Nr. 31. t itel Ver: Stanbe n Lebens les oder zu jenen er Nähr recht be: neben der gent Al Berhältnis gsmitteln nverfängs fein ge Davon ge ngsmittel r Physio Dahrheit"; ibt, macht e Geld 3. jen tann. namhafter r Wiffen: ot überle Grotjahn gern ge nden hat, Lebenszeit Bier ver: ungs- und ptung am nach dem was höher Brotes". gefunden Sch. n. Scotts Einzig be von Dr. artenstizze. G. m. b. 5., der Süd heute in Expedition der letzten I mit eini d und die ne Schilde tbarer Na e Dor S heint unter leidung in Ebersberg erwertung", , füllt ohne hohen Ge Obftes" eine Auf der itschrift er Kochs, von au, Berlin r der Lehr ng in Ober ftsstelle für e Zeitschrif und Verwer sausfchulfes onatlich et Sch Gießen. die Union en ten flüssigen nem Seifen erwachs ar als TER kel an Gross ankenhäuser, es, Arzte usw. orderlich, weil der Aufträge ieder fabriken ulstrasse Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Nolitische Rundschau. Gestern fand in London die endgültige Schlußsigung der Flottenkonferenz statt. Reichsernährungsminister Schiele wird am Mittwoch nach München fahren, um mit dem bayerischen Landwirtschaftsminister Dr. Fehr über Maßnahmen zur Hebung der Milchwirtschaft zu beraten. Die„ Saturday Evening Post", die verbreitetste Wochenschrift ganz Amerikas, veröffentlicht einen Brandartikel gegen Frankreich, in dem alle Engländer und Amerikaner von Reisen nach Frankreich gewarnt werden, weil man ihnen in Frankreich höhere Preise anrechnet, als allen übrigen Reisenden. Aus Marsaille werden Unruhen im dortigen Kolonialregiment gemeldet. Bei schweren Unruhen in Chittagong in Indien sind bis: her neun Todesopfer zu beklagen. Die Angestellten von zehn Elektrizitätswerken in Tokio haben sich dem Streit der Straßenbahner angeschlossen. Sämt liche Kreise Tokios sind beunruhigt, da hierdurch lebenswichtige Betriebe vom Streit bedroht werden. Das Werk verrohter Jugend. Anläßlich des 5. kommunistischen Reichs- Jugendtages in Leipzig kam es am Ostersonntagnachmittag auf dem Augustusplatz zu unerhörten Ausschreitungen der Demonstranten und zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei. Dabei wurden ein Polizeihauptmann und ein Oberwachtmeister getötet, ein weiterer Beamter sehr schwer und vier etwas leichter verlegt. Von den Demonstranten wurde einer durch einen Schuß getötet und mindestens vier verletzt. Vorher hatten jugendliche Kommunisten an den drei Fahnenmasten vor dem Neuen Theater rote Fahnen gehißt. ( Gießener Tageblatt) Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 23. April 1930 Furchtbarer Gefängnisbrand in Nordamerika. Newyork, 22. April. Die furchtbaren, in den überfüllten amerikanischen Gefängnissen herrschenden Zustände, die in den letzten Monaten in verschiedenen Städten zu schweren Revolten geführt haben, sind verantwortlich für die neueste Katastrophe, die sich gestern in den späten Abendstunden im Staatsgefängnis vom Columbus( Ohio) ereignete. Die Gefangenen der mit 4950 Sträflingen vollgepfropsten Anstalt, die seit dem Jahre 1830 kaum wesentliche Verbesserungen unterzogen und längst unzureichend geworden war, waren bereits hinter Schloß und Riegel, als in einem der in den zahlreichen winteligen Straßen gelegenen Blocs Feuer ausbrach, das rasch auf andere Gebäude übergriff und allem Anschein nach die Vorbereitung zu einer Revolte bedeuten sollte. Der geplante Massenausbruch konnte zwar durch sofortigen Generalalarm und die Mobilmachung von Feuerwehr, Polizet und Nationalgarde, die ihre Maschinengewehre auf den Wällen aufpflanzte, innerhalb kurzer Zeit unterdrückt werden, doch hat der Brand auch auf die benachbarte Wollspinnerei übergegriffen und derart verheerend gewütet, daß die in 500 Zellen eingeschlossenen Insassen, denen keine Möglichkeit zu entkommen gegeben war, ums Leben famen. Der Berliner Grundstücks- Schwindel. Das Verfahren gegen den ehemaligen Berliner Stadtrat Busch ist jetzt an einem entscheidenden Wendepunkt angelangt. Noch in dieser Woche, voraussichtlich an einem der nächsten Tage, wird seine Vernehmung wegen der Berliner Grundstücksgeschäfte erfolgen. Die westdeutschen Handelskammern gegen die Wohnungszwangswirtschaft. Der Zweckverband der niederrheinischen Industrie- und Handelskammern( Duisburg- Wesel, Gladbach- Rheydt, Neuß, Kre„ Graf Zeppelin" auf der Rheinlandfahrt. feld) richtet zugleich im Namen des Zweckverbandes der InFriedrichshafen, 22. April.„ Graf Zeppelin" ist Dienstag früh 7,55 Uhr, bei klarblauem Himmel und günstigem Wind zur Rheinlandfahrt gestartet. Die Führung des Luftschiffes hat Kapitän Lehmann. An Bord befinden sich 16 Passagiere. Bonn, 22. April.„ Graf Zeppelin" traf turz vor 13 Uhr in Bonn ein und warf die Haltetaue ab. Zwanzig Minuten spä= ter ergriffen die Haltemannschaften die Haltetaue und zogen das Luftschiff auf das Feld nieder. Die Menge, etwa 150 000 Personen, brach in ungeheuren Jubel aus und stimmte das Deutschlandlied an. Bonn, 22. April. Das Luftschiff„ Graf Zeppelin" ist um 15 Uhr von dem Flugplak Hangelar wieder aufgestiegen, um seine Rüdfahrt anzutreten. ,, Graf Zeppelin" erschien auf dem Rückflug um 15,40 Uhr über Koblenz, das er in schneller Fahrt überflog und in Richtung Frankfurt dem Heimathafen zusteuerte. dustrie- und Handelskammern zu Bochum, Dortmund, Essen und Münster, der Industrie- und Handelskammer Wuppertal- Remscheid und der Industrie- und Handelskammer Solingen an den Reichstag eine Eingabe, in der u. a. ausgeführt ist: Quesnay Generaldirektor der B. J. Z. Die Basel, 22. 4. In der heutigen Nachmittagssigung des Verwaltungsrats der Bank für internationalen Zahlungsausgleich wurde der Amerikaner Mac Garrah einstimmig zum Präsidenten des Verwaltungsrats gewählt. Der deutsche Delegierte Dr. Luther gab die Erklärung ab, daß sich die deutsche Delegation der Wahl des französischen Delegierten Quesnay nicht anschließen könne. Bei der Abstimmung wurde Quesnay zum Generaldirektor der BJ3. gewählt. Mostau tommandiert Unruhen für den 1. Mai. ., Mit Bedauern haben wir davon Kenntnis genommen, daß dem Beschluß des Wohnungsausschusses auf Verlängerung des Reichsmietengesetzes und des Mieterschutzgesetzes bis zum 30. Juni 1931 zugestimmt worden ist, ohne daß die Gelegenheit benutzt worden wäre, die schon seit langem als untragbar erkannten Mängel der heutigen Wohnungszwangsgesetzgebung zu beseitigen oder wenigstens entscheidend zu mildern. Immerhin dürfen wir wohl aus der Tatsache, daß der ursprünglich in der Regierungsvorlage vorgesehene Termin um ein Jahr vorausgeschoben worden ist, den Willen des Hohen Hauses ableiten, spätestens zum 1. Juli 1931 die Beseitigung der Wohnungszwangswirtschaft oder zum mindesten eine Uebergangsregelung mit dem Ziel ihrer baldigen Beseitigung vorzunehmen." Zum Wesen der Vertragsfreiheit gehört auch ganz besonders freie Handhabung des Kündigungsrechtes im Rahmen der allgemeinen Regelung des bürgerlichen Rechts. Automobilausfuhr und deutsche Kapitalflucht. Die ,, Berliner Zeitung am Mittag" bringt in einem Bericht über die schweizerische Automobilausstellung in Genf interessante Ausführungen über die erfreuliche Steigerung der deutschen Automobilausfuhr nach der Schweiz. Darin heißt es:„ Noch im Kowno, 22. April. Durch starke Polizeikräfte wurde hier Jahre 1926 waren die französischen Automobile mit 36,2 v. H. die Zentralstelle der kommunistischen Bewegung in Litauen ausgehoben. Der Führer und sein Vertreter, die mit falschen Ausweispapieren versehen waren, wurden verhaftet. Aus dem be= schlagnahmten Material, insonderheit aus dem umfangreichen Briefwechsel mit der Moskauer Zentrale, geht einwandfrei hervor, daß die litauischen Kommunisten nach Weisungen von Mostau eine gewaltsame Aktion für den 1. Mai geplant hatten. Ausländer- Verhaftungen in Berlin. Berlin. Die politische Polizei hat eine Reihe von Festnehmungen unter den Ausländern vorgenommen. Dem Vernehmen zufolge handelt es sich um ausländische Akteure für die kommunistischen Putschabsichten zum 1. Mai. Räumung und Deutsche Volkspartei. Darmstadt, 22. 4. Der Zentralverband der Deutschen Volkspartei wird am 4. Juli in Mainz zusammentreten. Man hofft, daß bis dahin die Grundsteinlegung des Stresemann- Denkmals erfolgen kann. Mit der Zentralvorstandssitzung ist eine große öffentliche Befreiungskundgebung in Mainz geplant. führend in der Einfuhr. Der amerikanische Import hatte durch Riesenpropaganda 34,3 v. H. erobert; deutsche Wagen waren nur 1,1 Prozent vertreten. Man hatte offenbar kein Vertrauen zu ihnen. Zwei Jahre aber später, 1928, hatte Deutschland 4,5 Prozent zu verzeichnen. In den folgenden Jahren aber hat Deutschland ganz gewaltig eingeführt und ist mit 12 Proz. als drittstärkstes Importland dicht hinter Frankreich gerückt. Das Vertrauen zum deutschen Automobil ist zurüdgewonnen, in stärferem Maße vielleicht als in Deutschland selbst. Was den Schweizern aber unverständlich ist, ist die Flucht des deutschen Kapitals aus Deutschland, das zum Teil in der Schweiz zinslos liegt, statt die heimische Industrie zu unterstützen. Die Not der deutschen Automobilindustrie führt man in der Schweiz zum großen Teil hierauf zurüd." Der Schlußabsatz ist besonders interessant. Die Schweizer Großbanken sollen z. B. über zwei Millionen Schweizer Franten aus Deutschland zur Einlage erhalten haben. Hier hätten die deutschen Wirtschaftsverbände die große Aufgabe, ihre Mitglieder gegen derartige Vorgänge einzustellen, die nur zur Verengung des deutschen Kapitalmarktes und Verschlechterung des Wirtschaftslebens führen. Sch. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 32 Die drohende Tariferhöhung der Reichsbahn. Der Jahresbericht, den der Reichsbahnkommissar soeben der Reichsbahn vorlegt, hat allgemeines Befremden dadurch erregt, daß in ihm ohne weiteres eine Erhöhung der Tarife gefordert wird, während es doch zur Genüge feststeht, daß eine Tariferhöhung gerade jetzt für die deutsche Wirtschaft eine weitgehende Schädigung und genau das Gegenteil der der Wirtschaft immer wieder in Aussicht gestellten Erleichterungen bedeuten würde. Nicht minder befremdend wirkt es, daß der Kommissar den seit langer Zeit diskutierten Plan einer Verwendung der Verkehrssteuer zu Gunsten der Reichsbahn in seinem Jahresbericht nicht einmal erwähnt. Dabei erscheint die Notwendigkeit und die Wirksamkeit einer Tariferhöhung doch alles in allem recht zweifelhaft. Die Reichsbahn begründet jetzt wieder die Erhöhung mit der Notwendigkeit, die in der Kriegs- und Nachkriegszeit zerfahrenen Anlagen instand zu setzen, also eine Motivierung, die wir schon seit 6 Jahren gehört haben! Obwohl die Instandsetzungen zweifellos den Betrieb viele Jahre hindurch aushalten werden, glaubt man nicht, die Kosten durch Anleihen decken zu dürfen, weil sie nicht ,, werbenden Charakter" tragen. Diese Motivierung ist recht fadenscheinig, man sträubt sich scheinbar absichtlich dagegen, durchgreifende Reformen innerhalb des Betriebes selbst vorzunehmen. Schon bei der legten Tariferhöhung hat sich die Konkurrenzfähigkeit der Eisenbahn zum Kraftwagen erheblich vermindert, und ein erheblicher Teil vor allem der wertvolleren Gütertransporte ist zum Kraftverkehr bereits abgewandert. Durch die weitere Verkraftung ist auch im Bersonenverkehr ein Nachlassen unverkennbar, der Rückgang würde also bei weiteren Steigerungen sich weiter vermehren. Die Reichsbahn kann demnach nur mit einer geringen Mehreinnahme rechnen, die zweifellos in feinem Verhältnis zu den gewaltigen Mehrbelastungen der gesamten Wirtschaft stehen, da ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt im ganzen sinkt. Die Finanzierung der Reichsbahn bleibt natürlich ein aktuelles Problem. Es wird vor allem gelöst werden müssen durch eine Anle am ausländischen Markte, für deren Auflegung ja soeben im Haag die notwendigen Voraussetzungen geschaffen worden sind. Im übrigen bemüht sich die Reichsbahn ja auch, da sie den berechtigten Widerstand der Reichsstellen gegen die Tariferhöhung zur Genüge kennt, durch Herabseßung der Beförderungssteuer Erleichterung zu bekommen. Hierfür sind die Aussichten seit einiger Zeit größer geworden. Der Verkehrsminister hat sich davon überzeugt, daß seine Erwartung bezüglich der Einnahmen, die von dem Voranschlag der Verwaltung so wesentlich abwtch, von der tatsächlichen Entwicklung nicht bestätigt worden ist. Stegerwald war loyal genug, die Konsequenz zu ziehen, zu der ihn übrigens auch eine offene Erklärung der Bauabteilung seines Ministeriums beranlaßte, die ihrerseits die Verantwortung für den Zustand der Bahnanlagen ablehnte, falls nicht die unbedingt notwendigen Aufwendungen für deren Unterhalt endlich bereitgestellt würden. Er hat im Kabinett, im direkten Gegensaß zu seiner früheren Haltung, die Herabſegung der Beförderungssteuer um den Betrag gefordert, der zur Aufrechterhaltung eines Betriebes von ausreichender Sicherheit notwendig sei. Mit einem Nachlaß von mindestens 12,5 Millionen monatlich kann die Reichsbahn über die größte Schwierigkeit hinweg. Bisher ist dieser Wunsch der Gesellschaft, den also der Verkehrsminister zu seiner eigenen Forderung gemacht hat, am Widerstand Dr. Hilferdings gescheitert; die Reichsbahn erhofft die Verwirklichung von der Einsicht des neuen Reichsfinanzministers. Damit wäre für die Betriebsrechnung der Ausgleich wieder hergestellt und tommt noch die Anleihe in Höhe von etwa 300 Mill. dazu, so dürfte für dieses Jahr der Ausgleich geschaffen und die so schädliche Tariferhöhung überflüssig gemacht worden sein. Gebesserte Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen- Nassau. Die Besserung der Arbeitsmarktlage hat sich in der ersten Aprilhälfte fortgesetzt, das Tempo der Aufwärtsbewegung in jedoch langsamer geworden. Die Zahl der Arbeitsuchenden ging von 206 207 auf 191 210 zurück; in der zweiten Märzhälfte verringerte sie sich um 20 293 oder 9 Prozent. Die Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung gehen von 127 410 auf 112 595, also um 14 814 oder 11,6 Prozent zurück ( in der Zeit vom 13. bis 31. März um 15 007 oder 10,5 Prozent.) Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Krisenunterstützung stieg während der Berichtszeit um 453 von 17 886 auf 18339. Nr. 32. Mittwoch Mittwoch, den 23. April 1930. Lokales. Schulausflüge. Im Sommer vergangenen Jahres wurde in Starkenburg ein neunjähriger Schüler von einem Kraftwagen überfahren, dessen Lenker sich vor einigen Tagen wegen fahrlässiger Tötung vor dem Bezirksschöffengericht in Darmstadt zu verantworten hatte. Das Unglüd ereignete sich gelegentlich eines Schulausfluges einer Schulklasse aus Egelsbach, und der Vorsall führt wieder einmal deutlich vor Augen, welche Verantwortung die Lehrpersonen tragen, wenn sie mit einer großen Zahl von Kindern über Land gehen. Es taucht die Frage auf: Welchen Schutz gibt es für Lehrer, wenn sie wegen eines Unglücksfalles, der sich bei solchen Ausflügen jederzeit ereignen kann, zivilrechtlich zur Haftung gezogen werden? Jeder Ausflug legt den Lehrern eine hohe Verantwortung auf. Auch ist es wirklich keine leichte Aufgabe, dreißig oder vierzig oder noch mehr Jugendliche, die sich heute schwerer als ehedem lenken lassen, vor den Gefahren Sch. der Landstraßen und Großstadtstraßen zu bewahren. - * Die Osterfeiertage. Die Wetterpropheten haben Recht behalten, als sie für die Feiertage kein besseres Wetter versprachen. So mußten denn Ein Kunststück war das ja allerdings nicht die für teures Geld erstandenen neuen Frühjahrsgarderoben im Schrank hängen bleiben, man troch in Pellerine und Regenmantel und getraute sich kaum vor die Tür. ,, Wat dem enen sien Uhl is, is dem anern sien Nachtigal", sagt ein plattdeutsches Sprichwort, d. h. so schlecht für die Ausflugsorte und -Lokale das Ostergeschäft war, so gut war es für die Vergnügungsstätten der Stadt. Gießener Zeitung schule sandte erstmalig ihre Schüler in die Prüfung. Von den 34 Prüflingen bestanden 5 mit sehr gut", 14 mit„ gut“, der Rest mit ,, genügend". Spötter haben das vorausgesehen Bittere Jronie ist es, daß, so wie die Feiertage zu Ende waren, sowie die Arbeit einen jeden wieder rief, die Wolken vom Himmel verschwanden und gegenwärtig das schönste Frühlingswetter herrscht. Es ist, als ob die Natur ihr Auferstehungsfest alleine feiern will. Aus Nah und Fern. Butzbach bleibt Schnellzugsstation. Der erste Fahrplanentwurf der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. hatte den Wegfall des derzeitigen einzigen D.- ZugHalts in Butzbach vorgesehen. Auf Grund der dringenden Vorstellungen der beteiligten Stellen hat nunmehr, wie der Hessische Verkehrsverband( Darmstadt) mitteilt, die Reichsbahndirektion Frankfurt sich offenbar davon überzeugt, daß die be= absichtigte Deklassierung einer so wichtigen Stadt wie Butzbach praktisch unmöglich ist. Der endgültige Entwurf des neuen Fahrplanes sieht denn auch, allerdings bei einem anderen als em seither in Butzbach haltenden D 275 einen Halt in Butzbach vor und zwar bei D 82, der aus München- Gladbach über das rheinisch- westfälische Industriegebiet Hagen- Siegen- Gießen tommend, in Butzbach um 22,21 Uhr anhalten wird. Dieser Zug hat in der Hauptreisezeit die weitere wichtige Aufgabe, durch unmittelbare Kurswagen Norddeich-Emden- Frankfurt den Verkehr zwischen den stark besuchten Nordseebädern Norderney, Borkum und Juist und dem Rhein- Main- Gebiet zu vermitteln. Es wird in weitesten Kreisen mit Genugtuung begrüßt werden, daß es gelungen ist, die der Stadt Butzbach drohende Schädigung in letzter Minute hintanzuhalten. * Besuch von Gießenern in Bad Nauheim. Lt. Bekanntmachung des Oberbürgermeisters erhalten Gießener Ortsansässige, die ohne in Bad Nauheim Wohnung zu nehmen, die dortigen Kurmittel gebrauchen wollen, eine Ausweiskarte auf dem Rathaus ausgestellt, die in Nauheim vorzuzeigen ist. * Eine Rundfunksteuer versuchten hessische Städte einzuführen. Das Oberverwaltungsgericht lehnte die Steuer als ungesetzmäßig ab. * Ausbau der Flughafenanlage. Die Anlagen des Gießener Flughafens sind in den letzten Wochen durch die Errichtung einer großen Flugzeughalle bedeutsam erweitert worden. Die Flugzeughalle dient vor allem der Aufbewahrung von Sportflugzeugen der Flieger, die hier zu flugsportlichen Veranstaltungen weilen oder mit ihren Flugmaschinen über Nacht verbleiben. In der Halle können bequem 10 Flugzeuge nebeneinander untergestellt werden. Ferner wurde neben der Flugzeughalle ein Fliegerheim geschaffen, in welchem Uebernachtungsräume für die Flieger und eine Reparaturwerkstätte vorhanden sind. * Dienstjubiläum. Postdirektor Seelig vom hiesigen Postamt konnte am Ostermontag auf eine 40jährige Tätigkeit im Dienste der Deutschen Reichspost zurückblicken. * Tagung. Der Hessische Philologen- Verein hält am 24. und 25. April in Bensheim seine 45. Hauptversammlung ab. Büdingen. Hier werden 49 Fischteiche zur Forellenzucht angelegt. Bebra bleibt Landgemeinde. Kassel, 22. 4. Auf neuerliche Bemühungen, Stadt zu werden, ist der zum Kreise Rotenburg a. d. F. gehörigen Landgemeinde Bebra auf Veranlassung des preußischen Ministers des Innern eröffnet worden, daß nach den Grundsätzen des preußischen Staatsministeriums für sie baum Aussicht besteht, eine städtische Verfassung zu erhalten. Darmstadt. Der Stadtrat beschloß die Errichtung von 90 Wohnungen für Ermittierte; Kosten 400 000 Mark. Eingeführt werden Mietberechtigungskarten. * Vom Stadttheater. Im heutigen Mittwoch- Abonnement wird die Darmstädter Oper mit Eugen d'Alberts„ Tiefland" gastieren. Die restlichen Spieltage dieser Woche gelangt die Operette„ In der Johannisnacht" zur Wiederholung. Reinheim( Odenw.), 22. 4. Auf der Straße von GroßBieberau wurde am zweiten Feiertag der Weißbinder Me z= I er mit zertrümmertem Schädel in einer großen Blutlache tot aufgefunden. * Abgelegte Prüfung. Der Badewärter Heinrich Bromm vom hiesigen Volksbad hat die Prüfung für den Grundschein der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft bestanden. * Prüfung an der Eisenbahnfachschule. Die unter Leitung des Oberbahnhofsvorsteher Heinzelmann- Gießen stehende Fachiprided Bingen. Hier wurde ein deutscher Werber für die Fremdenlegion von der deutschen Polizei festgenommen. Stillegung der Lahnschiffahrt. Eßt Pfälzer Spargelfahrt ausländische Autos! Grünstadt, 22. 4. Das Organ der Wirtschaftspartei, die Pfälzische Bürgerzeitung" in Neustadt a. d. H., geißelte scharf, daß ein Gemüsegroßhändler mit einem amerikanischen Auto durch die Stadt fährt, an dem hinten ein Schild hängt:„ Der wahre. Deutsche kauft nur Pfälzer Spargel!" Ein Gastwirt von Einbrechern ermordet. In Essen drangen vier Einbrecher in eine in der ersten Etage gelegenen Wohnung der Häuser Auf der Reihe 49 im Stadtteil Katernberg ein. Auf den Lärm, den eine Frau schlug, eilten der Wirt Felix Beer lage und einige Gäste aus der im gleichen Hause befindlichen Gastwirtschaft herbei, um die Einbrecher festzunehmen. Diese griffen den Wirt an und verletzten ihn durch einen Messerstich in die Lunge tödlich. Die Täter konnten entkommen. Diez, 22. 4. Die Kalksteinverfrachtung auf der Lahn ist zur Zeit vollständig eingestellt. Wie verlautet, ist die Ursache ein Streit zwischen der Gemeinde Altendiez und der Gewerkschaft Nachod, die den Hauptanteil an der Kalkverladung hat. Die vertraglich festgelegte Tonnenabgabe an die Gemeinde Altendiez, in deren Gemarkung die Kalksteinbrüche liegen, ist der Ge werkschaft zu hoch; die Verhandlungen über eine Herabsetzung sind bis jetzt gescheitert, so daß die Firma ihre Verfrachtung eingestellt hat. Da auch der übrige Schiffahrtsverkehr lahm liegt, war in der letzten Woche erstmalig seit Wiedereröffnung der Schiffahrt vor Jahresfrist der Fall zu verzeichnen, daß nur ein Schiff leer zu Tal fuhr, das mit 20 Tonnen Rheinsand zu Berg gefahren war. Die Berliner hatten mehr Glück. An beiden Osterfeiertagen soll das Wetter in Berlin sehr schön gewesen sein. Der zweite Feiertag hatte 20 Grad Wärme, die die Millionenbevölkerung ins Freie lockte. Spiritusschmuggel bei Kolberg. Kolberg, 21. April. Die Kolberger Zollbehörde, die vor kurzem erst drei Spritschmuggler verhaftete und in dem von diesen benutzten Kutter 1000 Liter Spiritus beschlagnahmte, fahndete weiter auf Spritschmuggler. In der Osternacht machte eine starke Polizeipatrouille einen großen Fang. In den Dünen von Gribow wurde zunächst ein Spiritusschmuggler verhaftet. Es gelang, eine große Menge im Dünengelände vergrabenen Sprit sicherzustellen und in dem östlich von Kolberg gelegenen Abbau„ Am Strande“ Kannen mit Spiritus auf Hausböden, unter Heu, in Viehställen und vergräben in Kartoffelmieten zu entdecken. Die Beamten verhafteten im ganzen eine Gruppe von sieben Spiritusschmugglern und erbeuteten 1000 Liter Spiritus. Ein Auto rast in eine Fußgängergruppe. Hanau. Am ersten Osterfeiertag kurz vor Mitternacht ist in der Nähe des hiesigen Ostbahnhofs beim Nehmen einer schar= fen Kurve ein Auto in eine Gruppe sich auf dem Heimwege befindlicher Familien hineingefahren. An einer steilen Stelle stürzte der Wagen dann die Böschung hinab und riß mehrere Personen mit. Ein achtjähriges Mädchen namens Sauer erlitt hierbei so schwere Verletzungen, daß es alsbald starb. Fünf erwachsene Personen mußten dem Landeskrankenhaus zugeführt werden. Der fortwirkende Geist. Von Dr. Karl Klein Buchschlag. Mit dem Untergang, der alten deutschen Kaisermacht war ein Stück nach dem abgetrennt worden deren von Deutschland nach allen Seiten hatte sich losgelöst. Das Ende dieser Niedergangszeit war der Dreißigjährige Krieg, in dem Deutschland fast völlig vernichtet wurde, in dem die Feinde von fast allen Seiten nach Deutschland vordvangen, in dem deutsches Wesen beinahe gänzlich ausgelöscht, in dem aller Wohlstand Deutschlands vernichtet wurde Deutsche Widerstandskraft schien völlig geschwunden und Deutschland ein Spielball ausländischer Mächte geworden Allenthalben emporgewachsener knechtischer Sinn ließ viele um die Gunſt der Feinde buhlen Dann kam die Wiederaufrichtung der deutschen Lande, der deutschen Menschen, die nichts mehr von einem deutschen Baterland wußten, des deutschen Wesens. Es bedurfte dazu einer Zeit von nahezu 250 Jahren, einer langen Erziehungsarbeit. Der Grundpfeiler dieses neuen Werdens, des Wiederaufstiegs, war die Heeresschule. Das stehende Heer wurde geschaffen, und es wurde auf Disziplin, Ordnung, Pünktlicheit, Selbstzucht und Pflichtgefühl aufgebaut. Nach seinem Muster auf Grund des geschaffenen Geistes wurde das ganze Staatswesen umgestaltet und zu einheitlicher Wirksamkeit zusammengefaßt. Die beim Heere erprobte Ordnung und Pünktlichkeit übertrug sich auf alle Zweige der Staatsmaschine, die überhaupt erst konstruiert und in Gang gesetzt wurde. Mit dem Geiste der Ordnung, des Ehr- und Pflichtgefühls wurde auch alle Korruption beseitigt. Kassel. Die für 31. Mai bis 4. Juni ds. Js. angekündigte schulmusikalische Tagung des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht ist auf den Herbst verschoben worden. besaß immer noch die Kraft der Erneuerung und der Heranbildung eines neuen großen Heeres, mit dessen Hilfe die Feinde vom deutschen Boden wieder vertrieben, deutscher Boden wieder freigemacht werden konnte. Kälteschäden in den Weinbergen. nifu w Er Karfreitag: Germ. M Löhnberg Niedersh Herbertsh Preußen Ofterjamstag Hermann GC. 05 Diterionntag: 1900 Gie Niederzu Wekl. S Kurh. M Speldorf Union N Boruffia Sellen 09 Sp. Ho FV. Schl Gau Gießen SC. Nied VFR. Bu Lollar 1 Löhnberg Ginn 1. Bistird Corbach VFB. 6 Paris, 22. April. Jm Gebiet der Loire und der Rhone hat die Kälte auf den Feldern und insbesondere in den Weinbergen großen Schaden angerichtet. Die Temperatur sank bis auf o Grad unter Null. Eine Hundertjährige verbrannt. Stockholm, 22. 4. Bei dem Brande eines Bauernhofes in Jämtland in Schweden kam die Besitzerin, die 101 Jahre alte Frau Maris Persson, in den Flammen um. Ihre 80jährige Tochter konnte sich retten. Die Verunglückte war die älteste Frau Schwedens. Brandkatastrophe in Tokio. Tokio, 21. 4. Durch heftige Feuersbrünste wurden in der japanischen Hauptstadt 348 Wohnungen zerstört. Es besteht die Vermutung, daß die Brände von den im Ausstand befindlichen Straßenbahnern angelegt worden sind. Die große Errungenschaft dieser Befreiungskriege war alsdann die auch im Frieden durchgeführte allgemeine Wehrpflicht. Das Heer wurde zum Einheitskörper, der zur Zusammenfassung und Vereinheitlichung von Staat und Volk am meisten beitrug. In ihm wurde feste Gesinnung erzeugt, die sich immer wieder auf das Ganze übertrug. Wie das Heer das Mittel der Wiederaufrichtung Deutschlands aus tiefster Nacht des Niedergangs und der Jerriſſenheit war, ſo wurde es noch mehr das Bollwerk zur Fernhaltung und Abwehr der Feinde von deutHeeres wurde die feste ſchem Boden. In der Erziehung des S Widerstandskraft des deutschen Volkes gegen Bedrängnisse von außen geschaffen. Friedrich Wilhelm, der große Kurfürst, hat das erste stehende Heer geschaffen. Sein Entel, Friedrich Wilhelm I., der große Organisator, hat dann mit eiserner Strenge die endgültigen Grundlagen des preußischen Heeres errichtet, die in der Folge nicht mehr verlassen und auf denen nur noch weitergebaut wurde. Ohne den von ihm erzeugten Unterbau hätte das Deutsche Reich nie gebildet werden können. Alle Kräfte wurden von ihm zur Entwidlung gebracht. Alle großen Leistungen konnte er nur hervorbringen durch die von ihm zur Einführung ge= brachte äußerste Sparsamteit. Preußen wurde der Staat, der feinerlei Schulden hatte, sondern noch über einen Staatsschatz in einer für damalige Zeit beträchtlichen Höhe verfügte. Mit diesem Heer und seinem das ganze Staatswesen durchdringenden Geist konnte dann Friedrich der Große die preußisch- deutsche Großmacht errichten, konnte Lande für Deutschland und deutsches Wesen zurückgewinnen. Beisetzung von 110 Opfern der Katastrophe von Costesti. Bukarest, 21. April. 110 Opfer der furchtbaren Brandfatastrophe von Costesti sind heute in Gemeinschaftsgräbern beigesetzt worden. Ueber 10 000 Personen wohnten in tiefer Ergriffenheit der Feier bei. Die Zahl der Opfer beträgt nach den amtlichen Berichten 134. Bis jetzt konnten 115 Leichen identifiziert werden. Die anderen sind so grauenvoll verstümmelt, daß eine Jdentifizie= rung kaum möglich ist. 17 Personen liegen in schwerverletztem Zustande in den Krankenhäusern. Sämtliche Kirchen des Landes veranstalten Trauergottesdienste. Gegen diesen Geist suchten alle Feinde Deutschlands, die es mit seiner zentralen Lage von allen Seiten haben und die sich mit seinem steigenden Wohlstand und dadurch erzeugten Neid noch vermehren mußien, anzufämpfen, indem sie ihn als Militarismus verschrieen, während sie ihn gleichzeitig nachahmten. Das Bollwerk deutscher Widerstandskraft wollten sie zuerst innerlich untergraben, um mit dem von ihnen aufgenommenen Militarismus alsdann Deutschland beherrschen zu können. Der Kampf gegen den sogenannten deutschen Militarismus und sein Hineintragen in den deutschen Volksorganismus war die erste Etappe auf dem Wege der allgemeinen Bekämpfung des emporgewachsenen Deutschlands, das an nichts weniger als an einen Krieg dachte und das sich nur in friedlicher Arbeit weiter entwideln wollte. Wenn dann auch in der Folge der preußische Staat in den napoleonischen Kriegen bis nahe an den Rand des Abgrundes fam, so war er und sein Heer schließlich doch das Bollwerk, ohne das Deutschland verloren, ohne das die Fremdherrschaft nicht mehr zu beseitigen gewesen wäre. Das besiegte preußische Heer Grenzen. Nach allen Seiten liegt es offen. Während andere Völker und Länder von einer oder höchstens zwei Seiten bedroht werden können, ist Großen Grünber Burgiol Steinber Quedbor Langena Medenba Steindor Quedbor Tiefenbad Büblings Burgjolm Jugend: 1900 Gie VfB. Gie Wekl. S VfB. Gi Weyl. E Niederg Löhnber Lich 1. Ginn 1 Ginn 2 Dudenh Gau Marb Weiter Gladen Bürgel Wom Jugend ViB. Germ VfB Oftermonta Kurhe 1900 BSV Seller BC. Germ Gelnb SpVg GC.0 Gay Gi Heuche Etring Effing Holzha Weilb Naubo immer Laubad Garben Steinb Weilbu Frohnh Naubo Laubad Bieber notwendigen Abwehr hat Deutschmöglich. In der immer wie hoche Gefahr von allen vier Geiten land es selten mit einem Gegner zu tun gehabt. Aber selbst dann mußte es sich meist gegen den Einbruch meiterer Gegner vorſehen. Schiajalsſchläge ſcheinen für das deutsche Bolt im wieder erforderlich, damit es eine innere Läuterung vollzieht und von neuem mit Anspannung aller Kräfte den zähen Kampf des Vorwärtsschreitens beginnt. Gerade gegen die angestrengte deutsche Arbeitskraft, die als Pflichterfüllung und erlangte Leistungsfähigkeit eine Folge der Heereserziehung war, war das Antämpfen in erster Linie gerichtet. Den Erfolgen deutscher Mehrleistung wollte man einen Riegel vorschieben. Deutsche Tatkraft und ihre Ergebnisse sollten vernichtet werden. In den Tributlasten wollte man ein Mittel schaffen, um immer wieder den erwachenden Geist deutscher Energie niederhalten oder, wenn dies nicht möglich war, wenigstens die Früchte davon zum großen Teile selbst einheimsen zu können. Die Kräfte des deutschen Voltes sind immer vorhanden. Aber sie dürfen nicht ungeübt sein, dürfen nicht brach liegen, müssen immer wieder zur Entwicklung gebracht werden. Das wesentlichste dabei ist der Geist, der diese Kräfte durchdringt, sie anspornt, ihre Leistungsfähigkeit erhöht. Darum müssen wir diesen Geist, wenn er verloren zu gehen droht, immer wie der in uns wachrufen. Wenn solcher Geist sich emporringt und sich wieder durchsetzt, dann treten die Führer von selbst hervor, werden hochgetragen und an die Spize gestellt. Solcher Was aber in dem sogenannten Militarismus in mehr als 250 Jahren an Heeres- und Volkserziehung geschaffen wurde, fann nicht umsonst gewesen, kann nicht auf einmal ausgelöscht sein. Er wird fortwirken, um deutsche Widerstandskraft gegen alle Bedrängnisse wieder hervorzubringen und zu stärken. Gerade die deutsche Geschichte kennt Beispiele anscheinend tiefen Niedergangs der Volksseele, denen immer wieder überraschende Aufstiege eines neuen Geistes nachfolgte. Das deutsche Volk hat schwerere Wege als andere Völker, was sich schon aus der Ungunst seiner Lage ergibt. Deutschland hat keine natürlichen Geist ist das größte Einheitswerk, schaffen werden kann. Humor. deutschen Volke ge= Fußballwettkampf. Aufregender Fußballwettkampi. Herr Weimar befindet sich unter den Zuschauern. Herr Weimar kann es sich nicht verkneifen, dauernd Zwischenrufe zu machen. Schließlich geht der Schiedsrichter drohend auf ihn zu: ,, Sie, Männeken, hören Sie mal, ich beobachte Sie jetzt schon seit einer halben Stunde, Sie machen dauernd Zwischenrufe. Unterlassen Sie das!" Herr Weimar medert entrüstet los: ,, Da sehen Sie! Da ham wa's ma wieder! Eine halbe Stunde lang hamse mir beobchtet! Es wäre viel jescheiter jewe sen, Sie hätten das Spiel beobachtet... Großmama sieht zu, wie der kleine Hans Murmel spielt. ,, Hans!" sagt sie ,,, ich habe ja nichts dagegen, daß du Murmel spielst, aber du mußt doch nicht so schrecklich dabei schimpfen. Was soll denn das bloß mal werden, wenn nu groß bist" ,, Wenn ich groß bin, dann spiele ich Fußball und schimpfe", erklärt der kleine Hans. Hirzenh Jugend: 1900 Gi Wekl. Aglar 1 1900 6 Mekl Rieber Gau Ma Marb Mehr Garna Colbe Colbe Jugend: Aurh. Odersha Garnau Gladenb Marbach Odersha Sportvereinig Am 1.9 einen schöne Ichaft, die b auffällt. D 1. Bezirtstle guten Mitte überlegen. Der Gaitgebe belfer lieger ein. Die b Früchte gut Rieberzwehr Cr. 32. u wer Land: inifters en des besteht, tos! tei, die e scharf, to durch wahre, Tersten 49 im schlug, aus der um die nd ver ch. Die lin sehr Wärme, die vor von die e, fahnmachte den Dü ler ver nde ver Kolberg tus auf Mittwoch, den 23. April 1930. nij ,, Gießener Zettang Turnen, Sport und Spiel. Die Diterspiele.... Fußball. Ergebnisse aus dem Bezirk. Karfreitag: Germ. Marburg Wycombe Wanderers London 2: 6( 1: 2) Löhnberg 2. Weilburg 2. 3: 1( 1: 1) Niedershausen 1. Löhnberg 1. 0: 4( 0: 3) Herbertshausen 1. Breidenstein 2. 2: 2 Preußen Nordhausen Oftersamstag: Hermannia Kassel SC. 05 Göttingen Ostersonntag: 1900 Gießen - Kurh. Kassel 0: 8( 0: 3) Kurhessen Marburg 1: 7( 0: 4) BC. Sport Kassel 2: 4( 1: 0) 07 Kreuznach 7: 3( 4: 0) Niederzwehren VfB. Gießen 2: 4( 0: 3) Weyl. SpV. FSV Frankfurt( Pokalm.) 0: 2( 0: 0) Schwarz- Weiß- Essen 1: 4( 0: 2) Kurh. Marburg Speldorf Sp. 03 Kassel 0: 6( 0: 2) Union Niederrad Borussia Fulda Hessen 09 Kassel SpV. Kassel 5: 3( 1: 0) Darmstadt 98 5: 3 Kurh. Marburg 2: 0( 1: 0) SpB. Horas Merkur Frankfurt 2: 4( 1: 0) FV. Schlüchtern Gau Gießen- Wetzlar: 03 Fechenheim 2. 1: 4 SC. Niedergirmes- Sp. G. J. G. F. Höchst 2: 7( 2: 2) VfR. Buzzbach Union Niederrad 2. 2: 4 Lollar 1. Heuchelheim 1. 3: 3 Löhnberg 1. Niedershausen 1. 1: 1( 1: 0) Sinn 1. Burg 1. 4: 0( 1: 0) Biskirchen 1. BC. Siegen 2. 2: 1( 1: 1) - Corbach 2. 1900 Gießen 2. 7: 1 VFB. Gießen 2. Dreihausen 1. 5: 0 Großen- Bused 1.- Eintracht Frankfurt( Reisem.) 3: 0( 1: 0) Grünberg 1. in Kar Burgsolms 1. ganzen Steinberg 1. beuteten Quedborn 1. Odershausen 2. 2: 5( 2: 3) Mainz 05 2. 2: 7 Germania Frankfurt- Süd 4: 3( 2: 1) Lich 1. 1: 4 Langenaubach 1. Weiß- Blau Frankfurt 4: 5( 2: 1) Medenbach 1. Fehl- Rizenhausen 1. 0: 2( 0: 0) Steindorf 1. Frankfurt- Hofheim 7: 3 Queckborn 2. Lich 2. 2: 0 Tiefenbach Hermannstein 2. 5: 1 Büblingshausen 2. hone hat inbergen is auf o Burgsolms A. H. Jugend: 1900 Gießen 1. VfB. Gießen 1. Thofes in ahre alte 80jährige ie älteste en in der esteht die Tindlichen Brandbern bei iefer Er Berichten den. Die dentifizie Tverlegtem des Lan nd andere Seiten be ier Seiter at Deutic Aber selb rer Gegner Jolf immer g vollzieh hen Rampi vorhanden rach liegen rden. Das Durchdringt, um mullen mmer wie rringt un felbst her t. Galer it. Gift 11. Volte mpi. auernd 3wi ihn zu: te Sie jet Bwijchenrui Eine halb jcheiter jem Curmel ipiell gen, daß de redlich dabe penn groß and fahimpie рь Weyl. SpV. - Holzhausen 2. 3: 2 Wetzlar A. H, 1: 1( 1: 1) Köln- Leverkusen 1. 1: 4( 1: 2) Germania Frankfurt 1. 2: 2 Velbert 1. 1: 1 VfB. Gießen 2. Germania Frankfurt 2. 0: 1 Weyl. SpB. 2. BC. Siegen 2. 2: 3 Niedergirmes 2.— Ehringshausen 1. 5: 0 Löhnberg 1. Lich 1. Sinn 1. - Niedershausen 1. 4: 2( 2: 1) Groß- Auheim 1. 2: 2 Elz( Lahn) 1. 4: 1( 2: 0) Sinn 2. Merkenbach 1. 1: 0( 0: 0) Dudenhofen 1. Niederbiel 1. 0: 1( 0: 1) Gau Marburg: Wetter 1. Kurh. Kassel 2. 1: 3 Gladenbach 1. Duisburg 99 2. 1: 4' Bürgeln 1. Cölbe 1. 4: 2 Wommelshausen 1. Jugend: - VfB.-K. Marburg 1. Germania Marburg 1. BfB.-K. Marburg 2. Ostermontag: Klafeld- Geisweid 3: 5 VfR. Fürth 1. 3: 2 Wormatia Worms 1. 2: 1 Hessen Preußen Kassel 2. 1: 1 Kurhessen Marburg Wiener Cricketer 1: 4( 0: 2) 1900 Gießen Groß- Auheim 1: 1( 1: 1) abgebr. BSV. Altenessen Hessen 09 Kassel BC. Sport Kassel Germania Fulda Sp. 03 Kassel 4: 1( 3: 1) Großalmerode 3: 0 FC. Langen 5: 0( 1: 0) Wycombe Wand. London 0: 7( 0: 2) Gelnhausen Borussia Fulda 2: 3( 2: 2) SpVgg. Göttingen SC. 05 Göttingen Gau Gießen- Weglar: Heuchelheim 1. Schwarz- Weiß Essen 0: 4( 0: 3) Hanau 93 0: 2( 0: 1) 78 Ehringshausen 1. 197 Lollar 1. 2: 2 G. Höchst 2: 3 Ettingshausen 1. Odershausen 2, 2: 0( 0: 0) Holzhausen 1. Weilburg 1. Nauborn 1. Laubach 1. Garbenteich 1. Steinbach 1. #Weilburg 2. Frohnhausen 2. Nauborn 2. Laubach 2. Bieber 1. Hirzenhain 1. Jugend: 1900 Gießen 1. Weyl. SpV. 2. BC, Siegen 2. 5: 1( 2: 1) FSV Frankfurt( Pokalm.) 0:10 VfB. Gießen 2. 5: 4( 2: 2) in Alsfeld- Altenburg 1. 3: 1( 1: 1) Germania Frankfurt- Süd 3: 3( 0: 0) Lich 1. 2: 2 Löhnberg 2. 5: 2( 2: 2) Weiß- Blau Frankfurt 0: 3 VfB. Gießen 3. 5: 2 Alsfeld- Altenburg 2. 1: 1( 0: 0) VfB. Gießen A. H. 4: 3 Medenbach 1. 2:21 Groß- Auheim 1. 3: 2 SpC 08 Oberlahnstein 2. 1: 0 Aplar 1. Velbert 1. 3: 1( 3: 0) 1900 Gießen 2. BC. Siegen 2, 6: 0 Wezl. SpV. 2. Spc. 08 Oberlahnstein 2. 1: 0 Weilburg 1, 1: 0 Niedergirmes 2. Gau Marburg: Marbach 1. Wehrda 1. Sarnau fomb. Cölbe 1. Kirchhain 1. 5: 4( 2: 2) Kurh. Kassel 2. 2: 4 VFL. Wetter komb. 8: 1 1900 Gießen 2. 2: 0 Cölbe 2. 1900 Gießen 3. 3: 3 Jugend: Kurh. Marburg 1. Viktoria Magdeburg 1. 2: 1 Odershausen 1. VFR. Fürth 1. 1: 9 Sarnau 1. Wormatia Worms 1. 2: 3 Gladenbach 1. Lollar 1. 3: 1 Marbach 1. Michelbach 1. 2: 1 Odershausen 2. Kurh. Marburg 3. 1: 3 Sportvereinigung Niederzwehren- KasselVfB. 08 Gießen Liga 2: 4( 3: 0). Am 1. Osterfeiertag konnte die Ligamannschaft des VfB. einen schönen 4: 2- Sieg erringen Niederzwehren gehört der 1. Bezirksklasse an, und verfügt über eine ansprechende Mannschaft, die besonders durch große und körperlich kräftige Leute auffällt. Die Mannschaft errang in den Verbandsspielen einen guten Mittelplay. Das Spiel sah die VfB.- Mannschaft meist überlegen. Leider ließ man sich jedoch zeitweise das hohe Spiel der Gastgeber aufdrängen, und erst als die Mannschaft das ihr besser liegende Flachspiel aufnahm, stellten sich auch Erfolge ein. Die bis zur Halbzeit erzielten 3 Tore waren alle die Früchte guter Zusammenarbeit. Nach der Pause verbesserte Niederzwehren durch Strafstoß wegen Häude, ausgeführt von Stiebig( früher Hessen 09 Kassel) auf 3: 1, worauf Gießen nach längerem Drängen einen weiteren Erfolg erzielte. Bei einem Durchbruch fam Niederzwehren noch zu einem 2. Tor, das bei größerer Aufmerksamkeit leicht zu verhindern war. Das Spiel sah gegen Schluß die Gießener wieder leicht überlegen. Erfolge wurden jedoch, insbesondere durch die harte Abwehr des linken Verteidigers von Niederzwehren, nicht mehr erzielt. Abgesehen von kleinen Schwächen der Außenläufer in der ersten Halbzeit, sowie der durch eine Verlegung bedingten schwachen Leistung des Ersazlinksaußen, lieferte die VfB- Mannschaft ein ansprechendes Spiel und hat durch ihre faire Kampfweise einen guten Eindruck hinterlassen. 1900 Gießen 1. - 07 Kreuznach 1. 7: 3( 4: 0). Am Ostersonntag tam Kreuznach, das z. 3t. in seinen Verbandsspielen das Tabellenende ziert, einer alten Rückspie!- verpflichtung in Gießen nach. Die 1900er traten komplett mit der Aenderung an, daß Henrich auf HR. aufgestellt war. Das Spiel leitete Beinecke- Aßlar in großzügiger und einwandfreier Weise. Zum Spiel felbst! 1900 nahm sofort das Heft in die Hand und schuf besonders durch seinen RA. Zeiler recht gefährliche Momente vor dem gegnerischen Tor. Recht gut waren Zeilers halbhohe Flanken, die von Adelberger( M. St.) gut aufgenom= men in kurzer Zeit schon zu Toren führten. Nach 10 Minuten fiel das erste Tor, dem in regelmäßigen Abständen drei weitere Tore folgten. Die Erfolge waren durch schönes Kombinationsspiel des gesamten Sturmes erzielt. Das 3. Tor war ein Eckball von rechts, Adelberger sperrte den Tormann, der HL. Heilmann töpfte ein. Vom Gegner wurden nur wenige Angriffe und zwar vom linken Flügel vor das 1900er Tor gebracht, die Hohmann und Sad allerdings vereitelten. Nach der Pause lichen die Gießener den Gästen zunächst mehr den Ball, da die Kreuznacher sich einer nicht kommentmäßiger Spielweise be= fleißigten. Als die Gäste sich ausgetobt hatten, kam 1900 wieder in Front. Nach 10 Minuten ging 1900 wieder in Führung. der Angriff wurde wieder von Adelberger eingeleitet und über Zeiler durch Henrich abgeschlossen. Durch Selbsttor von Hohmann fam das Ergebnis auf 5: 1. Kurz darauf konnte Adelberger, der glänzend arbeitete, das 6. Tor für die Blau- Weißen erzielen. Durch, Fehler von Katz wurde ein Ball dem HR. der Gäste vor die Füße gelegt, welcher Hohmann überspielte und unholtbar einlenkte.( 6: 2). Das 7. Tor für die Hiesigen erzielte Zeiler durch Nachsetzen hinter einem von Adelberger geschossenen Ball. Ein Durchbruch des 1. Gästeflügels schaffte dann folgende Situation. Hohmann war zu weit aufgerückt und mußte zurücklaufen. Nun lief er anstatt hinter dem Gegner, um diesen zu sperren, hinter dem Ball her, der weiter von ihm wie der Gegner war. Hätte er den Gegner abgedrückt, wäre der Ball Sad gewesen. Sad lief nun nicht heraus, der Kreuznacher schoß und zwar auf den Mann. Sad ließ den haltbaren Ball durch die Beine laufen( 7: 3). Eine ganze Reihe von Fehlern mithin. Das Resultat brauchte nur 7: 1 zu lauten. Die Gäste stellten eine körperlich kräftige Mannschaft, die nicht immer ganz fair spielte. Der beste Mannschaftsteil war der linke Sturmflügel und der rechte Verteidiger. Die 1900er zeigten ein ausgeprägtes, schönes Kombinationsspiel. Der Sturm war selten gut, vor allem Adelberger zeigte Glänzendes. Die Läuferreihe war nicht wie immer in Form, sie zeigte nicht das gewohnte, idealreiche Aufbauspiel. Das Schlußtrio arbeitete zufriedenstellend, Jäckel war der beste von ihnen. * 1900 Gießen 1. Groß- Auheim 1. 1: 1( 1: 1). Dem Schiri Petry- Wetzlar stellten sich am Ostermontag obige Monnschaften vor nur wenigen hundert Zuschauern, um sich ein besseres Spiel als am Vortage die Kreuznacher mit den BlauWeißen zu liefern. Trotzdem 1900 leicht feldüberlegen war, fonnten die Gäste in der 20. Minute durch ihren HL. in Führung gehen. 1900s Hintermannschaft war wieder zu weit aufgerückt und war überlaufen worden. Der Schuß selbst war unhaltbar. Adelberger hatte einigemale Gelegenheit, auszugleichen, hatte aber Schußpech, die Außen, ein wenig egoistisch, schossen auch erfolglos auf die Kiste, anstatt die Bälle abzugeben. Eine Vier telstunde später fiel dann zunächst der verdiente Ausgleich durch Adelberger, der eine Flanke von Schneider unhaltbar einfandte. Bis zur Pause und später vergebliches Bemühen beider Parteien an dem Resultat etwas zu ändern bis kurz vor Schluß der Shiri wegen heftiger werdenden Regens das Spiel vorzeitig abbrach. Die Gäste zeigten nicht viel Technik, spielten aber schnell und cifrig und mit gutem Abschlag, vor dem Tor des Gegners wurden sie allerdings unsicher. Die Hintermannschaft war der bessere Mannschaftsteil. Die 1900er- Leistung war einheitlicher wie am Vortag. Die Hintermannschaft war gut, die Läuferreihe wieder in alter Frische, im Aufbau und im Zerstören gleich gut. Der Sturm zeigte schönes Zusammenspiel, der Innensturm und hier besonders Adelberger überragten alle anderen. Der Schiri leitete sehr gut. ht Frankfurt Großen- Bused 1. Sondermannschaft Eintracht 3: 0( 1: 0).( 1. Ostertag). Mit den Gästen aus Frankfurt hatten die Buseder keinen ſchlechten Griff getan. Was dieſe an Technit, Täuſchen und Kopiball zeigten, muß anerkannt werden. Besonders gut war der Gäste kurzes Paßspiel; Der Innensturm war ihr bester Mannschaftsteil, zeigte vorzügliche Kombination, hatte aber kein Schußvermögen, die aber auch reichlich Pech vatten. Der Tormann war durch seine auffallende Ruhe eine Klasse für sich. An den drei Toren war er schuldlos. Die Busecker, die im Feldspiel den Gästen zurückstanden, lieferten eine ganz ausgezeichnete Partie. Durch ihre schnellen Durchbrüche, jetzten sie oft des Gästetor in Gefahr, und sind auch dadurch zu Erfolgen gekommen Vorzüglich war die Verteidigung. Nach etwa einer Viertelstunde Spielzeit konnte der Ersazlinksaußen Großen- Busecks das erste Tor durch schönen Flachschuß erzielen. Go blieb es bis zur Pause. Nach zuerst verteiltem Spiel in der zweiten Spielhälfte, brachten die Gäste durch Eigentor den zweiten Erfolg. Kurz vor Schluß erzielte der Mittelstürmer noch ein drittes Tor. Als Schiri war Herr Kreiling- Gießen sehr gut. Laubach 1. Alsfeld- Altenburg 1. 3: 1( 1: 1). Laubach 2. Alsfeld- Altenburg 2. 1: 1( 0: 0). Altenburgs 1. mußte gegen Laubachs 1. eine verdiente Niederlage hinnehmen. Wohl zeigten die Gäste in der ersten Hälfte ein technisch und taktisch besseres Spiel, fielen aber in der 2. Hälfte, als törperlich schwerere Mannschaft dem nassen Boden und der immer besser werdenden Spielweise der Plazherren zum Opfer. Auf beiden Seiten waren die Torhüter hervorragend. Schiedsrichter Grote 1900. Bei den 2. Mannschaften konnten die stetig drängenden Laubacher, infolge schlechter Stürmerleistungen das gute Schlußdreieck Altenburgs nur einmal überwinden und mußten bei einem Gegenbesuche sogar einen zu verhindernden Treffer hinnehmen. Schiri Feldmar- Homberg. * Aus Lich. Nr. 32. Die Osterspiele der Rasenspieler konnten alle bis auf ein Spiel der Jugend ausgeführt werden. Am 1. Feiertag spielten die Erste und Zweite in Quedborn. Die Licher- 1. Mannschaft fonnten, mit 3 Ersatzleuten spielend, mit 4: 1 verdient gewinnen. Die Zweite, die ihr erstes Spiel machte, ließ sich von Queckborns 2. durch 2 Selbsttore 2: 0 schlagen. Den Vogel schoß die Jugend ab. In einem prächtigen Spiele gegen die 1. Ju= gend von Gr.- Auheim b. Hanau fonnten die jungen Rasenspieler sich ein schönes 2: 2 holen. Bis zum Wechsel spielten die Gäste überlegen und lagen auch bis dahin mit 1: 0 in Führung. Nach der Pause aber gingen die Licher mit vollem Elan ins Spiel und bald fiel auch durch eine schöne Kombination der Ausgleich. Bald gingen die Gäste durch ihren L. A. wieder in Führung. In der 20. Minute etwa glichen die Rasenspieler durch Elfmeter aus. Kurz vor Schluß hatten die Platzbesitzer noch eine Chance, aber der Schuß des H. L. ging aus 2 Meter Entfernung gegen die Latte. Am 2. Feiertag spielte die Erste gegen Steinbachs Erste 2: 2. Hermannia Kassel Kurhessen Marburg 1: 7( 0: 4). Samstagspiel! Ein verdienter Sieg der in stärkster Aufstellung angetretenen Marburger, die mit der schwachen Vertei digung der Playmannschaft leicht fertig wurde. Ein Elfmeter brachte den Kasselern das Ehrentor. Hessen 09 Kassel Kurhessen Marburg 2: 0( 1: 0). Die Kurhessen hatten 6 Spieler ersetzt, um sich für das am folgenden Tag stattfindende Treffen gegen die Wiener zu schonen. Trotzdem hatten die Hessen, die in stärkster Aufstellung angetreten waren, ihre Last. Sie spielten nur zeitweilig überlegen. BfB.- Kurhessen Marburg Vienna Cricketer Wien 1: 4( 0: 2). Vor 100 Jahren hat Theodor Mundt, der Schriftsteller des jungen Deutschland, gesagt:„ Das Vergnügen ist der Spielball des Lebens". Heute würde er jedenfalls sagen: ,, Der Spielball ist das Vergnügen des Lebens". Aber anderthalb Stunden in strömendem Regen hinter dem Spielball herzulaufen, ist gerade so wenig ein Vergnügen, als dieselbe Zeit ohne Regenschirm im Zuschauerraum zuzubringen. So war es am Ostermontag in Marburg bei dem Spiel der Wiener Gäste. Wären sie glücklicher gewesen, dann hätte alles geklappt; aber mit ihrer dreiviertelstündigen Verspätung hatte der Wettergott nicht gerech net und daher ließ er die Schleusen für Spieler und Zuschauer um dieses Zeitmaß zu früh öffnen. Dadurch ging beim Pub litum die Stimmung verloren und wurde dem Wettkampf der Reiz genommen; denn wenn auch die Gäste großes Können verrieten, so konnten sie es bei solch schlechten Bodenverhältnissen doch nicht nach Wunsch zum Ausdruck bringen, während die Plazelf, zum Teil noch mitgenommen von den zwei Vorspielen in Kassel, überhaupt nicht richtig in Fahrt fam. Das durfte aber den Halbrechten doch nicht verleiten, Vorteile durch unfaire Handlungen herbeiführen zu wollen; für solche Darbietungen hatte das Publikum mit Recht kein Verständnis. Sehr unangenehm wirfte auch das viele Handspielen einiger Marburger, die Strafe blieb zum Glück nicht aus: ein Elfmeter, der verwandelt wurde und ein Strafstoß, der zu einem Tore führte, waren die gerechte Sühne wenigstens für zwei Fälle. Hätte stattdessen der Sturm produttiver und uneigennütziger zusammengespielt, die Läuferreihe mehr offensiv als defensiv sich be= tätigt und die ganze Angriffstaktik nicht so viel Terrain durch Breitenstreuung verloren, dann war immerhin noch ein besseres Resultat herauszuholen. Aber so hatte die Wiener Läufferreihe und Verteidigung ein verhältnismäßig leichtes Schema der Abmehr der Marburger Angriffe und des Aufbaues der eigenen Angriffe; das verstand sie sehr geschickt auszunüßen, so daß sie eine zeitweilig stark zutage tretende Ueberlegenheit erlangte und auch einen dem ganzen Spielverlauf angepaßten zahlenmäßigen Erfolg erzielte. Ein Urteil über die Einzelspieler läßt ich unter den gegebenen Ve: ä'tnisse. rb at t dem Anspruch auf allgemeine Gültigkeit fällen; dafür müßte mon die beiden Mannschaften einmal auf einem guten Plaze bei günstiger Witterung gegeneinander spielen sehen, wenn beide komplett und frisch sind; das traf hier nicht zu. $: 0 Aus Niedershausen. Niedershausen 1. Löhnberg 1. 0: 4( 0: 3) Löhnberg und Niedershausen waren von jeher alte Rivalen und lieferten sich stets spannende Kämpfe. Wer in die Verhältnisse eingeweiht ist, der weiß, wie schwer es ist, den jeweili gen Sieger aus dem Lokalkampf vorauszusagen. Auch diesmal wagte niemand, irgend eine Mannschaft zu tippen. Man begab sich mit gemischten Meinungen am Karfreitag nach Niedershausen. Punkt 3 Uhr erscheinen beide Mannschaften. 3u Spielbeginn wandert das Leder planlos hin und her, da beide It das Lede Mannschaften eine gewisse Nervosität an den Tag legen. Allmählich findet man sich, und Löhnberg kann dank seines besseren Rönnens 3 Tore bis Halbzeit vorlegen. Pause. Es geht gleich weiter. Der Kampf läßt nach, da ja der Sieg schon vergeben scheint. Erst in der Mitte der zweiten Halbzeit gelingt es Löhnberg, das Schlußresultat herzustellen, während Niedershausen das Ehrentor versagt bleibt. Bistirchen 1. BC. Siegen 2. 2: 1( 1: 1). Am 1. Osterfeiertag hatte der RFR. Biskirchen den BC. Siegen zu Gast. Die Gäste stellten eine förperlich starke, aber sehr faire Mannschaft. Sofort nach Anstoß unternahmen die BC.er verschiedene Angriffe, und in der 4. Minute ist die 1: 0- Führung erzielt. Die Plazmannschaft findet sich dann besser zusammen, und in der 9. Minute ist der Ausgleich hergestellt. Das Spiel ist dann ausgeglichen. Beide Tore tommen in Gefahr, aber an dem Resultat wird bis zur Pause nichts mehr geändert. Nach dem Wechsel ist die Plazmannschaft durch gutes Zusammenspiel teilweise start überlegen, aber nur einmal läßt sich der Gästetorhüter schlagen. Verschiedene todsichere Sachen hält er in glänzender Manier und verhindert eine größere Niederlage seiner Mannschaft. Das Spiel ist dann bis zum Schlußpfiff offen. Schiri Henkel- Weglar leitete korrekt und zur Zufriedenheit beider Mannschaften. Holzhausen 1. BC. Siegen 2. 5: 1( 2: 1). Am 2. Osterfeiertage reihte Holzhausen ihren letzten Siegen, Büblingshausen 2: 0 und 4: 3, Bissenberg 3: 1, einen weiteren schönen Erfolg an, indem sie die spielstarke Ligareserve des BC. Siegen einwandfrei schlugen. Bei Regenwetter, auf naß- glitschigem Boden wurden an die Spieler große Anforderungen gestellt; trotzdem lieferten sich aber beide Gegner ein interessantes Spiel. Die Siegener sind in den ersten 20 Minuten im Vorteil. Ihr Halbrechter erzielt in der 22. Minute den einzigen Erfolg für seine Farben. Mächtig strengt sich H. an. Angriff auf Angriff rollt auf das Siegener Tor. Der Tormann hat alle Hände voll zu un und zeigt hier sein großes Können. In der 34. Minute ist H. Halbrechter gut durchgekommen. 1: 1. Acht Minuten später macht der Mittelläufer von H. einen prächtigen Alleingang. Unhaltbar aus 20 Meter ist das 2. Tor für H. er= zielt. Halbzeit. Die zweite Hälfte sieht die Läuferreihe von H., besonders den Mittelläufer, in Hochform. Die Stürmerreihe glänzt durch Schnelligkeit. Schon in der 2. Minute nach Wiederbeginn kann H. Halblinker Nr. 3 erzielen. Der Mittelläufer schießt wiederum mit wuchtigem Schusse ein. Nr. 4. Bei schö nem Kombinationsspiel erzielt Holzhausen ein weiteres Tor durch den Halbrechten. Der Sieg ist verdient, aber zu hoch. Schiedsrichter Klier- Weglar leitete das faire Spiel vorzüglich Mittwoch, den 23. April 1930. Aus Löhnberg. Karfreitag: Löhnberg 2. Weilburg 2. 3: 1( 1: 1) 1. Osterfeiertag: Löhnberg Jgd. Niedershausen Jgd. 4: 2( 2: 1) Löhnberg 1. Niedershausen 1. 1: 1( 1: 0). 2. Osterfeiertag: Weilburg 2. Löhnberg 2. 5: 2( 2: 2). Die beiden zweiten von Löhnberg und Weilburg trafen sich zum Gesellschaftsspiel, wo Löhnberg zu einem glatten Siege fam. Konnte Weilburg in der 1. Halbzeit noch eine entsprechende Partie liefern, so klappte es in der 2. Halbzeit gänz= lich zusammen. Weilburg kam nicht mehr über die Mittellinie. Aber trotzdem gelang es Löhnbergs Sturm nicht, zu Toren zu lommen, da es auf der einen Seite zu viel kombinierte, während auf der anderen Seite sich Weilburgs Tormann sehr tapfer hielt. Am 1. Ostertag. Jm Spiel der Jugend konnten die Löhnberger einmal mehr siegen. Anschließend begann das Spiel der 1. Mannschaften. Es ging gleich hart auf hart. Niedershausen wollie den schlechten Eindruck vom Karfreitag etwas perwischen. Löhnberg konnte durch einen Fehler von der Niedersh. Hintermannschaft durch den Rechtsaußen in Führung gehen und tann den Vorsprung auch die ganze Halbzeit halten. Nach Wiederbeginn dasselbe Bild. Man fämpft hart um den Sieg. Niedershausen kann ausgleichen. Der Löhnberger Hüter hätte das Leder unbedingt halten müssen. Langsam verrinnt die Zeit. Löhnberg greift nochmals energisch an, aber Niedershausens Schlußdreieck ist auf der Hut und kann immer in letzter Minute rettend eingreifen. Mit dem Schlußpfiff trennt man sich mit dem nichterwarteten Resultat. 2 Ostertag. Weilburg 2. und Löhnberg 2. lieferten sich vor dem Spiel der Pokalmannschaft des FSV. Frankfurt einen schönen und spannenden Kampf den Löhnberg mit 5: 2 bei großem Pech verlor. Sinn 1. Burg 1. 4: 0( 1: 0). Auf diese Begegnung war man gespannt. Burg trat mit vier Mann Ersatz an. Gleich nach dem Anstoß ging Burg durch schönes Zusammenspiel durch und funkte aus allen Lagen auf den Sinner Kasten. Sinn fand sich dann und es wurde sogar leicht überlegen. Der Sinner Mittelläufer Paul war in Hochform und zerstörte alle Angriffe Burgs. Mit einem wuchtigen Schuß, der unhaltbar war, brachte er die Führung an Sinn, hüben und drüben wurden die schönsten Sachen versiebt. Die Sinner Hintermannschaft war in Hochform und wehrte alle gegnerischen Durchbrüche geschickt ab. Nach Wiederanstoß schien es, als wenn sich das Blatt wenden wollte, wenn nicht der ausgezeichnete Mittelläufer von Sinn gewesen wäre, der für drei Mann schaffte. Immer und immer wieder riß er den Sturm in die gegnerische Spielhälfte. Sinn drängte und drängte und konnte noch drei weitere Treffer erzielen. Burg setzte nun zum Endspurt an, aber es war nichts mehr zu machen. Ja, der Ehrentreffer blieb ihnen noch versagt. Der Kampfgeist von der Sinner Elf hat das Endresultat mit 4: 0 entschieden. Aus Nauborn. Nach längerer Pause kam wieder ein Spiel des Gießener VfB. mit dem hiesigen BC. zustande. Zuerst trat die hiesige 2. gegen die Gäste 3. an und konnte nach fairem Spiel 5: 2 ge= winnen. War das Spiel noch bei günstigem Wetter ausgetragen worden, so öffnete der Himmel im Verlaufe des 2. Spieles alle Schleusen, und es muß die sportliche Begeisterung, hierbei auszuhalten, für Spieler und Zuschauer hoch angerechnet werden. Die 2. Mannschaft der Gäste gewann verdient gegen die hiesige 1. mit 5: 1. Hervorzuheben sei die gute Kombinationstechnik bei den Gästen, trok schlechen Wetters. Bei den Hiesigen war die Verteidigung in guter Form. Keuß- Azlar schiedsrichterte gut. 1. Osterfeiertag: Bürgeln 1. Cölbe 1. 4: 2. 2. Osterfeiertag: Cölbe 1. 1900 Gießen 2. 2: 0. Cölbe 2. 1900 Gießen 3. 3: 3. Am 1. Ostertage weilte Cölbe 1. in Bürgeln und verlor bei sehr schlechten Platzverhältnissen 4: 2. Gegen 1900 Gießen wurde am 2. Ostertag mit der 1. Elf ein 2: 0- Sieg und mit der 2. ein Unentschieden herausgeholt. Bei etwas Glüd hätte der Sieg der 1. Mannschaft höher ausfallen müssen. Schiedsrichter Seip Odershausen war gut. * Medenbach 1. Fehl- Rizenhaufen1. 0: 2( 0: 0). Am 1. Ostertag hatte Medenbach die 1. Elf Fehl- Ritzenhausen als Gast. Medenbachs Mannschaft konnte an dem Resultat nichts ändern, denn Fehl- Ritzenhausen war die bessere Mannschaft. Sirzenhain 1. Medenbach 1. 2: 2. Am 2. Ostertag weilte Medenbach in Hirzenhain und konnte ein Unentschieden mit nach Hause nehmen. Velbert 1. Jgd. Aklar 1. Jgd. 1: 3( 0: 3). Das Fußballtreffen der obigen Fußballmannschaften bildete den einzigen Punkt des Osterspielprogramms in Ağlar. Die Jugend bot eine ausgeglichene, spielfreudige Mannschaft. Trotz des Standes von 3: 0 ließ der Kameradschaftsgeist dieser Jungens weder Hader noch Gleichgültigkeit aufkommen. Deswegen war ihnen das Ehrentor schon von Herzen zu gönnen. Zu dem äußerst fairen Spielverlauf beigetragen hat auch der Schiedsrichter, Herr Pid aus Löhnberg. Fine helle Freude macht der frische Fussboden F mit LOBA Loba- Beire Die Wasserechte Man beachte die billigen Sommerpreise! Bis 800 Mark ,, Gießener Zeitung" Wezlar FSV. Frankfurt( Pokalelf) 0: 2( 0: 0). Nach den letzten Niederlagen rechnete man allgemein mit einer hohen Niederlage der Weklarer. Der Vorstand versöhnte aber in höchster Zeit die Spieler in einer besonderen Vorst indssitung, so daß die erste Elf wieder nach langer Zeit wie folgt auf den Plan trat: Szuskaisti, Benner, Benner 2, Waldschmidt, Jirl, Nel Waldschmidt, Zimmermann, Emmerich, Lemmer, Hertstein. Schon bald nach Beginn merkt man, daß die Frankfurter eine Mannschaft zur Stelle hatten, die mit allen Wassern gewaschen war. Wenn das Resultat trotzdem nur 2: 0 lautet, so ist dies nur darauf zurückzuführen, daß die Weglarer in außergewöhnlich guter Form spielten, besonders ihr Schlußtrio mit den Gebr. Benner bestand die harte Probe glänzend. Es soll nicht damit gesagt sein, daß diese nun bedeutend mehr zu tun hatten als ihre Gegenüber, und das ist es gerade, was den Wetzlarern den großen Verdienst gibt, daß das Spiel vollkom= men offen und ausgeglichen durchgeführt wurde! Wenn man bedenkt, daß die Weklarer 2 Elfmeter verschossen und die Frankfurter einen solchen verwandelten, so kann man mit Recht behaupten, ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher entsprochen, denn was die Frankfurter in Stellungsspiel und Ballfunststückchen voraus hatten, glichen die Einheimischen durch Eifer urd Schnelligkeit aus. Nur ihrem elanvollen Spiel haben sie es zu verdanken, daß Frankfurt nach verteiltem Spiel bis zur Pause zu keinen Erfolgen kommen konnten. Nach dieser glaubte man die Wetzlarer ermattet, aber auch dies war nicht der Fall, denn der faire Kampf wogte hin und her, ganz vereinzelt klare Torgelegenheiten vor beiden Toren bringend, da sich das Spiel meistens im Mittelfeld abwickelte. Die Angriffe wurden von beiden Seiten geschickt vorgetragen, um dann immer und immer wieder von den Verteidigern gestoppt zu werden. Schon war die Mitte der zweiten Hälfte gekommen und immer noch Null zu Null. Die Weglarer gaben sich schon der Hoffnung hin, daß die Frankfurter hier nicht gewinnen würden. Und dann kam der große Moment, wo man noch mehr zu hoffen wagte, der Sieg war greifbar! Emmerich hatte den herauslaufenden Torwart überspielt, zögerte aber eine Zehntelsekunde, wird von Cearsar gelegt Elfmeter für Wezlar. Benner I legt sich inzwischen den Ball zurecht, ein wuchtiger Schlag, der Ball saust über die Latte, der Traum ist aus. Frankfurt merkt, was es geschlagen hat, muß sein ganzes Können restlos aufbieten, um zum Angriff zu kommen. Die Benners wollen aber keinen Erfolg zulassen, sie sind in Hochform. Aber einen Angriff können sie nicht mehr erlaubt unterbinden. Elfmeter für Frankfurt. Man hat hier und richkeine Angst, daß der Ball sein Ziel verfehlen wird tig, Hundt jagt den Ball unheimlich scharf, flach neben dem linken Pfosten ins Nez, doch einer stand nicht hinter der Strafraumgrenze. Wiederholung! Wird der Ball dieselbe Richtung nehmen? Nein, er landet in der rechten Ecke, halbhoch, bei etwas schnellerem Start für Szuskolski haltbar, aber Frankfurt führt. Wezlar läßt aber nicht nach, liegt sogar etwas mehr im Angriff. Das Resultat ist für W. so ehrenvoll, daß sich noch eine ganze Hingabe lohnt, im Wetzlarer Sturm machen sich aber jetzt Ermüdungserscheinungen bemerkbar, nur Emmerich ist es, der dem Tempo weiter gewachsen bleibt, er will mit letter Kraft den verdienten Ausgleich schaffen, wird aber wieder regelwidrig gehindert. Nur noch wenige Minuten Spielzeit- Elfmeter für Weylar, der Ausgleich hängt in der Luft. Diesesmal tritt Emmerich placiert, aber etwas zu schwach, der Frankfurter Hüter hält glänzend im Werfen! Frankfurt kommt durch, ihr Halbrechter kommt zum Schuß, scharf sitzt der Ball zum einzig regulären Tor im Weglarer Kasten. Die rechte Sturmseite Hertstein steht viel frei, wird aber zu wenig bedient. Zwei einzige Vorlagen, die denselben frei vor das Frankfurter Tor bringen, werden versiebt, dann ist ein großes Spiel zu Ende, welches den Zuschauern die Erwartungen voll und ganz bot. Für den nicht erschienenen Schiri sprang Volkmar- Wetzlar ein, und leitete forrekt. Sarnau 1. Jgd. Wormatia Worms 1. Jgd. 2: 3. Sarnau tomb. VfB. Wetter tomb. 8: 1. Die am 1. Feiertag gegen Germania Marburg spielende Jugend von Worms, war am 2. Feiertag Gast in Sarnau. Beide Jugendmannschaften lieferten ein wirklich schönes Spiel. Hier möchte man sagen, habt Dank Jhr Jugendlichen und zeigt es den Alten, wie man anständig fämpft. Dem Spielverlauf hätte ein Unentschieden entsprochen. Auch verschenkte Sarnau anstän digerweise einen Elfmeter. Anschließend fand das Spiel, der auf beiden Seiten start ersatzgeschwächten 1. Mannschaften von Sarnau und Wetter statt. Besonderes wurde in diesem Spiel nicht geboten. Am besten gefallen fonnte der linke Verteidiger Klein von Sarnau, der mit seinen 30 Jahren ein prächtiger Sportsmann ist, sowie der Mittelstürmer, der den übrigen Ersatzsturm gut führte. * Vorschau für Gießen. Samstag, den 26. April: Alemannia Worms VfB. 08. Die bekannte Mannschaft von Alemannia Worms gastiert am fommenden Samstag auf dem Waldsportplag. Die Mannschaft, die unter dem Training des bekannten Nürnberger Repräsentativen Huber steht, errang in den diesjährigen Verbandsspielen gegen namhafte Gegner, wie Wormatia, Sportv. Wiesbaden, Mainz 05 ,, u. a. einen guten Plaz in der oberen Hälfte der Tabelle. Sie pflegt das bekannte flache süddeutsche Kombinationsspiel und zeichnet sich besonders durch Schnelligkeit aus. Der Mannschaft gehören mehrere bekannte repräsentative Spieler an. Die Gäste errangen in letzter Zeit einige bedeut fame Siege gegen gute Mannschaften, so wurde u. a. Union Nic derrad in Niederrad 5: 2 geschlagen, ferner verloren die Fuldaer Borussen zweimal 3: 0. 1000 Moselwein. Vertreter Monats- Verdienst gefucht v. WeingutsbeEs werd. eine Anzahl ſizer a. d. Mosel zur Einführung seiner tücht. Personen gef. Qualitätsweine. Angleich welchen Berufes od. Geschlechtes. Sehr gebote unt. K. K. 53 an die Exped. d. Reitung. günst.Gelegenh.f. solch. d. sich selbständ.machen woll. Auch als HauptDauernde u. angenehJunger, solider oder Rebenverdienft. Kaufmann me Tätigt. Kein Reis. sucht ab 1. Mai freundlich möbl. Zimmer Angebote unt. Beilage eines mit der genauin Gießen in gutem Hause. Gefl. Angebote en Adresse versehenen Briefumschl.( frankie- unsere Geschäftsstelle unter. 3. 2568 an ren ist freigestellt) an: Gießen, Südanlage 21 Chemische Fabrit Stierli, Haltingen ( Amt Lörrach). Nr. 32. Weitere Hinausschiebung der Bindung der Länder und Gemeinden an die Einheitswerte. Durch das Gesetz vom 23. Mai 1929 ist bekanntlich die Bindung der Länder und Gemeinden an die nach dem Reichsbewertungsgesetz festgestellten Einheitswerte bis zum Ende des Jahres 1929 hinausgeschoben worden. Wie in der Begründung zu diesem Gesetz ausgeführt worden war, sollte durch die Hinausschiebung der Bindung eine doppelte Umstellung des Realsteuerrechts in den Ländern und Gemeinden vermieden werden, die ihre Realsteuern nach dem Merkmal des Wertes erheben. eine Anpassung an das Reichsbewertungsgesetz jedoch im Hinblick auf die im Entwurf des Steuervereinheitlichungsgesetzes vorgesehene Neuregelung des Realsteuerrechts noch nicht vorgenommen haben. Bei dieser Hinausschiebung wurde davon ausgegangen, daß das Steuervereinheitlichungsgesetz bis Ende 1929 verabschiedet sein werde. Da diese Voraussetzung nicht eingetreten ist, ist jetzt soeben dem Reichstag ein Gesetzentwurf( Drudsache Nr. 1764) zugegangen, in dem eine Hinausschiebung der Bindung der Länder und Gemeinden an die nach dem Reichsbewertungsgesetz festgestellten Einheitswerte um ein weiteres Jahr vorgeschlagen wird. Der Gesetzentwurf ist dem Steuerausschuß des Reichstages zur Beratung überwiesen worden. Wachsende deutsche Automobilausfuhr nach der Schweiz. Die deutsche Automobilindustrie hat im vergangenen Jahre auf dem in wahrstem Sinne international eingestellten Schweizer Markt mehr und mehr Boden gewonnen und ihre Ausfuhr nach der Schweiz erheblich steigern können. Insbesondere sind es die deutschen Qualitätsfabrikate, die in der Schweiz wieder stark gefragt sind. Es ist kennzeichnend, daß 40 Prozent aller im Jahre 1929 in die Schweiz gelieferten deutschen Wagen die Marke Mercedes- Benz tragen. Atlantische Inselfahrt. I ,, Zum ersten Mal nach den Azoren", lautete der Wahlspruch, als der 1889 gegründete Journalisten- und Schriftstellerverein Urheberschutz E. V., Berlin, soeben den Plan für seine 17. Gesellschaftsreise( vom 10. September bis 5. Ottober ds. Js.) aufstellte. Eingeschlossen wird der einzigartige Besuch der Azoren in eine Atlantische Kreuzfahrt, die mit vollster Berechtigung eine„ Inselfahrt" genannt werden darf. Der luxuriös ausge= stattete Vergnügungsdampfer„ Oceana" der Hamburg- Amerika Linie wurde gewonnen für diese Fahrt, die von Hamburg aus= gehend, die Inseln Guernsen, San Miguel( Azoren), Madeira, Teneriffa, Gran Canaria berühren und über Lissabon und Isle of Wight Hamburg wieder erreichen wird. Die Gesellschaftsreisen des Vereins erfreuen sich größter Beliebtheit, und für die exakte Durchführung des glänzenden Reiseprogramms bürgt der Name der Hamburg- Amerika Linie. Ausführliche Prospekte fostenlos durch die Geschäftsstelle des Vereins: Berlin W 30, Luitpoldstraße 32. Neue Bücher. - Wohl alle Frauen lieben es, ihrer Häuslichkeit eine ganz persönliche Note zu verleihen. Man sucht daher nach Anregung und Beratung. Hier sind sie. Zwei neue Hefte des Vobach Verlages. Der neue Lampenschirm( Einzelheft 222), Preis 1,20 Mr. Von den einfachsten Formen wird gezeigt, daß auch alle Die neue Gar anderen Schirme leicht nachzuarbeiten sind. dine( Einzelheft 223), Preis 1,20 Mt. Das vorliegende Heft gibt Anregungen und Vorbilder für Fensterbekleidungen jeder Art. Die Hefte sind in jeder Buch- und Papierhandlung fäuflich. Unter dem Leitwort„ Nur aus Wolle" erscheinen wiederum im Vobach- Verlag zwei neue Hefte, die allen Frauen und Mädchen, welche ihre freie Zeit der Handarbeit verschrieben haben, neue Anregungen vermitteln. Vobachs Handarbeitshefte Nr. 141:„ Nüglich stets schnell geht's", mit einem großen Musterbogen, Preis 95 Pfg.- Vobachs Handarbeitshefte Nr. 142:„ Für die kleinen bis zum 5. Jahre". Mit einem Schnittmusterbogen. Preis 95 Pfg. 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