Nr. 8 mitanblid mgejdyma enijcher i in Deutid me faulnie bem Be ben Bobe der fein e einzelne Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. 3ischer Redaktionsschluß früh 8 Uhr. – Für Aufbewahrung oder RückLage zich sendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. fo meite Dom gute abigunger der aud Goll Die bezpo ng diejes ftedt min mpien de Roostor emperatu inige Gre - Musicon te ent Ruhe un politijge Es es Reids cine E emellande erdrud o einen la mes, Leffing Dr. Kat rs Verla ngen Gei Sand sab rednunge Baljerzufla ständigen en Wett nders Ber Erde und o Ebelt, Tag Leip rin aus aple Gine mann bet rganifa wie der ch darin egestellte mit Freu en Sand heinunger Kleid arbeit Monogr Zeid den, S 50 ode nen 5 Bi.J tichen e liefn er Thelen trierte mmer Bandes 7.6. Gin bas mi ter he in Gieße CIMARB schrift.Ha Verlag, en ützt 43. Jahrg. - Volitische Rundschau. Der Reichspräsident hat an den Oberpräsidenten der Rheinprovinz sowie an die Oberbürgermeister von Aachen, Trier und Düren und den Bürgermeister von Euskirchen feinen herzlichen Dant für die ihm überall während seiner zweiten Rheinlandreise zuteil gewordene herzliche Aufnahme zum Ausdruck gebracht. Das Berliner Metallarbeitertastell beschloß in seiner Dienstag Vormittagssigung einstimmig, den Streit für Mittwoch früh zu verkünden. Ueber das endgültige Ergebnis der Urabstimarung in den Betrieben besteht kein Zweifel mehr. Die erforderliche Mehrheit für Stef ist Sicher." Von dem Streit: bejchluß werden annähernd 140 000 beiter betroffen. Der Reichsrat nahm das Pensionstürzungsgesetz mit 53 gegen die 7 Stimmen Sachsens bei Guthaitung der beiden thüringischen Stimmen, also mit der für Verfassungsänderungen erforderlichen Mehrheit an. Die praißischen Provinzen waren zum größten Teil nicht vertreten. Das badische Staatsministerium hat auf einstimmigen Antrag seines vier Mitglieder beschlossen, mit Wirkung vom 1. November ds. Js. ab bis zur anderweitigen gesetzlichen Regelung der bisherigen Besoldungsbezüge einstweilen das Grundgehalt, das den Ministern während ihrer aktiven Ministertätigteit zusteht, und die Rezüge des Staatsrats, jeweils um 20% zu Türzen. Wie wir erfahren, haben sich auch die Mitglieder des sächsi= Shen Gesamtministeriums bereits für die Zeit vom 1. dieses Monats ab entschlossen, für ihre Person das ihnen nach der Besoldungsordnung zustehende Grundgehalt nur in Höhe eines 1m 20 v. S. getürzten Betrages in Anspruch zu nehmen. Bon nationalsozialistischer Seite wird erklärt, daß es sich bei den Ausschreitungen in Berlin um Leute gehandelt habe, die die nationalsozialistische Sache in Mißkredit bringen wollen. Am Sonntag trat in Effen der Gesamtvorstand des Reichs= bunds Deutscher Angestellten Berufsverbände zu einer Sihung zusammen. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der der Regierung Brüning das Mißtrauen ausgesprochen und ( eine Rechtsregierung gefordert wird.. Der frühere Herzog Karl Eduard von Sachsen- KoburgGotha und die Herzogin Vitteria Adelheide geb. Prinzessi von Holstein- Glücksburg feierten unter reger Anteilnahme der Bevölkerung ihre silberne Hochzeit. Vom Rathaus wehte zum ersten Male jeit Oftober 1918 wieder die schwarzweißeote Fahne auf Grund eines Beschlusses der nationalsozialistischen Mehrheit im Stadtrat. Die Ergebnisse der Wahlen zum memelländischen Landtag lassen erkennen, daß die Deutschen Mehrheitsparteien auch diesmal wieder große Erfolge zu verzeichnen gehabt haben.ha Das russische Volkskommissariat für Arbeit hat wegen der Finanzest und des großen Mangels an Arbeitskräften beschloßjen, teine Staatsanterstützung mehr zu zahlen. D Wie orts Moskau gemeldet wird, sind dort am Sonnabend 23 deutsche Ingenieure und Architekten mit dem Stadtbaurat May aus Frankfurt a. M. an der Spize eingetroffen. Die beutschen Architekten sollen den Fünfjahresplan für den Wohnungsbau auftellen. In Belgrad habes am Sonntagabend zwei start besuchte Massenversammlungen stattgefunden für die Wiederherstellung der Verfassung. Es kam zu einer Reihe ernster Zusammenföße und zu vieles Berhaftungen. Nach einem aufgefangenen drahtlosen Bericht soll auf der Sträßingsinsel San Fernando de Noranha ein Aufstand unter den Gefangenen ausgebrochen sein. Die Insel liegt vor der bra filianischen Küste. Am Sonntagvormittag ärzte das zwischen Toulouse und Casablance verlehrende Flugzeug bei Lcrasch ab. Der Pilot und die drei Passagiere wurden getötet. Der Auftralienflieger Kingssorth Saith hat Judien von London aus in der Refordzeit von fünf Tagen erreicht. Die Newyorker Blätter berichten aus allen Landesteilen über Selbstmorde von Wallstreet- Spekulantes, die riesige Verlufte erlitten haben. Reichstagseröffnung. Berlin, 13. Oftober. Wohl kaum ist eine Volksvertretung unter so unheimlichen, frisenhaften Vorbedingungen zusammengetreten, wie dieser Deutsche Reichstag, der am 14. September in seiner Zusammensetzung für alle als große Ueberraschung vom deutschen Volke gewählt worden ist. Unter solchen Umständen ist es erklärlich, daß dieser Tag, der eigentlich nur reinen Formalitäten gewidmet sein soll, nämlich dem Namensaufruf der Abgeordneten, doch zu einer Art Sensation wird. Aeußerlich und auch sonst! In weitem Umkreis um das Reichstagsgebäude sieht man cim großes Aufgebot von Schuhmannschaften, wie es die Reichshauptstadt sonst nur an Tagen unseligen Angedenkens gewöhnt ist, wo innere Unruhen den öffentlichen Verkehr störten. Fünf ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Bottschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 15. Oktober 1930 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 82 bis sechs Kontrollletten, Massenansammlungen des Publikums Zahlungsmoratorium und Youngplan. schon seit den Morgenstunden, Rempeleien, Schlägereien, zahlreiche Verhaftungen und fortgesetzt angeordnete Verstärkungen der Sicherheitselemente. Immer wieder, beim Erscheinen einzelne nationalsozialistischer Abgeordneter hört man die Rufe: Heil Hitler!" oder„ Deutschland erwache!" So draußen das Bild, schon lange vor Beginn der Sitzung. Und drinnen? In der Wandelhalle ein Gesumme wie in einem Bienenschwazm! Und das Milieu selbst? Es wimmelt von Braunhemden. Ueberall sieht man Hände zum Faschistengra erhoben. Besondere Bewegung bringt unter die Gruppen der Umherstehenden die verbreitete Meldung, daß die Wirtschaftspartei aus der Regierung ausscheiden werde und den Reichsjustizminister Bredt aufgefordert habe, zurückzutreten. Was wird Brent tun? Die Tribünen sind bis auf den letzten Biak besetzt. Kurz vor 15 Uhr sind fast alle Parteien einschließ lich der äußersten Linten anwesend. Nur die Bänke der Rechten sind noch leer. Pünktlich um 15 Uhr erfolgt dann geschlos= fen der Einmarsch der Nationalsozialisten, die mit einzelnen Bifen und stürmischen Protestrufen ihrer Moskauer Gegner begrüßt werden. Man muß eingestehen, daß es ein immerhin imposanter Aublic war, dieser Aufmarsch der hundertsieben Nationalsozialisten. Der Lärm legt sich bald. Jm allgemeinen rerhält sich das Haus ruhig. Mit Staunen und nicht ganz ohne Besorgnis schweift der Blick des Beschauers über die gefüllten Bänke. Auf der äußersten Rechten und der äußersten Linken zeignen sich scharf zwei starke Schlachthaufen streitlustiger Abgeordneter ab. Dazwischen eingefeilt die Trümmer der Mittelparteien, von denen das Zentrum immer noch am meisten den Eindruck fester Geschlossenheit macht. Was aber ist aus der Breiten deutschnationalen Front geworden, was aus der Deutschen Volkspartei und was gar aus den ehemaligen Demokraten? Kurz nach 15 Uhr besteigt der zweiundachtzigjährige Zentrumsabgeordnete Herold den Präsidentenstuhl und richtet an das Haus die Frage ob noch ein anderer Abgeordneter anwesend sei, der ihn an Lebensalter übertreffe. Da dies verneint wird, übernimmt er die Geschäfte und beruft einige vorläufige Schriftführer. Der Nanensaufruf beginnt. Während des Namensaufuss, selbst fommt es verschiedentlich zu bewegten Szenen. Ueber den gesamten Verlauf dieser ersten Sigung, die bis zum Schluß reich an Spektakel ist, kann man folgendes sagen: Viel Lärm um Rihts! Starte Schaumschlägerei und das Austoben agitatorischer Bedürfnisse. Besonders am Schluß fommt es noch zu heftigen Auseinandersehungen wegen der Geschäftsordnung der für Mittwoch amberaumten Sigung. Schon hier prallen angherzige Sonderwünsche der Parteien scharf aufeinander. Glücklicherweise tommt weder für den Antrag von üben noch von hüben eine Mehrheit zustande, so daß es beim Vorschlag des Altenspräsienten verbleibt, auf die Tagesordnung der Mittwochtigung aur the Herabsetzung der Abgeordnetendiäten zu setzen und als Hauptpunkt die Präsidentenwahl. Ausschreitungen in Berlin. Während im Reichstag der Namensruf der Abgeordneten vor sich ging, tam es in dem angrenzenden Stadtviertel zu schweren Zusammenstößen zwischen der Schuhpolizei und dem Publikum. In Mitleidenschaft gezogen wurde in erster Linie das Warenhaus Wertheim am Leipziger Play, wo die Menge mehrere der großen Fensterscheiben einwarf. Die Ausschreitungen im Zentrum Berlins haben sich, vom Tiergarten ausgehend, bis zum Spittelmarkt ausgedehnt. In der Leipziger Straße, der Hauptgeschäftsstraße Berlins, wurden die Scheiben fast sämtlicher Geschäfte eingeworfen. In dem lang ausgedehnten Warenhaus Wertheim ist von den großen Spiegelscheiben zu ebener Erde keine einzige mehr ganz. Aus den Reihen der Demonstranten ertönten die verschiedenen Heilruse, sowie Rafe:„ Deutschland erwache!", wobei man aber durchaus den Eindruck hat, daß es sich nicht um echte Parolen handelt. Vielfach neigt man der Ansicht zu, daß die zweifellos echten nationalsozialistischen Demonstrationen vor dem Reichs= tag, mit denen zu rechnen war, von anderer Seite systematisch weitergetrieben und unter falscher Flagge zu vorbereiteten Ausschreitungen ausgewertet wurden. Nach Schluß des Reichs= tages lösten sich die Menschenansammlungen von selbst wieder auf. Wirtschaftspartei fühlt sich nunmehr frei. Berlin, 14. Oktober. Die Reidstagsfraktion der Wirtschaftspartei nahm in ihrer hestigen Fraktionssitzung von der Das Moratorium, das als eine Art Notventil zu Gunsten Deutschlands in das geltende Reparationssystem eingebaut wurde, kann darüber bestehen vielfach Mißverständnisse nicht ohne weiteres mit einem allgemeinen Zahlungsaufschub, wie er im privaten Wirtschaftsverkehr zu finden ist, verglichen werden. Was zunächst seinen Umfang betrifft; nicht für die gesamte jährliche Reparationsleistung kommt, nach den Bestim mungen des Youngplans und des Haager Abkommens, ein Aufschub in Frage. Die Jahresrate serfällt unter diesem Ge sichtswinkel vielmehr in zwei Teile. Der kleinere, der sich auf 612 Millionen RM. zuzüglich des Zins- und Tilgungsdienstes Der Dawesanleihe beläuft, ist unbedingt zu leisten. Für den größeren hingegen kann ein befristeter Uebertragungs- und Aufbringungsaufschub erlangt werden. Um diese Regelung an einem praktischen Beischpiel zu erläutern: von der gesamten Reparationsleistung in der Zeitspanne vom 1. April 1930 bis zum 31. März 1931 sind 700 Millionen ungeschützt, während rund 1096 Millionen RM. unter die Moratoriumsklausel fallen würden. Was besagt die Klausel nun? Sehen wir von dem Sonderabkommen mit den Vereinigten Staaten ab und folgen wir lediglich den Bestimmungen des Youngplans, so ist zunächſt eine Unterscheidung von grundsätzlicher Bedeutung zu treffen: Aufbringung und Uebertragung sind zwei verschiedene Seiten des gesamten Zahlungsvorgangs. Aufbringung bedeutet: die Reparationssummen werden mit Hilfe von Steuern oder auf dem Wege über die Einnahmen der Reichsbahn aus der deutschen Volkswirtschaft entnommen. Natürlich in Reichsmart, wie es im inländischen Zahlungsverkehr üblich ist. Da wir diese Beträge nun ans Ausland zahlen müssen, ist es notwendig, sie in ausländischer Währung zu übertragen, also in Devisen umzuwandeln. Ein Uebertragungsaufschub ist also in erster Reihe vom währungspolitischen Standpunkt zu berurteilen; er soll im Notfall einen zu starken Devisenabzug unterbinden. Erst der Ausbringungsaufschub bedeuet eine Entlastung der gesamten Volkswirtschaft, der gesamten Erwerbsstände also, die letzten Endes die Reparationsbeträge aus ihren Einfünften bezahlen müssen. Ueber die Inkraftsegung des Uebertragungs und Aufbringungsaufschubs ist im Youngplan folgendes vorgesehen: wenn die Umwandlung der deutschen Reparationszahlungen in ausländische Währung Schwierigkeiten für Wirtschaft und Währung verursacht, kann Deutschland mit dreimonatlicher Boranzeige die Uebertragung des geschützten Teils der Annui= tät für höchstens zwei Jahre ganz oder teilweise aufschieben. Die aufkommenden Reparationsbeträge würden dann lediglich in deutscher Währung auf das Konto der Bank für internationalen Zahlungsausgleich bei der Reichsbank eingezahlt werden. Erst nach einem Jahre kann auch ein Aufschub der inneren Aufbringung erfolgen, und zwar nur für einen Teil der bereits dem Transserschutz unterworfenen Summe. Fünf Vierteljahre würde es also praktisch brauchen, ehe eine Entlastung der Volkswirtschaft tatsächlich einträte. Mit der Erklärung Deutschlands, die Uebertragung des geschützten Teils der Annuität ganz oder teilweise aufzuschieben, tritt dann der im Youngplan vorgesehene Sonderausschuß bei der Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich in Aftion; in ihm ist auch Deutschland vertreten. Er prüft die entstandene Sachlage und erstattet der Internationalen Bank und den beteiligten Regierungen Bericht. Somit erwüchse aus dem Initiativschritt Deutschlands, sofern er einmal notwendig werden sollte, zweifellos ein weltpolitisch und weltwirtschaftlich höchst wichtiger Aft, der in seinen Auswirkungen von tiefeinschneidender Bedeutung werden könnte. Römische Kirche und Nationalsozialismus. Zu der bisher unwidersprochen gebliebenen, Aussehen erregenden Meldung, daß der Bischof von Mainz einen Erlag herausgegeben habe, wonach es jedem Ratholiken verboten sei, eingeschriebenes Mitglied der Nationalsozialistischen Partei zu sein, veröffentlichen die Münchn. N. N.", an hervorragender Stelle eine bemerkenswerte Auslassung, von der man in München annimmt, daß sie aus der Kanzlei des Kardinals Faulhaber stammt. Es heißt darin, es sei schon deshalb unwahrscheinlich, den Vorstoß des Mainzer Bischofs als Beginn einer Aftion Roms gegen den Nationalsozialismus anzusehen, weil ein solches Vorgehen niemals durch einen Euffraganbischof, sondern nur durch die Kordinäle von München und Breslau Ablehnung des Rüdtrittsgefuches des Reichsjuſtizminiſters als Borlizender der Freisinger bezw. der Fuldaer BischofskonBredt durch den Herrn Reichspräfdenten und von dem Entschluß des Ministers, ohne parteipolitische Bindung im Kabinett zu verbleiben, Kenninis. Die Frattion hält nach wie vor an ihrer Forderung der Umbildung des Kabinetts im Sinne ihres Schreibens an den Herrn Reichstanzler fest. Der Reichsregierung gegenüber behält sie sich nunmehr völlig freie Hand vor. Das anhaltische Staatsministerium hat auf eine nationalsozialistische Anfrage, ob das Staatsministerium bereit sei, die Auflösung des Landtages zum Entscheid zu bringen, eine ablehnende Antwort erteilt. bentbar wäre, Hinsichtlich der Gerüchte, die an das Zusammentreffen des Zentrumsführers Kaas mit dem Kardinalstaatssekretär Pacelli in der Schweiz geknüpft worden sind, sei zu bemerken, daß ein Vorgehen des Vatikans gegen den Nationalsozialismus im heutigen Stadium ols äußerst unwahrscheinlich zu bezeichnen sei. Es liege für die Kirche kein Anlaß und feine Möglichkeit vor, mit Mitteln der Disziplin gegen den Nationalsozialismus einzuschreiten. Der Schritt des Main fennzeichne sich als ein den lokalen Verhältnissen schreiten aus seelsorgerischen Gründen. Nr. 82 Mittwoch, de Mittwoch, den 15. Oktober 1930. Hellpach aus der demokratischen Partei ausgetreten. Wie das„ Heidelberger Tageblatt" erfährt, ist Professor Dr. Hellpach, nachdem er bereits früher sein Reichstagsmandat und die Mitgliedschaft im engeren Vorstand der Demokratischen Partei niedergelegt hatte, nunmehr auch aus der Demokratischen Partei selbst ausgetreten. Preissenfung sofort nach Lohnsenfung. Im Anschluß an den Schiedsspruch in der Berliner Metallindustrie, der einen Lohnabbau von 8 v. H. bezw. 6 v. H. für die Arbeiter ab 3.November 1930 vorsieht, hat die elektrotechnische Industrie beschlossen, für den Fall der Durchführung dieses Schiedsspruches die Listenpreise für Maschinen, Motoren, Transformatoren, Zähler, Apparate, Installationsmaterial und Haushaltsgeräte mit Wirkung ab 1. 11. 30 um 5 v. H. zu senfen. Hessens Finanzlage 1930. ,, Gießener Zeitung" gert die deutsche Wirtschaftsnot und Arbeitslosigkeit. Deshalb wurde durch Reichstagsbeschlußz vom 16. Juli 1930 bestimmt, daß im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms, das bekanntlich 100 Millionen Mark für Straßenbauten vorsieht, in der Regel nur deutsches Baumaterial, insbesondere Stein und Teer, Verwendung findet. Darmstadt, 14. Oktober. Der hessische Landtag begann heute seine Winterarbeit mit einer Sitzung des Finanzausschusses. Finanzminister Kirnberger gab einen Ueberblick über die finanzpolitische Lage in Hessen. Es ist mit einem Fehlbetrag von 11,7 Millionen Mark zu rechnen. Das Rechnungsjahr 1930 habe sich verhältnismäßig günstig angelassen, da die steuerlichen und sonstigen Einnahmen sich nicht viel anders als im Vorjahre entwickelt hätten. Ausfälle an Einkommen- und Körperschaftssteuer seien durch die im Voranschlag noch nicht berücksichtigte Biersteuer ziemlich ausgeglichen worden. Der erste Ueberblick über den Voranschlag über 1931 lasse allerdings kein günstiges Bild erwarten. Zwar sei die Ausgabensumme nicht erhöht. Aber auf der Einnahmeseite sei ein Minderertrag durch die Verringerung der steuerlichen Einnahmen zu erwarten. Das Reichsfinanzprogramm bringe eine große Unsicherheit auch für die hessischen Staatsfinanzen. Es sehe eine Ausgabenminderung von etwa 5 Millionen Mark, bedeute aber auf der anderen Seite eine Kürzung der Ueberweisungen von rund 7,4 Millionen Mark, also eine weitere Verschlechterung. In diesem Zusammenhang ist beachtlich, daß die deutsche Teerindustrie vor kurzem Preise ausgeschrieben hat zur Erlangung mustergültiger Teeremulsionen. Entgegen der Auffassung einiger Blätter handelt es sich nicht darum, die Herstellung neuer Teeremulsionen oder brauchbarer Teeremulsionen überhaupt erst anzuregen, sondern man will unter den vorhandenen Emulsionen die besten heraussuchen und eine Ueberschwemmung des Marktes mit minderwertigen Erzeugnissen verhüten. In den Teeremulsionen ist der Teer in Wasser sein verteilt, etwa hälftig. Sie ermöglichen die Verwendung von Teer ohne Erwärmung, ja sogar auf feuchtem Gestein. Mit ihrer Herstellung wurde erst in den letzten 3 bis 4 Jahren begonnen, weil die deutsche Teerindustrie während der Kriegs- und Inflationsjahre keine Gelegenheit hatte, Teeremulsionen herauszubringen. In dieser Zeit konnte aber die ausländische Erdölbitumenindustrie in ihren Stammländern genügend Erfahrungen im Straßenbau sammeln und Bitumenemulsionen schaffen. Als dann in 1924 in Deutschland wieder mit umfangreichen Srtaßenbauten begonnen wurde und ein großer Bedarf an bituminösen Bindemitteln entstand, konnten die ausländischen Erzeugnisse auf dem deutschen Markte Fuß fassen. Vereinheitlichung im ländlichen Genossenschaftswesen. Frankfurt a. M. Am 11. Oktober tagten hier die Verbände und Zentralgeschäftsanstalten der ländlichen Genossenschaftsonganisationen Frankfurt a. M. und Wiesbaden. Die vorgelegten Rationalisierungs- und Verschmelzungsverträge, sowie die Satzungen wurden angenommen. Es vereinigen sich die beiden Verbände( Raiffeisen- Verband Frankfurt a. M. und Verband der nass. landwirtsch. Genossenschaften Wiesbaden) mit der Firma„ Ländlicher Genossenschaftsverband- Raiffeisen e. V." Die Genossenschaftsbank für Hessen- Nassau bildet zusammen mit der Genossenschaftsbank- Raiffeisen die„ Genossenschaftliche Zentralkasse" e. G. m. b. S., während die Raiffeisen- Hauptgemeinschaft und die Landwirtschaftliche Zentralgenossenschaft Wiesbaden sich zusammenschließen zur„ Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft" e. G. m. b. 5. mit dem Sitz in Frankfurt a. M. Die gesamte Organisation umfaßt rund 950 Genossenschaften. Der„ Internationale Verband zur Verteidigung und Förderung des Protestantismus“ hielt vom 5. Oftober ab in Zürich seine diesjährige Tagung ab. Die Verhandlungen drehten sich um die Mischehenfrage und die Schulfrage, die beide internationale Bedeutung haben. Teerstraßen sind aber bedeutend rauher, d. h. verkehrssicherer und auch billiger als Bitumen( Asphalt-) straßen. Denn der Straßenteer, der etwa 35% billiger als Erdölbitumen ist, bindet außerdem bedeutend mehr Gestein als Bitumen und ermöglicht dadurch eine reichlichere Füllung der Straßen mit Gestein, die dadurch rauher werden. Mit zunehmender Verbreitung dieser Erkenntnis stieg der deutsche Straßenteerverbrauch stark an, aber auch die Nachfrage nach Teer in der bequem zu handhabenden Form von Emulsionen. Deutscher Wettbewerb mit dem Ausland. Beim deutschen Straßenbau werden bekanntlich einheimischer Teer und ausländisches Erdölbitumen( Asphalt) verwendet. Der Absaz deutschen Straßenteeres stieg von 3000 Tonnen in 1924 auf rund 130 000 Tonnen in 1929, hat sich also in fünf Jahren mehr als vervierzigfacht. Er bleibt aber immer noch hinter dem Absaz der ausländischen Bitumina zurück. Jede Mart aber, die für überflüssige Auslandsware ausgegeben wird, steiVaterlandslied. Wie sollt ich dich nicht lieben, Mein deutsches Vaterland, Wo hüben dir und drüben Drohte die Feindeshand! Du bestes Land auf Erden, Voll Geist und Güte, du. Dir wend' ich meine Kräfte Aus tiefster Seele zu! Wo Bismard- Eichen rauschen Und Schiller- Linden wehn, Da sollen auf den Fluren Nur deutsche Menschen gehn, Denn was die Eichen rauschen Voll Andacht himmelwärts, Versteht auf dieser Erde Doch nur ein deutsches Herz! In Lüften deutsch und Grüften Hier soll tein Fremdling sein, Unser bleibt das Vaterland Am deutschen Rhein! Das bleibe deutscher Wille, Und jeder schlage ein, Du aus der Wolkenstille Gib deinen Segen drein! ,, Ans Vaterland". ( Pospiesny) von Lokales. Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichspost - im Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt. Vergangenen Freitag fand im Telegraphenamt eine Besprechung der maßgebenden Vertreter der Oberpostdirektion Darmstadt, Präsident Leistner- Darmstadt und Oberpostrat Klingelhöfer- Darmstadt und des Gießener Postamtes Poſtdirektor Körber und Telegrapheninspektor Tetzlaff mit Vertretern der Post statt, die das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichspost im Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt zum Gegenstand hatte. Einleitend wies Präsident Leister darauf hin, daß von der Reichspost Aufträge in Höhe von 200 Millionen Reichsmark an die deutsche Wirtschaft gegeben werden. Die Aufträge certeilen sich auf die Schwachstrom- und Kabel-, Maschinen-, Fahrzeuge und Bauindustrie mit dem Zweck, die Wirtschaft zu beleben, die Not der Arbeitslosigkeit zu lindern und eine Preis: senkung zu erzielen. Diese verstärkte Nachfrage führte zur Herstellung Teeremulsionen durch viele Firmen und Unternehmer, denen es an der nötigen Erfahrung fehlte. Es kamen minderwertige Erzeugnisse auf den Markt, die den guten Ruf des Teerstraßenbaus gefährden, der nach der Normung der Straßenteere mit die wichtigste Straßenbauweise für Deutschland ge= worden ist. Diese minderwertige Erzeugnisse sollen ausgeschaltet werden. Deshalb schreibt das Preisausschreiben die Verwendung bewährter Normenteere vor. Die besten Emulsionen sollen als mustergültig bezeichnet werden. Zweifellos find bereits gute Teeremulsionen vorhanden. Es handelt sich nur darum, sie für die Verbraucher zu kennzeichnen. Die Zeppelinfahrt und Wahlen. Die bürgerliche Fraktion der Stadtverordnetenversammlung in Delsnitz i. V. hat bei der Kreishauptmannschaft die Gültig teit der Stadtverordnetenwahlen vom 28. September angefochten, weil in drei Wahllokalen der gesamte Wahlvorstand den Wahlraum verlassen hat, um das Luftschiff„ Graf Zeppelin" auf seiner Landungsfahrt nach Reichenbach zu beobachten. Am 15. Oktober wird das 50jährige Jubiläum des Kölner Domes gefeiert. 1248 war der Grundstein gelegt worden und erst 1880 wurde mit einer glänzenden Feier in Gegenwart des alten Kaisers Wilhelm I. der Schlußstein auf den 156 Meter hohen Südturm gesetzt. Anschlag auf Jad Diamond. Erg VfB.- K Sport Spielve German 05 Gött FC. Gr Einbed 1900- Gi Wallau Verein Germania Mart Wallau Wiefenbach Sp. V. Weglar 1900 Gießen Breidenbach Dabei kommt zunächst die Bauindustrie als Schlüsselindustrie Frohnhausen in Frage, wozu alle Gewerbe, die mit dem Baugewerbe zusammenhängen, vermehrte Beschäftigung finden werden. Go werden u. a. Postämter- Um- und Anbauten in Büdingen und Lollar vorgenommen. Kraftwagenhallen sollen in Bad Nau heim, Friedberg, Schotten, Grünberg und Grebenhain gebaut werden. Weiter sollen in der ruhigeren Winterszeit zahlreiche Innenausbesserungen und Arbeiten, die unter Dach und Fach gemacht werden können, zur Ausführung kommen. In der Wohnungsbeschaffung soll den Beamten, Arbeitern und Ange: stellten zum Bau von Eigenheimen Hypotheken zu billigem Zinsfuß und bequemer Tilgung zur Verfügung gestellt werden. Durch umfangreiche Kabelarbeiten soll der Arbeitsmarkt ge bessert werden. 25 Fernsprechhäuschen sollen in den größeren Städten Hessens zur Aufstellung kommen. New York, 13. 10. Jad Diamond, der amerikanische Schmuggler, der kürzlich aus Deutschland ausgewiesen worden war, fiel einem Revolveranschlag zum Opfer und liegt in einer Klinik. Es ist fraglich, ob er mit dem Leben davonkommt. Diamond befand sich in einem Hotel, als vier Schüsse auf ihn abgefeuert wurden. Zur Landverkraftung werden dreißig 9/20 Personenwagen, drei 33sizige Omnibusse und zehn Landkraftpostwagen neu in Betrieb gestellt. 6 neue Landpostämter und 111 Poststellen sollen errichtet werden, von letzteren die meisten in Oberhessen. Dazu kommt die Beschaffung von Gegenständen des laufenden Bedarfs wie Briefkästen, Feuerlöscher, elektrisch betriebene Ulen und Entstaubungsanlagen, Postwertzeichengeber. Doch wird bei allem auf größte Wirtschaftlichkeit gesehen. Der Präsident be tonte, daß bei allen Arbeiten das ortsansässige Handwerk und Gewerbe so weit wie möglich berücksichtigt werden soll. ten nach vorn und bald troch auf der Straße nach Ujbanja ein unendlich langer und unübersehbarer Heerwurm heran. Durch Honved- Husaren erfuhr man, daß die Russen einen gewaltigen Druck gegen die österreichischen Stellungen ausübten. Die Artillerie mußte vor allem in Stellung gebracht werden. Jedes einzelne Geschüß, von 8 bis 10 Pferden bespannt, wurde in dem fleinen Gebirgsbach vorgezogen und auf seinen Plak geschafft. Dämmerung trat inzwischen ein. Auf der linken Seite machte sich der Feind durch einzelne Schrapnells über den Wäldern bemerkbar. Die erste kahle Anhöhe war erklommen und der dichte Wald wurde erreicht. Buzbad Niederg Großen Verein Gr. Bused Löhnberg Ehringshausen Niedergirmes Butzbach Weilburg Laubach In einer sich anschließenden Aussprache wurden besonders Vorhaben für Gießen zur Aussprache gebracht, so die in Kürze beginnenden Umbauarbeiten im früheren Kaffee ,, Ernst Ludwig", für die Stadtpost, mit deren Verlegung evtl. noch vor Weihnach ten zu rechnen ist. Die Aufstellung von Fernsprechhäuschen in unserer Stadt. Doch sind die Verhandlungen hierzu mit der Stadtverwaltung noch nicht zum Abschluß gebracht. * Deutschnationaler Handlungsgehilfen- Verband. Am Donnerstag, den 16. Oktober, abends 8.30 Uhr, hält im Heim, Longstraße 18, Herr Dr. Kandeler- Frankfurt einen Vortrag über ,, Der Youngplan". * Liederkranz. Die nächste Singstunde ist am kommenden Freitag abend. Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobilclub E. V.( A. v. D.) Wegen Ausführung von Kanalisationsarbeiten ist die Orts: durchfahrt Frankfurterstraße in Vilbel ab 16. Oktober 1930 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Nieder- Erlenbach, Harheim, Bonames und umgekehrt. Gelbe Raucherzähne.„ Ich benutze seit Jahren die Chlorodont 3ahnpaste und bin mit der Verwendung derselben sehr zufrieden. Trogdem ich ein Kettenraucher bin, sind meine Zähne stets blendend weiß Auch fehlt mir fein einziger 3ahn, sodaß ich behaupte aur Chlorodont" erhält meine 3ähne gefund." S. Grunenberg, München. Chlorodont: 3ahnpaste 60 Pf. und 1 Mt., 3ahnbürsten, Mundwasser Mt. bei höchster Qualität. In allen Chlorodent- Verkaufsstellen zu haben. Aglar Botten Laasp Allend Womn Marb Verein Hp 1. Cp. 30 S. C. Gladenb Bommelshaus S. V. Feuding F. V. Marbad Deffen" Fran Biedenkopf Eintracht alle ViB. Wetter F. C. Laasph BR Co Fr Wi 23 Gau Gieße Bu Gr GC Loll Ste Qu Ho Ste Wet Ober Dute 1900 ViB. Biebe Laub Flenj Homb Harba Herma Wekla Bübli Burgi Herma Braun Obern Jugend: 1900 G 1900 6 Dutenb Links vom Bataillon mußte ein heftiger Infanteriekampf ent brannt sein, denn unaufhörlich hörte man heftiges Maschinengewehr- und Gewehrfeuer der Desterreicher, die ständig vorzutom men versuchten. Am 1. Osterfeiertagmorgen wurde der Sturm auf den Kobyla befohlen. Die Sonne sandte schon früh ihre warmen Strahlen auf den mit Schnee bedeckten Karpathenkamm. Die festliche Stille sollte bald durch mörderischen Kriegslärm unterbrochen werden. Um 12 Uhr mittags arbeitete sich das Bataillon in Schüzenlinien sprungweise über eine Bergwiese vor, paj sierte die Sturmpassen der alten österreichischen Stellung und schanzte sich im dichten Walde ein, wo es bis zum anderen Morgen gefechtsbereit verblieb. Ein weiteres Vorgehen in dem Flanfenfeuer von links und von rechts und in dem Hagel der Geschosse von vorne war unmöglich. Der 2. Feiertag brach an. Links war ein heftiger Kampf entbrannt. Man fah Schützenlinien gegen die feindlichen Stellungen vorgehen, unterstützt von unserer Artillerie und Maschinengewehren. Es war die Einlei tung zum letzten Sturm auf den Kobyla. Nun war auch für uns der Zeitpunkt zum Angriff gegeben. Unsere Artillerie verlegte ihr Feuer auf die Höhe 600 und 640, unterstützt durch eine österreichische Gebirgsbatterie. Die Maschinengewehre flantierten die russischen Gräben mit sicherem Erfolg. Im Schutze dieses ohrenbetäubenden Feuers erreichten die Schüßen die Schlucht und arbeiteten sich auf der Anhöhe zur feindlichen Stellung vor. Desterreichische Infanterie schloß sich links an. Vor der Front waren starte Astverhaue und Drahthindernisse hergestellt, die zu überwinden viel Blut kosten mußte. In Sturmstellung angekommen. eröffnete das Bataillon das Feuer. Die Maschinengewehre sandten noch mit gleichem Fleiße ihre todbringenden Geschosse in die vordersten russischen Gräben, während die Artillerie ihr Feuer auf die rückwärtigen Stellungen und Reserven verlegte. Nach dem erfolgreichen Einschlagen zweier Minen winkten die Russen mit weißen Tüchern und Hemden, einzelne ihre Waffen und Patronengürtel wegwerfend, liefen über. Reserven besetzten nun die Stellung und feuerten mit aller Energie gegen die zum Sturm vorgehenden deutschen Schüßen und überlaufenden Russen. Schon entwickelte sich ein kurzes Handgemenge. Der größte Teil der feindlichen Besagung ergab sich freiwillig, während an dere mit der Waffe in der Hand zurückfluteten. Noch eine kurze Beschießung der neueroberten Stellung durch russische Artillerie und Ruhe war auf der ganzen Front eingetreten. Das Ziel war erreicht, eine natürliche Festung wurde mit Gewalt erobert. Schüzenlinien verfolgten den entweichenden Feind bis ins Tal Viele Munition und Maschinengewehre wurden erbeutet. Zahllose Gefangene setzten sich zu einem Zuge zusammen. Hinter den Bergen versant die Sonne im blutigen Abendrot. Ein schlimmer Marsch stand noch bevor. Bald ging es bergauf, bald bergab. Hier mußte ein steiler Abhang überwunden werden. Mühsam hatte sich jede Kompagnie ihren Weg in das dichte Unterholz selbst zu schlagen und dazu noch auf grundlosem Boden. Die hintereinander Marschierenden sahen sich gegenseitig nicht in den hohen Wäldern; sie nahmen nur Fühlung bei einer Stodung oder beim Ueberwinden eines Hindernisses. Erschöpft kam das Bataillon um 10 Uhr abends auf einer schneebedeckten Höhe an, wo es als Reserve biwafieren sollte. Die Mannschaften tochten ab oder wärmten sich an den Wachtfeuern. Am andern Morgen um 5 Uhr durfte die eiserne Portion zur Hälfte verzehrt werden, da es fraglich erschien, ob und wann die nächste Verpflegung bei den schlechten Wegeverhältnissen herangeschafft werden konnte. Bald wurde vor einer Waldlichtung in Schüzenlinie ausgeschwärmt und fast zu gleicher Zeit grüßten die ersten Gewehrkugeln des Feindes hart über den Köpfen der Schützen. Auf diese Art setzte sich der Marsch auf die russifche Stellung fort. Prasselnd fuhren die Gewehrkugeln in die Aeste und Sträucher. Im dichten Gestrüpp sammelten sich die lichen Vorposten zu Leibe zu geben. Auf die Waldlichtungen, die passiert werden mußten, hatte es der Feind besonders abgesehen. Salven frachten unaufhörlich in die einzeln springenden Mannschaften. Doch ohne viel Erfolg. Inzwischen war das Bataillon im Tale angekommen. Nun hieß es: Ran an den Feind. Da traf die Meldung beim Bataillon ein, daß der Russe die Stellung beim Herannahen der Deutschen geräumt habe. Die Anhöhe wurde in gemütlichem Tempo erreicht. Oben wurde auf fleinen Spiritusflammen abgekocht und sich zugleich für die Nacht vorbereitet. Größeres Biwakfeuer durfte wegen der Nähe des Feindes nicht entfacht werden. Von hier aus hatte man einen guten Ausblick über die nächstgelegenen Abhänge und Schluchten. Einige Kilometer westlich von dem Dorfe Virava lag die Kobylahöhe wie eine natürliche Festung. Nur von rechts und links schien eine Erflimmung des Bergrückens möglich zu sein. Von vorne war die Annäherung zweifelhaft. Sturm auf den Kobyla in den Karpathen. Kompagnien, um in Reihenkolonnen den verſtedt sitzenden feindKarl Stod Dortelweil. Am Charfreitag des Jahres 1915 marschierte das 3. Bataillon des Inf.- Regts. 168 von Jzbrugyarobocz nach dem 29 Kilometer entfernten Jzbrugyarokita, das um 11 Uhr vormittags erreicht wurde. Es war ein schöner Frühlingstag. Ueberall im Tale der Virava saßen die Soldaten an den Ufern des Gebirgsflusses und reinigten sich selbst, sowie ihre Gegenstände. Andere ließen sich verschönern. Pferde wurden getränkt und stampften mit Wohlbehagen in der reißenden Flut. Auf der Straße tam im Galopp ein Stab von der Front geritten. Die Mannschaften wußten schon, was dies zu bedeuten hatte, denn nicht lange danach war der Alarm schon befohlen. Ein schnelles Paden der zum Teil nassen Wäsche in den Tornister und behendes Fertigmachen. Schon rückten die ersten Infanteristen auf den Alarmplat. Artilleriekolonnen sprengLich A Gan Marburg: 1. Gautlasse: Marba Harten Cappel Endba ViB.- K Odersh Bieden Hesselb Edelst Nieder 2. Gautlasse: Germa Wehrd Garna Michel Elnha Goßfel Friede Colbe Oberr Melin Gemü Cappe Ebsdo Borts Weid Wom Morn Erdh Rau Selje Ban Bied Laas Edel Jugend: VB Oder Oder Nr. 82 Mittwoch, den 15. Oktober 1930. post eine Be toirettion Oberpoitra 5- Pot mit Ver gramm de m Gegen f hin, da ingen un Bad Nau in gebau zahlreich und Fad ,, Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga und Bezirksklassen. VfB.-K. Marburg - Hessen Hersfeld 3: 0 Sport Kassel Odershausen 0: 0 Spielverein Kassel - Borussia Fulda 0: 2 Germania Fulda Hermannia Kassel 2: 6 05 Göttingen SpVg. Göttingen 5: 0 FC. Grone Kurhessen Kassel 1: 8 Großalmerode 1: 2 Germania- Marburg 0: 5( 0: 1) Spiele gem. unent. verf. Tore Punkte 8443 12201L Einbeck 05 en Reichs 1900- Gießen Aufträg Wallau Wiesenbach 2: 2( 1: 1) Rajchinen Verein rtidaft Germania Marburg 4 4 0 0 17: 1 8: 0 ine Preis Wallau 5 3 2 0 15: 8 8: 2 Wiesenbach 2 ] 1 9: 6 5: 3 elindustri Sp. V. Wetzlar 2 0 2 8: 7 4: 4 Frohnhausen 5 1 1 3 7:13 3: 7 werbe 1900 Gießen 0 0 3 4:13 0: 6 rden. G Breidenbach 3 0 0 3 1:13 0: 6 Butzbach Laubach 4: 0( 1: 0) Niedergirmes Löhnberg 1: 1 Großen- Bused Weilburg 4: 1( 1: 0) Verein Spiele gem. unent. verl. Tore Punkte Gr. Bused 3 2 1 0 12: 5 In de Löhnberg + 2 1 12:11 Ehringshausen 3 1 0 10: 9 5: 1 5: 3 4: 2 nd Ange Niedergirmes 3 1 2 8: 5 4: 2 Butzbach 4 2 2 9: 9 Weilburg 4 1 2 10:14 Laubach 3 0 3: 9 Aẞlar 2 0 0 4: 7 4: 4 3: 5 1: 5 0: 4 Laasphe - Allendorf Marbach Feudingen 5: 2( 2: 0) Verein Spiele gew. unent. verl. Sp. u. Sp. Bottenhorn 6 5 0 1 S. C. Gladenbach 6 4 1 1 Wommelshausen 6 3 2 L Tore Punkte 23:10 10: 2 22: 9 9: 3 16:11 8: 4 h wird be S. V. Feudingen 5 3 1 1 äjident be F. V. Marbach 6 3 1 Hessen" Frankenberg 5 2 1 20:10 7: 3 17:18 7: 5 5: 5 14:12 Biedenkopf 5 1 0 Eintracht Allendorf 1 0 BiB. Wetter 5 0 2 . C. Laasphe 6 1 0 5 9:15 10:17 6:18 2: 8 15:32 2:10 2: 8 2: 6 billigen It werden Smartt ge größere nenwagen en neu in stellen Oberheen aufende ene Ul dwert un foll. besonder in Kün t Ludwig Weihna äuschen it u mit der Am Don ein, Long tag über ommende A. v. D.) Die Orts 1930 für Erlenba Chlorodon zufriede ts blender haupt Mind Munda en zu h efampi Tajchine Dorzul der Sta h ihre tamm ärm unt das Bat je vor, tellung deren en in Sagel brad ah Shi teritügt die Ein auch für tie verl eine o antierten Diefes obr ucht und Dor. Def Front war Die zu übe ngefomme webre jan choffe in e ihr Fe legte 7 die Ru Waffen Sejekten m en die ben Rule Der gro während eine fur De Artiller as 3iel me alt erober is ins I utet. Ja Sinter De - Bottenhorn Wetter 6: 1( 0: 1) Biedenkopf 4: 2( 2: 3) Frankenberg 2: 3 Wommelshausen Gladenbach 1: 1 - - 22433LD BV. 06 Kassel VFR. Kassel 4: 2 Corbach Tura Kassel 1: 2 Fritzlar Hessen- Preußen Kassel 2: 3 Elm Bebra 4: 1 12222 VfB. Northeim Blau- weiß Göttingen 7: 1 Witzenhausen Spft. Einbed 1: 6 Gau Gießen- Weglar: Jugend: 1 - Buzzbach 2. Laubach 2. 3: 1( 1: 1) Großen- Bused 2. Weilburg 2. 2: 7( 1: 5) SC. Weylar 2a Löhnberg 2. 0: 2 Lollar Steinberg 1: 3( 0: 1) Steinbach 1900 Gießen 2. 0: 6 Quedborn- Ettingshausen 1. 3: 6( 3: 3) Holzhausen- Niedershausen 2: 3( 1: 3) abgebr. Steindorf Biskirchen 1., B. nicht angetr. Wetzl. SpV. 2. Nauborn 5: 1 Oberbiel 1. Bissenberg 2: 2 Dutenhofen 2. Garbenteich 2. 2: 5( 0: 3) 1900 3. Garbenteich 1. 5: 2( 2: 0) Leihgestern 3: 5 VB. 3. 1 Bieber Daubringen 2. 0: 5 - Laubach 3. Grünberg 2. 0: 9( 0: 3) Flensungen Wetterfeld 3: 0( 1: 0) Homberg Villingen 4: 2( 2: 0) - Harbach Niederohmen 2., N. nicht angetr. Hermannstein 1. Dutenhofen 1. 14: 1 Weklarer SpV. 3. Ulm 1. 0: 9 Büblingshausen Nauborn 2. 2: 0 Burgsolms 2. Bistirchen2., Bisk. nicht angetr. Hermannstein 2. Tiefenbach 0: 4 Braunfels 2. Oberbiel 2. 4: 1 Oberndorf Stodhausen 1: 2 - - 1900 Gießen A 1 Heuchelheim A 1 2: 2( 1: 2) 1900 Gießen A 2 Leun A 1 3: 0 Dutenhofen A 1 VfB. Gießen A 2 2: 3 Lich A 1 Ettingshausen A 1 1: 1( 1: 1) Gau Marburg: 1. Gauklasse: Marbach 2. Germania 2. 3: 5( 2: 1) Hartenrod 1 Cappel Endbach VFB.-K. 2. Erdhausen 3: 3 Niederwalgern 1: 0( 0: 0) Dreihausen 0: 1 1 Speckswinkel 3: 3 Odershausen 2. Erksdorf 1: 3 Biedenkopf 2. Wallau 2. 4: 2( 1: 2) Hesselbach Niederlaasphe 3: 3 Edelshausen Breidenstein 1: 2( 1: 2) Niedereisenhausen- Lirfeld 5: 3( 0: 3) 2. Gautlasse: Jugend: Germania 3. Wehrda 2. Sarnau 2. Michelbach Elnhausen Goßfelden Sterzhausen 2., St. nicht angetr. VFB.-K. 3. 2: 2 Cölbe 2. 5: 4 Caldern 1: 9 Sterzhausen 1: 8 Mornshausen 0: 4 Friedensdorf Wolfgruben 1: 1( 1: 0) Cölbe 1. Wehrda 1. 2: 2 Oberrosphe Roda 6: 5 Mellnau Schönstadt 1: 7 Gemünden Kirchhain 2. 1: 7 Cappel 2. Niederwalgern 2. 4: 0 Ebsdorf Holzhausen 11: 1( 7: 0) Bortshausen Leidenhofen 2: 7 Weidenhausen 1 Sinkershausen 5: 2 Wommelshausen 2. Damm 2: 5 Mornshausen Erdhausen 2. Raumland Hesselbach 2. Banje 2. Biedenkopf 3. Laasphe 1. Hartenrod 2. 6: 3 Dernbach 2: 8( 0: 4) Feudingen 1: 3 Herbertshausen, abgebr. f. Hesselb. verl. Berleburg 1: 2 - Frechenhausen 2. Fr. nicht angetr. Biedenkopf 1. 1: 1 Edelshausen 1. Wiesenbach 1. 3: 2 VB.-K. 1. Wehrda 1. 2: 2 Odershausen 1. Frankenberg 1. 0: 1 ViB.-K. 2. Germania 2. 1: 3 Ockershausen 2. Dreihausen 1. 2: 0 1900 Gießen Liga Germania Marburg Liga 0: 5( 0: 1) Edenverhältnis 5: 7. 700 bis 800 Zuschauer auf dem 1900er Sportplatz wurden am Sonntag enttäuscht. Nicht nur, daß das spielerische Können der blau- weißen Elf von Sonntag zu Sonntag nachläßt, nicht nur, daß mangelnde Disziplin schon zu unnötigen Herausstellungen geführt hat, nein, auch der Spielausschuß wollie sich blamieren. Denn beim Anpfiff standen der kompletten Germanenelf nur 9 Gießener gegenüber! Man überlege: Nur 9 Spieler- als Ligaverein zu Hause! Es bleibt der Spielvereinigung von 1900 nur dringend zu raten, zu ergründen, welches Uebel das ursächliche für das Versagen seiner Liga ist und dann radikal Remedur zu schaffen. Diese Zeilen vorweg. Sie sind geschrieben aus ehrlichem Interesse für den größten und ältesten Sportverein unserer Heimat. Und zweitens, sie sind vox populi! Nun zum Spiel selbst. 1900, fast 15 Minuten nur mit neun Mann auf dem Plaze, konnte das Spie! völlig offen halten und jogar noch einige Torchancen, die dann leider nicht verwertet wurden, herausarbeiten. Die Germanen kämpften zunächst noch verhalten. Als beide Parteien gleich start waren, gingen auch die Gäste mehr aus sich heraus. Noch aber war das Spiel offen, auch als ein Strasstoß, getreten von Eustergerling- M., von Balser- G. schlecht geföpft, von Glitsch- G. nicht schnell genug fortgeschafft, vom HR. der Gäste zum Führungstor für Marbung verwandelt wurde. 1900 versuchte auszugleichen, es blieb bei den Versuchen. Langsam flaute die heimische Mannschaft ab. Nach der Pause fladerte der Rest Kampigeist bei den Gießenern noch einmal kurz hell auf, um dann ganz und endgültig zu verschwinden. Die Marburger wurden immer besser, ihre gefährlichen Flügelstürmer trugen Ball auf Ball nach vorne. Kräftiger Schuß war stets das Ende. Durch Fehler der Gießener Verteidigung falsche Stellung erhöhten die Gäste auf 2: 0. Eine Minute später hieß es 3: 0 Auch dieses Tor war ein Erfolg des rechten Flügels des Marburger Sturms. Jädel- G., bekannt für solche Leichtsinnigkeiten, machte„ dide" Hand. Der Elfmeter wurde Erfolg 4 für Marburg. Ein Prachtschuß des HR. der Gäste schuß dann das Endresultat mit 5: 0. - Bei den Gästen, die insgesamt ein schönes Spiel vorführten, fielen besonders, außer Eustergerling, die beiden Außenstürmer auf, so gefährlich Eustergerlings Abschlag, so gefährlich waren ihre Flanken. Der beste Mann auf dem Plate war aber unleugbar Brambach im Gießener Tor. Ohne ihn wäre das Spiel viel tatastrophaler ausgegangen. Er fonnte sich, abgesehen von den ersten zehn Minuten, auf seine Verteidigung garnicht verlassen. In der Läuferreihe versagte Heilmann völlig, Henrichs war gut, je= Glitsch auch, nur muß er schneller abspielen. Der Sturm desmal ein anderer iaugte nichts, der linke Flügel fiel ganz aus, der rechte Flügel wurde schlecht mit Vorlagen bedient, Der spielte nicht zusammen, kurz, kam halt auch zu nichts. Spielleiter Christ Horas war sehr gut." Holzhausen gegen Ebsdorf. B Etwa 200 Zuschauer hatten sich zu diesem Spiel eingefunden, die mit Spannung und Interesse das Spiel der beiden gleichwertigen Mannschaften verfolgte. Es tam aber anders, als erwartet wurde. Ebsdorf, an Technik stark überlegen, erzwang in der ersten Halbzeit schon 7 Tore. Sämtliche AngriffeHolzhausens scheiterten an der eisernen Zähigkeit und dem guten Zusammenarbeiten der Ebsdorfer Mannschaft. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel unnötig hart, so daß Schiedsrichter Goßmann- Hestem, der sehr korrekt leitete, gezwungen war, einige Leute vom Platz zu verweisen. In der zweiten Halbzeit brachte ein Elfmeter für Holzhausen das einzige Tor. Ebsdorf erhöhte seinen Sieg auf 11 Tore. Wallau Wiesenbach 2: 2( 1: 1) Reiner glaubte mehr, daß Wallau noch den einen Punkt retten würde, doch da in der allerletzten Minute gelingt es noch! Wiesenbach hat eine Kampfmannschaft, die ungeheures in der Abwehr leistet. Als sie einen knappen Vorsprung hatten, versuchten sie mit zäher Energie und Siegeswillen, denselben zu halten. Das erste Tor erzielt Wiesenb., trotzdem Wallau in dieser Periode überlegen war. In der zweiten Hälfte steigert sich die Wallauer Ueberlegenheit noch. Dem Gäste- Torhüter und dem rechten Verteidiger ist unbedingt der größte Anteil an dem Erfolge zuzuschreiben. Der Wallauer Sturm fommt einfach nicht zum Ziel. Wieder führt Wiesenbach und in der letzten Minute erst tommt das Ausgleichstor. Edelshausen Breidenstein 1: 2( 1: 2) Das Spiel war flott und aufregend bis zur letzten Minute. Gut gefallen fonnte bei Breidenstein der Mittelläufer und Mittelstürmer, bei Eckelshausen die Verteidigung und der Torhüter. Das Ergebnis war in der Pause schon dasselbe und steht mit diesem Sieg weiter Breidenst. an der Tabellenspitze. Laasphe Biedenkopf 4: 2 Es kommt etwas überraschend, daß Laasphe so einwandfrei Biedenkopf geschlagen hat. Drei schöne Tore schoß der Laaspher flinke Rechtsaußen. Biedenkopf spielte nach der Halbzeit überlegen, brachte aber vor dem Tor nichts fertig. Biedenkopfs zweite" schlug Wallaus zweite" 4: 2. In der Pause hieß es noch 0: 1. Niedereisenhausen fertigte Ligjeld 5: 3 ab, während bis " oh" zum Seitentausch Lixfeld noch 3: 0 führte Bottenhorn Wetter 6: 1( 0: 1). Erwartungsgemäß schlug Bottenhorn den VfB. Wetter recht hoch. Vor der Halbzeit sah es allerdings nicht nach einem derartig hohen Siege aus. Wetter spielte mit großem Eifer und vermochte sogar in der letzten Minute der ersten Halbzeit in Führung zu gehen. Die zweite Halbzeit sah ein vollkommen anderes Bild. Bottenhorns Kombinationsmaschine lief dermaßen präzise, daß Wetter, trotzdem Bottenhorn in der ganzen zweiten Halbzeit nur mit 10 Mann spielte, vollkommen ins Hintertref= fen geriet. Sechs schöne Tore waren der Erfolg dieser erdrückenken Ueberlegenheit. Da das Spiel Wommelshausen gegen Gladenbach gleichzeitig 1: 1 ausfiel, steht Bottenhorn somit an 1. Stelle in der 2. Bezirksklasse des Gaues Marburg. Aus Biedenkopf. Der Sonntag blieb ausnahmsweise troden, so daß wohl alle Verbandsspiele durchgeführt werden konnten. Als erster Gast stellte sich Frechenhausen 2. als Gegner der 3. Mannschaft vor. Die Gäste hatten das Pech, nicht rechtzeitig anzutreten Ursache unbekannt so daß die Punkte den Playbesitzern fampflos zufielen. Ein Gesellschaftsspiel mit verkürzter Spielzeit erbrachte einen knappen 2: 1- Sieg der mit nur 10 Mann spielenden Gastgeber. In dem darauffolgenden Kampf Biedenkopf 2. Wallau 2. erzielten die Einheimischen ihren ersten Sieg mit 4: 2 Toren, obwohl Wellau 2. bis Halbzeit noch mit 2: 1 Toren in Führung lag. Butzbach 1. Aus Buzba ch. Laubach 1. 4: 0( 1: 0) Butzbach 2. Laubach 2. 3: 1( 1: 1 Nr. 82 Beim Spiel der ersten Mannschaften zicht gleich nach dem Anstoß Laubach vors Butzbacher Tor, aber die vorgetragenen Angriffe scheitern an Buhb. Hintermannschaft. Der Buzzb. Sturm findet sich zuerst schlecht, doch im Laufe einer Viertelstunde gehts dem Laubacher Tor zu. Aber auch hier zeigen sich die beiden Verteidiger als der beste Teil ihrer Mannschaft. Kurz vor Halbzeit gelingt es Butzbachs Halbrechten das erste Tor zu erzielen. Nach der Pause arbeitet der Butzbacher Sturm besser. Nach schönem Zusammenarbeiten erzielen furz hinter einander der Halblinke, der Mittelstürmer und turz vor Schluß der Rechtsaußen je ein Tor. Schiedsrichter 3utt Biskirchen leitete den auf beiden Seiten mit großem Eifer durchgeführten Kampf gerecht. Die zweite Mannschaften lieferten sich ein ruhiges, faires Spiel, so daß in diesem Spiel der Schiedsrichter selten einzu= greifen hatte und glich mehr einem Gesellschaftsspiel. Aus Großen- Bused. Gr. Bused hatte den F. V. 1919 Weilburg zu Gast. Zuerst standen sich die 2. Mannschaften gegenüber. Weilburg blieb verdient mit 7: 2, Halbzeit 5: 1, Sieger. Gr. Bused ging durch Elfmeter in Führung, mußte sich aber bald dem besseren können der Gäste beugen. Ein weiterer von Gr. B. verwandelter Elfmeter wurde vom Schiedsrichter nicht gegeben. Nach diesem Spiel betraten die Ligisten den Play, um den zahlreich erschie= nenen Zuschauern einen temperamentvollen Kampf um die Punkte vorzuführen. Gr. B. hatte Ersatz, trotzdem spielte die gesamte Mannschaft wie aus einem Gusse. Von W. verdient besonders der 1. Verteidiger hervorgehoben zu werden. Das Spiel: In der ersten Hälfte hat W. mehr vom Spiel, fann aber die gute Gr. B. Hintermannschaft nicht schlagen. In der 32. Minute geht Gr. B. durch seinen H.-L. in Führung. Nach Seitenwechsel erzielt W. den Ausgleich, bezw. sein verdientes Ehrentor. Doch schon drei Minuten später liegt Gr. B. abermals in Führung. Dann scheint der Widerstand W. gebrochen. Die Einheimischen werden überlegen und stellen durch den H.-R. und den Mittell, das Endresultat 4: 1 her. - 1900 Gießen 3. Garbenteich 1. 5: 2( 2: 0). Zu diesem Spiel traten die Gäste mit nur 9 Spielern an und konnten sich trotzdem recht gut halten. Holzhausen 1. Niedershausen 1. 2: 3( 1: 3) abgebr. Holzh. trat verstärkt an. Niedershausen spielte ohne seinen Tormann. Der Schiedsrichter aus Büblingshausen war nicht überzeugend. Holzh. hat Platz- Wahl. Der Schiedsrichter hält eine kleine Ansprache an die Spieler und dann beginnt das Spiel. Holzh. legt gleich ein mächtiges Tempo por. Auch der Niedersh. Sturm tommt nach vorne und in der 8. Minute bringt Kuhl Niedersh. in Führung. Kurze Zeit darauf erhöht der Rechtsaußen und der Halblinke von Niedersh. auf 3: 0. Holzh. verbessert dann das Resultat auf 3: 1. Die Seiten werden gewechselt; es beginnt beiderseitig ein flotter Kampf, aber der schlüpfrige Boden.. Holzhaus. erhöht auf 3: 2. Aus= geglichenes Spiel bis 8 Minuten vor Schluß. Da gibt der Schiedsrichter einen Elfmeter, läßt ihn aber nicht ausführen und bricht das Spiel ab. Lollar 1. Steinberg 1. 1: 3( 0: 1). Woran wohl niemand dachte, das ist eingetreten. Steinberg schlägt Lollar auf eigenem Plage mit 3: 1 Toren. Zwar hatte Steinberg das Glück, die Einheimischen heute in selten schlechter Verfassung anzutreffen. Alle Plazzleute spielten sehr unter dem von ihnen Gewohnten. Der Sturm war nicht imstande, auch die noch so sicheren Chancen zu verwerten. Steinberg hingegen war sehr flink und schnell und vor allem glüdlich mit seinen Torschüssen. Aus Daubringen. Am Sonntag weilte die 2. Mannschaft in Bieber und fonnte nach fast ständiger Ueberlegenheit mit 5: 0 Sieger bleiben. Das Spiel an sich war sehr hart und unfair. Die Folgen waren, daß 3 Mann von Bieber und 1 Mann von Daubringen das Spielfeld verlassen mußten. Schiri Rabe Gießen war der richtiger Leiter zu diesem Spiel. Aus der Untergruppe Grünberg. Gautlasse 1: Es fand am Sonntag nur ein Spiel statt: Queckborn 1 Ettingshausen 1. 3: 6( 3: 3). In der ersten Halbzeit kämpfte Quedborn mit Eifer, es tam aber nur ein Unentschieden zustande. Nach Seitenwechsel übernahmen die Gäste die Führung, die sie bis Schlußpfiff durchhielten. Gautlasse 2: Wetterfeld weilte in Flensungen und steckte eine 3: 0( 1: 0)-Niederlage ein. Villingen spielte in Homberg 2: 4( 0: 2), so daß die Zahl der Siege der kampferprobten ,, Germania" eine immer größere wird. Harbach wartete vergebens auf Niederohmen. Von anderer Seite wird hierzu gefagt, das Spiel sollte in Niederohmen stattfinden. Auf dem Teutonenplay trajen sich Laubach 3.- Grünberg 2. Nach überlegenem Spiel der Gäste trennte der Unparteiische, Herr Baldauf- NiederOhmen, das Treffen beim Stande von 9: 0( 4: 0) für den FC. 26. Jugend: Hier wurde nur 1 Gesellschaftsspiel bekannt. Die Jüngsten von Ettingshausen waren in Lich und spielten 1: 1( 1: 1). Das Vorspiel in Ettingshausen hatte der VFR. 2: 0 gewonnen. weta. Aus Flensungen. Die 1. Mannschaft trug ihr 5. Verbandsspiel gegen die 1. Mannschaft von Wetterfeld aus, und gewann in einem schönen fairen Spiel 3: 0( 1: 0). Wie sehr der Platzverein überlegen war, zeigt sich in dem Edenverhältnis, welches 23: 5 für Flensungen- Müde lautete. Schiri Spurt- Buzbach leitete einwandfrei. Quedborn 1. Ettingshausen 1. 3: 6( 3: 3) Pünktlich gab der Schiedsrichter Kreiling- V. f. B. Gießen den Ball frei. Ein schönes ausgeglichenes Spiel. Nach der Halbzeit konnte Ettingsh. bei gleichwertigem Spiel noch 3 mal erfolgreich sein. Einwickelpapier! Eine Umstellung des rechten Wegen Umbau- Räumung meines Zeitungslagers habe Sturmflügels trug viel zur Erringung des Ausgleiches und Sieges bei. Herr Barth aus Breidenstein war ein gerechter, ruhiger Leiter. Die 1. Jugend und 1. Seniorenmannschaft weilten in Laasphe. Troh besserem Können konnte die Jugend nur ein mageres 1: 1- Ergebnis herausholen, während die erste Mannschaft auch gegen den Tabellenlegten ein weiteres Spiel verlor. 4: 2( 2: 2) jiegten die Wittgensteiner. Ob verdient? Das ist ein mäßige Frage. Jedenfalls waren die Biedenköpfer ich größere Mengen gutes Zeitungspapier, abzugeben. in ihrer Gesamtleiſtung keine 2 Tore schlechter als ihr Gegner, Druckerei Albin Klein, Gießen. der damit die ersten Punkte holte. Die Freude wird ihnen jeder gönnen. W. Mittwoch, den 15. Oktober 1930. Aus Nah und Fern. Herzschlag am goldenen Hochzeitstag. Grünberg( Oberhessen). Im benachbarten Dorfe GroßEichen beging am Sonntag der Einwohner Konrad Wolf III. mit seiner Frau das Fest der goldenen Hochzeit. Die Aufregungen des hohen Tages müssen aber wohl für die alte Frau zu groß gewesen sein, denn am Abend des Festes erlitt sie einen Herzschlag, der ihren sofortigen Tod herbeiführte. Grünberg. Die schon seit vielen Monaten hier schwebende Fragen der Anstellung eines Berufsbürgermeisters ist nunmehr entschieden worden. Der hessische Minister des Innern hat die von der Gemeindevertretung beschlossene Ortssatzung für die Wahl eines Berufsbürgermeisters genehmigt. Laubach. Das Ausfischen der Teiche hat begonnen. Bei Lich wurde der fürstliche Albacher Teich abgelassen und ausgefischt, bei Niedermoos begann das Ablassen der Riedeselschen Teiche. Eichelsdorf( Kr. Schotten). Die J. Moufangsche Papierfabrik in Oberschmitten, hat die historische ,, Junkermühle", einen aus der Zeit vor dem 30jährigen Kriege stammenden, während der Inflationszeit zur Großmühle ausgebauten und kürzlich in Konkurs gegangenen Mühlenbetrieb, käuflich erworben. Die Mühle wird nicht mehr betrieben, sondern zu Wohnzwecken hergerichtet werden, nachdem ihre technische Einrichtung bereits im letzten Jahre veräußert worden ist. Bad Salzhausen. Die 3. Schwesternfreizeit und Jahresversammlung des hessischen evangelischen Schwesternbundes fand unter der Leitung seiner Vorsitzenden, Gräfin Elisabeth von Schlitz, vom 7. bis 10. Oktober in Bad Salzhausen statt und war aus den drei Provinzen gut besucht. Der hessische evang. Schwesternbund ist eine Zusammenfassung derjenigen Gemeindeund Krankenschwestern, die keinem Mutterhaus oder ähnlichem Verband angehören, um sie seelsorgerlich und beruflich zu beraten und wurde vor Jahren von der oberhessischen Volksmission ins Leben gerufen. Heute gehören diesem Bund über 80 Schwestern in Hessen an. ,, Gießener Zeitung" Albshausen( Kreis Wetzlar). Am Sonntag wurde die hiesige neuerbaute Kirche durch den Generalsuperintendenten der Rheinprovinz, D. Stoltenhoff, feierlich eingeweiht. Frankfurt a. M. Hier wurden nächtlicherweise Masseneinbrüche ausgeführt. In einer Nacht mußte der Polizeibericht 16 Einbrüche verzeichnen, davon die Hälfte in Sachsenhausen. Altenkirchen. Am Montag spät abends wurde in dem Westerwaldorte Busenhausen( Kreis Altenkirchen) ein Raubüberfall verübt. Während die Frau eines Landwirtes sich im Stalle befand, stahl ein Unbekannter aus dem Küchenschrank einen Geldbetrag. Im Schlafzimmer plünderte der Räuber den Kleiderschrank aus. Die Hausfrau ging ahnungslos in das Schlafzimmer. Als sie den Burschen sah, hielt dieser ihr einen Revolver vor das Gesicht. Die Frau flüchtete auf den Hof und schyrie um Hilfe. Als einige Nachbarn den Räuber verfolgten, schoß dieser auf die Verfolger. Er konnte unerkannt entkommen. 100 000 Mart Schaden. Büdingen. Die für den 11. Oktober anberaumt gewesene Mitglieder bezw. Generalversammlung der Oberhessischen Obstwerke zu Büdingen ist auf den 21. Oktober in das Kurhaus Bad Selters verlegt worden. Queck. Die Wildsauplage hat in diesem Jahr außerordentlich zugenommen. Die Schwarzkittel haben auf vielen Aeckern im unteren Fuldatal übel gehaust. Es ist das auch kein Wunder, denn es wurden in den letzten Wochen öfters Rudel von 20 bis 30 Stück gesichtet. Offenbach a. M. Am Sonntag nachmittag entstand in der Altwarenhandlung von Georg Stephan im Offenbacher Hafen ein Großfeuer, das sich über die etwa 50 Meter lange Holzhalle ausbreitete. Die Halle wurde ein Raub der Flammen. Herborn. Am Sonntag war auf dem Gelände der Baumaterialiengroßhandlung Balzer& Nassauer dahier ein Großfeuer ausgebrochen. Das Feuer sand in den leicht brennbaren Lagervorräten, wie Bau- und Möbelholz, ferner an Dachpappen und lagernden Fässern mit Karbolineum reichliche Nahrung. Das Lagergebäude ist vollständig niedergebrannt, auch das angrenzende Bürogebäude ist vollständig ausgebrannt. Von der Geschäftsleitung wird der Schaden auf etwa 100 000 RM. geschätzt und ist derselbe durch Versicherung gedeckt. Darmstadt, 14. Oktober. Heute vormittag wurden auf dem Bahnkörper zwischen Darmstadt und Eberstadt zwei Leichen gefunden, die an den Armen zusammengebunden waren. Es han= delt sich um den 36jährigen Postschaffner Jean Gerbig, der verheiratet und Vater von zwei Kindern ist, und um eine 32jährige Verkäuferin, beide aus Darmstadt. Darmstadt. Kreispfandmeister Brunner wurde zu 2½ Jahren Gefängnis verurteilt, weil er 1600 RM. unterschlagen hat. Kassel. Um zu Verkehrsdisziplin zu erziehen, werden im Regierungsbezirk Verkehrsstreifen auf die Landstraßen geschickt. Zwei Arbeiter erstickt. Corbach. In den Lehmgruben einer Ziegelei wurden zwei Arbeiter von einer niedergehenden Lehmwand verschüttet. Ehe man die Arbeiter bergen konnte, waren sie erstickt. Hersfeld. Am Sonntag fand hier die Wiedereinweihung des Heimatmuseums in den ehemaligen Räumen des Amtsgerichtsstatt. An der Feier nahmen die Spitzen der Behörden und die benachbarten Geschichts- und Museumvereine teil. Mainz. In der Nacht von Montag auf Dienstag ist der Chauffeur Josef Helfrich aus Crumbach i. O., der bei der Firma Bierverlag Konrad Huster in Wörrstadt beschäftigt war, mit seinem Lastauto in der Nähe von Budenheim in den Rhein gefahren und wahrscheinlich ertrunken. no wahrscheinlich ertrusten. b Drohender Bergrutsch in Heidelberg. Nr. 82 stehen im Getreidehalm lange, dünnwandige Zellen, lockere und schwammige Gewebe. Die Erfahrung der Praxis, fußend auf den wissenschaftlichen Untersuchungen von Geheimrat Prof. Dr. Kraus, München, zeigen uns jedes Jahr aufs neue, daß die Getreidebestände Wind und Wetter dann viel besser zu trotzen vermögen, wenn der Kalidüngung im Rahmen der Volldüngung genügende Beachtung geschenkt worden ist. Ganz allgemein kann man sogar sagen, daß die Kaligabe umso höher sein muß, je stärker das Wachstum der Halmfrüchte durch Stickstoff angeregt wird. Mit Kali gedüngtes Getreide zeichnet sich durch höhere Stand- oder Bruchfestigkeit aus. Wissenschaftliche Untersuchungen durch die Landwirtschaftskammer Kassel von mit und ohne Kali gedüngtem Getreide ergeben, daß durch Kalidüngung die Bildung festgefügter, starkwandiger Pflanzenzellen, eine Vermehrung und mechanisch günstigere Anordnung der Stützengewebe( Gefäßbündel) und ein größerer Halmdurchmesser erzeugt wird. Heidelberg. Durch den anhaltenden Regen haben sich am Bergabhang am sogenannten Ingenieurweg größere Fels- und Erdmassen in Bewegung gesetzt, die Stühmauer des genannten Weges durchbrochen und drohen nun auf das bergseitige Gleis herabzustürzen. Dieses Gleis mußte deshalb gesperrt werden. Der gesamte Zugverkehr wurde umgeleitet. Gegenwärtig werden Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt, um weitere Erdbewegungen zu verhindern. Die Gefahrenstelle wiro vurch Bahnpersonal überwacht. Von der Lokomotive erfaßt und getötet. Mainz. Auf dem Heimwege vom Dienste wurden nachts der 51jährige verheiratete Lokomotivführer Gärtner aus Kastel und der 34jährige Heizer Beschel, als sie auf dem Hauptbahnhof die Unterführung der Gleise überschreiten wollten, von einer Lokomotive überfahren und sofort getötet. Die Beamten hatten infolge eines Geräusches das Herannahen des Zuges nicht bemerkt. Augsburg, 14. Oktober. Der Berliner Pilot Menicke verunglückte heute nachmittag bei einem Probeflug mit einem Doppeldecker tödlich. Aus bisher noch unbekannten Gründen sprang der Flieger in der Nähe des Flugplatzes aus 500 Meter Höhe mit dem Fallschirm ab, der sich aber nicht öffnete. Mainz. Am 10. Oftober, 22.39 Uhr, blieb der D- 3ug 282 Holland- Frankfurt im Tunnel zwischen dem Mainzer Hauptbahnhof und dem Mainzer Südbahnhof infolge Versagens der Luftbremsen 55 Minuten liegen. Wir stehen vor der Herbstsaat. Eine gute Ernte zum kommenden Jahre wird sichergestellt durch sorgfältige Bodenbearbeitung zur Erzielung eines geeigneten Saatbeetes, Verwendung einwandfreien Saatgutes und zweckmäßige Düngung. In den Kalisalzen haben wir ein Vorbeugungsmittel gegen Lagerfrucht. Leichten Böden gebe man die niederprozentigen Salze, z. B. Kainit( 3 bis 4 Zentner je ½ Hektar), schweren Böden hochprozentige Ware in Form von 40er Kalidüngesalz( 1 Zentner je ¼ Hektar). Erstere müssen 2 bis 3 Wochen, letztere wenigstens 1 bis 2 Wochen vor der Saat ausgestreut werden. Jm Gegensatz zum Stickstoff, der in niederschlagsreichen Jahren sehr leicht ausgewaschen wird, haben wir diese unangenehme Eigenschaft beim Kali nicht zu befürchten. Auch in diesem Jahre konnte man wieder die Beobachtung machen, daß mit Kali ge= düngte Felder Trockenperioden sehr gut überstehen. Rom. Am Samstag hat der Oberzeremonienmeister des Königlichen Hofes und Präfekt der italienischen Königspaläste, Herzog Borea d'Olmo, seinen 100. Geburtstag begangen. Der Herzog versieht noch heute in völliger geistiger und körperlicher Frische sein verantwortungsvolles Amt. Wezlar. Der Geschäftsführer des hiesigen Zentralkaufhauses, Anton Friedland, fiel in einem Café so unglücklich von der Treppe, daß er einen Schädelbruch erlitt, der seinen sofortigen Tod herbeiführte. So blitzsauber und spiegelblank 4 waren meine Möbel noch nie. Loba- Politurwirkt wahre Wunder. Sie reinigt gründlich und pofiert zugleich. Die Anwendung ist einfach. Das beigegebene Auftragtuch wird mit Politur getränkt und in ein Baumwolltuch eingeschlagen. Damit werden die Gegenstände abgerieben. Etwas auftrocknen lassen u. hierauf mit weichem Lappen nachpolieren. Sie macht 1. blitzsauber, Sie m2. blitzblank. Preis mit Auftragtuch RM. 1.VEREINIGTE WACHSWARENFABRIKEN A- G Loba Möbel Politur BarM200 Leder glänzt wundervoll, gibt Schutz underholt Ihre Gegenstanda DITZINGEN BEI STUTTGART Zimmer Explosion bei einer Filmaufnahme. Newyork, 12. Oktober. In Flagstaff( Arizona) ereignete sich bei Außenaufnahmen für einen neuen Film in dem abgelege= nen Dinosaurier- Canon eine folgenschwere Explosion. Infolge falscher Berechnung kam eine Mischung von Schwarzpulver und Dynamit vorzeitig zur Entzündung. Dabei wurden 15 Personen, darunter der Aufnahmeleiter, schwer, 25 leicht verletzt. Ursache und Verhütung von Lagergetreide. Von Landwirtschaftslehrer Dr. P. Lieb. Eri Bezugsprei Medallionsschluß endung nicht ve Rachprüfung der Höhe der Elternversorgung, der Witwen- und Waisenbeihilfe, sowie der Erziehungsbeihilfe. 1. Die Versorgungsakten der Empfänger von Elternversorgung, Witwen- und Waisenbeihilfe sind allgemein nachzuprüfen. Ermittlungen sind ohne Rücksicht auf das Lebensalter vorzunehmen, wenn sie voraussichtlich zu einer Aenderung der Versorgungsbezüge führen werden. Ob die Enkel Unterhalt gewähren können, ist nicht mehr zu prüfen. Werden aber von Enkeln regelmäßig Zuwendungen tatsächlich gewährt, so sind sie wie bisher als Einkommen im Sinne des§ 45 RVG. anzusehen. Die Bezüge aus der sozialen Versicherung sind in voller Höhe zu berücksichtigen. Soweit die Versorgungsbezüge wegen der am 1. Juli 1928 und 1. Oktober 1929 eingetretenen Erhöhung der Leistungen aus der Invaliden- und Angestelltenversicherung zu mindern oder zu entziehen sind, sind die deshalb zu Unrecht gezahlten Beträge ohne weitere Prüfung in Ausgabe zu be lassen. Die diesjährige Getreideernte brachte dem Landwirt wenig Freude. Die Ungunst der Witterung verzögerte das Einbringen des Getreides erheblich; die Qualität der Körner und des Strohes wurde durch die lang anhaltende Regenperiode stark beeinträchtigt. mit Heizung, nicht zu flein, in ruhig. Hause von stnd.med. aesucht. Ang. u G. 3. 2712 an 23jähr. Mädchen aus gutem Hause sucht für sofort oder später Stellung in besserem Haushalt, wo sie auch Gelegenheit hat, sich im Rochen auszubilden. Geft. Angebote erbeten unter C. M. 15 an die Geschäftsdieses Blattes. dieses Blatt. 2. Bei der Elternversorgung sind die in den§§ 45 Abs. 2, 46 Abs. 3 RVG. vorgeschriebenen Einkommensgrenzen aus: schließlich maßgebend; auch geringfügige Veränderungen des Einkommens sind zu berücksichtigen. Entgegenstehende Erlasse werden aufgehoben. Sehr erschwert und verteuert wurde das Mähen von Lagergetreide. Die Gründe dieser Erscheinung, welche im laufenden Erntejahr ganz besonders start auftrat, können verschiedener Art sein und zwar: plötzlich sehr stark einsehender oder lange anhaltender Regen; unzweckmäßige, besonders einseitige Stickstoff- Ernährung und schließlich Mangel an Licht durch zu dichte und enge Saat. Gegen die Unbilden der Witterung sind wir machtlos. ,, Dünn säen, stark düngen" ist eine alte und bekannte Bauernregel.„ Wenn" wir aber düngen, müssen wir ,, richtig" düngen. Der Stalldung soll dabei die Basis bilden, aber Höchsterträge können wir nur durch entsprechende Kunstdüngergaben erreichen. Durch einseitige Stidstoffgaben ent= Hühneraugen Warzen, Hornb llen werden auch in den hartnäckigsten Fällen totsicher unter Garantie in 5-6 Tagen estlos beseitigt durch Hühneraugen- Rapid Erhältlich nur: Löwen Drogerie W. Kilbinger Nachf Seltersweg 79 a. Wer will aufs Schill? Schreiben Sie an A. Köhler Hamburg 13( F. 82) Das Gleiche gilt entsprechend für die Witwen- und Waisen beihilfe. 43. Jahr Boli Die Versorgungsbezüge sind auch neu festzustellen, wenn sich der zu zahlende Betrag um weniger als eine Reichsmart ändert. Der Reichste Merigen Präsiden Denten. Der Auswä bgeordneten Dr Der Auswär Beinberufen worde Der Handels handelsabkomme 3. Die örtlichen Sonderzuschläge sind bei Empfängern von Eltern, Witwen- und Waisenbeihilfen spätestens vom 1. No: vember 1930 ab nach den neuesten Sätzen zu berücksichtigen ( RVB1. 30 S. 37 Nr. 42). Die Tafeln 3 und 4 über die Elternversorgung( RVBI. 29 S. 66) sind neu aufgestellt. 4. Bei Neubewilligung oder Weitergewährung von Erziehungsbeihilfen sind die Hinterbliebenenbezüge aus anderen Quellen in voller Höhe zu berücksichtigen. Neue Bücher. Die Landvo Ihag gegen den Die Preffe 1tion teilt mit:( Ibehagen das G Diamanten- Ball in Antwerpen. Die flämische Nationalausstellung fand ihre Krönung in einem gesellschaftlichen Ereignis, wie es die Welt bisher noch nicht gesehen hat. Der Diamantklub hatte zum Fest geladen. Die schönsten Juwelen der Welt wurden durch Mannequins vorgeführt. Wohl nirgends in der Welt ist jemals soviel Geschmeide gezeigt worden und sind jemals soviel Revolver auf einem Balle schußbereit gewesen. Das neue Heft 42 der Woche" bringt einen Bildbericht über diesen interessanten Ball. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN liefert immer schnell, gut und preiswert für Familien, Vereine und Behörden wie STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN GIESSEN fraffion feien a 1am 13. Oftober ift fein einziges licher Führung Der Führe hat einen sch zurückzuführen Kampi un da deffen gezwung Er hat ich a fmiedet. 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