Nr. 71. bol otten geschützt Gieße n Schützenha ab: hießen ensein eraden. n Schützenhaus ab: ergleichs hießen Schiefe FEST 3 Uhr en. der mit all ib ngt Ehrensach adschall Hassi send.- Für das volle Preise aus diesem Schießen im Schaufenster sweg ausgestellt Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Rolitische Rundschau. Die Verhandlungen, zu denen das Reichsarbeitsministe rium die streitenden Parteien in der Frage des Schieds: spruches im Ruhrbergbau eingeladen hatte, sind ergebnislos geblieben. Die Entscheidung liegt nunmehr beim Reichsarbeitsminister, der sich in kürzester Zeit über die Frage der Verbind= lichkeitserklärung entscheiden wird. Der Oberpräsident der Provinz Brandenburg hat jetzt die Entlassung von ungefähr 1200 Arbeitern in der Berliner Verfehrsgesellschaft genehmigt. Am 11. Verhandlungstage des sogenannten Bombeniegerprozesses in Altona wurde mit der Zeugenvernehmung fortgejahren, die nichts Wesentliches ergab. Die Mostauer GPU. vollstreckte an sechs Lebensmittelspekulanten das Todesurteil durch Erschießen. Die sechs waren zujammen mit einhundertzwanzig Angestellten der korperativen Konsumgenossenschaft wegen Lebensmitteldiebstahls und Korruption angelagt. In den französischen Gruben findet demnächst ein vierundzwanzigstündiger Proteststreik der Arbeiterschaft statt, weil ihrem alten Wunsche nach Erhöhung der Ruhegehälter und nach einem bezahlten Urlaub nicht willfahren wurde. Die Türken haben den Kampf gegen die aufrührerischen Kurden am Berge Arrarat von neuem aufgenommen. Die Rusden wurden in Richtung auf die persische Grenze in die Flucht geschlagen. Im Freistaat Panama ist eine Regierungskrise ausgebro: chen; sowohl der Innen: als auch der Finanz- und Justizminister haben dem Präsid. Arosemena ihren Rücktritt angeboten. Die Preußische Akademie der Künste teilt mit, daß Walter von Molo den Vorsig in der Sektion für Dichterkunst niedergelegt hat. ( Gießener Tageblatt) Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 10. September 1930 reichsanwalt gegen diese Maßnahme protestiert. Er verlangt, daß der Oberreichsanwalt, sofort ein Verfahren gegen Unbe( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 72 Reichsjustizminister Prof. Dr. Bredt fannt wegen Urkundenfälschung einleiten soll, da die Urkunden, über die zukünftige Wohnungspolitik. die zur Einleitung des Hochverratsverfahren geführt hätten, gefälscht waren. Hungerunruhen in Santo Domingo. Santo Domingo, 9. Sept. Infolge des Mangels an Lebensmitteln sind Hungerunruhen ausgebrochen. Die Mehrzahl der Bevölkerung hat seit dem letzten Mittwoch nichts zu essen ge= habt. Etwa 100 Personen versuchten, die Werft zu stürmen und sich der dort ausgeladenen Lebensmittel und Vorräte zu bemächtigen. Sie wurden indessen von der Nationalgarde zurückgetrieben. Unruhen in Südbrasilien. New York, 9. Sept. Die Regierung von Uruguay hat in der Nacht die offizielle Nachricht erhalten, daß in dem brasilianischen Staat Rio Grande do Sul eine revolutionäre Bewegung im Gang sei. Man rechne damit, daß die Unruhen in Brasilien weiter um sich greifen werden. In den bisherigen Meldungen wurde den Unruhen lediglich örtliche Bedeutung zugeschrieben. Die neue argentinische Regierung. General Uriburu, der neue Präsident und Führer der Revolution, ist in Deutschland wohl bekannt. Er hat dort seine militärische Ausbildung genossen und war zu einem Ulanenregiment und nachher zu einem Gardeartillerieregiment abkommandiert. Später war er argentinischer Militärattachee in Berlin. Auch Dr. Ernesto Bosch, der neue Außenminister, war eine Zeitlang an der argentinischer Gesandtschaft in Berlin. Weitere Mitglieder der Regierung sind Matias Sanchez Storrondo, Inneres; Henricque Perez, Finanzminister; Octavio Pico, Minister für, öffentliche Arbeiten; Bacca Valeda, Landwirtschaft; General Modina, Krieg und Admiral Renard, Marine. Vizepräsident ist der konservative Abgeordnete Marina. im argentinischen Geistesleben eine führende Rolle als Gelehrte, Juristen und Ingenieure spielen. Deutschland fann nicht länger zahlen". Das Kabinett besteht fast durchweg aus Persönlichkeiten, die Washington, 8. Sept. Der von einer Europareise zurückgetehrte Senator Barkley erklärte Zeitungsvertretern gegenüber, die europäischen Länder, insbesondere Deutschland, seien außerstande, infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Depression in der ganzen Welt, ihre Kriegsschulden zu bezahlen. Die Weltwirtschaftsdepression werde vor allem durch die neuen ame= rikanischen Zolltarife verschärft. Man müsse damit rechnen, Bolltarife um rund eine Milliarde Dollar zurückgehen und die daz der Außenhandel der Vereinigten Staaten infolge der neuer Arbeitslosigkeit in Amerika vergrößern werde. Der Senator prophezeit dann, daß man sich angesichts der wirtschaftlichen Notlage Deutschlands und anderer europäischer Staaten da: tauf gefaßt machen müsse, daß in allernächster Zeit erneut große Anstrengungen gemacht werden würden, um die Frage der Streihung der Kriegsschulden an Amerika oder deren Herabsetzung wieder ins Rollen zu bringen. Nach der Aeußerung eines sehr hohen, nicht genannt sein wollenden Regierungsmitgliedes sei auch England absolut nicht in der Lage, seine Kriegsschuldenzahlungen an Amerika fortzusetzen. Deutschland fordert Aufhebung des Saarbahnschutzes. Reichsaußenminister Curtius erklärte, für ein weiteres Verbleiben des Saarbahnschutzes sei nach der Rheinlandräumung fein Grund mehr vorhanden. Die deutsche Regierung habe 1927 gegen die Einrichtung des Saarbahnschutzes formell Protest eingelegt. Er lege das größte Gewicht darauf und habe as dringendste Interesse daran, daß diese Frage so bald wie möglich geregelt werde. Wahlreise der deutschen Völkerbundsdelegation. Wie man aus Berlin erfährt, werden die deutschen Delegierten in Genf am Wahlsonntag für einige Stunden Genf verlassen, sich mit dem direkten Zuge nach Lörrach, der nächsten deutschen Grenzstadt, begeben, um dort ihrer Wahlpflicht zu ge= nügen, und mit dem nächsten Zuge nach Genf zurückzukehren. Mit Rücksicht auf diese Wahlreise der deutschen Delegation sind für den Wahlsonntag keinerlei Besprechungen von Genfer Degierten in Aussicht genommen. Gefälschte Urkunden gegen Nationalsozialisten. Kassel, 9. Sept. Von der Gauleitung der Nationalsozialistihen Deutschen Arbeiterpartei wird mitgeteilt, daß der Obertechtsanwalt gegen den Gauleiter Karl Weinrich und gegen den SA.- Führer Oberstleutnant v. Ulrich auf Grund ,, gefälschter Befehle" ein Verfahren wegen Hochverrats eingeleitet hat. Die politische Polizei hat am Montag bei beiden Herren eine mehrstündige Haussuchung vorgenommen. Weiterhin wurde das Büro des Weinrich beim Finanzamt in Kassel in die Unteruung einbezogen. Beide Herren wurden zur Vernehmung auf das Polizeipräsidium gebracht und nach erfolgter Vernehmung wieder entlassen. Etwaiges belastendes Material wurde nit gefunden. Ulrich hat in einem Schreiben an den OberWeitere Zunahme der englischen Arbeitslosigkeit. Die englische Arbeitslosigkeit hat abermals eine Zunahme erfahren. Die Gesamtzahl der Unbeschäftigten betrug nach der offiziellen Ankündigung des Arbeitsministeriums am 1. September 2 060 444. Sie war damit um 20 742 höher als in der Vorwoche und um 908 184 höher als in der gleichen Zeit des Os 184 höher als Jahres 1929. Steigende Auswanderung aus der Tschechoslowakei. Nach den Mitteilungen des Statistischen Staatsamtes der Tschechoslowakischen Republik wurden im Jahre 1929 30 715 Auswandererpässe ausgestellt, gegen 24 540 im Vorjahre und 23 596 im Jahre 1927. Die Auswanderung ist demnach in den letzten drei Jahren ständig gestiegen, während sie im Deutschen Reich im gleichen Zeitraum von 61 379( 1927 über 57 241 ( 1928) auf 48 611 1929) fiel. Jm 1. Halbjahr 1930 wanderten aus dem Deutschen Reich nur etwa 20 000 aus. Hilferuf russischer Zwangsarbeiter. Beim Ausladen der russischen Holzfrachten in Amerika fand man Baumstämme, die merkwürdige Zeichen aufwiesen. Schließlich wurde festgestellt, daß es sich um unbeholfene, russische Buchstaben handelte, die eingefragt waren. Man entziffert: ,, Hütet Euch vor dem Sowjetreich! Schützt Euch davor wie vor der Pest! Unsere ganze Hoffnung ist, daß diese Balken unsere Worte, die Worte sterbender Zwangsarbeiter, Euch übermitteln!" Wird hier auch einmal reformiert? Nachstehend ersieht der brave deutsche Steuerzahler, der da immer wieder von oben herab ermahnt wird zu sparen, zu sparen und nochmals zu sparen, wie man spart.....: Im Jahre 1928 tosteten, wie erst jetzt bekannt wurde, nachstehende Botschaften folgende Summen: in Madrid Rom Vatikan Tokio Konstantinopel Paris London Moskau deutsche 114 000 RM 1114 000 114 000 französische 30 000 RM 70 000 " " 24 000 " 3 " 114 000 " 114 000 126 000 135 000 231 000 33 70 000 Berlin 24 000 33 33 " 13 50 000 50 000 33 33 〃 Das Sieger- Land Frankreich, dessen finanzielle Lage gut ist, gab für obige acht Botschaften 346 000 RM aus, wogegen das besiegte und arme Deutschland, dessen Finanzen in allergrößter Unordnung sind, das nebenbei einige Million Arbeitslose hat, = 1 062 000 RM ausgab. Sch. ungefähr den dreifachen Betrag Die Frage des Hauszinssteuer- Umbaues. Die Senkung der wirtschaftsschädigenden Realsteuern. Reichsjustizminister Prof. Dr. Bredt hat in einem Interview dem Chefredakteur A. Fritsch vom„, Grundeigentum", der ältesten und größten Zeitschrift für Haus- und Grundbesitz, Erklärungen über die künftige Wohnungspolitik und die Realsteuerpolitik abgegeben, die für die breiteste öffentlichkeit von größtem Interesse sind. Aus dem Interview ist zu erwähnen: Frage: Die Zwangswirtschaft im Wohnungswesen, beruhend letzten Endes auf den Bestimmungen des Wohnungsmangelgesetzes, des Reichsmietengesetzes und des Mieterschutzgesetzes, stellt ohne jeden Zweifel eine staatliche Notmaßnahme dar, die in den ersten Jahren nach Kriegsende berechtigt gewesen sein mag. Nach den Erklärungen der verschiedenen Reichskabinette und der maßgeblichen bürgerlichen Parteiführer sollte diese Notgesetzgebung aufgehoben werden, sobald die Nachfrage nach Wohnraum einigermaßen durch entsprechendes Angebot gedeckt sei. Dieser Zustand ist jetzt im großen und ganzen eingetreten, soweit überhaupt in dem jetzt ja gebundenen Wohnungswesen Angebot und Nachfrage sich ausbalancieren können. Angesichts der Wirtschaftsdepression besteht nur noch eine Nachfrage nach Klein- und besonders Kleinstwohnungen. Auch Sie, Herr Reichsminister, bekennen sich zu dem Standpunkt, daß Ruhe und Ordnung auch im Wohnungswesen nur dann eintreten können, wenn der Wohnungsmarkt natürlich mit gewissen übergangsfristen von den wirtschaftsstörenden Hemmungen befreit wird und die private Initiative wieder der etwa auftauchenden Nachfrage ein ausreichendes Wohnraumangebot gegenüberstellen kann. Wie denken Sie, Herr Reichsminister, sich auf diesem Gebiete die weitere Entwicklung? - - Reichsminister Prof. Dr. Bredt: Es kann kein Zweifel sein, daß die Nachfrage nach großen und auch mittleren Wohnungen heute im wesentlichen gedeckt ist. Die sogenannte Wohnungsnot ist gar keine Frage des Raumes mehr, sondern nur noch eine Frage der Zahlungsfähigkeit. Ein zahlungsfähiger Mieter kann sich heute eine größere Wohnung nach Belieben aussuchen. In Bezug auf die kleinen Wohnungen ist ein Mangel noch vorhanden und dieser muß noch durch Bautätigkeit behoben werden. Er wäre vermutlich nicht vorhanden, wenn die Zwangswirtschaft nicht die freie Bautätigkeit in Fesseln geschlagen hätte. Meines Erachtens ist daher der Zeitpunkt nahe gerückt, in dem wir die Zwangswirtschaft aufheben können, natürlich mit gewissen übergangsvorschriften für die kleinen Wohnungen, so daß in sozialer Hinsicht für die wirtschaftlich schwachen Kreise gesorgt wird. Ob diese Forderung schon durchzusetzen ist, hängt natürlich ab von der Zusammensetzung der Regierung und der Reichstagsmehrheit. Ist es hier nicht möglich, schon die Aufhebung der Zwangswirtschaft mit den notwendigen übergangsbestimmungen durchzusetzen, so muß zumindest eine erhebliche Lockerung der Zwangswirtschaft durchgesetzt werden, wie ich sie vor der Auflösung des Reichstages bereits in Arbeit genommen hatte. Wir müssen tunlichst schnell dahin kommen, die freie Bautätigkeit wieder in Fluß zu bringen, da eine dauernde Lösung der Wohnungsfrage nur auf diesem Wege möglich ist. Frage: Die Hausbesizerorganisationen fordern bekanntlich seit langem schon Beseitigung der unsozialen und ungerechten Hauszinssteuer; in erster Linie soll bei der Reform der Hauszinssteuer nach den Wünschen des Haus- und Grundbesitzes der Neubauanteil vermindert werden, zumal ja höchstens noch ein staatlich subventionierter Neubau von Kleinstwohnungen er= forderlich ist. Die Hausbesitzer beanspruchen auch für sich einen Teil der Hauszinssteuer, weil zumal sie grundsätzlich eine nach ihrem Dafürhalten wirtschaftlich nicht mehr tragbare Erhöhung der gesetzlichen Miete bekämpfen eine Erhöhung des Hausbesigerteils der geseglichen Miete schon im Hinblick auf die Zinserhöhung in Verfolg des Aufwertungsschlußgesezes ihnen von rechtswegen und von gesetzeswegen zusteht. Die Hauszinssteuerfrage ist bereits von Ihrem Herrn Kollegen aus dem Reichsfinanzministerium öffentlich angeschnitten worden. Wie denfen Sie, Herr Reichsjustizminister, über diese Frage? - Reichsjustizminister Prof. Dr. Bredt: Die Hauszinssteuer ist im Grunde nur ein Mißverständnis in der ganzen Steuergefeggebung. Sie wurde eingeführt in den Zeiten höchster Finanznot, als man glaubte, auf diesem Wege irgendwelche Mittel für die Reichstasse flüssig machen zu können. Die sogenannte Entschuldung des Hausbesizes ist nur eine Art von Vorwand ge= wesen. Am deutlichsten zeigt sich dies bei demjenigen Hausbesizer, der schuldenfrei im eigenen Hause wohnte, und dem man auch die Hauszinssteuer auferlegt hat. Nach dem Aufwertungsschlußgesetze muß selbstverständlich eine Herabjegung der Haus: zinssteuer vorgenommen werden, dies ergibt sich klar aus der Gesetzgebung. Eine Erhöhung der gesetzlichen Miete für solche 3wede ist untragbar. Die Hauszinssteuer ist im Grunde eine Realsteuer wie die anderen Grundsteuern und wie die Gewerbesteuer. Alle diese Steuern müssen im Interesse einer gesunden Wirtschaft unbedingt heruntergesetzt werden, und dies muß in erster Linie dadurch erreicht werden, daß den Städten ihre bis Nr. 72. Mittwoch, den 10 Mittwoch, den 10. September 1930... herigen Ausgaben gesetzlich unterbunden werden. Die Haus: zinssteuer ist im Grunde nur eine Enteignung gewesen, weil sie einen großen Teil des Hausertrages und damit des Haus: wertes wegnimmt. Die Steuer muß daher vom Standpunkte des Privateigentums aus grundsäglich bekämpft weredn. Frage: Die Realsteuern, insbesondere die Grundsteuer, lasten mit ihren überhöhten kommunalen Zuschlägen überaus schwer gerade auch auf dem mittelständischen Haus- und Grundbesitz. Eine Reform der Realsteuern ist seit Jahren von den jeweiligen Reichsregierungen geplant und auch vorbereitet worden, bisher blieb es aber immer bei Regierungsentwürfen. In welcher Weise glauben Sie, Herr Reichsminister, in der Frage der Realsteuersenkung den berechtigten Forderungen des Mittelstandes entgegenkommen zu können? Reichsjustizminister Prof. Dr. Bredt: Es bleibt gar nichts anderes übrig, als den Gemeinden wieder ein Zuschlagsrecht zur Einkommensteuer zu geben, damit wieder jedermann in der Gemeinde an den Ausgabe- Bewilligungen und ihrer Deckung interessiert ist. Die neue ,, Kopfsteuer" mit ihrer Staffelung ist nur ein erster Ansatz in dieser Richtung. Die Höhe der heutigen Realsteuern ist in erster Linie darauf zurückzuführen, daß diese Steuererhöhungen bewilligt worden sind von Mehrheiten von Stadtverordneten, die selbst an der Tragung dieser Steuern nicht teilzunehmen brauchen. Ein Zuschlagsrecht zur Einkommensteuer wird die Lasten auf alle Bürger legen und damit das rechte Verantwortungsgefühl in den Gemeinden wieder hochkom: men lassen. Lokales. Zur Reichstagswahl. ,, Gießener Zeitung" Dinge von einer hohen Warte aus behandelte, fand ungeteilten Beifall. Jubiläumsfeuerwehrfest. Unter Beteiligung zahlreicher Feuerwehren aus ganz Oberhessen und von Feuerwehrvertretungen aus den beiden anderen Hessischen Provinzen sowie aus den benachbarten preußischen Kreisen fand am Samstag und Sonntag die Feuer des 75jährigen Bestehens der Freiwilligen Gailschen Feuerwehr und der Gießener Freiwilligen Feuerwehr statt. Im Anschluß an einen Fackelzug vereinigten sich die beiden Freiwilligen Feuerwehren am Samstag abend auf der„ Liebigshöhe" mit vielen Gästen zu einem Kommers, in dessen Verlauf Provinzialdirektgr Graef namens der Provinz Oberhessen und des Kreises Gießen den beiden Wehren Dank und Anerkennung für ihr bisheriges Wirfen aussprach und zugleich im Auftrag der hessischen Staatsregierung eine Anzahl Auszeichnungen für langjährige treue Feuerwehrdienste verlieh. Viele hessische und preußische Feuerwehren bekundeten ihre Wertschätzung für die beiden hiesigen Jubiläums- Feuerwehren durch Ansprachen ihrer Vertreter und durch Jubiläumsgeschenke. Am Sonntag vormittag fand eine große Uebung auf dem Oswaldsgarten statt und der Nachmittag vereinigte alle in der Volkshalle. Allen Wählern und Wählerinnen sei nachdrücklich eingeprägt: Die Reichstagswahlen am 14. September 1930 haben für das deutsche Volk eine Bedeutung, die an sein Lebensmark geht. Seit dem Ende des Krieges ist wohl kaum eine Wah! von so vitalem Einfluß gewesen für die deutsche Zukunft, ja, man kann sagen, für die Existenz des deutschen Reiches, wie gerade diese. Darum keine Wahlmüdigkeit, sondern lebhaftes Interesse! Man verfolge täglich genau die inner- und außer= politischen, sowie die wirtschaftlichen Tatsachen und Ereignisse, man bilde sich in aller Ruhe anhand des laufenden Materials seine eigene, persönliche Meinung, und man vergesse nie, daß das Wohl und Wehe des ganzen Staates in erster Linie maẞgebend ist für das Schicksal des einzelnen Bürgers. So kann ein jeder am 14. September an die Wahlurne treten mit dem stolzen und sicheren Gefühl, seine Staatsbürgerpflicht zu erfüllen nach bestem Wissen und Gewissen. Wahlversammlung der Wirtschaftspartei. * staltet vom 6. bis 11. Oktober in seinem Erholungsheim Orbis: höhe bei Zwingenberg an der Bergstraße einen Lehrgang für Leiterinnen und Helferinnen der Mädchenbünde. * Dienststunden des Polizeiamts. Dienſtſtunden des Polizeiamts für den Publikumsverkehr ab 15. September ds. Js. sind von 8 Uhr vormittags bis 12% Uhr mittags und von 15 Uhr bis 17 Uhr nachmittags. Samstags von 8-12% Uhr mittags. Für Samstag- Nachmittags ist in der Zeit von 16½ bis 17 Uhr ein Eildienst eingerichtet, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar sind, erledigt werden können. * 5. Kongreß für Heilpädagogik. Die Gesellschaft für Heilpädagogik veranstaltet vom 7. bis 10. Oftober 1930 in Köln den 5. Kongreß für Heilpädagogik. Der Kongreß wird über den neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung und der Praxis auf dem Gesamtgebiete der Heilpädagogik unterrich ten. Das ausführliche Programm ist durch die Geschäftsstelle der Gesellschaft für Heilpädagogik, München 9, Voßstr. 12, et hältlich. * Mieten in staatlichen Gebäuden. Der hessische Finanzminister hat angeordnet, daß in allen Städten und Gemeinden, in welchen eine Erhöhung der gesetzlichen Miete erfolgt ist, diese Erhöhung auch bei der Berechnung der Mieten für die Dienst- und Mietwohnungen in staatlichen und vom Staat gemieteten Gebäuden, Schulhäusern usw. zu berücksichtigen ist. Die Deutsche Gesellschaft für Meeresheilkunde E. V. hält am 23.- 25. September 1930 unter dem Vorsiz von Heren Ministerialdirektor i. R. Wirkl. Geh. Obermedizinalrat Prof. Dr. Dietrich ihre diesjährige Jahresversammlung in Westerland auf Sylt ab. * Ein beachtungswerter Rat. Der praktische Arzt Dr. Hindhede, der während des Weltkrieges Dänemark als Ernährungsminister erfolgreich beraten hat, gab kürzlich in einer auf Fünen abgehaltenen Versammlung den jungen Mädchen folgenden Rat: ,, Wenn ihr alt aussehen und jenen modernen schlaffen Mädchengestalten gleichen wollt, die sich nicht zum Heiraten und Kinderbekommen eignen, so müßt ihr rauchen!" * Vieheinfuhrverbot nach Hessen. Nach einer Bekanntmachung des hessischen Innenministers gelten die Gebiete Mecklenburg- Schwerin, Mecklenburg- Strelitz, Lübeck, der Landesteil Lübeck, Anhalt, die preußischen Regierungsbezirke Potsdam, Stettin, Köslin, Breslau, Magdeburg, Schleswig, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Stade, Kassel, der bayerische Regierungsbezirk Schwaben, sowie der württembergische Donaukreis bis auf weiteres als stark verseucht im Sinne der Anordnung vom 13. Januar 1928. Alles aus diesen Gebietsteilen nach Hessen eingeführte Zucht- und Nutzvieh( Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen) unterliegt demnach der fünftägigen Absonderung nach Maßgabe der in der genannten Anordnung gege= benen Vorschriften. Am Montag abend hatte die Reichspartei des deutschen Mittelstandes( ,, Wirtschaftspartei") zu einer Wählerversammlung in das Caffee Leib eingeladen, in der Prof. Dr. Horneffer, der Spitzenkandidat für Hessen über das Thema ,, der Hunger kommt" sprach. Die gegenwärtigen Verhältnisse sind die Folgen des Krieges, der Niederlage, des Umsturzes und der 10jährigen Herrschaft der Sozialdemokratie, die alle Entscheidungen im Reich und in der Verwaltung der Einzelländer maßgebend beeinflußte. Die große Aufgabe der nächsten Zeit ist die Wiederaufrichtung der Privatwirtschaft. Die groBen politischen Entscheidungen müssen gelöst werden durch Abkehr von den weltanschaulichen Parteien durch eine berufsständische Politik. Wir fordern eine erbarmungslose Einspatung und die Beseitigung aller Gesetze, die die freie Wirtschaft hemmen. Wenn das nicht erreicht wird, wenn die Zahl der Arbeitslosen immer mehr zunimmt, dann kommt der Hunger. Darum, deutsches Bürgertum, erwache. Der Vortrag, der die Flurnamen der Gemarkung Beuern. = Von Wilhelm Arnold Beuern. 1. Fortsetzung. * Eine ,, Reichs- Schuhwoche". Vom 11. bis 17. September wird der Schuhhandel in seinen Läden, in der Oeffentlichkeit, in Wort und Bild um Aufmerksamkeit für den Wert guten Schuhwerks werben. Die Reichs- Schuhwoche wird unter der Devise stehen:„ Ein neues Wort gilt heute: Schuhe machen Leute!" Straßensperrung, Ergebn 2013 Gefellschaftsspiele: VFB. Gießen Spogg. 1900 6 Tura Kaffel VFR. Kaffel Spogg. Götting Spfr. Warburg Bezirksliga, Gruppe FB. Odershaus Hermannia Ka Germania Ful 9 Bezirksliga, Gruppe FC. Großalmer FC. Grone 1. Bezirksklasse, Grup 1900 Gießen Wetlar Frohnhausen Germania Ma Gruppe Fulda: Elm- Alsfel Bebra Lauterbach Gruppe Kaffel: Sportfreunde S Gruppe Südhanno Spyr. Einbed BFB. Northeir Holzminden Wizenhausen 2. Bezirksklasse: Weilburg 1. Laubach Burg 1. Sch. mitgeteilt vom Oberhessischen Automobilclub E. V.( A. v. D.) Die Provinzialstraße„ Londorferstraße in Grünberg" wird ab 15. September 1930 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt zunächst über Ortsstraßen, später über Stangenrod- Lehnheim. * Der Hessische Landesverein für Innere Mission und Landesverband der Inneren Mission in Hessen gedenken in diesem Jahr ihre Jahresversammlung am 26. und 27. Oktober in Erbach und Michelstadt abzuhalten. * Lehrgang für Leiterinnen hessischer Mädchenbünde. Der Verband der evangelischen weiblichen Jugend in Hessen veranWähle die Marke Büdo Schuhpflege Bodenpflege Metallputz Die Straßensperre„ Ortsdurchfahrt Laubach" wird ab 7. September 1930 aufgehoben. Die Straßensperre„ Hartmannshain September wieder aufgehoben. - Gedern" wird ab 10. Ermäßigung der Einkommensteuer bei außergewöhnlichen Belastungen. Liegen Verhältnisse vor, die die Leistungsfähigkeit des Pflichtigen wesentlich beeinträchtigen, so kann bei der Veranlagung der Einkommensteuer eine Ermäßigung oder Erlaß dieser Steuer eintreten. Das Gesamteinkommen des Pflichtigen darf aber 30 000 RM nicht übersteigen. Als Verhältnisse dieser Art gelten insbesondere außergewöhnliche Belastungen durc Unterhalt oder Erziehung einschließlich der Berufsausbildung der Kinder, durch gesetzliche oder sittliche Verpflichtung von mittellosen Angehörigen, auch wenn sie nicht zum Haushalt des Pflichtigen zählen, weiter Krankheit, Unglücksfälle usw. - Der Reichsfinanzhof ist in seiner Rechtsprechung für die Anwendung dieser Ermäßigungsvorschriften nicht kleinlich vers fahren. So kommt u. a. in einem Urteil vom 26. Februar 1930 VI A 912/29 zum Ausdruck, daß auch die Kosten für die Berufsausbildung von Geschwistern durch Ermäßigung der Einkommensteuer Berücksichtigung finden. Wenn z. B. eine Schwester die Kosten für das Studium ihres Bruders bezahlt, so bestreitet sie damit auch seinen Unterhalt; denn gerade beim Unterhalt erfordert das Studium den Hauptteil der Kosten. Die sittliche Verpflichtung zum Unterhalt mittelloser Angehöriger ist wie oben erwähnt gesetzlich als Ermäßigungsgrund ausdrücklich anerkannt. Da ferner die Ermäßigungsgründe im§ 56 EStG. nicht abschließend aufgezählt sind, und er ganz allgemein verhindern will, daß der Pflichtige von der Einkommensteuer über seine steuerliche Leistungsfähigkeit hinaus betroffen wird, können auch Ausgaben von Pflichtigen, welche Geschwistern das Studium ermöglichen, als außerordentliche Belastung zu einer Ermäßigung der Einkommensteuer führen, wenn die steuerliche Leistungsfähigkeit dadurch beeinträch tigt worden ist. - Schl - G Dillenburg Niederscheld MarbachGladen bach Funtenberg Wommelshause Gau Gießen Weglar: Unterhalb der Grube führt ein Wiesengrund die Benennung ,, Esp", gekürzt aus Espich Espengestrüpp ,,, Esp" in der Reinhardsh. Gemarkung ,,, Asbusch"( fälschlich Eichbusch) in der Alten- Busecker Gemarkung. In der Nähe liegt die ,, Gehmatswiese"( Schreibart 1773,, Gaimat"). Sicher schält sich hier die ursprüngliche Namensgestalt„ Girmeßwiese" heraus( mundartlich: Giämetswiese). Daß Girmeze eine sumpfige Tiefstelle bezeichnet, bestätigt sich hier ganz besonders, da noch jetzt Spuren einer solchen bemerkbar sind. Eine teilweise Entsumpfung ist durch die Fassung einiger Quellen und ihrer Zuführung in die Wasserleitung des Orts erreicht worden. An die„, Gehmetswiese schließt sich die„ Pfingstweide" an. Hier wurde in früherer Zeit, als die Viehhut noch eine große Rolle spielte, am 1. Pfingstfeiertage früh das Vieh zum erstenmal ausgetrieben und dabei tapfer gezecht. Wer zu spät kam, wurde gehänselt, war der„ Pingstlümmel". Eine spätere Pfingstweide war am Sonnenberg, oberhalb der Mönchmühle. ,, Mönchweide" in der Nähe, wie Mönchbaum", Mönchwald,-mühle, wiese", er innern noch an ehemalige klösterliche Besitzungen.„ Steinbühl": Bühel, Buckel, stärkerer Hügel, Steinbühl in der Großen- Busecker Gemarkung, desgl. bei Nürnberg, Bollenbach und vielen anderen Orten. Weiter aufwärts:„ Am Schlagacker". Hier, an der einzigen Durchfahrtsstelle nach dem benachbarten ehemals furhessischen Treis, befand sich einst eine 3ollschranke. In den kirchlichen Zinsregistern( 1773) wird das davor liegende Pfarrgrundstück als„ Acker beim Schlag" bezeichnet.( Melch. Lindenstruth tommt noch im vorigen Jahrhundert als Zöllner vor, früher noch erscheint Kaspar Stein als hess.- nass. Zöllner.) Besagtes Pfarrgrundstüd wird von der Fünfhäuser Hohl" durchschnitten. Unterhalb derselben:„ Die Gilbach", ursprünl. ein klei nes Wasserflüßchen, dessen Name, wie eingangs schon erwähnt sich auf das umgebende Gelände übertragen hat. Seine Benen nung rührt daher, daß es in früherer Zeit schlammiges Wasser eine Anzahl von Hünengräber birgt, und dem ,, Krappennickels" eine steil abfallende Bergwand, die mit den Abhängen des Struthberges eine rundliche, muldenartige Vertiefung,„ die Grube" genannt, einschließt. Nach Ansicht des Prof. Sireng zu Gießen befand sich hier in den Urzeiten ein Kratersee von bedeutender Tiefe, der sich in ungeheuren Zeiträumen durch Ablagerungen von tierischen und pflanzlichen Gebilden auffüllte und die jetzt sogen. Kieselgur bildet. Diese tritt an einer geringen Stelle zu Tage, wodurch sie, beim Schürfen nach Braunkohlen, von hiesigen Bergleuten um 1880 entdeckt wurde, verbreitet sich aber in Kesselform nach den umgebenden Höhen hin und hat, soweit bis jetzt( 1920) festgestellt wurde, eine Mächtigfeit von einigen 20 Metern. Sie wird bedeckt und durchzogen von Kohlenschichten, die zum Teil mulmartig sind und von weichen Pflanzenmassen herrühren, teilweise aber auch Reste von Harthölzern( wie es scheint von Weiden, Sahnen oder Espen) einschließen. Sehr beachtlich ist auch die, die Oberfläche bedeckende Tonschicht, in welche ebenfalls Reste von Baumstämmen eingelagert sind, und zwar einzeln, kreuz und quer, so daß es den Anschein hat, als seien dieselben vorzeitlich durch gewaltige Fluten mit der gelösten Tonmasse angeschwemmt worworden. Ob man es nun hier mit einem wirklichen Kratersee zu tun hat, kann ja wohl noch nicht ganz einwandfrei festgestellt werden, aber ein gewaltiger Tiessee war es, der wie die besonders in den unteren Schichten der Kieselgure sich vorfindenden Abdrücke bewiesen, von Fischen und anderen Lebewesen bevölkert war. Was nun die Masse des Kieselgur selbst anbetrifft, so ist von den Wissenschaftlern schon viel darüber gestritten worden. Früher nannte man sie Infusorienerde, weil man annahm, daß es die Ablagerungen der Kalke oder Kieselpanzer von winzig kleinen, tierischen Lebewesen, den Infusorien, sei. Neuerdings räumt man aber auch der Pflanzenwelt einen wesentlichen, wenn nicht den Hauptanteil an ihrer Bildung bei. Vornehmlich sollen hier verschiedene Algenarten( Diatomeen) in Betracht kommen. Bei ihrer Ankunft war er im Begriff, sich zu enikleiden und sich niederzulegen, in der Meinung, er sei zu Haus. Hier endete auch der betrunkene J. L. aus Beuern in einer falten Aprilnacht. Aus der Niederung des Siegens steigt eine steile Bergwand ,,, der Hängil( mundartlich„ Hinkil") empor, die dem dahinter liegenden, bis in die Gemarkung Großen- Bused sich ausdehnenden großen Gemarkungsteil, den Namen gab. Wenden wir uns nun nordwärts, so gelangen wir in die ,, Gräben", alte Wasserrinnen, und von da auf den Eselspfad und den alten Alten- Busecker- oder Gießener Weg. Der Flurname„ Eselspfad" hält die Erinnerung wach an jene romantischen Zeiten, wo das arme Langohr, schwer beladen, stundenweite Wege in seines Herrn Dienst stapfen mußte, ohne besonderlichen Dank zu ernten. Die engere Benennung ,, auf der Landwehr"( mundartlich früher ,, Ladwehring") soll dagegen erst in neuerer Zeit geprägt worden sein und nach glaubwürdiger Ueberlieferung nicht eine ehemalige Wehranlage, sondern nur den Uebungsplatz jener, nach den Freiheitskriegen eingerichteten und von 1814 bis 1818 bestandenen militärischen Organisation ,,, die Landwehr", bezeichnen. Etwas aufwärts haben wir den höch sten Punkt an der Westgrenze unserer Gemarkung erreicht, das mit den Großen- Buseckern gemeinsam ,, am scheelen Kirschbaum" benannie Gebiet. Von hier aus überschaut man links das ge= samte„ Stirnfeld" und darüber hinaus in weiter Ferne begrenzt unsern Gesichtskreis das wundervolle Hochgelände des Vogelsberges, von der Ulrichsteiner Höhe, südlich über den Taufstein und Hoherodskopf hinweg sich ausbreitend. Die Gegenüberseite zeigt den Dünsberg und andere Höhen. Destlich umjäumt wird das Stirnfeld von dem„ Struthwald" ³, der noch 3 Struth( althochdeutsch Struot- Wald) findet sich einzeln und in Zusammensetzungen, wie Lindenstruih, Altenstruth usw. ungeheim häufig in der Provinz. * Nickel, steiler Abhang( althochd. hnigan). Von neigen. In der Gemarkung fommt noch eine„ Nickelskaut" vor. Vgl. ,, Nad" oder„ Näckchen" auf dem Hunsrück. Man beachte auch Naden Rücken und die volkstümliche Benennung der weiblichen Brüste: ,, die Nickel". 5 Die Kieselgure wurde im Tagebau gefördert. Das Gelände wurde s. 3t. von einem gewissen Wildenhain zu Gießen von der Pfarrei um 10 000 Mt. für 10 Morgen erworben, ging dann in den Besitz des Gießener Herrn Wilson über, Sohn des früheren dortigen Bergwerksdirektors W. Später hat eine Mannheimer Gesellschaft das Werk übernommen. Die Aufschlüsse sind, besonders für den Geologen, sehr von Belang. " Früher Lehnsgut, den Herren v. Schwalbach gehörig. Es wird erzählt, daß dasselbe samt dem Mönchwald und dem sogon. Hinkelacker, der Gemeinde um die Summe von 9000 Mt. zum Kauf angeboten war. Man habe sich aber nicht gleich entschließen können und so sei das schöne Besitztum in fremde Hände übergegangen. Weiter will man noch wissen, daß auch die Selbstsucht und der Eigennutz einiger Gemeindeglieder eine Rolle dabei gespielt hätten, die sich lieber selbst den Erwerb gegönnt hätten. Weglarer Sp Weilburg 2. Laubach 2. SV. Harbach Quedborn 1. Bijfenberg 1 Nauborn 1. Schwalbach Stochaujen Burgjolms Oberbiel 2. Merenbach Hermannite Weglarer G Niederbiel 1 Weklarer S beide n Lohnberg SV. Harbo Weglar D Gau Dill: Herborn 2 Dillenburg Dillenburg Nanzenbad Medenbach Würgendor Dillenburg Gau Marburg: Odershau Germania zu Tal führte = Jauche, Pfu für Miststätte; G Wenden wir uns alten Allendorfe begegnen uns di Seg". Eriterer Untultur, letter eine Heege als tracht, vielleicht Von hier aus waldumjäumter Sinnrod". Vo westwärts von born, befannter leidt gehört aud in der Treifer G früherer Wassert Strgarten" ertl burchdringbares im Anfang des wäldchen in der den Herrn v. 3 Etwas aufm Punkt in der Ge = 237 Meter ül nungen in der H mit Abgaben nia mehr gebräuchlich. über die Hagenba erblich wie ein be anderer Stelle So wird die 5 haben. In den, früher verschiede Buchwald" lajfe Deden, die nach Die Benn leht von den f Holzarten unserer find erit in neuer Die alte Form fü Nr. 72 ungsheim Othis en Lehrgang llschaft für Heil er 1930 in ngreß wird üb rschung und agogit unterri ie Geschäftsstel Bojstr. 12, unde E. B. ha Orig von Hera biginalrat Pro ng in Westerlan e Arzt Dr. Hind als Ernährungs einer auf Funer n folgenden Rat hlaffen Mädchen aten und Kinder 66 E.V.( A. v. D inberg" wird a r gesperrt. Um en, später übe wird ab 7. Ge rn" wird ab 1 mensteuer aftungen. ungsfähigkeit d in bei der Ve gung oder Erle en des Pflichtige Verhältnisse dies Belastungen dur Berufsausbildu Berpflichtung v t zum Haush glüdsfälle usm prechung für icht fleinlich vom 26. Feb auch die Kin Durch Ermäsin Wenn 3. eine Bruders bezah denn gerade beim tteil der Roften. mittellofer Ange als Ermäßigungs Fe Ermäßigungs zählt find, und ichtige von der sfähigkeit hin on Pflichtigen, Is außerordent mmensteuer füh Durch beeinträ rund die Ben eftrüpp,„ Esp hlich Eichbuch he liegt die cher schält fit hier e" heraus( m fumpfige Tief da noch jetzt Sp weise Enijumpfu hrer Zuführung n. An die„ G n. Hier wurde Be Rolle spielte enmal ausgetik n, wurde geh ingitweide wa Mönchweide" in mühle, wiefe" ngen. ,, Steinb in der Großen llenbach und vi hlagader". Hier nachbarten ehem ollidrante. In vor liegende et.( Melch. Li et als Zöllner -najf. Zöllner.) häuser Sohl" du ", ursprünt. ein 95 fchon erwähnt hat. Seine Bend Schlammiges M Schwalbach ga Rondhwald un umme von 9000 Befigtum in from aber nid gl od wiffen, dag and Gemeindeglieder ein felbft den Erweth Mittwoch, den 10. September 1930. Fußball. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Gesellschaftsspiele: VFB. Gießen Germania Mudersbach 2: 1( 1: 0) Spvgg. 1900 Gießen VfB.-K. Marburg 1: 4( 0: 1) Tura Kassel Kurhessen Kassel 3: 5( 3: 1) VFR. Kassel VfB. Kirchhain 2: 1( 1: 0) SC. 05 Göttingen 1: 0( 0: 0) Spogg. Göttingen SpFr. Warburg FC. Niederzwehren 2: 2( 2: 0) Verbandsspiele. - Bezirksliga, Gruppe Süd: FB. Odershausen Hermannia Kassel - - Spielv. Kassel 4: 0( 2: 0) Borussia Fulda 1: 4( 1: 2) Germania Fulda Hessen Hersfeld 2: 1( 1: 1) Bezirksliga, Gruppe Nord: FC. Großalmerode- SC. 03 Kassel 3: 3( 2: 1) FC. Grone Hessen 09 Kassel 0: 4( 0: 2) 1. Bezirksklasse, Gruppe Lahn: 1900 Gießen Herborn f. G. gewonnen Wetzlar Wiesenbach 2: 3( 0: 2) Frohnhausen Wallau 1: 1( 0: 1) Germania Marburg · Breidenbach 5: 0( 2: 0) Gruppe Fulda: Elm Alsfeld 5: 1 Bebra Lauterbach Gruppe Kossel: Schlüchtern 3: 0( 2: 0) - Sterbfrizz 9: 1( 2: 1) Sportfreunde Kassel- BV. 06 Kassel 0: 0 Gruppe Südhannover: Spyr. Einbeck - Weende 3: 1 BfB. Northeim Lauterberg 2: 2 Holzminden Spusp. Northeim 0: 1 Wizenhausen 2. Bezirksklasse: Weilburg 1. Laubach Burg 1. Dillenburg Niederscheld Marbach - - - Osterode 1: 0 Buzzbach 1. 4: 2 Großen- Bused 1: 1( 0: 1) Manderbach 1. 3: 2( 1: 1) - Offenbach 6: 2 Offdilln 6: 3 Wetter 2: 2 Gladenbach Bottenhorn 1: 3 Frankenberg - - Laasphe 7: 3 Wommelshausen- Biedenkopf 3: 2( 2: 1) Gau Gießen- Wezlar: Wezlarer SpV. 2a- Ağlar 2. 3: 3( 0: 0) Weilburg 2. Buzzbach 2. 3: 3 Laubach 2. - Großen- Bused 2. 8: 0( 5: 0) SV. Harbach 1. EV. Villingen 1. 0: 2( 0: 0) Niederohmen 1. 0: 3( 0: 2) Holzhausen 8: 0( 4: 0) Niedershausen 1. 2: 5( 1: 1) Nauborn 2. 4: 2 Quedborn 1. Bissenberg 1. Nauborn 1. Schwalbach 1. Stockhausen 1. Burgsolms Oberbiel 2. - - Tiefenbach 1. 2: 1( 1: 1) ( Ges.) Oberbiel 5: 0 Oberndorf 1. 2: 2( 1: 1) - - - Merenbach 1. Weilburg 3. 6: 2 Hermannstein 1. Laufdorf 1. 16: 3!! Weyl.- Niedergirmes 3. N. n. ang. Weylarer SpV. 3. Niederbiel 1. Wetzl. SpV. Lehrm. 6: 4( 1: 4) W- Niedergirmes 1. Jgd. Weylarer SpV. 1. Jgd. - beide nicht angetreten Löhnberg Jgd.- Tiefenbach Jgd. 4: 1 SV. Harbach Jgd. 1. Jgd. Flensungen 1: 2 Weylarer SpV. 2. Jgd. 1: 2 Wetzlar DJK. Jgd. Gau Dill: Herborn 2. Dillenburg 2. - - Dillenburg 3. Nanzenbach 1. Medenbach 1. Würgendorf 1. Dillenburg Jgd. Gau Marburg: - - Ballersbach 1. 0: 6( 0: 4) - Offenbach 2. 7: 1 Oberroßbach 2. 6: 0 Haiger 1. 1: 5 Sinn 1. 2: 2( 1: 2) Weidelbach 1. 0: 4( 0: 1) - Sechshelden Jgd. 3: 0 Odershausen 2. Sarnau 1. 0: 1 Germania Marburg 2. - Hartenrod 1. 3: 3 zu Tal führte und unterwegs anschwemmte. Gill oder Gülle Jauche, Pfuhl. Gülte im Süddeutschen noch gebräuchlich für Miststätte; Güllstraße in Wetzlar,„ Hof- und Dorf Gülle". Wenden wir uns nun wieder nordwärts, so gelangen wir den alten Allendörfer Pfad hinauf auf einen Höhenrücken. Hier begegnen uns die Flurnamen:„ Auf der Haide" und„ Auf der Heg". Ersterer erklärt sich leicht und zeugt von einer früheren Unkultur, letzterer ist schwieriger zu deuten, weder kommt hier eine Heege als Schonung, noch eine solche als Wehre in Betracht, vielleicht ist es nur das mundartliche„ Hiech" Höhe. Von hier aus überschaut man das Tal der„ Hagenbach", ein waldumsäumter großer Gemarkungsteil Unterbenennungen: ,, Sinnrod". Von sennigem, dürftigem Boden entlehnt.( Sennig Wehrda 1. Wehrda 2. Oberrosphe 1. 7: 1 Buchenau 2. 1: 1 - Ligfeld 1. 4: 3 FC. Wolfgruben 1. FV. Mornshausen 1. 2: 4( 1: 0) Edelshausen 1. Biedenkopf 2. 7: 1 Biedenkopf 3. Breidenstein 2.( Br. fampfl. gew.) Banfe 1. Wallau 2. 3: 1 Frechenhausen 1. Bortshausen 1. Niederwalgern 1. Marbach 2. Erdhausen 1. Bürgeln 1. - - - 1 - Niederwalgern 2. 6: 1 Endbach 1. 4: 1 Cappel 1. 8: 0( 4: 0)! Dreihausen 1. 4: 4 VfB.-K. Marburg 2. 0: 0 - Breidenstein 1. Hesselbach 1. 3: 2( 3: 2) Breidenbach 2. Niederlaasphe 1.( B. n. angetr.) Germania Marburg 3. Sarnau 2. 3: 1 Sterzhausen 2. VfB.-K. Marburg 3. 0: 5 Bürgeln 2. Unterrosphe 1. 3: 1 Elnhausen Wolfgruben Wehrda 1. Mellnau Michelbach 1: 3 Mornshausen 2: 4 Oberrosphe 1. 7: 1 Ernsthausen( E. n. angetr.) Schönstadt 1. 2: 0 Frankenberg 2. Roda 1. Wetter 2. 2: 1 Niederofleiden 2. Heskem 1. Ebsdorf 1. Damm Gemünden 1. 0:15 Leidenhofen 1. 2: 2 Cappel 2. 4: 5( 2: 2) Sinfershausen 3: 6 - Lohra 4: 1 Erdhausen 2. 8: 2 Wommelshausen 2. 4: 0 Raumland 1. 3: 5 Mornshausen Weidenhausen Hartenrod 2. Laasphe 2. Breidenbach 1. Jgd. Frankenberg Jgd. Wehrda Schüler Frechenhausen 2. Biedenkopf 3. Niederdieten Jugend: - - Biedenkopf 1. Jgd. 0: 3 Wehrda Jgd. 1: 1 VfB.-K. Marburg Schüler 1: 2 Steinperf 1. 1: 7 Breidenstein 2.( Bdk. n. angetr.) Hommertshausen 4: 1 Frankenberg 1.- Wehrda 1. 1: 1 Frankenberg 2. VfB.-K. Marburg 2. 1: 3 Dreihausen 1. Sterzhausen 1.( St. n. angetr.) Germania Marburg 1. Odershausen 1. 1: 0 Germania Marburg 2. Ockershausen 2. 1: 3 Marbach 1. VfB.-K. Marburg 1. 3: 2 Wehrda Schüler VfB.-K. Marburg Schüler 1: 2 - 1 Aus Großen- Bused. In Laubach absolvierte die 1. und 2. Mannschaft von hier ihre ersten Verbandsspiele. Zuerst begann das Spiel der zweiten Mannschaften. Laubach war die ungleich bessere Mannschaft, in der besonders der Mittelläufer hervorragte, und fonnte einen hohen 8: 0- Sieg herausholen. Die Busecker Mannschaft spielte ohne jeglichen Zusammenhang. Die Mannschaft muß sich mehr dem Training widmen. Dann war das Spiel der 1. Mannschaften. Nachdem Herr Fußball- Sachbearbeiter Hugo Henkel Gießen einige Worte an die Spieler gerichtet hatte, begann das interessante Treffen. Beide Mannschaften legten ein forsches Tempo ein. Die Gäste zeigten teilweise besseres Können und ein schönes Zusammenspiel. Bald konnte denn auch die Busecker Stürmerreihe einen schönen Vorstoß ausnuten und die Partie 1: 0 stellen. Immer wieder gut vorgetragene Angriffe scheiterten an der sicher arbeitenden Hintermannschaft Laubachs. Das Tempo des Spie les ließ dann merklich nach. 10 Minuten vor Schluß fonnten die Laubacher bei einem Vorstoß den Ausgleich erzielen. Bis zum Schluß arbeiteten die Gäste noch manche Torchance heraus, Ein schöner Kampf. jedoch blieb ein weiterer Erfolg aus. Schiedsrichter Kunze- VfB. Gießen war ein guter Leiter. Burg 1. Manderbach 1. 3: 2( 1: 1) Manderbach als Neuling in der 2. Bezirksklasse wußte seinen Gegner zu schäzen, was wohl bei Burg nicht ganz der Fall war. Kaum hat der Schiri das Leder frei gegeben und schon zieht Burg vor Manderbachs Tor. Doch die Manderbacher zeigen sich der Situation gewachsen und der Kampf geht hin und her. Bei einem Angriff erzielten die Plazbesizer das Führungstor. Nun drückt Manderbach, um den Ausgleich zu erzwingen, dabei wird ein Stürmer von Manderbach unfair angegangen, Jahrhunderts von der Gemeinde angekauft wurden. Bekannter ist die Aufforstung der sogen.„ Brüllochsenwiese", noch in neuerer Zeit. Die Fortsetzung des Buchwaldes ist der„, Hegstrauch", ein prachtvoller Buchenbestand, untermischt mit den schönsten Eichen der ganzen Umgegend. Es wird berichtet, daß der Ortsvorstand einmal in Zeiten drückender Gemeindeschulden mit dem Plan umgegangen sei, das Gelände zu verkaufen. Nur dem Eintreten des damaligen Gemeindeschreibers Henß sei seine Erhaltung zu danken. Für die Gemeinde würde der Verlust des Waldes von schwerwiegender Bedeutung gewesen sein, deshalb sollte ein dankbares Gedenken an seiAn den Hegstrauch nen Retter stets wachgehalten werden. 33 reiht sich ,, die Mark"( Grenzwald) und die Appelsped". Unwestwärts von Gießen noch gebräuchlich.) Senne bei Pader- ter Speck versteht man, wie schon erörtert, eine Brücke, dann born, bekannter Uebungsplatz aus dem letzten Kriege. Viel- ist das Grundwort Appel", wie es auch in den ältesten kirchleicht gehört auch„ Sellnrod" im Vogelsberg und„, Seilbach" in der Treiser Gemarkung hierher. Unterhalb:„ Entenpfuhl", früherer Wassertümpel, in dem sich die Wildenten aufhielten. Irrgarten" erklärt sich wohl einfach als ein ehemaliges, schwer durchdringbares Dickichi. Jm Mönchwald, 12 Morgen groß, der im Anfang des vorigen Jahrhunderts mit dem Universitätswäldchen in der Struth an den Ahnen, der Familie Rabenau, den Herrn v. Zwierlein zu Großen- Bused, verkauft wurde. Etwas aufwärts im Buchwald", haben wir den höchsten Punkt in der Gemarkung, nach Geometer Wißner 950 hess. Fuß = 237 Meter über dem Meeresspiegel. Weitere Unterbenennungen in der Hagenbach sind allenfalls noch: Freiacker", ein mit Abgaben nicht belastetes Grundstück,„ Freiwiese", nicht mehr gebräuchlich. ,, Spedwiese", ,, Sped"-hölzerne Rüttelbrücke über die Hagenbachsflüßchen, Hirtswiese", wahrscheinlich gan erblich wie ein benachbartes Gewann. Wie ,, Knechtswiese" an anderer Stelle zur Entlohnung des Gesindes bestimmt war, so wird die„ Hirtswiese" zur Nutzung des Hirten gehört haben. In den, die Hagenbach umgrenzenden Waldungen sind früher verschiedene lichte, angebaute Stellen gewesen. Im „ Buchwald" lassen sich noch Spuren von Grundstücken entdecken, die nach alten Grundbüchern im Anfang des vorigen Die Bennungen Buchwald, Eichwald, Eichberg sind entleht von den früheren, außer Espen und Sahnen, einzigen Holzarten unserer Waldungen. Fichten, Tannen, Erlen u. a. ,, Hagen" ist sind erst in neuerer Zeit angepflanzt worden. die alte Form für Hain, Wald. lichen Zinsregistern geschrieben wird, der Name eines Wafserlaufes, und tatsächlich finden sich Spuren eines solchen vom ,, Blumenweg" bis zum„ Markwald" hinauf. Der Walddistrikt ,, Appelspeck" ist durch seine Vorkommen an Manganerz und Ocker, die zum großen Teil aber in den 1870er Jahren Daneben findet sich ausgebeutet worden sind, merkwürdig. eine Kalktonart( Dolomit), welche aber ziemlich wertlos sein soll.„ Am alten Steg" bezeichnet eine Stelle, wo ehemals ein Steg das Wässerchen des Hagenbachs überbrückte. Auf dem angrenzenden Höhenrücken stürzte im Jahre 1926 ein Flugzeug, 8. Appel kommt als Benennung eines Baches mehrfach vor: Appelbach( fälschlich Apfelbach) in Rheinhessen, Appelsbeck in Westfalen usw. Indessen haftet aber doch diese Namensform vielmehr an dem angrenzenden Walddistrikt, wie auch sein anderweitiges Vorkommen z. B. ,, in der Appel" ( jälschlich mundartlich Ampel) bei Rüddingshausen bezeugt. Das ist ein etwa 4 bis 500 Morgen großer Waldbestand, ohne jegliche Spuren von Wasserläufen. Die Wermertshäuser haben mundartlich ,, die Jäbel" für Appel. Sonderbar, daß auch die, der Sage nach, von Schweinen bei dem ausgegangenen Ort ,, Appenborn" bei Odenhausen aufgewühlte Glocke, die jetzt auf dem Turm der Kirche zu Londorf hängen soll, den Namen Appel hat, desgleichen auch die, dem ehemaligen Kirchlein zu Oberseilbach entstammende und auf die gleiche Weise zu Tage geförderte Glocke, die jetzt auf dem Treiser Kirchturm hängen soll. In den Zinsregistern der Pfarrei Reiskirchen findet sich der Eintrag: ein Ader ,, vor den Appen", gibi ½ Mest Ohly, leitmäßig usw. Vielleicht waren es hier pflanzliche Gebilde.( Appenborn und Appenzell wohl abgeleitet von Apper, vergl. Appendoorn i. Holland.) Nr. 72. Elfmeter, den Manderbachs 1. Verteidiger verwandelt. Pause. Nach der Pause legt Manderbach mächtig los, eine Flanke von rechts geht zum Linksaußen, dieser wird vom Torwart angegangen, er schiebt den Ball zum Mittelstürmer, der ihn ins leere Tor befördert, 2: 1 für Manderbach. Burg drängt wieder um den Ausgleich und Manderbachs linker Verteidiger kann scheinbar die Führung nicht vertragen, er verursacht einen unnötigen Elfmeter, den Burg zum Ausgleich verwandelt. Burg hat jetzt mehr vom Spiel, doch alle Angriffe scheitern an Manderbachs guten Tormann. In der 78. Minute gelingt es Burg, das Führungsfor zu erzielen. Die letzten Minuten gehören noch Manderbach, doch Manderbach hat umgestellt und in der Stürmerreihe fehlt der Torschütze. Schiri Winter leitete gut. ㄓ VfB.-K. spielte in Gießen gegen 1900 und gewann 4: 1. Germania 1. hatte die gleiche Mannschaft des FV. Breidenbach zu Gast. Die Hinterländer mußten mit einer 5: 0- Niederlage abziehen. Allerdings hätte das Resultat für die Gäste nicht so auszufallen brauchen, wenn sie es verstanden hätten, die sich ihnen bietenden Torgelegenheiten auszunuzen. Eusterling in der Germanen- Verteidigung hatte einen sehr guten Tag. Germania mußte noch in letzter Minute auf 3schoffe verzichten, wofür Lauer einsprang. Anders machte es Wiesenbach in Wetzlar. Sie brachten infolge eines 2: 3- Sieges die Punkte mit. In der 2. Bezirksklasse gab es ebenfalls hartnädige Kämpse. Marbach 1. Wetter 1. 2: 2. - Ein für Marbach sehr schmeichelhaftes Resultat. Gladenbach 1. Bottenhorn 1. 1: 3. In Frankenberg war die Mannschaft in guter Form und siegte über Laasphe mit 7: 3. Kriegsgräberfürsorge und Volfstrauertag. Im preußischen Landtag hat gelegentlich einer Debatte über den Volkstrauertag der preußische Ministerpräsident geäußert, daß die Arbeiten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf den deutschen Soldatenfriedhöfen im Auslande wohl beendet sein dürften. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge setzte sich daher mit dem Herrn Ministerpräsidenten in Verbindung, um in einer mündlichen Aussprache die Angelegenheit zu klären. An dieser Aussprache, die vor kurzem stattfand, nahmen vom Volksbund der Präsident des Volksbundes, Reichsminister a. D. Dr. Geßler und die Vorstandsmitglieder Prof. Dr. h. c. Straumer und Dr. Eulen teil. Der Vorstand des Volksbundes hat bei dieser Gelegenheit über den Stand der Kriegsgräberfürsorge berichtet und dem Herrn Ministerpräsidenten dargelegt, daß die für die Ausgestaltung der deutschen Kriegsgräberstätten im Auslande vom Volksbund ausgeführten Arbeiten erst zu einem Teil ange= schlossen seien. Die vom Volksbund noch zu leistenden Arbeiten würden noch mehrere Jahre angespannter Tätigkeit in Anspruch nehmen. Der Herr Ministerpräsident nahm hiervon Kenntnis und brachte zum Ausdruck, daß er diese dankenswerten Bestrebungen des Volksbundes anerkenne und nach Möglichkeit gern unterstützen werde. Der Vorstand schilderte ferner die historische Entwicklung des Volkstrauertages und die Schwierigkeiten, die sich einer geschlossenen Feier dieses Tages bisher entgegengestellt hätten. Der Herr Ministerpräsident erklärte sich mit dem Ziel eines für das ganze Reich einheitlichen Volkstrauertages durchaus einverstanden, hielt es jedoch zunächst für erforderlich, daß der Tag reichsgesetzlich festgelegt werde. Der Vorstand bat daraufhin den Herrn Ministerpräsidenten, die für eine solche reichsgesetzliche Regelung seit vielen Jahren gemachten Bemühungen des Vorstandes und der im Ausschuß für die Festsetzung eines Volkstrauertages vertretenen deutschen Körperschaften zu unterstützen. das auf der Reise von Frankfurt nach Hamburg begriffen war, ab und ging in Trümmer. Der Führer verlor das Leben, die übrigen Mitreisenden wurden mehr oder weniger schwer ver: letzt. An die„ Appelspec" schließt sich der Waldteil ,, Kleedrisch"( mundartlich„ Kliedräsch"). Ihm gegenüber erhebt sich von der Geilshäuser Grenze her der ,, öbigte Berg( vom Volk in ,, iäwigte" Berg umgemodelt. Weiterhin erinnern ,, Kohlkippel" und„, Rohlkaut" an ein untergegangenes, nur wenig hier im vorigen Jahrhundert noch betriebenes Handwerk, die Kohlbrennerei. Dann folgt der seit 1844 bewaldete, früher angebaute ,, Burghain", der in älterer Zeit wegen seiner sonnigen Lage der Sonnenberg" hieß. Der Name„ Burghain" weist auf eine ehemalige Burgstätte hin. Das Volk verlegt dieselbe auf die Höhe des hier steil aufsteigenden Geländes. Indessen fehlen hier alle Spuren einer einstigen Burganlage, Dagegen barg die am Fuße des Burghains sich hinziehende ,, Mauerwiese" seither noch unter der Oberfläche Reste von Grundmauern ehemaliger Gebäude. Man wird also mit mehr Recht die fragliche Burgstätte auf die Mauerwiese zu verlegen haben. Begeben wir uns auf die Kreisstraße in der Richtung nach Geilshausen, so haben wir beiderseitig die„ Schleifäder"( so benannt nach dem abschüssigen Gelände), links ,, die Gall" ( eine unfruchtbare Dertlichkeit), rechts wieder den„ Atzenstrauch", ein bewaldeter Abhang, der, wie die weiter aufwärts sich befindliche„ Kühtränke", an ehemalige Viehweiden erinnern. Aeltere Leute kannten noch die Stelle der Franzosenbrücke", wo die Franzosen über den Talgraben gingen. Vor Erbauung der Kreisstraße führte der Verbindungsweg zwischen Beuern und Geilshausen über den Höhenrücken des Burghains und des Eichbergs nach dem„ roten Busch". Er ist auch, wie be: richtet wird, von den alten Kriegsvölkern in der Regel benutt worden.„ Junkernzipsen" an der äußersten Grenze der Gemarkung rührt von dem angrenzenden rabenauischen Waldbesitz. Von hieraus dehnt, der Bersröder Grenze entlang, südwärts sich das Waldgebiet der„ Grunbach"(„ Grünbach", fälschlich ,, Krombach") aus. In den Jahren 1923 und 1924 ist hier ein beträchtlicher Abtrieb erfolgt, 24 Morgen betragend, dessen Fläche aufgeteilt und unter gewissen Bedingungen der Einwohnerschaft zum Anbaum überlassen worden ist. Fortsetzung folgt. Mittwoch, den 10. September 1930. Aus Nah und Fern. Bermutshain. Der letzte Erstürmer des Schlosses Chambord ist der Altveteran Polizeidiener Nikolaus Franz zu Bermutshain, der seinen 90. Geburtstag feiern konnte. Der Jubilar hat unter dem hessischen Hauptmann Kattrein an der Erstürmung des Schlosses Chambord teilgenommen; 48 Jahre versah er das Amt eines Polizeidieners von Bermutshain. Alsfeld. In einer außerordentlichen Sigung beschloß der Kreistag des Kreises Alsfeld die Uebernahme einer Bürgschaft in Höhe von 40 000 Mark für die von einem Privatunternehmer in der Gemarkung des Dorfes Hopfgarten durchgeführte Erbauung einer Kadaververwertungsanstalt für den Kreis. Darmstadt, 9. 9. Durch Verfügung des hessischen Innenministeriums wurde der Polizeiwachtmeister Wilhelm Hallstein von der 2. Bereitschaft in Darmstadt wegen Zugehörigkeit zur Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei mit sofor tiger Wirkung seines Dienstes enthoben und das Verfahren auf Dienstentlassung gegen ihn eingeleitet. Hallstein gehört seit 1925 der hessischen Schuhpolizei an. Fünf Personen verlegt. Herborn. Ein schweres Autounglück ereignete sich am „ Gießener Zeitung" Propaganda in oder an seinem eigenen Hause gefallen lassen muß. Darum wurden die Mieter verurteilt, die angebrachten Transparente und die Fahne zu entfernen und sich in Zukunft derartige Demonstrationen zu enthalten. * Bad Orb. An Stelle der üblichen Pauschal- und Mittelstandskuren hat Bad Orb im Spessart für die Nachsaison eine wesentliche Ermäßigung der Kurkosten eintreten lassen. Diamond flagt auf Schadenersag. Bremen. 9. Sept. Der ausgewiesene amerikanische Unterweltkönig Jack Diamond hat dem preußischen Polizeifiskus eine Schadenersatzklage gestellt. Durch einen Berliner Rechtsanwalt verlangt er sowohl die Kosten für die Hin- und Rückreise von Amerika nach Deutschland als auch Schmerzensgeld für seine Inhaftierung sowie Schadenersatz für„ schwere Kreditschädigung“. Athen, 9. Sept. Im Hafen von Piräus, der Athener Hafenstadt, ist ein Großfeuer ausgebrochen, dem zahlreiche Schiffe bereits zum Opfer gefallen sind. Der Sachschaden geht in die Millionen. Dienstagmorgen auf der Rother Landstraße in einer scharfen Hajjia- Meiſterſchaftsschießen in Gießen Kurve kurz vor Herborn. Der Autoomnibus eines Privatunternehmers in Straßebersbach, der mit fünf Arbeitern besetzt war, geriet infolge des schlüpfrigen Bodens von der Fahrbahn ab und stieß mit aller Wucht gegen einen Baum. Sämtliche Personen wurden verletzt. Zwei Schwerverlette. Haiger. In der Nähe von Fellerdilln kam es zu einem Zusammenstoß zwischen zwei Motorradfahrern. Beide erlitten schwere innere und äußere Verletzungen und mußten ins Krankenhaus nach Haiger gebracht werden. Dienstentlassung eines nationalsozialistischen Schupobeamten. Frankfurt a. M., 9. Sept. Zollschmuggel ist man bei der Mitropa auf die Spur gekommen. Der Leiter der Frankfurter Abteilung wurde zu 21 000 Mark Geldstrafe und 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Messe für gebrauchte Kraftfahrzeuge. Frankfurt a. M. Durch die schlechie Wirtschaftslage wird mancher Interessent gezwungen, an Stelle eines neuen Wagens einen gebrauchten oder gefahrenen Wagen zu kaufen. Die Sektion Groß- Hessen des Reichsverbandes des Kraftfahrzeughandels und Gewerbes veranstaltet eine Verkaufsmesse für gebrauchte Kraftfahrzeuge vom 13. bis 17. September auf dem Messegelände. Der Taywert ist an jedem Wagen angebracht und ergibt sich aus Beschaffenheit von Maschine, Karosserie, Zubehör und Marktgängigkeit des Fahrzeuges. Bad Soden am Taunus. Es werden hier wie schon in den vergangenen Jahren auch in den kommenden kurstillen Monaten ab 15. September 1930 bis 15. Mai 1931 verbilligte Pauschalfuren geboten. Pädagogischer Kongreß. Wiesbaden. Der vom Deutschen Ausschuß für Erziehung und Unterricht vom 5.- 7. Oktober 1930 in Wiesbaden peranstaltete Pädagogische Kongreß wird eine lebhafte Aussprache führender Persönlichkeiten aus allen Lagern über die mit den Plänen nach Schaffung eines Reichsvolkschulgesetzes zusammenhängenden Probleme bringen. Anmeldungen sind bis spätestens 25. September zu richten an die Magistrat- Schulverwaltung, Wiesbaden, Taunusstraße 3. ㄓ Was sich der Hauseigentümer nicht gefallen zu lassen braucht. Kassel, 9. Sept. Das hiesige Amtsgericht fällte heute ein interessantes Urteil, das für Hausbesitzer wie auch für Mieter von weitgehender Bedeutung ist. Das Haus Altmarkt 1 in Kassel gilt seit langen Jahren als das„ rote Haus" in der Altstadt. Seine Bewohner sind überwiegend Mitglieder der Kommunistischen Partei. Für den Wahlkampf hatte man im ,, roten Haus" eifrig gerüstet. Das dreistöckige Gebäude wurde an den Fassaden mit grell leuchtenden Transparenten behängt und außerdem mit einer roten Fahne geziert. Diese Art der Wahlpropaganda ging dem Hauswirt, der Stadt Kassel, sehr gegen den Strich, so daß sie, nachdem eine gütliche Verständigung nicht zu erzielen war, das Amtsgericht anrief. Dort wurde nun darüber verhandelt, wie weit das Recht des Mieters auf die Benutzung des Hauses zu politischen Zwecken eigentlich gehe. Das Gericht stellte sich auf den Standpunkt. daß sich kein Hausbesizer eine gegen ihn gerichtete politische Fritz Schulz jun. A- G, Leipzig Globol tötet Motten Durch D.R.P. geschützt Bis 800 Mark am 7. September 1930. Schon am Sonnabend hatte sich eine ganze Anzahl der beteiligten auswärtigen Schüßen eingefunden, die dankenswerter Weise kostenlos von dem Gießener Verein untergebracht wurden. Am Abend fand im Schüßenhaus ein sehr gut besuchtes gemütliches Beisammensein stati. Die Gießener hatten zur Unterhaltung auch für Musik gesorgt. Nach herzlichen Begrüßungsworten seitens des Vorsitzenden der Gießener Schießabteilung, Kamerad Albin Klein, und solchen des stellv. Vorsitzenden des Krieger- Vereins Gießen, Kamerad Schiffnie, sprach der Verbandsschießleiter Major a. D. Pohl über den beabsichtigten Verlauf des Schiessens und verloste die Reihenfolge der Schützen. Dann gab er an die anwesenden Schützen die Bezirksmeisterschaftsmedaillen aus. Er bat dann noch alle Anwesenden dafür zu sorgen, daß das nicht aus den Augen verloren würde, daß die Hassia den Schießsport in erster Linie deshalb betreibe, um die Jugend zu gewinnen. Kamerad Schneider- Offenbach sprach beherzigenswerte Worte, die mit einem Hoch auf unser Vaterland endigten, worauf das Deutschlandlied gesungen wurde. Kamerad v. Rieffel- Offen= bach gab verschiedene Anregungen und ermahnte die Schützen nicht den Mut zu verlieren, auch wenn es mal nicht nach Wunsch gehe. Kamerad Klein gedachte dann noch unsers allverehrten Herrn Med. Rat Dr. Vogt, zu dessen Gedächtnis das Lied vom ,, Kameraden" erflang. Das Zusammensein konnte nicht lange Die siegreichen Mannschaften der Alt- und Jungschützen erhielten den Wanderpreis der Allianz bezw. der Hassia, sowie die silbernen Meisterschaftsmedaillen. Die zweitbeste Altschützenmannschaft Offenbach die von Herrn Hübner- Darmstadt gestiftete Ehrenscheibe. Die Einzelmeister betamen ebenfalls die silberne Meisterschaftsmedaille, außerdem die 6 besten Einzelschützen der Alters- und Jugendklasse wertvolle und schöne Preise, darunter 2 Ehrenplaketten, die S. Kgl. Hoheit der Großherzog gestiftet hatte, dann ein prachtvolles Buch der „ Allianz", ein wunderschönes silb. Zigarettenetui der„ Zürich“ und zwei schöne Preise des Vereins Gießen. Die Gesamtergebnisse waren folgende: 1. Mannschaftsschießen: a) Altschüzen: 2. Offenbach 1. Gießen 3. Höckersdorf b) Jungschützen: 571 R. 1. Offenbach 503 R. 508 " 2. Fürth i. Odw. 492 " 474 3. Steinfurth 380 " " 3. Anton, Offenbach 144, 140, 2. Einzelergebnisse: a) Altschützen: 1. Schilling, Gießen 157 R. 4. Weiß, Butzbach 2. Hainbach, Gießen 150 ,, 5. Georg, Gießen b) Jungschützen: 139", 140 ,, 1. Kilian, Fürth- O. 142 R. 3. Hartmann, Offenb. 2. Klein, Fürth- D. 141 ,, 4. Zilch. Offenbach M. 130 Neben dem Hassia- Meisterschaftsschießen, das bekanntlich von dem Verbandsschießleiter, Kamerad Major Pohl- Büdingen, vorbereitet war, hatte die Kleinkaliberschießabteilung des KV. Gießen in selten großzügiger Weise noch ein Preisschießen und als neue Art ein Vergleichsschießen mit angesetzt, dessen HauptSchießtag auch der Sonntag( 7. Sept.) war. Gleich nach 8 Uhr entwickelte sich ein strammes Schießen auf den dafür vorgesehenen 9 Ständen( auf weiteren 3 Ständen wurde die HassiaMeisterschaft ausgeschossen), so daß mitunter die Schützen warten mußien. Die rege Beteiligung war begreiflich, denn unter den mehr als 100 Preisen, die zusammen weit über 2 000,- Mark Wert hatten, befanden sich viele sehr schöne und viele sehr wertvolle Gegenstände. Ohne Pause wurde bis 3 Uhr geschossen. Als nach einstündiger Berechnung die Resultate bekannt waren, konnten folgende verkündet werden: Breis- Ergebnisse 1. Ehrenscheibe„ Kyffhäuser", 3 Sauß, der beste Treffer gilt: 1. Heinrich Moog, Kr.-V. Gießen 2. Wilhelm Hainbach, Kr.-V. Gießen 3. Willi Georg, Kr.-V. Gießen. Monats- Verdienst So blitzsauber Es 24 Ringe 24 " 24 " Wir fuchen 8 werb eine Anzahl und spiegelblanketäuft Sauer tücht. Personen ges., gleich welchen Berufes od. Geschlechtes. Sehr günst.Gelegenh.f.jolch. d. sich selbständ.machen woll. Auch als Hauptoder Nebenverdienst. 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Gießen 3. Willi Georg, Kr.-V. Gießen III. Festscheibe ,, Offenbach", 3 Schuß, der beste Treffer gilt: 1. Gg. Hartmann, Vet.- u. M.-V. Hassia Offenbach 2. Willi Georg, Kr.-V. Gießen 3. Jos. Anton, Vet.- u. Mil.-V. Hassia Offenbach 4. Georg Schilling, Kr.-V. Gießen. 24 24" 24 Ringe 24 " 24 " 23 IV. Festscheibe ,, Gießen", 3 Schuß, der beste Treffer gilt: 1. Willi Georg, Kr.-B. Gießen 2. Bindewald, Kr.-V. Stumpertenrod 3. Gg. Gümblein, Kr.-V. Gießen. 4. Georg Schilling, Kr.-V. Gießen. 24 Ringe 24 24 " " 24 " V. Festscheibe„ Sess. Kamerad", 3 Schuß, der beste Treffer gilt: 1. Heinrich Mook, Kr.-V. Gießen 2. Heinrich Appel, Kr.-V. Gießen 3. Georg Schilling, Kr.-V. Gießen 4. Willi Georg, Kr.-V. Gießen 5. Kretschmer, Kr.-V. Gießen. 24 Ringe 24 " 24 " 24 " 1 24 Nicht minder lebhaft war das Schießen auf die Meisterscheibe, auf die Puntischeibe und auf die Scheibe Festmünze. Die sehr schöne Festmünze zeigt auf der einen Seite die architektonisch interessante Schmalfront der alten Zeughausfaserne zu Gießen und auf der anderen Seite über dem Text das Gießener Stadtwappen und das Hassia- Wappen.- Aehn= lich dem Hassia- Meisterschaftsschießen wickelte sich das breitung an aufinteressenten. Nur Angebore v. Scibsteigentümern erw. an die Vermietungs- und Verkaufs- Zentrale Frankfurt/ M. Goetheplatz 22 Austräger-( in) ges. für wöchentl. Zeitschriften u. z. Werben neuer Abonnenten. Dr. Dehler, Offenbach a. M., Tulpen= hofstraße 6. aller Art für Behörden, Geschäftsleute u. Private fertige ich in jeder gewünschten Ausführung in Schwarz- und Buntdruck bei äußerster Berechnung an. Verlangen Sie Angebote von der Verlagsdruckerei 1. deutsche Vergleichsschießen ab, für das ein Ausscheidungsschießen vorher in vielen auswärtigen Vereinen( auch Nichthassiavereine nahmen daran teil) stattgefunden haite. Hier in Gießen trafen sich am 7. September nun die Schüßengruppen( je 4 Mann), die sich um den dafür ausgesetzten Wanderpreis ein sehr schönes Banner stritten. Um rechtzeitig fertig zu werden, mußte dafür allein auf 2 Ständen geschossen werden. Gegen 4 Uhr flog die letzte Rugel hinaus und eine halbe Stunde später konnte auch dafür im Anschluß an die große Preisverteilung für die Ehren- und Festscheiben, das Ergebnis des 1. deutschen Vergleichschießens mitverkündet werden. Es war ein scharfes und interessantes Wettschießen auf diese besondere Scheibe ,, Deutschland", das den Beweis erbracht hat, daß hierbei auch Landvereine sehr gut mit geübten Stadtvereinen in den Wettkampf eintreten können. Es erzielten auf je 19 Schüsse: 559 Ringe Kl.- Kal.- Schießabtlg. des Kr.-V. Gießen 1. Preis: 1 Vereinsbanner( Wanderpreis), 550 Ringe Kr.-V. Steinbach 6. Gießen 2. Preis: 1 schöne Fahnenschleife 498 Ringe Kr.-B. Leihgestern 3. Preis: 1 schöne Fahnenschleife, 409 Ringe Kr.-V. Bermuthshain 4. Preis: 4 silberne HassiaBecher, 403 Ringe Ri- Kal.- Schießabtig. des Kr.-V. Gießen 5. Preis: 1 silberner Becher, 363 Ringe Reichsbahn- T. u. Sp.-V. Gießen 6. Preis: 1 silberner Becher, 323 Ringe Kr.-V. Leihgestern 7. Preis: 1 silberner Becher. Neue Bücher. Andrée- Sonderheft der„ Woche“.„ Die Woche" vereinigt in ihrem, der Polarforschung gewidmeten Heft 37, Aufsätze der besten Gelehrten und Schriftsteller und eine erlesene und reichhaltige Sammlung alter und neuer Bilder zu einem erschütternden Dokument vom Flug und Untergang des ,, Adlers" und seiner Insassen. Der seltsame Schopenhauer. Unter dieser überschrift bringt die soeben erschienene Ausgabe der Frauenzeitschrift ,, Das Heft" zum 70. Todestage des Philosophen am 21. September 1930 interessante Einzelheiten aus seinem Leben. Mit einem Quer-schnitt durch die Mode bringt„ ,, Das Heft" die ersten flotten. und eleganten Herbst- Modelle. Unter den Batat auf Nord- Sumatra. 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