Nr. 19 idt. Gin Thomas, erwert der unjeligen" echter, das en Schran er Jugend fund mu ndel eines ganz dem glitzernden Der Ueber erwandelt. Sawalt Dr. ge. Verlag eis 2 Rmf. einer Er eres Rapingstermine. dhe Bujam des steuer t sind. Die in ihrem re Produt peren Preis ihrer Qua iefes Wert tschen Wa sodaß der findet, die gt ist. Be im letzten preiswerter merfiamteit litik wurde erordentliche dem gün allem auf igigen Ge der höchsten aber einen nd Leistung, Gegensatz zu en Bedürf affung ihres 5) entgegen, ird. Rajches , mit vor dem Typ bei einem up. Dabei nen Merce Werkes aus: geliefert. n Gießen. NWK le Slagen die Union Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Die Generäle der Besatzungsarmee sind zum 15. März nach Paris zu einer Besprechung in das Kriegsministerium befohlen worden. In der Pfalz ist man von neuem beunruhigt, weil gewisse Vorbereitungen dahin ausgelegt werden können, daß doch noch vor der Räumung Frühjahrsmanöver am Rhein statt: finden sollen. Der deutsche Botschafter von Hoesch hat Sonntag in Abwesenheit des Präsidenten Doumergue dem Generalsekretär Michel die persönliche Anteilnahme des Reichspräsidenten von Hindenburg anläßlich der Ueberschwemmungskatastrophe zum Ausdrud gebracht. Als wahrscheinlicher Nachfolger des zum preußischen Innenminister ernannten bisherigen Oberpräsidenten der Provinz Sachsen, Dr. Waenting, wird von der anhaltischen Presse Ministerpräsident Deist genannt. Deist gehört ebenfalls der Sozialdemokratischen Partei an. Der frühere preußische Eisenbahnminister von Breitenbach ist am Montagvormittag in Bückeburg kurz vor Vollendung seines 80. Lebensjahres gestorben. Von Breitenbach war von 1906 bis 1918 Eisenbahnminister. Unter denjenigen, die dem Präsidenten der tschechoslowakischen Republik zu seinem 80. Geburtstag ihre besonderen Glück: wünsche dargebracht hatten, fehlten das Oberhaupt des Deutschen Reiches und sein Vertreter in Prag. Trogti hatte die spanische Regierung gebeten, ihm aus Gesundheitsrücksichten für einige Wochen den Aufenthalt in Spa: nien zu gestatten, erhielt jedoch die Antwort, daß es der spanischen Regierung unmöglich sei, der Bitte stattzugeben. William H. Taft, Präsident der Vereinigten Staaten in den Jahren 1909-13, ist am 8. März gestorben. Er hatte zuletzt das Amt eines Obersten Bundesrichters inne, von dem er sich erst kürzlich zurückzog, da sein Gesundheitszustand das erforderte. Wie man aus amerikanischer Quelle erfährt, ist zwischen der amerikanischen, der japanischen und der englischen Delegation eine prinzipielle Einigung über ihre Flottenquoten zustande gekommen. Es wird weiter mitgeteilt, daß die Verhandlungen zwischen den drei erwähnten Mächten durchaus zufrie: denstellende Fortschritte gemacht hätten. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Der deutsche kommunistische Reichstagsabgeordnete Koll: wig ist nach Schluß einer kommunistischen Versammlung in Paris verhaftet und an die deutsche Grenze abgeschoben worden. 150 Kommunisten wurden nach schweren Zusammenstößen mit der Polizei verhaftet. Bei den Krawallen wurden 30 Personen verlegt. Eine Reihe hoher päpstlicher Orden sind an deutsche Politiker verliehen worden, die sich um das Zustandekommen des preußischen Konkordats besonders verdient gemacht haben. Hindenburg greift ein! Young- Geseze Haushaltsplan. - Wird der Reichstag aufgelöst. Mittwoch, den 12. März 1930 Wie in München von maßgebender Seite verlautet, kommt für die Bayerische Volkspartei die Beteiligung an einer Weimarer Koalition nicht in Frage. Eine Auflösung des Reichstages bedeutet eine Hinausschiebung der Finanz- und Steuerreform auf ungewisse Zeit. Das deutsche Volk hat aber einen Anspruch darauf, daß nun endlich die längst erwarteten Taten geschehen. Denn es ist Notzeit und für die Notzeit ist Artikel 48 geschaffen! Besprechungen beim Reichspräsidenten über den Handelsvertrag mit Polen. Am Montagvormittag sind die Reichsminister Dr. Curtius, Dietrich und der deutsche Gesandte in Warschau, Ulrich Rauscher, vom Reichspräsidenten in gemeinsamer Audienz empfangen worden. Den Inhalt der Besprechungen bildete der deutschpolnische Handelsvertrag. Am Montagvormittag haben außerdem beim Reichsernährangsminister Dietrich Beratungen mit den Fraktionsführern stattgefunden über Agrarfragen, insbesondere über die Frage des Roggenbeimahlungszwanges. Derartige Erwägungen haben auch den Reichspräsidenten veranlaßt, jetzt einzugreifen. Er hat dem Reichskanzler eine bedingte Ermächtigung gegeben, einmal den Reichstag aufzulösen, falls dieser nach Annahme der Younggesetze dem neuen Finanzprogramm der Reichsregierung nicht zustimmen sollte, und zum anderen, auf Grund des Artikels 48 die Finanzfragen so zu erledigen, wie sie in dem Moldenhauerschen Finanzprogramm niedergelegt sind. Luther einstimmig gewählt. Berlin, 11. März. In der heutigen Sigung des Gene: ralrats wurde Dr. Luther einstimmig zum Reichsbankpräsidenten gewählt. Der Reichspräsident hält diese Ermächtigung für notwendig, damit das Reich seinen Ultimoverpflichtungen für Ende März unbedingt nachkommen kann. Spätestens am 24. März müssen die Steuerfragen geordnet sein, wenn der 31. März ohne schwere finanzielle Erschütterungen für das Reich vorübergehen soll. Eben um diese Gefahr auszuschließen, erteilte Hindenburg die Ermächtigung, Moldenhauers Finanzprogramm auf Grund des Artikels 48 sofort in die Tat umzusetzen. Unterredung des Reichsaußenministers mit dem russischen Botschafter. Berlin. Eine Unterredung hat zwischen dem Reichsaußenminister und dem russischen Botschafter stattgefunden, bei der sämtliche Punkte besprochen worden sind, die zu Schwierigkei= ten zwischen der Reichsregierung und der Sowjetregierung geführt haben. Die Besprechungen werden fortgesetzt. Seldte- Versammlung aufgelöst. Duisburg. In einer vom Ortsausschuß für die deutsche Freiheitsbewegung einberufenen Riesenversammlung im Burgacer- Saal hielt Seldte eine Rede. Der Vorsitzende mußte dann die Mitteilung machen, daß die Versammlung wegen der Verbundenheit mit dem verbotenen Stahlhelm von den Behörden aufgelöst sei. Bereitgestellte Schutzpolizei trieb die Versammelten unter Anwendung des Gummifnüppels aus dem Saal. Hindenburgs Schritt hat im Reichstag wie eine Bombe eingeschlagen. Es herrscht lebhaftes Getriebe in allen Fraktionen, und es gewinnt immer mehr den Anschein, als ob die Furcht vor dem Artikel 48 die Parteien der Weimarer Koalition doch vielleicht noch zu einer Verständigung führt, das heißt also, das Finanzprogramm der Regierung würde dann von den Parteien der Weimarer Koalition, die zusammen über 255 Stimmen verfügen, angenommen werden. Die Deutsche Volkspartet wird hierbei selbstverständlich nicht mittun. Sie wird unmittelbar nach Verabschiedung der Younggeseze gezwungen sein, ihre Minister aus dem Kabinett zurückzuziehen. Angriffe auf Deutschland. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Kowno. In Artikeln greifen die„ Jswestija“ und auch die ,, Krasnaja Gazetta" die Haltung der deutschen Industrie gegenüber der Sowjetunion an und erklären, die deutsche Industrie versuche, den russischen Wirtschaftsplan zu zerstören. Eine Aktion gegen die Christenverfolgung. Der Deutsche Arbeitsausschuß des ,, Weltbundes für Internationale Freundschaftsarbeit der Kirchen" hat die Führer dieser Bewegung aus allen Teilen des Reiches zu einer Vertrauensmännerversammlung in Berlin zusammengerufen, die sich in ihrer ersten Sitzung eingehend mit den Religionsverfol= gungen in Rußland beschäftigte. In einer einstimmig gefaßten Entschließung bringt der Arbeitsausschuß seine tiefe Bewegung über die furchtbare Not der christlichen Glaubensbrüder in Sowjetrußland zum Ausdrud. Er grüßt die bedrängten Christen in glaubensbrüderlicher Verbundenheit und versichert sie seiner aufrichtigen Teilnahme in ihren Drangsalen. Der Vollzugsau schuß des Weltbundes, der sich mit den Religionsverfolgungen beschäftigen wird, trifft in Kürze in Brüssel zusammen. Prag entrüstet. Nummer 20 Handwerkersorgen! ( Schluß). Der D.- Plan war nach dem Willen seiner Urheber nur ein praktischer Versuch zur Erprobung der deutschen Leistungsfähigkeit, die Vorbereitung zu einer endgültigen Lösung des Reparationsproblems. Der Y.- Plan gibt, wenn Deutschland durch die Transferierung seiner Schulden an die Siegerstaaten ernstlich in Gefahr gebracht werden könnte, Deutschland das Recht zu einer Nachprüfung der ihm obliegenden Verpflich fungen. Seinen Niederschlag fand der Widerstand gegen den 2.- Plan insbesondere durch das von der Deutschnationalen Partei( Großindustrie) verlangte Volksbegehren. Es soll nicht Aufgabe dieser Abhandlung sein, hierzu nochmals eingehend Stellung zu nehmen. Einige tschechische Blätter stellen fest, daß unter denjenigen, die dem Präsidenten der tschechoslowakischen Republik zu seinem 80. Geburtstage ihre besonderen Glückwünsche dargebracht hätten, das Oberhaupt des Deutschen Reiches und sein Vertreter in Prag fehlten. Was den deutschen Gesandten in Prag anbeträfe, so habe er sich damit begnügt, an der Vorsprache des Diplomatischen Korps, das den Präsidenten gemeinsam beglüdwünschte, teilzunehmen. Es sei aufgefallen, daß unter den Depeschen der Staatsoberhäupter eine solche Hindenburgs gefehlt habe. Daß anläßlich des 80. Geburtstages des Reichspräsidenten von Hindenburg auch eine Glückwunschdepesche aus Prag fehlte, verschweigt die tschechische Presse. Nationalsozialisten und Südtirol. Sicher ist aber soviel, daß diese ungeheueren Belastungen nicht nur die Staatswirtschaft, sondern auch die individuelle Einzelwirtschaft sehr stark belasten und seither schon belastet haben. Einmal schon um deswillen, weil nach dem D.- Plan die Höhe der Leistungen und deren Umfang noch nicht mit aller Bestimmtheit feststand, dann aber auch, weil durch den Y.- Plan wirtschaftliche Transaktionen von Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe in ungewisser Weise beeinflußt werEin neuer Beweis dafür, daß die Nationalsozialisten endgültig die Deutschen in Südtirol preisgegeben haben, findet sich in dem von dem Abgeordneten Feder herausgegebenen„ Programm der NSDAP.". In der ersten bis vierten Auflage dieses Programms( 1927-28) hieß es auf Seite 29: ,, Wir verzichten auf keinen Deutschen in Sudetendeutschland, Südtirol, in Polen. in der Völkerbundskolonie Oesterreich." den. Von der 5. Auflage 1929 ab aber lautet die gleiche Stelle: ,, Wir verzichten auf keinen Deutschen in Sudetendeutschland, in Elsaß- Lothringen, in Polen, in der Völkerbunds= folonie Desterreich." Von Südtirol kein Wort mehr! Wirtschaftliche Unsicherheiten überall. Die Geschäftswelt ist daher in fortschreitendem Maße dazu übergegangen, mit ihren Schuldnern Abmachungen aller Art zu treffen, die den Eingang ihrer Ausstände sicher stellen sollen. Ziel 3 Monate oder per Kasse 2 Prozent Skonto" eine in Vorkriegsjahren fast durchweg anzutreffende Geschäftskondition ist heute vollkommen verschwunden. " 1 ,, Abzahlung in Raten", eine Ueberlieferung aus dem Dollarsland ist die Losung heute. Insolange reale Garantien für deren pünktliche Einhaltung gegeben, mag man sich mit dieser Zahlungsart vielleicht noch abfinden. Wenn aber die Entwicklung der eigenwirtsch. Verhältnisse des Abnehmers jene Zahlungsverpflichtung gefährden, ist es begreiflich, wenn die Geschäftswelt und das Handwerk dazu übergeht, im Wege des vor dem Kriege kaum üblichen Eigentumsvorbehaltes bei Lieferung aller Art sich vor Nachteilen zu schüßen. Die grundlegende Aenderung der wirtschaftlichen Verhältnisse erfordert eine veränderte Rechtsauffassung, nicht nur über jenen ,, Eigentumsvorbehalt", sondern auch über die Begriffe ,, icherungsübereignung" und deren Auswirkung, wenn man nicht gar eine veränderte moralische Beurteilung dieser Probleme verlangen will. Der immer wieder beklagte Nichteingang der Forderung der Handwerker an ihre Kunden oder deren Abtragung in Raten erschöpfte die Barmittel des Handwerks. Es mußte dazu übergehen, weitere Geldmittel zur Verfügung zu haben. Diese sind oft nur im Wege der Beschaffung von Kreditmittel durch Banken oder private Geldgeber möglich. Auch diese verlangen wiederum Sicherungen. Man ging dazu über, durch Siche rungsübereignung von Werten auch diese Kreise der Geldgeber zufrieden zu stellen. Wenn die Gerichte aus dem Gesichtspunkt der Gläubigerbenachteiligung und dem der Unsittlichkeit Verträge dieser Art mit Geldgebern im Einzelfalle für anfechtbar erklärt haben, ja sogar eine Schadenersatzpflicht des sichernden Gläubiger konstruierten, so wird in Handwerks- und Gewerbekreisen oft von einer tatsächlichen Ueberspannung geredet. Später ist die Rechtsprechung von dieser Uebertreibung auch abgerückt und hat ernstliche Sanierungsunternehmungen auf diesem Wege für zulässig gehalten. Es ist daher bei allen Verträgen dieser Art größte Vorsicht nötig, die Gegenstand nachstehender Betrachtung sein sollen. Sie läßt sich vielleicht in folgenden Leitsägen ausdrücken: 1. nicht das ganze Vermögen des Kreditnehmers, sondern nur etwa sein Warenlager, seine Ausstände oder sein Mobilarvermögen soll übereignet werden. 2. das Vermögen des Kredit nehmenden Handwerkers oder des Geschäftsmannes darf nicht doppelt zur Kreditgewinnung benutzt werden. Vielmehr ist es, wenn selbst schon auf Kredit erworben, von dieser Kreditbelastung möglichst zu befreien. 3. Der Schuldner darf nicht übermäßig beschwert werden. Den Geschäftsbetrieb des Handwerkers in seiner Totalität zur Sicherung einer schon bestehenden Forderung zu benutzen, wäre eine ungerechtfertigte und darum meist anfechtbare Bevorzugung eines Gläubigers. Ein neu aufzunehmender Kredit mit dessen Hilfe andere Gläubiger befriedigt werden sollen, kann jedoch auf diese Art in zulässiger Weise beschafft werden. Auch für fortlaufende Kredite kann der Geldgeber in dieser Weise Sicherung beanspruchen. Insbesondere kann im Wege der Cicherungsübereignung von Warenvorräten, Außenständen oder Mobilar dauernd das nötige Betriebskapital herbeigeschafft und bereitgestellt werden. Zweckmäßig wird es sein in Fällen dieser Art vor der Kreditaufnahme durch Inventur und Bilanz festzustellen, daß das Haben das Soll überschreitet. Der Geldgeber könnte sich z. B. dadurch sichern, daß der Betrag der Tageseinnahme etwa nach Abzug der laufenden Geschäftsund Haushaltungskosten( auch über deren Höhe können ver- Nr. 20. Mittwoch, d Mittwoch, den 12. März 1930. - tragliche Abmachungen getroffen werden) tagtäglich an ihn abgeliefert wird. Er kann seinem Schuldner zur Pflicht machen, Waren oder Materialien nur gegen Kasse einzukaufen und die Rechnungen dazu nach deren Eingang unverzüglich an ihn abzuliefern. Allmonatlich sollte der Kreditnehmer eine Abschrift seines natürlich ordnungsgemäß geführten Kassenbuches seinem Geldgeber einsenden, daß dem letzteren ungehindert jederzeit zu den Geschäftsräumen und den Werkstattlokalitäten Eintritt zu gewähren und Einsicht in die Bücher und Geschäfts: papiere zu gestatten, ist eine selbstverständliche Voraussetzung. Inventur und Bilanz sollten bei Krediten dieser Art beide Vertragsteile gemeinsam in kürzeren Zeiträumen vornehmen. Etiva nach Ablauf eines halben Jahres, evtl. schon früher, ist die Forderung des Geldgebers jedesmal gemeinsam mit dem Kreditnehmer festzustellen. Abmachungen über die Vergütung des Geldgebers für jede bezahlte Geschäftsrechnung sind besonders zu treffen. Das Waren- und Materialienlager zur Zeit der Gröffnung des Kreditverhältnisses ist durch eine genaue Inventur unter namentlicher Bezeichnung jeder einzelnen Waren- oder Rohmaterialiengattung ziffermäßig genau festzulegen. In je: dem Vertrag dieser Art ist der Passus aufzunehmen Gießener Zeitung Lokales. Anstalt oder Familienpflege? Es Diejes let Anziehungstra 3fdauer eing Claffearmes Sp haften lief zu der gesamte G zu denen er b verteidiger, di den- befond derten. Bei d Leiftung, bei Rolle spielte in Diefenba hießen fan Gerade auf dem Gebiet der heute so viel umstrittenen Fürsorgeerziehung ist diese Frage besonders brennend. ist klar, daß an sich die Fürsorgeerziehung im Rahmen einer Familie der Anstaltserziehung vorzuziehen ist. Aber wo find die Familien, die erzieherisch befähigt sind, diese schwere Aufgabe zu erfüllen? Ein Anstaltsvorsteher äußert sich darüber: „ Es ist unendlich schwer, im rechten Moment die rechte Familie zu finden. Damit ist nicht viel erreicht, irgend ein Kind in irgend einer Familie zu versorgen. Und selbst die gewissenhafteste Erkundigung versagt nur zu oft. Man mutet einer Familie sehr viel Opferwilligkeit an Zeit und finanziellen Mitteln zu, wenn man voraussetzt, daß sie sich mit dem aufgenommenen Kind wirklich abgebe und keine Mühe scheue, es zu erziehen. Die Durchführung der öffentlichen Kontrolle ist bei der Privatversorgung unverhältnismäßig schwieriger. Die Institution müßte noch geschaffen werden, die den ständigen Kontakt mit den im Lande zerstreuten Kindern und Pflegeeltern aufrecht erhält." Dazu kommt noch, daß nicht selten die Kinder von den Familien, denen sie anvertraut wurden, mißbraucht und ausgenützt werden. stellen. Auch hier wird der Geldgeber öfter die Bezahlung der Warenrechnungen der für den Handwerksbetrieb erforder| lichen Materialien zu bezahlen übernehmen. Zu seiner Sicherung werden ihm dann Geschäftsausstände abgetreten. Ueber die Höhe dieser Ausstände und Namen und Wohnort der Schuldner sind genaue schriftliche Niederlegungen erforderlich. Die Abtretung braucht zunächst dem Schuldner nicht angezeigt zu werden. Diese Anzeige und die Einziehungsbefugnis des Gläubigers ganz auszuschließen oder nur für den Fall des Zugriffs anderer Gläubiger zuzulassen, hat das Reichsgericht für nicht zulässig erklärt. Es kann aber anstatt im voraus derartige Abtretungsanzeigen herzustellen und abzusenden, der Geldgeber zur Anzeige zur Abtretung ermächtigt werden. Abtretungsan zeigen solcher Ansstände können dem Geldgeber auch im voraus behändigt werden mit der ausdrücklichen Verpflichtung, diese erst dann abzusenden, wenn die Zeit zur Einziehung der Ausstände gekommen ist. Den Kreditgeber als alleinige Zahlstelle zu bezeichnen, ist eine im Interesse des Handwerkers nicht ratsame Verfahrensart, da die wirtschaftliche Fundierung seines Betriebes dadurch in ein schiefes Licht gerückt werden könnte. Der Handwerker wird sich jedoch verpflichten müssen, Ausstände, die er seinem Geldgeber abgetreten hat, nach etwaigem Eingang bei ihm, sofort an diesen abzuführen. Auch ist er gezwungen, die Pfändung solcher Ausstände seitens seiner anderen Gläubiger dem Kreditgeber sofort anzuzeigen. Ratsam ist es auch, Veränderungen in dem Wohnsitz oder den Vermögensverhältnissen der. Schuldner des Handwerkers seinem Kreditgeber baldigst mitzuteilen, wenn der Kreditnehmer solches erfährt. Kosten, die durch die jeweilige Einziehung oder Eintreibung der abge tretenen Forderung entstehen, sind durch denjenigen zu tragen, der die Verpflichtung hierzu vertraglich übernommen hat. Hat der Handwerker seinem Kreditgeber den Einzug einer abgetretenen Forderung aus irgend einem Grunde als dringlich bezeichnet, so wird er nicht für Schäden haften, die aus einer etwaigen Säumnis des Kreditgebers entstehen. Daß die Rückübertragung etwaiger noch nicht eingegangener Ausstände sicher zu stellen ist, wenn das Kreditverhältnis aufgelöst oder die Schuld des Handwerkers beglichen, ist selbstverständlich. ,, Mit Abschluß dieses Vertrages geht das in beiliegendem Inventar bezeichnete Materialien- oder Warenlager auf den Geldgeber über". Auch ist Sicherung des Kreditnehmers vertraglich derart festzulegen ,,, daß der Gläubiger von seinem Eigentumsrecht keinen Gebrauch macht, der dem Zweck des Vertrags und einer geordneten Fortführung des Betriebes widerspricht". Festzulegen ist durch eine besondere Vertragsbestimmung, daß mit der Tilgung der Forderung, sofern damit die Auflösung des Kreditverhältnisses. verbunden ist, das Eigentum der Gegenstände an den Uebereigner zurückfällt. Zum Zwecke einer geordneten Fortführung des Geschäfts hat das Warenlager in unmittelbarem Besitz des lebereigners zu bleiben. Das beiderseitige Rechtsverhältnis ist so zu konstruieren, daß es ein Recht des letzteren auf den mindest zeitweisen Besitz der Warenvorräte schafft. Der Schuldner muß sich verpflichten, das Warenlager pfleglich zu behandeln und auf seine Kosten gegen Feuersgefahr zu versichern. Im Rahmen der regelmäßigen Betriebsführung ist der Geldnehmer zu Verkäufen zu laufendem Preise für berechtigt zu erachten. Saison- und Inventurausverkäufe sind der Geschäftswelt zu gestatten, evtl. ist der Preisnachlaß für diese Artikel ebenfalls besonders festzusetzen. Der Kreditgeber muß sich das Recht vor, behalten zur Aufgabe seitheriger oder Aufnahme neuer Geschäftszweige, zur wesentlichen Vergrößerung oder Verringerung des Lagers und zur Aufgabe der bisherigen und der Mietung neuer Geschäftsräume seine Zustimmung zu erbitten. Die Entrichtung der Steuern des Gewerbebetriebes durch dessen Inhaber ist zu vereinbaren. Unberechtigten Eingriffen in das Eigentumsrecht des Gläubigers, insbesondere auch bei Pfändungen, hat der Kreditnehmer im Interesse des Geldgebers zu widersprechen und diesen davon sofort zu verständigen. Jeder Zugang des Lagers ist dem Geldgeber anzuzeigen und ihm etwa in der Form zu übereignen, daß auf die Rechnung hierzu folgender Vermerk gesetzt wird: ,, Diese Waren( Materialien) werden hiermit Herrn X. übereignet, zur Sicherung wegen der aus dem mir eröffneten Kreditverkehr entstandenen und künftig entstehenden Forderung. Mit der Uebermittlung der Rechnung an den Kreditgeber geht das Eigentum dieser Waren auf ihn über, während der unmittelbare Besitz und Gebrauch, insbesondere die Veräußerungs- und Verwertungsbefugnis gemäß unserem Vertrag mir überbleibt. In allen Verträgen dieser Art ist der Geldgeber wohl gegen den Zugriff anderer Gläubiger des Kreditschuldners, nicht aber gegen den Letteren selbst gesichert. Nur eine strafrechtliche Verantwortung wird Letteren treffen, wenn übereignete Werte ohne Wissen des Geldgebers vertragswidrig von deren Besitzer verbraucht oder beiseite geschafft werden. Es ist eine betrübliche Erscheinung unseres heutigen Wirtschaftslebens, daß Verträge obiger Art zu schließen überhaupt nötig ist. Möge ein gütiges Geschick dafür sorgen, daß solche Verträge in Zukunft immer mehr und mehr im geschäftlichen Leben verschwinden. Die Familienpflege kann deshalb die Anstaltserziehung nicht überflüssig machen, sondern beide sollen einander ergänzen. Daß übrigens auch das Leben in einer Anstalt nicht bloß eine Qual ist, wie man es oft darzustellen beliebt, dafür einige Zeugnisse. Die„ Blätter der Zentvalleitung für WohlMit diesen Betrachtungen jedoch glaube ich darüber Klarheit gebracht zu haben, wie solche Verträge im Interesse des Geldgebers sowohl wie auch im Interesse des Handwerkers und des Geschäftsmannes abzuschließen sind. Eine politische oder wirtschaftspolitische Polemik will ich mit diesen Betrachtungen nicht auslösen. Ueber die Auflösung des beiderseitigen Verhältnisses sind Bestimmungen zu treffen. Zur Sicherung des Kreditnehmers find Abmachungen über die Einstellung der Kreditgewährung festzulegen. Die Rückforderungsansprüche des Geldgebers sind der Zeit nach so zu bestimmen, daß die Fortführung des Betriebs nicht gefährdet erscheint. Ratenzahlungen darauf und etwaige Fristen zu Abzahlungen des Kredits sind zu vereinbaren. Alle diese Konzessionen wird der Geldgeber nur dann machen, wenn ein weiterer gedeihlicher Betrieb nach Lage der Verhältnisse zu erhoffen ist. Der Umfang des Monatsumsages kann hierfür richtunggebend sein. Ein Schiedsgericht im Falle eines Streites beider Teile einzusetzen, ist ratsam, ebenso sind Bestimmungen über dessen Zusammensetzung zu treffen. Bis zur völligen Abwicklung der schuldnerischen Verpflichtungen sind Sicherungsmaßnahmen für den Gläubiger möglich. Verlegungen der Vertragspflichten sind entsprechend zu regeln. Auch sind über die etwaigen Kosten eines solchen Vertrages beiderseitige Abmachungen zu treffen. Der Verband Evangelisch- Kirchlicher Frauenvereine in Hessen tätigkeit" berichten, daß sich in einer Anstalt im Laufe des Jahres 64 frühere Zöglinge zum Besuch eingestellt und dort zusammen 232 unentgeltliche Gasttage zugebracht haben. Wie wäre das möglich, wenn eine Anstalt wirklich die Hölle" wäre? Ein in ein Fürsorgeheim eingewiesenes Mädchen er klärte, gern dorthin zu gehen: ,, Da lernt man wenigstens Anstand und Bildung". Ein Kind schrieb aus freien Stücken aus seiner Dienststelle an die alte Anstalt:„ Ich kann Euch für das, was Ihr an mir Gutes getan habt, nur immer wieder schretben." Darum höre man immer beide Seiten. indem sie fid besten Eindr Zuschauer ih Das Spie ten die Verbi Ball wandert guten Schüle fich Odershau Spiel und d Beil nach ei hälfte. Dan Der Odershö gleich... Meter vor Burd. Die ift das VfB den Ball zu * Volkstrauertag. Der Vorstand der D. T. hat den ange schlossenen Vereinen nahegelegt, den Volkstrauertag am Sonntag, 16. März, von Veranstaltungen möglichst freizuhalten. Wir vermissen eine gleiche Stellungnahme der Sportverbände. * Beamtenschaft und Sparmaßnahmen. Der Hessische Be amtenbund e. V. hat für heute, den 12. März, nach Darmstadt alle Gesamtvorstände der Fachvereine der Beamten zusammengerufen. Die organisierte Beamtenschaft will Stellung nehmen zu der Tatsache, daß weitaus die schwersten Lasten bei den heffi schen Sparmaßnahmen auf die Schultern der Beamten fallen. Die Regierung, der Finanzausschuß des hessischen Landtages und die Presse sind ebenfalls eingeladen. * Steuer- Protest- Versammlung. Gegen die geplante Biersteuer und die Wiedereinführung der Gemeindegetränkesteuer hat die freie Innung der Gastwirte von Gießen und Umgegen auf heute nachmittag 5 Uhr im Café Leib eine Protestver Fammlung anberaumt, in der Gastwirt Brandt- Frankfurt am Main spricht. * Beginn der Osterferien 1930. Die Osterferien beginnen in diesem Jahre am Sonntag, den 6. April. * Das amtliche Fernsprechbuch für den Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt wird demnächst neu aufgelegt. Die Vorarbetten hierzu werden am 1. April ds. Js. abgeschlossen. Bis da hin sind Aenderungen der Eintragungen bei der zuständigen Fernsprech- Vermittlungsstelle anzumelden. Der Tag des Abschlusses der Vorarbeiten ist für die Fälligkeit der Gebühren für die kostenpflichtigen Eintragungen in das Fernsprechbuch maßgebend. Sollen gebührenpflichtige Eintragungen der jetzigen Auflage nicht in das neue Buch übergehen, so ist ihr Wegfall oder ihre Aenderung spätestens zum 1. April zu beantragen. hielt seine Frühjahrsversammlung am 6. März in Darmstadt. Die Versammlung war aus der ganzen Provinz gut besucht. Sie stand unter der Leitung der Vorsitzenden, der Fürstin zu Erbach- Schönberg. Den Hauptgegenstand der Tagesordnung bildete der Vortrag von Frau Planck- Heidelberg über: Was sollen unsere Töchter werden? Die Rednerin führte aus: In früheren Jahren bestand noch keine Berufsnot, die jungen Mädchen waren zu Hause, bis sie sich später das eigene Heim gründeten. Der einzige außerhäusliche Beruf, der etwa in Frage kam, war der einer Lehrerin oder Pflegerin. Heute muß jedes junge Mädchen in cinem Beruf stehen, denn viele wollen nicht heiraten und viele können es nicht. Wir unterscheiden bei der Berufswahl dreierlei: 1. Eignung und Neigung, 2. Gesundheit, 3. die wirtschaftliche Seite. Wo die Neigung vorhanden ist, ist auch meistens Eignung da. Die Gesundheit ist eine Grundbedingung und man sollte immer die förperlichen Fähigkeiten berücksichtigen, ehe man an die Ausbildung herantritt. Sehr gewarnt wird vor den ungelernten Berufen, da diese für später einen großen finanziellen Nachteil in sich tragen. Unter den persönlichen Berufen, d. h. solchen, die sich auf Krankenpflege und Haushalt im Gegensatz zur Fabrik beziehen, versteht die Rednerin diejenigen, in denen das junge Mädchen seine Persönlichkeit ausprägen kann. In furzen Zügen sind die akademischen und kaufmännischen Arbeitsgebiete, Gehaltsfragen und Aufstiegsmöglichkeiten gestreift worden. Obwohl die Löhne in der Hauswirtschaft viel besser sind als in anderen Arbeitszweigen, so wurde andererseits auf die großen Gefahren hingewiesen, die sich hierbei ergeben: Ueberanstrengung durch 1. zu schwere Arbeit, 2. zu lange Arbeit, 3. schlechte Kost. Es ist immer ratsam, vor Antritt einer neuen Stellung Erkundigungen einzuziehen. Eine kurze Diskussion schloß sich an. Mit diesen Betrachtungen glaube ich auf eine Reihe von Gesichtspunkten hingewiesen zu haben, die bei der Sicherungsübereignung zu beachten sind. Eine solche gibt dem Gläubiger volles Eigentum, nicht bloß ein Pfandrecht. Im Falle des Konkurses des Schuldners gibt die Rechtsprechung dem Geldgeber ein Absonderungsrecht und im Konkurse des Gläubigers dem Schuldner einen Aussonderungsanspruch. Der Gläubiger kann also verlangen, daß ihm übereignete Waren aus der Konkursmasse ausgeschieden werden und nicht Verwendung finden zur Befriedigung der übrigen Gläubiger. Der Schuldner kann darauf bestehen, daß seine geldlichen Verpflichtungen der Konkursmasse des Gläubigers gegenüber sich in der Weise abzuwickeln haben, wie das der mit ihm geschlossene Vertrag vorsieht. Nicht wäre er z. B. verpflichtet, die geschuldete Kreditsumme nun auf einmal hinzulegen, wenn der Kreditvertrag dies nicht vorsieht. Im Steuerbeitreibungsverfahren hat nach einer Entscheidung des Reichsfinanzhofes der Gläubiger nicht einen Widerspruch gegen die Zwangsvollstrekkung, sondern er soll nur eine vorzugsweise Befriedigung aus cem Erlöß verlangen können. Auch die Diskontierung von Buchforderung ist ein in den letzten Jahren sehr oft beschrittener Weg, um die zur Aufrechterhaltung des Gewerbetriebs notwendigen Kredite zu beschaffen. Es macht sich eben überall, je länger je mehr, auch im Handwerk die betrübliche Tatsache geltend, daß die Kundschaft sehr oft nur in Raten abzahlt. Das muß dazu führen, daß Handwerk und Gewerbe sich Geldgeber suchen, die durch Abtretung buchmäßiger Forderungen weitere Geldmittel bereit Aus den Opelwerken. * Dienstjubiläum. Gestern konnte der Schreinermeister Wilhelm Wader auf eine 25jährige Tätigkeit in seinem Be rufe bei der Firma Georg Philipp Gail dahier zurückblicken. * Aus dem Stadttheater. Heute abend wird das sehr gut aufgenommene Schwanfstüd ,, Weekend im Paradies" von Arnold und Bach zum drittenmal als 23. Mittwoch- AbonnementsVorstellung gegeben. Ein Stück zum Lachen. Am Donners tag, den 13. März, findet das 3. Symphoniekonzert vom GieBener Konzertverein und des Orchesters des Darmstädter Landestheaters statt. Ein vom wirtschaftlichen Standpunkt aus erfreuliches Bild zeigen z. 3t. wieder die Opelwerke. Nach beendeter Fabrikationsumstellung herrscht wieder Hochbetrieb in den Werken und die Gesamtbelegschaft arbeitet wieder an 5 Tagen in der Woche. Die Zahl der fertigen Wagen betrug im Januar 2700 und stieg im Februar auf ungefähr 3000 Stück. Das Fabrikationsprogramm für den Monat März sieht die Herstellung von insgesamt 4200 Wagen vor, was bei einer fünftägigen Arbeitswoche eine Tagesproduktion von ca. 200 Wagen bedeutet. * Tannert geht nach Krefeld. Der Oberspielleiter des Gie Bener Stadttheaters Hans Tannert, scheidet mit Ende der Spiel zeit aus dem Gießener Ensemble aus, um einem Ruf an das Stadttheater Krefeld als Spielleiter und Darsteller Folge zu leisten. Er hat sich auf zwei Jahre dorthin verpflichtet. Nach Ayzdorf, der zweite schwere Verlust unserer Bühne. Frühjahrs- Pferdemarkt. Mit dem diesjährigen Früh jahrs- Pferdemarkt in Gießen am 19. März ist wieder eine Eine ebenfalls starke Belebung erfuhr das Fahrradgeschäft. Hier beträgt die tägliche Produktion bei einer fünftägigen Arbeitswoche ca. 600 bis 700 Fahrräder, welche Zahl noch im Laufe dieses Monats auf 1000 Stüd pro Tag gebracht werden soll. Um den Absatz von Fahrrädern zu heben, ist die Her= stellung eines Einheitsrades geplant, das für 40 bis 50 Mark auf den Markt kommen soll. Das Werk be: schäftigt 3. 3t. insgesamt 9 200 Arbeiter. GAL * Lotterie verbunden. Die Spi Offenbacher S fehr guter R Sie durch vie rutscht, um Den 3. Platz Freunde de Petry- W * Wechsel im Vorsitz der oberhessischen Pfarrorganisation. Vor einigen Tagen fand hier die diesjährige Provinzialtagung des Bezirksverbandes Oberhessen im Hessischen Evangelischen Pfarrverein statt, auf der der langjährige Vorsitzende, Dekan Gußmann aus Kirchberg bei Lollar auf seinen Wunsch vom Vorsitz entbunden und an seine Stelle der Dekan Widmann: Gedern zum Vorsitzenden gewählt wurde. Weiter wurde noch Pfarrer Beder- Gießen neu in den Vorstand gewählt. 1900 Spielen. D daß die Pla gab, allerdin * Lehrgang im neuzeitlichen biologischen Gartenbau. Um den Gartenbesitzern die Erlernung des natürlichen, biologischen Gartenbaues zu ermöglichen, veranstaltet die Freusburg- Arbeitsgemeinschaft für Lebenserneuerung vom 23. bis 30. März ihren ersten Lehrgang für neuzeitlichen Gartenbau. Die Unkostenge bühr beträgt einschließlich Unterkunft und Verpflegung etwa 25 Rmf. Die Freusburg ist eine der mustergültig eingerichteten Jugendburgen Deutschlands. Die in ihren Mauern tagende Arbeitsgemeinschaft für Lebenserneuerung sucht von den mannig fachen sozialen, pädagogischen, wirtschaftlichen, lebensreformeri schen und kulturellen Gesichtspunkten aus praktische Arbeit für das Wohl des einzelnen zu leisten. Auskunft erteilt das Ar beitsamt der Freusburg- Arbeitsgemeinschaft, Hilchenbach( Westfalen) Postfach 14. Sch. teidigung de reichlich ner schoben ihre offen und Sein Spiel nach hinten dung mit di Loch". Nad gen einer Jädel( 1.1 nötig tat, Elfmeter! Dirigieren Verhängnis den der red Sad den F Abficht, den Köpfe aller im legten zuziehen. 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Ockershausen Meister der Bezirksklasse 1. Gruppe Lahn VfB. Gießen 3: 1 geschlagen. Dieses letzte Meisterschaftsspiel in Odershausen hatte seine Anziehungskraft nicht verfehlt und es hatten sich) cirka 1200 Zuschauer eingefunden und diese wurden stark enttäuscht. Ein tlassearmes Spiel wurde vorgeführt und keine der beiden Mannschaften lief zu einer guten Form auf. Ganz besonders zeigte der gesamte Gießener Sturm bei weitem nicht die Leistungen, zu denen er befähigt ist. Umso besser gefielen die beiden Gästeverteidiger, die sich in einer ausgezeichneten Verfassung befanbesonders Kre und eine größere Niederlage verhin derten. Bei der Playzelf sah man vor allem eine gleichmäßige Leistung, bei der Energie und Siegeswillen eine besondere Rolle spielten. Dann hatte Odershausen seine große Waffe in Diefenbach der beste Mann auf dem Platze-, der Tore Ichießen kann. Recht unsportlich zeigten sich einige Spieler, indem sie sich in ungebührender Weise ausließen und nicht den besten Eindruck hinterließen. Dazu vergaßen einige jugendliche Zuschauer ihre Meinung auch nicht kund zu tun. Das Spiel. Der Das Spiel begann nervös. Bei beiden Mannschaften klappten die Verbindungen nicht recht. Ein hin und her. Ball wanderte von Tor zu Tor, keine allzu große Kunst bei Dann findet guten Schüssen auf dem kleinen schrägen Platz. - sich Ockershausen und bringt wenigstens etwas System in sein Spiel und drückt leicht. In der 29. Minute drückt unerwartet Beil nach einem Strafstoß das einzige Tor der ersten Spielhälfte. Dann versucht der Gästesturm den Ausgleich, dabei hat der Ockershäuser Torhüter großes Glück. Balser winkt der Ausfünf gleich... doch anstatt einzuschieben, gibt er den Ball Meter vor dem Tor- nochmals in die stark abgedeckte Mitte zurad. Diefenbach nimmt den Ball blitzschnell auf und schon ist das VfB.- Tor in Gefahr und Kreß gelingt es gerade noch, den Ball zur Ecke zu lenken. Noch zwei Minuten vor Pause. - 1900 Gießen Liga Haupt arbeitet sich mit aller Raffinesse vors Tor und gibt Lehrmund eine Torgelegenheit, dieser jedoch ist viel zu lang= sam und wieder war es nichts. Dann bekommt Böckler noch einen scharfen Schuß zu halten und wenig später pfeifts zur Pause. Nach dem Wiederanpfiff wurde das Spiel schleppend. Dazu fam noch jede Systemlosigkeit, sodaß das Spiel zu einem zweitKlassenspiel herabsant. Gleichgültigkeit trat bei fast allen Spielern mit Ausnahme von 2-3 auf. Diefenbach, der jetzt auf Rechtsaußen gegangen ist, ist es, der seine Vereinskame= raden immer wieder mit nach vorne reißt und sehr gefährliche Momente schafft. In der 59. Minute fällt dann auch das 2. Tor für Ockershausen. Die VfB.er geben scheinbar alles auf und überlassen der Verteidigung die ganze Arbeit. So kommt es, daß schon 4 Minuten später Ockershausen, durch eine Flanke Diefenbachs, ein drittes Tor erzielt. Das wird den Gästen denn doch zu viel u. sie versuchen nun mit dem Rest der Kräfte eine Besserung des Resultats zu erreichen und belagern eine längere Zeit das Ockershäuser Tor. Doch im Gästesturm vermißt man einen gesunden Torschuß. Eine Ecke für Gießen wird erzwungen. Balser bringt den Ball gut vors Tor, der Odershäuser Hüter schlägt den Ball zu schwach ab und der Nachschuß von Fehling landet in der 82. Minute im Netz. Dann wird es noch einmal lebhaft, als Diefenbach wieder mit dem Ball losgeht und Vöckler kann von viel Glück reden, daß dieser haargenau aufs Tor gegebene Flankenschuß, auf der Querlatte entlang ging, ins Aus. Der Rest der Spielzeit vergeht in planlosem Spiel, wobei sich einige ganz besonders durch fortwährendes schlechtes Platzstellungsspiel auszeichnen und damit ihren Mitspielern jede Aufbauarbeit unmöglich machen. Mit dem Unparteiischen Hörner aus Kassel war man nicht KI. restlos zufrieden. Kickers Offenbach Liga 2: 2( 0: 2). Die Spielvereinigung 1900 hatte für letzten Sonntag die Offenbacher Kickers verpflichtet. Den Gästen ging ein spielerisch sehr guter Ruf voraus. Zu Beginn der Verbandsspiele waren sie durch viel Pech bis auf den vorletzten Platz heruntergerutscht, um dann aber mit glänzendem Endspurt sich bis auf den 3. Platz hochzuschaffen. So kann man es verstehen, daß viele Freunde des Fußballsportes beim Anpfiff des Unparteiischen Petry Wetlar das Spielfeld umsäumten. = Das Spiel: 1900 hatte Platzwahl, und ließ den Gegner gegen die Sonne Spielen. Die Gäste hatten sich zunächst noch nicht gefunden, so daß die Playmannschaft die ersten fünf Minuten den Ton angab, allerdings scheiterten alle Bemühungen an der sicher. Verteidigung der Offenbacher, auch waren die heimischen Stürmer reichlich nervös. Die Gäste schienen dann Bescheid zu wissen, schoben ihre Läuferreihe weiter vor und gestalteten das Spiel offen und später überlegen. 1900 bekam hinten viel zu tun. Sein Spielaufbau litt darunter, daß die Läuferreihe zu weit nach hinten ging, die Halbstürmer nahmen auch keine Verbindung mit dieser auf u. in der Mitte gähnte das bekannte ,, große Loch". Nach zehn Minuten Spielzeit konnte Offenbach den Reigen einer Anzahl Ecken eröffnen. 3 Minuten später brachte Jäckel( 1. Vert. 1900) seine Manschaft in Gefahr, ohne daß es nötig tat, fischte er sich den Ball im Strafraum mit der Hand. Elfmeter! Sad aber hält den flach in die rechte Torhälfte dirigieren Ball tadellos. Aber nur wenig später kam das Verhängnis doch, Jäckel verschuldete nunmehr einen Strafstoß, den der rechte Läufer der Gäste hoch vors Tor gab. Hier machte Sad den Fehler, lief aus seinem Tor ins Getümmel, in der Absicht, den Ball wegzufausten. Der Ball jedoch ging über die Köpfe aller Spieler und fiel ins Tor. Henrich versuchte noch im letzten Augenblick, den Ball aus der Luft ins Feld zurückzuziehen. In der Aufregung gings schief. - 1: 0 für Offenbach. Die Plazmannschaft ging nun wieder mehr aus sich heraus, konnte im offenen Spiel auch eine Reihe guter Torgelegenheiten herausarbeiten, denen jedoch kein Erfolg beschieden war. Man vermißte den letzthin von den 1900ern so gepflegten Torfchuß. Während die Offenbacher Verteidigung stets durch weiten Abschlag oder dadurch klärte, daß sie den Ball ihrem aufmerkfamen Torhüter zuspielte, fabrizierte die Gießener Hintermannschaft weitere Eden, die die Gäste dann allerdings nicht auswerten konnten. Erst in der 42. Min. fand die schöne Ballarbeit der Gäste durch ein weiteres Tor Belohnung. Ein Ball vom Linksaußen köpfte Offenbachs Mittelstürmer, blitzschnell feinem freistehenden Halblinken vor die Füße, den dieser flach in die linke Torhälfte am sich werfenden Sack vorbei einsandte. 2: 0 für Offenbach. Streife durch den Bezirk. Unser Bezirksmeister verlor sein erstes Spiel in der Gruppe 2 der Runde um die Westdeutsche Meisterschaft gleich ziemlich hoch, mit 2: 5; der Gegner war VfL. Benrath vom BergischMärkischen Bezirk; Ort des Zusammentreffens: Düsseldorf. Der nächste Gegner wird am 16. März der FV. Neuendorf vom Mittelrheinbezirk sein. Das Spiel findet in Kassel statt. Das letzte Spiel steigt dann gegen den Rheinbezirksmeister Spielogg. 07 Sülz. Im Bezirk hat es einige Klärungen gegeben. Zunächst wurde der Tabellenzweite der Bezirksliga festgestellt, der den Bezirk in der Trostrunde der 8 Zweiten vertreten soll. Spielverein Kassel ist diese Ehre zuteil gefallen, da er auch das RückSpiel in Kassel mit 3: 2( 1: 2) gegen die Borussen Fulda für sich buchen konnte. In der Gruppe Kassel der 1. Bezirksklasse ist der Fall Siegmann- Großalmerode vom Verband dahin entschieden worden, daß der Spieler ab 26. September spielberechtigt war und der Verein also sämtliche Punkte nach diesem Zeitraum behält. - Halbzeit! Nach der Pause ging 1900 furze Zeit wieder auf ,, volle Fahrt". Die Offenbacher, als alte Taktiker, behielten die Ruhe und dachten wahrscheinlich: lange macht ihr das doch nicht! 1900 aber konnte bei dieser Gelegenheit seine erste und einzige Ecke herausholen.( Mohr trat den Ball natürlich ins Aus). Der Eifer der Hiesigen ließ nach, Offenbach kam auf und spielte nun zusehends überlegen. Gab die mit Zerstören vollauf beschäftigte 1900er Läuferreihe trotzdem Bälle nach vorn, konnte der Sturm hier nichts damit anfangen. Die im= Offenbacher konnten wieder eine Reihe Edbälle treten endlich hatte mer ohne Erfolg. Ein Durchbruch der 1900er der Linksaußen mal den Ball bekommen führte in der 57. Minute zum 1. Erfolg der 1900er. Balser( LA. 1900) be= drängt, gab an Adelberger( 52. 1900) ab, dieser flankte, der vorstürzende Zeiler( HR. 1900) erwischte den Ball mit dem Kopf und lenkte ein. 2: 1. - - - Das Spiel wurde wieder etwas lebendiger. Aber Offenbach hatte den Ernst der Lage noch nicht erfaßt ein Tor ist leicht aufzuholen! Und 10 Minuten weiter wars soweit. Der rechte Verteidiger Offenbachs machte offensichtlich Hand er wollte den verhängten Elfmeter beim Schiri allerdings wegdiskutieren. Adelberger legte den Ball auf den Efmeterpunkt und sandte den Ball an dem herauslaufenden(!) Gästetorhüter 2: 2. vorbei, sachte ins Nez. Beifall! Jetzt gings um den Sieg. Beide Parteien fämpften eifrig. 1900 kam dabei nach und nach allerdings arg ins Hintertreffen und konnte nur durch stärkere Verteidigung die nunmehr mit Gewalt vorgehenden Offenbacher meistern. Und womit keiner gerechnet hatte, beim Schlußpfiff lautete das Resultat immer noch ,, Unentschieden". Kritit. An dem Gegner konnten die Einheimischen viel, viel lernen. Sie waren besser wie die Plazmannschaft, wenigstens so wie diese Sonntag spielte. Sie hatten einen brillianten Tormann, der eine zuverlässige Verteidigung vor sich steher hatte, die weiten Abschlag und schönes Zerstörungsspiel zeigte. Die Läuferreihe war im Aufbau besser wie im Zerstören. Die Stürmerreihe wies ebenfalls feine Schwächen auf. Die Mannschaft bevorzugte das halbhohe Spiel. Die Plazmannschaft zeigte keine einheitliche Leistung. Die Hintermannschaft war gut und arbeitete aufopferungsvoll, des= gleichen die Läuferreihe, besonders Henrich. Der Sturm enttäuschte, war übernervös und machte den Fehler, seine Außenstürmer zu wenig zu beschäftigen. Die Mannschaft ließ sich vom Gegner das halbhohe Spiel aufdrängen, mit ihrem fla= chen Paßspiel hätten sie sich besser durchsetzen können. In der Gruppe Lahn ist der Kampf um die Punkte zwischen Wallau und VfB. Gießen beigelegt worden: Wallau hat die Berufung zurückgenommen; dagegen dreht sich jetzt das Verfahren um verschiedene sportliche Entgleisungen, die im Zusammenhang mit dem„ Fall Schneider" zustande gekommen sind. VfB. Gießen hat inzwischen die beiden Spiele gegen FV. Oders: hausen um die Gruppenmeisterschaft verloren, so daß der Meistertitel nach der Marburger Vorstadt gewandert ist, man darf wohl sagen: mit vollem Recht und nach gerechtem Verdienst. Ergebnisse aus dem Bezirk. Um den zweiten Tabellenplag der Bezirksliga: Spielverein Kassel - Borussia Fulda( Rückspiel) 3: 2( 1: 2) Um die Meisterschaft der 1. Bezirksklasse, Gruppe Lahn: FV. Odershausen VfB. Gießen( Rückspiel) 3: 1( 1: 0) Um die Meisterschaft der 1. Bezirksklasse, Gruppe Südhannover: Spielogg. Göttingen- FC. Grone( 1. Spiel) 2: 1( 0: 1) Marbach - Wetter( Verbandsspiel) 2: 3 Gesellschaftsspiele: Spielvgg. 1900 Gießen Weklarer SV. 1. Sp.-V. Alsfeld 1. Butzbach 1. - - Nr. 20. Riders Offenbach 2: 2( 0: 2) Elz 1. 3: 1( 1: 0) Niedergirmes 1. 1: 0 Germania Marburg 1. 1: 8 Dillenburg 1. V₁R. Siegen 1. 7: 0 - Herborn 1. Niedershausen 1. Germania Fulda Hessen 09 Kassel BV. 06 Kassel Spusp. Northeim Arminia Bielefeld - Hartenrod 1. 1: 1 Aẞlar 1. 3: 0( 1: 0) Viktoria Aschaffenburg 1: 7( 1: 2) Tura Kassel 1: 2( 0: 1) Pfeil Kassel 9: 0( 5: 0) SC. Weende 3: 0( 1: 0) Kurhessen Kassel 2: 2( 1: 1) 1900 Gießen 2.( 6.) 7: 2( 4: 1) Wetzlarer SV. 2.( G.) 1: 3( 0: 2) VFR. Siegen 2.( 6.) 3: 2 Gau Gießen- Weglar: Hermannstein 1. Biskirchen 1. Dillenburg 2. Merkenbach 1. Offenbach 1.( 6.) 4: 3( 1: 2) Manderbach 1. Niederscheld 1.( V.) 7: 4 Holzhausen 1. Büblingshausen 1.( G.) 2: 0( 1: 0) Großen- Bused 1. Lollar 1.( V.) 4: 3( 2: 1) Ettingshausen 1. Grünberg 1.( V.) 0: 1( 0: 0) Steindorf 1 Leun 1.( 6.) 6: 1( 3: 1) Weidelbach 1. Leihgestern 1. - 1 - - Straßebersbach 1.( V.) 2: 1(( 1: 1) Garbenteich 1. 4: 3 abgebrochen Hermannstein 2. 1900 Gießen 3.( 6.) 0: 5 Holzhausen 2. Büblingshausen 2.( G.) 2: 0( 1: 0) Ettingshausen 2. Grünberg 2.( G.) 0: 5( 0: 1) Weidelbach 2. Straßebersbach 2.( G.) 6: 0( 4: 0) Daubringen 2. 1900 Gießen 4.( G.) 6: 3 Jugend: 1 Wetzlarer SV. 1.- VfB. Gießen 1. 2: 3( abgebrochen) 1900 Gießen 1. 1: 5( 0: 4) Lollar 1. Herborn 1. Grünberg 1. - Großen- Bused 1. - Niedershausen Donsbach 1. Niederscheld 1. Steinberg 1. Weilburg 1. 1 - Dillenburg 1. 1: 3 - Aẞlar 1., Aẞlar nicht angetreten - Lich 1. 1: 1 Löhnberg 0: 2( 0: 0) Hirzenhain 1. 2: 1 Rittershausen 1. 2: 1 Wetzlarer SV. 2. 7: 2 Löhnberg 2. 5: 0 1900 Gießen 2. Niedergirmes 2. 2: 0( 0: 0) Lich 2. Garbenteich 2. 2: 3 VfB. Gießen 3. 1900 Gießen 3. - Butzbach 2. 1: 1 Steindorf 1., Steindorf nicht angetr. 1900 Gießen 1. Sch.- VfB. Gießen 1. Sch. 3: 0( 0: 0) VfB. Gießen 2. Sch. Garbenteich Sch. 0: 2 Weylarer SV. Sch. Niedergirmes Sch. 2: 4( 0: 0) Gau Marburg: Wehrda 1. - - Buchenau 1. 1: 2 Cappel 1. VFB. Gießen 2. 2: 1( 0: 0) Germania Marburg 2. 2: 6 Cölbe 1. Erdhausen 1. Mornshausen 1. 5: 4 Cölbe 2. Cappel 2. Marbach 2. Germania 3. 9: 0 VfB. Gießen 3. 3: 2( 0: 1) Wetter 2. 0: 5 Niedereisenhausen Gönnern 7: 7( 1: 6) - Eckelshausen Caldern 4: 3 Oberwalgern 1. - Weiboldshausen 1. 1: 0 Großen- Bused 1. Lollar 1. 4: 3( 2: 1). Ein spannender Kampf vor etwa 400 Zuschauern. Lollar spielte schnell und wuchtig, während Bused taktisch und technisch besser war. Schon in der 3. Minute war den Einheimischen Gelegenheit gegeben, zu einem Tor zu kommen, aber der zugesprochene Elfmeter wurde gehalten. Kurze Zeit später ging Lollar in Führung. Aber die Buseder erkämpften sich bald den Ausgleich. Ein weiterer Elfmeter für die Platzbesitzer brachte das Resultat auf 2: 1. Nach Halbzeit wurde der Kampf härter. Dann stellten die Gäste den Ausgleich her. Den Busecker gelang kurz darauf die abermalige Führung. Ein Handelfmeter für Lollar brachte wieder ein Unentschieden. 3: 3. In den letzten 10 Minuten brachten es die Platherren fertig, ein viertes Tor zu erzielen. Ein letztes Anstrengen der Gäste blieb erfolglos. Lollar zeigte ein besonders gutes Kopfspiel. Schiedsrichter Spurt- Butzbach war gut. Ettingshausen 1. Ettingshausen 2. Grünberg 1. 0: 1( 0: 0). Grünberg 2. 0: 5( 0: 1). Grünberg war zeitweise leicht überlegen, konnte aber bis Halbzeit zu keinem Erfolg kommen. Das Spiel zeigte mitunter unschöne Formen, die jedoch dank der vorzüglichen Leitung des Herrn Spedhard- Gießen gleich im Keime erstict wurden. Kurz vor Schluß erzielte Grünbergs Linksaußen den einzigen Treffer des Tages. Vorher trafen sich die 2. Mannschaften zu einem Gefellschaftsspiel. Die Gäste waren nur mit 10 Mann zur Stelle, übernahmen aber bald die Führung. Das zweite Tor wurde wurde durch einen Strafstroß erzielt, Nr. 3 und 4 erfolgten aus überlegenem Feldspiel und Nr. 5 war ein Edball, der, gut getreten, direkt verwandelt wurde. Cappel 1. * BfB. Gießen 2. 2: 1( 0: 0) Cappel 2. BfB. Gießen 3. 3: 2( 0: 1) - Cappel hatte sich die Bewegungsspieler aus Gießen zu Gesellschaftsspielen verschrieben. Die Dritte von Gießen verdarb sich den Sieg durch eigene Uneinigkeit. Bei dem Spiel der ersten und zweiten Mannschaften war Cappel leicht überlegen. Die neu zusammengestellte Cappeler Elf fand sich sehr gut zusammen; verschiedene gute Chancen wurden aber versiebt. Auf beiden Seiten wirkten Spieler mit, die schon vorher in den um= teren Mannschaften gespielt hatten. Der Schiri für beide Spiele war forreft. Sehr unangenehm und unsportlich wirkte das verschiedentliche Reklamieren einiger Spieler. Die Spiele waren sehr fair. Nr. 20. Mittwoch, den 12. März 1930. Aus Nah und Fern. Bad Nauheim. Der Kassierer eines hiesigen Kurheims ist nach Unterschlagung von 15 000 Rmt. geflüchtet. Friedberg. Ein Dienstmädchen spielte im Schlafzimmer seiner Herrschaft mit einem Revolver, aus dem sich plötzlich ein Schuß löste und das Mädchen schwer verletzte. Gegen die Verunreinigung der Nidda. Friedberg. Am Sonntag fand in Okarben eine Aussprache von Fischerei- Interessenten über die Verunreinigung der Nidda und ihrer Nebengewässer statt. Professor Klieve( Gießen) hielt einen interessanten Vortrag über das Thema„, Ueber die Ursache des Fischsterbens in durch Industrie- und Stadtabwässer verunreinigten Flüssen". Schatzmeister Heinrich Wagner berichtete über die bisher eingeleiteten Schritte gegen die Verseuchung der Flüsse. Am Schluß der Aussprache wurde die Gründung eines Abwässerkampfbundes für Nidda und Nebengewässer beschlossen. Darmstadt. Ein hiesiger Briefmarkenhändler kam groben Fälschungen von Saarbriefmarken auf die Spur. Befreiungsflug. Mainz. Anläßlich der endgültigen Räumung der besetzten Gebiete wird am 5. und 6. Juli ein Befreiungsflug, beginnend am 5. Juli in Köln und endend am 6. Juli dortselbst, stattfinden, welcher über Bonn, Koblenz, nach Mainz, Wiesbaden und von dort weiter nach Mannheim, Rheinpfalz usw. erfolgt. Man rechnet mit etwa 60 Flugzeugen, welche an diesem Befreiungsflug teilnehmen werden. Anschließend findet am 5. Juli das Ausscheidungsfliegen zur Deutschen Kurzstreckenmeisterschaft auf dem Flughafen der Städte Mainz und Wiesbaden statt, während die eigentliche Kunstflugmeisterschaft am 6. Juli in Köln aus= getragen wird. 3 Millionen Liter unverkaufter Wein! Nierstein. Der Weinabsatz aus den Gemeinden, die als Qualitätsweinbauorte bekannt sind, stockt immer mehr. Die Feststellungen ergaben, daß in Niersteins Kellern rund 2500 Stück Wein( je 1200 Liter) lagern aus den Jahrgängen 1927, 1928 und 1929. Für diese Weine ist zurzeit keine Verwendung im Handel vorhanden. Weglar. Die letzte Stadtverordnetensizung sah eine Nachtragsbewilligung für 1929 und die Etatsberatungen für 1930 vor. Der Etat schließt in Einnahme mit etwa 4,8 Millionen Mark und in Ausgabe mit etwa 5,2 Millionen Mark ab, so daß ein Fehlbetrag von etwa 300 000 Mark zu decken ist. Zur Ausbalancierung des Etats wurden Erhöhungen von Gas, Wasser und Licht, sowie eine Erhöhung der Realsteuern vorgeschlagen. Ein Antrag der Verwaltung, den Nachtragsetat für 1929 in Höhe von etwa 360 000 Mark zur Hälfte durch Erhöhung der Realsteuern und durch Verteilung von weiteren 150 000 Mark auf die Haushaltspläne von 1930-1932 auszugleichen, wurde einstimmig abgelehnt. * ,, Gießener Zeitung" Kassel. Hier wurde ein 17 Jahre alter Arbeiter von einem überholenden Autobus angefahren und mit solcher Wucht gegen einen auf dem Bürgersteig stehenden Baum geschleudert, daß er sofort tot war. * Explosionsunglück auf dem Uebungsplaz Ohrdruf. Auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes fanden am Sonntag zwei Soldaten des zurzeit hier weilenden Ausbildungsbataillons Marburg einen Blindgänger. Als sie sich damit zu schaffen machten, explodierte der Blindgänger. Von den beiden Soldaten wurde der eine auf der Stelle getötet. Der andere erlitt schwere Verletzungen. Ein Polizeibeamter in Frankfurt a. M. erschossen. Der Polizeioberwachtmeister Ludwig Kern ist Sonntag morgen 4 Uhr, als er einen Radfahrer, der ohne Licht fuhr, anhalten wollte, von diesem erschossen worden. Der Täter ist enikommen. Der Getötete hinterläßt Frau und zwei Kinder. Der Tat dringend verdächtig ist der Kürschner Herbert Schulle, geboren am 12. Juni 1908 in Leipzig- Lindenau. Er hat sich in letzter Zeit in Frankfurt aufgehalten, jedoch ist nicht bekannt, wo er wohnte oder wo er Unterschlupf gefunden hatte. Bei der Leipziger Kriminalpolizei ist er als Einbrecher und Fahrraddieb bekannt. Er soll sich in den letzten Monaten auch in Mainz und Trier aufgehalten haben. Bis jetzt ist es noch nicht gelungen, den vermutlichen Täter festzunehmen. * Professor Dr. Radecke f. 150 000 Mark unterschlagen. Der Lohnbuchhalter einer Solinger großen Firma ist wegen Unterschlagung in Höhe von rund 150 000 Mark verhaftet wor= den. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand man noch 26 000 Mark, die der Firma zurückgegeben wurden. * Nürnberg. Der 3. Deutsche Evangelische Kirchentag, der zur Erinnerung an die Uebergabe der Augsburger Konfession am 25. Juni in Augsburg eine Feier hält, wird seine Tagung vom 26.- 30. Juni in Nürnberg abhalten. Auf diesem Kirchentag sehen wir die Vertreter des zusammengefaßten evangelischen Deutschland zum erstenmal auf bayerischem Boden. Frankfurt a. M. Der Vorsitzende des Aerztlichen Vereins in Frankfurt und Leiter der Fürsorgestelle für Gemüts- und Nervenkranke, Prof. Radecke, ist einem Schlaganfall erlegen. Waschen Sie so, wie Wissenschaft u.Praxis es als richtig erkannt haben: Mit Dr. Thompson's Seifenpulver wer anders wäscht, macht es falsch. Ich bin auch am DR THOMPSON'S SCHUTZ MARKE SEIFEN PULVER * Selbstmord des Direktors im Statistischen Reichsamt. Am Sonntag vormittag ist der Direktor im Statistischen Reichsamt, Dr. Richard Lenz, im Grunewald erschossen aufge= funden worden. Allem Anschein nach liegt Selbstmord vor. Als Motiv der Tat wird eine unheilbare Krankheit angenommen, an der Dr. Lenz seit einiger Zeit litt. 索 Frühjahrsmessen im Jahre 1930. In Köln: 23.- 26. März: Allgemeine Mustermesse; 23. bis 28. März: Technische Messe mit Sondergruppen„, Technik im Handwerk" u. ,, Gas für Induſtrie und Gewerbe"; 6.- 9. April: Westdeutsche Möbelmesse 1930( zugleich Messe für Holzbearbeitungsmaschinen und Möbelzubehör). Jn Breslau: 15.- 18. Mai: 59. Landwirtschaftlicher Maschinenmarkt und Technische Messe. Das sangesfreudigste deutsche Land ist Sachsen. Von den 582 000 Mitgliedern des Deutschen Sängerbundes stellt der Freistaat Sachsen allein 56 000. Über eine halbe Milliarde fommunale Auslandsschulden. Nach den kürzlich veröffentlichten Feststellungen der amtlichen Statistik betrugen die Auslandsschulden der deutschen Gemeinden am 31. März 1928 insgesamt 532,6 Millionen Rmk., die sich folgendermaßen verteilen: Einzelanleihen Gemeinschaftsanleihen Anteile an Staatsanleihen Kurzfristige Schulden Sonstige Schulden " 316,9 Mill. Rmt. 65,0 " 120,9 " " 21,6 8,2 " " " " zusammen: 532,6 Mill. Rmf. Neue Bücher. Der Frühling im deutschen Volksglauben. Der einfache Mensch der Urzeit kannte den Begriff Früh ling als besondere Jahreszeit nicht, für ihn folgte auf den Winter der Sommer. Der Name Frühling oder Frühjahr ist daher auch nicht alt, sondern erst in den letzten Jahrhunderten gebildet worden. Das älteste deutsche Wort für Frühling ist Lenz. Es bedeutet die Jahreszeit, in welcher ,, lange Tage" sind, die Tage länger werden. Den Frühlingsbeginn verlegte man in den März, weshalb dieser neben der römischen Bezeich nung schon zur Zeit Karls des Großen den Namen Lenz mo= nat führt und heute noch neben Frühlingsmonat als Lenzmo nat in der Schweiz zuweilen gebräuchlich ist. In Desterreich und Bayern, aber auch im Oberhessischen heißt der Frühling auch Auswärts. Der Frühlingsanfang, der ursprünglich mit dem Jahresanfang zusammenfiel, eröffnete die große Sieges- und Festzeit der Sonne, die alte Feier, welche bis zur Sommersonnenwende dauerte und nach Einführung des Christentums durch die Fasten in zwei Teile zerrissen wurde, in die Fastnacht und die Osterzeit. Zu diesem Betrag kommen noch 29 Mill. Rmk. vor der Stabilisierung aufgenommene Auslandsanleihen hinzu. Zu der Aufstellung ist noch zu bemerken, daß der Gesamtbetrag der furzfristigen Schulden seit dem 31. März 1928 eine ansehnliche Vermehrung erfahren haben dürfte. Landgericht Giessen zugelassen Würz Deinen KAFFEE Die Auslandsschulden der Gemeindeverbände, die zu denen der Gemeinden noch hinzutreten, betrugen an dem erwähnten Stichtag etwa 9 Mill. Rmk. und bestehen zum überwiegenden Teil aus Anteilen an Sammelanleihen. Der Frühling, in dem der Mensch zugleich mit der Natur wieder zu neuem Leben erwachte, wurde seit je mit Sehnsucht erwartet, die um so größer gewesen ist, je weiter die Zeiten zurückliegen, je schwerer und unerträglicher den Menschen das Joch des Winters war, dem er einst bei mange inder oder schlechter Beheizung und Beleuchtung der dürftigen Unterkünfte und in seiner ärmlichen Bekleidung fast schutzlos preisgegeben war. Freudig festlich war daher auch die Begrüßung des Frühlings. Dies nannte man im Mittelalter ,, die zit empfahen" oder ,, die zit mit sange begen" oder„, den Sumer( Meien) empfahen" u. a.). Vor allem wurden die ersten Boten dieser glücklichen Zeit freudig empfangen und ihnen Glücksbedeutung zugeschrieben. Schon die Griechen und Römer begrüßten die erste Schwalbe und den ersten Storch als Frühlingsboten. Wie diese, so werden in Deutschland auch der Kuckuck, die ersten Schmetterlinge( Sommervögel) und die Maikäfer willkommen geheißen. Wenn man den Kuckuck zum ersten Mal auf eigenem Grund und Boden rufen hörte, so zeigte dies den Beginn des Frühlings in Westfalen an. Wer dies meldete, bekam ein Ei zum Geschenk, woraus sich ein Brauch der Kinder, das Kuckucksspiel, entwickelt hat. Noch im 17. Jahrhundert holten in Schleswig die spinnenden Mädchen den ersten Maikäfer feierlich aus dem Walde ein, wie es noch im 18. Jahrhundert in manchen Städten Deutschlands üblich war, daß die Türmer das Erscheinen des ersten Storches anblasen mußten, wofür ihnen ein Ehrentrunk aus dem Ratskeller verabreicht wurde. Auch die ersten Frühlingsblumen wurden gefeiert. Wer das erste Veilchen sah, verkündete es; das ganze Dorf lief hinaus, die Blume wurde auf eine Stange gesteckt und man tanzte darum. Den ersten Blumen schrieb man auch besondere Heilkraft zu. Zur Zeit des Minnegesangs feierte man sie häufig im Liede. Aus der neuen Lieferung des ,, Handwörterbuch des deutschen Aberglau bens", Verlag Walter de Erunter& Co., Berlin. Trotz dieser gewaltigen Schuldenlast der Gemeinden sollen sie durch ein Bodenreformgesetz zu weiteren kostspieligen Experimenten angehalten werden; sie sollen ihr Geld in noch größerem Maße als bisher schon in Grund und Boden unverzinslich anlegen, auch wenn gar kein Bedürfnis nach einer solchen ,, Bodenvorratswirtschaft" besteht. Begreise das, wer kann! R. Brücher, Rechtsanwalt Butzbach, Fernspr. 115. doch würz'ihn richtig: nimm Franck" Wer verkauft jein Haus eventl. m. Geschäft od. sonst. Anwesen hier od. Umgebung? Nur Angeb. dirett v. Besitzer unt. V. 14 and. Berl. Haus u. Grundbesik Frankfurt/ M. Zeil 51 Herrenjtowe Tuchfirma sucht z. Verfaufsvermittlung( dir. an Private) rührigen Herrn Nur ausführl. Angebote unt. G. 3.2486 ond.Geschäftst.d. Zty. Bettnässen fort, Abhilfe. Alter und Geschlecht angeb. Austunst umsonst. Dr. med. Eisenbach, München 207, Bayerstraße 35/ II. 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Schuster Nürn berg, Gabelsbergerstraße 62, erschienene Büchelchen bringt den Nachweis, daß nur noch für 25 Millionen Mt. Nennwert wirk lich alte Goldgeldnoten, die bis Anfang 1914 verausgabt wurden, existieren, so daß bei einer Einlösung dieser Noten zu 25 Prozent nur ca. 6 Millionen Mark erforderlich sind. Das Büchlein kostet 50 Pfg. Lohn- Verzinkung führt billigst aus Lauterbacher Blethwarenfabril u. Verzinkungsanstalt G.m.b. H. Lauterbach( Hessen) Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. SteuerErsparnis bringt das Reichssteuer Kassebuch Er Bezugspr Redaktionsfchluß Jendung nicht 43. Jah Pol Der Haus tag, den Nach Gebiete. Bon Berringerung und die Unterb waltungen unn Die Vertre Donnerstag ein rungen der grü wurden. Das fordere Neube Im Reids der deutschen G gefehen. Der Reid Reichskanzler Zwischen 10. 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