Nr. 11. it es als eritem e Begleitung zu tereffanten Aufnd gefahrvollen der J. 3." mit chon einmal der eine Staatsbib iese Mühe. Das hierüber eine men. ist ein leichtes, esen, daß durch mühle, bei jedem de, die aromati Geschmack des ben. Ebenfalls oldbraune Farbe Einkauf auf die ,, Frank". Denn ertiges Produtt 5980. fbar günstigen ihren Kunden wirtschaftlichen 2 es der Auto igsten Verkehrs abritation einen Es wird allge schlossen hat, den ter- Typs„ Stutt erniedrigen. Der it Original Sin och Rmt. 5 980,- das Urteil, daß Gebrauchswagens Eigenschaften dar Tenten wird man senkung weitesten lässigen und ele n in Gießen. aut die eUnion Jion olz aus dem nialwald. ald üblichen Ver wir untenstehende f: Güteklasse N 19,18 Festm. 13,60 7,60" 7,49 " 47,87 Festm. ebote sind je Festder Aufschrift: on" bis zum 15. essischen Forstamt die Eröffnung der um 9 Uhr vormit mmende Holz, wel ist, lagert an der Stammheim bei chließlich Berladen e Festm, etwa 4,- erteilt Herr Förster Forstamt. 4. Februar 1930 nt Friedberg ch ist jetzt zu sbeiträgen, - und Ver Für Verant, die Endhoben. age 21 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. Die Zentrumsfraktion des Reichstages will der Reichsregie: rung mitteilen, daß die mit dem Youngplan zusammenhängenden Geseze erst verabschiedet werden können, wenn gleichzeitig die mit der Sanierung der Reichsfinanzen zusammenhängenden Fragen geklärt werden. * Der Reichsfinanzminister hat dem Reichsrat eine Verordnung über den Zuschlag zur Kraftfahrzeugsteuer für das Jahr 1930 zugehen lassen. Der Zuschlag soll wie im Jahre 1929 wieder 15 Prozent betragen. * Der Reichsparteitag der DVP. wird voraussichtlich am 23. März in Mannheim stattfinden. * Einer Warschauer Meldung zufolge rechnet man in Polen mit der bevorstehenden Umwandlung der deutschen Gesandtschaft in eine Botschaft. * Der Oberste Gerichtshof in Palästina hat die gegen neun Araber im Zusammenhang mit den Unruhen im August des vorigen Jahres ausgesprochenen Todesurteile bestätigt. ㄓ Die Voruntersuchung gegen die Brüder Sklarek dürfte noch Ende dieses Monats abgeschlossen werden. Man rechnet damit, daß frühestens im August die Hauptverhandlung beginnen wird, die fünf bis sechs Monate dauern dürfte. Am Sonntag fand die fünfte„ Grüne Woche" Berlins ihren Abschluß, deren Schlußergebnis mit über 300 000 Besucher in neun Tagen einen der größten Berliner Breanstaltungserfolge darstellt. Von der Handelskammer Saarbrücken liegt ein Projekt vor, das sich mit der Errichtung eines Rhein- Saar- Kanals beschäf= tigt. Der Kanal soll teilweise entlang der Nahe durch rheinhessisches Gebiet geleitet werden. Das Ende des Kanals würde, der Glanstrecke folgend, etwa bei Bingen in den Rhein münden. * Der Deutsche Ostmarkenverein veranstaltete am Sonntag eine Kundgebung gegen das deutsch- polnische Liquidationsabkommen. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 12. Februar 1930 Schaumburg- Lippes Anschluß. Büdeburg, 11. 2. Jm Schaumburg- Lippischen Landtag wurde die 2. Lesung des Gesetzentwurfes über die Vereinigung Schaumburg- Lippes mit Preußen mit 10 gegen 4 Stimmen angenommen. Ein deutscher Lehrer in Odessa verurteilt. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat das Sowjetgericht in Odessa den deutschstämmigen Lehrer Karl Peters zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, weil er mehreren Schülern Religionsunterricht erteilt hat. Nach Verbüßung der Strafe soll Peters nach Sibirien verbannt werden. Lehrerausweisungen. Kowno, 11. 2. Eine Nachricht, wonach 80 deutschen Lehrern durch den Gouverneur des Memelgebietes gekündigt worden ist, wird von litauischer Seite bestätigt. Der Außenminister hat dem deutschen Gesandten zugesagt, eine Klärung der Angelegenheit herbeizuführen. 40 000 Berliner Läden ohne Licht. Ein Protest gegen die städtischen Tarife. Der Bund der Handels- und Gewerbetreibenden hat den Beschluß gefaßt, seine sämtlichen Mitglieder und die dem Bunde angeschlossenen Verbände aufzufordern, vom 15. bis zum 28. Februar als Protest gegen die Erhöhung der städtischen Werktarife nach Geschäftsschluß die Schaufensterbeleuchtung einzustellen und auch die Reklameinschriften nicht mehr leuchten zu lassen. An der Aktion sollen sich rund 40 000 Berliner Ladengeschäfte aus den verschiedensten Branchen beteiligen. Der Lloyddampfer„ München" ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 12 Versichern oder sparen? Was in der Vorkriegszeit in einem arbeitsreichen Leben und vielfach unter Verzicht auf jeden unnötigen Aufwand, mitunter durch Entbehrungen gespart und für das Alter zurückgelegt worden ist, wurde durch die Inflation nahezu restlos vernichtet oder doch mindestens stark dezimiert. Besonders schwer betroffen wurde von diesen Verhältnissen der werktätige und hausbesitzende Mittelstand. Für ihne gibt es keine Fürsorge seitens des Staates, und seine Angehörigen erhalten, auch wenn sie arbeitsunfähig werden, keine Pension. So steht heute der Mittelstand vor einer düsteren Zukunft, vielfach vor einem Nichts. Das stellt ihn vor die Notwendigkeit, neu aufzubauen, was Kriegs- und Inflationszeiten zerstörten, das stellt ihn vor die Aufgabe, aufs neue Vorsorge zu treffen für die Existenzsicherung der Familie. Zugegeben ist, daß dies sehr erschwert ist durch den schweren Existenzkampf, den der Mittelstand heute zu führen gezwungen ist, und durch den gewaltigen Steuerdruck, der kaum das Notwendigste zum Leben läßt. Wer aber die Sorge des mit jedem Tage näher rückenden Alters und da mit der Arbeitsunfähigkeit bannen will, muß sich wieder aufraffen, das zu ersetzen, was ihm das letzte Jahrzehnt vernichtet hat. Damit wird der Mittelständler vor die Frage gestellt: Ber: sichern oder sparen? Der Wert einer Lebensversicherung soll durchaus nicht verkannt werden, obwohl das Vertrauen in diese Art der Altersversorgung schwer erschüttert wurde. Zweifellos wurden auch die Lebensversicherungsgesellschaften von der Inflation schwer getroffen und auch die Kapitalanlagen dieser Gesellschaften. Aber die winzigen Aufwertungsquoten aus bezahlten Lebensversicherungsprämien und die überaus ungünstigen Auszahlungsbedingungen derselben haben nicht ohne Grund zu einer im Newyorker Hafen durch Feuer zerstört. Abneigung gegen die Lebensversicherung bei denjenigen geNewyork, 11. Febr. Der am 30. Januar im Bremen abge= fahrene und am heutigen Dienstag in Newyork eingetroffene Dampfer München" des Norddeutschen Lloyd ist durch Feuer zerstört und gesunken. Der Dampfer war gerade angekommen und hatte am Pier festgemacht und die Passagiere hatten begonnen, von Bord zu gehen, als dichte Rauchwolfen aus dem Schiff herausquollen, worauf sofort das Alarmsignal ,, Feuer im Schiff" den Dampfer durchgellte. Der Umsicht der Schiffsleitung gelang es, eine Panik zu verhüten und alle Passagiere sicher an Land zu bringen. Der Kapitän ließ alle Feuerlösch- und Sicherheitsmaßnahmen Um das hessische Sparprogramm. ergreifen und auch die Newyorker Feuerwehr griff alsbald in Unter der Bezeichnung ,, Schulgelderhöhung und Volksschullasten der Gemeinden" ist durch die hessische Presse ein Artikel mit Zahlenangaben veröffentlicht worden. Das Ministerium für Kultus und Bildungswesen hat nunmehr eine genaue Be= rechnung aufgestellt, auf Grund derer das Nachstehende mitge= teilt werden kann: In dem von der Regierung geplanten Sparprogramm ist vorgesehen, daß die Gemeinden für jede Volksschullehrerstelle einen Beitrag von 200 Rmk. leisten sollen. Aus dieser Maßnahme wird der Stadt Darmstadt eine Ausgabe von rd. 40 000 Rmt. erwachsen. Für Gießen wird die Belastung rd. 14 000 Rmt. betragen, für Worms rd. 24 000 Rmk., für Michelstadt rd. 2 200 Rmt., für Mainz rd. 50 000 Rmk. und für Offenbach rd. 42 000 Rmt. Hierbei muß erwähnt werden, daß durch die Sparmaßnahmen der Regierung auch eine Verminderung der Stellenzahl eintritt, die in den obigen Zahlen bereits in gewissem Umfange berücksichtigt ist. Dieser Rückgang in der Stellenzahl führt zwangsläufig zu einer in den einzelnen Orten natürlich ganz verschiedenen Verringerung der von den Gemeinden aufzubringenden sachlichen Kosten. - Bon allgemeinem Interesse dürfte noch sein, daß die Regierung im Staatsvoranschlag für 1930 einen Betrag von 50 000 Rmf. vorgesehen hat, der zur Unterstützung leistungsschwacher Gemeinden bei der Aufbringung der Stellenbeiträge für die Volksschulen dienen soll. Die Schulgelderhöhung im laufenden Schuljahr in Verbindung mit dem an Ostern 1930 zu erwartenden verstärkten Zugang zu den höheren Schulen wird der Stadt Darmstadt eine Mehreinnahme von rd. 54 0000+ rd. 8 000= rd. 62 0000 Rmt. bringen. Immer in runden Zahlen ausgedrückt, beträgt das = 31 000 Rmf. entsprechende Mehr für Gießen 27 000+ 4 000 für Worms 24 000+ 3000 27 000 Rmf., für Michelstadt 2300+ 500= 2 800 Rmt., für Mainz 39 000+ 8 000 Rmk. und für Offenbach 30 000+ 4000 34 000 Rmf. Jn ähnlicher Weise werden sich Schulgelderhöhung und die zu erwartende Schülerzunahme in allen Gemeinden mit höheren Schulen auswirken. = 47 000 Selbstverständlich können die Berechnungen über das Mehr an Schulgeldeinnahmen infolge der Ungewißheit über die voraussichtliche Schülerzunahme an Ostern 1930 vorerst nur auf Schätzungen beruhen. Schwankungen nach oben oder unten sind also wohl möglich, doch werden die genannten Zahlen der Wirklichkeit ziemlich nahe kommen. die Katastrophe ein. Dennoch erwies sich eine Rettung des Schiffes als unmöglich. Es folgten noch mehrere Explosionen, wobei drei Feuerwehrleute verletzt wurden. Amerikaner wollen die Emelta kaufen. Die Pressemeldung, daß die Radio- Corporation, die Muttergesellschaft der Western- Clectric, der Reichsregierung das Angebot gemacht habe, das im Besitz der Reichsregierung befindliche Aktienpaket der Emelka zu übernehmen, wird von Seiten des Reichsinnenministeriums für richtig erklärt. Das Angebot der Radio- Corporation sei außerordentlich günstig. Unverantwortliche Angriffe gegen die Währung. Seit mehreren Jahren hält der frühere Reichstagsabgeordnete Richard Kunze nacheinander in den verschiedenen deutschen Landesteilen Vorträge über das Thema„ Kommt eine neue Inflation?" Die Auswirkungen dieser Vorträge zeigen sich in plöglichen rudweisen Steigerungen der Abhebungen, bezw. Kündigungen von Sparbeträgen bei den Geldinstituten und in einer allgemeinen Beunruhigung der Bevölkerung über die Weiter. entwicklung der Währung, vor allem nach 1932. Die durch die unverantwortlichen Ausführungen des Volksredners wachgerufene Beunruhigung wird noch dadurch verstärkt, daß durch Unterbindung jeder Diskussion die Möglichkeit einer sachkundigen Aufklärung an Ort und Stelle genommen wird und daß in leider nicht seltenen Fällen die Ortspresse ausführ lichere Berichte über die Vorträge von Kunze bringt. Aus welchem Interesse Kunze immer wieder die gleichen Vorträge hält, wird klar, wenn man weiß, daß jeder Zuhörer ein Eintrittsgeld von 50 Rpfg. zu zahlen hat. Nach Angaben von Kunze hat er den Vortrag schon über 600 Mal vor mehreren hunderttausend Zuhörern gehalten; er hat also aus den Eintrittsgeldern und dem Verkauf seiner Broschüren während der Vorträge ein ansehnliches Vermögen verdient. Kunze, der bereits den Of= fenbarungseid leisten mußte, wirbt dabei auch für eine unbedeutende, von ihm gegründete ,, Deutsche Sparvereinigung auf wertbeständiger Grundlage e. G. m. b. 5.", Berlin- Friedenau. Diese finanziellen Hintergründe blieben eine Privatangelegenheit, wenn nicht die Vorträge in Süd-, Ost- und Mitteldeutschland die außerordentlich ungünstigen Wirkungen auf weite Bevölkerungskreise ausgeübt hätten. Die Möglichkeit eines be: hördlichen Eingreifens besteht leider nicht, weder Reichsregierung noch Reichsbank haben eine gesetzliche Handhabe zur Unterbindung der verantwortungslosen Demagogie. führt, die hiervon ungünstig betroffen wurden. Der Abschluß einer Lebensversicherung auf einen einigermaßen ins Gewicht fallenden Betrag verbietet sich für weite Kreise des Mittelstandes im Hinblick auf das vorgeschrittene Alter und die dadurch bedingten beträchtlichen Jahresleistungen. Abschreckend mirkt auch die Möglichkeit des Eintritts veränderter Verhältnisse, die die Weiterzahlung der Prämien in Frage stellen und unter Umständen unmöglich machen. Zwar besteht in solchen Fällen die Möglichkeit, die Versicherung unter Einstellung der Prämienzahlungen in eine sogenannte prämienfreie Versicherung umzuwandeln; die Bedingungen für Auszahlung und Verzinsung der bis dahin eingezahlten Beträge sind aber für die Versicherten keineswegs günstig. Diese Umstände erfordern, eine andere Altersversorgung ernsthafter als ehedem in Erwägung zu ziehen: das Sparen. Es wird bestimmt seit Stabilisierung der Währung wieder ge= spart. Der Sparer aber muß sich doch die Frage vorlegen, ob er mit der von ihm betätigten Sparsamkeit auch richtig und in der für ihn zweckmäßigsten Form spart. Ob jemand zweckmäßig oder systematisch spart oder nicht, ist leicht zu beurteilen, wenn er sich das vom„ Zentralverband Deutscher Haus- und Grundbesitzervereine" durch seine Kreditanstalten ins Leben gerufene Sparsystem genauer betrachtet, die Altersversorgung des hausbesitzenden Mittelstandes. Dieses System ist speziell auf die Verhältnisse des werktätigen und bodenständigen Mittelstandes zugeschnitten. Es will unter Vermeidung eines starren Systems den Bedürfnissen der weitesten Kreise tunlichst Rechnung tragen und vermeidet auch alle entbehrlichen Bindungen, so daß dem Sparer bei veränderten Verhältnissen die Möglichkeit der Einschränkung oder Ausdehnung des Sparens gegeben ist. Mit 10 M Rüdlage pro Monat ist selbst bei bescheidenen Verhältnissen Gelegenheit geboten, von der ,, Altersversorgung" Gebrauch zu machen. Wer 10 Jahre lang auf diese Weise spart, hat nach Ablauf dieser Frist 1200 M einbezahlt und erhält dafür unter zurechnung von Zins und Zinseszins 1633 M zurüd. Wer monatlich 30 M zurückzulegen in der Lage ist, zahlt in 10 Jahren 3600 M ein und erhält dafür 4899 M zurück. Wer hingegen in der Lage ist, monatlich 50 M auf die hohe Kante zu legen also immer noch bedeutend weniger als eine Lebensversicherung auf 10 000 M in einem vorgeschrittenen Lebensalter kostet, der zahlt in 10 Jahren 6000 M ein und bekommt nach dieser Frist 8165 M zurück. Bei einer 15jährigen Sparerlaufzeit zahlt er 9000 M ein und erhält als Gegenleistung 14 415 M ausbezahlt. Treten beim Sparer Verhältnisse ein, welche die Weiterzahlung in der bisherigen Höhe nicht mehr gestatten, oder können die Einzahlungen überhaupt nicht mehr geleistet werden, so wird diesen veränderten Verhältnissen auf Antrag in entgegenkommendster Weise Rechnung getragen. Jedenfalls geht fein Pfennig am Kapital und den bis zur Einstellung der Spareinlagen aufgelaufenen Zinsen und Zinseszinsen verloren. Die Altersversorgung sieht aber noch die Möglichkeit der Rentenzahlung an Stelle der Auszahlung des Sparbeitrages Die Rentenzahlung bedingt jedoch, daß monatlich mindestens 30 M zurückgelegt werden. Wer 15 Jahre lang monatlich 30 M einbezahlt, hat damit 5400 M geleistet und kann entweder Barauszahlung von 8649 M fordern oder nach seinem Wunsch vor. Mittwoch, Mittwoch, den 12. Februar 1930. auf die Dauer von 14 Jahren und drei Monaten eine monatliche Rente von 75 M erhalten, was einer Gesamtauszahlung von 12 825 M entspricht. Wer in der Lage ist, 10 Jahre lang monatlich 50 M zu sparen, der zahlt insgesamt 6 000 M ein und hat nach Umfluß dieser Zeit die Wahl: entweder 8165 M bar oder auf die Dauer von 13 Jahren eine monatliche Rente von 75 M, d. i. eine Gesamtleistung von 11 700 M zu verlangen. Bei höheren Einzahlungsbeträgen gestaltet sich die Rentenzahlung noch ungleich günstiger, wie aus den im Prospekt über die„, Altersversorgung des hausbesitzenden Mittelstandes", welcher der Nummer 21/1929 dieser Zeitung beilag, enthaltenen Beispielen ersichtlich ist. Die Trägerin dieser Altersversorgung" ist die„ ,, Deutsche Hauptbank für Hypothekenschutz A.-G." München, Sonnenstr. 2, welche gemeinschaftlich mit der„ Kreditbank deutscher Hausund Grundbesitzer A.-G. in München" alle erforderlichen Sicherheiten für gewissenhafte Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten bietet. Auf diese Weise wird rationell gespart und diese Art der Spartätigkeit verdient gewiß auch gegenüber der Lebensversicherung den unbedingten Vorzug. Kein Hausbesitzer sollte die Gelegenheit, sich und seine Familienangehörigen für die Zeit des Alters und der Verdienstlosigkeit zu sichern, ungenutzt vorübergehen lassen. Regelmäßige, auf die persönlichen Verhältnisse des Sparers eingestellte monatliche Teilzahlungen genügen, um den Sorgen des drohenden Alters zu begegnen oder dieselben doch wenigstens erheblich zu vermindern. Die Ursache der„ Kapitalflucht". Reichsregierung und Reichstag haben sich wiederholt mit der sehr wichtigen Frage, wie man der sogenannten Kapitalflucht am besten begegnen könne, beschäftigt. Es verdient deshalb ein Vorfall Beachtung, über den die„ Kölnische Zeitung" zu berichten wußte und aus dem sich die Ursache der„ Kapitalflucht" klar erkennen läßt. Die„ Kölnische Zeitung" schreibt u. a. folgendes: „ In einer deutschen Großstadt ereignete sich kürzlich folgender Fall. Ein Eigentümer großer Grundstücke hatte Jahre hindurch ein verhältnismäßig bescheidenes Leben führen müssen, um seinen bisher unverkäuflichen Besitz durchzuhalten. Da bot sich ihm die Gelegenheit, seine Grundstücke an die Stadt zu verkaufen. Der Verkaufserlös betrug 5 Millionen Reichsmark. Von diesem Barvermögen durfte er bei vorsichtigster Anlage einen Jahresertrag von 300 000 Rmf. erwarten. Der deutsche Steuerfiskus hätte ihm von diesen 300 000 Rmf. mehr als die Hälfte, nämlich 170 000 Rmk., für Einkommen, Kirchen- und Vermögenssteuer fortgenommen. Er wandte sich also an die Regierung eines schweizerischen Kantons und bat um eine„ Steuerofferte" für den Fall einer Uebersiedlung. Das schriftliche Angebot ging ein, es lautete auf 30 000 Franken( 24 000 Rmf.) jährlich. Der Bezieher des 300 000- Rmt.- Einkommens beschloß also, mit seinem Vermögen und seinem Einkommen Deutschland zu verlassen, weil ihm das den hübschen Nutzen von 146 000 Rmf. im Jahre einbringen würde". Die Ursache der„ Kapitalflucht" ist also in, erster Linie die Tatsache, daß die Besitzbesteuerung in Deutschland bei weitem überspannt ist. Die„ Kapitalflucht" wird in dem Augenblick von selbst aufhören, indem die Finanzpolitik nicht mehr unter dem derzeit geltenden Prinzip:„ Immer auf Kosten des Besizes" betrieben wird. Die Kölner nationalsozialistische Hochschulgruppe verboten. In einer Versammlung des Nationalsozialistischen Studentenbundes, die am 7. Februar in der Kölner Universität stattfand, hatte der Hauptredner außergewöhnlich scharfe Angriffe gegen die politische Einstellung der Hochschulprofessoren gerich= tet. Der Rektor und der Senat der Universität Köln haben nunmehr die Kölner Hochschulgruppe des Nationalsozialistischen Studentenbundes bis zum Abschluß der eingeleiteten Disziplinarverfahren vorläufig verboten. Das neue Jahrzehnt. Original- Sportroman von Fred Petermann 43. Fortsetzung. Sie tappte ihn auf den Arm und blickte schmollend zu dem ziemlich resigniert dreinschauenden Verlobten auf. ,, Doch Sibylle. Habe Dank für deinen Besuch. Aber es ist nicht allein wegen der Kopfschmerzen. Ich habe schon zwei Depeschen bekommen, weißt du, man gratuliert schon aus Deutschland. Wie lange habe ich nur geschlafen?" Gießener Zeitung Lokales. Das Feuerlöschwesen im Kreise Gießen. Das Kreisamt Gießen veröffentlicht unterm 6. Februar darüber folgendes: Im Jahre 1929 fanden durch den Kreisfeuerwehrinspektor in 47 Gemeinden 49 Besichtigungen der Fenerlöscheinrichtungen statt. Die Besichtigungen waren größtenteils mit Uebungen verbunden. In zwei Gemeinden, sowie in einer Fabrik wurden nur die Geräte besichtigt. Die Feuerlöscheinrichtungen in den Gemeinden Albach, Annerod, Beltershain, Birklar, Eberstadt, Ettingshausen, Geilshausen, Großen- Buseck, Holzheim, Langsdorf, Lich, Lollar, Nieder- Bessingen, Nonnenroth, Ober- Hörgern, Treis a. d. Loa., Winnerod und bei den Buderusschen Eisenwerken in Lollar wurden sehr gut, die Feuerlöscheinrichtungen in den Gemeinden Allendorf a. d. Lahn, Bettenhausen, Beuern, Dorf- Gill, Göbelnroo, Grünberg, Hungen, Klein- Linden, Lindenstruth, Londorf, Mainzlar, Münster, Muschenheim, Obbornhofen, Ober- Besingen, Rödgen, Röthges, Stangenrod, Steinbach, Steinheir.:, Trais- Horloff, Trohe und Villingen wurden gut angetroffen. ,, Zehn Stunden, Hanserle. Und gratuliert hat man dir auch? Ei, welche Aufmerksamkeit." „ Zehn Stunden habe ich nur geschlafen? Und in diesem Zeitraum haben es die Deutschen schon erfahren und die Glückwünsche sind auch schon hier. Das ist mir wirklich unklar." Ihre Augen strahlten ihn wieder an. ,, Hanserle warum unklar? Weißt du, ich habe einen Großonkel in Berlin und dem mußte ich doch meine Verlobung gleich kabeln. Und der wird vor Freude geplappert haben. Doch wo wollen wir hingehen. Nachmittags mußt du doch im Stadion sein." - Hans' eigenartiges Benehmen schien Sibylle doch wirklich die Ruhe zu nehmen. „ Hanserle, du freust dich gar nicht wie ein glücklicher Verlobter. Weißt du, ich bin so glücklich." い In der Gemeinde Geberstadt ist ein sehr schön eingerichteter, mit elektrischem Licht und Schlauchtrockenturm versehener Unterstellraum für die Feuerlöschgeräte eingerichtet worden. Mehrere Gemeinden haben Stüßleitern, Schiebeleitern, eine Gemeinde eine fahrbare mechanische Leiter und eine Gemeince eine Kleinmotorspeitz angeschafft. Hans blickte seine ,, Verlobte" ratlos an. Er empfand plötzlich eine unbeschreibbare Scheu vor dieser Frau. Nichts mehr spürte er von dem Liebestaumel. War das die ganze Liebe? Er hatte Mühe, zu antworten. * * Die Schulsparkassen haben sich nach einem Ausschreiben des Ministeriums für Kultus und Bildungswesen, recht gut ent= wickelt; daher wird auch in den höheren Schulen die Einführung im Benehmen mit den örtlichen Sparkassen empfohlen. „ Sibylle, ich hole dich in zwei Stunden ab. Laß mich bitte etwas allein, damit ich mich erholen kann. Dann werde ich auch besser in Stimmung sein. Sie reichte ihm die Hand und küßte seinen Mund. ,, Sei brav, Hanserle, und denk an meine Liebe." „ Ja, du meine Königin." * Betragen und Aufmerksamkeit werden aus den Schulzeugnissen abgeschafft? Wie das„ B. T." hört, sind im preußischen Unterrichtsministerium Erwägungen im Gange, die Zensierung von Betragen und Aufmerksamkeit aus den Schulzeugnissen zu Ostern dieses Jahres abzuschaffen. * Einführung der obligatorischen Trichinenschau beantragt. Dem hessischen Landtag ging ein Antrag der demokratischen Abgeordneten Donat und Eberle zu, die Regierung zu ersuchen, sobald wie möglich die obligatorische Trichinenschau bei allen Schweineschlachtungen einzuführen. * Vom Dienst suspendiert. Wegen angeblicher Verheimlichung der Unterschlagung von 23 000 Mark Kassengeldern bei der Ortsstelle Wieseck der Allgemeinen Krankenkasse GießenLand wurde der Geschäftsführer Bechtold zu Gießen vom Dienst suspendiert und die Einleitung des Disziplinarverfahrens beantragt. Bis zum Abschluß des Verfahrens wurde Bechtold beurlaubt. Es konnte noch nicht festgestellt werden, weshalb er die Verfehlungen seiner Untergebenen, die sich auf über sechs Jahre erstrecken, nicht rechtzeitig zur Anzeige brachte. Und jetzt fand er wieder den Mut, sie in seine Arme zu nehmen. Die Tür schloß sich. Hans Wilde war wieder allein. Er * Eine neue Turnhalle. Eine neue Turnhalle wird gegenwärtig in der stillgelegten Wagenhalle der ehemaligen Oberhessischen Werkstatt vom Reichsbahn- Turn- und Sportverein Gießen eingerichtet. Die Halle, die etwa 600 Quadratmer faßt, soll mit einer geräumigen Bühne, Kegelbahn, einem Kleinkaliberschützenstand und vor allem mit modernen Turngeräten ausgestattet werden. Außerdem sind vor dem Gebäude ein Spiel- und Sportplay, sowie eine Aschenbahn und Tennisplätze geplant. Die Kosten der Gesamteinrichtung erfordern etwa 8000 Mark. * Ein wissenschaftlicher Lehrgang zum Studium der Alkoholfrage für Lehrer und Lehrerinnen aller Schulen der Provinz Hessen- Nassau findet vom 28. Februar bis 4. März 1930 im Lehrerinnenheim Hohe Mark, Oberursel bei Frankfurt a. M., statt. Als Redner sind u. a. gewonnen: Dr. med. Georgi, Haus Burgwald bei Darmstadt und Prof. Dr. Strecker, Berlin. Anmeldungen zur Teilnahme nehmen das Provinzial- Schulkollegium in Kassel, sowie die Regierungen in Wiesbaden und Kassel entgegen. Die Teilnahme ist frei. öffnete die Verandatür und setzte sich draußen neben den duftenden Blumenkästen nieder. Das war also die alles beglückende Liebe? O nein- diese Stimmung konnten die großen Dichter nicht so begeistert be= singen. Hans seufzte. Wann fand er Ruhe und Frieden im Leben? Wäre es besser, er würde dem Sporte ganz entsagen? Wie glücklich war er vor Jahren, als die Oeffentlichkeit keine Ahnung von seinem Dasein hatte... Wieder hielt Hans ein Telegramm in den Händen, das dritte des Tages! Nr. 12. * Für Arbeitslose. Gemäß§§ 90 und 93 des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen- Versicherung kann einem antragstellenden Arbeitslosen die Unterstützung auf die Dauer von vier bis acht Wochen versagt werden, wenn er durch eigenes Verschulden die Arbeitsstelle verliert oder wenn er während der Arbeitslosigkeit sich weigert, die ihm angebotene Arbeit cnzunehmen. Ist eine solche Sperrfrist verhängt, so wird nun nicht mehr wie seither nach Ablauf der Sperrfrist die Unterstützung automatisch angewiesen, sondern nach§ 177 Abs. 2 des Gestes ist der Arbeitslose verpflichtet, erneut Antrag auf Gewährung der Unterſtügung zu stellen, andernfalls ihm die Unterstützung nicht gewährt werden kann. „ Hans, komm sofort zurück, dringend erforderlich! Nachrichten sind verbreitet, Du wärest Berufssportler geworden. Heuer." Da war Hans Wildes letzte Ruhe vorbei. Fort, fort von Madrid, so schnell es nur ging. Und sein Entschluß stand fest. Noch heute verließ er Spanien, mochte aus den olympischen Spielen werden, was wollte. Er packte die Koffer, in drei Stunden ging der Zug nach Paris. Und dann weiter nach Deutschland zurück. Hans empfand ehrliche Freude über seinen Entschluß. Es ging heim. Sibylle? Er hatte die Tänzerin vollends vergessen. Jetzt erst erinnerte er sich ihrer. * Hausier- und Bettelunwesen. Hier wie auch anderwärts wird von den Hausfrauen in erhöhtem Maße darüber geklagt, daß sie tagein und tagaus von mitunter recht zweifelhaften „ Händlern“ und„ Händlerinnen" überlaufen werden. Mit allem Möglichen und Unmöglichen wird im„ fliegenden Laden" ge= handelt, mit Stoffresten und Schuhriemen, Bohnerwachs und Streichhölzern, Lederfett und Holzlöffeln usw. usw. Dabei soll es auch vorkommen, daß die Verkäufer ein recht aufdringliches Gebaren an den Tag legen, ja unverschämt werden, wenn ein Kauf abgelehnt wird. Zu diesen Zeitgenossen gesellen sich die Klinkenputzer( Handwerksburschen), und auch unter dieser Zunft gibt es recht renitente Gesellen, die es als ihr Privileg auffassen, der Mitwelt auf der Tasche zu liegen und auf ihren Obolus pochen. Die Sicherheitsorgane in Stadt und Land sollen mehr ein aufmerksames Auge auf Hausierer und Landstreicher haben. Gott ja, so ohne weiteres durfe er sie nicht verlassen. Zum Abschiedsbesuch war es zu spät. Ein brieflicher Gruß würde ja auch genügen. Die wenigen Stunden vergingen so schnell. Schon war das Gepäck zum Bahnhof geschafft und Hans Wilde wollte sich gleichfalls dorthin begeben. Freundlichst half ihm der dunkelhäutige Hoteldiener die letzten Habseligkeiten im Handköfferchen einzupacken. Da wurde die Tür aufgestoßen Piet del Madrad trat ein. Sofort verschwand der Diener. Piet reichte Hans die Hand entgegen. Germania Die Vi dem Stadion tonnten abe meiden und ausholen, no enttäuschten lichen Zujd der ersten aufgebautes folgen, schr jeden Spi machten. nen, wäre Das Spiel Dadurch wa griff geschlo Dann lämpi Tormann mi vertraut, lief das bejte Sp in der zwei Kajjel, der gegen Schl * Im Flugeisenbahnverkehr treten am 1. März verschiedene Aenderungen in Kraft, Münzen und Papier mit Geldwert sind bedingt zugelassen. Dagegen werden Gegenstände im Einzelgewicht von mehr als 100 Kilo und Leichen von der Beförde cung ausgeschlossen. * Die hessischen Konkurse und Vergleichsverfahren 1929. Nach den nunmehr vorliegenden amtlichen Unterlagen für 1929 hat sich die Zahl der Konkurse im Volksstaat Hessen gegenüber dem Jahre 1928( 113) um beinahe die Hälfte vermehrt. In nicht weniger als 191 Fällen mußte das Konkursverfahren eröffnet werden, ein Ausdruck für die schwierige Wirtschaftlage. Auch die Zahl der Vergleichsverfahren hat sich gegenüber dem Vorjahr( 46) beinahe verdreifacht. ,, Aber bester Freund, was höre ich? Sie wollen Madrid verlassen?" Hans erwiderte den Händedruck. * Feuerlöscher in Kraftfahrzeuganlagen. Es sind Zweifel darüber entstanden, welche Löschgeräte im Sinne des§ 29 der Verordnung über den Bau von Anlagen zur Unterbringung von Kraftfahrzeugen als„ geeignetes Löschgerät", das für jeden Kraftwagenraum bereit zu halten ist, zu bezeichnen sind. Jm Sinne dieser Vorschrift können u. a. Schaumlöscher, Trockenlöscher, Tetrachlorkohlenstofflöscher als geeignet angesehen werden, vorausgesetzt, daß das betreffende Fabrikat als geeignet zum Löschen von Mineralölbränden ausdrücklich anerkannt ist. Die Löscher müssen etwa 70-80 Liter Schaum erzeugen oder etwa 4 kilogramm Löschpulver oder mindestens 2 Liter Tetrachlorkoblenstoff enthalten. Die wirksame Wurfweite( nicht die tatsächliche) muß mindestens drei Meter betragen. Das Löschgerät muß sofort greifbar und betriebsfertig an oder in dem betreffenden Raum angebracht sein. Die Zahnzwischenräume als Sitz übelriechender Speisereste reinigt man zweckmäßig mit der eigens dafür konstruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt in zwei Härtegraden von höchster Qualität 1 Rmt., Kinderbürste 60 Pfg. Nur echt in hygienischer blau- weiß- grüner Originalpackung. Aus Nah und Fern. Klein- Linden bei Gießen. Jm Kreise einer großen Zahl Kinder, Enkel und Urenkel feierten die Eheleute Konrad Lotz das Fest der diamantenen Hochzeit in guter körperlicher und geistiger Frische. Der Reichspräsident, die hessische Staatsregierung und der Gießener Kreisdirektor hatten Glückwünsche übersandt. Das evangelische Landeskirchenamt erfreute das Ehepaar mit einem künstlerischen Gedenkblatt. ,, Herr del Madrad, ich muß. Es gehen Dinge vor, die meine Heimkehr unbedingt notwendig machen." Ratlos blickte Piet den Deutschen an. ,, Und ich glaubte, Ihren Start als Professional zur besonderen Sensation der spanischen Spiele zu gestalten." Aschfahl im Gesicht werdend, prallte Hans einen Schritt zurück. „ Herr, was reden Sie?" Erstaunt schwieg Piet wenige Sekunden und schüttelte be= denklich den Kopf. War der deutsche Sportler unter dem Einfluß des südländischen Klimas irre geworden? Hans bemerkte die grenzenlose Verlegenheit des Spaniers wohl. Herrgott, wie spielt das Schicksal. Er biß die Zähne zusammen. „ Herr del Madrad, wissen Sie, wer ich bin?" „ Ja——“ " ,, Kennen Sie meine Leiden in Deutschland?" „ Ja——“ ,, Und dann wagen Sie es, so zu sprechen?" Piet schwieg. Vergeblich suchte er Wahrheit in diesem verworrenen Bilde zu schaffen. Er wandte sich zum Gehen. „ Ich finde keine Entgegnung, Herr Wilde, sprechen Sie mit meiner Schwester." Hans trat ihm entgegen und hielt seinen Arm. ,, Was wissen Sie?" ,, Regen Sie sich bitte nicht auf, Herr Wilde. Setzen Sie sich. Wissen Sie nistt, was Sie die letzte Nacht getan haben?" Ein flammende Röte überflog Hans Wildes Gesicht. „ Herr del Madrad- ich verstehe Sie nicht." ,, Jch Sie noch weniger, Herr Wilde." Das E jpannend. manen gan faum and Anzahl von gut und na Dann wurd der Linksauf tor für die Flügel der G gerade noch Wieder daug Torgelegenh linie, in de wühl finde dert ihn in aufnimmt Er Gesellschafts Sp. Sport Germ Pfeil Sejje Bezirksliga Her au übe 1. Bezirkskl Germ 1900 Od die tra Sab Ve Odershau V. f. B. C 1900 Gieße Germania Sp. V. We Breidenbad Herborn Wallau 2. Bezirts Fr M La Wi Im G 9 9. - 4 und ist fertig und 49.31führende E und dami Plak win Gruppe n nach diese Hans schwieg und versuchte noch einmal die Ereignisse der vergangenen Nacht zu überblicken. Gau Gieße ,, Verzeihung, Herr del Madrad, hat Sie Ihr Fräulein Schwester über alles unterrichtet?" Hans blickte auf. „ Ja, und ich hatte die Absicht, Sie als fünftiger Schwager zu begrüßen." Grün Weil Dons Weid Fortsetzung folgt. Ober Nr. 12. des Gesetzes über ung fann einem ag auf die Dauer 1er durch eigenes n er während der ene Arbeit unzu o wird nun nicht Die Unterstügung 51. 2 des Gesetzes auf Gewährung ie Unterstützung auch anderwärts darüber geklagt, ht zweifelhaften rden. Mit allem den Laden" ge Bohnerwachs und usw. Dabei soll cht aufdringliches verden, wenn ein 1 gesellen sich die ich unter dieser als ihr Privileg und auf ihren t und Land solrer und Landärz verschiedene t Geldwert sind inde im EinzelDon der Beförde fahren 1929. Nach gen für 1929 hat gegenüber dem mehrt. In nicht Derfahren eröffnet rtschaftlage. Auch enüber dem VorEs sind Zweifel ne des§ 29 der terbringung von das für jeden eichnen sind. Jm er, Trockenlöscher, Den werden, vorgnet zum Löschen ist. Die Löscher der etwa 4 Kilo etrachlorkoblenstoff tatsächliche) muß gerät muß sofort treffenden Raum ender Speisereste onstruierten Chlo it ir zwei Härteirste 60 Pfg. Nur padung. ern. einer großen Zahl Toute Konrad Loh förperlicher und hefjische Staatsretten Glückwünsche erfreute das Ehenge vor, die meine effional zur beson talten." ans einen Schritt ? Mittwoch, den 12. Februar 1930. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Ockershausen und BfB. Gießen punktgleich! Marburg ist heißer Boden! Bötticher unterstützt ihn hierbei sehr gut, doch in dem Eifer - Germania Marburg 1. Bezkl.- VfB. Gießen 1. Bezkl. vergißt man den freien Außen. Die Ausbeute ist nur eine Ecke die 5. für Gießen. Die Anstrengungen der Germanen lieBen nun etwas nach. Noch ein kurzes Drängen der Gießener, dann ertönte der Halbzeitpfiff. - 2: 3( 0: 1). Die VfB.er mußten wieder die Erfahrung machen, daß auf dem Stadionplatz nur sehr schwer zu gewinnen ist. Immerhin konnten aber die Gießener noch das Schicksal„ Anderer" vermeiden und den knappen Sieg- der oft in Gefahr war, herausholen, nachdem sie zuerst 3: 0 geführt hatten. Die Gießener enttäuschten trotz des Sieges. Sie zeigten der recht ansehnlichen Zuschauermenge von etwa 1000 Personen besonders in der ersten Halbzeit und dann wieder gegen Schluß ein schlecht aufgebautes Spiel. Hingegen die Germanen mit guten Paẞfolgen, schnellen Flügelläufen und guter Ballbehandlung eines jeden Spielers in dieser Zeit ihren Gegnern sehr zu schaffen machten. Die Germanen hätten das Spiel auch gewinnen kön= nen, wären sie nicht vor der Pause in den Fehler verfallen, das Spiel in der Hauptsache auf den Innensturm zu verlegen. Dadurch war es der Gäste- Hintermannschaft möglich, den Angriff geschlossener abzuwehren und leichter Luft zu machen. Dann kämpfte aber auch die VfB.- Verteidigung mit ihrem Tormann mit stärkster Energie. Mit den Finessen des Plates vertraut, lieferte die aber auch an sich tüchtige Plazmannschaft das beste Spiel der letzten Monate. Leider wurde der Kampf in der zweiten Halbzeit aber auch sehr hart. Kollmann= Kassel, der als Unparteiischer zuerst gut gefallen konnte, ließ gegen Schluß nach. Der Spielverlauf. Das Spiel hatte ein sehr hohes Tempo und war ungemein spannend. In den ersten 20 Minuten dominierten die Germanen ganz überlegen. Die Gießener tamen in langen Phasen kaum an den Ball. Vöckler mußte in dieser Zeit eine ganze Anzahl von Bällen halten, dazu war Kreß im Abschlag sehr gut und nahm den Germanen öfters die sichersten Torchancen Dann wurde das Spiel offen. In der 28. Minute konnte der Linksaußen Balser einen schönen Angriff mit dem Führungstor für die Gießener abschließen. Etwas später ging der rechte Flügel der Germanen brillant durch und Vöckler kann den Ball gerade noch zur Ecke abwehren die 4. Ecke für Germania. Wieder dauerte es nicht lange, da hatte Germania eine gute Torgelegenheit. Ein Strafstoß, kurz hinter der Strafraum= linie, in der 35. Minute. Doch bei dem starken Menschenge= wühl findet der Ball den Weg nicht ins Tor und Kreß befördert ihn in die große, freie Mitte, wo Haupt den Ball schnell aufnimmt und in raschem Lauf dem gegnerischen Tor zueilt. - Fußball. Ergebnisse aus dem Bezirk. Gesellschaftsspiele: Sp. u. Sp. 09 Hüsten Kurhessen Kassel 2: 3( 1: 3), Sport Kassel Sp. u. Sp. Northeim 9: 2( 4: 1), Gaumannschaft Fulda 10: 0( 3: 0), - Germania Fulda - Wohltätigkeitsspiel, - Pfeil Kassel VFR. Kassel 1: 2( 0: 1) Hessen Preußen Kassel Sportfreunde Kassel 1: 5( 0: 3). Bezirksliga: Hermannia Kassel Spielverein Kassel 2: 2( 0: 1); da= durch sind Borussia Fulda und Spielverein punktegleich( 18:10), jedoch ist Borussia bestimmungsgemäß auf Grund des besseren Torverhältnisses( 43:21 gegenüber 39:26) ohne weiteres Tabellenzweiter. 1. Bezirksklasse: Germania Marburg VfB. Gießen 2: 3( 0: 1) 1900 Gießen FV. Wallau 2: 0( 1: 0). Ockershausen und VfB. sind punktegleich und müssen um die Gruppenmeisterschaft ein Vor- und Rückspiel austragen. Tabelle der 1. Bez. Kl., Gruppe Lahn. Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte - 0: 1 für Gießen. Spiel. Nach der Pause spielte zuerst Gießen wie ausgewechselt, da die Germanen zudem den Angriff schwächten, und wurden stark überlegen. In der 59. Minute erzielte der Rechtsaußen der Gäste das zweite Tor und weitere acht Minuten später in der 67. Minute Nun schoß derselbe Spieler das dritte Tor. warfen die Germanen wieder alle Kräfte nach vorne. Adorf schuf günstige Torgelegenheiten und die VsB.- Hintermannschaft bekam alle Hände voll zu tun. Bei einem Flankenschuß von links hält Vöckler gerade noch den Ball auf der Torlinie- in der 73. Minute-, stark bedrängt wird er gelegt ein Pfiff des Unparteiischen und er entscheidet Tor(?!). 3: 1 für Gießen. Aber immer stand der Sieg der Gießener noch nicht sicher, denn die Germanen, angefeuert durch ihre zahlreiche Anhängerschaft, drängen jetzt weiter. Ein Schuß aufs Tor hält Vöckler, bringt ihn jedoch nicht weit genug ins Feld und der Nachschuß von Lauer, in der 77. Minute, führt zum 2. Tor für Germania. Jetzt wurden die Spieler, teilweise sehr, nervös. Dann gelingt es den Gästen plötzliche Durchbrüche bis auf einige Meter vor das Germanentor zu machen, doch keiner wollte zum Erfolg ge= lingen. Vier Ecken brachte diese den Gießenern nur ein- die 8., 9., 10. und 11. Die letzten Minuten kommen. Mit den Spielern wird auch das Publikum nervös. Die Germanen drängen erneut, hatten aber jetzt keinen Erfolg mehr. Ein wenig Kritik. Die Gießener hinterließen einen guten Eindruck und gefielen jedenfalls besser als die Germanen. Die besten Leute waren Haupt, Bötticher, Kreß und Vöckler. Bei Germania war Adorf die Seele des Spiels. Von den übrigen Kräften, die im Einzelkönnen Durchschnitt zeigten, seien noch die beiden Germanen- Verteidiger erwähnt. Ganz ab fiel in der zweiten Halbzeit der Linsaußen Balser, wodurch Haupt schwere Arbeit zu verrichten hatte. Zu erwähnen ist auch noch das recht unsportliche Verhalten des Germanenspielers Happ, der sich hinreißen ließen, einem Gäste- Linienrichter eine schallende Ohrfeige zu versetzen. Der Schiedsrichter sah dies nicht, wodurch der Spieler nicht von dem Klein. Platz gestellt zu werden brauchte. Steindorf 1. Weilburg 2. VfB. Gießen 3. 1900 Gießen 4. Rudercl. Hassia Jugend: 1900 Gießen 1. Steinberg 1. VfB. Gießen 2. Großen- Buseck 1. Nauborn 1. 0: 0 1900 Gießen 3. 6: 0 G. - Steinbach 1. St. nicht angetreten. VfB. Gießen 4. 3: 0 Garbenteich 1. 1: 3( 1: 1) VfB. Gießen 1. 0: 0 1900 Gießen 2. 0: 3 - Aẞlar 2. 4: 0 Büblingshausen 1. 2: 1 Lich 1. VfB. Gießen 3. 4: 1 Weidelbach 1. Rittershausen 1. 1: 3( 1: 1) 1900 Gießen Sch. Garbenteich Sch. 2: 1( 0: 1) Wetzl.- Niedergirmes Schüler VfB. Gießen Schüler Wezlar- Niedergirmes nicht angetreten. Gau Marburg: - % Bürgeln 1.-Germania Marburg 2. 1: 2 Germania ist damit Gruppenmeister. Sarnau 1. VfB. Kurh. Marburg 2. 4: 1 Friedensdorf 1. Wehrda 1. 1: 3 Erksdorf 1.- Bezziesdorf 1. 2: 0 Biedenkopf 1. Hesselbach 1. 4: 5( 3: 1) Buchenau 1. Wetter 2. 3: 1( 1: 1) Dreihausen 1. - Langenstein 1.( abgebr.) Münchhausen 1. 8: 0 Mornshausen 1.- VfB. Kurh. Marburg 3. 3: 1 Verein Ockershausen 14 9 2 3 30:18 20: 8 Caldern 1. V. f. B. Gießen 14 9 2 3 32:23 20: 8 1900 Gießen 14 9 1 4 49:30 19: 9 Germania Marburg 14 8 1 5 43:25 17:11 Niederwalgern 1. Niederwalgern 2. Sp. V. Wetzlar 14 4 5 5 25:36 13:15 Jugend: 14 4 0 10 41:40 8:20 14 4 0 10 18:47 8:20 14 2 3 9 20:39 7:21 * und schüttelte be er unter dem EinSeit des Spaniers Breidenbach Herborn Wallau 2. Bezirksklasse: ?" and?" 2" heit in diesem ver zum Gehen. ilde, Sprechen Sie n Arm. Bilde. Getzen Sie cht getan haben?" des Gesicht. icht." die Ereignisse der Sie Ihr Fräulein fünftiger Schwager Fortsetzung folgt. 9 g. Frohnhausen - Ehringshausen 3: 0( 2: 0) Marbach Gladenbach 7: 2( 1: 1) Laasphe Bottenhorn 1: 3 Wiesenbach Allendorf, W. Kampflos gew. Jm Gau Gießen- Weglar hat Frohnhausen mit 16 Sp. 4. u. - 3 p.= 37:24 - 2 u. 5 v. - - 22:10 die Serie beendet und ist nicht mehr einzuholen; Ehringshausen ist auch fertig und zeigt den Stand 16 Sp. 9 g. 49:31 20:12. Jm Gau Marburg dürfte FV. Wiesenbach seine führende Stellung auch in den restlichen zwei Spielen behaupten und damit die Meisterschaft der Gruppe erringen; den zweiten Play wird sich wohl FV. Marbach sichern. Da aber aus jeder Gruppe nur der Meister aufsteigen kann, fällt allem Anschein nach dieses Glück an Frohnhausen und Wiesenbach. Gau Gießen- Wezlar: Grünberg Lollar 3: 4( 2: 2) Weilburg 1. 1900 Gießen 2. 2: 2( 1: 0) G. Donsbach 1. Weidelbach 1. Oberbiel 1. - Langenaubach 5: 2( 2: 1) G. Würgendorf 1. 3: 2( 1: 0) Hermannstein 1. 3: 1( 2: 1) Cölbe 1. 0: 2 Cölbe 2. 0: 0 Gladenbach 1. G. n. angetr. VfB. Kurh. Marburg 2. 3: 2 VfB. Kurh. Marburg 1. Sarnau 1. - - Sarnau 2.- VfB. Kurh. Marburg 3. 0: 1 Buchenau 1. Buchenau 2. Aktive 2: 1 * Süddeutsche Ergebnisse. Runde der Meister: SV. Waldhof Bayern München FK. Pirmajnes Wormatia Worms Trostrunde Nordwest: SV. Wiesbaden FSV. Frankfurt - Eintracht Frankfurt 1: 3 1. Freiburger FC. 12: 3 SpVg. Fürth 3: 2! - BFB. Stuttgart 2: 4 VFL. Neckarau 0: 1 Phönix Ludwigshafen 2: 2 Sportfreunde FV. Saarbrücken 2: 1 VfL. Neu- Isenburg Rot- Weiß Frankfurt 2: 0 Trostrunde Südost: Jahn Regensburg Phönig Karlsruhe Union Böckingen ASV. Nürnberg Gesellschaftsspiele: - Riders Offenbach Germania Bieber SV. 98 Darmstadt1. FC. Nürnberg 3: 0! VFR. Heilbronn 2: 5 Karlsruher FV. 0: 1 München 1860 2: 3! Alemannia Worms 3: 5 Borussia Neunkirchen 0: 4 Union Niederrad 2: 5. - Nr. 12.. 1900 Gießen 1. Bezkl. Wallau 1. Bezkl. 2: 0( 1: 0). Kaltes, aber sonniges Wetter; ein mehr und mehr aufkommender Wind; 500 Zuschauer und zwei fair spielende Mannschaften hatten sich zum letzten Verbandsspiel dieser Saison auf dem Sportplatz auf dem Trieb zusammengefunden. Wallau trat komplett an. 1900 griff in letzter Minute auf den alten Kämpen Will zurüd, um eine vollständige Stürmerreihe in den Kampf zu schiden. Wie wir hörten, soll ein jun= ger Spieler, der für Rechtsaußen vorgesehen war ,,, Creek"-Manieren herausgekehrt und gestreift haben. Wir hoffen, daß sein Verein sich derartiges nicht bieten läßt. Wallau hatte Plazwahl und spielte zunächst gegen Wind mit der Sonne im Rücken. Vom Anpfiff des Schiri, Herrn Schneider aus Marbach, entwickelte sich ein äußerst schnelles Spiel, das zunächst noch offen, dann die Blau- Weißen zeitweilig sehr im Vorteil sah. Gelegentliche Durchbrüche der Gäste verliefen erfolglos obwohl die einheimische Hintermannschaft sehr, sehr leichtsinnig spielte und ihren Tormann in Verlegenheit brachte. Beim Herauslaufen und Ballabwehren karambolierte Sad mit dem H. L. der Gäste, wobei ersterer ohne jede Absicht hart angegangen wurde und für 10 Minuten das Spielfeld verlassen mußte. Heilmann ging solange für ihn ins Tor. Vorher hatten 2 Ecken für 1900 nichts eingebracht, ebenso eine dritte Ecke in der 20. Minute und die 4. Ecke in der 25. Minute. Sad kam wieder. Nunmehr mußte Zeiler vorübergehend ausscheiden. Von der 35. Minute an war die Plazmannschaft dann wieder zu Elfen. Und konnte nunmehr verdient in Führung gehen. Wegen Handspielens bekam 1900 einen Strasstoß zugesprochen, den Hohmann direkt aufs Tor setzte. Der tadellose Wallauer Tormann wurde stark bedrängt der Ball prallte ab und wurde von Langsdorf eingedrückt( 40. Minute). In das Spiel tam neues Leben. Pause. Nach Seitenwechsel fast das umgekehrte Bild. Die Wallauer, die immer eher am Ball waren, drückten manchmal sehr. Vorm Tor versagten sie jedoch, den Rest meisterte das Schlußtrio. In der 75. Minute holten sie die erste Ecke auf. Von der Ecke wurde der Ball gleich von der Plazmannschaft vor des Gegners Tor getragen. Der Ball kam von Balser zu Zeiler, der einköpfte, rasch schob ein Gäſteverteidiger den Ball wieder aus dem Torraum heraus, aber vergebens, denn nun setzte Zeiler den Ball mit Wucht ganz eindeutig in die Maschen. 2: 0 für Gießen. Zwei Minuten später bot sich für Zeiler eine weitere Torchance, die er allerdings verschenkte. Für die nächsten zehn Minuten gaben die Wallauer wieder den Ton an. 3 Ecken konnten sie erreichen, die alle nichts einbrachten. Dann hatte die Plazmannschaft im Wechsel des Spieles wieder eine Gelegenheit, das Ergebnis zu erhöhen, Adelberger verpaẞte dieselbe, desgl. nicht viel später Balser. Die Wallauer kämpften unverdrossen weiter, um das Resultat zu verbessern, konnten aber in der 81. Minute nur noch eine Ecke buchen. Mit dem Schlußpfiff verließen zwei gleichwertige Mannschaften das Spielfeld, die routinirtere hatte gewonnen. Bei den Gästen gesiel vor allem die gute Hintermannschaft und die in der Zerstörung gleich gute Lauferreihe. Dem Sturm fehlte bei aller Schnelligkeit die richtige Führung und der die schönsten Kombinationen abschließende Torschütze. Die Platzmannschaft hat schon bessere Gesamtleistungen gezeigt. Der Tormann war gut, die Verteidigung manchmal leichtsinnig, zeigte kein richtiges Stellungsspiel. In der Läuferreihe ist den Außenläufern viel schnelleres Abspielen zu raten, sonst war sie gut. Der Sturm fam bis auf Heilmann und Zeiler im Tempo nicht mit. Adelberger machte keinen guten Eindruck. Die Außen waren in der Ballabgabe gut, besonders Balser, der auch im Kampf um den Ball Tadelloses zeigte. Der Schiri stellte sich mit diesem Spiel in Gießen vor, im großen und ganzen konnte er gefallen. Weilburg 1. * 1900 Gießen 2. 2: 2( 1: 0). Die zweite Mannschaft von 1900 trug am Sonntag in Weilburg ein Gesellschaftsspiel aus. Weilburg, das bei einem Sieg Bissenbergs über Löhnberg noch Meister geworden wäre, spielt einen schnellen, wuchtigen Fußball, der mancher Gästemannschaft zum Verhängnis werden kann. Das Spiel war außergewöhnlich schnell und spannend, nur wurde für ein Gesellschaftsspiel zu hart gekämpft. Kritik: Beim Gastgeber war der Torhüter etwas unsicher. Verteidigung ligafähig. Läuferreihe und Sturm ließen das genaue Zuspiel vermissen, sie spielten auf gut Glück wuchtig nach vorn. Von 1900 konnte man seit langer Zeit wieder einmal ein ansprechendes Spiel sehen. Das Verständnis fehlte noch, und das ist der Hauptgrund, daß das Spiel nicht gewonnen wurde. Torwart und Verteidigung waren hervorragend. Läuferreihe und Sturm hatten es bei dem wuchtigen Abwehrspiel des Gegners sehr schwer, konnten aber befriedigen. Die linke Sturmseite war etwas schwach. Der Schiedsrichter, ein Herr vom Platzverein, konnte durch sein großzügiges Leiten gefallen. Grünberg 1. Lollar 1. 3: 4( 2: 2). Eckenverhältnis 2: 6. Ersatzgeschwächt mußte Lollar die Reise nach Grünberg antreten. Dennoch langte es noch für einen Sieg. Grünberg hat Plazwahl und spielt erst mit der Sonne. Nach schönen wechselvollen Angriffen geht Lollar bald in Führung und kann wenig später zum zweitenmale erfolgreich sein. Dann kann Grünberg ein Tor ausholen. Einen hohen Ball muß Lollars Torwart passieren lassen. Somit hat Gr. den Ausgleich geschaffen, der bis zur Halbzeit gehalten wird. Nach Seitenwechsel geht Lollar mächtig los und kann bald die Führung wieder an sich bringen. Aber Grünberg kommt auch wieder zum Ausgleich. Jetzt drängt Lollar sichtlich. Gr. begeht den Fehler, seine Spieler zum Teil in die Verteidigung zurückzuziehen, wodurch das offene Spiel verloren geht. Dann kann Lollars Sturm noch einmal den guten Gr. Tormann schlagen. Mittwoch, den 12. Februar 1930. 1900 1. Jgd. VfB. Gießen 1. Jgd. 0: 0. Das Pflichtspiel war für die Gäste gleich verloren, da sie mit zwei noch nicht spielberechtigten Spielern antraten. Im Gesellschaftsspiel hatte der VfB. zunächst den Wind als Bundesgenossen und drückte, nach der Pause führte dann 1900 ein Spiel auf ein Tor vor. Der Kampf war äußerst flott. Steinberg 1. Jgd. · 1900 Gießen 2. Jgd. 0: 3. Unter der ausgezeichneten Leitung des Schiri Kreiling- GieBen führten die Gäste, der allerdings nicht kompletten Jugendelf des Platzvereins, ein überlegenes Spiel ror, das bei mehr Schußsicherheit des Gießener Sturmes leicht mit noch höher m Torergebnis hätte ausgehen können. Lich 1. Jgd. VfB. Gießen 3. Jgd. 4: 1. Unter der guten Leitung von Schiri Keil- Ettingshausen fam ein flottes Spiel zustande. Wie im Vorspiel, so mußten die Gäste auch jetzt wieder die Ueberlegenheit der jungen Rasenspieler anerkennen. 1900 Gießen 1. Sch. Garbenteich 1. Sch. 2: 1( 0: 1). Garbenteichs Jüngste gingen, den Wind im Rücken, zunächst in Führung, drückten zeitweilig, sodaß die Blau- Weißen nur mit Mühe den Kampf offen hielten. Mit Seitenwechsel änderte sich das Bild vollständig. 1900 schoß noch vier Tore, von denen zwei allerdings wegen Abseits nicht gewertet wurden. Schiri Beck ließ zuerst eine halbe Stunde, nach der Pause 20 Minuten spielen. Großer Mercedes- Benz- Erfolg bei der Sternfahrt nach Garmisch- Partenkirchen. Mit der in diesen Tagen abgehaltenen Winterfahrt Garmisch- Partenkirchen war eine Sternfahrt verbunden, die der Marke Mercedes- Benz größte Erfolge gebracht hat. Unter den sechs mit ersten Preisen ausgezeichneten Teilnehmern der 72= Stundenfahrt befanden sich allein 4 Mercedes- Benz- Fahrer. Jm einzelnen waren dies: Prinz Leiningen, der mit Mercedes- Benz Typ Stuttgart 260 in Lorca, südlich Valencia in Spanien gestartet war, Frau Seeliger, Stettin, auf demselben Typ, die gleichfalls von Lorca kam, Doerschlag, Berlin, der mit seinem Mercedes- Benz Typ 350 Galvez( Spanien) als Startort ge= wählt hatte, und Caracciola, Berlin, auf Achtzylinder Typ Nürburg, ebenfalls von Lorca kommend. Auch die 36- Stundenfahrt brachte Mercedes- Benz zwei erſte Preise: hier wurden F. von Lindenau, der mit seinem MercedesBenz Typ Stuttgart 260 in Stralsund gestartet war, sowie Christ, Frankfurt, gleichfalls auf Typ Stuttgart 260, mit dem Startort Kiel, prämiiert. Aus Nah und Fern. Eine große Chorvereinigung für die Wetterau. ,, Gießener Zettang" aus diesem Grunde einen großen Jubiläumsmarkt, der auf die Tage vom 22. zum 25. Juni dieses Jahres gelegt ist und nach dem Beschluß der Stadtväter ein besonderes Gepräge erhalten wird. So wird auch ein großer historischer Umzug veranstaltet. Bad Nauheim. Die beiden hiesigen gemischten Chöre Evangelischer Kirchenchor und Singakademie haben sich unter dem Namen ,, Chorvereinigung Dankeskirchenchor und Singakademie" vereinigt, um die bisher erstrebten Ziele jetzt gemeinsam zu verfolgen Der Chor zählt heute schon 130 Mitglieder und dürfte durch seine Arbeitsgemeinschaft mit den beiden gemischten Chören in Butzbach in der Lage sein, auch große Chorwerke( Passionen. Messen usw) zur Aufführung zu bringen. * Büdingen. In einer Versammlung wurde ausgesprochen, daß es in absehbarer Zeit noch nicht möglich sein wird, die schon lange projektierte Bahn in den Vogelsberg zu bauen. Schotten. Nach einer soeben erfolgten Veröffentlichung verfügt die Stadt Schotten über einen ansehnlichen Waldbestand, dessen Wert mit nicht weniger als 1,5 Millionen Mark anzusetzen ist. Insgesamt sind es 131 Hektar zu zwei Dritteln mit Fichten und einem Drittel mit Buchen bestanden. Jährlich werden ewa 650 Kubikmeter Holz geschlagen, welcher Satz sich bis in zehn Jahren auf 900 Kubikmeter steigern soll. Frankfurt. In der Niederwaldkolonie wurde ein Rekordeinbrecher festgenommen. Frankfurt. Das Fürsorgeamt will zukünftig Personen, die in Spielklubs sich betätigen, die Unterstützung nicht mehr auszahlen, vielmehr der Frau auszuhändigen. Büdingen. Hier fand am Sonntag unter großer Teilnahme der Bevölkerung der feierliche Einzug des neuvermählten Prinzenpaares Dieter und Sigrid zu Ysenburg und Büdingen, ge= borene v. Blumenthal, statt. * 600 Jahre Büdinger Märkte. Explosion eines Kabelschachtes. Bad Homburg. Aus bisher unbekannter Ursache entstand in einem Starkstromkabelschacht am Bad Homburger Marktplatz eine Explosion. Unter gewaltigem Getöse und Bildung einer mehrere Meter hohen Stichflamme wurden die beiden Deckel des Kabelschachtes emporgeschleudert. Fünf Personen wurden verletzt, darunter zwei Frauen. Durch Kurzschluß wurde gleichzeitig ein Teil der Stadt längere Zeit stromlos. Büdingen. Die Stadt Büdingen kann in diesem Sommer die 600jährige Wiederkehr der Verleihung der Marktrechte an Büdingen durch König Ludwig von Bayern begehen und veransta.tet Tnifnulange Wollen Sin ninn güse D! THOMPSON'S 2 MARKE SEIFENPULVER Dr Thompson's Geifen pulver bestes.billigstes Anerkannt und bequemstes Reinigungsmittel Wasch- und 250g füllgewicht Der Hanauer Zwangsetat. Hanau, 11. 2. Die der Stadt Hanau seit langem drohende Zwangsfestsetzung der Steuersätze durch die Aufsichtsbehörde ist runmehr Tatsache geworden. Der Regierungspräsident in Kassel hot mit Zustimmung des Bezirksausschusses bestimmt. daß für das Rechnungsjahr 1929 erhoben werden: 400 Prozent Zuschläge zur staatlichen Grundvermögenssteuer, 500 Prozent Zuschläge zur Gewerbesteuer vom Ertrag und 1500 Prozent Zuschläge zur Gewerbesteuer vom Kapital. Die Genehmigung des Reichsfinanzministers zur Erhebung des Zuschlages von 400 Prozent zur Grundvermögenssteuer wird vom Regierungspräsidenten noch cingeholt werden. Die Rechtskraft seiner Festsetzung wird hiervon nicht berührt. bereiten, dann nehmen Sie DE THOMPSONS SEIFENPULVER ( Marke Schwan). Sie wissen ja, es ist völlig unschädlich und Sie können tadellos damit waschen. Hanau. Ein 16jähriger Landwirtschaftsgehilfe hatte einen 22jährigen Arbeiter mit einer Zaunlatte so mißhandelt, daß dieser an den Folgen der Velegung starb. Das Gerich erkannte auf 6 Monate Gefängnis. Der KPD.- Bürgermeister nicht bestätigt. Hanau. Der von der kommunistischen Mehrheit der Gemeindevertretung im Nachbarort Langenselbold zum Bürgermeister gewählte Kommunist Konrad Schömber hat die Genehmigung zum Antritt des Amtes vom Landrat Kaiser in Hanau nicht erhalten. Andernach. In dem rund 2830 Einwohner zählenden Eifelort Kruft bestehen nicht weniger als 46 Vereine. Vor dem Kriege zählte man dagegen nur 16. Koblenz. Weil er mit der geringen Erwerbslosenunterstützung seine kinderreiche Familie nicht ernähren konnte, verübte ein Einwohner Selbstmord. Trier. Wildernde Hunde drangen in eine Schafherde ein und verletzten 40 Tiere. Kiel. Auf der Marinestationyacht„ Nixe" explodierte ein Benzinbehälter, was die Vernichtung des ganzen Fahrzeuges zur Folge hatte. Paris. In einem Dorfe, 15 Kilometer von Tunis entfernt, ist eine italienische Familie ermordet aufgefunden worden, die einem Racheakt zum Opfer gefallen ist. Flugzeugabsturz. Nr. 12. Die hessischen Pflegegeldfäße. Die im Sofortprogramm der Hessischen Regierung vorgesehene Erhöhung der Pflegegeldsätze in den Landes- Heil- und Pflegeanstalten Hessens wirkt sich für die größeren Städte folgendermaßen aus: London, 11. 2. Das fahrplanmäßige Verkehrsflugzeug Paris Croydon, ist in der Nähe von Marden abgestürzt und ging bei dem Anprall in Flammen auf. Zwei der Insassen sind um= gekommen. Mord und Raub in Chikago an der Tagesordnung. Nach dem bisher geltenden Tages- Sah von 3,45 Rmk. betrug die Ausgabe der Stadt Darmstadt für Pflegegeld 309 775,50 Rmf. Künftighin werden nach der Erhöhung um 60 Pfennige aufzubringen sein 363 649,50 Rmt. Mithin beläuft sich die Erhöhung für Darmstadt auf 53 874,- Rmk. Newyork, 11. 2. Jn Chikago wurden am zweiten Tage des Vernichtungsfeldzuges gegen die Verbrecherwelt rund tausend Verhaftungen vorgenommen. Die Wirkung dieser großen Zahl von Verhaftungen scheint jedoch nicht allzu stark gewesen zu sein, denn am gleichen Tage ereigneten zwei Morde und 60 Raubüberfälle, sowie 20 schwere Einbrüche. In einem Neubau in Gießen ist ab 1. März ds. Js. evt. schon früher ein Ladenlokal ( Grösse ca. 24 qm) zu vermieten. Zu dem Laden gehört eine Zweizimmer- Wohnung mit Küche und Bad. Näheres unter Nr. G. Z. 2500 an die Geschäftsstelle dieses Blatles. Guter Offenbach bezahlte bisher 219 109,50 Rmf., jetzt 257 215,50 Rmt., mithin ein Mehr von 38 106,- Rmf. Gießen bezahlte bisher 118 369,50 Rmt. jetzt 138 955,50 Rmt., mithin ein Mehr von 20 586 Rmf. Mainz bezahlte bisher 428 145 Rmf., jetzt 502 605 Rmt., mithin ein Mehr von 74 460 Rmt. Worms bezahlte bisher 180 072,75 Rmf., jetzt 211 389,75 Rmt., mithin ein Mehr von 31 317 Rmt. Wie ein Vergleich mit den Pflegegeldsägen in den Anstalten der Nachbargebiete zeigt, wird mit der jetzt vorgenommenen Erhöhung in Hessen auf 4,05 Rmt. nur eine Anpassung an das allgemeine Niveau der Pflegegeldsäge in benachbarten Anstalten vorgenommen. Während man in den anderen Ländern schon laufend eine Erhöhung der Pflegegeldsätze entsprechend der Erhöhung der sachlichen und persönlichen Ausgaben für die Anstalten vorgenommen hat, sind in Hessen die Pflegegeldsätze trotz aller Ausgabesteigerungen seit dem 1. Januar 1924 nicht mehr verändert worden. Der Pflegegeldsatz beträgt in den thüringischen Anstalten 4,50 Rmk.; in der Landesheilanstalt Herborn( Hessen- Nassau) beträgt er für Fürsorgeverbände 4,30 Rmt., für Krankenkassen 5,- Rmk. Aehnlich liegt es in der Landesheilanstalt Eichberg( Hessen- Nassau), wo die Fürsorgeverbände 4,10 Rmk., die Krankenkassen 5,- Rmk. zu zahlen haben. In den Rheinischen Provinzialheil- und Pflegeanstalten( Düsseldorf, Grafenberg, Bedburg- Hau und Bonn, so= wie Andernach) zahlen die öffentlichen Verbände 4,- Rmk. In der Pfälzischen Landes- Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster beträgt der Pflegegeldsatz 4, Rmk., für Reichsversicherungsträger 4,50 Rmt. Auch in Baden sind die Pflegegeldsätze keineswegs niedriger. Die badischen Anstalten verlangen zwar für badische Staatsangehörige 3,50 Rmf. bis 4,80 Rmt. Da aber hierzu noch ein Zuschuß des Staates zu den gesamten Ausgaben in Höhe von 21 Prozent( im Jahre 1928) kommt in Hessen nur 7,47 Prozent, liegen tatsächlich auch die badischen Pflegegeldsätze nicht unter den hessischen. Verdienst! Durch die EdelfarbSeidenraupenzucht fönnen Sie je nach Größe d. Zucht u. Alter der Maulbreipflanzen in sechs Wochen 600 bis 800 Mk. verdienen. BeiS affelzucht.mehr. Einführungsdrucksach n gegen Rü porto kostenlos. SeidenbauZentrale F. W. Klein, Oldisleben i. Thür. Kaffee- Vertretung mit Verteilungslager Ban Selbstverbraucher. vergibt Groß- Röstere J.Behrens, Hamburg 36 Ischias, Hexenschuß, Neuralgie Rheuma, Gliederrechmerzen), Gicht! Seide Gern teile ich kostenlos ein einfaches Mittel mit, das mir und zahlreichen Patienten in kurzer Zeit half. Ueber 3000 Dankbriefe. ( Ich verkaufe nichts.) Neue Bücher. Beier- Lindhardt, Das deutsche Luftschiff. Seine Geschichte, Einrichtungen und Fahrten. 48 S. mit 26 Bildern und Skizzen. Preis 65 Pfg., geb. 1,25 Mk. 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