Nr. 36. et. ungsarten: wenn die Sinterblie e Voraus rfüllt sind. eht, ist die igung nie eriorgungs beiden Lei g der Bei benenrente mit der äßt. Aber e zur Zeit erjorgungs Genuß der in die Bei eine Reihe weifelhafter dem Bea Für diese nur wenig der Witwe em 1. April estorben ist, llen wäre, aufwärts ch für die 20 Prozent ind, fönnen beihilfe er och nicht ge tim Ginne es die Wai für Kinder er Witwen RVBI. 1925 peritorbenen et hat, wenn interscheiden, zehnjähriger rch den Tod Eheschließung dürftigkeits od des zwei hedauer ein, teil werden, ange bestan grower itwenbeihilfe hemannes an berden, wenn für schuldig eit geschieden daß eine be t gegen den fann. ek und dem aijenbeihilfen Rriegsinval beihilfe na eine Witmen tspunkten be Dienstbeschädi ben des Be St. Jm erfte und der Wai den doppelten Brente, jedod en, welche die Rentenemp wäre. Im Linderung slegung wird ge, erwerbs Bitwen von ird die Wit ihr Einfom engeld) aus in Gießen. Srer 0990 m der onten der rift nt no او 4 zintung chwarenfo italt 6.m. en) 173 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rückfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Politische Rundschau. Staatssekretär Dr. Schmidt hat am Freitagvormittag seine Tätigkeit im Ministerium für die besetzten Gebiete wieder aufgenommen. Der Strafrechtsausschuß des Reichstages erledigte am Freitag in der zweiten Lesung des neuen Strafrechtes die Abschnitte, die die Angriffe gegen die Wehrmacht oder die Volkskraft und die gesamten Beamtendelikte, Amtsanmaßung und Amts: erschleichung behandeln. Die beiden Abschnitte wurden mit Ausnahme geringfügiger Wenderungen angenommen. Im preußischen Kabinett ist zur Abdeckung des Haushaltsfehlbetrages von rund 110 Millionen Mart der Plan aufge= taucht, die staatlichen Grundstenern zu verdoppeln oder die Haus: zinssteuer um 10 Prozent zu erhöhen. Die Staatsanwaltschaft Altona hat in Sachen der Unterjuchung wegen der in den Jahren 1928-29 in Schleswig- Holstein, Hannover und Oldenburg begangenen Bombenanschläge die umfangreiche Anklageschrift fertiggestellt und der Straffammer mit dem Antrag auf Eröffnung des Hauptverfahrens eingereicht. Das Reichsgericht verurteilte am Freitag den 35jährigen früheren Schriftleiter der in Berlin erscheinenden kommunistischen Zeitung ,, Rote Fahne", Karl Sothmann aus Stettin, wegen Vorbereitung zum Hochvcrrat nach§ 86 des StGB. zu einem Jahr drei Monaten Festungshaft. Die Linienschiffe„ Hessen" und„ Schlesien" sind Freitagvormittag in Venedig eingetroffen, wo sie bis zum 14. Mai bleiben werden. In den Pariser Tributanleiheverhandlungen ist für die Tommende Dollaranleihe eine Verzinsung von 5½ Prozent und ein Auflegungskurs von 95 Prozent in Aussicht genommen worden. Der Zentralverband der Angestellten hält, wie unsere Berliner Schriftleitung drahtet, in den Tagen vom 13. bis 20. Mai in Stuttgart seinen vierten Verbandstag ab. Rund 1300 Heftar Grundbesik in Hessen zwangsversteigert. Nach den nunmehr vorliegenden Ziffern für das Jahr 1929 betrugen die Zwangsversteigerungen landwirtschaftlicher Grundstücke in Hessen nach den Mitteilungen der Amtsgerichte insgesamt 842 eröffnete Verfahren gegenüber 1339 Verfahren 1928. Damals war jedoch nur eine Fläche von 910,3 Hektar zur Zwangsversteigerung vorgesehen, während trotz der verminderten Zahl der Verfahren 1929 die Fläche auf 1279,1 Hektar stieg. Finanzielle Unterstüßung angegriffener Staaten. Genf, 9. Mai. Der Sicherheitsausschuß des Völkerbundes hat am Donnerstag den schon seit Jahren im Völkerbund beratenen Abkommensentwurf über die finanzielle Unterstützung angegriffener Staaten durch den Völkerbund endgültig und einstimmig angenommen. Das Abkommen soll in der Septembervollversammlung des Völkerbundes abschließend von den bevollmächtigten Vertretern der Regierungen durch beraten und sodann unterzeichnet werden. Eine Million Arbeitslose mehr. Nach dem neuesten Bericht der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung haben wir in diesem Jahre 1080 000 Erwerbslose mehr wie im vergangenen Jahr um die gleiche Zeit. Die saisonmäßige Belebung des Arbeitsmarktes macht sich bis jetzt faum bemerkbar. Migglüdter Staatsstreich in Spanien. Madrid, 9. 5. Die Generale Martinez Anido in Madrid und Barrera in Barcelona hatten für die Nacht zum Donnerstag den Sturz der Regierung Berenguer mit Hilfe eines Teils des Militärs in beiden Städten geplant. Als die Regierung über die Gefahr, in der sie sich befand, unterrichtet wurde, ließ sie sofort die beiden Generale in ihren Wohnungen verhaften. Blutige Zusammenstöße in Indien. London. Alle bisherigen Ausschreitungen in Indien, die bereits eine große Anzahl von Toden und Verwundeten gefordert haben, werden durch die Unruhen in der Stadt Sholapur in den Schatten gestellt. Die Kämpfe in Sholapur dauern noch an. Der Reichswirtschaftsrat zur Finanzierung des Wohnungsbaues. Die größeren Schwierigkeiten der Finanzierung des Woh nungsbaues für das Jahr 1930 gegenüber den beiden Vorjahren, in denen es gelungen war, etwa je 320-330 000 пеuе Wohnungen mit einem Kapitalaufwand von je 3,2 Milliarden Rmk. herzustellen, veranlaßten den Ausschuß für Siedlungsund Wohnungswesen im Reichswirtschaftsrat, zur Finanzierung des Wohnungsbaues Stellung zu nehmen. Dieser faßte in seiner Sigung vom 8. April nachstehende Entschließung: ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 10. Mai 1930 ,, Durch ein Zusammentreffen verschiedener ungünstiger Umstände werden für den Wohnungsbau 1930 nur etwa 2 250 bis 2 450 Millionen Rmk. langfristige und kurzfristige Mittel zur Verfügung stehen. Ferner ist mit einem Ausfall von öffentlichen Banten im Werte von etwa 1 Milliarde Rmk. zu rechnen. Die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe beträgt gegenwärtig 63 Prozent, gegenüber 33 Prozent in der gleichen Zeit von 1928( die Zahlen aus dem Jahre 1929 sind wegen der anormalen Witterungsverhältnisse nicht vergleichbar). diesen Tatsachen ergibt sich im Interesse der Gesamtwirtschaft die dringliche Notwendigkeit, mit größter Beschleunigung Maßnahmen zu treffen, die geeignet sind, dem Baumarkt 1930 mög lichst viel und schnell Kapital zur Verfügung zu stellen, um die Bautätigkeit ihrem ganzen Umfange nach in Gang zu bringen und möglichst nicht unter den Stand von 1929 absinken zu lassen." Aus Unter dem Vorbehalt, weitere Vorschläge für die Belebung der Bauwirtschaft im allgemeinen und für die dauernde Förderung des Wohnungsbaues zu machen, wird u. a. im einzelnen in dieser Entschließung vorgeschlagen: Aufhebung der Kapitalertragstener aus Alt- und Neu- Emissionen festverzinslicher Werte, Wiederherstellung des Bankgeheimnisses, För derung des Wohnungsbaues durch Zwischenkredite, Bereit stellung von Kapitalien durch die öffentlich- rechtlichen Kreditanstalten und die öffentlich- rechtlichen und privaten Versiche rungsträger und Hypothekenbanken, Förderung des Wohnungs: baues durch die Sparkassen durch Finanzierung der Bauten im voraus nach Maßgabe des zu erwartenden Einlagezuwachses, Erleichterung der Aufnahme von Auslandsanleihen zu ange: messenen Bedingungen auch für den Zweck des Wohnungsbaues, Erhöhung der Hauszinssteuerhypotheken für 1930 im Rah men der vorhandenen Hauszinssteuermittel, Herstellung von Wohnungen mit 2½ bezw. 3½ Räumen. Zur Siedlungstätigkeit im Ruhrkohlenbau. Mit den von der Treuhandstelle für Bergmannswohnstätten aus Anlaß ihres 10jährigen Bestehens bekanntgegebenen Zahlen kann man in Verbindung mit den Feststellungen des Bergbauvereins über die Bautätigkeit der Zechen jetzt einen Ueberblick über den gesamten Wohnungsbau für die Belegschaften des Ruhrfohlenbergbaues gewinnen. In der heute erscheinenden Ausgabe des Organs der Ruhrhandelsfammern ,, Ruhr und Rhein" werden darüber von F. Holtermann- Essen interessante Einzelheiten veröffentlicht, die wir nachstehend im wesentlichen wiedergeben: - - Die Zahl der von den Zechen errichteten und gemieteten Wohnungen hat sich von 5 722 im Jahre 1873 auf 162 529 im Jahre 1929 oder um rund das 30fache vermehrt. Diese 162 529 Wohnungen waren indes nicht sämtlich von Mitgliedern der Belegschaft bewohnt, vielmehr waren 37 696 Wohnungen 23,19 Prozent von Werksfreunden belegt. Die Gesamtzahl der von der Treuhandstelle und von den Zechen auf eigene Kosten errichteten Wohnungen beläuft sich auf rund 185 000. Da nach mehrfachen Feststellungen eine Werkswohnung im Durchschnitt von etwa 1,25 auf der Zeche beschäftigten Leuten bewohnt wird ( einschließlich Familienmitglieder und Kostgänger), so würden in den 185 000 Wohnungen 231 000 Mann der Belegschaft 61,51 Prozent untergebracht werden können, wenn die Wohnungen nicht in so erheblichem Maße noch von Werksfremden in Anspruch genommen würden. Die Bestrebungen der Zechenbesitzer auf dem Gebiet des Arbeiterwohnungsbaues haben auch vielfach bei den Arbeitnehmern Anerkennung gefunden. Die ersten von der Industrie vor etwa 60-70 Jahren errichteten Werkswohnungen genügen den heutigen Anforderungen zwar nicht mehr in jeder Beziehung, da sie den damaligen Verhält= nissen und Ansprüchen entsprechend sehr einfach gehalten waren. Das hat sich aber rasch geändert. Schon sehr früh ging man dazu über, Häuser mit nur wenigen Wohnungen zu errichten, die, versehen mit Stallung und Gartenland, vor allen Dingen aus ländlichen Gegenden zugewanderten Arbeitern das Einleben im Induſtrierevier wesentlich erleichterten. Darüber hinaus konnte der Arbeiter gegen geringe Zinsen im allgemeinen noch Land pachten. Die neueren Kolonien bestehen zumeist aus Einfamilienhäusern. Bedauerlicherweise hat der Kapitalmangel dazu geführt, daß die Bautätigkeit im Ruhrkohlenbergbau seit 1924 erheblich eingeschränkt werden mußte. Generaldirektor Wiskott, der Vertreter der Arbeitgeberkreise, hat schon bei der Eröffnung der Ausstellung der Treuhandstelle darauf hingewiesen, daß nicht zuletzt die Verweigerung der Zuwendungen aus dem staatlichen Hauszinssteuerfonds diesen Rückgang verursacht habe. Die Bestimmungen für die Vergebung von Hauszinssteuer- Hypotheken verraten eine scharfe Einstellung gegen die Werkswohnungen, die in den tatsächlichen Verhältnissen in keiner Weise begründet ist. So anerkennenswert die Leistungen der Treuhandstelle auf dem Gebiet des Bergmannswohnungsbaues sind, so vermag sie doch den Bedarf allein nicht voll zu decken. Eine Förderung des Werkswohnungsbaues ist deshalb im Interesse der Belegschaft durchaus erwünscht, zumal die Erfahrungen mit den einseitig bevorzugten sogenannten gemeinnütigen Bauorganisationen durchaus nicht immer günstig sind. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 37 Die neuen Steuern. Der Ausgleich des Reichshaushalts für das Jahr 1930 hat nunmehr nochmalige Steuererhöhungen erforderlich gemacht, die insbesondere wegen der Notwendigkeit der Tilgung des am Ende des vorigen Jahres aufgenommenen Reichsdarlehens im Laufe des gegenwärtigen Rechnungsjahres zurückzuführen sind. Es handelt sich um eine Anzahl von Verbrauchssteuern und indirekten Abgaben, die für das Handwerk insofern von Bedeutung sind, als sie die Lebenshaltung belasten, und auch zum Teil die Betriebsunkosten erhöhen. Die Gesetze sind inzwischen erschienen und zwar ein Gesetz über Zolländerungen, Aenderung der Tabak- und Zuckersteuer, Aenderung des Biersteuergesetzes, Aenderung des Gesetzes über das Branntweinmonopol, Mineralwassersteuergesetz, Aufbringungsumlage für 1930, Weitere Entbindung der Länder und Gemeinden von der Zugrundelegung der Einheitswerte bei ihren Steuern, Umsatzsteuererhöhung. Für das Handwerk das Wichtigste ist das zuletzt genannte Gesez. Merkwürdigerweise hat man die Erhöhung der Um satzsteuer in dem Gesez zur Aenderung der Biersteuer untergebracht und zwar in dessen Artikel VII. Die Umsatzsteuer wird vom 1. April ab von 7% v. T. auf 8½ v. T. erhöht. Eine weitere Erhöhung auf 13½ v. T. tritt bei Unternehmern ein, deren Gesamtumsas eine Million Rmk. im letzten Jahre überstiegen hat und zwar 1. bei Unternehmern, die überwiegend im Einzelhandel umsetzen für den gesamten steuerpflichtigen Umsatz, 2. bei Unternehmern, die nicht überwiegend im Einzelhandel umsetzen nur für die Einzelhandelssäze. Man will hiermit insbesondere die Warenhäuser treffen und trifft ebenfalls die Konsumvereine, Dinge, die im Handwerk zweifellos als ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit empfunden werden. Zur Durchführung ist folgende Verordnung ergangen: Verordnung zur Vorläufigen Durchführung des Artikels VII des Gesetzes zur Aenderung des Biersteuergesetzes. Vom 15. April 1930.( Reichsgesetzbl. I S. 142.) Auf Grund des Artikels VII§ 1 Nr. 3 des Gesetzes zur Aenderung des Biersteuergesetzes vom 15. April 1930 ( Reichsgesetzbl. I S. 136) wird hiermit verordnet: § 1. Umsatz im Einzelhandel im Sinne des§ 12 Abs. 2 des Umsatzsteuergesetzes liegt vor, wenn das Unternehmen an einen Abnehmer liefert, der die Gegenstände weder zur gewerblichen Weiterveräußerung sei es in derselben Beschaffenheit, sei es nach vorheriger Bearbeitung oder Verarbeitung noch zum Verbrauch bei der gewerblichen Herstellung anderer Gegenstände oder zur Bewirkung gewerblicher oder beruflicher Leistungen erwirbt. § 2. Unternehmen, die überwiegend im Einzelhandel umsetzen, sind diejenigen, bei denen im vorangegangenen Steuerabschnitt von dem Gesamtumsas einschl. des steuerfreien Umsages mehr als 75 v. H. auf Lieferungen der in§ 1 genannten Art entfallen. § 3. Für die Ermittlung des Gesamtumsages des vorangegangenen Steuerabschnitts(§ 12 Abs. 2 Sat I und§ 15 des Umsatzsteuergesetzes) ist maßgebend der Umsaß, der sich aus den Voranmeldungen oder Vorauszahlungsfestsegungen(§ 19 Abs. 1 und Abs. 3 Taz 2 des Umsatzsteuergesetzes) für die Umsätze dieses Steuerabschnitts ergibt. Ist dieser Steuerabschnitt kürzer als ein Jahr, so ist der Gesamtumsah nach den Voranmeldungen oder Vorauszahlungsfestsegungen für diesen Steuerabschnitt in einen Jahresumsag umzurechnen. § 4. Bei den in§ 12 Abs. 2 Nr. 1 des Umsatzsteuergefetes genannten Unternehmen unterliegt nur der 1 Million M übersteigende Teil des gesamten steuerpflichtigen Umsatzes der erhöhten Steuer. Bei den vierteljährlichen Voranmeldungen oder Vorauszahlungsfestsegungen ist daher jeweilig ein Betrag von 250 000 Rmk. lediglich der Umsatzsteuer in Höhe von 8½ v. T. zu unterwerfen. § 5. Die nach§ 12 Abs. 2 des Umsatzsteuergesetzes zur Entrichtung einer erhöhten Steuer verpflichteten Unternehmen haben in ihren Aufzeichnungen(§ 13 des Umsatzsteuergesetzes) die Entgelte nach den Umfäßen im Einzelhandel und außerhalb des Einzelhandels zu trennen. § 6. Diese Vorschriften treten mit Wirkung vom April 1930 ab in Kraft. I. Darüber hinaus hat der Reichsfinanzminister auszugsweise folgende Erläuterungen gegeben: I I. Abgesehen von den allgemeinen Voraussetzungen des § 1 Nr. 1 UStG. ist für die Anwendung des erhöhten Steuersages Vorausseßung, daß das Unternehmen im vorangegangenen Steuerabschnitt einschließlich des steuerfreien Umfazes einen Gesamtumsah( Lieferungen und Leistungen) von mehr als 1 Million Rmk. gehabt hat und daß es Lieferungen im Einzelhandel(§ 1 vorl. Durchf.- Best.) ausführt. Dem Umfang der erhöhten Steuerpflicht nach sind diese Unternehmen in zwei Gruppen zu scheiden: Gamstag, Samstag, den 10. Mai 1930. a) die Unternehmen, bei denen die Umsätze im Einzelhandel| im vorangegangenen Steuerabschnitt mehr als 75 v. H. des Gesamtumsages betragen haben. Diese Unternehmen sind mit ihrem gesamten steuerpflichtigen Umsaz( Liefe rungen und Leistungen) abzüglich 1 Million Rmk. im Jahre( oder 250 000 Rmk. im Vierteljahre,§ 4 vorl. Durchf.- Best.) erhöht steuerpflichtig. Der Steuersatz von 8½ v. T. kommt also nur für diese 1 Million Rmk. ( bezw. 250 000 Rmk.) in Betracht. ,, Gießener Zettung" Diese gilt es zu verhindern. Hierzu haben sich einfache Oberflächenteerungen als ausreichend bewährt. Ein Quadratmeter Oberflächenteerung kostet durchschnittlich nur 80 Pfg. und ge= nügt für täglichen Verkehr bis 2000 Tonnen, während z. B. Kleinpflasterdecken je Quadratmeter 12-14 M kosten, d. h. für 10 Millionen M kann man rund 2500 Kilometer Oberflächenteerung( gleich 4mal die Strecke Aachen- Berlin), aber nur 150 Kilometer Kleinpflaster herstellen, beide mit 5 Meter breiter Fahrbahn. Da, abgesehen von einigen ausgesprochenen Fernverkehrsstraßen der tägliche Durchschnittsverkehr auf deutschen Landstraßen 1000 Tonnen nicht übersteigt, können fast alle Landstraßen durch einfache Oberflächenteerungen dem Autovertehr angepaẞt werden. b) die Unternehmen, bei denen die Umsäße im Einzelhandel im vorangegangenen Steuerabschnitt 75. v. H. des Gesamtumsatzes oder weniger betragen haben. Diese Unternehmen sind nur mit ihren Lieferungen im Einzelhandel erhöht steuerpflichtig. Dagegen unterliegen alle anderen steuerpflichtigen Lieferungen( z. B. Lieferungen oder Werklieferungen an Fabrikanten oder Großhändler, Lieferungen von Düngemitteln an Landwirte oder von Kohle an Hotels) und die Leistungen( z. B. Werkleistungen) dem Stenersag von 8½ v. T. 2. Bei den erhöht steuerpflichtigen Unternehmen werden von der erhöhten Steuer auch der Eigenverbrauch(§ 1 Nr. 2 UStG.) und die Versteigerungen im Einzelhandel(§ 1 Nr. 3 UStG.) erfaßt. 3. Auf neuerrichtete Unternehmen findet der erhöhte Stenersatz für den ersten Steuerabschnitt auch dann keine Anwendung, wenn sich nach Ablauf dieses Steuerabschnitts ergibt, daß der Gesamtumsah oder, wenn der erste Steuerabschnitt kürzer ist als ein Jahr, der nach§ 3 vorl. Durchf.- Best. errechnete Jahresumsas 1 Million Rmk. überschritten hat. 4. I Nr. 37. deutsche Soldaten bestattet sind, die in Gefangenschaft starben. Es dürfe daher manchen interessieren, zu erfahren, daß sowohl das Reich als auch der Volksbund sich dieser Gräber annehmen und sie besonders in letzter Zeit mehrmals besuchen ließen. Aus einem ausführlichen Bericht ist zu entnehmen, daß sich die Gräber in sehr verschiedenem Zustande befinden. Obgleich auch diese Kriegsgräberstätten unter dem Schutze der§§ 225-26 des Ver: sailler Vertrages stehen, kann es nicht ausbleiben, daß die einzelnen Gemeindeverwaltungen, denen die Unterhaltung dieser Gräber von der zuständigen amtlichen Stelle, dem französischen Pensionsministerium, übertragen wurde, ihrer Verpflichtung in verschiedener Weise nachkommen. Während wir daher einen Teil der Kriegsgefangenengräber in gutem Zustande finden, bedarf eine große Anzahl von ihnen der Fürsorge. Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge wendet daher dieser Aufgabe ebenfalls seine Interessen zu, um auch denjenigen unserer toten Brüder, die die Leiden und Entbehrungen der Gefangenschaft ertragen mußten, würdige Ruhestätten zu schaffen. Da die Gemeindefriedhöfe von den Angehörigen der dort ruhenden Franzesen viel besucht werden, ist die baldige Herrichtung der deutschen Gräber im Interesse des Ansehens des deutschen Volfes dringlich. Der Volksbund bemüht sich daher, für die Gräberstätten der deutschen Kriegsgefangenen Paten zu finden, die die zur Ausgestaltung erforderlichen nicht allzu hohen Mittel bereitstellen. Die Anwendung dieser billigen Bauweisen wird noch begünstigt durch die bisherige Entwicklung des deutschen Kraftfahrzeugbestandes. In Deutschland wurde nämlich in den letzten Jahren eine auffällige Zunahme der leichteren Fahrzeuge festgestellt, die sich bei zunehmender Verwendung von Leichtmetallen, erhöhten Treibstoffpreisen und der voraussichtlichen Besteuerung nach Wagengewicht noch steigern wird. 1929 murden bereits 55 Prozent aller Personenkraftwagen durch Verbrennungsmaschinen unter 2000 ccm Hubraum angetrieben. Rund 41 Prozent Lastkraftwagen hatten ein Eigengewicht von weniger als 2 Tonnen. Da Leichtkraftwagen besonders auf dem Lande zahlreich verwendet werden, ist eine beschleunigte Herrichtung der Landstraßen durch Oberflächenteerung dringlich, weil der Verschleiß der leichten Wagen auf schlechten Straßen unverhältnismäßig groß ist. Alle mit Teer behandelten Decken enthalten höchstens 5 Prozent Teer und 95 Prozent Gestein. Infolgedessen liegt in der fertigen Teerschotterdecke Steinchen an Steinchen mosaifartig zutage nur von feinsten Teeräderchen durchzogen. Teerstraßen sind deshalb rauh und griffig und hell, wenn helles Gestein verwendet wird. Ein besonderer Vorteil der Teerdekfen ist ihre Elastizität, die die Pjerde vor der gefürchteten Pflastermüdigkeit bewahrt. Als vorangegangener Steuerabschnitt im Sinne von § 12 Abs. 2 Sat 1 UStG. 1930 gilt erstmalig der letzte vor dem 1. April 1930 zu Ende gegangene Steuerabschnitt. Ist dieser kürzer als ein Jahr, so ist der Gesamtumsah nach den Voranmeldungen und Vorauszahlungen für diesen Steuerabschnitt nach§ 3 vorl. Durchf.- Best. in einen Jahresumsaz umzurechnen. - 5. Die Ausfuhrvergütung(§ 4 UStG. ist unter Zu grundelegung des erhöhten Steuersatzes zu berechnen(§ 37 Abs. 1 Satz 3 USt. DB.), wenn die Lieferung an den Ausfuhrhändler oder bei Steuerfreiheit dieser Lieferung nach § 7 UStG. die Lieferung an den Vorlieferer erhöht steuerpflichtig war. Der der Vergütung zugrunde zu legende Stenersaz vor 13½v. T. findet nach Artikel VII§ 3 des Aenderungsgesetzes auf Umsätze in das Ausland, die vor dem 1. Juli 1930 erfolgen, noch keine Anwendung. Zum Straßenbauprogramm der Osthilfe. Es wird uns geschrieben: Hauptversammlung des Landesverbandes Hessen des Vereins für das Deutschtum im Ausland. Am vergangenen Sonntag fand unter starker Beteiligung der Ortsgruppenvertreter die diesjährige Hauptversammlung des Verbandes im Hotel Monopol- Metropol zu Frankfurt a. M. statt. Den Verhandlungen ging ein Vortrag voraus. Es sprach Schulrat Hassinger über das zeitgemäße Thema: „ Jugend will zu Volk". Ausgehend von der Feststellung, daß die heutige Jugend im gleichen politischen und weltanschaulichen Kampf stehe wie die Erwachsenen, sieht der Redner gerade in den Kampf der Jugend um die Gestaltung ihrer Zukunft einen Teil ihres Glüces. Trotz aller Zersplitterung und der ungeheueren Zuspizung der Gegensätze hat unsere Jugend etwas gemeines: Die Sehnsucht nach einem lebendigen und lebensstarken Volke. Nur die Betonung dessen, was uns alle erfüllt und erfüllen fann, kann alles Trennende überwinden: Deutsches Volkstum und deutsche Heimat. Nötig ist aber, daß sich das Volk seiner Jugend erinnert, ihr entgegengeht und hilft in ihrem Ringen um die Volksgemeinschaft. Die sich anschließenden Verhand lungen brachten zunächst eine Besprechung des Tätigkeitsberichts des geschäftsführenden Vorsitzenden Dr. Diener. Er zeigt eine erfreuliche Auswärtsentwicklung des Verbandes, der nunmehr 40 Orts, 6 Jugend- und 75 Schulgruppen umfaßt( darunter 15 Volksschulen), daneben 65 förperschaftliche Mitglieder. Einen großen Raum nahm in den Beratungen der Arbeitsplan des laufenden Jahres ein. Die Pfingstfahrt wird den alljährlichen Höhepunkt des Vereinslebens bilden, eine Werbewoche ab wechselnd in Rheinhessen und Starkenburg- Oberhessen die fi nanzielle Schlagkraft des Verbandes stärken. Auf dem Heili genberg bei Jugenheim wird Anfang Juli eine Ausstellung von Frauenarbeiten aus dem VDA. stattfinden. Kaliwerk Vienenburg am Harz zerstört. Goslar, 9. Mai. Donnerstagvormittag ereignete sich auf dem Kalischacht 1 der zur Preußag gehörenden Berginspektion Vienenburg ein starker Laugeneinbruch in der untersten Sohle, den man mit allen Mitteln zu bekämpfen suchte. Infolge des dauernden heftigen Laugenzuflusses auch nach Schacht 2 miẞlang aber die Gegenwehr. Daher mußte der ganze Grubenbau alsbald geräumt werden. Die gesamte Belegschaft konnte sich durch Schacht 2 in Sicherheit bringen. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Die sofort unternommenen Pumparbeiten, durch die man anfangs dem Einbruch begegnen wollte, wurden sehr bald als zwedlos ausgegeben. Das Bergwerk gilt als verloren. Durch starke Erdsenkunden wurde streckenweise der Eisenbahndamm zerstört. Der Verkehr wurde deshalb auf mehreren Streden gesperrt und umgeleitet. Auch ein Teil der Ortschaft Vienenburg gilt als gefährdet. Im Referentenentwurf über die Osthilfe steht die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse an erster Stelle. Das weitmaschige und obendrein durch die willkürliche Grenzziehung vielfach zerrissene Straßennet muß den Bedürfnissen des Verkehrs angepaẞt werden. Die Reichsregierung soll ermächtigt werden, die erforderlichen Geldmittel zu beschaffen, notfalls auf dem Wege einer Anleihe. Bei der zu erwartenden Knappheit der Mittel ist die Frage von größter Bedeutung, mit welchen Bauweisen das Straßennek am billigsten und schnellsten dem neuzeitlichen Verkehr angepaßt werden kann. Bekanntlich genügen die vorhandenen Schotterstraßen nur deshalb nicht für den durchschnittlichen Kraftverkehr, weil die saugenden Reifen eine schnelle Schlaglochbildung herbeiführen. Der neue Sozialismus. Unsere Kriegsgefangenengräber in Frankreich. Da die meisten Besucher Frankreichs nur den im ehemaligen Frontgebiet gelegenen deutschen großen Sammelfriedhösen be= gegnen, hört man nur selten etwas über das Schicksal der Gräber der hinter der Front in Kriegsgefangenschaft verstorbenen deutschen Soldaten. Es ist wenig bekannt, daß weit hinter der ehemaligen Front bis an die Küste des Atlantischen Ozeans und in Südfrankreich auf etwa 400 Gemeindefriedhöfen 11 000 aus größere Gefahr für unsere Kultur und Wirtschaft, als der einer bolschewistischen gewaltsamer Zerschlagung des Privatkapitalismus, schon weil er leichter durchführbar und zunächst ungefährlicher ist als der Bolschewismus. Gesetzgebung und Verwaltung arbeiten bekanntlich seit dem Zusammenbruche ganz planmäßig an der Zurückdrängung der privaten und der Stabilisierung einer staatlichen Planwirtschaft, ohne sich der Tatsache zu erinnern, daß in der Weimarer Verfassung ausdrücklich die kapitalistische Wirtschaftsform in Deutschland anerkannt wird. Heimann und Tolmin geben somit nur eine tatsächliche Entwicklung in theoretischer Form wieder. Freilich wird die Heimannsche These dem Arbeiter in ihrer wissenschaftlichen Nüchternheit vorerst wohl noch nicht recht zusagen. Die Tarnow'sche These war propagandistisch in jedem Falle wirksamer. Für den Außenstehenden ist es fraglos höchst interessant, zu beobachten, wie Methoden und Theorien des Sozialismus wechseln, während das Ziel unverrückt bleibt. Nachdem die Tarnow'sche Kauffrafttheorie so gründlich erledigt ist, daß man kaum mehr von ihr zu sprechen wagt, sieht man sich in den führenden Kreisen des Sozialismus naturgemäß nach neuen Theorien, zur Untermauerung der geistigen Fundamente des Sozialismus um. Besonders aufschlußreich in dieser Hinsicht ist ein Vortrag, den vor kurzer Zeit der bekannte sozialistische Gelehrte Professor Eduardeimann in Berlin über Grundsätzliche Probleme der Sozialisierung" gehalten hat. Heimann vermied es zwar, Tarnow ausdrücklich zu nennen, aber er bezeichnete die Konsumtheorie als falsch und gefährlich für den Sozialismus. Man müsse aufhören, in der gewerkschaftlichen Lohnpolitik mit ihr zu operieren, der Sozialismus könne sich den Zwiespalt zwischen moderner wissenschaftlicher Erkenntnis und dieser Theorie nicht mehr leisten. Auch der Finanztheoretiker der Sozialdemokratie, Herz, habe sich vor furzem in Hamburg gegen sie ausgesprochen, Kapitalbildung sei notwendig, nur müsse sie immer mehr durch die Hände der Arbeiterschaft gehen, Lohnerhöhungen nur in erhöhtem Konsum münden zu lassen, sei falsch. Genau dieselbe Auffassung hat Helmut Tolmin kürzlich in einem viel beachteten Aufsaß in den Sozialistischen Monatsheften entwickelt, wo er klipp und flar sagt:„ Unsere Arbeitslosigkeit, unsere wirtschaftliche Krise ist nicht die Krise eines reichen Landes mit schlecht geordneter Güterverteilung, sondern die Krise eines armen und verschuldeten Landes. Wer arm ist, kann aber nur durch Sparen und Arbeiten wieder zu Wohlstand gelangen, nicht durch gesteigerten Güterverbrauch." Tolmin bejaht dann in Uebereinstimmung mit Heimann die Notwendigkeit der Kapitalbildung: Nur soll das Kapital nicht mehr beim Privatunternehmer, sondern bei den Gewerkschaften und der öffentlichen Hand gebildet werden. Diese ganze Entwicklung ist überaus interessant und sollte mehr beachtet werden, als es der Fall ist. Die Kinderkrankheit des Sozialismus, das Kapital zu diffamieren und zu zerschlagen, ist überwunden. Die Anwendung vom proletarisch- heroischen zum praktischen, evolutionären Sozialismus tritt deutlich hervor. Der Kapitalismus als solcher wird bejaht, aber es soll sozujagen statt eines Privatkapitalismus ein staatlicher Sozialfapitalismus daraus werden. Dieser Weg des evolutionären Sozialismus bedeutet im Grunde eine weitWie die Gewerkschaften die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Raucherzähne. Die Spezialfonstruktion der Chlorodont- Zahnbürste ermöglicht das Reinigen und Weißpuzen der Zähne auch an den Seitenflächen. 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Der Gewerkschaftsbund weiß so gut wie jeder andere Mensch in Deutschland, daß eine Verkürzung der Arbeitszeit bei gleichbleibenden Löhnen die Selbstkosten der Wirtschaft steigern, damit zahllose Betriebe, die sich heute noch so gerade halten, zum Erliegen bringen und damit die Arbeitslosigkeit nicht vermindern, sondern nur noch weiter steigern wird. Auch in gewerkschaftlichen Kreisen, sowohl in denen der freien wie der christ lichen, hat sich die Erkenntnis von den natürlichen Grenzen der Lohnpolitik in den letzten Jahren immer mehr verbreitert, und charakteristischerweise ist gerade soeben bei der Kölner Zusammenkunft der Christlichen Metallarbeiter eingehend von diesen natürlichen Grenzen und sogar von der„ Gefahr zu hoher Löhne" ge sprochen worden. Die Tarnow'sche Lohnkrafttheorie, nach der mechanische Lohnerhöhungen die Kaufkraft der Massen steigern und das sicherste Mittel zur Hebung des allgemeinen Wohlstandes reichliche Geldausgaben sein sollen ,, warum arm sein?" so lautet das Tar now'sche Schlagwort- wird in gewerkschaftlichen Krei sen kaum mehr erwähnt. An der richtigen Einsicht scheint es somit auch im gewerkschaftlichen Lager nicht zu fehlen, und offenbar sind es wesentlich agitatorische Gründe, die den Allgemeinen deutschen Gewerkschaftsbund gerade jetzt dazu treiben, populäre Forderungen, wie die einer Arbeitszeitverkürzung, in die Debatte zu werfen, obwohl sie selbst ganz genau wissen, wo die Gründe unserer Arbeitslosigkeit liegen und wo die Wege zur Abhilfe zu suchen sind. Der letzte Jahres bericht des Gewerkschaftsbundes enthält eine Reihe tref fender und tiefer Erkenntnisse auf dem Gebiete der Wirtschaftspolitik, und es fällt schwer zu glauben, daß ihn plöglich die in den letzten Jahren so gezeigte wirtschaftliche Einsicht verlassen haben sollte. In diesem Falle scheint sich der Kandidat Jobs dümmer zu stellen als er ist. Aber was tut man nicht im heutigen Deutschland um seiner Wähler willen! Der Gewerkschaftsbund wird sich bei dieser Verleugnung seiner besseren Einsicht mit Recht auf die politischen Parteien berufen können. Die machen es auch nicht besser. Bei der soeben veröffentlichten Entschließung des Allgemeinen deutschen Gewerkschaftsbundes zur Frage der Arbeitslosigkeit drängt sich unwillkürlich der flajsische Vers der Jobstade auf „ Ueber diese Antwort des Kandidaten Jobses Geschah allgemeines Schütteln des Kopfes." Mit einer Unbefangenheit, die erstaunt, mit einer Naivität, die entwaffnet, wird hier erklärt, daß der Grund der Arbeitslosigkeit in der Rationalisierung und der durch sie bedingten Brotlosmachung zahlreicher Arbeiter liegt, und daß dementsprechend das einzig wirksame Mittel zu ihrer Bekämpfung in der Verkürzung der Arbeitszeit besteht. Wir haben nicht gewußt, daß die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eine so einfache Sache ist: durch Einführung der 42- Stunden- Woche läßt sich nach Auffassung der Gewerkschaften das ganze Problem im Handumdrehen lösen. Es ist das Ei des Kolumbus: wir müssen uns schämen, daß fein Kolumbus unter uns war, und daß es dem Gewerkschaftsbund porbehalten blieb, dieses Ei auf den Kopf zu stellen. Im Ernst gesprochen, gehört es zu den betrübendsten Zeichen der Zeit, daß der Gewerkschaftsbund, dessen Veröffent- Der als Der 10. An diesem Frieden zur 1870-71 u Merkmale hervorgehob Jahre nachh um darzutur für Deutschl trag zur Se auf ausging land mögli Der F das Vert gen. Fran zur Anna für den F Verhandlu erfolgt, for manches, handeln. Die tiger und Schen Ford feine brüd Deutscher Frantreid Deutschen ringen w fichtlich d Frankrei Frieden 1 fammern vorgenom Schwaben zu Frankr notwendige Unrechts. Dem Tabrliche T aus auferle me Don 4 Nr. 37. enjchaft ftarbe ren, daß jomo raber annehme then ließen. aß sich die Gu gleich auch die 225-26 des Ve en, daß die ein erhaltung dieje em franzöfifcher Verpflichtung wir daher einer ande finden, be Der Volksbunt Dieser Aufgab igen unserer to der Gefangen u schaffen. D r dort ruhender Herrichtung der s deutschen Vol er, für die Grä n zu finden, die u hohen Mittel des Heisen Ausland. rfer Beteiligung perjammlung des Frankfurt a. M. raus. Es sprad a: heutige Jugend Rampf stehe wie den Kampf der inen Teil ihres ungeheueren Zu etwas gemeines ensstarken Volle llt und erfüllen tsches Boltstum das Volf seine in ihrem Ringer Benden Verhand Tätigkeitsbericht r. Er zeigt ein es, der nunmeh umfaßt( darunte Mitglieder. Einen Arbeitsplan des den alljährlic Werbewode d berheffen die Auf dem H Ausstellung von rodont- Zahnbüle ne auch an den riginalpadung in elten einen er der Wirtschaft fritischen Lage zu widerlegen ralterte Schlag nfluß zur Auf not tut, zu be gut wie jeder Verkürzung der die Selbstkosten Betriebe, die ich gen bringen und indern, sondern in gewerkschaft en wie der chrif den natürlichen Jahren immer weise ist gerade der Chriftlichen türlichen Gr Ser Löhne" ohnfrafteorie wie Kauffrit tel zur Hebung e Geldausgaben lautet das Tar schaftlichen Krei ichtigen Einfidt chen Lager nicht tlich agitatorisch en Gewerkschafts re Forderungen 7 die Debatte z wiffen, wo die en und wo di er legte Jahre eine Reihe tre Dem Gebiete der zu glauben, daß fo gezeigte wit ollte. In diefem ümmer zu ftellen heutigen Deutfo Bewertschaftsbund befferen Einfid berufen können. Samstag, den 10. Mai 1930. Lokales. Mutter. 3um Muttertag. Mutter! Du Liebe! Nachdruck verboten. Wieviel Güte erwiesest Du uns Aus selbstlosem Herzen heraus, Ohn' Unterschied Und unerschöpflich Wußten wir Dank Für all die opferfrohe Liebe? Nahmen sie hin Wie täglich Brot. Und Du, Immer sätest Du aus, Nicht bedacht einer Ernte In die Scheuern Deines Alters, Nur für uns! Hab Dank, Mutter, Für alle Liebe, Für alle freudige Gabe, Alle Sorge und Müh, Entsprungen aus fürsorglichem Herzen, Unserer Freuden Anteil, Unseren Kummers Mit- Leid. Mußt nun bergen die Ernte, Liebe und Freude in Fülle, Aus Deiner Kinder Herzen, In die Deine Saat Du gesenkt.. So segne Dich Gott! Otto Köppe. * Muttertag. Von Jahr zu Jahr wächst die Bedeutung dieses ,, Feiertages". In richtiger Erkenntnis, daß uns das Familienleben und in diesem die Mutter, das Höchste geschenkt hat, und immer noch schenkt, ist es wirklich zu begrüßen, daß ein Tag im Jahr der gehört,.... die stets an uns denkt Mutter. Morgen laßt Mutterhände keine Arbeit schaffen einmal umsorgt sie, wie sie sonst euch. * - der * Die unfreundliche Witterung bereitet uns auf die kommenden drei Eisheiligen vor. Im Sommerkleid schafft der Mensch Kohlen in die Wohnungen, um zu heizen, die verpackten Ueberschuhe werden wieder hervorgeholt. Für die Hustenmittelfabriken blüht der Weizen. Und all das wegen der drei Eisheiligen. Der Gartenbesitzer ist diese Tage über sehr unruhig, er fürchtet für Obst und Gemüse hoffentlich gehts gnädig ab. Im übrigen denken wir fest daran, es ist Mai, der Flieder blüht und dann wirds uns schon wohlig werden. * Eine neue Telephonnummer hat die Provinzialdirektion erhalten. Sie ist in Zukunft unter der Sammelnummer 3147 an= zurufen. - * Luftpostverkehr 1930. Vom 1. Mai ab ist Gießen an den unmittelbaren Luftpostverkehr wieder angeschlossen worden. Mit dem um 8,20 Uhr hier ankommenden( Richtung Frankfurt- M) und um 8,30 Uhr hier abgehenden( Richtung Hannover) sowie mit dem um 18,25 Uhr hier ankommenden( Richtung Hannover) und um 18,35 Uhr( Richtung Frankfurt- M.) hier abgehenden Flugzeugen werden Luftpostsendungen( gewöhnliche und eingeschriebene Briefe, Postanweisungen und Pakete mit der Bezeichnung ,, Luftpost") weiterbefördert. Schlußzeiten 1. für die Luftpostsendungen in nördlicher Richtung( Hannover usw.): a) für gewöhnliche Briefe spätestens 8,20 Uhr der Posthilfsstelle Flughafen spätestens 7,30 Uhr beim Postamt, b) für die übrigen Sendungen spätestens 7,20 Uhr beim Postamt 1, 2. für die Luftpostsendungen in südlicher Richtung( Frankfurt- M.): a) für gewöhnliche Briefe spätestens 18,25 Uhr bei der PostDer Frankfurter Friedensvertrag als Gegensatz zum Kriegsdiktat. Zum 10. Mai als Erinnerungstag. Von Dr. Karl Klein Buchschlag. = Der 10. Mai ist der Jahrestag des Frankfurter Friedens. An diesem Tage vor beinahe 60 Jahren wurde der endgültige Frieden zur Beendigung des deutsch- französischen Krieges von 1870-71 zu Frankfurt a. M. geschlossen. Seine kennzeichnenden Merkmale müssen an diesem Erinnerungstage wieder einmal hervorgehoben werden, um den Unterschied gegenüber einem 47 Jahre nachher erfolgten sogenannten Friedensvertrag zu zeigen, um darzutun, daß der Friedensvertrag, der zu Beendigung eines für Deutschland siegreichen Krieges erfolgte, ein wirklicher Vertrag zur Herstellung des Friedens war, während der andere darauf ausging, den Kriegszustand gegen das unterlegene Deutschland möglichst zu verlängern. Der Frankfurter Friedensvertrag war kein Diktat, sondern das Vertragsergebnis nach langen gegenseitigen Verhandlun gen. Frankreich wurde nicht ein einseitig festgelegter Entwurf zur Annahme unter der Drohung der Fortsetzung des Krieges für den Fall der Ablehnung vorgelegt. Frankreich war vollgültiger und in feiner Weise beschränkter Verhandlungspartner. Die Verhandlungen waren teine Form, sind nicht nur zum Scheine erfolgt, sondern haben sich auf Monate erstreckt. Von den deutschen Forderungen gelang es den französischen Unterhändlern, manches, so den Verzicht auf die Festung Belfort herunterzuhandeln. Die Bedingungen des Friedensvertrages waren durchaus feine drückenden und es wurden keinerlei dauernde Bedrückungen Frankreich auferlegt. Von Frankreich wurde nur die Rückgabe deutscher Länder, des Elsaßes und eines Teiles des früheren deutschen Herzogtums Lothringen verlangt und erreicht. Lothringen war erst 1735 an Frankreich abgetreten worden. Hinsichtlich des Elsaßes wurde der Raub wieder gut gemacht, den Frankreich nach Erlangung des Sundgaues im Westfälischen Frieden 1648 unter Ludwig XIV. durch die berüchtigte Reunionskammern und die Wegnahme Straßburgs mitten im Frieden vorgenommen hatte. Nie vorher hatte eines dieser Länder zu Frankreich gehört. Der Elsaß war ein Teil des Herzogtums Schwaben gewesen. Die Rückgabe deutscher Lande war eine notwendige und selbstverständliche Wiedergutmachung vorherigen Unrechts. Dem damals schon so reichen Frankreich wurde nicht eine jährliche Tributzahlung von Milliarden auf Generationen hinaus auferlegt, sondern nur die einmalige Bezahlung einer Summe von 4 Milliarden Mark. Dieser Betrag entspricht 2 durchGießener Zettung hilfsstelle Flughafen, spätestens 17,35 Uhr beim Postamt 1, b) für die übrigen Sendungen spätestens 17,25 Uhr beim Postamt 1. * Fundsachen im Monat April 1930. Das Verzeichnis über die im Monat April 1930 gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philipps- Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. * Die alten deutschen Goldstücke haben wieder den vollen Wert wie in Vorkriegszeiten, worüber in Geschäftskreisen noch vielfach Unklarheit herrscht. * Ein Möbelhändler als reisender Einbrecher. Die Täter, die in der Nacht vom 29. auf 30. 4. in dem Kolonialwarengeschäft Maternus einen Einbruch verübten und etwa 14 Mille Zigaretten und ca. 200,- Rmt. Bargeld entwendeten, wurden gestern( 8. 5. 1930) auf Veranlassung der hiesigen Kriminalpolizei in Köln festgenommen. Dank der Aufmerksamkeit eines jungen Mannes von hier, der in der Tatnacht in der Nähe des Tatortes einen unbeleuchteten Personenkraftwagen stehen sah, dessen Erkennungszeichen er sich merkte, konnte die Spur nach den Tätern aufgenommen werden. Nach der Festnahme leugneten die Einbrecher zunächst. Als sie sich aber durch eine Plüschdecke, die sie als Padmaterial für die Zigaretten mit entwendeten, überführt sahen, gaben sie den Einbruch zu. Die Zigaretten sind angeblich restlos abgesetzt. Den Einbruch zum Nachteil Richter stellen die Täter noch in Abrede. Es ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß sie auch diesen Einbruch begangen haben. Der Personenkraftwagen, der von Zeugen in dieser Tatnacht gesehen wurde, ist der Beschreibung nach derselbe, wie derjenige, den die Diebe beim Einbruch Maternus benutzten. Auch bei einem großen Zigarrendiebstahl in Marburg wurde ein Personenkraftwagen in der Nähe des Tatortes gesehen. Als Täter kommt der Möbelhändler Karl Rüger, geb. am 8. 5. 1896 zu Ober- Zella, in Köln wohnhaft, und ein Angestellter von ihm in Frage, die zusammen die nächtli= chen Diebesfahrten unternahmen. * Fahrraddiebstähle. Wegen Fahrraddiebstahls wurden 2 Brüder von hier festgenommen. Es sind ihnen bereits einwandfrei drei Fahrraddiebstähle nachgewiesen. Nach den bisherigen Ermittelungen ist anzunehmen, daß die beiden noch für weitere Diebstähle in Frage kommen. * Einbruchsdiebstähle. In der Nacht zum 6. wurde in dem Bootshause„ Hellas" und in der Nacht zum 8. 5. 30 in dem Studentenheim im Burggraben je ein Einbruchsdiebstahl ausgeführt. Die Täter hatten es vorwiegend auf Lebensmittel abgesehen. * Die Kaminfegerbezirke. In den Kehrbezirken der Stadt sind folgende Aenderungen eingetreten, als folgende Straßen bezw. Häuser zu dem Kehrbezirk des Schornsteinfegermeisters Keil, hier, Kaiserallee 11, zugeteilt worden sind: An der Johanneskirche Nr. 3, 4, 5 und 6, die Johanneskirche, das Stadttheater, die Johannesstraße, Café Ernst- Ludwig, die Diezstraße, Ostanlage Nr. 12, 14 und 16, die Marburgerstraße, Bückingstraße und der Wieseckerweg. * Stadttheater. Morgen abend hält der bekannte Vortragskünstler Schlotthauer im Stadttheater einen einmaligen lustigen Vortragsabend ab. * Dr. Alfred Bock im Rundfunk. Am Sonntag, den 25. Mai 1930, hält in der Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes im Südwestdeutschen Rundfunk Frankfurt Dr. Alfred Bock, unser Heimatdichter, einen Vortrag aus eigenen Dichtungen. * Erfolge eines Gießener Tänzerpaares. Auf dem internationalen Tanztournier in Mannhein um den großen Preis von Baden konnten Herr Ewald Bäulke und Frau den zweiten Platz belegen. .* Zeuge gesucht. Am 26. 4. 30, nachmittags 5% Uhr, wurde an der Kreuzung Ludwig- Bismardstraße ein älterer Mann von schnittlichen Jahresraten unserer nach 12 Jahren noch bestehenden Versklavungstribute auf 60 Jahre, nachdem wir schon vorher rund 50 Milliarden geleistet hatten. Frankreich hat damals die Summe von 4 Milliarden in 2 Jahren abtragen können, ohne irgend welche Folgen davon zu verspüren. Die einzige Dauerbestimmung des Frankfurter Friedens war der Handelsvertrag mit gegenseitiger Meistbegünstigung, was für das damals im Verhältnis zu Deutschland industriereiche Frankreich günstig war. Von Frankreich hat man keine sonstige bedrückende Bedingung, keine ehrperletzende oder das Nationalgefühl beleidigende Zumutung verlangt wie die angeblichen Kriegsverbrecher, die man gerichtlich aburteilen wollte. Der Franzosenkaiser befand sich in ehrenvoller deutscher Kriegsgefangenschaft, die nach dem Krieg ihr Ende nahm, auf einem ihm zum Aufenthalt zugewiesenen Schloß. Frankreich ist in diesem Friedensvertrag durchaus glimpflich behandelt worden, obwohl es Deutschland vorher 250 Jahre lang in immer wieder aufeinander folgenden Kriegen aufs schwerste heimgesucht hatte, wobei nur an die Zerstörung der Pfalz und Heidelbergs durch absichtlich angelegte Brände gedacht zu werden braucht. Dabei war Frankreich im Krieg von 1870 der friegsschuldige Teil. Alle Franzosen waren Kriegsverbrecher. Alle hatten den Krieg gewollt. Für das Kriegsverbrechen Frankreichs wurde feine Strafe auferlegt. Frankreich hatte den Krieg leichtfertig vom Zaun gebrochen. Mit dem Moment der Schlacht bei Königgräß, welche die Franzosen Sadowa benennen, erscholl von 1866 ab in Frankreich immer und immer wieder der Ruf: ,, Rache für Sadowa". Die Franzosen wollten Rache dafür nehmen, daß Deutschland es gewagt hatte, zur teilweisen Einigung im Norddeutschen Bund und gleichzeitigen Schutz- und Truzbündnissen mit den süddeutschen Staaten zu schreiten. Die fortschreitende Einigung wollt es verhindern, und durch einen Krieg wieder zerstören, damit Deutschland nicht erstarke und französischen Eroberungsgelüsten nicht einen Damm entgegenseze. Die Fran zosen wollten das linke Rheinufer wegnehmen. Rache für Sadowa erscholl, weil sie im Jahre 1866 nach einer Besiegung Preußens durch die Desterreicher gehofft hatten, diese Eroberung mit leichter Mühe machen zu fönnen. Wie im französischen Parlament die Kriegserklärung beschlossen wurde, war nur eine fleine Opposition unter dem französischen Geschichtsschreiber Thiers dagegen, aber nicht, weil sie den Krieg nicht wollte, sondern weil sie den Kriegsgrund als schlecht gewählt ansah. Gerade diese Opposition hatte am stärksten nach dem Krieg verlangt, wollte aber eine günstigere Gelegenheit dazu gewählt haben, bei der sich Frankreich nicht so offensichtlich ins Unrecht setzte. Für Deutschland war es ein reiner Verteidigungskrieg. Der Kriegsgrund war bei den Haaren herbeigezogen. Ein Prinz von Hohenzollern- Sigmaringen war zum König von Spanien gewählt worden. Das sollte das Machtgefühl Frankreichs beleidigen. Der hohenzollernsche Prinz hatte auf die spanische Nr. 37. einem Radfahrer angefahren, sodaß er zu Fall kam und sich Verletzungen zuzog. Der Radfahrer fuhr unerkannt davon, ohne sich um den Verletzten zu kümmern. Passanten, die den Vorfall beobachtet und Angaben zur Feststellung des Schuldigen machen können, werden gebeten, ihre Wahrnehmungen der Kriminalabteilung, Zimmer 64, mitzuteilen. * Wer ist Eigentümer. Bei der Kriminalpolizei ist ein Boschdynamo eines Fahrrades sicher gestellt. Der Gabelhalter ist repariert. Wer Eigentumsrechte geltend machen kann, wird gebeten, bei der Kriminalabteilung, Zimmer 24, vorzusprechen. * Jubiläum. 25 Jahre im Dienste des hiesigen städtischen Gas- und Wasserwerks ist dieser Tage der Installateur Neuweiler von hier gewesen. * Reichsbahnjubilar. Der Lokomotivführer P. Liebau vollendete am letzten Mittwoch sein 40. Dienstjahr bei der Reichs= bahn. Der Reichspräsident, der Reichsbahngeneraldirektor und viele andere Dienststellen, Verbände und Kollegen gratulierten. * Abschwimmen. Der Gießener Schwimmverein hält heute abend im Volksbad sein diesjähriges Abschwimmen ab. * Schupo und Schwein. Gestern abend gegen 10 Uhr fuhr ein mit Schweinen beladenes Lastauto durch die Südanlage. Was passiert. Eins von diesen Borstentieren hatte gemerkt, daß die hintere Verschlußwand nicht dicht" war, es ,, bricht aus", ohne daß der Autofahrer es bemerkte und markiert mit munterem Grunzen einen nachtstörenden Spaziergänger auf der Südanlage. Das war Grund, daß die Polizei einschreiten mußte. Und so kam es, daß man gestern abend wohl das noch nicht dagewesene Schauspiel erlebte, daß ein Schupobeamter ein wirkliches Schwein zur Polizeiwache„, abführen" mußte. Natürlich war hierbei ein zahlreiches Publikum mit allerlei spaßhaften Bemerkungen getreuer Begleiter. Eltern, laßt Eure Kinder wandern! Wenn sich mit jedem neuen Frühjahr die alte Mutter Erde zu neuem Leben rüstet, und wir Großen in uns jenen Trieb spüren, daß wir am liebsten alles hinter uns ließen und das Ränzlein schnürten zu froher Fahrt in Gottes schöne Welt, steht wohl auch in so manchem Kinderauge der heiße Wunsch, auch heute mit den Kameraden hinausziehen zu dürfen. Ja, viele sind es schon, die sich da am Sonnabend und in den Ferien immer zu froher Fahrt rüsten können. Doch noch mehr sind es gewiß, die von allzu ängstlicher elterlicher Liebe behütet, nie zu solchen Freuden kommen werden. 1 Eltern, laßt Eure Kinder wandern! Es sind allerorten erfahrene Führer zu treffen, die sich der Aufgabe und Verantwortung gegenüber der ihnen anvertrauten Jugend voll bewußt sind. Die Jungens und Mädels sind dort gewiß oftmals resser aufgehoben, als wenn sie so manche Stunde an schönen Sonntagen sich selbst oder fremden Leuten überlassen sind. Sie lernen sich einfügen in das Gemeinschaftsleben der Gruppe, fernen Freud und Leid der Kameraden teilen und werden einer schlichten, anspruchslosen Lebensweise zugeführt. Ihr Körper wird gestählt in Luft und Sonne, und begeistert werden sie immer wieder heimkommen und es Euch in der Woche mit doppeltem Fleiß und Liebe danken. Darum laßt sie hinaus aus dem Dunstkreis der Menschenmassen und Großstädte, die den Menschen unfrei machen und die Seele töten. Laßt sie wandern durch die ewig schöne Gottesnatur, über Berg und Tal unseres schönen deutschen Landes, vom taufrischen Morgen in den glutbegossenen Abend hinein. Laßt Seele und Körper trinken von dem Ueberfluß der Sonnenstrahlen. Laßt Eure Kinder Höhenmenschen werden. ,, Von allen Freuden dieser Welt, Die uns ein Gott gegeben, Das Wandern uns das Herz erhält! Ja„ Wandern" das heißt ,, leben"! Ruth Teschner. Königskrone verzichtet, damit ein Kriegsgrund daraus nicht entstehen könne. Der Fall war also beseitigt. Trotzdem hatte man nachträglich doch einen Kriegsgrund daraus gemacht, weil der nachmalige Kaiser Wilhelm I. sich zu einer demütigenden Erklärung nicht herabließ. Es trat offensichtlich hervor, daß man unter allen Umständen einen Krieg haben und über Deutschland herfallen wollte. Wie hätte umgekehrt Frankreich gegenüber Deutschland gehandelt, wenn es ganz Deutschland erobert, wenn es alleiniger und vollständiger Sieger gewesen wäre, wenn alle festen Plätze und die Hauptstadt in seinen Besiz gelangt, wenn kein Heer mehr vorhanden gewesen, wenn alle Armeen in Kriegsgefangenschaft geraten wären, oder wie die letzte unter Bourbaki in neutrales Land hätte übertreten müssen. Wie hätte Frankreich bei vollständiger Besetzung Deutschlands das deutsche Volk bis aufs äußerste ausgesogen. Ein Beispiel davon hat Preußen erfahren müssen, das von 1806-1813 von Frankreich unter Napoleon I. völlig ausgeraubt wurde. Wie hätte Frankreich die wirkliche und unbestrittene Kriegsschuld gegen uns ausgebeutet. Wie hätte Frankreich, wenn es alleiniger Sieger gewesen wäre, uns dauernd unterworfen gehalten, wie hätte es daraus sofort eine Ueberherrschaft über Europa daraus gemacht und uns wie unter Napoleon I. noch gezwungen, diese Herrschaft durch unsere Mithilfe zu stützen. Troy des außergewöhnlich milden Friedensvertrages erscholl aber das Rachegeschrei in Frankreich darnach nur noch in verstärktem Maße. Immer wieder suchten sich die Franzosen gegen die maßvollen Bedingungen aufzulehnen. Mit großen Mitteln betrieben sie in Elsaß- Lothringen eine heimliche Propaganda gegen Deutschland. Im Friedensvertrag war feinerlei Beschränkung der Souveränität Frankreichs erfolgt. Es stand darnach in voller Gleichberechtigung Deutschland gegenüber und hat von derselben ausreichend Gebrauch gemacht. Keine RüUmgekehrt stungsbeschränkung wurde Frankreich auferlegt. Ueber 40 fonnte es sofort mit seinen Rüstungen beginnen. Jahre hat es sie in stärkstem Maße unter Duldung von seiten Deutschlands fortsetzen können. Es hat die allgemeine Wehrpfliat eingeführt und sie völlig bis zum legten Mann ausgeschöpft, indem es sogar die in der fämpfenden Truppe nicht Verwendungsfähigen zum Hilfsdienst heranzog. Seine Rüstun gen hat es derartig betrieben, daß es dafür die damals größte Staatsschuld von über 30 Milliarden Mark anwachsen ließ. Die Erinnerung an das gemäßigte und milde Verfahren und Verhalten Deutschlands muß gerade jetzt wieder in uns wachgerufen werden, wo uns neue Bedrüdungen auf endlose Zeiten auferlegt wurden, wo die nach 12 Jahren Besayung zu räumenden Lande einer ewigen feindlichen Kontrolle noch unterworfen bleiben sollen. Immer haben wir uns Frankreich gegenüber in der Abwehr befunden und die Notwendigkeit der Wehr gegen französische Uebergriffe wird immer weiter bestehen bleiben. Samstag, den 10. Mai 1930. Aus Nah und Fern. Lindenstruth( Kreis Gießen). In der Zeit vom 13. bis 19. Mai ds. Js. liegt auf der Bürgermeisterei der Kommissions= beschluß vom 20. Februar 1930, 3iffer 5, und der dazu gefertigte Kostenausschlag der Feldbereinigung in der Gemarkung Lindenstruth zur Einsicht offen. Alsfeld. Die Hessischen Geschichts- und Altertumsvereine tagen am 24. und 25. Mai in Alsfeld. Büdingen. Unter tatkräftiger Mitwirkung der Fürstin Marie zu Isenburg- Büdingen wurde im Büdinger Schloß ein Museum geschaffen, das am Sonntag eingeweiht und eröffnet wurde. Darmstadt. Ein Betrüger besuchte mit einem Mädchen eine Wirtschaft, aß und trank viel, um dann heimlich zu verschwinden. Das Mädchen hatte die Zeche am Bein. Fünf Grad Kälte im Hochschwarzwald. Freiburg, 9. Mai. Die berüchtigten Eisheiligen haben dem südlichen Schwarzwald nicht nur auf den Höhen, sondern auch in den tieferen Lagen einen sehr empfindlichen Temperaturrückgang gebracht. Auf dem Feldberg und in den höheren GeGrad Kälte seit Mittwoch birgslagen schneit es bei 4 bis nachmittag, sodaß auf dem Feldberg bereits wieder eine ge= schlossene Schneedede von 10 Zentimetern vorhanden ist. Opfer der Technik. Bei der AEG. in Oberschöneweide bei Berlin explodierte bei Versuchen ein zwei Meter hoher Isolator, der für eine Delschalteranlage von 220 000 Volt bestimmt war. Der Werkstattmeister wurde getötet. Berliner Lichtspieltheater schließen unter dem Steuerdruck. In Berlin hat infolge des hohen Steuerdrucks eine Reihe größerer Lichtspieltheater ihre Pforten geschlossen. Es handelt sich u. a. um den Roxy- Palast mit 1100 Sitzplätzen, den PrimusPalast mit 2300 Sitzplägen. Ein ostpreußisches Rittergut niedergebrannt. Stuhm. Am Donnerstag nachmittag hat ein Riesenbrand das Rittergut Cyguß vollständig vernichtet. Zwei Scheunen, ein Stall und drei Insthäuser wurden ein Raub der Flammen. Strandung eines deutschen Schiffes. Wie aus Reykjavik berichtet wird, strandete in der Nacht zum Mittwoch der deutsche Trawler ,, März" aus Wesermünde bei dichtem Nebel bei Jsland in der Nähe der Ingolfs- Inseln. Die Besatzung von 13 Mann wurde ans Land gerettet. Das Schiff ist völlig wrad. Explosionsunglüd in einer amerikanischen Fleischräucherei. St. Joseph( Missouri), 9. Mai. In einer Fleischräucherei der Armour- Compagny ereignete sich eine schwere Explosion, durch die das ganze Gebäude rasch in Flammen gesetzt wurde. Man rechnet mit 15 bis 20 Todesopfern. Auswanderung aus der Schweiz 1929. Aus der his wanderten 1929 4608 Personen aus( im Vorjahre 4800) Unter den Hertanftsfantonen steht wieder Zürich an der Spitze Unter den Einschiffungshäfen führt Cherbourg. es folgen in geringem Abstand Bremen, Genua und Hambars Unter den Zielländern siehen die Vereinigten Staaten mit 2291 Auswanderern obenan. Gefahren der Schwarzarbeit. Von Elektroobermeister Fr. W. Camps, Kiel. Wir entnehmen die nachstehenden Ausführungen der Schlesischen Hausbesizer- Zeitung". Wir können denselben voll beipflichten und wiederholen, was wir bereits früher ausführten, daß, abgesehen von den nachstehend angeführten Ge: fahren, billige Schwarzarbeit in der Regel die teuerste Arbeit ist. Der Ausdruck„ Schwarzarbeit“ ist heute fast zum geflügelten Wort geworden, wenigstens bei den Handwerkern. Hier gibt es wohl kaum eine Innungsversammlung oder Zusammenkunft. wo das Thema niat mindestens angeschnitten wird, wohl in der klaren Erkenntnis, daß Schwarzarbeit der größte Krebsschaden des Handwerks ist. Man beachte die billigen Sommerpreise! Fritz Schulz jun. A- G, Leipzig ,, Gießener Zeitung" Was ist denn nun eigentlich Schwarzarbeit? Schwarzarbeit wird von sogen.„ Pfuschern" ausgeführt, d. h. von Leuten, die kein selbständiges Gewerbe betreiben und deshalb keine Berechtigung haben, derartige Arbeiten anzunehmen und auszuführen. Es ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, wenn der Hausbesitzer selbst kleine Reparaturen zur Erhaltung seines Hauses ausführt, um nicht erst größere Schäden eintreten zu lassen. Selbstverständlich muß er wissen, wie weit er hier wirklich nutzbringend wirken kann. Durch falsche Handhabung sind aber auch hier schon oft größere Schäden entstanden, die durch rechtzeitige Heranziehung eines Fachmanns hätten vermieden werden können. Anders liegt die Sache aber. wenn ein Auftraggeber einem Gehilfen oder sonstwie nicht selb= ständigen Menschen den Auftrag erteilt, für ihn eine Arbeit auszuführen. Das Gesetz verbietet an sich solche Werkverträge nicht, so daß man sich nicht direkt strafbar macht, aber welche Gefahren in dem Abschluß eines derartigen Vertrages liegen, darüber hat sich sicher noch keiner volle Rechenschaft abgelegt. der da geglaubt hat, durch Schwarzarbeit zu sparen. Es be= stehen in Deutschland bekanntlich umfangreiche soziale Gesetze zum Schutze des Arbeitnehmers, welche vom Arbeitgeber beachtet werden müssen, will er sich nicht strafbar machen, oder sich mindestens in eine große Gefahr finanziellen Schadens be= geben. In diese Gefahr begibt sich aber zweifellos der Konsument der Schwarzarbeit. Nehmen wir einmal an, ein Weißbindergehilfe( von diesen wird die Schwarzarbeit bekanntlich am meisten ausgeübt) wird von einem Konsumenten beauftragt, nach Feierabend oder Sonntags eine Arbeit auszufühEs passiert nun ein Unfall, was um so leichter möglich ist, da doch der Gehilfe von seiner ordentlichen Tätigkeit bei seinem Meister abgespannt sein muß. Tritt nur vorübergehender Schaden ein, vielleicht eine Verletzung durch Sturz von der Leiter, so kann die Sache noch glimpflich abgehen, da die Krankenkasse, die ja der Meister für seinen Gehilfen haben muß, nicht danach fragt, wie und wo ein Krankheitsfall eingetreten ist. ren. Weitaus schlimmer wird aber die Sache, wenn ein derartiger Unfall nachhaltige Folgen nach sich zieht und der Verunglückte dauernd Invalide wird oder gar den Tod erleidet. Der Arbeitgeber ist hier durch die Berufsgenossenschaft, zu welcher er ja erhebliche Beiträge zahlen muß, geschützt. Die Berufsgenossenschaft wird sich aber bei jedem Unfalle, der nicht im Betrieb des Arbeitgebers resp. bei Ausführung in dessen Auftrage passiert, weigern, irgend einen Ersatz zu leisten. Der betreffende Auftraggeber ist in solchem Falle voll ersatzpflichtig und kann man sich leicht vorstellen, daß bei Zahlung einer Rente für den Verunglückten resp. im Todesfalle für dessen Familie die Sache recht kostspielig werden kann. Am gefährlichsten ist es zweifellos, Unberufene an elektrischen Starkstrom: oder Gasanlagen arbeiten zu lassen. In diesem Fache besteht wegen der größeren Gefahr für Leben, Gesundheit und Eigentum der Konsumenten eine gewisse Einschränkung der Gewerbefreiheit insofern, als nur nachweislich ausgebildete Fachleute für diese Arbeiten zugelassen werden. In Schadensfällen wird stets eingehend nachgeforscht, ob hier durch Pfuscher fahrlässig gehandelt wurde. Trifft das zu, so kann nicht nur der Pfuscher mit Gefängnis oder gar Zuchthaus ( je nach der Schwere des Falles) bestraft werden, auch der AufDa traggeber kann zum Schadenersatz herangezogen werden. in diesem Falle schon eine geringfügige Unterlassungssünde schwere Folgen nach sich ziehen kann, sollte sich jeder schon vom moralischen Standpunkt aus hüten, dieser unfairen Handlungsweise Vorschub zu leisten, man möge nur bedenken, daß Schwarzarbeiter feine Steuern zahlen. Selbst die Gewerkschaften sind sich einig in der Bekämpfung des Pfuschertums, schon aus der Erwägung heraus, den 8- Stunden- Tag nicht dadurch zu einem Zerrbild werden zu lassen, daß nach Feierabend von den Arbeitnehmern auf eigene Rechnung weitergearbeitet wird. Neue Bücher. Achtung, neue Kursbücher! Seit einigen Jahren ist der 15. Mai der Stichtag für den Fahrplanwechsel. Wer viel reist, hat es sich schon zur Gewohn= heit gemacht, rechtzeitig vor diesem Termin sein neues Kursbuch zu kaufen oder wenigstens vorauszubestellen, um so allen unbequemen Möglichkeiten, die aus dem sich über Nacht än= Heizi Nr. 37. dernden Zugverkehr für den Reisenden entstehen können, zu entgehen. Die neuen Ausgaben der Storm- Kursbücher werden auch die kleinsten Verschiebungen und Wenderungen in der bisherigen zuverlässigen genauen Weise registrieren. Die StormKursbücher teilen sich in eine Haupt- und in 6 Teilausgaben. Die große Storm- Reichsausgabe bringt den gesamten deutschen Verkehr, die Binnen- und Küstendampfschiffahrt, die Flugfahrpläne und alle Reisewege nach dem angrenzenden Ausland und kostet Rmf. 5,-. Die Preise der einzelnen Teilausgaben bewegen sich zwischen Rmk. 1,50 und Rmf. 2,50. Ebenso zuverlässig und geschätzt wie die Storm- Kursbücher sind die beiden Hendschel- Ausgaben und das Lloyd- Kursbuch Hendschels Telegraph ( Preis Rmf. 6,-) erscheint schon, seit es überhaupt ein nennenswertes Eisenbahnnetz in Deutschland gibt; für das Sommerhalbjahr gelangt der 84. Jahrgang zur Ausgabe. Bei dem Lloyd- Kursbuchy( Preis Rmt. 4,-) ist der Hauptwert auf schnellste und leichte Benutzung gelegt. Walter Steinthal: Dreyfus. Mit einer Einführung von Gustav Radbruch. Preis 3 M. Desterheld& Co. Verlag, Berlin W 15.- Die heutige Generation hat noch vor wenigen Monaten nichts von der Dreyfus Affäre gewußt. Sie fannte den Namen, aber das war auch alles. Inzwischen ist diese ungeheuere französische Kriminalaffäre der Jahrhundertwende über Nacht wieder aktuell geworden. Die Aehnlichkeit zwischen dem damaligen Frankreich und dem heutigen Deutschland hat ben Fall Dreyfus wieder in Erinnerung gebracht, nachdem ein zeitgemäßes Bühnenstück auf sie hingewiesen hatte. Das jetzt vorliegende neue Werk ,, Dreyfus" aus der Feder Walter Steinthals entwirft in knappen, wirklichkeitsgetreuen Zügen das Ge samtbild der Affäre Dreyfus. Es führt in das Milieu der internationalen Spionage, hinter die Kulissen der Kriegsge= richte, hinter die Mauern der Gefängnisse, in die Kabinette der höchsten und geheimsten Politik. Von Diamantentauchern erzählt das neue Heft der„ Woche". Mitunter geschehen ergötzliche Dinge. Lesen Sie das Heft 19. „ Die Handschrift der unverstandenen Frau" ist ein hochinteressanter Aufsatz in der soeben erschienenen Nummer 10 der neuen illustrierten Frauenzeitung„ Das Heft". Wie immer enthält ,, Das Heft" außerdem reich illustrierte Aufsätze aus allen Gebieten, die die Frau interessieren. Die ersten Originalaufnahmen vom Welfenschatz wurden für ,, Hadebeils J. 3." gemacht. In der am Dienstag erscheinenden Nummer 19 ist ein Aufsatz von Dr. Niels v. Holst mit wundervollen Aufnahmen enthalten, die in dem Safe eine Schweizer Bank gemacht wurden. Der Welsenschaz, das größte Wertobjekt, das je im Kunsthandel war, wird Mitte Mai für kurze Zeit im Städel- Institut in Frankfurt a. M. ausgestellt, bevor sich ein weiteres Schicksal entscheidet. Auf Faltbootwanderfahrt! Wie man am besten der Segnungen des Wassers im Faltboot teilhaftig werden kann, beschreibt das soeben im Vobach- Verlage, Berlin und Leipzig, erschienene Einzelheft Nr. 224: Der Faltbootsport, herausgege ben von Oscar Bosselmann. Mit zahlreichen Abbildungen, Literatur- und Kartenverzeichnis. Preis 1,25 M. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. 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