Nr. 57 sist ein Bürge, s von selbst in er Führer vier will und tann; mes Automobils, ndet wird dies abt es stets aus - mag er von verden, und die muß, tann ihn fühl stets Frei a nicht einmal enschaftliche Be Die Betrachtung Erlebnis quillt Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. empfindet fich 3. Jahrg. ensch ,, ich will" fetz Jedes Ge heit gehören zu äre Weltentod, infos, eins ohne spricht eine Das Gesetz lodt verwaltet. Die zu gleicher Zeit. haos, wäre der uns handelnd Srer Betätigung Totwendigkeiten, ttierung. Wer Mit uns ist das also seine Frei der Natur und handelt. Dr. renz"? Dieje errmann in der rit ,, Das Heft". h und bildhaft Sternen. Leip -RM.- Es delt wird. Wer Finer Zeit, in der anderen Sterne = auf den ande diese beschaffen? nicht lösen. Jm en über die Be fernen Weltför feine Phantajte ungen mit allen hnit zur Ber fen, wie wie en. Die Gründe it vielen dönen uche dargelegt in Gießen. ohnhaus! Licherstr. 7, mit Smiete 1550 RM 500 RM., maio von 12 500 RM bei c. 7000 R Saarbrüden 3. Vir fucher verfäuft. Saur d. Art zwecks Unte reitung an Stauf reffenten. Nur ebote v. S.lbsteig imern erm, an ermietungs- und b ufs- Zentrale Fra art M. Goetheplat Gewürzmühl ucht tüchtigen, eing Bertret Ko'onial- u. fe oftbranche gg. Br F.Sartforn& So Toblenz- Neuenbo en 30 ren wunderbar Weck, Erfurt On F - ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 23. Juli 1930 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Reichspräsident von Hindenburg am Rhein. Reichspräsident von Hindenburg hat am Freitagabend seine Reise in das befreite Gebiet angetreten. Auf der Fahrt in die befreite Pfalz traf der Reichspräsident am Sonnabendvormittag in Bruchsal ein. Unter dem Jubel einer großen Menschenmenge fuhr dann der Zug weiter. Auch in Germersheim wurde dem Reichspräsidenten ein festlicher Empfang zuteil. Ankunft in Speyer. Um 9.46 Uhr traf der Reichspräsident auf dem Bahnhof in Speyer ein. Eine ungeheure Menschenmenge hatte sich zur Begrüßung des Reichsoberhauptes am Bahnhof eingefunden. Anwesend waren der bayerische Ministerpräsident Dr. Heldt, der Dr. Stüzel, Regierungspräsident Innenminister Dr. fülf, der Oberbürgermeister sowie zahlreiche Vertreter der Behörden und der umliegenden Gemeinden. Unter den Klängen des bayerischen Desiliermarsches wurde Hindenburg im Zuge vom bayerischen Ministerpräsidenten begrüßt. Brausender Jubel erschallte, als der Reichspräsident vor dem Bahnhof den Kraftwagen bestieg. Auf dem Wege zur Gedächtniskirche begleiteten fortgesetzt Hochrufe und der Gesang des Deutschlandliedes das Staatsoberhaupt. Den Mittelpunkt der Befreiungsfeier bildete der Festakt im Alten Sizungsfaale des Stadthauses, an dem etwa 60 führende Bersönlichkeiten des öffentlichen Lebens teilnahmen. Dr. Held vies darauf hin, es sei traditionell geworden, daß der Kampf um den Rhein immer in der Pfalz seinen Schwerpunkt habe. Darauf übermittelte Reichsaußenminister Dr. Curtius die Grüße und den Dank der Reichsregierung. Er würdigte das Ende der mehr als elfjährigen Besatzungszeit als ein großes Ereignis der deutschen Geschichte. Er gedachte dann seines Vorgängers Dr. Stresemann, der mit weitem Blid und bis zur Erjhöpfung seiner Kräfte für sein Ziel gekämpft habe. Schmerzlich sei es jedoch, daß die Saarpfalz und das ganze Saargebiet noch nicht mit dem Vaterlande vereinigt seien. Auch dort stehe lie Bevölkerung zu ihrem Deutschtum und zum Reich, so daß man mit voller Ruhe dem Jahre 1935 entgegensehen könne. Das jubelnde Mainz. Am Samstag und Sonntag war anläßlich des Hindenburgbesuches in Mainz das Stadtbild von Hunderttausenden von Menschen belebt. Am Sonntag, um 10 Uhr vormittags waren tähungsweise 250 000 Menschen aus allen Teilen des besetzt gewesenen Hessen nach Mainz gekommen. Kurz vor 9 Uhr verließ der Reichspräsident das frühere großherzogliche Palais, in den er Wohnung genommen hatte, und fuhr in Begleitung ton Reichsaußenminister Dr. Curtius, dem hessischen Staatspräsidenten Adelung und den übrigen Reichs- und Ländervertretern zur Christuskirche, in der der Festgottesdienst stattfand. Generalsuperintendent Zentgraf hielt die Festpredigt. Vor der Kirche war eine vieltausendköpfige Menschenmenge versammelt, Die, als der Reichspräsident das Gotteshaus verließ, in HurraRufe ausbrach und das Deutschlandlied sang. Der Reichspräsident fuhr dann im Auto durch die Straßen der Stadt. Die mfahrt dauerte etwa eine Stunde. Ueberall standen dichte Menschenméngen, und die Abordnungen der Vereine mit Hunderten von Fahnen. Reberall wurde das Staatsoberhaupt mit lautem Hochrufen Begrüßt und begeistert empfangen. Auf der Rundfahrt wurde un% 11 Uhr auf dem Schillerplatz das Befreiungsdenkmal entBillt. Der hessische Innenminister Leuschner hielt eine kurze Ansprache und übergab darauf das Denkmal dem Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Dr. Külb. Dann ging die Fahrt wieder anter dem tosenden Jubel der Bevölkerung weiter zur Stadtalle. Feier in der Stadthaile. In der festlich geschmückten Stadthalle fand zu Ehren des Reichspräsidenten ein Festakt statt, bei dem nach einleitenden musikalischen Vorträgen Staatspräsident Dr. Adelung dem Reichspräsidenten den Willkommensgruß des Hessenlandes entbot. Anschließend begrüßte Oberbürgermeister Dr. Külb im Namen der Stadt den Reichspräsidenten. Dann sprach Reichs:= außenminister Dr. Curtius:... Mit großem Opfermut habe die Bevölkerung des besetzt gewesenen Gebietes alle Leiden der Bejagungszeit getragen. Mit standhafter Einmütigkeit habe das Bol am Rhein in allen seinen Schichten allen Loslösungsbetrebungen und allen rechtswidrigen Eingriffen einen entschlosse= nen Widerstand mit den Waffen des Rechts und des Friedens entgegengesetzt. Reichspräsident von Hindenburg dankte darauf für die freundlichen Begrüßungsworte. Er verband damit seinen Dank an die Bewohner und Behörden der Statt Mainz und des Hessenlandes, die ihn in so freundlicher und herzlicher Weise bewillkommnet hatten. Das, was nach langen Jahren des Leidens erreicht worden sei, sei in erster Linie der Bevölkerung des Rheinlandes selbst zu verdanken. Fremder Gewalt, sowie starken Versuchungen preisgegeben, haben Männer und Frauen dieses Landes in ihrem Deutschtum ausgeharrt. Nur einige Geschlossenheit aller Schichten der BevölkeTungg habe die Versuche, durch Lostrennung vom Mutterlande Erleichterung des eigenen Schicksals zu erlangen, abwehren fönnen. Durch sich selbst sei das Volk am Rhein seines Schick= hals Herr geworden. Der Reichspräsident gedachte dann der Opfer, die der Abwehrkampf und die Selbstbehauptung gefordert hätten Die Ausführungen des Reichspräsidenten schlossen mit folgenden Worten: ,, Meine Damen und Herren! In den vergangenen Jahren der Not hat hier am Rhein in allen Ständen und Parteien ein gemeinschaftlicher Wille geherrscht. Nur dieses Bewußtsein, eine Gemeinschaft zu sein und zu leben in unlösbarer Verbundenheit mit den deutschen Volksgenossen jenseits des Rheins, hat es vermocht, alle Anschläge auf deutschen Boden zuschanden zu machen. Möge in der Zukunft allen Deutschen dieser Geist der Einigkeit gegeben sein! Möge sich zur Freiheit am Rhein im ganzen deutschen Vaterlande endlich auch die Einigkeit gesellen! Dann, aber auch nur dann werden wir die Kraft haben, die uns trotz allem, was noch auf dem deutschen Volk lastet, vorwärts und aufwärts bringt. In dieser Hoffnung lassen Sie uns gemeinsam unsere Liebe und Treue zum Lande unserer Väter bekennen, indem wir rufen: Deutschland, unser geliebtes Vaterland, es lebe hoch!" Nach dem Hoch des Reichspräsidenten sang die Menge das Deutschlandlied. Nicht endenwollende, minutenlange Beifalls= stürme zeigten dem Reichspräsidenten die große Verehrung, die ihm die Mainzer Bevölkerung entgegenbrachte. In Begleitung seines Gefolges verließ Reichspräsident von Hindenburg die Stadthalle, um die Weiterfahrt nach Wiesbaden anzutreten. Hindenburg in Wiesbaden. Wiesbaden bot heute ein Bild, wie wohl seit zwanzig Jahren nicht mehr. Auf den in Fahnen und Blumenschmuck prangenden Straßen stauten sich die Menschenmassen, um Hindenburg zu begrüßen. Dem Reichspräsidenten, der nur kurze Zeit hier weilte, wurde bei seinem Eintreffen begeistert zugejubelt. Auf preußischem Gebiet in Biebrich wurde er von dem Oberpräsidenten der Provinz Hessen- Nassau, Haas, und dem Regierungspräsidenten Ehrler, sowie dem Oberbürgermeister Krücke, Wiesbaden, begrüßt. Jm Kurhaus fand ein kurzer musikalischer Festakt statt. Das von Tausenden begeistert gesungene Deutschlandlied war ein unverbrüchlicher Treueschwur für Volk und Vaterland. Von Wiesbaden begab sich der Reichspräsident in Begleitung des Reichskommissars Langwerth von Simmern auf dessen Besitztum in Eltville, wo er die Nacht verblieb. Bingen, Kreuznach, Hunsrück. Der Reichspräsident verbrachte die Nacht auf der Besitzung des Reichskommissars Langwerth von Simmern in Eltville und fuhr am Montagvormittag im Auto nach Bingen, Kreuznach und dem Hunsrüd. In allen Ortschaften, die er durchſuhr, begrüßten ihn jubelnde Menschen. Kurz nach 10 Uhr traf Hindenburg in Bingen ein, wo er von einer begeisterten Menge empfangen wurde. Der Kreisdirektor von Bingen, Freiherr von Gemmingen, begrüßte Hindenburg bei der Ankunft und geleitete ihn zum Marktplatze, wo er vom Bürgermeister begrüßt wurde. Der Bürgermeister erinnerte in seiner Ansprache an die schwere wirtschaftliche Lage der lange besetzt geweſenen Stadt. Seine Rede flang aus in einem Treugelöbnis zum deutschen Vaterlande. Die Menge fiel brausend in das auf den Reichspräsidenten ausgebrachte Hoch ein. Hierauf überreichte der Bürgermeister Hindenburg einen Pokal edlen Weines. Der Reichspräsident begrüßte dann die Altveteranen. Er erinnerte daran, daß er bereits während des Feldzuges 1870 als Oberleutnant in Bingen geweilt habe. Die Autokolonne mit dem Reichspräsidenten fuhr dann langsam durch die von Menschen umsäumten und festlich ge= schmückten Straßen bis zur Drususbrücke. Dort wurde der Reichspräsident von dem Landrat Müser als Vertreter der preußischen Behörden in Empfang genommen und durch die Orte Münster, Sarmsheim, Taubenheim nach Bad Kreuznach geleitet, überall von der Bevölkerung stürmisch begrüßt. In Kreuznach wurde der Reichspräsident im Kurpark vom Stadtoberhaupt empfangen. Der Reichspräsident schritt dann die Front der Altveteranen ab, die aus dem ganzen Kreise Kreuznach erschienen waren. Gleichzeitig begrüßte Hindenburg das Kind einer Arbeiterfrau, dessen Pate er ist. Der Oberbürgermeister tredenzte dem Reichspräsidenten Wein in einem historischen Pokal, aus dem im Jahre 1870 Kaiser Wilhelm und Bismard getrunken hatten. Nach längerem Aufenthalt ging die Fahrt weiter durch das Tal des Gräfenbachs zur Gräfenbach- Hütte, wo die Gattin des Reichspräsidenten während des Krieges gewohnt hatte, als sich das Hauptquartier in Kreuznach befand. Die Fahrt ging dann weiter durch den Hunsrück nach Stromberg, von wo er über die Hindenburgbrücke wieder nach Eltville zurückkehrte. Ueberall wurde der Reichspräsident von den aus der ganzen Umgegend herbeigeeilten Volksmassen mit jubelnder Begeisterung begrüßt. Der Reichskanzler weilte bis Dienstag früh weiter als Gast des Rheinlandkommissars. Es fand ein Empfang der Kriegerund Militärvereine statt. Abends war ein großes Feuerwerk. Nummer 58 Der Festtag am Deutschen Ed. Die Abfahrt des Reichspräsidenten von Eltville am Dienstogvormittag gestaltete sich zu einer großen Kundgebung für Hindenburg. Mit dem Dampfer Mainz" trat der Reichspräſident dann die Fahrt nach Koblenz an. Obwohl das Wetter trübe und der Himmel bedeckt war, lag über dem Rhein Festtagsstimmung. An den Ufern, auf den Dampfern, überall haben Menschen sich aufgestellt, die seit Stunden darauf warten, ihren Hindenburg zu sehen. Als das Schiff sich Koblenz näherte, wollten die Hochrufe kein Ende nehmen, und während der Dampfer langsam beidrehte, klang es über den Rhein:„ Deutschland, Deutschland über alles!" Der Rheindampfer ,, Mainz" kam um 11.35 Uhr am Deutschen Ed an. Eine unübersehbare Menge begrüßte mit brausendem Jubel den Reichspräsidenten, der von den Spitzen der Behörden empfangen wurde. Ungezählte Scharen von Kindern entboten Hindenburg einen besonderen Willkommensgruß. Nach dem ein Schülerchor ein Lied vorgetragen hatte, schritt Hindenburg die Front der Kinder entlang. Dann bestieg der Reichspräsident das mit Blumen geschmückte Auto, das ihn nach der Stadt brachte, wo um 12.30 Uhr der offizielle Festakt im Stadthaus stattfand. Der Festakt in der Stadthalle nahm einen glänzenden und erhebenden Verlauf. Oberpräsident der Rheinprovinz, Dr. H. c. Fuchs, hielt eine Rede, in der er ausführte, schwerer Drud sei von der Rheinprovinz genommen und dankte der preußischen Regierung und der Reichsregierung für die Hilfe, die sie während der Besatzungszeit der Westmark zukommen ließen und entbot dann dem Reichspräsidenten die ehrerbietigsten Grüße der Provinz. Darnach sprach Oberbürgermeister Dr. Russell, der den Reichspräsidenten als Ehrenbürger de Stadt unter Ueberreichung des Ehrenschildes der Stadt begrüßte und den zur Feier erschienenen österreichischen Gästen, Vertretern aus Tirol, einen besonders herzlichen Willkommensgruß aussprach. Zur Erinnerung an den Tag der Befreiung habe die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, eine Straße nach dem Reichspräsidenten v. Hindenburg und eine andere nach dem verstorbenen Außenminister Dr. Stresemann zu benennen. Nac Dr. Russell gab der preußische Ministerpräsident Dr. h. c. Braun seiner Freude darüber Ausdruck, daß Reichspräsident von Hindenburg die Mühe dieser Reise ins geräumte preußische Gebiet auf sich genommen habe. Durch seine Teilnahme an der Kundgebung werde die Räumung der deutschen Westmark vor der ganzen Welt kundgetan. Der Minister gab der Hoffnung Ausdruck, daß auch die Saarländer bald sich der Rückkehr Reichsverkehrsminister in ihr Vaterland erfreuen möchten. v. Guérard, der den Dank, die Grüße und Wünsche der deutschen Reichsregierung überbrachte, betonte: Wenn auch die sichtbare Kontrolle durch fremde Soldaten geschwunden und der de mütigende Drud der Ordonnanzen von uns genommen sei, so drückten auf dieses Land doch noch lastende Bestimmungen des Versailler Vertrages. Ist der Rhein außer Gefahr?" so sagte der Minister. ,, Wer kann diese Frage bejahen?" Reichspräsident von Hindenburg erinnerte in seiner Ansprache daran, daß er als ehemaliger Koblenzer Bürger( Hindenburg wohnte als Generalstabschef des 8. Armeekorps vor dem Kriege in Koblenz) mit besonders teilnehmendem Herzen das schwere Schicksal empfunden habe, das die Nachkriegszeir über diese Stadt am Rhein gebracht habe. Er gedachte der vielen Opfer der langen Leidenszeit. Unvergessen würden jene Wochen und Monate sein, da verräterische Elemente versuchten, rheinisches Gebiet vom Vaterland loszulösen und sich in einmütigem, freiem Zusammenschluß alle Schichten der Bevölkerung zusammenfanden, um diesen verbrecherischen Anschlag auf deutsches Land abzuwehren und die Einheit des Reiches zu retten. Der Rhein sei jetzt noch mehr als je zum Wahrzeichen der deutschen staatlichen Einheit und unseres Willens zur Selbstbehaup= tund geworden. Nachdem der Reichspräsident geendet hatte, sang die Versammlung das Deutschlandlied. Hierauf betrat der Reichspräsident den Platz vor der Stadthalle, auf dem sich während des Festakts eine unübersehbare Menschenmenge angesammelt hatte. Bei seinem Erscheine brachte die Menge dem Reichspräsidenten ehrerbietige Grüße dar. Katastrophe nach dem Abschluß des Koblenzer Hindenburgtages. 34 Tote und 5 Schwerverletzte. Nach dem Abschluß der glänzend verlaufenen Beleuchtung des Ehrenbrcitstein und des Deutschen Eds gestern abend strömten die Massen vom Neuendorfer Ufer zu Tausenden über die schmale Pontonbrüde des Sicherheitshafens in Koblenz- Lüzel. Plöglich brach die Brücke mit etwa 100 Menschen zusammen. Sämtliche Personen fielen ins Wasser und wurden zum Teil durch die niederstürzenden Balken erschlagen, zum Teil von den umtippenden schweren Pontons unter Wasser gedrückt. Nur wenige in der Nähe des Ufers befindliche Personen konnten sich retten oder herausgefischt werden. Bis Mitternacht waren 34 Tote und 4 Schwerverlegte geborgen. Man befürchtet, daß noch weitere Todesopfer zu beklagen sind. Nr. 58 Mittwoch, den 2 Mittwoch, den 23. Juli 1930. Der Stahlhelm dankt Hindenburg in Mainz. Die Begrüßung des Reichspräsidenten in Mainz durch den vor drei Tagen wieder hergestellten Landesverband Westmark des Stahlhelm verlief besonders eindrucksvoll. Außer den vom Landesverband entsandten 400 Fahnen und der Ehrenfompagnie waren aus eigenem Antrieb Tausende Stahlhelmer angetreten. Der Bundesführer Mahnken sprach dem Reichspräsidenten ehrerbietigen Dank für die erwiesene Treue und das Gelöbnis der Treue der Frontsoldaten im Kampfe um die deutsche Freiheit und die Freiheit der Staatsführung aus. Der Reichspräsident erkannte in seiner Antwort besonders die Vaterlandsliebe der Frontsoldaten an. Ein englischer Glückwunsch. Rotterdam, 21. Juli. Die Londoner Presse befaßt sich im allgemeinen sympathisch in ihren Sonntagsartikeln mit den deutschen Befreiungsfeiern im Rheinland.„ Daily Herald", Mac Donalds Sprachrohr, schreibt, England gratuliere Deutschland herzlich zu dem wieder freigewordenen Rheinland und habe nur den Wunsch, daß Deutschland und England für ewige Zeiten nur noch als Freunde durch die Geschichte gehen möchten. Politische Rundschau. ,, Gießener Zeitung" zeichen einer Belebung bemerkbar. Der Baumarkt war nach wie vor still; neue Bauvorhaben wurden nur vereinzelt in Angriff genommen. Lediglich in den Gewerbegruppen, für die das Pfingstfest von Bedeutung ist, waren Umsätze besser. Auch die Heuernte auf dem Lande brachte den beteiligten Gewerben eine Besserung des Beschäftigungsgrades. Die Preise blieben in allen Gruppen außerordentlich gedrückt. Die Klagen über zunehmende Schwarzarbeit als Folge der großen Erwerbslosigkeit nahmen immer mehr zu. Die Preise für verschiedene Mealle, besonders Kupfer, zeigten rückgängige Tendenz. Der Reichsminister des Innern hat zum Reichswahlleiter den Präsidenten des Statistischen Reichsamts, Geheimen Regierungsrat Prof. Dr. Wagemann, und zu seinem Stellvertreter den Direktor im Statistischen Amt, Geheimen Regierungsrat Messinger, ernannt. Die deutschen Vereinigungen in New York hielten am Sonntag eine Rheinlandfeier ab, auf der der bekannte amerikanische Professor Barnes für die Revision des Versailler Vertrages eintrat. In Mainz kam es während der Hindenburgfeierlichkeiten zu Zusammenstößen zwischen Reichsbannerleuten und Stahlhel= mern. Einige Reichsbannerleute wurden verhaftet. Lokales. bietes, der Auszüger Johann Wilhelm Dorn in Oberzell, fonnte am Samstag seinen 90. Geburtstag feiern. Wormser Kommunistenprozeß. Darmstadt, 22. 7. Die Zeugenvernehmung wird fortgesezt. Es sind die Belastungszeugen, in der Hauptsache Wormser Po lizeibeamte, die unmittelbar an der Unruheunterdrückung be teiligt waren. Sie stellen alle die unter Eid ausgesagten Be hauptungen und Wahrnehmungen der in den letzten Tagen ver nommenen Entlastungszeugen völlig auf den Kopf und beeiden, daß 1. die Menge angegriffen hat, 2. daß geschossen wurde, 3. daß Hauptmann Jennewein gerufen hat:„ Ich fordere Gir auf!", 4. daß der Abgeordnete Müller auf dem Marktplatz ge rufen hat: ,, Nieder mit der Polizei, alles stehen bleiben!" 5. daß mit Steinen und Flaschen geworfen wurde. Polizeidiret tor Dittmar- Offenbach wird am Donnerstag sein Gutachten ab geben. Feuerwehrtag in Dieburg. * Autounfall. Auf der Landstraße Marburg- Gießen in der Nähe von Kirchberg ereignete sich ein schweres Autounglück. Dort wollte ein kleines Personenauto, das dem Kaufmann Johann Schmidt aus Sterzhausen( Kreis Marburg) gehört, und in dem Schmidt mit dem Kellner Heinrich Henning aus Marburg auf der Fahrt war, einem entgegenkommenden Kraftwagen ausweichen. Dabei kam das Auto, das von Schmidt gelenkt wurde, von der gepflasterten Fahrbahn ab und geriet auf den weichen Bankettweg, wodurch es ins Schleudern kam, einen Baum streifte und dann mit voller Wucht gegen einen zweiten Baum rannte. Hierbei zerschellte der kleine Kraftwagen und wurde völlig zertrümmert. Henning erlitt bei dem furchtbaren Anprall schwere innere Verlegungen, die lebensgefährlich sind. Schmidt trug einen leichten Schädelbruch und erhebliche Gesichtsverletzungen davon. Beide wurden in die hiesige Klinik Der Moskauer Stadtsowjet hat ein Drittel aller Delegierten ausgeschlossen, weil sie gegen Stalins Fünfjahrprogramm agitiert haben. Die abermalige Herabsetzung der Brotration in Moskau ab 16. Juli hat alarmierend gewirkt. Der amerikanische Bundessenat hat die Ratifizierung des Londoner Flottenpattes mit 58 gegen 9 Stimmen genehmigt. Der Ausschuß des japanischen Reichstages bewilligte die neue Forderung von 110 Millionen jährlich für den Bau der japanischen Seefestungen innerhalb vier Jahren. Gandhi hat aus dem Gefängnis seinen Anhängern eine Botschaft zugehen lassen, er unterwerfe sich nicht, cher werde cr sterben. Als Gandhis Botschaft bekannt wurde, kam es zu schwe= ren Angriffen auf die Polizei. 55 Verlegungen und acht Todes= fälle werden bekannt. bracht. * Auslegung der Stimmlisten. Der Reichsminister des Innern hat bestimmt, daß die Stimmlisten und Stimmfarten für die Reichstagswahl vom 24. bis 31. August auszulegen sind. Unter den Metallarbeitern der Stadt und des Bezirkes Lille brach ein Generalstreit aus, der eine Folge des Wider. standes der Arbeiterschaft gegen die neu eingeführten Sozialversicherungen ist. Man befürchtet, daß sich auch die Textilarbeiter dem Streit anschließen werden. Große Massen von Militär und Gendarmerietruppen sind in Lille zusammengezogen. * Sonntagsrückfahrkarten werden in Hessen und Baden zum Verfassungstag ausgegeben. Diese Karten gelten zur Hinfahrt ab 9. August, 12 Uhr, zur Rückfahrt bis 12. August, 9 Uhr. Die französischen Bluturteile in Indochina dauern an. In Saigon fand ein Prozeß gegen 44 Annamiten statt. Es wurden drei Todesurteile ausgesprochen. Dieburg. Am Samstag, Sonntag und Montag hielt der Landesverband der hessischen freiwilligen Feuerwehren seinen 26. Landesfeuerwehrtag ab, der mit einer Ausstellung von Feuerwehrgeräten verbunden ist. Nach den internen Sitzungen des Landesausschusses am Samstag fand am Sonntag die Fest sitzung statt. * Falsche Zehn- Reichsmartscheine im Verkehr! In letzter Zeit sind in verschiedenen Städten Deutschland falsche ZehnReichsmartscheine ausgegeben worden. Die Vertreiber sind nicht bekannt. Die Scheine sind aus schmutzig- weißem Papier, haben Elinde Prägung. Das Wasserzeichen ist durch öligen Aufdrud vorgetäuscht. Es handelt sich anscheinend um reisende Verbreiter der Scheine. Beliebte Absatzgebiete sind Bäckereien, Fleischereien und andere Geschäfte. Vor Inzahlungnahme wird nachdrücklich gewarnt. Ausgeber derartiger Scheine lasse man festnehmen. Der Nationalverband der irischen Eisenbahner hat be= schlossen, den Generalstreit auf der Great Southern Railway in Irland zu erklären. Man hofft jedoch, daß der Streik in letter Stunde durch eine Regelung vermieden wird. * Aus dem Stadttheater. Franz Arzdorf, der dem hiesigen Strater zwei Jahre angehörte, wurde dem Neuen Theater in Frankfurt a. M. auf drei Jahre als jugendlicher Komiker und Bonvivant verpflichtet. Großfeuer in Rüsselsheim. Rüsselsheim. Am Montag brach in dem dicht am Bahnhof gelegenen Sägewerk von Bersch& Jung ein Großfeuer aus, das das gesamte Werk mit großen Holzvorräten in Asche legte. Der Schaden soll sich auf etwa 400 000 Mart belaufen. Das Wert wurde erst vor drei Jahren neu gebaut. * Gießener Ruder- Gesellschaft von 1877. Am kommenden Samstag, den 26. Juli, findet im Bootshaus eine Generalversammlung statt. Blutiger Beginn des Wahlkampfes in Berlin. Die Befürchtungen, daß der beginnende Reichstags- Wahlfampf zu neuen blutigen Ausschreitungen führen werde, haben sich, wie aus Berlin gemeldet wird, leider bereits in der Nacht auf Dienstag bewahrheitet. An zwei verschiedenen Stellen ist es zu Schießereien und Schlägereien zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten gekommen, wobei drei Personen leichte Schußverlegungen davontrugen. Auch das Beschmieren öffentlicher Gebäude mit Wahlparolen hat bereits begonnen. Mtbeitsdienstpflicht in Jugoslawien. Straßensperrung, Jam 9. Male ihren alljährlichen Diesjährige Veransta daß fie der Auftakt fchaftlicher Veranstal des feitgebenden Be Verhältnisse drohte zu tun, denn nur i die Meldungen der a dings in den letzten fommen, trotz Meisterschaften in G ten in Staffeln und teiligung des Gieß badener Turnerbund Wettkampf mit den Vertreten waren BB. Gießen, VfL. feld, SpV. 06 Als Frankenberg, SpV. burg, Athl.- Club 18 Eintracht Frankfurt, Bolizei- Butzbach, Frankfurt- Fechenhei burg und DGC. 187 ca. 130 Teilnehmer Ganz besondere gemeldeten drei Ha Die beiden ersten zum 17. Septembe Bewährungsfrist a in Erscheinung. S guter Mittelstreder dienten im voraus im 100- m- Lauf, eb die gleiche Strede. bekannten Langstre und im übrigen Marathonlauf für worden ist. Nan ( Mittelstreden), wie Steines, R Interesse aus un wurden die Kaffe Birstein( Vogelsberg). Hier hielt am Samstag, Sonntag und Montag zusammen mit dem 50jährigen Bestehensfest des einheimischen Kriegerverein der Kreiskriegerverband Geln hausen unter dem Protektorat des Fürsten Franz Josef zu Isenburg- Birstein und in Anwesenheit von Generalfeldmarschall von Mackensen sei drittes Verbandsfest ab. Die Veranstaltung hatte eine nach Tausenden zählende Volksmenge, darunter etwa 60 Kriegerkameradschaften aus den Kreisen Gelnhausen, Schlüch tern, Schotten und Lauterbach zusammengeführt. mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( A. v. D.), Die Provinzialstraße Büches- Düdelsheim im Zuge der Hauptstraße Büdingen- Altenſtadt wird Dom 24. Juli bis 4. August 1930 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Orleshausen- Findörferhof. Die Provinzialstraße Niedermörlen- Niederweisel wird am 24. und 25. Juli gesperrt. Umleitung über Steinfurth- Oppertshofen Rodenberg- Griedel- Buzzbach und umgekehrt. Wien, 22. 7. Die südslawische Regierung hat im Donaubanat die Arbeitsdienstpflicht der Zivilbevölkerung eingeführt. Zweck der Maßnahme ist die Durchführung großer Straßen- und Brückenbaupläne, sowie die Beseitigung evtl. Elementarschäden. Die Arbeitsdienstpflicht gilt für alle arbeitsfähigen Männer von 18-25 Jahren mit Ausnahme der Militärpersonen, der Beamten und Geistlichen. Man kann sich gegen eine Geldentschä= digung von der Arbeitsdienstpflicht loskaufen. Beköstigung und Werkzeug haben die Eingezogenen selbst zu stellen. Acgypten wieder ruhig. Kairo, 22. Juli. Nach den hier um 10 Uhr vorliegenden Meldungen herrscht nicht nur in Kairo, sondern auch im ganzen Lande wieder Ruhe. Aus Nah und Fern. Aus Oberhessen. Hörbach( Dillkreis). In einen Kübel mit kochender Seifen lauge fiel ein dreijähriges Kind. Die Verbrühungen waren so schwer, daß es bald darauf starb. 600 Jahre Rauisch- Holzhausen. Marburg. Jdyllisch am Rande des sogenannten Ober waldes, der zum Teil in Hessen- Darmstädter Gebiet hineinreicht, liegt im Kreise Kirchhain das Dorf Holzhausen, nach dem Git des ausgestorbenen Geschlechts der alten Ritterfamilie v. Rau Rauisch- Holzhausen genannt. Jetzt sind es 600 Jahre, daß dieses Dorf zum erstenmal in der Geschichte erwähnt wurde. Aus die sem Anlaß veranstaltete man in dem prächtigen v. Stummschen Park ein von dem Landwirt Franz Kaiser aus Holzhausen ver faßtes Festspiel, dem Bilder und Begebenheiten aus der be wegten Geschichte dieses Ortes zugrunde liegen. - Frankfurt a. M. In religiösem Wahnsinn stürzte sich ein junges Mädchen aus dem Fenster der elterlichen Wohnung auf die Straße und starb kurz danach. Vermutlich vom 1. August an wird der Welfenschatz im Städelschen Institut zu sehen sein. Zwei Wohnhäuser und zehn Scheunen abgebrannt. Göttingen. Am Sonntag wurde Hardegsen von einem schweren Brand heimgesucht. Aus unbekannter Ursache brach in einer Scheune Feuer aus, das sich mit rasender Schnelligkeit ausbreitete und in kurzer Zeit zwei Wohnhäuser und zehn Scheunen bezw. Ställe in Schutt und Asche legte. Durch die Braunkohlengruben in Trais an der Horloff und Wölfersheim und ihren jahrzehntelangen unterirdischen Betrieb haben sich große Geländestriche gesenkt. Berg und Tal sind im Feld entstanden, Tümpel und ganze Teiche haben sich gebildet. Vieles Ackerland ist dadurch den Bauern verloren gegangen, zumal auch einer Ausfüllung der Lücken mannigfache Schwierigkeiten entgegenstehen. Immerhin ist der Gedanke prüfungswert, ob nicht Remedur geschaffen und in irgend einer Form Neuland, Siedlungsgelände geschaffen werden könnte. Der Einfall, den neulich ein Wetterauer Bauer hatte und aussprach, den aus dem Betrieb der benachbarten Zuckerfabrik zu Friedberg alljährlich entstehenden Schlamm zu gedachtem Zwecke zu verwenden, ist keineswegs von der Hand zu weisen. Schon einmal im Verlauf des letzten Weltkrieges hat die Eisenbahn den fruchtbaren Schlamm auf ihre Kosten zu Düngezwecken und Schaffung von nutzbarem Gelände wegholen lassen. In vorliegendem Falle könnte dies seitens des hessischen Staates geschehen, zumal es sich um kleine Entfernungen handelt und die entstehenden Kosten früher oder später reiche Fruchi tragen werden. Es würden sich Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten bieten, allerdings, so meinte unser Bauer, müßten von vornherein sozialistische Arbeitsweise und Wirtschaft ausgeschaltet werden, sonst würde ,, die Brühe mehr als der Braten kosten". G. Das erste Todesopfer des Europarundfluges. Berlin, 22. 7. Wie die Pressestelle des Internationalen Europarunt luges 1930 mitteilt, ist der deutsche Flieger von Redern, der den Wettbewerb als Mechaniker auf dem Flugzeuge D2( von Oertzen) mitmachte, bei der Landung in Heston vom Propeller erfaßt und auf der Stelle getötet worden. Das Flugzeug D 2 scheidet aus dem Europarundfluge damit aus. Baugerüsteinsturz auf dem Festgelände in Wilhelmsbad. Hanau. Auf dem Festgelände für das am 31. 7. bis 4. 8. in Hanau- Wilhelmsbad stattfindende 34.Mittelrheinische Kreisturnfest stürzte am Samstag abend der bisher aufgestellte Teil des Gerüstbaues für das große Festzelt zusammen. Die U- sachen dieses Einsturzes sind noch nicht geklärt. Personenschaden ist keiner entstanden. Der Wiederaufbau des Baugerüſtes hot bereits wieder gute Fortschritte gemacht. Schotten. Zwischen den Orten Kestrich und Stumpertenrco verlor ein Kraftradfahrer aus Schotten die Herrschaft über sein Rod und kam zu Fall. Während der Lenker des Rades unverlegt blieb, erlitt sein Mitfahrer August Dietz aus Stumpertenrod einen Schädelbruch und blieb tot liegen. Millionenbetrug in Wien. Wien, 21. Juli. Bei der Staatsschuldenverwaltung wurder große Betrügereien festgestellt, durch die der Staat um viele Millionen geschädigt wurde. Beamte der Staatsschuldenver waltung brachten große Mengen von eingezogenen Banknoter wieder in den Verkehr. Schotten. Lebhaft geklagt wird aus verschiedenen Vogelsbergorten über die Zunahme der Einbruchsdiebstähle, die die Bevölkerung schr beunruhigen. Erst in den letzten Tagen wurde in Burkhards nächtlicherweile ein Krämerladen heimgesucht und Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen neben Waren auch ein Geldbetrag von 40 RM. gestohlen. Man Handwerks im Monat Juni 1930. Die im Berichtsmonat eingetretene geringfügige Belebung des Absaymarktes und damit auch des Arbeitsmarktes hat eine nennenswerte Auswirkung nicht gehabt. Die auf dem deutschen Wirtschaftsleben lastende Depression hält im allgemeinen unvermindert an. Die saisonmäßige Abnahme der Erwerbslosigkeit ist nicht in gleichem Maße fortgeschritten wie im Vorjahre. So machen sich denn auch in der Handwerkswirtschaft kanm Annimmt nicht ohne Grund an, daß sich die Langfinger auf Schotten und Lauterbach begeben haben. Fahrrädern auf eine Rundreise durch die Kreise Büdingen, Zwei Altersveteranen. Paris. Bei der Zweigstelle der Neuyorker Bank wurde 25 Millionen Franken unterschlagen. Der Bevollmächtigte de Filiale ist verschwunden. Artillerie gegen eine Räuberbande. Honkong, 21. Juli. Zwischen Truppen der Nationalregio rung und einer großen Bande gut bewaffneier Räuber ist c zu ziemlich heftigen Kämpfen gekommen. Die Räuber hatte sich etwa 40 Meilen südlich von Kanton gut verschanzt, so das sich die Truppen genötigt sahen, mit Artillerie gegen sie vor zugehen. Nach einer heißen Schlacht, die den ganzen Tag an dauerte, wurden die Räuber in die Flucht geschlagen. Sie hat ten eine Anzahl Gefangene gemacht, die ihnen aber wieder ab gejagt und befreit wurden. Mehr als 100 Räuber wurden ge tötet oder verwundet. Schotten. Am vergangenen Freitag wurde der älteste Einwohner Schottens, Schlossermeister Konrad Hupfer, bei noch guter Rüstigkeit 90 Jahre alt. Schlüchtern. Einer der ältesten Einwohner des Kreisgevertreten waren. für Kajjel nicht chaftstämpfe vo tendenzloje Beri anstaltung, die Die Opfer der Taifun- Katastrophe. Tokio, 22. Juli. Eine offizielle Verlautbarung über die Folgen der letzten Taifun- Katastrophe gibt folgende Zahlet bekannt: Auf Korea wurden 393 Menschen getötet und 205 ver letzt, 1493 Personen werden vermißt. Man nimmt an, daß sie sämtlich umgekommen sind, 8475 Häuser sind zerstört worden. In Kiushiu sind nach einer neuesten offizielle Mitteilung 82 Personen getötet und 425 verlegt worden. 75 Personen werden vermißt. 16 890 Häuser wurden zerstört, 20 786 beschädigt. 1803 Schiffe sind gesunken. Büdo Metallputz für alle Metalle athleten nicht Der Wetter Regenwetter b warmen Sonne troden, die Bab So waren alle wandfreien Ver Unter den im Laufe des Ta Bürgermeister Herrn Stadtrats müller, Herrn Dir Auch unser Gauvo Nach zahlreid die schon manche 3 Uhr nachmittag die genau nach wurden. 3unädit trat den Start. 36 hatten die fünf fonnte Schlau papieren, mit 2 m Frankfurt in 11,7 12 Gef. 3antl, de gefommen und schi Gleichzeitig taje III entfchie Gießen mit 45,86 und Bachmann- 190 Jm 800- m- La Nach glattem Star Spike jetzen und abzufallen. Blo und lieg sich bis ( 3eit 2: 09,8). 2 erbittert zwei Fra und Neurath vom ter in 2: 10,1 Min Unterschied. Im Hochsprung Weglar. Mit 1,68 Bruninger von der mußten Maltome Gießen stechen( S Der Glüdlichere. ( Eine der be Sprung, Weil, war orn in Ober feiern. oze. Mittwoch, den 23. Juli 1930. ing wird forige thache Wormier heunterdrüdung Eid ausgejagten legten Tagen 1 Kopf und beei 6 geidhojen mu Ich fordere& dem Martiplay stehen bleiben burde. Polizeidie jein Gutachten rg. Montag hielt Feuerwehren feine Ausstellung internen Sitzunge Sonntag die im. n dicht am Bahnh Großfeuer aus, d in Asche legte. D elaufen. Das Samstag, Sonnt en Bestehensfest egerverband Gel Franz Josef Generalfeldmari Die Veranstalt enge, darunter et Gelnhausen, Schli eführt. it fochender Seijer Srühungen waren ujen. sogenannten D Gebiet hineinte ufen, nach dem tterfamilie v. R 500 Jahre, daß die nt wurde. Aust tigen v. Stummi aus Holzhausen theiten aus der egen. finn stürzte lichen Wohnung a tlich vom 1. Au titut zu sehen fein abgebrannt. degjen von einer ter Ursache brai fender Schnelligke hnhäuser und ze Je legte. eftgelände am 31. 7. bis ittelrheinische kus sher aufgestellte Bujammen. Die Sirt. 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Die Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse drohte auch diesen Wettkämpfen zunächst Abbruch zu tun, denn nur spärlich gingen bis zum angesetzten Termin die Meldungen der auswärtigen Teilnehmer ein, um dann allerdings in den letzten Tagen doch noch in erfreulich starker Zahl zu kommen, trotz der gleichzeitig stattfindenden süddeutschen Meisterschaften in Stuttgart und der westdeutschen Meisterschaften in Staffeln und Mehrkämpfen. Erfreulich ist auch die Beteiligung des Gießener Männerturnvereins und des Wies badener Turnerbundes, die, mit guten Kräften ausgerüstet, den Wettkampf mit den Sportlern recht wohl bestanden haben. Vertreten waren außer den schon genannten Vereinen der BIB. Gießen, VfL. Wetzlar, Weilburger FV. 1919, Hessen- Hersfeld, SpV. 06 Alsfeld, VfB. 1923 Diez, SpV. Hessen 1911 Frantenberg, SpV. Borussia 04 Fulda, VfB.- Kurhessen Marburg, Athl.- Club 1888 Marburg, ATV. Rheinfranken Gießen, Eintracht Frankfurt, Verein ehem. Bethmannschüler Frankfurt, Polizei- Butzbach, Fußballsportverein Frankfurt, Sp- Vgg. 03Frankfurt- Fechenheim, BC. 99 Offenbach, SC. 1920 Köln- Marienburg und DEC. 1878 Hannover. Insgesamt also 22 Vereine mit ca. 130 Teilnehmern. Ganz besonderen Sport versprachen die in letzter Minute gemeldeten drei Hannoveraner, Jonath, Borgmeyer und Hobus. Die beiden ersten traten, nachdem die DSB. ihre eigentlich bis zum 17. September dauernde Dimittierung mit zweijähriger Bewährungsfrist aufgehoben hatte, in Gießen erstmalig wieder in Erscheinung. Hobus, der ehemalige Westdeutsche, war als guter Mittelstreckenläufer bekannt. Neben diesen Namen verDienten im voraus schon Erwähnung der Weilburger Müller im 100- m- Lauf, ebenso wie der junge Zankl aus Frankfurt für Die gleiche Strede. Die 5000 m gehörten von vornherein dem bekannten Langstreckler Gerhardt, der jetzt für 1900 Gießen startet und im übrigen von Westdeutschland als Vertreter für den Marathonlauf für die deutschen Meisterschaftskämpfe bestellt worden ist. Namen wie Kaufmann( 3000 m) und Leunig ( Mittelstrecken), wie Mohl, Hopfenmüller, Geist Guyot, Peters wie Steines, Rothermel lösten für die Veranstaltung starkes Interesse aus und versprachen interessanten Sport. Vermißt wurden die Kasseler Vereine, die sonst stets in stattlicher Zahl wertreten waren. Hoffentlich ist es nicht der Aerger über die für Kassel nicht gerade günstig verlaufenen Bezirksmeisterschaftskämpfe vor vier Wochen in Gießen und eine nicht ganz tendenzlose Berichterstattung der Kasseler Presse über diese Veranstaltung, die die gern in Gießen gesehenen Kasseler Leichtathleten nicht melden ließ. - Der Wettergott hatte auch ein Einsehen. Nach tagelangem Regenwetter bescherte er am Sonntag einen blauen Himmel, warmen Sonnenschein und frischen Wind. Der Platz war trocken, die Bahn in guter Verfassung, wenn auch etwas schwer. So waren alle Voraussetzungen für einen spannenden und einwandfreien Verlauf der 9. Gießener Nationalen gegeben. Unter den zahlreich erschienenen Zuschauern bemerkte man im Laufe des Tages viele Honorationen der Stadt, u. a. Herrn Bürgermeister Dr. Seib, Herrn Landgerichtsrat Trümpert, Herrn Stadtratsmitglied Schwiedert, Herrn Prof. Dr. Huntemüller, Herrn Direktor Dr. Büchner, Herrn Rektor Kling u. a. m. Auch unser Gauvorsitzender, Herr Klier, war zugegen. * Die Wettkämpfe. Nach zahlreichen Vorkämpfen in den Vormittagsstunden, Die schon manche Ueberraschung brachten, konnte pünktlich um 3 Uhr nachmittags mit den Entscheidungen begonnen werden, die genau nach dem Programm in rascher Folge abgewickelt wurden. Zunächst traten die 100- m- Läufer der Leistungsklasse III an ben Start. 36 Meldungen hatten vorgelegen. Die Vorkämpfe hatten die fünf Besten herausgesiebt. Nach glattem Start fonnte Schlau- Diez als Erster in 11,5 Sek. das Zielband passieren, mit 2 m Abstand folgte in 11,7 Sef. Zankl- Eintracht= Frankfurt in 11,7 und als Dritter Schwab- 1900 Gießen in 12 Sek. Zankl, der Favorit für dieses Rennen, war schlecht abgekommen und schien auch nicht ganz aus sich herauszugehen. Gleichzeitig wurde das Speerwerfen in der LeistungsElasse III entschieden. Hier konnte Hopfenmüller- 1900 Gießen mit 45,86 m vor Spaar Offenbach a. M. mit 45,10 m und Bachmann- 1900 Gießen mit 44,02 m die Oberhand behalten. Jm 800- m- Lauf der gleichen Klasse traten 12 Läufer an. Nach glattem Start tonnie Glagow 1900 Gießen sich an die Spitze setzen und bis 500 m führen, um dann allerdings sehr bzufallen. Ploch vom MTV. Gießen schob sich nach vorne und ließ sich bis zum Schluß den Eigg nicht mehr nehmen ( 3eit 2: 09,8). Um den zweiten und dritten Platz kämpften erbiitert zwei Frankfurter und zwar der Eintrachtler Stanß und Neurath vom Fußballsportverein. Ersterer ging als Zweiter in 2: 10,1 Min. durch Ziel. Neurath folgte mit 10 Sef. Unterschied. Im Hochsprung der Klasse II dominierte Capello- VfL. Wetzlar. Mit 1,68 m errang er den 1. Platz. Zweiter wurde Bruninger von der Polizei Butzbach mit 1,64 m. Um den 3. Platz mußten Malfomesius- MTV. Gießen und Hopfenmüller- 1900 Cießen stechen( Sprunghöhe beider 1,52 m), Malfomesius war Der Glüdlichere. ( Eine der besten Kräfte der 1900er im Hoch- und Weitsprung, Weil, war leider für einen Ausscheidungskursus für die Konkurrenzen wäre sonst an diesen gefallen.) - - Das Kugelstoßen tonnte Mohl- VfB. Gießen sein schärfster Konkurrent, Schäfer- 1900 Gießen, war auch verhindert anzutreten( Akadem. Welt- Olympiade) mit 12,89 m für sich entscheiden. Den 2. Platz belegte Gary- Athl.- Klub 1888 Marburg, mit 12,26 m. Mit 1 m Abstand folgte Enders- Eintracht Frankfurt, der körperlich behindert war und dem der anwesende Sportarzt Vorsichtigkeit empfohlen hatte. Inzwischen waren die Favoriten zum 100- m- Lauf in der Leistungsklasse I angetreten und zwar Jonath und Borgmeyer vom DSC. 1878 Hannover, Müller- Weilburg und Geist und Guyot von 1900 Gießen. Die zwei ersten Plätze standen von vornherein fest. Unter dem Applaus der Zuschauer konnte Jonath, in diesem Jahre noch ungeschlagen, die Bahn in 10,5 Sef.( mit Rückenwind) durchmessen, sein Klubkamerad folgte mit nur 10 Set. Abstand. Der junge Müller kam als Dritter in 11 Sek. durchs Ziel. Die Weitspringer in der III. Leistungsklasse ermittelten dann in Krischel- FSpV. Frankfurt den Sieger mit 6,18 m. Zweiter wurde Bruninger- Polizei Butzbach( 5,95 m) und Dritter Krämer- 1900 Gießen( 5,78 m). Das Feld im 800- m- Lauf der Leistungsklasse I war nicht übermäßig stark besetzt, die Kräfte selbst aber waren gut. Es starteten Hobus- Hannover, Leunig- Eintracht Frankfurt, Böselt= Eintracht Frankfurt, Peters- 1900 Gießen und Duchardt- Alsfeld. Nach einem Fehlstart gings los. Der Favorit Hobus setzte sich gleich an die Spitze und legte Tempo vor. Peters blieb in seiner Nähe, Leunig er wird alt gab nach 500 m auf. - Böselt folgte mit Abstand. In dieser Reihenfolge gings auch durchs Ziel, und zwar Hobus mit 1: 59,7 Min., Peters mit 2:03 Min. und Böselt mit 2:08 Min.( Viele Einheimische hatten Bepperling- 1900 am Start erwartet, ein Fußverletzung ließ diesen aber ausscheiden, auch ihm wäre sonst ein Platz sicher gewesen.) Zahlreich waren die Meldungen zur 4 mal 100- m- Staffel in der Klasse III eingegangen. Aus den Vorkämpfen waren für die Entscheidung festgestellt Borussia- Fulda, Eintracht Frankfurt, FSpV. Frankfurt und MTV. Gießen. Eintracht zog im letzten Augenblick seine Mannschaft zurück. Die Staffel wurde in folgenden Zeiten durchlaufen: MTV. Gießen 46,7 Set., Borussia- Fulda 47 Set. und Frankfurter FSpV. 47,5 Sek. Borussia- Fulda mußte dann allerdings auf den 2. Platz verzichten, da sie beim letzten Wechsel 2 m überwechselt hatten. Das Speerwerfen in Leistungsklasse II entschied sich dann mit einigen Umstellungen unter den Konkurrenten der 3. Leistungsklasse. Diesesmal war Spaar Offenbach der Bessere, mit 47,02 m belegte er den ersten und Hopfenmüller- 1900 Gießen mit 46,56 m den zweiten Platz. Vogt- 1900 Gießen schloß sich mit 46,49 m als Dritter an. Der zweite Höhepunkt des Programms war der 200- m- Lauf der Leistungsklasse I. Dem Starter meldeten sich: BorgmenerHannover, Voiß- Köln- Marienburg, Zanfl- Eintracht und Geist1900 Gießen. Der Sieger stand von vornherein in Borgmeyer fest, wer aber besetzte die Plätze? Geist- 1900 war dem Tempo nicht gewachsen, denn während er im Feld an 3. Stelle lag, fonnte er in den letzten 50 m nichts mehr zusetzen und mußte auch noch Zankl an sich vorbeigehen lassen. Borgmeyer schaffte es in 21,7 Sef., Voiß in 22,9 Sef. und Zankl in 23,1 Set. Geist kam mit 2 m Abstand. 14 Wettkämpfer gingen gleich anschließend über 3000 m auf den Weg. Der 1900er Koch, reichlich unerfahren, setzte sich an die Spitze und machte den Schrittmacher. Die routinierten Läufer ließen sich ruhig führen, um erst später zum Angriff überzugehen. Nach 4 Runden war Koch schon von der Spize verschwunden. Vorne lagen 1. Hornung- Turnerbund- Wiesbaden, 2. Wöll- Ffm.- Fechenheim, 3. Pfeil- Kurh. Marburg, 4. Lohberger- Eintracht Frankfurt. Schon bei Antritt der letzten Runde standen die drei Besten endgültig fest. Wöll hatte sich vor Hornung geschoben und an den dritten Platz hatte sich Niedenthal- Borussia Fulda gesetzt. Zeiten: 1. 9:36 Min, 2. 9:45 Min., 3. 9:50 Min. = Jm Stabhochsprung der Leistungsklasse I belegte Roden= kirchen Köln- Marienburg mit 3,20 m den 1. Platz, Steines vom MTV. Gießen den zweiten mit 3,15 m und der gehandicapte Jung- 1900 Gießen mit 3 m den 3. Platz. Recht schwach besetzt waren die 400 m der Leistungsklasse II. Nur drei Konkurrenten gingen in den Kampf, die im übrigen noch recht schwache Leistungen boten. Leunig- Eintracht Ffm. wurde mit 53,9 Set. Erster, Frante- Köln- Marienburg brauchte sogar 57,2 Set., um als Zweiter und Letzter durchs Ziel zu gehen, denn Schaub- Fulda hatte schon nach 150 m aufgegeben. Es verlohnt sich, wenn in unserer Heimat die Leichtathleten dieser Strecke wieder mehr Beachtung schenken. Sie ist eine der schwersten, die die Energie eines Sprinters und Routine und Können eines Mittelstreckenläufers verlangt. Während auf dem Rasen die Diskuswerfer der Leistungsklasse I ihre Kräfte maßen und hier den Marburger Gary in Front sahen( 37,01 m), gefolgt von Mohl- VfB. Gießen mit 34,66 m und Enders- Eintracht- Ffm. mit 34,22 m. widelten sich auf der Bahn die restlichen Lauffonkurrenzen bei wachsendem Interesse des Publikums ab. Einen äußerst spannenden und abwechslungsreichen Verlauf nahm der 1500- m- Lauf der Leistungsklasse II, der 10 Teilnehmer aufwies. Roessing- Wiesbaden und Hollstein- KölnMarienburg lagen in dauerndem Kampf um die Führung, um dann doch zum Schluß dem routinierten Kaufmann FSpV. Frankfurt die Siegespalme lassen zu müssen, der 4: 26,9 Min. Nr. 58. benötigte, 2. Hollstein- Köln- Marienburg 4:28 Min., 3. RoessingWiesbaden 4: 28,1 Min. Der Austrag der 4 mal 100- m- Staffel in der Klasse I war ein wenig vom Pech verfolgt. Von vier startenden Vereinen mußte Köln- Marienburg wegen zwei Fehlstarts distanziert werden, Eintracht- Ffm. gab nach dem letzten Wechsel wegen Wechselüberschreitung von selbst auf, so daß nur 1900 Gießen und Weilburg noch für die Besetzung der Plätze in Frage kamen. Die Zeit von 46,4 Set. der siegreichen 1900 er= Mannschaft ( Hopfenmüller, Schwab, Geist, Guyot) ist allerdings von KölnMarienburg außer Konkurrenz um 8/10 Set. unterboten worden, aber war doch 3/10 Set. besser als die der Weilburger und ge= nügte, um den Wanderpreis, dessen Verteidiger die HessenPreußen Kassel waren, wieder einmal in die Hände der Stifter gelangen zu lassen. Seit 1921 wird um diesen Wanderpreis gefämpft, nacheinander war er im Besitz von: 1921 Berliner Sportclub, 1922 1900 Gießen, 1923 IV. 1860 Frankfurt, 1924 Kölner Ballspielclub, 1926 Eintracht Frankfurt, 1927 Essener Sporiv. 99, 1928 SC. 1880 Frankfurt und 1929 Hessen- Preußen Kassel. Hoffentlich bleibt er nun längere Zeit im Besitz der Blau- Weißen. 5 Leichtathleten bestritten dann den 5000- m- Lauf: Gerhardt und Paul- 1900 Gießen, Roessing- Wiesbaden, Seifert- Eintracht Gerhardt war Frankfurt und Niedenthal- Borussia Fulda. natürlich nicht zu schlagen, er konnte das Rennen leicht und ungefährdet in 16:39 Min. nach Hause bringen. Paul gab, wie bei den Bezirksmeisterschaften wieder vorzeitig auf. Es wäre am Plate, den anscheinend übertrainierten Läufer ein wenig pausieren zu lassen. Zweiter wurde Seifert- Eintracht- Ffm. in 17: 07,2 Min. vor Roessing- Wiesbaden mit 17: 22,3 Min. Beifall lohnte alle drei für ihren Lauf, der eine Bahnseite immer gegen den recht frischen Wind gelaufen werden mußte. Als vorletzte Konkurrenz kam der 100- m- Lauf der Leistungsklasse II zum Austrag, der den Frankfurter 3ankl mit 11,3 Set. als Sieger sah. Kriz- FSpV. Frankfurt konnte mit 11,4 Sef. vor dem 1900er Guyot mit 11,5 Sef.( G. war nach dem Start gestolpert), als Zweiter das Ziel passieren. Einen spannenden Abschluß fanden die Wettkämpfe mit der 4 mal 800- m- Staffel der Klasse II. Drei Mannschaften waren am Start: Fußballsportverein Frankfurt, Turnerbund Wiesbaden und die Spielvereinigg. 1900 Gießen. Letztere trat in der Aufstellung: Glagow, Dr. Tönges, Günther und Peters an und hätte einen haushohen Sieg landen können, wenn der 1. Mann ( Glagow) nicht wieder in den letzten 300 m ganz abgefallen wäre und ca. 80 m an Boden verlor. Dr. Tönges- 1900 holte 40 m wieder auf; die guten Wiesbadener hatten als 2. Mann den sichtlich ermüdeten Roessing laufen( 1500 m und 3000 m) und verloren dadurch an Boden. Günther- 1900 lief gleichfalls ein schönes Rennen und konnte dem Schlußmann Peters den Stab auf gleicher Höhe mit den Gegnern übergeben. Peters fonnte dann unter dem Jubel der Zuschauer mit mehr wie 10 Set. Vorsprung in 8: 48,2 Min. das Ziel passieren. An die zweite Stelle hatten sich die Frankfurter gesetzt, die mit 8:59 Min. vor den Wiesbadenern mit 9:11 Min. einliefen. Ein Schuß beendete um 5.30 Uhr die diesjährige 9. Nationale in Gießen. Neben den überragenden Leistungen der Hannoveraner im 100, 200 und 800- m- Lauf scheinen die anderen Leistungen zu nächst abzufallen. Es sind aber immerhin sehr gute Durchschnittsleistungen, die gezeigt worden sind. Besonders hervorzuheben sind: Gerhardt- 1900 im 5000- m- Lauf, Peters- 1900 im 800- m- Lauf, Müller- Weilburg im 100- m- Lauf, Rodenkirchen- KölnMarienburg im Stabhochsprung. Eine weitere Freude ist es, festzustellen, daß der Veranstalter nicht nur organisatorisch so Vorzügliches bot, sondern auch mit seinen Sportleistungen erneut unter Beweis stellte, daß er, der jetzt 30 Jahre Pionierarbeit im deutschen Rasensport geleistet hat, immer noch an der Lahn an erster Stelle steht und unermüdlich schafft. Ein Glückauf für das 4. Dezennium! - Die Ergebnisse. Leistungsklasse I: 100 m: 1. Jonath- DSC 78 Hannover 10,5 Set., 2. Borgmeyer- DSC. 78 Hannover 10,6 Get., 3. Müller- Weilburg 11 Sef, 200 m: 1. Borgmeyer- DSC. 78 Hannover 21,7 Get., 2. Voiß- Köln- Marienbung 22,9 Set., 3. 3antlEintracht Frankfurt 23,1 Set 800 m: 1. Hobus- DSC. 78 Hannover 1: 59,7 Min., 2. Peters- 1900 Gießen 2:03 Min, 5000 m: 1. Ger 3. Böjelt- Eintracht Frankfurt 2:08 Min. hardt- 1900 Gießen 16:39 Min., 2. Seifert- Eintracht Ffm. 17: 07,2 Min., 3. Roessing- Turnerbund Wiesbaden 17: 22,3 Min. Kugelstoßen: 1. Mohl- VfB. Gießen 12,89 m, 2. Gary- Athl- Club 1888 Marburg 12,26 m, 3. Enders- Eintracht Frankfurt 11,26 m. Distuswerfen: 1. Gary- Athl.Club 1888 Marburg 37,01 m, 2. Mohl- ViB. Gießen 34,66 m, 3. Enders- Eintracht Frankfurt 34,22 m. Stabhoch: 1. Rodenkirchen- Köln- Marienburg 3,20 m, 2. Steines- MTV. 4 mai 100- m- Gießen 3,15 m, 3. Jung- 1900 Gießen 3 m. Staffel: 1. 1900 Gießen 46,4 Sef., 2. Weilburger Fußballverein 1929 46,7 Get. Leistungsklasse II: 100 m: 1. 3antl- Eintracht Frankfurt 11,3 Set., 2. Krik- FSpV. Frankfurt 11,4 Set., 3. Guyot- 1900 Gießen 11,5 Gef. 400 m: 1. Leunig- Eintracht Frankfurt 53,9 Gef., 2. Frante- Köln- Marienburg 57,2 Gef. 1500 m: 1. Raufmann- FSpV. Frankfurt 4: 26,9 Min., 2. Hollstein- KölnMarienburg 4:28 Min., 3. Roejjing- Turnerbund Wiesbaden 4: 28,1 Min. Speerwerfen: Spaar- BC. 99 Offenbach 47,02 m, 2. Hopfenmüller- 1900 Gießen 46,56 m, 3. Vogt1900 Gießen 46,49 m. Hochsprung: 1. Capello- VfL. Wetlar 1,68 m, 2. Bruninger- Polizei Butzbach 1,64 m, 3. Malfomesius- MTV. Gießen 1,52 m. 4 mal 800- m- Staffel: 1. SpVgg. 1900 Gießen 8: 48,2 Min., 2. Fußballsportverein Frankfurt 8:59 Min., 3. Turnerbund Wiesbaden 9:11 Min. Leistungsklasse III: 100 m: 1. Schlau- Diez 11,5 Set., 2. 3antlEintracht Frankfurt 11,7 Get., 3. Schwab- 1900 Gießen 12 Sef. 800 m: 1. Ploch- MTV. Gießen 2: 09,8 Min., 2. StaußEintracht Frankfurt 2: 10,1 Min., 3. Neurath- FSpV. Frankfurt 2: 10,2 Min. 3000 m: 1. Wöll- Frankfurt- Fechenheim Nr. 58. Mittwoch, den 23. Juli 1930. Gießener Zeitung streiten werden. In den Gruppen III und IV stehen in Süd9:36 Min., 2. Hornung- Turnerbund Wiesbaden 9:45 Min.| Beginn des„ Kleinen Olympias" in Stockholm. flawien und Nordamerita bereits die Sieger fest. 3. Niedenthal- Borussia Fulda 9:50 Min. Speerwerfen: 1. Hopfenmüller- 1900 Gießen 45,86 m, 2. Spaar- BC. 99 Offenbach 45,10 m, 3. Bachmann- 1900 Gießen 44,02 m. Weitsprung: 1. Krischel- FSpV. Frankfurt 6,18 m, 2. Bruninger- Polizei Butzbach 5,95 m, 3. Krämer- 1900 Gießen 5,78 m. 4 mal 100 m Staffel: 1. MTV. Gießen 46, 7 Sek., 2. FSpV. Frankfurt 47,5 Sef. B. Westdeutsche Athletikmeisterschaften. Vor wenigen Zuschauern wurden in Bochum die restlichen westdeutschen Athletikmeisterschaften im 10 000- MeterLauf, einige Staffeln und der Zehnkampf zum Austrag gebracht. Im Zehnkampf siegte Lemperle- Köln mit 6288,94 Punkten vor Grabke- Mayen( 5528,65 P.). Den 10 000- Meter- Lauf brachte Kilp- Düsseldorf an sich; er siegte in 33:08 vor PaulSiegen( 34:17). Die Viermal- 400- Meter- Staffel gewann der Kölner B. C. in 3: 26,1 vor Düsseldorf 99, und die Staffel über viermal 1500 Meter Holte sich Duisburg 99 in 17: 08,4 vor dem Deutschen Sportklub Düsseldorf( 17:21). Des Westens Aufgebot zu den deutschen Leichtathletit- Meisterschaften am 2. August. Der große Teil der Mittelstreckler stammt ausschließlich aus Düsseldorfer Vereinen. Seltsamerweise hat der deutsche Meister im 5000- m- Lauf 1929, Kilp- Düsseldorf, seine Meldung nicht abgegeben, obschon er gar nicht allzu schlecht in Form ist. Die WSV.- Mannschaft hat folgendes Aussehen: 100 m: Schüller- Düsseldorf; 200 m: Schüller- Düsseldorf; Mölle- Düsseldorf; 400 m: Kisters- Düsseldorf; 800 m: SahmKöln, Lefebre- Düsseldorf; 1500 m: Neu- Duisburg; 5000 m: Schaumburg- Oberhausen: 110 m Hürden: Stödmann- Kölu; 400 m Hürden: Jänisch- Köln; Hochsprung: Stechenmesser- Münster; Weitsprung: Dobermann- Köln, Mölle- Düsseldorf; Diskuswerfen: Paulus- Wetzlar, Hoffmeister- Münster; Speerwerfen: Schneckert und Vögelin; Kugelstoßen: Dobermann- Köln; Diskus: Goitsch- Duisburg. Außerdem haben noch verschiedene Vereine private Meldungen abgegeben, von denen folgende uns bekannt sind: 100 m: Kremer und Salz( Kölner BC.); 200 m: Kremer und Salz( Kölner BC.); 400 m Hürden: Klahr- Köln- Marienburg; Marathonlauf: Stellges- Bochum; 4 mal 100- m- Staffel: Düsseldorfer SC. 99. Süddeutsche Leichtathletikmeisterschaften. Körnig läuft 10,4! Deutschland gewinnt 4 mal 100 Meter in 41,8 Sekunden. Die sich über eine Woche erstreckenden Stockholmer Spiele nahmen am Sonntag ihren Anfang. Bei prächtigem Sommerwetter waren die leichtathletischen Wettbewerbe von einer riesigen Menschenmenge besucht, zumal sich hier viele der Besten aus Deutschland, Schweden, Desterreich, Norwegen, Ungarn und Amerika ein Stelldichein gaben. Eine ausgezeichnete Form legten wieder einmal die deutschen Sprinter an den Tag. Der Charlottenburger Körnig war im 100- Meter- Lauf allen seinen Mitbewerbern überlegen und trug Ein Weltrekord, zwei neue deutsche Rekorde. Nürnberg war am Sonnabend und Sonntag der Schauplatz der diesjährigen süddeutschen Leichtathletikmeisterschaften. Mit etwa 300 Nennungen bei 200 Teilnehmern und Teilnehmerinnen hatten diese Titelkämpfe eine gute Beteiligung gefunden. Da die gesamte süddeutsche Klasse am Start erschien, gab es hartnädige Kämpfe, die unter Berücksichtigung der ungünstigen Witterungsverhältnisse am Sonnabend gute, bei günstigeren Umständen und gutem Besuche am Sonntag hervorragende Leistungen brachten. in der glänzenden Zeit von 10,4 einen leichten Sieg über den Amerikaner Bowen( 10,6) und Gillmeister( 10,8) davon. Auch die 4 mal 100 Meter Staffel endete mit einem überlegenen Siege der deutschen Mannschaft Körnig- Schlöske- Gillmeister- Büchner in 41,8. Göta- Stockholm endete eine Sekunde später an zweiter Stelle vor Amerika. Die Sieger in den einzelnen Konkurrenzen waren: 100 Meter: 1. Eldracher( Eintracht Frankfurt) 10,9; 200 Meter: 1. Eldracher( Eintracht Frankfurt) 22,2; 400 Meter: 1. Single( Stuttgarter Kickers) 49,4; 800 Meter: Paul( Stuttgarter Riders) 1:57; 1500 Meter: Helber( Reichsbahn- SV. Stuttgart) 4: 06,1; 5000 Meter: Helber( Reichsbahn- SV. Stutt gart) 15:56; 10 000 Meter: Kapp( Eisenbahn- SV. München) 33: 32,2; 110 Meter Hürden: 1. Welscher( Eintracht Frankfurt) 15,5; 400 Meter Hürden: Wagener( Deutscher SV. München) 58,2; Hochsprung: Böwing( 1860 München) 1,77 Meter; Weitsprung: Sched( Stuttgarter Kickers) 7,03 Meter; Stabhochsprung: Sped( Rugby- C. Pforzheim) 3,60 Meter; Kugelstoßen: Uebler( PSV. Nürnberg) 14,70 Meter; Distus: Rödl( Eisenbahn- SV. München) 40,95 Meter; Speerwerfen: Barth( Stuttgarter Kickers) 58,88 Meter; Hammerwerfen: Steinberger Jahn Regensburg) 42,65 Meter; Zehnkampf: Dornauer( Sp.Bgg. Fürth) 5980 Puntte; 4 mal 100 Meter: Stuttgarter Kitfers 43,1; 4 mal 400 Meter: Stuttgarter Kicers 3: 28,8; 4 mal 1500 Meter: Stuttgarter Kickers 17: 17,8. Neuer Zehnkampf- Weltrekord. A. Järvinen überbietet den Olympiasieger Yrjölae um 138 Punkte. Bei den in Wiborg ausgetragenen Wettkämpfen um die finnische Zehnkampfmeisterschaft wartete Järvinen mit einer großartigen Leistung auf. Der erst vor kurzem von seinem Landsmann Yrjölae aufgestellte Weltrekord von 8117,30 Punkten wurde von Järvinen um 138,175 Punkte auf 82,55,475 Punkte verbessert. Der neue Weltrekordmann hatte nach den ersten fünf Uebungen mit 4257 Punkten bereits die frühere Weltrekordziffer von Yrjölae übertroffen. Er erzielte nachstehende Leistungen: 100 Meter: 11,1; Weitsprung: 6,89 Meter(!); Kugelstoßen 13,14 Meter; Hochsprung: 1,80 Meter(!); 400 Me: ter: 50 Set.(!); 110 Meter Hürden: 15,4 Set.(!); Diskus: werfen: 36,47 Meter; Stabhochsprung: 3,60 Meter; Speerwer: fen: 58,40 Meter; 1500 Meter: 4: 05,4(!). Frauen: 100 Meter: Lorenz( Eintracht Frankfurt) 12,4; 200 Meter: Dollinger( 1. FC. Nürnberg) 25,7( neuer deutscher Reford); 800 Meter: Dollinger( 1. FC. Nürnberg) 2: 25,5; 80 Meter Hürden: Schmidt( Eintracht Frankfurt) 13,2; HochSprung: Heiß( TV. Zürndorf) 1,47 Meter; Weitsprung: Gladizsch( König Karlsruhe) 5,46 Meter; Kugelstoßen: Fleischer ( Eintracht Frankfurt) 12,12 Meter; Distus: Fleischer( Eintracht Frankfurt) 35,59 Meter; Speerwerfen: Gelius( 1860 München) 36,15 Meter; Schlagballweitwurf: Gelius( 1860 München) 66,32 Meter; Fünfkampf: Siewert( Eintracht Frankfurt) 270 Punkte; 4 mal 100 Meter Damen- Staffel: 1. 1860 München 48,6( Weltreford und neuer deutscher Rekord). Gleichzeitig fanden die finnischen Meisterschaften im Staffellauf und Langstreckenlauf ihre Erledigung. Ueber 4 mal 100 Meter und 4 mal 1500 Meter siegte Kisaveikot in 43,8, bezw. 16: 22,3. Die 4 mal 400 Meter- Staffel gewann Kamraterna- Helsingfors in 3: 21,2; über 4 mal 800 Meter siegte Turu Urheiluiittu- Abo( Nurmis- Verein) in 8: 02,4. Die Meisterschaft im 25 000- Meter- Lauf fiel an Toivonen in 1:29:55 vor Sucknuutti. Das 3000- Meter- Hindernislaufen brachte der Olympiasieger Loukola in 9: 27,8(!) an sich. Auch Belgien geschlagen. Die Fußballweltmeisterschaft wurde am Sonntag mit zwei Treffen fortgesetzt, Paraguay siegte knapp 1: 0 über Belgien, während Brasilien mit 4: 0 über Bolivien siegte. Leichtathletik- Länderkampf Schweiz Italien. Nur etwa 2000 Zuschauer hatten sich in Basel zum Leichtathletikländerkampf Schweiz gegen Italien eingefunden. Die Italiener, die nicht einmal ihre erste Garnitur zur Stelle hatten, siegten dennoch im Gesamtergebnis mit 88:69 Punkten. Den einzigen Rekord des Tages stellte im 400- Meter- Hürdenlaufen der als Zweiter einkommende Schweizer Schneider mit 56 Sekunden auf. Sonst gab es keine überragenden Leistungen. - * Handballkampf Die Gießener Ruderer in Limburg. Die Veranstaltung des Limburger Regattavereins brachte sehr gute sportliche Leistungen. Die Gießener RG. 1877 brachte es zu zwei schönen Erfolgen im Lahn- Jungmann- Vierer mit der Mannschaft: Knobelauch, Möhl, Schneider, Hartmann; St.: Loh, und im Preis vom Greifenberg( Trostachier) mit der Mannschaft Henzel, Hochstädter, Knobelauch, Möhl, Schneider, Köh= ler, Climm, Hartmann; St.: Loh. Jm dritten Vierer Preis von der Schaumburg mußte die Gießener RG.- Mannschaft den Rhenanen von Koblenz einen sehr knappen Sieg überlassen. Die Manschaft des Vereins Rudersport 1913 hatte großes Pech im Jungmann- B- Vierer, den der RV. Freiweinheim- Ingelheim mit nur 2 Zehntel Sekunden Vorsprung gewinnen konnte. Polizei Berlin TV. Friesenheim 13: 2( 8: 1). Im Freundschaftsspiel trafen am Sonntag in Ludwigshafen die Handballmeister der Deutschen Sportbehörde bezw. der Deutschen Turnerschaft, Polizei Berlin bezw. TV. Friesenheim, aufeinander. Zu dem mit großer Spannung erwarteten Treffen hatten sich 5000 Zuschauer eingefunden Leider nahm das Spiel einen vollkommen unerwarteten Verlauf, der span= nende Kampf und die Gleichwertigkeit der Mannschaften, die man erwartet hatte, blieben aus.. Die Berliner zeigten sich ihrem Gegner um Klassen überlegen. und siegten hoch mit 13: 2( 8: 1) Toren. Fußball Weltmeisterschaft in Montevideo. -- Humor im Sport. - Der neue Tennislehrer taugte nichts, ganz offensichtlich. ,, Haben Sie früher schon mal Tennis gespielt?", wurde er von einem Klubmitglied mißtrauisch gefragt. ,,, ja", war die stolze Antwort ,,, ich war Vertreter des Landes". Im weiteren Verlaufe der Fußball- Weltmeisterschaft in Montevideo mußten die Franzosen, die gegen Argentinien eine so große Partie geliefert hatten und nur 0: 1 unterlagen, eine zweite Niederlage einstecken. Sie wurden diesmal von Chile mit 1: 0 geschlagen. Das Treffen Argentinien gegen Megito ,, Des Landes? Sie meinen wohl der Landes?". ., Wieso der Landes? Es heißt doch des Landes". „ Ich meine Vertreter der Landesirrenanstalt....?" Was alles abbrechen kann... Einer Meldung über ein Fußballwettspiel im Erzgebirge entnehmen wir folgend die Schilderung eines selten tragischen Vorkommnisses: nahm einen torreichen Verlauf und sah die Argentinier schließ= lich mit 6: 3 Toren siegreich. Argentinien und Chile haben nunmehr am Dienstag um den ersten Platz in der Gruppe I zu kämpfen, während Uruguay und Rumänien am gleichen Tage um den Enderfolg der Gruppe II Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN für Familien, Vereine und Behörden wie ,,... Das Spiel artete mehr und mehr aus. Abermals mußten zwei Spieler strafweise von der Kampfstätte abtreten. Daß unter diesen Umständen zwanzig Minuten vor Schluß noch der Schiedsrichter abbrach, war die beste Lösung." Fürwahr eine tragische Lösung dieses Fußballkampfes im oberen Erzgebirge!... Bei Besuch einer auswärtigen Fußballmannschaft in Nürnberg begleitete ,, Bumbas" Sá midt, der alte Nürnberger Internationale, die Gäste auf einem Rundgang durch die Stadt. Er erklärte ihnen, bei der Burg angelangt, die historische Gegend mit den Worten:„ Hier rechts liegt die Burg und dort links wohne ich!" Aus einem Rennbericht:„ Oleander machte aus seinen Konkurrenten Trauertiere." Die Stunde der Entscheidung. Zwei Fußballspieler klagten sich ihr Leid.„ Bei mir entscheidet immer der erste Ball!" sagte der Torwächter. ,, Wenn ich ihn halte, bin ich enorm in Form. Halte ich ihn aber nicht, dann dann bin ich erledigt!" Ja und...?" fragte der andere. ,, Das ist eben das Unglüd", erwiderte der Gefragte zerknirscht ,,, daß ich nie den ersten Ball erwisch'!!" Neue Bücher. „ Die Kunst". Augustheft 1930. Verlag F. Bruckmann A.-G. München. Diese illustrierte Münchener Monatsschrift würdigt in ihrem reichen und vielfältigen Programm alles das, was im weitesten Sinne in den Bereich der bildenden Kunst gehört. Vor allem natürlich die schönen Künste, die in dem Augustheft in einer sorgfältigen Auslese aus der Deutschen Kunstausstellung in München vertreten sind. Als weitere große Ausstellung ist die Schwedische Ausstellung in Stockholm zu nennen. Erscheint Bezugspreis 2,40 Relationsfchluß früh 8 Jendung nicht verlang 43. Jahrg. Bolitif Ramens des deuts figender, Profeffor Ju Bijelanzler und den trag gerichtet, den Ketverordnung deutsche lebung der Wirtschaft Der Reichspräfiden Her Opfer zunächst eine geftellt. ,, Letzten Komfort sommerlichen Lebens" behandelt ein interessanter, umfangreicher Artikel in der soeben erschienenen neuesten Nummer der ,, Eleganten Welt“. Mit den letzten Neuheiten der Mode und den großen internationalen Bädertanzturnieren beschäftigt sich der übrige Teil des wie immer reich und vielseitig ausgestatteten Heftes. Das größte Hochspannungs- Laboratorium der Welt. Da eine Spannungs- Steigerung in den großen Fernleitungen auf 380 000 oder sogar 500 000 Volt zu erwarten ist, wurde jetzt ein Hochspannungs- Laboratorium errichtet, in dem eine Wechselstrom- Spannung von 2 000 000 Volt gegen Erde für Forschungsund Prüfungszwede verwertet werden soll. Es steht in der ,, Woche", wie dieses Laboratorium eingerichtet ist und was es leistet. Heft 30 bekommen Sie überall für 50 Pfg. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Nur für Rundfunkhörer die es noch nicht wissen: Das ausführlichste Rundfunk- Programm der Welt und den weiteren interessanten reichillustrierten Inhalt finden Sie in der ältesten deutschen Funkzeitschrift Der Deutsche Rundfunt Einzelheft 50 Pf., monatlich RM 2.-. 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