Nr. 14. es hauswirtschaft nd wirtschaftlichen sim Bereich des Toder verschwom werden und wird e Frische, sondern Frauen steigern. eitschrift für den im Allgäu führt Bergwinters in hliersee-, Tegern . Inieressenten rlag München 9. paner unterschei et, 3. 3" bringt Dand vieler Auf berstellt und die Den dartut. ten Sie verstehen? terrichtet darüber. che Kunst geplau ert das Thema. ien für Mädchen wat- Bilder her ädchen, das fich gen oder eintau jeder beim Ein meln der Bilder armonitas. Spar 5 und Bücherliste 5., Abtlg. Serien hrsmesse 1930. 6 auf Stand 20 en hergestellten, aus.- Der lie arbeitet vollkom Sammer- Verfahren urch sich im Verstung eine Brenn ne der ausgestellingebauten, durch eilwinde für 600 igt Daimler- Benz Typ S, welcher arbeitet und eine in in Gießen. lle he nchancen che Erdölanteile f. pro Stück. BroßzinduſtriebeteiAnfragen direk ompagnie, Han 5. menbonig Ser Ernte, folange en Preis n: Rmf. 13.80, Rmt. 8.-. Richtaefallen wird 5. Ellmaurer. 717 Württemb ettnäifen Fort, Abhilfe. Alter and Geschlecht angeb. Auskunft umionft. Dr. med. Eisenbach, München 207, Bayerftraße 35/11. affee- Vertretung t Verteilungslager Selbstverbraucher, rgibt Groß- Röfterei Behrens, Hamburg 36 Ber verfauft jein Haus ventl. m. Geschäft od. onst. Anwesen hier od. mgebung? Nur Aneb. direkt v. Besitzer nt. 2. 14 and. Verl. aus u. Grundbefik cantfurt Geil 51 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. Die allgemeine Aussprache auf der Genfer Zollfriedens: fonferenz ist am Donnerstag abgeschlossen worden. Die deutschen Reichsminister Schmidt und Dietrich werden am Montag nach Berlin zurückreisen. Die Führung der deutschen Abordnung auf der Zollfriedenskonferenz werden dann Staatssekretär Dr. Trendelenburg und Minister a. D. Dr. Hilferding übernehmen. Die Handels: und Industrie- Beiräte der Deutschen Zentrumspartei haben Freitag ihre 5. Generalversammlung abge= halten. Im Laufe der Aussprache führte der Vorsitzende der Zentrumsfraktion, Dr. Brüning, aus, daß das Zentrum an seinem Vorschlag, die Sanierung der Reichsfinanzen vor der Erledigung des Youngplanes vorzunehmen, festhalten werde. * Die polnische Regierung lehnt es ab, mit der deutschen Reichsregierung noch irgendwelche ergänzenden Verhandlungen über den Inhalt der Warschauer Liquidationsabkommen vom 31. Oktober zu führen. Der Verkehrsausschuß des Reichstages beschäftigte sich am Donnerstag mit einer Eingabe zur Abänderung des Postgesetzes. Darin wird eine erweiterte Haftung der Reichspost bei Reisen mit Postkraftwagen verlangt. Die Eingabe wurde der Reichsregierung zur Erwägung und, soweit sie sich mit der Reform der Haftpflicht befaßt, zur Berücksichtigung überwiesen. Die in den letzten Tagen angeregte erneute Verstärkung der französischen Grenzbefestigungen nach der deutschen und italienischen Seite hin wird in den Kreisen der Londoner Flottentonferenz als„ ,, wenig ermutigend" für die weiteren Verhandlungen angesehen. Nach den Regierungsmitteilungen im Verkehrspolitischen Ausschuß sollen die neuen Rheinbrüden bei Mannheim- Ludwigshafen im Jahre 1930, bei Marau 1931 und bei Speyer 1932 gebaut werden. Die Berliner Stadtverordnetenversammlung stimmte mit 101 gegen 98 Stimmen der Aufnahme des 45 Millionenkredites der Stadt Berlin zu. Wie aus Moskau gemeldet wird, beabsichtigt die Regierung Sie aus Mostau der Sowjetunion, in Moskau ein neues Krematorium zu er richten und sämtliche Friedhöfe in Moskau zu schließen. Die Gottlosenverbände stellten Antrag bei der Sowjetregierung, in Zukunft nur noch Verbrennungen zu gestatten. * Die mexikanische Polizei hat durch einen Zufall Kenntnis von angeblichen Attentatsplänen gegen den nordamerikanischen Bundespräsidenten Hoover erhalten. Die mexikanische Polizei hat eine umfassende Untersuchung der Angelegenheit eingeleitet. Die Finanzkrise der Stadt Chicago ist beendet. Für 122 Millionen Dollar wird eine sogenannte„ Freiheits- Anleihe" aufgelegt werden. Bei dem Explosionsunglück bei Athen find 500 000 Handgranaten im Werte von 12 Millionen Mark in die Luft geflo= gen. Kampf gegen die Beamtengehälter in Hessen. Darmstadt. Die heutige Debatte im Finanzausschuß drehte fich fast ausschließlich um die Frage, ob eine Sanierung durch Kürzung der Beamtengehälter rechtlich möglich und praktisch durchführbar sei. Obwohl sich die Regierung gegen derartige Absichten aussprach und dringend darum bat, im Interesse der Beruhigung der Beamtenschaft von dessen Erörterung abzusehen, sprachen sich alle Redner der Sozialdemokratie für eine Kürzung aus. Auch der Landbund setzte sich, entsprechend seinen Anträgen, für eine Herabsetzung ein. Selbst das Zentrum ließ er= tennen, daß es nicht ohne Sympathie diesen Absichten gegenübersteht. Die Erörterungen bewegten sich hauptsächlich um die Wohnungsgelder und die Kinderzuschläge der Beamten. Zusammentritt des Hess. Landtagsplenums Ende April. Der Finanzausschuß des Landtages hofft das vorliegende Material in etwa sechs Wochen aufarbeiten zu können. Das Plenum dürfte erst Ende April oder sogar Anfang Mai zusammentreten, um dann allerdings in einem Zuge Etat, Sparprogramm und Sofortprogramm zu verabschieden. Amnestie für Südtirol. Rom, 21. 2. Mussolini hat eine Amnestie für ganz Südtirol angeordnet, indem er alle aus politischen Gründen gegen ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 22. Februar 1930 deutschsprachliche Angehörige der Provinz Bozen erlassenen polizeilichen Maßnahmen aufheben läßt. Infolgedessen wurde auch die sofortige Freilassung des Gemeindearztes von Steinhaus im Ahrntal verfügt, der unter der Anschuldigung staatsfeindlicher Gesinnung und antifaszistischer Betätigung vor einem Jahre zu dreijähriger Verbannung verurteilt worden war. Dr. Joseph Kiener war gegenwärtig der einzige Verbannte Südtirols und wohnte auf der Insel Ponza bei Neapel, wohin ihm seine wegen ihres deutschen Unterrichts polizeilich verwarnte Gattin freiwillig gefolgt war. Zugleich wurden auch die gegen acht Südtiroler erlassenen polizeilichen Verwarnungen aufgehoben, die mit einer gewissen Einschränkung der persönlichen Freiheit verbunden waren. Nach diesem Straferlaß bleibt nach einer offiziösen Versicherung kein deutschsprechender Südtiroler mehr aus politischen Gründen polizeilichen Maßnahmen unterworfen. Diese Geste Mussolinis hat offenbar politische Bedeutung und soll nach dem Besuch Dr. Schobers in Rom das Verhältnis mit Desterreich und Deutschland verbessern helfen. Radikalsozialisten in Front. Paris. Der radikalsozialistische Abgeordnete Camille Chautemps ist vom Präsidenten der Republik, Doumerque, mit der Kabinettsbildung beauftragt worden. Kabinett Chautemps. Paris, 21. 2. Die heute abend ausgegebene offizielle Ministerliste sieht folgendermaßen aus: Ministerpräsidium und Inneres: Chau temps( radikal); Justiz: Steeg( radikal); Aeußeres: Briand( franz. Sozialist); Finanzen: Dumont ( radikal); Budgetministerium: Palmade( radikal); Krieg: Besnard( radikal); Marine: Albert Sarraut( radikal); Handelsmarine: Daniélon( rad. Linke); Handel: Georges Bonnet( radikal); Deffentliche Arbeiten: Daladier( radikal); Deffentlicher Unterricht: J. Durand( radikal); Kolonien: Lamoureux( radikal); Landwirtschaft: Queuille ( radikal); Arbeit: Loucheur( radikale Linke); Luftverkehr: Laurent Eynac( rad. Linke); Post: Julien Durand( radifal); Pensionen: Gallet( radikal). Erhöhung des Kaffee und Teezolls. Das Reichskabinett ermächtigte in seiner Donnerstag Sitzung den Reichsfinanzminister zum Erlaß einer Verordnung über die Inkraftsetzung der Zollerhöhungen für Kaffee und Tee, die in dem Gesetz vom 8. April 1922 über Erhöhung von Zöllen beschlossen sind. Die Erhöhung tritt am 5. März ds. Js. in Kraft. Luftpostabkommen mit China. Shanghai, 21. Febr. Nach langen Verhandlungen ist heute zwischen der Deutschen Lufthansa und dem chinesischen Verfehrsministerium ein vorläufiges Abkommen über die Einrichtung einer europäisch- asiatischen Luftpostverkehrslinie unterzeichnet worden. Arbeitsmarktlage. Noch keine Entspannung.- 2,29 Mill. Hauptunterstügte. Der Eintritt kälterer Witterung hat nach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 9. bis 16. Februar zu einer weiteren schwachen Welle von Entlassungen aus den Außenberufen geführt. Infolgedessen trat die für Mitte Februar erwartete Entspannung noch nicht ein. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der versicherungsmäßigen Arbeitslosenunterstützung stieg um weitere 30 000 auf rd. 2 290 000 an. Seit Ende Januar liegt die Kurve der Hauptunterstützungsempfänger um etwa 50 000 unter der des Vorjahres; diese Tatsache hat aber keinen symptomatischen Wert, da sie nicht auf allen bezirklichen Arbeitsmärkten erreicht ist und, wo sie eingetreten ist, lediglich auf einer schwachen Fortführung von Hoch- und Tiefbauten beruht. Die einzige Ausnahme bildet Westfalen, wo die Belastung der Versicherung fast um ein Drittel geringer ist als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Diesem einen Bezirk, der eine verhältnismäßig günstige Entwicklung aufweist, stehen vier andere Landesarbeitsämter gegenüber, die den Stand des Vorjahres an Hauptunterstützungsempfängern erheblich überschritten haben, an der Spitze Sachsen, weiter Brandenburg, Hessen und Mitteldeutschland. Die anderen Bezirke entsprechen mehr oder weniger dem Reichsdurchschnitt mit seiner überaus gedrückten. Lage. Für alle Bezirke gleich ist jedoch die Ungewißheit über die künftige Gestaltung des Marktes. Explosionsunglüd in Herford. Herford( Westf.), 21. 2. Ein furchtbares Explosionsunglück ereignete sich am Freitag gegen 15 Uhr in der Bürstenfabrik von König& Böschte. Aus bisher unbekannter Ursache flog furz vor Schichtwechsel der Kessel in die Luft und zertrümmerte das ihn umgebende Gebäude vollständig. Aus den Trümmern wurden drei Schwerverletzte geborgen, die sofort dem Krankenhaus zugeführt wurden. Polizei und Feuerwehr arbeiten fieberhaft, da man annimmt, daß unter den Trümmern noch Verschüttete liegen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 15 Unser täglich Roggenbrot. Was die hessischen Müller, Bäder, Aerzte und Hausfrauen zur Roggenbrotfrage zu sagen haben. Ueber die Bedeutung der Roggenfrage für unsere gesamte Volkswirtschaft ist in den letzten Wochen viel geschrieben und gesagt worden. Die gesetzgeberischen Maßnahmen des Reiches, die eine Behebung der Roggenkrise durch Beimahlungszwang, Magazinierung, Brotgesetz und ähnliches beabsichtigen, sind in der Tagespresse und in den Fachblättern eingehend erörtert worden. Sie spielten auch hinein in eine Besprechung, die der hessische Wirtschaftsminister zu Beginn dieser Woche mit den Vertretern der an der Roggenfrage interessierten Beruse und Organisationen abhielt. Kernpunkt der Besprechungen aber waren nicht so sehr die beabsichtigten Gesetzesmaßnahmen, die in ihrer Auswirkung immer umstritten sein werden, sondern ganz einfache, jeden Volksgenossen, vor allem aber jede Haus frau und jede Mutter unmittelbar berührende Fragen. Ein Vertreter der hessischen Aerzteschaft hat dabei auf eine Tatsache hingewiesen, die zwingend für jeden ist, der noch nicht jeglichen Zusammenhang mit der Natur, ihren Kräften und ihren Werten verloren hat. Er verwies darauf, wie die Natur jedem Volte die Mittel zu seiner Ernährung stellt, die es braucht. Das, was im Lande wächst, was dem Klima angemessen ist, brauchen die Menschen des Landes, und sie verstoßen gegen die Gesetze der Natur, wenn sie deren Schätze durch falsche Behand lung, durch Mißachtung oder durch irrige Modegepflogenheiten verkommen lassen. Von dieser klaren Betrachtungsweise aus gewinnt die Roggenfrage eine über die volkswirtschaftliche Seite hinausgehende Bedeutung. Von den beiden Brotfrüchten, dem Roggen und dem Weizen, überwiegt in Deutschland der Roggenbau bedeutend, weil das deutsche Klima und die deutschen Bodenverhältnisse für den Roggen besonders geeignet sind. Die Natur weist uns also gleichsam den Roggen als Brotfrucht zu. Wo Bodenverhältnisse und Klima den Anbau von Weizen möglich machen, wird dieser natürlich gleichfalls angebaut. Wir erhalten somit ein bestimmtes Maß an Brotforn aus Roggen und Weizen bestehend, und zwar, wenn Wachstum und Ernte glücklich verlaufen, so viel, daß der Bedarf des Landes an Brotnahrung gedeckt ist. Es ist doch nun das Natürliche, daß die deutsche Bevölkerung auch ihren Verbrauch an Roggen und Weizen entsprechend einstellt. In unserer Ernte erhalten wir angenähert auf 70 Teile Roggen 30 Teile Weizen. Der Verbrauch in den letzten Jahrzehnten erforderte aber auf 55 Teile Roggen 45 Teile Weizen. Eigenerzeugung und Verbrauch sind daher noch weit auseinander, und es ist nötig, daß der Weizen überall da, wo er nicht eine besondere Aufgabe zu erfüllen hat, eingespart wird. Auf das tägliche Brot übertragen, besagen obige Zahlen folgendes: Bei einem mittleren Jahresbedarf von 160 Kilogramm Brotgetreide pro Kopf würden bisher täglich verbraucht sein 245 Gramm Roggenbrot und 190 Gramm Weizenbrot, also auf jedes halbe Pfund Brot 4-5 Brötchen. Es ist fein Opfer, wenn man verlangt, daß die Zahl der Brötchen zugunsten des Brotes etwa auf die Hälfte verringert und daß als Brot reines Roggenbrot vom Bäder gefordert wird. Also auf Drei Biertel Blune Roggenbrot 2 bis 3 Brötchen. Ehe diese Ziffern bekannt geworden sind, hat sich in der Bevölkerung selbst schon eine Reaktion auf den übermäßigen Weizenbrotgenuß bemerkbar gemacht. Die Erkenntnisse der Ernährungswirtschaft und der besonders aus der Jugend und dem nach gesünderen Zuständen sich sehnenden Voltsteil ertönenden Ruf nach größerer Natürlichkeit in der Lebensführung haben dazu geführt, daß weite Schichten unseres Volkes sich wieder stärker dem Roggenbrot zuwenden. In der Konferenz wurde das von den Hausfrauenvertreterinnen, aber auch von den Bädern bestätigt. Wie stark die Bewegung zur natürlicheren und damit gesünderen Brotnahrung bereits ist und wie bereit= willig auch die noch nicht von ihr erfaßten Bevölkerungsschich ten auf die aufklärende Unterweisung eingehen, das zeigt deutlich der Erfolg, der in Gießen bereits erzielt wurde. Dort hat sich in der letzten Zeit die Roggenbrotnachfrage in den fleineren Bäckereien um 20 Prozent, in den größeren um 40-50 Prozent gehoben. Aber auch in den anderen Städten sind bereits überall dort gute Erfolge erzielt worden, wo man ein einwandfreies ( nicht zu stark ausgemahlenes) Roggenbrot erhält. Beweis für die zunehmende Nachfrage aber ist der starke Auftrieb, den der Absatz der Spezialbrote aus Roggenmehl erfahren hat. Es fann natürlich nicht das Ziel sein, Roggenbrot zum Delikateßbrot werden zu lassen. Die hessischen Bäder sind deswegen bemüht, entsprechend der steigenden Nachfrage nach dem bekömmlichen Roggenbrot den Wünschen der Bevölkerung nach einem guten Brotmaterial Rechnung zu tragen. Eine Reihe von Badproben gab davon einen überzeugenden Beweis. Mit ihnen gehen die Müller einig, die der Ausmahlung des Kornes eine besondere Beachtung widmen. Eine Reihe von technischen Fragen gilt es dabei noch zu klären. Auch sie wurden in der Aussprache, an der sich auch Vertreter der Landwirtschaft beteiligten, offen behandelt. Der Wille zur Gemeinschaftsarbeit stand über allen Erörterungen. Auf ihn wurde auch für die Zukunft vertraut. Für den Volksstaat Hessen gab Minister Korell dazu die Versicherung ab, daß er es an gutem Willen wie bisher nicht fehlen lassen, diesen Willen vielmehr auch in seinem Wirkungsfelde durch Tatbeweise erhärten werde.. Samstag, Samstag, den 22. Februar 1930 Haftet eine politische Partei für verbotswidriges Plakatfleben ihrer Mitglieder? Von Rechtsanwalt Dr. Erich Dickow, Berlin. Mit dieser den deutschen Hausbesitz sehr interessierenden Frage beschäftigt sich das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 17. Oftober 1929, 10. Ziviikammer 3. Bf. X 869/28 ( Jur. Wochenschrift 30, Seite 84). Das Amtsgericht hat der Klage stattgegeben, das Landgericht hat aufgehoben und den Klageanspruch des Hauseigentümers abgewiesen. Da der dem Urteil zu Grunde liegende Tatbestand auch auf die vielfachen Beschwerden der deutschen Hausbesitzer gelegentlich der Wahlen paßt, dürfte er und die verschiedene Begründung des Amts- und Landgerichts- Urteils den Leser in vollem Umfange interessieren: Gießener Zeitung weisung gehalten, sondern verbotswidrig die Plakate an Privathäuser angeklebt, dann hätten sie nicht gelegentlich, sondern in Ausführung der Verrichtung, zu der sie bestellt waren, ge= handelt. Derartige Ueberschreitungen von Instruktionen kämen häufig vor. Man könne daher nicht mit Unrecht von einem zugunsten des Klägers bestehenden prima- facie- Beweis sprechen. An der Beklagten wäre es gewesen, darzulegen, daß sich der Verlauf mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit anders abgespielt hätte, beispielsweise, daß der Beklagten Plakate rechtswidrig entwendet worden seien. Eine solche Aufklärung habe die Beflagte nicht versucht. Sie habe auch nicht versucht, sich gemäß § 831 BGB. zu erkulpieren, etwa dahingehend, daß sie ihre Mitglieder gehörig beaufsichtigt habe. Daneben nimmt das amtsgerichtliche Urteil an, daß zur Führung eines Entlastungsbeweises nach§ 831 BGB. nicht allein der Beweis eines Verbots an die Mitglieder, Häuser zu bekleben, ausreichen könne, da, wie das amtsgerichtliche Urteil weiter ausführt, zum Ankleben durchweg junge Leute verwendet würden, die einer strengen Aufsicht bezüglich der Innehaltung der ihnen auferlegten Verbote bedürfen. Das BG. hat den Zeugen H. über die von ihm getroffenen Maßnahmen wegen des Anklebens vernommen.( Wird ausgeführt.) Nr. 15. essenten, die über freie Flächen verfügten, an denen sie das Plakat anzubringen bereit waren. Der Zeuge B. hat den Mitgliedern seiner ,, Sa"-Abteilung Disziplinarstrafen und vor allem Entlassung aus der Partei angedroht, falls das Klebeverbot überschritten würde. Werden diese Maßnahmen, deren Nichtbefolgung vom Kläger nicht dargetan werden, an den Anforderungen gemessen, die der Gutachter L. an die politischen Parteien stellt, dann ergibt sich, daß die NSDAP. den Beweis dafür hat erbringen können, daß sie alles Erforderliche und ihr Mögliche zur Jnnehaltung des Klebeverbots, das übrigens auf Vereinbarung der Hamburger politischen Parteien beruht, getan hat Der von ihr geführte Beweis ist ein Entlastungsbeweis i. S. von§ 831. BGB., so daß die Partei, wenn man mit dem Amtsgericht die Beteiligung von Parteimitgliedern bei dem Kleben am Hause des Klägers unterstellt, von einer Verpflichtung zum Schadenersatz frei ist. Für di Ruben, nur tein Ende fich in da Säumigen nen, die K überlegen tend die U Leben und Augen aus gen, die nu wirklichkeit die wohl jd Ueberlegen morgen fcho feft und ha Leben alles endet haber Der fe wie auch d noch ein f die Tat, Anfangen Schritt zu fchon Kra schon der Laß d Sab' Der Dann Die Durchführung der Nacheichung im Kreise Gießen im Jahre 1930. Die in zweijähriger Wiederkehr gesetzlich vorgeschriebene Nacheichung der im eichpflichtigen Verkehr befindliden Meßgeräte( das sind Längen- und Flüssigkeitsmaße, Meßwerkzeuge für Flüssigkeiten, Hohlmaße, Gewichte und transportable Han Das BG. unterstellt mit dem Amtsgericht, daß die Plakate von Mitgliedern der beklagten Partei an das Haus des Klädelswaagen bis einschließlich 3000 Kilogramm) soll im Kreise gers geklebt sind. ,, Der Tatbestand ist insofern unstreitig, als sich die Werbeplakate der Beklagten( einer politischen Partei) an den Häufern des Klägers befunden haben und dem Kläger dadurch naturgemäß Kosten für die Beseitigung entstehen. Wer die Plakate angeklebt hat, ist auch durch die Berliner Instanzen nicht geklärt worden. Der Kläger hat lediglich in der Schlußverhandlung bekundet, er habe nachts, als er nach Hause kam, eine Anzahl junger Männer um sein Haus versammelt gesehen, welche die Plakate klebten. Er habe aber zur Vermeidung von Streitigkeiten davon abgesehen, ihre Personalien selbst festzustellen, und beim Erscheinen der von ihm fernmündlich herbeigerufenen Polizei sei die Gruppe bereits fortgegangen. Das Amtsgericht unterstellt, daß die jungen Leute nur Parteimitglieder der Beklagten gewesen sein können, da nur an diese derartige Werbeplakate abgegeben zu werden pflegen, und nimmt für den Fall, daß derartige Plakate von dritter Hand gestohlen sein sollten, eine Verpflichtung der Beklagten an, weil diese für ihre Plakate aufkommen müsse. Das amtsgerichtliche Urteil ist weiter abgestellt auf ein prima- facie- Beweis gegen die Beklagte, zu dessen Entkräftigung die Beklagte aufklärungspflichtig sei. Wenn man nämlich annehme, daß die Beklagte das Ankleben ausdrücklich durch allgemeine Anordnung verboten habe, so hafte sie dennoch, ohne daß Kläger aufzuklären brauche, wer das Ankleben vorgenommen habe Die Beklagte sei ihrerseits aufklärungspflichtig, wenn sie sich von der Haftung befreien wolle. Solche Plakate führt das Amtsgericht - werden verwendet, um für die Beklagte zu werben. Diesen Zwed könnten sie nur erfüllen, wenn sie öffentlich sichtbar gemacht würden. Es könne keinem Zweifel unterliegen, daß die Plakate zu diesem Zweck bestimmt waren. Es müsse weiter als selbstverständlich angenommen werden, daß die Plakate nur den Parteiangehörigen zugängig seien, um sie dem vorgenann= ten Zwed zuzuführen. Danach könne angenommen werden, der Vorstand der Beklagten habe an die Mitglieder die Anweifung gegeben, die Plakate derartig zu verwenden, daß sie öffentlich für die Beklagte werben könnten, also beispielsweise durch Aufkleben auf einen Rahmen. Hätten sich die Parteimitglieder nicht an diese oder eine ähnliche unschädliche Anaus - Der MERCEDES BENZ Im Gegensatz zum Amtsgericht ist das BG. jedoch der Ansicht, daß weder ein prima- facie- Beweis gegen die Beklagte spricht, noch daß eine Entlastungsmöglichkeit des§ 831 BGB. strengere Voraussetzungen haben muß als die Ausgabe eines strikten Verbots. Es muß genügen, wenn den Mitgliedern, denen die Werbung für die Partei obliegt, immer wieder eingeschärft wird, sie dürften nicht an die Hauswände kleben. Es mag sein, daß derartige Verbote nicht immer strikte durchgeführt werden, aber es heißt die Anforderungen an eine politische Partei zu scharf spannen, wenn man mehr verlangen wollte als das Verbot. Nach Sachlage ist es der Partei einfach unmöglich, die Befolgung ihres Verbots in jedem einzelnen Falle nachzuprüfen. Hat die Partei die Plakate an Mitglieder gegeben, die nach ihrer persönlichen Eignung einigermaßen die Gewähr bieten, daß sie das ausgegebene Verbot innehalten, dann hat die Partei alles getan, was ihr in einer Großstadt billigerweise zugemutet werden kann. Die Erfahrung hat die Beklagte nach der Aussage des Zeugen H. Schließlich dazu geführt, das Anbringen von Plakater an zwei gewerbsmäßige Plakatgesellschaften zu vergeben. Hierin zeigt fich, daß der Beklagten selbst daran gelegen ist, irgendwelche Mißgriffe bei der Berteilung der Plakate zu vermeiden. Gießen demnächst nach einem Bekanntmachung des Kreisamtes vom 18. Februar beginnen und nach folgendem Rund ceiseplan durchgeführt werden. Die Zeugen La. und B. haben im einzelnen ausgeführt, in welcher Weise das Verbot bei den Bezirksgruppen und deren Sa- Abteilungen zur Durchführung gebracht wurde. La. be fundet, man hätte die Plakate allerdings nicht numerieren und tein Register über die Ausgabe führen fönnen, aber man habe sie lediglich an Ladenbesitzer gegeben oder an solche Intergrosse Schlager! Zur Durchführung der Nacheichung werden örtliche Eichtage in nachstehender Reihenfolge abgehalten: Vom Hessischen Eichamt Gießen aus: Am 5. März in Wieseck. Am 11. März in Großen- Bused, zugleich für Alten- Bujeck, Trohe, Rödgen und Beuern. Am 17. März in Reiskirchen, zugleich für Bersrod, Saasen mit Bollnbach, Winnerod und Lindenstruth. Am 19. März in Burkhardsfelden, zugleich für Hattenrod, Oppenrod. Am 20. März in Ettingshausen, zugleich für Harbach, Quec born, Münster und Ober- Bessingen. Im Bedarfsfalle mehr als 1 Tag. Anmerkung Röthges nimmt an dem Eichtag in Lau bach( Kreis Schotten) am 8. April 1930, Stockhausen und Weiffartshain am Eichtag in Lardenbach( Kreis Schotten) am 15. April 1930, teil. Der Einlieferungstag wird den Gemeinden durch das Eichamt Gießen besonders mitgeteilt. In gleicher Reihenfolge und angemessenem Abstande wird die polizeiliche Maß- und Gewichtsrevision stattfinden. Universität Köln. Das Sommersemester 1930 beginnt am 10. April. VorLesungsbeginn: Donnerstag, den 24. April. Das Vorlesungsverzeichnis fann beim Universitätssekretariat gegen Einsendung von 50 Rpfg. and 15 Rpfg. Porto bezogen werden. Mercedes- Benz Typ STUTTGART 200( Zweiliter) Innensteuerlimousine RM. 5980.-( ab Werk) Besuchen Sie unsere Ausstellungsräume! DAIMLER- BENZ A.-G. Verkaufsstelle: GIESSEN, Bahnhofstrasse 90-92- Fernruf Nr. 4121. Aus Eugen Dührings Gedankenwelt. Gedankenwelt. und es bleibt. sein. Verdienst, den sozialen Faktor in den VorDühring fagt: Soll die Wirtschaft auch nur ein wenig über den Rahmen der Selbstbebauung wit Familie hinauswachsen, so ist der Lohnpertrag die zugleich natürliche und unvermeidliche Grundform. Die Selbständigkeit hat ihre Umfangsgrenzen. Außerhalb ihres Bereichs muß sich eine Bevölkerung ergeben, die auf wirtschaftliche Weise und auf Grundlage des Eigentums sich nicht selb ständig zu halten vermag. Bei allgemeinem Kommunismus hätte keiner Besitz, wäre jeder abhängig, Kommunismus bringt Konfusion. Es wa fingen hörte lachte die Wochen nic Krönungst fagte fie. anderer 6 pas und Die wieder Und dann Bon" gefun Jedoch pen ab und Quedfilber eine Lust m Tropfen, da fie fonnten Durch chelte die Nun bet mismäßig die wenigsten Steuern, schreit trotzdem noch am lautesten, streift, er hat nach Ablauf der 7 oder 8 Stunden, die er beschäftigt ist, feine Gedanken und Sorgen mehr, was der tommende Tag bringt. Er pocht auf sein Menschenrecht, wirft seine Zahl ins Gewicht. Wieviel fehlt ihm eigentlich noch an dem, was Dühring Personalismus, Macht der Person über die Sache nennt? Fast nichts mehr. Und nun erwäge man die eingetretenen Zustände! Berfall an allen Eden und Enden. Der Befits das Eigentum, das Dühring doch sonst als einen Edpfeiler feines Systems preist, gelten und werden mit jedem Tag weniger, die Freude daran ist vergällt, die Lust zum Stre ben ist genommen. Der Mehrwert, der Kapitalgewinn, nein, fast das Ganze fallen dem, der, abgesehen von der mechanischen Arbeit, am wenigsten und auf vielen Gebieten gar nichts leistet, dank seiner Bersönlichkeit, traft dessen, daß die Person vor der: Sache zu geben hat, und dank der Zahlen- und Ziffernmäßig feit zu. Wohl würde Dühring fagen: wenn die Menschen anwird, stimmt erst meine Rechnung allein daran hängt es eben, und mit der Wichtigkeit müssen wir rechnen. Ein Ausgleich zwischen Kapital und Arbeit, eine Auseinandersetzung zwischen Besitz und Person war und ist notwendig; Darüber besteht keine Meinungsverschiedenheit, aber über die Grenze, wo die Macht beider sich scharf scheiden müssen, nicht minder. Hier aber kommt uns Dühring wieder zu Silfe.. Er, der gee waltige Denter, hat dargelegt, daß, wie in den Mechanik, sa auch in der Volkswirtschaft, unverrüdbare Gesetze bestehen, die eingehalten werden müssen, wenn anders nicht die natürliche Reagens tommt. Er ist, gestützt auf die paar originellen Schöpfer der Wirtschaftslehre, Smith, Hume, List, Carey, auch solchen unabänderlichen Gesetzen nachgegangen. Am Ende der Era forschung derselben sind wir noch lange nicht. Das Ziel ft. jeden an der Produktion geistig und mechanisch Beteiligten den ihm gebührenden Anteil zu berechnen( der Architekt und Karrena schieber sind, so spricht Dühring, nicht gleichzubewerten), einen gerechten Ausgleich zu schaffen. Die Erreichung dieses Zieles ist teine Utopie. Mit ihm fallen die öde Gleichmacherei, die legten Endes zur Kirchhofsruhe führt, und die ständige Aufwiegelung zur Begehrlichkeit in sich zusammen. Wir sind eben allzumal Sünder. Soweit hat Dühring recht, dergrund gezogen zu haben.. Allein en schießt über das matürliche Ziel. Dia Personen sollen mehr Macht haben als der Besitz. Es soll dahin tommen, daß das Kapital die Arbeit sucht, daß nicht die Person um Berwendung ,, bettelt", sondern der Besitz sich bemühen muß, damit er um gemisse Preise zu ar beitenden und befruchtenden Kräften gelange. Als Beispiel wird das Verhältnis des Arztes und Advokaten zum Publikum angeführt. Diese suche man, bitte um ihre Dienste, bezahle sie gut und gebe ihnen noch gute Warte und sei eher von diesen, als diese vom Patienten oder Klienten abhängig. So solls mit der gesamten Lohnarbeit werden; nicht der Lohnzahlende, vielmehr der Lohnempfänger soll der Herr, der Bestimmende sein. Im Personalismus sollen sich die Massenträfte vereinigen, gleichfam eine Körperschaft bilden, die, richtig zusammengefaßt und geleitet, mehr Macht hat, als der Besitz selbst. Deshalb hat Dühring die Koalitionen, die Gewerkschaften der Lohnempfänders geartet sind, ein anderes, edleres Geschlecht gezüchtet sein ger feinerzeit als etwas Naturwüchtiges empfohlen. Dührings Natur ist aber jedem Zwang zuwider; solchen bekämpft er aufs allerschärfste. Persönliche Freiheit geht ihm über alles. Trozdem propagierte er gerade die Koalitionen, propagierte er den Zusammenschluß der Personen gegenüber der Sache, also den 3wang. Dühring bekämpft alle Bandenbildungen, d. h. jede Vereinigung, die in irgend einer Weise auf Ausbeutung und Schröpfung der Mitmenschen hinzielt. Von den Streiks aber spricht er wiederholt als etwas Naturwüchsigem. Wie steht es aber mit der Verwirklichung, der Durchführung solcher Ideen im praktischen Leben? Die Folgen waren folche und die Ergebnisse derart, daß Dührung selbst in der zweiten Auflage seines Buches ,, Kapital und Arbeit" ein Zeichen seines Gerechtigkeitsgefühls feine Meinung über den Wert der Koalitionen der Gewerkschaften außerordentlich geändert hat. Inzwischen ist die Revolution getommen. Der Lohnarbeiter hat dem Besitz eine Arbeitszeit von 8 Stunden und eine zu der Leistung und dem Wirtschaftsergebnis in feinem Verhältnis stehenden Lohnquote abgerungen, hat mehr Rechte als jeder andere Stand erlangt, ist mitbestimmend, ja zum Teil schon ausschlaggebend in den Arbeitsstätten geworden, zahlt verhältEs gilt nun, zwischen den selbständigen, unabhängigen, den besitzenden Ständen und dem vom Besiz ausgeschlossenen Teil, also den abhängigen Elementen, ausgleichende und aufwiegende Verhältnisse, Zustände, Gebilde zu schaffen. Dies geschieht durch die Stellung der Person über die Sache, daß die Personen als nollwichtiger gelten denn die Sachen, die Personen ihre Macht als solche gegenüber dem Besitz in die Schale werfen, daß sich bas Persönliche mit einer Macht betätigt, die nicht bloß den Besitz aufwiegt, sondern in den Rüdsichten überwiegt. Dies ist nach Dühring die politische und soziale Kardinalaufgabe. So versteht Dühring den Personalismus. Also die Personen über alles, mag auch die Sache zu Grunde gehen, mögen die Personen auch schlecht, die Sachen gut sein, tut nichts so und nicht anders muß man aus der scharfen, einseitigen Hervorkehrung des Persönlichen durch Rühring daraus, daß also alles bloß auf es Rücksicht zu nehmen habe, schließen. Sat Dühring recht? Ja und nein. Besiggewalt mag man durch persönliches Gegengewicht ausgleichen, ganz selbstverständlich. Die Person und der Mensch müssen geachtet werden. Ihre Ausnutung muß eine bestimmte Grenze haben, die leider infolge der modernen, mammonistischen Entwicklung nicht eingehalten worden ist, und schließlich zur Revolution ihr Anteil beigetragen hat. Daß alle, die auf diese Weise und durch solche Wirtschaft in der verschiedensten Art verlegten Personen, wären die Rollen vertauscht gewesen, leinen Deut besser gehandelt, es gerade so und noch schlimmer gemacht hätten, als die, tann fein Mensch bezweifein. - weiße Kä Als Ichrieen famfeit d Schüttelten ift noch nie nis, die D Belze auf sie ihnen der auch Die Jagten: D gangsman entwegt in fich und d A Kirchstraf aufgelöst. lizeibezirt bezirt, Lie Als d der Städt anderes werfe gus wert eine felbeit b gezwunge er es mit et es bei mer ausb Speite Lo Der hje bezrad gef Den Steue Wanderu gen Tag Die Bage bes Töfben b Den, aber Gummire Slop aust den. 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Ein Tag nach dem anderen tommt und schiebt fich in das große Meer der Ewigkeit. Die Zeit lehrt dem Säumigen den Willen zur Arbeit, den Entschluß zum Beginnen, die Kraft zur Tat. Da gibt es aber so viele, die immer wähüberlegen und warten und nicht beginnen fönnen rend die Uhr der Zeit weitergeht, ihnen aber keine Werte für Leben und Ewigkeit buchen kann. Sie schauen mit gierigen Augen aus nach dem ersehnten Glück und träumen von Dingen, die nur ein Traumland weiß, aber die nüchterne Erdenwirklichkeit niemals bringen kann. Und wieder gibt es andere, die wohl schnell bei der Tat sind, denen aber das nüchterne Ueberlegen fehlt. Was sie gestern angefangen, wird vielleicht morgen schon wieder beiseite gelegt. Charaktere aber bleiben fest und halten aus. Nicht darauf kommt es an, was wir im Leben alles begonnen, sondern was wir recht und gut auch beendet haben. Der feste Wille zum Werke fehlt sowohl den Zögernden wie auch dem Uebereiligen. Vor jeder großen Tat stand immer noch ein fester Wille. Im Anfang aller Schöpfung war nicht die Tat, sondern der Wille zum Werk. Und so liegt im Anfangen das große Geheimnis der Arbeit und der erste Schritt zum Erfolg. Jm langen Warten und Zaudern geht Und nebenan wartet schon Kraft für die Arbeit verloren. schon der Müßiggang, von dem der Dichter sagt: Laß deinen Alltag nicht zum Sonntag werden, Hab' ein Pflicht, und sei sie noch so klein! Der Müßiggang fann deinen Tag gefährden, Dann wird dein Sonntag grauer Alltag sein. Erstes Frühlingsahnen. Es war kein Wunder, daß man Kinder auf der Straße singen hörte als man aufwachte. Denn als man hinaussah, da lachte die Sonne aus vollem Herzen. So hatte sie schon seit Wochen nicht mehr gelacht. Wie eine Kronprinzessin an ihrem Krönungstag sah sie aus.„ Nun werde ich wieder Königin", sagte sie. Und gebt einmal Acht", sagte sie, das wird ein anderer Glanz, als wenn sämtliche Schönheitsköniginnen Europas und Amerikas zusammen glänzen, die klassische Miß Sparta, die wiederauferstandene antike Schönheit nicht ausgenommen." Und dann hätte die Sonne beinahe aus Versehen„ Sonny Boy" gesungen. Aber dazu ist sie denn doch zu vornehm. Jedoch stießen die Hyazinthen im Glas hörbar ihre Kappen ab und dufteten süß. Darüber fing das Thermometer, das Quecksilber im Thermometer verstehe sich, zu klettern an, daß es eine Lust war, und es tropfte vom Dache.„ Ptsch!" sagten die Tropfen, da hatte sie die Sonne aber auch schon aufgeleckt und fie fonnten gar nichts mehr sagen. Durch das Wiesedtal strich derweilen ein linder Wind, streichelte die Bäume des Philosophenwaldes und versprach ihnen: ,, Nun bekommt ihr bald, und bekommt ihr bald schöne, weiche, weiße Kätzchen. Schöne, weiche, weiße Kätzchen." Als das die Füchse im Schiffenberger Wald hörten, da Ichrieen sie vor Freude un behandelten mit großer Gelehrsamkeit die Frage des kommenden Frühlings. Die Dächse schüttelten nur unentwegt ihre Köpfe und sagten:„ So etwas ist noch nie dagewesen." Sie haben nämlich gar kein Gedächtnis, die Dächse. Und so dumm sind sie, daß sie versuchten, ihre Pelze aufzuknöpfen. Was doch gar nicht möglich ist. Man kann sie ihnen nur über die Ohren ziehen. Und das schätzen sie wieder auch nicht. Die Männer aber knöpften ihre Wintermäntel auf und Jagten: Man weiß wahrhaftig nicht, ob man schon den Ueber: gangsmantel herausholen soll." Die Damen jedoch stapfen unentwegt in Pelzen und Kanonenstiefeln, denn sie wissen, was sie fich und der Welt schuldig sind. • * Auflösung des 3. Polizeibezirks. Der 3. Polizeibezirk, Kirchstraße Nr. 11, wird mit Wirkung vom 25. Februar 1930 aufgelöst. Das Stadtgebiet hat nunmehr nur noch den 1. Polizeibezirk, Landgraf- Philipp- Platz Nr. 1, und den 2. Polizeibezirk, Liebigstraße 18. Zum 1. Polizeibezirk gehört der StadtDie Beleuchtung des Rades. Als das Velociped genannte Hochrad auf den Straßen der Städte in die Erscheinung trat, mußte man mit ihm nichts anderes anzufangen, als es behördlicherseits unter die Führ= werfe zu rangieren. Nach den Bestimmungen mußte jedes Fuhrwert eine Laterne haben, wenn Mebel herrschte oder die Dunfelbeit bereingebrochen war, und so sollte auch der Velocipedist gezwungen fein, sein Fahrzeug zu beleuchten. Zuerst versuchte er es mit dem in einer Düte gehaltenen brennenden Licht, wie er es bei den Pferdefuhrwerken gesehen hatte, aber die Sache war zu beschwerlich, und die Technit schuf eine durch Del gespeiste Laterne, die zwischen den Speichen des Vorderrades an Der Achse hängend, den Weg beleuchten sollte. Als das Niederrad gefchaffen wurde, verlegte man den Siz der Laterne an ben Steuerkopf in die Löhe der Lentstange, wo sie von einigen Wanderungen zur Vorderradachse abgesehen, bis auf den hentigen Tag geblieben ist. Die Erfindung des luftgefüllten Gummireifens besserte die Lage des Radfahrers insofern, als die jede Lampe zum Berlöschen bringenden Stöße des Vollgummirades gemildert murben, aber die Technit begnügte sich nicht mit der Federung des Gummireifens, sondern konstruierte Lampenfedern, die jeden Stoß aushalten und die Lampe vor dem Erlöschen Schüzen tonnten. Mit der Speifung der Laterne durch Del waren die Radfahrer auf die Dauer nicht zufrieden. Die Technik gab ihnen aylinderbewehrte Petroleumlampen, und alles schien gut zu geben, als die durch Carbid gespeiste Ayetylenlampe ihr Licht leuchten ließ. Das weiße, strahlende Licht des Acetylengafes ,, Gießener Zeitung" Str. 15. Auch in Schwalheim ist der gleiche Fall zu verzeichnen. Dort wurde Bürgermeister Dietz ebenfalls einstimmig wiedergewählt. teil, der nördlich und nordöstlich folgender Linie liegt: Krof-| sig geworden. dorfer Straße einschließlich Hardthof, Rodheimer Straße, Westanlage, Mühlstraße, Löwengasse, Goethestraße, Schiffenbergerweg. Zum 2. Polizeibezirk gehört der Stadtteil westlich und südlich der genannten Linie sowie dieselbe einschließlich und der Schiffenberg. * Straßenbahn- Fahrscheinhefte für Schüler. Für Schüler unter 14 Jahren kommen ab 25. Februar Fahrscheinhefte für alle Teilstrecken in den Verkehr. Das Heftchen, 10 Fahrscheine, kostet 75 Pfg. * Auszahlung von Renten- und Versorgungsgebühren. Die Auszahlung der Militärversorgungsgebührnisse sowie der Unfall und Invalidenrenten findet findet fortan im Saale der Gastwirtschaft ,, Zum Lamm", Westanlage 7, Eingang vom Garten aus, statt. Mit der Zahlung der Militärversorgungsge= bührnisse für März wird bereits am 27. Februar begonnen. * Für Gläubiger des Reichs- Entschädigungsamtes. In allernächster Zeit soll die Frist ablaufen für Schäden, die in der Nachkriegszeit von Auslands- und Kolonialdeutschen und abgetretenen Gebietsteilen beim Reichsentschädigungsamt angemeldet, aber nicht weiter verfolgt worden sind. * Von der Universität. Der ordentliche Professor für Veterinäranatomie Dr. Wilhelm Schauder hat den an ihn ergangenen Ruf an die Tierärztliche Hochschule in Berlin ab= gelehnt. * Aus dem Stadttheater. Als Fremdenvorstellung wird am Sonntag ,,, Die andere Seite" nachmittags 6,30 Uhr gege= ben. Am Dienstag, den 25. Februar, kommt zum letzten Mal Das Mit,, Musik“ von Frank Wedekind zur Aufführung. glied des Stadttheaters Franz Arzdorf wurde von der nächsten Spielzeit ab, mit einem dreijährigen Vertrag, an das Neue Theater in Frankfurt a. M. verpflichtet. Mit Franck gewürzt, schmeckt der KAFFEE immer gleichviel ob aus Bohnenkaffee oderaus Getreide zubereitet. * Kirchenmusikalische Abendseier. Der Gemeindeverein der Lukasgemeinde und der Verein für christliche Musik veranstalten am Sonntag, den 23. Februar 1930, abends 8 Uhr, in der Johanneskirche eine kirchenmusikalische Abendfeier unter Mitwirkung von Fräulein Emmy Schaum- Frankfurt a. M. und dem Organisten Habicht. Der Reinertrag ist für die Schwesternstation der Lukas- und Petrusgemeinde bestimmt. Eintritt 50 Rpfg. * Konzertverein. Am Montag, den 24. Februar, abends 8 Uhr, findet in der Stadtkirche das achte Konzert, Mozart, ,, Requiem", unter der Leitung von Dr. Stefan Temesvary statt. * VDA.- Vortrag. Herr Pfarrer Harth- Wien spricht heute nachmittag um 4 Uhr, im Hotel Köhler, über ,, die Lage in Desterreich". Obst- und Gartenbauverein. Am Sonntag, nachmittags 3-30 Uhr, findet im Hotel Hopfeld die Hauptversammlung statt. Anschließend ist ein Vortrag des Garteninspektors Rehneld über zeitgemäße Fragen der Blumenzucht in Haus und Garten. * Deutschnationaler Handlungsgehilfen- Verband. Die Ortsgrupppe Gießen veranstaltet am heutigen Abend, 8 Uhr, im Kaufmännischen Vereinshaus, einen öffentlichen LichtbilderVortrag über Niederländisch- Indien und Kamerun. * Vom VfB.- Waldsportplatz. Kommenden Sonntag findet auf dem Waldsportplay das erste Entscheidungsspiel um die Meisterschaft der 1. Bezirksklasse, Gruppe Lahn, Ockershausen gegen VfB. statt. Aus Nah und Fern. Friedberg. Bürgermeister Kuhwede in Otarben, dessen Amtszeit im März abläuft, wurde, da andere Wahlvorschläge nicht vorlagen, von allen Parteien erneut mit dem Amte des Bürgermeisters betraut. Ein Wahlgang ist dadurch überflüsstellte die alten guten Dellampen in den Schatten, aber nicht alle Radfahrer machten die Schwenfung mit. Viele blieben den Del- und Petroleumlampen treu, weil ihnen die Bedienung einfacher erschien. Die Industrie schuf Wunderwerke von Acetylen- Laternen und legte besonderen Wert auf eine Einfachheit in der Behandlung. Es begriff schließlich jedes Kind, wie man Carbid in den Behälter tut, Wasser in den dafür bestimmten Behälter läßt und durch eine leichte Drehung dem Wasser einen Zugang zum Carbid ermöglicht, um das zur Speisung der Lampe erforderliche Acetylengas zu erzeugen. Das Mißtrauen gegen die Carbidlaterne schwand, als man in der Zeit der Not auch im Hause von Acetylengas Gebrauch machen mußte, und unsere Feldgrauen dem Acetylengas und seiner Leuchtkraft ein Loblieb sangen. Die Technif begnügte sich indessen nicht mit den Erfolgen der Acetylenlaterne. Dem Zuge unserer elektrisierten Zeit folgend, schuf sie eine elektrische Fahrradlampe. Man speiste diese Lampen zuerst aus einem Affumulator, konstruierte dann ein Dynamo, das durch ein auf Felge oder Radreifen wirkendes Reibrad in Tätigkeit gesetzt wurde. Troß aller Errungenschaften auf dem Gebiet der Fahrradbeleuchtung hat der Streit der Meinungen nicht aufgehört Man hat sich in Radlerkreisen weder völlig von der Lampe mit flüf= figem Brennstoff abgewandt, noch hat man eine unwiderrufliche Entscheidung zwischen Carbid und Elektrizität gefällt. Alle Systeme haben ihre Vorzüge. Es kommt darauf an, für welche 3wede man das Fahrrad gebraucht. Del und Petroleum sind im Einkauf billig, Carbid ist auch nicht teuer und Elektrizität Gegen Röte der Hände Alsfeld. Der hiesige Stadtvorstand beschäftigte sich in seiner jüngsten Sizung mit dem Plan der Umwandlung der Oberrealschule in ein Reformrealgymnasium, da man den derzeitigen Lehrplan der Oberrealschule, die schon fast eine Fachschule geworden ist, für die Jugend als eine Erschwerung des Studiums der geisteswissenschaftlichen Fächer an der Universität ansieht. Da zu Ostern nächsten Jahres aber eine Umänderung des Lehrplanes für die Oberrealschule seitens des hessischen Kultusministeriums zu erwarten ist, wurde schließlich beschlossen, die Entscheidung über die Umwandlung der Oberrealschule in ein Reformrealgymnasium bis zum nächsten Jahr zurückzustellen. Offenbach a. M. Die altangesehene Lederhandlung Friedrich Mönch, deren Inhaber sich vor wenigen Tagen am Grabe seines Vaters erschossen hat, sicht sich genötigt, an ihre Gläu biger heranzutreten, um über die Abwicklung der bestehenden Forderungen zu beraten. Die ungedeckten Forderungen sollen 400 000 Mark betragen. Offenbach. Verwaltungsinspektor Koch, der die Turngemeinde in Bürgel betrogen hat, wurde zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt. Bürgermeisterwahl mit Hindernissen. Darmstadt. Als Hauptpunkt stand auf der Tagesordnung der Darmstädter Stadtratssitzung am Donnerstag die Wiederwahl des bisherigen Stadtbaumeisters Bürgermeister Buxbaum. Dieser wollte zunächst aus gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt ausscheiden, hat sich aber inzwischen zur Wiederwahl gestellt. Nach längerer Debatte ergib die Zettelwahl Stimmengleichheit( 25:25); eine Stimme war ungültig. Was war nun das Ergebnis? Darüber gingen die Meinungen des Oberbürgermeisters und der Juristen in den verschiedenen Stadtratsfraktionen so auseinander, daß die Stadtratssitzung unterbrochen und der Rechtsausschuß zusammenberufen wurde. Nach längerer Beratung kam auch dieser zu keinem Ergebnis, sondern will am Freitag noch einmal zusammentreten; am Samstag soll dann die Wahlhandlung fortgesetzt werden. Darmstadt. Der Rechner der protestantischen Kirche wurde wegen Unterschlagung zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Darmstadt. Am Donnerstagnachmittag ist im Reihsbahnausbesserungswerk( Wagenwerk Darmstadt) der Schreiner Waldhaus aus Arheilgen zwischen die Puffer zweier Wagen geraten. Er erlitt derartig erhebliche Verletzungen, daß er auf dem Transport ins Krankenhaus starb. Groß- Gerau. Ein Mädchen von Trebur machte sich den Scherz, ein Inserat aufzugeben, in dem die Verlobung ihrer Freundin mit einem jungen Manne von hier angezeigt war. Die Nachforschungen ergaben, daß das Mädchen sich einen Scherz gemacht hatte und man sagte ihm die Sache auf den Kopf zu. Das ertappte Mädchen ging heim und erhängte sich auf dem Speicher. Als gleich darauf die Mutter auf den Speicher kam, bemerkte sie noch Lebenszeichen, und einem sofort zugezogenen Arzt gelang es, sie wieder ins Leben zu rufen. Walldorf. Die Wildschweine vermehren sich im Mönchwald stark. Neuerdings gehen die Biester auf Menschen los. Ein Walldorfer, der auf dem Fahrrad von der Arbeit nach Hause zurückkehrte, wurde von einem starken Keiler angegriffen. Der so jäh Angefallene mußte sich energisch zur Wehr setzen Mainz. Bei Guntersblum wurde der Viehwagen des Händ lers Wolf von einem Personenzug überfahren. Das Pferd wurde in Stücke gerissen, eine Kuh getötet. Krofdorf( Kreis Wezlar). Pfarrer Bausch, der sein Kreistagsmandat vom Kreise Wetzlar niedergelegt hatte, ist von seiner firchlichen Aufsichtsbehörde veranlaßt worden, bis zur Aufklärung verschiedener Unstimmigkeiten in der Führung der Geschäfte seiner früheren Kirchengemeinde Kölnschhausen, jegliche pfarramtliche Tätigkeit in seiner jetzigen Gemeinde Krofdorf zu unterlassen. an sich kostet nichts. Ausschlaggebend ist in vielen Fällen der Anschaffungspreis. Wie bereits oben gefagt, ist die Frage, welche Farbbeleuch tung der Radler wählen soll, individuell. Hausvater wird eine Del- oder Petroleumlampe taufen fich von der Hausfrau etwas Brennstoff für seine Lampe fchnorren. Der durch finstere Straßen oder durch Wald fahrende Rabler wird Wert auf eine hellbrennende Lampe legen und sich für die Carbidlaterne entscheiden und die Sorge für ein gutes Funktionieren der Lampe auf sich nehmen. Diese Sorgen bestehen in der Entfernung verbrauchten Carbids, in der Auffüllung neuen Carbids in einen frodenen Behälter, in der Füllung des Wasserbehälters und in einer Reinigung des Gasleitung vermittels der Luftpumpe. Bei der elektrischen Lampe ist Wartung Get fim die Finger nicht mit der Montage abgeschlossen. Wer schmutzig machen will, wird sein Fahrrad elektrisch beleuchten und sich diese Bequemlichkeit in der Anschaffung der Lampe etwas tosten lassen. Zuverlässig sind, bei richtiger Wartung, alle Systeme, sofern es sich um ein erstklassiges Fabrikat handelt. Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, daß die Polizei eine Beleuchtung des Fahrrades, nicht des Radfahrers verlangt. Eine in der Hand oder am Körper getragene Beleuchtung entspricht also nicht den Polizeibestimmungen. Ein an der Hand geführtes Fahrrad braucht nach der Entscheidung des Preußischen Kammergerichts vom 30. März 1911 und nach einer Entscheidung der Gemeinschaftlichen Thüringischen Oberlandgerichte in Jena vom 13. August 1927 nicht beleuchtet zu sein, weil es in diesem Zustande kein Verkehrsmittel, sondern ein Gegenstand der Beförderung ist. und des Gesichts, Aufspringen der Haut, unschöne Hautfarbe und Teintfehler verwendet man am besten die schneeig- weiße, fettfreie, glyzerinhaltige Creme Leodor, welche den Händen und dem Gesicht jene matte Weiße verleiht, die der vornehmen Dame so sehr erwünscht ist. Ein besonderer Vorteil liegt auch darin, daß diese unsichtbare matte Creme wundervoll kühlend wirkt bei Juckreiz der Haut und gleichzeitig eine vorzügliche Unterlage für Puder ist. Der nachhaltige Duft gleicht einem taufrisch gepflückten Frühlingsstrauß von Veilchen, Maiglöckchen und Flieder ohne jenen berüchtigten Moschusgeruch, den die vornehme Welt verabscheut. Creme Leodor: Tube 60 PL, große Tube 1 Mk.- Leodor- Edel- Seife Stück 50 Pf. In allen Chlorodont- Verkaufsstellen zu haben. - - Samstag, den 22. Februar 1930 Fußball- Länderspiel verdrängt Karnevalszug. Da der Deutsche Fußball- Bund es abgelehnt hat, den Beginn des Länderspieles Deutschland Italien am 2. März von 3 auf 2 Uhr vorzulegen, haben die verantwortlichen Stellen beschlossen, den Frankfurter Karnevalszug ausfallen zu lassen, da als Beginn des Zuges die Zeit von 5 Uhr nachmittags für zu spät angesehen wird. Fulda. Die Geflügelfarmbesitzer Kurhessens haben sich zusammengeschlossen, um den Absatz zu regeln. Bad Ems. Am 3. und 4. Mai findet hier die Jahreshauptversammlung der Bezirksgruppe Hessen- Nassau des Verbandes der Kommunalbeamten und Angestellten Preußens statt. Kassel. Das Dorf Sand wurde von einer schweren Brandfatastrophe heimgesucht. 8 Gebäude sind vollkommen niedergebrannt. Sobernheim. Die Besayung hat die hiesige Flugzeughalle abgebrochen. Oberhausen. Hier kam ein 19jähriger Pole an, der von Warschau nach hier mit der Bahnsteigtarte gefahren ist. Der Tambour von St. Privat gestorben. Debisfelde. Jm Alter von 83 Jahren ist am Donnerstag hier der bekannte Tambour von St. Privat, Friedrich Heinrich Rhode, gestorben, Rhode, der aus Calbe an der Saale stammt, hat im 4. Garderegiment gedient und machte den Sturm auf St. Privat im deutsch- französischen Kriege 1870-71 als Tambour mit. Als im ein Trommelstock weggeschossen wurde, schlug er die Trommel mit der Faust weiter. Ein bedrohtes Kunstwert. Die 600 Jahre alte Marienkirche in Stralsund, eines der markantesten Baudenkmäler Vorpommerns, ist vom völligen Verfall bedroht. Für die rund eine Viertelmillion erforderlichen Ausbesserungen stehen nur 70 000 Mark zur Verfügung. Man ist deshalb an das Ministerium um Genehmigung einer Lotterie herangetreten. Stromausfuhr Voralberg- Deutschland. Das große Vermunt- Kraftwerk, der erste Teil der Voralberger Jllwerke A.-G., kann die Riesenarbeit bald beginnen und auf einer 110 000- Bolt- Leitung elektrischen Strom nach Württemberg und ins Rheinland senden. Die große Staumauer der Vermuntwerkes, die ungefähr 110 000 Rubikmeter Wasser zurückhält und auf Vermunt in 1700 Meter Höhe steht, wird zwar erst im Herbst 1930 fertiggestellt werden können, die Technik von heute brachte es aber ohne diese Riesenmauer zustande, die Gletscherwasser im Einzugsgebiete des Werkes und des Juflusses zu sammeln und sie nach dem Wasserschlosse oberhalb des Ortes Parthenon zu leiten, um die ersten Kraftlieferungen zu ermöglichen. Im Maschinenhause bei Parthenon im hinteren Montofontale wird der von den Maschinen erzeugte Strom von 6000 Volt auf 110 000 Volt umgespannt. Die Höchst= spann- Freileitung ist fertiggestellt, hat eine Länge von 800 Kilometern und bringt den Strom weit hinaus ins Deutsche Reich, wo das oberschwäbische Elektrizitätswerk und das rheinisch- westfälische Werk die größten Abnehmer sind. ,, Gießener Zettung" Vorbereitungen zum Franks. Sängerbundesfeit 1932. SBK. Noch wenig mehr als zwei Jahre bis zum großen Sängerbundesfest, dem elften in der Reihe der Feste des 1862 gegründeten Deutschen Sängerbundes und jetzt schon Vorbereitungen? Die beim flüchtigen Ueberlegen große Zeitspanne verringert sich sogleich beträchtlich, wenn man bedenkt, daß nach der Satzung des DSB. spätestens im Januar des dem Feste vorhergehenden Jahres die Vortragsordnungen der Hauptauffüh rungen bekanntgegeben werden müssen. Mit anderen Worten: In knapp 10 Monaten müssen die Grundlinien des Festes dastehen; denn die Auswahl der Chöre setzt Klarheit über die Man hat vielfach geRichtlinien des Gesamtplanes voraus. sagt, das Wiener Bundesfest im Jahre 1928 bilde einen Schlußpunkt in der bisherigen Gestaltung der Bundesfeste. Man müsse das nächste Fest einmal nach anderen Gesichtspunkten aufziehen. Wie war es bisher? Den wichtigsten Teil des Festes bildeten die„ Hauptaufführungen" der Massenchöre; man war von dem Bestreben geleitet, mindestens in einem Konzert jeden Teilnehmer des Festes singen zu lassen. Daneben waren Festzug und Sonderkonzerte von Bedeutung. In Wien hatte man, wie bekannt, für die Hauptaufführungen eine riesige Halle errichtet, deren Podium ca. 30 000 Sänger umfaßte. Die Leitung des DSB. ist der Ansicht, daß in Frankfurt a. M. der Bau einer Festhalle nach dem Vorbild Wiens nicht in Frage kommt, da sie das Fest finanziell in untragbarer Weise belasten würde. Die Stadt Frankfurt hat allerdings ihre neu errichtete Großmarkthalle zur Benukung angeboten, doch ist diese erheblich kleiner als die Wiener Festhalle. Sie dürfte etwa die Hälfte der Zuschauer der Wiener Halle fassen. Bei der Programmaufstellung muß auf diese Tatsache Rücksicht genommen werden. Nimmt man die Besucherzahl mit 80 000 an, eine Schätzung, die als sehr vorsichtig zu bezeichnen ist so müßten, wenn man an dem bewährten Grundsay, jeden Teilnehmer mindestens einmal im Massenchor singen zu lassen, festhält, mindestens vier, wenn nicht gar fünf Hauptaufführungen stattfinden. Es iſt deshalb zu überlegen, ob nicht eine große Kundgebung im Freien verstaltet, bei der alle Teilnehmer mitwirken, sich aber im übrigen auf Chorkonzerte der Einzelbünde( 5000-15 000 Sänger) beschränkt. Dafür könnte dann die Markthalle vorgesehen werden. Die Sonderkonzerte der Vereine bleiben da= von natürlich unberührt. Der DSB. insbesondere der Musikausschuß, der hier ein wichtiges Wort mitzureden hat steht vor grundlegenden Entscheidungen. In Verbindung mit dem Feſtausschuß in Frankfurt wird er sich bald über die Grundlagen des Festes schlüssig werden müssen. - - Erwerbslose als Opfer des Spielteufels. Es wird uns geschrieben: - Der Bankier mit einem Kassenbestand von 91 Franken. höllennest ausgehoben hat. Besonders auffallend ist dabei, daß Paris. Wegen Betruges und Vertrauensmißbrauches ist der Pariser Bankier Oleiner verhaftet worden. In der Kasse seiner Bank, die sieben Filialen in der Provinz zählt, fanden fich bei einer Revision nur 91 Franken und 50 Centimes. Die Verluste sollen sich auf mehrere Millionen belaufen. Ein folgenschwerer Formfehler. Wegen eines Formfehlers ist ein Diener aus dem Pariser Kultusministerium um 800 000 Mart gekommen, die ihm eine alte Dame im Testament zugedacht hatte. Das Testament wurde für ungültig erklärt, weil der Notar beurkundet hatte, daß die Erblasserin wegen vollständiger Gelähmtheit nicht selbst unterzeichnen könne. Er hätte aber sagen müssen:„ Die Erblasserin erklärte, wegen Lähmung nicht unterzeichnen zu können." Waschen Sie so, wie Wissenschaft u. Praxis es als richtig erkannt haben: Mit Dr. Thompson's Seifenpulver wer anders wäscht, macht es falsch. DA THOMPSON'S SCHUTZ MARKE 2 SCHUTZ MARKE SEIFEN PULVER Norddeutsche Rauchtabakfabrik sucht jüngeren REISEVERTRETER Verlangt: einige Kenntnis des Markengeschäftes zäher Wille zu planmässiger, zielsicherer Arbeit; neuzeitliche, überzeugende Ver... kaufsmethoden. Geboten: ausbaufähige Position, Gehalt, Provision und Spesen. Handgeschriebene Bewerbung mit lückenlosem Lebenslauf. Lichtbild und Angabe der Einkommensansprüche erbeten unter G. Z. 2518 an die Expedition der Giessener Zeitung. Nr. 15. - Aus Essen wurde schon mehrfach über ähnliche Fälle berichtet. In der sozialistischen„ ,, Volkswacht" Nr. 152 wurde eine Meldung aus bürgerlichen Zeitungen abgedruckt, wonach in den Anlagen der Stoppenbergstraße eine Gesellschaft von etwa 20 Personen, zumeist Erwerbslose, beim Glücksspiel ,, Meine Deine" von der Kriminalpolizei überrascht wurde. Im Essener Anzeiger Nr. 59 wurde gemeldet, daß in dem Hause Burggrafenstraße 43 a eine Spielhölle bestand, deren Besitzer sich aus Arbeitern und Erwerbslosen zusammensetzten. In den letz ten Tagen der Woche habe das Geschäft stets besonders geblüht, weil dann die Lohntage waren. Das Nest wurde von der Kriminalpolizei ausgehoben. In einem Bericht der„ Essener A! llgemeinen Zeitung" über ein Gerichtsverfahren gegen einen Spielhöllenbetrieb wurde auf Grund der Zeugenaussagen be merkt: Mit Vorliebe betätigen sich in der Spielhölle die Er= werbslosen, eine Erscheinung, die man in ähnlichen Fällen schon so oft erlebt hat. Kaum war die Spielhölle ausgehoben, da fanden sich auch schon in demselben Raum Spieler ein. Man sollte meinen, daß mit der zunehmenden wirtschaftlichen Not und dem Mangel an Geldmitteln die Zunft der gewerbsmäßigen Glücksspieler allmählich aus dem„ Wirtschaftsleben" verschwinden würde; das Gegenteil scheint aber der Fall zu sein. Immer wieder liest man in den Zeitungen, daß die Polizei wieder mal in dieser oder jenen Großstadt ein Spieldie ,, Unternehmer" dieser Betriebe sich ihre Opfer vornehmlich in den Kreisen suchen, von denen man annehmen sollte, daß sie die wirtschaftliche Not am schwersten empfinden. Soeben meldet die ,, Kölnische Volkszeitung" aus Frankfurt a. M., daß in mehreren Fällen Erwerbslose ermittelt wurden, die ihre Unterstützungen in den zahlreichen Etarté- Klubs vergeudeten, statt sie ihrer darbenden Familie zuzuwenden. In einer Straße unmittelbar neben dem Arbeits- und Wohlfahrtsamt gäbe es allein vier solcher Klubs. In Zukunft soll den Männern unter den Erwerbslosen, die Spielratten sind, kein bares Geld mehr ausgehändigt, sondern dieses unmittelbar an die Frau abgeführt werden. Ledige Personen sollen zwangsweise zu einer Arbeit herangezogen werden, wenn sie Verpflegung und Nachtlager haben wollen. UNIVERSITÄT KÖLN Sommer- Semester 1930 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche, Rechtswissenschaftliche, Medizinische( auch vorklinische Semester) und Philosophische Fakultät. Kaufmännisches und Handelslehrerstudium. Vorlesungsbeginn: Donners tag, den 24. April. Die Einschreibefrist läuft, vom 10.- 30. April einschließlich. Das Vorlesungsverzeichnis fann vom Universitätssekretariat gegen Einsendung von 50 Rpfg.( dazu 15 Rpfg. Porto) bezogen werden. Bis 800 Mark Zu Uebernahme meiner Monals- Verdienst Versandfilialen Es werd. eine Anzahl tücht. Personen gef., gleich welchen Berufes od. Geschlechies. Sehr günst.Gelegenh.f. solch. d. sich selbständ machen woll. Auch als Haupt oder Nebenperdien!. Tauernde u. angenehme Betätig. Kein Reis. Offerte unter Beilagerims mit der genau en Adresse versehenen Briefumschl.( frankieren wird freigen.) an Chemische Fabrik Stierli, Haltingen ( Amt Lörrach). Bettnässen sofort, Abhilfe. Alter und Geschlecht angeb. Auskunft umsonst. Dr. med. Eisenbach, München 207, Bayerstraße 35/ II. suche ich überall Persönlichkeiten. Mon t- licher Verdienst 160 Rink. Kapit. u. Renntnisse nicht erforderlich. Kein Reisen noch Hausi ren, angenehmes Arbeiten im Hause. Kart Röll, Hainstadt, Kr. Offenb., Mühlgasse 16 Solche immer wiederkehrende Berichte lassen darauf schließen, daß unter den Erwerbslosen sich viele befinden müssen, die auch beim Verlust ihrer Bareinnahmen aus der Erwerbs= losenfürsorge keineswegs zu hungern brauchen, sondern immer noch Mittel und Wege finden, um sich bis zur nächsten ,, Löhnung" durchzuschlagen. Not ist zweifellos genug auch unter den Erwerbslosen vorhanden. Es zeigt sich hier wieder, wie drin= gend notwendig im Interesse der wirklich Notleidenden eine schärfere Kontrolle derjenigen ist, die die Erwerbslosenfürsorge in Anspruch nehmen. Neue Bücher. Hynose und Autosuggestion. Von Dr. med Alfr. Brauchle, leit. Arzt des Prießniz- Krankenhauses in Berlin- Mahlow. 80 S. Geb. 80 Rpfg. Verlag Phil. Reclam jun. Leipzig( Univ.- Bbl.) In unserer Zeit machen sich allerlei religiöser Aberglaube, Spiritismus, Okkultismus und Mystik breit zu ihrer Beurteilung ist die Kenntnis der Hypnose, Suggestion und Autosugge stion notwendig. Diese Kenntnis hat aber auch praktische Bedeutung, z. B. für Heilung vieler Krankheiten. Wir lernen in dem Büchlein gut gefaßte erstaunliche Tatsachen kennen und be greifen. Eine weitere Neuerscheinung des Verlags Reclam jun. sind auch die beiden nachfolgenden Bücher: 1. Der Flurschütz, Roman von Alfr. Bod. Mit Nachwort von W. Scheller.. 120 S. Geb. 1,20 Rmt. Das Buch bringt eine aus dem Leben grgriffene spannende Bauerngeschichte. Durch seine Bauern= geschichten ist Bock weit über die Grenzen unseres Hessenlandes bekannt geworden. 2. Der kleine Moltke und die Rapierkunft.. Von W. Beheim- Schwarzba ch. 70 S. Geb. 80 Rpfg. Der kleine ,, Moltke", ein fümmerliches altes Männchen, von Be ruf Makler, erlebt eine komische Liebesgeschichte. Ein heiter und doch mitfühlend erzählter Ausschnitt aus dem Leben solcher, die im Schatten leben. Sch. - - Hessenland, Monatsschrift für Landes- und Volkskunde, Kunst und Literatur Hessens, Marburg a. d. L. Das Februarheft bringt von Prof. G. Schröder eine geschichtliche Abhandlung über ,, Hermann der Gelehrte", dessen Gelehrsamkeit nicht sehr überzeugend gewesen sein soll. Ueber die Schwälmer Volkstracht, die Gefahr läuft, allmählich von der Mode erdrückt zu werden, und deren Wandlungen berichtet Emil Wessel. Der Artikel ist illustriert. Bemerkenswert sind außerdem auch die Abhandlungen über hessische Dialektforschung, über Provinz theater und Opernproblem, über die Marburger Töpferwertstätten usw. Jedem, der seine Heimat liebt, gehört diese Zeitschrift. Ein Wunsch von uns wäre nur der, daß die Zeitschrift sich auch mehr für die oberhessischen Gebiete des Volksstaates Hessen interessierte. Lohn- Verzinkung führt billigst aus Lauterbacher Blechwarenfabrik. u. 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