r. 3. erweb onaten it dem diefe ungen n, aus en find. irfniffe ß ein be bei tband Came Saft Raffe. fein, bolfen Kaugbild en ,, die uskunft ge ge rwehranden. den it für alten. legen. en zur merade Vor die Ta keinen berarzt Kolffuk werden bichtige gege danach Rranten m Stoll Silf dir stümliche wichtige tollfuß, für alle neuer n einer cht, sich s? Es ießen. N A für den Biger und elegenheit, en Bewerber slauf mit erenzen an attes unter Gießener Zeifung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Bolitische Rundschau. Das Reichskabinett hat beschlossen, durch eine Verordnung mit Wirkung vom 20. Januar den Roggenzoll auf 9 Mark und den Weizenzoll auf 9,50 Mt. zu erhöhen. Damit ist der gesetzlich vorgesehene Höchstsat erreicht. Der sächsische Arbeitsminister, der Sozialdemokrat Elsner, ist vor der Abstimmung über ein gegen ihn gerichtetes Mißtrauensvotum, das mit großer Mehrheit angenommen wäre, zurückgetreten. Laut Berliner Meldungen wird versucht, das gegen Oberbürgermeister Böß eingeleitete Disziplinarverfahren zu umgehen und niederzuschlagen.(!) Die neue thüringische Regierung besteht aus dem Nationalsozialisten Dr. Frick( M. d. R.), dem Landbündler Erwin Baum und dem Wirtschaftsparteiler Dr. Kästner, dazu treten als Staatsräte je ein Nationalsozialist, Wirtschaftsparteiler, Landbundmitglied, Deutschnationaler und Volksparteiler. Der frühere König Aman Ullah von Afghanistan hatte in Deutschland Waren für mehrere Millionen Mark gekauft. Die Reichskreditgesellschaft gewährte ihm einen Kredit in der Höhe dieser Beträge. Wie wir erfahren, hat jetzt die neue afghanische Regierung mitgeteilt, daß sie die Waren übernehmen und den Kredit refundieren werde. Die Finanzkommission des amerikanischen Repräsentantenhauses hat sich für die Gewährung eines neuen Kredits von 34 Millionen Dollar zur Verschärfung der Prohibition ausge= sprochen. Meldungen aus Montevideo zufolge ist in der uruguayischen Provinz Rivera an der brasilianischen Grenze eine revolutionäre Bewegung ausgebrochen. Die Regierung ordnete die Mobilisierung mehrerer Truppenabteilungen an. Durch verbrecherischen Anschlag ist das ganze Stromgebiet der Weichsel mit 16 000 Liter giftiger Säure verseucht. Dr. Schacht im Hang. Haag. Der erwartete und gefürchtete Vorstoß des Reichsbantpräsidenten Dr. Schacht auf der Haager Konferenz ist Montag erfolgt. Dr. Schacht hat dem Führer der amerikanischen Gruppe ein Schreiben übermittelt, in dem er erklärt, daß er eine Erklärung über die endgültige Stellungnahme in bezug auf die Beteiligung der Reichsbank an der Internationalen Zahlungsbant nicht abgeben könne. Das Organisationskomitee für die J. 3. B. hat daraufhin seine Sigung abgebrochen. Das Vorgehen Dr. Schachts hat wie eine Bombe eingeschlagen. Die sofort darauf zusammengetretenen Delegierten der sechs Mächte beschlossen, trotzdem die Verhandlungen fortzusetzen. Haag. Von der deutschen Delegation wird mitgeteilt, die deutsche Delegation wird in der Mittwoch- Sitzung der Konferenz die erforderlichen Schritte tun, um die Beteiligung der Reichsbank an der Bank für den Internationalen ZahlungsAusgleich und die Mitwirkung der Reichsbank an den Aufgaben dieser Bank gesetzlich zu gewährleisten. Wie wir weiter hören, hat der Reichsbankpräsident in einer Besprechung mit dem Reichsfinanzminister Moldenhauer erklärt, sich selbstverständlich für diesen Fall den daraus sich ergebenden Verpflichtungen nicht zu entziehen. Damit ist die Mitwirkung der Reichsbank gesichert. Basel endgültig Sitz der 3.3.B. Haag. Eine prinzipielle Entscheidung über die J.3.B., die von höchster Bedeutung ist, ist Dienstag nachmittag in den Beratungen der Juristen des Bankkomitees gefallen: Basel ist offiziell als Sitz der Internationalen Zahlungsbank bestätigt und angenommen. Streichung der Danziger Reparationszahlungen. Die Frage der Danziger Reparationszahlungen ist für die Haager Konferenz de facto erledigt. Die Gläubiger haben sich bereit erklärt, die Reparationsschuld der Freien Stadt Danzig, soweit sie nicht von Danzig bereits gezahlt ist, und die Schulden des Hafenausschusses zu streichen. Diese Streichung wird bei der Annahme des Youngplanes amtlich in einer Erklärung der Gläubigermächte ausgesprochen werden. Schlußunterzeichnung voraussichtlich Freitag. Saag. Man rechnet jetzt allgemein mit der Endunterzeichnung des Schlußprotokolls der zweiten Haager Konferenz am Freitag. Die Konferenz geht dann entweder noch am Freitag oder erst am Samstagmorgen auseinander. Die deutsche Delegation wird sofort nach Berlin zurückkehren und schon Anfang der nächsten Woche dem Kabinett Bericht erstatten, und im Laufe der Woche das Verhandlungsergebnis vor den Reichsrat und die Ministerpräsidenten der Länder bringen. Die Debatte im Reichstag wird am 2. oder 3. Februar beginnen. Erst nach Veröffentlichung des genauen Wortlautes dieses Schlußprotokolls wird man in der Lage sein, festzustellen, ob und inwieweit Abweichungen vom Youngplan vorkommen. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 15. Januar 1930 Bleibt der Reichsbankpräsident unabhängig? Berlin. In Berliner wirtschaftlichen Kreisen hat die Absicht der Reichsregierung, das ausgearbeitete neue Statut der Reichsbank dahin abzuändern, daß die Unabhängigkeit des Reichsbankpräsidenten abgeschafft werden soll, allergrößtes Aufsehen erregt. Alle maßgeblichen wirtschaftlichen Kreise sind sich darüber einig, daß die Unabhängigkeit des Reichsbankpräsidenten den einzigen Schutz gegen die Wiederkehr der Inflation, bezw. eine inflationistische Finanz- und Geldpolitik der Reichsregierung, darstellt. Eine Schwächung oder gar Abschaffung der Unabhängigkeit der Reichsbank und ihres Präsidenten würde daher nach Ansicht der Wirtschaftskreise nicht anderes als den Beginn einer neuen Inflation bedeuten. Man hält es daher für ausgeschlossen, daß die Reichsregierung eine derartige Maß= nahme ernsthaft ins Auge fassen kann. Protest der Linken gegen die Haager Geheimdiplomatie. Man stutt schlägt die Blätter zurück nach der dritten Beilagenseite zum Titelblatt, aber man hat sich nicht geirrt es ist die ,, Berliner Montagspost", in der man plötzlich liest: ,, Ohne ,, Enthüllungen" geht es nicht. Erst müssen ausländische Blätter und von dort auch die deutschen Blätter herausbringen, was man auf internationalen Konferenzen über Deutschland beschlossen hat, bis die deutsche Regierung sich selbst dazu aufrafft, der Oeffentlichkeit die notwendigen Mitteilungen zu machen. So ist es auch jetzt wieder beim Reichsbankgesetz gegangen. Dabei gibt es hier gar keine Geheimnisse zu verbergen, und wenn man so lange mit der Veröffentlichung zögert, so kann man darin nur den Versuch sehen, eine öffentliche Diskussion über diese höchst wichtige Neuregelung zu hintertreiben und das deutsche Publikum vor vollendete Tatsachen zu stellen". Der noch weiter links stehende„ Montag Morgen" wird sogar noch schärfer, er schreibt u. a.: ,, Erst am Sonnabendabend hat die deutsche Delegation im Haag der Oeffentlichkeit den Inhalt des künftigen Reichsbantinstituts mitgeteilt und gleichzeitig bekanntgegeben, daß sie bereit sei, das Statut in der vorliegenden, vom Organisationskomitee vorgeschlagenen Form als Bestandteil des Haager Abkommens zu akzeptieren. In letzter Stunde muß gegen diese Absicht schärfste Verwahrung eingelegt werden. Das Reichsbankstatut entspricht den schlimmsten Befürchtungen, die dem Werk, an dem Herr Schacht maßgebenden Anteil hat, entgegengebracht wurden. Es rechtfertigt allerdings auch die Geheimdiplomatie, die mit diesem Statut getrieben wurde: eine eingehende öffentliche Diskussion dieser Bestimmungen hätte der Reichsregierung die Annahme zweifellos unmöglich gemacht". Der Links- Protest gegen die Geheimdiplomatie der deutschen Regierungsunterhändler ist also, wie man sieht, ebenso einmütig wie überraschend. Er richtet sich gegen das Reichsbankstatut. Im übrigen ist man nach wie vor durchaus zufrie= den mit der Geheimpolitik der Regierung, durch die Milliarden und aber Milliarden und immer neue Rechtsansprüche preisgegeben und werden, ohne daß das deutsche Volk rechtzeitig hierüber unterrichtet wird. Unterstützung der Industrie durch die amerikanischen Gewerkschaften. In der Westeuropäischen Wirtschaftsforrespondenz" befin= det sich folgender Newyorker Bericht über die Lage der ameritanischen Induſtrie: ,, Besonderer Wert wird von dem Präsidenten Hoover offenbar darauf gelegt, zu verhüten, daß durch den etwaigen Rückgang der Kunjunktur eine Aera sozialer Konflikte beginnen könnte. Ein offizielles Communique des Weißen Hauses besagt, daß die großen Arbeitgeberverbände dem Präsidenten durchweg die Zusicherung machten, daß keine Lohnverringerungen erfolgen sollen. Andererseits haben die Führer der Gewerkschaften sich verpflichtet, alle neuen Lohnansprüche, die über den bisherigen Rahmen hinausgehen, im Reime zu ersticken. Der Schluß des diesbezüglichen amtlichen Communiques lautet:„ Der Präsident iſt durch die Beauftragten der Gewerkschaften ermächtigt wor den, bekanntzugeben, daß nach ihren persönlichen Ansichten und nach ihrer strengen, für die Gesamtheit der Arbeiterschaft geltenden Anempfehlung keine Lohnverhandlungen, abgesehen von den schon laufenden, für eine Steigerung der Löhne begonnen werden dürfen, ferner, daß die Arbeiter: schaft in ihrer Gesamtheit der Industrie in jeder Weise ihre Unterstügung zusichert, um die wirtschaftlichen Probleme der Gegenwart und nächsten Zukunft bewältigen zu helfen". ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Aus Hessen. Nummer 4 Beamtenabbau in Hessen. Der geschäftsführende Ausschuß des Hessischen Beamtenbundes hatte vor einigen Tagen wegen des bevorstehenden Beamtenabbaues eine Audienz bei dem hessischen Staatspräsidenten Dr. Adelung. Der Staatspräsident gab das Bedauern der Regierung zum Ausdruck, daß Abbaumaßnahmen bei allen Beamtenkategorien in Hessen finanzpolitisch notwendig seien und daher von allen getragen werden müßten. Die anwesenden Beamtenvertreter wurden gebeten, der Regierung zu sagen, wo und wie gespart werden könne. Die Regierung wolle etwa an sie herantretende Vorschläge der Beamtenorganisationen prüfen, soweit als möglich berücksichtigen und in ihrem Sparprogramm verwerten. Ueber das Programm der Sparmaßnahmen werde die Regierung nicht vor Ende Januar Mitteilung machen. Neuwahl des Kreisausschusses für Darmstadt. Darmstadt. Der neugewählte Kreistag des Kreises Darmstadt nahm die Neuwahl des Kreisausschusses vor. Gewählt wurden drei Sozialdemokraten, der Landbundvertreter Grüne wald- Roßdorf und die Volksparteiler Bürgermeister Ritzert und Exz. v. Römheld. * Zusammenstöße mit Erwerbslosen in Worms. Eine verbotene Erwerbslosendemonstration fand Montag nachmittag in Worms statt. Bei der Räumung des Marktplatzes durch die Polizei forderte der kommunistische Redner, der preußische Abgeordnete Müller, mit dem Rufe:„ Nieder mit der Polizei" zum Widerstand auf. Es wurden zahlreiche De= monstranten zwangsgestellt, gegen die ein Verfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet wird. Die polizeiliche Tätigkeit dauerte bis zum Abend an, da erneute Ansammlungen auf dem Marktplatz immer wieder zerstreut werden mußten. Dabei machte die Polizei, die mit Steinen beworfen wurde, nicht nur vom Gummiknüppel und der blanken Waffe, sondern auch von der Pistole Gebrauch. Ein Demonstrant erhielt einen Oberschenkelbruch, fünf Polizeibeamte wurden nicht unerheblich verletzt. Von 37 Verhafteten wurden 25 nach Feststellung der Personalien wieder entlassen. In Haft behalten wurde auch der preußische Landtagsabgeordnete Müller. Deutscher Verräter verhaftet! - Im Zusammenhang mit den vorjährigen Verhaftungen von Beamten der Reichsvermögensämter in Mainz und Koblenz wegen Spionageverdachts sie wurden nach längerer Untersuchungshaft bekanntlich entlassen und im unbesetzten Deutsch land beschäftigt, ist vor einiger Zeit der Hauswart Franz Schilling aus Mainz unter dem dringenden Verdacht, die Beamten an die Franzosen denunziert zu haben, in Haft genommen. * Kommunistische Rüpeleien. - Berlin. Jm Norden Berlins wurden Montag abend etwa acht Reichsbannerleute von dreißig Kommunisten überfallen, mit Stahlruten geschlagen und mit Steinen beworfen. Vier Täter wurden festgenommen. Gegen Mitternacht wurden in derselben Gegend zwei weibliche Mitglieder der N.S.D.A.P. von etwa zehn Angehörigen der K.P.D. verfolgt und angegrif= fen. Als die beiden Frauen in das von ihnen bewohnte Haus flüchteten und die Haustüre verschlossen, wurde von den Angreifern eine Scheibe der Haustüre eingeschlagen. Auch in die sem Falle konnten vier der Täter festgenommen werden. Weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit am Jahresende. Nach den endgültigen Berichten der Landesarbeitsämtern ist die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung in der zweiten Dezember- Hälfte um 340 000 Personen, das ist um rund 24 v. H. angestiegen. Sie betrug am Schluß des Jahres 1929 etwa über 1% Millionen und lag damit um ungefähr 70 000 über der entsprechenden Zahl des VorJahres. * Für den Schutz der älteren Angestellten. Im Zusammenhang mit dieser Frage hat der D. H. V. dem Reichsarbeitsminister folgende Maßnahmen als dringend erforderlich bezeichnet: 1. Gesetzliche Vorschriften zur Einschränkung der Zahl der Doppelverdiener, wobei u. a. daran gedacht ist, daß erwerbstätigen Ruhestandsbeamten und Wartegeldempfängern ein angemessener Teil ihres Nebeneinkommens auf die Pension bezw. das Wartegeld angerechnet wird. 2. Verlängerung der Kündigungsfrist zugunsten der Angestellten, die nach mehr als zwölf Jahren Tätigkeit in einem Betrieb entlassen werden. 3. Abgangsentschädigungen an gekündigte Angestellte, gestaffelt nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit. gen. 4. Verstärkter Schutz der Angestellten bei Betriebsstillegun Mi Mittwoch, den 15. Januar 1930. Die Arbeitszeitfrage in Genf. Genf, den 11. Januar 1930. Zu den der zur Zeit tagenden vorbereitenden Kehlenkonferenz unterbreisten Fragen über die internationale Angleichung der Arbeitsbedingung, insbe= sondere der Arbeitszeit, machte der deutsche Unternehmervertreter Dr. Jüngst- Essen, bemerkenswerte Ausführungen. Er wies u. a. darauf hin, daß die Weltkohlenkrise seit 1925 erheblich gemildert sei; mit Ausnahme von England habe die Förderung das Ausmaß von 1913 überschritten und die Absatzverhältnisse hätten eine Besserung erfahren. Auch für die Arbeiterschaft hätten sich die Verhältnisse wesentlich gebessert. Die Arbeitszeit sei gekürzt und auch die Arbeitslosigkeit habe im Kohlenbergbau nachgelassen. Dem Versuch, eine wirtschaftliche Erfrankungserscheinung mit sozialpolitischen Mitteln durch Verminderung der Arbeitszeit und Vereinheitlichung der Löhne heilen zu wollen, könne er nicht beipflichten. Es sei vielmehr notwendig, die Kohlenkrise durch eine internationale Kohlenverständigung zu heilen. In Bezug auf die besondere Lage Deutschlands erklärte Jüngst etwa folgendes: ,, Wir sind völlig im Unge= wissen, wie sich der Youngplan auf unsere Wirtschaft auswirken wird; deshalb können wir uns nicht die Hände binden und auf die Anwendung eines der Mittel, die uns gegebenenfalls die Erfüllung der uns auferlegten Verpflichtungen ermöglicht, nämlich die Mehrarbeit, verzichten. Aus diesem Gesichtspunkt heraus hat das deutsche Unternehmertum dem Washingtoner Abkommen nicht zugestimmt. Eine Verkürzung der Arbeitszeit würde einen Leistungsrückgang und Erhöhung der Kohlenpreise und damit Verteuerung, insbesondere in der internationalen Produktion, herbeiführen. Eine Folge hiervon wäre die Steigerung des amerikanischen Wettbewerbs und damit wieder Verminderung des europäischen Absages und neue Kohlenkrise. Jedenfalls wisse man nichts über die Auswirkung der geplanten Maßnahmen, so daß sie einen Sprung ins Dunkle bedeuten würden. Trotz ihrer Bedenken seien aber die Unternehmer bereit, für die Fertigstellung des vorliegenden Gesetzeswerkes ihre sachverständige Unterstützung zur Verfügung zu stellen." Wie bereits gemeldet, hat inzwischen die vorbreitende Kohlenkonferenz eine internationale Regelung der Lohnfrage sowie der Gewährung von Urlaub und Deputatkohle von der weiteren Behandlung ausgeschlossen. Neue Wohnungskredite für Schwerkriegsbeschädigte. Der Reichsarbeitsminister hat aus Rücklagen des Reichswohnungsfürsorgefonds zur Förderung des Wohnungsbaues für Schwerkriegsbeschädigte noch einen Betrag von 350 000 Rmf. über die bereits verteilten Beträge hinaus zur Verfügung ge= stellt. Diese Mittel dürfen nur Schwerkriegsbeschädigten zugute kommen, die einen Bewilligungsbescheid oder einen bindenden Zwischenbescheid über eine Kapitalabfindung erhalten und mit dem Bau begonnen haben, wegen Mangel an Mitteln die Abfindungssumme aber nicht erhalten können. Die neuen Reichsmittel sollen vorzugsweise in schwierigen Gebieten, besonders in Grenzgebieten und in Fällen verwendet werden, in denen der Kriegsbeschädigte durch das Ausbleiben der Kapitalabfindung in eine Notlage geraten würde. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die neuen Beträge Zwischenkredite darstellen. Die Rückforderung der Darlehen bei Auszahlung der Kapitalabfindung ist ausdrücklich vorbehalten. Kleinrentnerfragen. Die Vorarbeiten des Reichsarbeitsministeriums zur Verbesserung der Kleinrentnerfürsorge sind fertiggestellt. Die ent= sprechenden Gesetzesvorlagen sollen nunmehr dem Reichskabinett zugehen. Sie betreffen Personenkreis, Leistungen und Verfahren. Jm einzelnen werden folgende Verbesserungen vorgeschlagen: Männer mit vollendetem 60. und Frauen mit vollendetem 55. Lebensjahre sollen fünftig im allgemeinen als erwerbsunfähig gelten. Den Kleinrentnern sollen Eltern, die wegen der Aufwendungen für die Vorbildung oder Ausstattung ihrer KinKirchliches. Kirchliche Auslandsarbeit. In Ilsenburg im Harz wurde vor kurzem das kirchliche Auslandsseminar, das seit 1911 besteht, eröffnet, nachdem es in den letzten Jahren in Stettin- Grünhof untergebracht war. Das Seminar bildet in dreijährigem Lehrgang evangelische Theologen für den kirchlichen Dienst im Auslandsdeutschtum und zwar vorzugsweise in Südamerika aus. * Die russische Christenverfolgung. Nach den offenen Feindseligkeiten gegen das Weihnachtsfest kommen immer neue Nachrichten aus Rußland, die von weiteren Verfolgungen und Verhaftungen, der Wegnahme von Kirchen, Glocken und Klöstern und Verboten religiösen Lebens berichten. So wurde gerade am Heiligabend die evangelische Kirche in Margstadt, dem früheren Katharinenstadt der wolgadeutschen Republik in einen„ Kulturpalast", d. h. in ein Volks= haus mit Bühne umgewandelt, nachdem Glocken und Kreuz entfernt worden waren. Die Orgel blieb dagegen erhalten und mußte bei der Feierlichkeit auch ihren Dienst verrichten. Die Postbeamten in Charlow haben sich geweigert, den Geistlichen und anderen Kulturdienern, die ja in Sowjetrußland rechtlos sind, weiterhin Postsendungen irgendwelcher Art zu übermitteln, und ihnen u. a. auch die Fernsprechanschlüsse abgenommen. Allerdings sind auch hier und da derartige antireligiöse Machenschaften auf erheblichen Widerspruch gestoßen. Als z. B. im Donezgebiet eine Kirche beschlagnahmt werden sollte, erschienen die Arbeiter aus dem nahen Hüttenwerk und es entspann sich ein Kampf, in dem es 15 Tote und 14 Schwerverwundete gab. Die Einwohner eines Dorfes, und zwar Männer und Frauen, rückten mit Eisenstangen, Sensen und Gabeln an, als das Kreuz von ihrer Kirche heruntergeholt wurde, so daß schließlich die zuständige Behörde den Befehl zum Wiederanbringen des Kreuzes gab. Die Protestversammlungen in England haben in Rußland baum Erfolg gehabt, da sie eben doch nur als private Kundgebung verliefen und englische Politikerkreise vorläufig eine Einmischung ablehnten. Die russische Zeitung„ Jswestija" be= Gießener Zeitung der die Mittel für eine Altersversorgung nicht aufbringen konnten, gleichgeachtet werden, ebenso Personen, die in häuslicher Gemeinschaft mit einem Kleinrentner unentgeltlich eine Tätigfeit von erheblicher Dauer ausgeübt haben, für die sonst ein Entgelt üblich ist. Zur besseren Anpassung der Leistungen an das wirtschaftliche Bedürfnis soll in Zukunft der Einfluß der obersten Verwaltungsbehörde bei der Festsetzung von Richtsätzen verstärkt werden. Vorgesehen ist ferner eine Vertretung der Kleinrentner in den Ausschüssen, die über etwaige Ansprüche zu entscheiden haben, mit vollem Stimmrecht. Schließlich sollen die Erstattung von Fürsorgeleistungen und die Sicherstellung von Erstattungsansprüchen nunmehr beseitigt werden, da hierdurch in der Praxis unbillige Härten vorgekommen sind. Lokales. Gießens Verkehrsveranstaltungen im Jahre 1930. Auch im Jahre 1930 finden in Gießen eine Reihe größerer Verkehrsveranstaltungen statt. Im Mittelpunkt dürfte die mehrtägige Jubiläumsfeier des 800jährigen Bestehens des ehemaligen Klosters und jetziger Domäne Schiffenberg bei Gießen stehen. Der ehemalige Sitz der Deutschordens- Ritter zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Ausflugsstätten Oberhessens und des Lahntales. Vom 30. Februar bis 6. April wird die große Gießener Frühjahrsschaumesse abgehalten, und vom 20. bis 22. Mai tagt der Rhein- Main- Gastwirteverband. Für Mitte Juli sind die Ruderregatten auf der Lahn vorgesehen. Am 21. Juli beginnt der diesjährige Ferienkurs der Landesuniversität Im August finden anläßlich des 30jährigen Bestehens der Spielvereinigung 1900 leichtathletische Wettkämpfe großen Stiles statt. Der VfB. plant um dieselbe Zeit nationale Jugendwett== kämpfe. Vom 31. August bis 7. September hält der Landeskriegerverband ein Kleinkaliber- Preisschießen ab, in der Volks= halle wird im September eine Gartenbau- Ausstellung eröffnet und im November von der Landesgeflügelschau des Hessischen Landesverbandes der Geflügelzüchtervereine abgelöst. * Die Rentenbankscheine zu 1000, 500 und 100 Rentenmark mit Ausstellungsdadum vom 1. November 1923( ohne Kopfbilder), sowie die Rentenbankscheine zu 50 Rentenmark( mit Kopfbildnis eines Landmannes), zu 10 Rentenmark( mit Kopf bildnis einer Landfrau) und zu Rentenmark( mit Kopfbildnis eines Landmädchens) sind nicht aufgerufen, also nach wie vor gesetzlich zugelassene Zahlungsmittel. * Postkarten. Es ist darauf zu achten, daß Postkarten nicht in zu großem Format hergestellt werden, weil sie sonst von der Post als Briefe behandelt und mit Ergänzungsgebühr belegt werden. Nach der Postordnung dürfen Postkarten das Ausmaß von 14,8X10,5 cm nicht überschreiten. * Das Kreisamt Gießen weist erneut darauf hin, daß die Amtstage des Kreisamts nur Dienstags vormittags und Freitags vormittags jeder Woche sind. Während der übrigen Zeit sind die Dienstzimmer des Kreisamts für das Publikum ge= schlossen. * Betriebsunfall auf dem Gießener Bahnhof. Am Sonntag nachmittag geriet der 39 Jahre alte Rangierer Baumann aus Allendorf( Lahn) beim Umstellen eines D- Zugwagens vom Berliner an den Trierer Abend- D- Zug zwischen die Puffer der Wagen und erlitt so schwere Brustquetschungen, daß sein Tod nach wenigen Minuten eintrat. Der Bedauernswerte hinterläßt Frau und drei Kinder. * Akademische Kurse für Kaufleute usw. Die Industrieund Handelskammer Gießen und die Gießener Hochschulgesellschaft laden zu vom 16. Januar bis 20. März dauernden Kursen für Kaufleute und Gewerbetreibende ein. Der Besuch ist sehr billig und jedermann gestattet. * Aus dem Stadttheater. Heute, Mittwoch, wird„ Der Geisterzug" zum ersten Male wiederholt. Freitag:„ KyritzPyrit", Posse mit Gesang. Sonntag: Mittags und abends Senta Maria, die bekannte Tänzerin, in ihren Tänzen und Pan| richiet darüber mit folgender Illustration: Der liebe Gott liest beim Pfeifchenrauchen gemütlich die englische Zeitung„ Morningpost" und findet darin auch den Aufruf gegen die Bolschewisten. Er knüpft daran die Betrachtung: Gott regiert nicht mehr in Kraft und in der„ ,, Wahrheit"( Prawda), sondern nur noch in der ,, Morningpost" Nicht nur Worte und Gefühle, sondern auch Taten wollen unsere deutschen Brüder in Rußland von uns sehen, die mit unserer Hilfe rechnen. Das Konto ,, Rußlandhilfe" bei der Inneren Mission erwartet noch viele große und kleine Zahlungen, mit denen man das grausige Leid ein wenig lindern kann. Auslandsdeutschtum Siebenbürgen. Die Bedeutung des Auslandsdeutschtums für das deutsche Reich und seine Belange wird immer mehr erkannt und ge= würdigt. Diese, zum Teil schon seit Jahrhunderten vom Mutterlande losgelösten Splitter sind die natürlichen Mittler zwischen der alten Heimat, dem deutschen Reich, und dem Ausland. Sie sind die Träger deutschen Geisteslebens, die Vorposten des deutschen Handels, die werktätigen Künder deutscher Tüchtigkeit in Gewerbe und Industrie. Die Beziehungen zwischen der Heimat und den auslandsdeutschen Siedlungen erfahren naturgemäß hierdurch einen bedeutenden Ausbau, eine weitgreifende Vertiefung. Ueber diese Frage, die heute in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses, ja der Weltpolitik gerückt ist, über das Problem des Auslandsdeutschtums, mit besonderer Berücksichti= gung der Siebenbürgen- Sachsen wird heute am Mittwoch, abends, der Leiter des deutschen Kulturamtes in Rumänien, Herr Proj. Dr. Richard Csati- Hermannstadt im Rahmen des vom Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht veranstalteten Lehrganges in der Aula der Universität sprechen. In diesem Zusammenhang möchten wir nicht vergessen, auf die vom deutschen Kulturamt in Hermannstadt veranstaltete Osterfahrt nach Siebenbürgen hinzuweisen. Weniger ,, Amtsdeutsch"? Der deutsche Sprachverein hat es in steigendem Maße verstanden, sich bei seinem Bestreben nach einer guten Gesetzes= sprache das Vertrauen derjenigen Körperschaften und Behörden Nr. 4. tominen. Nachmittags„ Désiré", Komödie in 3 Akten von S. Guitry. Unter der Leitung des Intendanten ist das Drama ,, Die andere Seite" als Neuaufführung in Vorbereitung. * Auslandsdeutscher Abend. Wir verweisen nochmals auf den heute abend in der Aula der Universität bei freiem Eintritt stattfindenden Auslandsdeutschen Abend. * Die Gießener Theater- Vereinigung ladet für kommenden Sonntag zu ihrem Winterfest mit Tanz ein. Zur Aufführung gelangt ein dreiaftiger Schwant, betitelt ,, Die Frau des Andern". * Vortragsabend. Der Ortsgewerbeverein und der Kaufmännische Verein veranstalten morgen abend einen heiteren Abend. Vortragender ist A. Starke, ein Humorist und Vortragskünstler, dem ein guter Ruf vorausgeht. * Türen zu! Immer und immer wieder muß man in diesen falten Tagen den Kindern manchmal auch Erwachsenen zurufen:„ Schließt die Türen!" Wenn die Bewohner manchen Hauses wüßten, wie sehr durch entstehende Zugluft offener Türen die Wohnung auskühlt, sie würden vielmehr Sorge tragen, daß der Hausflur zugfrei bleibt! Aus Nah und Fern. Bad Nauheim. Wie verlautet, soll das hiesige Amtsgericht im Rahmen der Abbaumaßnahmen, aufgehoben werden. Lediglich eine Nebenstelle des Amtsgerichts Friedberg soll bestehen bleiben. Schotten. Die Einsprüche gegen die Schottener Stadtratswahlen im November sind vom Kreisausschuß des Kreises zurückgewiesen worden. Die Wahl ist somit, da keine weitere Berufung eingelegt wurde, rechtsgültig geworden. Alsfeld. Als ein Arbeiter mit Benzol Feuer anzünden wollte, entstand eine Explosion, die ihn selbst schwer verletzte und Sachschaden anrichtete. Michelstadt i. Odw. Von den 195 Kandidaten, die sich für den hiesigen Bürgermeisterposten gemeldet hatten, trug Genosse Beigeordneter und Gastwirt Neff aus Michelstadt i. Odw. den Sieg davon. Neff ist geboren in Michelstadt, 48 Jahre alt, gelernter Küfer und betreibt seit 20 Jahren eine Gastwirtschaft. Hirschhorn. Der Hauptgewinn der Dombaulotterie zur Wiederherstellung des Mainzer und Wormser Domes ist mit 40000 Rmf. nach Hirschhorn gefallen. Von dem vierteiligen Hauptlos waren bereits zwei Teile von dem Hirschhorner Lotterieeinnehmer verkauft, als ein Bekannter des Kollekteurs gerade Verlobung feierte. Er schenkte dem Brautpaar die zwei anderen Teile als Verlobungsgeschenk, das mit 20 000 Rmt. sicher reichlich ausfiel. Das Glück ist diesmal bei der rechten Stelle eingekehrt. Mainz. Der erste weibliche Rechtsanwalt in Hessen. Montag vormittag wurde vor der Ersten Zivilkammer Fräulein Dr. jur. Gertrude Meinzinger, eine Tochter des bekannten Rechts anwalts Phil. Meinzinger in Mainz vereidigt und dadurch als Rechtsanwalt am Land- und Amtsgericht in Mainz zugelassen. Es ist dies der erste weibliche Rechtsanwalt in Mainz und im Volksstaat Hessen. Frankfurt a. M. 18 Bauunternehmer wurden in Verbindung mit den aufgedeckten Betrügereien bei Vergebung und Ausführung von Bauten für Behörden verhört. Frankfurt a. M. Hier wurde ein D- Zugkofferdieb gefaßt, der seit Wochen sein Unwesen treibt. Ein Teil des Diebesgutes fonnte noch gerettet werden. Kassel. Drei Mitglieder der Proletarischen Freidenker wurden wegen Gotteslästerung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Brüder Saß aus der Haft entlassen. Montag mittag sind die Brüder Saß aus der Haft entlassen worden, weil die Ausgrabung des Stollens, bei der sie ertappt wurden, als vorbereitende straflose Handlung zu werten ist. Ob ihre Tätigkeit mit dem Einbruch in der Diskonto- Gesellschaft zusammenhängt, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen. zu gewinnen, die an der Gestaltung der Gesetze mitwirken. Der preußische Minister des Innern spricht daher in einem Erlaß an die nachgeordneten Behörden die Erwartung aus, es möchte darüber hinaus bei allen amtlichen Verlautbarungen, die sich an einen größeren Personenkreis wenden, der Rat der örtlichen Zweigvereine des deutschen Sprachvereins eingeholt werden, um Mängel der überlieferten Amtssprache zu beseitigen und eine schlichte, klare und schöne Ausdrucksweise an ihre Stelle zu setzen. Sehr anerkennungswert. Lustige Ecke. Metamorphose. ,, Nun, Frau Specht, was macht denn Ihr Mann?" ,, Der ist Verwandlungskünstler." „ Inwiefern?" ,, Wenn ich den abends mit meinem Pudel' runterschicke, kommt er mit' nem Spitz zurück, legt sich mit' nem Affen ins Bett und erwacht morgens mit' nem Kater!" Verdächtig. „ Ist das nicht Santiago, der dort mit dem verbundenen Gesicht geht, der Verlobte der kleinen Helene?" ,, Ja, aber weißt du, nach seinem Aussehen zu urteilen, schein er schon mit Helene verheiratet zu sein!" ( Mundo Uruquayo Malitiös. - Montevideo.) ,, Sieh mal, Eveline, mein Bräutigam hat sich auf seiner letzten Afritareise mit einem zahmen Affen photographieren las= sen." ,, Sehr nett! Welches ist denn dein Bräutigam?" Widerspruch. ,, Vati, darf mich der Lehrer schlagen wegen etwas, das ich nicht gemacht habe?" ,, Nein, mein Junge, das dürfte er nicht." , Er hat mich aber heute doch gehauen, weil ich meine Rechenaufgabe nicht gemacht hatte!" Ein Geschäftsmann. ,, Du, Aron, Mutter schreibt mir, daß unser Vetter Moriz gestorben isi." ,, Nu, wern wer machen a Ausverkauf wegen Todesfall!" We Ma We Weg ner ruhi min ihre gen fie es 931 tom Vor auße verh Beiti rum legen der Schn St Er fäh lun per ding mer jane unen viel. Vert bach gen tern da zur im iche lern itehe Wor gut Stell Ode 3im Leh 5 Gt 魚 麵 ha the Ba rin Re & B je der hat got Stil St K id lei aut mei etw Thr Herr Nr. 4. ten von G. Das Drama eitung. ochmals auf freiem Gin tommenden Aufführung es Andern" der Kauf n heiteren und Vor in diejen dhjenen mandyen ffener Türge tragen, n. Amtsgericht en. Ledig Il bestehen Stadtrats Preises zu beitere Beanzünden er verletzte , die sich für trug Genosse i. Odw. den Jahre alt, astwirtschaft. rie zur Wiet mit 40000 n Hauptlos Lotterieeinurs gerade e zwei anRmt. Sicher chten Stelle effen. Mon er Fräulein anten Rechts dadurch als mz zugelassen. ainz und im in Verbin Jebung und dieb gefaßt, Diebesgutes 11. Freidenker Gefängnis Saft entlaffen er sie ertappt erten ist. Ob o- Gesellschaft ngen. wirken. Der zinem Erlaß s, es möchte gen, die sich der örtlichen werden, um gen und eine re Stelle zu ann?" runterfchide, m Affen ins a verbundenen zu urteilen, Contevideo.) h auf seiner aphieren lafn?" etwas, das ich eil ich meine Better Moris Todesfall!" Mittwoch, den 15. Januar 1930. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Ockershausen mit 0: 1 bezwungen!! FV. Odershausen 1. Bil.- VfB. Gießen 1. Bf. 0: 1( 0: 0) Die größte Bedeutung kam diesmal naturgemäß dem Spiel in Odershausen zu. Zu einem Verbandsspiel um zwei wertvolle Punkte stellte sich den Platzbesitzern eine starke Mannschaft der Gäste. VfB. Gießen siegte verdient. Das Wetter war sehr einladend, so daß etwa 1000 Zuschauer den Weg zu dem wenig verlodenden Platz gemacht hatten. Gegenüber dem knappen Torergebnis, mit dem die Gießener über die Marburger Vorstädter siegreich blieben, sind einige ruhige Ueberlegungen angebracht: Daß die Gäste siegreich blieben, stand bis zur letzten Spielminute nicht fest. Die Gäste konnten auf dem kleinen Odershausener Platz ihre technischen Feinheiten nicht zur rechten Ausnutzung bringen, und daß das zahlenmäßige Ergebnis gar so knapp ausfiel, war an sich durchaus dem Spielverlauf entsprechend und es hätte bei einer etwas glücklicheren Zusammenstellung der Plazelf sehr leicht umgekehrt lauten können. Es wäre aber sicher zu einem deutlicheren Sieg der Gäste ge= kommen, wenn nicht die Bodenverhältnisse den natürlichen Vorsprung der heimischen Mannschaft einen solchen Kampf außerordentlich stark unterstrichen hätten. Bei normalen Bodenverhältnissen hätte man sicher ein besseres Bild über die derzeitigen Stärkeverhältnisse der Mannschaften bekommen. Darum hält es schwer, aus dem sonst sehr einheitlichen und überlegenen Mannschaftsgebilde der Gäste den einen oder anderen, der sich in seiner Spielweise nicht wie gewohnt, entfalten fonnte, schwach zu bezeichnen. Man darf aber wohl sagen, daß das Stürmer- Innentrio Böttcher- Haupt- Leuthäuser am meisten in Erscheinung trat. Der Tormann Vöckler hatte dazu wirklich ge= fährliche Lagen zu überstehen, in denen er durch sicheres Stellungsvermögen und Entschlossenheit sich voll bewährte. Bei Odershausen verdient die engere Hintermannschaft viel Anerkennung. Allerdings herrschte zwischen R. Naumann und Hildebrand nicht immer das rechte Verständnis. Hildebrand hatte die Lage sehr schnell begriffen und gegen diesen Techniker konnte nur sofortiges unentwegtes Angreifen helfen. Durch diese Taktik erreichte er viel. Die Läuferreihe leistete insgesamt dem Sturm wie der Verteidigung viel Unterstützung. In dem Sturm waren Diefenbach und Peil die Besten, wobei diese das Pech hatten, bei einigen hübschen Schüssen an dem gegnerischen Torwächter zu schei= tern. Der Mittelläufer Diefenbach hatte es besonders schwer, da er bei der guten Bewachung durch Henrich und Bingel nicht zur Geltung tam. Die Außenstürmer waren im Abspiel nicht immer glücklich genug. Dieses Spiel hat wieder gezeigt, daß es für die Mannschaften, die gute und große Plätze gewohnt sind, noch viel zu lernen gibt, um bei anderen Platzverhältnissen siegreich be= stehen zu können. Das Spiel war ein Kampfspiel im richtigen Sinne des Wortes und wurde von dem Schiedsrichter Christ- Horas gut geleitet und verdient uneingeschränkte Anerkennung. Es stellten sich diesem folgende Mannschaften: Odershausen: R. Naumann Schneider Zimmermann Fischer Hildebrand Muth Haupt Diefenbach K. Naumann Peil Seip Lehrmund Leuthäuser Böttcher Haupt Wilhelmi Kreß I Hausrath Bingel BjB. Gießen: Henrichs Vöckler Schneider Der Stammtisch. Eine Humoreske aus Gießen. 3. Fortsetzung. ,, So?" fragt der Fechner ,,, wodurch denn?" „ Er hat ja so das Reißen im Kreuz. Vor anderthalb Stunden schon hat er hergeschickt." ,, Nun, mir ohne Verdruß!" sagt der Assessor Winkler. ,, Der Kehrbach ist ja ein guter Kerl, aber wenn er so einen bösen Tag hat, ist er schocksschwernotlangweilig." ,, Das kann ich nicht finden," versetzt der Fechner. ,, Karlinchen, ein Seidel!" Und somit setzt er sich breit in den Rohrsessel. Während all' dieser Reden hat keiner von der ganzen Bande auch nur eine Miene verzogen. Ganz gleichgültig haben sie da gehockt und nicht die geringste Notiz davon genommen, daß ich, der leibhaftige Apotheker Kehrbach, daneben gestanden bin und ein Gesicht gemacht habe wie ein Schöps, wenn's donnert. Ich muß nun ehrlich bekennen: es ist mir wirklich mit jedem Augenblide unbehaglicher und beklommener geworden. ,, Himmeldonnerwetter," hab' ich gedacht ,,, was kann das bedeuten? Entweder sind die alle verrückt geworden, oder ich hab eine Art von Halluzination oder ich träum. Himmel, Herrgott, ich träume!" - Und dabei hab ich mich kräftig am Kopf gefaßt und im stillen für mich gesprochen:„ Kehrbach, wach' auf, du träumst nur!" Sie ersehen daraus, daß ich wirklich bereits in einem Stadium der Aufregung angelangt war, das zu einer Dosis Kali bromatum berechtigt hätte. Wie ich aber trotz aller Anstrengung nicht aufgewacht bin, hab' ich mich doch überzeugt, daß ich nicht träumte. Schon war ich wieder geneigt, die ganze Geschichte etwas leichter zu nehmen, als der Wirth, der alte Lotz, auf mich zutrat, ein überaus höflicher Mann, der sich gegen mich und meine Verhältnisse nie das geringste erlaubt hatte. In seiner etwas gezierten Weise beginnt er mich anzureden. ,, Guten Abend, Herr Doktor," sagt er ,,, wie steht's mit Ihrem werten Befinden? Rasch, Karlinchen, bring' dem Herrn Doctor Erdmann sein Stammseidel!" Spielverlauf: Die erste Viertelstunde war der Kampf sehr verteilt. Zwei Eden für Gießen und eine für Odershausen verlaufen ergebnislos. Ein geschickt eingeleiteter Vorstoß der VfBer endet mit einem Strafstoß, den Böttcher gut gemeint vors Tor legt, aber Hildebrand greift schnell ein und im Nu ist der Ball am Gegentor, wo der Ball die zweite Ede Odershausens bringt. Sehr gut wird der Ball vors VfB- Tor gelegt, doch bei dem Gedränge gelingt es Kreß, diesen wieder ins Feld zu befördern. Die restliche Zeit bis zur Pause steht im Zeichen von Ockershausen. Böckler meistert einen scharfen Flankenschuß, kann aber in der Uebereilung den Ball nicht weit genug wegbringen und alles glaubte schon an ein Tor doch der Ball geht knapp über das Net ins Aus. Schon wenige Minuten später schafft Ockershausen wieder eine heitle Situation, doch Vöckler klärt auf, den 3. Edball. Dann geht es in die Pause - - Nach Wiederbeginn drängen die Gäste und erzielt Böttcher in der 51. Minute den unhaltbaren Siegestreffer. Ockershausen erzielt vom Anstoß weg seine 4. Ecke und Vöckler vollbrachte seine Glanzleistung des Tages. Es folgt die 4. Ede für VfB. und zeigt sich auch Muth hierbei von der besten Seite. Dann Elfkommt eine große Torgelegenheit in der 60. Minute δια meter für VfB. Alles hält den Atem an Muth fängt den Ball in Brusthöhe ab. Ockershausen, angefeuert von seinen zahlreichen Freunden, erzielt dann eine Reihe von Eckbällen, die 5., 6., 7. und 8. Ecke, die auch keine Resultatänderung bringen. Bei der Austragung dieser wird das Spiel überaus hart und Fischer von der Plazmannschaft muß das Feld verlassen. Dazu kommt kurz danach noch ein Zwischenfall im Publikum. Auf einer Seite des nicht abgesperrten Spielfeldes wollen einige Zuschauer in das Feld eindringen, geraten dabei mit Andersdenkenden zusammen. VfB. drückt darauf, erreicht aber nur eine Verbesserung des Edenverhältnisses, seine 5. Ecke. Das Gästeinnentrio ist wieder im Ansturm, da stößt Leuthäuser mit R. Naumann zusammen und muß ersterer auch das Spiel sich nun von außen mitansehen. Odershausen greift wuchtig an, aber die Verteidigung der VfBer arbeitet zäh, aber auch mit manchem Glück. Die letzten Minuten nahen. Eine glänzende Kombination Böttcher- Haupt bringt Ockershausens Tor noch einmal in arge Gefahr, dann ertönt der Schlußpfiff. - 1900 Gießen 1. BC. Siegen 1. 1: 3( 1: 1). Das Vorspiel in Siegen ging 2: 0 für Siegen aus, allerdings mit Glück für die Südwestfalen. So nahm man an, daß die Hiesigen, vor allem nach ihrem schönen Spiel in Wetzlar am Vorsonntag, Revanche nehmen würden. Das am kommenden Sonntag stattfindende schwere Verbandstreffen gegen VfB. Gießen veranlaßte aber die Spielvereinigung ihre Ligaelf zu schonen, und so trat die Mannschaft mit Ersatz an, der nur teilweise den Erwarungen entsprach. Siegen war komplett. 1900 spielte zunächst gegen Sonne und Wind und riẞ trotzdem die Führung des Spieles an sich. Schnelles, weites Flügelspiel brachte die einheimische Mannschaft dauernd vor das Gästetor, wo der Innensturm viel Pech entwickelte und die schönſten Gelegenheiten nicht zu zählbaren Erfolgen umgestalten konnte. Erst nach halbstündigem Spiel konnte Adelberger einen kurz von Heilmann zugespielten Ball zum Führungstor einsenden. Kurz vor der Pause machte ein Gießener vorm Strafraum Hand, den zuerkannten Strafstoß verwandelte aus 20 Meter Entfernung der ganz vorzügliche Siegener Mittelläufer di= rekt und unhaltbar zum Ausgleichstor für seine Mannschaft. Nun hab' ich factisch gedacht, der Schlag soll mich rühren! Langsam hab' ich mich auf den Stuhl gesetzt; die Gurgel ist mir trocken gewesen bis hinunter ins Zwerchfell. Die Kellnerin bringt mir das Stammseidel des Doktor Erdmann, den dicken Mönch mit dem vergnügten Lächeln, und dabei zuckte das durchtriebene Frauenzimmer nicht mit der Wimper! Nun, ich tu also aus dem Erdmann'schen Biermönch einen schüchternen Schluck, und dann noch einen, um mich etwas zu restaurieren, und dann sprech' ich mit meiner Stimme, die trotz' all' meiner guten Vorsätze ein wenig gezittert hat: ,, Meine Herren," sag' ich ,,, der Casus muß nun endlich zum Austrag gebracht werden! Hier geht eine Verrücktheit vor, und ich möchte nur wissen, ob die Gehirnweichung auf Ihrer Seite ist, oder auf meiner!" ,, Er ist unverbesserlich," sagt mein Fechner und wirft dem Korsetten- Wöhler einen Blick zu, der was bedeuten sollte. Die andern taten alle furchtbar verwundert, bis mein Fechner ihnen die Sache nach Gebühr explisierte, gerade so, wie er sie eben erst dem Wöhler auf der Gasse auseinandergesetzt hatte. Zwei oder drei von den Herren haben nun laut aufgelacht; der Assessor Winkler hat ,, Au!" geschrieen; der ZahnWolf hat mir aber auf die Schulter geklopft und im Tone der Ueberzeugung zu mir gesprochen:„ Herr Doktor," hat er ge= sagt ,,, der Witz ist so übel nicht. Im Ernste, kopieren Sie uns mal den Kehrbach bis ins Detail! Sie sind ja ein Mimiker von allbekannter Begabung! Machen Sie den Kerl einmal nach wie er so sein Töpfchen an's Maul setzt! Wissen Sie, wenn er so labbert, daß ihm rechts und links die Brühe herunterLäuft!" Na, was soll ich Sie jetzt noch länger mit der Aufzählung all' der Kniffe und Ränke ermüden, die von der rücksichtslosen Bande zu meiner gänzlichen Düpierung in Szene gesetzt wurden? Beim heiligen Nepomuk, ich habe zuletzt nicht mehr gewußt, wo mir der Kopf stand. Bald hat der was gesagt und bald jener; bald ging's toll her, und bald gefiel man sich in erheucheltem Ernste. Kurz, es war haarsträubend. Endlich hab' ich in meiner Verzweiflung mit der geballten Faust auf den Tisch geschlagen und ganz heiser vor Ingrimm ausgerufen: ,, Sie Schafsköpfe, verzeihen Sie den unparlamentarischen Ausdruck, aber ich kann mir nicht helfen! Wenn Sie mir Nr. 4. Nach der Halbzeit mußte der rechte Verteidiger der GieBener verletzt ausscheiden. Jetzt konnte Siegen das Spiel offen gestalten, ohne aber jemals überlegen zu werden. Auch die Torchancen waren jetzt verteilt. Allerdings hatte Siegen dabei mehr Glüd wie die Blau- Weißen. 20 Minuten vor Schluß konnte der HR. der Gäste aus einem Gedränge vor dem Tore das Resultat auf 2: 1 für Siegen stellen und zehn Minuten später das Ergebnis nach erfolgreichem Durchbruch auf 3: 1 erhöhen. 1900 hatte die Partei nie verloren gegeben und spielte bis zum Schluß ohne nachzulassen eifrig weiter allerdings mit viel Schußpech. Das Resultat entspricht nicht dem Spielverlauf. Der Schiri Grünewald war gut. Die Siegener spielten schnell und hart auf Sieg, sie bevorzugen weite, halbhohe Vorlagen. Gut waren in der Mannschaft der Mittelläufer, Tormann und linke Sturmflügel. Die Gießener zeigten wieder famose Technik, besonders in der ersten Halbzeit. Der Innensturm muß aber zu gegebener Zeit den Ball auch einmal an die freistehenden Flügel abgeben können und darf nicht nur das engmaschige Innenspiel betreiben. Gut waren der Tormann, die Läuferreihe und der Innensturm. Der Außenstürmer Best fiel gänzlich aus. 1900 Gießen A. H. BC. Siegen A. H. 1: 1( 1: 0). Obige Mannschaften standen sich vor dem Ligatreffen am letzten Sonntag im Freundschaftsspiel gegenüber. Es war das typische Alte- Herrenspiel gemütlich und ohne viele Tücken, wobei allerdings nicht vergessen werden soll, daß die alten Kämpen in einzelnen Momenten zu ganz großer Form aufliefen und frühere Größe ahnen ließen. Die Siegener konnten die erste Halbzeit für sich mit dem Ergebnis 1: 0 buchen. Nach der Pause holte 1900 schnell auf.„ Aventi" stellte mit Prachtschußz die Partie remis allerdings kostete ihn das eine Stauchung im Fuß und mußte er, wenn auch ungern, ausscheiden. Leicht überlegen spielte Siegen, ohne zu Erfolgen zu kommen, weiter bis zum Abpfiff des guten Schiri Fischer. Niederweisel 1. Großen- Bused 1. 0: 4( 0: 1). Ein spannendes Spiel, das Großen- Bused als die bessere Mannschaft verdient gewann. Durch den Vorteil des eigenen Platzes legen die Heimischen mächtig los, aber an der GästeHintermannschaft scheiterten ihre Durchbrüche. Inzwischen hat sich auch Bused gefunden. Sein Sturm arbeitet gut und N.-W. Tormann muß öfters eingreifen. Aber einer der vielen Gästevorstöße brache dann doch ein schönes Tor. In der zweiten Hälfte waren die Gäste weiter gefährlich und konnten zwei Strafstöße zu Toren verwandeln. Ein Elfmeter für N.-W. wurde verschossen. Dann kann Buseck noch ein 4. Tor erzielen. Schiri Klier- Wetzlar leitete vorzüglich. Aus Grünberg. - Grünberg 1. Laubach 1. 0: 4( 0: 2). Grünberg 2. Geilshausen 1. 2: 0( 2: 0). Die Laubacher ,, Teutonen" weilten zum Rückspiel in Grünberg. Dank der vorzüglichen Leitung des Herrn W. Henkel= Wetzlar artete das Spiel, das an und für sich einem LokalDerby glich, nicht weiter aus. Grünberg spielte mit Ersatz für seinen Torwächter, welcher nach dem 2. Erfolge der Gäste verletzt wurde. Durch einen Elfmeter und ein Eigentor Grünbergs erhöhte sich das Resultat auf 4: 0 für die Gäste. Vorher traf sich die zweite Mannschaft der Schwarz- Weißen mit der 1. Elf von Geilshausen. Schiri Schmidt- Queckborn leitete gut. Lollar 1. Jgd.- Garbenteich 1. Jgd. 8: 1( 3: 0). Am Sonntag löste Garbenteich ein fälliges Rückspiel ein. Lollars Jugend war die bessere Mannschaft und konnte mit dem hohen Torerfolg von 8: 1 das Spiel gewinnen. denn so frech in's Gesicht meine Identität abstreiten, dann will ich Ihnen den Beweis ad oculos demonstrieren! Kommen Sie mit nach der Apotheke! Ich will Ihnen zeigen, daß es erstunken und erlogen ist, wenn der Herr Zahn- Wolf gesagt hat, der Apotheker Kehrbach also ich hätt' im Kreuz so das Reißen, und wär' um dessentwillen daheim geblieben! Go ein dummes, abgeschmacktes Narrengeschwätz ist mir, bei Gott, noch nicht vorgekommen, seit ich die Ehre habe zu leben!" So hab' ich gesprochen, und mit aller Energie hab' ich's ' rausgefrischen, um die eigentümliche Beklemmung zu meistern, die mir immer seltsamer und bänglicher über das Herz kroch. ,, Ach, was werden wir uns nach der Apotheke bemühen!" sagt mein Fechner und bestellt sich ein frisches Seidel. ,, Ja, nicht wahr, wenn's an's Beweisen geht, da sind Sie hinten! Uzen können Sie die Leute und foppen; aber sobald man ihr Intriguenspiel bloßlegen will, nachher sperren Sie sich! Das ist nicht schön von Ihnen, Herr Fechner, und mit solchen Prinzipien werden Sie nicht weit tommen im Leben!" So haben wir uns eine Weile noch hin und her gestritten. Endlich hat der Zahnwolf gerufen: ,, Nun, wenn er denn absolut drauf besteht' s heißt zwar wirklich die gute Zeit vergeuden, aber die Sache hat sich jetzt einmal zugespitzt wie gesagt-" - - ,, Gut, gut," fällt ihm der Tageblatt- Redakteur in die Rede. ,, Gehen wir nach der Hirsch- Apotheke! Aber das sag' ich Ihnen, Herr Doktor, wenn der Kehrbach uns jetzt, Guten Abend' herunter rust, dann fährt Ihnen ein kreuzsiedendes Donnerwetter in'n Leib, und Sie bezahlen heut' Abend eine riesige PunschBowle!" ,, Das will ich!" hab ich geschrien; denn das hab' ich doch positiv gewußt, daß ich nicht gleichzeitig unten auf der Gasse stehen und oben aus meinem Fenster herrunter rufen konnte: , Guten Abend', und ich wär' daheim und hätt'' s Reißen im Kreuz. Wir haben uns also in corpore aufgemacht nach der HirschApotheke. Unterwegs wollten die Redereien kein Ende nehmen; es ist mir ganz blümerant geworden, und einmal hab' so ein Stechen hinter der Stirne verspürt, daß ich' grad ge= meint hab': halt, Kehrbach, jetzt wirst du ein bißchen verrückt! ( Fortsetzung folgt.) Mittwoch, den 15. Januar 1930. Ergebnisse aus dem Bezirk. Gesellschaftsspiele: - BC. Siegen 1: 3( 1: 1) SpVgg. 1900 Gießen SpVgg. 1900 Gießen A. H.- BC. Siegen A. H. 1: 1( 0: 1) Bezirksliga: Hessen Kassel - Hermannia Kassel SC. 05 Göttingen SC. 03 Kassel 2: 4( 1: 2) - VfB.-K. Marburg 1: 2( 1: 0) Borussia Fulda 2: 2( 0: 1) Die Meisterschaft ist wieder an den Sportclub 03 Kassel gefallen, da dessen Punktezahl von 21: 3 von keinem anderen Verein mehr eingeholt werden kann, selbst wenn er die beiden letzten Spiele gegen Borussia Fulda am 26. 1. und gegen Kurhessen Kassel am 2. 2. verlieren sollte. Der Kampf um den zweiten Platz wird zu einem Rennen zwischen Spielverein, Borussia und Kurhessen. 1. Bezirksklasse: Northeim Grone - Göttingen 0: 2( 0: 1) Sportfreunde Einbed 2: 2! SV. 03 Einbed Weende 4: 1( 2: 0) - Göttingen und Grone sind nun mit 16: 6 punktegleich und müssen in ihrem letzten Spiel noch gegen SV. 05 Einbeck bezw. gegen Germania Osterode antreten, Göttingen auf eigenem und Grone auf des Gegners Platz, da beide Spiele am 19. 1. stattfinden, wird am nächsten Sonntag die Entscheidung fallen. Sport Kassel Tura Kassel 4: 0( 3: 0) Großalmerode Kirchhain für G. gewonnen Sport Kassel ist dadurch mit 22: 2 Gruppen- Meister. Alsfeld Fulda - 1 - Schlüchtern 2: 1( 0: 1) Horas 1: 1( 0: 1) In der Gruppe Fulda liegen Hersfeld mit 17: 5 und Germania Fulda mit 16: 4 an der Spitze. Ockershausen VfB. Gießen 0: 1( 0: 0) Herborn Wallau - Weglar SpV. 1: 2( 1: 0) Breidenbach 3: 1( 2: 0) Tabelle der 1. Bez. Kl., Gruppe Lahn. ,, Gießener Zeitung" 2. Bezirksklasse: Allendorf - Wetter 5: 1 Laasphe Gladenbach 2: 4 Feudingen Frankenberg 11: 0 Azlar - Niedergirmes ausgefallen( Platz!) Dillenburg Heuchelheim 3: 3( 0: 3) Gau Gießen- Wetzlar: 1900 Gießen 2. Dillenburg 2. Niederweisel 1. Grünberg 1. - - Niedergirmes 2. N. n. angetr. Herborn 2. 5: 0 Großen- Buseck 1. 0: 4( 0: 1) Laubach 1. 0: 4( 0: 2) 1 1900 Gießen 3. Steinberg 1.( G.) 3: 0 1900 verzichtete auf die Punkte. Lich 1. Steinbach 1. 2: 2( 2: 1) Büblingshausen 1. Wetzlar SpV. 3.( 6.) 3: 0( 3: 0) Bermbach Oberbiel 4: 4( 3: 1) Allendorf Edingen - - Hirzenhain 2: 3( 2: 1) Medenbach 5: 1 1900 Gießen 4. Großen- Bused 2. 1: 2 Grünberg 2. Geilshausen 1 2: 0( 2: 0) Büblingshausen 2. Nauborn 2. 2: 4 Jugend: - Herborn 1. Wetzl. SpV. 1. 0: 4 Lollar 1. Wetzl. SpV. 2. Garbenteich 1. 8: 1( 3: 0) Niedergirmes 2. 1: 3 Büblingshausen 1. 1900 Gießen 3. 1: 1 Niedergirmes Schüler- Wetzl. SpV. Schüler N. n. angetr. Gau Marburg: Biedenkopf 1. Odershausen 2. Wallau 2. - - Wiesenbach 1.( G.) 7: 4( 7: 2) Germania 2. 2: 3 Eckelshausen 1. 9: 7 Steinperf 1. Gönnern 1. 4: 1( 2: 1) Wommelshausen 1. 2: 5 Buchenau 1. 3: 2 Frechenhausen 1. Caldern 1. - Breidenbach 2. 2: 4 N.- Laasphe 1. Biedenkopf 2. Herbertshausen 1. 3: 3 Banfe 1. Wallau 3. 7: 0 - Sintershausen 1. Sterzhausen 1. Wetter 2. 3: 0 Mornshausen 1. 1: 2 Heskem 1. 0: 9 Verein Spiele gew. unent. verl. Ockershausen 13 8 2 Tore Punkte 3 26:15 18: 8 V. f. B. Gießen 11 8 1 2 23:12 17: 5 1900 Gießen 11 7 1 3 38:23 15: 7 Damm 1. Germania Marburg 12 7 1 4 36:20 15: 9 Jugend: Sp. V. Wezlar 12 4 3 5 20:31 11:13 Buchenau 1. Breidenbach 13 4 0 9 39:35 8:18 14 4 0 10 18:47 8:20 12 2 2 8 18:35 6:18 Germania 2. Germania 4. Hartenrod 1. - Herborn Wallau Sportliches Allerlei. Versunkener Sportruhm. Man spricht im allgemeinen nur von den ungeheuren Summen, die die bekannten Sportgrößen verdienen, aber wer weiß, wie schnell der Ruhm auch seinen klingenden Wert verliert. Da ist Suzanne Lenglen, die nach glänzendem Aufstieg Berufsspielerin wurde, aber damit gescheitert ist, und nun hört man, daß die einst in der ganzen Welt gefeierte Tennisspielerin sich heute in einem Pariser Modesalon als Verkäuferin ihr Brot verdient. Oder Kurt Prenzel, der bekannte Boxer, der als Taxichauffeur in Chikago sich den Lebensunterhalt verdient, während Naujots im großen Berliner Sportpalast als Angestellter für die Sauberhaltung der Arena unbekannt und ungefeiert zu sorgen hat. Faszisierung der Sportler. Rom Zur vollständigen Verschmelzung aller Sportvereine mit der Faszistischen Partei in Italien hat die Partei an das Olympiade- Komitee Italiens ein Schreiben gerichtet, wonach - - VfB.-K. Marburg 1. 0: 5 Bürgeln 1. 3: 0 VfB.-K. Marburg 4. 0: 4 Mornshausen 1. 18: 0( 8: 0) | gelöst und ihre Leitung ausschließlich den faszistischen Parteisekretären übertragen wird. Handball. TV. 62 Wiesed 1. Sp.-Vg. 1900 Gießen 1. 0: 4( 0: 3). Gegen die anfänglich nur mit zehn Mann und mit Ersatz tämpfenden Gastgeber hätte ein weit höheres Resultat herausgeholt werden müssen. Der Gießener Innensturm( Wolf, Stauder, Börner) hatte auch mehrmals Gelegenheiten dazu, vermochte sie aber nicht auszunutzen. Die Außen( Kaiser rechts, Hopfenmüller links) waren darin glücklicher, oder besser gesagt, fähiger. In der Läuferreihe gab Bepperling ein entsprechendes Debut, die übrigen( Birkenstock und Maus) zeigten die gewohnten Leistungen. Die Verteidigung Klös- Herberg war der beste Mannschaftsteil. Haberkorn im Tor brauchte sich nicht sonderlich anzustrengen. Bei den Wieseckern war der Mittelläufer überragend, im Zerstörungs- und Abspiel gleichgut. Die übrigen Leute fügten sich jedoch auch gut ein und spielten schön und schnell zu. Schiedsrichter Jentzsch leitete jederzeit das faire die bisherigen Leitungen aller Sportvereine der Provinz auf- Spiel korrekt. Man achte genau auf die Marke Union' GUTER RAT GUTER RAT Heízí Neue Bücher. Nr. 4.. Hans Henning Freiherr Grote: Die Höhle von Beauregard. Verlag E. S. Mittler& Sohn, Berlin 1930. Preis 4,50 Rmf. Deutsches Volfstum in der Welt. Von Maria Kahle. Weimarischer Verlag. G. m. b. H., Weimar. Ganzleinen 4 Rmt. Die begnadete Dichterin Maria Kahle ist eine der an erster Stelle stehenden Vortämpferinnen für das deutsche Volkstum. In Poesie und Prosa in deutscher und fremder Zunge hat sie seit vielen Jahren für das Wohl unserer deunchen Landsleute in Europa und im fernen Auslande erfolgreich gewirkt und erfolgreichste Propaganda entwickelt. Ihre Dichtungen sind das hohe Lied deutschen Wesens und deutscher Art. Jeder, der Sinn und Liebe für deutsche Dichtung hat, wird ihre Werke mit hohem Genuß lesen und weiter verbreiten. Die Gasverträge der Hekoga. Die Verträge, welche der Vorstand der Hessischen Kommunalen Gasversorgungs- A.- G. mit der Ruhrgas- A.- G. und der Saargas- G.m.b.H. wegen Bezug von Ferngas vorbereitet hat, und die im Laufe dieser Monate der Beschlußfassung durch die zuständigen hessischen Körperschaf= ten unterliegen, sind Gegenstand einer jetzt als Broschüre erschienenen Artikelreihe des„ Stadt- Blattes der Frankfurter Zeitung"( zu beziehen durch das Vertriebsbüro der Frankfurter Societäts- Druckerei G. m. b. H. in Frankfurt a. M. zum Preise von 50 Psg.). Die Ausführungen beanspruchen Aufmerksamkeit gerade im gegenwärtigen Stadium der Beratung der Angelegenheit bei den hessischen Kommunal- und Provinzialbehörden. Dr. med. G. Selß:„ Die Reform küche als Quelle der Volkskraft".( 31. bis 40. Tausend). Preis 2,40 M. Verlag Carl Flügge, Berlin SW 48. Dr. Selß, der mutige und zähe Kämpfer für naturgemäße Lebensführung und Heilweise, hat in diesem Buch seine reichen Erfahrungen auf dem Gebiet der Ernährung, unter Berücksichtigung der neuen Forschungen, niedergelegt. Selß spricht aus eigenen Erfahrungen als gewissenhafter Arzt, der seit über 40 Jahren sich mit diesen Fragen beschäftigt. Dem vortrefflichen Buche ist eine stattliche Anzahl wohlgelungener und leicht verwertbarer Zubereitungsvorschriften für die neuzeitliche Küche nebst Uebergangskost aus Sch. der Feder der Frau Käthe Virke angegliedert Fliegende Wetterfrösche. Das ist der Titel eines überaus interessanten Bilderartikels der„ Hadebeils Illustrierten". Er veranschaulicht die Tätigkeit der Flieger, die im Dienste der Wettervorhersage stehen und täglich Flüge bis zu einer Höhe von sechstausend Metern zum Zwecke von Messungen unterneh men müssen. Besuch bei den Maoris. Das neue Heft ,, Die J. 3." bringt auf zwei ganzen Seiten eine Anzahl hochinteressanter Aufnah men von der Ureinwohnerschaft Neuseelands, den Maoris. Die Bilder vermitteln einen tiefen Einblick in Leben und Art dieser Südseeinsulaner Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Selters- Sprudel Augusta Victoria Selters a/ Lahn, Post Löhnberg Das Mineralwasser höchster Qualität Bestgeeignet zur Mischung Frei von Rauch, Geruch und Ruß Union Hohe Heizkraft, altbewährt Ohne Schlacke, ohne Grus in gesunden und kranken Tagen Verlangen Sle portofrel und kostenlos das Buch„ Guter Rat". Ausführliche Beschreibungen vieler Krankheiten und Leiden, und was man dagegen zu tun hat Wo In Drogerien nicht erhältlich, durch OTTO REICHEL, BERIN- NEUKÖLLN Kaffee- Vertretung mit Verteilungslager an Selbstverbraucher, vergibt Groß- Rösterei J.Behrens, Hamburg 36 XXXXXX Sauber, billig, allbegehrt. Briketts XXXXXX Kyffhäuser- Technikum Frankenhausen. Ingen. u. Werkm. Abtl. f.Masch.- u. 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