Nr. 27. Big Berg gen wer 1. jämtlich fürchter Te ziehen udan auf Regierung Abwehren Male ngeführt. 75 000 find, um m. ich ver undschau" Sowjet folgenden varen er en. 1922 wesent 1,2 Mil: ausgebil: illionen: ie unter: vichtigstes zen antinur das Angriffs nzerautos wirksamer 1. Künfnicht mit ern damit. at bedinfermassen, als einem n werden. e Inſtitun bereiten uchen dem s nahezu en großen die letzte will ein efert dazu ispiel. ßte Wehr das Heer wieterne Euch überMillionen m schwäch boud eben kann, dienganges ht haben? fg.( Porto iten starkes uftrieverlag 2, fommen. des„ Han und das wird auf der 7 vorlegen: erfälle nad tet in Wort erfenswerter je. sich der im „ Drei Luft en: Köhl- Ostwestüber r Rungeffer Löwensteintigten, sonif zu einem ießen. essen Sanwall spr. 115 hion Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Rolitische Rundschau. Anläßlich der Beisezung der schwedischen Königin findet am Sonnabend um 14,30 Uhr im Berliner Dom eine Trauerfeier statt, an der u. a. der Reichspräsident, der Reichskanzler, der Reichsaußenminister und das Diplomatische Korps teilnehmen werden. Staatssekretär Schmid ist auf dringendes Ersuchen des Reichs= ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 12. April 1930 gesetze bis zum Ende dieser Woche abgeschlossen werden soll. Die Tage von Montag bis Mittwoch nächster Woche werden genügen, um auch die Agrarvorlage in zweiter und dritter Beratung zu erledigen. Dann wird der Reichstag in die Osterferien gehen und am 2. Mai wieder zusammentreten, um die Etatsberatungen zu beginnen. Die bayerische Wirtschaft gegen die Umministers Treviranus zur Wiederaufnahme seiner Dienstgeschäfte jazsteuerpläne der Bayerischen Volkspartei. im Ministerium für die besetzten Gebiete bereit, um seine 7% jährige Arbeit für die Rheinlandbefreiung zum Abschluß zu bringen. Am Mittwoch fand die 50. Vollversammlung des Deutschen Industrie- und Handelstages in Berlin in Gegenwart zahl= reicher Ehrengäste statt. U. a. nahmen das Wort Franz v. Mendelssohn, Reichswirtschaftsminister Dietrich, Dr. Klönne, Reichsminister a. D. Hamm und Dr. C. F. v. Siemens. Zwischen der deutschen Gesandtschaft und dem ägyptischen Außenministerium ist ein vorläufiges Handelsabkommen ge= schlossen worden, das gegenseitige Meistbegünstigung vorsieht. Das Abkommen bedarf noch der Ratifizierung. Die endgültige außergerichtliche Auseinandersetzung zwischen Staat und Kirche in Anhalt ist am Donnerstag erfolgt. Der Anhaltische Landtag nahm den Gesezentwurf, der diese Auseinandersegung regelt, in dritter Lesung und damit endgültig an. Der Staat zahlt der Kirche dauernd eine jährliche Summe von 300 000 Mart, Der Zollsag für Schweine ist mit Wirkung vom 14. April auf 27 Rmf. für den Doppelzentner erhöht worden. Der Schiedsspruch für das Schneidergewerbe, der für das ganze Reich gelten soll, wird voraussichtlich von den Gewerkschaften abgelehnt werden. Die Zustimmung der Arbeitgeber erscheint dagegen sicher. Man erwartet, daß sie die Verbindlichkeitserklärung beantragen werden. Eine tommunistische Druckerei wurde abermals in Berlin ausgehoben. Man fand zahlreiches Druck: und Beweismaterial. In der nordamerikanischen Metallindustrie sind in der ersten Aprilwoche Massenkündigungen erfolgt. Auch in anderen Industriezweigen machen sich Anzeichen beginnenden Konjuntturrückganges deutlich bemerkbar. 113 llovibay Die bayerischen Wirtschaftsverbände haben an die Reichs tagsfraktion der Bayerischen Volkspartei folgendes Telegramm gerichtet: ,, Hören mit größter Bestürzung, daß Anträge der Bayerischen Volkspartei betreffend Erhöhung der Umsatzsteuer und Worenhaussteuer ernsthaft erörtert werden. Durchführung dieser Anträge würde in der jetzigen Zeit schwerster wirtschaftlicher Depression die Lage der von uns betreuten Erwerbsstände mit Rücksicht auf die Abwendbarkeit aufs schwerste erschüttern. Wir bitten daher, von derartigen Anträgen abzusehen". Der Reichseisenbahnrat soll zu den Tariferhöhungen Stellung nehmen. Der Reichsverkehrsminister hat, wie aus Berlin gemeldet wird, zum 1. Mai erstmalig in diesem Jahre den Reichseisenbahnrat einberufen, um dessen Stellungnahme zu dem Antrag der Deutschen Reichsbahngesellschaft auf Erhöhung der Personen- und Gütertarife zu hören. hodad, nolied Handelsvertrag London Moskau. London, 10. April. Dem ,, Daily Expreß" zufolge sind die Verhandlungen für den Abschluß eines Handelsvertrages zwischen Großbritannien und Sowjetrußland jetzt praktisch abgeschlossen und noch in der kommenden Woche wird ein Entwurf in Moskau zur Stellungnahme überreicht werden. Es heißt ferner, daß eine endgültige Regelung über die Basis dafür skizziert wurde. Keine russische Goldausfuhr. Mostou, 11. April. Die ausländischen Gerüchte über russischen Goldexport werden dementiert vom Präsidenten der russischen Staatsbank, Pjatakow. Es handelt sich um Falschmeldungen zwecks Erschütterung der Kreditfähigkeit der Sowjetunion. Rußland habe bisher seine ausländischen Verpflichtungen pünkterlich eingelöst. Das französisch- türtische Schiedsgericht hat die Ansprüche der Erben des Sultans Abd ul Hamid auf Zahlung einer staatlichen Entschädigung für das konfiszierte Eigentum des früheren Sultans endgültig abgewiesen. Agrar und Finanzvorlagen. Bei Ablehnung sofortige Reichstagsauflösung. Berlin, 11. 4. Heute fand eine Besprechung der Führer der Regierungsparteien statt, an der auch die Kabinettsmit= glieder teilnahmen. Als Ergebnis dieser Besprechung kann mitgeteilt werden, daß zwischen den Deckungsvorlagen und der Agrarvorlage das Junctim durch einen neu einzuführenden§ 1a in der Agrarvorlage hergestellt wird, wonach deren Inkraftsetzung von der unveränderten Annahme der Deckungsvorlage abhängig ist. Wird das Junctim oder werden die Vorlagen selbst abgelehnt, so wird das Reichskabinett den Reichstag noch morgen auflösen. Ein Ermächtigungsgesetz wird in diesem Fall nicht erst eingebracht werden. Die neuen Biersteuersäße. Das zwischen sämtlichen Regierungsparteien am Freitag vereinbarte Kompromiß über die Biersteuererhöhung liegt nunmehr vor. Nach diesem neuen Kompromiß beträgt die Biersteuer von den ersten 2000 Hektolitern der Jahreserzeugung 9,50 Rmf., von den folgenden 8000 Hektolitern 9,70 Rmk., von den folgenden 10 000 Hektolitern 9,90 Rmk., von den folgenden 10 000 Hektolitern 10,20 Rmt., von den folgenden 30 000 Hektolitern 10,50 Rmk., von den folgenden 30 000 Hektolitern 10,80 Rmk., von den folgenden 30 000 Hektolitern 11,40 Rmf. und von dem Rest 12 Rmf. Gegenüber dem ursprünglichen Kompromiß ist die Steuererhöhung bei sämtlichen Sägen um 50 Pfennig niedriger ausgefallen. Für die Brauereien, die innerhalb eines Rechnungsjahres aus selbstgewonnener Gerste nicht mehr als 20 Hektoliter Bier erzeugen, ermäßigt sich der Steuersatz auf 2 Rmt. für einen Hektoliter, sofern sie bereits vor dem 1. April 1930 im Betrieb gewesen sind. Für Brauereien, die innerhalb eines Rechnungsjahres nicht mehr als 1000 Hektoliter erzeugen, ermäßigt sich der Steuersatz auf 9 Rmt. Die Vergünstigungen erlöschen mit Ablauf des Rechnungsjahres, in dem in der Brauerei mehr als : 20 bezw. 1000 Hektoliter erzeugt werden. Bei einer Million Umsag nur 8000 Mart Steuer. Hohenstein- Ernstthal, 10. April. Vorsteher Mitscherling teilte in der letzten Stadtverordnetensizung mit, daß durch den Konturs der Sozialen Bauhütte Lugau die Stadt ihren Anteil in Höhe von 500 Mark verliert. Er machte die interessante Mitteilung, daß die Bauhütte im Jahre 1928 bei einem Umsatz von einer Million Mart nur 8000 Mart Steuern abgeführt habe. Und dennoch wurde sie pleite. Sparkassenzins und Reichsbankdiskont. Die wiederholten Diskontsenkungen der Reichsbank in den letzten Monaten, die etappenweise zu einem Banksatz von 5 Prozent geführt haben, haben Hoffnungen auf ein Erstarken des Kapitalmarktes und vor allem auf eine Verbilligung des langfristigen Kredites hervorgerufen, und es sind in der Tat, wie die Belebung am Markt der festverzinslichen Papiere zeigt, Anzeichen vorhanden, daß die Entspannung auf dem Kapitalmarkt allmählich Fortschritte macht. Man darf jedoch nicht übersehen, daß dies nur sehr zögernd geschieht und die Entwicklung des Reichsbankdiskonts feineswegs etwa durch innerdeutsche Kapitalmarktverhältnisse bedingt war. Die letzte Diskontsenkung stand sogar, wie die Reichsbank ausdrücklich hervorhob, ausgesprochen unter dem Einfluß der ausländischen Märkte. Daran ändert auch die Flüssigkeit des Geldmarktes nichts, die sich auf den Kapitalmarkt bisher nicht ausgewirkt hat. Wenn daher die Sparkassen der letzten Diskontsentung mit einer entsprechenden Ermäßigung ihrer langfristigen Zinssätze im allgemeinen nicht gefolgt sind, so liegt dies in der augenblicklichen Lage des Kapitalmarktes begründet. So erwünscht ein weiterer Abbau der Kosten des langfristigen Kredites ist, so bleibt doch zu berücksichtigen, daß die Sparkassen bereits Anfang März ihren Zinssat für Hypothekenkredite senkten, ohne daß die übrigen Teilgebiete des Realkredites bisher folgten. Der Zinsabbau geht hier, wie die z. Zt. noch außerordentliche Höhe der Pfandbriefzinsen erkennen läßt, verhältnismäßig sehr langsam vonstatten. Eine weitere Sentung der Einlagezinsen könnte daher im Augenblick leicht bedeuten, daß sich Teile des Sparkapitals gerade dem Teil des Realkreditmarktes zuwenden, bei dem der Zinsabbau am langsamsten fortschreitet; damit würde die erwünschte Realkreditverbilligung nicht gefördert, sondern nur aufgehalten. Erst bei einer nachhaltigen Besserung am Kapi( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 29 Bauaussichten für das Jahr 1930. Die Vierteljahrshefte zur Konjunkturforschung, herausgegeben vom Institut für Konjunkturforschung, fassen im Heft 4 ihres 4. Jahrganges( abgeschlossen am 24. Februar 1930) die Bauaussichten für das Jahr 1930 wie folgt zusammen: Die Aussichten für das Jahr 1930 find regional sehr verschieden, im ganzen aber wenig günstig. Insgesamt wird man unter der Voraussetzung, daß das Sparprogramm der Kommunen in seiner ganzen Ausdehnung durchgeführt wird, für das Jahr 1930 mit einem um mehr als 15 v. H. geringeren Bauvolumen als 1929, d. h. mit Bauinvestitionen im Wert von rd. 7,5 Milliarden Rmk. gegenüber 8,9 Milliarden Rmk., rechnen können, und zwar vor allem infolge einer Verringerung in der Unterstüßung des Wohnungsbaues durch die öffentliche Hand, dann aber besonders infolge einer sehr erheblichen Eindämmung des öffentlichen Bauens. Im Gegensatz zu diesen, die Bautätigkeit beeinträchtigenden Momenten geht von der zunehmenden Verflüssigung der Kreditmärkte ein stützender Einfluß auf die Bautätigkeit aus, wodurch sich der oben angegebene Betrag der Bauinvestitionen freilich etwas erhöhen könnte. 1110 Im einzelnen ist zu bemerken, daß der hohe Bestand an unvollendeten Wohnungen dem Beschäftigungsgrad zunächst einen Rückhalt bieten wird. In Preußen allein sind rd. 105 000 begonnene Wohnungsbauten, d. h. rd. 10 000 mehr als im Vorjahr, in das Baujahr 1930 übernommen worden. Besonders groß ist dieser Ueberhang wiederum in den Großstädten. So sind z. in Berlin fast die Hälfte aller im Jahr 1929 begonnenen Wohnungsbauten erst im Jahr 1930 fertigzustellen. Q Die Baubeginne dürften sich dagegen verringern. Der Wohnungsbau des Jahres 1930 ist von der Finanzierungsseite her stark vorbelastet. Immerhin hat der Wohnungsbau in dem ständigen Kapitalzufluß aus der zweckgebundenen Hauszinssteuer, zu der vom laufenden Jahr ab außerdem die Tilgungsrückflüsse aus den Hauszinssteuerhypotheken hinzutreten, einen gewissen Rückhalt. Nach einer Wohnungsbauinvestition von 3,2 bis 3,5, Milliarden Rmk. im Jahre 1929 wird man für das Jahr 1930 mit etwa 2,7 bis 3,0 Milliarden Rmk. rechnen können. Wenn das Sparprogramm der Kommunen restlos durchgeführt werden sollte, so ist mit einer Verringerung der Investitionen im öffentlichen Bau( im Durchschnitt der Jahre 1928 und 1929 etwa 2,7 Milliarden Rmk. investiert) um rd. I Milliarde Rmf. zu rechnen. Auch im gewerblichen Bau( Gesamtinvestitionen im Jahre 1929 2,7 Milliarden Rmk.) dürfte sich insgesamt der konjunkturelle Rückgang vorerst noch fortsezen. Dabei kann mit einer Verstärkung der regionalen Unterschiede gerechnet werden. Die Zahl der in den Großstädten vorliegenden noch nicht ausgenugten Baugenehmigungen läßt hier im Jahr 1930 zunächst etwa die gleiche Bautätigkeit wie im Jahre 1929 möglich erscheinen. Da für 1930 vorerst mit einer durchgreifenden Belebung der industriellen Konjunktur nicht zu rechnen ist, könnte eine planmäßige Förderung der Auftragserteilung durch die öffentlichen Körperschaften dem Arbeitsmarkt eine starke Stüße bieDurch das Sparprogramm der Kommunen, das entgegen den Forderungen einer planmäßigen, auf die Minderung der Konjunkturschwankungen gerichteten Auftragserteilung der öffentlichen Körperschaften gerade in einer Zeit eingesetzt hat, in der die Wirtschaft erst in die Depression eintritt, dürften die Auswirkungen der Depression durch die Zurückhaltung der öffentlichen Hand am Baumarkt noch verschärft werden. ten. Die Erfolge der sozialdemokratischen Gewerkschaften. Zu dem Artikel in Nr. 27 erhalten wir folgende Zuschrift: Wahrlich, wenn man die alles zersetzende Politik der Sozialdemokraten seit den letzten 40 Jahren verfolgt und jetzt die Erfolge in der Wirklichkeit betrachtet, so überkommt jeden Deutschen ein Grauen über das unübersehbare Unglück, das über unser Vaterland gekommen ist. Ja. die Sozialdemokratie hat ihre Ziele erreicht. Ihr graut aber vor dem Letzten; nämlich die Produktion selbst zu übernehmen. Der eine Mann, der grundgütige Heyligenstaedt, der sich aus einfachem Arbeiterstand hervorgearbeitet hat, hat 400 Menschen Brot verschafft, trotzdem ihm die Genossen ständig Knüppel zwischen die Beine warfen. Jetzt hat die sozialdemokratische Wirtschaft den kapitalistischen Betrieb zum Stillstand gebracht, aber die Sozialdemokra= ten sind nicht im Stande, auch nur 10 der geprellten Arbeiter Ersatz für ihre verlorene Stellen zu geben. Ein Heyligenstaedt aber hat Jahrzehnte hindurch 400 Leuten samt deren Familien ernährt, daran sollten doch die sozialdemokratischen Wähler denken. Die Stillegung der Fabrik Heyligenstaedt könnte jezt ein sehr gutes Beispiel dafür geben, einmal nachzurechnen, wieviel Gewerkschaftsbeiträge die 3-400 Arbeiter dieser Fabrik in den letzten 30 bis 40 Jahren gezahlt haben. Es werden mehr als eine halbe Million Mark herauskommen. Wo aber sind diese Der Reichstag bleibt bis Mittwoch zusammen. talmart, wozu in erster Linie eine Sentung der Pfandbrief- Arbeitergroschen hingekommen? Und wäre doch der Gedanke Bei der ungeklärten politischen Lage konnte der Aeltestenrat ides Reichstages am Donnerstagmittag noch keine endgültigen Beschlüsse fassen. Einstweilen wurde in Aussicht genommen, idaß die zweite und dritte Beratung der Steuer- und Finanzsätze gehört, läßt sich eine weitere Herabsetzung der Einlagezinsen bei Sparkassen verantworten. Die Senkung der Termingelder soll dagegen möglichst bald durch Verhandlungen mit den Verbänden der privaten Geldinstitute erreicht werden. nicht besser gewesen, wenn jeder der Arbeiter seine Beiträge zinstragend angelegt hätte, statt sie für die undurchführbaren marxistischen Ziele zu verpulvern. Jetzt hätte jeder Arbeiter sicher ein Kapital von mehr als 1000 Mark. Samstag, den 12. April 1930. - Tahutata- die Feuerwehr! Schrille Hupen- und Klingelsignale Straße frei! Die Feuerwehr kommt! Wagen, Autos und Radfahrer rechts an den Gehsteig heran, die elektrischen Bahnen bleiben stehen, die Fußgänger stauen sich. Neugierige eilen hinterher. Es brennt, es brennt! Hier ein Dachstuhlbrand, dort ein Stubenbrand! Hier Großfeuer in einer Fabrik, dort eine kleine Explosion in Küche oder Badezimmer. Tag für Tag stehen die Meldungen großer und kleiner Brände in allen Zeitungen. Und wenn man den Ursachen nachgeht, so sind's immer wieder dieselben: Dreiviertel aller Brände entstehen durch Leichtsinn, Achtlosigkeit, Nachlässigkeit( 10 Prozent der jährlichen Brandfälle geschehen, weil heiße Bügeleisen unbeaufsichtigt stehen geblieben sind), Unordnung, unverantwortliche Dummheit, Faulheit, Unvorsichtigkeit, unbeaufsichtigte Kinder( diese allein haben in den letzten Jahren nachgewiesenermaßen 46 500 Brände verursacht!), Und wenn bei einem großen Brandunglück die Zuschauer, ergriffen von der elementaren Gewalt lodernder Flammen, be drückt von dem Gefühl der Machtlosigkeit des Menschen den entfesselten Naturgewalten gegenüber, schauernd und auch ein wenig mit prickelndem Nervenkigel einem solchen Brande zusehen, nur dann überlegen sie gelegentlich: Wieviel an Werten, die Menschen mühsam aufgebaut und zusammengetragen haben, geht hier in Minutenschnelle in Flammen und Rauch, in Nichts, auf! Denkt aber wohl auch der eine oder andere daran, daß im ganzen Deutschen Reich täglich über eine Million, stündlich also 45 000 Mark, ein Raub der Flammen werden, und daß diese Summen also fast eine halbe Milliarde Verlust an Volksvermögen bedeuten? Rechnet sich auch nur ein einziger mal aus, daß man 200 000 Menschen in 20 000 neuen Wohnhäusern unterbringen könnte, wenn diese Summen zu produktiver Arbeit zur Verfügung ständen? - Und die Hauptsache: Wer von all denen, die mehr oder weniger erschüttert ein Brandunglück erlebt haben, zieht den Wer denkt richtigen Schluß aus solch einem Erleben? daran, daß Feuer verhüten, richtiger, einfacher, billiger und klüger ist als alle noch so glänzend funktionierenden EinrichDie Feuerwehren tungen zur Bekämpfung von Bränden? suchen durch die bevorstehende ,, Feuerschutz- Woche" diesem Gedanken in breitesten Volkskreisen Eingang zu schaffen. Vom 27. April bis 3. Mai wird also im ganzen Deutschen Reich Propaganda für Feuerverhütung und Brandschutz betrieben werden. Die ,, Arbeits- und Interessengemeinschaft deutscher Feuerwehr- Drgane", die über mehr als 30 000 lokale Drga nisationen verfügt, ist Träger dieses Gedankens. Der Verband der Deutschen Berufsgenossenschaften, der voriges Jahr die RUW. so erfolgreich durchführte, hat seine Mitarbeit zugefagt; Alle Behörden des Reiches, der Länder und der Kommunen haben den Gedanken tatkräftiger Förderung dieser Feuerschuß- Propaganda aufgegriffen. Nun fehlt nur noch, daß auch jeder einzelne, den es angeht, sich vertraut macht mit den besten Hilfsmitteln im Kampfe gegen die Feuersgefahr, daß jeder, der irgendwie an veranwortungsvoller Stelle steht, sich dessen bewußt wird, daß auch er gebraucht wird. Man wende nicht ein, daß Brände ebenso wie Krankheit und Unfälle unvermeidbare Ereignisse ,, höherer Gewalt" seien. Weiße Zähne Gießener Zeitung Die Erfolge der hygienischen Volksbelehrung, die ganze Seuchen ausgerottet, die Säuglings- und Tuberkulosesterblichkeit herabgedrückt, das durchschnittliche Lebensalter erhöht hat, sind der schlagendste Gegenbeweis. Und auch die Erfolge der R. U. Wo., die bei der Eisenbahn, im Bergbau und im Großstadtverkehr schon statistisch erfaßbare Senkungen der Unfall zahlen im R. U. Wo.- Jahr bewirkt haben, sollten die Skeptiker zum Schweigen bringen. Vor allem aber ist auch auf dem Gebiet der Feuerverhütung ein Nachweis möglich, daß erhöhte Aufmerksamkeit die Zahl der Brände verringert: Als nämlich die Inflation auf ihrer höchsten Höhe stand, als mithin Geld keinen Wert mehr hatte, dagegen Sachwerte unersetzlich waren, in diesem Jahre 1923 hat sich die Zahl der Brände im Vergleich zu den Zahlen der vorhergehenden und nachfolgenden Jahre gewaltig gesenkt. Damals wachte eben jeder mit peinlichster Sorgfalt und Aufmerksamkeit über sein Eigentum, seien es nun Häuser oder Wohnungseinrichtungen. Wenn wir auch jetzt nicht eine Inflation erleben, so stehen wir doch wieder in einer Zeit wirtschaftlichen Niederganges. Aber unsere nervöse, raschlebige, oberflächliche Zeit muß erst aufgerüttelt werden, um ihr derart selbstverständliche, einleuchtende Tatsachen und Gedanken einzuhämmern. Das soll die Feuerschutzwoche bewirken. Und wenn sie weiter nichts erreicht, als daß mindestens in jeder Schule, in jedem Fabrikbetrieb, in jedem Verein die Fragen von Feuerschuß und Brandverhütung in diesen acht Tagen einmal erörtert werden, wenn die offizielle Feuerschutz- Broschüre der Feuerwehren wieder in Millionen von Exemplaren in Millionen von Familien kommt, wenn durch diese Anleitung und Fingerzeige auch nur ein Teil der Bevölkerung angeregt wird zu praktischer Durchführung der ganz einfachen und leicht zu bewerkstelligenden Maßnahmen zur Feuerverhütung, dann ist mit einem Erfolg sicher zu rechпеп. Und dann können wir im nächsten Jahr vielleicht Hunderte von ersparten Millionen, Hunderte von erhaltenen Menschenleben, Tausende von verhüteten Verlegungen, Verbrennungen und Verkrüppelungen als Gewinn buchen. Photographischer Wettbewerb zum Hessenkalender 1931. Der Hessische Verkehrsverband gibt zum viertenmal einen illustrierten Hessenkalender heraus und ruft zu einem Lichtbilderwettbewerb auf. Die Aufnahmen sollen die Eigenart des Landes in landschaftlicher, städtebaulicher, künstlerischer, volks tümlicher oder wirtschaftlicher Hinsicht wiedergeben. Die aufgezogenen Aufnahmen auf Glanzpapier sollen 9 mal 12 oder 13 mal 18, möglichst Hochformat sein. Die Bilder sind in verschlossenem Umschlag mit einem Kennwort zu versehen und bis spätestens 15. Mai ds. Js. an den Hess. Verkehrs- Verband in Darmstadt einzusenden. Die mit Preisen bedachten Bilder gehen in den Besitz des Hess. Verkehrs- Verbandes über. - München ehrt einen deutschfreundlichen Amerikaner. Ein Freund Deutschlands, der in Murnau lebende Amerifaner James Loeb, hat durch großartige Stiftungen die letzte die Errichtung und den Betrieb in Höhe von 600 000 Rmt. der Forschungsanstalt für Psychiatrie in München ermöglicht. Nachdem ihn dafür schon die Universität München mit dem Ehrendoktortitel ausgezeichnet hat, hat ihm nun die Stadt München die goldene Ehrenmünze verliehen. Lokales. Sonntagsgedanken. Nr. 29. Es naht die Zeit der Ostern. Da war einst Jerusalem festlich geschmückt und in den Straßen wallten die Menschen hin und her und waren voll froher Erwartung. Festtagsstimmung lag über der ganzen Stadt und alle Straßen und Gassen prangten im Festgewande. Es war der erste Palmsonntag. geht eine Bewegung durch die Reihen und es löst sich die sehnDer König! süchtige Erwartung. Er kommt! - Da Ja, ist es möglich, ist es wahr dieser König ist ja der arme Zimmermannssohn von Nazareth, ohne Krone und Purpurmantel, ohne Zepter und Glanz. Und doch ein König? Nicht Herolde waren ihm vorangegangen, sondern der Ruf, den die Kinder hörten, der in die Stuben der Kranken drang und in die Hütten der Armen. Seine Worte hatten gezündet, seine Taten die Herzen geöffnet und seine Wunder führten die Menschen in nie gekanntes, nie erlebtes Geschehen. Das war einmal ein Führer und Retter der Armen und Kranken; selbst ein Armer an irdischen Gütern, dafür umso reicher an Schätzen, die ihm sein himmlischer Vater mitgegeben hatte. Donnernd bricht sich der Hosiannaruf der Menge an dem alten Gestein der hohen Gemäuer. Ein demütig Tier trägt den Gefeierten. Ein Lächeln hat er nach rechts und links für alle, die ihm zujubeln. Heute nimmt der ernste, stille Mann, der sonst nur die Einsamfeit und die Einkehr liebt, sogar diese irdischen Huldigungen entgegen. Er will noch einmal Mensch sein unter den Menschen und sich freuen mit ihnen. Denn er weiß, daß es die letzte Freude ist. Trok Palmen und Tücher, trog Jubel und Hosiannarufen führt sein Weg doch hinauf nach Golgatha. Dieser Einzug in Jerusalem ist Prediger, daß wir Menschen wohl uns freuen dürfen an verdienten Ehrungen. Daß wir aber nicht sorglos diesem schwachen Glücke uns ergeben dürfen, weil auf Erden bald wieder die Freude dem Leiden weichen muß. Ueber Nacht kommt Freud und Leid; und eh' du's gedacht, verlassen dich beid' und gehen dem Herrn zu sagen, wie du sie getragen. Der Sonntagsschreiber. * Unwiderruflich Frühling. Man war irre geworden. Der Kalender mochte trügen. Denn die Sonne war verschwunden. Graue Wolken überspannten den Himmel. Regen troff feuchtkalt. Die ersten Schwalben! Die ersten Schwalben machen befanntlich keinen Frühling. Die erste Amsel tut es erst recht nicht. Das Einzige, was frühlingshaft anmutete, war die allgemeine Depression. Man verließ sich aber auch nicht auf die gedrückte Stimmung. Sie ist bei uns zu einem Gemeingut aller Jahreszeiten geworden. Nun aber ist der Beweis erbracht, daß der Frühling eingezogen ist. Die Straßen werden aufgerissen. Jeden Tag neue. Drillbohrer stoßen sich wütend in das Pflaster. Der Verkehr wird umgeleitet. Fernheizung wird zum Frühling eingerichtet, Kabel, die seine Ankunft tünden, werden gelegt. Die Hämmer and die Aerte begrüßen ihn mit ihren Salutschüssen. machen jedes Antlitz ansprechend und schön. Oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischend schmeckenden Chlorodont- Zahnpaste erzielen Sie einen wundervollen Elfenbeinglanz der Zähne, auch an den Seitenflächen, bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens konstruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Chlorodont: Zahnpaste, Mundwasser, Zahnbürsten Einheitspreis 1 Mark bei höchster Qualität. Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt. verlange nur echt Chlorodont in blau- weiß- grüner Originalpackung und weise jeden Ersatz dafür zurück. Vom März 1929 bis März 1930. Die rote Armee an Ruhr und Rhein. Zur 10jährigen Wiederkehr des Kapptages ( 13. März). Ein Volksbuch von Dr. Hans Spethmann über„ Die rote Armee an Ruhr und Rhein"( Verlag Reimar Hobbing, Berlin, Preis 5,20 Rmt.) Die Arbeit setzt uns in jene aufgeregte Zeit zurück, die im Anschluß an den KappButsch zu dem größten Kommunistenausstand führte, den Deutschland je gesehen hat. In erschreckender Deutlichkeit ziehen an uns bolschewistische Zustände vorüber. Nachstehende Ausführungen entnehmen wir dem Buch. Im einzelnen spielten sich grauenhafte Bilder ab. So trieben die Roten eine Gruppe von dreißig bis vierzig Mann bereits gefangener Soldaten in einen engen Gang des Bahnhofs zusammen und schossen hinein. Wer nicht sofort tot war, den schlug man mit dem Kolben nieder, wobei zwischen Verwundeten und Unverwundeten kein Unterschied gemacht wurde. Im Lazarett wurden die Kranken zum Teil bedroht, die Bewachungsleute spielten mit Pistolen und zielten nach den Verwundeten, sogar Ohnmächtige wurden mißhandelt. Außerdem wurden den Gefangenen sämtliche Wertsachen und viele Bekleidungsstücke abgenommen, dazu das ganze Geld. Auch Weiber beteiligten sich an den Scheußlichkeiten, sie belegten die Soldaten mit gemeinsten Schimpfworten und spuckten sie an.. Die Toten vom Regiment Schutz wurden am 22. März völlig nadt und ohne Erkennungszeichen in ein Massengrab verscharrt, in dem später nach langem Suchen auch der Leutnant Löwen, der beim Rückzug hinterrüds angeschossen war und liegen gelassen werden mußte, gefunden wurde, gleichfalls völlig nadt. Ein alliierter Verbindungsoffizier äußerte gegenüber einem deutschen Major, persönlich gesehen zu haben, wie die Roten einen Reichswehrsoldaten an einen Baum banden und ihm lebend ein großes Stück Fleisch aus dem Gesäß herausschnitten... Ueberall waren in diesen Gegenden Plünderungen und Beraubungen an der Tagesordnung, namentlich in Kirchhellen, einer noch ländlichen Gemeinde, deren Einwohner durchweg Landwirtschaft treibende Bürger sind, die auf ihren Kotten meist räumlich getrennt voneinander wohnen. Rücksichtslos wurden Milchfühe, tragende Rinder und Kühe aus den Ställen geholt und abgeschlachtet, alle Schweine fortgeschleppt, ferner täglich die Häuser nach Schinken, Sped, Eiern, Mehl und Getreide durchsucht, alle Kartoffeln, auch die Pflanzkartoffeln, requiriert, oft mit den Worten ,, Wir kämpfen auch für Euch, - damit Ihr keine Steuern mehr zu zahlen braucht!" Selbstverständlich ließ man alles, was an Wertgegenständn aufgestöbert wurde, mitgehen, wer sich zur Wehr sehte, wurde einfach mit dem Kolben bearbeitet. Unter den Räubern befanden sich auch zwei Polen, die kein Wort deutsch sprachen, beide stammten aus dem Dorfe Kiernosia im Kreise Lenczyca unweit Lodz. Ebenfalls waren zahlreiche Karbolmäuschen dabei, die in der Regel Säcke oder Schürzen bei sich hatten und die geraubten Gegenstände in Empfang nahmen. Abends pflegten dann die Banditen mit ihren Bräuten in den Scheunen wüste Orgien zu veranstalten... Am 3. April tauchten in Dortmund bereits die ersten flie= henden Roten auf, denen bald weitere folgten. In Autos und Gespannen mit Maschinengewehren und Gulaschkanonen zogen sie durch die Straßen, mitunter den Eindruck erweckend, als seien sie riesige Hamsterzüge. Unter ausgiebiger Benutzung von Handgranaten wurde auf das ärgste geplündert. In allen Teilen der Geschäfte wurden Waren requieriet, bei anderen einfach mit Gewalt genommen; besonders schlimm wurde einem Goldwarengeschäft und mehreren Konfektionshäusern zugesetzt. Von der Stadtverwaltung erpreßte man 920 000 Mark. Im Stadthause wurde bös gehaust, in den Waschräumen und Schreibstuben wurde alles kurz und klein geschlagen, selbst den Parkettboden vergaß man nicht. Die Telephone wurden, soweit man sie nicht wie die Schreibmaschinen mitnahm, völlig unbrauchbar gemacht, sämtliche Leitungen zerschnitten und zum Schink alles mit Tinte besudelt. Ehe die Zerstörer das Gebäude ver ließen, brachten sie in allen Räumen Nebelbomben zur Explosion, so daß sie noch nach Stunden mit Blausäuredämpfen durchschwängert waren. Ein Zeichen für die Feigheit der Aufrührer war das Abstreifen der roten Armbinden in dem Auge blid, als das Näherrüden der Reichswehrtruppen gemeldet wurde. Den Gefühlen der Einwohnerschaft gab Oberbürgermeister Eichhoff in seiner Rede vom 12. April vor der Stadtrerordnetenversammlung Ausdruck:„ Die Unordnung wuchs, die Verwilderung nahm zu, die Unsicherheit wurde immer größer. Schließlich schien der Einfluß der Führer völlig dahinzuschwin den und es drohte das Chaos. Da gewann in allen Schichten der Bevölkerung die Ueberzeugung breitesten Boden, daß nur die Reichswehr imstande sein werde, die Ruhe und Ordnung wiederherzustellen; auch der Kommunistenführer, Herr Meinberg, hat das Kommen der Reichswehr für durchaus notwendig erklärt. Der Einmarsch der Reichswehr wurde von dem weitaus größten Teil der Einwohnerschaft als Befreiung aus tiefer Not empfunden. Der Reichswehr gebührt Dortmunds Danf" Nürnberger Gold. Samstag, Kein 3w nen beden die erblühen neue auch ein Ste fein erzeugen. * Ofterpat und Verzögeru ben möglichst Aufhrift halt endig unt ground fräft * Achtung Reichsmart der tommen und a nen. Auch 10 Reichsmart das männliche in der Zeichnu fennen ist. Fi tums hat die Evangel des Kircht. amt) für Hesse traße 141( Fe * * Gebühre für Leumunds Abjchriften je 5 zu entrichten. fiche Innenmi für Arbeitsloje frei erklärt. nen bei nachg claffen oder e * Selfische Self. Sauptve faft 100 Jahre tehender evan treibt, beabsid 6. bis 8. Juli Brobeal heulen. Es ho gen feine Ve * Stadtt Bug und Be Seite" und fen vorgeführ Cine e nalen Kongr in Washingt Begründer d mer, Diret figenden des Führer der деботь тобот it EhrenReidsreg Verband Klinit Oberme Illenau E Man sich geste D- 3uges jeite ein Arz erto rüdgete Weije a Marburg Unterschl Nürnberger Trichter sind weltbekannt. Das„ Nürnberger Gold" aber ist erst im Entstehen begriffen und wird noch weltbekannt werden, hat sicher eine Zukunft. Zu Nürnberg prägte seither der Goldschmiedemeister Josef Wild in seiner Werk statt Münzen mit der Aufschrift„ Goldmark" und der Angabe des Gewichtes an Feingold. Weil aber nur der Staat für sich das Recht in Anspruch nimmt, Münzen zu prägen, wurde dem biederen Wild auf richterliches Geheiß rasch sein Handwerk ge legt. Was aber tut der Mann?! Er fertigt jetzt unbeanstandet Warenstücke, die genau wie Goldstücke aussehen, aber eine andere Aufschrift tragen, aus reinem Gold an und bringt diese Warenstücke als„ Nürnberger Gold" in den Handel. Auf ihnen steht ebenfalls das genaue Gewicht an Feingold. Es trägt einen ganz bestimmten und unver änderlichen Wert in sich u. ist ganz unabhängig von dem Staat, der Zeit und der Wirtschaft. Denn 100 Gramm Feingold neh men ohne jeden Anstand und ohne jedes Bedenken an der Ne ger, der Chinese, der Engländer, jeder Kaufmann in der Welt, jede Bank. Die Lehre vom Edelmetall aber und seiner na türlichen Bedeutung stammt von dem Denker Eugen Düh ring. Daß nun unsere herrschenden wirtschaftlichen Kreise dieser Lehre feindlich gegenüberstehen, ist begreiflich. Denn erlangt solch gesundes Metallgold" erst Weltgeltung, wird die ses„ Nürnberger Gold" Weltgeld, dann hört mit einem Schlag jede Goldspekulation auf Kosten der Völker auf. Hier sei fol gendes Zwiegespräch eingeschaltet: ,, Hannes, was sein eigentlich Bantiers, Börsianer und Fi nanziers?"„ Das sein die Fuchs und wir sein das Federvieh, das geroppt wird", lautete die Antwort. Welche Bedeutung man aber dem Gewichtsgeld schon jett in Kennerkreisen beimißt, zeigt die Tatsache, daß die zu BadenBaden von einem Ausschusse von Großgeldleuten beschlossenen Satzungen der Tributbank bestimmen, daß das Aktienkapital dieser Bank 500 Millionen Schweizer Franken, beziehungsweise 145 161 290,32 gr Feingold, eingeteilt in 200 000 Aftien gleichen Goldwertes zu betragen habe. Will aber jemand von dieser besten und sichersten Spar kasse ,,, dem Nürnberger Cold", noch mehr wissen, so wende er sich an Herrn Oberlandesgerichtsrat F. Saar zu Ansbach a. d. Jsar, dem Vorsitzenden des Gewichtsgeldbundes. in Mark Nr. 29 Jerusalem enschen hin gsitimmung jen prang tag.- Da ch die sehn gist ja der e und Pur König? er Ruf, den drang und ündet, feine en die Men as war ein nten; felbit an Schätzen, Donnernd Gestein der ierten. Ein Sm zujubeln. die Einfam Suldigungen den Men rok Balmen It sein Weg vir Menschen 7. Daß mit geben dürfen, iden weichen du's gedacht, , wie du fie hreiber. ochte trügen. En überspann machen be es erst recht ar die allge St auf die ge meingut aller peis erbracht werden aufge wütend in das t, Kabel, di mer and si schend uch an ste mit üblen Man s„ Nürnberget wird noch welb ürnberg prägt n feiner Wert und der Angab Staat für fid Jen, wurde den Handwerk ge Samstag, den 12. April 1930. ,, Gießener Zeitung Kein Zweifel, es ist Frühling. Der Asbest birst, neue Schie-| mon Petrefeeff wurde wegen Bedrohung und Bannbruchs nen decken die Erde, neue Kabel werden in sie versenkt und es festgenommen. erblühen neue Steuern. Wenn die Veilchen fehlen, so tut es auch ein Steuerbukett. Es duftet nicht und kann kein Uebelsein erzeugen. Osterpaketverkehr. Zur Vermeidung von Anhäufungen und Verzögerungen ist es zweckmäßig, die Osterpakete und-pädchen möglichst frühzeitig aufzuliefern, sie gut zu verpacken, die Aufschrift haltbar anzubringen und den Bestimmungsort, soweit notwendig unter näherer Bezeichnung seiner Lage, besonders groß und kräftig niederzuschreiben. nen. - * Achtung! Falschgeld! Falsche Reichsbanknoten über 20 Reichsmart der Ausgabe vom 11. 10. 24 sind in den Verkehr ge= tommen und an dem unsauberen Gesamteindruck leicht zu erkenAuch wird erneut auf die falsche Reichsbanknote über 10 Reichsmart der Ausgabe vom 11. 10. 24 hingewiesen, bei der das männliche Bildnis mit den großen runden Augen und der in der Zeichnung verunglückten Nase als Fälschung leicht zu ertennen ist. Für sachdienliche Mitteilungen seitens des Publifums hat die Reichsbank eine Belohnung ausgesetzt. * Evangelisches Landesjugendpfarramt. Die Diensträume des Kirchl. Landes- Jugend- Amis( Ev. Landes- Jugend- Pfarramt) für Hessen befinden sich vom 10. 4. an Darmstadt, Nedarstraße 141( Fernruf 4710). * Gebührenerleichterung für Arbeitslose. Seither waren für Leumundszeugnisse je 1,50 Rmt., für Beglaubigungen von Abschriften je 50 Pfg. und für amtsärztliche Zeugnisse je 5 Rmt. zu entrichten. Laut Verfügung vom 17. März 1930 hat der hes= fische Innenminister Leumundszeugnisse und Zeugnisabschriften für Arbeitslose zur Erlangung von Arbeitsstellen für stempelfrei erklärt. Gebühren für amtsärztliche Untersuchungen fönnen bei nachgewiesener Bedürftigkeit der Zahlungspflichtigen erlassen oder ermäßigt werden. * Hessischer Hauptverein der Gustav- Adolf- Stiftung. Der Hess. Hauptverein der Gustav- Adolf- Stiftung, der nun schon fast 100 Jahre sein segensvolles Wert der Betreuung neuentstehender evangelischer Gemeinden im In- und Ausland betreibt, beabsichtigt, seine diesjährige Hauptversammlung vom 6. bis 8. Juli in Lauterbach abzuhalten. * Probealarm. Heute um 3 Uhr werden die Feuersirenen heulen. Es handelt sich um eine Probe, so daß zu Beunruhigungen keine Veranlassung vorliegt. * Stadttheater. Am morgigen Sonntag dem hessischen Buß- und Bettag wird zum 12. Male Sheriffs ,, Die andere Seite" und zwar als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen vorgeführt. * Eine ehrenvolle Ernennung. Für den ersten internatio nalen Kongreß für psychische Hygiene, vom 5. bis 10 Mai 1930, in Washington( U. S. A.) hat die deutsche Reichsregierung den Begründer der psychischen Hygiene, Geheimrat Prof Dr. Som= mer, Direktor der hiesigen psychiatrischen Klinik und 1. Vorsitzenden des Deutschen Verbandes für psychische Hygiene, zum Führer der deutschen Delegation ernannt. Geheimrat Sommer gehört schon seit Jahren dem vorbereitenden Komitee an und ist Ehren- Vizepräsident des Weltkongresses. Ferner sind von der Reichsregierung als Vertreter des 2. Vorsitzenden des Deutschen Verbandes Dr. D. W. Weygandt, Direktor der Psychiatrischen Klinik an der Universität Hamburg und der Geschäftsführer Obermedizinalrat im badischen Staatsministerium, Dr. Roeser, Illenau- Achern, bestimmt worden. * Echwerer Unglückfall. Auf dem hiesigen Bahnhof ereignete sich gestern ein schwerer Unglückfall. Nach dem Verlassen des D- Zuges nach Kassel wurde auf der entgegengesetzten Bahnsteigseite ein bewußtloser Passagier aufgefunden, in dem ein hiesiger Arz erkannt wurde. Er war von einer Feier aus Darmstadt zu= rückgekehrt und ist wahrscheinlich auf bisher noch unaufgeklärte Weise aus dem Zuge gefallen. * Festnahmen. Der Finanzbeamte Adam Besand aus Marburg wurde am 7. 4. 30 hier wegen Urkundenfälschung und Unterschlagung festgenommen und in das Gerichtsgefängnis in Marburg eingeliefert. Der russische Staatsangehörige Si* Diebstähle. Aus einem Garten in der Nähe der Bootshäuser der Rudergesellschaft und aus einem Garten im Heegstrauch( Nizzagrund) wurden einige Rosenhochstämmchen, von einem Hause Hause der Frankfurterstraße ein Sarotti- Automat und von einem Messestand ein Karton mit 18 furzen bunten Damenschirmen entwendet. Personen, die sachdienliche Angaben über das Diebesgut und die Täter machen können, werden gebeten, der Kriminalabteilung Nachricht zu geben. * Einbruchsdiebstahl. In der Nacht vom 8. auf den 9. April wurde bei einem Bädermeister in der Marburgerstraße ein Einbruch verübt. Die Täter drangen durch ein offenstehendes Kellerfenster in das Gebäude, öffneten mit einem Stemm= eisen die vorgefundenen verschlossenen Türen und entwendeten außer etwas Kleingeld und Brötchen, eine Taschenuhr, einen Füllfederhalter und einen neuen Rock zu einem Konfirmandenanzug. Als Täter wurden am 9. 4. 30 im Bahnhof die Arbeiter Willi Heß und Konrad Rech aus Hanau ermittelt und festgenommen. Das Diebesgut wurde noch in ihrem Besitz vorgefunden. Beide sind bereits wegen Einbruchsdiebstahl bestraft. Sie tamen in Untersuchungshaft. * Gestörte Einbrecher. Ein Unbekannter versuchte in der Nacht zum 5. 4. 30 in ein Geschäft im Seltersweg einzudringen. An einem nach dem Hofe führenden Fenster hatte der Täter bereits eine Scheibe angeschnitten. Er wurde von Hausbewohnern durch Zuruf gestört und ging unerkannt flüchtig. Des= gleichen versuchte ein Täter in der Nacht zum 9. 4. 30 in der Ludwigstraße in ein Hühnerhaus einzubrechen. Auch dieser wurde gestört und konnte unerkannt entkommen. * Das Schöffengericht verhandelte gegen den Milchhändler Gabriel Mortaigne von hier, einen geborenen Franzosen, der während des Krieges als Gefangener nach Deutschland getommen und dann hier geblieben war, wegen gewerbsmäßigen Wilderns, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Vergehens gegen das Waffengesetz. Dem Angeklagten wurde eine Reihe umfangreicher Wilddiebereien zur Last gelegt. Nach eingehender Beweisaufnahme, die die Schuld des Angeklagten ergab, erfannte das Gericht gegen Mortaigne auf 1% Jahr Gefängnis. Der Antrag der Verteidigung, den Angeklagten aus der Haft zu entlassen, wurde abgelehnt. * Amtsgericht. Ein angetrunkener Kraftwagenführer beleidigte einen Schupobeamten vor Zeugen in verleumderischer Wegen Weise. Er wurde mit 60 Mt. Geldstrafe bestraft. Diebstahl wurde ein bisher noch unbescholtener Mann zu 125 Mt. Geldstrafe verurteilt. Auch hier war der Delikt in der Trunkenheit passiert. * 6. D. A. und Berufswahl. Der GDA. hat die Eltern und ihre jetzt in die kaufmännische Lehre tretenden Kinder zu einem heiteren Elternabend für heute ins„ Hopfeld" geladen. Geschäftsführer Mad wird über die Berufswahl sprechen. * Vereinsversammlungen: Der Verein f. Bewegungsspiele hält heute im Vereinshaus seine Jahreshauptversammlung ab. Zu Versammlungen treffen sich heute abend weiter: Der Tennis- Club bei P. Gaub, die 224er im Restaurant„ Zum Andres", der Kavallerieverein im„ Hessischen Hof", die ehem. 116er im„ Postkeller", der Eisenbahn- Fahrbeamtenverein in der ,, Stadt Wetzlar". Aus Nah und Fern. Schwerer Unglüdfall. Grünberg. Bei Schachtarbeiten in dem Bergwerk der Gewerkschaft Luise in Weickardshain wurde der Bergmann Otto Melchior in einem etwa 12 Meter tiefen Schacht von einem herabsausenden Förderbehälter mit Erde auf den Kopf getroffen und von dem schweren Behälter zu Boden geschlagen. Hierbei erlitt der Mann schwere innere Verlegungen, an denen er im Krankenhaus zu Laubach sehr ernst darniederliegt. Laubach. Die Familie der Grafen von Solms- Laubach ist. nach dem vor einigen Tagen Graf Friedrich Ernst zu SolmsLaubach gestorben war, von einem neuen Todesfall heimgesucht Nr. 29. worden. In Groß- Krausche bei Bunzlau verschied die Gräfin Elisabeth, die im Jahre 1862 in Laubach geboren wurde, und die älteste Schester des Grafen Friedrich Ernst und des im Jahre 1904 verstorbenen Grafen Otto zu Solms- Laubach war. Die Heimgegangene war verheiratet mit dem Prinzen Heinrich XXV. Reuß j. L., der ihr schon vor längerer Zeit im Tode vorausgegangen war. Bad Nauheim. Zum ersten Male hält die Internationale Union of Ballroom Dancing ihre internationale Tanzwoche außerhalb Nizzas ab und hat dafür das Weltkurbad Nauheim auserwählt. Zur Austragung kommen die Welt- Meisterschaf ten für Amateure und Professionals. Es ist das erste Mal, daß die Internationale Union ihre Tagung in Deutschland abhält. Friedberg. Wegen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche im Kreisgebiet wurde durch das Kreisamt der Friedberger und der Butzbacher Schweinemarkt bis auf weiteres verboten. Neue Eisenbahnbrüde im oberen Niddatal. Assenheim. Der Umbau der in den Jahren 1880-82 erbauten Talbrücke bei Assenheim, mit der die Eisenbahnlinie Friedberg- Hanau das obere Niddatal überschreitet, ist jetzt vollendet. Da die Strecke Friedberg- Hanau eine besondere Bedeutung für den Massengüterverkehr zwischen dem Ruhrgebiet und BayernDesterreich besitzt und deshalb auch für den Großgüterwagenverfehr in Aussicht genommen ist, mußte der Umbau vorgenommen werden. Schotten. Die Gefallenenehrung durch ein Heldenbuch ist hier in Aussicht genommen. Für jeden Gefallenen wird in dem Buche ein besonderes Ehrenblatt eingerichtet und ausgefüllt. Das Heldenbuch wird von der Bürgerschaft zusammengestellt und dann der Stadtverwaltung übergeben werden. Absturz vom Baugerüst. Lauterbach. Bei einem Wohnhausneubau löste sich in etwa 9 Meter Höhe das Baugerüst, sodaß die beiden darauf befindli chen Leute, der Spenglermeister Gölz und sein Lehrling, zwei Stockwerk tief abstürzten. Der Spenglermeister erlitt schwere Verletzungen, während der Lehrling wie durch ein Wunder nahezu völlig unversehrt davonfam. Lauterbach. Der Hessische Hauptverein der Gustav- AdolfStiftung, der nun schon fast 100 Jahre sein segensvolles Werk der Betreuung der neuentstehender evangelischer Gemeinden im In- und Ausland betreibt, beabsichtigt seine diesjährige Haupt> versammlung vom 6.- 8. Juli in Lauterbach( Oberhessen) ab zuhalten. Offenbach a. M. An Stelle des verstorbenen Geheimrats, Prof. Dr. Kittler von der Technischen Hochschule zu Darmstadt wurde Prof. Hugo Eberhardt zum Vorstandsrat des Deutschen Museums in München ernannt. Darmstadt. Die große Notlage der Kaufmannsgehilfen, insbesondere der älteren Angestellten, hat den hessischen Minister für Arbeit und Wirtschaft veranlaßt, sämtliche Ministerien zu bitten, auf die unterstellten Behörden einzuwirken, daß bei Einstellung von Hilfskräften auf die wirtschaftliche und soziale Lage der Einzustellenden gebührend Rücksicht zu nehmen ist. Im gleichen Sinne hat das Innenministerium die Provinzialdirektionen und die Kreisämter angewiesen, dafür zu sorgen, daß auch die Gemeinden, Kreise und Provinzen den berechtig= ten Forderungen der älteren Angestellten Rechnung tragen. Darmstadt. Der Mittelrheinische Verband evangelischer Arbeitervereine wird am 13. und 14. September 1930 in Darmstadt seinen 40. Verbandstag abhalten. Mit dem Verbandstag wird zugleich die Feier des 40jährigen Jubiläums des Evangelischen Arbeitervereins Darmstadt verbunden werden. Oppenheim. Der Oppenheimer Küfertag soll am 22. Juni stattfinden. Alzey, 11. April. Auf dem Kreisamt tam man Unterschlagungen von Stempelgeldern auf die Spur. Krofdorf. Hier ist es zwischen der Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei wegen einer polizeilichen Maßnahme anläßlich eines Familienabends der Feuerwehr zu einem Konflikt gekommen. Da eine Verständigung bisher nicht zu erreichen war, hat die Feuerwehr nunmehr beschlossen, alle Uebungen der Wehr so lange einzustellen, bis der Konflikt mit der Polizei beseitigt ist. enau wie Gold gen, aus reinen irnberger Gol genaue Gewi ten und unver von dem Staat Feingold neh fen an der e nn in der V und feiner Eugen Düh haftlichen Krei egreiflich. Den eltung, wird di mit einem Glo auf. Sier fei fo Sörfianer und F n das Federvie tsgeld schon je aß die zu Bade uten befchloffen Das Aftienfapit , beziehungswe 00 Aftien gleidh ficherten Spe wiffen, so wen Gaar zu Ansbe [ dbundes. Mercedes- Benz Typ ,, Mannheim"( 14/70 PS) Der mittelstarke Sechssitzer- Wagen von Weltklasse. Niedrige Preislage. Vollendete Fahreigenschaften. 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Da= Nach den in diesen Tagen zum Abschluß gelangten Vorverhandlungen werden im Sommer 1930 Aufführungen von Goethes ,, Götz von Berlichingen", Hugo von Hofmannsthals „ Jedermann" und Shakespeares ,, Kaufmann von Venedig" in festspielmäßiger Ausstattung und Besetzung vorbereitet. bei wird erstmalig der von uralten Mauern und schönen alten Fachwerkhäusern umrahmte Platz vor der Lutherischen Pfarrfirche in Marburg für den Festspielgedanken gewonnen. Auf ihm soll Hofmannsthals religiöses Mysterienspiel ,, Jedermann" inszeniert werden. Marburg. In der 2. Sizung wurde der Haushaltsvoranschlag für 1930 angenommen. Der neue Etat, der in Einnahme und Ausgabe mit 4 253 000 Rmf. abschließt, bringt eine Er: höhung der Grundsteuer um 25 Prozent, was einer Erhöhung der Mieten um 1 Prozent entspricht. Von einer Erhöhung der Gewerbesteuer mußte abgesehen werden. Der genehmigte Etat übersteigt den Voranschlag für 1929 um 247 000 Rmt. Marburg. Jm hiesigen 300 wurden von einem Wärter zwei lebende Marder gestohlen. Frankfurt a. M. Der Durchschnittsjahresverbrauch Milch beträgt hier 74 Millionen Liter. an Voruntersuchung wegen der Ermordung des Oberwachtmeisters Kern. Frankfurt a. M. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ist nun die Voruntersuchung wegen der Ermordung des Oberwachtmeisters Kern gegen Herbert Schulle und Hoyer eingeleitet worden. Der gleichfalls in Haft befindliche Landwirt Otto Georg aus Scheuerfeld wird sich wegen Begünstigung verantworten müssen. Die ersten Vernehmungen der drei Angeklagten durch den Untersuchungsrichter fanden bereits statt, doch haben sie nichts Neues gebracht. Vom Schnellzug getötet. Steinau, 11. April. Freitagnachmittag 3,45 Uhr wurde zwischen den Stationen Steinau und Schlüchtern der Bahnarbeiter Konrad Feller aus Schlüchtern von dem vorbeifahrenden Schnellzug D 86 Hamburg- Frankfurt- Mannheim überfahren und getötet. Umbau der Nassauer Eisenbahnbrücke. Nassau( Lahn). Nachdem bereits eine Anzahl von Lahnbrücken verstärkt worden ist, wurde jetzt auch mit dem Umbau der hiesigen Eisenbahnbrücke begonnen. Leider werden dabei die schönen gotischen Brückenportale dem Abbruch zum Opfer fallen. Diese Tore sind in ihrem Baustil dem gegenüberliegen= den Frhr. v. Stein- Denkmal angepaẞt gewesen. Wiesbaden. In dem Rheingauer Städtchen Erbach erwischte das 1½jährige Töchterchen der Eheleute Rohrmann eine Arzneiflasche und trank sie aus. Das Kind starb bald danach. 70 887,90 Rmt.: 6 Pfennig. Kassel. In der am Donnerstagmittag in Kassel abgehaltenen Gläubigerversammlung im Konkurse über das Vermögen des tödlich verunglückten Elektrotechnikers Willi Michel, Jn= haber einer elektrotechnischen Handlung mit Werkstätte, teilte der Konkursverwalter mit, daß den Kontursforderungen von 70 887,90 Rmt. nur 6 Pfg. Konkursmasse gegenüberstehen, da alle Werte verpfändet oder über und über vorbelastet seien. Kassel, 11. 4. Der Haushaltsvoranschlag der Stadt Kassel für 1930 wurde am Freitagabend vom Haushaltsausschuß der städtischen Körperschaften angenommen. Er schließt mit 43 ,, Gießener Zeitung" amtes, gegen den wegen eines Dienststrafvergehens das Disziplinarverfahren eingeleitet worden war, hat nach weiteren Feststellungen Amtsgelder in Höhe von 57 500 Mark unterschlagen. Explosion eines Glühofens im Rheinland. Solingen. In der Aluminium- und Metallgießerei von Adolf Rautenbach in Mangenberg ereignete sich im Gebäude der Mischereiabteilung vor Beginn der Morgenschicht eine schwere Explosion eines elektrischen Glühofen. Hierbei wurde das Dach der großen Halle vollständig abgedeckt und die Wände des Gebäudes umgelegt. Auf der anderen Straßen wurden an den Gebäuden einer Firma sämtliche Fensterscheiben zertrümmert, zum Teil auch die Mauern beschädigt und andere Gebäude in der Nachbarschaft in Mitleidenschaft gezogen. Der Luftdruck war so start, daß auch in der weiten Umgebung viele Fensterscheiben zersprangen. Glücklicherweise ereignete sich das Unglück zu einer Zeit, wo die Belegschaft noch nicht erschienen war. Nur vier Personen befanden sich im Mischgebäude. Davon wurden zwei leicht verletzt. Ganghofers Witwe gestorben. München. Die Witwe des bayerischen Volksdichters Ludwig Ganghofer, Katinka Ganghofer, ist hier am Dienstag im Alter von 71 Jahren gestorben. Den eigenen Sohn erstochen. München. In Mitterfels bei Straubing hat der sechzig Jahre alte Hausbesitzer Reilhofer seinen 24jährigen Sohn erstochen. Die Ursache liegt in einer dem Vater nicht ge= nehmen Heirat, die der Sohn eingehen wollte. Eine Stiftung der Deutschen Studentenschaft. Berlin. Die Deutsche Studentenschaft" hat eine„, Langemard- Siftung" ins Leben gerufen, die deutschen Studenten das Studium im Ausland ermöglichen soll. Der Zug nach Berlin. Wieder hat ein großer Verband dem Zwange der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse folgend, seine Zentrale nach der Reichshauptstadt verlegt. Das Verbandsbüro des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands, das sich seit 1885 in Leipzig befand, siedelte am 1. April ds. Js. nach Berlin über, wo der Verband ein neues, für seine Zwecke besonders geeignetes Grundstück in der Ritterstraße erworben hat. Landsberg. Der Etat für 1930 wurde abgelehnt. Die Regierung wird zur Zwangsetatisierung schreiten müssen. Entgleisung eines französischen Militärtransportzuges. Paris, 11. April. Auf dem Bahnhof Laisser, der auf der Strecke Besancon Montbélliard liegt, ist heute ein vollbesetzter Militärtansportzug entgleist. Nach den eingegangenen Nachrichten sind sechs Soldaten getötet und achtunddreißig verletzt worden. Autobus vom Schnellzug zermalmt. Newyork, 11. 4. Heute wurde ein vollbesetzter Landautobus an einem Bahnübergang im Staate Neu- Mexiko von einem Postschnellzug erfaßt und sörmlich zermalmt. Das Unglück forderte 22 Tote und viele Schwerverlette. In mos Der Etat der Stadt Marburg genehmigt. Deutsches U- Boot schmuggelt. In Süd- Kalifornien sind große Mengen geschmuggelten Alkohols festgestellt worden, die mit Hilfe eines ehemaligen deutschen Unterseebootes an Land gebracht wurden. Die Inhaber des deutschen U- Bootes sind Schnapsbarone aus Vancouver( Kanada) und Mexiko. Das Boot ist allerdings nur Millionen Rmt. gegen 36 Millionen in Einnahmen und Aus: Beiboot eines Alkoholdampfers, der weit draußen im Ozean gaben ab und enthält eine Erhöhung der Grund- und Gebäudesteuer um 50 Prozent auf 425 Prozent und der Zuschläge zu den Gewerbekapitalsteuergrundbeträgen um 100 Prozent auf 1600 Prozent. Unterschlagungen im Hannoverschen Landeskirchenamt. Hannover. Der Oberinspektor Lücke des LandeskirchenMan beachte die billigen Sommerpreise! Unser hält. Trotz schärfster Beobachtung gelang es bisher nicht, das U- Boot zu überraschen n oder unschädlich zu machen. Rindvieh muß dran glauben. Das Begräbnis der Königin Judith von Abessinien wurde mit großem Pomp begangen. 50 000 Stüd Rindvieh wurden zu Ehren der Toten geopfert. Heizi Die Ueberfüllung des ärztlichen Berufs. Nr. 29. Der Reichsausschuß für Aerzte und Krankenkassen hat in seiner letzten Sigung einen Beschluß gefaßt dahingehend, daß wegen der Ueberfüllung des ärztlichen Berufsstandes vor dem Medizinstudium gewarnt werden soll. Nach einer Statistit, die auf Grund von Fragebogen bearbeitet worden ist, warten nicht weniger als 900 Aerzte schon länger als 10 Jahre auf die Zu= lassung zur Kassenpraxis bei den reichsgesetzlichen Krankenkassen. Zu diesen kommen noch hinzu Aerzte, die in den Jahren 1920 und später approbiert worden sind und deren Zahl nach den vorläufigen Ergebnissen der Statistik mehr als 3000 beträgt. In den Krankenanstalten befinden sich dazu noch etwa 7500 Assistenzärzte. Nach den Richtlinien des Reichsausschusses soll die Zahl der Kassenärzte etwa 22 000 betragen. Bereits tätig sind aber fast 30 000. Jährlich sterben etwa 6-700 Kassenärzie, durch den Bevölkerungszuwachs werden etwa 300 weitere Aerzte gebraucht. Der Bedarf beträgt also noch nicht einmal 1000 jährlich. Sollte sich also die Zahl der Medizinstudierenden, die jetzt schon wieder eine Gesamtziffer von über 15 000 erreicht hat, im nächsten Semester noch vermehren, dann steuern diese jungen Leute mit Sicherheit in ein großes wirtschaftliches Elend. Warnung selbst lautet: Die ,, Der engere Reichsausschuß für Aerzte und Krankenkassen hat in seiner Sigung vom 11. März 1930 die Ueberfüllung des ärztlichen Berufs und den Zudrang zum ärztlichen Studium beraten. Schon jetzt sind Tausende von Aerzten seit Jahren nicht zur Kassenpraxis zugelassen. Dreieinhalb Tausend Neustudierende haben 1929 das medizinische Studium begonnen. Der engere Reichsausschuß warnt eindringlichst die jetzt zu den Universitäten übergehende Jugend, das Studium der Medizin zu ergreifen, da nur ein jährlicher Höchstbedarf von 700-800 Aerzten vorliegt und wegen der schon jetzt vorhandenen Ueberfüllung des Berufes eine langjährige Sperre der Zulassung zur kassenärztlichen Folge sein muß." Tätigkeit die notw Neue Bücher. Hadebeils J. 3. Verschmelzung der bekannten Hackebeils Illustrierten der J. 3. hat der Allgemeinheit Nuzen gebracht. Aus den beiden Blättern ist die Hackebeils J. 3. entstanden, die Dienstags erscheint. Sie hat nicht nur die gro= ßen Auflagen, sondern auch die bekannten Vorzüge der beiden Zeitschriften übernommen. Der Verlag versendet auf Wunsch Probehefte kostenlos. Man wende sich an die Hackebeil A.-G., Berlin SW. 48, Wilhelmstraße 118. ins Eri Bezugsprei Rationsschluß fung nicht ve 13. Jabr Boli Das Reichsta am Mittwochnad Fende Angelegent Arbeit nach Ofte Die Schlupfi Ofterdienstag ita Das neue a April dem Sena Flugzeuge innerh In den eng Daily Mail" in tijden Forderung getreten. Die Berline Reidsarbeitsmi mit großer Me Arbeit wieder Majichuhmacher Die Fetter Hobinenflugzeug und besonders verfehr", also ji men, Sperber" Anno Diese und der Drückt sich der Beruf im Gesicht der Frau aus? interessante Frage ist Gegenstand des großen Preisausschreibens der illustrierten Frauenzeitschrift„ Das Heft":„ Beruf und Gesicht der Frau." Den Leserinnen wird Gelegenheit gegeben, ihre physiologischen Fähigkeiten zu erproben. Heft 8 bringt die ersten vier Bilder zum Preisausschreiben. Auch sonst ist die Nummer 8 von„ Das Heft" eine bunte, amüsante, inhaltreiche Nummer, eine rechte Lektüre für die Ostertage. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Einwickelpapier! Wegen Umbau- Räumung meines Zeitungslagers habe ich größere Mengen gutes Zeitungspapier, abzugeben. 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