Nr. 55. Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rückjendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. ( Gießener Tageblatt) Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 16. Juli 1930 Hindenburg gegen die Breußenregierung. Der Reichspräsident sagt seine Teilnahme an den preußischen Befreiungsfeiern ab. Weil Braun das Stahlhelmverbot nicht aufgeboben hat. Amtlich wird mitgeteilt: Der Herr Reichspräsident hat jeine Teilnahme an den Befreiungsfeiern in Koblenz, Trier und Aachen sowie in Wiesbaden abgesagt und diese Absage in folgendem Schreiben an den preußischen Herrn Ministerpräsidenten begründet: ,, Sehr geehrter Herr Ministerpräsident! Ihre Einladung zur Teilnahme an der Befreiungsfeier der preußischen Staatsregierung in Koblenz am 22. Juli habe ich durch mein Schreiben vom 5. Juni angenommen. Meine Zusage erfolgte in der Voraussetzung, daß das Verbot des Sahlhelm, Bund der Frontsoldaten, in Rheinland und Westfalen, das ich, wie Sie wissen, nach eingehender Prüfung des Tatbestandes als unberechtigt und dem Sinne des Gesetzes zu= widerlaufend bezeichnen muß, bis dahin aufgehoben sei, und auch dieser Verband der alten Soldaten an den Befreiungsfeiern teilnehmen könne. Sie haben zwar die Aufhebung dieses Verbotes, für die sich auch die Reichsregierung inzwischen verwandt hat, wiederholt in Aussicht gestellt. Trotz wiederholtem Erinnern, sie aber bisher nicht verfügt. Stattdessen hat der preußische Minister des Innern in seinem dem Herrn Reichskanzler abschriftlich übermittelten Schreiben vom 14. Juli 1930 dem Stahlhelm für die Wiederzulassung in Rheinland und Westfalen Bedingungen gestellt, aus deren Verlangen und Formulierung ich entnehmen muß, daß Sie und das preußische Staatsministerium meinem von der Reichsregierung unterstützten Wunsche nicht zu entsprechen gesonnen sind. Damit schließen Sie den Stahlhelm, Bund der FrontPolitische Rundschau. Der Reichsjustizminister hat jetzt dem Reichstag den Einpruch des Reichsrats gegen das Amnestiegesetz mit der vom Reighsrat beschlossenen Begründung zugeleitet. Es ist damit zu rechnen, daß der Einspruch des Reichsrates noch in dieser Woche vom Reichstage behandelt wird. * Dr. Curtius sprach in Karlsruhe auf dem Badischen Heimatlag und betonte, daß die Saarverhandlungen infolge der übermäßigen französischen Wünsche gescheitert seien. * Botschafter von Hösch hat sich Dienstag um 3 Uhr nachmitlags nach dem Quai d'Orsay begeben, um dem Außenminister Briand die Antwort der Reichsregierung auf das Memorandum betr. die föderative Organisierung Europas zu überreichen. * Am Dienstag wurden in Paris die Antworten der Tschehoslowakei, Dänemarts, Schwedens und Norwegens auf Briands Europa- Memorandum überreicht. * Die Nationalsozialisten im Thüringer Landtag beabsichtigen, anen Antrag auf Verleihung der thüringischen Staatsangehörigleit für Adolf Hitler einzubringen. Der oldenburgische Ministerpräsident Finch ist am Sonntag in 71. Lebensjahre gestorben. * Der Leiter der städtischen Sicherheitswache in Hallein in Salzburg, Dr. Ernst Cham, ist wegen Waffenankaufes verhaftet worden. Cham wird auch zur Last gelegt, die Waffenkäufe mit Gemeindegelder durchgeführt zu haben. Cham gilt als Komnumist. * Am Dienstag wurde die Voruntersuchung in Sachen Stlarek and Genossen abgeschlossen. * Gegen Stinnes ist wegen versuchten Betruges eine Geldfra fe von 100 000 RM beantragt worden. * Die Zahl der Lübecker Todesopfer unter den Säuglingen hat fidh auf 57 erhöht. ㄓ Beim Wiener Straflandesgericht ist gegen den Landesjührer der oberösterreichischen Heimwehren, Fürsten Rüdiger von Sta themberg ein Strafverfahren wegen Uebetretung des Wafjenpatentes anhängig. In ganz Griechenland werden große Vorbereitungen für die tommende Panbalkankonferenz getroffen, die in Athen in der Zeit: vom 5. bis 12. Oktober stattfinden soll. Die türkische Regierung hat amtlich bekannt gegeben, daß der Friede an der türkisch persischen Grenze wiederhergestellt wurde. * Die schweren Unruhen in Ostbengalen haben sich zu einem ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 56 Zur Reform der Sozialversicherung. Die Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände unterbreitete kürzlich der Deffentlichkeit eine Denkschrift, die unter dem Titel ,, Die Reform der Sozialversicherung, eine Schicksalsfrage des deutschen Volkes" Vorschläge zur Absoldaten, von der Teilnahme an den Rheinlandbefreiungsänderung des geltenden Sozialversicherungsrechts, insbesondere feiern aus, und machen es den in dieser Organisation vereinigten alten Frontkämpfern unmöglich, in geschlossener Formation mich zu begrüßen, während alle anderen Verbände bei allen Veranstaltungen, die aus Anlaß der Räumung stattfinden, zugelassen sind, und in großer Zahl auftreten. Diese ungleichmäßige Behandlung ist für mich unerträglich. Ich kann es mit meiner verfassungsmäßigen Pflicht zur Ueberparteilichkeit nicht vereinbaren, an Befreiungsfeiern teilzunehmen, von denen ein Teil von Staatsbürgern durch ein nach meiner Auffassung nicht begründetes- Verbot ihrer Organisation ausgeschlossen ist. Ich habe mich daher zu meinem Bedauern entschließen müssen, meine Ihnen unter dem 5. Juli erteilte Zusage zur Teilnahme an der preußischen Befreiungsfeier in Koblenz rückgängig zu machen. Aus dem gleichen Grunde habe ich auch meine in Verbindung mit der Reise nach Koblenz geplanten Besuche in Trier, Aachen und Wiesbaden abgesagt und solange verschoben, als die vorerwähnten Gründe bestehen. Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung ( gez.) von Hindenburg. Die Reise nach Speyer und Mainz findet statt. Die Reise des Herrn Reichspräsidenten nach Speyer und der Pfalz sowie nach Mainz wird planmäßig stattfinden. Der Herr Reichspräsident wird von Mainz am Sonntag, den 20. Juli, abends unmittelbar nach Berlin zurückkehren. Bürgerkrieg zwischen Mohammedanern und Hindus entwickelt. Die Mohammedaner, die in der Ueberzahl sind und den Angriff begannen, haben ein Blutbad unter den Hindus angerichtet. Teilweise Aufhebung der Anstellungssperre in Hessen. Darmstadt, 15. 7. Die vor einiger Zeit von der Regierung aus Anlaß der Sparmaßnahmen verhängte Anstellungsund Beförderungssperre der Beamten ist durch Beschluß des Gesamtministeriums ab 5. Juli wieder aufgehoben worden. Einige Einschränkungen bleiben noch bestehen. Gesetze gegen die Kommunisten in Finnland. Helsingfors. Im finnischen Reichstag wurde vergangenen Samstag das Wahlgesetz heiß umkämpft. Der Verfassungsausschuß, an den die Vorlage vom großen Gesetzesausschuß zurückverwiesen worden war, hatte den ursprünglichen Kalliosche Vorschlag für den Ausschluß der Kommunisten vom Wahlrecht in der Nacht und am Vormittag nochmals durchberaten. Bei den bürgerlichen Parteien gab man dem Kivimaekischen Vorschlag, der die Ausschließung eines Kommunisten vom Wahlrecht von einer gerichtlichen Entscheidung abhängig macht, den Vorzug. Dann kam der Gesetzentwurf bereits vor das Plenum. Die Regierung erklärte den bürgerlichen Mehrheitsvorschlag für unannehmbar. Sie verlangte, daß der Vorschlag der Regierung Kallio der weiteren Aussprache zugrunde gelegt werde, widrigenfalls sie sofort zurücktreten müsse. Die bürgerlichen Redner bedauerten, daß die Regierung diese Frage zu einer Kabinettsfrage mache, unterwarfen sich aber im Hinblick auf die Schwierigkeit der politischen Lage dem Willen der Regierung. Die Wahlgesetzvorlage wurde in der von der Regierung und den Lappo- Mitgliedern gewünschten Form mit 101 gegen 65 Stimmen angenommen. Was Amerika das Alkoholverbot kostet. Washington. Wie amtlich bekannt gegeben wird, hat das Alkoholverbot im Jahre 1929 der Regierung 959 872 870 Dollar getoftet. Die Summe errechnet sich aus dem Ausfall von Steuereinnahmen zuzüglich der Kosten, welche die Regierung für die Erzwingung des Verbotes durch ihre Sonderpolizei, Küstenpatrouillenboote u. s. w. aufwendet. Der letzte Posten macht 45 800 000 Dollars aus und beträgt 5 Millionen Dollars mehr als im Vorjahre. * Fehlbetrag bei der amerikanischen Post. Newyork. Poſtminister Brown beabsichtigt, den Kongreß zu ersuchen, zur Deckung des Fehlbetrages bei der Post in Höhe von 50 Millionen Dollar, die Briefgebühr im Inland von 2 auf 2 Cents zu erhöhen. zur Reform der Krankenversicherung, enthält. Diese Denkschrift erkennt Wert und Notwendigkeit der Sozialversiche rung an und will ihren öffentlich- rechtlichen Charakter und ihre heutige Gliederung grundsäßlich aufrechterhalten. Sie betont die Bereitschaft der Arbeitgeber zur Mitarbeit und zur loyalen Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmern. Hieraus leitet sie die Mitverantwortung der Arbeitgeber für die weitere Entwicklung der Sozialversicherung ab, aber auch ihr Recht zur Kritik an der wirtschaftlichen Ueberspannung des Versicherungsaufwandes, sowie an den arbeits- und volksmoralischen Schäden des heutigen Systems. Diese Kritik wird belegt durch zahlreiche Beispiele und Sachverständigenurteile, sowie durch Zahlen und Tabellen, die die ständig steigenden Ausgaben der Sozialversicherung in der Nachkriegszeit auf allen Gebieten anschaulich machen. Die Zahlen ergeben, daß der deutsche Sozialetat von rd. 2 Milliarden Mark heutigen Geldwertes im Jahre 1913 auf rd. 6,3 Milliarden im Jahre 1929 gestiegen ist und nach der jetzigen Rechtslage die Tendenz hat, ständig, ohne Rücksicht auf die Wirtschaftslage, von Jahr zu Jahr weiter zu steigen. Die Bemühungen der Reichsregierung zur Sanierung unserer innerwirtschaftlichen Verhältnisse, sowie zur Durchführung der von ihr anerkannten Notwendigkeit der Entlastung der Wirtschaft müssen daher erfolglos bleiben, solange dieser Rechtszustand bestehen bleibt. Die Vorschläge der Vereinigung verfolgen infolgedessen zunächst das Ziel, Umfang und Leistungen der Sozialversicherung den nationalwirtschaftlichen Notwendigkeiten anzupassen. Gleichzeitig wollen sie Rechtsgrundlagen schaffen, die eine unberechtigte und schädliche Ausnuzung der Einrichtungen verhindern, nicht zuletzt im Interesse der arbeitswilligen, beitragszahlenden Arbeitnehmerschaft, der sozialen Gerechtigkeit und eines wirklichen, ihrer Bestim mung entsprechenden Nugens der Sozialversicherung. Als Kernstück bezeichnet die Denkschrift die sofortige Neform der Krankenversicherung, deren Aufwand von rd. 850 Mill. Mk. heutigen Geldwertes im Jahre 1913 auf 2,2 Milliarden Mk. im Jahre 1929 gestiegen ist, und die in der Deffentlichkeit am schärfsten kritisiert wird. Die Vereinigung will das Selbstverantwortungsgefühl und die Selbsthilfe der Versicherten wieder anspannen, um dadurch Mittel zu gewinnen, die wirklich Hilfsbedürftigen in schweren Fällen ausreichender zu behandeln. Im einzelnen macht die Denkschrift zur Reform der Krankenversicherung verschiedene Vorschläge, die durchaus ge= eignet sind, einer mißbräuchlichen Ausnußung entgegenzuwirken. Die Denkschrift gibt ferner einen allgemeinen Ueberblick über Entwicklung und Finanzlage der Angestellten, Invaliden- und Unfallversicherung. Sie betont besonders die bedrohliche Lage der Invalidenversicherung, die bereits vom Jahre 1934 ab ihre Vermögensrücklagen angreifen muß und im Jahre 1940 nach heutiger Rechtslage ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann. Sie folgert aus dieser Darstellung allgemein die Ablehnung weiterer Leistungssteigerungen und der beabsichtigten Einschränkung des Selbstverwaltungsrechts der Arbeitgeber in der Unfallversicherung. Die in der Denkschrift enthaltenen Schäzungen über die voraussichtliche finanzielle Auswirkung der Vorschläge ergeben einen Betrag von mehreren hundert Millionen Mark, der eine fühlbare Herabsetzung der Beiträge, besonders auch für die zu% an den Beiträgen beteiligten Arbeitnehmer ermöglichen und damit wesentlich zur Sanierung unseres innerwirtschaftlichen Lebens ohne Verletzung berechtigter sozialer Interessen beitragen würde. Berufsaussichten in Südafrika. Im allgemeinen hat der junge Handwerker in Südafrika während der vergangenen Jahre verhältnismäßig günstige Aussichten her thin sanden fast usschließlich nur noch Landwirte mit eihck! chem Kapital ein Fortkommen In der ,, Deutschen Afrika- Post" wird jetzt von einer erheblichen Wirtschaftskrise berichtet, der gerade in letzter Zeit eine unverhältnismäßige große Anzahl junger Deutscher zum Opfer gefallen ist. Vor kurzem erst eingewandert, haben sie, ohne eine Stelle finden zu können, die dem Einwanderungsbeamten vorgezeigten 50-60 engl. Pfund aufgebraucht und befinden sich nun in schwerster Not. Es wird deshalb von der Auswande= rungsberatungsstelle des Hessischen Landesvereins für Innere Mission, Darmstadt, Bismarkstraße 55, dringend davor gewarnt, ohne daß eine feste Anstellung zugesichert ist, nach Südafrika auszuwandern. Herausfegung des Wohlalters? Auch die Deutsche Volkspartei hat im Reichstag einen Antrag eingebracht, das Wahlalter von 20 auf 25 Jahre heraufzusetzen. Mittwoch, den 16. Juli 1930. Lokales. Juli. Ueber die Lande weht der Sommerwind. Es wogen die Getreidefelder und wenn der Wind einmal tüchtig dazwischen fährt, erblickt man die rot- und blauschimmernden Klatschrosen und Kornblumen. Die Aehren füllen sich, die Aepfel reifen. Es kommt das Fest der Ernte. Hell sind die Nächte und sternenklar. Tiefer rauschen die Brunnen auf den Marktplätzen der deutschen Städte. Wenn der Mond aufsteigt, ist es, als belebten sich die Ritter und Rolande der alten Denkmäler. Dann tönt ein Gitarrenlied und der Spuk ist aus. Tiefer rauschen die Brunnen, es wehen die Glocken, das Meer singt ein Schlummerlied, der Wald steht im Schweigen. Sonnenschein und Mondenglanz. Fülle und Reifen. Und ein Ruhen und Warten. So mach auch du dich frei, zur Ruhe, zum Reifen, zum Warten. Laß einmal die Arbeit. Zich einmal hinaus. Stärke dich an der Pracht, an der Ruhe, an der Zuversicht deines Heimatlandes. Wenn du zurückkommst, junger, reicher, ruhiger, kräftiger, gesunder, wird deine Arbeit schneller und besser vonstatten gehen und auch du wirst ernten. * Straßenbahnbetrieb. An Sonn- und Feiertagen verkehren die Wagen der Linie Bahnhof- Marktplatz- Wiesecker Weg von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 1 Uhr bis zur Ausweiche am Friedhofsweg. * Ein Kunstflieger des Zirkus Barum wird in diesen Tagen in Gießen eintreffen und hoch in den Lüften sein kunstvolles Können der Bevölkerung zeigen. * Oberhessischer Geschichtsverein. Heute abend findet um 8 Uhr im Hörsaal der Universität ein Vortrag von Univ.- Prof. Dr. Dietrich über„ Die Reichsreform und Hessen mit besonderer Berücksichtigung der historischen Voraussetzungen" statt. Parade der Nationen! ,, Gießener Zeitung" Wegen des Neubaues der Landwegebrücke in km 0,2+50 wird der Landwegezug Ronhausen- Nehbrücke ab 15. Juli 1930 bis voraussichtlich 28. August 1930 für den Kraftfahrzeugverkehr gänzlich gesperrt. Umleitung aus Richtung Marburg erfolgt über: Marburg- Rehbrücke bezw. über Ronhausen- EbsdorfHachborn Bellnhausen und aus der Richtung Gießen über Gisselberg Marburg bezw. über Bellnhausen- Hachborn Ebsdorf Ronhausen. Zirkus Barum fommt nach Gießen und mit ihm kommt die ganze Welt. Die Völker des Erdballes geben sich Stelldichein in den Mauern von Gießen. Die Kontinente Europa, Asien, Afrika schicken ihre Vertreter, auch ihres vielgestaltigen Tierreichs. Barums große Einmanege ist wie der Blick in das Kaleidoskop der Welt. Neben einem erlesenen Marstall aus dem renommiertesten Gestüten Europas, die das Entzücken aller Kenner hervorrufen, führt er einen großzügigst zusammengestellten 300 auf Rädern mit sich, der dem Besucher die Tiere aller Zonen in lückenloser Geschlossenheit vorführt. Eine ganz besondere Sensation bedeutet aber seine Völkerschau: Barum baut ein ganzes Negerdorf auf, Männer, Frauen und Kinder zeigen in ihren Tänzen und heimatlichen Spielen das Bild Innerafrikas. Diese Völkerschau ist zusammen mit der Tierschau den ganzen Tag ab 10 Uhr morgens geöffnet, und die niedrigen Eintrittspreise ermöglichen einem Jeden den Besuch. Darum heißt in den nächsten Tagen für Alle, die neben einigen Stunden glänzender Unterhaltung auch Belehrung und Anregung erwarten, die Parole:„ Auf zu Barum!" Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( A. v. D.), Die Frankfurter Straße zwischen Cölbe und Marburg wird ab 21. Juli 15. August 1930 für sämtlichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Cölbe- Wehrda- Marburg. Gleichzeitig wird die Frankfurterstraße zwischen der Lahnund Eisenbahnbrücke bei Cölbe wegen Ausführung von Pflasterarbeiten halbseitig gesperrt. Sperr- und Umleitungstafeln sind aufgestellt. Der Preisabbau in der Eisenindustrie. Die Sperre auf der Provinzialstraßenstrecke HeuchelheimWindhof wird ab 14. Juli 1930 aufgehoben. Aus Nah und Fern. Darmstadt. Der Oberbürgermeister hat sich entschlossen, doch noch eine Stadtjubiläumsfeier abzuhalten. Am 23. Juli, dem Tag, an dem die Stadt Darmstadt vor 600 Jahren Stadt- und Marktrechte erhielt, wird um 11 Uhr auf„ der Insel" in der Altstadt das Niebergalldenkmal eingeweiht; anschließend findet eine Festsitzung des Stadtrates statt. Am 21. Juli trifft der Hessen- Darmstädter Volksfestverein aus Newyork in Darmstadt ein. Wiedersehensfeier der 118er. Worms. Die Wiedersehensfeier der 118er, des berühmten ,, gelben Regiments", stand in einem besonderen Zeichen. Es war die erste Regimentsfeier auf besetztem und jetzt frei gewordenem Boden nach dem Krieg. Am Samstag wurde in strömendem Regen von den Delegationen der Offiziere und Mannschaften auf dem Friedhof Kränze für die Gefallenen niedergelegt. Abends versammelte ein Kommers Kameraden und Gäste. Oberbürgermeister Rahn, Oberstleutnant Lüters, Kommandeur des Inf.- Regmts. 15( das die Traditionskompagnie einstiger 118er in sich schließt), Freiherr Heyl zu Herrnsheim, Geheimrat Doerr und andere Redner gedachten der ruhmreichen Vergangenheit des Regiments. Am Sonntag nachmittag fand ein Appell auf dem Kasernenhof statt und ein nicht endenwollender Zug bewegte sich dann durch die Straßen. Abends fand man sich im Festhausgarten zusammen, nachdem zuvor noch eine Festaufführung von„ Der Rhein ist frei!" stattgefunden hatte. Der socben vom Reichsarbeitsministerium verbindlich erklärte Deynhausener Schiedsspruch bedeutet einen Markstein in unserer wirtschaftlichen Entwicklung. Wäh= rend man bisher die beiden Machtfaktoren, das Lohnmonopo der Gewerkschaften und das Preismonopol der Kartelle, unverzagt gegeneinander ausspielte, wobei unsere Wirtschaft allmählich auf den Standpunkt kam, auf dem sie sich heute befindet, haben sich jetzt Arbeitgeber und Gewerkschaften in der Erkenntnis zusammengefunden, daß die Arbeitslosigkeit nur durch eine Senkung der Erzeugungskosten und der Preise bekämpft werde kann und daß, wie es soeben auch der Sozialdemokratische Pressedienst mit erfreulicher Klarheit formuliert ,,,,, eine Wirtschaftsbelebung von der Senkung des gesamten Breieniveaus abhängt". Der Schiedsspruch sieht eine Ermäßigung der über Tarif liegenden Löhne von 7 1/2%( statt wie ursprünglich angeboten 10%) vor, und die Arbeitgeber, die anfangs eine Preisermäßigung im Umfange der ersparten Lohnsummen angeboten hatten, verpflichten sich jetzt zu einer Senkung der Preise, die noch über den Umfang der Lohnsenkung hinausgeht und ab 1. Juni rückwirkend in Kraft tritt, während die Lohnsenkung erst am 1. Juli, für einzelne Kategorien der Angestellten, je nach hren Verträgen, sogar noch später, in Kraft tritt. Ueber das ziffernmäßige Ausmaß der Eisenpreissenkung werden die Verkaufsverbände inzwischen Beschluß fassen. Alle Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Preissenkung ausreichend sein wird, denn die Eisenindustrie hat bisher durch Wort und Tat ihren ausdrücklichen Willen bewiesen, über die Senkung der Selbstkosten hinaus im Interesse der Wiederbelebung der Wirtschaft die weitestgehenden Preisopfer zu bringen. Der Reichsarbeitsminister hat sich das Recht vorbehalten, den Umfang der Preissenkung durch Sachverständige nachprüfen zu lassen und falls sie nicht ausreichend erscheint, ihn wieder aufzuheben. Charakteristisch für die Haltung der freien Gewerkschaften bei den hierüber bevorstehenden Verhandlungen ist ein offizieller Artikel des Deutschen Metallarbeiterverbandes im Dortmunder Generalanzeiger vom 4. Juni ,, Der Tariffampf in der norwestlichen Gruppe", in dem ausgeführt wird, es sei bei einer 10 prozentigen Verdienstsenkung möglich ,, eine Senkung des StabeisenJdstein. Ueber unserem Ort schwebt die Gefahr einer Zwangsetatisierung. Die Tatsache, daß es zahlreichen Gemeinden ähnlich geht, ist ein schwacher Trost. Die älteste Einwohnerin von Hessen- Nassau gestorben. Hanau. Im Alter von 100% Jahren ist in Langenselbold die älteste Einwohnerin der Provinz Hessen- Nassau, die Oberförsterswitwe Mina Kersting, gestorben. Sie war bis zuletzt noch imstande, ohne Brille die Zeitungen zu lesen. Bis zu ihrem 94. Geburtstag hat sie Sonntags zweimal den Gottesdienst in der evangelischen Kirche besucht. In diesem Alter hat sie auch noch von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, als es galt, einen Reichspräsidenten zu wählen. Sie war geboren am 9. Februar 1830 in Hünfeld. Große Veruntreuungen in einem Kasseler Anwaltsbureau. Nr. 56. ist der beratende Volkswirt Dr. Abesser unter Hinterlassung großer Schulden aus Kassel verschwunden. Dr. Abesser war in zahlreichen Vergleichs- und Konkursverfahren als Treuhänder tätig und wird beschuldigt, in verschiedenen Fällen seine amtliche Tätigkeit zu Veruntreuungen mißbraucht zu haben. Kassel. Der Bureauvorsteher einer der größten Rechtsanwaltsbureaus in Kassel, Bureaudirektor Karl Erbelich, ist nach Veruntreuung von annähernd 100 000 RM aus Kassel geflüchtet. Die Kasseler Kriminalpolizei hat durch Funksprüche festgestellt, daß Erbelich von Mainz aus versucht hat, das Ausland zu erreichen, doch wurde er an der Grenze zwangsgestellt und soll nach Kassel übergeführt werden. Zur gleichen Zeit preises um Mark 3,50 p. T. eintreten zu lassen, wobei überdies die bei 10% mutmaßlich einzusparenden Summen mit 57 Millionen ganz wesentlich zu hoch eingesetzt waren. Die Eisenindustrie selbst hatte ursprünglich mit Mark 3,- i. T. Stabeisen gerechnet. Nachdem nunmehr eine Verdienstminderung nur bis Rheinland- Festspiele auf dem Ehrenbreitstein. Anläßlich der Befreiungsfeiern der Rheinlande finden in der Zeit vom 25. Juli bis 5. August auf dem Ehrenbreitstein festliche Freilichtaufführungen" statt. Die Festspiele bringen die Uraufführung eines Schauspiels ,, Befreites Land" von dem bekannten rheinischen Dichter Leo Sternberg. Die Julirevolution von 1830. Mittwoch, den 16. Die weitde Die W Bei guter Witte ( 3000 Zuschauer) bra feine Meisterschaften Anbetracht der Bahn in den Lauf- Wettbewe übungen im allgemeine In den furzen Str ( 050. 99), der die 10 dem gut aufkommende Kremer gewann. Noch legenheit in der 200 Sprung vor Hendricks legte. Rifters( Düffel über 400 Meter. Er gefolgt von Schaurig, Sier rüdten Nöller( S ten sich aber mit den der 800- Meter- Lauf. lieferten sich ein erbi Ziel mußte der an 2 nend zuviel zugemute jedoch frisch ins Ziel weichen Bahn glänze Lauf führte anfangs bald übernahm Neu Gerull. In der letz Dom Felde, und Neu auf den zweiten P Einer knappen im 110- Meter- Hürde letzten Sprung plötzl dem Sieger auflief. 400- Meter- Hürdenla rienburg), dessen Si Ebenso über Schaumburg in A 5000- Meter- Lauf. die Führung, verg und gewann in 1 Die 4 mal 1 Sie begann in Frankreich und erregte auch in einer Anzahl Gemeinden des damaligen Kurhessens und der Provinz Oberhessen Baueraufstände. In letzteren nahm die Sache folgen. den Verlauf. Zu Mittelgründau ließ der Bürgermeister stürmen und zog mit einem Teil der Einwohner nach Büdingen. Unterwegs schlossen sich die Bauern von Heingründau an; die Bürger von Büches erschienen ebenfalls. Das war am 29. September 1830 nachmittags 2 Uhr. Die Menge war bald betrunken und staute sich in den Gassen. Die fürstlichen Häuser waren zum Teil geplündert worden. Den Bürgern Büdingens aber wurde es angst. Wohin mit der Masse? Da ersann einer einen schlauen Streich. Man rief die Stadtkapelle herbei, man holte die Stadtfahne. Auf einmal erschallten die Weisen der Musik. Hoch, doppelt hoch gingen die Wogen der Begeisterung. ,, Wir rücken auf Ortenberg", erschollen Rufe, ein Marsch ward geblasen und unter Sang und Klang rückte das Volk zum Tore hinaus Masse, damals wie heute und immer! Zu Ortenberg ward das Landgericht gestürmt, zu Nidda gings nicht besser. Weiter marschierten die Rotten. Ein Schneider namens Wagemann aus Schot Kohden spielte den Anführer. So fam man nach Binzenheim in den Schloßhof, wo im Schloß die Oberförsterei untergebracht war. Es herrscht heißes Wetter. Der Führer Wagemann war müde und geschwitzt. Er wollte im dunklen Raum eines Seitenbaues etwas ausruhen. Mit seiner weißblauleinenen Hose- Unterhosen gabs selbigmal noch nicht- ließ er sich in einer Ecke nieder. Laut schreiend aber sprang er auf, sprang ins Helle und drückte mit den Händen einen frisch gebackenen heißen Zwetschenkuchen wieder den Hintern. Damit aber war die Oberförsterei gerettet. Es war ein Ereignis für die Masse. Sie johlte und zog mit dem vornweg laufenden Wagemann nach Melbach und Wölfersheim, wo die Ortseinwohner und inzwischen von Friedberg herübergekommene Chevaulegers die Bande zerstreute. Fast 10000 Menschen hatten sich an diesem Kartoffelkrieg von 1830 beteiligt. Etwa 75 Persomen wurden als Rädelsführer mit 1 oder mehr Jahren Zuchthaus bestraft. 15 Jahre Zuchthaus bekam Wagemann. Es traten aber bald Begnadigungen ein. Beim Transport der Ban denführer, wurden diese nach damaligem Brauch sämtliche Hosenfnöpfe abgeschnitten, sie mußten die Hosen mit den Händen. halten, damit sie nicht durchbrannten. Wagemann war viel in der Welt herumgekommen, war intelligent und sprach ein schönes Hochdeutsch. % vorgenommen wird, würde sich selbst nach den Berechnungen des TV. allenfalls ein Sah von Mark. 2,70 Eisenpreissenkung( Stabeisen) ergeben. Jm übrigen stellt die Gewerkschaftspresse plöglich fest, daß die Höhe der Eisenpreise für die Arbeiterschaft ziem lich gleichgültig ist. Das ist ein merkwürdiger Widerspruch gegen ihre frühere Haltung. Noch bei der letzten unbeträchtlichen Eisenpreiserhöhung rief man diesem Vorstoß der Unternehmer" gegenüber ungefähr nach einem Eingreifen der Staatsgewalt und einer Verstaatlichung der Eisenindustrie. Abgesehen von diesem seltsamen Wechsel in der Auffassung übersieht die Gewerkschaftspresse dabei, daß die Ermäßigung der Eisenpreise zum mindesten der verarbeitenden Industrie billigere Selbstkosten beschafft, was für die Arbeiter z. B. des Maschinenbaues bessere Beschäftigungsmöglichkeiten, aber auch die Chance größerer Bestellungen der eisenverarbeitenden Industrie bei der Eisenindustrie bedeutet. Natürlich kann für die Gesundung der Gesamtwirtschaft von diesem Siege der Vernunft in der Eisenindustrie nur ein Teilerfolg ausgehen, wenn es nicht zu analogen Vorgängen in den anderen Industrien kommt. In dieser Hinsicht zu wirken, d. h. die besonders für unsere Ausfuhr erforderliche Preissenfung zu erreichen, ohne daß die dazu notwendige Minderung des Arbeitslohnes zu einer Beeinträchtigung des Reallohnes der Arbeiterschaft führt, das ist ja ge= rade das Ziel der Verhandlungen, die zwischen Unternehmer und Gewerkschaften schweben und in denen hoffentlich ebenso die Vernunft walten wird, wie sie das beim Deynhausener Spruche getan hat. Richtig kochen! Von Annie Juliane Richert. Man verlangt keine Asfese mehr von uns. Was einem Spaß macht, wird gegessen. Nur mit einer kleinen Einschränkung: der Spaß darf nicht auf Kosten urfer ohlbefindens gehen. Fleisch und Eier sind Budo Beize Farbbohnerwachs von der Vorzugsliste abgesezt worden. Sie müssen sich damti bescheiden, den basenreichen Gemüsen und Früch ten den Hauptanteil an unserer Ernährung zu überlassen. Wenn irgend möglich, genießt man Früchte und Gemüse, wie sie von der Natur beschaffen worden sind. Und wenn schon der Kochtopf hinzugezogen wird, um die Nahrungsmittel genußfertig zu machen, so versucht man trotzdem die Natürlichkeit zu erhalten. Spinat kocht man nicht mehr ab, sondern läßt ihn auf der Brennstelle im Kochtopf, bis er ganz in sich zusammengesunken ist. Dann wird er gemahlen und mit Butter verdünstet. Chemische Zusätze vermeidet man sowohl beim Abkochen von allzu sauren Früchten, wie Nhabarber und Stachelbeeren, als auch beim Einkochen. Wenn die Früchte richtig eingekocht sind, halten sie sich ohne chemischen Zusatz oder Einmachehilfe und die lieben Basen", die Mineralsalze, werden nicht vernichtet. Stachelbeeren entsäuert man durch Ueberbrühen mit kochendem Wasser. Wirst man Natron in das Kochwasser, so beeilt es sich alle belebenden Mineralsalze zu verschlingen. Man hat andere Mittel, um die peinliche Säure von Rhabarber und Stachelbeeren weniger fühlbar zu machen. Man sett Zitronen- und Apfelsinensaft zu und macht die Gepflogenheit der Engländer, die beiden ersten sommerlichen Kompotte mit einer diden Vanillesoße oder mit vanillierter Milch( es kann auch Sahne oder Schlagsahne sein) zu genießen, begeistert nach. Namentlich da sich Milch mit den meisten Früchten ausgezeichnet verträgt. Selbst rohe Erdbeeren lassen ab von der unliebenswürdigen Eigenart, die Haut mit Frieseln zu überrieseln, wenn man sie unter eine Dede von dicker, noch heißer Vanillesoße steckt. Wo immer es angängig ist, sollte man der Zwiebel erlauben, ihre den Stoffwechsel fördernden Einwirkun gen auszuüben. Nur schmecken will man nichts davon. Darum gibt man sie von Anfang an mit zu den Speisen, deren Verdaulichkeit sie erhöhen sollen. Je länger Zwiebeln kochen, desto mehr wandeln sie ihr freches Aroma in jenes unbeschreibliche„ Jchweißnichiwas" um, das Essenskünstler schäßen. Zum Entsegen der Unkundigen, zum Entzücken der Mitesser kocht eine raffi nierte Hausfrau genau so vie! Gramm Zwiebeln mit, als sie Rindfleisch zu Gulasch angeschmort hat. Sehr gut! Wird nachgemacht! 99, der mit drei Club und Preuße Die Leistunge die der Läufer her bewerbe entschiede Stechemeijer( Mün Ejener Heiberg ei dorf 99) siegte im vor Rabert( E Jm Stabhochspru ter, um seine Riv Das Kugelitoßen Distuswerfen Po Rivalen Hoffmei Eine weitfälische Bögelin( Münite Helen- Hanno garnicht in Ersche ftoßen die Leistun nicht selten auch h Ergebnisse: 1 Gef.; 2. Hendr ( Kölner BC.) 200 Meter: 1. S ( Rot- Weiß Ac 22,9 Gefunden. 400 Meter; 1. R ( Kölner BC.) 50,9 Gefunden 800 Meter: 1. Le brod( Atad. Krefeld 2: 01,8 1500 Meter: 1. ( Duffeldorf 99 Düsseldorf) 4: 110 Meter Hürden Kürten( PostElberfeld) 16, 400 Meter Hürde 2. Klar( Du Krefeld) 57,3 Sammerwerfen: 2. Goitsch( feld( SSV. Hochsprung: 1. 2. Große( V Köln) 1,70 9 Weitsprung: 1. ( Schwarz- Wei Krefeld) 6,75 Rugelitogen: 1. mejler( Preuße jeldorf 99) 12 2. Giegers( ( Sportfreunde 5000 Meter: 1. Gd 4 mal 100 Meter 43; 3. Preuße Uni Nr. 50 interlassung gr Abesser war in als Treuhänder Ten feine amtlig haben. Greititein. nlande finden in m Ehrenbreititen Festspiele bringe reites Land Sternberg. 1830. cuch in einer An und der Proving Bürgermeister ftür Mittwoch, den 16. Juli 1930. Gießener Zeitung Turnen, Sport und Spiel. Athletikmeisterschaften der Verbände im Reiche. Die westdeutschen Meisterschaften. Die Männer in Elberfeld: Bei guter Witterung, aber allerdings schwachem Besuch ( 3000 Zuschauer) brachte der WSV. im Elberfelder Stadion feine Meisterschaften zum Austrag. Die Leistungen waren in Anbetracht der Bahnverhältnisse überraschend gut, besonders in den Lauf- Wettbewerben, während in den Wurf- und Sprungübungen im allgemeinen der Durchschnitt kaum überboten wurde. In den kurzen Streden dominierte der Düsseldorfer Schüller dem gut aufkommenden Aachener Hendricks und dem Kölner Kremer gewann. Noch eindeutiger bewies Schüller seine Ueberlegenheit in der 200 Meter- Strecke, auf die er mit klarem Vorsprung vor Hendricks und dem Duisburger Otto I Beschlag legte. Kisters( Düsseldorfer SC. 99) holte sich den Meistertitel fürstlichen Häuße: über 400 Meter. Er ging schon bei 100 Meter an die Spitze gefolgt von Schaurig, der aber in der Geraden wieder abfiel. Hier rückten Nöller( Köln) und Jachert( Elberfeld) auf, mußfen sich aber mit den Plätzen begnügen. Sehr spannend verlief der 800- Meter- Lauf. Saam( Köln) und Lefeber( Düsseldorf) die Sache folgen( DEC. 99), der die 100 Meter mühelos in 10,6 Sefunden vor nach Büdingen. mgründau an; die Das war am 29. enge war bald be ürgern Büdingens Da erfann einer apelle herbei, man n die Weisen der der Begeisterung lieferten sich ein erbittertes Duell. Etwa 90 Meter vor dem ein Marsch ward as Volk zum Lore er! Zu Ortenben gings nicht besser er namens Wage Cer. So fam man Schloß die Oberför Better. Der Führer wollte im dunklen Mit seiner wei mal noch nicht veiend aber sprang Den Händen eine eder den Hinten Es war ein E mit dem vorne ölfersheim, wo di herübergekommen 0 Menschen hatte gt. Etwa 75 Per tehr Jahren Zu Bagemann. Es i Cransport der B uch sämtliche hole mit den den agemann war v nt und Sprachy ize nnerwachs Sie müffen fid üsen und Frü ährung zu über man Früchte un fen worden sind ezogen wird, un achen, so versu erhalten. Spine äßt ihn auf de En sich zufamme I und mit Butt idet man fowol üchten, wie h beim Einlode sind, halten inmachehilfe ze, werden ni man durch Uebe tman Natroni belebenden Min de peinliche Gi eniger fühlbar Felfinensaft zu u inder, die beide ner diden Vanill fann auch Sah meisten Frücht Erdbeeren laffe 1, begeistert na art, die Haut m e unter eine De eďt. e man der Zwie ernden Einwirk man nichts daba mit zu den Sp follen. Je läng eln fie ihr fred weißnichiwas" Entfeben der er tocht eine raff mm 8wiebeln mi fchmort hat. S Ziel mußte der an 2. Stelle liegende Saam, der sich anscheinend zuviel zugemutet hatte, aufgeben. Der Düsseldorfer kam jedoch frisch ins Ziel und beendete das Rennen in der bei der weichen Bahn glänzenden Zeit von 1: 57,6. Jm 1500- MeterLauf führte anfangs Remy vor Neu und Pesch, aber schon bald übernahm Neu das Kommando vor Pesch, Schlüter und Gerull. In der letzten Runde sonderten sich Neu und Pesch vom Felde, und Neu verwies seinen Rivalen im Endspurt sicher auf den zweiten Piazz. Einen knappen Sieg errang der Duisburger Stöckmann im 110- Meter- Hürdenlauf, da der Düsseldorfer Kürten nach dem letzten Sprung plötzlich stark nach vorne kam und noch dicht zu dem Sieger auflief. Eine gute Zeit( 56 Sekunden) lief im 400- Meter- Hürdenlauf der Titelverteidiger Jänisch( Köln- Marienburg), dessen Sieg nie zweifelhaft war. Ebenso überlegen holte sich der Oberhausener Polizist Sahaumburg in Abwesenheit des Titelverteidigers Kilp, den 5000- Meter- Lauf. Schaumburg übernahm in der zweiten Runde die Führung, vergrößerte unterwegs ständig seinen Vorsprung und gewann in 15: 23,8 wie er wollte. Die 4 mal 100 Meter Staffel war dem Düsseldorfer SC. 99, der mit drei Meter Vorsprung vor dem Kölner BallspielClub und Preußen- Krefeld siegte, nicht zu nehmen. Die Leistungen der Werfer und Springer reichten nicht an die der Läufer heran. Bereits vormittags waren zwei Wettbewerbe entschieden worden, und zwar der Hochsprung, den Stechemesser( Münster) gewann, und das Speerwerfen, das dem Effener Heiberg einen leichten Erfolg einbrachte. Mölle( Düsseldorf 99) siegte im Weitsprung mit nur 1 Zentimeter Vorsprung vor Nabert( Essen), erreichte aber nicht die 7- Meter- Grenze. Jm Stabhochsprung benötigte der Dortmunder Baltes 3,52 Meter, um seine Rivalen abzuschütteln. Werring( Gronau) brachte das Kugelstoßen vor Stechemesser( Münster) an sich, während im Distuswerfen Paulus( Wetzlar) mit 45,49' Meter seinen alten Rivalen Hoffmeister( Münster) auf den zweiten Platz verwies. Eine westfälische Angelegenheit war das Speerwerfen, in dem Vögelin( Münster) mit 59.13 siegte. - Hessen- Hannover ist diesmal also- außer durch Paulus- garnicht in Erscheinung getreten, obwohl besonders im Kugelstoßen die Leistungen des derzeitigen westdeutschen Meisters nicht selten auch hier schon gestoßen sind. Ergebnisse: 100 Meter: 1. Schüller( Düsseldorf 99) 10,6 Sef.; 2. Hendricks( Rot- Weiß Aachen) 10,9 Sek.; 3. Kremer ( Kölner BC.) 11 Set. 200 Meter: 1. Schüller( Düsseldorf 99) 22 Sek.; 2. Hendricks ( Rot- Weiß Aachen) 22,8 Sef.; 3. Otto( Duisburg 99) 22,9 Gefunden. 400 Meter: 1. Kisters( Düsseldorf 99) 49,9 Set.; 2. Nöller ( Kölner BC.) 50,7 Sef.; 3. Jachert( SSV. Elberfeld) 50,9 Sekunden. 800 Meter: 1. Lefelder( Düsseldorf 99) 1: 57,6 Min.; 2. Nottebrod( Atad. SV. Köln) 2: 01,6 Min.; 3. Schops( VfL. Krefeld 2: 01,8 Minuten. 1500 Meter: 1. Neu( Duisburg 99) 4: 03,8 Min.; 2. Pesch ( Düsseldorf 99) 4:06 Min.; 3. Dreesen( Deutscher SC. Düsseldorf) 4: 11,6 Minuten. 110 Meter Hürden: 1. Stöckmann( Duisburg 99) 16 Sef.; 2. Kürten( Post- SV. Düsseldorf) 16,1 Sef.; 3. Hirth SSV. Elberfeld) 16,6 Sekunden. 400 Meter Hürden: 1. Jänisch( Köln- Marienburg) 56 Sef.; 2. Klar( Duisburg 99) 57,2 Sef.; 3. Ruyter( Preußen Krefeld) 57,3 Sekunden. Hammerwerfen: 1. Heiberg( Schwarz- Weiß Essen) 35,89 Meter; 2. Goitsch( Polizei Duisburg) 34,92 Meter; 3. Dr. Stedtfeld( SSV. Elberfeld) 30,76 Meter. Hochsprung: 1. Stechemesser( Preußen Münster) 1,75 Meter; 2. Große( VFB. Ruhrort) 1,71 Meter; 3. Busch( Viktoria Köln) 1,70 Meter. Weitsprung: 1. Mölle( Düsseldorf 99) 6,83 Meter; 2. Nabert ( Schwarz- Weiß Essen) 6,82 Meter; 3. Rauch( Preußen Krefeld) 6,75 Meter. Kugelstoßen: 1. Werring( Gronau) 13,44 Meter; 2. Stechemesser( Preußen Münster) 13,16 Meter; 3. Wiegandt( Düsseldorf 99) 12,40 Meter. 5000 Meter: 1. Schaumburg( Polizei Oberhausen) 15: 23,8 Min.; 2. Siegers( Germania Düren) 15: 48,4 Min.; 3. Paul ( Sportfreunde Siegen) 15: 51,6 Minuten. 4 mal 100 Meter Staffel: 1. Düsseldorf 99 42,8; 2. Kölner BC. 43; 3. Preußen Krefeld 43,1. Union Diskuswerfen: 1.Paulus( Wetzlar) 45,49 Meter; 2. Hoffmeister( Münster) 43,11 Meter; 3. Heiberg( Schwarz- Weiß Essen) 41,90 Meter. Stabhochsprung: 1. Baltes( Dortmund 95) 3,52 Meter; 2. Stechemesser( Münster) 3,42 Meter; 3. Glaser( VfB. Ruhrort) 3,42 Meter( durch Stechen). Speerwerfen: 1. Vögelin( Münster) 59,13 Meter; 2. Hertel Dortmund 95) 56,49 Meter; 3. Metzdorf( Dortmund 95) 56,20 Meter. Die Frauen in Köln- Klettenberg: Für die westdeutschen Leichtathletikmeisterschaften der Frauen finden sich von Jahr zu Jahr mehr Bewerberinnen zusammen. Auf der Kampfbahn des Kölner BC. in Klettenberg nahmen Sonntag etwa 100 Bewerberinnen an den Titelkämpfen der Frauen teil. Die Leistungen waren aber im allgemeinen noch nicht überragend. Sie sind, an den Ergebnissen der übrigen Landesverbände gemessen, für die deutsche Meisterschaft nicht gerade ermutigend. - - Ergebnisse: 100 Meter: 1. Hausmann( VfB. Lennep) 13,4 Sef.; 2. Müller( Kölner BC) 13,6 Sef.; 3. Horchler( Solingen 98) 13,7 Sef. 200 Meter: 1. Schwan( Kölner BC.) 28,3 Set.; 2. Binger( VFB. Remscheid) 28,4 Sef.; 3. Schmidt( Kölner BC.) 28,4 Gef. 800 Meter: 1. Wewers( VfL. Lennep) 2: 31,7 Min.; 2. Fr. Noeten( Krefeld 1910) 2: 35,3 Min.; 3. Mertens( VL. Krefeld) 2:37 Min. Weitsprung 1. Frl. Schlarp( Deutsche Meisterin)( Post- SV. Köln) 5,38 Meter; 2. Horchler( Solingen 98) 5,04 meter; 3. Wendel( Kölner BC.) 4,89 Meter. Diskuswerfen: 1. Krevet( Turu Düsseldorf) 33,14 Meter; 2. Herzberg( VfB. Bielefeld) 28,16 Meter; 3. Freyling( Sportfreunde Siegen) 27,83 Meter. Heublein( SS. Barmen) außer Konkurrenz 37 Meter. Kugelstoßen: 1. Heublein ( SS. Barmen) 12,02 Meter; 2. Herzberg( VfB. Bielefeld) 10,16 Meter; 3. Busch( Viktoria Köln) 9,96 Meter. Schlagballwerfen: 1. Klebe Preußen Münster) 60,70 Meter; 2. Herzberg( fL. Bielefeld) 59,95 meter; 3. Freyling( Sportfreunde Siegen) 59,30 Meter. Dreikampf: 1. Link Sportfreunde Eicgen) 136 Punkte; 2. Horchler( Solingen 98) 134 Punkte; 3. Binger( VfB. Remscheid) 134 Punkte. 3 mal 800 Meter Staffel: 1. Schalke 96 8:44 Min.; 2. Kölner BC. 8: 47,5 Min.; 3. Eltag Köln 10 Meter zurück. Speerwerfen: 1. Düsing( SS. Bielefeld) 35,- Meter; 2. Kasch- Graul( Rot- Weiß Dortmund) 32,53 Meter; 3. Link( Sportfreunde Siegen) 32,28 Meter. Hochsprung: 1. Rohloff( Duisburg 99) 1,43 Meter; 2. Horchler ( Solingen 98) 1,40 Meter; 3. Link( Sportfreunde Siegen) 1,40 Meter( durch Stechen). 4 mal 100 Meter Staffel: 1. Kölner BC. 522 Sef. neuer westd. Rekord); 2. VfB. Lennep 53,9 Sef. Mitteldeutschlands Meister. Jm ganzen gut gelungen und würdig, aber nicht ein durchschlagender Erfolg, gemessen an Aufgebot und Leistung wa= ren die mitteldeutschen Leichtathletikmeisterschaften des Jahres 1930, die in Dresden ausgeführt wurden. Mancher der Meister des Vorjahres wurde entthront. Meist waren es aber solche Kräfte, die sich früher ernsthaft um den Meistertitel bewarben, denen diesmal der große Wurf gelang. Bessere Leistungen gegenüber dem Vorjahre gab es in den langen Strecken. Bei den Frauen hat sich das Durchschnittskönnen gehoben, denn acht von den zwölf Meisterschaften wurden mit verbesserten Leistungen gewonnen. Die Ergebnisse: Samstag. 200 Meter: 1. Geerling- Leipzig 22.2. 1500 Meter: 1. Prinzler- Jena 4: 13,8. 5000 Meter: 1. Kraft- Dresden 15: 40,4. 110Meter- Hürden: 1. Goldberg- Annaberg 16,6; 2. Welz- Burg b. Magdeburg, Handbreite zurück. 4 mal 400 Meter: 1. VfB.Leipzig 3: 27,8. Hochsprung: 1. Schmidt- Halle 1,70. Kugelstoßen: 1. Seraidaris- Dresden 14,38; 2. Sievert- Halle 14,30. Frauenbewerbe: 200 Meter: 1. Drieling- Magdeburg 26,8. 2. Krauß- Dresden 26,8( Handbr. zur.).. 80- Meter- Hürden: 1. Haase- Magdeburg 13,2. Weitsprung: 1. Ladewig- Magdeburg 5,28. Schlagballwerfen: 1. Laumann- Magdeburg 64,45. Kugelstoßen: 1. Börner- Leipzig 9,90. Sonntag. 100 Meter: 1. Geerling- Wacker, Leipzig 11 Sef. 400 Meter: 1. Büchner- VfB., Leipzig 49,9 Set. 800 Meter: 1. ZimmermannGermania, Magdeburg 1: 59,4. 10 000 Meter: 1. Kraft- Guts Muts, Dresden 32: 58,8( neue mitteldeutsche Bestleistung). 400Meter- Hürden: 1. Zimmermann- ASC., Leipzig 58,8 Sef.; 2. Holztämpfer- VfL., Halle 59 Sef. 4 mal 100 meter: 1. Dresdensia, Dresden 43,4 Sef. 4 mal 1500 Meter: 1. Viktoria Magdeburg 17: 46, S. Weitsprung: 1. Biebach- PSV. Halle 6,79 Meter Stabhochsprung: 1. Wegener VfL. Halle 3,51 m. Speerwerfen: 1. Weimann- Wader Leipzig 64,35. Distuswerfen: 1. SeraidarisDresdner SC. 41,98. Hammerwerfen: 1. Neubert- ASC. Leipzig 36.13 Meter. Frauenbewerbe: 100 Meter: 1. R. Drieling- Frauen SC. Magdeburg 12,6; 2. J. Drieling- Frauen SC. Magdeburg 12,6. 800 Meter: 1. Ludwig- SC. Gehren( Thüringen) 2: 26,6. 4 mal 100 Meter: 1. Frauensportklub Magdeburg 51 Sef. Speerwerfen: 1. KloseWaller Halle 33,79. Distuswerfen: 1. Krannich- Preußen Nordhausen 29,41; 2. Strid- Dresdner SC. 29,31. Hochsprung: 1. Börner- VsB. Leipzig 1: 40,5; 2. Haase- Frauen- SC. Magdeburg 1: 40,5. Fünftamps: 1. J. Drieling- Frauen SC. Magdeburg 254 Punkte. Brandenburgische Meisterschaften. Recht gute Leistungen, besonders der Frauen. Die Geschwister Braumüller schossen den Vogel ab, Ellen schaffte mit 40,27 Meter einen neuen Weltrekord im Speerwerfen und wurde gleichzeitig Kugelstoßmeisterin mit 11,64,5 Meter, und Inge siegte im Weitsprung mit 5,36 Meter. Schöne Endkämpfe gab es bei den Männern. Der deutsche Meister Wichmann( SCC.) und der junge Stettiner Hellpap lagen so z. B. beim 1500- MeterLauf die ganze Zielgerade herunter Brust an Brust. Heízí Kein Rauch kein Ruß.keine Schlacken Nr. 56. Ergebnisse: 200 Meter: Schlößke II( SCC.) 22: 7; 1500 Meter: 1. Wichmann( SCC.) 4: 11,2; 2. Hellpap( Preußen- Stettin) 4: 11,2( Brustbr. zur.). 5 000 Meter: 1. Göhrt( Post- SportVerein) 15: 41,5. 110 Meter Hürden: 1. Beschetznik( DSC.) 15,6; 2. Schulze( PSV.) 15,7; 3. Troßbach( BSC.) 15,7. Hochsprung: 1. Köpke( Preußen- Stettin) 1,85 Meter( durch Stechen entschieden); 2. Lange( Berlin) 1,85 Meter. Hammerwerfen: 1. Grimm( Wünsdorf) 39,86 Meter. Kugelstoßen: 1. Weiß ( BSC.) 14,04 Meter. 4 mal 400 Meter Staffel: 1. DEC. 3: 24,8. Frauen: 200 Meter: 1. Wittmann( Brandenburg) 26,2. Schlagballwerfen: 1. Wolz( Brandenburg) 72,47 Meter. 80 Meter Hürden: 1. Pirch( SCC.) 12,8; 2. Beder( Brandenburg) 12,9. Kugelstoßen: 1. E. Braumüller( DFSC.) 11,64,5 Meter. Sperrwerfen: 1. E. Braumüller( DFSC.) 40,27 Meter( Weltrekord). WeitSprung: 1. J. Braumüller( DFSC.) 5,36 Meter. Körnig läuft 10,4; Dr. Pelzer 800- Meter- Sieger. Der zweite Tag der Meisterschaften hatte über 6000 3uschauer angelockt. Der Start Dr. Peltzers trug wesentlich zum Interesse bei. Körnig lief spielend leicht 10,4 Set. und Fräulein Wittmann( Brandenburg) schaffte die 100 Meter in 12,4 Gef. Ergebnisse: 100 Meter: 1. Körnig( SC. Charlottenburg) 10,4; 2. Großer( SC. Charlottenburg) 10,8. 400 Meter: 1. Engelhardt( Teutonia) 50,4. 800 Meter: 1. Dr. Peltzer( Stettin) 2: 00,6; 2. Schwerdtseger( Deutscher SC.). 10 000 Meter: 1. Schönfelder( Wünschdorf) 32: 59,2. 400 Meter Hürden: 1. Troßbach( Berl. GC.) 56,1; 2. Schumann( Deutscher SC.) 56,8. 4 mal 100 Meter Staffel: 1. SC. Charlottenburg 42,2. 4 mal 1500 Meter Staffel: 1. SC. Charlottenburg 16: 59,6. Weitsprung: 1. Schlößte( SC. Charlottenburg) 6,68. Stabhochsprung: 1. Ritter( Templin) 3,50. Distus: 1. Hänchen( SC. Charlottenburg) 42,35. Speerwerfen: 1. Wedekind( Teutonia) 59,34. Zehnkampf: 1. Eberle( Berl. SC.) 6901,61 Punkte. Frauen: 100 Meter: 1. Wittmann( Brandenburg 12,4; 2. Laue II ( Brandenburg) 12,5; 3. Beder( Brandenburg) 12,5. 800 Meter: 1. Selle( Potsdam) 2: 28,2. 4 mal 400 Meter: 1. Brandenburg 50,6. Hochsprung: 1. J. Braumüller. Diskus: 1. Mäder ( Brandenburg) 36,74. Fünftamps: 1. E. Braumüller( Deutscher Frauen- SC.) 337 Punkte. Norddeutsche Meisterschaften. Die norddeutschen Athletik- Meisterschaften in Hamburg standen im Zeichen recht guter Leistungen. Im Lauf über 10 000 Meter stellte der Hannoveraner Petri mit einer Zeit von 31: 55,1 einen neuen deutschen Rekord auf. Ergebnisse: 200 Meter: Gillmeister, Hannover, 21,8; 10000 Meter: Petri, Hannover 78, 31: 55,1( neuer deutscher Rekord); 2. Holthuis, Wener, 120 Meter zurück; 4 mal 1500 Meter: Hannover 78 16: 56,8; 110 Meter Hürden: Rath, Polizei Hamburg, 15,8 Sef.; Kugelstoßen: Neuwohner, St. Georg Hamburg, 13,72 Meter; Frauen: Weitsprung: 1. Grieme, Bremen 5,625 Meter; Speerwerfen: Hargus, Lübeck, 36,08; Distuswerfen: Mollenhauer, Viktoria Hamburg, 35,48 Meter. Am zweiten Tage zeigte der Hamburger Weitspringer Köchermann mit 7,615 Meter die weitaus beste Leistung. In den Lausbewerben waren die 1500 Meter am heißesten umstritten. Der Hamburger Rolfs siegte erst im Endkampfe um Brustbreite gegen Hobus, Hannover. Ergebnisse: 100 Meter: 1. Gillmeister, Hannover, 10,6; 2. Stender, Hamburg, 10,8; 400 Meter: Schmidt, Hamburg, 51,4; 2. Schäfer, Hamburg, 51,4( Brustbreite zurüc); 1500 Meter: 1. Rolfs, Hamburg, 4: 05,2; 2. Hobus, Hannover; 5000 Meter: Hansen, Schwerin, 15:42; 800 Meter: 1. Dahlmann, Hamburg, 1: 56,8; 2. Paasche, Lübeck, 1: 58,5; 4 mal 400 Meter: Vittoria Hamburg 3:: 26,2 4 mal 100 Meter: Polizei Hamburg 43,5; 400 Meter Hürden: Rath, Hamburg, 57,6; Weitsprung: Köchermann, Hamburg, 7,615 Meter; Speerwerfen: Winter, Hamburg, 56,50 Meter; Hochsprung: Schröder, Hamburg, 1,80 Meter; Diskuswerfen: Hein, Hamburg, 39,55 Meter; Zehnkampf: Fuchs, Hamburg, 6870,24. Frauen: 100 Meter: Bremer, Lübeck, 12,6; 200 Meter: Bremer, Lübeck, 26,8; 80 Meter Hürden: Harges, Lübeck, 13; 4 mal 100 Meter: St. Georg Hamburg 51,2. Meisterschaften in Südost. Die Leichtathletik- Meisterschaftskämpfe in Südostdeutschland wurden an beiden Tagen bei schlechtestem Wetter ausgetragen, so daß Höchstleistungen nicht erzielt werden konnten. Ergebnisse: Männer: Weitsprung: Schopf( Breslau) 6,63 Meter; Diskus: Zigmann( Görlitz) 34,24 Meter; 4mal 1500 Meter: Schlesien Breslau 18:30; 400 Meter Hürden: Jenkner( Breslau) 1: 00,1; 200 Meter: Schlinsog( Breslau) 22,6; 5000 Meter: Schneider( Hirschberg) 16: 17,8; Hochsprung: Seifert( Liegnitz) 1,66 Meter; Stabhochsprung: Zur( Breslau) 3,30 Meter; 100 Meter: Schlinsog( Breslau) 11,3; Kugelstoßen: Friedrich( Carlowitz) 13,42 Meter; 800 Meter: Krause( Bres= lau) 1: 58,4; 4 mal 100 Meter: Deichsel( Hindenburg) 45,9; 1500 Meter: Friebe( Breslau) 4,21; 110 Meter Hürden: Zur( Breslau) 17,1; 400 Meter: Bittner( Breslau) 51,1; Speerwerfen: Kaspar( Breslau) 49,89 Meter; 10000 Meter: Schneider( Hirschberg) 33:50; 4 mal 400 Meter: ViB. Breslau 3: 33,3. Frauen: Kugelstoßen: Korneck( Breslau) 10,23 Meter; 200 Meter: Leupolt( Breslau) 27,4; Speerwerfen: Kolonko( Oppeln) 29,50 Meter; Hochsprung: Leupolt( Breslau) 1,37 Meter; 800 Meter: Radtke( Breslau) 2:21; 100 Meter: Gerhard( Breslau) 13,1; Distus: Fulge( Breslau) 31,02; Weitsprung: Radtke ( Breslau) 4,99 Meter; 4 mal 100 Meter: VfB. Breslau 53,4; Fünftamps: Leupolt( Breslau) 233 Punkte. Union Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketts Mittwoch, den 16. Juli 1930. Jugend- Klubkampf VfL. Weklar VfB. 08 Gießen. - VfB. mit 119: 85 Punkten gewonnen. Frauen- Klubkampf VfL. Weglar VfB. 08 Gießen - vom VfL. Wetzlar mit 91:72 Punkten gewonnen. Auf dem Waldsportplay trafen sich am Sonntag die Jugendlichen und die Frauen vom VfL. Wetzlar mit denen des VfB. 08 zum Wettkampf. Bei glatter Durchführung wickelten sich die zahlreichen Kämpfe, an denen zusammen ca. 80 Frauen und Jugendliche teilnahmen, in wirkungsvoller Weise ab. Jugend- Klubkampf gewann der VfB. 08 sicher vor dem VfL. Die teilweise Ueberlegenheit in der Klasse A glich der VfB. 08 durch glänzende Leistungen seiner B- und auch C- und D- Jugendlichen aus. Es wurden zum Teil sehr gute Leistungen geboten. So verdienen erwähnt zu werden die Leistungen von Kilo und Luch im Kugelstoßen und Diskuswerfen der Klasse A. Der Frauen- Klubkampf sah den VfB. 08 im Nachteil durch die Ueberlegenheit des VfL. Wetzlar in der Frauenseite einerseits und das nicht erwartete Stoßen einiger Mädchen des VfB. 08 der Klasse A andererseits. Eindrucksvoll war der Sieg der VfB.erinnen in der großen Staffel( 800-200-100-100-10050-50), die mit großem Vorsprung gewonnen wurde..Der von Fräulein Ezelmüller in den 800 Meter herausgeholte Vorsprung wurde in den weiteren Läufen von einigen ausgezeichnet laufenden Damen, der Lauf von Frau Bingel fiel hier besonders auf ausgeglichen. Das Zusammentreffen beider Vereine bot ein Bild tatkräftigster Arbeit an der Jugend und in der FrauenSportsache. Den Kampfrichtern gebührt Dank für ihre umfangreiche, einwandfrei durchgeführte Arbeit. Ein neuer Sport für Gießen? Der Gießener Eisverein, der in drei Jahren auf ein halbhundertjähriges Bestehen zurückblicken kann, ist stets den Som mer über in der Versenkung verschwunden, um erst im Oktober wieder zu neuem Leben zu erwachen. In diesem Sommer halten ihn Verhandlungen mit der Stadtverwaltung wach. Das alte Eishäuschen muß abgerissen werden, da eine neue Straße über das Gelände gelegt wird. Auch wird in absehbarer Zeit die Eisbahn weiter in die Wiesen zurückgelegt werden müssen. Der Eisverein muß zunächst mit seinem Inventar in einer unbenutzten Fabrikhalle unterkommen. Pläne für ein neues Eishaus werden geschmiedet. Erwogen wird, zugleich bei diesem Haus eine Glatteisbahn anzulegen, die im Sommer als Rollschuhplatz benutzt werden kann. Dadurch würde auch eine gewisse Rentabilität des Eishauses während des Sommers gesichert. Ueber 7000 Fußballvereine in Deutschland. Aus einer Statistik des FIJA. geht hervor, daß gegenwärtig 46 National- Verbände dem Fußball- Weltverband angeschlos= CIRCUS ,, Gießener Zettang sen sind. Abgesehen von England, das bekanntlich der FIJA. nicht angegliedert ist, verfügt Deutschland über die weitaus größte Zahl von Fußballvereinen, nämlich 7117. An zweiter Stelle steht Frankreich mit 5289 Vereinen vor Italien mit 2054. Ueber tausend Vereine haben dann nur noch Belgien ( 1200) und Holland( 1030). Die Liste zeigt weiter folgendes Bild: Tschechoslowakei 939, Polen 595, Ungarn 430, Dänemark 334, Rumänien 298 und Desterreich 245 Vereine. Von den überseeischen Ländern weist Uruguay, das Land des Fußball- Weltmeisters, mit 363 Klubs den größten Bestand auf, an zweiter Stelle folgt mit 300 Vereinen Japan. Start zur Fußball- Weltmeisterschaft. Die von 13 Nationen beschickte erste Fußball- Weltmeisterschaft nahm am Sonntag in Uruguays Hauptstadt Montevideo ihren Anfang. Die Begegnung Nordamerika gegen Belgien sah die USA.Leute ständig leicht überlegen. Nach interessantem Kampf be= hielten die Amerikaner mit 3: 0 Toren die Oberhand. Zur gleichen Zeit fand das Spiel Frankreich gegen Mexiko statt. Die Mexikaner zeigten einen recht primitiven Fußball und wurden von den in guter Form befindlichen Franzosen glatt 4: 1 geschlagen. Desterreich Ungarn. Desterreich und Ungarn werden sich am 27. Juli in Budapest einen Leichtathletik- Länderkampf liefern. Das Programm umfaßt folgende Konkurrenzen:: 100, 400, 800-, 1500- und 5000Meter- Lauf, 110 Meter Hürden, Hoch-, Weit- und Stabhochsprung, Diskus- und Sperrwerfen und Schwedenstaffel. Radfahrer- Jugendheim Bad Berta. Dem Bund Deutscher Radfahrer ist von einem seiner ältesten Mitglieder eine Villa in Bad Berka in Thüringen als Jugendheim zur Verfügung gestellt worden. Die innere Umgestaltung des Landhauses für die Zwecke eines Jugendheims hat der Bundesvorsitzende, Moshagen übernommen. Warum wir Deutsche bleiben? Dem Deutschen Auslands- Institut in Stuttgart ist dieser Tage aus Südafrika ein Brief zugegangen, den wir seines inneren Gehaltes wegen unseren Lesern zur Kenntnis geben möchten Die vorige Europapost hat uns unter anderen lieben Briefen und Paketen noch eine ganz besondere Freude gebracht, nämlich den Kalender der Deutschen Reichspost. Wenn ich nun sagen soll, was mir an dem Kalender am besten gefallen hat, so muß ich zunächst sagen: Die Aufmerksamkeit, die uns zeigt, daß wir hier draußen in diesem abgelegenen Erdenzipfel nicht von unseren deutschen Brüdern daheim vergessen sind. Gar leicht wuchert die Jdee des Verlassenseins hier im fremden Lande. Die Eltern der Kinder sind nun schon hier geboren BARUM BARUM bringt aus Ostasien 30 zierliche Geishas, japanische Teehausmädchen aus dem fernen Lande der Kirschblüte mit seiner uralten Kultur. 12 japanische Künstler mit Namen von hohem Klang, seit Generationen ständig mitwirkend an den feenhaften Festen des Mikado von Japan. Langbezopfte Chinesen aus der Mandschurei, dem entlegensten Teil des brodelnden Riesenreiches China. BARUM bringt aus Indien 24 Bajaderen in ihren farbenprächtigen indischen Gewändern. Singhalesen, Hindus, dunkelfarbige Barum Derwische, Gaukler, Zauberer und Schlangenbeschwörer. rollt in farbenglühenden Bildern von unerhörtem Pomp die ganze sagenhafte, geheimnisumwobene Welt orientalischer Fürstenhöfe vor Euch auf, prunkvolle indische Feste mit Massen bunten orientalischen Volks wandeln leibhaft an Euch vorüber. BARUM bringt aus Ceylons Dschungeln eine Herde Riesenelefanten, die letzten eines verfallenden, im Aussterben begriffenen Geschlechts. Heilige Zebu- Rinder, Zwerg- Buckelochsen, Affen, Abgottschlangen. Aus den Eisregionen des Himalaja: Yaks, die seltenen Grunzochsen mit dem Pferdeschweif. BARUM bringt aus Afrika die Schiffe der Wüste", Kamele und Dromedare von niegesehenem Wuchs, wahre Goliaths und von Aus Abessinien eine Herde der seltenen, unerlesener Schönheit. zähmbaren Zebras, deren Beschaffung allein ein Vermögen kostete, quecksilbrige, ewig unruhige Trabanten, diabolisch in ihrer Wildheit und doch dressiert! Was zuvor niemand zuwege brachte, was Euch noch keiner zeigte, quicklebendige, unnahbare Zebras in vollendeter Dressur bringt Barum und selbstverständlich seine Löwen, Hyänen, Panther und Leoparden. - BARUM bringt 12 urwüchsige Clowns und Auguste, Spaßmacher von fesseln. erschütternder Komik, die endlose Stürme des Lachens entBARUM bringt seine schneidige Girltruppe, 30 auserlesene, durchtrainierte Mädchenkörper in einer Revue des Sports, der Anmut und der Schönheit, umgossen von einem Meer sprühenden, farbigen Lichts. BARUM bringt aus Kaukasien die gefürchteten Bären, braune und die so seltenen schwarzen aus den unwirtlichen, zerklüfteten Tälern des Kaukasus. Ein ganzes Reiter volk, halb wild, halbroh, verwegen, tollkühn, ihren Pferden verwachsen wie nur ein Naturvolk weltfern aller Kultur aufwachsend. Die Tscherkessen, Kerle wie Mädchen im Singen, Tanzen und Reiten müßt Ihr sehen! BARUM bringt aus den berühmtesten Gestüten 80 Rosse edelsten Geblüts, vom Hochformat des englischen Vollbluts und Trakehners über feurige ungarische Jucker, prächtige ermländische Apfelschimmel und schneeweiße Araberhengste bis hinab zum spielzeugartigen Zwergpony von den Shetland- Inseln. BARUM bringt Euch in seinem Wunderreich Freude, Leben, Unterhaltung, Bildung, lebendigen Anschauungsunterricht, Bereicherung Eures Wissens in idealster Form, Selbstvergessensein und Erbauung. Barum hebt Euch heraus aus dem Alltag und führt Euch zu den Schönheiten und Schätzen der fernen Erdteile, wie sie prächtiger und kühner keine Phantasie erträumt. Eröffnung in GIESSEN Freitag, den 18. Juli Nr. 56. und meistens auch schon deren Eltern. Rings um unsere Gemeinden spricht alles Englisch oder Afrikaans, die Landessprachen, die auch unsere Kinder perfekt erlernen müssen, um vorwärts zu kommen. Ja, wie häufig hört man da wohl von eigenen Landsleuten: ,, Wozu quält Ihr denn die Kinder mit der Erlernung von drei Sprachen? Wir sind doch gar keine Deutschen mehr. Was habt Ihr denn von Deutschland?" Und leider wird da so manches Haus nach und nach englisch oder burisch, das früher ganz rein deutsch war; nur der Name verrät häufig die Abstammung. Aber es sind doch nicht alle so. Es sind die meisten die besten unter uns, die nicht so fragen. Natürlich wissen auch sie keine rechte Antwort auf solche Fragen zu geben. Deutscher sein und bleiben ist heute nicht eine Sache des Vorteils, des Nutzens im englisch sprechenden Teile der Welt. Es ist eine Sache des inneren Anstandes, den man fühlen muß und von dem man nicht spricht, weil er sich bei denen, die ihn besitzen, von selbst versteht. Wie aber bei solchen stillen, oft als dumm Verachteten das Herz sich freut, wenn sie dann doch den Beweis sehen, daß sie nicht vergessen sind von ihren Brüdern daheim, auch wenn sie nie Deutschland gesehen haben, das kann nur der ermessen, der sich selbst vereinsamt und verlassen ge= fühlt hat. Kinder erzählen es ihren Eltern und diese wieder ihren Kleinsten:„ Ja, es hat wirklich auf dem Umschlag gestanden. An unsere Schule hat da gestanden. Direkt aus Deutschland kommt der Brief. Ein Geschenk, das nur wir deutschen Kinder bekommen haben von unserem Vaterlande." Und da stehen auch die englischen Kinder und die Buren und reißen die Mäulchen auf. So etwas ist doch noch nie dagewesen. Sonst waren sie doch immer die mit Geschenken Bedachten. Auf einmal bekommen die Deutschen auch etwa. Wie geht denn so etwas zu? Nun, da sind kleine Plappermäulchen genug, die das, so gut es geht, ihren nicht- deutschen Mitschülern erklären. Neue Bücher. Dem freien Rhein eine Sonder- ,, Woche". Die soeben erschienene Nummer 29 bringt die„ Woche" als Rheinland- Heft heraus mit allen seinen Vorzügen: verstärkter Umfang, erste Mitarbeiter, vorzügliche Illustrierung, reiche Ausstattung. Der Preis ist trotz der großartigen Aufmachung und Ausstattung nur 50 Pfennig. * Hessenland. Das neue Heft 7 dieser Monatsschrift für Landes- und Volkskunde für das alte kurhessische Gebiet hat wieder einen recht guten und interessanten Inhalt, aus dem besonders hervorzuheben seien die Abhandlungen ,, Der Melsunger Marktplatz im Jahre 1843",„ Aus dem Leben und Leiden eines hessischen Landpfarrers“ und„, Bad Wildungen im Waldecker Land". Verlag N. G. Elwert, Marburg. 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