e uf ht en де er m hr n, ffo, m. 2.35 Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RückJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 43. Jahrg. - Politische Rundschau. Der Reichskanzler hat den einzelnen Ministerien den Wunsch übermittelt, die Haushaltspläne so zeitig wie möglich fertigzustellen, damit der normale Termin( 31. März) für die parlamen= tarische Verabschiedung des Reichshaushalts eingehalten werden fönne. Die deutsche Abordnung im Haag hat in den bisherigen Berhandlungen die alliierte Forderung auf Abänderung des Youngplanes dahingehend, daß die verpfändeten Einnahmen dem direkten Zugriff der Gläubiger unterliegen, mit Erfolg abgelehnt. ㄓ .4.1 In der Frage der Ostraparationen ist im Haag noch kein wesentlicher Fortschritt erzielt worden. Reichsbankpräsident Dr. Schacht wird am 12. Januar zu der Sigung des Ausschusses der B. J. 3. im Haag eintreffen. * Die gestrige erste Sigung der Berliner Stadtverordnetenversammlung im neuen Jahre ist nach zweistündiger Dauer durch fommunistische Streitigkeiten aufgeflogen. Die bisherigen Reparationsverhandlungen des österreichi: schen Bundeskanzlers Schober mit der rumänischen Abordnung und den übrigen Staaten der Kleinen Entente sind vorläufig ohne Ergebnis verlaufen. Wie der„ Petit Parisien" zu melden weiß, wird Außenmi nister Briand, um an der Eröffnung des Völkerbundesrates in Genf am 13. Januar teilzunehmen, den Haag am Freitag verlassen. Am Sonnabendabend werde er in Genf eintreffen. * Der russische Volkskomissar des Aeußeren, Tschitscherin, der bekanntlich wegen eines Zuckerleidens seit April v. J. zum Kurgebrauch in Wiesbaden weilte, ist von dort abgereist, um über Berlin und Warschau nach Moskau zurückzukehren. Nach den aus indirekten Quellen aus Albanien eingetroffe: nen Mitteilungen ist im ganzen Lande ein Aufstand gegen das Regime des Königs ausgebrochen. Eine Anzahl von Stammes: führern lehnt sich gegen die Modernisierungsbestrebungen König Zogus auf. Die russische Akademie der Wissenschaften hat die Einführung des lateinischen Alphabetes für die russische Sprache vorgeschlagen. Die erste Etappe im Haag. Nach aus dem Haag vorliegenden Informationen hat die Konferenz mit den Sigungen der sechs einladenden Mächte am Dienstag gewissermaßen die erste Lesung der offenen Fragen be endet. Der Mittwoch wird sitzungsfrei bleiben, um für Einzelbesprechungen zur Verfügung zu stehen, in denen die zweite Lefung vorbereitet werden kann, die am Donnerstag beginnen wird. Nach der ersten Lesung sind noch eine Reihe wichtiger Fragen offen. Die bisherigen Ergebnisse sind kurz folgende: 1. Die Gegenseite hat in der Frage des negativen Pfandrechtes ihren Wunsch, dieses Recht irgendwie zu aktivieren, nach Ichwerem Kampf fallen gelassen. 2. Die Anpassung des deutsch- amerikanischen Sonderabkommens an den Youngplan ist soweit geklärt, daß für den Fall des Moratoriums die Gleichstellung der Gläubiger aus dem einen oder anderen Abkommen gesichert ist. 3. Das Betriebsrecht der Reichsbahn, das nach dem bisherigen Reichsbahngeset 1964 endet, während die Zahlungen der Reichsbahn erst 1966 ablaufen, wird nicht verlängert. Die Differenz von 15 Monaten soll dadurch überbrückt werden, daß an die Stelle der Bahn eventuell das rechtsnachfolgende reichseigene Unternehmen diese 660 Millionen Reichsmart jährlich aufzubringen haben wird. Keine Einigung wurde bisher in der Frage der Kompetenzen des Reichsbahnschiedsgerichtes und einer Reihe von anderen Fragen, betreffend die Reichsbahn, thre Besteuerung usw. erzielt. 4. Ungeklärt ist auch noch die Frage der Zahlungstermine für die laufenden deutschen Reparationsleistungen. Deutschland will am Monats ultimo in die Internationale Bank einschießen, um den monatlichen Zinsverlust, der jährlich auf 96 Millionen Rmt. geschätzt wird, einzusparen. Die Alliierten verlangen mindestens Zahlbarkeit zur Monatsmitte. In Fragen von minderer Wichtigkeit ist also vorläufig Einigung erzielt, andere sind zum Teil aus organisatorischen Gründen, zum Teil wegen sachlichen Differenzen noch nicht geregelt. Der Kampf war sachlich heftig, wobei besonders der Reichsfinanzminister Moldenhauer mit den Finanzministern der übrigen Mächte in schwierigen sachlichen Auseinandersetzungen das Feld zu behaupten wußte, während der Reichsaußenminister Dr. Curtius u. a. Gelegenheit nahm, die verschiedenen neuen Anforderungen, die zum Teil die Grenzen des Youngplanes überschreiten, nachdrücklich zurückzuweisen. ( Gießener Tageblatt) Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 8. Januar 1930 Anerkennung Tardieus für Moldenhauer. Haag. Ministerpräsident Tardieu hat sich in einer Besprechung mit der französischen Presse über die Ergebnisse der Verhandlungen außerordentlich anerkennend über die Person des neuen deutschen Reichsfinanzministers Dr. Moldenhauer ausgesprochen. Tardieu, dem Briand auf diese Worte lebhaft zustimmte, hob die Ruhe und die Energie Moldenhauers bei den Verhandlungen hervor und bezeichnete ihn als einen Mann mit sehr klarem Verstand und großer Sachkenntnis. Mietserhöhung in Berlin. Wie die Berliner„ Montagspost" erfährt, beabsichtigt der Magistrat, von den 60 Millionen Mark, die Berlin umbedingt noch zur Fortführung der städtischen Wirtschaft bis zum April braucht, 25 Millionen Mark durch eine fünfprozentige Erhöhung der Grundsteuer aufzubringen, die nach den gesetzlichen Bestimmungen von den Hausbesitzern auf die Mieter abgewälzt werden darf. Eine fünfprozentige Erhöhung der Grundsteuer bedeutet eine Mieterhöhung von 1 bis 2 v. 5. Sie soll zum 1. April durchgeführt werden. Finanzmisere in Breslau. Bei der Vorlegung einer Nachtragsforderung von 5 Millionen, für die keine Deckung da ist, teilte der Oberbürgermeister mit: Insgesamt würden heute vom Wohlfahrtsamt der Stadt Breslau 73 904 Parteien unterstützt. Wenn man die Partei zu vier Familienangehörigen rechnet, so ergibt sich, daß die Hälfte der Breslauer Einwohnerschaft Unterstützung bezieht. Bei dieser Sachlage müsse er die Feststellung treffen, daß die Stadt aus eigenen Mitteln sich nicht mehr helfen könne. Edeka verlangt Zündholzkontingent. Wie uns vom Edeka- Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften e. V., Berlin, mitgeteilt wird, hat die Edeka- Zen= trale Berlin, die Zentraleinkaufsgenossenschaft von 400 EdekaGenossenschaften mit zirka 30 000 angeschlossenen Geschäften gegen die bevorzugte Sonderstellung der beiden deutschen Konsumbereinszentralen GEG.- Hamburg und Gepag- Köln im Zündholzmonopolgesehentwurf beim Reichsrat und bei der Reichsregierung Widerspruch erhoben. Sollten indessen die gesetzgebenden Körperschaften die Bestimmungen über die bevorzugte Sonderstellung der beiden Konsumvereinszentralen aus dem Gesetzentwurfe nicht entfernen, so beantragt die Edekazentrale auf Grund des tatsächlichen Bedarfes Einschaltung in das Zündwa: renmonopolgesetz mit einem Kontingent von mindestens 20 000 Kisten Zündhölzern im Jahre zuzüglich 300 Normaltisten für jedes seit Inkrafttreten des Gesetzes abgelaufene volle Kalenderjahr oder nach einer Wahl in jedem Kalenderjahr 10 v. H. des vorjährigen inländischen Gesamtabsages an Zündwaren. Gesamtkündigung im Tabatgroßhandel. Leipzig. Die dem Zentralverband Deutscher Großhändler der Tabakbrandye e. V., Sitz Leipzig, angeschlossenen Firmen haben heute ihren Arbeitnehmern die Kündigung zugestellt. Bon dieser werden in ganz Deutschland 1600 Firmen mit 100 000 Arbeitnehmern betroffen. Hochzeit des italienischen Kronprinzen mit einer belgischen Brinzessin. Rom. Die Feierlichkeiten anläßlich der Hochzeit des Kronprinzen Umberto mit der belgischen Prinzessin Marie José haben die Bevölkerung von Rom in einen wahren Freudentaumel versetzt. Aeußerlich sanden die für die große Menge bestimmten Veranstaltungen ihren Höhepunkt in einem glänzenden Volfstrachtenumzug. Der Umzug dauerte über zwei Stunden. Die Abordnungen der verschiedenen Gegenden sangen volfs= tümliche Lieder und führten Tänze auf. Jede Region überbrachte dem Brautpaar ein für ihre Gegend charakteristisches Geschenk. Der Zug bewegte sich nach dem Quirinal, wo die Königsfamilie, der Hof und die Gäste auf besonderen Tribünen das Schauspiel genossen. Die offiziellen Feierlichkeiten und Empfänge spielen sich unter umfassenden militärischen oder polizeilichen Sicherheitsmaßnahmen ab. Erhöhung der amerikanischen Rüstungskosten. London. Dem amer. Kongreß, der am Montag wieder zusammentrat, wurde eine Vorlage des Kriegsministeriums un= terbreitet, die eine Erhöhung der rein militärischen Ausgaben um rund sechs Millionen Dollar gegenüber den Ausgaben des vergangenen Jahres vorsieht.( Abrüstung!?) Ein deutscher Pfarrer in Rußland zu Gefängnis verurteilt. Kowno. Das oberste Gericht der Sowjetunion hat in Sinferopol den deutschen katholischen Pfarrer Graf wegen angeb licher sowjetfeindlicher Propaganda zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Die Pest in Tunis. Mailand. Nach einem Bericht der„, Stampa" sind in Tunis der Lungenpest 56 Personen zum Opfer gefallen. Im Lazarett von Rabta wurden über 300 Personen mit verdächtigen Krankheitserscheinungen isoliert. Die Schulen sind geschlossen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 2 Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen Handwerks im Monat Dezember 1929. Drei Faktoren bestimmten im Monat Dezember die wirtschaftliche Lage des Handwerks: Die allgemeine wirtschaftliche Depression, die Witterung und das Weihnachtsfest. Der unverkennbare allgemeine Konjunkturrückgang der letzten Monate hat zahlreiche Handwerksberufe nachteilig beeinflußt. Nament: lich auf die metallverarbeitenden Handwerke wirkten sich die Betriebseinschränkungen und Arbeiterentlassungen in der Industrie ungünstig aus. Indirekt wurden auch die Bekleidungsund Nahrungsmittelhandwerke durch die Arbeiterentlassungen betroffen, da die hierdurch hervorgerufene große Zahl der Arbeitslosen nur als Käufer unbedingt lebensnotwendiger Artikel in Frage kommt und das beschränkte Einkommen dieser Grup pen die Nachfrage nach möglichst billigen Massenartikeln statt nach guter Handwerksarbeit steigen läßt. Da auch bei den noch beschäftigten Bevölkerungskreisen fühlbare Geldknappheit bestand, entsprach das Weihnachtsgeschäft nicht überall den in diese Zeit gesetzten Erwartungen. Wohl hatten namentlich die Handwerksbetriebe, die auch Ladengeschäfte unterhalten, wie beispielsweise Sattler, Bäcker, Konditoren, Schuhmacher etc. eine gewisse Geschäftsbelebung aufzuweisen, doch wird fast durchweg berichtet, daß, soweit bis jetzt feststellbar, der Umfang des Weihnachtsgeschäfts des Vorjahres nicht erreicht ist. Auch wurden fast ausschließlich billige Sachen verlangt. Nach den eingegangenen Berichten trifft dieses namentlich für das Verkaufsgeschäft der Elektroinstallateure, der Goldschmiede und der Uhrmacher zu. Im Schneiderhandwerk, für das der Monat Dezember noch mit zu den Hauptgeschäftsmonaten zählt, wurde nicht der Auftragsbestand erzielt, der sonst um diese Zeit üblich ist. Mit Rücksicht auf die fortgeschrittene Jahreszeit ist die Beschäftigung des Baugewerbes nahezu völlig zum Stillstand gekommen. Mit Einsetzen des Frostes in der Mitte des Monats wurden auch die zu Anfang noch im Gange befindlichen Tiefbauarbeiten sowie die Verpug- und Ausbauarbeiten an Hochbauten eingestellt. Die Aussichten für das kommende Baujahr werden ungünstig beurteilt, weil der allgemeine wirtschaftliche Rückgang, sowie die schwierige finanzielle Lage von Staat und Gemeinden keine Hoffnung auf ein größeres Bauprogramm aufkommen lassen. - Die Entwicklung des Arbeitsmarktes zeigt in den legten Monaten eine ständig steigende Verschlechterung. Einen Ausgleich für die zahlreichen Arbeiterentlassungen in einzelnen Handwerksberufen durch vermehrte Einstellung von Arbeitskräften in anderen, für die der Dezember Hauptgeschäftszeit ist, fand nicht statt, da selbst die besser beschäftigten Betriebe in der Mehrzahl die Arbeiten mit den vorhandenen Arbeitskräften erledigen konnten. Lohnerhöhungen sind nicht bekannt ge worden. Die Beschaffung von Material bereitete keine Schwierig keiten. Die Preise blieben überwiegend unverändert. Der Geloeingang hat im Berichtsmonat eine weitere Verschlechterung erfahren. Größere Einkäufe wurden fast nur gegen Ratenzahlung getätigt. Eine Gefahr für den deutschen Weinbau und zugleich für das Volkswohl bildet die zunehmende Ueber schwemmung mit ausländischem Wein. Frankreich hat, nachdem noch Algier seine Weinerzeugung mehr als verdoppelt hat, eine durchschnittliche Jahresernte von rund 80 Millionen Hektoliter Wein. Von diesem Ueberschuß geht etwa der fünfte Teil nach Deutschland. Diese Einfuhr hat sich seit 1924 verzweieinhalbfacht. Dazu kommt die Einfuhr aus anderen Ländern, besonders Spa nien, und mehr noch aus Südamerika. Unser Wein- und Most import ist nach dem Statistischen Jahrbuch für das deutsche Reich seit 1923 fast auf das fünffache gestiegen. 1923 nocy 29000 Tonnen, 1928 auf 137 000 Tonnen. Insbesondere auch von der Einfuhr aus Chile, dessen Weinerzeugung neuerdings start in die Höhe getrieben wurde, ist Deutschland heute mit bedroht. Was wird die Reichsregierung gegen diese beängstigend wach sende ausländische Weinüberschwemmung tun? Sch. Der Welfenschah verkauft. Frankfurt. Der Welfenschatz wurde von den drei Frankfurter Firmen J.& S. Goldschmidt, 3. M. Hadenbroch und J. Rosenbaum erworben. Ueber die weitere Zukunft des Schatzes lassen sich zur Zeit noch keine bestimmten Angaben machen. Am 1. Juli neue Währung in China. Schanghai. Der chinesische Finanzminister hat der chinesischen Regierung einen Entwurf übermittelt, der die Einführung einer neuen chinesischen Währung vorsieht. Die Einführung ist für den 1. Juli 1930 vorgesehen. Tausend Mark im Briefkasten. Die Kasseler Postdirektion machte die eigenartige Feststellung, daß unter den in einem Briefkasten am Hauptpostamt aufgelieferten Briefschaften sich ein Patet mit 100 Stüd 10- Martscheinen befand, das, lediglich mit Streifband versehen, unter die Postsachen geworfen worden war. Die Herkunft des Geldes tonnte bisher noch nicht ermittelt werden. Mi Mittwoch, den 8. Januar 1930. Lokales. Gießener Zeitung nicht überschreiten. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 M bestraft. * Uebergang in die höhere Schule nach dreijährigem Besuch Zusammenschluß der bürg. Rathausparteien. der Grundschule zu Ostern 1930. Nochmals sei darauf hingeUm die Zersplitterung der Kräfte der bürgerlichen Parteien im Stadtrat zu beseitigen und auch den kleineren bürgerlichen Gruppen, die bei den jüngsten Kommunalwahlen keine Fraktionsstärke erreicht haben, die Vertretung in den Ausschüssen des Stadtrates zu ermöglichen, sind jetzt nach wochenlangen Verhandlungen unter den bürgerlichen Parteien zwei kommunalpolitische Zusammenschlüsse im Stadtrat zustandegekommen. Die Deutsche Volkspartei, die im Gießener Stadtrat mit acht Mandaten vertreten ist, hat mit den vier demokratischen Stadtratsmitgliedern und den zwei Zentrumsstadtverordneten eine Fraktionsgemeinschaft unter der Bezeichnung„ Arbeitsgemeinschaft der Mitte" gebildet. Weiter hat sich die wirtschaftliche Vereinigung, die ebenfalls acht Stadtratsmitglieder zählt, mit den drei Vertretern der Deutschnationalen Partei zu einer Fraktion unter dem Namen„ Wirtschaftliche Vereinigung" zusammengeschlossen. Diese beiden großen bürgerlichen Gruppen im Stadtrat vereinigen von der Gesamtheit der 42 Mandate 25 auf sich. Die Sozialdemokratische Fraktion, die als dritter großer Faktor im Stadtrat sitzt, hat 14 Mandate, während als kleine Splitter nach dem nunmehrigen bürgerlichen Zusammenschluß nur noch ein Nationalsozialist und zwei Kommunisten im Stadtparlament übrig bleiben. * * Prof Dr. A. Jesionet 60 Jahre alt. Am 9. Januar 1930 begeht der bekannte Prof. Dr. Albert Jesionek, Ordinarius für Haut- und Geschlechtskrankheiten an unserer Universität, seinen 60. Geburtstag. Albert Jesionek, geboren 1870 in Lindau i. B., war erst an der Münchener Universität tätig. Nach 6 Jahren wurde er nach Gießen als Extra- Ordinarius gerufen, wo er 1918 zum ordentlichen Professor ernannt wurde. Prof. Jesionek leitet die Universitäts- Hautklinik und die Lupusheilſtätte. * Personalie. Der Landeskommandant in Hessen und Kommandeur des 1. Bataillons Infanterie- Regiments 15, Major Lüters, wurde durch Verfügung des Reichswehrministeriums mit Wirkung vom 1. Januar 1930 ab zum Oberstleutnant befördert. * Personalien. Regierungs- Oberinspektor Jbe beim hiesigen Versorgungsamt ist zum Verwaltungsamtmann ernannt worden. - * Stadttheater. Heute gibt es zum letztenmale ,, Der Veilchenfresser" von Moser. Freitag, den 10. Januar, als Neuaufführung ,, Der Geisterzug" von Arnold Ridleg. Sonntag, den 12. Januar, nachmittags, lettmalig das Märchenspiel„ Das tapfere Schneiderlein". * Eigentümer gesucht. Beim Polizeiamt wurde ein Fahrrad, Marke ,, Corona", das in einer hiesigen Wirtschaft als Pfand zurückgelassen wurde, sichergestellt. Der Eigentümer des Fahrrades wird ersucht, sich bei der hiesigen Kriminalpolizei, Zimmer 27, zu melden. * Zur Wilddieberei Mortaigne. Um einen Ueberblick über ben Umfang der von dem Milchhändler Mortaigne begangenen Wilddiebereien zu bekommen, werden alle Personen, die im guten Glauben Wild von dem Verhafteten gekauft haben, ersucht, bei der Kriminalabteilung, Zimmer 67, vorzusprechen. * Müllabfuhr. Das Tiefbauamt weist nochmals darauf hin, tak ab 1. Februar Müllgefäße, die der Polizeiordnung vom 15 April 1929 nicht entsprechen, nicht mehr entleert werden. * Erweiterung der Polizeiverordnung über den Kraftfahrzeugverkehr in Gießen. Laut Amtsverkündigungsblatt Nr. 2 bürfen in Zukunft innerhalb der geschlossenen Ortsteile der Stadt Gießen Kraftfahrzeuge, die nicht mit Luftbereifung versehen sind, eine Höchstgeschwindigkeit von 15 Km. in der Stunde Der Stammtisch. Eine Humoreste aus Gießen. 1. Fortsetzung. ,, Nicht daß ich wüßte", geb' ich zur Antwort.„ Aber mordsmäßigen Durst hab' ich, und deshalb wollen wir tüchtig ausschreiten, wenn's Ihnen recht ist." ,, Mit dem größten Vergnügen," sagt mein Fechner.„ Das glaub' ich Ihnen: wenn einer so den ganzen Tag in der heißen, dumpfigen Klinik hockt, da vertrocknet die Gurgel!" ,, Wie meinen Sie das?" frag' ich ganz verwundert; denn ich begriff nicht, wie der auf einmal auf die Jdee kam, meine Apotheke eine Klinik zu nennen. ,, Wie soll ich das meinen?" sagt er und fuchtelt mit seinem Bambusröhrchen in der Luft herum, als stünd' er auf der Mensur.„ Ich mein' halt, daß so eine chirurgische Klinik auch nicht gerade ein Paradies des Muhamed ist, besonders hier, wo wir leider noch immer an der verwünschten Bau- Frage laborieren." ,, Ja aber zum Donnerwetter," sag' ich und bleib' stehen, ,, haben Sie denn nicht ganz ausgeschlafen, oder sehn Sie nicht gut? Was wollen Sie denn mit Ihrer chirurgischen Klinik?" Mein Fechner bleibt auch stehen, schaut mich groß an und spitzt dann sein rotes Maul wie ein Waschweib, wenn sie den Kaffee bläst. Endlich sagt er mit pfiffigem Augenzwinkern: ,, Sie sind wirklich spaßhaft, Herr Doktor!" ,, Wissen Sie was?" gab' ich zur Antwort ,,, ich weiß zwar nicht, auf welcher Universität Sie promoviert haben, aber das weiß ich ganz bestimmt, daß ich mich von einem so jungen Menschen, wie Sie sind, nicht uzen lasse. Man kann ein sehr anständiges Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft sein, ohne auf den Titel ,, Doktor" Anspruch zu haben, und das ist mein Fall! Soviel kann ich Sie überdies versichern, daß Sie im Irrtum sind, wenn Sie glauben, das wäre wahr, was sich die Leute so von mir erzählen wegen meiner angeblichen Bemühungen in Rostock, wo ich im vorigen Jahr Doktor hätt' werden wollen und partout nicht gekonnt hätte. Das ist alles gelogen, mein lieber Herr Fechner, und deshalb verschonen Sie mich mit Ihren ungemütlichen Anspielungen." Jetzt ist Ihnen aber mein Fechner auf einmal ganz ernst geworden. wiesen, daß zu Ostern 1930 infolge der gestiegenen Schülerzahl damit zu rechnen ist, daß wesentlich mehr Schüler als bisher in die höheren Schulen eintreten wollen. Um die dadurch recht schwierig werdende Klasseneinteilung rechtzeitig durchführen zu können, ist es notwendig, daß die Anmeldung der Schüler frühzeitig erfolgt. Für Schüler, die bereits nach dreijährigem Besuch der Grundschule in die höheren Schulen übertreten sollen, sind nach einem Ausschreiben des Ministeriums für Kultus und Bildungswesen die Gesuche bis spätestens zum 15. Januar 1930 bei dem zuständigen Kreis- oder Stadtschulamt einzureichen. * Die Polizeistunde in Hessen während der Fastnachtzeit. Auf Ersuchen der Gastwirte- Jnnung Hessen ist die Polizeistunde ab Samstag, den 4. Januar, an den Samstagen vor Fastnacht auf 5 Uhr und an den Sonntagen vor Fastnacht auf 4 Uhr fest= gesetzt worden. An den vier eigentlichen Fastnachtstagen, Samstag, den 1. bis Dienstag, den 4. März dagegen gilt die Verlängerung bis 6 Uhr früh. * Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Nächsten Freitag, den 10. Januar, abends, Lichtbildervortrag in der Aula von Dr. Freiherr von Eichstett. * Sylvester Schaeffer, der König des Varietés, kommt nach Gießen. Dem Lichtspielhaus ist es gelungen, ihn unserer Stadt zuzuführen. * Lehrgang„ Auslandsdeutschtum und Schule". Der vom Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht und dem hessischen Ministerium für Kultus- und Bildungswesen in Gemeinschaft mit der Stadtverwaltung veranstaltete Lehrgang über„ Auslandsdeutschtum und Schule" wird sämtlichen Lehrern unserer Stadt ihre Darstellung und Behandlung im Unterricht vor Augen geführt. Der Lehrgang findet am Mittwoch, den 15. und Don: nerstag, den 16. Januar 1930 in der Aula der Universität statt. Das Programm ist im einzelnen wie folgt festgesetzt: Am Mittwoch, den 15. Januar, wird der Lehrgang um 8½ Uhr durch das Hessische Kultusministerium eröffnet. Es schließt sich ein Vortrag des bekannten Dozenten für Auslandsdeutschtum an der Universität, Prof. Dr. König an, der mit dem Thema„, Volk und Staat" mitten in den der Tagung zugrunde liegenden Gedankenkreises hineinführen wird. Direktor Niemann vom Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht( Auslandsabteilung) in Berlin wird dann in drei je einstündigen Lehrproben die unterrichtliche Durchführbarkeit der Behandlung von Volkstumsproblemen erhärten. Klassen der Volksschule, Berufs- und höheren Schule werden die Schüler für diese Lehrproben stellen. Der Nachmittag bringt einen bedeutsamen Vortrag von Ministerialrat Dr. Löffler vom Reichsministerium des Innern über„ Das Auslandsdeutschtum in aller Welt". Am Abend gibt eine öffentliche Veranstaltung in der Aula der Universität der Bürgerschaft Gelegenheit, von den Aufgaben und der Bedeutung der Volkstumsarbeit Kenntnis zu nehmen. Es werden bei diesem„ ,, Auslandsdeutschen Abend" sprechen: Prof. Dr. Csaki, der Leiter des deutschen Kulturamtes in Großrumänien über„ Die völkerverbindende Bedeutung des Auslands= deutschtums" und Gewerkschaftssekretär Furtwängler, Berlin, über das Auslandsdeutschtum und der deutsche Arbeiter". Am 16. Januar schließen dann zwei Nachmittagsvorträge die Tagung ab. Auf ihr wird Legationsrat Dr. Boehme vom Auswärtigen Amt, früher lange Jahre Direktor der deutschen Schule in Mexiko und Austauschprofessor in der U. S. A., das Thema:„ Aus der Arbeit der deutschen Auslandsschule" behandeln, während Ministerialrat Dr. Südhof über„ Der deutsche Auslandslehrer" reden wird. Der Lehrgang dürfte allgemeinem Interesse begegnen; für den auslandsdeutschen Abend ist die Bürgerschaft eingeladen. „ Ich begreife Sie nicht," hat er gesagt.„ Auf Ihre eignen Visitenkarten lassen Sie drucken: ,, Dr. med. Willibald Erdmann" und nun beschweren Sie sich und halten mir Standreden, wenn ich Sie mit dem Titel anrede, der Ihnen doch von rechtswegen zukommt“ - Aus Nah und Kern. Lollar. Nr. 2. Unsere Krankenschwester, Elisabeth Melchiov, die erst seit etwa% Jahren segensreich hier wirkte, wurde unerwartet von dem Vorstand des Mutterhauses in Darmstadt mit Wirkung vom 6. Januar nach Queck bei Schlitz versetzt. Ihre Abberufung wird lebhaft bedauert. Homberg. Das hiesige Basaltwerk, das für kurze Zeit stillgelegt worden war, nahm am 6. Januar seinen Betrieb in verstärktem Maße wieder auf. Butzbach. In der Krachbaugasse ist in den unteren Stock des einen der an der Stadtmauer hängenden Häuschens ein Auto oder ein sonstiges Fuhrwerk hineingefahren, welches die untere Wand eindrückte, so daß sie herausgenommen und das Häuschen mit Pfosten gestützt werden mußte. Hierbei wurde auch anderer Sachschaden angerichtet. Von dem Vorfall wollen die Hausbewohner nichts wahrgenommen haben(!) Herbstein. Das Amtsgericht verurteilte die Landwirtin Schneider wegen Milchfälschung zu einem Monat Gefängnis und zur Tragung der Kosten des Verfahrens. Außerdem wurde auf Veröffentlichung des Urteils erkannt. Lauterbach. Kreisveterinärarzt Veterinärrat Dr. Karl Rick von hier, ist auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. Januar 1930 an, in den Ruhestand versetzt worden. Darmstadt. Auf der Strecke Darmstadt- Griesheim ließ sich am Sonntag früh ein 21jähriger Schreiner von Griesheim von einem Güterzug überfahren. Was den ordentlichen und fleißigen Mann in den Tod trieb, ist noch nicht bekannt. Begehrter Bürgermeisterposten. Michelstadt. Für den Bürgermeisterposten in Michelstadt haben sich bis jetzt nahezu 200 Bewerber gemeldet, darunter Bankdirektoren, Beamte, Kaufleute, Handwerker und Angehörige freier Berufe. Nach der Zusammensetzung des Stadtrats wird nur ein Sozialdemokrat Aussicht haben, den Posten zu erlangen. Rüsselsheim. Die Umstellung der Opelwerke auf den Betrieb der General Motors und die neue Produktionsgrundlage bei dem Automobilbau ist endgültig durchgeführt worden. Nachdem die Organisation einen völligen Neuaufbau erhalten hat, hat der neue Betrieb mit 6000 Personen im Automobilbau wieder die Arbeit aufgenommen, und zwar an fünf Wochentagen mit 8stündiger Arbeitszeit, nachdem eine zeitlang der Betrieb völlig stillgestanden hat. Mainz. Auf Grund eines Beschlusses des Gläubigerausschusses hat der Konkursverwalter gegen den gesamten Aufsichtsrat der Getreide- Kreditbank- A.- G. auf einen Betrag von 680 000 M Regreßklage angestrengt. Bingen a. Rh. Unter Vorsitz von Kommerzienrat C. H. Fischer- Bingen sand in Bingen eine Tagung der Deutschen Kolonialgesellschaft in Berlin statt, in der der Vertreter der deutschen Kolonialgesellschaft in Berlin, Deums, über die kommenden kolonialpolitischen Entscheidungen und Aufgaben der Deutschen Kolonialgesellschaft sprach. Wetzlar. Heute feiern die Eheleute Buchdruckereibesitzer Ferdinand Waldschmidt und Frau Lina, geb. Hagenen, das Fest der diamantenen Hochzeit. Ferdinand Waldschmidt hat insbesondere das turnerische Leben der Stadt Wetzlar stark gefördert. Der Reichspräsident hat dem Jubelpaar ein Glückwunschschreiben übermittelt. Marburg. Der älteste Einwohner unserer Stadt und wohl auch der weiteren Umgebung, Rentner Gerlach, konnte in förperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische seinen 99. Geburtstag begehen. Ein Bruder des Hochbetagten, der in Michelsberg bei Zimmersrode wohnt, wird Mitte dieses Monats sogar seinen 100. Geburtstag feiern können. Anschein geben, als wenn ich mit dem bekannten Hegel'schen Satz ebensogut Bescheid wüßte, wie der Fechner. ,, Kommen Sie nur!" versetzt er und nimmt mich kollegialisch beim Arm.„ Ich begreife nicht recht, warum Sie auf jeden Wiz, den Sie machen, so eine Frage setzen, die der ganzen Ge Jch lache natürlich, klopfe ihm auf die Schulter und sag' schichte wieder die Pointe nimmt, Machen Sie, daß wir jetzt in überlegenem Tone: ,, Sie irren sich in der Zeit, Herr Fechner! Wir haben Oktober! Der Karneval kommt erst im Februar!" Wieder guckt er mich ganz ernst an, spricht aber kein Wort. So gehn wir denn weiter, am Neuweg vorüber, rechts in die Löwengasse. Da kommt auf einmal ein kleiner Bube aus der Türe eines zweistöckigen Hauses gelaufen, zieht seine Kappe und sagt mit seinem verkniffenen Stimmchen: ,, Guten Abend, Herr Doktor Erdmann!" - Ich denk', ich soll auf den Rücken fallen, denn das muß ich Ihnen hier gleich vermerken, ich hab' mit dem Dr. Erdmann nicht die geringste Aehnlichkeit; anderthalb Kopf ist er größer gewesen, und blond, und seine ganze Haltung war anders; kurz, es ließ sich gar kein größerer Gegensatz denken, als mich und den Doktor Erdmann: eine Verwechslung war daher rein unmöglich. Ich drehe mich also um und schaue dem Jungen nach, tann aber nichts Auffälliges an ihm bemerken. Ganz ordentlich ist er hinübergesteuert zum Neuweg und an der Ede ins Mate= rialwarengeschäft eingetreten, so daß ich glauben mußte: der holt für 10 Pfennige Essig, oder sonst etwas für die Haushal= tung. Ja, aber zum Donnerwetter, denk' ich, was soll denn das aber heißen, daß der Bengel mich für den Doktor Erdmann anredet? Das ist doch, hol' mich dieser und jener, genau so, als wenn der Fechner die Leute verheyen und mit der Kraft seines bösen Blickes zwingen fönnte, auf seine Tollheiten einzugehen! ,, Was haben Sie nur, Herr Doktor?" fragt da wieder die Bierbaßstimme des Tageblatt- Redakteurs. ,, Was ich habe?" sag' ich.„ Nichts hab' ich. Nur wundern tu ich mich, wie es kommt, daß noch andere Spaßvögel ihre Karnevalsidee teilen und mich zum Doktor stempeln, und noch obendrein zum Doktor Erdmann, der mit mir so viel Aehnlichkeit hat wie ein Heuwagen mit dem städtischen Kirchturm." ,, Das ist köstlich!" sagt er und lacht wieder. Vermutlich wollen Sie den bekannten Hegel'schen Satz vom Widerspruch persiflieren...?" ,, Wieso?" frag ich, ein wenig spitz, denn ich wollt' mir den zum Vater Lotz kommen. Unser Freund Wolf und der Apotheker Kehrbach warten gewiß schon mit Schmerzen." ,, Jetzt wird mir's aber ein bißchen zu viel," sag' ich und runzle die Stirn. ,, Wissen Sie, Herr Fechner, alle Späße kann ich vertragen, nur nicht die dummen! Was bezwecken Sie denn damit, daß Sie sich jetzt stellen, als wenn Sie voll wären, um nicht zu sagen: übergeschnappt...?" Das letzte Wort hat mir noch auf den Lippen geschwebt, da kommt der Klubdiener Bremer an uns vorüber, nimmt seinen Hut ab und spricht: ,, Erlauben Sie gütigst, Herr Fechner, darf ich Ihnen vielleicht gleich hier die Einladung vom hiesigen Gesangverein zum fünfundzwanzigjährigen Stiftungsfest überreichen? Ich hab' die Karten just in der Tasche, und es interessiert Sie vielleicht, schon jetzt das Programm kennen zu lernen..." ,, Nur her damit!" sagt der Tageblatt- Redakteur. Der Klubdiener sucht in seiner Mappe herum und nimmt einen großen länglichen Brief heraus. ,, Merci!" sagt der Fechner und reißt das Kouvert auf. ,, Darf ich vielleicht auch Ihnen...?" fragt mein Bremer, und diftelt von Neuem in seiner Mappe herum. ,, Warum denn nicht?" sag' ich.„ Da brauchen Sie morgen nicht die Treppen zu steigen!" Der Klubdiener gibt also auch mir mein Kouvert, spricht: ,, Empfehl' mich Ihnen!" und rennt weiter. Mein Fechner ist inzwischen vor die Laterne einer benachbarten Restauration getreten und überfliegt das Programm. Nun, denk' ich, wenn der's liest, kann du dir die Mühe sparen; der erzählt's nachher doch am Stammtisch beim Vater Lotz. So will ich denn eben die Einladung in die Tasche stecken, als mein Blid zufällig auf die Adresse fällt.„ Was?" denk ich ,,, hat mich denn der Fechner mit seinem Unsinn toll gemacht, oder hab' ich was in den Augen?" Aber die Sache ist richtig gewesen! Auf der Adresse hat ganz deutlich gestanden:„ Herr Dr. med. Willibald Erdmann, Assistent an der chirurgischen Klinik, Eisengasse Nr. 14." Fortsetzung folgt. ge 101 in the Den Wa Tor rat Wi Die erit Sp be de DE dur eta der net Беб Led die Da 1011 R er Be Sp Bo Ku be SO be Bf 1. Nr. 2. 1. elchior, wurde un mitadt mit Ihre Ab Beit ftill jeb in ver eren Stod schens ein pelches die und das bei murde all wollen Landwirtin ngnis und wurde auf Dr. Karl ng vom 1. m ließ fich sheim von und flei Michelstadt , darunter und Ange Des Stadt Den Posten uf den Besgrundlage rden. Nach halten hat, bilbau wie Bochentagen Der Betrieb äubigeraus amten AufBetrag von enrat C. H. r Deutschen Bertreter der ber die kom ufgaben der fereibejizer ageney, das Schmidt hat Tar stark ge Mittwoch, den 8. Januar 1930. ,, Gießener Zettung" Zurnen, Sport Sport und Spiel. Ehrenvolle Niederlage der„ Hessen" Mannschaft. Man befürchtete zuerst im Gastspiel der„ Hessen"-Leute gegen die Gießener VfB.- Ligisten ein knapperes Endspielergebnis. Die Vertreter der„ Hessen" schlugen sich aber trotzdem in allen Ehren, obgleich sie in ihrer Mannschaft manchen schwachen Punkt hatten. Mit 3: 1( 2: 0) trug die VfB.- Mannschaft den verdienten Sieg davon. Vor 1600 Zuschauern stellten sich die Mannschaften im Waldstadion zum Gastspiel. VfB. in folgender Ausstellung: Tor: Vöckler; Verteidiger: Schneider, Bingel; Läufer: Haus rath, Henrichs, Post; Stürmer: Leuthäuser, Preiß, Kreß, Haupt, Wilhelmi. Der Platz war mit zahlreichen Flaggen geschmückt. Die Mannschaften wurden mit starkem Beifall empfangen. Die ersten Minuten galten der gegenseitigen Begrüßung. Bei windstillem und gutem Fußballwetter begann das Spiel auf weichem und glitschigen Boden, der den Marineleuten besonders schlecht zusagte. In den ersten Minuten lagen trotzdem die„ Hessen" stark im Angriff und ein Schuß knapp neben dem Pfosten beendet die Lage. Die VfB.er arbeiten nun sicherer und in der 12. Minute fonnte der VfB.- Rechtsaußen Wilhelmi durch unhaltbaren Schuß in die rechte Torece das Führungstor erzielen. Im weiteren Verlauf erfolgten verschiedene Angriffe der Gäste, sie scheiterten aber an der sicheren Deckung des Gegners. In der 18. Minute gab es im Anschluß an eine Ede ein Gedränge vor dem„ Hessen"-Tor, die Verteidigung hatte das Leder nicht schnell genug wegbefördert, und das zweite Tor für die Gießener war, wieder durch Wilhelmi, zustandegebracht. Dann waren die Hessen wieder im Angriff und ein sicheres Tor winfie der Halblinke stand allein ca. 15 Meter vor dem Tor doch der Schuß bringt den Ball ins Aus. VfB. drückte den Rest der Spielhälfte. Drei Ecken sind die Ausbeute, die aber ergebnislos verlaufen. - Gesellschaftsspiele: VfB. Gießen VfR. Mannheim Halbzeit. 1. des Linienschiffes„ Hessen" 3: 1( 2: 0) Hungaria Budapest 1: 3 FSV. Frankfurt AC. Sparta Prag 2: 3. Der Fußballstädtekampf Paris Berlin endete 6: 4 für die Franzosen. - Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga: Spielverein Kassel Kurhessen Kassel 2: 1( 1: 1) Borussia Fulda Hessen Kassel 3: 0( 2: 0) SC. 05 Göttingen- SC. 03 Kassel 0: 2( 0: 0) Tabelle der Bezirksliga: Verein Spiele gem. unent. verl. Tore Punkte Die Pause wurde ausgefüllt durch eine Gedächtnisrede am Denkmal der Gefallenen. Der Wiederanpfiff zeigte die blauen Jungens in einem sehr gefälligen Feldspiel jeder gab sein Bestes- durchaus in den nächsten Minuten überlegen, aber erfolglos. Bingel zeichnete sich bei der Abwehrarbeit besonders aus. Vöckler stand sicher im Tor, und so war ihre Arbeit vergebens. Bald danach stellte Leuthäuser(?) in der 56. Minute das Ergebnis auf 3: 0 für VfB. Trotzdem ließen die„ Hessen" den Mut nicht sinken, und ein Freistoß kurz hinter der Strafraumgrenze brachte ihnen wieder eine günstige Gelegenheit doch die Hintermannschaft des VfB. war auf der Hut und beförderte das Leder wieder ins Mittelfeld. Bei wechselseitigen Angriffen konnte der Mittelstürmer der Gäste das Ehrentor. 6 Minuten vor Spielschießen. Den Ball ließ Vökler unter dem Fuß her ins - ende Tor rollen. - Die Gießener Mannschaft spielte weit besser als an vorausgegangenen Sonntagen. Den Vorteil, den die Gäste hatten, war die größere Schnelligkeit. Der Gesamteindruck war der, daß das Ergebnis dem Spielverlauf gerecht wird. * Und nun gegen das Gießener Bataillon! Das 2. Bataillon des 15. J.-R. stellte am Montag nachmittag eine Manschaft, in der man viele bekannte Gesichter sah. Voekler 2 im Tor, Böttiger, Henrichs, Schneider, Keßler etc., die ge= gen die nicht mehr ganz frischen Spieler der anderen Waffe, obwohl sie sich selbst einspielen mußten, leichtes Spiel hatte. Auf beiden Seiten sah man eigentlich nur gute Einzelleistungen. Bei der Reichswehr mehr wie bei der Reichsmarine. Schiri Dittmar hatte wenig zu tun. Das Ergebnis ist 5: 1 für das BatailIon. Germania Marburg Ockershausen 2: 4( 1: 4) Wezlar 1900 Gießen 1: 5( 0: 3) Breidenbach Herborn 9: 1 Tabelle der 1. Bez. Kl., Gruppe Lahn. Verein Spiele gew. unent. Ockershausen 12 8 2 V. f. B. Gießen 10 7 1 verl. Tore Bunfte 2 26:14 18: 6 22:12 15: 5 1900 Gießen 11 7 1 3 38:23 15: 7 Germania Marburg 12 7 1 36:20 15: 9 Sp. V. Wetzlar 11 3 3 18:30 9:13 12 4 0 13 4 9 11 1 8 38:32 17:45 15:34 8:16 8:18 4:18 Breidenbach Herborn Wallau 2. Bezirksklasse: Heuchelheim - 02 45 866 Niedergirmes 2: 2( 1: 1) Burg 3: 2( 0: 0) Sechshelden 8: 2 Butzbach, B. nicht angetr. Frankenberg 6: 2( 4: 0) Marbach 1: 2 Sportklub 03 Stassel 11 9 1 1 31:14 19: 3 Spielverein Kassel 13 8. 1 4 37:24 17: 9 Borussia Fulda 11 7 1 3 35:15 15: 7 Kurhessen Kassel 12 7 1 4 35:23 15: 9 Hermannia Kassel 11 4 4 23:22 11:11 Dillenburg Ehringshausen Frohnhausen - ein Glüd SC 05 Göttingen 11 2 14:32 6:16 Gladenbach Hessen 09 Kassel 12 0 5 7 14:37 5:19 Laasphe VfB- K. Marburg 11 1 8 11:33 4:18 i und wohl 1. Bezirksklasse: nte in för Ağlar 2. - Weende Grone 1: 4 Osterode Geburtstag helsberg bei jogar feinen Hegel'schen follegialisch auf jeden ganzen Ge wir jetzt r Apotheker ag' ich und Späße fann en Sie denn I wären, um ent geschwebt, nimmt feinen Ihnen viel gverein zum Ich hab' ie vielleicht, - Northeim 0: 1( 0: 0) 3262 SV. 05 Einbeck SFr. Einbed 2: 0( 0: 0) Großalmerode Sport Kassel 4: 1( 1: 1) Tura Kassel BV. 06 Kassel 1: 1( 0: 1) Warburg Kirchhain ausgefallen 1 Neuhof Alsfeld 6: 3 - Schlüchtern Hersfeld 0: 5 Horas Bebra 5: 1 Gau Gießen- Weglar. Dillenburg 2. 3: 3 Weyl. SpV. 2. Daubringen 1. Weilburg 1. Burgsolms 1. Steinbach 1. Eisemroth 1. Bieber Niedergirmes 2. 3: 1( 2: 1) Niederweisel 1. 3: 1( 1:) Biskirchen 1. 6: 2( 2: 1) Löhnberg 1.( 6.) 1: 5( 0: 3) Steinberg 1. 3: 5( 0: 2) Medenbach 1. 9: 1 Großen- Bused 2., Gr.-B. n. angetr. 1900 Gießen 3. Garbenteich 1. 1: 3 Weil, SpV. 4. - - - Büblingshausen 2. 0: 2 Süddeutschland. SpVg. Fürth FK. Pirmasens Freiburger FC. München 1860 Phönix Karlsruhe VFR. Heilbronn ASV. Nürnberg VfB. Stuttgart 3: 0 - - Bayern München 4: 3 Eintracht Frankfurt 2: 3. 1. FC. Nürnberg 1: 0 Union Bödingen 3: 1 Karlsr. Fußballverein 3: 3 - Jahn Regensburg 2: 0 Nr. 2. Sportfreunde Saarbrüden- Rot- Weiß Frankurt 2: 2 SV. Wiesbaden Neu- Isenburg Phönix Ludwigshafen 1: 2 FV. Saarbrücken 4: 2 Weglarer SpV. - Gießen 1900 1: 5( 0: 3). Das vorübergehende Ausscheiden von Benner I und das glatte Versagen des Wetzlarer Sturmes brachte 1900 Gießen einen verdienten Sieg, wenn auch die Letzteren, welche in der ersten Hälfte ein glänzendes Kombinationsspiel vorführten und somit verdient bis Halbzeit mit 3: 0 in Führung lagen, nach der Pause zeitweilig in ihre Hälfte zurüdgedrängt wurden. Wetzlar brachte es nicht fertig, während dieser Zeit die ihnen gebotenen Gelegenheiten zu Torerfolgen auszunutzen. Unerfreulicherweise nahm das Spiel gegen Schluß sehr gefährliche Formen an. Der Spielverlauf in kurzen Umrissen: Im Anfang nervöses Spiel auf beiden Seiten, aber schon nach 10 Minuten merkt man deutlich, daß Gießen in seinen Vorderreihen bessere Aufbauarbeit leistet, welche zur Feldüberlegenheit führt. Bei diesen Angriffen wird Benner I verletzt und muß längere Zeit ausscheiden, welches sich sofort sehr nachteilig für W. auswirkt. Der rechte Flügel von Gießen, in welchem Zeiler die treibende Kraft ist, macht einen Angriff auf den anderen. Eine Flanke von diesem nimmt Adelberger für G. auf, wird von Waldschmidt hart angegangen, Strasstoß für G., Adelberger schießt in der 25. Minute unter die Latte, über den zu spät springenden Gunya ins Netz. Ein Fehler des W. Hüters, der sonst in glänzender Verfassung war. Wetzlar kommt in vereinzelten Angriffen auch vor das G. Tor, kann sich aber mit seinen vier Stürmern nicht zu einheitlichen Leistungen finden. Eckbälle auf beiden Seiten bringen nichts ein. Gießen liegt wieder mehr im Angriff- wieder ist es der rechte Flügel, welcher blitzschnell durchgeht, welchen Zeiler mit wuchtigem Schuß schon drei Minuten später aus kurzer Entfernung zum 2. Tor für G. abschließt. Benner I erscheint wieder auf dem Felde, geht halblinks in den Sturm. Bei weiteren Angriffen kann Zeiler kurz vor der Pause 3: 0( 40. Min.) für Gießen erhöhen. Nach dieser ist das Bild wie umgewandelt, denn Wetzlar geht mächtig aus sich heraus und will mit Gewalt ausholen. Sein Mittelläufer Irle schafft unermüdlich, gibt Steilvorlagen an die Außenstürmer, doch bei Hereinkommen der Flanken steht das einheimische Innentrio hilflos einer guten Verteidigung gegenüber. W. hat bei seinem zunehmenden Drängen nicht nur mangelndes Können im Sturm, sondern auch noch öfters großes Pech. Bei Gewühlen im G. Strafraum wird der Ball mehreremal bis an die Linie gebracht, ohne dieselbe zu überschreiten. G. kommt wieder auf, bei einem Durchbruch wird ihr Mittelstürmer im Strafraum zu Fall gebracht. Der Elfmeter landet unhaltbar trotz verzweifelter Abwehr des W. Hüters im Netz, den Sieg für G. sicherstellend. Nach mehreren Angriffen ereignet sich im G. Strafraum dasselbe Bild, Benner I verwandelt ebenfalls unhaltbar. 4: 1 für G. W. will wenigstens das Resultat verbessern und strengt sich mächtig an. Mehrere Ecken bringen nichts ein, eine Vorlage erreicht Friedrich noch vor dem herauslaufenden G. Hüter, sein Schuß dreht sich aber furz vor dem Tor an den Pfosten. Das Spiel wird härter, W. ist durch seinen Mißerfolg sichtlich erregt, verschuldet viele Strafstöße, der Schiri wurde daneben auch noch nervös. Der Rechtsaußen von G. ist verlegt, spielt aber als Statist weiter, T. und nimmt uvert auf. mein Bremer, Gie morgen wert, spricht: Fechner ist auration ge fich, wenn hlt's nachher ch denn eben aufällig auf der Fechner was in den der Adresse libald Erd affe Nr. 14." 45 Jahre Arbeit und Erfolge liegen heute hinter uns. Immer war es in dieser Zeit für uns als die ältesten Automobilwerke der Welt selbstverständliche Tradition, führend zu sein in der Entwicklung des Kraftfahrzeugs, nicht nur in der Erzielung höchster Qualität, sondern auch in der immer günstigeren Gestaltung des Verhältnisses zwischen Wert und Preis. Unser Typenprogramm für das Jahr 1930 steht auf der vollen Höhe aller erprobten technischen Errungenschaften. 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Tor burch Adelberger in der 83. Minute ausgenutzt wird. Das Spiel bleibt weiter hart. Waldschmidt- Wetzlar muß nach mehreren Verwarnungen das Feld verlassen, so daß W. die kurze Zeit bis zum Schluß nur noch mit 9 Mann auf dem Felde ist. Gießen gewann verdient, einen großen Anteil hat an seinem Siege der linke Läufer Kaz, welcher in fairster Weise durch dachtes und genaues Abspiel von Anfang bis zum Schluß zeigte, sowie der Halbrechte Zeiler, welcher in der ersten Hälfte den G. Sturm wuchtig, fraftvoll nach vorne riß und dadurch zu Torerfolgen verhalf. Die gesamte Mannschaft verdient im übrigen ein Gesamtlob. Das Hintertrio arbeitete ruhig und ficher, die anderen Läufer fielen neben Rah nicht ab, und der Sturm erfreute durch einheitliche Leistungen. Neben Zeiler seien Adelberger und Heilmann besonders genannt. Der Wetzlarer Hüter war sehr gut. Durch das Ausscheiden von Benner I ist über die Verteidigung alles gesagt. Benner II fonnte die Niederlage trotz aufopferndem Spielen nicht verhindern. Die Läuferreihe kam erst in der zweiten Hälfte in Schwung, doch war ihr Arbeiten bei dem schlechten Sturm ohne Ausnahme vergebens. WZW. Germ. Marburg 2. Bezil. Odershausen 2. Bezkl. 2: 4( 1: 4). Als obiges Ergebnis bekannt wurde, wollte wohl niemand glauben, daß die Germanen tatsächlich auf eigenem Platze so eindeutig geschlagen worden seien, denn etwas mehr hätte man der doch als technisch besser bekannten Germanenelf zugetraut. Aber dieses Spiel beweist wieder einmal, daß der Wille zum Sieg und nie erlahmender Eifer auch über die bessere Technik fiegen kann. Als der Unparteiische Geßner von den Hessen- PreußenKassel anpfiff, stand die komplette Germanenliga den ohne Diefenbach und Peil wirkenden Odershäuser gegenüber. Germania hatte zunächst mehr vom Spiel und konnte durch Adorf, der eine Flanke von rechts einköpfte, in Führung gehen. Langsam gestalteten die Vorstädter das Spiel offen und glichen durch Nachschuß( Zimmermann) in der 20. Minute aus. Kurz darauf fetzte Weidenbach, der Ockershäuser Mittelläufer, einen Strafstoß direkt auf das Germanentor. Der Torhüter konnte den Ball gerade noch wegschlagen. Odershausen setzte nach und stellte das Ergebnis auf 2: 1. Seip- O. erhöhte bald danach auf 3: 1. Aus einen Rencontre Fischer- Eustergehrling resultierte der 4. Treffer für Odershausen, denn Weidenbach sandte den zu= erkannten Elfmeter unhaltbar ein. Eustergehrling mußte vom Platz. Fischer schied gehandicapt bis zur Halbzeit aus. Nach der Pause wollte Germania mit Gewalt seine Position verbesfern, zunächst ohne Erfolg. Odershausen verteidigte stärker. Erst ein Strafstoß für Germania, den Wagner II. direkt verwandelte, lohnte ihr Bemühen. 4: 2. Germania drängte weiter, Odershausens Mittelläufer mußte für einen Augenblick ausscheiden. Als er wieder ins Spiel eingriff, konnte Odershausen noch manchesmal gefährlich für das Germanentor werben. An dem Ergebnis änderte sich aber bis zum Schlußpfiff nichts mehr. Odershausen hat verdient gewonnen, es stellte in Weidenbach( M.-L.) und Tormann Muth die besten Leute auf dem Plaze. Das Spiel wurde im großen und ganzen sehr hart durchgeführt und nur der Nachsicht des im übrigen stets objektiven Spielleiters ist es zu danken, daß der eine und andere der Spieler beider Parteien nicht auch vom Platze gestellt wurde. Odershausen aber hat jetzt, da seine beiden restlichen Spiele diefer Serie auf seinem Plazze stattfinden, die beste Chance auf die Meisterschaft. Die Gegner VfB. Gießen und 1900 Gießen wollen allerdings erst geschlagen sein. Leistungsfähige Mitteldeutsche Schokoladenfabrik sucht einen rührigen zuverlässigen Vertreter für den Bezirk Gießen bei günstigen Provisionssätzen. 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Elf zum fälligen Verbandsspiel in Steinbach Trotz den nicht gerade besten Platzverhältnissen waren sie den Einheimischen technisch überlegen; hierfür spricht auch das Eckerverhältnis 7: 2 für Steinberg. Steinberg verdankt nur den gut durchdachten Vorlagen und dem schnellen und plazierten Zuspiel seinen Sieg. Daubringen 1.- Niederweisel 1. 3: 1( 1: 1). - Am Sonntag trafen sich die Mannschaften zum fälligen Verbandsspiel. D. mußte für seinen Linksaußen Ersatz einstellen. Gleich nach Beginn entwickelte sich ein slottes Spiel, das bis zur Pause sehr ausgeglichen war( 1: 1). Nach dem Wechsel nimmt D. das Heft in die Hand, und die Ausbeute waren zwei schöne Tore, darunter ein Elfmeter. Schiri Beine de Aßlar hatte zu jeder Zeit das manchmal sehr scharfe Spiel in den Händen P. und leitete korrekt. Spv. 1929 Bieber 1. FC. Großen- Bused 2. Die zweite Mannschaft des FC. Großen- Buseck ließ am Sonntag schon zum zweiten Male den Neuling Sportverein Bieber, im Stich. Kein gerade sportlich- kameradschaftliches Zeichen, zumal ein junger Verein ganz besonders finanziell schwer zu kämpfen hat und man diesen durch Wettspiele unterstützen soll, um ihm Spielerfahrung und Technik beizubringen. Aus Nah und Fern. Darmstadt. Der Reichsverband bildender Künstler Deutschlands E. V., Gau Volksstaat Hessen, hält am 25. Januar die dritte Generalversammlung in Darmstadt ab, zu der die Spigen der Behörden und Vorstände der Fraktionen geladen sind. Lokalität und Tagesordnung werden durch persönliche Einladung bekannt gegeben. Worms. Die Staatsanwaltschaft Worms hat sämtliche Geschäftsbücher, Aften und Belege der in Konkurs geratenen Wormser Volsbank beschlagnahmt, so daß zunächst irgendwelche Auskünfte über die genauen Aktiva und Passiva u. den genauen Stand des Konkursverfahrens nicht gegeben werden können. Verleihung des großen Preises an die Verlagsfirma Georg Westermann, Braunschweig. Auf der Weltausstellung in Barcelona hat, wie eben bebannt geworden ist, die Firma Druckerei und Verlag Georg Westermann, Braunschweig, für Westermanns Monatshefte" und sonstige Verlagswerke, die in den eigenen technischen Be trieben hergestellt wurden, den ,, gran Premio" erhalten. Neue Bücher. ,, Deutschlands Städtebau" - Offenbach a. M. Herausgegeben von der Stadt Offenbach a. M. Bearbeitet von Stadtbaudirektor Otto Sander. Dari- Verlag 6. m. b. H., BerlinHalensee. Zweite, erweiterte Auflage. Der Bilderteil ist durch die Wiedergabe verschiedene Neuschöpfungen auf dem Gebiete Hauptvertretung eines großen, 1836 gegründeten Aktien- Unternehmens für Gießen und Bezirk zu vergeben. Reflektiert wird auf Persönlichkeit von erstem Ruf mit Werbe- u. Organisationsbefähigung sowie guten Beziehungen. Beste Einkommensmöglichkeiten vorhanden. Geeig net bei Berufswechsel oder Tätigkeitsumstellung bzw. Erweiterung Gefl., möglichst ausführliche Angebote unt. 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