Nr. 18. art mit feiner die Azzuris echenland an elführung zu e Stuttgarter und Italien er. Lediglich t einem Sieg aus. rten 1: 4 on, Eldracher, Entschluß, in men, abgegan portfest am 8. 1. Es tommt zwischen dem sich in dieser wies, Jonath t spannend zu ieder der Gie n unseren hei n bringt, sagt ", die als gro uartige Form demonstrieren Modelle. in Gießen. ssen 2526 die Buch- und Zeitungs- Druckerei Union ster 1930 edytswijfen Semester) ches und Donners Jäuft vom gsverzeich Einsendung en werden. ezinfung edwarenfabri nitalt 6.m.b.5 jen) Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RückJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. Politische Rundschau. Im Reichstag ist folgender deutschnationaler Antrag eingegaugen:„ Der Reichstag wolle beschließen, die Reichsregierung zu ersuchen, entgegen dem Kabinettsbeschluß vom 17. Februar 1930 im Reichshaushalt für 1930-31 die erste Baurate für den Banzerfreuzer B einzusetzen." Die Reichstagsfraktion der Christlich- Nationalen Arbeitsgemeinschaft hat einen Antrag eingebracht, der in dem Gesezentwurf über die Ratifizierung der zahlreichen Liquidations: abkommen das Abkommen mit Polen streichen will. Dr. Rauscher hat sich nach Berlin begeben, um den deutschpolnischen Handelsvertrag dem Reichskabinett vorzulegen. Der Entwurf eines Brotgesetzes ist jetzt auch dem Reichs: tag zugegangen. Der Bildungsausschuß des Reichstages überwies am Freitag eine Eingabe des allgemeinen Deutschen Lehrervereins, die für Lehrer das volle Universitätsstudium fordert, der Reichsregierung zur Berücksichtigung. Der Volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichstages erledigte die zweite Lesung des Gaststättengesetzes am Freitag bis zum § 1. Wesentliche Aenderungen wurden gegenüber der ersten Lesung nicht vorgenommen. Der preußische Ministerpräsident hat an den Präsidenten der Tschechoslowakei, Masaryk, zum 80. Geburtstage ein Glück: wunschtelegramm gerichtet. Aus Anlaß von Tumultszenen im Hauptausschuß des Preuhischen Landtages, die infolge der Obstruktion der Kommunisten wiederholt zu Unterbrechungen der Sigung führten, war im Landtag Schutzpolizei in Uniform erschienen. Ein Eingreifen der Polizei ist jedoch nicht gewünscht worden und ist auch nicht erfolgt. Die einzelnen Reichsbahndirektionen sind von der Hauptverwaltung ermächtigt worden, über 1200 Dienstanfänger des technischen und nichttechnischen Dienstes einzustellen. Bundeskanzler Schober wurde von den Regierungen in Paris und London zu Besuch eingeladen. Die Streichungen am britischen Flottenhaushalt werden etwa 80 Millionen Mart betragen.. Dr. Schacht tritt zurück. Am Freitag hat Reichsbankpräsident Dr. Schacht ganz überraschend seinen Rücktritt erklärt. Die Rücktrittserklärung Schachts gibt die Reichsbank amtlich mit folgender Mitteilung bekannt: ,, Reichsbankpräsident Dr. Schacht gab dem Zentralausschuß bekannt, daß er die erforderlichen Schritte getan habe, um eine vorzeitige Beendigung seines Dienstvertrages herbeizuführen. Der Grund zu diesem Entschluß liegt in seiner Auffassung vom Haager Schlußprotokoll. Dr. Schacht wird jedenfalls so lange im Amte verbleiben, bis über die Wahl eines Nachfolgers Entscheidung getroffen werden kann." Nervosität im Reichstag. Wieder einmal in diesen krisenreichen Tagen haben der Reichstag und die deutsche Oeffentlichkeit ihre Sensation: Schacht gibt seinen bevorstehenden Rücktritt bekannt. Der Grund: das Ergebnis der Haager Konferenz. Das heißt auf deutsch: Der Reichsbankpräsident will die Mitverantwortung für die younggesetze, so wie sie dem Reichstag jetzt zur Beschlußfassung vorliegen, nicht übernehmen! Es ist selbstverständlich, daß dieser bedeutsame Schritt des Reichsbankpräsidenten den Unterhaltungsstoff des Reichstages bildet. Es ist ein merkwürdiges Zusammentreffen, daß die Rücktrittsabsichten Dr. Schachts zu einer Zeit bekannt werden, wo im Plenum des Reichstages um das gerade von Schacht betämpfte Polenabkommen gerungen wird, das schafft eine nerDöse und unsichere Stimmung. Soweit man bis jetzt die Folgen des Rücktritts Schachts in der Atmosphäre des Reichstages beurteilen kann, muß man zwei Gesichtspunkte unterscheiden. Zunächst einmal die Rüdwirkung des Rücktritts Schachts auf die Beratung der Younggesetze und die Rückwirkung auf die parlamentarischen VerhandTungen über die Finanzreform. Ohne Zweifel wird von seiten des Reichskabinetts der Rücktritt Dr. Schachts als eine Entlastung für das Reichskabinett angesehen. Anders liegen die Verhältnisse wegen der Rückwirkungen auf das Parlament. Wenn auch die Stimmung ungeheuer nervös ist, so sehr hofft man doch, daß durch den Rücktritt des Reichsbankpräsidenten keine unmittelbaren Wirkungen auf die Annahme der Younggesetze ausgehen wird, wenngleich man sich nicht verhehlt, daß die Folge des Rücktritts Dr. Schachts auch eventl. eine knappe Mehrheit für die Gesamtheit der Younggesetze nach sich ziehen würde. Die Hauptschwierigkeiten liegen 1ach Ansicht maßgebender Kreise darin, daß durch die Schachtsche Aktion in die wirtschaftlichen Verhältnisse eine ungeheuer große Verwirrung gebracht wird, und man hält es für gar nicht ausgeschlossen, daß gerade die sowieso schon stagnierenden Ver= ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 8. März 1930 handlungen über das Moldenhauersche Finanzprogramm eine noch weitere Verzögerung erfahren würden. Köln a. Rh. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universitat veranstaltet in der Zeit vom 17. März bis 30. April 1930 einen Ferienkursus für Studierende und Rechtskandidaten. Es werden alle Teile des Bürgerlichen Rechts, Handelsrecht, Strafrecht, Staatsrecht, Verwaltungsrecht, Völkerrecht und 3ivilprozeßrecht vorgetragen. Auskünfte erteilt der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln, Claudiusstraße 1. Appell der Wirtschaftspartei. Berlin, 7. 8. Die Reichstagsfraktion der Wirtschaftspartei hat an den Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht folgendes Schreiben gerichtet: ,, Die Reichstagsfraktion der Wirtschaftspartei hat mit großer Bestürzung Kenntnis davon genommen. daß Sie von Ihrem Posten zurücktreten wollen. Angesichts der äußerst bedrohlichen Lage unserer Wirtschaft und unseres Vaterlandes überhaupt bittet die Fraktion Sie dringend, auf Ihrem Posten zu verbleiben." Katastrophale Rückwirkung an der Börse. Die im Verlaufe der Berliner Börsenversammlung am Freitag durchsichernden Gerüchte von einem Rücktritt Dr. Schachts bewirkten bereits unmittelbar nach den ersten Kursen empfindliche Kursrückgänge auf allen Gebieten. Die amtliche Bestätigung von Schachts Rücktrittserklärung hatte gegen Börsenschluß eine ausgesprochene Verflauung der führenden Aktien zur Folge. Die Kursrückgänge erreichten bei einzelnen Papieren ein Ausmaß, das hier seit Monaten nicht mehr be= obachtet wurde. Verschiebung der Länderkonferenz. Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ist die Länderkonferenz, die am 6. März zusammentreten sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Tirpitz* Tirpig ist Donnerstag vormittag furz nach 7 Uhr im Sanatorium Ebenhausen bei München an Herzlähmung gestorben. Zu dem unerwarteten Tode des Großadmirals von Tirpitz erfahren wir noch, daß der Großadmiral seit mehreren Wochen wegen eines Herzleidens mit der Gattin im Sanatorium Ebenhausen bei München weilte. Der Krankheitsverlauf war zunächst so günstig, daß man mit einer baldigen Wiederherstellung rech= nete. Ueberraschend trat dann eine Herzlähmung ein, der der greise Admiral am Donnerstag früh erlegen ist. Donnerstag abend trafen in Ebenhausen ein der Sohn des Großadmirals, Kapitänleutnant a. D. von Tirpitz aus Frankfurt a. M., und der Schwiegersohn, Herr von Gaffel, deutscher Gesandter in Kopenhagen. Hindenburgs Beileid. Der Reichspräsident hat der Witwe des verstorbenen Großadmirals von Tirpitz in einem Telegramm folgenden Wortlautes sein Beileid ausgesprochen: ,, Tief erschüttert durch die Nachricht von dem Heimgang Ihres von mir hochgeschätzten Gatten, des Großadmirals von Tirpitz, spreche ich Ihnen und den Ihren meine tief emp fundene Teilnahme aus. Die großen Verdienste des Verstorbenen um die deutsche Flotte im Frieden und Krieg werden in der Geschichte der deutschen Wehrmacht weiter: leben. gez.: Generalfeldmarschall v. Hindenburg, Reichspräsident. Weitere Beileidstelegramme wurden an Frau von Tirpitz gerichtet u. a. von Ministerpräsident Dr. Held im Namen der bayerischen Staatsregierung, Geheimrat Hugenberg für die Deutschnationale Partei, von der Reichstagsfraktion der Christlich- Nationalen Arbeitsgemeinschaft. Zu Beginn der Fraktionssigung der Deutschnationalen Volkspartei im Reichstag gedachte der Vorsitzende, Abg. Oberfohren, des Heimganges des Großadmirals von Tirpitz. Troß Wohnungsnot leerstehende Neubauwohnungen. Der Frankfurter Generalanzeiger schreibt: ,, Die von der Stadt Stuttgart zur Vermietung ausgeschrie benen 290 Neubauwohnungen, die aus städtischen Mitteln er= stellt wurden, sind trotz großer Wohnungsnot( 11000 Wohnungen werden gesucht) nur wenig begehrt. Es haben sich nur 60 Bewerber gemeldet. Die Wohnungskommission ist sich noch nicht darüber klar, ob daran die entfernte Lage vom Zentrum der Stadt oder die Wohnungsausführung schuld ist. Jedenfalls dürfte nach der Geldverknappung auch dieser Vorgang die Veranlassung gegeben haben, daß die Stadt Stuttgart den Beschluß gefaßt hat ,,, den Bau städtischer Wohnungen einzustellen". In Gießen liegen ähnliche Verhältnisse vor und ist es ein Glück, daß die Stadt nicht unmittelbar selbst gebaut hat, sondern dies der„ Gehemag" überlassen hat, die für ihre Häuser am Kugelberg ebenfalls nicht genug Mieter finden kann. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 19 Handwerkersorgen! Eine Mahnung zur Vorsicht. Von Justizinspektor Melior- Darmstadt. Seit Jahrzehnten ertönen die Klagen über die herrschende Gesegesunkenntnis aus der Presse, aus den Reihen der breiten Masse des Volkes und aus den Kreisen vieler Juristen und Gerichtsbeamten, denen die Gesetzesunkenntnis ,, der Parteien" nicht minder zu Herzen geht. Schon 1903 hat Ministerialdirektor Dr. Wulffen- Dresden über diese oft verblüffende Gesezesunkenntnis geklagt. Professor Dr. Heifron- Berlin findet ,, die rechtliche Hilfs= losigkeit des Volkes vielfach ganz unfaßbar". Allgemein verständliche Abhandlungen über Rechtsfragen sollten von allen kundigen Stellen in weit größerem Ausmaße erfolgen. Die wachsende Erkenntnis der Rechtsfremdheit des Volkes sollte geradezu zur Forderung allgemeiner Rechtsbelehrungen in den vielen Fachorganen führen. Diese Erkenntnis gibt mir Veranlassung, zu nachfolgenden Betrachtungen. Zunächst eine einleitende Abschweifung. Der Dawesplan ist durch die deutsche Reichsgesetzgebung in Vollzug gesetzt. Darin wurden die Reparationszahlungen, die das deutsche Reich an seine Weltkriegsgegner auf Grund eines Gutachtens, das ein Sachverständigenkomitee unter dem Vorsitz des Amerikaners Charles Dawes über die finanzielle Leistungsfähigkeit Deutschlands auf der Londoner Konferenz Juli August 1924 gegeben hatte, einstweilen geregelt. Deutschland hat in dem Londoner Vertrag vom 16. August 1924 diesen Plan angenommen, er wurde später durch die deutsche Reichsgesetzgebung in den Vollzug gesetzt. Der D.Plan von dem Grundsatz ausgehend, daß: - 1. der deutsche Reichshaushalt ausgeglichen sein und 2. die Wirtschaftsbilanz Deutschlands Ueberschüsse erbringen müsse, wenn Reparationszahlungen geleistet werden sollten, hat zum Zwecke der endgültigen Stabilisierung der deutschen Währung und zur Ermöglichung von Reparationszahlun gen Deutschland eine Anleihe von 800 Millionen gewährt. Die Höhe der Jahresleistungen Deutschlands zur Beseitigung der Kriegsfolgen an die Siegerstaaten wurde in dem D.- Plan auf 2,5 Milliarden Goldmark festgesetzt. Von diesem Betrag sollen allein 1250 Millionen von dem deutschen Reichshaushalt aufgebracht werden. Die deutschen Reichsbahnen, deren Betrieb der neugegründeten deutschen Reichsbahngesellschaft übertragen wurden, ist mit 11 Milliarden Goldmark belastet. An dem Stammkapital der deutschen Reichsbahn ist das deutsche Reich mit 13 Milliarden Reichsmark beteiligt, außerdem besitzt das Reich 731 Millionen Vorzugsaktien der Reichsbahn. Die Gesamthöhe der Dawesanleihe des Reiches betrug am 1. Dktober 1928 schon 902 Millionen Reichsmark. Die neue Reichsbahngesellschaft hat bei 5 Prozent Zinsen und 1 Prozent Tilgung jährlich 660 Millionen zur Abführung an die Siegerstaaten aufzubringen. Ein ungeheueres Dpfer war der deutschen Industrie durch Uebernahme von 5 Milliarden Obligationen aufgeladen worden, aus denen weitere 300 Millionen zur Abdeckung unserer Schulden aufgebracht werden müssen. Eine weitere Forderung des D.- Plans war die Errichtung einer Notenbank, die vollkommen von der deutschen Regierungskontrolle befreit, als Grundlage für die Herbeiführung einer einheitlichen und stabilen Währung dienen soll. Am 1. September 1928 hat das eigentliche Reparationsjahr begonnen. Es gestalteten sich die deutschen Leistungen nach dem D.- Plna feither folgendermaßen( in Mill. Goldmark): Jahr Belastung des Zahlungen Steuer Zahlung Dedung Budgets aus Eisend. Ind. durch bahnobl. Obl. Anl. 1924 25 200 800 1925 26 595 250 125 250 1926 27 110 550 290 250 1927 28 1928 29 500 660 290 300 1250 660 290 300 Während clso ie Gesamtleinegen Deutschlands 1924 nur noch tausend Mill. Goldmark betragen, sind diese 1928-29 auf 2500 Mill. Goldmark angewachsen. Die Zahlungen sind an den Generalagenten für Revarationszahlungen( Sitz Berlin) durch uns abgeführt worden. Sie wurden, soweit nicht Sachlieferungen angenommen, in Devisen geleistet. Die Umwandlung der zu leistenden Zahlungen in Devisen( Dollar, engl. Pf., Auslandswechsel), die nach dem D.- Plan Sache der deutschen Regierung allein war, ist später auf den Generalagenten und das Transferkomitee übergagangen. Deutschland haftet aber immer noch für deren innere Aufbringung. Die Zahlungen in Sachleistungen begegneten ungeheueren Schwierigkeiten, da die Siegerstaaten solche oft nur unwillig annahmen, namentlich auch, um die Industrie ihrer Länder nicht zu schädigen. In 1929 betragen die Kriegslasten nach dem Reichshaushalt( Reparationszahlungen, Kriegsversorgung u. innere Kriegslasten) 3406 Millionen Rmk.. Ein gewaltiger Strom von Auslandsanleihen floß in den legten Jahren nach Deutschland. Teilweise an das Reich, teil Samstag, den 8. März 1930. - Gießener Zeitung weise auch an Kommunen und Einzelfirmen. Sie wurden meist| Aufkommen der Beförderungssteuer, den Gläubigermächten mit fo= in Devisen gegeben und dadurch war Bartransferierung weit nicht Sachlieferung von den Gläubigerstaaten angenommen wurden in den ersten Jahren des Dawesgutachtens möglich. Eine neue Konferenz trat am 12. 2. 1929 zusammen, da das Gutachten des Reparationsagenten Schwierigkeiten der Zahlungsfähigkeit des deutschen Reiches und besonders auch die Schwierigkeit des Transferschutzes befürchten ließ. Auf dieser Konferenz wurde ein neuer Zahlungsplan, der Youngplan auf gestellt, von dem behauptet wird, daß er zwar gewisse Erleichterungen brächte, daß er aber ebenso wie der Dawesplan, die Leistungsfähigkeit Deutschlands bei weitem überschätze. Während in dem D.- Plan ein endgültiges und umfassendes Abkommen über alle Reparationsfragen und verwandte Probleme zunächst noch nicht getroffen und dieser solche erleichtern sol'te, ist in dem Youngplan zum ersten Mal Deutschland als gle.chberechtigter Vertreter des internationalen Sachverständiger:- Komitees aufgetreten, während die Zahlung des D- Plan ohne Der Iliitwirkung deutscher Vertreter festgelegt worden war. Y.- Plan hat die Schuld Deutschlands aus einer politischen in eine kommerzielle umgewandelt. Der D.- Plan hatte eine feste Begrenzung der Jahresraten Deutschlands nicht festgesetzt, während die Zahlungsdauer der deutschen Leistungen nach dem Y.Plan auf 37 Jahre( 1. 9. 29- 31. 3. 66) zunächst begrenzt ist. Er sieht für weitere 22 Jahre noch zusätzliche Leistungen Deutschlands vor, für die noch besondere Bestimmungen vorgesehen sind. Die nach dem D.- Plan festgesezte Jahresleistung von 2,5 Milliarden ist durch den Y.- Plan auf 1,988 Milliarden ermäßigt. Für die weiteren 22 Jahre( bis 31. 3. 88) liegt die durchschnittliche Jahresleistung Deutschlands wesentlich tiefer. Die schnelle Steigerung der Jahresrate des D.- Plans ist nach dem Y.- Plan weggefallen. Sie stellt sich wie folgt dar: in Mill. Reichsmark Zeit der Zahlung 1. 9. 29 bis 31. 3. 30 " 31. 3. 31. " 31.3.32 " 31.3.33 742,8 1707,9 1685,0 1738,2 1934 bis 1936 steigen die Zahlungen von 1804,3 auf 1892,9 1937,7 1995,3 2042,8 2199,5 2361,8 2393,8 2428,2 " " " 1 " 1937 1940 1948 1958 1958 1939 1947 " " " " 1 " " " " " " " T " 11 2215,2 " 1966 " " " " 1 " Falls die Hauptgläubiger ihrerseits einen Nachlaß ihrer Kriegsschulden von den Vereinigten Staaten erreichen, soll diese Erleichterung auch Deutschland zugute kommen. Außerdem soll zur Deckung der Reparationszahlungen in den letzten 22 Jahren ein bestimmter Prozentsaz des Reingewinns, den die Reparationsbank während der ersten 37 Jahre angesam melt hat, Verwendung finden. Das nach dem D.- Plan eingesetzte weitverzweigte ausländische Kontrollsystem, unter der Oberleitung der Reparationskommission ist durch den Y.- Plan weggefallen. Die Reparationszahlung wird durch eine internationale Bank verwaltet, die ohne politische Färbung ist. Ihr Betriebskapital ist auf 400 Millionen festgesetzt. In deren Direktorium mit 25 Mitgliedern ist der deutsche Reichsbankpräsident vertreten. Während noch der D.- Plan bestimmte Einnahmen( aus Zöllen, Tabak, Bier- und Zuckersteuer und dem Spiritusmonopol) verpfändete, schafft der Youngplan dafür nur ein Pfandrecht negativer Art: die deutsche Regierung darf diese Einnahmen nur mit Zustimmung der Bank für internationalen Zahlungsausgleich für irgend eine Anleihe oder einen Kredit verpfänden. Die Obligationen der Reichsbahn sind beseitigt. Sie hat lediglich eine Bescheinigung über ihre Schuldenhaftung bei der Bank für internationalen Zahlungsausgleich zu hinterlegen. Die Industrieobligationen fallen als internationale Bindung fort. Das Gefahrenherde der Zahnfaule Nr. 19 schusses des Hessischen Landtages brachte das Kapitel 21 des Etats( auswärtige und Reichsverhältnisse) eine längere Debatte. Unter Ablehnung eines volksparteilichen Antrags auf Aufhebung der Gesandtschaft und eines Landbundantrages auf Streichung der Dienstauswandsentschädigung für den Gesandten wurde das Kapitel genehmigt. Gutachten des Reichssparkommissars über die Staatsverwaltung des Volksstaates Hessen. Wie bereits früher schon mitgeteilt, werden aus diesem Gutachten besondere Drucke über„ Schulwesen“,„ Polizei“,„ Gerichte und Strafanstalten" sowie„ Vermessungswesen" hergestellt. Interessenten, Verbände, Schulvorstände seien auf diese Sonderausgaben aufmerksam gemacht. 290 Millionen verpfändet, wird frei. Während Deutschland nach dem D.- Plan die Last der Verantwortung zur Aufbringung, der zur Abdeckung der Reparationsschulden notwendigen Devisen dadurch hatte, daß der Reparationsagent diese vornahm, hat nun Deutschland nach dem Y.- Plan die Uebertragung der Zahlung in ausländische Währung( Transfer) selbst vorzunehmen. Der Transferschutz wird nach dem Y.- Plan erheblich eingeschränkt. Die Entscheidung über sein Wirksamwerden trafen nach dem D.- Plan nur die Gläubigermächte. Sollte die Umwandlung der deutschen Reparationszahlung in aus: ländischer Währung nach Ansicht der deutschen Regierung Edywierigkeiten für Wirtschaft und Gewerbe verursachen oder zu verursachen drohen, so hat sie nach dem Y.- Plan gewisse eigene Entschließungsfreiheiten. Sachlieferungen sind nach dem -Plan allerdings nur für die ersten 10 Jahre vorgesehen. Diese Sachlieferungen bedeuten an dem System der gesamten Reparationszahlungen für Deutschland bis zu einem gewissen Grade eine Erleichterung bei der Uebertragung der Zahlungen, Ablehnung durch Gewerkschaften und Sozialdemokratie. schaffen auch eine Verpflichtung der Siegermächte zu deren Abnahme, die früher öfters Schwierigkeiten begegnete. Sie kommen den Bedürfnissen der deutschen Wirtschaft entgegen und find gegenüber Barzahlungen das kleinere Uebel. Die Beschränkung der Sachlieferungen auf obige Zeit ist für das deutsche Handwerk allerdings von Nachteil. ( Schluß folgt) Hessische Politik. Hessens Staatsvoranschlag. Abstimmungen des Finanzausschusses des Hess. Landtages über die Anträge zum Pensionsetat. Der Zentrumsantrag, 200 000 Mark als Ausgleich für die durch die Streichung der Kinderzuschläge vom 16. bis 21. Lebensjahr entstehenden Härten in den Etat einzustellen, wurde mit 9: 3 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt. Ein sozialdemokratischer Antrag, den Betrag für außerordentliche Vorsehungen zur Linderung der Notlage von Beamten von 80 000 Rmt. wieder wie früher auf 150 000 Rmk. zu erhöhen und daraus die Härten beim wegfallenden Kindergeld zu ersetzen, wird mit 8: 5 Stimmen abgelehnt. Ein Zentrumsantrag, die Fonds von 80 000 auf 50 000 Rmt. Im herabzusetzen, wurde gegen 4 Stimmen angenommen. übrigen wurde der Pensionsetat in der vorgesehenen Fassung verabschiedet. - Kapitel 18( Landtag) sieht an Ausgaben 369 666 Rmf. vor, was eine Steigerung um 60 000 Rmf, gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Es sind dabei allerdings für die kommende Landtags= wahl 1930 35 000 Rmt. vorgesehen. Der Ausschuß beschloß einstimmig, die Aufwandsentschädigung der Abgeordneten zu fürzen, und zwar bei Gruppe 1( die in Darmstadt wohnenden Abgeordneten erhalten monatlich 150 Rmf.) um ein Sechstel, bei Gruppe 2( Abgeordnete, die in einem Tage hin und zurüdteisen können, erhalten monatlich 200 Rmt.) um ein Achtel und bei Gruppe 3( Abgeordnete, die bei Tagungen jeweils übernachten müssen, erhalten 250 Rmt.( um ein Zehntel. Die Tagegelder der Ausschußmitglieder( Gruppe 1 9 Rmk., Gruppe 2 und 3 12 Rmf.) werden um ein Sechstel gekürzt. Die Ersparnis dürfte etwas über 20 000 Rmt. ausmachen. Das Kapitel selbst fand dann Genehmigung. Bei Kapitel 19( Staatspräsident) fand ein Antrag, eine Aufstellung sämtlicher Autos und Fahrzeuge bei den Amtsstel len dem Landtag vorzulegen, einstimmige Annahme. Annahme fand ein Zentrumsantrag, der den Legationsrat beim Staatsministerium und einen Kanzleiobersekretär auf Inhaberposten bewilligt, der für Ausgleichskosten 2000 Rmt, streicht und deit Dispositionsfonds des Gesamtministeriums um 5000 auf 20 000 Rmt. kürzt. Die hessische Gesandtschaft in Berlin bleibt. Darmstadt, 7. 8. In der heutigen Sitzung des Finanzaus Verwaltungskosten- Beiträge statt Realsteuern? Der Reichstag, der durch seine hemmungslose Bewilligungsfreudigkeit dem Schlendrian unserer Finanzverwaltung vielfach Vorschub geleistet hat, würde sich, so schreibt die FleischerVerbandszeitung", ein großes Verdienst erwerben, wenn er sich seiner Verantwortung und Kontrollfunktion als Sachwalter des steuerzahlenden deutschen Volkes mehr als bisher bewußt würde. Seit mehreren Jahren fordern die Oppositionsparteien im Preußischen Landtag den Abbau der Realsteuern. Es wurde der Vorschlag gemacht, die Realsteuern durch einen einmaligen Verwaltungskostenbeitrag zu ersetzen, um dadurch eine Beteiligung aller Bevölke rungskreise an den kommunalen Lasten herbeizuführen. Dieser Vorschlag ist seitdem heftig kritisiert worden; bis plötzlich in den letzten Wochen auch von offizieller Seite Erwägungen über die Einführung eines Verwaltungskostenbeitrages lautbar geworden sind. Diese Umstellung der amtlichen Meinung ist wohl zweifellos auf die Erkenntnis zurückzuführen, daß die bisherige Belastung für die Wirtschaft, insbesondere für das mittelständische Gewerbe und Handwerk, einfach nicht mehr tragbar ist. Nach dem preußischen Finanzminister Dr. HöpferAschoff, der sich mit dem Verwaltungskostenbeitrag in positivem Sinne beschäftigte, hört man sogar Aehnliches aus dem Reichs: finanzministerium, und dann hat der Reichsverkehrsminister Stegerwald vor einigen Tagen in einer Zentrumsversammlung zur Steuerpolitik erklärt: ,, Die Steuerreform müßte so eingerichtet werden, daß eine Kapitalneubildung möglich werde und der Einbau einer Steuer in die Gemeindefinanzen müsse kommen, so daß auch diejenigen sichtbar von der Steuer betroffen werden, die die Ausgaben beschließen." Die Sozialdemokratie wehrt sich gegen eine solche Reform noch immer mit aller Entschiedenheit, weil man den bisherigen Zustand im Interesse der Parteipolitik nicht aufgeben möchte. Es wird von dieser Seite immer behauptet, die von dem Verwaltungskostenbeitrag zu treffenden Kreise wären nicht in der Lage, auch nur die bescheidensten Summen aufzubringen. Da ist es doch ganz interessant, einmal die Beiträge zum Ver gleich heranzuziehen, die die Arbeitnehmerschaft für ihre Gewerkschaften zu entrichten hat. So bezahlten unter anderem: Die Buchbinder für ihre Gewerkschaft im Jahre 1927 45,46 M Beitrag, die Holzarbeiter 41,11 M, die Kupferschmiede 54,58 M, die Maler 48,52 M, die Zimmerer 57,33 M, die Litographen 78,38 M und die Buchdrucker gar 124,25 M. Durch die inzwischen gestiegenen Löhne haben sich diese Zahlen noch weiter erhöht. Es ergibt sich aber auch daraus, daß diese Kreise sehr wohl in der Lage sind, einen niedrig gehaltenen Verwaltungskostenbeitrag zu zahlen man rechnet für die unterste Gruppe, die überhaupt in Frage kommt mit 2 Mart pro Monat. In den den Zahn- Zwischenräumen sind die Herde aller Fäulniserreger. Man hat durch mikroskopischen Befund festgestellt, daß mehr als 10 verschiedene Bazillen, Kokken, Spirochäten, Schimmel- und Hefepilze in dem Belag der Zahn- Zwischenräume enthalten sind, wenn die Zahnpflege vernachlässigt wird oder unvollkommen ist. Als Folgen sind zu erwähnen: Obler Mundgeruch, häßlicher Zahnbelag und Zahnkrankheiten, insbesondere Zahnfäule( Karies) und Paradentose. Eine glatte Borstenfläche der Zahnbürste dringt erklärlicherweise schwer in die Tiefe der Zahn- Zwischenräume ein. Aus dieser Erwägung heraus ist die Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt konstruiert. In Verbindung mit der berühmten Chlorodont- Zahnpaste ist eine gründliche Reinigung auch in den Zahn- Zwischenräumen möglich und der Effekt ist schon äußerlich bemerkbar: Elfenbeinartiger Glanz auch an den Seitenflächen und angenehmer erfrischender Atem. 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Da offenbart der Mensch, wes Geistes Kind er ist, zeigt seinen wahren Charakter. Zur Betätigung der Treue gehört, daß sie nicht leicht, sondern schwer fällt In guten Zeiten läßt sich die Treue nicht erweisen, sondern nur in schlechten. Erst in ihnen ist ein Bekunden der Treue möglich. Davon, daß Treue gehalten, wird gesprochen. Die Treue bewahren und sich in der Treue bewähren, ist er= forderlich. Vor der Betätigung der Treue in Not und Unglück ist sie nur ein Gelöbnis. In Not und Unglück muß der Mensch zeigen, ob er zu seinen Worten hält, oder ob sie nur leerer Schall und Rauch, ob sie nur schöne Redensarten waren, hinter denen sich nichts Ernsthaftes verbarg. Im Halten der Treue bleibt sich der Mensch selbst treu, zeigt seine Festigkeit erst den innerlichen Halt und Gehalt. Deutsche Treue zeigt den deutschen Menschen an. Das Halten der Treue ist ein Zeichen aufrechten Mannestums, tut innere Unabhängigkeit und Freiheit dar. Denn in den Zeiten, wo in Not und Unglück sich die Treue befunden muß, ist der Mensch äußerlich an sie nicht mehr gebunden. Die Bindung hängt nur noch von dem eigenen Willen, von der Willensstärke ab. Das Nichthalten der Treue, der Treubruch, zeigt einen innerlich nicht aufrechten, unfreien Menschen an. Er beugt sich vor der äußeren Wendung. Er schwimmt mit dem seinen Lauf verändernden Strom. Er läuft hinter der Gunst des Augenblides her. Er ist der Mensch, der Schwanfungen unterworfen ist. Er ist der Gefolgsmann und Hörige von Günstlingen des Glücks, hinter denen er um augenblicklicher Vorteile halber herläuft Solche wetterwendischen Menschen werden von Zeitverhältnissen gemeistert, können ihre Zeit nicht meistern. Das höchste der Treue ist die Treue zum Vaterland, das über alles gehen muß. Im Munde wird sie geführt, im Lied viel besungen. Wirklich gehalten wird gerade sie durchaus nicht immer. In den Zeiten vor dem Krieg und in der Zeit der ersten Kriegsbegeisterung hat man so viel gehört von dem Schwur ewiger Treue zum Vaterland. Je lauter diese Schwüre waren und soweit sie nur das Bedürfnis waren, als Schreier sich der Zeitströmung folgend hervorzutun, desto schneller wurde sie vergessen, wie die Zeiten tamen, wo Nachhaltigkeit verlangt und Durchhalten notwendig wurde. Von früheren Treugelöbnissen wollte man nichts mehr wissen. Man fand angebliche Entschuldigungen für den Wechsel, den man aus Jchsucht vorgenommen. Wo das Vaterland in Not war, wollte man von ihm nichts mehr wissen, schmähte das Vaterland als eine Erfindung von Kriegslüsternen und Kriegsverlängerern. Es gab solche, die es laut aussprechen durften, daß sie kein Vaterland kennen würden, das Deutschland heißt und daß sie an die Treue zu ihm nicht gebunden seien. Viele glaubten lärmend und schreiend sich in Vaterlandsverrat hervortun zu müssen. Das Brüsten mit dem Vaterlandsverrat konnte laut hervortreten. Aber deutsche Treue, die Treue zum Vaterland, kann nicht untergegangen sein. In Millionen von Herzen lebt sie noch, wird treu verwahrt im Innern. Bei diesen kann sie nicht verschwinden, kann nicht untergehen, kann nicht herausgerissen werden. Die Treue liegt im deutschen Blute. Es ist teine angenommene Treue, es ist tein angelegtes Gewand. Die Liebe ist die Knospe ja, aus der die Treue bricht. Die Liebe zum Vaterland ist der Urquell, aus der die Treue hervorbricht. 870 mm Wer die Liebe zum Vaterland im Herzen trägt, kann nicht an ders als dem Vaterland treu ergeben sein, als treu in allen Nöten zu ihm halten. Wir alten Krieger und Soldaten halten die Liebe und die Treue zum Vaterlande hoch. Das Vaterland über alles ist unser Wahlspruch und Wahrspruch. Bei uns ist der Hort alter deutscher Treue. Was wir lieben, wollen wir bewahren, ihm gegenüber wollen wir uns bewähren. Der Pflichten der Liebe und Treue zum Vaterland sind wir uns bewußt und wollen sie erfüllen. Wir wollen den Geist deutscher Treue hochhalten und ihn fortpflanzen auf Kinder und Entel. An den Taten deutscher Treue, die vollbracht wurden, sollen sie sich ein Bei spiel nehmen. Es wird wieder eine Zeit kommen, wo diese Treue gewertet wird. Einstweilen wollen wir das kostbarste Gut, die Treue und Liebe zum Vaterland aufbewahren. Wir wollen jederzeit Bekennermut an den Tag legen. Wir wollen Eintreten für den Vaterlandsgedanken. Wir wollen derer ge denken, die die Treue bis in den Tod bewahrt haben. In der Trübnis der Zeiten erschallt bei uns immer wieder das Deutschlandlied In frohen Zeiten, im Schwang der Be geisterung eines herrlichen Deutschlands war es erdacht. In der Not der Zeit tam ein neuer Vers dazu:„ Und im Unglüd nun erst recht." Darin liegt das Bekenntnis zur Treue. Das Gelöbnis der Treue in schwerer Zeit hat tiefen Wert und tiefe Bedeutung. Es wird mit wahrem innerem Ernst abgelegt. Wir wollen dies Gelöbnis gemeinsam ablegen. Als Treue wollen wir uns zusammenfinden und in der Treue zum Vater land gegenseitig stärken. Wir wollen die Fahne der Treue hochhalten. Mag kommen, was da will, es soll in späteren Zeiten von uns gesagt werden können, daß wir alten Krie ger und Soldaten zu unserer Fahne gehalten haben, daß wit uns treu geblieben sind, daß wir die Treue zum Vaterland jederzeit bewahrt haben, daß uns das Vaterland immer über alles ging. Samstag, Der be und Kinder Uebergang Schule, ob Fragen, die glauben tro für das dur nigftens ein mitgeben zu füllung der angebot an höhere Schu verbürgt. fömmliches bildung zu Was d zeit allerdi Schullehrer, tunftsmögl her der 3 Boltes eng gen" auf G lich war, ist fuch der pa hiervon find Günstig leren Beam Durchführu men der N früheren fachen mit Eintritt i genannte oder die dem einfa wärtern v dung mögl Don 2½ bi zur Prüfun Verfürzung fung der einen start Folge. Be Abgangsze befigen, in Der gegen die ihm sind Jondern Nr. 19 apitel 21 des längere De Antrags auf Danttages auf Den Gesandten atsverwaltung aus diesem Bolizei",„ Ge pejen" herge ien auf diese ge Idemokratie. Bewilligungs waltung viel die Fleischer wenn er sich S Sachwalter bisher bewußt sparteien im Realiteuern nbeitrag zu ler Bevölke rbeizuführen. t worden; bis Iler Seite Er tungstoftenbei: der amtlichen zurüdzuführen, sbesondere für ach nicht mehr er Dr. Höpfer ng in positivem us dem Reichs berkehrsminister nsversammlung t werden, daß d der Einbau je fommen, jo teuer betroffen solche Reform den bisherigen ufgeben möchte. t, die von dem wären nicht in aufzubringen räge zum Ber t für ihre Ge unter anderem: e 1927 45,46 hmiede 54,58 M ie Litographen die inzwischen weiter erhöht. dieje Kreise ig gehaltenen an rechnet für age fommt. en rochäten, men ist, dentose s ist die nräumen ts- ZahnHere gute r zurück tann nicht an treu in allen Die Liebe o über alles der Hort all bewahren, i ichten der Liebe gt und wollen Creue hochhalten An den Taten ie fich ein Bei mmen, wo dief das foftbart Sewahren. Wi 7. Wir wolle wollen derer ge aben. s immer wiede wang der Be s erdacht. Und im Ungli ur Treue. Do Wert und tief Ernst abgeleg n. Als Tre eue zum Bater hne der Tre oll in spätere vir alten Krie haben, daß wi zum Vaterlan and immer über Samstag, den 8. März 1930. Lokales. Zur Berufswahl. Der bevorstehende Schluß des Schuljahres stellt Eltern und Kinder vor die schwierige Frage der Berufswahl. Ob Uebergang zur höheren Schule oder Verbleiben auf der Volfs= schule, ob Abiturium, Primareife oder mittlere Reife, das sind Fragen, die jetzt entschieden werden müssen. Viele Eltern glouben trotz schwerer Sorgen heute ihrem Kind als Ausgleich für das durch die Inflation dahingeschmolzene Vermögen wenigstens eine gute Schulbildung für den Kampf im Leben mitgeben zu müssen. Das ist verständlich. Aber die Ueberfüllung der höheren Schulen und der Universitäten, das Ueberangebot on Abiturienten und an Akademikern zeigt, daß die höhere Schulbildung eine sichere Lebensstellung heute nicht mehr verbürgt. Man sollte deshalb zunächst prüfen, welche ein aus: fömmliches Einkommen sichernden Berufe auch ohne solche Vorbildung zu erreichen sind. Was die beamteten Berufe anlangt, so hat die Nachkriegszeit allerdings die Aussichten hinsichtlich des Berufs der VolksSchullehrer, der bei seinen etwa 200 000 Stellen gute Untertunftsmöglichkeiten bot, wesentlich verschlechtert. Während früher der Zugang zu dieser mit den breiten Schichen unseres Boltes engverbundenen Laufbahn ohne weitere ,, Berechtigungen" auf Grund des Abgangszeugnisses der Volksschule mög= lich war, ist heute der Nachweis des Abituriums für den Besuch der pädagogischen Akademien erforderlich. Ausnahmen hiervon sind nicht vorgesehen. Günstiger dagegen haben sich die Verhältnisse in den mittleren Beamtenlaufbahnen des Behördendienstes gestaltet. Bei Durchführung der Vereinfachungs- und Verbilligungsmaßnahmen der Reichs- und Staatsverwaltungen ist eine Teilung des früheren mittleren Dienstes in den gehobenen und den einfachen mittleren Dienst erfolgt. Während nun früher für den Eintritt in die gesamte mittlere Laufbahn mindestens das sogenannte„ Einjährigenzeugnis", zum Teil aber die Primareife oder die Vollreife verlangt wurde, ist heute der Zugang zu dem einfachen Bürodienst, soweit er nicht den Versorgungsanwärtern vorbehalten ist, auf Grund einer guten Volksschulbildung möglich. Und während früher ein Vorbereitungsdienst von 2½ bis 3 Jahren abzuleisten war, bevor eine Zulassung zur Prüfung für das betreffende Amt erfolgte, ist jetzt eine Verkürzung auf ein Jahr eingetreten. Diese erhebliche Senfung der Vor- und Ausbildungsanforderungen hat natürlich einen starken Andrang zu den betreffenden Laufbahnen zur Folge. Bei der Auswahl werden deshalb Schüler, die das Abgangszeugnis der Mitelschulen, die sog. ,, mittlere Reife" besitzen, in erster Linie auf Berücksichtigung rechnen können. Der Aufgabenkreis des gehobenen mittleren Dienstes hat gegen die Vorkriegszeit eine wesentliche Aenderung erfahren: ihm sind nicht nur alle einfachen Bürogeschäfte abgenommen, sondern es sind ferner in weiterer Durchführung der Verwal,, Gießener Zeitung" Nr. 19 Urteilsverkündung wurde auf den 5. März vertagi. Nun hat der Verwaltungsgerichtshof die Rechtsbeschwerde als unbegründet kostenfällig zurückgewiesen. Danach ist in Hessen die Heranziehung der Aerzte zur Gewerbesteuer für zulässig entschieden. * Die Ordnung für die staatliche Stenographielehrerprüfung im Volksstaate Hessen in der Fassung vom 1. 3. 1930 wird in Kürze im Regierungsblatt bekanntgegeben. tungsreform in großem Umfange Arbeiten der höheren Beam-! Darmstadt, gegen seine Heranziehung zur Gewerbesteuer. Die ten hinzugekommen, also Geschäfte, die früher auf Grund einer vollakademischen Ausbildung wahrgenommen worden sind. Jm Interesse der Verminderung der Staatsausgaben wird in diefer Entwicklung noch überall fortgeschritten. Der unmittelbare Zugang zu dieser Laufbahn ist nun entsprechend ihrer neuen 3wedbestimmung nur möglich bei Nachweis einer durch die höhere Schule vertiesten Vorbildung. Bei dem Ueberangebot an Abiturienten können nur Bewerber mit dem Zeugnis der Vollreise einer höheren Lehranstalt auf Aufnahme rechnen, wenngleich die Dienstvorschriften noch nicht überall eine solche Vorbildung zwingend vorschreiben. Es damit aber bei Erlaẞ reuer Laufbahnbestimmungen zu rechnen, da angesichts der ge= steigerten Aufgaben auch erhöhte Anforderungen an die geistige Durchbildung der Beamten gestellt werden müssen. Aber auch diese Laufbahn kann für den, der die höhere Schule nicht besuchen kann, erreicht werden. Denn die Personalordnungen sehen vor, daß besonders befähigte Beamte des einfachen Bürodienstes zum gehobenen mittleren Dienst zugelassen werden können, wenn sie in einer Vorprüfung den Nachweis erbringen, daß sie sich um eine Ergänzung ihrer Allge= meinbildung erfolgreich bemüht haben. Würz Deinen KAFFEE doch wurz ihn Brand richtig: nimm Franck Der Stadtrat * Stiftung einer Ehrenplatette der Stadt. hat in seiner nichtöffentlichen Sizung am 3. März d. J. beschlos= sen, eine Ehrenplatette der Stadt Gießen zu stiften, die an Personen verliehen werden soll, die sich um unsere Stadt besondere Verdienste erworben haben. In der gleichen Sitzung be= schloß der Stadtrat, die Ehrenplakette der Stadt Herrn Gey. Kommerzienrat Louis Emmelius aus Anlaß seines 80. Ge= burtstages zu verleihen. * Konsularnachrichten. Der zum französischen Konsul in Frankfurt a. M. ernannte Herr Jean Béguin- Billecocy, dem namens des Reiches das Exequatur erteilt wurde, ist anerkannt und zur Ausübung konsularischer Verrichtungen im Volksstaat Hessen zugelassen worden. * Die venia legendi. Der Senat der Technischen Hochschule zu Darmstadt hat dem Beigeordneten Dr. Hamm von der hiesigen Stadtverwaltung die venia legendi für das Gebiet der „ Stadtwirtschaft im Städtebau" an der Technischen Hochschule erteilt. * Ernennung. Der Direktor des Medizinisch- Balneologischen Universitätsinstituts in Bad Nauheim, Professor Dr. Arthur Weber, wurde zum Mitglied der Kaiserlich Deutschen( Leopoldinischen) Akademie der Naturforscher in Halle ernannt. * Die Gewerbesteuer für Aerzte gültig. Der hessische Verwaltungsgerichtshof in Darmstadt beschäftigte sich am 17. Februar mit der Rechtsbeschwerde des Aerztes Dr. Wißmann, * Zulassung von Justizanwärtern. Zum Vorbereitungsdienst für die Oberjustizsekretärprüfung, deren Ablegung als Voraussetzung für eine künftige Anstellung im gehobenen mittleren Dienst bei den Justizbehörden vorgeschrieben ist, kann eine beschränkte Zahl von Anwärtern zugelassen werden. Der Vorbereitungsdienst dauert regelmäßig drei Jahre und ist unentgeltlich abzuleisten;; auch Unterhaltszuschüsse werden den Anwärtern nicht mehr bewilligt werden können. Volle Gesundheit ist unbedingtes Erfordernis. Gesuche um Zulassung find bis zum 1. April 1930 an den Justizminister einzureichen. Den Gesuchen ist das Abgangszeugnis einer Realschule mit siebenjährigem Kursus oder der Nachweis der Reise für die Unterprima eines Gymnasiums, Realgymnasiums oder einer Ober- Realschule in Urschrift oder beglaubigter Abschrift, ein von dem Bewerber verfaßter und handschriftlich gefertigter Lebenslauf, ein Leumundszeugnis und der Nachweis der Reichsangehörigkeit beizufügen. Inhaber des Reisezeugnisses einer Vollanstalt( neunklassigen höheren Lehranstalt) werden bevorzugt. Gesuche, denen die Zeugnisse und Nachweise nicht beigefügt sind, werden ohne weiteres zurückgewiesen werden. Bewerber, welche die Einheitsturzschrift beherrschen, wollen ihrem Gesuch die hierüber erteilten Zeugnisse beifügen. * Eine Sigung des Oberhessischen Schwurgerichts wird an 24. März im hiesigen Landgerichtsgebäude beginnen. Bisher steht eine Anklage wegen Mordversuchs zur Verhandlung. * Aus dem Gerichtssaal. Ein junger Mann aus Glauberg verging sich an seiner kleinen Schwester so schamlos, daß er jetzt vor dem Erweiterten Bezirksschöffengericht in Gießen unter der Anklage des Sittlichkeitsverbrechens stand. Er versuchte die Sache als harmlos hinzustellen, hatte damit aber beim Gericht kein Glück, das ihn vielmehr auf 1% Jahr ins Gefängnis schickte. In der gleichen Gerichtssitung wurde auch ein ä!- terer Mann aus Hungen, der ein kleines Mädchen geschändet hatte, zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. * Zeuge gesucht. In der Nacht vom 26.- 27. Februar 1930 wurde auf der Lahnbrücke ein Laternenpfahl beschädigt. Der junge Mann, der die Tat mit zusah, wird gebeten, bei der Kriminalpolizei, Zimmer Nr. 24, vorzusprechen. * Festnahmen. Festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt wurden: der Steinschneider Ludwig Wo este aus BergischGladbach wegen Diebstahls, der Metzger Hermann Lehmann aus Frankfurt a. M. wegen Hehlerei, der Händler Richard Wirth aus Kesseldorf, der Landwirt Erich Willig aus Plein wegen Betrugs und Albert Seipp wegen Einbruchdiebstahls. Mercedes- Benz Typ Mannheim! Unsrem 4/5 sitzigen Sechszylinder MERCEDES BENZ Typ Stuttgart 260( 2,6 Liter- 10/50 PS) der im Laufe eines Jahres durch seine hohe Leistung, verblüffenden Fahreigenschaften und erprobte Zuverlässigkeit überall den Ruf als Wagen der höchsten Klasse und die begeisterte Zufriedenheit von Tausenden Besitzern errungen hat, gaben wir mit der Schaffung eines neuen sechssitzigen Modells die notwendige Ergänzung. Für die vielen Interessenten des In- und Auslandes, welche einen sechssitzigen Wagen von Qualität und Klasse in niedriger Preislage wünschen, haben wir unsren Typ ,, Mannheim" Mannheim"( 3.5 Liter- 14/70 PS) herausgebracht. Ganz besondere Fahreigenschaften, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit des erprobten Typs, modernste Konstruktion und vorbildliche Formschönheit kennzeichnen auch diesen Mercedes- Benz als Spitzenmodell seiner Klasse! Preis der sechssitzigen Pullman- Limousine in bekannt erstklassiger Ausführung und Ausstattung RM. 11500.- ab Werk. Vorführungswagen dieses Typs stehen bei allen unsren Vertretungen zur Verfügung. Versäumen Sie nicht, sich selbst ein Urteil über diese neueste Mercedes- BenzSchöpfung zu bilden! DAIMLER- BENZ A.-G. Verkaufsstelle: GIESSEN, Bahnhofstr. 90-92 Fernruf Nr. 4121. Samstag, den 8. März 1930. * Diebstähle. Vor einigen Tagen wurde in der Grünbergerstroße Am Professorened" aus einem Personenkraftwagen ein Karton mit Herrenwäsche, bei einem Metzgermeister in der Neustadt verschiedene Würste aus dem Laden, in der Bahnhofstraße aus einem Mansardenzimmer, das mittels Nachschlüssel geöffnet wurde, 38 Mart, und aus einem Hofe einer Wirtschaft ein älteres Marsfahrrad entwendet. Personen, die sachdienliche Angaben über die Täter und das Diebesgut machen könnew, werden gebeten, der Kriminal- Abteilung Nachricht zu geben. * Der„ Tag des Buches", der auch im Vorjahre zum Goethetag( 22. März) eingesetzt wurde, soll auch in diesem Jahre durch eine besondere Veranstaltung in den Schulen und zwar diesmal unter dem Thema:„ Jugend und Buch" begangen werden. * Fremdenvorstellung im Stadttheater. Am Sonntag, den 9. März, wird als letztes Operettengastspiel des Frankfurter Operetten- Ensembles„ Der fidele Bauer" gegeben. * Chem. 4. Gardisten. Jm größten Teile des Reiches haben sich die ehemaligen 4. Gardisten und Kriegsteilnehmer des Tochterregiments 93 als Reichsbund 4. Gardisten mit dem Sitz in Berlin in Gaue und Ortsgruppen zusammengeschlossen. Nunmehr haben sich auch die Angehörigen beider Regimenter aus Hessen- Nassau, Kreis Wetlar, Hessen und den angrenzenden Teilen zusammengefunden und haben den Gau: Hessen- West, Sitz Gießen und Gau: Hessen- Ost, Sitz Kassel, gegründet. Vorsitzender des Gaues Hessen- West ist: Oberst a. D. Kock- Gießen, Wartweg 14. Am 28. und 29. Mai d. J. findet in Berlin eine Wiedersehensfeier ehemaliger Kameraden beider Regimenter statt. Anmeldungen nimmt Oberst Kock- Gießen entgegen. * Der Goethebund veranstaltet seinen nächsten Vortrags= abend am heutigen Samstag. Dr. Meyer aus Nürnberg hält einen Lichtbildervortrag über ,, Sommer in Südtirol". * Kaufmännischer und Ortsgewerbeverein. Montagabend ist in der Neuen Aula ein Vortrag von Dr. Meyer Nürnberg über„ Sommer in Südtirol". = Kommenden * Feithalten und Verkauf von Weidenkäßchen verboten. Die Blütenstaub spendenden Sträuche wie Weide, Hasel usw., die zur Förderung der Bienenzucht wichtig sind, müssen geschont werden. Deshalb ist der Verkauf und das Feilhalten von Weidenkätzchen durch Polizeiverordnung verboten. Das Abreißen und Abschneiden von Weidenkäßchen, Haselnußblüten usw. wird bei Anzeige mit Geldstrafe bis zu 30 Mark belegt. Aus Nah und Fern. Oberhessischer Dorfkirchentag. Die diesjährige Dorfkirchentagung fand am vergangenen Montag unter dem Vorsitz von Pfarrer Georgi Ermenrod statt. Sie behandelte die Frage der Volkshochschule. Als erster Redner sprach am Vormittag Prof. D. Dr. Cordier- Gießen über:„ Die Krisis im Erziehungswesen der Zeit und der Volkshochschulgedanke." Am Nachmittag hielt Dr. Kammer= Hohensolms einen Vortrag über:„ Aus der Arbeit der Heimvolkshochschule an der Landjugend." Angelegenheiten, die alle Stände, alle Berufe angehen, werden in der Arbeit erörtert. Auch an diesen zweiten Vortrag schloß sich eine lebhafte AusSprache an. Ein Stadthausprojekt in Bad Nauheim. Bad Nauheim. Die Stadtverwaltung hat eine Vorlage ausgearbeitet, die dem Stadtrat die Uebernahme einer Pensionsvilla empfiehlt, in der sämtliche Abteilungen der städti,, Gießener Zeitung" schen Verwaltung einschließlich der Stadtkasse und des Hochbauamtes, die bisher getrennt von der Hauptverwaltung lagen, untergebracht werden sollen. Die Diensträume des jetzigen Stadthauses würden in diesem Falle für das Polizeiamt frei werden. Bad Nauheim. Erzbischof D. Söderblom kommt wieder nach Bad Nauheim. Wie der Evangelische Presseverband für Hessen erfährt, wird der bekannte schwedige evangelische Erzbischof D. Söoerblom Anfang April hier zur Kur eintreffen. Erzbischof D. Söderblom gehört als Führer der großen christ| lichen Einigungsbestrebungen und geistiger Urheber der großen Kirchenkonzilien von Stockholm und Lausanne zu den bedeutendsten lebenden Männern der christlichen Kirchen. Er war be= reits 1924 und 1925 Bad Nauheimer Kurgast. Schlig. Fünfzig Jahre Mitglied der Hessischen Landes: synode. Am 2. März ds. Js. waren es 50 Jahre, daß Geh. Justizrat Wahl von hier als Abgeordneter des Dekanats Alsfeld in der Hessischen Evangelischen Landessynode verpflichtet wurde. Seit dieser Zeit gehörte er ununterbrochen als weltlicher Abgeordneter dieses Dekanats und später des Dekanats Lauterbach der Landessynode bezw. dem Landeskirchentag an. Die Glückwünsche und den Dank des Landeskirchentages sprach des= sen Präsident, Archivdirektor D. Herrmann, dem Jubilar persönlich aus. Ebenso Prälat D. Dr. Diehl namens der Kirchenregierung und des Landeskirchenamts, ferner Oberkirchenrat Wagner als Superintendent der Provinz Oberhessen und Dekan Schlösser namens des Dekanatsausschusses Lauterbach. Verheerendes Großfeuer. Büdingen, 7. März. In der großen Automobilhalle des hiesigen Automobilhändlers und Opelvertreters Groß brach heute früh gegen 6 Uhr auf bis jetzt noch nicht einwandfrei geklärte Weise Großfeuer aus. Die Flammen legten die Automobilhallen vollständig in Trümmer, wobei auch zehn Automobile mit verbrannt sind. Unter den zerstörten Kraftwagen befinden sich zwei ganz neue. Mit Mühe gelang es, drei Autos aus dem lichterloh brennenden Gebäude herauszuschaffen. Die Löscharbeiten hatten unter starkem Wassermangel zu leiden. Der Brandschaden ist sehr hoch, er soll nur zum Teil durch Versiche= rung gedeckt sein. Büdingen. Eine 34jährige Ehefrau, die in der letzten Zeit kränklich war, beging Selbstmord, indem sie sich mit einem Rasiermesser die Kehle durchschnitt. Blühende Mandelbäume an der Bergstraße. Weinheim a. d. B. Etwas verspätet hat in diesem Frühjahr das Blühen der Mandelbäume eingesetzt. In manchem Jahr konnte man an besonders geschützten sonnigen Stellen der Bergstraße bereits Mitte Februar blühende Mandelbäume sehen, blaßrosa Blumen in lichtem Grün des Vorfrühlingslandes vergleichbar, wenn man aus den Zügen nach den Hängen hinübersah. In diesem Jahre brachen die Blüten trotz des allgemein sehr warmen Frühlingswetters erst in den ersten Märztagen aus. Ein hessisches Marinedenkmal in Mainz. Mainz. Die Vereinigung der ehemaligen Marineangehörigen in Hessen plant die Errichtung eines Denkmals für die gefallenen Angehörigen der hessischen Marine. Man beabsich= tigt, ein einem Leuchturm ähnliches Mal entweder an der Altrheinmündung bei Ginsheim oder aber am historischen Platz des Altrheins bei Erfelden. Frankfurt. Im preußischen Landtag ist beantragt, für die Unterhaltung des Goethehauses 25 000 Rmt. pro Jahr zur Verfügung zu stelle. Neue Bücher. Nr. 19 Gustav Hochstätter: Wir waren alle verrückt. Ein Mädchenroman aus der Billionenzeit. Verlag Theod. Thomas, Leipzig. Hochstetters neuestes Buch ist ein Meisterwerk der Psychologie. Im Rahmen der seligen oder richtiger: ,, unseligen" Inflationszeit behandelt es das Problem der Geschlechter, das heute im Mittelpukt unseres Lebens steht. Die alten Schranken haben nicht mehr ihre Festigkeit. Das Urteil der Jugend rüttelt übermütig an ihnen. Mit künstlerischem Blick und mu tiger Offenheit rollt Hochstetter den tollen Lebenswandel eines Mädchens auf, der in dieser tollen ,, Billionenzeit" ganz dem Eros gewidmet ist. Interessiert folgt man dem glitzernden Buche der Lebensfreude, auch dem Augenblick, wo sich der Ueber: schwang einer Lebensbejaherin jäh ins Gegenteil verwandelt. Wie erziele ich Steuerermäßigung? Von Rechtsawalt Dr. Joachim Reschke, Berlin. 3. ergänzte Auflage. Verlag von Franz Vahlen, Berlin W. 9, Linkſtraße 16. Preis 2 Rmf. Der Verfasser zeigt die gesetzlichen Wege, die zu einer Erleichterung der Steuerlast führen können. Ein besonderes Kapibel unterrichtet über die in Frage kommenden Antragstermine. In einem Anhang findet man eine gute alphabetische Zusammenstellung über die Abzüge, die bei der Berechnung des steuerpflichtigen Einkommens zulässig sind und die es nicht sind. Die Schrift ist für jeden Steuerpflichtigen wichtig. Geschäftliches. Der neue Mercedes- Benz Typ„ Mannheim". Mit Recht hat die deutsche Automobilindustrie in ihrem Abwehrkampf gegen die ausländische Konkurrenz ihre Produktion auf die Lieferung von Fahrzeugen eingestellt, deren Preis in einem außerordentlich günstigen Verhältnis zu ihrer Qualität und ihren Fahreigenschaften steht. Gerade dieses Wertverhältnis läßt heute eine Ueberlegenheit des deutschen Wagens gegenüber dem Auslandserzeugnis erkennen, sodaß der Käufer beim deutschen Wagen alle Wünsche erfüllt findet, die er hinsichtlich Qualität und Preis zu stellen berechtigt ist. Bekanntlich hat vor allem die Marke Mercedes- Benz im letzten Jahrzent der Herstellung hochwertiger und dabei preiswerter Gebrauchswagen- Typen ihre ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Richtigkeit dieser Produktions- Politik wurde vom Auslande als vorbildlich bezeichnet. Die außerordentliche Beliebtheit des Modells„ Stuttgart" beruht neben dem günstigen Preis und den niedrigen Betriebskosten vor allem auf den glänzenden Fahreigenschaften, die diesem 4-5sizigen Gebrauchswagen alle Merkmale eines Fahrzeuges der höchsten Qualitätsklasse verleihen. Der deutsche Markt zeigt aber einen starken Bedarf nach 6sitzigen Wagen von Qualität und Leistung, die in Steuer und Betrieb wirtschaftlich sind, im Gegensatz zu den amerikanischen Wagen. Diesem ausgesprochenen Bedürf= nis kommt die Marke Mercedes- Benz mit der Schaffung ihres neuen Typs ,, Mannheim"( 3,5 Ltr.- 14/ 70 PS) entgegen, mit dessen Lieferung in nächster Zeit begonnen wird. Rasches Anzugsmoment und hervorragende Beschleunigung, mit vorzüglicher Bremswirkung und Straßenlage verschaffen dem Typ ,, Mannheim" eine Lebendigkeit und Elastizität, die bei einem 6sitzigen Wagen dieser Stärkeklasse überraschen muß. wird der Typ ,, Mannheim", der mit den formenschönen Mercedes- Benz- Original- Fabrikkarosserien des Sielfinger Werkes aus= gestattet ist, zu außerordentlich günstigen Preisen geliefert. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Dabei Er Bezugspre Redaktionsschluß Jendung nicht 43. Jah Bol Die Gener Paris zu eine worden. In gewiffe Borbe doch noch vor d finden follen. Der deutsch wefenheit des Michel die perf Hindenburg an Ausdrud gebrac Als wahri nenminister er Sachsen, Dr. nifterpräsident zialdemokratija Der frühe ift am Monta feines 80. Leb 1906 bis 1918 Unter denj schen Republit wünsche dargeb fchen Reiches u Trogli hatt fundheitsrüdfich nien zu geftatt fchen Regierun William den Jahren 1 das Amt ein erit fürzlich zu Wie man der amerikanije tion eine prin ftande gefomm lungen zwische denstellende F Der deuti wig ist nach E Erdal FÜR ALLE SCHUHE Sämtliche Drucksachen für Familien, Vereine und Behörden wie HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGS ANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN liefert immer schnell, gut und preiswert STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN GIESSEN Man achte genau auf die Marke Union! # Heízí Seide ist Gold! Durch Seidenraupenzucht können in zwölf Wochen 1000 Mt. und mehr verdient werden Enfache, leichte Zucht für alle. Proip., Anleitung foitent. Rückp. erbet. Meißen( Sa.) Schließfach 81, Beraz tungsstelle für deutschen Seidenbau. Wer verkauft Wohn- od. Geschäfts= haus Villa, Vandwirtschaft. Gasthof, Fabrik od. sonst. Betrieb, auch Bauterrain. Sof. Angeb. an C. 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