Nr. 53. ich nachkommen. daß auch der pflichtet ist, dem n fich Mängel ine Vorkehrung hene Gefahr er um Erjas des lidyen Gehöften men Dungbaufe Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. ( Gießener Tageblatt) an die Scheune Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RückSe oder Funken fendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. t diesen auf die Aiche in Papp behältern führt 43. Jahrg. erstätten ist stets bringen, aud en gestellt wer leitungen brann Brandenburg an Politische Rundschau. Das Reichskabinett beschäftigt sich eingehend mit der Briand- Dentschrift; die Beratungen werden in den nächsten 1 außerordentlig Tagen zum Abschluß gebracht. ift auf Unver * Der Haushaltsausschuß des Reichstages führte die Beratung der Osthilfe zu Ende. Das Osthilfegesez und das GeBenzin und ande jeg über die Deutsche Ablösungsbank wurden angenommen. Anmachen von Tenfchen müssen büßen. em Licht in den on den Wänden are Halme und sonders erwähnt Sturmlaternen * Der Reichstag nahm das vorläufige Handelsabkommen mit Rumänien endgültig an. Es besteht einige Aussicht, daß das Verbot der Landesver: bände Rheinland und Westfalen Industriegebiet Stahlhelm in einigen Tagen aufgehoben wird. * - , 13 Jahre alt, Dreihundert Stahlhelmleute unter Führung des Bundesenne werfen, der führers Franz Seldte unternahmen eine Nordlandfahrt und hielIs er abgerufen ten an der Stätte der Stagerrakschlacht eine Gedentseier ab. e auf die Drejd De auf die Tenne unbemerkt umge me ein Raub der Tark entstand. at das Glüd, it Nur hoch obe den blinkender O Treiben eines ?- Es ste Zu diesem h I im„ Seft", Weise Stellung n sie die ienausgabe da g Gustav The it enthält wie ren erwarb ein chischen Händle * In Mainz fand am Sonntag die Grundsteinlegung zum Stresemann- Denkmal statt. Copf aus gelben gesehen und ih tiert. Groth h igypten stammen en haben, ware Bilde. Der Vor Franz Wolter, b bafterkopf gew in München ein in Gießen essen Buch- und Zeitungs- Druckerei 2526 ion** Fast eine Viertel Milliarde Gewinn bei der Reichspost. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Der Verwaltungs dat der Deutschen Reichspost trat am Dienstag zu einer Sigung zusammen. Reichspostminister 6ägel gab bekannt, daß die Younganleihe bis jetzt rund 60 Millionen gebracht habe. Die im Juni und Juli begebenen Schazanweisungen in Höhe von 113 Millionen sind sämtlich verkauft. Das Postscheckgeld ist also um 173 Millionen entlastet worden. Infolgedessen bestehen keine Bedenken, auch den Rest der Ablieferung an das Reich mit 41 Millionen abzu liefern. Das Endergebnis des Jahres 1929 ist ein Gewinn Don 222,7 Millionen, wovon das Reich insgesamt 151,5 Millionen erhielt. Die Jahresnachweisung wurde vom Verwal tungsrat genehmigt. Dann beschäftigte sich der Verwaltungstat mit einem Nachtrag zum Haushalt für 1930. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 9. Juli 1930 Aufhebung der Sonderzuschläge für Beamte im besetzten Gebiet. In der Presse wurde verschiedentlich mitgeteilt, daß die Sonderzuschläge für Beamte im beſetzten Gebiet anläßlich der Es wurde noch über das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichspost berichtet. Durch Einsparungen, Anleihen und einen Borgriff auf 1931 sei die Reichspost in der Lage, jetzt für 200 Millionen Mark Aufträge herauszugeben. Dabei solle ein Preisnachlaß von 10 Prozent und die Einstellung neuer Arbeiter bei der Industrie erreicht werden. Ein preußisches Sparprogramm. Räumung der dritten Zone aufgehoben worden seien. Hierüber erfahren wir von unterrichteter Seite, daß laut Verordnung vom 16. Dezember 1927 für das ganze Reichsgebiet die Regelung getroffen worden ist, daß die Sonderzuschläge in den Orten, wo sie früher 15 Prozent betrugen, auf 5 Prozent, in denjenigen Orten, wo sie 10 Prozent waren, auf 0 Prozent herabgesetzt wurden. Für das besetzte Gebiet wurde damals eine Sonderregelung getroffen, nach der in diesem Gebiet- solange die Besetzung dauerte, statt 0 Prozent 5 Prozent und statt 5 Prozent 8 Prozent gezahlt wurden. Nach der jetzt erfolgten Räumung sind diese Zuschläge aufgehoben worden, und das besetzte Gebiet ist also mit dem übrigen Gebiet des Reiches gleichgestellt worden. Die Berlin, 8. 7. Sicherem Vernehmen nach bereitet die preugische Staatsregierung ein großes Sporprogramm vor, das im herbst dem Landtag vorgelegt wer? it soll. Der Entschluß geht auf entsprechende Anträge des Parlaments zurück. hauptersparnisse sollen auf dem Gebiete des Gerichtswesens erzielt werden. So sollen etwa 100 Amtsgerichte und einige Landgerichte in Wegfall kommen. Ferner ist die Aufhebung von etwa 50 Landkreisen und drei Regierungspräsidien vorgefehen. Kommunisten Ausschreitungen. Arbeitsbeschaffung durch Bahnbau. Dillenburg. Der Landrat des Dillkreises hat an das Reichsarbeitsministerium das dringende Ersuchen gerichtet, den Bahnbau Haiger- Gusternhain in das Arbeitsbeschaffungsprogramm aufzunehmen und verbilligte Reichsdarlehen zu gewähren. Als Bauzeit sind etwa zwei Jahre veranschlagt. Ein interessanter Vergleich. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollflischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 54 Befreites Weinland - Geeignetes Weinland. Winzerrettung im Zeichen der Reichsreform. Der jetzt auf dem Disziplinarweg als unwürdig bezeichnete Oberbürgermeister Boeß unternahm bekanntlich eine Rejse nach U. S. A., von der man sagen kann, daß ihre unbedingte Notwendigkeit für das Weiterbestehen Berlins nicht gerade Sie gehört unter das Kapitel unumgänglich notwendig war. ,, Repräsentation". Der Kostenpunkt dafür belief sich auf rund 80 000 RM. und dabei wurde die Reise noch, wie bekannt, Der englische Ministerpräsident Macvorzeitig abgebrochen. donald besuchte ebenfalls die Vereinigten Staaten und Kanada, was als eine Dienstreise aufzufassen sein dürfte, und erhielt dafür von seiner Regierung 32 000 RMt.( in deutsches Geld umgerechnet) vergütet. Der Vergleich der beiden Zahlen zwingt denn doch zu der Schlußfolgerung, daß man im armen Deutschland wirklich mehr sparen könnte, wenn das reiche England es nicht unter seiner Würde findet, für eine wichtige Ministerreise mit weniger als der Hälfte auszukommen. Sch. Worms. Kommunisten, die in Lastkraftwagen von einem in Worms abgehaltenen roten Treffen zurückkehrten, begingen in verschiedenen Ortschaften größere Ausschreitungen. In Guntersblum drangen sie in ein Haus ein und versetzten einem Mann einen Messerstich in den Hals. In Bensheim an der Bergstraße stellte sich ihnen ein größeres Aufgebot Darmstädter Schutzpolizei in den Weg. Die Kommunisten eröffneten das Feuer, das von der Polizei erwidert wurde. Es wurden dabei mehrere Personen schwer verletzt. In Darmstadt wurden dann über 300 Kommunisten abgefangen und einige verhaftet. In en späten Abendstunden sperrte auch die Frankfurter Polizei jämtliche Zugangsstraßen nach Frankfurt ab und nahm von einem größeren Trupp mehrere Kommunisten in Haft. In Mainz wurden acht aus Wiesbaden stammende Lastkraftwagen mit Kommunisten, die die Ausschreitungen in Oppenheim und Nierstein verursacht hatten, angehalten und zahlreiche Verhastungen vorgenommen. 59 Todesopfer in Lübeck! Lübeck. Wie das Lübecker Gesundheitsamt am Montag mittailt, hat sich die Zahl der Todesopfer unter den mit dem Calmette- Präparat genährten Säuglingen von Samstag bis Montag um drei weitere Fälle auf 53 erhöht. Krank sind noch 606 Säuglinge. * Flugzeugübung bei Bornholm. Von A. Weigel Frankfurt a. M. Der 30. Juni 1930 hat für das mittelrheinische Gebiet, für das rheinfränkische Weinland eine doppelte Bedeutung. Dieser hochpolitische Tag verheißt sowohl die Befreiung nach einer fast 12jährigen schweren Fremdbesagung der Mosel, Saar und Ruwer, des Mittelrheins und des Rheingaues, der Lahn und Nahe, der Pfalz und Rheinhes= sens hinauf bis zum unteren Main- und Nedarlauf, als auch die Vereinigung des rheinfränkischen Weinbauers über Ländergrenzen hinweg zur verstärkten Stoßkraft in der Vertretung gemeinsamer Belange im harten Kampfe um die Erhaltung des deutschen Weinbaues. Es ist dies gleichbedeutend mit dem Erwachen einer natürlichen, zusammenhängenden und zusammengehörigen Landschaft wm Rhein und Main, in harter Nachkriegszeit erduldet für die Einheit des einen und unteilbaren Deutschlands:„ Rheinfranken im deutschen Einheitsstaat", ein Ziel, für das auch die Heimatpresse aller Schattierungen in jahrzehntelanger Kleinarbeit sich bekanntermaßen immer wieder eingesetzt haben. Gegenüber einer Weltweinerzeugung 1929 von 162 Millionen hl, wobei Frankreich in der Höhe des Ernteertrages mit ca. 40 Millionen hl, ohne die 9 Millionen hl aus Algier und Tunis, an der Spitze steht, fällt die Weinernte Deutschlands mit nur 1½ Millionen hl mengenmäßig völlig ab. In ihrer Güte liegen dagegen bekanntlich die deutschen Weine, besonders die guten Jahrgänge wie der 1929er um so höher. Soll es nun bei dieser verhältnismäßig geringen Menge feine erträgliche Lösung für den deutschen Winzer geben? Diese Frage bejahend, darf es jedoch über die Notwendigkeit einer Osthilfe tein Vergessen einer Westhilfe geben. Man vergesse nicht, wie Mißjahre und Frost mit guten Ernten und Absatzstockungen abwechselten; Zustände, die durch eine Ueberflutung mit ausländischen Weinen durch das berüchtigt bekannte Loch im Westen und über die deutschen Freihäfen verschlimmert, zu den allen besorgten Deutschen in Erinnerung gebliebenen Vorfällen in Bernkastel und Bulhay an der Mosel sowie in der Pfalz führten und die schwarze Winzerfahne aufrollen ließen. In 3 Forderungen spiegelt sich der ganze Jammer des deut1. Drosselung der gewaltigen und überflüssigen Einfuhr von Auslandsweinen durch einen wirksamen Zollschutz, Edeka führend in der Selbsthilfebewegung ichen Weinbauers wieder: des Einzelhandels! Der 22. Edeka- Verbandstag, der am 24. Juni 1930 in Karlsruhe unter dem Vorsitz von Peter SchmitterBrühl stattfand, bewies die fortschreitende Bedeutung der Wirtschaftsorganisation im selbständigen deutschen Lebensmittel- Einzelhandel. Generaldirektor Frig Borrmann, M. d. R., Berlin, schilderte in seinem Vorstandsbericht die erfreuliche Entwicklung der Edeka- Zentralorganisationen und ihrer lokalen Genossenschaften, die in starkem Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitglieder und in erhöhten Umfägen ihren Ausdruck findet. Der Edeka- Verband lasse sich die Förderung der Selbsthilfe be= sonders auch durch Errichtung von Edeka- Ladengemeinschaften, durch Aufklärung der Verbraucherschaft, durch Heranbildung eines tüchtigen Nachwuchses, angelegen sein. In wirtschaftspolitischer Beziehung seien ebenfalls Erfolge zu verzeichnen. Wenn auch längst nicht alle Forderungen des selbständigen Lebensmitteleinzelhandels erfüllt seien, so wachse doch der Einfluß auf die Gesetzgebung. Stettin. Das Dornierwal- Flugzeug D 864, das am Monimgnachmittag um 13.55 Uhr von Stettin nach Stockholm gestartat war, mußte an der Südspitze Schwedens wegen Motorhaden niedergehen. Zehn Seemeilen von Bornhalm entfernt fonterte das Flugzeug plötzlich. Zwei Passagiere werden vermnißt, ebenso ein Mann der Besayung. Un Hand des Geschäftsberichtes erstattete Verbandsdirekfor Paul König den Jahresbericht des Edeka- Verbandes. Verlagsdirektor Albert Werner gab einen Ueberblick über die hervorragend arbeitende Edeka- Verlagsgesellschaft und Direktor F. W. Schulze referierte über das fruchtbringende Wirken der Edeka- Reklame- und Verkaufsabteilung. V In dem Vortrag ,, Berufsvertretung des Einzelhandels und seine genossenschaftlichen Wirtschaftsorganisationen" betonte das Mitglied der Anwaltschaft des Deutschen Genossenschaftsverbandes, Direktor Korthaus Berlin, die Bedeutung der beruflich- fachlichen und wirtschaftsgenossenschaftlichen Organisation für den gewerblichen Mittelstand im allgemeinen und den Einzelhandel im besonderen. Er hob hervor, daß als große festgefügte Gruppe der wirtschaftsgenossenschaftlichen Drganisation im Einzelhandel der Edeka- Verband mit seinen bewährten, vielfach verzweigten Einrichtungen einzigartig und mustergültig dastehe. Bestand und Leistungsfähigkeit der Edeka bewiesen den Segen einer großen, geschlossenen, Achtung gebietenden Drganisation. Ein weiterer Vortrag des Verbandsdirektors Paul König propagierte die Gründung von Edeka- Spar- und Arbeitsgemeinschaften, mit dem Zweck, dem kaufmännischen Nachwuchs die Wege zur Selbständigkeit zu ebnen. Zum Thema ,, Bausparkassen Mittelstandshilfe" sprach Bankdirektor Friz Godau. Bemerkenswert aus dem Revisionsbericht ist insbesondere die Feststellung, daß bei den Edeka- Genossenschaften Dank der intensiven Tätigkeit in der Verbandsrevision und der Wachsamkeit der beiden Zentralgenossenschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ein einziger Konkurs vorgekommen ist. - = 2. Sofortige Inkraftsetzung eines unbedingten Verschnittverbotes, 3. Abbau der vielfach ungerechtfertigt hohen Preisspanne zwischen Produzenten und Konsumenten. In dem Roman ,, Die goldenen Berge" von Clara Viebig, einer Kennerin, als Moselkind, rufen 300 000 Winzer um Rhein und Main, um Mosel und Saar, um Lahn und Nahe zur Schickfalsgemeinschaft auf. Nicht unerhört! Auch Alfons Paquet, der prophetische Rheinrebell, umreißt in seinen Werken über den Rhein mit seherischem Blick diese gewordene Landschaft innerhalb der mittelrheinischen Großlandschaft, der auch ein Leo Sternberg, der Rüdesheimer Dichter, in seinen Landschaftsschilderungen des öfteren Ausdruck verleiht. Und auf der letzten Tagung rheinischer Dichter durchzuckten vie Wetterleuchten die empfundenen rheinfränkischen Bindungen von Mensch und Landschaft die markante, geschichtlich gewordene Silhouette Frankfurts, der Stein gewordenen Frankenfurt, die das Nationaleigentum der Paulskirche birgt. Bereits 1922 haben Vertreter des Gebietes zwischen Saarbrücken- Trier und Kassel einerseits, zwischen Koblenz- Siegen und MannheimAschaffenburg andererseits auf einer Tagung in Frankfurt vor Vertretern des Reichs in einer gemeinsamen Resolution dieser Zusammengehörigkeit auf Gedeih und Verderb Ausdruck verliehen. Inzwischen haben die zahlreichen Kraftlinien und Kraftfelder dieser Landschaft auf den mannigfachsten Gebieten einer großdimensialen Lösung über Ländergrenzen hinweg sichtbaren Ausdruck ihrer Konzentration gefunden, wozu nicht zuletzt die neuerdings erstrebte geschlossene theinfräntische Winzerschaft gehört, eine Bewegung die bereits in den ersten Nachkriegsjahren thren besonderen Auftrieb fand. Aus außenpolitisch erklärlichen Gründen wurde in dem befarnten ,, Königswinterer Beschluß" alle Aktivität zum rheinfränkischen Zusammenschluß auf die Zeit nach der Befreiung des Rheinlandes verschoben. Dieser Zeitpunkt ist nunmehr getommen und mehr denn je gilt heute auch für die rheinfränkischen Winzer das Schillerwort im Prolog zu Wallensteins Lager: Im engen Kreis verengert sich der Sinn, Es wächst der Mensch mit seinen größeren Zweden." Diese rheinfränkischen Winzer, die sich alle eins fühlen im tiefen Geblüt des deutschen Weinbauers: Lernt sie kennen in Euren bevorstehenden Ferien, lenkt Eure Schritte zu dem Mittelstück des Rheins mit seinen Zuflüssen von der Neckarmündung bis zur Mosel und Ahr. Sie verdienen diesen Dank in vollstem Maße als Vorkämpfer deutscher Einheit unter entsagungsvollen Opfern, abgeschnitten von dem Mittwoch, den 9. Juli 1930. Mutterlande in einem langen Jahrzehnt. Ihnen verdanken wir die Wiedergeltendmachung des Ausspruchs eines Ernst Moritz Arndt vor mehr denn 100 Jahren: Gießener Zeitung * Ein Negerdorf. Wir werden in den nächsten Tagen Gelagenheit haben, endlich einmal wieder ganz reine, unverfälschte und doch nach modernsten Gesichtspunkten zusammen,, Der Rhein, Deutschlands Strom, aber nicht Deutschlands gestellte Circuskunst genießen zu können. Der Riesencircus Grenze.". Auf zum Rhein! Lokales. 800- Jahrfeier auf dem Schiffenberg. Am Samstagabend und Sonntagnachmittag fand unter Beteiligung von zahlreichen Besuchern aus nah und fern die 800- Jahrfeier der Gründung des ehemaligen Klosters Schiffenberg statt. Am Samstagabend wurde zur Erinnerung an den bekannten Kulturhistoriker Wilhelm Heinrich Riehl eine Gedenktafel am Hauptgebäude des Schiffenbergs eingeweiht. Der Sonntag brachte nach einem Massenchor der vereinig ten Gießener Gesangvereine die Begrüßungsansprache des Vorsitzenden der Heimatvereinigung Schiffenberg, Forstrats Niko= I aus. Anschließend sprachen Landesforstmeister Hesse namens der hessischen Staatsregierung als Eigentümerin des Schiffenbergs und der Hessischen Obersten Forstverwaltung, sowie Beigeordneter Dr. Hamm für die Stadt herzliche Grüße und Glückwünsche. Das Festspiel brachte in lebendigen Bildern die Hauptereignisse aus der 800jährigen Geschichte des Schiffenberges. * Fünf- Rentenmark- Scheine. An einzelnen Stellen ist die Meinung aufgetreten, daß die Fünf- Rentenmark- Scheine ungültig seien. Dies trifft nur zu, hinsichtlich der Fünf- Rentenmart- Scheine mit dem Ausfertigungsdatum vom 1. November 1923, die ein Kopfbildnis nicht tragen und die am 20. September 1926 aufgerufen sind. Dagegen sind die Fünf- Renten-| mart- Scheine mit dem Kopfbildnis eines Landmädchens nach wie vor vollgültige Zahlungsmittel. * Einkommen- und Körperschaftssteuer. Wer der Aufforderung des Finanzamts, eine Steuererklärung abzugeben, nicht nachkommt, hat zu gewärtigen, daß das Finanzamt ihn ,, einschätzt". In diesem Falle hat der Steuerpflichtige den Nachteil, daß ihm der ordentliche Rechsmittelweg bis zum Reichsfinanzhof verschlossen ist; es ist ihm nur die Beschwerde beim Landesfinanzamt möglich. * Fundsachen im Monat Juni 1930. Das Verzeichnis über die im Monat Juni 1930 gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände fann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philipps- Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. * Von der Universität. Der ordent. Prof. für Alte Geschichte, Dr. Rich. Laqueur, hat den an ihn von der Universität Tübingen zum 1. Oktober ds. Js. ergangenen Ruf angenom men. * Oeffentliche Versammlung. Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund veranstaltet heute abend, 8.30 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine Versammlung, in der der Nationalsozialist Werner von Frankfurt über das Thema ,, Faschismus und Nationalsozialismus" sprechen wird. Der Kampf um Guillemont. Von Otto Ahrends, gef. an der Somme am 26. 11. 1916. Am 29. August, da fängt der Tanz früh an. Punkt 9 Uhr krachen die Schweren und schlagen über unseren Köpfen herum, daß man ganz irr wird in seinen Gedanken. Keiner kann hinaus. Schon der Flieger halber. Die kreisen zu mehreren unermüdlich über unserm Käfig, ganz niedrig, und wo sie etwas erspähen, schlägt, durch ihren Zuruf geleitet, das schwere Artilleriefeuer alles zu Boden. Oder sie jagen den sich Bewegenden mit ihrem knatternden Maschinengewehr. So machen sie Jago auf unsere Meldegänger, die in ihrem eiligen Lauf durch spritzenden Kugelregen aus der Luft erschrecken werden. Hinlegen, Bewegungslosigkeit das einzige Mittel. Erheben sie sich nach kurzer Zeit, sigt ihnen gleich der riesenhafte Raubvogel wieder im Naden. So verschwindet mancher in einem Erdloch, und nie kommt eine Kunde von ihm wieder. Wir müssen immer wieder die Zeltbahnen vor unsern Stolleneingang ziehen, um unsere Höhle den Augen dieser Späher nicht zu ver raten. Und doch hat einer uns wohl erkannt, denn jetzt tanzt ein wildes Feuer einen Ringelreihen um unsern Eingang, nur der Kernschuß fehlt noch, der alle zudeckt für immer. Verschüttete kommen, ringen nach Luft und bitten um einen Plaz. Eine unheimliche Fülle drängt sich in diesem engen Raum zufammen, eine schreckliche Size verbreitet sich, jeder Schritt triit auf einen Menschenleib. Und dazu der Durst. Dieser unheimliche Durst Der ist noch schlimmer als Granaten. Die meisten sprechen schon gar nicht mehr, um ihn nicht zu vergrößern. Wieder kommen Verwundete, die Treppe klebt von Blut, und dazu immerwährend dies furchtbare Hämmern. Was wir an Getränk noch haben, trinken gierig die Verwundeten. Was soll heute abend werden, wenn feine neue Zufuhr kommt. Dazu von allen Seiten der Schrei:„ Bringt uns zu trinken, wir fönnen nicht mehr!" Jeder Mann an der Treppe Spaten in die Hand!" Aus Vorsicht, wenn wir eingeschossen werden. Und es dauert nicht lange, da schlägt mit einem Bombenkrach eine schwere Erdscholle in den Eingang das Tageslicht verschwindet. Ein unerschütterlicher Witbold ruft:„ Wer wirft da mit Marmelade?" ,, Ausschaufeln, wollt ihr wohl machen!" Die Spaten fliegen, allmählich dämmert das Licht. Draußen tobt der Gra= natensturm, Treffer auf Treffer in unmittelbarer Nähe. Die Sache wird unheimlich. Ich nehme die Leuchtpistole, drei weiße Kugeln zischen aus dem Eingang. Leuchifugeln sind unsere Sprache in der Not. Für die Artillerie. Dahinten irgendwo steht einer, der ausschaut nach den Notsignalen. Drei weiße Sterne heißt: Gebt uns Entlastung, feuert wieder, schießt, wir werden hart bedrängt" Steigt aber eine rote Kugel in die Höhe, so reißen 100 Hände auf einmal am Abzug der Geschütze, und wie Werwölfe rasen unsere Lagen zu den Gegnern. Das ist Sperrfeuer. Auch jetzt antwortet unsere Artillerie stärker, aber mit unverminderter Kraft schießen die Engländer. Zum zweiten Male, zum dritten Male poltern schwere Erdmassen in unsere Tiefe, und überall rudt und zuckt es von den gewaltigen Explosionen. ,, Maschinengewehr klar?" Jawohl. Alles in Ordnung." Wir stehen in unsern Stahlhelmen oben am Eingang. Es ist 5 Uhr nachmittags. Das ist die kritische Stunde. Jede Minute springt einer hinaus in den Höllenbrand, wir müssen sehen, was da vorgeht. Leutnani Leuschow, der Gewehrführer. und ich wechseln uns ab. Jetzt raus. Umgegudt. Nichts. Mit einem Sag hinein. Immer Ruhe, immer abpassen, selbst im Trommelfeuer sind noch Eisenlücken! Und dieses Spiel eine Stunde, immer wieder, immer wieder. Wir lassen uns von euch Engländern nicht überraschen. Drei rote Leuchtpatronen stecke ich zu mir. Aus Vorsicht. Barum fündigt für die nächste Zeit ein kurzbefristetes Gastspiel in den Mauern unserer Stadt an. Circus Barum kommt mit seinem vollkommenen, ungeteilten Programm, mit seinem gigantischen Viermasten- Zelt, das sechstausend Besucher faßt, mit seiner unvergleichlichen Tierschau, mit seinem Massenauf gebot von erstklassigen Artisten aller Nationalitäten. Seine größte Sensation aber ist vielleicht seine großartige Völkerschau: Barum bringt ein ganzes Negerdorf nach hier. Vor seinem Eintreffen werden die Kunstflieger Barums ihre Sturzund Schleifenflüge über Gießen vollführen, eine Art„ Hohe Schule im Doppeldecker", die gleichzeitig ein hyper- modernes Reklamemittel und eine hochklassige Circuskunst in ihren Spitzenleistungen bieten und dabei oder daneben eine Revue der Welt, eine Parade der Völker unserer Erde geben. Dieses Programm wird sicher auch in Gießen Sensation erregen. Aus Rah und Fern. Alten- Buseck( Kt. Gießen). Der Gemeinde- Voranschlag liegt eine Woche zu jedermanns Einsicht auf der Bürgermeisterei offen. Ulrichstein. In der Gastwirtschaft zur Traube", hier, wurde an einem der letzten Sonntage den jungen Gesellen, die sich den vorausgegangenen Handwerkskammerprüfungen unterzogen hatten, die Gesellenbriefe überreicht. Zu dem feierlichen Afte hatten sich eingefunden: die Junggesellen, die Eltern, die Vorsitzenden der verschiedenen Vereine, ferner Bürgermeister Appel- Ulrichstein und der Syndibus der Kammer- Nebenstelle, Dr. Reif. Der Vorsitzende des hiesigen Ortsgewerbevereins, Schuhmachermeister Schott, begrüßte die Erschienenen und gab die Zahl der Prüflinge bekannt. Hierauf überreichte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Buchbindermeister Kim- pel, die Diplome. Den Gesellenbrief erhielten: SchindlerOtto Hansel, Helpershain und Karl Korell, Ulrichstein; Schreiner: Otto Röder, Sellnrod und Karl Wingerfeld, Bobenhausen II; Metzger: Engelbert Traut, Herbstein und Otto Eimer, Groß- Eichen; Maurer: Heinrich Schmelz, Ulrichstein; Mühlenbauer: Wilhelm Weber, Wohnfeld; Schneider: Heinrich Günther 9., Köddingen; Schmied: Otto Seipel, Ulrichstein. Ein ge= mütliches Zusammensein beschloß die Feier. Evangelische Kundgebung in Lauterbach. Lauterbach. Die 87. Hauptversammlung des Hessischen Gustav- Adolf- Vereins in Lauterbach gestaltete sich zu einer großen Rundgebung für den evangelischen Glauben. Paratyphus in Darmstadt. Darmstadt. Im Elisabethenstift sind nach dem Genuß von Grießpudding 50 Patienten erkrankt. Bisher sind drei Todesfälle zu beklagen. Der weitaus größte Teil der Erkrankten befindet sich auf dem Wege der Besserung. Die Braut ermordet. Erbach i. Odw. In der Nacht auf Montag wurde die Handgranaten liegen an der Treppe. Es kann losgehen, Aber nichts kommt, nur das Artilleriefeuer wütet weiter. Blutüberströmte taumeln vorüber. Verschüttete klettern zu uns herunter. ,, Eingang freibleiben, immer gefechtsklar!" Und wieder springen wir in den Krater und sausen zurück. Wie lange gelingt das noch? uns. at du noird es ganz dunkel, ein Gewitter flammt über Schwarz wird der Horizont, eine gelbe Lücke steht wie eine Brandfacel am Himmel. Eine Regenböe flammt über das Gelände. Das Feuer läßt nach. ,, Verwundete und Verschüttete raus," schnell die Pause benuzen. Alles, was nicht gefechtsfähig ist, wird abgeschoben. Wir stehen in einem Krater und äugen über die zerwühlte Ebene. ,, Links rote Leuchtrakete", schreit einer. Maschinengewehr heraus, zum Donner wollt ihr machen!" Wie die Panther springen die Kerle mit dem schweren Gewehr heraus. Einfach tadellos. Ich lade rote Leuchtrakete. Noch nichts zu sehen. Links prasselt ein Maschinengewehr. Ein Augenblick unheimlicher Spannung. Wo kommen sie? Links wieder rote Leuchtraketen." Das ist bei der Kiesgrube, da liegt die erste Kompagnie. Die wird schon machen. Machte auch. Wie wir nachher hörten, waren die Engländer ganz dicht vor ihren Stellungen, aber sowie sich einer zum Handgranatenwurfe erhob, saß ihm eine Kugel von unseren Leuten schon im Leibe. Und die feindlichen Maschinengewehre kamen nicht zum Schuß. Da haute jetzt unsere Artillerie gewaltig dazwischen. Wir aber im Ungewissen, stehen und warten. Aus jedem Granattrichter ragt der trotzige Stahlhelm. Ein Bild aus dem Mittelalter:„ Die Burgverteidiger"." Der Delville- Wald taucht aus dem dunstigen Schleier auf, wie ein schwarzes Meer brandet die zerwühlte Ebene heran und schlägt an unsere Feste, im flammenden Gelbrot glüht der Himmel. Dazu unsere famosen Kerle, jeder in der höchsten Spannung, den Gegner hervorbrechen zu sehen, dabei jetzt wieder ein Ueberfall pfeifender, sausender Geschosse. Trotz alledem ein wundervoller Augenblick. Der Tod nimmt selbst den Bogen in die Hand und spielt dem Leben auf, und wie die höchste Lebensspannung die stärksten Energien schafft, wie die größten Gegenjäze, Leben und Tod, so unmittelbar sich gegenüberstehen. wird alles zu einem wilden Rhythmus, ja zur Musik, zu einem wilden Rausch von Seligkeit und Lust. Die Engländer kommen nicht. Da sie links schon angehalten wurden, wagen sie sich bei unserer zurückspringenden Ecke nicht heran. Nur das Artilleriefeuer verdoppelt und verdreifacht sich. Wir nehmen unseren Springpostendienst wieder auf und sind von neuem auf der Wacht. Gerade fragen wir un= seren draußen lugenden Posten, Butenschön heißt er:„ Gibt's was zu sehen?" da stürzt er schon mit hochgehobenen Armen auf uns zu. Verwundet. Wie ich ihm den Kopf halte, ist er schon tot. ,, Neuer Posten raus!" Von links wird gerufen:„ Maschinengewehr verschüttet!" ,, Der Posten der 5. Kompagnie ist gefallen." ,, Neuer Posten raus! Unser Maschinengewehrposten kommt blutend zurück. Auch schon wieder verwundet. , Neuer Posten raus!" So geht's immerfort. Nerven behalten. Ruhe. Punkt 8 Uhr abends links wieder rote Leuchtraketen. Sperrfeuer setzt ein. Mit einem Rud steht das Maschinengewehr an seinem Play in irgendeinem Trichter. Schon wieder ein neuer Trichter, die ganze Gegend ist wieder umgepflügt in den zwei Stunden. Links fnattern Schüsse. Es wiederholt sich dasselbe vom Nachmittag. Bei uns wird's wieder nichts. Mit der Dunkelheit wird es etwas ruhiger, für heute ist das Schauspiel aus. Aber Nr. 54 Gendarmerie nach dem sogenannten Blechgraben gerufen. Do hatten Passanten die Leiche der 29 Jahre alten Dina Flechsen haar aus Michelstadt gefunden. In der Nähe saß ihr Bräuti gam, der 21 Jahre alte Georg Konrad aus Erbach. Diese hat zugegeben, die Flechsenhaar im Verlauf eines Streites ge würgt zu haben. Er will aus Eifersucht gehandelt haben. Trachtenfest in Marburg. Mittwoch, den 9 Nun das Rhein Poilu feinen Weg gebeten vor zwölf J Stimme die etzener ift es eine Ehrenpfli Schwestern und Bri ften Dank zu entbie Denn sie, die G allererster Linie gen Fremdherrschaft zu Reimzellen und Mi Standes, jah Eroberu zentren der Abwehr Der Marburger Schloßpark erstrahlte in seiner ganzen Schönheit und stellte dem Schlußtag der Festspielwochen einen prächtigen Rahmen. Um die Mittagsstunde nahm das Fest sei nen Beginn. Etwa 2000 Menschen sammelten sich im Schloß parktheater, das für diesen Tag dem hessischen Lied und dem Volkstanz und der mundartlichen Dichtung gehören sollte. Ein Schwälmer Brautzung eröffnete den Reigen der Veranstaltungen Voran die Musik echte Schwälmer Kirmesmusik. Hinter ihnen schreitet die Braut, von zwei weißgekleideten Braut führern geleitet. Dann kommt der Bräutigam, den die Braut: jungfern führen, und schließlich der Gäste große Schar. Die blonden Mädels mit Rotkäppchen und und einer Anzahl sich bauschender Röcke, die Burschen mit flotten, pelzverbrämten Tschakos und wehenden Kitteln. Ein entzückendes Bild. Die Glocken läuten; Böller knallen gen Himmel. Das Hochzeits: fest beginnt. Ein alter Schwälmer spricht. Braut und Bräutigam heben das erste Glas an die Lippen, das klirrend am Boden zerschellt. Ein frommes Lied erschallt. Dann schreitet das junge Volk zum Tanz. Ein Rheinwalzer, ein PolkaMazurka, dann der vom Publikum mit rauschendem Beifall begrüßte Schwälmer Tanz. Die Mädchen drehen und beugen sich, daß die 18 Röcke im Winde fliegen. Die Burschen führen sie geschickt zum Takt der Schwälmer Weisen. Auf die Schwäl mer folgen die Erksdorfer Mädels, von ihrem Lehrer Grune wald geführt, mit entzückenden uralten Volkstänzen, die sie selbst mit Mandoline und Gitarre sehr hübsch zu begleiten wissen. Lange rote Gewänder mit bunten Borten tragen sie. Darüber grüne und blaue, reich bestickte Brusttücher; und ihre Tänze haben etwas wie Erinnerung an das Rokoko mit seiner leichten, schwingenden Behendigkeit. Im Anschluß an die Tänze der Erksdorfer Jugend sahen wir„ e hessisch Stickche",„ Die uhleidlich Ellemutter" der Marburger Mundartdichterin Martha Frohwein- Büchner. Der volkstümliche Humor des reizenden Werfchens wurde von Laienspielern und spielerinnen in urwüchsigem und natürlichem Ton interpretiert. Die Ty pen des Hessendorfes, die Ellemutter, der Bauer, die Bäuerin, die Mädels und die Burschen standen lebensecht und wahr vor dem begeisterten Publikum. 15 Wohnhäuser eingeäschert. Fulda. In dem etwa 1200 Einwohner zählenden Rhönstädtchen Tann brach am Samstag mittag ein Brand aus, der sich infolge der Trockenheit mit großer Schnelligkeit ausbreitete. Es sind 15 Wohnhäuser mit Stallungen und Scheunen niedergebrannt. Es handelt sich meist um kleinere Leute, die kaum versichert sind. Büdo Salonwachs für den Fussboden wie hat es gewütet, welch ein Jammer, welch ein Elend. Wie sind die armen Kerle, die da im Freien lagen, zusammenge schossen! Aber wir sind die Herren von Guillemont, trotz Tod und Teufel, trotz aller Ströme von Blut. Die Ueberlebenden brechen vor Erschöpfung zusammen. Es war zuviel. Gebt uns zu trinken!" rufen sie. Gebt uns zu trinken," stöhnen die Verwundeten. Und ich habe nichts, nichts für mich, nichts für andere. Und feine Hilfe tommt. Wiederum muß ich unsere schneidigen Jungen hinausschicken mit dringenden Meldungen. Die Truppe muß abgelöst werden, die Truppe muß zu trinken haben. Selbst der Meldegänger sieht mich traurig an Aber es muß sein, er muß gehen. Er geht. Es wird 10 Uhr, es wird 12 Uhr, 1. 2 Uhr. Keine Antwort. Das Licht schwelt im tiefen Keller, unbeweglich liegen die Körper der Leute, und ich halte die Wacht wie unter den Toten. Endlich kommen welche. Träger für Verwundete, Meldungen. An Ablösung ist nicht zu denken. Zu trinken gibt es etwas. Ein Tropfen auf einen heißen Stein. Die Ordonnanzen jagen zu ihren Kompagnien. Das Schießen wird wieder stärker, immer wieder müssen die Kerle durch's Feuer laufen. Und morgens 5 Uhr liegt noch ein Schwerver wundeter bei uns, den niemand abgeholt hat, der jammert und ſtöhnt und ruft um Hilfe. Da muß ich noch einmal an meine Jungens appellieren, da müssen sie mit dieser furchtbar schweren Last noch einmal durch das Feuer. Und gehen und tun ihre Pflicht und kommen wieder. Hätte ich die Ehrenzeichen zu ver geben, einem jeden von ihnen einen Eichenkranz aus reinem Gold auf's Haupt. Etwas Schlaf gibt es Und wir träumen:„ Wir sind die Herren von Guillemont, unter Königreich, das ist von Blut durchtränkt und ist von Mord und Brand versengt. Arm und Nerven sind von Stahl für den, der sich an uns vergreifen will. Wir sind die Herren von Guillemont. Der Tag dämmert mit trüben Regenwolken; eine dunkle Wand steht zwischen denen, die sich nach dem Leben trachten. Die zwingt gebieterisch zur Ruhe. Wir atmen auf und danken dem glücklichen Einfall der Natur, die diesen Regenschleier still zur Erde senkt. Aber abends heilt es auf, und sofort sind die Eisenfresser wieder bei der Arbeit. Bald darauf kommt's von allen Seiten: Handgranatenangriff der Engländer!" Wie die Teufel sind die Leute draußen. Ich liege mit der Leuchtpistole in einem tiefen Loch, und zischend fliegen die Ra feten. Zu erkennen ist nichts. aber höllisch ungemütlich ist es wieder, wie ein Sturm heulen die Granaten über unsere Köpfe. Leutnant Leuschow schaut aus, ich schieße ununterbrochen. Nichts zu sehen. Nach einiger Zeit steigen links die weißen Kugeln, gleich darauf kommt die Meldung: Handgranatenangriff abgeschlagen! Na also. Dann kommen die ersten Ablösungen, ein Gefühl der Erlösung überschleicht uns. Aber noch sind wir nicht her aus. Der Stab fommt erst um 5 Uhr morgens an die Reihe. Das Feuer der Engländer steigert sich wieder ins Grauenhafte. An der Ecke beim Eisenbahndamm werfen wir noch einen Blid zurück. Gerade fladkert der Schein einer Leuchtkugel über das Gelände.„ Leb wohl, Guillemont, noch sind wir deine Herren!" Dann kommt der schreckliche Marsch auf der Granatenbahn. Verwundete flehen am Weg, sie mitzunehmen. Mit Wachs muß man seine Ohren verkleben, wie einst Odysseus es tat, um die Regungen der menschlichen Seele zu übertäuben. Gehezt wie Bestien, muß man selbst zur Bestie werden und es über sich gewinnen, die Aermsten in dieser grauenvollen Welt verkommen zu lassen, zu verraten, nur um sich selbst zu reiten. Helfen kann man nicht. Die prasselnden Einschläge übertönen die Jammerrufe. Wir winden uns durch und sind schließlich am Ziel. Hinter uns die Sintflut... Mit der Verord sember 1920 fing es lich von militärische fenbandwerk", vom in feiner Kautschuffa man ihm noch schne Bereine aufgelöst w die Sicherheit der es schien" sehr hö fußballspielende De gefährdeten... Schon allein d Anlaß, die Sicherh Heerlagers, berühr fannte Sport- Club ren Befehl in S. mania" in seinem Tages die gesamte den Rhein zu we Bei Nacht und pfaden, haben sie, Befreiung warten den sportlichen B Sie haben fie Gebiets. Nicht föjungen ihrer 23 ihr Deutschtum h an geruhsamer Gieße Der Ballip Sonntag eine ne große nationale von den Gießen besonders der wert, die Aktiv sich nicht durch windlich war, recht in Schwun in neuer und ist, da Bepper einige Wochen täuschen müssen Bezirksmeisters zustandebrachte Leistungsklasse 2 Lauf belegen. Jugendklasse A. 2. Klein 3. Luh( VfB Jugendklasse B. 12 Gef.; 2. G Gießen) 12,6 furt) 2: 16,8 3. Kelber( Jugendtlaffe C. 5,10 m; 2. G AUR DURCH RUNG ANDLER F Luftreif Nr. ben gerufen. S ten Dina Fles he faß ihr Bui s Erbach D eines Streites andelt haben. 9. in feiner gar tipielwochen ei nahm das Fet en fich im G en Lied und ehören follte. Veranstaltung mesmujit. 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Denn sie, die Sportler des besetzten Gebiets, sind es mit in allererster Linie gewesen, die die Leiden und Bedrückungen der Fremdherrschaft zu spüren bekamen. Galten sie doch als die Keimzellen und Mittelpunkte des aktiven und passiven Widerstandes, sah Eroberungsfurchtsamkeit gerade in ihnen die Kraftzentren der Abwehr. Mit der Verordnung der Rheinlandkommission vom 16. Dezember 1920 fing es an. Dieser alliierte Ukas sprach zwar lediglich von ,, militärischen Dingen", von der Unterweisung im„, Waffenhandwerk", vom Gebrauch von Kriegswaffen", war aber in seiner Kautschukfassung auf alles und jedes anwendbar, zumal man ihm noch schnell einen Zusatz gegeben hatte, wonach alle Vereine aufgelöst werden konnten ,,, deren Zwecke und Tätigkeit die Sicherheit der Besatzungsarmeen zu berühren scheine". Und es„ schien" sehr häufig den maßgeblichen Instanzen, daß elf fußballspielende Deutsche die„ Sicherheit der Besatzungsarmeen" gefährdeten.... Schon allein der Name eines Sportvereins war genügend Anlaß, die Sicherheit eines vieltausendfachen waffenstarrenden Heerlagers ,, berührt" erscheinen zu lassen. So mußte sich der befannte Sport- Club Germania- Ludwigshafen auf höhe= ren Befehl in S. C. Ludwigshafen umtaufen, denn die„ Germania" in seinem Namen erschien ausreichend verdächtig, eines Tages die gesamte Besatzungsarmee mit Mann und Wagen in den Rhein zu werfen.. Bei Nacht und Nebel, mit falschen Pässen und auf Schleichpfaden, haben sie, unsere rheinischen und unsere noch auf ihre Befreiung wartenden saarländischen Sportbrüder, untereinander den sportlichen Verkehr aufrecht erhalten. Sie haben sie nicht tot gekriegt, die Sportler des besetzten Gebiets. Nicht mit Ausweisungen und nicht mit Massenauflösungen ihrer Vereine. Mit dem Fuß im Gefängnis haben sie ihr Deutschtum hoch und in Ehren gehalten, nicht im Hinterland an geruhsamer Bierbant, sondern in vorderster Front, die eine Leichtathletik. Gießener Leichtathleten in Offenbach. Der Ballspielklub 1899 e. V. in Offenbach weihte am Sonntag eine neue Kampfbahn ein und hatte zu diesem Tage große nationale leichtathletische Wettkämpfe angesetzt, die auch von den Gießener Vereinen besucht wurden. Die Leistungen, besonders der Jugend der VfB. Gießen, sind sehr anerkennenswert, die Aktiven der SpVgg. 1900 Gießen allerdings konnten sich nicht durchsetzen, nicht etwa, weil die Konkurrenz unüberwindlich war, sondern, die Blau- Weißen waren und famen nie recht in Schwung, mußten dazu noch in einzelnen Konkurrenzen in neuer und geschwächter Aufstellung antreten. Bedauerlich ist, daß Bepperling1900 durch eine böse Fußperlegung wohl für einige Wochen ganz aus dem Rennen geworfen wurde. Enttäuschen müssen auch die schlechten Leistungen Schäfers- 1900, des Bezirksmeisters im Kugelstoßen, der in Offenbach ganze 11,67 m zustandebrachte und den Diskus nur 33,67 m weit warf. In der Leistungsklasse 2 fonnte Geist mit 24 Sef. den 4. Platz im 200- m- Lauf belegen. Die Ergebnisse: Jugendklasse A. Kugelstoßen: 1. Frizz( SpV. Wiesbaden) 13,74 Kleinschmidt( Schwimmklub Wiesbaden) 12,54 m; 3. Luh( VfB. Gießen) 12,36 m. Jugendklasse B. 100- m- Lauf: 1. v. Karben( FSV. Frankfurt) 12 Set.; 2. Schäfer( VfB. Gießen) 12,2 Sef.; 3. Stroh( VfB. Gießen) 12,6 Sef. 800- m- Lauf: 1. Holbein( FSV. Frankfurt) 2: 16,8 Min.; 2. Schäfer( VfB. Gießen) 2:17 Min.; 3. Kelber( DJK. Frankfurt) 2: 20,3 Min. Jugendklasse C. Weitsprung: 1. Liebold( Eintracht Frankfurt) 5,10 m; 2. Strobel( Viktoria Rumpenheim) 4,93 m; 3. Happ QUEFERUNT FEA BURCH HANDLER doppelte war: gebildet aus den Besatzungstruppen und den von ihnen verhätschelten Sonderbündlern. Wenn die Separatistenherrlichkeit ein vorzeitiges Ende nahm, die Schützlinge der welschen Besatzung unschädlich gemacht wurden, ehe sie noch größeres Unheil anrichten konnten, haben gerade die Turner und Sportler ihr unvergängliches Verdienst daran. Keine deutsche Fußballmeisterschaft könnte z. B. den F. K. Pirmasens mehr ehren, als jenes ihm nach dem blutigen 12. Februar 1924, der mit dem Separatistenspuk gründlich und endgültig aufräumte, zugestellte Auflösungsdekret: ,, 1. Es ist nicht richtig, daß nur einzelne isolierte Mitglieder des FK. Pirmasens sich an politischen Demonstrationen beteiligt haben, sondern eine größere Anzahl von Mitgliedern war daran beteiligt. 2. Vorstandsmitglieder haben versucht und zum Teil mit Erfolg versucht, aus einem Fußballclub eine politische Zentrale zu gestalten und die Mitglieder zu politischen Aktionen zu verleiten. Aus diesen Gründen kann dem Ersuchen nicht stattgegeben werden, denn die französischen Behörden können nicht dulden, daß innerhalb ihrer Kompetenzen Vereine existieren, die andere Ziele verfolgen, als sie in ihren Statuten festgelegt sind. Der FK. Pirmasens wird daher solange gesperrt bleiben, bis die geplante allgemeine, in nächster Zeit erwartete französische Amnestie erfolgt". Wahrlich, sie haben ihre Pflicht getan, die rheinischen Sportler. Wenn sie auch nie darüber geredet haben. Und vor allem haben sie dieses getan: sie haben ein Beispiel gegeben. Das Beispiel nämlich, daß man sehr wohl ein guter Europäer und dabei doch ein guter Deutscher sein kann. Wenn gelegentlich gegen Sport eingewandt wird, er sei ,, international", stimmt es. Es stimmt in dem gleichen Maße, wie die Grippe, die Wirtschaft, das Verkehrswesen usw. ebenfalls international sind. Aber daß Sport nicht ,, international" iſt im Sinn jener Hoffnungsvollen, die glauben, Existenzkämpfe der Völker durch papierene Resolutionen unmöglich zu machen, ist nie aufopferungsfreudiger bewiesen, als von den Sportlern des ehemals und noch besetzten Gebietes, denen wir uns heute mit Freude und Dankbarkeit zuneigen. ( VFB. Gießen) 4,31 m. Gemischte Staffel( 2 mal 200 m Jugend A, 2 mal 100 m Jugend B. und 2 mal 50 m Jugend C): 1. SpG. Eintracht Frankfurt 1:29 Min.; 2. VfB. Gießen 1: 31,4 Min.; 3. BSC. 99 Offenbach 1:32 Min. Attive. Leistungstlasse 1. 800- m- Lauf: 1. Leunig I( Eintracht Frankfurt) 2: 03,6 Min.; 2. Bepperling( 1900 Gießen) 2: 04,3 Min.; 3. Schilling( 05 Mainz) 2: 04,4 Min. 3000- m- Lauf: 1.Habich( SpV. 98 Darmstadt) 9: 27,7 Min.; 2. Wöll( Vgig. 03 Fechenheim) 9:35 Min.; 3. Heberling( Weklarer SpV.) 9:48 Min. Kugelstoßen: 1. Gies( BSC. 99 Offenbach) 11,97; 2. Schäfer( 1900 Gießen) 11,67; 3. Enders( Eintracht Ffm.) 11,43 m. Distuswerfen: 1. Enders( Eintracht Ffm.) 34,70; 2. Schäfer( 1900 Gießen) 33,67; 3. Edhardt( VFR. Offenbach 32,65 m. Leistungsklasse 2. 200- m- Lauf: 1. Kurz( BSC. Offenbach) 22,6; 2. Küsters( Preußen Krefeld) 23,4; 3. Schneider( BSC. 99 Offenbach 23,9; 4. Geist( 1900 Gießen) 24 Set. 4 mal 100- m- Staffel: 1. Fußballsportverein Ffm. 46,3 Set.; 2. SpC. Frankfurt 1880 46,6 Set.; 3. 1900 Gießen 47,1 Set. Süddeutschland Tschechoslowakei. - Der in Ulm zum zweiten Male ausgetragene Leichtathle tit- Länderkampf zwischen den Vertretern Süddeutschlands und der Tschechoslowakei wurde auch diesmal von der Tschechoslowakei gewonnen, die mit 63:59 Punkten die Oberhand behielt. Allerdings wäre das Ergebnis anders ausgefallen, wenn nicht der Frankfurter Welscher, der im Hürdenlauf als erster eintam, ohne ersichtlichen Grund distanziert worden wäre. Ergebnisse: 100 m: 1. Eldracher( Südd.) 10,8. 200 m: 1. Eldracher( Südd.) 22,4; 2. Megner( Südd.) 22,5. 400 m: 1. Single( Güdd.) 49,4; 2. Bartl( Tschech.) 50,3( tschech. Rekord). 800 m: 1. Dvorski 0 ..... für den Lastkraftwagen sind Peters Union Riesenluftreifen eine famose Sache- man kann damit ein anständiges Tempo fahren und hat doch den Wagen immer in der Gewalt- und kolossalhalt. bar sind die ,, P.U."- Riesenluftreifen..." ...... Peters Union ist überhaupt immer richtig. gleichgültig, was für einen Wagen man fährt der ,, P.U." ist ein zuverlässiger. sparsamer Reifendamit kann einem so leicht nichts passieren...“ Peters Union Luftreifen für Personen- und Lastkraftwagen 234197 Nr. 54. ( Tschech.) 1: 58,9; 2. Paul( Südd.) 1: 59,6. 1500 m: 1. J. Strniste ( Tschech.) 4: 05,3; 2. Drozda( Tschech.) 4: 05,5. 110 m Hürden: 1. Jandera( Tschech.) 15,3; 2. Schönig( Südd.) 15,9. 4 mal 100 m: 1. Süddeutschland 42,7. Hochsprung: 1. Böwing( Südd.) 1,80 m; 2. Stanislav( Tschech.) 1,80 m; 3. Kühmund( Tschech.) 1,80 m. Weitsprung: 1. Hofmann( Tschech.) 6,90 m; 2. Sched ( Südd.) 6,81 m; 3. Vosolsobe( Tschech.) 6,58 m; 4. Bäumle ( Südd.) 6,58 m. Stabhochsprung: 1. Koreis( Tschech.) 3,70 m; 2. Reeg( Südd.). Kugel: 1. Uebler( Südd.) 14,60 m; 2. Schnei der( Südd.) 14,39 m; 3. Douda( Tschech.) 14,28 m. Diskus: 1. Vanrucek( Tschech.) 42,10 m; 2. Schauffele( Südd.) 40,59 m. Speerwerfen: 1. Koberstein( Südd.) 58,20 m; 2. Abel I( Südd.) 54,20 m. Ungarn besiegt Finnland. Der in Budapest durchgeführte Leichtathletikländerkampf zwischen Ungarn und Finnland, den die Nordländer ohne Nurmi bestritten, engab den Sieg der Ungarn mit 85:76 Punkten. Es gab verschiedentlich ausgezeichnete Leistungen. So gewann der Finne Purje den Lauf über 1500 m in 3: 57,6, Järvinen das Speerwerfen mit 68,25 Meter. Länderkampf Italien- Schweiz. Der geplante Leichtathletik- Länderkampf Jtalien- Schweiz ist nunmehr gesichert und wird am 20. Juli in Basel ausgetragen. Sportliches Allerlei. Rotweiß Frankfurt Reichswehr Gießen 5: 2( 3: 0). Die Gießener Reichswehr gastierte mit ihrer Handballmannschaft am Sonntag bei Rotweiß Frankfurt und wurde dort nach schönem und fairem Spiele verdient geschlagen. Ausgezeichnet war bei den Gastgebern der linke Flügel, der noch sehr viel für die Zukunft verspricht. Von dieser Seite aus fielen auch alle fünf Treffer. Bei der Pause stand es bereits 3: 0. Nach dem Wechsel hatten die Soldaten eine gute Viertelstunde, in der sie auch zwei Tore aufholten. Frankfurt gewann aber dann seine Ueberlegenheit zurück und stellte durch zwei weitere Treffer das Endergebnis feſt. „ Hassia“ und„ Hellas" Gießen. auf der Regatta des Südd. Ruderverbandes. In Offenbach fand am Samstag und Sonntag die Jubiläumsregatta des SRV. statt. Die sportlichen Leistungen der Gießener Mannschaften waren recht gut. Die„ Hellas"-Leute konnten in drei Rennen nach heißen Kämpfen siegreich abschneiden und zwar im Leichtgewichts- Schüler- Vierer( 1000 m); im Junior- Einer( A. Schöndorf) und im Senior- Einer( A. Schöndorf). Im Schüler- Vierer wurde die ,, Hellas"-Mannschaft nur drittes Boot. Die„ Hassia"-Mannschaft im ErmunterungsVierer mußte den Offenbacher Germanen den Sieg überlassen. Fußballtampf Schweden Norwegen. - Im Stockholmer Stadion fand in Anwesenheit von 19 000 Zuschauern bei 30 Grad im Schatten der Fußball- Ländertamps statt, den die Einheimischen nach ständiger leichter Ueberlegenheit mit 6: 3( 4: 2) zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Die beiderseitigen B- Mannschaften trafen in Sarbsborg( Norwegen) zusammen. Auch hier blieb Schweden mit 6: 3( 3: 1) siegreich. 440 000 Mart für drei Stürmer. Die wieder in die erste Liga aufgestiegene, populäre Londoner Mannschaft von Chelsea macht gewaltige Anstrengungen, um sich den wiedergewonnenen Plaz an der Sonne zu sichern. Nicht genug damit, daß sie sich den berühmten schottischen Mittelstürmer Hugh Gallacher für 10 000 Pfund Sterling faufte, übernahm sie nunmehr auch noch die beiden schottischen Innenstürmer Wilson und Cheynes zu je 6000 Pfund Sterling, so daß diese drei Spieler des Innensturmes dem Klub insgesamt 440 000 Mart fosten. Chelsea besitzt damit das Innentrio der schottischen Nationalmannschaft. Ueberfallkommando auf dem Fußballplay. In einem Freundschaftsspiel in Graz zwischen dem Wiener Athletik- Club und dem Grazer Athletik- Club gab der Wiener Torhüter Hiden, der bekanntlich nach England verpflichtet wurde 3512751 Mittwoch, den 9. Juli 1930. seine Abschiedsvorstellung. Beim Stande von 4: 3( 3: 1) für Graz wurde das Spiel kurz vor Schluß abgebrochen, da Hiden auf Grund einer Meinungsverschiedenheit über eine Entscheidung des Schiedsrichters kurzerhand den Ball ergriff und mit seiner Mannschaft unter Protest den Plaz verließ. Die Zuschauer be= gannen über das unsportliche Verhalten der Gäste zu lärmen, so daß schließlich das Ueberfallkommando den Platz räumen mußte. Boezelen im Endlauf geschlagen. Die Hoffnungen auf einen deutschen Sieg bei der HenleyRegatta auf der Themse haben sich nicht erfüllt, denn Boezelen, der seine drei Vorrennen überlegen gewonnen hatte, wurde im Entscheidungslauf von dem Kanadier J. S. Guest- Toronto geschlagen. Großer Preis von Kurhessen. Der in dieser Saison mehr und mehr nach vorn gekommene westdeutsche Straßenfahrer Neckar aus Westig reihte seinen Erfolgen jetzt einen neuen an. Er gewann den über 150 Km. führenden Großen Preis von Kurhessen mit Start und Ziel in Rassel in 3:48:00 nach prächtigem Endspurt gegen den Magdeburger Bauer und die Frankfurter Löber, Hobein, Rogh und Göttmann. Goldenes Rad vom Rhein. Das auf der Radrennbahn in Bonn in drei Läufen über 20, 30 und 50 Kilometer ausgetragene Dauerrennen um das Goldene Rad vom Rhein sah im Gesamtklassement Thollembeef als Sieger vor Krewer, der zwar den 50- Km.- Lauf gewann, in den beiden anderen von Thollembeek gewonnenen Läufen aber Defekt hatte. Ergebnis: Goldenes Rad vom Rhein, 1. Lauf, 20 Km.: 1. Thollembeek 17:08; 2. Dederichs 300 m; 3. Christmann 650 m. 2. Lauf, 30 Km. 1. Thollembeek 25: 10,2; 2. Dederichs 810 m; 3. Krewer 900 m. 3. Lauf, 50 Km.: 1. Krewer 42:20; 2. Thollembeek 3. Dederichs 1480 m. Gesamt: 1. Thollembeek m.; 2. Krewer 97,780 Km.; 3. Dederichs 97,410 Km.; 780 m; 99,220 Schmeling erhält Ruhe verordnet. Vorläufig kein Kampf mit Sharkey. Schon die letzten Meldungen aus Newyork ließen es zweifelhaft erscheinen, daß der Revanchefampf Schmeling- Sharfen noch in diesem Herbst zustandekommen würde. Diese Annahme fand jetzt ihre Bestätigung. Bald nach seiner Ankunft in Berlin ließ sich Schmeling vom Vertrauensarzt des Verbandes Deutscher Faustkämpfer, Professor Dr. Bäzner, untersuchen, und dieser stellte den Riß einer Ader als Folge des Sharkeyschen Tiefschlages fest. Laut Attest, das dem VDF. zugestellt werden wird, sind Schmeling 2 bis 3 Monate Ruhe verordnet worden, und so ist auf keinen Fall daran zu denken, daß die Revanche, wie geplant, am 25. September zustandekommt. Wahrscheinlich wird Schmeling seinen Weltmeistertitel erst im Januar oder im Februar in Miami verteidigen. Der Schwimm- Länderkampf Deutschland gegen Frankreich tam gestern in Zeit zur Durchführung. Zum ersten Male gelang es den Deutschen, ihren Gegner in beiden Wettbewerben zu schlagen und so einen seinen Ländersieg herauszuholen. ,, Gießener Zeitung" Leistungsfähige Sportjugend. Wunderkinder sind auch im Sport selten. Immerhin hat England den siebzehnjährigen Wunderboyer Nipper Pat Daly, in Norwegen darf man Sonja Henie und bei uns Helene Mayer zu den Ausnahmerscheinungen rechnen; aus Amerika werden häufig sensationelle Leistungen neuer Talente gemeldet. Ein breiter Ansturm der Sportjugend hat in allen Nationen eingesetzt, und das ist gut so. Nicht zufällig finden wir in den Kurzstrecken überraschend viele Vertreter der jüngeren Generation. Später mag sich wohl die Kraft stärker entwickelt haben, aber niemals ist die Konzentrationsfähigkeit so unbedingt vorhanden. Hier gilt es ja nicht lange Ueberlegungen, sondern es heißt, sich unbeschwert in den Kampf zu stürzen und alles aus dem Körper herauszuholen, was in ihm steckt. So wurde der Kanadier Williams Olympischer Doppelmeister im 100 und 200- m- Lauf; auch der amerikanische Sprintermeister Tolan, den man als zur Zeit schnellsten Läufer der Welt ansieht, zählt erst 20 Lenze. Ebenso alt sind die deutschen Refordhalter im 100- m- Lauf, Gelius, München, und der Ueberraschungssieger in der Breslauer Meisterschaft 1929, Geerling- Chemnitz. Dem gleichen Jahrgang ge= hört der bekannte Sprinter Jonath- Hannover an, während unser wohl bester Kurzstreckler Eldracher- Frankfurt 1907 geboren ist. Sie haben heute die alte Sprintergarde, von denen Houben ( 1898), Metzger( 1902), Schlößke, Wege( 1904), Borchmeyer, Corts, Körnig, Lammers, Salz( 1905) genannt seien, klar überflügelt. Auch im Schwimmsport schoben sich zahlreiche junge Kräfte an die Spitze. Bald- Göppingen, jüngst Ueberraschungssieger in der deutschen 200- m- Freistilmeisterschaft, ist mit 18 Jahren sicherlich der jüngste deutsche Meister. Sein späterer Bezwinger, Schrader- Hildesheim, hat das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet, ebenso die Olympiasiegerin im Brustschwimmen, Hilde Schrader- Magdeburg, und ihre Rivalin, die deutsche Meisterin Lotte Mühe- Hildesheim. Reni Erkens- Oberhausen, die 1926 erstmalig deutsche Meisterin im Freistil wurde und sämtliche deutschen Rekorde von 100 bis 400 m hält, sowie die Turmspringmeisterin Borges- Düsseldorf sind knapp über diese Grenze hinaus. Langstrecken erfordern viel Routine und eine Ausdauer, deren erst der vollentwickelte Körper gewachsen ist; so erscheint die Liste hier spärlicher besetzt. Immerhin lief Kohn- Charlottenburg 1927 schon als Zwanzigjähriger mit 15: 03,2 einen deutschen Rekord über 5000 m, der erst bei den letzten Meisterschaften um wenige Sekunden verbessert wurde. Der deutsche 10 000- m- Meister 1929, Kraft- Baußen, ist 21 Jahre alt, und beim Marathonlauf der Deutschen Turnerschaft lief gar der 19jährige Sehr- Dülken als Zweiter ein. Vor Ueberanstrengung ist hier freilich zu warnen, und es zählt weiter zu den Seltenheiten, wenn jemand in der schwierigen Uebung des Zehnkampfes so ausgezeichnete Leistungen wie der mitteldeutsche Meister Sievert- Halle mit 19 Jahren vollbringt. In den Mannschaftssports ist ein Zug nach Verjüngung nicht zu verkennen; selbst bei den kleinsten Fußballvereinen macht sich das bemerkbar. Der Einsatz jugendlicher Spieler ist wohl geeignet, einen frischen Geist in die Mannschaft zu Harder Aus der Geschichte des dtsch. Fußballmeisters. bringen. Obschon sich große Talente lange behaupten Der Berliner Fußball- Club Hertha wurde 1892 gegründet und trat zwei Jahre später dem Berliner Fußball- Verband" bei. Schon im Jahre 1894 nahm Hertha an den Meisterschaftsspielen der ersten Berliner Klasse teil und ein Jahr später besetzte sie hinter Viktoria 89 den zweiten Tabellenplatz. 1906 errang Hertha die Berliner Meisterschaft, wurde aber in den Spielen um die deutsche Meisterschaft in der Vorschlußrunde vom VfB. Leipzig knapp mit 3: 2 aus dem Rennen geworfen. In dieser Glanzzeit waren der internationale Verteidiger Hirth, Zarges, die Gebrüder Hase und Voigt die Stützen der Mannschaft. Die Berliner Kriegsmeisterschaft gewann Hertha in den Jahren 1915, 1916 und 1918. In den Nachkriegsjahren spielte Hertha 92 zunächst eine bescheidene Rolle im Berliner Fußball. Der imposante Ausschwung setzte mit der im Jahre 1925 erfolgten Vereinigung mit dem Berliner Sport- Club ein. Sechsmal, in ununterbrochener Reihenfolge, erkämpfte sich von nun an den Berliner Meistertitel und setzte dieser Erfolgserie durch den ersten Sieg in der deutschen Meisterschaft am Sonntag in Düsseldorf die Krone auf. Bruchleidende hermes erzielen Gute Seilerfolge durch unsere Methode ohne Operation, ohne Berufsstörung, wenn andere Heilmit - ist heute 37 Jahre alt!- ward der Weg für junge Spieler nie so leicht gemacht wie jetzt; der repräsentative westdeutsche Hüter Buchloh- Speldorf ist ein Oberprimaner! Wenig bekannt sein dürfte, daß der ausgezeichnete Mittelläufer der deutschen Länderelf, Leinberger- Fürth, ferner Hornauer und Schmidt vom 1. FC. Nürnberg zum Jahrgang 1908 zählen, dem auch GunstHannover als jüngstes Mitglied unserer Weltmeistermannschaft im Wasserball angehört. Das Fußballgenie Hofmann- Dresden ist zwei Jahre früher in Meerane geboren. Daß die Weltmeisterin im Florettfechten, Hele te MayerOffenbach, ihren 19. Geburtstag gerade vollendet hat, darf wohl als bekannt vorausgesetzt werden. Auffällig ist aber, in welchem Maße sich der Nachwuchs bei den Boxern durchsetzt. Unsere guten Leute haben natürlich schon frühzeitig gekämpft, doch ist es eine ganz ausgezeichnete Leistung, wenn Dübbers- Köln mit 17 Jahren deutscher Bantammeister und zwei Jahre später Europameister im Federgewicht wurde. 19 Jahre war DalchowBerlin, der ebenfalls dem Jahrgang 1908 entstammt, als er die deutsche und europäische Meisterschaft im Bantam errang, wähOlympia SCHREIBMASCHINE Europa Schreibmaschinen A. G. Berlin, Breslau, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt a. M., Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, München, Nürnberg. Stuttgart tel versagt hatten. Batente im In- und Gewürzmühle Auslande. Referenzen pp. gegen doppeltes sucht tüchtigen, eingef. Rüdporto. Sprechstunde unseres Chefarztes: Gießen: Sonntag, den 13. Juli, vorm. 10 bis 2 Uhr, Bahnhofshotel Lenz. Vertreter d. Kolonial- u. FeinAdressenschreiben vergibt noch Wer verkauft n= od. Geſchäftshaus Villa, Vandwirtschaft. Gasthof, Fabrik od. sonst. Betrieb, auch Darlehen an Beamte und Festbesoldete. Nr. 54. rend es sein Landsmann Pistulka in Amsterdam als 23jähriger zur Europameisterschaft im Schwergewicht brachte. Alle diese Kämpfer sind heute mit anderen Namen von Klang, wie Müller- Köln, Schulze- Magdeburg, in das Berufslager abgewandert, wo sie eine gute Rolle spielen. Max Schmeling, der den deutschen Boxsport in Amerika zu ungeahnten Erfolgen führte, ist mit 25 Jahren hier ebenfalls zu erwähnen, wie denn Bogen überhaupt ein ein Sport der Jugend ist, da später das Herz zumeist fehlt. Hinzuzufügen ist, daß der deutsche Schwergewichtsmeister der Amateure für 1929, Neusel- Bochum, 19 Jahre zählt.. Namen kommen und vergehen am Sporthimmel. Außer wenigen großen Talenten haben alle hart an sich arbeiten müs= sen, ehe ihnen der Aufstieg gelang. Erst, wer sich im Verein mit einer natürlichen Begabung einem entsagungsvollen Training auf die Dauer hingibt, wird seinen Namen in den Annalen der Sportgeschichte eintragen können. Sportglossen. Von Dr. med. Worringen. Mancher Kulturmensch verlangt von seinem Körper, daß er sich aus geruhigem Leben heraus plötzlich gesteigerten Anstrengungen ohne weiteres anpaßt und wundert sich nachher über Schäden, die durch den Sport an seinem Körper enistanden find. Wir Kulturmenschen bedürfen zu jeder Art von Sport einer planmäßigen Vorbereitung, einer systematische gesteigerten Gewöhnung, damit alle Organe sich in ihrer Kraft der geforder= ten Maximalleistung entsprechend umgestalten können. Wird die sportliche Vorbereitung gut geleitet unter Berücksichtigung der Ergebnisse moderner Sportmedizin, werden nur als gesund festgestellte und vollerwachsene Personen zuge= lassen, so ist eine Schädigung durch den Sport so gut wie ausgeschlossen. Wenn einem gesunden Jugendlichen die volle Krafthergabe schädlich sein sollte, so wäre es traurig um die Zukunft unserer menschlichen Rasse bestellt. Es muß für jeden Menschen die edelste Aufgabe sein, die ihm von der Natur verliehenen förperlichen Eigenschaften bis zu ihrer höchsten Vollkommenheit auszubilden.- Wenn wir Aerzte Höchstleistungen fordern, so denken wir vor allem an das Höchstmaß, das die Natur dem einzelnen be= stimmt hat. Gerade wir Aerzte wissen, daß es nur wenigen möglich ist, außergewöhnliche Leistungen zu erzielen und daß nur eine dünne Scheidewand die Höchstleistung von einem letzten Sichausgeben trennt. Durch die Erregung des sympathischen Nervensystems werden auch noch andere Stoffe ins Blut geliefert, und es ist mög= lich, daß diese Stoffe in entsprechender Weise auch seelische Eigen schaften( Mut, Willen und Tatkraft) zu Höchstleistungen steigern können. - Neue Bücher. Bonner akademische Reden. Heft 9: Heinrich Konen, o. ö. Professor, Rektor der Rhein. Friedr. Wilh.- Universität, Bonn: Universitäts- Verfassung, Universitäts- Bildung, UniversitätsReform, vier Ansprachen an die Bonner Studenten, 32 S., brosch.. 1,75 RM. Die Festnummer des„ Saar- Freund" zur 10. Tagung des Bundes der Saarvereine ist in einem Umfange von 60 Seiten erschienen. In dieser reich illustrierten Festschrift nehmen füh= rende Persönlichkeiten der Politik und Wirtschaft im Saargebiet zu den Saarverhandlungen in Paris Stellung. Die Festnummer kann jedem Deutschen zur Unterrichtung über den Stand der Saarfrage bestens empfohlen werden. Jedenfalls verdient sie die weitgehendste Verbreitung. Sie kann bezogen werden zum Stüdpreis von 50 Pfg. von der Geschäftsstelle ,, Saar- Verein", Berlin SW. 11, Stresemannstraße 42. In Das neueste Heft der Eleganten Welt" zeigt in reizvollen Bildern die blühende Anmut sommerlicher Schönheit. vornehmer Grazie stellt sich die neueste Mode für Haus und Gesellschaft vor. Der weitere Inhalt dieses Heftes zeigt überall die besondere Note der„, Eleganten Welt". Für den Preis von 1 Mark erwirbt man einen köstlichen und anregenden Genuß. Heute Ferienheft der„ Woche"! Ein dices, reichhaltiges Heft mit dem großen Bilder- und Textinhalt. Diesmal aber noch erweitert durch ein Ferien- Preisausschreiben:„ Ort der Handlung? Und wie heißt das Stüd?" Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Rechnungs- Vordrucke Verlobungsanzeigen Bruchleidende+ Vermählungskarten Eine Erlösung von dauernder Qual ist das Einladungskarten Geburtsanzeigen Besuchsanzeigen berühmte Spranzband ( Deutsches Reichspatent). Mitgliedskarten Kein Gummiband, ohne Feder, ohne SchenMitgliederlisten Briefumschläge Arbeitszettel Mitteilungen Programme Postkarten Briefbogen Plakate USW. felriemen, trotzdem unbedingt zuverlässig, für alle Arten von Brüchen. Leiste vollste Garantie. Glänzende Zeugnisse, auch Heilerfolge. Aerztlich begutachtet. 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