Nr.9 Die Bolts: führt dem tiche Reichspo nube zu made e einen imme rat zur Verfi Belange alle ng ihres Perje fördern. rgang, Heraus Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. - Für Aufbewahrung oder RüdKonkordia- Be Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- ahrgang die fendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. ertes überrajd in freundliche in ihrer inter n läßt. Die otto dieses Ro der 29 Reichs Den Grenzbahn um geflügelten n durch deutsche men Deutschland Original- Bei nd mit Verjen 1931. Verlag Mt.- Diefer Freude und Be en unserer Zeit tarischem Wert me verdient. iedenartig die denen sie sich Große Wunsch dieren Sie den en erschienenen Heft 50 der hulkindern aus Sffentlicht. Sie vor dem Fest talien" und die - 3. Nr. 50 be allgemeine Be in Gießen. l! dern Groß chsen, halten. Bstädte unser als inzuS xon" rtikeln, Bilder bellen. gendCosten e Ver exikon unsch, Werke Tie Anehlung Be 28 Be 28 ist: クチ 43. Jahrg. Bolitische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Zwischen den österreichischen Parteien laufen Verhandlungen über die Einsetzung eines Handelspolitischen Ausschusses im Nationalrot, dem die Aufgabe zufallen soll, die österreichischdeutschen Wirtschaftsbeziehungen zu studieren und Vorschläge zur Borbereitung eines engen Wirtschaftsbündnisses bezw. eine Zollunion mit dem Deutschen Reiche zu erstatten. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 17. Dezember 1930 Im Berliner Westend- Sanatorium verschied der sozialdemofratische Reichstagsabgeordnete Johannes Hoffmann- Kaiserslautern. Die Gehaltsverhandlungen im Berliner Einzelhandel sind gescheitert. Die Arbeitgeber erklären in den Verhandlungen, die Gehälter der Angestellten um 10 Prozent fürzen zu müssen. Der einzige Vorschlag, der gemacht werden könne, sei der, daß das bestehende Gehaltsabkommen bis zum 31. Januar verlängert würde und daß dann neue Gehaltsverhandlungen stattfinden. Nach freundlicher Aufnahme durch die spanische Bevölkerung und die deutsche Kolonie hat Kreuzer„ Emden" Montag Vigo ( Spanien) verlassen. Er wird am 23. Dezember in der SudaBucht auf der Insel Kreta erwartet. к In der Bundesversammlung des Bundes„ Oberland" in München wurde Fürst Starhemberg, der Bundesführer der Desterreichischen Heimatwehren zum Bundesvorsitzenden gewählt. * In ganz Polen herrschten am Sonntag und Montag sowie in der Nacht zum Dienstag gewaltige Schneestürme. Ueber 40 Züge sind im Schnee steden geblieben. In manchen Gegenden liegt der Schnee bereits zwei Meter hoch. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 100 nahme eines mittelfristigen, ab 1932 in mehreren Jahren abzu Was schenken wir zum Weihnachtsfeit. deckenden Kredits, in Höhe des Restes von 31 600 000 Mark durch Uebernahme auf das Rechnungsjahr 1931. In der litauischen Gesandtschaft in Berlin wurden die vom Völkerbund vorgesehenen polnisch- litauischen Verhandlungen er: öffnet, in denen die Fragen der Grenzzwischenfälle grundsäglich geregelt werden sollen. 51 Nationalsozialisten in Frankfurt a. M. verhaftet. Trotz des Verbotes des Polizeipräsidenten versuchten die Nationalsozialisten in Frankfurt a. M. am Montagabend, eine angekündigte Versammlung im Zoologischen Garten abzuhalten. Die Polizei schritt ein und verhinderte die Abhaltung der Ver= sammlung. Darauf versuchte ein Teil der Nationalsozialisten, trotz des polizeilichen Verbots, einen Demonstrationszug zu bildew. Die Polizei griff mit einem starken Aufgebot ein und zerstreute wiederholt die Demonstranten. Bis 22.30 Uhr waren 51 Personen festgenommen worden. Davon sind 45 in das Polizeigefängnis eingeliefert worden. Sechs Personen sind nach Feststellung ihrer Personalien wieder entlassen worden. Zwei Verhaftete, die auf der Wache epileptische Anfälle erlitten, mußten durch die Rettungswache ins Krankenhaus gebracht werden. Infolge der Unruhen mußte der Straßenverkehr im Innern der Stadt zum Teil umgeleitet werden. Der finnische Reichstag hat einen Gesegesvorschlag ange= nemmen, wonach wieder Getränke mit einem Alkoholgehalt von 2,25 Gewichtsprozenten hergestellt und gehandelt werden dürfen. Das Präsidium des Hauptvollzugsausschusses der Sowjetunion hat beschlossen, sämtliche Innenkommissariate der Sowjetrussischen Republik aufzulösen. * In Madrid herrscht wieder völlige Ruhe. Auch sämtliche Gewerkschaften haben die Arbeiten wieder aufgenommen. Da aus den Provinzen keine beunruhigenden Nachrichten vorliegen, fönnen die Umsturzversuche als gescheitert betrachtet werden. Der Belagerungszustand wird jedoch noch zunächst aufrecht erhalten. 181 Bankiers unter Anklage. Paris, 16. Dezember. Das französische Justizministerium veröffentlicht folgende Note: Nach Ankündigung des Justizministers stehen in Paris zurzeit 181 Bankiers unter Anklage. Davon befinden sich 35 im Gefängnis. Ueber ganz Südanatolien tobt ein furchtbares Unwetter mit Sturm und Dauerregen, der besonders auch in den Städten Adana, Mersina und Adalia große Ueberschwemmungen verur: jacht hat. Im Sandschad Kosan stehen weite Streden unter Wasjer. Ueber das Schicksal von 18 abgeschnittenen Dörfern weiß man zur Stunde noch nichts. Die Summe der deutschen Reparationszahlungen. Freiwilliger Arbeitsdienst. Ueber die Einführung einer Arbeitsdienstpflicht wird seit langem viel geredet und geschrieben, je größer die Zahl der Erwerbslosen, dosto brennender ist die Angelegenheit gewor= den. Und doch stehen einer Arbeitspflicht außerordentliche, vor allem finanzielle Bedenken ernstester Art entgegen. Jetzt hat die Fraktion des Christlich- sozialen Volksdienstes im Reichstag einen Antrag eingebracht, der von der Reichsregierung verlangt, daß sie bis zum 1. April 1931 einen Gesetzentwurf über die Einführung eines freiwilligen Arbeitsdienstes fordert. Im englischen Unterhause wurde erklärt, daß die Gesamtsumme der als Reparationen und Besatzungskosten von Deutschland an die verbündeten Mächte geleisteten Zahlungen sich am 15. Dezember 1930 auf 19 711 Millionen Goldmark beläuft, d. h. 966 Millionen Pfund Sterling, von denen 571 Millionen Pfund Sterling in Sachlieferungen oder für den Zinsendienst bezahlt worden sind. Internationale der Gottlosen. Jif allen Tageszeitungen nehmen, einem natürlichen Zwange folgend, Besprechungen der wirtschaftlichen Schwäche Deutschlands einen erheblichen Raum ein. Damit wird jedem kritisch eingestellten Beobachter immer wieder mit aller Deutlichkeit vor Augen geführt, im welche verzweifelte Lage zahlreiche Einzelunternehmungen, die im Endeffekt und in ihrer Gesamtheit Träger der Volkswirtschaft sein müssen, geraten sind. Mit Ganierungen, Reformbestrebungen, Rationalisierungsmaßnahmen und dergleichen ist aber zu einer grundlegenden Besserung der Verhältnisse nicht zu kommen, wenn nicht das Uebel an der Wurzel gepackt wird. Das wesentlichste Moment, das immer wieder aus allen Schilderungen hervorsticht, ist zweifelsohne die ständig zunehmende Ueberfremdung auf allen Wirtschafts gebieten. Hiergegen können wir uns, wenn wir die Sache von der politischen Seite betrachten, schlecht oder nur unzureichend zur Wehr setzen, denn die Handelsverträge, an die wir gebunden sind, geben uns nicht die Möglichkeit, unsere Grenzen einer überreichlichen Wareneinfuhr zu erschließen. Die Grenzen. könnten aber trotzdem mit einem starken Wall umgeben sein, wenn sich jeder einzelne dagegen einstellte, ausländische Erzeugnisse zu verwenden, wo es gleichartige oder ebenbürtige inländische Erzeugnisse gibt. Die heimische Erzeugung kann dem Käufer genau so viel Vorteile bieten, wie ausländische UnterIn dieser Hinsicht nehmungen auf ausländische Erzeugnisse. könnten wir vom Auslande viel lernen. Glaubt etwa jemand im Ernst, daß beispielsweise in Frankreich jemals deutsche Par= fümerien bevorzugt werden könnten, daß der Franzose jemals unser stärkster Weinabnehmer werden könnte?; Am Anfang dieses Jahres hat die bolschewistische Regierung in Moskau zur Ausrottung des immer noch im russischen Volke trotz aller Verfolgung sich regenden religiösen Lebens Bataillone der Gottlosen eingerichtet. Diese werden in Kursen unter Leitung dazu besonders befähigter Bolschewisten für diese Christenverfolgung ausgebildet. In erster Linie soll diese Christenverfolgung sich auf die rote Armee beschränken. Aber wenn genügend Bataillone der Gottlosen zusammengestellt werden können, soll ihre Tätigkeit insbesondere auch auf die Bauern ausgedehnt werden. Da in Deutschland durch die ver= schiedensten Maßnahmen der Kommunisten wie auch der Freidenker und Sozialisten in der Agitation für den Kirchenaustritt gegen den christlichen Religionsunterricht in der Schule den Bolschewisten die Ernte auch für Deutschland reif zu sein scheint, haben sie beschlossen, die Zentrale der Internationale der Gottlosen nach Berlin zu verlegen. Der Christlich- soziale Volksdienst hat im Reichstag folgende Interpellation eingebracht: ,, Nach Zeitungsmeldungen aus Moskau will die russische Internationale der Gottlosen ihren Sitz nach Berlin verlegen. Die Sowjetunion erklärt, bei dieser Internationale eine ständige Vertretung unterhalten und sie durch Geldmittel unterstützen zu wollen. Was gedenkt die Reichsregierung zu tun, um die Freiheit der Religionsgesellschaften zu sichern und so die Ruhe und Sicher: heit des Staates gefährdende Unternehmen zu verhindern?" Weihnachten- eine Angelegenheit bolschewistischer Agitation? daß jemals ein Engländer die erstklassigen Fabrikate unserer deutschen Tuchindustrie kaufen würde?; daß der Italiener aus Deutschland Produkte beziehen würde, die sein eigenes Land hervorbringt?; Im Preußischen Landtag ist eine bezeichnende ,, Kleine Anfrage" eingebracht worden, es heißt in ihr: ,, Durch die Presse geht eine Nachricht, wonach in der evangelischen Schule in Bötzow( Krs. Osthavelland) der Hauptlehrer K. mit evangedas Urteil im„ Kleinen Bombenleger Prozeß" lischen Schulkindern ein„ lustiges Weihnachtsspiel" einübt, in Altona, 16. Dezember. Das hiesige Schwurgericht hat heute im sogenannten ,, Kleinen Bombenleger- Prozeß" folgendes Urteil gefällt: Dr. Heilmann wird zu fünf Jahren und einem Monat, und v. Wilamowitz- Moellendorf zu fünf Jahren Zuchthaus, Sambrock zu einem Jahr Gefängnis( unter Anrechnung von sieben Monaten drei Wochen Untersuchungshaft), Kroeger zu 150 RM. Geldstrafe( an Stelle von zwei Monaten Gefängnis) und Ammermann zu 200 RM. Geldstrafe( an Stelle von zwei Monaten zwei Wochen Gefängnis) verurteilt. Roch erhält wegen Beihilfe ein Jahr Gefängnis( unter Anrechnung von zwei Monaten zwei Wochen Untersuchungshaft). 71,6 Millionen Defizit der Stadt Berlin. Berlin, 16. Dezember. Der Haushalts- Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung stellte heute den Nachtragsetat für 1.930, wie folgt, fest: In der Einnahme auf einen Minderertrag pon 38 500 000 Mark und in der Ausgabe auf einen Mehrbetrag Don 33 100 000 Mart. Der ungedeckte Betrag von 71 600 000 Mark wird gedeckt in Höhe von 40 Millionen Mark durch Aufdas es der deutschen Automobilindustrie jemals gelingen würde, den amerikanischen Markt mit deutschen Kraftfahrzeugen zu überschwemmen? dem das Weihnachtsfest zu einem Werkzeug des Klassenkampfes erniedrigt wird. Auf alle diese Fragen kann man nur mit einem ehrlichen ,, Nein" anworten. Wie aber liegen die Verhältnisse in unserem wirtschaftlich schwachen Deutschland? Man braucht die Gedanken gar nicht einmal weit schweifen zu lassen, um festzustellen, daß stets und ständig ein bedenklicher Prozentsatz aller Deutschen ausländische Erzeugnisse bevorzugt. Es tostet kaum Mühe, festzustellen, was in vielen Haushaltungen und Gewerbebetrieben, ferner in Wirtschaften usw. an ausländischer Ware verkonsumiert wird. Das Ergebnis ist erschreckend. Müssen es zum Beispiel ausgerechnet französische Seifen und Parfüms sein, die viele deutsche Frauen bevorzugen? Müssen sich die Männer mit amerikanischen Rafierapparaten rasieren? Müssen wir englische Stoffe, Schweizer Uhren, tschechisches Schuhzeug kaufen? Dem satten Bürgertum in den Personen des Bankdirektors Hamstersack, des Oberstudienrats Schnüffel und des Kommerzienrats Nasehoch, deren Kindern die Engel elektrische Puppenherde und neue Autos bringen, wird die Welt der Arbeiter gegenüber gestellt, für die nicht einmal ein Weihnachtsbaum übrig ist. Ja, der Schupo nimmt dem armen Jungen sogar seine bescheidenen Spielsachen und der armen Frau den Kinderwagen und verfolgt den Knecht Ruprecht mit dem Gummifnüppel. Ferner erscheint in dem Stück ein katholischer Pfarrer, der einen Engel ohrfeigt, und schließlich wird den Zuschauern erzählt, wie man früher in der Schule Prügel bekam, wenn man die biblischen Geschichten nicht auswendig konnte." Die Abgeordneten des Christlich- sozialen Volksdienstes fragen nach dieser Schilderung des Vorganges: ,, 1. Sind der Staatsregierung diese Vorgänge bekannt? 2. Sind sie in der Presse richtig geschildert? 3. Was gedenkt die Staatsregierung Müssen amerikanische Büromaschinen unsere Berufsarbeit verrichten helfen? Müssen ausländische, vor allem amerikanische Autos in den Großstädten das Straßenbild beherrschen? Müssen sich unsere Frauen mit Pariser Moden putzen? Müssen französische Weine aus belgischen Kristallgläsern getrunken werden? Können wir es uns überhaupt leisten, ausländischen Luxus zu importieren? Dürfen wir Jahr für Jahr Milliarden für Genußmittelzwecke( also wiederum für etwas durchaus Entbehrliches) ins Ausland geben? Wiederum kann eine ehrliche Antwort nur Nein lauten! Fehlt uns Deutschen eigentlich jedes Gefühl für Wirtschaftsfragen, daß wir trok unserer geradezu katastrophalen wirtschaftlichen Lage einen großen Teil unserer Aufträge dem Auslande zuweisen? Ist es nicht bezeichnend, daß auf etwas Derartiges überhaupt hingewiesen werden muß, zumal schließlich jeder im Berufsleben stehende Deutsche genau wissen müßte, wie stark Unter diesen Umständen passiv unsere Handelsbilanz iſt? können wir bestimmt nicht an eine grundlegende Besserung der wirtschaftlichen Lage denken, so lange nicht jeder einzelne unseres Volkes endlich einsehen lernt, daß wir mehr denn jedes andere Volk der Erde darauf bedacht sein müssen, so wenig wie möglich aus dem Auslande zu beziehen. Leider Gottes gibt es eine ganze Anzahl von Rohstoffen, die wir aus dem Auslande beziehen müssen. Aber es ist kein Grund vorhanden, ausländische Fertigwaren zu kaufen. Gerade zum Weihnachtsfest, wo bekanntlich in Deutschland die größten Einkäufe in vielen Dingen getätigt werden, sollte sich jeder diese Gedanken vor Augen halten und sich sagen, daß jede Bevorzugung ausländischer Waren vor deutschen Erzeugnissen neue Wirtschaftsnot in Deutschland, also neue Arbeitslosigkeit schafft. Und wer fönnte es verantworten, speziell durch seine Weihnachtseinkäufe neues Elend über ungezählte Deutsche heraufzubeschwören? Wenn jede Familie sich entschließt, unter den deutschen Weihnachtsbaum nur deutsche Erzeugnisse, deutsches Obst und sonstige Leckereien als Geschenk für die anderen Fazu tun, um solchen Mißbrauch der Schule unmöglich zu machen?" milienangehörigen zu legen, dann wird mancher sorgende Fa Mittwoch, den Mittwoch, den 17. Dezember 1930. milienvater in diesen Festtagen nicht voll Kummer in die Zukunft sehen brauchen; mancher Arbeitslose wird dann wieder Hoffnung haben können auf neue Arbeitsmöglichkeit. Beherzigen wir diese Erkenntnis! Stelle ein jeder seine Weihnachtseinkäufe unter das Motto„ Zum deutschen Weihnachtsfest nur deutsche Waren!" In der Schule könnte vieles getan werden, um Aufklärung zu schaffen auf den Gebieten, die in den Blättern vielfach zum Gegenstande kurzer Besprechungen gemacht worden sind. Wenn die schulentwachsende Generation es als etwas Selbstverständliches kennt, daß der Deutsche deutsche Erzeugnisse zu kaufen hat, so kommt sicher der Tag, an dem es nicht mehr notwendig sein wird, reife Menschen dauernd mit der Nase darauf zu stoßen, daß sie in den Tag hineinleben! Wie kommt es überhaupt, daß so gedankenlos darauf losgewirtschaftet wird, wie man es immer und immer wieder sehen muß? Sollte da nicht ein ganz gewöhnlicher Egoismus die Hauptrolle spielen?! Gewiß ist es menschlich verständlich, daß wohl ein jeder das Bestreben hat, sich sein kurzes Leben im Rahmen der zur Verfügung stehenden Einkünfte so angenehm wie möglich zu gestalten, obgleich dabei leider gar zu häufig übersehen wird, daß es vielen, vielen Volksgenossen denkbar schlecht geht. Außerdem wird leider gar zu oft vergessen, daß man sein Wohlleben letzten Endes ganz einfach auf dem Rücken unserer nationalen Volkswirtschaft formt. Wer überlegte es sich wohl ernsthaft, morgens am Frühstückstisch, daß das knusperige Brötchen aus ausländischem Weizenmehl gebaden wurde obgleich der deutsche Bauer Millionen Tonnen unverkauften Roggen unter sich hat?! Oder ob das Ei zum Frühstüc etwa aus Dänemark kam oder ob es deutschen Ursprungs ist? Es ist schon so häufig und so viel darüber geschrieben worden, daß der ganze Tageslauf ,, eines Menschen von Kultur" hier nicht nochmal wiedergegeben werden soll. ,, Gießener Zeitung" gegend um Xheim besuchen kann? Wie beschäftigt es den Geschäftsmann mit Hunderten von Briefgängen, daß die Post Anmeldungen zum Rundfunk entgegennimmt? Welchen Nutzen hat der ausländische Briefempfänger davon, aus dem Poststempel zu ersehen, daß in Deutschland Reiseschecks rechtzeitig bestellt werden müssen? Um der Allgemeinheit zu helfen, mag die Reichspost fürs große Ganze etwas tun. Unerschöpfliche Möglichkeiten sind hier auszuwerten, Stempel wie:„ Deutsche, kaufe bei Deutschen", Kauft deutsche Ware", ,, Deutsche Ware stets obenan",„ Jede Mark in deutscher Hand, tommt zugute dem ganzen Land",„ Hinein in den Deutschen Wirtschaftsverein", alles ohne parteipolitischen Geist, nur getragen von der Jdee, die deutsche Wirtschaft voranzubringen. Um aufs Thema zurückzukommen: Wie wundervoll wäre cs, wenn beispielsweise in der Geographiestunde ein kurzes Eingehen auf wirtschaftspolitisches Gebiet erfolgen müßte. Es könnte dann vielleicht geschehen, daß das stolze Wort des Briten ,, British goods are best" auch in Deutschland einen Sinn gewönne. Vielleicht könnten wir es dann erleben, daß jeder, aber auch wirklich jeder, nur noch ,, Deutsche Ware stets obenan" propagiert und selbst danach handelt! Die Führerschicht muß sich dann aber zuvor gründlich umstellen. Kann man es dem Volk überhaupt übelnehmen, wenn es sündigt Führer selbst gegen all das verstoßen, was eigentlich Selbstverständlichkeiten sind? Ein Führer muß vorleben erst dann kann ihm die breite Masse nacheifern! wo - Zur Vertretung des Handwerks im Deutschen Reichstag. Nachdem der bisherige Abg. Dr. Rhode, Frankfurt am Main, sein Reichstagsmandat niedergelegt hat, ist nunmehr un seine Stelle Maurerobermeister Ruhl( WP.), Frankfurt am Main, getreten. Damit steigt die Gesamtzahl der handwerkerlichen Abgeordneten im Reichstag auf 23. Wenn heute die Schule erkennt, eine wie große Aufgabe ihr zufällt, wenn sie planmäßig Aufklärung schafft, so viel und so oft es nur geht, dann sind wir einen bedeutenden Schritt vorangekommen auf dem Wege, den zu beschreiten wir seit langem für richtig gehalten haben. Zur Vertretung des Handwerks im Preuß. Landtag. Durch Tod des Abgeordneten Beuermann( Deutsche Volkspartei) ist nunmehr Bäckerobermeister Fris Heinrich in Grünberg i. Schles. Mitglied des Preußischen Landtags für den Wahlkreis Liegnitz geworden. Damit steigt die Zahl der Vertreter des Handwerks im Preußischen Landtag auf 29. Uebrigens kann uns bei der Arbeit die Reichspost in geradezu glänzender Weise im Dienste des Volksganzen, besonders jedoch zum Nutzen der Wirtschaft( von der sie lebt) helfen. Was fümmert es uns, daß man mit dem Postauto die UmDie Lohnsenkungspsychose. Aus Nah und Fern. Lohnabbau in der oberhessischen Metallindustrie. Nr. 100. dent Haufen schießen." Das Gericht ließ sich aber durch diese Drohungen nicht einschüchtern und verurteilte den Angeklagten, der bereits zehnmal vorbestraft ist, zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis. Mit der Tariffündigung des Arbeitgeberverbandes der Metallindustrie im Lahngau und Oberhessen beschäftigte sich der Schlichtungsausschuß. Es wurde ein Schiedsspruch dahin gefällt, daß die Tariflöhne und Afforde ab 1. Januar bis 31. Juli 1931 um 6 Prozent ermäßigt werden. Ueber die Stellungnahme der Parteien zu dieser Schlichtungsausschuß- Entscheidung ist noch nichts bekannt. Dillenburg. Während der Beamte der Fahrkartenausgabe auf dem Bahnhof Sechshelden sich zur Abfertigung eines Zuges auf den Bahnsteig begeben hatte, raubte ein Einbrecher die Kasse. Kassel. In der letten Sigung der Stadtverordneten wurde der von der deutschnationalen Fraktion eingebrachte Mißtrauens: antrag gegen den Oberpräsidenten Haas abgelehnt. Schotten. Für den Ausbau des oberhessischen ,, Nürburgringes", so wird auch die Rennstrede ,, Rund um Schotten" ge= nannt, stehen etwa 2500 Mark zur Verfügung. Das nächste Rennen findet wiederum um die Pfingsttage statt. Drei Schwerverlette. Wiesbaden. Der Deutsche Rodelbund wird zum erstenmal die Deutsche Rodelmeisterschaft in Wiesbaden auf der neuen Rodelbahn Hohe Wurzel" zum Austrag bringen. Als Termin ist der 25. Januar vorgesehen. " Erge 2 Hermannic Odershaufe Heffen Her Verein BB- A. Marburg Sport Raffel beffen- Hersfeld Boruffia Fulda bermannia Kaffe V. f. B. Gießen Spielverein Germania Fulda Odershausen Köln. Jm Winter- Semester 1930-31 zählt die Universis tät Köln 5961 eingeschriebene Studierende. Hiervon haben 5613 Studierende Vorlesungen belegt, 345 Studierende sind be urlaubt. Außerdem haben 563 Gasthörer, 256 Studierende der Universität Bonn und 76 Studierende der Musikhochschule Köln private Vorlesungen belegt; an den öffentlichen Vorlesungen nehmen 640 Hörer teil, so daß die Gesamtzahl der Hörer 7496 beträgt. Offenbach. Nach einer nationalsozialistischen Versammlung fam es auf der Sprendlinger Landstraße zu einer schweren Schlägerei. Hier fiel ein Trupp von Kommunisten über Teilnehmer an der nationalistischen Versammlung her, die sich auf dem Heimweg nach Neu- Isenburg befanden. Drei Nationalsozialisten wurden durch Stiche schwer verletzt. Die Polizei fand beim Eintreffen Kommunisten nicht mehr vor und mußte sich darauf beschränken, den Verletzten Hilfe zu leisten. Wezlar. Als bei einer Verhandlung vor dem hiesigen Schöffengericht der Oberstaatsanwalt gegen einen 23jährigen jungen Mann aus Wetzlar, der sich wegen Rückfalldiebstahls zu verantworten hatte, eine dreijährige Zuchthausstrafe beantragte, erwiderte der Angeklagte: ,, Der Oberstaatsanwalt ist verrückt, wenn ich einen Revolver zur Hand hätte, würde ich ihn über - * Die deutschen Bäder während des Winters. Wo ist Kurbetrieb? Bad Nauheim hat ganzjährige Kurzeit( Bade- und Trink fur, Inhalatorium). Bad Homburg. Die Winterkur( Bade- und Trinkkur) ist bis 31. März in gleicher Weise durchführbar wie im Sommer. Bad Soden am Taunus führt auch während des Winters Bade-, Trink und Inhalationsturen durch. Die Tennispläke werden im Winter als Spriteisbahn benutzt. Königstein im Taunus. Sämtliche zum Kurbetrieb gehören den Häuser, Sanatorien, Hotels and Pensionen sind während des ganzen Jahres geöffnet. Wiesbaden hat auch im Winter durchgehend vollen Kur betrieb für Bade, Jahalations-, Wärme- und Wasserturen. Bad Ems hat vollen Winterfurbetrieb( Bade-, Trink und Inhalationskur;. Pneumatische Kammern). Kurtare wird nicht erhoben. Staff Borujjia Kurheffen SpVgg. G Grone Einbed 05 Verein Großalmerode EC. 03 Kaffel SC. 05 Göttinge Aurheffen- Kaffel beffen 09 Kaffel SV. 05 Einbed Spvgg. Göttinge Fr. Grone Bad Kreuznach hat ganzjährigen Kurbetrieb. Der Winter kurbetrieb dauert bis 30. April. Während des ganzen Winters, mit Ausnahme einer etwa 14tägigen Pause zur Jahreswende ,, stehen im Zentral Bäderhaus der Kurverwaltung jämt liche Kurmittel sowohl Radiumstartbäder, fohlensäure ,. Sauerstoffbäder, Solb- Inhalationen und Elisabethquelle- Trint zur Verfügung. beschäftigt gebliebenen Arbeitnehmer zugunsten der bisher arbeitslos gewesenen und nun neu eingestellten Kräfte. niemals aber eine Steigerung der Kaufkraft unseres Volkes bewirkt und damit die Grundlage einer vermehrten Produktion gelegt werden würde Das alles kann nur durch Senkung der Selbstkosten, d. h. in erster Linie der Löhne erreicht werden: es ist keine Lohnsenfungspsychose, sondern die Feststellung einer Tatsache, wenn man davon redet. Im übrigen bedeutet praktisch etne Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich und nur von einer solchen ist die Rede- einen mindestens 16prozentigen Verdienstausfall für die Arbeiterschaft. Wenn schon die Arbeiterschaft bereit ist, einen solchen Verdienstausfall auf sich zu nehmen, so ist der andere Weg, für den sich auch die Reichsregierung eingesetzt hat: der Weg einer mit Preissenkungen verbundenen Lohnkürzung geringeren Ausmaßes ohne eine Aenderung der Arbeitszeit für die gesamte Wirtschaft zwedmäßiger, weil dadurch gleichzeitig eine Senkung der Selbstkosten herbeigeführt werden kann, die die Arbeitszeitvorschläge der freien Gewerkschaften nicht ermöglichen. Eine solche Verbilligung der Produktion ist und bleibt nicht nur der einzige Weg zur Absatzbelebung, sondern auch das einzig wirksame Mittel zur Ueberwindung der Arbeitslosigkeit. Die Anträge der Parteien zur Behebung der Wirtschaftsnot überstürzen einander. Kaum hat die sozialdemokratische Reichstagsfraktion einen Gesezentwurf verlangt, der zum Zwecke der richtigen Verteilung der Arbeitsgelegenheiten für die Dauer der außerordentlichen Arbeitslosigkeit die vierzigstündige Arbeitswoche borsieht unter gleichzeitiger Verpflichtung zur Einstellung neuer Arbeitskräfte und außerdem noch eine ,, durchgreifende Preissenkung, insbesondere bei den Grundstoffen der Industrie, der Lebensmittel und anderer Gegenstände des Massenbedarfs" gefordert, so erklärt auch schon der Gewerkschaftsbund der Angestellten. daß das Regierungsprogramm eine schnellwirkende Hilfe nicht bringe. Angefeuert durch eine kurzsichtige Wirtschaft jage die Regierung dem Phantom der Herbeiführung von Preissenkung durch vorherige Lohn- und Gehaltskürzung nach. Mit einer nur der eingesparten Lohnsumme gleichkommenden Breissenkung sei aber der Wirtschaft nicht geholfen. Nicht Lohn- und Gehaltsabbau, sondern allgemeine Arbeitszeitverkürzung sei das sicherste Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. ,, Schluß mit der wirtschaftsschädigenden Lohnsenkungspsychose und Einführung des siebenstündigen Arbeitstages oder der Fünftagewoche". Man kann diese Anträge nicht lesen ohne ein Gefühl des Neides darauf, wie klar und einfach sich die Dinge und die Probleme in diesen Köpfen spiegeln. Wenn wir in der Tat die Möglichkeit besäßen, das Problem der Arbeitslosigkeit, das für Deutschland noch weit bedrohlicher ist als für fapitalfräftige Länder wie England und Amerika, einfach durch Streckung der angeblich vorhandenen Arbeit zu lösen, so wäre es ja mehr als seltsam, wenn wir diese Mittel nicht längst angewandt hätten. Wir haben es auch seltsam, daß das die Gewerkschaften nicht zu nissen scheinen längst angewandt, ohne daß es irgendwelchen Erfolg gehabt hätte. In den meisten Industrien werden schon jetzt Kurzarbeit und Feierschichten in erheblichem Umfange angewendet. In der Metallindustrie z. B. leisteten im August d. J. 22,4 Prozent aller gewerkschaftlich organisierten Arbeiter Kurzarbeit, in der Textilindustrie waren es sogar 36,9 Prozent, und im Ruhrbergbau tamen in der gleichen Zeit auf jeden Bergarbeiter monatlich drei Feierschichten. Alle diese Betriebszahlen scheiden für die Anwendung der Arbeitszeitverkürzung natürlich von vornherein aus, da weder den Betrieben eine weitere Steigerung ihrer Selbstkosten, wie sie jede Arbeitszeitverkürzung mit sich bringt, noch den Arbeitern eine weitere Senkung ihrer Löhne, die sicher unter das Niveau der Arbeitslosenunterstüßung sinken würde; zugemutet werden kann. Selbst wenn man im übrigen die sehr verwickelten Fragen nach der technischen Möglichkeit der Arbeitszeitverkürzung einmal beiseite läßt, so ist es klar, daß im Falle einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung lediglich eine Verschiebung der Rauftraft der bisher noch - - Preissenkung bis zum letzten Verbraucher. turen - - Bad Godesberg hat ganzjährigen Kurbetrieb. Das Bade haus ist in den Wintermonaten täglich außer Sonn- und Feiertagsgeöffnet. Ebenso ist täglich Gelegenheit zur Durch führung einer Trinkfür vorhanden. Hersfeld hat Winterkurbetnieb eingerichtet( Trink- und Badekur). Konzerte und Tanztees finden im Kurhotel skatt: Eisenach. Bis 30. April werden im Sophienbad Bäder der Karolinenquelle abgegeben und Trintfuren vorgenommen.. Als Wintersportveranstaltungen sind vorgesehen: Am 26. Des zember Schauspringen, am 28. Dezember Jnselbergfahrt, am 4. Januar großes Sportfest. Wiesenba Frohnhau Verein Germania Mark Wallau Breidenbach 1900 Gießen Wiesenbach Sp. V. Weglar Frohnhausen Niederzu Corbach VFR. K Blau- we Sp. 1. VfB. W SB. La Niederg Laubad Aglar Verein Niedergirmes Löhnberg Butzbach Ehringshaus Aglar Gr. Bused Weilburg Laubach Dille Burg Nied Mert Ver Dillenburg Burg Sechshelden Niederscheld Offenbach Manderbach Merkenbach Offdiln Wenn m verlernt hätte zeß, der sich Ferdinand( g folgreicher un Köln- Sülz Grund der K Höhe von je Wenn ein jein wirkliche ter ungewöhn Arbeitnehmer flagen zu feh richtsnotorisch Natürlich ichichte. G Jahr und Ta feine Schritte entweder als Fähigkeiten f es das? Do denen sich eine Senkung der Verkaufspreise ohne Sen fung der Löhne durchführen läßt( allzu häufig sind sie ,. soweit man bisher die Dinge überblidt, bestimmt nicht): aber Fälle, in denen man zugleich die Löhne erhöhen und die Preise senten tann, fommen in Deutschland überhaupt nicht vor. Nicht einmal in den Vereinigten Staaten sind, abgesehen von der Ford'schen, unter beson deren Bedingungen arbeitenden Automobilindustrie, derartige Dinge möglich. Jm allgemeinen aber ist die Tendenz der Reichsregierung, die Wirkungen der Herab setzung der Kohlenpreise soweit wie möglich zu erstreden, umso mehr zu begrüßen, als nach den Feststellungen des Institutes für Konjunkturforschung die Verbilligung der Hausbrandkohle eine Verminderung der Konsumen tenausgaben um jährlich 90 bis 100 Millionen bedeu ten würde. Dieser Betrag dürfte nach Ansicht des Institutes zum Teil einer Zunahme des Hausbrandbe darfes an Kohlen zugute fommen, zum weitaus größe ren Teil aber für andere Verbraucherabgaben zur Ver fügung stehen. Fast noch wichtiger und bedeutungsvoller als die Bemühungen der Regierung um Herabſekung der Kohlenpreise für Hausbrand scheint uns indessen das gleichfalls in dem ministeriellen Schreiben ausge sprochene Verlangen zu sein, daß die Herabsetzung der Kohlenpreise auch in der Tarifpolitik der Kommuna betriebe( Gas, Wasser, Kraft- und Lichtstrom usiv.) in geeigneter Weise zum Ausdrud gelangt. Es ist ja nicht unbekannt, daß auf diesem Gebiet es sei nur an die Berlir. Zustände erinnert außerordentlich viel ge sündigt wird. Der Verbraucher fann es einfach nicht verstehen, daß er bei einem Gaspreis, der sich für den Erzeuger frei Behälter je nach Anlagegröße auf etwa 3 bis 5 Pf. stellt, beispielsweise in Berlin 18 Pf. bezahlen muß. Selbstverständlich muß man dem in diesem Preis neben den Verteilungskosten enthaltenen Steuerbetrag, der etwa von einem Privatbetrieb er hoben würde, als berechtigt anerkennen. Azu oft hat aber diese als„ Finanzzuschlag" bezeichnete Steuer eine gang anormale Höhe erreicht, weil gewisse Kommunen leinen anderen Weg sehen, ihre Fehlbeträge zu deden. Bei dem elektrischen Strom liegen die Verhältnisse ähnlich. Auch hier hat, wie das Berliner Beispiel zeigt, sich eine Entwidlung herausgebildet, die die be rechtigte Kritik der Deffentlichkeit herausfordert. Noch auffallender als in Berlin liegen übrigens die Verhält nisse z. B. in Potsdam, wo der Preis einer Kilowatt stunde 45 f. beträgt, während er sich in Berlin auf 16 Pf. hält. Man fann sich demgegenüber nur der Forderung des Reichswirtschaftsministers.inschließen, daß die Versorgungsbetriebe der öffentlichen Hand endlich zu einer Breispolitik zurückkehren, die den verän derte Zeitverhältnissen Rechnung trägt. Die Senfung der kommunalen Tarife müßte allerdings beträchtlic über die durch Kohlenpreissenkung erzielte Ersparnis hinausgehen, denn wirklich der Verbraucher eine we sentliche Entlastung spüren soll. Obgleich nach der zutreffenden Bemerkung Stegerwalds von einem behördlichen Preisabbau nicht ge= sprochen werden darf, da ein Preisabbau nur organisch aus der Wirtschaft selbst herauszuwachsen vermag, ist es doch dankenswert, daß die Reichsregierung sich bemüht, den von der Wirtschaft durchgeführten Preissenkungen auch ihrerseits zu einer möglichst weitgehenden Auswirkung zu verherlfen. So wird die Aufforderung des Reichswirtschaftsministers an die Länder, dafür zu sorgen, daß die vom Kohlensyndikat beschloisene Ermäßigung der Kohlenpreise sowohl beim industriellen wie beim Hausbrandverbraucher restlos zur Auswirkung kommt, sicher allgemeine Zustimmung finden. Die Preissenkung muß sich in der Tat, wie es in dem ministeriellen Schreiben heißt, bis zum letzten Berbraucher durchsetzen: nur dann erfüllt sie ihren Zweck, nur dann kann sie als ein wirkungsvolles Mittel gegen die Arbeitslosigkeit angesehen werden. Ob es freilich den zuständigen Landesbehörden gelingen wird, der Anregung des Ministers entsprechend die örtlichen Koh. lenhandelsorganisationen zu entsprechenden BreisherabSegungen zu veranlassen, ist nicht so ganz gewiß. Denn wenn z. B. von der Regierung an den mitteldeutschen und ostelbischen Braunkohlenbergbau die Forderung einer Herabseßung der Preise für Industrie- wie für Hausbrandbrifetts gestellt, gleichzeitig aber dem Braunfohlenbergbau eine Erhöhung der Schichtlöhne auferlegt wird, so ist nicht recht abzusehen, wie sich beides miteinander vereinigen läßt. Es mag Fülle geben, in aus den Reil ballspieler, a Er und den Kölnern als auf eine was jonit ge eine Angeleg abmachte. Das gin Sülzer, deren fannt war, m tüchtigsten de Bis dan betamen es n ihmisen ihr Straße und Rüdfehr zum ging zum R an Hand vo liegen eines natsgehalt i tag fand nu tehender Dr Bei führer gen öft als Ala ner Ar - Germ. Marburg 2. Germania Marburg 3. VFB.-K. Marburg 2. 0: 4 - . VfB.-K. Marburg 3. 2: 0 Gau Dill. Manderbach 2., M. n. angetr. Offenbach 2. 3:12 Sechshelden 2. 0: 5 Nr. 100. Spiele gem. unent. verl. Tore Punkte 10 8 0 2 32:18 16: 4 11 6 3 33 19 14: 8 Hessen- Hersfeld 11 4 17:11 13: 9 Borussia Fulda 9 5 18: 8 11: 7 Hermannia Kassel 10 3 24:30 8:12 V. f. B. Gießen 10 4 17:27 8:12 Spielverein Kassel 9 3 17:21 7:11 ikhochschule ko Germania Fulda 10 3 en Vorlesung Odershausen 2 11:23 14:26 7:13 Nieder- Weisel I. 6:14 Steinbach I. Der Hörer 74 Hanau 93 2: 5 Bissenberg - Hessen 09 Kassel 3: 0( 2: 0) GC. 03 Kassel 3: 6( 2: 2) Biskirchen Burgsolms Großalmerode 1: 1 Leihgestern Winters. Einbed 05 SC. 05 Göttingen 1: 7 Verein Spiele gew. unent. verl. Tore Punkie Großalmerode 10 6 Sade: und Trin SC. 03 Kassel 9 6 SC. 05 Göttingen 9 5 Kurhessen- Kassel 8 4 rtage wird nit no Trintfur) wie im Somme end des Winte Die Tennispla rbetrieb gehöre en sind mähren -end vollen Wasserfuren. Bade, Trink u Spvgg. Göttingen FC. Grone Wiesenbach Frohnhausen Verein Germania Marburg Sessen 09 Kassel 9 4 SV. 05 Einbed 8 3 8 1 9 0 12020122 1 22:18 15: 5 1 37:18 14: 4 5 1426457 Harbach 4 36:17 10: 8 2 25:13 10: 6 19:23 8.10 15:20 7: 9 5 13:28 4:12 9:40 2:16 Verein - - Breidenbach 3: 4( 0: 4) Germania Marburg, F. verz. auf P. Hermannstein Nr. 10 ber bush b den Ange Jahren und hrkartenausga Lung eines Bug brecher die Ka tordneten wun hte Mißtrauen Lehnt. Ozum erstenm auf der neu en. Als Term It die Univer Hiervon habe Dierende find Studierende Mittwoch, den 17. Dezember 1930. Handball. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga und Bezirksklassen. Hermannia Kassel- VfB. Gießen 5: 2( 3: 1) Odershausen Sport Kassel 3: 8( 1: 4) Hessen Hersfeld Germania Fulda 0: 0 Verein BfB- K. Marburg Sport Kassel Borussia Fulda Kurhessen Kassel - SpVgg. Göttingen Grone 10 2 2356566 25120LT - Frankenberg Wetter ausgefallen Gladenbach - Edelshausen 14: 4( 9: 1) Frankenberg 1.- VfB. Kurh. Marb. 2a 0: 5 Garnau 1. Marbach 1. 5: 3 Niederlaasphe Laasphe 2: 5( 2: 2) Laubach 2. Gau Gießen Weylar. - Mornshausen Cölbe 1. Verein Feudingen 2. 3: 7 Goßfelden 1. 13: 0( 7: 0) Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Erdhausen 1. 2: 5( 1: 3) Friedensdorf 7 6 0 1 25: 3 12: 2 Sterzhausen 7 5 1 1 26: 6 11: 3 Caldern 7 5 0 2 31: 8 10: 4 Mornshausen 7 1 2 21:12 9: 5 Butzbach 2. 1: 0( 0: 0) Wolfgruben 7 4 0 3 18:13 8: 6 Goßfelden 7 1 1 5 8:29 3:11 Steinberg Steinbach - Lollar 2: 2( 0: 2) Michelbach 7 1 0 6 9:43 2:12 - VfB. Gießen 2. 3: 5 Elnhausen 7 1 6 5:28 1:13 Spiele gem. unent. verl. Tore Punkte Weidenhausen 1. - 8 0 12: 4 8 2 12: 4 Verein 2 12: 6 Dernbach 9 9 Spiele gew. unent. verf. Tore Punkte 0 0 46:10 18: 0 10: 6 Sinkershausen 9 8 0 1 24:23 16: 2 9: 9 Mornshauseu 9 6 0 31:33 12: 6 4:14 Wommelshausen 9 0 1:17 Hartenrod 9 0 24:35 6:12 Günter od 9 2 23:26 6:12 Erdhausen 1 17:33 5:13 Lohra 1 11:26 3:15 Damm 0 8 14:29 2:16 Weidenhausen 1 1 51:22 0:18 - Jugend: Wetterfeld Verein VfB. Gießen II. Daubringen I. Steinberg I. 190) Gießen II. Vollar I. 9 6555420 8B Oberbiel 3: 0 0 1 12123478 9 9 9 Wetzl. SpV. 2., verlegt Nauborn 0: 1 Bieber, B. nicht angetr. Garbenteich 1. Daubringen 2.( 6.) 8: 2( 4: 0) Stangenrod, St. n. angetr. Flensungen Niederohmen, N. n. angetr. Grünberg 2., H. n. angetr. Ülrichstein Ettingshausen, ausgef. Gaukalsse 2, Gruppe 3. Büblingshausen 1. Wetzl. Sportv. 3. 2: 5( 1: 3) Schwalbach Dutenhofen 4: 1 9 9 9 9 864322117 3565678 26:20 8:10 Dillenburg 2. Burg 2. Spiele Tore Punkte Niederscheld 2. Merkenbach 2. 7 56: 4 14: 0 Hörbach 1. Dutenhofen 7 18:23 9: 5 Büblingshausen 7 13:22 8: 6 Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Weylar Sp. V. III. 6 21:22 6: 6 9 7 1 1 26: 9 15: 3 Schwalbach 7 10:25 4:10 Wallau 8 5 3 0 26:11 13: 3 Nauborn II. 8 12:35 1:15 Breidenbach 9 5 0 4 27:25 10: 8 1900 Gießen 7 3 0 4 14:23 6: 8 Gautlasse 2, Gruppe 4. Wiesenbach 8 2 1 5 15:19 5:11 - Burgsolms 2. Braunfels 1: 5 Sp. V. Wetzlar 7 2 0 Verein Gr. Bused Weilburg Laubach Burg Offenbach 2: 4( 0: 4) Niederscheld Sechshelden 4: 2 eb. Der Winte ganzen Winter Sur Jahreswend rwaltung jan er, tohlenjaur bethquelle- Ti rieb. Das Ba außer Sonn- un enheit zur Dur tet( Trint un m Kurhotel ftatt Sophienbad Bäder Cen vorgenommen Sen: Am 26, D felbergfahrt, ar Frohnhausen Niederzwehren Corbach - Frizlar 2: 0 VFR. Kaffel- Sportfr. Warburg 6: 1 Blau- weiß Göttingen VfB. Northeim 6: 1 - - Sp. u. Sp. Northeim Pol. Sp. V. Holzminden 5: 1 VB. Wizenhausen Sportfr. Einbed 6: 2 - SV. Lauterberg Germania Osterode, ausgef. Niedergirmes Ehringshausen 2: 1 - Laubach Butzbach 2: 3 - Aßlar Großen- Bused 3: 0( 0: 0) Niedergirmes Löhnberg Butzbach Ehringshausen Aẞlar Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte 8 1 1 56 11:18 4:10 Verein Spiele Tore Punkte 9:23 3:13 Braunfels I. 6 25: 8 11: 1 Niederbiel I. 6 12.14 7: 5 Tura Kassel 5: 2 Burgsolms II. 7 14:17 7: 7 Holzhausen II. 6 10:16 3: 9 Wetzl. Sp.-V. IV. 5 13:13 2: 8 Gautlasse 2. Gruppe 5. Oberbiel 2. Braunfels 2. 2: 1 Tiefenbach Stockhausen Stockhausen - Hermannstein 2., H. n. angetr - Oberndorf 7: 2( 3: 1) 8 27:13 14: 2 Tiefenbach 10 16:10 13: 7 Braunfels II. 8 19:13 11: 5 Oberndorf 9 17:21 9: 9 94 4 1 23:19 12: 6 Oberbiel II. 10 12:15 9:11 8 5 85 94 84 8 3 1 112011 2 28:16 11: 5 2 22:12 11: 5 Hermannstein II. 9 7:24 Leun 8 12:14 4:14 2:14 3 22:20 10: 8 4 19:14 8: 8 4 19:21 7: 9 7 2 1 4 15:27 5: 9 Gauklasse 2, Gruppe 6( Stand vom 7. 12.). Essershausen Merenberg 1: 8 Verein Spiele Tore 9 0 2 7 14:32 2:16 Hirsch' ausen 7 25:12 Dillenburg Manderbach, M. n. angetr. Merenberg Bermbach Grävened Merkenbach Offdilln 2: 3 Effershausen 6887 15:10 Punkte 13: 1 9: 3 27:16 8 20:21 8:36 8: 8 4:12 2:12 Verein Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Jugend: Dillenburg 9 7 1 1 41:14 15: 3 Burg 9 6 1 2 30:15 13: 5 Heuchelheim 1.- Großen- Bused 1. 5: 0( 3: 0) Harbach Ettingshausen 0:12 Sechshelden 9 5 1 3 27:17 11: 7 Niederscheld 9 5 1 Offenbach 9 3 1 Manderbach Merkenbach 9 9 Offdiln 9 331 0 0 39667 25:25 11: 7 Gau Marburg. 5 22:31 7:11 Gesellschaftsspiele: 18:27 6:12 eise ohne Gen gäufig sind fi Seſtimmt nicht Löhne erhöh in Deutjalan Den Vereinigte en, unter befor comobilindustri nen aber ist d ngen der Herd lich zu erftrede eftftellungen d Berbilligu der Konsume Millionen bede Ansicht des Hausbrand weitaus gro bgaben zur bedeutungshol um Herabfeku Ba nt uns inde Schreiben aus Herabiehung der Kommune htstrom ufo.) t. Es ist ja ni es fei nur an d rdentlich viel es einfach ni der fich für d gegröße auf e n Berlin 18 uß man dem often enthalten Pribatbetrieb en. Azu oft b nete Steuer ein emiffe Rommun beträge zu bede Die Verhältni Berliner Beispi Silbet, die die b rausfordert. R gens die Verhal is einer Rilowat ich in Berlin a egenüber nur de ifters infcilieger tlichen Hand en en, die den beran agt. Die Gentun cdings beträfti erzielte Ersparni braucher eine n Amateure?!? 13:18 6:12 16:45 3:15 Wenn man im Laufe der Zeit das Wundern nicht gründlich verlernt hätte, würde man es jetzt tun. Nämlich über den Prozeß, der sich vor dem Kölner Arbeitsgericht abspielte. Kläger: Ferdinand( genannt Ferdl) Swatosch, bis vor kurzem erfolgreicher und umjubelter Mittelstürmer der Spielvereinigung Köln- Sülz 07, Beklagter: besagter Kölner Fußballverein, Grund der Klage: Auszahlung von zwei Monatsgehältern in Höhe von je 750 Mart, zusammen 1500 Mark. Wenn ein entlassener Arbeitnehmer vor dem Arbeitsgericht sein wirkliches oder vermeintliches Recht sucht, ist das nicht weiter ungewöhnlich. Aber einen Amateursportler in der Rolle des Arbeitnehmers gegen einen Amateursportverein als Arbeitgeber flagen zu sehen auf Auszahlung rückständigen Gehaltes gibt es das? Doch, auch das gibt es. Es ist sogar nunmehr gerichtsnotorisch Natürlich hat diese Klage, wie jede Klage, eine Vorgeschichte. Eine sonnentlar einfache sogar. Als nämlich vor Jahr und Tag der ehemalige Wiener Internationale Swatosch seine Schritte nach Köln lenkte, hatte er zwei Möglichkeiten: entweder als bezahlter ob seiner zweifellos hervorragenden Fähigkeiten sogar gut bezahlter- Trainer zu wirken und damit aus den Reihen der Amateure auszuscheiden oder aktiver Fußballspieler, also Amateur, zu bleiben. Er und Köln- Sülz entschieden sich für das lettere. Denn den Kölnern kam es weniger auf einen guten Berufs- Trainer, als auf einen vorzüglichen Amateur- Mittelstürmer an. Und was sonst geschah, braucht die Welt nicht zu wissen. Das war eine Angelegenheit, die man still und verschwiegen unter sich abmachte. Das ging lange Zeit gut, ging sogar glänzend, denn die Sülzer, deren Namen als Sportverein weitesten Kreisen unbefannt war, wurden dank des ,, braven Ferdl" zu einem der spieltüchtigsten deutschen Fußballvereine. Bis dann mit einem Male die Schalker Affäre losbrach. Da bekamen es neben anderen Leuten auch die Kölner mit der Angst, schmissen ihren Mittelstürmer von heute auf morgen auf die Straße und sich in die Brust. Swatosch aber empfand diese Rüdkehr zum reinen Amateurismus als etwas zu plöglich und ging zum Kadi, nämlich zum Kölner Arbeitsgericht, um dort an Hand von Quittungen nachzuweisen, daß er auch ohne Vorliegen eines Anstellungsvertrages seit Jahr und Tag ein Monatsgehalt in fester Höhe, eben 750 Mart, bezogen hätte. Freitag fand nun die Verhandlung statt, über deren Verlauf nachstehender Drahtbericht Kunde gibt: Köln, 12. Dezember. Bei der Verhandlung zwischen dem einstigen Sturmführer der Spielvereinigung Köln- Sülz 1907, dem ehemaligen österreichischen Internationalen Ferdinand Swatosch als Kläger und Köln- Sülz 07 als Beklagten vor dem Kölner Arbeitsgericht, wurde schließlich ein Vergleich vorgeDreihausen 1. Kurhessen Kassel 2. 3: 6 VfB.- Kurh. 2./3. Wehrda 1./2. 4: 8 Cölbe 2. Germania M. 3. 14: 1 - schlagen, nach dem Swatosch eine Abfindung von 500 RM. erhalten und ein nicht zurückgezahltes Darlehn von 1800 RM. gestrichen werden soll. Diesem Bergleich stimmte der Kläger zu, während sich der Verein Bedenkzeit bis zum 10. Januar erbat. Eine Abfindung in Höhe von 500 RM. und ein Strich durch ein Darlehen von 1800 RM. wirklich, ein für den Amateur= sport recht interessanter Vergleich. Wer zu lesen versteht, kann sich unschwer ausrechnen, was der„ Amateur" Swatosch dem ,, Amateur" verein Sülz 07 im Laufe der Zeit gekostet hat. Gewiß, er hat es eingebracht, war sein Geld wert, aber so hatten wir uns eigentlich den Amateursport nicht gerade vorgestellt. - Und jetzt wird wieder das nicht ganz unbekannte Geschrei derer einsehen, die entweder mit einem Brettchen vor dem Denfgehäuse herumlaufen oder wenigstens so tun:„ Ausnahme, die nichts beweist." Gewiß, für die erdrückende Ueberzahl der Vereine, die wirklich die Träger der ganzen Sportbewegung sind, erfreulicherweise eine Ausnahme, eine nicht im geringsten ins Gewicht fallende Ausnahme. Aber für einen gewissen Kreis sind diese Ausnahmen leider die, die die Regel bestätigen. Was man wissen muß! Was muß der Zuschauer von den Fußball- Regeln wissen? Daß auf keiner Seite mehr denn elf Spieler mitwirken dürfen. daß also in einem Verbandsspiel die Auswechslung von verletzten Spielern nicht gestattet ist, ein zu spät kommender Spieler aber bis zum Schlußpfiff noch eintreten darf; daß der Schiedsrichter ein Spiel nicht stattfinden lassen darf, wenn den Spielern durch die Beschaffenheit des Bodens Gefahr droht; die Gesundheit unserer Jugend ist unser höchstes Gut und darf nicht durch Spielen auf vereistem oder tief verschlammtem Boden gefährdet werden; taß die kleine Abgrenzung vor dem Tor Torraum und die große Abgrenzung Strafraum heißt; daß das Tor 7,30 m breit und 2,40 m hoch ist; das ist für den Torwächter sehr viel, für den Stürmer aber scheint es sehr wenig zu sein; daß jedes Meisterschaftsspiel 90 Minuten dauert und in zwei Hälften von je 45 Minuten geteilt ist; daß verlorene oder vergeudete Zeit nachgespielt werden muß; eine Mannschaft darf also nicht ,, Zeit schinden"; daß ein Entscheidungsspiel, das bei Schluß der 90 Minuten unentschieden steht, verlängert werden muß, indem die Spielführer erneut losen; dann wird bis zum nächsten - Offdilln 2. 1: 6 Sinn 1. 1: 1( 0: 0) Hirzenhain Haiger 0: 8( 0: 5) - Donsbach 1. Herborn 2. 1: 0 - Rittershausen- Frohnhausen 2. 4: 2 Dillenburg 3. Lüzeln 1. Jugend: Uckersdorf - - Streife - Haiger 2. 9: 1 Weidelbach 1. 3: 2( 1: 1) Ballersbach 0: 3 durch den Bezirk. Mit der Nachrunde scheint für die Lahnkreisvereine der Bezirksliga eine unangenehme Wendung eingetreten zu sein, da sich ihr Tabellenstand dauernd verschlechtert, während die Kasfeler Vereine ihre Position mit jedem Spiel offensichtlich verbessern. Wer wird die Gruppenmeisterschaft machen? Nehmen wir einmal an, die vier Vereine, welche augenblicklich eine Spitzengruppe bilden, blieben auch weiterhin die Konkurrenten um den ersten Plaz. Jeder Verein muß im ganzen 16 Spiele austragen; dann hat Marburg einen fleinen Vorteil gegenüber den drei andern: es braucht nur noch gegen Hersfeld, allerdings auf dessen Plaz, anzutreten, während Hersfeld auch noch gegen Sport in Kassel und gegen Borussia in Fulda zu spielen hat; Sport und Borussia treffen noch einmal in Kassel zusammen. Die vier Vereine können sich also noch in vier Spielen gegenseitig die Punkte streitig machen, wobei Marburg immerhin noch am besten wegkommen kann. Ausschlaggebend sind natürlich zugleich auch die Spiele gegen die anderen Vereine, die 3 3t. eine niedrigere Stufe in der Tabelle einnehmen. Die beiden Treffen am nächsten Sonntag: BfB. Gießen - - Sport Kassel und Spielverein Kassel BfB.- Kurhessen Marburg dürften mit ihrem Ausgang leicht schon die Sachlage weiter tlären. Auf eigenem Plate kann die Gießener Elf die 1: 3 Niederlage in Kassel wieder gutmachen, wenn das Schlußdreied auf dem Damm ist und der Sturm sich einmal die richtigen Schießstiefel zulegt; der 8: 3- Sieg Sports über Ockershausen darf nicht als Maßstab genommen werden, denn unter den 8 Toren sind( nach den Berichten) drei( oder sogar 4?) Selbsttore, und im übrigen war auch das Glüd ein starker Bundesgenosse der Gäste. Die Marburger Kurhessen müßten eigentlich nach ihrem letzten 8: 4- Sieg über die Hermannen in Kassel nun auch gegen den Spielverein einen deutlichen Erfolg herausholen; unter BeTor gespielt, höchstens aber nochmals 30 Minuten; nach 15 Minuten dieser Verlängerung werden die Seiten gewechselt; daß vor Beginn des Spiels gelost wird; der Gewinner fann entweder die Seite wählen oder den Anstoß; daß der Anstoß nach vorwärts ausgeführt werden muß; geschieht dies nicht, gibt es nicht einen Freistoß, sondern der Anstoß ist zu wiederholen und der schuldige Spieler zu verwarnen; daß aus einem Anstoß direkt kein Tor erzielt werden darf; würde der Ball vom Anstoß weg direkt ins gegnerische Tor gehen, wäre dort ein Abstoß zu geben, und würde er im eigenen Tor landen, müßte der Anstoß wiederholt wer den, weil er nicht nach vorwärts ausgeführt worden ist; daß beim Anstoß die Gegner 9 Meter vom Ball bleiben müssen, bis der Ball im Spiel ist, und kein Spieler beider Parteien vorher in die gegnerische Spielhälfte vorrücken darf; daß auch bei einem solchen Fehler der Anstoß zu wiederholen ist; die Strafe besteht wiederum nicht in einem Freistoß, sondern in einer Verwarnung des schuldigen Spielers. daß beim Einwurf der einwerfende Spieler vollkommen außer halb des Spielfeldes stehen muß, dort kann er sich aber auf die Zehen erheben; daß der einwerfende Spieler nicht Front zum Spielfeld machen muß, daß der Einwurf aber falsch ausgeführt ist, wenn der einwerfende Spieler nicht sein Gesicht dem Spielfelde zugewandt hat; daß der einwerfende Spieler über den Kopf werfen muß, also nicht über die Schulter, und den Ball nicht fallen lassen darf. Humor im Sport. Ein bekannter Meisterläufer befand sich unlängst in schlechter förperlicher Verfassung, weil er im Training zuviel des Guten getan hatte und absolut übertrainiert war. In seiner Not begab er sich schließlich zum Arzt, der zunächst die Frage an ihn richtete: Nun, was sind Sie denn von Beruf?" Ich bin Bureau- Angestellter, Herr Doktor." 33 „ So, so! Kein Wunder! Das kennen wir ja schon. Durch Ihre ständig sigende Lebensweise sind Sie blutarm geworden, haben schlechte Blutzirkulation und was dergleichen Störungen mehr sind. Keine Angst, der Sache ist leicht abzuhelfen. Das beste ist, Sie beginnen sogleich sich sportlich zu betätigen. Und da möchte ich Ihnen auf Grund meiner langjährigen Erfahrun gen besonders den... Laufsport empfehlen." Mittwoch, den 17. Dezember 1930. rücksichtigung ihrer Position und im Vertrauen auf ihre Leistungsfähigkeit werden sie es wohl auch tun. In der Gruppe Lahn der 1. Bezirksklasse hat Breidenbach durch den Sieg über Wiesenbach seinen 3. Tabellenplatz stark befestigt; die Marburger Germanen tamen tampflos zu zwei Punkten, indem„ Oranien" Frohnhausen auf eine Fahrt nach Marburg verzichtete. Es ist auch eine verzwickte Sache, wenn ein Verein auf eigenem Plazze keine Spiele abhalten darf, also auch keine Einnahmen erzielen bann und dann soundsooft nach auswärts fahren soll, nicht nur um die dort angesetzten, sondern auch noch die ehedem auf eigenem Plazze angesetzten Spiele auswärts auszutragen. Aber solche Maßnahmen sind immer und überall nur die Folgen davon, daß zuhause Unruhen und tätliche Angriffe die ordnungsmäßige Durchführung der Spiele gefährden oder verhindern. In§ 3 der Fußball- Ordnung heißt es:„ Das Spielfeld ist von allen Seiten gegen das Eindringen der Zuschauer zu schützen. Für alle Ausschreitungen, die durch unsportliches Verhalten der Zuschauer infolge ungenügender Aufsicht und Platzordnung eintreten, haftet der Platzverein". Der Fußballbund beschloß.. Die Dresdener Spesen bleiben. Schalke 04 vor der Begnadigung. Der Gesamtvorstand des Deutschen Fußballbundes hielt am Sonnabend und Sonntag in Hannover eine Sitzung ab. Ueber diese unter Ausschluß der Oeffentlichkeit abgehaltene Tagung gibt der Bund folgenden Bericht heraus: Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand die Erörterung über die allgemeine Lage, sowie die Durchberatung des Entwurfes zum Berufsspielerstatut. Zur allgemeinen Lage machte der Vorsitzende Linnemann eingehende Ausführungen. Der erweiterte Vorstand schloß sich den Ansichten des geschäftsführenden Vorstandes einstimmig an. Jede Pauschale von Spesenvergütung ist unzulässig, mag die Summe noch so klein sein. Nur Ersatz für tatsächliche Auslagen darf vergütet werden, und zwar keines= falls über die in Dresden beschlossenen Höchstsäße hinaus. Den Vereinen kann jederzeit die Pflicht des Nachweises für verausagte Gelder auferlegt werden. Vom Bund ist inzwischen den Sportbehörden und den Vereinen ein Merkblatt über Steuerfragen zugeleitet worden. Die eingehende Beratung über das Berufsspielerſtatut konnte nicht zu Ende geführt werden. Die weiteren Beratungen erfolgen auf einer Vorstandssitzung im Januar. Die Aussprache über die Kernpunkte ergeben eine erfreuliche Annäherung der Ansichten. Der Antrag auf Begnadigung von Schalke 04 wurde nach Anhören des Vertreters von Schalke für den Augenblick ab= gelehnt, doch ist zu erwarten, daß in absehbarer Zeit im Hinblick auf die Amnestie und im Einvernehmen mit dem westdeutschen Spielverband eine wesentliche Milderung beschlossen wird. Von einer Besprechung des Bundes mit den Großvereinen verspricht man sich zur Zeit keinen Nutzen. Die Aussprachen haben inzwischen in den Landesverbänden teils mehrfach stattgefunden und bei der großen Mehrzahl der Vereine besteht nach den Aussagen der Landesverbände der Wunsch nach einer direkten Aussprache mit dem Bund nicht mehr. Die Ausführungen über die Vorbereitungen zum Fifa- Kongreß vom 21. bis 23. Mai 1931 in Berlin wurden zur Kennt nis genommen. Im Anschluß an den Kongreß kommt das Länderspiel gegen Desterreich zur Austragung. Bei Spielabschlüssen mit ausländischen Berufsspielermannschaften wird in Zukunft von der Rückspielverpflichtung abgesehen. Der Bund folgt hier einem berechtigten Wunsch der Vereine, da sich in der Praxis die Rückspielverpflichtung des öfteren als schwer durchführbar erwiesen hat. An seine Verbände richtet der Bund die dringende Bitte, in ihrem Bereich dafür einzutreten, daß an Erwerbslose von Vereinen die Plätze zum Ueben unter Leitung so bald als möglich zur Verfügung gestellt werden. Der Jugendtag 1931 wurde auf den 3. Mai 1931 festgelegt. Aus Gießen und Umgegend. Hermannia Kassel VfB. Gießen 5: 2( 3: 1). ,, Gießener Zeitung" Garbenteich 1. Daubringen 2. 8: 2( 4: 0). Im Verbandsrückspiel standen sich am vergangenen Sonntag in Garbenteich obige Mannschaften gegenüber. Daubringen verzichtete schon vor dem Spiel auf die Punkte. In einem Gesellschaftsspiel, das der Gastgeber mit 8: 2 für sich entscheiden fonnte, bewies er, daß er seinem Gegner in Ballbehandlung und Schußvermögen überlegen war und auf eigenem Platze feinen Gegner zu fürchten braucht. Das Spiel stand unter der vorzüglichen Leitung von Schiri Kreiling- VfB. Gießen. Auf einem Platz, der unter aller Kanone war, fand dieses Treffen statt. Der Spielleiter, Markert- Kassel, erwog ernstlich, ob der Platz überhaupt spielfähig sei, daß dabei von flüssigem Kombinationsspiel keine Rede mehr sein konnte, ist selbstverständlich. Der Spielverlauf war äußerst spannend und sah die glücklicheren Hermannen siegreich. Aßlar 1. Großen- Bused 1. 3: 0( 0: 0). - Kommenden Sonntag spiel Garbenteich's Erste in Leihgestern und muß derselbe Eifer aufgebracht werden, wenn die Mannschaft die Punkte gewinnen will.. Heuchelheim 1. Jgd. Großen- Bused 1. Jgd. 5: 0( 3: 0). Großen- Bused trat nur mit 9 Spielern an, trotzdem waren sie nicht so schlecht, wie das Resultat vermuten läßt. Der Kampf war fair und technisch reif. Heuchelheims Sieg stand außer Frage. Schiri Bed- Gießen gut. Ein schönes, faires Spiel obiger Mannschaften, das nur unter den wenig guten Plagverhältnissen litt, mit denen sich besonders die Gäste nicht abfinden konnten. In der 1. Halbzeit hielten die Gegner das Spiel noch offen und unentschieden, was hauptsächlich auf die gute Arbeit der Hintermannschaft zu= rückzuführen ist. Auf beiden Seiten wurden sichere Torchancen nicht verwertet. Kurz nach der Pause kann Aßlar in Führung gehen. Die Plazmannschaft bleibt auch weiter leicht im Vorteil und erhöht bald auf 2: 0. Kurz vor Schluß verbessert Aßlar durch eine recht harte Elfmeterentscheidung des Schiris auf 3: 0. Der Schiri war im übrigen sehr gut. Alles in allem ein verdienter Sieg Aẞlars. - Süddeutschland- Norddeutschland 3: 1( 1: 0)., Edenverhältnis 8: 8( 7: 2). Vor nicht ganz 20 000 Zuschauern fand am Sonntag nachmittag im Frankfurter Stadion unter Leitung von Schiri Fuchs Leipzig das Repräsentativspiel zwischen Nord- und Süddeutschland statt. Die Leistungen des Südens waren die besseren und das Spielresultat ist gerecht. Wohl sah man bei den Norddeutschen prachtvolle Einzelleistungen, aber der flüssige Spielaufbau der Süddeutschen fehlte. Nach leicht überlegenem Spiel konnte der Süden in der letzten Minute der ersten Halbzeit durch seinen R. A. Welder in Führung gehen. Sechs Minuten nach der Pause erhöhte Haringer durch Fernschuß auf 2: 0 und aus dem Gewühl vor dem Tore 4 Minuten später auf 3: 0 für Süddeutschland. Norddeutschland gibt den Kampf nicht auf. In der 57. Minute holte Ritter an Kreß vorbei das erste Tor für den Norden auf. Das Spiel wird härter und interessanter. Der Norden wird gefährlich, kann aber gegen die sichere Hintermannschaft der Süddeutschen nichts mehr erreichen. Lollar 1. 2: 2( 0: 2) Steinberg 1. Am vergangenen Sonntag gelang es Lollar die Steinberger plötzlich zu überraschen, was obiges Resultat beweißt. Schon in den ersten zehn Minuten führte Lollar mit 2: 0. Dadurch wurde die Steinberger Mannschaft sehr nervös und es gelang ihnen nicht bis zur Pause einen Treffer zu erzielen, obwohl Steinberg sehr oft im Angriff lag. In der zweiten Halbzeit zeigten die Steinberger mehr Eifer und stellten bald durch ihren Rechtsaußen das Resultat auf 2: 1. Etwa 10 Minuten vor Schluß glich dann Steinberg noch mit einem verwandelten Elfmeter aus. Schiri Böcher Gießen leitete korrekt. = Odershausen 1.- Sport Kassel 1. 3: 8( 2: 4). In Ockershausen war Schützenfest. Sport gewann verdient, wenn man auch in der ersten Viertelstunde an ein solch hohes Resultat nicht gedacht hätte. Odershausen fing recht vielversprechend an, hatte manch gute Chance, jedoch der Schuß fehlte. Sport bekam immer mehr die Oberhand und konnte bis zur Pause die Partie schon auf 4: 2 stellen. In der 2. Hälfte hatte dann Odershausen nichts mehr zu bestellen und Sport schoß noch weitere 4 Tore, denen Ockershausen nur eins entgegensetzen konnte. Das Spiel wurde seitens der Platzbesitzer recht hart durchgeführt und manchem Zuschauer dürfte die Lust an solchem Fußballspiel vergangen sein. Unverständlich war das Verhalten des Schiedsrichters, da er fast nichts ahndete. Wer nicht ritterlich fämpfen kann, gehört nicht auf das Spielfeld. Die Zuschauer ließen mitunter auch den guten Ton vermissen. Die Kasseler Elf war mitunter im Spiel recht laut, was selbstverständlich unschön wirkte. Hessen Hersfeld Germania Fulda 0: 0. Das Unentschieden ist für die Fuldaer eine anerkennenswerte Leistung, denn es ist sehr schwer, in Hersfeld nicht zu verlieren, umsomehr, als die Fuldaer nach der Pause durch Verletzungen um zwei Spieler geschwächt wurden. Das Spiel selbst bot wenig Schönheiten, beide Mannschaften waren durch die Bodenverhältnisse behindert. Borussia Fulda- Hanau 93 2: 5. Ein faires Gesellschaftsspiel vor mehr wie 1000 Zuschauern, die allerdings durch die Leistungen ihrer Plazmannschaft ein wenig enttäuscht wurden. Hielt Borussia das Spiel in der ersten Halbzeit noch offen, so tamen später die Hanauer mehr und mehr auf. Der stärkste Mannschaftsteil der Gäste war ihr rechter Sturmflügel, bei Borussia der Mittelstürmer. Kurhessen Kassel Hessen 09 Kassel 3: 0. Die Bodenverhältnisse waren nicht günstig. Die Kurhessen fanden sich aber besser damit ab wie ihre Gäste und konnten mühelos gewinnen. FC. Groß- Almerode 1: 1. Nr. 100. sem Wege z. B. allerlei Hautkrankheiten übertragen. Ganz besonders gefährlich ist es, wenn Familien, in denen eine ansteckende Krankheit herrscht, Wäschestücke oder dergl., weil sie zu groß oder zu klein sind, zum Umtausch bringen. Hier liegt eine Gefahrenquelle für die Allgemeinheit vor, auf die mit allem Nachdruck hingewiesen werden muß. Man stelle sich nur einmal vor, was man wohl dazu sagen würde, wenn man gezwungen wäre, ein Kleidungsstück zu kaufen, das bereits ein anderer getragen hat, von dem man nicht weiß, ob er gesund oder krank iſt. SC. Grone Ueberraschend wurde Groß- Almerode mit dem Tabellenletzten, der sich bravourös hielt, nicht wie gedacht, fertig. Auch hier fand die Gästemannschaft sich mit den Platzverhältnissen nicht ganz zurecht." SpVgg. Göttingen SC. 03 Kassel 3: 6. Der Bezirksmeister hat erwartungsgemäß Sieg und Punkte aus Göttingen mitgenommen. Der Sieg war aber erst in der Bis zur Pause konnten die eifzweiten Halbzeit errungen. rigen Göttinger ihrem Gegner mit 2: 2 die Stange halten. Krankheit durch Umtausch. Was vom Umtausch gilt, gilt bis zu einem gewissen Grade G Erschein Bezugspreis 2 auch vom Anprobieren. Auf diesem Gebiete leistet sich ja un- Redaktionsschluß früh sere Frauenwelt häufig ganz besonderes. Man denke nur an das stundenlange Auswählen und Anprobieren von Hüten in den Hutgeschäften. Der Uebertragbarkeit von Erkrankungen auf diesem Wege ist in neuester Zeit durch kleine praktische Maßnahme Rechnung getragen worden. In vielen Hutgeschäften hat sich die Sitte eingebürgert, den Kopf zunächst mit einer, nur für den betreffenden Kunden bestimmten Papierhülle zu bedecken und dann das Anprobieren der Hüte vorzunehmen. Man sieht also, daß bei einigem guten Willen auch auf diesem Gebiete Wandel geschaffen werden kann. Von Dr. Curt Kayser, Berlin- Wilmersdorf. Wenn die Weihnachtstage vorüber sind, dann geht's noch einmal in hellen Scharen in die Kaufläden, aber nicht zum Einkauf, sondern zum Umtausch! Warum soll man nicht den Regenschirm gegen ein Opernglas, die Kaffeetassen gegen Grammophonplatten, den Photoapparat gegen einen Füllfederhalter umtauschen? Aber dies war doch ausdrücklich gekauft unter der Zusicherung„ Umtausch vorbehalten". Gewiß wird man gegen solches Entgegenkommen der Geschäftsinhaber gegenüber dem Käufer nichts einzuwenden haben. Anders liegt da= gegen der Fall, wenn es sich um den Umtausch von Kleidungsstücken handelt, zumal von solchen, die mit dem Körper in unmittelbare Berührung kommen. Nur zu leicht werden auf diefür Familien, Vereine und Behörden wie Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN liefert immer schnell, gut und preiswert STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN GIESSEN Neue Bücher. Was soll meine Tochter werden? ,, Natürlich nur etwas ganz vornehmes" sagen sicher viele Mütter. In die große Stadt muß die Tochter, Sekretärin beim Herrn Minister, bei einem Generaldirektor oder so etwas ähnlichem. Wenn dann aus all den schönen Träumen nichts wird, dann geht sie eben in die Fabrik. Man hat dann wenigstens die Freude, daß man eine Tochter hat, die seidene Strümpfe trägt und auch sonst ganz ,, modern" ist. Daß die Tochter eigentlich auch etwas lernen sollte, was sie in ihrem ganzen Leben brauchen wird, nämlich einen Haushalt führen, das vergißt man sehr leicht, wenn man nur an das„ Vornehme" denkt. So ganz langsam wird in manchen Familien doch wieder der Gedanke erwogen, die Tochter Hausangestellte werden zu lassen. Wenn sie in einer guten Familie Dienst tut, dann lernt sie vieles fürs praktische Leben. Nicht nur Kochen und Saubermachen. Warum soll in einer Arbeiterfamilie der Tisch nicht gerade so schön gedeckt sein als in einer guten Bürgerfamilie.? Geld gehört nicht dazu, aber Erfahrung und Geschick. Eine ausgezeichnete Anleitung für Hausangestellte ist soeben im Druck erschienen. Das kleine Heft heißt:„ Sausangestellte und Hausfrau", eine Anleitung von Elsa von Römheld.( Zu beziehen durch Frau v. Römheld, Darmstadt, Alexanderweg 14, für 1, R.-Mt. und Porto.) Die Verfasserin hat es verstanden, den ganzen Tageslauf einer Hausangestellten lehrreich durchzusprechen, wobei alle Fragen einfacher und größerer Haushal tungen ausgiebig erwähnt werden. Man kann die belehrende kleine Schrift auch als Nachschlagewerk für Angestellte und Hausfrauen betrachten, denn beiden gibt sie manchen praktischen Rat. Nicht unerwähnt bleiben darf der Unterton, der auf je= der Seite zu finden ist: Vertrauen der Angestellten zur Hausfrau und die Pflicht der Hausfrau, der ihr Anvertrauten eine Führerin zu sein. Die kleine Schrift kann sehr empfohlen werden auch solchen, die schon alles zu können glauben! ,, Die Werbung des Schweizer Hotel- und Gastwirtgewerbe, wie sie ist und wie sie sein soll", von Dr. Paul Pfeil, 160 S. 85 teils farbige Abbildungen, 6,30 Mf. Verlag Organisator A.-G. Zürich. Das Buch, zu dem die größeren Schweizer Hotels Muster ihrer Werbungen beigesteuert haben, behandelt die Hotelreklame von Grund auf und ist somit ein eigentliches Lehrbuch. An guten und schlechten Beispielen wird dem Hotelier und Gastwirt gezeigt, wie er mit mehr Erfolg um seine Kundschaft werben kann. ndung nicht verla 13. Sohrg Voliti in Nachdem die Ve Vertretern der png von 6 Prozent terium den Gehalts 1931 gefündigt. Die tellten der Reichsbo Zwischen den Sp Mr Unternehmerver Fühlungnahmen stat hiedene Fragen der andigungsmöglid, le „ Hessenland". Monatsschrift für Landes- und Volkskunde, Kunst und Literatur Hessens, herausgegeben von Dr. C. Hitzeroth( Verlag N. G. Elwert, Marburg- Lahn), beschließt mit dem uns heute zugehenden Heft 12 den ersten Jahrgang nach der Neugestaltung. Das Heft ist in erster Linie der altehrwürdigen Landesbibliothek in Kassel zu ihrem 350jährigen Jubiläum ge= widmet. Kleine Beiträge runden den Inhalt ab. Der große Weihnachtswunsch! So verschiedenartig die Neigungen, so verschiedenartig die Wünsche, in denen sie sich spiegeln. Am schwersten zu erraten der eine„ Große Wunsch", auf dessen Erfüllung es besonders ankommt. Studieren Sie den reich illustrierten Weihnachtsratgeber des soeben erschie nenen zweiten Weihnachtsheftes der„ Eleganten Welt". Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Ausnahme- Angebot für 1930/31 Im badijchen L ten und Innenmin sourf nicht in de Rafenoljezialistisch Ich liefere an meine Kundschaft Stoff f. Bettwäsche( glatt weiß) beste, haltbare Ware in einer Zusammenstellung wie folgt: 2 Bezüge 130/200 cm= RM 7.50 4 Kissen 80/80 cm Bettwäsche Solange der Vorrat reicht. 2 Bettücher 130/225 cm Aufgabe erbeten an RM 4.den jogenannten licher Umzüge und juheben. - = RM 4.50 16.Zusammen nur RM direkt ab Fabrikation Wäsche- u. Stickerei- Fabrik, Falkenstein i. Vogtl., Postfach 158 Ein von der Wirtschaftslage unabhängiges Unternehmen sucht für den Bezirk Gießen- Weßlar einen Mitarbeiter( evt.gebildete Dame.)- Vom Normalen abweichend hohes Monatseinkommen sichert Existenz bei vornehmer Arbeitsweise unter Wahrung voller Selbständigkeit. Erforderliches Kapita! 1200.- RM. 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