48. ng. Denbig Das en, da 11566 erdu jo d Aber it, find siteige Jugend Baus: - δητά olgreich gt uns gewiffe raktisch durch Ueber derung Dorn ichtiges ig ihre rselben Fort: ig und gs bei en ent en. Ob Jerndes Ten, die rößeres ing er hieden strenge wiffer do auch ist. Bis Witte Anwär veniger Trai Für den Je nach Linings Trai fgestellt tschritte o fann gewiffe 34 де ß jeder in Stu: Arbeits = Sport um die en, viel 11. Wie istungen instellen g ihre gentli Erre mu und de nlighteit ChaLetzte Jeran voll: e etwas weil es ſie mij sie zur Können nfeitigen Sießen. abrik per fofort undschaft 2598 an itung tlight richütt Bu rderlich Berfaffer geb. 32 er S er en 1 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rückfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. An der deutsch- polnischen Grenze bei Prostken hat sich ein neuer Grenzzwischenfall ereignet. Die Verhandlungen wegen Verlängerung des automatisch am 30. Juli 1930 ablaufenden deutsch- polnischen Roggenabkommens sollen am Montag, den 23. Juni, in Warschau aufgenom= men werden. In Bukarest wurde am Dienstag das deutsch- rumänische Handelsprovisorium unterzeichnet. Mit der Unterzeichnung des neuen amerikanischen Zoll: tarifs durch Präsident Hoover find die von Kanada als Gegenmaßnahme vorgesehenen Zollerhöhungen für etwa 120 Artikel automatisch in Kraft getreten. Die 10. Tagung des Bundes der Saarvereine, verbunden mit der großen deutschen Kundgebung für das abgetrennte Saarund Pfalzgebiet, wird in Trier am 5. und 6. Juli im Rahmen Der offiziellen Befreiungskundgebung der Stadt Trier abgehalten werden. ,, Daily Mail" zufolge wird ein neuer Versuch unternom: men werden, den in Scapa Flow am 21. Juni 1919 versentten deutschen Panzerkreuzer„ Hindenburg" zu heben. Ein Hebungsversuch war bereits im Jahre 1926 gemacht worden, war aber gescheitert. Die deutsche Flotte, die anfangs April unter Führung des Flottenchefs zu einer zehnwöchigen Uebungsreise ins Mittelmeer auslief, ist zurückgekehrt. Das tschechoslowakische Abgeordnetenhaus nahm in erster Lesung das Abkommen über die Aufhebung der Ein- und Ausfuhrverbote an. ( Gießener Tageblatt) Der„ Herald" bringt in Newyork einen neuen englandfeindlichen Bericht über die Lage in Indien. In einem Vierteljahr seien in 17 Gerichtsbezirken Vorderindiens nicht weniger alls 11 900 Verurteilungen ausgesprochen worden. Wie jetzt bekannt wird, hat das gerichtliche Verfahren gegen Barmat und Kutister rund 0,25 Millionen Unkosten verursacht, die den schweren Verlusten der Preußischen Staatsbank noch hinzuzurechnen sind. Daneben laufen noch die Kosten der parlamentarischen Untersuchungskommission. Moldenhauers Rücktritt. Amtlich wird gemeldet: Reichspräsident von Hindenburg hat auf Vorschlag des Reichskanzlers den Reichsminister Professor Dr. Moldenhauer auf seinen Antrag aus dem Amt des Reichsministers der Finanzen entlassen und den Reichskanzler Dr. Brüning bis auf weiteres mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Reichsministers der Finanzen beauftragt. Dem scheidenden Reichsminister der Finanzen Dr. Moldenhauer hat der Herr Reichspräsident in einem persönlichen Schreiben seinen Dank für die als Reichswirtschaftsminister wie als Reichsminister der Finanzen dem Reich geleisteten Dienste in herzlichen Worten ausgesprochen. Um die Nachfolge Moldenhauers. Wenn es in der amtlichen Meldung vom Rücktritt des bisherigen Reichsfinanzministers heißt, daß der Reichskanzler Dr. Brüning ,, bis auf weiteres" mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Finanzministers beauftragt ist, so heißt dies keineswegs, daß Herr Dr. Brüning selbst endgültig als Nachfolger Moldenhauers in Aussicht genommen ist. Man will aber im Augenblid Zeit gewinnen, um die Wahlen in Sachsen, deren Ergebnis auf die einzelnen Parteien gewiß nicht ohne Einfluß bleiben wird, vorübergehen lassen. Unter den Kandidaten, die ziemlich wahllos präsentiert werden auch Herr Dr. Schacht befindet sich unter ihnen scheint der preußische Finanzminister Dr. Höpter- Aschoff die meisten Aussichten auf Erfolg zu haben. - - Kein Uniformverbot in Hessen. Darmstadt. Der hessische Innenminister Leuschner nahm am Donnerstag in einer Pressekonferenz Stellung zu einigen aktuellen Fragen seines Ressort. Er beschäftigte sich zunächst mit dem Uniformverbot gegen die Nationalsozialisten und untersuchte die Frage, ob dieses Verbot, nachdem es in Baden, Bayern und Preußen erlassen worden ist, auch für Hessen angebracht sei. Die hessischen Maßnahmen gegen nationalsozialistische Ausschreitungen hätten bislang darin bestanden, daß man die umiformierten Nationalsozialisten auf Waffen untersucht und damit viel erreicht habe. Er habe des weiteren den Zuzug der Nationalsozialisten aus Frankfurt unterbunden, nachdem feſtgestellt worden war, daß diese ihre Ueberfälle geradezu berufsmäßig organisiert hätten. Das scharfe, rechtzeitige Durchgreifem der hessischen Polizei habe bereits zu einer Besserung der Verhältnisse im letzten halben Jahre geführt, so daß der Minister glaube, daß er ein Uniformverbot nicht zu erlassen brauche. Vorfälle in Rheinhessen hätten überdies auch gezeigt, daß dort, wo die Nationalsozialisten ihre Uniform nicht anziehen durften, zuSarnmenstöße doch nicht unterblieben wären. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 21. Juni 1930 Der Minister äußert sich dann über die Frage der Polizei im besetzten Gebiet nach dessen Räumung. Durch Organisationsmaßnahmen wird es immer möglich sein, schnell die erforderlichen Polizeikräfte an den Gefahrenpunkten anzusetzen und die engste Verbindung zwischen dem besetzten und unbesetzten Gebiet aufrecht zu erhalten. Schließlich berichtete der Minister noch über die Verhandlungen mit der Zeppelin- Werft wegen der Errichtung eines Weltflughafens auf dem Griesheimer Platz. Nach den Mitteilungen Dr. Edeners gehört Darmstadt durch seine günstigen meteorologischen Umstände zu den bestgeeigneten Plätzen. Für die Errichtung des Flughafens kommt jetzt außer Darmstadt nur noch die Gegend von Offenburg- Baden- Baden in Frage. 15 Millionen Kredit. für die Arbeitslosigkeit in Hessen. Darmstadt, 20. 6. Der Finanzausschuß des Landtages beriet heute einen Antrag der Koalitionsparteien, der an Stelle des von den Sozialdemokraten vorgelegten Dreijahresplan- Antrages zur Debatte stand. Der Antrag will Maßnahmen zur Hebung der Wirtschaft, Verminderung der Arbeitslosigkeit und Senkung der Wohlfahrtsausgaben in Hessen herbeiführen. Die Regierung soll ermächtigt werden, zunächst für das Rechnungsjahr 1930 einen Kredit bis zu 15 Millionen Mark für Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände flüssig zu machen. Die Kapitalaufnahme soll durch Gemeinden und Gemeindeverbände unmittelbar bei den Geldgebern erfolgen. Die Regierung ist ermächtigt, in besonderen Fällen Bürgschaften zu übernehmen. Der durch Reichsmaßnahmen ähnlicher Art auf Hessen entfallende Betrag ist auf die Summe von 15 Millionen anzurechnen. Der so erschlossene Betrag soll dazu dienen, den Wohnungsbau in den Städten und Landgemeinden stärker zu fördern, den Stra= Benbau unter Berücksichtigung der einheimischen Steinindustrie zu beleben, ferner zur Verbesserung und Schaffung newer Wege, Finanzierung von Meliorationsarbeiten, Durchführung von Kanalisationsabsichten usw. Soweit die Verwendung des aufzu nehmenden Betrages nicht unmittelbar durch den Staat ge= schieht, sollen die durch die Kommunen durchzuführenden Arbeiten durch Zinsverbilligung ermöglicht werden. Die Zins verbilligung soll so bemessen werden, daß der von dem Träger zu leistende Zinsfuß für die erwähnten Maßnahmen im Durchschnitt 3 Prozent möglichst nicht übersteigt. Der Antrag fand mit 10 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen des Landbundes und der deutschen Volkspartei Annahme. Rheinlandministerium nur bis zum 1. Oktober. Berlin, 20. 6. Jm Reichstag fanden heute Fraktionssitungen der Deutschen Volkspartei, der Demokraten, der Bayerischen Volkspartei statt, die sich mit der Frage des Termins für die besetzten Gebiete beschäftigen sollten. Inzwischen hatte sich jedoch bereits herausgestellt, daß vor allem die Wirtschaftspartei und viele Mitglieder der Deutschen Volkspartei den Vorschlag der Regierung, noch über den 1. Oktober hinaus bis zum 1. April 1931 eine Restverwaltung bestehen zu lassen, ablehnen. Infolgedessen ließ die Regierung den Vorschlag fallen. Es wird also dabei bleiben, daß die gesamte Reichsverwaltung für die besetzten Gebiete mit dem 1. Oktober ds. Js. aufgelöst wird, wie es im Etat für 1930 bereits vorgesehen ist. Deutsch- Ostafrifa soll eine englische Kolonie werden. London, 20. Juni. Die Regierung veröffentlicht soeben zwei Weißbücher über die Reformvorschläge, die vor einem Jahr von der Hilton- Youngkommission gemacht wurden. Es besteht allen Ernstes die Absicht, die alten englischen Protekto= rate Kenig und Uganda mit dem von Deutschland im Versailler Vertrage unter dem Deckmantel eines Völkerbundsmandats geraubten Tanganjika zusammenzufassen. Die Vorschläge müssen noch die Genehmigung beider Häuser des Parlamentes finden. Genfer Kohlenausschuß. Genf. Die Verhandlungen des Kohlenausschusses der Internationalen Arbeitskonferenz über ein einheitliches Arbeitszeitabkommen für den Kohlenbergbau sind gescheitert. Berschwendung. Wir brauchen in der Türkei für die Sekretärinnen unserer diplomatischen Vertretung 106 000 RM. mehr als man ursprünglich annahm, im ganzen also 579 000 RM., während England im ganzen nur 450 000 RM., also über 100 000 RM. weniger dafür ausgibt. Deutschland braucht in Stockholm 272 000( England 172 000), in Bern 270 000( England 144 000), in Tokio 523 000( England nur 340 000), in Argentinien und Paraguay 650 000 RM. und England nicht einmal die Hälfte. Bei der gesamten Finanzverwaltung werden für Kraftwagenfahrten 367 350 RM. im Jahre ausgewiesen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 49 Disfont- Abbau geht weiter. Newyork ermäßigt auf 2,5, die Reichsbank auf 4 Prozent. Die Reichsbank hat mit Wirkung vom 21. Juni den Wechseldiskontsaz um 0,5 auf 4 Prozent und den Lombardzinsfuß um 0,5 auf 5 Prozent herabgesetzt. Am Tage vorher hat die Newyorker Bundesreservebank ihren Rediskontsak um 0,5 auf 2,5 Prozent herabgesetzt, also auf den niedrigsten Satz, der seit Bestehen der Bundesreservebank verzeichnet wurde. Die Abschaffung der Ein- und Ausfuhrverbote mißglüdt. Genf. Das vom Völkerbund in jahrelangen schwierigen Verhandlungen ausgearbeitete Abkommen über die Abschaffung der Ein- und Ausfuhrverbote kann nunmehr als endgültig ge= scheitert betrachtet werden. Waffen für Sowjetrußland. Newyork. Die Erklärung der Glonn Martin Co. aus Baltimore, daß sie in Anbetracht des Einspruchs der Washingtoner Regierung ihre Verhandlungen mit Rußland über die Lieferung von 20 doppelmotorigen Bombenflugzeugen abgebrochen habe, hat in ganz Amerika das größte Aufsehen erregt. Mahnwort zum hessischen Straßenbauprogramm. Stärkere Berücksichtigung der Landstraßen ist notwendig. Verwendung einheimischer Baustoffe. Zur Verminderung der großen Wirtschafts- und Arbeitsnot hat die hessische Staatsregierung einen Dreijahresplan aufgestellt, in dem der Ausbau des Straßennetzes an erster Stelle steht. Dieser geplante Ausbau unseres hessischen Straßennetzes berechtigt die gesamte hessische Wirtschaft, insbesondere die Landwirtschaft, zu großen Hoffnungen, die sich aber nur verwirklichen werden, wenn die vorgesehenen Gelder so zweckmäßig wie möglich verwendet werden. Da in Deutschland vielfach zu schwere und deshalb zu teuere Straßen gebaut werden, die durch die augenblicklichen und späteren Verkehrsbedürfnisse nicht begründet sind, erscheint es angebracht, einmal hinzuweisen auf die durchschnittlichen Verkehrsbedürfnisse deutscher Landstraßen und die diesen Bedürfnissen entsprechenden Bauweisen. Bei manchen Straßen haben sich einfache Oberteerungen als ausreichend bewährt. Für mittleren Verkehr, auch bei darunter befindlichen schweren Lasten, haben sich die in Hessen- Nassau vielfach angewendeten sogenannten Halbtränkdecken bewährt, bei denen das Steingerüst durch Aufbringen von ca. 6 Liter Teer je Quadratmeter gebunden wird. Landesoberbaurat Becker empfiehlt in seiner Denkschrift zum Etat 1930 der Landstraßenbauverwaltung der Provinz Hessen- Nassau besonders diese Bauweise, die je Quadratmeter 2,80 Mark fostet. Die Anwendung dieser billigen Bauweisen wird noch begünstigt durch die bisherige Entwicklung des Kraftfahrzeugbestandes. In Deutschland wurde nämlich in den letzten Jahren eine auffällige Zunahme der leichteren Kraftfahrzeuge festgestellt, die sich bei zunehmender Verwendung von Leichtmetallen beim Wagenbau, erhöhten Brennstoffpreisen und der voraussichtlichen Besteuerung der Wagen nach Gewicht noch erheblich steigern wird. 1929 wurden bereits 55 Prozent aller Personenkraftwagen durch Verbrennungsmaschinen bis 200 ccm Subraum angetrieben. Rund 41 Prozent der Lastkraftwagen hatten ein Eigengewicht von weniger als 2 Tonnen. Da Leichtfraftwagen besonders zahlreich auf dem Lande verwendet wer den, ist eine beschleunigte Herrichtung der Landstraßen für den Automobilverkehr dringlich und selbstverständlich, weil der Verschleis der leichten Wagen auf den schlechten Landstraßen unverhältnismäßig groß ist. Mit Teer behandelte Straßendeden enthalten meistens 95 Prozent Gestein. Infolgedessen liegt in der fertigen Teerschotterdecke Steinchen an Steinchen moſaikartig zutage, nur von feinsten Teeräderchen durchzogen. Teerstraßen sind deshalb rauh und griffig. Man wird die Oberflächenteerung um so lieber anwenden, da bei dieser Bauweise einheimisches Schottergestein verwendet, und die bereits vorhandenen Straßen ausgenutzt werden können. Auch zur Verminderung der Arbeitslosigkeit trägt der Straßenbau in beachtenswertem Umfange bei, weil seine Kosten zum großen Teil aus Lohnkosten bestehen. Die billigen Straßenbauweisen müssen besonders im Interesse der notleidenden Landwirtschaft bevorzugt werden, damit möglichst zahlreiche Landstraßen automobilfähig gemacht werden können. Denn die Absahnot für Getreide und Kartoffeln und die fortschreitende Umstellung der menschlichen Ernährung auf hochwertige Frischerzeugnisse zwingt immer mehr Betriebe zum direkten Absatz. Die erste Voraussetzung einer solchen Umstellung sind automobilfähige Straßen, die einen schnellen und billigen Absag ermöglichen. Durch den unmittelbaren Anschluß auch der abgelegenen Betriebe an städtische Märkte wird ermöglicht, daß jeweils die geeigneten Böden für die rentabelste Erzeugungsform nutzbar gemacht werden können, ein Hauptziel der Agrarreform. P. 5. Samstag, den 21. Juni 1930. Die Sudetendeutschen. Es ist immer und immer wieder notwendig, das denkende Ausland auf die eigentümliche Lage, in welcher sich die Sudetendeutschen befinden, aufmerksam zu machen, umso mehr, als sie es verdienen, als stärkste Minderheit der Tschechoslowafei schon zufolge ihrer Kultur, ihre Beachtung zu finden, Es sei kurz an die Reihe von Gesetzen erinnert, die alle darauf ausgingen, die Deutschen zu einem Volke zweiten Ranges herabzudrücken, und so wurden 490 000 Hektar deutscher Grundbesitz beschlagnahmt, 922 deutsche Schulen gesperrt und 34 000 deutsche Beamte entlassen, bis 1. Januar 1930 20 034 Personen wegen politischer Vergehen eingesperrt. Diese Zahlen sprechen Bände. Sie zeigen auch, daß der ganze innerpolitische Kampf innerhalb des Staates eigentlich nur ein Kampf der slawischen mit der deutschen Kultur um deren Gleichberechtigung ist. Beweis noch das Sprachengesetz, das den Deutschen im Verkehr mit Aemtern das Recht auf die Benutzung der Muttersprache nur dort gibt, wo sie 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Als im Jahre 1925 eine Parlamentsdämmerung einsetzte und aus innen- wie außenpolitischen Gründen das bisherige System der Regierung zusammenbrach, blieb den Tschechen nichts anderes übrig, als sich eine Mehrheit zu suchen, mit schönen Gesten sich Parteien zu ködern, um sich behaupten zu können. Alle bisherigen Oppositionsparteien haben es satt, und mit ihnen die tschechischen Agrarier, eine fortgesetzte Hassardpolitik mitzumachen. Man schrieb Neuwahlen aus und räumte sogar den vielgehaßten Deutschen zwei Ministersessel ein. Die psychopathia politica des jungen tschechischen Nationalsmus hatte einen argen Hieb ekommen, zu dem nicht wenig die seit 1925 zielbewußte Außenpolitik Deutschlands und eine gewisse Jolierung Frankreichs beitrug. Trotz des Eintrittes aber, die die deutsche christlichsoziale Partei als erste und die deutschen Agrarier als zweite Partei mit je einem Minister vollzog, hat sich inbezug auf die Kulturautonomie der Deutschen bisher nichts zum Besseren gewendet. Und es ist bis jetzt auch noch nichts zu erwarten, obwohl man einiges schon versuchte. Die Verschiedenheit der deutschen und der slawischen Kultur ist denn doch zu groß, als daß eine Angleichung des deutschen an den slawischen Kulturkreis so bald erfolgen könnte. Oft ruft z. B. die deutsche Pestalozzigesellschaft mit dem Sitze in Prag anständige Menschen beider Lager auf, um über die kulturelle Pazifizierung des Staates zu beraten. Sie glauben, wenn erst der eine von der unerschöpflichen Lebenskraft des andern ehrlich überzeugt scheint, und in der Zwecklosigkeit eines solchen aufreibenden Kampfes eine Vergeudung bester Kräfte erblickt, dann wäre der Tag da... Dr. Oskar Sternheim, Reichenberg i. Böhmen. Gelbe Raucherzähne.„ Ich benute seit Jahren die ChlorodontBahnpaste und bin mit der Verwendung derselben sehr zufrieden. Trotzdem ich ein Kettenraucher bin, sind meine 3ähne stets blendend weiß Auch fehlt mir tein einziger 3ahn, sodaß ich behaupte aur ,, Chlorodont" erhält meine 3ähne gesund." H. Grunenberg, München. Chlorodont: 3ahnpaste 60 Pf. und 1 Mt., 3ahnbürsten, Mundwasser ! Mt. bei höchster Qualität. In allen Chlorodont- Berkaufsstellen zu haben. Das Steingewerbe in Beuern. Von Wilhelm Arnold V., Beuern. 2. Fortsetzung. - Ich selbst hatte mit einem hiesigen Maurer( Jak. Stein) vorher, allerdings wenig gründliche Nachforschungen daselbst angestellt. Wären wir nur ein wenig tiefer gegangen, so würden wir einen prachtvollen Felsen entdeckt haben, und ich hätte zeitlebens meinen Bedarf an Werksteinen dort habe decken können, jedoch es hat wohl nicht sollen sein. Statt dessen kam ein gewisser Grieb von Norded auf der Rabenau daher und hob das Nest aus. Von demselben erwarb den Bruch K. Belling von Geilshausen. An das Justizgebäude nach Kassel sind damals recht schöne, roh zubereitete Blöcke gekommen. Belling erbaute auch das neue Pfarrhaus zu Beuern. Auch der vorerwähnte Joh. Sommerlad siedelte sich noch am Ziegelberg neben Belling an. Die Betriebe waren aber beide von nicht langer Dauer. Die und gingen Alten hatten eben doch das Beste herausgeholt nun, wie gemeldet, in den Besitz des Joh. Fuhr über. Destlich, dicht an dem Bruche des letzteren, hatte noch ein anderer hiesiger Einwohner, der Steinhauer Wilhelm Hahn in der Borngasse, begonnen, die Steinschätze des Ziegelberges zu heben. Es war ein einzigartiger Mann, von ungemeiner Zähigkeit und Ausdauer, dabei, trotz aller Schwierigkeiten und Mühsale, immer zufrieden, leidlich und unvergleichlich fernig und wißig im Ausdruck. Im übrigen hatte sein Unternehmen das gleiche Schicksal aller Betriebe am Ziegelberg. Am Rande desselben ließen sich durchweg prachtvolle, gut spaltende Säulen, nicht zu schwer gewinnen, bergeinwärts aber versagte der Fels immer mehr. So blieb auch dem jungen Fuhr nach Verlauf mehrerer Jahre nichts anderes übrig, als seinen Betrieb in der Lorsbach einzustellen und anderswo sein Glück weiter zu versuchen. Die Lorsbach, ein uralter, durch Ausschwemmung( Erosion) des lockeren Basalttuffs entstandener Graben, scheidet den Ziegelberg vom Wannberge und dem damit zusammenhängenden ro= ten Holzberge. Eigentlich sind diese drei sog. Berge nur die vorspringenden Ränder einer Hochebene, die sich etwa 75 Meter über der Meeresfläche erhebt und mit dem nahen Gebirge, dem Vogelsberge, zusammenhängt. Die Entstehung des Steinbruchsgewerbes am roten Holzberge ist bereits im wesentlichen geschildert worden. Aber auch der Wannberg war bereits( 1875) in Angriff genommen worden und zwar durch den Gasthaus besitzer und Fuhrunternehmer Stein, aus Rödgen gebürtig. Schon lange bevor Nietzsche den Uebermenschen entdeckte, gab es solche. Stein gehörte wenigstens zu einer Abart derselben, die sich nie genug tun und Maß halten können. Er stürzte sich in alle Unternehmungen, in denen er sich meistens nur neue Verluste zuzog und gefiel sich nur im höchsten Durcheinander. Dabei war er beispiellos fleißig und von staunenswertem Mute, förperlicher Kraft und Ausdauer. Zum Neubau einer Scheuer nebst Stallungen erwarb er Grundstücke am Wannberg, darunter von der Familie Kehr den nach ihnen benannten Keulersberg. Die Felswände waren jedoch von großer Geschlossenheit ,, Gießener Zeitung" Lokales. Sonntagsgedanken. Nicht der ist der Aermste, der Hab und Gut verloren hat und an dessen Tische hartes Brot gegessen wird, arm, wirklich arm nur ist, wer seinen Herrgott verloren hat. Um so reicher der, der ihn wieder findet. Da liegt im Hinterhaus einer Vorstadtstraße ein Menschenkind auf armseligem Lager. Die Armut ist an alle Wände gezeichnet und starrt aus allen Winkeln der alten Kammer. Und da ſtöhnt gottverlassen ein bettelarmer Mensch und wartet auf sein Ende. Stark und trotzig kämpfte er immer mit dem Leben, lachte über Gott und seine Hilfe, lachte über die Menschen, die an ihn glaubten und meinte, dieses Leben mit eigener Kraft meistern zu können. Und nun ist der Kampf aus. Besiegt liegt der Gottlose auf dem Boden. Kein Mensch wischt ihm den Todesschweiß von der Stirne, nimmt ihm seine Hand, tröstet ihn; kein Mensch ist da von all den vielen Freunden, die sonst um ihn waren. Da plötzlich wird die Erinnerung wach an längst vergangene Zeiten. Auch er, der Müde und Besiegte, hatte einmal einen guten Freund, zu dem ihn die Mutter beten lernte. Sonnig war es damals noch in seiner Seele, froh der Tag und ruhig die Nacht. Und da kamen Freunde und führten ihn unrechte Wege, auf denen man immer weiter weg kam von dem wahren Freund, zu dem ihn einst die Mutter führen wollte. Aber je weiter er diesen Weg ging, desto dunkler wurde er, desto freudloser der Tag und desto wüster die Nacht. Da erinnerte er sich dieses Freundes. Jetzt, da er einen ganzen Lebensweg ohne ihn gegangen war, schämte er sich fast, nach ihm zu rufen. Aber er ruft doch. Eine Stunde später sitt ein Geistlicher neben seinem Lager und hat seine müde Hand in der seinen. Und in bitteren Tränen bekennt der einst so trotzige Mensch seine Sündenschuld. Und der, dem er einst fluchte, den er aus seinem Herzen wies, neigt sich über sein Lager und spricht von der Vergebung der Sünden. Durch das Fenster strahlt die Sonne. Licht ist es noch in seiner Seele geworden, ehe der Abend kam. Der Sonntagsschreiber. * Vortrag über öffentliche Bausparkassen. = Für Mittwochabend hatte die Baugenossenschaft 1894 und die Bezirkssparkasse zu einem öffentlichen Vortrag in den Saal des ehemaligen Einhorn- Hotel eingeladen. Die Versammlung leitete Beigeordneter Dr. Hamm. Den Hauptvortrag hielt Regierungsrat Dr. Pabst Frankfurt. Er legte zunächst dar, wie die Beschaffung der zur Errichtung von Wohnhäusern und besonders von Eigenheimen nötigen Geldmittel einem Bauinteressenten meist Schwierigkeit macht, und wie das individuelle Sparen des unbedingt erforderlichen Eigenkapitals durch den einzelnen diesen auf jeden Fall erst nach vielen Jahren zum Ziel bringt, während durch kollektives Bausparen, d. h. durch Zusammenfassen der Bauspargelder vieler einzelner, schon bald und laufend größere Kapitalien entstehen, die ermöglichen, die überwiegende Mehrzahl der geplanten Bauten viel früher auszuführen als bei einem individuellen Bausparen. Er erwähnte, welche weite Verbreitung dieses System seit vielen Jahren in England, Amerika und Australien gefunden habe, und daß die starke Verbreitung des Eigenheims in diesen Ländern zu einem großen Teil dem Wirken der dortigen kollektiven Bausparkassen zu verdanken sei. In Deutschland habe erst die Wohnungs- und Kapitalnot der Nachkriegszeit kommen müssen, um hier den gleichen Weg einzuschlagen, dem sich jetzt neben und äußerst schwer zu erbrechen, der gewonnene Stein zwar dicht, aber meistens überhart zum Bearbeiten, so daß das ganze Unternehmen von Anfang an wenig lohnend war. Dazu kam, daß Stein selbst von der Sache nichts verstand und die Leitung fremden Leuten anvertrauen mußte. Ich selbst habe in Jahren 1876 und 1877 daselbst gearbeitet, auch Werksteine zu unserem Scheunenbau zugerichtet. Der wirtschaftliche Zusammenbruch aber rückte für Stein immer näher herbei, besonders, nachdem die erwähnte Bauerei große Summen verschlungen hatte. Als auch seine Frau plötzlich dahinstarb, war kein Halt mehr; er selbst fam aus seinem bisher bewiesenen, unerschütterlichen Gleichmute heraus, und die Gläubiger drangen auf ihre Forderungen. Ich selbst habe damals 130 Mark Arbeitslohn eingebüßt, einer meiner Mitarbeiter( K, Feußer) sogar 320 Mt. Der Steinbruch wurde von dem hiesigen Gastwirt und Maurermeister Wagner ersteigert und auch noch einige Jahre, zumeist für Rechnung des Bauunternehmers Winn zu Gießen betrieben. Ganz nahe daran, nach den Sommerlad'schen Steinbrüchen am roten Holzberge hin, war die Stelle, wo der mehrfach erwähnte Fuhr, nachdem die Brüche am Ziegelberg ausgebeutet waren, nun einsetzte. Der schon genannte Schwager des alten Sommerlads, Christoph Keil, hatte hier auf einem Grundstück Spuren von brauchbarem Gestein entdeckt. Unterhalb desselben begann Fuhr mit einem Einschnitt. Die Felsbildung, die sich hier darbot, war eine absonderliche und merkwürdige. Es fanden sich zuerst kleine, runde Auswürflinge vor, die aber immer ansehnlicher wurden und an Ausdehnung gewannen. Sie waren von lockerer, schaliger Masse umgeben, der Kern war gesund, wie man in der Steinhauersprache sagt. So wenig das Unternehmen auch anfangs versprach, so lohnend entwickelte es sich später. Als man eine Strecke weit vorgegangen war, zeigten sich die Lavamassen von einer mächtigen Lehmschicht bedeckt, die in den Urzeiten in einer Vertiefung hier angeschwemmt wor den sein muß.( Aehnliches war auch am roten Holzberge in dem erwähnten neuen Einschnitt der Düsseldorfer Gesellschaft zu bemerken.) Dem Unternehmer stellte sich im weiteren Verlauf der Fahrweg über den Wannberg als Hindernis entgegen, das aber durch eine Unterführung beseitigt wurde. Um das Gelände vorher erst ausbeuten zu können, wurde ein Abkommen mit der Gemeinde getroffen, nachdem Fuhr 100 Mk. Entschädigung an dieselbe zahlen mußte und gedachten Weg weiter aufwärts zu verlegen hatte. Im ganzen hat sich der Fuhr'sche Bruch unter der Wann als lohnend bewährt, wenn auch die Gewinnungsverhältnisse bergeinwärts immer schwieriger werden. Nicht nur, daß die Höhe des Berges immer mehr anwächst und die Felswände geschlossen und schwer brechbar werden, auch das Gestein zeigt sich bisweilen in seiner Zusammensetzung mehr unganz und deshalb wenig brauchbar. Doch ist die Masse an und für sich viel schöner, härter und dichter geworden, als die Blöcke am Fuße des Berges zeigten. Manche Stücke sind seither sogar zu Denkmälern verwandt worden und reichen ziemlich an ausgewählte Blöcke vom Ziegelberg heran. Fuhr hat sich als ein tüchtiger, willensstarker und tatkräftiger Geschäftsmann bewährt und es ist gewiß anzuerkennen, daß er, der nebst Nr. 49. zahlreichen privaten Bausparorganisationen auch die öffentlichen Sparkassen widmeten. In ganz Deutschland errichteten sie länder- und provinzweise öffentliche Bausparkassen, und zwar in Angliederung an vorhandene öffentliche Bankanstalten, damit die Schaffung eines neuen Verwaltungsapparates vermieden und dem Bausparer durch die Mithaftung der öffentlichen Bankanstalt und ihrer Gewährsverbände eine ganz besondere Sicherheit geboten werde. Für den Volksstaat Hessen ist diese öffentliche Bausparkasse der Landeskommunalbank- Girozentrale in Darmstadt angegliedert, für welche wiederum fast alle hessischen Städte und Gemeinden die Kreise und Provinzen sowie 34 öffentliche Sparkassen haften, so daß dem Bausparer die denkbar größte Sicherheit gewährleistet ist. Den Unterbau der Organisationen aber bilden überall die öffentlichen Sparkassen, welche die Interessenten beraten, und durch die der ganze Zahlungsverkehr geht. Durch sie werden die Bausparer auch erste Hypotheken erhalten können, so daß sie meist nur einen Teil ihrer Baukosten durch die Oeffentliche Bausparkasse finanzieren zu lassen brauchen, die dann als Sicherheit nur eine zweite Hypothek( bis zu 80 Prozent) verlangt, die sie aus den eingezahlten Bauspargeldern als unfündbares Tilgungsdarlehen und zu 4 Prozent gewährt. Redner schilderte an Hand von Beispielen den Abschluß und den Verlauf eines Bausparvertrages und insbesondere das von privaten Organisationen abweichende Zuteilungsverfahren und betonte zum Schchluß, daß mit dem Bausparvertrag ein Lebensversicherungsschutz verbunden sei mit der Wirkung, daß, wenn ein Bausparer nach Zuteilung der Vertragssumme stirbt, seine Erben die ganze Summe zu freier Verfügung erhielten und falls dem Bausparer die Vertragssumme schon ausgezahlt war, von allen weiteren Abzahlungen frei seien. Eine rege Aussprache, in der vor allem Dr. Hamm noch eine Reihe wichtiger Punkte anführte und der Vortragende manche Anfrage noch erschöpfend beantwortete, schloß den interessanten Vortrag. * Neue Beitragsmarken der Angestelltenversicherung. Nach einer Bekanntmachung des Reichspostministers werden bekanntlich vom 1. Juli 1930 an neue Beitragsmarken der Angestelltenversicherung ausgegeben. Der Vertrieb der alten Marken wird ab 30. Juni eingestellt. Von dem Zeitpunkt an dürfen die noch in den Händen der Bevölkerung befindlichen alten Marken zur Die Post Beitragsentrichtung nicht mehr verwandt werden. anstalten tauschen bis einschließlich 30. September 1930 die alten Marken gegen neue Beitragsmarken gebührenfrei um. * Vorsicht bei Versendung von Lebensmitteln. Die Post klagt darüber, daß jezt häufig Päckchen mit Gegenständen aufgeliefert werden, die unter dem Einfluß der Wärme leicht verderben oder Flüssigkeiten absetzen, wodurch auch andere Sendungen beschmutzt werden. Für die Absender können daraus leicht Weiterungen und Ersagverbindlichkeiten entstehen. Die Post ist auch berechtigt, derartige Sendungen von der Beförderung auszuschließen. Es empfiehlt sich daher, solche Gegenstände, wie Früchte, Beeren, Butter und andere leicht schmelzende Fette, in der heißen Jahreszeit in Päckchen nicht zu verseiner Frau, einer Tochter des verstorbenen Bürgermeisters Ranft dahier, wenig vermögend war, sich durch mitunter recht schwierige Verhältnisse so emporgearbeitet hat, daß er jetzt im Besitz zweier Hofreiten und eines nicht unbedeutenden Geländes ist. Auch mit Sitz und Stimme im Gemeinderat hat ihn das Vertrauen eines Teils seiner Mitbürger beehrt. Nachdem die Ränder und Abhänge des roten Holzherges, des Ziegel- und Wannberges fast überall untersucht worden waren und wo es sich lohnte, auch ausgebeutet wurden, war noch eine Stelle an dem rechten Gehänge der Lorsbach unberührt geblieben. Es war die Strecke von dem Stein-, bezw. Wagnerschen Steinbruche unter der Wann aufwärts nach dem Schweiging hin. Es war ein Neffe des alten Sommerlad, der hier von der Gemeinde einige Quadratruten Land zu billigem Preise |( à 2,50 Mk.) erwarb, um in einem darüberherziehenden, seine Familie gehörigen Grundstücke, brechen zu können. Wie an derwärts, so hatte man auch hier an entblößten Orten hin und wieder einen Brocken aufgefunden, nach dem man auf eine reiche Ausbeute unter der Oberfläche schloß. Indessen mangelte es gleich von vornherein an der Ergiebigkeit des Felsens, und der junge, auch nicht besonders vermögende Unternehmer sah sich nach einiger Zeit schon genötigt, den Betrieb einzustellen. Nichts: destoweniger aber vermutete man etwas mehr abwärts, schon früher reiche Steinschätze unter der Erde. Die äußeren Formen des steilen Gehänges, zerstreut hervorlugende Tagsteine, spra chen dafür. Auch sonst war die Lage günstig, Fahrt, Abschutt, alles wie gewünscht, hätte man nur mit dem Erdspiegel der Alten einmal hineinschauen können. Es war im Jahre 1893, als die Gesellschaft hessischer Steinbrüche mit dem Sitz in Marburg, den Entschluß faßte, in Beuern festen Fuß zu fassen. Zur Anlage eines Steinbruches wurde ihr nun fragliches Gelände in der Lorsbach empfohlen und der Steinhauer Phil. Damm( weiblicherseits mit dem alten Sommerlad verwandt) und ich mit dem Ankauf und Erwerb desselben betraut. Es gelang uns nach vie ler Mühe und Anstrengung, die erforderliche Länderei zusam menzubringen. Die Quadratrute wurde zum Teil mit 15 m bezahlt; vorzugsweise kam die Gemeinde mit 936 Mt., da hiesige Besitzer in Betracht: Peter Volk mit 1000, Wilh. S mit 600 und Phil. Keil mit 300 Mt. Das Haupt der Gesell schaft war der Regierungsbaumeister Sardemann in Marburg angeblich ein sehr reicher Mann, der sich auch bei einem Besuch hier sehr fein zeigte und uns, falls die Sache günstig aussiele, gute Belohnung in Aussicht stellte. Ich habe aber, beiläufig gesagt, nie etwas erhalten, während Damm noch einen schönen Verdienst als Betriebsleiter hatte. Gleichvon vornherein wat der Geschäftsführer der Gesellschaft, Herr Dominick, in den Vor dergrund getreten. Es ist bekannt, daß manche Gesellschafter immer gern jemand haben, der für sie die Kastanien aus dem Feuer holt. Durch Geldvorschüsse und sonstige Bedingunge ( einseitige Verträge) haben sie diese kleinen Unternehmer ode Mitteilhaber immer in ihrer Gewalt, sich selbst wissen sie abe vor Verlusten zu schützen, da sie sich auf das Rechnen verstehen und alle Geschäftsvorteile kennen. Fortsetzung folgt. Gamstag, den fenden. Auch z anzuwenden, bei Schädigung and * Ergänzu Polizeiverordn Ben zu Einbah Neustadt bis wigitrage, Am Straße, Leihgef Rodthohl von Wegegabel 600 tung über Bunt 212,5( 700 Met Buntt 196,5( 1 Sprechende Sper Das Befahren Pfeilrichtung ge ftrafen bis zu bestraft. * Stragenip fchen Marktpla Juni 1930, mit wegen Gleisarb Fuhrwertsverte leitungsfilder * Straßenj tätswertes in d wilchen der J 12 Uhr vormitt * Straßenj Bahnübergang burg vom 28. für jeglichen toth- Röthges * Aus de hat angeordne in Uebereinsti für Deutschlan fion alle firch fahnen beflagg telftunde mit * Schüler derausstellung bindung mit dungswesen che Schulju Schülerdiplo Zahl der e beiten wer gemeinen Schüler er des Wettb * Fad gen Gonnta Der Zug nin fang. * Schif Juli auf d * Aus det auf Ve das Deutid Dramas bei sehr e ㄓ Kon den 26. J von Dr. G Derein 190 Johannes * Män nach Braun * Ein f einfahrend jere Stadt 3 Km. Entf derredner i & Halste in M Sechssitz D .49. öffent chteten D 301 en, be miek Bo Side öffen ale in Selfisher omie 34 ie dent der Dr artajjen 13e Zah uch erste Ten Teil anzieren zweite en einge hen und Jon Bei vertrages weichende mit dem sei mit lung der zu freier Vertrags ahlungen mm nod rtragende Den inter ng. Nat befanni gestellten rfen wit n die no Marten zu Die Po 30 die a um. Die P Sinden a leicht dere G en dar ehen. der B che Ge Fichtel meiste ter jezt Gelän t ihn herges, des den ware r noch ein berührt ge Bagnerid Schweig ier von gem Pr nden, fei Wie ten hin f eine r mangelte ens, und mer fabi ellen. Ni wärts, eren Form fteine, rt, Ab dipiegel Jobre 189 Sik in Mar fallen. 3ur s Gelände ir Damm( me cd ich mit uns nag nderei zu I mit 15 36 Mt., Wilh. pt der 6 in Mar einem inftig aus aber, beil einen pornherein d, in den! Gefelli anien aus Beding Fernehmer piffen fie nen verf Samstag, den 21. Juni 1930. senden. Auch zu anderer Zeit ist es ratsam, eine Verpackung anzuwenden, bei der der Inhalt so gesichert ist, daß eine Beschädigung anderer Sendungen nicht vorkommen kann. * Ergänzung der Verkehrsordnung für die Stadt. Durch Polizeiverordnung vom 10. Mai 1930 sind noch folgende Stra= Ben zu Einbahnstraßen bestimmt worden: Kleine Mühlgasse von Neustadt bis Mühlstraße, Goethestroße von Südanlage bis Ludwigstraße, Am Nahrungsberg von Licher Straße bis Bismardstraße, Leihgesterner Weg von Rodthohl bis Röntgenstraße, Rodthohl von Wilhelmstraße bis Friedrichstraße, Straße ab Wegegabel 600 Meter südlich Schiffenberg in nördlicher Richtung über Punkt 166,2( 200 Meter östlich Schiffenberg), Punkt 212,5( 700 Meter nördlich Schiffenberg) bis Wegegabe bei Puntt 196,5( 1 Kilometer nordwestlich Schiffenberg). sprechende Sperrschilder und Richtungspfeile sind angebracht. Das Befahren der genannten Einbahnstraßen ist nur in der Pfeilrichtung gestattet. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen bis zu 150 Mart, im Uneinbringlichkeitsfalle mit Haft bestraft. Ent Straßensperre. Der schmale Teil des Kirchenplages zwischen Marktplatz und Kaplaneigasse wird ab Montag, den 23. Juni 1930, mittags 12 Uhr, bis zum Mittwoch gegen Abend, wegen Gleisarbeiten der elektrischen Straßenbahn für jeglichen Fuhrwerksverkehr gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten. * Straßensperre. Wegen Anschlußarbeiten des Elektrizitätswertes in der Goethestraße wird diese am 24. Juni 1930 zwischen der Johannesstraße und dem Seltersweg von 5 bis 12 Uhr vormittags für jeglichen Fahrverkehr gesperrt. * Straßensperre. Wegen Ausführung von Gleisumbau am Bahnübergang wird die Provinzialstraße Villingen- Ruppertsburg vom 28. Juni von 6 Uhr vormittags bis 12 Uhr mittags für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Nonnenroth- Röthges- Wetterfeld. * Aus der evangelischen Kirche. Das Landeskirchenamt hat angeordnete, daß am kommenden Sonntag, den 29. Juni, in Uebereinstimmung mit dem Evangelischen Kirchenausschuß für Deutschland zum Gedächtnis an die Augsburgische Konfes= fion alle kirchlichen Gebäude, soweit als möglich, mit Kirchenfahnen beflaggt werden und um 4 Uhr nachmittags eine Viertelstunde mit den Glocken geläutet wird. * Schülerzeichenwettbewerb. Der von der Hessischen Wanderausstellung Gesungheitspflege und soziale Fürsorge in Verbindung mit dem Hessischen Ministerium für Kultus und Bildungswesen ausgeschriebene Zeichenwettbewerb für die hessische Schuljugend, zur Erlangung eines Entwurfes für ein Schülerdiplom, hat überall großen Widerhall gefunden. Die Zahl der eingesandten Entwürfe beträgt über 600. Die Arbeiten werden später in verschiedenen hessischen Städten zur allgemeinen Besichtigung ausgestellt. Die Schulleitungen und Schüler erhalten eine schriftliche Mitteilung über den Ausgang des Wettbewerbs. * Fackelzug. Die Studentenschaft veranstaltet am morgigen Sonntag abend einen Fackelzug nach dem Bismarckturm. Der Zug nimmt gegen 8.15 Uhr an der Universität seinen Anfang. * Schiffenbergfeier. Die 800- Jahrfeier ist am 5. und 6. Juli auf dem Schiffenberg. * Aus dem Stadttheater. Am Dienstag, den 24. Juni, findet auf Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland( VDA) eine Wiederholung des Dramas Flieg Roter Adler von Tirol" von Fred Angermeyer bei sehr ermäßigten Preisen statt. * Konzertverein. Ein Volkskonzert findet am Donnerstag, den 26. Juni, abends 8 Uhr, in der Stadtkirche unter Leitung von Dr. St. Temesvary statt. Weiter wirkt mit der Orchesterverein 1908, das Collegium musicum der Universität und Herr Johannes Nebeling als Organist. arturs de somnion * Männerturnverein. Am morgigen Sonntag ist Turngang nach Braunfels. Abfahrt 6.46 Uhr( Sonntagskarte). * Ein fahrender Gesell'. Am Samstag, den 28. Juni, wird ein ,, fahrender Geselle", ein Redner mit mächtiger Stimme un= sere Stadt besuchen. Seine Sprache ist so kräftig, daß er in 3 Km. Entfernung sogar noch zu vernehmen ist. Dieser Wanderredner ist ein Großlautsprecher- Automobil von Siemens & Halske in Berlin, das bei großen Veranstaltungen und MajME ER röding Sechssitzige Pullman- Limousine ,, Gießener Zettung" senversammlungen öfters auftritt. Es führt außer einem Großlautsprecher, der trichterlos ist, ein Mikrophon zum Besprechen, eine Verstärkeranlage und die zugehörigen Stromerzeu= gungsanlagen mit sich. Aus Nah und Fern. Schotten. Das Motorradrennen ,, Rund um Schotten", das einzig große Motorradrennen in Hessen und Hessen- Nassau, ist nunmehr von der Obersten Motorradsportbehörde in Berlin und von dem Hessischen Ministerium des Innern genehmigt worden. Das Rennen findet statt als Meisterschaftslauf für sämtliche Klassen; Deutschlands beste Fahrer werden sich also hier ein Stelldichein geben. Es findet außerdem noch ein Rennen mit Seitenwagen für internationale Lizenzfahrer statt und ein Rennen für Ausweisfahrer aller Klassen. Eine Reihe von Nennun= gen liegen bereits vor, so daß jetzt schon die Gewähr für einen guten Sport gegeben ist. Die Provinzialdirektion Oberhessen läßt zur Zeit die Rennstrecke herstellen, speziell für das Rennen werden einige besonders gefährliche Kurven verbreitert und erhöht, Unebenheiten in der Straßendecke werden ausgeglichen. Zahlreiche Kurven und große Höhenunterschiede machen die Strecke zu einer der interessantesten Deutschlands, Lauterbach, 20. 6. Heute vormittag gegen 4 Uhr wurde auf dem Bahngleis zwischen Lauterbach und Angersbach auf der Strecke Alsfeld- Fulda ine ältere Frau tot aufgefunden. Vermutlich handelt es sich um eine Frau Lippmann aus Lautenhausen. Büdingen. Büdingen veranstaltet vom 21. bis 24. Juni zu Ehren der 600- Jahrfeier der Verleihung der Marktrechte durch den deutschen Kaiser Ludwig den Bayer einen Jubiläumsmarkt mit großem Volksfest. Darmstadt. Ein Zollinspektor hat 3500 Mark unterschlagen, um sie für den Hauskauf zu verwenden. Er wurde zu 7 Monate Gefängnis verurteilt. Darmstadt. Die Besucherzahl der Technischen Hochschule Darmstadt hat mit 2885 gegenüber dem vorjährigen Sommersemester mit 2759 wiederum eine Steigerung erfahren. Dillenburg. Der Bergmann Reuter stürzte in einen 80 Meter tiefen Schacht und blieb mit zerschmetterten Gliedern tot liegen. 1000- Jahrfeier im Westerwald. Höhn. Die durch ihren Braunkohlenbergbau und das Elektrizitätswerk ,, Westerwald" bekannte Ortschaft Höhn im Oberwesterwald kann ebenso wie Montaubaur und Selters in diesem Jahre auf eine urkundlich nachweisbare 1000jährige Vergangenheit zurückblicken. Nr. 49. Göttingen. In den letzten Tagen machten hier zwei Stu= denen ihrem Leben ein Ende. Als Ursache des Selbstmordes konnte in beiden Fällen wirtschaftliche Not festgestellt werden. Mannheim. Beim Baden im Rhein sind am Donnerstag nicht weniger als sechs in Mannheim wohnende Personen, darunter drei Schulkinder, ertrunken. Im nahen Frankenthal ertranken, ebenfalls beim Baden im Rhein, drei junge Männer. Katastrophaler Erdrutsch in Essen- West. Essen, 20. Juni. Ein furchtbares Unglück ereignete sich gestern an der Neubaukolonie in der Helmholzstraße. Um etwa 20.30 Uhr gab plötzlich vor einem Haus der Straße das Erdreich nach und es entstand ein riesiger Krater, der ungefähr 12 bis 15 Meter tief ist und etwa 15 Meter im Durchmesser hat. Ein auf der Straße spielendes Kind wurde in die Tiefe gerissen. Die Bemühungen der städtischen Feuerwehr, das Kind zu bergen, mußten als aussichtslos aufgegeben werden, zumal, da die Erdsturzgefahr noch nicht endgültig beseitigt ist. Düsseldorf. Jm Rhein ertranken vier junge Männer im Alter von 18 bis 19 Jahren beim Baden. Zwei weitere Opfer forderte ein Paddelboot- Unglüd. Eine Stadt, die ihre Steuern senkt. Bad Liebenwerda. Die Stadt Bad Liebenwerda ist in der glücklichen Lage, die Steuern für das neue Haushaltsjahr senken zu können. Die Steuern werden in sämtlichen Steuerarten um 10 bis 20 Prozent herabgesetzt. Ferner wurde beschlossen, aus dem Aufkommen an Hauszinssteuerhypotheken in diesem Jahre vier Doppelwohnhäuser mit insgesamt acht Wohnungen zu errichten. Schwerer Unfall des Generals a. D. v. Wildenbruch. Berlin. Der 84jährige Generalleutnant a. D. Ludwig v. Wildenbruch wurde vor dem Hause Bülowstraße 23 von einer Straßenbahn überfahren. Er erlitt schwere Verletzungen am Kopf und eine Gehirnerschütterung und wurde ins Krankenhaus geschafft; dort liegt er in bedenklichem Zustand darnieder. Generalleutnant a. D. Ludwig v. Wildenbruch ist ein Sohn des Gesandten und außerordentlichen bevollmächtigten Ministers Louis v. Wildenbruch und ein Enkel des bei Saalfeld gefalle= nen Prinzen Ferdinand von Preußen. - Ein ganzer Straßenzug zusammengebrochen. Brüssel, 20. Juni. Im Laufe der Nacht ereignete sich in Gilly, im Kohlenbezirk von Chaleroi, ein Erdrutsch, durch den 9 Häuser mit ihren Nebengelassen völlig zerstört wurden. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen, dagegen ist eine Menge Kleinvieh umgekommen. Wissen Sie schon daß in Bad Homburg vom 22. bis 29. Juni von der Kurverwaltung eine große Festwoche mit Schauspielen, Opern und Balletts veranstaltet wird?; Frankfurt a. M. Zur Hebung der Verkehrsdisziplin wird... daß es der Kurverwaltung Bad Mergentheim gelungen hier eine Verkehrswoche abgehalten. Höchst. Der Schützenverein 1366 feiert vom 5. bis 9. Juli sein 570jähriges Bestehen und weiht zugleich eine neue Schützenhalle ein. ist, die bekannte Wiener Deutschmeisterkapelle zu verpflichten? Am 24. Juni wird ein großes Abendkonzert, verbunden mit Illumination des gesamten Kurparkes stattfinden; .. daß die Goldene Jubiläumsregatte in Bad Ems am 22. Kassel. Ein 20facher Brandstifter wurde in einem 21jähri- Juni stattfindet? Das Meldeergebnis zu den 17 Rennen diegen Hausburschen verhaftet. ser 50. Emser Regatta ist mit 29 Vereinen, 95 Booten und 551 Ruderern sehr gut; ... daß in Wiesbaden Mitte Juli das Befreiungsfestspiel ,, Deutschlands Strom", eine vom Reichskunstwart Dr. Redslob gestaltete chorische Dichtung von mehreren tausend Schulkindern zur Wiedergabe gelangen soll? Landstraßen- Kursus des Deutschen Landkreistages. Am 13, und 14. Juni fand in der Technischen Hochschule Berlin- Charlottenburg der Landstraßen- Kursus des Landfreistages statt, der von über 300 leitenden Verwaltungs- und technischen Beamten der Landkreise besucht war. Das hier beVon der Motorradklubgründung in den Tod. Kassel. Ein folgenschweres Motorradunglück ereignete sich in der Nacht in der Wilhelmshöher Allee in Kassel. Eine neuen Motorradklub Anzahl Motorradfahrer hatten einen „ Hessen" gegründet und diese Gründung mit einem Kommers in Wilhelmshöhe gefeiert. Auf dem Nachhausewege fuhr der Kaufmann Helmut Schleypen, der den Sohn des Hotelbesitzers Kilian auf dem Soziussite hatte, mit hoher Geschwin digkeit einen anderen Motorradfahrer an, verlor dadurch die Herrschaft über sein Motorrad und riß einen Gas- Kandelaber um. Er flog dadurch mit seiner schweren Maschine schräg übersprochene Arbeitsgebiet ist für die Landkreise deshalb so wichdie ganze Straße, wobei der Mitfahrer Kilian einen Bruch der Der Fahrer Schleypen Wirbelsäule erlitt und sofort tot war. wurde ebenfalls schwer verletzt. Seine Verlegungen sind lebensgefährlich. Der angefahrene Motorradfahrer, namens Ludwig, ist ebenfalls schwer verletzt dem Krankenhaus zugeführt worden. Bebra. Als ein Fuhrwerksbesitzer mit drei Lehrlingen aus einer Lehmgrube Lehm holen wollte, lösten sich Lehmmassen und begruben die drei Burschen unter sich. Zwei Lehrlinge konnten nur als Leichen geborgen werden, der dritte kam mit einer schweren Bruſtquetschung und Armbrüchen davon. EDES tig, weil sie mehr als 100 000 Kilometer Landstraßen zu verwalten haben. Kreisbaurat Dr. Kurz- Jüterbog sprach über die für die Landkreise zur Zeit wichtigste Art der Straßen- Herstellung und Unterhaltung, d. h. über Oberflächenbehandlungen mit Teer und Asphalt, insbesondere über die wirtschaftliche Seite. Die schweren und mittelschweren modernen Decken besprach Ministerialrat Vilbig, München. Die Tagung bot in gedrängter Kürze den Teilnehmern außerordentliche Anregungen, die dem Straßenbau und damit der Gesamtwirtschaft zu= gute kommen. BENZ TYP, M ANNHEIM" .... RM. 11500.- ab Werk 14/70 PS 3,5 LITER Dieser kraftvolle, schöne und sichere Sechssitzer- Wagen ist eine Überraschung für jeden, der etwas vom Automobil versteht. Das außergewöhnlich tiefliegende, glänzend gefederte Chassis macht ihn heute zum straßensichersten Wagen seiner Klasse. Die fabelhafte Wirkung seiner Spezial- Vierradbremse gestattet mit ihm erstaunliche Reisedurchschnitte zu erzielen. Er besitzt eine Elastizität des Motors, eine Weichheit von Lenkung, Kupplung und Schaltung, die einem Kind den Wagen zu fahren erlaubt. Die Rasse und Eleganz seiner Karosserie kennzeichnen ihn schon äußerlich als den Wagen von höchster Klasse, als echten Mercedes- Benz. Besondere Beachtung verdient der überaus günstige Preis dieses hochwertigen Sechssitzer- Wagens. DAIMLER- BENZ A.-G. Verkaufsstelle: GIESSEN, Bahnhofstrasse 90-92- Fernruf Nr. 4121 Nr. 49. Samstag, den 21. Juni 1930. Ausländische Erfolge der deutschen Automobilindustrie. Auch in diesem Jahre war der Concours d'Elégance für Automobile in Wien, der am 6. Juni stattfand, wieder ein gro ßes gesellschaftliches und sportliches Ereignis. Neben den österreichischen Automobilmarken nahmen auch eine große Anzahl der bekannten internationalen Weltmarken an diesem Schönheitswettbewerb teil. Die deutsche Automobilindustrie war insbesonder durch Mercedes- Benz vertreten. Alle vorgeführten Wagen wurden preisgekrönt. Einer dieser Wagen, ein Nürburg- Achtzylinder mit Original- Sindelfinger- Karosserie erhielt die höchste Auszeichnung, das„ Goldene Band". Außerdem wurden an Mercedes- Benz 4 erste, 3 zweite und 2 dritte Preise verliehen. Neue Bücher. Schicksalswende. Von der Marne bis zur Vesle 1918. Band 35 der vom Reichsarchiv herausgegebenen Schriften> folge ,, Schlachten des Weltkrieges". Bearbeiter: Archivrat Alfred Stenger. Druck und Verlag von Gerhard Stalling, Oldenburg i. O. Preis in Halbl. 5,50 RM., Halbleder 8 RM.Jmmer weitere Rationalisierung im Bergbau. Gießener Zeitung Der vorliegende Band setzt, unmittelbar an den Band 34( ,, Der letzte deutsche Angriff, Reims 1918") anschließend, die Schilde rung der Kampfereignisse des Jahres 1918 fort. Auch der vorliegende Band schildert die Kampfereignisse in einem wesentlich größeren Rahmen, als dies bei der Mehrzahl der vorhergegangenen Bände der Schriftfolge der Fall gewesen ist. Besonderer Wert ist auch hier wieder auf die Darstellung der Tätigkeit der mittleren und oberen Führung gelegt, auch die Feindseite ist in dieser Hinsicht verhältnismäßig eingehend behandelt. Den Schluß des Bandes bildet eine Reihe von Betrachtungen, in denen der Verfasser sich über die Gründe klar zu werden sucht, die zu dem Gelingen der vom Gegner erstrebten Ueberraschung sowie in der physischen und psychischen Ueberanstrengung der an der Angriffsfront eingesetzten deutschen Divisionen. ,, Sommer- Sonnen- Stunden", eine stimmungsvolle Plauderei mit entzückenden Fotos finden wir in der neuen Nr. 13 der Frauen- Zeitschrift„ Das Heft". Diese ganze Nummer ist auf den schönen Sommer abgestimmt. 1000 Jahreseier Islands. Jsland hat in seiner 1000| jährigen Entwicklung wechselvolle Schicksale erlebt. Lesen Sie Der soeben erschienene Jahresbericht des Vereins für die bergbaulichen Interessen ist vor manchen ähnlichen Berichten dadurch ausgezeichnet, daß er zwar den Ernst unserer gegenwärtigen Wirtschaftslage, der sich ja gerade beim Steinkohlenbergbau in besonders verhängnisvoller Weise auswirkt, anerkennt, aber von immer weiteren Fortschritten der Mechanisierung im Bergbau zu berichten weiß und dadurch ein auch für fachlich nicht unmittelbar interessierte Kreise bemerkenswertes Zeugnis für den ungebrochenen Schaffensdrang des deutschen Bergbaues ablegt. Der Bericht hebt hervor, daß die jüngste technische Entwicklung sich ebenso wie in den Vorjahren unter dem Druck der schweren steuerlichen und sozialen Lasten sowie der hohen Löhne und Materialkosten einerseits und des ausländischen, besonders des britischen Wettbewerbs andererseits weiter in der der Richtung vollzog, Mittel und Wege zu suchen, die eine Betriebskostensenkung zum Ziele haben. Nach wie bor beherrschten dementsprechend einige große betriebswirtschaftlich- technische Maßnahmen die ganze Entwidlung, nämlich in erster Linie die Zusammenlegung benachbarter Schachtanlagen zu Großförderanlagen und die Betriebszusammenfassung sowie alle damit zusammenhängenden Fragen, die vervollkommnete Mechanisierung besonders im Flözbetrieb und in der Blindschachtförderung sowie schließlich die Normung. Hand in Hand damit gingen ebenfalls zwecks Betriebskostenverminderung, teils von diesen Maßnahmen mehr oder weniger abhängige, teils auch gar nicht damit im Zusammenhang stehende Verbesserungen. Die Zusammenlegung benachbarter Schachtanlagen hatte nicht immer die gleichen Zwecke. In einigen Fällen sollte mit der Zusammenlegung hauptsächlich vermieden werden, daß veraltete Tagesanlagen zu erneuern waren. In anderen Fällen handelte es sich jedoch in erster Linie darum, durch weitestgehende Ausnutzung der gesamten Anlagen der Hauptförderschächte die Wirtschaftlichkeit des Untertagebetriebes zu steigern. Naturgemäß sind aber auch hier der Zusammenlegung Grenzen gesezt, die sich z. B. in der Länge der Hauptverbindungswege zwischen den einzelnen Schachtanlagen, dem lichten Durchmesser der Hauptförderschächte u. a. zeigen. Auch im Kokereibetrieb fann, wie der Bericht weiter ausführt, die sich durd, Neubau von Höchstleistungskokereien, äußernde Rationalisierung im großen und ganzen als abgeschlossen gelten. Die wenigen Neubauten des letzten Berichtsjahres sind hauptsächlich als Abrundungsmaßnahmen zu werten. Insgesamt sind im Ruhrbergbau seit Herbst 1926 rund 4000 neue Defen mit etwa 55 500 Kubikmeter nugbarem Ofenraum in Betrieb genommen wor den; ihre jährliche Leistungsfähigkeit ist auf etwa 16,5 Mill. Tonnen Koks anzufeten. Auch die Gasfernverdarüber nach. Es steht in der Woche". Heft 25 dieser populärsten deutschen Zeitschrift enthält noch eine Reihe weiterer interessanter Beiträge. Kritik und Aufbau, eine dreimal monatlich erscheinende Zeitschrift( 3. Jahrgang) für Heil-, Rechts- und Lebensreform, bringt in ihrer Nummer 16 beachtenswerte neue Mitteilungen u. a. Aufsätze über die Hochfrequenzbehandlung bei chronischen Krankheiten. Das illustrierte Heft kostet monatlich, durch die Post bezogen, 1,86 RM. Probehefte versendet der Verlag in Frankfurt a. M., Niddastraße 81-83. Torgung macht erhebliche Fortschritte. Während am 1. März 1928 erst 805 000 Kubikmeter je Arbeitstag abgesezt wurden, waren es am 1. März 1929 bereits 1958 000 Rubikmeter, was einer Absatzsteigerung von 140% entspricht. Das Gasneh im Innern des Ruhrgebiets wurde weiter vervollkommnet und diente im wesentlichen dem Energieausgleich, vor allem dem Starkgasbedarf der Großabnehmer, wie Konzernhüttenwerke und dergl Der Bau der Ausfall- Ferngasleitung machte erhebliche Fortschritte. Es gelang, die Versorgungsleitun des Südneges bis Niederschelden vorzustrecken. Der Bau der Leitung in Richtung auf die Stadt Hannover in einer Gesamtlänge von 180 Kilometern wurde fertiggestellt, so daß mit der Belieferung Hannovers schon in Kürze gerechnet werden kann. Bei diesem Bau, der an mehreren Stellen gleichzeitig in Angriff genommen wurde, ist die weitgehende Verwendung von neuzeitlichen Baugeräten, wie Grabenbagger und dergl., bemerkenswert, die einen mittleren täglichen Fortschritt des Baus von rund 1000 Metern ermöglichten. Schließlich ist für das Westnet die Verlegung des Rheindükers bei Köln als wichtiger Bauabschnitt zu vermerken. Das Leitungsnetz der Ruhrgas A. G. hatte Anfang März cine Gesamtlänge von 850 Kilometern. So zeigt sich überall trotz der Schwierigkeiten der Gegenwart beim Bergbau Tatendrang, Entwicklung und Fortschritt. Arzneipshchose oder gesunde Lebensweise? Aeskulap. Die deutschen Nordsee- Bäder. Der Verband Deutscher Nordseebäder e. V. hat wieder einen allgemeinen„ Führer durch die deutschen Nordseebäder" herausgebracht und hat den Zweck, den Reisenden in kurzer Form über die Einrichtungen der einzelnen Bäder zu informieren. Der Führer fann gegen eine Schutzgebühr von 20 Pfg. durch alle Reise- und Verkehrsbüros bezw. durch den Verband Deutscher Nordseebäder e. V., Berlin W. 8, Wilhelmstraße 45, bezogen werden. Seit Jahren streben die Krankenkassen in immer stärkerem Maße nach sparsamer Verordnungsweise, mit der Begründung, daß viele Erkrankungen ohne Anwendung kostspieliger Arzneien heilen. Dem stimmt unter Umständen gern jeder Arzt zu, nur der Kranke hört es mit saurer Miene. Er steht auf dem Standpunkt, er müsse ein Rezept für Tabletten und dergl. betommen, sonst hätte er gar nicht zum Arzt zu gehen brauchen. Die Verordnung einer Diät, der Enthaltsamkeit von Tabak, Alkohol usw. hält er für unwesentlich oder undurchführbar. Jedes Mittel, das Anforderungen an Zeit, Geduld und Energie des Kranken stellt, ist unsympathisch. Die Tablette wird geschluckt und der Dienst an der Gesundheit ist beendet. Das ist bequem, doch auf die Dauer nicht immer unschädlich. Gewiß ist es für einen Menschen, der am Tage in der Fabrik oder im Büro angestrengt arbeitet, schwer, die Zeit zu finden zu Atemübungen, Gymnastik, zu Waschungen oder besonderer Zubereitung der Mahlzeit. Es fehlt die Energie, den toten Punkt zu überwinden, denn meist sind es ja die energielosen Menschen, die Tablettenfreunde sind und die gerade anderer Mittel bedürften. Sie kennen die neuesten Mittel und Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. wissen oft besser als der Arzt, welche das Arzneiverordnungsbuch zuläßt und welche nicht. Sie verlangen bei einer Fingerquetschung und bei etwas Husten am liebsten gleich eine Röntgenaufnahme. Das ist die Schattenseite der aktuellen Aufklärung über neue Errungenschaften der Medizin. Niemals ist dabei die Rede davon, daß es auch Mittel gibt, die dem gewöhnlichen Sterblichen für billiges Geld gute Dienste leisten. So wird viel Geld verschwendet bei leichten Erkrankungen auf Wunsch des Kranken, das bei schweren Leiden wieder am anderen Orte fehlt. Gr Bezugspre Redaktionsjalug fendung nicht 43. Jahr Voli Die Regieru entwurf über B Juli beantragt. Die Deutiche demnächst umfang geichene Progra duftriezweige ert weit gediehen, d reits in einer G gelegenheit beidh Die Vertrete Fortiehung ihrer Arbeitslosigkeit i, dieje Frage Wirtschaftstreife Deshalb ist die andere Seite der Dekonomie der Gesundheit die Frage der Ernährung und des Genusses. In allem muß es heißen:„ Lieber wenig und gut." Schlechte Nahrungsmittel in großer Menge untergraben die Gesundheit und reichen in einen Mengen nicht aus Der Einwand darf nicht gelten, daß kein Geld für eine zweckmäßige Ernährung vorhanden sei, daß die Gemüse- Obst- Kost teurer sei als Fleisch. Das ist nur für eine kurze Zeit im Jahre richtig. Es liegt nur an der Kunst der Hausfrau, die Gerichte abwechslungsreich zu gestalten, und diese Kunst sollte doch noch nicht der Bergangenheit angehören. Dabei bietet die Stadt an Obst und Gemüsen oft eine größere Auswahl, als das Land. Nur Ueberlegung und Sorgfalt in der Zuberei tung ist hier außerordentlich wichtig. Für die Menschen, die gezwungen sind in Gaststätten zu essen, ist es noch sehr schwierig, sich fleischlos oder fleischarm zu ernähren. Auch hier sind Besserungsbestrebungen im Gange. Es gibt bereits in vielen Städten Restaurants, die besondere Diätformen anbieten, und je mehr die Gäste fleischlose Gerichte verlangen, desto schneller werden die Wirte sich danach richten. Wenn wir aber immerhin das Mittagessen unange tastet lassen, so ist es doch ein leichtes, zum Frühstüc und Abendbrot das Fleisch zu meiden. Lassen wir Wurst und Schinken beiseite und legen statt dessen Radieschen, Rettig, Tomaten auf das Brot. Oder wir essen das einfache Butterbrot mit irgendeiner Frucht zusammen. Wie Pilze aus der Erde sind zahlreiche Broschüren erschienen, die diese Fragen eingehender behandeln. Sie entfalten eine segensreiche Wirkung zu gesundheitsgemäßer Lebensweise. Ein Wort über die Genußmittel. Muß schon ge= raucht und getrunken werden, so ist auch hier das Beste gerade gut genug. Die billigen Zigaretten und alkoholischen Getränke wirken geradezu verheerend auf die Boltsgefundheit. Sie wirken umso schädlicher, je ungesunder die Ernährung ist. Wenig, aber gut!" Das ist der Leitfaz für eine gefunde Lebensweise und die Befreiung von der Arzneipsychose, die es zu überwinden gilt. Peters Union Motorrad- u. Fahrrad- Reifen Trachtenfest in Schlik Sonntag, den 22. Juni 1930 1½ Uhr: Großer Trachtenzug( Schligerländer-, Schwäl3 " mer, Hüttenberger, Herbsteiner-, Oberhessische-, Kurhessische und Rhöntrachten, ca. 20 Festwagen.) 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