere Hilfe? Wollen wir uns doch dieser Gleichheit unseres Denkens gerade in dieser Zeit wieder mehr bewußt werden! Es liegt nicht in unserer Macht, das Glück auf Erden zu schaffen, aber es liegt in unserer Macht, das Unglück zu bekämpfen und die schwerste Not zu lindern. Es liegt in eurer Macht, ihr Jungen, den Schwachen und Darbenden Hilfe und Stütze zu sein, wenn ihr nicht vergeßt, daß sich jung und jung finden muß, um ge= meinsam und miteinander das Beste für euch alle und für unser Volk zu wollen. Schritt um Schritt, Nehmt alle mit! Wir brauchen einen gleichen Tritt, Wir mögen nicht im Wind verweh'n, Wir wollen fest in Reihe stehn, Wir Jungen! Schlag an Schlag, Der eine Schlag Durch unser Herz, durch unsern Tag! Wer nimmer rastet, nimmer ruht, Hält gleichen Takt, hat gleichen Mut, Jst Junger! Hand in Hand Her deine Hand! Sind wir doch alle geistverwandt! Jst keine Hand im Kreis zu viel, Uns bindet alle gleiches Ziel, Uns Junge! Jung zu jung In hellem Schwung! Sind wir nicht froh, sind wir nicht jung? Die Sonne ist von unserer Art, Uns sind noch Sterne aufgespart, Uns Jungen! Schritt um Schritt, Und alle mit: So haben wir den gleichen Tritt, Mit uns die Kraft, die Ketten bricht! Zurück die Nacht, voraus das Licht! Wir schaffen es, wir Jungen! Und in diesem Geiste grüße ich euch alle, ihr jungen Freunde, zum diesjährigen schweren Weihnachtsfeste und möchte eure Hände ineinander legen, auf daß wir alle zusammen dem neuen Jahre, was immer es für uns bereit hat, mit festem Mut, mit gläubigem Vertrauen und mit dem entschiedenen Willen zum ,, Miteinander" entgegengehen. Heinrich Hassinger. Mit herzlichen Heilgrüßen und guten Wünschen Heinrich Hassinger. Nr. 102 Mittwoch, den 24. Dezember 1930. ,, Gießener Zeitung" WA Franz Xaver Gruber, Der Komponist des Weihnachtsliedes ,, Stille Nacht, heilige Nacht--" Sondanter 6 Canto 2. 3. 4. Stille Nacht! Heilige Nacht! Allesschläft; eisem nacht nur das I " Gottes Sohn, wie lacht Lieb uus Die der Welt Heil gebracht, aus des Wo sich heut alele Macht wäter. Lange schon uns bedacht, als der Hirten reß Lund gemacht durchten Das 2 Mal Forte 1. traute heilige Pran, Holden Raab ein lackigten Here ſchlafe 2. Deinem göttlichen Mund da unsschlägt die nettende Mund Jesus in Himmels goldenen Höhe uns der Graden Fülle läßtsche Besum in 4. lichen Leibe ergaß, und als Bender hutßwell unschloß Desus die 5. Her Geine befragt in der Käten ungrauen Zeit. aller Welt 6. Engel Alleslu- ja. könt es laut beg Ferne und nah. Sesus der 1. himmlischer Duch! schlafe in himmlischen Ruch! Deiner. burt! 2. Diener Gr.beit! Jesus Jesus der Vollen den Stelt! 3. Menschengestalt. Deſum ein Menschen Geſtalt. 4. Vilken der Welt. 5. Schoeungverhieß. aller Welt Schonung rechieß. Jehūs 6. Deterriſt de Jefäß der Wetter ist de da! Mittwoch, den 24 Diesmal jind auf die Optimisten u haben, denn sie Rajjelaner getippt daß die Grün- Weiß Migerfolge erlitten Elf feine allzu gute Starte der Kaffele fanntlich nichts unn in noch anderen S Kampf auf dem We nan gedacht hatte. ler als die Gäfte. bis 700- an, di Beifall begleiteten. ich über das harte nujen, das vielfad and auch zum Tei Blakes start vereiste der andere Spiel and Bujammenstoße eine höchst unnötige nicht gerade weich, Darüber freuen, da Rampi zeigte, fonde Der Kampf übersch jorgte schon der G Treffen stets ficher BB.: Kref Frid Preis Matter Ro Köhler Wiefendorf Wei Sport Kassel: Die VfB.- Ma Ausfall in dem Erge BfB. Gie Spielpere Berein SfB- K. Marbur Sport Kassel Deffen- Hersfeld Borossia Fulda Spielverein Ka W. f. B. Geßer Bermannia Ka Bermania Ful Odershausen Großalme GC. 03 Verein 6.03 Kassel Großalmerode 6.05 Götting Aurhessen- Kaffel essen 09 Kaffel SV. 05 Einbed Spogg. Göttinge C. Grone Die Geschichte eines Weihnachtsliedes. Der Dichter des schönsten und stimmungsvollsten aller Weihnachts* lieder„ Stille Nacht, heilige Nacht" ist Josef Mohr, um 1818 Hilfsprediger der St. Nikolapfarre von Oberndorf an der Salzach ( etwa 20 km nördlich von Salzburg in Desterreich), dicht an der bayrischen Grenze gelegen. Oberndorf ist und war ein kleiner, armer und weltvergessener, schwer zu erreichender Gebirgsort an der reißenden Salzach, die mit ihrem Hochwasser den am Wasser gelegenen Ortsteil mehrfach so zerstört hatte, daß die Bewohner ihn haiten räumen müssen. Der junge, erst 26 jährige Pfarrer wollte seinen Gemeindemitgliedern eine Weihnachtsfreude bereiten, und so schrieb er ihnen die weihe- und stimmungsvollen sechs Strophen eines neuen Weihnachtsliedes:„ Stille Nacht, heilige Nacht." Am Vormittag des Heiligen Abends ging er mit seinem Manuskript zu dem Nachbardorf Arnsdorf, wo der Organist der St. Nikolakirche, der ihm befreundete Schullehrer Franz Xaver Gruber, wohnte. Er legte ihm sein neues Lied vor und bat ihn, es ihm noch zum Heiligabend zu komponieren. Der Schullehrer schüttelte den Kopf. Die Orgel von St. Nikola gab keinen Ton mehr von sich, sie war gänzlich aus den Fugen. Für welches Instrument sollte er das Lied komponieren? Der Pfarrer zeigte auf seine Gitarre, und Gruber versprach ihm nun, es für die Gitarre zu komponieren. Er machte sich an die Arbeit, und der schlichte, innige und so ergreifende Text überwältigte ihn, sodaß er jene schöne und unvergångliche Melodie schuf, die jedem zu Herzen dringt und heute noch jung und alt begeistert und erhebt und einem jeden Weihnachtsfest erst die eigentliche Weihe gibt. Gruber schrieb das Lied für Tenor, Baß und Chor und für Gitarrebegleitung nieder. Noch am Nachmittag fangen Pfarrer und Organist ihr neues Lied durch und bereiteten sich auf den Heiligabend vor. Groß war die Überraschung der andächtigen Besucher der Weihnachtsmette der St. Nikolakirche, als die ergreifenden und gewaltigen Klänge des neuen Weihnachtsliedes ertönten, dessen Geburtsstätte ihr eigenes Pfarrhaus war. Aber mit Begeisterung fielen sie ein, der Zauber des Liedes hatte ste im Augen blicke gefangen genommen und in ihren Herzen gezündet, und immer mächtiger und brausender segte der Chor ein. Ein neues Lieb mar tille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht Nur das traute, hochheilige Paar. Holder Knabe im lodigen Haar, Schlaf in himmlischer Ruh! Schlaf in himmlischer Ruh! Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst fundgemacht Durch der Engel Halleluja, Tönt es laut von fern und nah: Christ, der Retter ist da! Christ, der Retter ist da! Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb' aus deinem göttlichen Mund, Da uns schlägt die rettende Stund', Christ, in deiner Geburt! Christ, in deiner Geburt! Froident Schutz Josef Mohr SC. Wek Gejellichaftsspiel Sportvere Germania SpVgg. G Blauweiß VfB. Nor SC. Weer Lollar 1. VfB. Gie Holzhause Bijfenberg Steinberg Stangent Dutenhof Garbenhe Braunfels Nauborn Niederbie Harbach Wiejed 2 Sugend: Weklarer 1900 Gie 1900 Gie Klein- Li Frankent Womme Wehrda ViB.-K. Cappel 1 Friedens Gintersh Oberros Dernbad Franten Michelb Lohra Odersh German Frieden Wehrda geboren und mit Jubel von den Zuhörern begrüßt worden. Aber an den großen Siegeszug, den es über die ganze Welt antreten und der es zum köstlichen Weihnachtsgut der ganzen Christenheit machen sollte, dachte damals noch niemand. Das Lied lag still und vergessen im Schreibtisch des Pfarrers zu Oberndorf. Erst als der Orgelbauer Karl Mausacher aus dem Zillertal die arg mitgenommene Orgel der St. Nikolakirche wieder in Ordnung brachte, erwachte in Pfarrer und Organist der Wunsch, das Lied mit Orgelbegleitung zu hören. Der Orgelbauer war begeistert und erbat sich eine Abschrift. Durch ihn lernte es die berühmte Sängergesellschaft Straßer kennen, die es nun in ihr Programm aufnahm und überall in Deutschland bekannt machte. Dichter und Komponist aber blieben unbekannt. Der Kantor Ascher in Leipzig hörte es und ließ es niederschreiben. Er bezeichnete es als Volkslied, und als solches wurde es auch 1834 in Gebhardt's " Jugendfreund" aufgenommen. Später vermutete man, der Bruder des Komponisten Josef Haydn, Michael Haydn, sei der Urheber. Im Jahre 1854, also 36 Jahre nach dem Entstehen, wollte die Königliche Kapelle in Berlin das Lied aufnehmen, und nun erst ging man dem Ursprung nach, um die wirkliche, inzwischen mehrfach nerstümmelte Fassung des Liedes festzustellen. Zu diesem Zeitpunkt war der Dichter, der Pfarrer Josef Mohr, schon 6 Jahre zuvor, im Jahre 1848 in Wagrain im Alter von etwa 56 Jahren gestorben. Er hat den Siegeszug seines Liedes nicht mehr erlebt. Der Komponist Franz Xaver Gruber lebte damals als 61 jähriger als Lehrer in Hallein bei Salzburg. Die Königliche Kapelle Berlin wandte sich an den Chorinspektor von St. Peter in Salzburg, in dessen Chor ein Sohn Grubers als Singknabe war. Der Chorinspektor wußte um die Zusammenhänge und übermittelte dem alten Meister die Anfrage. Gruber sandte nun eine richtige Abschrift des Liedes nach Berlin und wies gleichzeitig sein Urheberrecht an der Komposition nach. Wir müssen es dieser Anfrage danken, daß durch sie Text und Melodie wieder rein und unverstümmelt auf uns gekommen sind und Dichter und Komponist der Vergessenheit entrissen wurden durch ihre Meister schöpfung, die allweihnachtlich seit nunmehr über 100 Jahren soviel Wethestimmung und Festesfreude verbreitet Wir bringen oben in der Mitte des Bdes die Wiedergabe der Handschrift der Gruber'schen Kompofitien. Wie man sieht, umfaßte das Lied ursprünglich 6 Strophen, von denen die 3., 4. u. 5. heute aber nicht mehr gelungen werden. Jugend: Erdhau German Haiger Haiger grüßt worden. Abe ze Welt antreten un Chriftenheit made lag ftill und vergele it als der Orgelbaua genommene Orgel da wachte in Pfarrer und itung zu hören. De bfchrift. Durch ih er kennen, die es nu Deutschland bekann bekannt. Der Ranta reiben. Er bezeichnet 1834 in Gebhardt tete man, der Brude yon, fei der Urhebe Entstehen, wollte die en, und nun erft ging zwischen mehrfach ne diefem Zeitpunkt wa Sahre zuvor, im Jahr en geitorben. Er ba Der Komponist Fra als Lehrer in Hallein wandte fich an b beffen Chor ein Go pektor wußte um b Meifter die Anfrag Liebes nach Berlin un mpofition nach. W fle Text und Melobi mmen find und Dight den durch ihre Meili ber 100 Jabren lovi Nr. 10 Mittwoch, den 24. Dezember 1930. ,, Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. - BfB. Gießen Sport Kassel 1: 1( 0: 1). Diesmal sind die Pessimisten im Unrecht geblieben. Aber auch die Optimisten können sich nicht rühmen, Recht behalten zu haben, denn sie hatten wohl auf einen knappen Sieg der Rajjelaner getippt. Man muß sich noch einmal daran erinnern, daß die Grün- Weißen in ihren letzten großen Kämpfen nur Mißerfolge erlitten hatten. Selbst VfB.er hatten von ihrer Elf feine allzu gute Meinung. Im Gegensatz dazu wurde die Stärke der Kasseler Elf gerühmt. Aber im Fußball ist befanntlich nichts unmöglich, das mußten wir an diesem Sonntag in noch anderen Spielen der ersten Bezirksklasse erleben. Der Kampf auf dem Waldsportplatz entwickelte sich ganz anders, als man gedacht hatte. Die Gießener Elf war bestimmt nicht schlechter als die Gäste. Das erkannten auch die Zuschauer ca. 6 bis 700- an, die manche Aktion mit ehrlich anerkennendem Beifall begleiteten. Zuweilen glaubte man allerdings auch, sich über das harte Spiel auf beiden Seiten etwas entrüsten zu müssen, das vielfach schlimmer aussah, als es tatsächlich war und auch zum Teil durch den besonders im Mittelfeld des Plazzes stark vereisten Boden verursacht wurde, wodurch der eine oder andere Spieler nicht mehr im Lauf einhalten konnte und Zusammenstöße hierdurch verursacht wurden. Auch war es eine höchst unnötige Aufregung, denn die Kasseler spielten auch nicht gerade weich, und der Gießener Besucher mußte sich sogar darüber freuen, daß die VfB.- Elf diesmal nicht nur einen Kampf zeigte, sondern sich auch mit dem nötigen Elan einsetzte. Der Kampf überschritt aber nie die gebotenen Grenzen, dafür jorgte schon der Schiedsrichter Christ von Horas, der das Treffen stets sicher in der Hand hatte. BfB.: Die Akteure: Balser Kreß I Bingel Frid Preis Mattern Roß Henrichs Haupt Graẞmeier Trebing Kreß III Leuthäuser Sandes Kleinke Sauerbier Glwein Weinmeister A. Richardt Köhler Wiesendorf Sport Kassel: Sturm Gehandicapt! Die VfB.- Mannschaft hatte in der zweiten Spielhälfte einen Ausfall in dem alten Kämpen Kleinke zu beklagen, der mit Fußball. Ergebnisse aus dem Bezirk. Verein VfB- K. Marburg Bezirksliga und Bezirksklassen. VfB. Gießen Sport Kassel 1: 1( 0: 1) Spielverein Kassel Kurhessen Marburg 8: 3 Spiele gew. unent. verl. Tore Puntte 35:26 16: 6 15: 9 13 9 11: 7 11 8 0 3 Sport Kassel 12 6 3 3 34 20 Hessen- Hersfeld 11 4 5 2 17:11 Borussia Fulda 9 5 18: 8 Spielvercin Kassel 10 4 25:24 V. f. B. Geßen 11 18:28 Hermannia Kassel 10 24:30 8:12 Germania Fulda 10 11 23 7:13 10 14:26 6:14 Odershausen Großalmerode SC. 03 Kassel - - 4332 56566 BELLI212 Spielogg. Göttingen 0: 3 Einbed 05 8: 0 Verein EC. 03 Kassel 10 7 Großalmerode 11 6 SC. 05 Göttingen 9 Kurhessen- Kassel 8 4 bessen 09 Kassel 9 S2. 05 Einbeck 9 3 Spvgg. Göttingen 9 2 FC. Grone 9 0 9:11 9:13 Spiele gew. unent. verl. Tore Punkie 45:18 16: 4 22:21 15: 7 37:17 10: 8 25:13 10: 6 19:23 8.10 15:28 7:11 16:28 6:12 9:40 2:16 12425567 23020122 SC. Weylar Laubach, L. n. angetr. Gesellschaftsspiele: - - Sportverein Wetzlar Löhnberg 4: 3( 1: 2) Germania Fulda Kurhessen Kassel 1: 6 SpVgg. Eschwege Hessen Preußen Kassel 2: 2 Blauweiß Göttingen Sp. u. Sp. Northeim 2: 5 VfB. Northeim Pol. SpV. Holzminden 3: 5 SC. 05 Göttingen 2: 8 SC. Weende Gau Gießen Weglar. A Lollar 1. Wiesed 1. 1: 2( 1: 2) VfB. Gießen 2. Daubringen 1. 3: 1 - Holzhausen 1. Bissenberg Steinberg 1. Stangenrod Dutenhofen Garbenheim Braunfels 2. Nauborn 2. Niederbiel 1. Harbach Wieseck 2. Jugend: - Oberbiel 1. 4: 1( 3: 0) Steindorf 5: 1 - Ettingshausen 1. 9: 2( 1: 2) Homberg 2: 1( 2: 1) SpV. Wetzlar 3., Schiri n. angetr. VfB. Gießen 3. 8: 1 SpV. Wehlar 4. 12: 1 Büblingshausen 1. 5: 3( 6.) Holzhausen 2. 3: 1( 3: 1) Wetterfeld 1: 3 Steinberg 2. 3: 7 Weklarer SpV. 1. Büblingshausen 1. 5: 2 1900 Gießen 2. - Gladenbach 1. 2: 4( 2: 2) 1900 Gießen 3. VfB.-K. Marburg 2. 0: 4 Klein- Linden Großen- Bused 0:12( 0: 6) Gau Marburg. Frankenberg 1.- Cölbe 1. 1: 5( 0: 2) Wommelshausen 1. - Weidenhausen 1. 9: 2( 6: 0) Dreihausen 1. 1: 6( 0: 1) Cappel 1. Germ. Marburg 2. 5: 4( 3: 4)( V.) Friedensdorf 1. Dautphe 1. 4: 1( 3: 0) Wommelshausen 2. 2: 3( 1: 0) Goßfelden 3: 1 Niederwalgern 2: 1 Wehrda 1. Marbach 1. 1: 6 VfB.-K. Marburg 2. Dernbach Sintershausen 1. Oberrosphe Frankenberg 2. Lohra Jugend: - Cölbe 2. 4: 2( 2: 2) Michelbach 1. Wehrda 2. 3: 0 Mornshausen 4: 3 Odershausen 1.- VfB. Kurhessen Marburg 1. 3: 1 Germania Marburg 1.- 1900 Gießen 1. 3: 2( 1: 1) Friedensdorf Dautphe 8: 1( 4: 1) Wehrda 1. Marbach 4: 2 Erdhausen Endhausen 3: 0 Germania Marburg 3. Haiger 2. Wehrda 2. 12: 0 Gau DilI. Allendorf 2. 1: 3( 0: 1) Haiger 1. Allendorf 1. 1: 0( 0: 0) einer schweren Knieverlegung nur noch in dem Spielfeld umherhumpelie und manche seiner so sehr gefürchteten Flanten nicht mehr hereinbringen fonnte. Sonst wäre der Spielausgang viel= leicht ein anderer geworden! Wie die Tore fielen. Beide Mannschaften zeigen zuerst noch ein unsicheres Spiel. Die Gießener Verteidigung bekam in den ersten Minuten reichlich zu tun. Dann kommt der Sturm blitzschnell nach einem befreienden Abschlag von Kreß I nach vorne, doch Mattern_ver= schießt diese seltene Gelegenheit knapp neben die Latte. Schon in den nächsten Minuten schien aber auch ein Erfolg der Kasseler unvermeidbar, aber Balser rettete sicher. Dann ließ das Tempo etwas nach und der Ball wanderte rauf und runter. Bei einem Vorstoß der Gäste war Kreß I nicht auf seinem Platz und der Halbrechte von Sport tonnie zum Tor einsenden. Allmählich fand sich der Gießener Sturm besser, doch sein Handeln vorm Tor war nicht schnell genug; immer wieder waren die Kasseler Läufer und die beiden schnellen Verteidiger am Ball. Gegen Schluß der Halbzeit setzten die Grün- Weißen noch einmal zu einem Generalsturm ein, doch nichts wollte gelingen, dazu kam noch großes Pech. Nach der Pause hielt diese Ueberlegenheit an und in der 60. Minute schoß Mattern den Ausgleich. Nun kam mehr Schwung in die Reihen beider Mannschaften und die Angriffe mehrten sich. Dann sette gegen Spielende ein fräftiger Endspurt der Gäste ein, aber es blieb bei dem gerechten Unentschieden. Besonders der linke Kasseler Flügel fam jetzt oft gefährlich vor das VfB.- Tor. Auch merkte man, daß sich die Heimischen schon ziemlich ausgegeben hatten. Doch nur eine Ede war die Ausbeute. Kritik. Balser- Bingel- Kreß I bildeten ein gutes Abwehrbollwerk. Die Läuferreihe war unermüdlich tätig. Henrichs bot eine rie= sige Arbeitsleistung. Im Sturm haperte es öfters. Preis auf Rechtsaußen ist noch nicht routiniert genug, auch im Abseits stand er zuviel. Kleinke auf dem linken Flügel ist stets noch einer der besten Spieler der Mannschaft, wenn er auch, wie schon erwähnt, in der zweiten Hälfte fast ausfiel. Haupt ist wieselflint, aber nicht schußfreudig genug. Mattern hat Anlage und auch den nötigen Drang nach vorne, aber nicht überstürzen. Leuthäuser war technisch gut. Bei den Gästen war feiner schlecht. Kljr. Besonders die Verteidigung schlug sich sehr tapfer. Aus Gießen und Umgegend. Aus Lollar. Hier standen sich am Sonntag Wiesecks erste und Lollars erste Mannschaften gegenüber. In der ersten Halbzeit ein verteiltes Spiel. Wiesed geht bald nach dem Anstoß in Führung. und schießt nicht viel später ein zweites Tor. Lollar geht nun aus sich heraus. Der Halbrechte schießt an dem herausgelaufe= nen Wieseder Torhüter zum einzigen Gegentreffer ein. Nach der Pause ist Lollar stark überlegen und kann Wiesed in seine Hälfte zurückdrängen, aber an dem Resultat ändert sich nichts mehr. Lollars Linksaußen war gut, der Rechtsaußen dagegen hatte einen schlechten Tag. Die übrige Mannschaft spielte einen guten Durchschnitt- Fußball. Bei Wieseck war der Tormann der beste Mann. Der Schiedsrichter Busch- Buzzbach war gut. Steinberg 1. Ettingshausen 9: 2( 1: 2) = Am Sonntag hatten die Teutonen den A- Klassenmeister in der Gruppe Grünberg zu einem Freundschaftsspiel zu Gast. Schon in den ersten 10 Minuten führte Ettingshausen mit 2: 0. Diese Ueberraschung machte die Steinberger Mannschaft nervös, was sich hauptsächlich bei dem Mittelläufer häufig bemerkbar machte. Bis zum Seitenwechsel konnte dann Steinberg das Resultat auf 1: 2 stellen. Dann zeigte Steinberg einen ganz anderen Kampfgeist und man sah ein wunderbares Zuspiel zwischen dem Linksaußen und seinem Nebenmann, die hauptsächlich das Spiel in der zweiten Halbzeit so hoch gewannen halfen. Trotz der hohen Niederlage fämpfte Ettingshausen noch bis zum Schluß. Schiri Bed VfB. Gießen leitete sehr korrekt. Die zweite Mannschaft spielte in Wiesed gegen die dortige 2. Mannschaft des Turnvereins( Sportabteilung) und konnte mit 7: 3 zu Hause ankommen. Am 1. Feiertag empfängt die 1. Mannschaft der Teutonen die zweite Mannschaft der Germania Marburg zu einem Propagandaspiel. - 1900 Gießen 1. Jgd. 3: 2( 1: 1). Germania Marburg 1. Jgd. 1900 schickte eine recht schwache Mannschaft nach Marburg, die aber bei etwas mehr Energie und Siegeswillen doch noch einen Sieg hätte heimbringen können. Kleinlinden Jgd. Großen- Bused Jgd. 0:12( 0: 6). Der FC. 1926 Großen- Bused verpflichtete seine Jugend noch in letzter Minute zu einem Gesellschaftsspiel bei dem wieder neu aufgenommenen FC. 1927 Klein- Linden. Das Spiel selbst litt unter den denkbar ungünstigsten Plagverhältnissen. Trotzdem war das Spiel spannend und jederzeit fair. Die Gäste Nr. 102 waren den Einheimischen in allem überlegen; ihr Sturm vergaß aus nicht zu schießen. Kleinlinden war trotzdem kampffreudig bis zum letzten Moment. 1900 Gießen 2. Jgd. Gladenbach 1. Jgd. 2: 4( 2: 2). Zunächst sah es noch nicht nach einem Sieg der Favoritenmannschaft des Gaues Marburg aus. Nach 15 Minuten lagen die 1900er 2: 0 in Führung. Dann aber fanden die Gäste sich langsam zusammen und wurden zusehends besser, so daß das Ergebnis immerhin für die Gießener noch schmeichelhaft ist. 1900 Gießen 3. Jgd.- VfV. Kurh. Marburg 2. Jgd. 0: 4. VB. Marburg war dauernd überlegen und konnte leicht gewinnen. Aus der Untergruppe Grünberg. Stangenrod 1. Homberg 1. 2: 1( 2: 1). Am Sonntag weilten die Germanen" von Homberg in Stangenrod. Nachdem das Vorspiel Homberg hoch gewann, setzte diesmal Stangenrod alle Kräfte ein und brachte es fertig, den Spizenführer der Tabelle zu schlagen. SchiedsrichterWalbott Steinberg leitete zu bester Zufriedenheit. Aus Ettingshausen. Die erste Mannschaft des Sportvereins Ettingshausen weilte am Sonntag mit Ersatz zu einem Gesellschaftsspiel in Steinberg und verlor hoch mit 9: 2. Der Sportplatz befand sich nicht in bester Verfassung. In der ersten Halbzeit führien beide Mannschaften ein schönes, offenes Spiel vor, wobei die Gäste die Glüdlicheren waren und mit dem Halbzeitspfiff 2: 1 führten. Kurz nach Seitenwechsel glich Steinberg aus. Ettingshausen, das sich bis dahin glänzend geschlagen hatte, wurde nun durch Verletzungen des Mittelläufers und des linken Läufers, welche diese zeitweise zum Ausscheiden zwangen, derart geschwächt, daß Steinberg das Spiel vollkommen zu seinen Gunsten ent= scheiden konnte, indem die tapferen„ Teutonen" noch 7 Tore schossen. Wandere auch im Winter. Schön ist die Natur im Mai, wenn es allenthalben grünt und sprießt, wenn Frühlingswonne in leuchtenden Farben und hellen Vogelliedern Ausdruck findet. Dann muß jeder Mensch oft hinaus in den Wald, um die sprühende Freudigkeit, die diese Jahreszeit kennzeichnet, mitzuerleben. Schön ist es auch, wenn die Sommersonne die warme Luft über der blühenden Heide erzittern macht. In bläuliche Dunstschleier versant die Sonne. Jeder wird die wundersame, beruhigende Sommerabendstille empfunden haben, während Heimchen zirpten und Glühwürmchen ihr Liebesspiel trieben. Herrlich ist der Wald, wenn ungestüme Herbstwinde die bunten Blätter von den Bäumen schütteln. Mehr und mehr sieht dann der Naturfreund seine Lieblinge den Wald verlassen. Und doch freut er sich an der herben Schönheit der Natur im Herbst. Ob der Wald nicht auch im Winter schön ist? Ja, er ist es. Mehr noch als schön ist er dem, der ihn kennt. Denn der den Winterwald erstorben nannte, fennt ihn nicht. Gleich in den leeren Aesten der ersten Bäume wirst du emsige Meisen und Goldhähnchen turnen sehen. Unermüdlich klingeln sie mit ihren zarten Stimmchen. An rissigen Bäumen rutscht der stahlDas rauhe Geschrei der blaue Kleiber( Spechtmeise) hinauf. Krähen, das Rätschen der Eichelhäher und das unverkennbare ,, Güd- Güd- Güd" der Spechte mußt du zu hören bekommen. Bei einigem Glück kannst du am Bach den bunten, seltsamen Eisvogel beobachten, im Nadelwald zumeist den Kreuzschnabel, und sonst noch manchen eigenartigen Zuzügler aus dem Norden. Auf die Fährten im Schnee wirst du ohne weiteres oft achthaben. Insbesondere bei Neuschnee findest du manchmal deutliche Spuren von Tieren, von denen du nicht ahntest, daß sie jener Wald noch beherbergt. Dort schnürte ohne Zweifel ein Fuchs. Das erkennst du an den regelmäßig hintereinander gesetzten Spuren und der stellenweise von der Lunte abgestreiften Schneedecke. Flucht- und Hoppelfährten von Hasen oder Kaninchen verlaufen überall kreuz und quer. Vielleicht findest du eine Stelle, an der der Fuchs einen dieser flinken Gesellen erwischte, wo er am gefrorenen See eine überwinternde Ente riß, oder wo ein Marder oder ein Jltis jagte. Wenn Reh- oder Hochwild vorhanden ist, wird dir erst der Winterwald Gelegenheit geben, den Bestand der Arten zu bestimmen. Das Wild ist nun zutraulicher. Viel leichter als sonst kannst du dann den Bock, die Ricken, den guten Hirsch oder gar einen Keiler zu Gesicht bekommen. Es kommt aber auch der Augenblid, da wird weit und breit kein Laut zu hören sein. Der weiche Schnee verschlingt auch deine Tritte. Starr und still ragen die Bäume in das tiefe Schweigen. Dann genieße die herrliche Ruhe und erfreue dich an der glizernden Helligkeit ringsum, an den did bereiften Aesten und den wunderlichen Formen der tiefverschneiten Tannen mit ihren bläulichen Schatten. Darum: Sobald das Wetter es zuläßt, streife am Samstagnachmittag oder am Sonntag durch den Wintermärchenwald. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Weihnachten 1930. Von Jahr zu Jahr werden die Verhältnisse, unter denen wir zum Weihnachtsfeste rüsten, ernster und trostloser. Die Weltwirtschaftskrise und mangelnde wirtschafts- und sozialpolitische Einsicht bringen von Woche zu Woche, von Tag zu Tag mehr und mehr unserer Mitbürger um ihre tägliche Arbeit und damit um ihr Lettes. Es hält schwer unter solchen Umständen ein ,, fröhliches Weihnachten" hinauszurufen. Das Echo tönnte von vielen Stellen sehr verzerrt, sehr schwach oder gar nicht wiederkehren. Und trotzdem tun wir es! In der Gewißheit, daß es in unseren Leserkreisen teine verbitterten Menschen gibt, sondern, daß der Einzelne die genügende Elastizität und den Optimismus hat, auch über schlechte Tage hinweg zu kommen. Und in der festen Gewißheit, daß dort, wo alles fehlt, den Weihnachtstag aus dem grauen Einerlei des Alltags herauszuheben, treue Nächstenliebe fest zugreift und hilft und damit das Weihnachtsfest zu dem machen, was es sein soll- zum Feste der Liebe. - „ Frohe Weihnachten!" Verlag u. Schriftleitung der„ Gießener Zeitung". Mittwoch, den 24. Dezember 1930. Lokales. Stille Nacht- - heilige Nacht. Ueber Stadt und Land, Fluv und Wald breitete sich segnend die heilige Nacht. Und von Kirchen und Domen läuten feierlich ernst die Weihnachtsglocken. In den Heimstätten der Menschen strahlen die Lichterbäume und glückliche Kinder singen das Lied von der gnadenbringenden Weihnachtszeit. Stille Nacht heilige Nacht. - Kein Tag und keine Nacht im Jahre weiß von diesem heiligen Frieden, als nur diese Nacht. Wer könnte da glauben, daß es gestern noch seindliche Brüder gab und daß morgen wieder der Kain den Abel erschlägt? Wer könnte glauben, daß dieser Weihnachtsfriede vielleicht morgen schon dem Unfrieden der Völker wieder weichen muß?- Wahrlich, diese Weihnachten gibt Anlaß genug zu bitteren Betrachtungen. Fast wie Trotz gegen die rauhe Wirklichkeit klingt es aus den Weihnachtsliedern von Friede, Freude und Seligfeit. Oder ist es ein letztes Mahnen an diese Welt zurückzukehren zur Vernunft? Sollen wirklich alle Früchte einer tausendjährigen Kultur schwinden wie Eis unter der Sonne? Kann es für unser deutsches Volk auch wieder einmal eine Weihnach ten geben wie in alter Zeit? Dringt ganz hinein in jene stille, heilige Nacht und schöpft aus ihrer Weihe und ihrem Segen für die kommenden Tage. Die frohe Botschaft, die einst die Engel Gottes über die Fluren Bethlehems der ganzen Welt verkündeten, hörten nur die, deren Herzen sich sehnten nach Menschlichkeit, Gottesliebe und einer Menschheit mit gutem Willen. Und die sie hörten, denen gab diese Himmelsbotschaft Frieden mitten im Kampf der Welt, als ein Wunder über allen Wundern. Dort, wo die Lichterbäume heute strahlen und man Weihnachtslieder singt, da sollen wieder deutsche Heimstätten eines besseren Volkes werden, in der nicht der böse, sondern der gute Wille daheim iſt. Löscht die Kerzen aus, wo dieser gute Wille fehlt! Unter dem Weihnachtsbaum ist schon manches inniges Band geschlungen worden und mancher Mensch, dem der Glaube und die Hoffnung geschwunden waren, hat sich durch fremde Liebe wieder aufgerichtet. Macht die Fenster auf und hört das feierliche Läuten der Weihnachtsglocken! Tröstet und stärket euch unter dem deutschen Lichterbaum; segne Weihnacht auch den ärmsten Herd und bringe Frieden wieder unter die Menschen!- Im stillen Glück werdet ihr dann empfinden, die Weihe und den Segen dieser heiligen Nacht. Der Sonntagsschreiber. * Nebel. Wie eine Haube liegt er über der Stadt. Grau, ins Bräunliche hinüberspielend. Feuchtigkeit fällt, wenn sie die Haut berührt, sticht sie wie mit kleinen, spitzen Nadeln. Nur die nächste Nähe läßt sich sehen. Menschen, die schwarz und gespenstisch auftauchen. Wagen, die bleiche Lichter vorhalten wie leuchtende Fühler. Lampen schimmern wie stumpfe Lampions. Der Nebel erstirbt im Getöse der Straßen. Er tötet das Leben. Glaubst du nicht, in einer Totenstadt zu gehen?! Langsamer rückt alles heran, behutsamer, gedämpft und still. Draußen, vor der Stadt, hörst du das leis gewordene Keuchen der Lokomotiven. Sie schreien mit ihren Pfeifen wie verlassene, wunde, sehnsüchtige Tiere. Sie betten in das Grau eine schwarze Rauchfahne. Sie sinkt langsam auf die schwarze, nackte Erde. Ueber den toten ,, Gießener Zeitung" Aeckern wallt der Nebel und webt und webt. In den Furchen hocken die Heren aus ,, Macbeth" und brauen das Unheil der Welt. Ein Rabe flattert, böse krächzend, auf einen Baum, der klagend seine Aeste zum Himmel reckt. Von der Bezirkssparkasse. Vor einigen Tagen fand unter dem Vorsitz des Direktors Za cheis die diesjährige Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Gießen statt. Aus dem Geschäftsbericht ist zu erwähnen, daß im Jahre 1929 die Entwicklung der Sparkasse als durchaus günstig zu bezeichnen ist. Die Spareinlagen weisen gegen das Vorjahr wiederum eine Zunahme von 2 457 000 RM. auf, sie sind von rund 9 385 000 RM. auf 11 842 000 RM. ge= stiegen. Im Kontokorrentverkehr erfuhren die Debitoren eine Zunahme von 89 263 RM. Der Umsatz im Sparverkehr betrug rund 11 000 000 RM., der Umsatz im Giro-( Kto.- Korr.-) Verkehr betrug im Berichtsjahr in 158 333 Posten 55 752 498 RM. Gegen das Vorjahr war also eine Steigerung von über 10 Millionen RM. zu verzeichnen. Der Gesamtumsatz betrug 147 385 939 RM, erhöhte sich also gegen das Vorjahr um 29 182 821 RM. Die Bilanzsumme stieg von 12 097 996 RM. auf 14 280 316 RM., sie hat sich somit gegen das Vorjahr um 2 182 350 RM. erhöht. Die Rechnung schließt mit einem Rechnungsrest von 343 633 RM. Die Ausleihungen im Hypothekengeschäft erfuhren eine Zunahme von über 1 400 000 RM., sie betrugen Ende 1929 4 146 000 RM., während die Darlehen an Gemeinden und öffentliche Körperschaften um 1 Million RM, gestiegen sind. Der Reingewinn betrug nach allen Abschreibungen 100 516 RM. Die Versammlung beschloß, entsprechend einem Vorschlag des Vorstandes und Aufsichtsrates, aus dem Reingewinn einem Fonds für eine anläßlich des hundertjährigen Bestehens der Sparkasse zu errichtende Stiftung 30 000 RM. zu wohltätigen Zwecken zu überweisen und den Rest der Rücklage zuzuführen. Genehmigt wurden ferner der Voranschlag über die Verwaltungskosten für 1931, sowie die vorliegenden Aufwertungsrechnungen für 1924-28 und 1929. Durch Verfügung des Herrn Ministers des Innern ist der endgültige Aufwertungssatz für die bei der hiesigen Sparkasse eingelegten alten Spareinlagen auf 21,6 Prozent des Goldmarkwertes festgesetzt worden. * Weihnachtsverkehr beim Zollamt. Die Amtsräume des Hauptzollamtes sind am ersten Feiertage, vorm. von 10-11 Uhr, zur Abfertigung von aus dem Ausland eingegangenen Weihnachtspostpaketen geöffnet. * Neue Zwanzigmarkscheine. Die Reichsbank hat neue Noten im Werte von 20 Reichsmark in den Verkehr gebracht; später folgen weitere Noten im Betrage von 10, 50, 100 und 1000 Reichsmark. Die 20- Mark- Note trägt auf der Vorderseite das Bildnis Werner von Siemens, auf der Rückseite den stilisierten Kopf eines Arbeiters. * Von der Universität. Es habilitierten sich in der Theologischen Fakultät: Pfarrer Lic. Dr. phil. Paul Schütz; in der Medizinischen Fakultät Oberarzt Dr. Walter Rauh, Oberarzt Dr. Heinrich Roßenbeck, Oberarzt Dr. Werner Schopper. * ,, Hindenburghaus". Der aus Mitteln des Reiches, des hessischen Staates, der hessischen evangelischen Landeskirche, der Provinz Oberhessen, der hessischen Kreise, der Stadt und der Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft sowie zahlreicher Privatpersonen und industrieller Unternehmungen mit einen Kostenaufwand von rund 500 000 Mark geschaffene Bau des neuen Studentenhauses ist seiner Bestimmung übergeben worden. Weihnachts- Preisrätsel! Wer kennt Deutschland? Nerlbi, Gruhbam, Zeilgip Nüchmen, Rohvanne. In den obenstehenden Worten sind die Namen von deutschen Großstädten- 1 deutsche Hauptstadt, 1 Hansastadt, le 1 im Freistaat Sachsen, in Bayern und Hannover in verstellter Buchstabenfolge enthalten. Wer errät die richtigen Namen? Es handelt sich nur um Großstädte mit über 300 000 Einwohnern. Wir veröffentlichen dieses Preisausschreiben, um unsei neues großes Illustriertes Konversations- Lexikon" als Weihnachtsgeschenk in jedem deutschen Hause einzuführen. Jeder Löser erhält ein Vierteljahr hindurch als Weihnachts- Prämie von unserm ..Jllustrierten Konversations- Lexikon" vollständig gratis * Aus dem Stadttheater. Am ersten Feiertag kommt ,, Der Mann, den sein Gewissen trieb", von Rostand zur Erstauffüh13 Wochenlieferungen= 1 Band von 832 Seiten mit über 15000 Artikeln, 3160 Abbildungen im Text und auf 16) ganz- und 17 halbseitigen Bildertafeln, ferner etwa 30 Seiten z. 1. mehrfarbige Karten u. 52 Seiten Tabellen. Die Lieferung erfolgt vollständig umsonst und ohne irgendwelche Verpflichtung. Wir berechnen nur die Portokosten in Höhe von 13 X 15 Pfg.= 1.95 RMk. Lieferung erfolgt nur durch die Post. Irgendwelche weitere Verpflichtungen übernimmt der Einsender nicht. Ein gediegenes, erstklassiges und ausführliches Konversations- Lexikon ist das schönste Weihnachtsgeschenk und für Hunderttausende ein Wunsch, dessen Erfüllung bisher an den sehr hohen Kosten derartiger Werke scheiterte. Durch unser Preisausschreiben wollen wir jedem die Anschaffung ermöglichen nnd rechnen auf tatkräftige Weiterempfehlung unseres Lexikons, wofür wir noch hohe Prämien aussetzen. Verlag Wilhelm Hartung, Leipzig S3, Kochstraße 28 An den Verlag Wilhelm Hartung, Leipzig S3, Kochstraße 28 Deutl. Schrift erbeten! Die Städtenamen sind: 1. 3. 4. 2. ...... 5. Ich bitte um Gratiszusendung der angekündigten Lexikonprämie. Außer den Portospesen habe ih nichts zu bezahlen. Name u. 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Zu einer von Schotten ausgehenden Meldung, daß die Absicht, drei hessische Kreise aufzulösen, fallen gelassen worden sei, erläßt der hessische Innenminister folgendes klassische Dementi: ,, Ueber die Auflösung hessischer Kreise waren Erwägungen der Regierung im Gange, die bis jetzt in keiner Weise zum Abschluß gekommen sind. Wenn in der Oeffentlichkeit Namen einzelner Kreisämter genannt wurden, die angeblid; aufgelöst werden sollten, so konnte es sich daher nur um Vermutungen handeln. Ebenso kann es nur eine Vermutung, sein, wenn jetzt das Gerücht geht, daß die Absicht der Aushebung von Kreisämtern fallen gelassen worden sei." mit massiv rostfreien Klingen, sehr schönes, ganz schweres Muster, fabrikneu, mit 30 jährigem Garantiesche n, ganz bedeutend unier Preis, für RM 180.- bar fabrikseitig zu verkaufen. Offerten unter G. 3. 2723 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung. Darlehn Schotten. 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Bei Holzarbeiten im Wahlroder Gemeindewald wurde der Landwirt Ehlden aus Wahlrode von einem umstürzenden Baum getötet. Vom historischen Palais zum Geschäftshaus. Kassel, 23. 12. Das v. Griesheimsche Palais in de: oberen Königstraße 41 mit in die Decken und Wände eingelassenen Originalgemälden von Nahl wurde am Dienstagmittag auf dem Amtsgericht zu Kassel im Zwangsversteigerungsverfahren an ein Kasseler Konsortium für 466 000 Mark versteigert. Das Konsortium beabsichtigt dieses unter Denkmalsschutz stehende historische Gebäude zu modernen Geschäftsläden umzubauen und außerdem den 5854 Quadratmeter großen Garten in der Hauptverkehrsstraße auszuwerten. Das Palais hatte vor dem Kriege eine Schätzungstage von 1,6 Millionen Mark. Bad Reichenhalt. Sonntagnacht wurde eines der größten bayrischen Sägewerfe, das im Stadtteil St. Zeno gelegene Unternehmen Frizer mit sämtlichen Maschinen und Inventar ein Raub der Flammen. Der Schaden beträgt schätzungsweise eine Million Reichsmark. Neue Bücher. Feiertage:„ Woche" lesen! Was gäbe es Weihnachten wohl sür einen besseren Lesestoff als das Weihnachtsheft der ,, Woche?" Der vielseitige Inhalt ist gerade das, was wir während der langen Mußestunden betrachten und lesen möchten. Ausnahme- Angebot für 1930/31 Bettwäsche Ich liefere an meine Kundschaft Stoff f. Bettwäsche( glatt weiß) beste, haltbare Ware in einer Zusammenstellung wie folgt: 2 Bezüge 130 200 cm 4 Kissen 80:80 cm RM 7.50 2 Bettücher 130,225 cm= RM 4.50 Solange der Vorrat reicht. Aufgabe erbeten an = ===RM 4.16. Zusammen nur RM Erschein Bezugspreis 2 Sedationsschluß frü adung nicht verla direkt ab Fabrikation Wäsche- u. Stickerei- Fabrik, Falkenstein i. Vogtl., Postfach 158 SteuerErsparnis bringt das Reichssteuer Kassebuch RIECK ReichssteuerBerber Kassebuch Heimarbeit gesucht! für Damen u. Herren zu vergeb. Bewerb. an E.Dreffel, Sohl( Vogtl.) Geld, Darleh.b.12 Mon. Vern itfl. angenehm. Off. u T.L. 1050 a. d. Ann. Exp Löwe, Hamburg, Gänemarkt 22. Die Hess. 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