97r. 646 riminalital Verbleib Bohnungen er, je mehr, or. Dieles Familie fchweren erum durg aftliche 3 n, aus dem ustrie. in Luzern Cabriolet im als ichöniter Preis aus: Werkstätten Der Serien usländischer -enz des be einer unbe gewann die f einem je Beigitg mit und einem zten ersten größer wird Berggebieter Banderungen nbergen, den nd Ruinen, En Hochran dem Meere 1, den vielen Pforzhein dungswegen = 160 Tages Marjchzeiter enthält eine nland", di Hohenzollen ahren imma - Klublebe anden- und " Besorger Ten Sie über rschrift eines strier chophen am mer hera til der Ki 1. Der pools willfommen in Gießen. RIECK er ch erbe, rufe, e etc. SEN on 父 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Sahrg. Bolitische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Der Zoll für Erbsen. des Zolltarifs wurde für Speiscerbsen auf 15 RM, für Futtererbsen auf 4 RM für einen Doppelzentner festgesetzt. In der Frage des Angestelltencbbaues in der Berliner Metallindustrie hat der Arbeitgeberverband dem Vorschlag des Reichsarbeitsministeriums zugestimmt. Der Schiedsspruch im Manteltarif der oberschlesischen Eisenhütten ist für verbindlich erklärt worden. Die Reichsregierung ist bereit, der finnischen Regierung ein Kontingentabkommen für die finnische Butter- und Käseeinfuhr nach Deutschland anzubieten. Die deutsch- dänischen Verhandlungen über die deutschen Sperrmaßnahmen an der dänischen Grenze wegen der auf däni: schem Gebiet herrschenden Maul- und Klauenseuche werden am Mittwoch beginnen. Federführend für Deutschland sind in dieser Angelegenheit das Reichsinnenministerium, das Reichsgesundheitsamt und das preußische Landwirtschaftsministerium. Die Königsberger Meldungen über eine neue polnische Grenzverlegung werden von zuständiger Stelle bestätigt. Die Reichs: regierung wird wegen der Angelegenheit in Warschau vorstellig werden. Wie aus Moskau gemeldet wird, wurden in den letzten Tagen von kommunistischen Jugendorganisationen bei russischen und armenischen Geistlichen in Moskau und in der Umgebung unter dem Vorwand der Suche nach Silbergeld Haussuchungen vorge: nommen, wobei Kirchengeräte beschlagnahmt wurden. Nur bei einem Geistlichen wurden einige Rubel Silbergeld gefunden. Der Geistliche wurde sofort verhaftet und verschickt. In der gestrigen Vollsigung des Internationalen Studentenverbandes fam es durch die Behauptung eines polnischen Vertretets, die deutsche Studentenschaft sei ein nationalistischer Klub, der keine fachliche Arbeit auf internationalem Gebiet leiste, zu cinem Zwischenfall, der dadurch verschärft wurde, daß der deuten Abordnung, die diese Behauptung zurückweisen wollte und das Wort zur sofortigen Erwiderung verlangte, von dem französischen Präsidenten das Wort entzogen wurde. Die deutsche Abordnung verließ unter Protest die Versammlung. Ob sie weiter dem Kongreß beiwohnen wird, hängt von den heutigen Verhandlungen ab. Wie aus Moskau gemeldet wird, haben sich verschiedene Sowjet- Organisationen an den Schriftsteller Maxim Gorki gewandt mit der Bitte, in die Sowjetunion zurückzukehren. Gorki, der zur Zeit in Sorrent wohnt, hat zugesagt, noch in diesem Jahre in die Sowjetunion zu kommen. Voraussichtlich wird er jedoch nur für einige Wochen nach Rußland fahren. Verbot von Auf- u. Umzügen u. Durchmärschen nationalsozialistischer und kommunistischer Organisationen. Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 20. August 1930 durch den Ausschank von sonstigen geistigen Getränken am Sonntag, den 14. September, in den Abendstunden eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung eintritt, bleibt es den Ortspolizeibehörden unbenommen, einen früheren Beginn der Polizeistunde festzusetzen. Es wäre empfehlenswert, wenn die anderen Länderregierungen diesem guten Beispiel Preußens folgten. Eine Hilfe, die feine ist. Am 1. August ist in Berlin die„ Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten, A. G." mit einem Aktienkapital von 150 Millionen RM und ausgewiesenen Reserven im Betrag von 105 Millionen Reichsmark gegründet worden. Zweck der Gesellschaft ist, die Errichtung und den Ausbau wertschaffender Anlagen durch Aufnahme von Anleihen und Darlehen im In- und Auslande und die Gewährung von Darlehen im Inland an öffentlich- rechtliche oder gemischt- wirtschaftliche Unternehmungen zu fördern. Der Herr Minister des Innern hat auf Grund des Art. 123 Abs. 2 der Reichsverfassung und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung für das Gebiet des Volksstaates Hessen alle mit Kraftfahrzeugen, Fuhrwerken oder Fahrrädern erfolgenden Auf- und Umzüge, Durchmärsche und Sammeltransporte von Mitgliedern und Anhängern nationalsozi alistischer und kommunistischer Organisationen verboten. Die Maßnahme gründet sich auf die Tatsache, daß bei Umzügen und Ueberlandfahrten der genannten Parteien Belästigungen der friedlichen Bevölkerung, Ueberfälle auf Andersdenkende wiederholt zu verzeichnen waren. Es hat sich gezeigt, daß insbesondere bei Umzügen ortsfremder Gruppen die Benutzung schneller Beförderungsmittel insofern einen Anreiz zu Ausschreitungen bietet als die Rechtsverletzter glauben, sich einem polizeilichen Zugriff leicht und rasch entziehen zu können. Die Polizeibehörden sind angewiesen, das Verbot mit allen polizeilichen Mitteln nachbrücklichst durchzuführen und gegen Zuwiderhandlungen rückichtslos einzuschreiten. Da es sich bei Zuwiderhandlungen um den Tatbestand des Landfriedensbruchs handelt, wird eine Ueberchreitung des Verbots schwere Strafen im Gefolge haben. Das Reich ist an diesem Unternehmen, das mit Anleihen und Darlehen arbeitet, maßgebend beteiligt. Die Gründung soll einen schöpferischen Gedanken auf dem Gebiet der Arbeitsbeschaffung vortäuschen. Wer sich wirklich täuschen läßt, denkt nicht daran, daß der Staat oder ein staatlich unterstütztes Institut nicht mehr geben kann, als diese in Form von Steuern und an= deren Abgaben dem Staat zuführen oder zugeführt haben. Sch. Politisierter Rundfunk. Ende Juni dieses Jahres wurde durch den hannoverschen Rundfunk unter Anschluß an sämtliche Noragsender des Hauptsenders Hamburg und an die Deutsche Welle Königswusterhausen eine Rede des sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Brey- Hannover zum vierzigjährigen Jubiläum des Fabrikarbeiterverbandes verbreitet. Es war eine mit parteipolitischen Tendenzen stark gewürzte Festrede, die ein großer Teil der Rundfunkhörer mit anhören mußte. Dieser Umstand veranlaßte, wie die Deutsche Bergwerks- Zeitung" Dom 2. August 1930 schreibt, den Syndikus des Verbandes der Hausund Grundbesiher- Vereine ver Proving Hannovce, Bürgervoer steher Niebuhr, an die Norag in folgendem Sinne zu schreiben: ,, Die Verbreitung einer Rede des Genossen Brey, M. d. R., anläßlich des vierzigjährigen Jubiläums des Fabrikarbeiterverbandes in Hannover veranlasse ihn, an die Norag in Hannover die Frage zu richten, ob nicht auch ihm einmal der Rundfunk zur Verfügung gestellt werden könne zu einem sachlichen, parteipolitisch neutralen Vortrage über„, Lebensfragen des Haus- und Grundbesitzes" oder über das Thema ,, Der Haus- und Grundbesitz als Steuerquelle für Reich, Staat und Gemeinde" oder über„ Notwendigkeit des Ueberganges zur freien Wirtschaft im Wohnungswesen". Jm niedersächsischen Wirtschaftsgebiete würden sicherlich über hunderttausend dem Rundfunk angeschlossene Hauseigentümer der Norag für die Zulassung eines derartigen Vortrages dankbar sein." ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Zunächst antwortete die hannoversche Noragstelle, daß sie den Antrag zuständigkeitshalber nach Hamburg weitergeleitet habe. Einige Tage später ging von Hamburg ein Ablehnungsschreiben ein, in dem es heißt:„ Wir bedauern, von Ihrem freundlichen Anerbieten keinen Gebrauch machen zu können, da wir augenblicklich derart mit Material überlastet sind, daß wir in absehbarer Zeit keine neuen Verpflichtungen eingehen können." Die Norag ist also vorsichtig, indem sie die Ablehnung mit Materialandrang begründet, anstatt direkt zu antworten, der unter sozialdemokratischem Einfluß stehenden Rundfunkleitung sei ein Vortrag, in dem über die Entrechtung des Haus- und Grundbesitzes und den starken Realsteuerdruck berichtet werde, unerwünscht. Vor einigen Jahren, als in Bremen der Zentralverbandstag Deutscher Haus- und Grundbesitzervereine stattfand, hatte die Norag die Verbreitung des Referates des Würzburger Universitätsprofessors Dr. Pesl abgelehnt. Dagegen wurde Anfang Juni dieses Jahres die Rede des Wohlfahrtsminister Hirt: siefer auf der Deutschen Tagung für Wohnungswesen, in der er von der Notwendigkeit einer Verlängerung der Wohnungszwangswirtschaft um fünf Jahre sprach, den Rundfunkteilnehmern brühwarm übermittelt, ohne das der Haus- und Grundbesitz in Anbetracht des Rundfunkmonopols der Reichspost - Branntweinverbot am Wahltag in Breußen. die Möglichkeit hatte, mit einigen bitteren Wahrheiten daWie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, wird in der nächsten Nummer der preußischen Gesetzsammlung eine von dem preußischen Minister des Innern erlassene Bekanntmachung veröffentlicht werden, durch die für den Bereich des Landes Preuben anläßlich der Wahlen zum Reichstag der Ausschank von Branntwein und der Kleinhandel mit Trinkbranntwein für Sonntag, den 14. September 1930, verboten wird. Das Verbot des Kleinhandels mit Trinkbranntwein trifft auch den Fall, daß dieser in verschlossenen oder versiegelten Flaschen abgegaben wird. Der Minister hat alle Polizeibehörden ersucht, die Jinnehaltung dieser Vorschriften auf das strengste zu überwachen. Sofern an manchen Orten Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß zwischenzufunken! Der Hausbesih mußte sich deshalb zur Befanntgabe einer scharfen Gegenerklärung der Tages- und Fachpresse bedienen. Nummer 66 ., Sozialisierter" Wohnungsbau in Rußland. Eine der ersten Taten der bolschewistischen Revolution war die Aufhebung des Privateigentums an Grund und Boden. Darauf folgte das Dekret vom 20. August 1918 über die ,, Aufhebung des Privateigentums an Immobilien in den Städten". Damit waren die Hausbesitzer endgültig enteignet und nur ganz kleine Wohnungen verblieben den bisherigen Eigentümern. Die Großwohnungen, Villen und Paläste wurden zwangsweise geräumt und aller Wohnraum auf den Kopf der Bevölkerung errechnet und aufgeteilt. So glaubte man in Sowjetrußland das Wohnungselend besiegt und beseitigt zu haben. Damit aber die„, Sozialisierung" vollständig sei, wurde durch Dekret vom 27. Januar 1921 der Mietzins, wo solcher überhaupt noch bezahlt wurde, mit einem Schlage abgeschafft. Das Wohnungsparadies für Mieter, soweit von Mietern noch geredet werden fonnte, war vollkommen. Serbische Waffendrohung gegen Ungarn und Bulgarien. Belgrad, 19. August. Die„ Novisti" veröffentlich einen Artikel aus Veldes, wo sich gegenwärtig der südslawische Hof, die Minister und das diplomatische Korps aufhalten. Der Artikel beruft sich auf Informationen von unterrichteter Seite und fündigi gegen Bulgarien Waffengewalt an, falls die Habsbur ger Frage und die Frage des mazedonischen Komitees nicht in befriedigender Weise gelöst würden. Nun trat aber etwas ein, womit die Schöpfer dieses Wohnungsparadieses nicht gerechnet hatten: die Häuser zerfielen rapid! Kein Mensch hatte ein Interesse an der Erhaltung und Pflege. Man riß von den Häusern ab, was gerade gefiel, und bald be= fanden sich die meisten in einem derartigen Zustand, daß nicht einmal die Kosten einer Reparatur mehr lohnten. Nach der Wohnungszählung vom Jahre 1923 mußten rund 12 Prozent aller Häuser für unbewohnbar erklärt werden. Den Sowjets kam die Erkenntnis, daß es so nicht weitergehen dürfte, sollte nicht bald das letzte Haus zerfallen. Mit der neuen ökonomischen Politik( NEP.) wurde nicht nur der Mietzins wieder eingeführt, sondern auch die im ersten Rausch der Revolution ,, kommunalisierten" Häuser zum großen Teil wieder ,, entkommunalisiert". Alle Häuser mit weniger als fünf Wohnungen wurden den alten Besitzern zurückgegeben. benn bie Im Jahre 1923 besannen sich die Sowjets darauf, daß der Sowjetstaat auch Häuser bauen müsse. Man ging an die Wiederherstellung der alten und den Bau von neuen Häusern. Die Wohnungsnot stieg indessen weiter und nahm besonders in Moskau und Leningrub tutustinphule Formen un, Wohnungsnot wuchs schneller als die im Bau befindlichen Häuser. Die Bevölkerung der Städte nahm jährlich durchschnittlich um 6 Prozent zu, aber nur 3 Prozent neuer Häuser wurden erstellt. Man war gezwungen, eine nochmalige Aufteilung des Wohnraumes vorzunehmen und die schon überfüllten Wohnungen wurden mit immer neuen Parteien belegt, während in Deutschland auf 100 Wohnungen zur Zeit der größten Wohnungsnot 107,2 Familien tamen, entfielen in Rußland cuf 100 Wohnungen durchschnittlich 167,7 Familien; doch ist das Verhältnis in den großen Städten weit schlimmer. Es tamen in Moskau durchschnittlich auf jede Wohnung 3, in Leningrad 2½ und in Charkow 2 Familien. Die Wohnungsnot stieg weiter trotz aller Dekrete. Um Geldmittel für den Bau staatlicher Wohnungen zu bekommen, wurde in den Jahren 1927 und 1928, also zweimal hintereinan der, der Mietzins erhöht. Am 8. Januar 1928 verfügte das Exekutivkomitee, daß fortab die Mieten so berechnet werden mußten, daß jedes Defizit bei der Bewirtschaftung der Häuser ausgeschlossen sei. Trotzdem fehlten die nötigen Mittel, um durch Neubauten der Wohnungsnot zu steuern. Bereits durch Dekret vom Jahre 1923 war der private Wohnungsbau wieder zugelassen worden. Der Anteil der privaten Bauherren an den Neubauten betrug in den Jahren 1924 bis 1928 weit über die Hälfte allen Wohnraumes. Am 28. August wurde durch Defret nicht nur russisches, sondern auch ausländisches(!) Kapital unter Zusicherung besonderer Vergünstigungen ermuntert, Wohnhäuser zu bauen. Alle verlangte Bodenfläche wurde freigegeben und die darauf erstellten Häuser sollen in der Bewirtschaftung der privaten Bauherren bleiben. Die staatlichen Mietsäge fallen bei diesen Neubauten weg, und die Bauherren haben das Recht der freien Vermietung und des Abschlusses von Mietverträgen. Auch dürfen die Kommunen zwangsweise teine Einquartierun gen vornehmen. Sogar die Grundsteuer wurde den privaten Bauherren erlassen, und ihre Erben brauchen keine Erbschaftssteuer von diesen Neubauten zu zahlen. Mit diesem letzten Dekret ist der Bankerott der bolschewistischen Wohnungswirtschaft besiegelt. Das kommunistische Wohnungsparadies ist ausgeträumt und an die Stelle der ,, sozialisierten" Wohnungswirtschaft tritt wieder der private Hausbesitzer. Wieder zwei tote Kinder in Lübeck. In der Nacht zum Dienstag sind in Lübeck wiederum zwei Kinder, bei denen das Calmette- Präparat Anwendung fand, gestorben. Die Zahl der Toten beläuft sich nunmehr auf 67, frank sind immer noch 53 Kinder. Franz Josef- Denkmal. Innsbrud, 19. 8. Jn Innsbruck wurde aus Anlaß der Feier des 100. Geburtstages Kaiser Franz Josefs auf dem Berge Jsel ein Denkmal des alten Kaisers enthüllt, das vom Verband der Tiroler Kaiserjäger gestiftet wurde. An der Feier nahmen auch Mitglieder des Hauses Habsburg, sowie zahlreiche Generale und andere Offiziere der alten Armee teil. Mittwoch, den Mittwoch, den 20. August 1930. Zur Kündigung des Lohnabkommens im Ruhrbergbau. Beendigung des belgischen Bergarbeiterstreits. Schadensersatzklage der Werksbesitzer. ,, Gießener Zeitung" zent herabgesetzt worden. Im gesamten Wirtschaftsleben ist es üblich, bei Zahlungsverzug Zinsen zu berechnen zu einem Satz, der höchstens 1 Prozent über dem amtlichen Reichsbankdiskontfuß liegt. Würde ein Lieferant seinen Kunden 10 Prozent Verzugszinsen zu berechnen sich erlauben, so würde er unvermeidlich wegen Wucherzinsforderungen angeprangert werden. Die Finanzämter hingegen berechnen unentwegt diesen hohen Zinssatz weiter, ohne Rücksicht darauf, wie hoch der Reichsbanldiskontfuß ist. Es ist allerhöchste Zeit, daß hier Aenderungen getroffen werden. Jeder ehrbare Kaufmann wird bestrebt sein, seine Steuerverpflichtungen terminmäßig zu erfüllen; kann er nicht, so werden fast ausnahmslos die widrigen Wirtschaftsverhältnisse bezw. die langsame Regulierungsweise seiner Kunden die Ursache sein. Es ist unbillig, von ihm höhere Verzugszinsen zu fordern, als er von seinen Schuldnern verlangen kann. Die augenblicklichen Zinsforderungen von 10 Prozent stellen also für den Steuerzahler bei Zielüberschreitungen eine ausgesprochene Strafe dar, die der ohnehin schon auf das schwerste kämpfende Wirtschaft eine weitere Last auferlegt. Hoffentlich befassen sich recht bald die wirtschaftlichen Verbände einmal mit Sch. dieser Angelegenheit. Nr. 66. Erge Kurheffen C GC. 03 R FC. Eichw FC. Grone BFR. 07 L Odershauf Alsfeld 1. Wallau 1. Well. Sp Herborn 1 Wetter 1. Burg 1. Gladenbad Wommelst Laasphe 1 Chringsha Großen- By Boruffia FC. Groß Germania Gesamterlös für ihre Erzeugnisse sehr gering ist. In der Zigarettenindustrie waren nach der letzten Berufszählung nur rund 34 000 Arbeiter, in den Brauerei- und Mälzereibetrieben rund 73 000 Arbeiter beschäftigt. Die Zahl der in den Bran itmein brennereien beschäftigten Arbeiter ist nach der Statistik der U1;- fallberufsgenossenschaft auf rund 20 000 zu veranschlagen. Bei der Herstellung der vorgenannten Genußmittel im Werte von 8-9 Milliarden Mark im Kleinverkauf werden also zusammen nur rund 128 000 Arbeiter beschäftigt, während nach der letzten Berufsstatistik z. B. in der Textilindustrie rund 1210.000, im Baugewerbe rund 1513 000 Arbeiter beschäftigt waren. ,, Für die durch Einschränkung des Konsums der vorgenannten Genußmittel etwa entbehrlich werdenden, nicht sehr zahlreichen Arbeiter" folgert Prof. Boldt- ,, würden sich daher in anderen Industrien, die im Verhältnis zum Gesamterlös ihrer Erzeugnisse eine viel größere Zahl von Arbeitern beschäftigen als Zigarettenfabriken, Brauereien und Brennereien, leicht andere Erwerbsmöglichkeiten finden.... Wenn nur ein Drittel von den jetzt für entbehrliche Genußmittel ausgegebenen Geldbeträgen fünftig für den Wohnungsbau Verwendung fänden, würde die große Wohnungsnot, unter der jetzt Hunderttausende von Familien leiden, rasch beseitigt sein.... Ein stärkerer Wohnungsbau würde auch zahlreichen Gewerbezweigen und ihren Arbeitern Beschäftigung und Verdienst bringen." Man wird sich der Richtigkeit solcher Schlußfolgerung nicht entziehen können Sch. Was man in vielen Zeitungen nicht liest. Vor wenigen Wochen brachten fast alle Zeitungen ausführliche Berichte über die energische Rede des Reichsfinanzministers Dietrich, die er in der letzten Sitzung des aufgelösten Reichstag hielt. Seine Gegenüberstellung von Interessenten und Bürgern wurde immer wieder zitiert. Nur wenige Zeitungen brachten auch den vorletzten Satz dieser temperamentvollen Angriffe. Reichsfinanzminister Dietrich sagte damals: Bochum. Bei den Erörterungen über die angestrebte Neuregelung der Lohnordnung im Ruhrbergbau wird man die Verhältnisse in den ausländischen Bergbaurevieren nicht unberücksichtigt lassen dürfen. Neben dem britischen und polnischen Steinkohlenbergbau macht sich für den Ruhrbergbau in der Nachkriegszeit namentlich auch die Konkurrenz des belgischen und holländischen Bergbaues sehr unangenehm fühlbar. Während die Förderung des belgischen Steinkohlenbergbaues von 22,8 Millionen Tonnen in 1913 auf rund 27 Mill. To. in 1919 oder um 18 Prozent gestiegen ist, weist der holländische Steinfohlenbergbau sogar eine Steigerung von 1,9 Mill. To. in 1913 auf 11,6 Mill. To. in 1929 oder um 500 Prozent auf. Ueber die Verhältnisse des belgischen Kohlenbergbaues bringt das Or gan des Alten Bergarbeiterverbandes,„ Die Bergbauindustrie", in seiner neuesten Ausgabe eine Zuschrift aus Kreisen des belgischen Bergarbeiterverbandes, die zurzeit besondere Beachtung beanspruchen darf. Die belgische Bergbauindustrie befindet sich danach, wie in allen Ländern, in einer schweren Krise. Die Haldenbestände sind seit Dezember 1929 um 300 000 To, auf 1% Mill. To. angewachsen. Nach Angabe des belgischen Bergarbeiterverbandes wurden im Laufe des Jahres 1929 zweimal Lohnerhöhungen um insgesamt 9 Prozent erreicht. Die Lohnfrage wurde nun so geregelt, daß der Verband sich mit einer Kürzung der Löhne um 9 Prozent ab 1. Juli einverstanden erklärte. Ein Teil der belgischen Bergarbeiter war mit dieser Lohnherabsetzung nicht einverstanden und trat entgegen den Regeln des Verbandes in den Ausstand. Die Besizer beriefen daraufhin die Streifenden vor den Schiedsrichter, um die Arbeitsverträge zu lösen. Außerdem verlangten sie Ersatz aller durch den Streik erlittenen Verluste, die sich je nach der Zahl der beschäftigten Arbeiter auf 80 000 bis 100 000 Fr. beliefen. Der Schiedsrichter mußte nach dem Gesetz von 1910 über den Arbeitsvertrag die Arbeiter zum Ersatz dieser Verluste verurteilen. Die Streifenden gingen nun auch gegen die Schadensersatzansprüche vor und verleiteten auch die Arbeiter vieler anderer Zechen zum Streik, so daß die Zahl der Streifenden auf ungefähr 15 000 stieg. Die Verbandszentrale berief jetzt eine neue Versammlung, in der beschlossen wurde, den geforderten Schadensersatz zu zahlen und sich an den Gouverneur um Schlichtung der Streitigkeit zu wenden. Es wurde eine Schlichtungskommission gebildet, von der die Wiederaufnahme der Arbeit vorgeschlagen wurde, worauf der Streif auch sofort abgebrochen wurde. - ,, Den Deutschen, die heute noch für soviel Milliarden Mark Tabak und Bier verzehren, wird man auch noch zumuten kön= nen, daß sie ein solches Loch im Reichsetat zu stopfen imstande sind. Die Frage ist jetzt die, ob wir Deutsche ein Haufen von Interessenten oder ein Staatsvolk sind." Warum brachten so wenige Tageszeitungen den Schlußgedanken im vollen Wortlaut? Es geschehen noch Wunder! Die Newyorker Lebensmittelhändler von Verbrechern terrorisiert. Newyork, 19. August. Eine behördliche Untersuchung der Lebensmittelpreise in Newyork hat ergeben, daß die Kleinhändler von organisierten Verbrecherelementen( Racketeers) terrorisiert werden, damit sie die von diesen diktierten Lebensmittelpreise beibehalten. Einzelne Händler sind mit Vernichtung ihrer Vorräte, ja sogar mit dem Tode bedroht worden, sobald sie Miene machten, die Preise selbst festzusetzen. Die Racketeers bestachen in vielen Fällen die Lastkraftwagenführer der Lebensmittelhändler, die durch Drohungen die Händler zwangen, die diktierten Preise zu verlangen. Neustadt a. D. zählt 3000 Einwohner, die kürzlich vor der Bürgermeisterwahl standen. Der einzige vorgeschlagene Kandidat war der praktische Arzt Dr. Weig, der einstimmig, von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken, d. H. von den Nationalsozialisten bis zu den Kommunisten zum Bürgermeister gewählt wurde. Das klingt schon unglaublich genug. Noch unglaublicher flingt aber folgendes: Der neugewählte Bürgermeister hat sich nach der Wahl entschlossen, in Anbetracht der schwierigen Finanzverhältnisse der Stadt rückwirkend ab 1. April auf sein Bürgermeistergehalt in Höhe von 1000 Mark zu verzichten. Man ist fast versucht zu glauben, daß Neustadt a. D. nicht in Deutschland liegt. Aus den Mitteilungen des belgischen Vergarbeiterverbandes ist weiter bemerkenswert, daß in Verbindung mit der Lohnfürzung eine Neuregelung der Pensionssätze eingetreten ist. Als Beispiel wird angeführt, daß ein Arbeiter von 55 Jahren, der 30 Jahre gearbeitet hatte, nach der alten Regelung einen jährlichen Pensionsanspruch von 3600 Fr. und nach der neuen Regelung von annähernd 8000 Fr. 940,80 Mt. hat. Diese Neuregelung jou am 1. Januar 1931 in Kraft treten( im Ruhrborgbau beginnt der Pensionsanspruch bereits mit 50 Jahren, wenn der Bergmann 25 Jahre im Bergbau gearbeitet und dabei min= destens 15 Jahre wesentlich bergmännische Arbeiten verrichtet hat. Wucherzinsen der Finanzämter. Kampf gegen Altoholmißbrauch und Arbeitslosigkeit. 05 Götting Gau Gießen- We Gotten 1 Sajotten 2 Grünberg VfB. Gie VFB. Gief Steindorf Bijfenberg Burgiolms Büblingsh Leun Hermanni Oberbiel Steinberg Jugend: Großen- B Burg 1. Friedberg Lollar 1. Gan Marburg: Wetter 2 Erdhause Wommel Dreihaus Dreihau Wehrda Wehrda Hestem Dreiha Garna Jugend: Glade Wala Millionenbetrug mit Juwelen mißglückt. Hanau. Ein von zwei Berlinern in Hanau versuchter, großzügig angelegter Betrug ist mißglückt. Die Hanauer Kriminalpolizei hat zwei aus Berlin zugereiste Personen festgenommen, die den Versuch gemacht hatten, von einem Hanauer Bijouterie fabrikanten Juwelen im Werte von etwa einer Million Mart angeblich gegen Kasse zu kaufen. Sie brachten während der Verhandlungen vor, daß das Geld in Berlin bei einem Notar sicher: gestellt sei, und verlangten, daß die von ihnen ausgesuchten Juwelen auch nach Berlin gebracht würden, woselbst sich der endgültige Kaufabschluß vollziehen solle. Zu den Verhandlungen zog der Haupttäter, der 34 Jahre alte Juwelenhändler May Schwarzenberger, wohnhaft in Berlin, auch noch einen Genossen aus Pforzheim hinzu, den er als Bankdirektor aus Berlin und als Geldaeber vorstellte. Um den Fabrikanten in Sicherheit zu wiegen, wurde eine gefälschte Bescheinigung vorgelegt, wonach bei einem Berliner Rechtsanwalt 100 000 Mart, eventuell mehr, zur Verfügung ständen. Eine Anfrage in Berlin ergab, daß bei dem Rechtsanwalt kein Pfennig für Juwelen sichergestellt war, und daß es sich um einen groß angelegten Schwindel handle. Von den beiden Personen, die dem Gericht zugeführt wurden, wurde Schwarzenberger in Haft behalten, während der andere vorläufig auf freien Fuß gesetzt worden ist. Schwarzenberger hat bereits im Jahre 1928 in Hanau einen gleichartigen Schwindel versucht, wobei sich ergab, daß er damals noch von einer anderen Behörde wegen Betrugs gesucht wurde. Uns wird geschrieben: Das Schreckgespenst weiterer Erhöhung dor Mrhoitelosigkeit angesichts der umgehenden Erörie rungen der Getränke- und Tabaksteuerfrage beschäftigt begreiflicherweise manche Gemüter. Es ist schon wiederholt von Sachkundigen darauf hingewiesen worden, daß zu solchen Befürch= tungen in Wahrheit kaum ein Anlaß ist. So schrieb kürzlich Oberreg.- Rat a. D. Prof. Dr. Boldt in einem Artikel in den ,, Westfälischen- Neuesten- Nachrichten", Bielefeld, die Frage, ob durch eine weitere Einschränkung des Verbrauchs von Tabak und geistigen Getränken eine erhebliche Steigerung der Arbeitslosigkeit verursacht würde, sei zu verneinen, weil die Zahl der in der Zigarettenindustrie und in den Brauerei- und BrennereibeDie Finanzämter berechnen heute für verspätet eingehende Steuerbeträge bis zu 10 Prozent Verzugszinsen, ein Satz, der schon an die unsäglichen Inflationsjahre erinnert. Es ist beinahe unbegreiflich, daß die Wirtschaft hiergegen nicht schon längst Einspruch erhoben hat. Der Reichsbankdiskont ist auf 4 Pro-| trieben beschäftigten Arbeiter im Verhältnis zu dem hohen Fördert die Junghandwerkerbewegung! Schon darum ist sie bestrebt, sich mit dieſer Moderne mehr Von Syndikus Dörgeloh, Berlin. | maßen ein Streit um das Drganisationsprinzip bestand. Man sieht auf der einen wie auf der anderen Seite ein, daß beide Arbeitsgebiete sich notwendig ergänzen. Die zwischenberufliche Junghandwerkerbewegung bildet, wo nur irgend möglich, Fach gruppen und die fachliche Bewegung des Junghandwerks be schäftigt sich auch mit allgemeinen Fragen. Es geht ja schließ lich auch nicht um ein Prinzip, sondern es geht um das Junghandwerk, das einen erfreulichen Ernst für seine Sache bekundet. Und doch fehlt es noch an vielen, vielen Stellen an dem sogenannten Anstoß und auch um Hilfe in der Führung. Der Reichsverband des deutschen Handwerks, der ebenfalls mit Interesse die Angelegenheiten des Junghandwerks verfolgt, fann als Spitzenverband die örtliche und regionale Sammlung aber nicht im einzelnen fördern. Hier müssen die Handwerks kammern und die Innungen in gemeinsamer Arbeit einsehen; und zwar werden die Kammern und die Innungsausschüsse zunächst die zwischenberufliche Sammlung mit ihren allgemeinen Aufgaben zu begünstigen haben und die fachliche Weiterarbeit den Innungen zu empfehlen. Schon darum ist sie bestrebt, sich mit dieser Moderne mehr auseinander zu setzen. Hierzu gesellt sich die politische Verworrenheit. Mit Begriffen wie konservativ, liberal, Demokratie und Sozialismus kann die Jugend nichts rechtes anfangen, weil sie sie nicht in ihrer praktischen Auswirkung kennt oder doch zum mindesten nur mangelhafte Erfahrungen hierüber hat. Es ist nur zu bekannt, daß das Verhältnis der Jugend zur Politik und besonders zu den Parteien, ein sehr ernsthaftes Problem in unserer Gesamtpolitik darstellt. Und sehen wir uns die zunehmende Radikalisierung politischer Extreme an, dann fällt nur allzu sehr auf, daß gerade die Jugend die Kerntruppe stellt. Es ist gewiß nicht die Aufgabe der Handwerksorganisationen, in dieser oder jener Weise parteipolitische Richtungen zu be günstigen, aber es kann wohl doch der Meinung Ausdruck gegeben werden, daß es Pflicht aller einsichtigen Kräfte des Handwerks ist, den Junghandwerkern zu helfen, ein Weltbild zu gewinnen, das sie vor den radikalen Illusionen bewahrt. Es geht zwar schon lange nicht mehr um das Schlagwort ,, Wer die Jugend hat, hat die Zukunft", sondern es geht darum, über die Interessen- Sphäre des einzelnen hinaus an der nahen und fernen Zukunft unseres Volkes zu bauen und zwar so, daß der Mittelstand in ihr einen lebensfähigen Raum behält. Es ist erstaunlich und erfreulich zugleich, wie schnell sich die Junghandwerkerbewegung im Deutschen Reich ausdehnt, obwohl von einer eigentlichen Propaganda für sie kaum die Rede sein kann. Der Gedanke der Junghandwerkerbewegung muß also einen gesunden Kern in sich bergen und wirklich der Zeit entsprechen. Selbst wenn man nichts unternähme, würde die Bewegung doch fortschreiten. Das berveist allein die Ausdehnung in der allerlegten Zeit auf Dstpreußen, Bayern, Württemberg und Mitteldeutschland. Bestimmt hat daran der vor einem Jahre errichtete deutsche Junghandwerkerbund in Hannover einen nicht unbedeutenden Anteil. Betrachtet man aber die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die politischen Verwicklungen in denen wir stehen, so dürfte es doch angebracht sein, wenn die deutsche Junghandwerkerbewegung mit allen tauglichen Mitteln gefördert wird. Es liegt sicherlich nicht in der Absicht der Junghandwerker, sich in ihrer Bildungsarbeit und in ihrer Sammlung von dem Althandwerk fernzuhalten. Wenn das bisher teilweise zu beobachten ist, so mag es wohl in erster Linie daran liegen, daß die ältere Generation keinen oder nur einen unzureichenden Führungs- und Hilfewillen bekundet hat. Da wir immer noch von dem Anfang der Bewegung sprechen können, läßt sich vieles nachholen. Und das ist der Sinn dieses Aufrufs. Das Althandwerk hat seine wirtschaftlichen Kenntnisse und Anschauungen im wesentlichen in der Vorkriegszeit bilden können und hat infolgedessen einen prächtigen Maßstab. Und nicht nur das, der Althandwerker sieht seinen Lebensabend schneller heranrücken, so daß er nicht mehr von dem Eifer beseelt ist, suchend um die Gestaltung der Dinge zu ringen. Anders geht es der Jugend des Handwerks. Sie sieht, wie auf der einen Seite der sogenannte Kapitalismus eine immer schärfere Konzentration der industriellen Wirtschaft begünstigt und vielfach der handwerklichen Produktion den Boden abgräbt. Und auf der anderen Seite stehen die Gewerkschaften, die als Förderer der Konsum- Genossenschaften ebenfalls bedrängend wirken. Vielfach liegen die Dinge so, daß eine Reihe von Handwerkszweigen gegenüber der Rohstoffwirtschaft oder auch gegenüber den verarbeitenden Industrien gleiche oder ähnliche Interessen haben, seien es Bäcker, Fleischer, Konditoren und Müller gegenüber der Getreide- und Viehwirtschaft und der Agrarpolitik schlechthin oder seien es Schmiede, Schlosser und Mechaniker gegenüber der Eisen- und Metall- Industrie und gegenüber den Maschinen- und Automobilfabriken oder seien es die Schneider gegenüber den Woll- und Baumwoll- Konzernen oder das Baugewerbe gegenüber mannigfacher Bedrängnis. Die Jugend kennt nicht mehr den freien Unternehmer als den herrschenden Wirtschaftstypus, sondern sie wächst gewisser maßen mit den Konzernen und der Monopolwirtschaft auf. Im allgemeinen fann man feststellen, daß die in allen Gegenden des Reiches schon bestehenden Junghandwerkerver eine eine Dreiteilung ihrer Arbeit haben: In Nordwestdeutschland und in Sachsen ist die zwischenberufliche Sammlung des Handwerks so weit vorgeschritten, daß es keiner wesentlichen Unterstüßung des Althandwerks mehr bedarf. Anders liegt es aber in allen anderen Gegenden des Reichs. Die fachliche Junghandwerkerbewegung hat sich erst stärker ausgewirkt in vier Handwerken, im Bäcker-, Schmiede-, Tischler und Schneider- Handwerk; bei den beiden letzten leider auch erst in unzulänglichem Maße. Von der Jungdeutschen Zunft, die junge Handwerker als Mitglieder aufnimmt, braucht in diesem Zusammenhange nicht gesprochen zu werden, da sie bei ihrer lebensreformerischen Einstellung ihre Werbearbeit selbst betreibt. Die Zeit ist dahin, wo zwischen der fachlichen und der zwischenberuflichen Junghandwerkerbewegung gewisser1. Vortragsabende über allgemeine Fragen, 2. Technische und fachliche Vortrags- und Arbeitsabende, 3. Kurse fachlicher Art und über Kalkulation und Buchführung, Rednerkurse und dergl. mehr. Germ St Wie steht Sportklub 03 gruppe) einwo 17. nur nach mannia. Ru Weiß unenija verein Rajjel hat bisher ni als Halbstür haujen den F ( beide aus de Helfen- Preuze BB. Gießen 1: 4( 1: 1). B über FV. H Heljen- Hersie rode fertigte mania Fuld irennten fid jchlug VB. 17. gegen FC Der Göttinge flub mit 8: 1 Es sei empfohlen, daß die Handwerkskammern, Innungs ausschüsse und Gewerbevereine entweder gemeinsam oder jeder für sich ein Arbeitsprogramm für die Förderung des Junghandwerks aufstellen. Danach wäre am zweckmäßigsten, in Frühherbst einen Vortragsabend( oder Sonntag) mit genügender Zeit zur Aussprache zu veranstalten. Das Thema oder die Themen ergeben sich von selbst. Diese Vorträge über allgemeine Themen im Zusammenhang mit dem Junghandwerk werden sich von selbst zu einer Dauereinrichtung ausgestalten. Und von selbst wird sich das Bedürfnis einstellen, daß die An= gehörigen gleicher Berufe sich zu fachlicher Arbeit sammeln. Hier werden Herren, die für die Gewerbeförderung arbeiten oder als Gewerbelehrer beruflich tätig sind, gern einspringen. Die Bildungstagungen, die schon vielfach und mit besonders erfreu lichem Erfolg für das Junghandwerk veranstaltet wurden, wer den eine Aufgabe der zukünftigen Arbeit sein. mit 9: 1( 3: heim mit 0: 7( 0: 0) gab am 17. nen wurde jchieden aus Währen fchaft ihre e Dom VfR. Am verg Sportvereins haftsjpiel un findlichen Te von Anfang mit dem Win Der 1. Halbze 2: 0 in Führun mit dem Win und fonnten war dem Spi Die Fuß Spieljahres Des Spielpro und B- Klajie batte folgen folms- B hausen- D Sanbenh neuem Spiel beiden Nach Die beiden für Bissenbe spricht dem Saifle gehör Blarer etw berben Nach Diefe Mann 271.66 En der Big trieben ru Bran is iftit de: U hlagen. St Werte То засти hbet let 210.000, en. 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August 1930. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Samstag, den 16. August 1930. Kurhessen Kassel SV. Kassel 1: 4( 1: 1) - Sonntag, den 17. August 1930. SC. 03 Kassel Hermannia Kassel 2: 1( 0: 0) FC. Eschwege Sport- Kassel 0: 7( 0: 0) FC. Grone - SpVgg. Göttingen 0: 0 VFR. 07 Limburg - Merkur Fim. 3: 0( 1: 0) Odershausen 1. Hessen 09 Kassel 1: 8( 1: 5) Alsfeld 1. 1900 Gießen 1. 3: 1 Wallau 1. VfB. Kurhessen Marburg 1. 3: 5( 1: 3) Wetzl. Sportv. 1./2. Dillenburg 1. 1: 1( 0: 1) Herborn 1. Germania Marburg 1. 2: 2 Wetter 1. - - - Frankenberg 1. 2: 2 Burg 1. Ginn 1. 7: 2( 4: 0) - Gladenbach 1. Germ. Marburg 2. 5: 1 Frohnhausen 1. 6: 2( 2: 0) Wommelshausen 1. Niederlaasphe 1. 5: 4( 2: 1) Laasphe 1. Ehringshausen 1. Großen- Bused 1. - - - Niedergirmes 1. 7: 1 Lollar 1. 1: 1( 1: 0) Borussia Fulda Hessen Hersfeld 2: 1( 2: 1) FC. Großalmerode Sportfreunde Kassel 9: 3( 2: 1) Germania Fulda Gelnhausen 16: 0(!!) 05 Göttingen Gau Gießen- Weglar: SC. Weende 9: 1( 3: 0) Schotten 1. 1900 Gießen 2. 0: 3. Schotten 2. Grünberg 1. - VfB. Gießen 2. VfB. Gießen 3. Steindorf 1. 1900 Gießen 4. 1: 0 1900 Gießen 3. 1: 0 -- Daubringen 1. 5: 4 Daubringen 2. 4: 1 Nauborn 1. 3: 2. Bissenberg 1. Biskirchen 1. 3: 3( 3: 2) Burgsolms 1. Aẞlar 2. 2: 3( 1: 1) Büblingshausen DJK. Weylar 3: 2 Leun Schwalbach 0: 1 - - Hermannstein Garbenheim 5: 4 Oberbiel - Niedergirmes 2. 2: 1 - Steinberg 1.- Niederohmen 1. 6: 0( 2: 0) Jugend: Großen- Bused 1.- 1900 Gießen 2. 2: 1 Burg 1. Sinn 1. 6: 0 Friedberg Sch. Butzbach Sch, 1: 0 Lollar 1. Gau Marburg: Wetter 2. - Lich 1. 3: 0( 2: 0) - Frankenberg 2. 8: 0 Erdhausen 2. Damm 1. 8: 1 Wommelshausen 2. Frohnhausen 2. 0: 4 Dreihausen 1. Friedensdorf 1. 2: 4( 2: 1) Dreihausen 2. Wehrda 1. Wehrda 2. - Hestem 1. - Dreihausen 3. - Bezziesdorf 1. 3: 1 Wolfgruben 1. 6: 2 VfB. Kurh. Marburg 3. 1: 5 Cappel 1. 2: 6( 0: 2) - Begiesdorf 2. 4: 1 Sarnau 1. Cölbe 1. 3: 2 Jugend: Gladenbach 1. Germania Marburg 1. 6: 0 Walau 1. VfB.-K. Marburg 1. 0: 3 Germania Marburg 2.- Niederofleiden 1. 2: 3 Streife durch den Bezirk. Wie steht es mit der Stärke der Bezirksliga- Vereine? Der Sportklub 03 wurde am 10. August von Sport Kassel( Südgruppe) einwandfrei mit 2: 3( 1: 3) geschlagen und gewann am 17. nur nach hartem Kampfe knapp mit 2: 1( 0: 0) gegen Hermannia. Kurhessen spielte am 10. in Essen gegen SchwarzWeiß unentschieden 3: 3( 1: 2), unterlag aber am 16. dem Spielverein Kassel mit 1: 4( 1: 1). Der Internationale H. Weber hat bisher nicht gespielt, wird aber bei den Verbandsspielen als Halbstürmer mitwirken. Hessen 09 schlug am 13. die Hessen- Preußen Kassel mit 5: 2( 3: 0) und am 17. in Odershausen den FV. mit 8: 1( 5: 1). Hermannia und Spielverein ( beide aus der Südgruppe) trennien sich am 10. mit 1: 3( 1: 0). BfB. Gießen unterlag am 10. den Germanen in Marburg mit 1: 4( 1: 1). Borussia Fulda( Südgruppe) siegte am 10. in Horas über FV. Horas mit 11: 2( 7: 1) und am 17. in Schlitz über Hessen- Hersfeld( Südgruppe) mit 2: 1( 2: 1). FC. Großalmerode fertigte die Kasseler Sportfreunde mit 9: 3( 2: 1) ab. Germania Fulda( Südgruppe) und FC. Rüdingen- Langendiebach irennten sich am 10. mit 1: 1( 0: 0). Die Spielvgg. Göttingen schlug VfB. Braunschweig am 10. mit 5: 3( 4: 2) und konnte am 17. gegen FC. Grone nicht mehr als 0: 0 herausholen, während der Göttinger SC. 05 am 10. in Eschwege gegen den Sportflub mit 8: 1( 3: 1) und am 17. in Göttingen gegen SC. Weende mit 9: 1( 3: 0) siegte; Weende hatte am 10. gegen VfB. Northeim mit 2: 3( 2: 1) verloren; Eschwege unterlag am 17. mit 0: 7( 0: 0) dem BC. Sport Kassel. BfB.- Kurhessen Marburg gab am 17. in Wallau ein Gastspiel, das mit 3: 5( 1: 3) gewonnen wurde. - - Aus Lollar. Lollar 1. 1: 1( 1: 0) Großen- Bused 1. Lollar 1. Jgd. Lich 1. Jgd. 3: 0( 2: 0) Während die 1. Mannschaft mit einem ehrenvollen Unentschieden aus Großen- Bused zurückkehrte, machte die Jugendmann schaft ihre Sache noch besser, indem sie die Jugendmannschaft vom VfR. Lich mit 3: 0 Treffern schlagen konnte. Steinberg Niederohmen 6: 0( 2: 0). Am vergangenen Sonntag weilte die 1. Mannschaft des Sportvereins 1925 Niederchmen in Steinberg zu einem Gesellschaftsspiel und mußte sich von den zur Zeit in guter Form befindlichen Teutonen mit obigem Resultat schlagen lassen. Schon von Anfang an entwickelte sich ein flottes Spiel. Steinberg, mit dem Wind im Rücken, konnte etwa 10 Minuten vor Schluß der 1. Halbzeit kurz nacheinander einsenden und dadurch mit 2: 0 in Führung gehen. Obwohl in der 2. Halbzeit Niederohmen mit dem Wind spielte, lagen die Teutonen dauernd im Angriff und konnten noch 4 weitere Tore erzielen. Schiri Böcher war dem Spiel ein gerechter Leiter. Weglar- Weilburger Brief. von E. K. Die Fußballer hatten am zweiten Sonntage des neuen Spieljahres 1930/31 prächtiges Sportwetter. Im Vordergrund des Spielprogramms standen die Zwischenrundenspiele der A.und B- Klasse des Kreis- Turn- und Sportfestes. Die A.- Klasse Biskirchen; Burghatte folgende Paarungen: Bissenberg solms Aßlar 2.; Steindorf- Nauborn. B- Klasse: Büblingshausen D. J. K.- Wetzlar; Leun- Schwalbach; Hermannstein Garbenheim; Oberndorf Freilossieger. Auf Bissenbergs neuem Spielplate gab es ein kleines Lokaltreffen. Zwischen den beiden Nachbarn und Rivalen. 120 Minuten lang lieferten sich die beiden Mannschaften ein erbittert Ringen. Halbzeit 3: 2 für Bissenberg. Ende 3: 3. Das Resultat ist gerecht und entAẞlar 2. 2: 3. Die erste spricht dem Spielverlauf. Burgsolms Hälfte gehörte dem Platzverein. 1: 1. Nach der Pause sind die Aßlarer etwas mehr im Vorteil. In Steindorf trafen sich die Nauborn. Defters haben sich beiden Nachbarn Steindorf diese Mannschaften schon gegenübergestanden und spannende - Kämpfe geliefert. Die Nauborner gewannen bisher sämtliche Spiele auf ihrem Plaze. Steindorf dagegen siegte auf ihrem Gelände. In der 1. Hälfte können die Steindorfer zwei Tore vorlegen. Nach dem Wechsel gleichen die Nauborner innerhalb 3 Minuten aus. Erst in der Verlängerung erzielen die Steindorfer im Anschluß einer Ede den Siegestreffer. Büblingshausen und D. J. K.- Weglar trafen sich auf dem Sportplatze des Klosterwaldes. Ein ausgeglichenes verteiltes Spiel sieht am Ende die Büblingshäuser als 3: 2 Gewinner. Eine Bombenüberraschung gab es in Leun. Hier zeigte sich der Neuling Schwalbach als ein sehr guter Gegner für die 1. von Leun. Der Neuling blieb 1: 0 Sieger. Nicht viel hätte gefehlt und das Spiel Hermannstein Garbenheim hätte eine große Ueberraschung gebracht. Die Garbenheimer überrumpelten in der ersten Halbzeit die siegessicheren Hermannsteiner glatt mit 4: 1 Toren. Erst nach der Pause findet sich Hermanstein und kann auf 4: 4 erhöhen. Die Verlängerung bringt Hermannstein den glücklichen 5: 4 Sieg. Die A- Klasse hat noch folgende Vertreter: Biskirchen, Bissenberg, Aẞlar 2., Steindorf, B.- klasse: Hermannstein, Büblingshausen, Schwalbach und Oberndorf. An Gesellschaftsspielen war der Spielbetrieb ruhig. Auf dem Sportplate an der Nauhornerſtr. in Wetzlar stand nur ein Spiel auf dem Programm. Wetzlarer Sportverein 1. u. 2. Dillenburg Liga. 1: 1. Die Gäste waren die Besseren. In Ehringshausen trafen sich Niedergirmes 1. Ehringshausen 1. Gute Freundschaft besteht zwischen diesen beiden Vereinen. Innerhalb 2 Jahren haben sich die Mannschaften 6 mal gegenübergestanden. Ehringshausen konnte 3 Siege erringen 3: 0, 1: 0 und 7: 1, Niedergirmes setzt demgegenüber ein Sieg mit 2: 0 Toren; 2 Spiele endeten Unentschieden 3: 3 u. 2: 2. Am Sonntag zeigte sich Ehringshausen wieder in Hochform. Die Niedergirmser, der neue Ligafreismeister, spielte unter Form und mußte eine hohe 7: 1 Niederlage einstecken. Oberbiel Niedergirmes 2. 2: 1. Verdienter Sieg des Platzvereins. Auf dem Sportfest in Hirschhausen weilten Bermbach und Nauborn 2. Die Nouborner 2. hatte einen Glanztag, denn in der B.- Klasse wurden Bermbach mit 1: 0 und Laubuseschbach mit 2: 0 aus dem Rennen geworfen. Auch in der A.- Klasse holte sich die Mannschaft durch einen 1: 0 Sieg gegen Bottum den Pokal. Aus Wetlar. Dillenburg 1. Weglar 1. u. 2. 1: 1( 0: 1) Da die Liga des W.Sp.V. in der vergangenen Woche 2 fchwere Spiele in Gießen hinter sich hatte, wodurch einige Spieler der Ruhe bedurften, spielte eine kombinierte Elf, welche die der ersten Dillenburgs nicht ganz gewachsen war. Das Resultat entspricht nicht dem Spielverlauf, denn Dillenburg hatte bedeutend mehr vom Spiel, erst gegen Schluß wurde W. überlegen und erzielte noch den Ausgleich. Kurz vorher hatte W. einen Elfmeter verschossen, der ihnen beinahe einen unverdienten Sieg gebracht hätte, Für den nicht erschienenen Schiri mußte Diez vom Platzverein amtieren, er war gezwungen bei einwandfreier Leitung 2 Spieler des Feldes zu verweisen. Hertstein vom Sp. V. M. und Keeper, Dillenburg, waren die ,, Uebeltäter". Auf dem Sportfest in Hirschhausen waren die Läufer Zerndt und Heberling vom W. Sp. V. erfolgreich. Zerndt gewann die 100, Heberling die 1000 und 5000 m. 3erndt startete außerdem am nachmittag in Manderbach, wo er ebenfalls die 100 m in 11,4 gewann. Bissenberg - Biskirchen 3: 3( 3: 2), trotz Verlängerung. Die Auslosung der Zwischenrundeſpiele um die Kreismeisterschaft der A.- Klasse und um die Plakette des Reichspräsidenten brachte obige beide Rivalen und Nachbarn zusammen. Vor etwa 500 Zuschauern standen sich beide Gegner auf dem neuen Spielplate in Bissenberg gegenüber. Ein hartnäckiges, äußerst spannendes und faires Spiel lieferten sich die 22 Akteure; jedoch wurden die Leistungen beider Parteien stark beeinträch tigt von einem heftigen Winde, welcher fast während des ganzen Spieles anhielt. Mit mächtigem Tempo beginnt das Spiel. Bist. Angriffsreihe ist in der 4. Minute gut durchgekommen. Wuchtig und unhaltbar schießt der Halblinke ein. 1: 0 für Bisk. Drei Minuten später gibt Biss.- Mittelst. einen Strafstoß an den Rechtsaußen, dieser flankt zum freistehenden Linksaußen, 1: 1 steht die Partie. Wieder sind die Biss. im Angriff und durch exaktes Zusammenspiel kann der Halbrechte von Biss. in die Torecke einschieben. 2: 1 für Bissenberg. Ausgeglichenes verteiltes Spiel, wobei sich vor beiden Toren brenzliche Situationen abspielen. Die beiden Hüter zeigten sich von der besten Seite; besonders der Bisk. hat das größere Pensum zu bewältigen und zeigt sein gutes Können. Die Bissenberger durch das überra gende können ihres Mittelläufer, welcher der beste Mann auf dem Plaze ist, leicht überlegen. Bisk. flinker Mittelst. hat sich in der 38. Minute fein durchgespielt. Mit dem Balle läuft dieser Spieler ins Tor. 2: 2. Jn der letzten Minute der ersten Hälfte kommt die Biss. rechte Seite schnell nach vorne. Drei Mann bewachen den Halbrechten, während der Rechtsaußen an ihnen vorbeiläuft und zum 3. Tore für Bissenb. einschießt. Halbzeit. Wiederum beginnt der Kampf mit flotten Angriffen beider Parteien. Gute und schlechte Leistungen hüben und drüben. Bissenb. ist etwas mehr im Vorteil. Die Bist. Verteidiger und Läuferreihe kämpfend aufopfernd. Bissenb. Stürmerreihe kombiniert und zeigt schöne Tricks, jedoch vermißte man den wuchtigen Torschuß. Anders ist es bei der Bisk. Stürmerreihe, mit äußerster Schnelligkeit geht es zum gegnerischen Tore, aus allen Lagen wird auf das Heiligtum geschossen. Die beiden kleinen Verteidiger und die Läuferreihe hatten eine schwere Aufgabe, welche sie mit Erfolg bestanden. Die Schußkanone von Biskir= chen, Bechhaussen, wurde von dem sehr gut spielenden rechten Biss. L. in Schach gehalten. Dieser Spieler läßt 8 Minuten vor der regulären Spielzeit seine Vereinskameraden im Stich. Eine Minute später läuft Bist. Rechtsaußen der Linie entlang, um= spielt zwei Gegner und flankt zur Mitte. 3: 3, Die Verlängerung von 2 mal 15 Minuten bringt beiden Mannschaften keinen Erfolg. Das Unentschieden entspr. dem Spielverlauf und ist gerecht. Schiri Pid- Löhnsberg war einer der Besten, welche bisher in -E. Kr. Bissenberg amtierten. Rund um den Marburger Schloßberg. FV. Ockershausen 1. Hessen 09 Rasse! 1. 1: 8 Trotz der langen Fußballsperre hatten sich nur ca. 300 3uschauer auf dem im guten Zustande sich befindenden Sportplag in Odershausen eingefunden. Hätte jedoch mancher gewußt, daß die einheimische Mannschaft ein solch klägliches Spiel vorführen würde, wie man es zu sehen bekam, so wären noch weniger Zuschauer dagewesen. Wenn auch in der Odershäuser Mannschaft die Spieler Naumann I und Diefenbach wir fönnen auch noch Peil anführen, fehlten, so muß eine Mannschaft eines Oberligavereins so viel Nachwuchs haben, daß fehlende Spieler durch fast gleichwertige ersetzt werden können. Dies war hier jedoch nicht der Fall. Wahrscheinlich hat auch der Verein Odershausen, wie so mancher Verein, während der Sperrzeit das Training vergessen. Dagegen sah es bei der Die Mannschaft Kasseler Mannschaft wesentlich anders aus. war gleich gut besetzt. Spielaufbau, Ballſtoppen, Ballabgabe, alles war der Mannschaft eigen, dazu noch äußerst flink. Auch Hessen 09 war gezwungen, zwei Lücken neu zu besetzen. Den Spielverlauf wollen wir weiter gar nicht erwähnen. Es sei nur in großen Zügen gesagt, daß die Gäste ständig überlegen [ pielten. Auch die einzelnen Umstellungen, die seitens Odershausen in der 2. Hälfte vorgenommen wurden, konnten daran nichts ändern. Die Mannschaft muß noch sehr viel lernen, Nr. 66. wenn sie bei den kommenden Spielen einigermaßen etwas zeigen will. Schiedsrichter Metzger- Biedenkopf gab sich wohl die redlichste Mühe, doch wäre es angebracht gewesen, wenn er schärfer durchgegriffen hätte. Gladenbach 1. Germania 08 Marburg 2. 5: 1. Gladenbach 1. Jgd. Germania 08 Marburg 1. Jgd. 6: 0(!!) Am Sonntag fam es in Gladenbach zu zwei interessanten Begegnungen. Im Spiel der ersten Mannschaften setzten sich die Gastgeber, dank ihrer Technik und Schnelligkeit von Beginn an durch und ließen sich das Spiel fast bis zum Schluß nicht aus der Hand nehmen. Germanias Stärke bestand in einem guten Verteidigungstrio einschließlich einem vorzüglichen Torwart. Das Spiel war durchaus fair. Es war dies ein Verdienst der beiden Mannschaften, denn der Schiedsrichter, ein Herr aus Wommelshausen, konnte nicht immer gefallen. Mit einem sensationellen hohen 6: 0- Sieg setzte die Gladenbacher Jugendmannschaft ihren Siegeszug fort. Die gewiß nicht schlechten Germanen- Jugendlichen waren dem großen Elan und der Schnelligkeit der Gladenbacher auf die Dauer nicht gewachsen und mußten eine etwas zu hohe Niederlage einstecken, denn das Ehrentor hätten sie mindestens verdient. Der Schiri leitete zur „ Sal." Zufriedenheit beider Parteien. R. Sp. V. 1920 Wommelshausen Sp. u. Sp. V.„ Oranien“ Frohnhausen( Dill) Liga 6: 2( 2: 0). Bei gutem Fußballwetter trafen sich am Sonntag der Meister der 1. Gaukl. der Gruppe Gladenbach und der Meister der 2. Bezirksklasse der Dillgruppe in Wommelshausen. Die Plazmannschaft ging in der 12. Minute durch ihren Lintsaußen in Führung. Frohnhausen suchte vergebens auszugleichen und mußte sogar noch einen zweiten Torerfolg Wommels, hausens, durch dessen Mittelstürmer, hinnehmen. Mit 2: 0 ging man in die Pause. In der zweiten Hälfte erzielte zuerst der Halblinke der Einheimischen das schönste Tor des Tages. Nach zwei weiteren Erfolge des Platzvereins, setzte der bekannte Frohnhauser Endsport ein. Es gelang den Gästen den wirklich guten Hüter von Wommelshausen zweimal zu schlagen. Durch Elfmeter wurde das Endresultat 6: 2 festgestellt. Frohnhausen war seinem Gegner technisch überlegen, aber das eifrige Kämpfen der Rasenspieler erzwang den verdienten Sieg. Vorher fand die 2. Mannschaft des Rasensportvereins in der 2. Mannschaft von Frohnhausen einen überlegenen Gegner und wurde 0: 4 dem Spielverlauf entsprechend geschlagen. Leichtathletik. 3. Oranienkampfspiele in Diez. ―er. In Diez traten Sonntag vor fast 2000 Zuschauern 200 Wettfämpfer von 38 Vereinen an. Die Bahn war trotz des vielen Regens. leidlich. Die Leistungen entsprachen dem Durchschnitt. Kennzeichnend war nur die Ausgeglichenheit der Leistungen, so daß der Sieger fast immer erst in den letzten Metern usw. festgestellt werden konnte. Die Spielvereinigung 1900 Gießen, der VfB. Gießen und der Athletikklub Marburg hatten ihre Vertreter in den einzelnen Wettkämpfen. Unter Berücksich tigung der starken Konkurrenz darf man mit dem Abschneiden ,, unserer Leuie" zufrieden sein. Im Mittelpunkt stand der wertvolle Wanderpreis für die Olympische Staffel. 12 Vereine haiten gemeldet, von denen 10 am Start erschienen. Der Schlußkampf spielte sich jedoch nur zwischen 3 Mannschaften ab und zwar J. G. Spv. Frankfurt, Sp. u. Sp. Elberfeld und 1900 Gießen, in welcher Reihenfolge auch die Plazierung erfolgte. Weit zurück lagen die übrigen Vereine, darunter betannte Großstadtvereine, wie Eintracht Frankfurt ,,, Turu"- Düsseldorf. Nur infolge Fehlens eines 400- m- Mannes mußte 1900 auf den Sieg verzichten. Zu bemängeln war die gedrängte Durchführung mit Vorfämpfen am Nachmittag, zuma nur 4 Geraden und 3 Rundbahnen zur Verfügung standen. 100 m: 1. Schmid- Eintracht Ffm. 11 Set., 2. Zankl- Eintracht Ffm. 11,2 Set., 3. v. Lienig- Turu Düsseldorf. 400 m( Klasse 3): 1. Fischer- VfB. Gießen 56 Sef., 2. LennerWiesbaden. 800 m( RI. 1): Peters, 1900 Gießen 2: 05,4 Min.; 2. v. d. Nüll, Turu Düsseldorf. 1000 m( Al. 3): 1. Doinet, SpV. Wiesbaden, 2: 48,2 Min.; 2. Lehmann, 1880 Frankfurt a. M. 1500 m: 1. Wirz, Köln, 4:24 Min.; 2. Leunig, Eintr. Frkfrt. 3000 m: 1. Habich, Darmstadt, 9: 27,6 Min.; 2. Salbes, Sehl; 3. Brandt, Düsseldorf; 4. Paul, 1900 Gießen. 5 000 m: 1. Habich, Darmstadt, 16: 24,6 Min.; 2. Gerhard, 1900 Gießen, 16: 32,5; 3. Seifert, Eintr. Frankfurt a. M. 4 mal 100 m Staffel: 1. Eintracht Frankfurt 44 Sek.; 2. VfR. Mannheim; 3. Turu Düsseldorf.( 1900 Gießen hatte im Zwischenlauf schon gegen Eintracht und VfR. Mannheim zu laufen und konnte sich bei diesem Lauf mit besserer Zeit plazieren wie Turu Düsseldorf.) 3 mal 1000 m Staffel: 1. SpuSp. Elberfeld 8: 37,3 Min.; 2. PostSpV Bonn; 3. Altendiez; 4. 1900 Gießen. Olympische Staffel: 1. JGSpV. Frankfurt a. M. 3:44 Min.; 2. SpuSp. Elberfeld 3:45; 3. 1900 Gießen 3:50. Diskus: 1. Debus Trier 37,88 Met.; 2. Gary, Athl- Cl. Marbrg. Kugelstoßen: 1. Debus Trier 13,05; 2. Mohl, VfB. Gießen. 4 mal 100 m Staffel f. Frauen: 1. KBC. Köln 54 Sef.; 2. 1900 Gießen 58 Set. 1. Leichtathl. Jugend- Nationale des VfB. 08 Gießen am 24. 8. 30. Erstmals seit Aufnahme der Leichtathletik in den Sportbetrieb des Vereins veranstaltet der VfB. 08 Gießen Leichtathletische Jugendnationale. Es ist geplant, diese Veranstaltung jährilch stattfinden zu lassen. Die Vereinsleitung will hiermit der Jugendbewegung im WSV., wie der Jugendsportsache überhaupt, dienen und die Lust an der Arbeit mit unserer Jugend in den Sportführern wecken und fördern. Zu der am tommenden Sonntag stattfindenden Veranstaltung liegen zahlreiche MelAußer dungen, insbesondere auch aus dem Maingebiet vor. den heimischen Vereinen wie Sp. V. 1900, VfL. Wezlar, Weilburg und Marburg, dem Veranstalter selbst, haben u. a. die Jungens um Junghenn( Hessen- Preußen Kassel), die Eintracht Frankfurt a. M., Sp. Cl. 80 Frankfurt a. M. sowie weitere mainische Vereine und„ Preußen" Krefeld gemeldet.- Die Besetzung der 1. Jugendnationale d. VfB. kann als glänzend bezeichnet werden. Werden sich doch, wie wir dies in dieser Saison beim Zusammentreffen heimischer Vereine mit solchen des Maingebiets usw. erlebt haben, diese Jugendlichen spannende Kämpfe mit hervor= ragenden Leistungen liefern. Die Gießener Tunerjugend ist durch den MTV. und T. V. 1846 vertreten. Man darf auf ihr Abschnei: den gespannt sein. Die spannendsten Kämpfe wird es wohl in der Klasse A geben, wo es zu erbitterten Kämpfen zwischen der Sp. B. 1900 Gießen, der Eintracht und Hessen- Preußen tommen wird. Durch Stellung eines erstklassigen Kampfgerichts wird für reibungslose und schnelle Abwicklung der Kämpfe Gewähr gegeben sein. Vorfämpfe: 10 Uhr vormittags. Entscheidungen: 3 Uhr nachmittags. Büdo Luxus das altbewährte Mittwoch, den 20. August 1930. Handball. Handball- Pokalwoche der Sp. Vg. 1900 Gießen. Bataillon Gießen 1900 Gießen Polizei Buzzbach Bolizei Buzzbach Volizei Buzzbach - - 12: 3 T.-V. 46 Gießen 4: 2 - M. T. V. Gießen Bataillon Gießen 4: 2 4: 4 - Wie die gesamte Jubiläumswoche, so nahm auch das Handball- Turnier einen guten Verlauf. Der Abschluß hatte allerdings einen etwas furiosen Anstrich insofern, als der Sieger durch Beschluß und nicht auf dem Spielfeld festgestellt werden mußte. Der Leidtragende allerdings nicht durch anderer Schuld dabei waren die Butzbacher, die angeblich wegen dringend notwendiger Abreise und auch wegen Dunkelheit( letzteres konnte mit Recht bestritten werden) nicht in Spielverlängerung einwilligten. Es muß jedoch gesagt werden, daß in der Bataillons= mannschaft der Pokal an eine in jeder Beziehung würdige Elf fiel. Nun zu den einzelnen Treffen: Die 1900er hatten mit ihrer jungen nur allzu jungen Mannschaft am Verfassungstag einen schlechten Start und mußten gegen die mit großer Frische spielenden Soldaten mit 12: 3 ( 6: 2) die Segel streichen. Die Plazmannschaft war schwach im Abspiel, aber manchmal noch schwächer im Zerstören. Da der Hüter auch eine kaum genügende Leistung zeigte, war das Dutzend bei Abpfiff voll. Der Turnverein 1846 Gießen stand am Dienstag abend der als spielstark bekannten Polizei Butzbach gegenüber. Es zeigte sich jedoch bald, daß die Ordnungshüter viel von ihrer Gefährlichkeit eingebüßt hatten, und wenn die Turner manchmal nicht so eigensinnig gespielt und anfängerhaft geworfen hätten, wäre leicht eine Ueberraschung dagewesen. Beide Mannschaften hatten allerdings mehrere Ersahleute einstellen müssen. Am Donnerstag mußten sich die Polizisten erneut vorstellen und mit dem Männerturnverein Gießen die Klingen kreuzen. Das Spiel litt sehr unter dem glatten und mit Wasserlachen bedeckten Boden und war ein Kampf der Frei- und Strafstöße zu nenner. Die Polizei war in der zweiten Spielhälfte wieder stark gefährdet, verteidigte aber geschickt genug, um den gleich zu Spielanfang errungenen Vorsprung zu halten. Ein Handballspiel, wie man es sich wünscht, lieferten sich die Schlußspielkontrahenten, Bataillon Gießen und Polizei Buhbach. Wechselvolle Situationen, schneller, energischer, jedoch fairer Kampf, mit auf guter Stufe stehenden Leistungen waren die Kennzeichen dieses Treffens. Der Torvorsprung, den sich die mit dem Wind spielenden Soldaten bis Halbzeit( 3: 1) verschafft hatten, reichte nicht hin, um den Sieg sicherzustellen, denn Butzbach zeigte nachher die bessere Leistung und mußte notwendigerweise aufholen." Lokales. Stadtverordnetensitung. Der Oberbürgermeister ladet zu einer Sigung des Stadtrates auf heute, Mittwoch, den 20. August 1930, 16 Uhr( 4 Uhr), in das Stadthaus, Bergstraße, Sigungssaal, mit folgender Tagesordnung ein: 1. Voranschlag der Stadt Gießen und der städtischen Nebenkassen für das Rj. 1930. Es liegen folgende Anträge des Finanzausschusses vor: 1. Antrag. Der Zuschuß zur Wohlfahrtspflege( VIII, 1¹) wird statt auf 843 000 RM. auf 863 000 RM. festgesetzt. Mehrausgabe: 20 000 RM. 2. Der Reservefonds( IX. 5) wird statt auf 70 593,05 RM. auf 100 000 RM. festgesetzt. Mehrausgabe: 29 406,95 RM. 3. Antrag. Der Stadtratsbeschluß vom 20. Mai 1930, wonach die Grundsteuer von Gebäuden unter der Bedingung erhöht wird, daß die gesetzliche Miete von 120 Prozent auf 122 Prozent der Friedensmiete erhöht wird, wird aufgehoben. Wenigereinnahme: 100 000 RM. 4. Antrag. Der nach den Anträgen 1-3 sich ergebende Fehlbetrag von 149 409,95 RM. wird wie folgt gedeckt: a) Die Steuer vom Gewerbeertrag wird statt auf 220 auf 230 Rpfg. je 100 RM. Steuerwert festgesetzt. Mehreinnahme: 8700 RM. b) Die Grundsteuer von bebauten Grundstücken und Bauplägen wird ſtatt auf 25 auf 27 Rpfg. je 100 RM. Steuerwert festgesetzt. Mehreinnahme: 22 000 RM. ,, Gießener Zeitung" 6. Die Kosten der Wasserversorgung der Gemeinde Lindenstruth. 7. Vertrag über die Wasserversorgung der Gemeinde Heuchelheim. 8. Errichtung von städtischen Kleinwohnungen in der verlängerten Schottstraße. 9. Uebernahme von Bürgschaften. 10. Nachtrag zum Ortsbaustatut der Stadt Gießen( Verbot der Errichtung von Anlagen nach§ 16 der Gewerbeordnung im Arbeitsviertel der Landesuniversität). 11. Beitritt der Stadt Gießen zum Regionalplanungsverband. 12. Baugesuche. 13. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. 14. Krediterweiterungen. 15. Notstandsarbeiten für Erwerbs! ose des Wohlfahrtsamts. 16. Mitteilungen der Stadtverwaltung. * é Der Ortsgewerbeverein protestiert. Der Ortsgewerbeverein protestiert öffentlich gegen eine weitere Erhöhung der Realsteuern, die zur Deckung des städtischen Defizits von der Stadtverwaltung geplant ist. c) Die Grundsteuer vom land- und forstwirtschaftlich ge= nuzten Grundstücken wird wie bisher auf 35 Rpfg. je 100 RM. Steuerwert festgesetzt. * Ins Manöver. Am Montag ist unser Bataillon zu den diesjährigen Uebungen auf dem Truppenübungsplatz Döberitz verladen worden. Vom 13 bis 19. September nimmt das Bataillon an den großen Rahmenübungen im Raume Maingebiet- Thüringer Wald teil. Es wird am 20. September in den Standort zurückkehren. d) Der Betriebsüberschuß des Elektrizitätswerkes wird statt auf 310 000 auf 338 000 RM. festgesetzt. Mehreinnahme: 28 000 RM. e) Der Betriebsüberschuß des Gaswerks wird statt auf 235 000 auf 240 000 RM. festgesetzt. Mehreinnahme: 5000 RM. * Verkehrsunfall. Am Montag gegen 6 Uhr nachmittags wurde auf der Ostanlage ein sieben Jahre altes Mädchen beim Ueberqueren des Fahrdammes von einem Lastwagen überfahren. Das bedauernswerte Kind ist in der chirurgischen Klinik seinen schweren Verlegungen erlegen. f) Der Betriebsüberschuß des Wasserwerks wird statt auf 150 000 auf 157 706,95 RM. festgesetzt. Mehreinnahme: 7706,95 RM. * Brandinspektor a. D. Faber dekoriert. Der langjährige Führer und Ehrenkommandant der Gießener Freiw. Feuerwehr wurde Montag abend vor der Hauptübung auf dem Oswaldsgarten mit dem Hess. Feuerwehr- Ehrenkreuz ausgezeichnet. g) Auf Grund der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 26. Juli 1930 wird die Bürgersteuer nach Maßdes Hessischen gabe der Ausführungsbestimmungen Staates erhoben. Einnahme: 78 000 RM. 5. Antrag. Die Voranschläge der städtischen Nebenkassen werden entsprechend geändert. * Der Anfang der Hühnerjagd in Hessen ist auf den 25. August festgesetzt. 2. Antrag des Finanzausschusses, betr. Akkumulatoren- Batterie für die Telephonanlage im Stadthaus Bergstraße. * Wahlversammlungen. Heute abend reden Bäckermeister Drewitz- Berlin und Prof. Dr. Horneffer- Gießen im Café Leib über ,, Die Krise der deutschen Parteien". Veranstalter ist die hiesige Gruppe der Wirtschaftspartei.- Morgen abend hält die nationalsozialistische Arbeiterpartei in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine öffentliche Versammlung ab, auf der Prof. Dr. Werner sprechen wird. 3. Erlaß einer Polizeiverordnung betr. die Einrichtung und den Betrieb des Nuzviehmarktes in Gießen. 4. Gesuche um Erlaubnis um Schantwirtschaftsbetrieb. 5. Vertrag über die Wasserversorgung der Gemeinde Lindenstruth. Wir suchen in allen Dörfern Nr. 66. Aus Nah und Fern. Langd. Beim Dreschen stürzte der 62jährige Landwirt Seum rüdlings vom Dreschwagen und zog sich schwere Ver= letzungen der Wirbelsäule zu. Bad Nauheim. Die Mitteldeutschen Skivereine tagen hier am 6. und 7. September. Lauterbach. Der Postneubau ist zu etwa 150 000 Mark veranschlagt. Die Entscheidung über den baldigen Beginn der Bauarbeiten liegt bei der obersten Postbehörde in Berlin. Die Stadtverwaltung hat einen Bauplaz im Bahnhofsviertel an der Straßenzweigung nach Angersbach zur Verfügung gestellt. Büdingen. Bei der Sonntag vorgenommenen Wahl eines Beigeordneten für die Stadt Büdingen erhielt der Kandidat der bürgerlichen Parteien, Steuerinspektor Emil Diemer, 1009, sein von der SPD. aufgestellten Gegenkandidat, Metzgermeister Theodor Oberheim, 370 Stimmen. Mithin ist Diemer gewählt. Die Wahlbeteiligung dürfte auf 80 Prozent zu schähen sein. Rudlos. Hier wurde ein Verbrecher, entsprungen aus dem Zuchthaus zu Diez an der Lahn, festgenommen. * 50 Rps. für jede ärztliche Verordnung! Die umfangreiche Notverordnung der Reichsregierung vom 26. Juli hat auch eine Aenderung der Bestimmungen der Krankenversicherung gebracht. Trotz aller Warnungen der Apotheker und Aerzte u. a. schreibt die Verordnung vor, daß fortan jedes Mitglied einer Orts-, Land-, Jnnungs-, Betriebs- oder Ersagkrankenkasse bei der Entnahme von Arznei- und Heilmitteln aus der Apotheke oder einer anderen Stelle 0,50 RM für jedes ärztliche Verordnungsblatt zu zahlen hat. Ob nur eins oder mehrere Arzneimittel auf einem Rezeptblatt verordnet sind, ist gleichgültig. Es ist stets, von noch festzusetzend. Ausnahmen abgesehen ½ RM an die abgebende Stelle zu entrichten. Beträgt der Wert der verordneten Arznei weniger als 0,50 RM, so hat der Versicherte nur diesen Betrag zu bezahlen. Die Apotheken, die diese für die Mehrzahl der Versicherten insbesondere bei längerer Krankheit nur schwer aufzubringende Gebühr einziehen, sind hierzu durch das Gesetz gezwungen, da die Kvankenkasse ihnen für jedes Verordnungsblatt 0,50 RM von der Rechnung fürzt. Die Apotheken haben gemeinsam mit anderen Kreisen die Reichsregierung, insbesondere das Reichsarbeitsministerium davon zu überzeugen versucht, daß eine Arzneifostenbeteiligung in dieser Höhe eine große Härte für die Kran ken, die hohe Beiträge für die Krankenversicherung zahlen, bedeutet. Man hat trotzdem die Gebühr eingeführt, weil man glaubte, auf diese Weise durch weitere Belastung der Versicherten in der Krankenversicherung sparen zu müssen. Der Gartenbaulandesverband Hessen- Darmstadt tagt am 31. August und 1. September in Darmstadt. * Marburg. Diebe erbeuteten bei einem Einbruch in dem bekannten„, Wirtshaus an der Lahn" Zigarren, Zigaretten und Schokolade. Es handelt sich bei den Dieben um zwei auslän= dische Arbeiter. Marburg. Sonntag gelang es, einen schon lange gesuchten Mann namens Matthias Kreutz festzunehmen, der im Verdachte steht, im Jahre 1922 in Corbach einen Mord begangen zu haben. * Denkmalsweihe und 2. Regimentsappell des Husaren- Regiments König Wilhelm I.( 1. Rhein.) Nr. 7. Bonn. Der Vorsitzende des Königshusarenbundes, Major Freiherr von Stein bring allen ehemaligen Kameraden zur Kenntnis, daß der 2. Regiments appell om 21. September 1930 in Bonn stattfinden wird, nicht wie ursprünglich geplant am 14. September. Zugleich wird neben dem altehrwürdigen Münster zu Bonn auf dem Martinplatz ein den Traditionen des alten stolzen Regiments ent sprechendes monumentales Denkmal errichtet und feierlich eingeweiht werden. Zu dieser Feier werden alle ehemaligen Königshusaren und die Angehörigen der Gefallenen eingeladen. Adressenangabe zwecks weiterer Benachrichtigung an die Geschäftsstelle für den Regimentsappell Husaren 7, Bonn, Rittershausstr. 7. Bierter Deutscher Bismarc- Tag. Marburg. Ein neues Serum gegen Typhus wurde beim Institut für experimentelle Theraphie von Dr. Groß hergestellt. Frohnhausen. Ihr Kind erstickt hat eine Mutter, indem sie es zu fest einwickelte. Die Tat wurde in einem Anfall geistiger Umnachiung ausgeführt. Frankfurt a. M. Jm Fremdenverkehr ist gegenüber dem Vorjahre ein Rückgang zu verzeichnen. Im vergangenen Jahr wurden 80 893 Fremde gezählt, während in diesem Jahre nur 75 923 Fremde unsere Stadt besuchten. Wie uns der ,, Verein zur Errichtung eines Bismard- Natio= nal- Denkmals, E. V.", Köln, Marzellenstraße 11, mitteilt, hat ein vom Vorstand eingesetzter Ausschuß zur Vorbereitung des vierten Deutschen Bismard- Tages einmütig beschlossen, die für den 20. und 21. September d. J. in Bingen am Rhein in Aussicht genommene Tagung aus politischen und wirtschaftlichen Gründen bis zum Frühjahr nächsten Jahres zu verschieben. Tüchtige, fachkundige Dame der Bandagenund Corseletbranche als Bezirksleiterin gesucht. Wir biet. die höchste Provis. Drei zuverlässige Personen zur Gra is- Biertel derselb. zahlen wir wöchentl. bei verteilung eines ländlichen Fami- Erhalt der Aufträge aus. Moderne, r ichlier- Wochenblattes. Vergütung wird halt. Musterkollektion Ausführl. 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Der Hunger kommt. Ein Mahnruf von Prof. Dr. Ernst Horneffer. R. Voigtländers Verlag, Leipzig C. 1. Preis 1, RM. Der bekannte Gießener Philosoph, der als Spitzenkandidat für den Wahlkreis Hessen von der Reichspartei des deutschen Mittelstandes( Wirtschaftspartei) für den Reichstag aufgestellt wurde, legt in dieser Schrift sein politisches Glau= bensbekenntnis ab. Er zeigt den Weg der deutschen Wirtschaft und des deutschen Volkes unter der zehnjährigen Herrschaft des Sozialismus. Die Schrift ist schärfste Kampfansage dem Sozialismus und Absage an die bisherige Politik der bürgerlichen Parteien. Horneffer beweist, daß die berufsständische Gliederung des deutschen Volkes( neben einer Arbeiterpartei eine Bauernpartei oder Landvolkpartei und eine städtische Bürgerpartei) im Zuge der Entwicklung liegt und allein im Stande ist, die Kräfte zur Bekämpfung und Niederkämpfung des Sozialis mus zu gewinnen und die freie Wirtschaft zurückzuerobern. Aus der Arbeit einer großen Angestellten- Organisation. Vor seinem diesjährigen Bundestag, der am 18. bis 21. September in München stattfindet, überreicht der Gewerkschaftsbund der Angestellten, Sitz Berlin- Zehlendorf, der Oeffentlichkeit seinen Jahresbericht für 1929( ,, Die Arbeit des GDA 1929", Preis 2 RM.). Es ist kein trodener Geschäftsbericht, sondern das 468 Seiten starke, gebundene Buch ist als ein Beitrag zu dem wirtschafts- und sozialpolitischen Geschehen unserer Zeit zu werten. - Eriche Bezugspreis altionsfchluß fri Wendung nicht verl 43. Jahrg Voliti Das Reichstabi it des Reichskanzl Das Reichstabi militage. Die Verhandlu er dänischen Regi Deutschland werden Die Reichslijte genden Höfer, vo Deutschen Landgem Sundpräsidenten S Reichslandbund malen Volkspartei An der Spige viranus, Graf We Das Ergebnis des Ferienpreisausschreibens in dem neuen Heft ,, Woche". 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