47. band Diefer Tett gent Renne et de ilojop is die Etijden tlichen diefem eutung Leben in der groß chichte te der i den richen, jeben, en. Es tauj berden, r eine nicht, g zum ferun Cr. 05 ab Berlin funde, eroth, Mar: enene, hrliche bestag taehly nung, nstein. " der r und Vor Reise Welt chende Ru d sden nder be unden und Qun E dann weit ge tut, eugnis Ben. 30 N'S VER edeSalzes wieVorteil bietet 0801 in Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Bolitische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Die Fraktion der Wirtschaftspartei hat im Preußischen Landtag den Beschluß beantragt, gegen den Ministerpräsidenten Dr. Braun wegen seiner am Staatsgerichtshof geübten Kritit die Ministeranklage zu erheben. Die Deutsche Kolonialgesellschaft richtete eine neue Entjhließung an den Reichsaußenminister Dr. Curtius, in der er bringend aufgefordert wird, mit allen Mitteln dahin zu wir len, daß nunmehr die Frage der kolonialen Schuldlüge amtlich aufgerollt und die bedingungslose Rüdgabe unserer Kolonien gefordert werde. In Moskau hat die erste Sigung der deutsch- russischen Schlichtungs- Kommission stattgefunden. Im Reichseat wurde das Osthilfegesetz einstimmig, das Gesez über die Ablösungsbank bei Stimmenthaltung Bayerns angenommen. Bundeskanzler Schober hat erklärt, daß er die Verantwor tung für die Ausweisung des Majors Pabst übernehme. Der Newyorker Abgeordnete Sirovich bezifferte die Zahl der Arbeitslosen auf 6,6 Millionen. Demnach wäre jeder vierte Arbeiter Amerikas arbeitslos. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 18. Juni 1930 Kulturdebatte im hess. Landtag. Darmstadt, 17. 6. Bei drückender Hize im Sizungsjaal geht die Landtagsberatung über die Kalturfrage weiter. Zum allgemeinen Entsetzen verkündet der Präsident, daß er heute die ganze Hauptabteilung ,, Kultusministerium" durch beraten will, also u. a. auch Landesuniversität, Technische Hochschule und Landestheater. Abgeordneter Haury wünscht beim Kapitel ,, Gewerbliche und kaufmännische Unterrichtsanstalten" die Wiedereinstellung der abgebauten nebenamtlichen Fachlehrer, deren Arbeit angesichts des gesunkenen Bildungsstandes vieler Schulentlassenen unentbehrlich sei. Die Deutsche Volkspartei hatte weiter beantragt, daß die Verfügung des Kultusministers vom August vorigen Jahre, die das Schulgeld der höheren Schulen 3. T. bis über 50 Prozent erhöht, zurückgezogen werde, da sie der Auffassung des Landtags nicht entspreche. Alsdann beginnt die Beratung über die Landesuniversität Gießen und Technische Hochschule Darmstadt. Abg. Dr. Leucht gens( Landbund) macht darauf aufmerksam, daß die beiden hessischen Hochschulen dem Staat rund 5 Millionen kosten. Seit 10 Jahren aber höre man, daß ein Abbau nur im Einvernehmen mit anderen Ländern und deren Universitätsbehörden geschehen fönne. Darauf könne man nicht warten. In der Nachmittagssigung beginnt die Debatte über das ,, Landestheater". In dieser gibt es Auseinandersehungen zwiDie Deutsche Volkspartei lehnt das Notopfer ab. schen den Bürgerlichen und den Sozialdemokraten. Der FrakDie Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei faßte in ihrer Sitzung am Montagabend eine Entschließung, in der es u. a. heißt: ,, Die soziale and wirtschaftliche Not des deutschen Volkes zwingt zu entscheidenden Entschlüssen. Sie kann durch neue Steuerliche Belastung nicht behoben werden. Das Problem der deutschen Wirtschaft und der Finanzen des Reiches kann nicht von der Steuerseite, sondern nur von der Seite der Belebung der Wirtschaft und der rücksichtslosen Senkung der Ausgaben angefaßt werden. Die Gesamtwirtschaft befindet sich in einem Zustand fortschreitender Einschrumpfung. Arbeitslofenheere und Leere der öffentlichen Kassen sind nur Ausdruck dieses Zustandes. Deshalb muß die Senkung der Produktionskosten durch Herabsehung der Ausgaben der privaten Wirtschaft von oben bis anten durch gleichzeitige Herabsetzung der Preise und durch eine starke Verminderung der Ausgaben der öffentlichen Hand bezw. Verwaltung in Reich, Ländern und Gemeinden durchgeführt werden. Solange die Voraussetzungen für eine solche gemeinschafttionsvorsitzende der Deutschen Volkspartei, Dr. Keller, übt in scharfer Form Kritik am Spielplan des Theaters und an der Tendenz vieler Aufführungen. Er erkennt zunächst an, daß eine Einsparung von 15 Prozent eine Tat sei und wünschte, daß etwa weiterhin notwendig werdende Einsparungen weniger am ausübenden Künstlerpersonal als an den Vorständen un und am so= genannten Bühnendienst mit seinen teils wirklichen, teils eingebildeten Größen vorgenommen würden. Vom Schauspielplan könne man nicht viel Lobenswertes sagen. Von deutschen KlasTifern hatte man in dieser Spielzeit nichts geboten. Für eine sehr gute„ Hamlet"-Aufführung habe man erst jetzt Zeit gefunden, weil man die eigentliche Saison mit Harmlosigkeiten, Schund, Kisch oder gar Unflat verbraucht habe. Viele Darbietungen seien einseitig, fünstlerisch bedeutungslos und sittlich bedenklich, dabei in krassester Form herausgebracht gewesen. Als Einspruch gegen die gesamte künstlerische Tendenz, die das Landestheater beherrschte, werde die Deutsche Volkspartei in diesem Jahre den Etat ablehnen. Die eindrucksstarken Ausführungen Dr. Kellers veranlas sen den Staatspräsidenten zu einer reichlich nervösen und erals maß( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 48 senfung geführt werden, sind, wie die Berliner ,, Nachtausgabe" meldet, auf so große Schwierigkeiten gestoßen, daß man mit dem offiziellen Scheitern in diesen Verhandlungen rechnet. Eine fommunistische Verschwörung in der Tschechoslowakei. Prag, 17. Juni. Die politische Abteilung der Preßburger Polizeidirektion hat dieser Tage eine umfangreiche kommunistische Verschwörung aufgedeckt, die gegen die Existenz der Tschecho= slowakei gerichtet gewesen sein soll. 21 Kommunisten, bei denen man Waffen, Munition und zahlreiches belastendes Material fand, wurden verhaftet. Die Aktion soll unter der Leitung von Moskau darauf gerichtet gewesen sein, in KarpathenRußland und in der Slowakei die Räteregierung auszurufen. Hoover wird den amerikanischen Zolltarif unterzeichnen. Washington, 16. Juni. Präsident Hoover wird, wie er heute erklärt hat, den vom Senat und Abgeordnetenhaus angenommenen Zolltarif unterzeichnen. Mit der Unterzeichnung erlangt der Zolltarif Gesetzeskraft. Der Zolltarif hat starke Proteste seitens des Auslandes her= vorgerufen und ist auch in Amerika stark umstritten worden. Jm Senat erlangte er nur eine ganz knappe Mehrheit. Man hatte bisher noch immer damit gerechnet, daß Hoover die Unterschrift verweigern könnte. Parker Gilbert über Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit. Newyork, 17. Juni. Parker Gilbert ist am Montagabend in Newyork eingetroffen. Er erklärte, daß Deutschland nach seiner persönlichen Ansicht seinen alten Ausfuhrhandel zurüdgewonnen habe. Deutschland sei heute ein scharfer Konkurrent der Vereinigten Staaten. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland sei im Abnehmen begriffen(?). Abermals ein Todesopfer in Lübeck. Lübeck, 17. Juni. Nach einer Mitteilung des Gesundheitsamtes hat sich bei den mit dem Calmette- Präparat gefütterten Säuglingen heute nacht abermals ein Todesfall ereignet. Die Zahl der dem Präparat zum Opfer gefallenen Säuglinge ist damit auf 40 gestiegen. 80 Kinder sind noch krank; 48 werden als gebessert bezeichnet, 72 sind gesund, bezw. befinden sich noch in ärztlicher Beobachtung. 2 Millionen Erwerbslose am 1. Juni 1930. Das ist der Erfolg sozialdemokratischen Mitregierens im Reiche. Das ist der Erfolg einer unter sozialdemokratischem Einfluß betriebenen Politik, die die Wirtschaft durch Aufbürtung unerträglicher Lasten der Vernichtung nahegebracht hat. liche Kraftanstrengung des ganzen Volkes, jei es durch freie regten Erwiderung, in der er die Kritik Dr. Kellers har Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sei es im Wege der Gesetzgebung, nicht gegeben sind, bleibt eine einseitige Sonderbelastung, wie„ Notopfer" oder„ Reichshilfe der Festbefoldeten" ungerecht und wirkungslos und muß daher von der Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei abgelehnt werden. Der Haushaltplan 1930 für Reich, Länder und Gemeinden ist einer nochmaligen verschärften Nachprüfung mit dem Zwed einer erheblichen Herabminderung der öffentlichen Ausgaben zu unterziehen. Die deutsche Wirtschaft im weitesten Sinne, die an sich scharf rationalisiert hat, und der deutsche Steuerzahler haben das Recht, zu verlangen, daß auch die Verwaltungen so rationell und zwedwäßig wie irgend möglich geführt werden..." 400 Millionen Einnahmerückgang bei der Reichsbahn. Wie bereits gemeldet, hat der Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbahngesellschaft beschlossen, ab 1. September bei der Reichsregierung eine Erhöhung der Personentarise zu beantragen. Durch einen Ausschlag von ungefähr 3 Prozent will man jährlich die Summe von etwa 45 Millionen RM. gewinnen. Der bisherige Geschäftsgang der Reichseisenbahn läßt aber sermuten, daß für das Jahr 1930 ein Einnahmefehlbetrag von wenigstens 400 Mill. RM. herauskommen wird, für den Deckung geschaffen werden muß. Die 240 Mill. RM., die der Reichsbahn aus der Younganleihe Sur Verfügung gestellt wurden, müssen dazu verwandt werden, um ein bereits vorhandenes Loch zu stopfen. Um die nötigen Mittel zu beschaffen, finden zur Zeit zahlreiche Besprechungen tatt. Die Frage einer Erhöhung der Gütertarife hat vorerst eine Bertagung erfahren. Man erwartet für die nächste Zeit eingehende Verhandlungen zwischen der Reichsbahn und der Reichsregierung. Neben weiteren Einsparmaßnahmen bei den Sachausgaben wird auch der Gedanke einer Kürzung der Personalausgaben erwogen. Einesteils soll das dadurch geschehen, daß die Belegschaften in den Eisenbahnwerkstätten vermindert werden, andernteils ist aber auch mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die Reichseisenbahnverwaltung zu einem Lohn- und Gehaltsabbau chreitet. los und hemmungslos bezeichnete, die angeblich die Atmosphäre Dergiftet hätte. Er gibt das Stichwort für die maßlosen Ausfalle des Abgeordneten Ritzel, der völlig haltlofe und allen parlamentarischen Anstand außeracht lassend, übelste persönliche Angriffe gegen Dr. Keller vorbringt. Ihm folgt der Sozialdemokrat Stork, der sich u. a. zu der Bemerkung versteigt, daß die berüchtigte Ballade vom toten Soldaten noch bekannt sein werde, wenn Dr. Keller längst vergessen sei. Es fällt allgemein auf, daß trotz dieser unerhörten und selbst im Hessischen Landtag ungewohnten persönlichen Ausfälle der Vizepräsident nicht einschreitet und die beiden Sozialdemokraten nicht zur Ordnung ruft. Diese Borfälle werden daher zweifelsohne noch ein Nachspiel haben. T Gegen Schobers Regierung. Innsbrud. Am Montag fand hier ein Generalappell der Innsbrucker Heimatwehr statt. Der Landesführerstellvertreter Dr. Schweinithaapt betonte in einer Ansprache, daß sich die Tiroler Heimatwehr die Verhaftung des Majors Pabst nicht gefallen lassen werde. Die Heimatwehr habe nichts Verbotenes getan. Der Dank für ihre vaterländische Haltung bestehe darin, daß die Regierung Verrat an ihr übe. Gegen die bolschewistischen Ruhestöver in Desterreich geschehe nichts. Die Tiroler Heimatwehr stehe treu zu Major Pabst, der auch weiter ihr Stabschef bleibe, bis er wieder Tirol als sein zweites Heimatland bezeichnen könne. Dr. Schweinithaupt schloß, die Bundesführung der Heimatwehr habe in Leoben wichtige Beratungen gepflogen. Die Beschlüsse bleiben vorläufig geheim. Ich sage Euch aber eins, Kameraden:„ Haltet Euch bereit!". Die Rede wurde wiederholt von stürmischen Zwischenrufen unterbrochen, die sich insbesondere gegen die Regierung Schober richteten. Ausweisung des Major Pabst. Wien. Am Samstagnachmittag wurde der Bundesstabschef der Heimwehren, Major Waldemar Pabst, in dem Augenblick, als er das Büro der Heimwehr betreten wollte, von zwei Kriminalbeamten verhaftet. Es wurde ihm mitgeteilt, daß er wegen seiner politischen Betätigung ausgewiesen werden soll und zwar auf Grund der Tatsache, daß er nach wie vor als deutscher Staatsangehöriger gelte. Scheitern der Lohn- und Preissenkungsverhandlungen? Die Verhandlungen, die zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern über eine gemeinsame Aktion für die Lohn- und PreisHandwerks im Monat Mai 1930. To Entsprechend der Lage der deutschen Gesamtwirtschaft hat auch die Wertschaftslage des Handwerks im Monat Mai gegenüber dem Vormonat kamm eine Veränderung, vor allem feine Besserung erfahren. Wie dort, so sind auch hier wohl kleine, meist durch die Saison bedingte Belebungen eingetreten, denen jedoch in anderen Gewerbezweigen Verschlechterungen gegenüberstehen. Namentlich in den Gegenden des Bergbaues und der Industrie sind die Verhältnisse des Handwerks durch die erfolgten weitgehenden Stillegungen und Betriebseinschränfungen erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die starke Arbeitslosigkeit wirkt sich direkt und indirekt auch nachteilig auf den Absaz des Handwerks aus. Belebungen des Geschäftsganges sind nur in den Handwerksberufen eingetreten, die für das Pfingstfest besonders in Anspruch genommen werden. wird beispielsweise für das Herren- und Damenschneidereihandwerk berichtet, daß der Geschäftsgang sich entsprechend der Jahreszeit gehoben hat und die meisten Betriebe zur Zeit voll beschäftigt sind. Auch in den Maler, Tapezierer-, Polstererund Cattlerhandwerken war die Beschäftigung vereinzelt etwas belebter, jedoch war die Besserung mit der in früheren Jahren keineswegs zu vergleichen. Das gleiche gilt für die Betriebe, die im Frühjahr hauptsächlich durch die Arbeiten in der Landwirtschaft bessere Beschäftigung erhalten, wie Schmiede, Schlos= ser und Stellmacher. Besonders bemerkenswert war die für die Berichtszeit ungewöhnliche Stille auf dem Baumarkt, die durch den Druck hervorgerufen wird, der vom Kapitalmarkt und den ungünstigen Finanzverhältnissen der öffentlichen Hand ausgeht. Auch die erneute Herabsetzung des Reichsbankdiskonts vermochte noch keine belebende Wirkung auszuüben. Die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse führten im Handwerk naturgemäß zu einem weiteren starken Preisdruck. Erschwerend kommt hinzu, daß die Zahlungsweise der Kundschaft schleppend bleibt. Selbst zahlungsfähige Kunden verzögern die Bezahlung der Rechnungen. - Schwierigkeiten in der Beschaffung der Materialien, sowie Aenderungen der Materialpreise werden nicht gemeldet. Die Zahl der arbeitslosen Arbeitnehmer war ungewöhnlich hoch. Nur im Bekleidungs- und Baugewerbe wurden Arbeitsfräfte eingestellt. Trotzdem war die Arbeitslosigkeit unter den Arbeitern noch sehr groß. In den metall- und Holzverarbeitenden Handwerken wurden zum Teil Arbeiterentlassungen erfor derlich. Ueber Lohnänderungen wird nichts berichtet. Nr. 48. Mittwoch, de Mittwoch, den 18. Juni 1930. ,, Gießener Zeitung" Tagung der Kriegerfameradschaft„ Hassia"| tigt der hiesige Eisenbahnverein. Das Denkmal soll auf einem in Alsfeld. freien Platz des Bahnsteiges 4 Aufstellung finden. * Personalien. In den Ruhestand tritt am 1. Juli Herr Oberstudienrat Weißgerber von der hiesigen Oberrealschule wegen Erreichung des gesetzlichen Alters. * Opfer der Lahn. Am Sonntag ist aller Wahrscheinlichkeit nach der Schneider Ludwig Hölscher in der Lahn am Launsbacher Steg ertrunken. Die Kleider des jungen Menschen hat man gefunden, von ihm selbst allerdings noch nichts. Am Montag ist wieder ein junger Mann, der Monteur Luch von hier, an der gleichen Stelle ein Opfer der Lahn geworden. * Einbruch. Auf dem Waldsportplatz des VfB. wurde in das Klubheim eingebrochen. Dem Gauner fielen etwa 20 RM. an Geld und Tabakwaren in die Hände. Bei seiner anstrengenden Arbeit erholte er sich gleich an Ort und Stelle mit einigen Schoppen Bier. * Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Prof. Dr. Hummel hält morgen im großen Physiksaal der Universität einen Lichtbildervortrag über eine Reise durch Afrika. Vom Vogelsberg. Eine starke Zunahme hat der Fremdenverkehr in diesem Jahre in unserem Heimatgebirge genommen. Die bekannten Ausflugsorte, wie Ortenberg, Schotten, Laubach, Gedern, Herchenhain, Hartmannshain, Bad Selters, Hochwaldhausen, Hohe= rodskopf u. a. hatten in den letzten Tagen einen guten Besuch. Auch in den Jugendherbergen zu Lauterbach, Gedern, Schotten und Herchenhain herrschte Hochbetrieb. * Kundgebung für das deutsche Lied. Die Arbeitsgemeinschaft der Gießener Männergesangvereine veranstaltet am 29. Juni vormittags auf dem Landgraf- Philipps- Platz obige Kundgebung. 600 Jahre Darmstadt. Aus Anlaß des 600jährigen Bestehens der Stadt Darmstadt, das infolge des durch den Stadtrat wegen erneuter Steuervorschläge abgelehnten städtischen Voranschlags nicht öffentlich begangen wurde, haben der Staatspräsident Dr. H. c. Adelung, sowie Minister Leuschner dem Oberbürgermeister Glückwünsche ausgesprochen. Einige Vereinigungen haben Festsitzungen veranstaltet. Der Hessische Automobilklub, der Darmstädter Automobilklub, der Deutsche Touringklub und der Starkenburger Automobilklub, alle mit dem Sitz in Darmstadt, haben aus Anlaß des Stadtjubiläums eine großangelegte Zielfahrt über 1200 bezw. 150 Km. als Mindestzahl mit dem Ziel Darmstadt veranstaltet, an der sich über 400 Fahrer beteiligten, die aus verschiedenen Ge* Wiedersehenstag. Am 13. Juli treffen sich im Café Leib bieten Deutschlands herbeigeeilt waren. die ehemaligen„ Landser" vom J.-R. 116. In Alsfeld tagten am 17. Juni die Vertreter der Kriegervereine aus den drei Provinzen in stattlicher Zahl. Voraus ging am Samstag eine Präsidialsizung im Rathaus, eine Kranzniederlegung an der Gedächtnishalle auf dem Friedhof und ein Begrüßungsabend im großen Saale des„ Deutschen Hauses". Bei Eröffnung des Verbandstages gedachte der erste Präsident, Generalleutnant v. Didtman aus Darmstadt in herzlicher Gedächtnisrede des am 26. Mai verstorbenen zweiten Präsiden= ten und Gründers der„ Hassia", Medizinalrat Dr. Vogt- Butzbach. Im Auftrag des Staatspräsidenten Adelung übermittelte Kreisdirektor Dr. Stammler Wünsche der hessischen Regierung; namens der Stadt Alsfeld sprach Bürgermeister Dr. Völ- sing. Der Geschäftsbericht für das Verbandsjahr 1929 zeigte einen günstigen Stand, insgesamt zählt der Verband 765 Kriegervereine mit annähernd 60 000 Mitgliedern. Im besetzten Gebiet sind die alten Vereine, die im Drange der Verhältnisse ruhten, wieder dem Verband beigetreten. Auch die Jahresrechnung kann als günstig bezeichnet werden. Die Gesamteinnahmen betrugen 197 150 Mark, darunter Mitgliederbeiträge 84 737 Mt., aus Vorträgen 58 500 Mt.; die Gesamtausgaben waren 188 897 Mk., so daß ein Ueberschuß von 8 252 Mart verblieb. Die Unterstützungen für Altveteranen wurden um 2000 Mt. erhöht. An die Besprechung des Voranschlags für 1930 schlossen sich die Besprechungen der Anträge des Präsidiums. Das Hassia- Ehrenfreuz soll fünftig nur in besonders verdienten Fällen ausgegeben werden. Ueber das Versicherungswesen referierte Oberregierungsrat Lindenstruth, über Kriegsbeschädigtenfürsorge Lehrer Jhrig- Darmstadt; die Hassia umfaßt etwa 16 000 Kriegsbeschädigte. Major Poh I sprach über KleinkaliberschieBen, er stellte hier eine starke Zunahme fest. Kaufmann FreundMainz hielt eine Ansprache über die Entwicklung der Jugendpflege, der„ Hessische Kamerad" soll weiter ausgebaut, der Kalender soll früher erscheinen, der„ Hessische Kamerad" hat eine Auflage von 55 000 Exemplaren. Die ausscheidenden Präsidialmitglieder wurden wiedergewählt. Als 2. Präsident wurde Herr Ober- Regierungsrat Lindenstruth- Darmstadt und als 3. Präsident Herr Freiherr Ludwig Cornelius v. Hey1= Worms gewählt. Den Verbandstag 1931 erhielt Michelstadt.- An die Tagung schloß sich eine Paradeausstellung der Bezirksvereine am Bahnhof an. Dann fand der Festakt zum 90jährigen Jubiläum des Kriegervereins Alsfeld auf dem Marktplatz statt. Das Musikkorps des 2. Bataillons des Reichswehr- Regiments Nr. 15( Gießen) unter Leitung des Obermusikmeisters Löber fand für seine Mitwirkung begeisterten Anklang. Lokales. ,, Graf Zeppelin" über der Stadt. * Der Umbau in der Eisenbahnwerkstätte. Die Umbauarbeiten an der großen Wagenhalle in der stillgelegten oberhessischen Eisenbahnwerkstätte in eine moderne Turnhalle gehen ihrer Vollendung entgegen. Die Turnhalle umfaßt etwa 600 Quadratmeter und ist mit einer geräumigen Bühne, Kegelbahn, Wirtschaftsräumen usw. ausgestattet. Auf dem angrenzenden Gelände werden Tennispläge, eine Aschenbahn und Spielplätze angelegt. Der neugegründete Reichsbahn- Turn- und Sportverein Gießen wird hier seine Uebungen abhalten. * Flugplag. Zwei Sportflugzeuge halten sich hier 3. 3t. auf, die heute und morgen abend besondere Flüge vorführen werden. Der Flugzeugplatz selbst ermöglichst durch neue Bodenbefeuerung ein reibungsloses Landen und Starten. * Vom Amtsgericht. In Geldstrafen wurden eine Reihe Studenten genommen, die einen sog.„ Studentenulk" zu ,, grobem Unfug" ausarten ließen. Das Luftschiff„ Graf Zeppelin", das am Sonntagmorgen zu einer Landungsfahrt nach Münster in Westfalen aufgestiegen war und seinen Heimweg über Kassel und Marburg nahm, flog 10.35 Uhr abends über unsere Stadt, lebhaft bewundert. Die Umrisse des Luftschiffes waren schwerlich zu erkennen und nur durch die erleuchteten Gondeln konnte man sich einigermaßen die gigantische Größe vorstellen. Landstuhl. Beim Rundstreckenrennen am Sonntag streifte ein Motorradfahrer einen Baumast und wurde aus der Bahn in die Zuschauermenge geschleudert. Es gab sieben Schwer- und einige Leichtverletzte. Oppenheim. Die französische Gendarmerie, als Restbestand der Besatzungstruppen, wird am 20. Juni die Stadt verlassen. Wezlar, 17. 6. In einer Sigung der Amtsvertreter des Bürgermeisteramtes Hohensolms wurde die Neubesetzung der Bürgermeisterstelle beraten. Berufsbürgermeister Tischler wird am 1. Oktober pensioniert. Entsprechend einem Beschluß vom Januar dieses Jahres soll die Stelle nicht mehr mit einem Berufsbürgermeister besetzt werden, und die Amtsvertreter faßten den einstimmigen Beschluß, Oberstleutnant a. D. v. LoßbergWetzlar als Kommissarischen Bürgermeister dem Oberpräsidenten zur Ernennung vorzuschlagen. Oberstleutnant von Loßberg war 1923 von Braunfels nach Wetzlar übergesiedelt und leitet seit mehreren Jahren ehrenamtlich die Beratungsstelle für Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene. Berichtigung. In der Nummer 47 vom 14. Juni 1930 ist auf der dritten Seite bei der Vorschau über die Marburger Festaufführung des„ Kaufmann von Venedig" ein Fehler unterlaufen. Es muß natürlich ,, Ludwig Wüllner" und nicht Ludwig Müller heißen. Aufmerksame Leser werden das schon beim Lesen des Artikels bemerkt haben. * Von der Universität. Für das Fach der Pharmakologie wünscht sich an unserer alma mater Dr. med. Eichler zu habilitieren. Er hält morgen in der kleinen Aula seine öffentliche Probevorlesung über Rauschgifte. * Ein Eisenbahner- Ehrenmal. Die Errichtung eines Ehrenmals für die gefallenen Eisenbahner des Weltkrieges beabsichDas Steingewerbe in Beuern. Von Wilhelm Arnold V., Beuern. 1. Fortsetzung. Aus Nah und Fern. Ober- Widdersheim. Bei der Heuernte ereignete sich Ende letzter Woche hier ein schwerer Unfall. Auf abschüssiger Straße versagte am beladenen Heuwagen die Bremse, der Fahrer K. Eiser 1. kam zu Fall und das Fuhrwerk ging über ihn weg. Beide Beine sind gebrochen. Der Bedauernswerte mußte in die Gießener chirurgische Klinik geschafft werden. Bad Nauheim. Ein Schadenfeuer vernichtete das Dachgeschoß des Kinderheimes ,, Sonnenblick" in der Burgallee. Die Feuerwehr konnte in mehrstündiger Arbeit eine größere Ausdehnung des Feuers verhindern. Die Entstehungsursache ist noch unbekannt. Weilburg. Der Leiter des Kreiswohlfahrtsamtes des Oberlahnkreises, Fechner, ist wegen amtlicher Verfehlungen verhaftet worden. Alsfeld. Hier treibt zur Zeit eine raffinierte Einbrecherbande ihr Unwesen. Die Aufspürung derselben ist jetzt von der Landeskriminalstelle Gießen übernommen. Brander Der Vier nicht ben gewi gegen in den weife fogar üb wert ist die gl Montabaur. Die Stadt Montabaur feiert vom 21. bis 23. Juni ihr tausendjähriges Bestehen. Neustadt b. Marburg. Ein blutiger Zwischenfall ereignete sich hier auf der Kirmesfeier. Ein Neustädter Bursche Völker hatte einem anderen Burschen, der aus Alsfeld stammen soll, ein Glas Bier umgeschüttet. Als er die Aufforderung, ein anderes Glas Bier zu bestellen, ablehnte, forderte der Alsfelder den Neustädter auf, ihm zu folgen. Unmittelbar beim Festplat gab der Alsfelder auf Völker drei Revolverschüsse ab, von denen zwei trafen. Der Schwerverletzte wurde in die Marburger Klinik überführt, der Alsfelder wurde verhaftet. Gelnhausen. Opfer eines Blizes. Bei den Gewittern Ende voriger Woche tötete ein Blitz in Kempferbrunn eine 54jährige Frau, einen 12jährigen Jungen und 26 Schafe. Eldracher in Heidelberg. Aus einer hiesigen Klinik sprang eine aus Berlin stammende Laborantin aus dem Femster und verletzte sich so schwer, daß sie starb. verwies. Gu Sprüngen er beachtliche infofern ein 45,46 Meter Meter brach waren auch die Berliner um Westdeu auch bei der L umdrehten un wiejen 110 Meter Sür 16,2 Gefun Augsburg. Als Auftakt der Konfessionsfeier fand die feierliche Eröffnung der Reformationsausstellung statt, die in den Fürstenzimmern des Rathauses untergebracht ist. Verdienst im allgemeinen mehr zur Verwilderung der Sitten, als zur Hebung des Wohlstandes und Veredlung von Sitte und Moral beitrug. Was den Gang des Geschäftes betrifft, so war derselbe, gleich von Anfang an, kein günstiger, und der in die obwaltenden Verhältnisse des Werkes Eingeweihte konnte die Unhaltbarkeit desselben schon zeitig genug voraussehen. Die Verwaltung war eine wenig musterhafte und wurde auch durch die von Düsseldorf heraufgeschickten Leute( Schachtmeister Lehr, Bauführer Bröel u. a.) nicht aufgebessert, da dieselben durch Als bei ihre technische Unkenntnis wieder viel verdarben. weiterem Vordringen in das Gebirge, wie gewöhnlich, die Ergiebigkeit nachließ, machte man westlich der alten Brüche einen neuen Einschnitt, der große Summen verschlang, aber fast vollständig versagte. Nach ungefähr dreijährigem Betrieb mußte das so glänzend begonnene Unternehmen eingestellt werden. Nach einer Aeußerung des Herrn Heinjes, des Hauptes der Gesellschaft, er habe 30 000 Thaler ins Hessenland geschleppt, müssen die Einbußen derselben nicht geringe gewesen sein. Geschäfts100 Meter: 1. 3. Geerlin 400 Meter: 1 3. Rifters 1500 Meter: Minuten. 800 Meter: 1 Min.; 3 Stabhochiprun 23. 3,509 Speerwerfen: 59,50 Me Distuswerjen 44,97 Me Hochsprung: 3. und 4. lich, das Glück haftete sich auch dort an seine Fersen. Etwas östlicher von der Stelle, wo die Alten gewesen waren, auf billig erworbenem Gemeindegelände, harrte ein prachtvolles Gestein der Ausbeutung, das auch, indem es nahezu zu Tage trat, äußerst leicht zu gewinnen war. Die natürlichen Verhältnisse lagen hier viel günstiger, als am roten Holzberge, und Sommerlad hätte sicher wieder ein glänzendes Geschäft haben können, wenn er sich jetzt auf gediegenere Unterlagen gestellt und sich nach der Decke gestreckt hätte. So war die Dauer seines Betriebes auch hier nicht sehr lange und bald sah er sich wieder zum Verkauf genötigt. Diesmal war es ein gewisser Fuhr aus Homberg an der Ohm gebürtig, mit welchem er um den Kaufpreis von 3600 Mark einig wurde. Damit trat Sommerlad aus dem gewerblichen Leben heraus. K. Sommerlad hat besonders gediegene Stücke zu Denkmälern verarbeitet. Man fand solche bis zu 4 Meter Länge vor, die meist zu Torpfeilern und Brunnentrögen hergerichtet wurden. Auch Teile des ehemaligen Bürgermstr. Weimarischen Anwesens waren aus jener Masse erbaut. Da aber die Gewinnung des brauchbaren Steines mit dem weiteren Vordringen in das Gebirge immer schwieriger wurde, so fehlte es dem von Haus aus wenig bemittelten Unternehmer an dem erfor= derlichen Betriebsgeld. Er sah sich nach einem besser ausgerüste ten Käufer um und fand einen solchen in der Düsseldorfer Baugesellschaft J. Heinjes. Die Bedingungen waren günstig. Der Kaufpreis betrug 5000 Gulden. Sommerlad wurde mit der Leitung des Geschäfts betraut und erhielt monatlich 70 Gulden Gehalt nebst Vergütung aller Auslagen. Wenn man hinzu- liche Krache waren damals an der Tagesordnung. Es waren rechnet, daß Sommerlad auch noch mehrere Söhne hatte, die ebenfalls einen schönen Lohn verdienten, so muß man sagen, der Mann war wirklich damals ein Liebling der Götter, zumal er nebst Gemahlin und Kinder sich auch der besten Gesundheit erfreute. Doch mit des Geschickes Mächten ist kein ew'ger Bund zu flechten. die sogen. Gründerjahre, die Zeit nach dem großen Kriege, in sen hatte. Für die Arbeiterbevölkerung Beuerns brachte das der sich der französische Milliardensegen ins Land ergosUnternehmen der Düsseldorfer Gesellschaft eine schätzenswerte Ausbesserung des Lohnes, der Geschäftswelt erhöhten Verkehr, selbst mancher Bauersmann erzielte durch den Verkauf von Ländereien im Bereich des Werkes hübsche Einnahmen. Spätere Ausbeutungsversuche auf dem Gelände der Gesellschaft, wie der von Jünger- Reiskirchen und Fuhr- Beuern, waren gänzlich erfolglos. Im März 1873 begann eine rege Tätigkeit an der südlichen Abdachung des roten Holzberges sich zu entfalten und ein Unternehmen wurde ins Werk gesetzt, wie man bis dahin noch nichts derartiges hier gesehen hatte. Bald waren an 50 Mann beschäftigt, zum größten Teil aus Beuern selbst, aber auch aus den umliegenden Orten, sogar von der Rabenau. Bis dahin fand sich in unserer Gegend noch fast eine rein bäuerliche Bevölkerung vor, aber wer nun einigermaßen zu Hause abkommen konnte, eilte in den Steinbruch, um hohen Lohn zu verdienen. Der alte Bauernstolz, der mit einer gewissen Geringschätzung auf die Steinbrecher herabsah, brach sich plötzlich und man heimste den schönen Taglohn von 1 fl. bis 1 fl. 12 Kr.( 1,70 bis 2,36 Mt.) gern ein. Besonders hoch kamen die Steinhauergesellen, welche auf Stüd arbeiteten; sie verdienten 2 bis 3 oder mehr Gulden den Tag. Der alte Sommerlad sagt in seinen Aufzeichnungen, daß er damals den durchschnittlichen Arbeitslohn um ein Dritte! erhöhen mußte. Indeß spielte der Trunk und verschwenderisches Treiben, besonders unter den jugendlichen Leuten in jener Zeit noch( oder sagen wir richtiger, wie immer, unter solchen Umständen, D. Red.) eine bedeutende Rolle, so daß der reichliche - 200 Meter: Gef.; 3. Weitsprung: Meter; Meter. Angelitoßen: 13,55 Me 4 mal 100 deutschla Deutschla 5000 Meter 15: 40,1 Olympische land3: 2 deutschl Endergebni 1. Bran Puntte; 3.2 30,5 Puntte. Frauent Am verg die zweiten burg, anläg boten auch lerinnen der Weklar war burgern zu stellte die m Frauen" d aufgezogen, ter, Herr M richter versta schnell abzum nicht ab. W ohne Erfolg, wie immer, di 100 Meter- Sto Weglar in ble war nur durc Schwarz, Mül einen recht g Minuten hera Fuhr hatte mit seinem Bruder unter dem Bauführer Seit an der Kirche zu Ulrichstein gearbeitet, zu welchem Bau die Rohsteine vom Kahlenberge bei Londorf geliefert wurden. Später richtete Seitz selber einen Steinbruch an der Westseite des genannten Berges ein, mit dessen Leitung die beiden Brüder betraut wurden. Da man gewaltige Felsen hier vorfand( Stücke von 24 bis 36 Fuß die längsten Maße, die je aufgeschlossen wurden), erweiterte der Betrieb sich immer mehr und wurden bis auf 100 Mann beschäftigt. Den Höhepunkt erreichte das Geschäft in den 70er Jahren( 1873), als die neuen Hafenanlagen am Gartenfeld zu Mainz ausgeführt wurden. Da aber die beiden Brüder später nicht mehr gut miteinander auskom men konnten, trennten sie sich im Jahre 1878, und es kam nun zu dem bereits gemeldeten Kaufe des Sommerlad'schen Bruche am Ziegelberg oder in der Lorsbach bei Beuern. Da die daselb befindliche Bude in dem Kaufvertrag nicht aufgeführt war, ent stand Streit darüber und Fuhr mußte noch 150 Mark weiter bezahlen. Die Familie des Fuhr wollte den Kauf wieder rüd gängig machen und bot Sommerlad 500 Mt. Abfindungssumme, worauf derselbe jedoch nicht einging. Das Geschäft entwickelte sich zwar gut. Wie erwähnt, wurde ein schöner, dichter Stein am Ziegelberg gewonnen, aber der alte Fuhr war nicht der Mann zu einer gediegenen Weiterführung des Betriebes. Erst sein Sohn( Johannes) hat das Geschäft, wenn auch mit den größten Schwierigkeiten, durch Fleiß und Umsicht in die Höhe ge bracht. Im Laufe der Zeit kaufte er zu dem beschränkten Sommerlad'schen Gelände noch die angrenzenden Grundstücke, darunter die nach dem Ort hin gelegenen Brüche von Belling und Joh. Sommerlad hinzu. Diese waren an der Stelle, wo die Alten ihre Steine zum Kirchenbau gewonnen hatten, entstanden. Fortsetzung folgt. Die schönen Tage am roten Holzberge, bezw. in den gesellschaftlichen Brüchen, waren vorbei. Nicht minder als die Arbeiter empfanden es auch die Vorgesetzten und Leiter, insbe sondere Herr K. Sommerlad selbsts. Aber man kam nicht aus der Fassung.„ Jetzt gehen wir an den Ziegelberg", sagte der damals noch recht rüstige und lebenslustige Mann, und tatsäch5 Zwischen Heinjes und Sommerlad spielte sich noch ein 7- jähriger Prozeß ab. Bei der Beilegung desselben soll Ersterer Sommerlad auf die Schultern geklopft und gesagt haben:„, Hätten wir noch einmal die 70er Jahre!" Die ehemaligen Heinjes'schein Steinbrüche sind seitdem_in verschiedene Hände übergegangen. Sie sind mit 25 Morgen Gelände und vielen hundert Kubikmetern Felsen nur ein wanderndes Wechselobjekt, Im Jahre 1917 sah sich die Gemeinde genotigt, wegen rüdständiger Steuern die Grasnuzung zu pfänden. Seit Abschaffung der Schafe hat sich das Gelände größtenteils in einen parfähnlichen Urwald verwandelt. Ruth. Raffel an Siegen er weite und 9 und zwar 9 er davon 4 erite, BiB. Gießen Waren die ferien gefallen lerinnen eben Mittageljen Don wo aus bein zu ihm Reichert Kämpferinne Ticher Zug l Deren befund über die er Die Eichenbl gejchiat. Her irt Hessen- H jamten Gau betonte bejon port geworbe in der D. ei gen Stunden wieder einma Daß es aller lich jehen m wieder. 100 m: 1. G lar 14,1 1900 Gi 200 m: 1. G 32 Gef.; 800 m: 1. G Min.; 3, 4 mai 100 m Ben 57,4 .48. Dielem fannten m, Ser 1,5 Bei Schotte rmitadi euervor tlich be Adelung dwünsche Itet. 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Brandenburg jiegt im Bierverbandskampf Sochiprung: 1. Störig- Kaſſel 1,35 m; 2. Schneider- Wetzlar 1,30 m; vor Westdeutschland. Der Vier- Verbandskampf im Kölner Stadion hatte leider nicht den gewünschten Publikumserfolg aufzuweisen, brachte dagegen in den einzelnen Konkurrenzen ausgezeichnete und teilweise sogar überraschend gute Leistungen. Besonders bemerkenswert ist die glänzende Form des Berliner Sprinters Körnig, der Eldracher in den beiden Sprintstrecken auf den zweiten Platz perwies. Gute Leistungen wurden auch in den Würfen und Sprüngen erzielt. Im Speerwerfen erreichte Weimann die beachtliche Weite von 63,15 Meter; im Distuswerfen gab es insofern eine Ueberraschung, als der Berliner Hähnchen mit 45,46 Meter dem Favoriten Paulus, Wetzlar, der es auf 44,97 Meter brachte, auf den zweiten Platzverwies. Hart umstritten waren auch die Staffeln. In der 4 mal 100 Meter Staffel mußte die Berliner Rebordmannschaft des SCC. sich sehr anstrengen, um Westdeutschland knapp niederzuringen. Aehnlich war es auch bei der Olympischen Staffel, wo die Westdeutschen den Spies umdrehten und Brandenburg tnapp auf den zweiten Platz verwiesen. Ergebnisse: 110 Meter Hürden: 1. Bescheznik, B. 15,5 Gef.; 2. Stödmann, W. 16,2 Sekunden. 100 Meter: 1. Körnig, B. 10,7 Set.; 2. Eldracher, S. 10,9 Sef.; 3. Geerling, M. 11 Set. Kremer, W. 11,7 Sefunden. 400 Meter: 1. Büchner, M. 49,2 Sef. 2. Single, S. 50,5 Sek.; 3. Kisters, W. 50,7 Set. 4. Schmidt, B. 51 Sekunden. 1500 Meter: 1. Neu, W. 4: 09,5 Min.; 2. Wichmann, B. 4: 10,8 Minuten. 800 Meter: 1. Saam, W. 1:57 Min. 2. Schwerdtfeger, B. 1: 57,2 Min.; 3. Paul, S. 1:58 Minuten. Stabhochsprung: 1. Wegener, M. 3,85 Meter 2. Stechemesser, W. 3,50 Meter; 3. Reeg, S. 3,40 Meter. Speerwerfen: 1. Weimann, M. 63,15 Meter 2. Schnackertz, W. 59,50 Meter. Distuswerfen: 1. Hähnchen, B. 45,46 Meter; 2. Paulus, W. 44,97 Meter. Sochsprung: 1. und 2. Bonneder, S. und Ladewig, B. 1,83 Meter; 3. und 4. Huhn, M. und Stechemesser, W. 1,80 Meter. 200 Meter: 1. Körnig, B. 21,2 Gef.; 2. Eldracher, S. 21,7 Sef.; 3. Geerling, M. 21,9 Sef.; 4. Mölle, W. 22,7 Sef. Weitsprung: 1. Meier, B. 7,20 Meter; 2. Biebach, M. 7,15 Meter; 3. Dobermann, W. 7,07 Meter; 4. Dürr, S. 6,71 Meter. Kugelstoßen: 1. Geraidaris, M. 14,09 Meter; 2. Schneider, S. 13,55 Meter; 3. Dobermann, W. 13,37 Meter. 4 mal 100 Meter Staffel: 1. Brandenburg 42,2 Set.; 2. Westdeutschland 42,3 Sef.; Süddeutschland 42,9 Set.; Mitteldeutschland 43,5 Sefunden. 5000 Meter: 1. Schaumburg, W. 15: 29,3 Min.; 2. Kohn, B. 15: 40,1 Minuten. Olympische Staffel( 800, 400, 200, 100 Meter): 1. Westdeutschland3: 21 Min.; 2. Brandenburg 3: 21,2 Min.; 3. Mitteldeutschland 3: 26,8 Min.; 4. Süddeutschland 3: 32,4 Minuten. Endergebnis und Gesamtklassement des Vierverbandskampfes: 1. Brandenburg 44, 5 Punkte; 2. Westdeutschland 40,5 Puntte; 3. Mitteldeutschland 33,5 Punkte; 4. Süddeutschland 30,5 Punkte. 3. Richtberg- 1900 Gießen 1,25 m. Weitsprung: 1. Störig- Kassel 4,73 m; 2. Schneider- Wetzlar 4,36 m; 3. Braun- 1900 Gießen. Kugelstoßen: 1. Schneider- Wetzlar VfL. 8,08 m; 2. Störig- Kassel 7,89 m; 3. Frey- Wetzlar 7,79 m. Speerwerfen: 1. Hüder- Kurh. Kassel 22 m; 2. Hollstein- 1900 Gießen 21,40 m; 3. Nidel- 1900 Gießen. Distuswerfen: 1. Luh- VfB. Gießen 25,10 m; 2. Frey- VfL. WetzIar 22,39 m; 3. Thiel- Kurh. Kassel 22,20 m. Dreikampf( 100 m, Hochsprung, Kugelstoßen): 1. Störig- Kassel 128 Pfte.; 2. Schneider- Wetzlar 118 P.; 3. Frey- Wetzlar. Jahrgang 1913-14: 100 m: 1. Müller- BFB. Gießen 14,8 Sef.; 2. Richtberg E.- 1900 Gießen 15,2 Sef.; 3. Hollmann- VfL. Weylar 15,4 Sek. Weitsprung: 1. Kuhn- VfL. Wetzlar 4,22 m; 2. Fischer- VfB. GieBen 3,96 m; 3. Richtberg- 1900 Gießen 3,68 m. 4 mal 100 m Staffel: 1. VfL. Weylar 61,3 Set.; 2. VfB. Gie= Ben 61,5 Sef.; 3. Kurh. Kassel 63,8 Set. Kugelstoßen: 1. Andrae- 1900 Gießen 7,23 m; 2. Kuhn- Weylar 7,06 m; 3. Hollmann- Wetzlar 6,85 m. Ballweitwurf: 1. Hollmann- Wehlar 56,50 m; 2. Schmidt- Kassel 54,80 m; 3. Ruhn- Wetzlar 53,60 m. Dreikampf: 1. Kuhn- Wetzlar 1519,4 Punkte; 2. Fischer- VfB. Gießen 1375,9 P.; 3. Hollmann- Wetzlar 1338,5 P. Jahrgang 1915 und jünger: 75 m: 1. Lösch- 1900 Gießen 11,1 Set.; 2. Metschke- VfL. Wetzlar 11,1 Set.; 3. Rnorz- VfL. Weylar 11.3 Sef. 4 mal 75 m: 1. Kurhessen Kassel 45,1 Set.; 2. 1900 Gießen 45,3 Gef. Weitsprung: 1. Metschke- Wezlar 3,96 m; 2. Lösch- 1900 Gießen 3,72 m; 3. Güth- 1900 Gießen 3,66 m. Ballweitwurf: 1. Lösch- 1900 Gießen 50,90 m; 2. Knorz- Weglar 46,40 m; 3. Schimpfe- Kurh. Kassel 46,30 m. Dreitampf: 1. Lösch- 1900 Gießen 1760,50 Punkte; 2. Knorz- VfL. Wetzlar 1539 P.; 3. Metschke- VfL. Wetzlar 1522 P. Leichtathletik der Spvgg. 1900 Gießen. Die Spielvereinigung 1900 hatte am Sonntag Hochbetrieb im Leichtathletiklager, in Marburg, Weilburg und Frankfurt kämpften die verschiedenen Gruppen mit ganz glänzendem Erfolg. Besonders die Jugend in Frankfurt wartete mit erſtklassigen Ergebnissen auf. Mit insgesamt 18 ersten, 23 zweiten und 16 dritten Siegen erbrachte die Abteilung den Beweis, daß Sie im Jubiläumsjahr auf beachtlicher Höhe steht. Die beste Leistung des Tages vollbrachte die Jugend- A- Klasse, indem sie die 4 mal 100 Staffel in 46,4 Sefunden(!!!) ohne Guthardt an sich brachte, womit der seit 1926 auf 47 Sekunden stehende Vereinsrekord für Jugend erheblich verbessert wurde. Ueber die Bezirksmeisterschaften der Frauen ist an anderer Stelle die Teilnahme der 1900erinnen zu lesen. Gauwettkämpfe in Weilburg. Gesamtwertung: 1. Spogg. 1900 68 Punkte; 2. Weilburger FV. 22 Punkte; 3. VfB. Gießen 19 Punkte; 4. VfL. Wetzlar 13 Punkte. Leistungsklasse 1: Frauenwettkämpfe des Bezirks Hessen- Hannover 100 Meter Lauf:: 1. Müller- Weilburg 11,5 Set.; 2. Guyot- 1900 in Marburg. Am vergangenen Sonntag tamen im Stadion zu Marburg die zweiten Bezirks- Frauen- Meisterschaften zum Austrag. Marburg, anläßlich der Festspiele im Festschmuck; bunte Fahnen boten auch unseren jungen, frischen, sonnengebräunten Sportlerinnen den ersten Willkommensgruß. Aus Kassel, Gießen und Wetzlar waren die Kämpferinnen herbeigeeilt, um mit den Marburgern zusammen ihre Kräfte zu messen. Kurhessen Kassel stellte die meisten Kämpferinnen und errang auch in der Klasse Frauen" die meisten Siege. Die Veranstaltung war recht gut aufgezogen, und alles klappte famos. Der Athletiksachbearbeiter, Herr W. Reichert Marburg, mit seinem Stab Kampfrichter verstand es ausgezeichnet, die einzelnen Konkurrenzen schnell abzuwideln. Ohne Murren ging es allerdings trotzdem nicht ab. Weklar protestierte einmal bei einem Lauf, jedoch ohne Erfolg, da alles in Ordnung war. Am schönsten waren, wie immer, die Läufe. Besonders hervorzuheben ist die 4 mal 100 Meter- Staffel des Jahrgangs 13-14, wobei man den VfL. Weylar in blendender Form jah. Die 3 mal 800 Meter- Staffel war nur durch den VfB. Gießen besetzt und zwar mit Frl. Schwarz, Müller und Eyelmüller. Auch diese Damen zeigten einen recht guten Lauf und holten die gute Zeit von 9: 04,2 Minuten heraus. Auch der 100 Meter- Lauf von Frl. StörigKurh. Kassel verdient besondere Beachtung. Den Löwenanteil an Siegen errang der VfL. Weziar mit 24, davon 6 erste, 9 zweite und 9 dritte, alsdann folgte Kurhessen Kassel mit 17, und zwar 9 erste, 4 zweite und 4 dritte; 1900 Gießen errang 15, davon 4 erste, 5 zweite und 6 dritte; zum Schluß folgte dann VIB. Gießen mit 7, und zwar 3 erste, 3 zweite und 1 dritter. Wären diese Meisterschaftskämpfe nicht gerade in die Pfingstferien gefallen, so hätte Marburg durch die studentischen Sportlerinnen ebenfalls eine größere Teilnehmerzahl gestellt. Zum Mittagessen wurde sich dann auf„ Bopps Terrasse" versammelt, von wo aus man gegen 16 Uhr, um noch einige Zeit das Tanzbein zu schwingen, nach dem Café Markus pilgerte. Herr Reichert begrüßte nochmals mit recht warmen Worten die Kämpferinnen und gab die Siegerlisten bekannt. Ein recht fröhLicher Zug lag in den Augen der Siegerinnen, aber auch die anderen bekundeten durch ihren reichen Beifall, daß auch sie sich über die errungenen Siege ihrer Klubkameradinnen freuten. Die Eichenblätter für die Sieger werden in aller Kürze nachgeschickt. Herr Beuermann, Leichtathletik- Referent im Beirt Hessen- Hannover, dankte Herrn Reichert und auch dem geamten Gau Marburg für die einwandfreie Durchführung. Er betonte besonders, daß noch mehr wie seither für den Frauenport geworben werden müsse, damit auch wir den Frauensport im der DT. einholen können. Nur allzu schnell gingen die wenigeen Stunden dahin, und man freut sich schon darauf, recht bald wieder einmal in Marburg starten zu können; ein Zeichen dafür, daß es allen aufs beste gefallen hat. In zwei Jahren hoffentlich sehen wir uns zu den gleichen Kämpfen hier in Marburg wieder. Die Siegerliste: Frauen: 100 m: 1. Störig- Kurh. Kassel 13,8 Set.; 2. Schneider- VfL. WetIar 14,1 Gef.; 3. Nidel- 1900 Gießen 14,5 Sef.; 4. Knab1900 Gießen 14,5 Sef. 2000 m: 1. Schlüter- Kurh. Kassel 31,1 Sef.; 2. Heinz- Kurh. Kassel 32 Sef.; 3. Umbach- Kurh. Kassel 32,6 Sek. 8000 m: 1. Schlüter- Kassel 3: 3,6 Min.; 2. Umbach- Kassel 3: 4,9 Min.; 3, Stühler- BFB. Gießen 3: 5,6 Min. 4 mal 100 m Staffel: 1. Kurhessen Kassel 57 Sef.; 2. 1900 GieBen 57,4 Gef.; 3. VfL. Wetzlar 58,6 Sef. 11,7 Sef.; 3. Geist- 1900 11,7 Sefunden. 800 Meter Lauf: 1. Bepperling- 1900 2,09 Min.; 2. Knigge- 1900 2,17 Min.; 3. Glagow- 1900. 5000 Meter Lauf: 1. Paul- 1900 17,21,5 Min.; 2. HeberlingWeylarer SV. 17,29 Min.; 3. Heise- VfB. Gießen weit zurück. Kugelstoßen: 1. Mohl- VFB. 12,67 Meter; 2. Schmelz- 1900 10,70 Meter; 3. Koch- VfL. Wetzlar 10,52 Meter. Hammerwerfen: 1. Mohl- VfB. 32,45 Meter; 2. Klös- 1900 23,60 Meter; 3. Franz- VfL. Wetzlar 21,40 Meter. Hochsprung: 1. Weil- 1900 1,70 Meter; 2. Hopfenmüller- 1900 1,55 Meter. Stabhochsprung: 1. VfL. Wezlar 2,85 Meter; 2. Jung- 1900 2,70 Meter. 4 mal 100 Meter Staffel: 1. 1900 Gießen 1. Mannschaft 46,8 Sef.; 2. Weiburger FV. 47,2 Sef.; 3. 1900 Gießen 2. Mannschaft. 4 mal 1500 Meter Staffel: 1. Spogg. 1900 Gießen 26,12,9 Sef. Leistungsklasse 2: 100 Meter Lauf: 1. Guyot- 1900 11,7 Gef.; Sef.; 3. Hopfenmüller- 1900. 2. Weil- 1900 11,9 400 Meter Lauf: 1. Fischer- VfB. 54,8 Set.; 2. Geist- 1900 55,1 Sef.; 3. Büttner- VfB. Weitsprung: 1. Weyl- 1900 6,00 Meter; 2. Maus- 1900 5,80 Meter. Leistungsklasse 3: 100 Meter Lauf: 1. Fernau- Weilburger FV. 11,4 Gef.; 2. Schwab- 1900 11,7 Sef.; 3. Maus- 1900 11,8 Sefunden. 1500 Meter Lauf: 1. Heberling- Wetzlarer SV. 4,37 Min.; Rod 1.- 1900 5,03 Min.; Zerndt- Weglarer SV. 3000 Meter Lauf: Koch 1-1900 11,19,8 Min.; 2. Goßmann- Weilburger FV. 12,00 Min.; 3. Meves VB. Weitsprung: 1. Bühler- Weilburger FV. 6,10 Meter;; 2. Weil1900 6,00 Meter; 3. Maus- 1900 6,00 Meter. Hochsprung: 1. Hopfenmüller- 1900 1,55 Meter; 2. Bühler- Weilburger FV. 1,55 Meter; 3. Müller- Weilburger FV. 1,45 Meter. Speerwerfen: 1. Bachmann- 1900 43,20 Meter; 2. Blank- Weilburg 39,15 Meter; 3. Bühler- Weilburger FV. 37,0 Meter. Kugelstoßen: 1. Franz- VfL. 11,01 Meter; 2. Schmelz- 1900 10,52 Meter; 3. Best- VfL. 10,31. Klasse 12-13: * Frankfurter Jugendwettkämpfe: 100 Meter Lauf: 1. Schickedanz- 1900 11,6(!); 2. Marr- VfL. Wetzlar; 3. Roch 2-1900 11,9 Gefunden. 800 Meter Lauf: 2. Mooz- 1900 2,13,9 Minuten. 1500 Meter Lauf: 3. Moog- 1900 4,45 Minuten. Kugelstoßen: 1. Kilo- VsL. Weylar 14,28 Meter; 2. Will- 1900 13,26 Meter. Speerwerfen: 3. Will- 1900 39,00 Meter. 4 mal 100 Meter Staffel: 1. Spvgg. 1900 Gießen 46,4 Sef.(!!); 2. Eintracht Frankfurt 47,1 Sef.; 3. Fußball- Sportverein Frankfurt. Klasse B: 100 Meter Lauf: 3. Gräf- 1900 12 Gefunden. 800 Meter: 1. Baumstieger- 1900 2,15,7 Min. 2. Schäfer- Eintracht Frankfurt 2,19,2 Minuten. 4 mal 100 Staffel: 2. Spvgg. 1900 49,2 Gefunden. Weitsprung: 2. Gräf- 1900 5,80 Meter. Dreikampf: 2. Gräs- 1900. Nr. 48. PSV. Berlin DSB.- Handballmeister. Sportfreunde Siegen nach dreimaliger Verlängerung 11:10 ( 10:10, 8: 8, 3: 4) geschlagen. 15 000 Zuschauer! Hagen, 15. Juni. Bei hervorragendem Wetter hatten sich in Hagen etwa 15 000 Zuschauer zum Endspiel um die deutsche Meisterschaft der DSB. im Handball zwischen der Berliner Polizei( brandenburgischer Meister) und Sportfreunde Siegen ( westdeutscher Meister) eingefunden. Diese Besucherzahl bedeutet für Handball einen Reford. Bereits nach einer Minute fiel das erste Tor für Berlin. Kurz darauf glich Siegen durch Hubert aus. Siegen blieb weiter stark im Angriff und schon nach weiteren drei Minuten konnte der westdeutsche Meis ster den Führungstreffer erzielen, den wiederum Hubert warf. Aber nicht lange darauf zog Berlin gleich, und zwar durch den Mittelläufer Kirchhoff. Doch Siegen gab keine Ruhe und eine Minute später lag es wieder mit 3: 2 in Führung. Zwei Minuten nach dem Sieger Führungstor glich Barthel für Berlin wieder aus. 3: 3. Das Spiel wurde jetzt vollständig offen. Kurz vor Wechsel erzielte Siegen den vierten Treffer und führte Viertelstunde klar überlegen und erhöhte bis auf 7: 4. Berlin bei Halbzeit 4: 3. Nach der Pause war Siegen in der ersten ließ aber nicht loder und es gelang dem brandenburgischen Meister, bis zum Ende der regulären Spielzeit ein 8: 8 herzustellen. Es folgt eine Verlängerung zweimal 10 Minuten. Beide Mannschaften waren stark abgekämpft. Aber auch mit dem Ablauf der zweiten Verlängerung war das Spiel noch nicht entschieden. 10:10 lautete das Ergebnis, ein Zeichen für die Härte und zähe Verbissenheit des Kämpfens. Nun kam es darauf an, wer in der dritten Verlängerung( bis zur Entscheidung) das erste und entscheidende Tor erzielt. Das gelang Berlin durch einen Strafwurf. Nach dem verwandelten Strafwurf wurde das Spiel, den Regeln entsprechend, sofort abgebrochen. Es hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck. Beide Mannschaften waren gleichwertig. Hirschfeld verunglückt. Der deutsche Weltrekordmann im Kugelstoßen, Emil Hirschfeld( Allenstein), ist durch einen Motorradunfall außer Gefecht gesetzt worden. Er wurde bei einem Zusammenstoß mit einem Fuhrwerk vom Sozius geschleudert und erlitt einen linken Unterarmbruch. Dadurch ist seine Mitwirkung bei den englischen Leichtathletikmeisterschaften vom 4. bis 5. Juli in Stamford Bridge hinfällig geworden. Fußball. Ergebnisse aus dem Bezirk. SC. 03 Kassel Sport Kassel Melsungen - Spielverein 5: 1( 1: 1) Kurhessen Kassel 4: 1( 3: 1) Hermannia Kassel 1: 4( 1: 1) SC. Wende 4: 1 FC. 1910 Grone 1: 3 Würzb. SpV. 8: 3( 2: 2) Hessen- Preußen Kassel 3: 0 Spogg. Göttingen VB. Northeim Borussia Fulda Alsfeld - 1900 Gießen Niedergirmes 1. VIB. Gießen 2. Niederohmen 1. Niederohmen 2. - - - Frankfurt- Bergen 2: 4( 2: 1) Herborn 1. 5: 2( 4: 2) Aplar 1. 4: 2( 2: 2) VFB. Gießen tomb. 1: 8( 0: 2) Geilshausen 1. 6: 1 - SpV. Dahlheim- Wetzlar 2. D.J.K. Wetzlar 1. 1: 4( 1: 3) Niederohmen Jgd. VfB. Gießen Jgd. 2: 6 1900 Gießen 1. Bergen- Ffm. 2: 4( 2: 1). Das Spiel gewann nicht die bessere, aber die eifrigere Mannschaft, die besonders zum Schluß die nötige Ausdauer zeigte. Die Frankfurter zeigten im großen und ganzen einheitliche Leistungen, die aber nur Durchschnitt waren. Bei den Hiesigen war Brambach im Tor gut, auch Hoffmann zeigte gewohntes Können. Jäckel allerdings fiel ab, auch hat er einen Handelfmeter verschuldet. Die Läuferreihe in der Besetzung Kay, Langsdorf Glitsch war gut. Der Sturm aber kam nicht über gute Einzelleistungen hinaus. Der beste Mann in ihm war Heilmann. Balser auf linksaußen fiel ab. Spielverlauf: Nach fast 30 Min. ging Ffm. in Führung. Durch Elfmeter glich 1900 aus. Kurz darauf sandte Heilmann das 2. Tor für die Blau- Weißen ein( Vorlage von Balser). Nach der Pause stellte Ffm. die Partei remis durch Elfmeter. Während der Kampf bisher die 1900er immer ein wenig in Front sah, wurde die Mannschaft nun langsam schlapp, ließ nach und die Gäste tamen im gleichen Maße auf. Durch schönes Drei- Innenspiel konnten die Ffm. ihr besseres Stehvermögen durch zwei weitere Tore auswerten. Der Kampf war fair und nicht ohne spannende Momente. Schiri Philipp- Großen- Bused leitete gut. VfB. Gießen 2. - Azlar 1. 4: 2( 2: 2). Das Treffen am Samstag war schon ziemlich lange ge= plant und war als Abschiedsspiel einiger VfB.er gedacht. In der 1. Halbzeit verlief das Spiel sehr fair und war auch ausgeglichen. Bei der 2. Halbzeit mußten zwei Herrn von Aßlar das Spielfeld verlassen, weil sie, anstatt nach dem Ball zu treten, ihre Mitspieler unsanft bearbeiteten. Der Schiedsrichter tonnte im großen und ganzen gefallen, muß aber noch einiges lernen. Sportverein 1925 Niederohmen. Vergangenen Sonntag weilten die Gießener VfB.er mit einer kombinierten Mannschaft hier und gewannen erwartungsgemäß 8: 1( 2: 0). Die Niederohmer konnten gegen die routinierten VB.er nicht aufkommen. Der Sieg der Gießener hätte nicht so hoch auszufallen brauchen, Niederohmen spielte in der zweiten Halbzeit sehr zerfahren. Vorher spielte Niederohmen 2. Geilshausen 1., den Meister der Gautlasse 2. und gewann hoch mit 6: 1. Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, daß Geilshausen sehr ersatzgeschwächt antrat. Vormittags fand ein Freundschaftsspiel der Niederohmer Jugend gegen eine kombinierte Jugendmannschaft des BfB. Gießen statt. Auch hier unterlagen die Niederohmer der technisch besseren Jugendmannschaft aus Gießen mit 2: 6. Abends vorher weilte der Gau- Fußball- Sachbearbeiter, Herr Henkel aus Gießen, hier und hielt vor über 100 Mitgliedern einen sehr belehrenden Vortrag, der allgemeinen Beifall fand. Es wäre zu wünschen, daß öfters Herren des Gaues sich bei den Landvereinen sehen ließen, um so das Vertrauensverhältnis zwischen der Gauleitung und den Vereinen besser zu gestalten. liefert Druckarbeiten Albin Klein, Giessen. billigst Mittwoch, den 18. Juni 1930. ,, Gießener Zettung" Nr. 48. Hertha BSC. Berlin- 1. 1. FC. Nürnberg 6: 3( 3: 3) in Leipzig.| Leistungssteigerung und Höchstleistung. Holstein- Kiel- Dresdner EC. 2: 0 Dresdner EC. 2: 0( 0: 0) in Duisburg. Die Vorschlußrunde um die deutsche Fußballmeisterschaft| ins Schwanken geriet. Die stärkste Stelle war noch Lindner, gehört der Vergangenheit an. In beiden Spielen brachte sie unerwartete Ergebnisse und noch unerwartetere Sieger. In Leipzig hatte der 1. FC. Nürnberg mit 3: 6 gegen den Berliner Meister Hertha BSC. das Nachsehen, nachdem die Seiten mit 3: 3 gewechselt worden waren, während in Duisburg der mitteldeutsche Verbandsmeister DSC. gegen Holstein Kiel, die Ueberraschungself in der diesjährigen Sechzehner- Runde, mit 0: 2 den Kürzeren zog nach torlosem Wechsel. Die Wenn und Aber, Warum und Wie müssen nunmehr verstummen, wo Tatsachen reden. Und diese Tatsachen melden Hertha BSC. und Holstein Kiel als Sieger und gleichzeitig als Gegner des am kommenden Sonntag stattfindenden Schlußspiels. Wenn mit den beiden zweifellos überraschenden Ergebnissen etwas versöhnen kann, so ist es das, daß sich nunmehr im letzten Gang um die deutsche Fußballmeisterschaft wiederum zwei Verbandsmeister gegenübertreten- was der inneren Struktur des sportlichen Gedankens zweifellos am meisten entspricht. Hertha BSC. - * Holstein Kiel in Düsseldorf. Die Entscheidung um die Deutsche Fußballmeisterschaft ist nach dem Düsseldorfer Rheinstadion anberaumt worden. Die Endspielgegner Hertha- BSC. und Holstein Kiel gehen unter Leitung des Essener Schiedsrichters Guyenz um 17 Uhr in den großen Kampf, der am 22. Juni stattfindet. * Hertha BSC. Berlin 1. FC. Nürnberg 6: 3( 3: 3) in Leipzig. Ein typischer Meisterschaftskampf. Der Club geht mit 2: 0 in Führung, verfällt aber der Zermürbung. Ein schlechter schlechter Schiedsrichter. 30 000 Zuschauer. - Ein großer, einwandfreier Triumph Herthas! Dabei sah es anfangs so düster aus um ihr Schicksal. Denn ihre Elf hatte einen schlechten Start. Nervosität hemmte Körper und Geiſt. In der Verteidigung fesselte Wilhelm, die Läufer spielten miserabel ab und mußten, von den Nürnbergern oft arg bedrängt, der eigenen Sturmfront jede Gefolgschaft versagen. Bedenklich stand es um ihren Sturm. Keine Führung, keine Klarheit, dafür Starrheit, Hast und mangelhaftes Stellungsspiel. So geriet Hertha BSC. nach 24 Minuten in einen schier hoffnungslosen 0: 2- Rückstand! Dann aber zeigte sich die glänzende geistige und körperliche Elastizität der Berliner. Fast schlagartig war der Kontakt da, bewirkt vor allem zunächst durch einen bravourösen Elan und Siegeswillen. Der Sturm wurde plötzlich zur Fanfare. In mächtigem, auf engem Raume konzentriertem Vorstoße wurde der erste Gegentreffer erzielt und wenige Minuten später sogar der Ausgleich. Kalb litt unter der Hitze und dem Tempo. Eine Verletzung warf ihn immer mehr zurück. Zwar hatte man zunächst den Eindruck, als könne Kalb zwar spielen, aber nicht die Zähne zusammenbeißen, als er jedoch in der zweiten Halbzeit auf Lintsaußen ging und dort bald nur noch wie ein schwer verwundeter Stier umhertaumelte, erkannte man, daß er tatsächlich am Rande seiner Kraft war. Schließlich tat er das einzig richtige und trat eine Viertelstunde vor Schluß ab. Ohne diesen Rückenhalt einer stabilen Läuferreihe war natürlich auch der Nürnberger Sturm ein Wrack geworden. Schmitt, der junge Mittelstürmer, war noch der beste aller Nürnberg. Hornauer befand sich noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Reinmann acerte oft unnötig. Der Rest wurde ebenfalls immer mehr zum Schweigen verurteilt. So zerbrach der Club an der größeren Ausdauer und der jugendlicheren Kampfesweise Herthas. Sie hatte ihre Besten in Gehlhaar, Völker, Leuschner und Kirsei. Der berühmte rechte Flügel Sobek- Ruch enttäuschte in der ersten Halbzeit. Nach der Pause leistete er mehr, ohne jedoch überragend zu sein. Von jetzt ab kamen die Berliner in volle Fahrt! Die Kombinationen wurden sauber, im Tempo und in der Mannigfaltigkeit schneller und reicher. Und als gar ein Elfmeter Ruchs die 3: 2- Führung brachte, begann sichtlich, wenn auch langsam, die Herrschaft der Sobeckelf. Und seltsam, jetzt zeigte sich's, daß das Gefüge des Altmeisters brüchig und spröde geworden ist. Die Elastizität der Jugend fehlt. Popp und Kugler verloren ihre anfängliche Sicherheit, zumal vor ihnen die Deckungsfront Lindner, Kalb, Fuchs allmählich Sportliches Allerlei. Meisterschaft von Deutschland. Endlauf am 3. August 1930 im Berliner Stadion. Im Einvernehmen mit dem Verband Deutscher Radrennbahnen und der Deutschen Rennfahrer- Vereinigung hat der Sportausschuß des Bundes Deutscher Radfahrer beschlossen, die Berufsfahrermeisterschaft von Deutschland über die kurze Strede nach Punktwertung austragen zu lassen. Der Kampf war hart und wurde erbittert durchgeführt. Die schlimmste Entartung waren einige Hohnrufe roher Fanatiker zu dem verletzten Kalb und die Drohungen gegen den Schiedsrichter Manger- Düsseldorf, denn der Düsseldorfer war dem Kampfe nicht gewachsen. * Holstein Kiel- Dresdener SC. 2: 0( 0: 0) in Duisburg. Mit der Ausführung jeder Sportart ist fast naturnotwendig ein ständiges Streben nach Formverbesserung verbunden. Das Training gibt die Gelegenheit, den Körper so vorzubereiten, daß er leistungsfähiger wird. Es geschieht dies gleichsam aus sich selbst heraus durch Gewöhnung an sportliche Arbeit. Hierdurch befähigt, vermag der Körper immer mehr herzugeben, so daß wir also einen physiologischen Vorgang vor uns haben. Aber nur wenn eine allgemeine Durchbildung vorangegangen ist, sind die rechten Vorbedingungen zu einer weiteren Leistungssteigerung gegeben. Das ist namentlich beim Training der Jugend zu beachten. Wenn man schon mit recht gemischten Gefühlen vom Standpunkt der Dresdner die Begnung mit Holstein Kiel deshalb ansah, weil die Mannschaft Pfingsten in Schalke nicht die Leistungen zeigte, die von einem mitteldeutschen Meister hätten erwartet werden können, so wurden die Siegesaussichten noch geringer durch die Ersazeinstellungen. Wesentlich war vor allem der Ausfall von Schlösser im Sturm. Die Läuferreihe hatte anscheinend zu sehr die Weisung erhalten, sich auf die Lahmlegung der Holsteiner Stürmeraktionen zu verlegen. Die erste Halbzeit zeigte das deutlich mit dem Erfolge, daß der Sturm immer allein Angriffe einleiten mußte. Hoffmann, der sich um die Verbindung zwischen Sturm und Läuferreihe bemühte, fehlte dann naturgemäß, wenn im Strafraum der Kieler ein Scharfschütze gebraucht wurde. Die lichten Momente, die Köhler hatte und wenn er diese hatte, wurde es immer recht brenzlich im Strafraum der Kieler genügten nicht, um die Läuferreihe und die Verteidigung der Kieler unter erhöhtem Druck zu halten. Durch diesen Beschluß soll nicht nur ein Wunsch deutscher Radsportfreunde, sondern auch die Forderung der Rennfahrer auf Vermehrung der Fliegerrennen erfüllt werden. Die erste Folge dieses Beschlusses ist eine Verständigung der RennfahrerVereinigung mit dem Verband Deutscher Radrennbahnen ge> wesen hinsichtlich des Beschlusses der Rennfahrer auf Veran staltung von mindestens zwei Fliegerrennen an Dauerfahrertagen. Vortrag am Mittwoch, den 18. Juni 1930, abends 8 Uhr in Gießen, im großen Saale des früheren Hotel Einhorn" am Lindenplatz über Erleichterung und Beschleunigung der Ansammlung von Kapital für Neubau und Kauf von Eigenheimen sowie zur Ablösung von Hypotheken durch die Oeffentliche Bausparkasse Abtlg. der Landeskommunalbank- Girozentrale für Hessen in Darmstadt Darlehen zu nur 4% Zins+ Unveränderliche Tarife Klare Wartezeiten Absolute Sicherheit 4 Eintritt frei+ Freie Aussprache Wir laden Interessenten ein! Wer am Erscheinen verhindert ist, verlange unverbindlichen Vertreterbesuch. Baugenossenschaft 1894 Gießen Bezirkssparkasse Gießen Ganz anders dagegen war das gesamte Mannschaftsgefüge der Kieler. Die Steigerung der Leistungen muß durch fachgemäß ausgebildete, in ihrer Urteilskraft ausgereifte Leiter und durch sportärztliche Berater unterstützt werden, wenn sie erfolgreich sein und zu Höchstleistungen hinführen soll. Hierbei zeigt uns die Beobachtung, daß veranlagte Sportleute nur eine gewisse Zeit auf ihrer eigentlichen Höchstform zu halten sind. Praktisch scheint das oft nicht genug beachtet zu werden, denn es ist durchaus nicht selten, daß man gerade bei den Besten ein Uebertraining mit all seinen Erscheinungen und der Verminderung der Leistung findet. Der Sturm ist bekannt, daß er durch seine Schnelligkeit und auch das technische Vermögen Ludwigs und Ritters den Gegenspielern recht schwierige Aufgaben bereitet. Weiter war Voß auf dem rechten Flügel derart beweglich, daß er Herzog, der übrigens ganz beachtenswerte Abwehrarbeit leistete, immer wieder durchgehen konnte. Auf dem linken Flügel ist Esser bei weitem nicht mehr der einst so gefürchtete schnelle Stürmer. Was aber für die nützlichen Stürmerleistungen mit ausschlaggebend war, ist den Kieler Läufern zuzuschreiben. In der ersten Halbzeit war es besonders Ohm, der immer wieder nützliche Vorlagen zum Sturm gab, während Baasch und Lübke neben erfolgreichem Abwehrspiel sich auch an dem Aufbau der Sturmangriffe beteiligten. Bei der Erziehung zu Höchstleistungen spricht von vornherein die Individualität des Sportmannes ein gewichtiges Wort. Die einen verbessern langsam, dafür aber stetig ihre Form und bleiben dann auch eine ziemliche Zeit auf derselben Höhe. Andere hinwiederum machen mehr sprungweise Fortschritte, sind dann jedoch in ihren Leistungen unbeständig und wechselnd. Was die Art des anzuwendenden Trainings bei ihnen anlangt, so treten uns hier gewisse Verschiedenheiten entgegen; man muß sich also vor jeder Schematisierung hüten. Ob wir ein langsames, systematisch und allmählich sich steigerndes Training anwenden wollen oder aber, ob wir bei einzelnen, die es ganz gut ohne jede Schädigung vertragen, mehr ein größeres Maß von Leistungssteigerung durch in forciertes Training erreichen wollen, hängt ganz von der individuellen Verschiedenheit des Betreffenden ab, die uns hierbei unbedingt durch strenge Selbsbeobachtung unterstützen müssen. Es sind hier gewisser= maßen verschiedene Typen von Sportleuten zu finden, wo auch dem sportlichen Temperament ein Einfluß einzuräumen ist. Bis zu einem gewissen Grad haben sogar Temperatur und Witterungseinflüsse und manches andere mitzusprechen. Die Anwärter auf Höchstleistungen treten uns eben mehr oder weniger: als„ sensible" Naturen" entgegen, deren Eigenart beim Training unbedingt berücksichtigt werden muß. Auf den ersten Aufruf zur Austragung von Vorläufen zur Fliegermeisterschaft haben sich vierzehn Bahnen gemeldet. Da feine Bahn einen Fliegerlauf allein veranstalten, sondern diesen Lauf mit einem Rahmenprogramm umgeben wird, darf mit rund fünfzig Fliegerrennen bis zum 3. August, dem Tage des letzten Meisterschaftslaufes gerechnet werden. Zur Teilnahme an den Meisterschaftsläufen ist jeder deutsche Rennfahrer berechtigt. Bedingungslos meldende Fahrer müssen auf jeden Fall zugelassen werden. Die Meisterschaft der Dauerfahrer soll wie im vergangenen Jahr für alle Fahrer offen im Deutschen Stadion in Vorläufen und Endlauf zum Austrag gebracht werden. * Wanderfahrt des Landesverband Hessen im BDR. nach Weilburg. Nach dem herrlich gelegenen Lahnstädtchen findet am Sonntag, den 22. Juni, eine Wanderfahrt statt. Die Fahrer treffen bis 11 Uhr in Weilburg ein, am Schloßplatz ist Einzeichnung. Um 3 Uhr Abmarsch nach dem ,, Kurhotel Webersberg", daselbst Konzert und Tanz. Die Frage des Zeitpunktes der Höchstleistungen für den Trainierenden ist in der Praxis generell nicht lösbar. Je nach der Veranlagung und sportlichen Fähigkeit muß der Trainings plan verschieden gestaltet werden. Wenn man sich bemüht, an Hand von gut geführten Trainingslisten, die aber nicht nur nach der Stoppuhr aufgestellt werden dürfen, mehr Einblick in den Stand und die Fortschritte in der Leistungsfähigkeit des einzelnen zu gewinnen, so fann man wenigstens versuchen, nach längerer Beobachtung gewisse Fingerzeige für den etwaigen Zeitpunkt der Höchstform zu ge winnen. Jm allgemeinen darf man wohl behaupten, daß jeder veranlagte Sportsmann in bezug auf die Höchstleistung ein Studium für sich erfordert, zu dessen rechter Beurteilung viel Arbeitsfreude und großer Arbeitswille beiderseits gehören. Der Sporttreibende selbst wie der technische Leiter müssen sich darum die Hand zu gemeinsamer Arbeit reichen, um dem schwierigen, vielumstrittenen Problem der Höchstleistung näher zu kommen. Wie wir einerseits rein körperlich die Anwärter auf Höchstleistungen in ihrem sportlichen Training auf ein bestimmtes Ziel einstellen müssen, so bedarf es gleichzeitig auch der Unterstützung ihrer seelischen Fähigkeiten und Veranlagungen. Als eigentliche Triebfeder muß natürlich ein unbeugsamer Wille zur Erreich ung eines einmal gefaßten Zieles hinzukommen, er muy fich steigern bis zu stärksten Energie, die dann den Sieg und den Reford erzwingt. Wenn sich so die eigentliche Persönlichkeit ( im sportlichen Sinn) und eine Festigkeit des sportlichen Charafters herausgebildet haben, die um jeden Preis das Letzte aus sich herauszugeben vermögen, so werden Sportsleute herangebildet, die wirklich imstande sind, Höchstleistungen zu voll= bringen. Sportglossen. Sport aus Gesundheitsrücksichten ist für manche Leute etwas Abscheuliches. Die meisten Menschen treiben Sport, weil es ihnen Spaß macht und sie treiben ihn auch dann, wenn sie wis= sen, daß er sie körperlich ruinieren wird. Höchstleistungen im Sport sind notwendig, weil sie zur Nachahmung anspornen und das allgemeine sportliche Können fördern und steigern. Nur die Auswüchse eines einseitigen Sports sind zu verwerfen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Bis 800 Mark Waschen Sie so, Monals- Verdienst wie Wissenschaft u. Praxis es als richtig erkannt haben: Mit Dr. Thompson's Seifenpulver wer anders wäscht, macht es falsch. uckerkranke Wie Sie ohne das nutzlose Hungern Zu OSCHUTZ MARKE THOMPSON'S SEIFENPULVER Wir fuchen Buderfrei werden fönn., sagt jed. un- verkäufl. Hauser entgeltl.ph.Hergert, Wiesbaden.Rückertstr.177b jed. Art zwecks UnterGrossverlage sucht tüchtigen Abonnentenwerber Gefl. Angebote unter F. M. 653 an Ala, Haasenstein& Vogler, Frankfurt a.M. Zigarettenfabrik vergibt Vertretung. Postschließfach 8 Leipzig N. 21 Es werd. eine Anzahl tücht. Personen ges., gleich welchen Berufes Vertreter für Strickwarenfabrik od. Geschlechtes. Sehr Tüchtiger arbeitsfreudiger Herr per sofort günst. 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