Tr. 29. hat in nd, doß por dem iitit, die en nicht die Zu ntentaj Jahren hl nach beträgt. 7500 A soll die itig find ie, durch erzte ge00 jähr die jetzt hat, im jungen d. Die tentajien rfüllung Erztlichen Aerzten ieinhalb The Stu Int ein: nde Jus nur ein egt und Berufes irztlichen en Hade it Nutzen 5. 3. ent die gro Er beiden Wunsch il A.-G., Diefe chreibens und Ge eben, ihre ringt die st ist die haltreiche Sießen. er! ers habe eßen. ion! infung varenfabri If 6.m.b.5. erb önlichkeit glehrer Devorzugt. eten unter die Gees.Zeitung Inserente Schill Gata k stenlaser nachweis 9 durch Kapitan nsen pa Bauer 36, Postfach 40 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus, Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Bolitische Rundschau. Das Reichskabinett wird vor Ostern noch einmal, und zwar am Mittwochnachmittag, eine Sigung abhalten um einige lausende Angelegenheiten zu erledigen und Dispositionen für die Arbeit nach Ostern zu treffen. Die Schlußßigung der Londoner Flottenkonferenz wird am Ofterdienstag stattfinden. Das neue amerikanische Luftflottenprogramm ist am 11. Es werden 114 neue April dem Senatsausschuß zugegangen. Flugzeuge innerhalb zwei Jahren angefordert. In den englisch- ägyptischen Verhandlungen sind nach der „ Daily Mail" insbesondere im Zusammenhang mit neuen ägyp= tischen Forderungen für den Sudan ernste Schwierigkeiten aufgetreten. Die Berliner Maßschneider haben am Montagabend den im Reichsarbeitsministerium getroffenen neuen Lohnvereinbarungen mit großer Mehrheit zugestimmt und daraufhin Dienstag die Arbeit wieder aufgenommen. Dagegen dauert der Streik der Maßschuhmacher unverändert an. Die Folter- Wulff- Werke in Bremen haben ein neues Kleinfabinenflugzeug konstruiert, das drei Reisende befördern kann und besonders für den jetzt stark auszubauenden„, Luftdroschkenverkehr", also für Sonderflüge bestimmt ist. Es wird den Namen ,, Sperber" tragen. Annahme der Agrarvorlage und der Finanzgefeße im Reichsrat. Berlin, 15. April. Der Reichsrat nahm in seiner Sitzung am Dienstag, die von Reichsfinanzminister Dr. Moldenhauer geleitet wurde, die am Montag vom Reichstag beschlossenen Gesetze über Zolländerungen und Steuergeseze an, ohne Einspruch zu erheben. Der Vertreter Thüringens enthielt sich bei allen Abstimmungen der Stimme. Die Gesetze werden voraussichtlich am Dienstag vom Reichspräsidenten vollzogen werden. Das Infraftreten der neuen Steuer und Agrargefeße. Das Infraftreten der neuen Steuer- und Agrargesetze, die am Montag vom Reichstag angenommen wurden, ist nicht einheitlich auf einen bestimmten Tag abgestellt, sondern in den einzelnen Gesetzen ganz verschieden festgelegt. Von dem Gesetz über Zolländerungen treten die Bestimmungen über die Mineralölsteuer am 1. Mai, die Maßnahmen zum Schutze der Landwirtschaft am 8. auf die Verkündigung folgenden Tage in Kraft, mit Ausnahme der Vorschrift über die Zollfreiheit der Weizenkleie, die rückwirkende Kraft vom 29. März erhält. Die Bestimmungen über den Benzin- und Benzolzoll treten am 18. April in Kraft. Das Gesetz zur Aenderung des Tabat- und des Zuckersteuergesetzes ist ab 1. Mai in Geltung. Das Gesetz zur Aenderung des Biersteuergesetes tritt ebenfalls an diesem Tage in Kraft, dagegen sind die in diesem Gesetz zugleich enthaltenen neuen Umsatzsteuersätze bereits am 1. April in Kraft gesetzt. Das Gesetz zur Aenderung des Gesetzes über das Brannt: weinmonopol tritt am 20. Mai, das Mineralwassersteuergeset am 16. Mai in Kraft. Das Gesetz über die Erhebung der Aufbringungsumlage für das Rechnungsjahr 1930 erhält mit der im Haager Abkommen vorgesehenen Ingangsetzung des neuen Planes seine Geltung. Das Gesetz über die weitere Hinausschiebung der Bindung der Länder und Gemeinden an die nach dem Reichstagsbewertungsgesetz festgestellten Einheitswerte tritt mit Wirkung vom 1. Januar 1930 in Kraft. Von dem Gesetz zur Vorbereiung der Finanzreform treten die Bestimmungen über die Arbeitslosenversicherung am 1. Juli und die übrigen Bestimmungen bezüglich der Sparmaßnahmen und der Stenersenkung mit dem auf die Verkündigung folgenden Tage in Kraft. Osterurlaub des Reichspräsidenten u. d. Reichsminister Reichspräsident von Hindenburg wird vermutlich über Ostern die Reichshauptstadt verlassen. Der Reichskanzler Brüning wird sich 10 Tage nach Badenweiler begeben. Die Minister Moldenhauer, Treviranus, Groener und Dietrich reisen nach Süddeutschland. Der Reichsjustizminister Bredt wird sich nach Marburg an der Lahn begeben. Die übrigen Minister bleiben in Berlin. Zeppelin" unterwegs nach Sevilla. Friedrichshafen, 15. April. Nachdem sich die Wetterlage bedeutend gebessert hat, entschloß sich die Leitung des Luftschiffbaues Zeppelin" heute, Dienstagnachmittag, mit dem Luftschiff ,, Graf Zeppelin" zur Fahrt nach Spanien zu starten. Um 14 Uhr erfolgte die Ausfahrt und um 14,11 Uhr der Start. Die Fahrt geht zunächst über Basel zum Golf von Biscaya, dann ( Gießener Tageblatt) Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 16. April 1930 die spanische Westküste entlang nach Sevilla. Die Ankunft in Sevilla dürfte am Mittwoch zwischen 17 und 18 Uhr erfolgen. Nach ein bis zweistündiger Landung in Sevilla wird die Rüdfahrt nach Friedrichshafen angetreten. Die Landung im Heimathafen am Bodensee dürfte am Donnerstagabend vor sich ge= hen. Zum 1. Mai. Mostau, 15. 4. Die„ Prawda" vertritt in einem dem 1. Mai als dem proletarischen Weltfeiertage gewidmeten Artikel die Meinung, daß dieser Tag als eine Fortsetzung der Demonstrationen des 6. März ausgestaltet werden müsse. Neue Steuern auch in England. Der englische Schazkanzler Snowden hat seine mit Spannung erwartete Etatrede gehalten. Er fündigte an, daß trotz der Verminderung für Heer, Flotte und Luftstreitkräfte eine geringe Erhöhung der Steuern nicht zu umgehen sei. Revolte in Kalkutta. Kalkutta, 15. April. Mit schweren Unruhen begann der für heute erklärte Trauertag wegen der Verurteilung des Bürgermeisters von Kalkutta, Sen Gupta, und des Führers des indischen Kongresses, Jawaharlal Nehru, zu Gefängnisstrafen. Zwei Straßenbahnwagen wurden in Brand gesteckt und drei andere Straßenbahnwagen furz und klein geschlagen. Die Menge begnügte sich nicht mit dem Anlegen von Feuer und Zerstörungen, sondern griff auch die Feuerwehr bei ihren Löschversuchen an. Die Polizei ging mit Panzerwagen vor. Die Menge griff die Polizei mit Steinen an, worauf diese einige scharfe Salven abfeuerte. Mehrere Demonstranten wurden getötet und eine Anzahl verwundet. Auch eine Reihe von Polizisten wurden durch Steinwürfe verwundet. In Bombay hat der Börsenvorstand als Protest gegen die Verhaftung des Präsidenten des indischen Kongresses beschlos= sen, die Börse für die nächsten zwei Wochen geschlossen zu halten. 150 Bergleute in Lebensgefahr. Kattowiz. Auf der Oheimgrube bei Kattowih, und zwar auf dem Schacht Hohenlohe, brach am Montag gegen 18 Uhr ein Brand aus, durch den 150 Bergleute von der Außenwelt abgeschlossen wurden. Die Belegschaft des Hohenloheschachts konnte sich vor der drohenden Rauchvergiftung nur mit Mühe dadurch retten, daß sie auf drei Nebenstrecken andere Schachtanlagen erreichte. Nach dreistündiger Arbeit konnte das Feuer gelöscht werden. Die Entstehungsursache ist unbekannt. Der angerichtete Schaden ist außerordentlich groß. Ein Drittel der Belegschaft des abgebrannten Schachtes wurde auf andere Schächte der Oheimgrube verteilt, der Rest muß feiern. Raubmord im Spreewald. In Burg im Spreewald wurde in der Nacht zum Dienstag der Inspektor Hans Appelt von der Burger Molkereigenossenschaft von Einbrechern ermordet. Den Mördern sind 20 000 M in die Hände gefallen. 7,9 Milliarden Gemeindeschulden. In der Zeitschrift„ Wirtschaft und Statistik" werden die Schulden der Gemeinden von 10 000 bis 100 000 Einwohnern und der Gemeindeverbände, die bisher von der Statistik nicht erfaßt worden sind, für den 30. September 1928 bekanntgegeben. Mit den bereits veröffentlichten Zahlen für die Großstädte er= gibt sich eine Gesamtverschuldung der deutschen Gemeinden von 7,9 Milliarden Rmt. Zum größten Teil besteht sie aus Verpflichtungen an inländische Gläubiger. Der Anteil der Auslandsschulden beträgt nur noch 11,9 Prozent der gesamten Neuverschuldung. Sozialismus in alter Zeit. Die Schottener Tuchmacherzunft hatte einen Esel; jeder Tuchmacher konnte den Esel zur Arbeit benutzen, er mußte ihn aber auch an dem Tage, wo er das Tier zur Arbeit brauchte, füttern. War schon die Verwendung des Esels nicht regelmäßig, die Fütterung war es noch weniger. Im Herbst, solange noch die Wiesen etwas boten, war Graurods gute Zeit, aber zu anmau, jeder Tuchmacher dachte: deren Zeiten: i- a-, mau der Esel ist gestern bei dem anderen" gefüttert worden, da braucht er heute nicht so viel. Sonntags bekam der Esel überhaupt nichts, und derjenige, der den Esel des Montags zur Arbeit holte, dachte: du Esel hast gestern gefressen und nichts ge= schafft, da kannst du heute einmal schaffen ohne zu fressen. Da wurde es dem Esel am Montag blau und schwarz vor den Augen vor Hunger, dazu bekam er seine Prügel. Der Esel starb eines unrühmlichen Todes. Diese Eselsgeschichte soll wahr sein. Sie ist angeführt als Beispiel, um zu zeigen, wie Unternehmen, die unter Konkurrenten gemeinnützig wirken sollen, zum Schlusse ausgehen können, wie das alte Sprichwort wahr ist und wahr bleibt ,, Kompanie ist Lumpanie". und daß jeder Sozialismus, jede Gemeinschaft eine gewisse natürliche Grenze hat. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 30 Lokales. Es ostert. Es war natürlich vorauszusehen, daß sich dieses Jahr die Hasen furchtbar anstrengen müßten. Die Eier der legitimen Eierleger, der Hühner, fielen plötzlich im Preise. Weil die Hüh ner aller Länder einen erstaunlichen Fleiß entwickelt hatten. Und mit den Hühnern konkurrierten die Enten. Und überall sind die großen, schönen Enteneier ausgestellt, und man hat nicht unterlassen uns darüber aufzuklären, wie gesund und nahrhaft ein solches Ei sei. Auch die Kiebitze waren dieses Jahr früh= zeitig tätig. Und so sitzen denn schon seit Wochen die fleißigen Hasen in den Furchen der Aecker und färben ihre Ostereier braun und gelb und blau. Das sind aber die altmodischen Hasen. Die neumodischen haben erstaunliche Dinge vollbracht. Nicht nur Eier aus Marzipan und Schokolade, haben sie gelegt, sondern auch Eier, aus denen die jungen Häschen bereits herauswachsen wie die Kätzchen aus den Zweigen der Bäume. Sie haben sogar große, bunte Eier gelegt, in denen soll man es für möglich halten? ,, Elefanten- Hauch"-Seidenstrümpfe versteckt sind. Sie haben Eier zustande gebracht, die Vasen aus Bleifristall enthalten, und in seidenbebänderten Eiern sind goldene Uhren untergebracht und Platinringe mit funkelnden Steinen - Die Hasen haben keine Mühen und keine Kosten gescheut, sie waren erfinderisch und großzügig, und sie haben das Hasenpanier zu einer ruhmreichen Fahne gemacht. Sie hoffen im stillen, daß man sie nun eine Zeitlang nicht totschießt. In den Häusern herrscht bereits Aufregung. Der kleine Hans und die blonde Grete untersuchen jeden Winkel auf die Möglichkeit, darin Eier zu verstecken, und die achtzehnjährige Lilly wird zuweilen bedenklich still und blickt verträumt durch das Fenster. * Aus der Stadtverwaltung. Am heutigen Tage ist der Verwaltungsoberinspektor Wilhelm Gilbert 25 Jahre im Dienst der Stadt. Herr Gilbert erfreut sich in der ganzen Bürgerschaft größter Beliebtheit. * Vom Polizeiamt. Das Ausklopfen, Ausschütteln, Abfehren usw. von Bettwerk, Teppichen, Kleidungsstücken, Staubtüchern und ähnlichen Gegenständen nach Straßen, öffentlichen Plägen und Vorgärten hin ist gemäß§ 366 3iffer 8 des Reichsstrafgesetzbuches und Artikel 292 des Polizeistrafgesetzes unstatthaft und mit Strafe bedroht. Weiter macht das Polizeiamt darauf aufmerksam, daß das Klopfen von Teppichen, Bettwerk, Möbeln und dergleichen sowie ähnliche mit Geräusch oder Staubentwicklung verbundene Verrichtungen regelmäßig nur werktags in den Vormittagsstunden zwischen 8 und 11 Uhr vorgenommen werden sollten. * Aus dem Gerichtssaal. Das Schöffengericht hat den Postschaffner aus Frischborn wegen Unterschlagungen im Amt zu einem Jahr und 2 Monaten Zuchthaus verurteilt. * Schöffengericht. Wegen Unterschlagung, Untreue und Urkundenfälschung wurde der Rechner einer ländlichen Genossenschaft aus der Licher Gegend mit 1 Jahr Gefängnis bestraft. * Straflammer. Von drei Berufungsfachen wurde die erste, die Strafe eines Grünberger Landwirts, wegen Körperverletzung und verbotenen Waffentragens auf 20 Rmt. oder 4 Tage Gefängnis herabgesetzt. Die Berufung eines schon mehrfach mit der Verkehrsordnung in Konflikt geratenen Motorradfahrers gegen ein Urteil von 2 Wochen Gefängnis wegen fahrlässiger Ein ArKörperverletzung wurde kostenpflichtig abgewiesen. beiter war in Bad Nauheim auf Grund von Indizien wegen Einbruchdiebstahls bestraft. Seine Berufung hatte Erfolg. Er wurde mangels Beweises freigesprochen. - * Spartassenzins und Reichsbankdiskont. Die Bezirksspartasse Gießen schreibt uns: Zu dem Artikel„ Sparkassenzins und Reichsbankdiskont" wird noch ergänzend bemerkt, daß die Herabsetzung des Hypothekenzinsfußes anfangs März ds. Js. von folchen Sparkassen vorgenommen worden ist, welche einen zum Teil weit höheren Zinssatz als die hiesige Sparkasse ihn berech net hat, festgesetzt hatten. Die Bezirkssparkasse Gießen hat den Hypothekenzinssat bereits schon früher auf den 3. 3t. gültigen Saz ermäßigt, es liegt somit kein Grund vor, denselben erneut herabzusehen. * Moellendorffs neueste Komposition. Willi von Moellendorff, der Gießener Komponist, hat soeben ein Streichquintett in F- Moll, Op. 37, vollendet, dessen Uraufführung am Gründon nerstag um 5,30 Uhr durch das Westfälische Streichquartett" ( Frizz Frier), dem das Werk auch gewidmet ist, im Rundfunk zu Münster i. W. und gleichzeitig im Kölner Sender stattfinden wird. * Stadttheater. Heute kommt als 29. Vorstellung im Dienstag- Abonnement das Drama ,, Louis Ferdinand, Prinz. von Preußen" von Fritz von Unruh zur Wiederholung. * Sammlung. Der Hessische Fürsorgeverein für Krüppel veranstaltet im Mai ds. Js. zugunsten der Errichtung einer orthopädischen Klinik in unserer Stadt eine Sammlung von Geldspenden. Mittwoch, den 16. April 1930. Aus Rah und Fern. Bad Nauheim. Ein aus der Nervenheilanstalt Köppern entwichener Frankfurter Insasse warf sich oberhalb der Steinfurter Brücke vor einen Güterzug, der ihn zermalmte. Die Hessische Evang. Vereinigung ( Friedberger Konferenz) hielt in Frankfurt ihre Frühjahrs- Vorstands- und Gruppensitzung, die gut besucht war, ab. Der Vorsitzende, Professor LampasFriedberg verbreitete sich eingangs über aktuelle kirchenpolitische Fragen, u. a. über die Schiedsgerichtsauseinandersetzung mit dem Staat und den Schulabbau. Hauptverhandlungsgegenstand war der geplante Zusammenschluß der Landeskirchen Hessen- Darmstadt, Hessen- Kassel, Hessen- Nassau, Frankfurt und Waldeck. Eingehende Referate darüber, die das Für und Wider tief begründeten und gegeneinander abwogen, erstatteten Landeskir= chenrat D. Wait- Darmstadt und Univ. Prof. D. Cordier- Gießen. Die in diesem Halbjahr noch zusammentretende Hauptversammlung wird sich hauptsächlich mit der Zusammenschlußfrage be= schäftigen. In den gesamten Verhandlungen kam wieder der feste Wille der Hess. Evang. Vereinigung und ihrer Gruppe im Landeskirchentag zum Ausdruck. Friedberg( Hess.). Das hiesige Kreisamt hat angeordnet, daß nachdem in Ossenheim ein neuer Fall der Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, bis auf weiteres die Viehmärkte im Kreise Friedberg untersagt sind. Autounglück. Schwalheim, 15. 4. An der gefährlichen Ecke Frankfurter Straße Chausseehaus- Bahnübergang fuhr ein Auto, in dem sich der württembergische Gutsbesitzer Rau( Platzdorf) mit Frau und Tochter befanden, gegen einen Prellstein der Eisenbahnschranke, da der des Weges Unkundige das Wegweiserzeichen zu spät bemerkt hatte. Der Wagen fiel zur Seite, und Mann und Frau wurden im Führersitz festgeklemmt. Die Frau erlitt schwere innere Verlegungen, denen sie im Bürgerhofpital in. Friedberg erlegen ist. Der Mann kam mit leichteren Verlet= zungen davon, während die Tochter nur Hautabschürfungen erlitt. Die Wormier Unruhen vor Gericht. Darmstadt. In seinem Plädoyer in dem Prozeß gegen die wegen der Wormser Januarunruhen als Rädelsführer beteiligten Angeklagten beantragte Oberstaatsanwalt Dr. May folgende Gefängnisstrafen: Gegen den kommunistischen preußischen Landtagsabgeordneten Oskar Müller 1 Jahr 4 Monate, gegen die Wormser Stadträte Haas und Habermehl 9 bezw. 6 Mo nate, gegen Taraschewski 1 Jahr, gegen Wilhelm Wiehler und Lenz je 9 Monate, gegen Zimmermann und Myll je 8 Monate, gegen Behoff, Schneider, Jeck, Fay, Bayersbach und Leinhas je 7 Monate, gegen Gräf 4 Monate, gegen den jugendlichen Kaiser 3 Monate und gegen Neubauer 2 Monate. Die Untersuchungshaft soll jeweils in Anrechnung gebracht werden. Die Angeklagten Fries, Rossi und Bernhard Wiehler sollen freigesprochen werden. Bei der Festsetzung der Strafanträge brachen drei Angeklagte unter Krämpfen zusammen, so daß die Sigung unterbrochen werden mußte. Während der Pause beschimpfte der Angeklagte Fries die anwesenden Polizeibeamten; er erhielt dafür eine sofort anzutretende Ordnungsstrafe von zwei Tagen Haft. Der kommunistische Stadtrat Haas wurde auf eine Stunde aus dem Saal entfernt. Zum Schluß der Ausführungen des Staatsanwalts waren von den 20 Angeklagten nur noch 9 im Saal anwesend. Das Urteil dürfte für Mittwoch zu erwarten sein. Aus Oberhessen. " Dem Buche Geschichte des Geschlechtes Thudichum" von Prof. Friedrich Thudichum, das 1893 zu Tübingen bei W. Armbruster erschienen ist, entnehmen wir folgende interessanten Schilderungen. Was die Herkunft des Namens Thudichum anbelangt, so verweist der Verfasser auf einen Aussatz in den„ Frankfurter Nachrichten" vom 11. bis 16. März 1886 über Handwerkernamen, die nach dem Schlossergesellbruderschaftsbuch der Stadt Frankfurt von 1402 bis 1524 den Gesellen gegeben wurden, zum Beispiel Schwingsbeil, Schnitspahn, Seltenfröhlich, Findeisen, Saufaus( Suppes), 1450 steht darin der Name„ Hans du dich umb" von Zell. Georg Thudichum, des Verfassers Vater, war von 1818 ab lange Jahre zu Büdingen als Pfarrer, Gymnasiallehrer und Gymnasialdirektor tätig gewesen und hat eine Geschichte des Gymnasiums und der Stadt Büdingen geschrieben. Täglich wurde in jener Zeit das Vieh zur Weide getrieben. Einmal wöchentlich wurden die Straßen gekehrt. Bloß sprungweise konnte man die Gassen passieren und die Büdinger waren noch stolz auf ihr holperiges Pflaster. 1844 wurde die Chaussee von Büdingen nach Niederwöllstadt gebaut, wo sie Anschluß an die Staatsstraße Gießen- Frankfurt fand, die schon seit den Napoleonischen Kriegen in Benutzung war. Von 1844 ab lief auch täglich ein Postwagen zwischen Gießen und Büdingen und ein armer Lohnfutscher J. Dotter fuhr selbigmal mit einem Personenomnibus täglich von Büdingen nach Frankfurt. Was aber war in dem Kasten nicht alles zusammengepfercht, u. doch bewunderte man dieses ,, moderne" Unternehmen, von dem einmal ein Frankfurter Jude wikig sagte:„ Hawwe die Büdinger awwer e Jdee ( J. D. J. Dotter!). 1846 entdeckte Thudichum im„ Hain" cine Salzquelle. Liebig untersuchte sie und stellte Brom fest. Der Büdinger Volksdichter aber, der Nagelschmied Schunk, feierte die Auffindung des Säuerlings in einem Gedicht. Wie jeder Bürger hielt auch Thudichum Kühe und Schweine. Selbst Serenissimus der Fürst hatte seinen eigenen Schweinehirt und als einmal des Fürsten Säue durcheinander im Schloßhof herumliefen, schwang der Hirt seine ,, Säugeisel"( ein kurzer Stiel mit langem Riemen, der im Sprichwort ,, solang wie eine Säugeisel" heute noch sortlebt) und rief ,, Wartet, ich will euch die Hof= streich aus dem Kopp treiwe". Gg. Thudichum hatte einst einen Korb bekommen. Die Holde heiratete einen anderen, kam später einmal nach Büdingen und zur Familie Thu. zu Besuch. Als sie weg war, sagte Frau Thudichum zu ihren Kindern, daß diese Frau früher die Flamme des Vaters gewesen sei. Da platte ein Junge mit den Worten Gießener Zettung Mainz mangelts nicht mehr an Gelände. Der Haushaltsausschuß des Reichstags genehmigte den Verkauf des Festungsgürtels von Mainz an die Stadt Mainz. Frankfurt. Die Leiche eines etwa 25 Jahre alten unbefannten Mannes wurde aus dem Main geländet. Frankfurt a. M. Bei den Regulierungsarbeiten im Main war es dieser Tage notwendig, Felspartien unter den Brücken und dem Eisernen Steg zu entfernen. Mitteldeutsches Sängerbundesfest. vom 29. Mai bis 4. Juni in Kassel. Für die 5 Chororchesterkonzerte, gelegentlich des Mitteldeutschen Sängerbundfestes sowie dem Begrüßungsabend des Gaues Kurhessen- Kassel, wurden eine Anzahl Solisten verpflichtet. Als Orchester wurde verpflichtet die Staatskapelle, die in der 9. Sinfonie von Beethoven eine wesentliche Verstärkung erfährt. Beim Begrüßungsabend wird ein von Kasseler Künſtlern besonders zusammengestelltes Orchester in Stärke von etwa 50 Mann gebildet. Im Festzug werden ungefähr 12 Musikkapellen vertreten sein, die noch durch besondere Kapellen der Einzeigaue vermehrt werden. In dem großen Bierzelt ist die Mitwirkung der Deutschmeister- Kapelle aus Wien vorgesehen. Der Festdirigent der Hauptveranstaltung ist der Bundeschormeister Staatskapellmeister Dr. Robert Laugs. Köln. Einem Kassenboten wurde am Montagvormittag am Plage der Republick eine Aktentasche mit 10 000 Rmf. entwendet, die dieser an seinem Fahrrad befestigt hatte. Koblenz. Am 10., 11. und 12. Mai ds. Js. findet in der alten Garnison Koblenz eine große Wiedersehensfeier des ehem. 2. rhein. Feldartillerie- Regiments Nr. 23 und seiner Kriegsformationen statt. 45.Balneologen- Kongreß in Bad Elster. Der 45. Balneologen- Kongreß fand unter dem Vorsitz von Ministerialdirektor i. R. Wirkt. Geh. Obermedizinalrat Prof. Dr. Dietrich- Berlin vom 8. bis 13. April ds. Js. in Bad Elster statt. Der Kongreß war außerordentlich gut besucht. Es wa ren nicht nur Vertreter der Wissenschaft und Bäderpraxis aus allen Gauen Deutschlands vertreten, sondern auch das Ausland, insbesondere Desterreich, die Tschechoslowakei, Ungarn und die Schweiz hatten Balneologen zum Kongreß entsandt. Die Tagung befaßte sich mit drei Problemen ,, die im Vordergrund des Interesses stehen: mit der Wirkung des Eisens in den Heilquellen, mit der Wirkung der Moorbäder und mit der Krankenernährung in den Kurorten. Die Bedeutung des Eisens in den Heilquellen ist jahrhundertelang bekannt. Die Untersuchungen Der letzten drei Jahre durch den Chemiker Prof. Baudisch über die Wirkung des Eisens in den Heilquellen haben Beranlassung ge geben, die Frage auch vom ärztlichen Standpunkt zu prüfen. Die Untersuchungen ergaben einstimmig, daß das Eisen in den Heilquellen besonders gut zur Geltung kommt und daß die Eisenquellen, auch Stahlquellen genannt, ihren alten Ruf wohl verdienen. Die Morrbäder sind eingehend erforscht worden. Die wissenschaftlichen Arbeiten haben festgestellt, daß ihre Wir-fang dacin liegt, daß fie größere Wärmegrade anwenden lassen und daß die Wärme tief in die Organe und Gewebe des Kör-pers eindringt, sodaß der Ruf der Moorbäder bei rheumatischen Erkrankungen und Folgen von Entzündungen innerer Organe durchaus berechtigt ist. Das dritte Thema behandelte die Kran fenernährung im Kurort. Die Arbeiten der Diätlommission sind nach dem Kriege wieder aufgenommen worden und befas sen sich damit, wissenschaftlich festzustellen, welche Art von Kranfenernährung in den einzelnen Kurorten durchgeführt werden muß. Der nächstjährige Balneologen- Kongreß wird Anfang April 1931 im Bad Ems tagen. - heraus:„ Gewitter, wenn das unsere Mutter geworden wäre.. 1830 sollten die Bürgermeister des Kreises Büdingen über den Stand de Polizei berichten. Der Bericht des Bürgermeisterss von Bindsachsen lautete: ,, Was aber den Stand der Bolizei Be trifft, so ist solcher Vogel anhier bis jetzt noch nicht bemerkt, worden", und im Cholerajahre 1831 berichtete der Bürgermeister: von Michelan über den Stand der Seuche:„ Hier auf der Michelau herrscht keine Cholerau", worauf der damalige Landrat Hofmann antwortete:„ Wenn der Bürgermeister noch einmal macht solchen Spaß, kriegt er einen Thaler Kna: Ueber das Dörfchen Freienseen lesen wir folgendes: Freienseen, 6 Stunden von Nidda auf windiger Fläche im Vogelsberg gelegen, war seit dem Mittelalter ein freies Reichsdorf unter landgraft. hess: Schutz gewesen. Einst nämlich hatte dort in einer Frühlingsnacht eim römischer Kaiser oder König sein Nachtlager nehmen müssen und da er über das große Geschrei der Frösche und Reulinge nicht schlafen konnte, den Bauern eine Gnade versprochen, wenn sie die vorlauten Bewohner des Nasses zum Schweigen brächten. Diese ließen sich das nicht zweimal sagen, schlugen die ganze Nacht mit Stangen in den Teichen und Seen herum, fodaß Stille wurde und erhielten am Morgen einen kaiserlichen Brief, daß sie keinem Landesherrn unterworfen sein und ein eigenes Siegel mit dem Reichsadler und einem im Wasser schwimmenden Schwan führen durften. Es ist aber immer ein geringes Dorf geblieben, namentlich sein Pfarrhaus mit den alten Wänden und schlechten Fenstern sah( um 1800) nicht sehr kaiserlich aus. Ein Urgroßvater von Friedrich Thudichum hieß K. F. Mader. Er war 1750 Syndikus der Reichsstadt Friedberg und hatte eine Weckherlin, Tochter des Wirtes, Zum Ochsen" in Stuttgart zur Frau. Mader hatte sich einen Grabstein als überflüssig verbeten ,, denn, wenn ich es im Leben verdient habe, mein Andenken doch fortleben wird", sagte er. Heute aber noch wird Mader genannt. Durch seine Schrift„ Sichere Nachrichten von der Kayserl. und der heil. R. Burg Friedberg und der dazu ge= hörigen Grafschaft und des freien Gerichts zu Kaichen", von welcher Teil 1 u. 2 1766 zu Lauterbach, Teil 3 nach seinem Tod 1774 erschinen ist, hat er sich ein bleibendes Andenken gesichert. Friedrich, Thudichum hat Maders ansehnliche Bibliothek geerbt und sie zu seiner Geschichte des freien Gerichts Kaichen und der Wetterau benutzt. Maders Enkelin hatte den aus Schlüchtern stammenden Amtmann J. K. Baist und deren Tochter den Georg Thudichum zu Büdingen, Friedrichs Vater geheiratet. Baist lebte von 1770 bis 1864, wurde also 94 Jahre alt. Zuletzt kam er nach Grünberg. In der dortigen Gegend findet sich heute noch der Name Baist. Baist, ein Original, und ein von Grund aus Wissen Sie schon? Nr. 30. daß, wie in jedem Jahre Bad Nauheim während der kommenden Ostertage wieder eine besondere Kurkarte zum Preise von 5 Rmf. ausgibt, die vom 16. bis 24. April oder während der israelitischen Ostertage vom 12. bis 20. April Gültigkeit hat; diese Karten berechtigen zum freien Besuch des Kurhauses und der Konzerte des staatlichen Kurorchesters sowie zur Benukung der Karmittel gegen Entrichtung der hierfür besonders festgesetzten Gebühren. ... daß in Bad Nauheim mit dem Beginn des Frühjahrs alle drei Sprudel für den Badebetrieb wieder herangezogen werden. .... daß in Bad Nauheim im Rahmen der diesjährigen künstlerischen Veranstaltungen Mitte Juni Deutsche Meisterspiele stattfinden, und zwar am 19. Juni Mozarts ,, Don Juan", am 22. Juni ein Richard- Strauß- Konzert mit der ,, Domestica" und ,, Ein Heldenleben" und am 26. Juni Wagners Meistersinger von Nürnberg". daß in dem weltberühmten Schloßpark zu Schwetzingen bei Heidelberg auch in diesem Jahre am 29. Mai und 1. Juni Rokoko- Festspiele stattfinden, bei denen über 400 Personen in historisch getreuen Kostümen mitwirken. daß im Radium- Solbad Kreuznach das Kurhaus und Palasthotel am 17. April eröffnet wird. beginnt. daß in Bad Harzburg die Sommerkurseit am 15. Mai .. daß in den Tagen vom 12. bis 16. Juni ds. Js. in Bad Aachen die rheinische Tagung des Deutschen Kolonialver eins stattfindet. daß in Bad Aachen in der Zeit vom 25. Mai bis 2 Juni vom V. f. L. 05 eine„ Sportwoche" veranstaltet wird; den Höhepunkt der Veranstaltung werden das Internationale Fußballturnier und die Nationalen leichtathletischen Wettkämpfe unter Teilnahme von Vertretern von acht Nationen bilden. daß vom 23. bis 28. Juni im See, Col- und Moor bad Kolberg der Deutsche Aerztetag" stattfindet, Der neue Präsident des Evangelischen Bundes.. Zum Präsidenten des Evangelischen Bundes als Nachfolger des verstorbenen Geh.- Rats D. Scholz ist der bisherige Ministe rialdir. im preuß Wohlfahrtsministerium Dr. Friedrich Conze gewählt worden. Ernst von Wolzogen. Zu seinem 75. Geburtstage am 23. April 1930. Eine stattliche Anzahl Romane des heute Fünfundsiebzigjäh rigen liegt vor, und man darf wohl sagen, den meisten davon wird eint langes Dasein beschieden sein. Man lese die Romane, auf die alle einzugehen der beschränkte Platz verbietet. Will man eine Borstellung von dem Romanschriftsteller von Wol zogen bekommen, so vertiefe man sich einmal in seinen„ KraftMayr", den 1881 herauskam und das nachklaſſiſche Weimar- chard Wagners u. Franz Lißts porträtierte. einer seltenen sprühenden Lebendigkeit und Liebe hat der Dichter es verſtan den, eine plastische, fesselnde Schilderung der großen Musiker und ihrer Umwelt zu geben. Sein vielseitiges Talent zeigte Wolzogen ferner in Romanen mehr satirischen Charakters; ge nannt seien. ,, Das dritte Geschlecht",„ Die Gloria- Hose" und die entzückende. Geschichte von den„ lieben, süßen Mädeln". Ein wertvoller: Beitrag zur Geistesgeschichte des zwanzigsten Jahr hunderts tt den Roman ,, Dex Enzkatzer. rechtschaffener Mann, war früher zu Wenings Verwalter gewesen. En schimpfte auf das Tragen von Schirmen, die in jener Zeit sich einbüngerten. Vorher tannte man dieses Gerät nicht und es ist verbiingt ,, daß z. B. za Nidda die Frauen, wenn sie im Staatskleid und Sonntags zur Kirche gingen, bei Regenwetter, ein lainenes Lischtuch um Kopf und Oberkörper hingen. Bon Waist tannt, man u. a. noch folgende schriftlichen und münd lichen Aeußerungen; Unsere Saufamilie hat einen Verlust von zwei Springern erfahren, welche an den Folgen der Ruhr im Korustroh verblichen sind. Ferner:„ Der Inspektor ist über den Styg gefahren( Fluß in der Unterwelt) d. h. gestorben“.„ Der Herr Pfauner ist mit dem Eilmagen in die Ewigkeit abgereist!" ,, Die Leute desertieren in der Gegend sehr und gehen zur großen Armee über".„ Wer einen Entwurf ausführen will, sei mäßig and trinke sich nicht zu Tod; so konnte Alexander sein Glück nicht ertragen, Napoleon ging aufs Eis und seine Pläne gingen in Schnee".„ Wenn man alt werden will, muß man täglich eine Flasche Wein trinken und den Atem nicht ausgehen lassen. Bom bekannten Mater Engel aus Londorf auf der Rabenaan ist de alte Baist gemalt worden. Schließlich sei noch aus dem Buche Fr. Thudichums er wähnt, daß der Arzt Dr. Baumer, Chirurg zu Gießen, während seines Aufenthalts in Nidda ein Manuskript in lateinischer Sprache mit erläuternden Zeichnungen über merkwürdige chirur gische Fälle verfaßt hat. Der Schreiber der vorstehenden Zeilen ist im Leben zufällig einmal Friedrich Thudichum begegnet. Gr fuhr im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts mit einem staita ichen Herrn mit weißem Vollbart und goldenen Brille in einem Eisenbahnabteil allein. Man unterhielt sich über Oberhessens Bergangenheit, wobei der Schreiber zwei heitere Geschichten aus Büdingen erzählte. Der Büdinger Pfarrer Meier habe, mie in alter Zeit üblich, den Weg von Büdingen nach Fried berg öfters zu Fuß zurückgelegt und ein paar große Schaftenstiese! getragen. Einer derselben hätte ihm, einmal derart den Fuß gedrückt, daß er endlich den Stiefel gusziehen mußte, aus dem zu seinem Erstaunen eine Lichtputschere herausgefallen sei. Der Büdinger Direktor Thudichum ferper sei ein gewaltiger Läufer gewesen und habe einmal eine Fußtour von Büdingen nach Mailand unternommen. Als er am ersten Tag durch Geln hausen ging, lud der Thudichum befreundete Apotheker diesen zur Einkehr in fein Haus ein. Thudichum aber hätte mit den Worten abgewehrt„ ich hab teine Zeit, ich will nach Italien". Der alte Herr im Coupee lächelte bei dieser Erzählung und sag te, so schön sie sei, so sei sie doch nicht wahr, denn der Direktor Thudichum wäre sein Vater gewesen, er selbst sei der Professor Friedrich Thudichum zu Büdingen. Dr. G. 1010 Mittwe 3 196 ib Nr. 30. Nr. 31 während de Curfarte zun Til oder wäh ril Gültigtei es Kurhause wie zur Be für besonder es Frühjahr gezogen wer diesjährige Meisterspiel Juan", an Omeftica" un Meistersinge Schwetzinge und 1. Jun Personen in Kurhaus un am 15. Me ni ds. Js. i Kolonialver Mittwoch, den 16. April 1930. 5. Mai bis! tet wird; de ationale Fu Wettkämpi men bilden. 1- und Moo тот ,, Gießener Zeitung" Die kommende Feuerschütz- Woche! 30000 Heuerwehren im Dienfte der Aufklärungsarbeit! tolek he 11. wissen muß. Ihre weiteste Verbreitung liegt im Interesse des Volksganzen. Jeder an feinem Teile, der Berufstätige, der Städter und der Landmann, der Hausvater und jeder Familienangehörige muß so als zuverlässiges Glied einer großen menschlichen Gemeinschaft er. zogen werden, alle geeint durch den Willen, im gemeinsamen Kampfe dieser Gefahren Herr zu werden. Doch dazu tut uner. müdliche Aufklärung not! Dieser hohen Aufgabe dient die tommende Feuerschuß- Woche. Helfe leder, ihr einen nachhaltigen Erfolg zu verschaffen! Bundes. ls Nachfolg erige Ministe riedrich Con 1930. undsiebzigjäh meisten davo die Romane rbietet. Wil ler von Wo seinen„ Kraf Weimar einer jeltene Zer es verstan roßen Mujite Talent zeigt haratters; ge Hose" und die Nädeln". Ein nzigsten Jahr gs Verwalter hirmen, die in In dieses Geril Frauen, wen en, bei Rege förper hinge hen und mün eth Verlust vo der Ruhr Zor ist über estorben". D feit abgerei ehen zur große will, fei ma fein Glüd m Släne gingen i an täglich ei Tassen abenau ift Thudihums Sießen, wäh in lateini fwürdige din tehenden 3 mbegegnet mit einem f Brille in ein ber Cherbe itere Gejchid er Meier be gen nach Fri Be Schafteniti derart den mußte, aus gefallen fei ewaltiger Lä Büdingen Tag durch G Apotheter di er hätte mit Il nach Italie zählung und enn der Dire fei der Profe Dr. 6 911 19 HA Alljährlich verlieren durch Brände 1400 Deutsche ihr Leben! Fast 500 Millionen RM werden an Sachwerten vernichtet! 34 aller Brände entstehen durch Unachtsamkeit, Unkenntnis und Fahrlässigkeit. Es find unerfeßliche Verlufte an menschlicher Arbeitskraft und an Volksvermögen, die sich in diesen erschreckenden Zahlen offen. baren! Die ohnehin schon so schwer fämpfende deutsche Wirtschaft fann unmöglich eine derart starke Belastung ertragen. Aus der Tatsache, daß der größte Teil aller Feuerschäden ver. meidbar wäre, ergeben sich für die Zukunft die Mittel und Wege zu ihrer erfolgreichen Bekämpfung. An die Väter, Mütter und Erzieher. 13 Brände durchschnittlich entstehen täglich in Deutschland durch unvorsichtige und leichtsinnige kinder, und der jährliche Sachschaden, der allein so verursacht wird, beträgt elwa 40 bis 50 millionen Mart. Eltern, denkt stets an diese Zahlen! Denft daran, welches Un. glück durch das leichtsinnige Spiel oder die Unbeholfenheit der Kinder über Euch hereinbrechen fann! Die Eltern handeln unverantwortlich, die ihre Kinder nicht strafen, wenn sie sie beim heimlichen Spielen" mit Feuer ertappen. Natürlich soll nur das Spielen mit Feuer verboten werden, nicht aber der vernünftige Umgang mit ihm Es ist oon größter Wichtigkeit, daß dem Kinde die Gefahr des Feuers und aller feuergefährlichen Dinge bewußt wird, lobald es selbständig zu denken beginnt. Läßt es fich nicht vermeiden, daß die Kleinen während der Mit Freuden ist es zu begrüßen, daß es nunmehr gelungen ist. Ernte oder der Arbeit der Eltern allein oder unter der Aufsicht durch die Veranstaltung einer offiziellen Feuerschuß Woche in der anderer Knirple bleiben, dann soll man alles Feuergefährliche aus Zeit vom 27. April bis 4. Mai 1930 in großzügiger und durch dem Weg räumen, soll die Betten und Spielstühle nicht dicht an greifender Weise auf Wichtigkeit und Wesen der Feuerverhütung den Herd rücken, aus dem Funfen und glimmende Rohleftücke her. hinzuweisen. Die offizielle Aufklärungsbroschüre„ Feuerverhütung ausfallen fönnen, soll die Streichhölzer verschließen und soll gute Das Büchlein für alle zeigt einfach, tlar und dennoch umfassend, Nachbarn wenigstens von Seit zu Zeit nach den Kindern schauen was jeder einzelne über die Feuerverhütung und Bekämpfung laffen. www Feuerschutz in Gewerbe und Landwirtschaft. Das oberste Gefeß und die beste Borbeugung gegen Brände für leben in einem gewerblichen Betrieb Beschäftigten ist genaue Be achtung der von seiner Berufsgenoffenschaft erlaffenen Unfallverhütungs- Borschriften. Darin sind zahlreiche Vorschriften zur Brandverhütung und über das richtige Berhalten bei Bränden enthalten. Leiter, Angestellte und Arbeiter, die erfahrenen Leute wie die Neulinge, müssen die sorglich auf Grund langjähriger Erfahrungen durchgearbeiteten Sondervorschriften aufs peinlichste beachten. Immer wieder ist's das leichtsinnig angezündete Streichholz. der achtlos fortgeworfene 3igarettenstummel, die herumliegende fettige, zur Selbstentzündung neigende Buzwolle, irgendeine andere leicht vermeidbare, geradezu verbrecherische Unbedachtsamkeit oder Achtlosigkeit, die zur Ursache von Bränden wird. Das gilt ganz besonders auch für die Landwirtschaft. Gegen vielfältige Feuersgefahren muß sich der Landwirt schüßen! Es ist ja bekannt, wie leicht frisches oder feucht gewordenes Gras und Heu zur Selbstentzündung neigt, federmann weiß auch, mit welcher unfaßbaren Geschwindigkeit das Feuer sich durch Stroh, Häcksel oder Getreide ausdehnt. Die sorgsame Pflege und dauernde Ueberwachung aller elettri. schen Anlagen und Maschinen, die besonders vorsichtige Behand lung von Verbrennungsmotoren und feuergefährlichen Stoffen ist das dringendste Gebot für jeden Landwirt! Ebenso ist es von größter Bedeutung, sich gegen Blizgefahr durch die Errichtung vorschriftsmäßiger Schußanlagen zu sichern. Man denke stets daran, daß gerade auf dem Cande, das nicht über die Feuerbefämpfungsmittel nach Art der Großstadt verfügt die Feuerverhütung oberffe Pflicht iff dieses bewirkte eine achtlos fortge= worfene brennende Zigarettes Wir fordern zur Mitarbeit auf! Helft Feuer verhüten! Feuerschutz- Woche vom 27.April bis 4.Mai 1930 Veranstaltet von der Arbeits- und InteressenGemeinschaft deutscher Feuerwehr- Organe VESLEER 3 Dinge find nötig: Aufrüttelung des Volkes zur Erkenntnis der Notwendigkeit der Feuerverhütung; Aufklärung und Belehrung über die Feuersgefahren und deren Verhütung. Praktische Mitarbeit jedes einzelnen. Welchen Erfolg die Werbearbeit der Feuerschuß- Woche haben wird, hängt ein zig und allein von der Mitwirkung der Allgemeinheit ab, die an Hand der anschau lich gehaltenen offiziellen Aufklärungsbroschüre Feuerverhütung! Das Büchlein für alle" wirksamer als alle Feuerwehren die verheerenden Katastrophen des roten Elements vermindern fann. " Feuerverhütung! Das Büchlein für alle", die von der Arbeits- und Interessengemeinschaft deutscher Feuerwehrorgane zur Feverschutz- Woche herausgegebene offizielle Aufklärungsbroschüre, ist das Aufflärungsmittel, das anläßlich der Feuerschuh- Woche möglichst in die Hand eines jeden Deutschen gelangen follte. In dieser Broschüre ist all das gesagt, was jeder einzelne über die Feuersgefahren und die Wege zu ihrer Verhütung wissen und beherzigen muß. Die Möglichkeiten der Feuerverhütung im Heim und im öffentlichen Leben, in Schule und Beruf, in Stadt und Land, bei der Arbeit und bei der Erholung und in sonstigen Lebenslagen, das richtige Verhalten beim Ausbruch von Bränden, die erste Hilfe, Einblicke in die aufopfernde Arbeit der Feuerwehr, das alles und noch vieles andere find Dinge, die erzählt werden. Die Broschüre hat 64 Seiten Jnhalt, ein mehrfarbiges, wirkungsvolles Titelbild und über 40 Abbildungen. Die Feuerschutz- Woche wird schon durch die Verbreitung dieser offiziellen AufFeuerverhütung! Gyuk flärungsbroschüre an alle Kreise der Bevölkerung wesentliche Erfolge für die Feuer. Das Büchlein für alle⭑ verhütung und Feuerbekämpfung zeitigen. Helft Feuer verhüten! VEGENER Nr. 30.. Mittwoch, den 16. April 1930. Fußball. Ergebnisse Bezirksliga und Bezirksklassen: Spielogg. 1900 Gießen „ Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Viktoria Aschaffenburg 1: 0( 1: 0) VfB.-K. Marburg SV. 98 Darmstadt 3: 2( 1: 2) Germania Marburg Weylar SV. 6: 0 Sportfreunde Siegen Wallau 0: 3 Weyl. SV. tomb. Azlar( Sa.) 1: 4( 1: 2) Niedergirmes 1. Ehringshausen 1. 0: 1 Dilienburg 1. Aplar 1. 2: 4( 2: 1) Butzbach 1. Sechsheiden 1. Heuchelheim 1. Eschhofen 1. Gau Gießen- Wetzlar: Oberrosbach a, T. 1. 2: 1( 2: 0) Bottenhorn 1. 2: 1( 1: 0) 1900 Gießen 2. 2: 5( 1: 0) Löhnberg 1. 4: 3 Weilburg 1. Butzbach 2. Niedergirmes 2. VfB. Gießen 2. 3: 3 Oberrosbach a. T. 2. 5: 1( 3: 1) Büblingshausen 1. 1: 4 Azlar 2. 2: 3( 0: 2) Lollar 1. Daubringen 1. 0: 3( 0: 1) Dillenburg 2. Grünberg 1. Geilshausen 1. Donsbach 1. Löhnberg 2. Weilburg 2. VB. Gießen 3. 1900 Gießen 4. Jugend: 1900 Gießen 1. VfB. Gießen 1. Großen- Bused 1. Wehl. SV. 1. 1900 Gießen 2. VfB. Gießen 2. VFB. Gießen 3. Löhnberg 1. Schotten 1. 1: 3( 1: 1) Queckborn 1. 2: 1( 1: 1) Steinberg 1. 3: 3 Braunfels 1. 0: 1 Hedholzhausen 1. 4: 2 Steinbach 1. 3: 4 Laubach 2. 0: 3 Germania Marburg 1. 4: 0 Alsfeld Hopfgarten 1. 2: 3 Garbenteich 1. 5: 1( 3: 1) Gladenbach 1. 4: 4 Germania Marburg 2. 2: 1 Lich 1. 2: 0 1900 Gießen 3. 3: 0 Braunfels 1. 2: 0 Weilburg 2. Hirschhausen 1. 3: 2 Lollar 1. Steinbach 1. 9: 0( 4: 0) Wetzl. SV. Schüler Ostersonntag: - 1900 Gießen Schüler 2: 3 Spiele an Ostern. Spielogg. 1900 Gießen - FC. 02 Kreuznach Sportogg. Niederzwehren VfB. Gießen FC. 1926 Grünberg Ockershausen 2. Sv.-V. Queckborn VfR. Lich SC. 21 Daubringen Mainz 05( Sondermannschaft) FV. Teutonia Laubach SpB. 20 Altenburg Spp. 1921 Ettingshausen Odershausen 2. Sp.-V. Garbenteich Germania Frankfurt( Sonderm.). - 1900 Gießen Liga Vittoria Aschaffenburg Liga 1: 0 ( 1: 0) Edenverhältnis 5: 4 für Gießen. Entweder ist es mit dem vielgepriesenen süddeutschen Fußball nicht so weit her oder Gießens Fußballer haben sich gemacht. Tatsache ist doch, daß namhafte süddeutsche Mannschaftten unser Städtchen ohne Sieg verlassen mußten. Man denke an die Offenbacher, an die Hanauer und nun an die Aschaffenburger. Der Südmainkreismeister hatte ganz sicher mit einem Sieg gerechnet und tat alles mögliche, um gegen Schluß des Spieles wenigstens ein Unentschieden sicher zu stellen zu spät. Der Sieg blieb den Blau- Weißen. Schon vom frühen Morgen an war auf dem 1900er- Plazz reges Leben. Die 4. attive Mannschaft wurde von Laubachs 2. einwandfrei mit 3: 0 geschlagen. 1900s 2. Jgd. trat dann gegen die gleiche Mannschaft der Marburger Germanen in die Schranfen und reihte einen weiteren Sieg an ihre Fahnen( 2: 1). Vor der Liga maßen anschließend die 1. Jugendmannschaften der bei den gleichen Vereine ihre Kräfte. Nach wirklich schönem Spiel mußten die Marburger die Ueberlegenheit ihrer Gießener Kameraden mit 4: 0 anerkennen. Dann betraten die Liga- Mannschaften den Plaz. Es stellten auf: Aschaffenburg: Künstler; Rein, Beder; Martin, Edert, Schäfer; Säußler, Seiferheld, Brehm, Höfer, Neuner( 2 Mann Ersaz). 1900 Gießen: Sad; Hohmann, Jäckel; Henrich, Langsdorf, Glitsch; Schneider, Heilmann, Adelberger, Best, Balser( 2 Mann Ersay). Als Spielleiter fungierte Grünewald VfB. Gießen. Ca. 600 Zuschauer hatten sich eingefunden. Vom Anstoß weg gingen die Blau- Weißen zum Angriff vor. Sie waren schneller im Bilde und eröffneten schon nach kurzem Feldspiel das Bombardement auf des Gegners Tor. Zunächst versuchte Beſt einen schönen Schuß anzubringen, den der Gäſte= hüter noch besser hielt. Eine Ede für 1900 brachte nichts. Dann wollte Schneider mit Wucht einsenden, die Torlatte rettete die Gäste nochmals. Kurz darauf paßte es Langsdorf, schnell mit Fernschuß sein Heil zu probieren. Der„ Künstler" im Tor hielt. Die 8. Spielminute gab den Gästen die erste Chance, kurz vor Man beachte die billigen Sommerpreise! der Strafraumgrenze bekamen sie einen Strafstoß zugesprochen, der knapp vors Tor gesetzt wurde, Sad lief heraus und wehrte schwach mit dem Fuß ab. Erst Jädel konnte im Weiterspiel mit befreiendem Abschlag den Ball wieder in die Mitte schaffen. Jetzt hatten sich auch die Aschaffenburger gefunden, das Spiel wurde ausgeglichen, zeitweilig sogar ein wenig, pomadig". 13. Minute Ecke für die Gäste. Eine Minute später für 1900. 15. Min. Adelberger schoß Künstler hielt. Der Ball wanderte gleich wieder ganz auf die andere Seite. Ecke für Aschaffenburg. So gings 10 Minuten lang hin und her. Da machte in der 18. Minute Jäckel Hand, der Gästemittelstürmer gab den Strafstoß ganz gefährlich vor das heimische Tor zu seinem Halbrechten. Im letzten Augenblick rettete Henrich. Eine Minute darauf fonnte Schneider einen schönen Edball treten, hier klärte der gute Gästetormann durch Fausten. Die Stürmerreihe der 1900er hatte sich so um diese Zeit ein bißchen müd gelaufen und verfiel wieder in eine etwas gemütlichere Gangart. Die Aschaffenburger bekamen dadurch etwas mehr vom Spiel und erfreuten vorm Tor die Zuschauer durch ihr schönes, schnelles Zuspiel jedoch versagten sie. Sonst fonnten sie in der 26. Minute durch ihren rechten Flügel in Führung gehen, eine scharfe Flanke ging fnapp ins Aus Sad stand auch falsch. Und in der 35. Minute bot sich durch einen Strafstoß eine weitere Gelegenheit ( Langsdorf hatte Hand gemacht) für die Gäste, der in der gleichen Manier wie der erste gespielt wurde. Sad war wieder nicht sicher und herausgelaufen; Hohmann mußte den Angriff zur Ecke abdrehen. sonst Die 1900er wurden wieder munter und schafften wieder gefährliche Sachen vor das Gästetor. Ein schönes Durchspiel der Ball wanderte blitzschnell von Glitsch zu Best, zu Adelberger, Heilmann, zurück zu Adelberger brachte dann in der 42. Spielminute das Tor des Spieles. Adelberger war der Schütze. Den Gästetormann traf keine Schuld, wohl aber die Verteidigung, die hilflos um die Gegner herumlief und-stand. Eine Minute später ist Gießen schon wieder vor des Gegners Heiligtum. Eine zugesprochene Ecke gab Balser kaum 10 Meter ins Feld hinein ( sogenannte Schülerecke) und verschenkte eine Chance, die jede Ecke ja ist. Halbzeit 1: 0 für Gießen. Nach der Pause wurde das Spiel lebhafter und spannender. In der 54. Minute verschoß Adelberger zunächst noch eine sichere Sache. 1900 tämpfte schnell und produktiv. In der 55. Minute hatte sich der blau- weiße Innensturm wieder durchgespielt, im Strafraum cr flog in hohem Bogen da wurde Best regelwidrig gelegt. Es gab feinen Elfmeter, der Schiri hatte nichts gesehen. Auch Aschaffenburg legte nun an Tempo zu. In der 63. Min. gab Hohmann leichtsinnig den Ball nach hinten zum Tormann ab. Dieser wurde von einem gegnerischen Stürmer belauert und beinahe wär's geschehen. Dann versiebie der Gäste R. A. kurz darauf eine Ausgleichsgelegenheit. Adelberger Sein Prachtschuß ging gerade über die Latte. machte es vier Minuten später genau so. Aschaffenburg kämpfte nun noch hitziger um zumindest den Ausgleich und drückte leicht. Aber hinten arbeiten vor allem Jäckel und Henrich ganz ausgezeichnet. In der 73. Minute schoß der H. L. der Gäste eine sichere Sache ins Aus. In der 78. Minute konnte Sad gerade noch einen Fernschuß halten, das heißt, zuerst verlor er den Ball nochmal! Und nun kam es in der 80. Spielminute zu einem bedauerlichen Konflikt. Im Kampf um den Ball wurde Adelberger regelwidrig behindert, auf den Pfiff entschied der Unparteiische, Strafstoß gegen 1900. Noch vor Ausführung des Strafstoßes wurde Adelberger vom Spielleiter wegen beleidigender Kritik seiner Maßnahmen vom Platz geschickt. Die Unruhe unter den Zuschauern und deren Mißfallensäußerungen legten sich nach kurzer Spielunterbrechung schnell. Die 1900er- Mannschaft, ohne ihren Sturmführer und auch sonst ohne weitere Lust, beschränkte sich nun fast ausschließlich darauf, das Resultat zu halten. Der Ansturm der Gäste war jedoch erfolglos. Ein Tor erzielten sie zwar, aber noch bevor der Ball die Torlinie überschritten hatte, hatte es gepfisien. Sad sollte regelwidrig angegangen worden sein. Das war in der 87. Spielminute." Drei Minuten später wars aus. Kritik. Die Gäste führten ein ideenreiches und technisch reifes Spiel vor. Es fehlte ihnen nur ein begnadeter Torschütze, der ihre Angriffe mit wirkungsvollem Schuß abschloß. Hervorragend war ihr Tormann, der Mittelstürmer und der Rechtsaußen. Die Plazmannschaft bot im großen und ganzen einheitliche Leiſtungen. Schwach waren allerdings Sad im Tor und Baljer auf Linksaußen. Jädel war in diesem Spiel der bessere Verteidiger. In der Läuferreihe vermißte man Razz mit seinem präzisen Aufbauspiel; der Sturm arbeitete mit gutem Drang nach vorne und schoß fleißig, wenn auch manchmal ungenau. Der Innensturm vor allem konnte gefallen. Das Publikum fiel einmal ein wenig aus der Rolle, be= ruhigte sich aber schnell. Heuchelheim 1. 1900 Gießen 2. 2: 5( 1: 0). Heuchelheims Elf, die durch den Ausfall von 5 ihrer besten Spicler ersatzgeschwächt das Spiel bestreiten mußte, lieferte trotzdem den 1900ern eine gleichwertige Partie. Nachdem die Playmannschaft bis zur Pause mit 1: 0 führte, und auch nach Halbzeit durch ihren Linksaußen noch auf 2: 1 erhöhte, fielen dann die vier übrigen Tore der Gäste in kurzen Abständen durch Heizi das völlige Versagen der Plazverteidigung in der zweiten Spielhälfte. Auch Heuchelheims Torhüter war nicht in bester Verfassung und dürfte mit den beiden Verteidigern auch zum Trai ning kommen, um die gewohnte Form wieder zu erlangen. Im übrigen wird eine Umstellung der Mannschaft sehr am Playe sein. Die Gäste hatten in der rechten Sturmseite sowie in ihrem Torhüter die besten Mannschaftsteile. Jm übrigen spielte die Gästemannschaft einheitlicher und uneigennütziger als die Plazelf. * Weglar Schüler Gießen 1900 Schüler 2: 3. Eri Bezugspre Realionsfchluß endang nicht o H. 2. 13. Jah Noli Bis vor Schluß konnten die Wetzlarer 2: 1 führen, aber in den letzten Minuten brachten die Gießener durch 2 weitere Tore den Sieg an sich. Somit endete ein schwarzer Tag für Weylar. Oberrosbach a. I. 2. 5: 1( 3: 1). Butzbach 2. Butzbachs zweite Mannschaft hatte ein leichtes Spiel. Lollar 1, u. 2. Lollar 1. Jgd. * Aus Lollar. Daubringen 1. 0: 3( 0: 1). Steinbach 1. Jgd. 9: 0( 4: 0). Um einige Spieler auszuprobieren, stellte Lollar eine mit 5 Ersatleuten geschwächte Mannschaft der 1. Mannschaft Daubringens gegenüber. Trotzdem fiel es Dadubr. schwer, einen siche= ren Sieg mit nach Hause zu nehmen. In der 1. Halbzeit konnte D. durch ein schönes Tor in Führung gehen. Nach Seitenwech= sel findet sich Lollar auch besser zusammen und bedrängt oft bas Daubringer Tor. Jedoch alle Schüsse gehen ins Aus oder landen in den Händen des guten D. Hüters. Lollar hat weiter viel Pech und verursacht noch 2 Selbsttore, wodurch obiges Resultat hergestellt wurde. Beide Mannschaften waren fast gleichwertig und hätte ein Unentschieden eher dem Spielverlauf entsprochen. Sehr erfreulich war das sehr faire Spiel, wodurch dem Schiedsrichter Busch sein Amt leicht gemacht wurde. Der Jugendmannschaft Lollars war es ein leichtes, gegen die gleiche Steinbachs mit 9: 0 Treffern Sieger zu bleiben. Auch hier wurde sehr fair gespielt. 8 FV. Weilburg 1. VfB. Gießen 2. 3: 3. Bei gleichwertigen Leistungen kann Gießen nur durch zwei Handelfmeter die Ausgleichstore erzielen. Geilshausen 1.- Quedborn 1. 2: 1( 1: 1). Vergangenen Sonntag fand in Geilshausen das Entscheidungsspiel zur Ermittlung des Gruppenſiegers statt. Sofort nach Spielbeginn entwickelte sich ein harter Kampf, und Quedborn konnte bald das Führungstor erringen. Noch vor Halbzeit konnte Geilshausen ausgleichen. In der 2. Halbzeit nützte Geilshausen einige Torchancen nicht aus, doch dann gelingt es Geilshausen, den Ball noch einmal ins Gästetor zu senden. Schiri Sped hard leitete das Spiel zur Zufriedenheit. Geilshausen ist somit Sieger der Gruppe 3. Um die Westdeutsche Meisterschaft. In Hamborn: FC. 04 Schalke( Ruhr) derrhein) 5: 3( 1: 1). Homberger SV.( NieIn Düsseldorf: VfL. Benrath( Bergisch- Mark) 07 Sülz( Rhein) 5: 0( 2: 0)!!! In Rheydt: Spielverein Kassel( Hessen- Hannover) Gladbach( Rhein) 2: 3( 0: 2). Am Mittwo Flieger Johanne laughsaue nahe in den Rhein m der Maschine ge Rajdhine ift toto Der Borstar 25. April nach 2 Der polnisch vom Reichstag hoben. Der Spanija ion für die L den Canarijd Der vorläuf Sowjetrußland Der französi am Mittwoch m men worden. Die Kuomi fau vor. Weger Der Stadt wari Die beiden Melbourne aus Nachdem di pumpens voller chen" jest wieb werden. - Spielogg. - SC. M.Reichsfin Preu In Solingen- Wall Tura 72 Sager( Südwestfalen) Ben Krefeld( Niederrhein) nach Verlängerung 1: 2( 1: 0, 1: 1). Neue Bücher. Schlagwort- Lexikon zur englischen Handelstorrespondenz. Verlag W. Stollfuß, Bonn. Dieses Schlagwort- Lerifon auf neuer praktischer Grundlage ist ein Hilfsmittel, das in feinem Falle versagen wird. Auch dem in der englischen Handelssprache weniger Gewandten wird die Abfassung eines in kaufmännisch richtiger Ausdrucksweise abgefaßten Briefes ermöglicht. Dem strebenden Kaufmann wird das Bändchen von großem Nuhen sein. Preis M 2, Von Dr. C. H. Zomer Wissen Sie Anzeigen n zu n würdigen? Wissen Sie als Kunde uns neue Anregungen zu geben? So fragt die Woche" im Osterheft ihre Leser und setzt für nette Briefe 8000, M Preise aus. Anzeigen sind für Sie wichtiger, als Sie manchmal glauben. Beschäftigen Sie sich ruhig mal eingehend mit ihnen. 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