Nr. 98. tehende Kür bedürftigen ich dafür ge günstige Ver hüsse sind um Einzelfall ge gen wird, it Aber da dieje on der Reids als Pensions Eg etwas von gewisse Kür rdneten Nad und Waisen ünftiger Aus eitigung aller Don Kannvor f Grund von nen. Die Not Tatsache, daß noch mehrere jonstige Nach daß bei den ge bei Berufs hr hinaus ge werden, daß ewährung der rden ist, weil weil bei diejen nur als ein fönne. etbar, in den uf die eigene unehmen, in Dienstbeschä rung der Mit: daß der Ver interbliebenen es Todes des Gesetz nicht. vertreten zu Waisenbeihilfe jchädigter be n der Möglich ichen Verhält leiden ständig ode ungünstig ie Gewährung darauf hinge ½ an sich aus: eschlossen sind. a. den Leicht en, wenn und eschädigung in runde arbeits ne genaue und chen ließ, sehr dieser Bestim worden wat. digten in die wenn fie fich ndlung unter sind und ohne stelle entlassen ber hinaus ge öge man ver n sich nur entanderer Weg in Gießen. RIECK er ch werbe, erufe, de etc. SSEN ges Unter eglar einen Normalen jichert rung voller 200- RM. ion b. Blatt Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. Die Filmoberprüfstelle hat den Remarque- Film wegen Gefährdung des deutschen Ansehens verboten. Der Reichsrat genehmigte ein Abkommen über die deutschbelgische Grenze, den Auslieferungsvertrag mit der Türkei und verschiedene kleine Abkommen. Der Reichstag nahm die Entschließungen über die Hilfs: maßnahmen in den Hochwassergebieten an. Der Strafrechtsausschuß des Reichstages hat den Abgeordneten Dr. Kahl zum Borsigenden gewählt. Die Vereinigte Schweizer Bundesversammlung hat am Donnerstag den jezigen Vizepräsidenten, Bundesrat Heinrich Häber= lin, zum Bundespräsidenten und zum Vizepräsidenten Bundes: tot Guiseppe Motta gewählt. Das Einwonderungskomitee des Abgeordnetenhauses in den Bereinigten Staaten von Nordamerika hat dem von Senator Reed eingebrachten Antrag auf Suspendierung der Einwande= rung in den Vereinigten Staaten für zwei Jahre zugestimmt. Nach einer Meldung aus Rio de Janeiro hat der Minister für öffentliche Arbeiten wegen der schwierigen Wirtschaftslage vorläufig jede Einwanderung nach Argentinien verboten. Jm englischen Unterhaus wurde ein Ergänzungskredit von 10% Millionen Pfund Sterling für die Arbeitslosenversicherung angenommen. In den Verhandlungen zwischen Zechenverband und Gewerkschaften wurde eine Einigung über die ab 1. Januar festzusehenden Löhne nicht erzielt. Die französischen Flieger haben ihren Angriff auf den Dauerflugrekord infolge stürmischer Witterung aufgeben müssen. Bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse Breslau sind, wie in einer Pressekonferenz von Mitgliedern des Vorstandes erklärt wurde, schwere Verfehlungen aufgedeckt worden. Wirtschaftspartei und Realsteuern. Berlin, 12. Dezember. Eine Reihe von Gemeinden versucht, teils auf Grund einer Initiative, teils sogar auf Druck behörd licher Stellen, eine Erhöhung der Realsteuern vor dem 31. Dezember zu erreichen, um später bei ihrer Reduktion um 10 bezw. 20 Prozent trotzdem das heutige Soll zu behalten. Die Wirtschaftspartei hat zu diesem Zwecke einen Antrag eingebracht, als Stichtag nicht den in der Notverordnung vorgesehenen 31. D- zember, sondern den 1. Dezember anzunehmen. Dieser Antrag ist zweimal im Plenum vergeblich versucht worden, auf die Ta gesordnung zu bringen. Nun sind aber, wie wir hörer, sehr ernste Bestrebungen im Gange, auf anderem Wege diese Versuche, die Realsteuer zu erhöhen, durchzusetzen. Das Reichsfinanzministerium scheint die Auffassung zu vertreten, daß eine soiche Maßnahme unter allen Umständen verhindert werden müsse. Es ist also mit irgendwelchen Abwehrmaßnahmen zu rechnen. Ein Preisausschreiben über die Reparationen. Berlin, 12. Dezember. Jm Reichstag ist ein von der Wirtchaftspartei, der Deutschen Volkspartei, der Landvolkpartei, den Deutschnationalen, den Konservativen und der Staatspartei unterzeichneter Antrag eingegangen, der den Reichsaußenminister auffordert, 100 000 RM. zur Prämiierung der besten Arbeiten iber den Einfluß der deutschen Reparationszahlungen auf die Weltwirtschaftskrise bereitzustellen. Diese Mittel sollen durch Einsparungen bei den Titeln des Haushalts des Auswärtigen mts aufgebracht werden. Zur Getränkesteuer. Von dem Deutschen Konditoren- Bund E. V., die Spitzenor: ganisation und oberste Berufs- und Standesvertretung der deuthen Konditoren, ging uns folgende Erklärung zu: ,, Nachdem die Getränkesteuer in einzelnen Gemeinden eingeührt ist, erklärt das deutsche Konditorengewerbe auf Grund der gewonnenen Erfahrungen aufs Neue, daß diese Steuer, die unter Steilassung jedes noch so üppigen Hausverzehrs an Getränken in unsozialer und ungerechter Weise nur die in der Mehrzahl ungünstig gestellten und vielfach unverheirateten, also der Ledigenteuer unterliegenden Gaststättenbesucher trifft, eine Schädigung auch des Konditorengewerbes bedeutet, die in keinem Verhältnis um wirklichen Ertrage steht. Die Berechnung der kleinen und leinsten Pfennigbeträge führt dauernd zu unerquicklichen Auseinandersetzungen, zu Mißtrauen gegen die Betriebsinhaber und las Bedienungspersonal und zur Verärgerung der Gäste, die nach Möglichkeit unsere Gaststätten meiden oder zum mindesten auf die Bestellung von steuerpflichtigen Getränken verzichten. Das Konditorengewerbe wird in seiner dreifachen Eigenschaft ls handwerkerlicher Herstellungs-, als Handels- und als gast Dirtschaftlicher Betrieb von so vielen verschiedenartigen Steuern and Abgaben getroffen, daß es die Getränkesteuer nicht auf sich nehmen kann, zumal es darin in gewissem Sinne einen unlauteten Wettbewerb erblicken müßte und durch Einhebung, Verterung und Abführung der Steuer mit neuer ebenso zeitraubender wie unproduktiver und kostspieliger Arbeit belastet wird. Die Reichsorganisation richtet an den Herrn Reichsfinanzminifer das dringende Ersuchen, von der ihm durch die Notverordnung vom 1. Dezember 1930 eingeräumten Befugnis zur Aufebang der Getränkesteuer schon zum frühestzulässigen Termin, em 1. Januar 1931, Gebrauch zu machen." ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 13. Dezember 1930 Den Verbrauch ausländischer Genußmittel und Luxuswaren einschränken. Durch die Annahme des Young- Planes ist die Erfüllung der uns aufgebürdeten Tributleistungen in erhöhtem Maße unter unsere eigene Verantwortung gestellt worden. Die deutsche Volkswirtschaft ist gezwungen, den außenpolitischen Bindungen entsprechend, ihre Kräfte auf das äußerste anzuspannen und planvoll weiter zu entwickeln. Die Produktionskraft des Landes muß gesteigert und noch mehr als bisher für den Export nuzbar gemacht werden. Eine Vermehrung der Ausfuhr allein kann aber nicht die Ueberschüsse bringen, die zur Abdeckung unserer Schulden nötig sind. Es muß auch eine Verminderung der Einfuhr erreicht werden, die bei zweckmäßigerer Gestaltung unserer Ernährungswirtschaft und einer den nationalen Belangen Rechnung tragenden Einstellung der Verbraucher möglich ist. Ein weiteres Feld fruchtversprechender Arbeit eröffnet sich, wenn im Zusammenwirten aller Berufs- und Bevölkerungskreise die Deckung des einheimischen Bedarfs in höherem Maße als bisher der inländischen Produktion zugeführt wird. Das gilt für die Erzeugnisse der deutschen industriellen Art, vor allem aber für die des deutschen Bodens und der deutschen Vieh- und Fleischwirtschaft. Unter Zurückstellung der Meinungsverschiedenheiten über sonstige Fragen müssen die Bestrebungen unterstützt werden, die durch vermehrte Anpassung an die Erfordernisse des Marktes Herstellung und Absag landwirtschaftlicher Qualitätserzeugnisse fördern sollen. In Deutschland besteht eine Vorliebe für das Fremde, sie zeigt sich auch darin, daß aus dem Auslande stammende oder als fremdländisch angepriesene Waren vor den einheimischen vielfach bevorzugt werden, selbst dann, wenn sie der fremden oder unter fremder Flagge segelnden in Güte und Preis nicht nachstehen oder ihnen sogar überlegen sind. Diese Einstellung weiter deutscher Kreise hat dazu beigetragen, die Absagkrisis zu verschärfen, unter der fast alle heimischen Erwerbszweige leiden. Sie steigert die Arbeitslosigkeit, die wie ein schwerer Alb auf Staat und Wirtschaft lastet, Not und Elend in zahllose Familien trägt und der deutschen Arbeit und damit dem wertvollsten Aktivum der deutschen Volkswirtschaft schweren Schaden bringt. Die Zurücksetzung der inländischen Ware durch deutsche Käufer und Verkäufer, die sich der Einstellung ihrer Kunden anpassen, schadet aber auch dem Ruf der deutschen Ware und damit unferer auf Qualität gestellten Exportpropaganda. Wer seinem Volke mit Verantwortung gegenübersteht, muß sich darüber klar sein, was es bedeutet, wenn der ausländischen Ware der Vorzug vor dem Erzeugnis deutschen Fleißes gegeben wird. Dem Verbraucher soll nicht das Recht bestritten werden, diejenige Ware zu wählen, die nach Qualität, Ausstattung und Preis die beste ist. Der heimischen Ware gebührt aber unter allen Umständen dann der Vorzug, wenn sie bei gleichem Preis und gleicher Ausstattung in gleicher Güte wie die ausländische geboten wird. Die Lage, in der sich die deutsche Wirtschaft befindet, läßt aber auch eine Einschränkung des ständig steigenden Verbrauchs ausländischer Genußmittel und Luruswaren geboten erscheinen. Hier sollten gerade diejenigen Kreise, denen Bildung und Einkommen eine bevorzugte Stellung geben, mit gutem Beispiel vorangehen. Um den breitesten Schichten unserer Bevölkerung die Notwendigkeiten, die sich aus unserer Wirtschaftslage ergeben, zur Kenntnis zu bringen, bedarf es einer umfangreichen Aufklärungsarbeit. Sie soll dem Verbraucher die Verantwortung die er für die deutsche Volkswirtschaft trägt, zum Bewußtsein bringen. Aufklärung tut aber auch in den Kreisen der Produzenten not. Hier heißt es, Qualitätsleistung und Anpassung an die berechtigten Forderungen und den Geschmack des menten durch aufklärende Propaganda fördern zu helfen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 99 Filial- und Warenhaussteuer. Das starke Anwachsen der Warenhäuser, der Filialen und Einheitspreisgeschäfte hat in den Kreisen des mittelständ lerischen Einzelhandels die schwersten Befürchtungen für die Weitererhaltung des selbständigen Mittelstandes hervorgerufen und in diesen Gruppen in immer zunehmendem Maße die Forderung nach einer Aenderung der derzeitigen Verhältnisse zutage treten lassen. Der Druck dieser übermächtigen Konkurrenz lastet in Zeiten einer solchen katastrophalen Wirtschaftsdepres sion, wie wir sie eben durch zu machen haben, besonders schwer auf denjenigen Branchen des Einzelhandels, für die die Warenhäuser, Filialen und Einheitspreisgeschäfte direkte Konkurrenten im Kampf um den Kunden sind. Der Ruf nach dem§ 164 der Reichsverfassung wird immer lauter: und als eines der Mittel zur Erhaltung des selbständigen Mittelstandes wird eine Conderbesteuerung der Filialen und Warenhäuser verlangt. Was die Warenhäuser anbetrifft, so kommen hier eigentlich nur die großen Konzernwarenhäuser in Betracht, die in den einzelnen Orten steuerlich als Filialgeschäfte angesehen werden, so daß die Erhebung einer speziellen Warenhaussteuer besonders im Hinblick auf die Tatsache, daß ein Geschäft nur unter die Filialsteuer oder unter die Warenhaussteuer fallen darf, von geringer Bedeutung ist. Auch der Begriff ,, Warenhaus" ist ein umstrittener. Das hessische Gemeindeumlagengesetz vom 8. Juli 1911 verstand darunter solche gewerblichen Unternehmen, die den Kleinhandel mit Waren verschiedener Gattungen nach Art der Warenhäuser, Großbazare, Abzahlungs-, Versteige rungs- und Versandgeschäfte im großen betreiben. Eine genaue Definition des Begriffes, Warenhaus" ist dies gewiß nicht, insbesondere wäre auch eine Anwendung auf größere Gemischtwarengeschäfte auf dem Lande denkbar, was jedenfalls nicht gewollt war. Auch wäre es für diese Firmen verhältnismäßig leicht möglich, den Charakter ihres Geschäftes so umzuwandeln, daß sie nicht mehr Waren verschiedener Gattungen führen und damit auch einer Sonderbesteuerung als Warenhaus entzogen wären. Man wird daher das Augenmerk mehr auf die Filialsteuer zu richten haben, die auch einen viel größeren Kreis von Firmen umfaßt, und zwar von Firmen, die in allen Branchen als schwere Konkurrenz des leider wesentlich stärker besteuerten ortsansässigen Handels angesehen werden. Ueber die Art der Erhebung einer Filialsteuer ist man sich selbst in Interessentenkreisen häufig völlig im Unklaren. Die derzeitigen gefeßlichen Bestimmungen sind zudem für eine wirk same Besteuerung so ungeeignet, daß eine auf dieser Grundlage erhobene Filialsteuer weder als eine fühlbare Belastung der be= troffenen Geschäfte, noch weniger aber als eine Entlastung der ortsansässigen Firmen angesehen werden kann. Die Filial oder Warenhaussteuer wird in Hessen als Zuschlag zur örtlichen Gewerbesteuer erhoben, und zwar auf Grund einer Gemeindesagung. Früher betrug der Höchstzuschlag 200%, er wurde jedoch durch Gesetz vom 22. März 1929 trog heftigen Widerspruchs aus Handelskreisen auf 100% Zuschlag herabgesetzt, der Kreis der Betroffenen aber erhöht durch Einbezie hung der Versicherungs-, Bank- und Kreditunternehmen. Diese Ausdehnung auf andere als Handelsbetriebe ist unnatürlich vom Standpunkt des Einzelhandels gesehen, während gleichzeitig eine Aenderung des Prozentsaßes der Erhebung sehr bedeutungsvoll ist. Die Erfahrung hinsichtlich der Gewerbebesteuerung der Filialen auswärtiger( meistens preußischer) Firmen lassen erkennen, daß diese auf Grund eines in der Regel gering ausgewiesenen Gewerbeertrags und niedrig gehaltenen Anlagekapitals nur einen Bruchteil dessen aufbringen, was ortsansässige Firmen mit gleichem Umsatz leisten müssen. Hinzu kommt, daß die preußischen Verrechnungsmethoden über die Aufteilung des Filialen eines Unternehmens befinden, zu Gunsten der HauptGewerbeertrags diejenigen Gemeinden, in denen sich lediglich sitgemeinde benachteiligen. Es war daher schon seit mehreren Jahren vom Einzelhandel die Erhebung einer Filialsteuer zunächst als Ausgleichsstener gegenüber der offensichtlichen Benachteiligung der ortsansässigen Geschäfte verlangt worden. Daß aber ein bei ungünstigen Verrechnungsmethoden verhältnisKonsumäßig so niedriger Prozentsatz wie 100% oder 200% keinen Diese Aufklärungsarbeit durchzuführen, hat sich der ,, Volkswirtschaftliche Aufklärungsdienst" zum Ziel gesezt. Er will frei und unabhängig, unbeeinflußt durch politische oder privatwirtschaftliche Einstellung und Interessen, sein weitgestecktes Ziel in enger Zusammenarbeit mit Landwirtschaft, Handel, Industrie und Handwerk, mit der Presse und den Organisationen der Endverbraucher erreichen. Für seine ausschließlich dem Dienst an der deutschen Gesamtwirtschaft gewidmete Arbeit bedarf er der tätigen Mitarbeit und Unterstützung aller Bevölkerungskreise. Der deutsche Einzelhandel kann grundsäßlich die geforderte Einschränkung überflüssiger ausländischer Waren nur billigen und ebenso den beabsichtigten Maßnahmen des Volkswirtschaftlichen Aufklärungsdienstes seine Zustimmung geben. Wir emp fehlen den hessischen Einzelhändlern, den gegebenen Anregungen Beachtung zu schenken, sowie den berufsständischen Organisationen, als Mitglied dem Volkswirtschaftlichen Aufklärungsdienst beizutreten und seine Tätigkeit nach Kräften zu unterstützen. wirksamen Ausgleich schaffen kann, liegt auf der Hand. Von seiten des Landesverbandes des Hessischen Einzelhandels wurde daher am 2. Mai 1930 bei dem Hessischen Landtag der Antrag gestellt, den Zuschlag von 100% auf 300% zu erhöhen. Aber auch dies dürfte auf Grund der inzwischen gemachten Erfahrungen als noch nicht ausreichend angesehen werden, zumal neuerdings bekannt wird, daß selbst eine Stadt wie Frankfurt über 600% Zuschlag als Filialsteuer erhebt. Auch die hessischen Gemeinden und Städte haben nunmehr die Frage der generellen Erhebung einer Filialsteuer aufgegriffen, allerdings wohl weniger in der Absicht, das ortsansässige Gewerbe zu entlasten, als vielmehr neue Einnahmequellen zu erschließen. Es darf aber festgestellt werden, daß heute schon eine ganze Reihe hessischer Städte und Gemeinden Filialsteuer erheben. Bekanntlich unterliegt die Regelung der Filial- und Warenhaussteuer der Landesgesetzgebung, so daß in jedem Lande andere Bestimmungen gelten. Durch einen vor 2 Jahren vorgelegten Rahmengewerbesteuergesehentwurf soll aber auch reichsgefeßlich die Möglichkeit der Einführung einer Filialsteuer als Zuschlag zur Gewerbesteuer verankert werden. Die damals Samstag, den 13. Dezember 1930. vorgesehene Zuschlagshöhe ist aber äußerst gering und wird daher in der Praxis bedeutungslos sein, wenn auch, was beabsichtigt ist, eine Aenderung der Verrechnungsmethoden bei der Veranlagung eintritt. Neuerdings wird verlangt, die Filialsteuer nicht mehr auf der unzulänglichen Basis der Gewerbesteuer zu erheben, sondern reichsgeseßlich als Zuschlag zur Umsatzsteuer auszugestalten, da man sich hiervon eine viel größere und nachhaltigere Wirkung, besonders z. B. auf Einheitspreisgeschäfte und ähnliche verspricht. Auch in dem Streit der politischen Parteien wird diese Frage in der allernächsten Zeit eine besondere Rolle spielen, da eine wirkliche Aenderung der bestehenden Verhältnisse nur durch den Reichstag möglich ist. ,, Gießener Zeitung" Lokales. Sonntagsgedanken. Es ist eigenartig: auch die, die in dieser falten Welt teine Wärme mehr spüren und selbst die, denen das Weihnachtswunder von Bethlehem nur mehr als ein Märchen erscheinen will, können doch nicht ungerührt an dem schönsten aller Christenfeste vorübergehen. Und wie ein Heimweh nach einem reinen Glück kommt es über sie. Nirgends finden sie es wieder, weil sie ihren Blick nach unten senken und nicht nach oben richten. Wieder läuten Adventglocken durch den kalten Wintermorgen. Sie künden das Nahen des Weihnachtsfestes. Alle Jahre neu verkündet es der Menschheit, wenn auch viele es nicht mehr Weitere Lockerung der Zwangswirtschaft hören wollen:„ Friede den Menschen auf Erden!" in... Frankfurt a. M. Wie die Magistrats pressestelle der Stadt Frankfurt laut ,, Frankfurter Zeitung" mitteilt, hat der Regierungspräsident in Wiesbaden auf Antrag des Magistrats die Freigrenze für die Zwangsbewirtschaftung von Wohnungen in Frankfurt a. M. auf 1000 RM. volle Jahresfriedensmiete herabgesetzt, während sonst in Preußen die oberste Grenze bei 1400 RM. liegt. Ueber diese Wohnungen hat also in Zukunft das Wohnungsamt in Frankfurt a. M. nicht mehr zu verfügen, sie können frei vermietet werden. In Frankfurt a. M. wird allgemein von der nackten Friedensmiete ausgegangen, das heißt von der vereinbarten Mietsumme, die am 1. Juli 1914 tatsächlich an den Vermieter ge= zahlt wurde. Will man errechnen, welche nackte Friedensmiete einer vollen Friedensmiete von 1000 RM. entspricht, so müssen von der vollen Friedensmiete( 1000 RM.) alle ortsüblichen und alle vertraglich üblichen Zuschläge und Nebenleistungen des Mieters abgezogen werden. Dabei tommf man im Normalfall bei Wohnungen ohne Zentralheizung auf etwa 880 RM. naďte Friedensmiete, bei Wohnungen mit Zentralheizung auf etwa 730 RM. nackte Friedensmiete. Alle Wohnungen, deren nackte Friedensmiete am 1. Juli 1914 mindestens so hoch war, wie die beiden genannten Beträge( 880 bezw. 730 RM.), sind also ab 1. Dezember nicht mehr zwangsbewirtschaftet. Soweit ist man mit dem Abbau der Wohnungszwangswirtschaft in unserer Nachbarstadt Frankfurt a. M. Und in Hessen? Da weigert sich der Minister, überhaupt etwas zur Lockerung der Zwangswirtschaft zu tun. Er wartet daß ihm das Reich zuvorkommt, damit er seine Hände in Unschuld waschen kann. Auf diese Weise macht man sich das Regieren leicht. Die Tätigkeit der hessischen Regierung beschränkt sich, soweit der Hausbesitz in Frage kommt, auf steuerliche Leistungen; der Hausbesitz muß die Mittel liefern, um den Regierungsapparat in Gang zu halten. Wie lange noch? Wie notwendig hätte es doch diese Welt, auf diese Himmelsbotschaft zu hören. Krante Seelen warten überall auf Heilung Niedergebeugte möchten sich aufrichten, Friedlose sehnen sich nach Friede, eine ganze Welt ruft:„ Friede den Menschen auf Erden". Das ist die Himmelsbotschaft von Bethlehem. Und wenn sie auch 2000 Jahre alt ist, sollte gerade die Erde von heute und besonders wir in unserem Vaterlande auf sie hören. Denn alle Welt könnte wieder froh werden, wenn dieser Friedensgesang himmlischer Sänger hineindringen würde in die tiefste Nacht und in die endlosen Schatten der Gegenwart. Und auch dorthin, wo man das Weinen und alles Elend unserer Tage nicht mehr hören will. Erst wenn die himmlische Botschaft von dem Frieden den Menschen auf Erden wieder hineindringt in alle Menschenherzen und Bruderhaß und Rachsucht tötet, wenn wieder wahre Weihnachtsstimmung über diese Erde kommt, dann erst und keine Stunde früher wird diese Erde und unser Vaterland wieder gesunden. Der Sonntagsschreiber. Sammelleidenschaft und Voltsbelehrung. Längst hat sich die deutsche Industrie gewöhnt, durch belehrende Bilderreihen, die als Werbemittel Zigaretten, Schokoladen usw. beigegeben werden, die Sammelleidenschaft in den Dienst der allgemeinen Wißbegier zu stellen. Nun hat eine Zigarettenfabrik es unternommen, Verkehrserziehung mit dem Ziele besserer Verkehrsunfallverhütung zu treiben, indem sie eine Werbebilderreihe herausgibt, auf der die verschiedenen Verkehrszeichen, ihr Zweck und ihre Wirkung dargestellt und erläutert werden. Der hier beschrittene Weg sollte weiter verfolgt werden. Es würde sich nicht nur für die Werbetätigkeit der herausgebenden Firma lohnen, wenn planmäßig möglichst viel Gebiete der hygienischen Volkbelehrung in Werbebilderreihen dargestellt würden. Kurs Ost. Von U.- Bootmatrose A. Unterleitner. Wochen vor Weihnachten. * Nr. 99 Höhe der Syndikatspreise fast bei allen Kohlensorten zu ermähigen. Die Preise ermäßigen sich weiter durch Mengen- und Barrabatte und bei Sonderabmachungen mit Verbraucherorganisationen. Bei Fettnuß I und II stellen sich die Preise in Säden. frei Keller auf 2,26 RM. gegen seither 2,35 RM., bei AnthrazitEiformbriketts auf 2,35 RM. gegen seither 2,45 RM. Bei Braunfohlenbriketts betragen die Preise 1,80 RM. gegenüber 1,85 RM. seither. * * Warnung vor Störung des Rundfunks. Rundfunkempfangsanlagen werden in steigendem Maße durch Störungen beeinträchtigt, die von anderen elektrischen Geräten, z. B. Föhnen, Haarschneidemaschinen, Heizkissen usw. und ganz besonders von ( Hochfrequenzheilgeräten) Hochfrequenzbestrahlungsapparaten Camstag, de Straßen Automobil- Clu Benftrede Gru aufgehoben. zwischen Kilome jeglichen Verkeh Eisenbah ausgehen. Sämtliche Besitzer derartiger Geräte werden ersucht, diese mit Störschutz zu versehen oder sie nur außerhalb der festgesetzten Hauptrundfunksendezeiten zu benutzen. Hochfrequenzbestrahlungsapparate dürfen nur dann betrieben werden, wenn sie das VDE.- Zeichen zum Nachweis der Störfreiheit tragen. Hauptsendezeiten für den Südwestdeutschen Rundfunkt sind die Zeiten von 12-14.30 und von 16-23 Uhr. Man spricht vom Advent. Ankunft des Christkindes. Neues Kirchenjahr. Vielen nachdenklichen Menschen ist es in den letzten Jahren zumute gewesen, als ob gerade jetzt eine gewaliige Krise, ein schweres Gericht über die Erdenmenschheit hereinbreche. Man steht, nicht nur wirtschaftlich, unter einem gewissen schweren Drud. Alles erscheint so unsicher. Man fürchtet, daß die Zeiten noch schwerer, noch drangsalsvoller werden können. Aber die vorweihnachtliche Freude möchte doch nicht ganz ausgeschaltet werden. Es ist die Vorfreude der Kinder. Zwar ist ihnen der Weihnachtsbaum am heiligen Abend an sich nichts Neues mehr. Denn bei allen möglichen großen und kleineren Veranstaltungen, Ausstellungen, Schaufensterauslagen usw. haben sie ihn bereits gesehen. Aber es ist doch etwas besonderes, wenn zu Hause unter dem Lichterbaum beschert wird. Die Vorfreude hat ihren tiefsten und schönsten Sinn, wenn sie von dem Geiste der Güte, der Liebe getragen ist, also wenn sich groß und klein freut, einem anderen etwas Freude bereiten zu dürfen. Und man möge in diesem Zusammenhange an das ernste zeitgemäße Wort ,, Nothilfe" denken! Das freudige Schenken, mit Taft und ohne großes Trara geübt, kann da manchen Lichtblick Die bringen, mancher bitteren Stimmung wehren alten lieben Weihnachtslieder werden jetzt wieder lebendig. Sie sind unverwüstlich. Helle Kinderstimmen singen sie trotz dem grauen Alltag. An Steuerbord nähern wir uns einem dunkeln Streifen. Wir gehen näher unter Land. Von weither vermeint man dumpfes Rollen und Grollen wie von schweren Geschüßen zu vernehmen. Oder täuscht die Phantasie? Der dunkle Streifen an Steuerbord hat sich in einen lieblichen Waldstreifen verwandelt mit vorgelagerten weißen Sandflächen und anschließenden sonnigen Grasteppichen. Einige halbzerfallene Bauern- oder Fischerhütten liegen herum, echt russischen Stil zeigend. - Da stoppt plötzlich unser Boot ab. Wie aus dem Wasser gestiegen, liegen vielleicht 1000 Meter vor uns drei kleinere Fahrzeuge. Ein weißer, durchsichtiger Rauch verrät Delfeue= rung. Feindliche Minensuchboote oder harmlose Fischdampfer? Die drei haben kleine Fahrt und sind im Auslaufen begriffen. Auf unser Flaggensignale„ Sofort stoppen!" legen sie anscheinend kein Gewicht. Erst ein Schuß vor den Bug des Führerbootes macht die Russen wach. Von Stoppen aber ist teine Rede, im Gegenteil, sie wollen auf höchste Fahrt gehn und plötzlich blitt es beim Führerboot auf. Die winzige Rauchwolke läßt auf kleines Kaliber schließen. Der Einschlag liegt kurz links vor uns. Wir drehen ab, gehn auf größere En fernung und eröffnen aus dem Hedgeschutz ein wütendes Feuer. Schon die vierte Granate sitzt. Noch eine fünfte und drüben brennt es auf dem vordersten Schiff. Die beiden andern Boote schießen nicht. Sie sind scheinbar unbewaffnet. Nun setzen unsere beiden Geschütze fest ein. Bei der dritten Salve fliegen Feßen und Trümmer in der Luft umher. Eine Minute später ist der Plaz des Führerbootes leer, und nunmehr herumschwimmende Schiffsteile zeigen ein schauriges Seemannsgrab an. Die Liste der russischen Hilfskriegsschiffe ist um eine„,.- Bootfalle" ärmer. Sentung der Kohlenpreise. * Von der Getränkesteuer befreit sind Getränke, die der Wirt und seine Angestellten unentgeltlich einnehmen, ferner Fleischbrühe, auch ,, Kaffeekochen" ist steuerfrei, d. H. wenn nur kochendes Wasser und Kaffee getrennt abgegeben werden. ☆ Verein im Ver * lung ab. Spielvere im Café Leib se lojung ab. * Erweiterung des Fahrplans der Kraftpostlinie GießenLaunsbach Wißmar- Krofdorf- Gießen. Mit Wirkung vom Sonntag, dem 14. Dezember ab wird auf der Kraftpostlinie Gießen Launsbach- Wißmar- Krofdorf eine neue nur Sonntags verkehrende Kraftpost mit folgenden Fahrzeiten versuchsweise eingerichtet: Ab Gießen Bhf. 16.20, Gießen Neustädter Tor 16.24, Abzweig Krofdorf 16.30, Launsbach 16.36, Wißmar 16.46, an Krofdorf 16.55. In Krosdorf besteht Anschluß an eine um 17 Uhr nach Gießen abfahrende Kraftpost, so daß den Bewohnern von Launsbach und Wißmar eine weitere Fahrgelegenheit von und nach Gießen gegeben ist. Die um 22.40 von GieBen Bahnhof nach Krofdorf verkehrende Kraftpost wird an Sonntagen über Launsbach und Wißmar geleitet, wenn sich zur Mitfahrt nach diesen beiden Orten mindestens zehn Personen melden. Im Auftrag des Herrn Ministers für Arbeit und Wirtschaft haben am 11. ds. Mts. mit den Vertretern des Kohlenhandels Besprechungen wegen Herabsetzung der Kohlenpreise stattgefunden. Die Kohlenhändlervereinigung hat sich bereit erklärt, die seither bestehenden Preise ab 1. Dezember 1930 mindestens in Die beiden andern Russen haben unterdessen gestoppt und zeigen Flaggensignale. Wir drehen vorsichtig darauf zu und stoppen bei etwa 500 Meter Abstand. Auf unser Signal kommen bald darauf die beiden Kapitäne der Russen boote zu uns an Bord und bringen ihre Schiffspapiere mit. Ergebnis: Fischdampfer, beide unbewaffnet, unter Bewachung und Führung eines russischen ,, King Stephan"! Die beiden Russen in Zivil müssen als Gefangene an Bord bleiben. Sie erhalten Zigarren, die sie dankend annehmen. heizer und ich entern an Bord. Die wenigen Mann der Besatzungen stehen ängstlich herum. Nach kurzer Verständigung heißt unser Führer die Leute in die Boote gehen und an Land rudern. Schnell werden nun unserseits die Sprengpatronen angeschlagen, die Flutventile geöffnet und zwei Schiffe gehen bald darauf mit Krach und Getöse ihrem Führer in die Tiefe nach. Der Kommandant befiehlt:„ Boot klar machen, Leutnant W. und vier Freiwillige tlarhalten, Sprengpatronen ins Boot!" Natürlich bin ich dabei. Wir legen uns wie die Teufel in die Riemen und ,, nudsen" nach Herzenslust. Daß uns nicht viel geschehen kann, dafür wachen unsere Rohre schon. Als wir nun näher an die beiden Dunkelgrauen kommen, stußen wir doch etwas, da alles so still ist. Wir legen am nächsten der aneinander festgemachten Boote an; der Offizier, ein Torpedo- * 224er. Andres". Bi Das Reids bung für den W tiger Wirkung jadentarten mit Gebühr von 3 R Drudjadjen doppe auch dann zulä * Schöffengericht. Wegen fahrlässiger Tötung wurde ein junger Mann aus der Wetterau mit 200 RM. Geldstrafe verurteilt. Derselbe hat einem Bekannten eine Schußwaffe ausgehändigt, mit welcher derselbe aus Unvorsichtigkeit einen dabeistehenden Dritten tötete. Ein junger Dieb im Rückfall tam glücklich mit 2½ Jahren Gefängnis davon. Wegen schwe rer Urkundenfälschung( Wechselfälschung) wurde ein Arbeiter unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Woche Gefängnis verurteilt. - - * Ernennungen. Oberamtsrichter Dr. Weissenbach beim Amtsgericht in Pfeddersheim wurde mit dem Titel Amtsgerichtsdirektor nach Bad Nauheim versetzt. * Pensioniert. Mit Wirkung vom 1. April 1931 scheidet Justizsekretär Fr. Stotz aus dem Dienst aus. * Kundgebung. Am Samstag, den 13. Dezember 1930, abends 8.30 Uhr, spricht in der Turnhalle am Oswaldsgarten der 2. Bundesführer des Stahlhelm, Oberstleutnant a. D. Duesterberg, in einer Stahlhelm- Rundgebung. * Aus dem Stadttheater. Am Samstag nachmittag, Anfang 15.30 Uhr, gelangt das Weihnachtsmärchen ,, Goldmarie und Pechmarie" von Aloys Prasch unter der Leitung von Karl Vold zur erstmaligen Aufführung. Aufdruden zur cufdrude des A farte steht jetzt a Hälfte der Bord iegenen Teil rest * Stadttheater. Als Fremdenvorstellung kommt Sonntag nachmittag die Jazz- Operette ,, Meine Schwester und ich" zur Wiederholung. Spielleitung: Dr. Prasch; musikalische Leitung: Fr. Cujé; Tänze: E. Bäulke. Zuwendunge Eine Firma mäßige Zuwend Steuerbilanz al wollte aber die zipielle Entschei den Reichs- Fing 30), daß die Zu bungskosten und len sich die Zu Aus Lich. Der Krämermarkt, C Grünberg. aus Offenbach Stimme Meh 27 Jahre alt, die Reifeprüf Frankfurt Rea einer Arbeit tungsbeschlü soweit es nur irgend möglich ist, jedes deutsche Kriegergrab zu erfassen. Wenn er auch nicht überall, wo Hilfe not täte, mit eigenen Mitteln eingreifen kann, da die Zahl seiner Mitglieder im Verhältnis zu der Größe und dem Umfang seiner Arbeit 1.och viel zu gering ist, so läßt er sich doch ständig über den Zustand der Kriegergräber unterrichten. Auch in Palästina überwacht er die deutschen Ehrenstätten, von denen eine in Nazareth liegs. oftmals kommen deutsche Pilger in diese Stadt, wie wenige denken aber daran, daß sich dort noch ein Plätzchen be findet, das gerade von uns Deutschen aufgesucht werden sollte: der deutsche Heldenfriedhof. Wenn man von Nazareth die gewöhnliche Pilgerstraße über Kana nach Toberias und an den Sce Genezareth geht, liegt dort, wo der Weg in seiner scharfen Biegung Nazareth verläßt, der Heldenfriedhof, von dem man die ganze Stadt überschauen kann. Nur wenige Minuten muß inan bergan steigen, dann steht man vor einem großen eisernen Tor, das in eine mächtige Mauer aus gelbem Sandstein eingefügt ist. Treten wir ein, finden wir links die Gräber der barmherzigen Brüder, rechts gegenüber ein Massengrab and weiter hinaus auf einem erhöhten rechteckigen Platz, dessen Hinterwand rch bearbeitete Felsblöcke bilden, liegen die Einzel gräber, fahle Hügel, mit Propellern und Kreuzen gekennzeichnet. Cypressen, Pinien und Lebensbäume, die von den barmherzigen Brüdern aus dem nebenanliegenden Kloster gepflanzt wurden, geben der ganzen Anlage ein eigenartig schönes Aussehen. Die Gräber selbst aber sind tahl und harren noch der endgültigen Gestaltung. Vorläufig fann wenig für sie getan werden, da die englische Gräberfommission in Jaffa, der die Pflege der Gräber obliegt, beabsichtigt, sie mit Steinen zu versehen. Die Verhandlungen währen schon mehrere Jahre. Da die Steine in England angefertigt werden sollen, verzögert sich jedoch ihre Ausstellung. In letzter Zeit ist der Friedhof durch Hinzubet tungen Gefallener, die in Feldgräbern und bei Djenin gelegen haben, erweitert. In Djenin selbst besinden sich nun teine Kriegergräber mehr, jedoch ist dort das seinerzeit von den deut schen Truppen gesetzie Denkmal stehen geblieben und wird mit Beginn des nächsten Jahres aus Mitteln, die der Ring der deut schen Flieger zusammengebracht hat, vom Volksbund gründlich instandgesetzt und mit einem Eisengitter umgeben. In Nazareth bemühen sich mit rührender Sorgfalt und in stetem Kampf mit der großen Hitze und dem sehr fühlbaren Mangel an Wasser die barmherzigen Brüder um die Erhaltung des deutschen Helden friedhofes. Aber auch hier muß manches geschehen, um diese Ehrenstätte ein würdiges Aussehen zu sichern. Das Tor rostet, die Einfassungsmauer hat Risse bekommen, da sie von oben richt abgedeckt ist und der Regen in die Fugen eindringt. Die Fertigstellung muß aber bald geschehen, da die Felsen keinen genügenden Schuh bieten und das dazwischen liegende Erdreich immer noch abrutscht. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräber fürsorge, der die Patenschaft vergibt, ist zu näheren Auskünften jederzeit gern bereit. Daß wir nun auf der Rückfahrt 100 Meter vor den Augen unserer Kameraden ein drollig aussehendes, aber doch sehr ge= fährliches Bad nehmen sollten, daran hatten wir allerdings nicht gedacht. Und das tam so. Dem Vordermann meines Nebenmannes schnitt der Riemen unter. Beim Hochholen des= selben bekam mein Kamerad einen heftigen Stoß in den Rücken, so daß er unwillkürlich auffuhr, ausrutschte und auf das Dollboot fiel. Unser Führer wollte gegenstemmen, und plumps! wir schwammen, das Boot war weg. Ein paar Schreie durch Mark und Bein, ein Schlagen und Prusten ich will schwimmen. trotz des schweren Lederzeugs, da hängt sich etwas an mid. Herrgott im Himmel! Ich will zustoßen, doch wie in einem Schraubstock wird der rechte Arm festgehalten. Den Kameraden mit dem Kopf über Wasser bringend, treten wir beide wie wahnsinnig in der salzigen Flut. Namenlos ist das Erschrecken, als sich auch von der linten Seite noch einer an mich hängt. Einige Sekunden, die uns eine Ewigkeit scheinen, tauchen wir unier Wasser. Doch nur treten, treten! Alles feucht in mir. Einer reißt mir das Zeug auf. Ich will ihn wegstoßen, doch er hängt. Erschütternd sehe ich sein angstverzerrtes Gesicht und greif ihn wieder fester. Fast schwinden mir die Sinne. Ich denke an Gott, Mutter und heule fast vor Anstrengung. Ich will nicht mehr gehen da was war denn nun? werde ich mit einem Male hochgehoben, und eine Sekunde später sitze ich in Grätsche auf dem gefenterten Jollenrücken. Links und rechts hängen halb bewußtlos und halb ertrunken noch beide Kameraden an meinen bleiernen Armen. Wie von weither höre ich noch ein paar Stimmen und dann war wohl Schlafenzeit. Beim Wiedererwachen auf unserm Boot rochen wir hübsch schön nach steifem Grog und anderntags waren wir fünf außer einem floßigen Schnupfen wieder ,, All rigth!" ( Entnommen dem bei der Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart erschienenen Buch„ Wir leben noch! Deutsche Seehelden im U.- Bootkampf".) Deutsche Soldatengräber in Nazareth. Viele wissen nicht, daß in dem Land, das allen Christen heilig ist, ebenfalls deutsche Krieger zur letzten Ruhe gebettet wurden. Wenn auch ihre Zahl gegenüber den Hunderttausenden in Frankreich, Belgien und Polen gering ist, so ist doch keine Gräberstätte zu klein, daß sie nicht mit deutscher Liebe und Treue umhegt werde. Deshalb hat der Volksbund das Netz seiner Vertrauensleute über fast die ganze Erde gespannt, um, das Dottorer Bad Nau weiter!" jant verjammlung und Sparma Launspad hier eine Post fentliche Fern genschaft einer gefeges vom 2 Sinne der Tel Von Stadtm Der Eintri Abfühlung zu Schutz auf ideal durch Dichter: des Körpergew terjchied gegen unjerem Winte 10 Prozent un menjchliche Ha düzen, jie ta Daß allzu groß Die Gänsehau vorübergehende abhärten", ih cine gewiffe G gehen, daß wi winterlide W Wir dürf Unfer Winter mit diden P tragen, fich S haarten Kopf abgesehen von Dertleiden. E muß die Klei wir unbeding wähnt, jind d ichen verschie fönnen, denn andere. Jede Winter um Winterkleidu gebraudyt wi filzt es durd Ourchläfig fu itung und be Nr.9 en zu erma gen- und Ba raucherorgan Celje in Gade bei Anthrazit R. Bei Brauz egenüber 1 Rundfunkemp Störungen be 3. B. Föhnen besonders vo engheilgeräten werden erjud erhalb der fe Hochfrequen werden, went reiheit tragen funtt sind di Fränke, die de nehmen, ferne h. wenn nu werden. linie Gießen Wirkung von Kraftpoftlin Que nur Son zeiten verjud Ben Neustädte 16.36, Wigma Injchluß an ein so daß den B re Fahrgelegen 22.40 von Gie ftpost wird a t, wenn sich zu zehn Persone ung wurde ei Geldstrafe de Schußwaffe aus igkeit einen de Fieb im Rüdfal Wegen schme e ein Arbeite iner Woche Ge Seiffenbach bein el Amtsgerichts ril 1931 jheide Dezember 1930 Oswaldsgarte eutnant a. 2 ng. admittag, Goldmarie un von Karl Boll tommt Sonnta er und ich" italische Leitung tiche Kriegergr Silfe not täte, feiner Mitglie ang jeiner Ar dig über den n Palästina üb je Stadt, wie ein Pläbchen Teine in Nazar ucht werden soll Nazareth die Derias und an in jeiner jaar of, von dem m cm großen eijer nige Minuten em Sandstein ats die Gräber Majjengrab igen Play, de , liegen die Ging uzen gekennzeichn den barmherzig gepflanzt wurd önes Aussehen. och der endgültig getan werden, der die Pflege zu versehen. te. Da die Stein gert sich jedoch hof durch Hinzub bei Djenin geleg den fich nun fe erzeit von den de eben und wird der Ring der de Boltsbund gründ geben. In Nazar n ftetem Kampi angel an Waffer es deutschen Helbe geschehen, um die ern. Das Tor ro 7, da fie von ugen einbringt. D a die Gellen fein en liegende Gro utiche Kriegsgrib näheren Ausfünf Eamstag, den 13. Dezember 1930. - * Straßensperrungsnachricht, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( AvD.) Gießen. Die Sperre der Stra ßenstrecke Grund- Schwalheim Bad Salzhausen ist wieder aufgehoben. Die Provinzialstraße Gießen Reiskirchen wird zwischen Kilometer 5 und 7 vom 16. bis 20. Dezember 1930 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Annerod. * Eisenbahn- Fahrbeamten- Verein. Heute abend hält der Verein im Vereinslokal ,, Stadt Wetzlar" seine Hauptversammlung ab. * Spielvereinigung 1900 e. V. Der Verein hält heute abend im Café Leib seine Weihnachtsfeier mit Theater, Tanz und Verlosung ab. * 224er. Andres". Zusammenkunst heute abend im Lokal ,, Zum Billigeres Porto für Drucksachen. Das Reichspostministerium teilt mit: Zugunsten der Werbung für den Warenumsatz hat die Deutsche Reichspost mit sofortiger Wirkung die Vorschriften über die Versendung von Druckjachenkarten mit anhängender Antwortkarte zu der ermäßigten Gebühr von 3 Rpfg. wesentlich erleichtert. Die Freimachung einer Drucksachendoppelfarte mit einer 3- Pfennig- Marke ist fünftig auch dann zulässig, wenn die Antwortkarte neben den üblichen Aufdrucken zur Vorbereitung der Antwort noch sonstige Werbecufdrucke des Absenders der Doppelkarte enthält. Die Antwortfarte steht jetzt also bis auf die für die Anschrift bestimmte rechte Hälfte der Vorderseite und bis auf den für die Antwort vorgesehenen Teil restlos für Werbeaufdrucke zur Verfügung. Zuwendungen an Sportvereine nicht steuerpflichtig. Eine Firma, die einem ihr nahestehenden Sportverein regelmäßige Zuwendungen machte, hatte diese Beträge in ihrer Steuerbilanz als Werbungskosten angesetzt. Das Finanzamt wollte aber diesen Posten nicht anerkennen. Um eine prinzipielle Entscheidung herbeizuführen, ging die Firma bis an den Reichs- Finanzhof. Dieser hat nun entschieden( VI A 112330), daß die Zuwendungen von Firmen an Sportvereine Werbungskosten und daher nicht steuerpflichtig sind. Allerdings so= len sich die Zuwendungen in angemessenen Grenzen halten. Aus Nah und Fern. Lich. Der große Licher Weihnachtsmarkt, Schweine- und Krämermarkt, findet am Montag, dem 15. Dezember, statt. Ein jugendlicher Bürgermeister. Grünberg. Am Freitagabend wurde Dr. Kurt Mildner aus Offenbach zum Bürgermeister von Grünberg mit einer Stimme Mehrheit gewählt. Der neue Bürgermeister ist erst 27 Jahre alt, stammt aus Aschaffenburg und hat in Offenbach die Reifeprüfung bestanden. Er studierte in Hamburg und Frankfurt Rechtswissenschaft. Am 12. Juni 1929 bestand er mit einer Arbeit über Rechtsschutz gegenüber den Gemeidevertretungsbeschlüssen nach Artikel 98 der Hessischen Städteordnung das Doktoreramen. Bad Nauheim. Unter dem Motto:„ Bis hierher und nicht weiter!" jand am Donnerstag abend eine öffentliche Protestversammlung der Deutschen Volkspartei gegen die neuen Steuerund Sparmaßnahmen der hessischen Regierung statt. Einrichtung einer Poststelle Launspach( Kr, Wetzlar). Am 15. Dezember ds. Js. wird hier eine Poststelle eingerichtet. Mit der Poststelle ist eine öffentliche Fernsprechstelle verbunden. Die Poststelle hat die Eigenschaft einer Postanstalt im Sinne des§ 1 des Reichspoſtgesetzes vom 28. Oftober 1871 und einer Telegraphenanstalt im Sinne der Telegraphenordnung mit der Befugnis zur Annahme Winterkleidung. Von Stadtmedizinalrat Dr. Fischer- Defon- Frankfurt a. M. Der Eintritt der falten Jahreszeit gebietet, den Körper vorAbkühlung zu schützen. Bei den behaarten Tieren ist der Kälteschutz auf ideale Weise gelöst. Der Pelz paßt sich dem Winter durch Dichter- und Festerwerden der Haare an. Nur 1½ Prozent des Körpergewichts beansprucht der Winterpelz, ein riesiger Unterschied gegenüber der Masse von Kleidern, die der Mann in unserem Winterklima mit sich herumschleppt und die gewöhnlich 10 Prozent und mehr des Körpergewichts beträgt. Auch die menschliche Haut vermag sich gegen die umgebende Kälte zu schützen, sie kann sich zusammenziehen und dadurch verhindern, daß allzu große Wärmemengen vom Körper abgegeben werden. Die Gänsehaut" ist weiter nichts als ein derartiger, allerdings vorübergehender Kälteschutz. Man kann aber auch den Körper ,, abhärten", ihn an die Kälte gewöhnen, ohne indeß damit über eine gewisse Grenze hinauszukommen. Es ist also nicht zu umgehen, daß wir zu künstlichen Mitteln, zum Schutz gegen die winterliche Witterung greifen und uns ihr anpassen müssen. Wir dürfen aber in dieser Beziehung nicht zu weit gehen. Unser Winterklima macht es in der Regel nicht erforderlich, sich mit dicen Pelzen zu behängen, ausgepolsterte Ueberschuhe zu tragen, sich Hals und Gesicht dick zu vermummen und den behaarten Kopf mit dicken Filz- oder Tuchhüllen zu bedecken, ganz abgesehen von den vielen Stofflagen, die den übrigen Körper verkleiden. Soll der Körper voll leistungsfähig bleiben, dann muß die Kleidung luftdurchlässig sein; diese Bedingung müssen wir unbedingt für die Winterkleidung stellen. Wie schon erwähnt, sind der Abhärtung Grenzen gesetzt, die bei jedem Menschen verschieden sind. Man wird also keine Norm festsetzen fönnen, denn ein Mensch kann mehr Kälte vertragen als der andere. Jeder sollte aber nur das unbedingt Nötige auch im Winter um seinen Körper haben. Der Fehler der männlichen Winterkleidung besteht zunächst darin, daß zu dickes Unterzeug gebraucht wird. Zumal wenn es aus Wolle hergestellt ist, ver= filzt es durch die Schweißaufnahme leicht und wird dann undurchlässig für Luft, hindert somit die Haut an ihrer Ausdüntung und befördert die Ansammlung schädlicher Stoffe im Kör,, Gießener Zeitung" und Ausgabe von Postsendungen aller Art und von Telegrammen sowie zur Vermittlung von Gesprächen. Sie nimmt ferner Bestellungen auf die durch die Post zu beziehenden Zeitungen an und zahlt für ihren Zustellbereich die Renten aus. Jm Briefverkehr gilt die Ortsgebühr nur innerhalb von Launspach. In allen übrigen Fällen gilt die Ferngebühr. Die Poſtstelle wird dem Postamt Gießen, das als Leitpostamt gilt, unstellt und führt die amtliche Bezeichnung: Launspach, GießenLand. Unregelmäßigkeiten beim Arbeitsamt. Weglar. Bei einer vom Landesarbeitsamt Frankfurt beim Arbeitsamt Wetzlar vorgenommenen Revision wurden Unregelmäßigkeiten in der Kassenführung des Arbeitsamtes Wetzlar Nr. 99 leiter führten. Die Unterschlagungen sollen sich auf etwa 100 000 bis 150 000 RM. belaufen. München. Als Ausstellungsidee für den Sommer 1931 haben sich Vorstandschaft und Kuratorium des Münchener Ausstellungspartes auf das Thema:„ Die Frau von heute" geeinigt. Der Titel der Ausstellungsidee steht jedoch noch nicht endgültig fest. Wertvolle Funde im Hafen von Pyräus gehoben. Während der Baggerarbeiten im Hafen von Pyräus förderte eine Baggermaschine über 60 wertvolle antike Gegenstände aus der Meerestiefe zutage. Die Baggerarbeiten wurden zur syste= matischen Durchforschung des Hafengrundes angeordnet. festgestellt. Der seit mehreren Jahren auf dem Arbeitsamt be Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen schäftigte Angestellte Paul Sarges aus Wetzlar ist im Zusam= menhang mit diesen Feststellungen fristlos entlassen worden. Die Prüfung des umfangreichen Materials nimmt längere Zeit in Anspruch, so daß sich die Höhe der unterschlagenen Summe zahlenmäßig noch nicht genau feststellen läßt. Dillenburg. Auf der Frohnhäuser Landstraße wurde der 40 Jahre alte Ernst Hofheinz aus Manderbach, als er mit seinem Fahrrad auf der Heimfahrt begriffen war, von einem Personenkraftwagen überfahren. Er erlitt einen Schädelbruch und verstarb nach Einlieferung ins Dillenburger Krankenhaus. Runtel( Lahn). Beim Versuch, seinen vollbeladenen Wagen auf der Landstraße zu wenden, geriet einem Landwirt das mit zwei Pferden bespannte Führwerk hinterrücs ins Rutschen und stürzte in die Lahn. Während der Fuhrmann sich noch in Sicherheit bringen konnte, ertranken die Pferde. Bad Homburg. Mit Unterbrechungen ist im Taunus bei einer Kälte von 4,5 Grad weiterer Schnee gefallen. Die Schneedecke, größtenteils zusammenhängend, hat eine Höhe bis zu acht Zentimetern erreicht. Frankfurt a. M. Nach dem Genuß von Sauerkraut ist eine ganze Familie, auf der Körnerwiese wohnhaft, erkrankt. Handwerks im Monat November 1930. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Der Monat November pflegt stets zu den geschäftlich stillsten Monaten im Handwerk zu zählen. In diesem Jahr war der Rückgang unter dem Einfluß der allgemeinen schlechten wirtschaftlichen Lage besonders stark fühlbar. Infolge der großen Kapitalnot und der allgemeinen Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Wirtschaft, kam die Bautätigkeit beinahe völlig zum Stillstand. Das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung vermochte nur vereinzelt noch eine geringe Belebung des Baumarktes zu bringen. Auch die Baunebengewerbe hatten, abgesehen von notwendig werdenden Reparaturarbeiten, fast keine Aufträge zu verzeichnen. Vor allem in den Außenberufen ruhte die Tätigkeit mit Rücksicht auf die nasse Witterung fast völlig. Die Zahl der arbeitslosen Ge hilfen stieg infolgedessen beträchtlich.- Von den wenigen Handwerksberufen, für die der November mit zur Hauptgeschäftszeit gehört, wird berichtet, daß die in diese Zeit gesetzten Hoffnungen in keiner Weise erfüllt sind. Die NahKothen( Rhön). In der Mühle des Feuerwehrhauptmannsrungsmittelhandwerke weisen troß gesenkter Preise einen weiAugust Zeier brach abends ein Brand aus, der die ganze Schneidemühle mit sämtlichen Maschinen und reichen Holzvorräten in Asche legte. Kassel. Der Oberpräsident der Provinz Hessen- Nassau hat eine Verordnung erlassen, wonach das öffentliche Anschlagen, Anheften und Ausstellen von Plakaten mit aufreizenden Inschriften verboten wird. Die Verwendung roter Farbe für Plafate ist gleichfalls untersagt worden. Eine ähnliche Verordnung hatie vor einigen Tagen auch das Oberpräsidium der Rheinprovinz erlassen. Kassel. Ein bei seinen Eltern wohnender 17jähriger Arbeitsloser hatte seine Unterstützung abgeholt und sie in Alkohol umgesetzt. Als ihm seine Eltern Vorwürfe wegen seiner Trunkenheit machten, wurde er derart wütend, daß er die ganze Wohnungseinrichtung zertrümmerte und seinem Vater mit einem stumpfen Gegenstand erheblich am Kopf verletzte. Essen. Massenschlachtungen von Großvieh mußten in vie len Städten des Industriegebietes wegen Seuchengefahr vorgenommen werden. Kein feindlicher Soldat mehr auf deutschem Boden. Saarbrücken, 12. Dezember. Heute nachmittag gegen 3 Uhr erfolgte als letzter offizieller Akt der Saarbahnschutztruppen die Einholung der französischen und belgischen Flagge auf der alten Dragonerkaserne in Saarbrüden. Es war ein Rest von 250 Mann, in der Mehrzahl Franzosen und noch einige belgische Offiziere. Vor wenigen Tagen zogen die Belgier ab und jetzt ist auch der letzte Reſt verschwunden. Damit hat zwölf Jahre nach Kriegsschluß der letzte feindliche Soldat deutschen Boden geräumt. Bayreuth. Bei der Bayerischen Elektrizitätslieferungsgesellschaft wurden Unterschlagungen aufgedeckt, die zur fristlosen Entlassung des kaufmännischen Direktors und einiger Abteilungs! per. Leichtes, poröses Unterzeug dagegen bietet nur Vorteile; wird ein dickerer Anzug als im Sommer getragen, dann werden gesunde Menschen sich auch im Winter mit der praktischen Netzunterkleidung oder, was den Oberkörper betrifft, auch dem Leinwandhemd auf der bloßen Haut begnügen können. Die Oberkleidung behält nur dann ihre Luftdurchlässigkeit, wenn sie regelmäßig gereinigt, durch Klopfen mit Bürsten vom Staub befreit und nach dem Ablegen zum Lüften an das offene Fenster gehängt wird. Es ist auch durchaus nicht nötig, den Hals durch enge Kragen abzuschließen. Der Schillerkragen, der zur völligen Abhärtung gegen Erkältungen führt, wie auch der freie Hals der Matrosen das beste Mittel zur Verhütung von Erkältungsfrankheiten in dem rauhen Klima ist, hat sich nicht eingebürgert; aber die Forderung, den engen, steifen Stärkekragen durch einen niedrigen, weiten, weichen zu ersetzen, ließe, sich überall leicht durchführen. Für die Kopf- und Fußbekleidung des Mannes im Winter gilt ebenfalls der Grundsatz, daß ein Zuviel nur schadet und neben Erkältungen noch andere Leiden hervorruft. Der Fuß, der viel bewegt wird, kann ganz gut mit baumwollenen Strümpfen gegen die Kälte geschützt werden, und bedarf nur beim Wintersport, wenn er durch Bandagen eingeengt ist, einer dickeren Bekleidung in Gestalt sog. Sportstrümpfe. Und wer es nicht vorzieht, auch während des Winters barhäuptig zu gehen, was ohne gesundheitlichen Schaden möglich ist, der soll, wenn er es überhaupt noch besitzt, das natürliche Haarkleid des Schädels durch eine leichte Hülle schützen. Ein Ohrenoder Nasenschutz ist nur bei der größten Kälte, wenn zugleich ein scharfer Wind weht, nötig. Der Mantel tann natürlich auch durch andere Kleidungsstücke ersetzt werden, ist aber des= halb vorteilhaft, weil er den Uebergang aus der Kälte in den geheizten Innenraum auf bequemste Wege durch Ablegen ermöglichst. Die weibliche Kleidung ist im großen und ganzen viel gesünder als die männliche. Man braucht nicht zu glauben, daß dafür die gesundheitliche Aufklärung verantwortlich sei; leider ist es immer noch die Mode, die ohne Rüdsicht auf Gesundheit diktiert, und nun zufällig einmal das Richtige trifft. Die Richtigkeit dieser Behauptung wird ja u. a. dadurch erhärtet, daß das gesundheitswidrige Korsett wieder auftaucht, teren Rückgang ihrer Umsätze auf. Auch im Schneiderhandwerk hat die Saison ein vorzeitiges Ende gefunden. Im Sattler, Tapezierer-, Uhrmacher und Juwelierhandwerk ist die sonst in der zweiten Hälfte des November spätestens einsetzende Nachfrage nach Geschenkartikeln für das Weihnachtsfest nahezu völlig ausgeblieben. Die Geschäftstätigkeit dieser Gewerbezweige hielt sich vielmehr in dem bisherigen Rahmen. Man erwartet infolge der geringen Kaufkraft des Publikums auch kein lebhaftes Weihnachtsgeschäft. Eine leichte Belebung für das bevorstehende Weihnachtsfest ist bislang lediglich vom Gehoben hat sich die BeMöbeltischlerhandwerk gemeldet. schäftigung auch beim Elektroinstallationshandwerk, das durch verstärkte Lichtreklame und die Anlage von RadioempfangsAbgesehen geräten vermehrte Aufträge zu verzeichnen hatte. von der allgemeinen Wirtschaftsnot und geschwächten Kaufkraft der Kundschaft glaubt das Handwerk, den schlechten Geschäftsgang auf die Preissenkungsaktion der Regierung zurückführen zu müssen. Die Bevölkerung erwartet unter dem Druck der behördlichen Maßnahmen starke Preisrückgänge und hält daher mit der Auftragserteilung zunächst zurück. - - und Auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Lage entsprechend der Beschäftigung der Betriebe verschlechtert. Die Zahl der erwerbslosen Handwerksgehilfen hat weiter zugenommen. damit auch die Klagen über die Schwarzarbeit Erwerbsloser. Die Zah Meldungen über Lohnsenkungen liegen nicht vor. lungsweise der Kundschaft hat mit der zunehmenden ArbeitsDie finan losigkeit eine weitere Verschlechterung erfahren. zielle Lage der Betriebe gestaltete sich dadurch immer schwieriger. Anträge auf Steuerstundung und erlaß usw. nehmen infolge dessen zu. Die Beschaffung der benötigten Rohstoffe und Materialien bereitete keine Schwierigkeiten. Für Zement, Glas, Holz, Kupfer, Lötzinn, Zinkblechy, Dekorationsstoffe und Buchbindermaterialien werden Preisrückgänge gemeldet. - allerdings unter dem Decknamen Korselet! Immerhin weist die Winterkleidung des weiblichen Geschlechtes Widersinnigkeiten auf. Florstrümpfe an den vom Rod nicht bedeckten Unterschenfeln, am Hals aber dicke Pelze, ist ein Gegensatz, der zu ganz ungleichmäßiger Erwärmung bezm. Abkühlung des Körpers und damit leicht zu Erkältungsfrankheiten, zu denen nicht nur Schnupfen und Husten gehören, führt. Der Hals kann übrigens viel leichter abgehärtet werden als der Unterschenkel. Wenn es auch zu weit gegangen ist, nun alle möglichen Unterleibserkranfungen auf die an und für sich sehr vernünftige Kurzrödigkeit zurückzuführen, so muß doch während des Winters die Forderung gestellt werden, die Beine genügend warm zu bekleiden. Ueber die sonstige Bekleidung gilt dasselbe wie bei den Männern. Das Abhärien durch Luftbaden und falte Abwaschungen sollte im Sommer beginnen und dann durch die Uebergangszeit hindurch auf den Winter übergeleitet werden. Wer Furcht vor Erkältung hat und sich vor jedem Luftzug scheut, wer sich durch dice Kleidung beschwert, der ist viel geneigter zu Krantheiten als derjenige, der sich leicht bekleidet in der frischen Luft lebhaft hin und her bewegt und mit windgeröteten Wangen heimkehrt. Und beginni man mit der Abhärtung unter Wahrung aller Vorsicht, ohne sie erzwingen zu wollen, unter Rüdsichtnahme auf die Einstellung des findlichen Körpers schon in früher Jugend, dann braucht man auch im Winter nicht ängstlich zu sein und kann die Kinder viel leichter bekleiden, als es noch vor 20 Jahren üblich war. Sporthumor. Der bekannte Boger Dempsey erschien einmal bei einem Zahnarzt. Ich habe furchtbare Zahnschmerzen," flagte er. ,, Ein Zahn muß gezogen werden," sagte der Zahnarzt zu Dempsey, nachdem er die Zähne untersucht hatte. " Bitte," antwortete Dempsey. Soll ich den Zahn schmerzlos ziehen?" fragte ihn der Arzt. ,, Weshalb fragen Sie?" brummte Dempsey. Weil es sonst weh tut, Herr Dempsey." Der Boxer betrachtete den Zahnarzt eine Weile, dann sagte er:„ Ziehen Sie ihn bitte schmerzlos in ihrem eigenen Interesse. Eamstag, den 13. Dezember 1930. Gorgt für gesunde Hühnerställe! Von Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer u. Tierzuchtinspettor. Jetzt im Winter sind unsere Hühner wieder weit mehr als im Sommer auf den Stall angewiesen und der gewissenhafte Geflügelhalter wird alles tun, den Tieren diesen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, nicht zuletzt in seinem eigenen Interesse, denn die Legetätigkeit wird sehr vom Wohlbefinden der Tiere beeinflußt. Wenn man heute noch Ställe sieht, deren Boden mit den verkrusteten, Schichten von Kot an die Guanolager Südamerikas erinnern und in denen auch die entsprechende Luft herrscht, so wundert man sich nicht, daß die Hennen den Nachtstall nicht zum Eierlegen benützen. Vögel sind sehr saubere Tiere und der Stalle muß eine Streu bekommen, die die Zersetzung des Kotes und die Entwicklung schädlicher Gase verhindert, bis der Mist entfernt wird, was nicht zu selten geschehen darf. Am besten eignet sich hier Torfmull, der von allen Streumaterialien bei weitem die größte Aussaugefähigkeit und Fäulniswidrigkeit besitzt und alle entstehenden Gase bindet. Ungeziefer kann im Tormull nicht aufkommen, während Stroh eine Brutstätte für Milben und Flöhe bildet. Das Gemenge von Torfmull und Hühnermist stellt einen ganz vorzüglichen Gartendünger dar, der vor allem sehr stickstoffreich ist, während ohne Torfmull der Stickstoff als Ammoniafgas entweicht und die Stalluft verpestet. Unbedingt brauchen die Hühner auch im Winter, einen bedeckten Scharraum, in dem sie sich bei ungünstiger Witterung be= tätigen können. Auch für diesen hat sich Torfmull, hier vermischt mit etwas grobem Sand, als das beste Streumittel erwiesen. Diese Streu erfüllt ihre Aufgabe, die Futterförner zu verbergen und die Tiere zum Scharren zu veranlassen, in idealer Weise, macht den Tageskot unschädlich und läßt kein Unge= ziefer aufkommen. Auch wird so der Boden niemals zu stark ausfälten. Helle, luftige, aber doch warme Nachtställe, die den Hüh nern einen hygienischen Nachtaufenthalt bieten, ausreichende Scharräume, in denen sie sich bei jeder Witterung betätigen können, das sind Forderungen, von deren Erfüllung nächst einer rationellen Fütterung die Erzielung von Wintereiern abhängt. Zitronen monatelang haltbar. Es ist lästig, wegen jeder Zitrone zum Kaufmann schicken zu müssen, aber einen größeren Vorrat davon kann sich die Hausfrau auch nicht zulegen, denn sehr bald zeigt die Schale, auf die es ja am meisten ankommt, häßliche Schimmelflecke, die Früchte schrumpfen und sind bold für den Kehrrichteimer reif. Da ist es sehr vorteilhaft, sich in irgend einer Ede ein Torfmullfistchen( auch eine Schublade ist geeignet) anzulegen, in dem sich Zitronen, wenn sie ganz von Torfmull umgeben sind, Dank der keimtötenden Wirkung dieses Materials, monatelang halten. Man verwendet hierzu den sogenannten Moostorfmull, der heute auch in kleinen Mengen zu haben ist. Unsere Methode der BruchHeilung Hermes nach längst anerkannten, aber allgemein immer noch stark vernachlässigten Grundsätzen, hat gute Heilerfolge aufzuweisen, wo andere Heilmittel versagten. Patente im In und Auslande. Referenzen, Auskunft pp. brieflich kostenlos gegen doppeltes Rüdporto. Unser Vertrauensarzt erwartet Sie zur ,, Gießener Zeitung" Weihnachten in Bethel! Als das Christuskind in Bethlehem geboren wurde, standen an seiner Krippe lauter arme Leute. Je ärmer sie aber waren, desto heller leuchtete ihnen die Liebe Gottes, die in der Sendung des Kindes offenbar geworden ist. Einen Strahl des ewigen Weihnachtslichtes aus der himm lischen Welt hoffen wir Bethelleute auch in diesem Jahre sehen zu dürfen. Die Zeit ist schwer, die Not ist groß. Das spüren wir in unserer Arbeit täglich mehr. Die Zahl derer, die aus Armut und Krankheit, aus Arbeitslosigkeit und Hunger bei uns antlopfen, nimmt unablässig zu. Alle unsere Häuser sind überfüllt; in den Zufluchtsstätten der Heimatlosen wird bald das letzte Notquartier belegt sein. So haben wir fast 6000 große und kleine Weihnachtsgäste zu versorgen. Auch unsere Freunde stehen fast alle heute unter hartem Drud. Trotzdem wagen wir die Bitte: Macht Euch selbst und uns die Freude, daß Ihr denen helft, die noch ärmer sind als Ihr! Laßt Eure Gaben, und wären sie noch so klein, Boten jenes himmlischen Lichtes sein, das in Bethlehem erschienen ist. Unser Weihnachtshaus" nimmt alles dankbar an. Kleidungsstücke, Mäntel, Strümpfe, Schuhe, vor allem für Männer, sind besonders willkommen; nicht minder Lebensmittel jeder Art, Spielsachen für Kinder, Bücher, Bilder, Gesellschaftsspiele für Erwachsene. Sehr wertvoll ist uns auch Strickwolle. Die Arbeit des Verteilens auf die vielen verschiedenen Anstaltshäuser wird uns sehr erleichtert, wenn uns die Gaben so früh wie irgend möglich gesandt werden. Will man uns aber lieber das Einkaufen überlassen, freuen wir uns auch über jedes Geldgeschent.( Postschecktonto: Hannover 1904 P. F. v. Bodelschwingh, Bethel bei Bielefeld.) Allen Freunden von Bethel wünscht in einer Zeit der Armut und Not ein doppelt gesegnetes Weihnachtsfest F. v. Bodelschwingh, P. Bethel bei Bielefeld, Weihnachten 1930. Neue Bücher. Wichtig! Die„ Handelshochschule", über die wir schon ve:= schiedene Male berichtet haben, bietet den kaufmännischen Angestellten ein hochschulmäßiges Studium. Darin besteht für ihn im Zeitalter der Arbeitslosigkeit und des wirtschaftlichen Niederganges eine Grundlage, um eine Hebung seiner sozialen Lage zu erreichen. Ein Angestellter mit guten Leistungen wird nicht abgebaut! Der Industrieverlag Spaeth& Linde( Berlin W. 10, Genthiner Straße 42) hätte beiner Generation mit der„ Sandelshochschule" einen solchen Dienst erweisen können, wie der gegenwärtigen. Man lasse sich vom Industrieverlag kostenlos ( Portospesen von 30 Psg. sind einzusenden) die interessante Probeleftion ,, Cr. 3" fommen. * Deutscher Reichspost- Kalender 1931. Herausgegeben mit Unterstützung des Reichspostministeriums. Kontordia- Verlag, Leipzig C 1. Preis 4 RM. Der Deutsche Reichspost- Kalender ist soeben in dritter Folge erschienen. Wie seine Vorgänger will er die breite Oeffentlichkeit über die vielseitigen Einrichtungen der Deutschen Reichspost aufklären, der Postfundschaft die zweckmäßigste, bequemste und wohlfeilste Ausnutzung der gebotenen Verkehrsmöglichkeiten erläutern und darüber hinaus ganz allAusnahme- Angebot für 1930/31 Ich liefere an meine Kundschaft Stoff f. Bettwäsche( glatt weiß) beste, haltbare Ware in einer Zusammenstellung wie folgt: RM 7.50 RM 4.2 Bezüge 130 200 cm Bett4 Kissen 80/80 cm wäsche 2 Bettücher 130/225 cm Solange der Vorrat reicht. Aufgabe erbeten an - RM 4.50 Zusammen nur RM 16.direkt ab Fabrikation Wäsche- u. Stickerei- Fabrik, Falkenstein i. Vogtl., Postfach 158 Eine Untersuchung und genauesten Unterweisung wahre Pracht in der Sprechstunde: Gießen: Donnerstag, 18. Dezember, nachm. von 47 Uhr, Bahnhofs- Hotel Lenz; Marburg: Freitag, 19. Dezember, vorm. von 8-12 Uhr, Hotel Freidhof. " Hermes" Aerztliches Institut für orthopä dische Bruchbehandlung 6. m. b. 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Auch der neue Jahrgang führt dem Be schauer eindringlich vor Augen, wie sich die Deutsche Reichspost alle Fortschritte der Wissenschaft und Technik zunuze zu machen sucht, wie sie bestrebt ist, dem deutschen Volke einen immer leistungsfähigeren Verkehrs- und Betriebsapparat zur Verfü gung zu stellen und dabei trachtet, die berechtigten Belange aller Bevölkerungskreise wie auch in sozialer Beziehung ihres Personals nach Möglichkeit zu berücksichtigen und zu fördern. - Die Deutscher Reichsbahn- Kalender 1931. 5. Jahrgang, Herausgeber Dr. Jng. Dr. rer. pol. Hans Baumann. Kontordia- Verlag, Leipzig. Preis R.-Mt. 4.-. Jeder Jahrgang dieses wissenschaftlich wertvollen und unterhaltenden Werkes überrascht. Es ist eine angenehme unaufdringliche Art, die in freundlicher Form uns in diesem Jahrgang die Reichsbahn in ihrer internationalen Verkehrsverpflechtung kennen lernen läßt. Reichsbahn als Brücke zum Ausland ist das Motto dieses Kalenders. Es wird die Ein- und Ausfuhr jeder der 29 Reichsbahndirektionsbezirke und die Bedeutung fast jeden Grenzbahnhofs der Reichsbahn vorgeführt. Unter dem zum geflügelten Wort gewordenen Leitwort: ,, Mit der Reichsbahn durch deutsche Lande" wird wieder ein Ausschnitt aus dem schönen Deutschland gegeben. * - Kunst und Leben. Ein Kalender mit 53 Original- Zeich nungen und Holzschnitten deutscher Künstler und mit Versen und Sprüchen deutscher Dichter. 23. Jahrgang 1931. Verlag Fritz Heyder, Berlin- Zehlendorf. Preis 3,50 R.-Mt. Dieser schöne deutsche Abreißkalender vermag wirklich Freude und Begeisterung zu wecken für das künstlerische Schaffen unserer Zeit. Er ist ein Begleiter von künstlerischem und literarischem Wert fürs ganze Jahr, ein Anreger, der viele Freunde verdient. Der große Weihnachtswunsch! So verschiedenartig die Neigungen, so verschiedenartig die Wünsche, in denen sie sich spiegeln. Am schwersten zu erraten der eine ,, Große Wunsch", auf dessen Erfüllung es besonders antommt. Studieren Sie den reich illustrierten Weihnachtsratgeber des soeben erschienenen zweiten Weihnachtsheftes der ,, Eleganten Welt“. Eriche Bezugspreis Ribaltionsschluß fr fenbung nicht ver Weihnachswünsche Berliner Kinder. In Hest 50 der ,, Woche" sind Schulaufsätze von 6-9jährigen Schulkindern aus dem Berliner Norden ohne jede Aenderung veröffentlicht. Sie spiegeln am reinsten die Stimmung der Wochen vor dem Fest 1930 wider. Ueber ,, Schleichpfate von der Schweiz nach Italien" und die , Banden vom Ceresio" wird in der Hackebeils J. 3. Nr. 50 ve= richtet. Auch der sonstige reiche Stoff verdient allgemeine Beachtung. " Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Weihnachts- Preisrätsel! Wer kennt Deutschland? Nerlbi, Gruhbam, Zeilgip, Seddern Nüchmen, Rohvanne. in den obenstehenden Worten sind die Namen von 6 deutschen Großstädten- deutsche Hauptstadt, 1 Hausastadt, 2 im Freistaat Sachsen, je 1 in Bayern und Hannover in verstellter Buchstabenfolge enthalten. Wer errät die richtigen Namen? Es handelt sich nur um Großstädte mit über 30000 Einwohnern. Wir veröffentlichen dieses Preisausschreiben, um unser neues großes, Illustriertes Konversations- Lexikon" als Weihnachtsgeschenk in jedem deutschen Hause einzutühren. Jeder Löser erhält ein Vierteljahr hindurch als Weihnachts- Pramie von unserm " Jllustrierten Konversations- Lexikon" vollständig gratis 13 Wochenheterungen Band vou 832 selten mit über 15000 Artikeln, 3160 Abbildungen im' Text und auf 160 ganz- und 17 halbseitigen Bildertafeln, ferner etwa 30 Selten z. T. mehrfarbige Karten u. 52 Seiten Tabellen. Die Lieferung erfolgt vollständig umsonst und ohne irgendwelche Verpflichtung. Wir berechnen nur die Portokosten in Höhe von 13 X 15 Pfg= 1.95 Mk. Lieferung erfolgt nur durch die Post. Irgendwelche weitere Verpflichtungen übernimmt der Einsender nicht. 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Dezember 19 966 Millionen Sterling in Ga worden sind. Das Urteil Altona, 16. im jogenannter teil gefällt: Dr nat, und v. Wi Sambrod zu ei ben Monaten 150 RM. Geld und Ammerma Monaten zwei gen Beihilfe e Monaten zwei 71, Berlin, 16 verordneten V 1930, wie folg Don 38 500 000 DOIT 33 100 000 Mart wird ge