Nr. 92 A. Chan Gier na mir bal egt werden ich bei der Der Alters 21 Jahren erung liege B die Ju ng Der Vua üdlicht auf rift schreibt benden Fi iter! Sof hen Stüm Gh eneral Lu arte- Verlag nt, daß vor en und Do Geiten mit eneralquar bedrohliche on in Waj ch, wie eine ( England Krieg au en Teil der angestrebie = drohender und Heimet rift von jol hrieben fein m einen err mar. Ver 6 S. Gan ausgestattet im Wirbe leuchtet tie ims, wo di Is drohende e, die Flud ichen mit de gen Norme Den in ihre iejem Wider Sen Halt, bi derlichen Be A. Morr ollstümlichen ativer Stelle Anfechtbar Dung in ge iffen sollte reichsgejez Titel einer Le im Verlag Was jede e legtwillig Form eine wer die Frag ung der letzt det man Be Ditabhänge Galizien un fische Answar iert fich aufe en die Woh in Gießen efie Prach Möbel jetzt glänze die neue Loba- P weiches Auftragh geliefert, das, mit nkt und in ein Bau gehüllt, die Gege nigt und mit eine en Oberzug versie rd mit weichem Lopp en, wobei ein wundr mer Glanz zutage 1. blitzsauber, 2. blitzblank Auftragtuch RM 1 RENFABRIKENA EI STUTTGAR Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jaheg. - Politische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 22. November 1930 ein verschärftes Eingreifen gegeben wurden. Der Minister bat, von Drohungen abzusehen und vor allen Dingen nicht die Meinung aufkommen zu lassen, daß man kein Verständnis für die Die Deutsche Reichsbahn hat im Oktober 1930 einen Fehl- Lage des Handels und des Handwerks habe. Er erwarte, daß betrag von 31,2 Millionen Mark auszuweisen. Reichskanzler Dr. Brüning empfing im Beisein des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft, Schiele, die beiden Präsidenten des Reichslandbundes, Graf von Kalkreuth und Bethge. Die Demokratenfraktion in Hessen wird auch nach Auflösung der Demokratischen Partei als solche zusammenbleiben. Man beschloß, bis zum Ablauf der Amtszeit des Landtags teine Alenderung eintreten zu lassen. Im Thüringer Landtag wurde der nationalsozialistische Bertrauensantrag für die Gesamtregierung mit 28 Stimmen der Rechtsparteien gegen 25 Stimmen angenommen. Ein Preisabbau ist auch in Italien im Gange. Der Berliner Magistrat hat beschlossen, in den Volksschulen den Unterricht in Esperanto einzuführen. Gegen den Ozeanflieger Levine wurde von der österreichischen Staatsanwaltschaft ein Untersuchungsverfahren wegen versuchter Münzfälschung eingeleitet. Wegen Aufruhrs und Konterrevolution verurteilte der oberste Gerichtshof vier Kulaken, sogenannte Großbauern, zum Tode. Die Bauern waren beschuldigt, den Vorsitzenden eines Dorfsow= jets in einer kleinen Ortschaft bei Irkutsk ermordet und das dor: Lige fommunistische Kollektiv in ihre Gewalt gebracht zu haben. In Litscheu in der chinesischen Provinz Lunan sind 16 spanische Missionare und ein Bischof von chinesischen Kommunisten gefangengenommen worden. Sabaksteuernovelle von den Reichstagsausschüssen angenommen. Die Vereinigten Ausschüsse des Reichsrats berieten am Donnerstagnachmittag die Tabaksteuernovelle in dritter Lesung. Es kam dabei ein Kompromiß zustande. Der in der Vorlage vorgeschlagene Tabakzoll wurde von 250 Mt. auf 200 Mt. herabgesetzt. Die Banderolensteuer für Pfeifentabak beträgt 35 v. H. die für Zigarren 25 v. H. und die Banderolensteuer für Zigaretten 38 v. H. Die Materialsteuer für Zigaretten ist auf 450 Mark für den Doppelzentner festgesetzt. Das Gesetz soll am 1. Januar 1931 in Kraft treten. Mit den Aenderungen wurde die Vorlage gegen die Stimmen von Hessen, Sachsen, Baden und Bremen angenommen. Die Regierung hat sich mit den Be: schlüssen der Ausschüsse einverstanden erklärt. Der Reichsfinanzminister teilte mit, daß die Tabakbelastung jetzt schäzungsweise 1,4 bis 1,5 milliarden jährlich erbringe. Die Regierung halte damit die Tabakfrage endgültig für erledigt, da ein Monopol auch keine höheren Erträge bringen würde. Die Ausgabenfürzungen im Reichshaushalt 1930. Dem Reichstag liegt nunmehr die Zusammenstellung der am Reichshaushaltsplan 1930 vorgenommenen Ausgabenkürzungen von insgesamt 134 Millionen Mark vor. An der Spitze der Kürzungen steht das Reichsarbeitsministerium mit rund 35 Millionen. Es folgen die allgemeine Finanzverwaltung mit über 16 Millionen, das Reichswehrministerium mit 15 Millionen, der Kriegslastenhaushalt mit 13 Millionen, der Haushalt des Finanzministeriums mit 12 Millionen, der Versorgungshaushalt mit 14 Millionen und der Haushalt des Ernährungsministe= riums mit 10 Millionen. Preissenkungsfonferenz im hess. Wirtschaftsministerium. Auf Einladung des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft versammelten sich am Donnerstag die Kreisdirektoren sowie die Oberbürgermeister und Bürgermeister der größeren Städte zur Beratung über die Möglichkeiten der Preissenkung. Minister Korell betonte in seiner Eröffnungsansprache, daß ein Lohnabbau ohne durchgreifende Preissenfung nicht erträglich sei; es gelte, mindestens für die unteren und mittleren Lohn- und Gehaltsstufen den gegenwärtigen Reallohn festzuhalten. Leider mache sich in gewissen Kreisen gegenüber der ernsten Frage der Preissenkung eine Stimmung der Jronisierung und Bagatellisierung breit, die neben blutigster Unkenntnis der Dinge jeden Weitblick vermissen lasse. Es sei nicht die Absicht der Regierung, die bereits im Gange befindliche Aktion der Kreise und Städte zu stören oder etwa eine gleichartige Aktion nebenher laufen zu lassen. Die Regierung wolle die im Gang befindlichen Bemühungen in weitgehendem Maße unterstützen durch Sammlung und Austausch der gemachten Erfahrungen. Durch Proflamationen und Deklamationen sei nichts zu erreichen. Weiter komme man nur durch die Ausübung eines stetigen Druds auf die öffentliche Meinung mit Hilfe der Presse. Es setzte dann eine lebhafte Aussprache ein, bei der Bericht über das bisher Erreichte erstattet und Anregungen für angesichts der geplanten weitgehenden Reduzierung der Beamtengehälter die Geschäftswelt ein Entgegenkommen in der Preissenbung zeigen werde. Der Minister stellte in Aussicht, daß er im Falle absichtlicher Verhinderung von Preissenkungen bei der Reichsregierung Abhilfe beantragen werde. Gegenüber einer Anregung, auch einen Angriff auf die Zinsspanne vorzunehmen, erwiderte der Minister, daß er das vor mehreren Monaten ge= tan habe, wobei er bei den Sparkassen Entgegenkommen gefunden habe. Durch die Ereignisse des 14. September sei leider die hoffnungsvolle Entwicklung des Kapitalmarktes zerstört worden. Zum Schluß teilte der Minister mit, daß im Ministerium ein Sachbearbeiter beauftragt sei, die Preisentwicklung zu be= obachten. Reichskartell des selbständigen Mittelstandes und Regierungsprogramm. Der Vorstand des Reichskartells hat an den Reichskanzler Dr. Brüning ein Schreiben gerichtet, in dem er die Reichsregierung auffordert, das Noiprogramm auszudehnen auf: Die Besteuerung der Betriebe der öffentlichen Hand; gleiche Besteuerung gemeinwirtschaftlicher und privatwirtschaftlicher Betriebe; Ausbau der progressiven Staffelung der Umsatzsteuer; Strasbestimmungen gegen die Abwälzung der Umsagausgleichs: steuer( erhöhte Umsatzsteuer); Einstellung jeder Subventionen; Lockerung der Preisbindungen auf dem Arbeitsmarkt; strenge strafrechtliche Verfolgung jeder Schwarzarbeit. Die Wirtschaftspartei fordert ein Zugabeverbot. Die Reichstagsabgeordneten Drewitz, Borrmann, Pezold und Genossen haben am 16. Oktober einen Antrag( Nr. 94) eingebracht, der die Reichsregierung ersucht, unverzüglich einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem das Zugabewesen verboten wird. Charakteristisches Sowjetrußland. Moskau. Die„ Jswestija" entrüstet sich über die Aeußerungen des Professors Tuchnow an der Universität Kasan, welcher u. a. sagte: ,, unsere Studenten können nichts lernen, da für sie nicht gesorgt ist, es fehlt an Mikroskopen und vielen anderen Behelfen". Ferner lehnte Tuchnow die klassenmäßige Auslese der Studierenden ab, denn jetzt tämen solche Studenten zu ihm, die nicht einmal mit einem Spiritustocher umzugehen wüßten. Die„ Jswestija“ nennt die Aeußerungen Tuchnows ideologische Sabotage und ihn selbst einen Konterrevolutionär. Kommunalwahlen als Stimmungskontrolle der Reichstagswahl. Die Reichstagswahl hat nach verschiedenen Seiten so überraschende Ergebnisse gezeitigt, daß weite politisch interessierte Kreise mit Recht darauf gespannt waren, welches Bild wohl die nächste Wahl ergeben würde, wenn das Volk ein paar Wochen Zeit gehabt hat, sich in Ruhe das Ergebnis der Reichstagswahl u. auch seiner ersten Arbeiten zu überlegen. Eine solche Probe hätte die preußische Landtagswahl sein können, die von verschiedenen Seiten durch Auflösungsanträge erstrebt wurde. Nachdem nun der Antrag abgelehnt worden ist, besteht nunmehr keinerlei Aussicht mehr auf Neuwahl des Preußischen Landtages vor Ablauf seiner vierjährigen Wahlperiode, wenn nicht vorher der Reichstag aufgelöst und der Preußische Landtag dann mitgewählt wird, um einen Wahlgang zu ersparen. Inzwischen haben einzelne Stadtverordnetenwahlen stattgefunden, bei denen ein Vergleich mit der Reichstagswahl aber nur schwer möglich ist. Diese Wahlen erfolgen vielfach unter anderen als rein politischen Gesichtspunkten, an ihnen beteiligen sich vielfach nur ein Teil der politischen Bekenntnisgruppen, die sich an der Reichstagswahl beteiligt haben, ein Vergleich ist aber nur insoweit möglich, als die Listenbezeichnungen dieselben sind. Das alles erschwert es, ein klares und eindeutiges Bild zu bekommen, gibt aber doch die Möglichkeit, wenigstens in Bezug auf die Verschiebungen einiger flar weltanschauungsmäßig unterschiedener Gruppen untereinander manches zu erkennen. Jetzt haben nun zum ersten Male Kommunalwahlen in Aus einigen größeren, geschlossenen Bezirken stattgefunden. ihnen kann man zweifellos mehr lernen. Bei den Kommunalwahlen in Baden und der beiden Mecklenburg ist zunächst eine viel schwächere Wahlbeteiligung festzustellen. Statt ca. 30% haben nur etwa 50 bis 70% gewählt. Der Stimmrüdgang ist aber ein feineswegs gleichmäßiger. Am besten gehalten haben die klar ausgesprochenen Weltanschauungsgruppen ihre Stimmen. Sie haben stellenweise sogar einen Gewinn, auf jeden Fall aber den geringsten Verlust zu verzeichnen. Das gilt in Baden für das Zentrum, die Nationalsozialisten, die Kommunisten und den Christlich- sozialen( evangelischen) Volksdienst. Das gilt in Mecklenburg für Nationalsozialisten, Kommunisten und Volksdienst. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Weithilfe? Nummer 93 Staatspräsident Dr. Adelung. der an den Verhandlungen im Reichsrat teilnahm, hat einem Mitarbeiter der Germania" Mitteilungen gemacht, die wir im Nachstehenden wiedergeben können. Nachdem auch die dritte Zone des ehemals besetzten Gebietes mit dem 30. Juni d. J. von fremder Besatzung frei geworden ist, lassen sich die Gesamtschäden, die diese Gebiete durch die 12jährige Besatzung und alle ihre Begleiterscheinungen erlitten haben, ebenso übersehen, wie die nachteiligen Auswirkungen des Versailler Vertrages. In richtiger Erkenntnis der außerordentlichen Beeinträchtigungen des deutschen Westens haben Reichsregierung, Reichstag und Reichsrat wiederholt und feierlich ihrem einmütigen Willen Ausdruck verliehen, die wirtschaftlichen und kulturellen Schädigungen am Rhein nach allen Kräften auszugleichen. Ueber dem Osten Deutschlands und seiner Not sollte der Westen nicht vergessen werden. Bei allem aus ge= meinsamer Gefahr und gemeinsam erlittener Not erwachsenen Verständnis für den deutschen Osten und bei aller Entschlossenheit, dem Osten zu helfen, muß ich gestehen, daß mich die neueste Entwicklung für die Gebiete im deutschen Westen sowohl als Hessen wie als Deutschen mit schwerer Sorge erfüllt. Klang durch die Reden aus verantwortlichem Munde bei Besuchen im Westen und aus den Entschließungen der gesetzgebenden Körperschaften des Reiches bisher das Anerkenntnis, daß nach dem Abzug der fremden Truppen für die Dauer der ,, Rekonvaleszenz" dieser Gebiete eine zwar abklingende, aber für längere Zeit hinaus noch fortdauernde Reichshilfe unerläßlich sein werde, so mußte nach dem erfreulichen Ansatz des Haushaltsplanes 1930 der Haushaltsplan 1931 bittere Enttäuschung erregen. Die Reichsregierung glaubte im außerordentlichen Haushalt der Kriegslasten für die wirtschaftliche und kulturelle Hebung der durch die neue Grenzziehung und lange Besagungsdauer notleidend gewordenen Gebiete des Westens lediglich Mittel insoweit in Ansatz bringen zu können, als aus der Veräußerung reichs eigenen, zinsbringenden Grundbesitzes im vormals besetzten Gebiete Einnahmen erzielt werden! Die Aussicht, solche Einnahmen in beträchtlichem Umfange im Jahre 1931 zu erzielen, ist. nach der Ueberzeugung aller Sachkenner um so geringer, als im Jahre 1930 diese Einnahmen einen Betrag ergeben haben, der sogar die Abzweigung von 10 Millionen RM. für die Ost= hilfe erlaubt hat. Die Kauf- und Zahlungskraft des Westens ist erschöpft und wird bei mangelnder Fürsorge sich nicht erholen. - Die Ausschußberatungen des Reichsrats haben lediglich insoweit eine geringe Verbesserung gebracht, als auf preußischen Antrag an Stelle des vorjährigen Ansatzes von 20 Millionen ein Titel von 5 Millionen RM. getreten ist. Weitere 10 Millionen RM. sollen nach den Ausschußbeschlüssen dann zur Verfügung stehen, wenn ein gleicher was nicht zu erwarten Einnahmebetrag zu buchen wäre. Anträge Hessens und Bayerns, die vorjährigen Ansäte für die Westhilfe wieder herzustellen und auch den Titel für kulturelle Fürsorge mit 2½ Millionen RM. wieder einzusetzen, sind am Widerstand der Reichsregierung gescheitert. - Mit größter Sorge sehe ich den Auswirkungen dieser Beschlüsse auf die Bevölkerung des besetzt gewesenen Gebietes entgegen. Diese Sorge ist um so größer, als es die enge Fassung der bisherigen ,, Grenzhilfen" nicht gestattet hat, weite Gebiete Hessens für die verloren gegangenen Absatzmöglichkeiten nach Elsaß- Lothringen zu entschädigen. Zwölfjährige Besatzung und der Ruhrkampf haben blühende Industrien teils zur Abwanderung gezwungen, teils an den Rand des Erliegens gebracht. Mittelständische Betriebe sind in erschreckendem Umfang ein Opfer dieser zwölf Jahre geworden. Die Landwirtschaft, beengt, bedrängt, an ihrer Entfaltung gehindert, leidet Not. Die Verkehrswege sind trotz ständiger Aufwendungen von den schweren Fahrzeugen der fremden Truppen zerfahren. Wo früher große deutsche Garnisonen Handwerk und Handel reichen Verdienst verschafften, stehen jetzt die Kasernen leer und harren Befestigungstrümmer auf Beseitigung und Urbarmachung. Diesen Zuständen sollte reichsseitig durch Aufstellung eines umfassenden Hilfsprogramms Rechnung getragen werden. Nicht ohne Bitterkeit muß man in der Erläuterung der Leertitel für 1931 lesen, daß auch hier von einem auf mehrere Jahre verteilten Programm die Rede ist. Ging nun durch die besetzten Gebiete und namentlich durch die dritte zone im Sommer dieses Jahres ein hoffnungsvoller Auftrieb, so ist dieser schon vor Bekanntwerden des neuen ReichsHaushaltsplanes großer Enttäuschung gewichen. Ohne dringende Not hat man so dem Verkehr durch Sperrung der der Reichs: bahn gehörenden Hindenburgbrüde bei Bingen unabsehbaren Schaden zugefügt. Bekanntlich war durch Nutzbarmachung dieser Eisenbahnbrücke für den Fuhrwerksverkehr eine erhebliche VerNoch während Preußen fehrsverbesserung geschaffen worden. und Hessen mit der Reichsbahn wegen Ablösung verkehrsstörender Gebühren verhandelten, sperrte die Bahn die Brücke für den Fuhrwerksverkehr mit der Begründung, gesteigerter Zugsverkehr erfordere dies. Dabei handelt es sich um die einzige Straßenbrücke zwischen Mainz und Koblenz! Umso dringlicher scheint es, die aus dem Westhilfeprogramm vorgesehene Verbreiterung der alten Mainzer Straßenbrüde beschleunigt durchzuführen. Nr. 9 Gamstag, de Samstag, den 22. November 1930. Man fragt sich weiter, ob es im Jahre der Rheinlandbefreiung wirklich unerläßlich gewesen ist, der Stadt Bingen ihr Hauptzollamt zu nehmen und dem Bingener Handel und Verkehr hierdurch neue Kosten und neuen Umstand zu verursachen. Es ließe sich sehr viel mehr sagen über hessische Not und hessische Erwartungen. Schließen möchte ich aber mit dem Ausdruck der bestimmten Zuversicht, daß die verantwortlichen Stellen des Reiches bei ruhiger Ueberlegung und sobald die Sanierung der Finanzen greifbare Gestalt angenommen hat, sich auf das besinnen, was sie selbst bei jeder früheren Gelegenheit als notwendig und als Ehrenpflicht anerkannt haben: An eine angemessene Fortdauer der Reichshilfe für die Gebiete, auf denen mit die schwersten Folgen des unglücklichen Krieges und seiner Liquidation lasten. Zwischenbilanz. Heute bereits die Ergebnisse der Preissenkungsaktion zusammenfassend beurteilen, ihr Soll und Haben prüfend abwägen zu wollen, wäre verfrüht. Dazu sind die Dinge noch zu sehr im Fluß. Eins kann jedoch schon grundsätzlich festgestellt werden: die gefährliche Erstarrung der Preisentwicklung in Deutschland ist durch diese Aktion verhindert worden. Bresche wurde gelegt in alte Preismauern die den Strom des Warenumsatzes behindern. Unter dem wachsenden Druck der öffentlichen Meinung ist die Preissenkung, die im Verlauf der Wirtschaftskrise zunächst in schärfster Form auf den Weltstoffmärkten hervortrat und sich allmählich auch auf das Großhandelspreisniveau im Inlande auswirkte, vorwärts getrieben worden bis zu den Einzelhandelspreisen. Sie liegen heute gleichsam im Trommelfeuer der öffentlichen Diskussion. Und, da Preiskalkulation und Kostenfaktoren im Geschäftsleben in Wechselwirkung stehen, verbreitert sich die Diskussionsbasis zwangsläufig und erstreckt sich auf immer neue Preisvorgänge( z. B. Frachten, elektrischer Strom usw.). Ein Keil treibt den andern. ,, Gießener Zeitung" immer diejenigen Gruppen am stärksten beteiligt, in denen Handwerk und Kleinunternehmungen eine besondere Rolle spielen: Bekleidungsgewerbe, Holz- und Schnitzstoffgewerbe und Baugewerbe. Gegenüber den Vorjahren sind hier keine wichtigen Veränderungen zu verzeichnen. Von größter Tragweite ist die Preisentwicklung der Grundstoffe, insbesondere der Kohle und des Eisens. Ihre Verbilligung schafft unentbehrliche Voraussetzungen für eine Wirtschaftsgesundung. Unter diesem Gesichtswinkel gesehen sind folgende Preisabschläge von großer Bedeutung: bei Kohlen um 6%, bei Holz um 17-20%, bei Walzwerkserzeugnissen um 3%. Jnfolge der Verbilligung der Brennstoffen ist ferner der Baukostenindex seit Jaunar dieses Jahres um 11% zurüdgegangen. Darüber hinaus sind schließlich auch bei einigen andern wichtigen Warengruppen Preisermäßigungen zu buchen, z. B. bei Eisenwaren um 3%-10%, bei Linoleum um etwa 5,3%, bei Papier um 8-10% u. a. m. Ueber die Entwickung der Konkursverfahren in der vorhergehenden Zeit gibt die nachstehende Zusammenstellung Auskunft: Das stärkste Beharrungsvermögen zeigen noch die Einzelhandelspreise. Dabei sind gerade hier die örtlichen Unterschiede besonders groß: Kostenfaktoren und Preiskalkulation im Einzelhandel schwanken von Ortschaft zu Ortschaft, ja bereits zwischen einzelnen Stadtteilen, Straßenzügen, Geschäften. Verhältnismäßig gleichartig liegen die Dinge noch bei den sogenannten preisgebundenen Markenartikeln, die zum Teil durch hohe Preisspannen besonders verteuert werden. Jahr Eröffnete Konkurs verfahren Durchschnitt 1909/1913 8936 1924 1925 1926 1927. 1928 1929 Wegen Maße= mangels abge= lehnte Konkurs anträge 2 598 6 187 I 847 11 380 3 425 12 034 3 795 5702 2 168 8 120 ΙΟ ΟΟΙ 2 475 3 179 Konkurse insgesamt II 534 8 034 14 805 15 829 7 870 10 595 13 180 Die öffentliche Verschuldung im Deutschen Reich. Die vom Statistischen Reichsamt herausgegebene Zeitschrift ,, Wirtschaft und Statistik" bringt in ihrem ersten Juniheft dieses Jahres interessante Zahlen über die öffentliche Verschuldung im Deutschen Reiche am 31. März 1928 und am 31. Dezember 1929. Diesen Angaben liegen die Ergebnisse der Reichsfinanzstatistik zugrunde, die zum ersten Mal einen zusammenhängenden Ueberblick über die Arten, Bedingungen und die Verwendung der öffentlichen Schulden und die im behandelten Zeitraum eingetretenen Veränderungen geben. leber die öffentlichen Schulden 31. März 1928 und am 31. Dezember 1929 gibt nachstehende Tabelle Auskunft: in v. H. Stand in v. H des Geam des Ge= 31. März samtbe: 31. Dezem- samtbeber 1929 trages 9 351,1 45,40 1 842,9 8,95 Vom Standpunkte des Verbrauchers gesehen, liegt das Kernproblem des Preisabbaus bei den Lebensmitteln des Massenbedarfs. Es ist daher für den Fortgang der Preissenkungsaktion von entscheidender Bedeutung, daß der Deutsche Städtetag und die Stadtverwaltungen ihre Unterstü.ung nicht versagen und mit darauf hinwirken, daß die allgemeinen Gesstäftsunkosten- Steuern, sozialen Unkosten, Licht, Wasser usw. geringer werden. Die Konkurse und Vergleichsverfahren Reich Länder im Deutschen Reich im Jahre 1929. Einer Veröffentlichung des Statistischen Reichsamts zufolge wurden im Jahre 1929 13 180 Konkurse gezählt( darunter 10 001 eröffnete Konkurse und 3 179 wegen Massemangels abgelehnte Anträge auf Konkurseröffnung). Die Zahl der Vergleichsverfahren betrug 5 001. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Konkurszahl um 24 v. H., die Zahl der Vergleichsverfahren um 59 v. H. erhöht. Der Konjunkturrückgang drückt sich in diesen Zahlen eindeutig aus. Weniger deutlich ist allerdings in dieser Beziehung die Bewegung innerhalb des Jahres, die stark saisonmäßig durch die Lage der Gerichtsferien bestimmt ist. Wie in allen Jahren entfällt rd. die Hälfte der Insolvenzen auf das Handelsgewerbe. Von der Produktion sind wie Die toten Helden mahnen. Freudig zog ich mit ihnen aus Mit Sang und Klang, Zu schützen Land, Weib, Kind und Haus Im Waffengang. Siegend santen sie in den Sand, Ich mußt bestehen, Des Vaterlandes Schmach und Schand Und Not zu sehen. Rebel nezzen mit Todesschweiß Das Land fürbaß, Ringsum im Lande tobet heiß Der Bruderhaß. Sehet, nun quillt aus des Nebelflor Düsterem Schein Blut'ger, zerfetzter Geister Chor Endlose Reih'n. Von Millionen Wunden strömt Herzblut hervor, Von Millionen Lippen dröhnt Schaurig der Chor: ,, Freudig zogen wir für euch aus Mit Sang und Klang, Hauchten für euch unser Leben aus Im Waffengang. Weh' dem Volk, das sich nicht finden läßt Hansestädte( einschl. ihrer Gemeinden) Gemeinden und Gemeindeverbände davon Großstädte: Insgesamt Stand am I Vermehrung der Ausfuhr allein kann aber nicht die Ueber schüsse bringen, die zur Abdeckung unserer Schulden nötig sind. Es muß auch eine Verminderung der Einfuhr 1928 7 130,7 I 297,6 trages 48,84 8,89 395,5 5 774,7 2 360,7 14 598,6 576,9 39,56 8 827,0 16,17 4 100,4 100,00 20 598,0 ( in Millionen RM). 2,71 2,80 42,85 19,91 100,00 пет Am Himm Stern um Ste Die Nacht wei verkündet. Jm über das Wiej wie jonit g Sonntagmo Gloden und da tag ift's. tagsstille liegt heute noch ein weißen Teppich tet, so hell fol erreicht werden, die bei zweckmäßigerer Gestaltung unserer Gr nährungswirtschaft und einer den nationalen Belangen Rech nung tragenden Einstellung der Verbraucher möglich ist. Ein weiteres Feld fruchtversprechender Arbeit eröffnet sich, wenn im Zusammenwirken aller Berufs- und Bevölkerungskreise die Deckung des einheimischen Bedarfs in höherem Maße als bisher der inländischen Produktion zugeführt wird. Das gilt für die Erzeugnisse der deutschen industriellen Art, vor allem aber für die des deutschen Bodens und der deutschen Vieh- und Fleischwirtschaft. Unter Zurückstellung der Meinungsverschie denheiten über sonstige Fragen müssen die Bestrebungen unter stügt werden, die durch vermehrte Anpassung an die Erforder nisse des Marktes Herstellung und Absah landwirtschaftlicher Qualitätserzeugnisse fördern sollen. Der größte öffentliche Schuldner ist somit das Reich, auf das am 31. März 1928 48,8 Prozent und am 31. Dezember 1929 45,4 Prozent der aufgenommenen Kredite entfallen. Die Gesamtverschuldung ist in dem angegebenen Zeitraum von rund 14,6 Milliarden RM auf 20,6 Milliarden RM gestiegen. Ihre Höhe wird bedingt durch den Umfang der Vorkriegsund Kriegsschulden und sodann durch die seit der Stabilisierung neu eingegangenen Verbindlichkeiten. Wenn Gott es sucht; Weh' euch, wenn ihr die Toten vergeßt, Dann seid verflucht!" J. Haußner, Worms. Zum Vergleiche sei nachstehende Tabelle über die Verschuldung aus dem Jahre 1914 angefügt. An den damaligen gesamten öffentlichen Schulden mit 32,6 Milliarden Mark waren beteiligt: das Reich mit 4 917,9 Mill. RM oder 15,1 v. H. die Bundesstaaten mit 16 840,4 Mill. RM oder 51,7 v. H. die Gemeinden und Gemeindeverbände mit 10 800,0 Mill RM oder 33,2 v. H. In Deutschland besteht eine Vorliebe für das Fremde, sie zeigt sich auch darin, daß Die aus der gegenwärtigen Verschuldung herrührende Zinsenlast dürfte bei den heute höheren Zinssäßen die Vorkriegshöhe bereits überschritten haben. Den Verbrauch ausländischer Genußmittel und Luxuswaren einschränken. aus dem Auslande stammende oder als fremdländisch an gepriesene Waren vor den einheimischen vielfach bevorzugt werden, selbst dann, wenn sie der fremden oder unter fremder Flagge segelnden in Güte und Preis nicht nachstehen oder ihnen sogar überlegen sind. Diese Einstellung weiter deutscher Kreise hat dazu beigetragen, die Absazkrisis zu verschärfen, unter de fast alle heimischen Erwerbszweige leiden. Sie steigert die Arbeitslosigkeit, die wie ein schwerer Alb auf Staat und Wirtschaft lastet, Not und Elend in zahllose Familien trägt und der deutschen Arbeit und damit dem wertvollsten Aktivum der deutschen Volkswirtschaft schweren Schaden bringt. Die Zurücksetzung der inländischen Ware durch deutsche Käufer und Verkäufer, die sich der Einstellung ihrer Kunden anpassen, schadet aber auch dem Ruf der deutschen Ware und damit unserer auf Qualität gestellten Exportpropaganda. Der Volkswirtschaftliche Aufklärungsdienst, Berlin W 30, Viktoria Luise- Play 12, 1, wendet sich mit nachstehendem Aufruf an die Deffentlichkeit: Durch die Annahme des Young- Planes ist die Erfülluny der uns aufgebürdeten Tributleistungen in erhöhtem Maße unter unsere eigene Verantwortung gestellt worden. Die deutsche Volkswirtschaft ist gezwungen, den außenpolitischen Bindungen entsprechend, ihre Kräfte auf das äußerste anzuspannen und planvoll weiter zu entwickeln. Die Produktionskraft des Landes muß gesteigert und noch mehr als bisher für den Export nugbar gemacht werden. Eine Not und Gorg wir sehen. De Bilderbuch, da darum wollen ja durch den Berg. Auch in Heilige G die Kronen sch Wer seinem Volke mit Verantwortung gegenübersteht, muß sich darüber klar sein, was es bedeutet, wenn der aus ländischen Ware der Vorzug vor dem Erzeugnis deutschen Fleißes gegeben wird. Dem Verbraucher soll nicht das Recht bestritten werden, diejenige Ware zu wählen, die nach Quali tät, Ausstattung und Preis die beste ist. Der heimischen Ware gebührt aber unter allen Umständen dann der Vorzug, wenn fic bei gleichem Preis und gleicher Ausstattung in gleicher Güte wie die ausländische geboten wird. Die Lage, in der sich die deutsche Wirtschaft befindet, läßt aber auch eine Einschränkung des ständig steigenden Ver brauchs ausländischer Genußmittel und Luxuswaren geboten erscheinen. Hier sollten gerade diejenigen Kreise, denen Bildung und Einkommen eine bevorzugte Stellung geben, mit gutem Beispiel vorangehen. Um den breitesten Schichten unserer Bevölkerung die Notwendigkeiten, die sich aus unserer Wirtschaftslage ergeben, zur Kenntnis zu bringen, bedarf es einer umfangreichen Auf klärungsarbeit. Sie soll dem Verbraucher die Verantwortung die er für die deutsche Volkswirtschaft trägt, zum Bewußtsein bringen. Aufklärung tut aber auch in den Kreisen der Produ zenten not. Hier heißt es, Qualitätsleistung und Anpassung an die berechtigten Forderungen und den Geschmack des Konsu menten durch aufklärende Propaganda fördern zu helfen. hinein leuchtet Nähe dieser S Der liebe Wie schön Diese Aufklärungsarbeit durchzuführen, hat sich der ,, Volkswirtschaftliche Aufklärungsdienst" zum Ziel gesetzt. Er will frei und unabhängig, unbeeinflußt durch politische oder privatwirtschaftliche Einstellung und Interessen, sein weitgestecktes Ziel in enger Zusammenarbeit mit Landwirtschaft, Handwerk, Industrie und Handel, mit der Presse und den Drganisationen der Endverbraucher erreichen. Für seine ausschließlich dem Dienst an der deutschen Gesamt wirtschaft gewidmete Arbeit bedarf er der tätigen Mitarbeit und Unterstützung aller Bevölkerungskreise. Das deutsche Handwerk kann grundsäßlich die geforderte Einschränkung überflüssiger ausländischer Waren nur billigen und ebenso den beabsichtigten Maßnahmen des Volkswirtschaft lichen Aufklärungsdienstes seine Zustimmung geben. Wir emp fehlen den einzelnen Handwerksmeistern, den gegebenen An regungen Beachtung zu schenken, sowie den handwerklichen Drganisationen, als Mitglied dem Volkswirtschaftlichen Auf klärungsdienst beizutreten und seine Tätigkeit nach Kräften zu unterstützen. Zur Erinnerung an den Überfall von Chatillon öischen Loire- Armee die Spitze zu bieten. sur Seine vor sechzig Jahren am 19. Nov. 1870. Der Ueberfall von Chatillon sur Seine hat vor sechzig Jahren großes Aussehen erregt. Der Alte von Caprera", der italienische Freiheitsheld Garibaldi, hatte sich bekanntlich auf die Seite Frankreichs gestellt. Ein merkwürdiger Gesinnungswechsel! Drei Jahre vorher hatten die Franzosen an ihm und seinen Freischaren bei Mentana ihre Chassepots probiert. Garibaldi war der erbittertſte Gegner des dritten Napoleons und Frankreichs; er konnte ihnen nicht vergessen, daß sie Italiens Ohnmacht benutzt hatten, um sich seine Heimatprovinz Savoyen und Nizza anzueignen. Und nun tam dieser Mann als Helfer in der Not und bot Frankreich seinen Degen an! Allein Garibaldi ereiferte sich weniger für Frankreich als für die Republik. Und weniger für die französische Republik als für die Welt- Republik, deren Morgenrot ihm jetzt zu leuchten schien, In Frankreich setzte man die größten Hoffnungen auf ihn. ,, D, er kommt!"- rief der Minister Crémieux aus und schlug die Augen zum Himmel emporer kommt; nun fehlt uns nichts mehr." Und er kam, nicht einmal allein. Er brachte seine Söhne und Schwiegersöhne und eine Menge Freiheitstämpfer in roten Hemden. Als Hauptquartier erkor sich Garibaldi zunächst Aufun; am 9. November langte er an. Seine Streitmacht, die den stolzen Namen„ Vogesen- Armee" erhielt, war zu dieser Zeit noch recht bescheiden: eintausend Mann brachte er mit, fünftausend folgten nach, verschiedene kleinere Abteilungen sammelten sich erst. Garibaldi bildete vier Brigaden. Die vierte bekam sein jüngster Sohn Riciotti. Der zählte erst 23 Jahre, hatte aber an der Seite seines Vaters schon in manchem Strauß mitgefochten. Die Brigade war die schwächste, sie bestand aus sieben Kompagnien von sehr verschiedener Stärke und zählte im ganzen 600 Mann und einige Reiter. In jenen Tagen rückte die Armee des Prinzen Friedrich Die Kolonne des AFFAR Hör Auf Go Die Vo Gie U Sid Un De GUCIA Infolge Wiejed jeit und Gärten Wassermenge auch die an Wetter und Karl nach der Kapitulation von Metz nach Westen, um der fran linken Flügels, das 10. Korps, marschierte in der Zeit vom 13. bis 16. November durch Chatillon. Dem tommandierenden General von Voigt- Rheez fiel die leidenschaftlich erregte Stim mung der Bevölkerung auf und er erließ bereits am 13. Nov. den Befehl an die nachrückenden Staffeln:„ Chatillon ist e seit heute früh von französischen Truppen geräumt. Bewaf nete Banden sind in den umliegenden Wäldern festgestellt. Die Haltung der Bewohner ist eine feindselige. Marode in Chatik lon zurückzulassen, ist daher unzulässig. Sie sind auf Wagen nachzuführen." Am 17. November hatte der schon erwähnte jüngste Sohn Garibaldis, Riciotti, den Ort Montbard erreicht und beschloß einen Handstreich auf Chatillon sur Seine. Am 18. November rückte er bis Coulmiers le Sec vor; am anderen Morgen um 5 Uhr traf er vor Chatillon ein. Diesen Ort hielten seit dem 17. November drei Kompag nien des Landwehr- Bataillons„ Unna" und eine Schwadron des 5. Reserve- Husaren- Regiments, unter Oberst Lettgau be setzt. Die drei Kompagnien Unna" zählten zusammen 460 Mann, die Schwadron 94 Pferde. Die während der Nacht vorgeschobenen Infanterie- Feld wachen und Kavallerie- Patrouillen waren am 19. November morgens soeben wieder eingerückt, als um 6.15 Uhr die Frei scharen in zwei Kolonnen gegen Chatillon vorgingen. Die n griffskolonnen zählten nach Angabe des Generalstabswerks 400 Mann. Nach den ersten Schüssen des am Stadt- Eingang t henden Postens wurde zwar sofort alarmiert, aber die sich sam melnden Wehrleute erhielten bereits Feuer aus den Häusern, viele wurden noch in denselben überrascht. Es entspann li ein heftiger Straßenkampf, in welchem das Preußische Detache ment die von ihm verteidigte Mairie und Präfektur zunächt noch behauptete. Erst auf die Nachricht, daß der Feind dur eine umfassung den Rückzug nach Chateau Vilain bedrohe, be gann Oberst Lettgau den auf dem linken Seine- Ufer liegenden Stadt- Teil zu räumen. Im Tagebuche des damaligen Kronprinzen Friedrich Wil § Einer g gestellten d auf die mi neuen Tab dieses Jah befinden trieben to damit, do tarten K Tate au fommen den mu * 23 Wanderg nur bis sich meiste der neuer schon jetzt Nur bei nommen jtehen. * Han bezirk Gie wad, Fabr Rühl- Groß bach: Kauf * Sta zur Erinne v. Schiller führung. helm, des Ueberfall man sagt, Armee- Kor lujte bei. ment du jein Leben loje Krieg Art empfa folge der C in Waffen wir wiede zu Grauja ter durchau Gestalt an abzusehen Riciot ein wie ei menge em tional- Gar weiggetlei Fahne un einem Bl Der mund zu müter. eine erita truppen u leiden un Leide rungsdien lich war. Patrouill ribaldis mit feine an, daß e Feinde g Gerausge Bumeit vo Nr. Samstag, den 22. November 1930. ht die Hele Den nötig f g unferer& langen R glich ist. rbeit eröffe erungstrei m Maße d rd. 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Denn auch der Herbst ist ein Blatt aus dem großen Bilderbuch, das uns Menschen der Herrgott gegeben hat. Und darum wollen wir auch an ihn denken. Unser Weg führt uns ja durch den Tannenwald hinauf zu dem Kirchlein oben am Berg. Auch im Herbst wandelt die Allmacht über die Erde. Heilige Sonntagsstille liegt über dem Tannenwald. Durch die Kronen schaut Gottes Sonne. Und der, dem sie bis ins Herz hinein leuchtet, fühlt auch hier, gleich wie im hohen Dome, die Nähe dieser Allmacht. ,, Der liebe Gott geht durch den Wald." ― Wie schön sagt das doch der Dichter: ,, Die Quelle, die ihn kommen hört, Hört ihr Gemurmel auf sogleich, Auf daß sie nicht die Andacht stört, So groß, so weit im Waldbereich. Die Bäume denken, nun laßt uns senken, Vor'm lieben Herrgott das Gezweig." ,, Die Vöglein, wenn sie aufgewacht, Sie ahnen auch den Herrn alsbald, Und schütteln rasch den Schlaf der Nacht Sich aus den Augen mit Gewalt. Und singen leise, ringsum im Kreise: Der liebe Gott geht durch der Wald." Der Sonntagsschreiber. Hochwasser. Erhebliche Infolge der anhaltenden Regenfälle ist die Lahn und die Wiesed seit gestern früh sehr stark gestiegen und haben Wiesen und Gärten in weitem Umfange überschwemmt. Wassermengen kommen vom Westerwald und Vogelsberg. Aber auch die anderen Täler unserer näheren Umgebung, wie das Wetter- und Ohmtal, gleichen großen Seengebieten. Kündigungen in der Tabatindustrie. Einer ganzen Reihe von kaufmännischen und technischen Angestellten der oberhessischen Zigarrenfabriken wurde im Hinblick auf die mit Sicherheit zu erwartenden vernichtenden Folgen der neuen Tabakzollvorlage der Reichsregierung zum 31. Dezember dieses Jahres gekündigt. Unter den betroffenen Angestellten befinden sich Leute, die schon seit vielen Jahren in den Betrieben tätig sind. Die Inhaber der Zigarrenfabriken rechnen damit, daß unmittelbar nach Weihnachten die Betriebe infolge starten Konsumrüdgangs und angesichts der Fertigfabrikatvorräte auf eine ganze Reihe von Monaten völlig zum Erliegen kommen werden und auch die ganze Belegschaft entlassen werden muß. * Wandergewerbescheine und Legitimationskarten für 1931. Wandergewerbescheine und Legitimationsfarten gelten jeweils nur bis 31. Dezember. Zu Beginn des neuen Jahres häufen sich meistens auch die Anträge derart, daß sich die Ausfertigung der neuen Ausweise verzögert. Es erscheint daher unerläßlich, schon jetzt die Anträge auf Neuerteilung der Scheine zu stellen. Nur bei rechtzeitiger Antragstellung kann Gewähr dafür übernommen werden, daß die Scheine bei Gebrauch zur Verfügung stehen. * Handelskammer- Ersazwahlen. Gewählt wurden im Wahlbezirk Gießen Stadt: Bankdirektor Grießbauer, Kaufmann Nowad, Fabrikant Poppe und Dr. Gail; Gießen- Land: KaufmannRühl- Großen- Bused; Alsfeld: Kaufmann Zimm und Lauterbach: Kaufmann Wenzel. * Stadttheater. Morgen gelangt als Fremdenvorstellung zur Erinnerung an den vor 125 Jahren verstorbenen Friedrich v. Schiller dessen Trauerspiel ,, Kabale und Liebe" zur Aufführung. helm, des späteren Kaisers Friedrich 3., lesen wir über den Ueberfall bei Chatillon folgenden Eintrag:„ Garibaldianer, man sagt, von Riciotti angeführt, überfielen den Train des 10. Armee- Korps bei Chatillon sur Seine und brachten uns Verluste bei. Leider hat dabei Major von Alvensleben vom Regiment du Corps, Führer eines Reserve- Kavallerie- Regiments, sein Leben eingebüßt. Gewiß werden wir, je länger dieser heillose Krieg dauert, desto mehr empfindliche Nadelstiche dieser Art empfangen, was freilich niemand überraschen kann, da in> folge der Gambetta'schen Aufrufe sich das ganze Land gegen uns in Waffen erhebt und im Guerillatriege übt. Dadurch werden wir wieder genötigt, zu Vergeltungsmaßregeln zu greifen, die zu Grausamkeiten führen, obgleich solche unserem Volkscharafter durchaus zuwider sind. Es ist trostlos, daß der Krieg diese Gestalt annimmt, und trotz aller unserer Erfolge noch kein Ende abzusehen ist." Riciotti Garibaldi zog nach dem Ueberfall in Montbard ein wie ein römischer Triumphator. Eine dicht gedrängte Volksmenge empfing die Sieger mit jubelnden zurufen. Die National- Garde und die Feuerwehr bildeten Spalier. Eine Schai weißgekleideter Ehrenjungfrauen überreichte Garibaldi eine Fahne und der Vorbeimarsch der„ ,, Brigade" vollzog sich unter einem Blumenregen. Der rasch und kühn geführte Handstreich wuchs im Volksmund zu einer unerhörten Heldentat und entflammte alle Gemüter. Das Franktireur- Wesen entfaltete in jenen Gegenden eine erstaunliche Kraft und Tätigkeit. Die deutschen Etappen. truppen und selbst Teile der Feldarmee hatten noch lange zu leiden unter den Nachwirkungen des Ueberfalls von Chatillon. Leider läßt sich nicht leugnen, daß der Wach- und Sicherungsdienst seitens des Detachements alles andere als vorbildlich war. Am Abend des 18. Novembers wurde eine HusarenPatrouille gegen Montbard, von woher man den Anmarsch Ga ribaldis erwartete, entsandt. Der Unteroffizier meldete sich mit seiner Patrouille um halb zwölf Uhr nachts zurück und gab an, daß er eine Meile weit vor geritten sei, aber nichts vom Feinde gemerkt habe. Die Meldung war falsch; es hat sich herausgestellt, daß der Unteroffizier, mit seinen Leuten nicht allzuweit von der Stadt abgesessen war und in einem Bauernhause ,, Gießener Zeitung" * Von der Straßenbahn. Morgen, zum Totensonntag, verkehrt die grüne Linie schon ab 10 Uhr vormittags bis zum Neuen Friedhof. * Feierstunde. Morgen abend findet in der Stadtkirche ein Kirchenkonzert statt, das bei ganz ausgezeichneter Solistenbesetzung vom Kirchengesangverein und Orchesterverein durchgeführt wird. * Gedenkfeier. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbliebenen hält morgen nachmittag auf dem Ehrenfriedhof eine Gedenkfeier. * Bildungsverband der deutschen Buchdrucker. Jm Gewerbevereinshaus findet heute abend ein interessanter Vortrag statt mit dem Thema:„ die kleinschreibung als zeitproblem". * Evangelischer Frauenverein. Die Evang. Frauenvereine Oberhessens halten Dienstagabend eine Versammlung im Café Leib ab. Pfarrer Probst- Frankfurt wird über„ Die Sünde der Gleichgültigkeit" sprechen. * Goethe- Bund. Am kommenden Montag wird der bekannte Dichter Josef Ponten aus seinen Werken vorlesen. Der Vortragsabend findet in der neuen Aula statt. * Oberhessischer Kunstverein. Die Weihnachtsausstellung ,, Künstlerhilfe" wird am Sonntag, dem 30. November 1930, er= öffnet. Die Ausstellung befindet sich im Ausstellungsraum des Kunstvereins, im Turmhaus am Brandplatz. * Verein ehem. 116er. Am Samstag, den 22. November, abends 8.15 Uhr, findet im„ Postkeller" die Herbst- Generalversammlung statt. * Baukunst- Ausstellung. Bis zum 23. November ist im großen Saale des„ Einhorn", am Kirchplatz, eine recht int essante Baukunst- Ausstellung. * Weihnachtsbäume. Die Händler sind bereits auf der Suche nach Weihnachtsbäumen begriffen. In den Waldungen des Vogelsbergs, Westerwaldes und Taunus sind bereits größere Posten abgeschlossen. Für Weihnachtsbäume erster Klasse, über 3 Meter groß, ist die Taxe 1,60 Mark je Baum, für die 2. Klasse, über 2 Meter große Bäume, 1 Mark, für die 3. Klasse, über 1-2 Meter große Bäume, 0,60 Mark und für die 4. Klasse, Bäume bis zu einem Meter groß, 0,30 Mark. Die nicht unerheblichen Hauerlöhne, Fuhr- und Eisenbahntransportkosten treten noch hinzu. * Feuchte Kleidung ist schädlich. Sie kann, wenn nicht rechtzeitig Abhilfe geschaffen wird, zu bedenklichen Erkrankungen führen. Das gilt namentlich auch für nasse Strümpfe. Schon Feuchtigkeitsmengen von annähernd 100 Gramm genügen, um dem Menschen Krankheiten zu bringen. Behält man gar vielleicht Stunden hindurch feuchte Kleidungsstücke am Leibe, dann braucht man kaum noch nach der Ursache zu fragen, wenn man unter Umständen schon ganz plötzlich von einer Krankheit befallen wird. Die kommenden Wochen und Monate machen größte Vorsicht also zur ganz besonderen Pflicht. * Aufgehobene Straßensperre.( Mitgeteilt vom Oberh. Automobil- Club E. V.[ A. v. D.], Gießen.) Die Straßensperrung Altenburg- Brauerschwend im Zuge der Provinzialstraße Als= feld- Fulda ist ab 19. November 1930 aufgehoben.. Arbeitsgerichtstermine für reisende Kaufleute. Gemäß einem Antrage des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands hat der Preuß. Justizminister in einem Erlaß vom 22. 8. 1930( I 1447) die Arbeitsgerichtsbehörden darauf hingewiesen, daß Termine in Sachen, an denen reisende Kaufleute beteiligt sind, tunlichst auf einen Montag oder Sonnabend ge= legt werden, damit die reisenden Kaufleute ihre Reise so einrichten können, daß ihnen die Wahrnehmung des Termins ohne allzu große Opfer möglich ist. In ähnlichem Sinne haben sich auf die Eingabe die Justizministerien in Bayern, Sachsen, Mecklenburg- Schwerin, Baden, Thüringen und Hessen ge= äußert. Weihnachtsbitte der Nieder- Ramstädter Anstalten für Epileptische und Krüppel. Am 17. Oktober 1900 ist die Anstalt für Epileptische in Nieder- Ramstadt eröffnet worden. Auf ein 30jähriges Bestehen darf sie also in diesem Jahr zurückblicken. 30 Jahre mit viel Ohne es sich bei Speise und Trank hatte wohl sein lassen. Die Feldwache schenkte sich ebenfalls einen Teil des Dienstes Zweifel war den Leuten auch früher eingeprägt worden, daß Ueberfälle vorzugsweise im Morgengrauen ausgeführt werden. Ausdrücklich war der Feldwache noch anbefohlen, erst am hellen Morgen wieder einzurücken; sie kehrten aber schon bei völliger Dunkelheit in die Stadt zurüd. Von 5 Uhr Morgens an stan den an den Stadtausgängen nur noch die einfachen Posten der Innenwache. Unvorsichtigerweise war die Infanterie in der ganzen Stadt herum verteilt und bei den Bürgern einquartiert, zum Teil einzeln. Die Offiziere waren ebenfalls zum Teil einzeln untergebracht, zum Teil tamen sie in das Hotel de la Cote d'Or, den ansehnlichsten Gasthof der Stadt. Der Kommandant der Schwadron, Rittmeister d'Hauteville, benahm sich etwas vorsichtiger. Auch für seine Reiter waren Er rückte jedoch nicht eher Einzelquartiere gemacht worden. ein, als bis einige größere Unterkunftsräume, im nördlichen Teile der Stadt, bereit waren; etwa 50 Husaren mit ihren Pferden kamen in einen Wagenschuppen am Westausgange der Stadt. Eine Abteilung von etwa 20 Mann unter dem Wachtmeister Timroth wurde in einem Stalle nahe dem Plate Marmont untergebracht. Der Rittmeister d'Hauteville hatte sein In der Nähe der großen Quartier im südlichen Stadtteil. Stallung wohnte kein Offizier. Der Major von Alvensleben vom Regiment der Gardes du Corps, der dem Husaren- Regiment als zweiter Stabsoffizier zugeteilt war, hatte sein Quartier im südlichen Stadtteil, derkommandant nahm seine Wohnung im Schlosse am Nordende der Stadt. Der im Morgengrauen durchgeführte Ueberfall gelang vollfommen. Das Detachement des Obersten Letigau wurde übel zugerichtet. 70 Offiziere, 164 Mann und 76 Pferde fielen in die Hand der Franzosen, 3 Offiziere und 22 Mann waren tot oder verwundet. Am schlimmsten tam die Kavallerie weg. Die Husaren im großen Stalle wurden vollständig überrascht. Ihre Schildwache hatte sich pflichtwidrig ebenfalls in den warmen Stall begeben und war allem Anschein nach eingeschlafen. So merkten denn die übel behüteten Reiter erst etwas von den Franzosen, als diese die Torflügel aufrissen und in den Stall hinein feuerten. Nr. 93 Jammer und Elend, aber auch viel Hilfe, Liebe und Segen liegen hinter ihr. Stets waren die Weihnachtsfeste für ihre Schützlinge Höhepunkte ihres pflege und liebebedürftigen Da jeins. Ihnen diese Festtage so freundlich wie möglich zu gestalten, war uns jedesmal ein rechtes Anliegen. Das es uns gelungen ist, danken wir vor allem der warmherzigen und opferwilligen Anteilnahme der zahlreichen Freunde unserer Pflege= befohlenen aus allen Teilen des Landes, auf die wir noch immer haben zählen dürfen. Noch niemals ist die Weihnachtsbitte der Nieder- Ramstädter Anstalten ungehört verhallt, sondern noch in jedem Jahr haben zahlreiche, nicht selten von von einem warmherzigen Wort begleitete Liebeszeichen in mancherlei Gestalt es uns ermöglicht, reich besetzte Gabentische herzurichten und die zahlreichen Weihnachtswünsche der großen und kleinen Anstalts= linder weitgehend zu befriedigen. Diese freundliche, nunmehr 30jährige Erfahrung gibt uns die Freudigkeit, auch jetzt wieder dankbar und zuversichtlich die gleiche Bitte ausgehen zu lassen: Helft uns den Weihnachtstisch decken für die hessischen Fallsüchtigen und Krüppel der Nieder- Ramstädter Anstalten! Vergessen wir über all den gewaltigen wirtschaftlichen und sozialen Notständen, die auf unserer Zeit lasten, nicht das Elend, das in der Stille hinter Anstaltsmauern sein Dasein fristet, und nicht über den neuen Nöten einer modernen Zeit das alte Krankheitselend, das immer da war und immer auf die brüderliche Hilfe angewiesen bleibt. Für jede, auch die kleinste Gabe, sind wir dankbar, und wir bitten, sie auf unser Postschecktonto( Frankfurt- M., Nr. 4992, Nieder- Ramstädter Anstalten) einzuzahlen oder zu überweisen. Mit herzlichen Weihnachtsgrüßen Pfarrer Schneider, Direktor. - Aus Nah und Fern. Alsfeld. Alsfeld baut eine Kläranlage, nachdem in den letzten fünf Jahren die Kanalisation etappenweise durchgeführt worden ist. Da der Besitzer des zur Kläranlage nötigen Geländes, Freiherr von Dörnberg, mit dem Angebot von 20 Pig. pro Quadratmeter Wiesenland nicht einverstanden ist, so beschloß der Gemeinderat, Antrag auf Enteignung des Geländes zu stellen. Darmstadt. Das hessische Gewerbemuseum in Darmstadt wird ab Ende dieses Jehres aufgelöst und dem Landesmuseum resp. der Bücherei angeschlossen. Darmstadt, 21. November. Das Darmstädter Defizit von 400 000 RM. durch Sammlung freiwilliger Spenden der Bevöl ferung zu decken, beantragten die Nationalsozialisten, doch der Stadtrat lehnte ab. Für Winterbeihilfe wurden 150 000 Mark zur Verfügung gestellt. Wegen Beleidigung des Ministers Leuschner zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Darmstadt. Der nationalsozialistische Stadtverordnete Abt hatte sich vor dem hiesigen Bezirksschöffengericht wegen Beleidigung des hessischen Innenministers Leuschner zu verantworten. Wegen der Beleidigung des Ministers beantragte der Staatsanwalt eine Gefängnisstrafe von vier Wochen. Das Gericht erfannte auf 14 Tage. Der Angeklagte trägt die Kosten des Verfahrens. Der Verteidiger kündigte Berufung an. Der erste nationalsozialistische Bürgermeister in Hessen. Bei der am letzten Sonntag in Gau- Odernheim stattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde bei einer 97prozentigen WahlWer nichts vom Kleinen Herder weiß, hat oftmals Grund zu klagen, denn ohne Kleinen Herder kommt man in verzwickte Lagen. Doch wer den Kleinen Herder kennt, braucht niemals zu verzagen, denn wem der Kleine Herder hilft, der kann so manches wagen. Wer einen Kleinen Herder hat, den schrecken keine Fragen: Der Kleine Herder weiß Bescheid und wird ihm alles sagen. Den Kleinen Herder sollte man mit sich nach Hause tragen, weil man den Kleinen Herder braucht an Sonn- und Wochentagen. Der Kleine Herder ist ein Lexikon in einem Bande: das vollkommenste und brauchbarste. Über 50000 Artikel. 4000 Bilder und Karten. Gründlich. Praktisch. Handlich. Jedermann verständlich. 30 Mark. Teilzahlungen. Prospekt umsonst in allen Buchhandlungen oder beim Herder Verlag in Freiburg im Breisgau An Widerstand war nicht zu denken, denn die Husaren hatten wohl Karabiner, aber feine Patronen, die dazu gepaßt hätten. Troh mehrfacher Anforderung waren passende Karabiner- Patronen nicht geliefert worden. Das Gehöft des Wachtmeisters Timroth tam besser weg; die Leute waren teilweise schon wach, als die Franzosen zu feuern begannen. Der Wachtmeister ließ daher die Tore verrammeln und wartete ab, bis sich die Franzosen verzogen hatten. Dann ritt er mit seinen Husaren hinter die Vorstadt Courcelles zurüd. Nach einer Weile langte der Rittmeister d'Hauteville mit einem Leutnant der Schwadron und einem Trupp Infanteristen am nämlichen Orte an. Sie hatten sich aus dem südlichen Stadtteil nach verschiedenen Jrrgängen hierher gerettet und waren noch sehr bewegt von einem Vorfall, der sich eben vor ihren Augen zugetragen hatte. Der Major von Alvensleben, wie erzählt, ebenfalls im südlichen Stadtteil einquartiert, doch fand er den Ausgang auf die Straße schon von Franttireurs besetzt. Sein Quartiergeber hatte ihn darauf mit eigener Lebensgefahr durch eine Gartentür hinaus gelassen. Er hatte das Freie gewonnen und der Rittmeister und sein Leutnant sahen ihn in südlicher Richtung davonreiten; sein Garde du Corps- Helm mit dem silbernen Adler leuchtete weithin. Sie wintten ihm mit ihren Taschentüchern; er be merkte es und machte tehrt. In diesem Augenblid aber traf ihn eine Kugel eines Franttireurs und er stürzte vom Rosse. Rittmeister d'Hauteville blieb nun auf der erwähnten Höhe, bis das Schießen in der Stadt aufgehört hatte. Dann führte er seine wenigen Reiter auf die Straße nach Chaumont, hinter die Vorstadt Courcelles zurüd. Inzwischen räumte auch Riciotti die Stadt, die Gefangenen und die erbeuteten Pferde hatte er bereits vorausgefandi. Sein Verlust betrug nur 6 Tote und 10 Verwundete. Bereits am Nachmittage wurde Chatillon von Oberst Lettgau, der 300 Mann Verstärkungen erhalten hatte, wieder vollständig besetzt. Jnjolge der Nachricht, daß seitens des Gegners eine Wiederholung des Angriffs mit stärkeren Kräften vorbereitet werde, ging Oberst Lettgau am nächsten Tage nach Chatteau Vilain zurüd. Hier traf am 21. November General von Kraaz auf seinem Marsche nach der Loire ein, und ließ die Abteilung wieder mit nach Chatillon vorrüden. Dr. Ludw. Roth. Samstag, den 22. November 1930. beteiligung der Kandidat der Nationalsozialisten, Ritter, mit 571 Stimmen gewählt gegen den gemeinsamen Kandidaten der Sozialdemokraten, Demokraten und des Zentrums, Landwirt Beckenbach, der 545 Stimmen auf sich vereinigte. Frankfurt a. M. Die Gesellschafter des Cafés und Kabaretts Orion sind nach Zusammenbruch ihres Geschäftes geflüchtet. Die Schulden der Gesellschafter betragen rund 100 000 Mark. Kein Rosenmontagszug in Köln. Köln. Der Festausschuß des Kölner Karnevals hat beschlos= sen, 1931 auf den Rosenmontagszug zu verzichten. Die Karnevalgesellschaften werden eine beschränkte Anzahl von Sitzungen und Maskenbällen abhalten. Mit 12 Mann untergegangen. Hamburg, 21. November. Der seit mehr als einer Woche überfällige Altonaer Motorschoner„ Stralsund" ist, wie jetzt angenommen werden muß, in der vergangenen Woche während der über der Nordsee herrschenden Stürme untergegangen. An Bord befand sich eine Besatzung von 12 Mann unter Führung des Kapitäns Kurt Fischer. Das große Rettungsboot des Schoners wurde vergangenen Sonntag auf Sylt angetrieben. Bantzusammenbrüche in Frankreich. Paris, 21. November. Außer dem Bankier Oustric sind am Donnerstag noch zwei Finanzleute und zwei Kulissenmakler wegen betrügerischer Haussemanöver an der Börse unter Anklage gestellt worden. Die Nachprüfung der Bilanz der Banque Commerciale in Le Havre, die vor einigen Tagen ihre Schalter( ge= schlossen hat, ergab, daß die Gläubiger nur 50 Prozent ihrer Forderungen erhalten können. Gegen den Inhaber der zusammengebrochenen Bank Depeyroux in Lyon ist Anklage wegen Vertrauensmißbrauchs erhoben worden. In U. S. A. „ Gießener Zeitung" Landwirte beizt euer Saatgut! Von Landwirtschaftslehrer Dr. P. Lieb. Ebenso wichtig wie das Herrichten des Saatfeldes ist die Beschaffenheit des Saatgutes. Die Fehler, die mancher Landwirt bei der letzten Saat gemacht hat, mußte er bei der diesjährigen Ernte bitter büßen. Fehler sind aber dazu da, daß wir davon lernen! Neben einer guten Keimfähigkeit muß das Saatgut gesund sein. Kranke, mit Pilzen befallene Samenkörner erzeugen große Ertragsminderungen. Da man solchen Körnern mit bloßem Auge nicht immer ansieht, ob sie auch tatsächlich gesund sind, ist es heute unbedingt notwendig, sämt liches Saatgut zu beizen. Die hauptsächlichsten Krankheiten beim Wintergetreide sind: Schneeschimmel beim Roggen, Steinbrand beim Weizen und Streifenkrankheit der Gerste. Newyork, 21. November. Acht weitere Banten, darunter eines der größten Finanzinstitute der Südstaaten, haben in den letzten 24 Stunden ihre Schalter schließen müssen. Die Zahl der in dieser Woche zahlungsunfähig gewordenen Banten ist damit auf 84 gestiegen. Während des laufenden Jahres sind nicht weniger als 600 Banten zusammengebrochen. Die Ursache hierfür wird hauptsächlich in der schlechten Lage der amerikanischen Landwirtschaft gesucht. Die Schließung der Central Bank und Trust Cy in Ashville( Nordkarolina), einer Bank mit 18 Millionen Dollar Einlagen und 21,75 Millionen Dollar Aktiven, zog die Zahlungsunfähigkeit fünf kleinerer Banken nach sich. Italiens Militärausbildung. Rom. Der italienische Ministerrat hat die Verbindlichkeit der vormilitärischen Ausbildung für alle Staatsbürger beschlossen. Sie beginnt mit dem 1. Oktober des Jahres, in dem das 18. Lebensjahr erreicht wird, und besteht in zwei Jahreskursen, die an den Sonn- und Feiertagen abgehalten werden. Krebs- Ursachen. Vom ,, Deutschen Pflanzenschutzdienst"( Verfügung vom 5. August 1930) werden zur Bekämpfung dieser Krankheiten die Universaltrockenbeize„ Ceresan" und die Naßbeize„ uspulunUniversal" amtlich empfohlen. Diese beiden Mittel haben sich in den letzten Jahren hervorragend bewähri! Ein Zentner Weizen und Roggen zu beizen kostet z. B. nur fünfzig Pfennige; dafür hat der Landwirt die Gewähr, daß bei richtiger Handhabung obengenannten Krankheiten Einhalt geboten wird. Beim Trockenbeizen, das beim Beizen von kleineren Saatgutmengen am besten mit den sogenannten Klein- Tillator ausgeführt wird, hat man im Gegensatz zur Naßbeize folgende Vorteile: bequemere Handhabung, einfachere Arbeitsweise, rasche Beizung, die Möglichkeit, das Saatgut in arbeitsarmer Zeit zu beizen, Fortfall der Desinfektion von Säcken, Drillmaschinen usw., da die Beizwirkung erst im Boden von statten geht, und schließlich die Möglichkeit, fertig gebeiztes Saatgut zu lagern, wodurch wieder im weitgehendsten Maße die ge= nossenschaftliche Beizung ermöglicht wird. Der Klein- Tillator ( Leistungsfähigkeit ca. 6 Zentner stündlich) ist vom„ Deutschen Pflanzenschußdienste" geprüft und anerkannt. Von dieser ,, amtlichen Stelle" werden zur Beizung folgende Mengen Ceresan empfohlen. Zur Bekämpfung des Schneeschimmels und des Weizenſteinbrandes 100 g, der Streifenkrankheit der Gerste 150 g und des Haferflugbrandes 250 g pro 3tr. Saatgut. Die Keimfähigkeit prüfe man zweckmäßigerweise durch einen Keimversuch. Manche, früher als unheilbar angesehene Krankheit hat heute ihren Schrecken für die leidende Menschheit, dank der unermüdlichen Tätigkeit der Wissenschaft, verloren. Eine nur, der Krebs, ist in unheimlicher Zunahme begriffen, verschont er doch nicht einmal mehr die blühende Jugend. Vergeblich waren alle Versuche, einen Erreger zu entdecken. Daher will der Verfasser einen neuen Weg zeigen, der die Grundursachen dieser heimtückischen Krankheit aufdeckt und das Uebel bei der Wurzel faßt. Ein kurzer Vergleich mit anderen Erkrankungen wird das Rätsel lösen: Bei harmlosen Katarrhen, z. B. Schnupfen, Durch fall u. a., erkennen wir bereits die außergewöhnlichen Ausscheidungsbestrebungen der Schleimhäute. Schwieriger schon gestal= tet sich die Reinigung des Körpers bei der Tuberkulose, weil hier das Blut seine Abfallstoffe in der Lunge abladet, von wo sie durch Aushusten entfernt werden müssen. Noch verhängnisvoller wird die Neigung des Blutstroms, ein erkranktes Organ als Schuttabladeplatz zu gebrauchen, beim Krebs, weil dessen Gifte, keinen Ausweg findend, im Körperinnern ihre zerstörende Wirfung ausüben und sich zu Schmarozern auswachsen, die am Lebensmarke nagen. Wie die Saat, so die Ernte! Nr. 93 ausgestochen und durch neues Material ersetzt. Schweinestallungen werden in der Woche zweimal gereinigt. Bei Pferdeund Rindviehständen verwende man den vorderen Teil des Lagers als Ersatz für die im hinteren Teil verbrauchte Streu und bringe die frische Streu in den vorderen Teil des Standes. Auf diese Weise bleibt das Lager auf der angegebenen Höhe. Torfstreudünger ist besonders stickstoffreich und verbessert die Bodenstruktur in hervorragender Weise. Schwere Böden werden lockerer, leichtere Böden bekommen ein größeres Aufsaugungsvermögen und trocknen deshalb nicht so leicht aus. Zur Bausparkassen- Bewegung. ,, Bausparen" ein in Deutschland noch ziemlich neuer Begriff. Anders in Amerika und England, wo die entsprechenden Organisationen schon seit mehr als 100 Jahren eine höchst bemerkenswerte und ersprießliche Tätigkeit ausüben. Bei uns in Deutschland wohnen 80% der Bevölkerung zur Miete, dort haben über 80 Proz. mit Hilfe der Bausparkassen- Bewegung ihr eigenes Heim erworben. Diese Lehre, der in wirtschaftlichen Dingen besonders umsichtigen und praktischen Amerikaner und Engländer, sollten wir uns zu Nuze machen, zumal wir Deutsche heute jeden Groschen dreimal umwenden müssen, um herauszufinden, wie wir ihn zum höchsten Nutzen und ohne Risiko an= legen. Richtig geübtes Bausparen ist der beste Weg zu Glück und Wohlstand in der Familie. Aber Vorsicht in der Auswahl der Bausparkassen, denen man sich anvertraut! Sie sind nicht alle gleichwertig untereinander. Der Zwecksparverband f. Eigenheime e. V., Aachen, die größte Bausparkasse in Preußen, zeichnet sich durch besonders klare und übersichtliche Sagungen und Tarife aus. Ein Beweis für das Vertrauen, das dieser vor drei Jahren gegründeter Verband genießt, ist die Tatsache, daß ihm bereits mehr als 15 000 Mitglieder angehören. Beachten Sie die Anzeige des Verbandes in der heutigen Ausgabe und lassen Sie sich unverbindlich, die dort angegebenen Druckschriften zu Jhrer Orientierung kommen. Torfstren als Streumittel in Stallungen. Durch die anhaltende Trockenheit des Vorsommers war die Strohernte in diesem Jahre in den meisten Gegenden Deutschlands gering. Die Ungunst der Witterung während der Erntezeit wirkte sich weiterhin auf die Strohernte, sowohl quantitativ als besonders qualitativ recht nachteilig aus. Das wenige gut geerntete Stroh muß zu Futterzwecken herangezogen werden. Vor Beginn der Winterstallfütterung ist es für den tierhaltenden Landwirt unbedingt wichtig, die Aufstellung des Futterhaushaltes vorzunehmen. In vielen landwirtschaftlichen Betrieben sehlt es in diesem Jahre an Streustroh. Von anderen Streumitteln ist an weitaus erster Stelle die Torfstreu zu nennen. Gewisse Einstreumittel, wie Laub und Sägemehl scheiden am besten ganz aus. Das Aufsaugungsvermögen beider ist recht gering, beim letzteren nur das 2½ fache des Eigengewichtes. Das Laub soll dem Wald auf keinen Fall entzogen werden, man beraubt dadurch den Wald seines natürlichen Humus- und Nährstoffgehaltes. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, daß der Dung von Laub, besonders aber von Sägemehl, den Boden versäuert und die Bodenstruktur ungünstig beeinflußt. In Torfstreu haben wir ein in jeder Beziehung hervorragendes und leicht zu beschaffendes Einstreumittel. Torfstreu kann für jede Viehgattung, also Pferde, Rindvieh, Schweine und Geflügel verwendet werden. Diese Erkenntnis ergibt zugleich den einzuschlagenden Weg. Vor Veröfentlichung soll die neue Therapie durch Nachprüfen tausender Krebsfälle zur höchsten Vollkommenheit gebracht werden. Mein Ruf zur Mitarbeit ergeht daher an alle, die an sich oder anderen, das Entstehen des Krebses beobachten konnten. Ehrensache muß es für jedermann sein, an der Beseitigung dieser furchtbaren Geißel der Menschheit nach Kräften mitzuwirken. W. Radecker- Osnabrüd. na GFFS OFF Wir helfen Ihnen 症 ein Eigenheim bauen, ein Haus kaufen oder drückende Hypotkeken ablösen. 60 Eigenheime monatl. haben wir in den letzten 15 Monaten finanziert. 18 Million. Reichsmark Zweckvermögen u. Reser ven besitzt unser Verband. 18 000 Mitglieder aus allen Berufen zählt unser Verband. Fordern Sie kostenl. ausführliche Druckschriften A 132. Zwecksparverband für Eigenheime, E.V., Aachen Bezirksleitung: L. F. Schmitt, Dipl, Ing. Giessen, Friedensstr. 12. = Sua C.. Fressen Thre Schweineschlecht? Neue Bücher. Er Bezugspre Medallionsschluß bendung nicht v 43. Sah Voli Das Reichst und Preisabbau In Berline Meidhstanzler je Mittwoch abend Freitag oder G llegen will. Der Schritt mijchen Wahlgre jchlesien wird in Seetadett Jack geht zur See, von Kapitän Marryat, übersetzt von Fritz Bothmer. Mit 4 farb. Bildern. 118 Seiten. Halbleinen 2, RM. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart, R. 10-16. Von Marryats Abenteuergeschichten ist diejenige vom Midshipman Easy, vom Seekadetten Jad, eine der berühmtesten und am meisten gelesenen. Schon eine ganze Generation von Knaben hat dieses Buch heißhungrig verschlungen und aus ihm von der Weite der Meere und dem Geheimnis fremder Erdteile geträumt. Es ist das Buch, das jeder frische Junge neben seinem ,, Robinson" liest, mit dem er zu Bett geht und aufsteht, und aus dem er salzige Seeluft atmet. Das Wasseraufsaugungsvermögen von Stroh beträgt das 3-4sache, von Torfstreu das 12-15fache des Eigengewichtes. Eine wesentliche Eigenschaft der Torfstreu ist das Vermögen, das gasförmige Ammoniak zu binden. Dieses Gas findet sich bekanntlich in Pferdestallungen und ist leicht an seinem scharfen, beißenden Geruch zu erkennen. Ammoniak besteht im wesentlichen aus Stickstoff. Dieser, als der teuerste aller Pflanzennährstoffe, wird, wie gesagt, durch die Torfstreu gebunden und so für die Wirtschaft erhalten. Torfstreu bietet den Tieren ein trockenes, warmes und elastisches Lager und wirkt desinfizierend auf die Hufe der Tiere. Fliegen finden in der Torfstreu keine Brutstätte für ihre Maden, die Fliegenplage wird dadurch stark verringert. Sollten Pferde oder Schweine gelegentlich Torfe streu fressen, so ist dies ein Zeichen von Ernährungsstörung. Gaben von Viehsalz und Kalk sind hier angebracht. Kommen s. nicht voran d. Husten, Ausschlag ( Grind), Knochenith.? Sua C hilft! Erfolg gar. in 5 bis 8 Tagen. Alleinverk. in Gießen Drogerie H. Bornemann, Bahnhofstr. 17 Germania- Drogerie C.Seibel, Frankfstr.39. 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Das Milieu, aus dem eine jede stammt, und ihre verschiedenen Charaktere, sowie ihre Treue, mit der sie zueinander halten und sich auf ihren Lebens- und Berufswegen helfen, sind glänzend geschildert. Ein lebenswahres, frisches und starkes Buch. Bis 800 Mark| Monats- Verdienst * „ Hessenland". In dem wieder reich illustrierten Heft 11 der Zeitschrift„ Hessenland" ist besonders bemerkenswert eine Beschreibung des Fronhäuser Stammschlosses der Schenken von Schweinsberg. Aktuell ist ein Artikel über die Landwirtschaft in Hessen und Nassau. Ihm ist eine instruktive Karte beigegeben. Die Bergung Berunglüdter im Hochgebirge gestaltete sich bis zum heutigen Tage sehr schwierig, da man in den meisten Fällen den genauen Standort der Vermißten nicht kannte. Zwar wurden in fieberhafter Eile Rettungskolonnen ausge sandt, deren Hilfe aber in vielen Fällen infolge des langen Suchens zu spät tam. Nun hat man im Hochalpinen Rettungswesen einen großen Schritt vorwärts getan, indem man, wie auf anderen Gebieten, das Flugzeug zur Hilfe herangezogen hat. Die neueste Nummer der ,, Münchener Jllustrierten Presse" ( Nr. 47) bringt eine Reihe interessanter Bilder über Rettungsversuche mit dem Flugzeug. Es werd. eine Anzahl ütcht. Personen ges., gleich welchen Berufes od. Geschlechtes. Sehr günst.Gelegenh.f. solch. d. sich selbständ.machen woll. Auch als Hauptoder Nebenverdienst. Tauernde u. angenehme Tätigk. Kein Reis. Angebote unt. Beilage eines mit der genauen Adresse versehenen Briefumschl.( frankieren ist freigestellt) an Chemische Fabrik Stierli, Haltingen ( Amt Lörrach). 120000 RM, sind auch geteilt, zu zeitgem. bill. Zinssuß, a. gute 1. Hypothek z. vergeb. Auch auf Neubauten. H. Hahn in Kassel, Holländischestr. 105. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. 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