Mr. 80 m fom: chleiten orunter er Schü I väter et. n einen voraus ein 2 Meheglichen einnah en: Er teuern), etränke: ng des ng am izitäts: ige Ga waltige anntlich genutzter deshalb gehört: an den rtschaft 1 einem Ogemüje es Per ingen. au von Betriebs billigen werden. zug, daß nnahmeen fort. nd mög Spinat, r tommt der bef Reihen illt wer sjoate ind zu Riefen erdings ngưng Am also alter ½ im at et icht ge aft des n. Bei ehen, im en, 3. f.- Regis wen. D icher G uches be Seftellun Nr. 4. cher nod De" steht! Serall für Sießen. er fen Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Politische Rundschau. Der Reichspräsident traf am Freitag 10 Uhr in Aachen ein. Der Reichspräsident hat das von einem der Verteidiger der drei vom Reichsgericht verurteilten Reichswehroffiziere an ihn gerichtete Gesuch um Begnadigung mit der Begründung abschlägig beschieden, daß die Notwendigkeit, gerade in politisch bewegter Zeit dienstliche Zucht und Unterordnung in der Reichswehr unerschüttert aufrecht zu erhalten, die gnadenweise Aufhebung des Urteils auch eine Milderung der Strafe nicht zulasse. ( Gießener Tageblatt) Zur Durchführung des Wirtschafts- und Finanzplanes der Reichsregierung ist die Ausarbeitung und parlamentarische Verabschiedung von 30 Gelegen erforderlich. Der„ Völkische Beobachter" teilt mit, daß ein national: sozialistischer Mißtrauensantrag gegen die Regierung Brüning bereits vorliege. Damit wollen die Nationalsozialisten die Sozialdemokraten zwingen, flipp und Tlar zur Regierung und zu den Notverordnungen Stellung zu nehmen. Stimmenthaltung der Sozialdemokraten bedeute den sicheren Sturz der Regierung Brüning und die Auflösung und Neuwahlen des Preußischen Landtages. Eine Die Fraktion der Deutschen Volkspartei ist am Freitagnach mittag 15 Uhr im Reichstag zusammengetreten. In politischen Kreisen hat man dieser Sigung außergewöhnliches Interesse Darum entgegengebracht, weil ein starker Flügel der Fraktion man spricht sogar von einer Mehrheit- cine stärkere Distan zierung von dem Kabinett Dr. Brüning erstrebt. In einer Unterredung mit einem Pressevertreter bezeichnete Der deutschnationale Führer Dr. Hugenberg eine vernunftgemäße Revision des Versailler Vertrages und des Youngplanes als Das erste Ziel der deutschen Außenpolitik. Der hessische Innenminister hat auf Grund des Gesetzes zum Schuße der Republik die in Darmstadt erscheinende nationalsozialistische Wochenschrift der„ Hessenhammer" auf die Dauer von vier Wochen verboten. Mironescu hat dem König die Bildung seines Kabinetts mitgeteilt. Außer dem zurücktretenden früheren Ministerpräsidenten Maniu, dessen Posten sowie das Amt des Ministers des Auswärtigen von Mironescu besetzt wird, und die Uebernahme des Innenministeriums, das Michalade an Stelle des zurücktretenden Innenministers Voevot bekommt, haben keine Ver änderungen stattgefunden. Nach Meldungen aus Buenos Aires und Montevideo spielen fich die Kämpfe zwischen den revolutionären und den Regie: rungstruppen im ganzen Lande in isolierten Einzelaktionen ab, die eine endgültige Entscheidung vor der Hand nicht herbeiführen werden. Es scheint sich daher immer mehr zu bestätigen, daß die brasilianische Union vor einem langjährigen Bürgerfrieg steht. Wahrscheinlich wird er mit dem Zerfall der Union und der Selbständigkeitserklärung der großen Staaten enden. Eine Amnestie in Bulgarien zur Feier der Verlobung des Königs Boris mit der italienischen Königstochter Giovanna ist erlassen worden. Dadurch wird das Todesurteil, welches gegen elf Personen ausgesprochen wurde, za lebenslänglicher Gefängnisstrafe abgeändert. In einem Schiedsspruch des Reichstarifamtes des deutschen Bankgewerbe war u. a. gesagt, daß bei der Berechnung der Berussjahre von Bantangestellten nur die tatsächliche Beschäftigungszeit, aber nicht die Zeit der unverschuldeten Arbeitslosigfeit auf die Berufsjahre anzurechnen sei. Auf die Klage des Verbandes der Bankangestellten hat das Arbeitsgericht jetzt diesen Schiedsspruch aufgehoben. Spaltung der Staatspartei auch im Reichstag. Die sechs volfsnationalen Abgeordneten, die auf der Liste Der Deutschen Staatspartei in den Reichstag gewählt worden sind, haben, wie aus Berlin gemeldet wird, dem Fraktionsvor sigenden Dr. Weber gegenüber am Freitagvormittag ihren formellen Austritt aus der Reichstagsfraktion der Staatspartei erklärt. Die Demokraten sind mit dem Ausscheiden der Volksnationalen auf 14 Abgeordnete zurückgegangen, haben also nicht mehr Fraktionsstärke Die Sihung des demokratischen Parteivorstandes findet am nächsten Donnerstag statt. Der Ueberbrückungskredit perfekt. Berlin. Der Ueberbrückungskredit für das Reich ist perfeft geworden, wenn er auch noch nicht formell unterzeichnet ist. Der Kredit beläuft sich auf 125 Millionen Dollars. Die Verzinjung beträgt 4% Prozent. Dazu kommt 1% Prozent Provision fürs Jahr. Die Laufzeit ist zwei Jahre. Voraussetzung für den Kredit ist die vom Parlament zu beschließende Bildung eines Tilgungsfonds nach früherem Muster. Die Quotierung steht deswegen noch nicht fest, weil die Beteiligung von Frankreich und der Schweiz im Augenblick noch nicht ganz sicher ist. Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 11. Oftober 1930 Braunschweig räumt weiter auf. Braunschweig. Der neue braunschweigische Kultusminister hat die vom chemaligen sozialdemokratischen Kultusminister in sämtlichen Volksschulen verbreiteten„ Geschichtsbilder", ein illustriertes Geschichtsbuch, mit sofortiger Wirkung verboten. Die Bücher müssen abgeliefert werden. Wo solches nicht geschieht, ist den Kindern das Mitbringen dieses Buches in den Unterricht untersagt. Nach einer neuen Verfügung des Kultusministers Dr. Franzen soll im Geschichtsunterricht der deutsche Staatsgedanke und die Liebe zur Heimat gepflegt werden, um ein starkes deutsches Nationalgefühl zu entwickeln. Jedes Kind soll die Lebenskräfte der Gegenwart nach ihrer nationalen, sozialen, wirtschaftlichen und geistigen Entwicklung verstehen lernen. Ueber die Einführung eines neuen Geschichtslehrbuches hat sich der Kultusminister die Entscheidung vorbehalten. Ein Hitler- Interview des Times. Die Times" veröffentlichen eine Unterredung ihres Mün chener Korrespondenten mit Adolf Hitler, der sich über die Haltung seiner Partei gegenüber den Beziehungen Deutschlands mit den auswärtigen Mächten und Großbritannien im besonderen äußerte. Auf eine Frage, ob ein nationalsozialistischer Außenminister den Versailler Vertrag völlig zurückweisen oder sich damit begnügen würde, eine Revision der politischen Verträge herbeizuführen, antwortete Hitler, daß diese Frage nicht mit einer einfachen Bejahung oder Verneinung zu beantworten sei. ,, Der entscheidende Faktor in unserer Haltung gegenüber den auswärtigen Verpflichtungen," äußerte er u. a. ,,, ist nicht, was wir tun wollen, sondern was wir tun können. Ebenso wie es eine unehrliche Handlung ist, wenn ein Kaufmann seinen Namen unter einen Wechsel setzt, von dem er weiß, daß er ihn nicht einlösen kann, so ist es un ehrlich von seiten eines Staatsmannes, im Namen seiner Nation ein internationales Abkommen zu unterschreiben, von dem er weiß, daß diese Nation unfähig ist, es zu er füllen. Sie können überzeugt sein, daß wir nichts übernehmen werden, was wir nicht durchführen können." Das Urteil im Bensheimer Kommunistenprozeß. Darmstadt, 10. 10. Die Angeklagten Wilhelm Köhler, Lang. Maurer, Knappe und Luſt werden freigesprochen. Die übrigen Angeklagten werden verurteilt, und zwar Rost zu sechs Monaten Gefängnis, die Angeklagten Mühlbach und Beyer zu je fünf Monaten Gefängnis. Lay und Vender zu je 4 Monaten Gefängnis. Der jugendliche Schmidt wurde zu 1 Monat Gefäng nis verurteilt. Angeklagter Frech erhielt 4 Monate Gefängnis. Georg Köhler 3 Monate Gefängnis. Götz wurde zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Des Wojewoden Dank. Nach dem Zurückziehen seines Rücktrittsentschlusses hat Präsident Calonder eine recht interessante ,, Quittung" vom Wojewoden Ostoberschlesiens erhalten: Ein Beschluß Calonders in Schulsachen wird einfach abgelehnt! Eine Mutter wollte ihr Kind in die Minderheitsschule schicken, die polnische Komission schickte es dagegen in die polnische Schule; die Mutter erhob Beschwerde, Calonder selbst verhörte sie; es ergab sich, daß die protokollierende Kommission der der polnischen Schriftsprache gar nicht mächtigen Mutter eine falsche Aussage unterschoben hatte, daß die abgegebene Erklärung also im Widerspruch stand mit der Erklärung über die Annahme des Kindes in die Minderheitsschule. Präsident Calonder traf die Entscheidung, das fragliche Kind solle nun wenigstens in eine private deutsche Minderheitsschule gehen können. Das lehnte aber der Wojewcde ab, und so wird auch dieser Fall" nach Genf zur allerhöchsten Entscheidung gehen müssen! Das Ganze nennt man dann, friedliche innerstaatliche Bereinigung“ von Streitfällen! Proletarisch- revolutionäre Justiz. Wer es immer noch nicht glauben will, daß in Sowjetrußland proletarische Klassenjustiz den Volksrichtern geradezu zur Pflicht gemacht wird, der lese die Schilderung einer Gerichtssigung im fommunistischen Klassenkampf. Nach der Schilderung der Persönlichkeiten der drei Volksrichter verkündet das ge= nannte Organ mit geblähtem Stolz: Diese drei fällen das Urteil. Erstaunlich mild urteilen sie, wenn es sich bei den Angeklagten um fulturell zurüdgebliebene Arbeiter und Jugendliche handelt. Härter wird das Urteil, wenn der Angeklagte ein aufgeklärter Arbeiter ist. Erbarmungslos hart wird es, wenn der Angellagte zu den Klassengegnern gehört. In solch zynischer Weise wird also bekannigegeben, daß man in den Gerichtsverhandlungen in Sowjetrußland gar nicht Recht finden will. Klassenjustiz in ärgster Form wird getrieben. Und die Ruhmestrompeter dieser Verhöhnung auf wahre Rechtsprechung wollen, daß bei uns ähnliche Zustände Playz greifen! Begreift man nun endlich, woher die schlimmsten Gefahren drohen? ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 81 Das gute Beispiel! Wern das Volk in Zeiten der Not zu besonderen Opfern aufgerufen wird, dann müssen die berufenen und gewählten Führer selbst mit gutem Beispiel vorangehen, sonst machen ihre Worte feinen Eindruck, vermehren im Gegenteil die Unzu friedenheit und den Widerstand. Das sollten sowohl die Minister wie die Parlamentarier nicht vergessen, die jetzt von den Steuerzahlern erhöhte Abgaben und von den ohnehin materiell Bedrängten, Unterstützungsempfängern, Krankenversicherten usw. weitere Einschränkungen verlangen. Aber wo bleibt dieses gute Beispiel? Die Reichsminister wollen, so berichteten kürzlich die Zeitungen, auf einen Teil ihrer Aufwandsentschädigung verzichten. Daß es wirklich geschehen, ist bisher nicht bekannt ge= worden. Und doch könnten die Minister des Reiches und auch der Länder wohl etwas von ihrem Einkommen entbehren. Sie haben z. B. im Reich, wie in Preußen 36 000 Mart Gehalt, 4800 Mark Aufwandsgeld, dazu kommen noch mit wenigen Ausnahmen ihren Diäten als Abgeordnete in Höhe von 9000 Mart pro Jahr, außerdem noch allerhand sonstige Vergünstigungen, wie Dienstwohnung, hohe Reisespesen usw. Genügt es da, auf ceinen Teil des Aufwandsgeldes großmütig zu verzichten? Und dann die Diäten der Abgeordneten. Dem Reichstage liegen Anträge vor, die Diäten herabzusetzen. Ob etwas daraus wird? Solche Anträge sind in den letzten Jahren schon mehrmals gestellt und ebenso oft mit parlamentarischer Geschicklichfeit in den Papierkorb geredet worden. Im Reich und in Preußen erhalten die Abgeordneten monatlich 750 Mart oder jährlich 9000 Mart. Für das Reich mit seinen 500 Reichstagsabgeordneten macht das 4500 000 Marf. für Preußen mit seinen 450 4 050 000 Mark aus. Nach dem Gesetz sollen die Diäten eine Entschädigung für die entstehenden Mehrkosten beim Aufenthalt in Berlin sein. Diesem Zwede widerspricht schon die Tatsache, daß den zahlreich in Berlin ansässigen Abgeordneten die gleichen Bezüge gezahlt werden. Dem 3wed widerspricht noch mehr die Höhe dieser Entschädigung, die weit über die wirklich entstehenden Kosten hinaus geht. Die weitaus große Mehrzahl der Abgeordneten verbraucht für den Aufenthalt in Berlin nicht die Hälfte dieser Summe; die Abgeordneten, die keine besonders hohe Ansprüche stellen, behalten mindestens zwei Drittel ihrer Diäten als willkommene Erhöhung ihres Einkommens übrig. Es ist nämlich zu berücksichtigen, daß die 750 Mark pro Monat laufend gezahlt werden, ganz gleich ob das Parlament tagt oder nicht. Kürzlich wurde öffentlich festgestellt, daß der Preuß. Landtag im Jahre 1928 nicht ganz 80, im Jahre 1929 etwa 100 Sigungstage gehabt habe. Auf den Tag berechnet, haben die Abgeordneten mithin erhalten 1928 112 Mark und 1929 immer noch 90 Mart. Dabei fann man, sofern man kein Verschwender ist, auch in der Reichshauptstadt für 20 bis 25 Mark pro Tag standesgemäß leben. Zu den Diäten tommen aber noch weitere Zugaben. Für die Ausschußsitungen an Tagen, wo fein Plenum tagt, desgl. zu den vielbegehrten, oft wochenlang dauernden Be sichtigungsreisen gibt es noch eine besondere Zusagentschädigung von 24 Mart pro Tag. Daher auch soviele Ausschußßigungen, zu denen stets ein großes Aufgebot von arbeitslustigen Abgeordneten, insbesondere aus Berlin, vorhanden ist. Diese Zustände werden von manchen einsichtigen Parlamentariern scharf fritisiert und ganz offen als würdelose Diätenschinderei bezeichnet. Mehrmalige Versuche, diese Zustände durch Aenderung des Diätengesetzes zu beseitigen, scheiterten stets. Dabei spielt auch noch ein anderer Umstand eine ausschlaggebende Rolle, nämlich das materielle Interesse der Parteifassen. Fast alle Fraktionen erheben von ihren Mitgliedern einen mehr oder wenig hohen Prozentsatz der Diäten für ihre stets bedürftigen Parteikassen. So z. B. das Zentrum 10 Prozent, die Wirtschaftpartei 10-20 Prozent, die Sozialdemokra= tie 10-20 Prozent, die Kommunisten noch viel mehr. Dem Vernehmen nach müssen die kommunistischen Abgeordneten ibre ganzen Diätenabzüge abliefern und erhalten dann einen von der Partei bestimmten festgesetzten Betrag für den Lebensunterhalt. Diese materielle Verbundenheit der großen Parteien mit der Höhe der Abgeordneten- Diäten wird es auch verhindern, eine grundlegende Aenderung dieser unhaltbaren Verhältnisse herbeizuführen. Die Staatsregierungen sind mit der Ausarbeitung großzügiger Sparprogramms beschäftigt. Man darf gespannt sein, ob sie den Mut für eine Reform des Diätengesezes aufbringen. Diese Reform muß das System ändern, nämlich an Stelle der Monatspauschale Anwesenheitsgelder einführen, wie es früher gewesen ist. Das ermöglicht es auch die besonderen Verhältnisse der einzelnen Abgeordneten zu berücksichtigen, z. B. einen Unterschied zu machen zwischen hochbezahlten sestbesoldeten Beamten, die zu ihren Gehältern die Diäten als willkommene Nebeneinnahme betrachten, und solchen Abgeordneten, z. B. Arbeitern, die durch ihre parlamentarische Arbeit einen Lohnausfall haben. Die Steuerzahler aber müssen es mit Recht ablehnen, sich weiter ins Uferlose belasten zu lassen, wenn hier Millionen um Millionen über das notwendige und erträgliche Maß hinaus verpulvert werden. Nr. 81 Gamstag, der Samstag, den 11. Oktober 1930. Die neuen Aufwertungsgesetze. Als AusI. Rechts- u. wirtschaftspolitische Grundlage des Gesetzes. Das Aufwertungsgesetz enthält bekanntlich ein Moratorium für die Zahlung der aufgewerteten Hypotheken bis 1. JaBis zu diesem Zeitpunkt kann nach§ 25 des nuar 1932. Aufwertungsgesetzes in der Regel weder vom Eigentümer des belasteten Grundstücks, noch vom persönlichen Schuldner die Zah lung des Aufwertungsbetrages verlangt werden. nahmefälle hatte das Aufwertungsgeseß seinerzeit eine weitere Hinausschiebungsmöglichkeit der Fälligkeit durch Zahlung in Teilbeträgen bis zum 1. Januar 1938 und die Möglichkeit eines früheren Zahlungsbeginns( ab 1. Januar 1926) vorge sehen. Für beide Möglichkeiten waren bestimmte Anträge innerhalb gewisser Fristen vorgeschrieben. „ Gießener Zeitung" der Zahlungsfrist mit Aussicht auf Erfolg beanspruchen kann. Die Antwort gibt das Gesetz in§ 7, der bestimmt, daß eine Zahlungsfrist von der Aufwertungsstelle zu bewilligen ist, wenn der Antragsteller( Schuldner) um mit den Worten des Gesetzes zu reden ,, über die zur Rückzahlung des Aufwertungsbetrages erforderlichen Mittel nicht verfügt und auch nicht in der Lage ist, sie sich zu Bedingungen zu verschaffen, die ihm billigerweise zugemutet werden können". Das Näherrücken des allgemeinen Fälligkeitstermins vom 1. Januar 1932 hat die gesetzgebenden Stellen sowie die beteiligten Kreise schon seit längerer Zeit zu Bemühungen veranlaßt, eine Lösung zu finden, die in Anbetracht der Ungunst der Wirtschaftslage und des Kapitalmarktes in Deutschland den Verhältnissen im beiderseitigen und im allgemeinen volkswirtschaftlichen Interesse Rechnung zu tragen vermochte. Daß die ganze Frage von erheblichster Bedeutung für das gesamte deutsche Wirtschaftsleben ist, geht daraus hervor, daß nach verschiedenen Schägungen der Betrag der in Frage kommenden Hypotheken 6-9 Milliarden beträgt. Eine Mitteilung des westdeutschen Kammertages rechnete mit 3,5 Milliarden Hypotheken in Händen öffentlicher Institute und 2,5 Milliarden in Privathand. Auch die Lage des Gläubigers spielt für die Frage der Zahlungsfrist eine Rolle, indem die Zahlungsfrist nicht bewilligt werden soll, wenn dies für den Gläubiger eine unbillige Härte bedenten würde. Die Zahlungsfrist ist durch das Gesetz ausgeschlossen, wenn der Schuldner sich die nötigen Mittel zu Bedingungen verschaffen kann, die ihm zugemutet werden kön nen, d. h. in der Regel zu einem den neuen gesetzlichen Zinssaz ( siehe unten e) nicht wesentlich übersteigenden Sat. Dauer der Zahlungsfrist: Die Zahlungsfrist kann nur einmal und nur längstens bis zum 31. Dezember 1934 bewilligt Die rechtliche Lösung hat nunmehr das Gesetz über die Fälligkeit und Verzinsung der Auswertungshypotheken vom 18. Juli 1930 gebracht. Das Gesetz tritt am 1. Oktober 1930 in Kraft. In demselben wird grundsäglich an dem Fälligkeitstermin vom 1. Januar 1932 festgehalten und zur Vermeidung von wirtschaftlicher Schädigung des einzelnen und wirtschaft licher Erschütterungen der Gesamtheit nach dem Individualprinzip die in folgendem näher dargestellte Regelung getroffen: II. Die gesetzliche Regelung im einzelnen. a) Die Kündigung des Gläubigers. werden. f) Verfahrensvorschriften. Es ist Se nommen Blat Lieder ist vorb Jahres mit je pracht in Flur Söhe aller Pro fe. Noch einm Farben, ehe es diefes Leben. D Für Anträge auf Bewilligung der Zahlungsfrist ist die Auswertungsstelle zuständig, und zwar diejenige, in deren Bezirk das Grundbuch geführt wird. Die Aufwertungsstelle hat den Versuch einer gütlichen Einigung zu machen. Nechtsmittel: Gegen die Entscheidung der Aufwertungsstelle die sofortige Beschwerde, über die das Landgericht entscheidet. Gegen dessen Entscheidung die sofortige weitere Beschwerde an das Oberlandesgericht bezw. an das oberste Landesgericht, wenn eine Verlegung des Gesetzes vorliegt. Die sofortige Beschwerde kann bei der Aufwertungsstelle oder beim Landgericht eingelegt werden, die sofortige weitere Beschwerde bei der Aufwertungsstelle, dem Landgericht oder dem Oberlandesgericht. Sonstige Bestimmungen über die Zahlungsfrist: Die Be willigung der Zahlungsfrist kann von der Leistung einer Abschlagszahlung, von Sicherstellung und anderen Bedingungen abhängig gemacht werden. Nach Ablauf der Zahlungsfrist ist die Hypothek oder persönliche Forderung fällig, ohne daß es einer Kündigung bedarf. Durch die Bewilligung einer Zahlungsfrist usw. werden Vorschriften in Gefeßen, Sagungen oder Verträgen, die in besonderen Fällen eine vorzeitige Fälligkeit der Schuld anordnen, nicht berührt. Die Zahlung der aufgewerteten Hypothek kann vor dem 1. Januar 1935 vom Gläubiger nur verlangt werden, wenn er nach Inkrafttreten des Gesetzes schriftlich gekündigt hat. Kündigungsfrist: 1 Jahr. Kündigung nur für den Schluß eines Kalendervierteljahres zulässig, erstmals zum 31. Dezember 1931 c) Verzug des Schuldners mit Zins- und Tilgungsbeträgen. Der Gläubiger kann ferner während des Laufs der Zahlungsfrist die Forderung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen, wenn der Eigentümer und persönliche Schuldner mit der Zahlung von Abschlags-, Tilgungs- oder Zinsbeträgen länger als einen Monat im Verzug sind. Die Kündigung ist ausgeschlossen, wenn der Eigentümer oder persönliche Schuldner den Gläubiger befriedigt, bevor sie erfolgt. Hypothekenbanken, sonstige Grundkreditanstalten und öf= fentliche, unter Staatsaufsicht stehende Sparkassen, sowie Versicherungsgesellschaften aller Art sind nicht gehalten, zu einem vor dem 1. Januar 1935 liegenden Zeitpunkt zu kündigen. Hiermit wird also das Stehenlassen der Gelder, sofern nicht Privatgläubiger, sondern Hypothekeninstitute als Gläubiger in Frage kommen, geseglich unterstützt. b) Möglichkeit der Bewilligung einer Zahlungsfrist. Hat der Gläubiger gemäß a) gekündigt, so kann der Eigentümer des belasteten Grundstücks oder der persönliche Schuldner III. Gesetz über die Bereinigung der Grundbücher. Am 18. Juli wurde neben dem bisher behandelten Gesez noch ein zweites neues Aufwertungsgesch herausgegeben, das Gesetz über die Bereinigung der Grundbücher. ben. Der Herb du ein Verwel Memento Der Herbit Woden noch d Wieje mit ihre geworden ist Natur, mit de Jahr fein Mem Gonfiagsw in der Natur! einit müde we Das weiß nur Früchte rechtzei fannst du geru Vielfach sind Grundbücher durch die Aufwertungsgesetzgebung unübersichtlich geworden. Insbesondere was die Rangverhältnisse anbelangt. Auch die Belastung ist wegen Nichteintragung der Aufwertung teilweise nicht klar und vollständig ausgewiesen. Diesen Mängeln will das zweite Aufwertungsgesetz abhelfen. Die Aufwertung der Hypothek war nach dem Aufwertungsgesetz nicht ohne weiteres, sondern auf Antrag des Gläubigers oder Eigentümers in das Grundbuch einzutragen. Um hier in solchen Fällen, wo die Aufwertung noch nicht eingetragen ist, Klarheit zu schaffen, bestimmt das neue Gesetz, daß der Antrag, die Hypothek in das Grundbuch an der aus den Aufwertungsgeseßen sich ergebenden Rangstelle einzutragen, nur bis zum Ablauf des 31. März 1931 gestellt werden kann. Ist der Antrag bis zu dem genannten Termin nicht gestellt, so erlischt eine aufgewertete Hypothek, deren Geldbetrag im Grundbuch noch in Mark bezeichnet ist: sie wird von Amts wegen gelöscht. Reicht der Ertrag eines zwangsbewirtschafteten Grandstücks zur Leistung der Zins- und Tilgungsbeträge nicht aus, weil Miet- und Pachtzinsen ausgeblieben sind, und kann infolge der Zwangswirtschaft durch anderweitige Vermietung oder Verpachtung der Ausfall nicht rechtzeitig gedeckt werden, so kann auf Antrag des Eigentümers zur Abwendung einer unbilligen Härte die Zwangsversteigerung durch das Gericht für die Dauer von längstens sechs Monaten eingestellt werden. Die Einstellung der Zwangsversteigerung kann mehrmals erfolgen, jedoch nicht über den 31. Dezember 1934 hinaus. binnen 3 Monaten von dem Tage, an dem die Kündigung zugegangen ist, bei der Aufwertungsstelle schriftlich oder zu Protokoll beantragen, ihm eine Zahlungsfrist für das Kapital zu bewilligen. Der Antragsteller soll dem Gläubiger mitteilen, daß er die Zahlungsfrist beantragt hat. Der Antrag auf Bewilligung einer Zahlungsfrist ist unzulässig, wenn der Aufwertungsbetrag der Hypotheken oder der Forderung 100 GM. nicht übersteigt. Es ergibt sich nun die Frage, wann dem Antrag auf Bewilligung einer Zahlungsfrist stattzugeben ist, d. h. unter welchen Voraussetzungen ein Hypothekenschuldner die Möglichkeit Die Aussichten der Eisenindustrie. d) Vorzeitige Rückzahlung durch den Schuldner. Der Eigentümer oder der persönliche Schuldner sind be= rechtigt, den Aufwertungsbetrag nebst den fälligen Zinsen drei Monate nach der Kündigung auch vor Eintritt der vereinbarten Fälligkeit, zu zahlen. Kündigung nur für den Schluß eines Kalendervierteljahres zulässig. Der Abzug von Zwischenzinsen kommt nach dem 1. Januar 1932 in Fortfall. Denfe ich welcher oft rühr behandelte, so i ficht auf die Op Damals ha Gefühl, eine D Amputierten i trugen auch der Gehen Sie heu Beschädigten o frieger, junge jchädigten zu f jelbit der Scho ich vollends älterer Herr, einem Plaz an, den ich Wird die Frist des 31. März 1931 versäumt, so kann auf Antrag des Gläubigers erst an nächstbereiter Rangstelle eine neue Hypothek in gleicher Höhe eingetragen werden. e) Zinsen nach dem 1. Januar 1932. Der Zinssatz für die nach dem 1. Januar 1932 noch stehenden Aufwertungshypotheken ist durch das Gesetz über den bisherigen fünfprozentigen erhöht. Der genaue Saz wird von der Reichsregierung noch festgesetzt. Weiter enthält das Gesetz noch neue Vorschriften über Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldbrief, Rangvorbehalt des Eigentümers, öffentlicher Glaube des Grundbuchs, Weiterentlastung der Grundbücher, Umschreibung unübersichtlicher Grundbücher, Erleichterungen des Grundbuchverkehrs, Kosten, Aenderung des Gesetzes vom 9. Juli 1927, Eintragun gen im Erbban- Grundbuche und Geltung und Durchführung des Gesetzes. Notwendigenfalls wird auf Einzelheiten der beiden Gesetze noch später eingegangen. Die Mehrzinsen haben den Rang der aufgewerteten Hypothek; vereinbarte Mehrzinsen, jedoch nur soweit sie den neuen gefeßlichen Zinssatz nicht übersteigen. Gegenüber§ 1119 BGB. wurde die Bestimmung getrof= fen, daß die Erweiterung der Haftung für die Mehrzinsen nach dem neuen gesetzlichen Zinssat schon vor dem 1. Januar 1932 ohne Zustimmung der im Range gleich und nachstehend Berechtigten möglich ist. Ueberall herrscht Arbeitslosigkeit. - Jahren im D Aas fast allen Ländern Europas die skandinavischen Länder und Frankreich machen in dieser Hinsicht eine Ausnahme werden, wie der Internationale Gewerkschaftsbund vor furzem hervorhob, sehr hohe Arbeitslosenziffern gemeldet. Auch außerhalb Europas sieht es nicht viel besser aus. Für die Vereinigten Staaten von Amerika liegen zwar genaue statistische Angaben nicht vor, doch dürften sich schätzungsweise etwa 8 Millionen Menschen sich dort ohne Arbeit befinden. Selbst aus Australien und Neuseeland lauten die Nachrichten wenig günstig. In Australien hat die Arbeitslosigkeit eine noch nie gekannte Höhe erreicht; 180 000 Männer und Frauen sind ohne Arbeit. Außerdem muß die Hälfte der Bevölkerung, die älter als 60 Jahre ist das sind abermals 180 000 Personen- von der Regierung unterstühi werden. Neuseeland weist eine Bevölkerung von 1,4 Millionen Köpfen auf, von denen etwa 10 000 arbeitslos sind. Ausführlichere Angaben sowie Aufschluß übe die Arbeitsmarktlage, Preis- und Lohnverhälinisse in an= deren Ländern vermittelt auf Wunsch kostenlos das Deutsche Auslands- Institut in Stuttgart. 1 wollte. Der H brachte mich Dank lehnte mich in dief deutschen Mit Höflichkeit un liegen. Das i Wie adh wenn wir nämlich das innere Gefüge und Getriebe unseres Körpers, die Innenarchitektur, intakt und unbes schädigt erhalten! Wenn wir die Räder der Maschine inns rein und frei von Sand und Rost bewahren! Wenn der Motor Herz mit seinem Blut nicht überladen und die Schlacken und der Rost, die bei unrichtiger Behandlung sehr leicht entstehen, sehr schnell wieder abgefangen und beseitigt werden! Wenn das Geleise des Lebens, das auf der Blutbahn dahingeht, immer freie Bahn hat für neue und gute Nähr- und Lebensstoffe, die den Drüsen und den Nerven zugeführt werden sol len. All diese tief in unser Leben und seinen Ablauf eingreifenden Funktionen sind die wahren Ursachen der Verjüngung oder des Alters, je nachdem sie in uns mächtig oder schwach sind. Damit sie aber in uns die Oberhand gewinnen, müssen wir aus einem höheren Kräftespeicher solche Zünd-, Schmier-, Scheuer- und Betriebsmittel heranholen. hier an die Bauindustrie zu denken, die allein im Stahlskelettbau 1929 in Deutschland bereits eine Stahlmenge berbaut hat, deren Gewicht das sämtlicher seit 1850 gebauten 50 Rheinbrücken übersteigt. Auch die Decken und die Bedachung werden in steigendem Maße aus Stahl hergestellt, ebenso Fensterrahmen und Türen, ganz zu schweigen von den Versuchen, auch für die Außenverkleidung der Bauten Stahl zu verwenden. Große Absazmöglichkeiten können sich auch noch mit weiterer Vermehrung der Verwendung von Stahlmöbeln ergeben. Besonders im Schiffsbau kann die Feuerfestigfeit eines aus Stahl hergestellten Innenausbaues von sehr großer Bedeutung werden. Auf allen diesen Gebieten liegen noch so große Zukunftsmöglichkeiten für die Eisenindustrie, daß trotz aller Marktschwankungen auf weite Sicht mit einer aufsteigenden Entwicklung der Eisenindustrie gerechnet werden kann. Charakteristisch für ihre großen Entwicklungsmöglichkeiten ist ja auch die Tatsache, daß in Europa die Kopfquote des Eisenverbrauches erst etwa die Hälfte derjenigen der Vereinigten Staaten beträgt, wo die ungeheure Steigerung des Verbrauches im Laufe weniger Jahre durch planmäßige Aufklärung und Propaganda erreicht worden ist. Man darf dabei freilich nicht vergessen, daß allein die dortige Automobilindustrie mehr als 20% der Stahlerzeugung des Landes aufnimmt und daß in Europa der Befriedigung der Verkehrsbedürfnisse so große Summen wohl erst nach einer allgemeinen, zur Zeit noch in weiter Ferne liegenden Steigerung der Lebenshaltung zufließen werden. Erhebliche Erfolge für die Eisenindustrie werden sich außerhalb Europas ergeben, sobald sich die Verhältnisse in China, vielleicht auch in Rußland, gefestigt haben. Natürlich ist es eine Preis- und Qualitätsfrage, wie weit sich die deutsche Eisenindustrie diese ausländischen Märkte erobern wird. Die deutsche Eiſenindustrie, die sich nach der Stabilisierung der Währung trog aller Schwierigkeiten und trotz des Verlustes eines großen Teiles ihrer alten Rohstoffbasis wieder zu ihrer alten Bedeutung emporzuschwingen schien, ist in den Strudel der Weltwirtschaftsfrise mit hineingerissen. Seit Mitte des vergangenen Jahres hat sich ihre Erzeugung um 41% vermindert, während die der Vereinigten Staaten nur um 33%, die Englands nur um 22% gesunken ist und die französische sogar ihren Stand vollständig behauptet hat. Mit dieser Abwärtsbewegung des Absages ging eine Breissenkung einher, die umso verhängnisvollere Folgen haben mußte, als die Verminderung der Erzeugung wegen der nicht entsprechenden Herabsetzung der Generalunfosten eine erhebliche Kostensteigerung auf die Tonne bewirkt. Es gibt dem Rückgange des Absages gegenüber, der sich gerade in dem kapitalarmen Deutschland doppelt schwer auswirkt, kaum ein anderes Mittel, als die Preise noch weiter zu fenten. Das fann aber nur bei einer Ermäßigung der Selbstkosten geschehen, die bekanntlich gerade bei uns in Deutschland wesentlich höher liegen als in den meisten mit uns fonkurrierenden Industrieländern. Die nordwestliche Eisenindustrie ist vor einigen Monaten mit diesem Beispiel vorangegangen: sie hat die Preise und die Löhne gesenkt, und es scheint, als dringe die Wirkung dieses Beispiels bei den meisten anderen Industrien, beim Handel und beim Kleingewerbe immer mehr durch. Man muß natürlich bei der Bewertung derartiger Aktionen vorsichtig sein. Die Verbilligungsaktion muß nämlich, soll sie Erfolge haben, nicht nur einen Kostenteil, die Löhne, erfassen, sondern jeden einzelnen Posten, einschließlich der Frachten, der Steuern usw. betreffen. Das Grundproblem ist und bleibt eben die Drosselung unserer übermäßig angeschwollenen öffentlichen Ausgaben, unter denen die Kriegstribute eine erhebliche Rolle spielen. Nur wenn hier Wandel geschaffen wird, dürfte sich eine Senkung der Selbstkosten, eine Verbilligung der Produktion und eine Belebung des Absages erwarten lassen, von der auch die Eisenindustrie Nußen ziehen kann. Auf lange Sicht gesehen erscheinen ja die Aussichten der deutschen Eisenindustrie als nicht gerade ungünstig. Von großer Bedeutung kann vielleicht das Vordringen des Stahls in Gebiete werden, die bisher fast ausschließlich von Beton, Holz und Schiefer beherrscht waren. Besonders ist Berjüngung durch Diät. Jungsein, Fernsein vom Alter und vom Tod, immer elastisch und jugendfrisch" und die Menschen quälen sich mit diesem Gedanken, mit dieser Sucht nach Jugend zu Tode. Was hilft alle Schminke und Tünche, was helfen alle Täuschungsversuche, aller Selbstbetrug! - Das Rad des Lebens rollt wie zum Troß dem Tod entgegen, all jene Mittel and Mittelchen nußen nichts. nur eines kann das Tempo des Rollens verlangsamen, - bei, der sid ficht sie zu Fahrstuhl nur einma Silfe geseh wie freudi Mitmensch Dentt dankbar je eine Hilfele Euch selbst Der Kri Er will fei der gesunde liche seiner einem Hind Selft u statt das sie fühlen. Habt Daß Gidh Jit mi Denn Konig Still und treue Waffenme nommen. Die Feuerprobe be Mobilmachungs überdacht word feste, jo mußte Albrecht von Als er am prinzen, Bisma lung zu mache burg entgegeng Schneide! Nad hof eingelaufen König entgege herr von Thile tehenden umri jeine Meldunge Der eben den G Den Depejahen beitens bejonger Wieviel Kraft und Gesundheitswerte und wieviel Spannkräfte liegen in den Gemüsen, in der Traube, der Tomate, Banane oder Orange! Sie vermitteln unserem Körper Energien und Spannkraft, reinigen ihn von allen Schlacken, machen ihn bei ständigem und reichlichem Gebrauch elastisch, leicht und froh. Beim Ablauf des Stoffwechsels entstehen saure Abfallstoffe, meist Harnsäure und Eiweißabbauprodukte; sie werden im Blut mitgeführt oder, was noch schlimmer ist, im Körper an verschiedenen Stellen abgelagert; sie verstopfen oder hemmen und ermüden den Kreislauf da muß ein Saft besonderer Art kommen, der Erleichterung und Reinigung bringt, das ist der Saft der Früchte, die reich sind an den basischen Nährsalzen, besonders an Kalt und Kalisalzen, die die Schlackenstoffe lösen, die ferner reich sind an Vitaminen, die die Arbeit der Drüsen fördern und erleichtern, und somit ganz erheblich an dem Regenerations- und Verjüngungsprozeß im Menschen teilnehmen. Endlich ist dieses Obst erfrischend und belebend, durststillend und sättigend, es ersetzt unnübe oder gar schädliche Getränke, von denen die alkoholischen Getränke gewiß nicht zur Lebensverlängerung beitragen. Morgens nüchtern ein Glas frisch ausgepreßẞter Obstsaft oder ein Teller Obst, zum Frühstück, vor dem Schlafengehen immer etwas Obst, zur Hauptmahlzeit die Gemüse der Jahreszeit- die Schaffenskraft und Freude wird gehoben und der Mensch gesundet. mene Antwort. Als der K enischloß, die Roons besonder das hat feine G Und furz nach Borirag beim Sefehl durch Häufig ha die nach dieser jein Rejjort fa gewejen jeien. arbeitete jo m Daß Roon und Beriode auch Der anderen der Mibilma erlajien word neräle und S Urlaub, zum Dentwürdigt Roons Wilhelm, W johne Eugen rend des Kri Nähe des Ki Schon be Leutnant un wundet. Roc geworden, je Nr. 81 Gamstag, den 11. Oktober 1930. ist ist die eren Be ftelle hat Rechtsmit fofortige en deffen as Ober eine Ver: erde fann elegt wer Lokales. Sonntagsgedanken. Es ist Herbst geworden, der Sommer hat Abschied genommen Blatt für Blatt fällt vom Baum und die Zeit der Lieder ist vorbei. Wie war er doch so schön, der Frühling des Jahres mit seinen Blüten und Blumen, mit seiner Maienpracht in Flur und Wald! Und der Sommer brachte dann die Höhe aller Prachtenfaltung und die gesegnete Reise der Früch fe. Noch einmal blüht es in allen Gärten auf in tausend Farben, ehe es Abend wurde in der Natur. Nicht lange währte dieses Leben. Denn für alles auf dieser Welt gibt es ein Sterngsstelle, ben. Der Herbst ist Mahner dafür. Wo du hinschaust, da siehst ücher. en Geses eben, das ngsgejet ie Rang Nicht ollständig pertungs Aufwer Des Gläu en. Um getragen der Un Aufwer r bis t der An lifcht eine ch noch in t. , fo fann ftelle eine ften über Rang undbuchs nübersicht hverkehrs Eintragun chführung en der bei inavischen Ausnahme Dvor fur Det. Auch I die Ver Fatitiche 8 Mil elbft aus nig gün nie ge ohne Le älter - von eine Be a 10 000 Aufschluß je in an 5 Deutje Getri nd u Maja ewahr iberlade tiger& Der abge leife b mer fre ensftoff rden fo Abla en Ur Alters a dh fin ewinne er fold el hera wievi caube, d eln uni igen i und rei m Abla fe, mei erden in im Ro Derftopfes da mu rung un üchte, bi anders a ofen, bi Der Dri heblich an im Men dhend und t unnük alfoboli rung bei eprefter bor dem mahlzeit caft und du ein Verwelken und ein Vergehen. Memento mori! Der Herbst ruft es auch dir zu! der kahle Ader, wo vor Wochen noch die Früchte im Sonnenlicht reiften, Anger und Wiese mit ihren welkenden Blumen, der Wald, wo es ſtill geworden ist das sind die deutlichen Schriftzeichen in der Natur, mit denen der Schöpfer all' seinen Wesen Jahr für Jahr sein Memento mori in Erinnerung bringt. Sonntagswanderer, stehe still und schau das große Sterben in der Natur! Auch auf dich wartet der Herbst; auch du wirst einst müde werden von deiner Tagfahrt! Früher oder später. Das weiß nur einer, der über uns wacht. Schau, daß deine Früchte rechtzeitig reisen und gut werden! Ehe es Abend wird, fannst du gerufen werden! Der Sonntagsschreiber. Vergessen. Denke ich zurück an die Zeit anfangs des Krieges, mit welcher oft rührenden Sorgfalt das Volk die Kriegsbeschädigten behandelte, so überläuft es mich, wenn ich sehe, wie wenig Rüdficht auf die Opfer des Krieges heute genommen wird. Damals hatten unsere Mitmenschen in der Heimat noch das Gefühl, eine Dankespflicht abtragen zu müssen, sie halfen dem Amputierten in die Fahrzeuge, sie führten noch Blinde und trugen auch dem Armverletzten einmal einen Koffer. Gehen Sie heute in die Eisenbahnzüge und sehen Sie sich die Beschädigten ohne Sitzplatz an, während es sich tapfere Heimfrieger, junge Männer u. Mädchen, ohne nach der Qual der Beschädigten zu fragen, bequem machen. Mir selbst ist es vor einigen Jahren im D- Zug Hamburg- Frankfurt a. M. passiert, daß mir selbst der Schaffner teinen Sitzplatz vermitteln konnte, obwohl ich vollends gehunfähig auf einem Koffer im Gang saß. Ein älterer Herr, der anscheinend die Suche des Schaffners nach einem Plaz nicht bemerkt hatte, bot mir endlich einen Plaz an, den ich zuerst aus Achtung vor dem Alter nicht annehmen wollte. Der Herr aber nahm mich furz entschlossen am Arm und brachte mich mit Hilfe des Schaffners auf den Plaz. Meinen Dani lehnte er in französischer Sprache sehr höflich ab. Ich habe mich in diesem Augenblick auf's tiefste geschämt für meine deutschen Mitreisenden, die dem Ausländer den Vortritt in der Höflichkeit und in der Achtung vor dem Leid des Mitmenschen Tießen. Das ist nur ein Beispiel. Wie achtlos geht die Jugend an dem Armamputierten vorbei, der sich mit dem Tragen eines Paketes abquält, wie oft Sieht sie zu, wenn ein Beschädigter vergeblich versucht, seinen Fahrstuhl auf den Bürgersteig zu bringen. Dabei braucht man nur einmal den dankbaren Blick des Beschädigten nach einer Hilfe gesehen zu haben. Man brauchte nur einmal zu beobachten, wie freudig es der Kriegsbeschädigte aufnimmt, wenn ihm seine Mitmenschen durch Vorlassen an den Schaltern helfen. Denkt daran, Deutsche, daß es möglich ist, daß ihr einmal dankbar sein müßt, wenn ihr in die gleiche Lage gekommen, eine Hilfeleistung in Anspruch nehmt. Und wenn es nicht für Euch selbst ist, denkt an Eure Kinder. Der Kriegsbeschädigte will kein Mitleid, er will Mitgefühl. Er will fein Almosen, er will nur das Gefühl haben, daß ihn der gesunde Volksgenosse achtet, ihm hilft und ihm das Peinliche seiner Lage dadurch nimmt, daß er ihn nicht ratlos vor einem Hindernis stehen läßt. Helft unseren Beschädigten sich unter Euch wohlzufühlen, statt das sie die Menschen meiden, weil sie sich ungern gesehen fühlen. Habt Mitgefühl, nicht lautes Mitleid. Daß oft Menschen mich begaffen, Sich am Kopfe tragen wie die Affen, Jst mir peinlich bis zur Qual. Denn sie glauben: Lautes Mitleid König Wilhelms alter Waffenmeister im Kriege 1870-71. Still und bescheiden, wie es seinem Wesen entsprach, hat der treue Waffenmeister des alten Königs Wilhelm am Kriege teilgenommen. Die Waffen waren geschmiedet; er wußte, daß sie die Feuerprobe bestehen würden. In der feinen Maschinerie der Mobilmachungs- Vorbereitungen war alles genau überlegt und überdacht worden. Wenn der Hebel die Maschine in Bewegung sette, so mußte und würde jedes Rädchen laufen! Das wußte Albrecht von Roon. Als er am Nachmittag des 15. Juli 1870 mit dem Kronprinzen, Bismard und Moltke dem König bis nach Brandenburg entgegengefahren war, standen die Dinge auf des Messers Schneide! Nachdem der Zug abends auf dem Potsdamer Bahnhof eingelaufen war, eilte Unterstaatssekretär von Thile dem König entgegen, um ihm die inzwischen eingetroffene Mittei lung zu machen, daß in Paris der Krieg beschlossen sei. Da Herr von Thile den König und Bismard, die beide von den Umstehenden umringt waren, zunächst nicht erreichen konnte, um feine Meldungen zu machen, so wandte er sich zuerst an Roon, der eben den Eisenbahnwagen verließ, und gab ihm leise von den Depeschen Kenntnis. ,, Nun, dann wollen wir es ihnen bestens besorgen," war Roons, von den Umstehenden vernommene Antwort. Als der König sich auf die eingelaufenen Nachrichten hin enischloß, die Mobilmachung anzuordnen, da vernahm man Roons besonders tiefe, dröhnende Stimme: Jawohl, Majestät, das hat keine Schwierigkeiten, es ist alles vorbereitet, Majestät!" Und furz nach Mitternacht flog nach dem letzten entscheidenden Vorirag beim König der von Roons eigener Hand geschriebene Befehl durch den Telegraphen hinaus in alle deutschen Gaue. Häufig hat Roon es damals und später ausgesprochen, daß die nach dieser denkwürdigen Nacht folgenden vierzehn Tage für jein Ressort fast die sorg- und arbeitslosesten seines Dienstlebens gewesen seien. Und in der Tat: Die Mobilmachungsmaschine arbeitete so musterhaft sicher und so völlig ohne alle Reibungen, daß Roon und sein Ministerium in der ganzen MobilmachungsPeriode auch nicht eine Anfrage des Generalkommandos oder der anderen Instanzen zu beantworten hatte; und das, obwohl der Mibilmachungsbefehl so völlig ohne alle Vorbereitungen erlassen worden, und obwohl viele gerade der hochgestellten Ge neräle und Offiziere sich in jener Hochsommer- Periode noch auf Urlaub, zum Teil sogar im Auslande befanden.( Vergl. Roons Dentwürdigkeiten, 3. Band, S. 168.) Roons ganze Familie zog in den Krieg! Seine Söhne Wilhelm, Waldemar, Bernhard und Arnold, seine Schwiegerföhne Eugen von Wizmann und Heinrich von Brauchitsch. Während des Krieges weilte Roon beständig in der unmittelbaren Nähe des Königs im Großen Hauptquartier". Schon bei Spichern wurde sein Sohn Wilhelm, PremierLeutnant und Kompagnieführer im Infanterie- Regiment, verwundet. Roon berichtet nach Hause:„ Er ist der Ehre teilhaftig geworden, sein Blut zu vergießen." ,, Gießener Zeitung" Verberge Neugier und die Dummheit Ihrer Phrasen hohl und schal. Eines Kindes Mitleid lernt ich fühlen, Ich sah es mit andern spielen. Plöglich hob es das Gesicht. Einen Apfel reicht es meinem Pfleger, da, Heimlich, so, daß ich's nicht sah: Gib's ihm gelt, mehr hab ich nicht!" Das war Mitleid tief und doch bescheiden, Eines Kindes Achtung vor dem Leiden, Lernet Gaffer von den Kindern." * * Vom Polizeiamt. Am 30. Mai ds. Js. fand ein Anwohner der Schillerstraße in seinem Hofe einen Spazierstock und ein Bund Schlüssel. Im gleichen Anwesen wurden am 22. September ds. Js. ein Paar fast neue schwarze Herrenhalbschuhe mit Gummiabsätzen gefunden. Am 29. 9. 30 wurde vor der Wirtschaft ,, Germania" eine Fahrradlaterne entwendet, die bei der Kriminalabteilung sichergestellt ist. Eigentümer der Gegenstände, oder Personen die zur Sache Angaben machen können, wollen bei der Kriminalpolizei, Zimmer 24, dies mitteilen. - * Bom Elektrizitätswert. Infolge Vornahme dringender Betriebsarbeiten wird am Sonntag, den 12. Oktober, vorm. von 9 bis 12 Uhr, die Stromlieferung in den Straßen Mäusburg, Sonnenstraße( zwischen Neuen Bäue und Kreuzplatz), Kreuzplatz, Neuenweg, Kaplansgasse und Seltersweg( zwischen Kreuzplatz und Plockstraße) unterbrochen. * Wochenmarkt. Der Verkauf von Kraut, Kartoffeln und Obst auf Wagenladungen findet nur auf dem Oswaldsgarten an den nächsten Samstagen statt. * Hochwasser. Lahn und Wiesed waren in den letzten Tagen zu einer beängstigenden Höhe angestiegen, sind aber seit gestern wieder in ständigem Sinken. * Die Jagd auf weibliches Rehwild und Rehtize( männliches und weibliches) hat schon am 1. Oktober begonnen. Die Schußzeit für Hasen, Fasanen( Hahnen und Hennen) beginnt am 16. ds. Monats. Außerdem können Enten, Schnepfen und Nr. 81 in kleinen, für unser Geistesleben aber ebenfalls bedeutsamen Orten, gegenseitige Förderung und Unterstützung der Bildungsarbeit in Angriff genommen werden. Am Vormittag wird Dr. h. c. Johannes Tews einen Vortrag über ,, Gegenwartsfragen der freien Volksbildungsarbeit" halten. * Vus der Hundezucht. Der seit über 30 Jahren bestehende Verein für deutsche Schäferhunde( SV), Hauptgeschäftsstelle Augsburg 3, hat im Monat September seine diesjährigen Hauptveranstaltungen abgehalten, die sich wie bisher immer eines starten Zuspruchs und der Unterstützung der Reichs-, Staats- und städtischen Behörden erfreuten. Anfang September war in Wiesbaden eine Siegerausstellung, dann wurde kürzlich zwei Jahreshauptpreishüten abgehalten, eins für norddeutsche Hüteweise in Niethnordhausen und eins für süddeutsche Hüteweise in Pforzheim. Den Abschluß bildete die SchutzhundHauptprüfung am 27. und 28. September in Görlitz. Der Verein für deutsche Schäferhunde, der fast an allen Orten Deutschlands Ortsgruppen besitzt, sorgt in ausgiebigster Weise für die AusG. bildung der Hunde in den verschiedensten Dienstzweigen. * Aus dem Stadttheater. Ein Gastspiel des Deutschen Künstlertheaters Berlin findet am kommenden Sonntag statt und gelangt Maughans Komödie ,, Wasserscheu" zur Aufführung. * Goethebund. Am Sonntag nachmittag um 5 Uhr findet in der Aula der Universität ein Lichtbildervortrag von Prof. Dr. B. Schmid über„ Sprache und Spiele der Tiere" statt. * Männerturnverein. Auf der„ Liebigshöhe" wird am Sonntag nachmittag die Ehrung des Sieger und Siegerinnen des Jahres 1930 gefeiert, verbunden mit turnerischen Aufführungen. * Radfahr- Club ,, Germania" 1899. Der Verein hält heute, Samstag, abend 8,30 Uhr im Café Leib sein 31. Stiftungsfest ab.. 2139 Rebhühner geschossen werden. Auerhennen, Birkwild, Trutwild, Herbstpflanzung von Bäumen u. Sträuchern. Haselwild und Muffelwild haben das ganze Jahr über Schonzeit. * 100 Jahre Forstinstitut. Das 100- jährige Bestehen des Forstinstituts an der Universität wird mit Beginn des nächsten Sommersemesters, im April 1931, gefeiert. Das Institut ist die älteste Stätte und somit die Wiege der deutschen Forstwissenschaft; hier hat einst der berühmte Forstmann Hundeshagen den Grund zu unserer heutigen Forstwirtschaft gelegt. Das neu ausgebaute Institut wurde vor drei Jahren unter Leitung von Professor Dr. Borgmann im ehemaligen Militärlazarett in der Braugasse eingerichtet und durch eine forstliche Versuchsanstalt erweitert. * Weidmanns- Glück. Ein seltenes Jagdglück hatte der Gastwirt Peter Gaub, der in seinem Jagdrevier im Laubacher Wald einen kapitalen Zwölfender, sog. Kronenhirsch, erlegte, der aufgebrochen reichlich zwei Zentner schwer war. * Voltsbildungstag. Am Sonntag, den 12. Oktober findet in unserer Stadt auf Anregung der Gesellschaft für Volksbildung, Berlin, und des Goethe- Bundes ein Volksbildungstag statt. Zu dieser Tagung werden die Vertreter des öffentlichen wie des freien Volksbildungswesens aus dem Gebiete Hessen und Hessen- Nassau erwartet. Zweck dieser Versammlung ist, die engere Zusammenarbeit dieser Bildungsstellen anzuregen, die durch die Not der Zeit für die Erhaltung unseres Bildungs- und Geisteslebens dringend erforderlich ist. In diesem Sinne soll vor allem Ausbau einer volftumhaften Bildungspflege, Wirtschaftlichkeit und Planmäßigkeit im Vortragswesen, Aufbau einer leistungsfähigen Vortragstätigkeit auch Mit seinem Neffen Moritz von Blandenburg blieb er auch während des Krieges in ständigem Briefwechsel Blandenburg schrieb am 7. August nach den Siegesnachrichten von Weißenburg und Wörth die prophetischen Worte an Rcon: ,, Daß die Bayern unter unseres Kronprinzen Führung den ersten entscheidenden Schlag mitgetan haben, ist die Lösung der deutschen Frage. Die Einheit ist die beste!" Nach den großen Schlachten um Mez( 14. bis 18. August) berichtet er der treuen Gattin ausführlich über die gewaltigen Kämpfe, deren Zeuge er war: „ Die Bedeutung der Schlacht vom 18. Auguſt besteht da= rin, daß die nach Metz hineingeworfene französische Hauptarmee von allen ihren Verbindungen mit Chalons und Paris abgeschnitten und auf die Hilfsquellen von Mezz allein angewiesen ist." Und für die Familie: ,, Meine geliebten Schwiegertöchter können mit uns Gott preisen für die Erhaltung ihrer Eheherren. Leider ist der jüngste Langenbed( Bruder seiner Schwiegertochter Helene) dessen Auch Conrad Hindenburg schwer verwundet. ist zweitrener Bruder Paul am 16. August gefallen! mal verwundet." Hier muß eine Verwechselung vorliegen; einen zweiten Paul von Hindenburg, außer unserem ehrwürdigen Reichspräsidenten und Generalfeldmarschall habe ich nicht ermitteln fönnen! Im Gefolge des Königs hat Roon dem gewaltigen Schlachten- Drama von Sedan auf der Höhe von Frénois beigewohnt. Die Mitteilungen, welche Roon seiner Gattin hierüber sandte, sind niemals an ihre Adresse gelangt. Jener Brief ist mit dem ganzen Kourier- Beutel des Großen Hauptquartiers verloren gegangen, wahrscheinlich vom französischen Kommandanten von Verdun aufgefangen worden. In den Kämpfen bei Daigny, nordöstlich Sedan, wurde Roons Sohn, Bernhard, der die 5. schwere Gardebatierie fommandierte, tödlich verwundet. Er war mit seiner Batterie tapfer ins feindliche Tirailleur- Feuer hineingefahren, um den Aufmarsch unserer Infanterie möglich zu machen. Hiervon erfuhr Roon erst am Abend des 1. September, als er von der historischen Höhe von Frénois nach Vendresse zurückkehrte. Am 2. September früh, sonst einem Freudentage im Hause Roons, hatte er doch am 2. September 1836 seine geliebte Anna Rogge eilte der er aus dem Pfarrhause in Groß- Tinz heimgeführt schütterte Vater an das Schmerzenslager des Sohnes. Nach sehr beschwerlichen und langen Jrrfahrten fand er seinen Sohn. Mit schwerem aber festem Herzen nahm er von dem tapferen Offizier Abschied. In der folgenden Nacht hat der wadere Kämpfer in den Armen seines Bruders Waldemar und seines gleichfalls herbeigeeilten Onfels, des Divisions- Predigers Bernhard Rogge, seine Seele ausgehaucht. Im Schloßgarten des Grafen de Viry bei la Moncelle wurde er beerdigt. Roons Hoffnung, daß seines Heldensohnes Gebeine dort ihre bleibende Ruhestätte finden würden, hat sich nicht erfüllt. Vielmehr stellte ihm jener Graf Viry, dem das Schlößchen und der Park von La Moncelle gehörten( er war im Kriege Oberst der Mobilgarde) nach dem Friedensschluß das Ersuchen, die Leiche von dort zu entfernen, da das Preußengrab seine und der Seinen Gefühle Theoretisch kann man Bäume und Sträucher bei frostfreiem Boden bis März, ja bis in den April hinein pflanzen, doch ist die Herbstpflanzung entschieden vorzuziehen. Neben dem Vorteil der besseren Auswahl unter den vollen Beständen der Baumschulen, sind bei frühzeitig gepflanzten Bäumen die Aussichten auf rasches, sicheres Anwachsen größer. Wesentlich für gutes Anwachsen und reichliche Wurzelbildung ist, daß die Erde, die in das Pflanzloch kommt, zur Hälfte mit Torfmull vermischt wird, der vorher mit Jauche oder einer Nährsalzlösung angefeuchtet sein sollte( kein Kompost, Fäulnisgefahr!). Durch zahlreiche Versuche maßgebender Stellen ist die überaus günstige Wirkung der Beimischung von qualita= tiv gutem Torfmull( Moostorfmull, nicht etwa Brenntorf oder erdiges Material) auf die Wurzelbildung frischerpflanzter Bäume und Sträucher erwiesen. Zu beachten ist, daß sich der lockere Boden stark setzt, deshalb hoch genug pflanzen. Tüchtiges Angießen nicht vergessen! Unerläßlich ist als Schutz gegen starfe Fröste ein Abdecken der Baumscheiben, was man auch bei älteren Bäumen nicht versäumen sollte. Man bedeckt die Erde zweckmäßig mit einer handhohen Schicht Torfmull, wodurch Frostschäden verhindert werden. Auch wird so die Feuchtigkeit besser gehalten und im Sommer die Verunkrautung der Baumscheiben mit Sicherheit vermieden. Korpulenz macht alt Korpulente und zum Starkwerden Veranlagte nehmen früh, mittags und abends 2-3 Tobula- Kerne, die in Apotheken zu haben sind. zu sehr verletze, es sei denn, daß General Roon vielleicht vorzöge, die ganze Besizung von ihm fäuflich zu erwerben! So fam es, daß die irdischen Reste Bernhard von Roons im Herbst 1871 wieder in die deutsche Heimat zurüdgebracht wurden, und daß sie jetzt neben denen seines Vaters in der stillen Familiengruft zu Krobniz ruhen. Ueberaus tragisch ist es, daß König Wilhelm seinem alten Waffenmeister in derselben Stunde zu Vendresse die höchste Anerkennung aussprach, da in La Moncelle der tapfere Bernhard von Roon seinen letzten Seufzer aushauchte. Damals grüßte der greise König seine drei Paladine mit den Worten: ., Sie, Kriegsminister von Roon, haben unser Schwert geschärft; Sie, General von Moltke, haben es geleitet, und Sie, Graf Bismard, haben seit Jahren durch die Leitung der Politik Preußen auf seinen jetzigen Höhepunkt gebracht." Unermüdlich hat er während des ganzen Feldzuges seinen verantwortlichen Dienst getan, täglich seinen Vortrag beim König gehalten, allen Beratungen beigewohnt. Immer wieder setzte er sich mit Bismark zusammen für den baldigen Beginn des Bombardements von Paris ein. Endlich konnte er am 27. Dezember 1870 nach Hause schreiben: ,, Alle künstlichen und absichtlichen Hindernisse glaube ich nun endlich hinweggeräumt zu haben; wer weiß freilich, ob der Teufel nicht doch noch damit sein Spiel hat,- er ist ein schlauer Patron." Am 1. Januar folgt dann die Meldung: ,, Das Forts auf Mont Avron haben die Franzosen nach faum vierundzwanzigstündiger Beschießung schleunigst_geräumt unter Zurüdlassung von zwei Geschützen. vieler Munition und Toten." Am 6. Januar erkrankte Roon, so daß die von seinem König für ihn zum Tage des fünfzigsten Militär- Jubiläums geplanten Feierlichkeiten in Wegfall kommen mußten. Nur die herzlichen Glückwünsche des Königs, des Kronprinzen, Bismards und Molttes tonnte Roon in Person entgegennehmen Der alte Wrangel schrieb treffend: ,, Unser treuer, heldenmütiger König, dem Du immer und immer wieder neue schlagfertige Armeen zuzuführen gewußt hast, der wird Dein Jubiläum nach Verdienst zu feiern wissen, wozu dann die Armee und Dein Dich verehrender alter Freund mit vollem Serzen jubeln wird." Die schlagfertige Armee, das war das richtige Wort. Für jie hatte Roon gefämpft, ihren Triumph durfte er im Kriege gegen Frankreich schauen! Infolge seiner Erkrankung konnte er an der Kaiser- Proklamation am 18. Januar nicht teilnehmen; erst einige Tage später fonnte er dem König seine Glückwünsche darbringen. Treu hielt er auf seinem Posten aus, unermüdlich tätig, bis er Mitte März mit seinem kaiserlichen Herrn nach Berlin zurüdkehrte. Am 16. Juni 1871 riti er unmittelbar vor dem siegreichen Kaiser neben Bismard und Moltke in die jubelnde Hauptstadt ein. Am gleichen Tage erhob ihn sein König in den Grafenstand mit dem Wappenspruch: ,, Aecht und recht in Rat und Tat." Mit diesen Worten hat sein greiser König aufs schönste gekennzeichnet seinen treuen Waffenmeister Albrecht von Roon. Nr. 81 Samstag, den 11. Oktober 1930. Aus Nah und Fern. Ein Mainzer Prozeß mit 100 Zeugen. Mainz. Die 155 Seiten umfassende Anklage gegen den Direktor Hofmann von der hiesigen Getreide- Kreditbank ist jetzt zugestellt worden. Zu der Verhandlung werden außer den Sachverständigen über 100 Zeugen geladen. Die Anklage lautet auf Betrug, Verletzung des Depot- und Börsengesetzes, Verletzung der Bestimmungen der Konkursordnung. Die Verhandlung dürfte im Monat Dezember vor dem hiesigen Erweiterten Bezirksschöffengericht stattfinden. 400 Jahre Reformation. Herborn. Anläßlich der 400- Jahrfeier der Reformation in den ehemals nassauisch- oranischen Landen ist in den Städten Herborn, Dillenburg und Siegen eine Reihe bedeutsamer Veranstaltungen geplant. Die Hauptfeier wird in Siegen vor sich gehen, und zwar am 30. Oktober. Am gleichen Tage findet auch in Herborn eine Feier statt. Weitere Feiern finden am 31. Of: tober statt. Fulda, 10. 10. Am unbeschrankten Straßenübergang Jlbeshausen- Grebenhain, an der Strecke Lauterbach Stadheim, wurde ein Auto aus Fulda von einem Personenzug überfahren und zertrümmert. Der Wagenlenker erlitt nur leichte Verletzungen. Der Personenzug konnte nach 18 Minuten Verspätung seine Fahrt fortsetzen. Frankfurt a. M. Der Bürgerausschuß perlangt von der Ortskrankenkasse Herabsetzung der hohen Beiträge. Hanau. Am 11. Oktober feiert das hiesige Konservatorium für Musik sein 25jähriges Jubiläum. Wiesbaden. Die Stadt bewilligte allen Schwerkriegsbeschädigten Freifahrscheine auf den Straßenbahnen. Auch der Rhein steigt. Neuwied, 10. Okt. Durch das Steigen des Rheins um 1,40 Meter seit gestern früh ist das Gelände zwischen der noch nicht fertigen Deichmauer und dem alten Rheinbett vollkommen unter Wasser gesetzt worden. In Jrlich bei Neuwied ist die rechtsrheinische Fahrstraße auf einer Strecke von mehreren hundert Metern bereits überschwemmt, so daß der Kraftwagenverkehr zum Teil stillgelegt werden mußte. ,, Gießener Zeitung" 4 Tage, 17 Stunden, 18 Minuten, hat jedoch den Rekord der ,, Europa" noch nicht geschlagen. 35. Generalversammlung des Verbandes Deutscher Nordseebäder e. V. Der Verband Deutscher Nordseebäder e. V. begeht am 7. und 8. November ds. Js. seine 35. Generalversammlung in Hamburg. Die Tagesordnung sieht eine Reihe von Vorträgen auf heilklimatischen und wissenschaftlichen Gebieten vor. Koblenz, 10. Okt. Jn Koblenz betrug der Wasserstand heute früh 5,86 Meter bei einem ständigen Steigen von 3 Zentimeter. Man rechnet mit einem weiteren Steigen bis zu etwa 6,20 Meter. Für das Rheingebiet kann vorerst von einem Katastrophenhochwasser keine Rede sein. Die erste Einschränkung ist zu erwarten, wenn der Wasserstand in Mainz die 2,75- Meter- Linie überschreitet. Heute früh um 6 Uhr hatte Mainz einen Wasserstand von 2,72 Meter. Die Mosel hatte heute nacht ihren Höchststand mit 6,12 Meter bei Trier erreicht. Koblenz. Am Stahlhelmtag hat die Reichsbahn hier 240 000 Fahrkarten verausgabt. 12 000 Kilo Arzneien beschlagnahmt. Eine Angestellten- Krankenkasse sentt Beiträge! Der Gewerkschaftsbund der Angestellten teilt mit, daß seine Krankenkasse, die Deutsche Angestellten- Krankenkasse, als erste Auswirkung der Leistungseinschränkungen durch die Notverordnung ihre Mitgliederbeiträge ab 1. November 1930 ermäßigen wird. Eine weitere Anpassung von Beiträgen und Leistungen an die veränderten Verhältnisse in der Krankenversicherung bleibt der bereits einberufenen außerordentlichen Hauptversammlung vorbehalten. 80 Menschen verbrannt. New York, 10. 10. Wie die in Meriko- Stadt erscheinende Zeitung„ Prensa" meldet, haben mexikanische Banditen in der Stadt San Carlos im Staate Tabasco eine katholische Kirche während der Frühmesse in Brand gesteckt. Die Banditen verbarrikadierten sämtliche Eingänge und schossen alle Männer, Frauen und Kinder, die durch die Fenster ins Freie zu flüchten versuchten, nieder. Insgesamt sind 80 Menschen dabei in den Flammen umgekommen oder unter den Kugeln der Banditen gefallen. Wachsende Holzhäuser. Es ist ein langgehegter Wunsch vieler Gartenbesitzer, an den Kosten zu sparen, die der Zaun in seiner Herstellung und Unterhaltung verursacht, denn nur zu schnell kommen Fäulnis und Rost, um ihre zerstörende Wirkung auszuüben, denn die Elemente hassen das Gebild der Menschenhand", und so ent= stehen immer neue Kosten, Weshalb wendet man sich denn da nicht an die Natur, die doch wie man im Obstgarten und im Walde sieht große Massen von Holz bildet, ohne sie dort verfaulen zu lassen. Die Kölner Kriminalpolizei hat etwa 12000 Kilo Arzneimittel beschlagnahmt, die eine Godesberger Firma vor ungefähr zehn Jahren von der amerikanischen Besatzung gekauft hat. Es handelt sich dabei um Medizinen aller Art, die hauptsächlich in Ampullen verpackt sind. Mehrere Versuche, diese Arzneimittel abzustoßen, waren fehlgeschlagen. Neuerdings bestanden Aussichten, durch einen Kölner Vermittler das Lager in das Ausland zu verkaufen. Dabei entstanden jedoch Differenzen, und jetzt hat die Kriminalpolizei die gesamte Menge einstweilen beschlagnahmt. Die Arzneien sollen durch Fachleute auf ihre Güte untersucht werden, da die Vermutung naheliegt, daß bestimmte Mittel infolge der langen und zum Teil unsachgemäßen Lagerung verdorben sind und zum Handel nicht mehr zugelassen werden dürfen. Dreistündige Verspätung eines D- Zuges Berlin- Köln. Hamm( Westf.), 10. Oktober. Heute früh gegen 5.30 Uhr entgleisten im Bahnhof Bönen bei Unna die beiden letzten Wagen des D- 3uges 6 Berlin- Köln. Personen wurden nicht verletzt. Der D- 3ug erlitt eine Verspätung von etwa drei Stunden. - in Zeitungspapier zu packen, jedoch ist das eine umständliche Arbeit, auch nimmt das Obst leicht einen Petroleumgeschmac ( von der Druckerschwärze) an. Einfacher und hygienischer ist die Lagerung in Torfmull, einem Material, das in Deutsche land leicht zu beschaffen und billig ist und durch seine fäulniswidrige Wirkung auch längere Zeit das Obst vor dem Verderben schützt. Die Technik ist denkbar einfach: Man bedeckt den Boden einer geräumigen Kiste mit weichem Moostorfmull, der keine erdigen Bestandteile enthalten darf, und legt die einzelnen Früchte so hinein, daß sie sich nicht berühren. In die ZwischenEr Bezugspre Redaktionsfchlaß räume steckt man Torfmull, womit man die ganze Lage zirka fendung nicht v 3 cm hoch bedeckt. Darauf wieder eine Lage Obst und so weiter, Beschaffenheit und weich ist, damit keine Druckbeschädigungen bis die Kiste voll ist. Wichtig ist, daß der Torfmull von guter vorkommen können. Diesen Anforderungen entspricht der auch in fleineren Quantitäten erhältliche Moostorfmull. Sollte wirklich eine Frucht nachträglich faulen, so bietet die hervorragende aufsaugende und fäulniswidrige Wirkung dieses Materials die Gewähr, daß keine andere Frucht angesteckt wird. Eine Wasserabgabe nach außen und damit das Schrumpfen des Obstes wird verhindert, ebenso schützt die wollige Moostorf mullpadung vor dem Erfrieren, so daß die Raumtemperatur, die übrigens nie über 6° C steigen soll, ruhig auch einige Grad vorübergehend unter Null betragen darf. Nehme man also die Natur zum Baumeister und man wird wachsende Holzzäune für so geringes Geld erhalten, wie es bei feiner anderen Zaunart möglich ist. Diese Möglichkeit wird durch ein modernes Naturbau- Verfahren gegeben. Danach entstehen wachsende Holzräume, indem man die Stämme junger Bäumchen so zum Zusammenwachsen bringt, daß sie mehr oder weniger große Maschen bilden. Das Zusammenwachsen der jungen Stämmchen erfolgt mit Hilfe eines patentierten Verfahrens, das keinerlei Schwierigkeiten verursacht, oder Fachkenntnisse erfordert. Nähere Auskunft darüber erteilt der Naturbau- Ingenieur Wiechula in Berlin- Friedenau, Rembrandtstraße 1, kostenlos. So ist heute jeder in der Lage sich auf billigstem Wege sein Grundstück einzäunen zu können. Eine solche Einzäunung hat vor allen andern den Vorteil, daß sie immer stärker wird, während alle andern immer schwächer werden. Das kommt daher, daß die zusammengewachsenen Stämme in derselben Weise dicker werden wie andere Baumstämme und damit werden die anfangs gebildeten Maschen immer kleiner und der Zaun immer dicker. Weiterer Ausbau des Kyffhäuser- Denkmals. Bad Frankenhausen. Auf einer Tagung der Kriegervereine wurde bekanntgegeben, daß der Kyffhäuserbund an eine Verschönerung der Kuppelhalle des Kyffhäuserdenkmals herangehen will. Es ist geplant, ein Mal der Hoffnung in der Gestalt einer Siegfriedfigur, die das zerbrochene Schwert neu schmiedet, aufzustellen. 100 Jahre Walhalla. In diesem Monat sind hundert Jahre vergangen, seitdem unweit von Regensburg der Grundstein zu der Walhalla, dem weiß leuchtenden Tempel im Stile des Parthenons gelegt worden ist. Die ,, Bremen" bricht eigenen Rekord. Die„ Bremen hat ihren früheren Atlantikrekord um sechs Minuten unterboten. Sie brauchte zur Ozeanüberquerung Wir machen schon heute darauf aufmerksam, daß ab 1. Januar 1931 allen Schuldnern, die mit der Zahlung ihrer Zinsen für Hypothek- und sonstige Darlehen über 4 Wochen vom Fälligkeitstage ab im Rückstande sind, ein um 2% erhöhter Zinssatz für die abgelaufene Zinsperiode berechnet wird. Bezirkssparkasse Gießen Die überraschend lange Haltbarkeit, das herrliche Aussehen und der absolut frische Geschmack so gelagerter Früchte entschädigt den Obstfreund weitaus für die geringe Mühe und Koſten. Der wachsende Holzzaun ist nicht etwa mit einer Hecke zu vergleichen, die ja im wesentlichen nur aus einem Gewirr kleiner Zweige zusammengesetzt ist, während der wachsende Holzzaun die Eigenschaften einer dicken Holzwand bekommt, die an beiden Seiten mit wasserdichter und wetterfester Rinde organisch überzogen ist, und dadurch gegen Fäulnis geschützt wird. Neue Bücher. 43. Jah Veli Der Reichsp proving jowie an Diren und den Dant für die ih reife zuteil gewo Das Memelland ist jetzt in aller Munde, da die politischen Verhältnisse dieses Landes vollständig eigenartig sind. Es ist daher zu begrüßen, daß der stellvertr. Vorsitzende des Reichsdeutschen Memellandbundes, Dr. Felix Borchardt, eine Sonderschrift,„ Das politische Schicksal des deutschen Memellandes in den ersten 10 Jahren nach Versailles" als Sonderdruck aus dem 3. Band des Werkes ,, 10 Jahre Versailles" erscheinen läßt. Die Schrift ist beim Memellandverlag, Berlin- Nowawes, Lessingstraße 40, zum Preise von 1,- RM. erhältlich. Die Billigkeit des wachsenden Holzzaunes ergibt sich also daraus, daß die Natur den eigentlichen Rohstoff an Ort und Stelle erzeugt und ihn gleich in der Weise verarbeitet, daß die Holzfasern überkreuz wachsen und damit die feste Struktur erhalten, die man in der modernen Baufunst nur noch beim Sperrholz findet. Vorteilhafte Obstaufbewahrung. Von Landwirtschaftslehrer Dr. P. Lieb. Das Berli Dienstag- Bormi woch früh zu v Urabitimarung erforderliche Mo bejhlug werden Die kosmischen Ursachen des Wetters von Dr. Karl Wait. 95 S. mit 28 Abbildungen. R. Voigtländers Verlag, Leipzig C 1. M. 3,-. Dr. Waitz, dessen Ausführungen Seite für Seite den Fachmeteorologen verraten, zeigt an Hand zahlreicher praktischer Beispiele, leichtverständlicher Berechnungen, Beobachtungen usw., daß wir ohne kosmischen Wasserzufluß nicht auskommen können. Er weist die Quellen des ständigen Wasserzuflusses nach. Die auffallenden anormalen Wette erscheinungen gerade der letzten Jahre geben besonders Veranlassung, sich über die kosmische Beeinflussung der Erde und des Wetters auf der Erde zu unterrichten. Die Obsternte ist in diesem Jahre in vielen Teilen Deutschlands so spärlich ausgefallen, daß es von höchster Wichtigkeit ist, das Wenige was da ist, nach Möglichkeit durch sachgemäße Ausbewahrung vor dem Verderben zu schützen. Welche Sorten sich besonders eignen, weiß der Obstzüchter selbst am besten, jedoch werden in der Art der Aufbewahrung noch vielfach große Fehler gemacht. Die Grundzüge der Welteislehre von Otto Ebelt, 32 S. mit 19 Abbildungen. R. Voigtländers Verlag, Leip zig C 1. Ungeb. M.-, 75. Die vorliegende kleine Schrift aus der Feder eines Technikers ist eine klare und knappgefaßte Einführung in die Gedankenwelt Hörbigers, für jedermann verständlich geschrieben, und zu empfehlen. Wichtig ist vor allem die sorgfältige Auswahl der einzelnen Früchte, denn die Arbeit der Frischhaltung lohnt sich nur bei einwandfreier Ware. Man lagere das sorgfältig verlesene Obst zunächst 3-5 Wochen an trockenem Ort ausgebreitet. Hat es genügend ausgedunstet, so geht man an die eigentliche Aufbewahrung. Es wird vielfach empfohlen, jede Frucht einzeln Ab sofort versende freibleibend Der Reichs gegen die 7 Sti ringijchen Stim forderlichen M zum größtm T Das badisd ttag feiner v Rovember de lung der bish gehalt, das der feit zusteht, un zu Türzen. Viel bessere Bewerbungsbriefe, Merkur- Verlag Organisator A.-G., Zürich) 76, M. 2,25. Diese Broschüre zeigt, wie der moderne Lewerbungsbrief zu verfassen ist und weist auch darin Wege, wie eine Arbeitsprobe anzufertigen ist. Jeder Aegestellte wird die billige Broschüre mit Gewinn lesen. Schöne Farben und Former wird sich jede Frau mit Freuden zuwenden. Solche brachten von jeher die Vobachschen Handarbeitshefte, in deren Reihe wiederum einige Neuerscheinungen zu verzeichnen sind. Heft 144:„ Stoffmalerei für Kleid und Seim"( M. 1.30), in dem alle Techniken zur Nacharbeit vorgeführt werden. Heft 145 bringt„ Buchstaben und Monogramme"( 95 Pf.). Jede Frau kennt die Wichtigkeit des Zeichnens ihrer Wäsche. Hest 146:„ Kunststriden", Schmuckdecken, Kissen u. a. aus Seide( 95 Pf.). Man nehme Garn Nr. 150 oder Nr. 100 und lasse daraus die herrlichen Filigrandeckchen entstehen. Heft 147:„ Alles aus Schwanen- Gitterflausch"( 95 Pf.) zeigt die vielseitige Verwendung dieses der Norddeutschen Wolltämmerei( NWK) geschützten Wollstoffes. Die Hefte liefer jede Buchhandlung. per ,, Weiblichkeit ein Kulturproblem" lautet der Titel eines sehr interessanten Artikels, den„ Das Heft", die illustrierte Zeitschrift der Frau, in der soeben erschienenen Nummer öffentlicht. „ Hessenland". Von der Monatsschrift für Landes- und Volkskunde, Kunst und Literatur Hessens( Verlag N. G. Elwert, Marburg a. d. L.) ist jetzt das Heft 10 erschienen, das wieder gut illustriert und geeignet ist, der Zeitschrift unserer hessischen Heimat neue Freunde zu gewinnen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. la Winter- Zafeläpfel Fine helle Freude in stabilen Holzkisten, sauber und frostsicher verpackt, 50 Pfund Netto- Inhalt per Nachnahme. Der Preis beträgt: Sorte 1 pro Riste 17.50 RM., Sorte II Riste 12.50 RM. Zum Versand gelangen folgende Sorten: Kanada, Goldparmänen, Rambour, Reinetten; bei Sorte II gute Wirtschaftsäpfel. Zahlr. Nach bestellungen und Dankschreiben geben Zeugnis von meinem rellen Versand. Max Dehmigen, Obstversandhaus, Stauchnig i. S. 107. Am Unt nicht im Schneidern, Weißzeugnähen, WäschezuschneiSuche Häuschen den, Handarbeiten, fön- m. Geschäft zu kaufen. nen noch einige junge Offerten u. 3. 3. 2709 Mädchen teilnehmen. an die Geschäftsstelle dieser Zeitung. 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