Nr. 5 menen Er Returs zu Dinge auf es Gutad weiteren ? Jeden und den ein Atten Reichardt eshalb ein and wohnt eoretischen Te weitere es Atten llen, daß ts wegen ie Kosten gang des hten auf Tung des Kriegs 6 zunächst eine ge e von ihm annähernd wie das gen tonnte, on elf Gei Er stell welches eheilt sei bachtung Epilepsie. nuß man chaus neht und es ser selbst le; Prozent jei r gewesen. derartigen, im Laufe verlieren, " Beiden en und Berufung ie Beizie Itungsbe uchinstan tanzen in sbehörden tscheidung ist dabei, bei Ent g nehmen auffallend s die Ver eich- voll folche Art lichtachtung Absicht er ergewöhn fzurichten. olche Ent eschädigten ern. mmissions 5. 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Gesandter Rauscher, der auf dem Rückwege von Genf zwei Lage in Berlin geweilt hat, hat sich am Montagabend nach Warschau begeben, um dort die Handelsvertragsverhandlungen unverzüglich wieder aufzunehmen, nachdem bei den deutsch- polnischen Beratungen in Genf eine gemeinsame Diskussionsbasis in der Frage der polnischen Schweinefleisch- Lieferungen nach Deutschland gefunden werden konnte. Der Geschäftsordnungsausschuß des Reichstages genehmigte die Anträge auf Strafverfolgung verschiedener Abgeordneter. Rektor und Senat der Universität Frankfurt a. M. hatten den Führer der nationalsozialistischen Studentenschaft von der Universität verwiesen. Der Verweisung wurde ein Flugblatt zu Grunde gelegt, das der betreffende Führer der Nationalsozialisten unterzeichnet hatte. Die Geschäftsführerin des einstigen Reichskatholikenausschusses in der Deutschnationalen Volkspartei, Baronin Brackel, hat, laut einer Meldung der„ Germania", ihren Austritt aus der Partei erklärt, da sie es unter der derzeitigen Parteiführung nicht mehr für möglich hält, die katholischen Belange der Partei gebührend zu vertreten. * Im Strafrechtsausschuß des Reichstages wurde am Dienstagmittag mitgeteilt, daß die nächste gemeinsame deutsch- österreichische Strafrechtskonferenz vom 22. bis 24. Februar stattfinden soll. * Im Wohnungsausschuß des Reichstages wurde ein sozialdemokratischer Antrag auf Festsegung der geseglichen Miete für Altwohnungen durch Reichsgesetz abgelehnt. Die ursprünglich für das Jahr 1930 angesetzte Volkszählung ist aus Sparsamkeitsgründen auf das Jahr 1931 verschoben worden. Für die Ausgestaltung der Zählung sind Einzelheiten noch nicht bestimmt, doch ist geplant, auch die Volkszählung mit einer Berufszählung zu verbinden. * Zu den Wormser Vorgängen haben die Kommunisten im Breußischen Landtag einen Urantrag eingebracht, der Beschlußfassung über die sofortige Haftentlassung des wegen Landesfriedensbruch verhafteten Abg. Oskar Müller verlangt. Die Christlich- Nationale Bauern- und Landvolkpartei hat fich im Rheinischen Provinziallandtag mit dem Christlichen Bolksdienst zu einer Fraktion zusammengeschlossen. % Ueber der Strandpromenade von San Diego stürzte ein dreimotoriges Großflugzeug mit 16 Insassen ab, die sämtlich getötet wurden. An Bord befanden sich 2 Führer und 14 Flug gäste. Das Flugzeug kam von Agua Caliente. R Die endgültige Regelung der ungarischen Tributzahlung sicht u. a. vor, daß Ungarn seine uneingeschränkte Finanzhoheit zurüderhält. Der japanische Reichstag ist aufgelöst worden. Das Vorgehen des Kaisers, durch das die allgemeinen Wahlen beschleunigt werden, hat nicht überrascht. Für die Regierung war die Reichstagsauflösung die einzige Möglichkeit, um eine Mehrheit zu suchen. Bisher hatte die Seiyukai, die stärkste Oppositionspartei, die absolute Mehrheit. T Durch königlichen Erlaß, der sofort in Kraft tritt, wird betimmt, daß in Belgien die Ein- und Durchfuhr von Weizen und Weizenmehl von einer besonderen Genehmigung durch den Landwirtschaftsminister und den Minister für Industrie abhängig ist. Das neue portugiesische Kabinett ist gebildet aus: Außenminister Branco, Innenminister Lopes Matteus, Kriegsminister Oberst Doagniar. Arm in Arm mit Frankreich pumpen wir die Welt an" aber bezahlt werden die Schulden von Deutschland allein. Die Konferenz im Haag ist beendet.„ Volle Einigung“ ist erzielt, so verkünden die der Erfüllung dienstbaren Blätter. Die anderen ,, Schuldner"-Staaten freilich, die kleinen Mächte, sind nicht ebenso ,, voll einverstanden" mit dem, was man ihnen abverlangte. Auch ,, die letzten Streitpunkte" sind in den letzten Tagen nach ,, bereinigt" worden. Vor allem ist die Mobilisierungsanleihe„ gesichert". Aber gerade die sogenannte Mobilisierung ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 22. Januar 1930 der deutschen Tribute ist das Verhängnisvollste, was der Youngplan ,,, der Neue Plan", wie er in seiner verschlechterten Form heißen soll, für Deutschland bringt. Denn nach der Mobilisierung gibt es kein Zurüd mehr, keine Erleichterung, keine Revision und Tributsenkung endgültig und unwiderruflich wird Deutschlands Schicksal sein, wenn die Mobilisierung durchgeführt ist. Aber ,, ein Goldſtrom" fließt nach der ersten Mobilisierungsanleihe der Deutschen Reichspost und der Reichsbahn zu. In der Tat sollen diese beiden Institute von den 1,2 Milliarden, die man auflegen will, 400 Millionen Anteil erhalten. Gerade die Verknüpfung und Verkoppelung des deutschen Geldbedarfs mit den Frankreich zufließenden Tributen ist diesen Kreisen ein Grund, befriedigt zu sein. Wörtlich schrieb ein Berliner Demokratenblatt:„ Arm in Arm mit Frankreich pumpen wir die Welt an!" Wahrhaftig diese Abwandlung des DonCarlos- Wortes symbolisiert in treffendster Art den Charakter dessen, was man heutzutage öffentlich zu preisen wagt. - Leider war das, was das erwähnte Demokratenblatt über den deutsch- französischen Morgan- Pump weiter ausführet, nicht ebenso berechtigt. Das Blatt bedauerte, daß die Solidarität der gemeinsam Pumpenden nicht auch den einen zur Rüdzahlung der Schulden des anderen veranlasse. Ja wieso denn nicht? Zahlt denn Deutschland nicht zurück, was Frankreich jetzt ,, pumpt"?? Auch die Liquidationsfrage ist im Haag auf das Beste ge= regelt worden: Deutschland hat bekanntlich durchgesetzt, daß im Schlußprotokoll kein allgemeiner deutscher Verzicht auf die Liquidationsentschädigung ausgesprochen wird. Daß Deutschland aber in den abgeschlossenen Einzel- Liquidations- Abmachungen allgemein auf die Entschädigungen tatsächlich verzichtet hat, das erwähnt man fürsorglich nicht... So fennze hnet sich das Ergebnis der Haager Konferenz als eine Kapitulation Deutschlands. Sabotage des Kampfes um die wahre Freiheit des Rheines. Die Haager ,, Vereinbarungen" haben im Rheinland größte Beunruhigung hervorgerufen, die zum Beispiel in einer Entschließung des Deutschnationalen Landesverbandes KoblenzTrier ihren Ausdruck findet. In dieser Entschließung wird ,, entschiedenster Protest gegen die erneute Auslieferung der rheinischen Heimat an die französischen Bajonette durch die Annahme der Sanktionsformel im Haag" eingelegt. Aehnlich stellt der Deutschnationale Landesverband Mittelrhein fest, daß ,, der Kampf um die wahre Freiheit unseres Rheins von denjenigen sabotiert wird, die einer solchen Regelung" ihre Zustimmung geben". * Die Vereinigten Vaterländischen Verbände Münchens sandten an den Reichspräsidenten ein Telegramm, in dem Verwahrung gegen die Unterzeichnung des Haager Tributvertrages eingelegt wird. In dem Telegramm heißt es: ,, Das deutsche Volk soll durch diesen Vertrag fast über das ganze 20. Jahrhundert in Schuldknechtschaft gezwungen werden. Die derzeit lebende Generation, aber auch noch ungeborene Geschlechter werden in diesem Vertrag durch die Aurahme der Sanktionsklausel feindlicher Waffengewalt ausgeliefert. Das Präsidium der Vereinigten Waterländischen Verbände Bayerns bittet den Herrn Reichspräsiden ten, im Hinblick auf die ungeheueren Entscheidungen, die nicht nur die Verfassung des Deutschen Reiches im ganzen zu erschüttern geeignet sind, sondern vielmehr das Leben des deutschen Volkes schlechthin bedrohen, das ganze deutsche Volk zur Entscheidung über sein Schicksal aufzurufen und zu diesem Zwed den Reichstag nach Artikel 25 der Weimarer Verfassung aufzulösen." Ausfuhrüberschuß im Jahre 1929. Der deutsche Außenhandel schließt im Jahre 1929 mit einem kleinen Exportüberschuß von rund 48 Mill. Rmk. ab, während im Jahre 1928 noch ein Passivsaldo von 1,2 Milliarden bestand. Diese beträchtliche Besserung der Handelsbilanz beruht vor allem auf einer Ausdehnung der Ausfuhr, die von 12,44 auf 13,48 Milliarden anstieg. Die Einfuhr dagegen ging etwas zurück und zwar von 13,64 auf 13,43 Milliarden Rmk. Diese ziffernmäßig günstige Entwicklung ist aber zum Teil erkauft mit einer Forcierung des Exports auf Kosten eines ungenügenden Inlandsabsages. Die kommunistische Wühlarbeit in der Kriegsmarine. Berlin. Der Vorwärts" berichtet ,, daß die Zahl der auf Veranlassung des Oberreichsanwalts wegen hochverräterischer Umtriebe innerhalb der Kriegsmarine in Wilhelmshaven verhafteten Kommunisten fünf betrage. Unter ihnen befinde sich der Ortsgruppenleiter der Wilhelmshavener Kommunisten. Die Kommunisten hätten in der Hauptsache auf Veranlassung der Berliner kommunistischen Parteizentrale unter den Marinejoldaten Flugzettel verbreitet. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Industrie Nummer 6 und Wohnungszwangswirtschaft. Stellungnahme des Reichsverbandes der deutschen Industrie. Neuerdings sind auf Grund einer Regierungsvorlage im Reichswirtschaftsrat und im Wohnungsausschuß des Reichstags Reichsrichtlinien für das Wohnungswesen, aufgestellt worden, die keine grundsägliche Aenderung in der bisherigen Haltung der Wohnungspolitik bringen. Den Forderungen der Wirtschaft kommen die Richtlinien zwar insofern entgegen, als in dringenden Fällen auch lleinste Wohnungen zur Behebung der Wohnungsnot erbaut werden können und dabei die neuesten Ergebnisse der Wohnungsbauforschung über Typisierung und Normierung der Neubauten beobachtet werden sollen. Die Reichsrichtlinien verlangen die Aufhebung aller veralteten Baupolizeiverordnungen, die einer Durchführung moderner Gesichtspunkte im Wohnungsbau entgegenstehen. Ein Fortschritt ist auch die Hervorhebung der Notwendigkeit des Werkwohnungsbaues, für den auch öffentliche Mittel und ausländische Gelder herangezogen werden sollen. Es ist nicht einzusehen, warum der Bau von Werkswohnungen nicht in gleicher Weise gefördert werden soll wie der Bau anderer Wohnungen, wenn und solange überhaupt öffentliche Mittel für solche Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Mit diesen wenigen Punkten sind die Vorteile dieser Richtlinien erschöpft. Ihr sonstiger Inhalt bedeutet eine Aufrechterhaltung der Wohnungszwangswirtschaft. Es soll bei der maẞgeblichen Mitwirkung der öffentlichen Hand bleiben, die Betätigung der Gemeinden soll sogar noch eine Ausdehnung erhalten; denn in den Richtlinien wird den Gemeinden eine Bodenvorratswirtschaft empfohlen, und außerdem sollen ihnen noch erleichterte Enteignungsmöglichkeiten unter Begrenzung der zu zahlenden Entschädigungen gegeben werden. Auch bei der Verwaltung der öffentlichen Mittel, die zum Wohnungsbau verwandt werden sollen, bringen die Richtlinien keine grundsätzlichen Veränderungen der bisherigen Methode. Die Mittel sollen in der Regel noch immer als Hypothekenkapital und nicht in der Form von Zuschüssen zu den Hypothekenzinsen vergeben werden. Wegen des großen Bedarfs an neuen Wohnungen sollen für lange Jahre die zwangswirtschaftlichen Gesetze bestehen bleiben und weitere Lockerungsmaßnahmen nicht in Frage kommen. Darüber hinaus ist aber, im Falle einer endgültigen Beseitigung der Wohnungszwangswirtschaft eine Umgestaltung des bürgerlichen Mietrechtes nach sozialen Gesichtspunken mit dem Erfolg einer ständigen Beschränkung der freien Verfügung über Mieträume in Aussicht genommen. Diese Richtlinien bedeuten, im ganzen genommen, eher einen Rückschritt als einen Fortschritt. Der Versuch einer ständigen Beschränkung der freien Verfügung über privates Eigentum ist ein geradezu gefährlicher Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit." Soweit die Denkschrift. Sie macht einen Kommentar überflüssig und zeigt, daß sich die Wirtschaft in ihren einzelnen Zweigen immer mehr auf ihre Solidarität in den grundsätzlichen Fragen besinnt. Sie beweiset aber auch zu ihrem Teil, was es mit dem Verleumdungsfeldzug der Wohnungs- und Bodensozialisten auf sich hat, die den Abwehrkampf des Haus- und Grundbesizes als Arbeit von Interessenten hinstellen wollen. In Wahrheit hat sich die ganze deutsche Wirtschaft die Forderungen des Haus- und Grundbesizes in ihren wesentlichen Punkten längst zueigen gemacht, namentlich auch, was die Bodenvorratswirtschaft und die Enteignungsabsichten der Bodenreformer anbetrifft. Das geht auch wieder aus der IndustrieDenkschrift hervor. Aus den Vorschlägen der Industrie zur Steuerreform interessiert zunächst die scharfe Stellungnahme gegen Grunderwerbund Wertzuwachssteuer: ,, Das Bedürfnis der Wirtschaft nach einer durchgreifenden Senkung der Verkehrssteuern oder nach einer völligen Aufhebung aller mit dem Rationalisierungsprozeß in Zusammenhang stehenden Steuern, vor allem der Gesellschaftssteuer, der Grunderwerbsteuer und der Wertzuwachssteuer, ist in gewissem Sinne bereits durch das Steuermilderungsgesetz vom 31. März 1926 anerkannt worden. Die Geltungsdauer dieses Gesetzes ist aber bis zum 30. September 1930 befristet. Es läßt sich schon heute übersehen, daß der Umschichtungsprozeß innerhalb der deutschen Wirtschaft im Laufe des nächsten Jahres noch nicht beendet sein wird. Eine allgemeine Herabsetzung dieser Steuern ist daher erforderlich, damit der Gesundungsprozeß durch ihre außerordentlich hohen Sätze nicht unterbunden wird. Aber auch ohnedies ist die Ermäßigung der Verkehrssteuern dringend notwendig. Zeigen doch die trostlosen Verhältnisse auf dem Kapital, Wertpapier- und Grundstüdsmarkt zur Genüge, daß eine durchgreifende Herabsetzung der prohibitiven Säge der Kapitalverkehrssteuern und der Grunderwerbsteuer und weiterhin eine Beseitigung der den Grundstücksverkehr lähmenden Wertzuwachssteuern erfolgen muß." Fortsetzung folgt. Mittwoch, den 22. Januar 1930. ,, Persönliche Freiheit ein Märchen". - - In der„ Nordwestdeutschen Handwerker- Zeitung" Nr. 52 wird u. a. geschrieben: ,, So glücklich der Gedanke der Sozialversicherungsgesetzgebung in seinem eigentlichen Kernpunkt gewesen sein mag, so unheilvoll hat er sich entwickelt und ausgewirkt, nachdem er die absolute Vorherrschaft in unserem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben an sich gerissen hat. Die Massen der Arbeitnehmer, denen man ein sorgenloses Leben zu verschaffen vorgab, sind unzufriedener geworden denn je und wünschen zum größten Teil nichts sehnlicher, als daß sie endlich von dem starren Zwang der dauernden Abgaben befreit werden, um endlich über den sauer verdienten Lohn als freie Menschen wieder in voller Höhe verfügen zu können. Der Wirtschaft werden durch die Millionen der Einzelbeiträge ungeheure Kapitalien entzogen, und gerade diese Milliarden, die alljährlich durch das Gesetz den Wirtschaftsgebieten abgepreßt werden, mögen es sein, die heute so bitter notwendig sind und die uns veranlassen, immer neues Geld vom Ausland hereinzuholen. Das ist aber alles noch nicht das schlimmste: die Anstalten, die alljährlich die Millionen und Milliarden verschlingen, streben nach immer weiterer Ausdehnung, verlangen von Jahr zu Jahr höhere Beiträge und drohen mit entsetzlichen Katastrophen, wenn man ihre Forderungen nicht erfüllt. Bei alledem liegt ein geheimnisvoller Schleier über dem ganzen Finanzgebaren dieser Versicherungsträger. Man weiß wohl, daß sie mit ungeheuren Summen als Einnahme rechnen, daß sie oft und gern in Anspruch genommen werden, worüber wir unten noch sprechen wollen, man weiß, daß die Verwaltungskosten auch bei nur 7 und 8 Prozent der Gesamtunkosten eine tatsächlich gewaltige Höhe erklettern; man weiß, daß die Prachtpaläste und ihre Luxuseinrichtungen Unsummen kosten, und doch weiß die breite Oeffentlichkeit fast nichts darüber, was mun im einzelnen mit dem Gelde geschieht. Wer hat die letzte Entscheidung darüber, wenn herrliche Verwaltungsbauten, die einige hunderttausend Reichsmark kosten, neu erstehen sollen, wenn die Räume der Direktoren eine Ausstattung erhalten, die an Prunkgemächer von Märchenprinzen gemahnen wer übt die letzte und entscheidende Kontrolie, wer prüft die Abrechnungen, wer bietet die felsenfeste Garantie, daß mit den Millionen und Milliarden gemäß dem ursprünglichen Willen derer, die diese Sozialversiche= rung schufen, umgegangen wird?..." Unsere deutsche moderne Gesetzgebung hat es dahin ge= bracht, dem einzelnen den Willen zur Gesundheit, zum persönlichen Vorwärtsstreben, zum freudigen Arbeiten, zum Festhalten einer guten Arbeitsstelle überhaupt, zum Sparen, zur Gründung einer eigenen Heimstätte gründlichst zu nehmen. Für diese seine Obhut und Pflege verlangt der Staat als Entgelt die Hingabe der persönlichen Freiheit. Die persönliche Freiheit der Arbeitnehmer ist längst ein Märchen von gestern, sie alle sind auf allen Seiten durch ein lückenloses Netz der unentrinnbaren Sozialgesetze umspannt und sind alle Insassen der großen Versorgungsanstalt, die sich deutscher Staat nennt, geworden. Ob dieser Staat wirklich so, wie er vorgibt, seine Versorgungspläne durchführen wird, ist eine ganz andere Frage. Aber wenn er es könnte: was hat er schon heute aus unserem freien deutschen selbstbewußten Arbeiter gemacht? Er hat ihn seines höchsten Gutes, seiner persönlichen Handlungs- und Entschließungskraft beraubt, er hat ihm das stolze Gefühl der eigenen Verantwortung genommen und hat ihn zu einem willenlosen Geschöpf degradiert, das nur noch von der Wohlfahrt, Fürsorge und Barmherzigkeit des Staates träumt. Südwestdeutsche Gas- A.- G. und Hekoga- Verträge mit Ruhr und Saar über Ferngasbezug. Am 18. Januar hat in Heidelberg eine Aufsichtsratssitzung der Südwestdeutschen Gas- A.- G. stattgefunden, die sich eingehend mit der Prüfung der Verträge der Hekoga mit der Ruhr und Saar wegen Bezugs von Ferngas beschäftigt hat. Die Tatsache, daß die Hekoga in ihren Vertragsentwürfen mit der Ruhr und Saar die Belieferung nicht nur des eigent= lichen hessischen Versorgungsgebietes vorsicht, sondern darüber hinaus das ganze umliegende Wirtschaftsgebiet der in der Südwestdeutschen Gas- A.- G. zusammengeschlossenen Städte glaubt einbeziehen zu müssen, hat der Aufsichtsrat der Süwega zu diefer Stellungnahme veranlaßt. Er ist dabei einstimmig zu der Feststellung gelangt, daß die vorliegenden Vertragsentwürfe in keiner Weise eine geeignete Grundlage darstellen, eine Zusam= menarbeit zwischen Hekoga und Süwega in der Ferngasfrage 3ur Therapie afuter Schwäche- und Ermüdungserscheinungen, allgemeine Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, Appetitlosigkeit, Blutandrang zum Kopf, Drud in den Schläfen, empfehlen namhafte Fachärzte für Nervenkrankheiten das neue kombinierte Vitamin- Hormon- Präparat Kolaferrin. Angehörige aller Berufsschichten äußern sich außerordentlich anerkennend. ,, Die Verjüngung der Zellen des Organismus bedeutet die Verlängerung der Lebensdauer!" Kolaferrin enthält neben Kola- Coca- Pflanzenbestandteilen phosphorsaure Salze, Eisen- Eiweiße, Lecithin, lebenswichtige Vitamine und Hypophysenextrakt als Drüsenpräparat, auf Grund der neuesten Forschungen der Wissenschaft zusammengesetzt. 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Nur durch die Gruppengasversorgung werden die Fragen der Betriebssicherheit, der billigsten Gasproduktion und-verteilung, der Beibehaltung der jetzigen hohen Gasqualität, des notwendigen kommunalen Einflusses auf den Brennstoffmarkt und der vollkommenen Unabhängigkeit in der Tarifgebarung gewährleistet. Auf der Grundlage der vorliegenden Vertragsentwürfe der Hekoga mit der Ruhr und Saar kann jedoch diese Zusammenarbeit nicht herbeigeführt werden. Lokales. Oeffentliche Stadtratssitzung. am Freitag, den 24. Januar 1930, 17 Uhr( 5 Uhr) im Stadthaus Bergstraße, Sizungssaal, mit nachfolgender Tagesordnung: 1. Nachtragsvoranschlag für das Rechnungsjahr 1929 für das Stadttheater. 2. Vertragswert der Hekoga. 3. Baugesuch des Heinrich Möser, Zu den Mühlen 16, zur Serstellung eines Kamins. 4. Vergebung von Arbeiten für das Schalthaus des Elektrizitätswerkes. 5. Vergebung der Plattenlieferung für den Bürgersteig in der Klinikstraße. 6. Beschaffung von Feuerlöschern für die Bühne der Liebigshöhe. 7. Errichtung einer Autohalle durch B. Schiff, Alicestraße 18. 8. Ausstellung einer zerlegbaren Autogarage durch Dr. Schnei: der, Lonystraße 20. 9. Verkehrsordnung in der Stadt Gießen. 10. Mitteilungen. * Vor einer einheitlichen Regelung der Ausnahmesonntage. Nach den gesetzlichen Vorschriften haben die Orts- und Bezirksbehörden das Recht, jährlich eine Anzahl von Sonntagen für den allgemeinen Verkauf freizugeben. Die Entscheidung iſt den genannten Behörden in der ausgesprochenen Absicht übertragen worden, Art und Zahl der freien Sonntage den örtlichen Sonderbedürfnissen und Verhältnissen anzupassen. Diese Regelung hat sich in der Praxis als verfehlt erwiesen. Die Behörden sind mehr und mehr dazu übergegangen, anstelle der örtlichen Verhältnisse das Verhalten der Nachbargemeinden entscheidend sein zu lassen. Besonders deutlich sind diese Abweichungen schon immer im rheinisch- westfälischen Industriegebiet in Erscheinung getreten. Alle einsichtigen Kreise sind sich daher darüber einig, daß der heutige Zustand durch eine zentrale Regelung abgelöst werden muß. Der dem Reichstage vorliegende Arbeitsschutzgesetzentwurf, der ohnehin eine Neuregelung der gesamten Sonntagsruhefrage vorsieht, würde auch hier Abhilfe schaffen können. Da sich aber zur Zeit noch nicht mit Sicherheit sagen läßt, wann der Gesetzentwurf zur Beratung und Verabschiedung kommen wird, hat der GDA. die ge= setzgebenden Körperschaften aufgefordert, nach dem Vorbilde des Weihnachtsladenschlußgesetzes auch die einheitliche Regelung der Ausnahmesonntage zum Gegenstande einer Sonderregelung zu machen. * Eine Achtzigjährige. Am morgigen Donnerstag kann Frau Berta Vogt, geb. Jost, Wilhelmstraße 53, ihren 80. Geburtstag begehen. * Feuerwehrwesen. In der Zeit vom 1. Jan. bis 31. Dez. 1929 wurde die städtische Feuerwache insgesamt 206mal alarmiert. Von den Alarmierungen entfallen auf: Kellerbrände 7, Zimmerbrände 7, Dachstuhlbrände 2, Kaminbrände 8, Balkenbrände 3, Autobrände 3, Vergaserbrände 2, Wald- und Rasenbrände 3, sonstige Brände 24, Großfeuer 1, nach auswärts 3, Heben von Großtieren 8, Posten bei Eisganggefahr 23, Hilfeleistung bei giftigen Gasen 2, sonstige Inanspruchnahme ( Kellerauspumpen, Schachtdeckeleinsetzen, Beseitigung von Erdsenkungen) 47, Blinder Alarm 13, Unfug 50. * Stadttheater- Abonnement. Die Einlösung des fünften Abschnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkasse, Johannesstraße, in dieser Woche zu erfolgen. * Aus dem Stadttheater. Heute abend, Anfang 7,30 Uhr kommt als 16. Mittwoch- Abonnements- Vorstellung zum ersten Male„ Die andere Seite", ein Drama in 3 Akten von R. C. Sheriff, zur Aufführung. * Revue. Einen großen Erfolg hatte der gestrige erste Abend der Revue„ Lachendes Leben" im Lichtspielhaus. Tempo in der Aufführung und einige Stunden, in denen man sich auslachen kann... * Oeffentliche Versammlung. In einer öffentlichen Versammlung der Nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei spricht heute abend 8,15 Uhr, im Postkeller, Herr Dr. AlbrechtAltenburg i. Th. über„ Der Verrat am schaffenden Volk- wie werden wir es besser machen?" * Goethebund. Jm 3. Dichterabend, Montag, den 27. Januar, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula, liest Alfred Neumann aus eigenen Werken. * Konzert- Verein. Dienstag, den 28. Januar, abends 6 Uhr, hält der Verein im Musik- Institut der Universität, Zimmer 47, seine General- Versammlung ab. * Lichtbilder- Vortrag. Der Ortsausschuß der Vertrauensmänner der Angestellten- Versicherung ladet zu einem öffentlichen Lichtbilder- Vortrag über„ Die Berechnung und Zahlung der Renten nach dem Angestellten- Versicherungsgesetz und das Rechtsmittelverfahren" alle Interessenten für Donnerstag, den 23. Januar, abends 8,30 Uhr, im Kaffee Leib ein. Aus Rab und Fern. Nah Nr. 6. M Annerod b. Gießen. Eine Gemeinde- Holzversteigerung fin-, det am Donnerstag, den 23. Januar, hier statt. Wieder ein Todesopfer des ungesicherten Bahnübergangs Sprendlingen- Dreieichenhain. Frankfurt a. M., Am Montag gegen 18,15 Uhr hat sich auf der Kreuzung der Nebenbahn Buchschlag- Sprendlingen( Kreis Offenbach) Dreieichenhain wieder ein tragischer Unfall ereig= net. Von dem Personenzug 3918 wurde ein Personenkraftwagen erfaßt, wobei die 36jährige Emilie Ludwig getötet wurde. Einen Nervenschock haben davongetragen die 44jährige Käte Ludwig, die 40jährige Frieda Steinbauer, geb. Ludwig, die achtjährige Elma Steinbauer. Unverletzt sind der 31jährige Wagenlenker Bruno Ludwig und der zehnjährige Bruno Ludwig. Sämtliche Insassen sind aus Frankfurt a. M.- Sossenheim. Die Untersuchung ist eingeleitet. Ein Dienstknecht bringt die Mutter seiner Braut um. Mainz. Ein 25jähriger Dienstknecht hat in Wackernheim ( Rheinhessen) die Ehefrau des Landwirtes Bariton ermordet. Der Mörder wurde verhaftet und in das hiesige Untersuchungsgefängnis eingeliefert. Die Wormser Rädelsführer nach Mainz übergeführt. Mainz. Aus Sicherheitspolizeilichen Gründen wurden die verhafteten Rädelsführer der Wormser Unruhen in das hiesige Landesgerichtsgefängnis eingeliefert. Unter den Leuten be= findet sich auch der preußische Landtagsabgeordnete Oskar Müller aus Frankfurt am Main, dessen Immunität wohl aufgeho= ben werden wird, weil er auf frischer Tat festgenommen wurde. Gegen Müller und seine Genossen wird Anklage wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Aufruhr, Landesfriedensbruch und Ausübung von Gewalttätigkeiten erhoben. Neue Verkehrserschließung im oberen Westerwald. Herborn, 21. 1. Heute sind zwei für die Städte Herborn und Marienberg sowie die von den Linien berührten Orte wichtige Kraftpostlinien eröffnet worden. Die erste Linie führt von Burg über Herborn, Merkenbach, Hörbach, Hirschberg nach Guntersdorf, die zweite Linie von Marienberg über Bach, Hof, Stein, Neukirch, Bretthausen, Willingen, Nister, Heisterberg, Gusternhain, Breitscheid, Medenbach, Uckersdorf, Burg nach Herborn, womit eine Querverbindung zwischen dem oberen Weiterwald und der Bahnlinie Frankfurt a. M.- Gießen- Köln her= gestellt wurde. Am Montag fanden die Einführungsfahrten statt. Ueberfall auf einen Wohlfahrtsbeamten. Frankfurt a. M. Auf der Sachsenhäuser Kreisstelle des Wohlfahrtsamtes in der Souchanschule wurde am Montagmittag der Stadtassistent Ludwig nach einem kurzen Wortwechsel von dem Unterstützungsempfänger K. Deguilli angegriffen und mit einem Küchenmesser erheblich verletzt. D. wurde verhaftet. Hessische Jahrestagung des Bundes Deutscher Architekten. Frankfurt a. M. Unter starker Beteiligung aus dem Freistaate Hessen sowie Hessen- Nassau tagte der Bund Deutscher Architekten in Frankfurt a. M. Der zum Vortrag gekommene Jahresbericht läßt für den freien Architektenstand die erneute Verschlechterung der allgemeinen Lage in einem Ausmaß erkennen, die von einem katastrophalen Zusammenbruch des Berufes nicht mehr weit entfernt ist. Es kam auf der Tagung die Erwartung zum Ausdruck, daß das Reich die Mittel aus dem Hauszinssteueraufkommen mit tunlichster Beschleunigung der Wirtschaft zuführt. Lebhafte Klage geführt wurde auch über die Nebenbeschäftigung der Beamten und die architektonische Bearbeitung des Wohnungsbaues durch die Hochbauämter von Staat und Gemeinden. Der alte Vorstand unter dem Vorsitz von Herrn Professor Hugo Eberhardt- Offenbach wurde durch Afklamationen wieder gewählt. Gleichzeitig gedachte man des Ehrenpräsidenten des Bundes, Professor Gurlitt- Dresden, der am 1. Januar in seltener Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag begehen fonnte. Beide Beine abgefahren. Bad Ems. Am vergangenen Sonntagabend wurden auf dem Bahnhof Bad Ems dem Bürgermeister a. D. Maurer aus Kemenau beide Bein abgefahren. Maurer sprang von einem einfahrenden Personenzug ab und geriet unter die Wagen. 50 000 Dollar der Heimat überwiesen. Fulda. Ein vor Jahrzehnten aus seiner Heimatgemeinde Saalmünster ausgewanderter Schlosser Wilhelm Harnischfeger hat es in Nordamerika zu Wohlstand und Ansehen gebracht. Nachdem er wiederholt seiner Heimatgemeinde in anerkennenswerter Weise gedacht hatte, überwies er jetzt der Bürgermeisterei für den Bau eines neuen Schulgebäudes die Summe von 50 000 Dollar. Der Sohn erschießt den Vater. Kassel, 21. 1. Der 42jährige Maurer und Landwirt Hauptmann in Friglar erschoß nach vorausgegangenen Streitigkeiten aus dem Hinterhalt seinen greisen Vater und ergriff darauf die Flucht. Er konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Der Nacht- D- Zug Frankfurt- Leipzig- Dresden entgleist. Erfurt. Am 21. Januar, um 3,57 Uhr, entgleiste auf dem Hauptbahnhof Erfurt D- Zug 201 Frankfurt- Leipzig- Dresden bei der Einfahrt kurz vor dem Bahnsteig mit einem Post- und drei Personenwagen. Personen wurden nicht verletzt. Die Reisenden sind mit einem Ersatzzug nach 40 Minuten Verspä tung weiterbefördert worden. Großfeuer in der Kolonialschule. Witzenhausen a. d. Werra. In einem Wirtschaftsgebäude der Kolonialschule entstand Sonntag, den 19. Januar, ein Großfeuer, das an den reichen Heu- und Strohvorräten starke Nahrung fand und das Gebäude trotz schärfster Bekämpfung in zwei Stunden bis auf die Grundmauern einäscherte. Finnländische Zollkreuzer gegen den Alkohol. Helsingfors, 21. 1. Zur erfolgreichen Bekämpfung des Spiritusschmuggels hat das finnische Innenministerium, das jetzt allein den Kampf gegen den Schmuggel leitet, acht schnellgehende Hochseemotorboote als Zollkreuzer bestellt, die mit fe zwei Kanonen bestückt sein sollen. e 北 110 Ta die get De g 1 die die eir fid D 00 3 2 el 3r 25 fei me 38 d I S Nr. 6. rn. teigerung finBahnüberain. hr hat sich auf lingen( Kreis Unfall ereig enfraftwagen etötet wurde. jährige Käte Ludwig, die per 31jährige runo Ludwig. enheim. Die Braut um. Wadernheim iton ermordet. Untersuchungs ergeführt. wurden die n das hiesige Leuten be Ostar Mül wohl aufgeho ommen wurde. wegen Wider Desfriedensbruch terwald. Städte Herborn orten Orte wich Linie führt von berg nach Guner Bach, Hof, r, Heisterberg. Burg nach Her oberen Weiter en- Köln her gsfahrten statt. ten. 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Spielminute ein schweres Foul Bingels Die VfBer wissen ein Liedchen zw ist der Sieg der 1900er. singen von der zähen Kampfkraft der ,, Blauweißen" auf ihrem eigenen Platz.( Noch sind die vorherigen Austragungen auf dem Waldsportplatz in aller Erinnerung.) Eigentlich hätte man also hinreichend gewarnt sein können, daß auf dem Trieb auch noch Spieler sind... In dem 1900er- Lager sieht man den Tatsachen wach, klar, unbeeinflußt ins Auge, das ist die Stärke dieses Schlages. Man lobt dort seltener, hofft um so mehr, geht begeistert mit, läßt sich lieber angenehm enttäuschen, Was haben Berufene und Unberufene nicht auf dem ,, Stürmerquintett" in lezter Zeit herumgehackt?! Dennoch hatten sie Salt: Adelbergers unbezähmbare Wucht war nicht zu halten, Zeiler, der Listenreiche, riß taktisch die gegnerischen Linien auseinander, Balser fehlt noch bißchen Filigran- Schliff, aber er ist nüßlich; Heilmann setzte sich als einer der Besten voll Hingabe ein; doch Mohrs Technik muß noch anders werden. Eifer, Energie, Elan, .diese drei großen E bildeten die Vorzüge der Siegermannschaft. Klein. Es ist jetzt tatsächlich bald als feststehend hinzunehmen, daß die Gießener Lokaltreffen für die jeweilige Plazmannschaft mit einer Niederlage enden. Woran das liegt? Erklären läßt es sich nicht, es wird wohl Zufall sein. Die Tabellenstellung ist so untlar und läßt es immer noch nicht zu, den Ersten und Zweiten mit einiger Sicherheit zu erkennen, so daß jedes der restlichen Verbandsspiele der Spizenmannschaften in Fußballkreisen dem größten Interesse begegnet. Eine geschickte und wirkungsvolle Reklame hatte es zudem verstanden, eine Reford- Besucherzahl auf den Waldsportplatz des VfB. zu ziehen über 2500 Menschen umsäumten in dichten Scharen, rechts die Spielvereinigungspartei, links die des VfB., das Spielfeld. * - Die Spielzeit rückte inzwischen heran 2,30 Uhr. Zwei Uhr 35 Minuten..., doch der Schiedsrichter fehlte noch. 2500 Personen wurden ungeduldig zumal noch bei der feuchtbalten Witterung. Die Spieler, etwas nervös, bolzten ein menig auf die Kiste, um sich warm zu halten. 2 Uhr 37.. 38, 39 endlich mit 10 Minuten Verspätung erschien dann der Spielleiter, Herr Lohrey Sachbearbeiter für das Schiedsrichterwesen im Bezirk Hessen- Hannover aus Kassel. Leider schien Herr Lohren, der in der üblichen schwarzen Amtstracht der Schiedsrichter antrat, nicht davon unterrichtet worden zu sein, daß die Plazelf auch im schwarzen Dreß spielte. Der Schiri wurde daher als solcher öfters nicht erkannt. Der Fehler wurde aber nach einiger Zeit forrigiert. Herr Lohrey wechselte die schwarze Schiedsrichterjacke mit einem hellgrünen Trikot. 2 Uhr 42 Minuten pfiff der Unparteiische an. Die Mannschaften standen: In der Hälfte, die dem Klubhaus des VfB. am nächsten liegt: 1900: Mohr Sad Hohmann Jäckel Kay Glitsch Langsdorf Zeiler Heilmann Adelberger O. Balser Ihnen gegenüber die Plazelf: Lehrmund Haupt Wilhelmi VfB: Hausrath Bingel Böttcher Henrichs Kreß 1 Schneider Boeckler 2 M. Balser VfB. hat Anstoß. In raschem, sehr nervösen Spiel ging der Ball hin und her, die Tore gerieten aber noch nicht in ernste Gefahr. Ein Gedränge vor dem Tore der Platzmannschaft klärte Voeckler durch Herauslaufen und plötzlichen Abschlag. Der Ball flog fast direkt auf den freistehenden 1900er Linksaußen, der ohne zu stoppen Boeckler war noch nicht wieder an seinem Play, Schneider aber ahnte die Gefahr und lief in den Kasten direkt aus der Luft aus ca. 20 Meter Entfernung den Ball halbhoch in die rechte Torecke schoß. 1: 0 für 1900. Das war nach drei Spielminuten. Nachdem der Beifallssturm auf der einen Seite verklungen, versuchte der VfB. gleichzuziehen. Einen ihnen in der 5. Minute zuerkannten Strafstoß wollte Böttcher direkt aufs Tor setzen. Sad hielt den Ball. M. Balser war außerdem Abseits. 1900 zeigte lang= sam, daß es im Spielaufbau besser und vor allem schneller war. Der blau- weiße Sturm stand stets auf der Lauer, um mit dem Leder, so wie er es hatte, sofort und auf dem schnellsten Wege nach vorne zu stürmen, während der VfB.- Sturm oft zuweit zurückging und nicht schnell genug, wenn es darauf anbam, geschlossen in den gegnerischen Schußkreis kam. Eine Chance für den Platzverein vermasselte M. Balser in der 9. Spielminute, freistehend vorm Tor schießt er vorbei. kunden später war der Ball wieder drüben. Eine Ecke für 1900 brachte nichts ein. In der 12. Minute hatte Zeiler sich hervorragend durchgespielt und stand allein vorm Tor, seinen Schuß hielt Boeckler aber gut. Bis in der 15. Minute die Blau- Weißen vom rechten Flügel her, Adelberger den Ball vor die Füße legen, dieser nahm denselben sofort auf und schoß Voedler warf sich, konnte den Ball aber nur noch berühren, nicht mehr halten. Das zweite Tor war erzielt. 2: 0 für 1900. Ge Kurz darauf trat der VFB- Linksaußen den ersten Eckball. Lehrmund berechnete ihn glänzend, der Ball kam mit etwas Effee direkt vor den Pfosten, Sad wollte den Ball fausten, traf ihn ungenau und der Ball war hinter der Torlinie. 2: 1 für 1900. Jetzt wurde das Spiel wuchtiger. Ein Tor Differenz! Das läßt sich aufholen. Der Schiri mußte viel pfeiffen und machte von diesem Recht reichlich Gebrauch. 1900 hatte jetzt mehr rom Spiel. Durchbrüche, in denen M. Balser sich hervortat, einere weitere Ecke in der 20. Minute brachten dem VfB. nichts ein. Auch Vöckler im Tor der Schwarzen meisterte einige Bälle. Langsam nahm das Spiel die Lokaltreffen eigene üble Gegen Röte der Hände mit Herausstellung ahndete. Der VfB. nahm Haupt aus dem Sturm in die Verteidigung, eine Lösung, die vielen zunächst unverständlich schien( Kreß I hatte doch jahrelang Verteidiger gespielt?), die sich aber später als ganz glücklich erwies. Eine Minute später setzte Langsdorf einen Strafstoß direkt vors Tor, Zeiler gibt kurz an Heilmann ab, der zum 3. Tore einsandte. 3: 1 für 1900. - In genau dem raschen Tempo wie das Spiel begonnen hatte, ging es weiter. Die zehn Spieler des Platzvereins hielten sich überraschend gut, wenn auch 1900 leicht überlegen spielte. In der 34. Minute bekam Adelberger eine Flanke von rechts vorgelegt, er stand frei, alles glaubte schon an ein weiteres Tor, er schoß vorbei. 2 Minuten später dasselbe Manöver, wieder verschenkte Adelberger ein Tor freistehend und schoß vorbei. Auch Heilmann war einmal kurz vor Halbzeit großzügig! Da, in der 44. Minute konnte Lehrmund ein Tor für die Playmannschaft ausholen. Jäckel ließ, bedrängt, einen Ball laufen, verließ sich anscheinend auf Hohmann, dieser war nicht da, Lehrmund setzte nach und schob den Ball an dem ihm entgegenlaufenden Sad zum 2. Tore für seine Elf ein. 3: 2 für 1900. Halbzeit. Nach der Pause keine Mannschaft hatte umgestellt ging der Kampf erbittert weiter. Man erlebte, daß die alten Fußballfreunden bekannte Tatsache, daß 10 Mann noch lange nicht verloren haben, auch beim VfB. zunächst noch zutreffen konnte, der das Spiel gegen den starken Gegner vollständig offen hielt. Eine Ede kurz nach dem Anpfiff für den VfB. brachte nichts ein. Dasselbe galt für zwei Eden für die 1900er. Noch eine Ecke für den VfB., die nichts einbrachte. Erst in der 67. Minute erfuhr das Resultat eine Aenderung. Ein Strafstoß von Katz ging von Adelberger zu O. Balser, der flankte, und Zeiler föpfte in feiner Manier ein. 4: 2 für 1900. Drei Minuten später verwandelte M. Balser einen von Henrichs getretenen Strafstoß verschuldet von Hohmann, was gar nicht notwendig gewesen wäre indem er einen Stellungsfehler der 1900er- Verteidigung ausnutzte und den Ball an dem sich werfenden Sad vorbei einsandte. 4: 3 für 1900. In der 71. Spielminute, eine Minute später, im Gedränge, nahm Zeiler verblüffend schnell den ihm zugespielten Ball auf und- Vöckler warf sich schoß unter Vöckler hindurch zum 5. Tore für 1900 ein. - 5: 3 für 1900. Das Spiel ließ jetzt nach. Die Mannschaften waren sichtlich abgekämpft. Es gab viele Ausbälle, weite Schläge und keinen nachsehenden Angreifer, also gingen die Bälle auch mit weitem Abschlag wieder zurück. Das dauerte aber kaum fünf Minuten. Da ging 1900 in weitem Flankenspiel nochmals energisch vor. D. Balser spielte sich durch und blitzschnell flankte er im Lauf, Mohr vom anderen Flügel stand frei, nahm die Flanke auf und drückte zum 6. Tore ein. 6: 3 für 1900. und des Gesichts, Aufspringen der Haut, unschöne Hautfarbe und Teintfehler verwendet man am besten die schneeig- weiße, fettfreie, glyzerinhaltige Creme Leodor, welche den Händen und dem Gesicht jene matte Weiße verleiht, die der vornehmen Dame so sehr erwünscht ist. Ein besonderer Vorteil liegt auch darin, daß diese unsichtbare matte Creme wundervoll kühlend wirkt bei Juckreiz der Haut und gleichzeitig eine vorzügliche Unterlage für Puder ist. Der nachhaltige Duft gleicht einem taufrisch gepflückten Frühlingsstrauß von Veilchen, Maiglöckchen und Flieder ohne jenen berüchtigten Moschusgeruch, den die vornehme Welt verabscheut. Creme Leodor: Tube 60 Pf., große Tube 1 Mk. Leodor- Edel- Seife Stück 50 Pf. In allen Chlorodont- Verkaufsstellen zu haben, Der Stammtisch. Eine Humoreste aus Gießen. Schluß. Ich hab' an meinen Medizinalrat gedacht und hab' still geschwiegen. Die Karline hat's Tintenfaß und Papier gebracht, und der Tageblatt- Redakteur hat geschrieben wie folgt: ,, Von Herrn Redakteur Dr. Fechner die ihm dargeliehenen dreißig Mark richtig und bar zurückempfangen zu haben bescheinigt Und da drunter sollt' ich nun ,, Doktor Erdmann" schreiben. Jetzt sind mir aber, ganz abgesehen von den sonstigen Schwierigkeiten meiner Situation, allerlei rechtliche Bedenken aufgestiegen. Mißbrauch des Namens! Wissentliche Beschei= nigung einer unwahren Tatsache!„ Aber nein", hab' ich mir zugerufen. ,, Die Herren all' sind ja Zeugen, daß Du wirklich der Doktor Erdmann bist, respektive zum wenigsten, daß der Medizinalrath dir aus Gesundheitsrücksichten dringend geraten hat, dich eine Zeitlang dafür zu halten! Und dann ich kann ihm die dreißig Mark gelegentlich wiedergeben und zu allem Ueberfluß werden sie ja so wie so zum Gaudium der Gesellschaft in Punsch verkneipt." Kurz, nachdem ich mich erst ein wenig gesträubt hatte, unterschrieb' ich das Blatt richtig mit„ Doktor Erdmann"; denn der Medizinalrat hat mir noch im letzten Moment einen Blick zugeworfen, als wenn er sagen wollte:„ Bleiben Sie standhaft! Es ist der einzige Weg, um Ihre furchtbaren Halluzinationen zu bändigen!" Wie ich aber nun das Blatt aus der Hand gebe, da hricht ein Gelächter los, daß ich meine, die alte Spelunke von Bierkneipe sollte mit der ganzen Gesellschaft in Grund und Boden versinken. ,, Gewonnen!" ruft der Advokat Müller, der bis dahin keine Silbe gesprochen hatte; und der Oberlehrer Franz Neuling, der bis dahin auch nichts gesagt hatte, streicht sich den Bart und schreit so zwischen zwei Lachanfällen heraus: „ Ja,' s ist wahr, die fünfzig Mark haben Sie redlich verdient! Ich hätt's nicht für möglich gehalten- da sind sie!" Nun ist's denn herausgekommen! Eine Wette ist es gewesen| Talent" ist's gewesen. Denken Sie sich, meiner Haushälterin, zwischen dem Doktor Müller und dem Oberlehrer Fritz Reuling! Den Oberlehrer hab' ich später immer gut leiden können, denn der Oberlehrer ist's ja gewesen, der behauptet hatte, es wäre nicht möglich, so dumm wäre ich nicht, und dessentwegen hat er die Wette gegen den Doktor Müller gehalten! Fünfzig Mark sind für einen Oberlehrer schon ein erklecklicher Posten, und es war sehr nobel von dem Manne, daß er fünfzig Mark für meine Reputation riskirt und geopfert hat. Später hab' ich ihm einmal ein Dutzend Flaschen Malaga geschenkt, in Anerkennung dieser löblichen Meinung. Nun, wie die Sache sich in dieser Art denn herausstellte, da hab' ich natürlich gemacht, daß ich fortkam. Mit dem Darlehen, das der Fechner mir zurückgezahlt hatte, und das ich ihm nun in meiner Wut auf den Tisch wars, ist's natürlich auch Unsinn gewesen. Der Fechner war weder mir noch dem Dottor Erdmann was schuldig. Die dreißig Mark hatten sie vorher schon zusammengelegt. Denn dafür waren sie doch zu anständig, um die Täuschung zum Vorteil ihrer Portemonnaies auszunuzen und mich die angeblich verlorene Bowle aus meiner Tasche bezahlen zu lassen. Schwarz auf Weiß hatten sie's ja, daß ich ein Esel war, denn die Quittung hat der Fechner partout nicht herausgegeben und damit waren die Spitzbuben zufriedengestellt. Ich bin heimgerannt wie ein Blutvergießen, so fürchterlich hab' ich mich geschämt. Die Lotz'sche Stammkneipe hab' ich seit dem Tag niemals wieder betreten. Wie der Medizinalrat vier Jahre darauf gestorben ist, da bin ich zwar mit zur Leiche gegangen; denn das fonnt' ich nicht gut vermeiden; aber einen Flor hab' ich mir nicht umgebunden; das hatte der Mann sich nun selbst zuzuschreiben. Nun, ich will's ihm nicht nachtragen, denn de mortuis nil nisi bene. Aber die übrigen Herren hab' ich halt immer noch auf dem Strich, und soviel ist sicher: wenn ich nicht mehr der alte, wirklich gutmütige und oft etwas gar zu gutmütige Kehrbach bin, der ich früher war, so haben's die Herren von der Lotz'schen Stammkneipe auf dem Gewissen. Nun, und wer der Herr war, der mich in meinem eigenen Zimmer nachgemacht hat und heruntergerufen:„ Ich bin daheim“ Und hiermit legt er einen Fünfzigmarkschein auf den Tisch.|-? Kein anderer als der Doktor Erdmann, das„, mimische der alten Urschel, hat er vorgeredet, es handle sich um einen harmlosen Spaß! Eine schöne Harmlosigkeit! Nun, ich hab' es der Urschel denn auch ganz gehörig gesteckt! ,, Sie dumme, einfältige Person," hab' ich gesagt ,,, wie können Sie zugeben, daß mit dem Schlafrock und dem Hauskäppchen Ihres Herrn solcher Unfug getrieben wird? Daß man ihn foppt und zum Narren hält, wie die bösen Buben den Dorfschulmeister? Wis= sen Sie was, Urschel? Hätten Sie sich ordentlich gehalten und mir die Possen erspart, so hätt' ich vielleicht die Dummheit begangen, und Sie auf Ihre alten Tage noch geheiratet; so aber können Sie sich den Mund wischen! Ich habe jetzt bereits einen Vorgeschmack von der glücklichen Ehe, die mir an Ihrer Seite erblüh'n würde, und ich danke dafür! Ein Frauenzimmer, das den ersten besten an meine Stelle postiert und mit meinem Schlafrod umspringt, wie die Sau mit dem Bettelsack, der trau' ich nicht über den Weg! Wenn Sie auch nicht grade schön mehr sind, Sie setzten am Ende doch noch einem andern mein Hauskäppchen auf und mit etwas schlimmerem!" So hab' ich zur Urschel gesprochen; denn ich bin heftig gewesen, und mußt' jemand haben, an dem ich meine Wut auslassen konnte. Jetzt aber, meine Herren, sagen Sie offen: ist das wirklich eine so unverzeihliche Dummheit? Oder gilt nicht auch hier das alte französische Sprichwort: Wenn man alles versteht, dann verzeiht man auch alles!...? Ich sehe, meine Herren, Sie neigen zu einer milden Beurteilung, und deshalb erlaube ich mir, Sie hiermit ganz ergebenst zu einer Sett- Bowle einzuladen, die besser ausfallen soll, als damals die DreißigmartBowle. Jean, bringen Sie sechs Flaschen Niersteiner und das übrige Zubehör! Es ist immer noch kein schlechtes Leben auf dieser Welt, und was die Leute betrifft, die ihre Mitmen schen gern zum Gespött machen, meine Herren, die verachte ich! ( Ende.) Druckfehler: 1. Es muß heißen Dr. Laubinger( nicht Laubenheimer). 2. Nicht der ganze Lotz hieß Mandarinenkasten, sondern die mittlere Edstube zwischen Wirtslokal und Schifferstube. Dort, später in der jetzigen Schifferstube, tagten die„ Mandarinen". 3. Nicht F. C. B. Koch, sondern F. C. L. Koch. 4. Nicht Konditorei Lied, sondern Lind. Mittwoch, den 22. Januar 1930. Damit war der Sieg für 1900 sichergestellt. Die letzte Viertelstunde gehörte dem Schiedsrichter, Strafstoß auf Strafstoß zerriß daß Spiel, eine Verwarnung und Ermahnung auf beiden Seiten folgte der anderen. Die energische und ver= diente Herausstellung von Bingel in der ersten Halbzeit fand keinerlei Wiederholung, obwohl sie nun manchmal genau so gerechtfertigt gewesen wäre. Gelegentliche Torchancen blieben unausgenutzt oder wurden verschenkt( Mohr!). Die letzten Spielminuten gehörten durchweg den 1900ern, der VfB. verteidigte verstärkt. Nur ganz zum Schluß spielte fich Haupt im Alleingang aus der Verteidigung bis vor das gegnerische Tor durch, sein Schuß landete allerdings knapp neben dem rechten Pfosten im Aus. Dann pfiff der Schiri das Spiel ab. Ein Blick in die Zukunft ist unmöglich. Odershausen führt mit 18 Punkten und spielt noch gegen 1900 Gießen. Dieses folgt mit 17 Punkten, aus steht noch je ein Spiel gegen Odershausen und Wallau. Punktegleich mit 1900 steht der VfB. Gießen, auch er hat noch zwei Spiele auszutragen, und zwar gegen Germania Marburg und SpV. Wetzlar. Gleichfalls 17 Punkte hat Germania nunmehr in der Tabelle durch seinen gestrigen Sieg über Breidenbach, ihm steht allerdings nur noch ein Spiel zur Verfügung, um seinen Tabellenplatz eventuell verbessern zu können und zwar gegen den VfB. Gießen. Wie werden diese Spiele ausgehen? Teilweise hängt ihr Ausgang ganz im Ungewissen. Also abwarten: Die nächsten Sonntage werden es zeigen, wer Meister in der Lahngruppe und wer mit diesem in die Bezirksliga aufrücken wird. Tabelle der 1. Bez. Kl., Gruppe Lahn. B. Verein verl. Spiele gem. unent. Ockershausen 13 8 2 3 1900 Gießen 12 8 1 3 44:26 Tore Punkte 18: 8 26:15 17: 7 V. f. B. Gießen 12 8 1 3 26:18 17: 7 Germania Marburg 13 8 1 4 41:22 17: 9 Sp. V. Wetzlar 13 4 5 22:33 12:14 Breidenbach 14 4 0 10 14 4 0 10 13 2 3 8 41:40 8:20 18:47 8:20 20:37 7:19 Herborn Wallau Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga: - Hermannia Kassel Spielverein Kassel ausgef.( Play!) Borussia Fulda Kurhessen Kassel 0: 1( 0: 0) Hessen 09 Kassel Kurhessen Marburg 2: 3( 1: 1) 1. Bezirksklasse: Ballspielverein Kassel Sportfreunde Kassel 3: 1( 1: 0) Tura Kassel Großalmerode ausgef.( Play!) FV. Schlüchtern Germania Fulda 1: 2 SpV. Neuhof - FV. Hersfeld 2: 6 FV. Bebra FV. Alsfeld 5: 3 - 1 SpVgg. Göttingen Einbed 05 4: 0( 3: 0) Germania Osterode Sportfreunde Einbeck - FC. Grone 1: 3 Sp. u. Sp. Northeim 4: 2 BfB. Gießen 1900 Gießen 3: 6( 2: 3) Germania Marburg- Breidenbach 5: 2( 2: 1) Wallau Wetzl. Sportverein 2: 2( 1: 0) 2. Bezirksklasse: - Ağlar Buzzbach - Frohnhausen 2: 2 Ehringshausen 1: 2( 1: 1) Wiesenbach Marbach 3: 2( 0: 0) Wetter - Laasphe 10: 0( 4: 0) Ehringshausen 2. 4: 4 Gan Gießen- Wezlar: Aẞlar 2. - Homberg 1. Daubringen 1. 6: 0 Lollar 1. Ettingshausen 1. 5: 1( 1: 1) Großen- Bused 1. Laubach 1. 2: 1( 0: 1) Holzhausen 1.- Biskirchen 1. 5: 4( 2: 2) Bissenberg 1. Weilburg 1. 4: 3 Großen- Bused 2. - Bieber 1. 7: 3( 4: 2) 1900 Gießen 4. Niederohmen 2. 0: 3 - Oberbiel 1. Steinberg 1. Hermannstein 1. Garbenheim 1. Wetzl. SpV. 3. 6: 1( 3: 0) - Lich 1. 2: 3( 2: 1) - Laufdorf 1. 3: 1 Büblingshausen 1. 1: 3( 1: 1) Langenaubach Allendorf 0: 1 - Rittershausen 2. - - Nanzenbach 2. 4: 3( 1: 3) Edingen Eisemroth 5: 4( 1: 3) Weidelbach Dillbrecht 1: 0 abgebr. Jugend: - 1900 Gießen 2. VfB. Gießen 2. 2: 0( 0: 0) Löhnberg 1. Heuchelheim 1. 1: 1 - Lollar 1. Nanzenbach 1. Weidelbach 1. - Leihgestern 3: 2 abgebr. - Hermannstein 1. Straßebersbach 1. 1: 0 Hitzenhain 1. 6: 1 Oberbiel 1. 2: 2 1900 Gießen Schüler- VfB. Gießen Schüler 0: 1 Wetzl. SpV. 2. Schüler 2: 6 - Oberbiel Schüler Hermannstein Schüler Gau Marburg: Germania Marburg 2. Langenstein 1. Sarnau 1. Friedensdorf 1. Buchenau 1. * Burgsolms Schüler 2: 1 VfB.-K. 2. 9: 3 Ockershausen 2. 2: 1 Cappel 1. 4: 1( abgebr.) Sterzhausen 1. 1: 1 Marbach 2. 5: 2 Man achte genau auf die - Marke Union! Wetter 2. Endbach 1. Cölbe 1. Cölbe 2. Gießener Zeitung - - Caldern 1. 2: 1 Niederwalgern 1. 1: 0 Wehrda 2. 6: 1 Laasphe 2., 2. nicht angetr. Biedenkopf Niedereisenhausen 5: 5( 1: 3) Edelshausen 1. Niederlaasphe 1. 1: 5 Mornshausen 1. Jugend: Germania 1. Cappel 1. - - Damm 1. 5: 2 Frankenberg 1., F. nicht angetreten VfB. Kurh. Marburg 2. 3: 2 Germania Marburg 2. 0: 6 Cölbe 1. Buchenau Jgd. - Sarnau Jgd. 2: 1 Aus Großen- Buseck. Großen- Bused 1. Laubach 1. 2: 1( 0: 1). - Großen- Buseck 2. Bieber 1. 7: 3( 3: 2) Die ersten Mannschaften lieferten sich einen sehr scharfen Kampf, den Großen- Bused unter Aufbietung aller Kräfte verdient gewann. In der ersten Halbzeit sah man ein gleichwertiges und verteiltes Spiel, in dem sich Laubach etwas besser zurecht fand, auch dadurch aus einem Gedränge sein Tor erzielen konnte. In der zweiten Halbzeit kamen die Busecker mehr auf, so daß die Gäste sich mächtig zur Wehr sehen mußten, um ihr Resultat zu halten. Lange Zeit gelang ihnen dies, aber dann kam doch der Ausgleich und wenige Minuten später erzielte Großen- Buseck unter großem Jubel seiner Zuschauer das Siegestor. Laubach ging nochmals mächtig aus sich heraus, aber ohne Erfolg, denn bald ertönte der Schlußpfiff. Schiedsrichter Beinede Aßlar fonnte gut gefallen. Das Spiel der 2. Mannschaft gegen die 1. von Bieber war ein reines Protestspiel zwischen beiden Mannschaften und Schiedsrichter. Vier Spieler mußten dabei den Platz verlassen. Dem Schiedsrichter aus Butzbach kann man nur empfehlen, * Steinberg 1. VfR. Lich 1. 2: 3( 2: 1). -- Eine überaschende Niederlage! Der Favorit der B.- Klasse wird von dem fast Allerletzten der Tabelle geschlagen und wohl dadurch um die Meisterschaft kommen. Steinberg geht mächtig los, konnte sich aber nicht selbst finden, trotzdem konnten sie nach einer Viertelstunde durch ein Selbsttor der Rasenspieler in Führung gehen. Nach kurzem Weiterspiel konnte Lich ausgleichen. Steinberg ließ etwas nach. Durch das hohe Spiel fam fein schönes Spiel zustande. Durch einen Elfmeter konnte Steinberg zum 2. Mal einsenden. Jetzt erst entfaltete sich Lich durch schöne Kombination, jedoch ohne Erfolg. Steinberg hatte eine gute Verteidigung, welche schwer anzugreifen war. Durch einen Durchbruch konnten die Licher dann gleichziehen. Erbittertes Kämpfen auf beiden Seiten. Beide Tore waren von nun an stark belagert. Feldspiel kam garnicht auf. Fünf Minuten vor Schlußpfiff konnten die Gäste durch eine Rechtsflanke noch einmal erfolgreich einsenden, und somit die Punkte auf ihr Konto schreiben. Schiri Piez- Löhnberg leitete das schwierige Spiel korrekt. Bollar 1. Jgd. - Leihgestern 1. Jgd. 3: 2. Anfangs spielte Lollar mit 9 Mann, aber schon nach 10 Minuten waren die beiden Nachzügler zur Stelle. Bei Lollar konnte der Rechtsaußen sehr gut gefallen, während der Halblinke ein Versager war. Leihgestern stellte eine körperlich sehr fräftige Mannschaft, muß sich aber den Anordnungen des Schiris besser fügen. Dies wäre auch den Herren Reisebeglei=" Neue Bücher. Nr. 6. Die wirtschaftlichen Kräfte der Welt. Herausgegeben von der. Dresdner Bank, Berlin. Wiederum wird in einem fnappen, übersichtlichen Rahmen eine außerordentliche Fülle von Material geboten, das, anknüpfend an die erste Ausgabe, vor allem die weltwirtschaftliche Entwicklung von etwa 1925 bis zur Jetztzeit umfaßt. Eine Reihe wichtiger Gebiete ist dieses Mal in den Kreis der Betrachtungen neu einbezogen, wie z. B. Zementindustrie, Zellstoff- und Papierindustrie, Gas und Elektrizität, Schrottwirtschaft, Manganerz, Luftfahrt, sowie eine besonders ausführliche Untersuchung über die Entwicklung von Volkseinkommen und Volksvermögen der einzelnen Nationen. Die vorliegende Neuauflage dürfte auch jetzt wieder größtem Interesse in Wissenschaft und Praxis begegnen. * Wachsende Schwierigkeiten. Vergebliches Ringen vor Compiègne, Villers- Cotterêts und Reims. Band 33 der vom Reichsarchiv herausgegebenen Schriftenfolge„ Schlachten des Welttrieges". Bearbeiter: Major a. D. Thilo v. Bose. Druck und Verlag von Gerhard Stalling, Oldenburg i. O. Preis in HalbAls Fortsetzung schilleinen 5,50 Rmt., Halbleder 8,- Rmt. dert der vorliegende Band den Ausgang der großen SoissonOffensive im Frühjahr 1918 und ihren allmählichen Ausklang im Stellungskriege. Ein Schicksal voll tiefer, innerer Tragik rollt sich vor den Augen des erschütterten Lesers ab. In hel= denmütigem Ringen erschöpft sich die Kraft der Truppe. Sie schlägt den Feind und wirft ihn weit nach Süden bis hinter die Marne zurück und kann doch das Endziel nicht erreichen, den Weg für die Entscheidung zu öffnen. Die heilige Elisabeth. von Peter Dörfler. Büttenumschlag mit zweifarbigem Text. 64 S. mit 13 Bildern in Kupfertiefdruck. Rmk. 2,-, Verlag ,, Ars sacra" Josef Müller, Mün chen 23. Ein Hohelied der Liebe erzählen uns diese 64 Seider Gattenliebe und der Liebe zu allen durch Krankheit oder Not vom Schicksal Entrechteten. ten Lachen ist gesund. In unserer so ernsten Zeit sollte von diesem Heilmittel viel mehr Gebrauch gemacht werden als früher. 16 der bekanntesten Autoren und Künstler aus allen deutschen Stämmen geben im Februarheft von Westermanns Monatsheften ihr Bestes an Bildern, Novellen, fesselnden Abhandlungen, so daß es schwer sein wird, von dem ungemein reichhaltigen Inhalt des Heftes loszukommen. Unsere Leser haben auf Grund einer Vereinbarung mit dem Verlag Georg Westermann in Braunschweig den Vorzug, ein Probeheft, mit 6 Kunſtbeilagen und mindestens 50 buntfarbigen Bildern, gegen Einsendung von 30 Pfg. Porto an den Verlag unberechnet zu erhalten; es wäre zu wünschen, daß recht viele unserer Leser von dieser Vergünstigung Gebrauch machten. * Ein Dorf wird Großstadt. Die rasche Entwicklung, die manche Städte seit dem Kriege genommen haben, macht sich besonders stark bemerkbar in Belgrad, der Hauptstadt von Jugoslawien. 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